Salazar Caradini: Unterschied zwischen den Versionen

Aus EnzyklopAtys

Wechseln zu: Navigation, Suche
(Der Tempelkrieg)
 
(14 dazwischenliegende Versionen desselben Benutzers werden nicht angezeigt)
Zeile 26: Zeile 26:
 
|birth=2506
 
|birth=2506
 
|death=lebend
 
|death=lebend
|mother=Mircalla
+
|mother=Mircalla
|father=Ambrosio
+
|father=Ambrosio
 
|siblings= keine
 
|siblings= keine
 
|spouses=Thy Varan
 
|spouses=Thy Varan
Zeile 33: Zeile 33:
 
|character= Homin
 
|character= Homin
 
}}
 
}}
{{#babel:de|en-3|fr-1|es-0|ru-0}}
+
 
 
{{UserBox
 
{{UserBox
 
|align=center
 
|align=center
Zeile 74: Zeile 74:
 
|img-color=#{{ColorAtys|type=light|group=gnost}}
 
|img-color=#{{ColorAtys|type=light|group=gnost}}
 
|img=Karalogo.png
 
|img=Karalogo.png
|title={{3DText|text=[[Jena|Karavaneer]]}}
+
|title={{3DText|text=[[Jena|Karavanier]]}}
 
|text=Gläubiger Jenas}}
 
|text=Gläubiger Jenas}}
  
Zeile 85: Zeile 85:
 
|text={{3DText|group=karavan|text=Sanekinion ten Kitina Aremei}}
 
|text={{3DText|group=karavan|text=Sanekinion ten Kitina Aremei}}
 
}}
 
}}
 +
 +
=='''Jugendjahre'''==
 +
Salazar Caradini spricht niemals über seine Kindheit, doch die erhaltenen Geburtsregister belegen, dass er im Jahr 2506 als Sohn eines Soldaten und einer Floristin zur Welt kam. Als im selben Jahr [[Bravichi Lenardi|Bravichi]] – gemeinsam mit zahlreichen anderen Matis-Akademikern – wegen angeblicher Ketzerei auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde, befand sich auch Salazars Onkel, nach dem er benannt worden war, unter den Opfern. Sein Vater brachte daraufhin seine Frau und den Säugling in ein Aufnahmelager – einst vom verstorbenen Karan [[Yasson]] eingerichtet –auf einer matisianischen Insel, bevor er zurückkehrte, um sich den Truppen von Karin [[Yrkanis]] anzuschließen. Die Familie hörte nie wieder von ihm.
 +
 +
So wuchs Salazar in einem kleinen Lager namens [[Matis-Insel|Rosilio]] auf, wo er mithilfe der Bücher seines Onkels – zumindest jener, die gerettet werden konnten – lesen und schreiben lernte. Er bewies dabei eine natürliche Begabung, während seine Ausbildung in der Kunst der Jagd oder im Handwerk weit weniger erfolgreich verlief. Allerdings zeigte er ein grundsätzliches Talent für Heilmagie; dies erwies sich als äußerst nützlich, nachdem der Jugendliche schließlich, nach dem langsamen, qualvollen Siechtum seiner Mutter, die Bücher seines Onkels zusammenpackte, die recht kleine und ziemlich einsame Insel verließ und sich vom [[Karavan]] nach [[Yrkanis (Stadt)|Yrkanis]] bringen ließ.
 +
 +
=='''Anfänge in Neu-Matia'''==
 +
Der erste Anblick der Hauptstadt von Neu-Matia muss auf den jungen Salazar geradezu überwältigend gewirkt haben; man kann mit ziemlicher Sicherheit annehmen, dass er versuchte, all ihre Schönheit und ihre Wunder durch seine bernsteingrünen Augen in sich aufzusaugen. Gekleidet in die Lumpen eines Flüchtlings und bewaffnet mit eher groben, selbst gefertigten Waffen, war er in einer Stadt, die von schönen, stolzen und wohlhabenden Homins bevölkert wurde, beinahe unsichtbar – Homins und Homina, die beeindruckende lebende Rüstungen und glänzenden Schmuck trugen und Waffen führten, wie Salazar sie noch nie zuvor gesehen hatte. Er bestaunte auch die Zorai, die Fyros und die Tryker – Völker, von denen er bis dahin nur gelesen hatte. Sein Lieblingsort war jedoch das Königliche Arboretum; dort sah man ihn oft stundenlang vor der Rotoa sitzen – sofern er sich nicht gerade draußen aufhielt, um etwas Essbares zu ergattern oder seine Dienstleistungen jenen anzubieten, die bereit waren, einen heruntergekommenen, aber durchaus hübschen Jüngling zu bezahlen, dessen flinke Zunge sowohl seinen sozialen Status als auch seine Herkunft schnell vergessen ließ. Wenn sich keine andere Gelegenheit bot, schlich sich Salazar nachts in das geliebte Arboretum und schlief dort auf dem Boden.
 +
 +
Frustriert über sein mangelndes Talent für Handwerk und Handel sowie über das Fehlen von Gelegenheiten, seine eigentlichen Stärken einzusetzen, begegnete er durch einen glücklichen Zufall Aigen – einem Jäger und Prospektor, den er zuvor bereits in Rosilio getroffen hatte, wo Aigen seine Ausbildung absolvierte. Aigen engagierte ihn langfristig als Heiler für seine Jagd- und Grabungsexpeditionen, kaufte ihm ein Mektoub und bezahlte ihm angemessene Kleidung sowie Waffen.
 +
 +
Nicht lange danach sprach ihn beim Training in der Umgebung von Yrkanis ein reichlich extrovertierter Matis namens Taure an. Taure lockte Salazar mit dem Versprechen, ihm die [[Kitin|Kitins]] zu zeigen – der junge Lehrling war zwar schon verschiedenen Raubtieren begegnet, hatte aber bislang aus der großen Familie der gefürchteten Krebstiere nur die friedlichen, pflanzenfressenden [[Kipee|Kipees]] kennengelernt. So willigte Salazar ein, seinen selbstbewussten neuen Freund zum [[Unglückstunnel]] zu begleiten – nur um dort vor Schreck fast den Verstand zu verlieren, als sie von einer Kitin-Patrouille überrannt und niedergestreckt wurden. Taure empfand die Erfahrung jedoch als Heidenspaß und bot ihm Proviant, Schutz, sicheres Geleit in die Hauptstädte der anderen drei Länder sowie ein Dach über dem Kopf an: die Mitgliedschaft in seiner Gilde. Salazar verabschiedete sich daraufhin leichten Herzens von Aigen, denn zum ersten Mal seit seiner Ankunft auf dem Festland hatte er nun einen richtigen und festen Schlafplatz: Zwar noch kein eigenes Heim, aber immerhin das Gildenhaus. Also wurde Salazar jüngstes Mitglied der Malignus Germanitas. Er hatte endlich ein Zuhause und eine etwas exzentrische Ersatzfamilie gefunden. Er ahnte nicht, dass sein neugewonnener innerer Frieden nur wenige Jahre währen würde.
 +
 +
=='''Der [[Tempelkrieg]]'''==
 +
In den folgenden Jahren gelang es Salazar kaum, mehr als ein mittelmäßiger Heiler zu werden – nicht zuletzt, weil sein Gildenleiter Taure, dessen Gefährtin Schnee und die Hochoffiziere der Gilde viel auf Reisen waren und ihn zurückließen. Stattdessen entdeckte er die Bibliothek der Königlichen Akademie von Yrkanis und versuchte, seinen eigenen Lebenssinn zu ergründen. Salazar war nicht besonders religiös aufgewachsen, und aus den Aufzeichnungen seines Onkels ging hervor, dass dieser den Karavan mit einer gewissen Skepsis betrachtet hatte. Gelegentlich reiste er nach [[Pyr]] und verbrachte Zeit im Badehaus, wo er eher flüchtige Bekanntschaften schloss. Meist jedoch schlenderte Salazar durch den [[Majestätischer Garten|Majestätischen Garten]]. Er konnte stundenlang dasitzen und beobachten, wie [[Bodokin]] durch die [[Psykopla-Hügel]] streifte. Er wusste nicht mehr, ob seine Mutter es ihm als Kind erzählt oder ob er es sich einfach selbst ausgedacht hatte – doch für ihn war Bodokin der Wächter des Waldes, der einzige wahre Naturgeist Matias; stets ergriff er, mit Tränen in den Augen, schnell die Flucht, sobald Jäger auftauchten, um Bodokin zu erlegen. Natürlich kehrte Bodokin stets zurück, so wie es auch die Homins Dank der Gnade [[Jena|Jenas]] taten; war das nicht der Beweis dafür, dass er nicht bloß eine gewöhnliche, wenn auch wunderschöne Kreatur war? Zu anderen Zeiten saß Salazar oben auf der [[Turmbrückenweg|Tower Bridge]] und blickte hinüber zum [[Hügel der Abtrünnigen]] – einer Gegend, die für ihn als Heiler noch zu gefährlich war, um sie allein zu erkunden. Dabei war es ihm einst gelungen, sich dort hindurchzuschleichen, um seinen treuen Mektoub bei der [[Versteckte Quelle|Versteckten Quelle]] zu retten, wo er und seine Gildenkollegen eine unglückliche Begegnung mit Kitins gehabt hatten und ihre Reittiere zurücklassen mussten.
 +
 +
 +
 +
{{Clear}}
 +
<noinclude>
 +
[[Kategorie:Spieler-Charaktere Matis]]
 +
[[Kategorie:Biographie]]
 +
</noinclude>

Aktuelle Version vom 19. September 2026, 19:30 Uhr

de:Benutzer:Salazar en:User:Salazar es:Usuario:Salazar fr:Utilisateur:Salazar ru:Участница:Salazar
 
UnderConstruction.png
Übersetzung zur Überprüfung
Gib nicht den Mitwirkenden die Schuld, sondern komm und hilf ihnen. 😎

Persönlicher Bernstein
Salazar
Caradini
Filira
Rasse Matis
Geschlecht Male
Nation Königreich Matia
Organisation Königliche Akademie zu Yrkanis
Anbetung Jena
Fraktion Karavan
Gilde The Order of the Argo Navis
Rang Erster Seraph
Geburt 2506
Tod lebend
Mutter Mircalla †
Vater Ambrosio †
Homin




Königlicher Historiker


Königlicher Kitinologe


früherer Königlicher Botschafter


Karavanier


Gründungsmitglied der SKA
Gründungsmitglied der SKA

Jugendjahre

Salazar Caradini spricht niemals über seine Kindheit, doch die erhaltenen Geburtsregister belegen, dass er im Jahr 2506 als Sohn eines Soldaten und einer Floristin zur Welt kam. Als im selben Jahr Bravichi – gemeinsam mit zahlreichen anderen Matis-Akademikern – wegen angeblicher Ketzerei auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde, befand sich auch Salazars Onkel, nach dem er benannt worden war, unter den Opfern. Sein Vater brachte daraufhin seine Frau und den Säugling in ein Aufnahmelager – einst vom verstorbenen Karan Yasson eingerichtet –auf einer matisianischen Insel, bevor er zurückkehrte, um sich den Truppen von Karin Yrkanis anzuschließen. Die Familie hörte nie wieder von ihm.

So wuchs Salazar in einem kleinen Lager namens Rosilio auf, wo er mithilfe der Bücher seines Onkels – zumindest jener, die gerettet werden konnten – lesen und schreiben lernte. Er bewies dabei eine natürliche Begabung, während seine Ausbildung in der Kunst der Jagd oder im Handwerk weit weniger erfolgreich verlief. Allerdings zeigte er ein grundsätzliches Talent für Heilmagie; dies erwies sich als äußerst nützlich, nachdem der Jugendliche schließlich, nach dem langsamen, qualvollen Siechtum seiner Mutter, die Bücher seines Onkels zusammenpackte, die recht kleine und ziemlich einsame Insel verließ und sich vom Karavan nach Yrkanis bringen ließ.

Anfänge in Neu-Matia

Der erste Anblick der Hauptstadt von Neu-Matia muss auf den jungen Salazar geradezu überwältigend gewirkt haben; man kann mit ziemlicher Sicherheit annehmen, dass er versuchte, all ihre Schönheit und ihre Wunder durch seine bernsteingrünen Augen in sich aufzusaugen. Gekleidet in die Lumpen eines Flüchtlings und bewaffnet mit eher groben, selbst gefertigten Waffen, war er in einer Stadt, die von schönen, stolzen und wohlhabenden Homins bevölkert wurde, beinahe unsichtbar – Homins und Homina, die beeindruckende lebende Rüstungen und glänzenden Schmuck trugen und Waffen führten, wie Salazar sie noch nie zuvor gesehen hatte. Er bestaunte auch die Zorai, die Fyros und die Tryker – Völker, von denen er bis dahin nur gelesen hatte. Sein Lieblingsort war jedoch das Königliche Arboretum; dort sah man ihn oft stundenlang vor der Rotoa sitzen – sofern er sich nicht gerade draußen aufhielt, um etwas Essbares zu ergattern oder seine Dienstleistungen jenen anzubieten, die bereit waren, einen heruntergekommenen, aber durchaus hübschen Jüngling zu bezahlen, dessen flinke Zunge sowohl seinen sozialen Status als auch seine Herkunft schnell vergessen ließ. Wenn sich keine andere Gelegenheit bot, schlich sich Salazar nachts in das geliebte Arboretum und schlief dort auf dem Boden.

Frustriert über sein mangelndes Talent für Handwerk und Handel sowie über das Fehlen von Gelegenheiten, seine eigentlichen Stärken einzusetzen, begegnete er durch einen glücklichen Zufall Aigen – einem Jäger und Prospektor, den er zuvor bereits in Rosilio getroffen hatte, wo Aigen seine Ausbildung absolvierte. Aigen engagierte ihn langfristig als Heiler für seine Jagd- und Grabungsexpeditionen, kaufte ihm ein Mektoub und bezahlte ihm angemessene Kleidung sowie Waffen.

Nicht lange danach sprach ihn beim Training in der Umgebung von Yrkanis ein reichlich extrovertierter Matis namens Taure an. Taure lockte Salazar mit dem Versprechen, ihm die Kitins zu zeigen – der junge Lehrling war zwar schon verschiedenen Raubtieren begegnet, hatte aber bislang aus der großen Familie der gefürchteten Krebstiere nur die friedlichen, pflanzenfressenden Kipees kennengelernt. So willigte Salazar ein, seinen selbstbewussten neuen Freund zum Unglückstunnel zu begleiten – nur um dort vor Schreck fast den Verstand zu verlieren, als sie von einer Kitin-Patrouille überrannt und niedergestreckt wurden. Taure empfand die Erfahrung jedoch als Heidenspaß und bot ihm Proviant, Schutz, sicheres Geleit in die Hauptstädte der anderen drei Länder sowie ein Dach über dem Kopf an: die Mitgliedschaft in seiner Gilde. Salazar verabschiedete sich daraufhin leichten Herzens von Aigen, denn zum ersten Mal seit seiner Ankunft auf dem Festland hatte er nun einen richtigen und festen Schlafplatz: Zwar noch kein eigenes Heim, aber immerhin das Gildenhaus. Also wurde Salazar jüngstes Mitglied der Malignus Germanitas. Er hatte endlich ein Zuhause und eine etwas exzentrische Ersatzfamilie gefunden. Er ahnte nicht, dass sein neugewonnener innerer Frieden nur wenige Jahre währen würde.

Der Tempelkrieg

In den folgenden Jahren gelang es Salazar kaum, mehr als ein mittelmäßiger Heiler zu werden – nicht zuletzt, weil sein Gildenleiter Taure, dessen Gefährtin Schnee und die Hochoffiziere der Gilde viel auf Reisen waren und ihn zurückließen. Stattdessen entdeckte er die Bibliothek der Königlichen Akademie von Yrkanis und versuchte, seinen eigenen Lebenssinn zu ergründen. Salazar war nicht besonders religiös aufgewachsen, und aus den Aufzeichnungen seines Onkels ging hervor, dass dieser den Karavan mit einer gewissen Skepsis betrachtet hatte. Gelegentlich reiste er nach Pyr und verbrachte Zeit im Badehaus, wo er eher flüchtige Bekanntschaften schloss. Meist jedoch schlenderte Salazar durch den Majestätischen Garten. Er konnte stundenlang dasitzen und beobachten, wie Bodokin durch die Psykopla-Hügel streifte. Er wusste nicht mehr, ob seine Mutter es ihm als Kind erzählt oder ob er es sich einfach selbst ausgedacht hatte – doch für ihn war Bodokin der Wächter des Waldes, der einzige wahre Naturgeist Matias; stets ergriff er, mit Tränen in den Augen, schnell die Flucht, sobald Jäger auftauchten, um Bodokin zu erlegen. Natürlich kehrte Bodokin stets zurück, so wie es auch die Homins Dank der Gnade Jenas taten; war das nicht der Beweis dafür, dass er nicht bloß eine gewöhnliche, wenn auch wunderschöne Kreatur war? Zu anderen Zeiten saß Salazar oben auf der Tower Bridge und blickte hinüber zum Hügel der Abtrünnigen – einer Gegend, die für ihn als Heiler noch zu gefährlich war, um sie allein zu erkunden. Dabei war es ihm einst gelungen, sich dort hindurchzuschleichen, um seinen treuen Mektoub bei der Versteckten Quelle zu retten, wo er und seine Gildenkollegen eine unglückliche Begegnung mit Kitins gehabt hatten und ihre Reittiere zurücklassen mussten.