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Bernsteinwürfel

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Vor langer Zeit wütete ein gewaltiges Feuer in der sagenumwobenen Bibliothek und verzehrte das darin enthaltene Wissen fast vollständig. Als sie den durch die Flammen angerichteten Schaden sahen, berieten sich die Weisen der Homin Völker und begannen mit der Suche nach einer neuen Art nd Weise, ihr Wissen für die Nachwelt zu bewahren. Zuverlässiger und haltbarer als die bisher verwendeten Pergamentrollen sollte es sein, die dem Zahn der Zeit und den zügelndenFlammen des Feuers nur wenig entgegenzusetzen hatten. Also erforschten sie die Eigenschaften des Bernsteins: Handwerker und Zauberer vereinten ihre Talente und stellten einen Würfel her, in dessen Inneren Wissen mit Hilfe von Magie gespeichert werden konnte. Diese Würfel waren weitaus widerstandsfähiger und bei weitem nicht so sperrig wie die tradionellen Pergamentrollen und Täfelchen und sie hatten darüber hinaus den Vorteil, dass sie dank der magischen Inschriften von allen Hominvölkern verstanden wurden, denn zu dieser Zeit sprach man unter den Homins verschiedene Dialekte. Außerdem stellte man fest, dass das Duplizieren eines Würfels viel leichter bewerkstelligt werden konnte, als die Abschrift einer Schriftrolle. Auf diese Weise konnten die Homins ihr Wissen wesentlich leichter weitergeben.

So wurde eine große Anzahl dieser Würfel geschaffen... aber der Große Schwarm der Kitins und die Zeit des Exils in den Urwurzeln führten dazu, dass die Würfel im ganzen Land verstreut wurden. Während der Flucht der Homins gingen viele Würfel verloren, andere wurden versteckt, um sie vor Zerstörung oder Mißbrauch zu bewahren. So geschafh es also, daß ein grßer Teil dieses Wissens in Vergessenheit geriet. Seit Beginn des Wiederaufbaus ihrer Kultur durchsuchen die Homins jeden Winkel des Landes, um diese alten Würfel zu bergen, von denen jeder einen Teil ihrer fast vergessenen Vergangenheit zu enthüllen vermag.

Die Kenntnis über die Vorgehensweise zur Erschaffung und Vervielfältigung der Bernsteinwürfel ist den Homins auch heut noch bekannt, doch es sind nur noch wenige, die dieses Wissen beherrschen. Gewöhnlich verfügen nur alte und bedeutende Lehrmeister über dieses Wissen und es sind auch sie, die die geborgenen Würfel aufbewahren. Sie teilen das in den Würfeln gespeicherte Wissen gerne mit denjenigen, die sie für würdig erachten. Homins, die mehr über die Geschichte ihre Volkes lernen wollen, sollten stets versuchen, mit einem dieser Lehrmeister zu sprechen. Die antiken Wrfel können in ganz Atys entdeckt werden. Sie müssen jedoch von Homins, die diese Kunst beherrschen, neu aktiviert werden. Diese uralten Würfel werden generell als seltener und wertvoller Schatz angesehen.

Die Würfel müssen in einer kleinen Bersteintruhe aufbewahrt werden, da sie sonst mit der Zeit ihre Energie verlieren. Nur ein Eingeweihter vermag es dann, sie erneut aufzuladen. Einst wurde eine Truhe aus Berstein gemeißelt, die als Aufbewahrungsort für alle existierenden Würfel dienen sollte; es muss wohl nicht erwähnt werden, daß ihre Größe sagenumwoben war. Wegen der großen Menge des darin enthaltenen Wissens wurde diese riesige Truhe als die "Truhe der Weisheit" bekannt. Homins, die heute solche Würfel sammeln, haben ihre eigene "Truhe der Weisheit", die nichts anderes ist, als ein kleinerer Nachbau der ersten, riesigen Truhe.

Die Farbe eines Bernsteinwürfels läßt oft auf sein Alter schließen und verschafft den Homins somit einen Anhaltspunkt über den Wert des darin enthaltenen Wissens. Am häufigsten sind gelbe Würfel, die von geringem Alter sind und vor nicht mehr als ein paar Jahrzehnten geschaffen wurden. Rote Würfel sind älter und können Jahrhunderte alt sein. Lilafarbene Würfel schließlich sind die ältesten, die folglich auch die begehrtesten unter allen Würfeln darstellen.
Die meisten Würfel tragen ein Siegel der Kultur, die ihn erschaffen hat. Daher ist es möglich, Würfel zu finden, die mit Siegeln der Matis, der Zoraï, der Fyros oder der Tryker versehen sind. Manche Würfel, wie die dr verschiedenen Stämme, tragen in der Regel keinerlei Siegel. Was die Karavan und die Kamis betrifft, so haben diese ihr eigenes, geheimnisvolles System, um ihr schier grenzenloses Wissen zu bewahren. Jedoch benutzen auch sie häufig Bersteinwürfel, um Teile ihres Wissens an die Homins weiter zu geben.