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		<title>EnzyklopAtys - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Eine_Geschichte_der_W%C3%BCste&amp;diff=37990</id>
		<title>Eine Geschichte der Wüste</title>
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				<updated>2024-06-25T19:41:34Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Nilstilar: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Trad&lt;br /&gt;
|DE =Eine Geschichte der Wüste|DEs =4&lt;br /&gt;
|ES =Un cuento del desierto|ESs=5&lt;br /&gt;
|EN =A Tale of the Desert|ENs =0&lt;br /&gt;
|FR =Un conte du Désert|FRs=4&lt;br /&gt;
|RU =Сказка о пустыне|RUs=5&lt;br /&gt;
|H =1&lt;br /&gt;
|palette=matis&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Clear}}&lt;br /&gt;
[[File:Arme Matis.png|right]]&lt;br /&gt;
{{Quotation|''[[User:Lylanea Vicciona|'''Lylanea Vicciona''']], Bardin Der Vier Länder''|&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es ist lange her, dass ich durch die trockene Hitze der Frahar-Türme wanderte. Nur im Schatten der hohen Plateaus konnte man die Hitze einigermaßen aushalten, ... und doch war es Herbst. Da half es auch nicht, dass ich meine ziemlich billige, dunkelblaue schwere Rüstung trug. Aber ich musste schließlich den Auftrag erledigen, den mir die Karavan gegeben hatten. Schon damals habe ich das Töten gehasst, aber der Botschafter der Karawane hatte unmissverständlich klar gemacht, dass diese Bande von Banditen gnadenlose Schlächter waren, die bestraft werden mussten. Das hieß, sie mussten getötet werden. Warum bekamen diese Banditenbanden immer noch so viele Mitglieder?&lt;br /&gt;
{{Couillard2}}&lt;br /&gt;
Diese und andere Gedanken gingen mir durch den Kopf, während ich mir meinen Weg durch die staubigen Canyons bahnte. Ihre glatten Wände umgaben mich wie dunkle, honigfarbene Wellen. Der Schweiß sammelte sich in meinem Helm, und ich fühlte mich wie ein Stück Fleisch, das langsam zu perfekter Zartheit gebraten wird. Ich lehnte mich an eine Wand, nahm das Ding ab und trank etwas Wasser aus meiner Feldflasche. Im krassen Gegensatz zu meinem Gesicht fühlte sich meine Zunge wie ein Stück getrocknetes Fleisch an. Doch der Schweiß verdunstete schnell. Ich konnte Staub und Tierkot riechen, schwach wehte der Geruch von brennendem Holz aus dem Talkessel des Brennenden Waldes herüber. Ein plötzlicher Windstoß blies mir Staub in den Mund, und nachdem ich gehustet und ausgespuckt hatte, trank ich einen weiteren Schluck aus meiner Feldflasche und spuckte das warme Wasser auf den Boden. Sofort bereute ich diese Tat. Wasser war hier kostbar. Gierig saugte der Wüstenboden das Wasser auf, bevor es in der prallen Sonne verdunsten konnte. Ich hielt den Atem an, als ich mir den leicht stinkenden Helm wieder über das Gesicht zog. Seufzend blickte ich eine sonnenbeschienene Schlucht hinunter und setzte meine Suche nach dem Banditenlager fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ich um einen Vorsprung herumkam, entdeckte ich ein kleines Rudel Frahar, das die Mittagshitze ausschlief. Die Primitiven hockten zusammengekauert im Schatten einer Vertiefung in der glatten Holzwand der Schlucht, die schwere Häute, die sich zwischen Ihren Armen und Beinen spannten schützend über die Köpfe gelegt. Langsam schlich ich weiter, wobei ich mich bemühte, außer Hörweite zu bleiben und kein Geräusch zu machen. Ich hatte nicht die Absicht, diese Halbtiere aus ihrem Schlummer zu wecken. &lt;br /&gt;
Während ich mir meinen Weg durch die schattigen Schluchten bahnte, gingen meine Gedanken wieder zu der Frage zurück, warum junge Homins sich für ein Leben als Gesetzlose entschieden. Warum unter diesen Bedingungen leben? Warum nicht auf dem richtigen Weg bleiben? Selbst wenn dieser Weg so hart und starr war wie die Lebensweise der Fyros.&lt;br /&gt;
[[File:Arme Matis- séparateur.png|200px|center]]&lt;br /&gt;
Nach der Beschreibung, die mir der Karavan gegeben hatte, näherte ich mich dem Lager. Vorsichtig spähte ich um die Ecke in eine breite Schlucht. Ihr Inneres war in bläuliche Schatten getaucht und mit ein paar dürren Pflanzen, dem überraschend großen Schädel eines Arma und einigen Zelten übersät. Zwischen den Zelten bewegten sich schlanke Gestalten, die ihrer Arbeit nachgingen. Auf der anderen Seite des Lagers konnte ich einige von ihnen sehen, die mit Speeren und ein paar Gewehren bewaffnet um das Lager herumliefen. Warum gab es auf dieser Seite der Schlucht keine Wachen? Patrouillierten sie von einer Seite des Lagers zur anderen? &lt;br /&gt;
Dann entdeckte ich zwei Frauen, die in einiger Entfernung an der Schluchtwand lehnten. Sie trugen Dolche und Schwerter, waren aber gerade damit beschäftigt, aus einer Wasserschale zu trinken, die sie einander reichten. Eine kurze Pause vom Dienst, wie es schien.&lt;br /&gt;
Während ich sie weiter beobachtete, kitzelte mich etwas im Hinterkopf. Ich warf einen langen, forschenden Blick auf die Banditen vor mir. Irgendetwas fehlte in diesem Lager. Etwas Wesentliches, etwas Normales sogar.&lt;br /&gt;
Göttin! Das sind alles Frauen!?&lt;br /&gt;
Was, im Namen des Drachens, hatte eine Gruppe von Frauen dazu gebracht, ihr Leben in dieser kargen Gegend zu fristen? &lt;br /&gt;
Ich musste es wissen.&lt;br /&gt;
Ich schob mein Schwert zurück in die Scheide und trat hinter der Mauer hervor in den engen Durchgang zur Schlucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;''Ho! Seid gegrüßt, Fyrae. Ich bin gekommen, um zu reden!''&amp;quot; rief ich.&lt;br /&gt;
Damals hatte ich noch keine Ahnung, wie man mit weiblichen Fyros spricht, und so griff ich bei dieser Begrüßung auf ein wenig Vermutung zurück. Sofort richteten einige der Frauen ihre Schwerter und Schusswaffen auf mich. Aufgeschreckt durch meinen unerwarteten Ruf stürzten einige wie Yubos in ihre Zelte, eine ließ eine aus Gras geflochtene Schale mit Früchten fallen, deren Inhalt in den Staub des Lagers rollte. Ich hob beschwichtigend die Hände und hoffte, dass die Wachen nicht überreagieren würden. &lt;br /&gt;
Eine von Ihnen, eine große, dunkelhaarige Frau, eilte auf mich zu. Sie blieb etwa vier Schritte vor mir stehen. Außerhalb der Reichweite meines Langschwertes.&lt;br /&gt;
&amp;quot;''Reden?! Was will eine blassnasige Matis mit uns besprechen?''&amp;quot;, sagte sie und richtete einen Dolch auf mich.&lt;br /&gt;
&amp;quot;''Warum seid ihr, was ihr seid? Warum lebt ihr als Geächtete und lasst das Reich hinter euch? Warum riskiert ihr ...''&amp;quot; platzte ich heraus. Nicht sehr diplomatisch, muss ich zugeben.&lt;br /&gt;
Die dunkelhaarige Fyra stürzte sich auf mich und drückte mir mit der gleichen fließenden Bewegung ihren Dolch an die Kehle.&lt;br /&gt;
&amp;quot;''Warum sollten wir hier unser Leben riskieren, wenn Leute wie du und andere ständig eindringen und versuchen, uns 'vor Gericht' zu bringen? Warum fristen wir hier ein kümmerliches Dasein, wenn wir in Pyr den Luxus genießen könnten?''&amp;quot;, zischte sie zwischen zusammengebissenen Zähnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;''Du arrogantes Flittchen! Ich sollte dir auf der Stelle deine blasse Kehle aufschlitzen, nur wegen deiner Naivität!''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Eine ältere Fyra trat zu ihr und legte ihrer Kumpanin eine beruhigende Hand auf die Schulter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;''Lass sie los, Bekaya. Sieh sie dir an. - Sie ist verwöhnt und hat keine Ahnung, was im Imperium wirklich vor sich geht, sie ist nicht einmal eine Fyros''&amp;quot;, sprach die Ältere in langsamem und bedächtigem Ton.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dunkelhaarige ließ ihren Dolch zögernd sinken, starrte mich aber immer noch an, als würde sie mich lieber mit ihrem Blick in Brand stecken, als in Ruhe mit mir zu reden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ältere Frau trat vor, ihr Haar so rot wie der von weißen Wolken durchzogene Abendhimmel, ihr Gesicht von Falten gezeichnet, die die Sonne und die trockene Luft im Laufe eines langen, harten Lebens hineingeätzt hatten.&lt;br /&gt;
Der Blick, den sie mir zuwarf, war eine Mischung aus offener Feindseligkeit und Zweifel, die mir kalte Schauer über den Rücken jagte.&lt;br /&gt;
&amp;quot;''Ma'Duk offenbart seine Weisheit auf seltsame Weise, Kind. Du bist wahrlich nicht die erste, die danach fragt.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;quot;''Aber du bist der erste Matis, den ich getroffen habe, der entweder kühn oder dumm genug ist, dies zu tun. Normalerweise sind es unverheiratete oder verwitwete Fyra, die noch keine Ahnung haben, was sie erwartet''&amp;quot;, sie gestikulierte und die dunkelhaarige Frau senkte langsam, unwillig ihren Dolch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein bitteres Lächeln vertiefte die Falten im Gesicht der alten Frau, und ich erkannte, dass einige von ihnen Falten des Kummers und des Schmerzes waren. Diese Frau hatte schlimme Zeiten durchlebt und viel verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;''Setz dich hin, Kind.''&amp;quot; befahl mir die alte Fyra mit einer Stimme, die keinen Widerspruch duldete. Sie deutete auf einige Matten aus steifem Gras, die im Schatten der Schluchtwand vor einer kleinen Hütte lagen. Vorsichtig nahm ich meinen Helm ab und hoffte, dass er meine Abneigung gegen einen Kampf noch deutlicher machen würde. Einige der Frauen starrten mich immer noch an. Also nahm ich das Schwert aus meinem Gürtel, legte es auf den Boden und ging zwei Schritte weiter zu den Matten, um mich zu setzen. Ich wollte, dass alle sicher waren, dass ich nicht die Absicht hatte, irgendwelchen Ärger zu machen. Während die anderen Banditen mich nicht aus den Augen ließen, verschwand die ältere Fyra, die offenbar auch die Anführerin dieses Lagers war, in einem der kleinen Zelte.&lt;br /&gt;
Während ich dasaß und wartete, ließ ich meinen Blick über das Lager und seine Bewohner schweifen. Sie sahen alle abgehärmt und angespannt aus. Ich hatte misstrauische Blicke erwartet, aber ich war nicht auf den Ausdruck von Traurigkeit, Wut und Verzweiflung in einigen der jüngeren Gesichter und die offensichtliche Resignation in den Augen der älteren vorbereitet.&lt;br /&gt;
Die Oberin kam wieder aus dem Zelt und trug einen mit Flüssigkeit gefüllten Lederschlauch bei sich. Sie zog den Stöpsel heraus und setzte ihn an ihre Lippen, um ein paar tiefe Schlucke zu nehmen, dann nickte sie mir zu und reichte mir die den Schlauch. Ich nahm ihn an und nahm ebenfalls einen tiefen Schluck. In der Erwartung abgestandenes, warmes Wasser zu schmecken.&lt;br /&gt;
Doch was mir in den Mund floss, war weder Wasser noch irgendetwas, das ich je geschmeckt hatte. Dick und träge, mit einem ekelerregenden, beißenden Geschmack nach Kräutern und der Süße von Sap. Schnaubend und würgend beugte ich mich vor und spuckte das Gebräu vor den Augen der alten Frau auf den Boden, wobei ich mich bemühte, sie nicht mit der vollen Wucht dessen zu treffen, was meinen Mund in Windeseile verließ.&lt;br /&gt;
Um uns herum brach schallendes Gelächter aus. Voller Schadenfreude und mit einem unüberhörbaren Echo reiner Bosheit. Selbst die alte Anführerin konnte sich ein schiefes Lächeln nicht verkneifen, während sie den Schlauch von der Stelle aufhob, wo ich ihn in meiner Eile meinen Mund zu bedecken hatte fallen lassen. Ich hustete und vergaß für einen Moment die prekäre Situation in der ich mich befand. Beugte mich vor und spuckte, bis der ekelhafte Geschmack endlich aus meinem Mund verschwand. Eine Schale wurde in mein schmales, tränenüberströmtes Blickfeld geschoben, Wasser schwappte darin. Gierig und ewig dankbar griff ich danach und stürzte den Inhalt hinunter. Spülte mir den verbleibenden Nachgeschmack von der Zunge.&lt;br /&gt;
[[File:Arme Matis- séparateur.png|200px|center]]&lt;br /&gt;
Das Lachen verstummte schließlich, sein Echo verhallte zwischen den Wänden der Schlucht. Als ich mich aufrichtete, bemerkte ich den mitleidigen Blick des Ältesten.&lt;br /&gt;
&amp;quot;''Ich... Verzeiht mir, ich wollte Eure Gastfreundschaft nicht schmälern... Ich... Ich...''&amp;quot;, stammelte ich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;''Jeder fühlt sich beim ersten Mal so''&amp;quot;, lächelte der Älteste, &amp;quot;''Beruhige dich, Kind. Mektoub-Blut ist nicht jedermanns Sache.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Ich schluckte schwer, heiße Galle stieg in meiner Kehle auf, als ich auf den Boden sah. Zu meinen Füßen befanden sich tatsächlich unverkennbare Blutflecken und -spritzer. Ich riss mich zusammen und sah die ältere Frau mit meiner besten höfischen Gelassenheit an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;''Ah, eine echte Matis''&amp;quot;, stellte sie trocken fest.&lt;br /&gt;
&amp;quot;''Aber nun zu deinen Fragen, Kind. Denn im Grunde läuft alles auf eine Frage hinaus. Warum?''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Ich nickte und blieb stumm.&lt;br /&gt;
&amp;quot;''Weißt du, es gibt einige alte und hoch angesehene Traditionen im Reich von Fyros.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;quot;''Zum Beispiel die, dass ein Mann jede Frau heiraten darf, die er wahrhaftig begehrt und liebt, und eine Frau jeden Mann, den sie wahrhaftig liebt und begehrt''&amp;quot;, ein langer Blick schweifte über die Gruppe von Frauen um sie herum, die alle etwas zu tun zu haben schienen und sich von uns fernhielten.&lt;br /&gt;
&amp;quot;''Das ist an und für sich eine gute und segensreiche Tradition, aber es gibt einen kleinen Haken. Was ist, wenn sich eine von uns in einen Mann aus einem anderen Volk verliebt? Oder ein stolzer Fyros sein Herz an einen Tryker - Schmetterling verliert?''&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;quot;''Ist das denn verboten? Es wäre mir neu, dass so etwas unter den Völkern nicht gebilligt wird''&amp;quot;, fragte ich ungläubig.&lt;br /&gt;
&amp;quot;''Offiziell ist es das natürlich nicht. Und manche begrüßen es sogar. Aber die Traditionen sind in unserem Volk tief verwurzelt. Nein, es ist nicht die Vereinigung zweier Homins aus fremden Völkern, die nicht gebilligt wird, sondern... die Frucht die daraus entsteht.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;quot;''Was?!''&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;quot;''Oh, schau nicht so schockiert, Kind. Ist es für die Matis in Ordnung, wenn einer der ihren ein uneheliches Kind von einem blauen Riesen zur Welt bringt?''&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;quot;''Es ist doch allgemein bekannt, dass das Kind zur Rasse der Mutter.... gehört''&amp;quot;, schaute ich mich noch einmal um. &amp;quot;''Jenas Licht, ihr seid ...?''&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;quot;''Mütter und Töchter, ja. Wir wurden aus dem Reich verstoßen, weil wir die Sünde begangen haben, ein Kind in dieses Reich zu setzen. Bekaya ist meine Tochter. Ihr Vater war ein Matis. Sein Name ist unwichtig, denn er weiß nicht einmal, dass es sie gibt, und ich habe vergeblich versucht, ihn zu finden. Er hat mir in jener leidenschaftlichen Nacht weder seinen Namen noch den Ort gesagt, wo ich ihn finden kann. Es war uns beiden in diesem Moment egal. Wir waren jung und dachten nicht an Traditionen und das Morgen. Ich verguckte mich in seine feinen Manieren, seine weiche Haut und sein goldenes Haar. Als Bekaya volljährig wurde, wurden wir aus Pyr vertrieben.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;quot;''Eine Zeit lang lebten wir von meiner Kunst als Töpfer in Dyron. Aber irgendwie wurde bekannt, wer Bekayas Vater war, und sie wurde mit den Methoden der Matis getestet. Dann wurden wir aus dem Dorf gejagt. Es war eine schwere Zeit, aber schließlich fanden wir diesen Bund von Frauen, die das gleiche Schicksal erlitten hatten, und seitdem leben wir als Geächtete.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;quot;''Dieses Schicksal ereilt diejenigen, deren Geliebte entweder unauffindbar oder tot ist. So findest du hier auch Witwen und Töchter, deren Ehemänner und Väter, obwohl von anderer Homin Abstammung, sich einst entschieden haben, für das Reich zu kämpfen und zu sterben.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;quot;''Solange der Ehemann noch am Leben ist und mit seiner Ehre für Frau und Kind einsteht, dürfen sie ein normales Leben führen. Soweit das möglich ist, denn sie werden wenig Freunde finden.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;quot;''Aber wenn der Ehemann nicht mehr lebt, dann werden sie aufgefordert, in ein anderes Land zu ziehen. Wenn die Frau sich weigert und ihre Familie nicht bereit ist, ihr zu helfen, was leider sehr selten vorkommt, weil ein Mischlingskind Schande bedeutet, werden sie aus der Stadt oder dem Dorf vertrieben und müssen fortan für sich selbst sorgen.''&amp;quot;, die alte Fyra gestikulierte zu den anderen Vertriebenen.&lt;br /&gt;
&amp;quot;''Manche finden ihren Weg hierher. Zu uns. Wir nehmen sie mit offenen Armen auf und machen uns nichts aus ihrer Schande. Denn wir alle tragen die Last mit.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;quot;''Wir leben unser Leben, so gut wir können. Manchmal, wenn die Zeiten verzweifelt sind, greifen wir Karawanen an oder diejenigen, die dumm genug sind, sich allein in diese Schluchten zu wagen. Wir versuchen, nicht zu töten, aber es lässt sich nicht immer vermeiden. Das tut uns leid, aber die Behörden und höheren Mächte scheren sich wenig darum. Unser Schicksal ist in diesen Gegenden besiegelt. Wir sind diejenigen, die man nicht sehen kann und über die man nicht sprechen will.&lt;br /&gt;
''Wir ... leben und existieren doch nicht.'&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Arme Matis- séparateur.png|200px|center]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die lange Rede schien die Älteste zu erschöpfen, und sie trank einen Schluck Wasser aus einer Schale an ihrer Seite. Sie bot es auch mir an. Aber ich lehnte ab. Ich kramte in meiner Tasche und fischte das Stück Pergament heraus, das mir der Vertreter des Karavan gegeben hatte. Ich hielt es hoch vor mein Gesicht und riss es langsam und bedächtig in zwei Hälften.&lt;br /&gt;
&amp;quot;''Mein Glaube gebietet mir, das Leben zu schützen. Und obwohl ich sehe, dass ihr raubt und manchmal tötet, sehe ich auch, dass ihr dies tut, um das eure zu schützen und zu erhalten. Obwohl der Bote meiner Göttin mir den Auftrag gab, dich zu töten, ist dies nur eine weltliche Sache der Rache und Unwissenheit und kann meinen Glauben nicht stärken. Das Wissen um diese dunkle Seite des Reiches wird meine Gefühle für die Gesellschaft der Fyros schmälern, aber es ist mir klar, dass kein Homin ohne Schuld ist und kein Volk frei von Sünden ist.''&lt;br /&gt;
''Mein Glaube wird gestärkt, wenn ich seinen Geboten folge und nicht den Wünschen seiner Gesandten.'' &lt;br /&gt;
''Das Leben ist heilig, die Notwendigkeit, Verbrechen zu bestrafen, ist nicht die Aufgabe der Gläubigen.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Ich stand auf und verbeugte mich förmlich vor der Ältesten.&lt;br /&gt;
&amp;quot;''Ich danke Euch aufrichtig für Eure Gastfreundschaft. Ich werde Eure Geschichte weitergeben, wie es die Tradition der Barden ist. Vielleicht kann diese eine Tradition die andere beeinflussen. Möge die Wüste Euch wohlgesonnen sein.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;quot;''Der große Geist sei mit dir.''&amp;quot;, antwortete die alte Fyra lächelnd.&lt;br /&gt;
Ich hob mein Schwert auf und verließ das Lager. Auf dem Weg dorthin formte sich in mir ein Entschluss.&lt;br /&gt;
Von diesem Tag an wollte ich keine Aufgabe mehr übernehmen, bei der ich einen anderen Homin töten musste.&lt;br /&gt;
Besser noch, ich würde es so gut wie möglich vermeiden, einen anderen Homin zu töten, und nur noch zur Selbstverteidigung kämpfen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Portal|Literatur}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nilstilar</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Kami&amp;diff=34749</id>
		<title>Kami</title>
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				<updated>2023-04-03T09:51:25Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Nilstilar: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Lore Officielle}}{{Trad&lt;br /&gt;
|DE= Kami |DEs= 3&lt;br /&gt;
|EN= Kami |ENs= 3&lt;br /&gt;
|ES= Kami |ESs= 1&lt;br /&gt;
|FR= Kami |FRs= 4&lt;br /&gt;
|RU= Ками |RUs= 1&lt;br /&gt;
|H  =&lt;br /&gt;
|palette=kami&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;[[Datei:Kami banner de.png|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Kami.jpg|280px|right|Kami]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;__TOC__&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die [[Kami]], geheimnisvolle Wesen, die imstande sind, ihre Erscheinung zu verändern, haben einen entscheidenden Einfluss auf [[Atys]] und seine Bewohner. Sie beschützen das Pflanzenreich und stellen sicher, dass niemand das zerbrechliche Gleichgewicht ihres geliebten Planeten stört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sind Teil eines kollektiven Bewusstseins und es scheint, dass keine lebende Spezies ihrer Wahrnehmung entkommen kan und noch weniger ihrem Zorn, wenn die Gesetze zum Erhalt von Atys überschritten werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie auch die Mitglieder des [[Karavan]] reisen die Kamis frei über Atys, das sie ohne Unterlass überwachen. Die Kamis zeigen sich - immer auf der Suche nach Freiwilligen - großzügig gegenüber mutigen [[Homin|Homin]], die bereit sind, ihnen ihre Dienste anzubieten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der magische Geist von Atys ==&lt;br /&gt;
[[File:Kami_1.jpg|280px|right|Kami]]&lt;br /&gt;
Wir sind Bestandteil der großartigen Schöpfung von [[Ma'Duk]], dem Geber des Lebens, der Atys erschaffen hat. Wir bewachen seine natürlichen [[Rohstoffe|Ressourcen]], um das gebrechliche Gleichgewicht zu bewahren, sodass alle Homins eines Tages zur Erleuchtung kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergiss nicht, Homin, dein Schicksal hängt vom Leben auf Atys ab und nicht von der falschen Prophezeiung der [[Karavan]]. Sie ist fremd hier: Eingedrungene [[Kreaturen]], die von weit her kommen, um unsere Ressourcen zu stehlen. Ihnen ist das Wohl von Atys egal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin wie du auf Atys geboren. Zusammen müssen wir den Planeten verehren und ihn vor Gefahren schützen. Mit der Bekämpfung des [[Goo]] wird dir die Ehre zuteil werden, den Weg zur ewigen Glückseligkeit von Ma'Duk zu beschreiten. Im Gegenzug zu deinen ehrenhaften Taten werden wir dir Pakte anbieten, um deine Lebensenergie wieder herzustellen und dich durch Zeitkorridore zu teleportieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Für das Leben unseres Planeten und den Geist unseres Volkes, preise den Geber des Lebens und wähle den Weg zur ewigen Glückseligkeit des Ma-Duk!'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisation ==&lt;br /&gt;
* Kami-Anhänger und Kami-Vertreter dienen den Kamis manchmal als Vermittler, um die [[Homin]] zu leiten oder ihnen Missionen aufzuerlegen.&lt;br /&gt;
* Die Wachposten bewachen die natürlichen [[Rohstoffe|Ressourcen]] von Atys und bestrafen diejenigen, die sie auf übertriebene Weise ausnutzen. &lt;br /&gt;
* Die Prediger haben den Homin in der Vergangenheit Magie beigebracht, die es ihnen ermöglicht, ihre Umwelt zu erhalten. Sie bleiben weiterhin ihre bevorzugten Gesprächspartner. &lt;br /&gt;
* Die Rolle der Gastgeber ist es, diejenigen willkommen zu heißen, die ihnen helfen wollen, und sie anhand kleiner Missionen oder Aufgaben auf die Probe zu stellen. &lt;br /&gt;
* Die Botschafter sind die Vertreter der Kamis unter den Homin-Stämmen. &lt;br /&gt;
* Die Meister bilden die Homin aus, indem sie ihnen größere Missionen auferlegen: die [[Riten]]. &lt;br /&gt;
* Die Kami-Fürsten sind die mächtigen Bosse der Kami-Allianz. Es gibt einen pro Kontinent.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ziele ==&lt;br /&gt;
* Das [[Goo]] vernichten&lt;br /&gt;
* Ein Gleichgewicht zwischen Flora und Fauna erhalten, sowie den Schutz ihres Planeten. &lt;br /&gt;
* Die [[Homin]] für ihre Sache gewinnen.&lt;br /&gt;
* Sich gegen die [[Karavan]] stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedrohungen ==&lt;br /&gt;
* Das [[Goo]] stellt die größte Gefahr für die Kami dar. Trotz ihrer breit gefächerten Mächte sind sie machtlos gegenüber diesem bösartigen Phänomen, das den Planeten heimsucht.&lt;br /&gt;
* Das Magnetfeld, das von der Technologie der Karavan ausgeht, stört die Flora. Darüber hinaus nutzen die Homins seit Jahren die Ressourcen von Atys für die Karavan aus. Dadurch werden sie langsam aber sicher aufgebraucht.&lt;br /&gt;
* Die Kami verurteilen die übertriebene Ausnutzung der Pflanzenarten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mythos ==&lt;br /&gt;
Die Kami sind die lebende Inkarnation des [[Ma'Duk]], dem Großen Kami-Schöpfer von Atys. [[Ma'Duk]] wird nicht als allmächtiger Homin angesehen. Es handelt sich um eine körperlose Wesenheit aus purer Energie, die über eine Art Nirvana herrscht. Die Kami wurden auf Atys ausgesetzt, um den Planeten gegen alles und jeden zu schützen, der sein Gleichgewicht bedroht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Was sie den Homin anbieten ==&lt;br /&gt;
Diejenigen, die den Kami dienen, kommen in den Genuss ihrer Lehren, ihrer Wiederauferstehungsmacht und ihrer Teleportationsfähigkeiten. Sie haben den Homin [[Magie]] beigebracht. Denjenigen, die ihre Gesetze brechen drohen die Kami mit Rache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Botschaften der Heiligtümer von Ma-Duk =&lt;br /&gt;
[[File:Left Kami (Desert).png|240px|left|Desert Kami]]&lt;br /&gt;
{{Quotation|'''&amp;lt;big&amp;gt;Auf der Wurzel des Wissens niedergeschrieben&amp;lt;/big&amp;gt;'''|&lt;br /&gt;
===Die Nachricht der Kamis===&lt;br /&gt;
Wir sind integraler Bestandteil der Schöpfung des Ma-Duk, Schöpfer von Atys. Wir beschützen die natürlichen Ressourcen, um das prekäre Gleichgewicht des Planeten zu bewahren, damit alle Homins eines Tages das Kami-Zeitalter erreichen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Homin, vergiss nicht dass dein Schicksal an jenes von Atys gebunden ist und nicht an die falsche Prophezeiung der Karavan. Das sind Fremde hier, Besatzer die von weit hergekommen sind, um uns unsere Ressourcen zu stehlen und sich nicht um das Wohl von Atys scheren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin wie du auf Atys geboren und zusammen müssen wir den Planeten verehren und vor Gefahren schützen. Indem du das Goo bekämpfst wirst du den Weg der ewigen Glückseligkeit des Ma-Duk begehen. Um deine glorreichen Taten zu belohnen, werden wir Wiederauferstehungs- und Teleportationsspakte schließen und dir die Wege der Magie zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das Leben unseres Planeten und den Geiste deines Volkes, folge dem Weg des Schöpfers und wähle den Pfad der ewigen Glückseligkeit des Ma-Duk!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Erschaffung von Atys===&lt;br /&gt;
Seit dem Beginn der Zeiten widersprechen sich zwei Gegensätze im Universum: das Nichts und die Erschaffende Energie, auch noch Großer Schöpfer genannt. Die Energie erschafft aus dem Nichts heraus und kann das Nichts nicht zerstören. Das Nichts ernährt sich von den Kreationen der Energie, kann aber die Energie selbst nicht zerstören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Ende des Universums, inmitten des Nichts, erschuf der Große Schöpfer die Materie. Es entstand eine einzigartige Welt aus dieser fusionierenden Materie: Atys. Der Große Schöpfer verschmolz im jungen Planeten. Als die Gefahr des Nichts Atys zu fesseln drohte, säte der Schöpfer die ersten Samen des Lebens. Die Wurzeln eroberten den Himmel, die Vögel flogen davon und die Tiere gurrten im hysterischen Wunder des Lebens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Inneren des Grünen Planeten heraus schuf der Große Schöpfer die Kamis und versah sie mit einem Geist, einem Fragment seines eigenen Bewusstseins und schickte sie dann los, um seine Schöpfung zu überwachen. Die Kamis verfügten über große magische Kräfte und stiegen an die Oberfläche, um die Ländereien in ihrer Obhut zu erforschen. Inmitten der atysianischen Wunder entdeckten sie das Goo, das aus einer minimalen Parzelle des Nichts entstanden war, das sich mit dem Atem des Großen Schöpfers vermischt hatte. Das Goo fraß Atys langsam auf. Die Kamis konnten nichts dagegen tun, denn sie konnten das Nichts nicht zerstören. Das Schicksal schickte ihnen jedoch andere Wesen: die Homins.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Erschaffung der Homins===&lt;br /&gt;
Während die Kamis die noch junge Rinde von Atys erforschten, entdeckten sie neue Wesen, die aus der Saat des Ma-Duk gediehen waren. Sie hießen Homins. Es waren Samen in die klaren Seen gefallen, aus denen die Tryker entstanden waren. Aus denen in der Wüste vergrabenen und von der Sonne erwärmten Samen waren die Fyros entstanden. Aus denen im Humus in den Wäldern steckenden Samen entstanden die Matis und aus denen ins Sap gefallenen Samenkerne die Zorai.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die göttlichen Samenkerne hatten langsam gekeimt und spezielle Wesen hervorgebracht, denen ein unabhängiger Geist gegeben ward. Dank dieses Bewusstseins ihrer eigenen Existenz und derer von Atys und dem Nichts, hatten die Homins die Macht, die Welt zu verändern. Denn auch wenn sie durch das Nichts verwundbar sind, wie jede Schöpfung der Energie, verleihte ihr Bewusstsein dessen ihnen eine außergewöhnliche Resistenz gegen seinen Befall und, noch wichtiger, ermöglichte ihnen gegen das Goo vorzugehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kamis lernten die Homins kennen und auferlegten ihnen eine Mission: die Epidemie bekämpfen. So wurde die Existenz des Großen Schöpfers Preis gegeben und die Homins konnten ihren Platz im Universum einnehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Erleuchtung zum Kami-Zeitalter===&lt;br /&gt;
Als der Große Schwarm aus der Rinde brach, bekämpften die Kamis die Kitins, damit auf Atys wieder Frieden herrschte. Als die Kitins in das Innere des Planeten zurück gedrängt wurden erschien Ma-Duk, der Große Schöpfer, einem weisen Homin und zeigte ihm den Weg der Erleuchtung. Dieser Weg war der Weg zur absoluten Erleuchtung des Kami-Zeitalters, in dem die Homins mit Ma-Duk verschmelzen werden und das universelle Wissen erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn sie den Pfaden der Erleuchtung folgen, durchqueren die Gläubigen verschiedene Etappen, die sie in andere Dimensionen führen. Der Homin, dem ausreichend Ehre zu Teil kommt, ersteht in einer anderen Welt als Kami auf, bis dass er in der Lage ist, die unendliche Glückseligkeit als Kami-Ko zu erreichen. Dann wird er für alle Ewigkeit im Kami-Zeitalter leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um sich ehrwürdig zu erweisen, muss der Gläubige die Kreation des Ma-Duk beschützen, die Kamis verehren und das gute Wort verbreiten, damit die anderen Homins auch die Möglichkeit erhalten, die Erleuchtung zu erreichen. Deshalb versuchen die Weisen, die Hominheit von äußeren Einflüssen zu befreien, die sie nur in die Irre führen wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ma-Duks Feinde===&lt;br /&gt;
Das Nichts ist der Gegensatz zum Großen Schöpfer. Das Goo ist die wichtigste Lebensform des Nichts. Viele Feinde gefährden das Gleichgewicht von Atys und die Anhänger der Kamis müssen vorsichtig sein. Die Karavan und ihre falsche Göttin Jena stellen die größte Gefahr dar, denn sie bringen die Homins dazu, den Weg des Ma-Duk nicht einzuhalten und die Ressourcen von Atys auszubeuten. Es handelt sich um Fremde, die von jenseits der Sterne herkommen und den Kampf gegen das Goo zugunsten ihrer eigenen Interessen vernachlässigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Elias Tryton ist ebenfalls ein Fremder. Er erschien nur kurz auf Atys und scheint ein Feind der Karavan zu sein. Doch macht das ihn zu einem Alliierten der Kamis? Vorsicht ist geboten, denn es ist schwierig, seine Pläne voraus zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kitins sind Wesen, die am Leben auf Atys teilnehmen, doch wie wir beim Großen Schwarm feststellen konnten, können sie zu einer Bedrohung für die Homins werden. Die Kamis haben die Kitins schon in der Vergangenheit bekämpft und sie werden erneut eingreifen, um ihre Zerstörung in Grenzen zu halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche Homins werden als Feinde angesehen: Sie greifen ihresgleichen an, reißen Ressourcen an sich oder verbreiten im schlimmsten Falle die Epidemie des Goo. Die Rohstoffabbauer, die gierig nach Rohstoffen sind, setzen sich der Kamischen Wut aus. Die Anhänger des Goo gefährden den ganzen Planeten und die Kamis haben keine Nachsicht mehr für sie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Goo, das Atys schon seit Jahrhunderten auffrisst, stellt die größte Bedrohung für Atys dar. Das Goo ist die Korruptheit des Nichts. Es steckt Pflanzen und Kreaturen an und verbreitet sich unermüdlich. Alle Homins müssen sich einen, um das Goo zu bekämpfen, sonst ist das Leben auf dem Planeten dem Untergang geweiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Karavan und Jena===&lt;br /&gt;
Die Mitglieder der Karavan sind Wesen aus einer anderen Welt, jenseits der Sterne. Sie verhalten sich so als gehöre Atys ihnen: Sie beuten die Ressourcen aus und entziehen sie dem natürlichen Zyklus des Planeten. Sie setzen Maschinen ein, deren Energie die Flora stört. Sie scheren sich weder um das Gleichgewicht noch um die Harmonie, die für jegliches Leben notwendig sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den frühen Zeiten von Atys schenkte Ma-Duk der Karavan keine Aufmerksamkeit und sah sie als kleineres Übel an. Doch die Fremden fingen an, die Kamis als dämonische Kreaturen anzusehen und trieben die Homins dazu, sie zu verfolgen. Sie haben zahlreiche Homins für ihre Verehrung Jenas gewonnen und sie von ihrer heiligen Mission gegen das Goo abgebracht. So konnte die Epidemie sich frei verbreiten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jena, die falsche Göttin der Karavan, ist überhaupt nicht die schöpferische Göttin von Atys. Sie ist in diese Rolle geschlüpft, um die Homins besser unterwerfen zu können. Ma-Duk spürt, dass Jena keine Göttin ist, sondern eine Erscheinung des Nichts, dessen Ziel es ist, die Homins zu versklaven, um ganz Atys zu beherrschen und sie ihrer Essenz zu berauben. Die Kamisten-Homins nennen Jena Herrscherin der Nacht, denn sie sind überzeugt, ihre Legionen würden nur Dunkelheit und Tod mit sich bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Karavanhomins sind ein Problem für die Kamis. Die Anhänger Ma-Duks wollen die Homins lieber bekehren als sie zu bestrafen, können sie aber nicht dazu zwingen. Diejenigen, die den dunklen Weg der Jena gewählt haben, wollen andere Homins mit in die dunkele Welt ziehen und die Kamis werden das nicht zulassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die guten Taten der Kamis===&lt;br /&gt;
Die Kamis führen die Homins: Sie haben ihnen ihr Schicksal und ihren Platz im Universum offenbart. Sie führen sie auf die Wege der Erleuchtung, damit sie das Kami-Zeitalter erreichen. Sie haben die religiösen Kamisten-Orden beschützt, damit die Kamis ihre Brüder auch zum oberen Wissen leiten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kamis helfen den Homins: Sie lassen ihren Geist wieder auferstehen nach dem Willen Ma-Duks. Sie schlagen ihnen Pakte vor, mit denen sie sich teleportieren oder ihre Schwächen verschwinden lassen können, wenn sie wieder auferstehen. Sie stehen ihnen in ihrem Kampf gegen das Goo bei, der Korruptheit des Nichts, die droht ganz Atys aufzufressen. In der Vergangenheit bekämpften die Kamis die Kitins während des Großen Schwarms und bereiteten der Invasion ein Ende. Sie haben den Homins auch dabei geholfen, ihre Zivilisationen wieder aufzubauen, indem sie ihnen ermöglichten, große Mengen an Ressourcen abzubauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kamis bilden die Homins aus und haben ihnen die Geheimnisse der Magie beigebracht, wodurch sie ihre Macht und ihr Wissen über die Welt vergrößern konnten. Sie lehren sie, die Ressourcen von Atys zu respektieren, damit das Gleichgewicht bewahrt wird und die Homins immer etwas zum Überleben haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kamis wachen über die Homins: Sie bekämpfen die Karavan, die Atys zu persönlichen  Zwecken ausbeutet und die Homins versklaven will. Sie behalten ebenfalls die Kitins im Auge, damit die Homins nicht mehr bedroht sind. Die Kamis arbeiten für die Harmonie und Kommunion zwischen den Homins und Atys. Sie wollen das Jetzt und das prekäre Gleichgewicht vor verheerenden Einflüssen bewahren, die nur zu Zerstörung und Verfall aller Dinge führen würden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Kamis und die Zoraï===&lt;br /&gt;
Die Kamis, die sich während der alten Zeiten nach dem großen Inferno in den Dschungel verschanzt hatten, lernten die Zorai kennen und betrauten sie mit der heiligen Mission gegen das Goo. Es entstand eine starke Bindung zwischen den Geistern der Natur und den Zorais, was zur Gründung des ersten Kamikultes führte – der Verkörperung der puren Energie, aus der Atys entstand. Die Kamis schufen Verwandschaftsmasken für die Zorai, um diese Verbindung zu symbolisieren. Die Kamis weihten die Zorai in die Geheimnisse der Magie ein. So kamen die ersten Magier auf Atys, die Wunder vollbrachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach haben Zorai-Übermagier die mystischen Geheimnisse studiert und eine heilige Schrift benutzt, um ihr Wissen weiter zu geben. Sie haben die Macht des Blitzes entdeckt und die erste Volksmagie erschaffen: die Magie der Elektrizität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit ihrer Magie und ihrem Wissen über den Magnetismus bekämpften die Zorais das Goo, das die Dschungel von Atys befiel. Im Namen der Kamis haben sie die Epidemie mutig bekämpft. Sie nahmen sich vor der Karavan in Acht, die die Homins vom Weg der Erleuchtung abbrachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr fester Glaube hat die Zorais zu heiligen Kriegern des Ma-Duk gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Kamis und die Fyros===&lt;br /&gt;
Die Kamis stellten schon sehr früh eine besondere Begabung bei den Fyros fest. Das Wüstenvolk hatte vor einer großen atysianischen Gefahr keine Angst: dem Feuer. Die Kamis haben versucht, ihr Herz zu erobern und sie für ihre Sache zu gewinnen. Die Fyros nahmen sich zuerst in Acht vor diesen eigenartigen Kreaturen. Doch die Rettung des Imperators Arispotle durch einen Kami ließ eine neue Freundschaft entstehen und war der Beginn eines tiefen Respekts im Herzen der Fyros.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fyros näherten sich den Kamis mehr und mehr an, um von ihnen die Geheimnisse der Magie zu lernen. Der Imperator war der erste Homin, der die kamische Teleportation benutzte. Die Fyros experimentierten mit einer Magie, die Feuer einsetzt und manipulierten die Hauptenergie der Wüste. Als Dank für ihre Dienste versprachen die Fyros den Kamis, sie gegen das Feuer des Drachens zu schützen und erklärten sich einverstanden, im Falle eines Feuers gegen ihn zu kämpfen. Die Fyros sind ausgezeichnete Krieger und allzeit bereit, sich für eine gerechte Sache einzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn sie dem Großen Orden des Ma-Duks ihre eigenen kamistischen Kulte bevorzugten, sind viele dem Aufruf der Kami-Anhänger gefolgt, egal von wo sie herkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Kamis und die Tryker===&lt;br /&gt;
Die Tryker waren die ersten Homins, die mit den Kamis in Kontakt traten. Die friedliche und unbesorgte Art des Seenvolkes und ihre ökologischen Beschäftigungen bezüglich der Umwelt gefielen den Kamis. Doch nach einer Feuersbrunst in den alten Wüstenländern suchten die Kamis Schutz in den sicheren Dschungeln von Atys und genossen die Ruhe der Zorais.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tryker waren durch die Abwesenheit der Kamis verstört und verloren sich in den Wegen der Karavan. Die Kamis haben versucht, die Tryker zurück auf die Wege des Ma-Duk zu leiten, indem sie ihnen Magie beibrachten. Am Anfang sahen die Tryker das eher wie ein Spiel an und waren unfleißige Schüler. Doch unter dem Einfluss der Zorai-Meister, die die Kamis begleiteten, haben sie sich an die Arbeit gemacht und Fortschritte in verschiedenen Gebieten der Mystik gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Herzen sind sie Erfinder und haben ihre eigene Magie erfunden, die auf den Kräften des Windes und Schockwellen beruht. Die Tryker haben viel durchgemacht und sich als entschiedene Kämpfer entpuppt, die bereit sind, sich für ihre Freiheit zu opfern. Die Kamis wollten sie immer für sich gewinnen, denn wie sie hängen auch die Tryker sehr an der Schönheit der großen Seen von Atys.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Kamis und die Matis===&lt;br /&gt;
Die Matis sind seit jeher fasziniert von den Kräften der Natur. Doch ihr Wille zu dominieren, hat einen Keil zwischen die Kamis und die Matis getrieben. Die Anhänger Ma-Duks haben in der Vergangenheit mehrmals versucht, dies zu ändern, allerdings ohne Erfolg. Die Allgegenwärtigkeit der Karavan bei den Matis hat die Annäherungsversuche zusätzlich erschwert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beste Gelegenheit bot sich, als die Kamis die Matis trafen, um ihnen ihre Magie beizubringen. Trotz der Ablehnung der Karavan stellten die Matis sich als fleißige und ehrgeizige Schüler heraus. Doch sie versuchten sehr schnell die Magie einzusetzen, um die Pflanzen nach ihrem Willen zu unterwerfen und neue Arten zu erschaffen. Die Kamis waren nicht damit einverstanden und wandten sich von den zu ehrgeizigen Lehrlingen ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die von der Karavan manipulierten Matis haben die Kamis sogar verfolgt, um sie den Auserwählten Jena zu übergeben. Die Kamis haben sich diskret verhalten und wollten die Matis nicht zu hart für ihr Unwissen bestrafen. Denn die Anhänger des Ma-Duk haben die Hoffnung nie verloren, die Matis auf den Weg der Erleuchtung zu führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit ihrem Wissen und ihrer Herrschaft über die Natur können die Matis wertvolle Wächter von Atys werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Große Orden des Ma-Duk===&lt;br /&gt;
An diesem Ort wurde eine Kultstätte des Großen Ordens des Ma-Duk errichtet. Hier können die Kamisten-Homins meditieren und das Herz von Atys schlagen hören. Sie können mit dem großen Schöpfer kommunizieren, um die Antworten zu finden, die sie auf dem Weg zur Erleuchtung leiten werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den alten Zeiten haben die Zorais die ersten Kamikulte gegründet. Diese Kulte errichteten Tempel zu Ehren der Kamis und des Obersten Kami. Doch der Große Schwarm hat alle religiösen Organisationen der Vergangenheit zerstört. Die Kulte selbst haben überlebt, nicht aber ihre Kirchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Ma-Duk wieder mit all seinen Gläubigen kommunizieren wollte, ist er dem Großen Weisen Hoi-Cho erschienen, um einen neuen Kami-Kult ins Leben zu rufen, den Großen Orden des Ma-Duk. Homin, sei willkommen in der Kultstätte des Ma-Duk! Der Große Schöpfer, der Oberste Kami, empfängt dich dort so wie er dich in seiner Mitte empfangen wird, wenn du das Kami-Zeitalter und das universelle Wissen erreicht hast.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Enthüllungen des Ma-Duk===&lt;br /&gt;
Hier sind die acht Enthüllungen des Ma-Duk niedergeschrieben, in heilige Schrift übersetzt, und so überliefert wie Ma-Duk selbst sie dem Großen Weisen Hoi-Cho vorgetragen hat, ehe sie am Anfang des Buchs der Enthüllungen niedergeschrieben wurden.&lt;br /&gt;
*Erste Aussage: Ich bin Ma-Duk, der Schöpfer von Atys. Ich bin eins mit den Kamis, die ein Teil von mir sind. Ihr müsst sie so verehren wie den Schöpfer selbst.&lt;br /&gt;
*Zweite Aussage: Ihr werdet dem Weg der Erleuchtung der Kamis folgen. Er wird euch ins Kami-Zeitalter geleiten.&lt;br /&gt;
*Dritte Aussage: Um das Kami-Zeitalter zu erreichen und eins mit dem Schöpfer zu sein, müsst ihr dem Weg der Erleuchtung folgen, um ehrbürtig zu sein.&lt;br /&gt;
*Vierte Aussage: Werdet durch eure Loyalität und eure Pflege von Ays ehrwürdig, der Planet entspringt meinem Leib.&lt;br /&gt;
*Fünfte Aussage: Wenn ihr dem Weg der Erleuchtung der Kamis folgt, werde ich euren Geist wieder auferstehen lassen, wenn ihr sterbt, ehe ihr die absolute Ehre erreicht habt.&lt;br /&gt;
*Sechste Aussage: Lasst euch nicht von falschen Göttern verführen, sie können nicht aus einer atysianischen Materie zusammengesetzt sein. Sie haben keinen Platz in meiner Schöpfung und sind der Ursprung von Unausgeglichenheiten.&lt;br /&gt;
*Siebte Aussage: Seid der Feind des Exzesses und eure Reise auf dem Weg zur Erleuchtung der Kamis wird euch erfüllen.&lt;br /&gt;
*Achte Aussage: Sowie ich die Samen der Existenz in den Wind gesät habe, um euer Leben auf Atys vorzubereiten, so müsst ihr die Erleuchtung der Kamis auf der ganzen Welt verbreiten.}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Last version link|Kami}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Portal|Kami}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Karavan]] [[Kategorie:Bewohner]] [[Kategorie:Fraktionen]]&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nilstilar</name></author>	</entry>

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		<title>Kami</title>
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				<updated>2023-04-03T09:50:32Z</updated>
		
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Lore Officielle}}{{Trad&lt;br /&gt;
|DE= Kami |DEs= 3&lt;br /&gt;
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}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;[[Datei:Kami banner de.png|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Kami.jpg|280px|right|Kami]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;__TOC__&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die [[Kami]], geheimnisvolle Wesen, die imstande sind, ihre Erscheinung zu verändern, haben einen entscheidenden Einfluss auf [[Atys]] und seine Bewohner. Sie beschützen das Pflanzenreich und stellen sicher, dass niemand das zerbrechliche Gleichgewicht ihres geliebten Planeten stört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sind Teil eines kollektiven Bewusstseins und es scheint, dass keine lebende Spezies ihrer Wahrnehmung entkommen kan und noch weniger ihrem Zorn, wenn die Gesetze zum Erhalt von Atys überschritten werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie auch die Mitglieder des [[Karavan]] reisen die Kamis frei über Atys, das sie ohne Unterlass überwachen. Die Kamis zeigen sich - immer auf der Suche nach Freiwilligen - großzügig gegenüber mutigen [[Homin|Homin]], die bereit sind, ihnen ihre Dienste anzubieten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der magische Geist von Atys ==&lt;br /&gt;
[[File:Kami_1.jpg|280px|right|Kami]]&lt;br /&gt;
Wir sind Bestandteil der großartigen Schöpfung von [[Ma'Duk]], dem Geber des Lebens, der Atys erschaffen hat. Wir bewachen seine natürlichen [[Rohstoffe|Ressourcen]], um das gebrechliche Gleichgewicht zu bewahren, sodass alle Homins eines Tages zur Erleuchtung kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergiss nicht, Homin, dein Schicksal hängt vom Leben auf Atys ab und nicht von der falschen Prophezeiung der [[Karavan]]. Sie ist fremd hier: Eingedrungene [[Kreaturen]], die von weit her kommen, um unsere Ressourcen zu stehlen. Ihnen ist das Wohl von Atys egal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin wie du auf Atys geboren. Zusammen müssen wir den Planeten verehren und ihn vor Gefahren schützen. Mit der Bekämpfung des [[Goo]] wird dir die Ehre zuteil werden, den Weg zur ewigen Glückseligkeit von Ma'Duk zu beschreiten. Im Gegenzug zu deinen ehrenhaften Taten werden wir dir Pakte anbieten, um deine Lebensenergie wieder herzustellen und dich durch Zeitkorridore zu teleportieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Für das Leben unseres Planeten und den Geist unseres Volkes, preise den Geber des Lebens und wähle den Weg zur ewigen Glückseligkeit des Ma-Duk!'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisation ==&lt;br /&gt;
* Kami-Anhänger und Kami-Vertreter dienen den Kamis manchmal als Vermittler, um die [[Homin]] zu leiten oder ihnen Missionen aufzuerlegen.&lt;br /&gt;
* Die Wachposten bewachen die natürlichen [[Rohstoffe|Ressourcen]] von Atys und bestrafen diejenigen, die sie auf übertriebene Weise ausnutzen. &lt;br /&gt;
* Die Prediger haben den Homin in der Vergangenheit Magie beigebracht, die es ihnen ermöglicht, ihre Umwelt zu erhalten. Sie bleiben weiterhin ihre bevorzugten Gesprächspartner. &lt;br /&gt;
* Die Rolle der Gastgeber ist es, diejenigen willkommen zu heißen, die ihnen helfen wollen, und sie anhand kleiner Missionen oder Aufgaben auf die Probe zu stellen. &lt;br /&gt;
* Die Botschafter sind die Vertreter der Kamis unter den Homin-Stämmen. &lt;br /&gt;
* Die Meister bilden die Homin aus, indem sie ihnen größere Missionen auferlegen: die [[Riten]]. &lt;br /&gt;
* Die Kami-Fürsten sind die mächtigen Bosse der Kami-Allianz. Es gibt einen pro Kontinent.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ziele ==&lt;br /&gt;
* Das [[Goo]] vernichten&lt;br /&gt;
* Ein Gleichgewicht zwischen Flora und Fauna erhalten, sowie den Schutz ihres Planeten. &lt;br /&gt;
* Die [[Homin]] für ihre Sache gewinnen.&lt;br /&gt;
* Sich gegen die [[Karavan]] stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedrohungen ==&lt;br /&gt;
* Das [[Goo]] stellt die größte Gefahr für die Kami dar. Trotz ihrer breit gefächerten Mächte sind sie machtlos gegenüber diesem bösartigen Phänomen, das den Planeten heimsucht.&lt;br /&gt;
* Das Magnetfeld, das von der Technologie der Karavan ausgeht, stört die Flora. Darüber hinaus nutzen die Homins seit Jahren die Ressourcen von Atys für die Karavan aus. Dadurch werden sie langsam aber sicher aufgebraucht.&lt;br /&gt;
* Die Kami verurteilen die übertriebene Ausnutzung der Pflanzenarten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mythos ==&lt;br /&gt;
Die Kami sind die lebende Inkarnation des [[Ma'Duk]], dem Großen Kami-Schöpfer von Atys. [[Ma'Duk]] wird nicht als allmächtiger Homin angesehen. Es handelt sich um eine körperlose Wesenheit aus purer Energie, die über eine Art Nirvana herrscht. Die Kami wurden auf Atys ausgesetzt, um den Planeten gegen alles und jeden zu schützen, der sein Gleichgewicht bedroht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Was sie den Homin anbieten ==&lt;br /&gt;
Diejenigen, die den Kami dienen, kommen in den Genuss ihrer Lehren, ihrer Wiederauferstehungsmacht und ihrer Teleportationsfähigkeiten. Sie haben den Homin [[Magie]] beigebracht. Denjenigen, die ihre Gesetze brechen drohen die Kami mit Rache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Botschaften der Heiligtümer von Ma-Duk =&lt;br /&gt;
[[File:Left Kami (Desert).png|250px|left|Desert Kami]]&lt;br /&gt;
{{Quotation|'''&amp;lt;big&amp;gt;Auf der Wurzel des Wissens niedergeschrieben&amp;lt;/big&amp;gt;'''|&lt;br /&gt;
===Die Nachricht der Kamis===&lt;br /&gt;
Wir sind integraler Bestandteil der Schöpfung des Ma-Duk, Schöpfer von Atys. Wir beschützen die natürlichen Ressourcen, um das prekäre Gleichgewicht des Planeten zu bewahren, damit alle Homins eines Tages das Kami-Zeitalter erreichen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Homin, vergiss nicht dass dein Schicksal an jenes von Atys gebunden ist und nicht an die falsche Prophezeiung der Karavan. Das sind Fremde hier, Besatzer die von weit hergekommen sind, um uns unsere Ressourcen zu stehlen und sich nicht um das Wohl von Atys scheren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin wie du auf Atys geboren und zusammen müssen wir den Planeten verehren und vor Gefahren schützen. Indem du das Goo bekämpfst wirst du den Weg der ewigen Glückseligkeit des Ma-Duk begehen. Um deine glorreichen Taten zu belohnen, werden wir Wiederauferstehungs- und Teleportationsspakte schließen und dir die Wege der Magie zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das Leben unseres Planeten und den Geiste deines Volkes, folge dem Weg des Schöpfers und wähle den Pfad der ewigen Glückseligkeit des Ma-Duk!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Erschaffung von Atys===&lt;br /&gt;
Seit dem Beginn der Zeiten widersprechen sich zwei Gegensätze im Universum: das Nichts und die Erschaffende Energie, auch noch Großer Schöpfer genannt. Die Energie erschafft aus dem Nichts heraus und kann das Nichts nicht zerstören. Das Nichts ernährt sich von den Kreationen der Energie, kann aber die Energie selbst nicht zerstören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Ende des Universums, inmitten des Nichts, erschuf der Große Schöpfer die Materie. Es entstand eine einzigartige Welt aus dieser fusionierenden Materie: Atys. Der Große Schöpfer verschmolz im jungen Planeten. Als die Gefahr des Nichts Atys zu fesseln drohte, säte der Schöpfer die ersten Samen des Lebens. Die Wurzeln eroberten den Himmel, die Vögel flogen davon und die Tiere gurrten im hysterischen Wunder des Lebens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Inneren des Grünen Planeten heraus schuf der Große Schöpfer die Kamis und versah sie mit einem Geist, einem Fragment seines eigenen Bewusstseins und schickte sie dann los, um seine Schöpfung zu überwachen. Die Kamis verfügten über große magische Kräfte und stiegen an die Oberfläche, um die Ländereien in ihrer Obhut zu erforschen. Inmitten der atysianischen Wunder entdeckten sie das Goo, das aus einer minimalen Parzelle des Nichts entstanden war, das sich mit dem Atem des Großen Schöpfers vermischt hatte. Das Goo fraß Atys langsam auf. Die Kamis konnten nichts dagegen tun, denn sie konnten das Nichts nicht zerstören. Das Schicksal schickte ihnen jedoch andere Wesen: die Homins.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Erschaffung der Homins===&lt;br /&gt;
Während die Kamis die noch junge Rinde von Atys erforschten, entdeckten sie neue Wesen, die aus der Saat des Ma-Duk gediehen waren. Sie hießen Homins. Es waren Samen in die klaren Seen gefallen, aus denen die Tryker entstanden waren. Aus denen in der Wüste vergrabenen und von der Sonne erwärmten Samen waren die Fyros entstanden. Aus denen im Humus in den Wäldern steckenden Samen entstanden die Matis und aus denen ins Sap gefallenen Samenkerne die Zorai.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die göttlichen Samenkerne hatten langsam gekeimt und spezielle Wesen hervorgebracht, denen ein unabhängiger Geist gegeben ward. Dank dieses Bewusstseins ihrer eigenen Existenz und derer von Atys und dem Nichts, hatten die Homins die Macht, die Welt zu verändern. Denn auch wenn sie durch das Nichts verwundbar sind, wie jede Schöpfung der Energie, verleihte ihr Bewusstsein dessen ihnen eine außergewöhnliche Resistenz gegen seinen Befall und, noch wichtiger, ermöglichte ihnen gegen das Goo vorzugehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kamis lernten die Homins kennen und auferlegten ihnen eine Mission: die Epidemie bekämpfen. So wurde die Existenz des Großen Schöpfers Preis gegeben und die Homins konnten ihren Platz im Universum einnehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Erleuchtung zum Kami-Zeitalter===&lt;br /&gt;
Als der Große Schwarm aus der Rinde brach, bekämpften die Kamis die Kitins, damit auf Atys wieder Frieden herrschte. Als die Kitins in das Innere des Planeten zurück gedrängt wurden erschien Ma-Duk, der Große Schöpfer, einem weisen Homin und zeigte ihm den Weg der Erleuchtung. Dieser Weg war der Weg zur absoluten Erleuchtung des Kami-Zeitalters, in dem die Homins mit Ma-Duk verschmelzen werden und das universelle Wissen erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn sie den Pfaden der Erleuchtung folgen, durchqueren die Gläubigen verschiedene Etappen, die sie in andere Dimensionen führen. Der Homin, dem ausreichend Ehre zu Teil kommt, ersteht in einer anderen Welt als Kami auf, bis dass er in der Lage ist, die unendliche Glückseligkeit als Kami-Ko zu erreichen. Dann wird er für alle Ewigkeit im Kami-Zeitalter leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um sich ehrwürdig zu erweisen, muss der Gläubige die Kreation des Ma-Duk beschützen, die Kamis verehren und das gute Wort verbreiten, damit die anderen Homins auch die Möglichkeit erhalten, die Erleuchtung zu erreichen. Deshalb versuchen die Weisen, die Hominheit von äußeren Einflüssen zu befreien, die sie nur in die Irre führen wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ma-Duks Feinde===&lt;br /&gt;
Das Nichts ist der Gegensatz zum Großen Schöpfer. Das Goo ist die wichtigste Lebensform des Nichts. Viele Feinde gefährden das Gleichgewicht von Atys und die Anhänger der Kamis müssen vorsichtig sein. Die Karavan und ihre falsche Göttin Jena stellen die größte Gefahr dar, denn sie bringen die Homins dazu, den Weg des Ma-Duk nicht einzuhalten und die Ressourcen von Atys auszubeuten. Es handelt sich um Fremde, die von jenseits der Sterne herkommen und den Kampf gegen das Goo zugunsten ihrer eigenen Interessen vernachlässigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Elias Tryton ist ebenfalls ein Fremder. Er erschien nur kurz auf Atys und scheint ein Feind der Karavan zu sein. Doch macht das ihn zu einem Alliierten der Kamis? Vorsicht ist geboten, denn es ist schwierig, seine Pläne voraus zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kitins sind Wesen, die am Leben auf Atys teilnehmen, doch wie wir beim Großen Schwarm feststellen konnten, können sie zu einer Bedrohung für die Homins werden. Die Kamis haben die Kitins schon in der Vergangenheit bekämpft und sie werden erneut eingreifen, um ihre Zerstörung in Grenzen zu halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche Homins werden als Feinde angesehen: Sie greifen ihresgleichen an, reißen Ressourcen an sich oder verbreiten im schlimmsten Falle die Epidemie des Goo. Die Rohstoffabbauer, die gierig nach Rohstoffen sind, setzen sich der Kamischen Wut aus. Die Anhänger des Goo gefährden den ganzen Planeten und die Kamis haben keine Nachsicht mehr für sie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Goo, das Atys schon seit Jahrhunderten auffrisst, stellt die größte Bedrohung für Atys dar. Das Goo ist die Korruptheit des Nichts. Es steckt Pflanzen und Kreaturen an und verbreitet sich unermüdlich. Alle Homins müssen sich einen, um das Goo zu bekämpfen, sonst ist das Leben auf dem Planeten dem Untergang geweiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Karavan und Jena===&lt;br /&gt;
Die Mitglieder der Karavan sind Wesen aus einer anderen Welt, jenseits der Sterne. Sie verhalten sich so als gehöre Atys ihnen: Sie beuten die Ressourcen aus und entziehen sie dem natürlichen Zyklus des Planeten. Sie setzen Maschinen ein, deren Energie die Flora stört. Sie scheren sich weder um das Gleichgewicht noch um die Harmonie, die für jegliches Leben notwendig sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den frühen Zeiten von Atys schenkte Ma-Duk der Karavan keine Aufmerksamkeit und sah sie als kleineres Übel an. Doch die Fremden fingen an, die Kamis als dämonische Kreaturen anzusehen und trieben die Homins dazu, sie zu verfolgen. Sie haben zahlreiche Homins für ihre Verehrung Jenas gewonnen und sie von ihrer heiligen Mission gegen das Goo abgebracht. So konnte die Epidemie sich frei verbreiten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jena, die falsche Göttin der Karavan, ist überhaupt nicht die schöpferische Göttin von Atys. Sie ist in diese Rolle geschlüpft, um die Homins besser unterwerfen zu können. Ma-Duk spürt, dass Jena keine Göttin ist, sondern eine Erscheinung des Nichts, dessen Ziel es ist, die Homins zu versklaven, um ganz Atys zu beherrschen und sie ihrer Essenz zu berauben. Die Kamisten-Homins nennen Jena Herrscherin der Nacht, denn sie sind überzeugt, ihre Legionen würden nur Dunkelheit und Tod mit sich bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Karavanhomins sind ein Problem für die Kamis. Die Anhänger Ma-Duks wollen die Homins lieber bekehren als sie zu bestrafen, können sie aber nicht dazu zwingen. Diejenigen, die den dunklen Weg der Jena gewählt haben, wollen andere Homins mit in die dunkele Welt ziehen und die Kamis werden das nicht zulassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die guten Taten der Kamis===&lt;br /&gt;
Die Kamis führen die Homins: Sie haben ihnen ihr Schicksal und ihren Platz im Universum offenbart. Sie führen sie auf die Wege der Erleuchtung, damit sie das Kami-Zeitalter erreichen. Sie haben die religiösen Kamisten-Orden beschützt, damit die Kamis ihre Brüder auch zum oberen Wissen leiten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kamis helfen den Homins: Sie lassen ihren Geist wieder auferstehen nach dem Willen Ma-Duks. Sie schlagen ihnen Pakte vor, mit denen sie sich teleportieren oder ihre Schwächen verschwinden lassen können, wenn sie wieder auferstehen. Sie stehen ihnen in ihrem Kampf gegen das Goo bei, der Korruptheit des Nichts, die droht ganz Atys aufzufressen. In der Vergangenheit bekämpften die Kamis die Kitins während des Großen Schwarms und bereiteten der Invasion ein Ende. Sie haben den Homins auch dabei geholfen, ihre Zivilisationen wieder aufzubauen, indem sie ihnen ermöglichten, große Mengen an Ressourcen abzubauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kamis bilden die Homins aus und haben ihnen die Geheimnisse der Magie beigebracht, wodurch sie ihre Macht und ihr Wissen über die Welt vergrößern konnten. Sie lehren sie, die Ressourcen von Atys zu respektieren, damit das Gleichgewicht bewahrt wird und die Homins immer etwas zum Überleben haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kamis wachen über die Homins: Sie bekämpfen die Karavan, die Atys zu persönlichen  Zwecken ausbeutet und die Homins versklaven will. Sie behalten ebenfalls die Kitins im Auge, damit die Homins nicht mehr bedroht sind. Die Kamis arbeiten für die Harmonie und Kommunion zwischen den Homins und Atys. Sie wollen das Jetzt und das prekäre Gleichgewicht vor verheerenden Einflüssen bewahren, die nur zu Zerstörung und Verfall aller Dinge führen würden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Kamis und die Zoraï===&lt;br /&gt;
Die Kamis, die sich während der alten Zeiten nach dem großen Inferno in den Dschungel verschanzt hatten, lernten die Zorai kennen und betrauten sie mit der heiligen Mission gegen das Goo. Es entstand eine starke Bindung zwischen den Geistern der Natur und den Zorais, was zur Gründung des ersten Kamikultes führte – der Verkörperung der puren Energie, aus der Atys entstand. Die Kamis schufen Verwandschaftsmasken für die Zorai, um diese Verbindung zu symbolisieren. Die Kamis weihten die Zorai in die Geheimnisse der Magie ein. So kamen die ersten Magier auf Atys, die Wunder vollbrachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach haben Zorai-Übermagier die mystischen Geheimnisse studiert und eine heilige Schrift benutzt, um ihr Wissen weiter zu geben. Sie haben die Macht des Blitzes entdeckt und die erste Volksmagie erschaffen: die Magie der Elektrizität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit ihrer Magie und ihrem Wissen über den Magnetismus bekämpften die Zorais das Goo, das die Dschungel von Atys befiel. Im Namen der Kamis haben sie die Epidemie mutig bekämpft. Sie nahmen sich vor der Karavan in Acht, die die Homins vom Weg der Erleuchtung abbrachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr fester Glaube hat die Zorais zu heiligen Kriegern des Ma-Duk gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Kamis und die Fyros===&lt;br /&gt;
Die Kamis stellten schon sehr früh eine besondere Begabung bei den Fyros fest. Das Wüstenvolk hatte vor einer großen atysianischen Gefahr keine Angst: dem Feuer. Die Kamis haben versucht, ihr Herz zu erobern und sie für ihre Sache zu gewinnen. Die Fyros nahmen sich zuerst in Acht vor diesen eigenartigen Kreaturen. Doch die Rettung des Imperators Arispotle durch einen Kami ließ eine neue Freundschaft entstehen und war der Beginn eines tiefen Respekts im Herzen der Fyros.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fyros näherten sich den Kamis mehr und mehr an, um von ihnen die Geheimnisse der Magie zu lernen. Der Imperator war der erste Homin, der die kamische Teleportation benutzte. Die Fyros experimentierten mit einer Magie, die Feuer einsetzt und manipulierten die Hauptenergie der Wüste. Als Dank für ihre Dienste versprachen die Fyros den Kamis, sie gegen das Feuer des Drachens zu schützen und erklärten sich einverstanden, im Falle eines Feuers gegen ihn zu kämpfen. Die Fyros sind ausgezeichnete Krieger und allzeit bereit, sich für eine gerechte Sache einzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn sie dem Großen Orden des Ma-Duks ihre eigenen kamistischen Kulte bevorzugten, sind viele dem Aufruf der Kami-Anhänger gefolgt, egal von wo sie herkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Kamis und die Tryker===&lt;br /&gt;
Die Tryker waren die ersten Homins, die mit den Kamis in Kontakt traten. Die friedliche und unbesorgte Art des Seenvolkes und ihre ökologischen Beschäftigungen bezüglich der Umwelt gefielen den Kamis. Doch nach einer Feuersbrunst in den alten Wüstenländern suchten die Kamis Schutz in den sicheren Dschungeln von Atys und genossen die Ruhe der Zorais.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tryker waren durch die Abwesenheit der Kamis verstört und verloren sich in den Wegen der Karavan. Die Kamis haben versucht, die Tryker zurück auf die Wege des Ma-Duk zu leiten, indem sie ihnen Magie beibrachten. Am Anfang sahen die Tryker das eher wie ein Spiel an und waren unfleißige Schüler. Doch unter dem Einfluss der Zorai-Meister, die die Kamis begleiteten, haben sie sich an die Arbeit gemacht und Fortschritte in verschiedenen Gebieten der Mystik gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Herzen sind sie Erfinder und haben ihre eigene Magie erfunden, die auf den Kräften des Windes und Schockwellen beruht. Die Tryker haben viel durchgemacht und sich als entschiedene Kämpfer entpuppt, die bereit sind, sich für ihre Freiheit zu opfern. Die Kamis wollten sie immer für sich gewinnen, denn wie sie hängen auch die Tryker sehr an der Schönheit der großen Seen von Atys.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Kamis und die Matis===&lt;br /&gt;
Die Matis sind seit jeher fasziniert von den Kräften der Natur. Doch ihr Wille zu dominieren, hat einen Keil zwischen die Kamis und die Matis getrieben. Die Anhänger Ma-Duks haben in der Vergangenheit mehrmals versucht, dies zu ändern, allerdings ohne Erfolg. Die Allgegenwärtigkeit der Karavan bei den Matis hat die Annäherungsversuche zusätzlich erschwert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beste Gelegenheit bot sich, als die Kamis die Matis trafen, um ihnen ihre Magie beizubringen. Trotz der Ablehnung der Karavan stellten die Matis sich als fleißige und ehrgeizige Schüler heraus. Doch sie versuchten sehr schnell die Magie einzusetzen, um die Pflanzen nach ihrem Willen zu unterwerfen und neue Arten zu erschaffen. Die Kamis waren nicht damit einverstanden und wandten sich von den zu ehrgeizigen Lehrlingen ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die von der Karavan manipulierten Matis haben die Kamis sogar verfolgt, um sie den Auserwählten Jena zu übergeben. Die Kamis haben sich diskret verhalten und wollten die Matis nicht zu hart für ihr Unwissen bestrafen. Denn die Anhänger des Ma-Duk haben die Hoffnung nie verloren, die Matis auf den Weg der Erleuchtung zu führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit ihrem Wissen und ihrer Herrschaft über die Natur können die Matis wertvolle Wächter von Atys werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Große Orden des Ma-Duk===&lt;br /&gt;
An diesem Ort wurde eine Kultstätte des Großen Ordens des Ma-Duk errichtet. Hier können die Kamisten-Homins meditieren und das Herz von Atys schlagen hören. Sie können mit dem großen Schöpfer kommunizieren, um die Antworten zu finden, die sie auf dem Weg zur Erleuchtung leiten werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den alten Zeiten haben die Zorais die ersten Kamikulte gegründet. Diese Kulte errichteten Tempel zu Ehren der Kamis und des Obersten Kami. Doch der Große Schwarm hat alle religiösen Organisationen der Vergangenheit zerstört. Die Kulte selbst haben überlebt, nicht aber ihre Kirchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Ma-Duk wieder mit all seinen Gläubigen kommunizieren wollte, ist er dem Großen Weisen Hoi-Cho erschienen, um einen neuen Kami-Kult ins Leben zu rufen, den Großen Orden des Ma-Duk. Homin, sei willkommen in der Kultstätte des Ma-Duk! Der Große Schöpfer, der Oberste Kami, empfängt dich dort so wie er dich in seiner Mitte empfangen wird, wenn du das Kami-Zeitalter und das universelle Wissen erreicht hast.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Enthüllungen des Ma-Duk===&lt;br /&gt;
Hier sind die acht Enthüllungen des Ma-Duk niedergeschrieben, in heilige Schrift übersetzt, und so überliefert wie Ma-Duk selbst sie dem Großen Weisen Hoi-Cho vorgetragen hat, ehe sie am Anfang des Buchs der Enthüllungen niedergeschrieben wurden.&lt;br /&gt;
*Erste Aussage: Ich bin Ma-Duk, der Schöpfer von Atys. Ich bin eins mit den Kamis, die ein Teil von mir sind. Ihr müsst sie so verehren wie den Schöpfer selbst.&lt;br /&gt;
*Zweite Aussage: Ihr werdet dem Weg der Erleuchtung der Kamis folgen. Er wird euch ins Kami-Zeitalter geleiten.&lt;br /&gt;
*Dritte Aussage: Um das Kami-Zeitalter zu erreichen und eins mit dem Schöpfer zu sein, müsst ihr dem Weg der Erleuchtung folgen, um ehrbürtig zu sein.&lt;br /&gt;
*Vierte Aussage: Werdet durch eure Loyalität und eure Pflege von Ays ehrwürdig, der Planet entspringt meinem Leib.&lt;br /&gt;
*Fünfte Aussage: Wenn ihr dem Weg der Erleuchtung der Kamis folgt, werde ich euren Geist wieder auferstehen lassen, wenn ihr sterbt, ehe ihr die absolute Ehre erreicht habt.&lt;br /&gt;
*Sechste Aussage: Lasst euch nicht von falschen Göttern verführen, sie können nicht aus einer atysianischen Materie zusammengesetzt sein. Sie haben keinen Platz in meiner Schöpfung und sind der Ursprung von Unausgeglichenheiten.&lt;br /&gt;
*Siebte Aussage: Seid der Feind des Exzesses und eure Reise auf dem Weg zur Erleuchtung der Kamis wird euch erfüllen.&lt;br /&gt;
*Achte Aussage: Sowie ich die Samen der Existenz in den Wind gesät habe, um euer Leben auf Atys vorzubereiten, so müsst ihr die Erleuchtung der Kamis auf der ganzen Welt verbreiten.}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Last version link|Kami}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Portal|Kami}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Karavan]] [[Kategorie:Bewohner]] [[Kategorie:Fraktionen]]&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nilstilar</name></author>	</entry>

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		<title>Kami</title>
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				<updated>2023-04-03T09:49:44Z</updated>
		
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Lore Officielle}}{{Trad&lt;br /&gt;
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|FR= Kami |FRs= 4&lt;br /&gt;
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}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;[[Datei:Kami banner de.png|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Kami.jpg|280px|right|Kami]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;__TOC__&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die [[Kami]], geheimnisvolle Wesen, die imstande sind, ihre Erscheinung zu verändern, haben einen entscheidenden Einfluss auf [[Atys]] und seine Bewohner. Sie beschützen das Pflanzenreich und stellen sicher, dass niemand das zerbrechliche Gleichgewicht ihres geliebten Planeten stört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sind Teil eines kollektiven Bewusstseins und es scheint, dass keine lebende Spezies ihrer Wahrnehmung entkommen kan und noch weniger ihrem Zorn, wenn die Gesetze zum Erhalt von Atys überschritten werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie auch die Mitglieder des [[Karavan]] reisen die Kamis frei über Atys, das sie ohne Unterlass überwachen. Die Kamis zeigen sich - immer auf der Suche nach Freiwilligen - großzügig gegenüber mutigen [[Homin|Homin]], die bereit sind, ihnen ihre Dienste anzubieten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der magische Geist von Atys ==&lt;br /&gt;
[[File:Kami_1.jpg|280px|right|Kami]]&lt;br /&gt;
Wir sind Bestandteil der großartigen Schöpfung von [[Ma'Duk]], dem Geber des Lebens, der Atys erschaffen hat. Wir bewachen seine natürlichen [[Rohstoffe|Ressourcen]], um das gebrechliche Gleichgewicht zu bewahren, sodass alle Homins eines Tages zur Erleuchtung kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergiss nicht, Homin, dein Schicksal hängt vom Leben auf Atys ab und nicht von der falschen Prophezeiung der [[Karavan]]. Sie ist fremd hier: Eingedrungene [[Kreaturen]], die von weit her kommen, um unsere Ressourcen zu stehlen. Ihnen ist das Wohl von Atys egal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin wie du auf Atys geboren. Zusammen müssen wir den Planeten verehren und ihn vor Gefahren schützen. Mit der Bekämpfung des [[Goo]] wird dir die Ehre zuteil werden, den Weg zur ewigen Glückseligkeit von Ma'Duk zu beschreiten. Im Gegenzug zu deinen ehrenhaften Taten werden wir dir Pakte anbieten, um deine Lebensenergie wieder herzustellen und dich durch Zeitkorridore zu teleportieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Für das Leben unseres Planeten und den Geist unseres Volkes, preise den Geber des Lebens und wähle den Weg zur ewigen Glückseligkeit des Ma-Duk!'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisation ==&lt;br /&gt;
* Kami-Anhänger und Kami-Vertreter dienen den Kamis manchmal als Vermittler, um die [[Homin]] zu leiten oder ihnen Missionen aufzuerlegen.&lt;br /&gt;
* Die Wachposten bewachen die natürlichen [[Rohstoffe|Ressourcen]] von Atys und bestrafen diejenigen, die sie auf übertriebene Weise ausnutzen. &lt;br /&gt;
* Die Prediger haben den Homin in der Vergangenheit Magie beigebracht, die es ihnen ermöglicht, ihre Umwelt zu erhalten. Sie bleiben weiterhin ihre bevorzugten Gesprächspartner. &lt;br /&gt;
* Die Rolle der Gastgeber ist es, diejenigen willkommen zu heißen, die ihnen helfen wollen, und sie anhand kleiner Missionen oder Aufgaben auf die Probe zu stellen. &lt;br /&gt;
* Die Botschafter sind die Vertreter der Kamis unter den Homin-Stämmen. &lt;br /&gt;
* Die Meister bilden die Homin aus, indem sie ihnen größere Missionen auferlegen: die [[Riten]]. &lt;br /&gt;
* Die Kami-Fürsten sind die mächtigen Bosse der Kami-Allianz. Es gibt einen pro Kontinent.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ziele ==&lt;br /&gt;
* Das [[Goo]] vernichten&lt;br /&gt;
* Ein Gleichgewicht zwischen Flora und Fauna erhalten, sowie den Schutz ihres Planeten. &lt;br /&gt;
* Die [[Homin]] für ihre Sache gewinnen.&lt;br /&gt;
* Sich gegen die [[Karavan]] stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedrohungen ==&lt;br /&gt;
* Das [[Goo]] stellt die größte Gefahr für die Kami dar. Trotz ihrer breit gefächerten Mächte sind sie machtlos gegenüber diesem bösartigen Phänomen, das den Planeten heimsucht.&lt;br /&gt;
* Das Magnetfeld, das von der Technologie der Karavan ausgeht, stört die Flora. Darüber hinaus nutzen die Homins seit Jahren die Ressourcen von Atys für die Karavan aus. Dadurch werden sie langsam aber sicher aufgebraucht.&lt;br /&gt;
* Die Kami verurteilen die übertriebene Ausnutzung der Pflanzenarten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mythos ==&lt;br /&gt;
Die Kami sind die lebende Inkarnation des [[Ma'Duk]], dem Großen Kami-Schöpfer von Atys. [[Ma'Duk]] wird nicht als allmächtiger Homin angesehen. Es handelt sich um eine körperlose Wesenheit aus purer Energie, die über eine Art Nirvana herrscht. Die Kami wurden auf Atys ausgesetzt, um den Planeten gegen alles und jeden zu schützen, der sein Gleichgewicht bedroht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Was sie den Homin anbieten ==&lt;br /&gt;
Diejenigen, die den Kami dienen, kommen in den Genuss ihrer Lehren, ihrer Wiederauferstehungsmacht und ihrer Teleportationsfähigkeiten. Sie haben den Homin [[Magie]] beigebracht. Denjenigen, die ihre Gesetze brechen drohen die Kami mit Rache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Botschaften der Heiligtümer von Ma-Duk =&lt;br /&gt;
[[File:Left Kami (Desert).png|260px|left|Desert Kami]]&lt;br /&gt;
{{Quotation|'''&amp;lt;big&amp;gt;Auf der Wurzel des Wissens niedergeschrieben&amp;lt;/big&amp;gt;'''|&lt;br /&gt;
===Die Nachricht der Kamis===&lt;br /&gt;
Wir sind integraler Bestandteil der Schöpfung des Ma-Duk, Schöpfer von Atys. Wir beschützen die natürlichen Ressourcen, um das prekäre Gleichgewicht des Planeten zu bewahren, damit alle Homins eines Tages das Kami-Zeitalter erreichen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Homin, vergiss nicht dass dein Schicksal an jenes von Atys gebunden ist und nicht an die falsche Prophezeiung der Karavan. Das sind Fremde hier, Besatzer die von weit hergekommen sind, um uns unsere Ressourcen zu stehlen und sich nicht um das Wohl von Atys scheren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin wie du auf Atys geboren und zusammen müssen wir den Planeten verehren und vor Gefahren schützen. Indem du das Goo bekämpfst wirst du den Weg der ewigen Glückseligkeit des Ma-Duk begehen. Um deine glorreichen Taten zu belohnen, werden wir Wiederauferstehungs- und Teleportationsspakte schließen und dir die Wege der Magie zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das Leben unseres Planeten und den Geiste deines Volkes, folge dem Weg des Schöpfers und wähle den Pfad der ewigen Glückseligkeit des Ma-Duk!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Erschaffung von Atys===&lt;br /&gt;
Seit dem Beginn der Zeiten widersprechen sich zwei Gegensätze im Universum: das Nichts und die Erschaffende Energie, auch noch Großer Schöpfer genannt. Die Energie erschafft aus dem Nichts heraus und kann das Nichts nicht zerstören. Das Nichts ernährt sich von den Kreationen der Energie, kann aber die Energie selbst nicht zerstören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Ende des Universums, inmitten des Nichts, erschuf der Große Schöpfer die Materie. Es entstand eine einzigartige Welt aus dieser fusionierenden Materie: Atys. Der Große Schöpfer verschmolz im jungen Planeten. Als die Gefahr des Nichts Atys zu fesseln drohte, säte der Schöpfer die ersten Samen des Lebens. Die Wurzeln eroberten den Himmel, die Vögel flogen davon und die Tiere gurrten im hysterischen Wunder des Lebens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Inneren des Grünen Planeten heraus schuf der Große Schöpfer die Kamis und versah sie mit einem Geist, einem Fragment seines eigenen Bewusstseins und schickte sie dann los, um seine Schöpfung zu überwachen. Die Kamis verfügten über große magische Kräfte und stiegen an die Oberfläche, um die Ländereien in ihrer Obhut zu erforschen. Inmitten der atysianischen Wunder entdeckten sie das Goo, das aus einer minimalen Parzelle des Nichts entstanden war, das sich mit dem Atem des Großen Schöpfers vermischt hatte. Das Goo fraß Atys langsam auf. Die Kamis konnten nichts dagegen tun, denn sie konnten das Nichts nicht zerstören. Das Schicksal schickte ihnen jedoch andere Wesen: die Homins.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Erschaffung der Homins===&lt;br /&gt;
Während die Kamis die noch junge Rinde von Atys erforschten, entdeckten sie neue Wesen, die aus der Saat des Ma-Duk gediehen waren. Sie hießen Homins. Es waren Samen in die klaren Seen gefallen, aus denen die Tryker entstanden waren. Aus denen in der Wüste vergrabenen und von der Sonne erwärmten Samen waren die Fyros entstanden. Aus denen im Humus in den Wäldern steckenden Samen entstanden die Matis und aus denen ins Sap gefallenen Samenkerne die Zorai.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die göttlichen Samenkerne hatten langsam gekeimt und spezielle Wesen hervorgebracht, denen ein unabhängiger Geist gegeben ward. Dank dieses Bewusstseins ihrer eigenen Existenz und derer von Atys und dem Nichts, hatten die Homins die Macht, die Welt zu verändern. Denn auch wenn sie durch das Nichts verwundbar sind, wie jede Schöpfung der Energie, verleihte ihr Bewusstsein dessen ihnen eine außergewöhnliche Resistenz gegen seinen Befall und, noch wichtiger, ermöglichte ihnen gegen das Goo vorzugehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kamis lernten die Homins kennen und auferlegten ihnen eine Mission: die Epidemie bekämpfen. So wurde die Existenz des Großen Schöpfers Preis gegeben und die Homins konnten ihren Platz im Universum einnehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Erleuchtung zum Kami-Zeitalter===&lt;br /&gt;
Als der Große Schwarm aus der Rinde brach, bekämpften die Kamis die Kitins, damit auf Atys wieder Frieden herrschte. Als die Kitins in das Innere des Planeten zurück gedrängt wurden erschien Ma-Duk, der Große Schöpfer, einem weisen Homin und zeigte ihm den Weg der Erleuchtung. Dieser Weg war der Weg zur absoluten Erleuchtung des Kami-Zeitalters, in dem die Homins mit Ma-Duk verschmelzen werden und das universelle Wissen erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn sie den Pfaden der Erleuchtung folgen, durchqueren die Gläubigen verschiedene Etappen, die sie in andere Dimensionen führen. Der Homin, dem ausreichend Ehre zu Teil kommt, ersteht in einer anderen Welt als Kami auf, bis dass er in der Lage ist, die unendliche Glückseligkeit als Kami-Ko zu erreichen. Dann wird er für alle Ewigkeit im Kami-Zeitalter leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um sich ehrwürdig zu erweisen, muss der Gläubige die Kreation des Ma-Duk beschützen, die Kamis verehren und das gute Wort verbreiten, damit die anderen Homins auch die Möglichkeit erhalten, die Erleuchtung zu erreichen. Deshalb versuchen die Weisen, die Hominheit von äußeren Einflüssen zu befreien, die sie nur in die Irre führen wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ma-Duks Feinde===&lt;br /&gt;
Das Nichts ist der Gegensatz zum Großen Schöpfer. Das Goo ist die wichtigste Lebensform des Nichts. Viele Feinde gefährden das Gleichgewicht von Atys und die Anhänger der Kamis müssen vorsichtig sein. Die Karavan und ihre falsche Göttin Jena stellen die größte Gefahr dar, denn sie bringen die Homins dazu, den Weg des Ma-Duk nicht einzuhalten und die Ressourcen von Atys auszubeuten. Es handelt sich um Fremde, die von jenseits der Sterne herkommen und den Kampf gegen das Goo zugunsten ihrer eigenen Interessen vernachlässigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Elias Tryton ist ebenfalls ein Fremder. Er erschien nur kurz auf Atys und scheint ein Feind der Karavan zu sein. Doch macht das ihn zu einem Alliierten der Kamis? Vorsicht ist geboten, denn es ist schwierig, seine Pläne voraus zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kitins sind Wesen, die am Leben auf Atys teilnehmen, doch wie wir beim Großen Schwarm feststellen konnten, können sie zu einer Bedrohung für die Homins werden. Die Kamis haben die Kitins schon in der Vergangenheit bekämpft und sie werden erneut eingreifen, um ihre Zerstörung in Grenzen zu halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche Homins werden als Feinde angesehen: Sie greifen ihresgleichen an, reißen Ressourcen an sich oder verbreiten im schlimmsten Falle die Epidemie des Goo. Die Rohstoffabbauer, die gierig nach Rohstoffen sind, setzen sich der Kamischen Wut aus. Die Anhänger des Goo gefährden den ganzen Planeten und die Kamis haben keine Nachsicht mehr für sie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Goo, das Atys schon seit Jahrhunderten auffrisst, stellt die größte Bedrohung für Atys dar. Das Goo ist die Korruptheit des Nichts. Es steckt Pflanzen und Kreaturen an und verbreitet sich unermüdlich. Alle Homins müssen sich einen, um das Goo zu bekämpfen, sonst ist das Leben auf dem Planeten dem Untergang geweiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Karavan und Jena===&lt;br /&gt;
Die Mitglieder der Karavan sind Wesen aus einer anderen Welt, jenseits der Sterne. Sie verhalten sich so als gehöre Atys ihnen: Sie beuten die Ressourcen aus und entziehen sie dem natürlichen Zyklus des Planeten. Sie setzen Maschinen ein, deren Energie die Flora stört. Sie scheren sich weder um das Gleichgewicht noch um die Harmonie, die für jegliches Leben notwendig sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den frühen Zeiten von Atys schenkte Ma-Duk der Karavan keine Aufmerksamkeit und sah sie als kleineres Übel an. Doch die Fremden fingen an, die Kamis als dämonische Kreaturen anzusehen und trieben die Homins dazu, sie zu verfolgen. Sie haben zahlreiche Homins für ihre Verehrung Jenas gewonnen und sie von ihrer heiligen Mission gegen das Goo abgebracht. So konnte die Epidemie sich frei verbreiten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jena, die falsche Göttin der Karavan, ist überhaupt nicht die schöpferische Göttin von Atys. Sie ist in diese Rolle geschlüpft, um die Homins besser unterwerfen zu können. Ma-Duk spürt, dass Jena keine Göttin ist, sondern eine Erscheinung des Nichts, dessen Ziel es ist, die Homins zu versklaven, um ganz Atys zu beherrschen und sie ihrer Essenz zu berauben. Die Kamisten-Homins nennen Jena Herrscherin der Nacht, denn sie sind überzeugt, ihre Legionen würden nur Dunkelheit und Tod mit sich bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Karavanhomins sind ein Problem für die Kamis. Die Anhänger Ma-Duks wollen die Homins lieber bekehren als sie zu bestrafen, können sie aber nicht dazu zwingen. Diejenigen, die den dunklen Weg der Jena gewählt haben, wollen andere Homins mit in die dunkele Welt ziehen und die Kamis werden das nicht zulassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die guten Taten der Kamis===&lt;br /&gt;
Die Kamis führen die Homins: Sie haben ihnen ihr Schicksal und ihren Platz im Universum offenbart. Sie führen sie auf die Wege der Erleuchtung, damit sie das Kami-Zeitalter erreichen. Sie haben die religiösen Kamisten-Orden beschützt, damit die Kamis ihre Brüder auch zum oberen Wissen leiten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kamis helfen den Homins: Sie lassen ihren Geist wieder auferstehen nach dem Willen Ma-Duks. Sie schlagen ihnen Pakte vor, mit denen sie sich teleportieren oder ihre Schwächen verschwinden lassen können, wenn sie wieder auferstehen. Sie stehen ihnen in ihrem Kampf gegen das Goo bei, der Korruptheit des Nichts, die droht ganz Atys aufzufressen. In der Vergangenheit bekämpften die Kamis die Kitins während des Großen Schwarms und bereiteten der Invasion ein Ende. Sie haben den Homins auch dabei geholfen, ihre Zivilisationen wieder aufzubauen, indem sie ihnen ermöglichten, große Mengen an Ressourcen abzubauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kamis bilden die Homins aus und haben ihnen die Geheimnisse der Magie beigebracht, wodurch sie ihre Macht und ihr Wissen über die Welt vergrößern konnten. Sie lehren sie, die Ressourcen von Atys zu respektieren, damit das Gleichgewicht bewahrt wird und die Homins immer etwas zum Überleben haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kamis wachen über die Homins: Sie bekämpfen die Karavan, die Atys zu persönlichen  Zwecken ausbeutet und die Homins versklaven will. Sie behalten ebenfalls die Kitins im Auge, damit die Homins nicht mehr bedroht sind. Die Kamis arbeiten für die Harmonie und Kommunion zwischen den Homins und Atys. Sie wollen das Jetzt und das prekäre Gleichgewicht vor verheerenden Einflüssen bewahren, die nur zu Zerstörung und Verfall aller Dinge führen würden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Kamis und die Zoraï===&lt;br /&gt;
Die Kamis, die sich während der alten Zeiten nach dem großen Inferno in den Dschungel verschanzt hatten, lernten die Zorai kennen und betrauten sie mit der heiligen Mission gegen das Goo. Es entstand eine starke Bindung zwischen den Geistern der Natur und den Zorais, was zur Gründung des ersten Kamikultes führte – der Verkörperung der puren Energie, aus der Atys entstand. Die Kamis schufen Verwandschaftsmasken für die Zorai, um diese Verbindung zu symbolisieren. Die Kamis weihten die Zorai in die Geheimnisse der Magie ein. So kamen die ersten Magier auf Atys, die Wunder vollbrachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach haben Zorai-Übermagier die mystischen Geheimnisse studiert und eine heilige Schrift benutzt, um ihr Wissen weiter zu geben. Sie haben die Macht des Blitzes entdeckt und die erste Volksmagie erschaffen: die Magie der Elektrizität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit ihrer Magie und ihrem Wissen über den Magnetismus bekämpften die Zorais das Goo, das die Dschungel von Atys befiel. Im Namen der Kamis haben sie die Epidemie mutig bekämpft. Sie nahmen sich vor der Karavan in Acht, die die Homins vom Weg der Erleuchtung abbrachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr fester Glaube hat die Zorais zu heiligen Kriegern des Ma-Duk gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Kamis und die Fyros===&lt;br /&gt;
Die Kamis stellten schon sehr früh eine besondere Begabung bei den Fyros fest. Das Wüstenvolk hatte vor einer großen atysianischen Gefahr keine Angst: dem Feuer. Die Kamis haben versucht, ihr Herz zu erobern und sie für ihre Sache zu gewinnen. Die Fyros nahmen sich zuerst in Acht vor diesen eigenartigen Kreaturen. Doch die Rettung des Imperators Arispotle durch einen Kami ließ eine neue Freundschaft entstehen und war der Beginn eines tiefen Respekts im Herzen der Fyros.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fyros näherten sich den Kamis mehr und mehr an, um von ihnen die Geheimnisse der Magie zu lernen. Der Imperator war der erste Homin, der die kamische Teleportation benutzte. Die Fyros experimentierten mit einer Magie, die Feuer einsetzt und manipulierten die Hauptenergie der Wüste. Als Dank für ihre Dienste versprachen die Fyros den Kamis, sie gegen das Feuer des Drachens zu schützen und erklärten sich einverstanden, im Falle eines Feuers gegen ihn zu kämpfen. Die Fyros sind ausgezeichnete Krieger und allzeit bereit, sich für eine gerechte Sache einzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn sie dem Großen Orden des Ma-Duks ihre eigenen kamistischen Kulte bevorzugten, sind viele dem Aufruf der Kami-Anhänger gefolgt, egal von wo sie herkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Kamis und die Tryker===&lt;br /&gt;
Die Tryker waren die ersten Homins, die mit den Kamis in Kontakt traten. Die friedliche und unbesorgte Art des Seenvolkes und ihre ökologischen Beschäftigungen bezüglich der Umwelt gefielen den Kamis. Doch nach einer Feuersbrunst in den alten Wüstenländern suchten die Kamis Schutz in den sicheren Dschungeln von Atys und genossen die Ruhe der Zorais.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tryker waren durch die Abwesenheit der Kamis verstört und verloren sich in den Wegen der Karavan. Die Kamis haben versucht, die Tryker zurück auf die Wege des Ma-Duk zu leiten, indem sie ihnen Magie beibrachten. Am Anfang sahen die Tryker das eher wie ein Spiel an und waren unfleißige Schüler. Doch unter dem Einfluss der Zorai-Meister, die die Kamis begleiteten, haben sie sich an die Arbeit gemacht und Fortschritte in verschiedenen Gebieten der Mystik gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Herzen sind sie Erfinder und haben ihre eigene Magie erfunden, die auf den Kräften des Windes und Schockwellen beruht. Die Tryker haben viel durchgemacht und sich als entschiedene Kämpfer entpuppt, die bereit sind, sich für ihre Freiheit zu opfern. Die Kamis wollten sie immer für sich gewinnen, denn wie sie hängen auch die Tryker sehr an der Schönheit der großen Seen von Atys.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Kamis und die Matis===&lt;br /&gt;
Die Matis sind seit jeher fasziniert von den Kräften der Natur. Doch ihr Wille zu dominieren, hat einen Keil zwischen die Kamis und die Matis getrieben. Die Anhänger Ma-Duks haben in der Vergangenheit mehrmals versucht, dies zu ändern, allerdings ohne Erfolg. Die Allgegenwärtigkeit der Karavan bei den Matis hat die Annäherungsversuche zusätzlich erschwert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beste Gelegenheit bot sich, als die Kamis die Matis trafen, um ihnen ihre Magie beizubringen. Trotz der Ablehnung der Karavan stellten die Matis sich als fleißige und ehrgeizige Schüler heraus. Doch sie versuchten sehr schnell die Magie einzusetzen, um die Pflanzen nach ihrem Willen zu unterwerfen und neue Arten zu erschaffen. Die Kamis waren nicht damit einverstanden und wandten sich von den zu ehrgeizigen Lehrlingen ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die von der Karavan manipulierten Matis haben die Kamis sogar verfolgt, um sie den Auserwählten Jena zu übergeben. Die Kamis haben sich diskret verhalten und wollten die Matis nicht zu hart für ihr Unwissen bestrafen. Denn die Anhänger des Ma-Duk haben die Hoffnung nie verloren, die Matis auf den Weg der Erleuchtung zu führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit ihrem Wissen und ihrer Herrschaft über die Natur können die Matis wertvolle Wächter von Atys werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Große Orden des Ma-Duk===&lt;br /&gt;
An diesem Ort wurde eine Kultstätte des Großen Ordens des Ma-Duk errichtet. Hier können die Kamisten-Homins meditieren und das Herz von Atys schlagen hören. Sie können mit dem großen Schöpfer kommunizieren, um die Antworten zu finden, die sie auf dem Weg zur Erleuchtung leiten werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den alten Zeiten haben die Zorais die ersten Kamikulte gegründet. Diese Kulte errichteten Tempel zu Ehren der Kamis und des Obersten Kami. Doch der Große Schwarm hat alle religiösen Organisationen der Vergangenheit zerstört. Die Kulte selbst haben überlebt, nicht aber ihre Kirchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Ma-Duk wieder mit all seinen Gläubigen kommunizieren wollte, ist er dem Großen Weisen Hoi-Cho erschienen, um einen neuen Kami-Kult ins Leben zu rufen, den Großen Orden des Ma-Duk. Homin, sei willkommen in der Kultstätte des Ma-Duk! Der Große Schöpfer, der Oberste Kami, empfängt dich dort so wie er dich in seiner Mitte empfangen wird, wenn du das Kami-Zeitalter und das universelle Wissen erreicht hast.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Enthüllungen des Ma-Duk===&lt;br /&gt;
Hier sind die acht Enthüllungen des Ma-Duk niedergeschrieben, in heilige Schrift übersetzt, und so überliefert wie Ma-Duk selbst sie dem Großen Weisen Hoi-Cho vorgetragen hat, ehe sie am Anfang des Buchs der Enthüllungen niedergeschrieben wurden.&lt;br /&gt;
*Erste Aussage: Ich bin Ma-Duk, der Schöpfer von Atys. Ich bin eins mit den Kamis, die ein Teil von mir sind. Ihr müsst sie so verehren wie den Schöpfer selbst.&lt;br /&gt;
*Zweite Aussage: Ihr werdet dem Weg der Erleuchtung der Kamis folgen. Er wird euch ins Kami-Zeitalter geleiten.&lt;br /&gt;
*Dritte Aussage: Um das Kami-Zeitalter zu erreichen und eins mit dem Schöpfer zu sein, müsst ihr dem Weg der Erleuchtung folgen, um ehrbürtig zu sein.&lt;br /&gt;
*Vierte Aussage: Werdet durch eure Loyalität und eure Pflege von Ays ehrwürdig, der Planet entspringt meinem Leib.&lt;br /&gt;
*Fünfte Aussage: Wenn ihr dem Weg der Erleuchtung der Kamis folgt, werde ich euren Geist wieder auferstehen lassen, wenn ihr sterbt, ehe ihr die absolute Ehre erreicht habt.&lt;br /&gt;
*Sechste Aussage: Lasst euch nicht von falschen Göttern verführen, sie können nicht aus einer atysianischen Materie zusammengesetzt sein. Sie haben keinen Platz in meiner Schöpfung und sind der Ursprung von Unausgeglichenheiten.&lt;br /&gt;
*Siebte Aussage: Seid der Feind des Exzesses und eure Reise auf dem Weg zur Erleuchtung der Kamis wird euch erfüllen.&lt;br /&gt;
*Achte Aussage: Sowie ich die Samen der Existenz in den Wind gesät habe, um euer Leben auf Atys vorzubereiten, so müsst ihr die Erleuchtung der Kamis auf der ganzen Welt verbreiten.}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Last version link|Kami}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Portal|Kami}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Karavan]] [[Kategorie:Bewohner]] [[Kategorie:Fraktionen]]&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nilstilar</name></author>	</entry>

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&lt;div&gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Lore Officielle}}{{Trad&lt;br /&gt;
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}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;[[Datei:Kami banner de.png|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Kami.jpg|280px|right|Kami]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;__TOC__&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die [[Kami]], geheimnisvolle Wesen, die imstande sind, ihre Erscheinung zu verändern, haben einen entscheidenden Einfluss auf [[Atys]] und seine Bewohner. Sie beschützen das Pflanzenreich und stellen sicher, dass niemand das zerbrechliche Gleichgewicht ihres geliebten Planeten stört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sind Teil eines kollektiven Bewusstseins und es scheint, dass keine lebende Spezies ihrer Wahrnehmung entkommen kan und noch weniger ihrem Zorn, wenn die Gesetze zum Erhalt von Atys überschritten werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie auch die Mitglieder des [[Karavan]] reisen die Kamis frei über Atys, das sie ohne Unterlass überwachen. Die Kamis zeigen sich - immer auf der Suche nach Freiwilligen - großzügig gegenüber mutigen [[Homin|Homin]], die bereit sind, ihnen ihre Dienste anzubieten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der magische Geist von Atys ==&lt;br /&gt;
[[File:Kami_1.jpg|280px|right|Kami]]&lt;br /&gt;
Wir sind Bestandteil der großartigen Schöpfung von [[Ma'Duk]], dem Geber des Lebens, der Atys erschaffen hat. Wir bewachen seine natürlichen [[Rohstoffe|Ressourcen]], um das gebrechliche Gleichgewicht zu bewahren, sodass alle Homins eines Tages zur Erleuchtung kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergiss nicht, Homin, dein Schicksal hängt vom Leben auf Atys ab und nicht von der falschen Prophezeiung der [[Karavan]]. Sie ist fremd hier: Eingedrungene [[Kreaturen]], die von weit her kommen, um unsere Ressourcen zu stehlen. Ihnen ist das Wohl von Atys egal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin wie du auf Atys geboren. Zusammen müssen wir den Planeten verehren und ihn vor Gefahren schützen. Mit der Bekämpfung des [[Goo]] wird dir die Ehre zuteil werden, den Weg zur ewigen Glückseligkeit von Ma'Duk zu beschreiten. Im Gegenzug zu deinen ehrenhaften Taten werden wir dir Pakte anbieten, um deine Lebensenergie wieder herzustellen und dich durch Zeitkorridore zu teleportieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Für das Leben unseres Planeten und den Geist unseres Volkes, preise den Geber des Lebens und wähle den Weg zur ewigen Glückseligkeit des Ma-Duk!'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisation ==&lt;br /&gt;
* Kami-Anhänger und Kami-Vertreter dienen den Kamis manchmal als Vermittler, um die [[Homin]] zu leiten oder ihnen Missionen aufzuerlegen.&lt;br /&gt;
* Die Wachposten bewachen die natürlichen [[Rohstoffe|Ressourcen]] von Atys und bestrafen diejenigen, die sie auf übertriebene Weise ausnutzen. &lt;br /&gt;
* Die Prediger haben den Homin in der Vergangenheit Magie beigebracht, die es ihnen ermöglicht, ihre Umwelt zu erhalten. Sie bleiben weiterhin ihre bevorzugten Gesprächspartner. &lt;br /&gt;
* Die Rolle der Gastgeber ist es, diejenigen willkommen zu heißen, die ihnen helfen wollen, und sie anhand kleiner Missionen oder Aufgaben auf die Probe zu stellen. &lt;br /&gt;
* Die Botschafter sind die Vertreter der Kamis unter den Homin-Stämmen. &lt;br /&gt;
* Die Meister bilden die Homin aus, indem sie ihnen größere Missionen auferlegen: die [[Riten]]. &lt;br /&gt;
* Die Kami-Fürsten sind die mächtigen Bosse der Kami-Allianz. Es gibt einen pro Kontinent.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ziele ==&lt;br /&gt;
* Das [[Goo]] vernichten&lt;br /&gt;
* Ein Gleichgewicht zwischen Flora und Fauna erhalten, sowie den Schutz ihres Planeten. &lt;br /&gt;
* Die [[Homin]] für ihre Sache gewinnen.&lt;br /&gt;
* Sich gegen die [[Karavan]] stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedrohungen ==&lt;br /&gt;
* Das [[Goo]] stellt die größte Gefahr für die Kami dar. Trotz ihrer breit gefächerten Mächte sind sie machtlos gegenüber diesem bösartigen Phänomen, das den Planeten heimsucht.&lt;br /&gt;
* Das Magnetfeld, das von der Technologie der Karavan ausgeht, stört die Flora. Darüber hinaus nutzen die Homins seit Jahren die Ressourcen von Atys für die Karavan aus. Dadurch werden sie langsam aber sicher aufgebraucht.&lt;br /&gt;
* Die Kami verurteilen die übertriebene Ausnutzung der Pflanzenarten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mythos ==&lt;br /&gt;
Die Kami sind die lebende Inkarnation des [[Ma'Duk]], dem Großen Kami-Schöpfer von Atys. [[Ma'Duk]] wird nicht als allmächtiger Homin angesehen. Es handelt sich um eine körperlose Wesenheit aus purer Energie, die über eine Art Nirvana herrscht. Die Kami wurden auf Atys ausgesetzt, um den Planeten gegen alles und jeden zu schützen, der sein Gleichgewicht bedroht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Was sie den Homin anbieten ==&lt;br /&gt;
Diejenigen, die den Kami dienen, kommen in den Genuss ihrer Lehren, ihrer Wiederauferstehungsmacht und ihrer Teleportationsfähigkeiten. Sie haben den Homin [[Magie]] beigebracht. Denjenigen, die ihre Gesetze brechen drohen die Kami mit Rache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Botschaften der Heiligtümer von Ma-Duk =&lt;br /&gt;
[[File:Left Kami (Desert).png|280px|left|Desert Kami]]&lt;br /&gt;
{{Quotation|'''&amp;lt;big&amp;gt;Auf der Wurzel des Wissens niedergeschrieben&amp;lt;/big&amp;gt;'''|&lt;br /&gt;
===Die Nachricht der Kamis===&lt;br /&gt;
Wir sind integraler Bestandteil der Schöpfung des Ma-Duk, Schöpfer von Atys. Wir beschützen die natürlichen Ressourcen, um das prekäre Gleichgewicht des Planeten zu bewahren, damit alle Homins eines Tages das Kami-Zeitalter erreichen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Homin, vergiss nicht dass dein Schicksal an jenes von Atys gebunden ist und nicht an die falsche Prophezeiung der Karavan. Das sind Fremde hier, Besatzer die von weit hergekommen sind, um uns unsere Ressourcen zu stehlen und sich nicht um das Wohl von Atys scheren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin wie du auf Atys geboren und zusammen müssen wir den Planeten verehren und vor Gefahren schützen. Indem du das Goo bekämpfst wirst du den Weg der ewigen Glückseligkeit des Ma-Duk begehen. Um deine glorreichen Taten zu belohnen, werden wir Wiederauferstehungs- und Teleportationsspakte schließen und dir die Wege der Magie zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das Leben unseres Planeten und den Geiste deines Volkes, folge dem Weg des Schöpfers und wähle den Pfad der ewigen Glückseligkeit des Ma-Duk!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Erschaffung von Atys===&lt;br /&gt;
Seit dem Beginn der Zeiten widersprechen sich zwei Gegensätze im Universum: das Nichts und die Erschaffende Energie, auch noch Großer Schöpfer genannt. Die Energie erschafft aus dem Nichts heraus und kann das Nichts nicht zerstören. Das Nichts ernährt sich von den Kreationen der Energie, kann aber die Energie selbst nicht zerstören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Ende des Universums, inmitten des Nichts, erschuf der Große Schöpfer die Materie. Es entstand eine einzigartige Welt aus dieser fusionierenden Materie: Atys. Der Große Schöpfer verschmolz im jungen Planeten. Als die Gefahr des Nichts Atys zu fesseln drohte, säte der Schöpfer die ersten Samen des Lebens. Die Wurzeln eroberten den Himmel, die Vögel flogen davon und die Tiere gurrten im hysterischen Wunder des Lebens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Inneren des Grünen Planeten heraus schuf der Große Schöpfer die Kamis und versah sie mit einem Geist, einem Fragment seines eigenen Bewusstseins und schickte sie dann los, um seine Schöpfung zu überwachen. Die Kamis verfügten über große magische Kräfte und stiegen an die Oberfläche, um die Ländereien in ihrer Obhut zu erforschen. Inmitten der atysianischen Wunder entdeckten sie das Goo, das aus einer minimalen Parzelle des Nichts entstanden war, das sich mit dem Atem des Großen Schöpfers vermischt hatte. Das Goo fraß Atys langsam auf. Die Kamis konnten nichts dagegen tun, denn sie konnten das Nichts nicht zerstören. Das Schicksal schickte ihnen jedoch andere Wesen: die Homins.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Erschaffung der Homins===&lt;br /&gt;
Während die Kamis die noch junge Rinde von Atys erforschten, entdeckten sie neue Wesen, die aus der Saat des Ma-Duk gediehen waren. Sie hießen Homins. Es waren Samen in die klaren Seen gefallen, aus denen die Tryker entstanden waren. Aus denen in der Wüste vergrabenen und von der Sonne erwärmten Samen waren die Fyros entstanden. Aus denen im Humus in den Wäldern steckenden Samen entstanden die Matis und aus denen ins Sap gefallenen Samenkerne die Zorai.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die göttlichen Samenkerne hatten langsam gekeimt und spezielle Wesen hervorgebracht, denen ein unabhängiger Geist gegeben ward. Dank dieses Bewusstseins ihrer eigenen Existenz und derer von Atys und dem Nichts, hatten die Homins die Macht, die Welt zu verändern. Denn auch wenn sie durch das Nichts verwundbar sind, wie jede Schöpfung der Energie, verleihte ihr Bewusstsein dessen ihnen eine außergewöhnliche Resistenz gegen seinen Befall und, noch wichtiger, ermöglichte ihnen gegen das Goo vorzugehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kamis lernten die Homins kennen und auferlegten ihnen eine Mission: die Epidemie bekämpfen. So wurde die Existenz des Großen Schöpfers Preis gegeben und die Homins konnten ihren Platz im Universum einnehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Erleuchtung zum Kami-Zeitalter===&lt;br /&gt;
Als der Große Schwarm aus der Rinde brach, bekämpften die Kamis die Kitins, damit auf Atys wieder Frieden herrschte. Als die Kitins in das Innere des Planeten zurück gedrängt wurden erschien Ma-Duk, der Große Schöpfer, einem weisen Homin und zeigte ihm den Weg der Erleuchtung. Dieser Weg war der Weg zur absoluten Erleuchtung des Kami-Zeitalters, in dem die Homins mit Ma-Duk verschmelzen werden und das universelle Wissen erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn sie den Pfaden der Erleuchtung folgen, durchqueren die Gläubigen verschiedene Etappen, die sie in andere Dimensionen führen. Der Homin, dem ausreichend Ehre zu Teil kommt, ersteht in einer anderen Welt als Kami auf, bis dass er in der Lage ist, die unendliche Glückseligkeit als Kami-Ko zu erreichen. Dann wird er für alle Ewigkeit im Kami-Zeitalter leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um sich ehrwürdig zu erweisen, muss der Gläubige die Kreation des Ma-Duk beschützen, die Kamis verehren und das gute Wort verbreiten, damit die anderen Homins auch die Möglichkeit erhalten, die Erleuchtung zu erreichen. Deshalb versuchen die Weisen, die Hominheit von äußeren Einflüssen zu befreien, die sie nur in die Irre führen wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ma-Duks Feinde===&lt;br /&gt;
Das Nichts ist der Gegensatz zum Großen Schöpfer. Das Goo ist die wichtigste Lebensform des Nichts. Viele Feinde gefährden das Gleichgewicht von Atys und die Anhänger der Kamis müssen vorsichtig sein. Die Karavan und ihre falsche Göttin Jena stellen die größte Gefahr dar, denn sie bringen die Homins dazu, den Weg des Ma-Duk nicht einzuhalten und die Ressourcen von Atys auszubeuten. Es handelt sich um Fremde, die von jenseits der Sterne herkommen und den Kampf gegen das Goo zugunsten ihrer eigenen Interessen vernachlässigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Elias Tryton ist ebenfalls ein Fremder. Er erschien nur kurz auf Atys und scheint ein Feind der Karavan zu sein. Doch macht das ihn zu einem Alliierten der Kamis? Vorsicht ist geboten, denn es ist schwierig, seine Pläne voraus zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kitins sind Wesen, die am Leben auf Atys teilnehmen, doch wie wir beim Großen Schwarm feststellen konnten, können sie zu einer Bedrohung für die Homins werden. Die Kamis haben die Kitins schon in der Vergangenheit bekämpft und sie werden erneut eingreifen, um ihre Zerstörung in Grenzen zu halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche Homins werden als Feinde angesehen: Sie greifen ihresgleichen an, reißen Ressourcen an sich oder verbreiten im schlimmsten Falle die Epidemie des Goo. Die Rohstoffabbauer, die gierig nach Rohstoffen sind, setzen sich der Kamischen Wut aus. Die Anhänger des Goo gefährden den ganzen Planeten und die Kamis haben keine Nachsicht mehr für sie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Goo, das Atys schon seit Jahrhunderten auffrisst, stellt die größte Bedrohung für Atys dar. Das Goo ist die Korruptheit des Nichts. Es steckt Pflanzen und Kreaturen an und verbreitet sich unermüdlich. Alle Homins müssen sich einen, um das Goo zu bekämpfen, sonst ist das Leben auf dem Planeten dem Untergang geweiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Karavan und Jena===&lt;br /&gt;
Die Mitglieder der Karavan sind Wesen aus einer anderen Welt, jenseits der Sterne. Sie verhalten sich so als gehöre Atys ihnen: Sie beuten die Ressourcen aus und entziehen sie dem natürlichen Zyklus des Planeten. Sie setzen Maschinen ein, deren Energie die Flora stört. Sie scheren sich weder um das Gleichgewicht noch um die Harmonie, die für jegliches Leben notwendig sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den frühen Zeiten von Atys schenkte Ma-Duk der Karavan keine Aufmerksamkeit und sah sie als kleineres Übel an. Doch die Fremden fingen an, die Kamis als dämonische Kreaturen anzusehen und trieben die Homins dazu, sie zu verfolgen. Sie haben zahlreiche Homins für ihre Verehrung Jenas gewonnen und sie von ihrer heiligen Mission gegen das Goo abgebracht. So konnte die Epidemie sich frei verbreiten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jena, die falsche Göttin der Karavan, ist überhaupt nicht die schöpferische Göttin von Atys. Sie ist in diese Rolle geschlüpft, um die Homins besser unterwerfen zu können. Ma-Duk spürt, dass Jena keine Göttin ist, sondern eine Erscheinung des Nichts, dessen Ziel es ist, die Homins zu versklaven, um ganz Atys zu beherrschen und sie ihrer Essenz zu berauben. Die Kamisten-Homins nennen Jena Herrscherin der Nacht, denn sie sind überzeugt, ihre Legionen würden nur Dunkelheit und Tod mit sich bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Karavanhomins sind ein Problem für die Kamis. Die Anhänger Ma-Duks wollen die Homins lieber bekehren als sie zu bestrafen, können sie aber nicht dazu zwingen. Diejenigen, die den dunklen Weg der Jena gewählt haben, wollen andere Homins mit in die dunkele Welt ziehen und die Kamis werden das nicht zulassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die guten Taten der Kamis===&lt;br /&gt;
Die Kamis führen die Homins: Sie haben ihnen ihr Schicksal und ihren Platz im Universum offenbart. Sie führen sie auf die Wege der Erleuchtung, damit sie das Kami-Zeitalter erreichen. Sie haben die religiösen Kamisten-Orden beschützt, damit die Kamis ihre Brüder auch zum oberen Wissen leiten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kamis helfen den Homins: Sie lassen ihren Geist wieder auferstehen nach dem Willen Ma-Duks. Sie schlagen ihnen Pakte vor, mit denen sie sich teleportieren oder ihre Schwächen verschwinden lassen können, wenn sie wieder auferstehen. Sie stehen ihnen in ihrem Kampf gegen das Goo bei, der Korruptheit des Nichts, die droht ganz Atys aufzufressen. In der Vergangenheit bekämpften die Kamis die Kitins während des Großen Schwarms und bereiteten der Invasion ein Ende. Sie haben den Homins auch dabei geholfen, ihre Zivilisationen wieder aufzubauen, indem sie ihnen ermöglichten, große Mengen an Ressourcen abzubauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kamis bilden die Homins aus und haben ihnen die Geheimnisse der Magie beigebracht, wodurch sie ihre Macht und ihr Wissen über die Welt vergrößern konnten. Sie lehren sie, die Ressourcen von Atys zu respektieren, damit das Gleichgewicht bewahrt wird und die Homins immer etwas zum Überleben haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kamis wachen über die Homins: Sie bekämpfen die Karavan, die Atys zu persönlichen  Zwecken ausbeutet und die Homins versklaven will. Sie behalten ebenfalls die Kitins im Auge, damit die Homins nicht mehr bedroht sind. Die Kamis arbeiten für die Harmonie und Kommunion zwischen den Homins und Atys. Sie wollen das Jetzt und das prekäre Gleichgewicht vor verheerenden Einflüssen bewahren, die nur zu Zerstörung und Verfall aller Dinge führen würden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Kamis und die Zoraï===&lt;br /&gt;
Die Kamis, die sich während der alten Zeiten nach dem großen Inferno in den Dschungel verschanzt hatten, lernten die Zorai kennen und betrauten sie mit der heiligen Mission gegen das Goo. Es entstand eine starke Bindung zwischen den Geistern der Natur und den Zorais, was zur Gründung des ersten Kamikultes führte – der Verkörperung der puren Energie, aus der Atys entstand. Die Kamis schufen Verwandschaftsmasken für die Zorai, um diese Verbindung zu symbolisieren. Die Kamis weihten die Zorai in die Geheimnisse der Magie ein. So kamen die ersten Magier auf Atys, die Wunder vollbrachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach haben Zorai-Übermagier die mystischen Geheimnisse studiert und eine heilige Schrift benutzt, um ihr Wissen weiter zu geben. Sie haben die Macht des Blitzes entdeckt und die erste Volksmagie erschaffen: die Magie der Elektrizität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit ihrer Magie und ihrem Wissen über den Magnetismus bekämpften die Zorais das Goo, das die Dschungel von Atys befiel. Im Namen der Kamis haben sie die Epidemie mutig bekämpft. Sie nahmen sich vor der Karavan in Acht, die die Homins vom Weg der Erleuchtung abbrachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr fester Glaube hat die Zorais zu heiligen Kriegern des Ma-Duk gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Kamis und die Fyros===&lt;br /&gt;
Die Kamis stellten schon sehr früh eine besondere Begabung bei den Fyros fest. Das Wüstenvolk hatte vor einer großen atysianischen Gefahr keine Angst: dem Feuer. Die Kamis haben versucht, ihr Herz zu erobern und sie für ihre Sache zu gewinnen. Die Fyros nahmen sich zuerst in Acht vor diesen eigenartigen Kreaturen. Doch die Rettung des Imperators Arispotle durch einen Kami ließ eine neue Freundschaft entstehen und war der Beginn eines tiefen Respekts im Herzen der Fyros.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fyros näherten sich den Kamis mehr und mehr an, um von ihnen die Geheimnisse der Magie zu lernen. Der Imperator war der erste Homin, der die kamische Teleportation benutzte. Die Fyros experimentierten mit einer Magie, die Feuer einsetzt und manipulierten die Hauptenergie der Wüste. Als Dank für ihre Dienste versprachen die Fyros den Kamis, sie gegen das Feuer des Drachens zu schützen und erklärten sich einverstanden, im Falle eines Feuers gegen ihn zu kämpfen. Die Fyros sind ausgezeichnete Krieger und allzeit bereit, sich für eine gerechte Sache einzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn sie dem Großen Orden des Ma-Duks ihre eigenen kamistischen Kulte bevorzugten, sind viele dem Aufruf der Kami-Anhänger gefolgt, egal von wo sie herkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Kamis und die Tryker===&lt;br /&gt;
Die Tryker waren die ersten Homins, die mit den Kamis in Kontakt traten. Die friedliche und unbesorgte Art des Seenvolkes und ihre ökologischen Beschäftigungen bezüglich der Umwelt gefielen den Kamis. Doch nach einer Feuersbrunst in den alten Wüstenländern suchten die Kamis Schutz in den sicheren Dschungeln von Atys und genossen die Ruhe der Zorais.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tryker waren durch die Abwesenheit der Kamis verstört und verloren sich in den Wegen der Karavan. Die Kamis haben versucht, die Tryker zurück auf die Wege des Ma-Duk zu leiten, indem sie ihnen Magie beibrachten. Am Anfang sahen die Tryker das eher wie ein Spiel an und waren unfleißige Schüler. Doch unter dem Einfluss der Zorai-Meister, die die Kamis begleiteten, haben sie sich an die Arbeit gemacht und Fortschritte in verschiedenen Gebieten der Mystik gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Herzen sind sie Erfinder und haben ihre eigene Magie erfunden, die auf den Kräften des Windes und Schockwellen beruht. Die Tryker haben viel durchgemacht und sich als entschiedene Kämpfer entpuppt, die bereit sind, sich für ihre Freiheit zu opfern. Die Kamis wollten sie immer für sich gewinnen, denn wie sie hängen auch die Tryker sehr an der Schönheit der großen Seen von Atys.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Kamis und die Matis===&lt;br /&gt;
Die Matis sind seit jeher fasziniert von den Kräften der Natur. Doch ihr Wille zu dominieren, hat einen Keil zwischen die Kamis und die Matis getrieben. Die Anhänger Ma-Duks haben in der Vergangenheit mehrmals versucht, dies zu ändern, allerdings ohne Erfolg. Die Allgegenwärtigkeit der Karavan bei den Matis hat die Annäherungsversuche zusätzlich erschwert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beste Gelegenheit bot sich, als die Kamis die Matis trafen, um ihnen ihre Magie beizubringen. Trotz der Ablehnung der Karavan stellten die Matis sich als fleißige und ehrgeizige Schüler heraus. Doch sie versuchten sehr schnell die Magie einzusetzen, um die Pflanzen nach ihrem Willen zu unterwerfen und neue Arten zu erschaffen. Die Kamis waren nicht damit einverstanden und wandten sich von den zu ehrgeizigen Lehrlingen ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die von der Karavan manipulierten Matis haben die Kamis sogar verfolgt, um sie den Auserwählten Jena zu übergeben. Die Kamis haben sich diskret verhalten und wollten die Matis nicht zu hart für ihr Unwissen bestrafen. Denn die Anhänger des Ma-Duk haben die Hoffnung nie verloren, die Matis auf den Weg der Erleuchtung zu führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit ihrem Wissen und ihrer Herrschaft über die Natur können die Matis wertvolle Wächter von Atys werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Große Orden des Ma-Duk===&lt;br /&gt;
An diesem Ort wurde eine Kultstätte des Großen Ordens des Ma-Duk errichtet. Hier können die Kamisten-Homins meditieren und das Herz von Atys schlagen hören. Sie können mit dem großen Schöpfer kommunizieren, um die Antworten zu finden, die sie auf dem Weg zur Erleuchtung leiten werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den alten Zeiten haben die Zorais die ersten Kamikulte gegründet. Diese Kulte errichteten Tempel zu Ehren der Kamis und des Obersten Kami. Doch der Große Schwarm hat alle religiösen Organisationen der Vergangenheit zerstört. Die Kulte selbst haben überlebt, nicht aber ihre Kirchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Ma-Duk wieder mit all seinen Gläubigen kommunizieren wollte, ist er dem Großen Weisen Hoi-Cho erschienen, um einen neuen Kami-Kult ins Leben zu rufen, den Großen Orden des Ma-Duk. Homin, sei willkommen in der Kultstätte des Ma-Duk! Der Große Schöpfer, der Oberste Kami, empfängt dich dort so wie er dich in seiner Mitte empfangen wird, wenn du das Kami-Zeitalter und das universelle Wissen erreicht hast.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Enthüllungen des Ma-Duk===&lt;br /&gt;
Hier sind die acht Enthüllungen des Ma-Duk niedergeschrieben, in heilige Schrift übersetzt, und so überliefert wie Ma-Duk selbst sie dem Großen Weisen Hoi-Cho vorgetragen hat, ehe sie am Anfang des Buchs der Enthüllungen niedergeschrieben wurden.&lt;br /&gt;
*Erste Aussage: Ich bin Ma-Duk, der Schöpfer von Atys. Ich bin eins mit den Kamis, die ein Teil von mir sind. Ihr müsst sie so verehren wie den Schöpfer selbst.&lt;br /&gt;
*Zweite Aussage: Ihr werdet dem Weg der Erleuchtung der Kamis folgen. Er wird euch ins Kami-Zeitalter geleiten.&lt;br /&gt;
*Dritte Aussage: Um das Kami-Zeitalter zu erreichen und eins mit dem Schöpfer zu sein, müsst ihr dem Weg der Erleuchtung folgen, um ehrbürtig zu sein.&lt;br /&gt;
*Vierte Aussage: Werdet durch eure Loyalität und eure Pflege von Ays ehrwürdig, der Planet entspringt meinem Leib.&lt;br /&gt;
*Fünfte Aussage: Wenn ihr dem Weg der Erleuchtung der Kamis folgt, werde ich euren Geist wieder auferstehen lassen, wenn ihr sterbt, ehe ihr die absolute Ehre erreicht habt.&lt;br /&gt;
*Sechste Aussage: Lasst euch nicht von falschen Göttern verführen, sie können nicht aus einer atysianischen Materie zusammengesetzt sein. Sie haben keinen Platz in meiner Schöpfung und sind der Ursprung von Unausgeglichenheiten.&lt;br /&gt;
*Siebte Aussage: Seid der Feind des Exzesses und eure Reise auf dem Weg zur Erleuchtung der Kamis wird euch erfüllen.&lt;br /&gt;
*Achte Aussage: Sowie ich die Samen der Existenz in den Wind gesät habe, um euer Leben auf Atys vorzubereiten, so müsst ihr die Erleuchtung der Kamis auf der ganzen Welt verbreiten.}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Last version link|Kami}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Portal|Kami}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Karavan]] [[Kategorie:Bewohner]] [[Kategorie:Fraktionen]]&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nilstilar</name></author>	</entry>

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		<title>Karavan</title>
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				<updated>2023-04-03T07:46:49Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Nilstilar: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Lore Officielle}}{{Trad&lt;br /&gt;
|DE= Karavan |DEs= 3&lt;br /&gt;
|EN= Karavan |ENs= 3&lt;br /&gt;
|ES= Karavan |ESs= 1&lt;br /&gt;
|FR= Karavan |FRs= 4&lt;br /&gt;
|RU=Караван |RUs= 1&lt;br /&gt;
|H  =&lt;br /&gt;
|palette=karavan&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Bild:Karavan banner de.png|center]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{TOCright}}&lt;br /&gt;
Die Mitglieder des Karavan sind mysteriöse, in schwarz gekleidete Humanoiden, deren Gesicht vollständig von einer Maske bedeckt ist. Ihre Mission: Das Wort [[Jena]]s verbreiten und ihren Interessen dienen. Mit Ausnahme der [[Urwurzeln]] sind die Karavan überall auf [[Atys]] anwesend. Ihre Mitglieder bewegen sich in Gruppen fort und durchqueren den Planeten in gigantischen Metallgefährten. Sie tragen Waffen einer unbekannten Technologie. Sie werden von den meisten [[Homin]] gefürchtet und respektiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Die Techno-Lords =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir sind die Anhänger Jenas, der Göttin von Atys und Mutter der Hominheit. Wir wurden gesandt, um über Ihre Kinder zu wachen, sie zu leiten, wenn sie vom richtigen Weg abkommen und sie auf die göttliche Erlösung am Jüngsten Tag vorzubereiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Keine Angst, Homin, dieser Tag kommt bald! Verehre Jena und sie wird dich durch die Himmelspforten in ein Land des Lichtes leiten, weit weg vom [[Großer Drache|Großen Drachen]] und den [[Kitin]] und auch weit weg von den bösen [[Kami|Kamis]]! Gib Acht, denn diese Kreaturen beschäftigen sich mehr mit verkommenen Pflanzen als mit dem Leben der Homin. Wenn du es zulässt, werden sie deine Seele besitzen, nur um ihr egoistisches Streben nach ihrer Selbsterhaltung zu stimulieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du, so wie wir, denkst, ein Hominleben sei wertvoller als eine einfache Pflanze, dann öffne Jena dein Herz und sie wird deine Retterin sein!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Guides helfen ihren Alliierten bei ihrer Suche. Sie können ihnen zum Beispiel sagen, wie sie einen Karavan [[Teleporter]] finden.&lt;br /&gt;
* Die Wächter sind die Soldaten der Karavan. &lt;br /&gt;
* Die Teleporter haben die Aufgabe, den Homin auf ihrer Reise durch Atys zu helfen. &lt;br /&gt;
* Die Gastgeber heißen die Homin, die guten Willen zeigen, willkommen und vertrauen ihnen kleine Missionen an. &lt;br /&gt;
* Die Botschafter sind die Vertreter der Karavan bei den Stämmen, die auf Atys wohnen. &lt;br /&gt;
* Die Offiziere vergeben wichtigere Missionen, die [[Riten]]. &lt;br /&gt;
* Die Kommandanten sind die Befehlshaber der Karavan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ziele ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Verehrung [[Jena]]s weiter entwickeln und aufrecht erhalten, um Ihre Rückkehr vorzubereiten.&lt;br /&gt;
* Den Planeten und seine Ressourcen vor dem [[Goo]] beschützen. &lt;br /&gt;
* Ihren Einfluss auf die [[Homin]] behalten und ausbauen. &lt;br /&gt;
* Sich gegen die [[Kami]]s stellen und die Ausbreitung der Verehrung des [[Elias Tryton]] verhindern. &lt;br /&gt;
* Das Geheimnis über ihre zerstörerische Technologie und ihren Ursprung hüten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedrohungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Kamis sind echte Rivalen. Zum Leidwesen der Karavan gewinnen sie nicht nur zahlreiche Anhänger für ihre Sache unter den Homin, sondern sie sind auch immun gegen die Karavan-Technologie. Die Kamis halten sie auch davon ab, Basis-Camps auf Atys zu errichten.&lt;br /&gt;
* Das [[Goo]] befällt den Planeten und schwächt möglicherweise die natürlichen Ressourcen. &lt;br /&gt;
* Bei [[Elias Tryton]], der in den dunkelsten Stunden der Kitin-Invasion auftauchte, besteht die Gefahr, dass er zahlreiche Homin von der Verehrung Jenas abbringt.&lt;br /&gt;
* Die Neugier der Homin über die Vergangenheit. Sie lässt sie an den Geboten der Karavan zweifeln und hat zu den größten Katastrophen geführt: dem [[Feuer von Coriolis|Inferno von Coriolis]] und dem [[Kitin-Krieg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mythos und Prophezeiung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Homin lebten auf einem verarmten Planeten bis der [[Großer Drache|Große Drache]], [[Großer Drache|Prinz der Dunkelheit]], kam und sie mit Visionen von reinem Wasser und fruchtbaren Böden verführte. Nachdem der Drach sie auf Atys geführt hatte, versteckte er die Sonne und versuchte, die Homin in Kälte und Dunkelheit zu versklaven. Doch [[Jena]], die Göttin der Sonne und Erschafferin von Atys, hatte Kunde von den Plänen des Drachen bekommen und füllte ihn mit ewigem Feuer, so daß der Drache das kalte Klima nicht beibehalten konnte und das Licht des Lebens nicht auslöschen konnte. Anschließend schuf die Göttin erneut Licht und provozierte somit das Grüne Erwachen, das den Homin erneut ein harmonisches Leben in einer reichhaltigen Welt ermöglichte. Jena entsandte ihre Anhänger, die Wächter der Karavan, um die Homin an verschiedenen Orten des Planeten anzusiedeln, damit jede Rasse eine Rolle in der Erhaltung von Atys spielen würde. Seit diesem Tag haben die treuen [[Homin]] gelernt, ihre Dankbarkeit durch die Verehrung Jenas und Opfergaben zum Ausdruck zu bringen. Der Drache verkroch sich seinerseits in den Eingeweiden von Atys, wo er seitdem schläft. Aus Furcht, sie könnten den Drachen aufwecken und seine Wut entfachen ist es den Homin verboten, in das Untergeschoss der Urwurzeln abzusteigen. Der Sage nach wird der Große Drache vor seinem Tod noch ein Mal erwachen, um das ganze Feuer aus seinem Körper auszuspeien und somit Atys zu zerstören. Diejenigen die den Lehren Jenas treu bleiben und auf der Oberfläche von Atys leben, werden gerettet und in ein neues Paradies transportiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Was sie ihren Gläubigen versprechen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegenzug zu ihrer Loyalität stellt der Karavan den Homin ihre Kräfte der Teleportation und der Wiederbelebung zur Verfügung. Nur dank der Unterweisungen der Karavan konnten die großen [[Homin]]-Zivilisationen errichtet werden. Sie versprechen gleichermaßen, die Homin im Falle einer neuen Katastrophe auf [[Atys]] zu beschützen, aber werden keinerlei Mitleid mit den Ungläubigen zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Botschaften der Tempel von Jena =&lt;br /&gt;
{{Quotation|'''&amp;lt;big&amp;gt;Auf der Säule des Wissens eingraviert&amp;lt;/big&amp;gt;'''|&lt;br /&gt;
[[File:Karavan.png|frameless|right]]&lt;br /&gt;
=== Die Botschaft der Karavan ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir sind die Jünger von [[Jena]], der Göttin von [[Atys]] und Mutter der [[Rassen|Hominheit]]. Wir wurden gesandt, um über ihre Kinder zu wachen, um sie zu leiten, wenn sie vom Weg abkommen, und um sie auf die göttliche Erhebung am Tag des Gerichts vorzubereiten. Sei gewiss, dieser Tag ist nahe, Homin!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verehre [[Jena]] und sie wird dich durch die Perlenpforte in eine Welt des Überflusses führen, weg vom [[Großer Drache|Drachen]] und den [[Kitin|Kitin]], weg von den bösen [[Kami|Kami]]! Hüte dich, sie werden von deiner Seele Besitz ergreifen, nur um ihren egoistischen Selbsterhaltungstrieb zu nähren, wenn du sie lässt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergiß niemals, daß du wie ich nach [[Jena|Jenas]] Ebenbild erschaffen wurdest, und der Glaube an sie muß in deinem Herzen vorherrschen, damit du göttliche Gnade erhältst, wenn [[Atys]] nicht länger das Leben der [[Rassen|Homin]] unterstützen kann. Als Gegenleistung für eure frommen Opfergaben hat sie uns mit der göttlichen Autorität ausgestattet, euren Geist wiederzubeleben, euch in ferne Länder zu teleportieren und euch den Umgang mit unserer Technologie zu lehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ihr wie wir der Meinung seid, daß ein Menschenleben mehr wert ist als eine einfache Pflanze, dann öffnet eure Herzen für [[Jena]] und sie wird eure Retterin sein!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Geburt der Hominheit ===&lt;br /&gt;
Es heißt, daß die Vorfahren der Homin vor langer Zeit einen verarmten Planeten bewohnten. Der [[Großer Drache|Große Drache]], der Fürst der Schatten, kam und lockte sie mit Visionen von reinem Wasser und fruchtbarem Land. Er führte sie in das gelobte Land [[Atys]], wo er die Sonne versteckte und den Planeten in Kälte und Dunkelheit stürzte. Statt eines Landes der Wunder und der Freiheit erlebten die vom Drachen betrogenen Menschen Trostlosigkeit und Sklaverei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Jena]], die Sonnengöttin und Mutter allen Lebens, schenkte ihnen Befreiung. Die Schöpferin von [[Atys]] erfuhr von der Niedertracht des Drachen und erfüllte ihn mit einem ewigen Feuer. Auf diese Weise konnte der Drache nicht länger ein kaltes Klima aufrechterhalten und das Licht des Lebens auslöschen. Die Göttin sorgte dafür, daß das Licht wiedergeboren wurde, so daß das Grün wuchs und [[Atys]] in einen wunderbaren Pflanzenplaneten verwandelte. Das versklavte Volk wurde geläutert und vom Drachen befreit, der sich in die Tiefe zurückzog: So gebar [[Jena]] die [[Rassen|Hominheit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann wandte sich [[Jena]] an ihre Jünger, die Auserwählten der Karavan, die zwischen den Sternen unterwegs waren und den Kampf mit dem Drachen miterlebt hatten. Die Göttin übertrug ihnen die Aufgabe, die [[Homin]] so zu gestalten, daß sie vor dem Einfluss des Drachen, der in den Eingeweiden von [[Atys]] schlief, geschützt gedeihen würden. Die Karavan halfen den Homin, sich an verschiedenen Orten auf dem Planeten niederzulassen, so daß jede auf ihre Weise das zukünftige [[Atys]] aufbauen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die drakonische Asche ===&lt;br /&gt;
Der Drache wurde besiegt, aber er hinterließ seine Spuren auf [[Atys]]. Als [[Jena]] den schattenhaften Drachen mit dem Feuer der Sonne erfüllte, krümmte sich die Bestie vor Schmerz und spuckte ihren flammenden Atem über den gefrorenen Planeten. Unter der Hitze seines feurigen Atems tauchte der Urschlamm von [[Atys]] wieder auf, den der Drache unter einer Eiswüste begraben hatte. Dann überflutete [[Jena]] den Planeten mit ihrem Licht, und das Fruchtbare keimte in einer wundersamen Lebenswut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Drache war während der Grüne Aufgang in den Wurzeln von [[Atys]] gefangen. Er versuchte zu entkommen, indem er das Sonnenfeuer spuckte und das neue Holz zu Asche verbrannte, aber das Wunder des Lebens war zu stark und das Feuer wurde unter dem Gewicht der vielen sich entfaltenden Blätter erstickt. Erschöpft und besiegt suchte der Drache Zuflucht in der Dunkelheit einer Pflanzenhöhle in den Tiefen des Planeten und schlief schließlich ein. Die Asche aus dem Feuer des Drachen wurde über die gesamte Oberfläche von [[Atys]] verstreut. Sie vermischte sich mit den Sapströmen, den Pollen der Riesenblumen und den Sporen der uralten Pilze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie klebten an den Linien der urzeitlichen Rinde. Als der Grüne Aufgang zum Stillstand kam, waren sie überall. Und sie zeugten von den Überresten des Zorns des Drachen. Alle Wesen auf [[Atys]] tragen Spuren der drakonischen Asche in sich. Sie sind in der Luft, in den Pflanzen und im Regen. Es sind unsichtbare, geruch- und geschmacklose, unendlich winzige Staubpartikel, die von allen Lebewesen eingeatmet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Auserwählten der Karavan, die über jeden Makel der Unreinheit durch den Drachen erhaben sind, schützen sich vor der Asche, indem sie eine heilige Rüstung tragen. Für sie wäre das Einatmen der drakonischen Asche gleichbedeutend damit, sich dem Atem des Drachen zu öffnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Prophezeiung ===&lt;br /&gt;
Als [[Jena]] ihren Jüngern den Auftrag gab, die [[Homin]] zu führen, wurde eine Prophezeiung ausgesprochen. Eines Tages würde der Große Drache, der in den Tiefen von [[Atys]] schläft, erwachen. Von einer ewigen inneren Flamme verzehrt, wird er seinen Qualen und seiner eigenen Existenz ein Ende setzen, indem er das gesamte Feuer in seinem Körper ausspuckt, was [[Atys]] zerstören wird. Am Tag des Gerichts werden [[Jena]] und ihre heiligen Propheten, die von jenseits der Sterne kamen, dort sein. Sie werden die [[Homin]] retten, die den Lehren der Göttin treu waren, und sie in den Himmel entführen, um sich den Auserwählten der Karavan anzuschließen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Rassen|Homin]], die weiterhin leugnen, dass [[Jena]] die allmächtige Göttin ist, werden in den Flammen des Drachen umkommen und mit ihm verschwinden. Diejenigen, die gerettet wurden, werden in eine neue Welt des Überflusses transportiert, wo sie bis in alle Ewigkeit im Licht der Göttin leben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur [[Jena]] weiß, wann der Drache erwachen wird, um seinen letzten zerstörerischen Atem auszuhauchen. Jeder Tag, der vergeht, bringt [[Atys]] dem unausweichlichen Ende näher. Doch dieses Ende darf nicht durch Unvorsichtigkeit beschleunigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb wachen die Karavan darüber, daß sich die Gläubigen nicht in die tieferen Schichten von [[Atys]] wagen. Wer in das Innere des Planeten hinabsteigt, nähert sich dem Drachen, dessen Schlaf von schrecklichen Träumen gequält wird. Diese schattenhaften Träume können das Licht von [[Jena]] aus den Herzen der [[Homin]] verdrängen und die Seelen verschlingen. Dennoch erlauben die Karavan ihren Anhängern, in die oberen Ebenen der [[Urwurzeln]] hinabzusteigen, wenn es dafür einen triftigen Grund gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Feinde von Jena ===&lt;br /&gt;
Es gibt dunkle Mächte im Universum, und [[Atys]] ist nicht außerhalb ihrer Reichweite. [[Jena]] hat bereits den Kampf gegen den bösen Drachen aufgenommen, um ihre Kinder zu befreien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Schatten lauern weitere Feinde, und die Anhänger der Göttin müssen sich in Acht nehmen. Die [[Kami|Kami]] und ihr Anführer [[Ma'Duk]] sind die größte Bedrohung für die Zukunft der [[Rassen|Hominheit]]. Diese Dämonen versuchen, von den Homin Besitz zu ergreifen, um sie zu unterjochen und sie in gefügige Diener zu verwandeln, die für das Überleben von [[Ma'Duk]] geopfert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Elias Tryton]], ein gefallener Prophet, der durch den Drachen korrumpiert wurde, ist auf [[Atys]] wieder aufgetaucht und versucht, die Homin zu beeinflussen. Er ist derjenige, der hinter dem [[Großer Schwarm|Großen Schwarm]] steckt, der den Zorn der [[Kitin|Kitin]] entfesselte, um die [[Rassen|Hominzivilisationen]] zu vernichten, er öffnete magische Portale, um die Überlebenden in die Schatten der [[Urwurzeln]] zu schicken. Er unterschätzte die Stärke der Karavan, die die Invasion beendeten und das Licht von [[Jena]] in den Herzen der verbannten Homin schützten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Kitin|Kitin]] sind eine weitere Bedrohung für die [[Homin]]. Diese Monster, die während des [[Großer Schwarm|Großen Schwarmes]] die alten Zivilisationen hinwegfegten, wurden aus den Schuppen des Drachen geboren. Sie gediehen in den Tiefen von Atys, bevor sie sich über die Rinde ausbreiteten. Die Karavan behalten den Schwarm im Auge und halten sich bereit, bei massiven Invasionen einzugreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Primitiven sind degenerierte Kreaturen, die aus [[Rassen|Homin]] hervorgegangen sind, die durch den Drachen korrumpiert wurden. Sie sind äußerst aggressiv und greifen alle Homin a, die ihren Weg kreuzen. Ihre Zahl wächst, und es gibt Berichte über einige Clans von Primitiven mit höherer Intelligenz. Die Karavan können nicht zulassen, daß solche Menschen ihren Schutzbefohlenen Schaden zufügen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und auch das [[Goo]] ist eine Bedrohung, der die Auserwählten von Jena nicht entkommen können. Es verschlingt langsam den Planeten und verschmutzt seine Ressourcen. Deshalb wollen die Karavan ihn loswerden. Zu diesem Zweck studieren sie es, um seine Schwachstellen zu finden. Und schließlich gibt es auch Homin, die sich als Feinde ihrer eigenen Art erweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Karavan sind im Allgemeinen wohlwollend, aber sie können nicht zulassen, dass ihre Anhänger Fanatikern zum Opfer fallen, die zum Töten und Plündern bereit sind. Die Homin der Karavan müssen sich im Licht Jenas vereinen, um ihre Feinde zu bekämpfen - nur so werden sie den Sieg erringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ma-Duk, der Betrüger ===&lt;br /&gt;
Die [[Kami]] sind Dämonen, die aus der drakonischen Asche geboren wurden, die auf Atys allgegenwärtig ist. Ein großer Teil des Wesens dieser seltsamen Kreaturen ist durch den uralten Zorn des Drachen beeinflusst: Deshalb sind die Kami wild, unberechenbar und gefährlich. Sie sind besessen von den natürlichen Ressourcen von [[Atys]], die sie als ihr Eigentum betrachten, und sie zögern nicht, jeden Schürfer zu töten, der sich ihren Beschränkungen widersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Oberhaupt der Kami ist ein Dämon namens [[Ma'Duk]], der einige der Homin davon überzeugt hat, dass er der Schöpfer von Atys ist. Mit Magie und List hat er einen regelrechten religiösen Orden um sich herum geschaffen. Es handelt sich um eine Sekte, die glaubt, zum Wohle der Homin und des gesamten Planeten zu arbeiten. Wenn sie den wahren Zweck ihrer falschen Gottheit erkennen würden, würden die Anhänger vor Entsetzen aufschreien. In der Tat ist es das Ziel von Ma-Duk, die Homin zu assimilieren, um sie in sein Ebenbild zu verwandeln und sie für immer an Atys zu binden, so daß sie dazu verdammt sind, zusammen mit ihm unterzugehen, wenn der [[Großer Drache|Drache]] erwacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere schreckliche Wahrheit ist, daß Ma-Duk von dem schrecklichen Goo bedroht wird, der ihn auffrisst. Um seine eigene Lebenskraft zu verlängern, verschlingt Ma-Duk nach und nach die Körper und Seelen der Homin, die ihm folgen, wie ein monströser Parasit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Karavan hoffen, die Homin zu retten, die auf die Lügen von Ma-Duk hereingefallen sind. Sie versuchen, sie zur Einsicht zu bringen und sie aus dem Schatten herauszuführen, damit sie ins Licht Jenas zurückkehren können. Aber es gibt einige, die nicht gerettet werden wollen und alles tun, um andere Homin in den Untergang zu treiben. In solchen Fällen ist eine Konfrontation unausweichlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die guten Werke der Karavan ===&lt;br /&gt;
Die Karavan bieten spirituelle Führung: Sie haben den Homin die Botschaften von Jena überbracht, der Göttin, die sie vor dem Untergang bewahren wird, wenn der Drache erwacht. Sie erwecken die Geister der Homin in Übereinstimmung mit dem Willen der Göttin wieder zum Leben. Sie bieten Pakte an, die es den Homin ermöglichen, sich zu teleportieren oder den Schatten aufzulösen, der über ihnen schwebt, wenn sie aus den Pforten des Todes zurückkehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Karavan sind großzügige Mentoren: Sie haben den Homin geholfen, ihr Handwerk zu entwickeln. Die Karavan haben ihnen alle Geheimnisse des Magnetismus, der Schrift, der Botanik, die Grundlagen eines Geldsystems und die Beherrschung des Feuers offenbart. Sie belohnen ihre verdienstvollsten Anhänger, indem sie ihnen bestimmte Techniken beibringen, ihnen prestigeträchtige Titel verleihen und ihnen Gegenstände schenken, die sie mit ihrer mächtigen Technologie herstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Karavan sind visionäre Baumeister: Sie haben sich am Aufbau der menschlichen Zivilisationen beteiligt. Sie halfen beim Wiederaufbau nach dem [[Großer Schwarm|Großen Schwarm]], indem sie an den entlegensten Außenposten Bergbaumaschinen aufstellten, um für reichlich Ressourcen zu sorgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Karavan sind loyale Wächter: Sie bekämpften die [[Kitin]]s während dem [[Großer Schwarm|Großen Schwarm]] und beendeten deren Invasion. Sie kämpfen gegen die [[Kami]], die die Homin in Dämonen verwandeln wollen, und gegen [[Elias Tryton]], der das Volk von Atys für seine eigenen obskuren Zwecke benutzen will. Sie studieren das Goo, um es zu verstehen und zu kontrollieren, damit es keine Bedrohung mehr darstellt. Und sie kämpfen gegen die blinde Gewalt der Primitiven. Sie versuchen, die Homin vor den schädlichen Auswirkungen des [[Großer Drache|Drachen]] zu schützen. Die Karavan arbeiten daran, die Ordnung über der Anarchie aufrechtzuerhalten, und sie blicken eher in die Zukunft als in die Vergangenheit. Sie werden das Volk der Homin zur Erfüllung führen, in der Herrlichkeit und im Licht von [[Jena]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Karavan und die Matis ===&lt;br /&gt;
In alten Zeiten war das Volk der Matis der größte Verbündete der Karavan. Der erste Homin, den Jena erscheinen ließ, war ein Matis, [[Zachini]], der dann der Herrscher des [[Matia]]-Königreichs wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Ort der göttlichen Erscheinung wurde die heilige Stadt [[Karavia]] errichtet, wo Zachini die Gebote Jenas aus den Händen der Karavan empfing. Dank der Frömmigkeit von König Zachini verbreitete sich das Licht der Verehrung [[Jena|Jenas]] unter den Homin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Karavan halfen den Matis beim Aufbau ihrer Zivilisation und drängten sie stets zu Höchstleistungen. Dann enthüllten sie die Geheimnisse der lebenden Materie, so daß sie ihre Kreativität entfalten konnten. So entstand die Kunst der Manipulation von Flora und Fauna, eine der Grundlagen der Matis-Kultur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Matis haben hart gegen die Feinde Jenas gekämpft: Sie haben die Bedrohung durch die Primitiven in den alten Wäldern beendet und den Karavan in ihrem Kampf gegen die Kami-Dämonen geholfen. Die Treue und Ausdauer der Matis-Krieger macht sie zu den edelsten Kämpfern der Göttin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Karavan und die Tryker ===&lt;br /&gt;
Seit dem Beginn ihrer Geschichte haben die [[Tryker]] schwierige Prüfungen überstanden, aber es ist ihnen immer gelungen, ihre Würde zu bewahren. [[Jena]] und die Auserwählten von Karavan waren immer an ihrer Seite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als das Volk der Tryker in den Anfängen ihrer Existenz in die Sklaverei getrieben wurde, griff Jena ein, um sie zu befreien. Als die [[Kami]] die Tryker im Stich ließen und in den [[Dschungel|Dschungeln]] von [[Atys]] verschwanden, griffen die Karavan ein, um das Seevolk auf den Pfad des Lichts zu führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Karavan leisteten Hilfe bei der Entwicklung der Tryker-Zivilisation. Sie enthüllten dem Volk der Seen die Geheimnisse der Windkraft. Sie gaben ihren Segen zur Schaffung der ersten Währung, des [[Dapper|Dappers]], und förderten damit einen neuen, gerechteren Handelsaustausch. Unter der wohlwollenden Führung der Karavan konnten die Tryker-Handwerker viele neue Erfindungen ausprobieren, die das Leben für alle verbessert haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Tryker]] sind ein enthusiastisches Volk, das tapfer für die Verteidigung seiner Freiheit gekämpft hat. Die Karavan konnten sich bei vielen Gelegenheiten auf sie verlassen, um gegen die Schatten zu kämpfen, die [[Atys]] zu verschlingen drohten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Karavan und die Fyros ===&lt;br /&gt;
Die [[Fyros]] sind ein stolzes, unabhängiges Volk, und ihre Beziehungen zu den Karavan waren oft von Misstrauen geprägt. Allerdings sind die Fyros, wie alle Homin, die Kinder Jenas. Sie sind sich auch der Anwesenheit des Drachen bewusst: Sie wollen ihn vernichten, um die Bedrohung ihrer Existenz zu beenden. Indem sie dem von den Karavan gezeigten Weg folgen, ist es das Schicksal der Fyros, die Wächter von Atys zu werden - Wächter, deren Wachsamkeit unübertroffen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor langer, langer Zeit offenbarten die Karavan den Fyros ein großes Geheimnis: wie man das Feuer beherrscht. Dank der Lehren von Jenas Auserwählten wurden die Fyros zu unübertroffenen Meistern des Feuers, die es für ihr Handwerk nutzten oder es wie ein wildes Tier zähmten, um es als Waffe gegen ihre Feinde einzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Karavan halfen ihnen auch beim Aufbau ihrer Zivilisation, indem sie ihnen Bautechniken beibrachten, mit denen sie große Städte wie Fyr, die Stadt der Fackeln, errichten konnten. Das Wüstenvolk hat sich mit dem Schwert in der Hand einen Platz geschaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als unerschrockene Krieger mit unerschütterlicher Ehre sind die Fyros gnadenlos gegenüber ihren Feinden. Sie werden durch das Feuer der Sonne angetrieben, und ihr Platz ist an der Seite Jenas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Karavan und die Zoraï ===&lt;br /&gt;
In den Augen vieler Homin sind die [[Zoraï]] ein mysteriöses Volk. In alten Zeiten lebten sie tief im Dschungel, weit weg von den Turbulenzen, die andere Homin umtrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Zoraï]] waren auf der Suche nach Weisheit, und die Liebe von [[Jena]] berührte die Tiefen ihrer Seelen. Leider lockten die [[Kami]] viele von ihnen mit falschen Versprechungen, und viele Zoraïs wandten sich von ihrer [[Jena|Mutter]] und von den Karavan ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Zoraï wieder auf die Pfade des Lichts zu bringen, lehrten die Auserwählten der Karavan sie die [[Magnetischer Kartograph|Geheimnisse des Magnetismus]]. Sie lehrten sie, Zeichen auf Papyrus zu zeichnen, und offenbarten ihnen die Prinzipien der Schrift. Doch der Griff der bösen Dämonen war stark, und die Nebel der [[Magie]] verdunkelten die Geister der Zoraï. Dennoch haben die Karavan nie die Hoffnung aufgegeben, diese Finsternis zu vertreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zoraï kämpften mutig gegen die Plage des [[Goo]] und träumten lange von einer Welt der Harmonie. Diese Welt existiert, in den Händen von Jena. Eines Tages werden die Masken der Zoraï fallen, und das Licht der Göttin wird auf ihre Gesichter scheinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Kirche des Lichts ===&lt;br /&gt;
An diesem Ort wurde ein Tempel für Jena errichtet. Dieser Tempel ist eines der heiligen Häuser der Kirche des Lichts, in dem sich die Karavan-Homin versammeln können. Hier finden sie, was sie brauchen: den Mut, ihre Bestimmung zu erfüllen, die Liebe der Göttin und den Frieden in ihren Seelen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kirche des Lichts, die aus Homin unter der Führung der Karavan besteht, wurde einige Jahre nach dem Erscheinen von Jena errichtet. Sie wurde während des [[Großer Schwarm|Großen Schwarmes]] zerstreut. Der Wiederaufbau der Zivilisationen und die Umsiedlung der Homin in die [[Neue Lande|Neuen Lande]] nahm viel Zeit und viele Opfer in Anspruch. Nach einigen Jahrzehnten wurden neue Tempel gebaut, um die Göttin mit gebührender Pracht zu ehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Homin, willkommen im Tempel von Jena! Die Sonnengöttin, Mutter allen Lebens, ist liebevoll und einladend. Tauche ein in ihr Licht und bereite deine Seele auf den Tag des Gerichts vor, damit sie dich zu den Sternen emporheben kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Gebote von Jena ===&lt;br /&gt;
Hier sind die zehn Gebote von [[Jena]] niedergeschrieben, wie sie [[Zachini|König Zachini]] von der Göttin offenbart und von der heiligen Karavan übermittelt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Erstes Gebot: Ich, Jena, bin eure Göttin, die Mutter Schöpferin, und ihr wurdet nach meinem Ebenbild geschaffen. Liebt eure Göttin, wie ihr euch selbst liebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Zweites Gebot: Du sollst keine anderen Götter verehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Drittes Gebot: Lehrt eure Kinder meine Liebe, wie ich euch lehre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Viertens Gebot: Ehre meine Jünger, sie sind die Verkünder meiner Gesetze und wurden gesandt, um dein Wohlergehen zu schützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Fünftes Gebot: Du sollst nicht in die Eingeweide von Atys hinabsteigen, aus Angst, dass das Licht dein Herz verlässt und die Schatten des Drachen deine Seele verschlingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Sechstes Gebot: Wie das Blatt eines Baumes, das auf den Boden fällt und die Kraft des Lebens gibt, wird deine Seele zu mir zurückgerufen, wenn du stirbst. Je nach der Stärke deines Glaubens wirst du entweder mit meinem Segen wiedergeboren oder du wirst in grausamen Qualen verrotten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Siebtes Gebot: Verkündet mein Kommen, und meine Liebe wird in euren Herzen wachsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Achtes Gebot: Nimm das Gesetz nicht in deine Hände, aus Angst, am Tag des Gerichts in Sünde zu fallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Neuntes Gebot: Du sollst in mein Reich zurückkehren, und ich werde dir auf halbem Weg entgegenkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Zehntes Gebot: Wenn du bewiesen hast, daß dein Glaube rein ist, wirst du die Freude der Erhöhung erlangen und dadurch ein vertrauenswürdiger Jünger werden.}}&lt;br /&gt;
{{Last version link|Karavan}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Portal|Karavan}}&lt;br /&gt;
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Lore Officielle}}{{Trad&lt;br /&gt;
|DE= Karavan |DEs= 3&lt;br /&gt;
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|palette=karavan&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Bild:Karavan banner de.png|center]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{TOCright}}&lt;br /&gt;
Die Mitglieder des Karavan sind mysteriöse, in schwarz gekleidete Humanoiden, deren Gesicht vollständig von einer Maske bedeckt ist. Ihre Mission: Das Wort [[Jena]]s verbreiten und ihren Interessen dienen. Mit Ausnahme der [[Urwurzeln]] sind die Karavan überall auf [[Atys]] anwesend. Ihre Mitglieder bewegen sich in Gruppen fort und durchqueren den Planeten in gigantischen Metallgefährten. Sie tragen Waffen einer unbekannten Technologie. Sie werden von den meisten [[Homin]] gefürchtet und respektiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Die Techno-Lords =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir sind die Anhänger Jenas, der Göttin von Atys und Mutter der Hominheit. Wir wurden gesandt, um über Ihre Kinder zu wachen, sie zu leiten, wenn sie vom richtigen Weg abkommen und sie auf die göttliche Erlösung am Jüngsten Tag vorzubereiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Keine Angst, Homin, dieser Tag kommt bald! Verehre Jena und sie wird dich durch die Himmelspforten in ein Land des Lichtes leiten, weit weg vom [[Großer Drache|Großen Drachen]] und den [[Kitin]] und auch weit weg von den bösen [[Kami|Kamis]]! Gib Acht, denn diese Kreaturen beschäftigen sich mehr mit verkommenen Pflanzen als mit dem Leben der Homin. Wenn du es zulässt, werden sie deine Seele besitzen, nur um ihr egoistisches Streben nach ihrer Selbsterhaltung zu stimulieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du, so wie wir, denkst, ein Hominleben sei wertvoller als eine einfache Pflanze, dann öffne Jena dein Herz und sie wird deine Retterin sein!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Guides helfen ihren Alliierten bei ihrer Suche. Sie können ihnen zum Beispiel sagen, wie sie einen Karavan [[Teleporter]] finden.&lt;br /&gt;
* Die Wächter sind die Soldaten der Karavan. &lt;br /&gt;
* Die Teleporter haben die Aufgabe, den Homin auf ihrer Reise durch Atys zu helfen. &lt;br /&gt;
* Die Gastgeber heißen die Homin, die guten Willen zeigen, willkommen und vertrauen ihnen kleine Missionen an. &lt;br /&gt;
* Die Botschafter sind die Vertreter der Karavan bei den Stämmen, die auf Atys wohnen. &lt;br /&gt;
* Die Offiziere vergeben wichtigere Missionen, die [[Riten]]. &lt;br /&gt;
* Die Kommandanten sind die Befehlshaber der Karavan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ziele ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Verehrung [[Jena]]s weiter entwickeln und aufrecht erhalten, um Ihre Rückkehr vorzubereiten.&lt;br /&gt;
* Den Planeten und seine Ressourcen vor dem [[Goo]] beschützen. &lt;br /&gt;
* Ihren Einfluss auf die [[Homin]] behalten und ausbauen. &lt;br /&gt;
* Sich gegen die [[Kami]]s stellen und die Ausbreitung der Verehrung des [[Elias Tryton]] verhindern. &lt;br /&gt;
* Das Geheimnis über ihre zerstörerische Technologie und ihren Ursprung hüten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedrohungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Kamis sind echte Rivalen. Zum Leidwesen der Karavan gewinnen sie nicht nur zahlreiche Anhänger für ihre Sache unter den Homin, sondern sie sind auch immun gegen die Karavan-Technologie. Die Kamis halten sie auch davon ab, Basis-Camps auf Atys zu errichten.&lt;br /&gt;
* Das [[Goo]] befällt den Planeten und schwächt möglicherweise die natürlichen Ressourcen. &lt;br /&gt;
* Bei [[Elias Tryton]], der in den dunkelsten Stunden der Kitin-Invasion auftauchte, besteht die Gefahr, dass er zahlreiche Homin von der Verehrung Jenas abbringt.&lt;br /&gt;
* Die Neugier der Homin über die Vergangenheit. Sie lässt sie an den Geboten der Karavan zweifeln und hat zu den größten Katastrophen geführt: dem [[Feuer von Coriolis|Inferno von Coriolis]] und dem [[Kitin-Krieg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mythos und Prophezeiung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Homin lebten auf einem verarmten Planeten bis der [[Großer Drache|Große Drache]], [[Großer Drache|Prinz der Dunkelheit]], kam und sie mit Visionen von reinem Wasser und fruchtbaren Böden verführte. Nachdem der Drach sie auf Atys geführt hatte, versteckte er die Sonne und versuchte, die Homin in Kälte und Dunkelheit zu versklaven. Doch [[Jena]], die Göttin der Sonne und Erschafferin von Atys, hatte Kunde von den Plänen des Drachen bekommen und füllte ihn mit ewigem Feuer, so daß der Drache das kalte Klima nicht beibehalten konnte und das Licht des Lebens nicht auslöschen konnte. Anschließend schuf die Göttin erneut Licht und provozierte somit das Grüne Erwachen, das den Homin erneut ein harmonisches Leben in einer reichhaltigen Welt ermöglichte. Jena entsandte ihre Anhänger, die Wächter der Karavan, um die Homin an verschiedenen Orten des Planeten anzusiedeln, damit jede Rasse eine Rolle in der Erhaltung von Atys spielen würde. Seit diesem Tag haben die treuen [[Homin]] gelernt, ihre Dankbarkeit durch die Verehrung Jenas und Opfergaben zum Ausdruck zu bringen. Der Drache verkroch sich seinerseits in den Eingeweiden von Atys, wo er seitdem schläft. Aus Furcht, sie könnten den Drachen aufwecken und seine Wut entfachen ist es den Homin verboten, in das Untergeschoss der Urwurzeln abzusteigen. Der Sage nach wird der Große Drache vor seinem Tod noch ein Mal erwachen, um das ganze Feuer aus seinem Körper auszuspeien und somit Atys zu zerstören. Diejenigen die den Lehren Jenas treu bleiben und auf der Oberfläche von Atys leben, werden gerettet und in ein neues Paradies transportiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Was sie ihren Gläubigen versprechen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegenzug zu ihrer Loyalität stellt der Karavan den Homin ihre Kräfte der Teleportation und der Wiederbelebung zur Verfügung. Nur dank der Unterweisungen der Karavan konnten die großen [[Homin]]-Zivilisationen errichtet werden. Sie versprechen gleichermaßen, die Homin im Falle einer neuen Katastrophe auf [[Atys]] zu beschützen, aber werden keinerlei Mitleid mit den Ungläubigen zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Botschaften des Tempels von Jena =&lt;br /&gt;
{{Quotation|'''&amp;lt;big&amp;gt;Auf der Säule des Wissens eingraviert&amp;lt;/big&amp;gt;'''|&lt;br /&gt;
[[File:Karavan.png|frameless|right]]&lt;br /&gt;
=== Die Botschaft der Karavan ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir sind die Jünger von [[Jena]], der Göttin von [[Atys]] und Mutter der [[Rassen|Hominheit]]. Wir wurden gesandt, um über ihre Kinder zu wachen, um sie zu leiten, wenn sie vom Weg abkommen, und um sie auf die göttliche Erhebung am Tag des Gerichts vorzubereiten. Sei gewiss, dieser Tag ist nahe, Homin!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verehre [[Jena]] und sie wird dich durch die Perlenpforte in eine Welt des Überflusses führen, weg vom [[Großer Drache|Drachen]] und den [[Kitin|Kitin]], weg von den bösen [[Kami|Kami]]! Hüte dich, sie werden von deiner Seele Besitz ergreifen, nur um ihren egoistischen Selbsterhaltungstrieb zu nähren, wenn du sie lässt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergiß niemals, daß du wie ich nach [[Jena|Jenas]] Ebenbild erschaffen wurdest, und der Glaube an sie muß in deinem Herzen vorherrschen, damit du göttliche Gnade erhältst, wenn [[Atys]] nicht länger das Leben der [[Rassen|Homin]] unterstützen kann. Als Gegenleistung für eure frommen Opfergaben hat sie uns mit der göttlichen Autorität ausgestattet, euren Geist wiederzubeleben, euch in ferne Länder zu teleportieren und euch den Umgang mit unserer Technologie zu lehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ihr wie wir der Meinung seid, daß ein Menschenleben mehr wert ist als eine einfache Pflanze, dann öffnet eure Herzen für [[Jena]] und sie wird eure Retterin sein!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Geburt der Hominheit ===&lt;br /&gt;
Es heißt, daß die Vorfahren der Homin vor langer Zeit einen verarmten Planeten bewohnten. Der [[Großer Drache|Große Drache]], der Fürst der Schatten, kam und lockte sie mit Visionen von reinem Wasser und fruchtbarem Land. Er führte sie in das gelobte Land [[Atys]], wo er die Sonne versteckte und den Planeten in Kälte und Dunkelheit stürzte. Statt eines Landes der Wunder und der Freiheit erlebten die vom Drachen betrogenen Menschen Trostlosigkeit und Sklaverei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Jena]], die Sonnengöttin und Mutter allen Lebens, schenkte ihnen Befreiung. Die Schöpferin von [[Atys]] erfuhr von der Niedertracht des Drachen und erfüllte ihn mit einem ewigen Feuer. Auf diese Weise konnte der Drache nicht länger ein kaltes Klima aufrechterhalten und das Licht des Lebens auslöschen. Die Göttin sorgte dafür, daß das Licht wiedergeboren wurde, so daß das Grün wuchs und [[Atys]] in einen wunderbaren Pflanzenplaneten verwandelte. Das versklavte Volk wurde geläutert und vom Drachen befreit, der sich in die Tiefe zurückzog: So gebar [[Jena]] die [[Rassen|Hominheit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann wandte sich [[Jena]] an ihre Jünger, die Auserwählten der Karavan, die zwischen den Sternen unterwegs waren und den Kampf mit dem Drachen miterlebt hatten. Die Göttin übertrug ihnen die Aufgabe, die [[Homin]] so zu gestalten, daß sie vor dem Einfluss des Drachen, der in den Eingeweiden von [[Atys]] schlief, geschützt gedeihen würden. Die Karavan halfen den Homin, sich an verschiedenen Orten auf dem Planeten niederzulassen, so daß jede auf ihre Weise das zukünftige [[Atys]] aufbauen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die drakonische Asche ===&lt;br /&gt;
Der Drache wurde besiegt, aber er hinterließ seine Spuren auf [[Atys]]. Als [[Jena]] den schattenhaften Drachen mit dem Feuer der Sonne erfüllte, krümmte sich die Bestie vor Schmerz und spuckte ihren flammenden Atem über den gefrorenen Planeten. Unter der Hitze seines feurigen Atems tauchte der Urschlamm von [[Atys]] wieder auf, den der Drache unter einer Eiswüste begraben hatte. Dann überflutete [[Jena]] den Planeten mit ihrem Licht, und das Fruchtbare keimte in einer wundersamen Lebenswut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Drache war während der Grüne Aufgang in den Wurzeln von [[Atys]] gefangen. Er versuchte zu entkommen, indem er das Sonnenfeuer spuckte und das neue Holz zu Asche verbrannte, aber das Wunder des Lebens war zu stark und das Feuer wurde unter dem Gewicht der vielen sich entfaltenden Blätter erstickt. Erschöpft und besiegt suchte der Drache Zuflucht in der Dunkelheit einer Pflanzenhöhle in den Tiefen des Planeten und schlief schließlich ein. Die Asche aus dem Feuer des Drachen wurde über die gesamte Oberfläche von [[Atys]] verstreut. Sie vermischte sich mit den Sapströmen, den Pollen der Riesenblumen und den Sporen der uralten Pilze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie klebten an den Linien der urzeitlichen Rinde. Als der Grüne Aufgang zum Stillstand kam, waren sie überall. Und sie zeugten von den Überresten des Zorns des Drachen. Alle Wesen auf [[Atys]] tragen Spuren der drakonischen Asche in sich. Sie sind in der Luft, in den Pflanzen und im Regen. Es sind unsichtbare, geruch- und geschmacklose, unendlich winzige Staubpartikel, die von allen Lebewesen eingeatmet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Auserwählten der Karavan, die über jeden Makel der Unreinheit durch den Drachen erhaben sind, schützen sich vor der Asche, indem sie eine heilige Rüstung tragen. Für sie wäre das Einatmen der drakonischen Asche gleichbedeutend damit, sich dem Atem des Drachen zu öffnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Prophezeiung ===&lt;br /&gt;
Als [[Jena]] ihren Jüngern den Auftrag gab, die [[Homin]] zu führen, wurde eine Prophezeiung ausgesprochen. Eines Tages würde der Große Drache, der in den Tiefen von [[Atys]] schläft, erwachen. Von einer ewigen inneren Flamme verzehrt, wird er seinen Qualen und seiner eigenen Existenz ein Ende setzen, indem er das gesamte Feuer in seinem Körper ausspuckt, was [[Atys]] zerstören wird. Am Tag des Gerichts werden [[Jena]] und ihre heiligen Propheten, die von jenseits der Sterne kamen, dort sein. Sie werden die [[Homin]] retten, die den Lehren der Göttin treu waren, und sie in den Himmel entführen, um sich den Auserwählten der Karavan anzuschließen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Rassen|Homin]], die weiterhin leugnen, dass [[Jena]] die allmächtige Göttin ist, werden in den Flammen des Drachen umkommen und mit ihm verschwinden. Diejenigen, die gerettet wurden, werden in eine neue Welt des Überflusses transportiert, wo sie bis in alle Ewigkeit im Licht der Göttin leben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur [[Jena]] weiß, wann der Drache erwachen wird, um seinen letzten zerstörerischen Atem auszuhauchen. Jeder Tag, der vergeht, bringt [[Atys]] dem unausweichlichen Ende näher. Doch dieses Ende darf nicht durch Unvorsichtigkeit beschleunigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb wachen die Karavan darüber, daß sich die Gläubigen nicht in die tieferen Schichten von [[Atys]] wagen. Wer in das Innere des Planeten hinabsteigt, nähert sich dem Drachen, dessen Schlaf von schrecklichen Träumen gequält wird. Diese schattenhaften Träume können das Licht von [[Jena]] aus den Herzen der [[Homin]] verdrängen und die Seelen verschlingen. Dennoch erlauben die Karavan ihren Anhängern, in die oberen Ebenen der [[Urwurzeln]] hinabzusteigen, wenn es dafür einen triftigen Grund gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Feinde von Jena ===&lt;br /&gt;
Es gibt dunkle Mächte im Universum, und [[Atys]] ist nicht außerhalb ihrer Reichweite. [[Jena]] hat bereits den Kampf gegen den bösen Drachen aufgenommen, um ihre Kinder zu befreien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Schatten lauern weitere Feinde, und die Anhänger der Göttin müssen sich in Acht nehmen. Die [[Kami|Kami]] und ihr Anführer [[Ma'Duk]] sind die größte Bedrohung für die Zukunft der [[Rassen|Hominheit]]. Diese Dämonen versuchen, von den Homin Besitz zu ergreifen, um sie zu unterjochen und sie in gefügige Diener zu verwandeln, die für das Überleben von [[Ma'Duk]] geopfert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Elias Tryton]], ein gefallener Prophet, der durch den Drachen korrumpiert wurde, ist auf [[Atys]] wieder aufgetaucht und versucht, die Homin zu beeinflussen. Er ist derjenige, der hinter dem [[Großer Schwarm|Großen Schwarm]] steckt, der den Zorn der [[Kitin|Kitin]] entfesselte, um die [[Rassen|Hominzivilisationen]] zu vernichten, er öffnete magische Portale, um die Überlebenden in die Schatten der [[Urwurzeln]] zu schicken. Er unterschätzte die Stärke der Karavan, die die Invasion beendeten und das Licht von [[Jena]] in den Herzen der verbannten Homin schützten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Kitin|Kitin]] sind eine weitere Bedrohung für die [[Homin]]. Diese Monster, die während des [[Großer Schwarm|Großen Schwarmes]] die alten Zivilisationen hinwegfegten, wurden aus den Schuppen des Drachen geboren. Sie gediehen in den Tiefen von Atys, bevor sie sich über die Rinde ausbreiteten. Die Karavan behalten den Schwarm im Auge und halten sich bereit, bei massiven Invasionen einzugreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Primitiven sind degenerierte Kreaturen, die aus [[Rassen|Homin]] hervorgegangen sind, die durch den Drachen korrumpiert wurden. Sie sind äußerst aggressiv und greifen alle Homin a, die ihren Weg kreuzen. Ihre Zahl wächst, und es gibt Berichte über einige Clans von Primitiven mit höherer Intelligenz. Die Karavan können nicht zulassen, daß solche Menschen ihren Schutzbefohlenen Schaden zufügen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und auch das [[Goo]] ist eine Bedrohung, der die Auserwählten von Jena nicht entkommen können. Es verschlingt langsam den Planeten und verschmutzt seine Ressourcen. Deshalb wollen die Karavan ihn loswerden. Zu diesem Zweck studieren sie es, um seine Schwachstellen zu finden. Und schließlich gibt es auch Homin, die sich als Feinde ihrer eigenen Art erweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Karavan sind im Allgemeinen wohlwollend, aber sie können nicht zulassen, dass ihre Anhänger Fanatikern zum Opfer fallen, die zum Töten und Plündern bereit sind. Die Homin der Karavan müssen sich im Licht Jenas vereinen, um ihre Feinde zu bekämpfen - nur so werden sie den Sieg erringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ma-Duk, der Betrüger ===&lt;br /&gt;
Die [[Kami]] sind Dämonen, die aus der drakonischen Asche geboren wurden, die auf Atys allgegenwärtig ist. Ein großer Teil des Wesens dieser seltsamen Kreaturen ist durch den uralten Zorn des Drachen beeinflusst: Deshalb sind die Kami wild, unberechenbar und gefährlich. Sie sind besessen von den natürlichen Ressourcen von [[Atys]], die sie als ihr Eigentum betrachten, und sie zögern nicht, jeden Schürfer zu töten, der sich ihren Beschränkungen widersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Oberhaupt der Kami ist ein Dämon namens [[Ma'Duk]], der einige der Homin davon überzeugt hat, dass er der Schöpfer von Atys ist. Mit Magie und List hat er einen regelrechten religiösen Orden um sich herum geschaffen. Es handelt sich um eine Sekte, die glaubt, zum Wohle der Homin und des gesamten Planeten zu arbeiten. Wenn sie den wahren Zweck ihrer falschen Gottheit erkennen würden, würden die Anhänger vor Entsetzen aufschreien. In der Tat ist es das Ziel von Ma-Duk, die Homin zu assimilieren, um sie in sein Ebenbild zu verwandeln und sie für immer an Atys zu binden, so daß sie dazu verdammt sind, zusammen mit ihm unterzugehen, wenn der [[Großer Drache|Drache]] erwacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere schreckliche Wahrheit ist, daß Ma-Duk von dem schrecklichen Goo bedroht wird, der ihn auffrisst. Um seine eigene Lebenskraft zu verlängern, verschlingt Ma-Duk nach und nach die Körper und Seelen der Homin, die ihm folgen, wie ein monströser Parasit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Karavan hoffen, die Homin zu retten, die auf die Lügen von Ma-Duk hereingefallen sind. Sie versuchen, sie zur Einsicht zu bringen und sie aus dem Schatten herauszuführen, damit sie ins Licht Jenas zurückkehren können. Aber es gibt einige, die nicht gerettet werden wollen und alles tun, um andere Homin in den Untergang zu treiben. In solchen Fällen ist eine Konfrontation unausweichlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die guten Werke der Karavan ===&lt;br /&gt;
Die Karavan bieten spirituelle Führung: Sie haben den Homin die Botschaften von Jena überbracht, der Göttin, die sie vor dem Untergang bewahren wird, wenn der Drache erwacht. Sie erwecken die Geister der Homin in Übereinstimmung mit dem Willen der Göttin wieder zum Leben. Sie bieten Pakte an, die es den Homin ermöglichen, sich zu teleportieren oder den Schatten aufzulösen, der über ihnen schwebt, wenn sie aus den Pforten des Todes zurückkehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Karavan sind großzügige Mentoren: Sie haben den Homin geholfen, ihr Handwerk zu entwickeln. Die Karavan haben ihnen alle Geheimnisse des Magnetismus, der Schrift, der Botanik, die Grundlagen eines Geldsystems und die Beherrschung des Feuers offenbart. Sie belohnen ihre verdienstvollsten Anhänger, indem sie ihnen bestimmte Techniken beibringen, ihnen prestigeträchtige Titel verleihen und ihnen Gegenstände schenken, die sie mit ihrer mächtigen Technologie herstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Karavan sind visionäre Baumeister: Sie haben sich am Aufbau der menschlichen Zivilisationen beteiligt. Sie halfen beim Wiederaufbau nach dem [[Großer Schwarm|Großen Schwarm]], indem sie an den entlegensten Außenposten Bergbaumaschinen aufstellten, um für reichlich Ressourcen zu sorgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Karavan sind loyale Wächter: Sie bekämpften die [[Kitin]]s während dem [[Großer Schwarm|Großen Schwarm]] und beendeten deren Invasion. Sie kämpfen gegen die [[Kami]], die die Homin in Dämonen verwandeln wollen, und gegen [[Elias Tryton]], der das Volk von Atys für seine eigenen obskuren Zwecke benutzen will. Sie studieren das Goo, um es zu verstehen und zu kontrollieren, damit es keine Bedrohung mehr darstellt. Und sie kämpfen gegen die blinde Gewalt der Primitiven. Sie versuchen, die Homin vor den schädlichen Auswirkungen des [[Großer Drache|Drachen]] zu schützen. Die Karavan arbeiten daran, die Ordnung über der Anarchie aufrechtzuerhalten, und sie blicken eher in die Zukunft als in die Vergangenheit. Sie werden das Volk der Homin zur Erfüllung führen, in der Herrlichkeit und im Licht von [[Jena]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Karavan und die Matis ===&lt;br /&gt;
In alten Zeiten war das Volk der Matis der größte Verbündete der Karavan. Der erste Homin, den Jena erscheinen ließ, war ein Matis, [[Zachini]], der dann der Herrscher des [[Matia]]-Königreichs wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Ort der göttlichen Erscheinung wurde die heilige Stadt [[Karavia]] errichtet, wo Zachini die Gebote Jenas aus den Händen der Karavan empfing. Dank der Frömmigkeit von König Zachini verbreitete sich das Licht der Verehrung [[Jena|Jenas]] unter den Homin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Karavan halfen den Matis beim Aufbau ihrer Zivilisation und drängten sie stets zu Höchstleistungen. Dann enthüllten sie die Geheimnisse der lebenden Materie, so daß sie ihre Kreativität entfalten konnten. So entstand die Kunst der Manipulation von Flora und Fauna, eine der Grundlagen der Matis-Kultur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Matis haben hart gegen die Feinde Jenas gekämpft: Sie haben die Bedrohung durch die Primitiven in den alten Wäldern beendet und den Karavan in ihrem Kampf gegen die Kami-Dämonen geholfen. Die Treue und Ausdauer der Matis-Krieger macht sie zu den edelsten Kämpfern der Göttin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Karavan und die Tryker ===&lt;br /&gt;
Seit dem Beginn ihrer Geschichte haben die [[Tryker]] schwierige Prüfungen überstanden, aber es ist ihnen immer gelungen, ihre Würde zu bewahren. [[Jena]] und die Auserwählten von Karavan waren immer an ihrer Seite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als das Volk der Tryker in den Anfängen ihrer Existenz in die Sklaverei getrieben wurde, griff Jena ein, um sie zu befreien. Als die [[Kami]] die Tryker im Stich ließen und in den [[Dschungel|Dschungeln]] von [[Atys]] verschwanden, griffen die Karavan ein, um das Seevolk auf den Pfad des Lichts zu führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Karavan leisteten Hilfe bei der Entwicklung der Tryker-Zivilisation. Sie enthüllten dem Volk der Seen die Geheimnisse der Windkraft. Sie gaben ihren Segen zur Schaffung der ersten Währung, des [[Dapper|Dappers]], und förderten damit einen neuen, gerechteren Handelsaustausch. Unter der wohlwollenden Führung der Karavan konnten die Tryker-Handwerker viele neue Erfindungen ausprobieren, die das Leben für alle verbessert haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Tryker]] sind ein enthusiastisches Volk, das tapfer für die Verteidigung seiner Freiheit gekämpft hat. Die Karavan konnten sich bei vielen Gelegenheiten auf sie verlassen, um gegen die Schatten zu kämpfen, die [[Atys]] zu verschlingen drohten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Karavan und die Fyros ===&lt;br /&gt;
Die [[Fyros]] sind ein stolzes, unabhängiges Volk, und ihre Beziehungen zu den Karavan waren oft von Misstrauen geprägt. Allerdings sind die Fyros, wie alle Homin, die Kinder Jenas. Sie sind sich auch der Anwesenheit des Drachen bewusst: Sie wollen ihn vernichten, um die Bedrohung ihrer Existenz zu beenden. Indem sie dem von den Karavan gezeigten Weg folgen, ist es das Schicksal der Fyros, die Wächter von Atys zu werden - Wächter, deren Wachsamkeit unübertroffen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor langer, langer Zeit offenbarten die Karavan den Fyros ein großes Geheimnis: wie man das Feuer beherrscht. Dank der Lehren von Jenas Auserwählten wurden die Fyros zu unübertroffenen Meistern des Feuers, die es für ihr Handwerk nutzten oder es wie ein wildes Tier zähmten, um es als Waffe gegen ihre Feinde einzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Karavan halfen ihnen auch beim Aufbau ihrer Zivilisation, indem sie ihnen Bautechniken beibrachten, mit denen sie große Städte wie Fyr, die Stadt der Fackeln, errichten konnten. Das Wüstenvolk hat sich mit dem Schwert in der Hand einen Platz geschaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als unerschrockene Krieger mit unerschütterlicher Ehre sind die Fyros gnadenlos gegenüber ihren Feinden. Sie werden durch das Feuer der Sonne angetrieben, und ihr Platz ist an der Seite Jenas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Karavan und die Zoraï ===&lt;br /&gt;
In den Augen vieler Homin sind die [[Zoraï]] ein mysteriöses Volk. In alten Zeiten lebten sie tief im Dschungel, weit weg von den Turbulenzen, die andere Homin umtrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Zoraï]] waren auf der Suche nach Weisheit, und die Liebe von [[Jena]] berührte die Tiefen ihrer Seelen. Leider lockten die [[Kami]] viele von ihnen mit falschen Versprechungen, und viele Zoraïs wandten sich von ihrer [[Jena|Mutter]] und von den Karavan ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Zoraï wieder auf die Pfade des Lichts zu bringen, lehrten die Auserwählten der Karavan sie die [[Magnetischer Kartograph|Geheimnisse des Magnetismus]]. Sie lehrten sie, Zeichen auf Papyrus zu zeichnen, und offenbarten ihnen die Prinzipien der Schrift. Doch der Griff der bösen Dämonen war stark, und die Nebel der [[Magie]] verdunkelten die Geister der Zoraï. Dennoch haben die Karavan nie die Hoffnung aufgegeben, diese Finsternis zu vertreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zoraï kämpften mutig gegen die Plage des [[Goo]] und träumten lange von einer Welt der Harmonie. Diese Welt existiert, in den Händen von Jena. Eines Tages werden die Masken der Zoraï fallen, und das Licht der Göttin wird auf ihre Gesichter scheinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Kirche des Lichts ===&lt;br /&gt;
An diesem Ort wurde ein Tempel für Jena errichtet. Dieser Tempel ist eines der heiligen Häuser der Kirche des Lichts, in dem sich die Karavan-Homin versammeln können. Hier finden sie, was sie brauchen: den Mut, ihre Bestimmung zu erfüllen, die Liebe der Göttin und den Frieden in ihren Seelen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kirche des Lichts, die aus Homin unter der Führung der Karavan besteht, wurde einige Jahre nach dem Erscheinen von Jena errichtet. Sie wurde während des [[Großer Schwarm|Großen Schwarmes]] zerstreut. Der Wiederaufbau der Zivilisationen und die Umsiedlung der Homin in die [[Neue Lande|Neuen Lande]] nahm viel Zeit und viele Opfer in Anspruch. Nach einigen Jahrzehnten wurden neue Tempel gebaut, um die Göttin mit gebührender Pracht zu ehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Homin, willkommen im Tempel von Jena! Die Sonnengöttin, Mutter allen Lebens, ist liebevoll und einladend. Tauche ein in ihr Licht und bereite deine Seele auf den Tag des Gerichts vor, damit sie dich zu den Sternen emporheben kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Gebote von Jena ===&lt;br /&gt;
Hier sind die zehn Gebote von [[Jena]] niedergeschrieben, wie sie [[Zachini|König Zachini]] von der Göttin offenbart und von der heiligen Karavan übermittelt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Erstes Gebot: Ich, Jena, bin eure Göttin, die Mutter Schöpferin, und ihr wurdet nach meinem Ebenbild geschaffen. Liebt eure Göttin, wie ihr euch selbst liebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Zweites Gebot: Du sollst keine anderen Götter verehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Drittes Gebot: Lehrt eure Kinder meine Liebe, wie ich euch lehre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Viertens Gebot: Ehre meine Jünger, sie sind die Verkünder meiner Gesetze und wurden gesandt, um dein Wohlergehen zu schützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Fünftes Gebot: Du sollst nicht in die Eingeweide von Atys hinabsteigen, aus Angst, dass das Licht dein Herz verlässt und die Schatten des Drachen deine Seele verschlingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Sechstes Gebot: Wie das Blatt eines Baumes, das auf den Boden fällt und die Kraft des Lebens gibt, wird deine Seele zu mir zurückgerufen, wenn du stirbst. Je nach der Stärke deines Glaubens wirst du entweder mit meinem Segen wiedergeboren oder du wirst in grausamen Qualen verrotten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Siebtes Gebot: Verkündet mein Kommen, und meine Liebe wird in euren Herzen wachsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Achtes Gebot: Nimm das Gesetz nicht in deine Hände, aus Angst, am Tag des Gerichts in Sünde zu fallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Neuntes Gebot: Du sollst in mein Reich zurückkehren, und ich werde dir auf halbem Weg entgegenkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Zehntes Gebot: Wenn du bewiesen hast, daß dein Glaube rein ist, wirst du die Freude der Erhöhung erlangen und dadurch ein vertrauenswürdiger Jünger werden.}}&lt;br /&gt;
{{Last version link|Karavan}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Portal|Karavan}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Karavan]] [[Kategorie:Bewohner]] [[Kategorie:Fraktionen]]&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nilstilar</name></author>	</entry>

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		<title>Karavan</title>
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				<updated>2023-04-02T16:14:06Z</updated>
		
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Lore Officielle}}{{Trad&lt;br /&gt;
|DE= Karavan |DEs= 3&lt;br /&gt;
|EN= Karavan |ENs= 3&lt;br /&gt;
|ES= Karavan |ESs= 1&lt;br /&gt;
|FR= Karavan |FRs= 4&lt;br /&gt;
|RU=Караван |RUs= 1&lt;br /&gt;
|H  =&lt;br /&gt;
|palette=karavan&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Bild:Karavan banner de.png|center]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{TOCright}}&lt;br /&gt;
Die Mitglieder des Karavan sind mysteriöse, in schwarz gekleidete Humanoiden, deren Gesicht vollständig von einer Maske bedeckt ist. Ihre Mission: Das Wort [[Jena]]s verbreiten und ihren Interessen dienen. Mit Ausnahme der [[Urwurzeln]] sind die Karavan überall auf [[Atys]] anwesend. Ihre Mitglieder bewegen sich in Gruppen fort und durchqueren den Planeten in gigantischen Metallgefährten. Sie tragen Waffen einer unbekannten Technologie. Sie werden von den meisten [[Homin]] gefürchtet und respektiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Die Techno-Lords =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir sind die Anhänger Jenas, der Göttin von Atys und Mutter der Hominheit. Wir wurden gesandt, um über Ihre Kinder zu wachen, sie zu leiten, wenn sie vom richtigen Weg abkommen und sie auf die göttliche Erlösung am Jüngsten Tag vorzubereiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Keine Angst, Homin, dieser Tag kommt bald! Verehre Jena und sie wird dich durch die Himmelspforten in ein Land des Lichtes leiten, weit weg vom [[Großer Drache|Großen Drachen]] und den [[Kitin]] und auch weit weg von den bösen [[Kami|Kamis]]! Gib Acht, denn diese Kreaturen beschäftigen sich mehr mit verkommenen Pflanzen als mit dem Leben der Homin. Wenn du es zulässt, werden sie deine Seele besitzen, nur um ihr egoistisches Streben nach ihrer Selbsterhaltung zu stimulieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du, so wie wir, denkst, ein Hominleben sei wertvoller als eine einfache Pflanze, dann öffne Jena dein Herz und sie wird deine Retterin sein!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Guides helfen ihren Alliierten bei ihrer Suche. Sie können ihnen zum Beispiel sagen, wie sie einen Karavan [[Teleporter]] finden.&lt;br /&gt;
* Die Wächter sind die Soldaten der Karavan. &lt;br /&gt;
* Die Teleporter haben die Aufgabe, den Homin auf ihrer Reise durch Atys zu helfen. &lt;br /&gt;
* Die Gastgeber heißen die Homin, die guten Willen zeigen, willkommen und vertrauen ihnen kleine Missionen an. &lt;br /&gt;
* Die Botschafter sind die Vertreter der Karavan bei den Stämmen, die auf Atys wohnen. &lt;br /&gt;
* Die Offiziere vergeben wichtigere Missionen, die [[Riten]]. &lt;br /&gt;
* Die Kommandanten sind die Befehlshaber der Karavan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ziele ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Verehrung [[Jena]]s weiter entwickeln und aufrecht erhalten, um Ihre Rückkehr vorzubereiten.&lt;br /&gt;
* Den Planeten und seine Ressourcen vor dem [[Goo]] beschützen. &lt;br /&gt;
* Ihren Einfluss auf die [[Homin]] behalten und ausbauen. &lt;br /&gt;
* Sich gegen die [[Kami]]s stellen und die Ausbreitung der Verehrung des [[Elias Tryton]] verhindern. &lt;br /&gt;
* Das Geheimnis über ihre zerstörerische Technologie und ihren Ursprung hüten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedrohungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Kamis sind echte Rivalen. Zum Leidwesen der Karavan gewinnen sie nicht nur zahlreiche Anhänger für ihre Sache unter den Homin, sondern sie sind auch immun gegen die Karavan-Technologie. Die Kamis halten sie auch davon ab, Basis-Camps auf Atys zu errichten.&lt;br /&gt;
* Das [[Goo]] befällt den Planeten und schwächt möglicherweise die natürlichen Ressourcen. &lt;br /&gt;
* Bei [[Elias Tryton]], der in den dunkelsten Stunden der Kitin-Invasion auftauchte, besteht die Gefahr, dass er zahlreiche Homin von der Verehrung Jenas abbringt.&lt;br /&gt;
* Die Neugier der Homin über die Vergangenheit. Sie lässt sie an den Geboten der Karavan zweifeln und hat zu den größten Katastrophen geführt: dem [[Feuer von Coriolis|Inferno von Coriolis]] und dem [[Kitin-Krieg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mythos und Prophezeiung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Homin lebten auf einem verarmten Planeten bis der [[Großer Drache|Große Drache]], [[Großer Drache|Prinz der Dunkelheit]], kam und sie mit Visionen von reinem Wasser und fruchtbaren Böden verführte. Nachdem der Drach sie auf Atys geführt hatte, versteckte er die Sonne und versuchte, die Homin in Kälte und Dunkelheit zu versklaven. Doch [[Jena]], die Göttin der Sonne und Erschafferin von Atys, hatte Kunde von den Plänen des Drachen bekommen und füllte ihn mit ewigem Feuer, so daß der Drache das kalte Klima nicht beibehalten konnte und das Licht des Lebens nicht auslöschen konnte. Anschließend schuf die Göttin erneut Licht und provozierte somit das Grüne Erwachen, das den Homin erneut ein harmonisches Leben in einer reichhaltigen Welt ermöglichte. Jena entsandte ihre Anhänger, die Wächter der Karavan, um die Homin an verschiedenen Orten des Planeten anzusiedeln, damit jede Rasse eine Rolle in der Erhaltung von Atys spielen würde. Seit diesem Tag haben die treuen [[Homin]] gelernt, ihre Dankbarkeit durch die Verehrung Jenas und Opfergaben zum Ausdruck zu bringen. Der Drache verkroch sich seinerseits in den Eingeweiden von Atys, wo er seitdem schläft. Aus Furcht, sie könnten den Drachen aufwecken und seine Wut entfachen ist es den Homin verboten, in das Untergeschoss der Urwurzeln abzusteigen. Der Sage nach wird der Große Drache vor seinem Tod noch ein Mal erwachen, um das ganze Feuer aus seinem Körper auszuspeien und somit Atys zu zerstören. Diejenigen die den Lehren Jenas treu bleiben und auf der Oberfläche von Atys leben, werden gerettet und in ein neues Paradies transportiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Was sie ihren Gläubigen versprechen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegenzug zu ihrer Loyalität stellt der Karavan den Homin ihre Kräfte der Teleportation und der Wiederbelebung zur Verfügung. Nur dank der Unterweisungen der Karavan konnten die großen [[Homin]]-Zivilisationen errichtet werden. Sie versprechen gleichermaßen, die Homin im Falle einer neuen Katastrophe auf [[Atys]] zu beschützen, aber werden keinerlei Mitleid mit den Ungläubigen zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Botschaften des Tempels von Jena =&lt;br /&gt;
{{Quotation|'''&amp;lt;big&amp;gt;Auf der Säule des Wissens eingraviert&amp;lt;/big&amp;gt;'''|&lt;br /&gt;
[[File:Karavan.png|frameless|right]]&lt;br /&gt;
=== Die Botschaft der Karavan ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir sind die Jünger von [[Jena]], der Göttin von [[Atys]] und Mutter der [[Rassen|Hominheit]]. Wir wurden gesandt, um über ihre Kinder zu wachen, um sie zu leiten, wenn sie vom Weg abkommen, und um sie auf die göttliche Erhebung am Tag des Gerichts vorzubereiten. Sei gewiss, dieser Tag ist nahe, Homin!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verehre [[Jena]] und sie wird dich durch die Perlenpforte in eine Welt des Überflusses führen, weg vom [[Großer Drache|Drachen]] und den [[Kitin|Kitin]], weg von den bösen [[Kami|Kami]]! Hüte dich, sie werden von deiner Seele Besitz ergreifen, nur um ihren egoistischen Selbsterhaltungstrieb zu nähren, wenn du sie lässt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergiß niemals, daß du wie ich nach [[Jena|Jenas]] Ebenbild erschaffen wurdest, und der Glaube an sie muß in deinem Herzen vorherrschen, damit du göttliche Gnade erhältst, wenn [[Atys]] nicht länger das Leben der [[Rassen|Homin]] unterstützen kann. Als Gegenleistung für eure frommen Opfergaben hat sie uns mit der göttlichen Autorität ausgestattet, euren Geist wiederzubeleben, euch in ferne Länder zu teleportieren und euch den Umgang mit unserer Technologie zu lehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ihr wie wir der Meinung seid, daß ein Menschenleben mehr wert ist als eine einfache Pflanze, dann öffnet eure Herzen für [[Jena]] und sie wird eure Retterin sein!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Geburt der Hominheit ===&lt;br /&gt;
Es heißt, daß die Vorfahren der Homin vor langer Zeit einen verarmten Planeten bewohnten. Der [[Großer Drache|Große Drache]], der Fürst der Schatten, kam und lockte sie mit Visionen von reinem Wasser und fruchtbarem Land. Er führte sie in das gelobte Land [[Atys]], wo er die Sonne versteckte und den Planeten in Kälte und Dunkelheit stürzte. Statt eines Landes der Wunder und der Freiheit erlebten die vom Drachen betrogenen Menschen Trostlosigkeit und Sklaverei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Jena]], die Sonnengöttin und Mutter allen Lebens, schenkte ihnen Befreiung. Die Schöpferin von [[Atys]] erfuhr von der Niedertracht des Drachen und erfüllte ihn mit einem ewigen Feuer. Auf diese Weise konnte der Drache nicht länger ein kaltes Klima aufrechterhalten und das Licht des Lebens auslöschen. Die Göttin sorgte dafür, daß das Licht wiedergeboren wurde, so daß das Grün wuchs und [[Atys]] in einen wunderbaren Pflanzenplaneten verwandelte. Das versklavte Volk wurde geläutert und vom Drachen befreit, der sich in die Tiefe zurückzog: So gebar [[Jena]] die [[Rassen|Hominheit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann wandte sich [[Jena]] an ihre Jünger, die Auserwählten der Karavan, die zwischen den Sternen unterwegs waren und den Kampf mit dem Drachen miterlebt hatten. Die Göttin übertrug ihnen die Aufgabe, die [[Homin]] so zu gestalten, daß sie vor dem Einfluss des Drachen, der in den Eingeweiden von [[Atys]] schlief, geschützt gedeihen würden. Die Karavan halfen den Homin, sich an verschiedenen Orten auf dem Planeten niederzulassen, so daß jede auf ihre Weise das zukünftige [[Atys]] aufbauen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die drakonische Asche ===&lt;br /&gt;
Der Drache wurde besiegt, aber er hinterließ seine Spuren auf [[Atys]]. Als [[Jena]] den schattenhaften Drachen mit dem Feuer der Sonne erfüllte, krümmte sich die Bestie vor Schmerz und spuckte ihren flammenden Atem über den gefrorenen Planeten. Unter der Hitze seines feurigen Atems tauchte der Urschlamm von [[Atys]] wieder auf, den der Drache unter einer Eiswüste begraben hatte. Dann überflutete [[Jena]] den Planeten mit ihrem Licht, und das Fruchtbare keimte in einer wundersamen Lebenswut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Drache war während der Grüne Aufgang in den Wurzeln von [[Atys]] gefangen. Er versuchte zu entkommen, indem er das Sonnenfeuer spuckte und das neue Holz zu Asche verbrannte, aber das Wunder des Lebens war zu stark und das Feuer wurde unter dem Gewicht der vielen sich entfaltenden Blätter erstickt. Erschöpft und besiegt suchte der Drache Zuflucht in der Dunkelheit einer Pflanzenhöhle in den Tiefen des Planeten und schlief schließlich ein. Die Asche aus dem Feuer des Drachen wurde über die gesamte Oberfläche von [[Atys]] verstreut. Sie vermischte sich mit den Sapströmen, den Pollen der Riesenblumen und den Sporen der uralten Pilze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie klebten an den Linien der urzeitlichen Rinde. Als der Grüne Aufgang zum Stillstand kam, waren sie überall. Und sie zeugten von den Überresten des Zorns des Drachen. Alle Wesen auf [[Atys]] tragen Spuren der drakonischen Asche in sich. Sie sind in der Luft, in den Pflanzen und im Regen. Es sind unsichtbare, geruch- und geschmacklose, unendlich winzige Staubpartikel, die von allen Lebewesen eingeatmet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Auserwählten der Karavan, die über jeden Makel der Unreinheit durch den Drachen erhaben sind, schützen sich vor der Asche, indem sie eine heilige Rüstung tragen. Für sie wäre das Einatmen der drakonischen Asche gleichbedeutend damit, sich dem Atem des Drachen zu öffnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Prophezeiung ===&lt;br /&gt;
Als [[Jena]] ihren Jüngern den Auftrag gab, die [[Homin]] zu führen, wurde eine Prophezeiung ausgesprochen. Eines Tages würde der Große Drache, der in den Tiefen von [[Atys]] schläft, erwachen. Von einer ewigen inneren Flamme verzehrt, wird er seinen Qualen und seiner eigenen Existenz ein Ende setzen, indem er das gesamte Feuer in seinem Körper ausspuckt, was [[Atys]] zerstören wird. Am Tag des Gerichts werden [[Jena]] und ihre heiligen Propheten, die von jenseits der Sterne kamen, dort sein. Sie werden die [[Homin]] retten, die den Lehren der Göttin treu waren, und sie in den Himmel entführen, um sich den Auserwählten der Karavan anzuschließen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Rassen|Homin]], die weiterhin leugnen, dass [[Jena]] die allmächtige Göttin ist, werden in den Flammen des Drachen umkommen und mit ihm verschwinden. Diejenigen, die gerettet wurden, werden in eine neue Welt des Überflusses transportiert, wo sie bis in alle Ewigkeit im Licht der Göttin leben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur [[Jena]] weiß, wann der Drache erwachen wird, um seinen letzten zerstörerischen Atem auszuhauchen. Jeder Tag, der vergeht, bringt [[Atys]] dem unausweichlichen Ende näher. Doch dieses Ende darf nicht durch Unvorsichtigkeit beschleunigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb wachen die Karavan darüber, daß sich die Gläubigen nicht in die tieferen Schichten von [[Atys]] wagen. Wer in das Innere des Planeten hinabsteigt, nähert sich dem Drachen, dessen Schlaf von schrecklichen Träumen gequält wird. Diese schattenhaften Träume können das Licht von [[Jena]] aus den Herzen der [[Homin]] verdrängen und die Seelen verschlingen. Dennoch erlauben die Karavan ihren Anhängern, in die oberen Ebenen der [[Urwurzeln]] hinabzusteigen, wenn es dafür einen triftigen Grund gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Feinde von Jena ===&lt;br /&gt;
Es gibt dunkle Mächte im Universum, und [[Atys]] ist nicht außerhalb ihrer Reichweite. [[Jena]] hat bereits den Kampf gegen den bösen Drachen aufgenommen, um ihre Kinder zu befreien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Schatten lauern weitere Feinde, und die Anhänger der Göttin müssen sich in Acht nehmen. Die [[Kami|Kami]] und ihr Anführer [[Ma'Duk]] sind die größte Bedrohung für die Zukunft der [[Rassen|Hominheit]]. Diese Dämonen versuchen, von den Homin Besitz zu ergreifen, um sie zu unterjochen und sie in gefügige Diener zu verwandeln, die für das Überleben von [[Ma'Duk]] geopfert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Elias Tryton]], ein gefallener Prophet, der durch den Drachen korrumpiert wurde, ist auf [[Atys]] wieder aufgetaucht und versucht, die Homin zu beeinflussen. Er ist derjenige, der hinter dem [[Großer Schwarm|Großen Schwarm]] steckt, der den Zorn der [[Kitin|Kitin]] entfesselte, um die [[Rassen|Hominzivilisationen]] zu vernichten, er öffnete magische Portale, um die Überlebenden in die Schatten der [[Urwurzeln]] zu schicken. Er unterschätzte die Stärke der Karavan, die die Invasion beendeten und das Licht von [[Jena]] in den Herzen der verbannten Homin schützten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Kitin|Kitin]] sind eine weitere Bedrohung für die [[Homin]]. Diese Monster, die während des [[Großer Schwarm|Großen Schwarmes]] die alten Zivilisationen hinwegfegten, wurden aus den Schuppen des Drachen geboren. Sie gediehen in den Tiefen von Atys, bevor sie sich über die Rinde ausbreiteten. Die Karavan behalten den Schwarm im Auge und halten sich bereit, bei massiven Invasionen einzugreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Primitiven sind degenerierte Kreaturen, die aus [[Rassen|Homin]] hervorgegangen sind, die durch den Drachen korrumpiert wurden. Sie sind äußerst aggressiv und greifen alle Homin a, die ihren Weg kreuzen. Ihre Zahl wächst, und es gibt Berichte über einige Clans von Primitiven mit höherer Intelligenz. Die Karavan können nicht zulassen, daß solche Menschen ihren Schutzbefohlenen Schaden zufügen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und auch das [[Goo]] ist eine Bedrohung, der die Auserwählten von Jena nicht entkommen können. Es verschlingt langsam den Planeten und verschmutzt seine Ressourcen. Deshalb wollen die Karavan ihn loswerden. Zu diesem Zweck studieren sie es, um seine Schwachstellen zu finden. Und schließlich gibt es auch Homin, die sich als Feinde ihrer eigenen Art erweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Karavan sind im Allgemeinen wohlwollend, aber sie können nicht zulassen, dass ihre Anhänger Fanatikern zum Opfer fallen, die zum Töten und Plündern bereit sind. Die Homin der Karavan müssen sich im Licht Jenas vereinen, um ihre Feinde zu bekämpfen - nur so werden sie den Sieg erringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ma-Duk, der Betrüger ===&lt;br /&gt;
Die [[Kami]] sind Dämonen, die aus der drakonischen Asche geboren wurden, die auf Atys allgegenwärtig ist. Ein großer Teil des Wesens dieser seltsamen Kreaturen ist durch den uralten Zorn des Drachen beeinflusst: Deshalb sind die Kami wild, unberechenbar und gefährlich. Sie sind besessen von den natürlichen Ressourcen von [[Atys]], die sie als ihr Eigentum betrachten, und sie zögern nicht, jeden Schürfer zu töten, der sich ihren Beschränkungen widersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Oberhaupt der Kami ist ein Dämon namens [[Ma'Duk]], der einige der Homin davon überzeugt hat, dass er der Schöpfer von Atys ist. Mit Magie und List hat er einen regelrechten religiösen Orden um sich herum geschaffen. Es handelt sich um eine Sekte, die glaubt, zum Wohle der Homin und des gesamten Planeten zu arbeiten. Wenn sie den wahren Zweck ihrer falschen Gottheit erkennen würden, würden die Anhänger vor Entsetzen aufschreien. In der Tat ist es das Ziel von Ma-Duk, die Homin zu assimilieren, um sie in sein Ebenbild zu verwandeln und sie für immer an Atys zu binden, so daß sie dazu verdammt sind, zusammen mit ihm unterzugehen, wenn der [[Großer Drache|Drache]] erwacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere schreckliche Wahrheit ist, daß Ma-Duk von dem schrecklichen Goo bedroht wird, der ihn auffrisst. Um seine eigene Lebenskraft zu verlängern, verschlingt Ma-Duk nach und nach die Körper und Seelen der Homin, die ihm folgen, wie ein monströser Parasit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Karavan hoffen, die Homin zu retten, die auf die Lügen von Ma-Duk hereingefallen sind. Sie versuchen, sie zur Einsicht zu bringen und sie aus dem Schatten herauszuführen, damit sie ins Licht Jenas zurückkehren können. Aber es gibt einige, die nicht gerettet werden wollen und alles tun, um andere Homin in den Untergang zu treiben. In solchen Fällen ist eine Konfrontation unausweichlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die guten Werke der Karavan ===&lt;br /&gt;
Die Karavan bieten spirituelle Führung: Sie haben den Homin die Botschaften von Jena überbracht, der Göttin, die sie vor dem Untergang bewahren wird, wenn der Drache erwacht. Sie erwecken die Geister der Homin in Übereinstimmung mit dem Willen der Göttin wieder zum Leben. Sie bieten Pakte an, die es den Homin ermöglichen, sich zu teleportieren oder den Schatten aufzulösen, der über ihnen schwebt, wenn sie aus den Pforten des Todes zurückkehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Karavan sind großzügige Mentoren: Sie haben den Homin geholfen, ihr Handwerk zu entwickeln. Die Karavan haben ihnen alle Geheimnisse des Magnetismus, der Schrift, der Botanik, die Grundlagen eines Geldsystems und die Beherrschung des Feuers offenbart. Sie belohnen ihre verdienstvollsten Anhänger, indem sie ihnen bestimmte Techniken beibringen, ihnen prestigeträchtige Titel verleihen und ihnen Gegenstände schenken, die sie mit ihrer mächtigen Technologie herstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Karavan sind visionäre Baumeister: Sie haben sich am Aufbau der menschlichen Zivilisationen beteiligt. Sie halfen beim Wiederaufbau nach dem [[Großer Schwarm|Großen Schwarm]], indem sie an den entlegensten Außenposten Bergbaumaschinen aufstellten, um für reichlich Ressourcen zu sorgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Karavan sind loyale Wächter: Sie bekämpften die [[Kitin]]s während dem [[Großer Schwarm|Großen Schwarm]] und beendeten deren Invasion. Sie kämpfen gegen die [[Kami]], die die Homin in Dämonen verwandeln wollen, und gegen [[Elias Tryton]], der das Volk von Atys für seine eigenen obskuren Zwecke benutzen will. Sie studieren das Goo, um es zu verstehen und zu kontrollieren, damit es keine Bedrohung mehr darstellt. Und sie kämpfen gegen die blinde Gewalt der Primitiven. Sie versuchen, die Homin vor den schädlichen Auswirkungen des [[Großer Drache|Drachen]] zu schützen. Die Karavan arbeiten daran, die Ordnung über der Anarchie aufrechtzuerhalten, und sie blicken eher in die Zukunft als in die Vergangenheit. Sie werden das Volk der Homin zur Erfüllung führen, in der Herrlichkeit und im Licht von [[Jena]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Karavan und die Matis ===&lt;br /&gt;
In alten Zeiten war das Volk der Matis der größte Verbündete der Karavan. Der erste Homin, den Jena erscheinen ließ, war ein Matis, [[Zachini]], der dann der Herrscher des [[Matia]]-Königreichs wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Ort der göttlichen Erscheinung wurde die heilige Stadt [[Karavia]] errichtet, wo Zachini die Gebote Jenas aus den Händen der Karavan empfing. Dank der Frömmigkeit von König Zachini verbreitete sich das Licht der Verehrung [[Jena|Jenas]] unter den Homin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Karavan halfen den Matis beim Aufbau ihrer Zivilisation und drängten sie stets zu Höchstleistungen. Dann enthüllten sie die Geheimnisse der lebenden Materie, so daß sie ihre Kreativität entfalten konnten. So entstand die Kunst der Manipulation von Flora und Fauna, eine der Grundlagen der Matis-Kultur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Matis haben hart gegen die Feinde Jenas gekämpft: Sie haben die Bedrohung durch die Primitiven in den alten Wäldern beendet und den Karavan in ihrem Kampf gegen die Kami-Dämonen geholfen. Die Treue und Ausdauer der Matis-Krieger macht sie zu den edelsten Kämpfern der Göttin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Karavan und die Tryker ===&lt;br /&gt;
Seit dem Beginn ihrer Geschichte haben die [[Tryker]] schwierige Prüfungen überstanden, aber es ist ihnen immer gelungen, ihre Würde zu bewahren. [[Jena]] und die Auserwählten von Karavan waren immer an ihrer Seite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als das Volk der Tryker in den Anfängen ihrer Existenz in die Sklaverei getrieben wurde, griff Jena ein, um sie zu befreien. Als die [[Kami]] die Tryker im Stich ließen und in den [[Dschungel|Dschungeln]] von [[Atys]] verschwanden, griffen die Karavan ein, um das Seevolk auf den Pfad des Lichts zu führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Karavan leisteten Hilfe bei der Entwicklung der Tryker-Zivilisation. Sie enthüllten dem Volk der Seen die Geheimnisse der Windkraft. Sie gaben ihren Segen zur Schaffung der ersten Währung, des [[Dapper|Dappers]], und förderten damit einen neuen, gerechteren Handelsaustausch. Unter der wohlwollenden Führung der Karavan konnten die Tryker-Handwerker viele neue Erfindungen ausprobieren, die das Leben für alle verbessert haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Tryker]] sind ein enthusiastisches Volk, das tapfer für die Verteidigung seiner Freiheit gekämpft hat. Die Karavan konnten sich bei vielen Gelegenheiten auf sie verlassen, um gegen die Schatten zu kämpfen, die [[Atys]] zu verschlingen drohten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Karavan und die Fyros ===&lt;br /&gt;
Die [[Fyros]] sind ein stolzes, unabhängiges Volk, und ihre Beziehungen zu den Karavan waren oft von Misstrauen geprägt. Allerdings sind die Fyros, wie alle Homin, die Kinder Jenas. Sie sind sich auch der Anwesenheit des Drachen bewusst: Sie wollen ihn vernichten, um die Bedrohung ihrer Existenz zu beenden. Indem sie dem von den Karavan gezeigten Weg folgen, ist es das Schicksal der Fyros, die Wächter von Atys zu werden - Wächter, deren Wachsamkeit unübertroffen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor langer, langer Zeit offenbarten die Karavan den Fyros ein großes Geheimnis: wie man das Feuer beherrscht. Dank der Lehren von Jenas Auserwählten wurden die Fyros zu unübertroffenen Meistern des Feuers, die es für ihr Handwerk nutzten oder es wie ein wildes Tier zähmten, um es als Waffe gegen ihre Feinde einzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Karavan halfen ihnen auch beim Aufbau ihrer Zivilisation, indem sie ihnen Bautechniken beibrachten, mit denen sie große Städte wie Fyr, die Stadt der Fackeln, errichten konnten. Das Wüstenvolk hat sich mit dem Schwert in der Hand einen Platz geschaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als unerschrockene Krieger mit unerschütterlicher Ehre sind die Fyros gnadenlos gegenüber ihren Feinden. Sie werden durch das Feuer der Sonne angetrieben, und ihr Platz ist an der Seite Jenas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Karavan und die Zoraï ===&lt;br /&gt;
In den Augen vieler Homin sind die [[Zoraï]] ein mysteriöses Volk. In alten Zeiten lebten sie tief im Dschungel, weit weg von den Turbulenzen, die andere Homin umtrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Zoraï]] waren auf der Suche nach Weisheit, und die Liebe von [[Jena]] berührte die Tiefen ihrer Seelen. Leider lockten die [[Kami]] viele von ihnen mit falschen Versprechungen, und viele Zoraïs wandten sich von ihrer [[Jena|Mutter]] und von den Karavan ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Zoraï wieder auf die Pfade des Lichts zu bringen, lehrten die Auserwählten der Karavan sie die [[Magnetischer Kartograph|Geheimnisse des Magnetismus]]. Sie lehrten sie, Zeichen auf Papyrus zu zeichnen, und offenbarten ihnen die Prinzipien der Schrift. Doch der Griff der bösen Dämonen war stark, und die Nebel der [[Magie]] verdunkelten die Geister der Zoraï. Dennoch haben die Karavan nie die Hoffnung aufgegeben, diese Finsternis zu vertreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zoraï kämpften mutig gegen die Plage des [[Goo]] und träumten lange von einer Welt der Harmonie. Diese Welt existiert, in den Händen von Jena. Eines Tages werden die Masken der Zoraï fallen, und das Licht der Göttin wird auf ihre Gesichter scheinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Kirche des Lichts ===&lt;br /&gt;
An diesem Ort wurde ein Tempel für Jena errichtet. Dieser Tempel ist eines der heiligen Häuser der Kirche des Lichts, in dem sich die Karavan-Homin versammeln können. Hier finden sie, was sie brauchen: den Mut, ihre Bestimmung zu erfüllen, die Liebe der Göttin und den Frieden in ihren Seelen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kirche des Lichts, die aus Homin unter der Führung der Karavan besteht, wurde einige Jahre nach dem Erscheinen von Jena errichtet. Sie wurde während des [[Großer Schwarm|Großen Schwarmes]] zerstreut. Der Wiederaufbau der Zivilisationen und die Umsiedlung der Homin in die [[Neue Lande|Neuen Lande]] nahm viel Zeit und viele Opfer in Anspruch. Nach einigen Jahrzehnten wurden neue Tempel gebaut, um die Göttin mit gebührender Pracht zu ehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Homin, willkommen im Tempel von Jena! Die Sonnengöttin, Mutter allen Lebens, ist liebevoll und einladend. Tauche ein in ihr Licht und bereite deine Seele auf den Tag des Gerichts vor, damit sie dich zu den Sternen emporheben kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Gebote von Jena ===&lt;br /&gt;
Hier sind die zehn Gebote von [[Jena]] niedergeschrieben, wie sie [[Zachini|König Zachini]] von der Göttin offenbart und von der heiligen Karavan übermittelt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Erstes Gebot: Ich, Jena, bin eure Göttin, die Mutter Schöpferin, und ihr wurdet nach meinem Ebenbild geschaffen. Liebt eure Göttin, wie ihr euch selbst liebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Zweites Gebot: Du sollst keine anderen Götter verehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Drittes Gebot: Lehrt eure Kinder meine Liebe, wie ich euch lehre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Viertens Gebot: Ehre meine Jünger, sie sind die Verkünder meiner Gesetze und wurden gesandt, um dein Wohlergehen zu schützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Fünftes Gebot: Du sollst nicht in die Eingeweide von Atys hinabsteigen, aus Angst, dass das Licht dein Herz verlässt und die Schatten des Drachen deine Seele verschlingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Sechstes Gebot: Wie das Blatt eines Baumes, das auf den Boden fällt und die Kraft des Lebens gibt, wird deine Seele zu mir zurückgerufen, wenn du stirbst. Je nach der Stärke deines Glaubens wirst du entweder mit meinem Segen wiedergeboren oder du wirst in grausamen Qualen verrotten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Siebtes Gebot: Verkündet mein Kommen, und meine Liebe wird in euren Herzen wachsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Achtes Gebot: Nimm das Gesetz nicht in deine Hände, aus Angst, am Tag des Gerichts in Sünde zu fallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Neuntes Gebot: Du sollst in mein Reich zurückkehren, und ich werde dir auf halbem Weg entgegenkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Zehntes Gebot: Wenn du bewiesen hast, daß dein Glaube rein ist, wirst du die Freude der Erhöhung erlangen und dadurch ein vertrauenswürdiger Jünger werden.}}&lt;br /&gt;
{{Last version link|Karavan}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Portal|Karavan}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bewohner]] [[Kategorie:Fraktionen]]&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nilstilar</name></author>	</entry>

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		<title>Karavan</title>
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				<updated>2023-04-02T15:37:06Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Nilstilar: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Lore Officielle}}{{Trad&lt;br /&gt;
|DE= Karavan |DEs= 3&lt;br /&gt;
|EN= Karavan |ENs= 3&lt;br /&gt;
|ES= Karavan |ESs= 1&lt;br /&gt;
|FR= Karavan |FRs= 4&lt;br /&gt;
|RU=Караван |RUs= 1&lt;br /&gt;
|H  =&lt;br /&gt;
|palette=karavan&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Bild:Karavan banner de.png|center]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{TOCright}}&lt;br /&gt;
Die Mitglieder des Karavan sind mysteriöse, in schwarz gekleidete Humanoiden, deren Gesicht vollständig von einer Maske bedeckt ist. Ihre Mission: Das Wort [[Jena]]s verbreiten und ihren Interessen dienen. Mit Ausnahme der [[Urwurzeln]] sind die Karavan überall auf [[Atys]] anwesend. Ihre Mitglieder bewegen sich in Gruppen fort und durchqueren den Planeten in gigantischen Metallgefährten. Sie tragen Waffen einer unbekannten Technologie. Sie werden von den meisten [[Homin]] gefürchtet und respektiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Die Techno-Lords =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir sind die Anhänger Jenas, der Göttin von Atys und Mutter der Hominheit. Wir wurden gesandt, um über Ihre Kinder zu wachen, sie zu leiten, wenn sie vom richtigen Weg abkommen und sie auf die göttliche Erlösung am Jüngsten Tag vorzubereiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Keine Angst, Homin, dieser Tag kommt bald! Verehre Jena und sie wird dich durch die Himmelspforten in ein Land des Lichtes leiten, weit weg vom [[Großer Drache|Großen Drachen]] und den [[Kitin]] und auch weit weg von den bösen [[Kami|Kamis]]! Gib Acht, denn diese Kreaturen beschäftigen sich mehr mit verkommenen Pflanzen als mit dem Leben der Homin. Wenn du es zulässt, werden sie deine Seele besitzen, nur um ihr egoistisches Streben nach ihrer Selbsterhaltung zu stimulieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du, so wie wir, denkst, ein Hominleben sei wertvoller als eine einfache Pflanze, dann öffne Jena dein Herz und sie wird deine Retterin sein!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Guides helfen ihren Alliierten bei ihrer Suche. Sie können ihnen zum Beispiel sagen, wie sie einen Karavan [[Teleporter]] finden.&lt;br /&gt;
* Die Wächter sind die Soldaten der Karavan. &lt;br /&gt;
* Die Teleporter haben die Aufgabe, den Homin auf ihrer Reise durch Atys zu helfen. &lt;br /&gt;
* Die Gastgeber heißen die Homin, die guten Willen zeigen, willkommen und vertrauen ihnen kleine Missionen an. &lt;br /&gt;
* Die Botschafter sind die Vertreter der Karavan bei den Stämmen, die auf Atys wohnen. &lt;br /&gt;
* Die Offiziere vergeben wichtigere Missionen, die [[Riten]]. &lt;br /&gt;
* Die Kommandanten sind die Befehlshaber der Karavan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ziele ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Verehrung [[Jena]]s weiter entwickeln und aufrecht erhalten, um Ihre Rückkehr vorzubereiten.&lt;br /&gt;
* Den Planeten und seine Ressourcen vor dem [[Goo]] beschützen. &lt;br /&gt;
* Ihren Einfluss auf die [[Homin]] behalten und ausbauen. &lt;br /&gt;
* Sich gegen die [[Kami]]s stellen und die Ausbreitung der Verehrung des [[Elias Tryton]] verhindern. &lt;br /&gt;
* Das Geheimnis über ihre zerstörerische Technologie und ihren Ursprung hüten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedrohungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Kamis sind echte Rivalen. Zum Leidwesen der Karavan gewinnen sie nicht nur zahlreiche Anhänger für ihre Sache unter den Homin, sondern sie sind auch immun gegen die Karavan-Technologie. Die Kamis halten sie auch davon ab, Basis-Camps auf Atys zu errichten.&lt;br /&gt;
* Das [[Goo]] befällt den Planeten und schwächt möglicherweise die natürlichen Ressourcen. &lt;br /&gt;
* Bei [[Elias Tryton]], der in den dunkelsten Stunden der Kitin-Invasion auftauchte, besteht die Gefahr, dass er zahlreiche Homin von der Verehrung Jenas abbringt.&lt;br /&gt;
* Die Neugier der Homin über die Vergangenheit. Sie lässt sie an den Geboten der Karavan zweifeln und hat zu den größten Katastrophen geführt: dem [[Feuer von Coriolis|Inferno von Coriolis]] und dem [[Kitin-Krieg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mythos und Prophezeiung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Homin lebten auf einem verarmten Planeten bis der [[Großer Drache|Große Drache]], [[Großer Drache|Prinz der Dunkelheit]], kam und sie mit Visionen von reinem Wasser und fruchtbaren Böden verführte. Nachdem der Drach sie auf Atys geführt hatte, versteckte er die Sonne und versuchte, die Homin in Kälte und Dunkelheit zu versklaven. Doch [[Jena]], die Göttin der Sonne und Erschafferin von Atys, hatte Kunde von den Plänen des Drachen bekommen und füllte ihn mit ewigem Feuer, so daß der Drache das kalte Klima nicht beibehalten konnte und das Licht des Lebens nicht auslöschen konnte. Anschließend schuf die Göttin erneut Licht und provozierte somit das Grüne Erwachen, das den Homin erneut ein harmonisches Leben in einer reichhaltigen Welt ermöglichte. Jena entsandte ihre Anhänger, die Wächter der Karavan, um die Homin an verschiedenen Orten des Planeten anzusiedeln, damit jede Rasse eine Rolle in der Erhaltung von Atys spielen würde. Seit diesem Tag haben die treuen [[Homin]] gelernt, ihre Dankbarkeit durch die Verehrung Jenas und Opfergaben zum Ausdruck zu bringen. Der Drache verkroch sich seinerseits in den Eingeweiden von Atys, wo er seitdem schläft. Aus Furcht, sie könnten den Drachen aufwecken und seine Wut entfachen ist es den Homin verboten, in das Untergeschoss der Urwurzeln abzusteigen. Der Sage nach wird der Große Drache vor seinem Tod noch ein Mal erwachen, um das ganze Feuer aus seinem Körper auszuspeien und somit Atys zu zerstören. Diejenigen die den Lehren Jenas treu bleiben und auf der Oberfläche von Atys leben, werden gerettet und in ein neues Paradies transportiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Was sie ihren Gläubigen versprechen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegenzug zu ihrer Loyalität stellt der Karavan den Homin ihre Kräfte der Teleportation und der Wiederbelebung zur Verfügung. Nur dank der Unterweisungen der Karavan konnten die großen [[Homin]]-Zivilisationen errichtet werden. Sie versprechen gleichermaßen, die Homin im Falle einer neuen Katastrophe auf [[Atys]] zu beschützen, aber werden keinerlei Mitleid mit den Ungläubigen zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Botschaften des Tempels von Jena =&lt;br /&gt;
{{Quotation|'''&amp;lt;big&amp;gt;Auf der Säule des Wissens eingraviert&amp;lt;/big&amp;gt;'''|&lt;br /&gt;
[[File:Karavan.png|frameless|right]]&lt;br /&gt;
=== Die Botschaft der Karavan ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir sind die Jünger von [[Jena]], der Göttin von [[Atys]] und Mutter der [[Rassen|Hominheit]]. Wir wurden gesandt, um über ihre Kinder zu wachen, um sie zu leiten, wenn sie vom Weg abkommen, und um sie auf die göttliche Erhebung am Tag des Gerichts vorzubereiten. Sei gewiss, dieser Tag ist nahe, Homin!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verehre [[Jena]] und sie wird dich durch die Perlenpforte in eine Welt des Überflusses führen, weg vom [[Großer Drache|Drachen]] und den [[Kitin|Kitin]], weg von den bösen [[Kami|Kami]]! Hüte dich, sie werden von deiner Seele Besitz ergreifen, nur um ihren egoistischen Selbsterhaltungstrieb zu nähren, wenn du sie lässt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergiß niemals, daß du wie ich nach [[Jena|Jenas]] Ebenbild erschaffen wurdest, und der Glaube an sie muß in deinem Herzen vorherrschen, damit du göttliche Gnade erhältst, wenn [[Atys]] nicht länger das Leben der [[Rassen|Homin]] unterstützen kann. Als Gegenleistung für eure frommen Opfergaben hat sie uns mit der göttlichen Autorität ausgestattet, euren Geist wiederzubeleben, euch in ferne Länder zu teleportieren und euch den Umgang mit unserer Technologie zu lehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ihr wie wir der Meinung seid, daß ein Menschenleben mehr wert ist als eine einfache Pflanze, dann öffnet eure Herzen für [[Jena]] und sie wird eure Retterin sein!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Geburt der Hominheit ===&lt;br /&gt;
Es heißt, daß die Vorfahren der Homin vor langer Zeit einen verarmten Planeten bewohnten. Der [[Großer Drache|Große Drache]], der Fürst der Schatten, kam und lockte sie mit Visionen von reinem Wasser und fruchtbarem Land. Er führte sie in das gelobte Land [[Atys]], wo er die Sonne versteckte und den Planeten in Kälte und Dunkelheit stürzte. Statt eines Landes der Wunder und der Freiheit erlebten die vom Drachen betrogenen Menschen Trostlosigkeit und Sklaverei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Jena]], die Sonnengöttin und Mutter allen Lebens, schenkte ihnen Befreiung. Die Schöpferin von [[Atys]] erfuhr von der Niedertracht des Drachen und erfüllte ihn mit einem ewigen Feuer. Auf diese Weise konnte der Drache nicht länger ein kaltes Klima aufrechterhalten und das Licht des Lebens auslöschen. Die Göttin sorgte dafür, daß das Licht wiedergeboren wurde, so daß das Grün wuchs und [[Atys]] in einen wunderbaren Pflanzenplaneten verwandelte. Das versklavte Volk wurde geläutert und vom Drachen befreit, der sich in die Tiefe zurückzog: So gebar [[Jena]] die [[Rassen|Hominheit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann wandte sich [[Jena]] an ihre Jünger, die Auserwählten der Karavan, die zwischen den Sternen unterwegs waren und den Kampf mit dem Drachen miterlebt hatten. Die Göttin übertrug ihnen die Aufgabe, die [[Homin]] so zu gestalten, daß sie vor dem Einfluss des Drachen, der in den Eingeweiden von [[Atys]] schlief, geschützt gedeihen würden. Die Karavan halfen den Homin, sich an verschiedenen Orten auf dem Planeten niederzulassen, so daß jede auf ihre Weise das zukünftige [[Atys]] aufbauen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die drakonische Asche ===&lt;br /&gt;
Der Drache wurde besiegt, aber er hinterließ seine Spuren auf [[Atys]]. Als [[Jena]] den schattenhaften Drachen mit dem Feuer der Sonne erfüllte, krümmte sich die Bestie vor Schmerz und spuckte ihren flammenden Atem über den gefrorenen Planeten. Unter der Hitze seines feurigen Atems tauchte der Urschlamm von [[Atys]] wieder auf, den der Drache unter einer Eiswüste begraben hatte. Dann überflutete [[Jena]] den Planeten mit ihrem Licht, und das Fruchtbare keimte in einer wundersamen Lebenswut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Drache war während der Grüne Aufgang in den Wurzeln von [[Atys]] gefangen. Er versuchte zu entkommen, indem er das Sonnenfeuer spuckte und das neue Holz zu Asche verbrannte, aber das Wunder des Lebens war zu stark und das Feuer wurde unter dem Gewicht der vielen sich entfaltenden Blätter erstickt. Erschöpft und besiegt suchte der Drache Zuflucht in der Dunkelheit einer Pflanzenhöhle in den Tiefen des Planeten und schlief schließlich ein. Die Asche aus dem Feuer des Drachen wurde über die gesamte Oberfläche von [[Atys]] verstreut. Sie vermischte sich mit den Sapströmen, den Pollen der Riesenblumen und den Sporen der uralten Pilze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie klebten an den Linien der urzeitlichen Rinde. Als der Grüne Aufgang zum Stillstand kam, waren sie überall. Und sie zeugten von den Überresten des Zorns des Drachen. Alle Wesen auf [[Atys]] tragen Spuren der drakonischen Asche in sich. Sie sind in der Luft, in den Pflanzen und im Regen. Es sind unsichtbare, geruch- und geschmacklose, unendlich winzige Staubpartikel, die von allen Lebewesen eingeatmet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Auserwählten der Karavan, die über jeden Makel der Unreinheit durch den Drachen erhaben sind, schützen sich vor der Asche, indem sie eine heilige Rüstung tragen. Für sie wäre das Einatmen der drakonischen Asche gleichbedeutend damit, sich dem Atem des Drachen zu öffnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Prophezeiung ===&lt;br /&gt;
Als [[Jena]] ihren Jüngern den Auftrag gab, die [[Homin]] zu führen, wurde eine Prophezeiung ausgesprochen. Eines Tages würde der Große Drache, der in den Tiefen von [[Atys]] schläft, erwachen. Von einer ewigen inneren Flamme verzehrt, wird er seinen Qualen und seiner eigenen Existenz ein Ende setzen, indem er das gesamte Feuer in seinem Körper ausspuckt, was [[Atys]] zerstören wird. Am Tag des Gerichts werden [[Jena]] und ihre heiligen Propheten, die von jenseits der Sterne kamen, dort sein. Sie werden die [[Homin]] retten, die den Lehren der Göttin treu waren, und sie in den Himmel entführen, um sich den Auserwählten der Karavan anzuschließen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Rassen|Homin]], die weiterhin leugnen, dass [[Jena]] die allmächtige Göttin ist, werden in den Flammen des Drachen umkommen und mit ihm verschwinden. Diejenigen, die gerettet wurden, werden in eine neue Welt des Überflusses transportiert, wo sie bis in alle Ewigkeit im Licht der Göttin leben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur [[Jena]] weiß, wann der Drache erwachen wird, um seinen letzten zerstörerischen Atem auszuhauchen. Jeder Tag, der vergeht, bringt [[Atys]] dem unausweichlichen Ende näher. Doch dieses Ende darf nicht durch Unvorsichtigkeit beschleunigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb wachen die Karavan darüber, daß sich die Gläubigen nicht in die tieferen Schichten von [[Atys]] wagen. Wer in das Innere des Planeten hinabsteigt, nähert sich dem Drachen, dessen Schlaf von schrecklichen Träumen gequält wird. Diese schattenhaften Träume können das Licht von [[Jena]] aus den Herzen der [[Homin]] verdrängen und die Seelen verschlingen. Dennoch erlauben die Karavan ihren Anhängern, in die oberen Ebenen der [[Urwurzeln]] hinabzusteigen, wenn es dafür einen triftigen Grund gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Feinde von Jena ===&lt;br /&gt;
Es gibt dunkle Mächte im Universum, und [[Atys]] ist nicht außerhalb ihrer Reichweite. [[Jena]] hat bereits den Kampf gegen den bösen Drachen aufgenommen, um ihre Kinder zu befreien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Schatten lauern weitere Feinde, und die Anhänger der Göttin müssen sich in Acht nehmen. Die [[Kami|Kami]] und ihr Anführer [[Ma'Duk]] sind die größte Bedrohung für die Zukunft der [[Rassen|Hominheit]]. Diese Dämonen versuchen, von den Homin Besitz zu ergreifen, um sie zu unterjochen und sie in gefügige Diener zu verwandeln, die für das Überleben von [[Ma'Duk]] geopfert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Elias Tryton]], ein gefallener Prophet, der durch den Drachen korrumpiert wurde, ist auf [[Atys]] wieder aufgetaucht und versucht, die Homin zu beeinflussen. Er ist derjenige, der hinter dem [[Großer Schwarm|Großen Schwarm]] steckt, der den Zorn der [[Kitin|Kitin]] entfesselte, um die [[Rassen|Hominzivilisationen]] zu vernichten, er öffnete magische Portale, um die Überlebenden in die Schatten der [[Urwurzeln]] zu schicken. Er unterschätzte die Stärke der Karavan, die die Invasion beendeten und das Licht von [[Jena]] in den Herzen der verbannten Homin schützten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Kitin|Kitin]] sind eine weitere Bedrohung für die [[Homin]]. Diese Monster, die während des [[Großer Schwarm|Großen Schwarmes]] die alten Zivilisationen hinwegfegten, wurden aus den Schuppen des Drachen geboren. Sie gediehen in den Tiefen von Atys, bevor sie sich über die Rinde ausbreiteten. Die Karavan behalten den Schwarm im Auge und halten sich bereit, bei massiven Invasionen einzugreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Primitiven sind degenerierte Kreaturen, die aus [[Rassen|Homin]] hervorgegangen sind, die durch den Drachen korrumpiert wurden. Sie sind äußerst aggressiv und greifen alle Homin a, die ihren Weg kreuzen. Ihre Zahl wächst, und es gibt Berichte über einige Clans von Primitiven mit höherer Intelligenz. Die Karavan können nicht zulassen, daß solche Menschen ihren Schutzbefohlenen Schaden zufügen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und auch das [[Goo]] ist eine Bedrohung, der die Auserwählten von Jena nicht entkommen können. Es verschlingt langsam den Planeten und verschmutzt seine Ressourcen. Deshalb wollen die Karavan ihn loswerden. Zu diesem Zweck studieren sie es, um seine Schwachstellen zu finden. Und schließlich gibt es auch Homin, die sich als Feinde ihrer eigenen Art erweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Karavan sind im Allgemeinen wohlwollend, aber sie können nicht zulassen, dass ihre Anhänger Fanatikern zum Opfer fallen, die zum Töten und Plündern bereit sind. Die Homin der Karavan müssen sich im Licht Jenas vereinen, um ihre Feinde zu bekämpfen - nur so werden sie den Sieg erringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ma-Duk, der Betrüger ===&lt;br /&gt;
Die [[Kami]] sind Dämonen, die aus der drakonischen Asche geboren wurden, die auf Atys allgegenwärtig ist. Ein großer Teil des Wesens dieser seltsamen Kreaturen ist durch den uralten Zorn des Drachen beeinflusst: Deshalb sind die Kami wild, unberechenbar und gefährlich. Sie sind besessen von den natürlichen Ressourcen von [[Atys]], die sie als ihr Eigentum betrachten, und sie zögern nicht, jeden Schürfer zu töten, der sich ihren Beschränkungen widersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Oberhaupt der Kami ist ein Dämon namens [[Ma'Duk]], der einige der Homin davon überzeugt hat, dass er der Schöpfer von Atys ist. Mit Magie und List hat er einen regelrechten religiösen Orden um sich herum geschaffen. Es handelt sich um eine Sekte, die glaubt, zum Wohle der Homin und des gesamten Planeten zu arbeiten. Wenn sie den wahren Zweck ihrer falschen Gottheit erkennen würden, würden die Anhänger vor Entsetzen aufschreien. In der Tat ist es das Ziel von Ma-Duk, die Homin zu assimilieren, um sie in sein Ebenbild zu verwandeln und sie für immer an Atys zu binden, so daß sie dazu verdammt sind, zusammen mit ihm unterzugehen, wenn der [[Großer Drache|Drache]] erwacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere schreckliche Wahrheit ist, daß Ma-Duk von dem schrecklichen Goo bedroht wird, der ihn auffrisst. Um seine eigene Lebenskraft zu verlängern, verschlingt Ma-Duk nach und nach die Körper und Seelen der Homin, die ihm folgen, wie ein monströser Parasit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Karavan hoffen, die Homin zu retten, die auf die Lügen von Ma-Duk hereingefallen sind. Sie versuchen, sie zur Einsicht zu bringen und sie aus dem Schatten herauszuführen, damit sie ins Licht Jenas zurückkehren können. Aber es gibt einige, die nicht gerettet werden wollen und alles tun, um andere Homin in den Untergang zu treiben. In solchen Fällen ist eine Konfrontation unausweichlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die guten Werke der Karavan ===&lt;br /&gt;
Die Karavan bieten spirituelle Führung: Sie haben den Homin die Botschaften von Jena überbracht, der Göttin, die sie vor dem Untergang bewahren wird, wenn der Drache erwacht. Sie erwecken die Geister der Homin in Übereinstimmung mit dem Willen der Göttin wieder zum Leben. Sie bieten Pakte an, die es den Homin ermöglichen, sich zu teleportieren oder den Schatten aufzulösen, der über ihnen schwebt, wenn sie aus den Pforten des Todes zurückkehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Karavan sind großzügige Mentoren: Sie haben den Homin geholfen, ihr Handwerk zu entwickeln. Die Karavan haben ihnen alle Geheimnisse des Magnetismus, der Schrift, der Botanik, die Grundlagen eines Geldsystems und die Beherrschung des Feuers offenbart. Sie belohnen ihre verdienstvollsten Anhänger, indem sie ihnen bestimmte Techniken beibringen, ihnen prestigeträchtige Titel verleihen und ihnen Gegenstände schenken, die sie mit ihrer mächtigen Technologie herstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Karavan sind visionäre Baumeister: Sie haben sich am Aufbau der menschlichen Zivilisationen beteiligt. Sie halfen beim Wiederaufbau nach dem [[Großer Schwarm|Großen Schwarm]], indem sie an den entlegensten Außenposten Bergbaumaschinen aufstellten, um für reichlich Ressourcen zu sorgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Karavan sind loyale Wächter: Sie bekämpften die [[Kitin]]s während dem [[Großer Schwarm|Großen Schwarm]] und beendeten deren Invasion. Sie kämpfen gegen die [[Kami]], die die Homin in Dämonen verwandeln wollen, und gegen [[Elias Tryton]], der das Volk von Atys für seine eigenen obskuren Zwecke benutzen will. Sie studieren das Goo, um es zu verstehen und zu kontrollieren, damit es keine Bedrohung mehr darstellt. Und sie kämpfen gegen die blinde Gewalt der Primitiven. Sie versuchen, die Homin vor den schädlichen Auswirkungen des [[Großer Drache|Drachen]] zu schützen. Die Karavan arbeiten daran, die Ordnung über der Anarchie aufrechtzuerhalten, und sie blicken eher in die Zukunft als in die Vergangenheit. Sie werden das Volk der Homin zur Erfüllung führen, in der Herrlichkeit und im Licht von [[Jena]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Karavan und die Matis ===&lt;br /&gt;
In alten Zeiten war das Volk der Matis der größte Verbündete der Karavan. Der erste Homin, den Jena erscheinen ließ, war ein Matis, [[Zachini]], der dann der Herrscher des [[Matia]]-Königreichs wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Ort der göttlichen Erscheinung wurde die heilige Stadt [[Karavia]] errichtet, wo Zachini die Gebote Jenas aus den Händen der Karavan empfing. Dank der Frömmigkeit von König Zachini verbreitete sich das Licht der Verehrung [[Jena|Jenas]] unter den Homin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Karavan halfen den Matis beim Aufbau ihrer Zivilisation und drängten sie stets zu Höchstleistungen. Dann enthüllten sie die Geheimnisse der lebenden Materie, so daß sie ihre Kreativität entfalten konnten. So entstand die Kunst der Manipulation von Flora und Fauna, eine der Grundlagen der Matis-Kultur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Matis haben hart gegen die Feinde Jenas gekämpft: Sie haben die Bedrohung durch die Primitiven in den alten Wäldern beendet und den Karavan in ihrem Kampf gegen die Kami-Dämonen geholfen. Die Treue und Ausdauer der Matis-Krieger macht sie zu den edelsten Kämpfern der Göttin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Karavan und die Tryker ===&lt;br /&gt;
Seit dem Beginn ihrer Geschichte haben die [[Tryker]] schwierige Prüfungen überstanden, aber es ist ihnen immer gelungen, ihre Würde zu bewahren. [[Jena]] und die Auserwählten von Karavan waren immer an ihrer Seite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als das Volk der Tryker in den Anfängen ihrer Existenz in die Sklaverei getrieben wurde, griff Jena ein, um sie zu befreien. Als die [[Kami]] die Tryker im Stich ließen und in den [[Dschungel|Dschungeln]] von [[Atys]] verschwanden, griffen die Karavan ein, um das Seevolk auf den Pfad des Lichts zu führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Karavan leisteten Hilfe bei der Entwicklung der Tryker-Zivilisation. Sie enthüllten dem Volk der Seen die Geheimnisse der Windkraft. Sie gaben ihren Segen zur Schaffung der ersten Währung, des [[Dapper|Dappers]], und förderten damit einen neuen, gerechteren Handelsaustausch. Unter der wohlwollenden Führung der Karavan konnten die Tryker-Handwerker viele neue Erfindungen ausprobieren, die das Leben für alle verbessert haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Tryker]] sind ein enthusiastisches Volk, das tapfer für die Verteidigung seiner Freiheit gekämpft hat. Die Karavan konnten sich bei vielen Gelegenheiten auf sie verlassen, um gegen die Schatten zu kämpfen, die [[Atys]] zu verschlingen drohten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Karavan und die Fyros ===&lt;br /&gt;
Die [[Fyros]] sind ein stolzes, unabhängiges Volk, und ihre Beziehungen zu den Karavan waren oft von Misstrauen geprägt. Allerdings sind die Fyros, wie alle Homin, die Kinder Jenas. Sie sind sich auch der Anwesenheit des Drachen bewusst: Sie wollen ihn vernichten, um die Bedrohung ihrer Existenz zu beenden. Indem sie dem von den Karavan gezeigten Weg folgen, ist es das Schicksal der Fyros, die Wächter von Atys zu werden - Wächter, deren Wachsamkeit unübertroffen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor langer, langer Zeit offenbarten die Karavan den Fyros ein großes Geheimnis: wie man das Feuer beherrscht. Dank der Lehren von Jenas Auserwählten wurden die Fyros zu unübertroffenen Meistern des Feuers, die es für ihr Handwerk nutzten oder es wie ein wildes Tier zähmten, um es als Waffe gegen ihre Feinde einzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Karavan halfen ihnen auch beim Aufbau ihrer Zivilisation, indem sie ihnen Bautechniken beibrachten, mit denen sie große Städte wie Fyr, die Stadt der Fackeln, errichten konnten. Das Wüstenvolk hat sich mit dem Schwert in der Hand einen Platz geschaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als unerschrockene Krieger mit unerschütterlicher Ehre sind die Fyros gnadenlos gegenüber ihren Feinden. Sie werden durch das Feuer der Sonne angetrieben, und ihr Platz ist an der Seite Jenas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Karavan und die Zoraï ===&lt;br /&gt;
In den Augen vieler Homin sind die [[Zoraï]] ein mysteriöses Volk. In alten Zeiten lebten sie tief im Dschungel, weit weg von den Turbulenzen, die andere Homin umtrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Zoraï]] waren auf der Suche nach Weisheit, und die Liebe von [[Jena]] berührte die Tiefen ihrer Seelen. Leider lockten die [[Kami]] viele von ihnen mit falschen Versprechungen, und viele Zoraïs wandten sich von ihrer [[Jena|Mutter]] und von den Karavan ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Zoraï wieder auf die Pfade des Lichts zu bringen, lehrten die Auserwählten der Karavan sie die [[Magnetischer Kartograph|Geheimnisse des Magnetismus]]. Sie lehrten sie, Zeichen auf Papyrus zu zeichnen, und offenbarten ihnen die Prinzipien der Schrift. Doch der Griff der bösen Dämonen war stark, und die Nebel der [[Magie]] verdunkelten die Geister der Zoraï. Dennoch haben die Karavan nie die Hoffnung aufgegeben, diese Finsternis zu vertreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zoraï kämpften mutig gegen die Plage des [[Goo]] und träumten lange von einer Welt der Harmonie. Diese Welt existiert, in den Händen von Jena. Eines Tages werden die Masken der Zoraï fallen, und das Licht der Göttin wird auf ihre Gesichter scheinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Kirche des Lichts ===&lt;br /&gt;
An diesem Ort wurde ein Tempel für Jena errichtet. Dieser Tempel ist eines der heiligen Häuser der Kirche des Lichts, in dem sich die Karavan-Homin versammeln können. Hier finden sie, was sie brauchen: den Mut, ihre Bestimmung zu erfüllen, die Liebe der Göttin und den Frieden in ihren Seelen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kirche des Lichts, die aus Homin unter der Führung der Karavan besteht, wurde einige Jahre nach dem Erscheinen von Jena errichtet. Sie wurde während des [[Großer Schwarm|Großen Schwarmes]] zerstreut. Der Wiederaufbau der Zivilisationen und die Umsiedlung der Homin in die [[Neue Lande|Neuen Lande]] nahm viel Zeit und viele Opfer in Anspruch. Nach einigen Jahrzehnten wurden neue Tempel gebaut, um die Göttin mit gebührender Pracht zu ehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Homin, willkommen im Tempel von Jena! Die Sonnengöttin, Mutter allen Lebens, ist liebevoll und einladend. Tauche ein in ihr Licht und bereite deine Seele auf den Tag des Gerichts vor, damit sie dich zu den Sternen emporheben kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Gebote von Jena ===&lt;br /&gt;
Hier sind die zehn Gebote von [[Jena]] niedergeschrieben, wie sie [[Zachini|König Zachini]] von der Göttin offenbart und von der heiligen Karavan übermittelt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Erstes Gebot: Ich, Jena, bin eure Göttin, die Mutter Schöpferin, und ihr wurdet nach meinem Ebenbild geschaffen. Liebt eure Göttin, wie ihr euch selbst liebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Zweites Gebot: Du sollst keine anderen Götter verehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Drittes Gebot: Lehrt eure Kinder meine Liebe, wie ich euch lehre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Viertens Gebot: Ehre meine Jünger, sie sind die Verkünder meiner Gesetze und wurden gesandt, um dein Wohlergehen zu schützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Fünftes Gebot: Du sollst nicht in die Eingeweide von Atys hinabsteigen, aus Angst, dass das Licht dein Herz verlässt und die Schatten des Drachen deine Seele verschlingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Sechstes Gebot: Wie das Blatt eines Baumes, das auf den Boden fällt und die Kraft des Lebens gibt, wird deine Seele zu mir zurückgerufen, wenn du stirbst. Je nach der Stärke deines Glaubens wirst du entweder mit meinem Segen wiedergeboren oder du wirst in grausamen Qualen verrotten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Siebtes Gebot: Verkündet mein Kommen, und meine Liebe wird in euren Herzen wachsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Achtes Gebot: Nimm das Gesetz nicht in deine Hände, aus Angst, am Tag des Gerichts in Sünde zu fallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Neuntes Gebot: Du sollst in mein Reich zurückkehren, und ich werde dir auf halbem Weg entgegenkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Zehntes Gebot: Wenn du bewiesen hast, daß dein Glaube rein ist, wirst du die Freude der Erhöhung erlangen und dadurch ein vertrauenswürdiger Jünger werden.}}&lt;br /&gt;
{{Last version link|Karavan}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Portal|Karavan}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bewohner]] [[Kategorie:Fraktionen]] [[Category:Karavan]]&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nilstilar</name></author>	</entry>

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		<title>Karavan</title>
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&lt;div&gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Lore Officielle}}{{Trad&lt;br /&gt;
|DE= Karavan |DEs= 3&lt;br /&gt;
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|FR= Karavan |FRs= 4&lt;br /&gt;
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|H  =&lt;br /&gt;
|palette=karavan&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Bild:Karavan banner de.png|center]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{TOCright}}&lt;br /&gt;
Die Mitglieder des Karavan sind mysteriöse, in schwarz gekleidete Humanoiden, deren Gesicht vollständig von einer Maske bedeckt ist. Ihre Mission: Das Wort [[Jena]]s verbreiten und ihren Interessen dienen. Mit Ausnahme der [[Urwurzeln]] sind die Karavan überall auf [[Atys]] anwesend. Ihre Mitglieder bewegen sich in Gruppen fort und durchqueren den Planeten in gigantischen Metallgefährten. Sie tragen Waffen einer unbekannten Technologie. Sie werden von den meisten [[Homin]] gefürchtet und respektiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Die Techno-Lords =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir sind die Anhänger Jenas, der Göttin von Atys und Mutter der Hominheit. Wir wurden gesandt, um über Ihre Kinder zu wachen, sie zu leiten, wenn sie vom richtigen Weg abkommen und sie auf die göttliche Erlösung am Jüngsten Tag vorzubereiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Keine Angst, Homin, dieser Tag kommt bald! Verehre Jena und sie wird dich durch die Himmelspforten in ein Land des Lichtes leiten, weit weg vom [[Großer Drache|Großen Drachen]] und den [[Kitin]] und auch weit weg von den bösen [[Kami|Kamis]]! Gib Acht, denn diese Kreaturen beschäftigen sich mehr mit verkommenen Pflanzen als mit dem Leben der Homin. Wenn du es zulässt, werden sie deine Seele besitzen, nur um ihr egoistisches Streben nach ihrer Selbsterhaltung zu stimulieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du, so wie wir, denkst, ein Hominleben sei wertvoller als eine einfache Pflanze, dann öffne Jena dein Herz und sie wird deine Retterin sein!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Guides helfen ihren Alliierten bei ihrer Suche. Sie können ihnen zum Beispiel sagen, wie sie einen Karavan [[Teleporter]] finden.&lt;br /&gt;
* Die Wächter sind die Soldaten der Karavan. &lt;br /&gt;
* Die Teleporter haben die Aufgabe, den Homin auf ihrer Reise durch Atys zu helfen. &lt;br /&gt;
* Die Gastgeber heißen die Homin, die guten Willen zeigen, willkommen und vertrauen ihnen kleine Missionen an. &lt;br /&gt;
* Die Botschafter sind die Vertreter der Karavan bei den Stämmen, die auf Atys wohnen. &lt;br /&gt;
* Die Offiziere vergeben wichtigere Missionen, die [[Riten]]. &lt;br /&gt;
* Die Kommandanten sind die Befehlshaber der Karavan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ziele ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Verehrung [[Jena]]s weiter entwickeln und aufrecht erhalten, um Ihre Rückkehr vorzubereiten.&lt;br /&gt;
* Den Planeten und seine Ressourcen vor dem [[Goo]] beschützen. &lt;br /&gt;
* Ihren Einfluss auf die [[Homin]] behalten und ausbauen. &lt;br /&gt;
* Sich gegen die [[Kami]]s stellen und die Ausbreitung der Verehrung des [[Elias Tryton]] verhindern. &lt;br /&gt;
* Das Geheimnis über ihre zerstörerische Technologie und ihren Ursprung hüten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedrohungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Kamis sind echte Rivalen. Zum Leidwesen der Karavan gewinnen sie nicht nur zahlreiche Anhänger für ihre Sache unter den Homin, sondern sie sind auch immun gegen die Karavan-Technologie. Die Kamis halten sie auch davon ab, Basis-Camps auf Atys zu errichten.&lt;br /&gt;
* Das [[Goo]] befällt den Planeten und schwächt möglicherweise die natürlichen Ressourcen. &lt;br /&gt;
* Bei [[Elias Tryton]], der in den dunkelsten Stunden der Kitin-Invasion auftauchte, besteht die Gefahr, dass er zahlreiche Homin von der Verehrung Jenas abbringt.&lt;br /&gt;
* Die Neugier der Homin über die Vergangenheit. Sie lässt sie an den Geboten der Karavan zweifeln und hat zu den größten Katastrophen geführt: dem [[Feuer von Coriolis|Inferno von Coriolis]] und dem [[Kitin-Krieg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mythos und Prophezeiung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Homin lebten auf einem verarmten Planeten bis der [[Großer Drache|Große Drache]], [[Großer Drache|Prinz der Dunkelheit]], kam und sie mit Visionen von reinem Wasser und fruchtbaren Böden verführte. Nachdem der Drach sie auf Atys geführt hatte, versteckte er die Sonne und versuchte, die Homin in Kälte und Dunkelheit zu versklaven. Doch [[Jena]], die Göttin der Sonne und Erschafferin von Atys, hatte Kunde von den Plänen des Drachen bekommen und füllte ihn mit ewigem Feuer, so daß der Drache das kalte Klima nicht beibehalten konnte und das Licht des Lebens nicht auslöschen konnte. Anschließend schuf die Göttin erneut Licht und provozierte somit das Grüne Erwachen, das den Homin erneut ein harmonisches Leben in einer reichhaltigen Welt ermöglichte. Jena entsandte ihre Anhänger, die Wächter der Karavan, um die Homin an verschiedenen Orten des Planeten anzusiedeln, damit jede Rasse eine Rolle in der Erhaltung von Atys spielen würde. Seit diesem Tag haben die treuen [[Homin]] gelernt, ihre Dankbarkeit durch die Verehrung Jenas und Opfergaben zum Ausdruck zu bringen. Der Drache verkroch sich seinerseits in den Eingeweiden von Atys, wo er seitdem schläft. Aus Furcht, sie könnten den Drachen aufwecken und seine Wut entfachen ist es den Homin verboten, in das Untergeschoss der Urwurzeln abzusteigen. Der Sage nach wird der Große Drache vor seinem Tod noch ein Mal erwachen, um das ganze Feuer aus seinem Körper auszuspeien und somit Atys zu zerstören. Diejenigen die den Lehren Jenas treu bleiben und auf der Oberfläche von Atys leben, werden gerettet und in ein neues Paradies transportiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Was sie ihren Gläubigen versprechen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegenzug zu ihrer Loyalität stellt der Karavan den Homin ihre Kräfte der Teleportation und der Wiederbelebung zur Verfügung. Nur dank der Unterweisungen der Karavan konnten die großen [[Homin]]-Zivilisationen errichtet werden. Sie versprechen gleichermaßen, die Homin im Falle einer neuen Katastrophe auf [[Atys]] zu beschützen, aber werden keinerlei Mitleid mit den Ungläubigen zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Botschaften des Tempels von Jena =&lt;br /&gt;
{{Quotation|'''&amp;lt;big&amp;gt;Auf der Säule des Wissens eingraviert&amp;lt;/big&amp;gt;'''|&lt;br /&gt;
[[File:Karavan.png|frameless|right]]&lt;br /&gt;
=== Die Botschaft der Karavan ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir sind die Jünger von [[Jena]], der Göttin von [[Atys]] und Mutter der [[Rassen|Hominheit]]. Wir wurden gesandt, um über ihre Kinder zu wachen, um sie zu leiten, wenn sie vom Weg abkommen, und um sie auf die göttliche Erhebung am Tag des Gerichts vorzubereiten. Sei gewiss, dieser Tag ist nahe, Homin!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verehre [[Jena]] und sie wird dich durch die Perlenpforte in eine Welt des Überflusses führen, weg vom [[Großer Drache|Drachen]] und den [[Kitin|Kitin]], weg von den bösen [[Kami|Kami]]! Hüte dich, sie werden von deiner Seele Besitz ergreifen, nur um ihren egoistischen Selbsterhaltungstrieb zu nähren, wenn du sie lässt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergiß niemals, daß du wie ich nach [[Jena|Jenas]] Ebenbild erschaffen wurdest, und der Glaube an sie muß in deinem Herzen vorherrschen, damit du göttliche Gnade erhältst, wenn [[Atys]] nicht länger das Leben der [[Rassen|Homin]] unterstützen kann. Als Gegenleistung für eure frommen Opfergaben hat sie uns mit der göttlichen Autorität ausgestattet, euren Geist wiederzubeleben, euch in ferne Länder zu teleportieren und euch den Umgang mit unserer Technologie zu lehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ihr wie wir der Meinung seid, daß ein Menschenleben mehr wert ist als eine einfache Pflanze, dann öffnet eure Herzen für [[Jena]] und sie wird eure Retterin sein!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Geburt der Hominheit ===&lt;br /&gt;
Es heißt, daß die Vorfahren der Homin vor langer Zeit einen verarmten Planeten bewohnten. Der [[Großer Drache|Große Drache]], der Fürst der Schatten, kam und lockte sie mit Visionen von reinem Wasser und fruchtbarem Land. Er führte sie in das gelobte Land [[Atys]], wo er die Sonne versteckte und den Planeten in Kälte und Dunkelheit stürzte. Statt eines Landes der Wunder und der Freiheit erlebten die vom Drachen betrogenen Menschen Trostlosigkeit und Sklaverei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Jena]], die Sonnengöttin und Mutter allen Lebens, schenkte ihnen Befreiung. Die Schöpferin von [[Atys]] erfuhr von der Niedertracht des Drachen und erfüllte ihn mit einem ewigen Feuer. Auf diese Weise konnte der Drache nicht länger ein kaltes Klima aufrechterhalten und das Licht des Lebens auslöschen. Die Göttin sorgte dafür, daß das Licht wiedergeboren wurde, so daß das Grün wuchs und [[Atys]] in einen wunderbaren Pflanzenplaneten verwandelte. Das versklavte Volk wurde geläutert und vom Drachen befreit, der sich in die Tiefe zurückzog: So gebar [[Jena]] die [[Rassen|Hominheit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann wandte sich [[Jena]] an ihre Jünger, die Auserwählten der Karavan, die zwischen den Sternen unterwegs waren und den Kampf mit dem Drachen miterlebt hatten. Die Göttin übertrug ihnen die Aufgabe, die [[Homin]] so zu gestalten, daß sie vor dem Einfluss des Drachen, der in den Eingeweiden von [[Atys]] schlief, geschützt gedeihen würden. Die Karavan halfen den Homin, sich an verschiedenen Orten auf dem Planeten niederzulassen, so daß jede auf ihre Weise das zukünftige [[Atys]] aufbauen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die drakonische Asche ===&lt;br /&gt;
Der Drache wurde besiegt, aber er hinterließ seine Spuren auf [[Atys]]. Als [[Jena]] den schattenhaften Drachen mit dem Feuer der Sonne erfüllte, krümmte sich die Bestie vor Schmerz und spuckte ihren flammenden Atem über den gefrorenen Planeten. Unter der Hitze seines feurigen Atems tauchte der Urschlamm von [[Atys]] wieder auf, den der Drache unter einer Eiswüste begraben hatte. Dann überflutete [[Jena]] den Planeten mit ihrem Licht, und das Fruchtbare keimte in einer wundersamen Lebenswut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Drache war während der Grüne Aufgang in den Wurzeln von [[Atys]] gefangen. Er versuchte zu entkommen, indem er das Sonnenfeuer spuckte und das neue Holz zu Asche verbrannte, aber das Wunder des Lebens war zu stark und das Feuer wurde unter dem Gewicht der vielen sich entfaltenden Blätter erstickt. Erschöpft und besiegt suchte der Drache Zuflucht in der Dunkelheit einer Pflanzenhöhle in den Tiefen des Planeten und schlief schließlich ein. Die Asche aus dem Feuer des Drachen wurde über die gesamte Oberfläche von [[Atys]] verstreut. Sie vermischte sich mit den Sapströmen, den Pollen der Riesenblumen und den Sporen der uralten Pilze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie klebten an den Linien der urzeitlichen Rinde. Als der Grüne Aufgang zum Stillstand kam, waren sie überall. Und sie zeugten von den Überresten des Zorns des Drachen. Alle Wesen auf [[Atys]] tragen Spuren der drakonischen Asche in sich. Sie sind in der Luft, in den Pflanzen und im Regen. Es sind unsichtbare, geruch- und geschmacklose, unendlich winzige Staubpartikel, die von allen Lebewesen eingeatmet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Auserwählten der Karavan, die über jeden Makel der Unreinheit durch den Drachen erhaben sind, schützen sich vor der Asche, indem sie eine heilige Rüstung tragen. Für sie wäre das Einatmen der drakonischen Asche gleichbedeutend damit, sich dem Atem des Drachen zu öffnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Prophezeiung ===&lt;br /&gt;
Als [[Jena]] ihren Jüngern den Auftrag gab, die [[Homin]] zu führen, wurde eine Prophezeiung ausgesprochen. Eines Tages würde der Große Drache, der in den Tiefen von [[Atys]] schläft, erwachen. Von einer ewigen inneren Flamme verzehrt, wird er seinen Qualen und seiner eigenen Existenz ein Ende setzen, indem er das gesamte Feuer in seinem Körper ausspuckt, was [[Atys]] zerstören wird. Am Tag des Gerichts werden [[Jena]] und ihre heiligen Propheten, die von jenseits der Sterne kamen, dort sein. Sie werden die [[Homin]] retten, die den Lehren der Göttin treu waren, und sie in den Himmel entführen, um sich den Auserwählten der Karavan anzuschließen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Rassen|Homin]], die weiterhin leugnen, dass [[Jena]] die allmächtige Göttin ist, werden in den Flammen des Drachen umkommen und mit ihm verschwinden. Diejenigen, die gerettet wurden, werden in eine neue Welt des Überflusses transportiert, wo sie bis in alle Ewigkeit im Licht der Göttin leben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur [[Jena]] weiß, wann der Drache erwachen wird, um seinen letzten zerstörerischen Atem auszuhauchen. Jeder Tag, der vergeht, bringt [[Atys]] dem unausweichlichen Ende näher. Doch dieses Ende darf nicht durch Unvorsichtigkeit beschleunigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb wachen die Karavan darüber, daß sich die Gläubigen nicht in die tieferen Schichten von [[Atys]] wagen. Wer in das Innere des Planeten hinabsteigt, nähert sich dem Drachen, dessen Schlaf von schrecklichen Träumen gequält wird. Diese schattenhaften Träume können das Licht von [[Jena]] aus den Herzen der [[Homin]] verdrängen und die Seelen verschlingen. Dennoch erlauben die Karavan ihren Anhängern, in die oberen Ebenen der [[Urwurzeln]] hinabzusteigen, wenn es dafür einen triftigen Grund gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Feinde von Jena ===&lt;br /&gt;
Es gibt dunkle Mächte im Universum, und [[Atys]] ist nicht außerhalb ihrer Reichweite. [[Jena]] hat bereits den Kampf gegen den bösen Drachen aufgenommen, um ihre Kinder zu befreien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Schatten lauern weitere Feinde, und die Anhänger der Göttin müssen sich in Acht nehmen. Die [[Kami|Kami]] und ihr Anführer [[Ma'Duk]] sind die größte Bedrohung für die Zukunft der [[Rassen|Hominheit]]. Diese Dämonen versuchen, von den Homin Besitz zu ergreifen, um sie zu unterjochen und sie in gefügige Diener zu verwandeln, die für das Überleben von [[Ma'Duk]] geopfert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Elias Tryton]], ein gefallener Prophet, der durch den Drachen korrumpiert wurde, ist auf [[Atys]] wieder aufgetaucht und versucht, die Homin zu beeinflussen. Er ist derjenige, der hinter dem [[Großer Schwarm|Großen Schwarm]] steckt, der den Zorn der [[Kitin|Kitin]] entfesselte, um die [[Rassen|Hominzivilisationen]] zu vernichten, er öffnete magische Portale, um die Überlebenden in die Schatten der [[Urwurzeln]] zu schicken. Er unterschätzte die Stärke der Karavan, die die Invasion beendeten und das Licht von [[Jena]] in den Herzen der verbannten Homin schützten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Kitin|Kitin]] sind eine weitere Bedrohung für die [[Homin]]. Diese Monster, die während des [[Großer Schwarm|Großen Schwarmes]] die alten Zivilisationen hinwegfegten, wurden aus den Schuppen des Drachen geboren. Sie gediehen in den Tiefen von Atys, bevor sie sich über die Rinde ausbreiteten. Die Karavan behalten den Schwarm im Auge und halten sich bereit, bei massiven Invasionen einzugreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Primitiven sind degenerierte Kreaturen, die aus [[Rassen|Homin]] hervorgegangen sind, die durch den Drachen korrumpiert wurden. Sie sind äußerst aggressiv und greifen alle Homin a, die ihren Weg kreuzen. Ihre Zahl wächst, und es gibt Berichte über einige Clans von Primitiven mit höherer Intelligenz. Die Karavan können nicht zulassen, daß solche Menschen ihren Schutzbefohlenen Schaden zufügen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und auch das [[Goo]] ist eine Bedrohung, der die Auserwählten von Jena nicht entkommen können. Es verschlingt langsam den Planeten und verschmutzt seine Ressourcen. Deshalb wollen die Karavan ihn loswerden. Zu diesem Zweck studieren sie es, um seine Schwachstellen zu finden. Und schließlich gibt es auch Homin, die sich als Feinde ihrer eigenen Art erweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Karavan sind im Allgemeinen wohlwollend, aber sie können nicht zulassen, dass ihre Anhänger Fanatikern zum Opfer fallen, die zum Töten und Plündern bereit sind. Die Homin der Karavan müssen sich im Licht Jenas vereinen, um ihre Feinde zu bekämpfen - nur so werden sie den Sieg erringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ma-Duk, der Betrüger ===&lt;br /&gt;
Die [[Kami]] sind Dämonen, die aus der drakonischen Asche geboren wurden, die auf Atys allgegenwärtig ist. Ein großer Teil des Wesens dieser seltsamen Kreaturen ist durch den uralten Zorn des Drachen beeinflusst: Deshalb sind die Kami wild, unberechenbar und gefährlich. Sie sind besessen von den natürlichen Ressourcen von [[Atys]], die sie als ihr Eigentum betrachten, und sie zögern nicht, jeden Schürfer zu töten, der sich ihren Beschränkungen widersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Oberhaupt der Kami ist ein Dämon namens [[Ma'Duk]], der einige der Homin davon überzeugt hat, dass er der Schöpfer von Atys ist. Mit Magie und List hat er einen regelrechten religiösen Orden um sich herum geschaffen. Es handelt sich um eine Sekte, die glaubt, zum Wohle der Homin und des gesamten Planeten zu arbeiten. Wenn sie den wahren Zweck ihrer falschen Gottheit erkennen würden, würden die Anhänger vor Entsetzen aufschreien. In der Tat ist es das Ziel von Ma-Duk, die Homin zu assimilieren, um sie in sein Ebenbild zu verwandeln und sie für immer an Atys zu binden, so daß sie dazu verdammt sind, zusammen mit ihm unterzugehen, wenn der [[Großer Drache|Drache]] erwacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere schreckliche Wahrheit ist, daß Ma-Duk von dem schrecklichen Goo bedroht wird, der ihn auffrisst. Um seine eigene Lebenskraft zu verlängern, verschlingt Ma-Duk nach und nach die Körper und Seelen der Homin, die ihm folgen, wie ein monströser Parasit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Karavan hoffen, die Homin zu retten, die auf die Lügen von Ma-Duk hereingefallen sind. Sie versuchen, sie zur Einsicht zu bringen und sie aus dem Schatten herauszuführen, damit sie ins Licht Jenas zurückkehren können. Aber es gibt einige, die nicht gerettet werden wollen und alles tun, um andere Homin in den Untergang zu treiben. In solchen Fällen ist eine Konfrontation unausweichlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die guten Werke der Karavan ===&lt;br /&gt;
Die Karavan bieten spirituelle Führung: Sie haben den Homin die Botschaften von Jena überbracht, der Göttin, die sie vor dem Untergang bewahren wird, wenn der Drache erwacht. Sie erwecken die Geister der Homin in Übereinstimmung mit dem Willen der Göttin wieder zum Leben. Sie bieten Pakte an, die es den Homin ermöglichen, sich zu teleportieren oder den Schatten aufzulösen, der über ihnen schwebt, wenn sie aus den Pforten des Todes zurückkehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Karavan sind großzügige Mentoren: Sie haben den Homin geholfen, ihr Handwerk zu entwickeln. Die Karavan haben ihnen alle Geheimnisse des Magnetismus, der Schrift, der Botanik, die Grundlagen eines Geldsystems und die Beherrschung des Feuers offenbart. Sie belohnen ihre verdienstvollsten Anhänger, indem sie ihnen bestimmte Techniken beibringen, ihnen prestigeträchtige Titel verleihen und ihnen Gegenstände schenken, die sie mit ihrer mächtigen Technologie herstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Karavan sind visionäre Baumeister: Sie haben sich am Aufbau der menschlichen Zivilisationen beteiligt. Sie halfen beim Wiederaufbau nach dem [[Großer Schwarm|Großen Schwarm]], indem sie an den entlegensten Außenposten Bergbaumaschinen aufstellten, um für reichlich Ressourcen zu sorgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Karavan sind loyale Wächter: Sie bekämpften die [[Kitin]]s während dem [[Großer Schwarm|Großen Schwarm]] und beendeten deren Invasion. Sie kämpfen gegen die [[Kami]], die die Homin in Dämonen verwandeln wollen, und gegen [[Elias Tryton]], der das Volk von Atys für seine eigenen obskuren Zwecke benutzen will. Sie studieren das Goo, um es zu verstehen und zu kontrollieren, damit es keine Bedrohung mehr darstellt. Und sie kämpfen gegen die blinde Gewalt der Primitiven. Sie versuchen, die Homin vor den schädlichen Auswirkungen des [[Großer Drache|Drachen]] zu schützen. Die Karavan arbeiten daran, die Ordnung über der Anarchie aufrechtzuerhalten, und sie blicken eher in die Zukunft als in die Vergangenheit. Sie werden das Volk der Homin zur Erfüllung führen, in der Herrlichkeit und im Licht von [[Jena]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Karavan und die Matis ===&lt;br /&gt;
In alten Zeiten war das Volk der Matis der größte Verbündete der Karavan. Der erste Homin, den Jena erscheinen ließ, war ein Matis, [[Zachini]], der dann der Herrscher des [[Matia]]-Königreichs wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Ort der göttlichen Erscheinung wurde die heilige Stadt [[Karavia]] errichtet, wo Zachini die Gebote Jenas aus den Händen der Karavan empfing. Dank der Frömmigkeit von König Zachini verbreitete sich das Licht der Verehrung [[Jena|Jenas]] unter den Homin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Karavan halfen den Matis beim Aufbau ihrer Zivilisation und drängten sie stets zu Höchstleistungen. Dann enthüllten sie die Geheimnisse der lebenden Materie, so daß sie ihre Kreativität entfalten konnten. So entstand die Kunst der Manipulation von Flora und Fauna, eine der Grundlagen der Matis-Kultur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Matis haben hart gegen die Feinde Jenas gekämpft: Sie haben die Bedrohung durch die Primitiven in den alten Wäldern beendet und den Karavan in ihrem Kampf gegen die Kami-Dämonen geholfen. Die Treue und Ausdauer der Matis-Krieger macht sie zu den edelsten Kämpfern der Göttin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Karavan und die Tryker ===&lt;br /&gt;
Seit dem Beginn ihrer Geschichte haben die [[Tryker]] schwierige Prüfungen überstanden, aber es ist ihnen immer gelungen, ihre Würde zu bewahren. [[Jena]] und die Auserwählten von Karavan waren immer an ihrer Seite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als das Volk der Tryker in den Anfängen ihrer Existenz in die Sklaverei getrieben wurde, griff Jena ein, um sie zu befreien. Als die [[Kami]] die Tryker im Stich ließen und in den [[Dschungel|Dschungeln]] von [[Atys]] verschwanden, griffen die Karavan ein, um das Seevolk auf den Pfad des Lichts zu führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Karavan leisteten Hilfe bei der Entwicklung der Tryker-Zivilisation. Sie enthüllten dem Volk der Seen die Geheimnisse der Windkraft. Sie gaben ihren Segen zur Schaffung der ersten Währung, des [[Dapper|Dappers]], und förderten damit einen neuen, gerechteren Handelsaustausch. Unter der wohlwollenden Führung der Karavan konnten die Tryker-Handwerker viele neue Erfindungen ausprobieren, die das Leben für alle verbessert haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Tryker]] sind ein enthusiastisches Volk, das tapfer für die Verteidigung seiner Freiheit gekämpft hat. Die Karavan konnten sich bei vielen Gelegenheiten auf sie verlassen, um gegen die Schatten zu kämpfen, die [[Atys]] zu verschlingen drohten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Karavan und die Fyros ===&lt;br /&gt;
Die [[Fyros]] sind ein stolzes, unabhängiges Volk, und ihre Beziehungen zu den Karavan waren oft von Misstrauen geprägt. Allerdings sind die Fyros, wie alle Homin, die Kinder Jenas. Sie sind sich auch der Anwesenheit des Drachen bewusst: Sie wollen ihn vernichten, um die Bedrohung ihrer Existenz zu beenden. Indem sie dem von den Karavan gezeigten Weg folgen, ist es das Schicksal der Fyros, die Wächter von Atys zu werden - Wächter, deren Wachsamkeit unübertroffen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor langer, langer Zeit offenbarten die Karavan den Fyros ein großes Geheimnis: wie man das Feuer beherrscht. Dank der Lehren von Jenas Auserwählten wurden die Fyros zu unübertroffenen Meistern des Feuers, die es für ihr Handwerk nutzten oder es wie ein wildes Tier zähmten, um es als Waffe gegen ihre Feinde einzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Karavan halfen ihnen auch beim Aufbau ihrer Zivilisation, indem sie ihnen Bautechniken beibrachten, mit denen sie große Städte wie Fyr, die Stadt der Fackeln, errichten konnten. Das Wüstenvolk hat sich mit dem Schwert in der Hand einen Platz geschaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als unerschrockene Krieger mit unerschütterlicher Ehre sind die Fyros gnadenlos gegenüber ihren Feinden. Sie werden durch das Feuer der Sonne angetrieben, und ihr Platz ist an der Seite Jenas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Karavan und die Zoraï ===&lt;br /&gt;
In den Augen vieler Homin sind die [[Zoraï]] ein mysteriöses Volk. In alten Zeiten lebten sie tief im Dschungel, weit weg von den Turbulenzen, die andere Homin umtrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Zoraï]] waren auf der Suche nach Weisheit, und die Liebe von [[Jena]] berührte die Tiefen ihrer Seelen. Leider lockten die [[Kami]] viele von ihnen mit falschen Versprechungen, und viele Zoraïs wandten sich von ihrer [[Jena|Mutter]] und von den Karavan ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Zoraï wieder auf die Pfade des Lichts zu bringen, lehrten die Auserwählten der Karavan sie die [[Magnetischer Kartograph|Geheimnisse des Magnetismus]]. Sie lehrten sie, Zeichen auf Papyrus zu zeichnen, und offenbarten ihnen die Prinzipien der Schrift. Doch der Griff der bösen Dämonen war stark, und die Nebel der [[Magie]] verdunkelten die Geister der Zoraï. Dennoch haben die Karavan nie die Hoffnung aufgegeben, diese Finsternis zu vertreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zoraï kämpften mutig gegen die Plage des [[Goo]] und träumten lange von einer Welt der Harmonie. Diese Welt existiert, in den Händen von Jena. Eines Tages werden die Masken der Zoraï fallen, und das Licht der Göttin wird auf ihre Gesichter scheinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Kirche des Lichts ===&lt;br /&gt;
An diesem Ort wurde ein Tempel für Jena errichtet. Dieser Tempel ist eines der heiligen Häuser der Kirche des Lichts, in dem sich die Karavan-Homin versammeln können. Hier finden sie, was sie brauchen: den Mut, ihre Bestimmung zu erfüllen, die Liebe der Göttin und den Frieden in ihren Seelen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kirche des Lichts, die aus Homin unter der Führung der Karavan besteht, wurde einige Jahre nach dem Erscheinen von Jena errichtet. Sie wurde während des [[Großer Schwarm|Großen Schwarmes]] zerstreut. Der Wiederaufbau der Zivilisationen und die Umsiedlung der Homin in die [[Neue Lande|Neuen Lande]] nahm viel Zeit und viele Opfer in Anspruch. Nach einigen Jahrzehnten wurden neue Tempel gebaut, um die Göttin mit gebührender Pracht zu ehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Homin, willkommen im Tempel von Jena! Die Sonnengöttin, Mutter allen Lebens, ist liebevoll und einladend. Tauche ein in ihr Licht und bereite deine Seele auf den Tag des Gerichts vor, damit sie dich zu den Sternen emporheben kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Gebote von Jena ===&lt;br /&gt;
Hier sind die zehn Gebote von [[Jena]] niedergeschrieben, wie sie [[Zachini|König Zachini]] von der Göttin offenbart und von der heiligen Karavan übermittelt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Erstes Gebot: Ich, Jena, bin eure Göttin, die Mutter Schöpferin, und ihr wurdet nach meinem Ebenbild geschaffen. Liebt eure Göttin, wie ihr euch selbst liebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Zweites Gebot: Du sollst keine anderen Götter verehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Drittes Gebot: Lehrt eure Kinder meine Liebe, wie ich euch lehre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Viertens Gebot: Ehre meine Jünger, sie sind die Verkünder meiner Gesetze und wurden gesandt, um dein Wohlergehen zu schützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Fünftes Gebot: Du sollst nicht in die Eingeweide von Atys hinabsteigen, aus Angst, dass das Licht dein Herz verlässt und die Schatten des Drachen deine Seele verschlingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Sechstes Gebot: Wie das Blatt eines Baumes, das auf den Boden fällt und die Kraft des Lebens gibt, wird deine Seele zu mir zurückgerufen, wenn du stirbst. Je nach der Stärke deines Glaubens wirst du entweder mit meinem Segen wiedergeboren oder du wirst in grausamen Qualen verrotten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Siebtes Gebot: Verkündet mein Kommen, und meine Liebe wird in euren Herzen wachsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Achtes Gebot: Nimm das Gesetz nicht in deine Hände, aus Angst, am Tag des Gerichts in Sünde zu fallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Neuntes Gebot: Du sollst in mein Reich zurückkehren, und ich werde dir auf halbem Weg entgegenkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Zehntes Gebot: Wenn du bewiesen hast, daß dein Glaube rein ist, wirst du die Freude der Erhöhung erlangen und dadurch ein vertrauenswürdiger Jünger werden.}}&lt;br /&gt;
{{Last version link|Karavan}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Portal|Karavan}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bewohner]] [[Kategorie:Fraktionen]] [[Category:The Higher Powers of Atys]] [[Category:Karavan]]&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nilstilar</name></author>	</entry>

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		<title>Karavan</title>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Lore Officielle}}{{Trad&lt;br /&gt;
|DE= Karavan |DEs= 3&lt;br /&gt;
|EN= Karavan |ENs= 3&lt;br /&gt;
|ES= Karavan |ESs= 1&lt;br /&gt;
|FR= Karavan |FRs= 4&lt;br /&gt;
|RU=Караван |RUs= 1&lt;br /&gt;
|H  =&lt;br /&gt;
|palette=karavan&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Bild:Karavan banner de.png|center]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{TOCright}}&lt;br /&gt;
Die Mitglieder des Karavan sind mysteriöse, in schwarz gekleidete Humanoiden, deren Gesicht vollständig von einer Maske bedeckt ist. Ihre Mission: Das Wort [[Jena]]s verbreiten und ihren Interessen dienen. Mit Ausnahme der [[Urwurzeln]] sind die Karavan überall auf [[Atys]] anwesend. Ihre Mitglieder bewegen sich in Gruppen fort und durchqueren den Planeten in gigantischen Metallgefährten. Sie tragen Waffen einer unbekannten Technologie. Sie werden von den meisten [[Homin]] gefürchtet und respektiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Die Techno-Lords =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir sind die Anhänger Jenas, der Göttin von Atys und Mutter der Hominheit. Wir wurden gesandt, um über Ihre Kinder zu wachen, sie zu leiten, wenn sie vom richtigen Weg abkommen und sie auf die göttliche Erlösung am Jüngsten Tag vorzubereiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Keine Angst, Homin, dieser Tag kommt bald! Verehre Jena und sie wird dich durch die Himmelspforten in ein Land des Lichtes leiten, weit weg vom [[Großer Drache|Großen Drachen]] und den [[Kitin]] und auch weit weg von den bösen [[Kami|Kamis]]! Gib Acht, denn diese Kreaturen beschäftigen sich mehr mit verkommenen Pflanzen als mit dem Leben der Homin. Wenn du es zulässt, werden sie deine Seele besitzen, nur um ihr egoistisches Streben nach ihrer Selbsterhaltung zu stimulieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du, so wie wir, denkst, ein Hominleben sei wertvoller als eine einfache Pflanze, dann öffne Jena dein Herz und sie wird deine Retterin sein!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Guides helfen ihren Alliierten bei ihrer Suche. Sie können ihnen zum Beispiel sagen, wie sie einen Karavan [[Teleporter]] finden.&lt;br /&gt;
* Die Wächter sind die Soldaten der Karavan. &lt;br /&gt;
* Die Teleporter haben die Aufgabe, den Homin auf ihrer Reise durch Atys zu helfen. &lt;br /&gt;
* Die Gastgeber heißen die Homin, die guten Willen zeigen, willkommen und vertrauen ihnen kleine Missionen an. &lt;br /&gt;
* Die Botschafter sind die Vertreter der Karavan bei den Stämmen, die auf Atys wohnen. &lt;br /&gt;
* Die Offiziere vergeben wichtigere Missionen, die [[Riten]]. &lt;br /&gt;
* Die Kommandanten sind die Befehlshaber der Karavan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ziele ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Verehrung [[Jena]]s weiter entwickeln und aufrecht erhalten, um Ihre Rückkehr vorzubereiten.&lt;br /&gt;
* Den Planeten und seine [[Rohstoffe|Ressourcen]] vor dem [[Goo]] beschützen. &lt;br /&gt;
* Ihren Einfluss auf die [[Homin]] behalten und ausbauen. &lt;br /&gt;
* Sich gegen die [[Kami]]s stellen und die Ausbreitung der Verehrung des [[Elias Tryton]] verhindern. &lt;br /&gt;
* Das Geheimnis über ihre zerstörerische Technologie und ihren Ursprung hüten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedrohungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Kamis sind echte Rivalen. Zum Leidwesen der Karavan gewinnen sie nicht nur zahlreiche Anhänger für ihre Sache unter den Homin, sondern sie sind auch immun gegen die Karavan-Technologie. Die Kamis halten sie auch davon ab, Basis-Camps auf Atys zu errichten.&lt;br /&gt;
* Das [[Goo]] befällt den Planeten und schwächt möglicherweise die natürlichen Ressourcen. &lt;br /&gt;
* Bei [[Elias Tryton]], der in den dunkelsten Stunden der Kitin-Invasion auftauchte, besteht die Gefahr, dass er zahlreiche Homin von der Verehrung Jenas abbringt.&lt;br /&gt;
* Die Neugier der Homin über die Vergangenheit. Sie lässt sie an den Geboten der Karavan zweifeln und hat zu den größten Katastrophen geführt: dem [[Feuer von Coriolis|Inferno von Coriolis]] und dem [[Kitin-Krieg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mythos und Prophezeiung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Homin lebten auf einem verarmten Planeten bis der [[Großer Drache|Große Drache]], [[Großer Drache|Prinz der Dunkelheit]], kam und sie mit Visionen von reinem Wasser und fruchtbaren Böden verführte. Nachdem der Drach sie auf Atys geführt hatte, versteckte er die Sonne und versuchte, die Homin in Kälte und Dunkelheit zu versklaven. Doch [[Jena]], die Göttin der Sonne und Erschafferin von Atys, hatte Kunde von den Plänen des Drachen bekommen und füllte ihn mit ewigem Feuer, so daß der Drache das kalte Klima nicht beibehalten konnte und das Licht des Lebens nicht auslöschen konnte. Anschließend schuf die Göttin erneut Licht und provozierte somit das Grüne Erwachen, das den Homin erneut ein harmonisches Leben in einer reichhaltigen Welt ermöglichte. Jena entsandte ihre Anhänger, die Wächter der Karavan, um die Homin an verschiedenen Orten des Planeten anzusiedeln, damit jede Rasse eine Rolle in der Erhaltung von Atys spielen würde. Seit diesem Tag haben die treuen [[Homin]] gelernt, ihre Dankbarkeit durch die Verehrung Jenas und Opfergaben zum Ausdruck zu bringen. Der Drache verkroch sich seinerseits in den Eingeweiden von Atys, wo er seitdem schläft. Aus Furcht, sie könnten den Drachen aufwecken und seine Wut entfachen ist es den Homin verboten, in das Untergeschoss der Urwurzeln abzusteigen. Der Sage nach wird der Große Drache vor seinem Tod noch ein Mal erwachen, um das ganze Feuer aus seinem Körper auszuspeien und somit Atys zu zerstören. Diejenigen die den Lehren Jenas treu bleiben und auf der Oberfläche von Atys leben, werden gerettet und in ein neues Paradies transportiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Was sie ihren Gläubigen versprechen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegenzug zu ihrer Loyalität stellt der Karavan den Homin ihre Kräfte der Teleportation und der Wiederbelebung zur Verfügung. Nur dank der Unterweisungen der Karavan konnten die großen [[Homin]]-Zivilisationen errichtet werden. Sie versprechen gleichermaßen, die Homin im Falle einer neuen Katastrophe auf [[Atys]] zu beschützen, aber werden keinerlei Mitleid mit den Ungläubigen zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Jenatemple.jpg|thumb|375px|The Temple of Jena]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Botschaften des Tempels von Jena =&lt;br /&gt;
[[File:Karavan.png|frameless|right]]&lt;br /&gt;
{{Quotation|Karavan|&lt;br /&gt;
=== Die Botschaft der Karavan ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir sind die Jünger von [[Jena]], der Göttin von [[Atys]] und Mutter der [[Rassen|Hominheit]]. Wir wurden gesandt, um über ihre Kinder zu wachen, um sie zu leiten, wenn sie vom Weg abkommen, und um sie auf die göttliche Erhebung am Tag des Gerichts vorzubereiten. Sei gewiss, dieser Tag ist nahe, Homin!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verehre [[Jena]] und sie wird dich durch die Perlenpforte in eine Welt des Überflusses führen, weg vom [[Großer Drache|Drachen]] und den [[Kitin|Kitin]], weg von den bösen [[Kami|Kami]]! Hüte dich, sie werden von deiner Seele Besitz ergreifen, nur um ihren egoistischen Selbsterhaltungstrieb zu nähren, wenn du sie lässt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergiß niemals, daß du wie ich nach [[Jena|Jenas]] Ebenbild erschaffen wurdest, und der Glaube an sie muß in deinem Herzen vorherrschen, damit du göttliche Gnade erhältst, wenn [[Atys]] nicht länger das Leben der [[Rassen|Homin]] unterstützen kann. Als Gegenleistung für eure frommen Opfergaben hat sie uns mit der göttlichen Autorität ausgestattet, euren Geist wiederzubeleben, euch in ferne Länder zu teleportieren und euch den Umgang mit unserer Technologie zu lehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ihr wie wir der Meinung seid, daß ein Menschenleben mehr wert ist als eine einfache Pflanze, dann öffnet eure Herzen für [[Jena]] und sie wird eure Retterin sein!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Geburt der Hominheit ===&lt;br /&gt;
Es heißt, daß die Vorfahren der Homin vor langer Zeit einen verarmten Planeten bewohnten. Der [[Großer Drache|Große Drache]], der Fürst der Schatten, kam und lockte sie mit Visionen von reinem Wasser und fruchtbarem Land. Er führte sie in das gelobte Land [[Atys]], wo er die Sonne versteckte und den Planeten in Kälte und Dunkelheit stürzte. Statt eines Landes der Wunder und der Freiheit erlebten die vom Drachen betrogenen Menschen Trostlosigkeit und Sklaverei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Jena]], die Sonnengöttin und Mutter allen Lebens, schenkte ihnen Befreiung. Die Schöpferin von [[Atys]] erfuhr von der Niedertracht des Drachen und erfüllte ihn mit einem ewigen Feuer. Auf diese Weise konnte der Drache nicht länger ein kaltes Klima aufrechterhalten und das Licht des Lebens auslöschen. Die Göttin sorgte dafür, daß das Licht wiedergeboren wurde, so daß das Grün wuchs und [[Atys]] in einen wunderbaren Pflanzenplaneten verwandelte. Das versklavte Volk wurde geläutert und vom Drachen befreit, der sich in die Tiefe zurückzog: So gebar [[Jena]] die [[Rassen|Hominheit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann wandte sich [[Jena]] an ihre Jünger, die Auserwählten der Karavan, die zwischen den Sternen unterwegs waren und den Kampf mit dem Drachen miterlebt hatten. Die Göttin übertrug ihnen die Aufgabe, die [[Homin]] so zu gestalten, daß sie vor dem Einfluss des Drachen, der in den Eingeweiden von [[Atys]] schlief, geschützt gedeihen würden. Die Karavan halfen den Homin, sich an verschiedenen Orten auf dem Planeten niederzulassen, so daß jede auf ihre Weise das zukünftige [[Atys]] aufbauen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die drakonische Asche ===&lt;br /&gt;
Der Drache wurde besiegt, aber er hinterließ seine Spuren auf [[Atys]]. Als [[Jena]] den schattenhaften Drachen mit dem Feuer der Sonne erfüllte, krümmte sich die Bestie vor Schmerz und spuckte ihren flammenden Atem über den gefrorenen Planeten. Unter der Hitze seines feurigen Atems tauchte der Urschlamm von [[Atys]] wieder auf, den der Drache unter einer Eiswüste begraben hatte. Dann überflutete [[Jena]] den Planeten mit ihrem Licht, und das Fruchtbare keimte in einer wundersamen Lebenswut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Drache war während der [[Grüne Auferstehung|Grünen Auferstehung]] in den Wurzeln von [[Atys]] gefangen. Er versuchte zu entkommen, indem er das Sonnenfeuer spuckte und das neue Holz zu Asche verbrannte, aber das Wunder des Lebens war zu stark und das Feuer wurde unter dem Gewicht der vielen sich entfaltenden Blätter erstickt. Erschöpft und besiegt suchte der Drache Zuflucht in der Dunkelheit einer Pflanzenhöhle in den Tiefen des Planeten und schlief schließlich ein. Die Asche aus dem Feuer des Drachen wurde über die gesamte Oberfläche von [[Atys]] verstreut. Sie vermischte sich mit den Sapströmen, den Pollen der Riesenblumen und den Sporen der uralten Pilze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie klebten an den Linien der urzeitlichen Rinde. Als der [[Grüne Aufgang]] zum Stillstand kam, waren sie überall. Und sie zeugten von den Überresten des Zorns des Drachen. Alle Wesen auf [[Atys]] tragen Spuren der drakonischen Asche in sich. Sie sind in der Luft, in den Pflanzen und im Regen. Es sind unsichtbare, geruch- und geschmacklose, unendlich winzige Staubpartikel, die von allen Lebewesen eingeatmet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Auserwählten der Karavan, die über jeden Makel der Unreinheit durch den Drachen erhaben sind, schützen sich vor der Asche, indem sie eine heilige Rüstung tragen. Für sie wäre das Einatmen der drakonischen Asche gleichbedeutend damit, sich dem Atem des Drachen zu öffnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Prophezeiung ===&lt;br /&gt;
Als [[Jena]] ihren Jüngern den Auftrag gab, die [[Homin]] zu führen, wurde eine Prophezeiung ausgesprochen. Eines Tages würde der Große Drache, der in den Tiefen von [[Atys]] schläft, erwachen. Von einer ewigen inneren Flamme verzehrt, wird er seinen Qualen und seiner eigenen Existenz ein Ende setzen, indem er das gesamte Feuer in seinem Körper ausspuckt, was [[Atys]] zerstören wird. Am [[Tag des Gerichts|Tag des Gerichts]] werden [[Jena]] und ihre heiligen Propheten, die von jenseits der Sterne kamen, dort sein. Sie werden die [[Homin]] retten, die den Lehren der Göttin treu waren, und sie in den Himmel entführen, um sich den Auserwählten der Karavan anzuschließen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Rassen|Homin]], die weiterhin leugnen, dass [[Jena]] die allmächtige Göttin ist, werden in den Flammen des Drachen umkommen und mit ihm verschwinden. Diejenigen, die gerettet wurden, werden in eine neue Welt des Überflusses transportiert, wo sie bis in alle Ewigkeit im Licht der Göttin leben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur [[Jena]] weiß, wann der Drache erwachen wird, um seinen letzten zerstörerischen Atem auszuhauchen. Jeder Tag, der vergeht, bringt [[Atys]] dem unausweichlichen Ende näher. Doch dieses Ende darf nicht durch Unvorsichtigkeit beschleunigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb wachen die Karavan darüber, daß sich die Gläubigen nicht in die tieferen Schichten von [[Atys]] wagen. Wer in das Innere des Planeten hinabsteigt, nähert sich dem Drachen, dessen Schlaf von schrecklichen Träumen gequält wird. Diese schattenhaften Träume können das Licht von [[Jena]] aus den Herzen der [[Homin]] verdrängen und die Seelen verschlingen. Dennoch erlauben die Karavan ihren Anhängern, in die oberen Ebenen der [[Urwurzeln]] hinabzusteigen, wenn es dafür einen triftigen Grund gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Feinde von Jena ===&lt;br /&gt;
Es gibt dunkle Mächte im Universum, und [[Atys]] ist nicht außerhalb ihrer Reichweite. [[Jena]] hat bereits den Kampf gegen den bösen Drachen aufgenommen, um ihre Kinder zu befreien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Schatten lauern weitere Feinde, und die Anhänger der Göttin müssen sich in Acht nehmen. Die [[Kami|Kami]] und ihr Anführer [[Ma'Duk]] sind die größte Bedrohung für die Zukunft der [[Rassen|Hominheit]]. Diese Dämonen versuchen, von den Homin Besitz zu ergreifen, um sie zu unterjochen und sie in gefügige Diener zu verwandeln, die für das Überleben von [[Ma'Duk]] geopfert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Elias Tryton]], ein gefallener Prophet, der durch den Drachen korrumpiert wurde, ist auf [[Atys]] wieder aufgetaucht und versucht, die Homin zu beeinflussen. Er ist derjenige, der hinter dem [[Großer Schwarm|Großen Schwarm]] steckt, der den Zorn der [[Kitin|Kitin]] entfesselte, um die [[Rassen|Hominzivilisationen]] zu vernichten, er öffnete magische Portale, um die Überlebenden in die Schatten der [[Urwurzeln]] zu schicken. Er unterschätzte die Stärke der Karavan, die die Invasion beendeten und das Licht von [[Jena]] in den Herzen der verbannten Homin schützten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Kitin|Kitin]] sind eine weitere Bedrohung für die [[Homin]]. Diese Monster, die während des [[Großer Schwarm|Großen Schwarmes]] die alten Zivilisationen hinwegfegten, wurden aus den Schuppen des Drachen geboren. Sie gediehen in den Tiefen von Atys, bevor sie sich über die Rinde ausbreiteten. Die Karavan behalten den Schwarm im Auge und halten sich bereit, bei massiven Invasionen einzugreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Primitiven sind degenerierte Kreaturen, die aus [[Rassen|Homin]] hervorgegangen sind, die durch den Drachen korrumpiert wurden. Sie sind äußerst aggressiv und greifen alle Homin a, die ihren Weg kreuzen. Ihre Zahl wächst, und es gibt Berichte über einige Clans von Primitiven mit höherer Intelligenz. Die Karavan können nicht zulassen, daß solche Menschen ihren Schutzbefohlenen Schaden zufügen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und auch das [[Goo]] ist eine Bedrohung, der die Auserwählten von Jena nicht entkommen können. Es verschlingt langsam den Planeten und verschmutzt seine Ressourcen. Deshalb wollen die Karavan ihn loswerden. Zu diesem Zweck studieren sie es, um seine Schwachstellen zu finden. Und schließlich gibt es auch Homin, die sich als Feinde ihrer eigenen Art erweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Karavan sind im Allgemeinen wohlwollend, aber sie können nicht zulassen, dass ihre Anhänger Fanatikern zum Opfer fallen, die zum Töten und Plündern bereit sind. Die Homin der Karavan müssen sich im Licht Jenas vereinen, um ihre Feinde zu bekämpfen - nur so werden sie den Sieg erringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ma-Duk, der Betrüger ===&lt;br /&gt;
Die [[Kami]] sind Dämonen, die aus der drakonischen Asche geboren wurden, die auf Atys allgegenwärtig ist. Ein großer Teil des Wesens dieser seltsamen Kreaturen ist durch den uralten Zorn des Drachen beeinflusst: Deshalb sind die Kami wild, unberechenbar und gefährlich. Sie sind besessen von den natürlichen Ressourcen von [[Atys]], die sie als ihr Eigentum betrachten, und sie zögern nicht, jeden Schürfer zu töten, der sich ihren Beschränkungen widersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Oberhaupt der Kami ist ein Dämon namens [[Ma'Duk]], der einige der Homin davon überzeugt hat, dass er der Schöpfer von Atys ist. Mit Magie und List hat er einen regelrechten religiösen Orden um sich herum geschaffen. Es handelt sich um eine Sekte, die glaubt, zum Wohle der Homin und des gesamten Planeten zu arbeiten. Wenn sie den wahren Zweck ihrer falschen Gottheit erkennen würden, würden die Anhänger vor Entsetzen aufschreien. In der Tat ist es das Ziel von Ma-Duk, die Homin zu assimilieren, um sie in sein Ebenbild zu verwandeln und sie für immer an Atys zu binden, so daß sie dazu verdammt sind, zusammen mit ihm unterzugehen, wenn der [[Großer Drache|Drache]] erwacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere schreckliche Wahrheit ist, daß Ma-Duk von dem schrecklichen Goo bedroht wird, der ihn auffrisst. Um seine eigene Lebenskraft zu verlängern, verschlingt Ma-Duk nach und nach die Körper und Seelen der Homin, die ihm folgen, wie ein monströser Parasit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Karavan hoffen, die Homin zu retten, die auf die Lügen von Ma-Duk hereingefallen sind. Sie versuchen, sie zur Einsicht zu bringen und sie aus dem Schatten herauszuführen, damit sie ins Licht Jenas zurückkehren können. Aber es gibt einige, die nicht gerettet werden wollen und alles tun, um andere Homin in den Untergang zu treiben. In solchen Fällen ist eine Konfrontation unausweichlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die guten Werke der Karavan ===&lt;br /&gt;
Die Karavan bieten spirituelle Führung: Sie haben den Homin die Botschaften von Jena überbracht, der Göttin, die sie vor dem Untergang bewahren wird, wenn der Drache erwacht. Sie erwecken die Geister der Homin in Übereinstimmung mit dem Willen der Göttin wieder zum Leben. Sie bieten Pakte an, die es den Homin ermöglichen, sich zu teleportieren oder den Schatten aufzulösen, der über ihnen schwebt, wenn sie aus den Pforten des Todes zurückkehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Karavan sind großzügige Mentoren: Sie haben den Homin geholfen, ihr Handwerk zu entwickeln. Die Karavan haben ihnen alle Geheimnisse des Magnetismus, der Schrift, der Botanik, die Grundlagen eines Geldsystems und die Beherrschung des Feuers offenbart. Sie belohnen ihre verdienstvollsten Anhänger, indem sie ihnen bestimmte Techniken beibringen, ihnen prestigeträchtige Titel verleihen und ihnen Gegenstände schenken, die sie mit ihrer mächtigen Technologie herstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Karavan sind visionäre Baumeister: Sie haben sich am Aufbau der menschlichen Zivilisationen beteiligt. Sie halfen beim Wiederaufbau nach dem [[Großer Schwarm|Großen Schwarm]], indem sie an den entlegensten Außenposten Bergbaumaschinen aufstellten, um für reichlich Ressourcen zu sorgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Karavan sind loyale Wächter: Sie bekämpften die [[Kitin]]s während dem [[Großer Schwarm|Großen Schwarm]] und beendeten deren Invasion. Sie kämpfen gegen die [[Kami]], die die Homin in Dämonen verwandeln wollen, und gegen [[Elias Tryton]], der das Volk von Atys für seine eigenen obskuren Zwecke benutzen will. Sie studieren das Goo, um es zu verstehen und zu kontrollieren, damit es keine Bedrohung mehr darstellt. Und sie kämpfen gegen die blinde Gewalt der Primitiven. Sie versuchen, die Homin vor den schädlichen Auswirkungen des [[Großer Drache|Drachen]] zu schützen. Die Karavan arbeiten daran, die Ordnung über der Anarchie aufrechtzuerhalten, und sie blicken eher in die Zukunft als in die Vergangenheit. Sie werden das Volk der Homin zur Erfüllung führen, in der Herrlichkeit und im Licht von [[Jena]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Karavan und die Matis ===&lt;br /&gt;
In alten Zeiten war das Volk der Matis der größte Verbündete der Karavan. Der erste Homin, den Jena erscheinen ließ, war ein Matis, [[Zachini]], der dann der Herrscher des [[Matia]]-Königreichs wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Ort der göttlichen Erscheinung wurde die heilige Stadt [[Karavia]] errichtet, wo Zachini die Gebote Jenas aus den Händen der Karavan empfing. Dank der Frömmigkeit von König Zachini verbreitete sich das Licht der Verehrung [[Jena|Jenas]] unter den Homin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Karavan halfen den Matis beim Aufbau ihrer Zivilisation und drängten sie stets zu Höchstleistungen. Dann enthüllten sie die Geheimnisse der lebenden Materie, so daß sie ihre Kreativität entfalten konnten. So entstand die Kunst der Manipulation von Flora und Fauna, eine der Grundlagen der Matis-Kultur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Matis haben hart gegen die Feinde Jenas gekämpft: Sie haben die Bedrohung durch die Primitiven in den alten Wäldern beendet und den Karavan in ihrem Kampf gegen die Kami-Dämonen geholfen. Die Treue und Ausdauer der Matis-Krieger macht sie zu den edelsten Kämpfern der Göttin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Karavan und die Tryker ===&lt;br /&gt;
Seit dem Beginn ihrer Geschichte haben die [[Tryker]] schwierige Prüfungen überstanden, aber es ist ihnen immer gelungen, ihre Würde zu bewahren. [[Jena]] und die Auserwählten von Karavan waren immer an ihrer Seite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als das Volk der Tryker in den Anfängen ihrer Existenz in die Sklaverei getrieben wurde, griff Jena ein, um sie zu befreien. Als die [[Kami]] die Tryker im Stich ließen und in den [[Dschungel|Dschungeln]] von [[Atys]] verschwanden, griffen die Karavan ein, um das Seevolk auf den Pfad des Lichts zu führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Karavan leisteten Hilfe bei der Entwicklung der Tryker-Zivilisation. Sie enthüllten dem Volk der Seen die Geheimnisse der Windkraft. Sie gaben ihren Segen zur Schaffung der ersten Währung, des [[Dapper|Dappers]], und förderten damit einen neuen, gerechteren Handelsaustausch. Unter der wohlwollenden Führung der Karavan konnten die Tryker-Handwerker viele neue Erfindungen ausprobieren, die das Leben für alle verbessert haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Tryker]] sind ein enthusiastisches Volk, das tapfer für die Verteidigung seiner Freiheit gekämpft hat. Die Karavan konnten sich bei vielen Gelegenheiten auf sie verlassen, um gegen die Schatten zu kämpfen, die [[Atys]] zu verschlingen drohten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Karavan und die Fyros ===&lt;br /&gt;
Die [[Fyros]] sind ein stolzes, unabhängiges Volk, und ihre Beziehungen zu den Karavan waren oft von Misstrauen geprägt. Allerdings sind die Fyros, wie alle Homin, die Kinder Jenas. Sie sind sich auch der Anwesenheit des Drachen bewusst: Sie wollen ihn vernichten, um die Bedrohung ihrer Existenz zu beenden. Indem sie dem von den Karavan gezeigten Weg folgen, ist es das Schicksal der Fyros, die Wächter von Atys zu werden - Wächter, deren Wachsamkeit unübertroffen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor langer, langer Zeit offenbarten die Karavan den Fyros ein großes Geheimnis: wie man das Feuer beherrscht. Dank der Lehren von Jenas Auserwählten wurden die Fyros zu unübertroffenen Meistern des Feuers, die es für ihr Handwerk nutzten oder es wie ein wildes Tier zähmten, um es als Waffe gegen ihre Feinde einzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Karavan halfen ihnen auch beim Aufbau ihrer Zivilisation, indem sie ihnen Bautechniken beibrachten, mit denen sie große Städte wie Fyr, die Stadt der Fackeln, errichten konnten. Das Wüstenvolk hat sich mit dem Schwert in der Hand einen Platz geschaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als unerschrockene Krieger mit unerschütterlicher Ehre sind die Fyros gnadenlos gegenüber ihren Feinden. Sie werden durch das Feuer der Sonne angetrieben, und ihr Platz ist an der Seite Jenas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Karavan und die Zoraï ===&lt;br /&gt;
In den Augen vieler Homin sind die [[Zoraï]] ein mysteriöses Volk. In alten Zeiten lebten sie tief im Dschungel, weit weg von den Turbulenzen, die andere Homin umtrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Zoraï]] waren auf der Suche nach Weisheit, und die Liebe von [[Jena]] berührte die Tiefen ihrer Seelen. Leider lockten die [[Kami]] viele von ihnen mit falschen Versprechungen, und viele Zoraïs wandten sich von ihrer [[Jena|Mutter]] und von den Karavan ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Zoraï wieder auf die Pfade des Lichts zu bringen, lehrten die Auserwählten der Karavan sie die [[Magnetischer Kartograph|Geheimnisse des Magnetismus]]. Sie lehrten sie, Zeichen auf Papyrus zu zeichnen, und offenbarten ihnen die Prinzipien der Schrift. Doch der Griff der bösen Dämonen war stark, und die Nebel der [[Magie]] verdunkelten die Geister der Zoraï. Dennoch haben die Karavan nie die Hoffnung aufgegeben, diese Finsternis zu vertreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zoraï kämpften mutig gegen die Plage des [[Goo]] und träumten lange von einer Welt der Harmonie. Diese Welt existiert, in den Händen von Jena. Eines Tages werden die Masken der Zoraï fallen, und das Licht der Göttin wird auf ihre Gesichter scheinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Kirche des Lichts ===&lt;br /&gt;
An diesem Ort wurde ein Tempel für Jena errichtet. Dieser Tempel ist eines der heiligen Häuser der Kirche des Lichts, in dem sich die Karavan-Homin versammeln können. Hier finden sie, was sie brauchen: den Mut, ihre Bestimmung zu erfüllen, die Liebe der Göttin und den Frieden in ihren Seelen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kirche des Lichts, die aus Homin unter der Führung der Karavan besteht, wurde einige Jahre nach dem Erscheinen von Jena errichtet. Sie wurde während des [[Großer Schwarm|Großen Schwarmes]] zerstreut. Der Wiederaufbau der Zivilisationen und die Umsiedlung der Homin in die [[Neue Lande|Neuen Lande]] nahm viel Zeit und viele Opfer in Anspruch. Nach einigen Jahrzehnten wurden neue Tempel gebaut, um die Göttin mit gebührender Pracht zu ehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Homin, willkommen im Tempel von Jena! Die Sonnengöttin, Mutter allen Lebens, ist liebevoll und einladend. Tauche ein in ihr Licht und bereite deine Seele auf den Tag des Gerichts vor, damit sie dich zu den Sternen emporheben kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Gebote von Jena ===&lt;br /&gt;
Hier sind die zehn Gebote von [[Jena]] niedergeschrieben, wie sie [[Zachini|König Zachini]] von der Göttin offenbart und von der heiligen Karavan übermittelt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Erstes Gebot: Ich, Jena, bin eure Göttin, die Mutter Schöpferin, und ihr wurdet nach meinem Ebenbild geschaffen. Liebt eure Göttin, wie ihr euch selbst liebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Zweites Gebot: Du sollst keine anderen Götter verehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Drittes Gebot: Lehrt eure Kinder meine Liebe, wie ich euch lehre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Viertens Gebot: Ehre meine Jünger, sie sind die Verkünder meiner Gesetze und wurden gesandt, um dein Wohlergehen zu schützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Fünftes Gebot: Du sollst nicht in die Eingeweide von Atys hinabsteigen, aus Angst, dass das Licht dein Herz verlässt und die Schatten des Drachen deine Seele verschlingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Sechstes Gebot: Wie das Blatt eines Baumes, das auf den Boden fällt und die Kraft des Lebens gibt, wird deine Seele zu mir zurückgerufen, wenn du stirbst. Je nach der Stärke deines Glaubens wirst du entweder mit meinem Segen wiedergeboren oder du wirst in grausamen Qualen verrotten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Siebtes Gebot: Verkündet mein Kommen, und meine Liebe wird in euren Herzen wachsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Achtes Gebot: Nimm das Gesetz nicht in deine Hände, aus Angst, am Tag des Gerichts in Sünde zu fallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Neuntes Gebot: Du sollst in mein Reich zurückkehren, und ich werde dir auf halbem Weg entgegenkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Zehntes Gebot: Wenn du bewiesen hast, daß dein Glaube rein ist, wirst du die Freude der Erhöhung erlangen und dadurch ein vertrauenswürdiger Jünger werden.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div align=right&amp;gt;— Karavan Temple&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Siehe auch =&lt;br /&gt;
* [[Jena]]&lt;br /&gt;
* [[Kami]]&lt;br /&gt;
* [[Höhere Mächte]]&lt;br /&gt;
* [[Feuer von Coriolis]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{clear}}{{last version link|Karavan}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt; &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bewohner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Religion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fraktionen]]&lt;br /&gt;
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		<author><name>Nilstilar</name></author>	</entry>

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		<title>Der glühende Schwarm</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Nilstilar: Die Seite wurde neu angelegt: „&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Trad |DE =Die glühende Schwarm|DEs=0 |ES =La nube brillante|ESs=1 |EN =The Glowing Swarm|ENs=2 |FR =La nuée luisante|FRs=3 |RU =&amp;lt;!--Светящ…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Trad&lt;br /&gt;
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|H =&lt;br /&gt;
|palette=atys&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Wie manche von Euch wissen, habe ich lange Zeit im Exil als Teil der Ranger auf der wilden Borke verbracht. Damals habe ich so einige seltsame Dinge gesehen. Dies ist eine Begebenheit, die ich während meiner Zeit auf der wilden Borke, als Mitglied eines Suchtrupps, erlebt habe.&lt;br /&gt;
''Dort draußen ist es anders als hier in den Neuen Ländern. Unsere Heimat hier ist voll von gefährlichen Tieren und Pflanzen und wir alle wissen, dass wir auf der Hut sein müssen, wenn wir zu Fuß oder mit Reittieren zwischen den Städten und Ländern reisen.&lt;br /&gt;
''Doch auf der wilden Borke gibt es Kreaturen, die uns hier gänzlich unbekannt sind. Ich bin sicher, auf eurer Reise gen Silan haben manche von Euch auch einige seltsame Dinge gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Quotation| |Wir waren einige Tage lang einer langen, relativ breiten Spalte in der trockenen Borke gefolgt, um nach Flüchtlingen Ausschau zu halten, die von Oflovaks Weg abgekommen waren. Zu beiden Seiten von uns ragten hohe Klippen aus harter Rinde empor und der Boden der Schlucht war recht dicht bewachsen. Oft mussten wir absteigen und die Mektoubs führen, da das Unterholz zu dicht für die Tiere wurde. Es war warm, feucht und stickig in diesem Wald. Dort wuchsen Pflanzen, die ich noch nie gesehen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem langen Ritt durch diesen dichten Wald schlugen wir unser Nachtlager auf, um uns auszuruhen. Jeder von uns trug ein kleines Zelt, grad groß genug für eine Person bei sich und war auch selbst dafür verantwortlich, es aufzubauen. Diese Zelte sind sehr clever. Wenn nötig, können zwei oder mehr dieser Stoff- und Leder Konstruktionen verbunden werden und als ein größeres Zelt funktionieren. Lylanea dit : Gerade wenn es kalt wurde, rückten die Trupps enger zusammen, aber manche Homins nutzen diese Eigenart auch, um auf einem langen Marsch zumindest so etwas Ähnliches wie Privatsphäre zu haben. Es war jedoch Sommer und niemand bandelte mit einem Anderen an, zumindest noch nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kletterte ich auf einen Baum, setze mich in eine Astgabel und begann in die Nacht hinaus zu schauen. Das langsam herab brennende Lagerfeuer im Rücken, damit sich meine Augen an die Dunkelheit gewöhnen konnten. Um mich herum brach die Nacht herein und schon bald hörte ich nur noch das Schnarchen einiger meiner Kameraden und das leise Schnauben unserer sicher angebundenen Mektoubs hinter mir. Vor mir hörte ich die Geräusche des nächtlichen Waldes. Insekten summten und zirpten, kleine Tiere huschten in den Bäumen und am Boden umher und ab und zu quiekte etwas ein letztes Mal kurz auf, wenn etwas Anderes es fing. Die Nacht roch nach feuchter Erde und Rinde, nach Pflanzen, die ich nicht kannte, und Tieren, die mir ebenso unbekannt waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach ungefähr einer Stunde bemerkte ich, dass etwas in einiger Entfernung zwischen den Bäumen leuchtete. Ich richtete mich auf und reckte den Hals, um besser sehen zu können, was es war. Es bewegte sich auf unser Lager zu. Ich pfiff und unter dem Baum schreckten meine fünf Kameraden aus dem Schlaf hoch.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Was ist es, Lyl?'', fragte unsere Anführerin so leise, dass ich sie gerade hören konnte.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Ich weiß es nicht. Etwas kommt auf uns zu. Es leuchtet wie Feuer. Aus Richtung Südost.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die Blicke der Homins richteten sich auf den Wald und schon bald sahen auch sie das seltsame Glühen. Es waberte und pulsierte leicht, aber zu gleichmäßig, um tatsächlich Feuer zu sein. Die Farben wechselten zwischen hellem Honig und der Farbe des Sonnenuntergangs über Matia im Sommer. Es schien beinahe zwischen den Bäumen hindurch zu fließen. Ich zog meine Magieverstärker an meine Hände und machte mich klein, das Sap begann in meinen Adern zu brodeln, als ich mich auf einen Kampf vorbereitete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann haben wir sie gesehen. Sie bewegten sich wie lange, grazile Aale oder Schlangen. Sie glitten durch die Luft, als würden sie schwimmen. Leicht und durchscheinend. Manche langsamer, manche schneller. Große und kleine Wesen. Die Größten ungefähr so lang wie mein Arm, die Kleinsten so lang wie ein Finger. Sie selbst schimmerten in dem Licht, das wir sahen. Heller und dunkler, wie Honig aus verschiedenen Blüten. Manche von ihnen auch feuerrot und andere wie der Sand der Brennenden Wüste. Zusammen erzeugten sie eine Wolke aus Licht, die langsam immer näher glitt. Wir alle waren nervös und hielten unsere Waffen bereit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann waren sie bei uns. Der größte Teil des Schwarms verharrte kurz vor unserem Lager, einige der größeren Individuen jedoch glitten in den Kreis meiner Freunde. Sie ignorierten die Homins vollkommen und flogen auf das beinahe verloschene Feuer zu. Wir alle waren voller Unbehagen, ich sah es in den Gesichtern meiner Kameraden, aber niemand griff die Wesen an. Sie schwammen weiter durch die Luft, um das Feuer herum; ihre Bewegungen hatten etwas Dringliches an sich. Eine gewisse Hektik lag in den immer engeren Kreisen, die sie um das schnell kleiner werdende Feuer zogen. Der Schwarm schwebte noch immer außerhalb unseres Perimeters, die Tiere oder Wesen darin wandten ihre scheinbar augenlosen Köpfe ebenfalls dem Feuer zu. Von meiner Warte aus konnte ich erkennen, dass feine, beinah durchsichtige Flossen an ihren schlanken Körpern entlang liefen, sich wellenförmig bewegten und sie so in der Luft hielten. Die fünf oder sechs Wesen in unserer Mitte begannen nun immer heller zu leuchten und ihre Bewegungen wurden schneller und hektischer. Eines von ihnen huschte sehr nah an die letzte kleine Flamme heran und leuchtete kurz so hell auf, das ich mich abwenden musste. Als ich wieder hinab schaute, flogen die Wesen in einem engen, langsamen Kreis um die nur noch rauchenden Reste unseres Feuers.Dann stiegen sie Eines nach dem Anderen auf und kehrten in den Schwarm zurück, wo Andere sie in Empfang nahmen. Einige von ihnen flogen zu kleineren Tieren und schmiegten sich eng an diese. Sanftes, gelbes Licht pulsierte zwischen ihnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lylanea dit : Mit einem Mal setzte sich der Schwarm wieder in Bewegung. Er glitt durch unser Lager, über uns hinweg und um uns herum. Sogar in meinem Versteck, im Baum, glitten die Tiere zwischen Zweigen und Blättern hindurch. Ihr sanftes Licht erfüllte die Dunkelheit. Ich konnte nur staunen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Keines der Wesen berührte uns, wir schienen für sie nicht zu existieren oder nur als Hindernisse auf ihrem Weg. Nicht mehr als ein Baum oder Strauch. Doch wir spürten alle einen deutlichen Anstieg der Temperatur. Die Kühle der Nacht wurde ersetzt mit der Wärme eines dicken Mantels aus bestem Fell, beinahe wie eine Umarmung. Eine Minute oder länger, eine gefühlte Ewigkeit, brauchte der Schwarm, bis er unsere Position passiert hatte. Wir alle starrten ihm hinterher, bis das Licht in der Nacht verschwand. Sprachlos, von der Schönheit dieses Naturschauspiels gerührt.&lt;br /&gt;
Wir diskutierten noch lange über dieses Erlebnis und kamen schließlich zu einer Theorie, was dieses Verhalten ausgelöst haben könnte. Was denkt Ihr?}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Nach ein paar mehr oder weniger verrückten Vorschlägen aus dem Publikum schloss der Erzählerin:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Quotation| |Unsere Theorie war es, dass diese Wesen das herunterbrennende Feuer für eines der Ihren hielten. Sie dachten es benötige Hilfe und sahen was mit ihm geschah. Villeicht wollten sie auch nur bei einem sterbenden Artgenossen sein. Wir entfachten ein neues Feuer… Aber sie kamen nicht zurück.}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&amp;lt;div align=center&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;span id=Dav&amp;gt;Dieses erlebte Abenteuer wurde von [[User:Lylanea Vicciona|Lylanea]] auf dem [[Treffen der Barden IV|viertes Treffen der Barden]] erzählt, das im Germinally 2622-2 (HRP: Februar 2023) stattfand.&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Portal|Literatur}}{{Portal|Animation}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lieder]] [[Kategorie:Treffen der Barden]]&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nilstilar</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Vorlage:Quotation&amp;diff=34684</id>
		<title>Vorlage:Quotation</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Nilstilar: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;blockquote style=&amp;quot;padding: 0em 2em 0em 1em; margin: 1em 0em 1em {{{icon-size|4em}}}; {{ #if: {{{icon|}}} || border-left: 1px solid #AAA; }}&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;div style=&amp;quot;position: absolute; margin-top: -0.2em; margin-left: -{{{icon-size|0.8em}}}; font: bold 5em Times New Roman, Times, Georgie, serif; color: #AAA;&amp;quot;&amp;gt;{{ #if: {{{icon-size|}}} | &amp;lt;div style=&amp;quot;position: absolute; margin-left: -0.2em;&amp;quot;&amp;gt;{{{icon|“}}}&amp;lt;/div&amp;gt; | {{{icon|“}}} }}&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{{2|Quoted text.}}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;p style=&amp;quot;text-align: right; font-size: 0.9em;&amp;quot;&amp;gt;  {{ #switch: {{ lc: {{{1|}}} }}&lt;br /&gt;
| in-game          | game    = In-game description&lt;br /&gt;
| official website | website = Official website&lt;br /&gt;
| kami sancturary  | kami    = Kami Sanctuary&lt;br /&gt;
| karavan temple   | karavan = Karavan Temple &lt;br /&gt;
| the chronicles   | chronicle = The Chronicles&lt;br /&gt;
| game manual      | manual  = [[Gameplay manual|Game manual]]&lt;br /&gt;
| #default                   = {{{1|Quotation source}}}&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__NOTOC__&lt;br /&gt;
{{Trad&lt;br /&gt;
|DE=Vorlage:Quotation&lt;br /&gt;
|EN=Template:Quotation&lt;br /&gt;
|ES=Plantilla:Quotation&lt;br /&gt;
|FR=Modèle:Quotation&lt;br /&gt;
|RU=Шаблон:Quotation&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
==Description==&lt;br /&gt;
===Without optional fields===&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Quotation|&amp;lt;source&amp;gt;|&lt;br /&gt;
&amp;lt;text&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===With Optional fields===&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Quotation|&amp;lt;source&amp;gt;|icon=&amp;lt;icon&amp;gt;|icon-size=&amp;lt;integer&amp;gt;|&lt;br /&gt;
&amp;lt;text&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
This template is used to mark text passages as quotations from official source.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Parameters==&lt;br /&gt;
; ''unnamed parameter'' 1&lt;br /&gt;
: Quotation source. Can be a custom value or a predefined value:&lt;br /&gt;
:* &amp;lt;code&amp;gt;game&amp;lt;/code&amp;gt; - In-game description&lt;br /&gt;
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; ''unnamed parameter'' 2&lt;br /&gt;
: Quoted text.&lt;br /&gt;
; icon&lt;br /&gt;
: Optional. Displays an icon to the left.&lt;br /&gt;
; icon-size&lt;br /&gt;
: Optional. Modifies the space for the icon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Formatvorlagen]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nilstilar</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Worte_des_Lichts&amp;diff=34560</id>
		<title>Worte des Lichts</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Worte_des_Lichts&amp;diff=34560"/>
				<updated>2023-03-03T11:25:27Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Nilstilar: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Trad&lt;br /&gt;
|DE =Was das Licht sagt|DEs =0&lt;br /&gt;
|ES =Lo que dice la luz|ESs = 5&lt;br /&gt;
|EN =What the light says|ENs = 4&lt;br /&gt;
|FR =Ce que dit la lumière|FRs =4&lt;br /&gt;
|RU = Что говорит свет|RUs = 5&lt;br /&gt;
|H = 1&lt;br /&gt;
|palette=tryker&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Clear}}&lt;br /&gt;
[[File:Atysmas 2020 Lylanea.png|300px|right]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;''Danke, Homins. Ich freue mich sehr, dass ich diesen Abend mit euch verbringen darf.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lylanea hält eine Schale aus Bernstein in ihren Händen.&lt;br /&gt;
&amp;quot;''Zunächst einmal möchte ich euch bitten, mir ein wenig zu helfen. Ich habe jedem von Ihnen zu Beginn des Abends eine kleine Bernsteinschale gegeben. In jeder Schale befindet sich eine kleine, noch nicht angezündete Kerze. Ich bitte euch nun, Homins, diese Kerzen der Reihe nach anzuzünden. Ich beginne mit meiner, und dann zündet jeder von euch die Kerze des Homin an, der zu eurer Linken sitzt, so dass das Licht unter uns von einem Homin zum anderen wandert.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Lylanea zündet zuerst ihr eigenes Licht an, dann beugt sie sich vor, um Chenlis Licht anzuzünden. Die Schale leuchtet von dem sanften goldenen Licht, das darin brennt.&lt;br /&gt;
Dann stellt sich Lylanea vor das Publikum und beginnt mit sanfter Stimme zu sprechen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::'''W'''enn es kalt wird in den Wäldern&lt;br /&gt;
::'''W'''enn der Reif glänzt auf den Feldern.&lt;br /&gt;
::'''W'''enn der Schnee bedeckt das ganze Land,&lt;br /&gt;
::'''D'''ann halte dies Licht in deiner Hand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::'''D'''ies Licht, es soll erinnern, an den Auszug aus dem Dunkel.&lt;br /&gt;
::'''A'''n die Heimkehr in ein neues Land, wo die große Flucht ihr Ende fand.&lt;br /&gt;
::'''V'''ier Völker, dereinst auf ewig im Krieg, fanden in den Tiefen den gemeinsamen Sieg.&lt;br /&gt;
::'''E'''in Jeder für das Wohl des Einen. Einzeln für das Wohl der Seinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::'''L'''ang und dunkel war dort Unten die Zeit.&lt;br /&gt;
::'''V'''erloren schon fast, die Hoffnung auf Freiheit.&lt;br /&gt;
::'''D'''och Eines vergaßen die Homins nicht&lt;br /&gt;
::'''D'''ie Erinnerung an warmes Sonnenlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::'''D'''ies Licht, es soll erinnern, an den Auszug aus dem Dunkel.&lt;br /&gt;
::'''Z'''urück ins Licht der Sonne, an die Heimkehr in ein neues Land.&lt;br /&gt;
::'''W'''o die Furcht vor dem Feind ihr Ende fand, heut stehen wir zusammen gegen den Feind.&lt;br /&gt;
::'''I'''n der Heimat, gegen die Kitin vereint.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Couillard}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;div align=center&amp;gt;'''Noch einmal verjagen können sie uns nicht, solang wir vor uns tragen dieses Licht.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;''Dies Gedicht wurde vorgetragen von [[:en:User:Lylanea Vicciona|Lylanea]], während des [[:en:Tales of Atysmas 2611 vigil|Tales of Atysmas 2611 (OOC : Christmas 2020) Vigil]].''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Portal|Animation|Literatur}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Atysmasgeschichten und Legenden]] [[Kategorie:Geschichte]] [[Kategorie:Lylanea Vicciona]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nilstilar</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Es_waren_einst_zwei_Fl%C3%BCchtlingskinder&amp;diff=34559</id>
		<title>Es waren einst zwei Flüchtlingskinder</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Es_waren_einst_zwei_Fl%C3%BCchtlingskinder&amp;diff=34559"/>
				<updated>2023-03-03T11:23:01Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Nilstilar: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Trad&lt;br /&gt;
|DE =Es waren einst zwei Flüchtlingskinder|DEs=0&lt;br /&gt;
|ES =&amp;lt;!--todo--&amp;gt;|ESs=1&lt;br /&gt;
|EN =It once were two refugee children|ENs=4&lt;br /&gt;
|FR =Il était deux petits réfugiés|FRs=4&lt;br /&gt;
|RU =&amp;lt;!--Бег зимой--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|H =&lt;br /&gt;
|palette=atys&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es waren einst zwei Flüchtlingskinder,&lt;br /&gt;
die hatten einander so lieb.&lt;br /&gt;
Sie konnten beisammen nicht kommen,&lt;br /&gt;
die Wurzeln waren viel zu tief, &lt;br /&gt;
die Wurzeln waren viel zu tief&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ach liebster köntest Du schleichen,&lt;br /&gt;
an den Kitins vorbei?&lt;br /&gt;
Drei Kerzen will ich anzünden,&lt;br /&gt;
die sollen leuchten zu dir.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hörte ein eifriger Kincher,&lt;br /&gt;
der tat als ob er fest schlief&lt;br /&gt;
und löschte die Kerzen aus,&lt;br /&gt;
der Homin sich in den Wurzeln verlief.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war an einem morgen,&lt;br /&gt;
die Leute waren alle so froh.&lt;br /&gt;
nicht so die Königstochter&lt;br /&gt;
ihre Augen waren ganz feucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mutter spach ihrer Tochter:&lt;br /&gt;
Alleine sollst du nicht gehn.&lt;br /&gt;
Weck auf dein jünste Schwester,&lt;br /&gt;
zusammen sollte ihr gehn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber Mutter, meine Schwester ist noch ein Kinde.&lt;br /&gt;
Sie pflückt die Blumen hier fein&lt;br /&gt;
auf der Grünen Wiese&lt;br /&gt;
hier in der Matis Hain&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mutter ging zu der König Wachen Haus&lt;br /&gt;
Und suchte eine Eskorte dort aus.&lt;br /&gt;
Zusammen gingen sie da hinunter&lt;br /&gt;
und fanden den Weg da ganz munter&lt;br /&gt;
und kamen glücklich auf der anderen Seit&lt;br /&gt;
und fanden den Königssohn dort mit Heiterkeit&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;''Dieses Lied wurde von [[User:Elke|Elke]] auf die Melodie (gespielt von [[Benutzer:Lylanea Vicciona|Lylanea]] auf der Laute) eines alten deutschen Volksliedes&amp;lt;br&amp;gt;auf dem [[Treffen der Barden II|zweites Treffen der Barden]] in Mystia 2612-4 gesungen. (HRP: April 2021)''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Portal|Literatur}}{{Portal|Animation}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lieder]] [[Kategorie:Treffen der Barden]]&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nilstilar</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Lauf_durch_den_Winter&amp;diff=34558</id>
		<title>Lauf durch den Winter</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Lauf_durch_den_Winter&amp;diff=34558"/>
				<updated>2023-03-03T11:21:34Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Nilstilar: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Trad&lt;br /&gt;
|DE =Lauf durch den Winter|DEs=0&lt;br /&gt;
|ES =Correr en invierno|ESs=1&lt;br /&gt;
|EN =Running in the winter|ENs=4&lt;br /&gt;
|FR =Courir dans l'hiver|FRs=4&lt;br /&gt;
|RU =&amp;lt;!--Бег зимой--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|H =&lt;br /&gt;
|palette=atys&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''''Die Geschichte die ich euch erzählen will, basiert auf einer alten Tradition der Matis von der ich einmal gelesen habe. Ein alter Freund hat im Rahmen dieser Tradition etwas erlebt, von dem er mir erzählt hat. Ich habe daraus eine Geschichte gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''''Sein Name war Collix und er erzählte mir, was er hier in Matia erlebt hatte. Ich erzähle die Geschichte aber aus der Sicht eines jungen Matis.&lt;br /&gt;
{{Couillard}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
Cillis hatte Angst. Aber, wie alle jungen Matis in seinem Alter wollte er es nicht zeigen. Nicht vor all den anderen auf dem Platz am Karavan-Schrein versammelten Matis und schon gar nicht vor seiner Lauf-Partnerin. Die schwebende Maschine aus dem setlsamen Material des Karavan surrte und summte über ihren Köpfen. Ihre Wächter schauten teilnahmslos herüber und hielten die Umgebung im Auge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorsichtig schielte der junge Matis hinüber zu Nehi. Sie wirkte gefasst und ruhig, ihr nussbraunes Haar war zu einem Schweif hinter ihren Kopf gebunden und ihre milchfarbene Haut schimmerte leicht in der Morgensonne. Sie umklammerte den Paar-Stab, knapp oberhalb seiner Hand. Ihr Griff war fest und die Knöchel traten leicht hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kinder kannten sich seit langer Zeit und hatten sofort nach der Auslosung vor 2 Wochen angefangen den Lauf zu trainieren.&lt;br /&gt;
Er mochte Nehi, nur eine Sache störte ihn an ihr. Wenn er das etwa einen Kopf größere Mädchen anschaute, fühlte er einen seltsamen Druck in der Brust. So als ob etwas aus ihm heraus wollte, aber nicht konnte. Sie war eine gute Laufpartnerin und trotz ihrer längeren Beine passte sie sich an seine Geschwindigkeit an und achtete darauf nicht zu sehr an dem Paar-Stab zu zerren. Der etwa 3 Ellen lange, glatte Stab aus dunklem Holz machte es auch so nicht grade leicht querfeldein durch den Wald zu laufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gespannt lauschte sie auf die Worte des Intendanten von Yrkanis. Auch Cillis Aufmerksamkeit wurde zurück zu ihm gezogen.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Homins!''&amp;quot; hob der Intendant die Stimme.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Stolze Matis! Wieder einmal vollendet ein Zyklus seinen ewigen Kreislauf. Und wieder einmal finden wir uns hier ein, um diesen Tag zu feiern und den traditionellen Lauf der Kinder zu begehen.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Verhaltener Beifall unterstrich seine Worte. Hier und da war ein Laut des Jubels zu hören.&lt;br /&gt;
Jedoch nicht von den Läufern. Sie alle waren gespannt und manche wirkten nervös wie Yubo-Wöchlinge. Er hoffte, dass die Anderen sein zittern nicht auf die Aufregung zurückführen würden, sondern auf die Kälte die langsam durch seine dünne Jacke kroch. Der Intendant fuhr fort:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Wie zu jedem Zyklus-Wechsel seit der Einkehr in die Neuen Lande, haben sich auch dieses Mal viele junge Matis hier eingefunden, die ihre Stärke, ihren Mut, ihr Geschick, ihre Ehre und ihre Zähigkeit beweisen möchten. Und um uns uns, ihrem Volk, zu zeigen das sie zu den Besten gehören die unser Vlk zu bieten hat.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Jubel brach nun unter den versammelten Homin aus. Cillis badete in dieser Aufmerksamkeit und jedes Beifall Klatschen vertrieb ein wenig seiner Angst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:'''''Whamm!&lt;br /&gt;
Ein Schneeball klatschte ihm an den Hinterkopf. Der junge Matis ruckte herum und sah Bunis, diesen arroganten Sohn des Leutnants der Palastwache, der sich langsam und überheblich die rechte Hand an seinem Wams abwischte. Sein Laufpartner Cordesi grinste wie ein Gingo in Cillis Richtung. Nehi drehte sich ebenfalls um und starrte das Paar hinter ihnen kalt an.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Das Mädchen Paar wird es ohnehin nicht einmal bis zu den Grünen Samen schaffen.''&amp;quot; zischte Bunis.Und um ihn herum kicherten andere Lauf-Paare hämisch hinter vorgehaltenen Händen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch ehe Cillis etwas erwidern konnte ertönte erneut die Stimme des Intendanten:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Die hier anwesenden 20 Paare werden in wenigen Minuten ihren Lauf durch den Winter antreten. Sie alle werden es nicht leicht haben. Und sie alle werden geprüft werden. Überall in den Wäldern sind wie immer erfahrene Späher postiert, die über das Verhalten und die Vorgehensweise der Paare bericht erstatten werden. Wie jedes Jahr gibt es nur eine Regel: Niemand darf verletzt werden! Ansonsten ist den Läufern alles erlaubt, das ihnen Vorteile bringt. Die Strecke führt wie jedes Jahr von Yrkanis, über Natae, Davae, nach Avalae. Dort wird mein Kollege Euch empfangen und nachdem er die Berichte der Kundschafter gehört hat, die Sieger bestimmen.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cillis schaute erneut zu Nehi hinüber. Sie war schlank und kräftig. Einen Sommer jünger als er und doch größer. Sie tippelte auf der Stelle, wie viele der wartenden Kinder, ihre leichten Stiefel nicht geschaffen für den Schnee. Auch Cillis Zehen kribbelten leicht, aber er wollte nicht dass man ihn für einen kleinen Yubo hielt. Es war Tradition, dass der Lauf nur in leichter Flüchtlings-Kleidung zurückgelegt wurde. So wie es die ersten Boten zwischen den noch unfertigen Städten vor langer Zeit taten, da ihnen die Materialien für festeren Stoff fehlten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Lasst uns nun zum Stadttor gehen!''&amp;quot;, rief der Intendant.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Auf Homins! Euer Lauf beginnt jetzt!''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Mit diesem Ruf des Stadt-Empfängers startete das erste Paar. Die beiden Mädchen liefen, den Stab fest zwischen sich umklammert, die Straße entlang. Ein sicheres Zeichen dafür dass sie nicht auf den Sieg aus waren und nur den Lauf hinter sich bringen wollten.&lt;br /&gt;
Da der Weg über die abgegrenzte Straße länger und leichter war als direkt durch den Wald und den dort liegenden, tieferen Schnee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch drei Paare vor ihm und Nehi. Sie lächelte ihn an. Ihm wurde warm… Doch nun sah er, dass auch sie fürchterlich nervös war. In ihren Augen leuchtete die Aufregung und ihr Atem kam in schnellen, kleinen Wolken über ihre Lippen.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Na, was meinst Du? Wald oder Weg?''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Ein wenig überrascht von dieser Frage und beschämt da sie ihn für einen Feigling hielt, geriet Cillis Stimme ein wenig ins Stocken. Seine Antwort klang nun gar nicht so selbstbewusst wie sie sollte:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Eh?.. W...Wald. – WALD! – natürlich!''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Nehi lächelte ihn weiter an und schien zufrieden damit. Hatte sie wirklich gedacht er würde den einfachen Weg wählen? Er war zwar nicht so groß und stark wie Bunis, aber er war sich sicher, es würde reichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinter ihnen flüsterte Cordesi seinem bulligen Laufpartner etwas ins Ohr, woraufhin dieser in prustendes Gelächter ausbrach. Cillis schaute über die Schulter und sah wie der schlaksige Kerl etwas in seiner Hosentasche verschwinden ließ. Als Bunis seinen Blick bemerkte, entblößte dessen Mund eine Reihe großer Zähne in einem hämischen Grinsen.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Du weißt doch Kleiner. Keine Regeln außer einer. Passt auf das ihr Euren Stab nicht los lasst.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Mit der flachen Hand stieß ihn der größere Junge in den Rücken und trieb Cillis einen Schritt vor, so das sein und Nehis Arm am Paar-Stab gestreckt wurde. Es galt als &amp;quot;mogeln&amp;quot; und tölpelhaft, wenn einer der Läufer die Hand vom Stab ließ. Ein Teil der Herausforderung war es gemeinsam zu laufen.&lt;br /&gt;
{{Couillard}}&lt;br /&gt;
Nun war es an Cillis und Nehi. In wenigen Momenten würden auch sie ihren Lauf beginnen. Die Hände des Jungen Matis wurden langsam feucht vor Schweiß. Und sein Atem dampfte in einer dichten Wolke vor ihm, wie der eines aufgeregten Bodocs.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Auf Homins! Euer Lauf beginnt jetzt!''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Wie sie es trainiert hatten, liefe beide mit dem rechten Bein zuerst los und bemühten sich einen steten Rhythmus in ihre Bewegungen zu bringen. Direkt nach verlassen des Tores bogen sie in den Wald hinein ab, den direkte Weg zur Matis Arena einschlagend und den Spuren ihrer Vorläufer folgend. Es war nicht leicht im Schnee Gleichschritt zu wahren. Cillis Herz pochte ihm bis zum Hals. Trotz des Trainings und der Kälte kamen sie schnell ins Schwitzen und beide Kinder wussten, Weiter hasteten sie unter großen Wurzeln hindurch und an Bäumen vorbei, aufgeschreckte Yubos vor sich her treibend. Die karge, glatte Wand des riesigen Holz-Konstruktes, das als Matis Arena bekannt war kam in Sichtweite und die Morgensonne glitzerte auf den an ihr hängenden Eiszapfen. Die Kinder wanden sich zwischen den mannshohen Wurzelbögen hindurch, die das riesige Gebilde umschlangen und vorbei an seinem Eingang. Weiter Richtung Natae.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Empfänger der Siedlung nickte ihnen schon von weitem zu und band ihnen in einem kurzen Moment der Rast, das erste, blaue Band um den Stab. Zum Beweis das sie diese Etappe gemeistert hatten. Nun stand jedoch die schwierigste Wegstrecke vor ihnen.&lt;br /&gt;
Durch den dichten Wald, am Rand des Plateaus entlang auf dem sich die grünen Anhöhen befanden.&lt;br /&gt;
{{Couillard}}&lt;br /&gt;
Kaum hatten sie einige hundert Meter zurückgelegt und den Klippenrand erreicht, sahen sie schlanke Körper von Raubtieren durch das Unterholz huschen. Die Kinder stoppten ihren Lauf abrupt.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Verdammt.'', flüsterte Nehi, ''Wenn das Rudel uns bemerkt, kann uns nur noch Jena retten.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Ihr violetter Blick verriet Angst und Cillis war sicher, das seine Freundin in seinen grünen Augen deutlich erkennen konnte was er gerade dachte. Vorsichtig trat er einen Schritt zurück.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Hilfe! Hört mich jemand!? – HILFE!!''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die tiefe Stimme eines Mannes, weiter vorn. Die jungen Matis blickten einander erschrocken an. &amp;quot;Die Ragus haben da jemanden eingekreist.&amp;quot; Cillis spürte wie seine Stimme bebte. Nehi nickte nur stumm. In ihrem Blick stand die unausgesprochene Frage. Die Gedanken des Jungen überschlugen sich. Er griff sich ins grün gefärbte Haar und zog nervös an einer langen Strähne. Nehi kaute auf ihrer Unterlippe und beiden schlotterten die Knie vor Kälte, Anstrengung und Angst. Dann jedoch machte Nehi einen Schritt nach vorn. Cillis schaute sie überrascht an. Sie nickte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie ein Homin stürmten die beiden Halbwüchsigen vor. Laut brüllend und johlend. Cillis griff einen Ast vom Boden und schwang ihn über seinem Kopf. Die Ragus schreckten auf und stoben in instinktiver Flucht zunächst auseinander, doch würden sie sich bald von ihrem Schrecken erholen und ihr Rudel war mit Sicherheit stärker als die Kinder.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Hallo?! Den Kami sei Dank. Helft mir. Zieht mich hoch!!!''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die Stimme kam von unterhalb der Klippe. Vorsichtig traten sie vor um über den Rand hinweg zu spähen. Dort unten, in etwa 3 Metern tiefe, hockte ein Homin auf einem schmalen Vorsprung in der Steilwand. Der rothaarige, kräftige Mann schaute zu den Kindern auf und deutliche Erleichterung sprang auf seine harten, kantigen Züge. Vorsichtig kam er auf die Beine. Seine Haut war braun und wettergegerbt, doch seine Augen leuchteten gelblich, golden wie Bernstein. Er trug das Wams eines Boten der Imperialen Gilde von Pyr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Ein Fyros?''&amp;quot; entfuhr es Nehi.&lt;br /&gt;
Sie starrten auf den Homin herunter, der nervös zu ihnen empor lächelte.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Ja. Da staunst Du, was? - Aber, wo sind Eure Eltern. Vertreiben sie diese Mistviecher?''&amp;quot;, sprach er mit überraschend leichtem Akzent.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Ehm – Nein... Unsere Eltern sind in Yrkanis.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Nehi stieß Cillis ihren Ellenbogen in die Seite und der Junge wollte schon protestieren, als er den Ausdruck im Gesicht des Fyros sah. Verzweiflung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Was? Aber... Wie soll ich dann wieder dort hoch kommen? Und was macht ihr wenn die Tiere wiederkommen?''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die Kinder blickten sich an.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Wie müssen ihm helfen.''“&lt;br /&gt;
Cillis schaute in die Augen seiner Freundin und sein Magen krampfte sich zusammen. Sie nickte erneut. Cillis lies den Stab los.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Was machst Du?''&amp;quot;&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Es hat keiner gesehen und du bist kräftiger als ich. Lass den Stab zu ihm runter damit er sich daran hochziehen kann. Ich halte Dich fest.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Kurz legte sich ein seltsamer Ausdruck auf Nehis Gesicht, dann nickte sie entschlossen und ließ sich auf den Bauch nieder. Cillis griff ihre Beine und stemmte sich mit aller Kraft und seinem ganzen Gewicht nach hinten. Der Stab reichte gerade an die ausgestreckten Hände des Fyros heran. Er tat einen Satz und ein scharfer Ruck ging durch Nehis Schultern. Sie knirschte mit den Zähnen und fühlte wie sich Cillis Griff um ihre Knöchel noch verstärkte. Und doch rutschte sie ein kleines Stück nach vorn.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Nicht loslassen!''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Entfuhr es dem Fyros, dessen Füße nun über dem Abgrund baumelten.&lt;br /&gt;
Eine Hand über die andere setzend zog er sich langsam an der eisglatten Holzwand empor.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Ich rutsche!''&amp;quot; hörte Nehi ihren Freund zwischen den Zähnen hindurch pressen.&lt;br /&gt;
Schon spürte sie die Bewegung auf dem vom Schnee glatten Boden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Los! Sie können nicht viel weiter sein! Die holen wir ein!''&amp;quot;, drang ein leiser Ruf aus dem Wald an Cillis Ohren.&lt;br /&gt;
Bunis! Cillis Kopf ruckte herum und dort kamen ihre beiden Konkurrenten in einiger Entfernung vorbei gerannt.&lt;br /&gt;
Der bullige Junge zog seinen schmächtigeren Partner förmlich mit sich durch den Schnee.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Bunis! Cordesi! Helft uns! – Hier!!''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Kaum war Cillis Schrei erklungen stoppten die beiden Läufer und blickten sich um. Cordesi erspähte ihn zuerst und setzte sofort zum Sprint in seine Richtung an. Doch wurde er jäh zurück gerissen. Bunis zog ihn in entgegengesetzter Richtung davon. Cillis Herz blieb fast stehen. Er konnte es nicht fassen. Bunis, dieser Sohn eines Gingos! Ein wilder Fluch, aufgeschnappt von seinem Vater, entfuhr ihm. Aus der Schlucht vor ihnen erklang ein lautes:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Ooh!! Haltet Durch Kinder! Bitte!!''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Nehi stöhnte. Die Muskeln ihrer schlanken Arme traten hervor wie zum Bersten gestreckte Seile.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da hörte Cillis das Knurren hinter sich. Eine schnelle Bewegung im Unterholz links von ihm. Kurz darauf rechts und das hustende Bellen eines Ragus.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Sie kommen zurück!''&amp;quot;&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Jena, wir schaffen das nicht, stieß Nehi hervor, er ist zu schwer.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Durchhalten Kinder. Ihr habt es gleich geschafft. Nur noch ein kleines Stück.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die Worte klangen nervös und kurzatmig.&lt;br /&gt;
Cillis zuckte zusammen als er erneut eine Bewegung neben sich sah. Ein großer, schlanker Ragus wagte sich näher an sie heran und ein heiseres Knurren drang aus seiner Schnauze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ohren dicht an den Körper gelegt kauerte sich das Tier auf die Hinterbeine und setzte zum Sprung auf seine wehrlose Beute an. Cillis ließ Nehis rechtes Bein los. Sie rutschten ein Stück nach vorn und seine Freundin und der Fyros über der Schlucht Schrien fast gleichzeitig erschrocken auf. Cillis griff den noch neben ihm im Schnee liegenden Ast und schwang ihn auf das heran springende Tier. Krachend schlug der Ast gegen den Schädel des Ragus, dessen eigener Schwung ihn nun über den Rand der Klippe katapultierte. Heulend, in einer Wolke aus Schnee, fiel der Räuber auf den Fyros zu. Um nicht von dem zappelnden Tier mitgerissen zu werden schwang dieser im letzten Moment zur Seite. Nehi ächzte schmerzerfüllt auf. Und wieder rutschten sie ein Stück weiter vor. Der Brustkorb des Mädchens hing nun schon fast ganz über dem Abgrund. Wenn einer von ihnen das Gleichgewicht verlor war Alles aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zweiter und dritter Ragus erschienen. Und von den Geräuschen um ihn herum schätzte er, dass es mindestens noch 5 weitere Räuber waren. Der verzweifelte Junge schwang den Ast wild um sich und hielt so die Tiere zumindest vorerst davon ab ihn anzuspringen. Lange würden sie das jedoch nicht durchhalten. Ein Stoßgebet zu Jena formte sich in Cillis Kopf. Er wurde erhört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwas knallte schräg hinter seinem Kopf in den Bäumen und ein Schneelawine donnerte herab und begrub einen Teil des Ragus Rudels fast unter sich. Die erschreckten Tiere tauchten in das nahe Unterholz. Noch einmal knallte es direkt neben einem der Ragus und das Tier jaulte kurz auf und lief davon. Wildes Geschrei und Rufe hallten durch den Wald.&lt;br /&gt;
Durch die Bäume kam eine Gruppe Kinder heran gerannt, Äste und Stäbe schwingend. Allen voran Bunis der seinen Stab wie eine Keule nutze, um nach den Raubtieren zu schlagen. Er stieß einen lauten Triumphschrei aus als die Ragus Fersengeld gaben. Neben Cillis blieb er stehen, ließ seinen Stab fallen und packte Nehis rechtes Bein. Zwei weitere Jungen fielen neben Nehi in den Schnee und griffen je einen Arm des Fyros. Zwei Mädchen schnappten sich Nehis Wams und zogen daran. Gemeinsam wuchteten sie den Mann über die Kante des Abgrundes und fielen rittlings in den Schnee. Schwer atmend lagen sie nebeneinander. Cillis starrte in den Himmel, wo Jenas Krone, der große Ringplanet, auf ihn herabblickte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit einem mal trat Cordesi in sein Blickfeld :&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''He ihr zwei. Gemütlich da unten?''&amp;quot; grinste er.&lt;br /&gt;
Cillis bemerkte das Bunis Arm auf seiner Brust lag. Erschreckt stieß er ihn von sich und ruckte hoch. Nehi hockte links neben ihm und lächelte ihn an. Der Junge spürte deutlich wie das Blut in seine Ohren rauschte und Hitze in seinem Gesicht aufstieg. Die beiden Mädchen die Nehi geholfen hatten kicherten und Cordesi brach in schallendes Gelächter aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann wurde Cillis mit einem Mal empor gerissen, als sich kräftige Arme um seinen Körper schlangen.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Den Segen der Kami über Euch Kinder!''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Der Fyros setzte sich Cillis auf die Schultern und begann überschwänglich zu tanzen und sich auf der Stelle zu drehen.Dabei jubelte und jauchzte er in seiner Sprache. Nehi lachte und Bunis hielt sich den Bauch vor Lachen. Allerdings nahm Cillis nicht viel davon wahr. Ihm war danach in die Schlucht zu springen. Nur um dieser Peinlichkeit zu entkommen.&lt;br /&gt;
{{Couillard}}&lt;br /&gt;
In Davae war die Überraschung groß, als der kleine Trupp durch das Stadttor lief. Cillis noch immer auf den Schultern des Fyros, der sie den ganzen Weg über mit Liedern aus seiner Heimat unterhalten hatte und immer wieder den Segen der Kamigeister versprach. Cordesi hatte ihnen unterwegs gezeigt was er getan hatte um die Ragus zu vertreiben. In seinen Taschen verbargen sich eine Schleuder und einige Knallkugeln. Einfache Feuerwerkskörper die mehr Krach machten als alles andere,&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Oder auf andere Paare.''&amp;quot;, wie er grinsend hinzufügte.&lt;br /&gt;
Bunis gab zu das es seltsam ausgesehen haben musste als er seinen Partner von ihnen weg zog. Doch hatte er die Ragus im Wald gesehen und erkannt das sie allein kein Chance hätten zu helfen. Somit liefen sie in verschiedene Richtungen um die anderen Paare zur Hilfe zu holen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Dorf-Intendant kam ihnen entgegen und verlangte zu wissen was passiert sei, das so lang erst kein Paar mehr ankam und dann eine solche Gruppe. Die Kinder begannen sofort zu plappern, doch der rothaarige Fyros hob beschwichtigend die Hände und bat mit lauter Stimme um Ruhe.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Diese Kinder haben heute mein Leben gerettet. Ich danke Euch dafür, dass ihr diese Tradition Eures Volkes grad heute ausübt, wie sie mir berichteten.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Er berichtete kurz, in angemessenen Worten was vorgefallen war und betonte den Mut der Kinder. Besonders Nehi hob er hervor, die ihn so tapfer und lang gehalten hatte. Der Obmann hörte aufmerksam zu und nickte schließlich. Dann griff er in sein Wams und wandte er sich an die Kinder.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Hier sind die roten Bänder. Wer noch weiter nach Avalae will, sollte sich schnellstens eines geben lassen.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Cillis zappelte auf der Schulter des Fyros und dieser setzte ihn schnell ab. Nehi hatte dem Dorfempfänger schon den Stab entgegengehalten und nun flatterte dort das rote Band von Davae. Cillis griff den Stab und blieb stehen.&lt;br /&gt;
Neben ihnen nahmen Bunis und Cordesi ihr Band in Empfang. Dann die zwei Mädchen und zuletzt das Jungenpaar. Vereint liefen die jungen Matis nun den Rest der Strecke in einem Pulk.&lt;br /&gt;
{{Couillard}}&lt;br /&gt;
Als sie Aavale erreichten, Viele Homins hatten sich am Tor versammelt um sie in Empfang zu nehmen. Und als der Dorf Intendant die goldenen Bänder verteilte, war die Luft erfüllt von Jubel und Beifall. Als das letzte Paar eintraf, wurde es von vielen Homins aus Yrkanis begleitet die das Ende des Laufes mit ihnen allen feiern wollten. Schließlich hob der Intendant die Arme und wandte sich an die versammelten Homins.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Matis! Seht diese Kinder, die den Lauf durch den Winter vollendet haben. Sie alle haben bewiesen dass sie Durchhaltevermögen, Stärke und Mut besitzen. Doch einige von ihnen haben in diesem gesegneten Jahr etwas Besonderes vollbracht.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Er hielt kurz inne um die Gruppe um Cillis nach vorn zu winken. Mit vor Aufregung roten Köpfen traten die Kinder vor.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Diese Kinder ließen ihre Stäbe los!''&amp;quot; donnerte seine Stimme über die Versammelten hinweg.&lt;br /&gt;
Stille breitete sich aus. Cillis war geschockt. Auch Nehi, Bunis und die Anderen blickten verwirrt.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Sie haben eine Tradition des Laufes gebrochen. Sie alle sind 'Loslasser'.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Er blickte jedes der Kinder ernst an. Dann hob er erneut die Stimme.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Jedoch taten sie das Richtige! Sie handelten im Geiste des Laufes. Sie verstanden seinen Sinn. Ein Leben wurde gerettet, weil diese Kinder das Wichtige und Richtige über einfache Spielregeln stellten und erkannten, dass es galt zusammenzuarbeiten.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Jubel brandete auf und erneut wurden alle Kinder auf Schultern gehoben das wirkliche Fest begann nun endlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inmitten des Trubels fand Cillis seine Eltern und rannte zu ihnen hinüber. Seine Mutter umarmte ihn überschwänglich und wenn ein Vater noch etwas mehr Stolz in seinen Stand bringen könnte, würde seine Weste sicherlich platzen. Eine Hand legte sich auch Cillis Schulter. Nehi und der Fyros Bote standen dort.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Nun ihr Beiden. Ich muss weiter und meinen Auftrag ausführen. Ich schulde euch Zweien mein Leben. Ihr wart es die mich fandet und ihr brachtet den Mut auf mir zu helfen. Dafür danke ich euch. Die Kami mögen euch beschützen. Wenn ihr jemals nach Pyr kommt, dann fragt nach Collix Becoubs. Das bin ich und ihr seid in meinem Hause auf ewig willkommen.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Diese Geschichte wurde von [[Benutzer:Lylanea Vicciona|Lylanea]] auf dem [[Treffen der Barden II|zweites Treffen der Barden]] in Mystia 2612-4 vorgetragen. (HRP: April 2021)''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Portal|Literatur}}{{Portal|Animation}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Treffen der Barden]]&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nilstilar</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Es_waren_einst_zwei_Fl%C3%BCchtlingskinder&amp;diff=34554</id>
		<title>Es waren einst zwei Flüchtlingskinder</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Es_waren_einst_zwei_Fl%C3%BCchtlingskinder&amp;diff=34554"/>
				<updated>2023-03-02T14:48:10Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Nilstilar: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Trad&lt;br /&gt;
|DE =Es waren einst zwei Flüchtlingskinder|DEs=0&lt;br /&gt;
|ES =&amp;lt;!--todo--&amp;gt;|ESs=1&lt;br /&gt;
|EN =It once were two refugee children|ENs=4&lt;br /&gt;
|FR =Il était deux petits réfugiés|FRs=4&lt;br /&gt;
|RU =&amp;lt;!--Бег зимой--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|H =&lt;br /&gt;
|palette=atys&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es waren einst zwei Flüchtlingskinder,&lt;br /&gt;
die hatten einander so lieb.&lt;br /&gt;
Sie konnten beisammen nicht kommen,&lt;br /&gt;
die Wurzeln waren viel zu tief, &lt;br /&gt;
die Wurzeln waren viel zu tief&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ach liebster köntest Du schleichen,&lt;br /&gt;
an den Kitins vorbei?&lt;br /&gt;
Drei Kerzen will ich anzünden,&lt;br /&gt;
die sollen leuchten zu dir.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hörte ein eifriger Kincher,&lt;br /&gt;
der tat als ob er fest schlief&lt;br /&gt;
und löschte die Kerzen aus,&lt;br /&gt;
der Homin sich in den Wurzeln verlief.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war an einem morgen,&lt;br /&gt;
die Leute waren alle so froh.&lt;br /&gt;
nicht so die Königstochter&lt;br /&gt;
ihre Augen waren ganz feucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mutter spach ihrer Tochter:&lt;br /&gt;
Alleine sollst du nicht gehn.&lt;br /&gt;
Weck auf dein jünste Schwester,&lt;br /&gt;
zusammen sollte ihr gehn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber Mutter, meine Schwester ist noch ein Kinde.&lt;br /&gt;
Sie pflückt die Blumen hier fein&lt;br /&gt;
auf der Grünen Wiese&lt;br /&gt;
hier in der Matis Hain&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mutter ging zu der König Wachen Haus&lt;br /&gt;
Und suchte eine Eskorte dort aus.&lt;br /&gt;
Zusammen gingen sie da hinunter&lt;br /&gt;
und fanden den Weg da ganz munter&lt;br /&gt;
und kamen glücklich auf der anderen Seit&lt;br /&gt;
und fanden den Königssohn dort mit Heiterkeit&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;''Dieses Lied wurde von [[User:Elke|Elke]] auf die Melodie (gespielt von [[Benutzer:Lylanea Vicciona|Lylanea]] auf der Laute) eines alten deutschen Volksliedes&amp;lt;br&amp;gt;auf dem [[Treffen der Barden II|zweites Treffen der Barden]] in Mystia 2612-4 gesungen. (HRP: April 2021)''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Portal|Literatur}}{{Portal|Animation}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lieder]] [[Kategorie:Märchen und Legenden]] [[Kategorie:Treffen der Barden]]&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nilstilar</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Die_Laterne_des_Fl%C3%BCchtlings&amp;diff=34553</id>
		<title>Die Laterne des Flüchtlings</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Die_Laterne_des_Fl%C3%BCchtlings&amp;diff=34553"/>
				<updated>2023-03-02T14:09:50Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Nilstilar: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Trad&lt;br /&gt;
|DE =Die Laterne des Flüchtlings&lt;br /&gt;
|EN =The Refugee's Lantern&lt;br /&gt;
|ES =El farol del refugiado&lt;br /&gt;
|FR =La lanterne du réfugié&lt;br /&gt;
|RU =&amp;lt;!--Фонарь беженца--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|H = 1&lt;br /&gt;
|palette=atys&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:AtysoelC2022-12-27 22-27-59Lylanea.png|400px|thumb|''Musik kann so mächtig sein und Bilder in uns erzeugen, die stärker sind als jedes gesprochene Wort..'']]&lt;br /&gt;
'''&amp;lt;big&amp;gt;Ein Musikstück für Atysoël&amp;lt;/big&amp;gt;'''&amp;lt;ref&amp;gt;Das Musikstück wurde von seiner Komponistin während der [[Märchenabend zum Segensfest 2621|Märchenabend]] zum [[Segensfest]] 2621 (OOC: Weihnachten 2022) aufgeführt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Quotation|''''' [[:en: User: Lylanea Vicciona|Lylanea]], Bardin der Vier Nationen''''' |&lt;br /&gt;
Woren Siloy, liebe Homins. &lt;br /&gt;
Ich freue mich sehr, das Ihr Alle heute hier seid, um gemeinsam diesen Abend voller Kunst und Freundschaft zu genießen. &lt;br /&gt;
Ich habe ebenfalls etwas vorbereitet und ich hoffe sehr, das euch dieses kleine Experiment gefällt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich werde dieses Mal nicht meine Stimme nutzen, sonder versuchen die Musik für sich selbst sprechen zu lassen. Eure Fantasie anzuregen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Musik kann so kraftvoll sein und Bilder in uns hervorrufen, die stärker sind als jedes gesprochene Wort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele von Euch wissen, dass ich sonst meine Laute nutze um mich bei meinem Gesang zu begleiten. Für den heutigen Tag habe ich ein altes Geschenk hervorgeholt. Eine Erinnerung …&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lylanea holt aus ihrem Rucksack eine Geige und einen Geigenbogen hervor und lächelt in wenig wehmütig. Ein reich verziertes Instrument, mit dem Siegel des Matis Königshauses diskret ins Muster eingearbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie lächelt dann strahlend in die Runde, legt ein kleines Tuch über den Rand der Geige, setzt das Instrument an, stimmt es kurz und beginnt dann zu spielen. &lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center; &amp;lt;!-- 1 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
background: linear-gradient(to right, rgba(0,255,255,0) 5%, #{{ColorAtys|type=bg|group={{{palette}}}}}, #{{ColorAtys|type=bg|group={{{palette}}}}}, #{{ColorAtys|type=bg|group={{{palette}}}}}, rgba(0,255,255,0)) 95%;&lt;br /&gt;
&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''♫♫♪♪♫♪♪♪♫'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie wiegt sich langsam mit den Tönen. Der Bogen gleitet sanft, fast zärtlich über die Saiten und entlockt dem Instrument eine feine, etwas traurige Melodie.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center; &amp;lt;!-- 2 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''♫♫♪♪♫♪♪♪♫'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lylanea‘s Lied erzählt von sanft fallendem Schnee, welcher die Täler und Hügel, Wiesen, Bäume und Sträucher, bedeckt. Von Raureif auf Ästen und Wurzeln, der im Sonnenlicht glitzert.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center;color:white; &amp;lt;!-- 3 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
background: linear-gradient(to right, rgba(0,255,255,0) 5%, #{{ColorAtys|type=bg|group={{{palette}}}}}, #{{ColorAtys|type=dark|group={{{palette}}}}}, #{{ColorAtys|type=bg|group={{{palette}}}}}, rgba(0,255,255,0)) 90%;&lt;br /&gt;
&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''♫♫♪♪♫♪♪♪♫'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
Sie lässt durch den Zauber der Melodie, das Tageslicht langsam in das Rot des Sonnenuntergangs und schließlich in die Nacht übergehen. Ein dunkler Wald, der Schnee wird dichter, der Wind eisiger.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center;color:white; &amp;lt;!-- 4 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''♫♫♪♪♫♪♪♪♫'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lyl lässt die Geige erzählen, von einer Gestalt, die langsam durch den Schnee stapft. Gebeugt gegen den Wind, gehüllt in zu dünne Gewänder, eine flackernde Lampe vor sich haltend. Im anderen Arm ein kleines Bündel.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center;color:white; &amp;lt;!-- 3 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''♫♫♪♪♫♪♪♪♫'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lylaneas ‘s Musik deutet an, dass sich im Bündel etwas bewegt. Ein winziger Körper, ein kleines Gesicht, das unruhig schläft. Müde Arme halten das Baby fest an sich gedrückt und tragen es, hastig durch die kalte Nacht.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center; &amp;lt;!-- 5 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
background: linear-gradient(to right, rgba(0,255,255,0) 10%, #{{ColorAtys|type=bg|group={{{palette}}}}}, #{{ColorAtys|type=|group={{{palette}}}}}, #{{ColorAtys|type=bg|group={{{palette}}}}}, rgba(0,255,255,0)) 90%;&lt;br /&gt;
&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''♫♫♪♪♫♪♪♪♫'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Künstlerin duckt sich, windet sich wie vor Angst und die Melodie wird wilder. Erzählt von etwas dunklem, bösen, das das Paar durch die Winternacht verfolgt. Schnattern, Klicken, Kreischen, Brüllen. Viele dünne Beine hasten durch den Schnee.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center; &amp;lt;!-- 5.1 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''♫♫♪♪♫♪♪♪♫'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lyl stellt die Bewegung des Homins im Schnee nach, während sie spielt. Taumelt einige Schritte vor. Lässt die Bedrohung in der Musik noch eindringlicher werden, fällt auf die Knie, duckt sich, macht sich klein. Gibt auf. Die Musik stoppt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center;color:white; &amp;lt;!-- 3 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''♫♫♪♪♫♪♪♪♫'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann spielt sie einen leisen, trillernden Ton: Die Laterne spendet noch Licht.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center; &amp;lt;!-- 2 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''♫♫♪♪♫♪♪♪♫'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie stoppt erneut, richtet sich dann wieder auf und spielt eine neue, heroische Melodie: Aus dem dunkel des Waldes brechen Homins hervor. Im Licht der Laterne stürmen sie auf die Monster zu. Mutig und entschlossen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center; &amp;lt;!-- 5.1 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
background: repeating-linear-gradient(to right, rgba(0,255,255,0), #{{ColorAtys|type=bg|group={{{palette}}}}} 5%, #{{ColorAtys|type=|group={{{palette}}}}}  10%, #{{ColorAtys|type=bg|group={{{palette}}}}} 15%, rgba(0,255,255,0) 20%);&lt;br /&gt;
&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''♫♫♪♪♫♪♪♪♫'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Bardin lässt die Melodien kämpfen, Monster gegen Krieger. Lyls Augen bleiben geschlossen. Der Kampf wogt hin und her. Die Geige kreischt disharmonisch, ruft wie ein Kriegshorn, klirrt wie ein Schwert, zischt wie Magie und brüllt vor Schmerz.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center; &amp;lt;!-- 5 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
background: linear-gradient(to right, rgba(0,255,255,0) 10%, #{{ColorAtys|type=bg|group={{{palette}}}}}, #{{ColorAtys|type=|group={{{palette}}}}}, #{{ColorAtys|type=bg|group={{{palette}}}}}, rgba(0,255,255,0)) 90%;&lt;br /&gt;
&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''♫♫♪♪♫♪♪♪♫'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie lässt die aufeinandertreffenden, widersprüchlichen Melodien langsam verebben. Die Melodie der Krieger überwiegt, siegreich. - Eine helfende Hand streckt sich der Gestalt entgegen und wird ergriffen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center;color:white; &amp;lt;!-- 4 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
background: linear-gradient(to right, rgba(0,255,255,0) 5%, #{{ColorAtys|type=bg|group={{{palette}}}}}, #{{ColorAtys|type=fg|group={{{palette}}}}}, #{{ColorAtys|type=bg|group={{{palette}}}}}, rgba(0,255,255,0)) 90%;&lt;br /&gt;
&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''♫♫♪♪♫♪♪♪♫'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie lässt die Melodie des Flüchtlings mit jener der Helden verschmelzen: Gemeinsam gehen die Homins von dannen. Ohne einen Blick zurück, auf die toten Körper der Kitin. Die Laterne wandert durch die Bäume.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center;color:white; &amp;lt;!-- 3 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''♫♫♪♪♫♪♪♪♫'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lyl öffnet die Augen, blickt die Zuschauer an während sie zart weiter spielt und spricht leise: Helft einander.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center; &amp;lt;!-- 2 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''♫♫♪♪♫♪♪♪♫'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lylaneas‘s Lied erzählt von sanft fallendem Schnee, welcher die Sträucher, Bäume, Wiesen, Täler und Hügel bedeckt. Von schimmerndem Raureif auf Ästen und Wurzeln der im Schein einer Laterne glitzert, die langsam in der Ferne verschwindet.&lt;br /&gt;
Sie lässt die Melodie ausklingen …&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center; &amp;lt;!-- 1 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''♫♫♪♪♫♪♪♪♫'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lylanea verbeugt sich dankbar vor den Homins&lt;br /&gt;
{{Clear}}&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
=== Referenzen ===&lt;br /&gt;
{{Reflist}}&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Portal|Literatur}}{{Portal|Animation}}	&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur]] [[Kategorie:Lieder]] [[Kategorie:Märchen und Legenden zum Segensfest]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nilstilar</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Treffen_der_Barden_II&amp;diff=34504</id>
		<title>Treffen der Barden II</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Treffen_der_Barden_II&amp;diff=34504"/>
				<updated>2023-02-27T23:03:26Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Nilstilar: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Trad&lt;br /&gt;
|DE =Treffen der Barden II|DEs=4&lt;br /&gt;
|ES =Encuentro de los Bardos II|ESs=1&lt;br /&gt;
|EN =Meeting of the Bards II|ENs=4&lt;br /&gt;
|FR =Rencontre des Bardes II|FRs=0&lt;br /&gt;
|RU =Встречи бардов II|RUs=5&lt;br /&gt;
|H =&lt;br /&gt;
|palette=atys&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;overflow:auto;&amp;quot;&amp;gt;[[File:Under-Campfire.jpg|800px|center]]&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das '''Zweite Treffen der Barden'''&amp;lt;ref&amp;gt;Angekündigt in den Foren [https://app.ryzom.com/app_forum/index.php?page=topic/view/31462/1 offiziell] und [https://app.ryzom.com/app_forum/index.php?page=topic/view/31343/5#5 ''events''] einige Tage zuvor.&amp;lt;/ref&amp;gt; fand am 8. Mystia des Vierten Zyklus des Jahres Jena 2612 (HRP: 3. April 2021 um 19 Uhr UTC) in der Nähe der Towerbridge Route statt, in dem natürlichen Turm mit Blick auf das Lager der Matisianischen Grenzwächter.&lt;br /&gt;
{{Couillard}}&lt;br /&gt;
Das Publikum war dünner besetzt (die [[Tage des Lichts]] war zu dieser Zeit in vollem Gange)&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe [https://app.ryzom.com/app_forum/index.php?page=topic/view/31468/5 offizielles Forum].&amp;lt;/ref&amp;gt; als beim ersten Treffen dieser Art und genoss bei dieser Gelegenheit die Beiträge der vier Barden, die an diesem Tag anwesend waren, nämlich :&lt;br /&gt;
* '''[[Es waren einst zwei Flüchtlingskinder]]'''&amp;lt;sup&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;DE&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;, oder wie man sich trotz der Kitins wiederfindet, eine Balade gesungen von [[User:Elke|Elke]] Miko ;&lt;br /&gt;
*'''[[Die Legende von Yberkan - I]]'''&amp;lt;sup&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;FR&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt; wo ein [[König]] den Vorsitz über die Entstehung einer Freundschaft führt, eine Geschichte, die von Nair [[User:Kyriann Ba'Zephy|Kyriann Ba'Zephy]] erzählt wurde;&lt;br /&gt;
* '''[[Flamme der Wüste]]'''&amp;lt;sup&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;DE&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;, ein Lied, das von Serae [[:en:User:Lylanea Vicciona|Lylanea Vicciona]], einem Barden der Vier Nationen, für ihre Geliebte [[User:Wixarika|Wixarika]] komponiert und vorgetragen wurde;&lt;br /&gt;
* '''[[Lauf durch den Winter]]'''&amp;lt;sup&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;DE&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;, ein atemloser Wettlauf, erzählt von derselben Bardin der Vier Nationen, die auch die Vorsitzende des Treffens ist.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;references/&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
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&amp;lt;noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Portal|Literatur}}{{Portal|Animation}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Animation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Märchen und Legenden]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nilstilar</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Treffen_der_Barden_II&amp;diff=34503</id>
		<title>Treffen der Barden II</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Treffen_der_Barden_II&amp;diff=34503"/>
				<updated>2023-02-27T23:00:57Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Nilstilar: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Trad&lt;br /&gt;
|DE =Treffen der Barden II|DEs=3&lt;br /&gt;
|ES =Encuentro de los Bardos II|ESs=1&lt;br /&gt;
|EN =Meeting of the Bards II|ENs=4&lt;br /&gt;
|FR =Rencontre des Bardes II|FRs=0&lt;br /&gt;
|RU =Встречи бардов II|RUs=5&lt;br /&gt;
|H =&lt;br /&gt;
|palette=atys&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;overflow:auto;&amp;quot;&amp;gt;[[File:Under-Campfire.jpg|800px|center]]&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das '''Zweite Treffen der Barden'''&amp;lt;ref&amp;gt;Angekündigt in den Foren [https://app.ryzom.com/app_forum/index.php?page=topic/view/31462/1 offiziell] und [https://app.ryzom.com/app_forum/index.php?page=topic/view/31343/5#5 ''events''] einige Tage zuvor.&amp;lt;/ref&amp;gt; fand am 8. Mystia des Vierten Zyklus des Jahres Jena 2612 (HRP: 3. April 2021 um 19 Uhr UTC) in der Nähe der Towerbridge Route statt, in dem natürlichen Turm mit Blick auf das Lager der Matisianischen Grenzwächter.&lt;br /&gt;
{{Couillard}}&lt;br /&gt;
Das Publikum war dünner besetzt (die [[Tage des Lichts]] war zu dieser Zeit in vollem Gange)&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe [https://app.ryzom.com/app_forum/index.php?page=topic/view/31468/5 offizielles Forum].&amp;lt;/ref&amp;gt; als beim ersten Treffen dieser Art und genoss bei dieser Gelegenheit die Beiträge der vier Barden, die an diesem Tag anwesend waren, nämlich :&lt;br /&gt;
* '''[[Es waren einst zwei Flüchtlingskinder]]'''&amp;lt;sup&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;DE&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;, oder wie man sich trotz der Kitins wiederfindet, eine Balade gesungen von [[User:Elke|Elke]] Miko ;&lt;br /&gt;
*'''[[Die Legende von Yberkan - I]]'''&amp;lt;sup&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;FR&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt; wo ein [[König]] den Vorsitz über die Entstehung einer Freundschaft führt, eine Geschichte, die von Nair [[User:Kyriann Ba'Zephy|Kyriann Ba'Zephy]] erzählt wurde;&lt;br /&gt;
* '''[[Flamme der Wüste]]'''&amp;lt;sup&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;DE&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;, ein Lied, das von Serae [[:en:User:Lylanea Vicciona|Lylanea Vicciona]], einem Barden der Vier Nationen, für ihre Geliebte [[User:Wixarika|Wixarika]] komponiert und vorgetragen wurde;&lt;br /&gt;
* '''[[Lauf durch den Winter]]'''&amp;lt;sup&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;DE&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;, ein atemloser Wettlauf, erzählt von derselben Bardin der Vier Nationen, die auch die Vorsitzende des Treffens ist.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
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----&lt;br /&gt;
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&amp;lt;noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Portal|Literatur}}{{Portal|Animation}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Animation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Märchen und Legenden]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nilstilar</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Lauf_durch_den_Winter&amp;diff=34485</id>
		<title>Lauf durch den Winter</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Lauf_durch_den_Winter&amp;diff=34485"/>
				<updated>2023-02-26T23:45:30Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Nilstilar: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Trad&lt;br /&gt;
|DE =Lauf durch den Winter|DEs=0&lt;br /&gt;
|ES =Correr en invierno|ESs=1&lt;br /&gt;
|EN =Running in the winter|ENs=4&lt;br /&gt;
|FR =Courir dans l'hiver|FRs=4&lt;br /&gt;
|RU =&amp;lt;!--Бег зимой--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|H =&lt;br /&gt;
|palette=atys&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''''Die Geschichte die ich euch erzählen will, basiert auf einer alten Tradition der Matis von der ich einmal gelesen habe. Ein alter Freund hat im Rahmen dieser Tradition etwas erlebt, von dem er mir erzählt hat. Ich habe daraus eine Geschichte gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''''Sein Name war Collix und er erzählte mir, was er hier in Matia erlebt hatte. Ich erzähle die Geschichte aber aus der Sicht eines jungen Matis.&lt;br /&gt;
{{Couillard}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
Cillis hatte Angst. Aber, wie alle jungen Matis in seinem Alter wollte er es nicht zeigen. Nicht vor all den anderen auf dem Platz am Karavan-Schrein versammelten Matis und schon gar nicht vor seiner Lauf-Partnerin. Die schwebende Maschine aus dem setlsamen Material des Karavan surrte und summte über ihren Köpfen. Ihre Wächter schauten teilnahmslos herüber und hielten die Umgebung im Auge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorsichtig schielte der junge Matis hinüber zu Nehi. Sie wirkte gefasst und ruhig, ihr nussbraunes Haar war zu einem Schweif hinter ihren Kopf gebunden und ihre milchfarbene Haut schimmerte leicht in der Morgensonne. Sie umklammerte den Paar-Stab, knapp oberhalb seiner Hand. Ihr Griff war fest und die Knöchel traten leicht hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kinder kannten sich seit langer Zeit und hatten sofort nach der Auslosung vor 2 Wochen angefangen den Lauf zu trainieren.&lt;br /&gt;
Er mochte Nehi, nur eine Sache störte ihn an ihr. Wenn er das etwa einen Kopf größere Mädchen anschaute, fühlte er einen seltsamen Druck in der Brust. So als ob etwas aus ihm heraus wollte, aber nicht konnte. Sie war eine gute Laufpartnerin und trotz ihrer längeren Beine passte sie sich an seine Geschwindigkeit an und achtete darauf nicht zu sehr an dem Paar-Stab zu zerren. Der etwa 3 Ellen lange, glatte Stab aus dunklem Holz machte es auch so nicht grade leicht querfeldein durch den Wald zu laufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gespannt lauschte sie auf die Worte des Intendanten von Yrkanis. Auch Cillis Aufmerksamkeit wurde zurück zu ihm gezogen.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Homins!''&amp;quot; hob der Intendant die Stimme.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Stolze Matis! Wieder einmal vollendet ein Zyklus seinen ewigen Kreislauf. Und wieder einmal finden wir uns hier ein, um diesen Tag zu feiern und den traditionellen Lauf der Kinder zu begehen.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Verhaltener Beifall unterstrich seine Worte. Hier und da war ein Laut des Jubels zu hören.&lt;br /&gt;
Jedoch nicht von den Läufern. Sie alle waren gespannt und manche wirkten nervös wie Yubo-Wöchlinge. Er hoffte, dass die Anderen sein zittern nicht auf die Aufregung zurückführen würden, sondern auf die Kälte die langsam durch seine dünne Jacke kroch. Der Intendant fuhr fort:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Wie zu jedem Zyklus-Wechsel seit der Einkehr in die Neuen Lande, haben sich auch dieses Mal viele junge Matis hier eingefunden, die ihre Stärke, ihren Mut, ihr Geschick, ihre Ehre und ihre Zähigkeit beweisen möchten. Und um uns uns, ihrem Volk, zu zeigen das sie zu den Besten gehören die unser Vlk zu bieten hat.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Jubel brach nun unter den versammelten Homin aus. Cillis badete in dieser Aufmerksamkeit und jedes Beifall Klatschen vertrieb ein wenig seiner Angst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:'''''Whamm!&lt;br /&gt;
Ein Schneeball klatschte ihm an den Hinterkopf. Der junge Matis ruckte herum und sah Bunis, diesen arroganten Sohn des Leutnants der Palastwache, der sich langsam und überheblich die rechte Hand an seinem Wams abwischte. Sein Laufpartner Cordesi grinste wie ein Gingo in Cillis Richtung. Nehi drehte sich ebenfalls um und starrte das Paar hinter ihnen kalt an.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Das Mädchen Paar wird es ohnehin nicht einmal bis zu den Grünen Samen schaffen.''&amp;quot; zischte Bunis.Und um ihn herum kicherten andere Lauf-Paare hämisch hinter vorgehaltenen Händen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch ehe Cillis etwas erwidern konnte ertönte erneut die Stimme des Intendanten:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Die hier anwesenden 20 Paare werden in wenigen Minuten ihren Lauf durch den Winter antreten. Sie alle werden es nicht leicht haben. Und sie alle werden geprüft werden. Überall in den Wäldern sind wie immer erfahrene Späher postiert, die über das Verhalten und die Vorgehensweise der Paare bericht erstatten werden. Wie jedes Jahr gibt es nur eine Regel: Niemand darf verletzt werden! Ansonsten ist den Läufern alles erlaubt, das ihnen Vorteile bringt. Die Strecke führt wie jedes Jahr von Yrkanis, über Natae, Davae, nach Avalae. Dort wird mein Kollege Euch empfangen und nachdem er die Berichte der Kundschafter gehört hat, die Sieger bestimmen.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cillis schaute erneut zu Nehi hinüber. Sie war schlank und kräftig. Einen Sommer jünger als er und doch größer. Sie tippelte auf der Stelle, wie viele der wartenden Kinder, ihre leichten Stiefel nicht geschaffen für den Schnee. Auch Cillis Zehen kribbelten leicht, aber er wollte nicht dass man ihn für einen kleinen Yubo hielt. Es war Tradition, dass der Lauf nur in leichter Flüchtlings-Kleidung zurückgelegt wurde. So wie es die ersten Boten zwischen den noch unfertigen Städten vor langer Zeit taten, da ihnen die Materialien für festeren Stoff fehlten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Lasst uns nun zum Stadttor gehen!''&amp;quot;, rief der Intendant.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Auf Homins! Euer Lauf beginnt jetzt!''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Mit diesem Ruf des Stadt-Empfängers startete das erste Paar. Die beiden Mädchen liefen, den Stab fest zwischen sich umklammert, die Straße entlang. Ein sicheres Zeichen dafür dass sie nicht auf den Sieg aus waren und nur den Lauf hinter sich bringen wollten.&lt;br /&gt;
Da der Weg über die abgegrenzte Straße länger und leichter war als direkt durch den Wald und den dort liegenden, tieferen Schnee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch drei Paare vor ihm und Nehi. Sie lächelte ihn an. Ihm wurde warm… Doch nun sah er, dass auch sie fürchterlich nervös war. In ihren Augen leuchtete die Aufregung und ihr Atem kam in schnellen, kleinen Wolken über ihre Lippen.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Na, was meinst Du? Wald oder Weg?''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Ein wenig überrascht von dieser Frage und beschämt da sie ihn für einen Feigling hielt, geriet Cillis Stimme ein wenig ins Stocken. Seine Antwort klang nun gar nicht so selbstbewusst wie sie sollte:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Eh?.. W...Wald. – WALD! – natürlich!''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Nehi lächelte ihn weiter an und schien zufrieden damit. Hatte sie wirklich gedacht er würde den einfachen Weg wählen? Er war zwar nicht so groß und stark wie Bunis, aber er war sich sicher, es würde reichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinter ihnen flüsterte Cordesi seinem bulligen Laufpartner etwas ins Ohr, woraufhin dieser in prustendes Gelächter ausbrach. Cillis schaute über die Schulter und sah wie der schlaksige Kerl etwas in seiner Hosentasche verschwinden ließ. Als Bunis seinen Blick bemerkte, entblößte dessen Mund eine Reihe großer Zähne in einem hämischen Grinsen.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Du weißt doch Kleiner. Keine Regeln außer einer. Passt auf das ihr Euren Stab nicht los lasst.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Mit der flachen Hand stieß ihn der größere Junge in den Rücken und trieb Cillis einen Schritt vor, so das sein und Nehis Arm am Paar-Stab gestreckt wurde. Es galt als &amp;quot;mogeln&amp;quot; und tölpelhaft, wenn einer der Läufer die Hand vom Stab ließ. Ein Teil der Herausforderung war es gemeinsam zu laufen.&lt;br /&gt;
{{Couillard}}&lt;br /&gt;
Nun war es an Cillis und Nehi. In wenigen Momenten würden auch sie ihren Lauf beginnen. Die Hände des Jungen Matis wurden langsam feucht vor Schweiß. Und sein Atem dampfte in einer dichten Wolke vor ihm, wie der eines aufgeregten Bodocs.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Auf Homins! Euer Lauf beginnt jetzt!''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Wie sie es trainiert hatten, liefe beide mit dem rechten Bein zuerst los und bemühten sich einen steten Rhythmus in ihre Bewegungen zu bringen. Direkt nach verlassen des Tores bogen sie in den Wald hinein ab, den direkte Weg zur Matis Arena einschlagend und den Spuren ihrer Vorläufer folgend. Es war nicht leicht im Schnee Gleichschritt zu wahren. Cillis Herz pochte ihm bis zum Hals. Trotz des Trainings und der Kälte kamen sie schnell ins Schwitzen und beide Kinder wussten, Weiter hasteten sie unter großen Wurzeln hindurch und an Bäumen vorbei, aufgeschreckte Yubos vor sich her treibend. Die karge, glatte Wand des riesigen Holz-Konstruktes, das als Matis Arena bekannt war kam in Sichtweite und die Morgensonne glitzerte auf den an ihr hängenden Eiszapfen. Die Kinder wanden sich zwischen den mannshohen Wurzelbögen hindurch, die das riesige Gebilde umschlangen und vorbei an seinem Eingang. Weiter Richtung Natae.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Empfänger der Siedlung nickte ihnen schon von weitem zu und band ihnen in einem kurzen Moment der Rast, das erste, blaue Band um den Stab. Zum Beweis das sie diese Etappe gemeistert hatten. Nun stand jedoch die schwierigste Wegstrecke vor ihnen.&lt;br /&gt;
Durch den dichten Wald, am Rand des Plateaus entlang auf dem sich die grünen Anhöhen befanden.&lt;br /&gt;
{{Couillard}}&lt;br /&gt;
Kaum hatten sie einige hundert Meter zurückgelegt und den Klippenrand erreicht, sahen sie schlanke Körper von Raubtieren durch das Unterholz huschen. Die Kinder stoppten ihren Lauf abrupt.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Verdammt.'', flüsterte Nehi, ''Wenn das Rudel uns bemerkt, kann uns nur noch Jena retten.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Ihr violetter Blick verriet Angst und Cillis war sicher, das seine Freundin in seinen grünen Augen deutlich erkennen konnte was er gerade dachte. Vorsichtig trat er einen Schritt zurück.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Hilfe! Hört mich jemand!? – HILFE!!''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die tiefe Stimme eines Mannes, weiter vorn. Die jungen Matis blickten einander erschrocken an. &amp;quot;Die Ragus haben da jemanden eingekreist.&amp;quot; Cillis spürte wie seine Stimme bebte. Nehi nickte nur stumm. In ihrem Blick stand die unausgesprochene Frage. Die Gedanken des Jungen überschlugen sich. Er griff sich ins grün gefärbte Haar und zog nervös an einer langen Strähne. Nehi kaute auf ihrer Unterlippe und beiden schlotterten die Knie vor Kälte, Anstrengung und Angst. Dann jedoch machte Nehi einen Schritt nach vorn. Cillis schaute sie überrascht an. Sie nickte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie ein Homin stürmten die beiden Halbwüchsigen vor. Laut brüllend und johlend. Cillis griff einen Ast vom Boden und schwang ihn über seinem Kopf. Die Ragus schreckten auf und stoben in instinktiver Flucht zunächst auseinander, doch würden sie sich bald von ihrem Schrecken erholen und ihr Rudel war mit Sicherheit stärker als die Kinder.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Hallo?! Den Kami sei Dank. Helft mir. Zieht mich hoch!!!''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die Stimme kam von unterhalb der Klippe. Vorsichtig traten sie vor um über den Rand hinweg zu spähen. Dort unten, in etwa 3 Metern tiefe, hockte ein Homin auf einem schmalen Vorsprung in der Steilwand. Der rothaarige, kräftige Mann schaute zu den Kindern auf und deutliche Erleichterung sprang auf seine harten, kantigen Züge. Vorsichtig kam er auf die Beine. Seine Haut war braun und wettergegerbt, doch seine Augen leuchteten gelblich, golden wie Bernstein. Er trug das Wams eines Boten der Imperialen Gilde von Pyr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Ein Fyros?''&amp;quot; entfuhr es Nehi.&lt;br /&gt;
Sie starrten auf den Homin herunter, der nervös zu ihnen empor lächelte.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Ja. Da staunst Du, was? - Aber, wo sind Eure Eltern. Vertreiben sie diese Mistviecher?''&amp;quot;, sprach er mit überraschend leichtem Akzent.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Ehm – Nein... Unsere Eltern sind in Yrkanis.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Nehi stieß Cillis ihren Ellenbogen in die Seite und der Junge wollte schon protestieren, als er den Ausdruck im Gesicht des Fyros sah. Verzweiflung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Was? Aber... Wie soll ich dann wieder dort hoch kommen? Und was macht ihr wenn die Tiere wiederkommen?''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die Kinder blickten sich an.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Wie müssen ihm helfen.''“&lt;br /&gt;
Cillis schaute in die Augen seiner Freundin und sein Magen krampfte sich zusammen. Sie nickte erneut. Cillis lies den Stab los.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Was machst Du?''&amp;quot;&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Es hat keiner gesehen und du bist kräftiger als ich. Lass den Stab zu ihm runter damit er sich daran hochziehen kann. Ich halte Dich fest.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Kurz legte sich ein seltsamer Ausdruck auf Nehis Gesicht, dann nickte sie entschlossen und ließ sich auf den Bauch nieder. Cillis griff ihre Beine und stemmte sich mit aller Kraft und seinem ganzen Gewicht nach hinten. Der Stab reichte gerade an die ausgestreckten Hände des Fyros heran. Er tat einen Satz und ein scharfer Ruck ging durch Nehis Schultern. Sie knirschte mit den Zähnen und fühlte wie sich Cillis Griff um ihre Knöchel noch verstärkte. Und doch rutschte sie ein kleines Stück nach vorn.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Nicht loslassen!''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Entfuhr es dem Fyros, dessen Füße nun über dem Abgrund baumelten.&lt;br /&gt;
Eine Hand über die andere setzend zog er sich langsam an der eisglatten Holzwand empor.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Ich rutsche!''&amp;quot; hörte Nehi ihren Freund zwischen den Zähnen hindurch pressen.&lt;br /&gt;
Schon spürte sie die Bewegung auf dem vom Schnee glatten Boden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Los! Sie können nicht viel weiter sein! Die holen wir ein!''&amp;quot;, drang ein leiser Ruf aus dem Wald an Cillis Ohren.&lt;br /&gt;
Bunis! Cillis Kopf ruckte herum und dort kamen ihre beiden Konkurrenten in einiger Entfernung vorbei gerannt.&lt;br /&gt;
Der bullige Junge zog seinen schmächtigeren Partner förmlich mit sich durch den Schnee.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Bunis! Cordesi! Helft uns! – Hier!!''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Kaum war Cillis Schrei erklungen stoppten die beiden Läufer und blickten sich um. Cordesi erspähte ihn zuerst und setzte sofort zum Sprint in seine Richtung an. Doch wurde er jäh zurück gerissen. Bunis zog ihn in entgegengesetzter Richtung davon. Cillis Herz blieb fast stehen. Er konnte es nicht fassen. Bunis, dieser Sohn eines Gingos! Ein wilder Fluch, aufgeschnappt von seinem Vater, entfuhr ihm. Aus der Schlucht vor ihnen erklang ein lautes:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Ooh!! Haltet Durch Kinder! Bitte!!''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Nehi stöhnte. Die Muskeln ihrer schlanken Arme traten hervor wie zum Bersten gestreckte Seile.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da hörte Cillis das Knurren hinter sich. Eine schnelle Bewegung im Unterholz links von ihm. Kurz darauf rechts und das hustende Bellen eines Ragus.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Sie kommen zurück!''&amp;quot;&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Jena, wir schaffen das nicht, stieß Nehi hervor, er ist zu schwer.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Durchhalten Kinder. Ihr habt es gleich geschafft. Nur noch ein kleines Stück.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die Worte klangen nervös und kurzatmig.&lt;br /&gt;
Cillis zuckte zusammen als er erneut eine Bewegung neben sich sah. Ein großer, schlanker Ragus wagte sich näher an sie heran und ein heiseres Knurren drang aus seiner Schnauze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ohren dicht an den Körper gelegt kauerte sich das Tier auf die Hinterbeine und setzte zum Sprung auf seine wehrlose Beute an. Cillis ließ Nehis rechtes Bein los. Sie rutschten ein Stück nach vorn und seine Freundin und der Fyros über der Schlucht Schrien fast gleichzeitig erschrocken auf. Cillis griff den noch neben ihm im Schnee liegenden Ast und schwang ihn auf das heran springende Tier. Krachend schlug der Ast gegen den Schädel des Ragus, dessen eigener Schwung ihn nun über den Rand der Klippe katapultierte. Heulend, in einer Wolke aus Schnee, fiel der Räuber auf den Fyros zu. Um nicht von dem zappelnden Tier mitgerissen zu werden schwang dieser im letzten Moment zur Seite. Nehi ächzte schmerzerfüllt auf. Und wieder rutschten sie ein Stück weiter vor. Der Brustkorb des Mädchens hing nun schon fast ganz über dem Abgrund. Wenn einer von ihnen das Gleichgewicht verlor war Alles aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zweiter und dritter Ragus erschienen. Und von den Geräuschen um ihn herum schätzte er, dass es mindestens noch 5 weitere Räuber waren. Der verzweifelte Junge schwang den Ast wild um sich und hielt so die Tiere zumindest vorerst davon ab ihn anzuspringen. Lange würden sie das jedoch nicht durchhalten. Ein Stoßgebet zu Jena formte sich in Cillis Kopf. Er wurde erhört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwas knallte schräg hinter seinem Kopf in den Bäumen und ein Schneelawine donnerte herab und begrub einen Teil des Ragus Rudels fast unter sich. Die erschreckten Tiere tauchten in das nahe Unterholz. Noch einmal knallte es direkt neben einem der Ragus und das Tier jaulte kurz auf und lief davon. Wildes Geschrei und Rufe hallten durch den Wald.&lt;br /&gt;
Durch die Bäume kam eine Gruppe Kinder heran gerannt, Äste und Stäbe schwingend. Allen voran Bunis der seinen Stab wie eine Keule nutze, um nach den Raubtieren zu schlagen. Er stieß einen lauten Triumphschrei aus als die Ragus Fersengeld gaben. Neben Cillis blieb er stehen, ließ seinen Stab fallen und packte Nehis rechtes Bein. Zwei weitere Jungen fielen neben Nehi in den Schnee und griffen je einen Arm des Fyros. Zwei Mädchen schnappten sich Nehis Wams und zogen daran. Gemeinsam wuchteten sie den Mann über die Kante des Abgrundes und fielen rittlings in den Schnee. Schwer atmend lagen sie nebeneinander. Cillis starrte in den Himmel, wo Jenas Krone, der große Ringplanet, auf ihn herabblickte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit einem mal trat Cordesi in sein Blickfeld :&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''He ihr zwei. Gemütlich da unten?''&amp;quot; grinste er.&lt;br /&gt;
Cillis bemerkte das Bunis Arm auf seiner Brust lag. Erschreckt stieß er ihn von sich und ruckte hoch. Nehi hockte links neben ihm und lächelte ihn an. Der Junge spürte deutlich wie das Blut in seine Ohren rauschte und Hitze in seinem Gesicht aufstieg. Die beiden Mädchen die Nehi geholfen hatten kicherten und Cordesi brach in schallendes Gelächter aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann wurde Cillis mit einem Mal empor gerissen, als sich kräftige Arme um seinen Körper schlangen.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Den Segen der Kami über Euch Kinder!''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Der Fyros setzte sich Cillis auf die Schultern und begann überschwänglich zu tanzen und sich auf der Stelle zu drehen.Dabei jubelte und jauchzte er in seiner Sprache. Nehi lachte und Bunis hielt sich den Bauch vor Lachen. Allerdings nahm Cillis nicht viel davon wahr. Ihm war danach in die Schlucht zu springen. Nur um dieser Peinlichkeit zu entkommen.&lt;br /&gt;
{{Couillard}}&lt;br /&gt;
In Davae war die Überraschung groß, als der kleine Trupp durch das Stadttor lief. Cillis noch immer auf den Schultern des Fyros, der sie den ganzen Weg über mit Liedern aus seiner Heimat unterhalten hatte und immer wieder den Segen der Kamigeister versprach. Cordesi hatte ihnen unterwegs gezeigt was er getan hatte um die Ragus zu vertreiben. In seinen Taschen verbargen sich eine Schleuder und einige Knallkugeln. Einfache Feuerwerkskörper die mehr Krach machten als alles andere,&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Oder auf andere Paare.''&amp;quot;, wie er grinsend hinzufügte.&lt;br /&gt;
Bunis gab zu das es seltsam ausgesehen haben musste als er seinen Partner von ihnen weg zog. Doch hatte er die Ragus im Wald gesehen und erkannt das sie allein kein Chance hätten zu helfen. Somit liefen sie in verschiedene Richtungen um die anderen Paare zur Hilfe zu holen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Dorf-Intendant kam ihnen entgegen und verlangte zu wissen was passiert sei, das so lang erst kein Paar mehr ankam und dann eine solche Gruppe. Die Kinder begannen sofort zu plappern, doch der rothaarige Fyros hob beschwichtigend die Hände und bat mit lauter Stimme um Ruhe.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Diese Kinder haben heute mein Leben gerettet. Ich danke Euch dafür, dass ihr diese Tradition Eures Volkes grad heute ausübt, wie sie mir berichteten.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Er berichtete kurz, in angemessenen Worten was vorgefallen war und betonte den Mut der Kinder. Besonders Nehi hob er hervor, die ihn so tapfer und lang gehalten hatte. Der Obmann hörte aufmerksam zu und nickte schließlich. Dann griff er in sein Wams und wandte er sich an die Kinder.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Hier sind die roten Bänder. Wer noch weiter nach Avalae will, sollte sich schnellstens eines geben lassen.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Cillis zappelte auf der Schulter des Fyros und dieser setzte ihn schnell ab. Nehi hatte dem Dorfempfänger schon den Stab entgegengehalten und nun flatterte dort das rote Band von Davae. Cillis griff den Stab und blieb stehen.&lt;br /&gt;
Neben ihnen nahmen Bunis und Cordesi ihr Band in Empfang. Dann die zwei Mädchen und zuletzt das Jungenpaar. Vereint liefen die jungen Matis nun den Rest der Strecke in einem Pulk.&lt;br /&gt;
{{Couillard}}&lt;br /&gt;
Als sie Aavale erreichten, Viele Homins hatten sich am Tor versammelt um sie in Empfang zu nehmen. Und als der Dorf Intendant die goldenen Bänder verteilte, war die Luft erfüllt von Jubel und Beifall. Als das letzte Paar eintraf, wurde es von vielen Homins aus Yrkanis begleitet die das Ende des Laufes mit ihnen allen feiern wollten. Schließlich hob der Intendant die Arme und wandte sich an die versammelten Homins.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Matis! Seht diese Kinder, die den Lauf durch den Winter vollendet haben. Sie alle haben bewiesen dass sie Durchhaltevermögen, Stärke und Mut besitzen. Doch einige von ihnen haben in diesem gesegneten Jahr etwas Besonderes vollbracht.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Er hielt kurz inne um die Gruppe um Cillis nach vorn zu winken. Mit vor Aufregung roten Köpfen traten die Kinder vor.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Diese Kinder ließen ihre Stäbe los!''&amp;quot; donnerte seine Stimme über die Versammelten hinweg.&lt;br /&gt;
Stille breitete sich aus. Cillis war geschockt. Auch Nehi, Bunis und die Anderen blickten verwirrt.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Sie haben eine Tradition des Laufes gebrochen. Sie alle sind 'Loslasser'.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Er blickte jedes der Kinder ernst an. Dann hob er erneut die Stimme.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Jedoch taten sie das Richtige! Sie handelten im Geiste des Laufes. Sie verstanden seinen Sinn. Ein Leben wurde gerettet, weil diese Kinder das Wichtige und Richtige über einfache Spielregeln stellten und erkannten, dass es galt zusammenzuarbeiten.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Jubel brandete auf und erneut wurden alle Kinder auf Schultern gehoben das wirkliche Fest begann nun endlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inmitten des Trubels fand Cillis seine Eltern und rannte zu ihnen hinüber. Seine Mutter umarmte ihn überschwänglich und wenn ein Vater noch etwas mehr Stolz in seinen Stand bringen könnte, würde seine Weste sicherlich platzen. Eine Hand legte sich auch Cillis Schulter. Nehi und der Fyros Bote standen dort.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Nun ihr Beiden. Ich muss weiter und meinen Auftrag ausführen. Ich schulde euch Zweien mein Leben. Ihr wart es die mich fandet und ihr brachtet den Mut auf mir zu helfen. Dafür danke ich euch. Die Kami mögen euch beschützen. Wenn ihr jemals nach Pyr kommt, dann fragt nach Collix Becoubs. Das bin ich und ihr seid in meinem Hause auf ewig willkommen.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Diese Geschichte wurde von [[Benutzer:Lylanea Vicciona|Lylanea]] auf dem [[Treffen der Barden II|zweites Treffen der Barden]] in Mystia 2612-4 vorgetragen. (HRP: April 2021)''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Portal|Literatur}}{{Portal|Animation}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Märchen und Legenden]] [[Kategorie:Treffen der Barden]]&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nilstilar</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Lauf_durch_den_Winter&amp;diff=34484</id>
		<title>Lauf durch den Winter</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Lauf_durch_den_Winter&amp;diff=34484"/>
				<updated>2023-02-26T21:13:04Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Nilstilar: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Trad&lt;br /&gt;
|DE =Lauf durch den Winter|DEs=0&lt;br /&gt;
|ES =Correr en invierno|ESs=1&lt;br /&gt;
|EN =Running in the winter|ENs=2&lt;br /&gt;
|FR =Courir dans l'hiver|FRs=3&lt;br /&gt;
|RU =&amp;lt;!--Бег зимой--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|H =1&lt;br /&gt;
|palette=atys&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{WIP}}&lt;br /&gt;
''Die Geschichte die ich euch erzählen will, basiert auf einer alten Tradition der Matis von der ich einmal gelesen habe. Ein alter Freund hat im Rahmen dieser Tradition etwas erlebt, von dem er mir erzählt hat. Ich habe daraus eine Geschichte gemacht.&lt;br /&gt;
''Sein Name war Collix und er erzählte mir, was er hier in Matia erlebt hatte. Ich erzähle die Geschichte aber aus der Sicht eines jungen Matis.&lt;br /&gt;
{{Quotation| |&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
Cillis hatte Angst. Aber, wie alle jungen Matis in seinem Alter wollte er es nicht zeigen. Nicht vor all den anderen auf dem Platz am Karavan-Schrein versammelten Matis und schon gar nicht vor seiner Lauf-Partnerin. Die schwebende Maschine aus dem setlsamen Material des Karavan surrte und summte über ihren Köpfen. Ihre Wächter schauten teilnahmslos herüber und hielten die Umgebung im Auge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorsichtig schielte der junge Matis hinüber zu Nehi. Sie wirkte gefasst und ruhig, ihr nussbraunes Haar war zu einem Schweif hinter ihren Kopf gebunden und ihre milchfarbene Haut schimmerte leicht in der Morgensonne. Sie umklammerte den Paar-Stab, knapp oberhalb seiner Hand. Ihr Griff war fest und die Knöchel traten leicht hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kinder kannten sich seit langer Zeit und hatten sofort nach der Auslosung vor 2 Wochen angefangen den Lauf zu trainieren.&lt;br /&gt;
Er mochte Nehi, nur eine Sache störte ihn an ihr. Wenn er das etwa einen Kopf größere Mädchen anschaute, fühlte er einen seltsamen Druck in der Brust. So als ob etwas aus ihm heraus wollte, aber nicht konnte. Sie war eine gute Laufpartnerin und trotz ihrer längeren Beine passte sie sich an seine Geschwindigkeit an und achtete darauf nicht zu sehr an dem Paar-Stab zu zerren. Der etwa 3 Ellen lange, glatte Stab aus dunklem Holz machte es auch so nicht grade leicht querfeldein durch den Wald zu laufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gespannt lauschte sie auf die Worte des Intendanten von Yrkanis. Auch Cillis Aufmerksamkeit wurde zurück zu ihm gezogen.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Homins!''&amp;quot; hob der Intendant die Stimme.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Stolze Matis! Wieder einmal vollendet ein Zyklus seinen ewigen Kreislauf. Und wieder einmal finden wir uns hier ein, um diesen Tag zu feiern und den traditionellen Lauf der Kinder zu begehen.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Verhaltener Beifall unterstrich seine Worte. Hier und da war ein Laut des Jubels zu hören.&lt;br /&gt;
Jedoch nicht von den Läufern. Sie alle waren gespannt und manche wirkten nervös wie Yubo-Wöchlinge. Er hoffte, dass die Anderen sein zittern nicht auf die Aufregung zurückführen würden, sondern auf die Kälte die langsam durch seine dünne Jacke kroch. Der Intendant fuhr fort:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Wie zu jedem Zyklus-Wechsel seit der Einkehr in die Neuen Lande, haben sich auch dieses Mal viele junge Matis hier eingefunden, die ihre Stärke, ihren Mut, ihr Geschick, ihre Ehre und ihre Zähigkeit beweisen möchten. Und um uns uns, ihrem Volk, zu zeigen das sie zu den Besten gehören die unser Vlk zu bieten hat.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Jubel brach nun unter den versammelten Homin aus. Cillis badete in dieser Aufmerksamkeit und jedes Beifall Klatschen vertrieb ein wenig seiner Angst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:'''''Whamm!&lt;br /&gt;
Ein Schneeball klatschte ihm an den Hinterkopf. Der junge Matis ruckte herum und sah Bunis, diesen arroganten Sohn des Leutnants der Palastwache, der sich langsam und überheblich die rechte Hand an seinem Wams abwischte. Sein Laufpartner Cordesi grinste wie ein Gingo in Cillis Richtung. Nehi drehte sich ebenfalls um und starrte das Paar hinter ihnen kalt an.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Das Mädchen Paar wird es ohnehin nicht einmal bis zu den Grünen Samen schaffen.''&amp;quot; zischte Bunis.Und um ihn herum kicherten andere Lauf-Paare hämisch hinter vorgehaltenen Händen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch ehe Cillis etwas erwidern konnte ertönte erneut die Stimme des Intendanten:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Die hier anwesenden 20 Paare werden in wenigen Minuten ihren Lauf durch den Winter antreten. Sie alle werden es nicht leicht haben. Und sie alle werden geprüft werden. Überall in den Wäldern sind wie immer erfahrene Späher postiert, die über das Verhalten und die Vorgehensweise der Paare bericht erstatten werden. Wie jedes Jahr gibt es nur eine Regel: Niemand darf verletzt werden! Ansonsten ist den Läufern alles erlaubt, das ihnen Vorteile bringt. Die Strecke führt wie jedes Jahr von Yrkanis, über Natae, Davae, nach Avalae. Dort wird mein Kollege Euch empfangen und nachdem er die Berichte der Kundschafter gehört hat, die Sieger bestimmen.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cillis schaute erneut zu Nehi hinüber. Sie war schlank und kräftig. Einen Sommer jünger als er und doch größer. Sie tippelte auf der Stelle, wie viele der wartenden Kinder, ihre leichten Stiefel nicht geschaffen für den Schnee. Auch Cillis Zehen kribbelten leicht, aber er wollte nicht dass man ihn für einen kleinen Yubo hielt. Es war Tradition, dass der Lauf nur in leichter Flüchtlings-Kleidung zurückgelegt wurde. So wie es die ersten Boten zwischen den noch unfertigen Städten vor langer Zeit taten, da ihnen die Materialien für festeren Stoff fehlten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Lasst uns nun zum Stadttor gehen!''&amp;quot;, rief der Intendant.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Auf Homins! Euer Lauf beginnt jetzt!''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Mit diesem Ruf des Stadt-Empfängers startete das erste Paar. Die beiden Mädchen liefen, den Stab fest zwischen sich umklammert, die Straße entlang. Ein sicheres Zeichen dafür dass sie nicht auf den Sieg aus waren und nur den Lauf hinter sich bringen wollten.&lt;br /&gt;
Da der Weg über die abgegrenzte Straße länger und leichter war als direkt durch den Wald und den dort liegenden, tieferen Schnee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch drei Paare vor ihm und Nehi. Sie lächelte ihn an. Ihm wurde warm… Doch nun sah er, dass auch sie fürchterlich nervös war. In ihren Augen leuchtete die Aufregung und ihr Atem kam in schnellen, kleinen Wolken über ihre Lippen.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Na, was meinst Du? Wald oder Weg?''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Ein wenig überrascht von dieser Frage und beschämt da sie ihn für einen Feigling hielt, geriet Cillis Stimme ein wenig ins Stocken. Seine Antwort klang nun gar nicht so selbstbewusst wie sie sollte:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Eh?.. W...Wald. – WALD! – natürlich!''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Nehi lächelte ihn weiter an und schien zufrieden damit. Hatte sie wirklich gedacht er würde den einfachen Weg wählen? Er war zwar nicht so groß und stark wie Bunis, aber er war sich sicher, es würde reichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinter ihnen flüsterte Cordesi seinem bulligen Laufpartner etwas ins Ohr, woraufhin dieser in prustendes Gelächter ausbrach. Cillis schaute über die Schulter und sah wie der schlaksige Kerl etwas in seiner Hosentasche verschwinden ließ. Als Bunis seinen Blick bemerkte, entblößte dessen Mund eine Reihe großer Zähne in einem hämischen Grinsen.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Du weißt doch Kleiner. Keine Regeln außer einer. Passt auf das ihr Euren Stab nicht los lasst.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Mit der flachen Hand stieß ihn der größere Junge in den Rücken und trieb Cillis einen Schritt vor, so das sein und Nehis Arm am Paar-Stab gestreckt wurde. Es galt als &amp;quot;mogeln&amp;quot; und tölpelhaft, wenn einer der Läufer die Hand vom Stab ließ. Ein Teil der Herausforderung war es gemeinsam zu laufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun war es an Cillis und Nehi. In wenigen Momenten würden auch sie ihren Lauf beginnen. Die Hände des Jungen Matis wurden langsam feucht vor Schweiß. Und sein Atem dampfte in einer dichten Wolke vor ihm, wie der eines aufgeregten Bodocs.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Auf Homins! Euer Lauf beginnt jetzt!''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Wie sie es trainiert hatten, liefe beide mit dem rechten Bein zuerst los und bemühten sich einen steten Rhythmus in ihre Bewegungen zu bringen. Direkt nach verlassen des Tores bogen sie in den Wald hinein ab, den direkte Weg zur Matis Arena einschlagend und den Spuren ihrer Vorläufer folgend. Es war nicht leicht im Schnee Gleichschritt zu wahren. Cillis Herz pochte ihm bis zum Hals. Trotz des Trainings und der Kälte kamen sie schnell ins Schwitzen und beide Kinder wussten, Weiter hasteten sie unter großen Wurzeln hindurch und an Bäumen vorbei, aufgeschreckte Yubos vor sich her treibend. Die karge, glatte Wand des riesigen Holz-Konstruktes, das als Matis Arena bekannt war kam in Sichtweite und die Morgensonne glitzerte auf den an ihr hängenden Eiszapfen. Die Kinder wanden sich zwischen den mannshohen Wurzelbögen hindurch, die das riesige Gebilde umschlangen und vorbei an seinem Eingang. Weiter Richtung Natae.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Empfänger der Siedlung nickte ihnen schon von weitem zu und band ihnen in einem kurzen Moment der Rast, das erste, blaue Band um den Stab. Zum Beweis das sie diese Etappe gemeistert hatten. Nun stand jedoch die schwierigste Wegstrecke vor ihnen.&lt;br /&gt;
Durch den dichten Wald, am Rand des Plateaus entlang auf dem sich die grünen Anhöhen befanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kaum hatten sie einige hundert Meter zurückgelegt und den Klippenrand erreicht, sahen sie schlanke Körper von Raubtieren durch das Unterholz huschen. Die Kinder stoppten ihren Lauf abrupt.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Verdammt.'', flüsterte Nehi, ''Wenn das Rudel uns bemerkt, kann uns nur noch Jena retten.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Ihr violetter Blick verriet Angst und Cillis war sicher, das seine Freundin in seinen grünen Augen deutlich erkennen konnte was er gerade dachte. Vorsichtig trat er einen Schritt zurück.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Hilfe! Hört mich jemand!? – HILFE!!''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die tiefe Stimme eines Mannes, weiter vorn. Die jungen Matis blickten einander erschrocken an. &amp;quot;Die Ragus haben da jemanden eingekreist.&amp;quot; Cillis spürte wie seine Stimme bebte. Nehi nickte nur stumm. In ihrem Blick stand die unausgesprochene Frage. Die Gedanken des Jungen überschlugen sich. Er griff sich ins grün gefärbte Haar und zog nervös an einer langen Strähne. Nehi kaute auf ihrer Unterlippe und beiden schlotterten die Knie vor Kälte, Anstrengung und Angst. Dann jedoch machte Nehi einen Schritt nach vorn. Cillis schaute sie überrascht an. Sie nickte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie ein Homin stürmten die beiden Halbwüchsigen vor. Laut brüllend und johlend. Cillis griff einen Ast vom Boden und schwang ihn über seinem Kopf. Die Ragus schreckten auf und stoben in instinktiver Flucht zunächst auseinander, doch würden sie sich bald von ihrem Schrecken erholen und ihr Rudel war mit Sicherheit stärker als die Kinder.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Hallo?! Den Kami sei Dank. Helft mir. Zieht mich hoch!!!''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die Stimme kam von unterhalb der Klippe. Vorsichtig traten sie vor um über den Rand hinweg zu spähen. Dort unten, in etwa 3 Metern tiefe, hockte ein Homin auf einem schmalen Vorsprung in der Steilwand. Der rothaarige, kräftige Mann schaute zu den Kindern auf und deutliche Erleichterung sprang auf seine harten, kantigen Züge. Vorsichtig kam er auf die Beine. Seine Haut war braun und wettergegerbt, doch seine Augen leuchteten gelblich, golden wie Bernstein. Er trug das Wams eines Boten der Imperialen Gilde von Pyr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Ein Fyros?''&amp;quot; entfuhr es Nehi.&lt;br /&gt;
Sie starrten auf den Homin herunter, der nervös zu ihnen empor lächelte.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Ja. Da staunst Du, was? - Aber, wo sind Eure Eltern. Vertreiben sie diese Mistviecher?''&amp;quot;, sprach er mit überraschend leichtem Akzent.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Ehm – Nein... Unsere Eltern sind in Yrkanis.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Nehi stieß Cillis ihren Ellenbogen in die Seite und der Junge wollte schon protestieren, als er den Ausdruck im Gesicht des Fyros sah. Verzweiflung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Was? Aber... Wie soll ich dann wieder dort hoch kommen? Und was macht ihr wenn die Tiere wiederkommen?''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die Kinder blickten sich an.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Wie müssen ihm helfen.''“&lt;br /&gt;
Cillis schaute in die Augen seiner Freundin und sein Magen krampfte sich zusammen. Sie nickte erneut. Cillis lies den Stab los.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Was machst Du?''&amp;quot;&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Es hat keiner gesehen und du bist kräftiger als ich. Lass den Stab zu ihm runter damit er sich daran hochziehen kann. Ich halte Dich fest.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Kurz legte sich ein seltsamer Ausdruck auf Nehis Gesicht, dann nickte sie entschlossen und ließ sich auf den Bauch nieder. Cillis griff ihre Beine und stemmte sich mit aller Kraft und seinem ganzen Gewicht nach hinten. Der Stab reichte gerade an die ausgestreckten Hände des Fyros heran. Er tat einen Satz und ein scharfer Ruck ging durch Nehis Schultern. Sie knirschte mit den Zähnen und fühlte wie sich Cillis Griff um ihre Knöchel noch verstärkte. Und doch rutschte sie ein kleines Stück nach vorn.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Nicht loslassen!''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Entfuhr es dem Fyros, dessen Füße nun über dem Abgrund baumelten.&lt;br /&gt;
Eine Hand über die andere setzend zog er sich langsam an der eisglatten Holzwand empor.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Ich rutsche!''&amp;quot; hörte Nehi ihren Freund zwischen den Zähnen hindurch pressen.&lt;br /&gt;
Schon spürte sie die Bewegung auf dem vom Schnee glatten Boden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Los! Sie können nicht viel weiter sein! Die holen wir ein!''&amp;quot;, drang ein leiser Ruf aus dem Wald an Cillis Ohren.&lt;br /&gt;
Bunis! Cillis Kopf ruckte herum und dort kamen ihre beiden Konkurrenten in einiger Entfernung vorbei gerannt.&lt;br /&gt;
Der bullige Junge zog seinen schmächtigeren Partner förmlich mit sich durch den Schnee.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Bunis! Cordesi! Helft uns! – Hier!!''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Kaum war Cillis Schrei erklungen stoppten die beiden Läufer und blickten sich um. Cordesi erspähte ihn zuerst und setzte sofort zum Sprint in seine Richtung an. Doch wurde er jäh zurück gerissen. Bunis zog ihn in entgegengesetzter Richtung davon. Cillis Herz blieb fast stehen. Er konnte es nicht fassen. Bunis, dieser Sohn eines Gingos! Ein wilder Fluch, aufgeschnappt von seinem Vater, entfuhr ihm. Aus der Schlucht vor ihnen erklang ein lautes:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Ooh!! Haltet Durch Kinder! Bitte!!''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Nehi stöhnte. Die Muskeln ihrer schlanken Arme traten hervor wie zum Bersten gestreckte Seile.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da hörte Cillis das Knurren hinter sich. Eine schnelle Bewegung im Unterholz links von ihm. Kurz darauf rechts und das hustende Bellen eines Ragus.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Sie kommen zurück!''&amp;quot;&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Jena, wir schaffen das nicht, stieß Nehi hervor, er ist zu schwer.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Durchhalten Kinder. Ihr habt es gleich geschafft. Nur noch ein kleines Stück.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die Worte klangen nervös und kurzatmig.&lt;br /&gt;
Cillis zuckte zusammen als er erneut eine Bewegung neben sich sah. Ein großer, schlanker Ragus wagte sich näher an sie heran und ein heiseres Knurren drang aus seiner Schnauze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ohren dicht an den Körper gelegt kauerte sich das Tier auf die Hinterbeine und setzte zum Sprung auf seine wehrlose Beute an. Cillis ließ Nehis rechtes Bein los. Sie rutschten ein Stück nach vorn und seine Freundin und der Fyros über der Schlucht Schrien fast gleichzeitig erschrocken auf. Cillis griff den noch neben ihm im Schnee liegenden Ast und schwang ihn auf das heran springende Tier. Krachend schlug der Ast gegen den Schädel des Ragus, dessen eigener Schwung ihn nun über den Rand der Klippe katapultierte. Heulend, in einer Wolke aus Schnee, fiel der Räuber auf den Fyros zu. Um nicht von dem zappelnden Tier mitgerissen zu werden schwang dieser im letzten Moment zur Seite. Nehi ächzte schmerzerfüllt auf. Und wieder rutschten sie ein Stück weiter vor. Der Brustkorb des Mädchens hing nun schon fast ganz über dem Abgrund. Wenn einer von ihnen das Gleichgewicht verlor war Alles aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zweiter und dritter Ragus erschienen. Und von den Geräuschen um ihn herum schätzte er, dass es mindestens noch 5 weitere Räuber waren. Der verzweifelte Junge schwang den Ast wild um sich und hielt so die Tiere zumindest vorerst davon ab ihn anzuspringen. Lange würden sie das jedoch nicht durchhalten. Ein Stoßgebet zu Jena formte sich in Cillis Kopf. Er wurde erhört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwas knallte schräg hinter seinem Kopf in den Bäumen und ein Schneelawine donnerte herab und begrub einen Teil des Ragus Rudels fast unter sich. Die erschreckten Tiere tauchten in das nahe Unterholz. Noch einmal knallte es direkt neben einem der Ragus und das Tier jaulte kurz auf und lief davon. Wildes Geschrei und Rufe hallten durch den Wald.&lt;br /&gt;
Durch die Bäume kam eine Gruppe Kinder heran gerannt, Äste und Stäbe schwingend. Allen voran Bunis der seinen Stab wie eine Keule nutze, um nach den Raubtieren zu schlagen. Er stieß einen lauten Triumphschrei aus als die Ragus Fersengeld gaben. Neben Cillis blieb er stehen, ließ seinen Stab fallen und packte Nehis rechtes Bein. Zwei weitere Jungen fielen neben Nehi in den Schnee und griffen je einen Arm des Fyros. Zwei Mädchen schnappten sich Nehis Wams und zogen daran. Gemeinsam wuchteten sie den Mann über die Kante des Abgrundes und fielen rittlings in den Schnee. Schwer atmend lagen sie nebeneinander. Cillis starrte in den Himmel, wo Jenas Krone, der große Ringplanet, auf ihn herabblickte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit einem mal trat Cordesi in sein Blickfeld :&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''He ihr zwei. Gemütlich da unten?''&amp;quot; grinste er.&lt;br /&gt;
Cillis bemerkte das Bunis Arm auf seiner Brust lag. Erschreckt stieß er ihn von sich und ruckte hoch. Nehi hockte links neben ihm und lächelte ihn an. Der Junge spürte deutlich wie das Blut in seine Ohren rauschte und Hitze in seinem Gesicht aufstieg. Die beiden Mädchen die Nehi geholfen hatten kicherten und Cordesi brach in schallendes Gelächter aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann wurde Cillis mit einem Mal empor gerissen, als sich kräftige Arme um seinen Körper schlangen.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Den Segen der Kami über Euch Kinder!''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Der Fyros setzte sich Cillis auf die Schultern und begann überschwänglich zu tanzen und sich auf der Stelle zu drehen.Dabei jubelte und jauchzte er in seiner Sprache. Nehi lachte und Bunis hielt sich den Bauch vor Lachen. Allerdings nahm Cillis nicht viel davon wahr. Ihm war danach in die Schlucht zu springen. Nur um dieser Peinlichkeit zu entkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Davae war die Überraschung groß, als der kleine Trupp durch das Stadttor lief. Cillis noch immer auf den Schultern des Fyros, der sie den ganzen Weg über mit Liedern aus seiner Heimat unterhalten hatte und immer wieder den Segen der Kamigeister versprach. Cordesi hatte ihnen unterwegs gezeigt was er getan hatte um die Ragus zu vertreiben. In seinen Taschen verbargen sich eine Schleuder und einige Knallkugeln. Einfache Feuerwerkskörper die mehr Krach machten als alles andere,&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Oder auf andere Paare.''&amp;quot;, wie er grinsend hinzufügte.&lt;br /&gt;
Bunis gab zu das es seltsam ausgesehen haben musste als er seinen Partner von ihnen weg zog. Doch hatte er die Ragus im Wald gesehen und erkannt das sie allein kein Chance hätten zu helfen. Somit liefen sie in verschiedene Richtungen um die anderen Paare zur Hilfe zu holen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Dorf-Intendant kam ihnen entgegen und verlangte zu wissen was passiert sei, das so lang erst kein Paar mehr ankam und dann eine solche Gruppe. Die Kinder begannen sofort zu plappern, doch der rothaarige Fyros hob beschwichtigend die Hände und bat mit lauter Stimme um Ruhe.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Diese Kinder haben heute mein Leben gerettet. Ich danke Euch dafür, dass ihr diese Tradition Eures Volkes grad heute ausübt, wie sie mir berichteten.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Er berichtete kurz, in angemessenen Worten was vorgefallen war und betonte den Mut der Kinder. Besonders Nehi hob er hervor, die ihn so tapfer und lang gehalten hatte. Der Obmann hörte aufmerksam zu und nickte schließlich. Dann griff er in sein Wams und wandte er sich an die Kinder.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Hier sind die roten Bänder. Wer noch weiter nach Avalae will, sollte sich schnellstens eines geben lassen.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Cillis zappelte auf der Schulter des Fyros und dieser setzte ihn schnell ab. Nehi hatte dem Dorfempfänger schon den Stab entgegengehalten und nun flatterte dort das rote Band von Davae. Cillis griff den Stab und blieb stehen.&lt;br /&gt;
Neben ihnen nahmen Bunis und Cordesi ihr Band in Empfang. Dann die zwei Mädchen und zuletzt das Jungenpaar. Vereint liefen die jungen Matis nun den Rest der Strecke in einem Pulk.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als sie Aavale erreichten, Viele Homins hatten sich am Tor versammelt um sie in Empfang zu nehmen. Und als der Dorf Intendant die goldenen Bänder verteilte, war die Luft erfüllt von Jubel und Beifall. Als das letzte Paar eintraf, wurde es von vielen Homins aus Yrkanis begleitet die das Ende des Laufes mit ihnen allen feiern wollten. Schließlich hob der Intendant die Arme und wandte sich an die versammelten Homins.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Matis! Seht diese Kinder, die den Lauf durch den Winter vollendet haben. Sie alle haben bewiesen dass sie Durchhaltevermögen, Stärke und Mut besitzen. Doch einige von ihnen haben in diesem gesegneten Jahr etwas Besonderes vollbracht.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Er hielt kurz inne um die Gruppe um Cillis nach vorn zu winken. Mit vor Aufregung roten Köpfen traten die Kinder vor.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Diese Kinder ließen ihre Stäbe los!''&amp;quot; donnerte seine Stimme über die Versammelten hinweg.&lt;br /&gt;
***&lt;br /&gt;
Stille breitete sich aus.&lt;br /&gt;
:Cillis war geschockt.&lt;br /&gt;
Auch Nehi, Bunis und die Anderen blickten verwirrt.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sie haben eine Tradition des Laufes gebrochen. Sie alle sind &amp;quot;Loslasser.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Er blickte jedes der Kinder ernst an.&lt;br /&gt;
Dann hob er erneut die Stimme.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Jedoch taten sie das Richtige!&lt;br /&gt;
Sie handelten im Geiste des Laufes.&lt;br /&gt;
Sie verstanden seinen Sinn.&lt;br /&gt;
Ein Leben wurde gerettet, weil diese Kinder das Wichtige und Richtige über einfache Spielregeln stellten und erkannten, dass es galt zusammenzuarbeiten.&lt;br /&gt;
Jubel brandete auf und erneut wurden alle Kinder auf Schultern gehoben das wirkliche Fest begann nun endlich.&lt;br /&gt;
Inmitten des Trubels fand Cillis seine Eltern und rannte zu ihnen hinüber.&lt;br /&gt;
Seine Mutter umarmte ihn überschwänglich und wenn ein Vater noch etwas mehr Stolz in seinen Stand bringen könnte, würde seine Weste sicherlich platzen.&lt;br /&gt;
Eine Hand legte sich auch Cillis Schulter.&lt;br /&gt;
Nehi und der Fyros Bote standen dort.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Nun ihr Beiden. Ich muss weiter und meinen Auftrag ausführen.&lt;br /&gt;
Ich schulde euch Zweien mein Leben.&lt;br /&gt;
Ihr wart es die mich fandet und ihr brachtet den Mut auf mir zu helfen.&lt;br /&gt;
Dafür danke ich euch. Die Kami mögen euch beschützen.&lt;br /&gt;
Wenn ihr jemals nach Pyr kommt, dann fragt nach Collix Becoubs.&lt;br /&gt;
Das bin ich und ihr seid in meinem Hause auf ewig willkommen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Diese Geschichte wurde von [[Benutzer:Lylanea Vicciona|Lylanea]] auf dem [[Treffen der Barden II|zweites Treffen der Barden]] in Mystia 2612-4 vorgetragen. (HRP: April 2021)''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Portal|Literatur}}{{Portal|Animation}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Märchen und Legenden]] [[Kategorie:Treffen der Barden]]&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nilstilar</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Lauf_durch_den_Winter&amp;diff=34483</id>
		<title>Lauf durch den Winter</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Lauf_durch_den_Winter&amp;diff=34483"/>
				<updated>2023-02-26T19:21:00Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Nilstilar: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Trad&lt;br /&gt;
|DE =Lauf durch den Winter|DEs=0&lt;br /&gt;
|ES =Correr en invierno|ESs=1&lt;br /&gt;
|EN =Running in the winter|ENs=2&lt;br /&gt;
|FR =Courir dans l'hiver|FRs=3&lt;br /&gt;
|RU =&amp;lt;!--Бег зимой--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|H =1&lt;br /&gt;
|palette=atys&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{WIP}}&lt;br /&gt;
''Die Geschichte die ich euch erzählen will, basiert auf einer alten Tradition der Matis von der ich einmal gelesen habe. Ein alter Freund hat im Rahmen dieser Tradition etwas erlebt, von dem er mir erzählt hat. Ich habe daraus eine Geschichte gemacht.&lt;br /&gt;
''Sein Name war Collix und er erzählte mir, was er hier in Matia erlebt hatte. Ich erzähle die Geschichte aber aus der Sicht eines jungen Matis.&lt;br /&gt;
{{Quotation| |&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
Cillis hatte Angst. Aber, wie alle jungen Matis in seinem Alter wollte er es nicht zeigen. Nicht vor all den anderen auf dem Platz am Karavan-Schrein versammelten Matis und schon gar nicht vor seiner Lauf-Partnerin. Die schwebende Maschine aus dem setlsamen Material des Karavan surrte und summte über ihren Köpfen. Ihre Wächter schauten teilnahmslos herüber und hielten die Umgebung im Auge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorsichtig schielte der junge Matis hinüber zu Nehi. Sie wirkte gefasst und ruhig, ihr nussbraunes Haar war zu einem Schweif hinter ihren Kopf gebunden und ihre milchfarbene Haut schimmerte leicht in der Morgensonne. Sie umklammerte den Paar-Stab, knapp oberhalb seiner Hand. Ihr Griff war fest und die Knöchel traten leicht hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kinder kannten sich seit langer Zeit und hatten sofort nach der Auslosung vor 2 Wochen angefangen den Lauf zu trainieren.&lt;br /&gt;
Er mochte Nehi, nur eine Sache störte ihn an ihr. Wenn er das etwa einen Kopf größere Mädchen anschaute, fühlte er einen seltsamen Druck in der Brust. So als ob etwas aus ihm heraus wollte, aber nicht konnte. Sie war eine gute Laufpartnerin und trotz ihrer längeren Beine passte sie sich an seine Geschwindigkeit an und achtete darauf nicht zu sehr an dem Paar-Stab zu zerren. Der etwa 3 Ellen lange, glatte Stab aus dunklem Holz machte es auch so nicht grade leicht querfeldein durch den Wald zu laufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gespannt lauschte sie auf die Worte des Intendanten von Yrkanis. Auch Cillis Aufmerksamkeit wurde zurück zu ihm gezogen.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Homins!''&amp;quot; hob der Intendant die Stimme.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Stolze Matis! Wieder einmal vollendet ein Zyklus seinen ewigen Kreislauf. Und wieder einmal finden wir uns hier ein, um diesen Tag zu feiern und den traditionellen Lauf der Kinder zu begehen.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Verhaltener Beifall unterstrich seine Worte. Hier und da war ein Laut des Jubels zu hören.&lt;br /&gt;
Jedoch nicht von den Läufern. Sie alle waren gespannt und manche wirkten nervös wie Yubo-Wöchlinge. Er hoffte, dass die Anderen sein zittern nicht auf die Aufregung zurückführen würden, sondern auf die Kälte die langsam durch seine dünne Jacke kroch. Der Intendant fuhr fort:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Wie zu jedem Zyklus-Wechsel seit der Einkehr in die Neuen Lande, haben sich auch dieses Mal viele junge Matis hier eingefunden, die ihre Stärke, ihren Mut, ihr Geschick, ihre Ehre und ihre Zähigkeit beweisen möchten. Und um uns uns, ihrem Volk, zu zeigen das sie zu den Besten gehören die unser Vlk zu bieten hat.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Jubel brach nun unter den versammelten Homin aus. Cillis badete in dieser Aufmerksamkeit und jedes Beifall Klatschen vertrieb ein wenig seiner Angst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:'''''Whamm!&lt;br /&gt;
Ein Schneeball klatschte ihm an den Hinterkopf. Der junge Matis ruckte herum und sah Bunis, diesen arroganten Sohn des Leutnants der Palastwache, der sich langsam und überheblich die rechte Hand an seinem Wams abwischte. Sein Laufpartner Cordesi grinste wie ein Gingo in Cillis Richtung. Nehi drehte sich ebenfalls um und starrte das Paar hinter ihnen kalt an.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Das Mädchen Paar wird es ohnehin nicht einmal bis zu den Grünen Samen schaffen.''&amp;quot; zischte Bunis.Und um ihn herum kicherten andere Lauf-Paare hämisch hinter vorgehaltenen Händen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch ehe Cillis etwas erwidern konnte ertönte erneut die Stimme des Intendanten:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Die hier anwesenden 20 Paare werden in wenigen Minuten ihren Lauf durch den Winter antreten. Sie alle werden es nicht leicht haben. Und sie alle werden geprüft werden. Überall in den Wäldern sind wie immer erfahrene Späher postiert, die über das Verhalten und die Vorgehensweise der Paare bericht erstatten werden. Wie jedes Jahr gibt es nur eine Regel: Niemand darf verletzt werden! Ansonsten ist den Läufern alles erlaubt, das ihnen Vorteile bringt. Die Strecke führt wie jedes Jahr von Yrkanis, über Natae, Davae, nach Avalae. Dort wird mein Kollege Euch empfangen und nachdem er die Berichte der Kundschafter gehört hat, die Sieger bestimmen.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cillis schaute erneut zu Nehi hinüber. Sie war schlank und kräftig. Einen Sommer jünger als er und doch größer. Sie tippelte auf der Stelle, wie viele der wartenden Kinder, ihre leichten Stiefel nicht geschaffen für den Schnee. Auch Cillis Zehen kribbelten leicht, aber er wollte nicht dass man ihn für einen kleinen Yubo hielt. Es war Tradition, dass der Lauf nur in leichter Flüchtlings-Kleidung zurückgelegt wurde. So wie es die ersten Boten zwischen den noch unfertigen Städten vor langer Zeit taten, da ihnen die Materialien für festeren Stoff fehlten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Lasst uns nun zum Stadttor gehen!''&amp;quot;, rief der Intendant.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Auf Homins! Euer Lauf beginnt jetzt!''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Mit diesem Ruf des Stadt-Empfängers startete das erste Paar. Die beiden Mädchen liefen, den Stab fest zwischen sich umklammert, die Straße entlang. Ein sicheres Zeichen dafür dass sie nicht auf den Sieg aus waren und nur den Lauf hinter sich bringen wollten.&lt;br /&gt;
Da der Weg über die abgegrenzte Straße länger und leichter war als direkt durch den Wald und den dort liegenden, tieferen Schnee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch drei Paare vor ihm und Nehi. Sie lächelte ihn an. Ihm wurde warm… Doch nun sah er, dass auch sie fürchterlich nervös war. In ihren Augen leuchtete die Aufregung und ihr Atem kam in schnellen, kleinen Wolken über ihre Lippen.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Na, was meinst Du? Wald oder Weg?''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Ein wenig überrascht von dieser Frage und beschämt da sie ihn für einen Feigling hielt, geriet Cillis Stimme ein wenig ins Stocken. Seine Antwort klang nun gar nicht so selbstbewusst wie sie sollte:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Eh?.. W...Wald. – WALD! – natürlich!''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Nehi lächelte ihn weiter an und schien zufrieden damit. Hatte sie wirklich gedacht er würde den einfachen Weg wählen? Er war zwar nicht so groß und stark wie Bunis, aber er war sich sicher, es würde reichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinter ihnen flüsterte Cordesi seinem bulligen Laufpartner etwas ins Ohr, woraufhin dieser in prustendes Gelächter ausbrach. Cillis schaute über die Schulter und sah wie der schlaksige Kerl etwas in seiner Hosentasche verschwinden ließ. Als Bunis seinen Blick bemerkte, entblößte dessen Mund eine Reihe großer Zähne in einem hämischen Grinsen.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Du weißt doch Kleiner. Keine Regeln außer einer. Passt auf das ihr Euren Stab nicht los lasst.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Mit der flachen Hand stieß ihn der größere Junge in den Rücken und trieb Cillis einen Schritt vor, so das sein und Nehis Arm am Paar-Stab gestreckt wurde. Es galt als &amp;quot;mogeln&amp;quot; und tölpelhaft, wenn einer der Läufer die Hand vom Stab ließ. Ein Teil der Herausforderung war es gemeinsam zu laufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun war es an Cillis und Nehi. In wenigen Momenten würden auch sie ihren Lauf beginnen. Die Hände des Jungen Matis wurden langsam feucht vor Schweiß. Und sein Atem dampfte in einer dichten Wolke vor ihm, wie der eines aufgeregten Bodocs.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Auf Homins! Euer Lauf beginnt jetzt!''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Wie sie es trainiert hatten, liefe beide mit dem rechten Bein zuerst los und bemühten sich einen steten Rhythmus in ihre Bewegungen zu bringen. Direkt nach verlassen des Tores bogen sie in den Wald hinein ab, den direkte Weg zur Matis Arena einschlagend und den Spuren ihrer Vorläufer folgend. Es war nicht leicht im Schnee Gleichschritt zu wahren. Cillis Herz pochte ihm bis zum Hals. Trotz des Trainings und der Kälte kamen sie schnell ins Schwitzen und beide Kinder wussten, Weiter hasteten sie unter großen Wurzeln hindurch und an Bäumen vorbei, aufgeschreckte Yubos vor sich her treibend. Die karge, glatte Wand des riesigen Holz-Konstruktes, das als Matis Arena bekannt war kam in Sichtweite und die Morgensonne glitzerte auf den an ihr hängenden Eiszapfen. Die Kinder wanden sich zwischen den mannshohen Wurzelbögen hindurch, die das riesige Gebilde umschlangen und vorbei an seinem Eingang. Weiter Richtung Natae.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Empfänger der Siedlung nickte ihnen schon von weitem zu und band ihnen in einem kurzen Moment der Rast, das erste, blaue Band um den Stab. Zum Beweis das sie diese Etappe gemeistert hatten. Nun stand jedoch die schwierigste Wegstrecke vor ihnen.&lt;br /&gt;
Durch den dichten Wald, am Rand des Plateaus entlang auf dem sich die grünen Anhöhen befanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kaum hatten sie einige hundert Meter zurückgelegt und den Klippenrand erreicht, sahen sie schlanke Körper von Raubtieren durch das Unterholz huschen. Die Kinder stoppten ihren Lauf abrupt.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Verdammt.'', flüsterte Nehi, ''Wenn das Rudel uns bemerkt, kann uns nur noch Jena retten.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Ihr violetter Blick verriet Angst und Cillis war sicher, das seine Freundin in seinen grünen Augen deutlich erkennen konnte was er gerade dachte. Vorsichtig trat er einen Schritt zurück.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Hilfe! Hört mich jemand!? – HILFE!!''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die tiefe Stimme eines Mannes, weiter vorn. Die jungen Matis blickten einander erschrocken an. &amp;quot;Die Ragus haben da jemanden eingekreist.&amp;quot; Cillis spürte wie seine Stimme bebte. Nehi nickte nur stumm. In ihrem Blick stand die unausgesprochene Frage. Die Gedanken des Jungen überschlugen sich. Er griff sich ins grün gefärbte Haar und zog nervös an einer langen Strähne. Nehi kaute auf ihrer Unterlippe und beiden schlotterten die Knie vor Kälte, Anstrengung und Angst. Dann jedoch machte Nehi einen Schritt nach vorn. Cillis schaute sie überrascht an. Sie nickte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie ein Homin stürmten die beiden Halbwüchsigen vor. Laut brüllend und johlend. Cillis griff einen Ast vom Boden und schwang ihn über seinem Kopf. Die Ragus schreckten auf und stoben in instinktiver Flucht zunächst auseinander, doch würden sie sich bald von ihrem Schrecken erholen und ihr Rudel war mit Sicherheit stärker als die Kinder.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Hallo?! Den Kami sei Dank. Helft mir. Zieht mich hoch!!!''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die Stimme kam von unterhalb der Klippe. Vorsichtig traten sie vor um über den Rand hinweg zu spähen. Dort unten, in etwa 3 Metern tiefe, hockte ein Homin auf einem schmalen Vorsprung in der Steilwand. Der rothaarige, kräftige Mann schaute zu den Kindern auf und deutliche Erleichterung sprang auf seine harten, kantigen Züge. Vorsichtig kam er auf die Beine. Seine Haut war braun und wettergegerbt, doch seine Augen leuchteten gelblich, golden wie Bernstein. Er trug das Wams eines Boten der Imperialen Gilde von Pyr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Ein Fyros?''&amp;quot; entfuhr es Nehi.&lt;br /&gt;
Sie starrten auf den Homin herunter, der nervös zu ihnen empor lächelte.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Ja. Da staunst Du, was? - Aber, wo sind Eure Eltern. Vertreiben sie diese Mistviecher?''&amp;quot;, sprach er mit überraschend leichtem Akzent.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Ehm – Nein... Unsere Eltern sind in Yrkanis.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Nehi stieß Cillis ihren Ellenbogen in die Seite und der Junge wollte schon protestieren, als er den Ausdruck im Gesicht des Fyros sah. Verzweiflung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Was? Aber... Wie soll ich dann wieder dort hoch kommen? Und was macht ihr wenn die Tiere wiederkommen?''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die Kinder blickten sich an.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Wie müssen ihm helfen.''“&lt;br /&gt;
Cillis schaute in die Augen seiner Freundin und sein Magen krampfte sich zusammen. Sie nickte erneut. Cillis lies den Stab los.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Was machst Du?''&amp;quot;&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Es hat keiner gesehen und du bist kräftiger als ich. Lass den Stab zu ihm runter damit er sich daran hochziehen kann. Ich halte Dich fest.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Kurz legte sich ein seltsamer Ausdruck auf Nehis Gesicht, dann nickte sie entschlossen und ließ sich auf den Bauch nieder. Cillis griff ihre Beine und stemmte sich mit aller Kraft und seinem ganzen Gewicht nach hinten. Der Stab reichte gerade an die ausgestreckten Hände des Fyros heran. Er tat einen Satz und ein scharfer Ruck ging durch Nehis Schultern. Sie knirschte mit den Zähnen und fühlte wie sich Cillis Griff um ihre Knöchel noch verstärkte. Und doch rutschte sie ein kleines Stück nach vorn.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Nicht loslassen!''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Entfuhr es dem Fyros, dessen Füße nun über dem Abgrund baumelten.&lt;br /&gt;
Eine Hand über die andere setzend zog er sich langsam an der eisglatten Holzwand empor.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Ich rutsche!''&amp;quot; hörte Nehi ihren Freund zwischen den Zähnen hindurch pressen.&lt;br /&gt;
Schon spürte sie die Bewegung auf dem vom Schnee glatten Boden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Los! Sie können nicht viel weiter sein! Die holen wir ein!''&amp;quot;, drang ein leiser Ruf aus dem Wald an Cillis Ohren.&lt;br /&gt;
Bunis! Cillis Kopf ruckte herum und dort kamen ihre beiden Konkurrenten in einiger Entfernung vorbei gerannt.&lt;br /&gt;
Der bullige Junge zog seinen schmächtigeren Partner förmlich mit sich durch den Schnee.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Bunis! Cordesi! Helft uns! – Hier!!''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Kaum war Cillis Schrei erklungen stoppten die beiden Läufer und blickten sich um. Cordesi erspähte ihn zuerst und setzte sofort zum Sprint in seine Richtung an. Doch wurde er jäh zurück gerissen. Bunis zog ihn in entgegengesetzter Richtung davon. Cillis Herz blieb fast stehen. Er konnte es nicht fassen. Bunis, dieser Sohn eines Gingos! Ein wilder Fluch, aufgeschnappt von seinem Vater, entfuhr ihm. Aus der Schlucht vor ihnen erklang ein lautes:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Ooh!! Haltet Durch Kinder! Bitte!!''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Nehi stöhnte. Die Muskeln ihrer schlanken Arme traten hervor wie zum Bersten gestreckte Seile.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da hörte Cillis das Knurren hinter sich. Eine schnelle Bewegung im Unterholz links von ihm. Kurz darauf rechts und das hustende Bellen eines Ragus.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Sie kommen zurück!''&amp;quot;&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Jena, wir schaffen das nicht, stieß Nehi hervor, er ist zu schwer.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Durchhalten Kinder. Ihr habt es gleich geschafft. Nur noch ein kleines Stück.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die Worte klangen nervös und kurzatmig.&lt;br /&gt;
Cillis zuckte zusammen als er erneut eine Bewegung neben sich sah. Ein großer, schlanker Ragus wagte sich näher an sie heran und ein heiseres Knurren drang aus seiner Schnauze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ohren dicht an den Körper gelegt kauerte sich das Tier auf die Hinterbeine und setzte zum Sprung auf seine wehrlose Beute an. Cillis ließ Nehis rechtes Bein los. Sie rutschten ein Stück nach vorn und seine Freundin und der Fyros über der Schlucht Schrien fast gleichzeitig erschrocken auf. Cillis griff den noch neben ihm im Schnee liegenden Ast und schwang ihn auf das heran springende Tier. Krachend schlug der Ast gegen den Schädel des Ragus, dessen eigener Schwung ihn nun über den Rand der Klippe katapultierte. Heulend, in einer Wolke aus Schnee, fiel der Räuber auf den Fyros zu. Um nicht von dem zappelnden Tier mitgerissen zu werden schwang dieser im letzten Moment zur Seite. Nehi ächzte schmerzerfüllt auf. Und wieder rutschten sie ein Stück weiter vor. Der Brustkorb des Mädchens hing nun schon fast ganz über dem Abgrund. Wenn einer von ihnen das Gleichgewicht verlor war Alles aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zweiter und dritter Ragus erschienen. Und von den Geräuschen um ihn herum schätzte er, dass es mindestens noch 5 weitere Räuber waren. Der verzweifelte Junge schwang den Ast wild um sich und hielt so die Tiere zumindest vorerst davon ab ihn anzuspringen. Lange würden sie das jedoch nicht durchhalten. Ein Stoßgebet zu Jena formte sich in Cillis Kopf. Er wurde erhört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwas knallte schräg hinter seinem Kopf in den Bäumen und ein Schneelawine donnerte herab und begrub einen Teil des Ragus Rudels fast unter sich. Die erschreckten Tiere tauchten in das nahe Unterholz. Noch einmal knallte es direkt neben einem der Ragus und das Tier jaulte kurz auf und lief davon. Wildes Geschrei und Rufe hallten durch den Wald.&lt;br /&gt;
Durch die Bäume kam eine Gruppe Kinder heran gerannt, Äste und Stäbe schwingend. Allen voran Bunis der seinen Stab wie eine Keule nutze, um nach den Raubtieren zu schlagen. Er stieß einen lauten Triumphschrei aus als die Ragus Fersengeld gaben. Neben Cillis blieb er stehen, ließ seinen Stab fallen und packte Nehis rechtes Bein. Zwei weitere Jungen fielen neben Nehi in den Schnee und griffen je einen Arm des Fyros. Zwei Mädchen schnappten sich Nehis Wams und zogen daran. Gemeinsam wuchteten sie den Mann über die Kante des Abgrundes und fielen rittlings in den Schnee. Schwer atmend lagen sie nebeneinander. Cillis starrte in den Himmel, wo Jenas Krone, der große Ringplanet, auf ihn herabblickte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit einem mal trat Cordesi in sein Blickfeld :&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''He ihr zwei. Gemütlich da unten?''&amp;quot; grinste er.&lt;br /&gt;
Cillis bemerkte das Bunis Arm auf seiner Brust lag. Erschreckt stieß er ihn von sich und ruckte hoch. Nehi hockte links neben ihm und lächelte ihn an. Der Junge spürte deutlich wie das Blut in seine Ohren rauschte und Hitze in seinem Gesicht aufstieg. Die beiden Mädchen die Nehi geholfen hatten kicherten und Cordesi brach in schallendes Gelächter aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann wurde Cillis mit einem Mal empor gerissen, als sich kräftige Arme um seinen Körper schlangen.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Den Segen der Kami über Euch Kinder!''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Der Fyros setzte sich Cillis auf die Schultern und begann überschwänglich zu tanzen und sich auf der Stelle zu drehen.Dabei jubelte und jauchzte er in seiner Sprache. Nehi lachte und Bunis hielt sich den Bauch vor Lachen. Allerdings nahm Cillis nicht viel davon wahr. Ihm war danach in die Schlucht zu springen. Nur um dieser Peinlichkeit zu entkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Davae war die Überraschung groß, als der kleine Trupp durch das Stadttor lief. Cillis noch immer auf den Schultern des Fyros, der sie den ganzen Weg über mit Liedern aus seiner Heimat unterhalten hatte und immer wieder den Segen der Kamigeister versprach. Cordesi hatte ihnen unterwegs gezeigt was er getan hatte um die Ragus zu vertreiben. In seinen Taschen verbargen sich eine Schleuder und einige Knallkugeln. Einfache Feuerwerkskörper die mehr Krach machten als alles andere,&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Oder auf andere Paare.''&amp;quot;, wie er grinsend hinzufügte.&lt;br /&gt;
Bunis gab zu das es seltsam ausgesehen haben musste als er seinen Partner von ihnen weg zog. Doch hatte er die Ragus im Wald gesehen und erkannt das sie allein kein Chance hätten zu helfen. Somit liefen sie in verschiedene Richtungen um die anderen Paare zur Hilfe zu holen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Dorf-Intendant kam ihnen entgegen und verlangte zu wissen was passiert sei, das so lang erst kein Paar mehr ankam und dann eine solche Gruppe. Die Kinder begannen sofort zu plappern, doch der rothaarige Fyros hob beschwichtigend die Hände und bat mit lauter Stimme um Ruhe.&lt;br /&gt;
***&lt;br /&gt;
&amp;quot;Diese Kinder haben heute mein Leben gerettet. Ich danke Euch dafür, dass ihr diese Tradition Eures Volkes grad heute ausübt, wie sie mir berichteten.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Er berichtete kurz, in angemessenen Worten was vorgefallen war und betonte den Mut der Kinder.&lt;br /&gt;
Besonders Nehi hob er hervor, die ihn so tapfer und lang gehalten hatte.&lt;br /&gt;
Der Obmann hörte aufmerksam zu und nickte schließlich.&lt;br /&gt;
Dann griff er in sein Wams und wandte er sich an die Kinder.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hier sind die roten Bänder. Wer noch weiter nach Avalae will, sollte sich schnellstens eines geben lassen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Cillis zappelte auf der Schulter des Fyros und dieser setzte ihn schnell ab.&lt;br /&gt;
Nehi hatte dem Dorfempfänger schon den Stab entgegengehalten und nun flatterte dort das rote Band von Davae.&lt;br /&gt;
Cillis griff den Stab und blieb stehen.&lt;br /&gt;
Neben ihnen nahmen Bunis und Cordesi ihr Band in Empfang.&lt;br /&gt;
Dann die zwei Mädchen und zuletzt das Jungenpaar.&lt;br /&gt;
Vereint liefen die jungen Matis nun den Rest der Strecke in einem Pulk.&lt;br /&gt;
Als sie Aavale erreichten,&lt;br /&gt;
Viele Homins hatten sich am Tor versammelt um sie in Empfang zu nehmen.&lt;br /&gt;
Und als der Dorf Intendant die goldenen Bänder verteilte, war die Luft erfüllt von Jubel und Beifall.&lt;br /&gt;
Als das letzte Paar eintraf, wurde es von vielen Homins aus Yrkanis begleitet die das Ende des Laufes mit ihnen allen feiern wollten&lt;br /&gt;
Schließlich hob der Intendant die Arme und wandte sich an die versammelten Homins.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Matis! Seht diese Kinder, die den Lauf durch den Winter vollendet haben.&lt;br /&gt;
Sie alle haben bewiesen dass sie Durchhaltevermögen, Stärke und Mut besitzen.&lt;br /&gt;
Doch einige von ihnen haben in diesem gesegneten Jahr etwas Besonderes vollbracht.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Er hielt kurz inne um die Gruppe um Cillis nach vorn zu winken.&lt;br /&gt;
Mit vor Aufregung roten Köpfen traten die Kinder vor.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Diese Kinder ließen ihre Stäbe los!“ donnerte seine Stimme über die Versammelten hinweg.&lt;br /&gt;
Stille breitete sich aus.&lt;br /&gt;
:Cillis war geschockt.&lt;br /&gt;
Auch Nehi, Bunis und die Anderen blickten verwirrt.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sie haben eine Tradition des Laufes gebrochen. Sie alle sind &amp;quot;Loslasser.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Er blickte jedes der Kinder ernst an.&lt;br /&gt;
Dann hob er erneut die Stimme.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Jedoch taten sie das Richtige!&lt;br /&gt;
Sie handelten im Geiste des Laufes.&lt;br /&gt;
Sie verstanden seinen Sinn.&lt;br /&gt;
Ein Leben wurde gerettet, weil diese Kinder das Wichtige und Richtige über einfache Spielregeln stellten und erkannten, dass es galt zusammenzuarbeiten.&lt;br /&gt;
Jubel brandete auf und erneut wurden alle Kinder auf Schultern gehoben das wirkliche Fest begann nun endlich.&lt;br /&gt;
Inmitten des Trubels fand Cillis seine Eltern und rannte zu ihnen hinüber.&lt;br /&gt;
Seine Mutter umarmte ihn überschwänglich und wenn ein Vater noch etwas mehr Stolz in seinen Stand bringen könnte, würde seine Weste sicherlich platzen.&lt;br /&gt;
Eine Hand legte sich auch Cillis Schulter.&lt;br /&gt;
Nehi und der Fyros Bote standen dort.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Nun ihr Beiden. Ich muss weiter und meinen Auftrag ausführen.&lt;br /&gt;
Ich schulde euch Zweien mein Leben.&lt;br /&gt;
Ihr wart es die mich fandet und ihr brachtet den Mut auf mir zu helfen.&lt;br /&gt;
Dafür danke ich euch. Die Kami mögen euch beschützen.&lt;br /&gt;
Wenn ihr jemals nach Pyr kommt, dann fragt nach Collix Becoubs.&lt;br /&gt;
Das bin ich und ihr seid in meinem Hause auf ewig willkommen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Diese Geschichte wurde von [[Benutzer:Lylanea Vicciona|Lylanea]] auf dem [[Treffen der Barden II|zweites Treffen der Barden]] in Mystia 2612-4 vorgetragen. (HRP: April 2021)''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Portal|Literatur}}{{Portal|Animation}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Märchen und Legenden]] [[Kategorie:Treffen der Barden]]&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nilstilar</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Lauf_durch_den_Winter&amp;diff=34482</id>
		<title>Lauf durch den Winter</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Lauf_durch_den_Winter&amp;diff=34482"/>
				<updated>2023-02-26T17:39:31Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Nilstilar: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Trad&lt;br /&gt;
|DE =Lauf durch den Winter|DEs=0&lt;br /&gt;
|ES =Correr en invierno|ESs=1&lt;br /&gt;
|EN =Running in the winter|ENs=2&lt;br /&gt;
|FR =Courir dans l'hiver|FRs=3&lt;br /&gt;
|RU =&amp;lt;!--Бег зимой--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|H =1&lt;br /&gt;
|palette=atys&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{WIP}}&lt;br /&gt;
''Die Geschichte die ich euch erzählen will, basiert auf einer alten Tradition der Matis von der ich einmal gelesen habe. Ein alter Freund hat im Rahmen dieser Tradition etwas erlebt, von dem er mir erzählt hat. Ich habe daraus eine Geschichte gemacht.&lt;br /&gt;
''Sein Name war Collix und er erzählte mir, was er hier in Matia erlebt hatte. Ich erzähle die Geschichte aber aus der Sicht eines jungen Matis.&lt;br /&gt;
{{Quotation| |&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
Cillis hatte Angst. Aber, wie alle jungen Matis in seinem Alter wollte er es nicht zeigen. Nicht vor all den anderen auf dem Platz am Karavan-Schrein versammelten Matis und schon gar nicht vor seiner Lauf-Partnerin. Die schwebende Maschine aus dem setlsamen Material des Karavan surrte und summte über ihren Köpfen. Ihre Wächter schauten teilnahmslos herüber und hielten die Umgebung im Auge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorsichtig schielte der junge Matis hinüber zu Nehi. Sie wirkte gefasst und ruhig, ihr nussbraunes Haar war zu einem Schweif hinter ihren Kopf gebunden und ihre milchfarbene Haut schimmerte leicht in der Morgensonne. Sie umklammerte den Paar-Stab, knapp oberhalb seiner Hand. Ihr Griff war fest und die Knöchel traten leicht hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kinder kannten sich seit langer Zeit und hatten sofort nach der Auslosung vor 2 Wochen angefangen den Lauf zu trainieren.&lt;br /&gt;
Er mochte Nehi, nur eine Sache störte ihn an ihr. Wenn er das etwa einen Kopf größere Mädchen anschaute, fühlte er einen seltsamen Druck in der Brust. So als ob etwas aus ihm heraus wollte, aber nicht konnte. Sie war eine gute Laufpartnerin und trotz ihrer längeren Beine passte sie sich an seine Geschwindigkeit an und achtete darauf nicht zu sehr an dem Paar-Stab zu zerren. Der etwa 3 Ellen lange, glatte Stab aus dunklem Holz machte es auch so nicht grade leicht querfeldein durch den Wald zu laufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gespannt lauschte sie auf die Worte des Intendanten von Yrkanis. Auch Cillis Aufmerksamkeit wurde zurück zu ihm gezogen.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Homins!''&amp;quot; hob der Intendant die Stimme.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Stolze Matis! Wieder einmal vollendet ein Zyklus seinen ewigen Kreislauf. Und wieder einmal finden wir uns hier ein, um diesen Tag zu feiern und den traditionellen Lauf der Kinder zu begehen.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Verhaltener Beifall unterstrich seine Worte. Hier und da war ein Laut des Jubels zu hören.&lt;br /&gt;
Jedoch nicht von den Läufern. Sie alle waren gespannt und manche wirkten nervös wie Yubo-Wöchlinge. Er hoffte, dass die Anderen sein zittern nicht auf die Aufregung zurückführen würden, sondern auf die Kälte die langsam durch seine dünne Jacke kroch. Der Intendant fuhr fort:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Wie zu jedem Zyklus-Wechsel seit der Einkehr in die Neuen Lande, haben sich auch dieses Mal viele junge Matis hier eingefunden, die ihre Stärke, ihren Mut, ihr Geschick, ihre Ehre und ihre Zähigkeit beweisen möchten. Und um uns uns, ihrem Volk, zu zeigen das sie zu den Besten gehören die unser Vlk zu bieten hat.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Jubel brach nun unter den versammelten Homin aus. Cillis badete in dieser Aufmerksamkeit und jedes Beifall Klatschen vertrieb ein wenig seiner Angst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:'''''Whamm!&lt;br /&gt;
Ein Schneeball klatschte ihm an den Hinterkopf. Der junge Matis ruckte herum und sah Bunis, diesen arroganten Sohn des Leutnants der Palastwache, der sich langsam und überheblich die rechte Hand an seinem Wams abwischte. Sein Laufpartner Cordesi grinste wie ein Gingo in Cillis Richtung. Nehi drehte sich ebenfalls um und starrte das Paar hinter ihnen kalt an.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Das Mädchen Paar wird es ohnehin nicht einmal bis zu den Grünen Samen schaffen.''&amp;quot; zischte Bunis.Und um ihn herum kicherten andere Lauf-Paare hämisch hinter vorgehaltenen Händen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch ehe Cillis etwas erwidern konnte ertönte erneut die Stimme des Intendanten:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Die hier anwesenden 20 Paare werden in wenigen Minuten ihren Lauf durch den Winter antreten. Sie alle werden es nicht leicht haben. Und sie alle werden geprüft werden. Überall in den Wäldern sind wie immer erfahrene Späher postiert, die über das Verhalten und die Vorgehensweise der Paare bericht erstatten werden. Wie jedes Jahr gibt es nur eine Regel: Niemand darf verletzt werden! Ansonsten ist den Läufern alles erlaubt, das ihnen Vorteile bringt. Die Strecke führt wie jedes Jahr von Yrkanis, über Natae, Davae, nach Avalae. Dort wird mein Kollege Euch empfangen und nachdem er die Berichte der Kundschafter gehört hat, die Sieger bestimmen.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cillis schaute erneut zu Nehi hinüber. Sie war schlank und kräftig. Einen Sommer jünger als er und doch größer. Sie tippelte auf der Stelle, wie viele der wartenden Kinder, ihre leichten Stiefel nicht geschaffen für den Schnee. Auch Cillis Zehen kribbelten leicht, aber er wollte nicht dass man ihn für einen kleinen Yubo hielt. Es war Tradition, dass der Lauf nur in leichter Flüchtlings-Kleidung zurückgelegt wurde. So wie es die ersten Boten zwischen den noch unfertigen Städten vor langer Zeit taten, da ihnen die Materialien für festeren Stoff fehlten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Lasst uns nun zum Stadttor gehen!''&amp;quot;, rief der Intendant.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Auf Homins! Euer Lauf beginnt jetzt!''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Mit diesem Ruf des Stadt-Empfängers startete das erste Paar. Die beiden Mädchen liefen, den Stab fest zwischen sich umklammert, die Straße entlang. Ein sicheres Zeichen dafür dass sie nicht auf den Sieg aus waren und nur den Lauf hinter sich bringen wollten.&lt;br /&gt;
Da der Weg über die abgegrenzte Straße länger und leichter war als direkt durch den Wald und den dort liegenden, tieferen Schnee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch drei Paare vor ihm und Nehi. Sie lächelte ihn an. Ihm wurde warm… Doch nun sah er, dass auch sie fürchterlich nervös war. In ihren Augen leuchtete die Aufregung und ihr Atem kam in schnellen, kleinen Wolken über ihre Lippen.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Na, was meinst Du? Wald oder Weg?''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Ein wenig überrascht von dieser Frage und beschämt da sie ihn für einen Feigling hielt, geriet Cillis Stimme ein wenig ins Stocken. Seine Antwort klang nun gar nicht so selbstbewusst wie sie sollte:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Eh?.. W...Wald. – WALD! – natürlich!''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Nehi lächelte ihn weiter an und schien zufrieden damit. Hatte sie wirklich gedacht er würde den einfachen Weg wählen? Er war zwar nicht so groß und stark wie Bunis, aber er war sich sicher, es würde reichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinter ihnen flüsterte Cordesi seinem bulligen Laufpartner etwas ins Ohr, woraufhin dieser in prustendes Gelächter ausbrach. Cillis schaute über die Schulter und sah wie der schlaksige Kerl etwas in seiner Hosentasche verschwinden ließ. Als Bunis seinen Blick bemerkte, entblößte dessen Mund eine Reihe großer Zähne in einem hämischen Grinsen.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Du weißt doch Kleiner. Keine Regeln außer einer. Passt auf das ihr Euren Stab nicht los lasst.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Mit der flachen Hand stieß ihn der größere Junge in den Rücken und trieb Cillis einen Schritt vor, so das sein und Nehis Arm am Paar-Stab gestreckt wurde. Es galt als &amp;quot;mogeln&amp;quot; und tölpelhaft, wenn einer der Läufer die Hand vom Stab ließ. Ein Teil der Herausforderung war es gemeinsam zu laufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun war es an Cillis und Nehi. In wenigen Momenten würden auch sie ihren Lauf beginnen. Die Hände des Jungen Matis wurden langsam feucht vor Schweiß. Und sein Atem dampfte in einer dichten Wolke vor ihm, wie der eines aufgeregten Bodocs.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Auf Homins! Euer Lauf beginnt jetzt!''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Wie sie es trainiert hatten, liefe beide mit dem rechten Bein zuerst los und bemühten sich einen steten Rhythmus in ihre Bewegungen zu bringen. Direkt nach verlassen des Tores bogen sie in den Wald hinein ab, den direkte Weg zur Matis Arena einschlagend und den Spuren ihrer Vorläufer folgend. Es war nicht leicht im Schnee Gleichschritt zu wahren. Cillis Herz pochte ihm bis zum Hals. Trotz des Trainings und der Kälte kamen sie schnell ins Schwitzen und beide Kinder wussten, Weiter hasteten sie unter großen Wurzeln hindurch und an Bäumen vorbei, aufgeschreckte Yubos vor sich her treibend. Die karge, glatte Wand des riesigen Holz-Konstruktes, das als Matis Arena bekannt war kam in Sichtweite und die Morgensonne glitzerte auf den an ihr hängenden Eiszapfen. Die Kinder wanden sich zwischen den mannshohen Wurzelbögen hindurch, die das riesige Gebilde umschlangen und vorbei an seinem Eingang. Weiter Richtung Natae.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Empfänger der Siedlung nickte ihnen schon von weitem zu und band ihnen in einem kurzen Moment der Rast, das erste, blaue Band um den Stab. Zum Beweis das sie diese Etappe gemeistert hatten. Nun stand jedoch die schwierigste Wegstrecke vor ihnen.&lt;br /&gt;
Durch den dichten Wald, am Rand des Plateaus entlang auf dem sich die grünen Anhöhen befanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kaum hatten sie einige hundert Meter zurückgelegt und den Klippenrand erreicht, sahen sie schlanke Körper von Raubtieren durch das Unterholz huschen. Die Kinder stoppten ihren Lauf abrupt.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Verdammt.'', flüsterte Nehi, ''Wenn das Rudel uns bemerkt, kann uns nur noch Jena retten.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Ihr violetter Blick verriet Angst und Cillis war sicher, das seine Freundin in seinen grünen Augen deutlich erkennen konnte was er gerade dachte. Vorsichtig trat er einen Schritt zurück.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Hilfe! Hört mich jemand!? – HILFE!!''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die tiefe Stimme eines Mannes, weiter vorn. Die jungen Matis blickten einander erschrocken an. &amp;quot;Die Ragus haben da jemanden eingekreist.&amp;quot; Cillis spürte wie seine Stimme bebte. Nehi nickte nur stumm. In ihrem Blick stand die unausgesprochene Frage. Die Gedanken des Jungen überschlugen sich. Er griff sich ins grün gefärbte Haar und zog nervös an einer langen Strähne. Nehi kaute auf ihrer Unterlippe und beiden schlotterten die Knie vor Kälte, Anstrengung und Angst. Dann jedoch machte Nehi einen Schritt nach vorn. Cillis schaute sie überrascht an. Sie nickte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie ein Homin stürmten die beiden Halbwüchsigen vor. Laut brüllend und johlend. Cillis griff einen Ast vom Boden und schwang ihn über seinem Kopf. Die Ragus schreckten auf und stoben in instinktiver Flucht zunächst auseinander, doch würden sie sich bald von ihrem Schrecken erholen und ihr Rudel war mit Sicherheit stärker als die Kinder.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Hallo?! Den Kami sei Dank. Helft mir. Zieht mich hoch!!!''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die Stimme kam von unterhalb der Klippe. Vorsichtig traten sie vor um über den Rand hinweg zu spähen. Dort unten, in etwa 3 Metern tiefe, hockte ein Homin auf einem schmalen Vorsprung in der Steilwand. Der rothaarige, kräftige Mann schaute zu den Kindern auf und deutliche Erleichterung sprang auf seine harten, kantigen Züge. Vorsichtig kam er auf die Beine. Seine Haut war braun und wettergegerbt, doch seine Augen leuchteten gelblich, golden wie Bernstein. Er trug das Wams eines Boten der Imperialen Gilde von Pyr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Ein Fyros?''&amp;quot; entfuhr es Nehi.&lt;br /&gt;
Sie starrten auf den Homin herunter, der nervös zu ihnen empor lächelte.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Ja. Da staunst Du, was? - Aber, wo sind Eure Eltern. Vertreiben sie diese Mistviecher?''&amp;quot;, sprach er mit überraschend leichtem Akzent.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Ehm – Nein... Unsere Eltern sind in Yrkanis.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Nehi stieß Cillis ihren Ellenbogen in die Seite und der Junge wollte schon protestieren, als er den Ausdruck im Gesicht des Fyros sah. Verzweiflung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Was? Aber... Wie soll ich dann wieder dort hoch kommen? Und was macht ihr wenn die Tiere wiederkommen?''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die Kinder blickten sich an.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Wie müssen ihm helfen.''“&lt;br /&gt;
Cillis schaute in die Augen seiner Freundin und sein Magen krampfte sich zusammen. Sie nickte erneut. Cillis lies den Stab los.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Was machst Du?''&amp;quot;&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Es hat keiner gesehen und du bist kräftiger als ich. Lass den Stab zu ihm runter damit er sich daran hochziehen kann. Ich halte Dich fest.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Kurz legte sich ein seltsamer Ausdruck auf Nehis Gesicht, dann nickte sie entschlossen und ließ sich auf den Bauch nieder. Cillis griff ihre Beine und stemmte sich mit aller Kraft und seinem ganzen Gewicht nach hinten. Der Stab reichte gerade an die ausgestreckten Hände des Fyros heran. Er tat einen Satz und ein scharfer Ruck ging durch Nehis Schultern. Sie knirschte mit den Zähnen und fühlte wie sich Cillis Griff um ihre Knöchel noch verstärkte. Und doch rutschte sie ein kleines Stück nach vorn.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Nicht loslassen!''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Entfuhr es dem Fyros, dessen Füße nun über dem Abgrund baumelten.&lt;br /&gt;
Eine Hand über die andere setzend zog er sich langsam an der eisglatten Holzwand empor.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Ich rutsche!''&amp;quot; hörte Nehi ihren Freund zwischen den Zähnen hindurch pressen.&lt;br /&gt;
Schon spürte sie die Bewegung auf dem vom Schnee glatten Boden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Los! Sie können nicht viel weiter sein! Die holen wir ein!''&amp;quot;, drang ein leiser Ruf aus dem Wald an Cillis Ohren.&lt;br /&gt;
Bunis! Cillis Kopf ruckte herum und dort kamen ihre beiden Konkurrenten in einiger Entfernung vorbei gerannt.&lt;br /&gt;
Der bullige Junge zog seinen schmächtigeren Partner förmlich mit sich durch den Schnee.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Bunis! Cordesi! Helft uns! – Hier!!''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Kaum war Cillis Schrei erklungen stoppten die beiden Läufer und blickten sich um. Cordesi erspähte ihn zuerst und setzte sofort zum Sprint in seine Richtung an. Doch wurde er jäh zurück gerissen. Bunis zog ihn in entgegengesetzter Richtung davon. Cillis Herz blieb fast stehen. Er konnte es nicht fassen. Bunis, dieser Sohn eines Gingos! Ein wilder Fluch, aufgeschnappt von seinem Vater, entfuhr ihm. Aus der Schlucht vor ihnen erklang ein lautes:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Ooh!! Haltet Durch Kinder! Bitte!!''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Nehi stöhnte. Die Muskeln ihrer schlanken Arme traten hervor wie zum Bersten gestreckte Seile.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da hörte Cillis das Knurren hinter sich. Eine schnelle Bewegung im Unterholz links von ihm. Kurz darauf rechts und das hustende Bellen eines Ragus.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Sie kommen zurück!''&amp;quot;&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Jena, wir schaffen das nicht, stieß Nehi hervor, er ist zu schwer.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Durchhalten Kinder. Ihr habt es gleich geschafft. Nur noch ein kleines Stück.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die Worte klangen nervös und kurzatmig.&lt;br /&gt;
Cillis zuckte zusammen als er erneut eine Bewegung neben sich sah. Ein großer, schlanker Ragus wagte sich näher an sie heran und ein heiseres Knurren drang aus seiner Schnauze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ohren dicht an den Körper gelegt kauerte sich das Tier auf die Hinterbeine und setzte zum Sprung auf seine wehrlose Beute an. Cillis ließ Nehis rechtes Bein los. Sie rutschten ein Stück nach vorn und seine Freundin und der Fyros über der Schlucht Schrien fast gleichzeitig erschrocken auf. Cillis griff den noch neben ihm im Schnee liegenden Ast und schwang ihn auf das heran springende Tier. Krachend schlug der Ast gegen den Schädel des Ragus, dessen eigener Schwung ihn nun über den Rand der Klippe katapultierte. Heulend, in einer Wolke aus Schnee, fiel der Räuber auf den Fyros zu. Um nicht von dem zappelnden Tier mitgerissen zu werden schwang dieser im letzten Moment zur Seite. Nehi ächzte schmerzerfüllt auf. Und wieder rutschten sie ein Stück weiter vor. Der Brustkorb des Mädchens hing nun schon fast ganz über dem Abgrund. Wenn einer von ihnen das Gleichgewicht verlor war Alles aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zweiter und dritter Ragus erschienen. Und von den Geräuschen um ihn herum schätzte er, dass es mindestens noch 5 weitere Räuber waren. Der verzweifelte Junge schwang den Ast wild um sich und hielt so die Tiere zumindest vorerst davon ab ihn anzuspringen. Lange würden sie das jedoch nicht durchhalten. Ein Stoßgebet zu Jena formte sich in Cillis Kopf. Er wurde erhört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwas knallte schräg hinter seinem Kopf in den Bäumen und ein Schneelawine donnerte herab und begrub einen Teil des Ragus Rudels fast unter sich. Die erschreckten Tiere tauchten in das nahe Unterholz. Noch einmal knallte es direkt neben einem der Ragus und das Tier jaulte kurz auf und lief davon. Wildes Geschrei und Rufe hallten durch den Wald.&lt;br /&gt;
Durch die Bäume kam eine Gruppe Kinder heran gerannt, Äste und Stäbe schwingend. Allen voran Bunis der seinen Stab wie eine Keule nutze, um nach den Raubtieren zu schlagen. Er stieß einen lauten Triumphschrei aus als die Ragus Fersengeld gaben. Neben Cillis blieb er stehen, ließ seinen Stab fallen und packte Nehis rechtes Bein. Zwei weitere Jungen fielen neben Nehi in den Schnee und griffen je einen Arm des Fyros. Zwei Mädchen schnappten sich Nehis Wams und zogen daran. Gemeinsam wuchteten sie den Mann über die Kante des Abgrundes und fielen rittlings in den Schnee. Schwer atmend lagen sie nebeneinander. Cillis starrte in den Himmel, wo Jenas Krone, der große Ringplanet, auf ihn herabblickte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit einem mal trat Cordesi in sein Blickfeld :&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''He ihr zwei. Gemütlich da unten?''&amp;quot; grinste er.&lt;br /&gt;
Cillis bemerkte das Bunis Arm auf seiner Brust lag.&lt;br /&gt;
***&lt;br /&gt;
Erschreckt stieß er ihn von sich und ruckte hoch.&lt;br /&gt;
Nehi hockte links neben ihm und lächelte ihn an.&lt;br /&gt;
Der Junge spürte deutlich wie das Blut in seine Ohren rauschte und Hitze in seinem Gesicht aufstieg.&lt;br /&gt;
Die beiden Mädchen die Nehi geholfen hatten kicherten und Cordesi brach in schallendes Gelächter aus.&lt;br /&gt;
Dann wurde Cillis mit einem Mal empor gerissen, als sich kräftige Arme um seinen Körper schlangen.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Den Segen der Kami über Euch Kinder!&amp;quot;&lt;br /&gt;
Der Fyros setzte sich Cillis auf die Schultern und begann überschwänglich zu tanzen und sich auf der Stelle zu drehen.Dabei jubelte und jauchzte er in seiner Sprache.&lt;br /&gt;
Nehi lachte und Bunis hielt sich den Bauch vor Lachen.&lt;br /&gt;
Allerdings nahm Cillis nicht viel davon wahr.&lt;br /&gt;
Ihm war danach in die Schlucht zu springen.&lt;br /&gt;
Nur um dieser Peinlichkeit zu entkommen.&lt;br /&gt;
In Davae war die Überraschung groß, als der kleine Trupp durch das Stadttor lief.&lt;br /&gt;
Cillis noch immer auf den Schultern des Fyros, der sie den ganzen Weg über mit Liedern aus seiner Heimat unterhalten hatte und immer wieder den Segen der Kamigeister versprach.&lt;br /&gt;
Cordesi hatte ihnen unterwegs gezeigt was er getan hatte um die Ragus zu vertreiben&lt;br /&gt;
In seinen Taschen verbargen sich eine Schleuder und einige Knallkugeln.&lt;br /&gt;
Einfache Feuerwerkskörper die mehr Krach machten als alles andere,&lt;br /&gt;
''Oder auf andere Paare.'', wie er grinsend hinzufügte.&lt;br /&gt;
Bunis gab zu das es seltsam ausgesehen haben musste als er seinen Partner von ihnen weg zog.&lt;br /&gt;
Doch hatte er die Ragus im Wald gesehen und erkannt das sie allein kein Chance hätten zu helfen.&lt;br /&gt;
Somit liefen sie in verschiedene Richtungen um die anderen Paare zur Hilfe zu holen.&lt;br /&gt;
Der Dorf-Intendant kam ihnen entgegen und verlangte zu wissen was passiert sei, das so lang erst kein Paar mehr ankam und dann eine solche Gruppe.&lt;br /&gt;
Die Kinder begannen sofort zu plappern, doch der rothaarige Fyros hob beschwichtigend die Hände und bat mit lauter Stimme um Ruhe.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Diese Kinder haben heute mein Leben gerettet. Ich danke Euch dafür, dass ihr diese Tradition Eures Volkes grad heute ausübt, wie sie mir berichteten.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Er berichtete kurz, in angemessenen Worten was vorgefallen war und betonte den Mut der Kinder.&lt;br /&gt;
Besonders Nehi hob er hervor, die ihn so tapfer und lang gehalten hatte.&lt;br /&gt;
Der Obmann hörte aufmerksam zu und nickte schließlich.&lt;br /&gt;
Dann griff er in sein Wams und wandte er sich an die Kinder.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hier sind die roten Bänder. Wer noch weiter nach Avalae will, sollte sich schnellstens eines geben lassen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Cillis zappelte auf der Schulter des Fyros und dieser setzte ihn schnell ab.&lt;br /&gt;
Nehi hatte dem Dorfempfänger schon den Stab entgegengehalten und nun flatterte dort das rote Band von Davae.&lt;br /&gt;
Cillis griff den Stab und blieb stehen.&lt;br /&gt;
Neben ihnen nahmen Bunis und Cordesi ihr Band in Empfang.&lt;br /&gt;
Dann die zwei Mädchen und zuletzt das Jungenpaar.&lt;br /&gt;
Vereint liefen die jungen Matis nun den Rest der Strecke in einem Pulk.&lt;br /&gt;
Als sie Aavale erreichten,&lt;br /&gt;
Viele Homins hatten sich am Tor versammelt um sie in Empfang zu nehmen.&lt;br /&gt;
Und als der Dorf Intendant die goldenen Bänder verteilte, war die Luft erfüllt von Jubel und Beifall.&lt;br /&gt;
Als das letzte Paar eintraf, wurde es von vielen Homins aus Yrkanis begleitet die das Ende des Laufes mit ihnen allen feiern wollten&lt;br /&gt;
Schließlich hob der Intendant die Arme und wandte sich an die versammelten Homins.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Matis! Seht diese Kinder, die den Lauf durch den Winter vollendet haben.&lt;br /&gt;
Sie alle haben bewiesen dass sie Durchhaltevermögen, Stärke und Mut besitzen.&lt;br /&gt;
Doch einige von ihnen haben in diesem gesegneten Jahr etwas Besonderes vollbracht.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Er hielt kurz inne um die Gruppe um Cillis nach vorn zu winken.&lt;br /&gt;
Mit vor Aufregung roten Köpfen traten die Kinder vor.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Diese Kinder ließen ihre Stäbe los!“ donnerte seine Stimme über die Versammelten hinweg.&lt;br /&gt;
Stille breitete sich aus.&lt;br /&gt;
:Cillis war geschockt.&lt;br /&gt;
Auch Nehi, Bunis und die Anderen blickten verwirrt.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sie haben eine Tradition des Laufes gebrochen. Sie alle sind &amp;quot;Loslasser.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Er blickte jedes der Kinder ernst an.&lt;br /&gt;
Dann hob er erneut die Stimme.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Jedoch taten sie das Richtige!&lt;br /&gt;
Sie handelten im Geiste des Laufes.&lt;br /&gt;
Sie verstanden seinen Sinn.&lt;br /&gt;
Ein Leben wurde gerettet, weil diese Kinder das Wichtige und Richtige über einfache Spielregeln stellten und erkannten, dass es galt zusammenzuarbeiten.&lt;br /&gt;
Jubel brandete auf und erneut wurden alle Kinder auf Schultern gehoben das wirkliche Fest begann nun endlich.&lt;br /&gt;
Inmitten des Trubels fand Cillis seine Eltern und rannte zu ihnen hinüber.&lt;br /&gt;
Seine Mutter umarmte ihn überschwänglich und wenn ein Vater noch etwas mehr Stolz in seinen Stand bringen könnte, würde seine Weste sicherlich platzen.&lt;br /&gt;
Eine Hand legte sich auch Cillis Schulter.&lt;br /&gt;
Nehi und der Fyros Bote standen dort.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Nun ihr Beiden. Ich muss weiter und meinen Auftrag ausführen.&lt;br /&gt;
Ich schulde euch Zweien mein Leben.&lt;br /&gt;
Ihr wart es die mich fandet und ihr brachtet den Mut auf mir zu helfen.&lt;br /&gt;
Dafür danke ich euch. Die Kami mögen euch beschützen.&lt;br /&gt;
Wenn ihr jemals nach Pyr kommt, dann fragt nach Collix Becoubs.&lt;br /&gt;
Das bin ich und ihr seid in meinem Hause auf ewig willkommen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Diese Geschichte wurde von [[Benutzer:Lylanea Vicciona|Lylanea]] auf dem [[Treffen der Barden II|zweites Treffen der Barden]] in Mystia 2612-4 vorgetragen. (HRP: April 2021)''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Portal|Literatur}}{{Portal|Animation}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Märchen und Legenden]] [[Kategorie:Treffen der Barden]]&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nilstilar</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Lauf_durch_den_Winter&amp;diff=34481</id>
		<title>Lauf durch den Winter</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Lauf_durch_den_Winter&amp;diff=34481"/>
				<updated>2023-02-26T17:15:31Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Nilstilar: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Trad&lt;br /&gt;
|DE =Lauf durch den Winter|DEs=0&lt;br /&gt;
|ES =Correr en invierno|ESs=1&lt;br /&gt;
|EN =Running in the winter|ENs=2&lt;br /&gt;
|FR =Courir dans l'hiver|FRs=3&lt;br /&gt;
|RU =&amp;lt;!--Бег зимой--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|H =1&lt;br /&gt;
|palette=atys&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{WIP}}&lt;br /&gt;
''Die Geschichte die ich euch erzählen will, basiert auf einer alten Tradition der Matis von der ich einmal gelesen habe. Ein alter Freund hat im Rahmen dieser Tradition etwas erlebt, von dem er mir erzählt hat. Ich habe daraus eine Geschichte gemacht.&lt;br /&gt;
''Sein Name war Collix und er erzählte mir, was er hier in Matia erlebt hatte. Ich erzähle die Geschichte aber aus der Sicht eines jungen Matis.&lt;br /&gt;
{{Quotation| |&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
Cillis hatte Angst. Aber, wie alle jungen Matis in seinem Alter wollte er es nicht zeigen. Nicht vor all den anderen auf dem Platz am Karavan-Schrein versammelten Matis und schon gar nicht vor seiner Lauf-Partnerin. Die schwebende Maschine aus dem setlsamen Material des Karavan surrte und summte über ihren Köpfen. Ihre Wächter schauten teilnahmslos herüber und hielten die Umgebung im Auge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorsichtig schielte der junge Matis hinüber zu Nehi. Sie wirkte gefasst und ruhig, ihr nussbraunes Haar war zu einem Schweif hinter ihren Kopf gebunden und ihre milchfarbene Haut schimmerte leicht in der Morgensonne. Sie umklammerte den Paar-Stab, knapp oberhalb seiner Hand. Ihr Griff war fest und die Knöchel traten leicht hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kinder kannten sich seit langer Zeit und hatten sofort nach der Auslosung vor 2 Wochen angefangen den Lauf zu trainieren.&lt;br /&gt;
Er mochte Nehi, nur eine Sache störte ihn an ihr. Wenn er das etwa einen Kopf größere Mädchen anschaute, fühlte er einen seltsamen Druck in der Brust. So als ob etwas aus ihm heraus wollte, aber nicht konnte. Sie war eine gute Laufpartnerin und trotz ihrer längeren Beine passte sie sich an seine Geschwindigkeit an und achtete darauf nicht zu sehr an dem Paar-Stab zu zerren. Der etwa 3 Ellen lange, glatte Stab aus dunklem Holz machte es auch so nicht grade leicht querfeldein durch den Wald zu laufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gespannt lauschte sie auf die Worte des Intendanten von Yrkanis. Auch Cillis Aufmerksamkeit wurde zurück zu ihm gezogen.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Homins!''&amp;quot; hob der Intendant die Stimme.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Stolze Matis! Wieder einmal vollendet ein Zyklus seinen ewigen Kreislauf. Und wieder einmal finden wir uns hier ein, um diesen Tag zu feiern und den traditionellen Lauf der Kinder zu begehen.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Verhaltener Beifall unterstrich seine Worte. Hier und da war ein Laut des Jubels zu hören.&lt;br /&gt;
Jedoch nicht von den Läufern. Sie alle waren gespannt und manche wirkten nervös wie Yubo-Wöchlinge. Er hoffte, dass die Anderen sein zittern nicht auf die Aufregung zurückführen würden, sondern auf die Kälte die langsam durch seine dünne Jacke kroch. Der Intendant fuhr fort:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Wie zu jedem Zyklus-Wechsel seit der Einkehr in die Neuen Lande, haben sich auch dieses Mal viele junge Matis hier eingefunden, die ihre Stärke, ihren Mut, ihr Geschick, ihre Ehre und ihre Zähigkeit beweisen möchten. Und um uns uns, ihrem Volk, zu zeigen das sie zu den Besten gehören die unser Vlk zu bieten hat.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Jubel brach nun unter den versammelten Homin aus. Cillis badete in dieser Aufmerksamkeit und jedes Beifall Klatschen vertrieb ein wenig seiner Angst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:'''''Whamm!&lt;br /&gt;
Ein Schneeball klatschte ihm an den Hinterkopf. Der junge Matis ruckte herum und sah Bunis, diesen arroganten Sohn des Leutnants der Palastwache, der sich langsam und überheblich die rechte Hand an seinem Wams abwischte. Sein Laufpartner Cordesi grinste wie ein Gingo in Cillis Richtung. Nehi drehte sich ebenfalls um und starrte das Paar hinter ihnen kalt an.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Das Mädchen Paar wird es ohnehin nicht einmal bis zu den Grünen Samen schaffen.''&amp;quot; zischte Bunis.Und um ihn herum kicherten andere Lauf-Paare hämisch hinter vorgehaltenen Händen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch ehe Cillis etwas erwidern konnte ertönte erneut die Stimme des Intendanten:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Die hier anwesenden 20 Paare werden in wenigen Minuten ihren Lauf durch den Winter antreten. Sie alle werden es nicht leicht haben. Und sie alle werden geprüft werden. Überall in den Wäldern sind wie immer erfahrene Späher postiert, die über das Verhalten und die Vorgehensweise der Paare bericht erstatten werden. Wie jedes Jahr gibt es nur eine Regel: Niemand darf verletzt werden! Ansonsten ist den Läufern alles erlaubt, das ihnen Vorteile bringt. Die Strecke führt wie jedes Jahr von Yrkanis, über Natae, Davae, nach Avalae. Dort wird mein Kollege Euch empfangen und nachdem er die Berichte der Kundschafter gehört hat, die Sieger bestimmen.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cillis schaute erneut zu Nehi hinüber. Sie war schlank und kräftig. Einen Sommer jünger als er und doch größer. Sie tippelte auf der Stelle, wie viele der wartenden Kinder, ihre leichten Stiefel nicht geschaffen für den Schnee. Auch Cillis Zehen kribbelten leicht, aber er wollte nicht dass man ihn für einen kleinen Yubo hielt. Es war Tradition, dass der Lauf nur in leichter Flüchtlings-Kleidung zurückgelegt wurde. So wie es die ersten Boten zwischen den noch unfertigen Städten vor langer Zeit taten, da ihnen die Materialien für festeren Stoff fehlten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Lasst uns nun zum Stadttor gehen!''&amp;quot;, rief der Intendant.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Auf Homins! Euer Lauf beginnt jetzt!''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Mit diesem Ruf des Stadt-Empfängers startete das erste Paar. Die beiden Mädchen liefen, den Stab fest zwischen sich umklammert, die Straße entlang. Ein sicheres Zeichen dafür dass sie nicht auf den Sieg aus waren und nur den Lauf hinter sich bringen wollten.&lt;br /&gt;
Da der Weg über die abgegrenzte Straße länger und leichter war als direkt durch den Wald und den dort liegenden, tieferen Schnee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch drei Paare vor ihm und Nehi. Sie lächelte ihn an. Ihm wurde warm… Doch nun sah er, dass auch sie fürchterlich nervös war. In ihren Augen leuchtete die Aufregung und ihr Atem kam in schnellen, kleinen Wolken über ihre Lippen.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Na, was meinst Du? Wald oder Weg?''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Ein wenig überrascht von dieser Frage und beschämt da sie ihn für einen Feigling hielt, geriet Cillis Stimme ein wenig ins Stocken. Seine Antwort klang nun gar nicht so selbstbewusst wie sie sollte:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Eh?.. W...Wald. – WALD! – natürlich!''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Nehi lächelte ihn weiter an und schien zufrieden damit. Hatte sie wirklich gedacht er würde den einfachen Weg wählen? Er war zwar nicht so groß und stark wie Bunis, aber er war sich sicher, es würde reichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinter ihnen flüsterte Cordesi seinem bulligen Laufpartner etwas ins Ohr, woraufhin dieser in prustendes Gelächter ausbrach. Cillis schaute über die Schulter und sah wie der schlaksige Kerl etwas in seiner Hosentasche verschwinden ließ. Als Bunis seinen Blick bemerkte, entblößte dessen Mund eine Reihe großer Zähne in einem hämischen Grinsen.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Du weißt doch Kleiner. Keine Regeln außer einer. Passt auf das ihr Euren Stab nicht los lasst.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Mit der flachen Hand stieß ihn der größere Junge in den Rücken und trieb Cillis einen Schritt vor, so das sein und Nehis Arm am Paar-Stab gestreckt wurde. Es galt als &amp;quot;mogeln&amp;quot; und tölpelhaft, wenn einer der Läufer die Hand vom Stab ließ. Ein Teil der Herausforderung war es gemeinsam zu laufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun war es an Cillis und Nehi. In wenigen Momenten würden auch sie ihren Lauf beginnen. Die Hände des Jungen Matis wurden langsam feucht vor Schweiß. Und sein Atem dampfte in einer dichten Wolke vor ihm, wie der eines aufgeregten Bodocs.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Auf Homins! Euer Lauf beginnt jetzt!''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Wie sie es trainiert hatten, liefe beide mit dem rechten Bein zuerst los und bemühten sich einen steten Rhythmus in ihre Bewegungen zu bringen. Direkt nach verlassen des Tores bogen sie in den Wald hinein ab, den direkte Weg zur Matis Arena einschlagend und den Spuren ihrer Vorläufer folgend. Es war nicht leicht im Schnee Gleichschritt zu wahren. Cillis Herz pochte ihm bis zum Hals. Trotz des Trainings und der Kälte kamen sie schnell ins Schwitzen und beide Kinder wussten, Weiter hasteten sie unter großen Wurzeln hindurch und an Bäumen vorbei, aufgeschreckte Yubos vor sich her treibend. Die karge, glatte Wand des riesigen Holz-Konstruktes, das als Matis Arena bekannt war kam in Sichtweite und die Morgensonne glitzerte auf den an ihr hängenden Eiszapfen. Die Kinder wanden sich zwischen den mannshohen Wurzelbögen hindurch, die das riesige Gebilde umschlangen und vorbei an seinem Eingang. Weiter Richtung Natae.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Empfänger der Siedlung nickte ihnen schon von weitem zu und band ihnen in einem kurzen Moment der Rast, das erste, blaue Band um den Stab. Zum Beweis das sie diese Etappe gemeistert hatten. Nun stand jedoch die schwierigste Wegstrecke vor ihnen.&lt;br /&gt;
Durch den dichten Wald, am Rand des Plateaus entlang auf dem sich die grünen Anhöhen befanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kaum hatten sie einige hundert Meter zurückgelegt und den Klippenrand erreicht, sahen sie schlanke Körper von Raubtieren durch das Unterholz huschen. Die Kinder stoppten ihren Lauf abrupt.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Verdammt.'', flüsterte Nehi, ''Wenn das Rudel uns bemerkt, kann uns nur noch Jena retten.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Ihr violetter Blick verriet Angst und Cillis war sicher, das seine Freundin in seinen grünen Augen deutlich erkennen konnte was er gerade dachte. Vorsichtig trat er einen Schritt zurück.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Hilfe! Hört mich jemand!? – HILFE!!''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die tiefe Stimme eines Mannes, weiter vorn. Die jungen Matis blickten einander erschrocken an. &amp;quot;Die Ragus haben da jemanden eingekreist.&amp;quot; Cillis spürte wie seine Stimme bebte. Nehi nickte nur stumm. In ihrem Blick stand die unausgesprochene Frage. Die Gedanken des Jungen überschlugen sich. Er griff sich ins grün gefärbte Haar und zog nervös an einer langen Strähne. Nehi kaute auf ihrer Unterlippe und beiden schlotterten die Knie vor Kälte, Anstrengung und Angst. Dann jedoch machte Nehi einen Schritt nach vorn. Cillis schaute sie überrascht an. Sie nickte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie ein Homin stürmten die beiden Halbwüchsigen vor. Laut brüllend und johlend. Cillis griff einen Ast vom Boden und schwang ihn über seinem Kopf. Die Ragus schreckten auf und stoben in instinktiver Flucht zunächst auseinander, doch würden sie sich bald von ihrem Schrecken erholen und ihr Rudel war mit Sicherheit stärker als die Kinder.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Hallo?! Den Kami sei Dank. Helft mir. Zieht mich hoch!!!''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die Stimme kam von unterhalb der Klippe. Vorsichtig traten sie vor um über den Rand hinweg zu spähen. Dort unten, in etwa 3 Metern tiefe, hockte ein Homin auf einem schmalen Vorsprung in der Steilwand. Der rothaarige, kräftige Mann schaute zu den Kindern auf und deutliche Erleichterung sprang auf seine harten, kantigen Züge. Vorsichtig kam er auf die Beine. Seine Haut war braun und wettergegerbt, doch seine Augen leuchteten gelblich, golden wie Bernstein. Er trug das Wams eines Boten der Imperialen Gilde von Pyr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Ein Fyros?''&amp;quot; entfuhr es Nehi.&lt;br /&gt;
Sie starrten auf den Homin herunter, der nervös zu ihnen empor lächelte.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Ja. Da staunst Du, was? - Aber, wo sind Eure Eltern. Vertreiben sie diese Mistviecher?''&amp;quot;, sprach er mit überraschend leichtem Akzent.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Ehm – Nein... Unsere Eltern sind in Yrkanis.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Nehi stieß Cillis ihren Ellenbogen in die Seite und der Junge wollte schon protestieren, als er den Ausdruck im Gesicht des Fyros sah. Verzweiflung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Was? Aber... Wie soll ich dann wieder dort hoch kommen? Und was macht ihr wenn die Tiere wiederkommen?''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die Kinder blickten sich an.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Wie müssen ihm helfen.''“&lt;br /&gt;
Cillis schaute in die Augen seiner Freundin und sein Magen krampfte sich zusammen. Sie nickte erneut. Cillis lies den Stab los.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Was machst Du?''&amp;quot;&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Es hat keiner gesehen und du bist kräftiger als ich. Lass den Stab zu ihm runter damit er sich daran hochziehen kann. Ich halte Dich fest.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Kurz legte sich ein seltsamer Ausdruck auf Nehis Gesicht, dann nickte sie entschlossen und ließ sich auf den Bauch nieder. Cillis griff ihre Beine und stemmte sich mit aller Kraft und seinem ganzen Gewicht nach hinten. Der Stab reichte gerade an die ausgestreckten Hände des Fyros heran. Er tat einen Satz und ein scharfer Ruck ging durch Nehis Schultern. Sie knirschte mit den Zähnen und fühlte wie sich Cillis Griff um ihre Knöchel noch verstärkte. Und doch rutschte sie ein kleines Stück nach vorn.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Nicht loslassen!''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Entfuhr es dem Fyros, dessen Füße nun über dem Abgrund baumelten.&lt;br /&gt;
Eine Hand über die andere setzend zog er sich langsam an der eisglatten Holzwand empor.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Ich rutsche!''&amp;quot; hörte Nehi ihren Freund zwischen den Zähnen hindurch pressen.&lt;br /&gt;
Schon spürte sie die Bewegung auf dem vom Schnee glatten Boden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Los! Sie können nicht viel weiter sein! Die holen wir ein!''&amp;quot;, drang ein leiser Ruf aus dem Wald an Cillis Ohren.&lt;br /&gt;
Bunis! Cillis Kopf ruckte herum und dort kamen ihre beiden Konkurrenten in einiger Entfernung vorbei gerannt.&lt;br /&gt;
Der bullige Junge zog seinen schmächtigeren Partner förmlich mit sich durch den Schnee.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Bunis! Cordesi! Helft uns! – Hier!!''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Kaum war Cillis Schrei erklungen stoppten die beiden Läufer und blickten sich um. Cordesi erspähte ihn zuerst und setzte sofort zum Sprint in seine Richtung an. Doch wurde er jäh zurück gerissen. Bunis zog ihn in entgegengesetzter Richtung davon. Cillis Herz blieb fast stehen. Er konnte es nicht fassen. Bunis, dieser Sohn eines Gingos! Ein wilder Fluch, aufgeschnappt von seinem Vater, entfuhr ihm. Aus der Schlucht vor ihnen erklang ein lautes:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Ooh!! Haltet Durch Kinder! Bitte!!''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Nehi stöhnte. Die Muskeln ihrer schlanken Arme traten hervor wie zum Bersten gestreckte Seile.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da hörte Cillis das Knurren hinter sich. Eine schnelle Bewegung im Unterholz links von ihm. Kurz darauf rechts und das hustende Bellen eines Ragus.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Sie kommen zurück!''&amp;quot;&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Jena, wir schaffen das nicht, stieß Nehi hervor, er ist zu schwer.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Durchhalten Kinder. Ihr habt es gleich geschafft. Nur noch ein kleines Stück.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die Worte klangen nervös und kurzatmig.&lt;br /&gt;
Cillis zuckte zusammen als er erneut eine Bewegung neben sich sah. Ein großer, schlanker Ragus wagte sich näher an sie heran und ein heiseres Knurren drang aus seiner Schnauze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ohren dicht an den Körper gelegt kauerte sich das Tier auf die Hinterbeine und setzte zum Sprung auf seine wehrlose Beute an&lt;br /&gt;
Cillis ließ Nehis rechtes Bein los. Sie rutschten ein Stück nach vorn und seine Freundin und der Fyros über der Schlucht Schrien fast gleichzeitig erschrocken auf. Cillis griff den noch neben ihm im Schnee liegenden Ast und schwang ihn auf das heran springende Tier.&lt;br /&gt;
Krachend schlug der Ast gegen den Schädel des Ragus, dessen eigener Schwung ihn nun über den Rand der Klippe katapultierte. Heulend, in einer Wolke aus Schnee, fiel der Räuber auf den Fyros zu. Um nicht von dem zappelnden Tier mitgerissen zu werden schwang dieser im letzten Moment zur Seite. Nehi ächzte schmerzerfüllt auf. Und wieder rutschten sie ein Stück weiter vor. Der Brustkorb des Mädchens hing nun schon fast ganz über dem Abgrund. Wenn einer von ihnen das Gleichgewicht verlor war Alles aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zweiter und dritter Ragus erschienen. Und von den Geräuschen um ihn herum schätzte er, dass es mindestens noch 5 weitere Räuber waren. Der verzweifelte Junge schwang den Ast wild um sich und hielt so die Tiere zumindest vorerst davon ab ihn anzuspringen. Lange würden sie das jedoch nicht durchhalten. Ein Stoßgebet zu Jena formte sich in Cillis Kopf. Er wurde erhört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwas knallte schräg hinter seinem Kopf in den Bäumen und ein Schneelawine donnerte herab und begrub einen Teil des Ragus Rudels fast unter sich. Die erschreckten Tiere tauchten in das nahe Unterholz. Noch einmal knallte es direkt neben einem der Ragus und das Tier jaulte kurz auf und lief davon. Wildes Geschrei und Rufe hallten durch den Wald.&lt;br /&gt;
Durch die Bäume kam eine Gruppe Kinder heran gerannt, Äste und Stäbe schwingend. Allen voran Bunis der seinen Stab wie eine Keule nutze, um nach den Raubtieren zu schlagen. Er stieß einen lauten Triumphschrei aus als die Ragus Fersengeld gaben. Neben Cillis blieb er stehen, ließ seinen Stab fallen und packte Nehis rechtes Bein. Zwei weitere Jungen fielen neben Nehi in den Schnee und griffen je einen Arm des Fyros. Zwei Mädchen schnappten sich Nehis Wams und zogen daran. Gemeinsam wuchteten sie den Mann über die Kante des Abgrundes und fielen rittlings in den Schnee. Schwer atmend lagen sie nebeneinander. Cillis starrte in den Himmel, wo Jenas Krone, der große Ringplanet, auf ihn herabblickte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit einem mal trat Cordesi in sein Blickfeld :&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''He ihr zwei. Gemütlich da unten?''&amp;quot; grinste er.&lt;br /&gt;
Cillis bemerkte das Bunis Arm auf seiner Brust lag.&lt;br /&gt;
***&lt;br /&gt;
Erschreckt stieß er ihn von sich und ruckte hoch.&lt;br /&gt;
Nehi hockte links neben ihm und lächelte ihn an.&lt;br /&gt;
Der Junge spürte deutlich wie das Blut in seine Ohren rauschte und Hitze in seinem Gesicht aufstieg.&lt;br /&gt;
Die beiden Mädchen die Nehi geholfen hatten kicherten und Cordesi brach in schallendes Gelächter aus.&lt;br /&gt;
Dann wurde Cillis mit einem Mal empor gerissen, als sich kräftige Arme um seinen Körper schlangen.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Den Segen der Kami über Euch Kinder!&amp;quot;&lt;br /&gt;
Der Fyros setzte sich Cillis auf die Schultern und begann überschwänglich zu tanzen und sich auf der Stelle zu drehen.Dabei jubelte und jauchzte er in seiner Sprache.&lt;br /&gt;
Nehi lachte und Bunis hielt sich den Bauch vor Lachen.&lt;br /&gt;
Allerdings nahm Cillis nicht viel davon wahr.&lt;br /&gt;
Ihm war danach in die Schlucht zu springen.&lt;br /&gt;
Nur um dieser Peinlichkeit zu entkommen.&lt;br /&gt;
In Davae war die Überraschung groß, als der kleine Trupp durch das Stadttor lief.&lt;br /&gt;
Cillis noch immer auf den Schultern des Fyros, der sie den ganzen Weg über mit Liedern aus seiner Heimat unterhalten hatte und immer wieder den Segen der Kamigeister versprach.&lt;br /&gt;
Cordesi hatte ihnen unterwegs gezeigt was er getan hatte um die Ragus zu vertreiben&lt;br /&gt;
In seinen Taschen verbargen sich eine Schleuder und einige Knallkugeln.&lt;br /&gt;
Einfache Feuerwerkskörper die mehr Krach machten als alles andere,&lt;br /&gt;
''Oder auf andere Paare.'', wie er grinsend hinzufügte.&lt;br /&gt;
Bunis gab zu das es seltsam ausgesehen haben musste als er seinen Partner von ihnen weg zog.&lt;br /&gt;
Doch hatte er die Ragus im Wald gesehen und erkannt das sie allein kein Chance hätten zu helfen.&lt;br /&gt;
Somit liefen sie in verschiedene Richtungen um die anderen Paare zur Hilfe zu holen.&lt;br /&gt;
Der Dorf-Intendant kam ihnen entgegen und verlangte zu wissen was passiert sei, das so lang erst kein Paar mehr ankam und dann eine solche Gruppe.&lt;br /&gt;
Die Kinder begannen sofort zu plappern, doch der rothaarige Fyros hob beschwichtigend die Hände und bat mit lauter Stimme um Ruhe.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Diese Kinder haben heute mein Leben gerettet. Ich danke Euch dafür, dass ihr diese Tradition Eures Volkes grad heute ausübt, wie sie mir berichteten.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Er berichtete kurz, in angemessenen Worten was vorgefallen war und betonte den Mut der Kinder.&lt;br /&gt;
Besonders Nehi hob er hervor, die ihn so tapfer und lang gehalten hatte.&lt;br /&gt;
Der Obmann hörte aufmerksam zu und nickte schließlich.&lt;br /&gt;
Dann griff er in sein Wams und wandte er sich an die Kinder.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hier sind die roten Bänder. Wer noch weiter nach Avalae will, sollte sich schnellstens eines geben lassen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Cillis zappelte auf der Schulter des Fyros und dieser setzte ihn schnell ab.&lt;br /&gt;
Nehi hatte dem Dorfempfänger schon den Stab entgegengehalten und nun flatterte dort das rote Band von Davae.&lt;br /&gt;
Cillis griff den Stab und blieb stehen.&lt;br /&gt;
Neben ihnen nahmen Bunis und Cordesi ihr Band in Empfang.&lt;br /&gt;
Dann die zwei Mädchen und zuletzt das Jungenpaar.&lt;br /&gt;
Vereint liefen die jungen Matis nun den Rest der Strecke in einem Pulk.&lt;br /&gt;
Als sie Aavale erreichten,&lt;br /&gt;
Viele Homins hatten sich am Tor versammelt um sie in Empfang zu nehmen.&lt;br /&gt;
Und als der Dorf Intendant die goldenen Bänder verteilte, war die Luft erfüllt von Jubel und Beifall.&lt;br /&gt;
Als das letzte Paar eintraf, wurde es von vielen Homins aus Yrkanis begleitet die das Ende des Laufes mit ihnen allen feiern wollten&lt;br /&gt;
Schließlich hob der Intendant die Arme und wandte sich an die versammelten Homins.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Matis! Seht diese Kinder, die den Lauf durch den Winter vollendet haben.&lt;br /&gt;
Sie alle haben bewiesen dass sie Durchhaltevermögen, Stärke und Mut besitzen.&lt;br /&gt;
Doch einige von ihnen haben in diesem gesegneten Jahr etwas Besonderes vollbracht.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Er hielt kurz inne um die Gruppe um Cillis nach vorn zu winken.&lt;br /&gt;
Mit vor Aufregung roten Köpfen traten die Kinder vor.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Diese Kinder ließen ihre Stäbe los!“ donnerte seine Stimme über die Versammelten hinweg.&lt;br /&gt;
Stille breitete sich aus.&lt;br /&gt;
:Cillis war geschockt.&lt;br /&gt;
Auch Nehi, Bunis und die Anderen blickten verwirrt.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sie haben eine Tradition des Laufes gebrochen. Sie alle sind &amp;quot;Loslasser.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Er blickte jedes der Kinder ernst an.&lt;br /&gt;
Dann hob er erneut die Stimme.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Jedoch taten sie das Richtige!&lt;br /&gt;
Sie handelten im Geiste des Laufes.&lt;br /&gt;
Sie verstanden seinen Sinn.&lt;br /&gt;
Ein Leben wurde gerettet, weil diese Kinder das Wichtige und Richtige über einfache Spielregeln stellten und erkannten, dass es galt zusammenzuarbeiten.&lt;br /&gt;
Jubel brandete auf und erneut wurden alle Kinder auf Schultern gehoben das wirkliche Fest begann nun endlich.&lt;br /&gt;
Inmitten des Trubels fand Cillis seine Eltern und rannte zu ihnen hinüber.&lt;br /&gt;
Seine Mutter umarmte ihn überschwänglich und wenn ein Vater noch etwas mehr Stolz in seinen Stand bringen könnte, würde seine Weste sicherlich platzen.&lt;br /&gt;
Eine Hand legte sich auch Cillis Schulter.&lt;br /&gt;
Nehi und der Fyros Bote standen dort.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Nun ihr Beiden. Ich muss weiter und meinen Auftrag ausführen.&lt;br /&gt;
Ich schulde euch Zweien mein Leben.&lt;br /&gt;
Ihr wart es die mich fandet und ihr brachtet den Mut auf mir zu helfen.&lt;br /&gt;
Dafür danke ich euch. Die Kami mögen euch beschützen.&lt;br /&gt;
Wenn ihr jemals nach Pyr kommt, dann fragt nach Collix Becoubs.&lt;br /&gt;
Das bin ich und ihr seid in meinem Hause auf ewig willkommen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Diese Geschichte wurde von [[Benutzer:Lylanea Vicciona|Lylanea]] auf dem [[Treffen der Barden II|zweites Treffen der Barden]] in Mystia 2612-4 vorgetragen. (HRP: April 2021)''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Portal|Literatur}}{{Portal|Animation}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Märchen und Legenden]] [[Kategorie:Treffen der Barden]]&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nilstilar</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Lauf_durch_den_Winter&amp;diff=34479</id>
		<title>Lauf durch den Winter</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Lauf_durch_den_Winter&amp;diff=34479"/>
				<updated>2023-02-26T15:43:05Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Nilstilar: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Trad&lt;br /&gt;
|DE =Lauf durch den Winter|DEs=0&lt;br /&gt;
|ES =Correr en invierno|ESs=1&lt;br /&gt;
|EN =Running in the winter|ENs=2&lt;br /&gt;
|FR =Courir dans l'hiver|FRs=3&lt;br /&gt;
|RU =&amp;lt;!--Бег зимой--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|H =1&lt;br /&gt;
|palette=atys&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{WIP}}&lt;br /&gt;
''Die Geschichte die ich euch erzählen will, basiert auf einer alten Tradition der Matis von der ich einmal gelesen habe. Ein alter Freund hat im Rahmen dieser Tradition etwas erlebt, von dem er mir erzählt hat. Ich habe daraus eine Geschichte gemacht.&lt;br /&gt;
''Sein Name war Collix und er erzählte mir, was er hier in Matia erlebt hatte. Ich erzähle die Geschichte aber aus der Sicht eines jungen Matis.&lt;br /&gt;
{{Quotation| |&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
Cillis hatte Angst. Aber, wie alle jungen Matis in seinem Alter wollte er es nicht zeigen. Nicht vor all den anderen auf dem Platz am Karavan-Schrein versammelten Matis und schon gar nicht vor seiner Lauf-Partnerin. Die schwebende Maschine aus dem setlsamen Material des Karavan surrte und summte über ihren Köpfen. Ihre Wächter schauten teilnahmslos herüber und hielten die Umgebung im Auge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorsichtig schielte der junge Matis hinüber zu Nehi. Sie wirkte gefasst und ruhig, ihr nussbraunes Haar war zu einem Schweif hinter ihren Kopf gebunden und ihre milchfarbene Haut schimmerte leicht in der Morgensonne. Sie umklammerte den Paar-Stab, knapp oberhalb seiner Hand. Ihr Griff war fest und die Knöchel traten leicht hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kinder kannten sich seit langer Zeit und hatten sofort nach der Auslosung vor 2 Wochen angefangen den Lauf zu trainieren.&lt;br /&gt;
Er mochte Nehi, nur eine Sache störte ihn an ihr. Wenn er das etwa einen Kopf größere Mädchen anschaute, fühlte er einen seltsamen Druck in der Brust. So als ob etwas aus ihm heraus wollte, aber nicht konnte. Sie war eine gute Laufpartnerin und trotz ihrer längeren Beine passte sie sich an seine Geschwindigkeit an und achtete darauf nicht zu sehr an dem Paar-Stab zu zerren. Der etwa 3 Ellen lange, glatte Stab aus dunklem Holz machte es auch so nicht grade leicht querfeldein durch den Wald zu laufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gespannt lauschte sie auf die Worte des Intendanten von Yrkanis. Auch Cillis Aufmerksamkeit wurde zurück zu ihm gezogen.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Homins!''&amp;quot; hob der Intendant die Stimme.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Stolze Matis! Wieder einmal vollendet ein Zyklus seinen ewigen Kreislauf. Und wieder einmal finden wir uns hier ein, um diesen Tag zu feiern und den traditionellen Lauf der Kinder zu begehen.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Verhaltener Beifall unterstrich seine Worte. Hier und da war ein Laut des Jubels zu hören.&lt;br /&gt;
Jedoch nicht von den Läufern. Sie alle waren gespannt und manche wirkten nervös wie Yubo-Wöchlinge. Er hoffte, dass die Anderen sein zittern nicht auf die Aufregung zurückführen würden, sondern auf die Kälte die langsam durch seine dünne Jacke kroch. Der Intendant fuhr fort:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Wie zu jedem Zyklus-Wechsel seit der Einkehr in die Neuen Lande, haben sich auch dieses Mal viele junge Matis hier eingefunden, die ihre Stärke, ihren Mut, ihr Geschick, ihre Ehre und ihre Zähigkeit beweisen möchten. Und um uns uns, ihrem Volk, zu zeigen das sie zu den Besten gehören die unser Vlk zu bieten hat.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Jubel brach nun unter den versammelten Homin aus. Cillis badete in dieser Aufmerksamkeit und jedes Beifall Klatschen vertrieb ein wenig seiner Angst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:'''''Whamm!&lt;br /&gt;
Ein Schneeball klatschte ihm an den Hinterkopf. Der junge Matis ruckte herum und sah Bunis, diesen arroganten Sohn des Leutnants der Palastwache, der sich langsam und überheblich die rechte Hand an seinem Wams abwischte. Sein Laufpartner Cordesi grinste wie ein Gingo in Cillis Richtung. Nehi drehte sich ebenfalls um und starrte das Paar hinter ihnen kalt an.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Das Mädchen Paar wird es ohnehin nicht einmal bis zu den Grünen Samen schaffen.''&amp;quot; zischte Bunis.Und um ihn herum kicherten andere Lauf-Paare hämisch hinter vorgehaltenen Händen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch ehe Cillis etwas erwidern konnte ertönte erneut die Stimme des Intendanten:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Die hier anwesenden 20 Paare werden in wenigen Minuten ihren Lauf durch den Winter antreten. Sie alle werden es nicht leicht haben. Und sie alle werden geprüft werden. Überall in den Wäldern sind wie immer erfahrene Späher postiert, die über das Verhalten und die Vorgehensweise der Paare bericht erstatten werden. Wie jedes Jahr gibt es nur eine Regel: Niemand darf verletzt werden! Ansonsten ist den Läufern alles erlaubt, das ihnen Vorteile bringt. Die Strecke führt wie jedes Jahr von Yrkanis, über Natae, Davae, nach Avalae. Dort wird mein Kollege Euch empfangen und nachdem er die Berichte der Kundschafter gehört hat, die Sieger bestimmen.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cillis schaute erneut zu Nehi hinüber. Sie war schlank und kräftig. Einen Sommer jünger als er und doch größer. Sie tippelte auf der Stelle, wie viele der wartenden Kinder, ihre leichten Stiefel nicht geschaffen für den Schnee. Auch Cillis Zehen kribbelten leicht, aber er wollte nicht dass man ihn für einen kleinen Yubo hielt. Es war Tradition, dass der Lauf nur in leichter Flüchtlings-Kleidung zurückgelegt wurde. So wie es die ersten Boten zwischen den noch unfertigen Städten vor langer Zeit taten, da ihnen die Materialien für festeren Stoff fehlten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Lasst uns nun zum Stadttor gehen!''&amp;quot;, rief der Intendant.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Auf Homins! Euer Lauf beginnt jetzt!''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Mit diesem Ruf des Stadt-Empfängers startete das erste Paar. Die beiden Mädchen liefen, den Stab fest zwischen sich umklammert, die Straße entlang. Ein sicheres Zeichen dafür dass sie nicht auf den Sieg aus waren und nur den Lauf hinter sich bringen wollten.&lt;br /&gt;
Da der Weg über die abgegrenzte Straße länger und leichter war als direkt durch den Wald und den dort liegenden, tieferen Schnee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch drei Paare vor ihm und Nehi. Sie lächelte ihn an. Ihm wurde warm… Doch nun sah er, dass auch sie fürchterlich nervös war. In ihren Augen leuchtete die Aufregung und ihr Atem kam in schnellen, kleinen Wolken über ihre Lippen.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Na, was meinst Du? Wald oder Weg?''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Ein wenig überrascht von dieser Frage und beschämt da sie ihn für einen Feigling hielt, geriet Cillis Stimme ein wenig ins Stocken. Seine Antwort klang nun gar nicht so selbstbewusst wie sie sollte:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Eh?.. W...Wald. – WALD! – natürlich!''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Nehi lächelte ihn weiter an und schien zufrieden damit. Hatte sie wirklich gedacht er würde den einfachen Weg wählen? Er war zwar nicht so groß und stark wie Bunis, aber er war sich sicher, es würde reichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinter ihnen flüsterte Cordesi seinem bulligen Laufpartner etwas ins Ohr, woraufhin dieser in prustendes Gelächter ausbrach. Cillis schaute über die Schulter und sah wie der schlaksige Kerl etwas in seiner Hosentasche verschwinden ließ. Als Bunis seinen Blick bemerkte, entblößte dessen Mund eine Reihe großer Zähne in einem hämischen Grinsen.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Du weißt doch Kleiner. Keine Regeln außer einer. Passt auf das ihr Euren Stab nicht los lasst.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Mit der flachen Hand stieß ihn der größere Junge in den Rücken und trieb Cillis einen Schritt vor, so das sein und Nehis Arm am Paar-Stab gestreckt wurde. Es galt als &amp;quot;mogeln&amp;quot; und tölpelhaft, wenn einer der Läufer die Hand vom Stab ließ. Ein Teil der Herausforderung war es gemeinsam zu laufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun war es an Cillis und Nehi. In wenigen Momenten würden auch sie ihren Lauf beginnen. Die Hände des Jungen Matis wurden langsam feucht vor Schweiß. Und sein Atem dampfte in einer dichten Wolke vor ihm, wie der eines aufgeregten Bodocs.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Auf Homins! Euer Lauf beginnt jetzt!''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Wie sie es trainiert hatten, liefe beide mit dem rechten Bein zuerst los und bemühten sich einen steten Rhythmus in ihre Bewegungen zu bringen. Direkt nach verlassen des Tores bogen sie in den Wald hinein ab, den direkte Weg zur Matis Arena einschlagend und den Spuren ihrer Vorläufer folgend. Es war nicht leicht im Schnee Gleichschritt zu wahren. Cillis Herz pochte ihm bis zum Hals. Trotz des Trainings und der Kälte kamen sie schnell ins Schwitzen und beide Kinder wussten, Weiter hasteten sie unter großen Wurzeln hindurch und an Bäumen vorbei, aufgeschreckte Yubos vor sich her treibend. Die karge, glatte Wand des riesigen Holz-Konstruktes, das als Matis Arena bekannt war kam in Sichtweite und die Morgensonne glitzerte auf den an ihr hängenden Eiszapfen. Die Kinder wanden sich zwischen den mannshohen Wurzelbögen hindurch, die das riesige Gebilde umschlangen und vorbei an seinem Eingang. Weiter Richtung Natae.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Empfänger der Siedlung nickte ihnen schon von weitem zu und band ihnen in einem kurzen Moment der Rast, das erste, blaue Band um den Stab. Zum Beweis das sie diese Etappe gemeistert hatten. Nun stand jedoch die schwierigste Wegstrecke vor ihnen.&lt;br /&gt;
Durch den dichten Wald, am Rand des Plateaus entlang auf dem sich die grünen Anhöhen befanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kaum hatten sie einige hundert Meter zurückgelegt und den Klippenrand erreicht, sahen sie schlanke Körper von Raubtieren durch das Unterholz huschen. Die Kinder stoppten ihren Lauf abrupt.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Verdammt.'', flüsterte Nehi, ''Wenn das Rudel uns bemerkt, kann uns nur noch Jena retten.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Ihr violetter Blick verriet Angst und Cillis war sicher, das seine Freundin in seinen grünen Augen deutlich erkennen konnte was er gerade dachte. Vorsichtig trat er einen Schritt zurück.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Hilfe! Hört mich jemand!? – HILFE!!''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die tiefe Stimme eines Mannes, weiter vorn. Die jungen Matis blickten einander erschrocken an. &amp;quot;Die Ragus haben da jemanden eingekreist.&amp;quot; Cillis spürte wie seine Stimme bebte. Nehi nickte nur stumm. In ihrem Blick stand die unausgesprochene Frage. Die Gedanken des Jungen überschlugen sich. Er griff sich ins grün gefärbte Haar und zog nervös an einer langen Strähne. Nehi kaute auf ihrer Unterlippe und beiden schlotterten die Knie vor Kälte, Anstrengung und Angst. Dann jedoch machte Nehi einen Schritt nach vorn. Cillis schaute sie überrascht an. Sie nickte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie ein Homin stürmten die beiden Halbwüchsigen vor. Laut brüllend und johlend. Cillis griff einen Ast vom Boden und schwang ihn über seinem Kopf. Die Ragus schreckten auf und stoben in instinktiver Flucht zunächst auseinander, doch würden sie sich bald von ihrem Schrecken erholen und ihr Rudel war mit Sicherheit stärker als die Kinder.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Hallo?! Den Kami sei Dank. Helft mir. Zieht mich hoch!!!''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die Stimme kam von unterhalb der Klippe. Vorsichtig traten sie vor um über den Rand hinweg zu spähen. Dort unten, in etwa 3 Metern tiefe, hockte ein Homin auf einem schmalen Vorsprung in der Steilwand. Der rothaarige, kräftige Mann schaute zu den Kindern auf und deutliche Erleichterung sprang auf seine harten, kantigen Züge. Vorsichtig kam er auf die Beine. Seine Haut war braun und wettergegerbt, doch seine Augen leuchteten gelblich, golden wie Bernstein. Er trug das Wams eines Boten der Imperialen Gilde von Pyr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Ein Fyros?''&amp;quot; entfuhr es Nehi.&lt;br /&gt;
Sie starrten auf den Homin herunter, der nervös zu ihnen empor lächelte.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Ja. Da staunst Du, was? - Aber, wo sind Eure Eltern. Vertreiben sie diese Mistviecher?''&amp;quot;, sprach er mit überraschend leichtem Akzent.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Ehm – Nein... Unsere Eltern sind in Yrkanis.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Nehi stieß Cillis ihren Ellenbogen in die Seite und der Junge wollte schon protestieren, als er den Ausdruck im Gesicht des Fyros sah. Verzweiflung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Was? Aber... Wie soll ich dann wieder dort hoch kommen? Und was macht ihr wenn die Tiere wiederkommen?''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die Kinder blickten sich an.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Wie müssen ihm helfen.''“&lt;br /&gt;
Cillis schaute in die Augen seiner Freundin und sein Magen krampfte sich zusammen. Sie nickte erneut. Cillis lies den Stab los.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Was machst Du?''&amp;quot;&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Es hat keiner gesehen und du bist kräftiger als ich. Lass den Stab zu ihm runter damit er sich daran hochziehen kann. Ich halte Dich fest.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Kurz legte sich ein seltsamer Ausdruck auf Nehis Gesicht, dann nickte sie entschlossen und ließ sich auf den Bauch nieder. Cillis griff ihre Beine und stemmte sich mit aller Kraft und seinem ganzen Gewicht nach hinten. Der Stab reichte gerade an die ausgestreckten Hände des Fyros heran. Er tat einen Satz und ein scharfer Ruck ging durch Nehis Schultern. Sie knirschte mit den Zähnen und fühlte wie sich Cillis Griff um ihre Knöchel noch verstärkte. Und doch rutschte sie ein kleines Stück nach vorn.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Nicht loslassen!''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Entfuhr es dem Fyros, dessen Füße nun über dem Abgrund baumelten.&lt;br /&gt;
Eine Hand über die andere setzend zog er sich langsam an der eisglatten Holzwand empor.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Ich rutsche!''&amp;quot; hörte Nehi ihren Freund zwischen den Zähnen hindurch pressen.&lt;br /&gt;
Schon spürte sie die Bewegung auf dem vom Schnee glatten Boden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Los! Sie können nicht viel weiter sein! Die holen wir ein!''&amp;quot;, drang ein leiser Ruf aus dem Wald an Cillis Ohren.&lt;br /&gt;
Bunis! Cillis Kopf ruckte herum und dort kamen ihre beiden Konkurrenten in einiger Entfernung vorbei gerannt.&lt;br /&gt;
Der bullige Junge zog seinen schmächtigeren Partner förmlich mit sich durch den Schnee.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Bunis! Cordesi! Helft uns! – Hier!!''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Kaum war Cillis Schrei erklungen stoppten die beiden Läufer und blickten sich um. Cordesi erspähte ihn zuerst und setzte sofort zum Sprint in seine Richtung an. Doch wurde er jäh zurück gerissen. Bunis zog ihn in entgegengesetzter Richtung davon. Cillis Herz blieb fast stehen. Er konnte es nicht fassen. Bunis, dieser Sohn eines Gingos! Ein wilder Fluch, aufgeschnappt von seinem Vater, entfuhr ihm. Aus der Schlucht vor ihnen erklang ein lautes:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Ooh!! Haltet Durch Kinder! Bitte!!''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Nehi stöhnte. Die Muskeln ihrer schlanken Arme traten hervor wie zum Bersten gestreckte Seile.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da hörte Cillis das Knurren hinter sich. Eine schnelle Bewegung im Unterholz links von ihm. Kurz darauf rechts und das hustende Bellen eines Ragus.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Sie kommen zurück!''&amp;quot;&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Jena, wir schaffen das nicht, stieß Nehi hervor, er ist zu schwer.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Durchhalten Kinder. Ihr habt es gleich geschafft. Nur noch ein kleines Stück.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die Worte klangen nervös und kurzatmig.&lt;br /&gt;
Cillis zuckte zusammen als er erneut eine Bewegung neben sich sah. Ein großer, schlanker Ragus wagte sich näher an sie heran und ein heiseres Knurren drang aus seiner Schnauze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ohren dicht an den Körper gelegt kauerte sich das Tier auf die Hinterbeine und setzte zum Sprung auf seine wehrlose Beute an&lt;br /&gt;
Cillis ließ Nehis rechtes Bein los. Sie rutschten ein Stück nach vorn und seine Freundin und der Fyros über der Schlucht Schrien fast gleichzeitig erschrocken auf. Cillis griff den noch neben ihm im Schnee liegenden Ast und schwang ihn auf das heran springende Tier.&lt;br /&gt;
Krachend schlug der Ast gegen den Schädel des Ragus, dessen eigener Schwung ihn nun über den Rand der Klippe katapultierte. Heulend, in einer Wolke aus Schnee, fiel der Räuber auf den Fyros zu. Um nicht von dem zappelnden Tier mitgerissen zu werden schwang dieser im letzten Moment zur Seite. Nehi ächzte schmerzerfüllt auf. Und wieder rutschten sie ein Stück weiter vor. Der Brustkorb des Mädchens hing nun schon fast ganz über dem Abgrund. Wenn einer von ihnen das Gleichgewicht verlor war Alles aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zweiter und dritter Ragus erschienen. Und von den Geräuschen um ihn herum schätzte er, dass es mindestens noch 5 weitere Räuber waren. Der verzweifelte Junge schwang den Ast wild um sich und hielt so die Tiere zumindest vorerst davon ab ihn anzuspringen. Lange würden sie das jedoch nicht durchhalten. Ein Stoßgebet zu Jena formte sich in Cillis Kopf. Er wurde erhört.&lt;br /&gt;
***&lt;br /&gt;
Etwas knallte schräg hinter seinem Kopf in den Bäumen und ein Schneelawine donnerte herab und begrub einen Teil des Ragus Rudels fast unter sich.&lt;br /&gt;
Die erschreckten Tiere tauchten in das nahe Unterholz.&lt;br /&gt;
Noch einmal knallte es direkt neben einem der Ragus und das Tier jaulte kurz auf und lief davon.&lt;br /&gt;
Wildes Geschrei und Rufe hallten durch den Wald.&lt;br /&gt;
Durch die Bäume kam eine Gruppe Kinder heran gerannt, Äste und Stäbe schwingend.&lt;br /&gt;
Allen voran Bunis der seinen Stab wie eine Keule nutze, um nach den Raubtieren zu schlagen.&lt;br /&gt;
Er stieß einen lauten Triumphschrei aus als die Ragus Fersengeld gaben.&lt;br /&gt;
Neben Cillis blieb er stehen, ließ seinen Stab fallen und packte Nehis rechtes Bein.&lt;br /&gt;
Zwei weitere Jungen fielen neben Nehi in den Schnee und griffen je einen Arm des Fyros.&lt;br /&gt;
Zwei Mädchen schnappten sich Nehis Wams und zogen daran.&lt;br /&gt;
Gemeinsam wuchteten sie den Mann über die Kante des Abgrundes und fielen rittlings in den Schnee.&lt;br /&gt;
Schwer atmend lagen sie nebeneinander.&lt;br /&gt;
Cillis starrte in den Himmel, wo Jenas Krone, der große Ringplanet, auf ihn herabblickte&lt;br /&gt;
Mit einem mal trat Cordesi in sein Blickfeld.&lt;br /&gt;
&amp;quot;He ihr zwei. Gemütlich da unten?&amp;quot; grinste er.&lt;br /&gt;
Cillis bemerkte das Bunis Arm auf seiner Brust lag.&lt;br /&gt;
Erschreckt stieß er ihn von sich und ruckte hoch.&lt;br /&gt;
Nehi hockte links neben ihm und lächelte ihn an.&lt;br /&gt;
Der Junge spürte deutlich wie das Blut in seine Ohren rauschte und Hitze in seinem Gesicht aufstieg.&lt;br /&gt;
Die beiden Mädchen die Nehi geholfen hatten kicherten und Cordesi brach in schallendes Gelächter aus.&lt;br /&gt;
Dann wurde Cillis mit einem Mal empor gerissen, als sich kräftige Arme um seinen Körper schlangen.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Den Segen der Kami über Euch Kinder!&amp;quot;&lt;br /&gt;
Der Fyros setzte sich Cillis auf die Schultern und begann überschwänglich zu tanzen und sich auf der Stelle zu drehen.Dabei jubelte und jauchzte er in seiner Sprache.&lt;br /&gt;
Nehi lachte und Bunis hielt sich den Bauch vor Lachen.&lt;br /&gt;
Allerdings nahm Cillis nicht viel davon wahr.&lt;br /&gt;
Ihm war danach in die Schlucht zu springen.&lt;br /&gt;
Nur um dieser Peinlichkeit zu entkommen.&lt;br /&gt;
In Davae war die Überraschung groß, als der kleine Trupp durch das Stadttor lief.&lt;br /&gt;
Cillis noch immer auf den Schultern des Fyros, der sie den ganzen Weg über mit Liedern aus seiner Heimat unterhalten hatte und immer wieder den Segen der Kamigeister versprach.&lt;br /&gt;
Cordesi hatte ihnen unterwegs gezeigt was er getan hatte um die Ragus zu vertreiben&lt;br /&gt;
In seinen Taschen verbargen sich eine Schleuder und einige Knallkugeln.&lt;br /&gt;
Einfache Feuerwerkskörper die mehr Krach machten als alles andere,&lt;br /&gt;
''Oder auf andere Paare.'', wie er grinsend hinzufügte.&lt;br /&gt;
Bunis gab zu das es seltsam ausgesehen haben musste als er seinen Partner von ihnen weg zog.&lt;br /&gt;
Doch hatte er die Ragus im Wald gesehen und erkannt das sie allein kein Chance hätten zu helfen.&lt;br /&gt;
Somit liefen sie in verschiedene Richtungen um die anderen Paare zur Hilfe zu holen.&lt;br /&gt;
Der Dorf-Intendant kam ihnen entgegen und verlangte zu wissen was passiert sei, das so lang erst kein Paar mehr ankam und dann eine solche Gruppe.&lt;br /&gt;
Die Kinder begannen sofort zu plappern, doch der rothaarige Fyros hob beschwichtigend die Hände und bat mit lauter Stimme um Ruhe.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Diese Kinder haben heute mein Leben gerettet. Ich danke Euch dafür, dass ihr diese Tradition Eures Volkes grad heute ausübt, wie sie mir berichteten.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Er berichtete kurz, in angemessenen Worten was vorgefallen war und betonte den Mut der Kinder.&lt;br /&gt;
Besonders Nehi hob er hervor, die ihn so tapfer und lang gehalten hatte.&lt;br /&gt;
Der Obmann hörte aufmerksam zu und nickte schließlich.&lt;br /&gt;
Dann griff er in sein Wams und wandte er sich an die Kinder.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hier sind die roten Bänder. Wer noch weiter nach Avalae will, sollte sich schnellstens eines geben lassen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Cillis zappelte auf der Schulter des Fyros und dieser setzte ihn schnell ab.&lt;br /&gt;
Nehi hatte dem Dorfempfänger schon den Stab entgegengehalten und nun flatterte dort das rote Band von Davae.&lt;br /&gt;
Cillis griff den Stab und blieb stehen.&lt;br /&gt;
Neben ihnen nahmen Bunis und Cordesi ihr Band in Empfang.&lt;br /&gt;
Dann die zwei Mädchen und zuletzt das Jungenpaar.&lt;br /&gt;
Vereint liefen die jungen Matis nun den Rest der Strecke in einem Pulk.&lt;br /&gt;
Als sie Aavale erreichten,&lt;br /&gt;
Viele Homins hatten sich am Tor versammelt um sie in Empfang zu nehmen.&lt;br /&gt;
Und als der Dorf Intendant die goldenen Bänder verteilte, war die Luft erfüllt von Jubel und Beifall.&lt;br /&gt;
Als das letzte Paar eintraf, wurde es von vielen Homins aus Yrkanis begleitet die das Ende des Laufes mit ihnen allen feiern wollten&lt;br /&gt;
Schließlich hob der Intendant die Arme und wandte sich an die versammelten Homins.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Matis! Seht diese Kinder, die den Lauf durch den Winter vollendet haben.&lt;br /&gt;
Sie alle haben bewiesen dass sie Durchhaltevermögen, Stärke und Mut besitzen.&lt;br /&gt;
Doch einige von ihnen haben in diesem gesegneten Jahr etwas Besonderes vollbracht.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Er hielt kurz inne um die Gruppe um Cillis nach vorn zu winken.&lt;br /&gt;
Mit vor Aufregung roten Köpfen traten die Kinder vor.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Diese Kinder ließen ihre Stäbe los!“ donnerte seine Stimme über die Versammelten hinweg.&lt;br /&gt;
Stille breitete sich aus.&lt;br /&gt;
:Cillis war geschockt.&lt;br /&gt;
Auch Nehi, Bunis und die Anderen blickten verwirrt.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sie haben eine Tradition des Laufes gebrochen. Sie alle sind &amp;quot;Loslasser.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Er blickte jedes der Kinder ernst an.&lt;br /&gt;
Dann hob er erneut die Stimme.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Jedoch taten sie das Richtige!&lt;br /&gt;
Sie handelten im Geiste des Laufes.&lt;br /&gt;
Sie verstanden seinen Sinn.&lt;br /&gt;
Ein Leben wurde gerettet, weil diese Kinder das Wichtige und Richtige über einfache Spielregeln stellten und erkannten, dass es galt zusammenzuarbeiten.&lt;br /&gt;
Jubel brandete auf und erneut wurden alle Kinder auf Schultern gehoben das wirkliche Fest begann nun endlich.&lt;br /&gt;
Inmitten des Trubels fand Cillis seine Eltern und rannte zu ihnen hinüber.&lt;br /&gt;
Seine Mutter umarmte ihn überschwänglich und wenn ein Vater noch etwas mehr Stolz in seinen Stand bringen könnte, würde seine Weste sicherlich platzen.&lt;br /&gt;
Eine Hand legte sich auch Cillis Schulter.&lt;br /&gt;
Nehi und der Fyros Bote standen dort.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Nun ihr Beiden. Ich muss weiter und meinen Auftrag ausführen.&lt;br /&gt;
Ich schulde euch Zweien mein Leben.&lt;br /&gt;
Ihr wart es die mich fandet und ihr brachtet den Mut auf mir zu helfen.&lt;br /&gt;
Dafür danke ich euch. Die Kami mögen euch beschützen.&lt;br /&gt;
Wenn ihr jemals nach Pyr kommt, dann fragt nach Collix Becoubs.&lt;br /&gt;
Das bin ich und ihr seid in meinem Hause auf ewig willkommen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Diese Geschichte wurde von [[Benutzer:Lylanea Vicciona|Lylanea]] auf dem [[Treffen der Barden II|zweites Treffen der Barden]] in Mystia 2612-4 vorgetragen. (HRP: April 2021)''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Portal|Literatur}}{{Portal|Animation}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Märchen und Legenden]] [[Kategorie:Treffen der Barden]]&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nilstilar</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Lauf_durch_den_Winter&amp;diff=34478</id>
		<title>Lauf durch den Winter</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Lauf_durch_den_Winter&amp;diff=34478"/>
				<updated>2023-02-26T11:31:30Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Nilstilar: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Trad&lt;br /&gt;
|DE =Lauf durch den Winter|DEs=0&lt;br /&gt;
|ES =Correr en invierno|ESs=1&lt;br /&gt;
|EN =Running in the winter|ENs=2&lt;br /&gt;
|FR =Courir dans l'hiver|FRs=3&lt;br /&gt;
|RU =&amp;lt;!--Бег зимой--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|H =1&lt;br /&gt;
|palette=atys&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{WIP}}&lt;br /&gt;
''Die Geschichte die ich euch erzählen will, basiert auf einer alten Tradition der Matis von der ich einmal gelesen habe. Ein alter Freund hat im Rahmen dieser Tradition etwas erlebt, von dem er mir erzählt hat. Ich habe daraus eine Geschichte gemacht.&lt;br /&gt;
''Sein Name war Collix und er erzählte mir, was er hier in Matia erlebt hatte. Ich erzähle die Geschichte aber aus der Sicht eines jungen Matis.&lt;br /&gt;
{{Quotation| |&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
Cillis hatte Angst. Aber, wie alle jungen Matis in seinem Alter wollte er es nicht zeigen. Nicht vor all den anderen auf dem Platz am Karavan-Schrein versammelten Matis und schon gar nicht vor seiner Lauf-Partnerin. Die schwebende Maschine aus dem setlsamen Material des Karavan surrte und summte über ihren Köpfen. Ihre Wächter schauten teilnahmslos herüber und hielten die Umgebung im Auge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorsichtig schielte der junge Matis hinüber zu Nehi. Sie wirkte gefasst und ruhig, ihr nussbraunes Haar war zu einem Schweif hinter ihren Kopf gebunden und ihre milchfarbene Haut schimmerte leicht in der Morgensonne. Sie umklammerte den Paar-Stab, knapp oberhalb seiner Hand. Ihr Griff war fest und die Knöchel traten leicht hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kinder kannten sich seit langer Zeit und hatten sofort nach der Auslosung vor 2 Wochen angefangen den Lauf zu trainieren.&lt;br /&gt;
Er mochte Nehi, nur eine Sache störte ihn an ihr. Wenn er das etwa einen Kopf größere Mädchen anschaute, fühlte er einen seltsamen Druck in der Brust. So als ob etwas aus ihm heraus wollte, aber nicht konnte. Sie war eine gute Laufpartnerin und trotz ihrer längeren Beine passte sie sich an seine Geschwindigkeit an und achtete darauf nicht zu sehr an dem Paar-Stab zu zerren. Der etwa 3 Ellen lange, glatte Stab aus dunklem Holz machte es auch so nicht grade leicht querfeldein durch den Wald zu laufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gespannt lauschte sie auf die Worte des Intendanten von Yrkanis. Auch Cillis Aufmerksamkeit wurde zurück zu ihm gezogen.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Homins!''&amp;quot; hob der Intendant die Stimme.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Stolze Matis! Wieder einmal vollendet ein Zyklus seinen ewigen Kreislauf. Und wieder einmal finden wir uns hier ein, um diesen Tag zu feiern und den traditionellen Lauf der Kinder zu begehen.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Verhaltener Beifall unterstrich seine Worte. Hier und da war ein Laut des Jubels zu hören.&lt;br /&gt;
Jedoch nicht von den Läufern. Sie alle waren gespannt und manche wirkten nervös wie Yubo-Wöchlinge. Er hoffte, dass die Anderen sein zittern nicht auf die Aufregung zurückführen würden, sondern auf die Kälte die langsam durch seine dünne Jacke kroch. Der Intendant fuhr fort:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Wie zu jedem Zyklus-Wechsel seit der Einkehr in die Neuen Lande, haben sich auch dieses Mal viele junge Matis hier eingefunden, die ihre Stärke, ihren Mut, ihr Geschick, ihre Ehre und ihre Zähigkeit beweisen möchten. Und um uns uns, ihrem Volk, zu zeigen das sie zu den Besten gehören die unser Vlk zu bieten hat.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Jubel brach nun unter den versammelten Homin aus. Cillis badete in dieser Aufmerksamkeit und jedes Beifall Klatschen vertrieb ein wenig seiner Angst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:'''''Whamm!&lt;br /&gt;
Ein Schneeball klatschte ihm an den Hinterkopf. Der junge Matis ruckte herum und sah Bunis, diesen arroganten Sohn des Leutnants der Palastwache, der sich langsam und überheblich die rechte Hand an seinem Wams abwischte. Sein Laufpartner Cordesi grinste wie ein Gingo in Cillis Richtung. Nehi drehte sich ebenfalls um und starrte das Paar hinter ihnen kalt an.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Das Mädchen Paar wird es ohnehin nicht einmal bis zu den Grünen Samen schaffen.''&amp;quot; zischte Bunis.Und um ihn herum kicherten andere Lauf-Paare hämisch hinter vorgehaltenen Händen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch ehe Cillis etwas erwidern konnte ertönte erneut die Stimme des Intendanten:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Die hier anwesenden 20 Paare werden in wenigen Minuten ihren Lauf durch den Winter antreten. Sie alle werden es nicht leicht haben. Und sie alle werden geprüft werden. Überall in den Wäldern sind wie immer erfahrene Späher postiert, die über das Verhalten und die Vorgehensweise der Paare bericht erstatten werden. Wie jedes Jahr gibt es nur eine Regel: Niemand darf verletzt werden! Ansonsten ist den Läufern alles erlaubt, das ihnen Vorteile bringt. Die Strecke führt wie jedes Jahr von Yrkanis, über Natae, Davae, nach Avalae. Dort wird mein Kollege Euch empfangen und nachdem er die Berichte der Kundschafter gehört hat, die Sieger bestimmen.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cillis schaute erneut zu Nehi hinüber. Sie war schlank und kräftig. Einen Sommer jünger als er und doch größer. Sie tippelte auf der Stelle, wie viele der wartenden Kinder, ihre leichten Stiefel nicht geschaffen für den Schnee. Auch Cillis Zehen kribbelten leicht, aber er wollte nicht dass man ihn für einen kleinen Yubo hielt. Es war Tradition, dass der Lauf nur in leichter Flüchtlings-Kleidung zurückgelegt wurde. So wie es die ersten Boten zwischen den noch unfertigen Städten vor langer Zeit taten, da ihnen die Materialien für festeren Stoff fehlten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Lasst uns nun zum Stadttor gehen!''&amp;quot;, rief der Intendant.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Auf Homins! Euer Lauf beginnt jetzt!''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Mit diesem Ruf des Stadt-Empfängers startete das erste Paar. Die beiden Mädchen liefen, den Stab fest zwischen sich umklammert, die Straße entlang. Ein sicheres Zeichen dafür dass sie nicht auf den Sieg aus waren und nur den Lauf hinter sich bringen wollten.&lt;br /&gt;
Da der Weg über die abgegrenzte Straße länger und leichter war als direkt durch den Wald und den dort liegenden, tieferen Schnee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch drei Paare vor ihm und Nehi. Sie lächelte ihn an. Ihm wurde warm… Doch nun sah er, dass auch sie fürchterlich nervös war. In ihren Augen leuchtete die Aufregung und ihr Atem kam in schnellen, kleinen Wolken über ihre Lippen.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Na, was meinst Du? Wald oder Weg?''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Ein wenig überrascht von dieser Frage und beschämt da sie ihn für einen Feigling hielt, geriet Cillis Stimme ein wenig ins Stocken. Seine Antwort klang nun gar nicht so selbstbewusst wie sie sollte:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Eh?.. W...Wald. – WALD! – natürlich!''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Nehi lächelte ihn weiter an und schien zufrieden damit. Hatte sie wirklich gedacht er würde den einfachen Weg wählen? Er war zwar nicht so groß und stark wie Bunis, aber er war sich sicher, es würde reichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinter ihnen flüsterte Cordesi seinem bulligen Laufpartner etwas ins Ohr, woraufhin dieser in prustendes Gelächter ausbrach. Cillis schaute über die Schulter und sah wie der schlaksige Kerl etwas in seiner Hosentasche verschwinden ließ. Als Bunis seinen Blick bemerkte, entblößte dessen Mund eine Reihe großer Zähne in einem hämischen Grinsen.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Du weißt doch Kleiner. Keine Regeln außer einer. Passt auf das ihr Euren Stab nicht los lasst.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Mit der flachen Hand stieß ihn der größere Junge in den Rücken und trieb Cillis einen Schritt vor, so das sein und Nehis Arm am Paar-Stab gestreckt wurde. Es galt als &amp;quot;mogeln&amp;quot; und tölpelhaft, wenn einer der Läufer die Hand vom Stab ließ. Ein Teil der Herausforderung war es gemeinsam zu laufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun war es an Cillis und Nehi. In wenigen Momenten würden auch sie ihren Lauf beginnen. Die Hände des Jungen Matis wurden langsam feucht vor Schweiß. Und sein Atem dampfte in einer dichten Wolke vor ihm, wie der eines aufgeregten Bodocs.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Auf Homins! Euer Lauf beginnt jetzt!''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Wie sie es trainiert hatten, liefe beide mit dem rechten Bein zuerst los und bemühten sich einen steten Rhythmus in ihre Bewegungen zu bringen. Direkt nach verlassen des Tores bogen sie in den Wald hinein ab, den direkte Weg zur Matis Arena einschlagend und den Spuren ihrer Vorläufer folgend. Es war nicht leicht im Schnee Gleichschritt zu wahren. Cillis Herz pochte ihm bis zum Hals. Trotz des Trainings und der Kälte kamen sie schnell ins Schwitzen und beide Kinder wussten, Weiter hasteten sie unter großen Wurzeln hindurch und an Bäumen vorbei, aufgeschreckte Yubos vor sich her treibend. Die karge, glatte Wand des riesigen Holz-Konstruktes, das als Matis Arena bekannt war kam in Sichtweite und die Morgensonne glitzerte auf den an ihr hängenden Eiszapfen. Die Kinder wanden sich zwischen den mannshohen Wurzelbögen hindurch, die das riesige Gebilde umschlangen und vorbei an seinem Eingang. Weiter Richtung Natae.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Empfänger der Siedlung nickte ihnen schon von weitem zu und band ihnen in einem kurzen Moment der Rast, das erste, blaue Band um den Stab. Zum Beweis das sie diese Etappe gemeistert hatten. Nun stand jedoch die schwierigste Wegstrecke vor ihnen.&lt;br /&gt;
Durch den dichten Wald, am Rand des Plateaus entlang auf dem sich die grünen Anhöhen befanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kaum hatten sie einige hundert Meter zurückgelegt und den Klippenrand erreicht, sahen sie schlanke Körper von Raubtieren durch das Unterholz huschen. Die Kinder stoppten ihren Lauf abrupt.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Verdammt.'', flüsterte Nehi, ''Wenn das Rudel uns bemerkt, kann uns nur noch Jena retten.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Ihr violetter Blick verriet Angst und Cillis war sicher, das seine Freundin in seinen grünen Augen deutlich erkennen konnte was er gerade dachte. Vorsichtig trat er einen Schritt zurück.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Hilfe! Hört mich jemand!? – HILFE!!''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die tiefe Stimme eines Mannes, weiter vorn. Die jungen Matis blickten einander erschrocken an. &amp;quot;Die Ragus haben da jemanden eingekreist.&amp;quot; Cillis spürte wie seine Stimme bebte. Nehi nickte nur stumm. In ihrem Blick stand die unausgesprochene Frage. Die Gedanken des Jungen überschlugen sich. Er griff sich ins grün gefärbte Haar und zog nervös an einer langen Strähne. Nehi kaute auf ihrer Unterlippe und beiden schlotterten die Knie vor Kälte, Anstrengung und Angst. Dann jedoch machte Nehi einen Schritt nach vorn. Cillis schaute sie überrascht an. Sie nickte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie ein Homin stürmten die beiden Halbwüchsigen vor. Laut brüllend und johlend. Cillis griff einen Ast vom Boden und schwang ihn über seinem Kopf. Die Ragus schreckten auf und stoben in instinktiver Flucht zunächst auseinander, doch würden sie sich bald von ihrem Schrecken erholen und ihr Rudel war mit Sicherheit stärker als die Kinder.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Hallo?! Den Kami sei Dank. Helft mir. Zieht mich hoch!!!''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die Stimme kam von unterhalb der Klippe. Vorsichtig traten sie vor um über den Rand hinweg zu spähen. Dort unten, in etwa 3 Metern tiefe, hockte ein Homin auf einem schmalen Vorsprung in der Steilwand. Der rothaarige, kräftige Mann schaute zu den Kindern auf und deutliche Erleichterung sprang auf seine harten, kantigen Züge. Vorsichtig kam er auf die Beine. Seine Haut war braun und wettergegerbt, doch seine Augen leuchteten gelblich, golden wie Bernstein. Er trug das Wams eines Boten der Imperialen Gilde von Pyr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Ein Fyros?''&amp;quot; entfuhr es Nehi.&lt;br /&gt;
Sie starrten auf den Homin herunter, der nervös zu ihnen empor lächelte.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Ja. Da staunst Du, was? - Aber, wo sind Eure Eltern. Vertreiben sie diese Mistviecher?''&amp;quot;, sprach er mit überraschend leichtem Akzent.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Ehm – Nein... Unsere Eltern sind in Yrkanis.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Nehi stieß Cillis ihren Ellenbogen in die Seite und der Junge wollte schon protestieren, als er den Ausdruck im Gesicht des Fyros sah. Verzweiflung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Was? Aber... Wie soll ich dann wieder dort hoch kommen? Und was macht ihr wenn die Tiere wiederkommen?''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die Kinder blickten sich an.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Wie müssen ihm helfen.''“&lt;br /&gt;
Cillis schaute in die Augen seiner Freundin und sein Magen krampfte sich zusammen. Sie nickte erneut. Cillis lies den Stab los.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Was machst Du?''&amp;quot;&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Es hat keiner gesehen und du bist kräftiger als ich. Lass den Stab zu ihm runter damit er sich daran hochziehen kann. Ich halte Dich fest.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Kurz legte sich ein seltsamer Ausdruck auf Nehis Gesicht, dann nickte sie entschlossen und ließ sich auf den Bauch nieder. Cillis griff ihre Beine und stemmte sich mit aller Kraft und seinem ganzen Gewicht nach hinten. Der Stab reichte gerade an die ausgestreckten Hände des Fyros heran. Er tat einen Satz und ein scharfer Ruck ging durch Nehis Schultern. Sie knirschte mit den Zähnen und fühlte wie sich Cillis Griff um ihre Knöchel noch verstärkte. Und doch rutschte sie ein kleines Stück nach vorn.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Nicht loslassen!''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Entfuhr es dem Fyros, dessen Füße nun über dem Abgrund baumelten.&lt;br /&gt;
Eine Hand über die andere setzend zog er sich langsam an der eisglatten Holzwand empor.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Ich rutsche!''&amp;quot; hörte Nehi ihren Freund zwischen den Zähnen hindurch pressen.&lt;br /&gt;
Schon spürte sie die Bewegung auf dem vom Schnee glatten Boden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Los! Sie können nicht viel weiter sein! Die holen wir ein!''&amp;quot;, drang ein leiser Ruf aus dem Wald an Cillis Ohren.&lt;br /&gt;
Bunis! Cillis Kopf ruckte herum und dort kamen ihre beiden Konkurrenten in einiger Entfernung vorbei gerannt.&lt;br /&gt;
Der bullige Junge zog seinen schmächtigeren Partner förmlich mit sich durch den Schnee.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Bunis! Cordesi! Helft uns! – Hier!!''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Kaum war Cillis Schrei erklungen stoppten die beiden Läufer und blickten sich um. Cordesi erspähte ihn zuerst und setzte sofort zum Sprint in seine Richtung an. Doch wurde er jäh zurück gerissen. Bunis zog ihn in entgegengesetzter Richtung davon. Cillis Herz blieb fast stehen. Er konnte es nicht fassen. Bunis, dieser Sohn eines Gingos! Ein wilder Fluch, aufgeschnappt von seinem Vater, entfuhr ihm. Aus der Schlucht vor ihnen erklang ein lautes:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Ooh!! Haltet Durch Kinder! Bitte!!''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Nehi stöhnte. Die Muskeln ihrer schlanken Arme traten hervor wie zum Bersten gestreckte Seile.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da hörte Cillis das Knurren hinter sich. Eine schnelle Bewegung im Unterholz links von ihm. Kurz darauf rechts und das hustende Bellen eines Ragus.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Sie kommen zurück!''&amp;quot;&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Jena, wir schaffen das nicht, stieß Nehi hervor, er ist zu schwer.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Durchhalten Kinder. Ihr habt es gleich geschafft. Nur noch ein kleines Stück.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die Worte klangen nervös und kurzatmig.&lt;br /&gt;
Cillis zuckte zusammen als er erneut eine Bewegung neben sich sah. Ein großer, schlanker Ragus wagte sich näher an sie heran und ein heiseres Knurren drang aus seiner Schnauze.&lt;br /&gt;
***&lt;br /&gt;
Die Ohren dicht an den Körper gelegt kauerte sich das Tier auf die Hinterbeine und setzte zum Sprung auf seine wehrlose Beute an&lt;br /&gt;
Cillis ließ Nehis rechtes Bein los.&lt;br /&gt;
Sie rutschten ein Stück nach vorn und seine Freundin und der Fyros über der Schlucht Schrien fast gleichzeitig erschrocken auf.&lt;br /&gt;
Cillis griff den noch neben ihm im Schnee liegenden Ast und schwang ihn auf das heran springende Tier.&lt;br /&gt;
Krachend schlug der Ast gegen den Schädel des Ragus, dessen eigener Schwung ihn nun über den Rand der Klippe katapultierte.&lt;br /&gt;
Heulend, in einer Wolke aus Schnee, fiel der Räuber auf den Fyros zu.&lt;br /&gt;
Um nicht von dem zappelnden Tier mitgerissen zu werden schwang dieser im letzten Moment zur Seite.&lt;br /&gt;
Nehi ächzte schmerzerfüllt auf. Und wieder rutschten sie ein Stück weiter vor.&lt;br /&gt;
Der Brustkorb des Mädchens hing nun schon fast ganz über dem Abgrund.&lt;br /&gt;
Wenn einer von ihnen das Gleichgewicht verlor war Alles aus.&lt;br /&gt;
Ein zweiter und dritter Ragus erschienen.&lt;br /&gt;
Und von den Geräuschen um ihn herum schätzte er, dass es mindestens noch 5 weitere Räuber waren.&lt;br /&gt;
Der verzweifelte Junge schwang den Ast wild um sich und hielt so die Tiere zumindest vorerst davon ab ihn anzuspringen.&lt;br /&gt;
Lange würden sie das jedoch nicht durchhalten.&lt;br /&gt;
Ein Stoßgebet zu Jena formte sich in Cillis Kopf.&lt;br /&gt;
Er wurde erhört.&lt;br /&gt;
Etwas knallte schräg hinter seinem Kopf in den Bäumen und ein Schneelawine donnerte herab und begrub einen Teil des Ragus Rudels fast unter sich.&lt;br /&gt;
Die erschreckten Tiere tauchten in das nahe Unterholz.&lt;br /&gt;
Noch einmal knallte es direkt neben einem der Ragus und das Tier jaulte kurz auf und lief davon.&lt;br /&gt;
Wildes Geschrei und Rufe hallten durch den Wald.&lt;br /&gt;
Durch die Bäume kam eine Gruppe Kinder heran gerannt, Äste und Stäbe schwingend.&lt;br /&gt;
Allen voran Bunis der seinen Stab wie eine Keule nutze, um nach den Raubtieren zu schlagen.&lt;br /&gt;
Er stieß einen lauten Triumphschrei aus als die Ragus Fersengeld gaben.&lt;br /&gt;
Neben Cillis blieb er stehen, ließ seinen Stab fallen und packte Nehis rechtes Bein.&lt;br /&gt;
Zwei weitere Jungen fielen neben Nehi in den Schnee und griffen je einen Arm des Fyros.&lt;br /&gt;
Zwei Mädchen schnappten sich Nehis Wams und zogen daran.&lt;br /&gt;
Gemeinsam wuchteten sie den Mann über die Kante des Abgrundes und fielen rittlings in den Schnee.&lt;br /&gt;
Schwer atmend lagen sie nebeneinander.&lt;br /&gt;
Cillis starrte in den Himmel, wo Jenas Krone, der große Ringplanet, auf ihn herabblickte&lt;br /&gt;
Mit einem mal trat Cordesi in sein Blickfeld.&lt;br /&gt;
&amp;quot;He ihr zwei. Gemütlich da unten?&amp;quot; grinste er.&lt;br /&gt;
Cillis bemerkte das Bunis Arm auf seiner Brust lag.&lt;br /&gt;
Erschreckt stieß er ihn von sich und ruckte hoch.&lt;br /&gt;
Nehi hockte links neben ihm und lächelte ihn an.&lt;br /&gt;
Der Junge spürte deutlich wie das Blut in seine Ohren rauschte und Hitze in seinem Gesicht aufstieg.&lt;br /&gt;
Die beiden Mädchen die Nehi geholfen hatten kicherten und Cordesi brach in schallendes Gelächter aus.&lt;br /&gt;
Dann wurde Cillis mit einem Mal empor gerissen, als sich kräftige Arme um seinen Körper schlangen.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Den Segen der Kami über Euch Kinder!&amp;quot;&lt;br /&gt;
Der Fyros setzte sich Cillis auf die Schultern und begann überschwänglich zu tanzen und sich auf der Stelle zu drehen.Dabei jubelte und jauchzte er in seiner Sprache.&lt;br /&gt;
Nehi lachte und Bunis hielt sich den Bauch vor Lachen.&lt;br /&gt;
Allerdings nahm Cillis nicht viel davon wahr.&lt;br /&gt;
Ihm war danach in die Schlucht zu springen.&lt;br /&gt;
Nur um dieser Peinlichkeit zu entkommen.&lt;br /&gt;
In Davae war die Überraschung groß, als der kleine Trupp durch das Stadttor lief.&lt;br /&gt;
Cillis noch immer auf den Schultern des Fyros, der sie den ganzen Weg über mit Liedern aus seiner Heimat unterhalten hatte und immer wieder den Segen der Kamigeister versprach.&lt;br /&gt;
Cordesi hatte ihnen unterwegs gezeigt was er getan hatte um die Ragus zu vertreiben&lt;br /&gt;
In seinen Taschen verbargen sich eine Schleuder und einige Knallkugeln.&lt;br /&gt;
Einfache Feuerwerkskörper die mehr Krach machten als alles andere,&lt;br /&gt;
''Oder auf andere Paare.'', wie er grinsend hinzufügte.&lt;br /&gt;
Bunis gab zu das es seltsam ausgesehen haben musste als er seinen Partner von ihnen weg zog.&lt;br /&gt;
Doch hatte er die Ragus im Wald gesehen und erkannt das sie allein kein Chance hätten zu helfen.&lt;br /&gt;
Somit liefen sie in verschiedene Richtungen um die anderen Paare zur Hilfe zu holen.&lt;br /&gt;
Der Dorf-Intendant kam ihnen entgegen und verlangte zu wissen was passiert sei, das so lang erst kein Paar mehr ankam und dann eine solche Gruppe.&lt;br /&gt;
Die Kinder begannen sofort zu plappern, doch der rothaarige Fyros hob beschwichtigend die Hände und bat mit lauter Stimme um Ruhe.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Diese Kinder haben heute mein Leben gerettet. Ich danke Euch dafür, dass ihr diese Tradition Eures Volkes grad heute ausübt, wie sie mir berichteten.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Er berichtete kurz, in angemessenen Worten was vorgefallen war und betonte den Mut der Kinder.&lt;br /&gt;
Besonders Nehi hob er hervor, die ihn so tapfer und lang gehalten hatte.&lt;br /&gt;
Der Obmann hörte aufmerksam zu und nickte schließlich.&lt;br /&gt;
Dann griff er in sein Wams und wandte er sich an die Kinder.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hier sind die roten Bänder. Wer noch weiter nach Avalae will, sollte sich schnellstens eines geben lassen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Cillis zappelte auf der Schulter des Fyros und dieser setzte ihn schnell ab.&lt;br /&gt;
Nehi hatte dem Dorfempfänger schon den Stab entgegengehalten und nun flatterte dort das rote Band von Davae.&lt;br /&gt;
Cillis griff den Stab und blieb stehen.&lt;br /&gt;
Neben ihnen nahmen Bunis und Cordesi ihr Band in Empfang.&lt;br /&gt;
Dann die zwei Mädchen und zuletzt das Jungenpaar.&lt;br /&gt;
Vereint liefen die jungen Matis nun den Rest der Strecke in einem Pulk.&lt;br /&gt;
Als sie Aavale erreichten,&lt;br /&gt;
Viele Homins hatten sich am Tor versammelt um sie in Empfang zu nehmen.&lt;br /&gt;
Und als der Dorf Intendant die goldenen Bänder verteilte, war die Luft erfüllt von Jubel und Beifall.&lt;br /&gt;
Als das letzte Paar eintraf, wurde es von vielen Homins aus Yrkanis begleitet die das Ende des Laufes mit ihnen allen feiern wollten&lt;br /&gt;
Schließlich hob der Intendant die Arme und wandte sich an die versammelten Homins.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Matis! Seht diese Kinder, die den Lauf durch den Winter vollendet haben.&lt;br /&gt;
Sie alle haben bewiesen dass sie Durchhaltevermögen, Stärke und Mut besitzen.&lt;br /&gt;
Doch einige von ihnen haben in diesem gesegneten Jahr etwas Besonderes vollbracht.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Er hielt kurz inne um die Gruppe um Cillis nach vorn zu winken.&lt;br /&gt;
Mit vor Aufregung roten Köpfen traten die Kinder vor.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Diese Kinder ließen ihre Stäbe los!“ donnerte seine Stimme über die Versammelten hinweg.&lt;br /&gt;
Stille breitete sich aus.&lt;br /&gt;
:Cillis war geschockt.&lt;br /&gt;
Auch Nehi, Bunis und die Anderen blickten verwirrt.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sie haben eine Tradition des Laufes gebrochen. Sie alle sind &amp;quot;Loslasser.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Er blickte jedes der Kinder ernst an.&lt;br /&gt;
Dann hob er erneut die Stimme.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Jedoch taten sie das Richtige!&lt;br /&gt;
Sie handelten im Geiste des Laufes.&lt;br /&gt;
Sie verstanden seinen Sinn.&lt;br /&gt;
Ein Leben wurde gerettet, weil diese Kinder das Wichtige und Richtige über einfache Spielregeln stellten und erkannten, dass es galt zusammenzuarbeiten.&lt;br /&gt;
Jubel brandete auf und erneut wurden alle Kinder auf Schultern gehoben das wirkliche Fest begann nun endlich.&lt;br /&gt;
Inmitten des Trubels fand Cillis seine Eltern und rannte zu ihnen hinüber.&lt;br /&gt;
Seine Mutter umarmte ihn überschwänglich und wenn ein Vater noch etwas mehr Stolz in seinen Stand bringen könnte, würde seine Weste sicherlich platzen.&lt;br /&gt;
Eine Hand legte sich auch Cillis Schulter.&lt;br /&gt;
Nehi und der Fyros Bote standen dort.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Nun ihr Beiden. Ich muss weiter und meinen Auftrag ausführen.&lt;br /&gt;
Ich schulde euch Zweien mein Leben.&lt;br /&gt;
Ihr wart es die mich fandet und ihr brachtet den Mut auf mir zu helfen.&lt;br /&gt;
Dafür danke ich euch. Die Kami mögen euch beschützen.&lt;br /&gt;
Wenn ihr jemals nach Pyr kommt, dann fragt nach Collix Becoubs.&lt;br /&gt;
Das bin ich und ihr seid in meinem Hause auf ewig willkommen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Diese Geschichte wurde von [[Benutzer:Lylanea Vicciona|Lylanea]] auf dem [[Treffen der Barden II|zweites Treffen der Barden]] in Mystia 2612-4 vorgetragen. (HRP: April 2021)''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Portal|Literatur}}{{Portal|Animation}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Märchen und Legenden]] [[Kategorie:Treffen der Barden]]&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nilstilar</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Lauf_durch_den_Winter&amp;diff=34477</id>
		<title>Lauf durch den Winter</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Lauf_durch_den_Winter&amp;diff=34477"/>
				<updated>2023-02-26T00:14:36Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Nilstilar: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Trad&lt;br /&gt;
|DE =Lauf durch den Winter|DEs=0&lt;br /&gt;
|ES =Correr en invierno|ESs=1&lt;br /&gt;
|EN =Running in the winter|ENs=2&lt;br /&gt;
|FR =Courir dans l'hiver|FRs=3&lt;br /&gt;
|RU =&amp;lt;!--Бег зимой--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|H =1&lt;br /&gt;
|palette=atys&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{WIP}}&lt;br /&gt;
''Die Geschichte die ich euch erzählen will, basiert auf einer alten Tradition der Matis von der ich einmal gelesen habe. Ein alter Freund hat im Rahmen dieser Tradition etwas erlebt, von dem er mir erzählt hat. Ich habe daraus eine Geschichte gemacht.&lt;br /&gt;
''Sein Name war Collix und er erzählte mir, was er hier in Matia erlebt hatte. Ich erzähle die Geschichte aber aus der Sicht eines jungen Matis.&lt;br /&gt;
{{Quotation| |&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
Cillis hatte Angst. Aber, wie alle jungen Matis in seinem Alter wollte er es nicht zeigen. Nicht vor all den anderen auf dem Platz am Karavan-Schrein versammelten Matis und schon gar nicht vor seiner Lauf-Partnerin. Die schwebende Maschine aus dem setlsamen Material des Karavan surrte und summte über ihren Köpfen. Ihre Wächter schauten teilnahmslos herüber und hielten die Umgebung im Auge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorsichtig schielte der junge Matis hinüber zu Nehi. Sie wirkte gefasst und ruhig, ihr nussbraunes Haar war zu einem Schweif hinter ihren Kopf gebunden und ihre milchfarbene Haut schimmerte leicht in der Morgensonne. Sie umklammerte den Paar-Stab, knapp oberhalb seiner Hand. Ihr Griff war fest und die Knöchel traten leicht hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kinder kannten sich seit langer Zeit und hatten sofort nach der Auslosung vor 2 Wochen angefangen den Lauf zu trainieren.&lt;br /&gt;
Er mochte Nehi, nur eine Sache störte ihn an ihr. Wenn er das etwa einen Kopf größere Mädchen anschaute, fühlte er einen seltsamen Druck in der Brust. So als ob etwas aus ihm heraus wollte, aber nicht konnte. Sie war eine gute Laufpartnerin und trotz ihrer längeren Beine passte sie sich an seine Geschwindigkeit an und achtete darauf nicht zu sehr an dem Paar-Stab zu zerren. Der etwa 3 Ellen lange, glatte Stab aus dunklem Holz machte es auch so nicht grade leicht querfeldein durch den Wald zu laufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gespannt lauschte sie auf die Worte des Intendanten von Yrkanis. Auch Cillis Aufmerksamkeit wurde zurück zu ihm gezogen.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Homins!''&amp;quot; hob der Intendant die Stimme.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Stolze Matis! Wieder einmal vollendet ein Zyklus seinen ewigen Kreislauf. Und wieder einmal finden wir uns hier ein, um diesen Tag zu feiern und den traditionellen Lauf der Kinder zu begehen.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Verhaltener Beifall unterstrich seine Worte. Hier und da war ein Laut des Jubels zu hören.&lt;br /&gt;
Jedoch nicht von den Läufern. Sie alle waren gespannt und manche wirkten nervös wie Yubo-Wöchlinge. Er hoffte, dass die Anderen sein zittern nicht auf die Aufregung zurückführen würden, sondern auf die Kälte die langsam durch seine dünne Jacke kroch. Der Intendant fuhr fort:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Wie zu jedem Zyklus-Wechsel seit der Einkehr in die Neuen Lande, haben sich auch dieses Mal viele junge Matis hier eingefunden, die ihre Stärke, ihren Mut, ihr Geschick, ihre Ehre und ihre Zähigkeit beweisen möchten. Und um uns uns, ihrem Volk, zu zeigen das sie zu den Besten gehören die unser Vlk zu bieten hat.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Jubel brach nun unter den versammelten Homin aus. Cillis badete in dieser Aufmerksamkeit und jedes Beifall Klatschen vertrieb ein wenig seiner Angst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:'''''Whamm!&lt;br /&gt;
Ein Schneeball klatschte ihm an den Hinterkopf. Der junge Matis ruckte herum und sah Bunis, diesen arroganten Sohn des Leutnants der Palastwache, der sich langsam und überheblich die rechte Hand an seinem Wams abwischte. Sein Laufpartner Cordesi grinste wie ein Gingo in Cillis Richtung. Nehi drehte sich ebenfalls um und starrte das Paar hinter ihnen kalt an.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Das Mädchen Paar wird es ohnehin nicht einmal bis zu den Grünen Samen schaffen.''&amp;quot; zischte Bunis.Und um ihn herum kicherten andere Lauf-Paare hämisch hinter vorgehaltenen Händen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch ehe Cillis etwas erwidern konnte ertönte erneut die Stimme des Intendanten:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Die hier anwesenden 20 Paare werden in wenigen Minuten ihren Lauf durch den Winter antreten. Sie alle werden es nicht leicht haben. Und sie alle werden geprüft werden. Überall in den Wäldern sind wie immer erfahrene Späher postiert, die über das Verhalten und die Vorgehensweise der Paare bericht erstatten werden. Wie jedes Jahr gibt es nur eine Regel: Niemand darf verletzt werden! Ansonsten ist den Läufern alles erlaubt, das ihnen Vorteile bringt. Die Strecke führt wie jedes Jahr von Yrkanis, über Natae, Davae, nach Avalae. Dort wird mein Kollege Euch empfangen und nachdem er die Berichte der Kundschafter gehört hat, die Sieger bestimmen.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cillis schaute erneut zu Nehi hinüber. Sie war schlank und kräftig. Einen Sommer jünger als er und doch größer. Sie tippelte auf der Stelle, wie viele der wartenden Kinder, ihre leichten Stiefel nicht geschaffen für den Schnee. Auch Cillis Zehen kribbelten leicht, aber er wollte nicht dass man ihn für einen kleinen Yubo hielt. Es war Tradition, dass der Lauf nur in leichter Flüchtlings-Kleidung zurückgelegt wurde. So wie es die ersten Boten zwischen den noch unfertigen Städten vor langer Zeit taten, da ihnen die Materialien für festeren Stoff fehlten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Lasst uns nun zum Stadttor gehen!''&amp;quot;, rief der Intendant.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Auf Homins! Euer Lauf beginnt jetzt!''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Mit diesem Ruf des Stadt-Empfängers startete das erste Paar. Die beiden Mädchen liefen, den Stab fest zwischen sich umklammert, die Straße entlang. Ein sicheres Zeichen dafür dass sie nicht auf den Sieg aus waren und nur den Lauf hinter sich bringen wollten.&lt;br /&gt;
Da der Weg über die abgegrenzte Straße länger und leichter war als direkt durch den Wald und den dort liegenden, tieferen Schnee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch drei Paare vor ihm und Nehi. Sie lächelte ihn an. Ihm wurde warm… Doch nun sah er, dass auch sie fürchterlich nervös war. In ihren Augen leuchtete die Aufregung und ihr Atem kam in schnellen, kleinen Wolken über ihre Lippen.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Na, was meinst Du? Wald oder Weg?''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Ein wenig überrascht von dieser Frage und beschämt da sie ihn für einen Feigling hielt, geriet Cillis Stimme ein wenig ins Stocken. Seine Antwort klang nun gar nicht so selbstbewusst wie sie sollte:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Eh?.. W...Wald. – WALD! – natürlich!''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Nehi lächelte ihn weiter an und schien zufrieden damit. Hatte sie wirklich gedacht er würde den einfachen Weg wählen? Er war zwar nicht so groß und stark wie Bunis, aber er war sich sicher, es würde reichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinter ihnen flüsterte Cordesi seinem bulligen Laufpartner etwas ins Ohr, woraufhin dieser in prustendes Gelächter ausbrach. Cillis schaute über die Schulter und sah wie der schlaksige Kerl etwas in seiner Hosentasche verschwinden ließ. Als Bunis seinen Blick bemerkte, entblößte dessen Mund eine Reihe großer Zähne in einem hämischen Grinsen.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Du weißt doch Kleiner. Keine Regeln außer einer. Passt auf das ihr Euren Stab nicht los lasst.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Mit der flachen Hand stieß ihn der größere Junge in den Rücken und trieb Cillis einen Schritt vor, so das sein und Nehis Arm am Paar-Stab gestreckt wurde. Es galt als &amp;quot;mogeln&amp;quot; und tölpelhaft, wenn einer der Läufer die Hand vom Stab ließ. Ein Teil der Herausforderung war es gemeinsam zu laufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun war es an Cillis und Nehi. In wenigen Momenten würden auch sie ihren Lauf beginnen. Die Hände des Jungen Matis wurden langsam feucht vor Schweiß. Und sein Atem dampfte in einer dichten Wolke vor ihm, wie der eines aufgeregten Bodocs.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Auf Homins! Euer Lauf beginnt jetzt!''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Wie sie es trainiert hatten, liefe beide mit dem rechten Bein zuerst los und bemühten sich einen steten Rhythmus in ihre Bewegungen zu bringen. Direkt nach verlassen des Tores bogen sie in den Wald hinein ab, den direkte Weg zur Matis Arena einschlagend und den Spuren ihrer Vorläufer folgend. Es war nicht leicht im Schnee Gleichschritt zu wahren. Cillis Herz pochte ihm bis zum Hals. Trotz des Trainings und der Kälte kamen sie schnell ins Schwitzen und beide Kinder wussten, Weiter hasteten sie unter großen Wurzeln hindurch und an Bäumen vorbei, aufgeschreckte Yubos vor sich her treibend. Die karge, glatte Wand des riesigen Holz-Konstruktes, das als Matis Arena bekannt war kam in Sichtweite und die Morgensonne glitzerte auf den an ihr hängenden Eiszapfen. Die Kinder wanden sich zwischen den mannshohen Wurzelbögen hindurch, die das riesige Gebilde umschlangen und vorbei an seinem Eingang. Weiter Richtung Natae.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Empfänger der Siedlung nickte ihnen schon von weitem zu und band ihnen in einem kurzen Moment der Rast, das erste, blaue Band um den Stab. Zum Beweis das sie diese Etappe gemeistert hatten. Nun stand jedoch die schwierigste Wegstrecke vor ihnen.&lt;br /&gt;
Durch den dichten Wald, am Rand des Plateaus entlang auf dem sich die grünen Anhöhen befanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kaum hatten sie einige hundert Meter zurückgelegt und den Klippenrand erreicht, sahen sie schlanke Körper von Raubtieren durch das Unterholz huschen. Die Kinder stoppten ihren Lauf abrupt.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Verdammt.'', flüsterte Nehi, ''Wenn das Rudel uns bemerkt, kann uns nur noch Jena retten.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Ihr violetter Blick verriet Angst und Cillis war sicher, das seine Freundin in seinen grünen Augen deutlich erkennen konnte was er gerade dachte. Vorsichtig trat er einen Schritt zurück.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Hilfe! Hört mich jemand!? – HILFE!!''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die tiefe Stimme eines Mannes, weiter vorn. Die jungen Matis blickten einander erschrocken an. &amp;quot;Die Ragus haben da jemanden eingekreist.&amp;quot; Cillis spürte wie seine Stimme bebte. Nehi nickte nur stumm. In ihrem Blick stand die unausgesprochene Frage. Die Gedanken des Jungen überschlugen sich. Er griff sich ins grün gefärbte Haar und zog nervös an einer langen Strähne. Nehi kaute auf ihrer Unterlippe und beiden schlotterten die Knie vor Kälte, Anstrengung und Angst. Dann jedoch machte Nehi einen Schritt nach vorn. Cillis schaute sie überrascht an. Sie nickte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie ein Homin stürmten die beiden Halbwüchsigen vor. Laut brüllend und johlend. Cillis griff einen Ast vom Boden und schwang ihn über seinem Kopf. Die Ragus schreckten auf und stoben in instinktiver Flucht zunächst auseinander, doch würden sie sich bald von ihrem Schrecken erholen und ihr Rudel war mit Sicherheit stärker als die Kinder.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Hallo?! Den Kami sei Dank. Helft mir. Zieht mich hoch!!!''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die Stimme kam von unterhalb der Klippe. Vorsichtig traten sie vor um über den Rand hinweg zu spähen. Dort unten, in etwa 3 Metern tiefe, hockte ein Homin auf einem schmalen Vorsprung in der Steilwand. Der rothaarige, kräftige Mann schaute zu den Kindern auf und deutliche Erleichterung sprang auf seine harten, kantigen Züge. Vorsichtig kam er auf die Beine. Seine Haut war braun und wettergegerbt, doch seine Augen leuchteten gelblich, golden wie Bernstein. Er trug das Wams eines Boten der Imperialen Gilde von Pyr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Ein Fyros?''&amp;quot; entfuhr es Nehi.&lt;br /&gt;
Sie starrten auf den Homin herunter, der nervös zu ihnen empor lächelte.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Ja. Da staunst Du, was? - Aber, wo sind Eure Eltern. Vertreiben sie diese Mistviecher?''&amp;quot;, sprach er mit überraschend leichtem Akzent.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Ehm – Nein... Unsere Eltern sind in Yrkanis.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Nehi stieß Cillis ihren Ellenbogen in die Seite und der Junge wollte schon protestieren, als er den Ausdruck im Gesicht des Fyros sah. Verzweiflung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Was? Aber... Wie soll ich dann wieder dort hoch kommen? Und was macht ihr wenn die Tiere wiederkommen?''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die Kinder blickten sich an.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Wie müssen ihm helfen.''“&lt;br /&gt;
Cillis schaute in die Augen seiner Freundin und sein Magen krampfte sich zusammen. Sie nickte erneut. Cillis lies den Stab los.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Was machst Du?''&amp;quot;&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Es hat keiner gesehen und du bist kräftiger als ich. Lass den Stab zu ihm runter damit er sich daran hochziehen kann. Ich halte Dich fest.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Kurz legte sich ein seltsamer Ausdruck auf Nehis Gesicht, dann nickte sie entschlossen und ließ sich auf den Bauch nieder. Cillis griff ihre Beine und stemmte sich mit aller Kraft und seinem ganzen Gewicht nach hinten. Der Stab reichte gerade an die ausgestreckten Hände des Fyros heran. Er tat einen Satz und ein scharfer Ruck ging durch Nehis Schultern. Sie knirschte mit den Zähnen und fühlte wie sich Cillis Griff um ihre Knöchel noch verstärkte. Und doch rutschte sie ein kleines Stück nach vorn.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Nicht loslassen!''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Entfuhr es dem Fyros, dessen Füße nun über dem Abgrund baumelten.&lt;br /&gt;
Eine Hand über die andere setzend zog er sich langsam an der eisglatten Holzwand empor.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Ich rutsche!''&amp;quot; hörte Nehi ihren Freund zwischen den Zähnen hindurch pressen.&lt;br /&gt;
Schon spürte sie die Bewegung auf dem vom Schnee glatten Boden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Los! Sie können nicht viel weiter sein! Die holen wir ein!''&amp;quot;, drang ein leiser Ruf aus dem Wald an Cillis Ohren.&lt;br /&gt;
Bunis! Cillis Kopf ruckte herum und dort kamen ihre beiden Konkurrenten in einiger Entfernung vorbei gerannt.&lt;br /&gt;
Der bullige Junge zog seinen schmächtigeren Partner förmlich mit sich durch den Schnee.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Bunis! Cordesi! Helft uns! – Hier!!''&amp;quot;&lt;br /&gt;
***&lt;br /&gt;
Kaum war Cillis Schrei erklungen stoppten die beiden Läufer und blickten sich um.&lt;br /&gt;
Cordesi erspähte ihn zuerst und setzte sofort zum Sprint in seine Richtung an.&lt;br /&gt;
Doch wurde er jäh zurück gerissen.&lt;br /&gt;
Bunis zog ihn in entgegengesetzter Richtung davon. Cillis Herz blieb fast stehen.&lt;br /&gt;
Er konnte es nicht fassen. Bunis, dieser Sohn eines Gingos!&lt;br /&gt;
Ein wilder Fluch, aufgeschnappt von seinem Vater, entfuhr ihm.&lt;br /&gt;
Aus der Schlucht vor ihnen erklang ein lautes: „Ooh!! Haltet Durch Kinder! Bitte!!“&lt;br /&gt;
Nehi stöhnte. Die Muskeln ihrer schlanken Arme traten hervor wie zum Bersten gestreckte Seile.&lt;br /&gt;
Da hörte Cillis das Knurren hinter sich.&lt;br /&gt;
Eine schnelle Bewegung im Unterholz links von ihm. Kurz darauf rechts und das hustende Bellen eines Ragus.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sie kommen zurück!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Jena, wir schaffen das nicht.“, stieß Nehi hervor&lt;br /&gt;
&amp;quot;Er ist zu schwer.&amp;quot;'&lt;br /&gt;
&amp;quot;Durchhalten Kinder. Ihr habt es gleich geschafft. Nur noch ein kleines Stück.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die Worte klangen nervös und kurzatmig.&lt;br /&gt;
Cillis zuckte zusammen als er erneut eine Bewegung neben sich sah.&lt;br /&gt;
Ein großer, schlanker Ragus wagte sich näher an sie heran und ein heiseres Knurren drang aus seiner Schnauze.&lt;br /&gt;
Die Ohren dicht an den Körper gelegt kauerte sich das Tier auf die Hinterbeine und setzte zum Sprung auf seine wehrlose Beute an&lt;br /&gt;
Cillis ließ Nehis rechtes Bein los.&lt;br /&gt;
Sie rutschten ein Stück nach vorn und seine Freundin und der Fyros über der Schlucht Schrien fast gleichzeitig erschrocken auf.&lt;br /&gt;
Cillis griff den noch neben ihm im Schnee liegenden Ast und schwang ihn auf das heran springende Tier.&lt;br /&gt;
Krachend schlug der Ast gegen den Schädel des Ragus, dessen eigener Schwung ihn nun über den Rand der Klippe katapultierte.&lt;br /&gt;
Heulend, in einer Wolke aus Schnee, fiel der Räuber auf den Fyros zu.&lt;br /&gt;
Um nicht von dem zappelnden Tier mitgerissen zu werden schwang dieser im letzten Moment zur Seite.&lt;br /&gt;
Nehi ächzte schmerzerfüllt auf. Und wieder rutschten sie ein Stück weiter vor.&lt;br /&gt;
Der Brustkorb des Mädchens hing nun schon fast ganz über dem Abgrund.&lt;br /&gt;
Wenn einer von ihnen das Gleichgewicht verlor war Alles aus.&lt;br /&gt;
Ein zweiter und dritter Ragus erschienen.&lt;br /&gt;
Und von den Geräuschen um ihn herum schätzte er, dass es mindestens noch 5 weitere Räuber waren.&lt;br /&gt;
Der verzweifelte Junge schwang den Ast wild um sich und hielt so die Tiere zumindest vorerst davon ab ihn anzuspringen.&lt;br /&gt;
Lange würden sie das jedoch nicht durchhalten.&lt;br /&gt;
Ein Stoßgebet zu Jena formte sich in Cillis Kopf.&lt;br /&gt;
Er wurde erhört.&lt;br /&gt;
Etwas knallte schräg hinter seinem Kopf in den Bäumen und ein Schneelawine donnerte herab und begrub einen Teil des Ragus Rudels fast unter sich.&lt;br /&gt;
Die erschreckten Tiere tauchten in das nahe Unterholz.&lt;br /&gt;
Noch einmal knallte es direkt neben einem der Ragus und das Tier jaulte kurz auf und lief davon.&lt;br /&gt;
Wildes Geschrei und Rufe hallten durch den Wald.&lt;br /&gt;
Durch die Bäume kam eine Gruppe Kinder heran gerannt, Äste und Stäbe schwingend.&lt;br /&gt;
Allen voran Bunis der seinen Stab wie eine Keule nutze, um nach den Raubtieren zu schlagen.&lt;br /&gt;
Er stieß einen lauten Triumphschrei aus als die Ragus Fersengeld gaben.&lt;br /&gt;
Neben Cillis blieb er stehen, ließ seinen Stab fallen und packte Nehis rechtes Bein.&lt;br /&gt;
Zwei weitere Jungen fielen neben Nehi in den Schnee und griffen je einen Arm des Fyros.&lt;br /&gt;
Zwei Mädchen schnappten sich Nehis Wams und zogen daran.&lt;br /&gt;
Gemeinsam wuchteten sie den Mann über die Kante des Abgrundes und fielen rittlings in den Schnee.&lt;br /&gt;
Schwer atmend lagen sie nebeneinander.&lt;br /&gt;
Cillis starrte in den Himmel, wo Jenas Krone, der große Ringplanet, auf ihn herabblickte&lt;br /&gt;
Mit einem mal trat Cordesi in sein Blickfeld.&lt;br /&gt;
&amp;quot;He ihr zwei. Gemütlich da unten?&amp;quot; grinste er.&lt;br /&gt;
Cillis bemerkte das Bunis Arm auf seiner Brust lag.&lt;br /&gt;
Erschreckt stieß er ihn von sich und ruckte hoch.&lt;br /&gt;
Nehi hockte links neben ihm und lächelte ihn an.&lt;br /&gt;
Der Junge spürte deutlich wie das Blut in seine Ohren rauschte und Hitze in seinem Gesicht aufstieg.&lt;br /&gt;
Die beiden Mädchen die Nehi geholfen hatten kicherten und Cordesi brach in schallendes Gelächter aus.&lt;br /&gt;
Dann wurde Cillis mit einem Mal empor gerissen, als sich kräftige Arme um seinen Körper schlangen.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Den Segen der Kami über Euch Kinder!&amp;quot;&lt;br /&gt;
Der Fyros setzte sich Cillis auf die Schultern und begann überschwänglich zu tanzen und sich auf der Stelle zu drehen.Dabei jubelte und jauchzte er in seiner Sprache.&lt;br /&gt;
Nehi lachte und Bunis hielt sich den Bauch vor Lachen.&lt;br /&gt;
Allerdings nahm Cillis nicht viel davon wahr.&lt;br /&gt;
Ihm war danach in die Schlucht zu springen.&lt;br /&gt;
Nur um dieser Peinlichkeit zu entkommen.&lt;br /&gt;
In Davae war die Überraschung groß, als der kleine Trupp durch das Stadttor lief.&lt;br /&gt;
Cillis noch immer auf den Schultern des Fyros, der sie den ganzen Weg über mit Liedern aus seiner Heimat unterhalten hatte und immer wieder den Segen der Kamigeister versprach.&lt;br /&gt;
Cordesi hatte ihnen unterwegs gezeigt was er getan hatte um die Ragus zu vertreiben&lt;br /&gt;
In seinen Taschen verbargen sich eine Schleuder und einige Knallkugeln.&lt;br /&gt;
Einfache Feuerwerkskörper die mehr Krach machten als alles andere,&lt;br /&gt;
''Oder auf andere Paare.'', wie er grinsend hinzufügte.&lt;br /&gt;
Bunis gab zu das es seltsam ausgesehen haben musste als er seinen Partner von ihnen weg zog.&lt;br /&gt;
Doch hatte er die Ragus im Wald gesehen und erkannt das sie allein kein Chance hätten zu helfen.&lt;br /&gt;
Somit liefen sie in verschiedene Richtungen um die anderen Paare zur Hilfe zu holen.&lt;br /&gt;
Der Dorf-Intendant kam ihnen entgegen und verlangte zu wissen was passiert sei, das so lang erst kein Paar mehr ankam und dann eine solche Gruppe.&lt;br /&gt;
Die Kinder begannen sofort zu plappern, doch der rothaarige Fyros hob beschwichtigend die Hände und bat mit lauter Stimme um Ruhe.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Diese Kinder haben heute mein Leben gerettet. Ich danke Euch dafür, dass ihr diese Tradition Eures Volkes grad heute ausübt, wie sie mir berichteten.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Er berichtete kurz, in angemessenen Worten was vorgefallen war und betonte den Mut der Kinder.&lt;br /&gt;
Besonders Nehi hob er hervor, die ihn so tapfer und lang gehalten hatte.&lt;br /&gt;
Der Obmann hörte aufmerksam zu und nickte schließlich.&lt;br /&gt;
Dann griff er in sein Wams und wandte er sich an die Kinder.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hier sind die roten Bänder. Wer noch weiter nach Avalae will, sollte sich schnellstens eines geben lassen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Cillis zappelte auf der Schulter des Fyros und dieser setzte ihn schnell ab.&lt;br /&gt;
Nehi hatte dem Dorfempfänger schon den Stab entgegengehalten und nun flatterte dort das rote Band von Davae.&lt;br /&gt;
Cillis griff den Stab und blieb stehen.&lt;br /&gt;
Neben ihnen nahmen Bunis und Cordesi ihr Band in Empfang.&lt;br /&gt;
Dann die zwei Mädchen und zuletzt das Jungenpaar.&lt;br /&gt;
Vereint liefen die jungen Matis nun den Rest der Strecke in einem Pulk.&lt;br /&gt;
Als sie Aavale erreichten,&lt;br /&gt;
Viele Homins hatten sich am Tor versammelt um sie in Empfang zu nehmen.&lt;br /&gt;
Und als der Dorf Intendant die goldenen Bänder verteilte, war die Luft erfüllt von Jubel und Beifall.&lt;br /&gt;
Als das letzte Paar eintraf, wurde es von vielen Homins aus Yrkanis begleitet die das Ende des Laufes mit ihnen allen feiern wollten&lt;br /&gt;
Schließlich hob der Intendant die Arme und wandte sich an die versammelten Homins.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Matis! Seht diese Kinder, die den Lauf durch den Winter vollendet haben.&lt;br /&gt;
Sie alle haben bewiesen dass sie Durchhaltevermögen, Stärke und Mut besitzen.&lt;br /&gt;
Doch einige von ihnen haben in diesem gesegneten Jahr etwas Besonderes vollbracht.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Er hielt kurz inne um die Gruppe um Cillis nach vorn zu winken.&lt;br /&gt;
Mit vor Aufregung roten Köpfen traten die Kinder vor.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Diese Kinder ließen ihre Stäbe los!“ donnerte seine Stimme über die Versammelten hinweg.&lt;br /&gt;
Stille breitete sich aus.&lt;br /&gt;
:Cillis war geschockt.&lt;br /&gt;
Auch Nehi, Bunis und die Anderen blickten verwirrt.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sie haben eine Tradition des Laufes gebrochen. Sie alle sind &amp;quot;Loslasser.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Er blickte jedes der Kinder ernst an.&lt;br /&gt;
Dann hob er erneut die Stimme.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Jedoch taten sie das Richtige!&lt;br /&gt;
Sie handelten im Geiste des Laufes.&lt;br /&gt;
Sie verstanden seinen Sinn.&lt;br /&gt;
Ein Leben wurde gerettet, weil diese Kinder das Wichtige und Richtige über einfache Spielregeln stellten und erkannten, dass es galt zusammenzuarbeiten.&lt;br /&gt;
Jubel brandete auf und erneut wurden alle Kinder auf Schultern gehoben das wirkliche Fest begann nun endlich.&lt;br /&gt;
Inmitten des Trubels fand Cillis seine Eltern und rannte zu ihnen hinüber.&lt;br /&gt;
Seine Mutter umarmte ihn überschwänglich und wenn ein Vater noch etwas mehr Stolz in seinen Stand bringen könnte, würde seine Weste sicherlich platzen.&lt;br /&gt;
Eine Hand legte sich auch Cillis Schulter.&lt;br /&gt;
Nehi und der Fyros Bote standen dort.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Nun ihr Beiden. Ich muss weiter und meinen Auftrag ausführen.&lt;br /&gt;
Ich schulde euch Zweien mein Leben.&lt;br /&gt;
Ihr wart es die mich fandet und ihr brachtet den Mut auf mir zu helfen.&lt;br /&gt;
Dafür danke ich euch. Die Kami mögen euch beschützen.&lt;br /&gt;
Wenn ihr jemals nach Pyr kommt, dann fragt nach Collix Becoubs.&lt;br /&gt;
Das bin ich und ihr seid in meinem Hause auf ewig willkommen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Diese Geschichte wurde von [[Benutzer:Lylanea Vicciona|Lylanea]] auf dem [[Treffen der Barden II|zweites Treffen der Barden]] in Mystia 2612-4 vorgetragen. (HRP: April 2021)''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Portal|Literatur}}{{Portal|Animation}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Märchen und Legenden]] [[Kategorie:Treffen der Barden]]&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nilstilar</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Lauf_durch_den_Winter&amp;diff=34476</id>
		<title>Lauf durch den Winter</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Lauf_durch_den_Winter&amp;diff=34476"/>
				<updated>2023-02-25T17:59:12Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Nilstilar: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Trad&lt;br /&gt;
|DE =Lauf durch den Winter|DEs=0&lt;br /&gt;
|ES =Correr en invierno|ESs=1&lt;br /&gt;
|EN =Running in the winter|ENs=2&lt;br /&gt;
|FR =Courir dans l'hiver|FRs=3&lt;br /&gt;
|RU =&amp;lt;!--Бег зимой--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|H =1&lt;br /&gt;
|palette=atys&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{WIP}}&lt;br /&gt;
''Die Geschichte die ich euch erzählen will, basiert auf einer alten Tradition der Matis von der ich einmal gelesen habe. Ein alter Freund hat im Rahmen dieser Tradition etwas erlebt, von dem er mir erzählt hat. Ich habe daraus eine Geschichte gemacht.&lt;br /&gt;
''Sein Name war Collix und er erzählte mir, was er hier in Matia erlebt hatte. Ich erzähle die Geschichte aber aus der Sicht eines jungen Matis.&lt;br /&gt;
{{Quotation| |&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
Cillis hatte Angst. Aber, wie alle jungen Matis in seinem Alter wollte er es nicht zeigen. Nicht vor all den anderen auf dem Platz am Karavan-Schrein versammelten Matis und schon gar nicht vor seiner Lauf-Partnerin. Die schwebende Maschine aus dem setlsamen Material des Karavan surrte und summte über ihren Köpfen. Ihre Wächter schauten teilnahmslos herüber und hielten die Umgebung im Auge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorsichtig schielte der junge Matis hinüber zu Nehi. Sie wirkte gefasst und ruhig, ihr nussbraunes Haar war zu einem Schweif hinter ihren Kopf gebunden und ihre milchfarbene Haut schimmerte leicht in der Morgensonne. Sie umklammerte den Paar-Stab, knapp oberhalb seiner Hand. Ihr Griff war fest und die Knöchel traten leicht hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kinder kannten sich seit langer Zeit und hatten sofort nach der Auslosung vor 2 Wochen angefangen den Lauf zu trainieren.&lt;br /&gt;
Er mochte Nehi, nur eine Sache störte ihn an ihr. Wenn er das etwa einen Kopf größere Mädchen anschaute, fühlte er einen seltsamen Druck in der Brust. So als ob etwas aus ihm heraus wollte, aber nicht konnte. Sie war eine gute Laufpartnerin und trotz ihrer längeren Beine passte sie sich an seine Geschwindigkeit an und achtete darauf nicht zu sehr an dem Paar-Stab zu zerren. Der etwa 3 Ellen lange, glatte Stab aus dunklem Holz machte es auch so nicht grade leicht querfeldein durch den Wald zu laufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gespannt lauschte sie auf die Worte des Intendanten von Yrkanis. Auch Cillis Aufmerksamkeit wurde zurück zu ihm gezogen.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Homins!''&amp;quot; hob der Intendant die Stimme.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Stolze Matis! Wieder einmal vollendet ein Zyklus seinen ewigen Kreislauf. Und wieder einmal finden wir uns hier ein, um diesen Tag zu feiern und den traditionellen Lauf der Kinder zu begehen.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Verhaltener Beifall unterstrich seine Worte. Hier und da war ein Laut des Jubels zu hören.&lt;br /&gt;
Jedoch nicht von den Läufern. Sie alle waren gespannt und manche wirkten nervös wie Yubo-Wöchlinge. Er hoffte, dass die Anderen sein zittern nicht auf die Aufregung zurückführen würden, sondern auf die Kälte die langsam durch seine dünne Jacke kroch. Der Intendant fuhr fort:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Wie zu jedem Zyklus-Wechsel seit der Einkehr in die Neuen Lande, haben sich auch dieses Mal viele junge Matis hier eingefunden, die ihre Stärke, ihren Mut, ihr Geschick, ihre Ehre und ihre Zähigkeit beweisen möchten. Und um uns uns, ihrem Volk, zu zeigen das sie zu den Besten gehören die unser Vlk zu bieten hat.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Jubel brach nun unter den versammelten Homin aus. Cillis badete in dieser Aufmerksamkeit und jedes Beifall Klatschen vertrieb ein wenig seiner Angst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:'''''Whamm!&lt;br /&gt;
Ein Schneeball klatschte ihm an den Hinterkopf. Der junge Matis ruckte herum und sah Bunis, diesen arroganten Sohn des Leutnants der Palastwache, der sich langsam und überheblich die rechte Hand an seinem Wams abwischte. Sein Laufpartner Cordesi grinste wie ein Gingo in Cillis Richtung. Nehi drehte sich ebenfalls um und starrte das Paar hinter ihnen kalt an.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Das Mädchen Paar wird es ohnehin nicht einmal bis zu den Grünen Samen schaffen.''&amp;quot; zischte Bunis.Und um ihn herum kicherten andere Lauf-Paare hämisch hinter vorgehaltenen Händen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch ehe Cillis etwas erwidern konnte ertönte erneut die Stimme des Intendanten:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Die hier anwesenden 20 Paare werden in wenigen Minuten ihren Lauf durch den Winter antreten. Sie alle werden es nicht leicht haben. Und sie alle werden geprüft werden. Überall in den Wäldern sind wie immer erfahrene Späher postiert, die über das Verhalten und die Vorgehensweise der Paare bericht erstatten werden. Wie jedes Jahr gibt es nur eine Regel: Niemand darf verletzt werden! Ansonsten ist den Läufern alles erlaubt, das ihnen Vorteile bringt. Die Strecke führt wie jedes Jahr von Yrkanis, über Natae, Davae, nach Avalae. Dort wird mein Kollege Euch empfangen und nachdem er die Berichte der Kundschafter gehört hat, die Sieger bestimmen.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cillis schaute erneut zu Nehi hinüber. Sie war schlank und kräftig. Einen Sommer jünger als er und doch größer. Sie tippelte auf der Stelle, wie viele der wartenden Kinder, ihre leichten Stiefel nicht geschaffen für den Schnee. Auch Cillis Zehen kribbelten leicht, aber er wollte nicht dass man ihn für einen kleinen Yubo hielt. Es war Tradition, dass der Lauf nur in leichter Flüchtlings-Kleidung zurückgelegt wurde. So wie es die ersten Boten zwischen den noch unfertigen Städten vor langer Zeit taten, da ihnen die Materialien für festeren Stoff fehlten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Lasst uns nun zum Stadttor gehen!''&amp;quot;, rief der Intendant.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Auf Homins! Euer Lauf beginnt jetzt!''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Mit diesem Ruf des Stadt-Empfängers startete das erste Paar. Die beiden Mädchen liefen, den Stab fest zwischen sich umklammert, die Straße entlang. Ein sicheres Zeichen dafür dass sie nicht auf den Sieg aus waren und nur den Lauf hinter sich bringen wollten.&lt;br /&gt;
Da der Weg über die abgegrenzte Straße länger und leichter war als direkt durch den Wald und den dort liegenden, tieferen Schnee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch drei Paare vor ihm und Nehi. Sie lächelte ihn an. Ihm wurde warm… Doch nun sah er, dass auch sie fürchterlich nervös war. In ihren Augen leuchtete die Aufregung und ihr Atem kam in schnellen, kleinen Wolken über ihre Lippen.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Na, was meinst Du? Wald oder Weg?''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Ein wenig überrascht von dieser Frage und beschämt da sie ihn für einen Feigling hielt, geriet Cillis Stimme ein wenig ins Stocken. Seine Antwort klang nun gar nicht so selbstbewusst wie sie sollte:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Eh?.. W...Wald. – WALD! – natürlich!''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Nehi lächelte ihn weiter an und schien zufrieden damit. Hatte sie wirklich gedacht er würde den einfachen Weg wählen? Er war zwar nicht so groß und stark wie Bunis, aber er war sich sicher, es würde reichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinter ihnen flüsterte Cordesi seinem bulligen Laufpartner etwas ins Ohr, woraufhin dieser in prustendes Gelächter ausbrach. Cillis schaute über die Schulter und sah wie der schlaksige Kerl etwas in seiner Hosentasche verschwinden ließ. Als Bunis seinen Blick bemerkte, entblößte dessen Mund eine Reihe großer Zähne in einem hämischen Grinsen.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Du weißt doch Kleiner. Keine Regeln außer einer. Passt auf das ihr Euren Stab nicht los lasst.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Mit der flachen Hand stieß ihn der größere Junge in den Rücken und trieb Cillis einen Schritt vor, so das sein und Nehis Arm am Paar-Stab gestreckt wurde. Es galt als &amp;quot;mogeln&amp;quot; und tölpelhaft, wenn einer der Läufer die Hand vom Stab ließ. Ein Teil der Herausforderung war es gemeinsam zu laufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun war es an Cillis und Nehi. In wenigen Momenten würden auch sie ihren Lauf beginnen. Die Hände des Jungen Matis wurden langsam feucht vor Schweiß. Und sein Atem dampfte in einer dichten Wolke vor ihm, wie der eines aufgeregten Bodocs.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Auf Homins! Euer Lauf beginnt jetzt!''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Wie sie es trainiert hatten, liefe beide mit dem rechten Bein zuerst los und bemühten sich einen steten Rhythmus in ihre Bewegungen zu bringen. Direkt nach verlassen des Tores bogen sie in den Wald hinein ab, den direkte Weg zur Matis Arena einschlagend und den Spuren ihrer Vorläufer folgend. Es war nicht leicht im Schnee Gleichschritt zu wahren. Cillis Herz pochte ihm bis zum Hals. Trotz des Trainings und der Kälte kamen sie schnell ins Schwitzen und beide Kinder wussten, Weiter hasteten sie unter großen Wurzeln hindurch und an Bäumen vorbei, aufgeschreckte Yubos vor sich her treibend. Die karge, glatte Wand des riesigen Holz-Konstruktes, das als Matis Arena bekannt war kam in Sichtweite und die Morgensonne glitzerte auf den an ihr hängenden Eiszapfen. Die Kinder wanden sich zwischen den mannshohen Wurzelbögen hindurch, die das riesige Gebilde umschlangen und vorbei an seinem Eingang. Weiter Richtung Natae.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Empfänger der Siedlung nickte ihnen schon von weitem zu und band ihnen in einem kurzen Moment der Rast, das erste, blaue Band um den Stab. Zum Beweis das sie diese Etappe gemeistert hatten. Nun stand jedoch die schwierigste Wegstrecke vor ihnen.&lt;br /&gt;
Durch den dichten Wald, am Rand des Plateaus entlang auf dem sich die grünen Anhöhen befanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kaum hatten sie einige hundert Meter zurückgelegt und den Klippenrand erreicht, sahen sie schlanke Körper von Raubtieren durch das Unterholz huschen. Die Kinder stoppten ihren Lauf abrupt.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Verdammt.'', flüsterte Nehi, ''Wenn das Rudel uns bemerkt, kann uns nur noch Jena retten.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Ihr violetter Blick verriet Angst und Cillis war sicher, das seine Freundin in seinen grünen Augen deutlich erkennen konnte was er gerade dachte. Vorsichtig trat er einen Schritt zurück.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Hilfe! Hört mich jemand!? – HILFE!!''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die tiefe Stimme eines Mannes, weiter vorn. Die jungen Matis blickten einander erschrocken an. &amp;quot;Die Ragus haben da jemanden eingekreist.&amp;quot; Cillis spürte wie seine Stimme bebte. Nehi nickte nur stumm. In ihrem Blick stand die unausgesprochene Frage. Die Gedanken des Jungen überschlugen sich. Er griff sich ins grün gefärbte Haar und zog nervös an einer langen Strähne. Nehi kaute auf ihrer Unterlippe und beiden schlotterten die Knie vor Kälte, Anstrengung und Angst. Dann jedoch machte Nehi einen Schritt nach vorn. Cillis schaute sie überrascht an. Sie nickte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie ein Homin stürmten die beiden Halbwüchsigen vor. Laut brüllend und johlend. Cillis griff einen Ast vom Boden und schwang ihn über seinem Kopf. Die Ragus schreckten auf und stoben in instinktiver Flucht zunächst auseinander, doch würden sie sich bald von ihrem Schrecken erholen und ihr Rudel war mit Sicherheit stärker als die Kinder.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Hallo?! Den Kami sei Dank. Helft mir. Zieht mich hoch!!!''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die Stimme kam von unterhalb der Klippe. Vorsichtig traten sie vor um über den Rand hinweg zu spähen. Dort unten, in etwa 3 Metern tiefe, hockte ein Homin auf einem schmalen Vorsprung in der Steilwand. Der rothaarige, kräftige Mann schaute zu den Kindern auf und deutliche Erleichterung sprang auf seine harten, kantigen Züge. Vorsichtig kam er auf die Beine. Seine Haut war braun und wettergegerbt, doch seine Augen leuchteten gelblich, golden wie Bernstein. Er trug das Wams eines Boten der Imperialen Gilde von Pyr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Ein Fyros?''&amp;quot; entfuhr es Nehi.&lt;br /&gt;
Sie starrten auf den Homin herunter, der nervös zu ihnen empor lächelte.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Ja. Da staunst Du, was? - Aber, wo sind Eure Eltern. Vertreiben sie diese Mistviecher?''&amp;quot;, sprach er mit überraschend leichtem Akzent.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Ehm – Nein... Unsere Eltern sind in Yrkanis.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Nehi stieß Cillis ihren Ellenbogen in die Seite und der Junge wollte schon protestieren, als er den Ausdruck im Gesicht des Fyros sah. Verzweiflung.&lt;br /&gt;
***&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was? Aber... Wie soll ich dann wieder dort hoch kommen? Und was macht ihr wenn die Tiere wiederkommen?&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die Kinder blickten sich an.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wie müssen ihm helfen.“ Cillis schaute in die Augen seiner Freundin und sein Magen krampfte sich zusammen.&lt;br /&gt;
Sie nickte erneut.&lt;br /&gt;
Cillis lies den Stab los.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was machst Du?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Es hat keiner gesehen und du bist kräftiger als ich.&lt;br /&gt;
Lass den Stab zu ihm runter damit er sich daran hochziehen kann. Ich halte Dich fest.&amp;quot; Kurz legte sich ein seltsamer Ausdruck auf Nehis Gesicht, dann nickte sie entschlossen und ließ sich auf den Bauch nieder.&lt;br /&gt;
Cillis griff ihre Beine und stemmte sich mit aller Kraft und seinem ganzen Gewicht nach hinten.&lt;br /&gt;
Der Stab reichte gerade an die ausgestreckten Hände des Fyros heran.&lt;br /&gt;
Er tat einen Satz und ein scharfer Ruck ging durch Nehis Schultern.&lt;br /&gt;
Sie knirschte mit den Zähnen und fühlte wie sich Cillis Griff um ihre Knöchel noch verstärkte.&lt;br /&gt;
Und doch rutschte sie ein kleines Stück nach vorn.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Nicht loslassen!''&lt;br /&gt;
Entfuhr es dem Fyros, dessen Füße nun über dem Abgrund baumelten.&lt;br /&gt;
Eine Hand über die andere setzend zog er sich langsam an der eisglatten Holzwand empor.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich rutsche!&amp;quot; hörte Nehi ihren Freund zwischen den Zähnen hindurch pressen.&lt;br /&gt;
Schon spürte sie die Bewegung auf dem vom Schnee glatten Boden.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Los! Sie können nicht viel weiter sein! Die holen wir ein!&amp;quot;, drang ein leiser Ruf aus dem Wald an Cillis Ohren.&lt;br /&gt;
Bunis!&lt;br /&gt;
Cillis Kopf ruckte herum und dort kamen ihre beiden Konkurrenten in einiger Entfernung vorbei gerannt.&lt;br /&gt;
Der bullige Junge zog seinen schmächtigeren Partner förmlich mit sich durch den Schnee.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bunis! Cordesi! Helft uns! – Hier!!&amp;quot;&lt;br /&gt;
Kaum war Cillis Schrei erklungen stoppten die beiden Läufer und blickten sich um.&lt;br /&gt;
Cordesi erspähte ihn zuerst und setzte sofort zum Sprint in seine Richtung an.&lt;br /&gt;
Doch wurde er jäh zurück gerissen.&lt;br /&gt;
Bunis zog ihn in entgegengesetzter Richtung davon. Cillis Herz blieb fast stehen.&lt;br /&gt;
Er konnte es nicht fassen. Bunis, dieser Sohn eines Gingos!&lt;br /&gt;
Ein wilder Fluch, aufgeschnappt von seinem Vater, entfuhr ihm.&lt;br /&gt;
Aus der Schlucht vor ihnen erklang ein lautes: „Ooh!! Haltet Durch Kinder! Bitte!!“&lt;br /&gt;
Nehi stöhnte. Die Muskeln ihrer schlanken Arme traten hervor wie zum Bersten gestreckte Seile.&lt;br /&gt;
Da hörte Cillis das Knurren hinter sich.&lt;br /&gt;
Eine schnelle Bewegung im Unterholz links von ihm. Kurz darauf rechts und das hustende Bellen eines Ragus.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sie kommen zurück!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Jena, wir schaffen das nicht.“, stieß Nehi hervor&lt;br /&gt;
&amp;quot;Er ist zu schwer.&amp;quot;'&lt;br /&gt;
&amp;quot;Durchhalten Kinder. Ihr habt es gleich geschafft. Nur noch ein kleines Stück.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die Worte klangen nervös und kurzatmig.&lt;br /&gt;
Cillis zuckte zusammen als er erneut eine Bewegung neben sich sah.&lt;br /&gt;
Ein großer, schlanker Ragus wagte sich näher an sie heran und ein heiseres Knurren drang aus seiner Schnauze.&lt;br /&gt;
Die Ohren dicht an den Körper gelegt kauerte sich das Tier auf die Hinterbeine und setzte zum Sprung auf seine wehrlose Beute an&lt;br /&gt;
Cillis ließ Nehis rechtes Bein los.&lt;br /&gt;
Sie rutschten ein Stück nach vorn und seine Freundin und der Fyros über der Schlucht Schrien fast gleichzeitig erschrocken auf.&lt;br /&gt;
Cillis griff den noch neben ihm im Schnee liegenden Ast und schwang ihn auf das heran springende Tier.&lt;br /&gt;
Krachend schlug der Ast gegen den Schädel des Ragus, dessen eigener Schwung ihn nun über den Rand der Klippe katapultierte.&lt;br /&gt;
Heulend, in einer Wolke aus Schnee, fiel der Räuber auf den Fyros zu.&lt;br /&gt;
Um nicht von dem zappelnden Tier mitgerissen zu werden schwang dieser im letzten Moment zur Seite.&lt;br /&gt;
Nehi ächzte schmerzerfüllt auf. Und wieder rutschten sie ein Stück weiter vor.&lt;br /&gt;
Der Brustkorb des Mädchens hing nun schon fast ganz über dem Abgrund.&lt;br /&gt;
Wenn einer von ihnen das Gleichgewicht verlor war Alles aus.&lt;br /&gt;
Ein zweiter und dritter Ragus erschienen.&lt;br /&gt;
Und von den Geräuschen um ihn herum schätzte er, dass es mindestens noch 5 weitere Räuber waren.&lt;br /&gt;
Der verzweifelte Junge schwang den Ast wild um sich und hielt so die Tiere zumindest vorerst davon ab ihn anzuspringen.&lt;br /&gt;
Lange würden sie das jedoch nicht durchhalten.&lt;br /&gt;
Ein Stoßgebet zu Jena formte sich in Cillis Kopf.&lt;br /&gt;
Er wurde erhört.&lt;br /&gt;
Etwas knallte schräg hinter seinem Kopf in den Bäumen und ein Schneelawine donnerte herab und begrub einen Teil des Ragus Rudels fast unter sich.&lt;br /&gt;
Die erschreckten Tiere tauchten in das nahe Unterholz.&lt;br /&gt;
Noch einmal knallte es direkt neben einem der Ragus und das Tier jaulte kurz auf und lief davon.&lt;br /&gt;
Wildes Geschrei und Rufe hallten durch den Wald.&lt;br /&gt;
Durch die Bäume kam eine Gruppe Kinder heran gerannt, Äste und Stäbe schwingend.&lt;br /&gt;
Allen voran Bunis der seinen Stab wie eine Keule nutze, um nach den Raubtieren zu schlagen.&lt;br /&gt;
Er stieß einen lauten Triumphschrei aus als die Ragus Fersengeld gaben.&lt;br /&gt;
Neben Cillis blieb er stehen, ließ seinen Stab fallen und packte Nehis rechtes Bein.&lt;br /&gt;
Zwei weitere Jungen fielen neben Nehi in den Schnee und griffen je einen Arm des Fyros.&lt;br /&gt;
Zwei Mädchen schnappten sich Nehis Wams und zogen daran.&lt;br /&gt;
Gemeinsam wuchteten sie den Mann über die Kante des Abgrundes und fielen rittlings in den Schnee.&lt;br /&gt;
Schwer atmend lagen sie nebeneinander.&lt;br /&gt;
Cillis starrte in den Himmel, wo Jenas Krone, der große Ringplanet, auf ihn herabblickte&lt;br /&gt;
Mit einem mal trat Cordesi in sein Blickfeld.&lt;br /&gt;
&amp;quot;He ihr zwei. Gemütlich da unten?&amp;quot; grinste er.&lt;br /&gt;
Cillis bemerkte das Bunis Arm auf seiner Brust lag.&lt;br /&gt;
Erschreckt stieß er ihn von sich und ruckte hoch.&lt;br /&gt;
Nehi hockte links neben ihm und lächelte ihn an.&lt;br /&gt;
Der Junge spürte deutlich wie das Blut in seine Ohren rauschte und Hitze in seinem Gesicht aufstieg.&lt;br /&gt;
Die beiden Mädchen die Nehi geholfen hatten kicherten und Cordesi brach in schallendes Gelächter aus.&lt;br /&gt;
Dann wurde Cillis mit einem Mal empor gerissen, als sich kräftige Arme um seinen Körper schlangen.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Den Segen der Kami über Euch Kinder!&amp;quot;&lt;br /&gt;
Der Fyros setzte sich Cillis auf die Schultern und begann überschwänglich zu tanzen und sich auf der Stelle zu drehen.Dabei jubelte und jauchzte er in seiner Sprache.&lt;br /&gt;
Nehi lachte und Bunis hielt sich den Bauch vor Lachen.&lt;br /&gt;
Allerdings nahm Cillis nicht viel davon wahr.&lt;br /&gt;
Ihm war danach in die Schlucht zu springen.&lt;br /&gt;
Nur um dieser Peinlichkeit zu entkommen.&lt;br /&gt;
In Davae war die Überraschung groß, als der kleine Trupp durch das Stadttor lief.&lt;br /&gt;
Cillis noch immer auf den Schultern des Fyros, der sie den ganzen Weg über mit Liedern aus seiner Heimat unterhalten hatte und immer wieder den Segen der Kamigeister versprach.&lt;br /&gt;
Cordesi hatte ihnen unterwegs gezeigt was er getan hatte um die Ragus zu vertreiben&lt;br /&gt;
In seinen Taschen verbargen sich eine Schleuder und einige Knallkugeln.&lt;br /&gt;
Einfache Feuerwerkskörper die mehr Krach machten als alles andere,&lt;br /&gt;
''Oder auf andere Paare.'', wie er grinsend hinzufügte.&lt;br /&gt;
Bunis gab zu das es seltsam ausgesehen haben musste als er seinen Partner von ihnen weg zog.&lt;br /&gt;
Doch hatte er die Ragus im Wald gesehen und erkannt das sie allein kein Chance hätten zu helfen.&lt;br /&gt;
Somit liefen sie in verschiedene Richtungen um die anderen Paare zur Hilfe zu holen.&lt;br /&gt;
Der Dorf-Intendant kam ihnen entgegen und verlangte zu wissen was passiert sei, das so lang erst kein Paar mehr ankam und dann eine solche Gruppe.&lt;br /&gt;
Die Kinder begannen sofort zu plappern, doch der rothaarige Fyros hob beschwichtigend die Hände und bat mit lauter Stimme um Ruhe.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Diese Kinder haben heute mein Leben gerettet. Ich danke Euch dafür, dass ihr diese Tradition Eures Volkes grad heute ausübt, wie sie mir berichteten.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Er berichtete kurz, in angemessenen Worten was vorgefallen war und betonte den Mut der Kinder.&lt;br /&gt;
Besonders Nehi hob er hervor, die ihn so tapfer und lang gehalten hatte.&lt;br /&gt;
Der Obmann hörte aufmerksam zu und nickte schließlich.&lt;br /&gt;
Dann griff er in sein Wams und wandte er sich an die Kinder.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hier sind die roten Bänder. Wer noch weiter nach Avalae will, sollte sich schnellstens eines geben lassen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Cillis zappelte auf der Schulter des Fyros und dieser setzte ihn schnell ab.&lt;br /&gt;
Nehi hatte dem Dorfempfänger schon den Stab entgegengehalten und nun flatterte dort das rote Band von Davae.&lt;br /&gt;
Cillis griff den Stab und blieb stehen.&lt;br /&gt;
Neben ihnen nahmen Bunis und Cordesi ihr Band in Empfang.&lt;br /&gt;
Dann die zwei Mädchen und zuletzt das Jungenpaar.&lt;br /&gt;
Vereint liefen die jungen Matis nun den Rest der Strecke in einem Pulk.&lt;br /&gt;
Als sie Aavale erreichten,&lt;br /&gt;
Viele Homins hatten sich am Tor versammelt um sie in Empfang zu nehmen.&lt;br /&gt;
Und als der Dorf Intendant die goldenen Bänder verteilte, war die Luft erfüllt von Jubel und Beifall.&lt;br /&gt;
Als das letzte Paar eintraf, wurde es von vielen Homins aus Yrkanis begleitet die das Ende des Laufes mit ihnen allen feiern wollten&lt;br /&gt;
Schließlich hob der Intendant die Arme und wandte sich an die versammelten Homins.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Matis! Seht diese Kinder, die den Lauf durch den Winter vollendet haben.&lt;br /&gt;
Sie alle haben bewiesen dass sie Durchhaltevermögen, Stärke und Mut besitzen.&lt;br /&gt;
Doch einige von ihnen haben in diesem gesegneten Jahr etwas Besonderes vollbracht.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Er hielt kurz inne um die Gruppe um Cillis nach vorn zu winken.&lt;br /&gt;
Mit vor Aufregung roten Köpfen traten die Kinder vor.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Diese Kinder ließen ihre Stäbe los!“ donnerte seine Stimme über die Versammelten hinweg.&lt;br /&gt;
Stille breitete sich aus.&lt;br /&gt;
:Cillis war geschockt.&lt;br /&gt;
Auch Nehi, Bunis und die Anderen blickten verwirrt.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sie haben eine Tradition des Laufes gebrochen. Sie alle sind &amp;quot;Loslasser.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Er blickte jedes der Kinder ernst an.&lt;br /&gt;
Dann hob er erneut die Stimme.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Jedoch taten sie das Richtige!&lt;br /&gt;
Sie handelten im Geiste des Laufes.&lt;br /&gt;
Sie verstanden seinen Sinn.&lt;br /&gt;
Ein Leben wurde gerettet, weil diese Kinder das Wichtige und Richtige über einfache Spielregeln stellten und erkannten, dass es galt zusammenzuarbeiten.&lt;br /&gt;
Jubel brandete auf und erneut wurden alle Kinder auf Schultern gehoben das wirkliche Fest begann nun endlich.&lt;br /&gt;
Inmitten des Trubels fand Cillis seine Eltern und rannte zu ihnen hinüber.&lt;br /&gt;
Seine Mutter umarmte ihn überschwänglich und wenn ein Vater noch etwas mehr Stolz in seinen Stand bringen könnte, würde seine Weste sicherlich platzen.&lt;br /&gt;
Eine Hand legte sich auch Cillis Schulter.&lt;br /&gt;
Nehi und der Fyros Bote standen dort.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Nun ihr Beiden. Ich muss weiter und meinen Auftrag ausführen.&lt;br /&gt;
Ich schulde euch Zweien mein Leben.&lt;br /&gt;
Ihr wart es die mich fandet und ihr brachtet den Mut auf mir zu helfen.&lt;br /&gt;
Dafür danke ich euch. Die Kami mögen euch beschützen.&lt;br /&gt;
Wenn ihr jemals nach Pyr kommt, dann fragt nach Collix Becoubs.&lt;br /&gt;
Das bin ich und ihr seid in meinem Hause auf ewig willkommen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Diese Geschichte wurde von [[Benutzer:Lylanea Vicciona|Lylanea]] auf dem [[Treffen der Barden II|zweites Treffen der Barden]] in Mystia 2612-4 vorgetragen. (HRP: April 2021)''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Portal|Literatur}}{{Portal|Animation}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Märchen und Legenden]] [[Kategorie:Treffen der Barden]]&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nilstilar</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Lauf_durch_den_Winter&amp;diff=34474</id>
		<title>Lauf durch den Winter</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Lauf_durch_den_Winter&amp;diff=34474"/>
				<updated>2023-02-24T10:24:12Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Nilstilar: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Trad&lt;br /&gt;
|DE =Lauf durch den Winter|DEs=0&lt;br /&gt;
|ES =Correr en invierno|ESs=1&lt;br /&gt;
|EN =Running in the winter|ENs=2&lt;br /&gt;
|FR =Courir dans l'hiver|FRs=3&lt;br /&gt;
|RU =&amp;lt;!--Бег зимой--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|H =1&lt;br /&gt;
|palette=atys&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{WIP}}&lt;br /&gt;
''Die Geschichte die ich euch erzählen will, basiert auf einer alten Tradition der Matis von der ich einmal gelesen habe. Ein alter Freund hat im Rahmen dieser Tradition etwas erlebt, von dem er mir erzählt hat. Ich habe daraus eine Geschichte gemacht.&lt;br /&gt;
''Sein Name war Collix und er erzählte mir, was er hier in Matia erlebt hatte. Ich erzähle die Geschichte aber aus der Sicht eines jungen Matis.&lt;br /&gt;
{{Quotation| |&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
Cillis hatte Angst. Aber, wie alle jungen Matis in seinem Alter wollte er es nicht zeigen. Nicht vor all den anderen auf dem Platz am Karavan-Schrein versammelten Matis und schon gar nicht vor seiner Lauf-Partnerin. Die schwebende Maschine aus dem setlsamen Material des Karavan surrte und summte über ihren Köpfen. Ihre Wächter schauten teilnahmslos herüber und hielten die Umgebung im Auge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorsichtig schielte der junge Matis hinüber zu Nehi. Sie wirkte gefasst und ruhig, ihr nussbraunes Haar war zu einem Schweif hinter ihren Kopf gebunden und ihre milchfarbene Haut schimmerte leicht in der Morgensonne. Sie umklammerte den Paar-Stab, knapp oberhalb seiner Hand. Ihr Griff war fest und die Knöchel traten leicht hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kinder kannten sich seit langer Zeit und hatten sofort nach der Auslosung vor 2 Wochen angefangen den Lauf zu trainieren.&lt;br /&gt;
Er mochte Nehi, nur eine Sache störte ihn an ihr. Wenn er das etwa einen Kopf größere Mädchen anschaute, fühlte er einen seltsamen Druck in der Brust. So als ob etwas aus ihm heraus wollte, aber nicht konnte. Sie war eine gute Laufpartnerin und trotz ihrer längeren Beine passte sie sich an seine Geschwindigkeit an und achtete darauf nicht zu sehr an dem Paar-Stab zu zerren. Der etwa 3 Ellen lange, glatte Stab aus dunklem Holz machte es auch so nicht grade leicht querfeldein durch den Wald zu laufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gespannt lauschte sie auf die Worte des Intendanten von Yrkanis. Auch Cillis Aufmerksamkeit wurde zurück zu ihm gezogen.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Homins!''&amp;quot; hob der Intendant die Stimme.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Stolze Matis! Wieder einmal vollendet ein Zyklus seinen ewigen Kreislauf. Und wieder einmal finden wir uns hier ein, um diesen Tag zu feiern und den traditionellen Lauf der Kinder zu begehen.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Verhaltener Beifall unterstrich seine Worte. Hier und da war ein Laut des Jubels zu hören.&lt;br /&gt;
Jedoch nicht von den Läufern. Sie alle waren gespannt und manche wirkten nervös wie Yubo-Wöchlinge. Er hoffte, dass die Anderen sein zittern nicht auf die Aufregung zurückführen würden, sondern auf die Kälte die langsam durch seine dünne Jacke kroch. Der Intendant fuhr fort:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Wie zu jedem Zyklus-Wechsel seit der Einkehr in die Neuen Lande, haben sich auch dieses Mal viele junge Matis hier eingefunden, die ihre Stärke, ihren Mut, ihr Geschick, ihre Ehre und ihre Zähigkeit beweisen möchten. Und um uns uns, ihrem Volk, zu zeigen das sie zu den Besten gehören die unser Vlk zu bieten hat.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Jubel brach nun unter den versammelten Homin aus. Cillis badete in dieser Aufmerksamkeit und jedes Beifall Klatschen vertrieb ein wenig seiner Angst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:'''''Whamm!&lt;br /&gt;
Ein Schneeball klatschte ihm an den Hinterkopf. Der junge Matis ruckte herum und sah Bunis, diesen arroganten Sohn des Leutnants der Palastwache, der sich langsam und überheblich die rechte Hand an seinem Wams abwischte. Sein Laufpartner Cordesi grinste wie ein Gingo in Cillis Richtung. Nehi drehte sich ebenfalls um und starrte das Paar hinter ihnen kalt an.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Das Mädchen Paar wird es ohnehin nicht einmal bis zu den Grünen Samen schaffen.''&amp;quot; zischte Bunis.Und um ihn herum kicherten andere Lauf-Paare hämisch hinter vorgehaltenen Händen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch ehe Cillis etwas erwidern konnte ertönte erneut die Stimme des Intendanten:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Die hier anwesenden 20 Paare werden in wenigen Minuten ihren Lauf durch den Winter antreten. Sie alle werden es nicht leicht haben. Und sie alle werden geprüft werden. Überall in den Wäldern sind wie immer erfahrene Späher postiert, die über das Verhalten und die Vorgehensweise der Paare bericht erstatten werden. Wie jedes Jahr gibt es nur eine Regel: Niemand darf verletzt werden! Ansonsten ist den Läufern alles erlaubt, das ihnen Vorteile bringt. Die Strecke führt wie jedes Jahr von Yrkanis, über Natae, Davae, nach Avalae. Dort wird mein Kollege Euch empfangen und nachdem er die Berichte der Kundschafter gehört hat, die Sieger bestimmen.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cillis schaute erneut zu Nehi hinüber. Sie war schlank und kräftig. Einen Sommer jünger als er und doch größer. Sie tippelte auf der Stelle, wie viele der wartenden Kinder, ihre leichten Stiefel nicht geschaffen für den Schnee. Auch Cillis Zehen kribbelten leicht, aber er wollte nicht dass man ihn für einen kleinen Yubo hielt. Es war Tradition, dass der Lauf nur in leichter Flüchtlings-Kleidung zurückgelegt wurde. So wie es die ersten Boten zwischen den noch unfertigen Städten vor langer Zeit taten, da ihnen die Materialien für festeren Stoff fehlten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Lasst uns nun zum Stadttor gehen!''&amp;quot;, rief der Intendant.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Auf Homins! Euer Lauf beginnt jetzt!''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Mit diesem Ruf des Stadt-Empfängers startete das erste Paar. Die beiden Mädchen liefen, den Stab fest zwischen sich umklammert, die Straße entlang. Ein sicheres Zeichen dafür dass sie nicht auf den Sieg aus waren und nur den Lauf hinter sich bringen wollten.&lt;br /&gt;
Da der Weg über die abgegrenzte Straße länger und leichter war als direkt durch den Wald und den dort liegenden, tieferen Schnee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch drei Paare vor ihm und Nehi. Sie lächelte ihn an. Ihm wurde warm… Doch nun sah er, dass auch sie fürchterlich nervös war. In ihren Augen leuchtete die Aufregung und ihr Atem kam in schnellen, kleinen Wolken über ihre Lippen.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Na, was meinst Du? Wald oder Weg?''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Ein wenig überrascht von dieser Frage und beschämt da sie ihn für einen Feigling hielt, geriet Cillis Stimme ein wenig ins Stocken. Seine Antwort klang nun gar nicht so selbstbewusst wie sie sollte:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Eh?.. W...Wald. – WALD! – natürlich!''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Nehi lächelte ihn weiter an und schien zufrieden damit. Hatte sie wirklich gedacht er würde den einfachen Weg wählen? Er war zwar nicht so groß und stark wie Bunis, aber er war sich sicher, es würde reichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinter ihnen flüsterte Cordesi seinem bulligen Laufpartner etwas ins Ohr, woraufhin dieser in prustendes Gelächter ausbrach. Cillis schaute über die Schulter und sah wie der schlaksige Kerl etwas in seiner Hosentasche verschwinden ließ. Als Bunis seinen Blick bemerkte, entblößte dessen Mund eine Reihe großer Zähne in einem hämischen Grinsen.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Du weißt doch Kleiner. Keine Regeln außer einer. Passt auf das ihr Euren Stab nicht los lasst.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Mit der flachen Hand stieß ihn der größere Junge in den Rücken und trieb Cillis einen Schritt vor, so das sein und Nehis Arm am Paar-Stab gestreckt wurde. Es galt als &amp;quot;mogeln&amp;quot; und tölpelhaft, wenn einer der Läufer die Hand vom Stab ließ. Ein Teil der Herausforderung war es gemeinsam zu laufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun war es an Cillis und Nehi. In wenigen Momenten würden auch sie ihren Lauf beginnen. Die Hände des Jungen Matis wurden langsam feucht vor Schweiß. Und sein Atem dampfte in einer dichten Wolke vor ihm, wie der eines aufgeregten Bodocs.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Auf Homins! Euer Lauf beginnt jetzt!''&amp;quot;&lt;br /&gt;
***&lt;br /&gt;
Wie sie es trainiert hatten, liefe beide mit dem rechten Bein zuerst los und bemühten sich einen steten Rhythmus in ihre Bewegungen zu bringen.&lt;br /&gt;
Direkt nach verlassen des Tores bogen sie in den Wald hinein ab, den direkte Weg zur Matis Arena einschlagend und den Spuren ihrer Vorläufer folgend.&lt;br /&gt;
Es war nicht leicht im Schnee Gleichschritt zu wahren.&lt;br /&gt;
Cillis Herz pochte ihm bis zum Hals.&lt;br /&gt;
Trotz des Trainings und der Kälte kamen sie schnell ins Schwitzen und beide Kinder wussten,&lt;br /&gt;
Weiter hasteten sie unter großen Wurzeln hindurch und an Bäumen vorbei, aufgeschreckte Yubos vor sich her treibend.&lt;br /&gt;
Die karge, glatte Wand des riesigen Holz-Konstruktes, das als Matis Arena bekannt war kam in Sichtweite und die Morgensonne glitzerte auf den an ihr hängenden Eiszapfen.&lt;br /&gt;
Die Kinder wanden sich zwischen den mannshohen Wurzelbögen hindurch, die das riesige Gebilde umschlangen und vorbei an seinem Eingang. Weiter Richtung Natae.&lt;br /&gt;
Der Empfänger der Siedlung nickte ihnen schon von weitem zu und band ihnen in einem kurzen Moment der Rast, das erste, blaue Band um den Stab.&lt;br /&gt;
Zum Beweis das sie diese Etappe gemeistert hatten.&lt;br /&gt;
Nun stand jedoch die schwierigste Wegstrecke vor ihnen.&lt;br /&gt;
Durch den dichten Wald, am Rand des Plateaus entlang auf dem sich die grünen Anhöhen befanden.&lt;br /&gt;
Kaum hatten sie einige hundert Meter zurückgelegt und den Klippenrand erreicht, sahen sie schlanke Körper von Raubtieren durch das Unterholz huschen.&lt;br /&gt;
Die Kinder stoppten ihren Lauf abrupt.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Verdammt.&amp;quot;, flüsterte Nehi.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wenn das Rudel uns bemerkt, kann uns nur noch Jena retten.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Ihr violetter Blick verriet Angst und Cillis war sicher, das seine Freundin in seinen grünen Augen deutlich erkennen konnte was er gerade dachte.&lt;br /&gt;
Vorsichtig trat er einen Schritt zurück.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hilfe! Hört mich jemand!? – HILFE!!&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die tiefe Stimme eines Mannes, weiter vorn.&lt;br /&gt;
Die jungen Matis blickten einander erschrocken an.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Ragus haben da jemanden eingekreist.&amp;quot; Cillis spürte wie seine Stimme bebte.&lt;br /&gt;
Nehi nickte nur stumm. In ihrem Blick stand die unausgesprochene Frage.&lt;br /&gt;
Die Gedanken des Jungen überschlugen sich.&lt;br /&gt;
Er griff sich ins grün gefärbte Haar und zog nervös an einer langen Strähne.&lt;br /&gt;
Nehi kaute auf ihrer Unterlippe und beiden schlotterten die Knie vor Kälte, Anstrengung und Angst.&lt;br /&gt;
Dann jedoch machte Nehi einen Schritt nach vorn. Cillis schaute sie überrascht an.&lt;br /&gt;
Sie nickte.&lt;br /&gt;
Wie ein Homin stürmten die beiden Halbwüchsigen vor. Laut brüllend und johlend.&lt;br /&gt;
Cillis griff einen Ast vom Boden und schwang ihn über seinem Kopf.&lt;br /&gt;
Die Ragus schreckten auf und stoben in instinktiver Flucht zunächst auseinander, doch würden sie sich bald von ihrem Schrecken erholen und ihr Rudel war mit Sicherheit stärker als die Kinder.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hallo?! Den Kami sei Dank. Helft mir. Zieht mich hoch!!!&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die Stimme kam von unterhalb der Klippe.&lt;br /&gt;
Vorsichtig traten sie vor um über den Rand hinweg zu spähen.&lt;br /&gt;
Dort unten, in etwa 3 Metern tiefe, hockte ein Homin auf einem schmalen Vorsprung in der Steilwand.&lt;br /&gt;
Der rothaarige, kräftige Mann schaute zu den Kindern auf und deutliche Erleichterung sprang auf seine harten, kantigen Züge.&lt;br /&gt;
Vorsichtig kam er auf die Beine.&lt;br /&gt;
Seine Haut war braun und wettergegerbt, doch seine Augen leuchteten gelblich, golden wie Bernstein.&lt;br /&gt;
Er trug das Wams eines Boten der Imperialen Gilde von Pyr.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ein Fyros?&amp;quot; entfuhr es Nehi.&lt;br /&gt;
Sie starrten auf den Homin herunter, der nervös zu ihnen empor lächelte.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ja. Da staunst Du, was? - Aber, wo sind Eure Eltern. Vertreiben sie diese Mistviecher?“, sprach er mit überraschend leichtem Akzent.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ehm – Nein... Unsere Eltern sind in Yrkanis.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Nehi stieß Cillis ihren Ellenbogen in die Seite und der Junge wollte schon protestieren, als er den Ausdruck im Gesicht des Fyros sah.&lt;br /&gt;
Verzweiflung.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was? Aber... Wie soll ich dann wieder dort hoch kommen? Und was macht ihr wenn die Tiere wiederkommen?&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die Kinder blickten sich an.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wie müssen ihm helfen.“ Cillis schaute in die Augen seiner Freundin und sein Magen krampfte sich zusammen.&lt;br /&gt;
Sie nickte erneut.&lt;br /&gt;
Cillis lies den Stab los.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was machst Du?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Es hat keiner gesehen und du bist kräftiger als ich.&lt;br /&gt;
Lass den Stab zu ihm runter damit er sich daran hochziehen kann. Ich halte Dich fest.&amp;quot; Kurz legte sich ein seltsamer Ausdruck auf Nehis Gesicht, dann nickte sie entschlossen und ließ sich auf den Bauch nieder.&lt;br /&gt;
Cillis griff ihre Beine und stemmte sich mit aller Kraft und seinem ganzen Gewicht nach hinten.&lt;br /&gt;
Der Stab reichte gerade an die ausgestreckten Hände des Fyros heran.&lt;br /&gt;
Er tat einen Satz und ein scharfer Ruck ging durch Nehis Schultern.&lt;br /&gt;
Sie knirschte mit den Zähnen und fühlte wie sich Cillis Griff um ihre Knöchel noch verstärkte.&lt;br /&gt;
Und doch rutschte sie ein kleines Stück nach vorn.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Nicht loslassen!''&lt;br /&gt;
Entfuhr es dem Fyros, dessen Füße nun über dem Abgrund baumelten.&lt;br /&gt;
Eine Hand über die andere setzend zog er sich langsam an der eisglatten Holzwand empor.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich rutsche!&amp;quot; hörte Nehi ihren Freund zwischen den Zähnen hindurch pressen.&lt;br /&gt;
Schon spürte sie die Bewegung auf dem vom Schnee glatten Boden.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Los! Sie können nicht viel weiter sein! Die holen wir ein!&amp;quot;, drang ein leiser Ruf aus dem Wald an Cillis Ohren.&lt;br /&gt;
Bunis!&lt;br /&gt;
Cillis Kopf ruckte herum und dort kamen ihre beiden Konkurrenten in einiger Entfernung vorbei gerannt.&lt;br /&gt;
Der bullige Junge zog seinen schmächtigeren Partner förmlich mit sich durch den Schnee.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bunis! Cordesi! Helft uns! – Hier!!&amp;quot;&lt;br /&gt;
Kaum war Cillis Schrei erklungen stoppten die beiden Läufer und blickten sich um.&lt;br /&gt;
Cordesi erspähte ihn zuerst und setzte sofort zum Sprint in seine Richtung an.&lt;br /&gt;
Doch wurde er jäh zurück gerissen.&lt;br /&gt;
Bunis zog ihn in entgegengesetzter Richtung davon. Cillis Herz blieb fast stehen.&lt;br /&gt;
Er konnte es nicht fassen. Bunis, dieser Sohn eines Gingos!&lt;br /&gt;
Ein wilder Fluch, aufgeschnappt von seinem Vater, entfuhr ihm.&lt;br /&gt;
Aus der Schlucht vor ihnen erklang ein lautes: „Ooh!! Haltet Durch Kinder! Bitte!!“&lt;br /&gt;
Nehi stöhnte. Die Muskeln ihrer schlanken Arme traten hervor wie zum Bersten gestreckte Seile.&lt;br /&gt;
Da hörte Cillis das Knurren hinter sich.&lt;br /&gt;
Eine schnelle Bewegung im Unterholz links von ihm. Kurz darauf rechts und das hustende Bellen eines Ragus.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sie kommen zurück!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Jena, wir schaffen das nicht.“, stieß Nehi hervor&lt;br /&gt;
&amp;quot;Er ist zu schwer.&amp;quot;'&lt;br /&gt;
&amp;quot;Durchhalten Kinder. Ihr habt es gleich geschafft. Nur noch ein kleines Stück.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die Worte klangen nervös und kurzatmig.&lt;br /&gt;
Cillis zuckte zusammen als er erneut eine Bewegung neben sich sah.&lt;br /&gt;
Ein großer, schlanker Ragus wagte sich näher an sie heran und ein heiseres Knurren drang aus seiner Schnauze.&lt;br /&gt;
Die Ohren dicht an den Körper gelegt kauerte sich das Tier auf die Hinterbeine und setzte zum Sprung auf seine wehrlose Beute an&lt;br /&gt;
Cillis ließ Nehis rechtes Bein los.&lt;br /&gt;
Sie rutschten ein Stück nach vorn und seine Freundin und der Fyros über der Schlucht Schrien fast gleichzeitig erschrocken auf.&lt;br /&gt;
Cillis griff den noch neben ihm im Schnee liegenden Ast und schwang ihn auf das heran springende Tier.&lt;br /&gt;
Krachend schlug der Ast gegen den Schädel des Ragus, dessen eigener Schwung ihn nun über den Rand der Klippe katapultierte.&lt;br /&gt;
Heulend, in einer Wolke aus Schnee, fiel der Räuber auf den Fyros zu.&lt;br /&gt;
Um nicht von dem zappelnden Tier mitgerissen zu werden schwang dieser im letzten Moment zur Seite.&lt;br /&gt;
Nehi ächzte schmerzerfüllt auf. Und wieder rutschten sie ein Stück weiter vor.&lt;br /&gt;
Der Brustkorb des Mädchens hing nun schon fast ganz über dem Abgrund.&lt;br /&gt;
Wenn einer von ihnen das Gleichgewicht verlor war Alles aus.&lt;br /&gt;
Ein zweiter und dritter Ragus erschienen.&lt;br /&gt;
Und von den Geräuschen um ihn herum schätzte er, dass es mindestens noch 5 weitere Räuber waren.&lt;br /&gt;
Der verzweifelte Junge schwang den Ast wild um sich und hielt so die Tiere zumindest vorerst davon ab ihn anzuspringen.&lt;br /&gt;
Lange würden sie das jedoch nicht durchhalten.&lt;br /&gt;
Ein Stoßgebet zu Jena formte sich in Cillis Kopf.&lt;br /&gt;
Er wurde erhört.&lt;br /&gt;
Etwas knallte schräg hinter seinem Kopf in den Bäumen und ein Schneelawine donnerte herab und begrub einen Teil des Ragus Rudels fast unter sich.&lt;br /&gt;
Die erschreckten Tiere tauchten in das nahe Unterholz.&lt;br /&gt;
Noch einmal knallte es direkt neben einem der Ragus und das Tier jaulte kurz auf und lief davon.&lt;br /&gt;
Wildes Geschrei und Rufe hallten durch den Wald.&lt;br /&gt;
Durch die Bäume kam eine Gruppe Kinder heran gerannt, Äste und Stäbe schwingend.&lt;br /&gt;
Allen voran Bunis der seinen Stab wie eine Keule nutze, um nach den Raubtieren zu schlagen.&lt;br /&gt;
Er stieß einen lauten Triumphschrei aus als die Ragus Fersengeld gaben.&lt;br /&gt;
Neben Cillis blieb er stehen, ließ seinen Stab fallen und packte Nehis rechtes Bein.&lt;br /&gt;
Zwei weitere Jungen fielen neben Nehi in den Schnee und griffen je einen Arm des Fyros.&lt;br /&gt;
Zwei Mädchen schnappten sich Nehis Wams und zogen daran.&lt;br /&gt;
Gemeinsam wuchteten sie den Mann über die Kante des Abgrundes und fielen rittlings in den Schnee.&lt;br /&gt;
Schwer atmend lagen sie nebeneinander.&lt;br /&gt;
Cillis starrte in den Himmel, wo Jenas Krone, der große Ringplanet, auf ihn herabblickte&lt;br /&gt;
Mit einem mal trat Cordesi in sein Blickfeld.&lt;br /&gt;
&amp;quot;He ihr zwei. Gemütlich da unten?&amp;quot; grinste er.&lt;br /&gt;
Cillis bemerkte das Bunis Arm auf seiner Brust lag.&lt;br /&gt;
Erschreckt stieß er ihn von sich und ruckte hoch.&lt;br /&gt;
Nehi hockte links neben ihm und lächelte ihn an.&lt;br /&gt;
Der Junge spürte deutlich wie das Blut in seine Ohren rauschte und Hitze in seinem Gesicht aufstieg.&lt;br /&gt;
Die beiden Mädchen die Nehi geholfen hatten kicherten und Cordesi brach in schallendes Gelächter aus.&lt;br /&gt;
Dann wurde Cillis mit einem Mal empor gerissen, als sich kräftige Arme um seinen Körper schlangen.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Den Segen der Kami über Euch Kinder!&amp;quot;&lt;br /&gt;
Der Fyros setzte sich Cillis auf die Schultern und begann überschwänglich zu tanzen und sich auf der Stelle zu drehen.Dabei jubelte und jauchzte er in seiner Sprache.&lt;br /&gt;
Nehi lachte und Bunis hielt sich den Bauch vor Lachen.&lt;br /&gt;
Allerdings nahm Cillis nicht viel davon wahr.&lt;br /&gt;
Ihm war danach in die Schlucht zu springen.&lt;br /&gt;
Nur um dieser Peinlichkeit zu entkommen.&lt;br /&gt;
In Davae war die Überraschung groß, als der kleine Trupp durch das Stadttor lief.&lt;br /&gt;
Cillis noch immer auf den Schultern des Fyros, der sie den ganzen Weg über mit Liedern aus seiner Heimat unterhalten hatte und immer wieder den Segen der Kamigeister versprach.&lt;br /&gt;
Cordesi hatte ihnen unterwegs gezeigt was er getan hatte um die Ragus zu vertreiben&lt;br /&gt;
In seinen Taschen verbargen sich eine Schleuder und einige Knallkugeln.&lt;br /&gt;
Einfache Feuerwerkskörper die mehr Krach machten als alles andere,&lt;br /&gt;
''Oder auf andere Paare.'', wie er grinsend hinzufügte.&lt;br /&gt;
Bunis gab zu das es seltsam ausgesehen haben musste als er seinen Partner von ihnen weg zog.&lt;br /&gt;
Doch hatte er die Ragus im Wald gesehen und erkannt das sie allein kein Chance hätten zu helfen.&lt;br /&gt;
Somit liefen sie in verschiedene Richtungen um die anderen Paare zur Hilfe zu holen.&lt;br /&gt;
Der Dorf-Intendant kam ihnen entgegen und verlangte zu wissen was passiert sei, das so lang erst kein Paar mehr ankam und dann eine solche Gruppe.&lt;br /&gt;
Die Kinder begannen sofort zu plappern, doch der rothaarige Fyros hob beschwichtigend die Hände und bat mit lauter Stimme um Ruhe.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Diese Kinder haben heute mein Leben gerettet. Ich danke Euch dafür, dass ihr diese Tradition Eures Volkes grad heute ausübt, wie sie mir berichteten.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Er berichtete kurz, in angemessenen Worten was vorgefallen war und betonte den Mut der Kinder.&lt;br /&gt;
Besonders Nehi hob er hervor, die ihn so tapfer und lang gehalten hatte.&lt;br /&gt;
Der Obmann hörte aufmerksam zu und nickte schließlich.&lt;br /&gt;
Dann griff er in sein Wams und wandte er sich an die Kinder.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hier sind die roten Bänder. Wer noch weiter nach Avalae will, sollte sich schnellstens eines geben lassen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Cillis zappelte auf der Schulter des Fyros und dieser setzte ihn schnell ab.&lt;br /&gt;
Nehi hatte dem Dorfempfänger schon den Stab entgegengehalten und nun flatterte dort das rote Band von Davae.&lt;br /&gt;
Cillis griff den Stab und blieb stehen.&lt;br /&gt;
Neben ihnen nahmen Bunis und Cordesi ihr Band in Empfang.&lt;br /&gt;
Dann die zwei Mädchen und zuletzt das Jungenpaar.&lt;br /&gt;
Vereint liefen die jungen Matis nun den Rest der Strecke in einem Pulk.&lt;br /&gt;
Als sie Aavale erreichten,&lt;br /&gt;
Viele Homins hatten sich am Tor versammelt um sie in Empfang zu nehmen.&lt;br /&gt;
Und als der Dorf Intendant die goldenen Bänder verteilte, war die Luft erfüllt von Jubel und Beifall.&lt;br /&gt;
Als das letzte Paar eintraf, wurde es von vielen Homins aus Yrkanis begleitet die das Ende des Laufes mit ihnen allen feiern wollten&lt;br /&gt;
Schließlich hob der Intendant die Arme und wandte sich an die versammelten Homins.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Matis! Seht diese Kinder, die den Lauf durch den Winter vollendet haben.&lt;br /&gt;
Sie alle haben bewiesen dass sie Durchhaltevermögen, Stärke und Mut besitzen.&lt;br /&gt;
Doch einige von ihnen haben in diesem gesegneten Jahr etwas Besonderes vollbracht.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Er hielt kurz inne um die Gruppe um Cillis nach vorn zu winken.&lt;br /&gt;
Mit vor Aufregung roten Köpfen traten die Kinder vor.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Diese Kinder ließen ihre Stäbe los!“ donnerte seine Stimme über die Versammelten hinweg.&lt;br /&gt;
Stille breitete sich aus.&lt;br /&gt;
:Cillis war geschockt.&lt;br /&gt;
Auch Nehi, Bunis und die Anderen blickten verwirrt.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sie haben eine Tradition des Laufes gebrochen. Sie alle sind &amp;quot;Loslasser.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Er blickte jedes der Kinder ernst an.&lt;br /&gt;
Dann hob er erneut die Stimme.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Jedoch taten sie das Richtige!&lt;br /&gt;
Sie handelten im Geiste des Laufes.&lt;br /&gt;
Sie verstanden seinen Sinn.&lt;br /&gt;
Ein Leben wurde gerettet, weil diese Kinder das Wichtige und Richtige über einfache Spielregeln stellten und erkannten, dass es galt zusammenzuarbeiten.&lt;br /&gt;
Jubel brandete auf und erneut wurden alle Kinder auf Schultern gehoben das wirkliche Fest begann nun endlich.&lt;br /&gt;
Inmitten des Trubels fand Cillis seine Eltern und rannte zu ihnen hinüber.&lt;br /&gt;
Seine Mutter umarmte ihn überschwänglich und wenn ein Vater noch etwas mehr Stolz in seinen Stand bringen könnte, würde seine Weste sicherlich platzen.&lt;br /&gt;
Eine Hand legte sich auch Cillis Schulter.&lt;br /&gt;
Nehi und der Fyros Bote standen dort.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Nun ihr Beiden. Ich muss weiter und meinen Auftrag ausführen.&lt;br /&gt;
Ich schulde euch Zweien mein Leben.&lt;br /&gt;
Ihr wart es die mich fandet und ihr brachtet den Mut auf mir zu helfen.&lt;br /&gt;
Dafür danke ich euch. Die Kami mögen euch beschützen.&lt;br /&gt;
Wenn ihr jemals nach Pyr kommt, dann fragt nach Collix Becoubs.&lt;br /&gt;
Das bin ich und ihr seid in meinem Hause auf ewig willkommen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Diese Geschichte wurde von [[Benutzer:Lylanea Vicciona|Lylanea]] auf dem [[Treffen der Barden II|zweites Treffen der Barden]] in Mystia 2612-4 vorgetragen. (HRP: April 2021)''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Portal|Literatur}}{{Portal|Animation}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Märchen und Legenden]] [[Kategorie:Treffen der Barden]]&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nilstilar</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Lauf_durch_den_Winter&amp;diff=34455</id>
		<title>Lauf durch den Winter</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Lauf_durch_den_Winter&amp;diff=34455"/>
				<updated>2023-02-21T14:53:48Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Nilstilar: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Trad&lt;br /&gt;
|DE =Lauf durch den Winter|DEs=0&lt;br /&gt;
|ES =Correr en invierno|ESs=1&lt;br /&gt;
|EN =Running in the winter|ENs=2&lt;br /&gt;
|FR =Courir dans l'hiver|FRs=3&lt;br /&gt;
|RU =&amp;lt;!--Бег зимой--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|H =1&lt;br /&gt;
|palette=atys&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{WIP}}&lt;br /&gt;
''Die Geschichte die ich euch erzählen will, basiert auf einer alten Tradition der Matis von der ich einmal gelesen habe. Ein alter Freund hat im Rahmen dieser Tradition etwas erlebt, von dem er mir erzählt hat. Ich habe daraus eine Geschichte gemacht.&lt;br /&gt;
''Sein Name war Collix und er erzählte mir, was er hier in Matia erlebt hatte. Ich erzähle die Geschichte aber aus der Sicht eines jungen Matis.&lt;br /&gt;
{{Quotation| |&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
Cillis hatte Angst. Aber, wie alle jungen Matis in seinem Alter wollte er es nicht zeigen. Nicht vor all den anderen auf dem Platz am Karavan-Schrein versammelten Matis und schon gar nicht vor seiner Lauf-Partnerin. Die schwebende Maschine aus dem setlsamen Material des Karavan surrte und summte über ihren Köpfen. Ihre Wächter schauten teilnahmslos herüber und hielten die Umgebung im Auge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorsichtig schielte der junge Matis hinüber zu Nehi. Sie wirkte gefasst und ruhig, ihr nussbraunes Haar war zu einem Schweif hinter ihren Kopf gebunden und ihre milchfarbene Haut schimmerte leicht in der Morgensonne. Sie umklammerte den Paar-Stab, knapp oberhalb seiner Hand. Ihr Griff war fest und die Knöchel traten leicht hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kinder kannten sich seit langer Zeit und hatten sofort nach der Auslosung vor 2 Wochen angefangen den Lauf zu trainieren.&lt;br /&gt;
Er mochte Nehi, nur eine Sache störte ihn an ihr. Wenn er das etwa einen Kopf größere Mädchen anschaute, fühlte er einen seltsamen Druck in der Brust. So als ob etwas aus ihm heraus wollte, aber nicht konnte. Sie war eine gute Laufpartnerin und trotz ihrer längeren Beine passte sie sich an seine Geschwindigkeit an und achtete darauf nicht zu sehr an dem Paar-Stab zu zerren. Der etwa 3 Ellen lange, glatte Stab aus dunklem Holz machte es auch so nicht grade leicht querfeldein durch den Wald zu laufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gespannt lauschte sie auf die Worte des Intendanten von Yrkanis. Auch Cillis Aufmerksamkeit wurde zurück zu ihm gezogen.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Homins!''&amp;quot; hob der Intendant die Stimme.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Stolze Matis! Wieder einmal vollendet ein Zyklus seinen ewigen Kreislauf. Und wieder einmal finden wir uns hier ein, um diesen Tag zu feiern und den traditionellen Lauf der Kinder zu begehen.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Verhaltener Beifall unterstrich seine Worte. Hier und da war ein Laut des Jubels zu hören.&lt;br /&gt;
Jedoch nicht von den Läufern. Sie alle waren gespannt und manche wirkten nervös wie Yubo-Wöchlinge. Er hoffte, dass die Anderen sein zittern nicht auf die Aufregung zurückführen würden, sondern auf die Kälte die langsam durch seine dünne Jacke kroch. Der Intendant fuhr fort:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Wie zu jedem Zyklus-Wechsel seit der Einkehr in die Neuen Lande, haben sich auch dieses Mal viele junge Matis hier eingefunden, die ihre Stärke, ihren Mut, ihr Geschick, ihre Ehre und ihre Zähigkeit beweisen möchten. Und um uns uns, ihrem Volk, zu zeigen das sie zu den Besten gehören die unser Vlk zu bieten hat.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Jubel brach nun unter den versammelten Homin aus. Cillis badete in dieser Aufmerksamkeit und jedes Beifall Klatschen vertrieb ein wenig seiner Angst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:'''''Whamm!&lt;br /&gt;
Ein Schneeball klatschte ihm an den Hinterkopf. Der junge Matis ruckte herum und sah Bunis, diesen arroganten Sohn des Leutnants der Palastwache, der sich langsam und überheblich die rechte Hand an seinem Wams abwischte. Sein Laufpartner Cordesi grinste wie ein Gingo in Cillis Richtung. Nehi drehte sich ebenfalls um und starrte das Paar hinter ihnen kalt an.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Das Mädchen Paar wird es ohnehin nicht einmal bis zu den Grünen Samen schaffen.''&amp;quot; zischte Bunis.Und um ihn herum kicherten andere Lauf-Paare hämisch hinter vorgehaltenen Händen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch ehe Cillis etwas erwidern konnte ertönte erneut die Stimme des Intendanten:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Die hier anwesenden 20 Paare werden in wenigen Minuten ihren Lauf durch den Winter antreten. Sie alle werden es nicht leicht haben. Und sie alle werden geprüft werden. Überall in den Wäldern sind wie immer erfahrene Späher postiert, die über das Verhalten und die Vorgehensweise der Paare bericht erstatten werden. Wie jedes Jahr gibt es nur eine Regel: Niemand darf verletzt werden! Ansonsten ist den Läufern alles erlaubt, das ihnen Vorteile bringt. Die Strecke führt wie jedes Jahr von Yrkanis, über Natae, Davae, nach Avalae. Dort wird mein Kollege Euch empfangen und nachdem er die Berichte der Kundschafter gehört hat, die Sieger bestimmen.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cillis schaute erneut zu Nehi hinüber. Sie war schlank und kräftig. Einen Sommer jünger als er und doch größer. Sie tippelte auf der Stelle, wie viele der wartenden Kinder, ihre leichten Stiefel nicht geschaffen für den Schnee. Auch Cillis Zehen kribbelten leicht, aber er wollte nicht dass man ihn für einen kleinen Yubo hielt. Es war Tradition, dass der Lauf nur in leichter Flüchtlings-Kleidung zurückgelegt wurde. So wie es die ersten Boten zwischen den noch unfertigen Städten vor langer Zeit taten, da ihnen die Materialien für festeren Stoff fehlten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Lasst uns nun zum Stadttor gehen!''&amp;quot;, rief der Intendant.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Auf Homins! Euer Lauf beginnt jetzt!''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Mit diesem Ruf des Stadt-Empfängers startete das erste Paar. Die beiden Mädchen liefen, den Stab fest zwischen sich umklammert, die Straße entlang. Ein sicheres Zeichen dafür dass sie nicht auf den Sieg aus waren und nur den Lauf hinter sich bringen wollten.&lt;br /&gt;
Da der Weg über die abgegrenzte Straße länger und leichter war als direkt durch den Wald und den dort liegenden, tieferen Schnee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch drei Paare vor ihm und Nehi. Sie lächelte ihn an. Ihm wurde warm… Doch nun sah er, dass auch sie fürchterlich nervös war. In ihren Augen leuchtete die Aufregung und ihr Atem kam in schnellen, kleinen Wolken über ihre Lippen.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Na, was meinst Du? Wald oder Weg?''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Ein wenig überrascht von dieser Frage und beschämt da sie ihn für einen Feigling hielt, geriet Cillis Stimme ein wenig ins Stocken. Seine Antwort klang nun gar nicht so selbstbewusst wie sie sollte:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Eh?.. W...Wald. – WALD! – natürlich!''&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nehi lächelte ihn weiter an und schien zufrieden damit.&lt;br /&gt;
Hatte sie wirklich gedacht er würde den einfachen Weg wählen?&lt;br /&gt;
Er war zwar nicht so groß und stark wie Bunis, aber er war sich sicher, es würde reichen.&lt;br /&gt;
Hinter ihnen flüsterte Cordesi seinem bulligen Laufpartner etwas ins Ohr, woraufhin dieser in prustendes Gelächter ausbrach.&lt;br /&gt;
Cillis schaute über die Schulter und sah wie der schlaksige Kerl etwas in seiner Hosentasche verschwinden ließ.&lt;br /&gt;
Als Bunis seinen Blick bemerkte, entblößte dessen Mund eine Reihe großer Zähne in einem hämischen Grinsen.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du weißt doch Kleiner. Keine Regeln außer einer. Passt auf das ihr Euren Stab nicht los lasst.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Mit der flachen Hand stieß ihn der größere Junge in den Rücken und trieb Cillis einen Schritt vor, so das sein und Nehis Arm am Paar-Stab gestreckt wurde.&lt;br /&gt;
Es galt als &amp;quot;mogeln&amp;quot; und tölpelhaft, wenn einer der Läufer die Hand vom Stab ließ.&lt;br /&gt;
Ein Teil der Herausforderung war es gemeinsam zu laufen.&lt;br /&gt;
Nun war es an Cillis und Nehi.&lt;br /&gt;
In wenigen Momenten würden auch sie ihren Lauf beginnen.&lt;br /&gt;
Die Hände des Jungen Matis wurden langsam feucht vor Schweiß.&lt;br /&gt;
Und sein Atem dampfte in einer dichten Wolke vor ihm, wie der eines aufgeregten Bodocs.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Auf Homins! Euer Lauf beginnt jetzt!&amp;quot;&lt;br /&gt;
Wie sie es trainiert hatten, liefe beide mit dem rechten Bein zuerst los und bemühten sich einen steten Rhythmus in ihre Bewegungen zu bringen.&lt;br /&gt;
Direkt nach verlassen des Tores bogen sie in den Wald hinein ab, den direkte Weg zur Matis Arena einschlagend und den Spuren ihrer Vorläufer folgend.&lt;br /&gt;
Es war nicht leicht im Schnee Gleichschritt zu wahren.&lt;br /&gt;
Cillis Herz pochte ihm bis zum Hals.&lt;br /&gt;
Trotz des Trainings und der Kälte kamen sie schnell ins Schwitzen und beide Kinder wussten,&lt;br /&gt;
Weiter hasteten sie unter großen Wurzeln hindurch und an Bäumen vorbei, aufgeschreckte Yubos vor sich her treibend.&lt;br /&gt;
Die karge, glatte Wand des riesigen Holz-Konstruktes, das als Matis Arena bekannt war kam in Sichtweite und die Morgensonne glitzerte auf den an ihr hängenden Eiszapfen.&lt;br /&gt;
Die Kinder wanden sich zwischen den mannshohen Wurzelbögen hindurch, die das riesige Gebilde umschlangen und vorbei an seinem Eingang. Weiter Richtung Natae.&lt;br /&gt;
Der Empfänger der Siedlung nickte ihnen schon von weitem zu und band ihnen in einem kurzen Moment der Rast, das erste, blaue Band um den Stab.&lt;br /&gt;
Zum Beweis das sie diese Etappe gemeistert hatten.&lt;br /&gt;
Nun stand jedoch die schwierigste Wegstrecke vor ihnen.&lt;br /&gt;
Durch den dichten Wald, am Rand des Plateaus entlang auf dem sich die grünen Anhöhen befanden.&lt;br /&gt;
Kaum hatten sie einige hundert Meter zurückgelegt und den Klippenrand erreicht, sahen sie schlanke Körper von Raubtieren durch das Unterholz huschen.&lt;br /&gt;
Die Kinder stoppten ihren Lauf abrupt.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Verdammt.&amp;quot;, flüsterte Nehi.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wenn das Rudel uns bemerkt, kann uns nur noch Jena retten.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Ihr violetter Blick verriet Angst und Cillis war sicher, das seine Freundin in seinen grünen Augen deutlich erkennen konnte was er gerade dachte.&lt;br /&gt;
Vorsichtig trat er einen Schritt zurück.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hilfe! Hört mich jemand!? – HILFE!!&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die tiefe Stimme eines Mannes, weiter vorn.&lt;br /&gt;
Die jungen Matis blickten einander erschrocken an.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Ragus haben da jemanden eingekreist.&amp;quot; Cillis spürte wie seine Stimme bebte.&lt;br /&gt;
Nehi nickte nur stumm. In ihrem Blick stand die unausgesprochene Frage.&lt;br /&gt;
Die Gedanken des Jungen überschlugen sich.&lt;br /&gt;
Er griff sich ins grün gefärbte Haar und zog nervös an einer langen Strähne.&lt;br /&gt;
Nehi kaute auf ihrer Unterlippe und beiden schlotterten die Knie vor Kälte, Anstrengung und Angst.&lt;br /&gt;
Dann jedoch machte Nehi einen Schritt nach vorn. Cillis schaute sie überrascht an.&lt;br /&gt;
Sie nickte.&lt;br /&gt;
Wie ein Homin stürmten die beiden Halbwüchsigen vor. Laut brüllend und johlend.&lt;br /&gt;
Cillis griff einen Ast vom Boden und schwang ihn über seinem Kopf.&lt;br /&gt;
Die Ragus schreckten auf und stoben in instinktiver Flucht zunächst auseinander, doch würden sie sich bald von ihrem Schrecken erholen und ihr Rudel war mit Sicherheit stärker als die Kinder.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hallo?! Den Kami sei Dank. Helft mir. Zieht mich hoch!!!&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die Stimme kam von unterhalb der Klippe.&lt;br /&gt;
Vorsichtig traten sie vor um über den Rand hinweg zu spähen.&lt;br /&gt;
Dort unten, in etwa 3 Metern tiefe, hockte ein Homin auf einem schmalen Vorsprung in der Steilwand.&lt;br /&gt;
Der rothaarige, kräftige Mann schaute zu den Kindern auf und deutliche Erleichterung sprang auf seine harten, kantigen Züge.&lt;br /&gt;
Vorsichtig kam er auf die Beine.&lt;br /&gt;
Seine Haut war braun und wettergegerbt, doch seine Augen leuchteten gelblich, golden wie Bernstein.&lt;br /&gt;
Er trug das Wams eines Boten der Imperialen Gilde von Pyr.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ein Fyros?&amp;quot; entfuhr es Nehi.&lt;br /&gt;
Sie starrten auf den Homin herunter, der nervös zu ihnen empor lächelte.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ja. Da staunst Du, was? - Aber, wo sind Eure Eltern. Vertreiben sie diese Mistviecher?“, sprach er mit überraschend leichtem Akzent.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ehm – Nein... Unsere Eltern sind in Yrkanis.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Nehi stieß Cillis ihren Ellenbogen in die Seite und der Junge wollte schon protestieren, als er den Ausdruck im Gesicht des Fyros sah.&lt;br /&gt;
Verzweiflung.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was? Aber... Wie soll ich dann wieder dort hoch kommen? Und was macht ihr wenn die Tiere wiederkommen?&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die Kinder blickten sich an.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wie müssen ihm helfen.“ Cillis schaute in die Augen seiner Freundin und sein Magen krampfte sich zusammen.&lt;br /&gt;
Sie nickte erneut.&lt;br /&gt;
Cillis lies den Stab los.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was machst Du?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Es hat keiner gesehen und du bist kräftiger als ich.&lt;br /&gt;
Lass den Stab zu ihm runter damit er sich daran hochziehen kann. Ich halte Dich fest.&amp;quot; Kurz legte sich ein seltsamer Ausdruck auf Nehis Gesicht, dann nickte sie entschlossen und ließ sich auf den Bauch nieder.&lt;br /&gt;
Cillis griff ihre Beine und stemmte sich mit aller Kraft und seinem ganzen Gewicht nach hinten.&lt;br /&gt;
Der Stab reichte gerade an die ausgestreckten Hände des Fyros heran.&lt;br /&gt;
Er tat einen Satz und ein scharfer Ruck ging durch Nehis Schultern.&lt;br /&gt;
Sie knirschte mit den Zähnen und fühlte wie sich Cillis Griff um ihre Knöchel noch verstärkte.&lt;br /&gt;
Und doch rutschte sie ein kleines Stück nach vorn.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Nicht loslassen!''&lt;br /&gt;
Entfuhr es dem Fyros, dessen Füße nun über dem Abgrund baumelten.&lt;br /&gt;
Eine Hand über die andere setzend zog er sich langsam an der eisglatten Holzwand empor.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich rutsche!&amp;quot; hörte Nehi ihren Freund zwischen den Zähnen hindurch pressen.&lt;br /&gt;
Schon spürte sie die Bewegung auf dem vom Schnee glatten Boden.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Los! Sie können nicht viel weiter sein! Die holen wir ein!&amp;quot;, drang ein leiser Ruf aus dem Wald an Cillis Ohren.&lt;br /&gt;
Bunis!&lt;br /&gt;
Cillis Kopf ruckte herum und dort kamen ihre beiden Konkurrenten in einiger Entfernung vorbei gerannt.&lt;br /&gt;
Der bullige Junge zog seinen schmächtigeren Partner förmlich mit sich durch den Schnee.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bunis! Cordesi! Helft uns! – Hier!!&amp;quot;&lt;br /&gt;
Kaum war Cillis Schrei erklungen stoppten die beiden Läufer und blickten sich um.&lt;br /&gt;
Cordesi erspähte ihn zuerst und setzte sofort zum Sprint in seine Richtung an.&lt;br /&gt;
Doch wurde er jäh zurück gerissen.&lt;br /&gt;
Bunis zog ihn in entgegengesetzter Richtung davon. Cillis Herz blieb fast stehen.&lt;br /&gt;
Er konnte es nicht fassen. Bunis, dieser Sohn eines Gingos!&lt;br /&gt;
Ein wilder Fluch, aufgeschnappt von seinem Vater, entfuhr ihm.&lt;br /&gt;
Aus der Schlucht vor ihnen erklang ein lautes: „Ooh!! Haltet Durch Kinder! Bitte!!“&lt;br /&gt;
Nehi stöhnte. Die Muskeln ihrer schlanken Arme traten hervor wie zum Bersten gestreckte Seile.&lt;br /&gt;
Da hörte Cillis das Knurren hinter sich.&lt;br /&gt;
Eine schnelle Bewegung im Unterholz links von ihm. Kurz darauf rechts und das hustende Bellen eines Ragus.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sie kommen zurück!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Jena, wir schaffen das nicht.“, stieß Nehi hervor&lt;br /&gt;
&amp;quot;Er ist zu schwer.&amp;quot;'&lt;br /&gt;
&amp;quot;Durchhalten Kinder. Ihr habt es gleich geschafft. Nur noch ein kleines Stück.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die Worte klangen nervös und kurzatmig.&lt;br /&gt;
Cillis zuckte zusammen als er erneut eine Bewegung neben sich sah.&lt;br /&gt;
Ein großer, schlanker Ragus wagte sich näher an sie heran und ein heiseres Knurren drang aus seiner Schnauze.&lt;br /&gt;
Die Ohren dicht an den Körper gelegt kauerte sich das Tier auf die Hinterbeine und setzte zum Sprung auf seine wehrlose Beute an&lt;br /&gt;
Cillis ließ Nehis rechtes Bein los.&lt;br /&gt;
Sie rutschten ein Stück nach vorn und seine Freundin und der Fyros über der Schlucht Schrien fast gleichzeitig erschrocken auf.&lt;br /&gt;
Cillis griff den noch neben ihm im Schnee liegenden Ast und schwang ihn auf das heran springende Tier.&lt;br /&gt;
Krachend schlug der Ast gegen den Schädel des Ragus, dessen eigener Schwung ihn nun über den Rand der Klippe katapultierte.&lt;br /&gt;
Heulend, in einer Wolke aus Schnee, fiel der Räuber auf den Fyros zu.&lt;br /&gt;
Um nicht von dem zappelnden Tier mitgerissen zu werden schwang dieser im letzten Moment zur Seite.&lt;br /&gt;
Nehi ächzte schmerzerfüllt auf. Und wieder rutschten sie ein Stück weiter vor.&lt;br /&gt;
Der Brustkorb des Mädchens hing nun schon fast ganz über dem Abgrund.&lt;br /&gt;
Wenn einer von ihnen das Gleichgewicht verlor war Alles aus.&lt;br /&gt;
Ein zweiter und dritter Ragus erschienen.&lt;br /&gt;
Und von den Geräuschen um ihn herum schätzte er, dass es mindestens noch 5 weitere Räuber waren.&lt;br /&gt;
Der verzweifelte Junge schwang den Ast wild um sich und hielt so die Tiere zumindest vorerst davon ab ihn anzuspringen.&lt;br /&gt;
Lange würden sie das jedoch nicht durchhalten.&lt;br /&gt;
Ein Stoßgebet zu Jena formte sich in Cillis Kopf.&lt;br /&gt;
Er wurde erhört.&lt;br /&gt;
Etwas knallte schräg hinter seinem Kopf in den Bäumen und ein Schneelawine donnerte herab und begrub einen Teil des Ragus Rudels fast unter sich.&lt;br /&gt;
Die erschreckten Tiere tauchten in das nahe Unterholz.&lt;br /&gt;
Noch einmal knallte es direkt neben einem der Ragus und das Tier jaulte kurz auf und lief davon.&lt;br /&gt;
Wildes Geschrei und Rufe hallten durch den Wald.&lt;br /&gt;
Durch die Bäume kam eine Gruppe Kinder heran gerannt, Äste und Stäbe schwingend.&lt;br /&gt;
Allen voran Bunis der seinen Stab wie eine Keule nutze, um nach den Raubtieren zu schlagen.&lt;br /&gt;
Er stieß einen lauten Triumphschrei aus als die Ragus Fersengeld gaben.&lt;br /&gt;
Neben Cillis blieb er stehen, ließ seinen Stab fallen und packte Nehis rechtes Bein.&lt;br /&gt;
Zwei weitere Jungen fielen neben Nehi in den Schnee und griffen je einen Arm des Fyros.&lt;br /&gt;
Zwei Mädchen schnappten sich Nehis Wams und zogen daran.&lt;br /&gt;
Gemeinsam wuchteten sie den Mann über die Kante des Abgrundes und fielen rittlings in den Schnee.&lt;br /&gt;
Schwer atmend lagen sie nebeneinander.&lt;br /&gt;
Cillis starrte in den Himmel, wo Jenas Krone, der große Ringplanet, auf ihn herabblickte&lt;br /&gt;
Mit einem mal trat Cordesi in sein Blickfeld.&lt;br /&gt;
&amp;quot;He ihr zwei. Gemütlich da unten?&amp;quot; grinste er.&lt;br /&gt;
Cillis bemerkte das Bunis Arm auf seiner Brust lag.&lt;br /&gt;
Erschreckt stieß er ihn von sich und ruckte hoch.&lt;br /&gt;
Nehi hockte links neben ihm und lächelte ihn an.&lt;br /&gt;
Der Junge spürte deutlich wie das Blut in seine Ohren rauschte und Hitze in seinem Gesicht aufstieg.&lt;br /&gt;
Die beiden Mädchen die Nehi geholfen hatten kicherten und Cordesi brach in schallendes Gelächter aus.&lt;br /&gt;
Dann wurde Cillis mit einem Mal empor gerissen, als sich kräftige Arme um seinen Körper schlangen.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Den Segen der Kami über Euch Kinder!&amp;quot;&lt;br /&gt;
Der Fyros setzte sich Cillis auf die Schultern und begann überschwänglich zu tanzen und sich auf der Stelle zu drehen.Dabei jubelte und jauchzte er in seiner Sprache.&lt;br /&gt;
Nehi lachte und Bunis hielt sich den Bauch vor Lachen.&lt;br /&gt;
Allerdings nahm Cillis nicht viel davon wahr.&lt;br /&gt;
Ihm war danach in die Schlucht zu springen.&lt;br /&gt;
Nur um dieser Peinlichkeit zu entkommen.&lt;br /&gt;
In Davae war die Überraschung groß, als der kleine Trupp durch das Stadttor lief.&lt;br /&gt;
Cillis noch immer auf den Schultern des Fyros, der sie den ganzen Weg über mit Liedern aus seiner Heimat unterhalten hatte und immer wieder den Segen der Kamigeister versprach.&lt;br /&gt;
Cordesi hatte ihnen unterwegs gezeigt was er getan hatte um die Ragus zu vertreiben&lt;br /&gt;
In seinen Taschen verbargen sich eine Schleuder und einige Knallkugeln.&lt;br /&gt;
Einfache Feuerwerkskörper die mehr Krach machten als alles andere,&lt;br /&gt;
''Oder auf andere Paare.'', wie er grinsend hinzufügte.&lt;br /&gt;
Bunis gab zu das es seltsam ausgesehen haben musste als er seinen Partner von ihnen weg zog.&lt;br /&gt;
Doch hatte er die Ragus im Wald gesehen und erkannt das sie allein kein Chance hätten zu helfen.&lt;br /&gt;
Somit liefen sie in verschiedene Richtungen um die anderen Paare zur Hilfe zu holen.&lt;br /&gt;
Der Dorf-Intendant kam ihnen entgegen und verlangte zu wissen was passiert sei, das so lang erst kein Paar mehr ankam und dann eine solche Gruppe.&lt;br /&gt;
Die Kinder begannen sofort zu plappern, doch der rothaarige Fyros hob beschwichtigend die Hände und bat mit lauter Stimme um Ruhe.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Diese Kinder haben heute mein Leben gerettet. Ich danke Euch dafür, dass ihr diese Tradition Eures Volkes grad heute ausübt, wie sie mir berichteten.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Er berichtete kurz, in angemessenen Worten was vorgefallen war und betonte den Mut der Kinder.&lt;br /&gt;
Besonders Nehi hob er hervor, die ihn so tapfer und lang gehalten hatte.&lt;br /&gt;
Der Obmann hörte aufmerksam zu und nickte schließlich.&lt;br /&gt;
Dann griff er in sein Wams und wandte er sich an die Kinder.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hier sind die roten Bänder. Wer noch weiter nach Avalae will, sollte sich schnellstens eines geben lassen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Cillis zappelte auf der Schulter des Fyros und dieser setzte ihn schnell ab.&lt;br /&gt;
Nehi hatte dem Dorfempfänger schon den Stab entgegengehalten und nun flatterte dort das rote Band von Davae.&lt;br /&gt;
Cillis griff den Stab und blieb stehen.&lt;br /&gt;
Neben ihnen nahmen Bunis und Cordesi ihr Band in Empfang.&lt;br /&gt;
Dann die zwei Mädchen und zuletzt das Jungenpaar.&lt;br /&gt;
Vereint liefen die jungen Matis nun den Rest der Strecke in einem Pulk.&lt;br /&gt;
Als sie Aavale erreichten,&lt;br /&gt;
Viele Homins hatten sich am Tor versammelt um sie in Empfang zu nehmen.&lt;br /&gt;
Und als der Dorf Intendant die goldenen Bänder verteilte, war die Luft erfüllt von Jubel und Beifall.&lt;br /&gt;
Als das letzte Paar eintraf, wurde es von vielen Homins aus Yrkanis begleitet die das Ende des Laufes mit ihnen allen feiern wollten&lt;br /&gt;
Schließlich hob der Intendant die Arme und wandte sich an die versammelten Homins.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Matis! Seht diese Kinder, die den Lauf durch den Winter vollendet haben.&lt;br /&gt;
Sie alle haben bewiesen dass sie Durchhaltevermögen, Stärke und Mut besitzen.&lt;br /&gt;
Doch einige von ihnen haben in diesem gesegneten Jahr etwas Besonderes vollbracht.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Er hielt kurz inne um die Gruppe um Cillis nach vorn zu winken.&lt;br /&gt;
Mit vor Aufregung roten Köpfen traten die Kinder vor.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Diese Kinder ließen ihre Stäbe los!“ donnerte seine Stimme über die Versammelten hinweg.&lt;br /&gt;
Stille breitete sich aus.&lt;br /&gt;
:Cillis war geschockt.&lt;br /&gt;
Auch Nehi, Bunis und die Anderen blickten verwirrt.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sie haben eine Tradition des Laufes gebrochen. Sie alle sind &amp;quot;Loslasser.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Er blickte jedes der Kinder ernst an.&lt;br /&gt;
Dann hob er erneut die Stimme.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Jedoch taten sie das Richtige!&lt;br /&gt;
Sie handelten im Geiste des Laufes.&lt;br /&gt;
Sie verstanden seinen Sinn.&lt;br /&gt;
Ein Leben wurde gerettet, weil diese Kinder das Wichtige und Richtige über einfache Spielregeln stellten und erkannten, dass es galt zusammenzuarbeiten.&lt;br /&gt;
Jubel brandete auf und erneut wurden alle Kinder auf Schultern gehoben das wirkliche Fest begann nun endlich.&lt;br /&gt;
Inmitten des Trubels fand Cillis seine Eltern und rannte zu ihnen hinüber.&lt;br /&gt;
Seine Mutter umarmte ihn überschwänglich und wenn ein Vater noch etwas mehr Stolz in seinen Stand bringen könnte, würde seine Weste sicherlich platzen.&lt;br /&gt;
Eine Hand legte sich auch Cillis Schulter.&lt;br /&gt;
Nehi und der Fyros Bote standen dort.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Nun ihr Beiden. Ich muss weiter und meinen Auftrag ausführen.&lt;br /&gt;
Ich schulde euch Zweien mein Leben.&lt;br /&gt;
Ihr wart es die mich fandet und ihr brachtet den Mut auf mir zu helfen.&lt;br /&gt;
Dafür danke ich euch. Die Kami mögen euch beschützen.&lt;br /&gt;
Wenn ihr jemals nach Pyr kommt, dann fragt nach Collix Becoubs.&lt;br /&gt;
Das bin ich und ihr seid in meinem Hause auf ewig willkommen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Diese Geschichte wurde von [[Benutzer:Lylanea Vicciona|Lylanea]] auf dem [[Treffen der Barden II|zweites Treffen der Barden]] in Mystia 2612-4 vorgetragen. (HRP: April 2021)''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Portal|Literatur}}{{Portal|Animation}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Märchen und Legenden]] [[Kategorie:Treffen der Barden]]&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nilstilar</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Lauf_durch_den_Winter&amp;diff=34454</id>
		<title>Lauf durch den Winter</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Lauf_durch_den_Winter&amp;diff=34454"/>
				<updated>2023-02-21T11:28:06Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Nilstilar: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Trad&lt;br /&gt;
|DE =Lauf durch den Winter|DEs=0&lt;br /&gt;
|ES =Correr en invierno|ESs=1&lt;br /&gt;
|EN =Running in the winter|ENs=2&lt;br /&gt;
|FR =Courir dans l'hiver|FRs=3&lt;br /&gt;
|RU =&amp;lt;!--Бег зимой--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|H =1&lt;br /&gt;
|palette=atys&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{WIP}}&lt;br /&gt;
''Die Geschichte die ich euch erzählen will, basiert auf einer alten Tradition der Matis von der ich einmal gelesen habe. Ein alter Freund hat im Rahmen dieser Tradition etwas erlebt, von dem er mir erzählt hat. Ich habe daraus eine Geschichte gemacht.&lt;br /&gt;
''Sein Name war Collix und er erzählte mir, was er hier in Matia erlebt hatte. Ich erzähle die Geschichte aber aus der Sicht eines jungen Matis.&lt;br /&gt;
{{Quotation| |&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
Cillis hatte Angst. Aber, wie alle jungen Matis in seinem Alter wollte er es nicht zeigen. Nicht vor all den anderen auf dem Platz am Karavan-Schrein versammelten Matis und schon gar nicht vor seiner Lauf-Partnerin. Die schwebende Maschine aus dem setlsamen Material des Karavan surrte und summte über ihren Köpfen. Ihre Wächter schauten teilnahmslos herüber und hielten die Umgebung im Auge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorsichtig schielte der junge Matis hinüber zu Nehi. Sie wirkte gefasst und ruhig, ihr nussbraunes Haar war zu einem Schweif hinter ihren Kopf gebunden und ihre milchfarbene Haut schimmerte leicht in der Morgensonne. Sie umklammerte den Paar-Stab, knapp oberhalb seiner Hand. Ihr Griff war fest und die Knöchel traten leicht hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kinder kannten sich seit langer Zeit und hatten sofort nach der Auslosung vor 2 Wochen angefangen den Lauf zu trainieren.&lt;br /&gt;
Er mochte Nehi, nur eine Sache störte ihn an ihr. Wenn er das etwa einen Kopf größere Mädchen anschaute, fühlte er einen seltsamen Druck in der Brust. So als ob etwas aus ihm heraus wollte, aber nicht konnte. Sie war eine gute Laufpartnerin und trotz ihrer längeren Beine passte sie sich an seine Geschwindigkeit an und achtete darauf nicht zu sehr an dem Paar-Stab zu zerren. Der etwa 3 Ellen lange, glatte Stab aus dunklem Holz machte es auch so nicht grade leicht querfeldein durch den Wald zu laufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gespannt lauschte sie auf die Worte des Intendanten von Yrkanis. Auch Cillis Aufmerksamkeit wurde zurück zu ihm gezogen.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Homins!''&amp;quot; hob der Intendant die Stimme.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Stolze Matis! Wieder einmal vollendet ein Zyklus seinen ewigen Kreislauf. Und wieder einmal finden wir uns hier ein, um diesen Tag zu feiern und den traditionellen Lauf der Kinder zu begehen.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Verhaltener Beifall unterstrich seine Worte. Hier und da war ein Laut des Jubels zu hören.&lt;br /&gt;
Jedoch nicht von den Läufern. Sie alle waren gespannt und manche wirkten nervös wie Yubo-Wöchlinge. Er hoffte, dass die Anderen sein zittern nicht auf die Aufregung zurückführen würden, sondern auf die Kälte die langsam durch seine dünne Jacke kroch. Der Intendant fuhr fort:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Wie zu jedem Zyklus-Wechsel seit der Einkehr in die Neuen Lande, haben sich auch dieses Mal viele junge Matis hier eingefunden, die ihre Stärke, ihren Mut, ihr Geschick, ihre Ehre und ihre Zähigkeit beweisen möchten. Und um uns uns, ihrem Volk, zu zeigen das sie zu den Besten gehören die unser Vlk zu bieten hat.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Jubel brach nun unter den versammelten Homin aus. Cillis badete in dieser Aufmerksamkeit und jedes Beifall Klatschen vertrieb ein wenig seiner Angst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:'''''Whamm!&lt;br /&gt;
Ein Schneeball klatschte ihm an den Hinterkopf. Der junge Matis ruckte herum und sah Bunis, diesen arroganten Sohn des Leutnants der Palastwache, der sich langsam und überheblich die rechte Hand an seinem Wams abwischte. Sein Laufpartner Cordesi grinste wie ein Gingo in Cillis Richtung. Nehi drehte sich ebenfalls um und starrte das Paar hinter ihnen kalt an.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Das Mädchen Paar wird es ohnehin nicht einmal bis zu den Grünen Samen schaffen.''&amp;quot; zischte Bunis.Und um ihn herum kicherten andere Lauf-Paare hämisch hinter vorgehaltenen Händen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch ehe Cillis etwas erwidern konnte ertönte erneut die Stimme des Intendanten:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Die hier anwesenden 20 Paare werden in wenigen Minuten ihren Lauf durch den Winter antreten. Sie alle werden es nicht leicht haben. Und sie alle werden geprüft werden. Überall in den Wäldern sind wie immer erfahrene Späher postiert, die über das Verhalten und die Vorgehensweise der Paare bericht erstatten werden. Wie jedes Jahr gibt es nur eine Regel: Niemand darf verletzt werden! Ansonsten ist den Läufern alles erlaubt, das ihnen Vorteile bringt. Die Strecke führt wie jedes Jahr von Yrkanis, über Natae, Davae, nach Avalae. Dort wird mein Kollege Euch empfangen und nachdem er die Berichte der Kundschafter gehört hat, die Sieger bestimmen.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cillis schaute erneut zu Nehi hinüber. Sie war schlank und kräftig. Einen Sommer jünger als er und doch größer. Sie tippelte auf der Stelle, wie viele der wartenden Kinder, ihre leichten Stiefel nicht geschaffen für den Schnee. Auch Cillis Zehen kribbelten leicht, aber er wollte nicht dass man ihn für einen kleinen Yubo hielt. Es war Tradition, dass der Lauf nur in leichter Flüchtlings-Kleidung zurückgelegt wurde. So wie es die ersten Boten zwischen den noch unfertigen Städten vor langer Zeit taten, da ihnen die Materialien für festeren Stoff fehlten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Lasst uns nun zum Stadttor gehen!''&amp;quot;, rief der Intendant.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Auf Homins! Euer Lauf beginnt jetzt!''&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit diesem Ruf des Stadt-Empfängers startete das erste Paar.&lt;br /&gt;
Die beiden Mädchen liefen, den Stab fest zwischen sich umklammert, die Straße entlang.&lt;br /&gt;
Ein sicheres Zeichen dafür dass sie nicht auf den Sieg aus waren und nur den Lauf hinter sich bringen wollten.&lt;br /&gt;
Da der Weg über die abgegrenzte Straße länger und leichter war als direkt durch den Wald und den dort liegenden, tieferen Schnee.&lt;br /&gt;
Noch drei Paare vor ihm und Nehi.&lt;br /&gt;
Sie lächelte ihn an. Ihm wurde warm ...&lt;br /&gt;
Doch nun sah er, dass auch sie fürchterlich nervös war.&lt;br /&gt;
In ihren Augen leuchtete die Aufregung und ihr Atem kam in schnellen, kleinen Wolken über ihre Lippen.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Na, was meinst Du? Wald oder Weg?&amp;quot;&lt;br /&gt;
Ein wenig überrascht von dieser Frage und beschämt da sie ihn für einen Feigling hielt, geriet Cillis Stimme ein wenig ins Stocken.&lt;br /&gt;
Seine Antwort klang nun gar nicht so selbstbewusst wie sie sollte.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Eh?.. W...Wald. – WALD! – natürlich!''&lt;br /&gt;
Nehi lächelte ihn weiter an und schien zufrieden damit.&lt;br /&gt;
Hatte sie wirklich gedacht er würde den einfachen Weg wählen?&lt;br /&gt;
Er war zwar nicht so groß und stark wie Bunis, aber er war sich sicher, es würde reichen.&lt;br /&gt;
Hinter ihnen flüsterte Cordesi seinem bulligen Laufpartner etwas ins Ohr, woraufhin dieser in prustendes Gelächter ausbrach.&lt;br /&gt;
Cillis schaute über die Schulter und sah wie der schlaksige Kerl etwas in seiner Hosentasche verschwinden ließ.&lt;br /&gt;
Als Bunis seinen Blick bemerkte, entblößte dessen Mund eine Reihe großer Zähne in einem hämischen Grinsen.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du weißt doch Kleiner. Keine Regeln außer einer. Passt auf das ihr Euren Stab nicht los lasst.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Mit der flachen Hand stieß ihn der größere Junge in den Rücken und trieb Cillis einen Schritt vor, so das sein und Nehis Arm am Paar-Stab gestreckt wurde.&lt;br /&gt;
Es galt als &amp;quot;mogeln&amp;quot; und tölpelhaft, wenn einer der Läufer die Hand vom Stab ließ.&lt;br /&gt;
Ein Teil der Herausforderung war es gemeinsam zu laufen.&lt;br /&gt;
Nun war es an Cillis und Nehi.&lt;br /&gt;
In wenigen Momenten würden auch sie ihren Lauf beginnen.&lt;br /&gt;
Die Hände des Jungen Matis wurden langsam feucht vor Schweiß.&lt;br /&gt;
Und sein Atem dampfte in einer dichten Wolke vor ihm, wie der eines aufgeregten Bodocs.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Auf Homins! Euer Lauf beginnt jetzt!&amp;quot;&lt;br /&gt;
Wie sie es trainiert hatten, liefe beide mit dem rechten Bein zuerst los und bemühten sich einen steten Rhythmus in ihre Bewegungen zu bringen.&lt;br /&gt;
Direkt nach verlassen des Tores bogen sie in den Wald hinein ab, den direkte Weg zur Matis Arena einschlagend und den Spuren ihrer Vorläufer folgend.&lt;br /&gt;
Es war nicht leicht im Schnee Gleichschritt zu wahren.&lt;br /&gt;
Cillis Herz pochte ihm bis zum Hals.&lt;br /&gt;
Trotz des Trainings und der Kälte kamen sie schnell ins Schwitzen und beide Kinder wussten,&lt;br /&gt;
Weiter hasteten sie unter großen Wurzeln hindurch und an Bäumen vorbei, aufgeschreckte Yubos vor sich her treibend.&lt;br /&gt;
Die karge, glatte Wand des riesigen Holz-Konstruktes, das als Matis Arena bekannt war kam in Sichtweite und die Morgensonne glitzerte auf den an ihr hängenden Eiszapfen.&lt;br /&gt;
Die Kinder wanden sich zwischen den mannshohen Wurzelbögen hindurch, die das riesige Gebilde umschlangen und vorbei an seinem Eingang. Weiter Richtung Natae.&lt;br /&gt;
Der Empfänger der Siedlung nickte ihnen schon von weitem zu und band ihnen in einem kurzen Moment der Rast, das erste, blaue Band um den Stab.&lt;br /&gt;
Zum Beweis das sie diese Etappe gemeistert hatten.&lt;br /&gt;
Nun stand jedoch die schwierigste Wegstrecke vor ihnen.&lt;br /&gt;
Durch den dichten Wald, am Rand des Plateaus entlang auf dem sich die grünen Anhöhen befanden.&lt;br /&gt;
Kaum hatten sie einige hundert Meter zurückgelegt und den Klippenrand erreicht, sahen sie schlanke Körper von Raubtieren durch das Unterholz huschen.&lt;br /&gt;
Die Kinder stoppten ihren Lauf abrupt.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Verdammt.&amp;quot;, flüsterte Nehi.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wenn das Rudel uns bemerkt, kann uns nur noch Jena retten.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Ihr violetter Blick verriet Angst und Cillis war sicher, das seine Freundin in seinen grünen Augen deutlich erkennen konnte was er gerade dachte.&lt;br /&gt;
Vorsichtig trat er einen Schritt zurück.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hilfe! Hört mich jemand!? – HILFE!!&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die tiefe Stimme eines Mannes, weiter vorn.&lt;br /&gt;
Die jungen Matis blickten einander erschrocken an.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Ragus haben da jemanden eingekreist.&amp;quot; Cillis spürte wie seine Stimme bebte.&lt;br /&gt;
Nehi nickte nur stumm. In ihrem Blick stand die unausgesprochene Frage.&lt;br /&gt;
Die Gedanken des Jungen überschlugen sich.&lt;br /&gt;
Er griff sich ins grün gefärbte Haar und zog nervös an einer langen Strähne.&lt;br /&gt;
Nehi kaute auf ihrer Unterlippe und beiden schlotterten die Knie vor Kälte, Anstrengung und Angst.&lt;br /&gt;
Dann jedoch machte Nehi einen Schritt nach vorn. Cillis schaute sie überrascht an.&lt;br /&gt;
Sie nickte.&lt;br /&gt;
Wie ein Homin stürmten die beiden Halbwüchsigen vor. Laut brüllend und johlend.&lt;br /&gt;
Cillis griff einen Ast vom Boden und schwang ihn über seinem Kopf.&lt;br /&gt;
Die Ragus schreckten auf und stoben in instinktiver Flucht zunächst auseinander, doch würden sie sich bald von ihrem Schrecken erholen und ihr Rudel war mit Sicherheit stärker als die Kinder.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hallo?! Den Kami sei Dank. Helft mir. Zieht mich hoch!!!&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die Stimme kam von unterhalb der Klippe.&lt;br /&gt;
Vorsichtig traten sie vor um über den Rand hinweg zu spähen.&lt;br /&gt;
Dort unten, in etwa 3 Metern tiefe, hockte ein Homin auf einem schmalen Vorsprung in der Steilwand.&lt;br /&gt;
Der rothaarige, kräftige Mann schaute zu den Kindern auf und deutliche Erleichterung sprang auf seine harten, kantigen Züge.&lt;br /&gt;
Vorsichtig kam er auf die Beine.&lt;br /&gt;
Seine Haut war braun und wettergegerbt, doch seine Augen leuchteten gelblich, golden wie Bernstein.&lt;br /&gt;
Er trug das Wams eines Boten der Imperialen Gilde von Pyr.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ein Fyros?&amp;quot; entfuhr es Nehi.&lt;br /&gt;
Sie starrten auf den Homin herunter, der nervös zu ihnen empor lächelte.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ja. Da staunst Du, was? - Aber, wo sind Eure Eltern. Vertreiben sie diese Mistviecher?“, sprach er mit überraschend leichtem Akzent.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ehm – Nein... Unsere Eltern sind in Yrkanis.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Nehi stieß Cillis ihren Ellenbogen in die Seite und der Junge wollte schon protestieren, als er den Ausdruck im Gesicht des Fyros sah.&lt;br /&gt;
Verzweiflung.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was? Aber... Wie soll ich dann wieder dort hoch kommen? Und was macht ihr wenn die Tiere wiederkommen?&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die Kinder blickten sich an.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wie müssen ihm helfen.“ Cillis schaute in die Augen seiner Freundin und sein Magen krampfte sich zusammen.&lt;br /&gt;
Sie nickte erneut.&lt;br /&gt;
Cillis lies den Stab los.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was machst Du?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Es hat keiner gesehen und du bist kräftiger als ich.&lt;br /&gt;
Lass den Stab zu ihm runter damit er sich daran hochziehen kann. Ich halte Dich fest.&amp;quot; Kurz legte sich ein seltsamer Ausdruck auf Nehis Gesicht, dann nickte sie entschlossen und ließ sich auf den Bauch nieder.&lt;br /&gt;
Cillis griff ihre Beine und stemmte sich mit aller Kraft und seinem ganzen Gewicht nach hinten.&lt;br /&gt;
Der Stab reichte gerade an die ausgestreckten Hände des Fyros heran.&lt;br /&gt;
Er tat einen Satz und ein scharfer Ruck ging durch Nehis Schultern.&lt;br /&gt;
Sie knirschte mit den Zähnen und fühlte wie sich Cillis Griff um ihre Knöchel noch verstärkte.&lt;br /&gt;
Und doch rutschte sie ein kleines Stück nach vorn.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Nicht loslassen!''&lt;br /&gt;
Entfuhr es dem Fyros, dessen Füße nun über dem Abgrund baumelten.&lt;br /&gt;
Eine Hand über die andere setzend zog er sich langsam an der eisglatten Holzwand empor.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich rutsche!&amp;quot; hörte Nehi ihren Freund zwischen den Zähnen hindurch pressen.&lt;br /&gt;
Schon spürte sie die Bewegung auf dem vom Schnee glatten Boden.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Los! Sie können nicht viel weiter sein! Die holen wir ein!&amp;quot;, drang ein leiser Ruf aus dem Wald an Cillis Ohren.&lt;br /&gt;
Bunis!&lt;br /&gt;
Cillis Kopf ruckte herum und dort kamen ihre beiden Konkurrenten in einiger Entfernung vorbei gerannt.&lt;br /&gt;
Der bullige Junge zog seinen schmächtigeren Partner förmlich mit sich durch den Schnee.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bunis! Cordesi! Helft uns! – Hier!!&amp;quot;&lt;br /&gt;
Kaum war Cillis Schrei erklungen stoppten die beiden Läufer und blickten sich um.&lt;br /&gt;
Cordesi erspähte ihn zuerst und setzte sofort zum Sprint in seine Richtung an.&lt;br /&gt;
Doch wurde er jäh zurück gerissen.&lt;br /&gt;
Bunis zog ihn in entgegengesetzter Richtung davon. Cillis Herz blieb fast stehen.&lt;br /&gt;
Er konnte es nicht fassen. Bunis, dieser Sohn eines Gingos!&lt;br /&gt;
Ein wilder Fluch, aufgeschnappt von seinem Vater, entfuhr ihm.&lt;br /&gt;
Aus der Schlucht vor ihnen erklang ein lautes: „Ooh!! Haltet Durch Kinder! Bitte!!“&lt;br /&gt;
Nehi stöhnte. Die Muskeln ihrer schlanken Arme traten hervor wie zum Bersten gestreckte Seile.&lt;br /&gt;
Da hörte Cillis das Knurren hinter sich.&lt;br /&gt;
Eine schnelle Bewegung im Unterholz links von ihm. Kurz darauf rechts und das hustende Bellen eines Ragus.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sie kommen zurück!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Jena, wir schaffen das nicht.“, stieß Nehi hervor&lt;br /&gt;
&amp;quot;Er ist zu schwer.&amp;quot;'&lt;br /&gt;
&amp;quot;Durchhalten Kinder. Ihr habt es gleich geschafft. Nur noch ein kleines Stück.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die Worte klangen nervös und kurzatmig.&lt;br /&gt;
Cillis zuckte zusammen als er erneut eine Bewegung neben sich sah.&lt;br /&gt;
Ein großer, schlanker Ragus wagte sich näher an sie heran und ein heiseres Knurren drang aus seiner Schnauze.&lt;br /&gt;
Die Ohren dicht an den Körper gelegt kauerte sich das Tier auf die Hinterbeine und setzte zum Sprung auf seine wehrlose Beute an&lt;br /&gt;
Cillis ließ Nehis rechtes Bein los.&lt;br /&gt;
Sie rutschten ein Stück nach vorn und seine Freundin und der Fyros über der Schlucht Schrien fast gleichzeitig erschrocken auf.&lt;br /&gt;
Cillis griff den noch neben ihm im Schnee liegenden Ast und schwang ihn auf das heran springende Tier.&lt;br /&gt;
Krachend schlug der Ast gegen den Schädel des Ragus, dessen eigener Schwung ihn nun über den Rand der Klippe katapultierte.&lt;br /&gt;
Heulend, in einer Wolke aus Schnee, fiel der Räuber auf den Fyros zu.&lt;br /&gt;
Um nicht von dem zappelnden Tier mitgerissen zu werden schwang dieser im letzten Moment zur Seite.&lt;br /&gt;
Nehi ächzte schmerzerfüllt auf. Und wieder rutschten sie ein Stück weiter vor.&lt;br /&gt;
Der Brustkorb des Mädchens hing nun schon fast ganz über dem Abgrund.&lt;br /&gt;
Wenn einer von ihnen das Gleichgewicht verlor war Alles aus.&lt;br /&gt;
Ein zweiter und dritter Ragus erschienen.&lt;br /&gt;
Und von den Geräuschen um ihn herum schätzte er, dass es mindestens noch 5 weitere Räuber waren.&lt;br /&gt;
Der verzweifelte Junge schwang den Ast wild um sich und hielt so die Tiere zumindest vorerst davon ab ihn anzuspringen.&lt;br /&gt;
Lange würden sie das jedoch nicht durchhalten.&lt;br /&gt;
Ein Stoßgebet zu Jena formte sich in Cillis Kopf.&lt;br /&gt;
Er wurde erhört.&lt;br /&gt;
Etwas knallte schräg hinter seinem Kopf in den Bäumen und ein Schneelawine donnerte herab und begrub einen Teil des Ragus Rudels fast unter sich.&lt;br /&gt;
Die erschreckten Tiere tauchten in das nahe Unterholz.&lt;br /&gt;
Noch einmal knallte es direkt neben einem der Ragus und das Tier jaulte kurz auf und lief davon.&lt;br /&gt;
Wildes Geschrei und Rufe hallten durch den Wald.&lt;br /&gt;
Durch die Bäume kam eine Gruppe Kinder heran gerannt, Äste und Stäbe schwingend.&lt;br /&gt;
Allen voran Bunis der seinen Stab wie eine Keule nutze, um nach den Raubtieren zu schlagen.&lt;br /&gt;
Er stieß einen lauten Triumphschrei aus als die Ragus Fersengeld gaben.&lt;br /&gt;
Neben Cillis blieb er stehen, ließ seinen Stab fallen und packte Nehis rechtes Bein.&lt;br /&gt;
Zwei weitere Jungen fielen neben Nehi in den Schnee und griffen je einen Arm des Fyros.&lt;br /&gt;
Zwei Mädchen schnappten sich Nehis Wams und zogen daran.&lt;br /&gt;
Gemeinsam wuchteten sie den Mann über die Kante des Abgrundes und fielen rittlings in den Schnee.&lt;br /&gt;
Schwer atmend lagen sie nebeneinander.&lt;br /&gt;
Cillis starrte in den Himmel, wo Jenas Krone, der große Ringplanet, auf ihn herabblickte&lt;br /&gt;
Mit einem mal trat Cordesi in sein Blickfeld.&lt;br /&gt;
&amp;quot;He ihr zwei. Gemütlich da unten?&amp;quot; grinste er.&lt;br /&gt;
Cillis bemerkte das Bunis Arm auf seiner Brust lag.&lt;br /&gt;
Erschreckt stieß er ihn von sich und ruckte hoch.&lt;br /&gt;
Nehi hockte links neben ihm und lächelte ihn an.&lt;br /&gt;
Der Junge spürte deutlich wie das Blut in seine Ohren rauschte und Hitze in seinem Gesicht aufstieg.&lt;br /&gt;
Die beiden Mädchen die Nehi geholfen hatten kicherten und Cordesi brach in schallendes Gelächter aus.&lt;br /&gt;
Dann wurde Cillis mit einem Mal empor gerissen, als sich kräftige Arme um seinen Körper schlangen.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Den Segen der Kami über Euch Kinder!&amp;quot;&lt;br /&gt;
Der Fyros setzte sich Cillis auf die Schultern und begann überschwänglich zu tanzen und sich auf der Stelle zu drehen.Dabei jubelte und jauchzte er in seiner Sprache.&lt;br /&gt;
Nehi lachte und Bunis hielt sich den Bauch vor Lachen.&lt;br /&gt;
Allerdings nahm Cillis nicht viel davon wahr.&lt;br /&gt;
Ihm war danach in die Schlucht zu springen.&lt;br /&gt;
Nur um dieser Peinlichkeit zu entkommen.&lt;br /&gt;
In Davae war die Überraschung groß, als der kleine Trupp durch das Stadttor lief.&lt;br /&gt;
Cillis noch immer auf den Schultern des Fyros, der sie den ganzen Weg über mit Liedern aus seiner Heimat unterhalten hatte und immer wieder den Segen der Kamigeister versprach.&lt;br /&gt;
Cordesi hatte ihnen unterwegs gezeigt was er getan hatte um die Ragus zu vertreiben&lt;br /&gt;
In seinen Taschen verbargen sich eine Schleuder und einige Knallkugeln.&lt;br /&gt;
Einfache Feuerwerkskörper die mehr Krach machten als alles andere,&lt;br /&gt;
''Oder auf andere Paare.'', wie er grinsend hinzufügte.&lt;br /&gt;
Bunis gab zu das es seltsam ausgesehen haben musste als er seinen Partner von ihnen weg zog.&lt;br /&gt;
Doch hatte er die Ragus im Wald gesehen und erkannt das sie allein kein Chance hätten zu helfen.&lt;br /&gt;
Somit liefen sie in verschiedene Richtungen um die anderen Paare zur Hilfe zu holen.&lt;br /&gt;
Der Dorf-Intendant kam ihnen entgegen und verlangte zu wissen was passiert sei, das so lang erst kein Paar mehr ankam und dann eine solche Gruppe.&lt;br /&gt;
Die Kinder begannen sofort zu plappern, doch der rothaarige Fyros hob beschwichtigend die Hände und bat mit lauter Stimme um Ruhe.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Diese Kinder haben heute mein Leben gerettet. Ich danke Euch dafür, dass ihr diese Tradition Eures Volkes grad heute ausübt, wie sie mir berichteten.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Er berichtete kurz, in angemessenen Worten was vorgefallen war und betonte den Mut der Kinder.&lt;br /&gt;
Besonders Nehi hob er hervor, die ihn so tapfer und lang gehalten hatte.&lt;br /&gt;
Der Obmann hörte aufmerksam zu und nickte schließlich.&lt;br /&gt;
Dann griff er in sein Wams und wandte er sich an die Kinder.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hier sind die roten Bänder. Wer noch weiter nach Avalae will, sollte sich schnellstens eines geben lassen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Cillis zappelte auf der Schulter des Fyros und dieser setzte ihn schnell ab.&lt;br /&gt;
Nehi hatte dem Dorfempfänger schon den Stab entgegengehalten und nun flatterte dort das rote Band von Davae.&lt;br /&gt;
Cillis griff den Stab und blieb stehen.&lt;br /&gt;
Neben ihnen nahmen Bunis und Cordesi ihr Band in Empfang.&lt;br /&gt;
Dann die zwei Mädchen und zuletzt das Jungenpaar.&lt;br /&gt;
Vereint liefen die jungen Matis nun den Rest der Strecke in einem Pulk.&lt;br /&gt;
Als sie Aavale erreichten,&lt;br /&gt;
Viele Homins hatten sich am Tor versammelt um sie in Empfang zu nehmen.&lt;br /&gt;
Und als der Dorf Intendant die goldenen Bänder verteilte, war die Luft erfüllt von Jubel und Beifall.&lt;br /&gt;
Als das letzte Paar eintraf, wurde es von vielen Homins aus Yrkanis begleitet die das Ende des Laufes mit ihnen allen feiern wollten&lt;br /&gt;
Schließlich hob der Intendant die Arme und wandte sich an die versammelten Homins.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Matis! Seht diese Kinder, die den Lauf durch den Winter vollendet haben.&lt;br /&gt;
Sie alle haben bewiesen dass sie Durchhaltevermögen, Stärke und Mut besitzen.&lt;br /&gt;
Doch einige von ihnen haben in diesem gesegneten Jahr etwas Besonderes vollbracht.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Er hielt kurz inne um die Gruppe um Cillis nach vorn zu winken.&lt;br /&gt;
Mit vor Aufregung roten Köpfen traten die Kinder vor.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Diese Kinder ließen ihre Stäbe los!“ donnerte seine Stimme über die Versammelten hinweg.&lt;br /&gt;
Stille breitete sich aus.&lt;br /&gt;
:Cillis war geschockt.&lt;br /&gt;
Auch Nehi, Bunis und die Anderen blickten verwirrt.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sie haben eine Tradition des Laufes gebrochen. Sie alle sind &amp;quot;Loslasser.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Er blickte jedes der Kinder ernst an.&lt;br /&gt;
Dann hob er erneut die Stimme.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Jedoch taten sie das Richtige!&lt;br /&gt;
Sie handelten im Geiste des Laufes.&lt;br /&gt;
Sie verstanden seinen Sinn.&lt;br /&gt;
Ein Leben wurde gerettet, weil diese Kinder das Wichtige und Richtige über einfache Spielregeln stellten und erkannten, dass es galt zusammenzuarbeiten.&lt;br /&gt;
Jubel brandete auf und erneut wurden alle Kinder auf Schultern gehoben das wirkliche Fest begann nun endlich.&lt;br /&gt;
Inmitten des Trubels fand Cillis seine Eltern und rannte zu ihnen hinüber.&lt;br /&gt;
Seine Mutter umarmte ihn überschwänglich und wenn ein Vater noch etwas mehr Stolz in seinen Stand bringen könnte, würde seine Weste sicherlich platzen.&lt;br /&gt;
Eine Hand legte sich auch Cillis Schulter.&lt;br /&gt;
Nehi und der Fyros Bote standen dort.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Nun ihr Beiden. Ich muss weiter und meinen Auftrag ausführen.&lt;br /&gt;
Ich schulde euch Zweien mein Leben.&lt;br /&gt;
Ihr wart es die mich fandet und ihr brachtet den Mut auf mir zu helfen.&lt;br /&gt;
Dafür danke ich euch. Die Kami mögen euch beschützen.&lt;br /&gt;
Wenn ihr jemals nach Pyr kommt, dann fragt nach Collix Becoubs.&lt;br /&gt;
Das bin ich und ihr seid in meinem Hause auf ewig willkommen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Diese Geschichte wurde von [[Benutzer:Lylanea Vicciona|Lylanea]] auf dem [[Treffen der Barden II|zweites Treffen der Barden]] in Mystia 2612-4 vorgetragen. (HRP: April 2021)''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Portal|Literatur}}{{Portal|Animation}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Märchen und Legenden]] [[Kategorie:Treffen der Barden]]&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nilstilar</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Lauf_durch_den_Winter&amp;diff=34453</id>
		<title>Lauf durch den Winter</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Lauf_durch_den_Winter&amp;diff=34453"/>
				<updated>2023-02-21T08:23:01Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Nilstilar: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Trad&lt;br /&gt;
|DE =Lauf durch den Winter|DEs=0&lt;br /&gt;
|ES =Correr en invierno|ESs=1&lt;br /&gt;
|EN =Running in the winter|ENs=2&lt;br /&gt;
|FR =Courir dans l'hiver|FRs=3&lt;br /&gt;
|RU =&amp;lt;!--Бег зимой--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|H =1&lt;br /&gt;
|palette=atys&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{WIP}}&lt;br /&gt;
''Die Geschichte die ich euch erzählen will, basiert auf einer alten Tradition der Matis von der ich einmal gelesen habe. Ein alter Freund hat im Rahmen dieser Tradition etwas erlebt, von dem er mir erzählt hat. Ich habe daraus eine Geschichte gemacht.&lt;br /&gt;
''Sein Name war Collix und er erzählte mir, was er hier in Matia erlebt hatte. Ich erzähle die Geschichte aber aus der Sicht eines jungen Matis.&lt;br /&gt;
{{Quotation| |&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
Cillis hatte Angst. Aber, wie alle jungen Matis in seinem Alter wollte er es nicht zeigen. Nicht vor all den anderen auf dem Platz am Karavan-Schrein versammelten Matis und schon gar nicht vor seiner Lauf-Partnerin. Die schwebende Maschine aus dem setlsamen Material des Karavan surrte und summte über ihren Köpfen. Ihre Wächter schauten teilnahmslos herüber und hielten die Umgebung im Auge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorsichtig schielte der junge Matis hinüber zu Nehi. Sie wirkte gefasst und ruhig, ihr nussbraunes Haar war zu einem Schweif hinter ihren Kopf gebunden und ihre milchfarbene Haut schimmerte leicht in der Morgensonne. Sie umklammerte den Paar-Stab, knapp oberhalb seiner Hand. Ihr Griff war fest und die Knöchel traten leicht hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kinder kannten sich seit langer Zeit und hatten sofort nach der Auslosung vor 2 Wochen angefangen den Lauf zu trainieren.&lt;br /&gt;
Er mochte Nehi, nur eine Sache störte ihn an ihr. Wenn er das etwa einen Kopf größere Mädchen anschaute, fühlte er einen seltsamen Druck in der Brust. So als ob etwas aus ihm heraus wollte, aber nicht konnte. Sie war eine gute Laufpartnerin und trotz ihrer längeren Beine passte sie sich an seine Geschwindigkeit an und achtete darauf nicht zu sehr an dem Paar-Stab zu zerren. Der etwa 3 Ellen lange, glatte Stab aus dunklem Holz machte es auch so nicht grade leicht querfeldein durch den Wald zu laufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gespannt lauschte sie auf die Worte des Intendanten von Yrkanis. Auch Cillis Aufmerksamkeit wurde zurück zu ihm gezogen.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Homins!''&amp;quot; hob der Intendant die Stimme.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Stolze Matis! Wieder einmal vollendet ein Zyklus seinen ewigen Kreislauf. Und wieder einmal finden wir uns hier ein, um diesen Tag zu feiern und den traditionellen Lauf der Kinder zu begehen.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Verhaltener Beifall unterstrich seine Worte. Hier und da war ein Laut des Jubels zu hören.&lt;br /&gt;
Jedoch nicht von den Läufern. Sie alle waren gespannt und manche wirkten nervös wie Yubo-Wöchlinge. Er hoffte, dass die Anderen sein zittern nicht auf die Aufregung zurückführen würden, sondern auf die Kälte die langsam durch seine dünne Jacke kroch. Der Intendant fuhr fort:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Wie zu jedem Zyklus-Wechsel seit der Einkehr in die Neuen Lande, haben sich auch dieses Mal viele junge Matis hier eingefunden, die ihre Stärke, ihren Mut, ihr Geschick, ihre Ehre und ihre Zähigkeit beweisen möchten. Und um uns uns, ihrem Volk, zu zeigen das sie zu den Besten gehören die unser Vlk zu bieten hat.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Jubel brach nun unter den versammelten Homin aus. Cillis badete in dieser Aufmerksamkeit und jedes Beifall Klatschen vertrieb ein wenig seiner Angst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:'''''Whamm!&lt;br /&gt;
Ein Schneeball klatschte ihm an den Hinterkopf. Der junge Matis ruckte herum und sah Bunis, diesen arroganten Sohn des Leutnants der Palastwache, der sich langsam und überheblich die rechte Hand an seinem Wams abwischte. Sein Laufpartner Cordesi grinste wie ein Gingo in Cillis Richtung. Nehi drehte sich ebenfalls um und starrte das Paar hinter ihnen kalt an.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Das Mädchen Paar wird es ohnehin nicht einmal bis zu den Grünen Samen schaffen.''&amp;quot; zischte Bunis.Und um ihn herum kicherten andere Lauf-Paare hämisch hinter vorgehaltenen Händen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch ehe Cillis etwas erwidern konnte ertönte erneut die Stimme des Intendanten:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Die hier anwesenden 20 Paare werden in wenigen Minuten ihren Lauf durch den Winter antreten. Sie alle werden es nicht leicht haben. Und sie alle werden geprüft werden. Überall in den Wäldern sind wie immer erfahrene Späher postiert, die über das Verhalten und die Vorgehensweise der Paare bericht erstatten werden. Wie jedes Jahr gibt es nur eine Regel: Niemand darf verletzt werden! Ansonsten ist den Läufern alles erlaubt, das ihnen Vorteile bringt. Die Strecke führt wie jedes Jahr von Yrkanis, über Natae, Davae, nach Avalae. Dort wird mein Kollege Euch empfangen und nachdem er die Berichte der Kundschafter gehört hat, die Sieger bestimmen.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cillis schaute erneut zu Nehi hinüber. Sie war schlank und kräftig.&lt;br /&gt;
Einen Sommer jünger als er und doch größer.&lt;br /&gt;
Sie tippelte auf der Stelle, wie viele der wartenden Kinder, ihre leichten Stiefel nicht geschaffen für den Schnee.&lt;br /&gt;
Auch Cillis Zehen kribbelten leicht, aber er wollte nicht dass man ihn für einen kleinen Yubo hielt.&lt;br /&gt;
Es war Tradition, dass der Lauf nur in leichter Flüchtlings-Kleidung zurückgelegt wurde.&lt;br /&gt;
So wie es die ersten Boten zwischen den noch unfertigen Städten vor langer Zeit taten, da ihnen die Materialien für festeren Stoff fehlten.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Lasst uns nun zum Stadttor gehen!&amp;quot;, rief der Intendant.&lt;br /&gt;
	Lylanea macht eine kleine Pause&lt;br /&gt;
&amp;quot;Auf Homis! Euer Lauf beginnt jetzt!&amp;quot;&lt;br /&gt;
Mit diesem Ruf des Stadt-Empfängers startete das erste Paar.&lt;br /&gt;
Die beiden Mädchen liefen, den Stab fest zwischen sich umklammert, die Straße entlang.&lt;br /&gt;
Ein sicheres Zeichen dafür dass sie nicht auf den Sieg aus waren und nur den Lauf hinter sich bringen wollten.&lt;br /&gt;
Da der Weg über die abgegrenzte Straße länger und leichter war als direkt durch den Wald und den dort liegenden, tieferen Schnee.&lt;br /&gt;
Noch drei Paare vor ihm und Nehi.&lt;br /&gt;
Sie lächelte ihn an. Ihm wurde warm ...&lt;br /&gt;
Doch nun sah er, dass auch sie fürchterlich nervös war.&lt;br /&gt;
In ihren Augen leuchtete die Aufregung und ihr Atem kam in schnellen, kleinen Wolken über ihre Lippen.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Na, was meinst Du? Wald oder Weg?&amp;quot;&lt;br /&gt;
Ein wenig überrascht von dieser Frage und beschämt da sie ihn für einen Feigling hielt, geriet Cillis Stimme ein wenig ins Stocken.&lt;br /&gt;
Seine Antwort klang nun gar nicht so selbstbewusst wie sie sollte.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Eh?.. W...Wald. – WALD! – natürlich!''&lt;br /&gt;
Nehi lächelte ihn weiter an und schien zufrieden damit.&lt;br /&gt;
Hatte sie wirklich gedacht er würde den einfachen Weg wählen?&lt;br /&gt;
Er war zwar nicht so groß und stark wie Bunis, aber er war sich sicher, es würde reichen.&lt;br /&gt;
Hinter ihnen flüsterte Cordesi seinem bulligen Laufpartner etwas ins Ohr, woraufhin dieser in prustendes Gelächter ausbrach.&lt;br /&gt;
Cillis schaute über die Schulter und sah wie der schlaksige Kerl etwas in seiner Hosentasche verschwinden ließ.&lt;br /&gt;
Als Bunis seinen Blick bemerkte, entblößte dessen Mund eine Reihe großer Zähne in einem hämischen Grinsen.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du weißt doch Kleiner. Keine Regeln außer einer. Passt auf das ihr Euren Stab nicht los lasst.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Mit der flachen Hand stieß ihn der größere Junge in den Rücken und trieb Cillis einen Schritt vor, so das sein und Nehis Arm am Paar-Stab gestreckt wurde.&lt;br /&gt;
Es galt als &amp;quot;mogeln&amp;quot; und tölpelhaft, wenn einer der Läufer die Hand vom Stab ließ.&lt;br /&gt;
Ein Teil der Herausforderung war es gemeinsam zu laufen.&lt;br /&gt;
Nun war es an Cillis und Nehi.&lt;br /&gt;
In wenigen Momenten würden auch sie ihren Lauf beginnen.&lt;br /&gt;
Die Hände des Jungen Matis wurden langsam feucht vor Schweiß.&lt;br /&gt;
Und sein Atem dampfte in einer dichten Wolke vor ihm, wie der eines aufgeregten Bodocs.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Auf Homins! Euer Lauf beginnt jetzt!&amp;quot;&lt;br /&gt;
Wie sie es trainiert hatten, liefe beide mit dem rechten Bein zuerst los und bemühten sich einen steten Rhythmus in ihre Bewegungen zu bringen.&lt;br /&gt;
Direkt nach verlassen des Tores bogen sie in den Wald hinein ab, den direkte Weg zur Matis Arena einschlagend und den Spuren ihrer Vorläufer folgend.&lt;br /&gt;
Es war nicht leicht im Schnee Gleichschritt zu wahren.&lt;br /&gt;
Cillis Herz pochte ihm bis zum Hals.&lt;br /&gt;
Trotz des Trainings und der Kälte kamen sie schnell ins Schwitzen und beide Kinder wussten,&lt;br /&gt;
Weiter hasteten sie unter großen Wurzeln hindurch und an Bäumen vorbei, aufgeschreckte Yubos vor sich her treibend.&lt;br /&gt;
Die karge, glatte Wand des riesigen Holz-Konstruktes, das als Matis Arena bekannt war kam in Sichtweite und die Morgensonne glitzerte auf den an ihr hängenden Eiszapfen.&lt;br /&gt;
Die Kinder wanden sich zwischen den mannshohen Wurzelbögen hindurch, die das riesige Gebilde umschlangen und vorbei an seinem Eingang. Weiter Richtung Natae.&lt;br /&gt;
Der Empfänger der Siedlung nickte ihnen schon von weitem zu und band ihnen in einem kurzen Moment der Rast, das erste, blaue Band um den Stab.&lt;br /&gt;
Zum Beweis das sie diese Etappe gemeistert hatten.&lt;br /&gt;
Nun stand jedoch die schwierigste Wegstrecke vor ihnen.&lt;br /&gt;
Durch den dichten Wald, am Rand des Plateaus entlang auf dem sich die grünen Anhöhen befanden.&lt;br /&gt;
Kaum hatten sie einige hundert Meter zurückgelegt und den Klippenrand erreicht, sahen sie schlanke Körper von Raubtieren durch das Unterholz huschen.&lt;br /&gt;
Die Kinder stoppten ihren Lauf abrupt.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Verdammt.&amp;quot;, flüsterte Nehi.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wenn das Rudel uns bemerkt, kann uns nur noch Jena retten.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Ihr violetter Blick verriet Angst und Cillis war sicher, das seine Freundin in seinen grünen Augen deutlich erkennen konnte was er gerade dachte.&lt;br /&gt;
Vorsichtig trat er einen Schritt zurück.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hilfe! Hört mich jemand!? – HILFE!!&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die tiefe Stimme eines Mannes, weiter vorn.&lt;br /&gt;
Die jungen Matis blickten einander erschrocken an.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Ragus haben da jemanden eingekreist.&amp;quot; Cillis spürte wie seine Stimme bebte.&lt;br /&gt;
Nehi nickte nur stumm. In ihrem Blick stand die unausgesprochene Frage.&lt;br /&gt;
Die Gedanken des Jungen überschlugen sich.&lt;br /&gt;
Er griff sich ins grün gefärbte Haar und zog nervös an einer langen Strähne.&lt;br /&gt;
Nehi kaute auf ihrer Unterlippe und beiden schlotterten die Knie vor Kälte, Anstrengung und Angst.&lt;br /&gt;
Dann jedoch machte Nehi einen Schritt nach vorn. Cillis schaute sie überrascht an.&lt;br /&gt;
Sie nickte.&lt;br /&gt;
Wie ein Homin stürmten die beiden Halbwüchsigen vor. Laut brüllend und johlend.&lt;br /&gt;
Cillis griff einen Ast vom Boden und schwang ihn über seinem Kopf.&lt;br /&gt;
Die Ragus schreckten auf und stoben in instinktiver Flucht zunächst auseinander, doch würden sie sich bald von ihrem Schrecken erholen und ihr Rudel war mit Sicherheit stärker als die Kinder.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hallo?! Den Kami sei Dank. Helft mir. Zieht mich hoch!!!&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die Stimme kam von unterhalb der Klippe.&lt;br /&gt;
Vorsichtig traten sie vor um über den Rand hinweg zu spähen.&lt;br /&gt;
Dort unten, in etwa 3 Metern tiefe, hockte ein Homin auf einem schmalen Vorsprung in der Steilwand.&lt;br /&gt;
Der rothaarige, kräftige Mann schaute zu den Kindern auf und deutliche Erleichterung sprang auf seine harten, kantigen Züge.&lt;br /&gt;
Vorsichtig kam er auf die Beine.&lt;br /&gt;
Seine Haut war braun und wettergegerbt, doch seine Augen leuchteten gelblich, golden wie Bernstein.&lt;br /&gt;
Er trug das Wams eines Boten der Imperialen Gilde von Pyr.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ein Fyros?&amp;quot; entfuhr es Nehi.&lt;br /&gt;
Sie starrten auf den Homin herunter, der nervös zu ihnen empor lächelte.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ja. Da staunst Du, was? - Aber, wo sind Eure Eltern. Vertreiben sie diese Mistviecher?“, sprach er mit überraschend leichtem Akzent.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ehm – Nein... Unsere Eltern sind in Yrkanis.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Nehi stieß Cillis ihren Ellenbogen in die Seite und der Junge wollte schon protestieren, als er den Ausdruck im Gesicht des Fyros sah.&lt;br /&gt;
Verzweiflung.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was? Aber... Wie soll ich dann wieder dort hoch kommen? Und was macht ihr wenn die Tiere wiederkommen?&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die Kinder blickten sich an.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wie müssen ihm helfen.“ Cillis schaute in die Augen seiner Freundin und sein Magen krampfte sich zusammen.&lt;br /&gt;
Sie nickte erneut.&lt;br /&gt;
Cillis lies den Stab los.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was machst Du?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Es hat keiner gesehen und du bist kräftiger als ich.&lt;br /&gt;
Lass den Stab zu ihm runter damit er sich daran hochziehen kann. Ich halte Dich fest.&amp;quot; Kurz legte sich ein seltsamer Ausdruck auf Nehis Gesicht, dann nickte sie entschlossen und ließ sich auf den Bauch nieder.&lt;br /&gt;
Cillis griff ihre Beine und stemmte sich mit aller Kraft und seinem ganzen Gewicht nach hinten.&lt;br /&gt;
Der Stab reichte gerade an die ausgestreckten Hände des Fyros heran.&lt;br /&gt;
Er tat einen Satz und ein scharfer Ruck ging durch Nehis Schultern.&lt;br /&gt;
Sie knirschte mit den Zähnen und fühlte wie sich Cillis Griff um ihre Knöchel noch verstärkte.&lt;br /&gt;
Und doch rutschte sie ein kleines Stück nach vorn.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Nicht loslassen!''&lt;br /&gt;
Entfuhr es dem Fyros, dessen Füße nun über dem Abgrund baumelten.&lt;br /&gt;
Eine Hand über die andere setzend zog er sich langsam an der eisglatten Holzwand empor.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich rutsche!&amp;quot; hörte Nehi ihren Freund zwischen den Zähnen hindurch pressen.&lt;br /&gt;
Schon spürte sie die Bewegung auf dem vom Schnee glatten Boden.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Los! Sie können nicht viel weiter sein! Die holen wir ein!&amp;quot;, drang ein leiser Ruf aus dem Wald an Cillis Ohren.&lt;br /&gt;
Bunis!&lt;br /&gt;
Cillis Kopf ruckte herum und dort kamen ihre beiden Konkurrenten in einiger Entfernung vorbei gerannt.&lt;br /&gt;
Der bullige Junge zog seinen schmächtigeren Partner förmlich mit sich durch den Schnee.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bunis! Cordesi! Helft uns! – Hier!!&amp;quot;&lt;br /&gt;
Kaum war Cillis Schrei erklungen stoppten die beiden Läufer und blickten sich um.&lt;br /&gt;
Cordesi erspähte ihn zuerst und setzte sofort zum Sprint in seine Richtung an.&lt;br /&gt;
Doch wurde er jäh zurück gerissen.&lt;br /&gt;
Bunis zog ihn in entgegengesetzter Richtung davon. Cillis Herz blieb fast stehen.&lt;br /&gt;
Er konnte es nicht fassen. Bunis, dieser Sohn eines Gingos!&lt;br /&gt;
Ein wilder Fluch, aufgeschnappt von seinem Vater, entfuhr ihm.&lt;br /&gt;
Aus der Schlucht vor ihnen erklang ein lautes: „Ooh!! Haltet Durch Kinder! Bitte!!“&lt;br /&gt;
Nehi stöhnte. Die Muskeln ihrer schlanken Arme traten hervor wie zum Bersten gestreckte Seile.&lt;br /&gt;
Da hörte Cillis das Knurren hinter sich.&lt;br /&gt;
Eine schnelle Bewegung im Unterholz links von ihm. Kurz darauf rechts und das hustende Bellen eines Ragus.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sie kommen zurück!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Jena, wir schaffen das nicht.“, stieß Nehi hervor&lt;br /&gt;
&amp;quot;Er ist zu schwer.&amp;quot;'&lt;br /&gt;
&amp;quot;Durchhalten Kinder. Ihr habt es gleich geschafft. Nur noch ein kleines Stück.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die Worte klangen nervös und kurzatmig.&lt;br /&gt;
Cillis zuckte zusammen als er erneut eine Bewegung neben sich sah.&lt;br /&gt;
Ein großer, schlanker Ragus wagte sich näher an sie heran und ein heiseres Knurren drang aus seiner Schnauze.&lt;br /&gt;
Die Ohren dicht an den Körper gelegt kauerte sich das Tier auf die Hinterbeine und setzte zum Sprung auf seine wehrlose Beute an&lt;br /&gt;
Cillis ließ Nehis rechtes Bein los.&lt;br /&gt;
Sie rutschten ein Stück nach vorn und seine Freundin und der Fyros über der Schlucht Schrien fast gleichzeitig erschrocken auf.&lt;br /&gt;
Cillis griff den noch neben ihm im Schnee liegenden Ast und schwang ihn auf das heran springende Tier.&lt;br /&gt;
Krachend schlug der Ast gegen den Schädel des Ragus, dessen eigener Schwung ihn nun über den Rand der Klippe katapultierte.&lt;br /&gt;
Heulend, in einer Wolke aus Schnee, fiel der Räuber auf den Fyros zu.&lt;br /&gt;
Um nicht von dem zappelnden Tier mitgerissen zu werden schwang dieser im letzten Moment zur Seite.&lt;br /&gt;
Nehi ächzte schmerzerfüllt auf. Und wieder rutschten sie ein Stück weiter vor.&lt;br /&gt;
Der Brustkorb des Mädchens hing nun schon fast ganz über dem Abgrund.&lt;br /&gt;
Wenn einer von ihnen das Gleichgewicht verlor war Alles aus.&lt;br /&gt;
Ein zweiter und dritter Ragus erschienen.&lt;br /&gt;
Und von den Geräuschen um ihn herum schätzte er, dass es mindestens noch 5 weitere Räuber waren.&lt;br /&gt;
Der verzweifelte Junge schwang den Ast wild um sich und hielt so die Tiere zumindest vorerst davon ab ihn anzuspringen.&lt;br /&gt;
Lange würden sie das jedoch nicht durchhalten.&lt;br /&gt;
Ein Stoßgebet zu Jena formte sich in Cillis Kopf.&lt;br /&gt;
Er wurde erhört.&lt;br /&gt;
Etwas knallte schräg hinter seinem Kopf in den Bäumen und ein Schneelawine donnerte herab und begrub einen Teil des Ragus Rudels fast unter sich.&lt;br /&gt;
Die erschreckten Tiere tauchten in das nahe Unterholz.&lt;br /&gt;
Noch einmal knallte es direkt neben einem der Ragus und das Tier jaulte kurz auf und lief davon.&lt;br /&gt;
Wildes Geschrei und Rufe hallten durch den Wald.&lt;br /&gt;
Durch die Bäume kam eine Gruppe Kinder heran gerannt, Äste und Stäbe schwingend.&lt;br /&gt;
Allen voran Bunis der seinen Stab wie eine Keule nutze, um nach den Raubtieren zu schlagen.&lt;br /&gt;
Er stieß einen lauten Triumphschrei aus als die Ragus Fersengeld gaben.&lt;br /&gt;
Neben Cillis blieb er stehen, ließ seinen Stab fallen und packte Nehis rechtes Bein.&lt;br /&gt;
Zwei weitere Jungen fielen neben Nehi in den Schnee und griffen je einen Arm des Fyros.&lt;br /&gt;
Zwei Mädchen schnappten sich Nehis Wams und zogen daran.&lt;br /&gt;
Gemeinsam wuchteten sie den Mann über die Kante des Abgrundes und fielen rittlings in den Schnee.&lt;br /&gt;
Schwer atmend lagen sie nebeneinander.&lt;br /&gt;
Cillis starrte in den Himmel, wo Jenas Krone, der große Ringplanet, auf ihn herabblickte&lt;br /&gt;
Mit einem mal trat Cordesi in sein Blickfeld.&lt;br /&gt;
&amp;quot;He ihr zwei. Gemütlich da unten?&amp;quot; grinste er.&lt;br /&gt;
Cillis bemerkte das Bunis Arm auf seiner Brust lag.&lt;br /&gt;
Erschreckt stieß er ihn von sich und ruckte hoch.&lt;br /&gt;
Nehi hockte links neben ihm und lächelte ihn an.&lt;br /&gt;
Der Junge spürte deutlich wie das Blut in seine Ohren rauschte und Hitze in seinem Gesicht aufstieg.&lt;br /&gt;
Die beiden Mädchen die Nehi geholfen hatten kicherten und Cordesi brach in schallendes Gelächter aus.&lt;br /&gt;
Dann wurde Cillis mit einem Mal empor gerissen, als sich kräftige Arme um seinen Körper schlangen.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Den Segen der Kami über Euch Kinder!&amp;quot;&lt;br /&gt;
Der Fyros setzte sich Cillis auf die Schultern und begann überschwänglich zu tanzen und sich auf der Stelle zu drehen.Dabei jubelte und jauchzte er in seiner Sprache.&lt;br /&gt;
Nehi lachte und Bunis hielt sich den Bauch vor Lachen.&lt;br /&gt;
Allerdings nahm Cillis nicht viel davon wahr.&lt;br /&gt;
Ihm war danach in die Schlucht zu springen.&lt;br /&gt;
Nur um dieser Peinlichkeit zu entkommen.&lt;br /&gt;
In Davae war die Überraschung groß, als der kleine Trupp durch das Stadttor lief.&lt;br /&gt;
Cillis noch immer auf den Schultern des Fyros, der sie den ganzen Weg über mit Liedern aus seiner Heimat unterhalten hatte und immer wieder den Segen der Kamigeister versprach.&lt;br /&gt;
Cordesi hatte ihnen unterwegs gezeigt was er getan hatte um die Ragus zu vertreiben&lt;br /&gt;
In seinen Taschen verbargen sich eine Schleuder und einige Knallkugeln.&lt;br /&gt;
Einfache Feuerwerkskörper die mehr Krach machten als alles andere,&lt;br /&gt;
''Oder auf andere Paare.'', wie er grinsend hinzufügte.&lt;br /&gt;
Bunis gab zu das es seltsam ausgesehen haben musste als er seinen Partner von ihnen weg zog.&lt;br /&gt;
Doch hatte er die Ragus im Wald gesehen und erkannt das sie allein kein Chance hätten zu helfen.&lt;br /&gt;
Somit liefen sie in verschiedene Richtungen um die anderen Paare zur Hilfe zu holen.&lt;br /&gt;
Der Dorf-Intendant kam ihnen entgegen und verlangte zu wissen was passiert sei, das so lang erst kein Paar mehr ankam und dann eine solche Gruppe.&lt;br /&gt;
Die Kinder begannen sofort zu plappern, doch der rothaarige Fyros hob beschwichtigend die Hände und bat mit lauter Stimme um Ruhe.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Diese Kinder haben heute mein Leben gerettet. Ich danke Euch dafür, dass ihr diese Tradition Eures Volkes grad heute ausübt, wie sie mir berichteten.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Er berichtete kurz, in angemessenen Worten was vorgefallen war und betonte den Mut der Kinder.&lt;br /&gt;
Besonders Nehi hob er hervor, die ihn so tapfer und lang gehalten hatte.&lt;br /&gt;
Der Obmann hörte aufmerksam zu und nickte schließlich.&lt;br /&gt;
Dann griff er in sein Wams und wandte er sich an die Kinder.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hier sind die roten Bänder. Wer noch weiter nach Avalae will, sollte sich schnellstens eines geben lassen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Cillis zappelte auf der Schulter des Fyros und dieser setzte ihn schnell ab.&lt;br /&gt;
Nehi hatte dem Dorfempfänger schon den Stab entgegengehalten und nun flatterte dort das rote Band von Davae.&lt;br /&gt;
Cillis griff den Stab und blieb stehen.&lt;br /&gt;
Neben ihnen nahmen Bunis und Cordesi ihr Band in Empfang.&lt;br /&gt;
Dann die zwei Mädchen und zuletzt das Jungenpaar.&lt;br /&gt;
Vereint liefen die jungen Matis nun den Rest der Strecke in einem Pulk.&lt;br /&gt;
Als sie Aavale erreichten,&lt;br /&gt;
Viele Homins hatten sich am Tor versammelt um sie in Empfang zu nehmen.&lt;br /&gt;
Und als der Dorf Intendant die goldenen Bänder verteilte, war die Luft erfüllt von Jubel und Beifall.&lt;br /&gt;
Als das letzte Paar eintraf, wurde es von vielen Homins aus Yrkanis begleitet die das Ende des Laufes mit ihnen allen feiern wollten&lt;br /&gt;
Schließlich hob der Intendant die Arme und wandte sich an die versammelten Homins.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Matis! Seht diese Kinder, die den Lauf durch den Winter vollendet haben.&lt;br /&gt;
Sie alle haben bewiesen dass sie Durchhaltevermögen, Stärke und Mut besitzen.&lt;br /&gt;
Doch einige von ihnen haben in diesem gesegneten Jahr etwas Besonderes vollbracht.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Er hielt kurz inne um die Gruppe um Cillis nach vorn zu winken.&lt;br /&gt;
Mit vor Aufregung roten Köpfen traten die Kinder vor.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Diese Kinder ließen ihre Stäbe los!“ donnerte seine Stimme über die Versammelten hinweg.&lt;br /&gt;
Stille breitete sich aus.&lt;br /&gt;
:Cillis war geschockt.&lt;br /&gt;
Auch Nehi, Bunis und die Anderen blickten verwirrt.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sie haben eine Tradition des Laufes gebrochen. Sie alle sind &amp;quot;Loslasser.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Er blickte jedes der Kinder ernst an.&lt;br /&gt;
Dann hob er erneut die Stimme.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Jedoch taten sie das Richtige!&lt;br /&gt;
Sie handelten im Geiste des Laufes.&lt;br /&gt;
Sie verstanden seinen Sinn.&lt;br /&gt;
Ein Leben wurde gerettet, weil diese Kinder das Wichtige und Richtige über einfache Spielregeln stellten und erkannten, dass es galt zusammenzuarbeiten.&lt;br /&gt;
Jubel brandete auf und erneut wurden alle Kinder auf Schultern gehoben das wirkliche Fest begann nun endlich.&lt;br /&gt;
Inmitten des Trubels fand Cillis seine Eltern und rannte zu ihnen hinüber.&lt;br /&gt;
Seine Mutter umarmte ihn überschwänglich und wenn ein Vater noch etwas mehr Stolz in seinen Stand bringen könnte, würde seine Weste sicherlich platzen.&lt;br /&gt;
Eine Hand legte sich auch Cillis Schulter.&lt;br /&gt;
Nehi und der Fyros Bote standen dort.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Nun ihr Beiden. Ich muss weiter und meinen Auftrag ausführen.&lt;br /&gt;
Ich schulde euch Zweien mein Leben.&lt;br /&gt;
Ihr wart es die mich fandet und ihr brachtet den Mut auf mir zu helfen.&lt;br /&gt;
Dafür danke ich euch. Die Kami mögen euch beschützen.&lt;br /&gt;
Wenn ihr jemals nach Pyr kommt, dann fragt nach Collix Becoubs.&lt;br /&gt;
Das bin ich und ihr seid in meinem Hause auf ewig willkommen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Diese Geschichte wurde von [[Benutzer:Lylanea Vicciona|Lylanea]] auf dem [[Treffen der Barden II|zweites Treffen der Barden]] in Mystia 2612-4 vorgetragen. (HRP: April 2021)''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Portal|Literatur}}{{Portal|Animation}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Märchen und Legenden]] [[Kategorie:Treffen der Barden]]&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nilstilar</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Lauf_durch_den_Winter&amp;diff=34452</id>
		<title>Lauf durch den Winter</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Lauf_durch_den_Winter&amp;diff=34452"/>
				<updated>2023-02-21T07:24:13Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Nilstilar: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Trad&lt;br /&gt;
|DE =Lauf durch den Winter|DEs=0&lt;br /&gt;
|ES =Correr en invierno|ESs=1&lt;br /&gt;
|EN =Running in the winter|ENs=2&lt;br /&gt;
|FR =Courir dans l'hiver|FRs=3&lt;br /&gt;
|RU =&amp;lt;!--Бег зимой--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|H =1&lt;br /&gt;
|palette=atys&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{WIP}}&lt;br /&gt;
''Die Geschichte die ich euch erzählen will, basiert auf einer alten Tradition der Matis von der ich einmal gelesen habe. Ein alter Freund hat im Rahmen dieser Tradition etwas erlebt, von dem er mir erzählt hat. Ich habe daraus eine Geschichte gemacht.&lt;br /&gt;
''Sein Name war Collix und er erzählte mir, was er hier in Matia erlebt hatte. Ich erzähle die Geschichte aber aus der Sicht eines jungen Matis.&lt;br /&gt;
{{Quotation| |&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
Cillis hatte Angst. Aber, wie alle jungen Matis in seinem Alter wollte er es nicht zeigen. Nicht vor all den anderen auf dem Platz am Karavan-Schrein versammelten Matis und schon gar nicht vor seiner Lauf-Partnerin. Die schwebende Maschine aus dem setlsamen Material des Karavan surrte und summte über ihren Köpfen. Ihre Wächter schauten teilnahmslos herüber und hielten die Umgebung im Auge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorsichtig schielte der junge Matis hinüber zu Nehi. Sie wirkte gefasst und ruhig, ihr nussbraunes Haar war zu einem Schweif hinter ihren Kopf gebunden und ihre milchfarbene Haut schimmerte leicht in der Morgensonne. Sie umklammerte den Paar-Stab, knapp oberhalb seiner Hand. Ihr Griff war fest und die Knöchel traten leicht hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kinder kannten sich seit langer Zeit und hatten sofort nach der Auslosung vor 2 Wochen angefangen den Lauf zu trainieren.&lt;br /&gt;
Er mochte Nehi, nur eine Sache störte ihn an ihr. Wenn er das etwa einen Kopf größere Mädchen anschaute, fühlte er einen seltsamen Druck in der Brust. So als ob etwas aus ihm heraus wollte, aber nicht konnte. Sie war eine gute Laufpartnerin und trotz ihrer längeren Beine passte sie sich an seine Geschwindigkeit an und achtete darauf nicht zu sehr an dem Paar-Stab zu zerren. Der etwa 3 Ellen lange, glatte Stab aus dunklem Holz machte es auch so nicht grade leicht querfeldein durch den Wald zu laufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gespannt lauschte sie auf die Worte des Intendanten von Yrkanis. Auch Cillis Aufmerksamkeit wurde zurück zu ihm gezogen.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Homins!''&amp;quot; hob der Intendant die Stimme.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Stolze Matis! Wieder einmal vollendet ein Zyklus seinen ewigen Kreislauf. Und wieder einmal finden wir uns hier ein, um diesen Tag zu feiern und den traditionellen Lauf der Kinder zu begehen.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Verhaltener Beifall unterstrich seine Worte. Hier und da war ein Laut des Jubels zu hören.&lt;br /&gt;
Jedoch nicht von den Läufern. Sie alle waren gespannt und manche wirkten nervös wie Yubo-Wöchlinge. Er hoffte, dass die Anderen sein zittern nicht auf die Aufregung zurückführen würden, sondern auf die Kälte die langsam durch seine dünne Jacke kroch. Der Intendant fuhr fort:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Wie zu jedem Zyklus-Wechsel seit der Einkehr in die Neuen Lande, haben sich auch dieses Mal viele junge Matis hier eingefunden, die ihre Stärke, ihren Mut, ihr Geschick, ihre Ehre und ihre Zähigkeit beweisen möchten. Und um uns uns, ihrem Volk, zu zeigen das sie zu den Besten gehören die unser Vlk zu bieten hat.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Jubel brach nun unter den versammelten Homin aus. Cillis badete in dieser Aufmerksamkeit und jedes Beifall Klatschen vertrieb ein wenig seiner Angst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:'''Whamm!&lt;br /&gt;
Ein Schneeball klatschte ihm an den Hinterkopf. Der junge Matis ruckte herum und sah Bunis, diesen arroganten Sohn des Leutnants der Palastwache, der sich langsam und überheblich die rechte Hand an seinem Wams abwischte. Sein Laufpartner Cordesi grinste wie ein Gingo in Cillis Richtung. Nehi drehte sich ebenfalls um und starrte das Paar hinter ihnen kalt an.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Das Mädchen Paar wird es ohnehin nicht einmal bis zu den Grünen Samen schaffen.''&amp;quot; zischte Bunis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und um ihn herum kicherten andere Lauf-Paare hämisch hinter vorgehaltenen Händen.&lt;br /&gt;
Noch ehe Cillis etwas erwidern konnte ertönte erneut die Stimme des Intendanten.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die hier anwesenden 20 Paare werden in wenigen Minuten ihren Lauf durch den Winter antreten.&lt;br /&gt;
Sie alle werden es nicht leicht haben. Und sie alle werden geprüft werden.&lt;br /&gt;
Überall in den Wäldern sind wie immer erfahrene Späher postiert, die über das Verhalten und die Vorgehensweise der Paare bericht erstatten werden.&lt;br /&gt;
Wie jedes Jahr gibt es nur eine Regel:&lt;br /&gt;
Niemand darf verletzt werden!&lt;br /&gt;
Ansonsten ist den Läufern alles erlaubt, das ihnen Vorteile bringt.&lt;br /&gt;
Die Strecke führt wie jedes Jahr von Yrkanis, über Natae, Davae, nach Avalae. Dort wird mein Kollege Euch empfangen und nachdem er die Berichte der Kundschafter gehört hat, die Sieger bestimmen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Cillis schaute erneut zu Nehi hinüber. Sie war schlank und kräftig.&lt;br /&gt;
Einen Sommer jünger als er und doch größer.&lt;br /&gt;
Sie tippelte auf der Stelle, wie viele der wartenden Kinder, ihre leichten Stiefel nicht geschaffen für den Schnee.&lt;br /&gt;
Auch Cillis Zehen kribbelten leicht, aber er wollte nicht dass man ihn für einen kleinen Yubo hielt.&lt;br /&gt;
Es war Tradition, dass der Lauf nur in leichter Flüchtlings-Kleidung zurückgelegt wurde.&lt;br /&gt;
So wie es die ersten Boten zwischen den noch unfertigen Städten vor langer Zeit taten, da ihnen die Materialien für festeren Stoff fehlten.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Lasst uns nun zum Stadttor gehen!&amp;quot;, rief der Intendant.&lt;br /&gt;
	Lylanea macht eine kleine Pause&lt;br /&gt;
&amp;quot;Auf Homis! Euer Lauf beginnt jetzt!&amp;quot;&lt;br /&gt;
Mit diesem Ruf des Stadt-Empfängers startete das erste Paar.&lt;br /&gt;
Die beiden Mädchen liefen, den Stab fest zwischen sich umklammert, die Straße entlang.&lt;br /&gt;
Ein sicheres Zeichen dafür dass sie nicht auf den Sieg aus waren und nur den Lauf hinter sich bringen wollten.&lt;br /&gt;
Da der Weg über die abgegrenzte Straße länger und leichter war als direkt durch den Wald und den dort liegenden, tieferen Schnee.&lt;br /&gt;
Noch drei Paare vor ihm und Nehi.&lt;br /&gt;
Sie lächelte ihn an. Ihm wurde warm ...&lt;br /&gt;
Doch nun sah er, dass auch sie fürchterlich nervös war.&lt;br /&gt;
In ihren Augen leuchtete die Aufregung und ihr Atem kam in schnellen, kleinen Wolken über ihre Lippen.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Na, was meinst Du? Wald oder Weg?&amp;quot;&lt;br /&gt;
Ein wenig überrascht von dieser Frage und beschämt da sie ihn für einen Feigling hielt, geriet Cillis Stimme ein wenig ins Stocken.&lt;br /&gt;
Seine Antwort klang nun gar nicht so selbstbewusst wie sie sollte.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Eh?.. W...Wald. – WALD! – natürlich!''&lt;br /&gt;
Nehi lächelte ihn weiter an und schien zufrieden damit.&lt;br /&gt;
Hatte sie wirklich gedacht er würde den einfachen Weg wählen?&lt;br /&gt;
Er war zwar nicht so groß und stark wie Bunis, aber er war sich sicher, es würde reichen.&lt;br /&gt;
Hinter ihnen flüsterte Cordesi seinem bulligen Laufpartner etwas ins Ohr, woraufhin dieser in prustendes Gelächter ausbrach.&lt;br /&gt;
Cillis schaute über die Schulter und sah wie der schlaksige Kerl etwas in seiner Hosentasche verschwinden ließ.&lt;br /&gt;
Als Bunis seinen Blick bemerkte, entblößte dessen Mund eine Reihe großer Zähne in einem hämischen Grinsen.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du weißt doch Kleiner. Keine Regeln außer einer. Passt auf das ihr Euren Stab nicht los lasst.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Mit der flachen Hand stieß ihn der größere Junge in den Rücken und trieb Cillis einen Schritt vor, so das sein und Nehis Arm am Paar-Stab gestreckt wurde.&lt;br /&gt;
Es galt als &amp;quot;mogeln&amp;quot; und tölpelhaft, wenn einer der Läufer die Hand vom Stab ließ.&lt;br /&gt;
Ein Teil der Herausforderung war es gemeinsam zu laufen.&lt;br /&gt;
Nun war es an Cillis und Nehi.&lt;br /&gt;
In wenigen Momenten würden auch sie ihren Lauf beginnen.&lt;br /&gt;
Die Hände des Jungen Matis wurden langsam feucht vor Schweiß.&lt;br /&gt;
Und sein Atem dampfte in einer dichten Wolke vor ihm, wie der eines aufgeregten Bodocs.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Auf Homins! Euer Lauf beginnt jetzt!&amp;quot;&lt;br /&gt;
Wie sie es trainiert hatten, liefe beide mit dem rechten Bein zuerst los und bemühten sich einen steten Rhythmus in ihre Bewegungen zu bringen.&lt;br /&gt;
Direkt nach verlassen des Tores bogen sie in den Wald hinein ab, den direkte Weg zur Matis Arena einschlagend und den Spuren ihrer Vorläufer folgend.&lt;br /&gt;
Es war nicht leicht im Schnee Gleichschritt zu wahren.&lt;br /&gt;
Cillis Herz pochte ihm bis zum Hals.&lt;br /&gt;
Trotz des Trainings und der Kälte kamen sie schnell ins Schwitzen und beide Kinder wussten,&lt;br /&gt;
Weiter hasteten sie unter großen Wurzeln hindurch und an Bäumen vorbei, aufgeschreckte Yubos vor sich her treibend.&lt;br /&gt;
Die karge, glatte Wand des riesigen Holz-Konstruktes, das als Matis Arena bekannt war kam in Sichtweite und die Morgensonne glitzerte auf den an ihr hängenden Eiszapfen.&lt;br /&gt;
Die Kinder wanden sich zwischen den mannshohen Wurzelbögen hindurch, die das riesige Gebilde umschlangen und vorbei an seinem Eingang. Weiter Richtung Natae.&lt;br /&gt;
Der Empfänger der Siedlung nickte ihnen schon von weitem zu und band ihnen in einem kurzen Moment der Rast, das erste, blaue Band um den Stab.&lt;br /&gt;
Zum Beweis das sie diese Etappe gemeistert hatten.&lt;br /&gt;
Nun stand jedoch die schwierigste Wegstrecke vor ihnen.&lt;br /&gt;
Durch den dichten Wald, am Rand des Plateaus entlang auf dem sich die grünen Anhöhen befanden.&lt;br /&gt;
Kaum hatten sie einige hundert Meter zurückgelegt und den Klippenrand erreicht, sahen sie schlanke Körper von Raubtieren durch das Unterholz huschen.&lt;br /&gt;
Die Kinder stoppten ihren Lauf abrupt.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Verdammt.&amp;quot;, flüsterte Nehi.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wenn das Rudel uns bemerkt, kann uns nur noch Jena retten.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Ihr violetter Blick verriet Angst und Cillis war sicher, das seine Freundin in seinen grünen Augen deutlich erkennen konnte was er gerade dachte.&lt;br /&gt;
Vorsichtig trat er einen Schritt zurück.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hilfe! Hört mich jemand!? – HILFE!!&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die tiefe Stimme eines Mannes, weiter vorn.&lt;br /&gt;
Die jungen Matis blickten einander erschrocken an.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Ragus haben da jemanden eingekreist.&amp;quot; Cillis spürte wie seine Stimme bebte.&lt;br /&gt;
Nehi nickte nur stumm. In ihrem Blick stand die unausgesprochene Frage.&lt;br /&gt;
Die Gedanken des Jungen überschlugen sich.&lt;br /&gt;
Er griff sich ins grün gefärbte Haar und zog nervös an einer langen Strähne.&lt;br /&gt;
Nehi kaute auf ihrer Unterlippe und beiden schlotterten die Knie vor Kälte, Anstrengung und Angst.&lt;br /&gt;
Dann jedoch machte Nehi einen Schritt nach vorn. Cillis schaute sie überrascht an.&lt;br /&gt;
Sie nickte.&lt;br /&gt;
Wie ein Homin stürmten die beiden Halbwüchsigen vor. Laut brüllend und johlend.&lt;br /&gt;
Cillis griff einen Ast vom Boden und schwang ihn über seinem Kopf.&lt;br /&gt;
Die Ragus schreckten auf und stoben in instinktiver Flucht zunächst auseinander, doch würden sie sich bald von ihrem Schrecken erholen und ihr Rudel war mit Sicherheit stärker als die Kinder.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hallo?! Den Kami sei Dank. Helft mir. Zieht mich hoch!!!&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die Stimme kam von unterhalb der Klippe.&lt;br /&gt;
Vorsichtig traten sie vor um über den Rand hinweg zu spähen.&lt;br /&gt;
Dort unten, in etwa 3 Metern tiefe, hockte ein Homin auf einem schmalen Vorsprung in der Steilwand.&lt;br /&gt;
Der rothaarige, kräftige Mann schaute zu den Kindern auf und deutliche Erleichterung sprang auf seine harten, kantigen Züge.&lt;br /&gt;
Vorsichtig kam er auf die Beine.&lt;br /&gt;
Seine Haut war braun und wettergegerbt, doch seine Augen leuchteten gelblich, golden wie Bernstein.&lt;br /&gt;
Er trug das Wams eines Boten der Imperialen Gilde von Pyr.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ein Fyros?&amp;quot; entfuhr es Nehi.&lt;br /&gt;
Sie starrten auf den Homin herunter, der nervös zu ihnen empor lächelte.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ja. Da staunst Du, was? - Aber, wo sind Eure Eltern. Vertreiben sie diese Mistviecher?“, sprach er mit überraschend leichtem Akzent.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ehm – Nein... Unsere Eltern sind in Yrkanis.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Nehi stieß Cillis ihren Ellenbogen in die Seite und der Junge wollte schon protestieren, als er den Ausdruck im Gesicht des Fyros sah.&lt;br /&gt;
Verzweiflung.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was? Aber... Wie soll ich dann wieder dort hoch kommen? Und was macht ihr wenn die Tiere wiederkommen?&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die Kinder blickten sich an.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wie müssen ihm helfen.“ Cillis schaute in die Augen seiner Freundin und sein Magen krampfte sich zusammen.&lt;br /&gt;
Sie nickte erneut.&lt;br /&gt;
Cillis lies den Stab los.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was machst Du?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Es hat keiner gesehen und du bist kräftiger als ich.&lt;br /&gt;
Lass den Stab zu ihm runter damit er sich daran hochziehen kann. Ich halte Dich fest.&amp;quot; Kurz legte sich ein seltsamer Ausdruck auf Nehis Gesicht, dann nickte sie entschlossen und ließ sich auf den Bauch nieder.&lt;br /&gt;
Cillis griff ihre Beine und stemmte sich mit aller Kraft und seinem ganzen Gewicht nach hinten.&lt;br /&gt;
Der Stab reichte gerade an die ausgestreckten Hände des Fyros heran.&lt;br /&gt;
Er tat einen Satz und ein scharfer Ruck ging durch Nehis Schultern.&lt;br /&gt;
Sie knirschte mit den Zähnen und fühlte wie sich Cillis Griff um ihre Knöchel noch verstärkte.&lt;br /&gt;
Und doch rutschte sie ein kleines Stück nach vorn.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Nicht loslassen!''&lt;br /&gt;
Entfuhr es dem Fyros, dessen Füße nun über dem Abgrund baumelten.&lt;br /&gt;
Eine Hand über die andere setzend zog er sich langsam an der eisglatten Holzwand empor.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich rutsche!&amp;quot; hörte Nehi ihren Freund zwischen den Zähnen hindurch pressen.&lt;br /&gt;
Schon spürte sie die Bewegung auf dem vom Schnee glatten Boden.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Los! Sie können nicht viel weiter sein! Die holen wir ein!&amp;quot;, drang ein leiser Ruf aus dem Wald an Cillis Ohren.&lt;br /&gt;
Bunis!&lt;br /&gt;
Cillis Kopf ruckte herum und dort kamen ihre beiden Konkurrenten in einiger Entfernung vorbei gerannt.&lt;br /&gt;
Der bullige Junge zog seinen schmächtigeren Partner förmlich mit sich durch den Schnee.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bunis! Cordesi! Helft uns! – Hier!!&amp;quot;&lt;br /&gt;
Kaum war Cillis Schrei erklungen stoppten die beiden Läufer und blickten sich um.&lt;br /&gt;
Cordesi erspähte ihn zuerst und setzte sofort zum Sprint in seine Richtung an.&lt;br /&gt;
Doch wurde er jäh zurück gerissen.&lt;br /&gt;
Bunis zog ihn in entgegengesetzter Richtung davon. Cillis Herz blieb fast stehen.&lt;br /&gt;
Er konnte es nicht fassen. Bunis, dieser Sohn eines Gingos!&lt;br /&gt;
Ein wilder Fluch, aufgeschnappt von seinem Vater, entfuhr ihm.&lt;br /&gt;
Aus der Schlucht vor ihnen erklang ein lautes: „Ooh!! Haltet Durch Kinder! Bitte!!“&lt;br /&gt;
Nehi stöhnte. Die Muskeln ihrer schlanken Arme traten hervor wie zum Bersten gestreckte Seile.&lt;br /&gt;
Da hörte Cillis das Knurren hinter sich.&lt;br /&gt;
Eine schnelle Bewegung im Unterholz links von ihm. Kurz darauf rechts und das hustende Bellen eines Ragus.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sie kommen zurück!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Jena, wir schaffen das nicht.“, stieß Nehi hervor&lt;br /&gt;
&amp;quot;Er ist zu schwer.&amp;quot;'&lt;br /&gt;
&amp;quot;Durchhalten Kinder. Ihr habt es gleich geschafft. Nur noch ein kleines Stück.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die Worte klangen nervös und kurzatmig.&lt;br /&gt;
Cillis zuckte zusammen als er erneut eine Bewegung neben sich sah.&lt;br /&gt;
Ein großer, schlanker Ragus wagte sich näher an sie heran und ein heiseres Knurren drang aus seiner Schnauze.&lt;br /&gt;
Die Ohren dicht an den Körper gelegt kauerte sich das Tier auf die Hinterbeine und setzte zum Sprung auf seine wehrlose Beute an&lt;br /&gt;
Cillis ließ Nehis rechtes Bein los.&lt;br /&gt;
Sie rutschten ein Stück nach vorn und seine Freundin und der Fyros über der Schlucht Schrien fast gleichzeitig erschrocken auf.&lt;br /&gt;
Cillis griff den noch neben ihm im Schnee liegenden Ast und schwang ihn auf das heran springende Tier.&lt;br /&gt;
Krachend schlug der Ast gegen den Schädel des Ragus, dessen eigener Schwung ihn nun über den Rand der Klippe katapultierte.&lt;br /&gt;
Heulend, in einer Wolke aus Schnee, fiel der Räuber auf den Fyros zu.&lt;br /&gt;
Um nicht von dem zappelnden Tier mitgerissen zu werden schwang dieser im letzten Moment zur Seite.&lt;br /&gt;
Nehi ächzte schmerzerfüllt auf. Und wieder rutschten sie ein Stück weiter vor.&lt;br /&gt;
Der Brustkorb des Mädchens hing nun schon fast ganz über dem Abgrund.&lt;br /&gt;
Wenn einer von ihnen das Gleichgewicht verlor war Alles aus.&lt;br /&gt;
Ein zweiter und dritter Ragus erschienen.&lt;br /&gt;
Und von den Geräuschen um ihn herum schätzte er, dass es mindestens noch 5 weitere Räuber waren.&lt;br /&gt;
Der verzweifelte Junge schwang den Ast wild um sich und hielt so die Tiere zumindest vorerst davon ab ihn anzuspringen.&lt;br /&gt;
Lange würden sie das jedoch nicht durchhalten.&lt;br /&gt;
Ein Stoßgebet zu Jena formte sich in Cillis Kopf.&lt;br /&gt;
Er wurde erhört.&lt;br /&gt;
Etwas knallte schräg hinter seinem Kopf in den Bäumen und ein Schneelawine donnerte herab und begrub einen Teil des Ragus Rudels fast unter sich.&lt;br /&gt;
Die erschreckten Tiere tauchten in das nahe Unterholz.&lt;br /&gt;
Noch einmal knallte es direkt neben einem der Ragus und das Tier jaulte kurz auf und lief davon.&lt;br /&gt;
Wildes Geschrei und Rufe hallten durch den Wald.&lt;br /&gt;
Durch die Bäume kam eine Gruppe Kinder heran gerannt, Äste und Stäbe schwingend.&lt;br /&gt;
Allen voran Bunis der seinen Stab wie eine Keule nutze, um nach den Raubtieren zu schlagen.&lt;br /&gt;
Er stieß einen lauten Triumphschrei aus als die Ragus Fersengeld gaben.&lt;br /&gt;
Neben Cillis blieb er stehen, ließ seinen Stab fallen und packte Nehis rechtes Bein.&lt;br /&gt;
Zwei weitere Jungen fielen neben Nehi in den Schnee und griffen je einen Arm des Fyros.&lt;br /&gt;
Zwei Mädchen schnappten sich Nehis Wams und zogen daran.&lt;br /&gt;
Gemeinsam wuchteten sie den Mann über die Kante des Abgrundes und fielen rittlings in den Schnee.&lt;br /&gt;
Schwer atmend lagen sie nebeneinander.&lt;br /&gt;
Cillis starrte in den Himmel, wo Jenas Krone, der große Ringplanet, auf ihn herabblickte&lt;br /&gt;
Mit einem mal trat Cordesi in sein Blickfeld.&lt;br /&gt;
&amp;quot;He ihr zwei. Gemütlich da unten?&amp;quot; grinste er.&lt;br /&gt;
Cillis bemerkte das Bunis Arm auf seiner Brust lag.&lt;br /&gt;
Erschreckt stieß er ihn von sich und ruckte hoch.&lt;br /&gt;
Nehi hockte links neben ihm und lächelte ihn an.&lt;br /&gt;
Der Junge spürte deutlich wie das Blut in seine Ohren rauschte und Hitze in seinem Gesicht aufstieg.&lt;br /&gt;
Die beiden Mädchen die Nehi geholfen hatten kicherten und Cordesi brach in schallendes Gelächter aus.&lt;br /&gt;
Dann wurde Cillis mit einem Mal empor gerissen, als sich kräftige Arme um seinen Körper schlangen.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Den Segen der Kami über Euch Kinder!&amp;quot;&lt;br /&gt;
Der Fyros setzte sich Cillis auf die Schultern und begann überschwänglich zu tanzen und sich auf der Stelle zu drehen.Dabei jubelte und jauchzte er in seiner Sprache.&lt;br /&gt;
Nehi lachte und Bunis hielt sich den Bauch vor Lachen.&lt;br /&gt;
Allerdings nahm Cillis nicht viel davon wahr.&lt;br /&gt;
Ihm war danach in die Schlucht zu springen.&lt;br /&gt;
Nur um dieser Peinlichkeit zu entkommen.&lt;br /&gt;
In Davae war die Überraschung groß, als der kleine Trupp durch das Stadttor lief.&lt;br /&gt;
Cillis noch immer auf den Schultern des Fyros, der sie den ganzen Weg über mit Liedern aus seiner Heimat unterhalten hatte und immer wieder den Segen der Kamigeister versprach.&lt;br /&gt;
Cordesi hatte ihnen unterwegs gezeigt was er getan hatte um die Ragus zu vertreiben&lt;br /&gt;
In seinen Taschen verbargen sich eine Schleuder und einige Knallkugeln.&lt;br /&gt;
Einfache Feuerwerkskörper die mehr Krach machten als alles andere,&lt;br /&gt;
''Oder auf andere Paare.'', wie er grinsend hinzufügte.&lt;br /&gt;
Bunis gab zu das es seltsam ausgesehen haben musste als er seinen Partner von ihnen weg zog.&lt;br /&gt;
Doch hatte er die Ragus im Wald gesehen und erkannt das sie allein kein Chance hätten zu helfen.&lt;br /&gt;
Somit liefen sie in verschiedene Richtungen um die anderen Paare zur Hilfe zu holen.&lt;br /&gt;
Der Dorf-Intendant kam ihnen entgegen und verlangte zu wissen was passiert sei, das so lang erst kein Paar mehr ankam und dann eine solche Gruppe.&lt;br /&gt;
Die Kinder begannen sofort zu plappern, doch der rothaarige Fyros hob beschwichtigend die Hände und bat mit lauter Stimme um Ruhe.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Diese Kinder haben heute mein Leben gerettet. Ich danke Euch dafür, dass ihr diese Tradition Eures Volkes grad heute ausübt, wie sie mir berichteten.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Er berichtete kurz, in angemessenen Worten was vorgefallen war und betonte den Mut der Kinder.&lt;br /&gt;
Besonders Nehi hob er hervor, die ihn so tapfer und lang gehalten hatte.&lt;br /&gt;
Der Obmann hörte aufmerksam zu und nickte schließlich.&lt;br /&gt;
Dann griff er in sein Wams und wandte er sich an die Kinder.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hier sind die roten Bänder. Wer noch weiter nach Avalae will, sollte sich schnellstens eines geben lassen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Cillis zappelte auf der Schulter des Fyros und dieser setzte ihn schnell ab.&lt;br /&gt;
Nehi hatte dem Dorfempfänger schon den Stab entgegengehalten und nun flatterte dort das rote Band von Davae.&lt;br /&gt;
Cillis griff den Stab und blieb stehen.&lt;br /&gt;
Neben ihnen nahmen Bunis und Cordesi ihr Band in Empfang.&lt;br /&gt;
Dann die zwei Mädchen und zuletzt das Jungenpaar.&lt;br /&gt;
Vereint liefen die jungen Matis nun den Rest der Strecke in einem Pulk.&lt;br /&gt;
Als sie Aavale erreichten,&lt;br /&gt;
Viele Homins hatten sich am Tor versammelt um sie in Empfang zu nehmen.&lt;br /&gt;
Und als der Dorf Intendant die goldenen Bänder verteilte, war die Luft erfüllt von Jubel und Beifall.&lt;br /&gt;
Als das letzte Paar eintraf, wurde es von vielen Homins aus Yrkanis begleitet die das Ende des Laufes mit ihnen allen feiern wollten&lt;br /&gt;
Schließlich hob der Intendant die Arme und wandte sich an die versammelten Homins.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Matis! Seht diese Kinder, die den Lauf durch den Winter vollendet haben.&lt;br /&gt;
Sie alle haben bewiesen dass sie Durchhaltevermögen, Stärke und Mut besitzen.&lt;br /&gt;
Doch einige von ihnen haben in diesem gesegneten Jahr etwas Besonderes vollbracht.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Er hielt kurz inne um die Gruppe um Cillis nach vorn zu winken.&lt;br /&gt;
Mit vor Aufregung roten Köpfen traten die Kinder vor.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Diese Kinder ließen ihre Stäbe los!“ donnerte seine Stimme über die Versammelten hinweg.&lt;br /&gt;
Stille breitete sich aus.&lt;br /&gt;
:Cillis war geschockt.&lt;br /&gt;
Auch Nehi, Bunis und die Anderen blickten verwirrt.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sie haben eine Tradition des Laufes gebrochen. Sie alle sind &amp;quot;Loslasser.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Er blickte jedes der Kinder ernst an.&lt;br /&gt;
Dann hob er erneut die Stimme.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Jedoch taten sie das Richtige!&lt;br /&gt;
Sie handelten im Geiste des Laufes.&lt;br /&gt;
Sie verstanden seinen Sinn.&lt;br /&gt;
Ein Leben wurde gerettet, weil diese Kinder das Wichtige und Richtige über einfache Spielregeln stellten und erkannten, dass es galt zusammenzuarbeiten.&lt;br /&gt;
Jubel brandete auf und erneut wurden alle Kinder auf Schultern gehoben das wirkliche Fest begann nun endlich.&lt;br /&gt;
Inmitten des Trubels fand Cillis seine Eltern und rannte zu ihnen hinüber.&lt;br /&gt;
Seine Mutter umarmte ihn überschwänglich und wenn ein Vater noch etwas mehr Stolz in seinen Stand bringen könnte, würde seine Weste sicherlich platzen.&lt;br /&gt;
Eine Hand legte sich auch Cillis Schulter.&lt;br /&gt;
Nehi und der Fyros Bote standen dort.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Nun ihr Beiden. Ich muss weiter und meinen Auftrag ausführen.&lt;br /&gt;
Ich schulde euch Zweien mein Leben.&lt;br /&gt;
Ihr wart es die mich fandet und ihr brachtet den Mut auf mir zu helfen.&lt;br /&gt;
Dafür danke ich euch. Die Kami mögen euch beschützen.&lt;br /&gt;
Wenn ihr jemals nach Pyr kommt, dann fragt nach Collix Becoubs.&lt;br /&gt;
Das bin ich und ihr seid in meinem Hause auf ewig willkommen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Diese Geschichte wurde von [[Benutzer:Lylanea Vicciona|Lylanea]] auf dem [[Treffen der Barden II|zweites Treffen der Barden]] in Mystia 2612-4 vorgetragen. (HRP: April 2021)''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Portal|Literatur}}{{Portal|Animation}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Märchen und Legenden]] [[Kategorie:Treffen der Barden]]&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nilstilar</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Lauf_durch_den_Winter&amp;diff=34430</id>
		<title>Lauf durch den Winter</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Lauf_durch_den_Winter&amp;diff=34430"/>
				<updated>2023-02-20T19:21:53Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Nilstilar: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Trad&lt;br /&gt;
|DE =Lauf durch den Winter|DEs=0&lt;br /&gt;
|ES =Correr en invierno|ESs=1&lt;br /&gt;
|EN =Running in the winter|ENs=2&lt;br /&gt;
|FR =Courir dans l'hiver|FRs=3&lt;br /&gt;
|RU =&amp;lt;!--Бег зимой--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|H =1&lt;br /&gt;
|palette=atys&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{WIP}}&lt;br /&gt;
''Die Geschichte die ich euch erzählen will, basiert auf einer alten Tradition der Matis von der ich einmal gelesen habe. Ein alter Freund hat im Rahmen dieser Tradition etwas erlebt, von dem er mir erzählt hat. Ich habe daraus eine Geschichte gemacht.&lt;br /&gt;
''Sein Name war Collix und er erzählte mir, was er hier in Matia erlebt hatte. Ich erzähle die Geschichte aber aus der Sicht eines jungen Matis.&lt;br /&gt;
{{Quotation| |&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
Cillis hatte Angst. Aber, wie alle jungen Matis in seinem Alter wollte er es nicht zeigen. Nicht vor all den anderen auf dem Platz am Karavan-Schrein versammelten Matis und schon gar nicht vor seiner Lauf-Partnerin. Die schwebende Maschine aus dem setlsamen Material des Karavan surrte und summte über ihren Köpfen. Ihre Wächter schauten teilnahmslos herüber und hielten die Umgebung im Auge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorsichtig schielte der junge Matis hinüber zu Nehi. Sie wirkte gefasst und ruhig, ihr nussbraunes Haar war zu einem Schweif hinter ihren Kopf gebunden und ihre milchfarbene Haut schimmerte leicht in der Morgensonne. Sie umklammerte den Paar-Stab, knapp oberhalb seiner Hand. Ihr Griff war fest und die Knöchel traten leicht hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kinder kannten sich seit langer Zeit und hatten sofort nach der Auslosung vor 2 Wochen angefangen den Lauf zu trainieren.&lt;br /&gt;
Er mochte Nehi, nur eine Sache störte ihn an ihr. Wenn er das etwa einen Kopf größere Mädchen anschaute, fühlte er einen seltsamen Druck in der Brust. So als ob etwas aus ihm heraus wollte, aber nicht konnte. Sie war eine gute Laufpartnerin und trotz ihrer längeren Beine passte sie sich an seine Geschwindigkeit an und achtete darauf nicht zu sehr an dem Paar-Stab zu zerren. Der etwa 3 Ellen lange, glatte Stab aus dunklem Holz machte es auch so nicht grade leicht querfeldein durch den Wald zu laufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gespannt lauschte sie auf die Worte des Intendanten von Yrkanis. Auch Cillis Aufmerksamkeit wurde zurück zu ihm gezogen.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Homins!''&amp;quot; hob der Intendant die Stimme.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Stolze Matis! Wieder einmal vollendet ein Zyklus seinen ewigen Kreislauf. Und wieder einmal finden wir uns hier ein, um diesen Tag zu feiern und den traditionellen Lauf der Kinder zu begehen.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Verhaltener Beifall unterstrich seine Worte. Hier und da war ein Laut des Jubels zu hören.&lt;br /&gt;
Jedoch nicht von den Läufern. Sie alle waren gespannt und manche wirkten nervös wie Yubo-Wöchlinge. Er hoffte, dass die Anderen sein zittern nicht auf die Aufregung zurückführen würden, sondern auf die Kälte die langsam durch seine dünne Jacke kroch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Intendant fuhr fort:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Wie zu jedem Zyklus-Wechsel seit der Einkehr in die Neuen Lande, haben sich auch dieses Mal viele junge Matis hier eingefunden, die ihre Stärke, ihren Mut, ihr Geschick, ihre Ehre und ihre Zähigkeit beweisen möchten. Und um uns uns, ihrem Volk, zu zeigen das sie zu den Besten gehören die unser Vlk zu bieten hat.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Jubel brach nun unter den versammelten Homin aus. Cillis badete in dieser Aufmerksamkeit und jedes Beifall Klatschen vertrieb ein wenig seiner Angst.&lt;br /&gt;
:'''Whamm!&lt;br /&gt;
Ein Schneeball klatschte ihm an den Hinterkopf. Der junge Matis ruckte herum und sah Bunis, diesen arroganten Sohn des Leutnants der Palastwache, der sich langsam und überheblich die rechte Hand an seinem Wams abwischte. Sein Laufpartner Cordesi grinste wie ein Gingo in Cillis Richtung. Nehi drehte sich ebenfalls um und starrte das Paar hinter ihnen kalt an.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Das Mädchen Paar wird es ohnehin nicht einmal bis zu den Grünen Samen schaffen.''&amp;quot; zischte Bunis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und um ihn herum kicherten andere Lauf-Paare hämisch hinter vorgehaltenen Händen.&lt;br /&gt;
Noch ehe Cillis etwas erwidern konnte ertönte erneut die Stimme des Intendanten.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die hier anwesenden 20 Paare werden in wenigen Minuten ihren Lauf durch den Winter antreten.&lt;br /&gt;
Sie alle werden es nicht leicht haben. Und sie alle werden geprüft werden.&lt;br /&gt;
Überall in den Wäldern sind wie immer erfahrene Späher postiert, die über das Verhalten und die Vorgehensweise der Paare bericht erstatten werden.&lt;br /&gt;
Wie jedes Jahr gibt es nur eine Regel:&lt;br /&gt;
Niemand darf verletzt werden!&lt;br /&gt;
Ansonsten ist den Läufern alles erlaubt, das ihnen Vorteile bringt.&lt;br /&gt;
Die Strecke führt wie jedes Jahr von Yrkanis, über Natae, Davae, nach Avalae. Dort wird mein Kollege Euch empfangen und nachdem er die Berichte der Kundschafter gehört hat, die Sieger bestimmen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Cillis schaute erneut zu Nehi hinüber. Sie war schlank und kräftig.&lt;br /&gt;
Einen Sommer jünger als er und doch größer.&lt;br /&gt;
Sie tippelte auf der Stelle, wie viele der wartenden Kinder, ihre leichten Stiefel nicht geschaffen für den Schnee.&lt;br /&gt;
Auch Cillis Zehen kribbelten leicht, aber er wollte nicht dass man ihn für einen kleinen Yubo hielt.&lt;br /&gt;
Es war Tradition, dass der Lauf nur in leichter Flüchtlings-Kleidung zurückgelegt wurde.&lt;br /&gt;
So wie es die ersten Boten zwischen den noch unfertigen Städten vor langer Zeit taten, da ihnen die Materialien für festeren Stoff fehlten.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Lasst uns nun zum Stadttor gehen!&amp;quot;, rief der Intendant.&lt;br /&gt;
	Lylanea macht eine kleine Pause&lt;br /&gt;
&amp;quot;Auf Homis! Euer Lauf beginnt jetzt!&amp;quot;&lt;br /&gt;
Mit diesem Ruf des Stadt-Empfängers startete das erste Paar.&lt;br /&gt;
Die beiden Mädchen liefen, den Stab fest zwischen sich umklammert, die Straße entlang.&lt;br /&gt;
Ein sicheres Zeichen dafür dass sie nicht auf den Sieg aus waren und nur den Lauf hinter sich bringen wollten.&lt;br /&gt;
Da der Weg über die abgegrenzte Straße länger und leichter war als direkt durch den Wald und den dort liegenden, tieferen Schnee.&lt;br /&gt;
Noch drei Paare vor ihm und Nehi.&lt;br /&gt;
Sie lächelte ihn an. Ihm wurde warm ...&lt;br /&gt;
Doch nun sah er, dass auch sie fürchterlich nervös war.&lt;br /&gt;
In ihren Augen leuchtete die Aufregung und ihr Atem kam in schnellen, kleinen Wolken über ihre Lippen.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Na, was meinst Du? Wald oder Weg?&amp;quot;&lt;br /&gt;
Ein wenig überrascht von dieser Frage und beschämt da sie ihn für einen Feigling hielt, geriet Cillis Stimme ein wenig ins Stocken.&lt;br /&gt;
Seine Antwort klang nun gar nicht so selbstbewusst wie sie sollte.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Eh?.. W...Wald. – WALD! – natürlich!''&lt;br /&gt;
Nehi lächelte ihn weiter an und schien zufrieden damit.&lt;br /&gt;
Hatte sie wirklich gedacht er würde den einfachen Weg wählen?&lt;br /&gt;
Er war zwar nicht so groß und stark wie Bunis, aber er war sich sicher, es würde reichen.&lt;br /&gt;
Hinter ihnen flüsterte Cordesi seinem bulligen Laufpartner etwas ins Ohr, woraufhin dieser in prustendes Gelächter ausbrach.&lt;br /&gt;
Cillis schaute über die Schulter und sah wie der schlaksige Kerl etwas in seiner Hosentasche verschwinden ließ.&lt;br /&gt;
Als Bunis seinen Blick bemerkte, entblößte dessen Mund eine Reihe großer Zähne in einem hämischen Grinsen.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du weißt doch Kleiner. Keine Regeln außer einer. Passt auf das ihr Euren Stab nicht los lasst.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Mit der flachen Hand stieß ihn der größere Junge in den Rücken und trieb Cillis einen Schritt vor, so das sein und Nehis Arm am Paar-Stab gestreckt wurde.&lt;br /&gt;
Es galt als &amp;quot;mogeln&amp;quot; und tölpelhaft, wenn einer der Läufer die Hand vom Stab ließ.&lt;br /&gt;
Ein Teil der Herausforderung war es gemeinsam zu laufen.&lt;br /&gt;
Nun war es an Cillis und Nehi.&lt;br /&gt;
In wenigen Momenten würden auch sie ihren Lauf beginnen.&lt;br /&gt;
Die Hände des Jungen Matis wurden langsam feucht vor Schweiß.&lt;br /&gt;
Und sein Atem dampfte in einer dichten Wolke vor ihm, wie der eines aufgeregten Bodocs.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Auf Homins! Euer Lauf beginnt jetzt!&amp;quot;&lt;br /&gt;
Wie sie es trainiert hatten, liefe beide mit dem rechten Bein zuerst los und bemühten sich einen steten Rhythmus in ihre Bewegungen zu bringen.&lt;br /&gt;
Direkt nach verlassen des Tores bogen sie in den Wald hinein ab, den direkte Weg zur Matis Arena einschlagend und den Spuren ihrer Vorläufer folgend.&lt;br /&gt;
Es war nicht leicht im Schnee Gleichschritt zu wahren.&lt;br /&gt;
Cillis Herz pochte ihm bis zum Hals.&lt;br /&gt;
Trotz des Trainings und der Kälte kamen sie schnell ins Schwitzen und beide Kinder wussten,&lt;br /&gt;
Weiter hasteten sie unter großen Wurzeln hindurch und an Bäumen vorbei, aufgeschreckte Yubos vor sich her treibend.&lt;br /&gt;
Die karge, glatte Wand des riesigen Holz-Konstruktes, das als Matis Arena bekannt war kam in Sichtweite und die Morgensonne glitzerte auf den an ihr hängenden Eiszapfen.&lt;br /&gt;
Die Kinder wanden sich zwischen den mannshohen Wurzelbögen hindurch, die das riesige Gebilde umschlangen und vorbei an seinem Eingang. Weiter Richtung Natae.&lt;br /&gt;
Der Empfänger der Siedlung nickte ihnen schon von weitem zu und band ihnen in einem kurzen Moment der Rast, das erste, blaue Band um den Stab.&lt;br /&gt;
Zum Beweis das sie diese Etappe gemeistert hatten.&lt;br /&gt;
Nun stand jedoch die schwierigste Wegstrecke vor ihnen.&lt;br /&gt;
Durch den dichten Wald, am Rand des Plateaus entlang auf dem sich die grünen Anhöhen befanden.&lt;br /&gt;
Kaum hatten sie einige hundert Meter zurückgelegt und den Klippenrand erreicht, sahen sie schlanke Körper von Raubtieren durch das Unterholz huschen.&lt;br /&gt;
Die Kinder stoppten ihren Lauf abrupt.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Verdammt.&amp;quot;, flüsterte Nehi.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wenn das Rudel uns bemerkt, kann uns nur noch Jena retten.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Ihr violetter Blick verriet Angst und Cillis war sicher, das seine Freundin in seinen grünen Augen deutlich erkennen konnte was er gerade dachte.&lt;br /&gt;
Vorsichtig trat er einen Schritt zurück.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hilfe! Hört mich jemand!? – HILFE!!&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die tiefe Stimme eines Mannes, weiter vorn.&lt;br /&gt;
Die jungen Matis blickten einander erschrocken an.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Ragus haben da jemanden eingekreist.&amp;quot; Cillis spürte wie seine Stimme bebte.&lt;br /&gt;
Nehi nickte nur stumm. In ihrem Blick stand die unausgesprochene Frage.&lt;br /&gt;
Die Gedanken des Jungen überschlugen sich.&lt;br /&gt;
Er griff sich ins grün gefärbte Haar und zog nervös an einer langen Strähne.&lt;br /&gt;
Nehi kaute auf ihrer Unterlippe und beiden schlotterten die Knie vor Kälte, Anstrengung und Angst.&lt;br /&gt;
Dann jedoch machte Nehi einen Schritt nach vorn. Cillis schaute sie überrascht an.&lt;br /&gt;
Sie nickte.&lt;br /&gt;
Wie ein Homin stürmten die beiden Halbwüchsigen vor. Laut brüllend und johlend.&lt;br /&gt;
Cillis griff einen Ast vom Boden und schwang ihn über seinem Kopf.&lt;br /&gt;
Die Ragus schreckten auf und stoben in instinktiver Flucht zunächst auseinander, doch würden sie sich bald von ihrem Schrecken erholen und ihr Rudel war mit Sicherheit stärker als die Kinder.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hallo?! Den Kami sei Dank. Helft mir. Zieht mich hoch!!!&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die Stimme kam von unterhalb der Klippe.&lt;br /&gt;
Vorsichtig traten sie vor um über den Rand hinweg zu spähen.&lt;br /&gt;
Dort unten, in etwa 3 Metern tiefe, hockte ein Homin auf einem schmalen Vorsprung in der Steilwand.&lt;br /&gt;
Der rothaarige, kräftige Mann schaute zu den Kindern auf und deutliche Erleichterung sprang auf seine harten, kantigen Züge.&lt;br /&gt;
Vorsichtig kam er auf die Beine.&lt;br /&gt;
Seine Haut war braun und wettergegerbt, doch seine Augen leuchteten gelblich, golden wie Bernstein.&lt;br /&gt;
Er trug das Wams eines Boten der Imperialen Gilde von Pyr.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ein Fyros?&amp;quot; entfuhr es Nehi.&lt;br /&gt;
Sie starrten auf den Homin herunter, der nervös zu ihnen empor lächelte.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ja. Da staunst Du, was? - Aber, wo sind Eure Eltern. Vertreiben sie diese Mistviecher?“, sprach er mit überraschend leichtem Akzent.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ehm – Nein... Unsere Eltern sind in Yrkanis.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Nehi stieß Cillis ihren Ellenbogen in die Seite und der Junge wollte schon protestieren, als er den Ausdruck im Gesicht des Fyros sah.&lt;br /&gt;
Verzweiflung.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was? Aber... Wie soll ich dann wieder dort hoch kommen? Und was macht ihr wenn die Tiere wiederkommen?&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die Kinder blickten sich an.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wie müssen ihm helfen.“ Cillis schaute in die Augen seiner Freundin und sein Magen krampfte sich zusammen.&lt;br /&gt;
Sie nickte erneut.&lt;br /&gt;
Cillis lies den Stab los.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was machst Du?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Es hat keiner gesehen und du bist kräftiger als ich.&lt;br /&gt;
Lass den Stab zu ihm runter damit er sich daran hochziehen kann. Ich halte Dich fest.&amp;quot; Kurz legte sich ein seltsamer Ausdruck auf Nehis Gesicht, dann nickte sie entschlossen und ließ sich auf den Bauch nieder.&lt;br /&gt;
Cillis griff ihre Beine und stemmte sich mit aller Kraft und seinem ganzen Gewicht nach hinten.&lt;br /&gt;
Der Stab reichte gerade an die ausgestreckten Hände des Fyros heran.&lt;br /&gt;
Er tat einen Satz und ein scharfer Ruck ging durch Nehis Schultern.&lt;br /&gt;
Sie knirschte mit den Zähnen und fühlte wie sich Cillis Griff um ihre Knöchel noch verstärkte.&lt;br /&gt;
Und doch rutschte sie ein kleines Stück nach vorn.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Nicht loslassen!''&lt;br /&gt;
Entfuhr es dem Fyros, dessen Füße nun über dem Abgrund baumelten.&lt;br /&gt;
Eine Hand über die andere setzend zog er sich langsam an der eisglatten Holzwand empor.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich rutsche!&amp;quot; hörte Nehi ihren Freund zwischen den Zähnen hindurch pressen.&lt;br /&gt;
Schon spürte sie die Bewegung auf dem vom Schnee glatten Boden.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Los! Sie können nicht viel weiter sein! Die holen wir ein!&amp;quot;, drang ein leiser Ruf aus dem Wald an Cillis Ohren.&lt;br /&gt;
Bunis!&lt;br /&gt;
Cillis Kopf ruckte herum und dort kamen ihre beiden Konkurrenten in einiger Entfernung vorbei gerannt.&lt;br /&gt;
Der bullige Junge zog seinen schmächtigeren Partner förmlich mit sich durch den Schnee.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bunis! Cordesi! Helft uns! – Hier!!&amp;quot;&lt;br /&gt;
Kaum war Cillis Schrei erklungen stoppten die beiden Läufer und blickten sich um.&lt;br /&gt;
Cordesi erspähte ihn zuerst und setzte sofort zum Sprint in seine Richtung an.&lt;br /&gt;
Doch wurde er jäh zurück gerissen.&lt;br /&gt;
Bunis zog ihn in entgegengesetzter Richtung davon. Cillis Herz blieb fast stehen.&lt;br /&gt;
Er konnte es nicht fassen. Bunis, dieser Sohn eines Gingos!&lt;br /&gt;
Ein wilder Fluch, aufgeschnappt von seinem Vater, entfuhr ihm.&lt;br /&gt;
Aus der Schlucht vor ihnen erklang ein lautes: „Ooh!! Haltet Durch Kinder! Bitte!!“&lt;br /&gt;
Nehi stöhnte. Die Muskeln ihrer schlanken Arme traten hervor wie zum Bersten gestreckte Seile.&lt;br /&gt;
Da hörte Cillis das Knurren hinter sich.&lt;br /&gt;
Eine schnelle Bewegung im Unterholz links von ihm. Kurz darauf rechts und das hustende Bellen eines Ragus.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sie kommen zurück!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Jena, wir schaffen das nicht.“, stieß Nehi hervor&lt;br /&gt;
&amp;quot;Er ist zu schwer.&amp;quot;'&lt;br /&gt;
&amp;quot;Durchhalten Kinder. Ihr habt es gleich geschafft. Nur noch ein kleines Stück.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die Worte klangen nervös und kurzatmig.&lt;br /&gt;
Cillis zuckte zusammen als er erneut eine Bewegung neben sich sah.&lt;br /&gt;
Ein großer, schlanker Ragus wagte sich näher an sie heran und ein heiseres Knurren drang aus seiner Schnauze.&lt;br /&gt;
Die Ohren dicht an den Körper gelegt kauerte sich das Tier auf die Hinterbeine und setzte zum Sprung auf seine wehrlose Beute an&lt;br /&gt;
Cillis ließ Nehis rechtes Bein los.&lt;br /&gt;
Sie rutschten ein Stück nach vorn und seine Freundin und der Fyros über der Schlucht Schrien fast gleichzeitig erschrocken auf.&lt;br /&gt;
Cillis griff den noch neben ihm im Schnee liegenden Ast und schwang ihn auf das heran springende Tier.&lt;br /&gt;
Krachend schlug der Ast gegen den Schädel des Ragus, dessen eigener Schwung ihn nun über den Rand der Klippe katapultierte.&lt;br /&gt;
Heulend, in einer Wolke aus Schnee, fiel der Räuber auf den Fyros zu.&lt;br /&gt;
Um nicht von dem zappelnden Tier mitgerissen zu werden schwang dieser im letzten Moment zur Seite.&lt;br /&gt;
Nehi ächzte schmerzerfüllt auf. Und wieder rutschten sie ein Stück weiter vor.&lt;br /&gt;
Der Brustkorb des Mädchens hing nun schon fast ganz über dem Abgrund.&lt;br /&gt;
Wenn einer von ihnen das Gleichgewicht verlor war Alles aus.&lt;br /&gt;
Ein zweiter und dritter Ragus erschienen.&lt;br /&gt;
Und von den Geräuschen um ihn herum schätzte er, dass es mindestens noch 5 weitere Räuber waren.&lt;br /&gt;
Der verzweifelte Junge schwang den Ast wild um sich und hielt so die Tiere zumindest vorerst davon ab ihn anzuspringen.&lt;br /&gt;
Lange würden sie das jedoch nicht durchhalten.&lt;br /&gt;
Ein Stoßgebet zu Jena formte sich in Cillis Kopf.&lt;br /&gt;
Er wurde erhört.&lt;br /&gt;
Etwas knallte schräg hinter seinem Kopf in den Bäumen und ein Schneelawine donnerte herab und begrub einen Teil des Ragus Rudels fast unter sich.&lt;br /&gt;
Die erschreckten Tiere tauchten in das nahe Unterholz.&lt;br /&gt;
Noch einmal knallte es direkt neben einem der Ragus und das Tier jaulte kurz auf und lief davon.&lt;br /&gt;
Wildes Geschrei und Rufe hallten durch den Wald.&lt;br /&gt;
Durch die Bäume kam eine Gruppe Kinder heran gerannt, Äste und Stäbe schwingend.&lt;br /&gt;
Allen voran Bunis der seinen Stab wie eine Keule nutze, um nach den Raubtieren zu schlagen.&lt;br /&gt;
Er stieß einen lauten Triumphschrei aus als die Ragus Fersengeld gaben.&lt;br /&gt;
Neben Cillis blieb er stehen, ließ seinen Stab fallen und packte Nehis rechtes Bein.&lt;br /&gt;
Zwei weitere Jungen fielen neben Nehi in den Schnee und griffen je einen Arm des Fyros.&lt;br /&gt;
Zwei Mädchen schnappten sich Nehis Wams und zogen daran.&lt;br /&gt;
Gemeinsam wuchteten sie den Mann über die Kante des Abgrundes und fielen rittlings in den Schnee.&lt;br /&gt;
Schwer atmend lagen sie nebeneinander.&lt;br /&gt;
Cillis starrte in den Himmel, wo Jenas Krone, der große Ringplanet, auf ihn herabblickte&lt;br /&gt;
Mit einem mal trat Cordesi in sein Blickfeld.&lt;br /&gt;
&amp;quot;He ihr zwei. Gemütlich da unten?&amp;quot; grinste er.&lt;br /&gt;
Cillis bemerkte das Bunis Arm auf seiner Brust lag.&lt;br /&gt;
Erschreckt stieß er ihn von sich und ruckte hoch.&lt;br /&gt;
Nehi hockte links neben ihm und lächelte ihn an.&lt;br /&gt;
Der Junge spürte deutlich wie das Blut in seine Ohren rauschte und Hitze in seinem Gesicht aufstieg.&lt;br /&gt;
Die beiden Mädchen die Nehi geholfen hatten kicherten und Cordesi brach in schallendes Gelächter aus.&lt;br /&gt;
Dann wurde Cillis mit einem Mal empor gerissen, als sich kräftige Arme um seinen Körper schlangen.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Den Segen der Kami über Euch Kinder!&amp;quot;&lt;br /&gt;
Der Fyros setzte sich Cillis auf die Schultern und begann überschwänglich zu tanzen und sich auf der Stelle zu drehen.Dabei jubelte und jauchzte er in seiner Sprache.&lt;br /&gt;
Nehi lachte und Bunis hielt sich den Bauch vor Lachen.&lt;br /&gt;
Allerdings nahm Cillis nicht viel davon wahr.&lt;br /&gt;
Ihm war danach in die Schlucht zu springen.&lt;br /&gt;
Nur um dieser Peinlichkeit zu entkommen.&lt;br /&gt;
In Davae war die Überraschung groß, als der kleine Trupp durch das Stadttor lief.&lt;br /&gt;
Cillis noch immer auf den Schultern des Fyros, der sie den ganzen Weg über mit Liedern aus seiner Heimat unterhalten hatte und immer wieder den Segen der Kamigeister versprach.&lt;br /&gt;
Cordesi hatte ihnen unterwegs gezeigt was er getan hatte um die Ragus zu vertreiben&lt;br /&gt;
In seinen Taschen verbargen sich eine Schleuder und einige Knallkugeln.&lt;br /&gt;
Einfache Feuerwerkskörper die mehr Krach machten als alles andere,&lt;br /&gt;
''Oder auf andere Paare.'', wie er grinsend hinzufügte.&lt;br /&gt;
Bunis gab zu das es seltsam ausgesehen haben musste als er seinen Partner von ihnen weg zog.&lt;br /&gt;
Doch hatte er die Ragus im Wald gesehen und erkannt das sie allein kein Chance hätten zu helfen.&lt;br /&gt;
Somit liefen sie in verschiedene Richtungen um die anderen Paare zur Hilfe zu holen.&lt;br /&gt;
Der Dorf-Intendant kam ihnen entgegen und verlangte zu wissen was passiert sei, das so lang erst kein Paar mehr ankam und dann eine solche Gruppe.&lt;br /&gt;
Die Kinder begannen sofort zu plappern, doch der rothaarige Fyros hob beschwichtigend die Hände und bat mit lauter Stimme um Ruhe.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Diese Kinder haben heute mein Leben gerettet. Ich danke Euch dafür, dass ihr diese Tradition Eures Volkes grad heute ausübt, wie sie mir berichteten.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Er berichtete kurz, in angemessenen Worten was vorgefallen war und betonte den Mut der Kinder.&lt;br /&gt;
Besonders Nehi hob er hervor, die ihn so tapfer und lang gehalten hatte.&lt;br /&gt;
Der Obmann hörte aufmerksam zu und nickte schließlich.&lt;br /&gt;
Dann griff er in sein Wams und wandte er sich an die Kinder.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hier sind die roten Bänder. Wer noch weiter nach Avalae will, sollte sich schnellstens eines geben lassen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Cillis zappelte auf der Schulter des Fyros und dieser setzte ihn schnell ab.&lt;br /&gt;
Nehi hatte dem Dorfempfänger schon den Stab entgegengehalten und nun flatterte dort das rote Band von Davae.&lt;br /&gt;
Cillis griff den Stab und blieb stehen.&lt;br /&gt;
Neben ihnen nahmen Bunis und Cordesi ihr Band in Empfang.&lt;br /&gt;
Dann die zwei Mädchen und zuletzt das Jungenpaar.&lt;br /&gt;
Vereint liefen die jungen Matis nun den Rest der Strecke in einem Pulk.&lt;br /&gt;
Als sie Aavale erreichten,&lt;br /&gt;
Viele Homins hatten sich am Tor versammelt um sie in Empfang zu nehmen.&lt;br /&gt;
Und als der Dorf Intendant die goldenen Bänder verteilte, war die Luft erfüllt von Jubel und Beifall.&lt;br /&gt;
Als das letzte Paar eintraf, wurde es von vielen Homins aus Yrkanis begleitet die das Ende des Laufes mit ihnen allen feiern wollten&lt;br /&gt;
Schließlich hob der Intendant die Arme und wandte sich an die versammelten Homins.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Matis! Seht diese Kinder, die den Lauf durch den Winter vollendet haben.&lt;br /&gt;
Sie alle haben bewiesen dass sie Durchhaltevermögen, Stärke und Mut besitzen.&lt;br /&gt;
Doch einige von ihnen haben in diesem gesegneten Jahr etwas Besonderes vollbracht.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Er hielt kurz inne um die Gruppe um Cillis nach vorn zu winken.&lt;br /&gt;
Mit vor Aufregung roten Köpfen traten die Kinder vor.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Diese Kinder ließen ihre Stäbe los!“ donnerte seine Stimme über die Versammelten hinweg.&lt;br /&gt;
Stille breitete sich aus.&lt;br /&gt;
:Cillis war geschockt.&lt;br /&gt;
Auch Nehi, Bunis und die Anderen blickten verwirrt.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sie haben eine Tradition des Laufes gebrochen. Sie alle sind &amp;quot;Loslasser.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Er blickte jedes der Kinder ernst an.&lt;br /&gt;
Dann hob er erneut die Stimme.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Jedoch taten sie das Richtige!&lt;br /&gt;
Sie handelten im Geiste des Laufes.&lt;br /&gt;
Sie verstanden seinen Sinn.&lt;br /&gt;
Ein Leben wurde gerettet, weil diese Kinder das Wichtige und Richtige über einfache Spielregeln stellten und erkannten, dass es galt zusammenzuarbeiten.&lt;br /&gt;
Jubel brandete auf und erneut wurden alle Kinder auf Schultern gehoben das wirkliche Fest begann nun endlich.&lt;br /&gt;
Inmitten des Trubels fand Cillis seine Eltern und rannte zu ihnen hinüber.&lt;br /&gt;
Seine Mutter umarmte ihn überschwänglich und wenn ein Vater noch etwas mehr Stolz in seinen Stand bringen könnte, würde seine Weste sicherlich platzen.&lt;br /&gt;
Eine Hand legte sich auch Cillis Schulter.&lt;br /&gt;
Nehi und der Fyros Bote standen dort.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Nun ihr Beiden. Ich muss weiter und meinen Auftrag ausführen.&lt;br /&gt;
Ich schulde euch Zweien mein Leben.&lt;br /&gt;
Ihr wart es die mich fandet und ihr brachtet den Mut auf mir zu helfen.&lt;br /&gt;
Dafür danke ich euch. Die Kami mögen euch beschützen.&lt;br /&gt;
Wenn ihr jemals nach Pyr kommt, dann fragt nach Collix Becoubs.&lt;br /&gt;
Das bin ich und ihr seid in meinem Hause auf ewig willkommen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Diese Geschichte wurde von [[Benutzer:Lylanea Vicciona|Lylanea]] auf dem [[Treffen der Barden II|zweites Treffen der Barden]] in Mystia 2612-4 vorgetragen. (HRP: April 2021)''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Portal|Literatur}}{{Portal|Animation}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Märchen und Legenden]] [[Kategorie:Treffen der Barden]]&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nilstilar</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Lauf_durch_den_Winter&amp;diff=34426</id>
		<title>Lauf durch den Winter</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Lauf_durch_den_Winter&amp;diff=34426"/>
				<updated>2023-02-19T18:52:13Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Nilstilar: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Trad&lt;br /&gt;
|DE =Lauf durch den Winter|DEs=0&lt;br /&gt;
|ES =Correr en invierno|ESs=1&lt;br /&gt;
|EN =Running in the winter|ENs=2&lt;br /&gt;
|FR =Courir dans l'hiver|FRs=3&lt;br /&gt;
|RU =&amp;lt;!--Бег зимой--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|H =1&lt;br /&gt;
|palette=atys&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{WIP}}&lt;br /&gt;
''Die Geschichte die ich euch erzählen will, basiert auf einer alten Tradition der Matis von der ich einmal gelesen habe. Ein alter Freund hat im Rahmen dieser Tradition etwas erlebt, von dem er mir erzählt hat. Ich habe daraus eine Geschichte gemacht.&lt;br /&gt;
''Sein Name war Collix und er erzählte mir, was er hier in Matia erlebt hatte. Ich erzähle die Geschichte aber aus der Sicht eines jungen Matis.&lt;br /&gt;
{{Quotation|'''''Lylanea Viccionna''', Bardin der Vier Nationen''|&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
Cillis hatte Angst. Aber, wie alle jungen Matis in seinem Alter wollte er es nicht zeigen. Nicht vor all den anderen auf dem Platz am Karavan-Schrein versammelten Matis und schon gar nicht vor seiner Lauf-Partnerin. Die schwebende Maschine aus dem setlsamen Material des Karavan surrte und summte über ihren Köpfen. Ihre Wächter schauten teilnahmslos herüber und hielten die Umgebung im Auge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorsichtig schielte der junge Matis hinüber zu Nehi. Sie wirkte gefasst und ruhig, ihr nussbraunes Haar war zu einem Schweif hinter ihren Kopf gebunden und ihre milchfarbene Haut schimmerte leicht in der Morgensonne. Sie umklammerte den Paar-Stab, knapp oberhalb seiner Hand. Ihr Griff war fest und die Knöchel traten leicht hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kinder kannten sich seit langer Zeit und hatten sofort nach der Auslosung vor 2 Wochen angefangen den Lauf zu trainieren.&lt;br /&gt;
Er mochte Nehi, nur eine Sache störte ihn an ihr. Wenn er das etwa einen Kopf größere Mädchen anschaute, fühlte er einen seltsamen Druck in der Brust. So als ob etwas aus ihm heraus wollte, aber nicht konnte. Sie war eine gute Laufpartnerin und trotz ihrer längeren Beine passte sie sich an seine Geschwindigkeit an und achtete darauf nicht zu sehr an dem Paar-Stab zu zerren. Der etwa 3 Ellen lange, glatte Stab aus dunklem Holz machte es auch so nicht grade leicht querfeldein durch den Wald zu laufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gespannt lauschte sie auf die Worte des Intendanten von Yrkanis. Auch Cillis Aufmerksamkeit wurde zurück zu ihm gezogen.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Homins!''&amp;quot; hob der Intendant die Stimme.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Stolze Matis! Wieder einmal vollendet ein Zyklus seinen ewigen Kreislauf. Und wieder einmal finden wir uns hier ein, um diesen Tag zu feiern und den traditionellen Lauf der Kinder zu begehen.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Verhaltener Beifall unterstrich seine Worte. Hier und da war ein Laut des Jubels zu hören.&lt;br /&gt;
Jedoch nicht von den Läufern. Sie alle waren gespannt und manche wirkten nervös wie Yubo-Wöchlinge. Er hoffte, dass die Anderen sein zittern nicht auf die Aufregung zurückführen würden, sondern auf die Kälte die langsam durch seine dünne Jacke kroch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Intendant fuhr fort.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wie zu jedem Zyklus-Wechsel seit der Einkehr in die Neuen Lande, haben sich auch dieses Mal viele junge Matis hier eingefunden, die ihre Stärke, ihren Mut, ihr Geschick, ihre Ehre und ihre Zähigkeit beweisen möchten. Und um uns uns, ihrem Volk, zu zeigen das sie zu den Besten gehören die unser Vlk zu bieten hat.''&lt;br /&gt;
Jubel brach nun unter den versammelten Homin aus.&lt;br /&gt;
Cillis badete in dieser Aufmerksamkeit und jedes Beifall Klatschen vertrieb ein wenig seiner Angst.&lt;br /&gt;
Whamm!&lt;br /&gt;
Ein Schneeball klatschte ihm an den Hinterkopf.&lt;br /&gt;
Der junge Matis ruckte herum und sah Bunis, diesen arroganten Sohn des Leutnants der Palastwache, der sich langsam und überheblich die rechte Hand an seinem Wams abwischte.&lt;br /&gt;
Sein Laufpartner Cordesi grinste wie ein Gingo in Cillis Richtung.&lt;br /&gt;
Nehi drehte sich ebenfalls um und starrte das Paar hinter ihnen kalt an.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Das Mädchen Paar wird es ohnehin nicht einmal bis zu den Grünen Samen schaffen.&amp;quot;, zischte Bunis.&lt;br /&gt;
Und um ihn herum kicherten andere Lauf-Paare hämisch hinter vorgehaltenen Händen.&lt;br /&gt;
Noch ehe Cillis etwas erwidern konnte ertönte erneut die Stimme des Intendanten.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die hier anwesenden 20 Paare werden in wenigen Minuten ihren Lauf durch den Winter antreten.&lt;br /&gt;
Sie alle werden es nicht leicht haben. Und sie alle werden geprüft werden.&lt;br /&gt;
Überall in den Wäldern sind wie immer erfahrene Späher postiert, die über das Verhalten und die Vorgehensweise der Paare bericht erstatten werden.&lt;br /&gt;
Wie jedes Jahr gibt es nur eine Regel:&lt;br /&gt;
Niemand darf verletzt werden!&lt;br /&gt;
Ansonsten ist den Läufern alles erlaubt, das ihnen Vorteile bringt.&lt;br /&gt;
Die Strecke führt wie jedes Jahr von Yrkanis, über Natae, Davae, nach Avalae. Dort wird mein Kollege Euch empfangen und nachdem er die Berichte der Kundschafter gehört hat, die Sieger bestimmen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Cillis schaute erneut zu Nehi hinüber. Sie war schlank und kräftig.&lt;br /&gt;
Einen Sommer jünger als er und doch größer.&lt;br /&gt;
Sie tippelte auf der Stelle, wie viele der wartenden Kinder, ihre leichten Stiefel nicht geschaffen für den Schnee.&lt;br /&gt;
Auch Cillis Zehen kribbelten leicht, aber er wollte nicht dass man ihn für einen kleinen Yubo hielt.&lt;br /&gt;
Es war Tradition, dass der Lauf nur in leichter Flüchtlings-Kleidung zurückgelegt wurde.&lt;br /&gt;
So wie es die ersten Boten zwischen den noch unfertigen Städten vor langer Zeit taten, da ihnen die Materialien für festeren Stoff fehlten.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Lasst uns nun zum Stadttor gehen!&amp;quot;, rief der Intendant.&lt;br /&gt;
	Lylanea macht eine kleine Pause&lt;br /&gt;
&amp;quot;Auf Homis! Euer Lauf beginnt jetzt!&amp;quot;&lt;br /&gt;
Mit diesem Ruf des Stadt-Empfängers startete das erste Paar.&lt;br /&gt;
Die beiden Mädchen liefen, den Stab fest zwischen sich umklammert, die Straße entlang.&lt;br /&gt;
Ein sicheres Zeichen dafür dass sie nicht auf den Sieg aus waren und nur den Lauf hinter sich bringen wollten.&lt;br /&gt;
Da der Weg über die abgegrenzte Straße länger und leichter war als direkt durch den Wald und den dort liegenden, tieferen Schnee.&lt;br /&gt;
Noch drei Paare vor ihm und Nehi.&lt;br /&gt;
Sie lächelte ihn an. Ihm wurde warm ...&lt;br /&gt;
Doch nun sah er, dass auch sie fürchterlich nervös war.&lt;br /&gt;
In ihren Augen leuchtete die Aufregung und ihr Atem kam in schnellen, kleinen Wolken über ihre Lippen.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Na, was meinst Du? Wald oder Weg?&amp;quot;&lt;br /&gt;
Ein wenig überrascht von dieser Frage und beschämt da sie ihn für einen Feigling hielt, geriet Cillis Stimme ein wenig ins Stocken.&lt;br /&gt;
Seine Antwort klang nun gar nicht so selbstbewusst wie sie sollte.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Eh?.. W...Wald. – WALD! – natürlich!''&lt;br /&gt;
Nehi lächelte ihn weiter an und schien zufrieden damit.&lt;br /&gt;
Hatte sie wirklich gedacht er würde den einfachen Weg wählen?&lt;br /&gt;
Er war zwar nicht so groß und stark wie Bunis, aber er war sich sicher, es würde reichen.&lt;br /&gt;
Hinter ihnen flüsterte Cordesi seinem bulligen Laufpartner etwas ins Ohr, woraufhin dieser in prustendes Gelächter ausbrach.&lt;br /&gt;
Cillis schaute über die Schulter und sah wie der schlaksige Kerl etwas in seiner Hosentasche verschwinden ließ.&lt;br /&gt;
Als Bunis seinen Blick bemerkte, entblößte dessen Mund eine Reihe großer Zähne in einem hämischen Grinsen.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du weißt doch Kleiner. Keine Regeln außer einer. Passt auf das ihr Euren Stab nicht los lasst.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Mit der flachen Hand stieß ihn der größere Junge in den Rücken und trieb Cillis einen Schritt vor, so das sein und Nehis Arm am Paar-Stab gestreckt wurde.&lt;br /&gt;
Es galt als &amp;quot;mogeln&amp;quot; und tölpelhaft, wenn einer der Läufer die Hand vom Stab ließ.&lt;br /&gt;
Ein Teil der Herausforderung war es gemeinsam zu laufen.&lt;br /&gt;
Nun war es an Cillis und Nehi.&lt;br /&gt;
In wenigen Momenten würden auch sie ihren Lauf beginnen.&lt;br /&gt;
Die Hände des Jungen Matis wurden langsam feucht vor Schweiß.&lt;br /&gt;
Und sein Atem dampfte in einer dichten Wolke vor ihm, wie der eines aufgeregten Bodocs.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Auf Homins! Euer Lauf beginnt jetzt!&amp;quot;&lt;br /&gt;
Wie sie es trainiert hatten, liefe beide mit dem rechten Bein zuerst los und bemühten sich einen steten Rhythmus in ihre Bewegungen zu bringen.&lt;br /&gt;
Direkt nach verlassen des Tores bogen sie in den Wald hinein ab, den direkte Weg zur Matis Arena einschlagend und den Spuren ihrer Vorläufer folgend.&lt;br /&gt;
Es war nicht leicht im Schnee Gleichschritt zu wahren.&lt;br /&gt;
Cillis Herz pochte ihm bis zum Hals.&lt;br /&gt;
Trotz des Trainings und der Kälte kamen sie schnell ins Schwitzen und beide Kinder wussten,&lt;br /&gt;
Weiter hasteten sie unter großen Wurzeln hindurch und an Bäumen vorbei, aufgeschreckte Yubos vor sich her treibend.&lt;br /&gt;
Die karge, glatte Wand des riesigen Holz-Konstruktes, das als Matis Arena bekannt war kam in Sichtweite und die Morgensonne glitzerte auf den an ihr hängenden Eiszapfen.&lt;br /&gt;
Die Kinder wanden sich zwischen den mannshohen Wurzelbögen hindurch, die das riesige Gebilde umschlangen und vorbei an seinem Eingang. Weiter Richtung Natae.&lt;br /&gt;
Der Empfänger der Siedlung nickte ihnen schon von weitem zu und band ihnen in einem kurzen Moment der Rast, das erste, blaue Band um den Stab.&lt;br /&gt;
Zum Beweis das sie diese Etappe gemeistert hatten.&lt;br /&gt;
Nun stand jedoch die schwierigste Wegstrecke vor ihnen.&lt;br /&gt;
Durch den dichten Wald, am Rand des Plateaus entlang auf dem sich die grünen Anhöhen befanden.&lt;br /&gt;
Kaum hatten sie einige hundert Meter zurückgelegt und den Klippenrand erreicht, sahen sie schlanke Körper von Raubtieren durch das Unterholz huschen.&lt;br /&gt;
Die Kinder stoppten ihren Lauf abrupt.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Verdammt.&amp;quot;, flüsterte Nehi.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wenn das Rudel uns bemerkt, kann uns nur noch Jena retten.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Ihr violetter Blick verriet Angst und Cillis war sicher, das seine Freundin in seinen grünen Augen deutlich erkennen konnte was er gerade dachte.&lt;br /&gt;
Vorsichtig trat er einen Schritt zurück.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hilfe! Hört mich jemand!? – HILFE!!&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die tiefe Stimme eines Mannes, weiter vorn.&lt;br /&gt;
Die jungen Matis blickten einander erschrocken an.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Ragus haben da jemanden eingekreist.&amp;quot; Cillis spürte wie seine Stimme bebte.&lt;br /&gt;
Nehi nickte nur stumm. In ihrem Blick stand die unausgesprochene Frage.&lt;br /&gt;
Die Gedanken des Jungen überschlugen sich.&lt;br /&gt;
Er griff sich ins grün gefärbte Haar und zog nervös an einer langen Strähne.&lt;br /&gt;
Nehi kaute auf ihrer Unterlippe und beiden schlotterten die Knie vor Kälte, Anstrengung und Angst.&lt;br /&gt;
Dann jedoch machte Nehi einen Schritt nach vorn. Cillis schaute sie überrascht an.&lt;br /&gt;
Sie nickte.&lt;br /&gt;
Wie ein Homin stürmten die beiden Halbwüchsigen vor. Laut brüllend und johlend.&lt;br /&gt;
Cillis griff einen Ast vom Boden und schwang ihn über seinem Kopf.&lt;br /&gt;
Die Ragus schreckten auf und stoben in instinktiver Flucht zunächst auseinander, doch würden sie sich bald von ihrem Schrecken erholen und ihr Rudel war mit Sicherheit stärker als die Kinder.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hallo?! Den Kami sei Dank. Helft mir. Zieht mich hoch!!!&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die Stimme kam von unterhalb der Klippe.&lt;br /&gt;
Vorsichtig traten sie vor um über den Rand hinweg zu spähen.&lt;br /&gt;
Dort unten, in etwa 3 Metern tiefe, hockte ein Homin auf einem schmalen Vorsprung in der Steilwand.&lt;br /&gt;
Der rothaarige, kräftige Mann schaute zu den Kindern auf und deutliche Erleichterung sprang auf seine harten, kantigen Züge.&lt;br /&gt;
Vorsichtig kam er auf die Beine.&lt;br /&gt;
Seine Haut war braun und wettergegerbt, doch seine Augen leuchteten gelblich, golden wie Bernstein.&lt;br /&gt;
Er trug das Wams eines Boten der Imperialen Gilde von Pyr.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ein Fyros?&amp;quot; entfuhr es Nehi.&lt;br /&gt;
Sie starrten auf den Homin herunter, der nervös zu ihnen empor lächelte.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ja. Da staunst Du, was? - Aber, wo sind Eure Eltern. Vertreiben sie diese Mistviecher?“, sprach er mit überraschend leichtem Akzent.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ehm – Nein... Unsere Eltern sind in Yrkanis.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Nehi stieß Cillis ihren Ellenbogen in die Seite und der Junge wollte schon protestieren, als er den Ausdruck im Gesicht des Fyros sah.&lt;br /&gt;
Verzweiflung.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was? Aber... Wie soll ich dann wieder dort hoch kommen? Und was macht ihr wenn die Tiere wiederkommen?&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die Kinder blickten sich an.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wie müssen ihm helfen.“ Cillis schaute in die Augen seiner Freundin und sein Magen krampfte sich zusammen.&lt;br /&gt;
Sie nickte erneut.&lt;br /&gt;
Cillis lies den Stab los.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was machst Du?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Es hat keiner gesehen und du bist kräftiger als ich.&lt;br /&gt;
Lass den Stab zu ihm runter damit er sich daran hochziehen kann. Ich halte Dich fest.&amp;quot; Kurz legte sich ein seltsamer Ausdruck auf Nehis Gesicht, dann nickte sie entschlossen und ließ sich auf den Bauch nieder.&lt;br /&gt;
Cillis griff ihre Beine und stemmte sich mit aller Kraft und seinem ganzen Gewicht nach hinten.&lt;br /&gt;
Der Stab reichte gerade an die ausgestreckten Hände des Fyros heran.&lt;br /&gt;
Er tat einen Satz und ein scharfer Ruck ging durch Nehis Schultern.&lt;br /&gt;
Sie knirschte mit den Zähnen und fühlte wie sich Cillis Griff um ihre Knöchel noch verstärkte.&lt;br /&gt;
Und doch rutschte sie ein kleines Stück nach vorn.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Nicht loslassen!''&lt;br /&gt;
Entfuhr es dem Fyros, dessen Füße nun über dem Abgrund baumelten.&lt;br /&gt;
Eine Hand über die andere setzend zog er sich langsam an der eisglatten Holzwand empor.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich rutsche!&amp;quot; hörte Nehi ihren Freund zwischen den Zähnen hindurch pressen.&lt;br /&gt;
Schon spürte sie die Bewegung auf dem vom Schnee glatten Boden.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Los! Sie können nicht viel weiter sein! Die holen wir ein!&amp;quot;, drang ein leiser Ruf aus dem Wald an Cillis Ohren.&lt;br /&gt;
Bunis!&lt;br /&gt;
Cillis Kopf ruckte herum und dort kamen ihre beiden Konkurrenten in einiger Entfernung vorbei gerannt.&lt;br /&gt;
Der bullige Junge zog seinen schmächtigeren Partner förmlich mit sich durch den Schnee.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bunis! Cordesi! Helft uns! – Hier!!&amp;quot;&lt;br /&gt;
Kaum war Cillis Schrei erklungen stoppten die beiden Läufer und blickten sich um.&lt;br /&gt;
Cordesi erspähte ihn zuerst und setzte sofort zum Sprint in seine Richtung an.&lt;br /&gt;
Doch wurde er jäh zurück gerissen.&lt;br /&gt;
Bunis zog ihn in entgegengesetzter Richtung davon. Cillis Herz blieb fast stehen.&lt;br /&gt;
Er konnte es nicht fassen. Bunis, dieser Sohn eines Gingos!&lt;br /&gt;
Ein wilder Fluch, aufgeschnappt von seinem Vater, entfuhr ihm.&lt;br /&gt;
Aus der Schlucht vor ihnen erklang ein lautes: „Ooh!! Haltet Durch Kinder! Bitte!!“&lt;br /&gt;
Nehi stöhnte. Die Muskeln ihrer schlanken Arme traten hervor wie zum Bersten gestreckte Seile.&lt;br /&gt;
Da hörte Cillis das Knurren hinter sich.&lt;br /&gt;
Eine schnelle Bewegung im Unterholz links von ihm. Kurz darauf rechts und das hustende Bellen eines Ragus.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sie kommen zurück!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Jena, wir schaffen das nicht.“, stieß Nehi hervor&lt;br /&gt;
&amp;quot;Er ist zu schwer.&amp;quot;'&lt;br /&gt;
&amp;quot;Durchhalten Kinder. Ihr habt es gleich geschafft. Nur noch ein kleines Stück.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die Worte klangen nervös und kurzatmig.&lt;br /&gt;
Cillis zuckte zusammen als er erneut eine Bewegung neben sich sah.&lt;br /&gt;
Ein großer, schlanker Ragus wagte sich näher an sie heran und ein heiseres Knurren drang aus seiner Schnauze.&lt;br /&gt;
Die Ohren dicht an den Körper gelegt kauerte sich das Tier auf die Hinterbeine und setzte zum Sprung auf seine wehrlose Beute an&lt;br /&gt;
Cillis ließ Nehis rechtes Bein los.&lt;br /&gt;
Sie rutschten ein Stück nach vorn und seine Freundin und der Fyros über der Schlucht Schrien fast gleichzeitig erschrocken auf.&lt;br /&gt;
Cillis griff den noch neben ihm im Schnee liegenden Ast und schwang ihn auf das heran springende Tier.&lt;br /&gt;
Krachend schlug der Ast gegen den Schädel des Ragus, dessen eigener Schwung ihn nun über den Rand der Klippe katapultierte.&lt;br /&gt;
Heulend, in einer Wolke aus Schnee, fiel der Räuber auf den Fyros zu.&lt;br /&gt;
Um nicht von dem zappelnden Tier mitgerissen zu werden schwang dieser im letzten Moment zur Seite.&lt;br /&gt;
Nehi ächzte schmerzerfüllt auf. Und wieder rutschten sie ein Stück weiter vor.&lt;br /&gt;
Der Brustkorb des Mädchens hing nun schon fast ganz über dem Abgrund.&lt;br /&gt;
Wenn einer von ihnen das Gleichgewicht verlor war Alles aus.&lt;br /&gt;
Ein zweiter und dritter Ragus erschienen.&lt;br /&gt;
Und von den Geräuschen um ihn herum schätzte er, dass es mindestens noch 5 weitere Räuber waren.&lt;br /&gt;
Der verzweifelte Junge schwang den Ast wild um sich und hielt so die Tiere zumindest vorerst davon ab ihn anzuspringen.&lt;br /&gt;
Lange würden sie das jedoch nicht durchhalten.&lt;br /&gt;
Ein Stoßgebet zu Jena formte sich in Cillis Kopf.&lt;br /&gt;
Er wurde erhört.&lt;br /&gt;
Etwas knallte schräg hinter seinem Kopf in den Bäumen und ein Schneelawine donnerte herab und begrub einen Teil des Ragus Rudels fast unter sich.&lt;br /&gt;
Die erschreckten Tiere tauchten in das nahe Unterholz.&lt;br /&gt;
Noch einmal knallte es direkt neben einem der Ragus und das Tier jaulte kurz auf und lief davon.&lt;br /&gt;
Wildes Geschrei und Rufe hallten durch den Wald.&lt;br /&gt;
Durch die Bäume kam eine Gruppe Kinder heran gerannt, Äste und Stäbe schwingend.&lt;br /&gt;
Allen voran Bunis der seinen Stab wie eine Keule nutze, um nach den Raubtieren zu schlagen.&lt;br /&gt;
Er stieß einen lauten Triumphschrei aus als die Ragus Fersengeld gaben.&lt;br /&gt;
Neben Cillis blieb er stehen, ließ seinen Stab fallen und packte Nehis rechtes Bein.&lt;br /&gt;
Zwei weitere Jungen fielen neben Nehi in den Schnee und griffen je einen Arm des Fyros.&lt;br /&gt;
Zwei Mädchen schnappten sich Nehis Wams und zogen daran.&lt;br /&gt;
Gemeinsam wuchteten sie den Mann über die Kante des Abgrundes und fielen rittlings in den Schnee.&lt;br /&gt;
Schwer atmend lagen sie nebeneinander.&lt;br /&gt;
Cillis starrte in den Himmel, wo Jenas Krone, der große Ringplanet, auf ihn herabblickte&lt;br /&gt;
Mit einem mal trat Cordesi in sein Blickfeld.&lt;br /&gt;
&amp;quot;He ihr zwei. Gemütlich da unten?&amp;quot; grinste er.&lt;br /&gt;
Cillis bemerkte das Bunis Arm auf seiner Brust lag.&lt;br /&gt;
Erschreckt stieß er ihn von sich und ruckte hoch.&lt;br /&gt;
Nehi hockte links neben ihm und lächelte ihn an.&lt;br /&gt;
Der Junge spürte deutlich wie das Blut in seine Ohren rauschte und Hitze in seinem Gesicht aufstieg.&lt;br /&gt;
Die beiden Mädchen die Nehi geholfen hatten kicherten und Cordesi brach in schallendes Gelächter aus.&lt;br /&gt;
Dann wurde Cillis mit einem Mal empor gerissen, als sich kräftige Arme um seinen Körper schlangen.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Den Segen der Kami über Euch Kinder!&amp;quot;&lt;br /&gt;
Der Fyros setzte sich Cillis auf die Schultern und begann überschwänglich zu tanzen und sich auf der Stelle zu drehen.Dabei jubelte und jauchzte er in seiner Sprache.&lt;br /&gt;
Nehi lachte und Bunis hielt sich den Bauch vor Lachen.&lt;br /&gt;
Allerdings nahm Cillis nicht viel davon wahr.&lt;br /&gt;
Ihm war danach in die Schlucht zu springen.&lt;br /&gt;
Nur um dieser Peinlichkeit zu entkommen.&lt;br /&gt;
In Davae war die Überraschung groß, als der kleine Trupp durch das Stadttor lief.&lt;br /&gt;
Cillis noch immer auf den Schultern des Fyros, der sie den ganzen Weg über mit Liedern aus seiner Heimat unterhalten hatte und immer wieder den Segen der Kamigeister versprach.&lt;br /&gt;
Cordesi hatte ihnen unterwegs gezeigt was er getan hatte um die Ragus zu vertreiben&lt;br /&gt;
In seinen Taschen verbargen sich eine Schleuder und einige Knallkugeln.&lt;br /&gt;
Einfache Feuerwerkskörper die mehr Krach machten als alles andere,&lt;br /&gt;
''Oder auf andere Paare.'', wie er grinsend hinzufügte.&lt;br /&gt;
Bunis gab zu das es seltsam ausgesehen haben musste als er seinen Partner von ihnen weg zog.&lt;br /&gt;
Doch hatte er die Ragus im Wald gesehen und erkannt das sie allein kein Chance hätten zu helfen.&lt;br /&gt;
Somit liefen sie in verschiedene Richtungen um die anderen Paare zur Hilfe zu holen.&lt;br /&gt;
Der Dorf-Intendant kam ihnen entgegen und verlangte zu wissen was passiert sei, das so lang erst kein Paar mehr ankam und dann eine solche Gruppe.&lt;br /&gt;
Die Kinder begannen sofort zu plappern, doch der rothaarige Fyros hob beschwichtigend die Hände und bat mit lauter Stimme um Ruhe.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Diese Kinder haben heute mein Leben gerettet. Ich danke Euch dafür, dass ihr diese Tradition Eures Volkes grad heute ausübt, wie sie mir berichteten.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Er berichtete kurz, in angemessenen Worten was vorgefallen war und betonte den Mut der Kinder.&lt;br /&gt;
Besonders Nehi hob er hervor, die ihn so tapfer und lang gehalten hatte.&lt;br /&gt;
Der Obmann hörte aufmerksam zu und nickte schließlich.&lt;br /&gt;
Dann griff er in sein Wams und wandte er sich an die Kinder.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hier sind die roten Bänder. Wer noch weiter nach Avalae will, sollte sich schnellstens eines geben lassen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Cillis zappelte auf der Schulter des Fyros und dieser setzte ihn schnell ab.&lt;br /&gt;
Nehi hatte dem Dorfempfänger schon den Stab entgegengehalten und nun flatterte dort das rote Band von Davae.&lt;br /&gt;
Cillis griff den Stab und blieb stehen.&lt;br /&gt;
Neben ihnen nahmen Bunis und Cordesi ihr Band in Empfang.&lt;br /&gt;
Dann die zwei Mädchen und zuletzt das Jungenpaar.&lt;br /&gt;
Vereint liefen die jungen Matis nun den Rest der Strecke in einem Pulk.&lt;br /&gt;
Als sie Aavale erreichten,&lt;br /&gt;
Viele Homins hatten sich am Tor versammelt um sie in Empfang zu nehmen.&lt;br /&gt;
Und als der Dorf Intendant die goldenen Bänder verteilte, war die Luft erfüllt von Jubel und Beifall.&lt;br /&gt;
Als das letzte Paar eintraf, wurde es von vielen Homins aus Yrkanis begleitet die das Ende des Laufes mit ihnen allen feiern wollten&lt;br /&gt;
Schließlich hob der Intendant die Arme und wandte sich an die versammelten Homins.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Matis! Seht diese Kinder, die den Lauf durch den Winter vollendet haben.&lt;br /&gt;
Sie alle haben bewiesen dass sie Durchhaltevermögen, Stärke und Mut besitzen.&lt;br /&gt;
Doch einige von ihnen haben in diesem gesegneten Jahr etwas Besonderes vollbracht.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Er hielt kurz inne um die Gruppe um Cillis nach vorn zu winken.&lt;br /&gt;
Mit vor Aufregung roten Köpfen traten die Kinder vor.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Diese Kinder ließen ihre Stäbe los!“ donnerte seine Stimme über die Versammelten hinweg.&lt;br /&gt;
Stille breitete sich aus.&lt;br /&gt;
:Cillis war geschockt.&lt;br /&gt;
Auch Nehi, Bunis und die Anderen blickten verwirrt.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sie haben eine Tradition des Laufes gebrochen. Sie alle sind &amp;quot;Loslasser.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Er blickte jedes der Kinder ernst an.&lt;br /&gt;
Dann hob er erneut die Stimme.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Jedoch taten sie das Richtige!&lt;br /&gt;
Sie handelten im Geiste des Laufes.&lt;br /&gt;
Sie verstanden seinen Sinn.&lt;br /&gt;
Ein Leben wurde gerettet, weil diese Kinder das Wichtige und Richtige über einfache Spielregeln stellten und erkannten, dass es galt zusammenzuarbeiten.&lt;br /&gt;
Jubel brandete auf und erneut wurden alle Kinder auf Schultern gehoben das wirkliche Fest begann nun endlich.&lt;br /&gt;
Inmitten des Trubels fand Cillis seine Eltern und rannte zu ihnen hinüber.&lt;br /&gt;
Seine Mutter umarmte ihn überschwänglich und wenn ein Vater noch etwas mehr Stolz in seinen Stand bringen könnte, würde seine Weste sicherlich platzen.&lt;br /&gt;
Eine Hand legte sich auch Cillis Schulter.&lt;br /&gt;
Nehi und der Fyros Bote standen dort.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Nun ihr Beiden. Ich muss weiter und meinen Auftrag ausführen.&lt;br /&gt;
Ich schulde euch Zweien mein Leben.&lt;br /&gt;
Ihr wart es die mich fandet und ihr brachtet den Mut auf mir zu helfen.&lt;br /&gt;
Dafür danke ich euch. Die Kami mögen euch beschützen.&lt;br /&gt;
Wenn ihr jemals nach Pyr kommt, dann fragt nach Collix Becoubs.&lt;br /&gt;
Das bin ich und ihr seid in meinem Hause auf ewig willkommen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Diese Geschichte wurde von [[Benutzer:Lylanea Vicciona|Lylanea]] auf dem [[Treffen der Barden II|zweites Treffen der Barden]] in Mystia 2612-4 vorgetragen. (HRP: April 2021)''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Portal|Literatur}}{{Portal|Animation}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Märchen und Legenden]] [[Kategorie:Treffen der Barden]]&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nilstilar</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Treffen_der_Barden_II&amp;diff=34425</id>
		<title>Treffen der Barden II</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Treffen_der_Barden_II&amp;diff=34425"/>
				<updated>2023-02-19T18:49:10Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Nilstilar: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Trad&lt;br /&gt;
|DE =Treffen der Barden II|DEs=3&lt;br /&gt;
|ES =Encuentro de los Bardos II|ESs=1&lt;br /&gt;
|EN =Meeting of the Bards II|ENs=4&lt;br /&gt;
|FR =Rencontre des Bardes II|FRs=0&lt;br /&gt;
|RU =Встречи бардов II|RUs=5&lt;br /&gt;
|H =&lt;br /&gt;
|palette=atys&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;overflow:auto;&amp;quot;&amp;gt;[[File:Under-Campfire.jpg|800px|center]]&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das '''Zweite Treffen der Barden'''&amp;lt;ref&amp;gt;Angekündigt in den Foren [https://app.ryzom.com/app_forum/index.php?page=topic/view/31462/1 offiziell] und [https://app.ryzom.com/app_forum/index.php?page=topic/view/31343/5#5 ''events''] einige Tage zuvor.&amp;lt;/ref&amp;gt; fand am 8. Mystia des Vierten Zyklus des Jahres Jena 2612 (HRP: 3. April 2021 um 19 Uhr UTC) in der Nähe der Towerbridge Route statt, in dem natürlichen Turm mit Blick auf das Lager der Matisianischen Grenzwächter.&lt;br /&gt;
{{Couillard}}&lt;br /&gt;
Das Publikum war dünner besetzt (die [[Tage des Lichts]] war zu dieser Zeit in vollem Gange)&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe [https://app.ryzom.com/app_forum/index.php?page=topic/view/31468/5 offizielles Forum].&amp;lt;/ref&amp;gt; als beim ersten Treffen dieser Art und genoss bei dieser Gelegenheit die Beiträge der vier Barden, die an diesem Tag anwesend waren, nämlich :&lt;br /&gt;
* '''''[[zu betiteln]]'''''&amp;lt;sup&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;DE&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;, oder wie man sich trotz der Kitins wiederfindet, ein Gedicht gesprochen von [[User:Elke|Elke]] Miko ;&lt;br /&gt;
*'''[[Die Legende von Yberkan - I]]'''&amp;lt;sup&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;FR&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt; wo ein [[König]] den Vorsitz über die Entstehung einer Freundschaft führt, eine Geschichte, die von Nair [[User:Kyriann Ba'Zephy|Kyriann Ba'Zephy]] erzählt wurde;&lt;br /&gt;
* '''[[Flamme der Wüste]]'''&amp;lt;sup&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;DE&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;, ein Lied, das von Serae [[:en:User:Lylanea Vicciona|Lylanea Vicciona]], einem Barden der Vier Nationen, für ihre Geliebte [[User:Wixarika|Wixarika]] komponiert und vorgetragen wurde;&lt;br /&gt;
* '''[[Lauf durch den Winter]]'''&amp;lt;sup&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;DE&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;, ein atemloser Wettlauf, erzählt von derselben Bardin der Vier Nationen, die auch die Vorsitzende des Treffens ist.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;references/&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Portal|Literatur}}{{Portal|Animation}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Animation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Märchen und Legenden]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nilstilar</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Lauf_durch_den_Winter&amp;diff=34424</id>
		<title>Lauf durch den Winter</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Lauf_durch_den_Winter&amp;diff=34424"/>
				<updated>2023-02-19T17:59:39Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Nilstilar: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Trad&lt;br /&gt;
|DE =Lauf durch den Winter|DEs=0&lt;br /&gt;
|ES =Correr en invierno|ESs=1&lt;br /&gt;
|EN =Running in the winter|ENs=2&lt;br /&gt;
|FR =Courir dans l'hiver|FRs=3&lt;br /&gt;
|RU =&amp;lt;!--Бег зимой--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|H =1&lt;br /&gt;
|palette=atys&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Die Geschichte die ich euch erzählen will, basiert auf einer alten Tradition der Matis von der ich einmal gelesen habe. Ein alter Freund hat im Rahmen dieser Tradition etwas erlebt, von dem er mir erzählt hat. Ich habe daraus eine Geschichte gemacht.&lt;br /&gt;
''Sein Name war Collix und er erzählte mir, was er hier in Matia erlebt hatte. Ich erzähle die Geschichte aber aus der Sicht eines jungen Matis.&lt;br /&gt;
{{Quotation|'''''Lylanea Viccionna''', Bardin der Vier Nationen''|&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
Cillis hatte Angst. Aber, wie alle jungen Matis in seinem Alter wollte er es nicht zeigen. Nicht vor all den anderen auf dem Platz am Karavan-Schrein versammelten Matis und schon gar nicht vor seiner Lauf-Partnerin. Die schwebende Maschine aus dem setlsamen Material des Karavan surrte und summte über ihren Köpfen. Ihre Wächter schauten teilnahmslos herüber und hielten die Umgebung im Auge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorsichtig schielte der junge Matis hinüber zu Nehi. Sie wirkte gefasst und ruhig, ihr nussbraunes Haar war zu einem Schweif hinter ihren Kopf gebunden und ihre milchfarbene Haut schimmerte leicht in der Morgensonne. Sie umklammerte den Paar-Stab, knapp oberhalb seiner Hand. Ihr Griff war fest und die Knöchel traten leicht hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kinder kannten sich seit langer Zeit und hatten sofort nach der Auslosung vor 2 Wochen angefangen den Lauf zu trainieren.&lt;br /&gt;
Er mochte Nehi, nur eine Sache störte ihn an ihr. Wenn er das etwa einen Kopf größere Mädchen anschaute, fühlte er einen seltsamen Druck in der Brust. So als ob etwas aus ihm heraus wollte, aber nicht konnte. Sie war eine gute Laufpartnerin und trotz ihrer längeren Beine passte sie sich an seine Geschwindigkeit an und achtete darauf nicht zu sehr an dem Paar-Stab zu zerren. Der etwa 3 Ellen lange, glatte Stab aus dunklem Holz machte es auch so nicht grade leicht querfeldein durch den Wald zu laufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gespannt lauschte sie auf die Worte des Intendanten von Yrkanis. Auch Cillis Aufmerksamkeit wurde zurück zu ihm gezogen.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Homins!''&amp;quot; hob der Intendant die Stimme.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;''Stolze Matis! Wieder einmal vollendet ein Zyklus seinen ewigen Kreislauf. Und wieder einmal finden wir uns hier ein, um diesen Tag zu feiern und den traditionellen Lauf der Kinder zu begehen.''&amp;quot;&lt;br /&gt;
Verhaltener Beifall unterstrich seine Worte. Hier und da war ein Laut des Jubels zu hören.&lt;br /&gt;
Jedoch nicht von den Läufern. Sie alle waren gespannt und manche wirkten nervös wie Yubo-Wöchlinge. Er hoffte, dass die Anderen sein zittern nicht auf die Aufregung zurückführen würden, sondern auf die Kälte die langsam durch seine dünne Jacke kroch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Intendant fuhr fort.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wie zu jedem Zyklus-Wechsel seit der Einkehr in die Neuen Lande, haben sich auch dieses Mal viele junge Matis hier eingefunden, die ihre Stärke, ihren Mut, ihr Geschick, ihre Ehre und ihre Zähigkeit beweisen möchten. Und um uns uns, ihrem Volk, zu zeigen das sie zu den Besten gehören die unser Vlk zu bieten hat.''&lt;br /&gt;
Jubel brach nun unter den versammelten Homin aus.&lt;br /&gt;
Cillis badete in dieser Aufmerksamkeit und jedes Beifall Klatschen vertrieb ein wenig seiner Angst.&lt;br /&gt;
Whamm!&lt;br /&gt;
Ein Schneeball klatschte ihm an den Hinterkopf.&lt;br /&gt;
Der junge Matis ruckte herum und sah Bunis, diesen arroganten Sohn des Leutnants der Palastwache, der sich langsam und überheblich die rechte Hand an seinem Wams abwischte.&lt;br /&gt;
Sein Laufpartner Cordesi grinste wie ein Gingo in Cillis Richtung.&lt;br /&gt;
Nehi drehte sich ebenfalls um und starrte das Paar hinter ihnen kalt an.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Das Mädchen Paar wird es ohnehin nicht einmal bis zu den Grünen Samen schaffen.&amp;quot;, zischte Bunis.&lt;br /&gt;
Und um ihn herum kicherten andere Lauf-Paare hämisch hinter vorgehaltenen Händen.&lt;br /&gt;
Noch ehe Cillis etwas erwidern konnte ertönte erneut die Stimme des Intendanten.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die hier anwesenden 20 Paare werden in wenigen Minuten ihren Lauf durch den Winter antreten.&lt;br /&gt;
Sie alle werden es nicht leicht haben. Und sie alle werden geprüft werden.&lt;br /&gt;
Überall in den Wäldern sind wie immer erfahrene Späher postiert, die über das Verhalten und die Vorgehensweise der Paare bericht erstatten werden.&lt;br /&gt;
Wie jedes Jahr gibt es nur eine Regel:&lt;br /&gt;
Niemand darf verletzt werden!&lt;br /&gt;
Ansonsten ist den Läufern alles erlaubt, das ihnen Vorteile bringt.&lt;br /&gt;
Die Strecke führt wie jedes Jahr von Yrkanis, über Natae, Davae, nach Avalae. Dort wird mein Kollege Euch empfangen und nachdem er die Berichte der Kundschafter gehört hat, die Sieger bestimmen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Cillis schaute erneut zu Nehi hinüber. Sie war schlank und kräftig.&lt;br /&gt;
Einen Sommer jünger als er und doch größer.&lt;br /&gt;
Sie tippelte auf der Stelle, wie viele der wartenden Kinder, ihre leichten Stiefel nicht geschaffen für den Schnee.&lt;br /&gt;
Auch Cillis Zehen kribbelten leicht, aber er wollte nicht dass man ihn für einen kleinen Yubo hielt.&lt;br /&gt;
Es war Tradition, dass der Lauf nur in leichter Flüchtlings-Kleidung zurückgelegt wurde.&lt;br /&gt;
So wie es die ersten Boten zwischen den noch unfertigen Städten vor langer Zeit taten, da ihnen die Materialien für festeren Stoff fehlten.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Lasst uns nun zum Stadttor gehen!&amp;quot;, rief der Intendant.&lt;br /&gt;
	Lylanea macht eine kleine Pause&lt;br /&gt;
&amp;quot;Auf Homis! Euer Lauf beginnt jetzt!&amp;quot;&lt;br /&gt;
Mit diesem Ruf des Stadt-Empfängers startete das erste Paar.&lt;br /&gt;
Die beiden Mädchen liefen, den Stab fest zwischen sich umklammert, die Straße entlang.&lt;br /&gt;
Ein sicheres Zeichen dafür dass sie nicht auf den Sieg aus waren und nur den Lauf hinter sich bringen wollten.&lt;br /&gt;
Da der Weg über die abgegrenzte Straße länger und leichter war als direkt durch den Wald und den dort liegenden, tieferen Schnee.&lt;br /&gt;
Noch drei Paare vor ihm und Nehi.&lt;br /&gt;
Sie lächelte ihn an. Ihm wurde warm ...&lt;br /&gt;
Doch nun sah er, dass auch sie fürchterlich nervös war.&lt;br /&gt;
In ihren Augen leuchtete die Aufregung und ihr Atem kam in schnellen, kleinen Wolken über ihre Lippen.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Na, was meinst Du? Wald oder Weg?&amp;quot;&lt;br /&gt;
Ein wenig überrascht von dieser Frage und beschämt da sie ihn für einen Feigling hielt, geriet Cillis Stimme ein wenig ins Stocken.&lt;br /&gt;
Seine Antwort klang nun gar nicht so selbstbewusst wie sie sollte.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Eh?.. W...Wald. – WALD! – natürlich!''&lt;br /&gt;
Nehi lächelte ihn weiter an und schien zufrieden damit.&lt;br /&gt;
Hatte sie wirklich gedacht er würde den einfachen Weg wählen?&lt;br /&gt;
Er war zwar nicht so groß und stark wie Bunis, aber er war sich sicher, es würde reichen.&lt;br /&gt;
Hinter ihnen flüsterte Cordesi seinem bulligen Laufpartner etwas ins Ohr, woraufhin dieser in prustendes Gelächter ausbrach.&lt;br /&gt;
Cillis schaute über die Schulter und sah wie der schlaksige Kerl etwas in seiner Hosentasche verschwinden ließ.&lt;br /&gt;
Als Bunis seinen Blick bemerkte, entblößte dessen Mund eine Reihe großer Zähne in einem hämischen Grinsen.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du weißt doch Kleiner. Keine Regeln außer einer. Passt auf das ihr Euren Stab nicht los lasst.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Mit der flachen Hand stieß ihn der größere Junge in den Rücken und trieb Cillis einen Schritt vor, so das sein und Nehis Arm am Paar-Stab gestreckt wurde.&lt;br /&gt;
Es galt als &amp;quot;mogeln&amp;quot; und tölpelhaft, wenn einer der Läufer die Hand vom Stab ließ.&lt;br /&gt;
Ein Teil der Herausforderung war es gemeinsam zu laufen.&lt;br /&gt;
Nun war es an Cillis und Nehi.&lt;br /&gt;
In wenigen Momenten würden auch sie ihren Lauf beginnen.&lt;br /&gt;
Die Hände des Jungen Matis wurden langsam feucht vor Schweiß.&lt;br /&gt;
Und sein Atem dampfte in einer dichten Wolke vor ihm, wie der eines aufgeregten Bodocs.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Auf Homins! Euer Lauf beginnt jetzt!&amp;quot;&lt;br /&gt;
Wie sie es trainiert hatten, liefe beide mit dem rechten Bein zuerst los und bemühten sich einen steten Rhythmus in ihre Bewegungen zu bringen.&lt;br /&gt;
Direkt nach verlassen des Tores bogen sie in den Wald hinein ab, den direkte Weg zur Matis Arena einschlagend und den Spuren ihrer Vorläufer folgend.&lt;br /&gt;
Es war nicht leicht im Schnee Gleichschritt zu wahren.&lt;br /&gt;
Cillis Herz pochte ihm bis zum Hals.&lt;br /&gt;
Trotz des Trainings und der Kälte kamen sie schnell ins Schwitzen und beide Kinder wussten,&lt;br /&gt;
Weiter hasteten sie unter großen Wurzeln hindurch und an Bäumen vorbei, aufgeschreckte Yubos vor sich her treibend.&lt;br /&gt;
Die karge, glatte Wand des riesigen Holz-Konstruktes, das als Matis Arena bekannt war kam in Sichtweite und die Morgensonne glitzerte auf den an ihr hängenden Eiszapfen.&lt;br /&gt;
Die Kinder wanden sich zwischen den mannshohen Wurzelbögen hindurch, die das riesige Gebilde umschlangen und vorbei an seinem Eingang. Weiter Richtung Natae.&lt;br /&gt;
Der Empfänger der Siedlung nickte ihnen schon von weitem zu und band ihnen in einem kurzen Moment der Rast, das erste, blaue Band um den Stab.&lt;br /&gt;
Zum Beweis das sie diese Etappe gemeistert hatten.&lt;br /&gt;
Nun stand jedoch die schwierigste Wegstrecke vor ihnen.&lt;br /&gt;
Durch den dichten Wald, am Rand des Plateaus entlang auf dem sich die grünen Anhöhen befanden.&lt;br /&gt;
Kaum hatten sie einige hundert Meter zurückgelegt und den Klippenrand erreicht, sahen sie schlanke Körper von Raubtieren durch das Unterholz huschen.&lt;br /&gt;
Die Kinder stoppten ihren Lauf abrupt.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Verdammt.&amp;quot;, flüsterte Nehi.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wenn das Rudel uns bemerkt, kann uns nur noch Jena retten.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Ihr violetter Blick verriet Angst und Cillis war sicher, das seine Freundin in seinen grünen Augen deutlich erkennen konnte was er gerade dachte.&lt;br /&gt;
Vorsichtig trat er einen Schritt zurück.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hilfe! Hört mich jemand!? – HILFE!!&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die tiefe Stimme eines Mannes, weiter vorn.&lt;br /&gt;
Die jungen Matis blickten einander erschrocken an.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Ragus haben da jemanden eingekreist.&amp;quot; Cillis spürte wie seine Stimme bebte.&lt;br /&gt;
Nehi nickte nur stumm. In ihrem Blick stand die unausgesprochene Frage.&lt;br /&gt;
Die Gedanken des Jungen überschlugen sich.&lt;br /&gt;
Er griff sich ins grün gefärbte Haar und zog nervös an einer langen Strähne.&lt;br /&gt;
Nehi kaute auf ihrer Unterlippe und beiden schlotterten die Knie vor Kälte, Anstrengung und Angst.&lt;br /&gt;
Dann jedoch machte Nehi einen Schritt nach vorn. Cillis schaute sie überrascht an.&lt;br /&gt;
Sie nickte.&lt;br /&gt;
Wie ein Homin stürmten die beiden Halbwüchsigen vor. Laut brüllend und johlend.&lt;br /&gt;
Cillis griff einen Ast vom Boden und schwang ihn über seinem Kopf.&lt;br /&gt;
Die Ragus schreckten auf und stoben in instinktiver Flucht zunächst auseinander, doch würden sie sich bald von ihrem Schrecken erholen und ihr Rudel war mit Sicherheit stärker als die Kinder.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hallo?! Den Kami sei Dank. Helft mir. Zieht mich hoch!!!&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die Stimme kam von unterhalb der Klippe.&lt;br /&gt;
Vorsichtig traten sie vor um über den Rand hinweg zu spähen.&lt;br /&gt;
Dort unten, in etwa 3 Metern tiefe, hockte ein Homin auf einem schmalen Vorsprung in der Steilwand.&lt;br /&gt;
Der rothaarige, kräftige Mann schaute zu den Kindern auf und deutliche Erleichterung sprang auf seine harten, kantigen Züge.&lt;br /&gt;
Vorsichtig kam er auf die Beine.&lt;br /&gt;
Seine Haut war braun und wettergegerbt, doch seine Augen leuchteten gelblich, golden wie Bernstein.&lt;br /&gt;
Er trug das Wams eines Boten der Imperialen Gilde von Pyr.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ein Fyros?&amp;quot; entfuhr es Nehi.&lt;br /&gt;
Sie starrten auf den Homin herunter, der nervös zu ihnen empor lächelte.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ja. Da staunst Du, was? - Aber, wo sind Eure Eltern. Vertreiben sie diese Mistviecher?“, sprach er mit überraschend leichtem Akzent.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ehm – Nein... Unsere Eltern sind in Yrkanis.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Nehi stieß Cillis ihren Ellenbogen in die Seite und der Junge wollte schon protestieren, als er den Ausdruck im Gesicht des Fyros sah.&lt;br /&gt;
Verzweiflung.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was? Aber... Wie soll ich dann wieder dort hoch kommen? Und was macht ihr wenn die Tiere wiederkommen?&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die Kinder blickten sich an.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wie müssen ihm helfen.“ Cillis schaute in die Augen seiner Freundin und sein Magen krampfte sich zusammen.&lt;br /&gt;
Sie nickte erneut.&lt;br /&gt;
Cillis lies den Stab los.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was machst Du?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Es hat keiner gesehen und du bist kräftiger als ich.&lt;br /&gt;
Lass den Stab zu ihm runter damit er sich daran hochziehen kann. Ich halte Dich fest.&amp;quot; Kurz legte sich ein seltsamer Ausdruck auf Nehis Gesicht, dann nickte sie entschlossen und ließ sich auf den Bauch nieder.&lt;br /&gt;
Cillis griff ihre Beine und stemmte sich mit aller Kraft und seinem ganzen Gewicht nach hinten.&lt;br /&gt;
Der Stab reichte gerade an die ausgestreckten Hände des Fyros heran.&lt;br /&gt;
Er tat einen Satz und ein scharfer Ruck ging durch Nehis Schultern.&lt;br /&gt;
Sie knirschte mit den Zähnen und fühlte wie sich Cillis Griff um ihre Knöchel noch verstärkte.&lt;br /&gt;
Und doch rutschte sie ein kleines Stück nach vorn.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Nicht loslassen!''&lt;br /&gt;
Entfuhr es dem Fyros, dessen Füße nun über dem Abgrund baumelten.&lt;br /&gt;
Eine Hand über die andere setzend zog er sich langsam an der eisglatten Holzwand empor.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich rutsche!&amp;quot; hörte Nehi ihren Freund zwischen den Zähnen hindurch pressen.&lt;br /&gt;
Schon spürte sie die Bewegung auf dem vom Schnee glatten Boden.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Los! Sie können nicht viel weiter sein! Die holen wir ein!&amp;quot;, drang ein leiser Ruf aus dem Wald an Cillis Ohren.&lt;br /&gt;
Bunis!&lt;br /&gt;
Cillis Kopf ruckte herum und dort kamen ihre beiden Konkurrenten in einiger Entfernung vorbei gerannt.&lt;br /&gt;
Der bullige Junge zog seinen schmächtigeren Partner förmlich mit sich durch den Schnee.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bunis! Cordesi! Helft uns! – Hier!!&amp;quot;&lt;br /&gt;
Kaum war Cillis Schrei erklungen stoppten die beiden Läufer und blickten sich um.&lt;br /&gt;
Cordesi erspähte ihn zuerst und setzte sofort zum Sprint in seine Richtung an.&lt;br /&gt;
Doch wurde er jäh zurück gerissen.&lt;br /&gt;
Bunis zog ihn in entgegengesetzter Richtung davon. Cillis Herz blieb fast stehen.&lt;br /&gt;
Er konnte es nicht fassen. Bunis, dieser Sohn eines Gingos!&lt;br /&gt;
Ein wilder Fluch, aufgeschnappt von seinem Vater, entfuhr ihm.&lt;br /&gt;
Aus der Schlucht vor ihnen erklang ein lautes: „Ooh!! Haltet Durch Kinder! Bitte!!“&lt;br /&gt;
Nehi stöhnte. Die Muskeln ihrer schlanken Arme traten hervor wie zum Bersten gestreckte Seile.&lt;br /&gt;
Da hörte Cillis das Knurren hinter sich.&lt;br /&gt;
Eine schnelle Bewegung im Unterholz links von ihm. Kurz darauf rechts und das hustende Bellen eines Ragus.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sie kommen zurück!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Jena, wir schaffen das nicht.“, stieß Nehi hervor&lt;br /&gt;
&amp;quot;Er ist zu schwer.&amp;quot;'&lt;br /&gt;
&amp;quot;Durchhalten Kinder. Ihr habt es gleich geschafft. Nur noch ein kleines Stück.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die Worte klangen nervös und kurzatmig.&lt;br /&gt;
Cillis zuckte zusammen als er erneut eine Bewegung neben sich sah.&lt;br /&gt;
Ein großer, schlanker Ragus wagte sich näher an sie heran und ein heiseres Knurren drang aus seiner Schnauze.&lt;br /&gt;
Die Ohren dicht an den Körper gelegt kauerte sich das Tier auf die Hinterbeine und setzte zum Sprung auf seine wehrlose Beute an&lt;br /&gt;
Cillis ließ Nehis rechtes Bein los.&lt;br /&gt;
Sie rutschten ein Stück nach vorn und seine Freundin und der Fyros über der Schlucht Schrien fast gleichzeitig erschrocken auf.&lt;br /&gt;
Cillis griff den noch neben ihm im Schnee liegenden Ast und schwang ihn auf das heran springende Tier.&lt;br /&gt;
Krachend schlug der Ast gegen den Schädel des Ragus, dessen eigener Schwung ihn nun über den Rand der Klippe katapultierte.&lt;br /&gt;
Heulend, in einer Wolke aus Schnee, fiel der Räuber auf den Fyros zu.&lt;br /&gt;
Um nicht von dem zappelnden Tier mitgerissen zu werden schwang dieser im letzten Moment zur Seite.&lt;br /&gt;
Nehi ächzte schmerzerfüllt auf. Und wieder rutschten sie ein Stück weiter vor.&lt;br /&gt;
Der Brustkorb des Mädchens hing nun schon fast ganz über dem Abgrund.&lt;br /&gt;
Wenn einer von ihnen das Gleichgewicht verlor war Alles aus.&lt;br /&gt;
Ein zweiter und dritter Ragus erschienen.&lt;br /&gt;
Und von den Geräuschen um ihn herum schätzte er, dass es mindestens noch 5 weitere Räuber waren.&lt;br /&gt;
Der verzweifelte Junge schwang den Ast wild um sich und hielt so die Tiere zumindest vorerst davon ab ihn anzuspringen.&lt;br /&gt;
Lange würden sie das jedoch nicht durchhalten.&lt;br /&gt;
Ein Stoßgebet zu Jena formte sich in Cillis Kopf.&lt;br /&gt;
Er wurde erhört.&lt;br /&gt;
Etwas knallte schräg hinter seinem Kopf in den Bäumen und ein Schneelawine donnerte herab und begrub einen Teil des Ragus Rudels fast unter sich.&lt;br /&gt;
Die erschreckten Tiere tauchten in das nahe Unterholz.&lt;br /&gt;
Noch einmal knallte es direkt neben einem der Ragus und das Tier jaulte kurz auf und lief davon.&lt;br /&gt;
Wildes Geschrei und Rufe hallten durch den Wald.&lt;br /&gt;
Durch die Bäume kam eine Gruppe Kinder heran gerannt, Äste und Stäbe schwingend.&lt;br /&gt;
Allen voran Bunis der seinen Stab wie eine Keule nutze, um nach den Raubtieren zu schlagen.&lt;br /&gt;
Er stieß einen lauten Triumphschrei aus als die Ragus Fersengeld gaben.&lt;br /&gt;
Neben Cillis blieb er stehen, ließ seinen Stab fallen und packte Nehis rechtes Bein.&lt;br /&gt;
Zwei weitere Jungen fielen neben Nehi in den Schnee und griffen je einen Arm des Fyros.&lt;br /&gt;
Zwei Mädchen schnappten sich Nehis Wams und zogen daran.&lt;br /&gt;
Gemeinsam wuchteten sie den Mann über die Kante des Abgrundes und fielen rittlings in den Schnee.&lt;br /&gt;
Schwer atmend lagen sie nebeneinander.&lt;br /&gt;
Cillis starrte in den Himmel, wo Jenas Krone, der große Ringplanet, auf ihn herabblickte&lt;br /&gt;
Mit einem mal trat Cordesi in sein Blickfeld.&lt;br /&gt;
&amp;quot;He ihr zwei. Gemütlich da unten?&amp;quot; grinste er.&lt;br /&gt;
Cillis bemerkte das Bunis Arm auf seiner Brust lag.&lt;br /&gt;
Erschreckt stieß er ihn von sich und ruckte hoch.&lt;br /&gt;
Nehi hockte links neben ihm und lächelte ihn an.&lt;br /&gt;
Der Junge spürte deutlich wie das Blut in seine Ohren rauschte und Hitze in seinem Gesicht aufstieg.&lt;br /&gt;
Die beiden Mädchen die Nehi geholfen hatten kicherten und Cordesi brach in schallendes Gelächter aus.&lt;br /&gt;
Dann wurde Cillis mit einem Mal empor gerissen, als sich kräftige Arme um seinen Körper schlangen.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Den Segen der Kami über Euch Kinder!&amp;quot;&lt;br /&gt;
Der Fyros setzte sich Cillis auf die Schultern und begann überschwänglich zu tanzen und sich auf der Stelle zu drehen.Dabei jubelte und jauchzte er in seiner Sprache.&lt;br /&gt;
Nehi lachte und Bunis hielt sich den Bauch vor Lachen.&lt;br /&gt;
Allerdings nahm Cillis nicht viel davon wahr.&lt;br /&gt;
Ihm war danach in die Schlucht zu springen.&lt;br /&gt;
Nur um dieser Peinlichkeit zu entkommen.&lt;br /&gt;
In Davae war die Überraschung groß, als der kleine Trupp durch das Stadttor lief.&lt;br /&gt;
Cillis noch immer auf den Schultern des Fyros, der sie den ganzen Weg über mit Liedern aus seiner Heimat unterhalten hatte und immer wieder den Segen der Kamigeister versprach.&lt;br /&gt;
Cordesi hatte ihnen unterwegs gezeigt was er getan hatte um die Ragus zu vertreiben&lt;br /&gt;
In seinen Taschen verbargen sich eine Schleuder und einige Knallkugeln.&lt;br /&gt;
Einfache Feuerwerkskörper die mehr Krach machten als alles andere,&lt;br /&gt;
''Oder auf andere Paare.'', wie er grinsend hinzufügte.&lt;br /&gt;
Bunis gab zu das es seltsam ausgesehen haben musste als er seinen Partner von ihnen weg zog.&lt;br /&gt;
Doch hatte er die Ragus im Wald gesehen und erkannt das sie allein kein Chance hätten zu helfen.&lt;br /&gt;
Somit liefen sie in verschiedene Richtungen um die anderen Paare zur Hilfe zu holen.&lt;br /&gt;
Der Dorf-Intendant kam ihnen entgegen und verlangte zu wissen was passiert sei, das so lang erst kein Paar mehr ankam und dann eine solche Gruppe.&lt;br /&gt;
Die Kinder begannen sofort zu plappern, doch der rothaarige Fyros hob beschwichtigend die Hände und bat mit lauter Stimme um Ruhe.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Diese Kinder haben heute mein Leben gerettet. Ich danke Euch dafür, dass ihr diese Tradition Eures Volkes grad heute ausübt, wie sie mir berichteten.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Er berichtete kurz, in angemessenen Worten was vorgefallen war und betonte den Mut der Kinder.&lt;br /&gt;
Besonders Nehi hob er hervor, die ihn so tapfer und lang gehalten hatte.&lt;br /&gt;
Der Obmann hörte aufmerksam zu und nickte schließlich.&lt;br /&gt;
Dann griff er in sein Wams und wandte er sich an die Kinder.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hier sind die roten Bänder. Wer noch weiter nach Avalae will, sollte sich schnellstens eines geben lassen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Cillis zappelte auf der Schulter des Fyros und dieser setzte ihn schnell ab.&lt;br /&gt;
Nehi hatte dem Dorfempfänger schon den Stab entgegengehalten und nun flatterte dort das rote Band von Davae.&lt;br /&gt;
Cillis griff den Stab und blieb stehen.&lt;br /&gt;
Neben ihnen nahmen Bunis und Cordesi ihr Band in Empfang.&lt;br /&gt;
Dann die zwei Mädchen und zuletzt das Jungenpaar.&lt;br /&gt;
Vereint liefen die jungen Matis nun den Rest der Strecke in einem Pulk.&lt;br /&gt;
Als sie Aavale erreichten,&lt;br /&gt;
Viele Homins hatten sich am Tor versammelt um sie in Empfang zu nehmen.&lt;br /&gt;
Und als der Dorf Intendant die goldenen Bänder verteilte, war die Luft erfüllt von Jubel und Beifall.&lt;br /&gt;
Als das letzte Paar eintraf, wurde es von vielen Homins aus Yrkanis begleitet die das Ende des Laufes mit ihnen allen feiern wollten&lt;br /&gt;
Schließlich hob der Intendant die Arme und wandte sich an die versammelten Homins.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Matis! Seht diese Kinder, die den Lauf durch den Winter vollendet haben.&lt;br /&gt;
Sie alle haben bewiesen dass sie Durchhaltevermögen, Stärke und Mut besitzen.&lt;br /&gt;
Doch einige von ihnen haben in diesem gesegneten Jahr etwas Besonderes vollbracht.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Er hielt kurz inne um die Gruppe um Cillis nach vorn zu winken.&lt;br /&gt;
Mit vor Aufregung roten Köpfen traten die Kinder vor.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Diese Kinder ließen ihre Stäbe los!“ donnerte seine Stimme über die Versammelten hinweg.&lt;br /&gt;
Stille breitete sich aus.&lt;br /&gt;
:Cillis war geschockt.&lt;br /&gt;
Auch Nehi, Bunis und die Anderen blickten verwirrt.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sie haben eine Tradition des Laufes gebrochen. Sie alle sind &amp;quot;Loslasser.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Er blickte jedes der Kinder ernst an.&lt;br /&gt;
Dann hob er erneut die Stimme.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Jedoch taten sie das Richtige!&lt;br /&gt;
Sie handelten im Geiste des Laufes.&lt;br /&gt;
Sie verstanden seinen Sinn.&lt;br /&gt;
Ein Leben wurde gerettet, weil diese Kinder das Wichtige und Richtige über einfache Spielregeln stellten und erkannten, dass es galt zusammenzuarbeiten.&lt;br /&gt;
Jubel brandete auf und erneut wurden alle Kinder auf Schultern gehoben das wirkliche Fest begann nun endlich.&lt;br /&gt;
Inmitten des Trubels fand Cillis seine Eltern und rannte zu ihnen hinüber.&lt;br /&gt;
Seine Mutter umarmte ihn überschwänglich und wenn ein Vater noch etwas mehr Stolz in seinen Stand bringen könnte, würde seine Weste sicherlich platzen.&lt;br /&gt;
Eine Hand legte sich auch Cillis Schulter.&lt;br /&gt;
Nehi und der Fyros Bote standen dort.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Nun ihr Beiden. Ich muss weiter und meinen Auftrag ausführen.&lt;br /&gt;
Ich schulde euch Zweien mein Leben.&lt;br /&gt;
Ihr wart es die mich fandet und ihr brachtet den Mut auf mir zu helfen.&lt;br /&gt;
Dafür danke ich euch. Die Kami mögen euch beschützen.&lt;br /&gt;
Wenn ihr jemals nach Pyr kommt, dann fragt nach Collix Becoubs.&lt;br /&gt;
Das bin ich und ihr seid in meinem Hause auf ewig willkommen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Diese Geschichte wurde von [[Benutzer:Lylanea Vicciona|Lylanea]] auf dem [[Treffen der Barden II|zweites Treffen der Barden]] in Mystia 2612-4 vorgetragen. (HRP: April 2021)''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Portal|Literatur}}{{Portal|Animation}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Märchen und Legenden]] [[Kategorie:Treffen der Barden]]&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nilstilar</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Lauf_durch_den_Winter&amp;diff=34423</id>
		<title>Lauf durch den Winter</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Lauf_durch_den_Winter&amp;diff=34423"/>
				<updated>2023-02-19T16:04:15Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Nilstilar: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Trad&lt;br /&gt;
|DE =Lauf durch den Winter|DEs=0&lt;br /&gt;
|ES =Correr en invierno|ESs=1&lt;br /&gt;
|EN =Running in the winter|ENs=2&lt;br /&gt;
|FR =Courir dans l'hiver|FRs=3&lt;br /&gt;
|RU =&amp;lt;!--Бег зимой--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|H =1&lt;br /&gt;
|palette=atys&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Die Geschichte die ich euch erzählen will, basiert auf einer alten Tradition der Matis von der ich einmal gelesen habe.&lt;br /&gt;
''Ein alter Freund hat im Rahmen dieser Tradition etwas erlebt, von dem er mir erzählt hat.&lt;br /&gt;
''Ich habe daraus eine Geschichte gemacht.&lt;br /&gt;
''Sein Name war Collix und er erzählte mir, was er hier in Matia erlebt hatte.&lt;br /&gt;
''Ich erzähle die Geschichte aber aus der Sicht eines jungen Matis.&lt;br /&gt;
{{Quotation|'''''Lylanea Viccionna''', Bardin der Vier Nationen''|&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
Cillis hatte Angst.&lt;br /&gt;
Aber, wie alle jungen Matis in seinem Alter wollte er es nicht zeigen.&lt;br /&gt;
Nicht vor all den anderen auf dem Platz am Karavan-Schrein versammelten Matis und schon gar nicht vor seiner Lauf-Partnerin.&lt;br /&gt;
Die schwebende Maschine aus dem setlsamen Material des Karavan surrte und summte über ihren Köpfen.&lt;br /&gt;
Ihre Wächter schauten teilnahmslos herüber und hielten die Umgebung im Auge.&lt;br /&gt;
Vorsichtig schielte der junge Matis hinüber zu Nehi.&lt;br /&gt;
Sie wirkte gefasst und ruhig, ihr nussbraunes Haar war zu einem Schweif hinter ihren Kopf gebunden und ihre milchfarbene Haut schimmerte leicht in der Morgensonne.&lt;br /&gt;
Sie umklammerte den Paar-Stab, knapp oberhalb seiner Hand.&lt;br /&gt;
Ihr Griff war fest und die Knöchel traten leicht hervor.&lt;br /&gt;
Die Kinder kannten sich seit langer Zeit und hatten sofort nach der Auslosung vor 2 Wochen angefangen den Lauf zu trainieren.&lt;br /&gt;
Er mochte Nehi, nur eine Sache störte ihn an ihr.&lt;br /&gt;
Wenn er das etwa einen Kopf größere Mädchen anschaute, fühlte er einen seltsamen Druck in der Brust.&lt;br /&gt;
So als ob etwas aus ihm heraus wollte, aber nicht konnte.&lt;br /&gt;
Sie war eine gute Laufpartnerin und trotz ihrer längeren Beine passte sie sich an seine Geschwindigkeit an und achtete darauf nicht zu sehr an dem Paar-Stab zu zerren.&lt;br /&gt;
Der etwa 3 Ellen lange, glatte Stab aus dunklem Holz machte es auch so nicht grade leicht querfeldein durch den Wald zu laufen.&lt;br /&gt;
Gespannt lauschte sie auf die Worte des Intendanten von Yrkanis. Auch Cillis Aufmerksamkeit wurde zurück zu ihm gezogen.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Homins!&amp;quot; hob der Intendant die Stimme.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Stolze Matis! Wieder einmal vollendet ein Zyklus seinen ewigen Kreislauf. Und wieder einmal finden wir uns hier ein, um diesen Tag zu feiern und den traditionellen Lauf der Kinder zu begehen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Verhaltener Beifall unterstrich seine Worte.&lt;br /&gt;
Hier und da war ein Laut des Jubels zu hören.&lt;br /&gt;
Jedoch nicht von den Läufern.&lt;br /&gt;
Sie alle waren gespannt und manche wirkten nervös wie Yubo-Wöchlinge.&lt;br /&gt;
Er hoffte, dass die Anderen sein zittern nicht auf die Aufregung zurückführen würden, sondern auf die Kälte die langsam durch seine dünne Jacke kroch.&lt;br /&gt;
Der Intendant fuhr fort.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wie zu jedem Zyklus-Wechsel seit der Einkehr in die Neuen Lande, haben sich auch dieses Mal viele junge Matis hier eingefunden, die ihre Stärke, ihren Mut, ihr Geschick, ihre Ehre und ihre Zähigkeit beweisen möchten. Und um uns uns, ihrem Volk, zu zeigen das sie zu den Besten gehören die unser Vlk zu bieten hat.''&lt;br /&gt;
Jubel brach nun unter den versammelten Homin aus.&lt;br /&gt;
Cillis badete in dieser Aufmerksamkeit und jedes Beifall Klatschen vertrieb ein wenig seiner Angst.&lt;br /&gt;
Whamm!&lt;br /&gt;
Ein Schneeball klatschte ihm an den Hinterkopf.&lt;br /&gt;
Der junge Matis ruckte herum und sah Bunis, diesen arroganten Sohn des Leutnants der Palastwache, der sich langsam und überheblich die rechte Hand an seinem Wams abwischte.&lt;br /&gt;
Sein Laufpartner Cordesi grinste wie ein Gingo in Cillis Richtung.&lt;br /&gt;
Nehi drehte sich ebenfalls um und starrte das Paar hinter ihnen kalt an.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Das Mädchen Paar wird es ohnehin nicht einmal bis zu den Grünen Samen schaffen.&amp;quot;, zischte Bunis.&lt;br /&gt;
Und um ihn herum kicherten andere Lauf-Paare hämisch hinter vorgehaltenen Händen.&lt;br /&gt;
Noch ehe Cillis etwas erwidern konnte ertönte erneut die Stimme des Intendanten.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die hier anwesenden 20 Paare werden in wenigen Minuten ihren Lauf durch den Winter antreten.&lt;br /&gt;
Sie alle werden es nicht leicht haben. Und sie alle werden geprüft werden.&lt;br /&gt;
Überall in den Wäldern sind wie immer erfahrene Späher postiert, die über das Verhalten und die Vorgehensweise der Paare bericht erstatten werden.&lt;br /&gt;
Wie jedes Jahr gibt es nur eine Regel:&lt;br /&gt;
Niemand darf verletzt werden!&lt;br /&gt;
Ansonsten ist den Läufern alles erlaubt, das ihnen Vorteile bringt.&lt;br /&gt;
Die Strecke führt wie jedes Jahr von Yrkanis, über Natae, Davae, nach Avalae. Dort wird mein Kollege Euch empfangen und nachdem er die Berichte der Kundschafter gehört hat, die Sieger bestimmen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Cillis schaute erneut zu Nehi hinüber. Sie war schlank und kräftig.&lt;br /&gt;
Einen Sommer jünger als er und doch größer.&lt;br /&gt;
Sie tippelte auf der Stelle, wie viele der wartenden Kinder, ihre leichten Stiefel nicht geschaffen für den Schnee.&lt;br /&gt;
Auch Cillis Zehen kribbelten leicht, aber er wollte nicht dass man ihn für einen kleinen Yubo hielt.&lt;br /&gt;
Es war Tradition, dass der Lauf nur in leichter Flüchtlings-Kleidung zurückgelegt wurde.&lt;br /&gt;
So wie es die ersten Boten zwischen den noch unfertigen Städten vor langer Zeit taten, da ihnen die Materialien für festeren Stoff fehlten.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Lasst uns nun zum Stadttor gehen!&amp;quot;, rief der Intendant.&lt;br /&gt;
	Lylanea macht eine kleine Pause&lt;br /&gt;
&amp;quot;Auf Homis! Euer Lauf beginnt jetzt!&amp;quot;&lt;br /&gt;
Mit diesem Ruf des Stadt-Empfängers startete das erste Paar.&lt;br /&gt;
Die beiden Mädchen liefen, den Stab fest zwischen sich umklammert, die Straße entlang.&lt;br /&gt;
Ein sicheres Zeichen dafür dass sie nicht auf den Sieg aus waren und nur den Lauf hinter sich bringen wollten.&lt;br /&gt;
Da der Weg über die abgegrenzte Straße länger und leichter war als direkt durch den Wald und den dort liegenden, tieferen Schnee.&lt;br /&gt;
Noch drei Paare vor ihm und Nehi.&lt;br /&gt;
Sie lächelte ihn an. Ihm wurde warm ...&lt;br /&gt;
Doch nun sah er, dass auch sie fürchterlich nervös war.&lt;br /&gt;
In ihren Augen leuchtete die Aufregung und ihr Atem kam in schnellen, kleinen Wolken über ihre Lippen.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Na, was meinst Du? Wald oder Weg?&amp;quot;&lt;br /&gt;
Ein wenig überrascht von dieser Frage und beschämt da sie ihn für einen Feigling hielt, geriet Cillis Stimme ein wenig ins Stocken.&lt;br /&gt;
Seine Antwort klang nun gar nicht so selbstbewusst wie sie sollte.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Eh?.. W...Wald. – WALD! – natürlich!''&lt;br /&gt;
Nehi lächelte ihn weiter an und schien zufrieden damit.&lt;br /&gt;
Hatte sie wirklich gedacht er würde den einfachen Weg wählen?&lt;br /&gt;
Er war zwar nicht so groß und stark wie Bunis, aber er war sich sicher, es würde reichen.&lt;br /&gt;
Hinter ihnen flüsterte Cordesi seinem bulligen Laufpartner etwas ins Ohr, woraufhin dieser in prustendes Gelächter ausbrach.&lt;br /&gt;
Cillis schaute über die Schulter und sah wie der schlaksige Kerl etwas in seiner Hosentasche verschwinden ließ.&lt;br /&gt;
Als Bunis seinen Blick bemerkte, entblößte dessen Mund eine Reihe großer Zähne in einem hämischen Grinsen.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du weißt doch Kleiner. Keine Regeln außer einer. Passt auf das ihr Euren Stab nicht los lasst.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Mit der flachen Hand stieß ihn der größere Junge in den Rücken und trieb Cillis einen Schritt vor, so das sein und Nehis Arm am Paar-Stab gestreckt wurde.&lt;br /&gt;
Es galt als &amp;quot;mogeln&amp;quot; und tölpelhaft, wenn einer der Läufer die Hand vom Stab ließ.&lt;br /&gt;
Ein Teil der Herausforderung war es gemeinsam zu laufen.&lt;br /&gt;
Nun war es an Cillis und Nehi.&lt;br /&gt;
In wenigen Momenten würden auch sie ihren Lauf beginnen.&lt;br /&gt;
Die Hände des Jungen Matis wurden langsam feucht vor Schweiß.&lt;br /&gt;
Und sein Atem dampfte in einer dichten Wolke vor ihm, wie der eines aufgeregten Bodocs.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Auf Homins! Euer Lauf beginnt jetzt!&amp;quot;&lt;br /&gt;
Wie sie es trainiert hatten, liefe beide mit dem rechten Bein zuerst los und bemühten sich einen steten Rhythmus in ihre Bewegungen zu bringen.&lt;br /&gt;
Direkt nach verlassen des Tores bogen sie in den Wald hinein ab, den direkte Weg zur Matis Arena einschlagend und den Spuren ihrer Vorläufer folgend.&lt;br /&gt;
Es war nicht leicht im Schnee Gleichschritt zu wahren.&lt;br /&gt;
Cillis Herz pochte ihm bis zum Hals.&lt;br /&gt;
Trotz des Trainings und der Kälte kamen sie schnell ins Schwitzen und beide Kinder wussten,&lt;br /&gt;
Weiter hasteten sie unter großen Wurzeln hindurch und an Bäumen vorbei, aufgeschreckte Yubos vor sich her treibend.&lt;br /&gt;
Die karge, glatte Wand des riesigen Holz-Konstruktes, das als Matis Arena bekannt war kam in Sichtweite und die Morgensonne glitzerte auf den an ihr hängenden Eiszapfen.&lt;br /&gt;
Die Kinder wanden sich zwischen den mannshohen Wurzelbögen hindurch, die das riesige Gebilde umschlangen und vorbei an seinem Eingang. Weiter Richtung Natae.&lt;br /&gt;
Der Empfänger der Siedlung nickte ihnen schon von weitem zu und band ihnen in einem kurzen Moment der Rast, das erste, blaue Band um den Stab.&lt;br /&gt;
Zum Beweis das sie diese Etappe gemeistert hatten.&lt;br /&gt;
Nun stand jedoch die schwierigste Wegstrecke vor ihnen.&lt;br /&gt;
Durch den dichten Wald, am Rand des Plateaus entlang auf dem sich die grünen Anhöhen befanden.&lt;br /&gt;
Kaum hatten sie einige hundert Meter zurückgelegt und den Klippenrand erreicht, sahen sie schlanke Körper von Raubtieren durch das Unterholz huschen.&lt;br /&gt;
Die Kinder stoppten ihren Lauf abrupt.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Verdammt.&amp;quot;, flüsterte Nehi.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wenn das Rudel uns bemerkt, kann uns nur noch Jena retten.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Ihr violetter Blick verriet Angst und Cillis war sicher, das seine Freundin in seinen grünen Augen deutlich erkennen konnte was er gerade dachte.&lt;br /&gt;
Vorsichtig trat er einen Schritt zurück.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hilfe! Hört mich jemand!? – HILFE!!&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die tiefe Stimme eines Mannes, weiter vorn.&lt;br /&gt;
Die jungen Matis blickten einander erschrocken an.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Ragus haben da jemanden eingekreist.&amp;quot; Cillis spürte wie seine Stimme bebte.&lt;br /&gt;
Nehi nickte nur stumm. In ihrem Blick stand die unausgesprochene Frage.&lt;br /&gt;
Die Gedanken des Jungen überschlugen sich.&lt;br /&gt;
Er griff sich ins grün gefärbte Haar und zog nervös an einer langen Strähne.&lt;br /&gt;
Nehi kaute auf ihrer Unterlippe und beiden schlotterten die Knie vor Kälte, Anstrengung und Angst.&lt;br /&gt;
Dann jedoch machte Nehi einen Schritt nach vorn. Cillis schaute sie überrascht an.&lt;br /&gt;
Sie nickte.&lt;br /&gt;
Wie ein Homin stürmten die beiden Halbwüchsigen vor. Laut brüllend und johlend.&lt;br /&gt;
Cillis griff einen Ast vom Boden und schwang ihn über seinem Kopf.&lt;br /&gt;
Die Ragus schreckten auf und stoben in instinktiver Flucht zunächst auseinander, doch würden sie sich bald von ihrem Schrecken erholen und ihr Rudel war mit Sicherheit stärker als die Kinder.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hallo?! Den Kami sei Dank. Helft mir. Zieht mich hoch!!!&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die Stimme kam von unterhalb der Klippe.&lt;br /&gt;
Vorsichtig traten sie vor um über den Rand hinweg zu spähen.&lt;br /&gt;
Dort unten, in etwa 3 Metern tiefe, hockte ein Homin auf einem schmalen Vorsprung in der Steilwand.&lt;br /&gt;
Der rothaarige, kräftige Mann schaute zu den Kindern auf und deutliche Erleichterung sprang auf seine harten, kantigen Züge.&lt;br /&gt;
Vorsichtig kam er auf die Beine.&lt;br /&gt;
Seine Haut war braun und wettergegerbt, doch seine Augen leuchteten gelblich, golden wie Bernstein.&lt;br /&gt;
Er trug das Wams eines Boten der Imperialen Gilde von Pyr.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ein Fyros?&amp;quot; entfuhr es Nehi.&lt;br /&gt;
Sie starrten auf den Homin herunter, der nervös zu ihnen empor lächelte.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ja. Da staunst Du, was? - Aber, wo sind Eure Eltern. Vertreiben sie diese Mistviecher?“, sprach er mit überraschend leichtem Akzent.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ehm – Nein... Unsere Eltern sind in Yrkanis.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Nehi stieß Cillis ihren Ellenbogen in die Seite und der Junge wollte schon protestieren, als er den Ausdruck im Gesicht des Fyros sah.&lt;br /&gt;
Verzweiflung.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was? Aber... Wie soll ich dann wieder dort hoch kommen? Und was macht ihr wenn die Tiere wiederkommen?&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die Kinder blickten sich an.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wie müssen ihm helfen.“ Cillis schaute in die Augen seiner Freundin und sein Magen krampfte sich zusammen.&lt;br /&gt;
Sie nickte erneut.&lt;br /&gt;
Cillis lies den Stab los.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was machst Du?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Es hat keiner gesehen und du bist kräftiger als ich.&lt;br /&gt;
Lass den Stab zu ihm runter damit er sich daran hochziehen kann. Ich halte Dich fest.&amp;quot; Kurz legte sich ein seltsamer Ausdruck auf Nehis Gesicht, dann nickte sie entschlossen und ließ sich auf den Bauch nieder.&lt;br /&gt;
Cillis griff ihre Beine und stemmte sich mit aller Kraft und seinem ganzen Gewicht nach hinten.&lt;br /&gt;
Der Stab reichte gerade an die ausgestreckten Hände des Fyros heran.&lt;br /&gt;
Er tat einen Satz und ein scharfer Ruck ging durch Nehis Schultern.&lt;br /&gt;
Sie knirschte mit den Zähnen und fühlte wie sich Cillis Griff um ihre Knöchel noch verstärkte.&lt;br /&gt;
Und doch rutschte sie ein kleines Stück nach vorn.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Nicht loslassen!''&lt;br /&gt;
Entfuhr es dem Fyros, dessen Füße nun über dem Abgrund baumelten.&lt;br /&gt;
Eine Hand über die andere setzend zog er sich langsam an der eisglatten Holzwand empor.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich rutsche!&amp;quot; hörte Nehi ihren Freund zwischen den Zähnen hindurch pressen.&lt;br /&gt;
Schon spürte sie die Bewegung auf dem vom Schnee glatten Boden.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Los! Sie können nicht viel weiter sein! Die holen wir ein!&amp;quot;, drang ein leiser Ruf aus dem Wald an Cillis Ohren.&lt;br /&gt;
Bunis!&lt;br /&gt;
Cillis Kopf ruckte herum und dort kamen ihre beiden Konkurrenten in einiger Entfernung vorbei gerannt.&lt;br /&gt;
Der bullige Junge zog seinen schmächtigeren Partner förmlich mit sich durch den Schnee.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bunis! Cordesi! Helft uns! – Hier!!&amp;quot;&lt;br /&gt;
Kaum war Cillis Schrei erklungen stoppten die beiden Läufer und blickten sich um.&lt;br /&gt;
Cordesi erspähte ihn zuerst und setzte sofort zum Sprint in seine Richtung an.&lt;br /&gt;
Doch wurde er jäh zurück gerissen.&lt;br /&gt;
Bunis zog ihn in entgegengesetzter Richtung davon. Cillis Herz blieb fast stehen.&lt;br /&gt;
Er konnte es nicht fassen. Bunis, dieser Sohn eines Gingos!&lt;br /&gt;
Ein wilder Fluch, aufgeschnappt von seinem Vater, entfuhr ihm.&lt;br /&gt;
Aus der Schlucht vor ihnen erklang ein lautes: „Ooh!! Haltet Durch Kinder! Bitte!!“&lt;br /&gt;
Nehi stöhnte. Die Muskeln ihrer schlanken Arme traten hervor wie zum Bersten gestreckte Seile.&lt;br /&gt;
Da hörte Cillis das Knurren hinter sich.&lt;br /&gt;
Eine schnelle Bewegung im Unterholz links von ihm. Kurz darauf rechts und das hustende Bellen eines Ragus.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sie kommen zurück!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Jena, wir schaffen das nicht.“, stieß Nehi hervor&lt;br /&gt;
&amp;quot;Er ist zu schwer.&amp;quot;'&lt;br /&gt;
&amp;quot;Durchhalten Kinder. Ihr habt es gleich geschafft. Nur noch ein kleines Stück.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die Worte klangen nervös und kurzatmig.&lt;br /&gt;
Cillis zuckte zusammen als er erneut eine Bewegung neben sich sah.&lt;br /&gt;
Ein großer, schlanker Ragus wagte sich näher an sie heran und ein heiseres Knurren drang aus seiner Schnauze.&lt;br /&gt;
Die Ohren dicht an den Körper gelegt kauerte sich das Tier auf die Hinterbeine und setzte zum Sprung auf seine wehrlose Beute an&lt;br /&gt;
Cillis ließ Nehis rechtes Bein los.&lt;br /&gt;
Sie rutschten ein Stück nach vorn und seine Freundin und der Fyros über der Schlucht Schrien fast gleichzeitig erschrocken auf.&lt;br /&gt;
Cillis griff den noch neben ihm im Schnee liegenden Ast und schwang ihn auf das heran springende Tier.&lt;br /&gt;
Krachend schlug der Ast gegen den Schädel des Ragus, dessen eigener Schwung ihn nun über den Rand der Klippe katapultierte.&lt;br /&gt;
Heulend, in einer Wolke aus Schnee, fiel der Räuber auf den Fyros zu.&lt;br /&gt;
Um nicht von dem zappelnden Tier mitgerissen zu werden schwang dieser im letzten Moment zur Seite.&lt;br /&gt;
Nehi ächzte schmerzerfüllt auf. Und wieder rutschten sie ein Stück weiter vor.&lt;br /&gt;
Der Brustkorb des Mädchens hing nun schon fast ganz über dem Abgrund.&lt;br /&gt;
Wenn einer von ihnen das Gleichgewicht verlor war Alles aus.&lt;br /&gt;
Ein zweiter und dritter Ragus erschienen.&lt;br /&gt;
Und von den Geräuschen um ihn herum schätzte er, dass es mindestens noch 5 weitere Räuber waren.&lt;br /&gt;
Der verzweifelte Junge schwang den Ast wild um sich und hielt so die Tiere zumindest vorerst davon ab ihn anzuspringen.&lt;br /&gt;
Lange würden sie das jedoch nicht durchhalten.&lt;br /&gt;
Ein Stoßgebet zu Jena formte sich in Cillis Kopf.&lt;br /&gt;
Er wurde erhört.&lt;br /&gt;
Etwas knallte schräg hinter seinem Kopf in den Bäumen und ein Schneelawine donnerte herab und begrub einen Teil des Ragus Rudels fast unter sich.&lt;br /&gt;
Die erschreckten Tiere tauchten in das nahe Unterholz.&lt;br /&gt;
Noch einmal knallte es direkt neben einem der Ragus und das Tier jaulte kurz auf und lief davon.&lt;br /&gt;
Wildes Geschrei und Rufe hallten durch den Wald.&lt;br /&gt;
Durch die Bäume kam eine Gruppe Kinder heran gerannt, Äste und Stäbe schwingend.&lt;br /&gt;
Allen voran Bunis der seinen Stab wie eine Keule nutze, um nach den Raubtieren zu schlagen.&lt;br /&gt;
Er stieß einen lauten Triumphschrei aus als die Ragus Fersengeld gaben.&lt;br /&gt;
Neben Cillis blieb er stehen, ließ seinen Stab fallen und packte Nehis rechtes Bein.&lt;br /&gt;
Zwei weitere Jungen fielen neben Nehi in den Schnee und griffen je einen Arm des Fyros.&lt;br /&gt;
Zwei Mädchen schnappten sich Nehis Wams und zogen daran.&lt;br /&gt;
Gemeinsam wuchteten sie den Mann über die Kante des Abgrundes und fielen rittlings in den Schnee.&lt;br /&gt;
Schwer atmend lagen sie nebeneinander.&lt;br /&gt;
Cillis starrte in den Himmel, wo Jenas Krone, der große Ringplanet, auf ihn herabblickte&lt;br /&gt;
Mit einem mal trat Cordesi in sein Blickfeld.&lt;br /&gt;
&amp;quot;He ihr zwei. Gemütlich da unten?&amp;quot; grinste er.&lt;br /&gt;
Cillis bemerkte das Bunis Arm auf seiner Brust lag.&lt;br /&gt;
Erschreckt stieß er ihn von sich und ruckte hoch.&lt;br /&gt;
Nehi hockte links neben ihm und lächelte ihn an.&lt;br /&gt;
Der Junge spürte deutlich wie das Blut in seine Ohren rauschte und Hitze in seinem Gesicht aufstieg.&lt;br /&gt;
Die beiden Mädchen die Nehi geholfen hatten kicherten und Cordesi brach in schallendes Gelächter aus.&lt;br /&gt;
Dann wurde Cillis mit einem Mal empor gerissen, als sich kräftige Arme um seinen Körper schlangen.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Den Segen der Kami über Euch Kinder!&amp;quot;&lt;br /&gt;
Der Fyros setzte sich Cillis auf die Schultern und begann überschwänglich zu tanzen und sich auf der Stelle zu drehen.Dabei jubelte und jauchzte er in seiner Sprache.&lt;br /&gt;
Nehi lachte und Bunis hielt sich den Bauch vor Lachen.&lt;br /&gt;
Allerdings nahm Cillis nicht viel davon wahr.&lt;br /&gt;
Ihm war danach in die Schlucht zu springen.&lt;br /&gt;
Nur um dieser Peinlichkeit zu entkommen.&lt;br /&gt;
In Davae war die Überraschung groß, als der kleine Trupp durch das Stadttor lief.&lt;br /&gt;
Cillis noch immer auf den Schultern des Fyros, der sie den ganzen Weg über mit Liedern aus seiner Heimat unterhalten hatte und immer wieder den Segen der Kamigeister versprach.&lt;br /&gt;
Cordesi hatte ihnen unterwegs gezeigt was er getan hatte um die Ragus zu vertreiben&lt;br /&gt;
In seinen Taschen verbargen sich eine Schleuder und einige Knallkugeln.&lt;br /&gt;
Einfache Feuerwerkskörper die mehr Krach machten als alles andere,&lt;br /&gt;
''Oder auf andere Paare.'', wie er grinsend hinzufügte.&lt;br /&gt;
Bunis gab zu das es seltsam ausgesehen haben musste als er seinen Partner von ihnen weg zog.&lt;br /&gt;
Doch hatte er die Ragus im Wald gesehen und erkannt das sie allein kein Chance hätten zu helfen.&lt;br /&gt;
Somit liefen sie in verschiedene Richtungen um die anderen Paare zur Hilfe zu holen.&lt;br /&gt;
Der Dorf-Intendant kam ihnen entgegen und verlangte zu wissen was passiert sei, das so lang erst kein Paar mehr ankam und dann eine solche Gruppe.&lt;br /&gt;
Die Kinder begannen sofort zu plappern, doch der rothaarige Fyros hob beschwichtigend die Hände und bat mit lauter Stimme um Ruhe.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Diese Kinder haben heute mein Leben gerettet. Ich danke Euch dafür, dass ihr diese Tradition Eures Volkes grad heute ausübt, wie sie mir berichteten.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Er berichtete kurz, in angemessenen Worten was vorgefallen war und betonte den Mut der Kinder.&lt;br /&gt;
Besonders Nehi hob er hervor, die ihn so tapfer und lang gehalten hatte.&lt;br /&gt;
Der Obmann hörte aufmerksam zu und nickte schließlich.&lt;br /&gt;
Dann griff er in sein Wams und wandte er sich an die Kinder.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hier sind die roten Bänder. Wer noch weiter nach Avalae will, sollte sich schnellstens eines geben lassen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Cillis zappelte auf der Schulter des Fyros und dieser setzte ihn schnell ab.&lt;br /&gt;
Nehi hatte dem Dorfempfänger schon den Stab entgegengehalten und nun flatterte dort das rote Band von Davae.&lt;br /&gt;
Cillis griff den Stab und blieb stehen.&lt;br /&gt;
Neben ihnen nahmen Bunis und Cordesi ihr Band in Empfang.&lt;br /&gt;
Dann die zwei Mädchen und zuletzt das Jungenpaar.&lt;br /&gt;
Vereint liefen die jungen Matis nun den Rest der Strecke in einem Pulk.&lt;br /&gt;
Als sie Aavale erreichten,&lt;br /&gt;
Viele Homins hatten sich am Tor versammelt um sie in Empfang zu nehmen.&lt;br /&gt;
Und als der Dorf Intendant die goldenen Bänder verteilte, war die Luft erfüllt von Jubel und Beifall.&lt;br /&gt;
Als das letzte Paar eintraf, wurde es von vielen Homins aus Yrkanis begleitet die das Ende des Laufes mit ihnen allen feiern wollten&lt;br /&gt;
Schließlich hob der Intendant die Arme und wandte sich an die versammelten Homins.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Matis! Seht diese Kinder, die den Lauf durch den Winter vollendet haben.&lt;br /&gt;
Sie alle haben bewiesen dass sie Durchhaltevermögen, Stärke und Mut besitzen.&lt;br /&gt;
Doch einige von ihnen haben in diesem gesegneten Jahr etwas Besonderes vollbracht.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Er hielt kurz inne um die Gruppe um Cillis nach vorn zu winken.&lt;br /&gt;
Mit vor Aufregung roten Köpfen traten die Kinder vor.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Diese Kinder ließen ihre Stäbe los!“ donnerte seine Stimme über die Versammelten hinweg.&lt;br /&gt;
Stille breitete sich aus.&lt;br /&gt;
:Cillis war geschockt.&lt;br /&gt;
Auch Nehi, Bunis und die Anderen blickten verwirrt.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sie haben eine Tradition des Laufes gebrochen. Sie alle sind &amp;quot;Loslasser.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Er blickte jedes der Kinder ernst an.&lt;br /&gt;
Dann hob er erneut die Stimme.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Jedoch taten sie das Richtige!&lt;br /&gt;
Sie handelten im Geiste des Laufes.&lt;br /&gt;
Sie verstanden seinen Sinn.&lt;br /&gt;
Ein Leben wurde gerettet, weil diese Kinder das Wichtige und Richtige über einfache Spielregeln stellten und erkannten, dass es galt zusammenzuarbeiten.&lt;br /&gt;
Jubel brandete auf und erneut wurden alle Kinder auf Schultern gehoben das wirkliche Fest begann nun endlich.&lt;br /&gt;
Inmitten des Trubels fand Cillis seine Eltern und rannte zu ihnen hinüber.&lt;br /&gt;
Seine Mutter umarmte ihn überschwänglich und wenn ein Vater noch etwas mehr Stolz in seinen Stand bringen könnte, würde seine Weste sicherlich platzen.&lt;br /&gt;
Eine Hand legte sich auch Cillis Schulter.&lt;br /&gt;
Nehi und der Fyros Bote standen dort.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Nun ihr Beiden. Ich muss weiter und meinen Auftrag ausführen.&lt;br /&gt;
Ich schulde euch Zweien mein Leben.&lt;br /&gt;
Ihr wart es die mich fandet und ihr brachtet den Mut auf mir zu helfen.&lt;br /&gt;
Dafür danke ich euch. Die Kami mögen euch beschützen.&lt;br /&gt;
Wenn ihr jemals nach Pyr kommt, dann fragt nach Collix Becoubs.&lt;br /&gt;
Das bin ich und ihr seid in meinem Hause auf ewig willkommen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Diese Geschichte wurde von [[Benutzer:Lylanea Vicciona|Lylanea]] auf dem [[Treffen der Barden II|zweites Treffen der Barden]] in Mystia 2612-4 vorgetragen. (HRP: April 2021)''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Portal|Literatur}}{{Portal|Animation}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Märchen und Legenden]] [[Kategorie:Treffen der Barden]]&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nilstilar</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Lauf_durch_den_Winter&amp;diff=34422</id>
		<title>Lauf durch den Winter</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Lauf_durch_den_Winter&amp;diff=34422"/>
				<updated>2023-02-19T14:44:18Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Nilstilar: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Trad&lt;br /&gt;
|DE =Lauf durch den Winter|DEs=0&lt;br /&gt;
|ES =Correr en invierno|ESs=1&lt;br /&gt;
|EN =Running in the winter|ENs=2&lt;br /&gt;
|FR =Courir dans l'hiver|FRs=3&lt;br /&gt;
|RU =&amp;lt;!--Бег зимой--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|H =1&lt;br /&gt;
|palette=atys&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Die Geschichte die ich euch erzählen will, basiert auf einer alten Tradition der Matis von der ich einmal gelesen habe.&lt;br /&gt;
''Ein alter Freund hat im Rahmen dieser Tradition etwas erlebt, von dem er mir erzählt hat.&lt;br /&gt;
''Ich habe daraus eine Geschichte gemacht.&lt;br /&gt;
''Sein Name war Collix und er erzählte mir, was er hier in Matia erlebt hatte.&lt;br /&gt;
''Ich erzähle die Geschichte aber aus der Sicht eines jungen Matis.&lt;br /&gt;
{{Quotation|'''''Lylanea Viccionna''', Bardin der Vier Nationen''|&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
Cillis hatte Angst.&lt;br /&gt;
Aber, wie alle jungen Matis in seinem Alter wollte er es nicht zeigen.}@{ Mais, comme tous les jeunes Matis à son âge, il ne voulait pas le montrer.&lt;br /&gt;
Nicht vor all den anderen auf dem Platz am Karavan-Schrein versammelten Matis und schon gar nicht vor seiner Lauf-Partnerin.&lt;br /&gt;
Die schwebende Maschine aus dem setlsamen Material des Karavan surrte und summte über ihren Köpfen.&lt;br /&gt;
Ihre Wächter schauten teilnahmslos herüber und hielten die Umgebung im Auge.&lt;br /&gt;
Vorsichtig schielte der junge Matis hinüber zu Nehi.&lt;br /&gt;
Sie wirkte gefasst und ruhig, ihr nussbraunes Haar war zu einem Schweif hinter ihren Kopf gebunden und ihre milchfarbene Haut schimmerte leicht in der Morgensonne.&lt;br /&gt;
Sie umklammerte den Paar-Stab, knapp oberhalb seiner Hand.&lt;br /&gt;
Ihr Griff war fest und die Knöchel traten leicht hervor.&lt;br /&gt;
Die Kinder kannten sich seit langer Zeit und hatten sofort nach der Auslosung vor 2 Wochen angefangen den Lauf zu trainieren.&lt;br /&gt;
Er mochte Nehi, nur eine Sache störte ihn an ihr.&lt;br /&gt;
Wenn er das etwa einen Kopf größere Mädchen anschaute, fühlte er einen seltsamen Druck in der Brust.&lt;br /&gt;
So als ob etwas aus ihm heraus wollte, aber nicht konnte.&lt;br /&gt;
Sie war eine gute Laufpartnerin und trotz ihrer längeren Beine passte sie sich an seine Geschwindigkeit an und achtete darauf nicht zu sehr an dem Paar-Stab zu zerren.&lt;br /&gt;
Der etwa 3 Ellen lange, glatte Stab aus dunklem Holz machte es auch so nicht grade leicht querfeldein durch den Wald zu laufen.&lt;br /&gt;
Gespannt lauschte sie auf die Worte des Intendanten von Yrkanis. Auch Cillis Aufmerksamkeit wurde zurück zu ihm gezogen.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Homins!&amp;quot; hob der Intendant die Stimme.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Stolze Matis! Wieder einmal vollendet ein Zyklus seinen ewigen Kreislauf. Und wieder einmal finden wir uns hier ein, um diesen Tag zu feiern und den traditionellen Lauf der Kinder zu begehen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Verhaltener Beifall unterstrich seine Worte.&lt;br /&gt;
Hier und da war ein Laut des Jubels zu hören.&lt;br /&gt;
Jedoch nicht von den Läufern.&lt;br /&gt;
Sie alle waren gespannt und manche wirkten nervös wie Yubo-Wöchlinge.&lt;br /&gt;
Er hoffte, dass die Anderen sein zittern nicht auf die Aufregung zurückführen würden, sondern auf die Kälte die langsam durch seine dünne Jacke kroch.&lt;br /&gt;
Der Intendant fuhr fort.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wie zu jedem Zyklus-Wechsel seit der Einkehr in die Neuen Lande, haben sich auch dieses Mal viele junge Matis hier eingefunden, die ihre Stärke, ihren Mut, ihr Geschick, ihre Ehre und ihre Zähigkeit beweisen möchten. Und um uns uns, ihrem Volk, zu zeigen das sie zu den Besten gehören die unser Vlk zu bieten hat.''&lt;br /&gt;
Jubel brach nun unter den versammelten Homin aus.&lt;br /&gt;
Cillis badete in dieser Aufmerksamkeit und jedes Beifall Klatschen vertrieb ein wenig seiner Angst.&lt;br /&gt;
Whamm!&lt;br /&gt;
Ein Schneeball klatschte ihm an den Hinterkopf.&lt;br /&gt;
Der junge Matis ruckte herum und sah Bunis, diesen arroganten Sohn des Leutnants der Palastwache, der sich langsam und überheblich die rechte Hand an seinem Wams abwischte.&lt;br /&gt;
Sein Laufpartner Cordesi grinste wie ein Gingo in Cillis Richtung.&lt;br /&gt;
Nehi drehte sich ebenfalls um und starrte das Paar hinter ihnen kalt an.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Das Mädchen Paar wird es ohnehin nicht einmal bis zu den Grünen Samen schaffen.&amp;quot;, zischte Bunis.&lt;br /&gt;
Und um ihn herum kicherten andere Lauf-Paare hämisch hinter vorgehaltenen Händen.&lt;br /&gt;
Noch ehe Cillis etwas erwidern konnte ertönte erneut die Stimme des Intendanten.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die hier anwesenden 20 Paare werden in wenigen Minuten ihren Lauf durch den Winter antreten.&lt;br /&gt;
Sie alle werden es nicht leicht haben. Und sie alle werden geprüft werden.&lt;br /&gt;
Überall in den Wäldern sind wie immer erfahrene Späher postiert, die über das Verhalten und die Vorgehensweise der Paare bericht erstatten werden.&lt;br /&gt;
Wie jedes Jahr gibt es nur eine Regel:&lt;br /&gt;
Niemand darf verletzt werden!&lt;br /&gt;
Ansonsten ist den Läufern alles erlaubt, das ihnen Vorteile bringt.&lt;br /&gt;
Die Strecke führt wie jedes Jahr von Yrkanis, über Natae, Davae, nach Avalae. Dort wird mein Kollege Euch empfangen und nachdem er die Berichte der Kundschafter gehört hat, die Sieger bestimmen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Cillis schaute erneut zu Nehi hinüber. Sie war schlank und kräftig.&lt;br /&gt;
Einen Sommer jünger als er und doch größer.&lt;br /&gt;
Sie tippelte auf der Stelle, wie viele der wartenden Kinder, ihre leichten Stiefel nicht geschaffen für den Schnee.&lt;br /&gt;
Auch Cillis Zehen kribbelten leicht, aber er wollte nicht dass man ihn für einen kleinen Yubo hielt.&lt;br /&gt;
Es war Tradition, dass der Lauf nur in leichter Flüchtlings-Kleidung zurückgelegt wurde.&lt;br /&gt;
So wie es die ersten Boten zwischen den noch unfertigen Städten vor langer Zeit taten, da ihnen die Materialien für festeren Stoff fehlten.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Lasst uns nun zum Stadttor gehen!&amp;quot;, rief der Intendant.&lt;br /&gt;
	Lylanea macht eine kleine Pause&lt;br /&gt;
&amp;quot;Auf Homis! Euer Lauf beginnt jetzt!&amp;quot;&lt;br /&gt;
Mit diesem Ruf des Stadt-Empfängers startete das erste Paar.&lt;br /&gt;
Die beiden Mädchen liefen, den Stab fest zwischen sich umklammert, die Straße entlang.&lt;br /&gt;
Ein sicheres Zeichen dafür dass sie nicht auf den Sieg aus waren und nur den Lauf hinter sich bringen wollten.&lt;br /&gt;
Da der Weg über die abgegrenzte Straße länger und leichter war als direkt durch den Wald und den dort liegenden, tieferen Schnee.&lt;br /&gt;
Noch drei Paare vor ihm und Nehi.&lt;br /&gt;
Sie lächelte ihn an. Ihm wurde warm ...&lt;br /&gt;
Doch nun sah er, dass auch sie fürchterlich nervös war.&lt;br /&gt;
In ihren Augen leuchtete die Aufregung und ihr Atem kam in schnellen, kleinen Wolken über ihre Lippen.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Na, was meinst Du? Wald oder Weg?&amp;quot;&lt;br /&gt;
Ein wenig überrascht von dieser Frage und beschämt da sie ihn für einen Feigling hielt, geriet Cillis Stimme ein wenig ins Stocken.&lt;br /&gt;
Seine Antwort klang nun gar nicht so selbstbewusst wie sie sollte.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Eh?.. W...Wald. – WALD! – natürlich!''&lt;br /&gt;
Nehi lächelte ihn weiter an und schien zufrieden damit.&lt;br /&gt;
Hatte sie wirklich gedacht er würde den einfachen Weg wählen?&lt;br /&gt;
Er war zwar nicht so groß und stark wie Bunis, aber er war sich sicher, es würde reichen.&lt;br /&gt;
Hinter ihnen flüsterte Cordesi seinem bulligen Laufpartner etwas ins Ohr, woraufhin dieser in prustendes Gelächter ausbrach.&lt;br /&gt;
Cillis schaute über die Schulter und sah wie der schlaksige Kerl etwas in seiner Hosentasche verschwinden ließ.&lt;br /&gt;
Als Bunis seinen Blick bemerkte, entblößte dessen Mund eine Reihe großer Zähne in einem hämischen Grinsen.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du weißt doch Kleiner. Keine Regeln außer einer. Passt auf das ihr Euren Stab nicht los lasst.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Mit der flachen Hand stieß ihn der größere Junge in den Rücken und trieb Cillis einen Schritt vor, so das sein und Nehis Arm am Paar-Stab gestreckt wurde.&lt;br /&gt;
Es galt als &amp;quot;mogeln&amp;quot; und tölpelhaft, wenn einer der Läufer die Hand vom Stab ließ.&lt;br /&gt;
Ein Teil der Herausforderung war es gemeinsam zu laufen.&lt;br /&gt;
Nun war es an Cillis und Nehi.&lt;br /&gt;
In wenigen Momenten würden auch sie ihren Lauf beginnen.&lt;br /&gt;
Die Hände des Jungen Matis wurden langsam feucht vor Schweiß.&lt;br /&gt;
Und sein Atem dampfte in einer dichten Wolke vor ihm, wie der eines aufgeregten Bodocs.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Auf Homins! Euer Lauf beginnt jetzt!&amp;quot;&lt;br /&gt;
Wie sie es trainiert hatten, liefe beide mit dem rechten Bein zuerst los und bemühten sich einen steten Rhythmus in ihre Bewegungen zu bringen.&lt;br /&gt;
Direkt nach verlassen des Tores bogen sie in den Wald hinein ab, den direkte Weg zur Matis Arena einschlagend und den Spuren ihrer Vorläufer folgend.&lt;br /&gt;
Es war nicht leicht im Schnee Gleichschritt zu wahren.&lt;br /&gt;
Cillis Herz pochte ihm bis zum Hals.&lt;br /&gt;
Trotz des Trainings und der Kälte kamen sie schnell ins Schwitzen und beide Kinder wussten,&lt;br /&gt;
Weiter hasteten sie unter großen Wurzeln hindurch und an Bäumen vorbei, aufgeschreckte Yubos vor sich her treibend.&lt;br /&gt;
Die karge, glatte Wand des riesigen Holz-Konstruktes, das als Matis Arena bekannt war kam in Sichtweite und die Morgensonne glitzerte auf den an ihr hängenden Eiszapfen.&lt;br /&gt;
Die Kinder wanden sich zwischen den mannshohen Wurzelbögen hindurch, die das riesige Gebilde umschlangen und vorbei an seinem Eingang. Weiter Richtung Natae.&lt;br /&gt;
Der Empfänger der Siedlung nickte ihnen schon von weitem zu und band ihnen in einem kurzen Moment der Rast, das erste, blaue Band um den Stab.&lt;br /&gt;
Zum Beweis das sie diese Etappe gemeistert hatten.&lt;br /&gt;
Nun stand jedoch die schwierigste Wegstrecke vor ihnen.&lt;br /&gt;
Durch den dichten Wald, am Rand des Plateaus entlang auf dem sich die grünen Anhöhen befanden.&lt;br /&gt;
Kaum hatten sie einige hundert Meter zurückgelegt und den Klippenrand erreicht, sahen sie schlanke Körper von Raubtieren durch das Unterholz huschen.&lt;br /&gt;
Die Kinder stoppten ihren Lauf abrupt.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Verdammt.&amp;quot;, flüsterte Nehi.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wenn das Rudel uns bemerkt, kann uns nur noch Jena retten.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Ihr violetter Blick verriet Angst und Cillis war sicher, das seine Freundin in seinen grünen Augen deutlich erkennen konnte was er gerade dachte.&lt;br /&gt;
Vorsichtig trat er einen Schritt zurück.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hilfe! Hört mich jemand!? – HILFE!!&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die tiefe Stimme eines Mannes, weiter vorn.&lt;br /&gt;
Die jungen Matis blickten einander erschrocken an.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Ragus haben da jemanden eingekreist.&amp;quot; Cillis spürte wie seine Stimme bebte.&lt;br /&gt;
Nehi nickte nur stumm. In ihrem Blick stand die unausgesprochene Frage.&lt;br /&gt;
Die Gedanken des Jungen überschlugen sich.&lt;br /&gt;
Er griff sich ins grün gefärbte Haar und zog nervös an einer langen Strähne.&lt;br /&gt;
Nehi kaute auf ihrer Unterlippe und beiden schlotterten die Knie vor Kälte, Anstrengung und Angst.&lt;br /&gt;
Dann jedoch machte Nehi einen Schritt nach vorn. Cillis schaute sie überrascht an.&lt;br /&gt;
Sie nickte.&lt;br /&gt;
Wie ein Homin stürmten die beiden Halbwüchsigen vor. Laut brüllend und johlend.&lt;br /&gt;
Cillis griff einen Ast vom Boden und schwang ihn über seinem Kopf.&lt;br /&gt;
Die Ragus schreckten auf und stoben in instinktiver Flucht zunächst auseinander, doch würden sie sich bald von ihrem Schrecken erholen und ihr Rudel war mit Sicherheit stärker als die Kinder.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hallo?! Den Kami sei Dank. Helft mir. Zieht mich hoch!!!&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die Stimme kam von unterhalb der Klippe.&lt;br /&gt;
Vorsichtig traten sie vor um über den Rand hinweg zu spähen.&lt;br /&gt;
Dort unten, in etwa 3 Metern tiefe, hockte ein Homin auf einem schmalen Vorsprung in der Steilwand.&lt;br /&gt;
Der rothaarige, kräftige Mann schaute zu den Kindern auf und deutliche Erleichterung sprang auf seine harten, kantigen Züge.&lt;br /&gt;
Vorsichtig kam er auf die Beine.&lt;br /&gt;
Seine Haut war braun und wettergegerbt, doch seine Augen leuchteten gelblich, golden wie Bernstein.&lt;br /&gt;
Er trug das Wams eines Boten der Imperialen Gilde von Pyr.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ein Fyros?&amp;quot; entfuhr es Nehi.&lt;br /&gt;
Sie starrten auf den Homin herunter, der nervös zu ihnen empor lächelte.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ja. Da staunst Du, was? - Aber, wo sind Eure Eltern. Vertreiben sie diese Mistviecher?“, sprach er mit überraschend leichtem Akzent.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ehm – Nein... Unsere Eltern sind in Yrkanis.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Nehi stieß Cillis ihren Ellenbogen in die Seite und der Junge wollte schon protestieren, als er den Ausdruck im Gesicht des Fyros sah.&lt;br /&gt;
Verzweiflung.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was? Aber... Wie soll ich dann wieder dort hoch kommen? Und was macht ihr wenn die Tiere wiederkommen?&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die Kinder blickten sich an.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wie müssen ihm helfen.“ Cillis schaute in die Augen seiner Freundin und sein Magen krampfte sich zusammen.&lt;br /&gt;
Sie nickte erneut.&lt;br /&gt;
Cillis lies den Stab los.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was machst Du?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Es hat keiner gesehen und du bist kräftiger als ich.&lt;br /&gt;
Lass den Stab zu ihm runter damit er sich daran hochziehen kann. Ich halte Dich fest.&amp;quot; Kurz legte sich ein seltsamer Ausdruck auf Nehis Gesicht, dann nickte sie entschlossen und ließ sich auf den Bauch nieder.&lt;br /&gt;
Cillis griff ihre Beine und stemmte sich mit aller Kraft und seinem ganzen Gewicht nach hinten.&lt;br /&gt;
Der Stab reichte gerade an die ausgestreckten Hände des Fyros heran.&lt;br /&gt;
Er tat einen Satz und ein scharfer Ruck ging durch Nehis Schultern.&lt;br /&gt;
Sie knirschte mit den Zähnen und fühlte wie sich Cillis Griff um ihre Knöchel noch verstärkte.&lt;br /&gt;
Und doch rutschte sie ein kleines Stück nach vorn.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Nicht loslassen!''&lt;br /&gt;
Entfuhr es dem Fyros, dessen Füße nun über dem Abgrund baumelten.&lt;br /&gt;
Eine Hand über die andere setzend zog er sich langsam an der eisglatten Holzwand empor.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich rutsche!&amp;quot; hörte Nehi ihren Freund zwischen den Zähnen hindurch pressen.&lt;br /&gt;
Schon spürte sie die Bewegung auf dem vom Schnee glatten Boden.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Los! Sie können nicht viel weiter sein! Die holen wir ein!&amp;quot;, drang ein leiser Ruf aus dem Wald an Cillis Ohren.&lt;br /&gt;
Bunis!&lt;br /&gt;
Cillis Kopf ruckte herum und dort kamen ihre beiden Konkurrenten in einiger Entfernung vorbei gerannt.&lt;br /&gt;
Der bullige Junge zog seinen schmächtigeren Partner förmlich mit sich durch den Schnee.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bunis! Cordesi! Helft uns! – Hier!!&amp;quot;&lt;br /&gt;
Kaum war Cillis Schrei erklungen stoppten die beiden Läufer und blickten sich um.&lt;br /&gt;
Cordesi erspähte ihn zuerst und setzte sofort zum Sprint in seine Richtung an.&lt;br /&gt;
Doch wurde er jäh zurück gerissen.&lt;br /&gt;
Bunis zog ihn in entgegengesetzter Richtung davon. Cillis Herz blieb fast stehen.&lt;br /&gt;
Er konnte es nicht fassen. Bunis, dieser Sohn eines Gingos!&lt;br /&gt;
Ein wilder Fluch, aufgeschnappt von seinem Vater, entfuhr ihm.&lt;br /&gt;
Aus der Schlucht vor ihnen erklang ein lautes: „Ooh!! Haltet Durch Kinder! Bitte!!“&lt;br /&gt;
Nehi stöhnte. Die Muskeln ihrer schlanken Arme traten hervor wie zum Bersten gestreckte Seile.&lt;br /&gt;
Da hörte Cillis das Knurren hinter sich.&lt;br /&gt;
Eine schnelle Bewegung im Unterholz links von ihm. Kurz darauf rechts und das hustende Bellen eines Ragus.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sie kommen zurück!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Jena, wir schaffen das nicht.“, stieß Nehi hervor&lt;br /&gt;
&amp;quot;Er ist zu schwer.&amp;quot;'&lt;br /&gt;
&amp;quot;Durchhalten Kinder. Ihr habt es gleich geschafft. Nur noch ein kleines Stück.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die Worte klangen nervös und kurzatmig.&lt;br /&gt;
Cillis zuckte zusammen als er erneut eine Bewegung neben sich sah.&lt;br /&gt;
Ein großer, schlanker Ragus wagte sich näher an sie heran und ein heiseres Knurren drang aus seiner Schnauze.&lt;br /&gt;
Die Ohren dicht an den Körper gelegt kauerte sich das Tier auf die Hinterbeine und setzte zum Sprung auf seine wehrlose Beute an&lt;br /&gt;
Cillis ließ Nehis rechtes Bein los.&lt;br /&gt;
Sie rutschten ein Stück nach vorn und seine Freundin und der Fyros über der Schlucht Schrien fast gleichzeitig erschrocken auf.&lt;br /&gt;
Cillis griff den noch neben ihm im Schnee liegenden Ast und schwang ihn auf das heran springende Tier.&lt;br /&gt;
Krachend schlug der Ast gegen den Schädel des Ragus, dessen eigener Schwung ihn nun über den Rand der Klippe katapultierte.&lt;br /&gt;
Heulend, in einer Wolke aus Schnee, fiel der Räuber auf den Fyros zu.&lt;br /&gt;
Um nicht von dem zappelnden Tier mitgerissen zu werden schwang dieser im letzten Moment zur Seite.&lt;br /&gt;
Nehi ächzte schmerzerfüllt auf. Und wieder rutschten sie ein Stück weiter vor.&lt;br /&gt;
Der Brustkorb des Mädchens hing nun schon fast ganz über dem Abgrund.&lt;br /&gt;
Wenn einer von ihnen das Gleichgewicht verlor war Alles aus.&lt;br /&gt;
Ein zweiter und dritter Ragus erschienen.&lt;br /&gt;
Und von den Geräuschen um ihn herum schätzte er, dass es mindestens noch 5 weitere Räuber waren.&lt;br /&gt;
Der verzweifelte Junge schwang den Ast wild um sich und hielt so die Tiere zumindest vorerst davon ab ihn anzuspringen.&lt;br /&gt;
Lange würden sie das jedoch nicht durchhalten.&lt;br /&gt;
Ein Stoßgebet zu Jena formte sich in Cillis Kopf.&lt;br /&gt;
Er wurde erhört.&lt;br /&gt;
Etwas knallte schräg hinter seinem Kopf in den Bäumen und ein Schneelawine donnerte herab und begrub einen Teil des Ragus Rudels fast unter sich.&lt;br /&gt;
Die erschreckten Tiere tauchten in das nahe Unterholz.&lt;br /&gt;
Noch einmal knallte es direkt neben einem der Ragus und das Tier jaulte kurz auf und lief davon.&lt;br /&gt;
Wildes Geschrei und Rufe hallten durch den Wald.&lt;br /&gt;
Durch die Bäume kam eine Gruppe Kinder heran gerannt, Äste und Stäbe schwingend.&lt;br /&gt;
Allen voran Bunis der seinen Stab wie eine Keule nutze, um nach den Raubtieren zu schlagen.&lt;br /&gt;
Er stieß einen lauten Triumphschrei aus als die Ragus Fersengeld gaben.&lt;br /&gt;
Neben Cillis blieb er stehen, ließ seinen Stab fallen und packte Nehis rechtes Bein.&lt;br /&gt;
Zwei weitere Jungen fielen neben Nehi in den Schnee und griffen je einen Arm des Fyros.&lt;br /&gt;
Zwei Mädchen schnappten sich Nehis Wams und zogen daran.&lt;br /&gt;
Gemeinsam wuchteten sie den Mann über die Kante des Abgrundes und fielen rittlings in den Schnee.&lt;br /&gt;
Schwer atmend lagen sie nebeneinander.&lt;br /&gt;
Cillis starrte in den Himmel, wo Jenas Krone, der große Ringplanet, auf ihn herabblickte&lt;br /&gt;
Mit einem mal trat Cordesi in sein Blickfeld.&lt;br /&gt;
&amp;quot;He ihr zwei. Gemütlich da unten?&amp;quot; grinste er.&lt;br /&gt;
Cillis bemerkte das Bunis Arm auf seiner Brust lag.&lt;br /&gt;
Erschreckt stieß er ihn von sich und ruckte hoch.&lt;br /&gt;
Nehi hockte links neben ihm und lächelte ihn an.&lt;br /&gt;
Der Junge spürte deutlich wie das Blut in seine Ohren rauschte und Hitze in seinem Gesicht aufstieg.&lt;br /&gt;
Die beiden Mädchen die Nehi geholfen hatten kicherten und Cordesi brach in schallendes Gelächter aus.&lt;br /&gt;
Dann wurde Cillis mit einem Mal empor gerissen, als sich kräftige Arme um seinen Körper schlangen.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Den Segen der Kami über Euch Kinder!&amp;quot;&lt;br /&gt;
Der Fyros setzte sich Cillis auf die Schultern und begann überschwänglich zu tanzen und sich auf der Stelle zu drehen.Dabei jubelte und jauchzte er in seiner Sprache.&lt;br /&gt;
Nehi lachte und Bunis hielt sich den Bauch vor Lachen.&lt;br /&gt;
Allerdings nahm Cillis nicht viel davon wahr.&lt;br /&gt;
Ihm war danach in die Schlucht zu springen.&lt;br /&gt;
Nur um dieser Peinlichkeit zu entkommen.&lt;br /&gt;
In Davae war die Überraschung groß, als der kleine Trupp durch das Stadttor lief.&lt;br /&gt;
Cillis noch immer auf den Schultern des Fyros, der sie den ganzen Weg über mit Liedern aus seiner Heimat unterhalten hatte und immer wieder den Segen der Kamigeister versprach.&lt;br /&gt;
Cordesi hatte ihnen unterwegs gezeigt was er getan hatte um die Ragus zu vertreiben&lt;br /&gt;
In seinen Taschen verbargen sich eine Schleuder und einige Knallkugeln.&lt;br /&gt;
Einfache Feuerwerkskörper die mehr Krach machten als alles andere,&lt;br /&gt;
''Oder auf andere Paare.'', wie er grinsend hinzufügte.&lt;br /&gt;
Bunis gab zu das es seltsam ausgesehen haben musste als er seinen Partner von ihnen weg zog.&lt;br /&gt;
Doch hatte er die Ragus im Wald gesehen und erkannt das sie allein kein Chance hätten zu helfen.&lt;br /&gt;
Somit liefen sie in verschiedene Richtungen um die anderen Paare zur Hilfe zu holen.&lt;br /&gt;
Der Dorf-Intendant kam ihnen entgegen und verlangte zu wissen was passiert sei, das so lang erst kein Paar mehr ankam und dann eine solche Gruppe.&lt;br /&gt;
Die Kinder begannen sofort zu plappern, doch der rothaarige Fyros hob beschwichtigend die Hände und bat mit lauter Stimme um Ruhe.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Diese Kinder haben heute mein Leben gerettet. Ich danke Euch dafür, dass ihr diese Tradition Eures Volkes grad heute ausübt, wie sie mir berichteten.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Er berichtete kurz, in angemessenen Worten was vorgefallen war und betonte den Mut der Kinder.&lt;br /&gt;
Besonders Nehi hob er hervor, die ihn so tapfer und lang gehalten hatte.&lt;br /&gt;
Der Obmann hörte aufmerksam zu und nickte schließlich.&lt;br /&gt;
Dann griff er in sein Wams und wandte er sich an die Kinder.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hier sind die roten Bänder. Wer noch weiter nach Avalae will, sollte sich schnellstens eines geben lassen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Cillis zappelte auf der Schulter des Fyros und dieser setzte ihn schnell ab.&lt;br /&gt;
Nehi hatte dem Dorfempfänger schon den Stab entgegengehalten und nun flatterte dort das rote Band von Davae.&lt;br /&gt;
Cillis griff den Stab und blieb stehen.&lt;br /&gt;
Neben ihnen nahmen Bunis und Cordesi ihr Band in Empfang.&lt;br /&gt;
Dann die zwei Mädchen und zuletzt das Jungenpaar.&lt;br /&gt;
Vereint liefen die jungen Matis nun den Rest der Strecke in einem Pulk.&lt;br /&gt;
Als sie Aavale erreichten,&lt;br /&gt;
Viele Homins hatten sich am Tor versammelt um sie in Empfang zu nehmen.&lt;br /&gt;
Und als der Dorf Intendant die goldenen Bänder verteilte, war die Luft erfüllt von Jubel und Beifall.&lt;br /&gt;
Als das letzte Paar eintraf, wurde es von vielen Homins aus Yrkanis begleitet die das Ende des Laufes mit ihnen allen feiern wollten&lt;br /&gt;
Schließlich hob der Intendant die Arme und wandte sich an die versammelten Homins.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Matis! Seht diese Kinder, die den Lauf durch den Winter vollendet haben.&lt;br /&gt;
Sie alle haben bewiesen dass sie Durchhaltevermögen, Stärke und Mut besitzen.&lt;br /&gt;
Doch einige von ihnen haben in diesem gesegneten Jahr etwas Besonderes vollbracht.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Er hielt kurz inne um die Gruppe um Cillis nach vorn zu winken.&lt;br /&gt;
Mit vor Aufregung roten Köpfen traten die Kinder vor.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Diese Kinder ließen ihre Stäbe los!“ donnerte seine Stimme über die Versammelten hinweg.&lt;br /&gt;
Stille breitete sich aus.&lt;br /&gt;
:Cillis war geschockt.&lt;br /&gt;
Auch Nehi, Bunis und die Anderen blickten verwirrt.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sie haben eine Tradition des Laufes gebrochen. Sie alle sind &amp;quot;Loslasser.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Er blickte jedes der Kinder ernst an.&lt;br /&gt;
Dann hob er erneut die Stimme.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Jedoch taten sie das Richtige!&lt;br /&gt;
Sie handelten im Geiste des Laufes.&lt;br /&gt;
Sie verstanden seinen Sinn.&lt;br /&gt;
Ein Leben wurde gerettet, weil diese Kinder das Wichtige und Richtige über einfache Spielregeln stellten und erkannten, dass es galt zusammenzuarbeiten.&lt;br /&gt;
Jubel brandete auf und erneut wurden alle Kinder auf Schultern gehoben das wirkliche Fest begann nun endlich.&lt;br /&gt;
Inmitten des Trubels fand Cillis seine Eltern und rannte zu ihnen hinüber.&lt;br /&gt;
Seine Mutter umarmte ihn überschwänglich und wenn ein Vater noch etwas mehr Stolz in seinen Stand bringen könnte, würde seine Weste sicherlich platzen.&lt;br /&gt;
Eine Hand legte sich auch Cillis Schulter.&lt;br /&gt;
Nehi und der Fyros Bote standen dort.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Nun ihr Beiden. Ich muss weiter und meinen Auftrag ausführen.&lt;br /&gt;
Ich schulde euch Zweien mein Leben.&lt;br /&gt;
Ihr wart es die mich fandet und ihr brachtet den Mut auf mir zu helfen.&lt;br /&gt;
Dafür danke ich euch. Die Kami mögen euch beschützen.&lt;br /&gt;
Wenn ihr jemals nach Pyr kommt, dann fragt nach Collix Becoubs.&lt;br /&gt;
Das bin ich und ihr seid in meinem Hause auf ewig willkommen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Diese Geschichte wurde von [[Benutzer:Lylanea Vicciona|Lylanea]] auf dem [[Treffen der Barden II|zweites Treffen der Barden]] in Mystia 2612-4 vorgetragen. (HRP: April 2021)''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Portal|Literatur}}{{Portal|Animation}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Märchen und Legenden]] [[Kategorie:Treffen der Barden]]&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nilstilar</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Lauf_durch_den_Winter&amp;diff=34421</id>
		<title>Lauf durch den Winter</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Lauf_durch_den_Winter&amp;diff=34421"/>
				<updated>2023-02-19T14:43:24Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Nilstilar: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Trad&lt;br /&gt;
|DE =Lauf durch den Winter|DEs=0&lt;br /&gt;
|ES =Correr en invierno|ESs=1&lt;br /&gt;
|EN =Running in the winter|ENs=1&lt;br /&gt;
|FR =Courir dans l'hiver|FRs=3&lt;br /&gt;
|RU =&amp;lt;!--Бег зимой--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|H =1&lt;br /&gt;
|palette=atys&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Die Geschichte die ich euch erzählen will, basiert auf einer alten Tradition der Matis von der ich einmal gelesen habe.&lt;br /&gt;
''Ein alter Freund hat im Rahmen dieser Tradition etwas erlebt, von dem er mir erzählt hat.&lt;br /&gt;
''Ich habe daraus eine Geschichte gemacht.&lt;br /&gt;
''Sein Name war Collix und er erzählte mir, was er hier in Matia erlebt hatte.&lt;br /&gt;
''Ich erzähle die Geschichte aber aus der Sicht eines jungen Matis.&lt;br /&gt;
{{Quotation|'''''Lylanea Viccionna''', Bardin der Vier Nationen''|&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
Cillis hatte Angst.&lt;br /&gt;
Aber, wie alle jungen Matis in seinem Alter wollte er es nicht zeigen.}@{ Mais, comme tous les jeunes Matis à son âge, il ne voulait pas le montrer.&lt;br /&gt;
Nicht vor all den anderen auf dem Platz am Karavan-Schrein versammelten Matis und schon gar nicht vor seiner Lauf-Partnerin.&lt;br /&gt;
Die schwebende Maschine aus dem setlsamen Material des Karavan surrte und summte über ihren Köpfen.&lt;br /&gt;
Ihre Wächter schauten teilnahmslos herüber und hielten die Umgebung im Auge.&lt;br /&gt;
Vorsichtig schielte der junge Matis hinüber zu Nehi.&lt;br /&gt;
Sie wirkte gefasst und ruhig, ihr nussbraunes Haar war zu einem Schweif hinter ihren Kopf gebunden und ihre milchfarbene Haut schimmerte leicht in der Morgensonne.&lt;br /&gt;
Sie umklammerte den Paar-Stab, knapp oberhalb seiner Hand.&lt;br /&gt;
Ihr Griff war fest und die Knöchel traten leicht hervor.&lt;br /&gt;
Die Kinder kannten sich seit langer Zeit und hatten sofort nach der Auslosung vor 2 Wochen angefangen den Lauf zu trainieren.&lt;br /&gt;
Er mochte Nehi, nur eine Sache störte ihn an ihr.&lt;br /&gt;
Wenn er das etwa einen Kopf größere Mädchen anschaute, fühlte er einen seltsamen Druck in der Brust.&lt;br /&gt;
So als ob etwas aus ihm heraus wollte, aber nicht konnte.&lt;br /&gt;
Sie war eine gute Laufpartnerin und trotz ihrer längeren Beine passte sie sich an seine Geschwindigkeit an und achtete darauf nicht zu sehr an dem Paar-Stab zu zerren.&lt;br /&gt;
Der etwa 3 Ellen lange, glatte Stab aus dunklem Holz machte es auch so nicht grade leicht querfeldein durch den Wald zu laufen.&lt;br /&gt;
Gespannt lauschte sie auf die Worte des Intendanten von Yrkanis. Auch Cillis Aufmerksamkeit wurde zurück zu ihm gezogen.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Homins!&amp;quot; hob der Intendant die Stimme.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Stolze Matis! Wieder einmal vollendet ein Zyklus seinen ewigen Kreislauf. Und wieder einmal finden wir uns hier ein, um diesen Tag zu feiern und den traditionellen Lauf der Kinder zu begehen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Verhaltener Beifall unterstrich seine Worte.&lt;br /&gt;
Hier und da war ein Laut des Jubels zu hören.&lt;br /&gt;
Jedoch nicht von den Läufern.&lt;br /&gt;
Sie alle waren gespannt und manche wirkten nervös wie Yubo-Wöchlinge.&lt;br /&gt;
Er hoffte, dass die Anderen sein zittern nicht auf die Aufregung zurückführen würden, sondern auf die Kälte die langsam durch seine dünne Jacke kroch.&lt;br /&gt;
Der Intendant fuhr fort.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wie zu jedem Zyklus-Wechsel seit der Einkehr in die Neuen Lande, haben sich auch dieses Mal viele junge Matis hier eingefunden, die ihre Stärke, ihren Mut, ihr Geschick, ihre Ehre und ihre Zähigkeit beweisen möchten. Und um uns uns, ihrem Volk, zu zeigen das sie zu den Besten gehören die unser Vlk zu bieten hat.''&lt;br /&gt;
Jubel brach nun unter den versammelten Homin aus.&lt;br /&gt;
Cillis badete in dieser Aufmerksamkeit und jedes Beifall Klatschen vertrieb ein wenig seiner Angst.&lt;br /&gt;
Whamm!&lt;br /&gt;
Ein Schneeball klatschte ihm an den Hinterkopf.&lt;br /&gt;
Der junge Matis ruckte herum und sah Bunis, diesen arroganten Sohn des Leutnants der Palastwache, der sich langsam und überheblich die rechte Hand an seinem Wams abwischte.&lt;br /&gt;
Sein Laufpartner Cordesi grinste wie ein Gingo in Cillis Richtung.&lt;br /&gt;
Nehi drehte sich ebenfalls um und starrte das Paar hinter ihnen kalt an.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Das Mädchen Paar wird es ohnehin nicht einmal bis zu den Grünen Samen schaffen.&amp;quot;, zischte Bunis.&lt;br /&gt;
Und um ihn herum kicherten andere Lauf-Paare hämisch hinter vorgehaltenen Händen.&lt;br /&gt;
Noch ehe Cillis etwas erwidern konnte ertönte erneut die Stimme des Intendanten.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die hier anwesenden 20 Paare werden in wenigen Minuten ihren Lauf durch den Winter antreten.&lt;br /&gt;
Sie alle werden es nicht leicht haben. Und sie alle werden geprüft werden.&lt;br /&gt;
Überall in den Wäldern sind wie immer erfahrene Späher postiert, die über das Verhalten und die Vorgehensweise der Paare bericht erstatten werden.&lt;br /&gt;
Wie jedes Jahr gibt es nur eine Regel:&lt;br /&gt;
Niemand darf verletzt werden!&lt;br /&gt;
Ansonsten ist den Läufern alles erlaubt, das ihnen Vorteile bringt.&lt;br /&gt;
Die Strecke führt wie jedes Jahr von Yrkanis, über Natae, Davae, nach Avalae. Dort wird mein Kollege Euch empfangen und nachdem er die Berichte der Kundschafter gehört hat, die Sieger bestimmen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Cillis schaute erneut zu Nehi hinüber. Sie war schlank und kräftig.&lt;br /&gt;
Einen Sommer jünger als er und doch größer.&lt;br /&gt;
Sie tippelte auf der Stelle, wie viele der wartenden Kinder, ihre leichten Stiefel nicht geschaffen für den Schnee.&lt;br /&gt;
Auch Cillis Zehen kribbelten leicht, aber er wollte nicht dass man ihn für einen kleinen Yubo hielt.&lt;br /&gt;
Es war Tradition, dass der Lauf nur in leichter Flüchtlings-Kleidung zurückgelegt wurde.&lt;br /&gt;
So wie es die ersten Boten zwischen den noch unfertigen Städten vor langer Zeit taten, da ihnen die Materialien für festeren Stoff fehlten.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Lasst uns nun zum Stadttor gehen!&amp;quot;, rief der Intendant.&lt;br /&gt;
	Lylanea macht eine kleine Pause&lt;br /&gt;
&amp;quot;Auf Homis! Euer Lauf beginnt jetzt!&amp;quot;&lt;br /&gt;
Mit diesem Ruf des Stadt-Empfängers startete das erste Paar.&lt;br /&gt;
Die beiden Mädchen liefen, den Stab fest zwischen sich umklammert, die Straße entlang.&lt;br /&gt;
Ein sicheres Zeichen dafür dass sie nicht auf den Sieg aus waren und nur den Lauf hinter sich bringen wollten.&lt;br /&gt;
Da der Weg über die abgegrenzte Straße länger und leichter war als direkt durch den Wald und den dort liegenden, tieferen Schnee.&lt;br /&gt;
Noch drei Paare vor ihm und Nehi.&lt;br /&gt;
Sie lächelte ihn an. Ihm wurde warm ...&lt;br /&gt;
Doch nun sah er, dass auch sie fürchterlich nervös war.&lt;br /&gt;
In ihren Augen leuchtete die Aufregung und ihr Atem kam in schnellen, kleinen Wolken über ihre Lippen.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Na, was meinst Du? Wald oder Weg?&amp;quot;&lt;br /&gt;
Ein wenig überrascht von dieser Frage und beschämt da sie ihn für einen Feigling hielt, geriet Cillis Stimme ein wenig ins Stocken.&lt;br /&gt;
Seine Antwort klang nun gar nicht so selbstbewusst wie sie sollte.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Eh?.. W...Wald. – WALD! – natürlich!''&lt;br /&gt;
Nehi lächelte ihn weiter an und schien zufrieden damit.&lt;br /&gt;
Hatte sie wirklich gedacht er würde den einfachen Weg wählen?&lt;br /&gt;
Er war zwar nicht so groß und stark wie Bunis, aber er war sich sicher, es würde reichen.&lt;br /&gt;
Hinter ihnen flüsterte Cordesi seinem bulligen Laufpartner etwas ins Ohr, woraufhin dieser in prustendes Gelächter ausbrach.&lt;br /&gt;
Cillis schaute über die Schulter und sah wie der schlaksige Kerl etwas in seiner Hosentasche verschwinden ließ.&lt;br /&gt;
Als Bunis seinen Blick bemerkte, entblößte dessen Mund eine Reihe großer Zähne in einem hämischen Grinsen.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du weißt doch Kleiner. Keine Regeln außer einer. Passt auf das ihr Euren Stab nicht los lasst.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Mit der flachen Hand stieß ihn der größere Junge in den Rücken und trieb Cillis einen Schritt vor, so das sein und Nehis Arm am Paar-Stab gestreckt wurde.&lt;br /&gt;
Es galt als &amp;quot;mogeln&amp;quot; und tölpelhaft, wenn einer der Läufer die Hand vom Stab ließ.&lt;br /&gt;
Ein Teil der Herausforderung war es gemeinsam zu laufen.&lt;br /&gt;
Nun war es an Cillis und Nehi.&lt;br /&gt;
In wenigen Momenten würden auch sie ihren Lauf beginnen.&lt;br /&gt;
Die Hände des Jungen Matis wurden langsam feucht vor Schweiß.&lt;br /&gt;
Und sein Atem dampfte in einer dichten Wolke vor ihm, wie der eines aufgeregten Bodocs.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Auf Homins! Euer Lauf beginnt jetzt!&amp;quot;&lt;br /&gt;
Wie sie es trainiert hatten, liefe beide mit dem rechten Bein zuerst los und bemühten sich einen steten Rhythmus in ihre Bewegungen zu bringen.&lt;br /&gt;
Direkt nach verlassen des Tores bogen sie in den Wald hinein ab, den direkte Weg zur Matis Arena einschlagend und den Spuren ihrer Vorläufer folgend.&lt;br /&gt;
Es war nicht leicht im Schnee Gleichschritt zu wahren.&lt;br /&gt;
Cillis Herz pochte ihm bis zum Hals.&lt;br /&gt;
Trotz des Trainings und der Kälte kamen sie schnell ins Schwitzen und beide Kinder wussten,&lt;br /&gt;
Weiter hasteten sie unter großen Wurzeln hindurch und an Bäumen vorbei, aufgeschreckte Yubos vor sich her treibend.&lt;br /&gt;
Die karge, glatte Wand des riesigen Holz-Konstruktes, das als Matis Arena bekannt war kam in Sichtweite und die Morgensonne glitzerte auf den an ihr hängenden Eiszapfen.&lt;br /&gt;
Die Kinder wanden sich zwischen den mannshohen Wurzelbögen hindurch, die das riesige Gebilde umschlangen und vorbei an seinem Eingang. Weiter Richtung Natae.&lt;br /&gt;
Der Empfänger der Siedlung nickte ihnen schon von weitem zu und band ihnen in einem kurzen Moment der Rast, das erste, blaue Band um den Stab.&lt;br /&gt;
Zum Beweis das sie diese Etappe gemeistert hatten.&lt;br /&gt;
Nun stand jedoch die schwierigste Wegstrecke vor ihnen.&lt;br /&gt;
Durch den dichten Wald, am Rand des Plateaus entlang auf dem sich die grünen Anhöhen befanden.&lt;br /&gt;
Kaum hatten sie einige hundert Meter zurückgelegt und den Klippenrand erreicht, sahen sie schlanke Körper von Raubtieren durch das Unterholz huschen.&lt;br /&gt;
Die Kinder stoppten ihren Lauf abrupt.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Verdammt.&amp;quot;, flüsterte Nehi.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wenn das Rudel uns bemerkt, kann uns nur noch Jena retten.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Ihr violetter Blick verriet Angst und Cillis war sicher, das seine Freundin in seinen grünen Augen deutlich erkennen konnte was er gerade dachte.&lt;br /&gt;
Vorsichtig trat er einen Schritt zurück.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hilfe! Hört mich jemand!? – HILFE!!&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die tiefe Stimme eines Mannes, weiter vorn.&lt;br /&gt;
Die jungen Matis blickten einander erschrocken an.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Ragus haben da jemanden eingekreist.&amp;quot; Cillis spürte wie seine Stimme bebte.&lt;br /&gt;
Nehi nickte nur stumm. In ihrem Blick stand die unausgesprochene Frage.&lt;br /&gt;
Die Gedanken des Jungen überschlugen sich.&lt;br /&gt;
Er griff sich ins grün gefärbte Haar und zog nervös an einer langen Strähne.&lt;br /&gt;
Nehi kaute auf ihrer Unterlippe und beiden schlotterten die Knie vor Kälte, Anstrengung und Angst.&lt;br /&gt;
Dann jedoch machte Nehi einen Schritt nach vorn. Cillis schaute sie überrascht an.&lt;br /&gt;
Sie nickte.&lt;br /&gt;
Wie ein Homin stürmten die beiden Halbwüchsigen vor. Laut brüllend und johlend.&lt;br /&gt;
Cillis griff einen Ast vom Boden und schwang ihn über seinem Kopf.&lt;br /&gt;
Die Ragus schreckten auf und stoben in instinktiver Flucht zunächst auseinander, doch würden sie sich bald von ihrem Schrecken erholen und ihr Rudel war mit Sicherheit stärker als die Kinder.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hallo?! Den Kami sei Dank. Helft mir. Zieht mich hoch!!!&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die Stimme kam von unterhalb der Klippe.&lt;br /&gt;
Vorsichtig traten sie vor um über den Rand hinweg zu spähen.&lt;br /&gt;
Dort unten, in etwa 3 Metern tiefe, hockte ein Homin auf einem schmalen Vorsprung in der Steilwand.&lt;br /&gt;
Der rothaarige, kräftige Mann schaute zu den Kindern auf und deutliche Erleichterung sprang auf seine harten, kantigen Züge.&lt;br /&gt;
Vorsichtig kam er auf die Beine.&lt;br /&gt;
Seine Haut war braun und wettergegerbt, doch seine Augen leuchteten gelblich, golden wie Bernstein.&lt;br /&gt;
Er trug das Wams eines Boten der Imperialen Gilde von Pyr.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ein Fyros?&amp;quot; entfuhr es Nehi.&lt;br /&gt;
Sie starrten auf den Homin herunter, der nervös zu ihnen empor lächelte.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ja. Da staunst Du, was? - Aber, wo sind Eure Eltern. Vertreiben sie diese Mistviecher?“, sprach er mit überraschend leichtem Akzent.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ehm – Nein... Unsere Eltern sind in Yrkanis.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Nehi stieß Cillis ihren Ellenbogen in die Seite und der Junge wollte schon protestieren, als er den Ausdruck im Gesicht des Fyros sah.&lt;br /&gt;
Verzweiflung.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was? Aber... Wie soll ich dann wieder dort hoch kommen? Und was macht ihr wenn die Tiere wiederkommen?&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die Kinder blickten sich an.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wie müssen ihm helfen.“ Cillis schaute in die Augen seiner Freundin und sein Magen krampfte sich zusammen.&lt;br /&gt;
Sie nickte erneut.&lt;br /&gt;
Cillis lies den Stab los.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was machst Du?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Es hat keiner gesehen und du bist kräftiger als ich.&lt;br /&gt;
Lass den Stab zu ihm runter damit er sich daran hochziehen kann. Ich halte Dich fest.&amp;quot; Kurz legte sich ein seltsamer Ausdruck auf Nehis Gesicht, dann nickte sie entschlossen und ließ sich auf den Bauch nieder.&lt;br /&gt;
Cillis griff ihre Beine und stemmte sich mit aller Kraft und seinem ganzen Gewicht nach hinten.&lt;br /&gt;
Der Stab reichte gerade an die ausgestreckten Hände des Fyros heran.&lt;br /&gt;
Er tat einen Satz und ein scharfer Ruck ging durch Nehis Schultern.&lt;br /&gt;
Sie knirschte mit den Zähnen und fühlte wie sich Cillis Griff um ihre Knöchel noch verstärkte.&lt;br /&gt;
Und doch rutschte sie ein kleines Stück nach vorn.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Nicht loslassen!''&lt;br /&gt;
Entfuhr es dem Fyros, dessen Füße nun über dem Abgrund baumelten.&lt;br /&gt;
Eine Hand über die andere setzend zog er sich langsam an der eisglatten Holzwand empor.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich rutsche!&amp;quot; hörte Nehi ihren Freund zwischen den Zähnen hindurch pressen.&lt;br /&gt;
Schon spürte sie die Bewegung auf dem vom Schnee glatten Boden.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Los! Sie können nicht viel weiter sein! Die holen wir ein!&amp;quot;, drang ein leiser Ruf aus dem Wald an Cillis Ohren.&lt;br /&gt;
Bunis!&lt;br /&gt;
Cillis Kopf ruckte herum und dort kamen ihre beiden Konkurrenten in einiger Entfernung vorbei gerannt.&lt;br /&gt;
Der bullige Junge zog seinen schmächtigeren Partner förmlich mit sich durch den Schnee.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bunis! Cordesi! Helft uns! – Hier!!&amp;quot;&lt;br /&gt;
Kaum war Cillis Schrei erklungen stoppten die beiden Läufer und blickten sich um.&lt;br /&gt;
Cordesi erspähte ihn zuerst und setzte sofort zum Sprint in seine Richtung an.&lt;br /&gt;
Doch wurde er jäh zurück gerissen.&lt;br /&gt;
Bunis zog ihn in entgegengesetzter Richtung davon. Cillis Herz blieb fast stehen.&lt;br /&gt;
Er konnte es nicht fassen. Bunis, dieser Sohn eines Gingos!&lt;br /&gt;
Ein wilder Fluch, aufgeschnappt von seinem Vater, entfuhr ihm.&lt;br /&gt;
Aus der Schlucht vor ihnen erklang ein lautes: „Ooh!! Haltet Durch Kinder! Bitte!!“&lt;br /&gt;
Nehi stöhnte. Die Muskeln ihrer schlanken Arme traten hervor wie zum Bersten gestreckte Seile.&lt;br /&gt;
Da hörte Cillis das Knurren hinter sich.&lt;br /&gt;
Eine schnelle Bewegung im Unterholz links von ihm. Kurz darauf rechts und das hustende Bellen eines Ragus.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sie kommen zurück!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Jena, wir schaffen das nicht.“, stieß Nehi hervor&lt;br /&gt;
&amp;quot;Er ist zu schwer.&amp;quot;'&lt;br /&gt;
&amp;quot;Durchhalten Kinder. Ihr habt es gleich geschafft. Nur noch ein kleines Stück.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die Worte klangen nervös und kurzatmig.&lt;br /&gt;
Cillis zuckte zusammen als er erneut eine Bewegung neben sich sah.&lt;br /&gt;
Ein großer, schlanker Ragus wagte sich näher an sie heran und ein heiseres Knurren drang aus seiner Schnauze.&lt;br /&gt;
Die Ohren dicht an den Körper gelegt kauerte sich das Tier auf die Hinterbeine und setzte zum Sprung auf seine wehrlose Beute an&lt;br /&gt;
Cillis ließ Nehis rechtes Bein los.&lt;br /&gt;
Sie rutschten ein Stück nach vorn und seine Freundin und der Fyros über der Schlucht Schrien fast gleichzeitig erschrocken auf.&lt;br /&gt;
Cillis griff den noch neben ihm im Schnee liegenden Ast und schwang ihn auf das heran springende Tier.&lt;br /&gt;
Krachend schlug der Ast gegen den Schädel des Ragus, dessen eigener Schwung ihn nun über den Rand der Klippe katapultierte.&lt;br /&gt;
Heulend, in einer Wolke aus Schnee, fiel der Räuber auf den Fyros zu.&lt;br /&gt;
Um nicht von dem zappelnden Tier mitgerissen zu werden schwang dieser im letzten Moment zur Seite.&lt;br /&gt;
Nehi ächzte schmerzerfüllt auf. Und wieder rutschten sie ein Stück weiter vor.&lt;br /&gt;
Der Brustkorb des Mädchens hing nun schon fast ganz über dem Abgrund.&lt;br /&gt;
Wenn einer von ihnen das Gleichgewicht verlor war Alles aus.&lt;br /&gt;
Ein zweiter und dritter Ragus erschienen.&lt;br /&gt;
Und von den Geräuschen um ihn herum schätzte er, dass es mindestens noch 5 weitere Räuber waren.&lt;br /&gt;
Der verzweifelte Junge schwang den Ast wild um sich und hielt so die Tiere zumindest vorerst davon ab ihn anzuspringen.&lt;br /&gt;
Lange würden sie das jedoch nicht durchhalten.&lt;br /&gt;
Ein Stoßgebet zu Jena formte sich in Cillis Kopf.&lt;br /&gt;
Er wurde erhört.&lt;br /&gt;
Etwas knallte schräg hinter seinem Kopf in den Bäumen und ein Schneelawine donnerte herab und begrub einen Teil des Ragus Rudels fast unter sich.&lt;br /&gt;
Die erschreckten Tiere tauchten in das nahe Unterholz.&lt;br /&gt;
Noch einmal knallte es direkt neben einem der Ragus und das Tier jaulte kurz auf und lief davon.&lt;br /&gt;
Wildes Geschrei und Rufe hallten durch den Wald.&lt;br /&gt;
Durch die Bäume kam eine Gruppe Kinder heran gerannt, Äste und Stäbe schwingend.&lt;br /&gt;
Allen voran Bunis der seinen Stab wie eine Keule nutze, um nach den Raubtieren zu schlagen.&lt;br /&gt;
Er stieß einen lauten Triumphschrei aus als die Ragus Fersengeld gaben.&lt;br /&gt;
Neben Cillis blieb er stehen, ließ seinen Stab fallen und packte Nehis rechtes Bein.&lt;br /&gt;
Zwei weitere Jungen fielen neben Nehi in den Schnee und griffen je einen Arm des Fyros.&lt;br /&gt;
Zwei Mädchen schnappten sich Nehis Wams und zogen daran.&lt;br /&gt;
Gemeinsam wuchteten sie den Mann über die Kante des Abgrundes und fielen rittlings in den Schnee.&lt;br /&gt;
Schwer atmend lagen sie nebeneinander.&lt;br /&gt;
Cillis starrte in den Himmel, wo Jenas Krone, der große Ringplanet, auf ihn herabblickte&lt;br /&gt;
Mit einem mal trat Cordesi in sein Blickfeld.&lt;br /&gt;
&amp;quot;He ihr zwei. Gemütlich da unten?&amp;quot; grinste er.&lt;br /&gt;
Cillis bemerkte das Bunis Arm auf seiner Brust lag.&lt;br /&gt;
Erschreckt stieß er ihn von sich und ruckte hoch.&lt;br /&gt;
Nehi hockte links neben ihm und lächelte ihn an.&lt;br /&gt;
Der Junge spürte deutlich wie das Blut in seine Ohren rauschte und Hitze in seinem Gesicht aufstieg.&lt;br /&gt;
Die beiden Mädchen die Nehi geholfen hatten kicherten und Cordesi brach in schallendes Gelächter aus.&lt;br /&gt;
Dann wurde Cillis mit einem Mal empor gerissen, als sich kräftige Arme um seinen Körper schlangen.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Den Segen der Kami über Euch Kinder!&amp;quot;&lt;br /&gt;
Der Fyros setzte sich Cillis auf die Schultern und begann überschwänglich zu tanzen und sich auf der Stelle zu drehen.Dabei jubelte und jauchzte er in seiner Sprache.&lt;br /&gt;
Nehi lachte und Bunis hielt sich den Bauch vor Lachen.&lt;br /&gt;
Allerdings nahm Cillis nicht viel davon wahr.&lt;br /&gt;
Ihm war danach in die Schlucht zu springen.&lt;br /&gt;
Nur um dieser Peinlichkeit zu entkommen.&lt;br /&gt;
In Davae war die Überraschung groß, als der kleine Trupp durch das Stadttor lief.&lt;br /&gt;
Cillis noch immer auf den Schultern des Fyros, der sie den ganzen Weg über mit Liedern aus seiner Heimat unterhalten hatte und immer wieder den Segen der Kamigeister versprach.&lt;br /&gt;
Cordesi hatte ihnen unterwegs gezeigt was er getan hatte um die Ragus zu vertreiben&lt;br /&gt;
In seinen Taschen verbargen sich eine Schleuder und einige Knallkugeln.&lt;br /&gt;
Einfache Feuerwerkskörper die mehr Krach machten als alles andere,&lt;br /&gt;
''Oder auf andere Paare.'', wie er grinsend hinzufügte.&lt;br /&gt;
Bunis gab zu das es seltsam ausgesehen haben musste als er seinen Partner von ihnen weg zog.&lt;br /&gt;
Doch hatte er die Ragus im Wald gesehen und erkannt das sie allein kein Chance hätten zu helfen.&lt;br /&gt;
Somit liefen sie in verschiedene Richtungen um die anderen Paare zur Hilfe zu holen.&lt;br /&gt;
Der Dorf-Intendant kam ihnen entgegen und verlangte zu wissen was passiert sei, das so lang erst kein Paar mehr ankam und dann eine solche Gruppe.&lt;br /&gt;
Die Kinder begannen sofort zu plappern, doch der rothaarige Fyros hob beschwichtigend die Hände und bat mit lauter Stimme um Ruhe.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Diese Kinder haben heute mein Leben gerettet. Ich danke Euch dafür, dass ihr diese Tradition Eures Volkes grad heute ausübt, wie sie mir berichteten.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Er berichtete kurz, in angemessenen Worten was vorgefallen war und betonte den Mut der Kinder.&lt;br /&gt;
Besonders Nehi hob er hervor, die ihn so tapfer und lang gehalten hatte.&lt;br /&gt;
Der Obmann hörte aufmerksam zu und nickte schließlich.&lt;br /&gt;
Dann griff er in sein Wams und wandte er sich an die Kinder.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hier sind die roten Bänder. Wer noch weiter nach Avalae will, sollte sich schnellstens eines geben lassen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Cillis zappelte auf der Schulter des Fyros und dieser setzte ihn schnell ab.&lt;br /&gt;
Nehi hatte dem Dorfempfänger schon den Stab entgegengehalten und nun flatterte dort das rote Band von Davae.&lt;br /&gt;
Cillis griff den Stab und blieb stehen.&lt;br /&gt;
Neben ihnen nahmen Bunis und Cordesi ihr Band in Empfang.&lt;br /&gt;
Dann die zwei Mädchen und zuletzt das Jungenpaar.&lt;br /&gt;
Vereint liefen die jungen Matis nun den Rest der Strecke in einem Pulk.&lt;br /&gt;
Als sie Aavale erreichten,&lt;br /&gt;
Viele Homins hatten sich am Tor versammelt um sie in Empfang zu nehmen.&lt;br /&gt;
Und als der Dorf Intendant die goldenen Bänder verteilte, war die Luft erfüllt von Jubel und Beifall.&lt;br /&gt;
Als das letzte Paar eintraf, wurde es von vielen Homins aus Yrkanis begleitet die das Ende des Laufes mit ihnen allen feiern wollten&lt;br /&gt;
Schließlich hob der Intendant die Arme und wandte sich an die versammelten Homins.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Matis! Seht diese Kinder, die den Lauf durch den Winter vollendet haben.&lt;br /&gt;
Sie alle haben bewiesen dass sie Durchhaltevermögen, Stärke und Mut besitzen.&lt;br /&gt;
Doch einige von ihnen haben in diesem gesegneten Jahr etwas Besonderes vollbracht.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Er hielt kurz inne um die Gruppe um Cillis nach vorn zu winken.&lt;br /&gt;
Mit vor Aufregung roten Köpfen traten die Kinder vor.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Diese Kinder ließen ihre Stäbe los!“ donnerte seine Stimme über die Versammelten hinweg.&lt;br /&gt;
Stille breitete sich aus.&lt;br /&gt;
:Cillis war geschockt.&lt;br /&gt;
Auch Nehi, Bunis und die Anderen blickten verwirrt.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sie haben eine Tradition des Laufes gebrochen. Sie alle sind &amp;quot;Loslasser.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Er blickte jedes der Kinder ernst an.&lt;br /&gt;
Dann hob er erneut die Stimme.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Jedoch taten sie das Richtige!&lt;br /&gt;
Sie handelten im Geiste des Laufes.&lt;br /&gt;
Sie verstanden seinen Sinn.&lt;br /&gt;
Ein Leben wurde gerettet, weil diese Kinder das Wichtige und Richtige über einfache Spielregeln stellten und erkannten, dass es galt zusammenzuarbeiten.&lt;br /&gt;
Jubel brandete auf und erneut wurden alle Kinder auf Schultern gehoben das wirkliche Fest begann nun endlich.&lt;br /&gt;
Inmitten des Trubels fand Cillis seine Eltern und rannte zu ihnen hinüber.&lt;br /&gt;
Seine Mutter umarmte ihn überschwänglich und wenn ein Vater noch etwas mehr Stolz in seinen Stand bringen könnte, würde seine Weste sicherlich platzen.&lt;br /&gt;
Eine Hand legte sich auch Cillis Schulter.&lt;br /&gt;
Nehi und der Fyros Bote standen dort.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Nun ihr Beiden. Ich muss weiter und meinen Auftrag ausführen.&lt;br /&gt;
Ich schulde euch Zweien mein Leben.&lt;br /&gt;
Ihr wart es die mich fandet und ihr brachtet den Mut auf mir zu helfen.&lt;br /&gt;
Dafür danke ich euch. Die Kami mögen euch beschützen.&lt;br /&gt;
Wenn ihr jemals nach Pyr kommt, dann fragt nach Collix Becoubs.&lt;br /&gt;
Das bin ich und ihr seid in meinem Hause auf ewig willkommen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Diese Geschichte wurde von [[Benutzer:Lylanea Vicciona|Lylanea]] auf dem [[Treffen der Barden II|zweites Treffen der Barden]] in Mystia 2612-4 vorgetragen. (HRP: April 2021)''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Portal|Literatur}}{{Portal|Animation}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Märchen und Legenden]] [[Kategorie:Treffen der Barden]]&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nilstilar</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Lauf_durch_den_Winter&amp;diff=34414</id>
		<title>Lauf durch den Winter</title>
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				<updated>2023-02-18T19:43:30Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Nilstilar: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Trad&lt;br /&gt;
|DE =Lauf durch den Winter|DEs=0&lt;br /&gt;
|ES =Correr en invierno|ESs=1&lt;br /&gt;
|EN =Running in the winter|ENs=1&lt;br /&gt;
|FR =Courir dans l'hiver|FRs=3&lt;br /&gt;
|RU =&amp;lt;!--Бег зимой--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|H =1&lt;br /&gt;
|palette=atys&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{WIP}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Geschichte die ich euch erzählen will, basiert auf einer alten Tradition der Matis von der ich einmal gelesen habe.&lt;br /&gt;
Ein alter Freund hat im Rahmen dieser Tradition etwas erlebt, von dem er mir erzählt hat.&lt;br /&gt;
Ich habe daraus eine Geschichte gemacht.&lt;br /&gt;
Sein Name war Collix und er erzählte mir, was er hier in Matia erlebt hatte.&lt;br /&gt;
Ich erzähle die Geschichte aber aus der Sicht eines jungen Matis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Lauf durch den Winter''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cillis hatte Angst.&lt;br /&gt;
Aber, wie alle jungen Matis in seinem Alter wollte er es nicht zeigen.}@{ Mais, comme tous les jeunes Matis à son âge, il ne voulait pas le montrer.&lt;br /&gt;
Nicht vor all den anderen auf dem Platz am Karavan-Schrein versammelten Matis und schon gar nicht vor seiner Lauf-Partnerin.&lt;br /&gt;
Die schwebende Maschine aus dem setlsamen Material des Karavan surrte und summte über ihren Köpfen.&lt;br /&gt;
Ihre Wächter schauten teilnahmslos herüber und hielten die Umgebung im Auge.&lt;br /&gt;
Vorsichtig schielte der junge Matis hinüber zu Nehi.&lt;br /&gt;
Sie wirkte gefasst und ruhig, ihr nussbraunes Haar war zu einem Schweif hinter ihren Kopf gebunden und ihre milchfarbene Haut schimmerte leicht in der Morgensonne.&lt;br /&gt;
Sie umklammerte den Paar-Stab, knapp oberhalb seiner Hand.&lt;br /&gt;
Ihr Griff war fest und die Knöchel traten leicht hervor.&lt;br /&gt;
Die Kinder kannten sich seit langer Zeit und hatten sofort nach der Auslosung vor 2 Wochen angefangen den Lauf zu trainieren.&lt;br /&gt;
Er mochte Nehi, nur eine Sache störte ihn an ihr.&lt;br /&gt;
Wenn er das etwa einen Kopf größere Mädchen anschaute, fühlte er einen seltsamen Druck in der Brust.&lt;br /&gt;
So als ob etwas aus ihm heraus wollte, aber nicht konnte.&lt;br /&gt;
Sie war eine gute Laufpartnerin und trotz ihrer längeren Beine passte sie sich an seine Geschwindigkeit an und achtete darauf nicht zu sehr an dem Paar-Stab zu zerren.&lt;br /&gt;
Der etwa 3 Ellen lange, glatte Stab aus dunklem Holz machte es auch so nicht grade leicht querfeldein durch den Wald zu laufen.&lt;br /&gt;
Gespannt lauschte sie auf die Worte des Intendanten von Yrkanis. Auch Cillis Aufmerksamkeit wurde zurück zu ihm gezogen.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Homins!&amp;quot; hob der Intendant die Stimme.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Stolze Matis! Wieder einmal vollendet ein Zyklus seinen ewigen Kreislauf. Und wieder einmal finden wir uns hier ein, um diesen Tag zu feiern und den traditionellen Lauf der Kinder zu begehen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Verhaltener Beifall unterstrich seine Worte.&lt;br /&gt;
Hier und da war ein Laut des Jubels zu hören.&lt;br /&gt;
Jedoch nicht von den Läufern.&lt;br /&gt;
Sie alle waren gespannt und manche wirkten nervös wie Yubo-Wöchlinge.&lt;br /&gt;
Er hoffte, dass die Anderen sein zittern nicht auf die Aufregung zurückführen würden, sondern auf die Kälte die langsam durch seine dünne Jacke kroch.&lt;br /&gt;
Der Intendant fuhr fort.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wie zu jedem Zyklus-Wechsel seit der Einkehr in die Neuen Lande, haben sich auch dieses Mal viele junge Matis hier eingefunden, die ihre Stärke, ihren Mut, ihr Geschick, ihre Ehre und ihre Zähigkeit beweisen möchten. Und um uns uns, ihrem Volk, zu zeigen das sie zu den Besten gehören die unser Vlk zu bieten hat.''&lt;br /&gt;
Jubel brach nun unter den versammelten Homin aus.&lt;br /&gt;
Cillis badete in dieser Aufmerksamkeit und jedes Beifall Klatschen vertrieb ein wenig seiner Angst.&lt;br /&gt;
Whamm!&lt;br /&gt;
Ein Schneeball klatschte ihm an den Hinterkopf.&lt;br /&gt;
Der junge Matis ruckte herum und sah Bunis, diesen arroganten Sohn des Leutnants der Palastwache, der sich langsam und überheblich die rechte Hand an seinem Wams abwischte.&lt;br /&gt;
Sein Laufpartner Cordesi grinste wie ein Gingo in Cillis Richtung.&lt;br /&gt;
Nehi drehte sich ebenfalls um und starrte das Paar hinter ihnen kalt an.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Das Mädchen Paar wird es ohnehin nicht einmal bis zu den Grünen Samen schaffen.&amp;quot;, zischte Bunis.&lt;br /&gt;
Und um ihn herum kicherten andere Lauf-Paare hämisch hinter vorgehaltenen Händen.&lt;br /&gt;
Noch ehe Cillis etwas erwidern konnte ertönte erneut die Stimme des Intendanten.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die hier anwesenden 20 Paare werden in wenigen Minuten ihren Lauf durch den Winter antreten.&lt;br /&gt;
Sie alle werden es nicht leicht haben. Und sie alle werden geprüft werden.&lt;br /&gt;
Überall in den Wäldern sind wie immer erfahrene Späher postiert, die über das Verhalten und die Vorgehensweise der Paare bericht erstatten werden.&lt;br /&gt;
Wie jedes Jahr gibt es nur eine Regel:&lt;br /&gt;
Niemand darf verletzt werden!&lt;br /&gt;
Ansonsten ist den Läufern alles erlaubt, das ihnen Vorteile bringt.&lt;br /&gt;
Die Strecke führt wie jedes Jahr von Yrkanis, über Natae, Davae, nach Avalae. Dort wird mein Kollege Euch empfangen und nachdem er die Berichte der Kundschafter gehört hat, die Sieger bestimmen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Cillis schaute erneut zu Nehi hinüber. Sie war schlank und kräftig.&lt;br /&gt;
Einen Sommer jünger als er und doch größer.&lt;br /&gt;
Sie tippelte auf der Stelle, wie viele der wartenden Kinder, ihre leichten Stiefel nicht geschaffen für den Schnee.&lt;br /&gt;
Auch Cillis Zehen kribbelten leicht, aber er wollte nicht dass man ihn für einen kleinen Yubo hielt.&lt;br /&gt;
Es war Tradition, dass der Lauf nur in leichter Flüchtlings-Kleidung zurückgelegt wurde.&lt;br /&gt;
So wie es die ersten Boten zwischen den noch unfertigen Städten vor langer Zeit taten, da ihnen die Materialien für festeren Stoff fehlten.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Lasst uns nun zum Stadttor gehen!&amp;quot;, rief der Intendant.&lt;br /&gt;
	Lylanea macht eine kleine Pause&lt;br /&gt;
&amp;quot;Auf Homis! Euer Lauf beginnt jetzt!&amp;quot;&lt;br /&gt;
Mit diesem Ruf des Stadt-Empfängers startete das erste Paar.&lt;br /&gt;
Die beiden Mädchen liefen, den Stab fest zwischen sich umklammert, die Straße entlang.&lt;br /&gt;
Ein sicheres Zeichen dafür dass sie nicht auf den Sieg aus waren und nur den Lauf hinter sich bringen wollten.&lt;br /&gt;
Da der Weg über die abgegrenzte Straße länger und leichter war als direkt durch den Wald und den dort liegenden, tieferen Schnee.&lt;br /&gt;
Noch drei Paare vor ihm und Nehi.&lt;br /&gt;
Sie lächelte ihn an. Ihm wurde warm ...&lt;br /&gt;
Doch nun sah er, dass auch sie fürchterlich nervös war.&lt;br /&gt;
In ihren Augen leuchtete die Aufregung und ihr Atem kam in schnellen, kleinen Wolken über ihre Lippen.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Na, was meinst Du? Wald oder Weg?&amp;quot;&lt;br /&gt;
Ein wenig überrascht von dieser Frage und beschämt da sie ihn für einen Feigling hielt, geriet Cillis Stimme ein wenig ins Stocken.&lt;br /&gt;
Seine Antwort klang nun gar nicht so selbstbewusst wie sie sollte.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Eh?.. W...Wald. – WALD! – natürlich!''&lt;br /&gt;
Nehi lächelte ihn weiter an und schien zufrieden damit.&lt;br /&gt;
Hatte sie wirklich gedacht er würde den einfachen Weg wählen?&lt;br /&gt;
Er war zwar nicht so groß und stark wie Bunis, aber er war sich sicher, es würde reichen.&lt;br /&gt;
Hinter ihnen flüsterte Cordesi seinem bulligen Laufpartner etwas ins Ohr, woraufhin dieser in prustendes Gelächter ausbrach.&lt;br /&gt;
Cillis schaute über die Schulter und sah wie der schlaksige Kerl etwas in seiner Hosentasche verschwinden ließ.&lt;br /&gt;
Als Bunis seinen Blick bemerkte, entblößte dessen Mund eine Reihe großer Zähne in einem hämischen Grinsen.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du weißt doch Kleiner. Keine Regeln außer einer. Passt auf das ihr Euren Stab nicht los lasst.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Mit der flachen Hand stieß ihn der größere Junge in den Rücken und trieb Cillis einen Schritt vor, so das sein und Nehis Arm am Paar-Stab gestreckt wurde.&lt;br /&gt;
Es galt als &amp;quot;mogeln&amp;quot; und tölpelhaft, wenn einer der Läufer die Hand vom Stab ließ.&lt;br /&gt;
Ein Teil der Herausforderung war es gemeinsam zu laufen.&lt;br /&gt;
Nun war es an Cillis und Nehi.&lt;br /&gt;
In wenigen Momenten würden auch sie ihren Lauf beginnen.&lt;br /&gt;
Die Hände des Jungen Matis wurden langsam feucht vor Schweiß.&lt;br /&gt;
Und sein Atem dampfte in einer dichten Wolke vor ihm, wie der eines aufgeregten Bodocs.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Auf Homins! Euer Lauf beginnt jetzt!&amp;quot;&lt;br /&gt;
Wie sie es trainiert hatten, liefe beide mit dem rechten Bein zuerst los und bemühten sich einen steten Rhythmus in ihre Bewegungen zu bringen.&lt;br /&gt;
Direkt nach verlassen des Tores bogen sie in den Wald hinein ab, den direkte Weg zur Matis Arena einschlagend und den Spuren ihrer Vorläufer folgend.&lt;br /&gt;
Es war nicht leicht im Schnee Gleichschritt zu wahren.&lt;br /&gt;
Cillis Herz pochte ihm bis zum Hals.&lt;br /&gt;
Trotz des Trainings und der Kälte kamen sie schnell ins Schwitzen und beide Kinder wussten,&lt;br /&gt;
Weiter hasteten sie unter großen Wurzeln hindurch und an Bäumen vorbei, aufgeschreckte Yubos vor sich her treibend.&lt;br /&gt;
Die karge, glatte Wand des riesigen Holz-Konstruktes, das als Matis Arena bekannt war kam in Sichtweite und die Morgensonne glitzerte auf den an ihr hängenden Eiszapfen.&lt;br /&gt;
Die Kinder wanden sich zwischen den mannshohen Wurzelbögen hindurch, die das riesige Gebilde umschlangen und vorbei an seinem Eingang. Weiter Richtung Natae.&lt;br /&gt;
Der Empfänger der Siedlung nickte ihnen schon von weitem zu und band ihnen in einem kurzen Moment der Rast, das erste, blaue Band um den Stab.&lt;br /&gt;
Zum Beweis das sie diese Etappe gemeistert hatten.&lt;br /&gt;
Nun stand jedoch die schwierigste Wegstrecke vor ihnen.&lt;br /&gt;
Durch den dichten Wald, am Rand des Plateaus entlang auf dem sich die grünen Anhöhen befanden.&lt;br /&gt;
Kaum hatten sie einige hundert Meter zurückgelegt und den Klippenrand erreicht, sahen sie schlanke Körper von Raubtieren durch das Unterholz huschen.&lt;br /&gt;
Die Kinder stoppten ihren Lauf abrupt.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Verdammt.&amp;quot;, flüsterte Nehi.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wenn das Rudel uns bemerkt, kann uns nur noch Jena retten.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Ihr violetter Blick verriet Angst und Cillis war sicher, das seine Freundin in seinen grünen Augen deutlich erkennen konnte was er gerade dachte.&lt;br /&gt;
Vorsichtig trat er einen Schritt zurück.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hilfe! Hört mich jemand!? – HILFE!!&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die tiefe Stimme eines Mannes, weiter vorn.&lt;br /&gt;
Die jungen Matis blickten einander erschrocken an.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Ragus haben da jemanden eingekreist.&amp;quot; Cillis spürte wie seine Stimme bebte.&lt;br /&gt;
Nehi nickte nur stumm. In ihrem Blick stand die unausgesprochene Frage.&lt;br /&gt;
Die Gedanken des Jungen überschlugen sich.&lt;br /&gt;
Er griff sich ins grün gefärbte Haar und zog nervös an einer langen Strähne.&lt;br /&gt;
Nehi kaute auf ihrer Unterlippe und beiden schlotterten die Knie vor Kälte, Anstrengung und Angst.&lt;br /&gt;
Dann jedoch machte Nehi einen Schritt nach vorn. Cillis schaute sie überrascht an.&lt;br /&gt;
Sie nickte.&lt;br /&gt;
Wie ein Homin stürmten die beiden Halbwüchsigen vor. Laut brüllend und johlend.&lt;br /&gt;
Cillis griff einen Ast vom Boden und schwang ihn über seinem Kopf.&lt;br /&gt;
Die Ragus schreckten auf und stoben in instinktiver Flucht zunächst auseinander, doch würden sie sich bald von ihrem Schrecken erholen und ihr Rudel war mit Sicherheit stärker als die Kinder.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hallo?! Den Kami sei Dank. Helft mir. Zieht mich hoch!!!&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die Stimme kam von unterhalb der Klippe.&lt;br /&gt;
Vorsichtig traten sie vor um über den Rand hinweg zu spähen.&lt;br /&gt;
Dort unten, in etwa 3 Metern tiefe, hockte ein Homin auf einem schmalen Vorsprung in der Steilwand.&lt;br /&gt;
Der rothaarige, kräftige Mann schaute zu den Kindern auf und deutliche Erleichterung sprang auf seine harten, kantigen Züge.&lt;br /&gt;
Vorsichtig kam er auf die Beine.&lt;br /&gt;
Seine Haut war braun und wettergegerbt, doch seine Augen leuchteten gelblich, golden wie Bernstein.&lt;br /&gt;
Er trug das Wams eines Boten der Imperialen Gilde von Pyr.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ein Fyros?&amp;quot; entfuhr es Nehi.&lt;br /&gt;
Sie starrten auf den Homin herunter, der nervös zu ihnen empor lächelte.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ja. Da staunst Du, was? - Aber, wo sind Eure Eltern. Vertreiben sie diese Mistviecher?“, sprach er mit überraschend leichtem Akzent.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ehm – Nein... Unsere Eltern sind in Yrkanis.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Nehi stieß Cillis ihren Ellenbogen in die Seite und der Junge wollte schon protestieren, als er den Ausdruck im Gesicht des Fyros sah.&lt;br /&gt;
Verzweiflung.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was? Aber... Wie soll ich dann wieder dort hoch kommen? Und was macht ihr wenn die Tiere wiederkommen?&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die Kinder blickten sich an.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wie müssen ihm helfen.“ Cillis schaute in die Augen seiner Freundin und sein Magen krampfte sich zusammen.&lt;br /&gt;
Sie nickte erneut.&lt;br /&gt;
Cillis lies den Stab los.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was machst Du?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Es hat keiner gesehen und du bist kräftiger als ich.&lt;br /&gt;
Lass den Stab zu ihm runter damit er sich daran hochziehen kann. Ich halte Dich fest.&amp;quot; Kurz legte sich ein seltsamer Ausdruck auf Nehis Gesicht, dann nickte sie entschlossen und ließ sich auf den Bauch nieder.&lt;br /&gt;
Cillis griff ihre Beine und stemmte sich mit aller Kraft und seinem ganzen Gewicht nach hinten.&lt;br /&gt;
Der Stab reichte gerade an die ausgestreckten Hände des Fyros heran.&lt;br /&gt;
Er tat einen Satz und ein scharfer Ruck ging durch Nehis Schultern.&lt;br /&gt;
Sie knirschte mit den Zähnen und fühlte wie sich Cillis Griff um ihre Knöchel noch verstärkte.&lt;br /&gt;
Und doch rutschte sie ein kleines Stück nach vorn.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Nicht loslassen!''&lt;br /&gt;
Entfuhr es dem Fyros, dessen Füße nun über dem Abgrund baumelten.&lt;br /&gt;
Eine Hand über die andere setzend zog er sich langsam an der eisglatten Holzwand empor.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich rutsche!&amp;quot; hörte Nehi ihren Freund zwischen den Zähnen hindurch pressen.&lt;br /&gt;
Schon spürte sie die Bewegung auf dem vom Schnee glatten Boden.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Los! Sie können nicht viel weiter sein! Die holen wir ein!&amp;quot;, drang ein leiser Ruf aus dem Wald an Cillis Ohren.&lt;br /&gt;
Bunis!&lt;br /&gt;
Cillis Kopf ruckte herum und dort kamen ihre beiden Konkurrenten in einiger Entfernung vorbei gerannt.&lt;br /&gt;
Der bullige Junge zog seinen schmächtigeren Partner förmlich mit sich durch den Schnee.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bunis! Cordesi! Helft uns! – Hier!!&amp;quot;&lt;br /&gt;
Kaum war Cillis Schrei erklungen stoppten die beiden Läufer und blickten sich um.&lt;br /&gt;
Cordesi erspähte ihn zuerst und setzte sofort zum Sprint in seine Richtung an.&lt;br /&gt;
Doch wurde er jäh zurück gerissen.&lt;br /&gt;
Bunis zog ihn in entgegengesetzter Richtung davon. Cillis Herz blieb fast stehen.&lt;br /&gt;
Er konnte es nicht fassen. Bunis, dieser Sohn eines Gingos!&lt;br /&gt;
Ein wilder Fluch, aufgeschnappt von seinem Vater, entfuhr ihm.&lt;br /&gt;
Aus der Schlucht vor ihnen erklang ein lautes: „Ooh!! Haltet Durch Kinder! Bitte!!“&lt;br /&gt;
Nehi stöhnte. Die Muskeln ihrer schlanken Arme traten hervor wie zum Bersten gestreckte Seile.&lt;br /&gt;
Da hörte Cillis das Knurren hinter sich.&lt;br /&gt;
Eine schnelle Bewegung im Unterholz links von ihm. Kurz darauf rechts und das hustende Bellen eines Ragus.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sie kommen zurück!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Jena, wir schaffen das nicht.“, stieß Nehi hervor&lt;br /&gt;
&amp;quot;Er ist zu schwer.&amp;quot;'&lt;br /&gt;
&amp;quot;Durchhalten Kinder. Ihr habt es gleich geschafft. Nur noch ein kleines Stück.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die Worte klangen nervös und kurzatmig.&lt;br /&gt;
Cillis zuckte zusammen als er erneut eine Bewegung neben sich sah.&lt;br /&gt;
Ein großer, schlanker Ragus wagte sich näher an sie heran und ein heiseres Knurren drang aus seiner Schnauze.&lt;br /&gt;
Die Ohren dicht an den Körper gelegt kauerte sich das Tier auf die Hinterbeine und setzte zum Sprung auf seine wehrlose Beute an&lt;br /&gt;
Cillis ließ Nehis rechtes Bein los.&lt;br /&gt;
Sie rutschten ein Stück nach vorn und seine Freundin und der Fyros über der Schlucht Schrien fast gleichzeitig erschrocken auf.&lt;br /&gt;
Cillis griff den noch neben ihm im Schnee liegenden Ast und schwang ihn auf das heran springende Tier.&lt;br /&gt;
Krachend schlug der Ast gegen den Schädel des Ragus, dessen eigener Schwung ihn nun über den Rand der Klippe katapultierte.&lt;br /&gt;
Heulend, in einer Wolke aus Schnee, fiel der Räuber auf den Fyros zu.&lt;br /&gt;
Um nicht von dem zappelnden Tier mitgerissen zu werden schwang dieser im letzten Moment zur Seite.&lt;br /&gt;
Nehi ächzte schmerzerfüllt auf. Und wieder rutschten sie ein Stück weiter vor.&lt;br /&gt;
Der Brustkorb des Mädchens hing nun schon fast ganz über dem Abgrund.&lt;br /&gt;
Wenn einer von ihnen das Gleichgewicht verlor war Alles aus.&lt;br /&gt;
Ein zweiter und dritter Ragus erschienen.&lt;br /&gt;
Und von den Geräuschen um ihn herum schätzte er, dass es mindestens noch 5 weitere Räuber waren.&lt;br /&gt;
Der verzweifelte Junge schwang den Ast wild um sich und hielt so die Tiere zumindest vorerst davon ab ihn anzuspringen.&lt;br /&gt;
Lange würden sie das jedoch nicht durchhalten.&lt;br /&gt;
Ein Stoßgebet zu Jena formte sich in Cillis Kopf.&lt;br /&gt;
Er wurde erhört.&lt;br /&gt;
Etwas knallte schräg hinter seinem Kopf in den Bäumen und ein Schneelawine donnerte herab und begrub einen Teil des Ragus Rudels fast unter sich.&lt;br /&gt;
Die erschreckten Tiere tauchten in das nahe Unterholz.&lt;br /&gt;
Noch einmal knallte es direkt neben einem der Ragus und das Tier jaulte kurz auf und lief davon.&lt;br /&gt;
Wildes Geschrei und Rufe hallten durch den Wald.&lt;br /&gt;
Durch die Bäume kam eine Gruppe Kinder heran gerannt, Äste und Stäbe schwingend.&lt;br /&gt;
Allen voran Bunis der seinen Stab wie eine Keule nutze, um nach den Raubtieren zu schlagen.&lt;br /&gt;
Er stieß einen lauten Triumphschrei aus als die Ragus Fersengeld gaben.&lt;br /&gt;
Neben Cillis blieb er stehen, ließ seinen Stab fallen und packte Nehis rechtes Bein.&lt;br /&gt;
Zwei weitere Jungen fielen neben Nehi in den Schnee und griffen je einen Arm des Fyros.&lt;br /&gt;
Zwei Mädchen schnappten sich Nehis Wams und zogen daran.&lt;br /&gt;
Gemeinsam wuchteten sie den Mann über die Kante des Abgrundes und fielen rittlings in den Schnee.&lt;br /&gt;
Schwer atmend lagen sie nebeneinander.&lt;br /&gt;
Cillis starrte in den Himmel, wo Jenas Krone, der große Ringplanet, auf ihn herabblickte&lt;br /&gt;
Mit einem mal trat Cordesi in sein Blickfeld.&lt;br /&gt;
&amp;quot;He ihr zwei. Gemütlich da unten?&amp;quot; grinste er.&lt;br /&gt;
Cillis bemerkte das Bunis Arm auf seiner Brust lag.&lt;br /&gt;
Erschreckt stieß er ihn von sich und ruckte hoch.&lt;br /&gt;
Nehi hockte links neben ihm und lächelte ihn an.&lt;br /&gt;
Der Junge spürte deutlich wie das Blut in seine Ohren rauschte und Hitze in seinem Gesicht aufstieg.&lt;br /&gt;
Die beiden Mädchen die Nehi geholfen hatten kicherten und Cordesi brach in schallendes Gelächter aus.&lt;br /&gt;
Dann wurde Cillis mit einem Mal empor gerissen, als sich kräftige Arme um seinen Körper schlangen.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Den Segen der Kami über Euch Kinder!&amp;quot;&lt;br /&gt;
Der Fyros setzte sich Cillis auf die Schultern und begann überschwänglich zu tanzen und sich auf der Stelle zu drehen.Dabei jubelte und jauchzte er in seiner Sprache.&lt;br /&gt;
Nehi lachte und Bunis hielt sich den Bauch vor Lachen.&lt;br /&gt;
Allerdings nahm Cillis nicht viel davon wahr.&lt;br /&gt;
Ihm war danach in die Schlucht zu springen.&lt;br /&gt;
Nur um dieser Peinlichkeit zu entkommen.&lt;br /&gt;
In Davae war die Überraschung groß, als der kleine Trupp durch das Stadttor lief.&lt;br /&gt;
Cillis noch immer auf den Schultern des Fyros, der sie den ganzen Weg über mit Liedern aus seiner Heimat unterhalten hatte und immer wieder den Segen der Kamigeister versprach.&lt;br /&gt;
Cordesi hatte ihnen unterwegs gezeigt was er getan hatte um die Ragus zu vertreiben&lt;br /&gt;
In seinen Taschen verbargen sich eine Schleuder und einige Knallkugeln.&lt;br /&gt;
Einfache Feuerwerkskörper die mehr Krach machten als alles andere,&lt;br /&gt;
''Oder auf andere Paare.'', wie er grinsend hinzufügte.&lt;br /&gt;
Bunis gab zu das es seltsam ausgesehen haben musste als er seinen Partner von ihnen weg zog.&lt;br /&gt;
Doch hatte er die Ragus im Wald gesehen und erkannt das sie allein kein Chance hätten zu helfen.&lt;br /&gt;
Somit liefen sie in verschiedene Richtungen um die anderen Paare zur Hilfe zu holen.&lt;br /&gt;
Der Dorf-Intendant kam ihnen entgegen und verlangte zu wissen was passiert sei, das so lang erst kein Paar mehr ankam und dann eine solche Gruppe.&lt;br /&gt;
Die Kinder begannen sofort zu plappern, doch der rothaarige Fyros hob beschwichtigend die Hände und bat mit lauter Stimme um Ruhe.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Diese Kinder haben heute mein Leben gerettet. Ich danke Euch dafür, dass ihr diese Tradition Eures Volkes grad heute ausübt, wie sie mir berichteten.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Er berichtete kurz, in angemessenen Worten was vorgefallen war und betonte den Mut der Kinder.&lt;br /&gt;
Besonders Nehi hob er hervor, die ihn so tapfer und lang gehalten hatte.&lt;br /&gt;
Der Obmann hörte aufmerksam zu und nickte schließlich.&lt;br /&gt;
Dann griff er in sein Wams und wandte er sich an die Kinder.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hier sind die roten Bänder. Wer noch weiter nach Avalae will, sollte sich schnellstens eines geben lassen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Cillis zappelte auf der Schulter des Fyros und dieser setzte ihn schnell ab.&lt;br /&gt;
Nehi hatte dem Dorfempfänger schon den Stab entgegengehalten und nun flatterte dort das rote Band von Davae.&lt;br /&gt;
Cillis griff den Stab und blieb stehen.&lt;br /&gt;
Neben ihnen nahmen Bunis und Cordesi ihr Band in Empfang.&lt;br /&gt;
Dann die zwei Mädchen und zuletzt das Jungenpaar.&lt;br /&gt;
Vereint liefen die jungen Matis nun den Rest der Strecke in einem Pulk.&lt;br /&gt;
Als sie Aavale erreichten,&lt;br /&gt;
Viele Homins hatten sich am Tor versammelt um sie in Empfang zu nehmen.&lt;br /&gt;
Und als der Dorf Intendant die goldenen Bänder verteilte, war die Luft erfüllt von Jubel und Beifall.&lt;br /&gt;
Als das letzte Paar eintraf, wurde es von vielen Homins aus Yrkanis begleitet die das Ende des Laufes mit ihnen allen feiern wollten&lt;br /&gt;
Schließlich hob der Intendant die Arme und wandte sich an die versammelten Homins.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Matis! Seht diese Kinder, die den Lauf durch den Winter vollendet haben.&lt;br /&gt;
Sie alle haben bewiesen dass sie Durchhaltevermögen, Stärke und Mut besitzen.&lt;br /&gt;
Doch einige von ihnen haben in diesem gesegneten Jahr etwas Besonderes vollbracht.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Er hielt kurz inne um die Gruppe um Cillis nach vorn zu winken.&lt;br /&gt;
Mit vor Aufregung roten Köpfen traten die Kinder vor.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Diese Kinder ließen ihre Stäbe los!“ donnerte seine Stimme über die Versammelten hinweg.&lt;br /&gt;
Stille breitete sich aus.&lt;br /&gt;
:Cillis war geschockt.&lt;br /&gt;
Auch Nehi, Bunis und die Anderen blickten verwirrt.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sie haben eine Tradition des Laufes gebrochen. Sie alle sind &amp;quot;Loslasser.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Er blickte jedes der Kinder ernst an.&lt;br /&gt;
Dann hob er erneut die Stimme.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Jedoch taten sie das Richtige!&lt;br /&gt;
Sie handelten im Geiste des Laufes.&lt;br /&gt;
Sie verstanden seinen Sinn.&lt;br /&gt;
Ein Leben wurde gerettet, weil diese Kinder das Wichtige und Richtige über einfache Spielregeln stellten und erkannten, dass es galt zusammenzuarbeiten.&lt;br /&gt;
Jubel brandete auf und erneut wurden alle Kinder auf Schultern gehoben das wirkliche Fest begann nun endlich.&lt;br /&gt;
Inmitten des Trubels fand Cillis seine Eltern und rannte zu ihnen hinüber.&lt;br /&gt;
Seine Mutter umarmte ihn überschwänglich und wenn ein Vater noch etwas mehr Stolz in seinen Stand bringen könnte, würde seine Weste sicherlich platzen.&lt;br /&gt;
Eine Hand legte sich auch Cillis Schulter.&lt;br /&gt;
Nehi und der Fyros Bote standen dort.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Nun ihr Beiden. Ich muss weiter und meinen Auftrag ausführen.&lt;br /&gt;
Ich schulde euch Zweien mein Leben.&lt;br /&gt;
Ihr wart es die mich fandet und ihr brachtet den Mut auf mir zu helfen.&lt;br /&gt;
Dafür danke ich euch. Die Kami mögen euch beschützen.&lt;br /&gt;
Wenn ihr jemals nach Pyr kommt, dann fragt nach Collix Becoubs.&lt;br /&gt;
Das bin ich und ihr seid in meinem Hause auf ewig willkommen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Diese Geschichte wurde von [[Benutzer:Lylanea Vicciona|Lylanea]] auf dem [[Treffen der Barden II|zweites Treffen der Barden]] in Mystia 2612-4 vorgetragen. (HRP: April 2021)''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Portal|Literatur}}{{Portal|Animation}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Märchen und Legenden]] [[Kategorie:Treffen der Barden]]&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nilstilar</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Lauf_durch_den_Winter&amp;diff=34413</id>
		<title>Lauf durch den Winter</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Lauf_durch_den_Winter&amp;diff=34413"/>
				<updated>2023-02-18T19:42:30Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Nilstilar: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Trad&lt;br /&gt;
|DE =Lauf durch den Winter|DEs=0&lt;br /&gt;
|ES =Correr en invierno|ESs=1&lt;br /&gt;
|EN =Running in the winter|ENs=1&lt;br /&gt;
|FR =Courir dans l'hiver|FRs=3&lt;br /&gt;
|RU =&amp;lt;!--Бег зимой--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|H =1&lt;br /&gt;
|palette=atys&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{WIP}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Geschichte die ich euch erzählen will, basiert auf einer alten Tradition der Matis von der ich einmal gelesen habe.&lt;br /&gt;
Ein alter Freund hat im Rahmen dieser Tradition etwas erlebt, von dem er mir erzählt hat.&lt;br /&gt;
Ich habe daraus eine Geschichte gemacht.&lt;br /&gt;
Sein Name war Collix und er erzählte mir, was er hier in Matia erlebt hatte.&lt;br /&gt;
Ich erzähle die Geschichte aber aus der Sicht eines jungen Matis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Lauf durch den Winter''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cillis hatte Angst.&lt;br /&gt;
Aber, wie alle jungen Matis in seinem Alter wollte er es nicht zeigen.}@{ Mais, comme tous les jeunes Matis à son âge, il ne voulait pas le montrer.&lt;br /&gt;
Nicht vor all den anderen auf dem Platz am Karavan-Schrein versammelten Matis und schon gar nicht vor seiner Lauf-Partnerin.&lt;br /&gt;
Die schwebende Maschine aus dem setlsamen Material des Karavan surrte und summte über ihren Köpfen.&lt;br /&gt;
Ihre Wächter schauten teilnahmslos herüber und hielten die Umgebung im Auge.&lt;br /&gt;
Vorsichtig schielte der junge Matis hinüber zu Nehi.&lt;br /&gt;
Sie wirkte gefasst und ruhig, ihr nussbraunes Haar war zu einem Schweif hinter ihren Kopf gebunden und ihre milchfarbene Haut schimmerte leicht in der Morgensonne.&lt;br /&gt;
Sie umklammerte den Paar-Stab, knapp oberhalb seiner Hand.&lt;br /&gt;
Ihr Griff war fest und die Knöchel traten leicht hervor.&lt;br /&gt;
Die Kinder kannten sich seit langer Zeit und hatten sofort nach der Auslosung vor 2 Wochen angefangen den Lauf zu trainieren.&lt;br /&gt;
Er mochte Nehi, nur eine Sache störte ihn an ihr.&lt;br /&gt;
Wenn er das etwa einen Kopf größere Mädchen anschaute, fühlte er einen seltsamen Druck in der Brust.&lt;br /&gt;
So als ob etwas aus ihm heraus wollte, aber nicht konnte.&lt;br /&gt;
Sie war eine gute Laufpartnerin und trotz ihrer längeren Beine passte sie sich an seine Geschwindigkeit an und achtete darauf nicht zu sehr an dem Paar-Stab zu zerren.&lt;br /&gt;
Der etwa 3 Ellen lange, glatte Stab aus dunklem Holz machte es auch so nicht grade leicht querfeldein durch den Wald zu laufen.&lt;br /&gt;
Gespannt lauschte sie auf die Worte des Intendanten von Yrkanis. Auch Cillis Aufmerksamkeit wurde zurück zu ihm gezogen.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Homins!&amp;quot; hob der Intendant die Stimme.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Stolze Matis! Wieder einmal vollendet ein Zyklus seinen ewigen Kreislauf. Und wieder einmal finden wir uns hier ein, um diesen Tag zu feiern und den traditionellen Lauf der Kinder zu begehen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Verhaltener Beifall unterstrich seine Worte.&lt;br /&gt;
Hier und da war ein Laut des Jubels zu hören.&lt;br /&gt;
Jedoch nicht von den Läufern.&lt;br /&gt;
Sie alle waren gespannt und manche wirkten nervös wie Yubo-Wöchlinge.&lt;br /&gt;
Er hoffte, dass die Anderen sein zittern nicht auf die Aufregung zurückführen würden, sondern auf die Kälte die langsam durch seine dünne Jacke kroch.&lt;br /&gt;
Der Intendant fuhr fort.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wie zu jedem Zyklus-Wechsel seit der Einkehr in die Neuen Lande, haben sich auch dieses Mal viele junge Matis hier eingefunden, die ihre Stärke, ihren Mut, ihr Geschick, ihre Ehre und ihre Zähigkeit beweisen möchten. Und um uns uns, ihrem Volk, zu zeigen das sie zu den Besten gehören die unser Vlk zu bieten hat.''&lt;br /&gt;
Jubel brach nun unter den versammelten Homin aus.&lt;br /&gt;
Cillis badete in dieser Aufmerksamkeit und jedes Beifall Klatschen vertrieb ein wenig seiner Angst.&lt;br /&gt;
Whamm!&lt;br /&gt;
Ein Schneeball klatschte ihm an den Hinterkopf.&lt;br /&gt;
Der junge Matis ruckte herum und sah Bunis, diesen arroganten Sohn des Leutnants der Palastwache, der sich langsam und überheblich die rechte Hand an seinem Wams abwischte.&lt;br /&gt;
Sein Laufpartner Cordesi grinste wie ein Gingo in Cillis Richtung.&lt;br /&gt;
Nehi drehte sich ebenfalls um und starrte das Paar hinter ihnen kalt an.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Das Mädchen Paar wird es ohnehin nicht einmal bis zu den Grünen Samen schaffen.&amp;quot;, zischte Bunis.&lt;br /&gt;
Und um ihn herum kicherten andere Lauf-Paare hämisch hinter vorgehaltenen Händen.&lt;br /&gt;
Noch ehe Cillis etwas erwidern konnte ertönte erneut die Stimme des Intendanten.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die hier anwesenden 20 Paare werden in wenigen Minuten ihren Lauf durch den Winter antreten.&lt;br /&gt;
Sie alle werden es nicht leicht haben. Und sie alle werden geprüft werden.&lt;br /&gt;
Überall in den Wäldern sind wie immer erfahrene Späher postiert, die über das Verhalten und die Vorgehensweise der Paare bericht erstatten werden.&lt;br /&gt;
Wie jedes Jahr gibt es nur eine Regel:&lt;br /&gt;
Niemand darf verletzt werden!&lt;br /&gt;
Ansonsten ist den Läufern alles erlaubt, das ihnen Vorteile bringt.&lt;br /&gt;
Die Strecke führt wie jedes Jahr von Yrkanis, über Natae, Davae, nach Avalae. Dort wird mein Kollege Euch empfangen und nachdem er die Berichte der Kundschafter gehört hat, die Sieger bestimmen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Cillis schaute erneut zu Nehi hinüber. Sie war schlank und kräftig.&lt;br /&gt;
Einen Sommer jünger als er und doch größer.&lt;br /&gt;
Sie tippelte auf der Stelle, wie viele der wartenden Kinder, ihre leichten Stiefel nicht geschaffen für den Schnee.&lt;br /&gt;
Auch Cillis Zehen kribbelten leicht, aber er wollte nicht dass man ihn für einen kleinen Yubo hielt.&lt;br /&gt;
Es war Tradition, dass der Lauf nur in leichter Flüchtlings-Kleidung zurückgelegt wurde.&lt;br /&gt;
So wie es die ersten Boten zwischen den noch unfertigen Städten vor langer Zeit taten, da ihnen die Materialien für festeren Stoff fehlten.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Lasst uns nun zum Stadttor gehen!&amp;quot;, rief der Intendant.&lt;br /&gt;
	Lylanea macht eine kleine Pause&lt;br /&gt;
&amp;quot;Auf Homis! Euer Lauf beginnt jetzt!&amp;quot;&lt;br /&gt;
Mit diesem Ruf des Stadt-Empfängers startete das erste Paar.&lt;br /&gt;
Die beiden Mädchen liefen, den Stab fest zwischen sich umklammert, die Straße entlang.&lt;br /&gt;
Ein sicheres Zeichen dafür dass sie nicht auf den Sieg aus waren und nur den Lauf hinter sich bringen wollten.&lt;br /&gt;
Da der Weg über die abgegrenzte Straße länger und leichter war als direkt durch den Wald und den dort liegenden, tieferen Schnee.&lt;br /&gt;
Noch drei Paare vor ihm und Nehi.&lt;br /&gt;
Sie lächelte ihn an. Ihm wurde warm ...&lt;br /&gt;
Doch nun sah er, dass auch sie fürchterlich nervös war.&lt;br /&gt;
In ihren Augen leuchtete die Aufregung und ihr Atem kam in schnellen, kleinen Wolken über ihre Lippen.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Na, was meinst Du? Wald oder Weg?&amp;quot;&lt;br /&gt;
Ein wenig überrascht von dieser Frage und beschämt da sie ihn für einen Feigling hielt, geriet Cillis Stimme ein wenig ins Stocken.&lt;br /&gt;
Seine Antwort klang nun gar nicht so selbstbewusst wie sie sollte.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Eh?.. W...Wald. – WALD! – natürlich!''&lt;br /&gt;
Nehi lächelte ihn weiter an und schien zufrieden damit.&lt;br /&gt;
Hatte sie wirklich gedacht er würde den einfachen Weg wählen?&lt;br /&gt;
Er war zwar nicht so groß und stark wie Bunis, aber er war sich sicher, es würde reichen.&lt;br /&gt;
Hinter ihnen flüsterte Cordesi seinem bulligen Laufpartner etwas ins Ohr, woraufhin dieser in prustendes Gelächter ausbrach.&lt;br /&gt;
Cillis schaute über die Schulter und sah wie der schlaksige Kerl etwas in seiner Hosentasche verschwinden ließ.&lt;br /&gt;
Als Bunis seinen Blick bemerkte, entblößte dessen Mund eine Reihe großer Zähne in einem hämischen Grinsen.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du weißt doch Kleiner. Keine Regeln außer einer. Passt auf das ihr Euren Stab nicht los lasst.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Mit der flachen Hand stieß ihn der größere Junge in den Rücken und trieb Cillis einen Schritt vor, so das sein und Nehis Arm am Paar-Stab gestreckt wurde.&lt;br /&gt;
Es galt als &amp;quot;mogeln&amp;quot; und tölpelhaft, wenn einer der Läufer die Hand vom Stab ließ.&lt;br /&gt;
Ein Teil der Herausforderung war es gemeinsam zu laufen.&lt;br /&gt;
Nun war es an Cillis und Nehi.&lt;br /&gt;
In wenigen Momenten würden auch sie ihren Lauf beginnen.&lt;br /&gt;
Die Hände des Jungen Matis wurden langsam feucht vor Schweiß.&lt;br /&gt;
Und sein Atem dampfte in einer dichten Wolke vor ihm, wie der eines aufgeregten Bodocs.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Auf Homins! Euer Lauf beginnt jetzt!&amp;quot;&lt;br /&gt;
Wie sie es trainiert hatten, liefe beide mit dem rechten Bein zuerst los und bemühten sich einen steten Rhythmus in ihre Bewegungen zu bringen.&lt;br /&gt;
Direkt nach verlassen des Tores bogen sie in den Wald hinein ab, den direkte Weg zur Matis Arena einschlagend und den Spuren ihrer Vorläufer folgend.&lt;br /&gt;
Es war nicht leicht im Schnee Gleichschritt zu wahren.&lt;br /&gt;
Cillis Herz pochte ihm bis zum Hals.&lt;br /&gt;
Trotz des Trainings und der Kälte kamen sie schnell ins Schwitzen und beide Kinder wussten,&lt;br /&gt;
Weiter hasteten sie unter großen Wurzeln hindurch und an Bäumen vorbei, aufgeschreckte Yubos vor sich her treibend.&lt;br /&gt;
Die karge, glatte Wand des riesigen Holz-Konstruktes, das als Matis Arena bekannt war kam in Sichtweite und die Morgensonne glitzerte auf den an ihr hängenden Eiszapfen.&lt;br /&gt;
Die Kinder wanden sich zwischen den mannshohen Wurzelbögen hindurch, die das riesige Gebilde umschlangen und vorbei an seinem Eingang. Weiter Richtung Natae.&lt;br /&gt;
Der Empfänger der Siedlung nickte ihnen schon von weitem zu und band ihnen in einem kurzen Moment der Rast, das erste, blaue Band um den Stab.&lt;br /&gt;
Zum Beweis das sie diese Etappe gemeistert hatten.&lt;br /&gt;
Nun stand jedoch die schwierigste Wegstrecke vor ihnen.&lt;br /&gt;
Durch den dichten Wald, am Rand des Plateaus entlang auf dem sich die grünen Anhöhen befanden.&lt;br /&gt;
Kaum hatten sie einige hundert Meter zurückgelegt und den Klippenrand erreicht, sahen sie schlanke Körper von Raubtieren durch das Unterholz huschen.&lt;br /&gt;
Die Kinder stoppten ihren Lauf abrupt.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Verdammt.&amp;quot;, flüsterte Nehi.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wenn das Rudel uns bemerkt, kann uns nur noch Jena retten.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Ihr violetter Blick verriet Angst und Cillis war sicher, das seine Freundin in seinen grünen Augen deutlich erkennen konnte was er gerade dachte.&lt;br /&gt;
Vorsichtig trat er einen Schritt zurück.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hilfe! Hört mich jemand!? – HILFE!!&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die tiefe Stimme eines Mannes, weiter vorn.&lt;br /&gt;
Die jungen Matis blickten einander erschrocken an.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Ragus haben da jemanden eingekreist.&amp;quot; Cillis spürte wie seine Stimme bebte.&lt;br /&gt;
Nehi nickte nur stumm. In ihrem Blick stand die unausgesprochene Frage.&lt;br /&gt;
Die Gedanken des Jungen überschlugen sich.&lt;br /&gt;
Er griff sich ins grün gefärbte Haar und zog nervös an einer langen Strähne.&lt;br /&gt;
Nehi kaute auf ihrer Unterlippe und beiden schlotterten die Knie vor Kälte, Anstrengung und Angst.&lt;br /&gt;
Dann jedoch machte Nehi einen Schritt nach vorn. Cillis schaute sie überrascht an.&lt;br /&gt;
Sie nickte.&lt;br /&gt;
Wie ein Homin stürmten die beiden Halbwüchsigen vor. Laut brüllend und johlend.&lt;br /&gt;
Cillis griff einen Ast vom Boden und schwang ihn über seinem Kopf.&lt;br /&gt;
Die Ragus schreckten auf und stoben in instinktiver Flucht zunächst auseinander, doch würden sie sich bald von ihrem Schrecken erholen und ihr Rudel war mit Sicherheit stärker als die Kinder.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hallo?! Den Kami sei Dank. Helft mir. Zieht mich hoch!!!&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die Stimme kam von unterhalb der Klippe.&lt;br /&gt;
Vorsichtig traten sie vor um über den Rand hinweg zu spähen.&lt;br /&gt;
Dort unten, in etwa 3 Metern tiefe, hockte ein Homin auf einem schmalen Vorsprung in der Steilwand.&lt;br /&gt;
Der rothaarige, kräftige Mann schaute zu den Kindern auf und deutliche Erleichterung sprang auf seine harten, kantigen Züge.&lt;br /&gt;
Vorsichtig kam er auf die Beine.&lt;br /&gt;
Seine Haut war braun und wettergegerbt, doch seine Augen leuchteten gelblich, golden wie Bernstein.&lt;br /&gt;
Er trug das Wams eines Boten der Imperialen Gilde von Pyr.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ein Fyros?&amp;quot; entfuhr es Nehi.&lt;br /&gt;
Sie starrten auf den Homin herunter, der nervös zu ihnen empor lächelte.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ja. Da staunst Du, was? - Aber, wo sind Eure Eltern. Vertreiben sie diese Mistviecher?“, sprach er mit überraschend leichtem Akzent.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ehm – Nein... Unsere Eltern sind in Yrkanis.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Nehi stieß Cillis ihren Ellenbogen in die Seite und der Junge wollte schon protestieren, als er den Ausdruck im Gesicht des Fyros sah.&lt;br /&gt;
Verzweiflung.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was? Aber... Wie soll ich dann wieder dort hoch kommen? Und was macht ihr wenn die Tiere wiederkommen?&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die Kinder blickten sich an.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wie müssen ihm helfen.“ Cillis schaute in die Augen seiner Freundin und sein Magen krampfte sich zusammen.&lt;br /&gt;
Sie nickte erneut.&lt;br /&gt;
Cillis lies den Stab los.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was machst Du?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Es hat keiner gesehen und du bist kräftiger als ich.&lt;br /&gt;
Lass den Stab zu ihm runter damit er sich daran hochziehen kann. Ich halte Dich fest.&amp;quot; Kurz legte sich ein seltsamer Ausdruck auf Nehis Gesicht, dann nickte sie entschlossen und ließ sich auf den Bauch nieder.&lt;br /&gt;
Cillis griff ihre Beine und stemmte sich mit aller Kraft und seinem ganzen Gewicht nach hinten.&lt;br /&gt;
Der Stab reichte gerade an die ausgestreckten Hände des Fyros heran.&lt;br /&gt;
Er tat einen Satz und ein scharfer Ruck ging durch Nehis Schultern.&lt;br /&gt;
Sie knirschte mit den Zähnen und fühlte wie sich Cillis Griff um ihre Knöchel noch verstärkte.&lt;br /&gt;
Und doch rutschte sie ein kleines Stück nach vorn.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Nicht loslassen!''&lt;br /&gt;
Entfuhr es dem Fyros, dessen Füße nun über dem Abgrund baumelten.&lt;br /&gt;
Eine Hand über die andere setzend zog er sich langsam an der eisglatten Holzwand empor.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich rutsche!&amp;quot; hörte Nehi ihren Freund zwischen den Zähnen hindurch pressen.&lt;br /&gt;
Schon spürte sie die Bewegung auf dem vom Schnee glatten Boden.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Los! Sie können nicht viel weiter sein! Die holen wir ein!&amp;quot;, drang ein leiser Ruf aus dem Wald an Cillis Ohren.&lt;br /&gt;
Bunis!&lt;br /&gt;
Cillis Kopf ruckte herum und dort kamen ihre beiden Konkurrenten in einiger Entfernung vorbei gerannt.&lt;br /&gt;
Der bullige Junge zog seinen schmächtigeren Partner förmlich mit sich durch den Schnee.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bunis! Cordesi! Helft uns! – Hier!!&amp;quot;&lt;br /&gt;
Kaum war Cillis Schrei erklungen stoppten die beiden Läufer und blickten sich um.&lt;br /&gt;
Cordesi erspähte ihn zuerst und setzte sofort zum Sprint in seine Richtung an.&lt;br /&gt;
Doch wurde er jäh zurück gerissen.&lt;br /&gt;
Bunis zog ihn in entgegengesetzter Richtung davon. Cillis Herz blieb fast stehen.&lt;br /&gt;
Er konnte es nicht fassen. Bunis, dieser Sohn eines Gingos!&lt;br /&gt;
Ein wilder Fluch, aufgeschnappt von seinem Vater, entfuhr ihm.&lt;br /&gt;
Aus der Schlucht vor ihnen erklang ein lautes: „Ooh!! Haltet Durch Kinder! Bitte!!“&lt;br /&gt;
Nehi stöhnte. Die Muskeln ihrer schlanken Arme traten hervor wie zum Bersten gestreckte Seile.&lt;br /&gt;
Da hörte Cillis das Knurren hinter sich.&lt;br /&gt;
Eine schnelle Bewegung im Unterholz links von ihm. Kurz darauf rechts und das hustende Bellen eines Ragus.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sie kommen zurück!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Jena, wir schaffen das nicht.“, stieß Nehi hervor&lt;br /&gt;
&amp;quot;Er ist zu schwer.&amp;quot;'&lt;br /&gt;
&amp;quot;Durchhalten Kinder. Ihr habt es gleich geschafft. Nur noch ein kleines Stück.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die Worte klangen nervös und kurzatmig.&lt;br /&gt;
Cillis zuckte zusammen als er erneut eine Bewegung neben sich sah.&lt;br /&gt;
Ein großer, schlanker Ragus wagte sich näher an sie heran und ein heiseres Knurren drang aus seiner Schnauze.&lt;br /&gt;
Die Ohren dicht an den Körper gelegt kauerte sich das Tier auf die Hinterbeine und setzte zum Sprung auf seine wehrlose Beute an&lt;br /&gt;
Cillis ließ Nehis rechtes Bein los.&lt;br /&gt;
Sie rutschten ein Stück nach vorn und seine Freundin und der Fyros über der Schlucht Schrien fast gleichzeitig erschrocken auf.&lt;br /&gt;
Cillis griff den noch neben ihm im Schnee liegenden Ast und schwang ihn auf das heran springende Tier.&lt;br /&gt;
Krachend schlug der Ast gegen den Schädel des Ragus, dessen eigener Schwung ihn nun über den Rand der Klippe katapultierte.&lt;br /&gt;
Heulend, in einer Wolke aus Schnee, fiel der Räuber auf den Fyros zu.&lt;br /&gt;
Um nicht von dem zappelnden Tier mitgerissen zu werden schwang dieser im letzten Moment zur Seite.&lt;br /&gt;
Nehi ächzte schmerzerfüllt auf. Und wieder rutschten sie ein Stück weiter vor.&lt;br /&gt;
Der Brustkorb des Mädchens hing nun schon fast ganz über dem Abgrund.&lt;br /&gt;
Wenn einer von ihnen das Gleichgewicht verlor war Alles aus.&lt;br /&gt;
Ein zweiter und dritter Ragus erschienen.&lt;br /&gt;
Und von den Geräuschen um ihn herum schätzte er, dass es mindestens noch 5 weitere Räuber waren.&lt;br /&gt;
Der verzweifelte Junge schwang den Ast wild um sich und hielt so die Tiere zumindest vorerst davon ab ihn anzuspringen.&lt;br /&gt;
Lange würden sie das jedoch nicht durchhalten.&lt;br /&gt;
Ein Stoßgebet zu Jena formte sich in Cillis Kopf.&lt;br /&gt;
Er wurde erhört.&lt;br /&gt;
Etwas knallte schräg hinter seinem Kopf in den Bäumen und ein Schneelawine donnerte herab und begrub einen Teil des Ragus Rudels fast unter sich.&lt;br /&gt;
Die erschreckten Tiere tauchten in das nahe Unterholz.&lt;br /&gt;
Noch einmal knallte es direkt neben einem der Ragus und das Tier jaulte kurz auf und lief davon.&lt;br /&gt;
Wildes Geschrei und Rufe hallten durch den Wald.&lt;br /&gt;
Durch die Bäume kam eine Gruppe Kinder heran gerannt, Äste und Stäbe schwingend.&lt;br /&gt;
Allen voran Bunis der seinen Stab wie eine Keule nutze, um nach den Raubtieren zu schlagen.&lt;br /&gt;
Er stieß einen lauten Triumphschrei aus als die Ragus Fersengeld gaben.&lt;br /&gt;
Neben Cillis blieb er stehen, ließ seinen Stab fallen und packte Nehis rechtes Bein.&lt;br /&gt;
Zwei weitere Jungen fielen neben Nehi in den Schnee und griffen je einen Arm des Fyros.&lt;br /&gt;
Zwei Mädchen schnappten sich Nehis Wams und zogen daran.&lt;br /&gt;
Gemeinsam wuchteten sie den Mann über die Kante des Abgrundes und fielen rittlings in den Schnee.&lt;br /&gt;
Schwer atmend lagen sie nebeneinander.&lt;br /&gt;
Cillis starrte in den Himmel, wo Jenas Krone, der große Ringplanet, auf ihn herabblickte&lt;br /&gt;
Mit einem mal trat Cordesi in sein Blickfeld.&lt;br /&gt;
&amp;quot;He ihr zwei. Gemütlich da unten?&amp;quot; grinste er.&lt;br /&gt;
Cillis bemerkte das Bunis Arm auf seiner Brust lag.&lt;br /&gt;
Erschreckt stieß er ihn von sich und ruckte hoch.&lt;br /&gt;
Nehi hockte links neben ihm und lächelte ihn an.&lt;br /&gt;
Der Junge spürte deutlich wie das Blut in seine Ohren rauschte und Hitze in seinem Gesicht aufstieg.&lt;br /&gt;
Die beiden Mädchen die Nehi geholfen hatten kicherten und Cordesi brach in schallendes Gelächter aus.&lt;br /&gt;
Dann wurde Cillis mit einem Mal empor gerissen, als sich kräftige Arme um seinen Körper schlangen.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Den Segen der Kami über Euch Kinder!&amp;quot;&lt;br /&gt;
Der Fyros setzte sich Cillis auf die Schultern und begann überschwänglich zu tanzen und sich auf der Stelle zu drehen.Dabei jubelte und jauchzte er in seiner Sprache.&lt;br /&gt;
Nehi lachte und Bunis hielt sich den Bauch vor Lachen.&lt;br /&gt;
Allerdings nahm Cillis nicht viel davon wahr.&lt;br /&gt;
Ihm war danach in die Schlucht zu springen.&lt;br /&gt;
Nur um dieser Peinlichkeit zu entkommen.&lt;br /&gt;
In Davae war die Überraschung groß, als der kleine Trupp durch das Stadttor lief.&lt;br /&gt;
Cillis noch immer auf den Schultern des Fyros, der sie den ganzen Weg über mit Liedern aus seiner Heimat unterhalten hatte und immer wieder den Segen der Kamigeister versprach.&lt;br /&gt;
Cordesi hatte ihnen unterwegs gezeigt was er getan hatte um die Ragus zu vertreiben&lt;br /&gt;
In seinen Taschen verbargen sich eine Schleuder und einige Knallkugeln.&lt;br /&gt;
Einfache Feuerwerkskörper die mehr Krach machten als alles andere,&lt;br /&gt;
''Oder auf andere Paare.'', wie er grinsend hinzufügte.&lt;br /&gt;
Bunis gab zu das es seltsam ausgesehen haben musste als er seinen Partner von ihnen weg zog.&lt;br /&gt;
Doch hatte er die Ragus im Wald gesehen und erkannt das sie allein kein Chance hätten zu helfen.&lt;br /&gt;
Somit liefen sie in verschiedene Richtungen um die anderen Paare zur Hilfe zu holen.&lt;br /&gt;
Der Dorf-Intendant kam ihnen entgegen und verlangte zu wissen was passiert sei, das so lang erst kein Paar mehr ankam und dann eine solche Gruppe.&lt;br /&gt;
Die Kinder begannen sofort zu plappern, doch der rothaarige Fyros hob beschwichtigend die Hände und bat mit lauter Stimme um Ruhe.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Diese Kinder haben heute mein Leben gerettet. Ich danke Euch dafür, dass ihr diese Tradition Eures Volkes grad heute ausübt, wie sie mir berichteten.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Er berichtete kurz, in angemessenen Worten was vorgefallen war und betonte den Mut der Kinder.&lt;br /&gt;
Besonders Nehi hob er hervor, die ihn so tapfer und lang gehalten hatte.&lt;br /&gt;
Der Obmann hörte aufmerksam zu und nickte schließlich.&lt;br /&gt;
Dann griff er in sein Wams und wandte er sich an die Kinder.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hier sind die roten Bänder. Wer noch weiter nach Avalae will, sollte sich schnellstens eines geben lassen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Cillis zappelte auf der Schulter des Fyros und dieser setzte ihn schnell ab.&lt;br /&gt;
Nehi hatte dem Dorfempfänger schon den Stab entgegengehalten und nun flatterte dort das rote Band von Davae.&lt;br /&gt;
Cillis griff den Stab und blieb stehen.&lt;br /&gt;
Neben ihnen nahmen Bunis und Cordesi ihr Band in Empfang.&lt;br /&gt;
Dann die zwei Mädchen und zuletzt das Jungenpaar.&lt;br /&gt;
Vereint liefen die jungen Matis nun den Rest der Strecke in einem Pulk.&lt;br /&gt;
Als sie Aavale erreichten,&lt;br /&gt;
Viele Homins hatten sich am Tor versammelt um sie in Empfang zu nehmen.&lt;br /&gt;
Und als der Dorf Intendant die goldenen Bänder verteilte, war die Luft erfüllt von Jubel und Beifall.&lt;br /&gt;
Als das letzte Paar eintraf, wurde es von vielen Homins aus Yrkanis begleitet die das Ende des Laufes mit ihnen allen feiern wollten&lt;br /&gt;
Schließlich hob der Intendant die Arme und wandte sich an die versammelten Homins.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Matis! Seht diese Kinder, die den Lauf durch den Winter vollendet haben.&lt;br /&gt;
Sie alle haben bewiesen dass sie Durchhaltevermögen, Stärke und Mut besitzen.&lt;br /&gt;
Doch einige von ihnen haben in diesem gesegneten Jahr etwas Besonderes vollbracht.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Er hielt kurz inne um die Gruppe um Cillis nach vorn zu winken.&lt;br /&gt;
Mit vor Aufregung roten Köpfen traten die Kinder vor.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Diese Kinder ließen ihre Stäbe los!“ donnerte seine Stimme über die Versammelten hinweg.&lt;br /&gt;
Stille breitete sich aus.&lt;br /&gt;
:Cillis war geschockt.&lt;br /&gt;
Auch Nehi, Bunis und die Anderen blickten verwirrt.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sie haben eine Tradition des Laufes gebrochen. Sie alle sind &amp;quot;Loslasser.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Er blickte jedes der Kinder ernst an.&lt;br /&gt;
Dann hob er erneut die Stimme.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Jedoch taten sie das Richtige!&lt;br /&gt;
Sie handelten im Geiste des Laufes.&lt;br /&gt;
Sie verstanden seinen Sinn.&lt;br /&gt;
Ein Leben wurde gerettet, weil diese Kinder das Wichtige und Richtige über einfache Spielregeln stellten und erkannten, dass es galt zusammenzuarbeiten.&lt;br /&gt;
Jubel brandete auf und erneut wurden alle Kinder auf Schultern gehoben das wirkliche Fest begann nun endlich.&lt;br /&gt;
Inmitten des Trubels fand Cillis seine Eltern und rannte zu ihnen hinüber.&lt;br /&gt;
Seine Mutter umarmte ihn überschwänglich und wenn ein Vater noch etwas mehr Stolz in seinen Stand bringen könnte, würde seine Weste sicherlich platzen.&lt;br /&gt;
Eine Hand legte sich auch Cillis Schulter.&lt;br /&gt;
Nehi und der Fyros Bote standen dort.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Nun ihr Beiden. Ich muss weiter und meinen Auftrag ausführen.&lt;br /&gt;
Ich schulde euch Zweien mein Leben.&lt;br /&gt;
Ihr wart es die mich fandet und ihr brachtet den Mut auf mir zu helfen.&lt;br /&gt;
Dafür danke ich euch. Die Kami mögen euch beschützen.&lt;br /&gt;
Wenn ihr jemals nach Pyr kommt, dann fragt nach Collix Becoubs.&lt;br /&gt;
Das bin ich und ihr seid in meinem Hause auf ewig willkommen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Diese Geschichte wurde von [[Benutzer:Lylanea Vicciona|Lylanea]] auf dem [[Treffen der Barden II|zweites Treffen der Barden]] in Mystia 2612-4 vorgetragen. (HRP: April 2021)''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Portal|Literatur}}{{Portal|Animation}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Märchen und Legenden]] [[Kategorie:Treffen der Barden]]&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nilstilar</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Lauf_durch_den_Winter&amp;diff=34412</id>
		<title>Lauf durch den Winter</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Lauf_durch_den_Winter&amp;diff=34412"/>
				<updated>2023-02-18T19:38:58Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Nilstilar: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Trad&lt;br /&gt;
|DE =Lauf durch den Winter|DEs=0&lt;br /&gt;
|ES =Correr en invierno|ESs=1&lt;br /&gt;
|EN =Running in the winter|ENs=1&lt;br /&gt;
|FR =Courir dans l'hiver|FRs=1&lt;br /&gt;
|RU =&amp;lt;!--Бег зимой--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|H =&lt;br /&gt;
|palette=atys&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{WIP}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Geschichte die ich euch erzählen will, basiert auf einer alten Tradition der Matis von der ich einmal gelesen habe.&lt;br /&gt;
Ein alter Freund hat im Rahmen dieser Tradition etwas erlebt, von dem er mir erzählt hat.&lt;br /&gt;
Ich habe daraus eine Geschichte gemacht.&lt;br /&gt;
Sein Name war Collix und er erzählte mir, was er hier in Matia erlebt hatte.&lt;br /&gt;
Ich erzähle die Geschichte aber aus der Sicht eines jungen Matis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Lauf durch den Winter''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cillis hatte Angst.&lt;br /&gt;
Aber, wie alle jungen Matis in seinem Alter wollte er es nicht zeigen.}@{ Mais, comme tous les jeunes Matis à son âge, il ne voulait pas le montrer.&lt;br /&gt;
Nicht vor all den anderen auf dem Platz am Karavan-Schrein versammelten Matis und schon gar nicht vor seiner Lauf-Partnerin.&lt;br /&gt;
Die schwebende Maschine aus dem setlsamen Material des Karavan surrte und summte über ihren Köpfen.&lt;br /&gt;
Ihre Wächter schauten teilnahmslos herüber und hielten die Umgebung im Auge.&lt;br /&gt;
Vorsichtig schielte der junge Matis hinüber zu Nehi.&lt;br /&gt;
Sie wirkte gefasst und ruhig, ihr nussbraunes Haar war zu einem Schweif hinter ihren Kopf gebunden und ihre milchfarbene Haut schimmerte leicht in der Morgensonne.&lt;br /&gt;
Sie umklammerte den Paar-Stab, knapp oberhalb seiner Hand.&lt;br /&gt;
Ihr Griff war fest und die Knöchel traten leicht hervor.&lt;br /&gt;
Die Kinder kannten sich seit langer Zeit und hatten sofort nach der Auslosung vor 2 Wochen angefangen den Lauf zu trainieren.&lt;br /&gt;
Er mochte Nehi, nur eine Sache störte ihn an ihr.&lt;br /&gt;
Wenn er das etwa einen Kopf größere Mädchen anschaute, fühlte er einen seltsamen Druck in der Brust.&lt;br /&gt;
So als ob etwas aus ihm heraus wollte, aber nicht konnte.&lt;br /&gt;
Sie war eine gute Laufpartnerin und trotz ihrer längeren Beine passte sie sich an seine Geschwindigkeit an und achtete darauf nicht zu sehr an dem Paar-Stab zu zerren.&lt;br /&gt;
Der etwa 3 Ellen lange, glatte Stab aus dunklem Holz machte es auch so nicht grade leicht querfeldein durch den Wald zu laufen.&lt;br /&gt;
Gespannt lauschte sie auf die Worte des Intendanten von Yrkanis. Auch Cillis Aufmerksamkeit wurde zurück zu ihm gezogen.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Homins!&amp;quot; hob der Intendant die Stimme.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Stolze Matis! Wieder einmal vollendet ein Zyklus seinen ewigen Kreislauf. Und wieder einmal finden wir uns hier ein, um diesen Tag zu feiern und den traditionellen Lauf der Kinder zu begehen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Verhaltener Beifall unterstrich seine Worte.&lt;br /&gt;
Hier und da war ein Laut des Jubels zu hören.&lt;br /&gt;
Jedoch nicht von den Läufern.&lt;br /&gt;
Sie alle waren gespannt und manche wirkten nervös wie Yubo-Wöchlinge.&lt;br /&gt;
Er hoffte, dass die Anderen sein zittern nicht auf die Aufregung zurückführen würden, sondern auf die Kälte die langsam durch seine dünne Jacke kroch.&lt;br /&gt;
Der Intendant fuhr fort.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wie zu jedem Zyklus-Wechsel seit der Einkehr in die Neuen Lande, haben sich auch dieses Mal viele junge Matis hier eingefunden, die ihre Stärke, ihren Mut, ihr Geschick, ihre Ehre und ihre Zähigkeit beweisen möchten. Und um uns uns, ihrem Volk, zu zeigen das sie zu den Besten gehören die unser Vlk zu bieten hat.''&lt;br /&gt;
Jubel brach nun unter den versammelten Homin aus.&lt;br /&gt;
Cillis badete in dieser Aufmerksamkeit und jedes Beifall Klatschen vertrieb ein wenig seiner Angst.&lt;br /&gt;
Whamm!&lt;br /&gt;
Ein Schneeball klatschte ihm an den Hinterkopf.&lt;br /&gt;
Der junge Matis ruckte herum und sah Bunis, diesen arroganten Sohn des Leutnants der Palastwache, der sich langsam und überheblich die rechte Hand an seinem Wams abwischte.&lt;br /&gt;
Sein Laufpartner Cordesi grinste wie ein Gingo in Cillis Richtung.&lt;br /&gt;
Nehi drehte sich ebenfalls um und starrte das Paar hinter ihnen kalt an.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Das Mädchen Paar wird es ohnehin nicht einmal bis zu den Grünen Samen schaffen.&amp;quot;, zischte Bunis.&lt;br /&gt;
Und um ihn herum kicherten andere Lauf-Paare hämisch hinter vorgehaltenen Händen.&lt;br /&gt;
Noch ehe Cillis etwas erwidern konnte ertönte erneut die Stimme des Intendanten.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die hier anwesenden 20 Paare werden in wenigen Minuten ihren Lauf durch den Winter antreten.&lt;br /&gt;
Sie alle werden es nicht leicht haben. Und sie alle werden geprüft werden.&lt;br /&gt;
Überall in den Wäldern sind wie immer erfahrene Späher postiert, die über das Verhalten und die Vorgehensweise der Paare bericht erstatten werden.&lt;br /&gt;
Wie jedes Jahr gibt es nur eine Regel:&lt;br /&gt;
Niemand darf verletzt werden!&lt;br /&gt;
Ansonsten ist den Läufern alles erlaubt, das ihnen Vorteile bringt.&lt;br /&gt;
Die Strecke führt wie jedes Jahr von Yrkanis, über Natae, Davae, nach Avalae. Dort wird mein Kollege Euch empfangen und nachdem er die Berichte der Kundschafter gehört hat, die Sieger bestimmen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Cillis schaute erneut zu Nehi hinüber. Sie war schlank und kräftig.&lt;br /&gt;
Einen Sommer jünger als er und doch größer.&lt;br /&gt;
Sie tippelte auf der Stelle, wie viele der wartenden Kinder, ihre leichten Stiefel nicht geschaffen für den Schnee.&lt;br /&gt;
Auch Cillis Zehen kribbelten leicht, aber er wollte nicht dass man ihn für einen kleinen Yubo hielt.&lt;br /&gt;
Es war Tradition, dass der Lauf nur in leichter Flüchtlings-Kleidung zurückgelegt wurde.&lt;br /&gt;
So wie es die ersten Boten zwischen den noch unfertigen Städten vor langer Zeit taten, da ihnen die Materialien für festeren Stoff fehlten.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Lasst uns nun zum Stadttor gehen!&amp;quot;, rief der Intendant.&lt;br /&gt;
	Lylanea macht eine kleine Pause&lt;br /&gt;
&amp;quot;Auf Homis! Euer Lauf beginnt jetzt!&amp;quot;&lt;br /&gt;
Mit diesem Ruf des Stadt-Empfängers startete das erste Paar.&lt;br /&gt;
Die beiden Mädchen liefen, den Stab fest zwischen sich umklammert, die Straße entlang.&lt;br /&gt;
Ein sicheres Zeichen dafür dass sie nicht auf den Sieg aus waren und nur den Lauf hinter sich bringen wollten.&lt;br /&gt;
Da der Weg über die abgegrenzte Straße länger und leichter war als direkt durch den Wald und den dort liegenden, tieferen Schnee.&lt;br /&gt;
Noch drei Paare vor ihm und Nehi.&lt;br /&gt;
Sie lächelte ihn an. Ihm wurde warm ...&lt;br /&gt;
Doch nun sah er, dass auch sie fürchterlich nervös war.&lt;br /&gt;
In ihren Augen leuchtete die Aufregung und ihr Atem kam in schnellen, kleinen Wolken über ihre Lippen.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Na, was meinst Du? Wald oder Weg?&amp;quot;&lt;br /&gt;
Ein wenig überrascht von dieser Frage und beschämt da sie ihn für einen Feigling hielt, geriet Cillis Stimme ein wenig ins Stocken.&lt;br /&gt;
Seine Antwort klang nun gar nicht so selbstbewusst wie sie sollte.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Eh?.. W...Wald. – WALD! – natürlich!''&lt;br /&gt;
Nehi lächelte ihn weiter an und schien zufrieden damit.&lt;br /&gt;
Hatte sie wirklich gedacht er würde den einfachen Weg wählen?&lt;br /&gt;
Er war zwar nicht so groß und stark wie Bunis, aber er war sich sicher, es würde reichen.&lt;br /&gt;
Hinter ihnen flüsterte Cordesi seinem bulligen Laufpartner etwas ins Ohr, woraufhin dieser in prustendes Gelächter ausbrach.&lt;br /&gt;
Cillis schaute über die Schulter und sah wie der schlaksige Kerl etwas in seiner Hosentasche verschwinden ließ.&lt;br /&gt;
Als Bunis seinen Blick bemerkte, entblößte dessen Mund eine Reihe großer Zähne in einem hämischen Grinsen.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du weißt doch Kleiner. Keine Regeln außer einer. Passt auf das ihr Euren Stab nicht los lasst.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Mit der flachen Hand stieß ihn der größere Junge in den Rücken und trieb Cillis einen Schritt vor, so das sein und Nehis Arm am Paar-Stab gestreckt wurde.&lt;br /&gt;
Es galt als &amp;quot;mogeln&amp;quot; und tölpelhaft, wenn einer der Läufer die Hand vom Stab ließ.&lt;br /&gt;
Ein Teil der Herausforderung war es gemeinsam zu laufen.&lt;br /&gt;
Nun war es an Cillis und Nehi.&lt;br /&gt;
In wenigen Momenten würden auch sie ihren Lauf beginnen.&lt;br /&gt;
Die Hände des Jungen Matis wurden langsam feucht vor Schweiß.&lt;br /&gt;
Und sein Atem dampfte in einer dichten Wolke vor ihm, wie der eines aufgeregten Bodocs.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Auf Homins! Euer Lauf beginnt jetzt!&amp;quot;&lt;br /&gt;
Wie sie es trainiert hatten, liefe beide mit dem rechten Bein zuerst los und bemühten sich einen steten Rhythmus in ihre Bewegungen zu bringen.&lt;br /&gt;
Direkt nach verlassen des Tores bogen sie in den Wald hinein ab, den direkte Weg zur Matis Arena einschlagend und den Spuren ihrer Vorläufer folgend.&lt;br /&gt;
Es war nicht leicht im Schnee Gleichschritt zu wahren.&lt;br /&gt;
Cillis Herz pochte ihm bis zum Hals.&lt;br /&gt;
Trotz des Trainings und der Kälte kamen sie schnell ins Schwitzen und beide Kinder wussten,&lt;br /&gt;
Weiter hasteten sie unter großen Wurzeln hindurch und an Bäumen vorbei, aufgeschreckte Yubos vor sich her treibend.&lt;br /&gt;
Die karge, glatte Wand des riesigen Holz-Konstruktes, das als Matis Arena bekannt war kam in Sichtweite und die Morgensonne glitzerte auf den an ihr hängenden Eiszapfen.&lt;br /&gt;
Die Kinder wanden sich zwischen den mannshohen Wurzelbögen hindurch, die das riesige Gebilde umschlangen und vorbei an seinem Eingang. Weiter Richtung Natae.&lt;br /&gt;
Der Empfänger der Siedlung nickte ihnen schon von weitem zu und band ihnen in einem kurzen Moment der Rast, das erste, blaue Band um den Stab.&lt;br /&gt;
Zum Beweis das sie diese Etappe gemeistert hatten.&lt;br /&gt;
Nun stand jedoch die schwierigste Wegstrecke vor ihnen.&lt;br /&gt;
Durch den dichten Wald, am Rand des Plateaus entlang auf dem sich die grünen Anhöhen befanden.&lt;br /&gt;
Kaum hatten sie einige hundert Meter zurückgelegt und den Klippenrand erreicht, sahen sie schlanke Körper von Raubtieren durch das Unterholz huschen.&lt;br /&gt;
Die Kinder stoppten ihren Lauf abrupt.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Verdammt.&amp;quot;, flüsterte Nehi.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wenn das Rudel uns bemerkt, kann uns nur noch Jena retten.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Ihr violetter Blick verriet Angst und Cillis war sicher, das seine Freundin in seinen grünen Augen deutlich erkennen konnte was er gerade dachte.&lt;br /&gt;
Vorsichtig trat er einen Schritt zurück.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hilfe! Hört mich jemand!? – HILFE!!&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die tiefe Stimme eines Mannes, weiter vorn.&lt;br /&gt;
Die jungen Matis blickten einander erschrocken an.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Ragus haben da jemanden eingekreist.&amp;quot; Cillis spürte wie seine Stimme bebte.&lt;br /&gt;
Nehi nickte nur stumm. In ihrem Blick stand die unausgesprochene Frage.&lt;br /&gt;
Die Gedanken des Jungen überschlugen sich.&lt;br /&gt;
Er griff sich ins grün gefärbte Haar und zog nervös an einer langen Strähne.&lt;br /&gt;
Nehi kaute auf ihrer Unterlippe und beiden schlotterten die Knie vor Kälte, Anstrengung und Angst.&lt;br /&gt;
Dann jedoch machte Nehi einen Schritt nach vorn. Cillis schaute sie überrascht an.&lt;br /&gt;
Sie nickte.&lt;br /&gt;
Wie ein Homin stürmten die beiden Halbwüchsigen vor. Laut brüllend und johlend.&lt;br /&gt;
Cillis griff einen Ast vom Boden und schwang ihn über seinem Kopf.&lt;br /&gt;
Die Ragus schreckten auf und stoben in instinktiver Flucht zunächst auseinander, doch würden sie sich bald von ihrem Schrecken erholen und ihr Rudel war mit Sicherheit stärker als die Kinder.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hallo?! Den Kami sei Dank. Helft mir. Zieht mich hoch!!!&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die Stimme kam von unterhalb der Klippe.&lt;br /&gt;
Vorsichtig traten sie vor um über den Rand hinweg zu spähen.&lt;br /&gt;
Dort unten, in etwa 3 Metern tiefe, hockte ein Homin auf einem schmalen Vorsprung in der Steilwand.&lt;br /&gt;
Der rothaarige, kräftige Mann schaute zu den Kindern auf und deutliche Erleichterung sprang auf seine harten, kantigen Züge.&lt;br /&gt;
Vorsichtig kam er auf die Beine.&lt;br /&gt;
Seine Haut war braun und wettergegerbt, doch seine Augen leuchteten gelblich, golden wie Bernstein.&lt;br /&gt;
Er trug das Wams eines Boten der Imperialen Gilde von Pyr.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ein Fyros?&amp;quot; entfuhr es Nehi.&lt;br /&gt;
Sie starrten auf den Homin herunter, der nervös zu ihnen empor lächelte.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ja. Da staunst Du, was? - Aber, wo sind Eure Eltern. Vertreiben sie diese Mistviecher?“, sprach er mit überraschend leichtem Akzent.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ehm – Nein... Unsere Eltern sind in Yrkanis.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Nehi stieß Cillis ihren Ellenbogen in die Seite und der Junge wollte schon protestieren, als er den Ausdruck im Gesicht des Fyros sah.&lt;br /&gt;
Verzweiflung.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was? Aber... Wie soll ich dann wieder dort hoch kommen? Und was macht ihr wenn die Tiere wiederkommen?&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die Kinder blickten sich an.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wie müssen ihm helfen.“ Cillis schaute in die Augen seiner Freundin und sein Magen krampfte sich zusammen.&lt;br /&gt;
Sie nickte erneut.&lt;br /&gt;
Cillis lies den Stab los.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was machst Du?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Es hat keiner gesehen und du bist kräftiger als ich.&lt;br /&gt;
Lass den Stab zu ihm runter damit er sich daran hochziehen kann. Ich halte Dich fest.&amp;quot; Kurz legte sich ein seltsamer Ausdruck auf Nehis Gesicht, dann nickte sie entschlossen und ließ sich auf den Bauch nieder.&lt;br /&gt;
Cillis griff ihre Beine und stemmte sich mit aller Kraft und seinem ganzen Gewicht nach hinten.&lt;br /&gt;
Der Stab reichte gerade an die ausgestreckten Hände des Fyros heran.&lt;br /&gt;
Er tat einen Satz und ein scharfer Ruck ging durch Nehis Schultern.&lt;br /&gt;
Sie knirschte mit den Zähnen und fühlte wie sich Cillis Griff um ihre Knöchel noch verstärkte.&lt;br /&gt;
Und doch rutschte sie ein kleines Stück nach vorn.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Nicht loslassen!''&lt;br /&gt;
Entfuhr es dem Fyros, dessen Füße nun über dem Abgrund baumelten.&lt;br /&gt;
Eine Hand über die andere setzend zog er sich langsam an der eisglatten Holzwand empor.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich rutsche!&amp;quot; hörte Nehi ihren Freund zwischen den Zähnen hindurch pressen.&lt;br /&gt;
Schon spürte sie die Bewegung auf dem vom Schnee glatten Boden.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Los! Sie können nicht viel weiter sein! Die holen wir ein!&amp;quot;, drang ein leiser Ruf aus dem Wald an Cillis Ohren.&lt;br /&gt;
Bunis!&lt;br /&gt;
Cillis Kopf ruckte herum und dort kamen ihre beiden Konkurrenten in einiger Entfernung vorbei gerannt.&lt;br /&gt;
Der bullige Junge zog seinen schmächtigeren Partner förmlich mit sich durch den Schnee.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bunis! Cordesi! Helft uns! – Hier!!&amp;quot;&lt;br /&gt;
Kaum war Cillis Schrei erklungen stoppten die beiden Läufer und blickten sich um.&lt;br /&gt;
Cordesi erspähte ihn zuerst und setzte sofort zum Sprint in seine Richtung an.&lt;br /&gt;
Doch wurde er jäh zurück gerissen.&lt;br /&gt;
Bunis zog ihn in entgegengesetzter Richtung davon. Cillis Herz blieb fast stehen.&lt;br /&gt;
Er konnte es nicht fassen. Bunis, dieser Sohn eines Gingos!&lt;br /&gt;
Ein wilder Fluch, aufgeschnappt von seinem Vater, entfuhr ihm.&lt;br /&gt;
Aus der Schlucht vor ihnen erklang ein lautes: „Ooh!! Haltet Durch Kinder! Bitte!!“&lt;br /&gt;
Nehi stöhnte. Die Muskeln ihrer schlanken Arme traten hervor wie zum Bersten gestreckte Seile.&lt;br /&gt;
Da hörte Cillis das Knurren hinter sich.&lt;br /&gt;
Eine schnelle Bewegung im Unterholz links von ihm. Kurz darauf rechts und das hustende Bellen eines Ragus.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sie kommen zurück!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Jena, wir schaffen das nicht.“, stieß Nehi hervor&lt;br /&gt;
&amp;quot;Er ist zu schwer.&amp;quot;'&lt;br /&gt;
&amp;quot;Durchhalten Kinder. Ihr habt es gleich geschafft. Nur noch ein kleines Stück.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die Worte klangen nervös und kurzatmig.&lt;br /&gt;
Cillis zuckte zusammen als er erneut eine Bewegung neben sich sah.&lt;br /&gt;
Ein großer, schlanker Ragus wagte sich näher an sie heran und ein heiseres Knurren drang aus seiner Schnauze.&lt;br /&gt;
Die Ohren dicht an den Körper gelegt kauerte sich das Tier auf die Hinterbeine und setzte zum Sprung auf seine wehrlose Beute an&lt;br /&gt;
Cillis ließ Nehis rechtes Bein los.&lt;br /&gt;
Sie rutschten ein Stück nach vorn und seine Freundin und der Fyros über der Schlucht Schrien fast gleichzeitig erschrocken auf.&lt;br /&gt;
Cillis griff den noch neben ihm im Schnee liegenden Ast und schwang ihn auf das heran springende Tier.&lt;br /&gt;
Krachend schlug der Ast gegen den Schädel des Ragus, dessen eigener Schwung ihn nun über den Rand der Klippe katapultierte.&lt;br /&gt;
Heulend, in einer Wolke aus Schnee, fiel der Räuber auf den Fyros zu.&lt;br /&gt;
Um nicht von dem zappelnden Tier mitgerissen zu werden schwang dieser im letzten Moment zur Seite.&lt;br /&gt;
Nehi ächzte schmerzerfüllt auf. Und wieder rutschten sie ein Stück weiter vor.&lt;br /&gt;
Der Brustkorb des Mädchens hing nun schon fast ganz über dem Abgrund.&lt;br /&gt;
Wenn einer von ihnen das Gleichgewicht verlor war Alles aus.&lt;br /&gt;
Ein zweiter und dritter Ragus erschienen.&lt;br /&gt;
Und von den Geräuschen um ihn herum schätzte er, dass es mindestens noch 5 weitere Räuber waren.&lt;br /&gt;
Der verzweifelte Junge schwang den Ast wild um sich und hielt so die Tiere zumindest vorerst davon ab ihn anzuspringen.&lt;br /&gt;
Lange würden sie das jedoch nicht durchhalten.&lt;br /&gt;
Ein Stoßgebet zu Jena formte sich in Cillis Kopf.&lt;br /&gt;
Er wurde erhört.&lt;br /&gt;
Etwas knallte schräg hinter seinem Kopf in den Bäumen und ein Schneelawine donnerte herab und begrub einen Teil des Ragus Rudels fast unter sich.&lt;br /&gt;
Die erschreckten Tiere tauchten in das nahe Unterholz.&lt;br /&gt;
Noch einmal knallte es direkt neben einem der Ragus und das Tier jaulte kurz auf und lief davon.&lt;br /&gt;
Wildes Geschrei und Rufe hallten durch den Wald.&lt;br /&gt;
Durch die Bäume kam eine Gruppe Kinder heran gerannt, Äste und Stäbe schwingend.&lt;br /&gt;
Allen voran Bunis der seinen Stab wie eine Keule nutze, um nach den Raubtieren zu schlagen.&lt;br /&gt;
Er stieß einen lauten Triumphschrei aus als die Ragus Fersengeld gaben.&lt;br /&gt;
Neben Cillis blieb er stehen, ließ seinen Stab fallen und packte Nehis rechtes Bein.&lt;br /&gt;
Zwei weitere Jungen fielen neben Nehi in den Schnee und griffen je einen Arm des Fyros.&lt;br /&gt;
Zwei Mädchen schnappten sich Nehis Wams und zogen daran.&lt;br /&gt;
Gemeinsam wuchteten sie den Mann über die Kante des Abgrundes und fielen rittlings in den Schnee.&lt;br /&gt;
Schwer atmend lagen sie nebeneinander.&lt;br /&gt;
Cillis starrte in den Himmel, wo Jenas Krone, der große Ringplanet, auf ihn herabblickte&lt;br /&gt;
Mit einem mal trat Cordesi in sein Blickfeld.&lt;br /&gt;
&amp;quot;He ihr zwei. Gemütlich da unten?&amp;quot; grinste er.&lt;br /&gt;
Cillis bemerkte das Bunis Arm auf seiner Brust lag.&lt;br /&gt;
Erschreckt stieß er ihn von sich und ruckte hoch.&lt;br /&gt;
Nehi hockte links neben ihm und lächelte ihn an.&lt;br /&gt;
Der Junge spürte deutlich wie das Blut in seine Ohren rauschte und Hitze in seinem Gesicht aufstieg.&lt;br /&gt;
Die beiden Mädchen die Nehi geholfen hatten kicherten und Cordesi brach in schallendes Gelächter aus.&lt;br /&gt;
Dann wurde Cillis mit einem Mal empor gerissen, als sich kräftige Arme um seinen Körper schlangen.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Den Segen der Kami über Euch Kinder!&amp;quot;&lt;br /&gt;
Der Fyros setzte sich Cillis auf die Schultern und begann überschwänglich zu tanzen und sich auf der Stelle zu drehen.Dabei jubelte und jauchzte er in seiner Sprache.&lt;br /&gt;
Nehi lachte und Bunis hielt sich den Bauch vor Lachen.&lt;br /&gt;
Allerdings nahm Cillis nicht viel davon wahr.&lt;br /&gt;
Ihm war danach in die Schlucht zu springen.&lt;br /&gt;
Nur um dieser Peinlichkeit zu entkommen.&lt;br /&gt;
In Davae war die Überraschung groß, als der kleine Trupp durch das Stadttor lief.&lt;br /&gt;
Cillis noch immer auf den Schultern des Fyros, der sie den ganzen Weg über mit Liedern aus seiner Heimat unterhalten hatte und immer wieder den Segen der Kamigeister versprach.&lt;br /&gt;
Cordesi hatte ihnen unterwegs gezeigt was er getan hatte um die Ragus zu vertreiben&lt;br /&gt;
In seinen Taschen verbargen sich eine Schleuder und einige Knallkugeln.&lt;br /&gt;
Einfache Feuerwerkskörper die mehr Krach machten als alles andere,&lt;br /&gt;
''Oder auf andere Paare.'', wie er grinsend hinzufügte.&lt;br /&gt;
Bunis gab zu das es seltsam ausgesehen haben musste als er seinen Partner von ihnen weg zog.&lt;br /&gt;
Doch hatte er die Ragus im Wald gesehen und erkannt das sie allein kein Chance hätten zu helfen.&lt;br /&gt;
Somit liefen sie in verschiedene Richtungen um die anderen Paare zur Hilfe zu holen.&lt;br /&gt;
Der Dorf-Intendant kam ihnen entgegen und verlangte zu wissen was passiert sei, das so lang erst kein Paar mehr ankam und dann eine solche Gruppe.&lt;br /&gt;
Die Kinder begannen sofort zu plappern, doch der rothaarige Fyros hob beschwichtigend die Hände und bat mit lauter Stimme um Ruhe.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Diese Kinder haben heute mein Leben gerettet. Ich danke Euch dafür, dass ihr diese Tradition Eures Volkes grad heute ausübt, wie sie mir berichteten.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Er berichtete kurz, in angemessenen Worten was vorgefallen war und betonte den Mut der Kinder.&lt;br /&gt;
Besonders Nehi hob er hervor, die ihn so tapfer und lang gehalten hatte.&lt;br /&gt;
Der Obmann hörte aufmerksam zu und nickte schließlich.&lt;br /&gt;
Dann griff er in sein Wams und wandte er sich an die Kinder.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hier sind die roten Bänder. Wer noch weiter nach Avalae will, sollte sich schnellstens eines geben lassen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Cillis zappelte auf der Schulter des Fyros und dieser setzte ihn schnell ab.&lt;br /&gt;
Nehi hatte dem Dorfempfänger schon den Stab entgegengehalten und nun flatterte dort das rote Band von Davae.&lt;br /&gt;
Cillis griff den Stab und blieb stehen.&lt;br /&gt;
Neben ihnen nahmen Bunis und Cordesi ihr Band in Empfang.&lt;br /&gt;
Dann die zwei Mädchen und zuletzt das Jungenpaar.&lt;br /&gt;
Vereint liefen die jungen Matis nun den Rest der Strecke in einem Pulk.&lt;br /&gt;
Als sie Aavale erreichten,&lt;br /&gt;
Viele Homins hatten sich am Tor versammelt um sie in Empfang zu nehmen.&lt;br /&gt;
Und als der Dorf Intendant die goldenen Bänder verteilte, war die Luft erfüllt von Jubel und Beifall.&lt;br /&gt;
Als das letzte Paar eintraf, wurde es von vielen Homins aus Yrkanis begleitet die das Ende des Laufes mit ihnen allen feiern wollten&lt;br /&gt;
Schließlich hob der Intendant die Arme und wandte sich an die versammelten Homins.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Matis! Seht diese Kinder, die den Lauf durch den Winter vollendet haben.&lt;br /&gt;
Sie alle haben bewiesen dass sie Durchhaltevermögen, Stärke und Mut besitzen.&lt;br /&gt;
Doch einige von ihnen haben in diesem gesegneten Jahr etwas Besonderes vollbracht.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Er hielt kurz inne um die Gruppe um Cillis nach vorn zu winken.&lt;br /&gt;
Mit vor Aufregung roten Köpfen traten die Kinder vor.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Diese Kinder ließen ihre Stäbe los!“ donnerte seine Stimme über die Versammelten hinweg.&lt;br /&gt;
Stille breitete sich aus.&lt;br /&gt;
:Cillis war geschockt.&lt;br /&gt;
Auch Nehi, Bunis und die Anderen blickten verwirrt.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sie haben eine Tradition des Laufes gebrochen. Sie alle sind &amp;quot;Loslasser.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Er blickte jedes der Kinder ernst an.&lt;br /&gt;
Dann hob er erneut die Stimme.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Jedoch taten sie das Richtige!&lt;br /&gt;
Sie handelten im Geiste des Laufes.&lt;br /&gt;
Sie verstanden seinen Sinn.&lt;br /&gt;
Ein Leben wurde gerettet, weil diese Kinder das Wichtige und Richtige über einfache Spielregeln stellten und erkannten, dass es galt zusammenzuarbeiten.&lt;br /&gt;
Jubel brandete auf und erneut wurden alle Kinder auf Schultern gehoben das wirkliche Fest begann nun endlich.&lt;br /&gt;
Inmitten des Trubels fand Cillis seine Eltern und rannte zu ihnen hinüber.&lt;br /&gt;
Seine Mutter umarmte ihn überschwänglich und wenn ein Vater noch etwas mehr Stolz in seinen Stand bringen könnte, würde seine Weste sicherlich platzen.&lt;br /&gt;
Eine Hand legte sich auch Cillis Schulter.&lt;br /&gt;
Nehi und der Fyros Bote standen dort.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Nun ihr Beiden. Ich muss weiter und meinen Auftrag ausführen.&lt;br /&gt;
Ich schulde euch Zweien mein Leben.&lt;br /&gt;
Ihr wart es die mich fandet und ihr brachtet den Mut auf mir zu helfen.&lt;br /&gt;
Dafür danke ich euch. Die Kami mögen euch beschützen.&lt;br /&gt;
Wenn ihr jemals nach Pyr kommt, dann fragt nach Collix Becoubs.&lt;br /&gt;
Das bin ich und ihr seid in meinem Hause auf ewig willkommen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Diese Geschichte wurde von [[Benutzer:Lylanea Vicciona|Lylanea]] auf dem [[Treffen der Barden II|zweites Treffen der Barden]] in Mystia 2612-4 vorgetragen (HRP: April 2021).''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Portal|Literatur}}{{Portal|Animation}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Märchen und Legenden]] [[Kategorie:Treffen der Barden]]&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nilstilar</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Lauf_durch_den_Winter&amp;diff=34411</id>
		<title>Lauf durch den Winter</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Lauf_durch_den_Winter&amp;diff=34411"/>
				<updated>2023-02-18T19:29:00Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Nilstilar: Die Seite wurde neu angelegt: „&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Trad |DE =Lauf durch den Winter|DEs=0 |ES =Correr en invierno|ESs=1 |EN =Running in the winter|ENs=1 |FR =Courir dans l'hiver|FRs=1 |RU =&amp;lt;!--Бе…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Trad&lt;br /&gt;
|DE =Lauf durch den Winter|DEs=0&lt;br /&gt;
|ES =Correr en invierno|ESs=1&lt;br /&gt;
|EN =Running in the winter|ENs=1&lt;br /&gt;
|FR =Courir dans l'hiver|FRs=1&lt;br /&gt;
|RU =&amp;lt;!--Бег зимой--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|H =&lt;br /&gt;
|palette=atys&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{WIP}}&lt;br /&gt;
Die Geschichte die ich euch erzählen will, basiert auf einer alten Tradition der Matis von der ich einmal gelesen habe.&lt;br /&gt;
Ein alter Freund hat im Rahmen dieser Tradition etwas erlebt, von dem er mir erzählt hat.&lt;br /&gt;
Ich habe daraus eine Geschichte gemacht.&lt;br /&gt;
Sein Name war Collix und er erzählte mir, was er hier in Matia erlebt hatte.&lt;br /&gt;
Ich erzähle die Geschichte aber aus der Sicht eines jungen Matis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Lauf durch den Winter''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cillis hatte Angst.&lt;br /&gt;
Aber, wie alle jungen Matis in seinem Alter wollte er es nicht zeigen.}@{ Mais, comme tous les jeunes Matis à son âge, il ne voulait pas le montrer.&lt;br /&gt;
Nicht vor all den anderen auf dem Platz am Karavan-Schrein versammelten Matis und schon gar nicht vor seiner Lauf-Partnerin.&lt;br /&gt;
Die schwebende Maschine aus dem setlsamen Material des Karavan surrte und summte über ihren Köpfen.&lt;br /&gt;
Ihre Wächter schauten teilnahmslos herüber und hielten die Umgebung im Auge.&lt;br /&gt;
Vorsichtig schielte der junge Matis hinüber zu Nehi.&lt;br /&gt;
Sie wirkte gefasst und ruhig, ihr nussbraunes Haar war zu einem Schweif hinter ihren Kopf gebunden und ihre milchfarbene Haut schimmerte leicht in der Morgensonne.&lt;br /&gt;
Sie umklammerte den Paar-Stab, knapp oberhalb seiner Hand.&lt;br /&gt;
Ihr Griff war fest und die Knöchel traten leicht hervor.&lt;br /&gt;
Die Kinder kannten sich seit langer Zeit und hatten sofort nach der Auslosung vor 2 Wochen angefangen den Lauf zu trainieren.&lt;br /&gt;
Er mochte Nehi, nur eine Sache störte ihn an ihr.&lt;br /&gt;
Wenn er das etwa einen Kopf größere Mädchen anschaute, fühlte er einen seltsamen Druck in der Brust.&lt;br /&gt;
So als ob etwas aus ihm heraus wollte, aber nicht konnte.&lt;br /&gt;
Sie war eine gute Laufpartnerin und trotz ihrer längeren Beine passte sie sich an seine Geschwindigkeit an und achtete darauf nicht zu sehr an dem Paar-Stab zu zerren.&lt;br /&gt;
Der etwa 3 Ellen lange, glatte Stab aus dunklem Holz machte es auch so nicht grade leicht querfeldein durch den Wald zu laufen.&lt;br /&gt;
Gespannt lauschte sie auf die Worte des Intendanten von Yrkanis. Auch Cillis Aufmerksamkeit wurde zurück zu ihm gezogen.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Homins!&amp;quot; hob der Intendant die Stimme.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Stolze Matis! Wieder einmal vollendet ein Zyklus seinen ewigen Kreislauf. Und wieder einmal finden wir uns hier ein, um diesen Tag zu feiern und den traditionellen Lauf der Kinder zu begehen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Verhaltener Beifall unterstrich seine Worte.&lt;br /&gt;
Hier und da war ein Laut des Jubels zu hören.&lt;br /&gt;
Jedoch nicht von den Läufern.&lt;br /&gt;
Sie alle waren gespannt und manche wirkten nervös wie Yubo-Wöchlinge.&lt;br /&gt;
Er hoffte, dass die Anderen sein zittern nicht auf die Aufregung zurückführen würden, sondern auf die Kälte die langsam durch seine dünne Jacke kroch.&lt;br /&gt;
Der Intendant fuhr fort.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wie zu jedem Zyklus-Wechsel seit der Einkehr in die Neuen Lande, haben sich auch dieses Mal viele junge Matis hier eingefunden, die ihre Stärke, ihren Mut, ihr Geschick, ihre Ehre und ihre Zähigkeit beweisen möchten. Und um uns uns, ihrem Volk, zu zeigen das sie zu den Besten gehören die unser Vlk zu bieten hat.''&lt;br /&gt;
Jubel brach nun unter den versammelten Homin aus.&lt;br /&gt;
Cillis badete in dieser Aufmerksamkeit und jedes Beifall Klatschen vertrieb ein wenig seiner Angst.&lt;br /&gt;
Whamm!&lt;br /&gt;
Ein Schneeball klatschte ihm an den Hinterkopf.&lt;br /&gt;
Der junge Matis ruckte herum und sah Bunis, diesen arroganten Sohn des Leutnants der Palastwache, der sich langsam und überheblich die rechte Hand an seinem Wams abwischte.&lt;br /&gt;
Sein Laufpartner Cordesi grinste wie ein Gingo in Cillis Richtung.&lt;br /&gt;
Nehi drehte sich ebenfalls um und starrte das Paar hinter ihnen kalt an.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Das Mädchen Paar wird es ohnehin nicht einmal bis zu den Grünen Samen schaffen.&amp;quot;, zischte Bunis.&lt;br /&gt;
Und um ihn herum kicherten andere Lauf-Paare hämisch hinter vorgehaltenen Händen.&lt;br /&gt;
Noch ehe Cillis etwas erwidern konnte ertönte erneut die Stimme des Intendanten.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die hier anwesenden 20 Paare werden in wenigen Minuten ihren Lauf durch den Winter antreten.&lt;br /&gt;
Sie alle werden es nicht leicht haben. Und sie alle werden geprüft werden.&lt;br /&gt;
Überall in den Wäldern sind wie immer erfahrene Späher postiert, die über das Verhalten und die Vorgehensweise der Paare bericht erstatten werden.&lt;br /&gt;
Wie jedes Jahr gibt es nur eine Regel:&lt;br /&gt;
Niemand darf verletzt werden!&lt;br /&gt;
Ansonsten ist den Läufern alles erlaubt, das ihnen Vorteile bringt.&lt;br /&gt;
Die Strecke führt wie jedes Jahr von Yrkanis, über Natae, Davae, nach Avalae. Dort wird mein Kollege Euch empfangen und nachdem er die Berichte der Kundschafter gehört hat, die Sieger bestimmen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Cillis schaute erneut zu Nehi hinüber. Sie war schlank und kräftig.&lt;br /&gt;
Einen Sommer jünger als er und doch größer.&lt;br /&gt;
Sie tippelte auf der Stelle, wie viele der wartenden Kinder, ihre leichten Stiefel nicht geschaffen für den Schnee.&lt;br /&gt;
Auch Cillis Zehen kribbelten leicht, aber er wollte nicht dass man ihn für einen kleinen Yubo hielt.&lt;br /&gt;
Es war Tradition, dass der Lauf nur in leichter Flüchtlings-Kleidung zurückgelegt wurde.&lt;br /&gt;
So wie es die ersten Boten zwischen den noch unfertigen Städten vor langer Zeit taten, da ihnen die Materialien für festeren Stoff fehlten.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Lasst uns nun zum Stadttor gehen!&amp;quot;, rief der Intendant.&lt;br /&gt;
	Lylanea macht eine kleine Pause&lt;br /&gt;
&amp;quot;Auf Homis! Euer Lauf beginnt jetzt!&amp;quot;&lt;br /&gt;
Mit diesem Ruf des Stadt-Empfängers startete das erste Paar.&lt;br /&gt;
Die beiden Mädchen liefen, den Stab fest zwischen sich umklammert, die Straße entlang.&lt;br /&gt;
Ein sicheres Zeichen dafür dass sie nicht auf den Sieg aus waren und nur den Lauf hinter sich bringen wollten.&lt;br /&gt;
Da der Weg über die abgegrenzte Straße länger und leichter war als direkt durch den Wald und den dort liegenden, tieferen Schnee.&lt;br /&gt;
Noch drei Paare vor ihm und Nehi.&lt;br /&gt;
Sie lächelte ihn an. Ihm wurde warm ...&lt;br /&gt;
Doch nun sah er, dass auch sie fürchterlich nervös war.&lt;br /&gt;
In ihren Augen leuchtete die Aufregung und ihr Atem kam in schnellen, kleinen Wolken über ihre Lippen.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Na, was meinst Du? Wald oder Weg?&amp;quot;&lt;br /&gt;
Ein wenig überrascht von dieser Frage und beschämt da sie ihn für einen Feigling hielt, geriet Cillis Stimme ein wenig ins Stocken.&lt;br /&gt;
Seine Antwort klang nun gar nicht so selbstbewusst wie sie sollte.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Eh?.. W...Wald. – WALD! – natürlich!''&lt;br /&gt;
Nehi lächelte ihn weiter an und schien zufrieden damit.&lt;br /&gt;
Hatte sie wirklich gedacht er würde den einfachen Weg wählen?&lt;br /&gt;
Er war zwar nicht so groß und stark wie Bunis, aber er war sich sicher, es würde reichen.&lt;br /&gt;
Hinter ihnen flüsterte Cordesi seinem bulligen Laufpartner etwas ins Ohr, woraufhin dieser in prustendes Gelächter ausbrach.&lt;br /&gt;
Cillis schaute über die Schulter und sah wie der schlaksige Kerl etwas in seiner Hosentasche verschwinden ließ.&lt;br /&gt;
Als Bunis seinen Blick bemerkte, entblößte dessen Mund eine Reihe großer Zähne in einem hämischen Grinsen.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du weißt doch Kleiner. Keine Regeln außer einer. Passt auf das ihr Euren Stab nicht los lasst.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Mit der flachen Hand stieß ihn der größere Junge in den Rücken und trieb Cillis einen Schritt vor, so das sein und Nehis Arm am Paar-Stab gestreckt wurde.&lt;br /&gt;
Es galt als &amp;quot;mogeln&amp;quot; und tölpelhaft, wenn einer der Läufer die Hand vom Stab ließ.&lt;br /&gt;
Ein Teil der Herausforderung war es gemeinsam zu laufen.&lt;br /&gt;
Nun war es an Cillis und Nehi.&lt;br /&gt;
In wenigen Momenten würden auch sie ihren Lauf beginnen.&lt;br /&gt;
Die Hände des Jungen Matis wurden langsam feucht vor Schweiß.&lt;br /&gt;
Und sein Atem dampfte in einer dichten Wolke vor ihm, wie der eines aufgeregten Bodocs.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Auf Homins! Euer Lauf beginnt jetzt!&amp;quot;&lt;br /&gt;
Wie sie es trainiert hatten, liefe beide mit dem rechten Bein zuerst los und bemühten sich einen steten Rhythmus in ihre Bewegungen zu bringen.&lt;br /&gt;
Direkt nach verlassen des Tores bogen sie in den Wald hinein ab, den direkte Weg zur Matis Arena einschlagend und den Spuren ihrer Vorläufer folgend.&lt;br /&gt;
Es war nicht leicht im Schnee Gleichschritt zu wahren.&lt;br /&gt;
Cillis Herz pochte ihm bis zum Hals.&lt;br /&gt;
Trotz des Trainings und der Kälte kamen sie schnell ins Schwitzen und beide Kinder wussten,&lt;br /&gt;
Weiter hasteten sie unter großen Wurzeln hindurch und an Bäumen vorbei, aufgeschreckte Yubos vor sich her treibend.&lt;br /&gt;
Die karge, glatte Wand des riesigen Holz-Konstruktes, das als Matis Arena bekannt war kam in Sichtweite und die Morgensonne glitzerte auf den an ihr hängenden Eiszapfen.&lt;br /&gt;
Die Kinder wanden sich zwischen den mannshohen Wurzelbögen hindurch, die das riesige Gebilde umschlangen und vorbei an seinem Eingang. Weiter Richtung Natae.&lt;br /&gt;
Der Empfänger der Siedlung nickte ihnen schon von weitem zu und band ihnen in einem kurzen Moment der Rast, das erste, blaue Band um den Stab.&lt;br /&gt;
Zum Beweis das sie diese Etappe gemeistert hatten.&lt;br /&gt;
Nun stand jedoch die schwierigste Wegstrecke vor ihnen.&lt;br /&gt;
Durch den dichten Wald, am Rand des Plateaus entlang auf dem sich die grünen Anhöhen befanden.&lt;br /&gt;
Kaum hatten sie einige hundert Meter zurückgelegt und den Klippenrand erreicht, sahen sie schlanke Körper von Raubtieren durch das Unterholz huschen.&lt;br /&gt;
Die Kinder stoppten ihren Lauf abrupt.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Verdammt.&amp;quot;, flüsterte Nehi.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wenn das Rudel uns bemerkt, kann uns nur noch Jena retten.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Ihr violetter Blick verriet Angst und Cillis war sicher, das seine Freundin in seinen grünen Augen deutlich erkennen konnte was er gerade dachte.&lt;br /&gt;
Vorsichtig trat er einen Schritt zurück.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hilfe! Hört mich jemand!? – HILFE!!&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die tiefe Stimme eines Mannes, weiter vorn.&lt;br /&gt;
Die jungen Matis blickten einander erschrocken an.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Ragus haben da jemanden eingekreist.&amp;quot; Cillis spürte wie seine Stimme bebte.&lt;br /&gt;
Nehi nickte nur stumm. In ihrem Blick stand die unausgesprochene Frage.&lt;br /&gt;
Die Gedanken des Jungen überschlugen sich.&lt;br /&gt;
Er griff sich ins grün gefärbte Haar und zog nervös an einer langen Strähne.&lt;br /&gt;
Nehi kaute auf ihrer Unterlippe und beiden schlotterten die Knie vor Kälte, Anstrengung und Angst.&lt;br /&gt;
Dann jedoch machte Nehi einen Schritt nach vorn. Cillis schaute sie überrascht an.&lt;br /&gt;
Sie nickte.&lt;br /&gt;
Wie ein Homin stürmten die beiden Halbwüchsigen vor. Laut brüllend und johlend.&lt;br /&gt;
Cillis griff einen Ast vom Boden und schwang ihn über seinem Kopf.&lt;br /&gt;
Die Ragus schreckten auf und stoben in instinktiver Flucht zunächst auseinander, doch würden sie sich bald von ihrem Schrecken erholen und ihr Rudel war mit Sicherheit stärker als die Kinder.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hallo?! Den Kami sei Dank. Helft mir. Zieht mich hoch!!!&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die Stimme kam von unterhalb der Klippe.&lt;br /&gt;
Vorsichtig traten sie vor um über den Rand hinweg zu spähen.&lt;br /&gt;
Dort unten, in etwa 3 Metern tiefe, hockte ein Homin auf einem schmalen Vorsprung in der Steilwand.&lt;br /&gt;
Der rothaarige, kräftige Mann schaute zu den Kindern auf und deutliche Erleichterung sprang auf seine harten, kantigen Züge.&lt;br /&gt;
Vorsichtig kam er auf die Beine.&lt;br /&gt;
Seine Haut war braun und wettergegerbt, doch seine Augen leuchteten gelblich, golden wie Bernstein.&lt;br /&gt;
Er trug das Wams eines Boten der Imperialen Gilde von Pyr.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ein Fyros?&amp;quot; entfuhr es Nehi.&lt;br /&gt;
Sie starrten auf den Homin herunter, der nervös zu ihnen empor lächelte.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ja. Da staunst Du, was? - Aber, wo sind Eure Eltern. Vertreiben sie diese Mistviecher?“, sprach er mit überraschend leichtem Akzent.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ehm – Nein... Unsere Eltern sind in Yrkanis.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Nehi stieß Cillis ihren Ellenbogen in die Seite und der Junge wollte schon protestieren, als er den Ausdruck im Gesicht des Fyros sah.&lt;br /&gt;
Verzweiflung.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was? Aber... Wie soll ich dann wieder dort hoch kommen? Und was macht ihr wenn die Tiere wiederkommen?&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die Kinder blickten sich an.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wie müssen ihm helfen.“ Cillis schaute in die Augen seiner Freundin und sein Magen krampfte sich zusammen.&lt;br /&gt;
Sie nickte erneut.&lt;br /&gt;
Cillis lies den Stab los.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was machst Du?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Es hat keiner gesehen und du bist kräftiger als ich.&lt;br /&gt;
Lass den Stab zu ihm runter damit er sich daran hochziehen kann. Ich halte Dich fest.&amp;quot; Kurz legte sich ein seltsamer Ausdruck auf Nehis Gesicht, dann nickte sie entschlossen und ließ sich auf den Bauch nieder.&lt;br /&gt;
Cillis griff ihre Beine und stemmte sich mit aller Kraft und seinem ganzen Gewicht nach hinten.&lt;br /&gt;
Der Stab reichte gerade an die ausgestreckten Hände des Fyros heran.&lt;br /&gt;
Er tat einen Satz und ein scharfer Ruck ging durch Nehis Schultern.&lt;br /&gt;
Sie knirschte mit den Zähnen und fühlte wie sich Cillis Griff um ihre Knöchel noch verstärkte.&lt;br /&gt;
Und doch rutschte sie ein kleines Stück nach vorn.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Nicht loslassen!''&lt;br /&gt;
Entfuhr es dem Fyros, dessen Füße nun über dem Abgrund baumelten.&lt;br /&gt;
Eine Hand über die andere setzend zog er sich langsam an der eisglatten Holzwand empor.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich rutsche!&amp;quot; hörte Nehi ihren Freund zwischen den Zähnen hindurch pressen.&lt;br /&gt;
Schon spürte sie die Bewegung auf dem vom Schnee glatten Boden.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Los! Sie können nicht viel weiter sein! Die holen wir ein!&amp;quot;, drang ein leiser Ruf aus dem Wald an Cillis Ohren.&lt;br /&gt;
Bunis!&lt;br /&gt;
Cillis Kopf ruckte herum und dort kamen ihre beiden Konkurrenten in einiger Entfernung vorbei gerannt.&lt;br /&gt;
Der bullige Junge zog seinen schmächtigeren Partner förmlich mit sich durch den Schnee.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bunis! Cordesi! Helft uns! – Hier!!&amp;quot;&lt;br /&gt;
Kaum war Cillis Schrei erklungen stoppten die beiden Läufer und blickten sich um.&lt;br /&gt;
Cordesi erspähte ihn zuerst und setzte sofort zum Sprint in seine Richtung an.&lt;br /&gt;
Doch wurde er jäh zurück gerissen.&lt;br /&gt;
Bunis zog ihn in entgegengesetzter Richtung davon. Cillis Herz blieb fast stehen.&lt;br /&gt;
Er konnte es nicht fassen. Bunis, dieser Sohn eines Gingos!&lt;br /&gt;
Ein wilder Fluch, aufgeschnappt von seinem Vater, entfuhr ihm.&lt;br /&gt;
Aus der Schlucht vor ihnen erklang ein lautes: „Ooh!! Haltet Durch Kinder! Bitte!!“&lt;br /&gt;
Nehi stöhnte. Die Muskeln ihrer schlanken Arme traten hervor wie zum Bersten gestreckte Seile.&lt;br /&gt;
Da hörte Cillis das Knurren hinter sich.&lt;br /&gt;
Eine schnelle Bewegung im Unterholz links von ihm. Kurz darauf rechts und das hustende Bellen eines Ragus.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sie kommen zurück!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Jena, wir schaffen das nicht.“, stieß Nehi hervor&lt;br /&gt;
&amp;quot;Er ist zu schwer.&amp;quot;'&lt;br /&gt;
&amp;quot;Durchhalten Kinder. Ihr habt es gleich geschafft. Nur noch ein kleines Stück.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die Worte klangen nervös und kurzatmig.&lt;br /&gt;
Cillis zuckte zusammen als er erneut eine Bewegung neben sich sah.&lt;br /&gt;
Ein großer, schlanker Ragus wagte sich näher an sie heran und ein heiseres Knurren drang aus seiner Schnauze.&lt;br /&gt;
Die Ohren dicht an den Körper gelegt kauerte sich das Tier auf die Hinterbeine und setzte zum Sprung auf seine wehrlose Beute an&lt;br /&gt;
Cillis ließ Nehis rechtes Bein los.&lt;br /&gt;
Sie rutschten ein Stück nach vorn und seine Freundin und der Fyros über der Schlucht Schrien fast gleichzeitig erschrocken auf.&lt;br /&gt;
Cillis griff den noch neben ihm im Schnee liegenden Ast und schwang ihn auf das heran springende Tier.&lt;br /&gt;
Krachend schlug der Ast gegen den Schädel des Ragus, dessen eigener Schwung ihn nun über den Rand der Klippe katapultierte.&lt;br /&gt;
Heulend, in einer Wolke aus Schnee, fiel der Räuber auf den Fyros zu.&lt;br /&gt;
Um nicht von dem zappelnden Tier mitgerissen zu werden schwang dieser im letzten Moment zur Seite.&lt;br /&gt;
Nehi ächzte schmerzerfüllt auf. Und wieder rutschten sie ein Stück weiter vor.&lt;br /&gt;
Der Brustkorb des Mädchens hing nun schon fast ganz über dem Abgrund.&lt;br /&gt;
Wenn einer von ihnen das Gleichgewicht verlor war Alles aus.&lt;br /&gt;
Ein zweiter und dritter Ragus erschienen.&lt;br /&gt;
Und von den Geräuschen um ihn herum schätzte er, dass es mindestens noch 5 weitere Räuber waren.&lt;br /&gt;
Der verzweifelte Junge schwang den Ast wild um sich und hielt so die Tiere zumindest vorerst davon ab ihn anzuspringen.&lt;br /&gt;
Lange würden sie das jedoch nicht durchhalten.&lt;br /&gt;
Ein Stoßgebet zu Jena formte sich in Cillis Kopf.&lt;br /&gt;
Er wurde erhört.&lt;br /&gt;
Etwas knallte schräg hinter seinem Kopf in den Bäumen und ein Schneelawine donnerte herab und begrub einen Teil des Ragus Rudels fast unter sich.&lt;br /&gt;
Die erschreckten Tiere tauchten in das nahe Unterholz.&lt;br /&gt;
Noch einmal knallte es direkt neben einem der Ragus und das Tier jaulte kurz auf und lief davon.&lt;br /&gt;
Wildes Geschrei und Rufe hallten durch den Wald.&lt;br /&gt;
Durch die Bäume kam eine Gruppe Kinder heran gerannt, Äste und Stäbe schwingend.&lt;br /&gt;
Allen voran Bunis der seinen Stab wie eine Keule nutze, um nach den Raubtieren zu schlagen.&lt;br /&gt;
Er stieß einen lauten Triumphschrei aus als die Ragus Fersengeld gaben.&lt;br /&gt;
Neben Cillis blieb er stehen, ließ seinen Stab fallen und packte Nehis rechtes Bein.&lt;br /&gt;
Zwei weitere Jungen fielen neben Nehi in den Schnee und griffen je einen Arm des Fyros.&lt;br /&gt;
Zwei Mädchen schnappten sich Nehis Wams und zogen daran.&lt;br /&gt;
Gemeinsam wuchteten sie den Mann über die Kante des Abgrundes und fielen rittlings in den Schnee.&lt;br /&gt;
Schwer atmend lagen sie nebeneinander.&lt;br /&gt;
Cillis starrte in den Himmel, wo Jenas Krone, der große Ringplanet, auf ihn herabblickte&lt;br /&gt;
Mit einem mal trat Cordesi in sein Blickfeld.&lt;br /&gt;
&amp;quot;He ihr zwei. Gemütlich da unten?&amp;quot; grinste er.&lt;br /&gt;
Cillis bemerkte das Bunis Arm auf seiner Brust lag.&lt;br /&gt;
Erschreckt stieß er ihn von sich und ruckte hoch.&lt;br /&gt;
Nehi hockte links neben ihm und lächelte ihn an.&lt;br /&gt;
Der Junge spürte deutlich wie das Blut in seine Ohren rauschte und Hitze in seinem Gesicht aufstieg.&lt;br /&gt;
Die beiden Mädchen die Nehi geholfen hatten kicherten und Cordesi brach in schallendes Gelächter aus.&lt;br /&gt;
Dann wurde Cillis mit einem Mal empor gerissen, als sich kräftige Arme um seinen Körper schlangen.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Den Segen der Kami über Euch Kinder!&amp;quot;&lt;br /&gt;
Der Fyros setzte sich Cillis auf die Schultern und begann überschwänglich zu tanzen und sich auf der Stelle zu drehen.Dabei jubelte und jauchzte er in seiner Sprache.&lt;br /&gt;
Nehi lachte und Bunis hielt sich den Bauch vor Lachen.&lt;br /&gt;
Allerdings nahm Cillis nicht viel davon wahr.&lt;br /&gt;
Ihm war danach in die Schlucht zu springen.&lt;br /&gt;
Nur um dieser Peinlichkeit zu entkommen.&lt;br /&gt;
In Davae war die Überraschung groß, als der kleine Trupp durch das Stadttor lief.&lt;br /&gt;
Cillis noch immer auf den Schultern des Fyros, der sie den ganzen Weg über mit Liedern aus seiner Heimat unterhalten hatte und immer wieder den Segen der Kamigeister versprach.&lt;br /&gt;
Cordesi hatte ihnen unterwegs gezeigt was er getan hatte um die Ragus zu vertreiben&lt;br /&gt;
In seinen Taschen verbargen sich eine Schleuder und einige Knallkugeln.&lt;br /&gt;
Einfache Feuerwerkskörper die mehr Krach machten als alles andere,&lt;br /&gt;
''Oder auf andere Paare.'', wie er grinsend hinzufügte.&lt;br /&gt;
Bunis gab zu das es seltsam ausgesehen haben musste als er seinen Partner von ihnen weg zog.&lt;br /&gt;
Doch hatte er die Ragus im Wald gesehen und erkannt das sie allein kein Chance hätten zu helfen.&lt;br /&gt;
Somit liefen sie in verschiedene Richtungen um die anderen Paare zur Hilfe zu holen.&lt;br /&gt;
Der Dorf-Intendant kam ihnen entgegen und verlangte zu wissen was passiert sei, das so lang erst kein Paar mehr ankam und dann eine solche Gruppe.&lt;br /&gt;
Die Kinder begannen sofort zu plappern, doch der rothaarige Fyros hob beschwichtigend die Hände und bat mit lauter Stimme um Ruhe.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Diese Kinder haben heute mein Leben gerettet. Ich danke Euch dafür, dass ihr diese Tradition Eures Volkes grad heute ausübt, wie sie mir berichteten.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Er berichtete kurz, in angemessenen Worten was vorgefallen war und betonte den Mut der Kinder.&lt;br /&gt;
Besonders Nehi hob er hervor, die ihn so tapfer und lang gehalten hatte.&lt;br /&gt;
Der Obmann hörte aufmerksam zu und nickte schließlich.&lt;br /&gt;
Dann griff er in sein Wams und wandte er sich an die Kinder.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hier sind die roten Bänder. Wer noch weiter nach Avalae will, sollte sich schnellstens eines geben lassen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Cillis zappelte auf der Schulter des Fyros und dieser setzte ihn schnell ab.&lt;br /&gt;
Nehi hatte dem Dorfempfänger schon den Stab entgegengehalten und nun flatterte dort das rote Band von Davae.&lt;br /&gt;
Cillis griff den Stab und blieb stehen.&lt;br /&gt;
Neben ihnen nahmen Bunis und Cordesi ihr Band in Empfang.&lt;br /&gt;
Dann die zwei Mädchen und zuletzt das Jungenpaar.&lt;br /&gt;
Vereint liefen die jungen Matis nun den Rest der Strecke in einem Pulk.&lt;br /&gt;
Als sie Aavale erreichten,&lt;br /&gt;
Viele Homins hatten sich am Tor versammelt um sie in Empfang zu nehmen.&lt;br /&gt;
Und als der Dorf Intendant die goldenen Bänder verteilte, war die Luft erfüllt von Jubel und Beifall.&lt;br /&gt;
Als das letzte Paar eintraf, wurde es von vielen Homins aus Yrkanis begleitet die das Ende des Laufes mit ihnen allen feiern wollten&lt;br /&gt;
Schließlich hob der Intendant die Arme und wandte sich an die versammelten Homins.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Matis! Seht diese Kinder, die den Lauf durch den Winter vollendet haben.&lt;br /&gt;
Sie alle haben bewiesen dass sie Durchhaltevermögen, Stärke und Mut besitzen.&lt;br /&gt;
Doch einige von ihnen haben in diesem gesegneten Jahr etwas Besonderes vollbracht.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Er hielt kurz inne um die Gruppe um Cillis nach vorn zu winken.&lt;br /&gt;
Mit vor Aufregung roten Köpfen traten die Kinder vor.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Diese Kinder ließen ihre Stäbe los!“ donnerte seine Stimme über die Versammelten hinweg.&lt;br /&gt;
Stille breitete sich aus.&lt;br /&gt;
:Cillis war geschockt.&lt;br /&gt;
Auch Nehi, Bunis und die Anderen blickten verwirrt.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sie haben eine Tradition des Laufes gebrochen. Sie alle sind &amp;quot;Loslasser.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Er blickte jedes der Kinder ernst an.&lt;br /&gt;
Dann hob er erneut die Stimme.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Jedoch taten sie das Richtige!&lt;br /&gt;
Sie handelten im Geiste des Laufes.&lt;br /&gt;
Sie verstanden seinen Sinn.&lt;br /&gt;
Ein Leben wurde gerettet, weil diese Kinder das Wichtige und Richtige über einfache Spielregeln stellten und erkannten, dass es galt zusammenzuarbeiten.&lt;br /&gt;
Jubel brandete auf und erneut wurden alle Kinder auf Schultern gehoben das wirkliche Fest begann nun endlich.&lt;br /&gt;
Inmitten des Trubels fand Cillis seine Eltern und rannte zu ihnen hinüber.&lt;br /&gt;
Seine Mutter umarmte ihn überschwänglich und wenn ein Vater noch etwas mehr Stolz in seinen Stand bringen könnte, würde seine Weste sicherlich platzen.&lt;br /&gt;
Eine Hand legte sich auch Cillis Schulter.&lt;br /&gt;
Nehi und der Fyros Bote standen dort.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Nun ihr Beiden. Ich muss weiter und meinen Auftrag ausführen.&lt;br /&gt;
Ich schulde euch Zweien mein Leben.&lt;br /&gt;
Ihr wart es die mich fandet und ihr brachtet den Mut auf mir zu helfen.&lt;br /&gt;
Dafür danke ich euch. Die Kami mögen euch beschützen.&lt;br /&gt;
Wenn ihr jemals nach Pyr kommt, dann fragt nach Collix Becoubs.&lt;br /&gt;
Das bin ich und ihr seid in meinem Hause auf ewig willkommen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Diese Geschichte wurde von [[Benutzer:Lylanea Vicciona|Lylanea]] auf dem [[Treffen der Barden II|zweites Treffen der Barden]] in Mystia 2612-4 vorgetragen. (HRP: April 2021)''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Portal|Literatur}}{{Portal|Animation}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Märchen und Legenden]] [[Kategorie:Treffen der Barden]]&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nilstilar</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Treffen_der_Barden_II&amp;diff=34410</id>
		<title>Treffen der Barden II</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Treffen_der_Barden_II&amp;diff=34410"/>
				<updated>2023-02-18T19:06:25Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Nilstilar: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{WIP}}{{Trad&lt;br /&gt;
|DE =Treffen der Barden II|DEs=3&lt;br /&gt;
|ES =Encuentro de los Bardos II|ESs=1&lt;br /&gt;
|EN =Meeting of the Bards II|ENs=1&lt;br /&gt;
|FR =Rencontre des Bardes II|FRs=0&lt;br /&gt;
|RU =Встречи бардов II|RUs=5&lt;br /&gt;
|H = 1&lt;br /&gt;
|palette=atys&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Clear}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;overflow:auto;&amp;quot;&amp;gt;[[File:Under-Campfire.jpg|800px|center]]&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das '''Zweite Treffen der Barden'''&amp;lt;ref&amp;gt;Angekündigt in den Foren [https://app.ryzom.com/app_forum/index.php?page=topic/view/31462/1 offiziell] und [https://app.ryzom.com/app_forum/index.php?page=topic/view/31343/5#5 ''events''] einige Tage zuvor.&amp;lt;/ref&amp;gt; fand am 8. Mystia des Vierten Zyklus des Jahres Jena 2612 (HRP: 3. April 2021 um 19 Uhr UTC) in der Nähe der Towerbridge Route statt, in dem natürlichen Turm mit Blick auf das Lager der Matisianischen Grenzwächter.&lt;br /&gt;
{{Couillard}}&lt;br /&gt;
Das Publikum war dünner besetzt (die [[Tage des Lichts]] war zu dieser Zeit in vollem Gange)&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe [https://app.ryzom.com/app_forum/index.php?page=topic/view/31468/5 offizielles Forum].&amp;lt;/ref&amp;gt; als beim ersten Treffen dieser Art und genoss bei dieser Gelegenheit die Beiträge der vier Barden, die an diesem Tag anwesend waren, nämlich :&lt;br /&gt;
* '''''[[zu betiteln]]'''''&amp;lt;sup&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;DE&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;, oder wie man sich trotz der Kitins wiederfindet, ein Gedicht gesprochen von [[User:Elke|Elke]] Miko ;&lt;br /&gt;
*'''[[Die Legende von Yberkan - I]]'''&amp;lt;sup&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;FR&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt; wo ein [[König]] den Vorsitz über die Entstehung einer Freundschaft führt, eine Geschichte, die von Nair [[User:Kyriann Ba'Zephy|Kyriann Ba'Zephy]] erzählt wurde;&lt;br /&gt;
* '''[[Flamme der Wüste]]'''&amp;lt;sup&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;DE&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;, ein Lied, das von Serae [[:en:User:Lylanea Vicciona|Lylanea Vicciona]], einem Barden der Vier Nationen, für ihre Geliebte [[User:Wixarika|Wixarika]] komponiert und vorgetragen wurde;&lt;br /&gt;
* '''[[Lauf durch den Winter]]'''&amp;lt;sup&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;DE&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;, ein atemloser Wettlauf, erzählt von derselben Bardin der Vier Nationen, die auch die Vorsitzende des Treffens ist.&lt;br /&gt;
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&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;references/&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Animation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Märchen und Legenden]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nilstilar</name></author>	</entry>

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