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		<title>EnzyklopAtys - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<id>https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Kapitel_V_-_Die_Saat_des_Zweifels&amp;diff=37340</id>
		<title>Kapitel V - Die Saat des Zweifels</title>
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				<updated>2024-01-23T11:19:03Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Jadeyn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{NavChap|[[Kapitel IV - Sylvan Exil]]|[[:Kategorie:Der Heilige Krieg#Inhaltsverzeichnis|Inhaltsverzeichnis]]|[[Kapitel VI - Das Erwachen]]}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Trad&lt;br /&gt;
|DE=Kapitel V - Die Saat des Zweifels|DEs=2&lt;br /&gt;
|EN=Chapter V - The seed of doubt|ENs=4&lt;br /&gt;
|ES=&amp;lt;!--Capítulo V - La semilla de la duda--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|FR=Chapitre V - La graine du doute|FRs=0&lt;br /&gt;
|RU=&amp;lt;!--Глава V - Семя сомнения--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|H=1&lt;br /&gt;
|palette=}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Clear}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:purple;font-weight:bold&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''V - Die Saat des Zweifels'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;[[file:Tit-chap-4-5.png|60px]]&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:purple;font-weight:bold&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''Jahr 2474 von Jena'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Quotation|''Bélénor Nébius, Erzähler'' • ''Cheng Lai'SuKi, Illustratorin''|&lt;br /&gt;
Frei. Pü war endlich frei. Frei, um nach Hause und zu seinen Lieben zurückzukehren. Leider hatte ihn der Kampf nicht unversehrt gelassen, und der wiederkehrende Schmerz zerstörte diese positiven Gedanken. Der junge Zoraï richtete sich auf und untersuchte sich selbst: Seine Beine und sein Becken waren mit Blasen bedeckt, seine Haut war an vielen Stellen oberflächlich aufgeschlitzt und ein Drittel seiner rechten Hand war abgetrennt, wobei ihm ein Teil des kleinen und des Ringfingers fehlte. Erst als er seine Verstümmelung betrachtete, bemerkte er, dass sein Feuerzauber seinen Stumpf vollständig ausgebrannt hatte. Außerdem waren vier seiner Rippen gebrochen. Aber alles in allem hatte er sich doch recht gut gehalten. Und vor allem war sein jetziger Schmerz nichts im Vergleich zu dem, was er vor einigen Monaten erlebt hatte, als ihm seine Maske gewachsen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« &amp;quot;Ma-Duk schenkt uns den ultimativen Schmerz, damit kein Leid der Welt jemals seine Soldaten erreichen kann.&amp;quot; »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als er sich mühsam wieder aufrichtete, hörte er eine Stimme. Pü versuchte reflexartig, seine abwesenden Waffen zu ziehen, ging in Kampfposition und suchte mit den Augen nach seinem neuen Gegner. Niemand war zu sehen. Die Stimme wurde deutlicher: Mateis. Pü erkannte, dass sie vom General kam und dass er überlebt hatte. Das überraschte ihn jedoch nicht: Er hatte auf den motorischen Bereich im Gehirn des Matis gezielt, nicht um ihn zu töten, sondern um sein motorisches System zu beschädigen und ihn daran zu hindern, die Klinge herauszuziehen, die die Regeneration verhinderte. Einem Homin das Leben zu nehmen, war schwierig. Und wenn es unmöglich war, den Gegner mit einem Schlag zu töten, musste man versuchen, seine regenerativen Fähigkeiten zu erreichen. Wenn der Matis also überlebt hatte, war er nicht in der Lage, sein Gehirn zu regenerieren, und musste daher sterben. Trotzdem ging Pü vorsichtig auf ihn zu. Denn dieser Homin war bei weitem der härteste Gegner, dem er je gegenübergestanden hatte, abgesehen vielleicht von seinem Onkel und seinem Vater. Als er in sein Sichtfeld trat, '''blickte der Matis, der noch immer den Dolch in seinem Schädel steckte, in das Tagesgestirn, und sah auf ihn'''. Blut lief ihm über das Gesicht. Er artikulierte mühsam.&lt;br /&gt;
[[file:Le Matis.png|right|400px|alt=… le Matis, qui regardait l’astre du jour…|blickte der Matis, in das Tagesgestirn]]&lt;br /&gt;
&amp;quot;Mein Junge, Ihre letzte Akrobatik war beeindruckend, sagte er und hustete. Ich habe noch niemals gegen einen so agilen Gegner wie Sie gekämpft.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü musterte ihn kühl, ohne zu antworten. Hat er ihm gratuliert? Diesen Gegner wird er so schnell nicht vergessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ach, übrigens... Verzeihen Sie mir, was ich über Ihre Mutter und Ihr Volk gesagt habe. Ich kann Ihre Bräuche nicht gutheißen, aber ich habe meine Beleidigungen nicht so gemeint. Die Zoraï sind keine Wilden, genauso wie die Tryker keine Sklaven sind. Und wenn Sie in der Tat indoktriniert sind, sind wir es auch. Ich wollte Sie nur provozieren ... was ziemlich gut funktioniert hat.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü konnte es nicht fassen. Er hatte die Hälfte seines Trupps im Alleingang dezimiert und würde ihm bald das Leben nehmen. Und doch bereute der General seine Worte und entschuldigte sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Mein Junge, die Sekunden sind knapp. Bevor ich gehe, möchte ich Sie bitten, zwei meiner Bitten zu erfüllen. Sie haben das Duell gewonnen, also müssen Sie es nicht annehmen. Ich bitte Sie jedoch, auf Ihr Herz zu hören.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Mutter hatte ihm zwar vom Ehrenkodex der Matis-Offiziere erzählt, aber es war das erste Mal, dass Pü dessen Anwendung beobachtete. Keiner der Matia-Soldaten, gegen die er bis dahin gekämpft hatte, hatte sich jemals so verhalten. Der Zoraï entspannte sich und kniete vor dem Matis nieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sagen Sie mir, ich höre Ihnen zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Als Erstes möchte ich, dass Sie Sivaldo, den Maschinengewehrschützen, den Sie niedergeschlagen haben, verschonen und in Sicherheit bringen. Er ist ein tapferer Soldat, wie viele andere auch, und er ist auch mein Neffe. Aber vor allem ist seine Seele besonders schön. Zu viele Jahrzehnte lang haben die Matis Hass verbreitet und ihn im Gegenzug zu spüren bekommen. Unser Volk braucht Jungen wie ihn. Vorhin haben Sie mir angeboten, zu fliehen, indem Sie ihn Ihnen überlassen. Wenn Sie nur ein Leben brauchen, dann ist das erledigt, denn Sie haben meines bereits erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Ich nehme an, sagte Pü, der den Soldaten ohnehin verschont hätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Vielen Dank, antwortete der General mit einem schwachen Lächeln. Zum Schluss möchte ich Sie bitten, mich für meine Frau und meine Tochter singen zu lassen. Sie sind das Liebste, was ich an Matia habe. Seit jeher sind sie mein Grund zu kämpfen. Vor allem für sie bilde ich Soldaten aus und beschütze das Königreich.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tränen begannen zu fließen und vermischten sich mit dem Blut, als er wieder in das Tagesgestirn starrte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wenn Sie zustimmen, werde ich ein glücklicher Homin sein. Gestorben in einem großartigen Kampf, unter den Augen Jenas, zu Ehren der Homins meines Lebens.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü blickte unauffällig in Richtung der Stelle, an der er den Kami gesehen hatte. Er war nicht mehr da. Tief in seinem Inneren wusste er, dass es falsch war, einen Feind einen heidnischen Gesang anstimmen zu lassen. Aber als der General seine Frau und seine Tochter erwähnte, hatte er ihn berührt. Wie konnte er seiner letzten Bitte nicht nachkommen? Pü legte eine Hand auf seine Schulter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich höre Ihnen zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Ich wusste, dass Sie zustimmen würden, seufzte der Matis, bevor er sich räusperte. Schließen Sie die Augen, lassen Sie Ihren Geist gehen und hören Sie den Gesang des Waldes. Ich werde ihn mit meiner Stimme begleiten.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü verlor jegliche Vorsicht und gehorchte. Es war wahr, dass die Wälder von Matia in vielerlei Hinsicht voller Wunder waren, die sich, sobald man die Augen schloss, sowohl in den duftenden Düften als auch in dem beruhigenden Rauschen der Bäume ausdrückten. Es wurde still. Der General wartete, bis der Wind aufkam, und begann seinen Gesang.&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
           ''Zur Mutter habe ich gebetet und für sie gekämpft,''&lt;br /&gt;
           ''Die mich als Kind mit süßen Litaneien einlullte.''&lt;br /&gt;
           ''Doch in der Stunde des Todes, meine Kleine und meine Liebe,''&lt;br /&gt;
           ''Zu Deiner Lieblichkeit kehrte ich zurück.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           ''Dem Karan habe ich gedient, und für ihn habe ich gekämpft,''&lt;br /&gt;
           ''Der früh meinen Durst nach dem Besten belohnte.''&lt;br /&gt;
           ''Aber ihr seid es, liebe Hominas, für immer in meinem Herzen,''&lt;br /&gt;
           ''Die mir das Beste gegeben haben, ohne zu zögern.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           ''Die Karavan habe ich gefürchtet und in ihrem Namen gehandelt,''&lt;br /&gt;
           ''So viel Macht entfalteten ihre schwarzen Maschinen.''&lt;br /&gt;
           ''Aber es ist die Angst, euch zu verlieren, die zur Verzweiflung führt,''&lt;br /&gt;
           ''In der letzten Stunde, die das Leben aus dem Körper fliehen sieht.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           ''Den Wald habe ich geliebt, oft auch wegen Matia,''&lt;br /&gt;
           ''Verließ die Kunstgriffe eines steifen Hofes.''&lt;br /&gt;
           ''Aber wenn mir durch ein Wunder ein anderer Tag geschenkt wurde,''&lt;br /&gt;
           ''Dann würde ich meine Zeit bei euch beiden verbringen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           ''Jena möge mir verzeihen und seine Kleriker mich verfluchen,''&lt;br /&gt;
           ''[[Aniro III|Aniro]] soll mich verleugnen, und Schmeichler sollen sich freuen,''&lt;br /&gt;
           ''Atys soll mich verschlingen und für immer vergessen,''&lt;br /&gt;
           ''Ich sterbe voll von euch, mein Kind, meine Liebe.''&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
Pü öffnete seine Augen wieder und war völlig verwirrt. Seine Maske war tränenüberströmt und sein Herz raste. Ihm wurde schwindelig und er erstickte laut. Was war nur mit ihm los? War er dabei, die ganze Anspannung, die er in den letzten Wochen angesammelt hatte, zu kompensieren? Zum Teil, aber nicht nur. Der Gesang hatte ihn völlig aus der Bahn geworfen. Es sprach so vieles in ihm an: seine Liebe zu Ma-Duk, die zwar aufrichtig war, aber niemals die Liebe zu seinem Bruder und vor allem zu seiner Mutter übertreffen konnte; seine extreme Loyalität gegenüber seinem Stamm, dessen Bräuche er jedoch im Stillen verfluchte; seine Angst, seinen Vater zu enttäuschen, von dem er wusste, dass er ihn verleugnen würde; seine Furcht vor den Kamis, die ihre Anhänger unter dem Deckmantel großer Ziele ihrer Freiheit beraubten. Dieser Fremde war in Wahrheit so wenig anders als er selbst. Er war sein Spiegel und er hatte ihm gerade das Leben genommen. Pü ballte seine zitternden Fäuste und versuchte, seine Atmung zu regulieren. Eines Abends hatte seine Mutter ihm von einer psychosomatischen Krankheit erzählt, die bei denjenigen, die sich mächtigen Kunstwerken aussetzen, derartige Symptome hervorrufen kann. Dieser Gesang war eine solche Krankheit. Es würde ihn für sein Leben prägen, das wusste er. Der General bemerkte seine Aufregung und sprach ihn darauf an. Seine Diktion wurde immer langsamer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Reißen Sie sich zusammen, mein Junge, Sie müssen lernen, mit Ihren Emotionen umzugehen. Sie befinden sich auf einem sehr dunklen Pfad, den Sie gezwungenermaßen einschlagen mussten und der Ihnen viele Schwierigkeiten bereiten wird.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum ersten Mal seit Beginn der Diskussion machte der Matis einen ernsten Gesichtsausdruck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich habe Sie kämpfen sehen, ich habe Ihre Art zu kämpfen und Ihren Blick beobachtet. Sie sind zwar ein hervorragender Kämpfer, aber Sie hassen es zu töten. Sie gehören nicht zu denen, die sich am Blut ihrer Opfer berauschen. Jedes Mal, wenn Sie ein Leben auslöschen, ist es, als würden Sie sich selbst töten. Sie sind jung, Sie können Ihr Schicksal noch in die Hand nehmen und in ein glücklicheres Morgen segeln.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn er das nur wüsste, dachte Pü und erinnerte sich an die Vorhersagen von Großmutter Bä-Bä.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Kommen Sie schon ... Ich habe diesen Moment zu lange hinausgezögert ... Es ist Zeit für mich, zu meinen Vorfahren zurückzukehren, stammelte er und ließ sich auf den Zoraï plumpsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Warten Sie, sagen Sie mir Ihren Namen! Auch die Ihrer Tochter und Ihrer Frau!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Ich bin Sirgio di Rolo ... Meine Frau heißt Virinia ... Und unsere wunderschöne kleine Tochter ... Trini ...&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü hielt die Schultern des Generals fest und legte ihn auf den Boden. Er war tot. Er schloss ihm die Augen und löste behutsam den Mörderdolch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sirgio di Rolo, ich verspreche Ihnen, dass ich im kommenden Jahr jeden Morgen für das Heil Ihrer Tochter beten werde. Außerdem verpflichte ich mich, meine Seele während meiner Rückkehrzeremonie an Ihre zu binden. Ich hoffe, dass Sie mir die Kraft geben werden, mein Schicksal zu verfolgen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit diesen Worten öffnete der Junge die kleine Tasche, die seinen linken Oberschenkel flankierte. Darin befanden sich zwei dünne, lange Instrumente, die er sorgfältig herausholte. Das erste war ein zwanzig Zentimeter langer [[Taleng]]-Stamm mit einem Durchmesser von einem Zentimeter, dessen eines Ende zu einer Spitze geschliffen war. Taleng, dessen grüne Stängel aus hohlen, verholzten und sehr schnell wachsenden Stoppeln bestehen, war im Dschungel reichlich vorhanden. Die Zoraï verwendeten es häufig als Material für die Herstellung von Geräten. Das zweite Werkzeug, das ebenfalls aus Taleng hergestellt wurde, war eine dünne, lange Zange. Pü stieg über den Oberkörper des Generals und hob seinen Kopf mit der linken Hand hoch. Mit seiner amputierten Hand drückte er den Stab mühsam in das rechte Nasenloch des Matis, bis er ihn nicht mehr weiterschieben konnte. Mit einem gezielten Schlag seiner Handfläche durchbohrte er seinen Schädel. Blut floss um und in den starren Stab, und das Kind schloss die Augen. Er wusste zwar ungefähr, wo er sich befand, aber wenn er sein Ziel genau erkennen wollte, musste er seine anderen Sinne ausschalten. Es dauerte nur wenige Sekunden, bis er das unmerkliche Echo erkannte, das aus dem Inneren des Matis-Kopfes drang und von den umliegenden spirituellen Partikeln subtil widergespiegelt wurde. '''Meditativ führte Pü die Röhre allmählich in das Gehirn des Matis ein'''. Schließlich, als der Talengstab sein Ziel erreicht hatte, öffnete er wieder die Augen. Er ließ den Kopf des Generals auf dem Boden ruhen, holte die dünne Zange mit seiner gesunden Hand und schob sie in das Nasenrohr. Obwohl er sich erneut konzentrieren musste, um sicherzugehen, dass er nicht über das Ziel hinausschoss, bestätigte ihm ein deutlich stärkeres Pulsieren als die anderen seinen Erfolg. Vorsichtig fuhr der Griff zurück, und ein kleines, überraschend festes Stück Fleisch schob sich aus der Röhre, die zwischen den beiden Schenkeln der Zange eingeklemmt war. Pü betrachtete den Fleischkokon, um sicherzugehen, dass er nicht beschädigt war. In seinem Inneren war der Samen des Lebens eingeschlossen, von dem es hieß, dass er der Sitz der homininen Seele sei. Die Seele von Sirgio di Rolo. Pü hatte diesen zerbrechlichen Schatz bereits gesehen, der wirklich wie ein kleiner, grauer Samen aussah, der nur wenige Millimeter lang war. Sirgio di Rolo war wirklich tot, aber er konnte immer noch das Echo seines Lebenssamens erkennen. Pü hatte sich während seines Exils viele Gedanken über dieses Echo gemacht. Er hatte sich sogar gefragt, ob es ein Signal sein könnte. Ein Signal der Seele. Aber ein Signal an wen? An Ma-Duk, notwendigerweise.&lt;br /&gt;
[[file:Meditatif.png|right|400px|alt=… Méditatif, Pü enfonça…|Meditativ führte Pü]]&lt;br /&gt;
Ein Schwarm von Javings ließ den Jungen aufschrecken, doch er kam sofort wieder zu sich. Er öffnete eine der kleinen Taschen an seinem Gürtel und legte vorsichtig seine makabre Trophäe hinein. Anschließend wiederholte er den Vorgang bei den anderen drei Leichen, wobei er darauf achtete, dass die Fleischstücke in separaten Taschen aufbewahrt wurden. Zuletzt wandte er sich Sivaldo zu, dem ohnmächtigen Maschinengewehrschützen, den der General gebeten hatte, ihn zu verschonen. Wie die anderen Soldaten war er ungefähr im Alter seines Bruders. Zweifellos galt dieser Matis bei seinem Volk wahrscheinlich als Musterbeispiel für Schönheit. Er war groß und gut gebaut und hatte lange, geflochtene Haare in einem strahlenden Blond. Die harmonischen Gesichtszüge wirkten wie von Hand gezeichnet, und als Pü seine Augenlider anhob, um seinen Zustand zu überprüfen, entdeckte er kristallklare Iriden. Zum Leidwesen des Matis war sein Gesicht nun von einem langen, tiefen Schnitt durchzogen. Zwar konnte der Zoraï die Wunde schließen, doch würde es ihm nicht gelingen, das durch den Aufprall des Schildes verursachte Mal vollständig zu entfernen. Er war zu schwach und musste genug Energie sparen, um seine eigenen Wunden zu heilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem der Matis geheilt war, ging er zu dem Busch, in dem er seinen würfelförmigen Korb versteckt hatte. Pü zog ihn vorsichtig aus dem Laub heraus und stellte ihn auf den Boden. Zufrieden mit dem Platz öffnete er vorsichtig den Deckel, als ob er einen Schatz beherbergen würde. Der Korb enthielt einen Bernsteinwürfel, der perfekt in das Weidengefäß eingepasst war, das selbst mehrere Dutzend Formen zu enthalten schien. Er nahm eines der Fleischstücke, die er in seinen Gürteltaschen verstaut hatte, und legte es auf die einzige sichtbare Seite des Würfels. Er musste nur seinen Willen in den Sap einfließen lassen, während er die berühmte Strophe von Daïsha sprach, damit der blutige Klumpen in den durch den Zauber veränderten Bernstein eindrang und dort erstarrte. Die Verwendung von Bernsteinwürfeln als Speichersystem war mehr als ein Jahrhundert zuvor von dem berühmten Hari Daïsha erfunden worden. Heute ist sie im Dschungel weit verbreitet und ermöglicht es, Gegenstände zu konservieren, aber auch Wissen auf magische Weise zu bewahren. Pü wiederholte den Vorgang dreimal und achtete darauf, mit dem Fragment des Generals abzuschließen. Er ritzte den Bernstein über dessen Position ein, damit er ihn leicht von den anderen Fleischstücken unterscheiden konnte. Als er den Deckel des Korbes schloss, seufzte er aufrichtig erleichtert auf. Zum ersten Mal seit Wochen würde sein nächster Tag nicht mit Blut befleckt sein. Danach wachte er geduldig über den Körper des Überlebenden und wartete darauf, dass die Verstärkung eintraf. Er nutzte die Zeit, um sich auszuruhen und seine Wunden zu versorgen. Während er seine gebrochenen Rippen reparierte und die Wunden schloss, verzichtete er darauf, seine fehlenden Finger zu regenerieren: Die Verstümmelung, die er so offen liegen ließ, versicherte ihm, dass dieser Tag für immer in seinem Gedächtnis bleiben würde. Und als er den Tumult der Matis-Reiter in der Ferne widerhallen hörte, verschwand er im Halbdunkel der uralten Bäume.&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;[[file:Sep-chap-5.png|40px]]&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
Le voyage du retour dura plusieurs semaines, mais se déroula sans encombre. Pü quitta les forêts infinies du Royaume de Matia en direction du sud, passa les Cicatrices de Zachini, ces dangereux et immenses gouffres qui séparaient les hauts plateaux boisés des humides plaines luxuriantes, et rejoignit finalement la Jungle, son pays natal. Il n’eut aucun mal à franchir la Grande Muraille, qui isolait la Théocratie Zoraï du reste du monde, et à esquiver les gardes-frontières, qui semblaient d’ailleurs se reposer un peu trop sur le gigantisme du mur. Certes, l’édifice était imposant. Mais, l’ayant escaladé à plusieurs reprises, le jeune homin s’était fait une bonne idée de son état : malheureusement, le manque d’entretien se faisait gravement sentir par endroits. Un jour, des ennemis de la Théocratie Zoraï feraient tomber le rempart avant même que Min-Cho ou le Conseil des Sages ne puissent le prédire. L’enfant espérait que, le moment venu, les Zoraïs seraient prêts à affronter l’envahisseur. Durant tout son voyage de retour, Pü avait été traversé de sentiments contradictoires. Depuis qu’il avait été contraint de quitter son village, son envie d’y retourner au plus vite ne l’avait jamais quitté. Mais s’il avait espéré y reprendre une vie normale une fois rentré, il ne pouvait dorénavant plus s’empêcher de se remémorer les derniers mots de Sirgio di Rolo :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Vous êtes jeune, vous pouvez encore reprendre en main votre destin et voguer vers des lendemains plus heureux. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Était-il réellement capable de redevenir maître de sa destinée ? Pourrait-il s’opposer aux coutumes violentes de sa tribu ? Réussirait-il à empêcher son frère de mener l'expédition sanglante qui lui était destinée ? Tant de questions qui le tourmentaient depuis son départ du Royaume de Matia.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
L’astre ambré presque disparu derrière l'horizon du nord-ouest annonçait l'aube lorsque Pü arriva finalement à destination. Cela faisait maintenant de nombreux jours qu’il avait passé le fleuve Ti-aïn et la capitale Zoran, pour continuer vers le sud à travers la jungle épaisse. Le second astre, celui du jour, commençait tout juste à reprendre de son éclat, et balayait de ses faibles rayons le panorama qui s’offrait à lui. L’enfant eut un mouvement de recul. Après avoir vécu plusieurs mois au cœur d’envoûtantes forêts multicolores, il avait oublié la froideur de son monde. Au sommet de la colline, la gigantesque souche morte qui abritait son village trônait sinistrement sur l'écorce recouverte d’une végétation rabougrie et noircie. Les ancêtres racontaient qu’autrefois, la souche était l’arbre-ciel le plus imposant du pays, et qu’il renfermait des matières premières exceptionnellement rares. Bien entendu, la Karavan avait tenté de s’en emparer, et les Kamis s’y étaient violemment opposés. Dans un assaut désespéré, les agents de la Karavan avaient déployé une machine infernale cracheuse de feu. Mais pas n’importe quel feu. Un feu bien plus vorace et tenace qu’à l’ordinaire, qui avait ravagé une bonne partie de la région avant de déchirer le sol et de continuer sa course dans les Primes Racines. On raconte qu’encore aujourd’hui le feu serait en train d’œuvrer en silence dans les profondeurs de l'Écorce.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
L’enfant gravit la colline en direction de l’inquiétante déchirure qui faisait office d’accès. À peine les gardes l’eurent-ils reconnu qu’ils s’inclinèrent avec déférence. Pü entra dans la souche et fila sans perdre une seconde vers la hutte de Grand-Mère Bä-Bä. Il évoluait par habitude dans les allées tortueuses de cet étrange village aux multiples étages, et esquivait instinctivement les racines qui s’entremêlaient sous ses pieds. La déconvenue née de la comparaison du paysage grisâtre avec les chaleureuses forêts de Matia avait vite été oubliée, laissant place aux souvenirs. Il était né ici. Durant sa course, il croisa plusieurs Zoraïs, qui une fois la surprise passée, inclinèrent tous la tête en signe de respect. Pü leur rendit leur salut, mais évita de leur parler. De toute manière, il savait que tous seraient bientôt au courant de son retour. Lorsqu’il fut à deux pas de chez Grand-Mère Bä-Bä, son nez le piqua et il vit des vapeurs violettes s’échapper de la hutte, signe que la doyenne du village était en train de préparer une concoction. Il poussa les premiers rideaux, et avant même qu’il ait pénétré totalement l’habitation, la vieille dame l’interpella :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Je t’attendais mon enfant, pose le cube d’ambre sur l’autel. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü passa la dernière étoffe et aperçut Grand-Mère Bä-Bä, debout sur un tabouret et pliée en deux au-dessus d’une grande marmite. En la revoyant ainsi, fripée, squelettique et tordue, Pü se demanda à partir de quel âge la mort se lassait d’attendre, et renonçait à intervenir. Il s’avança vers l’autel et posa son panier. L’ancêtre touillait une étrange mixture odorante avec une grosse cuillère en bois.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Je suis en train de terminer de concocter le breuvage pour ta Cérémonie du Retour. Maintenant file retrouver ta mère. Tu lui manques terriblement. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü obéit et se dirigea vers la sortie. Cependant, il ne réussit pas à se retenir de lui poser une question.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Grand-Mère, comment as-tu su que j’allais arriver ? »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grand-Mère Bä-Bä fit claquer sa langue et Pü se crispa instantanément. Lorsqu’il était plus jeune, ce bruit caractéristique était souvent accompagné d’un coup de canne. L’enfant avait mal aux doigts rien qu’en y pensant. D’un son, elle venait de lui rappeler qu’elle restait la plus haute autorité du village, et qu’il ne fallait pas lui désobéir.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« File je te dis ! Et si tu veux un conseil, évite de mentionner précisément comment s’est soldée la dernière rencontre que tu as faite dans le Royaume de Matia, et les doutes auxquels tu fais face depuis. Le village risque de ne pas apprécier, et surtout pas ton père. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü poussa les rideaux qui masquaient l’entrée tel un automate, perturbé à la fois par la précision des connaissances de Grand-Mère Bä-Bä et par l’idée que son père puisse apprendre la vérité sur l’épisode évoqué. Cependant, si elle l’avait mis en garde, c’est qu’elle ne comptait pas la révéler au Masque Noir. Était-elle de son côté ? Pü n’eut pas le temps de se tracasser plus longtemps. À peine avait-il mis un pied dehors qu’il se rendit compte que la moitié du village, sa famille comprise, l’attendait devant la hutte.&lt;br /&gt;
[[file:Son pere.png|right|400px|alt=… Son père ne le félicita…|Son père ne le félicita]]&lt;br /&gt;
Les retrouvailles se passèrent comme il l’avait imaginé. '''Son père ne le félicita que brièvement, mais son regard était empli de fierté'''. Son frère lui cogna violemment l’épaule pour marquer son affection, et lui demanda dans la foulée combien de victimes il avait faites. Pour le futur Masque Noir, c’était ce qui importait le plus. Il fut déçu d’apprendre que son cadet s’était simplement contenté des cent cinquante et une demandées, alors que lui-même en avait presque fait le double à son époque. Quant à sa mère, elle s’effondra dans ses bras. Ou bien Pü s’effondra dans les siens. Il dut faire un effort considérable pour ne pas fondre en larmes devant la foule, et dut attendre de la retrouver en tête-à-tête pour se laisser totalement aller. Si sa mère le réconforta longuement en le couvrant de caresses et de mots doux, elle le réprimanda lorsqu’elle se rendit compte qu’il avait omis volontairement de régénérer ses doigts coupés. Looï avait beau être une grande guérisseuse, passé un certain délai de cicatrisation, certaines blessures devenaient permanentes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Le soir même, la Cérémonie du Retour eut lieu. Toute la tribu se réunit sur la Place du Cérémonial où un breuvage fut distribué à chaque villageois, nouveaux-nés compris. Il contenait un mélange alcoolisé de sève dans lequel un cocon de chair avait été dissous. Les Zoraïs se placèrent en cercles concentriques et attendirent que Grand-Mère Bä-Bä arrive, accompagnée comme toujours par la mère de Pü. Bien qu’accoutumés aux divers rituels qui avaient souvent lieu au sein de la communauté, tous retinrent leur souffle lorsqu’elle leva le bras. Les lumières des habitations surplombant la place fusèrent dans sa paume fermée et une petite sphère de lumière en sortit lorsqu’elle ouvrit la main. L’astre s’envola jusqu’au totem et s’empourpra, avant de pénétrer la bouche d’un masque. Les orifices des autres visages s’illuminèrent alors instantanément. La vieille dame lâcha le bras de Looï, qui lui servait jusqu’alors de soutien, et récupéra d’un mouvement tremblant le bol qu’elle lui tendait. Elle s’avança jusqu’au totem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Mes fils, mes filles, nous sommes réunis ce soir pour célébrer le retour de Pü Fu-tao parmi nous ! cria la vieille dame d’une voix étrangement amplifiée. Le jeune garçon est revenu plus fort de son exil en régions païennes, et avec en sa possession les cent cinquante et une graines de vie demandées ! Le Grand Géniteur salue son effort. Mais ce n’est pas tout ! Ma-Duk m’a aussi confié quelque chose. Nous en avons maintenant la certitude, la Guerre Sacrée débutera bientôt, et sera menée par nos enfants ! D’ici quelques années, nous nous mettrons en route. Guidés par le Guerrier Sacré, nous marcherons sur le monde, traquant les suppôts de la Karavan sans relâche ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü regardait fixement le breuvage emplissant son bol, comme hypnotisé. La couleur du liquide oscillait entre le violet et le noir, et des petites particules de chair rougeâtre flottaient à la surface. Et puis la graine grisâtre de Sirgio di Rolo émergea. Alors comme ça, Ma-Duk s’était adressé à Grand-Mère Bä-Bä pour lui dire que la Guerre Sacrée aurait bientôt lieu ? Pü frissonna. Lui qui avait passé son voyage de retour à rêver d’un autre futur, venait de se faire froidement rattraper par la réalité.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Maintenant, buvez l’offrande de Pü ! reprit Looï. Nourrissez-vous de l’essence des suppôts de la Karavan ! Absorbez leurs âmes et priez pour elles ! Elles vous donneront la force d’accomplir le projet divin auquel nous devrons tous participer d’ici peu ! Et si le Grand Géniteur le veut, ils seront alors absous de leurs péchés ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Les Zoraïs burent d’une traite le liquide visqueux et les parents s’occupèrent de la dose des plus petits. Pü avala sans rechigner l’horrible mixture, toujours perdu dans ses pensées. Alors que son peuple commençait d'entonner en chœur les premiers chants liturgiques de la soirée, Pü jeta un regard triste vers celle qu’il venait à peine de retrouver, et qu’il risquait à nouveau de perdre d’ici quelques années. Il fredonna un autre air.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
          ''Que Jena me pardonne et ses clercs me maudissent,''&lt;br /&gt;
          ''Qu'Aniro me renie et flatteurs se réjouissent,''&lt;br /&gt;
          ''Qu'Atys m'engloutisse et à jamais m'oublie,''&lt;br /&gt;
          ''Je meurs plein de vous, mon enfant, mon amie.''&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
Encore quelques années à profiter de sa présence. Ensuite, il n’y aurait plus que la guerre, la douleur, le sang et la mort. Celles des autres, la sienne, mais peut-être aussi celle de sa mère. Quoi qu’il advienne, Ma-Duk devait le savoir : ce combat, il le mènerait avant tout pour elle. Sa vie importait plus que celles de tous les Kamis réunis. Et, à l’instar de Sirgio di Rolo, ses derniers mots lui seraient consacrés&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NavChap|[[Kapitel IV - Sylvan Exil]]|[[:Kategorie:Der Heilige Krieg#Inhaltsverzeichnis|Inhaltsverzeichnis]]|[[Kapitel VI - Das Erwachen]]}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Portal|Die Große Bibliothek|Zoraï}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Der Heilige Krieg]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jadeyn</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Kapitel_V_-_Die_Saat_des_Zweifels&amp;diff=36940</id>
		<title>Kapitel V - Die Saat des Zweifels</title>
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				<updated>2023-12-27T16:06:09Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Jadeyn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{NavChap|[[Kapitel IV - Sylvan Exil]]|[[:Kategorie:Der Heilige Krieg#Inhaltsverzeichnis|Inhaltsverzeichnis]]|[[Kapitel VI - Das Erwachen]]}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Trad&lt;br /&gt;
|DE=Kapitel V - Die Saat des Zweifels|DEs=2&lt;br /&gt;
|EN=Chapter V - The seed of doubt|ENs=4&lt;br /&gt;
|ES=&amp;lt;!--Capítulo V - La semilla de la duda--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|FR=Chapitre V - La graine du doute|FRs=0&lt;br /&gt;
|RU=&amp;lt;!--Глава V - Семя сомнения--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|H=1&lt;br /&gt;
|palette=}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Clear}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:purple;font-weight:bold&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''V - Die Saat des Zweifels'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;[[file:Tit-chap-4-5.png|60px]]&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:purple;font-weight:bold&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''Jahr 2474 von Jena'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Quotation|''Bélénor Nébius, Erzähler'' • ''Cheng Lai'SuKi, Illustratorin''|&lt;br /&gt;
Frei. Pü war endlich frei. Frei, um nach Hause und zu seinen Lieben zurückzukehren. Leider hatte ihn der Kampf nicht unversehrt gelassen, und der wiederkehrende Schmerz zerstörte diese positiven Gedanken. Der junge Zoraï richtete sich auf und untersuchte sich selbst: Seine Beine und sein Becken waren mit Blasen bedeckt, seine Haut war an vielen Stellen oberflächlich aufgeschlitzt und ein Drittel seiner rechten Hand war abgetrennt, wobei ihm ein Teil des kleinen und des Ringfingers fehlte. Erst als er seine Verstümmelung betrachtete, bemerkte er, dass sein Feuerzauber seinen Stumpf vollständig ausgebrannt hatte. Außerdem waren vier seiner Rippen gebrochen. Aber alles in allem hatte er sich doch recht gut gehalten. Und vor allem war sein jetziger Schmerz nichts im Vergleich zu dem, was er vor einigen Monaten erlebt hatte, als ihm seine Maske gewachsen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« &amp;quot;Ma-Duk schenkt uns den ultimativen Schmerz, damit kein Leid der Welt jemals seine Soldaten erreichen kann.&amp;quot; »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als er sich mühsam wieder aufrichtete, hörte er eine Stimme. Pü versuchte reflexartig, seine abwesenden Waffen zu ziehen, ging in Kampfposition und suchte mit den Augen nach seinem neuen Gegner. Niemand war zu sehen. Die Stimme wurde deutlicher: Mateis. Pü erkannte, dass sie vom General kam und dass er überlebt hatte. Das überraschte ihn jedoch nicht: Er hatte auf den motorischen Bereich im Gehirn des Matis gezielt, nicht um ihn zu töten, sondern um sein motorisches System zu beschädigen und ihn daran zu hindern, die Klinge herauszuziehen, die die Regeneration verhinderte. Einem Homin das Leben zu nehmen, war schwierig. Und wenn es unmöglich war, den Gegner mit einem Schlag zu töten, musste man versuchen, seine regenerativen Fähigkeiten zu erreichen. Wenn der Matis also überlebt hatte, war er nicht in der Lage, sein Gehirn zu regenerieren, und musste daher sterben. Trotzdem ging Pü vorsichtig auf ihn zu. Denn dieser Homin war bei weitem der härteste Gegner, dem er je gegenübergestanden hatte, abgesehen vielleicht von seinem Onkel und seinem Vater. Als er in sein Sichtfeld trat, '''blickte der Matis, der noch immer den Dolch in seinem Schädel steckte, in das Tagesgestirn, und sah auf ihn'''. Blut lief ihm über das Gesicht. Er artikulierte mühsam.&lt;br /&gt;
[[file:Le Matis.png|right|400px|alt=… le Matis, qui regardait l’astre du jour…|blickte der Matis, in das Tagesgestirn]]&lt;br /&gt;
&amp;quot;Mein Junge, Ihre letzte Akrobatik war beeindruckend, sagte er und hustete. Ich habe noch niemals gegen einen so agilen Gegner wie Sie gekämpft.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü musterte ihn kühl, ohne zu antworten. Hat er ihm gratuliert? Diesen Gegner wird er so schnell nicht vergessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ach, übrigens... Verzeihen Sie mir, was ich über Ihre Mutter und Ihr Volk gesagt habe. Ich kann Ihre Bräuche nicht gutheißen, aber ich habe meine Beleidigungen nicht so gemeint. Die Zoraï sind keine Wilden, genauso wie die Tryker keine Sklaven sind. Und wenn Sie in der Tat indoktriniert sind, sind wir es auch. Ich wollte Sie nur provozieren ... was ziemlich gut funktioniert hat.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü konnte es nicht fassen. Er hatte die Hälfte seines Trupps im Alleingang dezimiert und würde ihm bald das Leben nehmen. Und doch bereute der General seine Worte und entschuldigte sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Mein Junge, die Sekunden sind knapp. Bevor ich gehe, möchte ich Sie bitten, zwei meiner Bitten zu erfüllen. Sie haben das Duell gewonnen, also müssen Sie es nicht annehmen. Ich bitte Sie jedoch, auf Ihr Herz zu hören.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Mutter hatte ihm zwar vom Ehrenkodex der Matis-Offiziere erzählt, aber es war das erste Mal, dass Pü dessen Anwendung beobachtete. Keiner der Matia-Soldaten, gegen die er bis dahin gekämpft hatte, hatte sich jemals so verhalten. Der Zoraï entspannte sich und kniete vor dem Matis nieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sagen Sie mir, ich höre Ihnen zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Als Erstes möchte ich, dass Sie Sivaldo, den Maschinengewehrschützen, den Sie niedergeschlagen haben, verschonen und in Sicherheit bringen. Er ist ein tapferer Soldat, wie viele andere auch, und er ist auch mein Neffe. Aber vor allem ist seine Seele besonders schön. Zu viele Jahrzehnte lang haben die Matis Hass verbreitet und ihn im Gegenzug zu spüren bekommen. Unser Volk braucht Jungen wie ihn. Vorhin haben Sie mir angeboten, zu fliehen, indem Sie ihn Ihnen überlassen. Wenn Sie nur ein Leben brauchen, dann ist das erledigt, denn Sie haben meines bereits erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Ich nehme an, sagte Pü, der den Soldaten ohnehin verschont hätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Vielen Dank, antwortete der General mit einem schwachen Lächeln. Zum Schluss möchte ich Sie bitten, mich für meine Frau und meine Tochter singen zu lassen. Sie sind das Liebste, was ich an Matia habe. Seit jeher sind sie mein Grund zu kämpfen. Vor allem für sie bilde ich Soldaten aus und beschütze das Königreich.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tränen begannen zu fließen und vermischten sich mit dem Blut, als er wieder in das Tagesgestirn starrte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wenn Sie zustimmen, werde ich ein glücklicher Homin sein. Gestorben in einem großartigen Kampf, unter den Augen Jenas, zu Ehren der Homins meines Lebens.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü blickte unauffällig in Richtung der Stelle, an der er den Kami gesehen hatte. Er war nicht mehr da. Tief in seinem Inneren wusste er, dass es falsch war, einen Feind einen heidnischen Gesang anstimmen zu lassen. Aber als der General seine Frau und seine Tochter erwähnte, hatte er ihn berührt. Wie konnte er seiner letzten Bitte nicht nachkommen? Pü legte eine Hand auf seine Schulter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich höre Ihnen zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Ich wusste, dass Sie zustimmen würden, seufzte der Matis, bevor er sich räusperte. Schließen Sie die Augen, lassen Sie Ihren Geist gehen und hören Sie den Gesang des Waldes. Ich werde ihn mit meiner Stimme begleiten.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü verlor jegliche Vorsicht und gehorchte. Es war wahr, dass die Wälder von Matia in vielerlei Hinsicht voller Wunder waren, die sich, sobald man die Augen schloss, sowohl in den duftenden Düften als auch in dem beruhigenden Rauschen der Bäume ausdrückten. Es wurde still. Der General wartete, bis der Wind aufkam, und begann seinen Gesang.&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
           ''Zur Mutter habe ich gebetet und für sie gekämpft,''&lt;br /&gt;
           ''Die mich als Kind mit süßen Litaneien einlullte.''&lt;br /&gt;
           ''Doch in der Stunde des Todes, meine Kleine und meine Liebe,''&lt;br /&gt;
           ''Zu Deiner Lieblichkeit kehrte ich zurück.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           ''Dem Karan habe ich gedient, und für ihn habe ich gekämpft,''&lt;br /&gt;
           ''Der früh meinen Durst nach dem Besten belohnte.''&lt;br /&gt;
           ''Aber ihr seid es, liebe Hominas, für immer in meinem Herzen,''&lt;br /&gt;
           ''Die mir das Beste gegeben haben, ohne zu zögern.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           ''Die Karavan habe ich gefürchtet und in ihrem Namen gehandelt,''&lt;br /&gt;
           ''So viel Macht entfalteten ihre schwarzen Maschinen.''&lt;br /&gt;
           ''Aber es ist die Angst, euch zu verlieren, die zur Verzweiflung führt,''&lt;br /&gt;
           ''In der letzten Stunde, die das Leben aus dem Körper fliehen sieht.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           ''Den Wald habe ich geliebt, oft auch wegen Matia,''&lt;br /&gt;
           ''Verließ die Kunstgriffe eines steifen Hofes.''&lt;br /&gt;
           ''Aber wenn mir durch ein Wunder ein anderer Tag geschenkt wurde,''&lt;br /&gt;
           ''Dann würde ich meine Zeit bei euch beiden verbringen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           ''Jena möge mir verzeihen und seine Kleriker mich verfluchen,''&lt;br /&gt;
           ''[[Aniro III|Aniro]] soll mich verleugnen, und Schmeichler sollen sich freuen,''&lt;br /&gt;
           ''Atys soll mich verschlingen und für immer vergessen,''&lt;br /&gt;
           ''Ich sterbe voll von euch, mein Kind, meine Liebe.''&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
Pü öffnete seine Augen wieder und war völlig verwirrt. Seine Maske war tränenüberströmt und sein Herz raste. Ihm wurde schwindelig und er erstickte laut. Was war nur mit ihm los? War er dabei, die ganze Anspannung, die er in den letzten Wochen angesammelt hatte, zu kompensieren? Zum Teil, aber nicht nur. Der Gesang hatte ihn völlig aus der Bahn geworfen. Es sprach so vieles in ihm an: seine Liebe zu Ma-Duk, die zwar aufrichtig war, aber niemals die Liebe zu seinem Bruder und vor allem zu seiner Mutter übertreffen konnte; seine extreme Loyalität gegenüber seinem Stamm, dessen Bräuche er jedoch im Stillen verfluchte; seine Angst, seinen Vater zu enttäuschen, von dem er wusste, dass er ihn verleugnen würde; seine Furcht vor den Kamis, die ihre Anhänger unter dem Deckmantel großer Ziele ihrer Freiheit beraubten. Dieser Fremde war in Wahrheit so wenig anders als er selbst. Er war sein Spiegel und er hatte ihm gerade das Leben genommen. Pü ballte seine zitternden Fäuste und versuchte, seine Atmung zu regulieren. Eines Abends hatte seine Mutter ihm von einer psychosomatischen Krankheit erzählt, die bei denjenigen, die sich mächtigen Kunstwerken aussetzen, derartige Symptome hervorrufen kann. Dieser Gesang war eine solche Krankheit. Es würde ihn für sein Leben prägen, das wusste er. Der General bemerkte seine Aufregung und sprach ihn darauf an. Seine Diktion wurde immer langsamer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Reißen Sie sich zusammen, mein Junge, Sie müssen lernen, mit Ihren Emotionen umzugehen. Sie befinden sich auf einem sehr dunklen Pfad, den Sie gezwungenermaßen einschlagen mussten und der Ihnen viele Schwierigkeiten bereiten wird.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum ersten Mal seit Beginn der Diskussion machte der Matis einen ernsten Gesichtsausdruck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich habe Sie kämpfen sehen, ich habe Ihre Art zu kämpfen und Ihren Blick beobachtet. Sie sind zwar ein hervorragender Kämpfer, aber Sie hassen es zu töten. Sie gehören nicht zu denen, die sich am Blut ihrer Opfer berauschen. Jedes Mal, wenn Sie ein Leben auslöschen, ist es, als würden Sie sich selbst töten. Sie sind jung, Sie können Ihr Schicksal noch in die Hand nehmen und in ein glücklicheres Morgen segeln.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn er das nur wüsste, dachte Pü und erinnerte sich an die Vorhersagen von Großmutter Bä-Bä.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Kommen Sie schon ... Ich habe diesen Moment zu lange hinausgezögert ... Es ist Zeit für mich, zu meinen Vorfahren zurückzukehren, stammelte er und ließ sich auf den Zoraï plumpsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Warten Sie, sagen Sie mir Ihren Namen! Auch die Ihrer Tochter und Ihrer Frau!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Ich bin Sirgio di Rolo ... Meine Frau heißt Virinia ... Und unsere wunderschöne kleine Tochter ... Trini ...&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü hielt die Schultern des Generals fest und legte ihn auf den Boden. Er war tot. Er schloss ihm die Augen und löste behutsam den Mörderdolch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sirgio di Rolo, ich verspreche Ihnen, dass ich im kommenden Jahr jeden Morgen für das Heil Ihrer Tochter beten werde. Außerdem verpflichte ich mich, meine Seele während meiner Rückkehrzeremonie an Ihre zu binden. Ich hoffe, dass Sie mir die Kraft geben werden, mein Schicksal zu verfolgen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit diesen Worten öffnete der Junge die kleine Tasche, die seinen linken Oberschenkel flankierte. Darin befanden sich zwei dünne, lange Instrumente, die er sorgfältig herausholte. Das erste war ein zwanzig Zentimeter langer [[Taleng]]-Stamm mit einem Durchmesser von einem Zentimeter, dessen eines Ende zu einer Spitze geschliffen war. Taleng, dessen grüne Stängel aus hohlen, verholzten und sehr schnell wachsenden Stoppeln bestehen, war im Dschungel reichlich vorhanden. Die Zoraï verwendeten es häufig als Material für die Herstellung von Geräten. Das zweite Werkzeug, das ebenfalls aus Taleng hergestellt wurde, war eine dünne, lange Zange. Pü stieg über den Oberkörper des Generals und hob seinen Kopf mit der linken Hand hoch. Mit seiner amputierten Hand drückte er den Stab mühsam in das rechte Nasenloch des Matis, bis er ihn nicht mehr weiterschieben konnte. Mit einem gezielten Schlag seiner Handfläche durchbohrte er seinen Schädel. Blut floss um und in den starren Stab, und das Kind schloss die Augen. Er wusste zwar ungefähr, wo er sich befand, aber wenn er sein Ziel genau erkennen wollte, musste er seine anderen Sinne ausschalten. Es dauerte nur wenige Sekunden, bis er das unmerkliche Echo erkannte, das aus dem Inneren des Matis-Kopfes drang und von den umliegenden spirituellen Partikeln subtil widergespiegelt wurde. '''Meditativ führte Pü die Röhre allmählich in das Gehirn des Matis ein'''. Schließlich, als der Talengstab sein Ziel erreicht hatte, öffnete er wieder die Augen. Er ließ den Kopf des Generals auf dem Boden ruhen, holte die dünne Zange mit seiner gesunden Hand und schob sie in das Nasenrohr. Obwohl er sich erneut konzentrieren musste, um sicherzugehen, dass er nicht über das Ziel hinausschoss, bestätigte ihm ein deutlich stärkeres Pulsieren als die anderen seinen Erfolg. Vorsichtig fuhr der Griff zurück, und ein kleines, überraschend festes Stück Fleisch schob sich aus der Röhre, die zwischen den beiden Schenkeln der Zange eingeklemmt war. Pü betrachtete den Fleischkokon, um sicherzugehen, dass er nicht beschädigt war. In seinem Inneren war der Samen des Lebens eingeschlossen, von dem es hieß, dass er der Sitz der homininen Seele sei. Die Seele von Sirgio di Rolo. Pü hatte diesen zerbrechlichen Schatz bereits gesehen, der wirklich wie ein kleiner, grauer Samen aussah, der nur wenige Millimeter lang war. Sirgio di Rolo war wirklich tot, aber er konnte immer noch das Echo seines Lebenssamens erkennen. Pü hatte sich während seines Exils viele Gedanken über dieses Echo gemacht. Er hatte sich sogar gefragt, ob es ein Signal sein könnte. Ein Signal der Seele. Aber ein Signal an wen? An Ma-Duk, notwendigerweise.&lt;br /&gt;
[[file:Meditatif.png|right|400px|alt=… Méditatif, Pü enfonça…|Meditativ führte Pü]]&lt;br /&gt;
Ein Schwarm von Javings ließ den Jungen aufschrecken, doch er kam sofort wieder zu sich. Er öffnete eine der kleinen Taschen an seinem Gürtel und legte vorsichtig seine makabre Trophäe hinein. Anschließend wiederholte er den Vorgang bei den anderen drei Leichen, wobei er darauf achtete, dass die Fleischstücke in separaten Taschen aufbewahrt wurden. Zuletzt wandte er sich Sivaldo zu, dem ohnmächtigen Maschinengewehrschützen, den der General gebeten hatte, ihn zu verschonen. Wie die anderen Soldaten war er ungefähr im Alter seines Bruders. Zweifellos galt dieser Matis bei seinem Volk wahrscheinlich als Musterbeispiel für Schönheit. Er war groß und gut gebaut und hatte lange, geflochtene Haare in einem strahlenden Blond. Die harmonischen Gesichtszüge wirkten wie von Hand gezeichnet, und als Pü seine Augenlider anhob, um seinen Zustand zu überprüfen, entdeckte er kristallklare Iriden. Zum Leidwesen des Matis war sein Gesicht nun von einem langen, tiefen Schnitt durchzogen. Zwar konnte der Zoraï die Wunde schließen, doch würde es ihm nicht gelingen, das durch den Aufprall des Schildes verursachte Mal vollständig zu entfernen. Er war zu schwach und musste genug Energie sparen, um seine eigenen Wunden zu heilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem der Matis geheilt war, ging er zu dem Busch, in dem er seinen würfelförmigen Korb versteckt hatte. Pü zog ihn vorsichtig aus dem Laub heraus und stellte ihn auf den Boden. Zufrieden mit dem Platz öffnete er vorsichtig den Deckel, als ob er einen Schatz beherbergen würde. Le panier contenait un cube d’ambre parfaitement enchâssé dans le réceptacle d’osier, qui semblait lui-même renfermer plusieurs dizaines de formes. Il récupéra méticuleusement un des morceaux de chair qu’il avait rangés dans les poches de sa ceinture, et le posa sur la seule face visible du cube. Il n’eut alors qu’à imprimer sa volonté à la Sève qui l’irriguait, tout en prononçant la célèbre Stance de Daïsha, pour que l’amas sanguinolent s’enfonce dans l’ambre altéré par le sortilège et s’y fige. L’utilisation de cubes d’ambre comme système de stockage avait été inventée, plus d’un siècle auparavant, par le célèbre Hari Daïsha. Aujourd’hui très répandue dans la Jungle, elle permettait de préserver des objets, mais aussi de conserver du savoir, magiquement. Pü réitéra l’opération trois fois et prit soin de terminer par le fragment du général. Il grava l’ambre au-dessus de la position de ce dernier afin de pouvoir le distinguer aisément des autres morceaux de chair. Lorsqu’il referma le couvercle du panier, il exprima un sincère soupir de soulagement. Pour la première fois depuis des semaines, son lendemain ne serait pas souillé de sang. Suite à cela, il veilla patiemment sur le corps du survivant en attendant que les renforts arrivent. Il profita de ce moment de répit pour se reposer et panser ses blessures. S’il répara ses côtes brisées et referma ses plaies, il renonça à régénérer ses doigts manquants : la mutilation laissée ainsi en évidence l’assurait que ce jour resterait à jamais gravé dans sa mémoire. Et lorsqu’il entendit le tumulte des capryniers matis résonner au loin, il disparut dans la pénombre des arbres centenaires.&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;[[file:Sep-chap-5.png|40px]]&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
Le voyage du retour dura plusieurs semaines, mais se déroula sans encombre. Pü quitta les forêts infinies du Royaume de Matia en direction du sud, passa les Cicatrices de Zachini, ces dangereux et immenses gouffres qui séparaient les hauts plateaux boisés des humides plaines luxuriantes, et rejoignit finalement la Jungle, son pays natal. Il n’eut aucun mal à franchir la Grande Muraille, qui isolait la Théocratie Zoraï du reste du monde, et à esquiver les gardes-frontières, qui semblaient d’ailleurs se reposer un peu trop sur le gigantisme du mur. Certes, l’édifice était imposant. Mais, l’ayant escaladé à plusieurs reprises, le jeune homin s’était fait une bonne idée de son état : malheureusement, le manque d’entretien se faisait gravement sentir par endroits. Un jour, des ennemis de la Théocratie Zoraï feraient tomber le rempart avant même que Min-Cho ou le Conseil des Sages ne puissent le prédire. L’enfant espérait que, le moment venu, les Zoraïs seraient prêts à affronter l’envahisseur. Durant tout son voyage de retour, Pü avait été traversé de sentiments contradictoires. Depuis qu’il avait été contraint de quitter son village, son envie d’y retourner au plus vite ne l’avait jamais quitté. Mais s’il avait espéré y reprendre une vie normale une fois rentré, il ne pouvait dorénavant plus s’empêcher de se remémorer les derniers mots de Sirgio di Rolo :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Vous êtes jeune, vous pouvez encore reprendre en main votre destin et voguer vers des lendemains plus heureux. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Était-il réellement capable de redevenir maître de sa destinée ? Pourrait-il s’opposer aux coutumes violentes de sa tribu ? Réussirait-il à empêcher son frère de mener l'expédition sanglante qui lui était destinée ? Tant de questions qui le tourmentaient depuis son départ du Royaume de Matia.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
L’astre ambré presque disparu derrière l'horizon du nord-ouest annonçait l'aube lorsque Pü arriva finalement à destination. Cela faisait maintenant de nombreux jours qu’il avait passé le fleuve Ti-aïn et la capitale Zoran, pour continuer vers le sud à travers la jungle épaisse. Le second astre, celui du jour, commençait tout juste à reprendre de son éclat, et balayait de ses faibles rayons le panorama qui s’offrait à lui. L’enfant eut un mouvement de recul. Après avoir vécu plusieurs mois au cœur d’envoûtantes forêts multicolores, il avait oublié la froideur de son monde. Au sommet de la colline, la gigantesque souche morte qui abritait son village trônait sinistrement sur l'écorce recouverte d’une végétation rabougrie et noircie. Les ancêtres racontaient qu’autrefois, la souche était l’arbre-ciel le plus imposant du pays, et qu’il renfermait des matières premières exceptionnellement rares. Bien entendu, la Karavan avait tenté de s’en emparer, et les Kamis s’y étaient violemment opposés. Dans un assaut désespéré, les agents de la Karavan avaient déployé une machine infernale cracheuse de feu. Mais pas n’importe quel feu. Un feu bien plus vorace et tenace qu’à l’ordinaire, qui avait ravagé une bonne partie de la région avant de déchirer le sol et de continuer sa course dans les Primes Racines. On raconte qu’encore aujourd’hui le feu serait en train d’œuvrer en silence dans les profondeurs de l'Écorce.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
L’enfant gravit la colline en direction de l’inquiétante déchirure qui faisait office d’accès. À peine les gardes l’eurent-ils reconnu qu’ils s’inclinèrent avec déférence. Pü entra dans la souche et fila sans perdre une seconde vers la hutte de Grand-Mère Bä-Bä. Il évoluait par habitude dans les allées tortueuses de cet étrange village aux multiples étages, et esquivait instinctivement les racines qui s’entremêlaient sous ses pieds. La déconvenue née de la comparaison du paysage grisâtre avec les chaleureuses forêts de Matia avait vite été oubliée, laissant place aux souvenirs. Il était né ici. Durant sa course, il croisa plusieurs Zoraïs, qui une fois la surprise passée, inclinèrent tous la tête en signe de respect. Pü leur rendit leur salut, mais évita de leur parler. De toute manière, il savait que tous seraient bientôt au courant de son retour. Lorsqu’il fut à deux pas de chez Grand-Mère Bä-Bä, son nez le piqua et il vit des vapeurs violettes s’échapper de la hutte, signe que la doyenne du village était en train de préparer une concoction. Il poussa les premiers rideaux, et avant même qu’il ait pénétré totalement l’habitation, la vieille dame l’interpella :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Je t’attendais mon enfant, pose le cube d’ambre sur l’autel. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü passa la dernière étoffe et aperçut Grand-Mère Bä-Bä, debout sur un tabouret et pliée en deux au-dessus d’une grande marmite. En la revoyant ainsi, fripée, squelettique et tordue, Pü se demanda à partir de quel âge la mort se lassait d’attendre, et renonçait à intervenir. Il s’avança vers l’autel et posa son panier. L’ancêtre touillait une étrange mixture odorante avec une grosse cuillère en bois.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Je suis en train de terminer de concocter le breuvage pour ta Cérémonie du Retour. Maintenant file retrouver ta mère. Tu lui manques terriblement. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü obéit et se dirigea vers la sortie. Cependant, il ne réussit pas à se retenir de lui poser une question.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Grand-Mère, comment as-tu su que j’allais arriver ? »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grand-Mère Bä-Bä fit claquer sa langue et Pü se crispa instantanément. Lorsqu’il était plus jeune, ce bruit caractéristique était souvent accompagné d’un coup de canne. L’enfant avait mal aux doigts rien qu’en y pensant. D’un son, elle venait de lui rappeler qu’elle restait la plus haute autorité du village, et qu’il ne fallait pas lui désobéir.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« File je te dis ! Et si tu veux un conseil, évite de mentionner précisément comment s’est soldée la dernière rencontre que tu as faite dans le Royaume de Matia, et les doutes auxquels tu fais face depuis. Le village risque de ne pas apprécier, et surtout pas ton père. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü poussa les rideaux qui masquaient l’entrée tel un automate, perturbé à la fois par la précision des connaissances de Grand-Mère Bä-Bä et par l’idée que son père puisse apprendre la vérité sur l’épisode évoqué. Cependant, si elle l’avait mis en garde, c’est qu’elle ne comptait pas la révéler au Masque Noir. Était-elle de son côté ? Pü n’eut pas le temps de se tracasser plus longtemps. À peine avait-il mis un pied dehors qu’il se rendit compte que la moitié du village, sa famille comprise, l’attendait devant la hutte.&lt;br /&gt;
[[file:Son pere.png|right|400px|alt=… Son père ne le félicita…|Son père ne le félicita]]&lt;br /&gt;
Les retrouvailles se passèrent comme il l’avait imaginé. '''Son père ne le félicita que brièvement, mais son regard était empli de fierté'''. Son frère lui cogna violemment l’épaule pour marquer son affection, et lui demanda dans la foulée combien de victimes il avait faites. Pour le futur Masque Noir, c’était ce qui importait le plus. Il fut déçu d’apprendre que son cadet s’était simplement contenté des cent cinquante et une demandées, alors que lui-même en avait presque fait le double à son époque. Quant à sa mère, elle s’effondra dans ses bras. Ou bien Pü s’effondra dans les siens. Il dut faire un effort considérable pour ne pas fondre en larmes devant la foule, et dut attendre de la retrouver en tête-à-tête pour se laisser totalement aller. Si sa mère le réconforta longuement en le couvrant de caresses et de mots doux, elle le réprimanda lorsqu’elle se rendit compte qu’il avait omis volontairement de régénérer ses doigts coupés. Looï avait beau être une grande guérisseuse, passé un certain délai de cicatrisation, certaines blessures devenaient permanentes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Le soir même, la Cérémonie du Retour eut lieu. Toute la tribu se réunit sur la Place du Cérémonial où un breuvage fut distribué à chaque villageois, nouveaux-nés compris. Il contenait un mélange alcoolisé de sève dans lequel un cocon de chair avait été dissous. Les Zoraïs se placèrent en cercles concentriques et attendirent que Grand-Mère Bä-Bä arrive, accompagnée comme toujours par la mère de Pü. Bien qu’accoutumés aux divers rituels qui avaient souvent lieu au sein de la communauté, tous retinrent leur souffle lorsqu’elle leva le bras. Les lumières des habitations surplombant la place fusèrent dans sa paume fermée et une petite sphère de lumière en sortit lorsqu’elle ouvrit la main. L’astre s’envola jusqu’au totem et s’empourpra, avant de pénétrer la bouche d’un masque. Les orifices des autres visages s’illuminèrent alors instantanément. La vieille dame lâcha le bras de Looï, qui lui servait jusqu’alors de soutien, et récupéra d’un mouvement tremblant le bol qu’elle lui tendait. Elle s’avança jusqu’au totem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Mes fils, mes filles, nous sommes réunis ce soir pour célébrer le retour de Pü Fu-tao parmi nous ! cria la vieille dame d’une voix étrangement amplifiée. Le jeune garçon est revenu plus fort de son exil en régions païennes, et avec en sa possession les cent cinquante et une graines de vie demandées ! Le Grand Géniteur salue son effort. Mais ce n’est pas tout ! Ma-Duk m’a aussi confié quelque chose. Nous en avons maintenant la certitude, la Guerre Sacrée débutera bientôt, et sera menée par nos enfants ! D’ici quelques années, nous nous mettrons en route. Guidés par le Guerrier Sacré, nous marcherons sur le monde, traquant les suppôts de la Karavan sans relâche ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü regardait fixement le breuvage emplissant son bol, comme hypnotisé. La couleur du liquide oscillait entre le violet et le noir, et des petites particules de chair rougeâtre flottaient à la surface. Et puis la graine grisâtre de Sirgio di Rolo émergea. Alors comme ça, Ma-Duk s’était adressé à Grand-Mère Bä-Bä pour lui dire que la Guerre Sacrée aurait bientôt lieu ? Pü frissonna. Lui qui avait passé son voyage de retour à rêver d’un autre futur, venait de se faire froidement rattraper par la réalité.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Maintenant, buvez l’offrande de Pü ! reprit Looï. Nourrissez-vous de l’essence des suppôts de la Karavan ! Absorbez leurs âmes et priez pour elles ! Elles vous donneront la force d’accomplir le projet divin auquel nous devrons tous participer d’ici peu ! Et si le Grand Géniteur le veut, ils seront alors absous de leurs péchés ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Les Zoraïs burent d’une traite le liquide visqueux et les parents s’occupèrent de la dose des plus petits. Pü avala sans rechigner l’horrible mixture, toujours perdu dans ses pensées. Alors que son peuple commençait d'entonner en chœur les premiers chants liturgiques de la soirée, Pü jeta un regard triste vers celle qu’il venait à peine de retrouver, et qu’il risquait à nouveau de perdre d’ici quelques années. Il fredonna un autre air.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
          ''Que Jena me pardonne et ses clercs me maudissent,''&lt;br /&gt;
          ''Qu'Aniro me renie et flatteurs se réjouissent,''&lt;br /&gt;
          ''Qu'Atys m'engloutisse et à jamais m'oublie,''&lt;br /&gt;
          ''Je meurs plein de vous, mon enfant, mon amie.''&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
Encore quelques années à profiter de sa présence. Ensuite, il n’y aurait plus que la guerre, la douleur, le sang et la mort. Celles des autres, la sienne, mais peut-être aussi celle de sa mère. Quoi qu’il advienne, Ma-Duk devait le savoir : ce combat, il le mènerait avant tout pour elle. Sa vie importait plus que celles de tous les Kamis réunis. Et, à l’instar de Sirgio di Rolo, ses derniers mots lui seraient consacrés&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NavChap|[[Kapitel IV - Sylvan Exil]]|[[:Kategorie:Der Heilige Krieg#Inhaltsverzeichnis|Inhaltsverzeichnis]]|[[Kapitel VI - Das Erwachen]]}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Portal|Die Große Bibliothek|Zoraï}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Der Heilige Krieg]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jadeyn</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Kapitel_V_-_Die_Saat_des_Zweifels&amp;diff=36939</id>
		<title>Kapitel V - Die Saat des Zweifels</title>
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				<updated>2023-12-27T11:17:09Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Jadeyn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{NavChap|[[Kapitel IV - Sylvan Exil]]|[[:Kategorie:Der Heilige Krieg#Inhaltsverzeichnis|Inhaltsverzeichnis]]|[[Kapitel VI - Das Erwachen]]}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Trad&lt;br /&gt;
|DE=Kapitel V - Die Saat des Zweifels|DEs=2&lt;br /&gt;
|EN=Chapter V - The seed of doubt|ENs=4&lt;br /&gt;
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{{Clear}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:purple;font-weight:bold&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''V - Die Saat des Zweifels'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;[[file:Tit-chap-4-5.png|60px]]&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:purple;font-weight:bold&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''Jahr 2474 von Jena'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Quotation|''Bélénor Nébius, Erzähler'' • ''Cheng Lai'SuKi, Illustratorin''|&lt;br /&gt;
Frei. Pü war endlich frei. Frei, um nach Hause und zu seinen Lieben zurückzukehren. Leider hatte ihn der Kampf nicht unversehrt gelassen, und der wiederkehrende Schmerz zerstörte diese positiven Gedanken. Der junge Zoraï richtete sich auf und untersuchte sich selbst: Seine Beine und sein Becken waren mit Blasen bedeckt, seine Haut war an vielen Stellen oberflächlich aufgeschlitzt und ein Drittel seiner rechten Hand war abgetrennt, wobei ihm ein Teil des kleinen und des Ringfingers fehlte. Erst als er seine Verstümmelung betrachtete, bemerkte er, dass sein Feuerzauber seinen Stumpf vollständig ausgebrannt hatte. Außerdem waren vier seiner Rippen gebrochen. Aber alles in allem hatte er sich doch recht gut gehalten. Und vor allem war sein jetziger Schmerz nichts im Vergleich zu dem, was er vor einigen Monaten erlebt hatte, als ihm seine Maske gewachsen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« &amp;quot;Ma-Duk schenkt uns den ultimativen Schmerz, damit kein Leid der Welt jemals seine Soldaten erreichen kann.&amp;quot; »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als er sich mühsam wieder aufrichtete, hörte er eine Stimme. Pü versuchte reflexartig, seine abwesenden Waffen zu ziehen, ging in Kampfposition und suchte mit den Augen nach seinem neuen Gegner. Niemand war zu sehen. Die Stimme wurde deutlicher: Mateis. Pü erkannte, dass sie vom General kam und dass er überlebt hatte. Das überraschte ihn jedoch nicht: Er hatte auf den motorischen Bereich im Gehirn des Matis gezielt, nicht um ihn zu töten, sondern um sein motorisches System zu beschädigen und ihn daran zu hindern, die Klinge herauszuziehen, die die Regeneration verhinderte. Einem Homin das Leben zu nehmen, war schwierig. Und wenn es unmöglich war, den Gegner mit einem Schlag zu töten, musste man versuchen, seine regenerativen Fähigkeiten zu erreichen. Wenn der Matis also überlebt hatte, war er nicht in der Lage, sein Gehirn zu regenerieren, und musste daher sterben. Trotzdem ging Pü vorsichtig auf ihn zu. Denn dieser Homin war bei weitem der härteste Gegner, dem er je gegenübergestanden hatte, abgesehen vielleicht von seinem Onkel und seinem Vater. Als er in sein Sichtfeld trat, '''blickte der Matis, der noch immer den Dolch in seinem Schädel steckte, in das Tagesgestirn, und sah auf ihn'''. Blut lief ihm über das Gesicht. Er artikulierte mühsam.&lt;br /&gt;
[[file:Le Matis.png|right|400px|alt=… le Matis, qui regardait l’astre du jour…|blickte der Matis, in das Tagesgestirn]]&lt;br /&gt;
&amp;quot;Mein Junge, Ihre letzte Akrobatik war beeindruckend, sagte er und hustete. Ich habe noch niemals gegen einen so agilen Gegner wie Sie gekämpft.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü musterte ihn kühl, ohne zu antworten. Hat er ihm gratuliert? Diesen Gegner wird er so schnell nicht vergessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ach, übrigens... Verzeihen Sie mir, was ich über Ihre Mutter und Ihr Volk gesagt habe. Ich kann Ihre Bräuche nicht gutheißen, aber ich habe meine Beleidigungen nicht so gemeint. Die Zoraï sind keine Wilden, genauso wie die Tryker keine Sklaven sind. Und wenn Sie in der Tat indoktriniert sind, sind wir es auch. Ich wollte Sie nur provozieren ... was ziemlich gut funktioniert hat.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü konnte es nicht fassen. Er hatte die Hälfte seines Trupps im Alleingang dezimiert und würde ihm bald das Leben nehmen. Und doch bereute der General seine Worte und entschuldigte sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Mein Junge, die Sekunden sind knapp. Bevor ich gehe, möchte ich Sie bitten, zwei meiner Bitten zu erfüllen. Sie haben das Duell gewonnen, also müssen Sie es nicht annehmen. Ich bitte Sie jedoch, auf Ihr Herz zu hören.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Mutter hatte ihm zwar vom Ehrenkodex der Matis-Offiziere erzählt, aber es war das erste Mal, dass Pü dessen Anwendung beobachtete. Keiner der Matia-Soldaten, gegen die er bis dahin gekämpft hatte, hatte sich jemals so verhalten. Der Zoraï entspannte sich und kniete vor dem Matis nieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sagen Sie mir, ich höre Ihnen zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Als Erstes möchte ich, dass Sie Sivaldo, den Maschinengewehrschützen, den Sie niedergeschlagen haben, verschonen und in Sicherheit bringen. Er ist ein tapferer Soldat, wie viele andere auch, und er ist auch mein Neffe. Aber vor allem ist seine Seele besonders schön. Zu viele Jahrzehnte lang haben die Matis Hass verbreitet und ihn im Gegenzug zu spüren bekommen. Unser Volk braucht Jungen wie ihn. Vorhin haben Sie mir angeboten, zu fliehen, indem Sie ihn Ihnen überlassen. Wenn Sie nur ein Leben brauchen, dann ist das erledigt, denn Sie haben meines bereits erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Ich nehme an, sagte Pü, der den Soldaten ohnehin verschont hätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Vielen Dank, antwortete der General mit einem schwachen Lächeln. Zum Schluss möchte ich Sie bitten, mich für meine Frau und meine Tochter singen zu lassen. Sie sind das Liebste, was ich an Matia habe. Seit jeher sind sie mein Grund zu kämpfen. Vor allem für sie bilde ich Soldaten aus und beschütze das Königreich.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tränen begannen zu fließen und vermischten sich mit dem Blut, als er wieder in das Tagesgestirn starrte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wenn Sie zustimmen, werde ich ein glücklicher Homin sein. Gestorben in einem großartigen Kampf, unter den Augen Jenas, zu Ehren der Homins meines Lebens.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü blickte unauffällig in Richtung der Stelle, an der er den Kami gesehen hatte. Er war nicht mehr da. Tief in seinem Inneren wusste er, dass es falsch war, einen Feind einen heidnischen Gesang anstimmen zu lassen. Aber als der General seine Frau und seine Tochter erwähnte, hatte er ihn berührt. Wie konnte er seiner letzten Bitte nicht nachkommen? Pü legte eine Hand auf seine Schulter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich höre Ihnen zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Ich wusste, dass Sie zustimmen würden, seufzte der Matis, bevor er sich räusperte. Schließen Sie die Augen, lassen Sie Ihren Geist gehen und hören Sie den Gesang des Waldes. Ich werde ihn mit meiner Stimme begleiten.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü verlor jegliche Vorsicht und gehorchte. Es war wahr, dass die Wälder von Matia in vielerlei Hinsicht voller Wunder waren, die sich, sobald man die Augen schloss, sowohl in den duftenden Düften als auch in dem beruhigenden Rauschen der Bäume ausdrückten. Es wurde still. Der General wartete, bis der Wind aufkam, und begann seinen Gesang.&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
           ''Zur Mutter habe ich gebetet und für sie gekämpft,''&lt;br /&gt;
           ''Die mich als Kind mit süßen Litaneien einlullte.''&lt;br /&gt;
           ''Doch in der Stunde des Todes, meine Kleine und meine Liebe,''&lt;br /&gt;
           ''Zu Deiner Lieblichkeit kehrte ich zurück.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           ''Dem Karan habe ich gedient, und für ihn habe ich gekämpft,''&lt;br /&gt;
           ''Der früh meinen Durst nach dem Besten belohnte.''&lt;br /&gt;
           ''Aber ihr seid es, liebe Hominas, für immer in meinem Herzen,''&lt;br /&gt;
           ''Die mir das Beste gegeben haben, ohne zu zögern.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           ''Die Karavan habe ich gefürchtet und in ihrem Namen gehandelt,''&lt;br /&gt;
           ''So viel Macht entfalteten ihre schwarzen Maschinen.''&lt;br /&gt;
           ''Aber es ist die Angst, euch zu verlieren, die zur Verzweiflung führt,''&lt;br /&gt;
           ''In der letzten Stunde, die das Leben aus dem Körper fliehen sieht.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           ''Den Wald habe ich geliebt, oft auch wegen Matia,''&lt;br /&gt;
           ''Verließ die Kunstgriffe eines steifen Hofes.''&lt;br /&gt;
           ''Aber wenn mir durch ein Wunder ein anderer Tag geschenkt wurde,''&lt;br /&gt;
           ''Dann würde ich meine Zeit bei euch beiden verbringen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           ''Jena möge mir verzeihen und seine Kleriker mich verfluchen,''&lt;br /&gt;
           ''[[Aniro III|Aniro]] soll mich verleugnen, und Schmeichler sollen sich freuen,''&lt;br /&gt;
           ''Atys soll mich verschlingen und für immer vergessen,''&lt;br /&gt;
           ''Ich sterbe voll von euch, mein Kind, meine Liebe.''&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
Pü öffnete seine Augen wieder und war völlig verwirrt. Seine Maske war tränenüberströmt und sein Herz raste. Ihm wurde schwindelig und er erstickte laut. Was war nur mit ihm los? War er dabei, die ganze Anspannung, die er in den letzten Wochen angesammelt hatte, zu kompensieren? Zum Teil, aber nicht nur. Der Gesang hatte ihn völlig aus der Bahn geworfen. Es sprach so vieles in ihm an: seine Liebe zu Ma-Duk, die zwar aufrichtig war, aber niemals die Liebe zu seinem Bruder und vor allem zu seiner Mutter übertreffen konnte; seine extreme Loyalität gegenüber seinem Stamm, dessen Bräuche er jedoch im Stillen verfluchte; seine Angst, seinen Vater zu enttäuschen, von dem er wusste, dass er ihn verleugnen würde; seine Furcht vor den Kamis, die ihre Anhänger unter dem Deckmantel großer Ziele ihrer Freiheit beraubten. Dieser Fremde war in Wahrheit so wenig anders als er selbst. Er war sein Spiegel und er hatte ihm gerade das Leben genommen. Pü ballte seine zitternden Fäuste und versuchte, seine Atmung zu regulieren. Eines Abends hatte seine Mutter ihm von einer psychosomatischen Krankheit erzählt, die bei denjenigen, die sich mächtigen Kunstwerken aussetzen, derartige Symptome hervorrufen kann. Dieser Gesang war eine solche Krankheit. Es würde ihn für sein Leben prägen, das wusste er. Der General bemerkte seine Aufregung und sprach ihn darauf an. Seine Diktion wurde immer langsamer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Reißen Sie sich zusammen, mein Junge, Sie müssen lernen, mit Ihren Emotionen umzugehen. Sie befinden sich auf einem sehr dunklen Pfad, den Sie gezwungenermaßen einschlagen mussten und der Ihnen viele Schwierigkeiten bereiten wird.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum ersten Mal seit Beginn der Diskussion machte der Matis einen ernsten Gesichtsausdruck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich habe Sie kämpfen sehen, ich habe Ihre Art zu kämpfen und Ihren Blick beobachtet. Sie sind zwar ein hervorragender Kämpfer, aber Sie hassen es zu töten. Sie gehören nicht zu denen, die sich am Blut ihrer Opfer berauschen. Jedes Mal, wenn Sie ein Leben auslöschen, ist es, als würden Sie sich selbst töten. Sie sind jung, Sie können Ihr Schicksal noch in die Hand nehmen und in ein glücklicheres Morgen segeln.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn er das nur wüsste, dachte Pü und erinnerte sich an die Vorhersagen von Großmutter Bä-Bä.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Kommen Sie schon ... Ich habe diesen Moment zu lange hinausgezögert ... Es ist Zeit für mich, zu meinen Vorfahren zurückzukehren, stammelte er und ließ sich auf den Zoraï plumpsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Warten Sie, sagen Sie mir Ihren Namen! Auch die Ihrer Tochter und Ihrer Frau!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Ich bin Sirgio di Rolo ... Meine Frau heißt Virinia ... Und unsere wunderschöne kleine Tochter ... Trini ...&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü hielt die Schultern des Generals fest und legte ihn auf den Boden. Er war tot. Er schloss ihm die Augen und löste behutsam den Mörderdolch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sirgio di Rolo, ich verspreche Ihnen, dass ich im kommenden Jahr jeden Morgen für das Heil Ihrer Tochter beten werde. Außerdem verpflichte ich mich, meine Seele während meiner Rückkehrzeremonie an Ihre zu binden. Ich hoffe, dass Sie mir die Kraft geben werden, mein Schicksal zu verfolgen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit diesen Worten öffnete der Junge die kleine Tasche, die seinen linken Oberschenkel flankierte. Darin befanden sich zwei dünne, lange Instrumente, die er sorgfältig herausholte. Das erste war ein zwanzig Zentimeter langer [[Taleng]]-Stamm mit einem Durchmesser von einem Zentimeter, dessen eines Ende zu einer Spitze geschliffen war. Taleng, dessen grüne Stängel aus hohlen, verholzten und sehr schnell wachsenden Stoppeln bestehen, war im Dschungel reichlich vorhanden. Die Zoraï verwendeten es häufig als Material für die Herstellung von Geräten. Das zweite Werkzeug, das ebenfalls aus Taleng hergestellt wurde, war eine dünne, lange Zange. Pü stieg über den Oberkörper des Generals und hob seinen Kopf mit der linken Hand hoch. Mit seiner amputierten Hand drückte er den Stab mühsam in das rechte Nasenloch des Matis, bis er ihn nicht mehr weiterschieben konnte. Mit einem gezielten Schlag seiner Handfläche durchbohrte er seinen Schädel. Blut floss um und in den starren Stab, und das Kind schloss die Augen. Er wusste zwar ungefähr, wo er sich befand, aber wenn er sein Ziel genau erkennen wollte, musste er seine anderen Sinne ausschalten. Es dauerte nur wenige Sekunden, bis er das unmerkliche Echo erkannte, das aus dem Inneren des Matis-Kopfes drang und von den umliegenden spirituellen Partikeln subtil widergespiegelt wurde. '''Meditativ führte Pü die Röhre allmählich in das Gehirn des Matis ein'''. Schließlich, als der Talengstab sein Ziel erreicht hatte, öffnete er wieder die Augen. Er ließ den Kopf des Generals auf dem Boden ruhen, holte die dünne Zange mit seiner gesunden Hand und schob sie in das Nasenrohr. Obwohl er sich erneut konzentrieren musste, um sicherzugehen, dass er nicht über das Ziel hinausschoss, bestätigte ihm ein deutlich stärkeres Pulsieren als die anderen seinen Erfolg. Vorsichtig fuhr der Griff zurück, und ein kleines, überraschend festes Stück Fleisch schob sich aus der Röhre, die zwischen den beiden Schenkeln der Zange eingeklemmt war. Pü betrachtete den Fleischkokon, um sicherzugehen, dass er nicht beschädigt war. In seinem Inneren war der Samen des Lebens eingeschlossen, von dem es hieß, dass er der Sitz der homininen Seele sei. Die Seele von Sirgio di Rolo. Pü hatte diesen zerbrechlichen Schatz bereits gesehen, der wirklich wie ein kleiner, grauer Samen aussah, der nur wenige Millimeter lang war. Sirgio di Rolo war wirklich tot, aber er konnte immer noch das Echo seines Lebenssamens erkennen. Pü hatte sich während seines Exils viele Gedanken über dieses Echo gemacht. Er hatte sich sogar gefragt, ob es ein Signal sein könnte. Ein Signal der Seele. Aber ein Signal an wen? An Ma-Duk, notwendigerweise.&lt;br /&gt;
[[file:Meditatif.png|right|400px|alt=… Méditatif, Pü enfonça…|Meditativ führte Pü]]&lt;br /&gt;
Ein Schwarm von Javings ließ den Jungen aufschrecken, doch er kam sofort wieder zu sich. Er öffnete eine der kleinen Taschen an seinem Gürtel und legte vorsichtig seine makabre Trophäe hinein. Anschließend wiederholte er den Vorgang bei den anderen drei Leichen, wobei er darauf achtete, dass die Fleischstücke in separaten Taschen aufbewahrt wurden. Zuletzt wandte er sich Sivaldo zu, dem ohnmächtigen Maschinengewehrschützen, den der General gebeten hatte, ihn zu verschonen. Wie die anderen Soldaten war er ungefähr im Alter seines Bruders. Zweifellos galt dieser Matis bei seinem Volk wahrscheinlich als Musterbeispiel für Schönheit. Er war groß und gut gebaut und hatte lange, geflochtene Haare in einem strahlenden Blond. Die harmonischen Gesichtszüge wirkten wie von Hand gezeichnet, und als Pü seine Augenlider anhob, um seinen Zustand zu überprüfen, entdeckte er kristallklare Iriden. Zum Leidwesen des Matis war sein Gesicht nun von einem langen, tiefen Schnitt durchzogen. Zwar konnte der Zoraï die Wunde schließen, doch würde es ihm nicht gelingen, das durch den Aufprall des Schildes verursachte Mal vollständig zu entfernen. Er war zu schwach und musste genug Energie sparen, um seine eigenen Wunden zu heilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Une fois le Matis soigné, il se dirigea jusqu’au buisson où il avait caché son panier cubique. Pü l’extirpa délicatement des feuillages et le posa sur le sol. Satisfait de l’emplacement, il en ouvrit précautionneusement le couvercle, comme s’il abritait un trésor. Le panier contenait un cube d’ambre parfaitement enchâssé dans le réceptacle d’osier, qui semblait lui-même renfermer plusieurs dizaines de formes. Il récupéra méticuleusement un des morceaux de chair qu’il avait rangés dans les poches de sa ceinture, et le posa sur la seule face visible du cube. Il n’eut alors qu’à imprimer sa volonté à la Sève qui l’irriguait, tout en prononçant la célèbre Stance de Daïsha, pour que l’amas sanguinolent s’enfonce dans l’ambre altéré par le sortilège et s’y fige. L’utilisation de cubes d’ambre comme système de stockage avait été inventée, plus d’un siècle auparavant, par le célèbre Hari Daïsha. Aujourd’hui très répandue dans la Jungle, elle permettait de préserver des objets, mais aussi de conserver du savoir, magiquement. Pü réitéra l’opération trois fois et prit soin de terminer par le fragment du général. Il grava l’ambre au-dessus de la position de ce dernier afin de pouvoir le distinguer aisément des autres morceaux de chair. Lorsqu’il referma le couvercle du panier, il exprima un sincère soupir de soulagement. Pour la première fois depuis des semaines, son lendemain ne serait pas souillé de sang. Suite à cela, il veilla patiemment sur le corps du survivant en attendant que les renforts arrivent. Il profita de ce moment de répit pour se reposer et panser ses blessures. S’il répara ses côtes brisées et referma ses plaies, il renonça à régénérer ses doigts manquants : la mutilation laissée ainsi en évidence l’assurait que ce jour resterait à jamais gravé dans sa mémoire. Et lorsqu’il entendit le tumulte des capryniers matis résonner au loin, il disparut dans la pénombre des arbres centenaires.&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;[[file:Sep-chap-5.png|40px]]&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
Le voyage du retour dura plusieurs semaines, mais se déroula sans encombre. Pü quitta les forêts infinies du Royaume de Matia en direction du sud, passa les Cicatrices de Zachini, ces dangereux et immenses gouffres qui séparaient les hauts plateaux boisés des humides plaines luxuriantes, et rejoignit finalement la Jungle, son pays natal. Il n’eut aucun mal à franchir la Grande Muraille, qui isolait la Théocratie Zoraï du reste du monde, et à esquiver les gardes-frontières, qui semblaient d’ailleurs se reposer un peu trop sur le gigantisme du mur. Certes, l’édifice était imposant. Mais, l’ayant escaladé à plusieurs reprises, le jeune homin s’était fait une bonne idée de son état : malheureusement, le manque d’entretien se faisait gravement sentir par endroits. Un jour, des ennemis de la Théocratie Zoraï feraient tomber le rempart avant même que Min-Cho ou le Conseil des Sages ne puissent le prédire. L’enfant espérait que, le moment venu, les Zoraïs seraient prêts à affronter l’envahisseur. Durant tout son voyage de retour, Pü avait été traversé de sentiments contradictoires. Depuis qu’il avait été contraint de quitter son village, son envie d’y retourner au plus vite ne l’avait jamais quitté. Mais s’il avait espéré y reprendre une vie normale une fois rentré, il ne pouvait dorénavant plus s’empêcher de se remémorer les derniers mots de Sirgio di Rolo :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Vous êtes jeune, vous pouvez encore reprendre en main votre destin et voguer vers des lendemains plus heureux. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Était-il réellement capable de redevenir maître de sa destinée ? Pourrait-il s’opposer aux coutumes violentes de sa tribu ? Réussirait-il à empêcher son frère de mener l'expédition sanglante qui lui était destinée ? Tant de questions qui le tourmentaient depuis son départ du Royaume de Matia.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
L’astre ambré presque disparu derrière l'horizon du nord-ouest annonçait l'aube lorsque Pü arriva finalement à destination. Cela faisait maintenant de nombreux jours qu’il avait passé le fleuve Ti-aïn et la capitale Zoran, pour continuer vers le sud à travers la jungle épaisse. Le second astre, celui du jour, commençait tout juste à reprendre de son éclat, et balayait de ses faibles rayons le panorama qui s’offrait à lui. L’enfant eut un mouvement de recul. Après avoir vécu plusieurs mois au cœur d’envoûtantes forêts multicolores, il avait oublié la froideur de son monde. Au sommet de la colline, la gigantesque souche morte qui abritait son village trônait sinistrement sur l'écorce recouverte d’une végétation rabougrie et noircie. Les ancêtres racontaient qu’autrefois, la souche était l’arbre-ciel le plus imposant du pays, et qu’il renfermait des matières premières exceptionnellement rares. Bien entendu, la Karavan avait tenté de s’en emparer, et les Kamis s’y étaient violemment opposés. Dans un assaut désespéré, les agents de la Karavan avaient déployé une machine infernale cracheuse de feu. Mais pas n’importe quel feu. Un feu bien plus vorace et tenace qu’à l’ordinaire, qui avait ravagé une bonne partie de la région avant de déchirer le sol et de continuer sa course dans les Primes Racines. On raconte qu’encore aujourd’hui le feu serait en train d’œuvrer en silence dans les profondeurs de l'Écorce.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
L’enfant gravit la colline en direction de l’inquiétante déchirure qui faisait office d’accès. À peine les gardes l’eurent-ils reconnu qu’ils s’inclinèrent avec déférence. Pü entra dans la souche et fila sans perdre une seconde vers la hutte de Grand-Mère Bä-Bä. Il évoluait par habitude dans les allées tortueuses de cet étrange village aux multiples étages, et esquivait instinctivement les racines qui s’entremêlaient sous ses pieds. La déconvenue née de la comparaison du paysage grisâtre avec les chaleureuses forêts de Matia avait vite été oubliée, laissant place aux souvenirs. Il était né ici. Durant sa course, il croisa plusieurs Zoraïs, qui une fois la surprise passée, inclinèrent tous la tête en signe de respect. Pü leur rendit leur salut, mais évita de leur parler. De toute manière, il savait que tous seraient bientôt au courant de son retour. Lorsqu’il fut à deux pas de chez Grand-Mère Bä-Bä, son nez le piqua et il vit des vapeurs violettes s’échapper de la hutte, signe que la doyenne du village était en train de préparer une concoction. Il poussa les premiers rideaux, et avant même qu’il ait pénétré totalement l’habitation, la vieille dame l’interpella :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Je t’attendais mon enfant, pose le cube d’ambre sur l’autel. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü passa la dernière étoffe et aperçut Grand-Mère Bä-Bä, debout sur un tabouret et pliée en deux au-dessus d’une grande marmite. En la revoyant ainsi, fripée, squelettique et tordue, Pü se demanda à partir de quel âge la mort se lassait d’attendre, et renonçait à intervenir. Il s’avança vers l’autel et posa son panier. L’ancêtre touillait une étrange mixture odorante avec une grosse cuillère en bois.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Je suis en train de terminer de concocter le breuvage pour ta Cérémonie du Retour. Maintenant file retrouver ta mère. Tu lui manques terriblement. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü obéit et se dirigea vers la sortie. Cependant, il ne réussit pas à se retenir de lui poser une question.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Grand-Mère, comment as-tu su que j’allais arriver ? »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grand-Mère Bä-Bä fit claquer sa langue et Pü se crispa instantanément. Lorsqu’il était plus jeune, ce bruit caractéristique était souvent accompagné d’un coup de canne. L’enfant avait mal aux doigts rien qu’en y pensant. D’un son, elle venait de lui rappeler qu’elle restait la plus haute autorité du village, et qu’il ne fallait pas lui désobéir.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« File je te dis ! Et si tu veux un conseil, évite de mentionner précisément comment s’est soldée la dernière rencontre que tu as faite dans le Royaume de Matia, et les doutes auxquels tu fais face depuis. Le village risque de ne pas apprécier, et surtout pas ton père. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü poussa les rideaux qui masquaient l’entrée tel un automate, perturbé à la fois par la précision des connaissances de Grand-Mère Bä-Bä et par l’idée que son père puisse apprendre la vérité sur l’épisode évoqué. Cependant, si elle l’avait mis en garde, c’est qu’elle ne comptait pas la révéler au Masque Noir. Était-elle de son côté ? Pü n’eut pas le temps de se tracasser plus longtemps. À peine avait-il mis un pied dehors qu’il se rendit compte que la moitié du village, sa famille comprise, l’attendait devant la hutte.&lt;br /&gt;
[[file:Son pere.png|right|400px|alt=… Son père ne le félicita…|Son père ne le félicita]]&lt;br /&gt;
Les retrouvailles se passèrent comme il l’avait imaginé. '''Son père ne le félicita que brièvement, mais son regard était empli de fierté'''. Son frère lui cogna violemment l’épaule pour marquer son affection, et lui demanda dans la foulée combien de victimes il avait faites. Pour le futur Masque Noir, c’était ce qui importait le plus. Il fut déçu d’apprendre que son cadet s’était simplement contenté des cent cinquante et une demandées, alors que lui-même en avait presque fait le double à son époque. Quant à sa mère, elle s’effondra dans ses bras. Ou bien Pü s’effondra dans les siens. Il dut faire un effort considérable pour ne pas fondre en larmes devant la foule, et dut attendre de la retrouver en tête-à-tête pour se laisser totalement aller. Si sa mère le réconforta longuement en le couvrant de caresses et de mots doux, elle le réprimanda lorsqu’elle se rendit compte qu’il avait omis volontairement de régénérer ses doigts coupés. Looï avait beau être une grande guérisseuse, passé un certain délai de cicatrisation, certaines blessures devenaient permanentes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Le soir même, la Cérémonie du Retour eut lieu. Toute la tribu se réunit sur la Place du Cérémonial où un breuvage fut distribué à chaque villageois, nouveaux-nés compris. Il contenait un mélange alcoolisé de sève dans lequel un cocon de chair avait été dissous. Les Zoraïs se placèrent en cercles concentriques et attendirent que Grand-Mère Bä-Bä arrive, accompagnée comme toujours par la mère de Pü. Bien qu’accoutumés aux divers rituels qui avaient souvent lieu au sein de la communauté, tous retinrent leur souffle lorsqu’elle leva le bras. Les lumières des habitations surplombant la place fusèrent dans sa paume fermée et une petite sphère de lumière en sortit lorsqu’elle ouvrit la main. L’astre s’envola jusqu’au totem et s’empourpra, avant de pénétrer la bouche d’un masque. Les orifices des autres visages s’illuminèrent alors instantanément. La vieille dame lâcha le bras de Looï, qui lui servait jusqu’alors de soutien, et récupéra d’un mouvement tremblant le bol qu’elle lui tendait. Elle s’avança jusqu’au totem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Mes fils, mes filles, nous sommes réunis ce soir pour célébrer le retour de Pü Fu-tao parmi nous ! cria la vieille dame d’une voix étrangement amplifiée. Le jeune garçon est revenu plus fort de son exil en régions païennes, et avec en sa possession les cent cinquante et une graines de vie demandées ! Le Grand Géniteur salue son effort. Mais ce n’est pas tout ! Ma-Duk m’a aussi confié quelque chose. Nous en avons maintenant la certitude, la Guerre Sacrée débutera bientôt, et sera menée par nos enfants ! D’ici quelques années, nous nous mettrons en route. Guidés par le Guerrier Sacré, nous marcherons sur le monde, traquant les suppôts de la Karavan sans relâche ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü regardait fixement le breuvage emplissant son bol, comme hypnotisé. La couleur du liquide oscillait entre le violet et le noir, et des petites particules de chair rougeâtre flottaient à la surface. Et puis la graine grisâtre de Sirgio di Rolo émergea. Alors comme ça, Ma-Duk s’était adressé à Grand-Mère Bä-Bä pour lui dire que la Guerre Sacrée aurait bientôt lieu ? Pü frissonna. Lui qui avait passé son voyage de retour à rêver d’un autre futur, venait de se faire froidement rattraper par la réalité.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Maintenant, buvez l’offrande de Pü ! reprit Looï. Nourrissez-vous de l’essence des suppôts de la Karavan ! Absorbez leurs âmes et priez pour elles ! Elles vous donneront la force d’accomplir le projet divin auquel nous devrons tous participer d’ici peu ! Et si le Grand Géniteur le veut, ils seront alors absous de leurs péchés ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Les Zoraïs burent d’une traite le liquide visqueux et les parents s’occupèrent de la dose des plus petits. Pü avala sans rechigner l’horrible mixture, toujours perdu dans ses pensées. Alors que son peuple commençait d'entonner en chœur les premiers chants liturgiques de la soirée, Pü jeta un regard triste vers celle qu’il venait à peine de retrouver, et qu’il risquait à nouveau de perdre d’ici quelques années. Il fredonna un autre air.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
          ''Que Jena me pardonne et ses clercs me maudissent,''&lt;br /&gt;
          ''Qu'Aniro me renie et flatteurs se réjouissent,''&lt;br /&gt;
          ''Qu'Atys m'engloutisse et à jamais m'oublie,''&lt;br /&gt;
          ''Je meurs plein de vous, mon enfant, mon amie.''&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
Encore quelques années à profiter de sa présence. Ensuite, il n’y aurait plus que la guerre, la douleur, le sang et la mort. Celles des autres, la sienne, mais peut-être aussi celle de sa mère. Quoi qu’il advienne, Ma-Duk devait le savoir : ce combat, il le mènerait avant tout pour elle. Sa vie importait plus que celles de tous les Kamis réunis. Et, à l’instar de Sirgio di Rolo, ses derniers mots lui seraient consacrés&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NavChap|[[Kapitel IV - Sylvan Exil]]|[[:Kategorie:Der Heilige Krieg#Inhaltsverzeichnis|Inhaltsverzeichnis]]|[[Kapitel VI - Das Erwachen]]}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Portal|Die Große Bibliothek|Zoraï}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Der Heilige Krieg]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jadeyn</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Kapitel_V_-_Die_Saat_des_Zweifels&amp;diff=36936</id>
		<title>Kapitel V - Die Saat des Zweifels</title>
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				<updated>2023-12-05T09:36:02Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Jadeyn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{NavChap|[[Kapitel IV - Sylvan Exil]]|[[:Kategorie:Der Heilige Krieg#Inhaltsverzeichnis|Inhaltsverzeichnis]]|[[Kapitel VI - Das Erwachen]]}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Trad&lt;br /&gt;
|DE=Kapitel V - Die Saat des Zweifels|DEs=2&lt;br /&gt;
|EN=Chapter V - The seed of doubt|ENs=4&lt;br /&gt;
|ES=&amp;lt;!--Capítulo V - La semilla de la duda--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|FR=Chapitre V - La graine du doute|FRs=0&lt;br /&gt;
|RU=&amp;lt;!--Глава V - Семя сомнения--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|H=1&lt;br /&gt;
|palette=}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Clear}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:purple;font-weight:bold&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''V - Die Saat des Zweifels'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;[[file:Tit-chap-4-5.png|60px]]&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:purple;font-weight:bold&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''Jahr 2474 von Jena'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Quotation|''Bélénor Nébius, Erzähler'' • ''Cheng Lai'SuKi, Illustratorin''|&lt;br /&gt;
Frei. Pü war endlich frei. Frei, um nach Hause und zu seinen Lieben zurückzukehren. Leider hatte ihn der Kampf nicht unversehrt gelassen, und der wiederkehrende Schmerz zerstörte diese positiven Gedanken. Der junge Zoraï richtete sich auf und untersuchte sich selbst: Seine Beine und sein Becken waren mit Blasen bedeckt, seine Haut war an vielen Stellen oberflächlich aufgeschlitzt und ein Drittel seiner rechten Hand war abgetrennt, wobei ihm ein Teil des kleinen und des Ringfingers fehlte. Erst als er seine Verstümmelung betrachtete, bemerkte er, dass sein Feuerzauber seinen Stumpf vollständig ausgebrannt hatte. Außerdem waren vier seiner Rippen gebrochen. Aber alles in allem hatte er sich doch recht gut gehalten. Und vor allem war sein jetziger Schmerz nichts im Vergleich zu dem, was er vor einigen Monaten erlebt hatte, als ihm seine Maske gewachsen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« &amp;quot;Ma-Duk schenkt uns den ultimativen Schmerz, damit kein Leid der Welt jemals seine Soldaten erreichen kann.&amp;quot; »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als er sich mühsam wieder aufrichtete, hörte er eine Stimme. Pü versuchte reflexartig, seine abwesenden Waffen zu ziehen, ging in Kampfposition und suchte mit den Augen nach seinem neuen Gegner. Niemand war zu sehen. Die Stimme wurde deutlicher: Mateis. Pü erkannte, dass sie vom General kam und dass er überlebt hatte. Das überraschte ihn jedoch nicht: Er hatte auf den motorischen Bereich im Gehirn des Matis gezielt, nicht um ihn zu töten, sondern um sein motorisches System zu beschädigen und ihn daran zu hindern, die Klinge herauszuziehen, die die Regeneration verhinderte. Einem Homin das Leben zu nehmen, war schwierig. Und wenn es unmöglich war, den Gegner mit einem Schlag zu töten, musste man versuchen, seine regenerativen Fähigkeiten zu erreichen. Wenn der Matis also überlebt hatte, war er nicht in der Lage, sein Gehirn zu regenerieren, und musste daher sterben. Trotzdem ging Pü vorsichtig auf ihn zu. Denn dieser Homin war bei weitem der härteste Gegner, dem er je gegenübergestanden hatte, abgesehen vielleicht von seinem Onkel und seinem Vater. Als er in sein Sichtfeld trat, '''blickte der Matis, der noch immer den Dolch in seinem Schädel steckte, in das Tagesgestirn, und sah auf ihn'''. Blut lief ihm über das Gesicht. Er artikulierte mühsam.&lt;br /&gt;
[[file:Le Matis.png|right|400px|alt=… le Matis, qui regardait l’astre du jour…|blickte der Matis, in das Tagesgestirn]]&lt;br /&gt;
&amp;quot;Mein Junge, Ihre letzte Akrobatik war beeindruckend, sagte er und hustete. Ich habe noch niemals gegen einen so agilen Gegner wie Sie gekämpft.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü musterte ihn kühl, ohne zu antworten. Hat er ihm gratuliert? Diesen Gegner wird er so schnell nicht vergessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ach, übrigens... Verzeihen Sie mir, was ich über Ihre Mutter und Ihr Volk gesagt habe. Ich kann Ihre Bräuche nicht gutheißen, aber ich habe meine Beleidigungen nicht so gemeint. Die Zoraï sind keine Wilden, genauso wie die Tryker keine Sklaven sind. Und wenn Sie in der Tat indoktriniert sind, sind wir es auch. Ich wollte Sie nur provozieren ... was ziemlich gut funktioniert hat.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü konnte es nicht fassen. Er hatte die Hälfte seines Trupps im Alleingang dezimiert und würde ihm bald das Leben nehmen. Und doch bereute der General seine Worte und entschuldigte sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Mein Junge, die Sekunden sind knapp. Bevor ich gehe, möchte ich Sie bitten, zwei meiner Bitten zu erfüllen. Sie haben das Duell gewonnen, also müssen Sie es nicht annehmen. Ich bitte Sie jedoch, auf Ihr Herz zu hören.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Mutter hatte ihm zwar vom Ehrenkodex der Matis-Offiziere erzählt, aber es war das erste Mal, dass Pü dessen Anwendung beobachtete. Keiner der Matia-Soldaten, gegen die er bis dahin gekämpft hatte, hatte sich jemals so verhalten. Der Zoraï entspannte sich und kniete vor dem Matis nieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sagen Sie mir, ich höre Ihnen zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Als Erstes möchte ich, dass Sie Sivaldo, den Maschinengewehrschützen, den Sie niedergeschlagen haben, verschonen und in Sicherheit bringen. Er ist ein tapferer Soldat, wie viele andere auch, und er ist auch mein Neffe. Aber vor allem ist seine Seele besonders schön. Zu viele Jahrzehnte lang haben die Matis Hass verbreitet und ihn im Gegenzug zu spüren bekommen. Unser Volk braucht Jungen wie ihn. Vorhin haben Sie mir angeboten, zu fliehen, indem Sie ihn Ihnen überlassen. Wenn Sie nur ein Leben brauchen, dann ist das erledigt, denn Sie haben meines bereits erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Ich nehme an, sagte Pü, der den Soldaten ohnehin verschont hätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Vielen Dank, antwortete der General mit einem schwachen Lächeln. Zum Schluss möchte ich Sie bitten, mich für meine Frau und meine Tochter singen zu lassen. Sie sind das Liebste, was ich an Matia habe. Seit jeher sind sie mein Grund zu kämpfen. Vor allem für sie bilde ich Soldaten aus und beschütze das Königreich.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tränen begannen zu fließen und vermischten sich mit dem Blut, als er wieder in das Tagesgestirn starrte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wenn Sie zustimmen, werde ich ein glücklicher Homin sein. Gestorben in einem großartigen Kampf, unter den Augen Jenas, zu Ehren der Homins meines Lebens.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü blickte unauffällig in Richtung der Stelle, an der er den Kami gesehen hatte. Er war nicht mehr da. Tief in seinem Inneren wusste er, dass es falsch war, einen Feind einen heidnischen Gesang anstimmen zu lassen. Aber als der General seine Frau und seine Tochter erwähnte, hatte er ihn berührt. Wie konnte er seiner letzten Bitte nicht nachkommen? Pü legte eine Hand auf seine Schulter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich höre Ihnen zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Ich wusste, dass Sie zustimmen würden, seufzte der Matis, bevor er sich räusperte. Schließen Sie die Augen, lassen Sie Ihren Geist gehen und hören Sie den Gesang des Waldes. Ich werde ihn mit meiner Stimme begleiten.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü verlor jegliche Vorsicht und gehorchte. Es war wahr, dass die Wälder von Matia in vielerlei Hinsicht voller Wunder waren, die sich, sobald man die Augen schloss, sowohl in den duftenden Düften als auch in dem beruhigenden Rauschen der Bäume ausdrückten. Es wurde still. Der General wartete, bis der Wind aufkam, und begann seinen Gesang.&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
           ''Zur Mutter habe ich gebetet und für sie gekämpft,''&lt;br /&gt;
           ''Die mich als Kind mit süßen Litaneien einlullte.''&lt;br /&gt;
           ''Doch in der Stunde des Todes, meine Kleine und meine Liebe,''&lt;br /&gt;
           ''Zu Deiner Lieblichkeit kehrte ich zurück.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           ''Dem Karan habe ich gedient, und für ihn habe ich gekämpft,''&lt;br /&gt;
           ''Der früh meinen Durst nach dem Besten belohnte.''&lt;br /&gt;
           ''Aber ihr seid es, liebe Hominas, für immer in meinem Herzen,''&lt;br /&gt;
           ''Die mir das Beste gegeben haben, ohne zu zögern.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           ''Die Karavan habe ich gefürchtet und in ihrem Namen gehandelt,''&lt;br /&gt;
           ''So viel Macht entfalteten ihre schwarzen Maschinen.''&lt;br /&gt;
           ''Aber es ist die Angst, euch zu verlieren, die zur Verzweiflung führt,''&lt;br /&gt;
           ''In der letzten Stunde, die das Leben aus dem Körper fliehen sieht.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           ''Den Wald habe ich geliebt, oft auch wegen Matia,''&lt;br /&gt;
           ''Verließ die Kunstgriffe eines steifen Hofes.''&lt;br /&gt;
           ''Aber wenn mir durch ein Wunder ein anderer Tag geschenkt wurde,''&lt;br /&gt;
           ''Dann würde ich meine Zeit bei euch beiden verbringen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           ''Jena möge mir verzeihen und seine Kleriker mich verfluchen,''&lt;br /&gt;
           ''[[Aniro III|Aniro]] soll mich verleugnen, und Schmeichler sollen sich freuen,''&lt;br /&gt;
           ''Atys soll mich verschlingen und für immer vergessen,''&lt;br /&gt;
           ''Ich sterbe voll von euch, mein Kind, meine Liebe.''&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
Pü öffnete seine Augen wieder und war völlig verwirrt. Seine Maske war tränenüberströmt und sein Herz raste. Ihm wurde schwindelig und er erstickte laut. Was war nur mit ihm los? War er dabei, die ganze Anspannung, die er in den letzten Wochen angesammelt hatte, zu kompensieren? Zum Teil, aber nicht nur. Der Gesang hatte ihn völlig aus der Bahn geworfen. Es sprach so vieles in ihm an: seine Liebe zu Ma-Duk, die zwar aufrichtig war, aber niemals die Liebe zu seinem Bruder und vor allem zu seiner Mutter übertreffen konnte; seine extreme Loyalität gegenüber seinem Stamm, dessen Bräuche er jedoch im Stillen verfluchte; seine Angst, seinen Vater zu enttäuschen, von dem er wusste, dass er ihn verleugnen würde; seine Furcht vor den Kamis, die ihre Anhänger unter dem Deckmantel großer Ziele ihrer Freiheit beraubten. Dieser Fremde war in Wahrheit so wenig anders als er selbst. Er war sein Spiegel und er hatte ihm gerade das Leben genommen. Pü ballte seine zitternden Fäuste und versuchte, seine Atmung zu regulieren. Eines Abends hatte seine Mutter ihm von einer psychosomatischen Krankheit erzählt, die bei denjenigen, die sich mächtigen Kunstwerken aussetzen, derartige Symptome hervorrufen kann. Dieser Gesang war eine solche Krankheit. Es würde ihn für sein Leben prägen, das wusste er. Der General bemerkte seine Aufregung und sprach ihn darauf an. Seine Diktion wurde immer langsamer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Reißen Sie sich zusammen, mein Junge, Sie müssen lernen, mit Ihren Emotionen umzugehen. Sie befinden sich auf einem sehr dunklen Pfad, den Sie gezwungenermaßen einschlagen mussten und der Ihnen viele Schwierigkeiten bereiten wird.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum ersten Mal seit Beginn der Diskussion machte der Matis einen ernsten Gesichtsausdruck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich habe Sie kämpfen sehen, ich habe Ihre Art zu kämpfen und Ihren Blick beobachtet. Sie sind zwar ein hervorragender Kämpfer, aber Sie hassen es zu töten. Sie gehören nicht zu denen, die sich am Blut ihrer Opfer berauschen. Jedes Mal, wenn Sie ein Leben auslöschen, ist es, als würden Sie sich selbst töten. Sie sind jung, Sie können Ihr Schicksal noch in die Hand nehmen und in ein glücklicheres Morgen segeln.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn er das nur wüsste, dachte Pü und erinnerte sich an die Vorhersagen von Großmutter Bä-Bä.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Kommen Sie schon ... Ich habe diesen Moment zu lange hinausgezögert ... Es ist Zeit für mich, zu meinen Vorfahren zurückzukehren, stammelte er und ließ sich auf den Zoraï plumpsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Warten Sie, sagen Sie mir Ihren Namen! Auch die Ihrer Tochter und Ihrer Frau!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Ich bin Sirgio di Rolo ... Meine Frau heißt Virinia ... Und unsere wunderschöne kleine Tochter ... Trini ...&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü hielt die Schultern des Generals fest und legte ihn auf den Boden. Er war tot. Er schloss ihm die Augen und löste behutsam den Mörderdolch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sirgio di Rolo, ich verspreche Ihnen, dass ich im kommenden Jahr jeden Morgen für das Heil Ihrer Tochter beten werde. Außerdem verpflichte ich mich, meine Seele während meiner Rückkehrzeremonie an Ihre zu binden. Ich hoffe, dass Sie mir die Kraft geben werden, mein Schicksal zu verfolgen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit diesen Worten öffnete der Junge die kleine Tasche, die seinen linken Oberschenkel flankierte. Darin befanden sich zwei dünne, lange Instrumente, die er sorgfältig herausholte. Das erste war ein zwanzig Zentimeter langer [[Taleng]]-Stamm mit einem Durchmesser von einem Zentimeter, dessen eines Ende zu einer Spitze geschliffen war. Taleng, dessen grüne Stängel aus hohlen, verholzten und sehr schnell wachsenden Stoppeln bestehen, war im Dschungel reichlich vorhanden. Die Zoraï verwendeten es häufig als Material für die Herstellung von Geräten. Das zweite Werkzeug, das ebenfalls aus Taleng hergestellt wurde, war eine dünne, lange Zange. Pü stieg über den Oberkörper des Generals und hob seinen Kopf mit der linken Hand hoch. Mit seiner amputierten Hand drückte er den Stab mühsam in das rechte Nasenloch des Matis, bis er ihn nicht mehr weiterschieben konnte. Mit einem gezielten Schlag seiner Handfläche durchbohrte er seinen Schädel. Blut floss um und in den starren Stab, und das Kind schloss die Augen. Er wusste zwar ungefähr, wo er sich befand, aber wenn er sein Ziel genau erkennen wollte, musste er seine anderen Sinne ausschalten. Es dauerte nur wenige Sekunden, bis er das unmerkliche Echo erkannte, das aus dem Inneren des Matis-Kopfes drang und von den umliegenden spirituellen Partikeln subtil widergespiegelt wurde. '''Meditativ führte Pü die Röhre allmählich in das Gehirn des Matis ein'''. Schließlich, als der Talengstab sein Ziel erreicht hatte, öffnete er wieder die Augen. Er ließ den Kopf des Generals auf dem Boden ruhen, holte die dünne Zange mit seiner gesunden Hand und schob sie in das Nasenrohr. Obwohl er sich erneut konzentrieren musste, um sicherzugehen, dass er nicht über das Ziel hinausschoss, bestätigte ihm ein deutlich stärkeres Pulsieren als die anderen seinen Erfolg. Vorsichtig fuhr der Griff zurück, und ein kleines, überraschend festes Stück Fleisch schob sich aus der Röhre, die zwischen den beiden Schenkeln der Zange eingeklemmt war. Pü betrachtete den Fleischkokon, um sicherzugehen, dass er nicht beschädigt war. In seinem Inneren war der Samen des Lebens eingeschlossen, von dem es hieß, dass er der Sitz der homininen Seele sei. Die Seele von Sirgio di Rolo. Pü hatte diesen zerbrechlichen Schatz bereits gesehen, der wirklich wie ein kleiner, grauer Samen aussah, der nur wenige Millimeter lang war. Sirgio di Rolo war wirklich tot, aber er konnte immer noch das Echo seines Lebenssamens erkennen. Pü hatte sich während seines Exils viele Gedanken über dieses Echo gemacht. Er hatte sich sogar gefragt, ob es ein Signal sein könnte. Ein Signal der Seele. Aber ein Signal an wen? An Ma-Duk, notwendigerweise.&lt;br /&gt;
[[file:Meditatif.png|right|400px|alt=… Méditatif, Pü enfonça…|Meditativ führte Pü]]&lt;br /&gt;
Une envolée de javings fit sursauter l’enfant qui reprit instantanément ses esprits. Ouvrant l’une des petites poches de sa ceinture, il y plaça délicatement son macabre trophée. Il répéta ensuite l’opération sur les trois autres cadavres, prenant bien soin de placer les morceaux de chair dans des pochettes distinctes. En dernier lieu, il se porta vers Sivaldo, le mitrailleur évanoui que le général lui avait demandé d’épargner. Comme les autres soldats, il devait avoir environ l’âge de son frère. À n’en pas douter, ce Matis était probablement considéré par son peuple comme un modèle de beauté. Il était grand et bien bâti, et disposait d’une longue chevelure tressée d’un blond éclatant. Les traits harmonieux de son visage semblaient avoir été dessinés à la main, et quand Pü lui souleva les paupières pour vérifier son état, il découvrit des iris cristallins. Malheureusement pour le Matis, son visage était maintenant traversé d’une longue et profonde entaille. Si le Zoraï était en mesure de refermer la plaie, il ne réussirait pas à effacer totalement la marque causée par l’impact du bouclier. Il était en effet trop faible, et devait conserver assez d’énergie pour guérir ses propres blessures.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Une fois le Matis soigné, il se dirigea jusqu’au buisson où il avait caché son panier cubique. Pü l’extirpa délicatement des feuillages et le posa sur le sol. Satisfait de l’emplacement, il en ouvrit précautionneusement le couvercle, comme s’il abritait un trésor. Le panier contenait un cube d’ambre parfaitement enchâssé dans le réceptacle d’osier, qui semblait lui-même renfermer plusieurs dizaines de formes. Il récupéra méticuleusement un des morceaux de chair qu’il avait rangés dans les poches de sa ceinture, et le posa sur la seule face visible du cube. Il n’eut alors qu’à imprimer sa volonté à la Sève qui l’irriguait, tout en prononçant la célèbre Stance de Daïsha, pour que l’amas sanguinolent s’enfonce dans l’ambre altéré par le sortilège et s’y fige. L’utilisation de cubes d’ambre comme système de stockage avait été inventée, plus d’un siècle auparavant, par le célèbre Hari Daïsha. Aujourd’hui très répandue dans la Jungle, elle permettait de préserver des objets, mais aussi de conserver du savoir, magiquement. Pü réitéra l’opération trois fois et prit soin de terminer par le fragment du général. Il grava l’ambre au-dessus de la position de ce dernier afin de pouvoir le distinguer aisément des autres morceaux de chair. Lorsqu’il referma le couvercle du panier, il exprima un sincère soupir de soulagement. Pour la première fois depuis des semaines, son lendemain ne serait pas souillé de sang. Suite à cela, il veilla patiemment sur le corps du survivant en attendant que les renforts arrivent. Il profita de ce moment de répit pour se reposer et panser ses blessures. S’il répara ses côtes brisées et referma ses plaies, il renonça à régénérer ses doigts manquants : la mutilation laissée ainsi en évidence l’assurait que ce jour resterait à jamais gravé dans sa mémoire. Et lorsqu’il entendit le tumulte des capryniers matis résonner au loin, il disparut dans la pénombre des arbres centenaires.&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;[[file:Sep-chap-5.png|40px]]&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
Le voyage du retour dura plusieurs semaines, mais se déroula sans encombre. Pü quitta les forêts infinies du Royaume de Matia en direction du sud, passa les Cicatrices de Zachini, ces dangereux et immenses gouffres qui séparaient les hauts plateaux boisés des humides plaines luxuriantes, et rejoignit finalement la Jungle, son pays natal. Il n’eut aucun mal à franchir la Grande Muraille, qui isolait la Théocratie Zoraï du reste du monde, et à esquiver les gardes-frontières, qui semblaient d’ailleurs se reposer un peu trop sur le gigantisme du mur. Certes, l’édifice était imposant. Mais, l’ayant escaladé à plusieurs reprises, le jeune homin s’était fait une bonne idée de son état : malheureusement, le manque d’entretien se faisait gravement sentir par endroits. Un jour, des ennemis de la Théocratie Zoraï feraient tomber le rempart avant même que Min-Cho ou le Conseil des Sages ne puissent le prédire. L’enfant espérait que, le moment venu, les Zoraïs seraient prêts à affronter l’envahisseur. Durant tout son voyage de retour, Pü avait été traversé de sentiments contradictoires. Depuis qu’il avait été contraint de quitter son village, son envie d’y retourner au plus vite ne l’avait jamais quitté. Mais s’il avait espéré y reprendre une vie normale une fois rentré, il ne pouvait dorénavant plus s’empêcher de se remémorer les derniers mots de Sirgio di Rolo :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Vous êtes jeune, vous pouvez encore reprendre en main votre destin et voguer vers des lendemains plus heureux. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Était-il réellement capable de redevenir maître de sa destinée ? Pourrait-il s’opposer aux coutumes violentes de sa tribu ? Réussirait-il à empêcher son frère de mener l'expédition sanglante qui lui était destinée ? Tant de questions qui le tourmentaient depuis son départ du Royaume de Matia.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
L’astre ambré presque disparu derrière l'horizon du nord-ouest annonçait l'aube lorsque Pü arriva finalement à destination. Cela faisait maintenant de nombreux jours qu’il avait passé le fleuve Ti-aïn et la capitale Zoran, pour continuer vers le sud à travers la jungle épaisse. Le second astre, celui du jour, commençait tout juste à reprendre de son éclat, et balayait de ses faibles rayons le panorama qui s’offrait à lui. L’enfant eut un mouvement de recul. Après avoir vécu plusieurs mois au cœur d’envoûtantes forêts multicolores, il avait oublié la froideur de son monde. Au sommet de la colline, la gigantesque souche morte qui abritait son village trônait sinistrement sur l'écorce recouverte d’une végétation rabougrie et noircie. Les ancêtres racontaient qu’autrefois, la souche était l’arbre-ciel le plus imposant du pays, et qu’il renfermait des matières premières exceptionnellement rares. Bien entendu, la Karavan avait tenté de s’en emparer, et les Kamis s’y étaient violemment opposés. Dans un assaut désespéré, les agents de la Karavan avaient déployé une machine infernale cracheuse de feu. Mais pas n’importe quel feu. Un feu bien plus vorace et tenace qu’à l’ordinaire, qui avait ravagé une bonne partie de la région avant de déchirer le sol et de continuer sa course dans les Primes Racines. On raconte qu’encore aujourd’hui le feu serait en train d’œuvrer en silence dans les profondeurs de l'Écorce.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
L’enfant gravit la colline en direction de l’inquiétante déchirure qui faisait office d’accès. À peine les gardes l’eurent-ils reconnu qu’ils s’inclinèrent avec déférence. Pü entra dans la souche et fila sans perdre une seconde vers la hutte de Grand-Mère Bä-Bä. Il évoluait par habitude dans les allées tortueuses de cet étrange village aux multiples étages, et esquivait instinctivement les racines qui s’entremêlaient sous ses pieds. La déconvenue née de la comparaison du paysage grisâtre avec les chaleureuses forêts de Matia avait vite été oubliée, laissant place aux souvenirs. Il était né ici. Durant sa course, il croisa plusieurs Zoraïs, qui une fois la surprise passée, inclinèrent tous la tête en signe de respect. Pü leur rendit leur salut, mais évita de leur parler. De toute manière, il savait que tous seraient bientôt au courant de son retour. Lorsqu’il fut à deux pas de chez Grand-Mère Bä-Bä, son nez le piqua et il vit des vapeurs violettes s’échapper de la hutte, signe que la doyenne du village était en train de préparer une concoction. Il poussa les premiers rideaux, et avant même qu’il ait pénétré totalement l’habitation, la vieille dame l’interpella :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Je t’attendais mon enfant, pose le cube d’ambre sur l’autel. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü passa la dernière étoffe et aperçut Grand-Mère Bä-Bä, debout sur un tabouret et pliée en deux au-dessus d’une grande marmite. En la revoyant ainsi, fripée, squelettique et tordue, Pü se demanda à partir de quel âge la mort se lassait d’attendre, et renonçait à intervenir. Il s’avança vers l’autel et posa son panier. L’ancêtre touillait une étrange mixture odorante avec une grosse cuillère en bois.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Je suis en train de terminer de concocter le breuvage pour ta Cérémonie du Retour. Maintenant file retrouver ta mère. Tu lui manques terriblement. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü obéit et se dirigea vers la sortie. Cependant, il ne réussit pas à se retenir de lui poser une question.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Grand-Mère, comment as-tu su que j’allais arriver ? »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grand-Mère Bä-Bä fit claquer sa langue et Pü se crispa instantanément. Lorsqu’il était plus jeune, ce bruit caractéristique était souvent accompagné d’un coup de canne. L’enfant avait mal aux doigts rien qu’en y pensant. D’un son, elle venait de lui rappeler qu’elle restait la plus haute autorité du village, et qu’il ne fallait pas lui désobéir.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« File je te dis ! Et si tu veux un conseil, évite de mentionner précisément comment s’est soldée la dernière rencontre que tu as faite dans le Royaume de Matia, et les doutes auxquels tu fais face depuis. Le village risque de ne pas apprécier, et surtout pas ton père. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü poussa les rideaux qui masquaient l’entrée tel un automate, perturbé à la fois par la précision des connaissances de Grand-Mère Bä-Bä et par l’idée que son père puisse apprendre la vérité sur l’épisode évoqué. Cependant, si elle l’avait mis en garde, c’est qu’elle ne comptait pas la révéler au Masque Noir. Était-elle de son côté ? Pü n’eut pas le temps de se tracasser plus longtemps. À peine avait-il mis un pied dehors qu’il se rendit compte que la moitié du village, sa famille comprise, l’attendait devant la hutte.&lt;br /&gt;
[[file:Son pere.png|right|400px|alt=… Son père ne le félicita…|Son père ne le félicita]]&lt;br /&gt;
Les retrouvailles se passèrent comme il l’avait imaginé. '''Son père ne le félicita que brièvement, mais son regard était empli de fierté'''. Son frère lui cogna violemment l’épaule pour marquer son affection, et lui demanda dans la foulée combien de victimes il avait faites. Pour le futur Masque Noir, c’était ce qui importait le plus. Il fut déçu d’apprendre que son cadet s’était simplement contenté des cent cinquante et une demandées, alors que lui-même en avait presque fait le double à son époque. Quant à sa mère, elle s’effondra dans ses bras. Ou bien Pü s’effondra dans les siens. Il dut faire un effort considérable pour ne pas fondre en larmes devant la foule, et dut attendre de la retrouver en tête-à-tête pour se laisser totalement aller. Si sa mère le réconforta longuement en le couvrant de caresses et de mots doux, elle le réprimanda lorsqu’elle se rendit compte qu’il avait omis volontairement de régénérer ses doigts coupés. Looï avait beau être une grande guérisseuse, passé un certain délai de cicatrisation, certaines blessures devenaient permanentes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Le soir même, la Cérémonie du Retour eut lieu. Toute la tribu se réunit sur la Place du Cérémonial où un breuvage fut distribué à chaque villageois, nouveaux-nés compris. Il contenait un mélange alcoolisé de sève dans lequel un cocon de chair avait été dissous. Les Zoraïs se placèrent en cercles concentriques et attendirent que Grand-Mère Bä-Bä arrive, accompagnée comme toujours par la mère de Pü. Bien qu’accoutumés aux divers rituels qui avaient souvent lieu au sein de la communauté, tous retinrent leur souffle lorsqu’elle leva le bras. Les lumières des habitations surplombant la place fusèrent dans sa paume fermée et une petite sphère de lumière en sortit lorsqu’elle ouvrit la main. L’astre s’envola jusqu’au totem et s’empourpra, avant de pénétrer la bouche d’un masque. Les orifices des autres visages s’illuminèrent alors instantanément. La vieille dame lâcha le bras de Looï, qui lui servait jusqu’alors de soutien, et récupéra d’un mouvement tremblant le bol qu’elle lui tendait. Elle s’avança jusqu’au totem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Mes fils, mes filles, nous sommes réunis ce soir pour célébrer le retour de Pü Fu-tao parmi nous ! cria la vieille dame d’une voix étrangement amplifiée. Le jeune garçon est revenu plus fort de son exil en régions païennes, et avec en sa possession les cent cinquante et une graines de vie demandées ! Le Grand Géniteur salue son effort. Mais ce n’est pas tout ! Ma-Duk m’a aussi confié quelque chose. Nous en avons maintenant la certitude, la Guerre Sacrée débutera bientôt, et sera menée par nos enfants ! D’ici quelques années, nous nous mettrons en route. Guidés par le Guerrier Sacré, nous marcherons sur le monde, traquant les suppôts de la Karavan sans relâche ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü regardait fixement le breuvage emplissant son bol, comme hypnotisé. La couleur du liquide oscillait entre le violet et le noir, et des petites particules de chair rougeâtre flottaient à la surface. Et puis la graine grisâtre de Sirgio di Rolo émergea. Alors comme ça, Ma-Duk s’était adressé à Grand-Mère Bä-Bä pour lui dire que la Guerre Sacrée aurait bientôt lieu ? Pü frissonna. Lui qui avait passé son voyage de retour à rêver d’un autre futur, venait de se faire froidement rattraper par la réalité.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Maintenant, buvez l’offrande de Pü ! reprit Looï. Nourrissez-vous de l’essence des suppôts de la Karavan ! Absorbez leurs âmes et priez pour elles ! Elles vous donneront la force d’accomplir le projet divin auquel nous devrons tous participer d’ici peu ! Et si le Grand Géniteur le veut, ils seront alors absous de leurs péchés ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Les Zoraïs burent d’une traite le liquide visqueux et les parents s’occupèrent de la dose des plus petits. Pü avala sans rechigner l’horrible mixture, toujours perdu dans ses pensées. Alors que son peuple commençait d'entonner en chœur les premiers chants liturgiques de la soirée, Pü jeta un regard triste vers celle qu’il venait à peine de retrouver, et qu’il risquait à nouveau de perdre d’ici quelques années. Il fredonna un autre air.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
          ''Que Jena me pardonne et ses clercs me maudissent,''&lt;br /&gt;
          ''Qu'Aniro me renie et flatteurs se réjouissent,''&lt;br /&gt;
          ''Qu'Atys m'engloutisse et à jamais m'oublie,''&lt;br /&gt;
          ''Je meurs plein de vous, mon enfant, mon amie.''&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
Encore quelques années à profiter de sa présence. Ensuite, il n’y aurait plus que la guerre, la douleur, le sang et la mort. Celles des autres, la sienne, mais peut-être aussi celle de sa mère. Quoi qu’il advienne, Ma-Duk devait le savoir : ce combat, il le mènerait avant tout pour elle. Sa vie importait plus que celles de tous les Kamis réunis. Et, à l’instar de Sirgio di Rolo, ses derniers mots lui seraient consacrés&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NavChap|[[Kapitel IV - Sylvan Exil]]|[[:Kategorie:Der Heilige Krieg#Inhaltsverzeichnis|Inhaltsverzeichnis]]|[[Kapitel VI - Das Erwachen]]}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Portal|Die Große Bibliothek|Zoraï}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Der Heilige Krieg]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jadeyn</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Kapitel_V_-_Die_Saat_des_Zweifels&amp;diff=36935</id>
		<title>Kapitel V - Die Saat des Zweifels</title>
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				<updated>2023-12-05T09:35:10Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Jadeyn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{NavChap|[[Kapitel IV - Sylvan Exil]]|[[:Kategorie:Der Heilige Krieg#Inhaltsverzeichnis|Inhaltsverzeichnis]]|[[Kapitel VI - Das Erwachen]]}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Trad&lt;br /&gt;
|DE=Kapitel V - Die Saat des Zweifels|DEs=2&lt;br /&gt;
|EN=Chapter V - The seed of doubt|ENs=4&lt;br /&gt;
|ES=&amp;lt;!--Capítulo V - La semilla de la duda--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|FR=Chapitre V - La graine du doute|FRs=0&lt;br /&gt;
|RU=&amp;lt;!--Глава V - Семя сомнения--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|H=1&lt;br /&gt;
|palette=}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Clear}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:purple;font-weight:bold&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''V - Die Saat des Zweifels'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;[[file:Tit-chap-4-5.png|60px]]&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:purple;font-weight:bold&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''Jahr 2474 von Jena'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Quotation|''Bélénor Nébius, Erzähler'' • ''Cheng Lai'SuKi, Illustratorin''|&lt;br /&gt;
Frei. Pü war endlich frei. Frei, um nach Hause und zu seinen Lieben zurückzukehren. Leider hatte ihn der Kampf nicht unversehrt gelassen, und der wiederkehrende Schmerz zerstörte diese positiven Gedanken. Der junge Zoraï richtete sich auf und untersuchte sich selbst: Seine Beine und sein Becken waren mit Blasen bedeckt, seine Haut war an vielen Stellen oberflächlich aufgeschlitzt und ein Drittel seiner rechten Hand war abgetrennt, wobei ihm ein Teil des kleinen und des Ringfingers fehlte. Erst als er seine Verstümmelung betrachtete, bemerkte er, dass sein Feuerzauber seinen Stumpf vollständig ausgebrannt hatte. Außerdem waren vier seiner Rippen gebrochen. Aber alles in allem hatte er sich doch recht gut gehalten. Und vor allem war sein jetziger Schmerz nichts im Vergleich zu dem, was er vor einigen Monaten erlebt hatte, als ihm seine Maske gewachsen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« &amp;quot;Ma-Duk schenkt uns den ultimativen Schmerz, damit kein Leid der Welt jemals seine Soldaten erreichen kann.&amp;quot; »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als er sich mühsam wieder aufrichtete, hörte er eine Stimme. Pü versuchte reflexartig, seine abwesenden Waffen zu ziehen, ging in Kampfposition und suchte mit den Augen nach seinem neuen Gegner. Niemand war zu sehen. Die Stimme wurde deutlicher: Mateis. Pü erkannte, dass sie vom General kam und dass er überlebt hatte. Das überraschte ihn jedoch nicht: Er hatte auf den motorischen Bereich im Gehirn des Matis gezielt, nicht um ihn zu töten, sondern um sein motorisches System zu beschädigen und ihn daran zu hindern, die Klinge herauszuziehen, die die Regeneration verhinderte. Einem Homin das Leben zu nehmen, war schwierig. Und wenn es unmöglich war, den Gegner mit einem Schlag zu töten, musste man versuchen, seine regenerativen Fähigkeiten zu erreichen. Wenn der Matis also überlebt hatte, war er nicht in der Lage, sein Gehirn zu regenerieren, und musste daher sterben. Trotzdem ging Pü vorsichtig auf ihn zu. Denn dieser Homin war bei weitem der härteste Gegner, dem er je gegenübergestanden hatte, abgesehen vielleicht von seinem Onkel und seinem Vater. Als er in sein Sichtfeld trat, '''blickte der Matis, der noch immer den Dolch in seinem Schädel steckte, in das Tagesgestirn, und sah auf ihn'''. Blut lief ihm über das Gesicht. Er artikulierte mühsam.&lt;br /&gt;
[[file:Le Matis.png|right|400px|alt=… le Matis, qui regardait l’astre du jour…|blickte der Matis, in das Tagesgestirn]]&lt;br /&gt;
&amp;quot;Mein Junge, Ihre letzte Akrobatik war beeindruckend, sagte er und hustete. Ich habe noch niemals gegen einen so agilen Gegner wie Sie gekämpft.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü musterte ihn kühl, ohne zu antworten. Hat er ihm gratuliert? Diesen Gegner wird er so schnell nicht vergessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ach, übrigens... Verzeihen Sie mir, was ich über Ihre Mutter und Ihr Volk gesagt habe. Ich kann Ihre Bräuche nicht gutheißen, aber ich habe meine Beleidigungen nicht so gemeint. Die Zoraï sind keine Wilden, genauso wie die Tryker keine Sklaven sind. Und wenn Sie in der Tat indoktriniert sind, sind wir es auch. Ich wollte Sie nur provozieren ... was ziemlich gut funktioniert hat.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü konnte es nicht fassen. Er hatte die Hälfte seines Trupps im Alleingang dezimiert und würde ihm bald das Leben nehmen. Und doch bereute der General seine Worte und entschuldigte sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Mein Junge, die Sekunden sind knapp. Bevor ich gehe, möchte ich Sie bitten, zwei meiner Bitten zu erfüllen. Sie haben das Duell gewonnen, also müssen Sie es nicht annehmen. Ich bitte Sie jedoch, auf Ihr Herz zu hören.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Mutter hatte ihm zwar vom Ehrenkodex der Matis-Offiziere erzählt, aber es war das erste Mal, dass Pü dessen Anwendung beobachtete. Keiner der Matia-Soldaten, gegen die er bis dahin gekämpft hatte, hatte sich jemals so verhalten. Der Zoraï entspannte sich und kniete vor dem Matis nieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sagen Sie mir, ich höre Ihnen zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Als Erstes möchte ich, dass Sie Sivaldo, den Maschinengewehrschützen, den Sie niedergeschlagen haben, verschonen und in Sicherheit bringen. Er ist ein tapferer Soldat, wie viele andere auch, und er ist auch mein Neffe. Aber vor allem ist seine Seele besonders schön. Zu viele Jahrzehnte lang haben die Matis Hass verbreitet und ihn im Gegenzug zu spüren bekommen. Unser Volk braucht Jungen wie ihn. Vorhin haben Sie mir angeboten, zu fliehen, indem Sie ihn Ihnen überlassen. Wenn Sie nur ein Leben brauchen, dann ist das erledigt, denn Sie haben meines bereits erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Ich nehme an, sagte Pü, der den Soldaten ohnehin verschont hätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Vielen Dank, antwortete der General mit einem schwachen Lächeln. Zum Schluss möchte ich Sie bitten, mich für meine Frau und meine Tochter singen zu lassen. Sie sind das Liebste, was ich an Matia habe. Seit jeher sind sie mein Grund zu kämpfen. Vor allem für sie bilde ich Soldaten aus und beschütze das Königreich.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tränen begannen zu fließen und vermischten sich mit dem Blut, als er wieder in das Tagesgestirn starrte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wenn Sie zustimmen, werde ich ein glücklicher Homin sein. Gestorben in einem großartigen Kampf, unter den Augen Jenas, zu Ehren der Homins meines Lebens.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü blickte unauffällig in Richtung der Stelle, an der er den Kami gesehen hatte. Er war nicht mehr da. Tief in seinem Inneren wusste er, dass es falsch war, einen Feind einen heidnischen Gesang anstimmen zu lassen. Aber als der General seine Frau und seine Tochter erwähnte, hatte er ihn berührt. Wie konnte er seiner letzten Bitte nicht nachkommen? Pü legte eine Hand auf seine Schulter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich höre Ihnen zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Ich wusste, dass Sie zustimmen würden, seufzte der Matis, bevor er sich räusperte. Schließen Sie die Augen, lassen Sie Ihren Geist gehen und hören Sie den Gesang des Waldes. Ich werde ihn mit meiner Stimme begleiten.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü verlor jegliche Vorsicht und gehorchte. Es war wahr, dass die Wälder von Matia in vielerlei Hinsicht voller Wunder waren, die sich, sobald man die Augen schloss, sowohl in den duftenden Düften als auch in dem beruhigenden Rauschen der Bäume ausdrückten. Es wurde still. Der General wartete, bis der Wind aufkam, und begann seinen Gesang.&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
           ''Zur Mutter habe ich gebetet und für sie gekämpft,''&lt;br /&gt;
           ''Die mich als Kind mit süßen Litaneien einlullte.''&lt;br /&gt;
           ''Doch in der Stunde des Todes, meine Kleine und meine Liebe,''&lt;br /&gt;
           ''Zu Deiner Lieblichkeit kehrte ich zurück.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           ''Dem Karan habe ich gedient, und für ihn habe ich gekämpft,''&lt;br /&gt;
           ''Der früh meinen Durst nach dem Besten belohnte.''&lt;br /&gt;
           ''Aber ihr seid es, liebe Hominas, für immer in meinem Herzen,''&lt;br /&gt;
           ''Die mir das Beste gegeben haben, ohne zu zögern.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           ''Die Karavan habe ich gefürchtet und in ihrem Namen gehandelt,''&lt;br /&gt;
           ''So viel Macht entfalteten ihre schwarzen Maschinen.''&lt;br /&gt;
           ''Aber es ist die Angst, euch zu verlieren, die zur Verzweiflung führt,''&lt;br /&gt;
           ''In der letzten Stunde, die das Leben aus dem Körper fliehen sieht.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           ''Den Wald habe ich geliebt, oft auch wegen Matia,''&lt;br /&gt;
           ''Verließ die Kunstgriffe eines steifen Hofes.''&lt;br /&gt;
           ''Aber wenn mir durch ein Wunder ein anderer Tag geschenkt wurde,''&lt;br /&gt;
           ''Dann würde ich meine Zeit bei euch beiden verbringen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           ''Jena möge mir verzeihen und seine Kleriker mich verfluchen,''&lt;br /&gt;
           ''[[Aniro III|Aniro]] soll mich verleugnen, und Schmeichler sollen sich freuen,''&lt;br /&gt;
           ''Atys soll mich verschlingen und für immer vergessen,''&lt;br /&gt;
           ''Ich sterbe voll von euch, mein Kind, meine Liebe.''&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
Pü öffnete seine Augen wieder und war völlig verwirrt. Seine Maske war tränenüberströmt und sein Herz raste. Ihm wurde schwindelig und er erstickte laut. Was war nur mit ihm los? War er dabei, die ganze Anspannung, die er in den letzten Wochen angesammelt hatte, zu kompensieren? Zum Teil, aber nicht nur. Der Gesang hatte ihn völlig aus der Bahn geworfen. Es sprach so vieles in ihm an: seine Liebe zu Ma-Duk, die zwar aufrichtig war, aber niemals die Liebe zu seinem Bruder und vor allem zu seiner Mutter übertreffen konnte; seine extreme Loyalität gegenüber seinem Stamm, dessen Bräuche er jedoch im Stillen verfluchte; seine Angst, seinen Vater zu enttäuschen, von dem er wusste, dass er ihn verleugnen würde; seine Furcht vor den Kamis, die ihre Anhänger unter dem Deckmantel großer Ziele ihrer Freiheit beraubten. Dieser Fremde war in Wahrheit so wenig anders als er selbst. Er war sein Spiegel und er hatte ihm gerade das Leben genommen. Pü ballte seine zitternden Fäuste und versuchte, seine Atmung zu regulieren. Eines Abends hatte seine Mutter ihm von einer psychosomatischen Krankheit erzählt, die bei denjenigen, die sich mächtigen Kunstwerken aussetzen, derartige Symptome hervorrufen kann. Dieser Gesang war eine solche Krankheit. Es würde ihn für sein Leben prägen, das wusste er. Der General bemerkte seine Aufregung und sprach ihn darauf an. Seine Diktion wurde immer langsamer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Reißen Sie sich zusammen, mein Junge, Sie müssen lernen, mit Ihren Emotionen umzugehen. Sie befinden sich auf einem sehr dunklen Pfad, den Sie gezwungenermaßen einschlagen mussten und der Ihnen viele Schwierigkeiten bereiten wird.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum ersten Mal seit Beginn der Diskussion machte der Matis einen ernsten Gesichtsausdruck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich habe Sie kämpfen sehen, ich habe Ihre Art zu kämpfen und Ihren Blick beobachtet. Sie sind zwar ein hervorragender Kämpfer, aber Sie hassen es zu töten. Sie gehören nicht zu denen, die sich am Blut ihrer Opfer berauschen. Jedes Mal, wenn Sie ein Leben auslöschen, ist es, als würden Sie sich selbst töten. Sie sind jung, Sie können Ihr Schicksal noch in die Hand nehmen und in ein glücklicheres Morgen segeln.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn er das nur wüsste, dachte Pü und erinnerte sich an die Vorhersagen von Großmutter Bä-Bä.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Kommen Sie schon ... Ich habe diesen Moment zu lange hinausgezögert ... Es ist Zeit für mich, zu meinen Vorfahren zurückzukehren, stammelte er und ließ sich auf den Zoraï plumpsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Warten Sie, sagen Sie mir Ihren Namen! Auch die Ihrer Tochter und Ihrer Frau!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Ich bin Sirgio di Rolo ... Meine Frau heißt Virinia ... Und unsere wunderschöne kleine Tochter ... Trini ...&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü hielt die Schultern des Generals fest und legte ihn auf den Boden. Er war tot. Er schloss ihm die Augen und löste behutsam den Mörderdolch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sirgio di Rolo, ich verspreche Ihnen, dass ich im kommenden Jahr jeden Morgen für das Heil Ihrer Tochter beten werde. Außerdem verpflichte ich mich, meine Seele während meiner Rückkehrzeremonie an Ihre zu binden. Ich hoffe, dass Sie mir die Kraft geben werden, mein Schicksal zu verfolgen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit diesen Worten öffnete der Junge die kleine Tasche, die seinen linken Oberschenkel flankierte. Darin befanden sich zwei dünne, lange Instrumente, die er sorgfältig herausholte. Das erste war ein zwanzig Zentimeter langer [[Taleng]]-Stamm mit einem Durchmesser von einem Zentimeter, dessen eines Ende zu einer Spitze geschliffen war. Taleng, dessen grüne Stängel aus hohlen, verholzten und sehr schnell wachsenden Stoppeln bestehen, war im Dschungel reichlich vorhanden. Die Zoraï verwendeten es häufig als Material für die Herstellung von Geräten. Das zweite Werkzeug, das ebenfalls aus Taleng hergestellt wurde, war eine dünne, lange Zange. Pü stieg über den Oberkörper des Generals und hob seinen Kopf mit der linken Hand hoch. Mit seiner amputierten Hand drückte er den Stab mühsam in das rechte Nasenloch des Matis, bis er ihn nicht mehr weiterschieben konnte. Mit einem gezielten Schlag seiner Handfläche durchbohrte er seinen Schädel. Blut floss um und in den starren Stab, und das Kind schloss die Augen. Er wusste zwar ungefähr, wo er sich befand, aber wenn er sein Ziel genau erkennen wollte, musste er seine anderen Sinne ausschalten. Es dauerte nur wenige Sekunden, bis er das unmerkliche Echo erkannte, das aus dem Inneren des Matis-Kopfes drang und von den umliegenden spirituellen Partikeln subtil widergespiegelt wurde. '''Meditativ führte Pü die Röhre allmählich in das Gehirn des Matis ein'''. Schließlich, als der Talengstab sein Ziel erreicht hatte, öffnete er wieder die Augen. Er ließ den Kopf des Generals auf dem Boden ruhen, holte die dünne Zange mit seiner gesunden Hand und schob sie in das Nasenrohr. Obwohl er sich erneut konzentrieren musste, um sicherzugehen, dass er nicht über das Ziel hinausschoss, bestätigte ihm ein deutlich stärkeres Pulsieren als die anderen seinen Erfolg. Vorsichtig fuhr der Griff zurück, und ein kleines, überraschend festes Stück Fleisch schob sich aus der Röhre, die zwischen den beiden Schenkeln der Zange eingeklemmt war. Pü betrachtete den Fleischkokon, um sicherzugehen, dass er nicht beschädigt war. In seinem Inneren war der Samen des Lebens eingeschlossen, von dem es hieß, dass er der Sitz der homininen Seele sei. Die Seele von Sirgio di Rolo. Pü hatte diesen zerbrechlichen Schatz bereits gesehen, der wirklich wie ein kleiner, grauer Samen aussah, der nur wenige Millimeter lang war. Sirgio di Rolo war wirklich tot, aber er konnte immer noch das Echo seines Lebenssamens erkennen. Pü hatte sich während seines Exils viele Gedanken über dieses Echo gemacht. Er hatte sich sogar gefragt, ob es ein Signal sein könnte. Ein Signal der Seele. Aber ein Signal an wen? An Ma-Duk, notwendigerweise.&lt;br /&gt;
[[file:Meditatif.png|right|400px|alt=… Méditatif, Pü enfonça…|Méditatif, Pü enfonça]]&lt;br /&gt;
Une envolée de javings fit sursauter l’enfant qui reprit instantanément ses esprits. Ouvrant l’une des petites poches de sa ceinture, il y plaça délicatement son macabre trophée. Il répéta ensuite l’opération sur les trois autres cadavres, prenant bien soin de placer les morceaux de chair dans des pochettes distinctes. En dernier lieu, il se porta vers Sivaldo, le mitrailleur évanoui que le général lui avait demandé d’épargner. Comme les autres soldats, il devait avoir environ l’âge de son frère. À n’en pas douter, ce Matis était probablement considéré par son peuple comme un modèle de beauté. Il était grand et bien bâti, et disposait d’une longue chevelure tressée d’un blond éclatant. Les traits harmonieux de son visage semblaient avoir été dessinés à la main, et quand Pü lui souleva les paupières pour vérifier son état, il découvrit des iris cristallins. Malheureusement pour le Matis, son visage était maintenant traversé d’une longue et profonde entaille. Si le Zoraï était en mesure de refermer la plaie, il ne réussirait pas à effacer totalement la marque causée par l’impact du bouclier. Il était en effet trop faible, et devait conserver assez d’énergie pour guérir ses propres blessures.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Une fois le Matis soigné, il se dirigea jusqu’au buisson où il avait caché son panier cubique. Pü l’extirpa délicatement des feuillages et le posa sur le sol. Satisfait de l’emplacement, il en ouvrit précautionneusement le couvercle, comme s’il abritait un trésor. Le panier contenait un cube d’ambre parfaitement enchâssé dans le réceptacle d’osier, qui semblait lui-même renfermer plusieurs dizaines de formes. Il récupéra méticuleusement un des morceaux de chair qu’il avait rangés dans les poches de sa ceinture, et le posa sur la seule face visible du cube. Il n’eut alors qu’à imprimer sa volonté à la Sève qui l’irriguait, tout en prononçant la célèbre Stance de Daïsha, pour que l’amas sanguinolent s’enfonce dans l’ambre altéré par le sortilège et s’y fige. L’utilisation de cubes d’ambre comme système de stockage avait été inventée, plus d’un siècle auparavant, par le célèbre Hari Daïsha. Aujourd’hui très répandue dans la Jungle, elle permettait de préserver des objets, mais aussi de conserver du savoir, magiquement. Pü réitéra l’opération trois fois et prit soin de terminer par le fragment du général. Il grava l’ambre au-dessus de la position de ce dernier afin de pouvoir le distinguer aisément des autres morceaux de chair. Lorsqu’il referma le couvercle du panier, il exprima un sincère soupir de soulagement. Pour la première fois depuis des semaines, son lendemain ne serait pas souillé de sang. Suite à cela, il veilla patiemment sur le corps du survivant en attendant que les renforts arrivent. Il profita de ce moment de répit pour se reposer et panser ses blessures. S’il répara ses côtes brisées et referma ses plaies, il renonça à régénérer ses doigts manquants : la mutilation laissée ainsi en évidence l’assurait que ce jour resterait à jamais gravé dans sa mémoire. Et lorsqu’il entendit le tumulte des capryniers matis résonner au loin, il disparut dans la pénombre des arbres centenaires.&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;[[file:Sep-chap-5.png|40px]]&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
Le voyage du retour dura plusieurs semaines, mais se déroula sans encombre. Pü quitta les forêts infinies du Royaume de Matia en direction du sud, passa les Cicatrices de Zachini, ces dangereux et immenses gouffres qui séparaient les hauts plateaux boisés des humides plaines luxuriantes, et rejoignit finalement la Jungle, son pays natal. Il n’eut aucun mal à franchir la Grande Muraille, qui isolait la Théocratie Zoraï du reste du monde, et à esquiver les gardes-frontières, qui semblaient d’ailleurs se reposer un peu trop sur le gigantisme du mur. Certes, l’édifice était imposant. Mais, l’ayant escaladé à plusieurs reprises, le jeune homin s’était fait une bonne idée de son état : malheureusement, le manque d’entretien se faisait gravement sentir par endroits. Un jour, des ennemis de la Théocratie Zoraï feraient tomber le rempart avant même que Min-Cho ou le Conseil des Sages ne puissent le prédire. L’enfant espérait que, le moment venu, les Zoraïs seraient prêts à affronter l’envahisseur. Durant tout son voyage de retour, Pü avait été traversé de sentiments contradictoires. Depuis qu’il avait été contraint de quitter son village, son envie d’y retourner au plus vite ne l’avait jamais quitté. Mais s’il avait espéré y reprendre une vie normale une fois rentré, il ne pouvait dorénavant plus s’empêcher de se remémorer les derniers mots de Sirgio di Rolo :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Vous êtes jeune, vous pouvez encore reprendre en main votre destin et voguer vers des lendemains plus heureux. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Était-il réellement capable de redevenir maître de sa destinée ? Pourrait-il s’opposer aux coutumes violentes de sa tribu ? Réussirait-il à empêcher son frère de mener l'expédition sanglante qui lui était destinée ? Tant de questions qui le tourmentaient depuis son départ du Royaume de Matia.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
L’astre ambré presque disparu derrière l'horizon du nord-ouest annonçait l'aube lorsque Pü arriva finalement à destination. Cela faisait maintenant de nombreux jours qu’il avait passé le fleuve Ti-aïn et la capitale Zoran, pour continuer vers le sud à travers la jungle épaisse. Le second astre, celui du jour, commençait tout juste à reprendre de son éclat, et balayait de ses faibles rayons le panorama qui s’offrait à lui. L’enfant eut un mouvement de recul. Après avoir vécu plusieurs mois au cœur d’envoûtantes forêts multicolores, il avait oublié la froideur de son monde. Au sommet de la colline, la gigantesque souche morte qui abritait son village trônait sinistrement sur l'écorce recouverte d’une végétation rabougrie et noircie. Les ancêtres racontaient qu’autrefois, la souche était l’arbre-ciel le plus imposant du pays, et qu’il renfermait des matières premières exceptionnellement rares. Bien entendu, la Karavan avait tenté de s’en emparer, et les Kamis s’y étaient violemment opposés. Dans un assaut désespéré, les agents de la Karavan avaient déployé une machine infernale cracheuse de feu. Mais pas n’importe quel feu. Un feu bien plus vorace et tenace qu’à l’ordinaire, qui avait ravagé une bonne partie de la région avant de déchirer le sol et de continuer sa course dans les Primes Racines. On raconte qu’encore aujourd’hui le feu serait en train d’œuvrer en silence dans les profondeurs de l'Écorce.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
L’enfant gravit la colline en direction de l’inquiétante déchirure qui faisait office d’accès. À peine les gardes l’eurent-ils reconnu qu’ils s’inclinèrent avec déférence. Pü entra dans la souche et fila sans perdre une seconde vers la hutte de Grand-Mère Bä-Bä. Il évoluait par habitude dans les allées tortueuses de cet étrange village aux multiples étages, et esquivait instinctivement les racines qui s’entremêlaient sous ses pieds. La déconvenue née de la comparaison du paysage grisâtre avec les chaleureuses forêts de Matia avait vite été oubliée, laissant place aux souvenirs. Il était né ici. Durant sa course, il croisa plusieurs Zoraïs, qui une fois la surprise passée, inclinèrent tous la tête en signe de respect. Pü leur rendit leur salut, mais évita de leur parler. De toute manière, il savait que tous seraient bientôt au courant de son retour. Lorsqu’il fut à deux pas de chez Grand-Mère Bä-Bä, son nez le piqua et il vit des vapeurs violettes s’échapper de la hutte, signe que la doyenne du village était en train de préparer une concoction. Il poussa les premiers rideaux, et avant même qu’il ait pénétré totalement l’habitation, la vieille dame l’interpella :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Je t’attendais mon enfant, pose le cube d’ambre sur l’autel. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü passa la dernière étoffe et aperçut Grand-Mère Bä-Bä, debout sur un tabouret et pliée en deux au-dessus d’une grande marmite. En la revoyant ainsi, fripée, squelettique et tordue, Pü se demanda à partir de quel âge la mort se lassait d’attendre, et renonçait à intervenir. Il s’avança vers l’autel et posa son panier. L’ancêtre touillait une étrange mixture odorante avec une grosse cuillère en bois.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Je suis en train de terminer de concocter le breuvage pour ta Cérémonie du Retour. Maintenant file retrouver ta mère. Tu lui manques terriblement. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü obéit et se dirigea vers la sortie. Cependant, il ne réussit pas à se retenir de lui poser une question.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Grand-Mère, comment as-tu su que j’allais arriver ? »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grand-Mère Bä-Bä fit claquer sa langue et Pü se crispa instantanément. Lorsqu’il était plus jeune, ce bruit caractéristique était souvent accompagné d’un coup de canne. L’enfant avait mal aux doigts rien qu’en y pensant. D’un son, elle venait de lui rappeler qu’elle restait la plus haute autorité du village, et qu’il ne fallait pas lui désobéir.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« File je te dis ! Et si tu veux un conseil, évite de mentionner précisément comment s’est soldée la dernière rencontre que tu as faite dans le Royaume de Matia, et les doutes auxquels tu fais face depuis. Le village risque de ne pas apprécier, et surtout pas ton père. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü poussa les rideaux qui masquaient l’entrée tel un automate, perturbé à la fois par la précision des connaissances de Grand-Mère Bä-Bä et par l’idée que son père puisse apprendre la vérité sur l’épisode évoqué. Cependant, si elle l’avait mis en garde, c’est qu’elle ne comptait pas la révéler au Masque Noir. Était-elle de son côté ? Pü n’eut pas le temps de se tracasser plus longtemps. À peine avait-il mis un pied dehors qu’il se rendit compte que la moitié du village, sa famille comprise, l’attendait devant la hutte.&lt;br /&gt;
[[file:Son pere.png|right|400px|alt=… Son père ne le félicita…|Son père ne le félicita]]&lt;br /&gt;
Les retrouvailles se passèrent comme il l’avait imaginé. '''Son père ne le félicita que brièvement, mais son regard était empli de fierté'''. Son frère lui cogna violemment l’épaule pour marquer son affection, et lui demanda dans la foulée combien de victimes il avait faites. Pour le futur Masque Noir, c’était ce qui importait le plus. Il fut déçu d’apprendre que son cadet s’était simplement contenté des cent cinquante et une demandées, alors que lui-même en avait presque fait le double à son époque. Quant à sa mère, elle s’effondra dans ses bras. Ou bien Pü s’effondra dans les siens. Il dut faire un effort considérable pour ne pas fondre en larmes devant la foule, et dut attendre de la retrouver en tête-à-tête pour se laisser totalement aller. Si sa mère le réconforta longuement en le couvrant de caresses et de mots doux, elle le réprimanda lorsqu’elle se rendit compte qu’il avait omis volontairement de régénérer ses doigts coupés. Looï avait beau être une grande guérisseuse, passé un certain délai de cicatrisation, certaines blessures devenaient permanentes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Le soir même, la Cérémonie du Retour eut lieu. Toute la tribu se réunit sur la Place du Cérémonial où un breuvage fut distribué à chaque villageois, nouveaux-nés compris. Il contenait un mélange alcoolisé de sève dans lequel un cocon de chair avait été dissous. Les Zoraïs se placèrent en cercles concentriques et attendirent que Grand-Mère Bä-Bä arrive, accompagnée comme toujours par la mère de Pü. Bien qu’accoutumés aux divers rituels qui avaient souvent lieu au sein de la communauté, tous retinrent leur souffle lorsqu’elle leva le bras. Les lumières des habitations surplombant la place fusèrent dans sa paume fermée et une petite sphère de lumière en sortit lorsqu’elle ouvrit la main. L’astre s’envola jusqu’au totem et s’empourpra, avant de pénétrer la bouche d’un masque. Les orifices des autres visages s’illuminèrent alors instantanément. La vieille dame lâcha le bras de Looï, qui lui servait jusqu’alors de soutien, et récupéra d’un mouvement tremblant le bol qu’elle lui tendait. Elle s’avança jusqu’au totem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Mes fils, mes filles, nous sommes réunis ce soir pour célébrer le retour de Pü Fu-tao parmi nous ! cria la vieille dame d’une voix étrangement amplifiée. Le jeune garçon est revenu plus fort de son exil en régions païennes, et avec en sa possession les cent cinquante et une graines de vie demandées ! Le Grand Géniteur salue son effort. Mais ce n’est pas tout ! Ma-Duk m’a aussi confié quelque chose. Nous en avons maintenant la certitude, la Guerre Sacrée débutera bientôt, et sera menée par nos enfants ! D’ici quelques années, nous nous mettrons en route. Guidés par le Guerrier Sacré, nous marcherons sur le monde, traquant les suppôts de la Karavan sans relâche ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü regardait fixement le breuvage emplissant son bol, comme hypnotisé. La couleur du liquide oscillait entre le violet et le noir, et des petites particules de chair rougeâtre flottaient à la surface. Et puis la graine grisâtre de Sirgio di Rolo émergea. Alors comme ça, Ma-Duk s’était adressé à Grand-Mère Bä-Bä pour lui dire que la Guerre Sacrée aurait bientôt lieu ? Pü frissonna. Lui qui avait passé son voyage de retour à rêver d’un autre futur, venait de se faire froidement rattraper par la réalité.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Maintenant, buvez l’offrande de Pü ! reprit Looï. Nourrissez-vous de l’essence des suppôts de la Karavan ! Absorbez leurs âmes et priez pour elles ! Elles vous donneront la force d’accomplir le projet divin auquel nous devrons tous participer d’ici peu ! Et si le Grand Géniteur le veut, ils seront alors absous de leurs péchés ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Les Zoraïs burent d’une traite le liquide visqueux et les parents s’occupèrent de la dose des plus petits. Pü avala sans rechigner l’horrible mixture, toujours perdu dans ses pensées. Alors que son peuple commençait d'entonner en chœur les premiers chants liturgiques de la soirée, Pü jeta un regard triste vers celle qu’il venait à peine de retrouver, et qu’il risquait à nouveau de perdre d’ici quelques années. Il fredonna un autre air.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
          ''Que Jena me pardonne et ses clercs me maudissent,''&lt;br /&gt;
          ''Qu'Aniro me renie et flatteurs se réjouissent,''&lt;br /&gt;
          ''Qu'Atys m'engloutisse et à jamais m'oublie,''&lt;br /&gt;
          ''Je meurs plein de vous, mon enfant, mon amie.''&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
Encore quelques années à profiter de sa présence. Ensuite, il n’y aurait plus que la guerre, la douleur, le sang et la mort. Celles des autres, la sienne, mais peut-être aussi celle de sa mère. Quoi qu’il advienne, Ma-Duk devait le savoir : ce combat, il le mènerait avant tout pour elle. Sa vie importait plus que celles de tous les Kamis réunis. Et, à l’instar de Sirgio di Rolo, ses derniers mots lui seraient consacrés&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NavChap|[[Kapitel IV - Sylvan Exil]]|[[:Kategorie:Der Heilige Krieg#Inhaltsverzeichnis|Inhaltsverzeichnis]]|[[Kapitel VI - Das Erwachen]]}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Portal|Die Große Bibliothek|Zoraï}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Der Heilige Krieg]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jadeyn</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Kapitel_V_-_Die_Saat_des_Zweifels&amp;diff=36934</id>
		<title>Kapitel V - Die Saat des Zweifels</title>
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				<updated>2023-12-02T10:33:58Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Jadeyn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Trad&lt;br /&gt;
|DE=Kapitel V - Die Saat des Zweifels|DEs=2&lt;br /&gt;
|EN=Chapter V - The seed of doubt|ENs=4&lt;br /&gt;
|ES=&amp;lt;!--Capítulo V - La semilla de la duda--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|FR=Chapitre V - La graine du doute|FRs=0&lt;br /&gt;
|RU=&amp;lt;!--Глава V - Семя сомнения--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|H=1&lt;br /&gt;
|palette=}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Clear}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:purple;font-weight:bold&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''V - Die Saat des Zweifels'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;[[file:Tit-chap-4-5.png|60px]]&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:purple;font-weight:bold&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''Jahr 2474 von Jena'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Quotation|''Bélénor Nébius, Erzähler'' • ''Cheng Lai'SuKi, Illustratorin''|&lt;br /&gt;
Frei. Pü war endlich frei. Frei, um nach Hause und zu seinen Lieben zurückzukehren. Leider hatte ihn der Kampf nicht unversehrt gelassen, und der wiederkehrende Schmerz zerstörte diese positiven Gedanken. Der junge Zoraï richtete sich auf und untersuchte sich selbst: Seine Beine und sein Becken waren mit Blasen bedeckt, seine Haut war an vielen Stellen oberflächlich aufgeschlitzt und ein Drittel seiner rechten Hand war abgetrennt, wobei ihm ein Teil des kleinen und des Ringfingers fehlte. Erst als er seine Verstümmelung betrachtete, bemerkte er, dass sein Feuerzauber seinen Stumpf vollständig ausgebrannt hatte. Außerdem waren vier seiner Rippen gebrochen. Aber alles in allem hatte er sich doch recht gut gehalten. Und vor allem war sein jetziger Schmerz nichts im Vergleich zu dem, was er vor einigen Monaten erlebt hatte, als ihm seine Maske gewachsen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« &amp;quot;Ma-Duk schenkt uns den ultimativen Schmerz, damit kein Leid der Welt jemals seine Soldaten erreichen kann.&amp;quot; »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als er sich mühsam wieder aufrichtete, hörte er eine Stimme. Pü versuchte reflexartig, seine abwesenden Waffen zu ziehen, ging in Kampfposition und suchte mit den Augen nach seinem neuen Gegner. Niemand war zu sehen. Die Stimme wurde deutlicher: Mateis. Pü erkannte, dass sie vom General kam und dass er überlebt hatte. Das überraschte ihn jedoch nicht: Er hatte auf den motorischen Bereich im Gehirn des Matis gezielt, nicht um ihn zu töten, sondern um sein motorisches System zu beschädigen und ihn daran zu hindern, die Klinge herauszuziehen, die die Regeneration verhinderte. Einem Homin das Leben zu nehmen, war schwierig. Und wenn es unmöglich war, den Gegner mit einem Schlag zu töten, musste man versuchen, seine regenerativen Fähigkeiten zu erreichen. Wenn der Matis also überlebt hatte, war er nicht in der Lage, sein Gehirn zu regenerieren, und musste daher sterben. Trotzdem ging Pü vorsichtig auf ihn zu. Denn dieser Homin war bei weitem der härteste Gegner, dem er je gegenübergestanden hatte, abgesehen vielleicht von seinem Onkel und seinem Vater. Als er in sein Sichtfeld trat, '''blickte der Matis, der noch immer den Dolch in seinem Schädel steckte, in das Tagesgestirn, und sah auf ihn'''. Blut lief ihm über das Gesicht. Er artikulierte mühsam.&lt;br /&gt;
[[file:Le Matis.png|right|400px|alt=… le Matis, qui regardait l’astre du jour…|blickte der Matis, in das Tagesgestirn]]&lt;br /&gt;
&amp;quot;Mein Junge, Ihre letzte Akrobatik war beeindruckend, sagte er und hustete. Ich habe noch niemals gegen einen so agilen Gegner wie Sie gekämpft.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü musterte ihn kühl, ohne zu antworten. Hat er ihm gratuliert? Diesen Gegner wird er so schnell nicht vergessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ach, übrigens... Verzeihen Sie mir, was ich über Ihre Mutter und Ihr Volk gesagt habe. Ich kann Ihre Bräuche nicht gutheißen, aber ich habe meine Beleidigungen nicht so gemeint. Die Zoraï sind keine Wilden, genauso wie die Tryker keine Sklaven sind. Und wenn Sie in der Tat indoktriniert sind, sind wir es auch. Ich wollte Sie nur provozieren ... was ziemlich gut funktioniert hat.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü konnte es nicht fassen. Er hatte die Hälfte seines Trupps im Alleingang dezimiert und würde ihm bald das Leben nehmen. Und doch bereute der General seine Worte und entschuldigte sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Mein Junge, die Sekunden sind knapp. Bevor ich gehe, möchte ich Sie bitten, zwei meiner Bitten zu erfüllen. Sie haben das Duell gewonnen, also müssen Sie es nicht annehmen. Ich bitte Sie jedoch, auf Ihr Herz zu hören.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Mutter hatte ihm zwar vom Ehrenkodex der Matis-Offiziere erzählt, aber es war das erste Mal, dass Pü dessen Anwendung beobachtete. Keiner der Matia-Soldaten, gegen die er bis dahin gekämpft hatte, hatte sich jemals so verhalten. Der Zoraï entspannte sich und kniete vor dem Matis nieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sagen Sie mir, ich höre Ihnen zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Als Erstes möchte ich, dass Sie Sivaldo, den Maschinengewehrschützen, den Sie niedergeschlagen haben, verschonen und in Sicherheit bringen. Er ist ein tapferer Soldat, wie viele andere auch, und er ist auch mein Neffe. Aber vor allem ist seine Seele besonders schön. Zu viele Jahrzehnte lang haben die Matis Hass verbreitet und ihn im Gegenzug zu spüren bekommen. Unser Volk braucht Jungen wie ihn. Vorhin haben Sie mir angeboten, zu fliehen, indem Sie ihn Ihnen überlassen. Wenn Sie nur ein Leben brauchen, dann ist das erledigt, denn Sie haben meines bereits erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Ich nehme an, sagte Pü, der den Soldaten ohnehin verschont hätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Vielen Dank, antwortete der General mit einem schwachen Lächeln. Zum Schluss möchte ich Sie bitten, mich für meine Frau und meine Tochter singen zu lassen. Sie sind das Liebste, was ich an Matia habe. Seit jeher sind sie mein Grund zu kämpfen. Vor allem für sie bilde ich Soldaten aus und beschütze das Königreich.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tränen begannen zu fließen und vermischten sich mit dem Blut, als er wieder in das Tagesgestirn starrte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wenn Sie zustimmen, werde ich ein glücklicher Homin sein. Gestorben in einem großartigen Kampf, unter den Augen Jenas, zu Ehren der Homins meines Lebens.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü blickte unauffällig in Richtung der Stelle, an der er den Kami gesehen hatte. Er war nicht mehr da. Tief in seinem Inneren wusste er, dass es falsch war, einen Feind einen heidnischen Gesang anstimmen zu lassen. Aber als der General seine Frau und seine Tochter erwähnte, hatte er ihn berührt. Wie konnte er seiner letzten Bitte nicht nachkommen? Pü legte eine Hand auf seine Schulter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich höre Ihnen zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Ich wusste, dass Sie zustimmen würden, seufzte der Matis, bevor er sich räusperte. Schließen Sie die Augen, lassen Sie Ihren Geist gehen und hören Sie den Gesang des Waldes. Ich werde ihn mit meiner Stimme begleiten.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü verlor jegliche Vorsicht und gehorchte. Es war wahr, dass die Wälder von Matia in vielerlei Hinsicht voller Wunder waren, die sich, sobald man die Augen schloss, sowohl in den duftenden Düften als auch in dem beruhigenden Rauschen der Bäume ausdrückten. Es wurde still. Der General wartete, bis der Wind aufkam, und begann seinen Gesang.&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
           ''Zur Mutter habe ich gebetet und für sie gekämpft,''&lt;br /&gt;
           ''Die mich als Kind mit süßen Litaneien einlullte.''&lt;br /&gt;
           ''Doch in der Stunde des Todes, meine Kleine und meine Liebe,''&lt;br /&gt;
           ''Zu Deiner Lieblichkeit kehrte ich zurück.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           ''Dem Karan habe ich gedient, und für ihn habe ich gekämpft,''&lt;br /&gt;
           ''Der früh meinen Durst nach dem Besten belohnte.''&lt;br /&gt;
           ''Aber ihr seid es, liebe Hominas, für immer in meinem Herzen,''&lt;br /&gt;
           ''Die mir das Beste gegeben haben, ohne zu zögern.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           ''Die Karavan habe ich gefürchtet und in ihrem Namen gehandelt,''&lt;br /&gt;
           ''So viel Macht entfalteten ihre schwarzen Maschinen.''&lt;br /&gt;
           ''Aber es ist die Angst, euch zu verlieren, die zur Verzweiflung führt,''&lt;br /&gt;
           ''In der letzten Stunde, die das Leben aus dem Körper fliehen sieht.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           ''Den Wald habe ich geliebt, oft auch wegen Matia,''&lt;br /&gt;
           ''Verließ die Kunstgriffe eines steifen Hofes.''&lt;br /&gt;
           ''Aber wenn mir durch ein Wunder ein anderer Tag geschenkt wurde,''&lt;br /&gt;
           ''Dann würde ich meine Zeit bei euch beiden verbringen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           ''Jena möge mir verzeihen und seine Kleriker mich verfluchen,''&lt;br /&gt;
           ''[[Aniro III|Aniro]] soll mich verleugnen, und Schmeichler sollen sich freuen,''&lt;br /&gt;
           ''Atys soll mich verschlingen und für immer vergessen,''&lt;br /&gt;
           ''Ich sterbe voll von euch, mein Kind, meine Liebe.''&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
Pü öffnete seine Augen wieder und war völlig verwirrt. Seine Maske war tränenüberströmt und sein Herz raste. Ihm wurde schwindelig und er erstickte laut. Was war nur mit ihm los? War er dabei, die ganze Anspannung, die er in den letzten Wochen angesammelt hatte, zu kompensieren? Zum Teil, aber nicht nur. Der Gesang hatte ihn völlig aus der Bahn geworfen. Es sprach so vieles in ihm an: seine Liebe zu Ma-Duk, die zwar aufrichtig war, aber niemals die Liebe zu seinem Bruder und vor allem zu seiner Mutter übertreffen konnte; seine extreme Loyalität gegenüber seinem Stamm, dessen Bräuche er jedoch im Stillen verfluchte; seine Angst, seinen Vater zu enttäuschen, von dem er wusste, dass er ihn verleugnen würde; seine Furcht vor den Kamis, die ihre Anhänger unter dem Deckmantel großer Ziele ihrer Freiheit beraubten. Dieser Fremde war in Wahrheit so wenig anders als er selbst. Er war sein Spiegel und er hatte ihm gerade das Leben genommen. Pü ballte seine zitternden Fäuste und versuchte, seine Atmung zu regulieren. Eines Abends hatte seine Mutter ihm von einer psychosomatischen Krankheit erzählt, die bei denjenigen, die sich mächtigen Kunstwerken aussetzen, derartige Symptome hervorrufen kann. Dieser Gesang war eine solche Krankheit. Es würde ihn für sein Leben prägen, das wusste er. Der General bemerkte seine Aufregung und sprach ihn darauf an. Seine Diktion wurde immer langsamer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Reißen Sie sich zusammen, mein Junge, Sie müssen lernen, mit Ihren Emotionen umzugehen. Sie befinden sich auf einem sehr dunklen Pfad, den Sie gezwungenermaßen einschlagen mussten und der Ihnen viele Schwierigkeiten bereiten wird.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum ersten Mal seit Beginn der Diskussion machte der Matis einen ernsten Gesichtsausdruck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich habe Sie kämpfen sehen, ich habe Ihre Art zu kämpfen und Ihren Blick beobachtet. Sie sind zwar ein hervorragender Kämpfer, aber Sie hassen es zu töten. Sie gehören nicht zu denen, die sich am Blut ihrer Opfer berauschen. Jedes Mal, wenn Sie ein Leben auslöschen, ist es, als würden Sie sich selbst töten. Sie sind jung, Sie können Ihr Schicksal noch in die Hand nehmen und in ein glücklicheres Morgen segeln.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn er das nur wüsste, dachte Pü und erinnerte sich an die Vorhersagen von Großmutter Bä-Bä.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Kommen Sie schon ... Ich habe diesen Moment zu lange hinausgezögert ... Es ist Zeit für mich, zu meinen Vorfahren zurückzukehren, stammelte er und ließ sich auf den Zoraï plumpsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Warten Sie, sagen Sie mir Ihren Namen! Auch die Ihrer Tochter und Ihrer Frau!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Ich bin Sirgio di Rolo ... Meine Frau heißt Virinia ... Und unsere wunderschöne kleine Tochter ... Trini ...&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü hielt die Schultern des Generals fest und legte ihn auf den Boden. Er war tot. Er schloss ihm die Augen und löste behutsam den Mörderdolch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sirgio di Rolo, ich verspreche Ihnen, dass ich im kommenden Jahr jeden Morgen für das Heil Ihrer Tochter beten werde. Außerdem verpflichte ich mich, meine Seele während meiner Rückkehrzeremonie an Ihre zu binden. Ich hoffe, dass Sie mir die Kraft geben werden, mein Schicksal zu verfolgen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sur ces mots, l’enfant ouvrit la petite sacoche qui flanquait sa cuisse gauche. Celle-ci contenait deux fins et longs instruments qu’il récupéra avec soin. Le premier était une tige de [[taleng]] de vingt centimètres de long et d’un centimètre de diamètre, dont l’une des extrémités avait été taillée en pointe. Le taleng, caractérisé par ses tiges vertes formées d'un chaume creux lignifié à la croissance très rapide, était présent en abondance dans la Jungle. Les Zoraïs l’utilisaient couramment comme matériau pour la fabrication d’ustensiles. Le second outil, lui aussi fabriqué à partir de taleng, était une fine et longue pince. Pü enjamba le torse du général et lui releva la tête de la main gauche. De sa main amputée, il enfonça péniblement la tige dans la narine droite du Matis jusqu’à ne plus pouvoir la faire progresser. Alors, d’un coup de paume bien senti, il lui perfora le crâne. Du sang se mit à couler autour et à l’intérieur de la tige rigide, et l’enfant ferma les yeux. Bien que connaissant approximativement sa position, s'il voulait détecter précisément sa cible, il devait faire taire ses autres sens. Il ne lui fallut alors que quelques secondes pour discerner l’imperceptible écho qui pulsait depuis l’intérieur du crâne du Matis, et qui se réverbérait subtilement dans les particules spirituelles avoisinantes. '''Méditatif, Pü enfonça progressivement le tube dans le cerveau du Matis'''. Enfin, alors que la tige de taleng arrivait à destination, il rouvrit les yeux. Laissant la tête du général reposer au sol, il récupéra la fine pince de sa main valide et la glissa dans le tube nasal. Bien qu’il dut à nouveau se concentrer pour être certain de ne pas dépasser sa cible, une pulsation nettement plus prégnante que les autres lui confirma son succès. Prudemment, le manche fit marche arrière, et un petit morceau de chair étonnamment ferme émergea du tube serré entre les deux branches de la pince. Pü observa le cocon de chair afin de vérifier qu’il n’était pas abîmé. À l’intérieur de celui-ci était enfermée la graine de vie, que l’on disait être le siège de l’âme homine. L’âme de Sirgio di Rolo. Pü avait déjà pu observer ce fragile trésor, qui ressemblait véritablement à une petite graine grisâtre, longue d’à peine quelques millimètres. Sirgio di Rolo était bel et bien mort, et pourtant, il pouvait toujours discerner l'écho de sa graine de vie. Pü s’était beaucoup questionné sur cet écho durant son exil. Il s’était même demandé s’il pouvait être un signal. Un signal de l’âme. Mais un signal à destination de qui ? De Ma-Duk, nécessairement.&lt;br /&gt;
[[file:Meditatif.png|right|400px|alt=… Méditatif, Pü enfonça…|Méditatif, Pü enfonça]]&lt;br /&gt;
Une envolée de javings fit sursauter l’enfant qui reprit instantanément ses esprits. Ouvrant l’une des petites poches de sa ceinture, il y plaça délicatement son macabre trophée. Il répéta ensuite l’opération sur les trois autres cadavres, prenant bien soin de placer les morceaux de chair dans des pochettes distinctes. En dernier lieu, il se porta vers Sivaldo, le mitrailleur évanoui que le général lui avait demandé d’épargner. Comme les autres soldats, il devait avoir environ l’âge de son frère. À n’en pas douter, ce Matis était probablement considéré par son peuple comme un modèle de beauté. Il était grand et bien bâti, et disposait d’une longue chevelure tressée d’un blond éclatant. Les traits harmonieux de son visage semblaient avoir été dessinés à la main, et quand Pü lui souleva les paupières pour vérifier son état, il découvrit des iris cristallins. Malheureusement pour le Matis, son visage était maintenant traversé d’une longue et profonde entaille. Si le Zoraï était en mesure de refermer la plaie, il ne réussirait pas à effacer totalement la marque causée par l’impact du bouclier. Il était en effet trop faible, et devait conserver assez d’énergie pour guérir ses propres blessures.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Une fois le Matis soigné, il se dirigea jusqu’au buisson où il avait caché son panier cubique. Pü l’extirpa délicatement des feuillages et le posa sur le sol. Satisfait de l’emplacement, il en ouvrit précautionneusement le couvercle, comme s’il abritait un trésor. Le panier contenait un cube d’ambre parfaitement enchâssé dans le réceptacle d’osier, qui semblait lui-même renfermer plusieurs dizaines de formes. Il récupéra méticuleusement un des morceaux de chair qu’il avait rangés dans les poches de sa ceinture, et le posa sur la seule face visible du cube. Il n’eut alors qu’à imprimer sa volonté à la Sève qui l’irriguait, tout en prononçant la célèbre Stance de Daïsha, pour que l’amas sanguinolent s’enfonce dans l’ambre altéré par le sortilège et s’y fige. L’utilisation de cubes d’ambre comme système de stockage avait été inventée, plus d’un siècle auparavant, par le célèbre Hari Daïsha. Aujourd’hui très répandue dans la Jungle, elle permettait de préserver des objets, mais aussi de conserver du savoir, magiquement. Pü réitéra l’opération trois fois et prit soin de terminer par le fragment du général. Il grava l’ambre au-dessus de la position de ce dernier afin de pouvoir le distinguer aisément des autres morceaux de chair. Lorsqu’il referma le couvercle du panier, il exprima un sincère soupir de soulagement. Pour la première fois depuis des semaines, son lendemain ne serait pas souillé de sang. Suite à cela, il veilla patiemment sur le corps du survivant en attendant que les renforts arrivent. Il profita de ce moment de répit pour se reposer et panser ses blessures. S’il répara ses côtes brisées et referma ses plaies, il renonça à régénérer ses doigts manquants : la mutilation laissée ainsi en évidence l’assurait que ce jour resterait à jamais gravé dans sa mémoire. Et lorsqu’il entendit le tumulte des capryniers matis résonner au loin, il disparut dans la pénombre des arbres centenaires.&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;[[file:Sep-chap-5.png|40px]]&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
Le voyage du retour dura plusieurs semaines, mais se déroula sans encombre. Pü quitta les forêts infinies du Royaume de Matia en direction du sud, passa les Cicatrices de Zachini, ces dangereux et immenses gouffres qui séparaient les hauts plateaux boisés des humides plaines luxuriantes, et rejoignit finalement la Jungle, son pays natal. Il n’eut aucun mal à franchir la Grande Muraille, qui isolait la Théocratie Zoraï du reste du monde, et à esquiver les gardes-frontières, qui semblaient d’ailleurs se reposer un peu trop sur le gigantisme du mur. Certes, l’édifice était imposant. Mais, l’ayant escaladé à plusieurs reprises, le jeune homin s’était fait une bonne idée de son état : malheureusement, le manque d’entretien se faisait gravement sentir par endroits. Un jour, des ennemis de la Théocratie Zoraï feraient tomber le rempart avant même que Min-Cho ou le Conseil des Sages ne puissent le prédire. L’enfant espérait que, le moment venu, les Zoraïs seraient prêts à affronter l’envahisseur. Durant tout son voyage de retour, Pü avait été traversé de sentiments contradictoires. Depuis qu’il avait été contraint de quitter son village, son envie d’y retourner au plus vite ne l’avait jamais quitté. Mais s’il avait espéré y reprendre une vie normale une fois rentré, il ne pouvait dorénavant plus s’empêcher de se remémorer les derniers mots de Sirgio di Rolo :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Vous êtes jeune, vous pouvez encore reprendre en main votre destin et voguer vers des lendemains plus heureux. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Était-il réellement capable de redevenir maître de sa destinée ? Pourrait-il s’opposer aux coutumes violentes de sa tribu ? Réussirait-il à empêcher son frère de mener l'expédition sanglante qui lui était destinée ? Tant de questions qui le tourmentaient depuis son départ du Royaume de Matia.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
L’astre ambré presque disparu derrière l'horizon du nord-ouest annonçait l'aube lorsque Pü arriva finalement à destination. Cela faisait maintenant de nombreux jours qu’il avait passé le fleuve Ti-aïn et la capitale Zoran, pour continuer vers le sud à travers la jungle épaisse. Le second astre, celui du jour, commençait tout juste à reprendre de son éclat, et balayait de ses faibles rayons le panorama qui s’offrait à lui. L’enfant eut un mouvement de recul. Après avoir vécu plusieurs mois au cœur d’envoûtantes forêts multicolores, il avait oublié la froideur de son monde. Au sommet de la colline, la gigantesque souche morte qui abritait son village trônait sinistrement sur l'écorce recouverte d’une végétation rabougrie et noircie. Les ancêtres racontaient qu’autrefois, la souche était l’arbre-ciel le plus imposant du pays, et qu’il renfermait des matières premières exceptionnellement rares. Bien entendu, la Karavan avait tenté de s’en emparer, et les Kamis s’y étaient violemment opposés. Dans un assaut désespéré, les agents de la Karavan avaient déployé une machine infernale cracheuse de feu. Mais pas n’importe quel feu. Un feu bien plus vorace et tenace qu’à l’ordinaire, qui avait ravagé une bonne partie de la région avant de déchirer le sol et de continuer sa course dans les Primes Racines. On raconte qu’encore aujourd’hui le feu serait en train d’œuvrer en silence dans les profondeurs de l'Écorce.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
L’enfant gravit la colline en direction de l’inquiétante déchirure qui faisait office d’accès. À peine les gardes l’eurent-ils reconnu qu’ils s’inclinèrent avec déférence. Pü entra dans la souche et fila sans perdre une seconde vers la hutte de Grand-Mère Bä-Bä. Il évoluait par habitude dans les allées tortueuses de cet étrange village aux multiples étages, et esquivait instinctivement les racines qui s’entremêlaient sous ses pieds. La déconvenue née de la comparaison du paysage grisâtre avec les chaleureuses forêts de Matia avait vite été oubliée, laissant place aux souvenirs. Il était né ici. Durant sa course, il croisa plusieurs Zoraïs, qui une fois la surprise passée, inclinèrent tous la tête en signe de respect. Pü leur rendit leur salut, mais évita de leur parler. De toute manière, il savait que tous seraient bientôt au courant de son retour. Lorsqu’il fut à deux pas de chez Grand-Mère Bä-Bä, son nez le piqua et il vit des vapeurs violettes s’échapper de la hutte, signe que la doyenne du village était en train de préparer une concoction. Il poussa les premiers rideaux, et avant même qu’il ait pénétré totalement l’habitation, la vieille dame l’interpella :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Je t’attendais mon enfant, pose le cube d’ambre sur l’autel. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü passa la dernière étoffe et aperçut Grand-Mère Bä-Bä, debout sur un tabouret et pliée en deux au-dessus d’une grande marmite. En la revoyant ainsi, fripée, squelettique et tordue, Pü se demanda à partir de quel âge la mort se lassait d’attendre, et renonçait à intervenir. Il s’avança vers l’autel et posa son panier. L’ancêtre touillait une étrange mixture odorante avec une grosse cuillère en bois.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Je suis en train de terminer de concocter le breuvage pour ta Cérémonie du Retour. Maintenant file retrouver ta mère. Tu lui manques terriblement. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü obéit et se dirigea vers la sortie. Cependant, il ne réussit pas à se retenir de lui poser une question.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Grand-Mère, comment as-tu su que j’allais arriver ? »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grand-Mère Bä-Bä fit claquer sa langue et Pü se crispa instantanément. Lorsqu’il était plus jeune, ce bruit caractéristique était souvent accompagné d’un coup de canne. L’enfant avait mal aux doigts rien qu’en y pensant. D’un son, elle venait de lui rappeler qu’elle restait la plus haute autorité du village, et qu’il ne fallait pas lui désobéir.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« File je te dis ! Et si tu veux un conseil, évite de mentionner précisément comment s’est soldée la dernière rencontre que tu as faite dans le Royaume de Matia, et les doutes auxquels tu fais face depuis. Le village risque de ne pas apprécier, et surtout pas ton père. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü poussa les rideaux qui masquaient l’entrée tel un automate, perturbé à la fois par la précision des connaissances de Grand-Mère Bä-Bä et par l’idée que son père puisse apprendre la vérité sur l’épisode évoqué. Cependant, si elle l’avait mis en garde, c’est qu’elle ne comptait pas la révéler au Masque Noir. Était-elle de son côté ? Pü n’eut pas le temps de se tracasser plus longtemps. À peine avait-il mis un pied dehors qu’il se rendit compte que la moitié du village, sa famille comprise, l’attendait devant la hutte.&lt;br /&gt;
[[file:Son pere.png|right|400px|alt=… Son père ne le félicita…|Son père ne le félicita]]&lt;br /&gt;
Les retrouvailles se passèrent comme il l’avait imaginé. '''Son père ne le félicita que brièvement, mais son regard était empli de fierté'''. Son frère lui cogna violemment l’épaule pour marquer son affection, et lui demanda dans la foulée combien de victimes il avait faites. Pour le futur Masque Noir, c’était ce qui importait le plus. Il fut déçu d’apprendre que son cadet s’était simplement contenté des cent cinquante et une demandées, alors que lui-même en avait presque fait le double à son époque. Quant à sa mère, elle s’effondra dans ses bras. Ou bien Pü s’effondra dans les siens. Il dut faire un effort considérable pour ne pas fondre en larmes devant la foule, et dut attendre de la retrouver en tête-à-tête pour se laisser totalement aller. Si sa mère le réconforta longuement en le couvrant de caresses et de mots doux, elle le réprimanda lorsqu’elle se rendit compte qu’il avait omis volontairement de régénérer ses doigts coupés. Looï avait beau être une grande guérisseuse, passé un certain délai de cicatrisation, certaines blessures devenaient permanentes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Le soir même, la Cérémonie du Retour eut lieu. Toute la tribu se réunit sur la Place du Cérémonial où un breuvage fut distribué à chaque villageois, nouveaux-nés compris. Il contenait un mélange alcoolisé de sève dans lequel un cocon de chair avait été dissous. Les Zoraïs se placèrent en cercles concentriques et attendirent que Grand-Mère Bä-Bä arrive, accompagnée comme toujours par la mère de Pü. Bien qu’accoutumés aux divers rituels qui avaient souvent lieu au sein de la communauté, tous retinrent leur souffle lorsqu’elle leva le bras. Les lumières des habitations surplombant la place fusèrent dans sa paume fermée et une petite sphère de lumière en sortit lorsqu’elle ouvrit la main. L’astre s’envola jusqu’au totem et s’empourpra, avant de pénétrer la bouche d’un masque. Les orifices des autres visages s’illuminèrent alors instantanément. La vieille dame lâcha le bras de Looï, qui lui servait jusqu’alors de soutien, et récupéra d’un mouvement tremblant le bol qu’elle lui tendait. Elle s’avança jusqu’au totem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Mes fils, mes filles, nous sommes réunis ce soir pour célébrer le retour de Pü Fu-tao parmi nous ! cria la vieille dame d’une voix étrangement amplifiée. Le jeune garçon est revenu plus fort de son exil en régions païennes, et avec en sa possession les cent cinquante et une graines de vie demandées ! Le Grand Géniteur salue son effort. Mais ce n’est pas tout ! Ma-Duk m’a aussi confié quelque chose. Nous en avons maintenant la certitude, la Guerre Sacrée débutera bientôt, et sera menée par nos enfants ! D’ici quelques années, nous nous mettrons en route. Guidés par le Guerrier Sacré, nous marcherons sur le monde, traquant les suppôts de la Karavan sans relâche ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü regardait fixement le breuvage emplissant son bol, comme hypnotisé. La couleur du liquide oscillait entre le violet et le noir, et des petites particules de chair rougeâtre flottaient à la surface. Et puis la graine grisâtre de Sirgio di Rolo émergea. Alors comme ça, Ma-Duk s’était adressé à Grand-Mère Bä-Bä pour lui dire que la Guerre Sacrée aurait bientôt lieu ? Pü frissonna. Lui qui avait passé son voyage de retour à rêver d’un autre futur, venait de se faire froidement rattraper par la réalité.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Maintenant, buvez l’offrande de Pü ! reprit Looï. Nourrissez-vous de l’essence des suppôts de la Karavan ! Absorbez leurs âmes et priez pour elles ! Elles vous donneront la force d’accomplir le projet divin auquel nous devrons tous participer d’ici peu ! Et si le Grand Géniteur le veut, ils seront alors absous de leurs péchés ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Les Zoraïs burent d’une traite le liquide visqueux et les parents s’occupèrent de la dose des plus petits. Pü avala sans rechigner l’horrible mixture, toujours perdu dans ses pensées. Alors que son peuple commençait d'entonner en chœur les premiers chants liturgiques de la soirée, Pü jeta un regard triste vers celle qu’il venait à peine de retrouver, et qu’il risquait à nouveau de perdre d’ici quelques années. Il fredonna un autre air.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
          ''Que Jena me pardonne et ses clercs me maudissent,''&lt;br /&gt;
          ''Qu'Aniro me renie et flatteurs se réjouissent,''&lt;br /&gt;
          ''Qu'Atys m'engloutisse et à jamais m'oublie,''&lt;br /&gt;
          ''Je meurs plein de vous, mon enfant, mon amie.''&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
Encore quelques années à profiter de sa présence. Ensuite, il n’y aurait plus que la guerre, la douleur, le sang et la mort. Celles des autres, la sienne, mais peut-être aussi celle de sa mère. Quoi qu’il advienne, Ma-Duk devait le savoir : ce combat, il le mènerait avant tout pour elle. Sa vie importait plus que celles de tous les Kamis réunis. Et, à l’instar de Sirgio di Rolo, ses derniers mots lui seraient consacrés&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NavChap|[[Kapitel IV - Sylvan Exil]]|[[:Kategorie:Der Heilige Krieg#Inhaltsverzeichnis|Inhaltsverzeichnis]]|[[Kapitel VI - Das Erwachen]]}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Portal|Die Große Bibliothek|Zoraï}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Der Heilige Krieg]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jadeyn</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Kapitel_V_-_Die_Saat_des_Zweifels&amp;diff=36933</id>
		<title>Kapitel V - Die Saat des Zweifels</title>
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				<updated>2023-12-02T10:26:24Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Jadeyn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{NavChap|[[Kapitel IV - Sylvan Exil]]|[[:Kategorie:Der Heilige Krieg#Inhaltsverzeichnis|Inhaltsverzeichnis]]|[[Kapitel VI - Das Erwachen]]}}&lt;br /&gt;
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|DE=Kapitel V - Die Saat des Zweifels|DEs=2&lt;br /&gt;
|EN=Chapter V - The seed of doubt|ENs=4&lt;br /&gt;
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|RU=&amp;lt;!--Глава V - Семя сомнения--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|H=1&lt;br /&gt;
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{{Clear}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:purple;font-weight:bold&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''V - Die Saat des Zweifels'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;[[file:Tit-chap-4-5.png|60px]]&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:purple;font-weight:bold&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''Jahr 2474 von Jena'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Quotation|''Bélénor Nébius, Erzähler'' • ''Cheng Lai'SuKi, Illustratorin''|&lt;br /&gt;
Frei. Pü war endlich frei. Frei, um nach Hause und zu seinen Lieben zurückzukehren. Leider hatte ihn der Kampf nicht unversehrt gelassen, und der wiederkehrende Schmerz zerstörte diese positiven Gedanken. Der junge Zoraï richtete sich auf und untersuchte sich selbst: Seine Beine und sein Becken waren mit Blasen bedeckt, seine Haut war an vielen Stellen oberflächlich aufgeschlitzt und ein Drittel seiner rechten Hand war abgetrennt, wobei ihm ein Teil des kleinen und des Ringfingers fehlte. Erst als er seine Verstümmelung betrachtete, bemerkte er, dass sein Feuerzauber seinen Stumpf vollständig ausgebrannt hatte. Außerdem waren vier seiner Rippen gebrochen. Aber alles in allem hatte er sich doch recht gut gehalten. Und vor allem war sein jetziger Schmerz nichts im Vergleich zu dem, was er vor einigen Monaten erlebt hatte, als ihm seine Maske gewachsen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« &amp;quot;Ma-Duk schenkt uns den ultimativen Schmerz, damit kein Leid der Welt jemals seine Soldaten erreichen kann.&amp;quot; »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als er sich mühsam wieder aufrichtete, hörte er eine Stimme. Pü versuchte reflexartig, seine abwesenden Waffen zu ziehen, ging in Kampfposition und suchte mit den Augen nach seinem neuen Gegner. Niemand war zu sehen. Die Stimme wurde deutlicher: Mateis. Pü erkannte, dass sie vom General kam und dass er überlebt hatte. Das überraschte ihn jedoch nicht: Er hatte auf den motorischen Bereich im Gehirn des Matis gezielt, nicht um ihn zu töten, sondern um sein motorisches System zu beschädigen und ihn daran zu hindern, die Klinge herauszuziehen, die die Regeneration verhinderte. Einem Homin das Leben zu nehmen, war schwierig. Und wenn es unmöglich war, den Gegner mit einem Schlag zu töten, musste man versuchen, seine regenerativen Fähigkeiten zu erreichen. Wenn der Matis also überlebt hatte, war er nicht in der Lage, sein Gehirn zu regenerieren, und musste daher sterben. Trotzdem ging Pü vorsichtig auf ihn zu. Denn dieser Homin war bei weitem der härteste Gegner, dem er je gegenübergestanden hatte, abgesehen vielleicht von seinem Onkel und seinem Vater. Als er in sein Sichtfeld trat, '''blickte der Matis, der noch immer den Dolch in seinem Schädel steckte, in das Tagesgestirn, und sah auf ihn'''. Blut lief ihm über das Gesicht. Er artikulierte mühsam.&lt;br /&gt;
[[file:Le Matis.png|right|400px|alt=… le Matis, qui regardait l’astre du jour…|blickte der Matis, in das Tagesgestirn]]&lt;br /&gt;
&amp;quot;Mein Junge, Ihre letzte Akrobatik war beeindruckend, sagte er und hustete. Ich habe noch niemals gegen einen so agilen Gegner wie Sie gekämpft.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü musterte ihn kühl, ohne zu antworten. Hat er ihm gratuliert? Diesen Gegner wird er so schnell nicht vergessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ach, übrigens... Verzeihen Sie mir, was ich über Ihre Mutter und Ihr Volk gesagt habe. Ich kann Ihre Bräuche nicht gutheißen, aber ich habe meine Beleidigungen nicht so gemeint. Die Zoraï sind keine Wilden, genauso wie die Tryker keine Sklaven sind. Und wenn Sie in der Tat indoktriniert sind, sind wir es auch. Ich wollte Sie nur provozieren ... was ziemlich gut funktioniert hat.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü konnte es nicht fassen. Er hatte die Hälfte seines Trupps im Alleingang dezimiert und würde ihm bald das Leben nehmen. Und doch bereute der General seine Worte und entschuldigte sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Mein Junge, die Sekunden sind knapp. Bevor ich gehe, möchte ich Sie bitten, zwei meiner Bitten zu erfüllen. Sie haben das Duell gewonnen, also müssen Sie es nicht annehmen. Ich bitte Sie jedoch, auf Ihr Herz zu hören.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Mutter hatte ihm zwar vom Ehrenkodex der Matis-Offiziere erzählt, aber es war das erste Mal, dass Pü dessen Anwendung beobachtete. Keiner der Matia-Soldaten, gegen die er bis dahin gekämpft hatte, hatte sich jemals so verhalten. Der Zoraï entspannte sich und kniete vor dem Matis nieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sagen Sie mir, ich höre Ihnen zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Als Erstes möchte ich, dass Sie Sivaldo, den Maschinengewehrschützen, den Sie niedergeschlagen haben, verschonen und in Sicherheit bringen. Er ist ein tapferer Soldat, wie viele andere auch, und er ist auch mein Neffe. Aber vor allem ist seine Seele besonders schön. Zu viele Jahrzehnte lang haben die Matis Hass verbreitet und ihn im Gegenzug zu spüren bekommen. Unser Volk braucht Jungen wie ihn. Vorhin haben Sie mir angeboten, zu fliehen, indem Sie ihn Ihnen überlassen. Wenn Sie nur ein Leben brauchen, dann ist das erledigt, denn Sie haben meines bereits erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Ich nehme an, sagte Pü, der den Soldaten ohnehin verschont hätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Vielen Dank, antwortete der General mit einem schwachen Lächeln. Zum Schluss möchte ich Sie bitten, mich für meine Frau und meine Tochter singen zu lassen. Sie sind das Liebste, was ich an Matia habe. Seit jeher sind sie mein Grund zu kämpfen. Vor allem für sie bilde ich Soldaten aus und beschütze das Königreich.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tränen begannen zu fließen und vermischten sich mit dem Blut, als er wieder in das Tagesgestirn starrte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wenn Sie zustimmen, werde ich ein glücklicher Homin sein. Gestorben in einem großartigen Kampf, unter den Augen Jenas, zu Ehren der Homins meines Lebens.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü blickte unauffällig in Richtung der Stelle, an der er den Kami gesehen hatte. Er war nicht mehr da. Tief in seinem Inneren wusste er, dass es falsch war, einen Feind einen heidnischen Gesang anstimmen zu lassen. Aber als der General seine Frau und seine Tochter erwähnte, hatte er ihn berührt. Wie konnte er seiner letzten Bitte nicht nachkommen? Pü legte eine Hand auf seine Schulter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich höre Ihnen zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Ich wusste, dass Sie zustimmen würden, seufzte der Matis, bevor er sich räusperte. Schließen Sie die Augen, lassen Sie Ihren Geist gehen und hören Sie den Gesang des Waldes. Ich werde ihn mit meiner Stimme begleiten.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü verlor jegliche Vorsicht und gehorchte. Es war wahr, dass die Wälder von Matia in vielerlei Hinsicht voller Wunder waren, die sich, sobald man die Augen schloss, sowohl in den duftenden Düften als auch in dem beruhigenden Rauschen der Bäume ausdrückten. Es wurde still. Der General wartete, bis der Wind aufkam, und begann seinen Gesang.&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
           ''Zur Mutter habe ich gebetet und für sie gekämpft,''&lt;br /&gt;
           ''Die mich als Kind mit süßen Litaneien einlullte.''&lt;br /&gt;
           ''Doch in der Stunde des Todes, meine Kleine und meine Liebe,''&lt;br /&gt;
           ''Zu Deiner Lieblichkeit kehrte ich zurück.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           ''Dem Karan habe ich gedient, und für ihn habe ich gekämpft,''&lt;br /&gt;
           ''Der früh meinen Durst nach dem Besten belohnte.''&lt;br /&gt;
           ''Aber ihr seid es, liebe Hominas, für immer in meinem Herzen,''&lt;br /&gt;
           ''Die mir das Beste gegeben haben, ohne zu zögern.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           ''Die Karavan habe ich gefürchtet und in ihrem Namen gehandelt,''&lt;br /&gt;
           ''So viel Macht entfalteten ihre schwarzen Maschinen.''&lt;br /&gt;
           ''Aber es ist die Angst, euch zu verlieren, die zur Verzweiflung führt,''&lt;br /&gt;
           ''In der letzten Stunde, die das Leben aus dem Körper fliehen sieht.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           ''Den Wald habe ich geliebt, oft auch wegen Matia,''&lt;br /&gt;
           ''Verließ die Kunstgriffe eines steifen Hofes.''&lt;br /&gt;
           ''Aber wenn mir durch ein Wunder ein anderer Tag geschenkt wurde,''&lt;br /&gt;
           ''Dann würde ich meine Zeit bei euch beiden verbringen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           ''Jena möge mir verzeihen und seine Kleriker mich verfluchen,''&lt;br /&gt;
           ''[[Aniro III|Aniro]] soll mich verleugnen, und Schmeichler sollen sich freuen,''&lt;br /&gt;
           ''Atys soll mich verschlingen und für immer vergessen,''&lt;br /&gt;
           ''Ich sterbe voll von euch, mein Kind, meine Liebe.''&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
Pü öffnete seine Augen wieder und war völlig verwirrt. Seine Maske war tränenüberströmt und sein Herz raste. Ihm wurde schwindelig und er erstickte laut. Was war nur mit ihm los? War er dabei, die ganze Anspannung, die er in den letzten Wochen angesammelt hatte, zu kompensieren? Zum Teil, aber nicht nur. Der Gesang hatte ihn völlig aus der Bahn geworfen. Es sprach so vieles in ihm an: seine Liebe zu Ma-Duk, die zwar aufrichtig war, aber niemals die Liebe zu seinem Bruder und vor allem zu seiner Mutter übertreffen konnte; seine extreme Loyalität gegenüber seinem Stamm, dessen Bräuche er jedoch im Stillen verfluchte; seine Angst, seinen Vater zu enttäuschen, von dem er wusste, dass er ihn verleugnen würde; seine Furcht vor den Kamis, die ihre Anhänger unter dem Deckmantel großer Ziele ihrer Freiheit beraubten. Dieser Fremde war in Wahrheit so wenig anders als er selbst. Er war sein Spiegel und er hatte ihm gerade das Leben genommen. Pü ballte seine zitternden Fäuste und versuchte, seine Atmung zu regulieren. Eines Abends hatte seine Mutter ihm von einer psychosomatischen Krankheit erzählt, die bei denjenigen, die sich mächtigen Kunstwerken aussetzen, derartige Symptome hervorrufen kann. Dieser Gesang war eine solche Krankheit. Es würde ihn für sein Leben prägen, das wusste er. Der General bemerkte seine Aufregung und sprach ihn darauf an. Seine Diktion wurde immer langsamer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Reißen Sie sich zusammen, mein Junge, Sie müssen lernen, mit Ihren Emotionen umzugehen. Sie befinden sich auf einem sehr dunklen Pfad, den Sie gezwungenermaßen einschlagen mussten und der Ihnen viele Schwierigkeiten bereiten wird.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum ersten Mal seit Beginn der Diskussion machte der Matis einen ernsten Gesichtsausdruck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich habe Sie kämpfen sehen, ich habe Ihre Art zu kämpfen und Ihren Blick beobachtet. Sie sind zwar ein hervorragender Kämpfer, aber Sie hassen es zu töten. Sie gehören nicht zu denen, die sich am Blut ihrer Opfer berauschen. Jedes Mal, wenn Sie ein Leben auslöschen, ist es, als würden Sie sich selbst töten. Sie sind jung, Sie können Ihr Schicksal noch in die Hand nehmen und in ein glücklicheres Morgen segeln.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn er das nur wüsste, dachte Pü und erinnerte sich an die Vorhersagen von Großmutter Bä-Bä.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Kommen Sie schon ... Ich habe diesen Moment zu lange hinausgezögert ... Es ist Zeit für mich, zu meinen Vorfahren zurückzukehren, stammelte er und ließ sich auf den Zoraï plumpsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Warten Sie, sagen Sie mir Ihren Namen! Auch die Ihrer Tochter und Ihrer Frau!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Ich bin Sirgio di Rolo ... Meine Frau heißt Virinia ... Und unsere wunderschöne kleine Tochter ... Trini ...&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü maintint les épaules du général, et l’allongea sur le sol. Il était mort. Il lui ferma les yeux et délogea délicatement la dague assassine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Sirgio di Rolo, je vous fais la promesse de prier tous les matins, durant l'année qui vient, pour le salut de votre fille. Je m’engage aussi à lier mon âme à la vôtre durant ma Cérémonie du Retour. J’espère que vous me donnerez la force de poursuivre ma destinée. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sur ces mots, l’enfant ouvrit la petite sacoche qui flanquait sa cuisse gauche. Celle-ci contenait deux fins et longs instruments qu’il récupéra avec soin. Le premier était une tige de [[taleng]] de vingt centimètres de long et d’un centimètre de diamètre, dont l’une des extrémités avait été taillée en pointe. Le taleng, caractérisé par ses tiges vertes formées d'un chaume creux lignifié à la croissance très rapide, était présent en abondance dans la Jungle. Les Zoraïs l’utilisaient couramment comme matériau pour la fabrication d’ustensiles. Le second outil, lui aussi fabriqué à partir de taleng, était une fine et longue pince. Pü enjamba le torse du général et lui releva la tête de la main gauche. De sa main amputée, il enfonça péniblement la tige dans la narine droite du Matis jusqu’à ne plus pouvoir la faire progresser. Alors, d’un coup de paume bien senti, il lui perfora le crâne. Du sang se mit à couler autour et à l’intérieur de la tige rigide, et l’enfant ferma les yeux. Bien que connaissant approximativement sa position, s'il voulait détecter précisément sa cible, il devait faire taire ses autres sens. Il ne lui fallut alors que quelques secondes pour discerner l’imperceptible écho qui pulsait depuis l’intérieur du crâne du Matis, et qui se réverbérait subtilement dans les particules spirituelles avoisinantes. '''Méditatif, Pü enfonça progressivement le tube dans le cerveau du Matis'''. Enfin, alors que la tige de taleng arrivait à destination, il rouvrit les yeux. Laissant la tête du général reposer au sol, il récupéra la fine pince de sa main valide et la glissa dans le tube nasal. Bien qu’il dut à nouveau se concentrer pour être certain de ne pas dépasser sa cible, une pulsation nettement plus prégnante que les autres lui confirma son succès. Prudemment, le manche fit marche arrière, et un petit morceau de chair étonnamment ferme émergea du tube serré entre les deux branches de la pince. Pü observa le cocon de chair afin de vérifier qu’il n’était pas abîmé. À l’intérieur de celui-ci était enfermée la graine de vie, que l’on disait être le siège de l’âme homine. L’âme de Sirgio di Rolo. Pü avait déjà pu observer ce fragile trésor, qui ressemblait véritablement à une petite graine grisâtre, longue d’à peine quelques millimètres. Sirgio di Rolo était bel et bien mort, et pourtant, il pouvait toujours discerner l'écho de sa graine de vie. Pü s’était beaucoup questionné sur cet écho durant son exil. Il s’était même demandé s’il pouvait être un signal. Un signal de l’âme. Mais un signal à destination de qui ? De Ma-Duk, nécessairement.&lt;br /&gt;
[[file:Meditatif.png|right|400px|alt=… Méditatif, Pü enfonça…|Méditatif, Pü enfonça]]&lt;br /&gt;
Une envolée de javings fit sursauter l’enfant qui reprit instantanément ses esprits. Ouvrant l’une des petites poches de sa ceinture, il y plaça délicatement son macabre trophée. Il répéta ensuite l’opération sur les trois autres cadavres, prenant bien soin de placer les morceaux de chair dans des pochettes distinctes. En dernier lieu, il se porta vers Sivaldo, le mitrailleur évanoui que le général lui avait demandé d’épargner. Comme les autres soldats, il devait avoir environ l’âge de son frère. À n’en pas douter, ce Matis était probablement considéré par son peuple comme un modèle de beauté. Il était grand et bien bâti, et disposait d’une longue chevelure tressée d’un blond éclatant. Les traits harmonieux de son visage semblaient avoir été dessinés à la main, et quand Pü lui souleva les paupières pour vérifier son état, il découvrit des iris cristallins. Malheureusement pour le Matis, son visage était maintenant traversé d’une longue et profonde entaille. Si le Zoraï était en mesure de refermer la plaie, il ne réussirait pas à effacer totalement la marque causée par l’impact du bouclier. Il était en effet trop faible, et devait conserver assez d’énergie pour guérir ses propres blessures.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Une fois le Matis soigné, il se dirigea jusqu’au buisson où il avait caché son panier cubique. Pü l’extirpa délicatement des feuillages et le posa sur le sol. Satisfait de l’emplacement, il en ouvrit précautionneusement le couvercle, comme s’il abritait un trésor. Le panier contenait un cube d’ambre parfaitement enchâssé dans le réceptacle d’osier, qui semblait lui-même renfermer plusieurs dizaines de formes. Il récupéra méticuleusement un des morceaux de chair qu’il avait rangés dans les poches de sa ceinture, et le posa sur la seule face visible du cube. Il n’eut alors qu’à imprimer sa volonté à la Sève qui l’irriguait, tout en prononçant la célèbre Stance de Daïsha, pour que l’amas sanguinolent s’enfonce dans l’ambre altéré par le sortilège et s’y fige. L’utilisation de cubes d’ambre comme système de stockage avait été inventée, plus d’un siècle auparavant, par le célèbre Hari Daïsha. Aujourd’hui très répandue dans la Jungle, elle permettait de préserver des objets, mais aussi de conserver du savoir, magiquement. Pü réitéra l’opération trois fois et prit soin de terminer par le fragment du général. Il grava l’ambre au-dessus de la position de ce dernier afin de pouvoir le distinguer aisément des autres morceaux de chair. Lorsqu’il referma le couvercle du panier, il exprima un sincère soupir de soulagement. Pour la première fois depuis des semaines, son lendemain ne serait pas souillé de sang. Suite à cela, il veilla patiemment sur le corps du survivant en attendant que les renforts arrivent. Il profita de ce moment de répit pour se reposer et panser ses blessures. S’il répara ses côtes brisées et referma ses plaies, il renonça à régénérer ses doigts manquants : la mutilation laissée ainsi en évidence l’assurait que ce jour resterait à jamais gravé dans sa mémoire. Et lorsqu’il entendit le tumulte des capryniers matis résonner au loin, il disparut dans la pénombre des arbres centenaires.&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;[[file:Sep-chap-5.png|40px]]&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
Le voyage du retour dura plusieurs semaines, mais se déroula sans encombre. Pü quitta les forêts infinies du Royaume de Matia en direction du sud, passa les Cicatrices de Zachini, ces dangereux et immenses gouffres qui séparaient les hauts plateaux boisés des humides plaines luxuriantes, et rejoignit finalement la Jungle, son pays natal. Il n’eut aucun mal à franchir la Grande Muraille, qui isolait la Théocratie Zoraï du reste du monde, et à esquiver les gardes-frontières, qui semblaient d’ailleurs se reposer un peu trop sur le gigantisme du mur. Certes, l’édifice était imposant. Mais, l’ayant escaladé à plusieurs reprises, le jeune homin s’était fait une bonne idée de son état : malheureusement, le manque d’entretien se faisait gravement sentir par endroits. Un jour, des ennemis de la Théocratie Zoraï feraient tomber le rempart avant même que Min-Cho ou le Conseil des Sages ne puissent le prédire. L’enfant espérait que, le moment venu, les Zoraïs seraient prêts à affronter l’envahisseur. Durant tout son voyage de retour, Pü avait été traversé de sentiments contradictoires. Depuis qu’il avait été contraint de quitter son village, son envie d’y retourner au plus vite ne l’avait jamais quitté. Mais s’il avait espéré y reprendre une vie normale une fois rentré, il ne pouvait dorénavant plus s’empêcher de se remémorer les derniers mots de Sirgio di Rolo :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Vous êtes jeune, vous pouvez encore reprendre en main votre destin et voguer vers des lendemains plus heureux. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Était-il réellement capable de redevenir maître de sa destinée ? Pourrait-il s’opposer aux coutumes violentes de sa tribu ? Réussirait-il à empêcher son frère de mener l'expédition sanglante qui lui était destinée ? Tant de questions qui le tourmentaient depuis son départ du Royaume de Matia.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
L’astre ambré presque disparu derrière l'horizon du nord-ouest annonçait l'aube lorsque Pü arriva finalement à destination. Cela faisait maintenant de nombreux jours qu’il avait passé le fleuve Ti-aïn et la capitale Zoran, pour continuer vers le sud à travers la jungle épaisse. Le second astre, celui du jour, commençait tout juste à reprendre de son éclat, et balayait de ses faibles rayons le panorama qui s’offrait à lui. L’enfant eut un mouvement de recul. Après avoir vécu plusieurs mois au cœur d’envoûtantes forêts multicolores, il avait oublié la froideur de son monde. Au sommet de la colline, la gigantesque souche morte qui abritait son village trônait sinistrement sur l'écorce recouverte d’une végétation rabougrie et noircie. Les ancêtres racontaient qu’autrefois, la souche était l’arbre-ciel le plus imposant du pays, et qu’il renfermait des matières premières exceptionnellement rares. Bien entendu, la Karavan avait tenté de s’en emparer, et les Kamis s’y étaient violemment opposés. Dans un assaut désespéré, les agents de la Karavan avaient déployé une machine infernale cracheuse de feu. Mais pas n’importe quel feu. Un feu bien plus vorace et tenace qu’à l’ordinaire, qui avait ravagé une bonne partie de la région avant de déchirer le sol et de continuer sa course dans les Primes Racines. On raconte qu’encore aujourd’hui le feu serait en train d’œuvrer en silence dans les profondeurs de l'Écorce.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
L’enfant gravit la colline en direction de l’inquiétante déchirure qui faisait office d’accès. À peine les gardes l’eurent-ils reconnu qu’ils s’inclinèrent avec déférence. Pü entra dans la souche et fila sans perdre une seconde vers la hutte de Grand-Mère Bä-Bä. Il évoluait par habitude dans les allées tortueuses de cet étrange village aux multiples étages, et esquivait instinctivement les racines qui s’entremêlaient sous ses pieds. La déconvenue née de la comparaison du paysage grisâtre avec les chaleureuses forêts de Matia avait vite été oubliée, laissant place aux souvenirs. Il était né ici. Durant sa course, il croisa plusieurs Zoraïs, qui une fois la surprise passée, inclinèrent tous la tête en signe de respect. Pü leur rendit leur salut, mais évita de leur parler. De toute manière, il savait que tous seraient bientôt au courant de son retour. Lorsqu’il fut à deux pas de chez Grand-Mère Bä-Bä, son nez le piqua et il vit des vapeurs violettes s’échapper de la hutte, signe que la doyenne du village était en train de préparer une concoction. Il poussa les premiers rideaux, et avant même qu’il ait pénétré totalement l’habitation, la vieille dame l’interpella :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Je t’attendais mon enfant, pose le cube d’ambre sur l’autel. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü passa la dernière étoffe et aperçut Grand-Mère Bä-Bä, debout sur un tabouret et pliée en deux au-dessus d’une grande marmite. En la revoyant ainsi, fripée, squelettique et tordue, Pü se demanda à partir de quel âge la mort se lassait d’attendre, et renonçait à intervenir. Il s’avança vers l’autel et posa son panier. L’ancêtre touillait une étrange mixture odorante avec une grosse cuillère en bois.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Je suis en train de terminer de concocter le breuvage pour ta Cérémonie du Retour. Maintenant file retrouver ta mère. Tu lui manques terriblement. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü obéit et se dirigea vers la sortie. Cependant, il ne réussit pas à se retenir de lui poser une question.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Grand-Mère, comment as-tu su que j’allais arriver ? »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grand-Mère Bä-Bä fit claquer sa langue et Pü se crispa instantanément. Lorsqu’il était plus jeune, ce bruit caractéristique était souvent accompagné d’un coup de canne. L’enfant avait mal aux doigts rien qu’en y pensant. D’un son, elle venait de lui rappeler qu’elle restait la plus haute autorité du village, et qu’il ne fallait pas lui désobéir.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« File je te dis ! Et si tu veux un conseil, évite de mentionner précisément comment s’est soldée la dernière rencontre que tu as faite dans le Royaume de Matia, et les doutes auxquels tu fais face depuis. Le village risque de ne pas apprécier, et surtout pas ton père. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü poussa les rideaux qui masquaient l’entrée tel un automate, perturbé à la fois par la précision des connaissances de Grand-Mère Bä-Bä et par l’idée que son père puisse apprendre la vérité sur l’épisode évoqué. Cependant, si elle l’avait mis en garde, c’est qu’elle ne comptait pas la révéler au Masque Noir. Était-elle de son côté ? Pü n’eut pas le temps de se tracasser plus longtemps. À peine avait-il mis un pied dehors qu’il se rendit compte que la moitié du village, sa famille comprise, l’attendait devant la hutte.&lt;br /&gt;
[[file:Son pere.png|right|400px|alt=… Son père ne le félicita…|Son père ne le félicita]]&lt;br /&gt;
Les retrouvailles se passèrent comme il l’avait imaginé. '''Son père ne le félicita que brièvement, mais son regard était empli de fierté'''. Son frère lui cogna violemment l’épaule pour marquer son affection, et lui demanda dans la foulée combien de victimes il avait faites. Pour le futur Masque Noir, c’était ce qui importait le plus. Il fut déçu d’apprendre que son cadet s’était simplement contenté des cent cinquante et une demandées, alors que lui-même en avait presque fait le double à son époque. Quant à sa mère, elle s’effondra dans ses bras. Ou bien Pü s’effondra dans les siens. Il dut faire un effort considérable pour ne pas fondre en larmes devant la foule, et dut attendre de la retrouver en tête-à-tête pour se laisser totalement aller. Si sa mère le réconforta longuement en le couvrant de caresses et de mots doux, elle le réprimanda lorsqu’elle se rendit compte qu’il avait omis volontairement de régénérer ses doigts coupés. Looï avait beau être une grande guérisseuse, passé un certain délai de cicatrisation, certaines blessures devenaient permanentes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Le soir même, la Cérémonie du Retour eut lieu. Toute la tribu se réunit sur la Place du Cérémonial où un breuvage fut distribué à chaque villageois, nouveaux-nés compris. Il contenait un mélange alcoolisé de sève dans lequel un cocon de chair avait été dissous. Les Zoraïs se placèrent en cercles concentriques et attendirent que Grand-Mère Bä-Bä arrive, accompagnée comme toujours par la mère de Pü. Bien qu’accoutumés aux divers rituels qui avaient souvent lieu au sein de la communauté, tous retinrent leur souffle lorsqu’elle leva le bras. Les lumières des habitations surplombant la place fusèrent dans sa paume fermée et une petite sphère de lumière en sortit lorsqu’elle ouvrit la main. L’astre s’envola jusqu’au totem et s’empourpra, avant de pénétrer la bouche d’un masque. Les orifices des autres visages s’illuminèrent alors instantanément. La vieille dame lâcha le bras de Looï, qui lui servait jusqu’alors de soutien, et récupéra d’un mouvement tremblant le bol qu’elle lui tendait. Elle s’avança jusqu’au totem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Mes fils, mes filles, nous sommes réunis ce soir pour célébrer le retour de Pü Fu-tao parmi nous ! cria la vieille dame d’une voix étrangement amplifiée. Le jeune garçon est revenu plus fort de son exil en régions païennes, et avec en sa possession les cent cinquante et une graines de vie demandées ! Le Grand Géniteur salue son effort. Mais ce n’est pas tout ! Ma-Duk m’a aussi confié quelque chose. Nous en avons maintenant la certitude, la Guerre Sacrée débutera bientôt, et sera menée par nos enfants ! D’ici quelques années, nous nous mettrons en route. Guidés par le Guerrier Sacré, nous marcherons sur le monde, traquant les suppôts de la Karavan sans relâche ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü regardait fixement le breuvage emplissant son bol, comme hypnotisé. La couleur du liquide oscillait entre le violet et le noir, et des petites particules de chair rougeâtre flottaient à la surface. Et puis la graine grisâtre de Sirgio di Rolo émergea. Alors comme ça, Ma-Duk s’était adressé à Grand-Mère Bä-Bä pour lui dire que la Guerre Sacrée aurait bientôt lieu ? Pü frissonna. Lui qui avait passé son voyage de retour à rêver d’un autre futur, venait de se faire froidement rattraper par la réalité.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Maintenant, buvez l’offrande de Pü ! reprit Looï. Nourrissez-vous de l’essence des suppôts de la Karavan ! Absorbez leurs âmes et priez pour elles ! Elles vous donneront la force d’accomplir le projet divin auquel nous devrons tous participer d’ici peu ! Et si le Grand Géniteur le veut, ils seront alors absous de leurs péchés ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Les Zoraïs burent d’une traite le liquide visqueux et les parents s’occupèrent de la dose des plus petits. Pü avala sans rechigner l’horrible mixture, toujours perdu dans ses pensées. Alors que son peuple commençait d'entonner en chœur les premiers chants liturgiques de la soirée, Pü jeta un regard triste vers celle qu’il venait à peine de retrouver, et qu’il risquait à nouveau de perdre d’ici quelques années. Il fredonna un autre air.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
          ''Que Jena me pardonne et ses clercs me maudissent,''&lt;br /&gt;
          ''Qu'Aniro me renie et flatteurs se réjouissent,''&lt;br /&gt;
          ''Qu'Atys m'engloutisse et à jamais m'oublie,''&lt;br /&gt;
          ''Je meurs plein de vous, mon enfant, mon amie.''&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
Encore quelques années à profiter de sa présence. Ensuite, il n’y aurait plus que la guerre, la douleur, le sang et la mort. Celles des autres, la sienne, mais peut-être aussi celle de sa mère. Quoi qu’il advienne, Ma-Duk devait le savoir : ce combat, il le mènerait avant tout pour elle. Sa vie importait plus que celles de tous les Kamis réunis. Et, à l’instar de Sirgio di Rolo, ses derniers mots lui seraient consacrés&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NavChap|[[Kapitel IV - Sylvan Exil]]|[[:Kategorie:Der Heilige Krieg#Inhaltsverzeichnis|Inhaltsverzeichnis]]|[[Kapitel VI - Das Erwachen]]}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Portal|Die Große Bibliothek|Zoraï}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Der Heilige Krieg]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jadeyn</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Kapitel_V_-_Die_Saat_des_Zweifels&amp;diff=36930</id>
		<title>Kapitel V - Die Saat des Zweifels</title>
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				<updated>2023-11-16T09:23:16Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Jadeyn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{NavChap|[[Kapitel IV - Sylvan Exil]]|[[:Kategorie:Der Heilige Krieg#Inhaltsverzeichnis|Inhaltsverzeichnis]]|[[Kapitel VI - Das Erwachen]]}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Trad&lt;br /&gt;
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|EN=Chapter V - The seed of doubt|ENs=4&lt;br /&gt;
|ES=&amp;lt;!--Capítulo V - La semilla de la duda--&amp;gt;&lt;br /&gt;
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{{Clear}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:purple;font-weight:bold&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''V - Die Saat des Zweifels'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:purple;font-weight:bold&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''Jahr 2474 von Jena'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Quotation|''Bélénor Nébius, Erzähler'' • ''Cheng Lai'SuKi, Illustratorin''|&lt;br /&gt;
Frei. Pü war endlich frei. Frei, um nach Hause und zu seinen Lieben zurückzukehren. Leider hatte ihn der Kampf nicht unversehrt gelassen, und der wiederkehrende Schmerz zerstörte diese positiven Gedanken. Der junge Zoraï richtete sich auf und untersuchte sich selbst: Seine Beine und sein Becken waren mit Blasen bedeckt, seine Haut war an vielen Stellen oberflächlich aufgeschlitzt und ein Drittel seiner rechten Hand war abgetrennt, wobei ihm ein Teil des kleinen und des Ringfingers fehlte. Erst als er seine Verstümmelung betrachtete, bemerkte er, dass sein Feuerzauber seinen Stumpf vollständig ausgebrannt hatte. Außerdem waren vier seiner Rippen gebrochen. Aber alles in allem hatte er sich doch recht gut gehalten. Und vor allem war sein jetziger Schmerz nichts im Vergleich zu dem, was er vor einigen Monaten erlebt hatte, als ihm seine Maske gewachsen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« &amp;quot;Ma-Duk schenkt uns den ultimativen Schmerz, damit kein Leid der Welt jemals seine Soldaten erreichen kann.&amp;quot; »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als er sich mühsam wieder aufrichtete, hörte er eine Stimme. Pü versuchte reflexartig, seine abwesenden Waffen zu ziehen, ging in Kampfposition und suchte mit den Augen nach seinem neuen Gegner. Niemand war zu sehen. Die Stimme wurde deutlicher: Mateis. Pü erkannte, dass sie vom General kam und dass er überlebt hatte. Das überraschte ihn jedoch nicht: Er hatte auf den motorischen Bereich im Gehirn des Matis gezielt, nicht um ihn zu töten, sondern um sein motorisches System zu beschädigen und ihn daran zu hindern, die Klinge herauszuziehen, die die Regeneration verhinderte. Einem Homin das Leben zu nehmen, war schwierig. Und wenn es unmöglich war, den Gegner mit einem Schlag zu töten, musste man versuchen, seine regenerativen Fähigkeiten zu erreichen. Wenn der Matis also überlebt hatte, war er nicht in der Lage, sein Gehirn zu regenerieren, und musste daher sterben. Trotzdem ging Pü vorsichtig auf ihn zu. Denn dieser Homin war bei weitem der härteste Gegner, dem er je gegenübergestanden hatte, abgesehen vielleicht von seinem Onkel und seinem Vater. Als er in sein Sichtfeld trat, '''blickte der Matis, der noch immer den Dolch in seinem Schädel steckte, in das Tagesgestirn, und sah auf ihn'''. Blut lief ihm über das Gesicht. Er artikulierte mühsam.&lt;br /&gt;
[[file:Le Matis.png|right|400px|alt=… le Matis, qui regardait l’astre du jour…|blickte der Matis, in das Tagesgestirn]]&lt;br /&gt;
&amp;quot;Mein Junge, Ihre letzte Akrobatik war beeindruckend, sagte er und hustete. Ich habe noch niemals gegen einen so agilen Gegner wie Sie gekämpft.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü musterte ihn kühl, ohne zu antworten. Hat er ihm gratuliert? Diesen Gegner wird er so schnell nicht vergessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ach, übrigens... Verzeihen Sie mir, was ich über Ihre Mutter und Ihr Volk gesagt habe. Ich kann Ihre Bräuche nicht gutheißen, aber ich habe meine Beleidigungen nicht so gemeint. Die Zoraï sind keine Wilden, genauso wie die Tryker keine Sklaven sind. Und wenn Sie in der Tat indoktriniert sind, sind wir es auch. Ich wollte Sie nur provozieren ... was ziemlich gut funktioniert hat.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü konnte es nicht fassen. Er hatte die Hälfte seines Trupps im Alleingang dezimiert und würde ihm bald das Leben nehmen. Und doch bereute der General seine Worte und entschuldigte sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Mein Junge, die Sekunden sind knapp. Bevor ich gehe, möchte ich Sie bitten, zwei meiner Bitten zu erfüllen. Sie haben das Duell gewonnen, also müssen Sie es nicht annehmen. Ich bitte Sie jedoch, auf Ihr Herz zu hören.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Mutter hatte ihm zwar vom Ehrenkodex der Matis-Offiziere erzählt, aber es war das erste Mal, dass Pü dessen Anwendung beobachtete. Keiner der Matia-Soldaten, gegen die er bis dahin gekämpft hatte, hatte sich jemals so verhalten. Der Zoraï entspannte sich und kniete vor dem Matis nieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sagen Sie mir, ich höre Ihnen zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Als Erstes möchte ich, dass Sie Sivaldo, den Maschinengewehrschützen, den Sie niedergeschlagen haben, verschonen und in Sicherheit bringen. Er ist ein tapferer Soldat, wie viele andere auch, und er ist auch mein Neffe. Aber vor allem ist seine Seele besonders schön. Zu viele Jahrzehnte lang haben die Matis Hass verbreitet und ihn im Gegenzug zu spüren bekommen. Unser Volk braucht Jungen wie ihn. Vorhin haben Sie mir angeboten, zu fliehen, indem Sie ihn Ihnen überlassen. Wenn Sie nur ein Leben brauchen, dann ist das erledigt, denn Sie haben meines bereits erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Ich nehme an, sagte Pü, der den Soldaten ohnehin verschont hätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Vielen Dank, antwortete der General mit einem schwachen Lächeln. Zum Schluss möchte ich Sie bitten, mich für meine Frau und meine Tochter singen zu lassen. Sie sind das Liebste, was ich an Matia habe. Seit jeher sind sie mein Grund zu kämpfen. Vor allem für sie bilde ich Soldaten aus und beschütze das Königreich.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tränen begannen zu fließen und vermischten sich mit dem Blut, als er wieder in das Tagesgestirn starrte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wenn Sie zustimmen, werde ich ein glücklicher Homin sein. Gestorben in einem großartigen Kampf, unter den Augen Jenas, zu Ehren der Homins meines Lebens.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü blickte unauffällig in Richtung der Stelle, an der er den Kami gesehen hatte. Er war nicht mehr da. Tief in seinem Inneren wusste er, dass es falsch war, einen Feind einen heidnischen Gesang anstimmen zu lassen. Aber als der General seine Frau und seine Tochter erwähnte, hatte er ihn berührt. Wie konnte er seiner letzten Bitte nicht nachkommen? Pü legte eine Hand auf seine Schulter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich höre Ihnen zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Ich wusste, dass Sie zustimmen würden, seufzte der Matis, bevor er sich räusperte. Schließen Sie die Augen, lassen Sie Ihren Geist gehen und hören Sie den Gesang des Waldes. Ich werde ihn mit meiner Stimme begleiten.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü verlor jegliche Vorsicht und gehorchte. Es war wahr, dass die Wälder von Matia in vielerlei Hinsicht voller Wunder waren, die sich, sobald man die Augen schloss, sowohl in den duftenden Düften als auch in dem beruhigenden Rauschen der Bäume ausdrückten. Es wurde still. Der General wartete, bis der Wind aufkam, und begann seinen Gesang.&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
           ''Zur Mutter habe ich gebetet und für sie gekämpft,''&lt;br /&gt;
           ''Die mich als Kind mit süßen Litaneien einlullte.''&lt;br /&gt;
           ''Doch in der Stunde des Todes, meine Kleine und meine Liebe,''&lt;br /&gt;
           ''Zu Deiner Lieblichkeit kehrte ich zurück.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           ''Dem Karan habe ich gedient, und für ihn habe ich gekämpft,''&lt;br /&gt;
           ''Der früh meinen Durst nach dem Besten belohnte.''&lt;br /&gt;
           ''Aber ihr seid es, liebe Hominas, für immer in meinem Herzen,''&lt;br /&gt;
           ''Die mir das Beste gegeben haben, ohne zu zögern.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           ''Die Karavan habe ich gefürchtet und in ihrem Namen gehandelt,''&lt;br /&gt;
           ''So viel Macht entfalteten ihre schwarzen Maschinen.''&lt;br /&gt;
           ''Aber es ist die Angst, euch zu verlieren, die zur Verzweiflung führt,''&lt;br /&gt;
           ''In der letzten Stunde, die das Leben aus dem Körper fliehen sieht.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           ''Den Wald habe ich geliebt, oft auch wegen Matia,''&lt;br /&gt;
           ''Verließ die Kunstgriffe eines steifen Hofes.''&lt;br /&gt;
           ''Aber wenn mir durch ein Wunder ein anderer Tag geschenkt wurde,''&lt;br /&gt;
           ''Dann würde ich meine Zeit bei euch beiden verbringen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           ''Jena möge mir verzeihen und seine Kleriker mich verfluchen,''&lt;br /&gt;
           ''[[Aniro III|Aniro]] soll mich verleugnen, und Schmeichler sollen sich freuen,''&lt;br /&gt;
           ''Atys soll mich verschlingen und für immer vergessen,''&lt;br /&gt;
           ''Ich sterbe voll von euch, mein Kind, meine Liebe.''&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
Pü öffnete seine Augen wieder und war völlig verwirrt. Seine Maske war tränenüberströmt und sein Herz raste. Ihm wurde schwindelig und er erstickte laut. Was war nur mit ihm los? War er dabei, die ganze Anspannung, die er in den letzten Wochen angesammelt hatte, zu kompensieren? Zum Teil, aber nicht nur. Der Gesang hatte ihn völlig aus der Bahn geworfen. Es sprach so vieles in ihm an: seine Liebe zu Ma-Duk, die zwar aufrichtig war, aber niemals die Liebe zu seinem Bruder und vor allem zu seiner Mutter übertreffen konnte; seine extreme Loyalität gegenüber seinem Stamm, dessen Bräuche er jedoch im Stillen verfluchte; seine Angst, seinen Vater zu enttäuschen, von dem er wusste, dass er ihn verleugnen würde; seine Furcht vor den Kamis, die ihre Anhänger unter dem Deckmantel großer Ziele ihrer Freiheit beraubten. Dieser Fremde war in Wahrheit so wenig anders als er selbst. Er war sein Spiegel und er hatte ihm gerade das Leben genommen. Pü ballte seine zitternden Fäuste und versuchte, seine Atmung zu regulieren. Eines Abends hatte seine Mutter ihm von einer psychosomatischen Krankheit erzählt, die bei denjenigen, die sich mächtigen Kunstwerken aussetzen, derartige Symptome hervorrufen kann. Dieser Gesang war eine solche Krankheit. Es würde ihn für sein Leben prägen, das wusste er. Der General bemerkte seine Aufregung und sprach ihn darauf an. Seine Diktion wurde immer langsamer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Reißen Sie sich zusammen, mein Junge, Sie müssen lernen, mit Ihren Emotionen umzugehen. Sie befinden sich auf einem sehr dunklen Pfad, den Sie gezwungenermaßen einschlagen mussten und der Ihnen viele Schwierigkeiten bereiten wird.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum ersten Mal seit Beginn der Diskussion machte der Matis einen ernsten Gesichtsausdruck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Je vous ai vu combattre, j’ai observé votre manière de faire et votre regard. Vous avez beau être un combattant exceptionnel, vous détestez tuer. Vous n'êtes pas de ceux qui s’enivrent du sang de leurs victimes. À chaque fois que vous enlevez une vie, c’est comme si vous vous tuiez vous-même. Vous êtes jeune, vous pouvez encore reprendre en main votre destin et voguer vers des lendemains plus heureux. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Si seulement il savait, pensa Pü, en se remémorant les prédictions de Grand-Mère Bä-Bä.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Allez… Je n’ai fait que trop durer ce moment… Il est temps pour moi de rejoindre mes ancêtres, balbutia-t-il en s’affaissant sur le Zoraï.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Attendez, dites-moi votre nom ! Ainsi que ceux de votre fille et de votre épouse !&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Je suis Sirgio di Rolo… Mon épouse se nomme Virinia… Et notre magnifique petite fille… Trini… »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü maintint les épaules du général, et l’allongea sur le sol. Il était mort. Il lui ferma les yeux et délogea délicatement la dague assassine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Sirgio di Rolo, je vous fais la promesse de prier tous les matins, durant l'année qui vient, pour le salut de votre fille. Je m’engage aussi à lier mon âme à la vôtre durant ma Cérémonie du Retour. J’espère que vous me donnerez la force de poursuivre ma destinée. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sur ces mots, l’enfant ouvrit la petite sacoche qui flanquait sa cuisse gauche. Celle-ci contenait deux fins et longs instruments qu’il récupéra avec soin. Le premier était une tige de [[taleng]] de vingt centimètres de long et d’un centimètre de diamètre, dont l’une des extrémités avait été taillée en pointe. Le taleng, caractérisé par ses tiges vertes formées d'un chaume creux lignifié à la croissance très rapide, était présent en abondance dans la Jungle. Les Zoraïs l’utilisaient couramment comme matériau pour la fabrication d’ustensiles. Le second outil, lui aussi fabriqué à partir de taleng, était une fine et longue pince. Pü enjamba le torse du général et lui releva la tête de la main gauche. De sa main amputée, il enfonça péniblement la tige dans la narine droite du Matis jusqu’à ne plus pouvoir la faire progresser. Alors, d’un coup de paume bien senti, il lui perfora le crâne. Du sang se mit à couler autour et à l’intérieur de la tige rigide, et l’enfant ferma les yeux. Bien que connaissant approximativement sa position, s'il voulait détecter précisément sa cible, il devait faire taire ses autres sens. Il ne lui fallut alors que quelques secondes pour discerner l’imperceptible écho qui pulsait depuis l’intérieur du crâne du Matis, et qui se réverbérait subtilement dans les particules spirituelles avoisinantes. '''Méditatif, Pü enfonça progressivement le tube dans le cerveau du Matis'''. Enfin, alors que la tige de taleng arrivait à destination, il rouvrit les yeux. Laissant la tête du général reposer au sol, il récupéra la fine pince de sa main valide et la glissa dans le tube nasal. Bien qu’il dut à nouveau se concentrer pour être certain de ne pas dépasser sa cible, une pulsation nettement plus prégnante que les autres lui confirma son succès. Prudemment, le manche fit marche arrière, et un petit morceau de chair étonnamment ferme émergea du tube serré entre les deux branches de la pince. Pü observa le cocon de chair afin de vérifier qu’il n’était pas abîmé. À l’intérieur de celui-ci était enfermée la graine de vie, que l’on disait être le siège de l’âme homine. L’âme de Sirgio di Rolo. Pü avait déjà pu observer ce fragile trésor, qui ressemblait véritablement à une petite graine grisâtre, longue d’à peine quelques millimètres. Sirgio di Rolo était bel et bien mort, et pourtant, il pouvait toujours discerner l'écho de sa graine de vie. Pü s’était beaucoup questionné sur cet écho durant son exil. Il s’était même demandé s’il pouvait être un signal. Un signal de l’âme. Mais un signal à destination de qui ? De Ma-Duk, nécessairement.&lt;br /&gt;
[[file:Meditatif.png|right|400px|alt=… Méditatif, Pü enfonça…|Méditatif, Pü enfonça]]&lt;br /&gt;
Une envolée de javings fit sursauter l’enfant qui reprit instantanément ses esprits. Ouvrant l’une des petites poches de sa ceinture, il y plaça délicatement son macabre trophée. Il répéta ensuite l’opération sur les trois autres cadavres, prenant bien soin de placer les morceaux de chair dans des pochettes distinctes. En dernier lieu, il se porta vers Sivaldo, le mitrailleur évanoui que le général lui avait demandé d’épargner. Comme les autres soldats, il devait avoir environ l’âge de son frère. À n’en pas douter, ce Matis était probablement considéré par son peuple comme un modèle de beauté. Il était grand et bien bâti, et disposait d’une longue chevelure tressée d’un blond éclatant. Les traits harmonieux de son visage semblaient avoir été dessinés à la main, et quand Pü lui souleva les paupières pour vérifier son état, il découvrit des iris cristallins. Malheureusement pour le Matis, son visage était maintenant traversé d’une longue et profonde entaille. Si le Zoraï était en mesure de refermer la plaie, il ne réussirait pas à effacer totalement la marque causée par l’impact du bouclier. Il était en effet trop faible, et devait conserver assez d’énergie pour guérir ses propres blessures.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Une fois le Matis soigné, il se dirigea jusqu’au buisson où il avait caché son panier cubique. Pü l’extirpa délicatement des feuillages et le posa sur le sol. Satisfait de l’emplacement, il en ouvrit précautionneusement le couvercle, comme s’il abritait un trésor. Le panier contenait un cube d’ambre parfaitement enchâssé dans le réceptacle d’osier, qui semblait lui-même renfermer plusieurs dizaines de formes. Il récupéra méticuleusement un des morceaux de chair qu’il avait rangés dans les poches de sa ceinture, et le posa sur la seule face visible du cube. Il n’eut alors qu’à imprimer sa volonté à la Sève qui l’irriguait, tout en prononçant la célèbre Stance de Daïsha, pour que l’amas sanguinolent s’enfonce dans l’ambre altéré par le sortilège et s’y fige. L’utilisation de cubes d’ambre comme système de stockage avait été inventée, plus d’un siècle auparavant, par le célèbre Hari Daïsha. Aujourd’hui très répandue dans la Jungle, elle permettait de préserver des objets, mais aussi de conserver du savoir, magiquement. Pü réitéra l’opération trois fois et prit soin de terminer par le fragment du général. Il grava l’ambre au-dessus de la position de ce dernier afin de pouvoir le distinguer aisément des autres morceaux de chair. Lorsqu’il referma le couvercle du panier, il exprima un sincère soupir de soulagement. Pour la première fois depuis des semaines, son lendemain ne serait pas souillé de sang. Suite à cela, il veilla patiemment sur le corps du survivant en attendant que les renforts arrivent. Il profita de ce moment de répit pour se reposer et panser ses blessures. S’il répara ses côtes brisées et referma ses plaies, il renonça à régénérer ses doigts manquants : la mutilation laissée ainsi en évidence l’assurait que ce jour resterait à jamais gravé dans sa mémoire. Et lorsqu’il entendit le tumulte des capryniers matis résonner au loin, il disparut dans la pénombre des arbres centenaires.&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;[[file:Sep-chap-5.png|40px]]&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
Le voyage du retour dura plusieurs semaines, mais se déroula sans encombre. Pü quitta les forêts infinies du Royaume de Matia en direction du sud, passa les Cicatrices de Zachini, ces dangereux et immenses gouffres qui séparaient les hauts plateaux boisés des humides plaines luxuriantes, et rejoignit finalement la Jungle, son pays natal. Il n’eut aucun mal à franchir la Grande Muraille, qui isolait la Théocratie Zoraï du reste du monde, et à esquiver les gardes-frontières, qui semblaient d’ailleurs se reposer un peu trop sur le gigantisme du mur. Certes, l’édifice était imposant. Mais, l’ayant escaladé à plusieurs reprises, le jeune homin s’était fait une bonne idée de son état : malheureusement, le manque d’entretien se faisait gravement sentir par endroits. Un jour, des ennemis de la Théocratie Zoraï feraient tomber le rempart avant même que Min-Cho ou le Conseil des Sages ne puissent le prédire. L’enfant espérait que, le moment venu, les Zoraïs seraient prêts à affronter l’envahisseur. Durant tout son voyage de retour, Pü avait été traversé de sentiments contradictoires. Depuis qu’il avait été contraint de quitter son village, son envie d’y retourner au plus vite ne l’avait jamais quitté. Mais s’il avait espéré y reprendre une vie normale une fois rentré, il ne pouvait dorénavant plus s’empêcher de se remémorer les derniers mots de Sirgio di Rolo :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Vous êtes jeune, vous pouvez encore reprendre en main votre destin et voguer vers des lendemains plus heureux. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Était-il réellement capable de redevenir maître de sa destinée ? Pourrait-il s’opposer aux coutumes violentes de sa tribu ? Réussirait-il à empêcher son frère de mener l'expédition sanglante qui lui était destinée ? Tant de questions qui le tourmentaient depuis son départ du Royaume de Matia.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
L’astre ambré presque disparu derrière l'horizon du nord-ouest annonçait l'aube lorsque Pü arriva finalement à destination. Cela faisait maintenant de nombreux jours qu’il avait passé le fleuve Ti-aïn et la capitale Zoran, pour continuer vers le sud à travers la jungle épaisse. Le second astre, celui du jour, commençait tout juste à reprendre de son éclat, et balayait de ses faibles rayons le panorama qui s’offrait à lui. L’enfant eut un mouvement de recul. Après avoir vécu plusieurs mois au cœur d’envoûtantes forêts multicolores, il avait oublié la froideur de son monde. Au sommet de la colline, la gigantesque souche morte qui abritait son village trônait sinistrement sur l'écorce recouverte d’une végétation rabougrie et noircie. Les ancêtres racontaient qu’autrefois, la souche était l’arbre-ciel le plus imposant du pays, et qu’il renfermait des matières premières exceptionnellement rares. Bien entendu, la Karavan avait tenté de s’en emparer, et les Kamis s’y étaient violemment opposés. Dans un assaut désespéré, les agents de la Karavan avaient déployé une machine infernale cracheuse de feu. Mais pas n’importe quel feu. Un feu bien plus vorace et tenace qu’à l’ordinaire, qui avait ravagé une bonne partie de la région avant de déchirer le sol et de continuer sa course dans les Primes Racines. On raconte qu’encore aujourd’hui le feu serait en train d’œuvrer en silence dans les profondeurs de l'Écorce.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
L’enfant gravit la colline en direction de l’inquiétante déchirure qui faisait office d’accès. À peine les gardes l’eurent-ils reconnu qu’ils s’inclinèrent avec déférence. Pü entra dans la souche et fila sans perdre une seconde vers la hutte de Grand-Mère Bä-Bä. Il évoluait par habitude dans les allées tortueuses de cet étrange village aux multiples étages, et esquivait instinctivement les racines qui s’entremêlaient sous ses pieds. La déconvenue née de la comparaison du paysage grisâtre avec les chaleureuses forêts de Matia avait vite été oubliée, laissant place aux souvenirs. Il était né ici. Durant sa course, il croisa plusieurs Zoraïs, qui une fois la surprise passée, inclinèrent tous la tête en signe de respect. Pü leur rendit leur salut, mais évita de leur parler. De toute manière, il savait que tous seraient bientôt au courant de son retour. Lorsqu’il fut à deux pas de chez Grand-Mère Bä-Bä, son nez le piqua et il vit des vapeurs violettes s’échapper de la hutte, signe que la doyenne du village était en train de préparer une concoction. Il poussa les premiers rideaux, et avant même qu’il ait pénétré totalement l’habitation, la vieille dame l’interpella :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Je t’attendais mon enfant, pose le cube d’ambre sur l’autel. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü passa la dernière étoffe et aperçut Grand-Mère Bä-Bä, debout sur un tabouret et pliée en deux au-dessus d’une grande marmite. En la revoyant ainsi, fripée, squelettique et tordue, Pü se demanda à partir de quel âge la mort se lassait d’attendre, et renonçait à intervenir. Il s’avança vers l’autel et posa son panier. L’ancêtre touillait une étrange mixture odorante avec une grosse cuillère en bois.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Je suis en train de terminer de concocter le breuvage pour ta Cérémonie du Retour. Maintenant file retrouver ta mère. Tu lui manques terriblement. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü obéit et se dirigea vers la sortie. Cependant, il ne réussit pas à se retenir de lui poser une question.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Grand-Mère, comment as-tu su que j’allais arriver ? »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grand-Mère Bä-Bä fit claquer sa langue et Pü se crispa instantanément. Lorsqu’il était plus jeune, ce bruit caractéristique était souvent accompagné d’un coup de canne. L’enfant avait mal aux doigts rien qu’en y pensant. D’un son, elle venait de lui rappeler qu’elle restait la plus haute autorité du village, et qu’il ne fallait pas lui désobéir.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« File je te dis ! Et si tu veux un conseil, évite de mentionner précisément comment s’est soldée la dernière rencontre que tu as faite dans le Royaume de Matia, et les doutes auxquels tu fais face depuis. Le village risque de ne pas apprécier, et surtout pas ton père. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü poussa les rideaux qui masquaient l’entrée tel un automate, perturbé à la fois par la précision des connaissances de Grand-Mère Bä-Bä et par l’idée que son père puisse apprendre la vérité sur l’épisode évoqué. Cependant, si elle l’avait mis en garde, c’est qu’elle ne comptait pas la révéler au Masque Noir. Était-elle de son côté ? Pü n’eut pas le temps de se tracasser plus longtemps. À peine avait-il mis un pied dehors qu’il se rendit compte que la moitié du village, sa famille comprise, l’attendait devant la hutte.&lt;br /&gt;
[[file:Son pere.png|right|400px|alt=… Son père ne le félicita…|Son père ne le félicita]]&lt;br /&gt;
Les retrouvailles se passèrent comme il l’avait imaginé. '''Son père ne le félicita que brièvement, mais son regard était empli de fierté'''. Son frère lui cogna violemment l’épaule pour marquer son affection, et lui demanda dans la foulée combien de victimes il avait faites. Pour le futur Masque Noir, c’était ce qui importait le plus. Il fut déçu d’apprendre que son cadet s’était simplement contenté des cent cinquante et une demandées, alors que lui-même en avait presque fait le double à son époque. Quant à sa mère, elle s’effondra dans ses bras. Ou bien Pü s’effondra dans les siens. Il dut faire un effort considérable pour ne pas fondre en larmes devant la foule, et dut attendre de la retrouver en tête-à-tête pour se laisser totalement aller. Si sa mère le réconforta longuement en le couvrant de caresses et de mots doux, elle le réprimanda lorsqu’elle se rendit compte qu’il avait omis volontairement de régénérer ses doigts coupés. Looï avait beau être une grande guérisseuse, passé un certain délai de cicatrisation, certaines blessures devenaient permanentes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Le soir même, la Cérémonie du Retour eut lieu. Toute la tribu se réunit sur la Place du Cérémonial où un breuvage fut distribué à chaque villageois, nouveaux-nés compris. Il contenait un mélange alcoolisé de sève dans lequel un cocon de chair avait été dissous. Les Zoraïs se placèrent en cercles concentriques et attendirent que Grand-Mère Bä-Bä arrive, accompagnée comme toujours par la mère de Pü. Bien qu’accoutumés aux divers rituels qui avaient souvent lieu au sein de la communauté, tous retinrent leur souffle lorsqu’elle leva le bras. Les lumières des habitations surplombant la place fusèrent dans sa paume fermée et une petite sphère de lumière en sortit lorsqu’elle ouvrit la main. L’astre s’envola jusqu’au totem et s’empourpra, avant de pénétrer la bouche d’un masque. Les orifices des autres visages s’illuminèrent alors instantanément. La vieille dame lâcha le bras de Looï, qui lui servait jusqu’alors de soutien, et récupéra d’un mouvement tremblant le bol qu’elle lui tendait. Elle s’avança jusqu’au totem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Mes fils, mes filles, nous sommes réunis ce soir pour célébrer le retour de Pü Fu-tao parmi nous ! cria la vieille dame d’une voix étrangement amplifiée. Le jeune garçon est revenu plus fort de son exil en régions païennes, et avec en sa possession les cent cinquante et une graines de vie demandées ! Le Grand Géniteur salue son effort. Mais ce n’est pas tout ! Ma-Duk m’a aussi confié quelque chose. Nous en avons maintenant la certitude, la Guerre Sacrée débutera bientôt, et sera menée par nos enfants ! D’ici quelques années, nous nous mettrons en route. Guidés par le Guerrier Sacré, nous marcherons sur le monde, traquant les suppôts de la Karavan sans relâche ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü regardait fixement le breuvage emplissant son bol, comme hypnotisé. La couleur du liquide oscillait entre le violet et le noir, et des petites particules de chair rougeâtre flottaient à la surface. Et puis la graine grisâtre de Sirgio di Rolo émergea. Alors comme ça, Ma-Duk s’était adressé à Grand-Mère Bä-Bä pour lui dire que la Guerre Sacrée aurait bientôt lieu ? Pü frissonna. Lui qui avait passé son voyage de retour à rêver d’un autre futur, venait de se faire froidement rattraper par la réalité.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Maintenant, buvez l’offrande de Pü ! reprit Looï. Nourrissez-vous de l’essence des suppôts de la Karavan ! Absorbez leurs âmes et priez pour elles ! Elles vous donneront la force d’accomplir le projet divin auquel nous devrons tous participer d’ici peu ! Et si le Grand Géniteur le veut, ils seront alors absous de leurs péchés ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Les Zoraïs burent d’une traite le liquide visqueux et les parents s’occupèrent de la dose des plus petits. Pü avala sans rechigner l’horrible mixture, toujours perdu dans ses pensées. Alors que son peuple commençait d'entonner en chœur les premiers chants liturgiques de la soirée, Pü jeta un regard triste vers celle qu’il venait à peine de retrouver, et qu’il risquait à nouveau de perdre d’ici quelques années. Il fredonna un autre air.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
          ''Que Jena me pardonne et ses clercs me maudissent,''&lt;br /&gt;
          ''Qu'Aniro me renie et flatteurs se réjouissent,''&lt;br /&gt;
          ''Qu'Atys m'engloutisse et à jamais m'oublie,''&lt;br /&gt;
          ''Je meurs plein de vous, mon enfant, mon amie.''&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
Encore quelques années à profiter de sa présence. Ensuite, il n’y aurait plus que la guerre, la douleur, le sang et la mort. Celles des autres, la sienne, mais peut-être aussi celle de sa mère. Quoi qu’il advienne, Ma-Duk devait le savoir : ce combat, il le mènerait avant tout pour elle. Sa vie importait plus que celles de tous les Kamis réunis. Et, à l’instar de Sirgio di Rolo, ses derniers mots lui seraient consacrés&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NavChap|[[Kapitel IV - Sylvan Exil]]|[[:Kategorie:Der Heilige Krieg#Inhaltsverzeichnis|Inhaltsverzeichnis]]|[[Kapitel VI - Das Erwachen]]}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Portal|Die Große Bibliothek|Zoraï}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Der Heilige Krieg]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jadeyn</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Kapitel_V_-_Die_Saat_des_Zweifels&amp;diff=36926</id>
		<title>Kapitel V - Die Saat des Zweifels</title>
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				<updated>2023-11-12T10:42:02Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Jadeyn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{NavChap|[[Kapitel IV - Sylvan Exil]]|[[:Kategorie:Der Heilige Krieg#Inhaltsverzeichnis|Inhaltsverzeichnis]]|[[Kapitel VI - Das Erwachen]]}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Trad&lt;br /&gt;
|DE=Kapitel V - Die Saat des Zweifels|DEs=2&lt;br /&gt;
|EN=Chapter V - The seed of doubt|ENs=4&lt;br /&gt;
|ES=&amp;lt;!--Capítulo V - La semilla de la duda--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|FR=Chapitre V - La graine du doute|FRs=0&lt;br /&gt;
|RU=&amp;lt;!--Глава V - Семя сомнения--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|H=1&lt;br /&gt;
|palette=}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Clear}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:purple;font-weight:bold&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''V - Die Saat des Zweifels'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;[[file:Tit-chap-4-5.png|60px]]&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:purple;font-weight:bold&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''Jahr 2474 von Jena'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Quotation|''Bélénor Nébius, Erzähler'' • ''Cheng Lai'SuKi, Illustratorin''|&lt;br /&gt;
Frei. Pü war endlich frei. Frei, um nach Hause und zu seinen Lieben zurückzukehren. Leider hatte ihn der Kampf nicht unversehrt gelassen, und der wiederkehrende Schmerz zerstörte diese positiven Gedanken. Der junge Zoraï richtete sich auf und untersuchte sich selbst: Seine Beine und sein Becken waren mit Blasen bedeckt, seine Haut war an vielen Stellen oberflächlich aufgeschlitzt und ein Drittel seiner rechten Hand war abgetrennt, wobei ihm ein Teil des kleinen und des Ringfingers fehlte. Erst als er seine Verstümmelung betrachtete, bemerkte er, dass sein Feuerzauber seinen Stumpf vollständig ausgebrannt hatte. Außerdem waren vier seiner Rippen gebrochen. Aber alles in allem hatte er sich doch recht gut gehalten. Und vor allem war sein jetziger Schmerz nichts im Vergleich zu dem, was er vor einigen Monaten erlebt hatte, als ihm seine Maske gewachsen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« &amp;quot;Ma-Duk schenkt uns den ultimativen Schmerz, damit kein Leid der Welt jemals seine Soldaten erreichen kann.&amp;quot; »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als er sich mühsam wieder aufrichtete, hörte er eine Stimme. Pü versuchte reflexartig, seine abwesenden Waffen zu ziehen, ging in Kampfposition und suchte mit den Augen nach seinem neuen Gegner. Niemand war zu sehen. Die Stimme wurde deutlicher: Mateis. Pü erkannte, dass sie vom General kam und dass er überlebt hatte. Das überraschte ihn jedoch nicht: Er hatte auf den motorischen Bereich im Gehirn des Matis gezielt, nicht um ihn zu töten, sondern um sein motorisches System zu beschädigen und ihn daran zu hindern, die Klinge herauszuziehen, die die Regeneration verhinderte. Einem Homin das Leben zu nehmen, war schwierig. Und wenn es unmöglich war, den Gegner mit einem Schlag zu töten, musste man versuchen, seine regenerativen Fähigkeiten zu erreichen. Wenn der Matis also überlebt hatte, war er nicht in der Lage, sein Gehirn zu regenerieren, und musste daher sterben. Trotzdem ging Pü vorsichtig auf ihn zu. Denn dieser Homin war bei weitem der härteste Gegner, dem er je gegenübergestanden hatte, abgesehen vielleicht von seinem Onkel und seinem Vater. Als er in sein Sichtfeld trat, '''blickte der Matis, der noch immer den Dolch in seinem Schädel steckte, in das Tagesgestirn, und sah auf ihn'''. Blut lief ihm über das Gesicht. Er artikulierte mühsam.&lt;br /&gt;
[[file:Le Matis.png|right|400px|alt=… le Matis, qui regardait l’astre du jour…|blickte der Matis, in das Tagesgestirn]]&lt;br /&gt;
&amp;quot;Mein Junge, Ihre letzte Akrobatik war beeindruckend, sagte er und hustete. Ich habe noch niemals gegen einen so agilen Gegner wie Sie gekämpft.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü musterte ihn kühl, ohne zu antworten. Hat er ihm gratuliert? Diesen Gegner wird er so schnell nicht vergessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ach, übrigens... Verzeihen Sie mir, was ich über Ihre Mutter und Ihr Volk gesagt habe. Ich kann Ihre Bräuche nicht gutheißen, aber ich habe meine Beleidigungen nicht so gemeint. Die Zoraï sind keine Wilden, genauso wie die Tryker keine Sklaven sind. Und wenn Sie in der Tat indoktriniert sind, sind wir es auch. Ich wollte Sie nur provozieren ... was ziemlich gut funktioniert hat.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü konnte es nicht fassen. Er hatte die Hälfte seines Trupps im Alleingang dezimiert und würde ihm bald das Leben nehmen. Und doch bereute der General seine Worte und entschuldigte sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Mein Junge, die Sekunden sind knapp. Bevor ich gehe, möchte ich Sie bitten, zwei meiner Bitten zu erfüllen. Sie haben das Duell gewonnen, also müssen Sie es nicht annehmen. Ich bitte Sie jedoch, auf Ihr Herz zu hören.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Mutter hatte ihm zwar vom Ehrenkodex der Matis-Offiziere erzählt, aber es war das erste Mal, dass Pü dessen Anwendung beobachtete. Keiner der Matia-Soldaten, gegen die er bis dahin gekämpft hatte, hatte sich jemals so verhalten. Der Zoraï entspannte sich und kniete vor dem Matis nieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sagen Sie mir, ich höre Ihnen zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Als Erstes möchte ich, dass Sie Sivaldo, den Maschinengewehrschützen, den Sie niedergeschlagen haben, verschonen und in Sicherheit bringen. Er ist ein tapferer Soldat, wie viele andere auch, und er ist auch mein Neffe. Aber vor allem ist seine Seele besonders schön. Zu viele Jahrzehnte lang haben die Matis Hass verbreitet und ihn im Gegenzug zu spüren bekommen. Unser Volk braucht Jungen wie ihn. Vorhin haben Sie mir angeboten, zu fliehen, indem Sie ihn Ihnen überlassen. Wenn Sie nur ein Leben brauchen, dann ist das erledigt, denn Sie haben meines bereits erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Ich nehme an, sagte Pü, der den Soldaten ohnehin verschont hätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Vielen Dank, antwortete der General mit einem schwachen Lächeln. Zum Schluss möchte ich Sie bitten, mich für meine Frau und meine Tochter singen zu lassen. Sie sind das Liebste, was ich an Matia habe. Seit jeher sind sie mein Grund zu kämpfen. Vor allem für sie bilde ich Soldaten aus und beschütze das Königreich.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tränen begannen zu fließen und vermischten sich mit dem Blut, als er wieder in das Tagesgestirn starrte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wenn Sie zustimmen, werde ich ein glücklicher Homin sein. Gestorben in einem großartigen Kampf, unter den Augen Jenas, zu Ehren der Homins meines Lebens.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü blickte unauffällig in Richtung der Stelle, an der er den Kami gesehen hatte. Er war nicht mehr da. Tief in seinem Inneren wusste er, dass es falsch war, einen Feind einen heidnischen Gesang anstimmen zu lassen. Aber als der General seine Frau und seine Tochter erwähnte, hatte er ihn berührt. Wie konnte er seiner letzten Bitte nicht nachkommen? Pü legte eine Hand auf seine Schulter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich höre Ihnen zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Ich wusste, dass Sie zustimmen würden, seufzte der Matis, bevor er sich räusperte. Schließen Sie die Augen, lassen Sie Ihren Geist gehen und hören Sie den Gesang des Waldes. Ich werde ihn mit meiner Stimme begleiten.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü verlor jegliche Vorsicht und gehorchte. Es war wahr, dass die Wälder von Matia in vielerlei Hinsicht voller Wunder waren, die sich, sobald man die Augen schloss, sowohl in den duftenden Düften als auch in dem beruhigenden Rauschen der Bäume ausdrückten. Es wurde still. Der General wartete, bis der Wind aufkam, und begann seinen Gesang.&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
           ''Zur Mutter habe ich gebetet und für sie gekämpft,''&lt;br /&gt;
           ''Die mich als Kind mit süßen Litaneien einlullte.''&lt;br /&gt;
           ''Doch in der Stunde des Todes, meine Kleine und meine Liebe,''&lt;br /&gt;
           ''Zu Deiner Lieblichkeit kehrte ich zurück.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           ''Dem Karan habe ich gedient, und für ihn habe ich gekämpft,''&lt;br /&gt;
           ''Der früh meinen Durst nach dem Besten belohnte.''&lt;br /&gt;
           ''Aber ihr seid es, liebe Hominas, für immer in meinem Herzen,''&lt;br /&gt;
           ''Die mir das Beste gegeben haben, ohne zu zögern.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           ''Die Karavan habe ich gefürchtet und in ihrem Namen gehandelt,''&lt;br /&gt;
           ''So viel Macht entfalteten ihre schwarzen Maschinen.''&lt;br /&gt;
           ''Aber es ist die Angst, euch zu verlieren, die zur Verzweiflung führt,''&lt;br /&gt;
           ''In der letzten Stunde, die das Leben aus dem Körper fliehen sieht.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           ''Den Wald habe ich geliebt, oft auch wegen Matia,''&lt;br /&gt;
           ''Verließ die Kunstgriffe eines steifen Hofes.''&lt;br /&gt;
           ''Aber wenn mir durch ein Wunder ein anderer Tag geschenkt wurde,''&lt;br /&gt;
           ''Dann würde ich meine Zeit bei euch beiden verbringen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           ''Jena möge mir verzeihen und seine Kleriker mich verfluchen,''&lt;br /&gt;
           ''[[Aniro III|Aniro]] soll mich verleugnen, und Schmeichler sollen sich freuen,''&lt;br /&gt;
           ''Atys soll mich verschlingen und für immer vergessen,''&lt;br /&gt;
           ''Ich sterbe voll von euch, mein Kind, meine Liebe.''&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
Pü rouvrit les yeux, totalement désorienté. Son masque ruisselait de larmes et son cœur s’était emballé. Pris de vertiges, il suffoquait bruyamment. Que lui arrivait-il donc ? Était-il en train de compenser toute la tension qu’il avait accumulée ces dernières semaines ? En partie, mais pas seulement. Ce chant l’avait complètement bouleversé. Il faisait écho à tant de choses en lui : son amour pour Ma-Duk, qui bien que sincère, ne surpasserait jamais celui qu’il éprouvait pour son frère et surtout pour sa mère ; l’extrême loyauté dont il faisait preuve envers sa tribu, dont il maudissait pourtant les coutumes en silence ; la peur de décevoir son père, qu’il savait capable de le renier ; la crainte enfin, qu’il éprouvait vis-à-vis des Kamis, qui privaient leurs fidèles de liberté sous couvert de grands desseins. Cet étranger était en vérité si peu différent de lui. Il était son miroir, et il venait de lui ôter la vie. Pü resserra ses poings tremblants et tenta de régler sa respiration. Un soir, sa mère lui avait parlé d’une maladie psychosomatique, qui pouvait causer ce type de symptômes à ceux qui s’exposaient à de puissantes œuvres d’art. Ce chant était l’une d’elle. Il le marquerait à vie, il le savait. Remarquant son émoi, le général l’interpella. Sa diction était de plus en plus lente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Ressaisissez-vous mon garçon, vous devez apprendre à gérer vos émotions. vous vous engagez sur une voie bien sombre, que vous avez été contraint d’emprunter, et qui va vous faire connaître de nombreuses difficultés. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pour la première fois depuis le début de la discussion, le Matis prit un air grave.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Je vous ai vu combattre, j’ai observé votre manière de faire et votre regard. Vous avez beau être un combattant exceptionnel, vous détestez tuer. Vous n'êtes pas de ceux qui s’enivrent du sang de leurs victimes. À chaque fois que vous enlevez une vie, c’est comme si vous vous tuiez vous-même. Vous êtes jeune, vous pouvez encore reprendre en main votre destin et voguer vers des lendemains plus heureux. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Si seulement il savait, pensa Pü, en se remémorant les prédictions de Grand-Mère Bä-Bä.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Allez… Je n’ai fait que trop durer ce moment… Il est temps pour moi de rejoindre mes ancêtres, balbutia-t-il en s’affaissant sur le Zoraï.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Attendez, dites-moi votre nom ! Ainsi que ceux de votre fille et de votre épouse !&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Je suis Sirgio di Rolo… Mon épouse se nomme Virinia… Et notre magnifique petite fille… Trini… »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü maintint les épaules du général, et l’allongea sur le sol. Il était mort. Il lui ferma les yeux et délogea délicatement la dague assassine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Sirgio di Rolo, je vous fais la promesse de prier tous les matins, durant l'année qui vient, pour le salut de votre fille. Je m’engage aussi à lier mon âme à la vôtre durant ma Cérémonie du Retour. J’espère que vous me donnerez la force de poursuivre ma destinée. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sur ces mots, l’enfant ouvrit la petite sacoche qui flanquait sa cuisse gauche. Celle-ci contenait deux fins et longs instruments qu’il récupéra avec soin. Le premier était une tige de [[taleng]] de vingt centimètres de long et d’un centimètre de diamètre, dont l’une des extrémités avait été taillée en pointe. Le taleng, caractérisé par ses tiges vertes formées d'un chaume creux lignifié à la croissance très rapide, était présent en abondance dans la Jungle. Les Zoraïs l’utilisaient couramment comme matériau pour la fabrication d’ustensiles. Le second outil, lui aussi fabriqué à partir de taleng, était une fine et longue pince. Pü enjamba le torse du général et lui releva la tête de la main gauche. De sa main amputée, il enfonça péniblement la tige dans la narine droite du Matis jusqu’à ne plus pouvoir la faire progresser. Alors, d’un coup de paume bien senti, il lui perfora le crâne. Du sang se mit à couler autour et à l’intérieur de la tige rigide, et l’enfant ferma les yeux. Bien que connaissant approximativement sa position, s'il voulait détecter précisément sa cible, il devait faire taire ses autres sens. Il ne lui fallut alors que quelques secondes pour discerner l’imperceptible écho qui pulsait depuis l’intérieur du crâne du Matis, et qui se réverbérait subtilement dans les particules spirituelles avoisinantes. '''Méditatif, Pü enfonça progressivement le tube dans le cerveau du Matis'''. Enfin, alors que la tige de taleng arrivait à destination, il rouvrit les yeux. Laissant la tête du général reposer au sol, il récupéra la fine pince de sa main valide et la glissa dans le tube nasal. Bien qu’il dut à nouveau se concentrer pour être certain de ne pas dépasser sa cible, une pulsation nettement plus prégnante que les autres lui confirma son succès. Prudemment, le manche fit marche arrière, et un petit morceau de chair étonnamment ferme émergea du tube serré entre les deux branches de la pince. Pü observa le cocon de chair afin de vérifier qu’il n’était pas abîmé. À l’intérieur de celui-ci était enfermée la graine de vie, que l’on disait être le siège de l’âme homine. L’âme de Sirgio di Rolo. Pü avait déjà pu observer ce fragile trésor, qui ressemblait véritablement à une petite graine grisâtre, longue d’à peine quelques millimètres. Sirgio di Rolo était bel et bien mort, et pourtant, il pouvait toujours discerner l'écho de sa graine de vie. Pü s’était beaucoup questionné sur cet écho durant son exil. Il s’était même demandé s’il pouvait être un signal. Un signal de l’âme. Mais un signal à destination de qui ? De Ma-Duk, nécessairement.&lt;br /&gt;
[[file:Meditatif.png|right|400px|alt=… Méditatif, Pü enfonça…|Méditatif, Pü enfonça]]&lt;br /&gt;
Une envolée de javings fit sursauter l’enfant qui reprit instantanément ses esprits. Ouvrant l’une des petites poches de sa ceinture, il y plaça délicatement son macabre trophée. Il répéta ensuite l’opération sur les trois autres cadavres, prenant bien soin de placer les morceaux de chair dans des pochettes distinctes. En dernier lieu, il se porta vers Sivaldo, le mitrailleur évanoui que le général lui avait demandé d’épargner. Comme les autres soldats, il devait avoir environ l’âge de son frère. À n’en pas douter, ce Matis était probablement considéré par son peuple comme un modèle de beauté. Il était grand et bien bâti, et disposait d’une longue chevelure tressée d’un blond éclatant. Les traits harmonieux de son visage semblaient avoir été dessinés à la main, et quand Pü lui souleva les paupières pour vérifier son état, il découvrit des iris cristallins. Malheureusement pour le Matis, son visage était maintenant traversé d’une longue et profonde entaille. Si le Zoraï était en mesure de refermer la plaie, il ne réussirait pas à effacer totalement la marque causée par l’impact du bouclier. Il était en effet trop faible, et devait conserver assez d’énergie pour guérir ses propres blessures.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Une fois le Matis soigné, il se dirigea jusqu’au buisson où il avait caché son panier cubique. Pü l’extirpa délicatement des feuillages et le posa sur le sol. Satisfait de l’emplacement, il en ouvrit précautionneusement le couvercle, comme s’il abritait un trésor. Le panier contenait un cube d’ambre parfaitement enchâssé dans le réceptacle d’osier, qui semblait lui-même renfermer plusieurs dizaines de formes. Il récupéra méticuleusement un des morceaux de chair qu’il avait rangés dans les poches de sa ceinture, et le posa sur la seule face visible du cube. Il n’eut alors qu’à imprimer sa volonté à la Sève qui l’irriguait, tout en prononçant la célèbre Stance de Daïsha, pour que l’amas sanguinolent s’enfonce dans l’ambre altéré par le sortilège et s’y fige. L’utilisation de cubes d’ambre comme système de stockage avait été inventée, plus d’un siècle auparavant, par le célèbre Hari Daïsha. Aujourd’hui très répandue dans la Jungle, elle permettait de préserver des objets, mais aussi de conserver du savoir, magiquement. Pü réitéra l’opération trois fois et prit soin de terminer par le fragment du général. Il grava l’ambre au-dessus de la position de ce dernier afin de pouvoir le distinguer aisément des autres morceaux de chair. Lorsqu’il referma le couvercle du panier, il exprima un sincère soupir de soulagement. Pour la première fois depuis des semaines, son lendemain ne serait pas souillé de sang. Suite à cela, il veilla patiemment sur le corps du survivant en attendant que les renforts arrivent. Il profita de ce moment de répit pour se reposer et panser ses blessures. S’il répara ses côtes brisées et referma ses plaies, il renonça à régénérer ses doigts manquants : la mutilation laissée ainsi en évidence l’assurait que ce jour resterait à jamais gravé dans sa mémoire. Et lorsqu’il entendit le tumulte des capryniers matis résonner au loin, il disparut dans la pénombre des arbres centenaires.&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;[[file:Sep-chap-5.png|40px]]&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
Le voyage du retour dura plusieurs semaines, mais se déroula sans encombre. Pü quitta les forêts infinies du Royaume de Matia en direction du sud, passa les Cicatrices de Zachini, ces dangereux et immenses gouffres qui séparaient les hauts plateaux boisés des humides plaines luxuriantes, et rejoignit finalement la Jungle, son pays natal. Il n’eut aucun mal à franchir la Grande Muraille, qui isolait la Théocratie Zoraï du reste du monde, et à esquiver les gardes-frontières, qui semblaient d’ailleurs se reposer un peu trop sur le gigantisme du mur. Certes, l’édifice était imposant. Mais, l’ayant escaladé à plusieurs reprises, le jeune homin s’était fait une bonne idée de son état : malheureusement, le manque d’entretien se faisait gravement sentir par endroits. Un jour, des ennemis de la Théocratie Zoraï feraient tomber le rempart avant même que Min-Cho ou le Conseil des Sages ne puissent le prédire. L’enfant espérait que, le moment venu, les Zoraïs seraient prêts à affronter l’envahisseur. Durant tout son voyage de retour, Pü avait été traversé de sentiments contradictoires. Depuis qu’il avait été contraint de quitter son village, son envie d’y retourner au plus vite ne l’avait jamais quitté. Mais s’il avait espéré y reprendre une vie normale une fois rentré, il ne pouvait dorénavant plus s’empêcher de se remémorer les derniers mots de Sirgio di Rolo :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Vous êtes jeune, vous pouvez encore reprendre en main votre destin et voguer vers des lendemains plus heureux. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Était-il réellement capable de redevenir maître de sa destinée ? Pourrait-il s’opposer aux coutumes violentes de sa tribu ? Réussirait-il à empêcher son frère de mener l'expédition sanglante qui lui était destinée ? Tant de questions qui le tourmentaient depuis son départ du Royaume de Matia.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
L’astre ambré presque disparu derrière l'horizon du nord-ouest annonçait l'aube lorsque Pü arriva finalement à destination. Cela faisait maintenant de nombreux jours qu’il avait passé le fleuve Ti-aïn et la capitale Zoran, pour continuer vers le sud à travers la jungle épaisse. Le second astre, celui du jour, commençait tout juste à reprendre de son éclat, et balayait de ses faibles rayons le panorama qui s’offrait à lui. L’enfant eut un mouvement de recul. Après avoir vécu plusieurs mois au cœur d’envoûtantes forêts multicolores, il avait oublié la froideur de son monde. Au sommet de la colline, la gigantesque souche morte qui abritait son village trônait sinistrement sur l'écorce recouverte d’une végétation rabougrie et noircie. Les ancêtres racontaient qu’autrefois, la souche était l’arbre-ciel le plus imposant du pays, et qu’il renfermait des matières premières exceptionnellement rares. Bien entendu, la Karavan avait tenté de s’en emparer, et les Kamis s’y étaient violemment opposés. Dans un assaut désespéré, les agents de la Karavan avaient déployé une machine infernale cracheuse de feu. Mais pas n’importe quel feu. Un feu bien plus vorace et tenace qu’à l’ordinaire, qui avait ravagé une bonne partie de la région avant de déchirer le sol et de continuer sa course dans les Primes Racines. On raconte qu’encore aujourd’hui le feu serait en train d’œuvrer en silence dans les profondeurs de l'Écorce.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
L’enfant gravit la colline en direction de l’inquiétante déchirure qui faisait office d’accès. À peine les gardes l’eurent-ils reconnu qu’ils s’inclinèrent avec déférence. Pü entra dans la souche et fila sans perdre une seconde vers la hutte de Grand-Mère Bä-Bä. Il évoluait par habitude dans les allées tortueuses de cet étrange village aux multiples étages, et esquivait instinctivement les racines qui s’entremêlaient sous ses pieds. La déconvenue née de la comparaison du paysage grisâtre avec les chaleureuses forêts de Matia avait vite été oubliée, laissant place aux souvenirs. Il était né ici. Durant sa course, il croisa plusieurs Zoraïs, qui une fois la surprise passée, inclinèrent tous la tête en signe de respect. Pü leur rendit leur salut, mais évita de leur parler. De toute manière, il savait que tous seraient bientôt au courant de son retour. Lorsqu’il fut à deux pas de chez Grand-Mère Bä-Bä, son nez le piqua et il vit des vapeurs violettes s’échapper de la hutte, signe que la doyenne du village était en train de préparer une concoction. Il poussa les premiers rideaux, et avant même qu’il ait pénétré totalement l’habitation, la vieille dame l’interpella :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Je t’attendais mon enfant, pose le cube d’ambre sur l’autel. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü passa la dernière étoffe et aperçut Grand-Mère Bä-Bä, debout sur un tabouret et pliée en deux au-dessus d’une grande marmite. En la revoyant ainsi, fripée, squelettique et tordue, Pü se demanda à partir de quel âge la mort se lassait d’attendre, et renonçait à intervenir. Il s’avança vers l’autel et posa son panier. L’ancêtre touillait une étrange mixture odorante avec une grosse cuillère en bois.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Je suis en train de terminer de concocter le breuvage pour ta Cérémonie du Retour. Maintenant file retrouver ta mère. Tu lui manques terriblement. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü obéit et se dirigea vers la sortie. Cependant, il ne réussit pas à se retenir de lui poser une question.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Grand-Mère, comment as-tu su que j’allais arriver ? »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grand-Mère Bä-Bä fit claquer sa langue et Pü se crispa instantanément. Lorsqu’il était plus jeune, ce bruit caractéristique était souvent accompagné d’un coup de canne. L’enfant avait mal aux doigts rien qu’en y pensant. D’un son, elle venait de lui rappeler qu’elle restait la plus haute autorité du village, et qu’il ne fallait pas lui désobéir.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« File je te dis ! Et si tu veux un conseil, évite de mentionner précisément comment s’est soldée la dernière rencontre que tu as faite dans le Royaume de Matia, et les doutes auxquels tu fais face depuis. Le village risque de ne pas apprécier, et surtout pas ton père. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü poussa les rideaux qui masquaient l’entrée tel un automate, perturbé à la fois par la précision des connaissances de Grand-Mère Bä-Bä et par l’idée que son père puisse apprendre la vérité sur l’épisode évoqué. Cependant, si elle l’avait mis en garde, c’est qu’elle ne comptait pas la révéler au Masque Noir. Était-elle de son côté ? Pü n’eut pas le temps de se tracasser plus longtemps. À peine avait-il mis un pied dehors qu’il se rendit compte que la moitié du village, sa famille comprise, l’attendait devant la hutte.&lt;br /&gt;
[[file:Son pere.png|right|400px|alt=… Son père ne le félicita…|Son père ne le félicita]]&lt;br /&gt;
Les retrouvailles se passèrent comme il l’avait imaginé. '''Son père ne le félicita que brièvement, mais son regard était empli de fierté'''. Son frère lui cogna violemment l’épaule pour marquer son affection, et lui demanda dans la foulée combien de victimes il avait faites. Pour le futur Masque Noir, c’était ce qui importait le plus. Il fut déçu d’apprendre que son cadet s’était simplement contenté des cent cinquante et une demandées, alors que lui-même en avait presque fait le double à son époque. Quant à sa mère, elle s’effondra dans ses bras. Ou bien Pü s’effondra dans les siens. Il dut faire un effort considérable pour ne pas fondre en larmes devant la foule, et dut attendre de la retrouver en tête-à-tête pour se laisser totalement aller. Si sa mère le réconforta longuement en le couvrant de caresses et de mots doux, elle le réprimanda lorsqu’elle se rendit compte qu’il avait omis volontairement de régénérer ses doigts coupés. Looï avait beau être une grande guérisseuse, passé un certain délai de cicatrisation, certaines blessures devenaient permanentes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Le soir même, la Cérémonie du Retour eut lieu. Toute la tribu se réunit sur la Place du Cérémonial où un breuvage fut distribué à chaque villageois, nouveaux-nés compris. Il contenait un mélange alcoolisé de sève dans lequel un cocon de chair avait été dissous. Les Zoraïs se placèrent en cercles concentriques et attendirent que Grand-Mère Bä-Bä arrive, accompagnée comme toujours par la mère de Pü. Bien qu’accoutumés aux divers rituels qui avaient souvent lieu au sein de la communauté, tous retinrent leur souffle lorsqu’elle leva le bras. Les lumières des habitations surplombant la place fusèrent dans sa paume fermée et une petite sphère de lumière en sortit lorsqu’elle ouvrit la main. L’astre s’envola jusqu’au totem et s’empourpra, avant de pénétrer la bouche d’un masque. Les orifices des autres visages s’illuminèrent alors instantanément. La vieille dame lâcha le bras de Looï, qui lui servait jusqu’alors de soutien, et récupéra d’un mouvement tremblant le bol qu’elle lui tendait. Elle s’avança jusqu’au totem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Mes fils, mes filles, nous sommes réunis ce soir pour célébrer le retour de Pü Fu-tao parmi nous ! cria la vieille dame d’une voix étrangement amplifiée. Le jeune garçon est revenu plus fort de son exil en régions païennes, et avec en sa possession les cent cinquante et une graines de vie demandées ! Le Grand Géniteur salue son effort. Mais ce n’est pas tout ! Ma-Duk m’a aussi confié quelque chose. Nous en avons maintenant la certitude, la Guerre Sacrée débutera bientôt, et sera menée par nos enfants ! D’ici quelques années, nous nous mettrons en route. Guidés par le Guerrier Sacré, nous marcherons sur le monde, traquant les suppôts de la Karavan sans relâche ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü regardait fixement le breuvage emplissant son bol, comme hypnotisé. La couleur du liquide oscillait entre le violet et le noir, et des petites particules de chair rougeâtre flottaient à la surface. Et puis la graine grisâtre de Sirgio di Rolo émergea. Alors comme ça, Ma-Duk s’était adressé à Grand-Mère Bä-Bä pour lui dire que la Guerre Sacrée aurait bientôt lieu ? Pü frissonna. Lui qui avait passé son voyage de retour à rêver d’un autre futur, venait de se faire froidement rattraper par la réalité.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Maintenant, buvez l’offrande de Pü ! reprit Looï. Nourrissez-vous de l’essence des suppôts de la Karavan ! Absorbez leurs âmes et priez pour elles ! Elles vous donneront la force d’accomplir le projet divin auquel nous devrons tous participer d’ici peu ! Et si le Grand Géniteur le veut, ils seront alors absous de leurs péchés ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Les Zoraïs burent d’une traite le liquide visqueux et les parents s’occupèrent de la dose des plus petits. Pü avala sans rechigner l’horrible mixture, toujours perdu dans ses pensées. Alors que son peuple commençait d'entonner en chœur les premiers chants liturgiques de la soirée, Pü jeta un regard triste vers celle qu’il venait à peine de retrouver, et qu’il risquait à nouveau de perdre d’ici quelques années. Il fredonna un autre air.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
          ''Que Jena me pardonne et ses clercs me maudissent,''&lt;br /&gt;
          ''Qu'Aniro me renie et flatteurs se réjouissent,''&lt;br /&gt;
          ''Qu'Atys m'engloutisse et à jamais m'oublie,''&lt;br /&gt;
          ''Je meurs plein de vous, mon enfant, mon amie.''&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
Encore quelques années à profiter de sa présence. Ensuite, il n’y aurait plus que la guerre, la douleur, le sang et la mort. Celles des autres, la sienne, mais peut-être aussi celle de sa mère. Quoi qu’il advienne, Ma-Duk devait le savoir : ce combat, il le mènerait avant tout pour elle. Sa vie importait plus que celles de tous les Kamis réunis. Et, à l’instar de Sirgio di Rolo, ses derniers mots lui seraient consacrés&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NavChap|[[Kapitel IV - Sylvan Exil]]|[[:Kategorie:Der Heilige Krieg#Inhaltsverzeichnis|Inhaltsverzeichnis]]|[[Kapitel VI - Das Erwachen]]}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Portal|Die Große Bibliothek|Zoraï}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Der Heilige Krieg]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jadeyn</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Chatbefehle&amp;diff=35745</id>
		<title>Chatbefehle</title>
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				<updated>2023-08-06T10:17:51Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Jadeyn: /* Online Anzeige */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Trad&lt;br /&gt;
|DE = Chatbefehle |DEs= 4&lt;br /&gt;
|EN = Special command |ENs= 0&lt;br /&gt;
|ES = Comandos especiales |ESs= 3&lt;br /&gt;
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|H  = &lt;br /&gt;
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}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
Siehe [[Chat]] und [[Chat/FAQ RC|RC FAQ]] über den externen Ryzom-Rocket-Chat.&lt;br /&gt;
==Emotes==&lt;br /&gt;
Siehe die [[Emote]]-Seite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemein ==&lt;br /&gt;
* '''/afk &amp;lt;font color=&amp;quot;#0000FF&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;Meldung&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt;''' ''Man geht in die AFK-Position (Away From Keyboard = Weg von der Tastatur). Aktiviert das Afk-Tag, damit andere Spieler sehen können, daß Du nicht an Deinem Terminal bist. Die Meldung ist optional und wird angezeigt, wenn ein Spieler Dir eine Nachricht schickt. Dies ist nur ein visueller Indikator und schützt Dich nicht vor Angriffen durch Flora, Fauna oder andere Spieler.&lt;br /&gt;
* '''/assist &amp;lt;font color=&amp;quot;#FF6633&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;name&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt;''' ''Du nimmst das Ziel deines Ziels ins Ziel.''&lt;br /&gt;
* '''/as &amp;lt;font color=&amp;quot;#FF6633&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;name&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt;''' ''Dasselbe wie &amp;quot;/assist&amp;quot;.''&lt;br /&gt;
* '''/brutalQuit''' ''Beendet den Spielclient sofort.''&lt;br /&gt;
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* '''/follow''' ''Man folgt seinem Ziel.''&lt;br /&gt;
* '''/go''' ''Öffnet den Web-Browser im Spiel.''&lt;br /&gt;
* '''/ignore &amp;lt;font color=&amp;quot;#FF0033&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;Spielername&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt;''' ''Setzt den benannten Spieler auf die &amp;quot;Ignore-Liste&amp;quot;.''&lt;br /&gt;
* '''/invite &amp;lt;font color=&amp;quot;#FF0033&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;Spielername&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt;''' ''Lädt den benannten Spieler in dein Team ein.''&lt;br /&gt;
* '''/lmtar &amp;lt;font color=&amp;quot;#FF6633&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;name&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt;''' ''Anvisieren der nächstgelegenen Landmarke'' &lt;br /&gt;
* '''/mount''' ''Besteige Dein Mektoub-Reittier. Du mußt in der Nähe deines Reittiers sein und es muß sich außerhalb des Stalls befinden.''&lt;br /&gt;
* '''/unmount''' ''Steige von Deinem Mektoub-Reittier ab.''&lt;br /&gt;
* '''/random &amp;lt;font color=&amp;quot;#00C000&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;Zahl X&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt;''' ''Würfelt eine Zahl zwischen 1 und &amp;lt;font color=&amp;quot;#00C000&amp;quot;&amp;gt;Zahl X&amp;lt;/font&amp;gt;''&lt;br /&gt;
* '''/random &amp;lt;font color=&amp;quot;#00C000&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;Zahl X&amp;gt; &amp;lt;Zahl Y&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt;''' ''Würfelt eine Zahl zwischen X und Y. Die Ausgabe befindet sich in der Systeminfo.''&lt;br /&gt;
* '''/self''' ''Nimmt dich selbst ins Ziel.''&lt;br /&gt;
* '''/showHideUserLandMark''' ''verbirgt die Landmarken auf der Karte. &amp;lt;ref&amp;gt;seit [[Patch 00813|März 2020]], mehr dazu auf [[Gebrauch der Karte]]).&amp;lt;/ref&amp;gt;''&lt;br /&gt;
* '''/sleep &amp;lt;font color=&amp;quot;#00C000&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;Zeit&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt;''' ''Friert den Ryzom-Client für die angegebene Zeit in Sekunden ein.''&lt;br /&gt;
* '''/target &amp;lt;font color=&amp;quot;#FF6633&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;name&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt;''' ''Nimmt das benannte Wesen ins Ziel. Reichweite 250m. Der Name muss nicht ausgeschrieben werden.''&lt;br /&gt;
* '''/tar &amp;lt;font color=&amp;quot;#FF6633&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;name&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt;''' ''Dasselbe wie &amp;quot;/target&amp;quot;.''&lt;br /&gt;
* '''/tarq &amp;lt;font color=&amp;quot;#FF6633&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;name&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt;''' ''Dasselbe wie /tar, aber es zeigt nicht die Meldung &amp;quot;Wesen nicht gefunden&amp;quot; im sysinfo-Fenster an''&lt;br /&gt;
* '''/target_quiet &amp;lt;font color=&amp;quot;#FF6633&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;name&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt;''' ''Dasselbe wie /tarq''&lt;br /&gt;
&amp;lt;big&amp;gt;(HINWEIS: Bei allen hier auf der Seite beschriebenen Befehlen auf Groß- und Kleinschreibung achten!)&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Spieler Informationen ==&lt;br /&gt;
* '''/time''' ''Zeigt deine aktuelle Zeit und die UTC Zeit im Chat an.''&lt;br /&gt;
* '''/playedTime''' ''Zeigt deine gesammte Spielzeit in deinem Chat an.'' &lt;br /&gt;
* '''/version''' ''Zeigt deine Ryzom-Client-Version in deinem Chat an.''&lt;br /&gt;
* '''/where''' ''Zeigt dir an, wo du dich genau befindest.''&lt;br /&gt;
* '''/who''' ''Gibt eine Liste aller Homins in deiner Region in der Systeminfo, sortiert nach Konto-Alter, an. ''&lt;br /&gt;
* '''/who gm''' ''Zeigt an welche CSR's derzeit erreichbar sind. Beachte das CSR's eine Option haben, sich unsichtbar zu machen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Online Anzeige ==&lt;br /&gt;
Diese Funktion ermöglicht eine entsprechende Ausgabe im Chat eurer Freunde oder eurer Gildenmitglieder wenn ihr das Spiel betretet.&lt;br /&gt;
*'''/a showOnline 1''' Nur Freunde, die du in deiner Freundliste hat, und Gildenmitgliedern deinen Online-Status anzeigen lassen&lt;br /&gt;
*'''/a showOnline 2''' Zeigt nur Gildenmitgliedern euren OnlineStatus.&lt;br /&gt;
*'''/a showOnline 0''' Kehrt zur Standardeinstellung zurück. Es zeigt jedem, der deinen Namen in der Freundeslist hat und Gildenmitgliedern deinen Online-Status an.&lt;br /&gt;
(Keine Nachricht in der Systeminfo und man muss sich neu einloggen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gilden Befehle ==&lt;br /&gt;
*'''/guildinvite &amp;lt;font color=&amp;quot;#FF0033&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;Spielername&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt;''' Lädt den geschriebenen Spieler in deine Gilde ein.&lt;br /&gt;
*'''/guildmotd &amp;lt;font color=&amp;quot;#0000FF&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;Text&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt;''' : Erstellt die Gildennachricht des Tages (gmotd). ''Dieser Befehl kann nur von Offizieren, hohen Offizieren und dem Gildenleiter verwendet werden.''&amp;lt;br/&amp;gt;Zum Beispiel :&amp;lt;code&amp;gt;/guildmotd Heute, Bolobi jagt !&amp;lt;/code&amp;gt;: Zeigt zur Verbindungszeit im Gildenkanal die Botschaft ''&amp;quot;Heute, Bolobi jagt !&amp;lt;/code&amp;gt; an.&lt;br /&gt;
*'''/guildmotd ?''' : Zeigt die Botschaft des Tages der Gilde an .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tells==&lt;br /&gt;
* '''Mitspieler'''&lt;br /&gt;
** '''/t &amp;lt;font color=&amp;quot;#FF0033&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;Spielername&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt;'''&lt;br /&gt;
** '''/tell &amp;lt;font color=&amp;quot;#FF0033&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;Spielername&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt;''' Mit dem geschriebenen Spieler eine direkte Chatsitzung beginnen.&lt;br /&gt;
** '''/tell &amp;lt;font color=&amp;quot;#FF0033&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;Spielername&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt;(&amp;lt;font color=&amp;quot;#9933CC&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;server&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt;)''' Server übergreifend eine Chatsitzung mit dem geschriebenen Spieler auf den genannten Server beginnen. (Hinweis: Da nur ein Server &amp;quot;Atys&amp;quot; vorhanden, ist es unbrauchbar)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Chat==&lt;br /&gt;
* '''Chat'''&lt;br /&gt;
** '''/chat''' Aktiviert den Chatmodus. Nach erneuter Eingabe wird dieser wieder deaktiviert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*'''Umgebung (25 Meter Radius)'''&lt;br /&gt;
** '''/say &amp;lt;font color=&amp;quot;#0000FF&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;Text&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt;''' Sendet eine Nachricht in die Umgebung in einem Radius von 25m.&lt;br /&gt;
** '''/s &amp;lt;font color=&amp;quot;#0000FF&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;Text&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt;''' Dasselbe wie &amp;quot;/say&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*'''Rufen (50 Meter Radius)'''&lt;br /&gt;
** '''/shout &amp;lt;font color=&amp;quot;#0000FF&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;Text&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt;''' Sendet eine Nachricht in die Umgebung in einem Radius von 50m.&lt;br /&gt;
** '''/sh &amp;lt;font color=&amp;quot;#0000FF&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;Text&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt;''' Dasselbe wie /shout.&lt;br /&gt;
** '''/yell &amp;lt;font color=&amp;quot;#0000FF&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;Text&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt;''' Dasselbe wie /shout.&lt;br /&gt;
** '''/y &amp;lt;font color=&amp;quot;#0000FF&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;Text&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt;''' Dasselbe wie /shout.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*'''Region'''&lt;br /&gt;
** '''/region &amp;lt;font color=&amp;quot;#0000FF&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;Text&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt;''' Sendet eine Nachricht in die Region.&lt;br /&gt;
** '''/re &amp;lt;font color=&amp;quot;#0000FF&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;Text&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt;''' Dasselbe wie /region.&lt;br /&gt;
** '''/r &amp;lt;font color=&amp;quot;#0000FF&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;Text&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt;''' Dasselbe wie /region.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*'''Universum'''&lt;br /&gt;
** '''/universe &amp;lt;font color=&amp;quot;#0000FF&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;Text&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt;''' Sendet eine Nachricht in den Universum-Kanal.&lt;br /&gt;
** '''/u  &amp;lt;font color=&amp;quot;#0000FF&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;Text&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt;''' Dasselbe wie /universe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*'''Gruppe'''&lt;br /&gt;
** '''/team &amp;lt;font color=&amp;quot;#0000FF&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;Text&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt;''' Sendet eine Nachricht an dein den Team-Chat.&lt;br /&gt;
** '''/te &amp;lt;font color=&amp;quot;#0000FF&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;Text&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt;''' Dasselbe wie /team.&lt;br /&gt;
** '''/party &amp;lt;font color=&amp;quot;#0000FF&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;Text&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt;''' Dasselbe wie /team.&lt;br /&gt;
** '''/p &amp;lt;font color=&amp;quot;#0000FF&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;Text&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt;''' Dasselbe wie /team.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*'''Gilde'''&lt;br /&gt;
** '''/guild &amp;lt;font color=&amp;quot;#0000FF&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;Text&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt;''' Sendet eine Nachricht an den Gilden-Chat.&lt;br /&gt;
** '''/gu &amp;lt;font color=&amp;quot;#0000FF&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;Text&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt;''' Dasselbe wie /guild.&lt;br /&gt;
** '''/g &amp;lt;font color=&amp;quot;#0000FF&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;Text&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt;''' Dasselbe wie /guild.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Liga ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ligen werden verwendet, um Teams zusammenzubringen. Sehr nützlich bei Veranstaltungen, Außenpostenangriffen und anderen, da Menschen aus der gleichen Liga als Verbündete in Bezug auf PVP-Tags angesehen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*'''/league &amp;lt;font color=&amp;quot;#0000FF&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;Text&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt;'''''' ''Erstellt die Liga &amp;lt;name&amp;gt;. Man muss ein Teamleiter sein, um eine Liga gründen zu können.''&lt;br /&gt;
*'''/leagueinvite &amp;lt;font color=&amp;quot;#FF0033&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;Spielername&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt;'''''' ''Wenn du ein Liga-Anführer bist, kannst du andere Teams einladen. Wenn ein Team-Mitglied eingeladen wird, wird die Einladung automatisch an den Teamleiter gesendet.''&lt;br /&gt;
*'''/leaguequit''' ''Lässt dich die Liga verlassen, du musst ein Teamleiter sein, um eine Liga verlassen zu können.''&lt;br /&gt;
*'''/leaguekick''' ''Schließt einen Spieler (und sein Team) aus der Liga aus.''&lt;br /&gt;
*'''/who league''' ''Zeigt die Liste der Personen in der Liga an.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Liga hat einen eigenen Kanal, der sich für ihre Mitglieder öffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sprach UNI-Kanal ==&lt;br /&gt;
Um den Universum-Chat-Kanal deiner Sprache oder einer anderen beizutreten.&lt;br /&gt;
*'''/a connectLangChannel &amp;lt;Sprache&amp;gt;''' ''Für Sprache kannst du nun de für Deutsch, fr für Französisch, en für Englisch, ru für Russisch und es für Spanisch eingeben''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== DeepL ==&lt;br /&gt;
*'''/a setDontTranslateLangs &amp;lt;Sprache&amp;gt;''' ''Unterbindet die DeepL Übersetzung für die angegebenen Sprachen. ( us | fr | ru | de| es )''&lt;br /&gt;
*'''/a setDontTranslateLangs''' ''Setzt die Einstellung auf Standard zurück. Alles wird Übersetzt.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigener Chat-Kanal==&lt;br /&gt;
Ein Spieler kann einen eigenen Kanal erstellen oder auch Kanäle, die von anderen Spielern erstellt wurden, beitreten. Maximal kann ein Spieler bis zu zwei solch eigens erstellter Kanäle gleichzeitig beitreten.&lt;br /&gt;
*'''/channel &amp;lt;Kanalname&amp;gt;''' ''Betritt einen Kanal oder erstellt einen mit dem angegebenen Namen, falls dieser Name nicht bereits verwendet wird.''&lt;br /&gt;
*'''/channel &amp;lt;Kanalname&amp;gt; &amp;lt;Passwort&amp;gt;''' ''Betritt oder erstellt einen Passwort geschützten Kanal.''&lt;br /&gt;
*'''/channel &amp;lt;Kanalname&amp;gt; *''' ''Verlässt den Kanal.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Befehle für Gegenstandsgruppen==&lt;br /&gt;
*'''/createGroup &amp;lt;font color=&amp;quot;#FF00FD&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;Gruppenname&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt; &amp;lt;font color=&amp;quot;#FF6633&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;true&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt;''' ''Erstellt eine Gruppe der Gegenstände, die der Charakter gerade trägt. Falls &amp;quot;true&amp;quot; optional gesetzt wird, dann werden nicht belegte Plätze beim Anlegen dieser Gegenstandsgruppe wieder abgelegt.''&lt;br /&gt;
*'''/moveGroup &amp;lt;font color=&amp;quot;#FF00FD&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;Gruppenname&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt; &amp;lt;font color=&amp;quot;#FF6633&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;pet_animal1&amp;gt; oder &amp;lt;pet_animal2&amp;gt; oder &amp;lt;pet_animal3&amp;gt; oder &amp;lt;pet_animal4&amp;gt; oder &amp;lt;player_room&amp;gt; oder &amp;lt;guild&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt;''' ''Verschiebt eine Gegenstandsgruppe entweder in das Reit/Packtier 1-4 oder in die Wohnung oder in die Gildenhalle.'' &lt;br /&gt;
*'''/equipGroup &amp;lt;font color=&amp;quot;#FF00FD&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;Gruppenname&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt;''' ''Legt eine Gegenstandsgruppe an.''&lt;br /&gt;
*'''/deleteGroup &amp;lt;font color=&amp;quot;#FF00FD&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;Gruppenname&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt;''' ''Löscht eine Gegenstandsgruppe.''&lt;br /&gt;
*'''/naked''' ''Legt alle ausgerüsteten Gegenstände ab.''&lt;br /&gt;
*'''/listGroup'''  ''Zeigt eine Liste aller gespeicherten Gruppen. ''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* Allgemeine Informationen zum '''Rollenspiel''' findest du auf der Seite [[Rollenspiel: Allgemeine Informationen]]. &lt;br /&gt;
* Informationen zum Thema Erstellung und Verwendung von Emotes findest du auf der Seite [[Emote]]. &lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Portal|Gameplay}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ryzom]] [[Kategorie:Chat]] [[Kategorie:Kleines Glossar]]&lt;br /&gt;
[[de:Chatbefehle]] [[en:Special command]] [[es:Comandos especiales]] [[fr:Commandes spéciales]] [[ru:Специальные команды]]&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jadeyn</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Kapitel_V_-_Die_Saat_des_Zweifels&amp;diff=34750</id>
		<title>Kapitel V - Die Saat des Zweifels</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Kapitel_V_-_Die_Saat_des_Zweifels&amp;diff=34750"/>
				<updated>2023-04-03T09:55:01Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Jadeyn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{NavChap|[[Chapitre IV - Exil sylvestre]]|[[La Guerre Sacrée#Table des matières|Table des matières]]|[[Chapitre VI - Le réveil]]}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Trad&lt;br /&gt;
|DE=Kapitel V - Die Saat des Zweifels|DEs=2&lt;br /&gt;
|EN=Chapter V - The seed of doubt|ENs=4&lt;br /&gt;
|ES=&amp;lt;!--Capítulo V - La semilla de la duda--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|FR=Chapitre V - La graine du doute|FRs=0&lt;br /&gt;
|RU=&amp;lt;!--Глава V - Семя сомнения--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|H=1&lt;br /&gt;
|palette=}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Clear}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:purple;font-weight:bold&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''V - Die Saat des Zweifels'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;[[file:Tit-chap-4-5.png|60px]]&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:purple;font-weight:bold&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''Jahr 2474 von Jena'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Quotation|''Bélénor Nébius, Erzähler'' • ''Cheng Lai'SuKi, Illustratorin''|&lt;br /&gt;
Frei. Pü war endlich frei. Frei, um nach Hause und zu seinen Lieben zurückzukehren. Leider hatte ihn der Kampf nicht unversehrt gelassen, und der wiederkehrende Schmerz zerstörte diese positiven Gedanken. Der junge Zoraï richtete sich auf und untersuchte sich selbst: Seine Beine und sein Becken waren mit Blasen bedeckt, seine Haut war an vielen Stellen oberflächlich aufgeschlitzt und ein Drittel seiner rechten Hand war abgetrennt, wobei ihm ein Teil des kleinen und des Ringfingers fehlte. Erst als er seine Verstümmelung betrachtete, bemerkte er, dass sein Feuerzauber seinen Stumpf vollständig ausgebrannt hatte. Außerdem waren vier seiner Rippen gebrochen. Aber alles in allem hatte er sich doch recht gut gehalten. Und vor allem war sein jetziger Schmerz nichts im Vergleich zu dem, was er vor einigen Monaten erlebt hatte, als ihm seine Maske gewachsen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« &amp;quot;Ma-Duk schenkt uns den ultimativen Schmerz, damit kein Leid der Welt jemals seine Soldaten erreichen kann.&amp;quot; »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als er sich mühsam wieder aufrichtete, hörte er eine Stimme. Pü versuchte reflexartig, seine abwesenden Waffen zu ziehen, ging in Kampfposition und suchte mit den Augen nach seinem neuen Gegner. Niemand war zu sehen. Die Stimme wurde deutlicher: Mateis. Pü erkannte, dass sie vom General kam und dass er überlebt hatte. Das überraschte ihn jedoch nicht: Er hatte auf den motorischen Bereich im Gehirn des Matis gezielt, nicht um ihn zu töten, sondern um sein motorisches System zu beschädigen und ihn daran zu hindern, die Klinge herauszuziehen, die die Regeneration verhinderte. Einem Homin das Leben zu nehmen, war schwierig. Und wenn es unmöglich war, den Gegner mit einem Schlag zu töten, musste man versuchen, seine regenerativen Fähigkeiten zu erreichen. Wenn der Matis also überlebt hatte, war er nicht in der Lage, sein Gehirn zu regenerieren, und musste daher sterben. Trotzdem ging Pü vorsichtig auf ihn zu. Denn dieser Homin war bei weitem der härteste Gegner, dem er je gegenübergestanden hatte, abgesehen vielleicht von seinem Onkel und seinem Vater. Als er in sein Sichtfeld trat, '''blickte der Matis, der noch immer den Dolch in seinem Schädel steckte, in das Tagesgestirn, und sah auf ihn'''. Blut lief ihm über das Gesicht. Er artikulierte mühsam.&lt;br /&gt;
[[file:Le Matis.png|right|400px|alt=… le Matis, qui regardait l’astre du jour…|blickte der Matis, in das Tagesgestirn]]&lt;br /&gt;
&amp;quot;Mein Junge, Ihre letzte Akrobatik war beeindruckend, sagte er und hustete. Ich habe noch niemals gegen einen so agilen Gegner wie Sie gekämpft.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü musterte ihn kühl, ohne zu antworten. Hat er ihm gratuliert? Diesen Gegner wird er so schnell nicht vergessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ach, übrigens... Verzeihen Sie mir, was ich über Ihre Mutter und Ihr Volk gesagt habe. Ich kann Ihre Bräuche nicht gutheißen, aber ich habe meine Beleidigungen nicht so gemeint. Die Zoraï sind keine Wilden, genauso wie die Tryker keine Sklaven sind. Und wenn Sie in der Tat indoktriniert sind, sind wir es auch. Ich wollte Sie nur provozieren ... was ziemlich gut funktioniert hat.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü konnte es nicht fassen. Er hatte die Hälfte seines Trupps im Alleingang dezimiert und würde ihm bald das Leben nehmen. Und doch bereute der General seine Worte und entschuldigte sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Mein Junge, die Sekunden sind knapp. Bevor ich gehe, möchte ich Sie bitten, zwei meiner Bitten zu erfüllen. Sie haben das Duell gewonnen, also müssen Sie es nicht annehmen. Ich bitte Sie jedoch, auf Ihr Herz zu hören.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Mutter hatte ihm zwar vom Ehrenkodex der Matis-Offiziere erzählt, aber es war das erste Mal, dass Pü dessen Anwendung beobachtete. Keiner der Matia-Soldaten, gegen die er bis dahin gekämpft hatte, hatte sich jemals so verhalten. Der Zoraï entspannte sich und kniete vor dem Matis nieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sagen Sie mir, ich höre Ihnen zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Als Erstes möchte ich, dass Sie Sivaldo, den Maschinengewehrschützen, den Sie niedergeschlagen haben, verschonen und in Sicherheit bringen. Er ist ein tapferer Soldat, wie viele andere auch, und er ist auch mein Neffe. Aber vor allem ist seine Seele besonders schön. Zu viele Jahrzehnte lang haben die Matis Hass verbreitet und ihn im Gegenzug zu spüren bekommen. Unser Volk braucht Jungen wie ihn. Vorhin haben Sie mir angeboten, zu fliehen, indem Sie ihn Ihnen überlassen. Wenn Sie nur ein Leben brauchen, dann ist das erledigt, denn Sie haben meines bereits erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Ich nehme an, sagte Pü, der den Soldaten ohnehin verschont hätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Vielen Dank, antwortete der General mit einem schwachen Lächeln. Zum Schluss möchte ich Sie bitten, mich für meine Frau und meine Tochter singen zu lassen. Sie sind das Liebste, was ich an Matia habe. Seit jeher sind sie mein Grund zu kämpfen. Vor allem für sie bilde ich Soldaten aus und beschütze das Königreich.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tränen begannen zu fließen und vermischten sich mit dem Blut, als er wieder in das Tagesgestirn starrte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wenn Sie zustimmen, werde ich ein glücklicher Homin sein. Gestorben in einem großartigen Kampf, unter den Augen Jenas, zu Ehren der Homins meines Lebens.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü blickte unauffällig in Richtung der Stelle, an der er den Kami gesehen hatte. Er war nicht mehr da. Tief in seinem Inneren wusste er, dass es falsch war, einen Feind einen heidnischen Gesang anstimmen zu lassen. Aber als der General seine Frau und seine Tochter erwähnte, hatte er ihn berührt. Wie konnte er seiner letzten Bitte nicht nachkommen? Pü legte eine Hand auf seine Schulter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich höre Ihnen zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Je savais que vous accepteriez, soupira le Matis avant de s’éclaircir la gorge. Fermez les yeux, laissez votre esprit aller, et entendez le chant de la Forêt. Je vais l’accompagner de ma voix. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Perdant toute notion de prudence, Pü lui obéit. Il était vrai qu’a bien des égards, les forêts de Matia regorgeaient de merveilles, qui une fois les yeux clos, s’exprimaient aussi bien dans ses senteurs parfumées que dans le bruissement apaisant de ses arbres. Le silence se fit. Le général attendit que le vent se lève et entama son chant.&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
           ''La Mère j'ai prié, et pour Elle combattu,''&lt;br /&gt;
           ''Qui, enfant, me berça de douces litanies.''&lt;br /&gt;
           ''Mais à l'heure du trépas, ma petite et ma mie,''&lt;br /&gt;
           ''C'est à votre douceur que je suis revenu.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           ''Le Karan j'ai servi, et pour lui j'ai lutté,''&lt;br /&gt;
           ''Qui tôt récompensa ma soif du meilleur.''&lt;br /&gt;
           ''Mais c'est vous, chères homines pour toujours en mon cœur,''&lt;br /&gt;
           ''Qui le meilleur sans barguigner m'avez donné.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           ''La Karavan j'ai craint, et pour son compte agi,''&lt;br /&gt;
           ''Tant ses machines noires déployaient de pouvoir.''&lt;br /&gt;
           ''Mais c'est peur de vous perdre qui met au désespoir,''&lt;br /&gt;
           ''À l'heure ultime qui voit du corps s'enfuir la vie.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           ''La Forêt j'ai aimé, et pour Matia souvent,''&lt;br /&gt;
           ''Quitté les artifices d'une Cour empesée.''&lt;br /&gt;
           ''Mais si par miracle autre jour m'était donné,''&lt;br /&gt;
           ''C'est auprès de vous deux que passerais mon temps.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           ''Que Jena me pardonne et ses clercs me maudissent,''&lt;br /&gt;
           ''Qu'[[Aniro III|Aniro]] me renie et flatteurs se réjouissent,''&lt;br /&gt;
           ''Qu'Atys m'engloutisse et à jamais m'oublie,''&lt;br /&gt;
           ''Je meurs plein de vous, mon enfant, mon amie.''&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
Pü rouvrit les yeux, totalement désorienté. Son masque ruisselait de larmes et son cœur s’était emballé. Pris de vertiges, il suffoquait bruyamment. Que lui arrivait-il donc ? Était-il en train de compenser toute la tension qu’il avait accumulée ces dernières semaines ? En partie, mais pas seulement. Ce chant l’avait complètement bouleversé. Il faisait écho à tant de choses en lui : son amour pour Ma-Duk, qui bien que sincère, ne surpasserait jamais celui qu’il éprouvait pour son frère et surtout pour sa mère ; l’extrême loyauté dont il faisait preuve envers sa tribu, dont il maudissait pourtant les coutumes en silence ; la peur de décevoir son père, qu’il savait capable de le renier ; la crainte enfin, qu’il éprouvait vis-à-vis des Kamis, qui privaient leurs fidèles de liberté sous couvert de grands desseins. Cet étranger était en vérité si peu différent de lui. Il était son miroir, et il venait de lui ôter la vie. Pü resserra ses poings tremblants et tenta de régler sa respiration. Un soir, sa mère lui avait parlé d’une maladie psychosomatique, qui pouvait causer ce type de symptômes à ceux qui s’exposaient à de puissantes œuvres d’art. Ce chant était l’une d’elle. Il le marquerait à vie, il le savait. Remarquant son émoi, le général l’interpella. Sa diction était de plus en plus lente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Ressaisissez-vous mon garçon, vous devez apprendre à gérer vos émotions. vous vous engagez sur une voie bien sombre, que vous avez été contraint d’emprunter, et qui va vous faire connaître de nombreuses difficultés. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pour la première fois depuis le début de la discussion, le Matis prit un air grave.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Je vous ai vu combattre, j’ai observé votre manière de faire et votre regard. Vous avez beau être un combattant exceptionnel, vous détestez tuer. Vous n'êtes pas de ceux qui s’enivrent du sang de leurs victimes. À chaque fois que vous enlevez une vie, c’est comme si vous vous tuiez vous-même. Vous êtes jeune, vous pouvez encore reprendre en main votre destin et voguer vers des lendemains plus heureux. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Si seulement il savait, pensa Pü, en se remémorant les prédictions de Grand-Mère Bä-Bä.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Allez… Je n’ai fait que trop durer ce moment… Il est temps pour moi de rejoindre mes ancêtres, balbutia-t-il en s’affaissant sur le Zoraï.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Attendez, dites-moi votre nom ! Ainsi que ceux de votre fille et de votre épouse !&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Je suis Sirgio di Rolo… Mon épouse se nomme Virinia… Et notre magnifique petite fille… Trini… »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü maintint les épaules du général, et l’allongea sur le sol. Il était mort. Il lui ferma les yeux et délogea délicatement la dague assassine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Sirgio di Rolo, je vous fais la promesse de prier tous les matins, durant l'année qui vient, pour le salut de votre fille. Je m’engage aussi à lier mon âme à la vôtre durant ma Cérémonie du Retour. J’espère que vous me donnerez la force de poursuivre ma destinée. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sur ces mots, l’enfant ouvrit la petite sacoche qui flanquait sa cuisse gauche. Celle-ci contenait deux fins et longs instruments qu’il récupéra avec soin. Le premier était une tige de [[taleng]] de vingt centimètres de long et d’un centimètre de diamètre, dont l’une des extrémités avait été taillée en pointe. Le taleng, caractérisé par ses tiges vertes formées d'un chaume creux lignifié à la croissance très rapide, était présent en abondance dans la Jungle. Les Zoraïs l’utilisaient couramment comme matériau pour la fabrication d’ustensiles. Le second outil, lui aussi fabriqué à partir de taleng, était une fine et longue pince. Pü enjamba le torse du général et lui releva la tête de la main gauche. De sa main amputée, il enfonça péniblement la tige dans la narine droite du Matis jusqu’à ne plus pouvoir la faire progresser. Alors, d’un coup de paume bien senti, il lui perfora le crâne. Du sang se mit à couler autour et à l’intérieur de la tige rigide, et l’enfant ferma les yeux. Bien que connaissant approximativement sa position, s'il voulait détecter précisément sa cible, il devait faire taire ses autres sens. Il ne lui fallut alors que quelques secondes pour discerner l’imperceptible écho qui pulsait depuis l’intérieur du crâne du Matis, et qui se réverbérait subtilement dans les particules spirituelles avoisinantes. '''Méditatif, Pü enfonça progressivement le tube dans le cerveau du Matis'''. Enfin, alors que la tige de taleng arrivait à destination, il rouvrit les yeux. Laissant la tête du général reposer au sol, il récupéra la fine pince de sa main valide et la glissa dans le tube nasal. Bien qu’il dut à nouveau se concentrer pour être certain de ne pas dépasser sa cible, une pulsation nettement plus prégnante que les autres lui confirma son succès. Prudemment, le manche fit marche arrière, et un petit morceau de chair étonnamment ferme émergea du tube serré entre les deux branches de la pince. Pü observa le cocon de chair afin de vérifier qu’il n’était pas abîmé. À l’intérieur de celui-ci était enfermée la graine de vie, que l’on disait être le siège de l’âme homine. L’âme de Sirgio di Rolo. Pü avait déjà pu observer ce fragile trésor, qui ressemblait véritablement à une petite graine grisâtre, longue d’à peine quelques millimètres. Sirgio di Rolo était bel et bien mort, et pourtant, il pouvait toujours discerner l'écho de sa graine de vie. Pü s’était beaucoup questionné sur cet écho durant son exil. Il s’était même demandé s’il pouvait être un signal. Un signal de l’âme. Mais un signal à destination de qui ? De Ma-Duk, nécessairement.&lt;br /&gt;
[[file:Meditatif.png|right|400px|alt=… Méditatif, Pü enfonça…|Méditatif, Pü enfonça]]&lt;br /&gt;
Une envolée de javings fit sursauter l’enfant qui reprit instantanément ses esprits. Ouvrant l’une des petites poches de sa ceinture, il y plaça délicatement son macabre trophée. Il répéta ensuite l’opération sur les trois autres cadavres, prenant bien soin de placer les morceaux de chair dans des pochettes distinctes. En dernier lieu, il se porta vers Sivaldo, le mitrailleur évanoui que le général lui avait demandé d’épargner. Comme les autres soldats, il devait avoir environ l’âge de son frère. À n’en pas douter, ce Matis était probablement considéré par son peuple comme un modèle de beauté. Il était grand et bien bâti, et disposait d’une longue chevelure tressée d’un blond éclatant. Les traits harmonieux de son visage semblaient avoir été dessinés à la main, et quand Pü lui souleva les paupières pour vérifier son état, il découvrit des iris cristallins. Malheureusement pour le Matis, son visage était maintenant traversé d’une longue et profonde entaille. Si le Zoraï était en mesure de refermer la plaie, il ne réussirait pas à effacer totalement la marque causée par l’impact du bouclier. Il était en effet trop faible, et devait conserver assez d’énergie pour guérir ses propres blessures.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Une fois le Matis soigné, il se dirigea jusqu’au buisson où il avait caché son panier cubique. Pü l’extirpa délicatement des feuillages et le posa sur le sol. Satisfait de l’emplacement, il en ouvrit précautionneusement le couvercle, comme s’il abritait un trésor. Le panier contenait un cube d’ambre parfaitement enchâssé dans le réceptacle d’osier, qui semblait lui-même renfermer plusieurs dizaines de formes. Il récupéra méticuleusement un des morceaux de chair qu’il avait rangés dans les poches de sa ceinture, et le posa sur la seule face visible du cube. Il n’eut alors qu’à imprimer sa volonté à la Sève qui l’irriguait, tout en prononçant la célèbre Stance de Daïsha, pour que l’amas sanguinolent s’enfonce dans l’ambre altéré par le sortilège et s’y fige. L’utilisation de cubes d’ambre comme système de stockage avait été inventée, plus d’un siècle auparavant, par le célèbre Hari Daïsha. Aujourd’hui très répandue dans la Jungle, elle permettait de préserver des objets, mais aussi de conserver du savoir, magiquement. Pü réitéra l’opération trois fois et prit soin de terminer par le fragment du général. Il grava l’ambre au-dessus de la position de ce dernier afin de pouvoir le distinguer aisément des autres morceaux de chair. Lorsqu’il referma le couvercle du panier, il exprima un sincère soupir de soulagement. Pour la première fois depuis des semaines, son lendemain ne serait pas souillé de sang. Suite à cela, il veilla patiemment sur le corps du survivant en attendant que les renforts arrivent. Il profita de ce moment de répit pour se reposer et panser ses blessures. S’il répara ses côtes brisées et referma ses plaies, il renonça à régénérer ses doigts manquants : la mutilation laissée ainsi en évidence l’assurait que ce jour resterait à jamais gravé dans sa mémoire. Et lorsqu’il entendit le tumulte des capryniers matis résonner au loin, il disparut dans la pénombre des arbres centenaires.&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;[[file:Sep-chap-5.png|40px]]&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
Le voyage du retour dura plusieurs semaines, mais se déroula sans encombre. Pü quitta les forêts infinies du Royaume de Matia en direction du sud, passa les Cicatrices de Zachini, ces dangereux et immenses gouffres qui séparaient les hauts plateaux boisés des humides plaines luxuriantes, et rejoignit finalement la Jungle, son pays natal. Il n’eut aucun mal à franchir la Grande Muraille, qui isolait la Théocratie Zoraï du reste du monde, et à esquiver les gardes-frontières, qui semblaient d’ailleurs se reposer un peu trop sur le gigantisme du mur. Certes, l’édifice était imposant. Mais, l’ayant escaladé à plusieurs reprises, le jeune homin s’était fait une bonne idée de son état : malheureusement, le manque d’entretien se faisait gravement sentir par endroits. Un jour, des ennemis de la Théocratie Zoraï feraient tomber le rempart avant même que Min-Cho ou le Conseil des Sages ne puissent le prédire. L’enfant espérait que, le moment venu, les Zoraïs seraient prêts à affronter l’envahisseur. Durant tout son voyage de retour, Pü avait été traversé de sentiments contradictoires. Depuis qu’il avait été contraint de quitter son village, son envie d’y retourner au plus vite ne l’avait jamais quitté. Mais s’il avait espéré y reprendre une vie normale une fois rentré, il ne pouvait dorénavant plus s’empêcher de se remémorer les derniers mots de Sirgio di Rolo :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Vous êtes jeune, vous pouvez encore reprendre en main votre destin et voguer vers des lendemains plus heureux. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Était-il réellement capable de redevenir maître de sa destinée ? Pourrait-il s’opposer aux coutumes violentes de sa tribu ? Réussirait-il à empêcher son frère de mener l'expédition sanglante qui lui était destinée ? Tant de questions qui le tourmentaient depuis son départ du Royaume de Matia.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
L’astre ambré presque disparu derrière l'horizon du nord-ouest annonçait l'aube lorsque Pü arriva finalement à destination. Cela faisait maintenant de nombreux jours qu’il avait passé le fleuve Ti-aïn et la capitale Zoran, pour continuer vers le sud à travers la jungle épaisse. Le second astre, celui du jour, commençait tout juste à reprendre de son éclat, et balayait de ses faibles rayons le panorama qui s’offrait à lui. L’enfant eut un mouvement de recul. Après avoir vécu plusieurs mois au cœur d’envoûtantes forêts multicolores, il avait oublié la froideur de son monde. Au sommet de la colline, la gigantesque souche morte qui abritait son village trônait sinistrement sur l'écorce recouverte d’une végétation rabougrie et noircie. Les ancêtres racontaient qu’autrefois, la souche était l’arbre-ciel le plus imposant du pays, et qu’il renfermait des matières premières exceptionnellement rares. Bien entendu, la Karavan avait tenté de s’en emparer, et les Kamis s’y étaient violemment opposés. Dans un assaut désespéré, les agents de la Karavan avaient déployé une machine infernale cracheuse de feu. Mais pas n’importe quel feu. Un feu bien plus vorace et tenace qu’à l’ordinaire, qui avait ravagé une bonne partie de la région avant de déchirer le sol et de continuer sa course dans les Primes Racines. On raconte qu’encore aujourd’hui le feu serait en train d’œuvrer en silence dans les profondeurs de l'Écorce.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
L’enfant gravit la colline en direction de l’inquiétante déchirure qui faisait office d’accès. À peine les gardes l’eurent-ils reconnu qu’ils s’inclinèrent avec déférence. Pü entra dans la souche et fila sans perdre une seconde vers la hutte de Grand-Mère Bä-Bä. Il évoluait par habitude dans les allées tortueuses de cet étrange village aux multiples étages, et esquivait instinctivement les racines qui s’entremêlaient sous ses pieds. La déconvenue née de la comparaison du paysage grisâtre avec les chaleureuses forêts de Matia avait vite été oubliée, laissant place aux souvenirs. Il était né ici. Durant sa course, il croisa plusieurs Zoraïs, qui une fois la surprise passée, inclinèrent tous la tête en signe de respect. Pü leur rendit leur salut, mais évita de leur parler. De toute manière, il savait que tous seraient bientôt au courant de son retour. Lorsqu’il fut à deux pas de chez Grand-Mère Bä-Bä, son nez le piqua et il vit des vapeurs violettes s’échapper de la hutte, signe que la doyenne du village était en train de préparer une concoction. Il poussa les premiers rideaux, et avant même qu’il ait pénétré totalement l’habitation, la vieille dame l’interpella :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Je t’attendais mon enfant, pose le cube d’ambre sur l’autel. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü passa la dernière étoffe et aperçut Grand-Mère Bä-Bä, debout sur un tabouret et pliée en deux au-dessus d’une grande marmite. En la revoyant ainsi, fripée, squelettique et tordue, Pü se demanda à partir de quel âge la mort se lassait d’attendre, et renonçait à intervenir. Il s’avança vers l’autel et posa son panier. L’ancêtre touillait une étrange mixture odorante avec une grosse cuillère en bois.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Je suis en train de terminer de concocter le breuvage pour ta Cérémonie du Retour. Maintenant file retrouver ta mère. Tu lui manques terriblement. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü obéit et se dirigea vers la sortie. Cependant, il ne réussit pas à se retenir de lui poser une question.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Grand-Mère, comment as-tu su que j’allais arriver ? »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grand-Mère Bä-Bä fit claquer sa langue et Pü se crispa instantanément. Lorsqu’il était plus jeune, ce bruit caractéristique était souvent accompagné d’un coup de canne. L’enfant avait mal aux doigts rien qu’en y pensant. D’un son, elle venait de lui rappeler qu’elle restait la plus haute autorité du village, et qu’il ne fallait pas lui désobéir.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« File je te dis ! Et si tu veux un conseil, évite de mentionner précisément comment s’est soldée la dernière rencontre que tu as faite dans le Royaume de Matia, et les doutes auxquels tu fais face depuis. Le village risque de ne pas apprécier, et surtout pas ton père. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü poussa les rideaux qui masquaient l’entrée tel un automate, perturbé à la fois par la précision des connaissances de Grand-Mère Bä-Bä et par l’idée que son père puisse apprendre la vérité sur l’épisode évoqué. Cependant, si elle l’avait mis en garde, c’est qu’elle ne comptait pas la révéler au Masque Noir. Était-elle de son côté ? Pü n’eut pas le temps de se tracasser plus longtemps. À peine avait-il mis un pied dehors qu’il se rendit compte que la moitié du village, sa famille comprise, l’attendait devant la hutte.&lt;br /&gt;
[[file:Son pere.png|right|400px|alt=… Son père ne le félicita…|Son père ne le félicita]]&lt;br /&gt;
Les retrouvailles se passèrent comme il l’avait imaginé. '''Son père ne le félicita que brièvement, mais son regard était empli de fierté'''. Son frère lui cogna violemment l’épaule pour marquer son affection, et lui demanda dans la foulée combien de victimes il avait faites. Pour le futur Masque Noir, c’était ce qui importait le plus. Il fut déçu d’apprendre que son cadet s’était simplement contenté des cent cinquante et une demandées, alors que lui-même en avait presque fait le double à son époque. Quant à sa mère, elle s’effondra dans ses bras. Ou bien Pü s’effondra dans les siens. Il dut faire un effort considérable pour ne pas fondre en larmes devant la foule, et dut attendre de la retrouver en tête-à-tête pour se laisser totalement aller. Si sa mère le réconforta longuement en le couvrant de caresses et de mots doux, elle le réprimanda lorsqu’elle se rendit compte qu’il avait omis volontairement de régénérer ses doigts coupés. Looï avait beau être une grande guérisseuse, passé un certain délai de cicatrisation, certaines blessures devenaient permanentes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Le soir même, la Cérémonie du Retour eut lieu. Toute la tribu se réunit sur la Place du Cérémonial où un breuvage fut distribué à chaque villageois, nouveaux-nés compris. Il contenait un mélange alcoolisé de sève dans lequel un cocon de chair avait été dissous. Les Zoraïs se placèrent en cercles concentriques et attendirent que Grand-Mère Bä-Bä arrive, accompagnée comme toujours par la mère de Pü. Bien qu’accoutumés aux divers rituels qui avaient souvent lieu au sein de la communauté, tous retinrent leur souffle lorsqu’elle leva le bras. Les lumières des habitations surplombant la place fusèrent dans sa paume fermée et une petite sphère de lumière en sortit lorsqu’elle ouvrit la main. L’astre s’envola jusqu’au totem et s’empourpra, avant de pénétrer la bouche d’un masque. Les orifices des autres visages s’illuminèrent alors instantanément. La vieille dame lâcha le bras de Looï, qui lui servait jusqu’alors de soutien, et récupéra d’un mouvement tremblant le bol qu’elle lui tendait. Elle s’avança jusqu’au totem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Mes fils, mes filles, nous sommes réunis ce soir pour célébrer le retour de Pü Fu-tao parmi nous ! cria la vieille dame d’une voix étrangement amplifiée. Le jeune garçon est revenu plus fort de son exil en régions païennes, et avec en sa possession les cent cinquante et une graines de vie demandées ! Le Grand Géniteur salue son effort. Mais ce n’est pas tout ! Ma-Duk m’a aussi confié quelque chose. Nous en avons maintenant la certitude, la Guerre Sacrée débutera bientôt, et sera menée par nos enfants ! D’ici quelques années, nous nous mettrons en route. Guidés par le Guerrier Sacré, nous marcherons sur le monde, traquant les suppôts de la Karavan sans relâche ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü regardait fixement le breuvage emplissant son bol, comme hypnotisé. La couleur du liquide oscillait entre le violet et le noir, et des petites particules de chair rougeâtre flottaient à la surface. Et puis la graine grisâtre de Sirgio di Rolo émergea. Alors comme ça, Ma-Duk s’était adressé à Grand-Mère Bä-Bä pour lui dire que la Guerre Sacrée aurait bientôt lieu ? Pü frissonna. Lui qui avait passé son voyage de retour à rêver d’un autre futur, venait de se faire froidement rattraper par la réalité.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Maintenant, buvez l’offrande de Pü ! reprit Looï. Nourrissez-vous de l’essence des suppôts de la Karavan ! Absorbez leurs âmes et priez pour elles ! Elles vous donneront la force d’accomplir le projet divin auquel nous devrons tous participer d’ici peu ! Et si le Grand Géniteur le veut, ils seront alors absous de leurs péchés ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Les Zoraïs burent d’une traite le liquide visqueux et les parents s’occupèrent de la dose des plus petits. Pü avala sans rechigner l’horrible mixture, toujours perdu dans ses pensées. Alors que son peuple commençait d'entonner en chœur les premiers chants liturgiques de la soirée, Pü jeta un regard triste vers celle qu’il venait à peine de retrouver, et qu’il risquait à nouveau de perdre d’ici quelques années. Il fredonna un autre air.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
          ''Que Jena me pardonne et ses clercs me maudissent,''&lt;br /&gt;
          ''Qu'Aniro me renie et flatteurs se réjouissent,''&lt;br /&gt;
          ''Qu'Atys m'engloutisse et à jamais m'oublie,''&lt;br /&gt;
          ''Je meurs plein de vous, mon enfant, mon amie.''&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
Encore quelques années à profiter de sa présence. Ensuite, il n’y aurait plus que la guerre, la douleur, le sang et la mort. Celles des autres, la sienne, mais peut-être aussi celle de sa mère. Quoi qu’il advienne, Ma-Duk devait le savoir : ce combat, il le mènerait avant tout pour elle. Sa vie importait plus que celles de tous les Kamis réunis. Et, à l’instar de Sirgio di Rolo, ses derniers mots lui seraient consacrés&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NavChap|[[Chapitre IV - Exil sylvestre]]|[[La Guerre Sacrée#Table des matières|Table des matières]]|[[Chapitre VI - Le réveil]]}}&lt;br /&gt;
{{Portail|La Grande Bibliothèque|Zoraï}}&lt;br /&gt;
[[Catégorie:La Guerre Sacrée]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jadeyn</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Kapitel_V_-_Die_Saat_des_Zweifels&amp;diff=34719</id>
		<title>Kapitel V - Die Saat des Zweifels</title>
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				<updated>2023-03-26T17:50:47Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Jadeyn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{NavChap|[[Chapitre IV - Exil sylvestre]]|[[La Guerre Sacrée#Table des matières|Table des matières]]|[[Chapitre VI - Le réveil]]}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Trad&lt;br /&gt;
|DE=Kapitel V - Die Saat des Zweifels|DEs=2&lt;br /&gt;
|EN=Chapter V - The seed of doubt|ENs=4&lt;br /&gt;
|ES=&amp;lt;!--Capítulo V - La semilla de la duda--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|FR=Chapitre V - La graine du doute|FRs=0&lt;br /&gt;
|RU=&amp;lt;!--Глава V - Семя сомнения--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|H=1&lt;br /&gt;
|palette=}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Clear}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:purple;font-weight:bold&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''V - Die Saat des Zweifels'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;[[file:Tit-chap-4-5.png|60px]]&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:purple;font-weight:bold&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''Jahr 2474 von Jena'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Quotation|''Bélénor Nébius, Erzähler'' • ''Cheng Lai'SuKi, Illustratorin''|&lt;br /&gt;
Frei. Pü war endlich frei. Frei, um nach Hause und zu seinen Lieben zurückzukehren. Leider hatte ihn der Kampf nicht unversehrt gelassen, und der wiederkehrende Schmerz zerstörte diese positiven Gedanken. Der junge Zoraï richtete sich auf und untersuchte sich selbst: Seine Beine und sein Becken waren mit Blasen bedeckt, seine Haut war an vielen Stellen oberflächlich aufgeschlitzt und ein Drittel seiner rechten Hand war abgetrennt, wobei ihm ein Teil des kleinen und des Ringfingers fehlte. Erst als er seine Verstümmelung betrachtete, bemerkte er, dass sein Feuerzauber seinen Stumpf vollständig ausgebrannt hatte. Außerdem waren vier seiner Rippen gebrochen. Aber alles in allem hatte er sich doch recht gut gehalten. Und vor allem war sein jetziger Schmerz nichts im Vergleich zu dem, was er vor einigen Monaten erlebt hatte, als ihm seine Maske gewachsen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« &amp;quot;Ma-Duk schenkt uns den ultimativen Schmerz, damit kein Leid der Welt jemals seine Soldaten erreichen kann.&amp;quot; »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als er sich mühsam wieder aufrichtete, hörte er eine Stimme. Pü versuchte reflexartig, seine abwesenden Waffen zu ziehen, ging in Kampfposition und suchte mit den Augen nach seinem neuen Gegner. Niemand war zu sehen. Die Stimme wurde deutlicher: Mateis. Pü erkannte, dass sie vom General kam und dass er überlebt hatte. Das überraschte ihn jedoch nicht: Er hatte auf den motorischen Bereich im Gehirn des Matis gezielt, nicht um ihn zu töten, sondern um sein motorisches System zu beschädigen und ihn daran zu hindern, die Klinge herauszuziehen, die die Regeneration verhinderte. Einem Homin das Leben zu nehmen, war schwierig. Und wenn es unmöglich war, den Gegner mit einem Schlag zu töten, musste man versuchen, seine regenerativen Fähigkeiten zu erreichen. Wenn der Matis also überlebt hatte, war er nicht in der Lage, sein Gehirn zu regenerieren, und musste daher sterben. Trotzdem ging Pü vorsichtig auf ihn zu. Denn dieser Homin war bei weitem der härteste Gegner, dem er je gegenübergestanden hatte, abgesehen vielleicht von seinem Onkel und seinem Vater. Als er in sein Sichtfeld trat, '''blickte der Matis, der noch immer den Dolch in seinem Schädel steckte, in das Tagesgestirn, und sah auf ihn'''. Blut lief ihm über das Gesicht. Er artikulierte mühsam.&lt;br /&gt;
[[file:Le Matis.png|right|400px|alt=… le Matis, qui regardait l’astre du jour…|blickte der Matis, in das Tagesgestirn]]&lt;br /&gt;
&amp;quot;Mein Junge, Ihre letzte Akrobatik war beeindruckend, sagte er und hustete. Ich habe noch niemals gegen einen so agilen Gegner wie Sie gekämpft.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü musterte ihn kühl, ohne zu antworten. Hat er ihm gratuliert? Diesen Gegner wird er so schnell nicht vergessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ach, übrigens... Verzeihen Sie mir, was ich über Ihre Mutter und Ihr Volk gesagt habe. Ich kann Ihre Bräuche nicht gutheißen, aber ich habe meine Beleidigungen nicht so gemeint. Die Zoraï sind keine Wilden, genauso wie die Tryker keine Sklaven sind. Und wenn Sie in der Tat indoktriniert sind, sind wir es auch. Ich wollte Sie nur provozieren ... was ziemlich gut funktioniert hat.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü konnte es nicht fassen. Er hatte die Hälfte seines Trupps im Alleingang dezimiert und würde ihm bald das Leben nehmen. Und doch bereute der General seine Worte und entschuldigte sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Mein Junge, die Sekunden sind knapp. Bevor ich gehe, möchte ich Sie bitten, zwei meiner Bitten zu erfüllen. Sie haben das Duell gewonnen, also müssen Sie es nicht annehmen. Ich bitte Sie jedoch, auf Ihr Herz zu hören.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Mutter hatte ihm zwar vom Ehrenkodex der Matis-Offiziere erzählt, aber es war das erste Mal, dass Pü dessen Anwendung beobachtete. Keiner der Matia-Soldaten, gegen die er bis dahin gekämpft hatte, hatte sich jemals so verhalten. Der Zoraï entspannte sich und kniete vor dem Matis nieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sagen Sie mir, ich höre Ihnen zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Als Erstes möchte ich, dass Sie Sivaldo, den Maschinengewehrschützen, den Sie niedergeschlagen haben, verschonen und in Sicherheit bringen. Er ist ein tapferer Soldat, wie viele andere auch, und er ist auch mein Neffe. Aber vor allem ist seine Seele besonders schön. Zu viele Jahrzehnte lang haben die Matis Hass verbreitet und ihn im Gegenzug zu spüren bekommen. Unser Volk braucht Jungen wie ihn. Vorhin haben Sie mir angeboten, zu fliehen, indem Sie ihn Ihnen überlassen. Wenn Sie nur ein Leben brauchen, dann ist das erledigt, denn Sie haben meines bereits erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Ich nehme an, sagte Pü, der den Soldaten ohnehin verschont hätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Vielen Dank, antwortete der General mit einem schwachen Lächeln. Zum Schluss möchte ich Sie bitten, mich für meine Frau und meine Tochter singen zu lassen. Sie sind das Liebste, was ich an Matia habe. Seit jeher sind sie mein Grund zu kämpfen. Vor allem für sie bilde ich Soldaten aus und beschütze das Königreich.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tränen begannen zu fließen und vermischten sich mit dem Blut, als er wieder in das Tagesgestirn starrte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wenn Sie zustimmen, werde ich ein glücklicher Homin sein. Gestorben in einem großartigen Kampf, unter den Augen Jenas, zu Ehren der Homins meines Lebens.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü blickte unauffällig in Richtung der Stelle, an der er den Kami gesehen hatte. Er war nicht mehr da. Tief in seinem Inneren wusste er, dass es falsch war, einen Feind einen heidnischen Gesang anstimmen zu lassen. Aber als der General seine Frau und seine Tochter erwähnte, hatte er ihn berührt. Wie konnte er seiner letzten Bitte nicht nachkommen? Pü kniete sich neben ihn und legte ihm eine Hand auf die Schulter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich höre Ihnen zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Je savais que vous accepteriez, soupira le Matis avant de s’éclaircir la gorge. Fermez les yeux, laissez votre esprit aller, et entendez le chant de la Forêt. Je vais l’accompagner de ma voix. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Perdant toute notion de prudence, Pü lui obéit. Il était vrai qu’a bien des égards, les forêts de Matia regorgeaient de merveilles, qui une fois les yeux clos, s’exprimaient aussi bien dans ses senteurs parfumées que dans le bruissement apaisant de ses arbres. Le silence se fit. Le général attendit que le vent se lève et entama son chant.&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
           ''La Mère j'ai prié, et pour Elle combattu,''&lt;br /&gt;
           ''Qui, enfant, me berça de douces litanies.''&lt;br /&gt;
           ''Mais à l'heure du trépas, ma petite et ma mie,''&lt;br /&gt;
           ''C'est à votre douceur que je suis revenu.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           ''Le Karan j'ai servi, et pour lui j'ai lutté,''&lt;br /&gt;
           ''Qui tôt récompensa ma soif du meilleur.''&lt;br /&gt;
           ''Mais c'est vous, chères homines pour toujours en mon cœur,''&lt;br /&gt;
           ''Qui le meilleur sans barguigner m'avez donné.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           ''La Karavan j'ai craint, et pour son compte agi,''&lt;br /&gt;
           ''Tant ses machines noires déployaient de pouvoir.''&lt;br /&gt;
           ''Mais c'est peur de vous perdre qui met au désespoir,''&lt;br /&gt;
           ''À l'heure ultime qui voit du corps s'enfuir la vie.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           ''La Forêt j'ai aimé, et pour Matia souvent,''&lt;br /&gt;
           ''Quitté les artifices d'une Cour empesée.''&lt;br /&gt;
           ''Mais si par miracle autre jour m'était donné,''&lt;br /&gt;
           ''C'est auprès de vous deux que passerais mon temps.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           ''Que Jena me pardonne et ses clercs me maudissent,''&lt;br /&gt;
           ''Qu'[[Aniro III|Aniro]] me renie et flatteurs se réjouissent,''&lt;br /&gt;
           ''Qu'Atys m'engloutisse et à jamais m'oublie,''&lt;br /&gt;
           ''Je meurs plein de vous, mon enfant, mon amie.''&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
Pü rouvrit les yeux, totalement désorienté. Son masque ruisselait de larmes et son cœur s’était emballé. Pris de vertiges, il suffoquait bruyamment. Que lui arrivait-il donc ? Était-il en train de compenser toute la tension qu’il avait accumulée ces dernières semaines ? En partie, mais pas seulement. Ce chant l’avait complètement bouleversé. Il faisait écho à tant de choses en lui : son amour pour Ma-Duk, qui bien que sincère, ne surpasserait jamais celui qu’il éprouvait pour son frère et surtout pour sa mère ; l’extrême loyauté dont il faisait preuve envers sa tribu, dont il maudissait pourtant les coutumes en silence ; la peur de décevoir son père, qu’il savait capable de le renier ; la crainte enfin, qu’il éprouvait vis-à-vis des Kamis, qui privaient leurs fidèles de liberté sous couvert de grands desseins. Cet étranger était en vérité si peu différent de lui. Il était son miroir, et il venait de lui ôter la vie. Pü resserra ses poings tremblants et tenta de régler sa respiration. Un soir, sa mère lui avait parlé d’une maladie psychosomatique, qui pouvait causer ce type de symptômes à ceux qui s’exposaient à de puissantes œuvres d’art. Ce chant était l’une d’elle. Il le marquerait à vie, il le savait. Remarquant son émoi, le général l’interpella. Sa diction était de plus en plus lente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Ressaisissez-vous mon garçon, vous devez apprendre à gérer vos émotions. vous vous engagez sur une voie bien sombre, que vous avez été contraint d’emprunter, et qui va vous faire connaître de nombreuses difficultés. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pour la première fois depuis le début de la discussion, le Matis prit un air grave.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Je vous ai vu combattre, j’ai observé votre manière de faire et votre regard. Vous avez beau être un combattant exceptionnel, vous détestez tuer. Vous n'êtes pas de ceux qui s’enivrent du sang de leurs victimes. À chaque fois que vous enlevez une vie, c’est comme si vous vous tuiez vous-même. Vous êtes jeune, vous pouvez encore reprendre en main votre destin et voguer vers des lendemains plus heureux. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Si seulement il savait, pensa Pü, en se remémorant les prédictions de Grand-Mère Bä-Bä.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Allez… Je n’ai fait que trop durer ce moment… Il est temps pour moi de rejoindre mes ancêtres, balbutia-t-il en s’affaissant sur le Zoraï.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Attendez, dites-moi votre nom ! Ainsi que ceux de votre fille et de votre épouse !&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Je suis Sirgio di Rolo… Mon épouse se nomme Virinia… Et notre magnifique petite fille… Trini… »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü maintint les épaules du général, et l’allongea sur le sol. Il était mort. Il lui ferma les yeux et délogea délicatement la dague assassine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Sirgio di Rolo, je vous fais la promesse de prier tous les matins, durant l'année qui vient, pour le salut de votre fille. Je m’engage aussi à lier mon âme à la vôtre durant ma Cérémonie du Retour. J’espère que vous me donnerez la force de poursuivre ma destinée. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sur ces mots, l’enfant ouvrit la petite sacoche qui flanquait sa cuisse gauche. Celle-ci contenait deux fins et longs instruments qu’il récupéra avec soin. Le premier était une tige de [[taleng]] de vingt centimètres de long et d’un centimètre de diamètre, dont l’une des extrémités avait été taillée en pointe. Le taleng, caractérisé par ses tiges vertes formées d'un chaume creux lignifié à la croissance très rapide, était présent en abondance dans la Jungle. Les Zoraïs l’utilisaient couramment comme matériau pour la fabrication d’ustensiles. Le second outil, lui aussi fabriqué à partir de taleng, était une fine et longue pince. Pü enjamba le torse du général et lui releva la tête de la main gauche. De sa main amputée, il enfonça péniblement la tige dans la narine droite du Matis jusqu’à ne plus pouvoir la faire progresser. Alors, d’un coup de paume bien senti, il lui perfora le crâne. Du sang se mit à couler autour et à l’intérieur de la tige rigide, et l’enfant ferma les yeux. Bien que connaissant approximativement sa position, s'il voulait détecter précisément sa cible, il devait faire taire ses autres sens. Il ne lui fallut alors que quelques secondes pour discerner l’imperceptible écho qui pulsait depuis l’intérieur du crâne du Matis, et qui se réverbérait subtilement dans les particules spirituelles avoisinantes. '''Méditatif, Pü enfonça progressivement le tube dans le cerveau du Matis'''. Enfin, alors que la tige de taleng arrivait à destination, il rouvrit les yeux. Laissant la tête du général reposer au sol, il récupéra la fine pince de sa main valide et la glissa dans le tube nasal. Bien qu’il dut à nouveau se concentrer pour être certain de ne pas dépasser sa cible, une pulsation nettement plus prégnante que les autres lui confirma son succès. Prudemment, le manche fit marche arrière, et un petit morceau de chair étonnamment ferme émergea du tube serré entre les deux branches de la pince. Pü observa le cocon de chair afin de vérifier qu’il n’était pas abîmé. À l’intérieur de celui-ci était enfermée la graine de vie, que l’on disait être le siège de l’âme homine. L’âme de Sirgio di Rolo. Pü avait déjà pu observer ce fragile trésor, qui ressemblait véritablement à une petite graine grisâtre, longue d’à peine quelques millimètres. Sirgio di Rolo était bel et bien mort, et pourtant, il pouvait toujours discerner l'écho de sa graine de vie. Pü s’était beaucoup questionné sur cet écho durant son exil. Il s’était même demandé s’il pouvait être un signal. Un signal de l’âme. Mais un signal à destination de qui ? De Ma-Duk, nécessairement.&lt;br /&gt;
[[file:Meditatif.png|right|400px|alt=… Méditatif, Pü enfonça…|Méditatif, Pü enfonça]]&lt;br /&gt;
Une envolée de javings fit sursauter l’enfant qui reprit instantanément ses esprits. Ouvrant l’une des petites poches de sa ceinture, il y plaça délicatement son macabre trophée. Il répéta ensuite l’opération sur les trois autres cadavres, prenant bien soin de placer les morceaux de chair dans des pochettes distinctes. En dernier lieu, il se porta vers Sivaldo, le mitrailleur évanoui que le général lui avait demandé d’épargner. Comme les autres soldats, il devait avoir environ l’âge de son frère. À n’en pas douter, ce Matis était probablement considéré par son peuple comme un modèle de beauté. Il était grand et bien bâti, et disposait d’une longue chevelure tressée d’un blond éclatant. Les traits harmonieux de son visage semblaient avoir été dessinés à la main, et quand Pü lui souleva les paupières pour vérifier son état, il découvrit des iris cristallins. Malheureusement pour le Matis, son visage était maintenant traversé d’une longue et profonde entaille. Si le Zoraï était en mesure de refermer la plaie, il ne réussirait pas à effacer totalement la marque causée par l’impact du bouclier. Il était en effet trop faible, et devait conserver assez d’énergie pour guérir ses propres blessures.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Une fois le Matis soigné, il se dirigea jusqu’au buisson où il avait caché son panier cubique. Pü l’extirpa délicatement des feuillages et le posa sur le sol. Satisfait de l’emplacement, il en ouvrit précautionneusement le couvercle, comme s’il abritait un trésor. Le panier contenait un cube d’ambre parfaitement enchâssé dans le réceptacle d’osier, qui semblait lui-même renfermer plusieurs dizaines de formes. Il récupéra méticuleusement un des morceaux de chair qu’il avait rangés dans les poches de sa ceinture, et le posa sur la seule face visible du cube. Il n’eut alors qu’à imprimer sa volonté à la Sève qui l’irriguait, tout en prononçant la célèbre Stance de Daïsha, pour que l’amas sanguinolent s’enfonce dans l’ambre altéré par le sortilège et s’y fige. L’utilisation de cubes d’ambre comme système de stockage avait été inventée, plus d’un siècle auparavant, par le célèbre Hari Daïsha. Aujourd’hui très répandue dans la Jungle, elle permettait de préserver des objets, mais aussi de conserver du savoir, magiquement. Pü réitéra l’opération trois fois et prit soin de terminer par le fragment du général. Il grava l’ambre au-dessus de la position de ce dernier afin de pouvoir le distinguer aisément des autres morceaux de chair. Lorsqu’il referma le couvercle du panier, il exprima un sincère soupir de soulagement. Pour la première fois depuis des semaines, son lendemain ne serait pas souillé de sang. Suite à cela, il veilla patiemment sur le corps du survivant en attendant que les renforts arrivent. Il profita de ce moment de répit pour se reposer et panser ses blessures. S’il répara ses côtes brisées et referma ses plaies, il renonça à régénérer ses doigts manquants : la mutilation laissée ainsi en évidence l’assurait que ce jour resterait à jamais gravé dans sa mémoire. Et lorsqu’il entendit le tumulte des capryniers matis résonner au loin, il disparut dans la pénombre des arbres centenaires.&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;[[file:Sep-chap-5.png|40px]]&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
Le voyage du retour dura plusieurs semaines, mais se déroula sans encombre. Pü quitta les forêts infinies du Royaume de Matia en direction du sud, passa les Cicatrices de Zachini, ces dangereux et immenses gouffres qui séparaient les hauts plateaux boisés des humides plaines luxuriantes, et rejoignit finalement la Jungle, son pays natal. Il n’eut aucun mal à franchir la Grande Muraille, qui isolait la Théocratie Zoraï du reste du monde, et à esquiver les gardes-frontières, qui semblaient d’ailleurs se reposer un peu trop sur le gigantisme du mur. Certes, l’édifice était imposant. Mais, l’ayant escaladé à plusieurs reprises, le jeune homin s’était fait une bonne idée de son état : malheureusement, le manque d’entretien se faisait gravement sentir par endroits. Un jour, des ennemis de la Théocratie Zoraï feraient tomber le rempart avant même que Min-Cho ou le Conseil des Sages ne puissent le prédire. L’enfant espérait que, le moment venu, les Zoraïs seraient prêts à affronter l’envahisseur. Durant tout son voyage de retour, Pü avait été traversé de sentiments contradictoires. Depuis qu’il avait été contraint de quitter son village, son envie d’y retourner au plus vite ne l’avait jamais quitté. Mais s’il avait espéré y reprendre une vie normale une fois rentré, il ne pouvait dorénavant plus s’empêcher de se remémorer les derniers mots de Sirgio di Rolo :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Vous êtes jeune, vous pouvez encore reprendre en main votre destin et voguer vers des lendemains plus heureux. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Était-il réellement capable de redevenir maître de sa destinée ? Pourrait-il s’opposer aux coutumes violentes de sa tribu ? Réussirait-il à empêcher son frère de mener l'expédition sanglante qui lui était destinée ? Tant de questions qui le tourmentaient depuis son départ du Royaume de Matia.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
L’astre ambré presque disparu derrière l'horizon du nord-ouest annonçait l'aube lorsque Pü arriva finalement à destination. Cela faisait maintenant de nombreux jours qu’il avait passé le fleuve Ti-aïn et la capitale Zoran, pour continuer vers le sud à travers la jungle épaisse. Le second astre, celui du jour, commençait tout juste à reprendre de son éclat, et balayait de ses faibles rayons le panorama qui s’offrait à lui. L’enfant eut un mouvement de recul. Après avoir vécu plusieurs mois au cœur d’envoûtantes forêts multicolores, il avait oublié la froideur de son monde. Au sommet de la colline, la gigantesque souche morte qui abritait son village trônait sinistrement sur l'écorce recouverte d’une végétation rabougrie et noircie. Les ancêtres racontaient qu’autrefois, la souche était l’arbre-ciel le plus imposant du pays, et qu’il renfermait des matières premières exceptionnellement rares. Bien entendu, la Karavan avait tenté de s’en emparer, et les Kamis s’y étaient violemment opposés. Dans un assaut désespéré, les agents de la Karavan avaient déployé une machine infernale cracheuse de feu. Mais pas n’importe quel feu. Un feu bien plus vorace et tenace qu’à l’ordinaire, qui avait ravagé une bonne partie de la région avant de déchirer le sol et de continuer sa course dans les Primes Racines. On raconte qu’encore aujourd’hui le feu serait en train d’œuvrer en silence dans les profondeurs de l'Écorce.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
L’enfant gravit la colline en direction de l’inquiétante déchirure qui faisait office d’accès. À peine les gardes l’eurent-ils reconnu qu’ils s’inclinèrent avec déférence. Pü entra dans la souche et fila sans perdre une seconde vers la hutte de Grand-Mère Bä-Bä. Il évoluait par habitude dans les allées tortueuses de cet étrange village aux multiples étages, et esquivait instinctivement les racines qui s’entremêlaient sous ses pieds. La déconvenue née de la comparaison du paysage grisâtre avec les chaleureuses forêts de Matia avait vite été oubliée, laissant place aux souvenirs. Il était né ici. Durant sa course, il croisa plusieurs Zoraïs, qui une fois la surprise passée, inclinèrent tous la tête en signe de respect. Pü leur rendit leur salut, mais évita de leur parler. De toute manière, il savait que tous seraient bientôt au courant de son retour. Lorsqu’il fut à deux pas de chez Grand-Mère Bä-Bä, son nez le piqua et il vit des vapeurs violettes s’échapper de la hutte, signe que la doyenne du village était en train de préparer une concoction. Il poussa les premiers rideaux, et avant même qu’il ait pénétré totalement l’habitation, la vieille dame l’interpella :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Je t’attendais mon enfant, pose le cube d’ambre sur l’autel. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü passa la dernière étoffe et aperçut Grand-Mère Bä-Bä, debout sur un tabouret et pliée en deux au-dessus d’une grande marmite. En la revoyant ainsi, fripée, squelettique et tordue, Pü se demanda à partir de quel âge la mort se lassait d’attendre, et renonçait à intervenir. Il s’avança vers l’autel et posa son panier. L’ancêtre touillait une étrange mixture odorante avec une grosse cuillère en bois.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Je suis en train de terminer de concocter le breuvage pour ta Cérémonie du Retour. Maintenant file retrouver ta mère. Tu lui manques terriblement. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü obéit et se dirigea vers la sortie. Cependant, il ne réussit pas à se retenir de lui poser une question.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Grand-Mère, comment as-tu su que j’allais arriver ? »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grand-Mère Bä-Bä fit claquer sa langue et Pü se crispa instantanément. Lorsqu’il était plus jeune, ce bruit caractéristique était souvent accompagné d’un coup de canne. L’enfant avait mal aux doigts rien qu’en y pensant. D’un son, elle venait de lui rappeler qu’elle restait la plus haute autorité du village, et qu’il ne fallait pas lui désobéir.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« File je te dis ! Et si tu veux un conseil, évite de mentionner précisément comment s’est soldée la dernière rencontre que tu as faite dans le Royaume de Matia, et les doutes auxquels tu fais face depuis. Le village risque de ne pas apprécier, et surtout pas ton père. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü poussa les rideaux qui masquaient l’entrée tel un automate, perturbé à la fois par la précision des connaissances de Grand-Mère Bä-Bä et par l’idée que son père puisse apprendre la vérité sur l’épisode évoqué. Cependant, si elle l’avait mis en garde, c’est qu’elle ne comptait pas la révéler au Masque Noir. Était-elle de son côté ? Pü n’eut pas le temps de se tracasser plus longtemps. À peine avait-il mis un pied dehors qu’il se rendit compte que la moitié du village, sa famille comprise, l’attendait devant la hutte.&lt;br /&gt;
[[file:Son pere.png|right|400px|alt=… Son père ne le félicita…|Son père ne le félicita]]&lt;br /&gt;
Les retrouvailles se passèrent comme il l’avait imaginé. '''Son père ne le félicita que brièvement, mais son regard était empli de fierté'''. Son frère lui cogna violemment l’épaule pour marquer son affection, et lui demanda dans la foulée combien de victimes il avait faites. Pour le futur Masque Noir, c’était ce qui importait le plus. Il fut déçu d’apprendre que son cadet s’était simplement contenté des cent cinquante et une demandées, alors que lui-même en avait presque fait le double à son époque. Quant à sa mère, elle s’effondra dans ses bras. Ou bien Pü s’effondra dans les siens. Il dut faire un effort considérable pour ne pas fondre en larmes devant la foule, et dut attendre de la retrouver en tête-à-tête pour se laisser totalement aller. Si sa mère le réconforta longuement en le couvrant de caresses et de mots doux, elle le réprimanda lorsqu’elle se rendit compte qu’il avait omis volontairement de régénérer ses doigts coupés. Looï avait beau être une grande guérisseuse, passé un certain délai de cicatrisation, certaines blessures devenaient permanentes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Le soir même, la Cérémonie du Retour eut lieu. Toute la tribu se réunit sur la Place du Cérémonial où un breuvage fut distribué à chaque villageois, nouveaux-nés compris. Il contenait un mélange alcoolisé de sève dans lequel un cocon de chair avait été dissous. Les Zoraïs se placèrent en cercles concentriques et attendirent que Grand-Mère Bä-Bä arrive, accompagnée comme toujours par la mère de Pü. Bien qu’accoutumés aux divers rituels qui avaient souvent lieu au sein de la communauté, tous retinrent leur souffle lorsqu’elle leva le bras. Les lumières des habitations surplombant la place fusèrent dans sa paume fermée et une petite sphère de lumière en sortit lorsqu’elle ouvrit la main. L’astre s’envola jusqu’au totem et s’empourpra, avant de pénétrer la bouche d’un masque. Les orifices des autres visages s’illuminèrent alors instantanément. La vieille dame lâcha le bras de Looï, qui lui servait jusqu’alors de soutien, et récupéra d’un mouvement tremblant le bol qu’elle lui tendait. Elle s’avança jusqu’au totem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Mes fils, mes filles, nous sommes réunis ce soir pour célébrer le retour de Pü Fu-tao parmi nous ! cria la vieille dame d’une voix étrangement amplifiée. Le jeune garçon est revenu plus fort de son exil en régions païennes, et avec en sa possession les cent cinquante et une graines de vie demandées ! Le Grand Géniteur salue son effort. Mais ce n’est pas tout ! Ma-Duk m’a aussi confié quelque chose. Nous en avons maintenant la certitude, la Guerre Sacrée débutera bientôt, et sera menée par nos enfants ! D’ici quelques années, nous nous mettrons en route. Guidés par le Guerrier Sacré, nous marcherons sur le monde, traquant les suppôts de la Karavan sans relâche ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü regardait fixement le breuvage emplissant son bol, comme hypnotisé. La couleur du liquide oscillait entre le violet et le noir, et des petites particules de chair rougeâtre flottaient à la surface. Et puis la graine grisâtre de Sirgio di Rolo émergea. Alors comme ça, Ma-Duk s’était adressé à Grand-Mère Bä-Bä pour lui dire que la Guerre Sacrée aurait bientôt lieu ? Pü frissonna. Lui qui avait passé son voyage de retour à rêver d’un autre futur, venait de se faire froidement rattraper par la réalité.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Maintenant, buvez l’offrande de Pü ! reprit Looï. Nourrissez-vous de l’essence des suppôts de la Karavan ! Absorbez leurs âmes et priez pour elles ! Elles vous donneront la force d’accomplir le projet divin auquel nous devrons tous participer d’ici peu ! Et si le Grand Géniteur le veut, ils seront alors absous de leurs péchés ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Les Zoraïs burent d’une traite le liquide visqueux et les parents s’occupèrent de la dose des plus petits. Pü avala sans rechigner l’horrible mixture, toujours perdu dans ses pensées. Alors que son peuple commençait d'entonner en chœur les premiers chants liturgiques de la soirée, Pü jeta un regard triste vers celle qu’il venait à peine de retrouver, et qu’il risquait à nouveau de perdre d’ici quelques années. Il fredonna un autre air.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
          ''Que Jena me pardonne et ses clercs me maudissent,''&lt;br /&gt;
          ''Qu'Aniro me renie et flatteurs se réjouissent,''&lt;br /&gt;
          ''Qu'Atys m'engloutisse et à jamais m'oublie,''&lt;br /&gt;
          ''Je meurs plein de vous, mon enfant, mon amie.''&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
Encore quelques années à profiter de sa présence. Ensuite, il n’y aurait plus que la guerre, la douleur, le sang et la mort. Celles des autres, la sienne, mais peut-être aussi celle de sa mère. Quoi qu’il advienne, Ma-Duk devait le savoir : ce combat, il le mènerait avant tout pour elle. Sa vie importait plus que celles de tous les Kamis réunis. Et, à l’instar de Sirgio di Rolo, ses derniers mots lui seraient consacrés&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NavChap|[[Chapitre IV - Exil sylvestre]]|[[La Guerre Sacrée#Table des matières|Table des matières]]|[[Chapitre VI - Le réveil]]}}&lt;br /&gt;
{{Portail|La Grande Bibliothèque|Zoraï}}&lt;br /&gt;
[[Catégorie:La Guerre Sacrée]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jadeyn</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Kapitel_V_-_Die_Saat_des_Zweifels&amp;diff=34718</id>
		<title>Kapitel V - Die Saat des Zweifels</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Kapitel_V_-_Die_Saat_des_Zweifels&amp;diff=34718"/>
				<updated>2023-03-26T17:19:59Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Jadeyn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{NavChap|[[Chapitre IV - Exil sylvestre]]|[[La Guerre Sacrée#Table des matières|Table des matières]]|[[Chapitre VI - Le réveil]]}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Trad&lt;br /&gt;
|DE=Kapitel V - Die Saat des Zweifels|DEs=2&lt;br /&gt;
|EN=Chapter V - The seed of doubt|ENs=4&lt;br /&gt;
|ES=&amp;lt;!--Capítulo V - La semilla de la duda--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|FR=Chapitre V - La graine du doute|FRs=0&lt;br /&gt;
|RU=&amp;lt;!--Глава V - Семя сомнения--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|H=1&lt;br /&gt;
|palette=}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Clear}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:purple;font-weight:bold&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''V - Die Saat des Zweifels'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;[[file:Tit-chap-4-5.png|60px]]&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:purple;font-weight:bold&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''Jahr 2474 von Jena'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Quotation|''Bélénor Nébius, Erzähler'' • ''Cheng Lai'SuKi, Illustratorin''|&lt;br /&gt;
Frei. Pü war endlich frei. Frei, um nach Hause und zu seinen Lieben zurückzukehren. Leider hatte ihn der Kampf nicht unversehrt gelassen, und der wiederkehrende Schmerz zerstörte diese positiven Gedanken. Der junge Zoraï richtete sich auf und untersuchte sich selbst: Seine Beine und sein Becken waren mit Blasen bedeckt, seine Haut war an vielen Stellen oberflächlich aufgeschlitzt und ein Drittel seiner rechten Hand war abgetrennt, wobei ihm ein Teil des kleinen und des Ringfingers fehlte. Erst als er seine Verstümmelung betrachtete, bemerkte er, dass sein Feuerzauber seinen Stumpf vollständig ausgebrannt hatte. Außerdem waren vier seiner Rippen gebrochen. Aber alles in allem hatte er sich doch recht gut gehalten. Und vor allem war sein jetziger Schmerz nichts im Vergleich zu dem, was er vor einigen Monaten erlebt hatte, als ihm seine Maske gewachsen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« &amp;quot;Ma-Duk schenkt uns den ultimativen Schmerz, damit kein Leid der Welt jemals seine Soldaten erreichen kann.&amp;quot; »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als er sich mühsam wieder aufrichtete, hörte er eine Stimme. Pü versuchte reflexartig, seine abwesenden Waffen zu ziehen, ging in Kampfposition und suchte mit den Augen nach seinem neuen Gegner. Niemand war zu sehen. Die Stimme wurde deutlicher: Mateis. Pü erkannte, dass sie vom General kam und dass er überlebt hatte. Das überraschte ihn jedoch nicht: Er hatte auf den motorischen Bereich im Gehirn des Matis gezielt, nicht um ihn zu töten, sondern um sein motorisches System zu beschädigen und ihn daran zu hindern, die Klinge herauszuziehen, die die Regeneration verhinderte. Einem Homin das Leben zu nehmen, war schwierig. Und wenn es unmöglich war, den Gegner mit einem Schlag zu töten, musste man versuchen, seine regenerativen Fähigkeiten zu erreichen. Wenn der Matis also überlebt hatte, war er nicht in der Lage, sein Gehirn zu regenerieren, und musste daher sterben. Trotzdem ging Pü vorsichtig auf ihn zu. Denn dieser Homin war bei weitem der härteste Gegner, dem er je gegenübergestanden hatte, abgesehen vielleicht von seinem Onkel und seinem Vater. Als er in sein Sichtfeld trat, '''blickte der Matis, der noch immer den Dolch in seinem Schädel steckte, in das Tagesgestirn, und sah auf ihn'''. Blut lief ihm über das Gesicht. Er artikulierte mühsam.&lt;br /&gt;
[[file:Le Matis.png|right|400px|alt=… le Matis, qui regardait l’astre du jour…|blickte der Matis, in das Tagesgestirn]]&lt;br /&gt;
&amp;quot;Mein Junge, Ihre letzte Akrobatik war beeindruckend, sagte er und hustete. Ich habe noch niemals gegen einen so agilen Gegner wie Sie gekämpft.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü musterte ihn kühl, ohne zu antworten. Hat er ihm gratuliert? Diesen Gegner wird er so schnell nicht vergessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ach, übrigens... Verzeihen Sie mir, was ich über Ihre Mutter und Ihr Volk gesagt habe. Ich kann Ihre Bräuche nicht gutheißen, aber ich habe meine Beleidigungen nicht so gemeint. Die Zoraï sind keine Wilden, genauso wie die Tryker keine Sklaven sind. Und wenn Sie in der Tat indoktriniert sind, sind wir es auch. Ich wollte Sie nur provozieren ... was ziemlich gut funktioniert hat.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü konnte es nicht fassen. Er hatte die Hälfte seines Trupps im Alleingang dezimiert und würde ihm bald das Leben nehmen. Und doch bereute der General seine Worte und entschuldigte sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Mein Junge, die Sekunden sind knapp. Bevor ich gehe, möchte ich Sie bitten, zwei meiner Bitten zu erfüllen. Sie haben das Duell gewonnen, also müssen Sie es nicht annehmen. Ich bitte Sie jedoch, auf Ihr Herz zu hören.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Si sa mère lui avait parlé du code d’honneur des officiers matis, c’était la première fois que Pü en observait l’application. Aucun des soldats de Matia qu’il avait affrontés jusqu'alors ne s’était jamais comporté de la sorte. Le Zoraï se détendit et s’agenouilla devant le Matis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Dites-moi, je vous écoute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Premièrement, j’aimerais que vous épargniez et que vous mettiez en sécurité Sivaldo, le mitrailleur que vous avez assommé. C’est un brave soldat, comme bien d’autres, et il est aussi mon neveu. Mais plus que tout, son âme est particulièrement belle. Durant trop de décennies les Matis ont propagé la haine, et l’ont subie en retour. Notre peuple a besoin de garçons comme lui. Tout à l’heure, vous m'avez proposé de fuir, en vous l’abandonnant. Si vous n'avez besoin que d’une vie, c’est chose faite, vous avez déjà obtenu la mienne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— J’accepte, dit Pü, qui aurait de toute manière épargné le soldat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Merci infiniment, répondit le général, en souriant faiblement. Pour finir, j’aimerais que vous me laissiez chanter pour mon épouse et ma fille. Elles sont ce que j’ai de plus cher en Matia. Depuis toujours elles sont ma raison de combattre. C’est avant tout pour elles que je forme des soldats et que je protège le Royaume. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des larmes se mirent à couler et se mêlèrent au sang, alors qu’il se remettait à fixer l’astre du jour.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Si vous acceptez, je serai un homin comblé. Mort lors d’un magnifique combat, sous le regard de Jena, en l’honneur des homines de ma vie. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü regarda discrètement en direction de l’endroit où il avait aperçu le Kami. Il n’était plus là. Au fond de lui, il savait qu’il était mal de laisser un ennemi proférer un chant païen. Mais en évoquant son épouse et sa fille, le général l’avait touché. Comment pourrait-il ne pas accéder à sa dernière requête ? Pü s’agenouilla à son côté de lui et lui posa une main sur l’épaule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Je vous écoute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Je savais que vous accepteriez, soupira le Matis avant de s’éclaircir la gorge. Fermez les yeux, laissez votre esprit aller, et entendez le chant de la Forêt. Je vais l’accompagner de ma voix. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Perdant toute notion de prudence, Pü lui obéit. Il était vrai qu’a bien des égards, les forêts de Matia regorgeaient de merveilles, qui une fois les yeux clos, s’exprimaient aussi bien dans ses senteurs parfumées que dans le bruissement apaisant de ses arbres. Le silence se fit. Le général attendit que le vent se lève et entama son chant.&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
           ''La Mère j'ai prié, et pour Elle combattu,''&lt;br /&gt;
           ''Qui, enfant, me berça de douces litanies.''&lt;br /&gt;
           ''Mais à l'heure du trépas, ma petite et ma mie,''&lt;br /&gt;
           ''C'est à votre douceur que je suis revenu.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           ''Le Karan j'ai servi, et pour lui j'ai lutté,''&lt;br /&gt;
           ''Qui tôt récompensa ma soif du meilleur.''&lt;br /&gt;
           ''Mais c'est vous, chères homines pour toujours en mon cœur,''&lt;br /&gt;
           ''Qui le meilleur sans barguigner m'avez donné.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           ''La Karavan j'ai craint, et pour son compte agi,''&lt;br /&gt;
           ''Tant ses machines noires déployaient de pouvoir.''&lt;br /&gt;
           ''Mais c'est peur de vous perdre qui met au désespoir,''&lt;br /&gt;
           ''À l'heure ultime qui voit du corps s'enfuir la vie.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           ''La Forêt j'ai aimé, et pour Matia souvent,''&lt;br /&gt;
           ''Quitté les artifices d'une Cour empesée.''&lt;br /&gt;
           ''Mais si par miracle autre jour m'était donné,''&lt;br /&gt;
           ''C'est auprès de vous deux que passerais mon temps.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           ''Que Jena me pardonne et ses clercs me maudissent,''&lt;br /&gt;
           ''Qu'[[Aniro III|Aniro]] me renie et flatteurs se réjouissent,''&lt;br /&gt;
           ''Qu'Atys m'engloutisse et à jamais m'oublie,''&lt;br /&gt;
           ''Je meurs plein de vous, mon enfant, mon amie.''&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
Pü rouvrit les yeux, totalement désorienté. Son masque ruisselait de larmes et son cœur s’était emballé. Pris de vertiges, il suffoquait bruyamment. Que lui arrivait-il donc ? Était-il en train de compenser toute la tension qu’il avait accumulée ces dernières semaines ? En partie, mais pas seulement. Ce chant l’avait complètement bouleversé. Il faisait écho à tant de choses en lui : son amour pour Ma-Duk, qui bien que sincère, ne surpasserait jamais celui qu’il éprouvait pour son frère et surtout pour sa mère ; l’extrême loyauté dont il faisait preuve envers sa tribu, dont il maudissait pourtant les coutumes en silence ; la peur de décevoir son père, qu’il savait capable de le renier ; la crainte enfin, qu’il éprouvait vis-à-vis des Kamis, qui privaient leurs fidèles de liberté sous couvert de grands desseins. Cet étranger était en vérité si peu différent de lui. Il était son miroir, et il venait de lui ôter la vie. Pü resserra ses poings tremblants et tenta de régler sa respiration. Un soir, sa mère lui avait parlé d’une maladie psychosomatique, qui pouvait causer ce type de symptômes à ceux qui s’exposaient à de puissantes œuvres d’art. Ce chant était l’une d’elle. Il le marquerait à vie, il le savait. Remarquant son émoi, le général l’interpella. Sa diction était de plus en plus lente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Ressaisissez-vous mon garçon, vous devez apprendre à gérer vos émotions. vous vous engagez sur une voie bien sombre, que vous avez été contraint d’emprunter, et qui va vous faire connaître de nombreuses difficultés. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pour la première fois depuis le début de la discussion, le Matis prit un air grave.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Je vous ai vu combattre, j’ai observé votre manière de faire et votre regard. Vous avez beau être un combattant exceptionnel, vous détestez tuer. Vous n'êtes pas de ceux qui s’enivrent du sang de leurs victimes. À chaque fois que vous enlevez une vie, c’est comme si vous vous tuiez vous-même. Vous êtes jeune, vous pouvez encore reprendre en main votre destin et voguer vers des lendemains plus heureux. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Si seulement il savait, pensa Pü, en se remémorant les prédictions de Grand-Mère Bä-Bä.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Allez… Je n’ai fait que trop durer ce moment… Il est temps pour moi de rejoindre mes ancêtres, balbutia-t-il en s’affaissant sur le Zoraï.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Attendez, dites-moi votre nom ! Ainsi que ceux de votre fille et de votre épouse !&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Je suis Sirgio di Rolo… Mon épouse se nomme Virinia… Et notre magnifique petite fille… Trini… »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü maintint les épaules du général, et l’allongea sur le sol. Il était mort. Il lui ferma les yeux et délogea délicatement la dague assassine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Sirgio di Rolo, je vous fais la promesse de prier tous les matins, durant l'année qui vient, pour le salut de votre fille. Je m’engage aussi à lier mon âme à la vôtre durant ma Cérémonie du Retour. J’espère que vous me donnerez la force de poursuivre ma destinée. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sur ces mots, l’enfant ouvrit la petite sacoche qui flanquait sa cuisse gauche. Celle-ci contenait deux fins et longs instruments qu’il récupéra avec soin. Le premier était une tige de [[taleng]] de vingt centimètres de long et d’un centimètre de diamètre, dont l’une des extrémités avait été taillée en pointe. Le taleng, caractérisé par ses tiges vertes formées d'un chaume creux lignifié à la croissance très rapide, était présent en abondance dans la Jungle. Les Zoraïs l’utilisaient couramment comme matériau pour la fabrication d’ustensiles. Le second outil, lui aussi fabriqué à partir de taleng, était une fine et longue pince. Pü enjamba le torse du général et lui releva la tête de la main gauche. De sa main amputée, il enfonça péniblement la tige dans la narine droite du Matis jusqu’à ne plus pouvoir la faire progresser. Alors, d’un coup de paume bien senti, il lui perfora le crâne. Du sang se mit à couler autour et à l’intérieur de la tige rigide, et l’enfant ferma les yeux. Bien que connaissant approximativement sa position, s'il voulait détecter précisément sa cible, il devait faire taire ses autres sens. Il ne lui fallut alors que quelques secondes pour discerner l’imperceptible écho qui pulsait depuis l’intérieur du crâne du Matis, et qui se réverbérait subtilement dans les particules spirituelles avoisinantes. '''Méditatif, Pü enfonça progressivement le tube dans le cerveau du Matis'''. Enfin, alors que la tige de taleng arrivait à destination, il rouvrit les yeux. Laissant la tête du général reposer au sol, il récupéra la fine pince de sa main valide et la glissa dans le tube nasal. Bien qu’il dut à nouveau se concentrer pour être certain de ne pas dépasser sa cible, une pulsation nettement plus prégnante que les autres lui confirma son succès. Prudemment, le manche fit marche arrière, et un petit morceau de chair étonnamment ferme émergea du tube serré entre les deux branches de la pince. Pü observa le cocon de chair afin de vérifier qu’il n’était pas abîmé. À l’intérieur de celui-ci était enfermée la graine de vie, que l’on disait être le siège de l’âme homine. L’âme de Sirgio di Rolo. Pü avait déjà pu observer ce fragile trésor, qui ressemblait véritablement à une petite graine grisâtre, longue d’à peine quelques millimètres. Sirgio di Rolo était bel et bien mort, et pourtant, il pouvait toujours discerner l'écho de sa graine de vie. Pü s’était beaucoup questionné sur cet écho durant son exil. Il s’était même demandé s’il pouvait être un signal. Un signal de l’âme. Mais un signal à destination de qui ? De Ma-Duk, nécessairement.&lt;br /&gt;
[[file:Meditatif.png|right|400px|alt=… Méditatif, Pü enfonça…|Méditatif, Pü enfonça]]&lt;br /&gt;
Une envolée de javings fit sursauter l’enfant qui reprit instantanément ses esprits. Ouvrant l’une des petites poches de sa ceinture, il y plaça délicatement son macabre trophée. Il répéta ensuite l’opération sur les trois autres cadavres, prenant bien soin de placer les morceaux de chair dans des pochettes distinctes. En dernier lieu, il se porta vers Sivaldo, le mitrailleur évanoui que le général lui avait demandé d’épargner. Comme les autres soldats, il devait avoir environ l’âge de son frère. À n’en pas douter, ce Matis était probablement considéré par son peuple comme un modèle de beauté. Il était grand et bien bâti, et disposait d’une longue chevelure tressée d’un blond éclatant. Les traits harmonieux de son visage semblaient avoir été dessinés à la main, et quand Pü lui souleva les paupières pour vérifier son état, il découvrit des iris cristallins. Malheureusement pour le Matis, son visage était maintenant traversé d’une longue et profonde entaille. Si le Zoraï était en mesure de refermer la plaie, il ne réussirait pas à effacer totalement la marque causée par l’impact du bouclier. Il était en effet trop faible, et devait conserver assez d’énergie pour guérir ses propres blessures.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Une fois le Matis soigné, il se dirigea jusqu’au buisson où il avait caché son panier cubique. Pü l’extirpa délicatement des feuillages et le posa sur le sol. Satisfait de l’emplacement, il en ouvrit précautionneusement le couvercle, comme s’il abritait un trésor. Le panier contenait un cube d’ambre parfaitement enchâssé dans le réceptacle d’osier, qui semblait lui-même renfermer plusieurs dizaines de formes. Il récupéra méticuleusement un des morceaux de chair qu’il avait rangés dans les poches de sa ceinture, et le posa sur la seule face visible du cube. Il n’eut alors qu’à imprimer sa volonté à la Sève qui l’irriguait, tout en prononçant la célèbre Stance de Daïsha, pour que l’amas sanguinolent s’enfonce dans l’ambre altéré par le sortilège et s’y fige. L’utilisation de cubes d’ambre comme système de stockage avait été inventée, plus d’un siècle auparavant, par le célèbre Hari Daïsha. Aujourd’hui très répandue dans la Jungle, elle permettait de préserver des objets, mais aussi de conserver du savoir, magiquement. Pü réitéra l’opération trois fois et prit soin de terminer par le fragment du général. Il grava l’ambre au-dessus de la position de ce dernier afin de pouvoir le distinguer aisément des autres morceaux de chair. Lorsqu’il referma le couvercle du panier, il exprima un sincère soupir de soulagement. Pour la première fois depuis des semaines, son lendemain ne serait pas souillé de sang. Suite à cela, il veilla patiemment sur le corps du survivant en attendant que les renforts arrivent. Il profita de ce moment de répit pour se reposer et panser ses blessures. S’il répara ses côtes brisées et referma ses plaies, il renonça à régénérer ses doigts manquants : la mutilation laissée ainsi en évidence l’assurait que ce jour resterait à jamais gravé dans sa mémoire. Et lorsqu’il entendit le tumulte des capryniers matis résonner au loin, il disparut dans la pénombre des arbres centenaires.&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;[[file:Sep-chap-5.png|40px]]&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
Le voyage du retour dura plusieurs semaines, mais se déroula sans encombre. Pü quitta les forêts infinies du Royaume de Matia en direction du sud, passa les Cicatrices de Zachini, ces dangereux et immenses gouffres qui séparaient les hauts plateaux boisés des humides plaines luxuriantes, et rejoignit finalement la Jungle, son pays natal. Il n’eut aucun mal à franchir la Grande Muraille, qui isolait la Théocratie Zoraï du reste du monde, et à esquiver les gardes-frontières, qui semblaient d’ailleurs se reposer un peu trop sur le gigantisme du mur. Certes, l’édifice était imposant. Mais, l’ayant escaladé à plusieurs reprises, le jeune homin s’était fait une bonne idée de son état : malheureusement, le manque d’entretien se faisait gravement sentir par endroits. Un jour, des ennemis de la Théocratie Zoraï feraient tomber le rempart avant même que Min-Cho ou le Conseil des Sages ne puissent le prédire. L’enfant espérait que, le moment venu, les Zoraïs seraient prêts à affronter l’envahisseur. Durant tout son voyage de retour, Pü avait été traversé de sentiments contradictoires. Depuis qu’il avait été contraint de quitter son village, son envie d’y retourner au plus vite ne l’avait jamais quitté. Mais s’il avait espéré y reprendre une vie normale une fois rentré, il ne pouvait dorénavant plus s’empêcher de se remémorer les derniers mots de Sirgio di Rolo :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Vous êtes jeune, vous pouvez encore reprendre en main votre destin et voguer vers des lendemains plus heureux. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Était-il réellement capable de redevenir maître de sa destinée ? Pourrait-il s’opposer aux coutumes violentes de sa tribu ? Réussirait-il à empêcher son frère de mener l'expédition sanglante qui lui était destinée ? Tant de questions qui le tourmentaient depuis son départ du Royaume de Matia.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
L’astre ambré presque disparu derrière l'horizon du nord-ouest annonçait l'aube lorsque Pü arriva finalement à destination. Cela faisait maintenant de nombreux jours qu’il avait passé le fleuve Ti-aïn et la capitale Zoran, pour continuer vers le sud à travers la jungle épaisse. Le second astre, celui du jour, commençait tout juste à reprendre de son éclat, et balayait de ses faibles rayons le panorama qui s’offrait à lui. L’enfant eut un mouvement de recul. Après avoir vécu plusieurs mois au cœur d’envoûtantes forêts multicolores, il avait oublié la froideur de son monde. Au sommet de la colline, la gigantesque souche morte qui abritait son village trônait sinistrement sur l'écorce recouverte d’une végétation rabougrie et noircie. Les ancêtres racontaient qu’autrefois, la souche était l’arbre-ciel le plus imposant du pays, et qu’il renfermait des matières premières exceptionnellement rares. Bien entendu, la Karavan avait tenté de s’en emparer, et les Kamis s’y étaient violemment opposés. Dans un assaut désespéré, les agents de la Karavan avaient déployé une machine infernale cracheuse de feu. Mais pas n’importe quel feu. Un feu bien plus vorace et tenace qu’à l’ordinaire, qui avait ravagé une bonne partie de la région avant de déchirer le sol et de continuer sa course dans les Primes Racines. On raconte qu’encore aujourd’hui le feu serait en train d’œuvrer en silence dans les profondeurs de l'Écorce.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
L’enfant gravit la colline en direction de l’inquiétante déchirure qui faisait office d’accès. À peine les gardes l’eurent-ils reconnu qu’ils s’inclinèrent avec déférence. Pü entra dans la souche et fila sans perdre une seconde vers la hutte de Grand-Mère Bä-Bä. Il évoluait par habitude dans les allées tortueuses de cet étrange village aux multiples étages, et esquivait instinctivement les racines qui s’entremêlaient sous ses pieds. La déconvenue née de la comparaison du paysage grisâtre avec les chaleureuses forêts de Matia avait vite été oubliée, laissant place aux souvenirs. Il était né ici. Durant sa course, il croisa plusieurs Zoraïs, qui une fois la surprise passée, inclinèrent tous la tête en signe de respect. Pü leur rendit leur salut, mais évita de leur parler. De toute manière, il savait que tous seraient bientôt au courant de son retour. Lorsqu’il fut à deux pas de chez Grand-Mère Bä-Bä, son nez le piqua et il vit des vapeurs violettes s’échapper de la hutte, signe que la doyenne du village était en train de préparer une concoction. Il poussa les premiers rideaux, et avant même qu’il ait pénétré totalement l’habitation, la vieille dame l’interpella :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Je t’attendais mon enfant, pose le cube d’ambre sur l’autel. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü passa la dernière étoffe et aperçut Grand-Mère Bä-Bä, debout sur un tabouret et pliée en deux au-dessus d’une grande marmite. En la revoyant ainsi, fripée, squelettique et tordue, Pü se demanda à partir de quel âge la mort se lassait d’attendre, et renonçait à intervenir. Il s’avança vers l’autel et posa son panier. L’ancêtre touillait une étrange mixture odorante avec une grosse cuillère en bois.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Je suis en train de terminer de concocter le breuvage pour ta Cérémonie du Retour. Maintenant file retrouver ta mère. Tu lui manques terriblement. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü obéit et se dirigea vers la sortie. Cependant, il ne réussit pas à se retenir de lui poser une question.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Grand-Mère, comment as-tu su que j’allais arriver ? »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grand-Mère Bä-Bä fit claquer sa langue et Pü se crispa instantanément. Lorsqu’il était plus jeune, ce bruit caractéristique était souvent accompagné d’un coup de canne. L’enfant avait mal aux doigts rien qu’en y pensant. D’un son, elle venait de lui rappeler qu’elle restait la plus haute autorité du village, et qu’il ne fallait pas lui désobéir.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« File je te dis ! Et si tu veux un conseil, évite de mentionner précisément comment s’est soldée la dernière rencontre que tu as faite dans le Royaume de Matia, et les doutes auxquels tu fais face depuis. Le village risque de ne pas apprécier, et surtout pas ton père. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü poussa les rideaux qui masquaient l’entrée tel un automate, perturbé à la fois par la précision des connaissances de Grand-Mère Bä-Bä et par l’idée que son père puisse apprendre la vérité sur l’épisode évoqué. Cependant, si elle l’avait mis en garde, c’est qu’elle ne comptait pas la révéler au Masque Noir. Était-elle de son côté ? Pü n’eut pas le temps de se tracasser plus longtemps. À peine avait-il mis un pied dehors qu’il se rendit compte que la moitié du village, sa famille comprise, l’attendait devant la hutte.&lt;br /&gt;
[[file:Son pere.png|right|400px|alt=… Son père ne le félicita…|Son père ne le félicita]]&lt;br /&gt;
Les retrouvailles se passèrent comme il l’avait imaginé. '''Son père ne le félicita que brièvement, mais son regard était empli de fierté'''. Son frère lui cogna violemment l’épaule pour marquer son affection, et lui demanda dans la foulée combien de victimes il avait faites. Pour le futur Masque Noir, c’était ce qui importait le plus. Il fut déçu d’apprendre que son cadet s’était simplement contenté des cent cinquante et une demandées, alors que lui-même en avait presque fait le double à son époque. Quant à sa mère, elle s’effondra dans ses bras. Ou bien Pü s’effondra dans les siens. Il dut faire un effort considérable pour ne pas fondre en larmes devant la foule, et dut attendre de la retrouver en tête-à-tête pour se laisser totalement aller. Si sa mère le réconforta longuement en le couvrant de caresses et de mots doux, elle le réprimanda lorsqu’elle se rendit compte qu’il avait omis volontairement de régénérer ses doigts coupés. Looï avait beau être une grande guérisseuse, passé un certain délai de cicatrisation, certaines blessures devenaient permanentes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Le soir même, la Cérémonie du Retour eut lieu. Toute la tribu se réunit sur la Place du Cérémonial où un breuvage fut distribué à chaque villageois, nouveaux-nés compris. Il contenait un mélange alcoolisé de sève dans lequel un cocon de chair avait été dissous. Les Zoraïs se placèrent en cercles concentriques et attendirent que Grand-Mère Bä-Bä arrive, accompagnée comme toujours par la mère de Pü. Bien qu’accoutumés aux divers rituels qui avaient souvent lieu au sein de la communauté, tous retinrent leur souffle lorsqu’elle leva le bras. Les lumières des habitations surplombant la place fusèrent dans sa paume fermée et une petite sphère de lumière en sortit lorsqu’elle ouvrit la main. L’astre s’envola jusqu’au totem et s’empourpra, avant de pénétrer la bouche d’un masque. Les orifices des autres visages s’illuminèrent alors instantanément. La vieille dame lâcha le bras de Looï, qui lui servait jusqu’alors de soutien, et récupéra d’un mouvement tremblant le bol qu’elle lui tendait. Elle s’avança jusqu’au totem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Mes fils, mes filles, nous sommes réunis ce soir pour célébrer le retour de Pü Fu-tao parmi nous ! cria la vieille dame d’une voix étrangement amplifiée. Le jeune garçon est revenu plus fort de son exil en régions païennes, et avec en sa possession les cent cinquante et une graines de vie demandées ! Le Grand Géniteur salue son effort. Mais ce n’est pas tout ! Ma-Duk m’a aussi confié quelque chose. Nous en avons maintenant la certitude, la Guerre Sacrée débutera bientôt, et sera menée par nos enfants ! D’ici quelques années, nous nous mettrons en route. Guidés par le Guerrier Sacré, nous marcherons sur le monde, traquant les suppôts de la Karavan sans relâche ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü regardait fixement le breuvage emplissant son bol, comme hypnotisé. La couleur du liquide oscillait entre le violet et le noir, et des petites particules de chair rougeâtre flottaient à la surface. Et puis la graine grisâtre de Sirgio di Rolo émergea. Alors comme ça, Ma-Duk s’était adressé à Grand-Mère Bä-Bä pour lui dire que la Guerre Sacrée aurait bientôt lieu ? Pü frissonna. Lui qui avait passé son voyage de retour à rêver d’un autre futur, venait de se faire froidement rattraper par la réalité.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Maintenant, buvez l’offrande de Pü ! reprit Looï. Nourrissez-vous de l’essence des suppôts de la Karavan ! Absorbez leurs âmes et priez pour elles ! Elles vous donneront la force d’accomplir le projet divin auquel nous devrons tous participer d’ici peu ! Et si le Grand Géniteur le veut, ils seront alors absous de leurs péchés ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Les Zoraïs burent d’une traite le liquide visqueux et les parents s’occupèrent de la dose des plus petits. Pü avala sans rechigner l’horrible mixture, toujours perdu dans ses pensées. Alors que son peuple commençait d'entonner en chœur les premiers chants liturgiques de la soirée, Pü jeta un regard triste vers celle qu’il venait à peine de retrouver, et qu’il risquait à nouveau de perdre d’ici quelques années. Il fredonna un autre air.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
          ''Que Jena me pardonne et ses clercs me maudissent,''&lt;br /&gt;
          ''Qu'Aniro me renie et flatteurs se réjouissent,''&lt;br /&gt;
          ''Qu'Atys m'engloutisse et à jamais m'oublie,''&lt;br /&gt;
          ''Je meurs plein de vous, mon enfant, mon amie.''&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
Encore quelques années à profiter de sa présence. Ensuite, il n’y aurait plus que la guerre, la douleur, le sang et la mort. Celles des autres, la sienne, mais peut-être aussi celle de sa mère. Quoi qu’il advienne, Ma-Duk devait le savoir : ce combat, il le mènerait avant tout pour elle. Sa vie importait plus que celles de tous les Kamis réunis. Et, à l’instar de Sirgio di Rolo, ses derniers mots lui seraient consacrés&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NavChap|[[Chapitre IV - Exil sylvestre]]|[[La Guerre Sacrée#Table des matières|Table des matières]]|[[Chapitre VI - Le réveil]]}}&lt;br /&gt;
{{Portail|La Grande Bibliothèque|Zoraï}}&lt;br /&gt;
[[Catégorie:La Guerre Sacrée]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jadeyn</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Kapitel_V_-_Die_Saat_des_Zweifels&amp;diff=34716</id>
		<title>Kapitel V - Die Saat des Zweifels</title>
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				<updated>2023-03-23T10:01:57Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Jadeyn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{NavChap|[[Chapitre IV - Exil sylvestre]]|[[La Guerre Sacrée#Table des matières|Table des matières]]|[[Chapitre VI - Le réveil]]}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Trad&lt;br /&gt;
|DE=Kapitel V - Die Saat des Zweifels|DEs=2&lt;br /&gt;
|EN=Chapter V - The seed of doubt|ENs=4&lt;br /&gt;
|ES=&amp;lt;!--Capítulo V - La semilla de la duda--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|FR=Chapitre V - La graine du doute|FRs=0&lt;br /&gt;
|RU=&amp;lt;!--Глава V - Семя сомнения--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|H=1&lt;br /&gt;
|palette=}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Clear}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:purple;font-weight:bold&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''V - Die Saat des Zweifels'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;[[file:Tit-chap-4-5.png|60px]]&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:purple;font-weight:bold&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''Jahr 2474 von Jena'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Quotation|''Bélénor Nébius, Erzähler'' • ''Cheng Lai'SuKi, Illustratorin''|&lt;br /&gt;
Frei. Pü war endlich frei. Frei, um nach Hause und zu seinen Lieben zurückzukehren. Leider hatte ihn der Kampf nicht unversehrt gelassen, und der wiederkehrende Schmerz zerstörte diese positiven Gedanken. Der junge Zoraï richtete sich auf und untersuchte sich selbst: Seine Beine und sein Becken waren mit Blasen bedeckt, seine Haut war an vielen Stellen oberflächlich aufgeschlitzt und ein Drittel seiner rechten Hand war abgetrennt, wobei ihm ein Teil des kleinen und des Ringfingers fehlte. Erst als er seine Verstümmelung betrachtete, bemerkte er, dass sein Feuerzauber seinen Stumpf vollständig ausgebrannt hatte. Außerdem waren vier seiner Rippen gebrochen. Aber alles in allem hatte er sich doch recht gut gehalten. Und vor allem war sein jetziger Schmerz nichts im Vergleich zu dem, was er vor einigen Monaten erlebt hatte, als ihm seine Maske gewachsen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« &amp;quot;Ma-Duk schenkt uns den ultimativen Schmerz, damit kein Leid der Welt jemals seine Soldaten erreichen kann.&amp;quot; »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als er sich mühsam wieder aufrichtete, hörte er eine Stimme. Pü versuchte reflexartig, seine abwesenden Waffen zu ziehen, ging in Kampfposition und suchte mit den Augen nach seinem neuen Gegner. Niemand war zu sehen. Die Stimme wurde deutlicher: Mateis. Pü erkannte, dass sie vom General kam und dass er überlebt hatte. Das überraschte ihn jedoch nicht: Er hatte auf den motorischen Bereich im Gehirn des Matis gezielt, nicht um ihn zu töten, sondern um sein motorisches System zu beschädigen und ihn daran zu hindern, die Klinge herauszuziehen, die die Regeneration verhinderte. Einem Homin das Leben zu nehmen, war schwierig. Und wenn es unmöglich war, den Gegner mit einem Schlag zu töten, musste man versuchen, seine regenerativen Fähigkeiten zu erreichen. Wenn der Matis also überlebt hatte, war er nicht in der Lage, sein Gehirn zu regenerieren, und musste daher sterben. Trotzdem ging Pü vorsichtig auf ihn zu. Denn dieser Homin war bei weitem der härteste Gegner, dem er je gegenübergestanden hatte, abgesehen vielleicht von seinem Onkel und seinem Vater. Als er in sein Sichtfeld trat, '''blickte der Matis, der noch immer den Dolch in seinem Schädel steckte, in das Tagesgestirn, und sah auf ihn'''. Blut lief ihm über das Gesicht. Er artikulierte mühsam.&lt;br /&gt;
[[file:Le Matis.png|right|400px|alt=… le Matis, qui regardait l’astre du jour…|blickte der Matis, in das Tagesgestirn]]&lt;br /&gt;
« Mon garçon, votre dernière acrobatie était impressionnante, dit-il en toussotant. Jamais je n’ai combattu un adversaire aussi agile que vous. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü le toisa froidement sans répondre. Il le félicitait ? Décidément, il n’oubliera pas de sitôt cet adversaire.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Ah, d’ailleurs… Pardonnez-moi à propos de ce que j’ai dit, sur votre mère et votre peuple. Si je ne peux cautionner vos coutumes, je ne pensais pas mes insultes. Les Zoraïs ne sont pas des sauvages, de la même manière que les Trykers ne sont pas des esclaves. Et si vous êtes en effet endoctrinés, nous le sommes tout autant. J’ai simplement voulu vous provoquer… Ce qui a plutôt bien fonctionné. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü n’en revenait pas. Il avait décimé à lui tout seul la moitié de son escouade et allait bientôt lui ôter la vie. Et pourtant, le général regrettait ses paroles et s’excusait.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Mon garçon, les secondes me sont comptées. Avant de m’en aller, j’aimerais que vous accédiez à deux de mes requêtes. Vous avez remporté ce duel, vous n'êtes pas obligé d’accepter. Cependant, je vous demande d’écouter votre cœur. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Si sa mère lui avait parlé du code d’honneur des officiers matis, c’était la première fois que Pü en observait l’application. Aucun des soldats de Matia qu’il avait affrontés jusqu'alors ne s’était jamais comporté de la sorte. Le Zoraï se détendit et s’agenouilla devant le Matis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Dites-moi, je vous écoute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Premièrement, j’aimerais que vous épargniez et que vous mettiez en sécurité Sivaldo, le mitrailleur que vous avez assommé. C’est un brave soldat, comme bien d’autres, et il est aussi mon neveu. Mais plus que tout, son âme est particulièrement belle. Durant trop de décennies les Matis ont propagé la haine, et l’ont subie en retour. Notre peuple a besoin de garçons comme lui. Tout à l’heure, vous m'avez proposé de fuir, en vous l’abandonnant. Si vous n'avez besoin que d’une vie, c’est chose faite, vous avez déjà obtenu la mienne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— J’accepte, dit Pü, qui aurait de toute manière épargné le soldat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Merci infiniment, répondit le général, en souriant faiblement. Pour finir, j’aimerais que vous me laissiez chanter pour mon épouse et ma fille. Elles sont ce que j’ai de plus cher en Matia. Depuis toujours elles sont ma raison de combattre. C’est avant tout pour elles que je forme des soldats et que je protège le Royaume. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des larmes se mirent à couler et se mêlèrent au sang, alors qu’il se remettait à fixer l’astre du jour.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Si vous acceptez, je serai un homin comblé. Mort lors d’un magnifique combat, sous le regard de Jena, en l’honneur des homines de ma vie. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü regarda discrètement en direction de l’endroit où il avait aperçu le Kami. Il n’était plus là. Au fond de lui, il savait qu’il était mal de laisser un ennemi proférer un chant païen. Mais en évoquant son épouse et sa fille, le général l’avait touché. Comment pourrait-il ne pas accéder à sa dernière requête ? Pü s’agenouilla à son côté de lui et lui posa une main sur l’épaule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Je vous écoute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Je savais que vous accepteriez, soupira le Matis avant de s’éclaircir la gorge. Fermez les yeux, laissez votre esprit aller, et entendez le chant de la Forêt. Je vais l’accompagner de ma voix. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Perdant toute notion de prudence, Pü lui obéit. Il était vrai qu’a bien des égards, les forêts de Matia regorgeaient de merveilles, qui une fois les yeux clos, s’exprimaient aussi bien dans ses senteurs parfumées que dans le bruissement apaisant de ses arbres. Le silence se fit. Le général attendit que le vent se lève et entama son chant.&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
           ''La Mère j'ai prié, et pour Elle combattu,''&lt;br /&gt;
           ''Qui, enfant, me berça de douces litanies.''&lt;br /&gt;
           ''Mais à l'heure du trépas, ma petite et ma mie,''&lt;br /&gt;
           ''C'est à votre douceur que je suis revenu.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           ''Le Karan j'ai servi, et pour lui j'ai lutté,''&lt;br /&gt;
           ''Qui tôt récompensa ma soif du meilleur.''&lt;br /&gt;
           ''Mais c'est vous, chères homines pour toujours en mon cœur,''&lt;br /&gt;
           ''Qui le meilleur sans barguigner m'avez donné.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           ''La Karavan j'ai craint, et pour son compte agi,''&lt;br /&gt;
           ''Tant ses machines noires déployaient de pouvoir.''&lt;br /&gt;
           ''Mais c'est peur de vous perdre qui met au désespoir,''&lt;br /&gt;
           ''À l'heure ultime qui voit du corps s'enfuir la vie.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           ''La Forêt j'ai aimé, et pour Matia souvent,''&lt;br /&gt;
           ''Quitté les artifices d'une Cour empesée.''&lt;br /&gt;
           ''Mais si par miracle autre jour m'était donné,''&lt;br /&gt;
           ''C'est auprès de vous deux que passerais mon temps.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           ''Que Jena me pardonne et ses clercs me maudissent,''&lt;br /&gt;
           ''Qu'[[Aniro III|Aniro]] me renie et flatteurs se réjouissent,''&lt;br /&gt;
           ''Qu'Atys m'engloutisse et à jamais m'oublie,''&lt;br /&gt;
           ''Je meurs plein de vous, mon enfant, mon amie.''&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
Pü rouvrit les yeux, totalement désorienté. Son masque ruisselait de larmes et son cœur s’était emballé. Pris de vertiges, il suffoquait bruyamment. Que lui arrivait-il donc ? Était-il en train de compenser toute la tension qu’il avait accumulée ces dernières semaines ? En partie, mais pas seulement. Ce chant l’avait complètement bouleversé. Il faisait écho à tant de choses en lui : son amour pour Ma-Duk, qui bien que sincère, ne surpasserait jamais celui qu’il éprouvait pour son frère et surtout pour sa mère ; l’extrême loyauté dont il faisait preuve envers sa tribu, dont il maudissait pourtant les coutumes en silence ; la peur de décevoir son père, qu’il savait capable de le renier ; la crainte enfin, qu’il éprouvait vis-à-vis des Kamis, qui privaient leurs fidèles de liberté sous couvert de grands desseins. Cet étranger était en vérité si peu différent de lui. Il était son miroir, et il venait de lui ôter la vie. Pü resserra ses poings tremblants et tenta de régler sa respiration. Un soir, sa mère lui avait parlé d’une maladie psychosomatique, qui pouvait causer ce type de symptômes à ceux qui s’exposaient à de puissantes œuvres d’art. Ce chant était l’une d’elle. Il le marquerait à vie, il le savait. Remarquant son émoi, le général l’interpella. Sa diction était de plus en plus lente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Ressaisissez-vous mon garçon, vous devez apprendre à gérer vos émotions. vous vous engagez sur une voie bien sombre, que vous avez été contraint d’emprunter, et qui va vous faire connaître de nombreuses difficultés. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pour la première fois depuis le début de la discussion, le Matis prit un air grave.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Je vous ai vu combattre, j’ai observé votre manière de faire et votre regard. Vous avez beau être un combattant exceptionnel, vous détestez tuer. Vous n'êtes pas de ceux qui s’enivrent du sang de leurs victimes. À chaque fois que vous enlevez une vie, c’est comme si vous vous tuiez vous-même. Vous êtes jeune, vous pouvez encore reprendre en main votre destin et voguer vers des lendemains plus heureux. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Si seulement il savait, pensa Pü, en se remémorant les prédictions de Grand-Mère Bä-Bä.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Allez… Je n’ai fait que trop durer ce moment… Il est temps pour moi de rejoindre mes ancêtres, balbutia-t-il en s’affaissant sur le Zoraï.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Attendez, dites-moi votre nom ! Ainsi que ceux de votre fille et de votre épouse !&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Je suis Sirgio di Rolo… Mon épouse se nomme Virinia… Et notre magnifique petite fille… Trini… »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü maintint les épaules du général, et l’allongea sur le sol. Il était mort. Il lui ferma les yeux et délogea délicatement la dague assassine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Sirgio di Rolo, je vous fais la promesse de prier tous les matins, durant l'année qui vient, pour le salut de votre fille. Je m’engage aussi à lier mon âme à la vôtre durant ma Cérémonie du Retour. J’espère que vous me donnerez la force de poursuivre ma destinée. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sur ces mots, l’enfant ouvrit la petite sacoche qui flanquait sa cuisse gauche. Celle-ci contenait deux fins et longs instruments qu’il récupéra avec soin. Le premier était une tige de [[taleng]] de vingt centimètres de long et d’un centimètre de diamètre, dont l’une des extrémités avait été taillée en pointe. Le taleng, caractérisé par ses tiges vertes formées d'un chaume creux lignifié à la croissance très rapide, était présent en abondance dans la Jungle. Les Zoraïs l’utilisaient couramment comme matériau pour la fabrication d’ustensiles. Le second outil, lui aussi fabriqué à partir de taleng, était une fine et longue pince. Pü enjamba le torse du général et lui releva la tête de la main gauche. De sa main amputée, il enfonça péniblement la tige dans la narine droite du Matis jusqu’à ne plus pouvoir la faire progresser. Alors, d’un coup de paume bien senti, il lui perfora le crâne. Du sang se mit à couler autour et à l’intérieur de la tige rigide, et l’enfant ferma les yeux. Bien que connaissant approximativement sa position, s'il voulait détecter précisément sa cible, il devait faire taire ses autres sens. Il ne lui fallut alors que quelques secondes pour discerner l’imperceptible écho qui pulsait depuis l’intérieur du crâne du Matis, et qui se réverbérait subtilement dans les particules spirituelles avoisinantes. '''Méditatif, Pü enfonça progressivement le tube dans le cerveau du Matis'''. Enfin, alors que la tige de taleng arrivait à destination, il rouvrit les yeux. Laissant la tête du général reposer au sol, il récupéra la fine pince de sa main valide et la glissa dans le tube nasal. Bien qu’il dut à nouveau se concentrer pour être certain de ne pas dépasser sa cible, une pulsation nettement plus prégnante que les autres lui confirma son succès. Prudemment, le manche fit marche arrière, et un petit morceau de chair étonnamment ferme émergea du tube serré entre les deux branches de la pince. Pü observa le cocon de chair afin de vérifier qu’il n’était pas abîmé. À l’intérieur de celui-ci était enfermée la graine de vie, que l’on disait être le siège de l’âme homine. L’âme de Sirgio di Rolo. Pü avait déjà pu observer ce fragile trésor, qui ressemblait véritablement à une petite graine grisâtre, longue d’à peine quelques millimètres. Sirgio di Rolo était bel et bien mort, et pourtant, il pouvait toujours discerner l'écho de sa graine de vie. Pü s’était beaucoup questionné sur cet écho durant son exil. Il s’était même demandé s’il pouvait être un signal. Un signal de l’âme. Mais un signal à destination de qui ? De Ma-Duk, nécessairement.&lt;br /&gt;
[[file:Meditatif.png|right|400px|alt=… Méditatif, Pü enfonça…|Méditatif, Pü enfonça]]&lt;br /&gt;
Une envolée de javings fit sursauter l’enfant qui reprit instantanément ses esprits. Ouvrant l’une des petites poches de sa ceinture, il y plaça délicatement son macabre trophée. Il répéta ensuite l’opération sur les trois autres cadavres, prenant bien soin de placer les morceaux de chair dans des pochettes distinctes. En dernier lieu, il se porta vers Sivaldo, le mitrailleur évanoui que le général lui avait demandé d’épargner. Comme les autres soldats, il devait avoir environ l’âge de son frère. À n’en pas douter, ce Matis était probablement considéré par son peuple comme un modèle de beauté. Il était grand et bien bâti, et disposait d’une longue chevelure tressée d’un blond éclatant. Les traits harmonieux de son visage semblaient avoir été dessinés à la main, et quand Pü lui souleva les paupières pour vérifier son état, il découvrit des iris cristallins. Malheureusement pour le Matis, son visage était maintenant traversé d’une longue et profonde entaille. Si le Zoraï était en mesure de refermer la plaie, il ne réussirait pas à effacer totalement la marque causée par l’impact du bouclier. Il était en effet trop faible, et devait conserver assez d’énergie pour guérir ses propres blessures.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Une fois le Matis soigné, il se dirigea jusqu’au buisson où il avait caché son panier cubique. Pü l’extirpa délicatement des feuillages et le posa sur le sol. Satisfait de l’emplacement, il en ouvrit précautionneusement le couvercle, comme s’il abritait un trésor. Le panier contenait un cube d’ambre parfaitement enchâssé dans le réceptacle d’osier, qui semblait lui-même renfermer plusieurs dizaines de formes. Il récupéra méticuleusement un des morceaux de chair qu’il avait rangés dans les poches de sa ceinture, et le posa sur la seule face visible du cube. Il n’eut alors qu’à imprimer sa volonté à la Sève qui l’irriguait, tout en prononçant la célèbre Stance de Daïsha, pour que l’amas sanguinolent s’enfonce dans l’ambre altéré par le sortilège et s’y fige. L’utilisation de cubes d’ambre comme système de stockage avait été inventée, plus d’un siècle auparavant, par le célèbre Hari Daïsha. Aujourd’hui très répandue dans la Jungle, elle permettait de préserver des objets, mais aussi de conserver du savoir, magiquement. Pü réitéra l’opération trois fois et prit soin de terminer par le fragment du général. Il grava l’ambre au-dessus de la position de ce dernier afin de pouvoir le distinguer aisément des autres morceaux de chair. Lorsqu’il referma le couvercle du panier, il exprima un sincère soupir de soulagement. Pour la première fois depuis des semaines, son lendemain ne serait pas souillé de sang. Suite à cela, il veilla patiemment sur le corps du survivant en attendant que les renforts arrivent. Il profita de ce moment de répit pour se reposer et panser ses blessures. S’il répara ses côtes brisées et referma ses plaies, il renonça à régénérer ses doigts manquants : la mutilation laissée ainsi en évidence l’assurait que ce jour resterait à jamais gravé dans sa mémoire. Et lorsqu’il entendit le tumulte des capryniers matis résonner au loin, il disparut dans la pénombre des arbres centenaires.&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;[[file:Sep-chap-5.png|40px]]&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
Le voyage du retour dura plusieurs semaines, mais se déroula sans encombre. Pü quitta les forêts infinies du Royaume de Matia en direction du sud, passa les Cicatrices de Zachini, ces dangereux et immenses gouffres qui séparaient les hauts plateaux boisés des humides plaines luxuriantes, et rejoignit finalement la Jungle, son pays natal. Il n’eut aucun mal à franchir la Grande Muraille, qui isolait la Théocratie Zoraï du reste du monde, et à esquiver les gardes-frontières, qui semblaient d’ailleurs se reposer un peu trop sur le gigantisme du mur. Certes, l’édifice était imposant. Mais, l’ayant escaladé à plusieurs reprises, le jeune homin s’était fait une bonne idée de son état : malheureusement, le manque d’entretien se faisait gravement sentir par endroits. Un jour, des ennemis de la Théocratie Zoraï feraient tomber le rempart avant même que Min-Cho ou le Conseil des Sages ne puissent le prédire. L’enfant espérait que, le moment venu, les Zoraïs seraient prêts à affronter l’envahisseur. Durant tout son voyage de retour, Pü avait été traversé de sentiments contradictoires. Depuis qu’il avait été contraint de quitter son village, son envie d’y retourner au plus vite ne l’avait jamais quitté. Mais s’il avait espéré y reprendre une vie normale une fois rentré, il ne pouvait dorénavant plus s’empêcher de se remémorer les derniers mots de Sirgio di Rolo :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Vous êtes jeune, vous pouvez encore reprendre en main votre destin et voguer vers des lendemains plus heureux. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Était-il réellement capable de redevenir maître de sa destinée ? Pourrait-il s’opposer aux coutumes violentes de sa tribu ? Réussirait-il à empêcher son frère de mener l'expédition sanglante qui lui était destinée ? Tant de questions qui le tourmentaient depuis son départ du Royaume de Matia.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
L’astre ambré presque disparu derrière l'horizon du nord-ouest annonçait l'aube lorsque Pü arriva finalement à destination. Cela faisait maintenant de nombreux jours qu’il avait passé le fleuve Ti-aïn et la capitale Zoran, pour continuer vers le sud à travers la jungle épaisse. Le second astre, celui du jour, commençait tout juste à reprendre de son éclat, et balayait de ses faibles rayons le panorama qui s’offrait à lui. L’enfant eut un mouvement de recul. Après avoir vécu plusieurs mois au cœur d’envoûtantes forêts multicolores, il avait oublié la froideur de son monde. Au sommet de la colline, la gigantesque souche morte qui abritait son village trônait sinistrement sur l'écorce recouverte d’une végétation rabougrie et noircie. Les ancêtres racontaient qu’autrefois, la souche était l’arbre-ciel le plus imposant du pays, et qu’il renfermait des matières premières exceptionnellement rares. Bien entendu, la Karavan avait tenté de s’en emparer, et les Kamis s’y étaient violemment opposés. Dans un assaut désespéré, les agents de la Karavan avaient déployé une machine infernale cracheuse de feu. Mais pas n’importe quel feu. Un feu bien plus vorace et tenace qu’à l’ordinaire, qui avait ravagé une bonne partie de la région avant de déchirer le sol et de continuer sa course dans les Primes Racines. On raconte qu’encore aujourd’hui le feu serait en train d’œuvrer en silence dans les profondeurs de l'Écorce.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
L’enfant gravit la colline en direction de l’inquiétante déchirure qui faisait office d’accès. À peine les gardes l’eurent-ils reconnu qu’ils s’inclinèrent avec déférence. Pü entra dans la souche et fila sans perdre une seconde vers la hutte de Grand-Mère Bä-Bä. Il évoluait par habitude dans les allées tortueuses de cet étrange village aux multiples étages, et esquivait instinctivement les racines qui s’entremêlaient sous ses pieds. La déconvenue née de la comparaison du paysage grisâtre avec les chaleureuses forêts de Matia avait vite été oubliée, laissant place aux souvenirs. Il était né ici. Durant sa course, il croisa plusieurs Zoraïs, qui une fois la surprise passée, inclinèrent tous la tête en signe de respect. Pü leur rendit leur salut, mais évita de leur parler. De toute manière, il savait que tous seraient bientôt au courant de son retour. Lorsqu’il fut à deux pas de chez Grand-Mère Bä-Bä, son nez le piqua et il vit des vapeurs violettes s’échapper de la hutte, signe que la doyenne du village était en train de préparer une concoction. Il poussa les premiers rideaux, et avant même qu’il ait pénétré totalement l’habitation, la vieille dame l’interpella :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Je t’attendais mon enfant, pose le cube d’ambre sur l’autel. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü passa la dernière étoffe et aperçut Grand-Mère Bä-Bä, debout sur un tabouret et pliée en deux au-dessus d’une grande marmite. En la revoyant ainsi, fripée, squelettique et tordue, Pü se demanda à partir de quel âge la mort se lassait d’attendre, et renonçait à intervenir. Il s’avança vers l’autel et posa son panier. L’ancêtre touillait une étrange mixture odorante avec une grosse cuillère en bois.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Je suis en train de terminer de concocter le breuvage pour ta Cérémonie du Retour. Maintenant file retrouver ta mère. Tu lui manques terriblement. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü obéit et se dirigea vers la sortie. Cependant, il ne réussit pas à se retenir de lui poser une question.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Grand-Mère, comment as-tu su que j’allais arriver ? »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grand-Mère Bä-Bä fit claquer sa langue et Pü se crispa instantanément. Lorsqu’il était plus jeune, ce bruit caractéristique était souvent accompagné d’un coup de canne. L’enfant avait mal aux doigts rien qu’en y pensant. D’un son, elle venait de lui rappeler qu’elle restait la plus haute autorité du village, et qu’il ne fallait pas lui désobéir.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« File je te dis ! Et si tu veux un conseil, évite de mentionner précisément comment s’est soldée la dernière rencontre que tu as faite dans le Royaume de Matia, et les doutes auxquels tu fais face depuis. Le village risque de ne pas apprécier, et surtout pas ton père. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü poussa les rideaux qui masquaient l’entrée tel un automate, perturbé à la fois par la précision des connaissances de Grand-Mère Bä-Bä et par l’idée que son père puisse apprendre la vérité sur l’épisode évoqué. Cependant, si elle l’avait mis en garde, c’est qu’elle ne comptait pas la révéler au Masque Noir. Était-elle de son côté ? Pü n’eut pas le temps de se tracasser plus longtemps. À peine avait-il mis un pied dehors qu’il se rendit compte que la moitié du village, sa famille comprise, l’attendait devant la hutte.&lt;br /&gt;
[[file:Son pere.png|right|400px|alt=… Son père ne le félicita…|Son père ne le félicita]]&lt;br /&gt;
Les retrouvailles se passèrent comme il l’avait imaginé. '''Son père ne le félicita que brièvement, mais son regard était empli de fierté'''. Son frère lui cogna violemment l’épaule pour marquer son affection, et lui demanda dans la foulée combien de victimes il avait faites. Pour le futur Masque Noir, c’était ce qui importait le plus. Il fut déçu d’apprendre que son cadet s’était simplement contenté des cent cinquante et une demandées, alors que lui-même en avait presque fait le double à son époque. Quant à sa mère, elle s’effondra dans ses bras. Ou bien Pü s’effondra dans les siens. Il dut faire un effort considérable pour ne pas fondre en larmes devant la foule, et dut attendre de la retrouver en tête-à-tête pour se laisser totalement aller. Si sa mère le réconforta longuement en le couvrant de caresses et de mots doux, elle le réprimanda lorsqu’elle se rendit compte qu’il avait omis volontairement de régénérer ses doigts coupés. Looï avait beau être une grande guérisseuse, passé un certain délai de cicatrisation, certaines blessures devenaient permanentes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Le soir même, la Cérémonie du Retour eut lieu. Toute la tribu se réunit sur la Place du Cérémonial où un breuvage fut distribué à chaque villageois, nouveaux-nés compris. Il contenait un mélange alcoolisé de sève dans lequel un cocon de chair avait été dissous. Les Zoraïs se placèrent en cercles concentriques et attendirent que Grand-Mère Bä-Bä arrive, accompagnée comme toujours par la mère de Pü. Bien qu’accoutumés aux divers rituels qui avaient souvent lieu au sein de la communauté, tous retinrent leur souffle lorsqu’elle leva le bras. Les lumières des habitations surplombant la place fusèrent dans sa paume fermée et une petite sphère de lumière en sortit lorsqu’elle ouvrit la main. L’astre s’envola jusqu’au totem et s’empourpra, avant de pénétrer la bouche d’un masque. Les orifices des autres visages s’illuminèrent alors instantanément. La vieille dame lâcha le bras de Looï, qui lui servait jusqu’alors de soutien, et récupéra d’un mouvement tremblant le bol qu’elle lui tendait. Elle s’avança jusqu’au totem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Mes fils, mes filles, nous sommes réunis ce soir pour célébrer le retour de Pü Fu-tao parmi nous ! cria la vieille dame d’une voix étrangement amplifiée. Le jeune garçon est revenu plus fort de son exil en régions païennes, et avec en sa possession les cent cinquante et une graines de vie demandées ! Le Grand Géniteur salue son effort. Mais ce n’est pas tout ! Ma-Duk m’a aussi confié quelque chose. Nous en avons maintenant la certitude, la Guerre Sacrée débutera bientôt, et sera menée par nos enfants ! D’ici quelques années, nous nous mettrons en route. Guidés par le Guerrier Sacré, nous marcherons sur le monde, traquant les suppôts de la Karavan sans relâche ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü regardait fixement le breuvage emplissant son bol, comme hypnotisé. La couleur du liquide oscillait entre le violet et le noir, et des petites particules de chair rougeâtre flottaient à la surface. Et puis la graine grisâtre de Sirgio di Rolo émergea. Alors comme ça, Ma-Duk s’était adressé à Grand-Mère Bä-Bä pour lui dire que la Guerre Sacrée aurait bientôt lieu ? Pü frissonna. Lui qui avait passé son voyage de retour à rêver d’un autre futur, venait de se faire froidement rattraper par la réalité.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Maintenant, buvez l’offrande de Pü ! reprit Looï. Nourrissez-vous de l’essence des suppôts de la Karavan ! Absorbez leurs âmes et priez pour elles ! Elles vous donneront la force d’accomplir le projet divin auquel nous devrons tous participer d’ici peu ! Et si le Grand Géniteur le veut, ils seront alors absous de leurs péchés ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Les Zoraïs burent d’une traite le liquide visqueux et les parents s’occupèrent de la dose des plus petits. Pü avala sans rechigner l’horrible mixture, toujours perdu dans ses pensées. Alors que son peuple commençait d'entonner en chœur les premiers chants liturgiques de la soirée, Pü jeta un regard triste vers celle qu’il venait à peine de retrouver, et qu’il risquait à nouveau de perdre d’ici quelques années. Il fredonna un autre air.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
          ''Que Jena me pardonne et ses clercs me maudissent,''&lt;br /&gt;
          ''Qu'Aniro me renie et flatteurs se réjouissent,''&lt;br /&gt;
          ''Qu'Atys m'engloutisse et à jamais m'oublie,''&lt;br /&gt;
          ''Je meurs plein de vous, mon enfant, mon amie.''&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
Encore quelques années à profiter de sa présence. Ensuite, il n’y aurait plus que la guerre, la douleur, le sang et la mort. Celles des autres, la sienne, mais peut-être aussi celle de sa mère. Quoi qu’il advienne, Ma-Duk devait le savoir : ce combat, il le mènerait avant tout pour elle. Sa vie importait plus que celles de tous les Kamis réunis. Et, à l’instar de Sirgio di Rolo, ses derniers mots lui seraient consacrés&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NavChap|[[Chapitre IV - Exil sylvestre]]|[[La Guerre Sacrée#Table des matières|Table des matières]]|[[Chapitre VI - Le réveil]]}}&lt;br /&gt;
{{Portail|La Grande Bibliothèque|Zoraï}}&lt;br /&gt;
[[Catégorie:La Guerre Sacrée]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jadeyn</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Kapitel_V_-_Die_Saat_des_Zweifels&amp;diff=34715</id>
		<title>Kapitel V - Die Saat des Zweifels</title>
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				<updated>2023-03-23T09:24:35Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Jadeyn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{NavChap|[[Chapitre IV - Exil sylvestre]]|[[La Guerre Sacrée#Table des matières|Table des matières]]|[[Chapitre VI - Le réveil]]}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Trad&lt;br /&gt;
|DE=Kapitel V - Die Saat des Zweifels|DEs=2&lt;br /&gt;
|EN=Chapter V - The seed of doubt|ENs=4&lt;br /&gt;
|ES=&amp;lt;!--Capítulo V - La semilla de la duda--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|FR=Chapitre V - La graine du doute|FRs=0&lt;br /&gt;
|RU=&amp;lt;!--Глава V - Семя сомнения--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|H=1&lt;br /&gt;
|palette=}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Clear}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:purple;font-weight:bold&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''V - Die Saat des Zweifels'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;[[file:Tit-chap-4-5.png|60px]]&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:purple;font-weight:bold&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''Jahr 2474 von Jena'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Quotation|''Bélénor Nébius, Erzähler'' • ''Cheng Lai'SuKi, Illustratorin''|&lt;br /&gt;
Frei. Pü war endlich frei. Frei, um nach Hause und zu seinen Lieben zurückzukehren. Leider hatte ihn der Kampf nicht unversehrt gelassen, und der wiederkehrende Schmerz zerstörte diese positiven Gedanken. Der junge Zoraï richtete sich auf und untersuchte sich selbst: Seine Beine und sein Becken waren mit Blasen bedeckt, seine Haut war an vielen Stellen oberflächlich aufgeschlitzt und ein Drittel seiner rechten Hand war abgetrennt, wobei ihm ein Teil des kleinen und des Ringfingers fehlte. Erst als er seine Verstümmelung betrachtete, bemerkte er, dass sein Feuerzauber seinen Stumpf vollständig ausgebrannt hatte. Außerdem waren vier seiner Rippen gebrochen. Aber alles in allem hatte er sich doch recht gut gehalten. Und vor allem war sein jetziger Schmerz nichts im Vergleich zu dem, was er vor einigen Monaten erlebt hatte, als ihm seine Maske gewachsen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« &amp;quot;Ma-Duk schenkt uns den ultimativen Schmerz, damit kein Leid der Welt jemals seine Soldaten erreichen kann.&amp;quot; »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alors qu’il se remettait péniblement debout, il entendit une voix. Pü essaya par réflexe de dégainer ses armes absentes et se mit en position de combat, cherchant du regard son nouvel adversaire. Personne. La voix se fit plus nette : du matéis. Pü comprit alors qu’elle venait du général, et que celui-ci avait donc survécu. Cela ne l’étonna guère, cependant : il avait visé l’aire motrice du cerveau du Matis, non pas pour le tuer, mais pour endommager son système moteur et l’empêcher ainsi d’extraire la lame qui empêchait la régénération. Prendre la vie d’un homin était difficile. Et lorsqu’il était impossible de tuer son adversaire d’un seul coup, il devenait alors indispensable d’essayer d’atteindre ses capacités régénératives. Ainsi, si le Matis avait survécu, il était incapable de régénérer son cerveau, et était donc voué à mourir. Malgré tout, Pü se dirigea prudemment vers lui. Car cet homin était de loin l’adversaire le plus coriace qu’il ait jamais eu à affronter, hormis peut-être son oncle et son père. Lorsqu’il passa dans son champ de vision, '''le Matis, qui regardait l’astre du jour, la dague toujours fichée dans le crâne, posa son regard sur lui'''. Du sang coulait le long de son visage. Il articula difficilement.&lt;br /&gt;
[[file:Le Matis.png|right|400px|alt=… le Matis, qui regardait l’astre du jour…|le Matis, qui regardait l’astre du jour]]&lt;br /&gt;
« Mon garçon, votre dernière acrobatie était impressionnante, dit-il en toussotant. Jamais je n’ai combattu un adversaire aussi agile que vous. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü le toisa froidement sans répondre. Il le félicitait ? Décidément, il n’oubliera pas de sitôt cet adversaire.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Ah, d’ailleurs… Pardonnez-moi à propos de ce que j’ai dit, sur votre mère et votre peuple. Si je ne peux cautionner vos coutumes, je ne pensais pas mes insultes. Les Zoraïs ne sont pas des sauvages, de la même manière que les Trykers ne sont pas des esclaves. Et si vous êtes en effet endoctrinés, nous le sommes tout autant. J’ai simplement voulu vous provoquer… Ce qui a plutôt bien fonctionné. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü n’en revenait pas. Il avait décimé à lui tout seul la moitié de son escouade et allait bientôt lui ôter la vie. Et pourtant, le général regrettait ses paroles et s’excusait.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Mon garçon, les secondes me sont comptées. Avant de m’en aller, j’aimerais que vous accédiez à deux de mes requêtes. Vous avez remporté ce duel, vous n'êtes pas obligé d’accepter. Cependant, je vous demande d’écouter votre cœur. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Si sa mère lui avait parlé du code d’honneur des officiers matis, c’était la première fois que Pü en observait l’application. Aucun des soldats de Matia qu’il avait affrontés jusqu'alors ne s’était jamais comporté de la sorte. Le Zoraï se détendit et s’agenouilla devant le Matis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Dites-moi, je vous écoute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Premièrement, j’aimerais que vous épargniez et que vous mettiez en sécurité Sivaldo, le mitrailleur que vous avez assommé. C’est un brave soldat, comme bien d’autres, et il est aussi mon neveu. Mais plus que tout, son âme est particulièrement belle. Durant trop de décennies les Matis ont propagé la haine, et l’ont subie en retour. Notre peuple a besoin de garçons comme lui. Tout à l’heure, vous m'avez proposé de fuir, en vous l’abandonnant. Si vous n'avez besoin que d’une vie, c’est chose faite, vous avez déjà obtenu la mienne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— J’accepte, dit Pü, qui aurait de toute manière épargné le soldat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Merci infiniment, répondit le général, en souriant faiblement. Pour finir, j’aimerais que vous me laissiez chanter pour mon épouse et ma fille. Elles sont ce que j’ai de plus cher en Matia. Depuis toujours elles sont ma raison de combattre. C’est avant tout pour elles que je forme des soldats et que je protège le Royaume. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des larmes se mirent à couler et se mêlèrent au sang, alors qu’il se remettait à fixer l’astre du jour.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Si vous acceptez, je serai un homin comblé. Mort lors d’un magnifique combat, sous le regard de Jena, en l’honneur des homines de ma vie. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü regarda discrètement en direction de l’endroit où il avait aperçu le Kami. Il n’était plus là. Au fond de lui, il savait qu’il était mal de laisser un ennemi proférer un chant païen. Mais en évoquant son épouse et sa fille, le général l’avait touché. Comment pourrait-il ne pas accéder à sa dernière requête ? Pü s’agenouilla à son côté de lui et lui posa une main sur l’épaule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Je vous écoute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Je savais que vous accepteriez, soupira le Matis avant de s’éclaircir la gorge. Fermez les yeux, laissez votre esprit aller, et entendez le chant de la Forêt. Je vais l’accompagner de ma voix. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Perdant toute notion de prudence, Pü lui obéit. Il était vrai qu’a bien des égards, les forêts de Matia regorgeaient de merveilles, qui une fois les yeux clos, s’exprimaient aussi bien dans ses senteurs parfumées que dans le bruissement apaisant de ses arbres. Le silence se fit. Le général attendit que le vent se lève et entama son chant.&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
           ''La Mère j'ai prié, et pour Elle combattu,''&lt;br /&gt;
           ''Qui, enfant, me berça de douces litanies.''&lt;br /&gt;
           ''Mais à l'heure du trépas, ma petite et ma mie,''&lt;br /&gt;
           ''C'est à votre douceur que je suis revenu.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           ''Le Karan j'ai servi, et pour lui j'ai lutté,''&lt;br /&gt;
           ''Qui tôt récompensa ma soif du meilleur.''&lt;br /&gt;
           ''Mais c'est vous, chères homines pour toujours en mon cœur,''&lt;br /&gt;
           ''Qui le meilleur sans barguigner m'avez donné.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           ''La Karavan j'ai craint, et pour son compte agi,''&lt;br /&gt;
           ''Tant ses machines noires déployaient de pouvoir.''&lt;br /&gt;
           ''Mais c'est peur de vous perdre qui met au désespoir,''&lt;br /&gt;
           ''À l'heure ultime qui voit du corps s'enfuir la vie.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           ''La Forêt j'ai aimé, et pour Matia souvent,''&lt;br /&gt;
           ''Quitté les artifices d'une Cour empesée.''&lt;br /&gt;
           ''Mais si par miracle autre jour m'était donné,''&lt;br /&gt;
           ''C'est auprès de vous deux que passerais mon temps.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           ''Que Jena me pardonne et ses clercs me maudissent,''&lt;br /&gt;
           ''Qu'[[Aniro III|Aniro]] me renie et flatteurs se réjouissent,''&lt;br /&gt;
           ''Qu'Atys m'engloutisse et à jamais m'oublie,''&lt;br /&gt;
           ''Je meurs plein de vous, mon enfant, mon amie.''&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
Pü rouvrit les yeux, totalement désorienté. Son masque ruisselait de larmes et son cœur s’était emballé. Pris de vertiges, il suffoquait bruyamment. Que lui arrivait-il donc ? Était-il en train de compenser toute la tension qu’il avait accumulée ces dernières semaines ? En partie, mais pas seulement. Ce chant l’avait complètement bouleversé. Il faisait écho à tant de choses en lui : son amour pour Ma-Duk, qui bien que sincère, ne surpasserait jamais celui qu’il éprouvait pour son frère et surtout pour sa mère ; l’extrême loyauté dont il faisait preuve envers sa tribu, dont il maudissait pourtant les coutumes en silence ; la peur de décevoir son père, qu’il savait capable de le renier ; la crainte enfin, qu’il éprouvait vis-à-vis des Kamis, qui privaient leurs fidèles de liberté sous couvert de grands desseins. Cet étranger était en vérité si peu différent de lui. Il était son miroir, et il venait de lui ôter la vie. Pü resserra ses poings tremblants et tenta de régler sa respiration. Un soir, sa mère lui avait parlé d’une maladie psychosomatique, qui pouvait causer ce type de symptômes à ceux qui s’exposaient à de puissantes œuvres d’art. Ce chant était l’une d’elle. Il le marquerait à vie, il le savait. Remarquant son émoi, le général l’interpella. Sa diction était de plus en plus lente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Ressaisissez-vous mon garçon, vous devez apprendre à gérer vos émotions. vous vous engagez sur une voie bien sombre, que vous avez été contraint d’emprunter, et qui va vous faire connaître de nombreuses difficultés. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pour la première fois depuis le début de la discussion, le Matis prit un air grave.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Je vous ai vu combattre, j’ai observé votre manière de faire et votre regard. Vous avez beau être un combattant exceptionnel, vous détestez tuer. Vous n'êtes pas de ceux qui s’enivrent du sang de leurs victimes. À chaque fois que vous enlevez une vie, c’est comme si vous vous tuiez vous-même. Vous êtes jeune, vous pouvez encore reprendre en main votre destin et voguer vers des lendemains plus heureux. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Si seulement il savait, pensa Pü, en se remémorant les prédictions de Grand-Mère Bä-Bä.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Allez… Je n’ai fait que trop durer ce moment… Il est temps pour moi de rejoindre mes ancêtres, balbutia-t-il en s’affaissant sur le Zoraï.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Attendez, dites-moi votre nom ! Ainsi que ceux de votre fille et de votre épouse !&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Je suis Sirgio di Rolo… Mon épouse se nomme Virinia… Et notre magnifique petite fille… Trini… »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü maintint les épaules du général, et l’allongea sur le sol. Il était mort. Il lui ferma les yeux et délogea délicatement la dague assassine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Sirgio di Rolo, je vous fais la promesse de prier tous les matins, durant l'année qui vient, pour le salut de votre fille. Je m’engage aussi à lier mon âme à la vôtre durant ma Cérémonie du Retour. J’espère que vous me donnerez la force de poursuivre ma destinée. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sur ces mots, l’enfant ouvrit la petite sacoche qui flanquait sa cuisse gauche. Celle-ci contenait deux fins et longs instruments qu’il récupéra avec soin. Le premier était une tige de [[taleng]] de vingt centimètres de long et d’un centimètre de diamètre, dont l’une des extrémités avait été taillée en pointe. Le taleng, caractérisé par ses tiges vertes formées d'un chaume creux lignifié à la croissance très rapide, était présent en abondance dans la Jungle. Les Zoraïs l’utilisaient couramment comme matériau pour la fabrication d’ustensiles. Le second outil, lui aussi fabriqué à partir de taleng, était une fine et longue pince. Pü enjamba le torse du général et lui releva la tête de la main gauche. De sa main amputée, il enfonça péniblement la tige dans la narine droite du Matis jusqu’à ne plus pouvoir la faire progresser. Alors, d’un coup de paume bien senti, il lui perfora le crâne. Du sang se mit à couler autour et à l’intérieur de la tige rigide, et l’enfant ferma les yeux. Bien que connaissant approximativement sa position, s'il voulait détecter précisément sa cible, il devait faire taire ses autres sens. Il ne lui fallut alors que quelques secondes pour discerner l’imperceptible écho qui pulsait depuis l’intérieur du crâne du Matis, et qui se réverbérait subtilement dans les particules spirituelles avoisinantes. '''Méditatif, Pü enfonça progressivement le tube dans le cerveau du Matis'''. Enfin, alors que la tige de taleng arrivait à destination, il rouvrit les yeux. Laissant la tête du général reposer au sol, il récupéra la fine pince de sa main valide et la glissa dans le tube nasal. Bien qu’il dut à nouveau se concentrer pour être certain de ne pas dépasser sa cible, une pulsation nettement plus prégnante que les autres lui confirma son succès. Prudemment, le manche fit marche arrière, et un petit morceau de chair étonnamment ferme émergea du tube serré entre les deux branches de la pince. Pü observa le cocon de chair afin de vérifier qu’il n’était pas abîmé. À l’intérieur de celui-ci était enfermée la graine de vie, que l’on disait être le siège de l’âme homine. L’âme de Sirgio di Rolo. Pü avait déjà pu observer ce fragile trésor, qui ressemblait véritablement à une petite graine grisâtre, longue d’à peine quelques millimètres. Sirgio di Rolo était bel et bien mort, et pourtant, il pouvait toujours discerner l'écho de sa graine de vie. Pü s’était beaucoup questionné sur cet écho durant son exil. Il s’était même demandé s’il pouvait être un signal. Un signal de l’âme. Mais un signal à destination de qui ? De Ma-Duk, nécessairement.&lt;br /&gt;
[[file:Meditatif.png|right|400px|alt=… Méditatif, Pü enfonça…|Méditatif, Pü enfonça]]&lt;br /&gt;
Une envolée de javings fit sursauter l’enfant qui reprit instantanément ses esprits. Ouvrant l’une des petites poches de sa ceinture, il y plaça délicatement son macabre trophée. Il répéta ensuite l’opération sur les trois autres cadavres, prenant bien soin de placer les morceaux de chair dans des pochettes distinctes. En dernier lieu, il se porta vers Sivaldo, le mitrailleur évanoui que le général lui avait demandé d’épargner. Comme les autres soldats, il devait avoir environ l’âge de son frère. À n’en pas douter, ce Matis était probablement considéré par son peuple comme un modèle de beauté. Il était grand et bien bâti, et disposait d’une longue chevelure tressée d’un blond éclatant. Les traits harmonieux de son visage semblaient avoir été dessinés à la main, et quand Pü lui souleva les paupières pour vérifier son état, il découvrit des iris cristallins. Malheureusement pour le Matis, son visage était maintenant traversé d’une longue et profonde entaille. Si le Zoraï était en mesure de refermer la plaie, il ne réussirait pas à effacer totalement la marque causée par l’impact du bouclier. Il était en effet trop faible, et devait conserver assez d’énergie pour guérir ses propres blessures.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Une fois le Matis soigné, il se dirigea jusqu’au buisson où il avait caché son panier cubique. Pü l’extirpa délicatement des feuillages et le posa sur le sol. Satisfait de l’emplacement, il en ouvrit précautionneusement le couvercle, comme s’il abritait un trésor. Le panier contenait un cube d’ambre parfaitement enchâssé dans le réceptacle d’osier, qui semblait lui-même renfermer plusieurs dizaines de formes. Il récupéra méticuleusement un des morceaux de chair qu’il avait rangés dans les poches de sa ceinture, et le posa sur la seule face visible du cube. Il n’eut alors qu’à imprimer sa volonté à la Sève qui l’irriguait, tout en prononçant la célèbre Stance de Daïsha, pour que l’amas sanguinolent s’enfonce dans l’ambre altéré par le sortilège et s’y fige. L’utilisation de cubes d’ambre comme système de stockage avait été inventée, plus d’un siècle auparavant, par le célèbre Hari Daïsha. Aujourd’hui très répandue dans la Jungle, elle permettait de préserver des objets, mais aussi de conserver du savoir, magiquement. Pü réitéra l’opération trois fois et prit soin de terminer par le fragment du général. Il grava l’ambre au-dessus de la position de ce dernier afin de pouvoir le distinguer aisément des autres morceaux de chair. Lorsqu’il referma le couvercle du panier, il exprima un sincère soupir de soulagement. Pour la première fois depuis des semaines, son lendemain ne serait pas souillé de sang. Suite à cela, il veilla patiemment sur le corps du survivant en attendant que les renforts arrivent. Il profita de ce moment de répit pour se reposer et panser ses blessures. S’il répara ses côtes brisées et referma ses plaies, il renonça à régénérer ses doigts manquants : la mutilation laissée ainsi en évidence l’assurait que ce jour resterait à jamais gravé dans sa mémoire. Et lorsqu’il entendit le tumulte des capryniers matis résonner au loin, il disparut dans la pénombre des arbres centenaires.&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;[[file:Sep-chap-5.png|40px]]&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
Le voyage du retour dura plusieurs semaines, mais se déroula sans encombre. Pü quitta les forêts infinies du Royaume de Matia en direction du sud, passa les Cicatrices de Zachini, ces dangereux et immenses gouffres qui séparaient les hauts plateaux boisés des humides plaines luxuriantes, et rejoignit finalement la Jungle, son pays natal. Il n’eut aucun mal à franchir la Grande Muraille, qui isolait la Théocratie Zoraï du reste du monde, et à esquiver les gardes-frontières, qui semblaient d’ailleurs se reposer un peu trop sur le gigantisme du mur. Certes, l’édifice était imposant. Mais, l’ayant escaladé à plusieurs reprises, le jeune homin s’était fait une bonne idée de son état : malheureusement, le manque d’entretien se faisait gravement sentir par endroits. Un jour, des ennemis de la Théocratie Zoraï feraient tomber le rempart avant même que Min-Cho ou le Conseil des Sages ne puissent le prédire. L’enfant espérait que, le moment venu, les Zoraïs seraient prêts à affronter l’envahisseur. Durant tout son voyage de retour, Pü avait été traversé de sentiments contradictoires. Depuis qu’il avait été contraint de quitter son village, son envie d’y retourner au plus vite ne l’avait jamais quitté. Mais s’il avait espéré y reprendre une vie normale une fois rentré, il ne pouvait dorénavant plus s’empêcher de se remémorer les derniers mots de Sirgio di Rolo :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Vous êtes jeune, vous pouvez encore reprendre en main votre destin et voguer vers des lendemains plus heureux. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Était-il réellement capable de redevenir maître de sa destinée ? Pourrait-il s’opposer aux coutumes violentes de sa tribu ? Réussirait-il à empêcher son frère de mener l'expédition sanglante qui lui était destinée ? Tant de questions qui le tourmentaient depuis son départ du Royaume de Matia.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
L’astre ambré presque disparu derrière l'horizon du nord-ouest annonçait l'aube lorsque Pü arriva finalement à destination. Cela faisait maintenant de nombreux jours qu’il avait passé le fleuve Ti-aïn et la capitale Zoran, pour continuer vers le sud à travers la jungle épaisse. Le second astre, celui du jour, commençait tout juste à reprendre de son éclat, et balayait de ses faibles rayons le panorama qui s’offrait à lui. L’enfant eut un mouvement de recul. Après avoir vécu plusieurs mois au cœur d’envoûtantes forêts multicolores, il avait oublié la froideur de son monde. Au sommet de la colline, la gigantesque souche morte qui abritait son village trônait sinistrement sur l'écorce recouverte d’une végétation rabougrie et noircie. Les ancêtres racontaient qu’autrefois, la souche était l’arbre-ciel le plus imposant du pays, et qu’il renfermait des matières premières exceptionnellement rares. Bien entendu, la Karavan avait tenté de s’en emparer, et les Kamis s’y étaient violemment opposés. Dans un assaut désespéré, les agents de la Karavan avaient déployé une machine infernale cracheuse de feu. Mais pas n’importe quel feu. Un feu bien plus vorace et tenace qu’à l’ordinaire, qui avait ravagé une bonne partie de la région avant de déchirer le sol et de continuer sa course dans les Primes Racines. On raconte qu’encore aujourd’hui le feu serait en train d’œuvrer en silence dans les profondeurs de l'Écorce.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
L’enfant gravit la colline en direction de l’inquiétante déchirure qui faisait office d’accès. À peine les gardes l’eurent-ils reconnu qu’ils s’inclinèrent avec déférence. Pü entra dans la souche et fila sans perdre une seconde vers la hutte de Grand-Mère Bä-Bä. Il évoluait par habitude dans les allées tortueuses de cet étrange village aux multiples étages, et esquivait instinctivement les racines qui s’entremêlaient sous ses pieds. La déconvenue née de la comparaison du paysage grisâtre avec les chaleureuses forêts de Matia avait vite été oubliée, laissant place aux souvenirs. Il était né ici. Durant sa course, il croisa plusieurs Zoraïs, qui une fois la surprise passée, inclinèrent tous la tête en signe de respect. Pü leur rendit leur salut, mais évita de leur parler. De toute manière, il savait que tous seraient bientôt au courant de son retour. Lorsqu’il fut à deux pas de chez Grand-Mère Bä-Bä, son nez le piqua et il vit des vapeurs violettes s’échapper de la hutte, signe que la doyenne du village était en train de préparer une concoction. Il poussa les premiers rideaux, et avant même qu’il ait pénétré totalement l’habitation, la vieille dame l’interpella :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Je t’attendais mon enfant, pose le cube d’ambre sur l’autel. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü passa la dernière étoffe et aperçut Grand-Mère Bä-Bä, debout sur un tabouret et pliée en deux au-dessus d’une grande marmite. En la revoyant ainsi, fripée, squelettique et tordue, Pü se demanda à partir de quel âge la mort se lassait d’attendre, et renonçait à intervenir. Il s’avança vers l’autel et posa son panier. L’ancêtre touillait une étrange mixture odorante avec une grosse cuillère en bois.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Je suis en train de terminer de concocter le breuvage pour ta Cérémonie du Retour. Maintenant file retrouver ta mère. Tu lui manques terriblement. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü obéit et se dirigea vers la sortie. Cependant, il ne réussit pas à se retenir de lui poser une question.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Grand-Mère, comment as-tu su que j’allais arriver ? »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grand-Mère Bä-Bä fit claquer sa langue et Pü se crispa instantanément. Lorsqu’il était plus jeune, ce bruit caractéristique était souvent accompagné d’un coup de canne. L’enfant avait mal aux doigts rien qu’en y pensant. D’un son, elle venait de lui rappeler qu’elle restait la plus haute autorité du village, et qu’il ne fallait pas lui désobéir.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« File je te dis ! Et si tu veux un conseil, évite de mentionner précisément comment s’est soldée la dernière rencontre que tu as faite dans le Royaume de Matia, et les doutes auxquels tu fais face depuis. Le village risque de ne pas apprécier, et surtout pas ton père. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü poussa les rideaux qui masquaient l’entrée tel un automate, perturbé à la fois par la précision des connaissances de Grand-Mère Bä-Bä et par l’idée que son père puisse apprendre la vérité sur l’épisode évoqué. Cependant, si elle l’avait mis en garde, c’est qu’elle ne comptait pas la révéler au Masque Noir. Était-elle de son côté ? Pü n’eut pas le temps de se tracasser plus longtemps. À peine avait-il mis un pied dehors qu’il se rendit compte que la moitié du village, sa famille comprise, l’attendait devant la hutte.&lt;br /&gt;
[[file:Son pere.png|right|400px|alt=… Son père ne le félicita…|Son père ne le félicita]]&lt;br /&gt;
Les retrouvailles se passèrent comme il l’avait imaginé. '''Son père ne le félicita que brièvement, mais son regard était empli de fierté'''. Son frère lui cogna violemment l’épaule pour marquer son affection, et lui demanda dans la foulée combien de victimes il avait faites. Pour le futur Masque Noir, c’était ce qui importait le plus. Il fut déçu d’apprendre que son cadet s’était simplement contenté des cent cinquante et une demandées, alors que lui-même en avait presque fait le double à son époque. Quant à sa mère, elle s’effondra dans ses bras. Ou bien Pü s’effondra dans les siens. Il dut faire un effort considérable pour ne pas fondre en larmes devant la foule, et dut attendre de la retrouver en tête-à-tête pour se laisser totalement aller. Si sa mère le réconforta longuement en le couvrant de caresses et de mots doux, elle le réprimanda lorsqu’elle se rendit compte qu’il avait omis volontairement de régénérer ses doigts coupés. Looï avait beau être une grande guérisseuse, passé un certain délai de cicatrisation, certaines blessures devenaient permanentes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Le soir même, la Cérémonie du Retour eut lieu. Toute la tribu se réunit sur la Place du Cérémonial où un breuvage fut distribué à chaque villageois, nouveaux-nés compris. Il contenait un mélange alcoolisé de sève dans lequel un cocon de chair avait été dissous. Les Zoraïs se placèrent en cercles concentriques et attendirent que Grand-Mère Bä-Bä arrive, accompagnée comme toujours par la mère de Pü. Bien qu’accoutumés aux divers rituels qui avaient souvent lieu au sein de la communauté, tous retinrent leur souffle lorsqu’elle leva le bras. Les lumières des habitations surplombant la place fusèrent dans sa paume fermée et une petite sphère de lumière en sortit lorsqu’elle ouvrit la main. L’astre s’envola jusqu’au totem et s’empourpra, avant de pénétrer la bouche d’un masque. Les orifices des autres visages s’illuminèrent alors instantanément. La vieille dame lâcha le bras de Looï, qui lui servait jusqu’alors de soutien, et récupéra d’un mouvement tremblant le bol qu’elle lui tendait. Elle s’avança jusqu’au totem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Mes fils, mes filles, nous sommes réunis ce soir pour célébrer le retour de Pü Fu-tao parmi nous ! cria la vieille dame d’une voix étrangement amplifiée. Le jeune garçon est revenu plus fort de son exil en régions païennes, et avec en sa possession les cent cinquante et une graines de vie demandées ! Le Grand Géniteur salue son effort. Mais ce n’est pas tout ! Ma-Duk m’a aussi confié quelque chose. Nous en avons maintenant la certitude, la Guerre Sacrée débutera bientôt, et sera menée par nos enfants ! D’ici quelques années, nous nous mettrons en route. Guidés par le Guerrier Sacré, nous marcherons sur le monde, traquant les suppôts de la Karavan sans relâche ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü regardait fixement le breuvage emplissant son bol, comme hypnotisé. La couleur du liquide oscillait entre le violet et le noir, et des petites particules de chair rougeâtre flottaient à la surface. Et puis la graine grisâtre de Sirgio di Rolo émergea. Alors comme ça, Ma-Duk s’était adressé à Grand-Mère Bä-Bä pour lui dire que la Guerre Sacrée aurait bientôt lieu ? Pü frissonna. Lui qui avait passé son voyage de retour à rêver d’un autre futur, venait de se faire froidement rattraper par la réalité.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Maintenant, buvez l’offrande de Pü ! reprit Looï. Nourrissez-vous de l’essence des suppôts de la Karavan ! Absorbez leurs âmes et priez pour elles ! Elles vous donneront la force d’accomplir le projet divin auquel nous devrons tous participer d’ici peu ! Et si le Grand Géniteur le veut, ils seront alors absous de leurs péchés ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Les Zoraïs burent d’une traite le liquide visqueux et les parents s’occupèrent de la dose des plus petits. Pü avala sans rechigner l’horrible mixture, toujours perdu dans ses pensées. Alors que son peuple commençait d'entonner en chœur les premiers chants liturgiques de la soirée, Pü jeta un regard triste vers celle qu’il venait à peine de retrouver, et qu’il risquait à nouveau de perdre d’ici quelques années. Il fredonna un autre air.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
          ''Que Jena me pardonne et ses clercs me maudissent,''&lt;br /&gt;
          ''Qu'Aniro me renie et flatteurs se réjouissent,''&lt;br /&gt;
          ''Qu'Atys m'engloutisse et à jamais m'oublie,''&lt;br /&gt;
          ''Je meurs plein de vous, mon enfant, mon amie.''&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
Encore quelques années à profiter de sa présence. Ensuite, il n’y aurait plus que la guerre, la douleur, le sang et la mort. Celles des autres, la sienne, mais peut-être aussi celle de sa mère. Quoi qu’il advienne, Ma-Duk devait le savoir : ce combat, il le mènerait avant tout pour elle. Sa vie importait plus que celles de tous les Kamis réunis. Et, à l’instar de Sirgio di Rolo, ses derniers mots lui seraient consacrés&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NavChap|[[Chapitre IV - Exil sylvestre]]|[[La Guerre Sacrée#Table des matières|Table des matières]]|[[Chapitre VI - Le réveil]]}}&lt;br /&gt;
{{Portail|La Grande Bibliothèque|Zoraï}}&lt;br /&gt;
[[Catégorie:La Guerre Sacrée]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jadeyn</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Kapitel_V_-_Die_Saat_des_Zweifels&amp;diff=34497</id>
		<title>Kapitel V - Die Saat des Zweifels</title>
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				<updated>2023-02-27T09:23:10Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Jadeyn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{NavChap|[[Chapitre IV - Exil sylvestre]]|[[La Guerre Sacrée#Table des matières|Table des matières]]|[[Chapitre VI - Le réveil]]}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Trad&lt;br /&gt;
|DE=Kapitel V - Die Saat des Zweifels|DEs=2&lt;br /&gt;
|EN=Chapter V - The seed of doubt|ENs=4&lt;br /&gt;
|ES=&amp;lt;!--Capítulo V - La semilla de la duda--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|FR=Chapitre V - La graine du doute|FRs=0&lt;br /&gt;
|RU=&amp;lt;!--Глава V - Семя сомнения--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|H=1&lt;br /&gt;
|palette=}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Clear}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:purple;font-weight:bold&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''V - Die Saat des Zweifels'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;[[file:Tit-chap-4-5.png|60px]]&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:purple;font-weight:bold&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''Jahr 2474 von Jena'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Quotation|''Bélénor Nébius, Erzähler'' • ''Cheng Lai'SuKi, Illustratorin''|&lt;br /&gt;
Libre. Pü était enfin libre. Libre de rentrer chez lui et de retrouver ses proches. Malheureusement, le combat ne l'avait pas laissé indemne, et la résurgence de la douleur vint briser ces pensées positives. Le jeune Zoraï se redressa et s’examina : ses jambes et son bassin étaient recouverts de cloques, sa peau était entaillée de manière superficielle à maints endroits et un tiers de sa main droite avait été sectionnée, privée d'une partie de son auriculaire et de son annulaire. C’est en regardant sa mutilation qu’il se rendit compte que son sortilège de feu avait entièrement cautérisé son moignon. En outre, quatre de ses côtes étaient brisées. Mais finalement, tout bien considéré, il s’en sortait plutôt bien. Et surtout, sa douleur présente n’était rien en comparaison de ce qu’il avait vécu il y a quelques mois, lors de la pousse de son masque.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« ''Ma-Duk nous offre l'ultime douleur pour que nulle peine au monde ne puisse atteindre jamais ses soldats.'' »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alors qu’il se remettait péniblement debout, il entendit une voix. Pü essaya par réflexe de dégainer ses armes absentes et se mit en position de combat, cherchant du regard son nouvel adversaire. Personne. La voix se fit plus nette : du matéis. Pü comprit alors qu’elle venait du général, et que celui-ci avait donc survécu. Cela ne l’étonna guère, cependant : il avait visé l’aire motrice du cerveau du Matis, non pas pour le tuer, mais pour endommager son système moteur et l’empêcher ainsi d’extraire la lame qui empêchait la régénération. Prendre la vie d’un homin était difficile. Et lorsqu’il était impossible de tuer son adversaire d’un seul coup, il devenait alors indispensable d’essayer d’atteindre ses capacités régénératives. Ainsi, si le Matis avait survécu, il était incapable de régénérer son cerveau, et était donc voué à mourir. Malgré tout, Pü se dirigea prudemment vers lui. Car cet homin était de loin l’adversaire le plus coriace qu’il ait jamais eu à affronter, hormis peut-être son oncle et son père. Lorsqu’il passa dans son champ de vision, '''le Matis, qui regardait l’astre du jour, la dague toujours fichée dans le crâne, posa son regard sur lui'''. Du sang coulait le long de son visage. Il articula difficilement.&lt;br /&gt;
[[file:Le Matis.png|right|400px|alt=… le Matis, qui regardait l’astre du jour…|le Matis, qui regardait l’astre du jour]]&lt;br /&gt;
« Mon garçon, votre dernière acrobatie était impressionnante, dit-il en toussotant. Jamais je n’ai combattu un adversaire aussi agile que vous. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü le toisa froidement sans répondre. Il le félicitait ? Décidément, il n’oubliera pas de sitôt cet adversaire.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Ah, d’ailleurs… Pardonnez-moi à propos de ce que j’ai dit, sur votre mère et votre peuple. Si je ne peux cautionner vos coutumes, je ne pensais pas mes insultes. Les Zoraïs ne sont pas des sauvages, de la même manière que les Trykers ne sont pas des esclaves. Et si vous êtes en effet endoctrinés, nous le sommes tout autant. J’ai simplement voulu vous provoquer… Ce qui a plutôt bien fonctionné. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü n’en revenait pas. Il avait décimé à lui tout seul la moitié de son escouade et allait bientôt lui ôter la vie. Et pourtant, le général regrettait ses paroles et s’excusait.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Mon garçon, les secondes me sont comptées. Avant de m’en aller, j’aimerais que vous accédiez à deux de mes requêtes. Vous avez remporté ce duel, vous n'êtes pas obligé d’accepter. Cependant, je vous demande d’écouter votre cœur. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Si sa mère lui avait parlé du code d’honneur des officiers matis, c’était la première fois que Pü en observait l’application. Aucun des soldats de Matia qu’il avait affrontés jusqu'alors ne s’était jamais comporté de la sorte. Le Zoraï se détendit et s’agenouilla devant le Matis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Dites-moi, je vous écoute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Premièrement, j’aimerais que vous épargniez et que vous mettiez en sécurité Sivaldo, le mitrailleur que vous avez assommé. C’est un brave soldat, comme bien d’autres, et il est aussi mon neveu. Mais plus que tout, son âme est particulièrement belle. Durant trop de décennies les Matis ont propagé la haine, et l’ont subie en retour. Notre peuple a besoin de garçons comme lui. Tout à l’heure, vous m'avez proposé de fuir, en vous l’abandonnant. Si vous n'avez besoin que d’une vie, c’est chose faite, vous avez déjà obtenu la mienne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— J’accepte, dit Pü, qui aurait de toute manière épargné le soldat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Merci infiniment, répondit le général, en souriant faiblement. Pour finir, j’aimerais que vous me laissiez chanter pour mon épouse et ma fille. Elles sont ce que j’ai de plus cher en Matia. Depuis toujours elles sont ma raison de combattre. C’est avant tout pour elles que je forme des soldats et que je protège le Royaume. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des larmes se mirent à couler et se mêlèrent au sang, alors qu’il se remettait à fixer l’astre du jour.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Si vous acceptez, je serai un homin comblé. Mort lors d’un magnifique combat, sous le regard de Jena, en l’honneur des homines de ma vie. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü regarda discrètement en direction de l’endroit où il avait aperçu le Kami. Il n’était plus là. Au fond de lui, il savait qu’il était mal de laisser un ennemi proférer un chant païen. Mais en évoquant son épouse et sa fille, le général l’avait touché. Comment pourrait-il ne pas accéder à sa dernière requête ? Pü s’agenouilla à son côté de lui et lui posa une main sur l’épaule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Je vous écoute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Je savais que vous accepteriez, soupira le Matis avant de s’éclaircir la gorge. Fermez les yeux, laissez votre esprit aller, et entendez le chant de la Forêt. Je vais l’accompagner de ma voix. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Perdant toute notion de prudence, Pü lui obéit. Il était vrai qu’a bien des égards, les forêts de Matia regorgeaient de merveilles, qui une fois les yeux clos, s’exprimaient aussi bien dans ses senteurs parfumées que dans le bruissement apaisant de ses arbres. Le silence se fit. Le général attendit que le vent se lève et entama son chant.&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
           ''La Mère j'ai prié, et pour Elle combattu,''&lt;br /&gt;
           ''Qui, enfant, me berça de douces litanies.''&lt;br /&gt;
           ''Mais à l'heure du trépas, ma petite et ma mie,''&lt;br /&gt;
           ''C'est à votre douceur que je suis revenu.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           ''Le Karan j'ai servi, et pour lui j'ai lutté,''&lt;br /&gt;
           ''Qui tôt récompensa ma soif du meilleur.''&lt;br /&gt;
           ''Mais c'est vous, chères homines pour toujours en mon cœur,''&lt;br /&gt;
           ''Qui le meilleur sans barguigner m'avez donné.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           ''La Karavan j'ai craint, et pour son compte agi,''&lt;br /&gt;
           ''Tant ses machines noires déployaient de pouvoir.''&lt;br /&gt;
           ''Mais c'est peur de vous perdre qui met au désespoir,''&lt;br /&gt;
           ''À l'heure ultime qui voit du corps s'enfuir la vie.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           ''La Forêt j'ai aimé, et pour Matia souvent,''&lt;br /&gt;
           ''Quitté les artifices d'une Cour empesée.''&lt;br /&gt;
           ''Mais si par miracle autre jour m'était donné,''&lt;br /&gt;
           ''C'est auprès de vous deux que passerais mon temps.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           ''Que Jena me pardonne et ses clercs me maudissent,''&lt;br /&gt;
           ''Qu'[[Aniro III|Aniro]] me renie et flatteurs se réjouissent,''&lt;br /&gt;
           ''Qu'Atys m'engloutisse et à jamais m'oublie,''&lt;br /&gt;
           ''Je meurs plein de vous, mon enfant, mon amie.''&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
Pü rouvrit les yeux, totalement désorienté. Son masque ruisselait de larmes et son cœur s’était emballé. Pris de vertiges, il suffoquait bruyamment. Que lui arrivait-il donc ? Était-il en train de compenser toute la tension qu’il avait accumulée ces dernières semaines ? En partie, mais pas seulement. Ce chant l’avait complètement bouleversé. Il faisait écho à tant de choses en lui : son amour pour Ma-Duk, qui bien que sincère, ne surpasserait jamais celui qu’il éprouvait pour son frère et surtout pour sa mère ; l’extrême loyauté dont il faisait preuve envers sa tribu, dont il maudissait pourtant les coutumes en silence ; la peur de décevoir son père, qu’il savait capable de le renier ; la crainte enfin, qu’il éprouvait vis-à-vis des Kamis, qui privaient leurs fidèles de liberté sous couvert de grands desseins. Cet étranger était en vérité si peu différent de lui. Il était son miroir, et il venait de lui ôter la vie. Pü resserra ses poings tremblants et tenta de régler sa respiration. Un soir, sa mère lui avait parlé d’une maladie psychosomatique, qui pouvait causer ce type de symptômes à ceux qui s’exposaient à de puissantes œuvres d’art. Ce chant était l’une d’elle. Il le marquerait à vie, il le savait. Remarquant son émoi, le général l’interpella. Sa diction était de plus en plus lente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Ressaisissez-vous mon garçon, vous devez apprendre à gérer vos émotions. vous vous engagez sur une voie bien sombre, que vous avez été contraint d’emprunter, et qui va vous faire connaître de nombreuses difficultés. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pour la première fois depuis le début de la discussion, le Matis prit un air grave.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Je vous ai vu combattre, j’ai observé votre manière de faire et votre regard. Vous avez beau être un combattant exceptionnel, vous détestez tuer. Vous n'êtes pas de ceux qui s’enivrent du sang de leurs victimes. À chaque fois que vous enlevez une vie, c’est comme si vous vous tuiez vous-même. Vous êtes jeune, vous pouvez encore reprendre en main votre destin et voguer vers des lendemains plus heureux. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Si seulement il savait, pensa Pü, en se remémorant les prédictions de Grand-Mère Bä-Bä.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Allez… Je n’ai fait que trop durer ce moment… Il est temps pour moi de rejoindre mes ancêtres, balbutia-t-il en s’affaissant sur le Zoraï.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Attendez, dites-moi votre nom ! Ainsi que ceux de votre fille et de votre épouse !&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Je suis Sirgio di Rolo… Mon épouse se nomme Virinia… Et notre magnifique petite fille… Trini… »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü maintint les épaules du général, et l’allongea sur le sol. Il était mort. Il lui ferma les yeux et délogea délicatement la dague assassine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Sirgio di Rolo, je vous fais la promesse de prier tous les matins, durant l'année qui vient, pour le salut de votre fille. Je m’engage aussi à lier mon âme à la vôtre durant ma Cérémonie du Retour. J’espère que vous me donnerez la force de poursuivre ma destinée. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sur ces mots, l’enfant ouvrit la petite sacoche qui flanquait sa cuisse gauche. Celle-ci contenait deux fins et longs instruments qu’il récupéra avec soin. Le premier était une tige de [[taleng]] de vingt centimètres de long et d’un centimètre de diamètre, dont l’une des extrémités avait été taillée en pointe. Le taleng, caractérisé par ses tiges vertes formées d'un chaume creux lignifié à la croissance très rapide, était présent en abondance dans la Jungle. Les Zoraïs l’utilisaient couramment comme matériau pour la fabrication d’ustensiles. Le second outil, lui aussi fabriqué à partir de taleng, était une fine et longue pince. Pü enjamba le torse du général et lui releva la tête de la main gauche. De sa main amputée, il enfonça péniblement la tige dans la narine droite du Matis jusqu’à ne plus pouvoir la faire progresser. Alors, d’un coup de paume bien senti, il lui perfora le crâne. Du sang se mit à couler autour et à l’intérieur de la tige rigide, et l’enfant ferma les yeux. Bien que connaissant approximativement sa position, s'il voulait détecter précisément sa cible, il devait faire taire ses autres sens. Il ne lui fallut alors que quelques secondes pour discerner l’imperceptible écho qui pulsait depuis l’intérieur du crâne du Matis, et qui se réverbérait subtilement dans les particules spirituelles avoisinantes. '''Méditatif, Pü enfonça progressivement le tube dans le cerveau du Matis'''. Enfin, alors que la tige de taleng arrivait à destination, il rouvrit les yeux. Laissant la tête du général reposer au sol, il récupéra la fine pince de sa main valide et la glissa dans le tube nasal. Bien qu’il dut à nouveau se concentrer pour être certain de ne pas dépasser sa cible, une pulsation nettement plus prégnante que les autres lui confirma son succès. Prudemment, le manche fit marche arrière, et un petit morceau de chair étonnamment ferme émergea du tube serré entre les deux branches de la pince. Pü observa le cocon de chair afin de vérifier qu’il n’était pas abîmé. À l’intérieur de celui-ci était enfermée la graine de vie, que l’on disait être le siège de l’âme homine. L’âme de Sirgio di Rolo. Pü avait déjà pu observer ce fragile trésor, qui ressemblait véritablement à une petite graine grisâtre, longue d’à peine quelques millimètres. Sirgio di Rolo était bel et bien mort, et pourtant, il pouvait toujours discerner l'écho de sa graine de vie. Pü s’était beaucoup questionné sur cet écho durant son exil. Il s’était même demandé s’il pouvait être un signal. Un signal de l’âme. Mais un signal à destination de qui ? De Ma-Duk, nécessairement.&lt;br /&gt;
[[file:Meditatif.png|right|400px|alt=… Méditatif, Pü enfonça…|Méditatif, Pü enfonça]]&lt;br /&gt;
Une envolée de javings fit sursauter l’enfant qui reprit instantanément ses esprits. Ouvrant l’une des petites poches de sa ceinture, il y plaça délicatement son macabre trophée. Il répéta ensuite l’opération sur les trois autres cadavres, prenant bien soin de placer les morceaux de chair dans des pochettes distinctes. En dernier lieu, il se porta vers Sivaldo, le mitrailleur évanoui que le général lui avait demandé d’épargner. Comme les autres soldats, il devait avoir environ l’âge de son frère. À n’en pas douter, ce Matis était probablement considéré par son peuple comme un modèle de beauté. Il était grand et bien bâti, et disposait d’une longue chevelure tressée d’un blond éclatant. Les traits harmonieux de son visage semblaient avoir été dessinés à la main, et quand Pü lui souleva les paupières pour vérifier son état, il découvrit des iris cristallins. Malheureusement pour le Matis, son visage était maintenant traversé d’une longue et profonde entaille. Si le Zoraï était en mesure de refermer la plaie, il ne réussirait pas à effacer totalement la marque causée par l’impact du bouclier. Il était en effet trop faible, et devait conserver assez d’énergie pour guérir ses propres blessures.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Une fois le Matis soigné, il se dirigea jusqu’au buisson où il avait caché son panier cubique. Pü l’extirpa délicatement des feuillages et le posa sur le sol. Satisfait de l’emplacement, il en ouvrit précautionneusement le couvercle, comme s’il abritait un trésor. Le panier contenait un cube d’ambre parfaitement enchâssé dans le réceptacle d’osier, qui semblait lui-même renfermer plusieurs dizaines de formes. Il récupéra méticuleusement un des morceaux de chair qu’il avait rangés dans les poches de sa ceinture, et le posa sur la seule face visible du cube. Il n’eut alors qu’à imprimer sa volonté à la Sève qui l’irriguait, tout en prononçant la célèbre Stance de Daïsha, pour que l’amas sanguinolent s’enfonce dans l’ambre altéré par le sortilège et s’y fige. L’utilisation de cubes d’ambre comme système de stockage avait été inventée, plus d’un siècle auparavant, par le célèbre Hari Daïsha. Aujourd’hui très répandue dans la Jungle, elle permettait de préserver des objets, mais aussi de conserver du savoir, magiquement. Pü réitéra l’opération trois fois et prit soin de terminer par le fragment du général. Il grava l’ambre au-dessus de la position de ce dernier afin de pouvoir le distinguer aisément des autres morceaux de chair. Lorsqu’il referma le couvercle du panier, il exprima un sincère soupir de soulagement. Pour la première fois depuis des semaines, son lendemain ne serait pas souillé de sang. Suite à cela, il veilla patiemment sur le corps du survivant en attendant que les renforts arrivent. Il profita de ce moment de répit pour se reposer et panser ses blessures. S’il répara ses côtes brisées et referma ses plaies, il renonça à régénérer ses doigts manquants : la mutilation laissée ainsi en évidence l’assurait que ce jour resterait à jamais gravé dans sa mémoire. Et lorsqu’il entendit le tumulte des capryniers matis résonner au loin, il disparut dans la pénombre des arbres centenaires.&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;[[file:Sep-chap-5.png|40px]]&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
Le voyage du retour dura plusieurs semaines, mais se déroula sans encombre. Pü quitta les forêts infinies du Royaume de Matia en direction du sud, passa les Cicatrices de Zachini, ces dangereux et immenses gouffres qui séparaient les hauts plateaux boisés des humides plaines luxuriantes, et rejoignit finalement la Jungle, son pays natal. Il n’eut aucun mal à franchir la Grande Muraille, qui isolait la Théocratie Zoraï du reste du monde, et à esquiver les gardes-frontières, qui semblaient d’ailleurs se reposer un peu trop sur le gigantisme du mur. Certes, l’édifice était imposant. Mais, l’ayant escaladé à plusieurs reprises, le jeune homin s’était fait une bonne idée de son état : malheureusement, le manque d’entretien se faisait gravement sentir par endroits. Un jour, des ennemis de la Théocratie Zoraï feraient tomber le rempart avant même que Min-Cho ou le Conseil des Sages ne puissent le prédire. L’enfant espérait que, le moment venu, les Zoraïs seraient prêts à affronter l’envahisseur. Durant tout son voyage de retour, Pü avait été traversé de sentiments contradictoires. Depuis qu’il avait été contraint de quitter son village, son envie d’y retourner au plus vite ne l’avait jamais quitté. Mais s’il avait espéré y reprendre une vie normale une fois rentré, il ne pouvait dorénavant plus s’empêcher de se remémorer les derniers mots de Sirgio di Rolo :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Vous êtes jeune, vous pouvez encore reprendre en main votre destin et voguer vers des lendemains plus heureux. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Était-il réellement capable de redevenir maître de sa destinée ? Pourrait-il s’opposer aux coutumes violentes de sa tribu ? Réussirait-il à empêcher son frère de mener l'expédition sanglante qui lui était destinée ? Tant de questions qui le tourmentaient depuis son départ du Royaume de Matia.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
L’astre ambré presque disparu derrière l'horizon du nord-ouest annonçait l'aube lorsque Pü arriva finalement à destination. Cela faisait maintenant de nombreux jours qu’il avait passé le fleuve Ti-aïn et la capitale Zoran, pour continuer vers le sud à travers la jungle épaisse. Le second astre, celui du jour, commençait tout juste à reprendre de son éclat, et balayait de ses faibles rayons le panorama qui s’offrait à lui. L’enfant eut un mouvement de recul. Après avoir vécu plusieurs mois au cœur d’envoûtantes forêts multicolores, il avait oublié la froideur de son monde. Au sommet de la colline, la gigantesque souche morte qui abritait son village trônait sinistrement sur l'écorce recouverte d’une végétation rabougrie et noircie. Les ancêtres racontaient qu’autrefois, la souche était l’arbre-ciel le plus imposant du pays, et qu’il renfermait des matières premières exceptionnellement rares. Bien entendu, la Karavan avait tenté de s’en emparer, et les Kamis s’y étaient violemment opposés. Dans un assaut désespéré, les agents de la Karavan avaient déployé une machine infernale cracheuse de feu. Mais pas n’importe quel feu. Un feu bien plus vorace et tenace qu’à l’ordinaire, qui avait ravagé une bonne partie de la région avant de déchirer le sol et de continuer sa course dans les Primes Racines. On raconte qu’encore aujourd’hui le feu serait en train d’œuvrer en silence dans les profondeurs de l'Écorce.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
L’enfant gravit la colline en direction de l’inquiétante déchirure qui faisait office d’accès. À peine les gardes l’eurent-ils reconnu qu’ils s’inclinèrent avec déférence. Pü entra dans la souche et fila sans perdre une seconde vers la hutte de Grand-Mère Bä-Bä. Il évoluait par habitude dans les allées tortueuses de cet étrange village aux multiples étages, et esquivait instinctivement les racines qui s’entremêlaient sous ses pieds. La déconvenue née de la comparaison du paysage grisâtre avec les chaleureuses forêts de Matia avait vite été oubliée, laissant place aux souvenirs. Il était né ici. Durant sa course, il croisa plusieurs Zoraïs, qui une fois la surprise passée, inclinèrent tous la tête en signe de respect. Pü leur rendit leur salut, mais évita de leur parler. De toute manière, il savait que tous seraient bientôt au courant de son retour. Lorsqu’il fut à deux pas de chez Grand-Mère Bä-Bä, son nez le piqua et il vit des vapeurs violettes s’échapper de la hutte, signe que la doyenne du village était en train de préparer une concoction. Il poussa les premiers rideaux, et avant même qu’il ait pénétré totalement l’habitation, la vieille dame l’interpella :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Je t’attendais mon enfant, pose le cube d’ambre sur l’autel. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü passa la dernière étoffe et aperçut Grand-Mère Bä-Bä, debout sur un tabouret et pliée en deux au-dessus d’une grande marmite. En la revoyant ainsi, fripée, squelettique et tordue, Pü se demanda à partir de quel âge la mort se lassait d’attendre, et renonçait à intervenir. Il s’avança vers l’autel et posa son panier. L’ancêtre touillait une étrange mixture odorante avec une grosse cuillère en bois.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Je suis en train de terminer de concocter le breuvage pour ta Cérémonie du Retour. Maintenant file retrouver ta mère. Tu lui manques terriblement. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü obéit et se dirigea vers la sortie. Cependant, il ne réussit pas à se retenir de lui poser une question.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Grand-Mère, comment as-tu su que j’allais arriver ? »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grand-Mère Bä-Bä fit claquer sa langue et Pü se crispa instantanément. Lorsqu’il était plus jeune, ce bruit caractéristique était souvent accompagné d’un coup de canne. L’enfant avait mal aux doigts rien qu’en y pensant. D’un son, elle venait de lui rappeler qu’elle restait la plus haute autorité du village, et qu’il ne fallait pas lui désobéir.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« File je te dis ! Et si tu veux un conseil, évite de mentionner précisément comment s’est soldée la dernière rencontre que tu as faite dans le Royaume de Matia, et les doutes auxquels tu fais face depuis. Le village risque de ne pas apprécier, et surtout pas ton père. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü poussa les rideaux qui masquaient l’entrée tel un automate, perturbé à la fois par la précision des connaissances de Grand-Mère Bä-Bä et par l’idée que son père puisse apprendre la vérité sur l’épisode évoqué. Cependant, si elle l’avait mis en garde, c’est qu’elle ne comptait pas la révéler au Masque Noir. Était-elle de son côté ? Pü n’eut pas le temps de se tracasser plus longtemps. À peine avait-il mis un pied dehors qu’il se rendit compte que la moitié du village, sa famille comprise, l’attendait devant la hutte.&lt;br /&gt;
[[file:Son pere.png|right|400px|alt=… Son père ne le félicita…|Son père ne le félicita]]&lt;br /&gt;
Les retrouvailles se passèrent comme il l’avait imaginé. '''Son père ne le félicita que brièvement, mais son regard était empli de fierté'''. Son frère lui cogna violemment l’épaule pour marquer son affection, et lui demanda dans la foulée combien de victimes il avait faites. Pour le futur Masque Noir, c’était ce qui importait le plus. Il fut déçu d’apprendre que son cadet s’était simplement contenté des cent cinquante et une demandées, alors que lui-même en avait presque fait le double à son époque. Quant à sa mère, elle s’effondra dans ses bras. Ou bien Pü s’effondra dans les siens. Il dut faire un effort considérable pour ne pas fondre en larmes devant la foule, et dut attendre de la retrouver en tête-à-tête pour se laisser totalement aller. Si sa mère le réconforta longuement en le couvrant de caresses et de mots doux, elle le réprimanda lorsqu’elle se rendit compte qu’il avait omis volontairement de régénérer ses doigts coupés. Looï avait beau être une grande guérisseuse, passé un certain délai de cicatrisation, certaines blessures devenaient permanentes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Le soir même, la Cérémonie du Retour eut lieu. Toute la tribu se réunit sur la Place du Cérémonial où un breuvage fut distribué à chaque villageois, nouveaux-nés compris. Il contenait un mélange alcoolisé de sève dans lequel un cocon de chair avait été dissous. Les Zoraïs se placèrent en cercles concentriques et attendirent que Grand-Mère Bä-Bä arrive, accompagnée comme toujours par la mère de Pü. Bien qu’accoutumés aux divers rituels qui avaient souvent lieu au sein de la communauté, tous retinrent leur souffle lorsqu’elle leva le bras. Les lumières des habitations surplombant la place fusèrent dans sa paume fermée et une petite sphère de lumière en sortit lorsqu’elle ouvrit la main. L’astre s’envola jusqu’au totem et s’empourpra, avant de pénétrer la bouche d’un masque. Les orifices des autres visages s’illuminèrent alors instantanément. La vieille dame lâcha le bras de Looï, qui lui servait jusqu’alors de soutien, et récupéra d’un mouvement tremblant le bol qu’elle lui tendait. Elle s’avança jusqu’au totem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Mes fils, mes filles, nous sommes réunis ce soir pour célébrer le retour de Pü Fu-tao parmi nous ! cria la vieille dame d’une voix étrangement amplifiée. Le jeune garçon est revenu plus fort de son exil en régions païennes, et avec en sa possession les cent cinquante et une graines de vie demandées ! Le Grand Géniteur salue son effort. Mais ce n’est pas tout ! Ma-Duk m’a aussi confié quelque chose. Nous en avons maintenant la certitude, la Guerre Sacrée débutera bientôt, et sera menée par nos enfants ! D’ici quelques années, nous nous mettrons en route. Guidés par le Guerrier Sacré, nous marcherons sur le monde, traquant les suppôts de la Karavan sans relâche ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü regardait fixement le breuvage emplissant son bol, comme hypnotisé. La couleur du liquide oscillait entre le violet et le noir, et des petites particules de chair rougeâtre flottaient à la surface. Et puis la graine grisâtre de Sirgio di Rolo émergea. Alors comme ça, Ma-Duk s’était adressé à Grand-Mère Bä-Bä pour lui dire que la Guerre Sacrée aurait bientôt lieu ? Pü frissonna. Lui qui avait passé son voyage de retour à rêver d’un autre futur, venait de se faire froidement rattraper par la réalité.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Maintenant, buvez l’offrande de Pü ! reprit Looï. Nourrissez-vous de l’essence des suppôts de la Karavan ! Absorbez leurs âmes et priez pour elles ! Elles vous donneront la force d’accomplir le projet divin auquel nous devrons tous participer d’ici peu ! Et si le Grand Géniteur le veut, ils seront alors absous de leurs péchés ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Les Zoraïs burent d’une traite le liquide visqueux et les parents s’occupèrent de la dose des plus petits. Pü avala sans rechigner l’horrible mixture, toujours perdu dans ses pensées. Alors que son peuple commençait d'entonner en chœur les premiers chants liturgiques de la soirée, Pü jeta un regard triste vers celle qu’il venait à peine de retrouver, et qu’il risquait à nouveau de perdre d’ici quelques années. Il fredonna un autre air.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
          ''Que Jena me pardonne et ses clercs me maudissent,''&lt;br /&gt;
          ''Qu'Aniro me renie et flatteurs se réjouissent,''&lt;br /&gt;
          ''Qu'Atys m'engloutisse et à jamais m'oublie,''&lt;br /&gt;
          ''Je meurs plein de vous, mon enfant, mon amie.''&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
Encore quelques années à profiter de sa présence. Ensuite, il n’y aurait plus que la guerre, la douleur, le sang et la mort. Celles des autres, la sienne, mais peut-être aussi celle de sa mère. Quoi qu’il advienne, Ma-Duk devait le savoir : ce combat, il le mènerait avant tout pour elle. Sa vie importait plus que celles de tous les Kamis réunis. Et, à l’instar de Sirgio di Rolo, ses derniers mots lui seraient consacrés&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NavChap|[[Chapitre IV - Exil sylvestre]]|[[La Guerre Sacrée#Table des matières|Table des matières]]|[[Chapitre VI - Le réveil]]}}&lt;br /&gt;
{{Portail|La Grande Bibliothèque|Zoraï}}&lt;br /&gt;
[[Catégorie:La Guerre Sacrée]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jadeyn</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Kapitel_V_-_Die_Saat_des_Zweifels&amp;diff=34496</id>
		<title>Kapitel V - Die Saat des Zweifels</title>
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				<updated>2023-02-27T09:22:58Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Jadeyn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{NavChap|[[Chapitre IV - Exil sylvestre]]|[[La Guerre Sacrée#Table des matières|Table des matières]]|[[Chapitre VI - Le réveil]]}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Trad&lt;br /&gt;
|DE=Kapitel V - Die Saat des Zweifels|DEs=2&lt;br /&gt;
|EN=Chapter V - The seed of doubt|ENs=4&lt;br /&gt;
|ES=&amp;lt;!--Capítulo V - La semilla de la duda--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|FR=Chapitre V - La graine du doute|FRs=0&lt;br /&gt;
|RU=&amp;lt;!--Глава V - Семя сомнения--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|H=1&lt;br /&gt;
|palette=}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Clear}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:purple;font-weight:bold&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''V - Die Saat des Zweifels'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;[[file:Tit-chap-4-5.png|60px]]&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:purple;font-weight:bold&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''Jahr 2474 von Jena'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Quotation|''Bélénor Nébius, Erzähler'' • ''Cheng Lai'SuKi, Illustratorin''|&lt;br /&gt;
Libre. Pü était enfin libre. Libre de rentrer chez lui et de retrouver ses proches. Malheureusement, le combat ne l'avait pas laissé indemne, et la résurgence de la douleur vint briser ces pensées positives. Le jeune Zoraï se redressa et s’examina : ses jambes et son bassin étaient recouverts de cloques, sa peau était entaillée de manière superficielle à maints endroits et un tiers de sa main droite avait été sectionnée, privée d'une partie de son auriculaire et de son annulaire. C’est en regardant sa mutilation qu’il se rendit compte que son sortilège de feu avait entièrement cautérisé son moignon. En outre, quatre de ses côtes étaient brisées. Mais finalement, tout bien considéré, il s’en sortait plutôt bien. Et surtout, sa douleur présente n’était rien en comparaison de ce qu’il avait vécu il y a quelques mois, lors de la pousse de son masque.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« ''Ma-Duk nous offre l'ultime douleur pour que nulle peine au monde ne puisse atteindre jamais ses soldats.'' »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alors qu’il se remettait péniblement debout, il entendit une voix. Pü essaya par réflexe de dégainer ses armes absentes et se mit en position de combat, cherchant du regard son nouvel adversaire. Personne. La voix se fit plus nette : du matéis. Pü comprit alors qu’elle venait du général, et que celui-ci avait donc survécu. Cela ne l’étonna guère, cependant : il avait visé l’aire motrice du cerveau du Matis, non pas pour le tuer, mais pour endommager son système moteur et l’empêcher ainsi d’extraire la lame qui empêchait la régénération. Prendre la vie d’un homin était difficile. Et lorsqu’il était impossible de tuer son adversaire d’un seul coup, il devenait alors indispensable d’essayer d’atteindre ses capacités régénératives. Ainsi, si le Matis avait survécu, il était incapable de régénérer son cerveau, et était donc voué à mourir. Malgré tout, Pü se dirigea prudemment vers lui. Car cet homin était de loin l’adversaire le plus coriace qu’il ait jamais eu à affronter, hormis peut-être son oncle et son père. Lorsqu’il passa dans son champ de vision, '''le Matis, qui regardait l’astre du jour, la dague toujours fichée dans le crâne, posa son regard sur lui'''. Du sang coulait le long de son visage. Il articula difficilement.&lt;br /&gt;
[[file:Le Matis.png|right|400px|alt=… le Matis, qui regardait l’astre du jour…|le Matis, qui regardait l’astre du jour]]&lt;br /&gt;
« Mon garçon, votre dernière acrobatie était impressionnante, dit-il en toussotant. Jamais je n’ai combattu un adversaire aussi agile que vous. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü le toisa froidement sans répondre. Il le félicitait ? Décidément, il n’oubliera pas de sitôt cet adversaire.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Ah, d’ailleurs… Pardonnez-moi à propos de ce que j’ai dit, sur votre mère et votre peuple. Si je ne peux cautionner vos coutumes, je ne pensais pas mes insultes. Les Zoraïs ne sont pas des sauvages, de la même manière que les Trykers ne sont pas des esclaves. Et si vous êtes en effet endoctrinés, nous le sommes tout autant. J’ai simplement voulu vous provoquer… Ce qui a plutôt bien fonctionné. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü n’en revenait pas. Il avait décimé à lui tout seul la moitié de son escouade et allait bientôt lui ôter la vie. Et pourtant, le général regrettait ses paroles et s’excusait.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Mon garçon, les secondes me sont comptées. Avant de m’en aller, j’aimerais que vous accédiez à deux de mes requêtes. Vous avez remporté ce duel, vous n'êtes pas obligé d’accepter. Cependant, je vous demande d’écouter votre cœur. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Si sa mère lui avait parlé du code d’honneur des officiers matis, c’était la première fois que Pü en observait l’application. Aucun des soldats de Matia qu’il avait affrontés jusqu'alors ne s’était jamais comporté de la sorte. Le Zoraï se détendit et s’agenouilla devant le Matis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Dites-moi, je vous écoute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Premièrement, j’aimerais que vous épargniez et que vous mettiez en sécurité Sivaldo, le mitrailleur que vous avez assommé. C’est un brave soldat, comme bien d’autres, et il est aussi mon neveu. Mais plus que tout, son âme est particulièrement belle. Durant trop de décennies les Matis ont propagé la haine, et l’ont subie en retour. Notre peuple a besoin de garçons comme lui. Tout à l’heure, vous m'avez proposé de fuir, en vous l’abandonnant. Si vous n'avez besoin que d’une vie, c’est chose faite, vous avez déjà obtenu la mienne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— J’accepte, dit Pü, qui aurait de toute manière épargné le soldat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Merci infiniment, répondit le général, en souriant faiblement. Pour finir, j’aimerais que vous me laissiez chanter pour mon épouse et ma fille. Elles sont ce que j’ai de plus cher en Matia. Depuis toujours elles sont ma raison de combattre. C’est avant tout pour elles que je forme des soldats et que je protège le Royaume. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des larmes se mirent à couler et se mêlèrent au sang, alors qu’il se remettait à fixer l’astre du jour.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Si vous acceptez, je serai un homin comblé. Mort lors d’un magnifique combat, sous le regard de Jena, en l’honneur des homines de ma vie. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü regarda discrètement en direction de l’endroit où il avait aperçu le Kami. Il n’était plus là. Au fond de lui, il savait qu’il était mal de laisser un ennemi proférer un chant païen. Mais en évoquant son épouse et sa fille, le général l’avait touché. Comment pourrait-il ne pas accéder à sa dernière requête ? Pü s’agenouilla à son côté de lui et lui posa une main sur l’épaule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Je vous écoute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Je savais que vous accepteriez, soupira le Matis avant de s’éclaircir la gorge. Fermez les yeux, laissez votre esprit aller, et entendez le chant de la Forêt. Je vais l’accompagner de ma voix. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Perdant toute notion de prudence, Pü lui obéit. Il était vrai qu’a bien des égards, les forêts de Matia regorgeaient de merveilles, qui une fois les yeux clos, s’exprimaient aussi bien dans ses senteurs parfumées que dans le bruissement apaisant de ses arbres. Le silence se fit. Le général attendit que le vent se lève et entama son chant.&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
           ''La Mère j'ai prié, et pour Elle combattu,''&lt;br /&gt;
           ''Qui, enfant, me berça de douces litanies.''&lt;br /&gt;
           ''Mais à l'heure du trépas, ma petite et ma mie,''&lt;br /&gt;
           ''C'est à votre douceur que je suis revenu.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           ''Le Karan j'ai servi, et pour lui j'ai lutté,''&lt;br /&gt;
           ''Qui tôt récompensa ma soif du meilleur.''&lt;br /&gt;
           ''Mais c'est vous, chères homines pour toujours en mon cœur,''&lt;br /&gt;
           ''Qui le meilleur sans barguigner m'avez donné.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           ''La Karavan j'ai craint, et pour son compte agi,''&lt;br /&gt;
           ''Tant ses machines noires déployaient de pouvoir.''&lt;br /&gt;
           ''Mais c'est peur de vous perdre qui met au désespoir,''&lt;br /&gt;
           ''À l'heure ultime qui voit du corps s'enfuir la vie.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           ''La Forêt j'ai aimé, et pour Matia souvent,''&lt;br /&gt;
           ''Quitté les artifices d'une Cour empesée.''&lt;br /&gt;
           ''Mais si par miracle autre jour m'était donné,''&lt;br /&gt;
           ''C'est auprès de vous deux que passerais mon temps.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           ''Que Jena me pardonne et ses clercs me maudissent,''&lt;br /&gt;
           ''Qu'[[Aniro III|Aniro]] me renie et flatteurs se réjouissent,''&lt;br /&gt;
           ''Qu'Atys m'engloutisse et à jamais m'oublie,''&lt;br /&gt;
           ''Je meurs plein de vous, mon enfant, mon amie.''&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
Pü rouvrit les yeux, totalement désorienté. Son masque ruisselait de larmes et son cœur s’était emballé. Pris de vertiges, il suffoquait bruyamment. Que lui arrivait-il donc ? Était-il en train de compenser toute la tension qu’il avait accumulée ces dernières semaines ? En partie, mais pas seulement. Ce chant l’avait complètement bouleversé. Il faisait écho à tant de choses en lui : son amour pour Ma-Duk, qui bien que sincère, ne surpasserait jamais celui qu’il éprouvait pour son frère et surtout pour sa mère ; l’extrême loyauté dont il faisait preuve envers sa tribu, dont il maudissait pourtant les coutumes en silence ; la peur de décevoir son père, qu’il savait capable de le renier ; la crainte enfin, qu’il éprouvait vis-à-vis des Kamis, qui privaient leurs fidèles de liberté sous couvert de grands desseins. Cet étranger était en vérité si peu différent de lui. Il était son miroir, et il venait de lui ôter la vie. Pü resserra ses poings tremblants et tenta de régler sa respiration. Un soir, sa mère lui avait parlé d’une maladie psychosomatique, qui pouvait causer ce type de symptômes à ceux qui s’exposaient à de puissantes œuvres d’art. Ce chant était l’une d’elle. Il le marquerait à vie, il le savait. Remarquant son émoi, le général l’interpella. Sa diction était de plus en plus lente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Ressaisissez-vous mon garçon, vous devez apprendre à gérer vos émotions. vous vous engagez sur une voie bien sombre, que vous avez été contraint d’emprunter, et qui va vous faire connaître de nombreuses difficultés. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pour la première fois depuis le début de la discussion, le Matis prit un air grave.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Je vous ai vu combattre, j’ai observé votre manière de faire et votre regard. Vous avez beau être un combattant exceptionnel, vous détestez tuer. Vous n'êtes pas de ceux qui s’enivrent du sang de leurs victimes. À chaque fois que vous enlevez une vie, c’est comme si vous vous tuiez vous-même. Vous êtes jeune, vous pouvez encore reprendre en main votre destin et voguer vers des lendemains plus heureux. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Si seulement il savait, pensa Pü, en se remémorant les prédictions de Grand-Mère Bä-Bä.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Allez… Je n’ai fait que trop durer ce moment… Il est temps pour moi de rejoindre mes ancêtres, balbutia-t-il en s’affaissant sur le Zoraï.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Attendez, dites-moi votre nom ! Ainsi que ceux de votre fille et de votre épouse !&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Je suis Sirgio di Rolo… Mon épouse se nomme Virinia… Et notre magnifique petite fille… Trini… »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü maintint les épaules du général, et l’allongea sur le sol. Il était mort. Il lui ferma les yeux et délogea délicatement la dague assassine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Sirgio di Rolo, je vous fais la promesse de prier tous les matins, durant l'année qui vient, pour le salut de votre fille. Je m’engage aussi à lier mon âme à la vôtre durant ma Cérémonie du Retour. J’espère que vous me donnerez la force de poursuivre ma destinée. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sur ces mots, l’enfant ouvrit la petite sacoche qui flanquait sa cuisse gauche. Celle-ci contenait deux fins et longs instruments qu’il récupéra avec soin. Le premier était une tige de [[taleng]] de vingt centimètres de long et d’un centimètre de diamètre, dont l’une des extrémités avait été taillée en pointe. Le taleng, caractérisé par ses tiges vertes formées d'un chaume creux lignifié à la croissance très rapide, était présent en abondance dans la Jungle. Les Zoraïs l’utilisaient couramment comme matériau pour la fabrication d’ustensiles. Le second outil, lui aussi fabriqué à partir de taleng, était une fine et longue pince. Pü enjamba le torse du général et lui releva la tête de la main gauche. De sa main amputée, il enfonça péniblement la tige dans la narine droite du Matis jusqu’à ne plus pouvoir la faire progresser. Alors, d’un coup de paume bien senti, il lui perfora le crâne. Du sang se mit à couler autour et à l’intérieur de la tige rigide, et l’enfant ferma les yeux. Bien que connaissant approximativement sa position, s'il voulait détecter précisément sa cible, il devait faire taire ses autres sens. Il ne lui fallut alors que quelques secondes pour discerner l’imperceptible écho qui pulsait depuis l’intérieur du crâne du Matis, et qui se réverbérait subtilement dans les particules spirituelles avoisinantes. '''Méditatif, Pü enfonça progressivement le tube dans le cerveau du Matis'''. Enfin, alors que la tige de taleng arrivait à destination, il rouvrit les yeux. Laissant la tête du général reposer au sol, il récupéra la fine pince de sa main valide et la glissa dans le tube nasal. Bien qu’il dut à nouveau se concentrer pour être certain de ne pas dépasser sa cible, une pulsation nettement plus prégnante que les autres lui confirma son succès. Prudemment, le manche fit marche arrière, et un petit morceau de chair étonnamment ferme émergea du tube serré entre les deux branches de la pince. Pü observa le cocon de chair afin de vérifier qu’il n’était pas abîmé. À l’intérieur de celui-ci était enfermée la graine de vie, que l’on disait être le siège de l’âme homine. L’âme de Sirgio di Rolo. Pü avait déjà pu observer ce fragile trésor, qui ressemblait véritablement à une petite graine grisâtre, longue d’à peine quelques millimètres. Sirgio di Rolo était bel et bien mort, et pourtant, il pouvait toujours discerner l'écho de sa graine de vie. Pü s’était beaucoup questionné sur cet écho durant son exil. Il s’était même demandé s’il pouvait être un signal. Un signal de l’âme. Mais un signal à destination de qui ? De Ma-Duk, nécessairement.&lt;br /&gt;
[[file:Meditatif.png|right|400px|alt=… Méditatif, Pü enfonça…|Méditatif, Pü enfonça]]&lt;br /&gt;
Une envolée de javings fit sursauter l’enfant qui reprit instantanément ses esprits. Ouvrant l’une des petites poches de sa ceinture, il y plaça délicatement son macabre trophée. Il répéta ensuite l’opération sur les trois autres cadavres, prenant bien soin de placer les morceaux de chair dans des pochettes distinctes. En dernier lieu, il se porta vers Sivaldo, le mitrailleur évanoui que le général lui avait demandé d’épargner. Comme les autres soldats, il devait avoir environ l’âge de son frère. À n’en pas douter, ce Matis était probablement considéré par son peuple comme un modèle de beauté. Il était grand et bien bâti, et disposait d’une longue chevelure tressée d’un blond éclatant. Les traits harmonieux de son visage semblaient avoir été dessinés à la main, et quand Pü lui souleva les paupières pour vérifier son état, il découvrit des iris cristallins. Malheureusement pour le Matis, son visage était maintenant traversé d’une longue et profonde entaille. Si le Zoraï était en mesure de refermer la plaie, il ne réussirait pas à effacer totalement la marque causée par l’impact du bouclier. Il était en effet trop faible, et devait conserver assez d’énergie pour guérir ses propres blessures.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Une fois le Matis soigné, il se dirigea jusqu’au buisson où il avait caché son panier cubique. Pü l’extirpa délicatement des feuillages et le posa sur le sol. Satisfait de l’emplacement, il en ouvrit précautionneusement le couvercle, comme s’il abritait un trésor. Le panier contenait un cube d’ambre parfaitement enchâssé dans le réceptacle d’osier, qui semblait lui-même renfermer plusieurs dizaines de formes. Il récupéra méticuleusement un des morceaux de chair qu’il avait rangés dans les poches de sa ceinture, et le posa sur la seule face visible du cube. Il n’eut alors qu’à imprimer sa volonté à la Sève qui l’irriguait, tout en prononçant la célèbre Stance de Daïsha, pour que l’amas sanguinolent s’enfonce dans l’ambre altéré par le sortilège et s’y fige. L’utilisation de cubes d’ambre comme système de stockage avait été inventée, plus d’un siècle auparavant, par le célèbre Hari Daïsha. Aujourd’hui très répandue dans la Jungle, elle permettait de préserver des objets, mais aussi de conserver du savoir, magiquement. Pü réitéra l’opération trois fois et prit soin de terminer par le fragment du général. Il grava l’ambre au-dessus de la position de ce dernier afin de pouvoir le distinguer aisément des autres morceaux de chair. Lorsqu’il referma le couvercle du panier, il exprima un sincère soupir de soulagement. Pour la première fois depuis des semaines, son lendemain ne serait pas souillé de sang. Suite à cela, il veilla patiemment sur le corps du survivant en attendant que les renforts arrivent. Il profita de ce moment de répit pour se reposer et panser ses blessures. S’il répara ses côtes brisées et referma ses plaies, il renonça à régénérer ses doigts manquants : la mutilation laissée ainsi en évidence l’assurait que ce jour resterait à jamais gravé dans sa mémoire. Et lorsqu’il entendit le tumulte des capryniers matis résonner au loin, il disparut dans la pénombre des arbres centenaires.&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;[[file:Sep-chap-5.png|40px]]&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
Le voyage du retour dura plusieurs semaines, mais se déroula sans encombre. Pü quitta les forêts infinies du Royaume de Matia en direction du sud, passa les Cicatrices de Zachini, ces dangereux et immenses gouffres qui séparaient les hauts plateaux boisés des humides plaines luxuriantes, et rejoignit finalement la Jungle, son pays natal. Il n’eut aucun mal à franchir la Grande Muraille, qui isolait la Théocratie Zoraï du reste du monde, et à esquiver les gardes-frontières, qui semblaient d’ailleurs se reposer un peu trop sur le gigantisme du mur. Certes, l’édifice était imposant. Mais, l’ayant escaladé à plusieurs reprises, le jeune homin s’était fait une bonne idée de son état : malheureusement, le manque d’entretien se faisait gravement sentir par endroits. Un jour, des ennemis de la Théocratie Zoraï feraient tomber le rempart avant même que Min-Cho ou le Conseil des Sages ne puissent le prédire. L’enfant espérait que, le moment venu, les Zoraïs seraient prêts à affronter l’envahisseur. Durant tout son voyage de retour, Pü avait été traversé de sentiments contradictoires. Depuis qu’il avait été contraint de quitter son village, son envie d’y retourner au plus vite ne l’avait jamais quitté. Mais s’il avait espéré y reprendre une vie normale une fois rentré, il ne pouvait dorénavant plus s’empêcher de se remémorer les derniers mots de Sirgio di Rolo :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Vous êtes jeune, vous pouvez encore reprendre en main votre destin et voguer vers des lendemains plus heureux. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Était-il réellement capable de redevenir maître de sa destinée ? Pourrait-il s’opposer aux coutumes violentes de sa tribu ? Réussirait-il à empêcher son frère de mener l'expédition sanglante qui lui était destinée ? Tant de questions qui le tourmentaient depuis son départ du Royaume de Matia.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
L’astre ambré presque disparu derrière l'horizon du nord-ouest annonçait l'aube lorsque Pü arriva finalement à destination. Cela faisait maintenant de nombreux jours qu’il avait passé le fleuve Ti-aïn et la capitale Zoran, pour continuer vers le sud à travers la jungle épaisse. Le second astre, celui du jour, commençait tout juste à reprendre de son éclat, et balayait de ses faibles rayons le panorama qui s’offrait à lui. L’enfant eut un mouvement de recul. Après avoir vécu plusieurs mois au cœur d’envoûtantes forêts multicolores, il avait oublié la froideur de son monde. Au sommet de la colline, la gigantesque souche morte qui abritait son village trônait sinistrement sur l'écorce recouverte d’une végétation rabougrie et noircie. Les ancêtres racontaient qu’autrefois, la souche était l’arbre-ciel le plus imposant du pays, et qu’il renfermait des matières premières exceptionnellement rares. Bien entendu, la Karavan avait tenté de s’en emparer, et les Kamis s’y étaient violemment opposés. Dans un assaut désespéré, les agents de la Karavan avaient déployé une machine infernale cracheuse de feu. Mais pas n’importe quel feu. Un feu bien plus vorace et tenace qu’à l’ordinaire, qui avait ravagé une bonne partie de la région avant de déchirer le sol et de continuer sa course dans les Primes Racines. On raconte qu’encore aujourd’hui le feu serait en train d’œuvrer en silence dans les profondeurs de l'Écorce.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
L’enfant gravit la colline en direction de l’inquiétante déchirure qui faisait office d’accès. À peine les gardes l’eurent-ils reconnu qu’ils s’inclinèrent avec déférence. Pü entra dans la souche et fila sans perdre une seconde vers la hutte de Grand-Mère Bä-Bä. Il évoluait par habitude dans les allées tortueuses de cet étrange village aux multiples étages, et esquivait instinctivement les racines qui s’entremêlaient sous ses pieds. La déconvenue née de la comparaison du paysage grisâtre avec les chaleureuses forêts de Matia avait vite été oubliée, laissant place aux souvenirs. Il était né ici. Durant sa course, il croisa plusieurs Zoraïs, qui une fois la surprise passée, inclinèrent tous la tête en signe de respect. Pü leur rendit leur salut, mais évita de leur parler. De toute manière, il savait que tous seraient bientôt au courant de son retour. Lorsqu’il fut à deux pas de chez Grand-Mère Bä-Bä, son nez le piqua et il vit des vapeurs violettes s’échapper de la hutte, signe que la doyenne du village était en train de préparer une concoction. Il poussa les premiers rideaux, et avant même qu’il ait pénétré totalement l’habitation, la vieille dame l’interpella :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Je t’attendais mon enfant, pose le cube d’ambre sur l’autel. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü passa la dernière étoffe et aperçut Grand-Mère Bä-Bä, debout sur un tabouret et pliée en deux au-dessus d’une grande marmite. En la revoyant ainsi, fripée, squelettique et tordue, Pü se demanda à partir de quel âge la mort se lassait d’attendre, et renonçait à intervenir. Il s’avança vers l’autel et posa son panier. L’ancêtre touillait une étrange mixture odorante avec une grosse cuillère en bois.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Je suis en train de terminer de concocter le breuvage pour ta Cérémonie du Retour. Maintenant file retrouver ta mère. Tu lui manques terriblement. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü obéit et se dirigea vers la sortie. Cependant, il ne réussit pas à se retenir de lui poser une question.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Grand-Mère, comment as-tu su que j’allais arriver ? »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grand-Mère Bä-Bä fit claquer sa langue et Pü se crispa instantanément. Lorsqu’il était plus jeune, ce bruit caractéristique était souvent accompagné d’un coup de canne. L’enfant avait mal aux doigts rien qu’en y pensant. D’un son, elle venait de lui rappeler qu’elle restait la plus haute autorité du village, et qu’il ne fallait pas lui désobéir.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« File je te dis ! Et si tu veux un conseil, évite de mentionner précisément comment s’est soldée la dernière rencontre que tu as faite dans le Royaume de Matia, et les doutes auxquels tu fais face depuis. Le village risque de ne pas apprécier, et surtout pas ton père. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü poussa les rideaux qui masquaient l’entrée tel un automate, perturbé à la fois par la précision des connaissances de Grand-Mère Bä-Bä et par l’idée que son père puisse apprendre la vérité sur l’épisode évoqué. Cependant, si elle l’avait mis en garde, c’est qu’elle ne comptait pas la révéler au Masque Noir. Était-elle de son côté ? Pü n’eut pas le temps de se tracasser plus longtemps. À peine avait-il mis un pied dehors qu’il se rendit compte que la moitié du village, sa famille comprise, l’attendait devant la hutte.&lt;br /&gt;
[[file:Son pere.png|right|400px|alt=… Son père ne le félicita…|Son père ne le félicita]]&lt;br /&gt;
Les retrouvailles se passèrent comme il l’avait imaginé. '''Son père ne le félicita que brièvement, mais son regard était empli de fierté'''. Son frère lui cogna violemment l’épaule pour marquer son affection, et lui demanda dans la foulée combien de victimes il avait faites. Pour le futur Masque Noir, c’était ce qui importait le plus. Il fut déçu d’apprendre que son cadet s’était simplement contenté des cent cinquante et une demandées, alors que lui-même en avait presque fait le double à son époque. Quant à sa mère, elle s’effondra dans ses bras. Ou bien Pü s’effondra dans les siens. Il dut faire un effort considérable pour ne pas fondre en larmes devant la foule, et dut attendre de la retrouver en tête-à-tête pour se laisser totalement aller. Si sa mère le réconforta longuement en le couvrant de caresses et de mots doux, elle le réprimanda lorsqu’elle se rendit compte qu’il avait omis volontairement de régénérer ses doigts coupés. Looï avait beau être une grande guérisseuse, passé un certain délai de cicatrisation, certaines blessures devenaient permanentes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Le soir même, la Cérémonie du Retour eut lieu. Toute la tribu se réunit sur la Place du Cérémonial où un breuvage fut distribué à chaque villageois, nouveaux-nés compris. Il contenait un mélange alcoolisé de sève dans lequel un cocon de chair avait été dissous. Les Zoraïs se placèrent en cercles concentriques et attendirent que Grand-Mère Bä-Bä arrive, accompagnée comme toujours par la mère de Pü. Bien qu’accoutumés aux divers rituels qui avaient souvent lieu au sein de la communauté, tous retinrent leur souffle lorsqu’elle leva le bras. Les lumières des habitations surplombant la place fusèrent dans sa paume fermée et une petite sphère de lumière en sortit lorsqu’elle ouvrit la main. L’astre s’envola jusqu’au totem et s’empourpra, avant de pénétrer la bouche d’un masque. Les orifices des autres visages s’illuminèrent alors instantanément. La vieille dame lâcha le bras de Looï, qui lui servait jusqu’alors de soutien, et récupéra d’un mouvement tremblant le bol qu’elle lui tendait. Elle s’avança jusqu’au totem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Mes fils, mes filles, nous sommes réunis ce soir pour célébrer le retour de Pü Fu-tao parmi nous ! cria la vieille dame d’une voix étrangement amplifiée. Le jeune garçon est revenu plus fort de son exil en régions païennes, et avec en sa possession les cent cinquante et une graines de vie demandées ! Le Grand Géniteur salue son effort. Mais ce n’est pas tout ! Ma-Duk m’a aussi confié quelque chose. Nous en avons maintenant la certitude, la Guerre Sacrée débutera bientôt, et sera menée par nos enfants ! D’ici quelques années, nous nous mettrons en route. Guidés par le Guerrier Sacré, nous marcherons sur le monde, traquant les suppôts de la Karavan sans relâche ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü regardait fixement le breuvage emplissant son bol, comme hypnotisé. La couleur du liquide oscillait entre le violet et le noir, et des petites particules de chair rougeâtre flottaient à la surface. Et puis la graine grisâtre de Sirgio di Rolo émergea. Alors comme ça, Ma-Duk s’était adressé à Grand-Mère Bä-Bä pour lui dire que la Guerre Sacrée aurait bientôt lieu ? Pü frissonna. Lui qui avait passé son voyage de retour à rêver d’un autre futur, venait de se faire froidement rattraper par la réalité.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Maintenant, buvez l’offrande de Pü ! reprit Looï. Nourrissez-vous de l’essence des suppôts de la Karavan ! Absorbez leurs âmes et priez pour elles ! Elles vous donneront la force d’accomplir le projet divin auquel nous devrons tous participer d’ici peu ! Et si le Grand Géniteur le veut, ils seront alors absous de leurs péchés ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Les Zoraïs burent d’une traite le liquide visqueux et les parents s’occupèrent de la dose des plus petits. Pü avala sans rechigner l’horrible mixture, toujours perdu dans ses pensées. Alors que son peuple commençait d'entonner en chœur les premiers chants liturgiques de la soirée, Pü jeta un regard triste vers celle qu’il venait à peine de retrouver, et qu’il risquait à nouveau de perdre d’ici quelques années. Il fredonna un autre air.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
          ''Que Jena me pardonne et ses clercs me maudissent,''&lt;br /&gt;
          ''Qu'Aniro me renie et flatteurs se réjouissent,''&lt;br /&gt;
          ''Qu'Atys m'engloutisse et à jamais m'oublie,''&lt;br /&gt;
          ''Je meurs plein de vous, mon enfant, mon amie.''&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
Encore quelques années à profiter de sa présence. Ensuite, il n’y aurait plus que la guerre, la douleur, le sang et la mort. Celles des autres, la sienne, mais peut-être aussi celle de sa mère. Quoi qu’il advienne, Ma-Duk devait le savoir : ce combat, il le mènerait avant tout pour elle. Sa vie importait plus que celles de tous les Kamis réunis. Et, à l’instar de Sirgio di Rolo, ses derniers mots lui seraient consacrés}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NavChap|[[Chapitre IV - Exil sylvestre]]|[[La Guerre Sacrée#Table des matières|Table des matières]]|[[Chapitre VI - Le réveil]]}}&lt;br /&gt;
{{Portail|La Grande Bibliothèque|Zoraï}}&lt;br /&gt;
[[Catégorie:La Guerre Sacrée]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jadeyn</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Kapitel_V_-_Die_Saat_des_Zweifels&amp;diff=34495</id>
		<title>Kapitel V - Die Saat des Zweifels</title>
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				<updated>2023-02-27T09:21:40Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Jadeyn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{NavChap|[[Chapitre IV - Exil sylvestre]]|[[La Guerre Sacrée#Table des matières|Table des matières]]|[[Chapitre VI - Le réveil]]}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Trad&lt;br /&gt;
|DE=Kapitel V - Die Saat des Zweifels|DEs=2&lt;br /&gt;
|EN=Chapter V - The seed of doubt|ENs=4&lt;br /&gt;
|ES=&amp;lt;!--Capítulo V - La semilla de la duda--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|FR=Chapitre V - La graine du doute|FRs=0&lt;br /&gt;
|RU=&amp;lt;!--Глава V - Семя сомнения--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|H=1&lt;br /&gt;
|palette=}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Clear}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:purple;font-weight:bold&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''V - Die Saat des Zweifels'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;[[file:Tit-chap-4-5.png|60px]]&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:purple;font-weight:bold&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''Jahr 2474 von Jena'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Quotation|''Bélénor Nébius, Erzähler'' • ''Cheng Lai'SuKi, Illustratorin''|&lt;br /&gt;
Libre. Pü était enfin libre. Libre de rentrer chez lui et de retrouver ses proches. Malheureusement, le combat ne l'avait pas laissé indemne, et la résurgence de la douleur vint briser ces pensées positives. Le jeune Zoraï se redressa et s’examina : ses jambes et son bassin étaient recouverts de cloques, sa peau était entaillée de manière superficielle à maints endroits et un tiers de sa main droite avait été sectionnée, privée d'une partie de son auriculaire et de son annulaire. C’est en regardant sa mutilation qu’il se rendit compte que son sortilège de feu avait entièrement cautérisé son moignon. En outre, quatre de ses côtes étaient brisées. Mais finalement, tout bien considéré, il s’en sortait plutôt bien. Et surtout, sa douleur présente n’était rien en comparaison de ce qu’il avait vécu il y a quelques mois, lors de la pousse de son masque.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« ''Ma-Duk nous offre l'ultime douleur pour que nulle peine au monde ne puisse atteindre jamais ses soldats.'' »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alors qu’il se remettait péniblement debout, il entendit une voix. Pü essaya par réflexe de dégainer ses armes absentes et se mit en position de combat, cherchant du regard son nouvel adversaire. Personne. La voix se fit plus nette : du matéis. Pü comprit alors qu’elle venait du général, et que celui-ci avait donc survécu. Cela ne l’étonna guère, cependant : il avait visé l’aire motrice du cerveau du Matis, non pas pour le tuer, mais pour endommager son système moteur et l’empêcher ainsi d’extraire la lame qui empêchait la régénération. Prendre la vie d’un homin était difficile. Et lorsqu’il était impossible de tuer son adversaire d’un seul coup, il devenait alors indispensable d’essayer d’atteindre ses capacités régénératives. Ainsi, si le Matis avait survécu, il était incapable de régénérer son cerveau, et était donc voué à mourir. Malgré tout, Pü se dirigea prudemment vers lui. Car cet homin était de loin l’adversaire le plus coriace qu’il ait jamais eu à affronter, hormis peut-être son oncle et son père. Lorsqu’il passa dans son champ de vision, '''le Matis, qui regardait l’astre du jour, la dague toujours fichée dans le crâne, posa son regard sur lui'''. Du sang coulait le long de son visage. Il articula difficilement.&lt;br /&gt;
[[file:Le Matis.png|right|400px|alt=… le Matis, qui regardait l’astre du jour…|le Matis, qui regardait l’astre du jour]]&lt;br /&gt;
« Mon garçon, votre dernière acrobatie était impressionnante, dit-il en toussotant. Jamais je n’ai combattu un adversaire aussi agile que vous. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü le toisa froidement sans répondre. Il le félicitait ? Décidément, il n’oubliera pas de sitôt cet adversaire.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Ah, d’ailleurs… Pardonnez-moi à propos de ce que j’ai dit, sur votre mère et votre peuple. Si je ne peux cautionner vos coutumes, je ne pensais pas mes insultes. Les Zoraïs ne sont pas des sauvages, de la même manière que les Trykers ne sont pas des esclaves. Et si vous êtes en effet endoctrinés, nous le sommes tout autant. J’ai simplement voulu vous provoquer… Ce qui a plutôt bien fonctionné. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü n’en revenait pas. Il avait décimé à lui tout seul la moitié de son escouade et allait bientôt lui ôter la vie. Et pourtant, le général regrettait ses paroles et s’excusait.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Mon garçon, les secondes me sont comptées. Avant de m’en aller, j’aimerais que vous accédiez à deux de mes requêtes. Vous avez remporté ce duel, vous n'êtes pas obligé d’accepter. Cependant, je vous demande d’écouter votre cœur. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Si sa mère lui avait parlé du code d’honneur des officiers matis, c’était la première fois que Pü en observait l’application. Aucun des soldats de Matia qu’il avait affrontés jusqu'alors ne s’était jamais comporté de la sorte. Le Zoraï se détendit et s’agenouilla devant le Matis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Dites-moi, je vous écoute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Premièrement, j’aimerais que vous épargniez et que vous mettiez en sécurité Sivaldo, le mitrailleur que vous avez assommé. C’est un brave soldat, comme bien d’autres, et il est aussi mon neveu. Mais plus que tout, son âme est particulièrement belle. Durant trop de décennies les Matis ont propagé la haine, et l’ont subie en retour. Notre peuple a besoin de garçons comme lui. Tout à l’heure, vous m'avez proposé de fuir, en vous l’abandonnant. Si vous n'avez besoin que d’une vie, c’est chose faite, vous avez déjà obtenu la mienne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— J’accepte, dit Pü, qui aurait de toute manière épargné le soldat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Merci infiniment, répondit le général, en souriant faiblement. Pour finir, j’aimerais que vous me laissiez chanter pour mon épouse et ma fille. Elles sont ce que j’ai de plus cher en Matia. Depuis toujours elles sont ma raison de combattre. C’est avant tout pour elles que je forme des soldats et que je protège le Royaume. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des larmes se mirent à couler et se mêlèrent au sang, alors qu’il se remettait à fixer l’astre du jour.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Si vous acceptez, je serai un homin comblé. Mort lors d’un magnifique combat, sous le regard de Jena, en l’honneur des homines de ma vie. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü regarda discrètement en direction de l’endroit où il avait aperçu le Kami. Il n’était plus là. Au fond de lui, il savait qu’il était mal de laisser un ennemi proférer un chant païen. Mais en évoquant son épouse et sa fille, le général l’avait touché. Comment pourrait-il ne pas accéder à sa dernière requête ? Pü s’agenouilla à son côté de lui et lui posa une main sur l’épaule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Je vous écoute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Je savais que vous accepteriez, soupira le Matis avant de s’éclaircir la gorge. Fermez les yeux, laissez votre esprit aller, et entendez le chant de la Forêt. Je vais l’accompagner de ma voix. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Perdant toute notion de prudence, Pü lui obéit. Il était vrai qu’a bien des égards, les forêts de Matia regorgeaient de merveilles, qui une fois les yeux clos, s’exprimaient aussi bien dans ses senteurs parfumées que dans le bruissement apaisant de ses arbres. Le silence se fit. Le général attendit que le vent se lève et entama son chant.&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
           ''La Mère j'ai prié, et pour Elle combattu,''&lt;br /&gt;
           ''Qui, enfant, me berça de douces litanies.''&lt;br /&gt;
           ''Mais à l'heure du trépas, ma petite et ma mie,''&lt;br /&gt;
           ''C'est à votre douceur que je suis revenu.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           ''Le Karan j'ai servi, et pour lui j'ai lutté,''&lt;br /&gt;
           ''Qui tôt récompensa ma soif du meilleur.''&lt;br /&gt;
           ''Mais c'est vous, chères homines pour toujours en mon cœur,''&lt;br /&gt;
           ''Qui le meilleur sans barguigner m'avez donné.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           ''La Karavan j'ai craint, et pour son compte agi,''&lt;br /&gt;
           ''Tant ses machines noires déployaient de pouvoir.''&lt;br /&gt;
           ''Mais c'est peur de vous perdre qui met au désespoir,''&lt;br /&gt;
           ''À l'heure ultime qui voit du corps s'enfuir la vie.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           ''La Forêt j'ai aimé, et pour Matia souvent,''&lt;br /&gt;
           ''Quitté les artifices d'une Cour empesée.''&lt;br /&gt;
           ''Mais si par miracle autre jour m'était donné,''&lt;br /&gt;
           ''C'est auprès de vous deux que passerais mon temps.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           ''Que Jena me pardonne et ses clercs me maudissent,''&lt;br /&gt;
           ''Qu'[[Aniro III|Aniro]] me renie et flatteurs se réjouissent,''&lt;br /&gt;
           ''Qu'Atys m'engloutisse et à jamais m'oublie,''&lt;br /&gt;
           ''Je meurs plein de vous, mon enfant, mon amie.''&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
Pü rouvrit les yeux, totalement désorienté. Son masque ruisselait de larmes et son cœur s’était emballé. Pris de vertiges, il suffoquait bruyamment. Que lui arrivait-il donc ? Était-il en train de compenser toute la tension qu’il avait accumulée ces dernières semaines ? En partie, mais pas seulement. Ce chant l’avait complètement bouleversé. Il faisait écho à tant de choses en lui : son amour pour Ma-Duk, qui bien que sincère, ne surpasserait jamais celui qu’il éprouvait pour son frère et surtout pour sa mère ; l’extrême loyauté dont il faisait preuve envers sa tribu, dont il maudissait pourtant les coutumes en silence ; la peur de décevoir son père, qu’il savait capable de le renier ; la crainte enfin, qu’il éprouvait vis-à-vis des Kamis, qui privaient leurs fidèles de liberté sous couvert de grands desseins. Cet étranger était en vérité si peu différent de lui. Il était son miroir, et il venait de lui ôter la vie. Pü resserra ses poings tremblants et tenta de régler sa respiration. Un soir, sa mère lui avait parlé d’une maladie psychosomatique, qui pouvait causer ce type de symptômes à ceux qui s’exposaient à de puissantes œuvres d’art. Ce chant était l’une d’elle. Il le marquerait à vie, il le savait. Remarquant son émoi, le général l’interpella. Sa diction était de plus en plus lente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Ressaisissez-vous mon garçon, vous devez apprendre à gérer vos émotions. vous vous engagez sur une voie bien sombre, que vous avez été contraint d’emprunter, et qui va vous faire connaître de nombreuses difficultés. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pour la première fois depuis le début de la discussion, le Matis prit un air grave.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Je vous ai vu combattre, j’ai observé votre manière de faire et votre regard. Vous avez beau être un combattant exceptionnel, vous détestez tuer. Vous n'êtes pas de ceux qui s’enivrent du sang de leurs victimes. À chaque fois que vous enlevez une vie, c’est comme si vous vous tuiez vous-même. Vous êtes jeune, vous pouvez encore reprendre en main votre destin et voguer vers des lendemains plus heureux. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Si seulement il savait, pensa Pü, en se remémorant les prédictions de Grand-Mère Bä-Bä.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Allez… Je n’ai fait que trop durer ce moment… Il est temps pour moi de rejoindre mes ancêtres, balbutia-t-il en s’affaissant sur le Zoraï.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Attendez, dites-moi votre nom ! Ainsi que ceux de votre fille et de votre épouse !&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Je suis Sirgio di Rolo… Mon épouse se nomme Virinia… Et notre magnifique petite fille… Trini… »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü maintint les épaules du général, et l’allongea sur le sol. Il était mort. Il lui ferma les yeux et délogea délicatement la dague assassine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Sirgio di Rolo, je vous fais la promesse de prier tous les matins, durant l'année qui vient, pour le salut de votre fille. Je m’engage aussi à lier mon âme à la vôtre durant ma Cérémonie du Retour. J’espère que vous me donnerez la force de poursuivre ma destinée. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sur ces mots, l’enfant ouvrit la petite sacoche qui flanquait sa cuisse gauche. Celle-ci contenait deux fins et longs instruments qu’il récupéra avec soin. Le premier était une tige de [[taleng]] de vingt centimètres de long et d’un centimètre de diamètre, dont l’une des extrémités avait été taillée en pointe. Le taleng, caractérisé par ses tiges vertes formées d'un chaume creux lignifié à la croissance très rapide, était présent en abondance dans la Jungle. Les Zoraïs l’utilisaient couramment comme matériau pour la fabrication d’ustensiles. Le second outil, lui aussi fabriqué à partir de taleng, était une fine et longue pince. Pü enjamba le torse du général et lui releva la tête de la main gauche. De sa main amputée, il enfonça péniblement la tige dans la narine droite du Matis jusqu’à ne plus pouvoir la faire progresser. Alors, d’un coup de paume bien senti, il lui perfora le crâne. Du sang se mit à couler autour et à l’intérieur de la tige rigide, et l’enfant ferma les yeux. Bien que connaissant approximativement sa position, s'il voulait détecter précisément sa cible, il devait faire taire ses autres sens. Il ne lui fallut alors que quelques secondes pour discerner l’imperceptible écho qui pulsait depuis l’intérieur du crâne du Matis, et qui se réverbérait subtilement dans les particules spirituelles avoisinantes. '''Méditatif, Pü enfonça progressivement le tube dans le cerveau du Matis'''. Enfin, alors que la tige de taleng arrivait à destination, il rouvrit les yeux. Laissant la tête du général reposer au sol, il récupéra la fine pince de sa main valide et la glissa dans le tube nasal. Bien qu’il dut à nouveau se concentrer pour être certain de ne pas dépasser sa cible, une pulsation nettement plus prégnante que les autres lui confirma son succès. Prudemment, le manche fit marche arrière, et un petit morceau de chair étonnamment ferme émergea du tube serré entre les deux branches de la pince. Pü observa le cocon de chair afin de vérifier qu’il n’était pas abîmé. À l’intérieur de celui-ci était enfermée la graine de vie, que l’on disait être le siège de l’âme homine. L’âme de Sirgio di Rolo. Pü avait déjà pu observer ce fragile trésor, qui ressemblait véritablement à une petite graine grisâtre, longue d’à peine quelques millimètres. Sirgio di Rolo était bel et bien mort, et pourtant, il pouvait toujours discerner l'écho de sa graine de vie. Pü s’était beaucoup questionné sur cet écho durant son exil. Il s’était même demandé s’il pouvait être un signal. Un signal de l’âme. Mais un signal à destination de qui ? De Ma-Duk, nécessairement.&lt;br /&gt;
[[file:Meditatif.png|right|400px|alt=… Méditatif, Pü enfonça…|Méditatif, Pü enfonça]]&lt;br /&gt;
Une envolée de javings fit sursauter l’enfant qui reprit instantanément ses esprits. Ouvrant l’une des petites poches de sa ceinture, il y plaça délicatement son macabre trophée. Il répéta ensuite l’opération sur les trois autres cadavres, prenant bien soin de placer les morceaux de chair dans des pochettes distinctes. En dernier lieu, il se porta vers Sivaldo, le mitrailleur évanoui que le général lui avait demandé d’épargner. Comme les autres soldats, il devait avoir environ l’âge de son frère. À n’en pas douter, ce Matis était probablement considéré par son peuple comme un modèle de beauté. Il était grand et bien bâti, et disposait d’une longue chevelure tressée d’un blond éclatant. Les traits harmonieux de son visage semblaient avoir été dessinés à la main, et quand Pü lui souleva les paupières pour vérifier son état, il découvrit des iris cristallins. Malheureusement pour le Matis, son visage était maintenant traversé d’une longue et profonde entaille. Si le Zoraï était en mesure de refermer la plaie, il ne réussirait pas à effacer totalement la marque causée par l’impact du bouclier. Il était en effet trop faible, et devait conserver assez d’énergie pour guérir ses propres blessures.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Une fois le Matis soigné, il se dirigea jusqu’au buisson où il avait caché son panier cubique. Pü l’extirpa délicatement des feuillages et le posa sur le sol. Satisfait de l’emplacement, il en ouvrit précautionneusement le couvercle, comme s’il abritait un trésor. Le panier contenait un cube d’ambre parfaitement enchâssé dans le réceptacle d’osier, qui semblait lui-même renfermer plusieurs dizaines de formes. Il récupéra méticuleusement un des morceaux de chair qu’il avait rangés dans les poches de sa ceinture, et le posa sur la seule face visible du cube. Il n’eut alors qu’à imprimer sa volonté à la Sève qui l’irriguait, tout en prononçant la célèbre Stance de Daïsha, pour que l’amas sanguinolent s’enfonce dans l’ambre altéré par le sortilège et s’y fige. L’utilisation de cubes d’ambre comme système de stockage avait été inventée, plus d’un siècle auparavant, par le célèbre Hari Daïsha. Aujourd’hui très répandue dans la Jungle, elle permettait de préserver des objets, mais aussi de conserver du savoir, magiquement. Pü réitéra l’opération trois fois et prit soin de terminer par le fragment du général. Il grava l’ambre au-dessus de la position de ce dernier afin de pouvoir le distinguer aisément des autres morceaux de chair. Lorsqu’il referma le couvercle du panier, il exprima un sincère soupir de soulagement. Pour la première fois depuis des semaines, son lendemain ne serait pas souillé de sang. Suite à cela, il veilla patiemment sur le corps du survivant en attendant que les renforts arrivent. Il profita de ce moment de répit pour se reposer et panser ses blessures. S’il répara ses côtes brisées et referma ses plaies, il renonça à régénérer ses doigts manquants : la mutilation laissée ainsi en évidence l’assurait que ce jour resterait à jamais gravé dans sa mémoire. Et lorsqu’il entendit le tumulte des capryniers matis résonner au loin, il disparut dans la pénombre des arbres centenaires.&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;[[file:Sep-chap-5.png|40px]]&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
Le voyage du retour dura plusieurs semaines, mais se déroula sans encombre. Pü quitta les forêts infinies du Royaume de Matia en direction du sud, passa les Cicatrices de Zachini, ces dangereux et immenses gouffres qui séparaient les hauts plateaux boisés des humides plaines luxuriantes, et rejoignit finalement la Jungle, son pays natal. Il n’eut aucun mal à franchir la Grande Muraille, qui isolait la Théocratie Zoraï du reste du monde, et à esquiver les gardes-frontières, qui semblaient d’ailleurs se reposer un peu trop sur le gigantisme du mur. Certes, l’édifice était imposant. Mais, l’ayant escaladé à plusieurs reprises, le jeune homin s’était fait une bonne idée de son état : malheureusement, le manque d’entretien se faisait gravement sentir par endroits. Un jour, des ennemis de la Théocratie Zoraï feraient tomber le rempart avant même que Min-Cho ou le Conseil des Sages ne puissent le prédire. L’enfant espérait que, le moment venu, les Zoraïs seraient prêts à affronter l’envahisseur. Durant tout son voyage de retour, Pü avait été traversé de sentiments contradictoires. Depuis qu’il avait été contraint de quitter son village, son envie d’y retourner au plus vite ne l’avait jamais quitté. Mais s’il avait espéré y reprendre une vie normale une fois rentré, il ne pouvait dorénavant plus s’empêcher de se remémorer les derniers mots de Sirgio di Rolo :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Vous êtes jeune, vous pouvez encore reprendre en main votre destin et voguer vers des lendemains plus heureux. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Était-il réellement capable de redevenir maître de sa destinée ? Pourrait-il s’opposer aux coutumes violentes de sa tribu ? Réussirait-il à empêcher son frère de mener l'expédition sanglante qui lui était destinée ? Tant de questions qui le tourmentaient depuis son départ du Royaume de Matia.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
L’astre ambré presque disparu derrière l'horizon du nord-ouest annonçait l'aube lorsque Pü arriva finalement à destination. Cela faisait maintenant de nombreux jours qu’il avait passé le fleuve Ti-aïn et la capitale Zoran, pour continuer vers le sud à travers la jungle épaisse. Le second astre, celui du jour, commençait tout juste à reprendre de son éclat, et balayait de ses faibles rayons le panorama qui s’offrait à lui. L’enfant eut un mouvement de recul. Après avoir vécu plusieurs mois au cœur d’envoûtantes forêts multicolores, il avait oublié la froideur de son monde. Au sommet de la colline, la gigantesque souche morte qui abritait son village trônait sinistrement sur l'écorce recouverte d’une végétation rabougrie et noircie. Les ancêtres racontaient qu’autrefois, la souche était l’arbre-ciel le plus imposant du pays, et qu’il renfermait des matières premières exceptionnellement rares. Bien entendu, la Karavan avait tenté de s’en emparer, et les Kamis s’y étaient violemment opposés. Dans un assaut désespéré, les agents de la Karavan avaient déployé une machine infernale cracheuse de feu. Mais pas n’importe quel feu. Un feu bien plus vorace et tenace qu’à l’ordinaire, qui avait ravagé une bonne partie de la région avant de déchirer le sol et de continuer sa course dans les Primes Racines. On raconte qu’encore aujourd’hui le feu serait en train d’œuvrer en silence dans les profondeurs de l'Écorce.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
L’enfant gravit la colline en direction de l’inquiétante déchirure qui faisait office d’accès. À peine les gardes l’eurent-ils reconnu qu’ils s’inclinèrent avec déférence. Pü entra dans la souche et fila sans perdre une seconde vers la hutte de Grand-Mère Bä-Bä. Il évoluait par habitude dans les allées tortueuses de cet étrange village aux multiples étages, et esquivait instinctivement les racines qui s’entremêlaient sous ses pieds. La déconvenue née de la comparaison du paysage grisâtre avec les chaleureuses forêts de Matia avait vite été oubliée, laissant place aux souvenirs. Il était né ici. Durant sa course, il croisa plusieurs Zoraïs, qui une fois la surprise passée, inclinèrent tous la tête en signe de respect. Pü leur rendit leur salut, mais évita de leur parler. De toute manière, il savait que tous seraient bientôt au courant de son retour. Lorsqu’il fut à deux pas de chez Grand-Mère Bä-Bä, son nez le piqua et il vit des vapeurs violettes s’échapper de la hutte, signe que la doyenne du village était en train de préparer une concoction. Il poussa les premiers rideaux, et avant même qu’il ait pénétré totalement l’habitation, la vieille dame l’interpella :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Je t’attendais mon enfant, pose le cube d’ambre sur l’autel. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü passa la dernière étoffe et aperçut Grand-Mère Bä-Bä, debout sur un tabouret et pliée en deux au-dessus d’une grande marmite. En la revoyant ainsi, fripée, squelettique et tordue, Pü se demanda à partir de quel âge la mort se lassait d’attendre, et renonçait à intervenir. Il s’avança vers l’autel et posa son panier. L’ancêtre touillait une étrange mixture odorante avec une grosse cuillère en bois.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Je suis en train de terminer de concocter le breuvage pour ta Cérémonie du Retour. Maintenant file retrouver ta mère. Tu lui manques terriblement. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü obéit et se dirigea vers la sortie. Cependant, il ne réussit pas à se retenir de lui poser une question.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Grand-Mère, comment as-tu su que j’allais arriver ? »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grand-Mère Bä-Bä fit claquer sa langue et Pü se crispa instantanément. Lorsqu’il était plus jeune, ce bruit caractéristique était souvent accompagné d’un coup de canne. L’enfant avait mal aux doigts rien qu’en y pensant. D’un son, elle venait de lui rappeler qu’elle restait la plus haute autorité du village, et qu’il ne fallait pas lui désobéir.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« File je te dis ! Et si tu veux un conseil, évite de mentionner précisément comment s’est soldée la dernière rencontre que tu as faite dans le Royaume de Matia, et les doutes auxquels tu fais face depuis. Le village risque de ne pas apprécier, et surtout pas ton père. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü poussa les rideaux qui masquaient l’entrée tel un automate, perturbé à la fois par la précision des connaissances de Grand-Mère Bä-Bä et par l’idée que son père puisse apprendre la vérité sur l’épisode évoqué. Cependant, si elle l’avait mis en garde, c’est qu’elle ne comptait pas la révéler au Masque Noir. Était-elle de son côté ? Pü n’eut pas le temps de se tracasser plus longtemps. À peine avait-il mis un pied dehors qu’il se rendit compte que la moitié du village, sa famille comprise, l’attendait devant la hutte.&lt;br /&gt;
[[file:Son pere.png|right|400px|alt=… Son père ne le félicita…|Son père ne le félicita]]&lt;br /&gt;
Les retrouvailles se passèrent comme il l’avait imaginé. '''Son père ne le félicita que brièvement, mais son regard était empli de fierté'''. Son frère lui cogna violemment l’épaule pour marquer son affection, et lui demanda dans la foulée combien de victimes il avait faites. Pour le futur Masque Noir, c’était ce qui importait le plus. Il fut déçu d’apprendre que son cadet s’était simplement contenté des cent cinquante et une demandées, alors que lui-même en avait presque fait le double à son époque. Quant à sa mère, elle s’effondra dans ses bras. Ou bien Pü s’effondra dans les siens. Il dut faire un effort considérable pour ne pas fondre en larmes devant la foule, et dut attendre de la retrouver en tête-à-tête pour se laisser totalement aller. Si sa mère le réconforta longuement en le couvrant de caresses et de mots doux, elle le réprimanda lorsqu’elle se rendit compte qu’il avait omis volontairement de régénérer ses doigts coupés. Looï avait beau être une grande guérisseuse, passé un certain délai de cicatrisation, certaines blessures devenaient permanentes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Le soir même, la Cérémonie du Retour eut lieu. Toute la tribu se réunit sur la Place du Cérémonial où un breuvage fut distribué à chaque villageois, nouveaux-nés compris. Il contenait un mélange alcoolisé de sève dans lequel un cocon de chair avait été dissous. Les Zoraïs se placèrent en cercles concentriques et attendirent que Grand-Mère Bä-Bä arrive, accompagnée comme toujours par la mère de Pü. Bien qu’accoutumés aux divers rituels qui avaient souvent lieu au sein de la communauté, tous retinrent leur souffle lorsqu’elle leva le bras. Les lumières des habitations surplombant la place fusèrent dans sa paume fermée et une petite sphère de lumière en sortit lorsqu’elle ouvrit la main. L’astre s’envola jusqu’au totem et s’empourpra, avant de pénétrer la bouche d’un masque. Les orifices des autres visages s’illuminèrent alors instantanément. La vieille dame lâcha le bras de Looï, qui lui servait jusqu’alors de soutien, et récupéra d’un mouvement tremblant le bol qu’elle lui tendait. Elle s’avança jusqu’au totem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Mes fils, mes filles, nous sommes réunis ce soir pour célébrer le retour de Pü Fu-tao parmi nous ! cria la vieille dame d’une voix étrangement amplifiée. Le jeune garçon est revenu plus fort de son exil en régions païennes, et avec en sa possession les cent cinquante et une graines de vie demandées ! Le Grand Géniteur salue son effort. Mais ce n’est pas tout ! Ma-Duk m’a aussi confié quelque chose. Nous en avons maintenant la certitude, la Guerre Sacrée débutera bientôt, et sera menée par nos enfants ! D’ici quelques années, nous nous mettrons en route. Guidés par le Guerrier Sacré, nous marcherons sur le monde, traquant les suppôts de la Karavan sans relâche ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü regardait fixement le breuvage emplissant son bol, comme hypnotisé. La couleur du liquide oscillait entre le violet et le noir, et des petites particules de chair rougeâtre flottaient à la surface. Et puis la graine grisâtre de Sirgio di Rolo émergea. Alors comme ça, Ma-Duk s’était adressé à Grand-Mère Bä-Bä pour lui dire que la Guerre Sacrée aurait bientôt lieu ? Pü frissonna. Lui qui avait passé son voyage de retour à rêver d’un autre futur, venait de se faire froidement rattraper par la réalité.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Maintenant, buvez l’offrande de Pü ! reprit Looï. Nourrissez-vous de l’essence des suppôts de la Karavan ! Absorbez leurs âmes et priez pour elles ! Elles vous donneront la force d’accomplir le projet divin auquel nous devrons tous participer d’ici peu ! Et si le Grand Géniteur le veut, ils seront alors absous de leurs péchés ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Les Zoraïs burent d’une traite le liquide visqueux et les parents s’occupèrent de la dose des plus petits. Pü avala sans rechigner l’horrible mixture, toujours perdu dans ses pensées. Alors que son peuple commençait d'entonner en chœur les premiers chants liturgiques de la soirée, Pü jeta un regard triste vers celle qu’il venait à peine de retrouver, et qu’il risquait à nouveau de perdre d’ici quelques années. Il fredonna un autre air.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
          ''Que Jena me pardonne et ses clercs me maudissent,''&lt;br /&gt;
          ''Qu'Aniro me renie et flatteurs se réjouissent,''&lt;br /&gt;
          ''Qu'Atys m'engloutisse et à jamais m'oublie,''&lt;br /&gt;
          ''Je meurs plein de vous, mon enfant, mon amie.''&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
Encore quelques années à profiter de sa présence. Ensuite, il n’y aurait plus que la guerre, la douleur, le sang et la mort. Celles des autres, la sienne, mais peut-être aussi celle de sa mère. Quoi qu’il advienne, Ma-Duk devait le savoir : ce combat, il le mènerait avant tout pour elle. Sa vie importait plus que celles de tous les Kamis réunis. Et, à l’instar de Sirgio di Rolo, ses derniers mots lui seraient consacrés&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NavChap|[[Chapitre IV - Exil sylvestre]]|[[La Guerre Sacrée#Table des matières|Table des matières]]|[[Chapitre VI - Le réveil]]}}&lt;br /&gt;
{{Portail|La Grande Bibliothèque|Zoraï}}&lt;br /&gt;
[[Catégorie:La Guerre Sacrée]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jadeyn</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Kapitel_V_-_Die_Saat_des_Zweifels&amp;diff=34494</id>
		<title>Kapitel V - Die Saat des Zweifels</title>
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&lt;hr /&gt;
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&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Trad&lt;br /&gt;
|DE=Kapitel V - Die Saat des Zweifels|DEs=2&lt;br /&gt;
|EN=Chapter V - The seed of doubt|ENs=4&lt;br /&gt;
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|H=1&lt;br /&gt;
|palette=}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Clear}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:purple;font-weight:bold&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''V - La graine du doute'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;[[file:Tit-chap-4-5.png|60px]]&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:purple;font-weight:bold&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''An 2474 de Jena'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Quotation|''Bélénor Nébius, narrateur'' • ''Cheng Lai'SuKi, illustratrice''|&lt;br /&gt;
{{Paragraphes FR|Libre. Pü était enfin libre. Libre de rentrer chez lui et de retrouver ses proches. Malheureusement, le combat ne l'avait pas laissé indemne, et la résurgence de la douleur vint briser ces pensées positives. Le jeune Zoraï se redressa et s’examina : ses jambes et son bassin étaient recouverts de cloques, sa peau était entaillée de manière superficielle à maints endroits et un tiers de sa main droite avait été sectionnée, privée d'une partie de son auriculaire et de son annulaire. C’est en regardant sa mutilation qu’il se rendit compte que son sortilège de feu avait entièrement cautérisé son moignon. En outre, quatre de ses côtes étaient brisées. Mais finalement, tout bien considéré, il s’en sortait plutôt bien. Et surtout, sa douleur présente n’était rien en comparaison de ce qu’il avait vécu il y a quelques mois, lors de la pousse de son masque.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« ''Ma-Duk nous offre l'ultime douleur pour que nulle peine au monde ne puisse atteindre jamais ses soldats.'' »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alors qu’il se remettait péniblement debout, il entendit une voix. Pü essaya par réflexe de dégainer ses armes absentes et se mit en position de combat, cherchant du regard son nouvel adversaire. Personne. La voix se fit plus nette : du matéis. Pü comprit alors qu’elle venait du général, et que celui-ci avait donc survécu. Cela ne l’étonna guère, cependant : il avait visé l’aire motrice du cerveau du Matis, non pas pour le tuer, mais pour endommager son système moteur et l’empêcher ainsi d’extraire la lame qui empêchait la régénération. Prendre la vie d’un homin était difficile. Et lorsqu’il était impossible de tuer son adversaire d’un seul coup, il devenait alors indispensable d’essayer d’atteindre ses capacités régénératives. Ainsi, si le Matis avait survécu, il était incapable de régénérer son cerveau, et était donc voué à mourir. Malgré tout, Pü se dirigea prudemment vers lui. Car cet homin était de loin l’adversaire le plus coriace qu’il ait jamais eu à affronter, hormis peut-être son oncle et son père. Lorsqu’il passa dans son champ de vision, '''le Matis, qui regardait l’astre du jour, la dague toujours fichée dans le crâne, posa son regard sur lui'''. Du sang coulait le long de son visage. Il articula difficilement.&lt;br /&gt;
[[file:Le Matis.png|right|400px|alt=… le Matis, qui regardait l’astre du jour…|le Matis, qui regardait l’astre du jour]]&lt;br /&gt;
« Mon garçon, votre dernière acrobatie était impressionnante, dit-il en toussotant. Jamais je n’ai combattu un adversaire aussi agile que vous. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü le toisa froidement sans répondre. Il le félicitait ? Décidément, il n’oubliera pas de sitôt cet adversaire.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Ah, d’ailleurs… Pardonnez-moi à propos de ce que j’ai dit, sur votre mère et votre peuple. Si je ne peux cautionner vos coutumes, je ne pensais pas mes insultes. Les Zoraïs ne sont pas des sauvages, de la même manière que les Trykers ne sont pas des esclaves. Et si vous êtes en effet endoctrinés, nous le sommes tout autant. J’ai simplement voulu vous provoquer… Ce qui a plutôt bien fonctionné. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü n’en revenait pas. Il avait décimé à lui tout seul la moitié de son escouade et allait bientôt lui ôter la vie. Et pourtant, le général regrettait ses paroles et s’excusait.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Mon garçon, les secondes me sont comptées. Avant de m’en aller, j’aimerais que vous accédiez à deux de mes requêtes. Vous avez remporté ce duel, vous n'êtes pas obligé d’accepter. Cependant, je vous demande d’écouter votre cœur. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Si sa mère lui avait parlé du code d’honneur des officiers matis, c’était la première fois que Pü en observait l’application. Aucun des soldats de Matia qu’il avait affrontés jusqu'alors ne s’était jamais comporté de la sorte. Le Zoraï se détendit et s’agenouilla devant le Matis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Dites-moi, je vous écoute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Premièrement, j’aimerais que vous épargniez et que vous mettiez en sécurité Sivaldo, le mitrailleur que vous avez assommé. C’est un brave soldat, comme bien d’autres, et il est aussi mon neveu. Mais plus que tout, son âme est particulièrement belle. Durant trop de décennies les Matis ont propagé la haine, et l’ont subie en retour. Notre peuple a besoin de garçons comme lui. Tout à l’heure, vous m'avez proposé de fuir, en vous l’abandonnant. Si vous n'avez besoin que d’une vie, c’est chose faite, vous avez déjà obtenu la mienne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— J’accepte, dit Pü, qui aurait de toute manière épargné le soldat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Merci infiniment, répondit le général, en souriant faiblement. Pour finir, j’aimerais que vous me laissiez chanter pour mon épouse et ma fille. Elles sont ce que j’ai de plus cher en Matia. Depuis toujours elles sont ma raison de combattre. C’est avant tout pour elles que je forme des soldats et que je protège le Royaume. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des larmes se mirent à couler et se mêlèrent au sang, alors qu’il se remettait à fixer l’astre du jour.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Si vous acceptez, je serai un homin comblé. Mort lors d’un magnifique combat, sous le regard de Jena, en l’honneur des homines de ma vie. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü regarda discrètement en direction de l’endroit où il avait aperçu le Kami. Il n’était plus là. Au fond de lui, il savait qu’il était mal de laisser un ennemi proférer un chant païen. Mais en évoquant son épouse et sa fille, le général l’avait touché. Comment pourrait-il ne pas accéder à sa dernière requête ? Pü s’agenouilla à son côté de lui et lui posa une main sur l’épaule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Je vous écoute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Je savais que vous accepteriez, soupira le Matis avant de s’éclaircir la gorge. Fermez les yeux, laissez votre esprit aller, et entendez le chant de la Forêt. Je vais l’accompagner de ma voix. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Perdant toute notion de prudence, Pü lui obéit. Il était vrai qu’a bien des égards, les forêts de Matia regorgeaient de merveilles, qui une fois les yeux clos, s’exprimaient aussi bien dans ses senteurs parfumées que dans le bruissement apaisant de ses arbres. Le silence se fit. Le général attendit que le vent se lève et entama son chant.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
           ''La Mère j'ai prié, et pour Elle combattu,''&lt;br /&gt;
           ''Qui, enfant, me berça de douces litanies.''&lt;br /&gt;
           ''Mais à l'heure du trépas, ma petite et ma mie,''&lt;br /&gt;
           ''C'est à votre douceur que je suis revenu.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           ''Le Karan j'ai servi, et pour lui j'ai lutté,''&lt;br /&gt;
           ''Qui tôt récompensa ma soif du meilleur.''&lt;br /&gt;
           ''Mais c'est vous, chères homines pour toujours en mon cœur,''&lt;br /&gt;
           ''Qui le meilleur sans barguigner m'avez donné.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           ''La Karavan j'ai craint, et pour son compte agi,''&lt;br /&gt;
           ''Tant ses machines noires déployaient de pouvoir.''&lt;br /&gt;
           ''Mais c'est peur de vous perdre qui met au désespoir,''&lt;br /&gt;
           ''À l'heure ultime qui voit du corps s'enfuir la vie.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           ''La Forêt j'ai aimé, et pour Matia souvent,''&lt;br /&gt;
           ''Quitté les artifices d'une Cour empesée.''&lt;br /&gt;
           ''Mais si par miracle autre jour m'était donné,''&lt;br /&gt;
           ''C'est auprès de vous deux que passerais mon temps.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           ''Que Jena me pardonne et ses clercs me maudissent,''&lt;br /&gt;
           ''Qu'[[Aniro III|Aniro]] me renie et flatteurs se réjouissent,''&lt;br /&gt;
           ''Qu'Atys m'engloutisse et à jamais m'oublie,''&lt;br /&gt;
           ''Je meurs plein de vous, mon enfant, mon amie.''&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Paragraphes FR|Pü rouvrit les yeux, totalement désorienté. Son masque ruisselait de larmes et son cœur s’était emballé. Pris de vertiges, il suffoquait bruyamment. Que lui arrivait-il donc ? Était-il en train de compenser toute la tension qu’il avait accumulée ces dernières semaines ? En partie, mais pas seulement. Ce chant l’avait complètement bouleversé. Il faisait écho à tant de choses en lui : son amour pour Ma-Duk, qui bien que sincère, ne surpasserait jamais celui qu’il éprouvait pour son frère et surtout pour sa mère ; l’extrême loyauté dont il faisait preuve envers sa tribu, dont il maudissait pourtant les coutumes en silence ; la peur de décevoir son père, qu’il savait capable de le renier ; la crainte enfin, qu’il éprouvait vis-à-vis des Kamis, qui privaient leurs fidèles de liberté sous couvert de grands desseins. Cet étranger était en vérité si peu différent de lui. Il était son miroir, et il venait de lui ôter la vie. Pü resserra ses poings tremblants et tenta de régler sa respiration. Un soir, sa mère lui avait parlé d’une maladie psychosomatique, qui pouvait causer ce type de symptômes à ceux qui s’exposaient à de puissantes œuvres d’art. Ce chant était l’une d’elle. Il le marquerait à vie, il le savait. Remarquant son émoi, le général l’interpella. Sa diction était de plus en plus lente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Ressaisissez-vous mon garçon, vous devez apprendre à gérer vos émotions. vous vous engagez sur une voie bien sombre, que vous avez été contraint d’emprunter, et qui va vous faire connaître de nombreuses difficultés. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pour la première fois depuis le début de la discussion, le Matis prit un air grave.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Je vous ai vu combattre, j’ai observé votre manière de faire et votre regard. Vous avez beau être un combattant exceptionnel, vous détestez tuer. Vous n'êtes pas de ceux qui s’enivrent du sang de leurs victimes. À chaque fois que vous enlevez une vie, c’est comme si vous vous tuiez vous-même. Vous êtes jeune, vous pouvez encore reprendre en main votre destin et voguer vers des lendemains plus heureux. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Si seulement il savait, pensa Pü, en se remémorant les prédictions de Grand-Mère Bä-Bä.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Allez… Je n’ai fait que trop durer ce moment… Il est temps pour moi de rejoindre mes ancêtres, balbutia-t-il en s’affaissant sur le Zoraï.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Attendez, dites-moi votre nom ! Ainsi que ceux de votre fille et de votre épouse !&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Je suis Sirgio di Rolo… Mon épouse se nomme Virinia… Et notre magnifique petite fille… Trini… »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü maintint les épaules du général, et l’allongea sur le sol. Il était mort. Il lui ferma les yeux et délogea délicatement la dague assassine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Sirgio di Rolo, je vous fais la promesse de prier tous les matins, durant l'année qui vient, pour le salut de votre fille. Je m’engage aussi à lier mon âme à la vôtre durant ma Cérémonie du Retour. J’espère que vous me donnerez la force de poursuivre ma destinée. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sur ces mots, l’enfant ouvrit la petite sacoche qui flanquait sa cuisse gauche. Celle-ci contenait deux fins et longs instruments qu’il récupéra avec soin. Le premier était une tige de [[taleng]] de vingt centimètres de long et d’un centimètre de diamètre, dont l’une des extrémités avait été taillée en pointe. Le taleng, caractérisé par ses tiges vertes formées d'un chaume creux lignifié à la croissance très rapide, était présent en abondance dans la Jungle. Les Zoraïs l’utilisaient couramment comme matériau pour la fabrication d’ustensiles. Le second outil, lui aussi fabriqué à partir de taleng, était une fine et longue pince. Pü enjamba le torse du général et lui releva la tête de la main gauche. De sa main amputée, il enfonça péniblement la tige dans la narine droite du Matis jusqu’à ne plus pouvoir la faire progresser. Alors, d’un coup de paume bien senti, il lui perfora le crâne. Du sang se mit à couler autour et à l’intérieur de la tige rigide, et l’enfant ferma les yeux. Bien que connaissant approximativement sa position, s'il voulait détecter précisément sa cible, il devait faire taire ses autres sens. Il ne lui fallut alors que quelques secondes pour discerner l’imperceptible écho qui pulsait depuis l’intérieur du crâne du Matis, et qui se réverbérait subtilement dans les particules spirituelles avoisinantes. '''Méditatif, Pü enfonça progressivement le tube dans le cerveau du Matis'''. Enfin, alors que la tige de taleng arrivait à destination, il rouvrit les yeux. Laissant la tête du général reposer au sol, il récupéra la fine pince de sa main valide et la glissa dans le tube nasal. Bien qu’il dut à nouveau se concentrer pour être certain de ne pas dépasser sa cible, une pulsation nettement plus prégnante que les autres lui confirma son succès. Prudemment, le manche fit marche arrière, et un petit morceau de chair étonnamment ferme émergea du tube serré entre les deux branches de la pince. Pü observa le cocon de chair afin de vérifier qu’il n’était pas abîmé. À l’intérieur de celui-ci était enfermée la graine de vie, que l’on disait être le siège de l’âme homine. L’âme de Sirgio di Rolo. Pü avait déjà pu observer ce fragile trésor, qui ressemblait véritablement à une petite graine grisâtre, longue d’à peine quelques millimètres. Sirgio di Rolo était bel et bien mort, et pourtant, il pouvait toujours discerner l'écho de sa graine de vie. Pü s’était beaucoup questionné sur cet écho durant son exil. Il s’était même demandé s’il pouvait être un signal. Un signal de l’âme. Mais un signal à destination de qui ? De Ma-Duk, nécessairement.&lt;br /&gt;
[[file:Meditatif.png|right|400px|alt=… Méditatif, Pü enfonça…|Méditatif, Pü enfonça]]&lt;br /&gt;
Une envolée de javings fit sursauter l’enfant qui reprit instantanément ses esprits. Ouvrant l’une des petites poches de sa ceinture, il y plaça délicatement son macabre trophée. Il répéta ensuite l’opération sur les trois autres cadavres, prenant bien soin de placer les morceaux de chair dans des pochettes distinctes. En dernier lieu, il se porta vers Sivaldo, le mitrailleur évanoui que le général lui avait demandé d’épargner. Comme les autres soldats, il devait avoir environ l’âge de son frère. À n’en pas douter, ce Matis était probablement considéré par son peuple comme un modèle de beauté. Il était grand et bien bâti, et disposait d’une longue chevelure tressée d’un blond éclatant. Les traits harmonieux de son visage semblaient avoir été dessinés à la main, et quand Pü lui souleva les paupières pour vérifier son état, il découvrit des iris cristallins. Malheureusement pour le Matis, son visage était maintenant traversé d’une longue et profonde entaille. Si le Zoraï était en mesure de refermer la plaie, il ne réussirait pas à effacer totalement la marque causée par l’impact du bouclier. Il était en effet trop faible, et devait conserver assez d’énergie pour guérir ses propres blessures.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Une fois le Matis soigné, il se dirigea jusqu’au buisson où il avait caché son panier cubique. Pü l’extirpa délicatement des feuillages et le posa sur le sol. Satisfait de l’emplacement, il en ouvrit précautionneusement le couvercle, comme s’il abritait un trésor. Le panier contenait un cube d’ambre parfaitement enchâssé dans le réceptacle d’osier, qui semblait lui-même renfermer plusieurs dizaines de formes. Il récupéra méticuleusement un des morceaux de chair qu’il avait rangés dans les poches de sa ceinture, et le posa sur la seule face visible du cube. Il n’eut alors qu’à imprimer sa volonté à la Sève qui l’irriguait, tout en prononçant la célèbre Stance de Daïsha, pour que l’amas sanguinolent s’enfonce dans l’ambre altéré par le sortilège et s’y fige. L’utilisation de cubes d’ambre comme système de stockage avait été inventée, plus d’un siècle auparavant, par le célèbre Hari Daïsha. Aujourd’hui très répandue dans la Jungle, elle permettait de préserver des objets, mais aussi de conserver du savoir, magiquement. Pü réitéra l’opération trois fois et prit soin de terminer par le fragment du général. Il grava l’ambre au-dessus de la position de ce dernier afin de pouvoir le distinguer aisément des autres morceaux de chair. Lorsqu’il referma le couvercle du panier, il exprima un sincère soupir de soulagement. Pour la première fois depuis des semaines, son lendemain ne serait pas souillé de sang. Suite à cela, il veilla patiemment sur le corps du survivant en attendant que les renforts arrivent. Il profita de ce moment de répit pour se reposer et panser ses blessures. S’il répara ses côtes brisées et referma ses plaies, il renonça à régénérer ses doigts manquants : la mutilation laissée ainsi en évidence l’assurait que ce jour resterait à jamais gravé dans sa mémoire. Et lorsqu’il entendit le tumulte des capryniers matis résonner au loin, il disparut dans la pénombre des arbres centenaires.&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;[[file:Sep-chap-5.png|40px]]&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
Le voyage du retour dura plusieurs semaines, mais se déroula sans encombre. Pü quitta les forêts infinies du Royaume de Matia en direction du sud, passa les Cicatrices de Zachini, ces dangereux et immenses gouffres qui séparaient les hauts plateaux boisés des humides plaines luxuriantes, et rejoignit finalement la Jungle, son pays natal. Il n’eut aucun mal à franchir la Grande Muraille, qui isolait la Théocratie Zoraï du reste du monde, et à esquiver les gardes-frontières, qui semblaient d’ailleurs se reposer un peu trop sur le gigantisme du mur. Certes, l’édifice était imposant. Mais, l’ayant escaladé à plusieurs reprises, le jeune homin s’était fait une bonne idée de son état : malheureusement, le manque d’entretien se faisait gravement sentir par endroits. Un jour, des ennemis de la Théocratie Zoraï feraient tomber le rempart avant même que Min-Cho ou le Conseil des Sages ne puissent le prédire. L’enfant espérait que, le moment venu, les Zoraïs seraient prêts à affronter l’envahisseur. Durant tout son voyage de retour, Pü avait été traversé de sentiments contradictoires. Depuis qu’il avait été contraint de quitter son village, son envie d’y retourner au plus vite ne l’avait jamais quitté. Mais s’il avait espéré y reprendre une vie normale une fois rentré, il ne pouvait dorénavant plus s’empêcher de se remémorer les derniers mots de Sirgio di Rolo :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Vous êtes jeune, vous pouvez encore reprendre en main votre destin et voguer vers des lendemains plus heureux. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Était-il réellement capable de redevenir maître de sa destinée ? Pourrait-il s’opposer aux coutumes violentes de sa tribu ? Réussirait-il à empêcher son frère de mener l'expédition sanglante qui lui était destinée ? Tant de questions qui le tourmentaient depuis son départ du Royaume de Matia.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
L’astre ambré presque disparu derrière l'horizon du nord-ouest annonçait l'aube lorsque Pü arriva finalement à destination. Cela faisait maintenant de nombreux jours qu’il avait passé le fleuve Ti-aïn et la capitale Zoran, pour continuer vers le sud à travers la jungle épaisse. Le second astre, celui du jour, commençait tout juste à reprendre de son éclat, et balayait de ses faibles rayons le panorama qui s’offrait à lui. L’enfant eut un mouvement de recul. Après avoir vécu plusieurs mois au cœur d’envoûtantes forêts multicolores, il avait oublié la froideur de son monde. Au sommet de la colline, la gigantesque souche morte qui abritait son village trônait sinistrement sur l'écorce recouverte d’une végétation rabougrie et noircie. Les ancêtres racontaient qu’autrefois, la souche était l’arbre-ciel le plus imposant du pays, et qu’il renfermait des matières premières exceptionnellement rares. Bien entendu, la Karavan avait tenté de s’en emparer, et les Kamis s’y étaient violemment opposés. Dans un assaut désespéré, les agents de la Karavan avaient déployé une machine infernale cracheuse de feu. Mais pas n’importe quel feu. Un feu bien plus vorace et tenace qu’à l’ordinaire, qui avait ravagé une bonne partie de la région avant de déchirer le sol et de continuer sa course dans les Primes Racines. On raconte qu’encore aujourd’hui le feu serait en train d’œuvrer en silence dans les profondeurs de l'Écorce.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
L’enfant gravit la colline en direction de l’inquiétante déchirure qui faisait office d’accès. À peine les gardes l’eurent-ils reconnu qu’ils s’inclinèrent avec déférence. Pü entra dans la souche et fila sans perdre une seconde vers la hutte de Grand-Mère Bä-Bä. Il évoluait par habitude dans les allées tortueuses de cet étrange village aux multiples étages, et esquivait instinctivement les racines qui s’entremêlaient sous ses pieds. La déconvenue née de la comparaison du paysage grisâtre avec les chaleureuses forêts de Matia avait vite été oubliée, laissant place aux souvenirs. Il était né ici. Durant sa course, il croisa plusieurs Zoraïs, qui une fois la surprise passée, inclinèrent tous la tête en signe de respect. Pü leur rendit leur salut, mais évita de leur parler. De toute manière, il savait que tous seraient bientôt au courant de son retour. Lorsqu’il fut à deux pas de chez Grand-Mère Bä-Bä, son nez le piqua et il vit des vapeurs violettes s’échapper de la hutte, signe que la doyenne du village était en train de préparer une concoction. Il poussa les premiers rideaux, et avant même qu’il ait pénétré totalement l’habitation, la vieille dame l’interpella :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Je t’attendais mon enfant, pose le cube d’ambre sur l’autel. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü passa la dernière étoffe et aperçut Grand-Mère Bä-Bä, debout sur un tabouret et pliée en deux au-dessus d’une grande marmite. En la revoyant ainsi, fripée, squelettique et tordue, Pü se demanda à partir de quel âge la mort se lassait d’attendre, et renonçait à intervenir. Il s’avança vers l’autel et posa son panier. L’ancêtre touillait une étrange mixture odorante avec une grosse cuillère en bois.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Je suis en train de terminer de concocter le breuvage pour ta Cérémonie du Retour. Maintenant file retrouver ta mère. Tu lui manques terriblement. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü obéit et se dirigea vers la sortie. Cependant, il ne réussit pas à se retenir de lui poser une question.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Grand-Mère, comment as-tu su que j’allais arriver ? »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grand-Mère Bä-Bä fit claquer sa langue et Pü se crispa instantanément. Lorsqu’il était plus jeune, ce bruit caractéristique était souvent accompagné d’un coup de canne. L’enfant avait mal aux doigts rien qu’en y pensant. D’un son, elle venait de lui rappeler qu’elle restait la plus haute autorité du village, et qu’il ne fallait pas lui désobéir.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« File je te dis ! Et si tu veux un conseil, évite de mentionner précisément comment s’est soldée la dernière rencontre que tu as faite dans le Royaume de Matia, et les doutes auxquels tu fais face depuis. Le village risque de ne pas apprécier, et surtout pas ton père. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü poussa les rideaux qui masquaient l’entrée tel un automate, perturbé à la fois par la précision des connaissances de Grand-Mère Bä-Bä et par l’idée que son père puisse apprendre la vérité sur l’épisode évoqué. Cependant, si elle l’avait mis en garde, c’est qu’elle ne comptait pas la révéler au Masque Noir. Était-elle de son côté ? Pü n’eut pas le temps de se tracasser plus longtemps. À peine avait-il mis un pied dehors qu’il se rendit compte que la moitié du village, sa famille comprise, l’attendait devant la hutte.&lt;br /&gt;
[[file:Son pere.png|right|400px|alt=… Son père ne le félicita…|Son père ne le félicita]]&lt;br /&gt;
Les retrouvailles se passèrent comme il l’avait imaginé. '''Son père ne le félicita que brièvement, mais son regard était empli de fierté'''. Son frère lui cogna violemment l’épaule pour marquer son affection, et lui demanda dans la foulée combien de victimes il avait faites. Pour le futur Masque Noir, c’était ce qui importait le plus. Il fut déçu d’apprendre que son cadet s’était simplement contenté des cent cinquante et une demandées, alors que lui-même en avait presque fait le double à son époque. Quant à sa mère, elle s’effondra dans ses bras. Ou bien Pü s’effondra dans les siens. Il dut faire un effort considérable pour ne pas fondre en larmes devant la foule, et dut attendre de la retrouver en tête-à-tête pour se laisser totalement aller. Si sa mère le réconforta longuement en le couvrant de caresses et de mots doux, elle le réprimanda lorsqu’elle se rendit compte qu’il avait omis volontairement de régénérer ses doigts coupés. Looï avait beau être une grande guérisseuse, passé un certain délai de cicatrisation, certaines blessures devenaient permanentes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Le soir même, la Cérémonie du Retour eut lieu. Toute la tribu se réunit sur la Place du Cérémonial où un breuvage fut distribué à chaque villageois, nouveaux-nés compris. Il contenait un mélange alcoolisé de sève dans lequel un cocon de chair avait été dissous. Les Zoraïs se placèrent en cercles concentriques et attendirent que Grand-Mère Bä-Bä arrive, accompagnée comme toujours par la mère de Pü. Bien qu’accoutumés aux divers rituels qui avaient souvent lieu au sein de la communauté, tous retinrent leur souffle lorsqu’elle leva le bras. Les lumières des habitations surplombant la place fusèrent dans sa paume fermée et une petite sphère de lumière en sortit lorsqu’elle ouvrit la main. L’astre s’envola jusqu’au totem et s’empourpra, avant de pénétrer la bouche d’un masque. Les orifices des autres visages s’illuminèrent alors instantanément. La vieille dame lâcha le bras de Looï, qui lui servait jusqu’alors de soutien, et récupéra d’un mouvement tremblant le bol qu’elle lui tendait. Elle s’avança jusqu’au totem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Mes fils, mes filles, nous sommes réunis ce soir pour célébrer le retour de Pü Fu-tao parmi nous ! cria la vieille dame d’une voix étrangement amplifiée. Le jeune garçon est revenu plus fort de son exil en régions païennes, et avec en sa possession les cent cinquante et une graines de vie demandées ! Le Grand Géniteur salue son effort. Mais ce n’est pas tout ! Ma-Duk m’a aussi confié quelque chose. Nous en avons maintenant la certitude, la Guerre Sacrée débutera bientôt, et sera menée par nos enfants ! D’ici quelques années, nous nous mettrons en route. Guidés par le Guerrier Sacré, nous marcherons sur le monde, traquant les suppôts de la Karavan sans relâche ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü regardait fixement le breuvage emplissant son bol, comme hypnotisé. La couleur du liquide oscillait entre le violet et le noir, et des petites particules de chair rougeâtre flottaient à la surface. Et puis la graine grisâtre de Sirgio di Rolo émergea. Alors comme ça, Ma-Duk s’était adressé à Grand-Mère Bä-Bä pour lui dire que la Guerre Sacrée aurait bientôt lieu ? Pü frissonna. Lui qui avait passé son voyage de retour à rêver d’un autre futur, venait de se faire froidement rattraper par la réalité.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Maintenant, buvez l’offrande de Pü ! reprit Looï. Nourrissez-vous de l’essence des suppôts de la Karavan ! Absorbez leurs âmes et priez pour elles ! Elles vous donneront la force d’accomplir le projet divin auquel nous devrons tous participer d’ici peu ! Et si le Grand Géniteur le veut, ils seront alors absous de leurs péchés ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Les Zoraïs burent d’une traite le liquide visqueux et les parents s’occupèrent de la dose des plus petits. Pü avala sans rechigner l’horrible mixture, toujours perdu dans ses pensées. Alors que son peuple commençait d'entonner en chœur les premiers chants liturgiques de la soirée, Pü jeta un regard triste vers celle qu’il venait à peine de retrouver, et qu’il risquait à nouveau de perdre d’ici quelques années. Il fredonna un autre air.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
          ''Que Jena me pardonne et ses clercs me maudissent,''&lt;br /&gt;
          ''Qu'Aniro me renie et flatteurs se réjouissent,''&lt;br /&gt;
          ''Qu'Atys m'engloutisse et à jamais m'oublie,''&lt;br /&gt;
          ''Je meurs plein de vous, mon enfant, mon amie.''&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Paragraphes FR|Encore quelques années à profiter de sa présence. Ensuite, il n’y aurait plus que la guerre, la douleur, le sang et la mort. Celles des autres, la sienne, mais peut-être aussi celle de sa mère. Quoi qu’il advienne, Ma-Duk devait le savoir : ce combat, il le mènerait avant tout pour elle. Sa vie importait plus que celles de tous les Kamis réunis. Et, à l’instar de Sirgio di Rolo, ses derniers mots lui seraient consacrés}}}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NavChap|[[Chapitre IV - Exil sylvestre]]|[[La Guerre Sacrée#Table des matières|Table des matières]]|[[Chapitre VI - Le réveil]]}}&lt;br /&gt;
{{Portail|La Grande Bibliothèque|Zoraï}}&lt;br /&gt;
[[Catégorie:La Guerre Sacrée]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jadeyn</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Kapitel_IV_-_Sylvan_Exil&amp;diff=34493</id>
		<title>Kapitel IV - Sylvan Exil</title>
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				<updated>2023-02-27T09:03:29Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Jadeyn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{NavChap|[[Chapitre III - Mourir pour renaître]]|[[La Guerre Sacrée#Table des matières|Table des matières]]|[[Chapitre V - La graine du doute]]}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Trad&lt;br /&gt;
|DE=Kapitel IV - Sylvan Exil|DEs=2&lt;br /&gt;
|EN=Chapter IV - Sylvan Exile|ENs=4&lt;br /&gt;
|ES=&amp;lt;!--Capítulo IV - Exilio en el bosque--&amp;gt;&lt;br /&gt;
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|RU=&amp;lt;!--Глава IV - Изгнание в лес--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|H=1&lt;br /&gt;
|palette=}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Clear}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:purple;font-weight:bold&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''IV - Sylvan Exil'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:purple;font-weight:bold&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''Jahr 2474 von Jena'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Quotation|''Bélénor Nébius, Erzähler'' • ''Cheng Lai'SuKi, Illustratorin''|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[file:Pu deroulait.png|right|400px|alt=… Pü déroulait en silence…|verrichtete Pü schweigend]]&lt;br /&gt;
Auf einem hohen Ast eines großen sylvanischen Baumes sitzend, '''verrichtete Pü schweigend sein tägliches Gebet'''. Über ihm, sogar noch näher, so weit entfernt vom Dschungel und seinem Zenit, war das Tagesgestirn dabei, seinen vollen Glanz zu entfalten, und trotz der dicken Laubschicht, die es vom Himmel trennte, schaffte es das warme Licht, die blaue Haut des jungen Zoraï zu erwärmen. Er hatte jedoch gelernt, Jenas astrale Prägung zu vergessen, und versuchte, sich an die Kälte und das Echo der Abgrundschächte zu erinnern, die sein Dorf unter der Rinde durchzogen und die es Ma-Duk ermöglichten, aus dem Herzen von Atys über ihn und seine Familie zu wachen. Er hatte ohnehin keine Wahl: Die Höhen waren bei weitem der geeignetste Ort für meditative Momente. Am Boden waren Raubtiere und Soldatenpatrouillen eine ständige Störung, die seine Ruhe bedrohten und ihn daran hinderten, sich friedlichen Aktivitäten zu widmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tausend Kilometer entfernt beendeten seine Stammesmitglieder wahrscheinlich auch gerade ihre Gebete. Trotz der Entfernung und der Einsamkeit hatte Pü versucht, seinen Lebensrhythmus beizubehalten, den er vor seiner Abreise gelebt hatte. Mit dem ersten Morgengrauen erwachte das Dorf und bereitete sich auf die Routinearbeiten vor, die für das reibungslose Funktionieren der Gemeinschaft notwendig waren: Instandhaltung, Handwerk, Jagd, Kochen, verschiedene Versammlungen, Empfang der seltenen Gesandten und Händler etc. Das Ziel war es, so viele Aufgaben wie möglich zu erledigen, bevor die lange Morgenlitanei begann. Diese wurde von Pus Mutter Looï geleitet und endete mit einem gemeinsamen Essen im Speisesaal, an dem der ganze Stamm teilnahm. Nach dem Mittagessen übten sich die Zoraï mehrere Stunden lang in der Kunst des Kampfes. Der Unterricht richtete sich an alle, unabhängig von Alter oder Geschlecht, und war sehr vielfältig: Nahkampf, Stichwaffen, Schusswaffen und Magie. Der Stamm war in erster Linie ein Clan von Kämpfern, die früher oder später am Beginn des Heiligen Krieges teilnehmen würden. Wenn das Training beendet war, trafen sich die Familien zu einem gemütlichen Essen und gingen vor dem Schlafengehen verschiedenen persönlichen Aktivitäten nach. Seit jeher besuchte Pü Abendkurse bei seiner Mutter, die ihn in homininer Geschichte, internationalen Beziehungen, anderen Sprachen und Wissenschaft unterrichtete. Gelegentlich wurde er von seinem älteren Bruder Niï begleitet. In den meisten Fällen besuchte dieser jedoch andere Privatstunden bei ihrem Vater, der Schwarzen Maske.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Junge wurde jäh aus seinen Erinnerungen gerissen, als ein trauriges Geräusch die Harmonie des Gesangs der Bäume durchbrach. Über den Baumwipfeln erschütterte das dumpfe Dröhnen eines Karavan-Fluggeräts die Luft und vertrieb die Javings, diese seltsamen Vögel mit den gezackten, grünlichen Flügeln und der langen, schwarzen, glänzenden und mit Widerhaken versehenen Zunge, mit der sie ihre Beute aufspießten. Pü stand schnell auf, überprüfte die Festigkeit seiner Lebenslinie und machte sich daran, die letzten Meter des dicken Baumstamms zu erklimmen, der ihn vom Himmel trennte. Als sein zarter Körper aus dem Blättermeer herausragte, musste er hinter seiner Maske die Augen zusammenkneifen, weil das Tageslicht so grell war. Nicht weit von ihm entfernt verlor die Höllenmaschine immer mehr an Höhe. Die seltsame schwarze Materie, aus der ihre Hülle bestand, reflektierte Jenas helles Astrallicht, als wollte sie ihn verhöhnen. Trotzdem gelang es Pü, die Maschine zu identifizieren. Es war einer der kleinen Transporter, die die Karavan normalerweise benutzte, um die von ihren Hominsklaven gesammelten Ressourcen zu sammeln. Seltsamerweise schien er direkt aus einer der riesigen Himmelswurzeln zu stammen, die das Kronendach bildeten, den unerforschten Teil der Rinde, wie die Bewohner Atys bezeichneten, ihre Welt aus lebendem Holz, das nur aus ständig wachsendem Pflanzenmaterial besteht. Ihre opulenten Täler und üppigen Hügel bestanden aus kolossalen Wurzeln, auf denen die Homins ihre Zivilisationen errichtet hatten. Das Wasser, das die tiefen Wurzelspalten füllte, erweckte ihre Seen, Lagunen und Ozeane zum Leben. Die steilsten Wurzeln bildeten seine Berge und reckten sich in einem langsamen, unaufhaltsamen Aufstieg in den Himmel. Bestimmte Temperaturanomalien führten sogar dazu, dass der Wurzelteppich langsam verglühte und die Wüsten entstanden. Und noch tiefer unter der Rinde befanden sich die Urwurzeln, das geheimnisvollste Ökosystem von Atys nach dem, das man in das Kronendach vermutet. Es bildete ein riesiges Labyrinth aus grünen, feuchten Höhlen, die tief in die Eingeweide der Pflanzenwelt bis in ihr Herz hineinreichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü beobachtete, wie die Karavan-Maschine mit hoher Geschwindigkeit abtauchte. Es war sehr wahrscheinlich, dass wie üblich ein Treffpunkt zwischen der Karavan und ihren Handlangern vereinbart worden war und dass ein Konvoi auf dem Weg war, um Tribut zu liefern. Der junge Zoraï spürte, wie sein Herz raste. Vier. Jetzt fehlten ihm nur noch vier. Vier, und er könnte endlich nach Hause zu seinen Lieben zurückkehren. Das war die perfekte Gelegenheit. Er musste den Konvoi abfangen, bevor er sich mit den Karavan-Agenten treffen konnte. Pü entkam dem nackten Tag, indem er sich ein paar Meter in die Tiefe stürzen ließ, und landete auf dem Ast, auf dem er seine Sachen zurückgelassen hatte. Er sammelte sie zusammen und packte sie hastig ein, bis auf einen würfelförmigen Weidenkorb, den er sorgfältig handhabte. In diesem Korb befanden sich die Früchte monatelanger Bemühungen. Er würde sich niemals verzeihen, wenn er ihn verlieren oder seine Unversehrtheit gefährden würde. Um sicherzugehen, dass er nichts vergessen hatte, überprüfte er noch einmal seinen Klettergurt und tauchte ab. Pü raste durch den grünen Abgrund, bewegte sich geschickt zwischen den Zweigen und löste mit einem fachmännischen Handgriff seine Lebenslinie von den Stiften, die er während des Aufstiegs getrieben hatte. Er durchquerte viele Sekunden lang die bunten Schichten dieses kontinentalen Waldes mit seinen tausend Jahreszeiten und landete schließlich anmutig auf dem belaubten Boden. Die Richtung, in die das Fluggerät flog, deutete darauf hin, dass es wahrscheinlich auf der Lichtung weiter nördlich landen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten Konvois starten in Matia, der Hauptstadt des gleichnamigen Königreichs, und so war es gut möglich, dass der erhoffte den breiten künstlichen Pfad nehmen würde, der den Wald im Westen durchschneidet. Pü war von den Kräften der Botaniker des Matis-Volkes beeindruckt und erschrocken zugleich. Er, der Matias kolossale Wurzelmauer und die riesigen Habitatbaumkomplexe, die sich jenseits der Stadtmauer so weit das Auge reichte, mit eigenen Augen gesehen hatte, war von einer solchen Maßlosigkeit überwältigt gewesen. Doch mit diesem Vorgehen und dem Versuch, die Natur nach seinem Willen zu beugen, versuchte das Volk der Matis, die Absicht der Kamis und damit auch die Absicht von Ma-Duk zu durchkreuzen. Der Große Erzeuger wacht über jedes Stückchen Materie auf Atys. Die Natur zu verändern bedeutet, sein Großes Werk zu verfälschen. Die Geheimnisse der Manipulation von lebender Materie, insbesondere von Pflanzen, waren den Matis von der Karavan übermittelt worden, wie den Zoraïs die Beherrschung des Magnetismus und des Schreibens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während seiner langen Monate im Exil im Königreich Matia war Pü klar geworden, wie attraktiv die heidnischen Sitten der von der Karavan indoktrinierten Völker sein konnten. Bei diesen Gedanken hatte er sich geschämt. Aber es hatte ihm auch geholfen, die Gefährlichkeit dieser Dämonen aus dem Himmel besser zu verstehen. Der junge Zoraï verlor keine Zeit. Er rutschte und sprang über die Wurzeln und Verzweigungen des Waldes und legte die letzten Kilometer bis zum Pfad in kürzester Zeit zurück. Die wenigen Gingos, die versuchten, ihn auf seinem Weg zu verfolgen, hatten keine andere Wahl, als aufzugeben, da er sich so geschickt durch das dichte Gewirr der Natur manövrierte, die frei von jeglicher Matisse-Unterdrückung war. Als er den Weg erreichte, versteckte er sich hinter einem großen Strauch und hielt Ausschau nach der Ankunft des Konvois. Als er gerade aufgeben und woanders nach den Spuren der Matis suchen wollte, hörte er in der Ferne ordentliches Hufgetrappel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü schluckte. Sein Herzschlag begann sich langsam zu beschleunigen. Niemals. Niemals würde er sich an dieses Gefühl gewöhnen. Sein Bruder hatte ihm versichert, dass sein erstes Mal ein Genuss sein würde und dass die Gefühle, die er dabei empfand, ihn für sein ganzes Leben prägen würden. Auf der einen Seite hatte er damit nicht ganz Unrecht. Die blutverschmierten Hände eines Zoraï, der mit elf Jahren ins Exil geschickt wurde, kniete allein vor der noch warmen Leiche seines ersten Opfers: diese Bilder verfolgten ihn wochenlang Tag und Nacht, bis er den Verstand verlor. Doch diese letzte Prüfung kündigte auch das Ende seines schmerzhaften Exils an. Bald würde er wieder in seinem Land, bei seinem Stamm sein und seine Mutter wieder in die Arme schließen können. Dieser freudige Gedanke tröstete ihn und half ihm, seine Kräfte wieder zu sammeln. Der Konvoi zeichnete sich nun am Horizont ab. Bald war er in Sichtweite. In der Mitte befand sich ein solider, schwer beladener Karren, gezogen von zwei Mektoubs, friedfertigen Dickhäutern mit flinken Füßen, die über zwei Meter groß waren, braunes Fell mit grauen Streifen hatten und vor allem an ihren langen, kräftigen Rüsseln und ihren ohrlosen Köpfen zu erkennen waren. Er wurde von einem Tryker geführt, wie viele andere, denen Pü bislang begegnet war. Tatsächlich war es nicht ungewöhnlich, Tryker weit östlich von ihren schwimmenden Städten zu treffen, die im Matis-Land undankbare und schlecht bezahlte Arbeit verrichteten. Ihre Neugier und ihr Freiheitsdrang machten sie zwar zu hervorragenden Entdeckern und Erfindern, doch aufgrund ihrer geringen Größe, ihres kindlichen Aussehens und vor allem ihres friedlichen und gutmütigen Charakters waren die Tryker in den vergangenen Jahrhunderten leider mehrfach von den Matis versklavt worden. Wie Pü aus dem Unterricht seiner Mutter wusste, waren die Tryker zum letzten Mal während des &amp;quot;Aquäduktkriegs&amp;quot; vor nur vierzig Jahren versklavt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2435 entdeckten Fyros-Minenarbeiter im Westen ihrer Wüste unter der Rinde vergrabene Ruinen und bohrten eine Säureader an, die die gesamte Region um die Kaiserstadt Coriolis in Brand setzte. Das wochenlange Feuer breitete sich bis zur Grenze des Königreichs aus und zerschnitt das riesige, von den Matis verhasste Aquädukt. Eben jenes, das die Wüste mit dem Seengebiet verband, das von der Trykoth-Föderation, dem Verbündeten des Fyros-Imperiums, verwaltet wurde. Der Krieg, in den die Allianz und das Königreich seit fast eineinhalb Jahrhunderten verstrickt waren, nahm eine neue Wendung. Der Imperator sah sich gezwungen, seine Truppen von den Seen abzuziehen und sie zur Bekämpfung des Feuers einzusetzen, das sein Volk bedrohte und ihm das Wasser abnahm. Daraufhin nutzte die Matisse-Armee die Gelegenheit und marschierte in das Seengebiet ein, versklavte das Volk der Tryker und eroberte die Stadt Karavia zurück, die das Imperium fast ein Jahrhundert zuvor gestohlen hatte. Karavia, die &amp;quot;Heilige Stadt&amp;quot;, wurde angeblich genau an dem Ort errichtet, an dem Zachini an der Küste des Königreichs, das er später gründete, zum ersten Mal mit der Karavan und der Göttin Jena zusammentraf. Karavia, die &amp;quot;Unheilige Stadt&amp;quot;, für Pü und seinen Stamm der bösartigste Ort auf der Rinde... Und doch wurde hier im Jahr darauf der Vertrag unterzeichnet, der den Aquäduktkrieg beendete und die Tryker von der Herrschaft der Matis befreite. Allerdings hatte diese Episode im Unterbewusstsein des Seenvolkes Spuren hinterlassen, und viele Tryker blieben als Diener im Wald zurück... so wie der Karrenfahrer, der sich offensichtlich dem Dienst des Matis verschrieben hatte, der neben ihm auf der Sitzbank schlummerte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü identifizierte ihn bei seinem Anblick sofort als einen Kleriker der Kirche des Lichts, die Herena genannt wurde. Der Matis war nämlich in seine kirchliche Tracht gekleidet: eine weiße Bernsteinkrone und eine lange Toga, die aus mehreren großen Umhängen bestand, die aus bunten Federn gefertigt und mit Geflechten aus bernsteinfarbenen Schmuckstücken verziert waren. Die Kirche des Lichts, die um den Jena-Kult herum gegründet wurde und unter der Schirmherrschaft der Karavan stand, war heute allmächtig im Königreich Matia und insbesondere in Karavia, das durch den Vertrag, der ihren Namen trägt, an das Königreich zurückgegeben wurde. Unter ihrem Einfluss waren so viele Homins von der dämonischen Natur der Kamis überzeugt worden...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter oben auf dem Karren, auf seiner Planenladung, stand ein Matis mit einem Maschinengewehr und hielt Ausschau nach dem Horizont. Er hatte keinen Helm auf und trug die gewöhnliche Kleidung der Soldaten der regulären Armee: einen weichen, robusten Anzug aus Kaktushaut und darüber Rüstungsteile aus weißem Holz. Ein weiterer schien auf der Rückbank zu sitzen. Die Matis waren ein von Natur aus schlankes Volk mit ausgemergelten Gesichtszügen und perlmuttfarbener Haut. Sie waren Ästheten, raffiniert und aufgrund ihrer Kultur ehrgeizig und erinnerten andere Völker immer wieder an ihre Überlegenheit, selbst wenn sie sich dessen nicht bewusst waren. Um den Karren herum waren fünf berittene Matis, die als Eskorte dienten. Sie ritten stolz auf Caprynis, schlanken Vierbeinern mit dicker, heller und stellenweise blau gestreifter Haut, einem einzigen Geweih und einer langen Schnauze mit einem einzigartigen Ziegenbart. '''Alle Soldaten waren mit einer Rüstung aus solidem weißem Holz ausgestattet''', die mit lilafarbenen Mustern graviert war, sich am Oberkörper wölbte und in der Taille enger wurde. Die Schulterstücke der Rüstung waren ebenso abgerundet wie breit und verliehen den Soldaten ein herrisches Aussehen. Am auffälligsten war jedoch ihr Helm, der aus einer Elfenbeinmaske mit einem azurblauen Schmuckstück auf der Stirn und einer stabilen, imposanten Kopfbedeckung bestand, die mit weißem Bernstein verziert war und deren Enden aus Chitin an den Ohren herabhingen, sodass sie wie Hörner aussahen. Einer der Soldaten unterschied sich von den anderen durch die feinen Verzierungen und Gravuren, die seinen Brustpanzer und Helm schmückten. Bisher hatte Pü noch niemals die Gelegenheit gehabt, solche Verzierungen zu sehen. Der Matis war zweifellos ein hochrangiger Soldat der königlichen Armee, der zusammen mit dem Herena entsandt worden war, um den König vor der Karavan zu vertreten.&lt;br /&gt;
[[file:Tous les soldats.png|right|400px|alt=… Tous les soldats étaient équipés…|Alle Soldaten waren ausgerüstet]]&lt;br /&gt;
Das Kind stellte seinen Korb sorgfältig in die Mitte des Strauches und wartete noch ein paar Sekunden, bis der Konvoi weiterzog. Als er etwa 50 Meter von seiner Position entfernt war, kam er ruhig aus seinem Versteck hervor und stellte sich in die Mitte der Straße. Als der Ausguck auf der Spitze der Ladung ihn entdeckte, gab er das Signal zum Anhalten und der Konvoi stoppte abrupt. Der unerwartete Halt unterbrach den Schlaf des Herena, der beinahe vom Karren gefallen wäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wer sind Sie? Nennen Sie Ihre Identität!&amp;quot;, rief der Ausguck in einem kräftigen, aber dennoch melodischen Tonfall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Antwort trat Pü einige Meter vor, während die Reiter ihre Reittiere ausrichteten und sich vor dem Karren aufstellten. Der Zoraï räusperte sich und nahm seinen schönsten Mateis an. Seine Mutter hatte ihm die von anderen Völkern verwendeten Sprachen beigebracht, wobei sie den Schwerpunkt auf Mateis legte, die international am häufigsten gesprochene Sprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich bin ein Apostel der Kamis, der in die heidnischen Regionen gesandt wurde, um den Verirrten die Existenz des Großen Erzeugers zu offenbaren und einigen Auserwählten die Ewige Vergebung anzubieten. Kinder der Rinde, freut euch zu hören, dass eure Sünden durch mich bereits reingewaschen wurden. In Kürze werden eure Seelen gereinigt und den Schwarzen Kriegern von Ma-Duk übergeben. Durch sie werden sie zu ihrem Kampf für die Erhaltung von Atys beitragen. Und wenn Ma-Duk es will, werden sie Zeuge des Heiligen Krieges und des Beginns der Glücklichen Tage.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz seines guten Willens gelang es dem jungen Homin nicht, Leidenschaft in seine Predigt zu bringen. Nach so vielen Monaten morbider Predigten war dieses Ritual ebenso ermüdend wie schmerzhaft geworden. Pü wusste, dass der Wahnsinn auf ihn lauerte. Die Stimmen in seinem Kopf wurden immer präsenter und er entwickelte Woche für Woche neue Verhaltensstörungen. Wie viele seiner Brüder und Schwestern hatten während ihres Exils den Boden unter den Füßen verloren? Viele von ihnen waren niemals zurückgekehrt. Vor seiner Abreise hatte er lange Zeit hart über sie geurteilt, aber jetzt verstand er sie. Seine Sicht war getrübt, als sich ein starker Kopfschmerz bemerkbar machte. Er musste sich lange konzentrieren, um die ersten mentalen Einflüsterungen auszuschalten. Während dieser langen Sekunden der Abwesenheit hatte sich der Herena zu dem Ausguck auf der Spitze des Karrens gesellt. Er hielt sich rücksichtslos an ihm fest, um nicht zu fallen, und brüllte sie an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ma-Duk? Der große Erzeuger? Was reden Sie denn da für einen Unsinn? Wir wussten zwar, dass die Wilden Ihrer Art die Kami-Dämonen anbeten, aber wir dachten, Sie wären so geistesgegenwärtig, die Existenz unserer aller Mutter, Jena, nicht in Frage zu stellen! Kennen Ihre Schandtaten keine Grenzen? General, ergreifen Sie diesen Ketzer auf der Stelle!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü ging wieder ein paar Schritte nach vorne und massierte sich die Maske.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Dann kann ich Ihnen versichern, dass Min-Cho, sein Rat der Weisen und die gesamte Zoraï-Theokratie, versteckt im Herzen Zorans und hinter ihrer Großen Mauer, immer noch Ihre usurpatorische Göttin anbeten, sagte er mit müdem Blick. Vor vielen Jahrzehnten entschieden sich die Kamis dafür, meinem Stamm die Existenz von Ma-Duk zu offenbaren. Heute sind wir leider die einzigen, die seine Natur als Oberster Kami anerkennen. Aber es gibt noch andere Apostel, die im Dschungel arbeiten. Eines Tages werden unsere Zoraï-Brüder das Ausmaß der Lügen erkennen, die ihnen seit ihrer Kindheit aufgetischt werden, und wenn Ma-Duk es will, werden ihnen ihre Sünden vergeben.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gesicht des Klerikers färbte sich rot, als er durch seine Gestikulationen, die die vielen Umhänge seiner Kleidung verwickelten, fast zu Boden fiel. Zu seinem Glück tat der Ausguck alles, was er konnte, um zu verhindern, dass der Herena sich durch einen Sturz blamierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hören Sie auf mit Ihren Schandtaten, Wilder! Keine Vergebung für Ihre degenerierte Rasse von Dämonenanbetern! Ihre skelettierten Gesichter sind Abscheulichkeiten, eine Beleidigung für die Karavan! Ihr verdient es, ausgerottet zu werden, wie alle Primitiven, die Atys mit Ihrer Anwesenheit beschmutzen! Dieser Wilde soll sofort gefasst werden, das ist ein Befehl!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hoch zu Capryni versuchte der Matis-General einzugreifen, um die wachsende Spannung abzubauen. Doch einer der Reiter befolgte die Aufforderung des Geistlichen und ritt in vollem Tempo los. Pü schüttelte seine Maske ab, um seine letzten Kopfschmerzen wegzuwischen, und konzentrierte sich voll und ganz auf die Situation. Von nun an würde alles sehr schnell gehen. Er musste seine inneren Fragen zum Schweigen bringen. Der Matis hatte bereits die Hälfte der Distanz zwischen ihm und dem Zoraï überwunden. In seiner rechten Hand hielt er einen langen, hohlen Speer, der in einer geflochtenen Bernsteinkragen endete. In der Nähe der horizontalen Stange befand sich ein Hebel, mit dem der Ring, der die Stange abschloss, schnell gelockert oder zusammengedrückt werden konnte. Diese geniale Waffe war in der Regel dazu gedacht, die zukünftigen Reittiere der Matis an der Kehle zu packen, wenn sie noch in der Wildnis waren, wurde aber auch dazu verwendet, Homins zu fixieren und zu unterwerfen, ohne sie zu verletzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Püs Körper schwankte leicht. Es dauerte einige Sekunden, bis er das Schlagen seiner Glieder mit dem Galopp des Reittiers synchronisieren konnte. Als der Angreifer etwa zehn Meter von ihm entfernt war, aktivierte er den Mechanismus seiner Waffe und schwang sie, ohne sein Tempo zu verlangsamen. Die Schlinge öffnete sich weit genug, um den maskierten Kopf des Zoraï zu umschließen. Ohne Zweifel wusste er, wie er mit seinem Instrument umzugehen hatte. Doch der junge Homin war zu flink. Als der Soldat nach rechts schoss, um seine Beute an der Kehle zu packen, tauchte Pü absichtlich in die Richtung des Angriffs und wich ihm aus. Zwischen Waffe und Capryni hindurch gelang es ihm, den Riemen an der Seite des Tieres zu ergreifen, bevor er den Boden berührte. Er hielt sich fest und zog, so gut er konnte, nicht um das Tier zu destabilisieren, sondern um seinen leichten Kinderkörper über das Tier zu schleudern. Er flatterte herum und landete gerade noch auf dem Hinterteil des Capryni, als der Matis hinter seinen Rücken blickte, um zu sehen, was aus dem Zoraï geworden war. Während der Reiter den Blick von Pü kreuzte, der nur durch die Kraft seiner Schenkel das Gleichgewicht auf dem Tier hielt, legte seine Beute, die zum Henker geworden war, schnell ihre Hände um sein Genick und brach ihn mit einem kräftigen Schlag. Die Waffe des Matis rutschte aus seiner rechten Hand und zerbrach auf dem Boden. Wenn Pü nicht sicher sein konnte, dass er tot war, war seine Lähmung garantiert. Er ließ den gepanzerten Körper auf sich niedersacken, damit er nicht stürzte, nahm die Zügel, die seine linke Hand hielt, wieder auf, verlangsamte das Tempo und drehte sich um. Als er wieder am Ausgangspunkt angekommen war, brach er seinen Lauf ab und sprang links neben dem Tier zu Boden. Der Körper des Soldaten fiel schwer auf die rechte Seite. Der Helm löste sich durch den Aufprall, sodass der Zoraï in das leblose Gesicht blicken konnte. '''Der Soldat war eine Homina und damit vielleicht auch eine Mutter'''. Für den Bruchteil einer Sekunde sah Pü, wie die Maske seiner eigenen das Gesicht der Leiche überlagerte. Er schloss die Augen. Drei. Jetzt fehlten ihm nur noch drei.&lt;br /&gt;
[[file:Le soldat.png|right|400px|alt=… Le soldat était une homine…|Der Soldat war eine Homina]]&lt;br /&gt;
Auf der Spitze des Karrens hatte sich das Gesicht des Klerikers von einer rötlichen Gesichtsfarbe in ein blasses Weiß verwandelt, das viel blasser war als sonst. Die Soldaten reagierten nicht, da sie von der Gewalt, die sie gerade gesehen hatten, schockiert waren. Nur der General behielt die Nerven. Er ließ sein Reittier ein paar Schritte vorwärts reiten und wandte sich dem Konvoi zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Giero, reiten Sie so schnell wie Ihr Capryni kann in Richtung des nächsten Außenpostens! Informieren Sie den Intendanten über die Lage und schicken Sie uns Verstärkung. Unterschätzen Sie die Bedrohung nicht. Be'maty, begeben Sie sich ebenfalls zum Außenposten! Sie werden Giero wegen der Ladung nicht folgen können, aber Ihre Mektoubs sind stark, also schonen Sie sie nicht. Sobald er seine Nachricht überbracht hat, wird Giero Sie auf der Straße treffen. Vicho, bleiben Sie auf dem Karren! Sie werden die Ladung und den Herena mit Ihrem Leben schützen, bis Giero zurückkehrt. Zani, Lichnini, Sivaldo, Sie kommen mit mir! Greifen Sie nicht ein, bis ich es Ihnen befehle&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der selbstbewusste Tonfall des Generals half den Soldaten, aus ihrer Lethargie zu erwachen. Alle führten den Befehl wortlos aus. Der Wachposten sprang vom Karren und legte sein Maschinengewehr an, der Matis auf dem Rücksitz ersetzte ihn auf dem Dach des Karrens, der zu manövrieren begann, um umzukehren. Nur der Kleriker, der gerade erst wieder zu sich kam, wollte protestieren. Doch der neugierige Blick, den der General ihm zuwarf, hielt ihn davon ab, und seine Kreideblässe wurde noch größer. Normalerweise ließ Pü keine Überlebenden zurück, denn nur wenn es keine Zeugen gab, konnte er sicher sein, dass er in diesen Gebieten weiterhin ungehindert operieren konnte. Außerdem vermied er es normalerweise, die reguläre Armee anzugreifen, da jeder vermisste Soldat zu einer Untersuchung führte, und griff stattdessen lieber die fanatischen Stämme oder Banditengruppen an, die das Königreich durchzogen. Doch dieses Mal war alles anders. Wenn die ersten sprechen würden, würde er schon auf dem Rückweg sein. Er beobachtete seine vier zukünftigen Gegner genau, während einer der Reiter mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Südwesten ritt, gefolgt von dem Karren. Er durfte es nicht mit ihnen allen zusammen aufnehmen. Er wartete ein paar Sekunden - genug Zeit, damit der Bote am Horizont verschwand - und begann, sich langsam vorwärts zu bewegen. Beim ersten Schritt schrie der General.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bleiben Sie stehen! Weil Sie sich des Verbrechens des vorsätzlichen Mordes an einem Soldaten des Königreichs Matia schuldig gemacht haben, müssen Sie sich vor dem königlichen Gericht verantworten. Wie es unser Gesetz vorsieht, haben Sie das Recht, sich während des Prozesses zu verteidigen. Bitte kooperieren Sie jetzt, sonst müssen wir Sie gewaltsam festnehmen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü hob die Hände, um Unterwerfung vorzutäuschen, und ging weiter. Er wusste, dass die Matis sich nicht täuschen lassen würden, aber er musste ein paar Meter gutmachen. Momentan war der Maschinengewehrschütze die größte Bedrohung. Er musste ihn zuerst ausschalten. Dennoch durfte er den hochrangigen Soldaten nicht unterschätzen. Unter normalen Umständen hätte er es mit einem einfachen Truppführer zu tun gehabt und nicht mit einem erfahrenen Militär.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich werde mich nicht wiederholen, keine Bewegung mehr!&amp;quot;, schrie der General erneut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zoraï würde es wahrscheinlich nicht schaffen, noch einen weiteren Schritt zu machen, bevor der General zum Angriff blasen würde. Er fuhr mit seiner rechten Hand über seinen Rücken und legte sie auf den kleinen runden Schild, der dort hing. Er durfte sich keinen Fehler erlauben. Wenn er sich jetzt verfehlte, würde der Rest viel unsicherer werden. Er schloss wieder die Augen und ließ seine Sinne sich voll und ganz der Welt öffnen. Die Richtung und Stärke des Windes, die Luftfeuchtigkeit - wichtige Parameter, die es für den perfekten Wurf zu berücksichtigen galt. Er öffnete die Augenlider wieder und richtete seinen Blick auf den Schützen. Er war zwar zu weit weg, um sicher zu sein, aber die Position seiner Arme deutete darauf hin, dass er bereit war, zu schießen. Pü atmete tief durch und machte sich an den Kampf. Schneller als je zuvor hängte er seinen Schild ab und streckte seine Arme wie ein Seil nach hinten. Er brauchte weniger als eine Sekunde, um seine Flugbahn zu bestätigen und seinen Buckler zu werfen. Das Geschoss flog nach links vom Pfad und erweckte den Anschein eines Fehlwurfes. Pü nutzte die allgemeine Verwirrung, um in die andere Richtung zu stürmen. Wie erwartet erhielt der Maschinengewehrschütze den Befehl zum Eingreifen und legte seine Waffe an. '''Mit beiden Füßen fest in der Rinde steckend, begann er, aus allen Rohren auf den Zoraï zu feuern'''. Aufgrund des Rückstoßes war die Waffe jedoch schlecht zu führen, sodass Pü einige Sekunden Zeit hatte, bevor die Treffer ins Schwarze trafen. Der Junge wackelte und hüpfte geschickt und versuchte, dem Maschinengewehrschützen die Arbeit zu erschweren, dessen Schüsse immer präziser wurden. In diesem Moment glaubten die Matis wahrscheinlich, dass sie den Sieg davontragen würden. Doch die Flugbahn des Schildes nahm eine unerwartete Krümmung an. Der Buckler streifte die Bäume, die den Straßenrand markierten, und drehte sich in Richtung des Schützen, der nun mit dem Rücken zu ihm stand. Niemand bemerkte den Plan, außer dem General, der das tödliche Projektil sah, als es gerade auf den Hinterkopf des Maschinengewehrschützen treffen wollte, weil er schlauer war als der Rest seines Trupps. Er schrie etwas und sprang von seinem Capryni. Er rappelte sich schnell auf und ging auf den Soldaten zu. Als Antwort auf den Schrei seines Vorgesetzten drehte sich dieser gerade zu der fliegenden Bedrohung um. Als der General sah, dass er nicht reagierte, versuchte er, ihn zu Boden zu werfen, doch er stieß ihn nur an. Der Schild schnitt tief in das Gesicht des benommenen Matis, der sich herumdrehte und schwer auf den Boden fiel.&lt;br /&gt;
[[file:Les deux pieds.png|right|400px|alt=… Les deux pieds fermement plantés…|Mit beiden Füßen fest steckend]]&lt;br /&gt;
Pü hörte mit dem Gestikulieren auf und holte Luft. Der Maschinengewehrschütze war zwar sicher nicht tot, aber er schien ohnmächtig zu sein und stellte daher im Moment keine Bedrohung dar. Während der General am Krankenbett verweilte, glaubte der junge Zoraï fälschlicherweise, dass er nun Zeit hätte, über seinen nächsten Schritt nachzudenken. Doch die beiden Reiter waren anderer Meinung und spornten sich gegenseitig an, zum Angriff überzugehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;General, bleiben Sie bei Sivaldo, wir kümmern uns um den maskierten Primitiven!, rief der erste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Ja, General! Bisher haben seine feigen Techniken nur funktioniert, weil wir nicht darauf vorbereitet waren, fügte der zweite hinzu. Lassen Sie uns den Tod von Tinailli rächen! Wir versprechen, dass wir ihm Ehre erweisen werden!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl der General protestierte, rasten die beiden Soldaten mit voller Geschwindigkeit auf den Zorai zu, den das nicht zu stören schien. Die letzten paar Dutzend Meter zwischen ihnen wurden in Sekundenschnelle verschlungen. Doch da sie sich an den Tod ihrer ersten Kameradin erinnerten, machten die Matis nicht den Fehler, den jungen Krieger zu überfallen. Sie hielten an, bevor sie auf seiner Höhe waren, sprangen von ihren Reittieren und rückten vor, um ihn in die Zange zu nehmen. Nach ihrem jeweiligen Verhalten zu urteilen, mussten die beiden Matis unerfahrene Soldaten sein. Von Hass und Rachegelüsten geblendet, wussten sie noch nicht, dass sie sich gerade in den Rachen des Gingos gestürzt hatten. In der Ferne hatte der General gerade seine Capryni erreicht, um zu den beiden Unvorsichtigen zu eilen. Allein gegen zwei hatte der junge Krieger noch alle Chancen. Er musste die Sache also so schnell wie möglich hinter sich bringen, bevor der einzige wirklich erfahrene Soldat des Trupps zu ihnen stieß. Der Matis, der sich in seinem Rücken positioniert hatte, hielt mit beiden Händen ein schweres, schön verziertes Bernsteinschwert, während der Matis, der ihm gegenüberstand, mit einer langen Pike bewaffnet war, die von geflochtenem Bernstein gekrönt war. Pü hätte gerne in seinem Gesicht gelesen, aber der mächtige gehörnte Helm, den er trug, verhinderte dies. Die Matis kamen schnell näher. Logischerweise würde der Soldat gegenüber von ihm den ersten Angriff starten und dem Soldaten in seinem Rücken die Gelegenheit geben, einen toten Winkel für einen Angriff zu nutzen. Genau das geschah auch. Der Pikenier schrie und durchbohrte die Luft mit einer präzisen Bewegung, in der Hoffnung, den Zoraï mit einem einzigen Schlag aufzuspießen. Ohne seine Füße zu bewegen, schoss Pü mit seiner rechten Hand gegen die Pike, während er sich drehte und sein Becken auf die gegenüberliegende Seite verlagerte. Der Schutz seines Unterarms kratzte lautstark an den vielen scharfen Spitzen. Er drehte sein Handgelenk abrupt um und griff nach dem langen Griff der Waffe. Anstatt den Angriff abzuwehren, ermutigte er die Bewegung und nutzte den Schwung des Matis, um ihn zu destabilisieren, während er den Impuls seines Angriffs bewahrte. Er lenkte die Richtung des Angriffs leicht ab, ohne seine Füße vom Boden abzuheben, beugte seinen Rücken nach hinten und wich dem horizontalen Schlag aus, den der Schwertkämpfer auf ihn ausüben wollte. Er musste nur dafür sorgen, dass die Pike ihre Geschwindigkeit beibehielt, damit ihre tödlichen Spitzen den linken Oberschenkel des unglücklichen Schwertkämpfers durchbohrten, der unter dem Schock schreiend zusammenbrach. Der Angreifer wurde von der unkontrollierten Bewegung seiner Waffe mitgerissen und fiel beinahe auf den Verletzten. Pü ergriff die Gelegenheit und half ihm. Er zog seinen Dolch mit der freien Hand, während die andere den fest im Fleisch seines Kameraden steckenden Pik losließ, trat einen Schritt zurück, um sein Gleichgewicht wiederzuerlangen, und stieß seine Klinge mit einem präzisen Schlag in das Halsgelenk des Helms des Pikeniers. Ein langer Schwall Blut spritzte heraus, als er seinen Dolch aus der Halsschlagader seines Gegners zog. Wie erwartet geriet der Soldat in Panik und nahm schnell seinen Helm ab, um seine Kehle mit den Kräften des Sap zusammenzudrücken und zu heilen, bevor sein Gehirn nicht mehr mit Blut versorgt wurde. Pü ließ ihm keine Zeit zum Handeln, packte das braune Haar des Matis und versetzte ihm mehrere heftige Dolchstiche in den Hals. Als sich der Kopf des Soldaten schließlich vom Rest seines Körpers trennte, brach der Enthauptete auf die Pike zusammen, die sich noch tiefer in die blutende Wunde des am Boden festgenagelten Homins bohrte. Pü warf einen Blick zurück: Der General würde bald hier sein. Er steckte den blutbefleckten Dolch weg, ließ den Kopf seines Opfers fallen und näherte sich dem schwer verletzten Soldaten, der nun unter der schweren, noch immer pulsierenden Rüstung seines Kameraden eingeklemmt war und nicht mehr in der Lage war, die Pike herauszuziehen, um sein Bein magisch zu heilen. Der Homin nahm seinen Helm ab und begann zu stöhnen. Er war etwa so alt wie Niï, also etwa zehn Jahre älter als Pü.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bitte töten Sie mich nicht!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü hatte aufrichtiges Mitleid. Er hasste es zu töten. Und besonders, wenn seine Gegner nicht darauf vorbereitet waren. Aber er hatte keine Wahl mehr. Er hatte es fast geschafft, er konnte jetzt nicht alles aufgeben. Der junge Zoraï machte seinen Kopf wieder frei und ignorierte die Klage des Matis. Er trat näher an ihn heran, setzte seinen linken Fuß behutsam auf seinen Hals und zerquetschte ihn mit einem Fersenschlag. Er hob das Schwert des nun gelähmten Unglücklichen auf, stieß es ihm in den Hals und verhinderte so jede Regeneration. Eins. Jetzt fehlte ihm nur noch einer. Wenn der ohnmächtige Maschinengewehrschütze ausreichte, würde der Homin, der ihm von nun an gegenüberstand, ihn sicher nicht kampflos an den Verwundeten heranlassen. Der General, der sein Reittier bestiegen hatte, um die Distanz zu dem Zoraï zu überbrücken, es dann aber wieder verließ, ritt nun mit entschlossenen Schritten auf den Krieger zu. Als er nur noch wenige Meter von ihm entfernt war, nahm er seinen Helm ab. Zum ersten Mal seit langem zuckte Pü zurück. Für einen Moment glaubte das Kind, die Maske seines Vaters zu sehen. Der Matis war im besten Alter, wie die wenigen Falten, die die Harmonie seiner Gesichtszüge trübten, und der schwache Glanz seines langen, ebenholzfarbenen Haars zeigten. Vor allem aber waren es die selbstbewussten und intensiven Augen, die sie an ihren Vater erinnerten. Diese stechend blauen Augen waren die eines entschlossenen Homins, der bereit war, alles zu geben, um seinen Willen zu erfüllen. Pü trat einen Schritt zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Es ist nicht nötig, dass wir kämpfen, sagte er mit verwirrter Stimme. Ich habe meine Mission erfüllt. Überlassen Sie mir den Maschinengewehrschützen und gehen Sie nach Hause. Bitte befolgen Sie meinen Rat und gehen Sie zu Ihrer Familie.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der General legte seinen Helm zu seinen Füßen und zog ein langes, breites und fein verziertes Schwert. Er warf ihr einen eisigen Blick zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich werde Ihrer Bitte nicht nachkommen können, mein Junge. Sie allein haben soeben drei meiner Soldaten getötet. Karan Domini, König und Hohepriester des Königreichs Matia, muss wissen, warum die Zoraï-Theokratie Kindersoldaten für Mordmissionen ausbildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Ich sage es Ihnen noch einmal: Mein Stamm und ich sind nicht von der Zoraï-Theokratie abhängig. Bitte gehen Sie weg!&amp;quot;, erwiderte Pü und wich ein zweites Mal zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Matis trat mit entschlossenen Schritten vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hat man Sie gezwungen zu töten? Wenn es normal ist, dass ein Junge in Ihrem Alter das Kämpfen lernt, sollte er nicht so jung Blut vergießen müssen. Und schon gar nicht unter diesen Bedingungen. Ein Junge in Ihrem Alter verbringt Zeit mit seinen Freunden, Brüdern, Schwestern, seinem Vater und seiner Mutter.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Worten des Militärs und der Erwähnung seiner Verwandten bekam der junge Zoraï einen Blutsturz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sprechen Sie nicht über meine Familie! Laufen Sie weg, solange Sie noch Zeit haben!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein kaltes Lächeln erschien auf dem Gesicht des Generals.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich habe wohl einen Nerv getroffen. Sind es vielleicht Ihre Eltern, die Sie so weit aus dem Dschungel geschickt haben, um diese Morde zu begehen? Eine Mutter sollte ihre Kinder die Liebe lehren, nicht den Tod!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein heftiger Kopfschmerz durchbohrte den Schädel des Kindes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;'''Ich verbiete Ihnen, über meine Mutter zu sprechen!'''&amp;quot;&lt;br /&gt;
[[file:Je vous interdis.png|right|400px|alt=… Je vous interdis de parler…|Ich verbiete Ihnen zu sprechen]]&lt;br /&gt;
Als er gegangen war, hatte sie geweint. Und obwohl sie ihn ermahnt hatte, nicht zu töten, um seine eigene Lust zu befriedigen, hatte sie ihn dennoch gebeten, es für Ma-Duk zu tun. Pü liebte Ma-Duk aufrichtig, genauso wie er Jena hasste. Die Kamis beschützten Atys, während die Karavan es zerstörte, indem er seine Ressourcen plünderte. Aber konnte man seine Liebe zu Ma-Duk nicht anders beweisen, als durch Blutvergießen? Durch ihre Worte und ihren Status als Hohepriesterin billigte ihre Mutter die barbarischen Bräuche ihrer Vorfahren. Schlimmer noch, sie gab sie mit Inbrunst weiter. Doch er, der noch vor wenigen Monaten jedes Wort seiner Mutter total begeistert hatte, kotzte sie nun an. Wie lange würde es ihm noch gelingen, seine Verbundenheit mit den Werten seines Stammes vorzutäuschen? Und wenn Ma-Duk, gewarnt durch diesen letzten Gedanken, bereits der Meinung war, dass er ihm nicht mehr treu war, würde er dann jemals zum Schatten der schwarzen Maske werden können? Würde sein Vater ihn hinrichten lassen, wenn Großmutter Bä-Bä ihm die Nachricht überbrachte? Würden sein Bruder und seine Mutter ihn gewähren lassen? Pü stieß an seine Grenzen, sein Gehirn war in Aufruhr. Als der Matis spürte, dass der Zoraï nachgab, stieß er ihn bis zum Äußersten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Herena hatte also Recht: ihr seid nur Tiere! Die Homins Ihres Volkes schwängern ihre Hominas und machen sie zu Leihmüttern, die nur dazu taugen, Kindersoldaten zu produzieren, die auf dem Altar Ihrer hasserfüllten Überzeugungen geopfert werden!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit diesen Worten zog Pü seinen Dolch und sein Kurzschwert und stürmte brüllend auf den Matis zu. Er hatte ihm die Gelegenheit zur Flucht gegeben, und dieser hatte sie nicht genutzt. Wenn er sterben wollte, dann würde Pü ihm dabei helfen, so einfach, wie er es mit seinen Soldaten getan hatte. Es würde nur wenige Sekunden dauern. Bald würde alles vorbei sein. Er würde diesen Schmerz nicht mehr ertragen müssen. So stellte er es sich zumindest vor, wenn er wütend war. Das Schwert des Generals leuchtete auf und der junge Krieger wurde an den Knöcheln gepackt, noch bevor er das Manöver des Militärs verstand. Die Erfahrung des Matis hatte gesprochen, und der Stolz des Zoraï würde ihn teuer zu stehen kommen. Er hatte seinen Gegner unterschätzt und war blindlings losgestürmt, ohne mit dem Einsatz einer magischen Verzauberung zur Fesselung zu rechnen. Wurzeln waren aus der Rinde gesprungen und hinderten ihn völlig an der Bewegung. Durch den Schwung seines Laufs war Pü beinahe nach vorne gestolpert und hatte sich nur mit Mühe auf den Beinen halten können. In Panik versuchte er, sich aus der magischen Falle zu befreien, indem er mit seinen Waffen die Verzweigungen aufschlitzte, die sich nun seine Waden hinaufzogen, und dabei den Zauberer vergaß. Plötzlich, als er seine ganze Aufmerksamkeit auf seine Beine richtete, verdunkelte sich der Himmel. Sein Blut gefror, als er reflexartig den Kopf hob. Über ihm verdeckte die mächtige Rüstung des Matis das Licht der Sonne: Er hatte die Panik des Zoraï ausgenutzt, um in den Nahkampf zu gehen. Das Gegenlicht betonte seinen grimmigen Blick, der Pü von allen Seiten versteinerte. Der General hob sein großes Schwert in eine tiefe Position. Seine weiße Rüstung leuchtete auf, als das Licht durch die veränderte Haltung durchsickerte, und Pü musste wegschauen, um nicht geblendet zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Lassen Sie es geschehen!, sagte der Matis mit ernster Miene. Der Schlag, den ich Ihnen jetzt versetze, wird Ihnen eine kritische Wunde zufügen. Wenn Sie sich bewegen, könnte er für Sie tödlich sein. Ich werde Sie am Leben halten, bis die Verstärkung eintrifft. Danach werden wir Sie nach Matia bringen!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl der General zuversichtlich schien, dass er ihn lebend zum König der Matis bringen würde, wollte Pü lieber tausendmal sterben, als in die Gefangenschaft der Handlanger der Karavan zu geraten. Er versuchte erneut, sich zu wehren, aber die Wurzeln umklammerten nun seine Taille und begannen, sich seinen Bauch hinaufzuziehen. So endete sein kurzes Leben. Am Ende hatte sich Großmutter Bä-Bä geirrt. Er, der mit der Vorstellung aufgewachsen war, der Schatten der schwarzen Maske zu werden und unter seinen eigenen Leuten zu sterben, indem er seinen Bruder beschützte, sollte allein und weit weg von zu Hause sterben, mit Jenas blendendem Astralabdruck als letztem Anblick. Was für eine Ironie. Als der Zoraï seine Maske nach links gedreht hatte, um nicht länger die spöttische Spiegelung des Brustpanzers ertragen zu müssen, sah er eine seltsame Lichtquelle jenseits des Straßenrandes im Schatten der hohen Sylvan-Bäume. Wenn er sich konzentrierte, konnte er zwei gleich große Sphären deutlich erkennen. Sie waren strahlend weiß und leuchteten umso heller, je dunkler es um sie herum war. Nein, es war nicht nur die Dunkelheit ... Pü konnte eine kleine schwarze Gestalt zwischen den Schatten erkennen. Sein Blut gefror erneut. Es waren keine Sphären, es waren Augen. Die Augen der Schwarzen Kami, die ihm bis jetzt zweimal erschienen war. Er war hier. Ma-Duk sah ihn an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nein, er durfte nicht aufgeben. Er war ein Schwarzer Krieger von Ma-Duk, geschmiedet von den besten Kämpfern des Dschungels und gesegnet von den Kamis. Solange er kämpfen konnte, würde er nicht aufgeben. Gestärkt reagierte sein Körper instinktiv, als der General seine Waffe auf ihn niedersausen ließ, um sein linkes Schlüsselbein zu durchbohren. Um sich zu schützen, schickte er seinen rechten Arm gegen die massive Klinge, und sein Kurzschwert konnte den Schlag zwar nicht abwehren, aber immerhin den Angriff ablenken - auf Kosten eines Teils seiner Hand, die in Stücke zersplitterte. Die extreme Anspannung, in der sich der junge Krieger befand, hatte den positiven Effekt, dass er den Schmerz völlig ignorierte. Das Schwert streifte ihn und bohrte sich schwer in den Boden. In der Sekunde des Aufatmens ließ Pü den Dolch in seiner linken Hand fallen und manipulierte den umliegenden Sap, um mit beiden Händen einen Zauberspruch auszusprechen. Da sein Paar Magieverstärker an seinem Gürtel hing, der nun mit den Wurzeln verwickelt war, konnte er sich nicht mit ihnen ausrüsten. Aber für das, was er vorhatte, sollte ein roher Zauberspruch ausreichen. Also '''zögerte er nicht und entzündete seinen Körper, um aus seinem Holzgefängnis auszubrechen'''. Es gelang ihm, sich aus den teilweise verbrannten Wurzeln zu befreien, als der General sein Schwert aus dem Boden riss. Als er seinen zweiten Angriff startete, konnte Pü ihm mit einer Rolle gerade noch ausweichen. Der Matis folgte mit einer Reihe von Hieb- und Stichattacken, denen der junge Krieger mit verschiedenen akrobatischen Einlagen auswich. Unbewaffnet war er nicht in der Lage, die Angriffe abzuwehren. Er war zwar viel geschickter als der General in seiner schweren Rüstung, aber dieser schien viel ausdauernder zu sein und hatte noch keine Verletzungen erlitten. Noch beunruhigender war, dass seine Schläge immer präziser wurden. Zum ersten Mal in seinem Leben kämpfte Pü gegen einen Waffenmeister in einem Kampf auf Leben und Tod. Die Erfahrung des Matis sprach für sich, und es dauerte nicht lange, bis er begann, die Bewegungen des jungen Kriegers zu antizipieren.&lt;br /&gt;
[[file:Hesita pas.png|right|400px|alt=… il n’hésita pas…|zögerte er nicht]]&lt;br /&gt;
Die Sekunden verstrichen und Pü ging zusehends der Atem aus. Immer wieder gelang es dem Soldaten, ihn zu streifen und mit der Spitze seines Schwertes in seinen kindlichen Körper zu schneiden. Pü nutzte die Kraft des Sap regelmäßig, um seine Wunden zu heilen und seine Ausdauer teilweise zu regenerieren, aber wenn er so weitermachte, würde er bald an seine Grenzen stoßen. Er wünschte, er könnte dem Matis in den Rücken fallen und versuchen, ihm das Genick zu brechen, wie er es so gut konnte, doch der Matis ließ ihm keine Ruhe. Ohne Waffe hatte er keine Möglichkeit, sich aus dieser aussichtslosen Situation zu befreien. Als er nach einem Ausweg suchte, sah er einen Dolch, der an der Taille des Soldaten hing und hinter dem Tuch an seinem Gürtel verborgen war. Wie hatte er ihn vorher nicht sehen können? Pü verfluchte sich selbst und überlegte sich zwischen zwei Rollen und drei Verrenkungen einen Aktionsplan. Er würde alles auf eine Karte setzen. Atemlos wartete der Zoraï auf den richtigen Moment, um zu handeln. Plötzlich nutzte er, der bis dahin nur vor den Angriffen des Matis zurückgewichen war, einen großen, hüfthohen Schlag, um eine Vorwärtsrolle zu machen und unter der scharfen Klinge durchzuschlüpfen. Als er seine Bewegung beendet hatte, drückte er sich so fest er konnte von seinen Beinen ab und sprang auf die linke Seite des Soldaten. Der Matis war zwar von der Richtung des Ausweichmanövers irritiert, reagierte aber sehr schnell und versetzte dem jungen Krieger einen heftigen seitlichen Tritt. Der Körper des Kindes knackte unter dem schweren Stiefel des Soldaten und schlug weiter hinten auf dem Boden auf. Pü rappelte sich mühsam auf einem Knie auf und spuckte Blut. Sein Gegner hatte ihm gerade mehrere Rippen gebrochen. Doch hinter seiner Maske lächelte der junge Krieger: Seine gesunde Hand war nun bewaffnet. Obwohl sie sich von den Dolchen unterschied, die er sonst zu führen pflegte, würde der Dolch des Matis perfekt funktionieren. Der junge Homin atmete tief durch und hob seine Maske in Richtung des Generals. Dieser hatte sich umgedreht und war gerade dabei, mit seinem Schwert einen Durchbruch zu erzielen, um wieder in den Nahkampf zu gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Geben Sie auf, mein Junge!&amp;quot;, sagte er und stürmte los.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wieder würde Pü nur eine einzige Chance haben. Und bis jetzt war ihm das Glück oft hold gewesen. Vielleicht wachte die Schwarze Kami tatsächlich über ihn. Als der Soldat mit dem Schwert nach vorne auf ihn zustürmte, wartete Pü auf den richtigen Moment und warf seinen Dolch in die Luft, weit über ihm. Sofort ließ er so viel Sap wie möglich in seine Beine fließen und ließ seine Schenkel so stark anschwellen wie niemals zuvor. Er ging bis an die Grenze seiner Belastbarkeit, riss eine Wolke aus Sägemehl auf und sprang mit einem überhominheit Sprung in die Luft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Völlig überrascht von der Art des Angriffs und teilweise geblendet von dem Nebel aus Trümmern, glaubte der Matis fälschlicherweise, dass der Zoraï nur versuchte, zu fliehen. Er erkannte die Realität zu spät, als er spürte, wie sein Schwert plötzlich nach vorne schwang. Pü war gerade auf der flachen Seite der Klinge gelandet und schoss wie ein Seiltänzer auf seinen Träger zu. Der Matis war bereits aus dem Gleichgewicht geraten und versuchte vergeblich, sich aufzurichten, als Pü sich erneut auf die Waffe stützte, um zu flattern. Diesmal landete der junge Krieger auf seinen Schultern und schoss ein weiteres Mal in Richtung Himmel, wobei er den Matis mit der Kraft seiner Beine dazu zwang, ein Knie auf den Boden zu drücken. Pü befand sich etwa vier Meter über dem Boden und flog über die Staubwolke, die sich langsam auflöste. Er musste nur seinen gesunden Arm ausstrecken, um den Dolch aufzufangen, den er vor wenigen Sekunden weggeworfen hatte. Er spreizte seine Beine und blickte zu Boden, als die Schwerkraft zu wirken begann, und sah in das Gesicht des Generals. Dieser hatte seinen furchterregenden Blick verloren und öffnete seine Augenlider weit. Pü sah darin Bewunderung. Der Junge führte erneut einen perfekten Wurf aus, und der Dolch bohrte sich direkt in den Schädel des Matis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zorai war immer noch in der Luft und wollte sich gerade abfangen, doch seine gebrochenen Rippen hinderten ihn daran. Er fiel schwer auf die gegenüberliegende Seite, nicht weit von dem Körper des Generals entfernt, der in einer seltsamen Position auf den Knien erstarrt war. Sein Kopf hing nach hinten in Richtung des Tagesgestirns und sein langes, ebenholzfarbenes Haar bewegte sich leicht im Wind. Pü legte sich auf den Rücken und breitete die Arme aus. Es war vorbei. Sein Martyrium war vorbei. Er hatte gewonnen.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{NavChap|[[Chapitre III - Mourir pour renaître]]|[[La Guerre Sacrée#Table des matières|Table des matières]]|[[Chapitre V - La graine du doute]]}}&lt;br /&gt;
{{Portail|La Grande Bibliothèque|Zoraï}}&lt;br /&gt;
[[Catégorie:La Guerre Sacrée]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jadeyn</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Kapitel_IV_-_Sylvan_Exil&amp;diff=34491</id>
		<title>Kapitel IV - Sylvan Exil</title>
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				<updated>2023-02-27T07:54:19Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Jadeyn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{NavChap|[[Chapitre III - Mourir pour renaître]]|[[La Guerre Sacrée#Table des matières|Table des matières]]|[[Chapitre V - La graine du doute]]}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Trad&lt;br /&gt;
|DE=Kapitel IV - Sylvan Exil|DEs=2&lt;br /&gt;
|EN=Chapter IV - Sylvan Exile|ENs=4&lt;br /&gt;
|ES=&amp;lt;!--Capítulo IV - Exilio en el bosque--&amp;gt;&lt;br /&gt;
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{{Clear}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:purple;font-weight:bold&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''IV - Sylvan Exil'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:purple;font-weight:bold&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''Jahr 2474 von Jena'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Quotation|''Bélénor Nébius, Erzähler'' • ''Cheng Lai'SuKi, Illustratorin''|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[file:Pu deroulait.png|right|400px|alt=… Pü déroulait en silence…|verrichtete Pü schweigend]]&lt;br /&gt;
Auf einem hohen Ast eines großen sylvanischen Baumes sitzend, '''verrichtete Pü schweigend sein tägliches Gebet'''. Über ihm, sogar noch näher, so weit entfernt vom Dschungel und seinem Zenit, war das Tagesgestirn dabei, seinen vollen Glanz zu entfalten, und trotz der dicken Laubschicht, die es vom Himmel trennte, schaffte es das warme Licht, die blaue Haut des jungen Zoraï zu erwärmen. Er hatte jedoch gelernt, Jenas astrale Prägung zu vergessen, und versuchte, sich an die Kälte und das Echo der Abgrundschächte zu erinnern, die sein Dorf unter der Rinde durchzogen und die es Ma-Duk ermöglichten, aus dem Herzen von Atys über ihn und seine Familie zu wachen. Er hatte ohnehin keine Wahl: Die Höhen waren bei weitem der geeignetste Ort für meditative Momente. Am Boden waren Raubtiere und Soldatenpatrouillen eine ständige Störung, die seine Ruhe bedrohten und ihn daran hinderten, sich friedlichen Aktivitäten zu widmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tausend Kilometer entfernt beendeten seine Stammesmitglieder wahrscheinlich auch gerade ihre Gebete. Trotz der Entfernung und der Einsamkeit hatte Pü versucht, seinen Lebensrhythmus beizubehalten, den er vor seiner Abreise gelebt hatte. Mit dem ersten Morgengrauen erwachte das Dorf und bereitete sich auf die Routinearbeiten vor, die für das reibungslose Funktionieren der Gemeinschaft notwendig waren: Instandhaltung, Handwerk, Jagd, Kochen, verschiedene Versammlungen, Empfang der seltenen Gesandten und Händler etc. Das Ziel war es, so viele Aufgaben wie möglich zu erledigen, bevor die lange Morgenlitanei begann. Diese wurde von Pus Mutter Looï geleitet und endete mit einem gemeinsamen Essen im Speisesaal, an dem der ganze Stamm teilnahm. Nach dem Mittagessen übten sich die Zoraï mehrere Stunden lang in der Kunst des Kampfes. Der Unterricht richtete sich an alle, unabhängig von Alter oder Geschlecht, und war sehr vielfältig: Nahkampf, Stichwaffen, Schusswaffen und Magie. Der Stamm war in erster Linie ein Clan von Kämpfern, die früher oder später am Beginn des Heiligen Krieges teilnehmen würden. Wenn das Training beendet war, trafen sich die Familien zu einem gemütlichen Essen und gingen vor dem Schlafengehen verschiedenen persönlichen Aktivitäten nach. Seit jeher besuchte Pü Abendkurse bei seiner Mutter, die ihn in homininer Geschichte, internationalen Beziehungen, anderen Sprachen und Wissenschaft unterrichtete. Gelegentlich wurde er von seinem älteren Bruder Niï begleitet. In den meisten Fällen besuchte dieser jedoch andere Privatstunden bei ihrem Vater, der Schwarzen Maske.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Junge wurde jäh aus seinen Erinnerungen gerissen, als ein trauriges Geräusch die Harmonie des Gesangs der Bäume durchbrach. Über den Baumwipfeln erschütterte das dumpfe Dröhnen eines Karavan-Fluggeräts die Luft und vertrieb die Javings, diese seltsamen Vögel mit den gezackten, grünlichen Flügeln und der langen, schwarzen, glänzenden und mit Widerhaken versehenen Zunge, mit der sie ihre Beute aufspießten. Pü stand schnell auf, überprüfte die Festigkeit seiner Lebenslinie und machte sich daran, die letzten Meter des dicken Baumstamms zu erklimmen, der ihn vom Himmel trennte. Als sein zarter Körper aus dem Blättermeer herausragte, musste er hinter seiner Maske die Augen zusammenkneifen, weil das Tageslicht so grell war. Nicht weit von ihm entfernt verlor die Höllenmaschine immer mehr an Höhe. Die seltsame schwarze Materie, aus der ihre Hülle bestand, reflektierte Jenas helles Astrallicht, als wollte sie ihn verhöhnen. Trotzdem gelang es Pü, die Maschine zu identifizieren. Es war einer der kleinen Transporter, die die Karavan normalerweise benutzte, um die von ihren Hominsklaven gesammelten Ressourcen zu sammeln. Seltsamerweise schien er direkt aus einer der riesigen Himmelswurzeln zu stammen, die das Kronendach bildeten, den unerforschten Teil der Rinde, wie die Bewohner Atys bezeichneten, ihre Welt aus lebendem Holz, das nur aus ständig wachsendem Pflanzenmaterial besteht. Ihre opulenten Täler und üppigen Hügel bestanden aus kolossalen Wurzeln, auf denen die Homins ihre Zivilisationen errichtet hatten. Das Wasser, das die tiefen Wurzelspalten füllte, erweckte ihre Seen, Lagunen und Ozeane zum Leben. Die steilsten Wurzeln bildeten seine Berge und reckten sich in einem langsamen, unaufhaltsamen Aufstieg in den Himmel. Bestimmte Temperaturanomalien führten sogar dazu, dass der Wurzelteppich langsam verglühte und die Wüsten entstanden. Und noch tiefer unter der Rinde befanden sich die Urwurzeln, das geheimnisvollste Ökosystem von Atys nach dem, das man in das Kronendach vermutet. Es bildete ein riesiges Labyrinth aus grünen, feuchten Höhlen, die tief in die Eingeweide der Pflanzenwelt bis in ihr Herz hineinreichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü beobachtete, wie die Karavan-Maschine mit hoher Geschwindigkeit abtauchte. Es war sehr wahrscheinlich, dass wie üblich ein Treffpunkt zwischen der Karavan und ihren Handlangern vereinbart worden war und dass ein Konvoi auf dem Weg war, um Tribut zu liefern. Der junge Zoraï spürte, wie sein Herz raste. Vier. Jetzt fehlten ihm nur noch vier. Vier, und er könnte endlich nach Hause zu seinen Lieben zurückkehren. Das war die perfekte Gelegenheit. Er musste den Konvoi abfangen, bevor er sich mit den Karavan-Agenten treffen konnte. Pü entkam dem nackten Tag, indem er sich ein paar Meter in die Tiefe stürzen ließ, und landete auf dem Ast, auf dem er seine Sachen zurückgelassen hatte. Er sammelte sie zusammen und packte sie hastig ein, bis auf einen würfelförmigen Weidenkorb, den er sorgfältig handhabte. In diesem Korb befanden sich die Früchte monatelanger Bemühungen. Er würde sich niemals verzeihen, wenn er ihn verlieren oder seine Unversehrtheit gefährden würde. Um sicherzugehen, dass er nichts vergessen hatte, überprüfte er noch einmal seinen Klettergurt und tauchte ab. Pü raste durch den grünen Abgrund, bewegte sich geschickt zwischen den Zweigen und löste mit einem fachmännischen Handgriff seine Lebenslinie von den Stiften, die er während des Aufstiegs getrieben hatte. Er durchquerte viele Sekunden lang die bunten Schichten dieses kontinentalen Waldes mit seinen tausend Jahreszeiten und landete schließlich anmutig auf dem belaubten Boden. Die Richtung, in die das Fluggerät flog, deutete darauf hin, dass es wahrscheinlich auf der Lichtung weiter nördlich landen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten Konvois starten in Matia, der Hauptstadt des gleichnamigen Königreichs, und so war es gut möglich, dass der erhoffte den breiten künstlichen Pfad nehmen würde, der den Wald im Westen durchschneidet. Pü war von den Kräften der Botaniker des Matis-Volkes beeindruckt und erschrocken zugleich. Er, der Matias kolossale Wurzelmauer und die riesigen Habitatbaumkomplexe, die sich jenseits der Stadtmauer so weit das Auge reichte, mit eigenen Augen gesehen hatte, war von einer solchen Maßlosigkeit überwältigt gewesen. Doch mit diesem Vorgehen und dem Versuch, die Natur nach seinem Willen zu beugen, versuchte das Volk der Matis, die Absicht der Kamis und damit auch die Absicht von Ma-Duk zu durchkreuzen. Der Große Erzeuger wacht über jedes Stückchen Materie auf Atys. Die Natur zu verändern bedeutet, sein Großes Werk zu verfälschen. Die Geheimnisse der Manipulation von lebender Materie, insbesondere von Pflanzen, waren den Matis von der Karavan übermittelt worden, wie den Zoraïs die Beherrschung des Magnetismus und des Schreibens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während seiner langen Monate im Exil im Königreich Matia war Pü klar geworden, wie attraktiv die heidnischen Sitten der von der Karavan indoktrinierten Völker sein konnten. Bei diesen Gedanken hatte er sich geschämt. Aber es hatte ihm auch geholfen, die Gefährlichkeit dieser Dämonen aus dem Himmel besser zu verstehen. Der junge Zoraï verlor keine Zeit. Er rutschte und sprang über die Wurzeln und Verzweigungen des Waldes und legte die letzten Kilometer bis zum Pfad in kürzester Zeit zurück. Die wenigen Gingos, die versuchten, ihn auf seinem Weg zu verfolgen, hatten keine andere Wahl, als aufzugeben, da er sich so geschickt durch das dichte Gewirr der Natur manövrierte, die frei von jeglicher Matisse-Unterdrückung war. Als er den Weg erreichte, versteckte er sich hinter einem großen Strauch und hielt Ausschau nach der Ankunft des Konvois. Als er gerade aufgeben und woanders nach den Spuren der Matis suchen wollte, hörte er in der Ferne ordentliches Hufgetrappel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü schluckte. Sein Herzschlag begann sich langsam zu beschleunigen. Niemals. Niemals würde er sich an dieses Gefühl gewöhnen. Sein Bruder hatte ihm versichert, dass sein erstes Mal ein Genuss sein würde und dass die Gefühle, die er dabei empfand, ihn für sein ganzes Leben prägen würden. Auf der einen Seite hatte er damit nicht ganz Unrecht. Die blutverschmierten Hände eines Zoraï, der mit elf Jahren ins Exil geschickt wurde, kniete allein vor der noch warmen Leiche seines ersten Opfers: diese Bilder verfolgten ihn wochenlang Tag und Nacht, bis er den Verstand verlor. Doch diese letzte Prüfung kündigte auch das Ende seines schmerzhaften Exils an. Bald würde er wieder in seinem Land, bei seinem Stamm sein und seine Mutter wieder in die Arme schließen können. Dieser freudige Gedanke tröstete ihn und half ihm, seine Kräfte wieder zu sammeln. Der Konvoi zeichnete sich nun am Horizont ab. Bald war er in Sichtweite. In der Mitte befand sich ein solider, schwer beladener Karren, gezogen von zwei Mektoubs, friedfertigen Dickhäutern mit flinken Füßen, die über zwei Meter groß waren, braunes Fell mit grauen Streifen hatten und vor allem an ihren langen, kräftigen Rüsseln und ihren ohrlosen Köpfen zu erkennen waren. Er wurde von einem Tryker geführt, wie viele andere, denen Pü bislang begegnet war. Tatsächlich war es nicht ungewöhnlich, Tryker weit östlich von ihren schwimmenden Städten zu treffen, die im Matis-Land undankbare und schlecht bezahlte Arbeit verrichteten. Ihre Neugier und ihr Freiheitsdrang machten sie zwar zu hervorragenden Entdeckern und Erfindern, doch aufgrund ihrer geringen Größe, ihres kindlichen Aussehens und vor allem ihres friedlichen und gutmütigen Charakters waren die Tryker in den vergangenen Jahrhunderten leider mehrfach von den Matis versklavt worden. Wie Pü aus dem Unterricht seiner Mutter wusste, waren die Tryker zum letzten Mal während des &amp;quot;Aquäduktkriegs&amp;quot; vor nur vierzig Jahren versklavt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2435 entdeckten Fyros-Minenarbeiter im Westen ihrer Wüste unter der Rinde vergrabene Ruinen und bohrten eine Säureader an, die die gesamte Region um die Kaiserstadt Coriolis in Brand setzte. Das wochenlange Feuer breitete sich bis zur Grenze des Königreichs aus und zerschnitt das riesige, von den Matis verhasste Aquädukt. Eben jenes, das die Wüste mit dem Seengebiet verband, das von der Trykoth-Föderation, dem Verbündeten des Fyros-Imperiums, verwaltet wurde. Der Krieg, in den die Allianz und das Königreich seit fast eineinhalb Jahrhunderten verstrickt waren, nahm eine neue Wendung. Der Imperator sah sich gezwungen, seine Truppen von den Seen abzuziehen und sie zur Bekämpfung des Feuers einzusetzen, das sein Volk bedrohte und ihm das Wasser abnahm. Daraufhin nutzte die Matisse-Armee die Gelegenheit und marschierte in das Seengebiet ein, versklavte das Volk der Tryker und eroberte die Stadt Karavia zurück, die das Imperium fast ein Jahrhundert zuvor gestohlen hatte. Karavia, die &amp;quot;Heilige Stadt&amp;quot;, wurde angeblich genau an dem Ort errichtet, an dem Zachini an der Küste des Königreichs, das er später gründete, zum ersten Mal mit der Karavan und der Göttin Jena zusammentraf. Karavia, die &amp;quot;Unheilige Stadt&amp;quot;, für Pü und seinen Stamm der bösartigste Ort auf der Rinde... Und doch wurde hier im Jahr darauf der Vertrag unterzeichnet, der den Aquäduktkrieg beendete und die Tryker von der Herrschaft der Matis befreite. Allerdings hatte diese Episode im Unterbewusstsein des Seenvolkes Spuren hinterlassen, und viele Tryker blieben als Diener im Wald zurück... so wie der Karrenfahrer, der sich offensichtlich dem Dienst des Matis verschrieben hatte, der neben ihm auf der Sitzbank schlummerte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü identifizierte ihn bei seinem Anblick sofort als einen Kleriker der Kirche des Lichts, die Herena genannt wurde. Der Matis war nämlich in seine kirchliche Tracht gekleidet: eine weiße Bernsteinkrone und eine lange Toga, die aus mehreren großen Umhängen bestand, die aus bunten Federn gefertigt und mit Geflechten aus bernsteinfarbenen Schmuckstücken verziert waren. Die Kirche des Lichts, die um den Jena-Kult herum gegründet wurde und unter der Schirmherrschaft der Karavan stand, war heute allmächtig im Königreich Matia und insbesondere in Karavia, das durch den Vertrag, der ihren Namen trägt, an das Königreich zurückgegeben wurde. Unter ihrem Einfluss waren so viele Homins von der dämonischen Natur der Kamis überzeugt worden...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter oben auf dem Karren, auf seiner Planenladung, stand ein Matis mit einem Maschinengewehr und hielt Ausschau nach dem Horizont. Er hatte keinen Helm auf und trug die gewöhnliche Kleidung der Soldaten der regulären Armee: einen weichen, robusten Anzug aus Kaktushaut und darüber Rüstungsteile aus weißem Holz. Ein weiterer schien auf der Rückbank zu sitzen. Die Matis waren ein von Natur aus schlankes Volk mit ausgemergelten Gesichtszügen und perlmuttfarbener Haut. Sie waren Ästheten, raffiniert und aufgrund ihrer Kultur ehrgeizig und erinnerten andere Völker immer wieder an ihre Überlegenheit, selbst wenn sie sich dessen nicht bewusst waren. Um den Karren herum waren fünf berittene Matis, die als Eskorte dienten. Sie ritten stolz auf Caprynis, schlanken Vierbeinern mit dicker, heller und stellenweise blau gestreifter Haut, einem einzigen Geweih und einer langen Schnauze mit einem einzigartigen Ziegenbart. '''Alle Soldaten waren mit einer Rüstung aus solidem weißem Holz ausgestattet''', die mit lilafarbenen Mustern graviert war, sich am Oberkörper wölbte und in der Taille enger wurde. Die Schulterstücke der Rüstung waren ebenso abgerundet wie breit und verliehen den Soldaten ein herrisches Aussehen. Am auffälligsten war jedoch ihr Helm, der aus einer Elfenbeinmaske mit einem azurblauen Schmuckstück auf der Stirn und einer stabilen, imposanten Kopfbedeckung bestand, die mit weißem Bernstein verziert war und deren Enden aus Chitin an den Ohren herabhingen, sodass sie wie Hörner aussahen. Einer der Soldaten unterschied sich von den anderen durch die feinen Verzierungen und Gravuren, die seinen Brustpanzer und Helm schmückten. Bisher hatte Pü noch niemals die Gelegenheit gehabt, solche Verzierungen zu sehen. Der Matis war zweifellos ein hochrangiger Soldat der königlichen Armee, der zusammen mit dem Herena entsandt worden war, um den König vor der Karavan zu vertreten.&lt;br /&gt;
[[file:Tous les soldats.png|right|400px|alt=… Tous les soldats étaient équipés…|Alle Soldaten waren ausgerüstet]]&lt;br /&gt;
Das Kind stellte seinen Korb sorgfältig in die Mitte des Strauches und wartete noch ein paar Sekunden, bis der Konvoi weiterzog. Als er etwa 50 Meter von seiner Position entfernt war, kam er ruhig aus seinem Versteck hervor und stellte sich in die Mitte der Straße. Als der Ausguck auf der Spitze der Ladung ihn entdeckte, gab er das Signal zum Anhalten und der Konvoi stoppte abrupt. Der unerwartete Halt unterbrach den Schlaf des Herena, der beinahe vom Karren gefallen wäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wer sind Sie? Nennen Sie Ihre Identität!&amp;quot;, rief der Ausguck in einem kräftigen, aber dennoch melodischen Tonfall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Antwort trat Pü einige Meter vor, während die Reiter ihre Reittiere ausrichteten und sich vor dem Karren aufstellten. Der Zoraï räusperte sich und nahm seinen schönsten Mateis an. Seine Mutter hatte ihm die von anderen Völkern verwendeten Sprachen beigebracht, wobei sie den Schwerpunkt auf Mateis legte, die international am häufigsten gesprochene Sprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich bin ein Apostel der Kamis, der in die heidnischen Regionen gesandt wurde, um den Verirrten die Existenz des Großen Erzeugers zu offenbaren und einigen Auserwählten die Ewige Vergebung anzubieten. Kinder der Rinde, freut euch zu hören, dass eure Sünden durch mich bereits reingewaschen wurden. In Kürze werden eure Seelen gereinigt und den Schwarzen Kriegern von Ma-Duk übergeben. Durch sie werden sie zu ihrem Kampf für die Erhaltung von Atys beitragen. Und wenn Ma-Duk es will, werden sie Zeuge des Heiligen Krieges und des Beginns der Glücklichen Tage.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz seines guten Willens gelang es dem jungen Homin nicht, Leidenschaft in seine Predigt zu bringen. Nach so vielen Monaten morbider Predigten war dieses Ritual ebenso ermüdend wie schmerzhaft geworden. Pü wusste, dass der Wahnsinn auf ihn lauerte. Die Stimmen in seinem Kopf wurden immer präsenter und er entwickelte Woche für Woche neue Verhaltensstörungen. Wie viele seiner Brüder und Schwestern hatten während ihres Exils den Boden unter den Füßen verloren? Viele von ihnen waren niemals zurückgekehrt. Vor seiner Abreise hatte er lange Zeit hart über sie geurteilt, aber jetzt verstand er sie. Seine Sicht war getrübt, als sich ein starker Kopfschmerz bemerkbar machte. Er musste sich lange konzentrieren, um die ersten mentalen Einflüsterungen auszuschalten. Während dieser langen Sekunden der Abwesenheit hatte sich der Herena zu dem Ausguck auf der Spitze des Karrens gesellt. Er hielt sich rücksichtslos an ihm fest, um nicht zu fallen, und brüllte sie an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ma-Duk? Der große Erzeuger? Was reden Sie denn da für einen Unsinn? Wir wussten zwar, dass die Wilden Ihrer Art die Kami-Dämonen anbeten, aber wir dachten, Sie wären so geistesgegenwärtig, die Existenz unserer aller Mutter, Jena, nicht in Frage zu stellen! Kennen Ihre Schandtaten keine Grenzen? General, ergreifen Sie diesen Ketzer auf der Stelle!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü ging wieder ein paar Schritte nach vorne und massierte sich die Maske.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Dann kann ich Ihnen versichern, dass Min-Cho, sein Rat der Weisen und die gesamte Zoraï-Theokratie, versteckt im Herzen Zorans und hinter ihrer Großen Mauer, immer noch Ihre usurpatorische Göttin anbeten, sagte er mit müdem Blick. Vor vielen Jahrzehnten entschieden sich die Kamis dafür, meinem Stamm die Existenz von Ma-Duk zu offenbaren. Heute sind wir leider die einzigen, die seine Natur als Oberster Kami anerkennen. Aber es gibt noch andere Apostel, die im Dschungel arbeiten. Eines Tages werden unsere Zoraï-Brüder das Ausmaß der Lügen erkennen, die ihnen seit ihrer Kindheit aufgetischt werden, und wenn Ma-Duk es will, werden ihnen ihre Sünden vergeben.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gesicht des Klerikers färbte sich rot, als er durch seine Gestikulationen, die die vielen Umhänge seiner Kleidung verwickelten, fast zu Boden fiel. Zu seinem Glück tat der Ausguck alles, was er konnte, um zu verhindern, dass der Herena sich durch einen Sturz blamierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hören Sie auf mit Ihren Schandtaten, Wilder! Keine Vergebung für Ihre degenerierte Rasse von Dämonenanbetern! Ihre skelettierten Gesichter sind Abscheulichkeiten, eine Beleidigung für die Karavan! Ihr verdient es, ausgerottet zu werden, wie alle Primitiven, die Atys mit Ihrer Anwesenheit beschmutzen! Dieser Wilde soll sofort gefasst werden, das ist ein Befehl!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hoch zu Capryni versuchte der Matis-General einzugreifen, um die wachsende Spannung abzubauen. Doch einer der Reiter befolgte die Aufforderung des Geistlichen und ritt in vollem Tempo los. Pü schüttelte seine Maske ab, um seine letzten Kopfschmerzen wegzuwischen, und konzentrierte sich voll und ganz auf die Situation. Von nun an würde alles sehr schnell gehen. Er musste seine inneren Fragen zum Schweigen bringen. Der Matis hatte bereits die Hälfte der Distanz zwischen ihm und dem Zoraï überwunden. In seiner rechten Hand hielt er einen langen, hohlen Speer, der in einer geflochtenen Bernsteinkragen endete. In der Nähe der horizontalen Stange befand sich ein Hebel, mit dem der Ring, der die Stange abschloss, schnell gelockert oder zusammengedrückt werden konnte. Diese geniale Waffe war in der Regel dazu gedacht, die zukünftigen Reittiere der Matis an der Kehle zu packen, wenn sie noch in der Wildnis waren, wurde aber auch dazu verwendet, Homins zu fixieren und zu unterwerfen, ohne sie zu verletzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Püs Körper schwankte leicht. Es dauerte einige Sekunden, bis er das Schlagen seiner Glieder mit dem Galopp des Reittiers synchronisieren konnte. Als der Angreifer etwa zehn Meter von ihm entfernt war, aktivierte er den Mechanismus seiner Waffe und schwang sie, ohne sein Tempo zu verlangsamen. Die Schlinge öffnete sich weit genug, um den maskierten Kopf des Zoraï zu umschließen. Ohne Zweifel wusste er, wie er mit seinem Instrument umzugehen hatte. Doch der junge Homin war zu flink. Als der Soldat nach rechts schoss, um seine Beute an der Kehle zu packen, tauchte Pü absichtlich in die Richtung des Angriffs und wich ihm aus. Zwischen Waffe und Capryni hindurch gelang es ihm, den Riemen an der Seite des Tieres zu ergreifen, bevor er den Boden berührte. Er hielt sich fest und zog, so gut er konnte, nicht um das Tier zu destabilisieren, sondern um seinen leichten Kinderkörper über das Tier zu schleudern. Er flatterte herum und landete gerade noch auf dem Hinterteil des Capryni, als der Matis hinter seinen Rücken blickte, um zu sehen, was aus dem Zoraï geworden war. Während der Reiter den Blick von Pü kreuzte, der nur durch die Kraft seiner Schenkel das Gleichgewicht auf dem Tier hielt, legte seine Beute, die zum Henker geworden war, schnell ihre Hände um sein Genick und brach ihn mit einem kräftigen Schlag. Die Waffe des Matis rutschte aus seiner rechten Hand und zerbrach auf dem Boden. Wenn Pü nicht sicher sein konnte, dass er tot war, war seine Lähmung garantiert. Er ließ den gepanzerten Körper auf sich niedersacken, damit er nicht stürzte, nahm die Zügel, die seine linke Hand hielt, wieder auf, verlangsamte das Tempo und drehte sich um. Als er wieder am Ausgangspunkt angekommen war, brach er seinen Lauf ab und sprang links neben dem Tier zu Boden. Der Körper des Soldaten fiel schwer auf die rechte Seite. Der Helm löste sich durch den Aufprall, sodass der Zoraï in das leblose Gesicht blicken konnte. '''Der Soldat war eine Homina und damit vielleicht auch eine Mutter'''. Für den Bruchteil einer Sekunde sah Pü, wie die Maske seiner eigenen das Gesicht der Leiche überlagerte. Er schloss die Augen. Drei. Jetzt fehlten ihm nur noch drei.&lt;br /&gt;
[[file:Le soldat.png|right|400px|alt=… Le soldat était une homine…|Der Soldat war eine Homina]]&lt;br /&gt;
Auf der Spitze des Karrens hatte sich das Gesicht des Klerikers von einer rötlichen Gesichtsfarbe in ein blasses Weiß verwandelt, das viel blasser war als sonst. Die Soldaten reagierten nicht, da sie von der Gewalt, die sie gerade gesehen hatten, schockiert waren. Nur der General behielt die Nerven. Er ließ sein Reittier ein paar Schritte vorwärts reiten und wandte sich dem Konvoi zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Giero, reiten Sie so schnell wie Ihr Capryni kann in Richtung des nächsten Außenpostens! Informieren Sie den Intendanten über die Lage und schicken Sie uns Verstärkung. Unterschätzen Sie die Bedrohung nicht. Be'maty, begeben Sie sich ebenfalls zum Außenposten! Sie werden Giero wegen der Ladung nicht folgen können, aber Ihre Mektoubs sind stark, also schonen Sie sie nicht. Sobald er seine Nachricht überbracht hat, wird Giero Sie auf der Straße treffen. Vicho, bleiben Sie auf dem Karren! Sie werden die Ladung und den Herena mit Ihrem Leben schützen, bis Giero zurückkehrt. Zani, Lichnini, Sivaldo, Sie kommen mit mir! Greifen Sie nicht ein, bis ich es Ihnen befehle&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der selbstbewusste Tonfall des Generals half den Soldaten, aus ihrer Lethargie zu erwachen. Alle führten den Befehl wortlos aus. Der Wachposten sprang vom Karren und legte sein Maschinengewehr an, der Matis auf dem Rücksitz ersetzte ihn auf dem Dach des Karrens, der zu manövrieren begann, um umzukehren. Nur der Kleriker, der gerade erst wieder zu sich kam, wollte protestieren. Doch der neugierige Blick, den der General ihm zuwarf, hielt ihn davon ab, und seine Kreideblässe wurde noch größer. Normalerweise ließ Pü keine Überlebenden zurück, denn nur wenn es keine Zeugen gab, konnte er sicher sein, dass er in diesen Gebieten weiterhin ungehindert operieren konnte. Außerdem vermied er es normalerweise, die reguläre Armee anzugreifen, da jeder vermisste Soldat zu einer Untersuchung führte, und griff stattdessen lieber die fanatischen Stämme oder Banditengruppen an, die das Königreich durchzogen. Doch dieses Mal war alles anders. Wenn die ersten sprechen würden, würde er schon auf dem Rückweg sein. Er beobachtete seine vier zukünftigen Gegner genau, während einer der Reiter mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Südwesten ritt, gefolgt von dem Karren. Er durfte es nicht mit ihnen allen zusammen aufnehmen. Er wartete ein paar Sekunden - genug Zeit, damit der Bote am Horizont verschwand - und begann, sich langsam vorwärts zu bewegen. Beim ersten Schritt schrie der General.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bleiben Sie stehen! Weil Sie sich des Verbrechens des vorsätzlichen Mordes an einem Soldaten des Königreichs Matia schuldig gemacht haben, müssen Sie sich vor dem königlichen Gericht verantworten. Wie es unser Gesetz vorsieht, haben Sie das Recht, sich während des Prozesses zu verteidigen. Bitte kooperieren Sie jetzt, sonst müssen wir Sie gewaltsam festnehmen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü hob die Hände, um Unterwerfung vorzutäuschen, und ging weiter. Er wusste, dass die Matis sich nicht täuschen lassen würden, aber er musste ein paar Meter gutmachen. Momentan war der Maschinengewehrschütze die größte Bedrohung. Er musste ihn zuerst ausschalten. Dennoch durfte er den hochrangigen Soldaten nicht unterschätzen. Unter normalen Umständen hätte er es mit einem einfachen Truppführer zu tun gehabt und nicht mit einem erfahrenen Militär.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich werde mich nicht wiederholen, keine Bewegung mehr!&amp;quot;, schrie der General erneut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zoraï würde es wahrscheinlich nicht schaffen, noch einen weiteren Schritt zu machen, bevor der General zum Angriff blasen würde. Er fuhr mit seiner rechten Hand über seinen Rücken und legte sie auf den kleinen runden Schild, der dort hing. Er durfte sich keinen Fehler erlauben. Wenn er sich jetzt verfehlte, würde der Rest viel unsicherer werden. Er schloss wieder die Augen und ließ seine Sinne sich voll und ganz der Welt öffnen. Die Richtung und Stärke des Windes, die Luftfeuchtigkeit - wichtige Parameter, die es für den perfekten Wurf zu berücksichtigen galt. Er öffnete die Augenlider wieder und richtete seinen Blick auf den Schützen. Er war zwar zu weit weg, um sicher zu sein, aber die Position seiner Arme deutete darauf hin, dass er bereit war, zu schießen. Pü atmete tief durch und machte sich an den Kampf. Schneller als je zuvor hängte er seinen Schild ab und streckte seine Arme wie ein Seil nach hinten. Er brauchte weniger als eine Sekunde, um seine Flugbahn zu bestätigen und seinen Buckler zu werfen. Das Geschoss flog nach links vom Pfad und erweckte den Anschein eines Fehlwurfes. Pü nutzte die allgemeine Verwirrung, um in die andere Richtung zu stürmen. Wie erwartet erhielt der Maschinengewehrschütze den Befehl zum Eingreifen und legte seine Waffe an. '''Mit beiden Füßen fest in der Rinde steckend, begann er, aus allen Rohren auf den Zoraï zu feuern'''. Aufgrund des Rückstoßes war die Waffe jedoch schlecht zu führen, sodass Pü einige Sekunden Zeit hatte, bevor die Treffer ins Schwarze trafen. Der Junge wackelte und hüpfte geschickt und versuchte, dem Maschinengewehrschützen die Arbeit zu erschweren, dessen Schüsse immer präziser wurden. In diesem Moment glaubten die Matis wahrscheinlich, dass sie den Sieg davontragen würden. Doch die Flugbahn des Schildes nahm eine unerwartete Krümmung an. Der Buckler streifte die Bäume, die den Straßenrand markierten, und drehte sich in Richtung des Schützen, der nun mit dem Rücken zu ihm stand. Niemand bemerkte den Plan, außer dem General, der das tödliche Projektil sah, als es gerade auf den Hinterkopf des Maschinengewehrschützen treffen wollte, weil er schlauer war als der Rest seines Trupps. Er schrie etwas und sprang von seinem Capryni. Er rappelte sich schnell auf und ging auf den Soldaten zu. Als Antwort auf den Schrei seines Vorgesetzten drehte sich dieser gerade zu der fliegenden Bedrohung um. Als der General sah, dass er nicht reagierte, versuchte er, ihn zu Boden zu werfen, doch er stieß ihn nur an. Der Schild schnitt tief in das Gesicht des benommenen Matis, der sich herumdrehte und schwer auf den Boden fiel.&lt;br /&gt;
[[file:Les deux pieds.png|right|400px|alt=… Les deux pieds fermement plantés…|Mit beiden Füßen fest steckend]]&lt;br /&gt;
Pü hörte mit dem Gestikulieren auf und holte Luft. Der Maschinengewehrschütze war zwar sicher nicht tot, aber er schien ohnmächtig zu sein und stellte daher im Moment keine Bedrohung dar. Während der General am Krankenbett verweilte, glaubte der junge Zoraï fälschlicherweise, dass er nun Zeit hätte, über seinen nächsten Schritt nachzudenken. Doch die beiden Reiter waren anderer Meinung und spornten sich gegenseitig an, zum Angriff überzugehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;General, bleiben Sie bei Sivaldo, wir kümmern uns um den maskierten Primitiven!, rief der erste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Ja, General! Bisher haben seine feigen Techniken nur funktioniert, weil wir nicht darauf vorbereitet waren, fügte der zweite hinzu. Lassen Sie uns den Tod von Tinailli rächen! Wir versprechen, dass wir ihm Ehre erweisen werden!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl der General protestierte, rasten die beiden Soldaten mit voller Geschwindigkeit auf den Zorai zu, den das nicht zu stören schien. Die letzten paar Dutzend Meter zwischen ihnen wurden in Sekundenschnelle verschlungen. Doch da sie sich an den Tod ihrer ersten Kameradin erinnerten, machten die Matis nicht den Fehler, den jungen Krieger zu überfallen. Sie hielten an, bevor sie auf seiner Höhe waren, sprangen von ihren Reittieren und rückten vor, um ihn in die Zange zu nehmen. Nach ihrem jeweiligen Verhalten zu urteilen, mussten die beiden Matis unerfahrene Soldaten sein. Von Hass und Rachegelüsten geblendet, wussten sie noch nicht, dass sie sich gerade in den Rachen des Gingos gestürzt hatten. In der Ferne hatte der General gerade seine Capryni erreicht, um zu den beiden Unvorsichtigen zu eilen. Allein gegen zwei hatte der junge Krieger noch alle Chancen. Er musste die Sache also so schnell wie möglich hinter sich bringen, bevor der einzige wirklich erfahrene Soldat des Trupps zu ihnen stieß. Der Matis, der sich in seinem Rücken positioniert hatte, hielt mit beiden Händen ein schweres, schön verziertes Bernsteinschwert, während der Matis, der ihm gegenüberstand, mit einer langen Pike bewaffnet war, die von geflochtenem Bernstein gekrönt war. Pü hätte gerne in seinem Gesicht gelesen, aber der mächtige gehörnte Helm, den er trug, verhinderte dies. Die Matis kamen schnell näher. Logischerweise würde der Soldat gegenüber von ihm den ersten Angriff starten und dem Soldaten in seinem Rücken die Gelegenheit geben, einen toten Winkel für einen Angriff zu nutzen. Genau das geschah auch. Der Pikenier schrie und durchbohrte die Luft mit einer präzisen Bewegung, in der Hoffnung, den Zoraï mit einem einzigen Schlag aufzuspießen. Ohne seine Füße zu bewegen, schoss Pü mit seiner rechten Hand gegen die Pike, während er sich drehte und sein Becken auf die gegenüberliegende Seite verlagerte. Der Schutz seines Unterarms kratzte lautstark an den vielen scharfen Spitzen. Er drehte sein Handgelenk abrupt um und griff nach dem langen Griff der Waffe. Anstatt den Angriff abzuwehren, ermutigte er die Bewegung und nutzte den Schwung des Matis, um ihn zu destabilisieren, während er den Impuls seines Angriffs bewahrte. Er lenkte die Richtung des Angriffs leicht ab, ohne seine Füße vom Boden abzuheben, beugte seinen Rücken nach hinten und wich dem horizontalen Schlag aus, den der Schwertkämpfer auf ihn ausüben wollte. Er musste nur dafür sorgen, dass die Pike ihre Geschwindigkeit beibehielt, damit ihre tödlichen Spitzen den linken Oberschenkel des unglücklichen Schwertkämpfers durchbohrten, der unter dem Schock schreiend zusammenbrach. Der Angreifer wurde von der unkontrollierten Bewegung seiner Waffe mitgerissen und fiel beinahe auf den Verletzten. Pü ergriff die Gelegenheit und half ihm. Er zog seinen Dolch mit der freien Hand, während die andere den fest im Fleisch seines Kameraden steckenden Pik losließ, trat einen Schritt zurück, um sein Gleichgewicht wiederzuerlangen, und stieß seine Klinge mit einem präzisen Schlag in das Halsgelenk des Helms des Pikeniers. Ein langer Schwall Blut spritzte heraus, als er seinen Dolch aus der Halsschlagader seines Gegners zog. Wie erwartet geriet der Soldat in Panik und nahm schnell seinen Helm ab, um seine Kehle mit den Kräften des Sap zusammenzudrücken und zu heilen, bevor sein Gehirn nicht mehr mit Blut versorgt wurde. Pü ließ ihm keine Zeit zum Handeln, packte das braune Haar des Matis und versetzte ihm mehrere heftige Dolchstiche in den Hals. Als sich der Kopf des Soldaten schließlich vom Rest seines Körpers trennte, brach der Enthauptete auf die Pike zusammen, die sich noch tiefer in die blutende Wunde des am Boden festgenagelten Homins bohrte. Pü warf einen Blick zurück: Der General würde bald hier sein. Er steckte den blutbefleckten Dolch weg, ließ den Kopf seines Opfers fallen und näherte sich dem schwer verletzten Soldaten, der nun unter der schweren, noch immer pulsierenden Rüstung seines Kameraden eingeklemmt war und nicht mehr in der Lage war, die Pike herauszuziehen, um sein Bein magisch zu heilen. Der Homin nahm seinen Helm ab und begann zu stöhnen. Er war etwa so alt wie Niï, also etwa zehn Jahre älter als Pü.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bitte töten Sie mich nicht!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü hatte aufrichtiges Mitleid. Er hasste es zu töten. Und besonders, wenn seine Gegner nicht darauf vorbereitet waren. Aber er hatte keine Wahl mehr. Er hatte es fast geschafft, er konnte jetzt nicht alles aufgeben. Der junge Zoraï machte seinen Kopf wieder frei und ignorierte die Klage des Matis. Er trat näher an ihn heran, setzte seinen linken Fuß behutsam auf seinen Hals und zerquetschte ihn mit einem Fersenschlag. Er hob das Schwert des nun gelähmten Unglücklichen auf, stieß es ihm in den Hals und verhinderte so jede Regeneration. Eins. Jetzt fehlte ihm nur noch einer. Wenn der ohnmächtige Maschinengewehrschütze ausreichte, würde der Homin, der ihm von nun an gegenüberstand, ihn sicher nicht kampflos an den Verwundeten heranlassen. Der General, der sein Reittier bestiegen hatte, um die Distanz zu dem Zoraï zu überbrücken, es dann aber wieder verließ, ritt nun mit entschlossenen Schritten auf den Krieger zu. Als er nur noch wenige Meter von ihm entfernt war, nahm er seinen Helm ab. Zum ersten Mal seit langem zuckte Pü zurück. Für einen Moment glaubte das Kind, die Maske seines Vaters zu sehen. Der Matis war im besten Alter, wie die wenigen Falten, die die Harmonie seiner Gesichtszüge trübten, und der schwache Glanz seines langen, ebenholzfarbenen Haars zeigten. Vor allem aber waren es die selbstbewussten und intensiven Augen, die sie an ihren Vater erinnerten. Diese stechend blauen Augen waren die eines entschlossenen Homins, der bereit war, alles zu geben, um seinen Willen zu erfüllen. Pü trat einen Schritt zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Es ist nicht nötig, dass wir kämpfen, sagte er mit verwirrter Stimme. Ich habe meine Mission erfüllt. Überlassen Sie mir den Maschinengewehrschützen und gehen Sie nach Hause. Bitte befolgen Sie meinen Rat und gehen Sie zu Ihrer Familie.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der General legte seinen Helm zu seinen Füßen und zog ein langes, breites und fein verziertes Schwert. Er warf ihr einen eisigen Blick zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich werde Ihrer Bitte nicht nachkommen können, mein Junge. Sie allein haben soeben drei meiner Soldaten getötet. Karan Domini, König und Hohepriester des Königreichs Matia, muss wissen, warum die Zoraï-Theokratie Kindersoldaten für Mordmissionen ausbildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Ich sage es Ihnen noch einmal: Mein Stamm und ich sind nicht von der Zoraï-Theokratie abhängig. Bitte gehen Sie weg!&amp;quot;, erwiderte Pü und wich ein zweites Mal zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Matis trat mit entschlossenen Schritten vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hat man Sie gezwungen zu töten? Wenn es normal ist, dass ein Junge in Ihrem Alter das Kämpfen lernt, sollte er nicht so jung Blut vergießen müssen. Und schon gar nicht unter diesen Bedingungen. Ein Junge in Ihrem Alter verbringt Zeit mit seinen Freunden, Brüdern, Schwestern, seinem Vater und seiner Mutter.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Worten des Militärs und der Erwähnung seiner Verwandten bekam der junge Zoraï einen Blutsturz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sprechen Sie nicht über meine Familie! Laufen Sie weg, solange Sie noch Zeit haben!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein kaltes Lächeln erschien auf dem Gesicht des Generals.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich habe wohl einen Nerv getroffen. Sind es vielleicht Ihre Eltern, die Sie so weit aus dem Dschungel geschickt haben, um diese Morde zu begehen? Eine Mutter sollte ihre Kinder die Liebe lehren, nicht den Tod!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein heftiger Kopfschmerz durchbohrte den Schädel des Kindes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;'''Ich verbiete Ihnen, über meine Mutter zu sprechen!'''&amp;quot;&lt;br /&gt;
[[file:Je vous interdis.png|right|400px|alt=… Je vous interdis de parler…|Ich verbiete Ihnen zu sprechen]]&lt;br /&gt;
Als er gegangen war, hatte sie geweint. Und obwohl sie ihn ermahnt hatte, nicht zu töten, um seine eigene Lust zu befriedigen, hatte sie ihn dennoch gebeten, es für Ma-Duk zu tun. Pü liebte Ma-Duk aufrichtig, genauso wie er Jena hasste. Die Kamis beschützten Atys, während die Karavan es zerstörte, indem er seine Ressourcen plünderte. Aber konnte man seine Liebe zu Ma-Duk nicht anders beweisen, als durch Blutvergießen? Durch ihre Worte und ihren Status als Hohepriesterin billigte ihre Mutter die barbarischen Bräuche ihrer Vorfahren. Schlimmer noch, sie gab sie mit Inbrunst weiter. Doch er, der noch vor wenigen Monaten jedes Wort seiner Mutter total begeistert hatte, kotzte sie nun an. Wie lange würde es ihm noch gelingen, seine Verbundenheit mit den Werten seines Stammes vorzutäuschen? Und wenn Ma-Duk, gewarnt durch diesen letzten Gedanken, bereits der Meinung war, dass er ihm nicht mehr treu war, würde er dann jemals zum Schatten der schwarzen Maske werden können? Würde sein Vater ihn hinrichten lassen, wenn Großmutter Bä-Bä ihm die Nachricht überbrachte? Würden sein Bruder und seine Mutter ihn gewähren lassen? Pü stieß an seine Grenzen, sein Gehirn war in Aufruhr. Als der Matis spürte, dass der Zoraï nachgab, stieß er ihn bis zum Äußersten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Herena hatte also Recht: ihr seid nur Tiere! Die Homins Ihres Volkes schwängern ihre Hominas und machen sie zu Leihmüttern, die nur dazu taugen, Kindersoldaten zu produzieren, die auf dem Altar Ihrer hasserfüllten Überzeugungen geopfert werden!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit diesen Worten zog Pü seinen Dolch und sein Kurzschwert und stürmte brüllend auf den Matis zu. Er hatte ihm die Gelegenheit zur Flucht gegeben, und dieser hatte sie nicht genutzt. Wenn er sterben wollte, dann würde Pü ihm dabei helfen, so einfach, wie er es mit seinen Soldaten getan hatte. Es würde nur wenige Sekunden dauern. Bald würde alles vorbei sein. Er würde diesen Schmerz nicht mehr ertragen müssen. So stellte er es sich zumindest vor, wenn er wütend war. Das Schwert des Generals leuchtete auf und der junge Krieger wurde an den Knöcheln gepackt, noch bevor er das Manöver des Militärs verstand. Die Erfahrung des Matis hatte gesprochen, und der Stolz des Zoraï würde ihn teuer zu stehen kommen. Er hatte seinen Gegner unterschätzt und war blindlings losgestürmt, ohne mit dem Einsatz einer magischen Verzauberung zur Fesselung zu rechnen. Wurzeln waren aus der Rinde gesprungen und hinderten ihn völlig an der Bewegung. Durch den Schwung seines Laufs war Pü beinahe nach vorne gestolpert und hatte sich nur mit Mühe auf den Beinen halten können. In Panik versuchte er, sich aus der magischen Falle zu befreien, indem er mit seinen Waffen die Verzweigungen aufschlitzte, die sich nun seine Waden hinaufzogen, und dabei den Zauberer vergaß. Plötzlich, als er seine ganze Aufmerksamkeit auf seine Beine richtete, verdunkelte sich der Himmel. Sein Blut gefror, als er reflexartig den Kopf hob. Über ihm verdeckte die mächtige Rüstung des Matis das Licht der Sonne: Er hatte die Panik des Zoraï ausgenutzt, um in den Nahkampf zu gehen. Das Gegenlicht betonte seinen grimmigen Blick, der Pü von allen Seiten versteinerte. Der General hob sein großes Schwert in eine tiefe Position. Seine weiße Rüstung leuchtete auf, als das Licht durch die veränderte Haltung durchsickerte, und Pü musste wegschauen, um nicht geblendet zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Lassen Sie es geschehen!, sagte der Matis mit ernster Miene. Der Schlag, den ich Ihnen jetzt versetze, wird Ihnen eine kritische Wunde zufügen. Wenn Sie sich bewegen, könnte er für Sie tödlich sein. Ich werde Sie am Leben halten, bis die Verstärkung eintrifft. Danach werden wir Sie nach Matia bringen!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl der General zuversichtlich schien, dass er ihn lebend zum König der Matis bringen würde, wollte Pü lieber tausendmal sterben, als in die Gefangenschaft der Handlanger der Karavan zu geraten. Er versuchte erneut, sich zu wehren, aber die Wurzeln umklammerten nun seine Taille und begannen, sich seinen Bauch hinaufzuziehen. So endete sein kurzes Leben. Am Ende hatte sich Großmutter Bä-Bä geirrt. Er, der mit der Vorstellung aufgewachsen war, der Schatten der schwarzen Maske zu werden und unter seinen eigenen Leuten zu sterben, indem er seinen Bruder beschützte, sollte allein und weit weg von zu Hause sterben, mit Jenas blendendem Astralabdruck als letztem Anblick. Was für eine Ironie. Als der Zoraï seine Maske nach links gedreht hatte, um nicht länger die spöttische Spiegelung des Brustpanzers ertragen zu müssen, sah er eine seltsame Lichtquelle jenseits des Straßenrandes im Schatten der hohen Sylvan-Bäume. Wenn er sich konzentrierte, konnte er zwei gleich große Sphären deutlich erkennen. Sie waren strahlend weiß und leuchteten umso heller, je dunkler es um sie herum war. Nein, es war nicht nur die Dunkelheit ... Pü konnte eine kleine schwarze Gestalt zwischen den Schatten erkennen. Sein Blut gefror erneut. Es waren keine Sphären, es waren Augen. Die Augen der Schwarzen Kami, die ihm bis jetzt zweimal erschienen war. Er war hier. Ma-Duk sah ihn an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nein, er durfte nicht aufgeben. Er war ein Schwarzer Krieger von Ma-Duk, geschmiedet von den besten Kämpfern des Dschungels und gesegnet von den Kamis. Solange er kämpfen konnte, würde er nicht aufgeben. Gestärkt reagierte sein Körper instinktiv, als der General seine Waffe auf ihn niedersausen ließ, um sein linkes Schlüsselbein zu durchbohren. Um sich zu schützen, schickte er seinen rechten Arm gegen die massive Klinge, und sein Kurzschwert konnte den Schlag zwar nicht abwehren, aber immerhin den Angriff ablenken - auf Kosten eines Teils seiner Hand, die in Stücke zersplitterte. Die extreme Anspannung, in der sich der junge Krieger befand, hatte den positiven Effekt, dass er den Schmerz völlig ignorierte. Das Schwert streifte ihn und bohrte sich schwer in den Boden. In der Sekunde des Aufatmens ließ Pü den Dolch in seiner linken Hand fallen und manipulierte den umliegenden Sap, um mit beiden Händen einen Zauberspruch auszusprechen. Da sein Paar Magieverstärker an seinem Gürtel hing, der nun mit den Wurzeln verwickelt war, konnte er sich nicht mit ihnen ausrüsten. Aber für das, was er vorhatte, sollte ein roher Zauberspruch ausreichen. Also '''zögerte er nicht und entzündete seinen Körper, um aus seinem Holzgefängnis auszubrechen'''. Es gelang ihm, sich aus den teilweise verbrannten Wurzeln zu befreien, als der General sein Schwert aus dem Boden riss. Als er seinen zweiten Angriff startete, konnte Pü ihm mit einer Rolle gerade noch ausweichen. Der Matis folgte mit einer Reihe von Hieb- und Stichattacken, denen der junge Krieger mit verschiedenen akrobatischen Einlagen auswich. Unbewaffnet war er nicht in der Lage, die Angriffe abzuwehren. Er war zwar viel geschickter als der General in seiner schweren Rüstung, aber dieser schien viel ausdauernder zu sein und hatte noch keine Verletzungen erlitten. Noch beunruhigender war, dass seine Schläge immer präziser wurden. Zum ersten Mal in seinem Leben kämpfte Pü gegen einen Waffenmeister in einem Kampf auf Leben und Tod. Die Erfahrung des Matis sprach für sich, und es dauerte nicht lange, bis er begann, die Bewegungen des jungen Kriegers zu antizipieren.&lt;br /&gt;
[[file:Hesita pas.png|right|400px|alt=… il n’hésita pas…|zögerte er nicht]]&lt;br /&gt;
Die Sekunden verstrichen und Pü ging zusehends der Atem aus. Immer wieder gelang es dem Soldaten, ihn zu streifen und mit der Spitze seines Schwertes in seinen kindlichen Körper zu schneiden. Pü nutzte die Kraft des Sap regelmäßig, um seine Wunden zu heilen und seine Ausdauer teilweise zu regenerieren, aber wenn er so weitermachte, würde er bald an seine Grenzen stoßen. Er wünschte, er könnte dem Matis in den Rücken fallen und versuchen, ihm das Genick zu brechen, wie er es so gut konnte, doch der Matis ließ ihm keine Ruhe. Ohne Waffe hatte er keine Möglichkeit, sich aus dieser aussichtslosen Situation zu befreien. Als er nach einem Ausweg suchte, sah er einen Dolch, der an der Taille des Soldaten hing und hinter dem Tuch an seinem Gürtel verborgen war. Wie hatte er ihn vorher nicht sehen können? Pü verfluchte sich selbst und überlegte sich zwischen zwei Rollen und drei Verrenkungen einen Aktionsplan. Er würde alles auf eine Karte setzen. Atemlos wartete der Zoraï auf den richtigen Moment, um zu handeln. Plötzlich nutzte er, der bis dahin nur vor den Angriffen des Matis zurückgewichen war, einen großen, hüfthohen Schlag, um eine Vorwärtsrolle zu machen und unter der scharfen Klinge durchzuschlüpfen. Als er seine Bewegung beendet hatte, drückte er sich so fest er konnte von seinen Beinen ab und sprang auf die linke Seite des Soldaten. Der Matis war zwar von der Richtung des Ausweichmanövers irritiert, reagierte aber sehr schnell und versetzte dem jungen Krieger einen heftigen seitlichen Tritt. Der Körper des Kindes knackte unter dem schweren Stiefel des Soldaten und schlug weiter hinten auf dem Boden auf. Pü rappelte sich mühsam auf einem Knie auf und spuckte Blut. Sein Gegner hatte ihm gerade mehrere Rippen gebrochen. Doch hinter seiner Maske lächelte der junge Krieger: Seine gesunde Hand war nun bewaffnet. Obwohl sie sich von den Dolchen unterschied, die er sonst zu führen pflegte, würde der Dolch des Matis perfekt funktionieren. Der junge Homin atmete tief durch und hob seine Maske in Richtung des Generals. Dieser hatte sich umgedreht und war gerade dabei, mit seinem Schwert einen Durchbruch zu erzielen, um wieder in den Nahkampf zu gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Geben Sie auf, mein Junge!&amp;quot;, sagte er und stürmte los.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wieder würde Pü nur eine einzige Chance haben. Und bis jetzt war ihm das Glück oft hold gewesen. Vielleicht wachte die Schwarze Kami tatsächlich über ihn. Als der Soldat mit dem Schwert nach vorne auf ihn zustürmte, wartete Pü auf den richtigen Moment und warf seinen Dolch in die Luft, weit über ihm. Sofort ließ er so viel Sap wie möglich in seine Beine fließen und ließ seine Schenkel so stark anschwellen wie niemals zuvor. Er ging bis an die Grenze seiner Belastbarkeit, riss eine Wolke aus Sägemehl auf und sprang mit einem überhominheit Sprung in die Luft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Völlig überrascht von der Art des Angriffs und teilweise geblendet von dem Nebel aus Trümmern, glaubte der Matis fälschlicherweise, dass der Zoraï nur versuchte, zu fliehen. Er erkannte die Realität zu spät, als er spürte, wie sein Schwert plötzlich nach vorne schwang. Pü war gerade auf der flachen Seite der Klinge gelandet und schoss wie ein Seiltänzer auf seinen Träger zu. Der Matis war bereits aus dem Gleichgewicht geraten und versuchte vergeblich, sich aufzurichten, als Pü sich erneut auf die Waffe stützte, um zu flattern. Diesmal landete der junge Krieger auf seinen Schultern und schoss ein weiteres Mal in Richtung Himmel, wobei er den Matis mit der Kraft seiner Beine dazu zwang, ein Knie auf den Boden zu drücken. Pü befand sich etwa vier Meter über dem Boden und flog über die Staubwolke, die sich langsam auflöste. Er musste nur seinen gesunden Arm ausstrecken, um den Dolch aufzufangen, den er vor wenigen Sekunden weggeworfen hatte. Er spreizte seine Beine und blickte zu Boden, als die Schwerkraft zu wirken begann, und sah in das Gesicht des Generals. Dieser hatte seinen furchterregenden Blick verloren und öffnete seine Augenlider weit. Pü sah darin Bewunderung. Der Junge führte erneut einen perfekten Wurf aus, und der Dolch bohrte sich direkt in den Schädel des Matis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Toujours en l’air, le Zoraï se préparait à se réceptionner correctement, mais ses côtes cassées l’en empêchèrent. Il s’effondra lourdement sur le flanc opposé, non loin du corps du général figé sur les genoux dans une étrange position. Sa tête pendait en arrière, dirigée vers l’astre du jour et sa longue chevelure d’ébène se soulevait légèrement au gré du vent. Pü s’allongea sur le dos et écarta les bras. Terminé. Son calvaire était terminé. Il avait gagné.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{NavChap|[[Chapitre III - Mourir pour renaître]]|[[La Guerre Sacrée#Table des matières|Table des matières]]|[[Chapitre V - La graine du doute]]}}&lt;br /&gt;
{{Portail|La Grande Bibliothèque|Zoraï}}&lt;br /&gt;
[[Catégorie:La Guerre Sacrée]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jadeyn</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Kapitel_IV_-_Sylvan_Exil&amp;diff=34489</id>
		<title>Kapitel IV - Sylvan Exil</title>
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				<updated>2023-02-27T07:35:42Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Jadeyn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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|DE=Kapitel IV - Sylvan Exil|DEs=2&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:purple;font-weight:bold&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''Jahr 2474 von Jena'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Quotation|''Bélénor Nébius, Erzähler'' • ''Cheng Lai'SuKi, Illustratorin''|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[file:Pu deroulait.png|right|400px|alt=… Pü déroulait en silence…|verrichtete Pü schweigend]]&lt;br /&gt;
Auf einem hohen Ast eines großen sylvanischen Baumes sitzend, '''verrichtete Pü schweigend sein tägliches Gebet'''. Über ihm, sogar noch näher, so weit entfernt vom Dschungel und seinem Zenit, war das Tagesgestirn dabei, seinen vollen Glanz zu entfalten, und trotz der dicken Laubschicht, die es vom Himmel trennte, schaffte es das warme Licht, die blaue Haut des jungen Zoraï zu erwärmen. Er hatte jedoch gelernt, Jenas astrale Prägung zu vergessen, und versuchte, sich an die Kälte und das Echo der Abgrundschächte zu erinnern, die sein Dorf unter der Rinde durchzogen und die es Ma-Duk ermöglichten, aus dem Herzen von Atys über ihn und seine Familie zu wachen. Er hatte ohnehin keine Wahl: Die Höhen waren bei weitem der geeignetste Ort für meditative Momente. Am Boden waren Raubtiere und Soldatenpatrouillen eine ständige Störung, die seine Ruhe bedrohten und ihn daran hinderten, sich friedlichen Aktivitäten zu widmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tausend Kilometer entfernt beendeten seine Stammesmitglieder wahrscheinlich auch gerade ihre Gebete. Trotz der Entfernung und der Einsamkeit hatte Pü versucht, seinen Lebensrhythmus beizubehalten, den er vor seiner Abreise gelebt hatte. Mit dem ersten Morgengrauen erwachte das Dorf und bereitete sich auf die Routinearbeiten vor, die für das reibungslose Funktionieren der Gemeinschaft notwendig waren: Instandhaltung, Handwerk, Jagd, Kochen, verschiedene Versammlungen, Empfang der seltenen Gesandten und Händler etc. Das Ziel war es, so viele Aufgaben wie möglich zu erledigen, bevor die lange Morgenlitanei begann. Diese wurde von Pus Mutter Looï geleitet und endete mit einem gemeinsamen Essen im Speisesaal, an dem der ganze Stamm teilnahm. Nach dem Mittagessen übten sich die Zoraï mehrere Stunden lang in der Kunst des Kampfes. Der Unterricht richtete sich an alle, unabhängig von Alter oder Geschlecht, und war sehr vielfältig: Nahkampf, Stichwaffen, Schusswaffen und Magie. Der Stamm war in erster Linie ein Clan von Kämpfern, die früher oder später am Beginn des Heiligen Krieges teilnehmen würden. Wenn das Training beendet war, trafen sich die Familien zu einem gemütlichen Essen und gingen vor dem Schlafengehen verschiedenen persönlichen Aktivitäten nach. Seit jeher besuchte Pü Abendkurse bei seiner Mutter, die ihn in homininer Geschichte, internationalen Beziehungen, anderen Sprachen und Wissenschaft unterrichtete. Gelegentlich wurde er von seinem älteren Bruder Niï begleitet. In den meisten Fällen besuchte dieser jedoch andere Privatstunden bei ihrem Vater, der Schwarzen Maske.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Junge wurde jäh aus seinen Erinnerungen gerissen, als ein trauriges Geräusch die Harmonie des Gesangs der Bäume durchbrach. Über den Baumwipfeln erschütterte das dumpfe Dröhnen eines Karavan-Fluggeräts die Luft und vertrieb die Javings, diese seltsamen Vögel mit den gezackten, grünlichen Flügeln und der langen, schwarzen, glänzenden und mit Widerhaken versehenen Zunge, mit der sie ihre Beute aufspießten. Pü stand schnell auf, überprüfte die Festigkeit seiner Lebenslinie und machte sich daran, die letzten Meter des dicken Baumstamms zu erklimmen, der ihn vom Himmel trennte. Als sein zarter Körper aus dem Blättermeer herausragte, musste er hinter seiner Maske die Augen zusammenkneifen, weil das Tageslicht so grell war. Nicht weit von ihm entfernt verlor die Höllenmaschine immer mehr an Höhe. Die seltsame schwarze Materie, aus der ihre Hülle bestand, reflektierte Jenas helles Astrallicht, als wollte sie ihn verhöhnen. Trotzdem gelang es Pü, die Maschine zu identifizieren. Es war einer der kleinen Transporter, die die Karavan normalerweise benutzte, um die von ihren Hominsklaven gesammelten Ressourcen zu sammeln. Seltsamerweise schien er direkt aus einer der riesigen Himmelswurzeln zu stammen, die das Kronendach bildeten, den unerforschten Teil der Rinde, wie die Bewohner Atys bezeichneten, ihre Welt aus lebendem Holz, das nur aus ständig wachsendem Pflanzenmaterial besteht. Ihre opulenten Täler und üppigen Hügel bestanden aus kolossalen Wurzeln, auf denen die Homins ihre Zivilisationen errichtet hatten. Das Wasser, das die tiefen Wurzelspalten füllte, erweckte ihre Seen, Lagunen und Ozeane zum Leben. Die steilsten Wurzeln bildeten seine Berge und reckten sich in einem langsamen, unaufhaltsamen Aufstieg in den Himmel. Bestimmte Temperaturanomalien führten sogar dazu, dass der Wurzelteppich langsam verglühte und die Wüsten entstanden. Und noch tiefer unter der Rinde befanden sich die Urwurzeln, das geheimnisvollste Ökosystem von Atys nach dem, das man in das Kronendach vermutet. Es bildete ein riesiges Labyrinth aus grünen, feuchten Höhlen, die tief in die Eingeweide der Pflanzenwelt bis in ihr Herz hineinreichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü beobachtete, wie die Karavan-Maschine mit hoher Geschwindigkeit abtauchte. Es war sehr wahrscheinlich, dass wie üblich ein Treffpunkt zwischen der Karavan und ihren Handlangern vereinbart worden war und dass ein Konvoi auf dem Weg war, um Tribut zu liefern. Der junge Zoraï spürte, wie sein Herz raste. Vier. Jetzt fehlten ihm nur noch vier. Vier, und er könnte endlich nach Hause zu seinen Lieben zurückkehren. Das war die perfekte Gelegenheit. Er musste den Konvoi abfangen, bevor er sich mit den Karavan-Agenten treffen konnte. Pü entkam dem nackten Tag, indem er sich ein paar Meter in die Tiefe stürzen ließ, und landete auf dem Ast, auf dem er seine Sachen zurückgelassen hatte. Er sammelte sie zusammen und packte sie hastig ein, bis auf einen würfelförmigen Weidenkorb, den er sorgfältig handhabte. In diesem Korb befanden sich die Früchte monatelanger Bemühungen. Er würde sich niemals verzeihen, wenn er ihn verlieren oder seine Unversehrtheit gefährden würde. Um sicherzugehen, dass er nichts vergessen hatte, überprüfte er noch einmal seinen Klettergurt und tauchte ab. Pü raste durch den grünen Abgrund, bewegte sich geschickt zwischen den Zweigen und löste mit einem fachmännischen Handgriff seine Lebenslinie von den Stiften, die er während des Aufstiegs getrieben hatte. Er durchquerte viele Sekunden lang die bunten Schichten dieses kontinentalen Waldes mit seinen tausend Jahreszeiten und landete schließlich anmutig auf dem belaubten Boden. Die Richtung, in die das Fluggerät flog, deutete darauf hin, dass es wahrscheinlich auf der Lichtung weiter nördlich landen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten Konvois starten in Matia, der Hauptstadt des gleichnamigen Königreichs, und so war es gut möglich, dass der erhoffte den breiten künstlichen Pfad nehmen würde, der den Wald im Westen durchschneidet. Pü war von den Kräften der Botaniker des Matis-Volkes beeindruckt und erschrocken zugleich. Er, der Matias kolossale Wurzelmauer und die riesigen Habitatbaumkomplexe, die sich jenseits der Stadtmauer so weit das Auge reichte, mit eigenen Augen gesehen hatte, war von einer solchen Maßlosigkeit überwältigt gewesen. Doch mit diesem Vorgehen und dem Versuch, die Natur nach seinem Willen zu beugen, versuchte das Volk der Matis, die Absicht der Kamis und damit auch die Absicht von Ma-Duk zu durchkreuzen. Der Große Erzeuger wacht über jedes Stückchen Materie auf Atys. Die Natur zu verändern bedeutet, sein Großes Werk zu verfälschen. Die Geheimnisse der Manipulation von lebender Materie, insbesondere von Pflanzen, waren den Matis von der Karavan übermittelt worden, wie den Zoraïs die Beherrschung des Magnetismus und des Schreibens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während seiner langen Monate im Exil im Königreich Matia war Pü klar geworden, wie attraktiv die heidnischen Sitten der von der Karavan indoktrinierten Völker sein konnten. Bei diesen Gedanken hatte er sich geschämt. Aber es hatte ihm auch geholfen, die Gefährlichkeit dieser Dämonen aus dem Himmel besser zu verstehen. Der junge Zoraï verlor keine Zeit. Er rutschte und sprang über die Wurzeln und Verzweigungen des Waldes und legte die letzten Kilometer bis zum Pfad in kürzester Zeit zurück. Die wenigen Gingos, die versuchten, ihn auf seinem Weg zu verfolgen, hatten keine andere Wahl, als aufzugeben, da er sich so geschickt durch das dichte Gewirr der Natur manövrierte, die frei von jeglicher Matisse-Unterdrückung war. Als er den Weg erreichte, versteckte er sich hinter einem großen Strauch und hielt Ausschau nach der Ankunft des Konvois. Als er gerade aufgeben und woanders nach den Spuren der Matis suchen wollte, hörte er in der Ferne ordentliches Hufgetrappel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü schluckte. Sein Herzschlag begann sich langsam zu beschleunigen. Niemals. Niemals würde er sich an dieses Gefühl gewöhnen. Sein Bruder hatte ihm versichert, dass sein erstes Mal ein Genuss sein würde und dass die Gefühle, die er dabei empfand, ihn für sein ganzes Leben prägen würden. Auf der einen Seite hatte er damit nicht ganz Unrecht. Die blutverschmierten Hände eines Zoraï, der mit elf Jahren ins Exil geschickt wurde, kniete allein vor der noch warmen Leiche seines ersten Opfers: diese Bilder verfolgten ihn wochenlang Tag und Nacht, bis er den Verstand verlor. Doch diese letzte Prüfung kündigte auch das Ende seines schmerzhaften Exils an. Bald würde er wieder in seinem Land, bei seinem Stamm sein und seine Mutter wieder in die Arme schließen können. Dieser freudige Gedanke tröstete ihn und half ihm, seine Kräfte wieder zu sammeln. Der Konvoi zeichnete sich nun am Horizont ab. Bald war er in Sichtweite. In der Mitte befand sich ein solider, schwer beladener Karren, gezogen von zwei Mektoubs, friedfertigen Dickhäutern mit flinken Füßen, die über zwei Meter groß waren, braunes Fell mit grauen Streifen hatten und vor allem an ihren langen, kräftigen Rüsseln und ihren ohrlosen Köpfen zu erkennen waren. Er wurde von einem Tryker geführt, wie viele andere, denen Pü bislang begegnet war. Tatsächlich war es nicht ungewöhnlich, Tryker weit östlich von ihren schwimmenden Städten zu treffen, die im Matis-Land undankbare und schlecht bezahlte Arbeit verrichteten. Ihre Neugier und ihr Freiheitsdrang machten sie zwar zu hervorragenden Entdeckern und Erfindern, doch aufgrund ihrer geringen Größe, ihres kindlichen Aussehens und vor allem ihres friedlichen und gutmütigen Charakters waren die Tryker in den vergangenen Jahrhunderten leider mehrfach von den Matis versklavt worden. Wie Pü aus dem Unterricht seiner Mutter wusste, waren die Tryker zum letzten Mal während des &amp;quot;Aquäduktkriegs&amp;quot; vor nur vierzig Jahren versklavt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2435 entdeckten Fyros-Minenarbeiter im Westen ihrer Wüste unter der Rinde vergrabene Ruinen und bohrten eine Säureader an, die die gesamte Region um die Kaiserstadt Coriolis in Brand setzte. Das wochenlange Feuer breitete sich bis zur Grenze des Königreichs aus und zerschnitt das riesige, von den Matis verhasste Aquädukt. Eben jenes, das die Wüste mit dem Seengebiet verband, das von der Trykoth-Föderation, dem Verbündeten des Fyros-Imperiums, verwaltet wurde. Der Krieg, in den die Allianz und das Königreich seit fast eineinhalb Jahrhunderten verstrickt waren, nahm eine neue Wendung. Der Imperator sah sich gezwungen, seine Truppen von den Seen abzuziehen und sie zur Bekämpfung des Feuers einzusetzen, das sein Volk bedrohte und ihm das Wasser abnahm. Daraufhin nutzte die Matisse-Armee die Gelegenheit und marschierte in das Seengebiet ein, versklavte das Volk der Tryker und eroberte die Stadt Karavia zurück, die das Imperium fast ein Jahrhundert zuvor gestohlen hatte. Karavia, die &amp;quot;Heilige Stadt&amp;quot;, wurde angeblich genau an dem Ort errichtet, an dem Zachini an der Küste des Königreichs, das er später gründete, zum ersten Mal mit der Karavan und der Göttin Jena zusammentraf. Karavia, die &amp;quot;Unheilige Stadt&amp;quot;, für Pü und seinen Stamm der bösartigste Ort auf der Rinde... Und doch wurde hier im Jahr darauf der Vertrag unterzeichnet, der den Aquäduktkrieg beendete und die Tryker von der Herrschaft der Matis befreite. Allerdings hatte diese Episode im Unterbewusstsein des Seenvolkes Spuren hinterlassen, und viele Tryker blieben als Diener im Wald zurück... so wie der Karrenfahrer, der sich offensichtlich dem Dienst des Matis verschrieben hatte, der neben ihm auf der Sitzbank schlummerte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü identifizierte ihn bei seinem Anblick sofort als einen Kleriker der Kirche des Lichts, die Herena genannt wurde. Der Matis war nämlich in seine kirchliche Tracht gekleidet: eine weiße Bernsteinkrone und eine lange Toga, die aus mehreren großen Umhängen bestand, die aus bunten Federn gefertigt und mit Geflechten aus bernsteinfarbenen Schmuckstücken verziert waren. Die Kirche des Lichts, die um den Jena-Kult herum gegründet wurde und unter der Schirmherrschaft der Karavan stand, war heute allmächtig im Königreich Matia und insbesondere in Karavia, das durch den Vertrag, der ihren Namen trägt, an das Königreich zurückgegeben wurde. Unter ihrem Einfluss waren so viele Homins von der dämonischen Natur der Kamis überzeugt worden...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter oben auf dem Karren, auf seiner Planenladung, stand ein Matis mit einem Maschinengewehr und hielt Ausschau nach dem Horizont. Er hatte keinen Helm auf und trug die gewöhnliche Kleidung der Soldaten der regulären Armee: einen weichen, robusten Anzug aus Kaktushaut und darüber Rüstungsteile aus weißem Holz. Ein weiterer schien auf der Rückbank zu sitzen. Die Matis waren ein von Natur aus schlankes Volk mit ausgemergelten Gesichtszügen und perlmuttfarbener Haut. Sie waren Ästheten, raffiniert und aufgrund ihrer Kultur ehrgeizig und erinnerten andere Völker immer wieder an ihre Überlegenheit, selbst wenn sie sich dessen nicht bewusst waren. Um den Karren herum waren fünf berittene Matis, die als Eskorte dienten. Sie ritten stolz auf Caprynis, schlanken Vierbeinern mit dicker, heller und stellenweise blau gestreifter Haut, einem einzigen Geweih und einer langen Schnauze mit einem einzigartigen Ziegenbart. '''Alle Soldaten waren mit einer Rüstung aus solidem weißem Holz ausgestattet''', die mit lilafarbenen Mustern graviert war, sich am Oberkörper wölbte und in der Taille enger wurde. Die Schulterstücke der Rüstung waren ebenso abgerundet wie breit und verliehen den Soldaten ein herrisches Aussehen. Am auffälligsten war jedoch ihr Helm, der aus einer Elfenbeinmaske mit einem azurblauen Schmuckstück auf der Stirn und einer stabilen, imposanten Kopfbedeckung bestand, die mit weißem Bernstein verziert war und deren Enden aus Chitin an den Ohren herabhingen, sodass sie wie Hörner aussahen. Einer der Soldaten unterschied sich von den anderen durch die feinen Verzierungen und Gravuren, die seinen Brustpanzer und Helm schmückten. Bisher hatte Pü noch niemals die Gelegenheit gehabt, solche Verzierungen zu sehen. Der Matis war zweifellos ein hochrangiger Soldat der königlichen Armee, der zusammen mit dem Herena entsandt worden war, um den König vor der Karavan zu vertreten.&lt;br /&gt;
[[file:Tous les soldats.png|right|400px|alt=… Tous les soldats étaient équipés…|Alle Soldaten waren ausgerüstet]]&lt;br /&gt;
Das Kind stellte seinen Korb sorgfältig in die Mitte des Strauches und wartete noch ein paar Sekunden, bis der Konvoi weiterzog. Als er etwa 50 Meter von seiner Position entfernt war, kam er ruhig aus seinem Versteck hervor und stellte sich in die Mitte der Straße. Als der Ausguck auf der Spitze der Ladung ihn entdeckte, gab er das Signal zum Anhalten und der Konvoi stoppte abrupt. Der unerwartete Halt unterbrach den Schlaf des Herena, der beinahe vom Karren gefallen wäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wer sind Sie? Nennen Sie Ihre Identität!&amp;quot;, rief der Ausguck in einem kräftigen, aber dennoch melodischen Tonfall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Antwort trat Pü einige Meter vor, während die Reiter ihre Reittiere ausrichteten und sich vor dem Karren aufstellten. Der Zoraï räusperte sich und nahm seinen schönsten Mateis an. Seine Mutter hatte ihm die von anderen Völkern verwendeten Sprachen beigebracht, wobei sie den Schwerpunkt auf Mateis legte, die international am häufigsten gesprochene Sprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich bin ein Apostel der Kamis, der in die heidnischen Regionen gesandt wurde, um den Verirrten die Existenz des Großen Erzeugers zu offenbaren und einigen Auserwählten die Ewige Vergebung anzubieten. Kinder der Rinde, freut euch zu hören, dass eure Sünden durch mich bereits reingewaschen wurden. In Kürze werden eure Seelen gereinigt und den Schwarzen Kriegern von Ma-Duk übergeben. Durch sie werden sie zu ihrem Kampf für die Erhaltung von Atys beitragen. Und wenn Ma-Duk es will, werden sie Zeuge des Heiligen Krieges und des Beginns der Glücklichen Tage.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz seines guten Willens gelang es dem jungen Homin nicht, Leidenschaft in seine Predigt zu bringen. Nach so vielen Monaten morbider Predigten war dieses Ritual ebenso ermüdend wie schmerzhaft geworden. Pü wusste, dass der Wahnsinn auf ihn lauerte. Die Stimmen in seinem Kopf wurden immer präsenter und er entwickelte Woche für Woche neue Verhaltensstörungen. Wie viele seiner Brüder und Schwestern hatten während ihres Exils den Boden unter den Füßen verloren? Viele von ihnen waren niemals zurückgekehrt. Vor seiner Abreise hatte er lange Zeit hart über sie geurteilt, aber jetzt verstand er sie. Seine Sicht war getrübt, als sich ein starker Kopfschmerz bemerkbar machte. Er musste sich lange konzentrieren, um die ersten mentalen Einflüsterungen auszuschalten. Während dieser langen Sekunden der Abwesenheit hatte sich der Herena zu dem Ausguck auf der Spitze des Karrens gesellt. Er hielt sich rücksichtslos an ihm fest, um nicht zu fallen, und brüllte sie an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ma-Duk? Der große Erzeuger? Was reden Sie denn da für einen Unsinn? Wir wussten zwar, dass die Wilden Ihrer Art die Kami-Dämonen anbeten, aber wir dachten, Sie wären so geistesgegenwärtig, die Existenz unserer aller Mutter, Jena, nicht in Frage zu stellen! Kennen Ihre Schandtaten keine Grenzen? General, ergreifen Sie diesen Ketzer auf der Stelle!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü ging wieder ein paar Schritte nach vorne und massierte sich die Maske.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Dann kann ich Ihnen versichern, dass Min-Cho, sein Rat der Weisen und die gesamte Zoraï-Theokratie, versteckt im Herzen Zorans und hinter ihrer Großen Mauer, immer noch Ihre usurpatorische Göttin anbeten, sagte er mit müdem Blick. Vor vielen Jahrzehnten entschieden sich die Kamis dafür, meinem Stamm die Existenz von Ma-Duk zu offenbaren. Heute sind wir leider die einzigen, die seine Natur als Oberster Kami anerkennen. Aber es gibt noch andere Apostel, die im Dschungel arbeiten. Eines Tages werden unsere Zoraï-Brüder das Ausmaß der Lügen erkennen, die ihnen seit ihrer Kindheit aufgetischt werden, und wenn Ma-Duk es will, werden ihnen ihre Sünden vergeben.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gesicht des Klerikers färbte sich rot, als er durch seine Gestikulationen, die die vielen Umhänge seiner Kleidung verwickelten, fast zu Boden fiel. Zu seinem Glück tat der Ausguck alles, was er konnte, um zu verhindern, dass der Herena sich durch einen Sturz blamierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hören Sie auf mit Ihren Schandtaten, Wilder! Keine Vergebung für Ihre degenerierte Rasse von Dämonenanbetern! Ihre skelettierten Gesichter sind Abscheulichkeiten, eine Beleidigung für die Karavan! Ihr verdient es, ausgerottet zu werden, wie alle Primitiven, die Atys mit Ihrer Anwesenheit beschmutzen! Dieser Wilde soll sofort gefasst werden, das ist ein Befehl!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hoch zu Capryni versuchte der Matis-General einzugreifen, um die wachsende Spannung abzubauen. Doch einer der Reiter befolgte die Aufforderung des Geistlichen und ritt in vollem Tempo los. Pü schüttelte seine Maske ab, um seine letzten Kopfschmerzen wegzuwischen, und konzentrierte sich voll und ganz auf die Situation. Von nun an würde alles sehr schnell gehen. Er musste seine inneren Fragen zum Schweigen bringen. Der Matis hatte bereits die Hälfte der Distanz zwischen ihm und dem Zoraï überwunden. In seiner rechten Hand hielt er einen langen, hohlen Speer, der in einer geflochtenen Bernsteinkragen endete. In der Nähe der horizontalen Stange befand sich ein Hebel, mit dem der Ring, der die Stange abschloss, schnell gelockert oder zusammengedrückt werden konnte. Diese geniale Waffe war in der Regel dazu gedacht, die zukünftigen Reittiere der Matis an der Kehle zu packen, wenn sie noch in der Wildnis waren, wurde aber auch dazu verwendet, Homins zu fixieren und zu unterwerfen, ohne sie zu verletzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Püs Körper schwankte leicht. Es dauerte einige Sekunden, bis er das Schlagen seiner Glieder mit dem Galopp des Reittiers synchronisieren konnte. Als der Angreifer etwa zehn Meter von ihm entfernt war, aktivierte er den Mechanismus seiner Waffe und schwang sie, ohne sein Tempo zu verlangsamen. Die Schlinge öffnete sich weit genug, um den maskierten Kopf des Zoraï zu umschließen. Ohne Zweifel wusste er, wie er mit seinem Instrument umzugehen hatte. Doch der junge Homin war zu flink. Als der Soldat nach rechts schoss, um seine Beute an der Kehle zu packen, tauchte Pü absichtlich in die Richtung des Angriffs und wich ihm aus. Zwischen Waffe und Capryni hindurch gelang es ihm, den Riemen an der Seite des Tieres zu ergreifen, bevor er den Boden berührte. Er hielt sich fest und zog, so gut er konnte, nicht um das Tier zu destabilisieren, sondern um seinen leichten Kinderkörper über das Tier zu schleudern. Er flatterte herum und landete gerade noch auf dem Hinterteil des Capryni, als der Matis hinter seinen Rücken blickte, um zu sehen, was aus dem Zoraï geworden war. Während der Reiter den Blick von Pü kreuzte, der nur durch die Kraft seiner Schenkel das Gleichgewicht auf dem Tier hielt, legte seine Beute, die zum Henker geworden war, schnell ihre Hände um sein Genick und brach ihn mit einem kräftigen Schlag. Die Waffe des Matis rutschte aus seiner rechten Hand und zerbrach auf dem Boden. Wenn Pü nicht sicher sein konnte, dass er tot war, war seine Lähmung garantiert. Er ließ den gepanzerten Körper auf sich niedersacken, damit er nicht stürzte, nahm die Zügel, die seine linke Hand hielt, wieder auf, verlangsamte das Tempo und drehte sich um. Als er wieder am Ausgangspunkt angekommen war, brach er seinen Lauf ab und sprang links neben dem Tier zu Boden. Der Körper des Soldaten fiel schwer auf die rechte Seite. Der Helm löste sich durch den Aufprall, sodass der Zoraï in das leblose Gesicht blicken konnte. '''Der Soldat war eine Homina und damit vielleicht auch eine Mutter'''. Für den Bruchteil einer Sekunde sah Pü, wie die Maske seiner eigenen das Gesicht der Leiche überlagerte. Er schloss die Augen. Drei. Jetzt fehlten ihm nur noch drei.&lt;br /&gt;
[[file:Le soldat.png|right|400px|alt=… Le soldat était une homine…|Der Soldat war eine Homina]]&lt;br /&gt;
Auf der Spitze des Karrens hatte sich das Gesicht des Klerikers von einer rötlichen Gesichtsfarbe in ein blasses Weiß verwandelt, das viel blasser war als sonst. Die Soldaten reagierten nicht, da sie von der Gewalt, die sie gerade gesehen hatten, schockiert waren. Nur der General behielt die Nerven. Er ließ sein Reittier ein paar Schritte vorwärts reiten und wandte sich dem Konvoi zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Giero, reiten Sie so schnell wie Ihr Capryni kann in Richtung des nächsten Außenpostens! Informieren Sie den Intendanten über die Lage und schicken Sie uns Verstärkung. Unterschätzen Sie die Bedrohung nicht. Be'maty, begeben Sie sich ebenfalls zum Außenposten! Sie werden Giero wegen der Ladung nicht folgen können, aber Ihre Mektoubs sind stark, also schonen Sie sie nicht. Sobald er seine Nachricht überbracht hat, wird Giero Sie auf der Straße treffen. Vicho, bleiben Sie auf dem Karren! Sie werden die Ladung und den Herena mit Ihrem Leben schützen, bis Giero zurückkehrt. Zani, Lichnini, Sivaldo, Sie kommen mit mir! Greifen Sie nicht ein, bis ich es Ihnen befehle&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der selbstbewusste Tonfall des Generals half den Soldaten, aus ihrer Lethargie zu erwachen. Alle führten den Befehl wortlos aus. Der Wachposten sprang vom Karren und legte sein Maschinengewehr an, der Matis auf dem Rücksitz ersetzte ihn auf dem Dach des Karrens, der zu manövrieren begann, um umzukehren. Nur der Kleriker, der gerade erst wieder zu sich kam, wollte protestieren. Doch der neugierige Blick, den der General ihm zuwarf, hielt ihn davon ab, und seine Kreideblässe wurde noch größer. Normalerweise ließ Pü keine Überlebenden zurück, denn nur wenn es keine Zeugen gab, konnte er sicher sein, dass er in diesen Gebieten weiterhin ungehindert operieren konnte. Außerdem vermied er es normalerweise, die reguläre Armee anzugreifen, da jeder vermisste Soldat zu einer Untersuchung führte, und griff stattdessen lieber die fanatischen Stämme oder Banditengruppen an, die das Königreich durchzogen. Doch dieses Mal war alles anders. Wenn die ersten sprechen würden, würde er schon auf dem Rückweg sein. Er beobachtete seine vier zukünftigen Gegner genau, während einer der Reiter mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Südwesten ritt, gefolgt von dem Karren. Er durfte es nicht mit ihnen allen zusammen aufnehmen. Er wartete ein paar Sekunden - genug Zeit, damit der Bote am Horizont verschwand - und begann, sich langsam vorwärts zu bewegen. Beim ersten Schritt schrie der General.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bleiben Sie stehen! Weil Sie sich des Verbrechens des vorsätzlichen Mordes an einem Soldaten des Königreichs Matia schuldig gemacht haben, müssen Sie sich vor dem königlichen Gericht verantworten. Wie es unser Gesetz vorsieht, haben Sie das Recht, sich während des Prozesses zu verteidigen. Bitte kooperieren Sie jetzt, sonst müssen wir Sie gewaltsam festnehmen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü hob die Hände, um Unterwerfung vorzutäuschen, und ging weiter. Er wusste, dass die Matis sich nicht täuschen lassen würden, aber er musste ein paar Meter gutmachen. Momentan war der Maschinengewehrschütze die größte Bedrohung. Er musste ihn zuerst ausschalten. Dennoch durfte er den hochrangigen Soldaten nicht unterschätzen. Unter normalen Umständen hätte er es mit einem einfachen Truppführer zu tun gehabt und nicht mit einem erfahrenen Militär.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich werde mich nicht wiederholen, keine Bewegung mehr!&amp;quot;, schrie der General erneut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zoraï würde es wahrscheinlich nicht schaffen, noch einen weiteren Schritt zu machen, bevor der General zum Angriff blasen würde. Er fuhr mit seiner rechten Hand über seinen Rücken und legte sie auf den kleinen runden Schild, der dort hing. Er durfte sich keinen Fehler erlauben. Wenn er sich jetzt verfehlte, würde der Rest viel unsicherer werden. Er schloss wieder die Augen und ließ seine Sinne sich voll und ganz der Welt öffnen. Die Richtung und Stärke des Windes, die Luftfeuchtigkeit - wichtige Parameter, die es für den perfekten Wurf zu berücksichtigen galt. Er öffnete die Augenlider wieder und richtete seinen Blick auf den Schützen. Er war zwar zu weit weg, um sicher zu sein, aber die Position seiner Arme deutete darauf hin, dass er bereit war, zu schießen. Pü atmete tief durch und machte sich an den Kampf. Schneller als je zuvor hängte er seinen Schild ab und streckte seine Arme wie ein Seil nach hinten. Er brauchte weniger als eine Sekunde, um seine Flugbahn zu bestätigen und seinen Buckler zu werfen. Das Geschoss flog nach links vom Pfad und erweckte den Anschein eines Fehlwurfes. Pü nutzte die allgemeine Verwirrung, um in die andere Richtung zu stürmen. Wie erwartet erhielt der Maschinengewehrschütze den Befehl zum Eingreifen und legte seine Waffe an. '''Mit beiden Füßen fest in der Rinde steckend, begann er, aus allen Rohren auf den Zoraï zu feuern'''. Aufgrund des Rückstoßes war die Waffe jedoch schlecht zu führen, sodass Pü einige Sekunden Zeit hatte, bevor die Treffer ins Schwarze trafen. Der Junge wackelte und hüpfte geschickt und versuchte, dem Maschinengewehrschützen die Arbeit zu erschweren, dessen Schüsse immer präziser wurden. In diesem Moment glaubten die Matis wahrscheinlich, dass sie den Sieg davontragen würden. Doch die Flugbahn des Schildes nahm eine unerwartete Krümmung an. Der Buckler streifte die Bäume, die den Straßenrand markierten, und drehte sich in Richtung des Schützen, der nun mit dem Rücken zu ihm stand. Niemand bemerkte den Plan, außer dem General, der das tödliche Projektil sah, als es gerade auf den Hinterkopf des Maschinengewehrschützen treffen wollte, weil er schlauer war als der Rest seines Trupps. Er schrie etwas und sprang von seinem Capryni. Er rappelte sich schnell auf und ging auf den Soldaten zu. Als Antwort auf den Schrei seines Vorgesetzten drehte sich dieser gerade zu der fliegenden Bedrohung um. Als der General sah, dass er nicht reagierte, versuchte er, ihn zu Boden zu werfen, doch er stieß ihn nur an. Der Schild schnitt tief in das Gesicht des benommenen Matis, der sich herumdrehte und schwer auf den Boden fiel.&lt;br /&gt;
[[file:Les deux pieds.png|right|400px|alt=… Les deux pieds fermement plantés…|Mit beiden Füßen fest steckend]]&lt;br /&gt;
Pü hörte mit dem Gestikulieren auf und holte Luft. Der Maschinengewehrschütze war zwar sicher nicht tot, aber er schien ohnmächtig zu sein und stellte daher im Moment keine Bedrohung dar. Während der General am Krankenbett verweilte, glaubte der junge Zoraï fälschlicherweise, dass er nun Zeit hätte, über seinen nächsten Schritt nachzudenken. Doch die beiden Reiter waren anderer Meinung und spornten sich gegenseitig an, zum Angriff überzugehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;General, bleiben Sie bei Sivaldo, wir kümmern uns um den maskierten Primitiven!, rief der erste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Ja, General! Bisher haben seine feigen Techniken nur funktioniert, weil wir nicht darauf vorbereitet waren, fügte der zweite hinzu. Lassen Sie uns den Tod von Tinailli rächen! Wir versprechen, dass wir ihm Ehre erweisen werden!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl der General protestierte, rasten die beiden Soldaten mit voller Geschwindigkeit auf den Zorai zu, den das nicht zu stören schien. Die letzten paar Dutzend Meter zwischen ihnen wurden in Sekundenschnelle verschlungen. Doch da sie sich an den Tod ihrer ersten Kameradin erinnerten, machten die Matis nicht den Fehler, den jungen Krieger zu überfallen. Sie hielten an, bevor sie auf seiner Höhe waren, sprangen von ihren Reittieren und rückten vor, um ihn in die Zange zu nehmen. Nach ihrem jeweiligen Verhalten zu urteilen, mussten die beiden Matis unerfahrene Soldaten sein. Von Hass und Rachegelüsten geblendet, wussten sie noch nicht, dass sie sich gerade in den Rachen des Gingos gestürzt hatten. In der Ferne hatte der General gerade seine Capryni erreicht, um zu den beiden Unvorsichtigen zu eilen. Allein gegen zwei hatte der junge Krieger noch alle Chancen. Er musste die Sache also so schnell wie möglich hinter sich bringen, bevor der einzige wirklich erfahrene Soldat des Trupps zu ihnen stieß. Der Matis, der sich in seinem Rücken positioniert hatte, hielt mit beiden Händen ein schweres, schön verziertes Bernsteinschwert, während der Matis, der ihm gegenüberstand, mit einer langen Pike bewaffnet war, die von geflochtenem Bernstein gekrönt war. Pü hätte gerne in seinem Gesicht gelesen, aber der mächtige gehörnte Helm, den er trug, verhinderte dies. Die Matis kamen schnell näher. Logischerweise würde der Soldat gegenüber von ihm den ersten Angriff starten und dem Soldaten in seinem Rücken die Gelegenheit geben, einen toten Winkel für einen Angriff zu nutzen. Genau das geschah auch. Der Pikenier schrie und durchbohrte die Luft mit einer präzisen Bewegung, in der Hoffnung, den Zoraï mit einem einzigen Schlag aufzuspießen. Ohne seine Füße zu bewegen, schoss Pü mit seiner rechten Hand gegen die Pike, während er sich drehte und sein Becken auf die gegenüberliegende Seite verlagerte. Der Schutz seines Unterarms kratzte lautstark an den vielen scharfen Spitzen. Er drehte sein Handgelenk abrupt um und griff nach dem langen Griff der Waffe. Anstatt den Angriff abzuwehren, ermutigte er die Bewegung und nutzte den Schwung des Matis, um ihn zu destabilisieren, während er den Impuls seines Angriffs bewahrte. Er lenkte die Richtung des Angriffs leicht ab, ohne seine Füße vom Boden abzuheben, beugte seinen Rücken nach hinten und wich dem horizontalen Schlag aus, den der Schwertkämpfer auf ihn ausüben wollte. Er musste nur dafür sorgen, dass die Pike ihre Geschwindigkeit beibehielt, damit ihre tödlichen Spitzen den linken Oberschenkel des unglücklichen Schwertkämpfers durchbohrten, der unter dem Schock schreiend zusammenbrach. Der Angreifer wurde von der unkontrollierten Bewegung seiner Waffe mitgerissen und fiel beinahe auf den Verletzten. Pü ergriff die Gelegenheit und half ihm. Er zog seinen Dolch mit der freien Hand, während die andere den fest im Fleisch seines Kameraden steckenden Pik losließ, trat einen Schritt zurück, um sein Gleichgewicht wiederzuerlangen, und stieß seine Klinge mit einem präzisen Schlag in das Halsgelenk des Helms des Pikeniers. Ein langer Schwall Blut spritzte heraus, als er seinen Dolch aus der Halsschlagader seines Gegners zog. Wie erwartet geriet der Soldat in Panik und nahm schnell seinen Helm ab, um seine Kehle mit den Kräften des Sap zusammenzudrücken und zu heilen, bevor sein Gehirn nicht mehr mit Blut versorgt wurde. Pü ließ ihm keine Zeit zum Handeln, packte das braune Haar des Matis und versetzte ihm mehrere heftige Dolchstiche in den Hals. Als sich der Kopf des Soldaten schließlich vom Rest seines Körpers trennte, brach der Enthauptete auf die Pike zusammen, die sich noch tiefer in die blutende Wunde des am Boden festgenagelten Homins bohrte. Pü warf einen Blick zurück: Der General würde bald hier sein. Er steckte den blutbefleckten Dolch weg, ließ den Kopf seines Opfers fallen und näherte sich dem schwer verletzten Soldaten, der nun unter der schweren, noch immer pulsierenden Rüstung seines Kameraden eingeklemmt war und nicht mehr in der Lage war, die Pike herauszuziehen, um sein Bein magisch zu heilen. Der Homin nahm seinen Helm ab und begann zu stöhnen. Er war etwa so alt wie Niï, also etwa zehn Jahre älter als Pü.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bitte töten Sie mich nicht!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü hatte aufrichtiges Mitleid. Er hasste es zu töten. Und besonders, wenn seine Gegner nicht darauf vorbereitet waren. Aber er hatte keine Wahl mehr. Er hatte es fast geschafft, er konnte jetzt nicht alles aufgeben. Der junge Zoraï machte seinen Kopf wieder frei und ignorierte die Klage des Matis. Er trat näher an ihn heran, setzte seinen linken Fuß behutsam auf seinen Hals und zerquetschte ihn mit einem Fersenschlag. Er hob das Schwert des nun gelähmten Unglücklichen auf, stieß es ihm in den Hals und verhinderte so jede Regeneration. Eins. Jetzt fehlte ihm nur noch einer. Wenn der ohnmächtige Maschinengewehrschütze ausreichte, würde der Homin, der ihm von nun an gegenüberstand, ihn sicher nicht kampflos an den Verwundeten heranlassen. Der General, der sein Reittier bestiegen hatte, um die Distanz zu dem Zoraï zu überbrücken, es dann aber wieder verließ, ritt nun mit entschlossenen Schritten auf den Krieger zu. Als er nur noch wenige Meter von ihm entfernt war, nahm er seinen Helm ab. Zum ersten Mal seit langem zuckte Pü zurück. Für einen Moment glaubte das Kind, die Maske seines Vaters zu sehen. Der Matis war im besten Alter, wie die wenigen Falten, die die Harmonie seiner Gesichtszüge trübten, und der schwache Glanz seines langen, ebenholzfarbenen Haars zeigten. Vor allem aber waren es die selbstbewussten und intensiven Augen, die sie an ihren Vater erinnerten. Diese stechend blauen Augen waren die eines entschlossenen Homins, der bereit war, alles zu geben, um seinen Willen zu erfüllen. Pü trat einen Schritt zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Es ist nicht nötig, dass wir kämpfen, sagte er mit verwirrter Stimme. Ich habe meine Mission erfüllt. Überlassen Sie mir den Maschinengewehrschützen und gehen Sie nach Hause. Bitte befolgen Sie meinen Rat und gehen Sie zu Ihrer Familie.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der General legte seinen Helm zu seinen Füßen und zog ein langes, breites und fein verziertes Schwert. Er warf ihr einen eisigen Blick zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich werde Ihrer Bitte nicht nachkommen können, mein Junge. Sie allein haben soeben drei meiner Soldaten getötet. Karan Domini, König und Hohepriester des Königreichs Matia, muss wissen, warum die Zoraï-Theokratie Kindersoldaten für Mordmissionen ausbildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Ich sage es Ihnen noch einmal: Mein Stamm und ich sind nicht von der Zoraï-Theokratie abhängig. Bitte gehen Sie weg!&amp;quot;, erwiderte Pü und wich ein zweites Mal zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Matis trat mit entschlossenen Schritten vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hat man Sie gezwungen zu töten? Wenn es normal ist, dass ein Junge in Ihrem Alter das Kämpfen lernt, sollte er nicht so jung Blut vergießen müssen. Und schon gar nicht unter diesen Bedingungen. Ein Junge in Ihrem Alter verbringt Zeit mit seinen Freunden, Brüdern, Schwestern, seinem Vater und seiner Mutter.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Worten des Militärs und der Erwähnung seiner Verwandten bekam der junge Zoraï einen Blutsturz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sprechen Sie nicht über meine Familie! Laufen Sie weg, solange Sie noch Zeit haben!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein kaltes Lächeln erschien auf dem Gesicht des Generals.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich habe wohl einen Nerv getroffen. Sind es vielleicht Ihre Eltern, die Sie so weit aus dem Dschungel geschickt haben, um diese Morde zu begehen? Eine Mutter sollte ihre Kinder die Liebe lehren, nicht den Tod!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein heftiger Kopfschmerz durchbohrte den Schädel des Kindes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;'''Ich verbiete Ihnen, über meine Mutter zu sprechen!'''&amp;quot;&lt;br /&gt;
[[file:Je vous interdis.png|right|400px|alt=… Je vous interdis de parler…|Ich verbiete Ihnen zu sprechen]]&lt;br /&gt;
Als er gegangen war, hatte sie geweint. Und obwohl sie ihn ermahnt hatte, nicht zu töten, um seine eigene Lust zu befriedigen, hatte sie ihn dennoch gebeten, es für Ma-Duk zu tun. Pü liebte Ma-Duk aufrichtig, genauso wie er Jena hasste. Die Kamis beschützten Atys, während die Karavan es zerstörte, indem er seine Ressourcen plünderte. Aber konnte man seine Liebe zu Ma-Duk nicht anders beweisen, als durch Blutvergießen? Durch ihre Worte und ihren Status als Hohepriesterin billigte ihre Mutter die barbarischen Bräuche ihrer Vorfahren. Schlimmer noch, sie gab sie mit Inbrunst weiter. Doch er, der noch vor wenigen Monaten jedes Wort seiner Mutter total begeistert hatte, kotzte sie nun an. Wie lange würde es ihm noch gelingen, seine Verbundenheit mit den Werten seines Stammes vorzutäuschen? Und wenn Ma-Duk, gewarnt durch diesen letzten Gedanken, bereits der Meinung war, dass er ihm nicht mehr treu war, würde er dann jemals zum Schatten der schwarzen Maske werden können? Würde sein Vater ihn hinrichten lassen, wenn Großmutter Bä-Bä ihm die Nachricht überbrachte? Würden sein Bruder und seine Mutter ihn gewähren lassen? Pü stieß an seine Grenzen, sein Gehirn war in Aufruhr. Als der Matis spürte, dass der Zoraï nachgab, stieß er ihn bis zum Äußersten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Herena hatte also Recht: ihr seid nur Tiere! Die Homins Ihres Volkes schwängern ihre Hominas und machen sie zu Leihmüttern, die nur dazu taugen, Kindersoldaten zu produzieren, die auf dem Altar Ihrer hasserfüllten Überzeugungen geopfert werden!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit diesen Worten zog Pü seinen Dolch und sein Kurzschwert und stürmte brüllend auf den Matis zu. Er hatte ihm die Gelegenheit zur Flucht gegeben, und dieser hatte sie nicht genutzt. Wenn er sterben wollte, dann würde Pü ihm dabei helfen, so einfach, wie er es mit seinen Soldaten getan hatte. Es würde nur wenige Sekunden dauern. Bald würde alles vorbei sein. Er würde diesen Schmerz nicht mehr ertragen müssen. So stellte er es sich zumindest vor, wenn er wütend war. Das Schwert des Generals leuchtete auf und der junge Krieger wurde an den Knöcheln gepackt, noch bevor er das Manöver des Militärs verstand. Die Erfahrung des Matis hatte gesprochen, und der Stolz des Zoraï würde ihn teuer zu stehen kommen. Er hatte seinen Gegner unterschätzt und war blindlings losgestürmt, ohne mit dem Einsatz einer magischen Verzauberung zur Fesselung zu rechnen. Wurzeln waren aus der Rinde gesprungen und hinderten ihn völlig an der Bewegung. Durch den Schwung seines Laufs war Pü beinahe nach vorne gestolpert und hatte sich nur mit Mühe auf den Beinen halten können. In Panik versuchte er, sich aus der magischen Falle zu befreien, indem er mit seinen Waffen die Verzweigungen aufschlitzte, die sich nun seine Waden hinaufzogen, und dabei den Zauberer vergaß. Plötzlich, als er seine ganze Aufmerksamkeit auf seine Beine richtete, verdunkelte sich der Himmel. Sein Blut gefror, als er reflexartig den Kopf hob. Über ihm verdeckte die mächtige Rüstung des Matis das Licht der Sonne: Er hatte die Panik des Zoraï ausgenutzt, um in den Nahkampf zu gehen. Das Gegenlicht betonte seinen grimmigen Blick, der Pü von allen Seiten versteinerte. Der General hob sein großes Schwert in eine tiefe Position. Seine weiße Rüstung leuchtete auf, als das Licht durch die veränderte Haltung durchsickerte, und Pü musste wegschauen, um nicht geblendet zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Lassen Sie es geschehen!, sagte der Matis mit ernster Miene. Der Schlag, den ich Ihnen jetzt versetze, wird Ihnen eine kritische Wunde zufügen. Wenn Sie sich bewegen, könnte er für Sie tödlich sein. Ich werde Sie am Leben halten, bis die Verstärkung eintrifft. Danach werden wir Sie nach Matia bringen!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl der General zuversichtlich schien, dass er ihn lebend zum König der Matis bringen würde, wollte Pü lieber tausendmal sterben, als in die Gefangenschaft der Handlanger der Karavan zu geraten. Er versuchte erneut, sich zu wehren, aber die Wurzeln umklammerten nun seine Taille und begannen, sich seinen Bauch hinaufzuziehen. So endete sein kurzes Leben. Am Ende hatte sich Großmutter Bä-Bä geirrt. Er, der mit der Vorstellung aufgewachsen war, der Schatten der schwarzen Maske zu werden und unter seinen eigenen Leuten zu sterben, indem er seinen Bruder beschützte, sollte allein und weit weg von zu Hause sterben, mit Jenas blendendem Astralabdruck als letztem Anblick. Was für eine Ironie. Als der Zoraï seine Maske nach links gedreht hatte, um nicht länger die spöttische Spiegelung des Brustpanzers ertragen zu müssen, sah er eine seltsame Lichtquelle jenseits des Straßenrandes im Schatten der hohen Sylvan-Bäume. Wenn er sich konzentrierte, konnte er zwei gleich große Sphären deutlich erkennen. Sie waren strahlend weiß und leuchteten umso heller, je dunkler es um sie herum war. Nein, es war nicht nur die Dunkelheit ... Pü konnte eine kleine schwarze Gestalt zwischen den Schatten erkennen. Sein Blut gefror erneut. Es waren keine Sphären, es waren Augen. Die Augen der Schwarzen Kami, die ihm bis jetzt zweimal erschienen war. Er war hier. Ma-Duk sah ihn an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nein, er durfte nicht aufgeben. Er war ein Schwarzer Krieger von Ma-Duk, geschmiedet von den besten Kämpfern des Dschungels und gesegnet von den Kamis. Solange er kämpfen konnte, würde er nicht aufgeben. Gestärkt reagierte sein Körper instinktiv, als der General seine Waffe auf ihn niedersausen ließ, um sein linkes Schlüsselbein zu durchbohren. Um sich zu schützen, schickte er seinen rechten Arm gegen die massive Klinge, und sein Kurzschwert konnte den Schlag zwar nicht abwehren, aber immerhin den Angriff ablenken - auf Kosten eines Teils seiner Hand, die in Stücke zersplitterte. Die extreme Anspannung, in der sich der junge Krieger befand, hatte den positiven Effekt, dass er den Schmerz völlig ignorierte. Das Schwert streifte ihn und bohrte sich schwer in den Boden. In der Sekunde des Aufatmens ließ Pü den Dolch in seiner linken Hand fallen und manipulierte den umliegenden Sap, um mit beiden Händen einen Zauberspruch auszusprechen. Da sein Paar Magieverstärker an seinem Gürtel hing, der nun mit den Wurzeln verwickelt war, konnte er sich nicht mit ihnen ausrüsten. Aber für das, was er vorhatte, sollte ein roher Zauberspruch ausreichen. Also '''zögerte er nicht und entzündete seinen Körper, um aus seinem Holzgefängnis auszubrechen'''. Es gelang ihm, sich aus den teilweise verbrannten Wurzeln zu befreien, als der General sein Schwert aus dem Boden riss. Als er seinen zweiten Angriff startete, konnte Pü ihm mit einer Rolle gerade noch ausweichen. Der Matis folgte mit einer Reihe von Hieb- und Stichattacken, denen der junge Krieger mit verschiedenen akrobatischen Einlagen auswich. Unbewaffnet war er nicht in der Lage, die Angriffe abzuwehren. Er war zwar viel geschickter als der General in seiner schweren Rüstung, aber dieser schien viel ausdauernder zu sein und hatte noch keine Verletzungen erlitten. Noch beunruhigender war, dass seine Schläge immer präziser wurden. Zum ersten Mal in seinem Leben kämpfte Pü gegen einen Waffenmeister in einem Kampf auf Leben und Tod. Die Erfahrung des Matis sprach für sich, und es dauerte nicht lange, bis er begann, die Bewegungen des jungen Kriegers zu antizipieren.&lt;br /&gt;
[[file:Hesita pas.png|right|400px|alt=… il n’hésita pas…|zögerte er nicht]]&lt;br /&gt;
Die Sekunden verstrichen und Pü ging zusehends der Atem aus. Immer wieder gelang es dem Soldaten, ihn zu streifen und mit der Spitze seines Schwertes in seinen kindlichen Körper zu schneiden. Pü nutzte die Kraft des Sap regelmäßig, um seine Wunden zu heilen und seine Ausdauer teilweise zu regenerieren, aber wenn er so weitermachte, würde er bald an seine Grenzen stoßen. Er wünschte, er könnte dem Matis in den Rücken fallen und versuchen, ihm das Genick zu brechen, wie er es so gut konnte, doch der Matis ließ ihm keine Ruhe. Ohne Waffe hatte er keine Möglichkeit, sich aus dieser aussichtslosen Situation zu befreien. Als er nach einem Ausweg suchte, sah er einen Dolch, der an der Taille des Soldaten hing und hinter dem Tuch an seinem Gürtel verborgen war. Wie hatte er ihn vorher nicht sehen können? Pü verfluchte sich selbst und überlegte sich zwischen zwei Rollen und drei Verrenkungen einen Aktionsplan. Er würde alles auf eine Karte setzen. Atemlos wartete der Zoraï auf den richtigen Moment, um zu handeln. Plötzlich nutzte er, der bis dahin nur vor den Angriffen des Matis zurückgewichen war, einen großen, hüfthohen Schlag, um eine Vorwärtsrolle zu machen und unter der scharfen Klinge durchzuschlüpfen. Als er seine Bewegung beendet hatte, drückte er sich so fest er konnte von seinen Beinen ab und sprang auf die linke Seite des Soldaten. Der Matis war zwar von der Richtung des Ausweichmanövers irritiert, reagierte aber sehr schnell und versetzte dem jungen Krieger einen heftigen seitlichen Tritt. Der Körper des Kindes knackte unter dem schweren Stiefel des Soldaten und schlug weiter hinten auf dem Boden auf. Pü rappelte sich mühsam auf einem Knie auf und spuckte Blut. Sein Gegner hatte ihm gerade mehrere Rippen gebrochen. Doch hinter seiner Maske lächelte der junge Krieger: Seine gesunde Hand war nun bewaffnet. Obwohl sie sich von den Dolchen unterschied, die er sonst zu führen pflegte, würde der Dolch des Matis perfekt funktionieren. Der junge Homin atmete tief durch und hob seine Maske in Richtung des Generals. Dieser hatte sich umgedreht und war gerade dabei, mit seinem Schwert einen Durchbruch zu erzielen, um wieder in den Nahkampf zu gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Geben Sie auf, mein Junge!&amp;quot;, sagte er und stürmte los.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wieder würde Pü nur eine einzige Chance haben. Und bis jetzt war ihm das Glück oft hold gewesen. Vielleicht wachte die Schwarze Kami tatsächlich über ihn. Als der Soldat mit dem Schwert nach vorne auf ihn zustürmte, wartete Pü auf den richtigen Moment und warf seinen Dolch in die Luft, weit über ihm. Sofort ließ er so viel Sap wie möglich in seine Beine fließen und ließ seine Schenkel so stark anschwellen wie niemals zuvor. Er ging bis an die Grenze seiner Belastbarkeit, riss eine Wolke aus Sägemehl auf und sprang mit einem überhominheit Sprung in die Luft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Totalement surpris par la nature de l’attaque et partiellement aveuglé par le brouillard de débris, le Matis crut à tort que le Zoraï tentait simplement de s’enfuir. Il comprit trop tard la réalité de la situation lorsque qu’il sentit son épée s’alourdir brusquement sur l’avant. Pü venait d’atterrir sur le plat de la lame et s’élançait tel un funambule en direction de son porteur. Déjà fort déséquilibré, le Matis tenta en vain de se redresser au moment où Pü prit à nouveau appui sur l’arme pour voltiger. Le jeune guerrier atterrit cette fois-ci sur ses épaules, et se propulsa une derrière fois en direction du ciel, obligeant par la force de ses jambes le Matis à poser un genou au sol. Pü devait se situer à environ quatre mètres du sol, et survolait le nuage de poussière qui commençait à se dissiper. Il n’eut qu’à tendre son bras valide pour attraper la dague qu’il avait précisément jetée quelques secondes auparavant. Écartant les jambes et regardant vers le sol, alors que la gravité commençait à faire effet, il posa ses yeux sur le visage du général. Celui-ci avait perdu son regard terrifiant et ouvrait grand les paupières. Pü y lut de l’admiration. L’enfant effectua à nouveau un lancer parfait et la dague alla se planter droit dans le crâne du Matis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Toujours en l’air, le Zoraï se préparait à se réceptionner correctement, mais ses côtes cassées l’en empêchèrent. Il s’effondra lourdement sur le flanc opposé, non loin du corps du général figé sur les genoux dans une étrange position. Sa tête pendait en arrière, dirigée vers l’astre du jour et sa longue chevelure d’ébène se soulevait légèrement au gré du vent. Pü s’allongea sur le dos et écarta les bras. Terminé. Son calvaire était terminé. Il avait gagné.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
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		<author><name>Jadeyn</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Kapitel_IV_-_Sylvan_Exil&amp;diff=34488</id>
		<title>Kapitel IV - Sylvan Exil</title>
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				<updated>2023-02-27T07:28:05Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Jadeyn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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|DE=Kapitel IV - Sylvan Exil|DEs=2&lt;br /&gt;
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|H=1&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:purple;font-weight:bold&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''Jahr 2474 von Jena'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Quotation|''Bélénor Nébius, Erzähler'' • ''Cheng Lai'SuKi, Illustratorin''|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[file:Pu deroulait.png|right|400px|alt=… Pü déroulait en silence…|verrichtete Pü schweigend]]&lt;br /&gt;
Auf einem hohen Ast eines großen sylvanischen Baumes sitzend, '''verrichtete Pü schweigend sein tägliches Gebet'''. Über ihm, sogar noch näher, so weit entfernt vom Dschungel und seinem Zenit, war das Tagesgestirn dabei, seinen vollen Glanz zu entfalten, und trotz der dicken Laubschicht, die es vom Himmel trennte, schaffte es das warme Licht, die blaue Haut des jungen Zoraï zu erwärmen. Er hatte jedoch gelernt, Jenas astrale Prägung zu vergessen, und versuchte, sich an die Kälte und das Echo der Abgrundschächte zu erinnern, die sein Dorf unter der Rinde durchzogen und die es Ma-Duk ermöglichten, aus dem Herzen von Atys über ihn und seine Familie zu wachen. Er hatte ohnehin keine Wahl: Die Höhen waren bei weitem der geeignetste Ort für meditative Momente. Am Boden waren Raubtiere und Soldatenpatrouillen eine ständige Störung, die seine Ruhe bedrohten und ihn daran hinderten, sich friedlichen Aktivitäten zu widmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tausend Kilometer entfernt beendeten seine Stammesmitglieder wahrscheinlich auch gerade ihre Gebete. Trotz der Entfernung und der Einsamkeit hatte Pü versucht, seinen Lebensrhythmus beizubehalten, den er vor seiner Abreise gelebt hatte. Mit dem ersten Morgengrauen erwachte das Dorf und bereitete sich auf die Routinearbeiten vor, die für das reibungslose Funktionieren der Gemeinschaft notwendig waren: Instandhaltung, Handwerk, Jagd, Kochen, verschiedene Versammlungen, Empfang der seltenen Gesandten und Händler etc. Das Ziel war es, so viele Aufgaben wie möglich zu erledigen, bevor die lange Morgenlitanei begann. Diese wurde von Pus Mutter Looï geleitet und endete mit einem gemeinsamen Essen im Speisesaal, an dem der ganze Stamm teilnahm. Nach dem Mittagessen übten sich die Zoraï mehrere Stunden lang in der Kunst des Kampfes. Der Unterricht richtete sich an alle, unabhängig von Alter oder Geschlecht, und war sehr vielfältig: Nahkampf, Stichwaffen, Schusswaffen und Magie. Der Stamm war in erster Linie ein Clan von Kämpfern, die früher oder später am Beginn des Heiligen Krieges teilnehmen würden. Wenn das Training beendet war, trafen sich die Familien zu einem gemütlichen Essen und gingen vor dem Schlafengehen verschiedenen persönlichen Aktivitäten nach. Seit jeher besuchte Pü Abendkurse bei seiner Mutter, die ihn in homininer Geschichte, internationalen Beziehungen, anderen Sprachen und Wissenschaft unterrichtete. Gelegentlich wurde er von seinem älteren Bruder Niï begleitet. In den meisten Fällen besuchte dieser jedoch andere Privatstunden bei ihrem Vater, der Schwarzen Maske.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Junge wurde jäh aus seinen Erinnerungen gerissen, als ein trauriges Geräusch die Harmonie des Gesangs der Bäume durchbrach. Über den Baumwipfeln erschütterte das dumpfe Dröhnen eines Karavan-Fluggeräts die Luft und vertrieb die Javings, diese seltsamen Vögel mit den gezackten, grünlichen Flügeln und der langen, schwarzen, glänzenden und mit Widerhaken versehenen Zunge, mit der sie ihre Beute aufspießten. Pü stand schnell auf, überprüfte die Festigkeit seiner Lebenslinie und machte sich daran, die letzten Meter des dicken Baumstamms zu erklimmen, der ihn vom Himmel trennte. Als sein zarter Körper aus dem Blättermeer herausragte, musste er hinter seiner Maske die Augen zusammenkneifen, weil das Tageslicht so grell war. Nicht weit von ihm entfernt verlor die Höllenmaschine immer mehr an Höhe. Die seltsame schwarze Materie, aus der ihre Hülle bestand, reflektierte Jenas helles Astrallicht, als wollte sie ihn verhöhnen. Trotzdem gelang es Pü, die Maschine zu identifizieren. Es war einer der kleinen Transporter, die die Karavan normalerweise benutzte, um die von ihren Hominsklaven gesammelten Ressourcen zu sammeln. Seltsamerweise schien er direkt aus einer der riesigen Himmelswurzeln zu stammen, die das Kronendach bildeten, den unerforschten Teil der Rinde, wie die Bewohner Atys bezeichneten, ihre Welt aus lebendem Holz, das nur aus ständig wachsendem Pflanzenmaterial besteht. Ihre opulenten Täler und üppigen Hügel bestanden aus kolossalen Wurzeln, auf denen die Homins ihre Zivilisationen errichtet hatten. Das Wasser, das die tiefen Wurzelspalten füllte, erweckte ihre Seen, Lagunen und Ozeane zum Leben. Die steilsten Wurzeln bildeten seine Berge und reckten sich in einem langsamen, unaufhaltsamen Aufstieg in den Himmel. Bestimmte Temperaturanomalien führten sogar dazu, dass der Wurzelteppich langsam verglühte und die Wüsten entstanden. Und noch tiefer unter der Rinde befanden sich die Urwurzeln, das geheimnisvollste Ökosystem von Atys nach dem, das man in das Kronendach vermutet. Es bildete ein riesiges Labyrinth aus grünen, feuchten Höhlen, die tief in die Eingeweide der Pflanzenwelt bis in ihr Herz hineinreichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü beobachtete, wie die Karavan-Maschine mit hoher Geschwindigkeit abtauchte. Es war sehr wahrscheinlich, dass wie üblich ein Treffpunkt zwischen der Karavan und ihren Handlangern vereinbart worden war und dass ein Konvoi auf dem Weg war, um Tribut zu liefern. Der junge Zoraï spürte, wie sein Herz raste. Vier. Jetzt fehlten ihm nur noch vier. Vier, und er könnte endlich nach Hause zu seinen Lieben zurückkehren. Das war die perfekte Gelegenheit. Er musste den Konvoi abfangen, bevor er sich mit den Karavan-Agenten treffen konnte. Pü entkam dem nackten Tag, indem er sich ein paar Meter in die Tiefe stürzen ließ, und landete auf dem Ast, auf dem er seine Sachen zurückgelassen hatte. Er sammelte sie zusammen und packte sie hastig ein, bis auf einen würfelförmigen Weidenkorb, den er sorgfältig handhabte. In diesem Korb befanden sich die Früchte monatelanger Bemühungen. Er würde sich niemals verzeihen, wenn er ihn verlieren oder seine Unversehrtheit gefährden würde. Um sicherzugehen, dass er nichts vergessen hatte, überprüfte er noch einmal seinen Klettergurt und tauchte ab. Pü raste durch den grünen Abgrund, bewegte sich geschickt zwischen den Zweigen und löste mit einem fachmännischen Handgriff seine Lebenslinie von den Stiften, die er während des Aufstiegs getrieben hatte. Er durchquerte viele Sekunden lang die bunten Schichten dieses kontinentalen Waldes mit seinen tausend Jahreszeiten und landete schließlich anmutig auf dem belaubten Boden. Die Richtung, in die das Fluggerät flog, deutete darauf hin, dass es wahrscheinlich auf der Lichtung weiter nördlich landen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten Konvois starten in Matia, der Hauptstadt des gleichnamigen Königreichs, und so war es gut möglich, dass der erhoffte den breiten künstlichen Pfad nehmen würde, der den Wald im Westen durchschneidet. Pü war von den Kräften der Botaniker des Matis-Volkes beeindruckt und erschrocken zugleich. Er, der Matias kolossale Wurzelmauer und die riesigen Habitatbaumkomplexe, die sich jenseits der Stadtmauer so weit das Auge reichte, mit eigenen Augen gesehen hatte, war von einer solchen Maßlosigkeit überwältigt gewesen. Doch mit diesem Vorgehen und dem Versuch, die Natur nach seinem Willen zu beugen, versuchte das Volk der Matis, die Absicht der Kamis und damit auch die Absicht von Ma-Duk zu durchkreuzen. Der Große Erzeuger wacht über jedes Stückchen Materie auf Atys. Die Natur zu verändern bedeutet, sein Großes Werk zu verfälschen. Die Geheimnisse der Manipulation von lebender Materie, insbesondere von Pflanzen, waren den Matis von der Karavan übermittelt worden, wie den Zoraïs die Beherrschung des Magnetismus und des Schreibens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während seiner langen Monate im Exil im Königreich Matia war Pü klar geworden, wie attraktiv die heidnischen Sitten der von der Karavan indoktrinierten Völker sein konnten. Bei diesen Gedanken hatte er sich geschämt. Aber es hatte ihm auch geholfen, die Gefährlichkeit dieser Dämonen aus dem Himmel besser zu verstehen. Der junge Zoraï verlor keine Zeit. Er rutschte und sprang über die Wurzeln und Verzweigungen des Waldes und legte die letzten Kilometer bis zum Pfad in kürzester Zeit zurück. Die wenigen Gingos, die versuchten, ihn auf seinem Weg zu verfolgen, hatten keine andere Wahl, als aufzugeben, da er sich so geschickt durch das dichte Gewirr der Natur manövrierte, die frei von jeglicher Matisse-Unterdrückung war. Als er den Weg erreichte, versteckte er sich hinter einem großen Strauch und hielt Ausschau nach der Ankunft des Konvois. Als er gerade aufgeben und woanders nach den Spuren der Matis suchen wollte, hörte er in der Ferne ordentliches Hufgetrappel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü schluckte. Sein Herzschlag begann sich langsam zu beschleunigen. Niemals. Niemals würde er sich an dieses Gefühl gewöhnen. Sein Bruder hatte ihm versichert, dass sein erstes Mal ein Genuss sein würde und dass die Gefühle, die er dabei empfand, ihn für sein ganzes Leben prägen würden. Auf der einen Seite hatte er damit nicht ganz Unrecht. Die blutverschmierten Hände eines Zoraï, der mit elf Jahren ins Exil geschickt wurde, kniete allein vor der noch warmen Leiche seines ersten Opfers: diese Bilder verfolgten ihn wochenlang Tag und Nacht, bis er den Verstand verlor. Doch diese letzte Prüfung kündigte auch das Ende seines schmerzhaften Exils an. Bald würde er wieder in seinem Land, bei seinem Stamm sein und seine Mutter wieder in die Arme schließen können. Dieser freudige Gedanke tröstete ihn und half ihm, seine Kräfte wieder zu sammeln. Der Konvoi zeichnete sich nun am Horizont ab. Bald war er in Sichtweite. In der Mitte befand sich ein solider, schwer beladener Karren, gezogen von zwei Mektoubs, friedfertigen Dickhäutern mit flinken Füßen, die über zwei Meter groß waren, braunes Fell mit grauen Streifen hatten und vor allem an ihren langen, kräftigen Rüsseln und ihren ohrlosen Köpfen zu erkennen waren. Er wurde von einem Tryker geführt, wie viele andere, denen Pü bislang begegnet war. Tatsächlich war es nicht ungewöhnlich, Tryker weit östlich von ihren schwimmenden Städten zu treffen, die im Matis-Land undankbare und schlecht bezahlte Arbeit verrichteten. Ihre Neugier und ihr Freiheitsdrang machten sie zwar zu hervorragenden Entdeckern und Erfindern, doch aufgrund ihrer geringen Größe, ihres kindlichen Aussehens und vor allem ihres friedlichen und gutmütigen Charakters waren die Tryker in den vergangenen Jahrhunderten leider mehrfach von den Matis versklavt worden. Wie Pü aus dem Unterricht seiner Mutter wusste, waren die Tryker zum letzten Mal während des &amp;quot;Aquäduktkriegs&amp;quot; vor nur vierzig Jahren versklavt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2435 entdeckten Fyros-Minenarbeiter im Westen ihrer Wüste unter der Rinde vergrabene Ruinen und bohrten eine Säureader an, die die gesamte Region um die Kaiserstadt Coriolis in Brand setzte. Das wochenlange Feuer breitete sich bis zur Grenze des Königreichs aus und zerschnitt das riesige, von den Matis verhasste Aquädukt. Eben jenes, das die Wüste mit dem Seengebiet verband, das von der Trykoth-Föderation, dem Verbündeten des Fyros-Imperiums, verwaltet wurde. Der Krieg, in den die Allianz und das Königreich seit fast eineinhalb Jahrhunderten verstrickt waren, nahm eine neue Wendung. Der Imperator sah sich gezwungen, seine Truppen von den Seen abzuziehen und sie zur Bekämpfung des Feuers einzusetzen, das sein Volk bedrohte und ihm das Wasser abnahm. Daraufhin nutzte die Matisse-Armee die Gelegenheit und marschierte in das Seengebiet ein, versklavte das Volk der Tryker und eroberte die Stadt Karavia zurück, die das Imperium fast ein Jahrhundert zuvor gestohlen hatte. Karavia, die &amp;quot;Heilige Stadt&amp;quot;, wurde angeblich genau an dem Ort errichtet, an dem Zachini an der Küste des Königreichs, das er später gründete, zum ersten Mal mit der Karavan und der Göttin Jena zusammentraf. Karavia, die &amp;quot;Unheilige Stadt&amp;quot;, für Pü und seinen Stamm der bösartigste Ort auf der Rinde... Und doch wurde hier im Jahr darauf der Vertrag unterzeichnet, der den Aquäduktkrieg beendete und die Tryker von der Herrschaft der Matis befreite. Allerdings hatte diese Episode im Unterbewusstsein des Seenvolkes Spuren hinterlassen, und viele Tryker blieben als Diener im Wald zurück... so wie der Karrenfahrer, der sich offensichtlich dem Dienst des Matis verschrieben hatte, der neben ihm auf der Sitzbank schlummerte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü identifizierte ihn bei seinem Anblick sofort als einen Kleriker der Kirche des Lichts, die Herena genannt wurde. Der Matis war nämlich in seine kirchliche Tracht gekleidet: eine weiße Bernsteinkrone und eine lange Toga, die aus mehreren großen Umhängen bestand, die aus bunten Federn gefertigt und mit Geflechten aus bernsteinfarbenen Schmuckstücken verziert waren. Die Kirche des Lichts, die um den Jena-Kult herum gegründet wurde und unter der Schirmherrschaft der Karavan stand, war heute allmächtig im Königreich Matia und insbesondere in Karavia, das durch den Vertrag, der ihren Namen trägt, an das Königreich zurückgegeben wurde. Unter ihrem Einfluss waren so viele Homins von der dämonischen Natur der Kamis überzeugt worden...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter oben auf dem Karren, auf seiner Planenladung, stand ein Matis mit einem Maschinengewehr und hielt Ausschau nach dem Horizont. Er hatte keinen Helm auf und trug die gewöhnliche Kleidung der Soldaten der regulären Armee: einen weichen, robusten Anzug aus Kaktushaut und darüber Rüstungsteile aus weißem Holz. Ein weiterer schien auf der Rückbank zu sitzen. Die Matis waren ein von Natur aus schlankes Volk mit ausgemergelten Gesichtszügen und perlmuttfarbener Haut. Sie waren Ästheten, raffiniert und aufgrund ihrer Kultur ehrgeizig und erinnerten andere Völker immer wieder an ihre Überlegenheit, selbst wenn sie sich dessen nicht bewusst waren. Um den Karren herum waren fünf berittene Matis, die als Eskorte dienten. Sie ritten stolz auf Caprynis, schlanken Vierbeinern mit dicker, heller und stellenweise blau gestreifter Haut, einem einzigen Geweih und einer langen Schnauze mit einem einzigartigen Ziegenbart. '''Alle Soldaten waren mit einer Rüstung aus solidem weißem Holz ausgestattet''', die mit lilafarbenen Mustern graviert war, sich am Oberkörper wölbte und in der Taille enger wurde. Die Schulterstücke der Rüstung waren ebenso abgerundet wie breit und verliehen den Soldaten ein herrisches Aussehen. Am auffälligsten war jedoch ihr Helm, der aus einer Elfenbeinmaske mit einem azurblauen Schmuckstück auf der Stirn und einer stabilen, imposanten Kopfbedeckung bestand, die mit weißem Bernstein verziert war und deren Enden aus Chitin an den Ohren herabhingen, sodass sie wie Hörner aussahen. Einer der Soldaten unterschied sich von den anderen durch die feinen Verzierungen und Gravuren, die seinen Brustpanzer und Helm schmückten. Bisher hatte Pü noch niemals die Gelegenheit gehabt, solche Verzierungen zu sehen. Der Matis war zweifellos ein hochrangiger Soldat der königlichen Armee, der zusammen mit dem Herena entsandt worden war, um den König vor der Karavan zu vertreten.&lt;br /&gt;
[[file:Tous les soldats.png|right|400px|alt=… Tous les soldats étaient équipés…|Alle Soldaten waren ausgerüstet]]&lt;br /&gt;
Das Kind stellte seinen Korb sorgfältig in die Mitte des Strauches und wartete noch ein paar Sekunden, bis der Konvoi weiterzog. Als er etwa 50 Meter von seiner Position entfernt war, kam er ruhig aus seinem Versteck hervor und stellte sich in die Mitte der Straße. Als der Ausguck auf der Spitze der Ladung ihn entdeckte, gab er das Signal zum Anhalten und der Konvoi stoppte abrupt. Der unerwartete Halt unterbrach den Schlaf des Herena, der beinahe vom Karren gefallen wäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wer sind Sie? Nennen Sie Ihre Identität!&amp;quot;, rief der Ausguck in einem kräftigen, aber dennoch melodischen Tonfall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Antwort trat Pü einige Meter vor, während die Reiter ihre Reittiere ausrichteten und sich vor dem Karren aufstellten. Der Zoraï räusperte sich und nahm seinen schönsten Mateis an. Seine Mutter hatte ihm die von anderen Völkern verwendeten Sprachen beigebracht, wobei sie den Schwerpunkt auf Mateis legte, die international am häufigsten gesprochene Sprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich bin ein Apostel der Kamis, der in die heidnischen Regionen gesandt wurde, um den Verirrten die Existenz des Großen Erzeugers zu offenbaren und einigen Auserwählten die Ewige Vergebung anzubieten. Kinder der Rinde, freut euch zu hören, dass eure Sünden durch mich bereits reingewaschen wurden. In Kürze werden eure Seelen gereinigt und den Schwarzen Kriegern von Ma-Duk übergeben. Durch sie werden sie zu ihrem Kampf für die Erhaltung von Atys beitragen. Und wenn Ma-Duk es will, werden sie Zeuge des Heiligen Krieges und des Beginns der Glücklichen Tage.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz seines guten Willens gelang es dem jungen Homin nicht, Leidenschaft in seine Predigt zu bringen. Nach so vielen Monaten morbider Predigten war dieses Ritual ebenso ermüdend wie schmerzhaft geworden. Pü wusste, dass der Wahnsinn auf ihn lauerte. Die Stimmen in seinem Kopf wurden immer präsenter und er entwickelte Woche für Woche neue Verhaltensstörungen. Wie viele seiner Brüder und Schwestern hatten während ihres Exils den Boden unter den Füßen verloren? Viele von ihnen waren niemals zurückgekehrt. Vor seiner Abreise hatte er lange Zeit hart über sie geurteilt, aber jetzt verstand er sie. Seine Sicht war getrübt, als sich ein starker Kopfschmerz bemerkbar machte. Er musste sich lange konzentrieren, um die ersten mentalen Einflüsterungen auszuschalten. Während dieser langen Sekunden der Abwesenheit hatte sich der Herena zu dem Ausguck auf der Spitze des Karrens gesellt. Er hielt sich rücksichtslos an ihm fest, um nicht zu fallen, und brüllte sie an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ma-Duk? Der große Erzeuger? Was reden Sie denn da für einen Unsinn? Wir wussten zwar, dass die Wilden Ihrer Art die Kami-Dämonen anbeten, aber wir dachten, Sie wären so geistesgegenwärtig, die Existenz unserer aller Mutter, Jena, nicht in Frage zu stellen! Kennen Ihre Schandtaten keine Grenzen? General, ergreifen Sie diesen Ketzer auf der Stelle!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü ging wieder ein paar Schritte nach vorne und massierte sich die Maske.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Dann kann ich Ihnen versichern, dass Min-Cho, sein Rat der Weisen und die gesamte Zoraï-Theokratie, versteckt im Herzen Zorans und hinter ihrer Großen Mauer, immer noch Ihre usurpatorische Göttin anbeten, sagte er mit müdem Blick. Vor vielen Jahrzehnten entschieden sich die Kamis dafür, meinem Stamm die Existenz von Ma-Duk zu offenbaren. Heute sind wir leider die einzigen, die seine Natur als Oberster Kami anerkennen. Aber es gibt noch andere Apostel, die im Dschungel arbeiten. Eines Tages werden unsere Zoraï-Brüder das Ausmaß der Lügen erkennen, die ihnen seit ihrer Kindheit aufgetischt werden, und wenn Ma-Duk es will, werden ihnen ihre Sünden vergeben.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gesicht des Klerikers färbte sich rot, als er durch seine Gestikulationen, die die vielen Umhänge seiner Kleidung verwickelten, fast zu Boden fiel. Zu seinem Glück tat der Ausguck alles, was er konnte, um zu verhindern, dass der Herena sich durch einen Sturz blamierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hören Sie auf mit Ihren Schandtaten, Wilder! Keine Vergebung für Ihre degenerierte Rasse von Dämonenanbetern! Ihre skelettierten Gesichter sind Abscheulichkeiten, eine Beleidigung für die Karavan! Ihr verdient es, ausgerottet zu werden, wie alle Primitiven, die Atys mit Ihrer Anwesenheit beschmutzen! Dieser Wilde soll sofort gefasst werden, das ist ein Befehl!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hoch zu Capryni versuchte der Matis-General einzugreifen, um die wachsende Spannung abzubauen. Doch einer der Reiter befolgte die Aufforderung des Geistlichen und ritt in vollem Tempo los. Pü schüttelte seine Maske ab, um seine letzten Kopfschmerzen wegzuwischen, und konzentrierte sich voll und ganz auf die Situation. Von nun an würde alles sehr schnell gehen. Er musste seine inneren Fragen zum Schweigen bringen. Der Matis hatte bereits die Hälfte der Distanz zwischen ihm und dem Zoraï überwunden. In seiner rechten Hand hielt er einen langen, hohlen Speer, der in einer geflochtenen Bernsteinkragen endete. In der Nähe der horizontalen Stange befand sich ein Hebel, mit dem der Ring, der die Stange abschloss, schnell gelockert oder zusammengedrückt werden konnte. Diese geniale Waffe war in der Regel dazu gedacht, die zukünftigen Reittiere der Matis an der Kehle zu packen, wenn sie noch in der Wildnis waren, wurde aber auch dazu verwendet, Homins zu fixieren und zu unterwerfen, ohne sie zu verletzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Püs Körper schwankte leicht. Es dauerte einige Sekunden, bis er das Schlagen seiner Glieder mit dem Galopp des Reittiers synchronisieren konnte. Als der Angreifer etwa zehn Meter von ihm entfernt war, aktivierte er den Mechanismus seiner Waffe und schwang sie, ohne sein Tempo zu verlangsamen. Die Schlinge öffnete sich weit genug, um den maskierten Kopf des Zoraï zu umschließen. Ohne Zweifel wusste er, wie er mit seinem Instrument umzugehen hatte. Doch der junge Homin war zu flink. Als der Soldat nach rechts schoss, um seine Beute an der Kehle zu packen, tauchte Pü absichtlich in die Richtung des Angriffs und wich ihm aus. Zwischen Waffe und Capryni hindurch gelang es ihm, den Riemen an der Seite des Tieres zu ergreifen, bevor er den Boden berührte. Er hielt sich fest und zog, so gut er konnte, nicht um das Tier zu destabilisieren, sondern um seinen leichten Kinderkörper über das Tier zu schleudern. Er flatterte herum und landete gerade noch auf dem Hinterteil des Capryni, als der Matis hinter seinen Rücken blickte, um zu sehen, was aus dem Zoraï geworden war. Während der Reiter den Blick von Pü kreuzte, der nur durch die Kraft seiner Schenkel das Gleichgewicht auf dem Tier hielt, legte seine Beute, die zum Henker geworden war, schnell ihre Hände um sein Genick und brach ihn mit einem kräftigen Schlag. Die Waffe des Matis rutschte aus seiner rechten Hand und zerbrach auf dem Boden. Wenn Pü nicht sicher sein konnte, dass er tot war, war seine Lähmung garantiert. Er ließ den gepanzerten Körper auf sich niedersacken, damit er nicht stürzte, nahm die Zügel, die seine linke Hand hielt, wieder auf, verlangsamte das Tempo und drehte sich um. Als er wieder am Ausgangspunkt angekommen war, brach er seinen Lauf ab und sprang links neben dem Tier zu Boden. Der Körper des Soldaten fiel schwer auf die rechte Seite. Der Helm löste sich durch den Aufprall, sodass der Zoraï in das leblose Gesicht blicken konnte. '''Der Soldat war eine Homina und damit vielleicht auch eine Mutter'''. Für den Bruchteil einer Sekunde sah Pü, wie die Maske seiner eigenen das Gesicht der Leiche überlagerte. Er schloss die Augen. Drei. Jetzt fehlten ihm nur noch drei.&lt;br /&gt;
[[file:Le soldat.png|right|400px|alt=… Le soldat était une homine…|Der Soldat war eine Homina]]&lt;br /&gt;
Auf der Spitze des Karrens hatte sich das Gesicht des Klerikers von einer rötlichen Gesichtsfarbe in ein blasses Weiß verwandelt, das viel blasser war als sonst. Die Soldaten reagierten nicht, da sie von der Gewalt, die sie gerade gesehen hatten, schockiert waren. Nur der General behielt die Nerven. Er ließ sein Reittier ein paar Schritte vorwärts reiten und wandte sich dem Konvoi zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Giero, reiten Sie so schnell wie Ihr Capryni kann in Richtung des nächsten Außenpostens! Informieren Sie den Intendanten über die Lage und schicken Sie uns Verstärkung. Unterschätzen Sie die Bedrohung nicht. Be'maty, begeben Sie sich ebenfalls zum Außenposten! Sie werden Giero wegen der Ladung nicht folgen können, aber Ihre Mektoubs sind stark, also schonen Sie sie nicht. Sobald er seine Nachricht überbracht hat, wird Giero Sie auf der Straße treffen. Vicho, bleiben Sie auf dem Karren! Sie werden die Ladung und den Herena mit Ihrem Leben schützen, bis Giero zurückkehrt. Zani, Lichnini, Sivaldo, Sie kommen mit mir! Greifen Sie nicht ein, bis ich es Ihnen befehle&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der selbstbewusste Tonfall des Generals half den Soldaten, aus ihrer Lethargie zu erwachen. Alle führten den Befehl wortlos aus. Der Wachposten sprang vom Karren und legte sein Maschinengewehr an, der Matis auf dem Rücksitz ersetzte ihn auf dem Dach des Karrens, der zu manövrieren begann, um umzukehren. Nur der Kleriker, der gerade erst wieder zu sich kam, wollte protestieren. Doch der neugierige Blick, den der General ihm zuwarf, hielt ihn davon ab, und seine Kreideblässe wurde noch größer. Normalerweise ließ Pü keine Überlebenden zurück, denn nur wenn es keine Zeugen gab, konnte er sicher sein, dass er in diesen Gebieten weiterhin ungehindert operieren konnte. Außerdem vermied er es normalerweise, die reguläre Armee anzugreifen, da jeder vermisste Soldat zu einer Untersuchung führte, und griff stattdessen lieber die fanatischen Stämme oder Banditengruppen an, die das Königreich durchzogen. Doch dieses Mal war alles anders. Wenn die ersten sprechen würden, würde er schon auf dem Rückweg sein. Er beobachtete seine vier zukünftigen Gegner genau, während einer der Reiter mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Südwesten ritt, gefolgt von dem Karren. Er durfte es nicht mit ihnen allen zusammen aufnehmen. Er wartete ein paar Sekunden - genug Zeit, damit der Bote am Horizont verschwand - und begann, sich langsam vorwärts zu bewegen. Beim ersten Schritt schrie der General.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bleiben Sie stehen! Weil Sie sich des Verbrechens des vorsätzlichen Mordes an einem Soldaten des Königreichs Matia schuldig gemacht haben, müssen Sie sich vor dem königlichen Gericht verantworten. Wie es unser Gesetz vorsieht, haben Sie das Recht, sich während des Prozesses zu verteidigen. Bitte kooperieren Sie jetzt, sonst müssen wir Sie gewaltsam festnehmen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü hob die Hände, um Unterwerfung vorzutäuschen, und ging weiter. Er wusste, dass die Matis sich nicht täuschen lassen würden, aber er musste ein paar Meter gutmachen. Momentan war der Maschinengewehrschütze die größte Bedrohung. Er musste ihn zuerst ausschalten. Dennoch durfte er den hochrangigen Soldaten nicht unterschätzen. Unter normalen Umständen hätte er es mit einem einfachen Truppführer zu tun gehabt und nicht mit einem erfahrenen Militär.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich werde mich nicht wiederholen, keine Bewegung mehr!&amp;quot;, schrie der General erneut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zoraï würde es wahrscheinlich nicht schaffen, noch einen weiteren Schritt zu machen, bevor der General zum Angriff blasen würde. Er fuhr mit seiner rechten Hand über seinen Rücken und legte sie auf den kleinen runden Schild, der dort hing. Er durfte sich keinen Fehler erlauben. Wenn er sich jetzt verfehlte, würde der Rest viel unsicherer werden. Er schloss wieder die Augen und ließ seine Sinne sich voll und ganz der Welt öffnen. Die Richtung und Stärke des Windes, die Luftfeuchtigkeit - wichtige Parameter, die es für den perfekten Wurf zu berücksichtigen galt. Er öffnete die Augenlider wieder und richtete seinen Blick auf den Schützen. Er war zwar zu weit weg, um sicher zu sein, aber die Position seiner Arme deutete darauf hin, dass er bereit war, zu schießen. Pü atmete tief durch und machte sich an den Kampf. Schneller als je zuvor hängte er seinen Schild ab und streckte seine Arme wie ein Seil nach hinten. Er brauchte weniger als eine Sekunde, um seine Flugbahn zu bestätigen und seinen Buckler zu werfen. Das Geschoss flog nach links vom Pfad und erweckte den Anschein eines Fehlwurfes. Pü nutzte die allgemeine Verwirrung, um in die andere Richtung zu stürmen. Wie erwartet erhielt der Maschinengewehrschütze den Befehl zum Eingreifen und legte seine Waffe an. '''Mit beiden Füßen fest in der Rinde steckend, begann er, aus allen Rohren auf den Zoraï zu feuern'''. Aufgrund des Rückstoßes war die Waffe jedoch schlecht zu führen, sodass Pü einige Sekunden Zeit hatte, bevor die Treffer ins Schwarze trafen. Der Junge wackelte und hüpfte geschickt und versuchte, dem Maschinengewehrschützen die Arbeit zu erschweren, dessen Schüsse immer präziser wurden. In diesem Moment glaubten die Matis wahrscheinlich, dass sie den Sieg davontragen würden. Doch die Flugbahn des Schildes nahm eine unerwartete Krümmung an. Der Buckler streifte die Bäume, die den Straßenrand markierten, und drehte sich in Richtung des Schützen, der nun mit dem Rücken zu ihm stand. Niemand bemerkte den Plan, außer dem General, der das tödliche Projektil sah, als es gerade auf den Hinterkopf des Maschinengewehrschützen treffen wollte, weil er schlauer war als der Rest seines Trupps. Er schrie etwas und sprang von seinem Capryni. Er rappelte sich schnell auf und ging auf den Soldaten zu. Als Antwort auf den Schrei seines Vorgesetzten drehte sich dieser gerade zu der fliegenden Bedrohung um. Als der General sah, dass er nicht reagierte, versuchte er, ihn zu Boden zu werfen, doch er stieß ihn nur an. Der Schild schnitt tief in das Gesicht des benommenen Matis, der sich herumdrehte und schwer auf den Boden fiel.&lt;br /&gt;
[[file:Les deux pieds.png|right|400px|alt=… Les deux pieds fermement plantés…|Mit beiden Füßen fest steckend]]&lt;br /&gt;
Pü hörte mit dem Gestikulieren auf und holte Luft. Der Maschinengewehrschütze war zwar sicher nicht tot, aber er schien ohnmächtig zu sein und stellte daher im Moment keine Bedrohung dar. Während der General am Krankenbett verweilte, glaubte der junge Zoraï fälschlicherweise, dass er nun Zeit hätte, über seinen nächsten Schritt nachzudenken. Doch die beiden Reiter waren anderer Meinung und spornten sich gegenseitig an, zum Angriff überzugehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;General, bleiben Sie bei Sivaldo, wir kümmern uns um den maskierten Primitiven!, rief der erste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Ja, General! Bisher haben seine feigen Techniken nur funktioniert, weil wir nicht darauf vorbereitet waren, fügte der zweite hinzu. Lassen Sie uns den Tod von Tinailli rächen! Wir versprechen, dass wir ihm Ehre erweisen werden!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl der General protestierte, rasten die beiden Soldaten mit voller Geschwindigkeit auf den Zorai zu, den das nicht zu stören schien. Die letzten paar Dutzend Meter zwischen ihnen wurden in Sekundenschnelle verschlungen. Doch da sie sich an den Tod ihrer ersten Kameradin erinnerten, machten die Matis nicht den Fehler, den jungen Krieger zu überfallen. Sie hielten an, bevor sie auf seiner Höhe waren, sprangen von ihren Reittieren und rückten vor, um ihn in die Zange zu nehmen. Nach ihrem jeweiligen Verhalten zu urteilen, mussten die beiden Matis unerfahrene Soldaten sein. Von Hass und Rachegelüsten geblendet, wussten sie noch nicht, dass sie sich gerade in den Rachen des Gingos gestürzt hatten. In der Ferne hatte der General gerade seine Capryni erreicht, um zu den beiden Unvorsichtigen zu eilen. Allein gegen zwei hatte der junge Krieger noch alle Chancen. Er musste die Sache also so schnell wie möglich hinter sich bringen, bevor der einzige wirklich erfahrene Soldat des Trupps zu ihnen stieß. Der Matis, der sich in seinem Rücken positioniert hatte, hielt mit beiden Händen ein schweres, schön verziertes Bernsteinschwert, während der Matis, der ihm gegenüberstand, mit einer langen Pike bewaffnet war, die von geflochtenem Bernstein gekrönt war. Pü hätte gerne in seinem Gesicht gelesen, aber der mächtige gehörnte Helm, den er trug, verhinderte dies. Die Matis kamen schnell näher. Logischerweise würde der Soldat gegenüber von ihm den ersten Angriff starten und dem Soldaten in seinem Rücken die Gelegenheit geben, einen toten Winkel für einen Angriff zu nutzen. Genau das geschah auch. Der Pikenier schrie und durchbohrte die Luft mit einer präzisen Bewegung, in der Hoffnung, den Zoraï mit einem einzigen Schlag aufzuspießen. Ohne seine Füße zu bewegen, schoss Pü mit seiner rechten Hand gegen die Pike, während er sich drehte und sein Becken auf die gegenüberliegende Seite verlagerte. Der Schutz seines Unterarms kratzte lautstark an den vielen scharfen Spitzen. Er drehte sein Handgelenk abrupt um und griff nach dem langen Griff der Waffe. Anstatt den Angriff abzuwehren, ermutigte er die Bewegung und nutzte den Schwung des Matis, um ihn zu destabilisieren, während er den Impuls seines Angriffs bewahrte. Er lenkte die Richtung des Angriffs leicht ab, ohne seine Füße vom Boden abzuheben, beugte seinen Rücken nach hinten und wich dem horizontalen Schlag aus, den der Schwertkämpfer auf ihn ausüben wollte. Er musste nur dafür sorgen, dass die Pike ihre Geschwindigkeit beibehielt, damit ihre tödlichen Spitzen den linken Oberschenkel des unglücklichen Schwertkämpfers durchbohrten, der unter dem Schock schreiend zusammenbrach. Der Angreifer wurde von der unkontrollierten Bewegung seiner Waffe mitgerissen und fiel beinahe auf den Verletzten. Pü ergriff die Gelegenheit und half ihm. Er zog seinen Dolch mit der freien Hand, während die andere den fest im Fleisch seines Kameraden steckenden Pik losließ, trat einen Schritt zurück, um sein Gleichgewicht wiederzuerlangen, und stieß seine Klinge mit einem präzisen Schlag in das Halsgelenk des Helms des Pikeniers. Ein langer Schwall Blut spritzte heraus, als er seinen Dolch aus der Halsschlagader seines Gegners zog. Wie erwartet geriet der Soldat in Panik und nahm schnell seinen Helm ab, um seine Kehle mit den Kräften des Sap zusammenzudrücken und zu heilen, bevor sein Gehirn nicht mehr mit Blut versorgt wurde. Pü ließ ihm keine Zeit zum Handeln, packte das braune Haar des Matis und versetzte ihm mehrere heftige Dolchstiche in den Hals. Als sich der Kopf des Soldaten schließlich vom Rest seines Körpers trennte, brach der Enthauptete auf die Pike zusammen, die sich noch tiefer in die blutende Wunde des am Boden festgenagelten Homins bohrte. Pü warf einen Blick zurück: Der General würde bald hier sein. Er steckte den blutbefleckten Dolch weg, ließ den Kopf seines Opfers fallen und näherte sich dem schwer verletzten Soldaten, der nun unter der schweren, noch immer pulsierenden Rüstung seines Kameraden eingeklemmt war und nicht mehr in der Lage war, die Pike herauszuziehen, um sein Bein magisch zu heilen. Der Homin nahm seinen Helm ab und begann zu stöhnen. Er war etwa so alt wie Niï, also etwa zehn Jahre älter als Pü.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bitte töten Sie mich nicht!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü hatte aufrichtiges Mitleid. Er hasste es zu töten. Und besonders, wenn seine Gegner nicht darauf vorbereitet waren. Aber er hatte keine Wahl mehr. Er hatte es fast geschafft, er konnte jetzt nicht alles aufgeben. Der junge Zoraï machte seinen Kopf wieder frei und ignorierte die Klage des Matis. Er trat näher an ihn heran, setzte seinen linken Fuß behutsam auf seinen Hals und zerquetschte ihn mit einem Fersenschlag. Er hob das Schwert des nun gelähmten Unglücklichen auf, stieß es ihm in den Hals und verhinderte so jede Regeneration. Eins. Jetzt fehlte ihm nur noch einer. Wenn der ohnmächtige Maschinengewehrschütze ausreichte, würde der Homin, der ihm von nun an gegenüberstand, ihn sicher nicht kampflos an den Verwundeten heranlassen. Der General, der sein Reittier bestiegen hatte, um die Distanz zu dem Zoraï zu überbrücken, es dann aber wieder verließ, ritt nun mit entschlossenen Schritten auf den Krieger zu. Als er nur noch wenige Meter von ihm entfernt war, nahm er seinen Helm ab. Zum ersten Mal seit langem zuckte Pü zurück. Für einen Moment glaubte das Kind, die Maske seines Vaters zu sehen. Der Matis war im besten Alter, wie die wenigen Falten, die die Harmonie seiner Gesichtszüge trübten, und der schwache Glanz seines langen, ebenholzfarbenen Haars zeigten. Vor allem aber waren es die selbstbewussten und intensiven Augen, die sie an ihren Vater erinnerten. Diese stechend blauen Augen waren die eines entschlossenen Homins, der bereit war, alles zu geben, um seinen Willen zu erfüllen. Pü trat einen Schritt zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Es ist nicht nötig, dass wir kämpfen, sagte er mit verwirrter Stimme. Ich habe meine Mission erfüllt. Überlassen Sie mir den Maschinengewehrschützen und gehen Sie nach Hause. Bitte befolgen Sie meinen Rat und gehen Sie zu Ihrer Familie.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der General legte seinen Helm zu seinen Füßen und zog ein langes, breites und fein verziertes Schwert. Er warf ihr einen eisigen Blick zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich werde Ihrer Bitte nicht nachkommen können, mein Junge. Sie allein haben soeben drei meiner Soldaten getötet. Karan Domini, König und Hohepriester des Königreichs Matia, muss wissen, warum die Zoraï-Theokratie Kindersoldaten für Mordmissionen ausbildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Ich sage es Ihnen noch einmal: Mein Stamm und ich sind nicht von der Zoraï-Theokratie abhängig. Bitte gehen Sie weg!&amp;quot;, erwiderte Pü und wich ein zweites Mal zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Matis trat mit entschlossenen Schritten vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hat man Sie gezwungen zu töten? Wenn es normal ist, dass ein Junge in Ihrem Alter das Kämpfen lernt, sollte er nicht so jung Blut vergießen müssen. Und schon gar nicht unter diesen Bedingungen. Ein Junge in Ihrem Alter verbringt Zeit mit seinen Freunden, Brüdern, Schwestern, seinem Vater und seiner Mutter.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Worten des Militärs und der Erwähnung seiner Verwandten bekam der junge Zoraï einen Blutsturz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sprechen Sie nicht über meine Familie! Laufen Sie weg, solange Sie noch Zeit haben!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein kaltes Lächeln erschien auf dem Gesicht des Generals.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich habe wohl einen Nerv getroffen. Sind es vielleicht Ihre Eltern, die Sie so weit aus dem Dschungel geschickt haben, um diese Morde zu begehen? Eine Mutter sollte ihre Kinder die Liebe lehren, nicht den Tod!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein heftiger Kopfschmerz durchbohrte den Schädel des Kindes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;'''Ich verbiete Ihnen, über meine Mutter zu sprechen!'''&amp;quot;&lt;br /&gt;
[[file:Je vous interdis.png|right|400px|alt=… Je vous interdis de parler…|Ich verbiete Ihnen zu sprechen]]&lt;br /&gt;
Als er gegangen war, hatte sie geweint. Und obwohl sie ihn ermahnt hatte, nicht zu töten, um seine eigene Lust zu befriedigen, hatte sie ihn dennoch gebeten, es für Ma-Duk zu tun. Pü liebte Ma-Duk aufrichtig, genauso wie er Jena hasste. Die Kamis beschützten Atys, während die Karavan es zerstörte, indem er seine Ressourcen plünderte. Aber konnte man seine Liebe zu Ma-Duk nicht anders beweisen, als durch Blutvergießen? Durch ihre Worte und ihren Status als Hohepriesterin billigte ihre Mutter die barbarischen Bräuche ihrer Vorfahren. Schlimmer noch, sie gab sie mit Inbrunst weiter. Doch er, der noch vor wenigen Monaten jedes Wort seiner Mutter total begeistert hatte, kotzte sie nun an. Wie lange würde es ihm noch gelingen, seine Verbundenheit mit den Werten seines Stammes vorzutäuschen? Und wenn Ma-Duk, gewarnt durch diesen letzten Gedanken, bereits der Meinung war, dass er ihm nicht mehr treu war, würde er dann jemals zum Schatten der schwarzen Maske werden können? Würde sein Vater ihn hinrichten lassen, wenn Großmutter Bä-Bä ihm die Nachricht überbrachte? Würden sein Bruder und seine Mutter ihn gewähren lassen? Pü stieß an seine Grenzen, sein Gehirn war in Aufruhr. Als der Matis spürte, dass der Zoraï nachgab, stieß er ihn bis zum Äußersten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Herena hatte also Recht: ihr seid nur Tiere! Die Homins Ihres Volkes schwängern ihre Hominas und machen sie zu Leihmüttern, die nur dazu taugen, Kindersoldaten zu produzieren, die auf dem Altar Ihrer hasserfüllten Überzeugungen geopfert werden!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit diesen Worten zog Pü seinen Dolch und sein Kurzschwert und stürmte brüllend auf den Matis zu. Er hatte ihm die Gelegenheit zur Flucht gegeben, und dieser hatte sie nicht genutzt. Wenn er sterben wollte, dann würde Pü ihm dabei helfen, so einfach, wie er es mit seinen Soldaten getan hatte. Es würde nur wenige Sekunden dauern. Bald würde alles vorbei sein. Er würde diesen Schmerz nicht mehr ertragen müssen. So stellte er es sich zumindest vor, wenn er wütend war. Das Schwert des Generals leuchtete auf und der junge Krieger wurde an den Knöcheln gepackt, noch bevor er das Manöver des Militärs verstand. Die Erfahrung des Matis hatte gesprochen, und der Stolz des Zoraï würde ihn teuer zu stehen kommen. Er hatte seinen Gegner unterschätzt und war blindlings losgestürmt, ohne mit dem Einsatz einer magischen Verzauberung zur Fesselung zu rechnen. Wurzeln waren aus der Rinde gesprungen und hinderten ihn völlig an der Bewegung. Durch den Schwung seines Laufs war Pü beinahe nach vorne gestolpert und hatte sich nur mit Mühe auf den Beinen halten können. In Panik versuchte er, sich aus der magischen Falle zu befreien, indem er mit seinen Waffen die Verzweigungen aufschlitzte, die sich nun seine Waden hinaufzogen, und dabei den Zauberer vergaß. Plötzlich, als er seine ganze Aufmerksamkeit auf seine Beine richtete, verdunkelte sich der Himmel. Sein Blut gefror, als er reflexartig den Kopf hob. Über ihm verdeckte die mächtige Rüstung des Matis das Licht der Sonne: Er hatte die Panik des Zoraï ausgenutzt, um in den Nahkampf zu gehen. Das Gegenlicht betonte seinen grimmigen Blick, der Pü von allen Seiten versteinerte. Der General hob sein großes Schwert in eine tiefe Position. Seine weiße Rüstung leuchtete auf, als das Licht durch die veränderte Haltung durchsickerte, und Pü musste wegschauen, um nicht geblendet zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Lassen Sie es geschehen!, sagte der Matis mit ernster Miene. Der Schlag, den ich Ihnen jetzt versetze, wird Ihnen eine kritische Wunde zufügen. Wenn Sie sich bewegen, könnte er für Sie tödlich sein. Ich werde Sie am Leben halten, bis die Verstärkung eintrifft. Danach werden wir Sie nach Matia bringen!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl der General zuversichtlich schien, dass er ihn lebend zum König der Matis bringen würde, wollte Pü lieber tausendmal sterben, als in die Gefangenschaft der Handlanger der Karavan zu geraten. Er versuchte erneut, sich zu wehren, aber die Wurzeln umklammerten nun seine Taille und begannen, sich seinen Bauch hinaufzuziehen. So endete sein kurzes Leben. Am Ende hatte sich Großmutter Bä-Bä geirrt. Er, der mit der Vorstellung aufgewachsen war, der Schatten der schwarzen Maske zu werden und unter seinen eigenen Leuten zu sterben, indem er seinen Bruder beschützte, sollte allein und weit weg von zu Hause sterben, mit Jenas blendendem Astralabdruck als letztem Anblick. Was für eine Ironie. Als der Zoraï seine Maske nach links gedreht hatte, um nicht länger die spöttische Spiegelung des Brustpanzers ertragen zu müssen, sah er eine seltsame Lichtquelle jenseits des Straßenrandes im Schatten der hohen Sylvan-Bäume. Wenn er sich konzentrierte, konnte er zwei gleich große Sphären deutlich erkennen. Sie waren strahlend weiß und leuchteten umso heller, je dunkler es um sie herum war. Nein, es war nicht nur die Dunkelheit ... Pü konnte eine kleine schwarze Gestalt zwischen den Schatten erkennen. Sein Blut gefror erneut. Es waren keine Sphären, es waren Augen. Die Augen der Schwarzen Kami, die ihm bis jetzt zweimal erschienen war. Er war hier. Ma-Duk sah ihn an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nein, er durfte nicht aufgeben. Er war ein Schwarzer Krieger von Ma-Duk, geschmiedet von den besten Kämpfern des Dschungels und gesegnet von den Kamis. Solange er kämpfen konnte, würde er nicht aufgeben. Gestärkt reagierte sein Körper instinktiv, als der General seine Waffe auf ihn niedersausen ließ, um sein linkes Schlüsselbein zu durchbohren. Um sich zu schützen, schickte er seinen rechten Arm gegen die massive Klinge, und sein Kurzschwert konnte den Schlag zwar nicht abwehren, aber immerhin den Angriff ablenken - auf Kosten eines Teils seiner Hand, die in Stücke zersplitterte. Die extreme Anspannung, in der sich der junge Krieger befand, hatte den positiven Effekt, dass er den Schmerz völlig ignorierte. Das Schwert streifte ihn und bohrte sich schwer in den Boden. In der Sekunde des Aufatmens ließ Pü den Dolch in seiner linken Hand fallen und manipulierte den umliegenden Sap, um mit beiden Händen einen Zauberspruch auszusprechen. Da sein Paar Magieverstärker an seinem Gürtel hing, der nun mit den Wurzeln verwickelt war, konnte er sich nicht mit ihnen ausrüsten. Aber für das, was er vorhatte, sollte ein roher Zauberspruch ausreichen. Also '''zögerte er nicht und entzündete seinen Körper, um aus seinem Holzgefängnis auszubrechen'''. Es gelang ihm, sich aus den teilweise verbrannten Wurzeln zu befreien, als der General sein Schwert aus dem Boden riss. Als er seinen zweiten Angriff startete, konnte Pü ihm mit einer Rolle gerade noch ausweichen. Der Matis folgte mit einer Reihe von Hieb- und Stichattacken, denen der junge Krieger mit verschiedenen akrobatischen Einlagen auswich. Unbewaffnet war er nicht in der Lage, die Angriffe abzuwehren. Er war zwar viel geschickter als der General in seiner schweren Rüstung, aber dieser schien viel ausdauernder zu sein und hatte noch keine Verletzungen erlitten. Noch beunruhigender war, dass seine Schläge immer präziser wurden. Zum ersten Mal in seinem Leben kämpfte Pü gegen einen Waffenmeister in einem Kampf auf Leben und Tod. Die Erfahrung des Matis sprach für sich, und es dauerte nicht lange, bis er begann, die Bewegungen des jungen Kriegers zu antizipieren.&lt;br /&gt;
[[file:Hesita pas.png|right|400px|alt=… il n’hésita pas…|zögerte er nicht]]&lt;br /&gt;
Die Sekunden verstrichen und Pü ging zusehends der Atem aus. Immer wieder gelang es dem Soldaten, ihn zu streifen und mit der Spitze seines Schwertes in seinen kindlichen Körper zu schneiden. Pü nutzte die Kraft des Sap regelmäßig, um seine Wunden zu heilen und seine Ausdauer teilweise zu regenerieren, aber wenn er so weitermachte, würde er bald an seine Grenzen stoßen. Er wünschte, er könnte dem Matis in den Rücken fallen und versuchen, ihm das Genick zu brechen, wie er es so gut konnte, doch der Matis ließ ihm keine Ruhe. Ohne Waffe hatte er keine Möglichkeit, sich aus dieser aussichtslosen Situation zu befreien. Als er nach einem Ausweg suchte, sah er einen Dolch, der an der Taille des Soldaten hing und hinter dem Tuch an seinem Gürtel verborgen war. Wie hatte er ihn vorher nicht sehen können? Pü verfluchte sich selbst und überlegte sich zwischen zwei Rollen und drei Verrenkungen einen Aktionsplan. Er würde alles auf eine Karte setzen. Atemlos wartete der Zoraï auf den richtigen Moment, um zu handeln. Plötzlich nutzte er, der bis dahin nur vor den Angriffen des Matis zurückgewichen war, einen großen, hüfthohen Schlag, um eine Vorwärtsrolle zu machen und unter der scharfen Klinge durchzuschlüpfen. Als er seine Bewegung beendet hatte, drückte er sich so fest er konnte von seinen Beinen ab und sprang auf die linke Seite des Soldaten. Der Matis war zwar von der Richtung des Ausweichmanövers irritiert, reagierte aber sehr schnell und versetzte dem jungen Krieger einen heftigen seitlichen Tritt. Der Körper des Kindes knackte unter dem schweren Stiefel des Soldaten und schlug weiter hinten auf dem Boden auf. Pü rappelte sich mühsam auf einem Knie auf und spuckte Blut. Sein Gegner hatte ihm gerade mehrere Rippen gebrochen. Doch hinter seiner Maske lächelte der junge Krieger: Seine gesunde Hand war nun bewaffnet. Obwohl sie sich von den Dolchen unterschied, die er sonst zu führen pflegte, würde der Dolch des Matis perfekt funktionieren. Der junge Homin atmete tief durch und hob seine Maske in Richtung des Generals. Dieser hatte sich umgedreht und war gerade dabei, mit seinem Schwert einen Durchbruch zu erzielen, um wieder in den Nahkampf zu gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Geben Sie auf, mein Junge!&amp;quot;, sagte er und stürmte los.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
À nouveau, Pü n’aurait qu’une seule chance. Et jusqu’alors, la chance lui avait souvent souri. Finalement, peut-être que le Kami Noir veillait réellement sur lui.  Alors que le soldat se précipitait dans sa direction, l’épée dirigée vers l’avant, Pü attendit le bon moment et jeta sa dague en l’air, loin au-dessus de lui. Aussitôt fait, il infusa tout ce qu’il put de Sève dans ses jambes et fit gonfler ses cuisses comme jamais. Puisant à la limite de ce qu’il pouvait endurer, il souleva un nuage de sciure et bondit dans les airs d’un saut surhomin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Totalement surpris par la nature de l’attaque et partiellement aveuglé par le brouillard de débris, le Matis crut à tort que le Zoraï tentait simplement de s’enfuir. Il comprit trop tard la réalité de la situation lorsque qu’il sentit son épée s’alourdir brusquement sur l’avant. Pü venait d’atterrir sur le plat de la lame et s’élançait tel un funambule en direction de son porteur. Déjà fort déséquilibré, le Matis tenta en vain de se redresser au moment où Pü prit à nouveau appui sur l’arme pour voltiger. Le jeune guerrier atterrit cette fois-ci sur ses épaules, et se propulsa une derrière fois en direction du ciel, obligeant par la force de ses jambes le Matis à poser un genou au sol. Pü devait se situer à environ quatre mètres du sol, et survolait le nuage de poussière qui commençait à se dissiper. Il n’eut qu’à tendre son bras valide pour attraper la dague qu’il avait précisément jetée quelques secondes auparavant. Écartant les jambes et regardant vers le sol, alors que la gravité commençait à faire effet, il posa ses yeux sur le visage du général. Celui-ci avait perdu son regard terrifiant et ouvrait grand les paupières. Pü y lut de l’admiration. L’enfant effectua à nouveau un lancer parfait et la dague alla se planter droit dans le crâne du Matis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Toujours en l’air, le Zoraï se préparait à se réceptionner correctement, mais ses côtes cassées l’en empêchèrent. Il s’effondra lourdement sur le flanc opposé, non loin du corps du général figé sur les genoux dans une étrange position. Sa tête pendait en arrière, dirigée vers l’astre du jour et sa longue chevelure d’ébène se soulevait légèrement au gré du vent. Pü s’allongea sur le dos et écarta les bras. Terminé. Son calvaire était terminé. Il avait gagné.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
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[[Catégorie:La Guerre Sacrée]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jadeyn</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Kapitel_IV_-_Sylvan_Exil&amp;diff=34475</id>
		<title>Kapitel IV - Sylvan Exil</title>
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				<updated>2023-02-24T11:21:30Z</updated>
		
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{NavChap|[[Chapitre III - Mourir pour renaître]]|[[La Guerre Sacrée#Table des matières|Table des matières]]|[[Chapitre V - La graine du doute]]}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Trad&lt;br /&gt;
|DE=Kapitel IV - Sylvan Exil|DEs=2&lt;br /&gt;
|EN=Chapter IV - Sylvan Exile|ENs=4&lt;br /&gt;
|ES=&amp;lt;!--Capítulo IV - Exilio en el bosque--&amp;gt;&lt;br /&gt;
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|palette=}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Clear}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:purple;font-weight:bold&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''IV - Sylvan Exil'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:purple;font-weight:bold&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''Jahr 2474 von Jena'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Quotation|''Bélénor Nébius, Erzähler'' • ''Cheng Lai'SuKi, Illustratorin''|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[file:Pu deroulait.png|right|400px|alt=… Pü déroulait en silence…|verrichtete Pü schweigend]]&lt;br /&gt;
Auf einem hohen Ast eines großen sylvanischen Baumes sitzend, '''verrichtete Pü schweigend sein tägliches Gebet'''. Über ihm, sogar noch näher, so weit entfernt vom Dschungel und seinem Zenit, war das Tagesgestirn dabei, seinen vollen Glanz zu entfalten, und trotz der dicken Laubschicht, die es vom Himmel trennte, schaffte es das warme Licht, die blaue Haut des jungen Zoraï zu erwärmen. Er hatte jedoch gelernt, Jenas astrale Prägung zu vergessen, und versuchte, sich an die Kälte und das Echo der Abgrundschächte zu erinnern, die sein Dorf unter der Rinde durchzogen und die es Ma-Duk ermöglichten, aus dem Herzen von Atys über ihn und seine Familie zu wachen. Er hatte ohnehin keine Wahl: Die Höhen waren bei weitem der geeignetste Ort für meditative Momente. Am Boden waren Raubtiere und Soldatenpatrouillen eine ständige Störung, die seine Ruhe bedrohten und ihn daran hinderten, sich friedlichen Aktivitäten zu widmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tausend Kilometer entfernt beendeten seine Stammesmitglieder wahrscheinlich auch gerade ihre Gebete. Trotz der Entfernung und der Einsamkeit hatte Pü versucht, seinen Lebensrhythmus beizubehalten, den er vor seiner Abreise gelebt hatte. Mit dem ersten Morgengrauen erwachte das Dorf und bereitete sich auf die Routinearbeiten vor, die für das reibungslose Funktionieren der Gemeinschaft notwendig waren: Instandhaltung, Handwerk, Jagd, Kochen, verschiedene Versammlungen, Empfang der seltenen Gesandten und Händler etc. Das Ziel war es, so viele Aufgaben wie möglich zu erledigen, bevor die lange Morgenlitanei begann. Diese wurde von Pus Mutter Looï geleitet und endete mit einem gemeinsamen Essen im Speisesaal, an dem der ganze Stamm teilnahm. Nach dem Mittagessen übten sich die Zoraï mehrere Stunden lang in der Kunst des Kampfes. Der Unterricht richtete sich an alle, unabhängig von Alter oder Geschlecht, und war sehr vielfältig: Nahkampf, Stichwaffen, Schusswaffen und Magie. Der Stamm war in erster Linie ein Clan von Kämpfern, die früher oder später am Beginn des Heiligen Krieges teilnehmen würden. Wenn das Training beendet war, trafen sich die Familien zu einem gemütlichen Essen und gingen vor dem Schlafengehen verschiedenen persönlichen Aktivitäten nach. Seit jeher besuchte Pü Abendkurse bei seiner Mutter, die ihn in homininer Geschichte, internationalen Beziehungen, anderen Sprachen und Wissenschaft unterrichtete. Gelegentlich wurde er von seinem älteren Bruder Niï begleitet. In den meisten Fällen besuchte dieser jedoch andere Privatstunden bei ihrem Vater, der Schwarzen Maske.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Junge wurde jäh aus seinen Erinnerungen gerissen, als ein trauriges Geräusch die Harmonie des Gesangs der Bäume durchbrach. Über den Baumwipfeln erschütterte das dumpfe Dröhnen eines Karavan-Fluggeräts die Luft und vertrieb die Javings, diese seltsamen Vögel mit den gezackten, grünlichen Flügeln und der langen, schwarzen, glänzenden und mit Widerhaken versehenen Zunge, mit der sie ihre Beute aufspießten. Pü stand schnell auf, überprüfte die Festigkeit seiner Lebenslinie und machte sich daran, die letzten Meter des dicken Baumstamms zu erklimmen, der ihn vom Himmel trennte. Als sein zarter Körper aus dem Blättermeer herausragte, musste er hinter seiner Maske die Augen zusammenkneifen, weil das Tageslicht so grell war. Nicht weit von ihm entfernt verlor die Höllenmaschine immer mehr an Höhe. Die seltsame schwarze Materie, aus der ihre Hülle bestand, reflektierte Jenas helles Astrallicht, als wollte sie ihn verhöhnen. Trotzdem gelang es Pü, die Maschine zu identifizieren. Es war einer der kleinen Transporter, die die Karavan normalerweise benutzte, um die von ihren Hominsklaven gesammelten Ressourcen zu sammeln. Seltsamerweise schien er direkt aus einer der riesigen Himmelswurzeln zu stammen, die das Kronendach bildeten, den unerforschten Teil der Rinde, wie die Bewohner Atys bezeichneten, ihre Welt aus lebendem Holz, das nur aus ständig wachsendem Pflanzenmaterial besteht. Ihre opulenten Täler und üppigen Hügel bestanden aus kolossalen Wurzeln, auf denen die Homins ihre Zivilisationen errichtet hatten. Das Wasser, das die tiefen Wurzelspalten füllte, erweckte ihre Seen, Lagunen und Ozeane zum Leben. Die steilsten Wurzeln bildeten seine Berge und reckten sich in einem langsamen, unaufhaltsamen Aufstieg in den Himmel. Bestimmte Temperaturanomalien führten sogar dazu, dass der Wurzelteppich langsam verglühte und die Wüsten entstanden. Und noch tiefer unter der Rinde befanden sich die Urwurzeln, das geheimnisvollste Ökosystem von Atys nach dem, das man in das Kronendach vermutet. Es bildete ein riesiges Labyrinth aus grünen, feuchten Höhlen, die tief in die Eingeweide der Pflanzenwelt bis in ihr Herz hineinreichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü beobachtete, wie die Karavan-Maschine mit hoher Geschwindigkeit abtauchte. Es war sehr wahrscheinlich, dass wie üblich ein Treffpunkt zwischen der Karavan und ihren Handlangern vereinbart worden war und dass ein Konvoi auf dem Weg war, um Tribut zu liefern. Der junge Zoraï spürte, wie sein Herz raste. Vier. Jetzt fehlten ihm nur noch vier. Vier, und er könnte endlich nach Hause zu seinen Lieben zurückkehren. Das war die perfekte Gelegenheit. Er musste den Konvoi abfangen, bevor er sich mit den Karavan-Agenten treffen konnte. Pü entkam dem nackten Tag, indem er sich ein paar Meter in die Tiefe stürzen ließ, und landete auf dem Ast, auf dem er seine Sachen zurückgelassen hatte. Er sammelte sie zusammen und packte sie hastig ein, bis auf einen würfelförmigen Weidenkorb, den er sorgfältig handhabte. In diesem Korb befanden sich die Früchte monatelanger Bemühungen. Er würde sich niemals verzeihen, wenn er ihn verlieren oder seine Unversehrtheit gefährden würde. Um sicherzugehen, dass er nichts vergessen hatte, überprüfte er noch einmal seinen Klettergurt und tauchte ab. Pü raste durch den grünen Abgrund, bewegte sich geschickt zwischen den Zweigen und löste mit einem fachmännischen Handgriff seine Lebenslinie von den Stiften, die er während des Aufstiegs getrieben hatte. Er durchquerte viele Sekunden lang die bunten Schichten dieses kontinentalen Waldes mit seinen tausend Jahreszeiten und landete schließlich anmutig auf dem belaubten Boden. Die Richtung, in die das Fluggerät flog, deutete darauf hin, dass es wahrscheinlich auf der Lichtung weiter nördlich landen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten Konvois starten in Matia, der Hauptstadt des gleichnamigen Königreichs, und so war es gut möglich, dass der erhoffte den breiten künstlichen Pfad nehmen würde, der den Wald im Westen durchschneidet. Pü war von den Kräften der Botaniker des Matis-Volkes beeindruckt und erschrocken zugleich. Er, der Matias kolossale Wurzelmauer und die riesigen Habitatbaumkomplexe, die sich jenseits der Stadtmauer so weit das Auge reichte, mit eigenen Augen gesehen hatte, war von einer solchen Maßlosigkeit überwältigt gewesen. Doch mit diesem Vorgehen und dem Versuch, die Natur nach seinem Willen zu beugen, versuchte das Volk der Matis, die Absicht der Kamis und damit auch die Absicht von Ma-Duk zu durchkreuzen. Der Große Erzeuger wacht über jedes Stückchen Materie auf Atys. Die Natur zu verändern bedeutet, sein Großes Werk zu verfälschen. Die Geheimnisse der Manipulation von lebender Materie, insbesondere von Pflanzen, waren den Matis von der Karavan übermittelt worden, wie den Zoraïs die Beherrschung des Magnetismus und des Schreibens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während seiner langen Monate im Exil im Königreich Matia war Pü klar geworden, wie attraktiv die heidnischen Sitten der von der Karavan indoktrinierten Völker sein konnten. Bei diesen Gedanken hatte er sich geschämt. Aber es hatte ihm auch geholfen, die Gefährlichkeit dieser Dämonen aus dem Himmel besser zu verstehen. Der junge Zoraï verlor keine Zeit. Er rutschte und sprang über die Wurzeln und Verzweigungen des Waldes und legte die letzten Kilometer bis zum Pfad in kürzester Zeit zurück. Die wenigen Gingos, die versuchten, ihn auf seinem Weg zu verfolgen, hatten keine andere Wahl, als aufzugeben, da er sich so geschickt durch das dichte Gewirr der Natur manövrierte, die frei von jeglicher Matisse-Unterdrückung war. Als er den Weg erreichte, versteckte er sich hinter einem großen Strauch und hielt Ausschau nach der Ankunft des Konvois. Als er gerade aufgeben und woanders nach den Spuren der Matis suchen wollte, hörte er in der Ferne ordentliches Hufgetrappel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü schluckte. Sein Herzschlag begann sich langsam zu beschleunigen. Niemals. Niemals würde er sich an dieses Gefühl gewöhnen. Sein Bruder hatte ihm versichert, dass sein erstes Mal ein Genuss sein würde und dass die Gefühle, die er dabei empfand, ihn für sein ganzes Leben prägen würden. Auf der einen Seite hatte er damit nicht ganz Unrecht. Die blutverschmierten Hände eines Zoraï, der mit elf Jahren ins Exil geschickt wurde, kniete allein vor der noch warmen Leiche seines ersten Opfers: diese Bilder verfolgten ihn wochenlang Tag und Nacht, bis er den Verstand verlor. Doch diese letzte Prüfung kündigte auch das Ende seines schmerzhaften Exils an. Bald würde er wieder in seinem Land, bei seinem Stamm sein und seine Mutter wieder in die Arme schließen können. Dieser freudige Gedanke tröstete ihn und half ihm, seine Kräfte wieder zu sammeln. Der Konvoi zeichnete sich nun am Horizont ab. Bald war er in Sichtweite. In der Mitte befand sich ein solider, schwer beladener Karren, gezogen von zwei Mektoubs, friedfertigen Dickhäutern mit flinken Füßen, die über zwei Meter groß waren, braunes Fell mit grauen Streifen hatten und vor allem an ihren langen, kräftigen Rüsseln und ihren ohrlosen Köpfen zu erkennen waren. Er wurde von einem Tryker geführt, wie viele andere, denen Pü bislang begegnet war. Tatsächlich war es nicht ungewöhnlich, Tryker weit östlich von ihren schwimmenden Städten zu treffen, die im Matis-Land undankbare und schlecht bezahlte Arbeit verrichteten. Ihre Neugier und ihr Freiheitsdrang machten sie zwar zu hervorragenden Entdeckern und Erfindern, doch aufgrund ihrer geringen Größe, ihres kindlichen Aussehens und vor allem ihres friedlichen und gutmütigen Charakters waren die Tryker in den vergangenen Jahrhunderten leider mehrfach von den Matis versklavt worden. Wie Pü aus dem Unterricht seiner Mutter wusste, waren die Tryker zum letzten Mal während des &amp;quot;Aquäduktkriegs&amp;quot; vor nur vierzig Jahren versklavt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2435 entdeckten Fyros-Minenarbeiter im Westen ihrer Wüste unter der Rinde vergrabene Ruinen und bohrten eine Säureader an, die die gesamte Region um die Kaiserstadt Coriolis in Brand setzte. Das wochenlange Feuer breitete sich bis zur Grenze des Königreichs aus und zerschnitt das riesige, von den Matis verhasste Aquädukt. Eben jenes, das die Wüste mit dem Seengebiet verband, das von der Trykoth-Föderation, dem Verbündeten des Fyros-Imperiums, verwaltet wurde. Der Krieg, in den die Allianz und das Königreich seit fast eineinhalb Jahrhunderten verstrickt waren, nahm eine neue Wendung. Der Imperator sah sich gezwungen, seine Truppen von den Seen abzuziehen und sie zur Bekämpfung des Feuers einzusetzen, das sein Volk bedrohte und ihm das Wasser abnahm. Daraufhin nutzte die Matisse-Armee die Gelegenheit und marschierte in das Seengebiet ein, versklavte das Volk der Tryker und eroberte die Stadt Karavia zurück, die das Imperium fast ein Jahrhundert zuvor gestohlen hatte. Karavia, die &amp;quot;Heilige Stadt&amp;quot;, wurde angeblich genau an dem Ort errichtet, an dem Zachini an der Küste des Königreichs, das er später gründete, zum ersten Mal mit der Karavan und der Göttin Jena zusammentraf. Karavia, die &amp;quot;Unheilige Stadt&amp;quot;, für Pü und seinen Stamm der bösartigste Ort auf der Rinde... Und doch wurde hier im Jahr darauf der Vertrag unterzeichnet, der den Aquäduktkrieg beendete und die Tryker von der Herrschaft der Matis befreite. Allerdings hatte diese Episode im Unterbewusstsein des Seenvolkes Spuren hinterlassen, und viele Tryker blieben als Diener im Wald zurück... so wie der Karrenfahrer, der sich offensichtlich dem Dienst des Matis verschrieben hatte, der neben ihm auf der Sitzbank schlummerte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü identifizierte ihn bei seinem Anblick sofort als einen Kleriker der Kirche des Lichts, die Herena genannt wurde. Der Matis war nämlich in seine kirchliche Tracht gekleidet: eine weiße Bernsteinkrone und eine lange Toga, die aus mehreren großen Umhängen bestand, die aus bunten Federn gefertigt und mit Geflechten aus bernsteinfarbenen Schmuckstücken verziert waren. Die Kirche des Lichts, die um den Jena-Kult herum gegründet wurde und unter der Schirmherrschaft der Karavan stand, war heute allmächtig im Königreich Matia und insbesondere in Karavia, das durch den Vertrag, der ihren Namen trägt, an das Königreich zurückgegeben wurde. Unter ihrem Einfluss waren so viele Homins von der dämonischen Natur der Kamis überzeugt worden...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter oben auf dem Karren, auf seiner Planenladung, stand ein Matis mit einem Maschinengewehr und hielt Ausschau nach dem Horizont. Er hatte keinen Helm auf und trug die gewöhnliche Kleidung der Soldaten der regulären Armee: einen weichen, robusten Anzug aus Kaktushaut und darüber Rüstungsteile aus weißem Holz. Ein weiterer schien auf der Rückbank zu sitzen. Die Matis waren ein von Natur aus schlankes Volk mit ausgemergelten Gesichtszügen und perlmuttfarbener Haut. Sie waren Ästheten, raffiniert und aufgrund ihrer Kultur ehrgeizig und erinnerten andere Völker immer wieder an ihre Überlegenheit, selbst wenn sie sich dessen nicht bewusst waren. Um den Karren herum waren fünf berittene Matis, die als Eskorte dienten. Sie ritten stolz auf Caprynis, schlanken Vierbeinern mit dicker, heller und stellenweise blau gestreifter Haut, einem einzigen Geweih und einer langen Schnauze mit einem einzigartigen Ziegenbart. '''Alle Soldaten waren mit einer Rüstung aus solidem weißem Holz ausgestattet''', die mit lilafarbenen Mustern graviert war, sich am Oberkörper wölbte und in der Taille enger wurde. Die Schulterstücke der Rüstung waren ebenso abgerundet wie breit und verliehen den Soldaten ein herrisches Aussehen. Am auffälligsten war jedoch ihr Helm, der aus einer Elfenbeinmaske mit einem azurblauen Schmuckstück auf der Stirn und einer stabilen, imposanten Kopfbedeckung bestand, die mit weißem Bernstein verziert war und deren Enden aus Chitin an den Ohren herabhingen, sodass sie wie Hörner aussahen. Einer der Soldaten unterschied sich von den anderen durch die feinen Verzierungen und Gravuren, die seinen Brustpanzer und Helm schmückten. Bisher hatte Pü noch niemals die Gelegenheit gehabt, solche Verzierungen zu sehen. Der Matis war zweifellos ein hochrangiger Soldat der königlichen Armee, der zusammen mit dem Herena entsandt worden war, um den König vor der Karavan zu vertreten.&lt;br /&gt;
[[file:Tous les soldats.png|right|400px|alt=… Tous les soldats étaient équipés…|Alle Soldaten waren ausgerüstet]]&lt;br /&gt;
Das Kind stellte seinen Korb sorgfältig in die Mitte des Strauches und wartete noch ein paar Sekunden, bis der Konvoi weiterzog. Als er etwa 50 Meter von seiner Position entfernt war, kam er ruhig aus seinem Versteck hervor und stellte sich in die Mitte der Straße. Als der Ausguck auf der Spitze der Ladung ihn entdeckte, gab er das Signal zum Anhalten und der Konvoi stoppte abrupt. Der unerwartete Halt unterbrach den Schlaf des Herena, der beinahe vom Karren gefallen wäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wer sind Sie? Nennen Sie Ihre Identität!&amp;quot;, rief der Ausguck in einem kräftigen, aber dennoch melodischen Tonfall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Antwort trat Pü einige Meter vor, während die Reiter ihre Reittiere ausrichteten und sich vor dem Karren aufstellten. Der Zoraï räusperte sich und nahm seinen schönsten Mateis an. Seine Mutter hatte ihm die von anderen Völkern verwendeten Sprachen beigebracht, wobei sie den Schwerpunkt auf Mateis legte, die international am häufigsten gesprochene Sprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich bin ein Apostel der Kamis, der in die heidnischen Regionen gesandt wurde, um den Verirrten die Existenz des Großen Erzeugers zu offenbaren und einigen Auserwählten die Ewige Vergebung anzubieten. Kinder der Rinde, freut euch zu hören, dass eure Sünden durch mich bereits reingewaschen wurden. In Kürze werden eure Seelen gereinigt und den Schwarzen Kriegern von Ma-Duk übergeben. Durch sie werden sie zu ihrem Kampf für die Erhaltung von Atys beitragen. Und wenn Ma-Duk es will, werden sie Zeuge des Heiligen Krieges und des Beginns der Glücklichen Tage.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz seines guten Willens gelang es dem jungen Homin nicht, Leidenschaft in seine Predigt zu bringen. Nach so vielen Monaten morbider Predigten war dieses Ritual ebenso ermüdend wie schmerzhaft geworden. Pü wusste, dass der Wahnsinn auf ihn lauerte. Die Stimmen in seinem Kopf wurden immer präsenter und er entwickelte Woche für Woche neue Verhaltensstörungen. Wie viele seiner Brüder und Schwestern hatten während ihres Exils den Boden unter den Füßen verloren? Viele von ihnen waren niemals zurückgekehrt. Vor seiner Abreise hatte er lange Zeit hart über sie geurteilt, aber jetzt verstand er sie. Seine Sicht war getrübt, als sich ein starker Kopfschmerz bemerkbar machte. Er musste sich lange konzentrieren, um die ersten mentalen Einflüsterungen auszuschalten. Während dieser langen Sekunden der Abwesenheit hatte sich der Herena zu dem Ausguck auf der Spitze des Karrens gesellt. Er hielt sich rücksichtslos an ihm fest, um nicht zu fallen, und brüllte sie an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ma-Duk? Der große Erzeuger? Was reden Sie denn da für einen Unsinn? Wir wussten zwar, dass die Wilden Ihrer Art die Kami-Dämonen anbeten, aber wir dachten, Sie wären so geistesgegenwärtig, die Existenz unserer aller Mutter, Jena, nicht in Frage zu stellen! Kennen Ihre Schandtaten keine Grenzen? General, ergreifen Sie diesen Ketzer auf der Stelle!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü ging wieder ein paar Schritte nach vorne und massierte sich die Maske.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Dann kann ich Ihnen versichern, dass Min-Cho, sein Rat der Weisen und die gesamte Zoraï-Theokratie, versteckt im Herzen Zorans und hinter ihrer Großen Mauer, immer noch Ihre usurpatorische Göttin anbeten, sagte er mit müdem Blick. Vor vielen Jahrzehnten entschieden sich die Kamis dafür, meinem Stamm die Existenz von Ma-Duk zu offenbaren. Heute sind wir leider die einzigen, die seine Natur als Oberster Kami anerkennen. Aber es gibt noch andere Apostel, die im Dschungel arbeiten. Eines Tages werden unsere Zoraï-Brüder das Ausmaß der Lügen erkennen, die ihnen seit ihrer Kindheit aufgetischt werden, und wenn Ma-Duk es will, werden ihnen ihre Sünden vergeben.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gesicht des Klerikers färbte sich rot, als er durch seine Gestikulationen, die die vielen Umhänge seiner Kleidung verwickelten, fast zu Boden fiel. Zu seinem Glück tat der Ausguck alles, was er konnte, um zu verhindern, dass der Herena sich durch einen Sturz blamierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hören Sie auf mit Ihren Schandtaten, Wilder! Keine Vergebung für Ihre degenerierte Rasse von Dämonenanbetern! Ihre skelettierten Gesichter sind Abscheulichkeiten, eine Beleidigung für die Karavan! Ihr verdient es, ausgerottet zu werden, wie alle Primitiven, die Atys mit Ihrer Anwesenheit beschmutzen! Dieser Wilde soll sofort gefasst werden, das ist ein Befehl!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hoch zu Capryni versuchte der Matis-General einzugreifen, um die wachsende Spannung abzubauen. Doch einer der Reiter befolgte die Aufforderung des Geistlichen und ritt in vollem Tempo los. Pü schüttelte seine Maske ab, um seine letzten Kopfschmerzen wegzuwischen, und konzentrierte sich voll und ganz auf die Situation. Von nun an würde alles sehr schnell gehen. Er musste seine inneren Fragen zum Schweigen bringen. Der Matis hatte bereits die Hälfte der Distanz zwischen ihm und dem Zoraï überwunden. In seiner rechten Hand hielt er einen langen, hohlen Speer, der in einer geflochtenen Bernsteinkragen endete. In der Nähe der horizontalen Stange befand sich ein Hebel, mit dem der Ring, der die Stange abschloss, schnell gelockert oder zusammengedrückt werden konnte. Diese geniale Waffe war in der Regel dazu gedacht, die zukünftigen Reittiere der Matis an der Kehle zu packen, wenn sie noch in der Wildnis waren, wurde aber auch dazu verwendet, Homins zu fixieren und zu unterwerfen, ohne sie zu verletzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Püs Körper schwankte leicht. Es dauerte einige Sekunden, bis er das Schlagen seiner Glieder mit dem Galopp des Reittiers synchronisieren konnte. Als der Angreifer etwa zehn Meter von ihm entfernt war, aktivierte er den Mechanismus seiner Waffe und schwang sie, ohne sein Tempo zu verlangsamen. Die Schlinge öffnete sich weit genug, um den maskierten Kopf des Zoraï zu umschließen. Ohne Zweifel wusste er, wie er mit seinem Instrument umzugehen hatte. Doch der junge Homin war zu flink. Als der Soldat nach rechts schoss, um seine Beute an der Kehle zu packen, tauchte Pü absichtlich in die Richtung des Angriffs und wich ihm aus. Zwischen Waffe und Capryni hindurch gelang es ihm, den Riemen an der Seite des Tieres zu ergreifen, bevor er den Boden berührte. Er hielt sich fest und zog, so gut er konnte, nicht um das Tier zu destabilisieren, sondern um seinen leichten Kinderkörper über das Tier zu schleudern. Er flatterte herum und landete gerade noch auf dem Hinterteil des Capryni, als der Matis hinter seinen Rücken blickte, um zu sehen, was aus dem Zoraï geworden war. Während der Reiter den Blick von Pü kreuzte, der nur durch die Kraft seiner Schenkel das Gleichgewicht auf dem Tier hielt, legte seine Beute, die zum Henker geworden war, schnell ihre Hände um sein Genick und brach ihn mit einem kräftigen Schlag. Die Waffe des Matis rutschte aus seiner rechten Hand und zerbrach auf dem Boden. Wenn Pü nicht sicher sein konnte, dass er tot war, war seine Lähmung garantiert. Er ließ den gepanzerten Körper auf sich niedersacken, damit er nicht stürzte, nahm die Zügel, die seine linke Hand hielt, wieder auf, verlangsamte das Tempo und drehte sich um. Als er wieder am Ausgangspunkt angekommen war, brach er seinen Lauf ab und sprang links neben dem Tier zu Boden. Der Körper des Soldaten fiel schwer auf die rechte Seite. Der Helm löste sich durch den Aufprall, sodass der Zoraï in das leblose Gesicht blicken konnte. '''Der Soldat war eine Homina und damit vielleicht auch eine Mutter'''. Für den Bruchteil einer Sekunde sah Pü, wie die Maske seiner eigenen das Gesicht der Leiche überlagerte. Er schloss die Augen. Drei. Jetzt fehlten ihm nur noch drei.&lt;br /&gt;
[[file:Le soldat.png|right|400px|alt=… Le soldat était une homine…|Der Soldat war eine Homina]]&lt;br /&gt;
Auf der Spitze des Karrens hatte sich das Gesicht des Klerikers von einer rötlichen Gesichtsfarbe in ein blasses Weiß verwandelt, das viel blasser war als sonst. Die Soldaten reagierten nicht, da sie von der Gewalt, die sie gerade gesehen hatten, schockiert waren. Nur der General behielt die Nerven. Er ließ sein Reittier ein paar Schritte vorwärts reiten und wandte sich dem Konvoi zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Giero, reiten Sie so schnell wie Ihr Capryni kann in Richtung des nächsten Außenpostens! Informieren Sie den Intendanten über die Lage und schicken Sie uns Verstärkung. Unterschätzen Sie die Bedrohung nicht. Be'maty, begeben Sie sich ebenfalls zum Außenposten! Sie werden Giero wegen der Ladung nicht folgen können, aber Ihre Mektoubs sind stark, also schonen Sie sie nicht. Sobald er seine Nachricht überbracht hat, wird Giero Sie auf der Straße treffen. Vicho, bleiben Sie auf dem Karren! Sie werden die Ladung und den Herena mit Ihrem Leben schützen, bis Giero zurückkehrt. Zani, Lichnini, Sivaldo, Sie kommen mit mir! Greifen Sie nicht ein, bis ich es Ihnen befehle&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der selbstbewusste Tonfall des Generals half den Soldaten, aus ihrer Lethargie zu erwachen. Alle führten den Befehl wortlos aus. Der Wachposten sprang vom Karren und legte sein Maschinengewehr an, der Matis auf dem Rücksitz ersetzte ihn auf dem Dach des Karrens, der zu manövrieren begann, um umzukehren. Nur der Kleriker, der gerade erst wieder zu sich kam, wollte protestieren. Doch der neugierige Blick, den der General ihm zuwarf, hielt ihn davon ab, und seine Kreideblässe wurde noch größer. Normalerweise ließ Pü keine Überlebenden zurück, denn nur wenn es keine Zeugen gab, konnte er sicher sein, dass er in diesen Gebieten weiterhin ungehindert operieren konnte. Außerdem vermied er es normalerweise, die reguläre Armee anzugreifen, da jeder vermisste Soldat zu einer Untersuchung führte, und griff stattdessen lieber die fanatischen Stämme oder Banditengruppen an, die das Königreich durchzogen. Doch dieses Mal war alles anders. Wenn die ersten sprechen würden, würde er schon auf dem Rückweg sein. Er beobachtete seine vier zukünftigen Gegner genau, während einer der Reiter mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Südwesten ritt, gefolgt von dem Karren. Er durfte es nicht mit ihnen allen zusammen aufnehmen. Er wartete ein paar Sekunden - genug Zeit, damit der Bote am Horizont verschwand - und begann, sich langsam vorwärts zu bewegen. Beim ersten Schritt schrie der General.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bleiben Sie stehen! Weil Sie sich des Verbrechens des vorsätzlichen Mordes an einem Soldaten des Königreichs Matia schuldig gemacht haben, müssen Sie sich vor dem königlichen Gericht verantworten. Wie es unser Gesetz vorsieht, haben Sie das Recht, sich während des Prozesses zu verteidigen. Bitte kooperieren Sie jetzt, sonst müssen wir Sie gewaltsam festnehmen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü hob die Hände, um Unterwerfung vorzutäuschen, und ging weiter. Er wusste, dass die Matis sich nicht täuschen lassen würden, aber er musste ein paar Meter gutmachen. Momentan war der Maschinengewehrschütze die größte Bedrohung. Er musste ihn zuerst ausschalten. Dennoch durfte er den hochrangigen Soldaten nicht unterschätzen. Unter normalen Umständen hätte er es mit einem einfachen Truppführer zu tun gehabt und nicht mit einem erfahrenen Militär.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich werde mich nicht wiederholen, keine Bewegung mehr!&amp;quot;, schrie der General erneut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zoraï würde es wahrscheinlich nicht schaffen, noch einen weiteren Schritt zu machen, bevor der General zum Angriff blasen würde. Er fuhr mit seiner rechten Hand über seinen Rücken und legte sie auf den kleinen runden Schild, der dort hing. Er durfte sich keinen Fehler erlauben. Wenn er sich jetzt verfehlte, würde der Rest viel unsicherer werden. Er schloss wieder die Augen und ließ seine Sinne sich voll und ganz der Welt öffnen. Die Richtung und Stärke des Windes, die Luftfeuchtigkeit - wichtige Parameter, die es für den perfekten Wurf zu berücksichtigen galt. Er öffnete die Augenlider wieder und richtete seinen Blick auf den Schützen. Er war zwar zu weit weg, um sicher zu sein, aber die Position seiner Arme deutete darauf hin, dass er bereit war, zu schießen. Pü atmete tief durch und machte sich an den Kampf. Schneller als je zuvor hängte er seinen Schild ab und streckte seine Arme wie ein Seil nach hinten. Er brauchte weniger als eine Sekunde, um seine Flugbahn zu bestätigen und seinen Buckler zu werfen. Das Geschoss flog nach links vom Pfad und erweckte den Anschein eines Fehlwurfes. Pü nutzte die allgemeine Verwirrung, um in die andere Richtung zu stürmen. Wie erwartet erhielt der Maschinengewehrschütze den Befehl zum Eingreifen und legte seine Waffe an. '''Mit beiden Füßen fest in der Rinde steckend, begann er, aus allen Rohren auf den Zoraï zu feuern'''. Aufgrund des Rückstoßes war die Waffe jedoch schlecht zu führen, sodass Pü einige Sekunden Zeit hatte, bevor die Treffer ins Schwarze trafen. Der Junge wackelte und hüpfte geschickt und versuchte, dem Maschinengewehrschützen die Arbeit zu erschweren, dessen Schüsse immer präziser wurden. In diesem Moment glaubten die Matis wahrscheinlich, dass sie den Sieg davontragen würden. Doch die Flugbahn des Schildes nahm eine unerwartete Krümmung an. Der Buckler streifte die Bäume, die den Straßenrand markierten, und drehte sich in Richtung des Schützen, der nun mit dem Rücken zu ihm stand. Niemand bemerkte den Plan, außer dem General, der das tödliche Projektil sah, als es gerade auf den Hinterkopf des Maschinengewehrschützen treffen wollte, weil er schlauer war als der Rest seines Trupps. Er schrie etwas und sprang von seinem Capryni. Er rappelte sich schnell auf und ging auf den Soldaten zu. Als Antwort auf den Schrei seines Vorgesetzten drehte sich dieser gerade zu der fliegenden Bedrohung um. Als der General sah, dass er nicht reagierte, versuchte er, ihn zu Boden zu werfen, doch er stieß ihn nur an. Der Schild schnitt tief in das Gesicht des benommenen Matis, der sich herumdrehte und schwer auf den Boden fiel.&lt;br /&gt;
[[file:Les deux pieds.png|right|400px|alt=… Les deux pieds fermement plantés…|Mit beiden Füßen fest steckend]]&lt;br /&gt;
Pü hörte mit dem Gestikulieren auf und holte Luft. Der Maschinengewehrschütze war zwar sicher nicht tot, aber er schien ohnmächtig zu sein und stellte daher im Moment keine Bedrohung dar. Während der General am Krankenbett verweilte, glaubte der junge Zoraï fälschlicherweise, dass er nun Zeit hätte, über seinen nächsten Schritt nachzudenken. Doch die beiden Reiter waren anderer Meinung und spornten sich gegenseitig an, zum Angriff überzugehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;General, bleiben Sie bei Sivaldo, wir kümmern uns um den maskierten Primitiven!, rief der erste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Ja, General! Bisher haben seine feigen Techniken nur funktioniert, weil wir nicht darauf vorbereitet waren, fügte der zweite hinzu. Lassen Sie uns den Tod von Tinailli rächen! Wir versprechen, dass wir ihm Ehre erweisen werden!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl der General protestierte, rasten die beiden Soldaten mit voller Geschwindigkeit auf den Zorai zu, den das nicht zu stören schien. Die letzten paar Dutzend Meter zwischen ihnen wurden in Sekundenschnelle verschlungen. Doch da sie sich an den Tod ihrer ersten Kameradin erinnerten, machten die Matis nicht den Fehler, den jungen Krieger zu überfallen. Sie hielten an, bevor sie auf seiner Höhe waren, sprangen von ihren Reittieren und rückten vor, um ihn in die Zange zu nehmen. Nach ihrem jeweiligen Verhalten zu urteilen, mussten die beiden Matis unerfahrene Soldaten sein. Von Hass und Rachegelüsten geblendet, wussten sie noch nicht, dass sie sich gerade in den Rachen des Gingos gestürzt hatten. In der Ferne hatte der General gerade seine Capryni erreicht, um zu den beiden Unvorsichtigen zu eilen. Allein gegen zwei hatte der junge Krieger noch alle Chancen. Er musste die Sache also so schnell wie möglich hinter sich bringen, bevor der einzige wirklich erfahrene Soldat des Trupps zu ihnen stieß. Der Matis, der sich in seinem Rücken positioniert hatte, hielt mit beiden Händen ein schweres, schön verziertes Bernsteinschwert, während der Matis, der ihm gegenüberstand, mit einer langen Pike bewaffnet war, die von geflochtenem Bernstein gekrönt war. Pü hätte gerne in seinem Gesicht gelesen, aber der mächtige gehörnte Helm, den er trug, verhinderte dies. Die Matis kamen schnell näher. Logischerweise würde der Soldat gegenüber von ihm den ersten Angriff starten und dem Soldaten in seinem Rücken die Gelegenheit geben, einen toten Winkel für einen Angriff zu nutzen. Genau das geschah auch. Der Pikenier schrie und durchbohrte die Luft mit einer präzisen Bewegung, in der Hoffnung, den Zoraï mit einem einzigen Schlag aufzuspießen. Ohne seine Füße zu bewegen, schoss Pü mit seiner rechten Hand gegen die Pike, während er sich drehte und sein Becken auf die gegenüberliegende Seite verlagerte. Der Schutz seines Unterarms kratzte lautstark an den vielen scharfen Spitzen. Er drehte sein Handgelenk abrupt um und griff nach dem langen Griff der Waffe. Anstatt den Angriff abzuwehren, ermutigte er die Bewegung und nutzte den Schwung des Matis, um ihn zu destabilisieren, während er den Impuls seines Angriffs bewahrte. Er lenkte die Richtung des Angriffs leicht ab, ohne seine Füße vom Boden abzuheben, beugte seinen Rücken nach hinten und wich dem horizontalen Schlag aus, den der Schwertkämpfer auf ihn ausüben wollte. Er musste nur dafür sorgen, dass die Pike ihre Geschwindigkeit beibehielt, damit ihre tödlichen Spitzen den linken Oberschenkel des unglücklichen Schwertkämpfers durchbohrten, der unter dem Schock schreiend zusammenbrach. Der Angreifer wurde von der unkontrollierten Bewegung seiner Waffe mitgerissen und fiel beinahe auf den Verletzten. Pü ergriff die Gelegenheit und half ihm. Er zog seinen Dolch mit der freien Hand, während die andere den fest im Fleisch seines Kameraden steckenden Pik losließ, trat einen Schritt zurück, um sein Gleichgewicht wiederzuerlangen, und stieß seine Klinge mit einem präzisen Schlag in das Halsgelenk des Helms des Pikeniers. Ein langer Schwall Blut spritzte heraus, als er seinen Dolch aus der Halsschlagader seines Gegners zog. Wie erwartet geriet der Soldat in Panik und nahm schnell seinen Helm ab, um seine Kehle mit den Kräften des Sap zusammenzudrücken und zu heilen, bevor sein Gehirn nicht mehr mit Blut versorgt wurde. Pü ließ ihm keine Zeit zum Handeln, packte das braune Haar des Matis und versetzte ihm mehrere heftige Dolchstiche in den Hals. Als sich der Kopf des Soldaten schließlich vom Rest seines Körpers trennte, brach der Enthauptete auf die Pike zusammen, die sich noch tiefer in die blutende Wunde des am Boden festgenagelten Homins bohrte. Pü warf einen Blick zurück: Der General würde bald hier sein. Er steckte den blutbefleckten Dolch weg, ließ den Kopf seines Opfers fallen und näherte sich dem schwer verletzten Soldaten, der nun unter der schweren, noch immer pulsierenden Rüstung seines Kameraden eingeklemmt war und nicht mehr in der Lage war, die Pike herauszuziehen, um sein Bein magisch zu heilen. Der Homin nahm seinen Helm ab und begann zu stöhnen. Er war etwa so alt wie Niï, also etwa zehn Jahre älter als Pü.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bitte töten Sie mich nicht!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü hatte aufrichtiges Mitleid. Er hasste es zu töten. Und besonders, wenn seine Gegner nicht darauf vorbereitet waren. Aber er hatte keine Wahl mehr. Er hatte es fast geschafft, er konnte jetzt nicht alles aufgeben. Der junge Zoraï machte seinen Kopf wieder frei und ignorierte die Klage des Matis. Er trat näher an ihn heran, setzte seinen linken Fuß behutsam auf seinen Hals und zerquetschte ihn mit einem Fersenschlag. Er hob das Schwert des nun gelähmten Unglücklichen auf, stieß es ihm in den Hals und verhinderte so jede Regeneration. Eins. Jetzt fehlte ihm nur noch einer. Wenn der ohnmächtige Maschinengewehrschütze ausreichte, würde der Homin, der ihm von nun an gegenüberstand, ihn sicher nicht kampflos an den Verwundeten heranlassen. Der General, der sein Reittier bestiegen hatte, um die Distanz zu dem Zoraï zu überbrücken, es dann aber wieder verließ, ritt nun mit entschlossenen Schritten auf den Krieger zu. Als er nur noch wenige Meter von ihm entfernt war, nahm er seinen Helm ab. Zum ersten Mal seit langem zuckte Pü zurück. Für einen Moment glaubte das Kind, die Maske seines Vaters zu sehen. Der Matis war im besten Alter, wie die wenigen Falten, die die Harmonie seiner Gesichtszüge trübten, und der schwache Glanz seines langen, ebenholzfarbenen Haars zeigten. Vor allem aber waren es die selbstbewussten und intensiven Augen, die sie an ihren Vater erinnerten. Diese stechend blauen Augen waren die eines entschlossenen Homins, der bereit war, alles zu geben, um seinen Willen zu erfüllen. Pü trat einen Schritt zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Es ist nicht nötig, dass wir kämpfen, sagte er mit verwirrter Stimme. Ich habe meine Mission erfüllt. Überlassen Sie mir den Maschinengewehrschützen und gehen Sie nach Hause. Bitte befolgen Sie meinen Rat und gehen Sie zu Ihrer Familie.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der General legte seinen Helm zu seinen Füßen und zog ein langes, breites und fein verziertes Schwert. Er warf ihr einen eisigen Blick zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich werde Ihrer Bitte nicht nachkommen können, mein Junge. Sie allein haben soeben drei meiner Soldaten getötet. Karan Domini, König und Hohepriester des Königreichs Matia, muss wissen, warum die Zoraï-Theokratie Kindersoldaten für Mordmissionen ausbildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Ich sage es Ihnen noch einmal: Mein Stamm und ich sind nicht von der Zoraï-Theokratie abhängig. Bitte gehen Sie weg!&amp;quot;, erwiderte Pü und wich ein zweites Mal zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Matis trat mit entschlossenen Schritten vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hat man Sie gezwungen zu töten? Wenn es normal ist, dass ein Junge in Ihrem Alter das Kämpfen lernt, sollte er nicht so jung Blut vergießen müssen. Und schon gar nicht unter diesen Bedingungen. Ein Junge in Ihrem Alter verbringt Zeit mit seinen Freunden, Brüdern, Schwestern, seinem Vater und seiner Mutter.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Worten des Militärs und der Erwähnung seiner Verwandten bekam der junge Zoraï einen Blutsturz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sprechen Sie nicht über meine Familie! Laufen Sie weg, solange Sie noch Zeit haben!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein kaltes Lächeln erschien auf dem Gesicht des Generals.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich habe wohl einen Nerv getroffen. Sind es vielleicht Ihre Eltern, die Sie so weit aus dem Dschungel geschickt haben, um diese Morde zu begehen? Eine Mutter sollte ihre Kinder die Liebe lehren, nicht den Tod!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein heftiger Kopfschmerz durchbohrte den Schädel des Kindes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;'''Ich verbiete Ihnen, über meine Mutter zu sprechen!'''&amp;quot;&lt;br /&gt;
[[file:Je vous interdis.png|right|400px|alt=… Je vous interdis de parler…|Ich verbiete Ihnen zu sprechen]]&lt;br /&gt;
Als er gegangen war, hatte sie geweint. Und obwohl sie ihn ermahnt hatte, nicht zu töten, um seine eigene Lust zu befriedigen, hatte sie ihn dennoch gebeten, es für Ma-Duk zu tun. Pü liebte Ma-Duk aufrichtig, genauso wie er Jena hasste. Die Kamis beschützten Atys, während die Karavan es zerstörte, indem er seine Ressourcen plünderte. Aber konnte man seine Liebe zu Ma-Duk nicht anders beweisen, als durch Blutvergießen? Durch ihre Worte und ihren Status als Hohepriesterin billigte ihre Mutter die barbarischen Bräuche ihrer Vorfahren. Schlimmer noch, sie gab sie mit Inbrunst weiter. Doch er, der noch vor wenigen Monaten jedes Wort seiner Mutter total begeistert hatte, kotzte sie nun an. Wie lange würde es ihm noch gelingen, seine Verbundenheit mit den Werten seines Stammes vorzutäuschen? Und wenn Ma-Duk, gewarnt durch diesen letzten Gedanken, bereits der Meinung war, dass er ihm nicht mehr treu war, würde er dann jemals zum Schatten der schwarzen Maske werden können? Würde sein Vater ihn hinrichten lassen, wenn Großmutter Bä-Bä ihm die Nachricht überbrachte? Würden sein Bruder und seine Mutter ihn gewähren lassen? Pü stieß an seine Grenzen, sein Gehirn war in Aufruhr. Als der Matis spürte, dass der Zoraï nachgab, stieß er ihn bis zum Äußersten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Herena hatte also Recht: ihr seid nur Tiere! Die Homins Ihres Volkes schwängern ihre Hominas und machen sie zu Leihmüttern, die nur dazu taugen, Kindersoldaten zu produzieren, die auf dem Altar Ihrer hasserfüllten Überzeugungen geopfert werden!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit diesen Worten zog Pü seinen Dolch und sein Kurzschwert und stürmte brüllend auf den Matis zu. Er hatte ihm die Gelegenheit zur Flucht gegeben, und dieser hatte sie nicht genutzt. Wenn er sterben wollte, dann würde Pü ihm dabei helfen, so einfach, wie er es mit seinen Soldaten getan hatte. Es würde nur wenige Sekunden dauern. Bald würde alles vorbei sein. Er würde diesen Schmerz nicht mehr ertragen müssen. So stellte er es sich zumindest vor, wenn er wütend war. Das Schwert des Generals leuchtete auf und der junge Krieger wurde an den Knöcheln gepackt, noch bevor er das Manöver des Militärs verstand. Die Erfahrung des Matis hatte gesprochen, und der Stolz des Zoraï würde ihn teuer zu stehen kommen. Er hatte seinen Gegner unterschätzt und war blindlings losgestürmt, ohne mit dem Einsatz einer magischen Verzauberung zur Fesselung zu rechnen. Wurzeln waren aus der Rinde gesprungen und hinderten ihn völlig an der Bewegung. Durch den Schwung seines Laufs war Pü beinahe nach vorne gestolpert und hatte sich nur mit Mühe auf den Beinen halten können. In Panik versuchte er, sich aus der magischen Falle zu befreien, indem er mit seinen Waffen die Verzweigungen aufschlitzte, die sich nun seine Waden hinaufzogen, und dabei den Zauberer vergaß. Plötzlich, als er seine ganze Aufmerksamkeit auf seine Beine richtete, verdunkelte sich der Himmel. Sein Blut gefror, als er reflexartig den Kopf hob. Über ihm verdeckte die mächtige Rüstung des Matis das Licht der Sonne: Er hatte die Panik des Zoraï ausgenutzt, um in den Nahkampf zu gehen. Das Gegenlicht betonte seinen grimmigen Blick, der Pü von allen Seiten versteinerte. Der General hob sein großes Schwert in eine tiefe Position. Seine weiße Rüstung leuchtete auf, als das Licht durch die veränderte Haltung durchsickerte, und Pü musste wegschauen, um nicht geblendet zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Lassen Sie es geschehen!, sagte der Matis mit ernster Miene. Der Schlag, den ich Ihnen jetzt versetze, wird Ihnen eine kritische Wunde zufügen. Wenn Sie sich bewegen, könnte er für Sie tödlich sein. Ich werde Sie am Leben halten, bis die Verstärkung eintrifft. Danach werden wir Sie nach Matia bringen!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl der General zuversichtlich schien, dass er ihn lebend zum König der Matis bringen würde, wollte Pü lieber tausendmal sterben, als in die Gefangenschaft der Handlanger der Karavan zu geraten. Er versuchte erneut, sich zu wehren, aber die Wurzeln umklammerten nun seine Taille und begannen, sich seinen Bauch hinaufzuziehen. So endete sein kurzes Leben. Am Ende hatte sich Großmutter Bä-Bä geirrt. Er, der mit der Vorstellung aufgewachsen war, der Schatten der schwarzen Maske zu werden und unter seinen eigenen Leuten zu sterben, indem er seinen Bruder beschützte, sollte allein und weit weg von zu Hause sterben, mit Jenas blendendem Astralabdruck als letztem Anblick. Was für eine Ironie. Als der Zoraï seine Maske nach links gedreht hatte, um nicht länger die spöttische Spiegelung des Brustpanzers ertragen zu müssen, sah er eine seltsame Lichtquelle jenseits des Straßenrandes im Schatten der hohen Sylvan-Bäume. Wenn er sich konzentrierte, konnte er zwei gleich große Sphären deutlich erkennen. Sie waren strahlend weiß und leuchteten umso heller, je dunkler es um sie herum war. Nein, es war nicht nur die Dunkelheit ... Pü konnte eine kleine schwarze Gestalt zwischen den Schatten erkennen. Sein Blut gefror erneut. Es waren keine Sphären, es waren Augen. Die Augen der Schwarzen Kami, die ihm bis jetzt zweimal erschienen war. Er war hier. Ma-Duk sah ihn an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nein, er durfte nicht aufgeben. Er war ein Schwarzer Krieger von Ma-Duk, geschmiedet von den besten Kämpfern des Dschungels und gesegnet von den Kamis. Solange er kämpfen konnte, würde er nicht aufgeben. Gestärkt reagierte sein Körper instinktiv, als der General seine Waffe auf ihn niedersausen ließ, um sein linkes Schlüsselbein zu durchbohren. Um sich zu schützen, schickte er seinen rechten Arm gegen die massive Klinge, und sein Kurzschwert konnte den Schlag zwar nicht abwehren, aber immerhin den Angriff ablenken - auf Kosten eines Teils seiner Hand, die in Stücke zersplitterte. Die extreme Anspannung, in der sich der junge Krieger befand, hatte den positiven Effekt, dass er den Schmerz völlig ignorierte. Das Schwert streifte ihn und bohrte sich schwer in den Boden. In der Sekunde des Aufatmens ließ Pü den Dolch in seiner linken Hand fallen und manipulierte den umliegenden Sap, um mit beiden Händen einen Zauberspruch auszusprechen. Da sein Paar Magieverstärker an seinem Gürtel hing, der nun mit den Wurzeln verwickelt war, konnte er sich nicht mit ihnen ausrüsten. Aber für das, was er vorhatte, sollte ein roher Zauberspruch ausreichen. Also '''zögerte er nicht und entzündete seinen Körper, um aus seinem Holzgefängnis auszubrechen'''. Es gelang ihm, sich aus den teilweise verbrannten Wurzeln zu befreien, als der General sein Schwert aus dem Boden riss. Als er seinen zweiten Angriff startete, konnte Pü ihm mit einer Rolle gerade noch ausweichen. Der Matis folgte mit einer Reihe von Hieb- und Stichattacken, denen der junge Krieger mit verschiedenen akrobatischen Einlagen auswich. Unbewaffnet war er nicht in der Lage, die Angriffe abzuwehren. Er war zwar viel geschickter als der General in seiner schweren Rüstung, aber dieser schien viel ausdauernder zu sein und hatte noch keine Verletzungen erlitten. Noch beunruhigender war, dass seine Schläge immer präziser wurden. Zum ersten Mal in seinem Leben kämpfte Pü gegen einen Waffenmeister in einem Kampf auf Leben und Tod. Die Erfahrung des Matis sprach für sich, und es dauerte nicht lange, bis er begann, die Bewegungen des jungen Kriegers zu antizipieren.&lt;br /&gt;
[[file:Hesita pas.png|right|400px|alt=… il n’hésita pas…|zögerte er nicht]]&lt;br /&gt;
Die Sekunden verstrichen und Pü ging zusehends der Atem aus. Immer wieder gelang es dem Soldaten, ihn zu streifen und mit der Spitze seines Schwertes in seinen kindlichen Körper zu schneiden. Pü nutzte die Kraft des Sap regelmäßig, um seine Wunden zu heilen und seine Ausdauer teilweise zu regenerieren, aber wenn er so weitermachte, würde er bald an seine Grenzen stoßen. Er wünschte, er könnte dem Matis in den Rücken fallen und versuchen, ihm das Genick zu brechen, wie er es so gut konnte, doch der Matis ließ ihm keine Ruhe. Ohne Waffe hatte er keine Möglichkeit, sich aus dieser aussichtslosen Situation zu befreien. Als er nach einem Ausweg suchte, sah er einen Dolch, der an der Taille des Soldaten hing und hinter dem Tuch an seinem Gürtel verborgen war. Wie hatte er ihn vorher nicht sehen können? Pü verfluchte sich selbst und überlegte sich zwischen zwei Rollen und drei Verrenkungen einen Aktionsplan. Er würde alles auf eine Karte setzen. À bout de souffle, le Zoraï attendait le moment idéal pour agir. Soudainement, lui qui ne faisait jusqu’alors que reculer face aux assauts du Matis, profita d’une large frappe de taille pour effectuer une roulade avant et passer sous la lame tranchante. Son mouvement tout juste terminé, il poussa aussi fort qu’il put sur ses jambes, et bondit sur le flanc gauche du soldat. Si le Matis fut décontenancé par la direction de l’esquive, il réagit très vite et rendit un violent coup de pied latéral au jeune guerrier. Le corps de l’enfant craqua sous la lourde botte du soldat et alla s’écraser plus loin sur le sol. Pü se releva péniblement sur un genou et cracha le sang. Son adversaire venait de lui briser plusieurs côtes. Mais derrière son masque, le jeune guerrier souriait : sa main valide était désormais armée. Bien que différente des dagues qu’il avait coutume de manier, celle du Matis ferait parfaitement l’affaire. Le jeune homin inspira un grand coup et leva son masque vers le général. Celui-ci s’était retourné et s’apprêtait à réaliser une percée avec son épée pour retourner au corps-à-corps.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Abandonnez mon garçon ! » dit-il en chargeant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
À nouveau, Pü n’aurait qu’une seule chance. Et jusqu’alors, la chance lui avait souvent souri. Finalement, peut-être que le Kami Noir veillait réellement sur lui.  Alors que le soldat se précipitait dans sa direction, l’épée dirigée vers l’avant, Pü attendit le bon moment et jeta sa dague en l’air, loin au-dessus de lui. Aussitôt fait, il infusa tout ce qu’il put de Sève dans ses jambes et fit gonfler ses cuisses comme jamais. Puisant à la limite de ce qu’il pouvait endurer, il souleva un nuage de sciure et bondit dans les airs d’un saut surhomin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Totalement surpris par la nature de l’attaque et partiellement aveuglé par le brouillard de débris, le Matis crut à tort que le Zoraï tentait simplement de s’enfuir. Il comprit trop tard la réalité de la situation lorsque qu’il sentit son épée s’alourdir brusquement sur l’avant. Pü venait d’atterrir sur le plat de la lame et s’élançait tel un funambule en direction de son porteur. Déjà fort déséquilibré, le Matis tenta en vain de se redresser au moment où Pü prit à nouveau appui sur l’arme pour voltiger. Le jeune guerrier atterrit cette fois-ci sur ses épaules, et se propulsa une derrière fois en direction du ciel, obligeant par la force de ses jambes le Matis à poser un genou au sol. Pü devait se situer à environ quatre mètres du sol, et survolait le nuage de poussière qui commençait à se dissiper. Il n’eut qu’à tendre son bras valide pour attraper la dague qu’il avait précisément jetée quelques secondes auparavant. Écartant les jambes et regardant vers le sol, alors que la gravité commençait à faire effet, il posa ses yeux sur le visage du général. Celui-ci avait perdu son regard terrifiant et ouvrait grand les paupières. Pü y lut de l’admiration. L’enfant effectua à nouveau un lancer parfait et la dague alla se planter droit dans le crâne du Matis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Toujours en l’air, le Zoraï se préparait à se réceptionner correctement, mais ses côtes cassées l’en empêchèrent. Il s’effondra lourdement sur le flanc opposé, non loin du corps du général figé sur les genoux dans une étrange position. Sa tête pendait en arrière, dirigée vers l’astre du jour et sa longue chevelure d’ébène se soulevait légèrement au gré du vent. Pü s’allongea sur le dos et écarta les bras. Terminé. Son calvaire était terminé. Il avait gagné.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{NavChap|[[Chapitre III - Mourir pour renaître]]|[[La Guerre Sacrée#Table des matières|Table des matières]]|[[Chapitre V - La graine du doute]]}}&lt;br /&gt;
{{Portail|La Grande Bibliothèque|Zoraï}}&lt;br /&gt;
[[Catégorie:La Guerre Sacrée]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jadeyn</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Kapitel_IV_-_Sylvan_Exil&amp;diff=34473</id>
		<title>Kapitel IV - Sylvan Exil</title>
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				<updated>2023-02-24T10:14:00Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Jadeyn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{NavChap|[[Chapitre III - Mourir pour renaître]]|[[La Guerre Sacrée#Table des matières|Table des matières]]|[[Chapitre V - La graine du doute]]}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Trad&lt;br /&gt;
|DE=Kapitel IV - Sylvan Exil|DEs=2&lt;br /&gt;
|EN=Chapter IV - Sylvan Exile|ENs=4&lt;br /&gt;
|ES=&amp;lt;!--Capítulo IV - Exilio en el bosque--&amp;gt;&lt;br /&gt;
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{{Clear}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:purple;font-weight:bold&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''IV - Sylvan Exil'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:purple;font-weight:bold&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''Jahr 2474 von Jena'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Quotation|''Bélénor Nébius, Erzähler'' • ''Cheng Lai'SuKi, Illustratorin''|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[file:Pu deroulait.png|right|400px|alt=… Pü déroulait en silence…|verrichtete Pü schweigend]]&lt;br /&gt;
Auf einem hohen Ast eines großen sylvanischen Baumes sitzend, '''verrichtete Pü schweigend sein tägliches Gebet'''. Über ihm, sogar noch näher, so weit entfernt vom Dschungel und seinem Zenit, war das Tagesgestirn dabei, seinen vollen Glanz zu entfalten, und trotz der dicken Laubschicht, die es vom Himmel trennte, schaffte es das warme Licht, die blaue Haut des jungen Zoraï zu erwärmen. Er hatte jedoch gelernt, Jenas astrale Prägung zu vergessen, und versuchte, sich an die Kälte und das Echo der Abgrundschächte zu erinnern, die sein Dorf unter der Rinde durchzogen und die es Ma-Duk ermöglichten, aus dem Herzen von Atys über ihn und seine Familie zu wachen. Er hatte ohnehin keine Wahl: Die Höhen waren bei weitem der geeignetste Ort für meditative Momente. Am Boden waren Raubtiere und Soldatenpatrouillen eine ständige Störung, die seine Ruhe bedrohten und ihn daran hinderten, sich friedlichen Aktivitäten zu widmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tausend Kilometer entfernt beendeten seine Stammesmitglieder wahrscheinlich auch gerade ihre Gebete. Trotz der Entfernung und der Einsamkeit hatte Pü versucht, seinen Lebensrhythmus beizubehalten, den er vor seiner Abreise gelebt hatte. Mit dem ersten Morgengrauen erwachte das Dorf und bereitete sich auf die Routinearbeiten vor, die für das reibungslose Funktionieren der Gemeinschaft notwendig waren: Instandhaltung, Handwerk, Jagd, Kochen, verschiedene Versammlungen, Empfang der seltenen Gesandten und Händler etc. Das Ziel war es, so viele Aufgaben wie möglich zu erledigen, bevor die lange Morgenlitanei begann. Diese wurde von Pus Mutter Looï geleitet und endete mit einem gemeinsamen Essen im Speisesaal, an dem der ganze Stamm teilnahm. Nach dem Mittagessen übten sich die Zoraï mehrere Stunden lang in der Kunst des Kampfes. Der Unterricht richtete sich an alle, unabhängig von Alter oder Geschlecht, und war sehr vielfältig: Nahkampf, Stichwaffen, Schusswaffen und Magie. Der Stamm war in erster Linie ein Clan von Kämpfern, die früher oder später am Beginn des Heiligen Krieges teilnehmen würden. Wenn das Training beendet war, trafen sich die Familien zu einem gemütlichen Essen und gingen vor dem Schlafengehen verschiedenen persönlichen Aktivitäten nach. Seit jeher besuchte Pü Abendkurse bei seiner Mutter, die ihn in homininer Geschichte, internationalen Beziehungen, anderen Sprachen und Wissenschaft unterrichtete. Gelegentlich wurde er von seinem älteren Bruder Niï begleitet. In den meisten Fällen besuchte dieser jedoch andere Privatstunden bei ihrem Vater, der Schwarzen Maske.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Junge wurde jäh aus seinen Erinnerungen gerissen, als ein trauriges Geräusch die Harmonie des Gesangs der Bäume durchbrach. Über den Baumwipfeln erschütterte das dumpfe Dröhnen eines Karavan-Fluggeräts die Luft und vertrieb die Javings, diese seltsamen Vögel mit den gezackten, grünlichen Flügeln und der langen, schwarzen, glänzenden und mit Widerhaken versehenen Zunge, mit der sie ihre Beute aufspießten. Pü stand schnell auf, überprüfte die Festigkeit seiner Lebenslinie und machte sich daran, die letzten Meter des dicken Baumstamms zu erklimmen, der ihn vom Himmel trennte. Als sein zarter Körper aus dem Blättermeer herausragte, musste er hinter seiner Maske die Augen zusammenkneifen, weil das Tageslicht so grell war. Nicht weit von ihm entfernt verlor die Höllenmaschine immer mehr an Höhe. Die seltsame schwarze Materie, aus der ihre Hülle bestand, reflektierte Jenas helles Astrallicht, als wollte sie ihn verhöhnen. Trotzdem gelang es Pü, die Maschine zu identifizieren. Es war einer der kleinen Transporter, die die Karavan normalerweise benutzte, um die von ihren Hominsklaven gesammelten Ressourcen zu sammeln. Seltsamerweise schien er direkt aus einer der riesigen Himmelswurzeln zu stammen, die das Kronendach bildeten, den unerforschten Teil der Rinde, wie die Bewohner Atys bezeichneten, ihre Welt aus lebendem Holz, das nur aus ständig wachsendem Pflanzenmaterial besteht. Ihre opulenten Täler und üppigen Hügel bestanden aus kolossalen Wurzeln, auf denen die Homins ihre Zivilisationen errichtet hatten. Das Wasser, das die tiefen Wurzelspalten füllte, erweckte ihre Seen, Lagunen und Ozeane zum Leben. Die steilsten Wurzeln bildeten seine Berge und reckten sich in einem langsamen, unaufhaltsamen Aufstieg in den Himmel. Bestimmte Temperaturanomalien führten sogar dazu, dass der Wurzelteppich langsam verglühte und die Wüsten entstanden. Und noch tiefer unter der Rinde befanden sich die Urwurzeln, das geheimnisvollste Ökosystem von Atys nach dem, das man in das Kronendach vermutet. Es bildete ein riesiges Labyrinth aus grünen, feuchten Höhlen, die tief in die Eingeweide der Pflanzenwelt bis in ihr Herz hineinreichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü beobachtete, wie die Karavan-Maschine mit hoher Geschwindigkeit abtauchte. Es war sehr wahrscheinlich, dass wie üblich ein Treffpunkt zwischen der Karavan und ihren Handlangern vereinbart worden war und dass ein Konvoi auf dem Weg war, um Tribut zu liefern. Der junge Zoraï spürte, wie sein Herz raste. Vier. Jetzt fehlten ihm nur noch vier. Vier, und er könnte endlich nach Hause zu seinen Lieben zurückkehren. Das war die perfekte Gelegenheit. Er musste den Konvoi abfangen, bevor er sich mit den Karavan-Agenten treffen konnte. Pü entkam dem nackten Tag, indem er sich ein paar Meter in die Tiefe stürzen ließ, und landete auf dem Ast, auf dem er seine Sachen zurückgelassen hatte. Er sammelte sie zusammen und packte sie hastig ein, bis auf einen würfelförmigen Weidenkorb, den er sorgfältig handhabte. In diesem Korb befanden sich die Früchte monatelanger Bemühungen. Er würde sich niemals verzeihen, wenn er ihn verlieren oder seine Unversehrtheit gefährden würde. Um sicherzugehen, dass er nichts vergessen hatte, überprüfte er noch einmal seinen Klettergurt und tauchte ab. Pü raste durch den grünen Abgrund, bewegte sich geschickt zwischen den Zweigen und löste mit einem fachmännischen Handgriff seine Lebenslinie von den Stiften, die er während des Aufstiegs getrieben hatte. Er durchquerte viele Sekunden lang die bunten Schichten dieses kontinentalen Waldes mit seinen tausend Jahreszeiten und landete schließlich anmutig auf dem belaubten Boden. Die Richtung, in die das Fluggerät flog, deutete darauf hin, dass es wahrscheinlich auf der Lichtung weiter nördlich landen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten Konvois starten in Matia, der Hauptstadt des gleichnamigen Königreichs, und so war es gut möglich, dass der erhoffte den breiten künstlichen Pfad nehmen würde, der den Wald im Westen durchschneidet. Pü war von den Kräften der Botaniker des Matis-Volkes beeindruckt und erschrocken zugleich. Er, der Matias kolossale Wurzelmauer und die riesigen Habitatbaumkomplexe, die sich jenseits der Stadtmauer so weit das Auge reichte, mit eigenen Augen gesehen hatte, war von einer solchen Maßlosigkeit überwältigt gewesen. Doch mit diesem Vorgehen und dem Versuch, die Natur nach seinem Willen zu beugen, versuchte das Volk der Matis, die Absicht der Kamis und damit auch die Absicht von Ma-Duk zu durchkreuzen. Der Große Erzeuger wacht über jedes Stückchen Materie auf Atys. Die Natur zu verändern bedeutet, sein Großes Werk zu verfälschen. Die Geheimnisse der Manipulation von lebender Materie, insbesondere von Pflanzen, waren den Matis von der Karavan übermittelt worden, wie den Zoraïs die Beherrschung des Magnetismus und des Schreibens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während seiner langen Monate im Exil im Königreich Matia war Pü klar geworden, wie attraktiv die heidnischen Sitten der von der Karavan indoktrinierten Völker sein konnten. Bei diesen Gedanken hatte er sich geschämt. Aber es hatte ihm auch geholfen, die Gefährlichkeit dieser Dämonen aus dem Himmel besser zu verstehen. Der junge Zoraï verlor keine Zeit. Er rutschte und sprang über die Wurzeln und Verzweigungen des Waldes und legte die letzten Kilometer bis zum Pfad in kürzester Zeit zurück. Die wenigen Gingos, die versuchten, ihn auf seinem Weg zu verfolgen, hatten keine andere Wahl, als aufzugeben, da er sich so geschickt durch das dichte Gewirr der Natur manövrierte, die frei von jeglicher Matisse-Unterdrückung war. Als er den Weg erreichte, versteckte er sich hinter einem großen Strauch und hielt Ausschau nach der Ankunft des Konvois. Als er gerade aufgeben und woanders nach den Spuren der Matis suchen wollte, hörte er in der Ferne ordentliches Hufgetrappel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü schluckte. Sein Herzschlag begann sich langsam zu beschleunigen. Niemals. Niemals würde er sich an dieses Gefühl gewöhnen. Sein Bruder hatte ihm versichert, dass sein erstes Mal ein Genuss sein würde und dass die Gefühle, die er dabei empfand, ihn für sein ganzes Leben prägen würden. Auf der einen Seite hatte er damit nicht ganz Unrecht. Die blutverschmierten Hände eines Zoraï, der mit elf Jahren ins Exil geschickt wurde, kniete allein vor der noch warmen Leiche seines ersten Opfers: diese Bilder verfolgten ihn wochenlang Tag und Nacht, bis er den Verstand verlor. Doch diese letzte Prüfung kündigte auch das Ende seines schmerzhaften Exils an. Bald würde er wieder in seinem Land, bei seinem Stamm sein und seine Mutter wieder in die Arme schließen können. Dieser freudige Gedanke tröstete ihn und half ihm, seine Kräfte wieder zu sammeln. Der Konvoi zeichnete sich nun am Horizont ab. Bald war er in Sichtweite. In der Mitte befand sich ein solider, schwer beladener Karren, gezogen von zwei Mektoubs, friedfertigen Dickhäutern mit flinken Füßen, die über zwei Meter groß waren, braunes Fell mit grauen Streifen hatten und vor allem an ihren langen, kräftigen Rüsseln und ihren ohrlosen Köpfen zu erkennen waren. Er wurde von einem Tryker geführt, wie viele andere, denen Pü bislang begegnet war. Tatsächlich war es nicht ungewöhnlich, Tryker weit östlich von ihren schwimmenden Städten zu treffen, die im Matis-Land undankbare und schlecht bezahlte Arbeit verrichteten. Ihre Neugier und ihr Freiheitsdrang machten sie zwar zu hervorragenden Entdeckern und Erfindern, doch aufgrund ihrer geringen Größe, ihres kindlichen Aussehens und vor allem ihres friedlichen und gutmütigen Charakters waren die Tryker in den vergangenen Jahrhunderten leider mehrfach von den Matis versklavt worden. Wie Pü aus dem Unterricht seiner Mutter wusste, waren die Tryker zum letzten Mal während des &amp;quot;Aquäduktkriegs&amp;quot; vor nur vierzig Jahren versklavt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2435 entdeckten Fyros-Minenarbeiter im Westen ihrer Wüste unter der Rinde vergrabene Ruinen und bohrten eine Säureader an, die die gesamte Region um die Kaiserstadt Coriolis in Brand setzte. Das wochenlange Feuer breitete sich bis zur Grenze des Königreichs aus und zerschnitt das riesige, von den Matis verhasste Aquädukt. Eben jenes, das die Wüste mit dem Seengebiet verband, das von der Trykoth-Föderation, dem Verbündeten des Fyros-Imperiums, verwaltet wurde. Der Krieg, in den die Allianz und das Königreich seit fast eineinhalb Jahrhunderten verstrickt waren, nahm eine neue Wendung. Der Imperator sah sich gezwungen, seine Truppen von den Seen abzuziehen und sie zur Bekämpfung des Feuers einzusetzen, das sein Volk bedrohte und ihm das Wasser abnahm. Daraufhin nutzte die Matisse-Armee die Gelegenheit und marschierte in das Seengebiet ein, versklavte das Volk der Tryker und eroberte die Stadt Karavia zurück, die das Imperium fast ein Jahrhundert zuvor gestohlen hatte. Karavia, die &amp;quot;Heilige Stadt&amp;quot;, wurde angeblich genau an dem Ort errichtet, an dem Zachini an der Küste des Königreichs, das er später gründete, zum ersten Mal mit der Karavan und der Göttin Jena zusammentraf. Karavia, die &amp;quot;Unheilige Stadt&amp;quot;, für Pü und seinen Stamm der bösartigste Ort auf der Rinde... Und doch wurde hier im Jahr darauf der Vertrag unterzeichnet, der den Aquäduktkrieg beendete und die Tryker von der Herrschaft der Matis befreite. Allerdings hatte diese Episode im Unterbewusstsein des Seenvolkes Spuren hinterlassen, und viele Tryker blieben als Diener im Wald zurück... so wie der Karrenfahrer, der sich offensichtlich dem Dienst des Matis verschrieben hatte, der neben ihm auf der Sitzbank schlummerte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü identifizierte ihn bei seinem Anblick sofort als einen Kleriker der Kirche des Lichts, die Herena genannt wurde. Der Matis war nämlich in seine kirchliche Tracht gekleidet: eine weiße Bernsteinkrone und eine lange Toga, die aus mehreren großen Umhängen bestand, die aus bunten Federn gefertigt und mit Geflechten aus bernsteinfarbenen Schmuckstücken verziert waren. Die Kirche des Lichts, die um den Jena-Kult herum gegründet wurde und unter der Schirmherrschaft der Karavan stand, war heute allmächtig im Königreich Matia und insbesondere in Karavia, das durch den Vertrag, der ihren Namen trägt, an das Königreich zurückgegeben wurde. Unter ihrem Einfluss waren so viele Homins von der dämonischen Natur der Kamis überzeugt worden...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter oben auf dem Karren, auf seiner Planenladung, stand ein Matis mit einem Maschinengewehr und hielt Ausschau nach dem Horizont. Er hatte keinen Helm auf und trug die gewöhnliche Kleidung der Soldaten der regulären Armee: einen weichen, robusten Anzug aus Kaktushaut und darüber Rüstungsteile aus weißem Holz. Ein weiterer schien auf der Rückbank zu sitzen. Die Matis waren ein von Natur aus schlankes Volk mit ausgemergelten Gesichtszügen und perlmuttfarbener Haut. Sie waren Ästheten, raffiniert und aufgrund ihrer Kultur ehrgeizig und erinnerten andere Völker immer wieder an ihre Überlegenheit, selbst wenn sie sich dessen nicht bewusst waren. Um den Karren herum waren fünf berittene Matis, die als Eskorte dienten. Sie ritten stolz auf Caprynis, schlanken Vierbeinern mit dicker, heller und stellenweise blau gestreifter Haut, einem einzigen Geweih und einer langen Schnauze mit einem einzigartigen Ziegenbart. '''Alle Soldaten waren mit einer Rüstung aus solidem weißem Holz ausgestattet''', die mit lilafarbenen Mustern graviert war, sich am Oberkörper wölbte und in der Taille enger wurde. Die Schulterstücke der Rüstung waren ebenso abgerundet wie breit und verliehen den Soldaten ein herrisches Aussehen. Am auffälligsten war jedoch ihr Helm, der aus einer Elfenbeinmaske mit einem azurblauen Schmuckstück auf der Stirn und einer stabilen, imposanten Kopfbedeckung bestand, die mit weißem Bernstein verziert war und deren Enden aus Chitin an den Ohren herabhingen, sodass sie wie Hörner aussahen. Einer der Soldaten unterschied sich von den anderen durch die feinen Verzierungen und Gravuren, die seinen Brustpanzer und Helm schmückten. Bisher hatte Pü noch niemals die Gelegenheit gehabt, solche Verzierungen zu sehen. Der Matis war zweifellos ein hochrangiger Soldat der königlichen Armee, der zusammen mit dem Herena entsandt worden war, um den König vor der Karavan zu vertreten.&lt;br /&gt;
[[file:Tous les soldats.png|right|400px|alt=… Tous les soldats étaient équipés…|Alle Soldaten waren ausgerüstet]]&lt;br /&gt;
Das Kind stellte seinen Korb sorgfältig in die Mitte des Strauches und wartete noch ein paar Sekunden, bis der Konvoi weiterzog. Als er etwa 50 Meter von seiner Position entfernt war, kam er ruhig aus seinem Versteck hervor und stellte sich in die Mitte der Straße. Als der Ausguck auf der Spitze der Ladung ihn entdeckte, gab er das Signal zum Anhalten und der Konvoi stoppte abrupt. Der unerwartete Halt unterbrach den Schlaf des Herena, der beinahe vom Karren gefallen wäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wer sind Sie? Nennen Sie Ihre Identität!&amp;quot;, rief der Ausguck in einem kräftigen, aber dennoch melodischen Tonfall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Antwort trat Pü einige Meter vor, während die Reiter ihre Reittiere ausrichteten und sich vor dem Karren aufstellten. Der Zoraï räusperte sich und nahm seinen schönsten Mateis an. Seine Mutter hatte ihm die von anderen Völkern verwendeten Sprachen beigebracht, wobei sie den Schwerpunkt auf Mateis legte, die international am häufigsten gesprochene Sprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich bin ein Apostel der Kamis, der in die heidnischen Regionen gesandt wurde, um den Verirrten die Existenz des Großen Erzeugers zu offenbaren und einigen Auserwählten die Ewige Vergebung anzubieten. Kinder der Rinde, freut euch zu hören, dass eure Sünden durch mich bereits reingewaschen wurden. In Kürze werden eure Seelen gereinigt und den Schwarzen Kriegern von Ma-Duk übergeben. Durch sie werden sie zu ihrem Kampf für die Erhaltung von Atys beitragen. Und wenn Ma-Duk es will, werden sie Zeuge des Heiligen Krieges und des Beginns der Glücklichen Tage.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz seines guten Willens gelang es dem jungen Homin nicht, Leidenschaft in seine Predigt zu bringen. Nach so vielen Monaten morbider Predigten war dieses Ritual ebenso ermüdend wie schmerzhaft geworden. Pü wusste, dass der Wahnsinn auf ihn lauerte. Die Stimmen in seinem Kopf wurden immer präsenter und er entwickelte Woche für Woche neue Verhaltensstörungen. Wie viele seiner Brüder und Schwestern hatten während ihres Exils den Boden unter den Füßen verloren? Viele von ihnen waren niemals zurückgekehrt. Vor seiner Abreise hatte er lange Zeit hart über sie geurteilt, aber jetzt verstand er sie. Seine Sicht war getrübt, als sich ein starker Kopfschmerz bemerkbar machte. Er musste sich lange konzentrieren, um die ersten mentalen Einflüsterungen auszuschalten. Während dieser langen Sekunden der Abwesenheit hatte sich der Herena zu dem Ausguck auf der Spitze des Karrens gesellt. Er hielt sich rücksichtslos an ihm fest, um nicht zu fallen, und brüllte sie an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ma-Duk? Der große Erzeuger? Was reden Sie denn da für einen Unsinn? Wir wussten zwar, dass die Wilden Ihrer Art die Kami-Dämonen anbeten, aber wir dachten, Sie wären so geistesgegenwärtig, die Existenz unserer aller Mutter, Jena, nicht in Frage zu stellen! Kennen Ihre Schandtaten keine Grenzen? General, ergreifen Sie diesen Ketzer auf der Stelle!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü ging wieder ein paar Schritte nach vorne und massierte sich die Maske.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Dann kann ich Ihnen versichern, dass Min-Cho, sein Rat der Weisen und die gesamte Zoraï-Theokratie, versteckt im Herzen Zorans und hinter ihrer Großen Mauer, immer noch Ihre usurpatorische Göttin anbeten, sagte er mit müdem Blick. Vor vielen Jahrzehnten entschieden sich die Kamis dafür, meinem Stamm die Existenz von Ma-Duk zu offenbaren. Heute sind wir leider die einzigen, die seine Natur als Oberster Kami anerkennen. Aber es gibt noch andere Apostel, die im Dschungel arbeiten. Eines Tages werden unsere Zoraï-Brüder das Ausmaß der Lügen erkennen, die ihnen seit ihrer Kindheit aufgetischt werden, und wenn Ma-Duk es will, werden ihnen ihre Sünden vergeben.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gesicht des Klerikers färbte sich rot, als er durch seine Gestikulationen, die die vielen Umhänge seiner Kleidung verwickelten, fast zu Boden fiel. Zu seinem Glück tat der Ausguck alles, was er konnte, um zu verhindern, dass der Herena sich durch einen Sturz blamierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hören Sie auf mit Ihren Schandtaten, Wilder! Keine Vergebung für Ihre degenerierte Rasse von Dämonenanbetern! Ihre skelettierten Gesichter sind Abscheulichkeiten, eine Beleidigung für die Karavan! Ihr verdient es, ausgerottet zu werden, wie alle Primitiven, die Atys mit Ihrer Anwesenheit beschmutzen! Dieser Wilde soll sofort gefasst werden, das ist ein Befehl!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hoch zu Capryni versuchte der Matis-General einzugreifen, um die wachsende Spannung abzubauen. Doch einer der Reiter befolgte die Aufforderung des Geistlichen und ritt in vollem Tempo los. Pü schüttelte seine Maske ab, um seine letzten Kopfschmerzen wegzuwischen, und konzentrierte sich voll und ganz auf die Situation. Von nun an würde alles sehr schnell gehen. Er musste seine inneren Fragen zum Schweigen bringen. Der Matis hatte bereits die Hälfte der Distanz zwischen ihm und dem Zoraï überwunden. In seiner rechten Hand hielt er einen langen, hohlen Speer, der in einer geflochtenen Bernsteinkragen endete. In der Nähe der horizontalen Stange befand sich ein Hebel, mit dem der Ring, der die Stange abschloss, schnell gelockert oder zusammengedrückt werden konnte. Diese geniale Waffe war in der Regel dazu gedacht, die zukünftigen Reittiere der Matis an der Kehle zu packen, wenn sie noch in der Wildnis waren, wurde aber auch dazu verwendet, Homins zu fixieren und zu unterwerfen, ohne sie zu verletzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Püs Körper schwankte leicht. Es dauerte einige Sekunden, bis er das Schlagen seiner Glieder mit dem Galopp des Reittiers synchronisieren konnte. Als der Angreifer etwa zehn Meter von ihm entfernt war, aktivierte er den Mechanismus seiner Waffe und schwang sie, ohne sein Tempo zu verlangsamen. Die Schlinge öffnete sich weit genug, um den maskierten Kopf des Zoraï zu umschließen. Ohne Zweifel wusste er, wie er mit seinem Instrument umzugehen hatte. Doch der junge Homin war zu flink. Als der Soldat nach rechts schoss, um seine Beute an der Kehle zu packen, tauchte Pü absichtlich in die Richtung des Angriffs und wich ihm aus. Zwischen Waffe und Capryni hindurch gelang es ihm, den Riemen an der Seite des Tieres zu ergreifen, bevor er den Boden berührte. Er hielt sich fest und zog, so gut er konnte, nicht um das Tier zu destabilisieren, sondern um seinen leichten Kinderkörper über das Tier zu schleudern. Er flatterte herum und landete gerade noch auf dem Hinterteil des Capryni, als der Matis hinter seinen Rücken blickte, um zu sehen, was aus dem Zoraï geworden war. Während der Reiter den Blick von Pü kreuzte, der nur durch die Kraft seiner Schenkel das Gleichgewicht auf dem Tier hielt, legte seine Beute, die zum Henker geworden war, schnell ihre Hände um sein Genick und brach ihn mit einem kräftigen Schlag. Die Waffe des Matis rutschte aus seiner rechten Hand und zerbrach auf dem Boden. Wenn Pü nicht sicher sein konnte, dass er tot war, war seine Lähmung garantiert. Er ließ den gepanzerten Körper auf sich niedersacken, damit er nicht stürzte, nahm die Zügel, die seine linke Hand hielt, wieder auf, verlangsamte das Tempo und drehte sich um. Als er wieder am Ausgangspunkt angekommen war, brach er seinen Lauf ab und sprang links neben dem Tier zu Boden. Der Körper des Soldaten fiel schwer auf die rechte Seite. Der Helm löste sich durch den Aufprall, sodass der Zoraï in das leblose Gesicht blicken konnte. '''Der Soldat war eine Homina und damit vielleicht auch eine Mutter'''. Für den Bruchteil einer Sekunde sah Pü, wie die Maske seiner eigenen das Gesicht der Leiche überlagerte. Er schloss die Augen. Drei. Jetzt fehlten ihm nur noch drei.&lt;br /&gt;
[[file:Le soldat.png|right|400px|alt=… Le soldat était une homine…|Der Soldat war eine Homina]]&lt;br /&gt;
Auf der Spitze des Karrens hatte sich das Gesicht des Klerikers von einer rötlichen Gesichtsfarbe in ein blasses Weiß verwandelt, das viel blasser war als sonst. Die Soldaten reagierten nicht, da sie von der Gewalt, die sie gerade gesehen hatten, schockiert waren. Nur der General behielt die Nerven. Er ließ sein Reittier ein paar Schritte vorwärts reiten und wandte sich dem Konvoi zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Giero, reiten Sie so schnell wie Ihr Capryni kann in Richtung des nächsten Außenpostens! Informieren Sie den Intendanten über die Lage und schicken Sie uns Verstärkung. Unterschätzen Sie die Bedrohung nicht. Be'maty, begeben Sie sich ebenfalls zum Außenposten! Sie werden Giero wegen der Ladung nicht folgen können, aber Ihre Mektoubs sind stark, also schonen Sie sie nicht. Sobald er seine Nachricht überbracht hat, wird Giero Sie auf der Straße treffen. Vicho, bleiben Sie auf dem Karren! Sie werden die Ladung und den Herena mit Ihrem Leben schützen, bis Giero zurückkehrt. Zani, Lichnini, Sivaldo, Sie kommen mit mir! Greifen Sie nicht ein, bis ich es Ihnen befehle&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der selbstbewusste Tonfall des Generals half den Soldaten, aus ihrer Lethargie zu erwachen. Alle führten den Befehl wortlos aus. Der Wachposten sprang vom Karren und legte sein Maschinengewehr an, der Matis auf dem Rücksitz ersetzte ihn auf dem Dach des Karrens, der zu manövrieren begann, um umzukehren. Nur der Kleriker, der gerade erst wieder zu sich kam, wollte protestieren. Doch der neugierige Blick, den der General ihm zuwarf, hielt ihn davon ab, und seine Kreideblässe wurde noch größer. Normalerweise ließ Pü keine Überlebenden zurück, denn nur wenn es keine Zeugen gab, konnte er sicher sein, dass er in diesen Gebieten weiterhin ungehindert operieren konnte. Außerdem vermied er es normalerweise, die reguläre Armee anzugreifen, da jeder vermisste Soldat zu einer Untersuchung führte, und griff stattdessen lieber die fanatischen Stämme oder Banditengruppen an, die das Königreich durchzogen. Doch dieses Mal war alles anders. Wenn die ersten sprechen würden, würde er schon auf dem Rückweg sein. Er beobachtete seine vier zukünftigen Gegner genau, während einer der Reiter mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Südwesten ritt, gefolgt von dem Karren. Er durfte es nicht mit ihnen allen zusammen aufnehmen. Er wartete ein paar Sekunden - genug Zeit, damit der Bote am Horizont verschwand - und begann, sich langsam vorwärts zu bewegen. Beim ersten Schritt schrie der General.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bleiben Sie stehen! Weil Sie sich des Verbrechens des vorsätzlichen Mordes an einem Soldaten des Königreichs Matia schuldig gemacht haben, müssen Sie sich vor dem königlichen Gericht verantworten. Wie es unser Gesetz vorsieht, haben Sie das Recht, sich während des Prozesses zu verteidigen. Bitte kooperieren Sie jetzt, sonst müssen wir Sie gewaltsam festnehmen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü hob die Hände, um Unterwerfung vorzutäuschen, und ging weiter. Er wusste, dass die Matis sich nicht täuschen lassen würden, aber er musste ein paar Meter gutmachen. Momentan war der Maschinengewehrschütze die größte Bedrohung. Er musste ihn zuerst ausschalten. Dennoch durfte er den hochrangigen Soldaten nicht unterschätzen. Unter normalen Umständen hätte er es mit einem einfachen Truppführer zu tun gehabt und nicht mit einem erfahrenen Militär.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich werde mich nicht wiederholen, keine Bewegung mehr!&amp;quot;, schrie der General erneut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zoraï würde es wahrscheinlich nicht schaffen, noch einen weiteren Schritt zu machen, bevor der General zum Angriff blasen würde. Er fuhr mit seiner rechten Hand über seinen Rücken und legte sie auf den kleinen runden Schild, der dort hing. Er durfte sich keinen Fehler erlauben. Wenn er sich jetzt verfehlte, würde der Rest viel unsicherer werden. Er schloss wieder die Augen und ließ seine Sinne sich voll und ganz der Welt öffnen. Die Richtung und Stärke des Windes, die Luftfeuchtigkeit - wichtige Parameter, die es für den perfekten Wurf zu berücksichtigen galt. Er öffnete die Augenlider wieder und richtete seinen Blick auf den Schützen. Er war zwar zu weit weg, um sicher zu sein, aber die Position seiner Arme deutete darauf hin, dass er bereit war, zu schießen. Pü atmete tief durch und machte sich an den Kampf. Schneller als je zuvor hängte er seinen Schild ab und streckte seine Arme wie ein Seil nach hinten. Er brauchte weniger als eine Sekunde, um seine Flugbahn zu bestätigen und seinen Buckler zu werfen. Das Geschoss flog nach links vom Pfad und erweckte den Anschein eines Fehlwurfes. Pü nutzte die allgemeine Verwirrung, um in die andere Richtung zu stürmen. Wie erwartet erhielt der Maschinengewehrschütze den Befehl zum Eingreifen und legte seine Waffe an. '''Mit beiden Füßen fest in der Rinde steckend, begann er, aus allen Rohren auf den Zoraï zu feuern'''. Aufgrund des Rückstoßes war die Waffe jedoch schlecht zu führen, sodass Pü einige Sekunden Zeit hatte, bevor die Treffer ins Schwarze trafen. Der Junge wackelte und hüpfte geschickt und versuchte, dem Maschinengewehrschützen die Arbeit zu erschweren, dessen Schüsse immer präziser wurden. In diesem Moment glaubten die Matis wahrscheinlich, dass sie den Sieg davontragen würden. Doch die Flugbahn des Schildes nahm eine unerwartete Krümmung an. Der Buckler streifte die Bäume, die den Straßenrand markierten, und drehte sich in Richtung des Schützen, der nun mit dem Rücken zu ihm stand. Niemand bemerkte den Plan, außer dem General, der das tödliche Projektil sah, als es gerade auf den Hinterkopf des Maschinengewehrschützen treffen wollte, weil er schlauer war als der Rest seines Trupps. Er schrie etwas und sprang von seinem Capryni. Er rappelte sich schnell auf und ging auf den Soldaten zu. Als Antwort auf den Schrei seines Vorgesetzten drehte sich dieser gerade zu der fliegenden Bedrohung um. Als der General sah, dass er nicht reagierte, versuchte er, ihn zu Boden zu werfen, doch er stieß ihn nur an. Der Schild schnitt tief in das Gesicht des benommenen Matis, der sich herumdrehte und schwer auf den Boden fiel.&lt;br /&gt;
[[file:Les deux pieds.png|right|400px|alt=… Les deux pieds fermement plantés…|Mit beiden Füßen fest steckend]]&lt;br /&gt;
Pü hörte mit dem Gestikulieren auf und holte Luft. Der Maschinengewehrschütze war zwar sicher nicht tot, aber er schien ohnmächtig zu sein und stellte daher im Moment keine Bedrohung dar. Während der General am Krankenbett verweilte, glaubte der junge Zoraï fälschlicherweise, dass er nun Zeit hätte, über seinen nächsten Schritt nachzudenken. Doch die beiden Reiter waren anderer Meinung und spornten sich gegenseitig an, zum Angriff überzugehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;General, bleiben Sie bei Sivaldo, wir kümmern uns um den maskierten Primitiven!, rief der erste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Ja, General! Bisher haben seine feigen Techniken nur funktioniert, weil wir nicht darauf vorbereitet waren, fügte der zweite hinzu. Lassen Sie uns den Tod von Tinailli rächen! Wir versprechen, dass wir ihm Ehre erweisen werden!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl der General protestierte, rasten die beiden Soldaten mit voller Geschwindigkeit auf den Zorai zu, den das nicht zu stören schien. Die letzten paar Dutzend Meter zwischen ihnen wurden in Sekundenschnelle verschlungen. Doch da sie sich an den Tod ihrer ersten Kameradin erinnerten, machten die Matis nicht den Fehler, den jungen Krieger zu überfallen. Sie hielten an, bevor sie auf seiner Höhe waren, sprangen von ihren Reittieren und rückten vor, um ihn in die Zange zu nehmen. Nach ihrem jeweiligen Verhalten zu urteilen, mussten die beiden Matis unerfahrene Soldaten sein. Von Hass und Rachegelüsten geblendet, wussten sie noch nicht, dass sie sich gerade in den Rachen des Gingos gestürzt hatten. In der Ferne hatte der General gerade seine Capryni erreicht, um zu den beiden Unvorsichtigen zu eilen. Allein gegen zwei hatte der junge Krieger noch alle Chancen. Er musste die Sache also so schnell wie möglich hinter sich bringen, bevor der einzige wirklich erfahrene Soldat des Trupps zu ihnen stieß. Der Matis, der sich in seinem Rücken positioniert hatte, hielt mit beiden Händen ein schweres, schön verziertes Bernsteinschwert, während der Matis, der ihm gegenüberstand, mit einer langen Pike bewaffnet war, die von geflochtenem Bernstein gekrönt war. Pü hätte gerne in seinem Gesicht gelesen, aber der mächtige gehörnte Helm, den er trug, verhinderte dies. Die Matis kamen schnell näher. Logischerweise würde der Soldat gegenüber von ihm den ersten Angriff starten und dem Soldaten in seinem Rücken die Gelegenheit geben, einen toten Winkel für einen Angriff zu nutzen. Genau das geschah auch. Der Pikenier schrie und durchbohrte die Luft mit einer präzisen Bewegung, in der Hoffnung, den Zoraï mit einem einzigen Schlag aufzuspießen. Ohne seine Füße zu bewegen, schoss Pü mit seiner rechten Hand gegen die Pike, während er sich drehte und sein Becken auf die gegenüberliegende Seite verlagerte. Der Schutz seines Unterarms kratzte lautstark an den vielen scharfen Spitzen. Er drehte sein Handgelenk abrupt um und griff nach dem langen Griff der Waffe. Anstatt den Angriff abzuwehren, ermutigte er die Bewegung und nutzte den Schwung des Matis, um ihn zu destabilisieren, während er den Impuls seines Angriffs bewahrte. Er lenkte die Richtung des Angriffs leicht ab, ohne seine Füße vom Boden abzuheben, beugte seinen Rücken nach hinten und wich dem horizontalen Schlag aus, den der Schwertkämpfer auf ihn ausüben wollte. Er musste nur dafür sorgen, dass die Pike ihre Geschwindigkeit beibehielt, damit ihre tödlichen Spitzen den linken Oberschenkel des unglücklichen Schwertkämpfers durchbohrten, der unter dem Schock schreiend zusammenbrach. Der Angreifer wurde von der unkontrollierten Bewegung seiner Waffe mitgerissen und fiel beinahe auf den Verletzten. Pü ergriff die Gelegenheit und half ihm. Er zog seinen Dolch mit der freien Hand, während die andere den fest im Fleisch seines Kameraden steckenden Pik losließ, trat einen Schritt zurück, um sein Gleichgewicht wiederzuerlangen, und stieß seine Klinge mit einem präzisen Schlag in das Halsgelenk des Helms des Pikeniers. Ein langer Schwall Blut spritzte heraus, als er seinen Dolch aus der Halsschlagader seines Gegners zog. Wie erwartet geriet der Soldat in Panik und nahm schnell seinen Helm ab, um seine Kehle mit den Kräften des Sap zusammenzudrücken und zu heilen, bevor sein Gehirn nicht mehr mit Blut versorgt wurde. Pü ließ ihm keine Zeit zum Handeln, packte das braune Haar des Matis und versetzte ihm mehrere heftige Dolchstiche in den Hals. Als sich der Kopf des Soldaten schließlich vom Rest seines Körpers trennte, brach der Enthauptete auf die Pike zusammen, die sich noch tiefer in die blutende Wunde des am Boden festgenagelten Homins bohrte. Pü warf einen Blick zurück: Der General würde bald hier sein. Er steckte den blutbefleckten Dolch weg, ließ den Kopf seines Opfers fallen und näherte sich dem schwer verletzten Soldaten, der nun unter der schweren, noch immer pulsierenden Rüstung seines Kameraden eingeklemmt war und nicht mehr in der Lage war, die Pike herauszuziehen, um sein Bein magisch zu heilen. Der Homin nahm seinen Helm ab und begann zu stöhnen. Er war etwa so alt wie Niï, also etwa zehn Jahre älter als Pü.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bitte töten Sie mich nicht!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü hatte aufrichtiges Mitleid. Er hasste es zu töten. Und besonders, wenn seine Gegner nicht darauf vorbereitet waren. Aber er hatte keine Wahl mehr. Er hatte es fast geschafft, er konnte jetzt nicht alles aufgeben. Der junge Zoraï machte seinen Kopf wieder frei und ignorierte die Klage des Matis. Er trat näher an ihn heran, setzte seinen linken Fuß behutsam auf seinen Hals und zerquetschte ihn mit einem Fersenschlag. Er hob das Schwert des nun gelähmten Unglücklichen auf, stieß es ihm in den Hals und verhinderte so jede Regeneration. Eins. Jetzt fehlte ihm nur noch einer. Wenn der ohnmächtige Maschinengewehrschütze ausreichte, würde der Homin, der ihm von nun an gegenüberstand, ihn sicher nicht kampflos an den Verwundeten heranlassen. Der General, der sein Reittier bestiegen hatte, um die Distanz zu dem Zoraï zu überbrücken, es dann aber wieder verließ, ritt nun mit entschlossenen Schritten auf den Krieger zu. Als er nur noch wenige Meter von ihm entfernt war, nahm er seinen Helm ab. Zum ersten Mal seit langem zuckte Pü zurück. Für einen Moment glaubte das Kind, die Maske seines Vaters zu sehen. Der Matis war im besten Alter, wie die wenigen Falten, die die Harmonie seiner Gesichtszüge trübten, und der schwache Glanz seines langen, ebenholzfarbenen Haars zeigten. Vor allem aber waren es die selbstbewussten und intensiven Augen, die sie an ihren Vater erinnerten. Diese stechend blauen Augen waren die eines entschlossenen Homins, der bereit war, alles zu geben, um seinen Willen zu erfüllen. Pü trat einen Schritt zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Es ist nicht nötig, dass wir kämpfen, sagte er mit verwirrter Stimme. Ich habe meine Mission erfüllt. Überlassen Sie mir den Maschinengewehrschützen und gehen Sie nach Hause. Bitte befolgen Sie meinen Rat und gehen Sie zu Ihrer Familie.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der General legte seinen Helm zu seinen Füßen und zog ein langes, breites und fein verziertes Schwert. Er warf ihr einen eisigen Blick zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich werde Ihrer Bitte nicht nachkommen können, mein Junge. Sie allein haben soeben drei meiner Soldaten getötet. Karan Domini, König und Hohepriester des Königreichs Matia, muss wissen, warum die Zoraï-Theokratie Kindersoldaten für Mordmissionen ausbildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Ich sage es Ihnen noch einmal: Mein Stamm und ich sind nicht von der Zoraï-Theokratie abhängig. Bitte gehen Sie weg!&amp;quot;, erwiderte Pü und wich ein zweites Mal zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Matis trat mit entschlossenen Schritten vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hat man Sie gezwungen zu töten? Wenn es normal ist, dass ein Junge in Ihrem Alter das Kämpfen lernt, sollte er nicht so jung Blut vergießen müssen. Und schon gar nicht unter diesen Bedingungen. Ein Junge in Ihrem Alter verbringt Zeit mit seinen Freunden, Brüdern, Schwestern, seinem Vater und seiner Mutter.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Worten des Militärs und der Erwähnung seiner Verwandten bekam der junge Zoraï einen Blutsturz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sprechen Sie nicht über meine Familie! Laufen Sie weg, solange Sie noch Zeit haben!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein kaltes Lächeln erschien auf dem Gesicht des Generals.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich habe wohl einen Nerv getroffen. Sind es vielleicht Ihre Eltern, die Sie so weit aus dem Dschungel geschickt haben, um diese Morde zu begehen? Eine Mutter sollte ihre Kinder die Liebe lehren, nicht den Tod!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein heftiger Kopfschmerz durchbohrte den Schädel des Kindes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;'''Ich verbiete Ihnen, über meine Mutter zu sprechen!'''&amp;quot;&lt;br /&gt;
[[file:Je vous interdis.png|right|400px|alt=… Je vous interdis de parler…|Ich verbiete Ihnen zu sprechen]]&lt;br /&gt;
Als er gegangen war, hatte sie geweint. Und obwohl sie ihn ermahnt hatte, nicht zu töten, um seine eigene Lust zu befriedigen, hatte sie ihn dennoch gebeten, es für Ma-Duk zu tun. Pü liebte Ma-Duk aufrichtig, genauso wie er Jena hasste. Die Kamis beschützten Atys, während die Karavan es zerstörte, indem er seine Ressourcen plünderte. Aber konnte man seine Liebe zu Ma-Duk nicht anders beweisen, als durch Blutvergießen? Durch ihre Worte und ihren Status als Hohepriesterin billigte ihre Mutter die barbarischen Bräuche ihrer Vorfahren. Schlimmer noch, sie gab sie mit Inbrunst weiter. Doch er, der noch vor wenigen Monaten jedes Wort seiner Mutter total begeistert hatte, kotzte sie nun an. Wie lange würde es ihm noch gelingen, seine Verbundenheit mit den Werten seines Stammes vorzutäuschen? Und wenn Ma-Duk, gewarnt durch diesen letzten Gedanken, bereits der Meinung war, dass er ihm nicht mehr treu war, würde er dann jemals zum Schatten der schwarzen Maske werden können? Würde sein Vater ihn hinrichten lassen, wenn Großmutter Bä-Bä ihm die Nachricht überbrachte? Würden sein Bruder und seine Mutter ihn gewähren lassen? Pü stieß an seine Grenzen, sein Gehirn war in Aufruhr. Als der Matis spürte, dass der Zoraï nachgab, stieß er ihn bis zum Äußersten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Herena hatte also Recht: ihr seid nur Tiere! Die Homins Ihres Volkes schwängern ihre Hominas und machen sie zu Leihmüttern, die nur dazu taugen, Kindersoldaten zu produzieren, die auf dem Altar Ihrer hasserfüllten Überzeugungen geopfert werden!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit diesen Worten zog Pü seinen Dolch und sein Kurzschwert und stürmte brüllend auf den Matis zu. Er hatte ihm die Gelegenheit zur Flucht gegeben, und dieser hatte sie nicht genutzt. Wenn er sterben wollte, dann würde Pü ihm dabei helfen, so einfach, wie er es mit seinen Soldaten getan hatte. Es würde nur wenige Sekunden dauern. Bald würde alles vorbei sein. Er würde diesen Schmerz nicht mehr ertragen müssen. So stellte er es sich zumindest vor, wenn er wütend war. Das Schwert des Generals leuchtete auf und der junge Krieger wurde an den Knöcheln gepackt, noch bevor er das Manöver des Militärs verstand. Die Erfahrung des Matis hatte gesprochen, und der Stolz des Zoraï würde ihn teuer zu stehen kommen. Er hatte seinen Gegner unterschätzt und war blindlings losgestürmt, ohne mit dem Einsatz einer magischen Verzauberung zur Fesselung zu rechnen. Wurzeln waren aus der Rinde gesprungen und hinderten ihn völlig an der Bewegung. Durch den Schwung seines Laufs war Pü beinahe nach vorne gestolpert und hatte sich nur mit Mühe auf den Beinen halten können. In Panik versuchte er, sich aus der magischen Falle zu befreien, indem er mit seinen Waffen die Verzweigungen aufschlitzte, die sich nun seine Waden hinaufzogen, und dabei den Zauberer vergaß. Plötzlich, als er seine ganze Aufmerksamkeit auf seine Beine richtete, verdunkelte sich der Himmel. Sein Blut gefror, als er reflexartig den Kopf hob. Über ihm verdeckte die mächtige Rüstung des Matis das Licht der Sonne: Er hatte die Panik des Zoraï ausgenutzt, um in den Nahkampf zu gehen. Das Gegenlicht betonte seinen grimmigen Blick, der Pü von allen Seiten versteinerte. Der General hob sein großes Schwert in eine tiefe Position. Seine weiße Rüstung leuchtete auf, als das Licht durch die veränderte Haltung durchsickerte, und Pü musste wegschauen, um nicht geblendet zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Lassen Sie es geschehen!, sagte der Matis mit ernster Miene. Der Schlag, den ich Ihnen jetzt versetze, wird Ihnen eine kritische Wunde zufügen. Wenn Sie sich bewegen, könnte er für Sie tödlich sein. Ich werde Sie am Leben halten, bis die Verstärkung eintrifft. Danach werden wir Sie nach Matia bringen!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl der General zuversichtlich schien, dass er ihn lebend zum König der Matis bringen würde, wollte Pü lieber tausendmal sterben, als in die Gefangenschaft der Handlanger der Karavan zu geraten. Er versuchte erneut, sich zu wehren, aber die Wurzeln umklammerten nun seine Taille und begannen, sich seinen Bauch hinaufzuziehen. So endete sein kurzes Leben. Am Ende hatte sich Großmutter Bä-Bä geirrt. Er, der mit der Vorstellung aufgewachsen war, der Schatten der schwarzen Maske zu werden und unter seinen eigenen Leuten zu sterben, indem er seinen Bruder beschützte, sollte allein und weit weg von zu Hause sterben, mit Jenas blendendem Astralabdruck als letztem Anblick. Was für eine Ironie. Als der Zoraï seine Maske nach links gedreht hatte, um nicht länger die spöttische Spiegelung des Brustpanzers ertragen zu müssen, sah er eine seltsame Lichtquelle jenseits des Straßenrandes im Schatten der hohen Sylvan-Bäume. Wenn er sich konzentrierte, konnte er zwei gleich große Sphären deutlich erkennen. Sie waren strahlend weiß und leuchteten umso heller, je dunkler es um sie herum war. Nein, es war nicht nur die Dunkelheit ... Pü konnte eine kleine schwarze Gestalt zwischen den Schatten erkennen. Sein Blut gefror erneut. Es waren keine Sphären, es waren Augen. Die Augen der Schwarzen Kami, die ihm bis jetzt zweimal erschienen war. Er war hier. Ma-Duk sah ihn an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nein, er durfte nicht aufgeben. Er war ein Schwarzer Krieger von Ma-Duk, geschmiedet von den besten Kämpfern des Dschungels und gesegnet von den Kamis. Solange er kämpfen konnte, würde er nicht aufgeben. Gestärkt reagierte sein Körper instinktiv, als der General seine Waffe auf ihn niedersausen ließ, um sein linkes Schlüsselbein zu durchbohren. Um sich zu schützen, schickte er seinen rechten Arm gegen die massive Klinge, und sein Kurzschwert konnte den Schlag zwar nicht abwehren, aber immerhin den Angriff ablenken - auf Kosten eines Teils seiner Hand, die in Stücke zersplitterte. Die extreme Anspannung, in der sich der junge Krieger befand, hatte den positiven Effekt, dass er den Schmerz völlig ignorierte. Das Schwert streifte ihn und bohrte sich schwer in den Boden. In der Sekunde des Aufatmens ließ Pü den Dolch in seiner linken Hand fallen und manipulierte den umliegenden Sap, um mit beiden Händen einen Zauberspruch auszusprechen. Da sein Paar Magieverstärker an seinem Gürtel hing, der nun mit den Wurzeln verwickelt war, konnte er sich nicht mit ihnen ausrüsten. Aber für das, was er vorhatte, sollte ein roher Zauberspruch ausreichen. Also '''zögerte er nicht und entzündete seinen Körper, um aus seinem Holzgefängnis auszubrechen'''. Es gelang ihm, sich aus den teilweise verbrannten Wurzeln zu befreien, als der General sein Schwert aus dem Boden riss. Als er seinen zweiten Angriff startete, konnte Pü ihm mit einer Rolle gerade noch ausweichen. Der Matis folgte mit einer Reihe von Hieb- und Stichattacken, denen der junge Krieger mit verschiedenen akrobatischen Einlagen auswich. Unbewaffnet war er nicht in der Lage, die Angriffe abzuwehren. Er war zwar viel geschickter als der General in seiner schweren Rüstung, aber dieser schien viel ausdauernder zu sein und hatte noch keine Verletzungen erlitten. Noch beunruhigender war, dass seine Schläge immer präziser wurden. Zum ersten Mal in seinem Leben kämpfte Pü gegen einen Waffenmeister in einem Kampf auf Leben und Tod. Die Erfahrung des Matis sprach für sich, und es dauerte nicht lange, bis er begann, die Bewegungen des jungen Kriegers zu antizipieren.&lt;br /&gt;
[[file:Hesita pas.png|right|400px|alt=… il n’hésita pas…|zögerte er nicht]]&lt;br /&gt;
Les secondes défilaient et Pü s’essoufflait à vue d’œil. À plusieurs reprises, le soldat réussit à le frôler, entaillant son corps d’enfant de la pointe de son épée. Pü faisait régulièrement appel aux pouvoirs de la Sève pour panser ses blessures et régénérer partiellement son endurance, mais, à ce rythme, il atteindrait bientôt ses limites. S’il aurait aimé pouvoir passer dans le dos du Matis pour tenter de lui briser la nuque, comme il savait si bien le faire, celui-ci ne lui laissait aucun répit. Sans arme, il n’avait aucun moyen de s’extraire de cette situation perdue d’avance. Alors qu’il cherchait une échappatoire, il aperçut une dague pendant à la taille du soldat, cachée derrière le drap d’apparat ornant sa ceinture. Comment avait-il pu ne pas la voir avant ? Pü se maudit et imagina un plan d’action, entre deux roulades et trois contorsions. Il allait jouer le tout pour le tout. À bout de souffle, le Zoraï attendait le moment idéal pour agir. Soudainement, lui qui ne faisait jusqu’alors que reculer face aux assauts du Matis, profita d’une large frappe de taille pour effectuer une roulade avant et passer sous la lame tranchante. Son mouvement tout juste terminé, il poussa aussi fort qu’il put sur ses jambes, et bondit sur le flanc gauche du soldat. Si le Matis fut décontenancé par la direction de l’esquive, il réagit très vite et rendit un violent coup de pied latéral au jeune guerrier. Le corps de l’enfant craqua sous la lourde botte du soldat et alla s’écraser plus loin sur le sol. Pü se releva péniblement sur un genou et cracha le sang. Son adversaire venait de lui briser plusieurs côtes. Mais derrière son masque, le jeune guerrier souriait : sa main valide était désormais armée. Bien que différente des dagues qu’il avait coutume de manier, celle du Matis ferait parfaitement l’affaire. Le jeune homin inspira un grand coup et leva son masque vers le général. Celui-ci s’était retourné et s’apprêtait à réaliser une percée avec son épée pour retourner au corps-à-corps.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Abandonnez mon garçon ! » dit-il en chargeant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
À nouveau, Pü n’aurait qu’une seule chance. Et jusqu’alors, la chance lui avait souvent souri. Finalement, peut-être que le Kami Noir veillait réellement sur lui.  Alors que le soldat se précipitait dans sa direction, l’épée dirigée vers l’avant, Pü attendit le bon moment et jeta sa dague en l’air, loin au-dessus de lui. Aussitôt fait, il infusa tout ce qu’il put de Sève dans ses jambes et fit gonfler ses cuisses comme jamais. Puisant à la limite de ce qu’il pouvait endurer, il souleva un nuage de sciure et bondit dans les airs d’un saut surhomin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Totalement surpris par la nature de l’attaque et partiellement aveuglé par le brouillard de débris, le Matis crut à tort que le Zoraï tentait simplement de s’enfuir. Il comprit trop tard la réalité de la situation lorsque qu’il sentit son épée s’alourdir brusquement sur l’avant. Pü venait d’atterrir sur le plat de la lame et s’élançait tel un funambule en direction de son porteur. Déjà fort déséquilibré, le Matis tenta en vain de se redresser au moment où Pü prit à nouveau appui sur l’arme pour voltiger. Le jeune guerrier atterrit cette fois-ci sur ses épaules, et se propulsa une derrière fois en direction du ciel, obligeant par la force de ses jambes le Matis à poser un genou au sol. Pü devait se situer à environ quatre mètres du sol, et survolait le nuage de poussière qui commençait à se dissiper. Il n’eut qu’à tendre son bras valide pour attraper la dague qu’il avait précisément jetée quelques secondes auparavant. Écartant les jambes et regardant vers le sol, alors que la gravité commençait à faire effet, il posa ses yeux sur le visage du général. Celui-ci avait perdu son regard terrifiant et ouvrait grand les paupières. Pü y lut de l’admiration. L’enfant effectua à nouveau un lancer parfait et la dague alla se planter droit dans le crâne du Matis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Toujours en l’air, le Zoraï se préparait à se réceptionner correctement, mais ses côtes cassées l’en empêchèrent. Il s’effondra lourdement sur le flanc opposé, non loin du corps du général figé sur les genoux dans une étrange position. Sa tête pendait en arrière, dirigée vers l’astre du jour et sa longue chevelure d’ébène se soulevait légèrement au gré du vent. Pü s’allongea sur le dos et écarta les bras. Terminé. Son calvaire était terminé. Il avait gagné.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{NavChap|[[Chapitre III - Mourir pour renaître]]|[[La Guerre Sacrée#Table des matières|Table des matières]]|[[Chapitre V - La graine du doute]]}}&lt;br /&gt;
{{Portail|La Grande Bibliothèque|Zoraï}}&lt;br /&gt;
[[Catégorie:La Guerre Sacrée]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jadeyn</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Kapitel_IV_-_Sylvan_Exil&amp;diff=34471</id>
		<title>Kapitel IV - Sylvan Exil</title>
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				<updated>2023-02-23T19:41:12Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Jadeyn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{NavChap|[[Chapitre III - Mourir pour renaître]]|[[La Guerre Sacrée#Table des matières|Table des matières]]|[[Chapitre V - La graine du doute]]}}&lt;br /&gt;
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|DE=Kapitel IV - Sylvan Exil|DEs=2&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:purple;font-weight:bold&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''Jahr 2474 von Jena'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Quotation|''Bélénor Nébius, Erzähler'' • ''Cheng Lai'SuKi, Illustratorin''|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[file:Pu deroulait.png|right|400px|alt=… Pü déroulait en silence…|verrichtete Pü schweigend]]&lt;br /&gt;
Auf einem hohen Ast eines großen sylvanischen Baumes sitzend, '''verrichtete Pü schweigend sein tägliches Gebet'''. Über ihm, sogar noch näher, so weit entfernt vom Dschungel und seinem Zenit, war das Tagesgestirn dabei, seinen vollen Glanz zu entfalten, und trotz der dicken Laubschicht, die es vom Himmel trennte, schaffte es das warme Licht, die blaue Haut des jungen Zoraï zu erwärmen. Er hatte jedoch gelernt, Jenas astrale Prägung zu vergessen, und versuchte, sich an die Kälte und das Echo der Abgrundschächte zu erinnern, die sein Dorf unter der Rinde durchzogen und die es Ma-Duk ermöglichten, aus dem Herzen von Atys über ihn und seine Familie zu wachen. Er hatte ohnehin keine Wahl: Die Höhen waren bei weitem der geeignetste Ort für meditative Momente. Am Boden waren Raubtiere und Soldatenpatrouillen eine ständige Störung, die seine Ruhe bedrohten und ihn daran hinderten, sich friedlichen Aktivitäten zu widmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tausend Kilometer entfernt beendeten seine Stammesmitglieder wahrscheinlich auch gerade ihre Gebete. Trotz der Entfernung und der Einsamkeit hatte Pü versucht, seinen Lebensrhythmus beizubehalten, den er vor seiner Abreise gelebt hatte. Mit dem ersten Morgengrauen erwachte das Dorf und bereitete sich auf die Routinearbeiten vor, die für das reibungslose Funktionieren der Gemeinschaft notwendig waren: Instandhaltung, Handwerk, Jagd, Kochen, verschiedene Versammlungen, Empfang der seltenen Gesandten und Händler etc. Das Ziel war es, so viele Aufgaben wie möglich zu erledigen, bevor die lange Morgenlitanei begann. Diese wurde von Pus Mutter Looï geleitet und endete mit einem gemeinsamen Essen im Speisesaal, an dem der ganze Stamm teilnahm. Nach dem Mittagessen übten sich die Zoraï mehrere Stunden lang in der Kunst des Kampfes. Der Unterricht richtete sich an alle, unabhängig von Alter oder Geschlecht, und war sehr vielfältig: Nahkampf, Stichwaffen, Schusswaffen und Magie. Der Stamm war in erster Linie ein Clan von Kämpfern, die früher oder später am Beginn des Heiligen Krieges teilnehmen würden. Wenn das Training beendet war, trafen sich die Familien zu einem gemütlichen Essen und gingen vor dem Schlafengehen verschiedenen persönlichen Aktivitäten nach. Seit jeher besuchte Pü Abendkurse bei seiner Mutter, die ihn in homininer Geschichte, internationalen Beziehungen, anderen Sprachen und Wissenschaft unterrichtete. Gelegentlich wurde er von seinem älteren Bruder Niï begleitet. In den meisten Fällen besuchte dieser jedoch andere Privatstunden bei ihrem Vater, der Schwarzen Maske.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Junge wurde jäh aus seinen Erinnerungen gerissen, als ein trauriges Geräusch die Harmonie des Gesangs der Bäume durchbrach. Über den Baumwipfeln erschütterte das dumpfe Dröhnen eines Karavan-Fluggeräts die Luft und vertrieb die Javings, diese seltsamen Vögel mit den gezackten, grünlichen Flügeln und der langen, schwarzen, glänzenden und mit Widerhaken versehenen Zunge, mit der sie ihre Beute aufspießten. Pü stand schnell auf, überprüfte die Festigkeit seiner Lebenslinie und machte sich daran, die letzten Meter des dicken Baumstamms zu erklimmen, der ihn vom Himmel trennte. Als sein zarter Körper aus dem Blättermeer herausragte, musste er hinter seiner Maske die Augen zusammenkneifen, weil das Tageslicht so grell war. Nicht weit von ihm entfernt verlor die Höllenmaschine immer mehr an Höhe. Die seltsame schwarze Materie, aus der ihre Hülle bestand, reflektierte Jenas helles Astrallicht, als wollte sie ihn verhöhnen. Trotzdem gelang es Pü, die Maschine zu identifizieren. Es war einer der kleinen Transporter, die die Karavan normalerweise benutzte, um die von ihren Hominsklaven gesammelten Ressourcen zu sammeln. Seltsamerweise schien er direkt aus einer der riesigen Himmelswurzeln zu stammen, die das Kronendach bildeten, den unerforschten Teil der Rinde, wie die Bewohner Atys bezeichneten, ihre Welt aus lebendem Holz, das nur aus ständig wachsendem Pflanzenmaterial besteht. Ihre opulenten Täler und üppigen Hügel bestanden aus kolossalen Wurzeln, auf denen die Homins ihre Zivilisationen errichtet hatten. Das Wasser, das die tiefen Wurzelspalten füllte, erweckte ihre Seen, Lagunen und Ozeane zum Leben. Die steilsten Wurzeln bildeten seine Berge und reckten sich in einem langsamen, unaufhaltsamen Aufstieg in den Himmel. Bestimmte Temperaturanomalien führten sogar dazu, dass der Wurzelteppich langsam verglühte und die Wüsten entstanden. Und noch tiefer unter der Rinde befanden sich die Urwurzeln, das geheimnisvollste Ökosystem von Atys nach dem, das man in das Kronendach vermutet. Es bildete ein riesiges Labyrinth aus grünen, feuchten Höhlen, die tief in die Eingeweide der Pflanzenwelt bis in ihr Herz hineinreichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü beobachtete, wie die Karavan-Maschine mit hoher Geschwindigkeit abtauchte. Es war sehr wahrscheinlich, dass wie üblich ein Treffpunkt zwischen der Karavan und ihren Handlangern vereinbart worden war und dass ein Konvoi auf dem Weg war, um Tribut zu liefern. Der junge Zoraï spürte, wie sein Herz raste. Vier. Jetzt fehlten ihm nur noch vier. Vier, und er könnte endlich nach Hause zu seinen Lieben zurückkehren. Das war die perfekte Gelegenheit. Er musste den Konvoi abfangen, bevor er sich mit den Karavan-Agenten treffen konnte. Pü entkam dem nackten Tag, indem er sich ein paar Meter in die Tiefe stürzen ließ, und landete auf dem Ast, auf dem er seine Sachen zurückgelassen hatte. Er sammelte sie zusammen und packte sie hastig ein, bis auf einen würfelförmigen Weidenkorb, den er sorgfältig handhabte. In diesem Korb befanden sich die Früchte monatelanger Bemühungen. Er würde sich niemals verzeihen, wenn er ihn verlieren oder seine Unversehrtheit gefährden würde. Um sicherzugehen, dass er nichts vergessen hatte, überprüfte er noch einmal seinen Klettergurt und tauchte ab. Pü raste durch den grünen Abgrund, bewegte sich geschickt zwischen den Zweigen und löste mit einem fachmännischen Handgriff seine Lebenslinie von den Stiften, die er während des Aufstiegs getrieben hatte. Er durchquerte viele Sekunden lang die bunten Schichten dieses kontinentalen Waldes mit seinen tausend Jahreszeiten und landete schließlich anmutig auf dem belaubten Boden. Die Richtung, in die das Fluggerät flog, deutete darauf hin, dass es wahrscheinlich auf der Lichtung weiter nördlich landen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten Konvois starten in Matia, der Hauptstadt des gleichnamigen Königreichs, und so war es gut möglich, dass der erhoffte den breiten künstlichen Pfad nehmen würde, der den Wald im Westen durchschneidet. Pü war von den Kräften der Botaniker des Matis-Volkes beeindruckt und erschrocken zugleich. Er, der Matias kolossale Wurzelmauer und die riesigen Habitatbaumkomplexe, die sich jenseits der Stadtmauer so weit das Auge reichte, mit eigenen Augen gesehen hatte, war von einer solchen Maßlosigkeit überwältigt gewesen. Doch mit diesem Vorgehen und dem Versuch, die Natur nach seinem Willen zu beugen, versuchte das Volk der Matis, die Absicht der Kamis und damit auch die Absicht von Ma-Duk zu durchkreuzen. Der Große Erzeuger wacht über jedes Stückchen Materie auf Atys. Die Natur zu verändern bedeutet, sein Großes Werk zu verfälschen. Die Geheimnisse der Manipulation von lebender Materie, insbesondere von Pflanzen, waren den Matis von der Karavan übermittelt worden, wie den Zoraïs die Beherrschung des Magnetismus und des Schreibens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während seiner langen Monate im Exil im Königreich Matia war Pü klar geworden, wie attraktiv die heidnischen Sitten der von der Karavan indoktrinierten Völker sein konnten. Bei diesen Gedanken hatte er sich geschämt. Aber es hatte ihm auch geholfen, die Gefährlichkeit dieser Dämonen aus dem Himmel besser zu verstehen. Der junge Zoraï verlor keine Zeit. Er rutschte und sprang über die Wurzeln und Verzweigungen des Waldes und legte die letzten Kilometer bis zum Pfad in kürzester Zeit zurück. Die wenigen Gingos, die versuchten, ihn auf seinem Weg zu verfolgen, hatten keine andere Wahl, als aufzugeben, da er sich so geschickt durch das dichte Gewirr der Natur manövrierte, die frei von jeglicher Matisse-Unterdrückung war. Als er den Weg erreichte, versteckte er sich hinter einem großen Strauch und hielt Ausschau nach der Ankunft des Konvois. Als er gerade aufgeben und woanders nach den Spuren der Matis suchen wollte, hörte er in der Ferne ordentliches Hufgetrappel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü schluckte. Sein Herzschlag begann sich langsam zu beschleunigen. Niemals. Niemals würde er sich an dieses Gefühl gewöhnen. Sein Bruder hatte ihm versichert, dass sein erstes Mal ein Genuss sein würde und dass die Gefühle, die er dabei empfand, ihn für sein ganzes Leben prägen würden. Auf der einen Seite hatte er damit nicht ganz Unrecht. Die blutverschmierten Hände eines Zoraï, der mit elf Jahren ins Exil geschickt wurde, kniete allein vor der noch warmen Leiche seines ersten Opfers: diese Bilder verfolgten ihn wochenlang Tag und Nacht, bis er den Verstand verlor. Doch diese letzte Prüfung kündigte auch das Ende seines schmerzhaften Exils an. Bald würde er wieder in seinem Land, bei seinem Stamm sein und seine Mutter wieder in die Arme schließen können. Dieser freudige Gedanke tröstete ihn und half ihm, seine Kräfte wieder zu sammeln. Der Konvoi zeichnete sich nun am Horizont ab. Bald war er in Sichtweite. In der Mitte befand sich ein solider, schwer beladener Karren, gezogen von zwei Mektoubs, friedfertigen Dickhäutern mit flinken Füßen, die über zwei Meter groß waren, braunes Fell mit grauen Streifen hatten und vor allem an ihren langen, kräftigen Rüsseln und ihren ohrlosen Köpfen zu erkennen waren. Er wurde von einem Tryker geführt, wie viele andere, denen Pü bislang begegnet war. Tatsächlich war es nicht ungewöhnlich, Tryker weit östlich von ihren schwimmenden Städten zu treffen, die im Matis-Land undankbare und schlecht bezahlte Arbeit verrichteten. Ihre Neugier und ihr Freiheitsdrang machten sie zwar zu hervorragenden Entdeckern und Erfindern, doch aufgrund ihrer geringen Größe, ihres kindlichen Aussehens und vor allem ihres friedlichen und gutmütigen Charakters waren die Tryker in den vergangenen Jahrhunderten leider mehrfach von den Matis versklavt worden. Wie Pü aus dem Unterricht seiner Mutter wusste, waren die Tryker zum letzten Mal während des &amp;quot;Aquäduktkriegs&amp;quot; vor nur vierzig Jahren versklavt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2435 entdeckten Fyros-Minenarbeiter im Westen ihrer Wüste unter der Rinde vergrabene Ruinen und bohrten eine Säureader an, die die gesamte Region um die Kaiserstadt Coriolis in Brand setzte. Das wochenlange Feuer breitete sich bis zur Grenze des Königreichs aus und zerschnitt das riesige, von den Matis verhasste Aquädukt. Eben jenes, das die Wüste mit dem Seengebiet verband, das von der Trykoth-Föderation, dem Verbündeten des Fyros-Imperiums, verwaltet wurde. Der Krieg, in den die Allianz und das Königreich seit fast eineinhalb Jahrhunderten verstrickt waren, nahm eine neue Wendung. Der Imperator sah sich gezwungen, seine Truppen von den Seen abzuziehen und sie zur Bekämpfung des Feuers einzusetzen, das sein Volk bedrohte und ihm das Wasser abnahm. Daraufhin nutzte die Matisse-Armee die Gelegenheit und marschierte in das Seengebiet ein, versklavte das Volk der Tryker und eroberte die Stadt Karavia zurück, die das Imperium fast ein Jahrhundert zuvor gestohlen hatte. Karavia, die &amp;quot;Heilige Stadt&amp;quot;, wurde angeblich genau an dem Ort errichtet, an dem Zachini an der Küste des Königreichs, das er später gründete, zum ersten Mal mit der Karavan und der Göttin Jena zusammentraf. Karavia, die &amp;quot;Unheilige Stadt&amp;quot;, für Pü und seinen Stamm der bösartigste Ort auf der Rinde... Und doch wurde hier im Jahr darauf der Vertrag unterzeichnet, der den Aquäduktkrieg beendete und die Tryker von der Herrschaft der Matis befreite. Allerdings hatte diese Episode im Unterbewusstsein des Seenvolkes Spuren hinterlassen, und viele Tryker blieben als Diener im Wald zurück... so wie der Karrenfahrer, der sich offensichtlich dem Dienst des Matis verschrieben hatte, der neben ihm auf der Sitzbank schlummerte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü identifizierte ihn bei seinem Anblick sofort als einen Kleriker der Kirche des Lichts, die Herena genannt wurde. Der Matis war nämlich in seine kirchliche Tracht gekleidet: eine weiße Bernsteinkrone und eine lange Toga, die aus mehreren großen Umhängen bestand, die aus bunten Federn gefertigt und mit Geflechten aus bernsteinfarbenen Schmuckstücken verziert waren. Die Kirche des Lichts, die um den Jena-Kult herum gegründet wurde und unter der Schirmherrschaft der Karavan stand, war heute allmächtig im Königreich Matia und insbesondere in Karavia, das durch den Vertrag, der ihren Namen trägt, an das Königreich zurückgegeben wurde. Unter ihrem Einfluss waren so viele Homins von der dämonischen Natur der Kamis überzeugt worden...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter oben auf dem Karren, auf seiner Planenladung, stand ein Matis mit einem Maschinengewehr und hielt Ausschau nach dem Horizont. Er hatte keinen Helm auf und trug die gewöhnliche Kleidung der Soldaten der regulären Armee: einen weichen, robusten Anzug aus Kaktushaut und darüber Rüstungsteile aus weißem Holz. Ein weiterer schien auf der Rückbank zu sitzen. Die Matis waren ein von Natur aus schlankes Volk mit ausgemergelten Gesichtszügen und perlmuttfarbener Haut. Sie waren Ästheten, raffiniert und aufgrund ihrer Kultur ehrgeizig und erinnerten andere Völker immer wieder an ihre Überlegenheit, selbst wenn sie sich dessen nicht bewusst waren. Um den Karren herum waren fünf berittene Matis, die als Eskorte dienten. Sie ritten stolz auf Caprynis, schlanken Vierbeinern mit dicker, heller und stellenweise blau gestreifter Haut, einem einzigen Geweih und einer langen Schnauze mit einem einzigartigen Ziegenbart. '''Alle Soldaten waren mit einer Rüstung aus solidem weißem Holz ausgestattet''', die mit lilafarbenen Mustern graviert war, sich am Oberkörper wölbte und in der Taille enger wurde. Die Schulterstücke der Rüstung waren ebenso abgerundet wie breit und verliehen den Soldaten ein herrisches Aussehen. Am auffälligsten war jedoch ihr Helm, der aus einer Elfenbeinmaske mit einem azurblauen Schmuckstück auf der Stirn und einer stabilen, imposanten Kopfbedeckung bestand, die mit weißem Bernstein verziert war und deren Enden aus Chitin an den Ohren herabhingen, sodass sie wie Hörner aussahen. Einer der Soldaten unterschied sich von den anderen durch die feinen Verzierungen und Gravuren, die seinen Brustpanzer und Helm schmückten. Bisher hatte Pü noch niemals die Gelegenheit gehabt, solche Verzierungen zu sehen. Der Matis war zweifellos ein hochrangiger Soldat der königlichen Armee, der zusammen mit dem Herena entsandt worden war, um den König vor der Karavan zu vertreten.&lt;br /&gt;
[[file:Tous les soldats.png|right|400px|alt=… Tous les soldats étaient équipés…|Alle Soldaten waren ausgerüstet]]&lt;br /&gt;
Das Kind stellte seinen Korb sorgfältig in die Mitte des Strauches und wartete noch ein paar Sekunden, bis der Konvoi weiterzog. Als er etwa 50 Meter von seiner Position entfernt war, kam er ruhig aus seinem Versteck hervor und stellte sich in die Mitte der Straße. Als der Ausguck auf der Spitze der Ladung ihn entdeckte, gab er das Signal zum Anhalten und der Konvoi stoppte abrupt. Der unerwartete Halt unterbrach den Schlaf des Herena, der beinahe vom Karren gefallen wäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wer sind Sie? Nennen Sie Ihre Identität!&amp;quot;, rief der Ausguck in einem kräftigen, aber dennoch melodischen Tonfall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Antwort trat Pü einige Meter vor, während die Reiter ihre Reittiere ausrichteten und sich vor dem Karren aufstellten. Der Zoraï räusperte sich und nahm seinen schönsten Mateis an. Seine Mutter hatte ihm die von anderen Völkern verwendeten Sprachen beigebracht, wobei sie den Schwerpunkt auf Mateis legte, die international am häufigsten gesprochene Sprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich bin ein Apostel der Kamis, der in die heidnischen Regionen gesandt wurde, um den Verirrten die Existenz des Großen Erzeugers zu offenbaren und einigen Auserwählten die Ewige Vergebung anzubieten. Kinder der Rinde, freut euch zu hören, dass eure Sünden durch mich bereits reingewaschen wurden. In Kürze werden eure Seelen gereinigt und den Schwarzen Kriegern von Ma-Duk übergeben. Durch sie werden sie zu ihrem Kampf für die Erhaltung von Atys beitragen. Und wenn Ma-Duk es will, werden sie Zeuge des Heiligen Krieges und des Beginns der Glücklichen Tage.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz seines guten Willens gelang es dem jungen Homin nicht, Leidenschaft in seine Predigt zu bringen. Nach so vielen Monaten morbider Predigten war dieses Ritual ebenso ermüdend wie schmerzhaft geworden. Pü wusste, dass der Wahnsinn auf ihn lauerte. Die Stimmen in seinem Kopf wurden immer präsenter und er entwickelte Woche für Woche neue Verhaltensstörungen. Wie viele seiner Brüder und Schwestern hatten während ihres Exils den Boden unter den Füßen verloren? Viele von ihnen waren niemals zurückgekehrt. Vor seiner Abreise hatte er lange Zeit hart über sie geurteilt, aber jetzt verstand er sie. Seine Sicht war getrübt, als sich ein starker Kopfschmerz bemerkbar machte. Er musste sich lange konzentrieren, um die ersten mentalen Einflüsterungen auszuschalten. Während dieser langen Sekunden der Abwesenheit hatte sich der Herena zu dem Ausguck auf der Spitze des Karrens gesellt. Er hielt sich rücksichtslos an ihm fest, um nicht zu fallen, und brüllte sie an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ma-Duk? Der große Erzeuger? Was reden Sie denn da für einen Unsinn? Wir wussten zwar, dass die Wilden Ihrer Art die Kami-Dämonen anbeten, aber wir dachten, Sie wären so geistesgegenwärtig, die Existenz unserer aller Mutter, Jena, nicht in Frage zu stellen! Kennen Ihre Schandtaten keine Grenzen? General, ergreifen Sie diesen Ketzer auf der Stelle!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü ging wieder ein paar Schritte nach vorne und massierte sich die Maske.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Dann kann ich Ihnen versichern, dass Min-Cho, sein Rat der Weisen und die gesamte Zoraï-Theokratie, versteckt im Herzen Zorans und hinter ihrer Großen Mauer, immer noch Ihre usurpatorische Göttin anbeten, sagte er mit müdem Blick. Vor vielen Jahrzehnten entschieden sich die Kamis dafür, meinem Stamm die Existenz von Ma-Duk zu offenbaren. Heute sind wir leider die einzigen, die seine Natur als Oberster Kami anerkennen. Aber es gibt noch andere Apostel, die im Dschungel arbeiten. Eines Tages werden unsere Zoraï-Brüder das Ausmaß der Lügen erkennen, die ihnen seit ihrer Kindheit aufgetischt werden, und wenn Ma-Duk es will, werden ihnen ihre Sünden vergeben.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gesicht des Klerikers färbte sich rot, als er durch seine Gestikulationen, die die vielen Umhänge seiner Kleidung verwickelten, fast zu Boden fiel. Zu seinem Glück tat der Ausguck alles, was er konnte, um zu verhindern, dass der Herena sich durch einen Sturz blamierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hören Sie auf mit Ihren Schandtaten, Wilder! Keine Vergebung für Ihre degenerierte Rasse von Dämonenanbetern! Ihre skelettierten Gesichter sind Abscheulichkeiten, eine Beleidigung für die Karavan! Ihr verdient es, ausgerottet zu werden, wie alle Primitiven, die Atys mit Ihrer Anwesenheit beschmutzen! Dieser Wilde soll sofort gefasst werden, das ist ein Befehl!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hoch zu Capryni versuchte der Matis-General einzugreifen, um die wachsende Spannung abzubauen. Doch einer der Reiter befolgte die Aufforderung des Geistlichen und ritt in vollem Tempo los. Pü schüttelte seine Maske ab, um seine letzten Kopfschmerzen wegzuwischen, und konzentrierte sich voll und ganz auf die Situation. Von nun an würde alles sehr schnell gehen. Er musste seine inneren Fragen zum Schweigen bringen. Der Matis hatte bereits die Hälfte der Distanz zwischen ihm und dem Zoraï überwunden. In seiner rechten Hand hielt er einen langen, hohlen Speer, der in einer geflochtenen Bernsteinkragen endete. In der Nähe der horizontalen Stange befand sich ein Hebel, mit dem der Ring, der die Stange abschloss, schnell gelockert oder zusammengedrückt werden konnte. Diese geniale Waffe war in der Regel dazu gedacht, die zukünftigen Reittiere der Matis an der Kehle zu packen, wenn sie noch in der Wildnis waren, wurde aber auch dazu verwendet, Homins zu fixieren und zu unterwerfen, ohne sie zu verletzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Püs Körper schwankte leicht. Es dauerte einige Sekunden, bis er das Schlagen seiner Glieder mit dem Galopp des Reittiers synchronisieren konnte. Als der Angreifer etwa zehn Meter von ihm entfernt war, aktivierte er den Mechanismus seiner Waffe und schwang sie, ohne sein Tempo zu verlangsamen. Die Schlinge öffnete sich weit genug, um den maskierten Kopf des Zoraï zu umschließen. Ohne Zweifel wusste er, wie er mit seinem Instrument umzugehen hatte. Doch der junge Homin war zu flink. Als der Soldat nach rechts schoss, um seine Beute an der Kehle zu packen, tauchte Pü absichtlich in die Richtung des Angriffs und wich ihm aus. Zwischen Waffe und Capryni hindurch gelang es ihm, den Riemen an der Seite des Tieres zu ergreifen, bevor er den Boden berührte. Er hielt sich fest und zog, so gut er konnte, nicht um das Tier zu destabilisieren, sondern um seinen leichten Kinderkörper über das Tier zu schleudern. Er flatterte herum und landete gerade noch auf dem Hinterteil des Capryni, als der Matis hinter seinen Rücken blickte, um zu sehen, was aus dem Zoraï geworden war. Während der Reiter den Blick von Pü kreuzte, der nur durch die Kraft seiner Schenkel das Gleichgewicht auf dem Tier hielt, legte seine Beute, die zum Henker geworden war, schnell ihre Hände um seinen Nacken und brach ihn mit einem kräftigen Schlag. Die Waffe des Matis rutschte aus seiner rechten Hand und zerbrach auf dem Boden. Wenn Pü nicht sicher sein konnte, dass er tot war, war seine Lähmung garantiert. Er ließ den gepanzerten Körper auf sich niedersacken, damit er nicht stürzte, nahm die Zügel, die seine linke Hand hielt, wieder auf, verlangsamte das Tempo und drehte sich um. Als er wieder am Ausgangspunkt angekommen war, brach er seinen Lauf ab und sprang links neben dem Tier zu Boden. Der Körper des Soldaten fiel schwer auf die rechte Seite. Der Helm löste sich durch den Aufprall, sodass der Zoraï in das leblose Gesicht blicken konnte. Der Soldat war eine Homina und damit vielleicht auch eine Mutter. Für den Bruchteil einer Sekunde sah Pü, wie die Maske seiner eigenen das Gesicht der Leiche überlagerte. Er schloss die Augen. Drei. Jetzt fehlten ihm nur noch drei.&lt;br /&gt;
[[file:Le soldat.png|right|400px|alt=… Le soldat était une homine…|Der Soldat war eine Homina]]&lt;br /&gt;
Auf der Spitze des Karrens hatte sich das Gesicht des Klerikers von einer rötlichen Gesichtsfarbe in ein blasses Weiß verwandelt, das viel blasser war als sonst. Die Soldaten reagierten nicht, da sie von der Gewalt, die sie gerade gesehen hatten, schockiert waren. Nur der General behielt die Nerven. Er ließ sein Reittier ein paar Schritte vorwärts reiten und wandte sich dem Konvoi zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Giero, reiten Sie so schnell wie Ihr Capryni kann in Richtung des nächsten Außenpostens! Informieren Sie den Intendanten über die Lage und schicken Sie uns Verstärkung. Unterschätzen Sie die Bedrohung nicht. Be'maty, begeben Sie sich ebenfalls zum Außenposten! Sie werden Giero wegen der Ladung nicht folgen können, aber Ihre Mektoubs sind stark, also schonen Sie sie nicht. Sobald er seine Nachricht überbracht hat, wird Giero Sie auf der Straße treffen. Vicho, bleiben Sie auf dem Karren! Sie werden die Ladung und den Herena mit Ihrem Leben schützen, bis Giero zurückkehrt. Zani, Lichnini, Sivaldo, Sie kommen mit mir! Greifen Sie nicht ein, bis ich es Ihnen befehle&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der selbstbewusste Tonfall des Generals half den Soldaten, aus ihrer Lethargie zu erwachen. Alle führten den Befehl wortlos aus. Der Wachposten sprang vom Karren und legte sein Maschinengewehr an, der Matis auf dem Rücksitz ersetzte ihn auf dem Dach des Karrens, der zu manövrieren begann, um umzukehren. Nur der Kleriker, der gerade erst wieder zu sich kam, wollte protestieren. Doch der neugierige Blick, den der General ihm zuwarf, hielt ihn davon ab, und seine Kreideblässe wurde noch größer. Normalerweise ließ Pü keine Überlebenden zurück, denn nur wenn es keine Zeugen gab, konnte er sicher sein, dass er in diesen Gebieten weiterhin ungehindert operieren konnte. Außerdem vermied er es normalerweise, die reguläre Armee anzugreifen, da jeder vermisste Soldat zu einer Untersuchung führte, und griff stattdessen lieber die fanatischen Stämme oder Banditengruppen an, die das Königreich durchzogen. Doch dieses Mal war alles anders. Wenn die ersten sprechen würden, würde er schon auf dem Rückweg sein. Er beobachtete seine vier zukünftigen Gegner genau, während einer der Reiter mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Südwesten ritt, gefolgt von dem Karren. Er durfte es nicht mit ihnen allen zusammen aufnehmen. Er wartete ein paar Sekunden - genug Zeit, damit der Bote am Horizont verschwand - und begann, sich langsam vorwärts zu bewegen. Beim ersten Schritt schrie der General.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bleiben Sie stehen! Weil Sie sich des Verbrechens des vorsätzlichen Mordes an einem Soldaten des Königreichs Matia schuldig gemacht haben, müssen Sie sich vor dem königlichen Gericht verantworten. Wie es unser Gesetz vorsieht, haben Sie das Recht, sich während des Prozesses zu verteidigen. Bitte kooperieren Sie jetzt, sonst müssen wir Sie gewaltsam festnehmen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü hob die Hände, um Unterwerfung vorzutäuschen, und ging weiter. Er wusste, dass die Matis sich nicht täuschen lassen würden, aber er musste ein paar Meter gutmachen. Momentan war der Maschinengewehrschütze die größte Bedrohung. Er musste ihn zuerst ausschalten. Dennoch durfte er den hochrangigen Soldaten nicht unterschätzen. Unter normalen Umständen hätte er es mit einem einfachen Truppführer zu tun gehabt und nicht mit einem erfahrenen Militär.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich werde mich nicht wiederholen, keine Bewegung mehr!&amp;quot;, schrie der General erneut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zoraï würde es wahrscheinlich nicht schaffen, noch einen weiteren Schritt zu machen, bevor der General zum Angriff blasen würde. Er fuhr mit seiner rechten Hand über seinen Rücken und legte sie auf den kleinen runden Schild, der dort hing. Er durfte sich keinen Fehler erlauben. Wenn er sich jetzt verfehlte, würde der Rest viel unsicherer werden. Er schloss wieder die Augen und ließ seine Sinne sich voll und ganz der Welt öffnen. Die Richtung und Stärke des Windes, die Luftfeuchtigkeit - wichtige Parameter, die es für den perfekten Wurf zu berücksichtigen galt. Er öffnete die Augenlider wieder und richtete seinen Blick auf den Schützen. Er war zwar zu weit weg, um sicher zu sein, aber die Position seiner Arme deutete darauf hin, dass er bereit war, zu schießen. Pü atmete tief durch und machte sich an den Kampf. Schneller als je zuvor hängte er seinen Schild ab und streckte seine Arme wie ein Seil nach hinten. Er brauchte weniger als eine Sekunde, um seine Flugbahn zu bestätigen und seinen Buckler zu werfen. Das Geschoss flog nach links vom Pfad und erweckte den Anschein eines Fehlwurfes. Pü nutzte die allgemeine Verwirrung, um in die andere Richtung zu stürmen. Wie erwartet erhielt der Maschinengewehrschütze den Befehl zum Eingreifen und legte seine Waffe an. '''Mit beiden Füßen fest in der Rinde steckend, begann er, aus allen Rohren auf den Zoraï zu feuern'''. Aufgrund des Rückstoßes war die Waffe jedoch schlecht zu führen, sodass Pü einige Sekunden Zeit hatte, bevor die Treffer ins Schwarze trafen. Der Junge wackelte und hüpfte geschickt und versuchte, dem Maschinengewehrschützen die Arbeit zu erschweren, dessen Schüsse immer präziser wurden. In diesem Moment glaubten die Matis wahrscheinlich, dass sie den Sieg davontragen würden. Doch die Flugbahn des Schildes nahm eine unerwartete Krümmung an. Der Buckler streifte die Bäume, die den Straßenrand markierten, und drehte sich in Richtung des Schützen, der nun mit dem Rücken zu ihm stand. Niemand bemerkte den Plan, außer dem General, der das tödliche Projektil sah, als es gerade auf den Hinterkopf des Maschinengewehrschützen treffen wollte, weil er schlauer war als der Rest seines Trupps. Er schrie etwas und sprang von seinem Capryni. Er rappelte sich schnell auf und ging auf den Soldaten zu. Als Antwort auf den Schrei seines Vorgesetzten drehte sich dieser gerade zu der fliegenden Bedrohung um. Als der General sah, dass er nicht reagierte, versuchte er, ihn zu Boden zu werfen, doch er stieß ihn nur an. Der Schild schnitt tief in das Gesicht des benommenen Matis, der sich herumdrehte und schwer auf den Boden fiel.&lt;br /&gt;
[[file:Les deux pieds.png|right|400px|alt=… Les deux pieds fermement plantés…|Mit beiden Füßen fest steckend]]&lt;br /&gt;
Pü hörte mit dem Gestikulieren auf und holte Luft. Der Maschinengewehrschütze war zwar sicher nicht tot, aber er schien ohnmächtig zu sein und stellte daher im Moment keine Bedrohung dar. Während der General am Krankenbett verweilte, glaubte der junge Zoraï fälschlicherweise, dass er nun Zeit hätte, über seinen nächsten Schritt nachzudenken. Doch die beiden Reiter waren anderer Meinung und spornten sich gegenseitig an, zum Angriff überzugehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;General, bleiben Sie bei Sivaldo, wir kümmern uns um den maskierten Primitiven!, rief der erste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Ja, General! Bisher haben seine feigen Techniken nur funktioniert, weil wir nicht darauf vorbereitet waren, fügte der zweite hinzu. Lassen Sie uns den Tod von Tinailli rächen! Wir versprechen, dass wir ihm Ehre erweisen werden!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl der General protestierte, rasten die beiden Soldaten mit voller Geschwindigkeit auf den Zorai zu, den das nicht zu stören schien. Die letzten paar Dutzend Meter zwischen ihnen wurden in Sekundenschnelle verschlungen. Doch da sie sich an den Tod ihrer ersten Kameradin erinnerten, machten die Matis nicht den Fehler, den jungen Krieger zu überfallen. Sie hielten an, bevor sie auf seiner Höhe waren, sprangen von ihren Reittieren und rückten vor, um ihn in die Zange zu nehmen. Nach ihrem jeweiligen Verhalten zu urteilen, mussten die beiden Matis unerfahrene Soldaten sein. Von Hass und Rachegelüsten geblendet, wussten sie noch nicht, dass sie sich gerade in den Rachen des Gingos gestürzt hatten. In der Ferne hatte der General gerade seine Capryni erreicht, um zu den beiden Unvorsichtigen zu eilen. Allein gegen zwei hatte der junge Krieger noch alle Chancen. Er musste die Sache also so schnell wie möglich hinter sich bringen, bevor der einzige wirklich erfahrene Soldat des Trupps zu ihnen stieß. Der Matis, der sich in seinem Rücken positioniert hatte, hielt mit beiden Händen ein schweres, schön verziertes Bernsteinschwert, während der Matis, der ihm gegenüberstand, mit einer langen Pike bewaffnet war, die von geflochtenem Bernstein gekrönt war. Pü hätte gerne in seinem Gesicht gelesen, aber der mächtige gehörnte Helm, den er trug, verhinderte dies. Die Matis kamen schnell näher. Logischerweise würde der Soldat gegenüber von ihm den ersten Angriff starten und dem Soldaten in seinem Rücken die Gelegenheit geben, einen toten Winkel für einen Angriff zu nutzen. Genau das geschah auch. Der Pikenier schrie und durchbohrte die Luft mit einer präzisen Bewegung, in der Hoffnung, den Zoraï mit einem einzigen Schlag aufzuspießen. Ohne seine Füße zu bewegen, schoss Pü mit seiner rechten Hand gegen die Pike, während er sich drehte und sein Becken auf die gegenüberliegende Seite verlagerte. Der Schutz seines Unterarms kratzte lautstark an den vielen scharfen Spitzen. Er drehte sein Handgelenk abrupt um und griff nach dem langen Griff der Waffe. Anstatt den Angriff abzuwehren, ermutigte er die Bewegung und nutzte den Schwung des Matis, um ihn zu destabilisieren, während er den Impuls seines Angriffs bewahrte. Er lenkte die Richtung des Angriffs leicht ab, ohne seine Füße vom Boden abzuheben, beugte seinen Rücken nach hinten und wich dem horizontalen Schlag aus, den der Schwertkämpfer auf ihn ausüben wollte. Er musste nur dafür sorgen, dass die Pike ihre Geschwindigkeit beibehielt, damit ihre tödlichen Spitzen den linken Oberschenkel des unglücklichen Schwertkämpfers durchbohrten, der unter dem Schock schreiend zusammenbrach. Der Angreifer wurde von der unkontrollierten Bewegung seiner Waffe mitgerissen und fiel beinahe auf den Verletzten. Pü ergriff die Gelegenheit und half ihm. Er zog seinen Dolch mit der freien Hand, während die andere den fest im Fleisch seines Kameraden steckenden Pik losließ, trat einen Schritt zurück, um sein Gleichgewicht wiederzuerlangen, und stieß seine Klinge mit einem präzisen Schlag in das Halsgelenk des Helms des Pikeniers. Ein langer Schwall Blut spritzte heraus, als er seinen Dolch aus der Halsschlagader seines Gegners zog. Wie erwartet geriet der Soldat in Panik und nahm schnell seinen Helm ab, um seine Kehle mit den Kräften des Sap zusammenzudrücken und zu heilen, bevor sein Gehirn nicht mehr mit Blut versorgt wurde. Pü ließ ihm keine Zeit zum Handeln, packte das braune Haar des Matis und versetzte ihm mehrere heftige Dolchstiche in den Hals. Als sich der Kopf des Soldaten schließlich vom Rest seines Körpers trennte, brach der Enthauptete auf die Pike zusammen, die sich noch tiefer in die blutende Wunde des am Boden festgenagelten Homins bohrte. Pü warf einen Blick zurück: Der General würde bald hier sein. Er steckte den blutbefleckten Dolch weg, ließ den Kopf seines Opfers fallen und näherte sich dem schwer verletzten Soldaten, der nun unter der schweren, noch immer pulsierenden Rüstung seines Kameraden eingeklemmt war und nicht mehr in der Lage war, die Pike herauszuziehen, um sein Bein magisch zu heilen. Der Homin nahm seinen Helm ab und begann zu stöhnen. Er war etwa so alt wie Niï, also etwa zehn Jahre älter als Pü.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bitte töten Sie mich nicht!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü hatte aufrichtiges Mitleid. Er hasste es zu töten. Und besonders, wenn seine Gegner nicht darauf vorbereitet waren. Aber er hatte keine Wahl mehr. Er hatte es fast geschafft, er konnte jetzt nicht alles aufgeben. Der junge Zoraï machte seinen Kopf wieder frei und ignorierte die Klage des Matis. Er trat näher an ihn heran, setzte seinen linken Fuß behutsam auf seinen Hals und zerquetschte ihn mit einem Fersenschlag. Er hob das Schwert des nun gelähmten Unglücklichen auf, stieß es ihm in den Hals und verhinderte so jede Regeneration. Eins. Jetzt fehlte ihm nur noch einer. Wenn der ohnmächtige Maschinengewehrschütze ausreichte, würde der Homin, der ihm von nun an gegenüberstand, ihn sicher nicht kampflos an den Verwundeten heranlassen. Der General, der sein Reittier bestiegen hatte, um die Distanz zu dem Zoraï zu überbrücken, es dann aber wieder verließ, ritt nun mit entschlossenen Schritten auf den Krieger zu. Als er nur noch wenige Meter von ihm entfernt war, nahm er seinen Helm ab. Zum ersten Mal seit langem zuckte Pü zurück. Für einen Moment glaubte das Kind, die Maske seines Vaters zu sehen. Der Matis war im besten Alter, wie die wenigen Falten, die die Harmonie seiner Gesichtszüge trübten, und der schwache Glanz seines langen, ebenholzfarbenen Haars zeigten. Vor allem aber waren es die selbstbewussten und intensiven Augen, die sie an ihren Vater erinnerten. Diese stechend blauen Augen waren die eines entschlossenen Homins, der bereit war, alles zu geben, um seinen Willen zu erfüllen. Pü trat einen Schritt zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Es ist nicht nötig, dass wir kämpfen, sagte er mit verwirrter Stimme. Ich habe meine Mission erfüllt. Überlassen Sie mir den Maschinengewehrschützen und gehen Sie nach Hause. Bitte befolgen Sie meinen Rat und gehen Sie zu Ihrer Familie.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der General legte seinen Helm zu seinen Füßen und zog ein langes, breites und fein verziertes Schwert. Er warf ihr einen eisigen Blick zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich werde Ihrer Bitte nicht nachkommen können, mein Junge. Sie allein haben soeben drei meiner Soldaten getötet. Karan Domini, König und Hohepriester des Königreichs Matia, muss wissen, warum die Zoraï-Theokratie Kindersoldaten für Mordmissionen ausbildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Ich sage es Ihnen noch einmal: Mein Stamm und ich sind nicht von der Zoraï-Theokratie abhängig. Bitte gehen Sie weg!&amp;quot;, erwiderte Pü und wich ein zweites Mal zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Matis trat mit entschlossenen Schritten vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hat man Sie gezwungen zu töten? Wenn es normal ist, dass ein Junge in Ihrem Alter das Kämpfen lernt, sollte er nicht so jung Blut vergießen müssen. Und schon gar nicht unter diesen Bedingungen. Ein Junge in Ihrem Alter verbringt Zeit mit seinen Freunden, Brüdern, Schwestern, seinem Vater und seiner Mutter.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Worten des Militärs und der Erwähnung seiner Verwandten bekam der junge Zoraï einen Blutsturz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sprechen Sie nicht über meine Familie! Laufen Sie weg, solange Sie noch Zeit haben!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein kaltes Lächeln erschien auf dem Gesicht des Generals.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich habe wohl einen Nerv getroffen. Sind es vielleicht Ihre Eltern, die Sie so weit aus dem Dschungel geschickt haben, um diese Morde zu begehen? Eine Mutter sollte ihre Kinder die Liebe lehren, nicht den Tod!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein heftiger Kopfschmerz durchbohrte den Schädel des Kindes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;'''Ich verbiete Ihnen, über meine Mutter zu sprechen!'''&amp;quot;&lt;br /&gt;
[[file:Je vous interdis.png|right|400px|alt=… Je vous interdis de parler…|Ich verbiete Ihnen zu sprechen]]&lt;br /&gt;
Als er gegangen war, hatte sie geweint. Und obwohl sie ihn ermahnt hatte, nicht zu töten, um seine eigene Lust zu befriedigen, hatte sie ihn dennoch gebeten, es für Ma-Duk zu tun. Pü liebte Ma-Duk aufrichtig, genauso wie er Jena hasste. Die Kamis beschützten Atys, während die Karavan es zerstörte, indem er seine Ressourcen plünderte. Aber konnte man seine Liebe zu Ma-Duk nicht anders beweisen, als durch Blutvergießen? Durch ihre Worte und ihren Status als Hohepriesterin billigte ihre Mutter die barbarischen Bräuche ihrer Vorfahren. Schlimmer noch, sie gab sie mit Inbrunst weiter. Doch er, der noch vor wenigen Monaten jedes Wort seiner Mutter total begeistert hatte, kotzte sie nun an. Wie lange würde es ihm noch gelingen, seine Verbundenheit mit den Werten seines Stammes vorzutäuschen? Und wenn Ma-Duk, gewarnt durch diesen letzten Gedanken, bereits der Meinung war, dass er ihm nicht mehr treu war, würde er dann jemals zum Schatten der schwarzen Maske werden können? Würde sein Vater ihn hinrichten lassen, wenn Großmutter Bä-Bä ihm die Nachricht überbrachte? Würden sein Bruder und seine Mutter ihn gewähren lassen? Pü stieß an seine Grenzen, sein Gehirn war in Aufruhr. Als der Matis spürte, dass der Zoraï nachgab, stieß er ihn bis zum Äußersten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Herena hatte also Recht: ihr seid nur Tiere! Die Homins Ihres Volkes schwängern ihre Hominas und machen sie zu Leihmüttern, die nur dazu taugen, Kindersoldaten zu produzieren, die auf dem Altar Ihrer hasserfüllten Überzeugungen geopfert werden!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit diesen Worten zog Pü seinen Dolch und sein Kurzschwert und stürmte brüllend auf den Matis zu. Er hatte ihm die Gelegenheit zur Flucht gegeben, und dieser hatte sie nicht genutzt. Wenn er sterben wollte, dann würde Pü ihm dabei helfen, so einfach, wie er es mit seinen Soldaten getan hatte. Es würde nur wenige Sekunden dauern. Bald würde alles vorbei sein. Er würde diesen Schmerz nicht mehr ertragen müssen. So stellte er es sich zumindest vor, wenn er wütend war. Das Schwert des Generals leuchtete auf und der junge Krieger wurde an den Knöcheln gepackt, noch bevor er das Manöver des Militärs verstand. Die Erfahrung des Matis hatte gesprochen, und der Stolz des Zoraï würde ihn teuer zu stehen kommen. Er hatte seinen Gegner unterschätzt und war blindlings losgestürmt, ohne mit dem Einsatz einer magischen Verzauberung zur Fesselung zu rechnen. Wurzeln waren aus der Rinde gesprungen und hinderten ihn völlig an der Bewegung. Durch den Schwung seines Laufs war Pü beinahe nach vorne gestolpert und hatte sich nur mit Mühe auf den Beinen halten können. In Panik versuchte er, sich aus der magischen Falle zu befreien, indem er mit seinen Waffen die Verzweigungen aufschlitzte, die sich nun seine Waden hinaufzogen, und dabei den Zauberer vergaß. Plötzlich, als er seine ganze Aufmerksamkeit auf seine Beine richtete, verdunkelte sich der Himmel. Sein Blut gefror, als er reflexartig den Kopf hob. Über ihm verdeckte die mächtige Rüstung des Matis das Licht der Sonne: Er hatte die Panik des Zoraï ausgenutzt, um in den Nahkampf zu gehen. Das Gegenlicht betonte seinen grimmigen Blick, der Pü von allen Seiten versteinerte. Der General hob sein großes Schwert in eine tiefe Position. Seine weiße Rüstung leuchtete auf, als das Licht durch die veränderte Haltung durchsickerte, und Pü musste wegschauen, um nicht geblendet zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Lassen Sie es geschehen!, sagte der Matis mit ernster Miene. Der Schlag, den ich Ihnen jetzt versetze, wird Ihnen eine kritische Wunde zufügen. Wenn Sie sich bewegen, könnte er für Sie tödlich sein. Ich werde Sie am Leben halten, bis die Verstärkung eintrifft. Danach werden wir Sie nach Matia bringen!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl der General zuversichtlich schien, dass er ihn lebend zum König der Matis bringen würde, wollte Pü lieber tausendmal sterben, als in die Gefangenschaft der Handlanger der Karavan zu geraten. Er versuchte erneut, sich zu wehren, aber die Wurzeln umklammerten nun seine Taille und begannen, sich seinen Bauch hinaufzuziehen. So endete sein kurzes Leben. Am Ende hatte sich Großmutter Bä-Bä geirrt. Er, der mit der Vorstellung aufgewachsen war, der Schatten der schwarzen Maske zu werden und unter seinen eigenen Leuten zu sterben, indem er seinen Bruder beschützte, sollte allein und weit weg von zu Hause sterben, mit Jenas blendendem Astralabdruck als letztem Anblick. Was für eine Ironie. Als der Zoraï seine Maske nach links gedreht hatte, um nicht länger die spöttische Spiegelung des Brustpanzers ertragen zu müssen, sah er eine seltsame Lichtquelle jenseits des Straßenrandes im Schatten der hohen Sylvan-Bäume. Wenn er sich konzentrierte, konnte er zwei gleich große Sphären deutlich erkennen. Sie waren strahlend weiß und leuchteten umso heller, je dunkler es um sie herum war. Nein, es war nicht nur die Dunkelheit ... Pü konnte eine kleine schwarze Gestalt zwischen den Schatten erkennen. Sein Blut gefror erneut. Es waren keine Sphären, es waren Augen. Die Augen der Schwarzen Kami, die ihm bis jetzt zweimal erschienen war. Er war hier. Ma-Duk sah ihn an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nein, er durfte nicht aufgeben. Er war ein Schwarzer Krieger von Ma-Duk, geschmiedet von den besten Kämpfern des Dschungels und gesegnet von den Kamis. Solange er kämpfen konnte, würde er nicht aufgeben. Gestärkt reagierte sein Körper instinktiv, als der General seine Waffe auf ihn niedersausen ließ, um sein linkes Schlüsselbein zu durchbohren. Um sich zu schützen, schickte er seinen rechten Arm gegen die massive Klinge, und sein Kurzschwert konnte den Schlag zwar nicht abwehren, aber immerhin den Angriff ablenken - auf Kosten eines Teils seiner Hand, die in Stücke zersplitterte. Die extreme Anspannung, in der sich der junge Krieger befand, hatte den positiven Effekt, dass er den Schmerz völlig ignorierte. Das Schwert streifte ihn und bohrte sich schwer in den Boden. In der Sekunde des Aufatmens ließ Pü den Dolch in seiner linken Hand fallen und manipulierte den umliegenden Sap, um mit beiden Händen einen Zauberspruch auszusprechen. Da sein Paar Magieverstärker an seinem Gürtel hing, der nun mit den Wurzeln verwickelt war, konnte er sich nicht mit ihnen ausrüsten. Aber für das, was er vorhatte, sollte ein roher Zauberspruch ausreichen. Also '''zögerte er nicht und entzündete seinen Körper, um aus seinem Holzgefängnis auszubrechen'''. Es gelang ihm, sich aus den teilweise verbrannten Wurzeln zu befreien, als der General sein Schwert aus dem Boden riss. Als er seinen zweiten Angriff startete, konnte Pü ihm mit einer Rolle gerade noch ausweichen. Der Matis folgte mit einer Reihe von Hieb- und Stichattacken, denen der junge Krieger mit verschiedenen akrobatischen Einlagen auswich. Unbewaffnet war er nicht in der Lage, die Angriffe abzuwehren. Er war zwar viel geschickter als der General in seiner schweren Rüstung, aber dieser schien viel ausdauernder zu sein und hatte noch keine Verletzungen erlitten. Noch beunruhigender war, dass seine Schläge immer präziser wurden. Zum ersten Mal in seinem Leben kämpfte Pü gegen einen Waffenmeister in einem Kampf auf Leben und Tod. Die Erfahrung des Matis sprach für sich, und es dauerte nicht lange, bis er begann, die Bewegungen des jungen Kriegers zu antizipieren.&lt;br /&gt;
[[file:Hesita pas.png|right|400px|alt=… il n’hésita pas…|zögerte er nicht]]&lt;br /&gt;
Les secondes défilaient et Pü s’essoufflait à vue d’œil. À plusieurs reprises, le soldat réussit à le frôler, entaillant son corps d’enfant de la pointe de son épée. Pü faisait régulièrement appel aux pouvoirs de la Sève pour panser ses blessures et régénérer partiellement son endurance, mais, à ce rythme, il atteindrait bientôt ses limites. S’il aurait aimé pouvoir passer dans le dos du Matis pour tenter de lui briser la nuque, comme il savait si bien le faire, celui-ci ne lui laissait aucun répit. Sans arme, il n’avait aucun moyen de s’extraire de cette situation perdue d’avance. Alors qu’il cherchait une échappatoire, il aperçut une dague pendant à la taille du soldat, cachée derrière le drap d’apparat ornant sa ceinture. Comment avait-il pu ne pas la voir avant ? Pü se maudit et imagina un plan d’action, entre deux roulades et trois contorsions. Il allait jouer le tout pour le tout. À bout de souffle, le Zoraï attendait le moment idéal pour agir. Soudainement, lui qui ne faisait jusqu’alors que reculer face aux assauts du Matis, profita d’une large frappe de taille pour effectuer une roulade avant et passer sous la lame tranchante. Son mouvement tout juste terminé, il poussa aussi fort qu’il put sur ses jambes, et bondit sur le flanc gauche du soldat. Si le Matis fut décontenancé par la direction de l’esquive, il réagit très vite et rendit un violent coup de pied latéral au jeune guerrier. Le corps de l’enfant craqua sous la lourde botte du soldat et alla s’écraser plus loin sur le sol. Pü se releva péniblement sur un genou et cracha le sang. Son adversaire venait de lui briser plusieurs côtes. Mais derrière son masque, le jeune guerrier souriait : sa main valide était désormais armée. Bien que différente des dagues qu’il avait coutume de manier, celle du Matis ferait parfaitement l’affaire. Le jeune homin inspira un grand coup et leva son masque vers le général. Celui-ci s’était retourné et s’apprêtait à réaliser une percée avec son épée pour retourner au corps-à-corps.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Abandonnez mon garçon ! » dit-il en chargeant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
À nouveau, Pü n’aurait qu’une seule chance. Et jusqu’alors, la chance lui avait souvent souri. Finalement, peut-être que le Kami Noir veillait réellement sur lui.  Alors que le soldat se précipitait dans sa direction, l’épée dirigée vers l’avant, Pü attendit le bon moment et jeta sa dague en l’air, loin au-dessus de lui. Aussitôt fait, il infusa tout ce qu’il put de Sève dans ses jambes et fit gonfler ses cuisses comme jamais. Puisant à la limite de ce qu’il pouvait endurer, il souleva un nuage de sciure et bondit dans les airs d’un saut surhomin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Totalement surpris par la nature de l’attaque et partiellement aveuglé par le brouillard de débris, le Matis crut à tort que le Zoraï tentait simplement de s’enfuir. Il comprit trop tard la réalité de la situation lorsque qu’il sentit son épée s’alourdir brusquement sur l’avant. Pü venait d’atterrir sur le plat de la lame et s’élançait tel un funambule en direction de son porteur. Déjà fort déséquilibré, le Matis tenta en vain de se redresser au moment où Pü prit à nouveau appui sur l’arme pour voltiger. Le jeune guerrier atterrit cette fois-ci sur ses épaules, et se propulsa une derrière fois en direction du ciel, obligeant par la force de ses jambes le Matis à poser un genou au sol. Pü devait se situer à environ quatre mètres du sol, et survolait le nuage de poussière qui commençait à se dissiper. Il n’eut qu’à tendre son bras valide pour attraper la dague qu’il avait précisément jetée quelques secondes auparavant. Écartant les jambes et regardant vers le sol, alors que la gravité commençait à faire effet, il posa ses yeux sur le visage du général. Celui-ci avait perdu son regard terrifiant et ouvrait grand les paupières. Pü y lut de l’admiration. L’enfant effectua à nouveau un lancer parfait et la dague alla se planter droit dans le crâne du Matis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Toujours en l’air, le Zoraï se préparait à se réceptionner correctement, mais ses côtes cassées l’en empêchèrent. Il s’effondra lourdement sur le flanc opposé, non loin du corps du général figé sur les genoux dans une étrange position. Sa tête pendait en arrière, dirigée vers l’astre du jour et sa longue chevelure d’ébène se soulevait légèrement au gré du vent. Pü s’allongea sur le dos et écarta les bras. Terminé. Son calvaire était terminé. Il avait gagné.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
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		<author><name>Jadeyn</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Kapitel_IV_-_Sylvan_Exil&amp;diff=34470</id>
		<title>Kapitel IV - Sylvan Exil</title>
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				<updated>2023-02-23T19:39:20Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Jadeyn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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|RU=&amp;lt;!--Глава IV - Изгнание в лес--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|H=1&lt;br /&gt;
|palette=}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:purple;font-weight:bold&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''Jahr 2474 von Jena'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Quotation|''Bélénor Nébius, Erzähler'' • ''Cheng Lai'SuKi, Illustratorin''|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[file:Pu deroulait.png|right|400px|alt=… Pü déroulait en silence…|verrichtete Pü schweigend]]&lt;br /&gt;
Auf einem hohen Ast eines großen sylvanischen Baumes sitzend, '''verrichtete Pü schweigend sein tägliches Gebet'''. Über ihm, sogar noch näher, so weit entfernt vom Dschungel und seinem Zenit, war das Tagesgestirn dabei, seinen vollen Glanz zu entfalten, und trotz der dicken Laubschicht, die es vom Himmel trennte, schaffte es das warme Licht, die blaue Haut des jungen Zoraï zu erwärmen. Er hatte jedoch gelernt, Jenas astrale Prägung zu vergessen, und versuchte, sich an die Kälte und das Echo der Abgrundschächte zu erinnern, die sein Dorf unter der Rinde durchzogen und die es Ma-Duk ermöglichten, aus dem Herzen von Atys über ihn und seine Familie zu wachen. Er hatte ohnehin keine Wahl: Die Höhen waren bei weitem der geeignetste Ort für meditative Momente. Am Boden waren Raubtiere und Soldatenpatrouillen eine ständige Störung, die seine Ruhe bedrohten und ihn daran hinderten, sich friedlichen Aktivitäten zu widmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tausend Kilometer entfernt beendeten seine Stammesmitglieder wahrscheinlich auch gerade ihre Gebete. Trotz der Entfernung und der Einsamkeit hatte Pü versucht, seinen Lebensrhythmus beizubehalten, den er vor seiner Abreise gelebt hatte. Mit dem ersten Morgengrauen erwachte das Dorf und bereitete sich auf die Routinearbeiten vor, die für das reibungslose Funktionieren der Gemeinschaft notwendig waren: Instandhaltung, Handwerk, Jagd, Kochen, verschiedene Versammlungen, Empfang der seltenen Gesandten und Händler etc. Das Ziel war es, so viele Aufgaben wie möglich zu erledigen, bevor die lange Morgenlitanei begann. Diese wurde von Pus Mutter Looï geleitet und endete mit einem gemeinsamen Essen im Speisesaal, an dem der ganze Stamm teilnahm. Nach dem Mittagessen übten sich die Zoraï mehrere Stunden lang in der Kunst des Kampfes. Der Unterricht richtete sich an alle, unabhängig von Alter oder Geschlecht, und war sehr vielfältig: Nahkampf, Stichwaffen, Schusswaffen und Magie. Der Stamm war in erster Linie ein Clan von Kämpfern, die früher oder später am Beginn des Heiligen Krieges teilnehmen würden. Wenn das Training beendet war, trafen sich die Familien zu einem gemütlichen Essen und gingen vor dem Schlafengehen verschiedenen persönlichen Aktivitäten nach. Seit jeher besuchte Pü Abendkurse bei seiner Mutter, die ihn in homininer Geschichte, internationalen Beziehungen, anderen Sprachen und Wissenschaft unterrichtete. Gelegentlich wurde er von seinem älteren Bruder Niï begleitet. In den meisten Fällen besuchte dieser jedoch andere Privatstunden bei ihrem Vater, der Schwarzen Maske.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Junge wurde jäh aus seinen Erinnerungen gerissen, als ein trauriges Geräusch die Harmonie des Gesangs der Bäume durchbrach. Über den Baumwipfeln erschütterte das dumpfe Dröhnen eines Karavan-Fluggeräts die Luft und vertrieb die Javings, diese seltsamen Vögel mit den gezackten, grünlichen Flügeln und der langen, schwarzen, glänzenden und mit Widerhaken versehenen Zunge, mit der sie ihre Beute aufspießten. Pü stand schnell auf, überprüfte die Festigkeit seiner Lebenslinie und machte sich daran, die letzten Meter des dicken Baumstamms zu erklimmen, der ihn vom Himmel trennte. Als sein zarter Körper aus dem Blättermeer herausragte, musste er hinter seiner Maske die Augen zusammenkneifen, weil das Tageslicht so grell war. Nicht weit von ihm entfernt verlor die Höllenmaschine immer mehr an Höhe. Die seltsame schwarze Materie, aus der ihre Hülle bestand, reflektierte Jenas helles Astrallicht, als wollte sie ihn verhöhnen. Trotzdem gelang es Pü, die Maschine zu identifizieren. Es war einer der kleinen Transporter, die die Karavan normalerweise benutzte, um die von ihren Hominsklaven gesammelten Ressourcen zu sammeln. Seltsamerweise schien er direkt aus einer der riesigen Himmelswurzeln zu stammen, die das Kronendach bildeten, den unerforschten Teil der Rinde, wie die Bewohner Atys bezeichneten, ihre Welt aus lebendem Holz, das nur aus ständig wachsendem Pflanzenmaterial besteht. Ihre opulenten Täler und üppigen Hügel bestanden aus kolossalen Wurzeln, auf denen die Homins ihre Zivilisationen errichtet hatten. Das Wasser, das die tiefen Wurzelspalten füllte, erweckte ihre Seen, Lagunen und Ozeane zum Leben. Die steilsten Wurzeln bildeten seine Berge und reckten sich in einem langsamen, unaufhaltsamen Aufstieg in den Himmel. Bestimmte Temperaturanomalien führten sogar dazu, dass der Wurzelteppich langsam verglühte und die Wüsten entstanden. Und noch tiefer unter der Rinde befanden sich die Urwurzeln, das geheimnisvollste Ökosystem von Atys nach dem, das man in das Kronendach vermutet. Es bildete ein riesiges Labyrinth aus grünen, feuchten Höhlen, die tief in die Eingeweide der Pflanzenwelt bis in ihr Herz hineinreichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü beobachtete, wie die Karavan-Maschine mit hoher Geschwindigkeit abtauchte. Es war sehr wahrscheinlich, dass wie üblich ein Treffpunkt zwischen der Karavan und ihren Handlangern vereinbart worden war und dass ein Konvoi auf dem Weg war, um Tribut zu liefern. Der junge Zoraï spürte, wie sein Herz raste. Vier. Jetzt fehlten ihm nur noch vier. Vier, und er könnte endlich nach Hause zu seinen Lieben zurückkehren. Das war die perfekte Gelegenheit. Er musste den Konvoi abfangen, bevor er sich mit den Karavan-Agenten treffen konnte. Pü entkam dem nackten Tag, indem er sich ein paar Meter in die Tiefe stürzen ließ, und landete auf dem Ast, auf dem er seine Sachen zurückgelassen hatte. Er sammelte sie zusammen und packte sie hastig ein, bis auf einen würfelförmigen Weidenkorb, den er sorgfältig handhabte. In diesem Korb befanden sich die Früchte monatelanger Bemühungen. Er würde sich niemals verzeihen, wenn er ihn verlieren oder seine Unversehrtheit gefährden würde. Um sicherzugehen, dass er nichts vergessen hatte, überprüfte er noch einmal seinen Klettergurt und tauchte ab. Pü raste durch den grünen Abgrund, bewegte sich geschickt zwischen den Zweigen und löste mit einem fachmännischen Handgriff seine Lebenslinie von den Stiften, die er während des Aufstiegs getrieben hatte. Er durchquerte viele Sekunden lang die bunten Schichten dieses kontinentalen Waldes mit seinen tausend Jahreszeiten und landete schließlich anmutig auf dem belaubten Boden. Die Richtung, in die das Fluggerät flog, deutete darauf hin, dass es wahrscheinlich auf der Lichtung weiter nördlich landen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten Konvois starten in Matia, der Hauptstadt des gleichnamigen Königreichs, und so war es gut möglich, dass der erhoffte den breiten künstlichen Pfad nehmen würde, der den Wald im Westen durchschneidet. Pü war von den Kräften der Botaniker des Matis-Volkes beeindruckt und erschrocken zugleich. Er, der Matias kolossale Wurzelmauer und die riesigen Habitatbaumkomplexe, die sich jenseits der Stadtmauer so weit das Auge reichte, mit eigenen Augen gesehen hatte, war von einer solchen Maßlosigkeit überwältigt gewesen. Doch mit diesem Vorgehen und dem Versuch, die Natur nach seinem Willen zu beugen, versuchte das Volk der Matis, die Absicht der Kamis und damit auch die Absicht von Ma-Duk zu durchkreuzen. Der Große Erzeuger wacht über jedes Stückchen Materie auf Atys. Die Natur zu verändern bedeutet, sein Großes Werk zu verfälschen. Die Geheimnisse der Manipulation von lebender Materie, insbesondere von Pflanzen, waren den Matis von der Karavan übermittelt worden, wie den Zoraïs die Beherrschung des Magnetismus und des Schreibens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während seiner langen Monate im Exil im Königreich Matia war Pü klar geworden, wie attraktiv die heidnischen Sitten der von der Karavan indoktrinierten Völker sein konnten. Bei diesen Gedanken hatte er sich geschämt. Aber es hatte ihm auch geholfen, die Gefährlichkeit dieser Dämonen aus dem Himmel besser zu verstehen. Der junge Zoraï verlor keine Zeit. Er rutschte und sprang über die Wurzeln und Verzweigungen des Waldes und legte die letzten Kilometer bis zum Pfad in kürzester Zeit zurück. Die wenigen Gingos, die versuchten, ihn auf seinem Weg zu verfolgen, hatten keine andere Wahl, als aufzugeben, da er sich so geschickt durch das dichte Gewirr der Natur manövrierte, die frei von jeglicher Matisse-Unterdrückung war. Als er den Weg erreichte, versteckte er sich hinter einem großen Strauch und hielt Ausschau nach der Ankunft des Konvois. Als er gerade aufgeben und woanders nach den Spuren der Matis suchen wollte, hörte er in der Ferne ordentliches Hufgetrappel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü schluckte. Sein Herzschlag begann sich langsam zu beschleunigen. Niemals. Niemals würde er sich an dieses Gefühl gewöhnen. Sein Bruder hatte ihm versichert, dass sein erstes Mal ein Genuss sein würde und dass die Gefühle, die er dabei empfand, ihn für sein ganzes Leben prägen würden. Auf der einen Seite hatte er damit nicht ganz Unrecht. Die blutverschmierten Hände eines Zoraï, der mit elf Jahren ins Exil geschickt wurde, kniete allein vor der noch warmen Leiche seines ersten Opfers: diese Bilder verfolgten ihn wochenlang Tag und Nacht, bis er den Verstand verlor. Doch diese letzte Prüfung kündigte auch das Ende seines schmerzhaften Exils an. Bald würde er wieder in seinem Land, bei seinem Stamm sein und seine Mutter wieder in die Arme schließen können. Dieser freudige Gedanke tröstete ihn und half ihm, seine Kräfte wieder zu sammeln. Der Konvoi zeichnete sich nun am Horizont ab. Bald war er in Sichtweite. In der Mitte befand sich ein solider, schwer beladener Karren, gezogen von zwei Mektoubs, friedfertigen Dickhäutern mit flinken Füßen, die über zwei Meter groß waren, braunes Fell mit grauen Streifen hatten und vor allem an ihren langen, kräftigen Rüsseln und ihren ohrlosen Köpfen zu erkennen waren. Er wurde von einem Tryker geführt, wie viele andere, denen Pü bislang begegnet war. Tatsächlich war es nicht ungewöhnlich, Tryker weit östlich von ihren schwimmenden Städten zu treffen, die im Matis-Land undankbare und schlecht bezahlte Arbeit verrichteten. Ihre Neugier und ihr Freiheitsdrang machten sie zwar zu hervorragenden Entdeckern und Erfindern, doch aufgrund ihrer geringen Größe, ihres kindlichen Aussehens und vor allem ihres friedlichen und gutmütigen Charakters waren die Tryker in den vergangenen Jahrhunderten leider mehrfach von den Matis versklavt worden. Wie Pü aus dem Unterricht seiner Mutter wusste, waren die Tryker zum letzten Mal während des &amp;quot;Aquäduktkriegs&amp;quot; vor nur vierzig Jahren versklavt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2435 entdeckten Fyros-Minenarbeiter im Westen ihrer Wüste unter der Rinde vergrabene Ruinen und bohrten eine Säureader an, die die gesamte Region um die Kaiserstadt Coriolis in Brand setzte. Das wochenlange Feuer breitete sich bis zur Grenze des Königreichs aus und zerschnitt das riesige, von den Matis verhasste Aquädukt. Eben jenes, das die Wüste mit dem Seengebiet verband, das von der Trykoth-Föderation, dem Verbündeten des Fyros-Imperiums, verwaltet wurde. Der Krieg, in den die Allianz und das Königreich seit fast eineinhalb Jahrhunderten verstrickt waren, nahm eine neue Wendung. Der Imperator sah sich gezwungen, seine Truppen von den Seen abzuziehen und sie zur Bekämpfung des Feuers einzusetzen, das sein Volk bedrohte und ihm das Wasser abnahm. Daraufhin nutzte die Matisse-Armee die Gelegenheit und marschierte in das Seengebiet ein, versklavte das Volk der Tryker und eroberte die Stadt Karavia zurück, die das Imperium fast ein Jahrhundert zuvor gestohlen hatte. Karavia, die &amp;quot;Heilige Stadt&amp;quot;, wurde angeblich genau an dem Ort errichtet, an dem Zachini an der Küste des Königreichs, das er später gründete, zum ersten Mal mit der Karavan und der Göttin Jena zusammentraf. Karavia, die &amp;quot;Unheilige Stadt&amp;quot;, für Pü und seinen Stamm der bösartigste Ort auf der Rinde... Und doch wurde hier im Jahr darauf der Vertrag unterzeichnet, der den Aquäduktkrieg beendete und die Tryker von der Herrschaft der Matis befreite. Allerdings hatte diese Episode im Unterbewusstsein des Seenvolkes Spuren hinterlassen, und viele Tryker blieben als Diener im Wald zurück... so wie der Karrenfahrer, der sich offensichtlich dem Dienst des Matis verschrieben hatte, der neben ihm auf der Sitzbank schlummerte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü identifizierte ihn bei seinem Anblick sofort als einen Kleriker der Kirche des Lichts, die Herena genannt wurde. Der Matis war nämlich in seine kirchliche Tracht gekleidet: eine weiße Bernsteinkrone und eine lange Toga, die aus mehreren großen Umhängen bestand, die aus bunten Federn gefertigt und mit Geflechten aus bernsteinfarbenen Schmuckstücken verziert waren. Die Kirche des Lichts, die um den Jena-Kult herum gegründet wurde und unter der Schirmherrschaft der Karavan stand, war heute allmächtig im Königreich Matia und insbesondere in Karavia, das durch den Vertrag, der ihren Namen trägt, an das Königreich zurückgegeben wurde. Unter ihrem Einfluss waren so viele Homins von der dämonischen Natur der Kamis überzeugt worden...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter oben auf dem Karren, auf seiner Planenladung, stand ein Matis mit einem Maschinengewehr und hielt Ausschau nach dem Horizont. Er hatte keinen Helm auf und trug die gewöhnliche Kleidung der Soldaten der regulären Armee: einen weichen, robusten Anzug aus Kaktushaut und darüber Rüstungsteile aus weißem Holz. Ein weiterer schien auf der Rückbank zu sitzen. Die Matis waren ein von Natur aus schlankes Volk mit ausgemergelten Gesichtszügen und perlmuttfarbener Haut. Sie waren Ästheten, raffiniert und aufgrund ihrer Kultur ehrgeizig und erinnerten andere Völker immer wieder an ihre Überlegenheit, selbst wenn sie sich dessen nicht bewusst waren. Um den Karren herum waren fünf berittene Matis, die als Eskorte dienten. Sie ritten stolz auf Caprynis, schlanken Vierbeinern mit dicker, heller und stellenweise blau gestreifter Haut, einem einzigen Geweih und einer langen Schnauze mit einem einzigartigen Ziegenbart. '''Alle Soldaten waren mit einer Rüstung aus solidem weißem Holz ausgestattet''', die mit lilafarbenen Mustern graviert war, sich am Oberkörper wölbte und in der Taille enger wurde. Die Schulterstücke der Rüstung waren ebenso abgerundet wie breit und verliehen den Soldaten ein herrisches Aussehen. Am auffälligsten war jedoch ihr Helm, der aus einer Elfenbeinmaske mit einem azurblauen Schmuckstück auf der Stirn und einer stabilen, imposanten Kopfbedeckung bestand, die mit weißem Bernstein verziert war und deren Enden aus Chitin an den Ohren herabhingen, sodass sie wie Hörner aussahen. Einer der Soldaten unterschied sich von den anderen durch die feinen Verzierungen und Gravuren, die seinen Brustpanzer und Helm schmückten. Bisher hatte Pü noch niemals die Gelegenheit gehabt, solche Verzierungen zu sehen. Der Matis war zweifellos ein hochrangiger Soldat der königlichen Armee, der zusammen mit dem Herena entsandt worden war, um den König vor der Karavan zu vertreten.&lt;br /&gt;
[[file:Tous les soldats.png|right|400px|alt=… Tous les soldats étaient équipés…|Alle Soldaten waren ausgerüstet]]&lt;br /&gt;
Das Kind stellte seinen Korb sorgfältig in die Mitte des Strauches und wartete noch ein paar Sekunden, bis der Konvoi weiterzog. Als er etwa 50 Meter von seiner Position entfernt war, kam er ruhig aus seinem Versteck hervor und stellte sich in die Mitte der Straße. Als der Ausguck auf der Spitze der Ladung ihn entdeckte, gab er das Signal zum Anhalten und der Konvoi stoppte abrupt. Der unerwartete Halt unterbrach den Schlaf des Herena, der beinahe vom Karren gefallen wäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wer sind Sie? Nennen Sie Ihre Identität!&amp;quot;, rief der Ausguck in einem kräftigen, aber dennoch melodischen Tonfall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Antwort trat Pü einige Meter vor, während die Reiter ihre Reittiere ausrichteten und sich vor dem Karren aufstellten. Der Zoraï räusperte sich und nahm seinen schönsten Mateis an. Seine Mutter hatte ihm die von anderen Völkern verwendeten Sprachen beigebracht, wobei sie den Schwerpunkt auf Mateis legte, die international am häufigsten gesprochene Sprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich bin ein Apostel der Kamis, der in die heidnischen Regionen gesandt wurde, um den Verirrten die Existenz des Großen Erzeugers zu offenbaren und einigen Auserwählten die Ewige Vergebung anzubieten. Kinder der Rinde, freut euch zu hören, dass eure Sünden durch mich bereits reingewaschen wurden. In Kürze werden eure Seelen gereinigt und den Schwarzen Kriegern von Ma-Duk übergeben. Durch sie werden sie zu ihrem Kampf für die Erhaltung von Atys beitragen. Und wenn Ma-Duk es will, werden sie Zeuge des Heiligen Krieges und des Beginns der Glücklichen Tage.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz seines guten Willens gelang es dem jungen Homin nicht, Leidenschaft in seine Predigt zu bringen. Nach so vielen Monaten morbider Predigten war dieses Ritual ebenso ermüdend wie schmerzhaft geworden. Pü wusste, dass der Wahnsinn auf ihn lauerte. Die Stimmen in seinem Kopf wurden immer präsenter und er entwickelte Woche für Woche neue Verhaltensstörungen. Wie viele seiner Brüder und Schwestern hatten während ihres Exils den Boden unter den Füßen verloren? Viele von ihnen waren niemals zurückgekehrt. Vor seiner Abreise hatte er lange Zeit hart über sie geurteilt, aber jetzt verstand er sie. Seine Sicht war getrübt, als sich ein starker Kopfschmerz bemerkbar machte. Er musste sich lange konzentrieren, um die ersten mentalen Einflüsterungen auszuschalten. Während dieser langen Sekunden der Abwesenheit hatte sich der Herena zu dem Ausguck auf der Spitze des Karrens gesellt. Er hielt sich rücksichtslos an ihm fest, um nicht zu fallen, und brüllte sie an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ma-Duk? Der große Erzeuger? Was reden Sie denn da für einen Unsinn? Wir wussten zwar, dass die Wilden Ihrer Art die Kami-Dämonen anbeten, aber wir dachten, Sie wären so geistesgegenwärtig, die Existenz unserer aller Mutter, Jena, nicht in Frage zu stellen! Kennen Ihre Schandtaten keine Grenzen? General, ergreifen Sie diesen Ketzer auf der Stelle!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü ging wieder ein paar Schritte nach vorne und massierte sich die Maske.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Dann kann ich Ihnen versichern, dass Min-Cho, sein Rat der Weisen und die gesamte Zoraï-Theokratie, versteckt im Herzen Zorans und hinter ihrer Großen Mauer, immer noch Ihre usurpatorische Göttin anbeten, sagte er mit müdem Blick. Vor vielen Jahrzehnten entschieden sich die Kamis dafür, meinem Stamm die Existenz von Ma-Duk zu offenbaren. Heute sind wir leider die einzigen, die seine Natur als Oberster Kami anerkennen. Aber es gibt noch andere Apostel, die im Dschungel arbeiten. Eines Tages werden unsere Zoraï-Brüder das Ausmaß der Lügen erkennen, die ihnen seit ihrer Kindheit aufgetischt werden, und wenn Ma-Duk es will, werden ihnen ihre Sünden vergeben.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gesicht des Klerikers färbte sich rot, als er durch seine Gestikulationen, die die vielen Umhänge seiner Kleidung verwickelten, fast zu Boden fiel. Zu seinem Glück tat der Ausguck alles, was er konnte, um zu verhindern, dass der Herena sich durch einen Sturz blamierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hören Sie auf mit Ihren Schandtaten, Wilder! Keine Vergebung für Ihre degenerierte Rasse von Dämonenanbetern! Ihre skelettierten Gesichter sind Abscheulichkeiten, eine Beleidigung für die Karavan! Ihr verdient es, ausgerottet zu werden, wie alle Primitiven, die Atys mit Ihrer Anwesenheit beschmutzen! Dieser Wilde soll sofort gefasst werden, das ist ein Befehl!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hoch zu Capryni versuchte der Matis-General einzugreifen, um die wachsende Spannung abzubauen. Doch einer der Reiter befolgte die Aufforderung des Geistlichen und ritt in vollem Tempo los. Pü schüttelte seine Maske ab, um seine letzten Kopfschmerzen wegzuwischen, und konzentrierte sich voll und ganz auf die Situation. Von nun an würde alles sehr schnell gehen. Er musste seine inneren Fragen zum Schweigen bringen. Der Matis hatte bereits die Hälfte der Distanz zwischen ihm und dem Zoraï überwunden. In seiner rechten Hand hielt er einen langen, hohlen Speer, der in einer geflochtenen Bernsteinkragen endete. In der Nähe der horizontalen Stange befand sich ein Hebel, mit dem der Ring, der die Stange abschloss, schnell gelockert oder zusammengedrückt werden konnte. Diese geniale Waffe war in der Regel dazu gedacht, die zukünftigen Reittiere der Matis an der Kehle zu packen, wenn sie noch in der Wildnis waren, wurde aber auch dazu verwendet, Homins zu fixieren und zu unterwerfen, ohne sie zu verletzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Püs Körper schwankte leicht. Es dauerte einige Sekunden, bis er das Schlagen seiner Glieder mit dem Galopp des Reittiers synchronisieren konnte. Als der Angreifer etwa zehn Meter von ihm entfernt war, aktivierte er den Mechanismus seiner Waffe und schwang sie, ohne sein Tempo zu verlangsamen. Die Schlinge öffnete sich weit genug, um den maskierten Kopf des Zoraï zu umschließen. Ohne Zweifel wusste er, wie er mit seinem Instrument umzugehen hatte. Doch der junge Homin war zu flink. Als der Soldat nach rechts schoss, um seine Beute an der Kehle zu packen, tauchte Pü absichtlich in die Richtung des Angriffs und wich ihm aus. Zwischen Waffe und Capryni hindurch gelang es ihm, den Riemen an der Seite des Tieres zu ergreifen, bevor er den Boden berührte. Er hielt sich fest und zog, so gut er konnte, nicht um das Tier zu destabilisieren, sondern um seinen leichten Kinderkörper über das Tier zu schleudern. Er flatterte herum und landete gerade noch auf dem Hinterteil des Capryni, als der Matis hinter seinen Rücken blickte, um zu sehen, was aus dem Zoraï geworden war. Während der Reiter den Blick von Pü kreuzte, der nur durch die Kraft seiner Schenkel das Gleichgewicht auf dem Tier hielt, legte seine Beute, die zum Henker geworden war, schnell ihre Hände um seinen Nacken und brach ihn mit einem kräftigen Schlag. Die Waffe des Matis rutschte aus seiner rechten Hand und zerbrach auf dem Boden. Wenn Pü nicht sicher sein konnte, dass er tot war, war seine Lähmung garantiert. Er ließ den gepanzerten Körper auf sich niedersacken, damit er nicht stürzte, nahm die Zügel, die seine linke Hand hielt, wieder auf, verlangsamte das Tempo und drehte sich um. Als er wieder am Ausgangspunkt angekommen war, brach er seinen Lauf ab und sprang links neben dem Tier zu Boden. Der Körper des Soldaten fiel schwer auf die rechte Seite. Der Helm löste sich durch den Aufprall, sodass der Zoraï in das leblose Gesicht blicken konnte. Der Soldat war eine Homina und damit vielleicht auch eine Mutter. Für den Bruchteil einer Sekunde sah Pü, wie die Maske seiner eigenen das Gesicht der Leiche überlagerte. Er schloss die Augen. Drei. Jetzt fehlten ihm nur noch drei.&lt;br /&gt;
[[file:Le soldat.png|right|400px|alt=… Le soldat était une homine…|Der Soldat war eine Homina]]&lt;br /&gt;
Auf der Spitze des Karrens hatte sich das Gesicht des Klerikers von einer rötlichen Gesichtsfarbe in ein blasses Weiß verwandelt, das viel blasser war als sonst. Die Soldaten reagierten nicht, da sie von der Gewalt, die sie gerade gesehen hatten, schockiert waren. Nur der General behielt die Nerven. Er ließ sein Reittier ein paar Schritte vorwärts reiten und wandte sich dem Konvoi zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Giero, reiten Sie so schnell wie Ihr Capryni kann in Richtung des nächsten Außenpostens! Informieren Sie den Intendanten über die Lage und schicken Sie uns Verstärkung. Unterschätzen Sie die Bedrohung nicht. Be'maty, begeben Sie sich ebenfalls zum Außenposten! Sie werden Giero wegen der Ladung nicht folgen können, aber Ihre Mektoubs sind stark, also schonen Sie sie nicht. Sobald er seine Nachricht überbracht hat, wird Giero Sie auf der Straße treffen. Vicho, bleiben Sie auf dem Karren! Sie werden die Ladung und den Herena mit Ihrem Leben schützen, bis Giero zurückkehrt. Zani, Lichnini, Sivaldo, Sie kommen mit mir! Greifen Sie nicht ein, bis ich es Ihnen befehle&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der selbstbewusste Tonfall des Generals half den Soldaten, aus ihrer Lethargie zu erwachen. Alle führten den Befehl wortlos aus. Der Wachposten sprang vom Karren und legte sein Maschinengewehr an, der Matis auf dem Rücksitz ersetzte ihn auf dem Dach des Karrens, der zu manövrieren begann, um umzukehren. Nur der Kleriker, der gerade erst wieder zu sich kam, wollte protestieren. Doch der neugierige Blick, den der General ihm zuwarf, hielt ihn davon ab, und seine Kreideblässe wurde noch größer. Normalerweise ließ Pü keine Überlebenden zurück, denn nur wenn es keine Zeugen gab, konnte er sicher sein, dass er in diesen Gebieten weiterhin ungehindert operieren konnte. Außerdem vermied er es normalerweise, die reguläre Armee anzugreifen, da jeder vermisste Soldat zu einer Untersuchung führte, und griff stattdessen lieber die fanatischen Stämme oder Banditengruppen an, die das Königreich durchzogen. Doch dieses Mal war alles anders. Wenn die ersten sprechen würden, würde er schon auf dem Rückweg sein. Er beobachtete seine vier zukünftigen Gegner genau, während einer der Reiter mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Südwesten ritt, gefolgt von dem Karren. Er durfte es nicht mit ihnen allen zusammen aufnehmen. Er wartete ein paar Sekunden - genug Zeit, damit der Bote am Horizont verschwand - und begann, sich langsam vorwärts zu bewegen. Beim ersten Schritt schrie der General.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bleiben Sie stehen! Weil Sie sich des Verbrechens des vorsätzlichen Mordes an einem Soldaten des Königreichs Matia schuldig gemacht haben, müssen Sie sich vor dem königlichen Gericht verantworten. Wie es unser Gesetz vorsieht, haben Sie das Recht, sich während des Prozesses zu verteidigen. Bitte kooperieren Sie jetzt, sonst müssen wir Sie gewaltsam festnehmen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü hob die Hände, um Unterwerfung vorzutäuschen, und ging weiter. Er wusste, dass die Matis sich nicht täuschen lassen würden, aber er musste ein paar Meter gutmachen. Momentan war der Maschinengewehrschütze die größte Bedrohung. Er musste ihn zuerst ausschalten. Dennoch durfte er den hochrangigen Soldaten nicht unterschätzen. Unter normalen Umständen hätte er es mit einem einfachen Truppführer zu tun gehabt und nicht mit einem erfahrenen Militär.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich werde mich nicht wiederholen, keine Bewegung mehr!&amp;quot;, schrie der General erneut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zoraï würde es wahrscheinlich nicht schaffen, noch einen weiteren Schritt zu machen, bevor der General zum Angriff blasen würde. Er fuhr mit seiner rechten Hand über seinen Rücken und legte sie auf den kleinen runden Schild, der dort hing. Er durfte sich keinen Fehler erlauben. Wenn er sich jetzt verfehlte, würde der Rest viel unsicherer werden. Er schloss wieder die Augen und ließ seine Sinne sich voll und ganz der Welt öffnen. Die Richtung und Stärke des Windes, die Luftfeuchtigkeit - wichtige Parameter, die es für den perfekten Wurf zu berücksichtigen galt. Er öffnete die Augenlider wieder und richtete seinen Blick auf den Schützen. Er war zwar zu weit weg, um sicher zu sein, aber die Position seiner Arme deutete darauf hin, dass er bereit war, zu schießen. Pü atmete tief durch und machte sich an den Kampf. Schneller als je zuvor hängte er seinen Schild ab und streckte seine Arme wie ein Seil nach hinten. Er brauchte weniger als eine Sekunde, um seine Flugbahn zu bestätigen und seinen Buckler zu werfen. Das Geschoss flog nach links vom Pfad und erweckte den Anschein eines Fehlwurfes. Pü nutzte die allgemeine Verwirrung, um in die andere Richtung zu stürmen. Wie erwartet erhielt der Maschinengewehrschütze den Befehl zum Eingreifen und legte seine Waffe an. '''Mit beiden Füßen fest in der Rinde steckend, begann er, aus allen Rohren auf den Zoraï zu feuern'''. Aufgrund des Rückstoßes war die Waffe jedoch schlecht zu führen, sodass Pü einige Sekunden Zeit hatte, bevor die Treffer ins Schwarze trafen. Der Junge wackelte und hüpfte geschickt und versuchte, dem Maschinengewehrschützen die Arbeit zu erschweren, dessen Schüsse immer präziser wurden. In diesem Moment glaubten die Matis wahrscheinlich, dass sie den Sieg davontragen würden. Doch die Flugbahn des Schildes nahm eine unerwartete Krümmung an. Der Buckler streifte die Bäume, die den Straßenrand markierten, und drehte sich in Richtung des Schützen, der nun mit dem Rücken zu ihm stand. Niemand bemerkte den Plan, außer dem General, der das tödliche Projektil sah, als es gerade auf den Hinterkopf des Maschinengewehrschützen treffen wollte, weil er schlauer war als der Rest seines Trupps. Er schrie etwas und sprang von seinem Capryni. Er rappelte sich schnell auf und ging auf den Soldaten zu. Als Antwort auf den Schrei seines Vorgesetzten drehte sich dieser gerade zu der fliegenden Bedrohung um. Als der General sah, dass er nicht reagierte, versuchte er, ihn zu Boden zu werfen, doch er stieß ihn nur an. Der Schild schnitt tief in das Gesicht des benommenen Matis, der sich herumdrehte und schwer auf den Boden fiel.&lt;br /&gt;
[[file:Les deux pieds.png|right|400px|alt=… Les deux pieds fermement plantés…|Mit beiden Füßen fest steckend]]&lt;br /&gt;
Pü hörte mit dem Gestikulieren auf und holte Luft. Der Maschinengewehrschütze war zwar sicher nicht tot, aber er schien ohnmächtig zu sein und stellte daher im Moment keine Bedrohung dar. Während der General am Krankenbett verweilte, glaubte der junge Zoraï fälschlicherweise, dass er nun Zeit hätte, über seinen nächsten Schritt nachzudenken. Doch die beiden Reiter waren anderer Meinung und spornten sich gegenseitig an, zum Angriff überzugehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;General, bleiben Sie bei Sivaldo, wir kümmern uns um den maskierten Primitiven!, rief der erste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Ja, General! Bisher haben seine feigen Techniken nur funktioniert, weil wir nicht darauf vorbereitet waren, fügte der zweite hinzu. Lassen Sie uns den Tod von Tinailli rächen! Wir versprechen, dass wir ihm Ehre erweisen werden!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl der General protestierte, rasten die beiden Soldaten mit voller Geschwindigkeit auf den Zorai zu, den das nicht zu stören schien. Die letzten paar Dutzend Meter zwischen ihnen wurden in Sekundenschnelle verschlungen. Doch da sie sich an den Tod ihrer ersten Kameradin erinnerten, machten die Matis nicht den Fehler, den jungen Krieger zu überfallen. Sie hielten an, bevor sie auf seiner Höhe waren, sprangen von ihren Reittieren und rückten vor, um ihn in die Zange zu nehmen. Nach ihrem jeweiligen Verhalten zu urteilen, mussten die beiden Matis unerfahrene Soldaten sein. Von Hass und Rachegelüsten geblendet, wussten sie noch nicht, dass sie sich gerade in den Rachen des Gingos gestürzt hatten. In der Ferne hatte der General gerade seine Capryni erreicht, um zu den beiden Unvorsichtigen zu eilen. Allein gegen zwei hatte der junge Krieger noch alle Chancen. Er musste die Sache also so schnell wie möglich hinter sich bringen, bevor der einzige wirklich erfahrene Soldat des Trupps zu ihnen stieß. Der Matis, der sich in seinem Rücken positioniert hatte, hielt mit beiden Händen ein schweres, schön verziertes Bernsteinschwert, während der Matis, der ihm gegenüberstand, mit einer langen Pike bewaffnet war, die von geflochtenem Bernstein gekrönt war. Pü hätte gerne in seinem Gesicht gelesen, aber der mächtige gehörnte Helm, den er trug, verhinderte dies. Die Matis kamen schnell näher. Logischerweise würde der Soldat gegenüber von ihm den ersten Angriff starten und dem Soldaten in seinem Rücken die Gelegenheit geben, einen toten Winkel für einen Angriff zu nutzen. Genau das geschah auch. Der Pikenier schrie und durchbohrte die Luft mit einer präzisen Bewegung, in der Hoffnung, den Zoraï mit einem einzigen Schlag aufzuspießen. Ohne seine Füße zu bewegen, schoss Pü mit seiner rechten Hand gegen die Pike, während er sich drehte und sein Becken auf die gegenüberliegende Seite verlagerte. Der Schutz seines Unterarms kratzte lautstark an den vielen scharfen Spitzen. Er drehte sein Handgelenk abrupt um und griff nach dem langen Griff der Waffe. Anstatt den Angriff abzuwehren, ermutigte er die Bewegung und nutzte den Schwung des Matis, um ihn zu destabilisieren, während er den Impuls seines Angriffs bewahrte. Er lenkte die Richtung des Angriffs leicht ab, ohne seine Füße vom Boden abzuheben, beugte seinen Rücken nach hinten und wich dem horizontalen Schlag aus, den der Schwertkämpfer auf ihn ausüben wollte. Er musste nur dafür sorgen, dass die Pike ihre Geschwindigkeit beibehielt, damit ihre tödlichen Spitzen den linken Oberschenkel des unglücklichen Schwertkämpfers durchbohrten, der unter dem Schock schreiend zusammenbrach. Der Angreifer wurde von der unkontrollierten Bewegung seiner Waffe mitgerissen und fiel beinahe auf den Verletzten. Pü ergriff die Gelegenheit und half ihm. Er zog seinen Dolch mit der freien Hand, während die andere den fest im Fleisch seines Kameraden steckenden Pik losließ, trat einen Schritt zurück, um sein Gleichgewicht wiederzuerlangen, und stieß seine Klinge mit einem präzisen Schlag in das Halsgelenk des Helms des Pikeniers. Ein langer Schwall Blut spritzte heraus, als er seinen Dolch aus der Halsschlagader seines Gegners zog. Wie erwartet geriet der Soldat in Panik und nahm schnell seinen Helm ab, um seine Kehle mit den Kräften des Sap zusammenzudrücken und zu heilen, bevor sein Gehirn nicht mehr mit Blut versorgt wurde. Pü ließ ihm keine Zeit zum Handeln, packte das braune Haar des Matis und versetzte ihm mehrere heftige Dolchstiche in den Hals. Als sich der Kopf des Soldaten schließlich vom Rest seines Körpers trennte, brach der Enthauptete auf die Pike zusammen, die sich noch tiefer in die blutende Wunde des am Boden festgenagelten Homins bohrte. Pü warf einen Blick zurück: Der General würde bald hier sein. Er steckte den blutbefleckten Dolch weg, ließ den Kopf seines Opfers fallen und näherte sich dem schwer verletzten Soldaten, der nun unter der schweren, noch immer pulsierenden Rüstung seines Kameraden eingeklemmt war und nicht mehr in der Lage war, die Pike herauszuziehen, um sein Bein magisch zu heilen. Der Homin nahm seinen Helm ab und begann zu stöhnen. Er war etwa so alt wie Niï, also etwa zehn Jahre älter als Pü.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bitte töten Sie mich nicht!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü hatte aufrichtiges Mitleid. Er hasste es zu töten. Und besonders, wenn seine Gegner nicht darauf vorbereitet waren. Aber er hatte keine Wahl mehr. Er hatte es fast geschafft, er konnte jetzt nicht alles aufgeben. Der junge Zoraï machte seinen Kopf wieder frei und ignorierte die Klage des Matis. Er trat näher an ihn heran, setzte seinen linken Fuß behutsam auf seinen Hals und zerquetschte ihn mit einem Fersenschlag. Er hob das Schwert des nun gelähmten Unglücklichen auf, stieß es ihm in den Hals und verhinderte so jede Regeneration. Eins. Jetzt fehlte ihm nur noch einer. Wenn der ohnmächtige Maschinengewehrschütze ausreichte, würde der Homin, der ihm von nun an gegenüberstand, ihn sicher nicht kampflos an den Verwundeten heranlassen. Der General, der sein Reittier bestiegen hatte, um die Distanz zu dem Zoraï zu überbrücken, es dann aber wieder verließ, ritt nun mit entschlossenen Schritten auf den Krieger zu. Als er nur noch wenige Meter von ihm entfernt war, nahm er seinen Helm ab. Zum ersten Mal seit langem zuckte Pü zurück. Für einen Moment glaubte das Kind, die Maske seines Vaters zu sehen. Der Matis war im besten Alter, wie die wenigen Falten, die die Harmonie seiner Gesichtszüge trübten, und der schwache Glanz seines langen, ebenholzfarbenen Haars zeigten. Vor allem aber waren es die selbstbewussten und intensiven Augen, die sie an ihren Vater erinnerten. Diese stechend blauen Augen waren die eines entschlossenen Homins, der bereit war, alles zu geben, um seinen Willen zu erfüllen. Pü trat einen Schritt zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Es ist nicht nötig, dass wir kämpfen, sagte er mit verwirrter Stimme. Ich habe meine Mission erfüllt. Überlassen Sie mir den Maschinengewehrschützen und gehen Sie nach Hause. Bitte befolgen Sie meinen Rat und gehen Sie zu Ihrer Familie.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der General legte seinen Helm zu seinen Füßen und zog ein langes, breites und fein verziertes Schwert. Er warf ihr einen eisigen Blick zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich werde Ihrer Bitte nicht nachkommen können, mein Junge. Sie allein haben soeben drei meiner Soldaten getötet. Karan Domini, König und Hohepriester des Königreichs Matia, muss wissen, warum die Zoraï-Theokratie Kindersoldaten für Mordmissionen ausbildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Ich sage es Ihnen noch einmal: Mein Stamm und ich sind nicht von der Zoraï-Theokratie abhängig. Bitte gehen Sie weg!&amp;quot;, erwiderte Pü und wich ein zweites Mal zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Matis trat mit entschlossenen Schritten vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hat man Sie gezwungen zu töten? Wenn es normal ist, dass ein Junge in Ihrem Alter das Kämpfen lernt, sollte er nicht so jung Blut vergießen müssen. Und schon gar nicht unter diesen Bedingungen. Ein Junge in Ihrem Alter verbringt Zeit mit seinen Freunden, Brüdern, Schwestern, seinem Vater und seiner Mutter.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Worten des Militärs und der Erwähnung seiner Verwandten bekam der junge Zoraï einen Blutsturz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sprechen Sie nicht über meine Familie! Laufen Sie weg, solange Sie noch Zeit haben!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein kaltes Lächeln erschien auf dem Gesicht des Generals.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich habe wohl einen Nerv getroffen. Sind es vielleicht Ihre Eltern, die Sie so weit aus dem Dschungel geschickt haben, um diese Morde zu begehen? Eine Mutter sollte ihre Kinder die Liebe lehren, nicht den Tod!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein heftiger Kopfschmerz durchbohrte den Schädel des Kindes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;'''Ich verbiete Ihnen, über meine Mutter zu sprechen!'''&amp;quot;&lt;br /&gt;
[[file:Je vous interdis.png|right|400px|alt=… Je vous interdis de parler…|Ich verbiete Ihnen zu sprechen]]&lt;br /&gt;
Als er gegangen war, hatte sie geweint. Und obwohl sie ihn ermahnt hatte, nicht zu töten, um seine eigene Lust zu befriedigen, hatte sie ihn dennoch gebeten, es für Ma-Duk zu tun. Pü liebte Ma-Duk aufrichtig, genauso wie er Jena hasste. Die Kamis beschützten Atys, während die Karavan es zerstörte, indem er seine Ressourcen plünderte. Aber konnte man seine Liebe zu Ma-Duk nicht anders beweisen, als durch Blutvergießen? Durch ihre Worte und ihren Status als Hohepriesterin billigte ihre Mutter die barbarischen Bräuche ihrer Vorfahren. Schlimmer noch, sie gab sie mit Inbrunst weiter. Doch er, der noch vor wenigen Monaten jedes Wort seiner Mutter total begeistert hatte, kotzte sie nun an. Wie lange würde es ihm noch gelingen, seine Verbundenheit mit den Werten seines Stammes vorzutäuschen? Und wenn Ma-Duk, gewarnt durch diesen letzten Gedanken, bereits der Meinung war, dass er ihm nicht mehr treu war, würde er dann jemals zum Schatten der schwarzen Maske werden können? Würde sein Vater ihn hinrichten lassen, wenn Großmutter Bä-Bä ihm die Nachricht überbrachte? Würden sein Bruder und seine Mutter ihn gewähren lassen? Pü stieß an seine Grenzen, sein Gehirn war in Aufruhr. Als der Matis spürte, dass der Zoraï nachgab, stieß er ihn bis zum Äußersten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Herena hatte also Recht: ihr seid nur Tiere! Die Homins Ihres Volkes schwängern ihre Hominas und machen sie zu Leihmüttern, die nur dazu taugen, Kindersoldaten zu produzieren, die auf dem Altar Ihrer hasserfüllten Überzeugungen geopfert werden!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit diesen Worten zog Pü seinen Dolch und sein Kurzschwert und stürmte brüllend auf den Matis zu. Er hatte ihm die Gelegenheit zur Flucht gegeben, und dieser hatte sie nicht genutzt. Wenn er sterben wollte, dann würde Pü ihm dabei helfen, so einfach, wie er es mit seinen Soldaten getan hatte. Es würde nur wenige Sekunden dauern. Bald würde alles vorbei sein. Er würde diesen Schmerz nicht mehr ertragen müssen. So stellte er es sich zumindest vor, wenn er wütend war. Das Schwert des Generals leuchtete auf und der junge Krieger wurde an den Knöcheln gepackt, noch bevor er das Manöver des Militärs verstand. Die Erfahrung des Matis hatte gesprochen, und der Stolz des Zoraï würde ihn teuer zu stehen kommen. Er hatte seinen Gegner unterschätzt und war blindlings losgestürmt, ohne mit dem Einsatz einer magischen Verzauberung zur Fesselung zu rechnen. Wurzeln waren aus der Rinde gesprungen und hinderten ihn völlig an der Bewegung. Durch den Schwung seines Laufs war Pü beinahe nach vorne gestolpert und hatte sich nur mit Mühe auf den Beinen halten können. In Panik versuchte er, sich aus der magischen Falle zu befreien, indem er mit seinen Waffen die Verzweigungen aufschlitzte, die sich nun seine Waden hinaufzogen, und dabei den Zauberer vergaß. Plötzlich, als er seine ganze Aufmerksamkeit auf seine Beine richtete, verdunkelte sich der Himmel. Sein Blut gefror, als er reflexartig den Kopf hob. Über ihm verdeckte die mächtige Rüstung des Matis das Licht der Sonne: Er hatte die Panik des Zoraï ausgenutzt, um in den Nahkampf zu gehen. Das Gegenlicht betonte seinen grimmigen Blick, der Pü von allen Seiten versteinerte. Der General hob sein großes Schwert in eine tiefe Position. Seine weiße Rüstung leuchtete auf, als das Licht durch die veränderte Haltung durchsickerte, und Pü musste wegschauen, um nicht geblendet zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Lassen Sie es geschehen!, sagte der Matis mit ernster Miene. Der Schlag, den ich Ihnen jetzt versetze, wird Ihnen eine kritische Wunde zufügen. Wenn Sie sich bewegen, könnte er für Sie tödlich sein. Ich werde Sie am Leben halten, bis die Verstärkung eintrifft. Danach werden wir Sie nach Matia bringen!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl der General zuversichtlich schien, dass er ihn lebend zum König der Matis bringen würde, wollte Pü lieber tausendmal sterben, als in die Gefangenschaft der Handlanger der Karavan zu geraten. Er versuchte erneut, sich zu wehren, aber die Wurzeln umklammerten nun seine Taille und begannen, sich seinen Bauch hinaufzuziehen. So endete sein kurzes Leben. Am Ende hatte sich Großmutter Bä-Bä geirrt. Er, der mit der Vorstellung aufgewachsen war, der Schatten der schwarzen Maske zu werden und unter seinen eigenen Leuten zu sterben, indem er seinen Bruder beschützte, sollte allein und weit weg von zu Hause sterben, mit Jenas blendendem Astralabdruck als letztem Anblick. Was für eine Ironie. Als der Zoraï seine Maske nach links gedreht hatte, um nicht länger die spöttische Spiegelung des Brustpanzers ertragen zu müssen, sah er eine seltsame Lichtquelle jenseits des Straßenrandes im Schatten der hohen Sylvan-Bäume. Wenn er sich konzentrierte, konnte er zwei gleich große Sphären deutlich erkennen. Sie waren strahlend weiß und leuchteten umso heller, je dunkler es um sie herum war. Nein, es war nicht nur die Dunkelheit ... Pü konnte eine kleine schwarze Gestalt zwischen den Schatten erkennen. Sein Blut gefror erneut. Es waren keine Sphären, es waren Augen. Die Augen der Schwarzen Kami, die ihm bis jetzt zweimal erschienen war. Er war hier. Ma-Duk sah ihn an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nein, er durfte nicht aufgeben. Er war ein Schwarzer Krieger von Ma-Duk, geschmiedet von den besten Kämpfern des Dschungels und gesegnet von den Kamis. Solange er kämpfen konnte, würde er nicht aufgeben. Gestärkt reagierte sein Körper instinktiv, als der General seine Waffe auf ihn niedersausen ließ, um sein linkes Schlüsselbein zu durchbohren. Um sich zu schützen, schickte er seinen rechten Arm gegen die massive Klinge, und sein Kurzschwert konnte den Schlag zwar nicht abwehren, aber immerhin den Angriff ablenken - auf Kosten eines Teils seiner Hand, die in Stücke zersplitterte. Die extreme Anspannung, in der sich der junge Krieger befand, hatte den positiven Effekt, dass er den Schmerz völlig ignorierte. Das Schwert streifte ihn und bohrte sich schwer in den Boden. In der Sekunde des Aufatmens ließ Pü den Dolch in seiner linken Hand fallen und manipulierte den umliegenden Sap, um mit beiden Händen einen Zauberspruch auszusprechen. Da sein Paar Magieverstärker an seinem Gürtel hing, der nun mit den Wurzeln verwickelt war, konnte er sich nicht mit ihnen ausrüsten. Aber für das, was er vorhatte, sollte ein roher Zauberspruch ausreichen. Also zögerte er nicht und entzündete seinen Körper, um aus seinem Holzgefängnis auszubrechen. Es gelang ihm, sich aus den teilweise verbrannten Wurzeln zu befreien, als der General sein Schwert aus dem Boden riss. Als er seinen zweiten Angriff startete, konnte Pü ihm mit einer Rolle gerade noch ausweichen. Der Matis folgte mit einer Reihe von Hieb- und Stichattacken, denen der junge Krieger mit verschiedenen akrobatischen Einlagen auswich. Unbewaffnet war er nicht in der Lage, die Angriffe abzuwehren. Er war zwar viel geschickter als der General in seiner schweren Rüstung, aber dieser schien viel ausdauernder zu sein und hatte noch keine Verletzungen erlitten. Noch beunruhigender war, dass seine Schläge immer präziser wurden. Zum ersten Mal in seinem Leben kämpfte Pü gegen einen Waffenmeister in einem Kampf auf Leben und Tod. Die Erfahrung des Matis sprach für sich, und es dauerte nicht lange, bis er begann, die Bewegungen des jungen Kriegers zu antizipieren.&lt;br /&gt;
[[file:Hesita pas.png|right|400px|alt=… il n’hésita pas…|zögerte er nicht]]&lt;br /&gt;
Les secondes défilaient et Pü s’essoufflait à vue d’œil. À plusieurs reprises, le soldat réussit à le frôler, entaillant son corps d’enfant de la pointe de son épée. Pü faisait régulièrement appel aux pouvoirs de la Sève pour panser ses blessures et régénérer partiellement son endurance, mais, à ce rythme, il atteindrait bientôt ses limites. S’il aurait aimé pouvoir passer dans le dos du Matis pour tenter de lui briser la nuque, comme il savait si bien le faire, celui-ci ne lui laissait aucun répit. Sans arme, il n’avait aucun moyen de s’extraire de cette situation perdue d’avance. Alors qu’il cherchait une échappatoire, il aperçut une dague pendant à la taille du soldat, cachée derrière le drap d’apparat ornant sa ceinture. Comment avait-il pu ne pas la voir avant ? Pü se maudit et imagina un plan d’action, entre deux roulades et trois contorsions. Il allait jouer le tout pour le tout. À bout de souffle, le Zoraï attendait le moment idéal pour agir. Soudainement, lui qui ne faisait jusqu’alors que reculer face aux assauts du Matis, profita d’une large frappe de taille pour effectuer une roulade avant et passer sous la lame tranchante. Son mouvement tout juste terminé, il poussa aussi fort qu’il put sur ses jambes, et bondit sur le flanc gauche du soldat. Si le Matis fut décontenancé par la direction de l’esquive, il réagit très vite et rendit un violent coup de pied latéral au jeune guerrier. Le corps de l’enfant craqua sous la lourde botte du soldat et alla s’écraser plus loin sur le sol. Pü se releva péniblement sur un genou et cracha le sang. Son adversaire venait de lui briser plusieurs côtes. Mais derrière son masque, le jeune guerrier souriait : sa main valide était désormais armée. Bien que différente des dagues qu’il avait coutume de manier, celle du Matis ferait parfaitement l’affaire. Le jeune homin inspira un grand coup et leva son masque vers le général. Celui-ci s’était retourné et s’apprêtait à réaliser une percée avec son épée pour retourner au corps-à-corps.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Abandonnez mon garçon ! » dit-il en chargeant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
À nouveau, Pü n’aurait qu’une seule chance. Et jusqu’alors, la chance lui avait souvent souri. Finalement, peut-être que le Kami Noir veillait réellement sur lui.  Alors que le soldat se précipitait dans sa direction, l’épée dirigée vers l’avant, Pü attendit le bon moment et jeta sa dague en l’air, loin au-dessus de lui. Aussitôt fait, il infusa tout ce qu’il put de Sève dans ses jambes et fit gonfler ses cuisses comme jamais. Puisant à la limite de ce qu’il pouvait endurer, il souleva un nuage de sciure et bondit dans les airs d’un saut surhomin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Totalement surpris par la nature de l’attaque et partiellement aveuglé par le brouillard de débris, le Matis crut à tort que le Zoraï tentait simplement de s’enfuir. Il comprit trop tard la réalité de la situation lorsque qu’il sentit son épée s’alourdir brusquement sur l’avant. Pü venait d’atterrir sur le plat de la lame et s’élançait tel un funambule en direction de son porteur. Déjà fort déséquilibré, le Matis tenta en vain de se redresser au moment où Pü prit à nouveau appui sur l’arme pour voltiger. Le jeune guerrier atterrit cette fois-ci sur ses épaules, et se propulsa une derrière fois en direction du ciel, obligeant par la force de ses jambes le Matis à poser un genou au sol. Pü devait se situer à environ quatre mètres du sol, et survolait le nuage de poussière qui commençait à se dissiper. Il n’eut qu’à tendre son bras valide pour attraper la dague qu’il avait précisément jetée quelques secondes auparavant. Écartant les jambes et regardant vers le sol, alors que la gravité commençait à faire effet, il posa ses yeux sur le visage du général. Celui-ci avait perdu son regard terrifiant et ouvrait grand les paupières. Pü y lut de l’admiration. L’enfant effectua à nouveau un lancer parfait et la dague alla se planter droit dans le crâne du Matis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Toujours en l’air, le Zoraï se préparait à se réceptionner correctement, mais ses côtes cassées l’en empêchèrent. Il s’effondra lourdement sur le flanc opposé, non loin du corps du général figé sur les genoux dans une étrange position. Sa tête pendait en arrière, dirigée vers l’astre du jour et sa longue chevelure d’ébène se soulevait légèrement au gré du vent. Pü s’allongea sur le dos et écarta les bras. Terminé. Son calvaire était terminé. Il avait gagné.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
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[[Catégorie:La Guerre Sacrée]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jadeyn</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Kapitel_IV_-_Sylvan_Exil&amp;diff=34469</id>
		<title>Kapitel IV - Sylvan Exil</title>
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				<updated>2023-02-23T18:54:50Z</updated>
		
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&lt;hr /&gt;
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|DE=Kapitel IV - Sylvan Exil|DEs=2&lt;br /&gt;
|EN=Chapter IV - Sylvan Exile|ENs=4&lt;br /&gt;
|ES=&amp;lt;!--Capítulo IV - Exilio en el bosque--&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:purple;font-weight:bold&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''IV - Sylvan Exil'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:purple;font-weight:bold&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''Jahr 2474 von Jena'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Quotation|''Bélénor Nébius, Erzähler'' • ''Cheng Lai'SuKi, Illustratorin''|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[file:Pu deroulait.png|right|400px|alt=… Pü déroulait en silence…|verrichtete Pü schweigend]]&lt;br /&gt;
Auf einem hohen Ast eines großen sylvanischen Baumes sitzend, '''verrichtete Pü schweigend sein tägliches Gebet'''. Über ihm, sogar noch näher, so weit entfernt vom Dschungel und seinem Zenit, war das Tagesgestirn dabei, seinen vollen Glanz zu entfalten, und trotz der dicken Laubschicht, die es vom Himmel trennte, schaffte es das warme Licht, die blaue Haut des jungen Zoraï zu erwärmen. Er hatte jedoch gelernt, Jenas astrale Prägung zu vergessen, und versuchte, sich an die Kälte und das Echo der Abgrundschächte zu erinnern, die sein Dorf unter der Rinde durchzogen und die es Ma-Duk ermöglichten, aus dem Herzen von Atys über ihn und seine Familie zu wachen. Er hatte ohnehin keine Wahl: Die Höhen waren bei weitem der geeignetste Ort für meditative Momente. Am Boden waren Raubtiere und Soldatenpatrouillen eine ständige Störung, die seine Ruhe bedrohten und ihn daran hinderten, sich friedlichen Aktivitäten zu widmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tausend Kilometer entfernt beendeten seine Stammesmitglieder wahrscheinlich auch gerade ihre Gebete. Trotz der Entfernung und der Einsamkeit hatte Pü versucht, seinen Lebensrhythmus beizubehalten, den er vor seiner Abreise gelebt hatte. Mit dem ersten Morgengrauen erwachte das Dorf und bereitete sich auf die Routinearbeiten vor, die für das reibungslose Funktionieren der Gemeinschaft notwendig waren: Instandhaltung, Handwerk, Jagd, Kochen, verschiedene Versammlungen, Empfang der seltenen Gesandten und Händler etc. Das Ziel war es, so viele Aufgaben wie möglich zu erledigen, bevor die lange Morgenlitanei begann. Diese wurde von Pus Mutter Looï geleitet und endete mit einem gemeinsamen Essen im Speisesaal, an dem der ganze Stamm teilnahm. Nach dem Mittagessen übten sich die Zoraï mehrere Stunden lang in der Kunst des Kampfes. Der Unterricht richtete sich an alle, unabhängig von Alter oder Geschlecht, und war sehr vielfältig: Nahkampf, Stichwaffen, Schusswaffen und Magie. Der Stamm war in erster Linie ein Clan von Kämpfern, die früher oder später am Beginn des Heiligen Krieges teilnehmen würden. Wenn das Training beendet war, trafen sich die Familien zu einem gemütlichen Essen und gingen vor dem Schlafengehen verschiedenen persönlichen Aktivitäten nach. Seit jeher besuchte Pü Abendkurse bei seiner Mutter, die ihn in homininer Geschichte, internationalen Beziehungen, anderen Sprachen und Wissenschaft unterrichtete. Gelegentlich wurde er von seinem älteren Bruder Niï begleitet. In den meisten Fällen besuchte dieser jedoch andere Privatstunden bei ihrem Vater, der Schwarzen Maske.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Junge wurde jäh aus seinen Erinnerungen gerissen, als ein trauriges Geräusch die Harmonie des Gesangs der Bäume durchbrach. Über den Baumwipfeln erschütterte das dumpfe Dröhnen eines Karavan-Fluggeräts die Luft und vertrieb die Javings, diese seltsamen Vögel mit den gezackten, grünlichen Flügeln und der langen, schwarzen, glänzenden und mit Widerhaken versehenen Zunge, mit der sie ihre Beute aufspießten. Pü stand schnell auf, überprüfte die Festigkeit seiner Lebenslinie und machte sich daran, die letzten Meter des dicken Baumstamms zu erklimmen, der ihn vom Himmel trennte. Als sein zarter Körper aus dem Blättermeer herausragte, musste er hinter seiner Maske die Augen zusammenkneifen, weil das Tageslicht so grell war. Nicht weit von ihm entfernt verlor die Höllenmaschine immer mehr an Höhe. Die seltsame schwarze Materie, aus der ihre Hülle bestand, reflektierte Jenas helles Astrallicht, als wollte sie ihn verhöhnen. Trotzdem gelang es Pü, die Maschine zu identifizieren. Es war einer der kleinen Transporter, die die Karavan normalerweise benutzte, um die von ihren Hominsklaven gesammelten Ressourcen zu sammeln. Seltsamerweise schien er direkt aus einer der riesigen Himmelswurzeln zu stammen, die das Kronendach bildeten, den unerforschten Teil der Rinde, wie die Bewohner Atys bezeichneten, ihre Welt aus lebendem Holz, das nur aus ständig wachsendem Pflanzenmaterial besteht. Ihre opulenten Täler und üppigen Hügel bestanden aus kolossalen Wurzeln, auf denen die Homins ihre Zivilisationen errichtet hatten. Das Wasser, das die tiefen Wurzelspalten füllte, erweckte ihre Seen, Lagunen und Ozeane zum Leben. Die steilsten Wurzeln bildeten seine Berge und reckten sich in einem langsamen, unaufhaltsamen Aufstieg in den Himmel. Bestimmte Temperaturanomalien führten sogar dazu, dass der Wurzelteppich langsam verglühte und die Wüsten entstanden. Und noch tiefer unter der Rinde befanden sich die Urwurzeln, das geheimnisvollste Ökosystem von Atys nach dem, das man in das Kronendach vermutet. Es bildete ein riesiges Labyrinth aus grünen, feuchten Höhlen, die tief in die Eingeweide der Pflanzenwelt bis in ihr Herz hineinreichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü beobachtete, wie die Karavan-Maschine mit hoher Geschwindigkeit abtauchte. Es war sehr wahrscheinlich, dass wie üblich ein Treffpunkt zwischen der Karavan und ihren Handlangern vereinbart worden war und dass ein Konvoi auf dem Weg war, um Tribut zu liefern. Der junge Zoraï spürte, wie sein Herz raste. Vier. Jetzt fehlten ihm nur noch vier. Vier, und er könnte endlich nach Hause zu seinen Lieben zurückkehren. Das war die perfekte Gelegenheit. Er musste den Konvoi abfangen, bevor er sich mit den Karavan-Agenten treffen konnte. Pü entkam dem nackten Tag, indem er sich ein paar Meter in die Tiefe stürzen ließ, und landete auf dem Ast, auf dem er seine Sachen zurückgelassen hatte. Er sammelte sie zusammen und packte sie hastig ein, bis auf einen würfelförmigen Weidenkorb, den er sorgfältig handhabte. In diesem Korb befanden sich die Früchte monatelanger Bemühungen. Er würde sich niemals verzeihen, wenn er ihn verlieren oder seine Unversehrtheit gefährden würde. Um sicherzugehen, dass er nichts vergessen hatte, überprüfte er noch einmal seinen Klettergurt und tauchte ab. Pü raste durch den grünen Abgrund, bewegte sich geschickt zwischen den Zweigen und löste mit einem fachmännischen Handgriff seine Lebenslinie von den Stiften, die er während des Aufstiegs getrieben hatte. Er durchquerte viele Sekunden lang die bunten Schichten dieses kontinentalen Waldes mit seinen tausend Jahreszeiten und landete schließlich anmutig auf dem belaubten Boden. Die Richtung, in die das Fluggerät flog, deutete darauf hin, dass es wahrscheinlich auf der Lichtung weiter nördlich landen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten Konvois starten in Matia, der Hauptstadt des gleichnamigen Königreichs, und so war es gut möglich, dass der erhoffte den breiten künstlichen Pfad nehmen würde, der den Wald im Westen durchschneidet. Pü war von den Kräften der Botaniker des Matis-Volkes beeindruckt und erschrocken zugleich. Er, der Matias kolossale Wurzelmauer und die riesigen Habitatbaumkomplexe, die sich jenseits der Stadtmauer so weit das Auge reichte, mit eigenen Augen gesehen hatte, war von einer solchen Maßlosigkeit überwältigt gewesen. Doch mit diesem Vorgehen und dem Versuch, die Natur nach seinem Willen zu beugen, versuchte das Volk der Matis, die Absicht der Kamis und damit auch die Absicht von Ma-Duk zu durchkreuzen. Der Große Erzeuger wacht über jedes Stückchen Materie auf Atys. Die Natur zu verändern bedeutet, sein Großes Werk zu verfälschen. Die Geheimnisse der Manipulation von lebender Materie, insbesondere von Pflanzen, waren den Matis von der Karavan übermittelt worden, wie den Zoraïs die Beherrschung des Magnetismus und des Schreibens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während seiner langen Monate im Exil im Königreich Matia war Pü klar geworden, wie attraktiv die heidnischen Sitten der von der Karavan indoktrinierten Völker sein konnten. Bei diesen Gedanken hatte er sich geschämt. Aber es hatte ihm auch geholfen, die Gefährlichkeit dieser Dämonen aus dem Himmel besser zu verstehen. Der junge Zoraï verlor keine Zeit. Er rutschte und sprang über die Wurzeln und Verzweigungen des Waldes und legte die letzten Kilometer bis zum Pfad in kürzester Zeit zurück. Die wenigen Gingos, die versuchten, ihn auf seinem Weg zu verfolgen, hatten keine andere Wahl, als aufzugeben, da er sich so geschickt durch das dichte Gewirr der Natur manövrierte, die frei von jeglicher Matisse-Unterdrückung war. Als er den Weg erreichte, versteckte er sich hinter einem großen Strauch und hielt Ausschau nach der Ankunft des Konvois. Als er gerade aufgeben und woanders nach den Spuren der Matis suchen wollte, hörte er in der Ferne ordentliches Hufgetrappel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü schluckte. Sein Herzschlag begann sich langsam zu beschleunigen. Niemals. Niemals würde er sich an dieses Gefühl gewöhnen. Sein Bruder hatte ihm versichert, dass sein erstes Mal ein Genuss sein würde und dass die Gefühle, die er dabei empfand, ihn für sein ganzes Leben prägen würden. Auf der einen Seite hatte er damit nicht ganz Unrecht. Die blutverschmierten Hände eines Zoraï, der mit elf Jahren ins Exil geschickt wurde, kniete allein vor der noch warmen Leiche seines ersten Opfers: diese Bilder verfolgten ihn wochenlang Tag und Nacht, bis er den Verstand verlor. Doch diese letzte Prüfung kündigte auch das Ende seines schmerzhaften Exils an. Bald würde er wieder in seinem Land, bei seinem Stamm sein und seine Mutter wieder in die Arme schließen können. Dieser freudige Gedanke tröstete ihn und half ihm, seine Kräfte wieder zu sammeln. Der Konvoi zeichnete sich nun am Horizont ab. Bald war er in Sichtweite. In der Mitte befand sich ein solider, schwer beladener Karren, gezogen von zwei Mektoubs, friedfertigen Dickhäutern mit flinken Füßen, die über zwei Meter groß waren, braunes Fell mit grauen Streifen hatten und vor allem an ihren langen, kräftigen Rüsseln und ihren ohrlosen Köpfen zu erkennen waren. Er wurde von einem Tryker geführt, wie viele andere, denen Pü bislang begegnet war. Tatsächlich war es nicht ungewöhnlich, Tryker weit östlich von ihren schwimmenden Städten zu treffen, die im Matis-Land undankbare und schlecht bezahlte Arbeit verrichteten. Ihre Neugier und ihr Freiheitsdrang machten sie zwar zu hervorragenden Entdeckern und Erfindern, doch aufgrund ihrer geringen Größe, ihres kindlichen Aussehens und vor allem ihres friedlichen und gutmütigen Charakters waren die Tryker in den vergangenen Jahrhunderten leider mehrfach von den Matis versklavt worden. Wie Pü aus dem Unterricht seiner Mutter wusste, waren die Tryker zum letzten Mal während des &amp;quot;Aquäduktkriegs&amp;quot; vor nur vierzig Jahren versklavt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2435 entdeckten Fyros-Minenarbeiter im Westen ihrer Wüste unter der Rinde vergrabene Ruinen und bohrten eine Säureader an, die die gesamte Region um die Kaiserstadt Coriolis in Brand setzte. Das wochenlange Feuer breitete sich bis zur Grenze des Königreichs aus und zerschnitt das riesige, von den Matis verhasste Aquädukt. Eben jenes, das die Wüste mit dem Seengebiet verband, das von der Trykoth-Föderation, dem Verbündeten des Fyros-Imperiums, verwaltet wurde. Der Krieg, in den die Allianz und das Königreich seit fast eineinhalb Jahrhunderten verstrickt waren, nahm eine neue Wendung. Der Imperator sah sich gezwungen, seine Truppen von den Seen abzuziehen und sie zur Bekämpfung des Feuers einzusetzen, das sein Volk bedrohte und ihm das Wasser abnahm. Daraufhin nutzte die Matisse-Armee die Gelegenheit und marschierte in das Seengebiet ein, versklavte das Volk der Tryker und eroberte die Stadt Karavia zurück, die das Imperium fast ein Jahrhundert zuvor gestohlen hatte. Karavia, die &amp;quot;Heilige Stadt&amp;quot;, wurde angeblich genau an dem Ort errichtet, an dem Zachini an der Küste des Königreichs, das er später gründete, zum ersten Mal mit der Karavan und der Göttin Jena zusammentraf. Karavia, die &amp;quot;Unheilige Stadt&amp;quot;, für Pü und seinen Stamm der bösartigste Ort auf der Rinde... Und doch wurde hier im Jahr darauf der Vertrag unterzeichnet, der den Aquäduktkrieg beendete und die Tryker von der Herrschaft der Matis befreite. Allerdings hatte diese Episode im Unterbewusstsein des Seenvolkes Spuren hinterlassen, und viele Tryker blieben als Diener im Wald zurück... so wie der Karrenfahrer, der sich offensichtlich dem Dienst des Matis verschrieben hatte, der neben ihm auf der Sitzbank schlummerte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü identifizierte ihn bei seinem Anblick sofort als einen Kleriker der Kirche des Lichts, die Herena genannt wurde. Der Matis war nämlich in seine kirchliche Tracht gekleidet: eine weiße Bernsteinkrone und eine lange Toga, die aus mehreren großen Umhängen bestand, die aus bunten Federn gefertigt und mit Geflechten aus bernsteinfarbenen Schmuckstücken verziert waren. Die Kirche des Lichts, die um den Jena-Kult herum gegründet wurde und unter der Schirmherrschaft der Karavan stand, war heute allmächtig im Königreich Matia und insbesondere in Karavia, das durch den Vertrag, der ihren Namen trägt, an das Königreich zurückgegeben wurde. Unter ihrem Einfluss waren so viele Homins von der dämonischen Natur der Kamis überzeugt worden...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter oben auf dem Karren, auf seiner Planenladung, stand ein Matis mit einem Maschinengewehr und hielt Ausschau nach dem Horizont. Er hatte keinen Helm auf und trug die gewöhnliche Kleidung der Soldaten der regulären Armee: einen weichen, robusten Anzug aus Kaktushaut und darüber Rüstungsteile aus weißem Holz. Ein weiterer schien auf der Rückbank zu sitzen. Die Matis waren ein von Natur aus schlankes Volk mit ausgemergelten Gesichtszügen und perlmuttfarbener Haut. Sie waren Ästheten, raffiniert und aufgrund ihrer Kultur ehrgeizig und erinnerten andere Völker immer wieder an ihre Überlegenheit, selbst wenn sie sich dessen nicht bewusst waren. Um den Karren herum waren fünf berittene Matis, die als Eskorte dienten. Sie ritten stolz auf Caprynis, schlanken Vierbeinern mit dicker, heller und stellenweise blau gestreifter Haut, einem einzigen Geweih und einer langen Schnauze mit einem einzigartigen Ziegenbart. '''Alle Soldaten waren mit einer Rüstung aus solidem weißem Holz ausgestattet''', die mit lilafarbenen Mustern graviert war, sich am Oberkörper wölbte und in der Taille enger wurde. Die Schulterstücke der Rüstung waren ebenso abgerundet wie breit und verliehen den Soldaten ein herrisches Aussehen. Am auffälligsten war jedoch ihr Helm, der aus einer Elfenbeinmaske mit einem azurblauen Schmuckstück auf der Stirn und einer stabilen, imposanten Kopfbedeckung bestand, die mit weißem Bernstein verziert war und deren Enden aus Chitin an den Ohren herabhingen, sodass sie wie Hörner aussahen. Einer der Soldaten unterschied sich von den anderen durch die feinen Verzierungen und Gravuren, die seinen Brustpanzer und Helm schmückten. Bisher hatte Pü noch niemals die Gelegenheit gehabt, solche Verzierungen zu sehen. Der Matis war zweifellos ein hochrangiger Soldat der königlichen Armee, der zusammen mit dem Herena entsandt worden war, um den König vor der Karavan zu vertreten.&lt;br /&gt;
[[file:Tous les soldats.png|right|400px|alt=… Tous les soldats étaient équipés…|Alle Soldaten waren ausgerüstet]]&lt;br /&gt;
Das Kind stellte seinen Korb sorgfältig in die Mitte des Strauches und wartete noch ein paar Sekunden, bis der Konvoi weiterzog. Als er etwa 50 Meter von seiner Position entfernt war, kam er ruhig aus seinem Versteck hervor und stellte sich in die Mitte der Straße. Als der Ausguck auf der Spitze der Ladung ihn entdeckte, gab er das Signal zum Anhalten und der Konvoi stoppte abrupt. Der unerwartete Halt unterbrach den Schlaf des Herena, der beinahe vom Karren gefallen wäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wer sind Sie? Nennen Sie Ihre Identität!&amp;quot;, rief der Ausguck in einem kräftigen, aber dennoch melodischen Tonfall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Antwort trat Pü einige Meter vor, während die Reiter ihre Reittiere ausrichteten und sich vor dem Karren aufstellten. Der Zoraï räusperte sich und nahm seinen schönsten Mateis an. Seine Mutter hatte ihm die von anderen Völkern verwendeten Sprachen beigebracht, wobei sie den Schwerpunkt auf Mateis legte, die international am häufigsten gesprochene Sprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich bin ein Apostel der Kamis, der in die heidnischen Regionen gesandt wurde, um den Verirrten die Existenz des Großen Erzeugers zu offenbaren und einigen Auserwählten die Ewige Vergebung anzubieten. Kinder der Rinde, freut euch zu hören, dass eure Sünden durch mich bereits reingewaschen wurden. In Kürze werden eure Seelen gereinigt und den Schwarzen Kriegern von Ma-Duk übergeben. Durch sie werden sie zu ihrem Kampf für die Erhaltung von Atys beitragen. Und wenn Ma-Duk es will, werden sie Zeuge des Heiligen Krieges und des Beginns der Glücklichen Tage.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz seines guten Willens gelang es dem jungen Homin nicht, Leidenschaft in seine Predigt zu bringen. Nach so vielen Monaten morbider Predigten war dieses Ritual ebenso ermüdend wie schmerzhaft geworden. Pü wusste, dass der Wahnsinn auf ihn lauerte. Die Stimmen in seinem Kopf wurden immer präsenter und er entwickelte Woche für Woche neue Verhaltensstörungen. Wie viele seiner Brüder und Schwestern hatten während ihres Exils den Boden unter den Füßen verloren? Viele von ihnen waren niemals zurückgekehrt. Vor seiner Abreise hatte er lange Zeit hart über sie geurteilt, aber jetzt verstand er sie. Seine Sicht war getrübt, als sich ein starker Kopfschmerz bemerkbar machte. Er musste sich lange konzentrieren, um die ersten mentalen Einflüsterungen auszuschalten. Während dieser langen Sekunden der Abwesenheit hatte sich der Herena zu dem Ausguck auf der Spitze des Karrens gesellt. Er hielt sich rücksichtslos an ihm fest, um nicht zu fallen, und brüllte sie an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ma-Duk? Der große Erzeuger? Was reden Sie denn da für einen Unsinn? Wir wussten zwar, dass die Wilden Ihrer Art die Kami-Dämonen anbeten, aber wir dachten, Sie wären so geistesgegenwärtig, die Existenz unserer aller Mutter, Jena, nicht in Frage zu stellen! Kennen Ihre Schandtaten keine Grenzen? General, ergreifen Sie diesen Ketzer auf der Stelle!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü ging wieder ein paar Schritte nach vorne und massierte sich die Maske.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Dann kann ich Ihnen versichern, dass Min-Cho, sein Rat der Weisen und die gesamte Zoraï-Theokratie, versteckt im Herzen Zorans und hinter ihrer Großen Mauer, immer noch Ihre usurpatorische Göttin anbeten, sagte er mit müdem Blick. Vor vielen Jahrzehnten entschieden sich die Kamis dafür, meinem Stamm die Existenz von Ma-Duk zu offenbaren. Heute sind wir leider die einzigen, die seine Natur als Oberster Kami anerkennen. Aber es gibt noch andere Apostel, die im Dschungel arbeiten. Eines Tages werden unsere Zoraï-Brüder das Ausmaß der Lügen erkennen, die ihnen seit ihrer Kindheit aufgetischt werden, und wenn Ma-Duk es will, werden ihnen ihre Sünden vergeben.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gesicht des Klerikers färbte sich rot, als er durch seine Gestikulationen, die die vielen Umhänge seiner Kleidung verwickelten, fast zu Boden fiel. Zu seinem Glück tat der Ausguck alles, was er konnte, um zu verhindern, dass der Herena sich durch einen Sturz blamierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hören Sie auf mit Ihren Schandtaten, Wilder! Keine Vergebung für Ihre degenerierte Rasse von Dämonenanbetern! Ihre skelettierten Gesichter sind Abscheulichkeiten, eine Beleidigung für die Karavan! Ihr verdient es, ausgerottet zu werden, wie alle Primitiven, die Atys mit Ihrer Anwesenheit beschmutzen! Dieser Wilde soll sofort gefasst werden, das ist ein Befehl!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hoch zu Capryni versuchte der Matis-General einzugreifen, um die wachsende Spannung abzubauen. Doch einer der Reiter befolgte die Aufforderung des Geistlichen und ritt in vollem Tempo los. Pü schüttelte seine Maske ab, um seine letzten Kopfschmerzen wegzuwischen, und konzentrierte sich voll und ganz auf die Situation. Von nun an würde alles sehr schnell gehen. Er musste seine inneren Fragen zum Schweigen bringen. Der Matis hatte bereits die Hälfte der Distanz zwischen ihm und dem Zoraï überwunden. In seiner rechten Hand hielt er einen langen, hohlen Speer, der in einer geflochtenen Bernsteinkragen endete. In der Nähe der horizontalen Stange befand sich ein Hebel, mit dem der Ring, der die Stange abschloss, schnell gelockert oder zusammengedrückt werden konnte. Diese geniale Waffe war in der Regel dazu gedacht, die zukünftigen Reittiere der Matis an der Kehle zu packen, wenn sie noch in der Wildnis waren, wurde aber auch dazu verwendet, Homins zu fixieren und zu unterwerfen, ohne sie zu verletzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Püs Körper schwankte leicht. Es dauerte einige Sekunden, bis er das Schlagen seiner Glieder mit dem Galopp des Reittiers synchronisieren konnte. Als der Angreifer etwa zehn Meter von ihm entfernt war, aktivierte er den Mechanismus seiner Waffe und schwang sie, ohne sein Tempo zu verlangsamen. Die Schlinge öffnete sich weit genug, um den maskierten Kopf des Zoraï zu umschließen. Ohne Zweifel wusste er, wie er mit seinem Instrument umzugehen hatte. Doch der junge Homin war zu flink. Als der Soldat nach rechts schoss, um seine Beute an der Kehle zu packen, tauchte Pü absichtlich in die Richtung des Angriffs und wich ihm aus. Zwischen Waffe und Capryni hindurch gelang es ihm, den Riemen an der Seite des Tieres zu ergreifen, bevor er den Boden berührte. Er hielt sich fest und zog, so gut er konnte, nicht um das Tier zu destabilisieren, sondern um seinen leichten Kinderkörper über das Tier zu schleudern. Er flatterte herum und landete gerade noch auf dem Hinterteil des Capryni, als der Matis hinter seinen Rücken blickte, um zu sehen, was aus dem Zoraï geworden war. Während der Reiter den Blick von Pü kreuzte, der nur durch die Kraft seiner Schenkel das Gleichgewicht auf dem Tier hielt, legte seine Beute, die zum Henker geworden war, schnell ihre Hände um seinen Nacken und brach ihn mit einem kräftigen Schlag. Die Waffe des Matis rutschte aus seiner rechten Hand und zerbrach auf dem Boden. Wenn Pü nicht sicher sein konnte, dass er tot war, war seine Lähmung garantiert. Er ließ den gepanzerten Körper auf sich niedersacken, damit er nicht stürzte, nahm die Zügel, die seine linke Hand hielt, wieder auf, verlangsamte das Tempo und drehte sich um. Als er wieder am Ausgangspunkt angekommen war, brach er seinen Lauf ab und sprang links neben dem Tier zu Boden. Der Körper des Soldaten fiel schwer auf die rechte Seite. Der Helm löste sich durch den Aufprall, sodass der Zoraï in das leblose Gesicht blicken konnte. Der Soldat war eine Homina und damit vielleicht auch eine Mutter. Für den Bruchteil einer Sekunde sah Pü, wie die Maske seiner eigenen das Gesicht der Leiche überlagerte. Er schloss die Augen. Drei. Jetzt fehlten ihm nur noch drei.&lt;br /&gt;
[[file:Le soldat.png|right|400px|alt=… Le soldat était une homine…|Der Soldat war eine Homina]]&lt;br /&gt;
Auf der Spitze des Karrens hatte sich das Gesicht des Klerikers von einer rötlichen Gesichtsfarbe in ein blasses Weiß verwandelt, das viel blasser war als sonst. Die Soldaten reagierten nicht, da sie von der Gewalt, die sie gerade gesehen hatten, schockiert waren. Nur der General behielt die Nerven. Er ließ sein Reittier ein paar Schritte vorwärts reiten und wandte sich dem Konvoi zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Giero, reiten Sie so schnell wie Ihr Capryni kann in Richtung des nächsten Außenpostens! Informieren Sie den Intendanten über die Lage und schicken Sie uns Verstärkung. Unterschätzen Sie die Bedrohung nicht. Be'maty, begeben Sie sich ebenfalls zum Außenposten! Sie werden Giero wegen der Ladung nicht folgen können, aber Ihre Mektoubs sind stark, also schonen Sie sie nicht. Sobald er seine Nachricht überbracht hat, wird Giero Sie auf der Straße treffen. Vicho, bleiben Sie auf dem Karren! Sie werden die Ladung und den Herena mit Ihrem Leben schützen, bis Giero zurückkehrt. Zani, Lichnini, Sivaldo, Sie kommen mit mir! Greifen Sie nicht ein, bis ich es Ihnen befehle&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der selbstbewusste Tonfall des Generals half den Soldaten, aus ihrer Lethargie zu erwachen. Alle führten den Befehl wortlos aus. Der Wachposten sprang vom Karren und legte sein Maschinengewehr an, der Matis auf dem Rücksitz ersetzte ihn auf dem Dach des Karrens, der zu manövrieren begann, um umzukehren. Nur der Kleriker, der gerade erst wieder zu sich kam, wollte protestieren. Doch der neugierige Blick, den der General ihm zuwarf, hielt ihn davon ab, und seine Kreideblässe wurde noch größer. Normalerweise ließ Pü keine Überlebenden zurück, denn nur wenn es keine Zeugen gab, konnte er sicher sein, dass er in diesen Gebieten weiterhin ungehindert operieren konnte. Außerdem vermied er es normalerweise, die reguläre Armee anzugreifen, da jeder vermisste Soldat zu einer Untersuchung führte, und griff stattdessen lieber die fanatischen Stämme oder Banditengruppen an, die das Königreich durchzogen. Doch dieses Mal war alles anders. Wenn die ersten sprechen würden, würde er schon auf dem Rückweg sein. Er beobachtete seine vier zukünftigen Gegner genau, während einer der Reiter mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Südwesten ritt, gefolgt von dem Karren. Er durfte es nicht mit ihnen allen zusammen aufnehmen. Er wartete ein paar Sekunden - genug Zeit, damit der Bote am Horizont verschwand - und begann, sich langsam vorwärts zu bewegen. Beim ersten Schritt schrie der General.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bleiben Sie stehen! Weil Sie sich des Verbrechens des vorsätzlichen Mordes an einem Soldaten des Königreichs Matia schuldig gemacht haben, müssen Sie sich vor dem königlichen Gericht verantworten. Wie es unser Gesetz vorsieht, haben Sie das Recht, sich während des Prozesses zu verteidigen. Bitte kooperieren Sie jetzt, sonst müssen wir Sie gewaltsam festnehmen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü hob die Hände, um Unterwerfung vorzutäuschen, und ging weiter. Er wusste, dass die Matis sich nicht täuschen lassen würden, aber er musste ein paar Meter gutmachen. Momentan war der Maschinengewehrschütze die größte Bedrohung. Er musste ihn zuerst ausschalten. Dennoch durfte er den hochrangigen Soldaten nicht unterschätzen. Unter normalen Umständen hätte er es mit einem einfachen Truppführer zu tun gehabt und nicht mit einem erfahrenen Militär.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich werde mich nicht wiederholen, keine Bewegung mehr!&amp;quot;, schrie der General erneut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zoraï würde es wahrscheinlich nicht schaffen, noch einen weiteren Schritt zu machen, bevor der General zum Angriff blasen würde. Er fuhr mit seiner rechten Hand über seinen Rücken und legte sie auf den kleinen runden Schild, der dort hing. Er durfte sich keinen Fehler erlauben. Wenn er sich jetzt verfehlte, würde der Rest viel unsicherer werden. Er schloss wieder die Augen und ließ seine Sinne sich voll und ganz der Welt öffnen. Die Richtung und Stärke des Windes, die Luftfeuchtigkeit - wichtige Parameter, die es für den perfekten Wurf zu berücksichtigen galt. Er öffnete die Augenlider wieder und richtete seinen Blick auf den Schützen. Er war zwar zu weit weg, um sicher zu sein, aber die Position seiner Arme deutete darauf hin, dass er bereit war, zu schießen. Pü atmete tief durch und machte sich an den Kampf. Schneller als je zuvor hängte er seinen Schild ab und streckte seine Arme wie ein Seil nach hinten. Er brauchte weniger als eine Sekunde, um seine Flugbahn zu bestätigen und seinen Buckler zu werfen. Das Geschoss flog nach links vom Pfad und erweckte den Anschein eines Fehlwurfes. Pü nutzte die allgemeine Verwirrung, um in die andere Richtung zu stürmen. Wie erwartet erhielt der Maschinengewehrschütze den Befehl zum Eingreifen und legte seine Waffe an. '''Mit beiden Füßen fest in der Rinde steckend, begann er, aus allen Rohren auf den Zoraï zu feuern'''. Aufgrund des Rückstoßes war die Waffe jedoch schlecht zu führen, sodass Pü einige Sekunden Zeit hatte, bevor die Treffer ins Schwarze trafen. Der Junge wackelte und hüpfte geschickt und versuchte, dem Maschinengewehrschützen die Arbeit zu erschweren, dessen Schüsse immer präziser wurden. In diesem Moment glaubten die Matis wahrscheinlich, dass sie den Sieg davontragen würden. Doch die Flugbahn des Schildes nahm eine unerwartete Krümmung an. Der Buckler streifte die Bäume, die den Straßenrand markierten, und drehte sich in Richtung des Schützen, der nun mit dem Rücken zu ihm stand. Niemand bemerkte den Plan, außer dem General, der das tödliche Projektil sah, als es gerade auf den Hinterkopf des Maschinengewehrschützen treffen wollte, weil er schlauer war als der Rest seines Trupps. Er schrie etwas und sprang von seinem Capryni. Er rappelte sich schnell auf und ging auf den Soldaten zu. Als Antwort auf den Schrei seines Vorgesetzten drehte sich dieser gerade zu der fliegenden Bedrohung um. Als der General sah, dass er nicht reagierte, versuchte er, ihn zu Boden zu werfen, doch er stieß ihn nur an. Der Schild schnitt tief in das Gesicht des benommenen Matis, der sich herumdrehte und schwer auf den Boden fiel.&lt;br /&gt;
[[file:Les deux pieds.png|right|400px|alt=… Les deux pieds fermement plantés…|Mit beiden Füßen fest steckend]]&lt;br /&gt;
Pü hörte mit dem Gestikulieren auf und holte Luft. Der Maschinengewehrschütze war zwar sicher nicht tot, aber er schien ohnmächtig zu sein und stellte daher im Moment keine Bedrohung dar. Während der General am Krankenbett verweilte, glaubte der junge Zoraï fälschlicherweise, dass er nun Zeit hätte, über seinen nächsten Schritt nachzudenken. Doch die beiden Reiter waren anderer Meinung und spornten sich gegenseitig an, zum Angriff überzugehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;General, bleiben Sie bei Sivaldo, wir kümmern uns um den maskierten Primitiven!, rief der erste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Ja, General! Bisher haben seine feigen Techniken nur funktioniert, weil wir nicht darauf vorbereitet waren, fügte der zweite hinzu. Lassen Sie uns den Tod von Tinailli rächen! Wir versprechen, dass wir ihm Ehre erweisen werden!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl der General protestierte, rasten die beiden Soldaten mit voller Geschwindigkeit auf den Zorai zu, den das nicht zu stören schien. Die letzten paar Dutzend Meter zwischen ihnen wurden in Sekundenschnelle verschlungen. Doch da sie sich an den Tod ihrer ersten Kameradin erinnerten, machten die Matis nicht den Fehler, den jungen Krieger zu überfallen. Sie hielten an, bevor sie auf seiner Höhe waren, sprangen von ihren Reittieren und rückten vor, um ihn in die Zange zu nehmen. Nach ihrem jeweiligen Verhalten zu urteilen, mussten die beiden Matis unerfahrene Soldaten sein. Von Hass und Rachegelüsten geblendet, wussten sie noch nicht, dass sie sich gerade in den Rachen des Gingos gestürzt hatten. In der Ferne hatte der General gerade seine Capryni erreicht, um zu den beiden Unvorsichtigen zu eilen. Allein gegen zwei hatte der junge Krieger noch alle Chancen. Er musste die Sache also so schnell wie möglich hinter sich bringen, bevor der einzige wirklich erfahrene Soldat des Trupps zu ihnen stieß. Der Matis, der sich in seinem Rücken positioniert hatte, hielt mit beiden Händen ein schweres, schön verziertes Bernsteinschwert, während der Matis, der ihm gegenüberstand, mit einer langen Pike bewaffnet war, die von geflochtenem Bernstein gekrönt war. Pü hätte gerne in seinem Gesicht gelesen, aber der mächtige gehörnte Helm, den er trug, verhinderte dies. Die Matis kamen schnell näher. Logischerweise würde der Soldat gegenüber von ihm den ersten Angriff starten und dem Soldaten in seinem Rücken die Gelegenheit geben, einen toten Winkel für einen Angriff zu nutzen. Genau das geschah auch. Der Pikenier schrie und durchbohrte die Luft mit einer präzisen Bewegung, in der Hoffnung, den Zoraï mit einem einzigen Schlag aufzuspießen. Ohne seine Füße zu bewegen, schoss Pü mit seiner rechten Hand gegen die Pike, während er sich drehte und sein Becken auf die gegenüberliegende Seite verlagerte. Der Schutz seines Unterarms kratzte lautstark an den vielen scharfen Spitzen. Er drehte sein Handgelenk abrupt um und griff nach dem langen Griff der Waffe. Anstatt den Angriff abzuwehren, ermutigte er die Bewegung und nutzte den Schwung des Matis, um ihn zu destabilisieren, während er den Impuls seines Angriffs bewahrte. Er lenkte die Richtung des Angriffs leicht ab, ohne seine Füße vom Boden abzuheben, beugte seinen Rücken nach hinten und wich dem horizontalen Schlag aus, den der Schwertkämpfer auf ihn ausüben wollte. Er musste nur dafür sorgen, dass die Pike ihre Geschwindigkeit beibehielt, damit ihre tödlichen Spitzen den linken Oberschenkel des unglücklichen Schwertkämpfers durchbohrten, der unter dem Schock schreiend zusammenbrach. Der Angreifer wurde von der unkontrollierten Bewegung seiner Waffe mitgerissen und fiel beinahe auf den Verletzten. Pü ergriff die Gelegenheit und half ihm. Er zog seinen Dolch mit der freien Hand, während die andere den fest im Fleisch seines Kameraden steckenden Pik losließ, trat einen Schritt zurück, um sein Gleichgewicht wiederzuerlangen, und stieß seine Klinge mit einem präzisen Schlag in das Halsgelenk des Helms des Pikeniers. Ein langer Schwall Blut spritzte heraus, als er seinen Dolch aus der Halsschlagader seines Gegners zog. Wie erwartet geriet der Soldat in Panik und nahm schnell seinen Helm ab, um seine Kehle mit den Kräften des Sap zusammenzudrücken und zu heilen, bevor sein Gehirn nicht mehr mit Blut versorgt wurde. Pü ließ ihm keine Zeit zum Handeln, packte das braune Haar des Matis und versetzte ihm mehrere heftige Dolchstiche in den Hals. Als sich der Kopf des Soldaten schließlich vom Rest seines Körpers trennte, brach der Enthauptete auf die Pike zusammen, die sich noch tiefer in die blutende Wunde des am Boden festgenagelten Homins bohrte. Pü warf einen Blick zurück: Der General würde bald hier sein. Er steckte den blutbefleckten Dolch weg, ließ den Kopf seines Opfers fallen und näherte sich dem schwer verletzten Soldaten, der nun unter der schweren, noch immer pulsierenden Rüstung seines Kameraden eingeklemmt war und nicht mehr in der Lage war, die Pike herauszuziehen, um sein Bein magisch zu heilen. Der Homin nahm seinen Helm ab und begann zu stöhnen. Er war etwa so alt wie Niï, also etwa zehn Jahre älter als Pü.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bitte töten Sie mich nicht!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü hatte aufrichtiges Mitleid. Er hasste es zu töten. Und besonders, wenn seine Gegner nicht darauf vorbereitet waren. Aber er hatte keine Wahl mehr. Er hatte es fast geschafft, er konnte jetzt nicht alles aufgeben. Der junge Zoraï machte seinen Kopf wieder frei und ignorierte die Klage des Matis. Er trat näher an ihn heran, setzte seinen linken Fuß behutsam auf seinen Hals und zerquetschte ihn mit einem Fersenschlag. Er hob das Schwert des nun gelähmten Unglücklichen auf, stieß es ihm in den Hals und verhinderte so jede Regeneration. Eins. Jetzt fehlte ihm nur noch einer. Wenn der ohnmächtige Maschinengewehrschütze ausreichte, würde der Homin, der ihm von nun an gegenüberstand, ihn sicher nicht kampflos an den Verwundeten heranlassen. Der General, der sein Reittier bestiegen hatte, um die Distanz zu dem Zoraï zu überbrücken, es dann aber wieder verließ, ritt nun mit entschlossenen Schritten auf den Krieger zu. Als er nur noch wenige Meter von ihm entfernt war, nahm er seinen Helm ab. Zum ersten Mal seit langem zuckte Pü zurück. Für einen Moment glaubte das Kind, die Maske seines Vaters zu sehen. Der Matis war im besten Alter, wie die wenigen Falten, die die Harmonie seiner Gesichtszüge trübten, und der schwache Glanz seines langen, ebenholzfarbenen Haars zeigten. Vor allem aber waren es die selbstbewussten und intensiven Augen, die sie an ihren Vater erinnerten. Diese stechend blauen Augen waren die eines entschlossenen Homins, der bereit war, alles zu geben, um seinen Willen zu erfüllen. Pü trat einen Schritt zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Es ist nicht nötig, dass wir kämpfen, sagte er mit verwirrter Stimme. Ich habe meine Mission erfüllt. Überlassen Sie mir den Maschinengewehrschützen und gehen Sie nach Hause. Bitte befolgen Sie meinen Rat und gehen Sie zu Ihrer Familie.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der General legte seinen Helm zu seinen Füßen und zog ein langes, breites und fein verziertes Schwert. Er warf ihr einen eisigen Blick zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich werde Ihrer Bitte nicht nachkommen können, mein Junge. Sie allein haben soeben drei meiner Soldaten getötet. Karan Domini, König und Hohepriester des Königreichs Matia, muss wissen, warum die Zoraï-Theokratie Kindersoldaten für Mordmissionen ausbildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Ich sage es Ihnen noch einmal: Mein Stamm und ich sind nicht von der Zoraï-Theokratie abhängig. Bitte gehen Sie weg!&amp;quot;, erwiderte Pü und wich ein zweites Mal zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Matis trat mit entschlossenen Schritten vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hat man Sie gezwungen zu töten? Wenn es normal ist, dass ein Junge in Ihrem Alter das Kämpfen lernt, sollte er nicht so jung Blut vergießen müssen. Und schon gar nicht unter diesen Bedingungen. Ein Junge in Ihrem Alter verbringt Zeit mit seinen Freunden, Brüdern, Schwestern, seinem Vater und seiner Mutter.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Worten des Militärs und der Erwähnung seiner Verwandten bekam der junge Zoraï einen Blutsturz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sprechen Sie nicht über meine Familie! Laufen Sie weg, solange Sie noch Zeit haben!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein kaltes Lächeln erschien auf dem Gesicht des Generals.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich habe wohl einen Nerv getroffen. Sind es vielleicht Ihre Eltern, die Sie so weit aus dem Dschungel geschickt haben, um diese Morde zu begehen? Eine Mutter sollte ihre Kinder die Liebe lehren, nicht den Tod!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein heftiger Kopfschmerz durchbohrte den Schädel des Kindes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;'''Ich verbiete Ihnen, über meine Mutter zu sprechen!'''&amp;quot;&lt;br /&gt;
[[file:Je vous interdis.png|right|400px|alt=… Je vous interdis de parler…|Ich verbiete Ihnen zu sprechen]]&lt;br /&gt;
Als er gegangen war, hatte sie geweint. Und obwohl sie ihn ermahnt hatte, nicht zu töten, um seine eigene Lust zu befriedigen, hatte sie ihn dennoch gebeten, es für Ma-Duk zu tun. Pü liebte Ma-Duk aufrichtig, genauso wie er Jena hasste. Die Kamis beschützten Atys, während die Karavan es zerstörte, indem er seine Ressourcen plünderte. Aber konnte man seine Liebe zu Ma-Duk nicht anders beweisen, als durch Blutvergießen? Durch ihre Worte und ihren Status als Hohepriesterin billigte ihre Mutter die barbarischen Bräuche ihrer Vorfahren. Schlimmer noch, sie gab sie mit Inbrunst weiter. Doch er, der noch vor wenigen Monaten jedes Wort seiner Mutter total begeistert hatte, kotzte sie nun an. Wie lange würde es ihm noch gelingen, seine Verbundenheit mit den Werten seines Stammes vorzutäuschen? Und wenn Ma-Duk, gewarnt durch diesen letzten Gedanken, bereits der Meinung war, dass er ihm nicht mehr treu war, würde er dann jemals zum Schatten der schwarzen Maske werden können? Würde sein Vater ihn hinrichten lassen, wenn Großmutter Bä-Bä ihm die Nachricht überbrachte? Würden sein Bruder und seine Mutter ihn gewähren lassen? Pü stieß an seine Grenzen, sein Gehirn war in Aufruhr. Als der Matis spürte, dass der Zoraï nachgab, stieß er ihn bis zum Äußersten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Herena hatte also Recht: ihr seid nur Tiere! Die Homins Ihres Volkes schwängern ihre Hominas und machen sie zu Leihmüttern, die nur dazu taugen, Kindersoldaten zu produzieren, die auf dem Altar Ihrer hasserfüllten Überzeugungen geopfert werden!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit diesen Worten zog Pü seinen Dolch und sein Kurzschwert und stürmte brüllend auf den Matis zu. Er hatte ihm die Gelegenheit zur Flucht gegeben, und dieser hatte sie nicht genutzt. Wenn er sterben wollte, dann würde Pü ihm dabei helfen, so einfach, wie er es mit seinen Soldaten getan hatte. Es würde nur wenige Sekunden dauern. Bald würde alles vorbei sein. Er würde diesen Schmerz nicht mehr ertragen müssen. So stellte er es sich zumindest vor, wenn er wütend war. Das Schwert des Generals leuchtete auf und der junge Krieger wurde an den Knöcheln gepackt, noch bevor er das Manöver des Militärs verstand. Die Erfahrung des Matis hatte gesprochen, und der Stolz des Zoraï würde ihn teuer zu stehen kommen. Er hatte seinen Gegner unterschätzt und war blindlings losgestürmt, ohne mit dem Einsatz einer magischen Verzauberung zur Fesselung zu rechnen. Wurzeln waren aus der Rinde gesprungen und hinderten ihn völlig an der Bewegung. Durch den Schwung seines Laufs war Pü beinahe nach vorne gestolpert und hatte sich nur mit Mühe auf den Beinen halten können. In Panik versuchte er, sich aus der magischen Falle zu befreien, indem er mit seinen Waffen die Verzweigungen aufschlitzte, die sich nun seine Waden hinaufzogen, und dabei den Zauberer vergaß. Plötzlich, als er seine ganze Aufmerksamkeit auf seine Beine richtete, verdunkelte sich der Himmel. Sein Blut gefror, als er reflexartig den Kopf hob. Über ihm verdeckte die mächtige Rüstung des Matis das Licht der Sonne: Er hatte die Panik des Zoraï ausgenutzt, um in den Nahkampf zu gehen. Das Gegenlicht betonte seinen grimmigen Blick, der Pü von allen Seiten versteinerte. Der General hob sein großes Schwert in eine tiefe Position. Seine weiße Rüstung leuchtete auf, als das Licht durch die veränderte Haltung durchsickerte, und Pü musste wegschauen, um nicht geblendet zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Lassen Sie es geschehen!, sagte der Matis mit ernster Miene. Der Schlag, den ich Ihnen jetzt versetze, wird Ihnen eine kritische Wunde zufügen. Wenn Sie sich bewegen, könnte er für Sie tödlich sein. Ich werde Sie am Leben halten, bis die Verstärkung eintrifft. Danach werden wir Sie nach Matia bringen!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl der General zuversichtlich schien, dass er ihn lebend zum König der Matis bringen würde, wollte Pü lieber tausendmal sterben, als in die Gefangenschaft der Handlanger der Karavan zu geraten. Er versuchte erneut, sich zu wehren, aber die Wurzeln umklammerten nun seine Taille und begannen, sich seinen Bauch hinaufzuziehen. So endete sein kurzes Leben. Am Ende hatte sich Großmutter Bä-Bä geirrt. Er, der mit der Vorstellung aufgewachsen war, der Schatten der schwarzen Maske zu werden und unter seinen eigenen Leuten zu sterben, indem er seinen Bruder beschützte, sollte allein und weit weg von zu Hause sterben, mit Jenas blendendem Astralabdruck als letztem Anblick. Was für eine Ironie. Als der Zoraï seine Maske nach links gedreht hatte, um nicht länger die spöttische Spiegelung des Brustpanzers ertragen zu müssen, sah er eine seltsame Lichtquelle jenseits des Straßenrandes im Schatten der hohen Sylvan-Bäume. Wenn er sich konzentrierte, konnte er zwei gleich große Sphären deutlich erkennen. Sie waren strahlend weiß und leuchteten umso heller, je dunkler es um sie herum war. Nein, es war nicht nur die Dunkelheit ... Pü konnte eine kleine schwarze Gestalt zwischen den Schatten erkennen. Sein Blut gefror erneut. Es waren keine Sphären, es waren Augen. Die Augen der Schwarzen Kami, die ihm bis jetzt zweimal erschienen war. Er war hier. Ma-Duk sah ihn an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Non, il ne pouvait abandonner. Il était un Guerrier Noir de Ma-Duk, forgé par les meilleurs combattants de la Jungle et béni des Kamis. Tant qu’il pourrait se battre, il n’abandonnerait pas. Revigoré, son corps réagit d’instinct lorsque le général abattit son arme sur lui pour lui transpercer la clavicule gauche. Il envoya son bras droit au contact de la lame massive pour se protéger, et si son épée courte ne réussit pas à bloquer le coup, elle permit néanmoins de dévier l’attaque, au prix d’une partie de sa main, qui vola en éclats. L’état d’extrême tension dans lequel se trouvait le jeune guerrier eut pour effet positif de lui faire totalement ignorer la douleur. L’épée l’érafla et se planta lourdement dans le sol. Profitant de la seconde de répit qu’il lui était offerte, Pü lâcha la dague qu’il tenait dans sa main gauche et manipula la Sève alentour pour incanter à deux mains un sortilège. Sa paire d’amplificateurs de magie étant accrochée à sa ceinture désormais enchevêtrée avec les racines, il ne put s’en équiper. Mais pour ce qu’il comptait faire, un sortilège brut devrait suffire. Alors '''il n’hésita pas, et enflamma son corps pour s’évader de sa prison de bois'''. Il réussit à se dégager des racines partiellement consumées au moment où le général arrachait son épée du sol. Alors qu’il lançait son second assaut, Pü réussit à l’éviter de justesse grâce à une roulade. Le Matis enchaîna avec une série de frappes d’estoc et de taille, que le jeune guerrier esquiva à l’aide de diverses acrobaties. Désarmé, il n’était pas en mesure de parer les attaques. S’il était bien plus habile que le général encombré de sa lourde armure, celui-ci semblait bien plus endurant, et n’avait pas encore subi de blessures. Plus inquiétant encore, ses coups se faisaient de plus en plus précis. Pour la première fois de sa vie, Pü combattait un maître d’armes dans un combat à mort. L’expérience du Matis parlait, et il ne lui fallut que peu de temps pour commencer d’anticiper les mouvements du jeune guerrier.&lt;br /&gt;
[[file:Hesita pas.png|right|400px|alt=… il n’hésita pas…|il n’hésita pas]]&lt;br /&gt;
Les secondes défilaient et Pü s’essoufflait à vue d’œil. À plusieurs reprises, le soldat réussit à le frôler, entaillant son corps d’enfant de la pointe de son épée. Pü faisait régulièrement appel aux pouvoirs de la Sève pour panser ses blessures et régénérer partiellement son endurance, mais, à ce rythme, il atteindrait bientôt ses limites. S’il aurait aimé pouvoir passer dans le dos du Matis pour tenter de lui briser la nuque, comme il savait si bien le faire, celui-ci ne lui laissait aucun répit. Sans arme, il n’avait aucun moyen de s’extraire de cette situation perdue d’avance. Alors qu’il cherchait une échappatoire, il aperçut une dague pendant à la taille du soldat, cachée derrière le drap d’apparat ornant sa ceinture. Comment avait-il pu ne pas la voir avant ? Pü se maudit et imagina un plan d’action, entre deux roulades et trois contorsions. Il allait jouer le tout pour le tout. À bout de souffle, le Zoraï attendait le moment idéal pour agir. Soudainement, lui qui ne faisait jusqu’alors que reculer face aux assauts du Matis, profita d’une large frappe de taille pour effectuer une roulade avant et passer sous la lame tranchante. Son mouvement tout juste terminé, il poussa aussi fort qu’il put sur ses jambes, et bondit sur le flanc gauche du soldat. Si le Matis fut décontenancé par la direction de l’esquive, il réagit très vite et rendit un violent coup de pied latéral au jeune guerrier. Le corps de l’enfant craqua sous la lourde botte du soldat et alla s’écraser plus loin sur le sol. Pü se releva péniblement sur un genou et cracha le sang. Son adversaire venait de lui briser plusieurs côtes. Mais derrière son masque, le jeune guerrier souriait : sa main valide était désormais armée. Bien que différente des dagues qu’il avait coutume de manier, celle du Matis ferait parfaitement l’affaire. Le jeune homin inspira un grand coup et leva son masque vers le général. Celui-ci s’était retourné et s’apprêtait à réaliser une percée avec son épée pour retourner au corps-à-corps.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Abandonnez mon garçon ! » dit-il en chargeant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
À nouveau, Pü n’aurait qu’une seule chance. Et jusqu’alors, la chance lui avait souvent souri. Finalement, peut-être que le Kami Noir veillait réellement sur lui.  Alors que le soldat se précipitait dans sa direction, l’épée dirigée vers l’avant, Pü attendit le bon moment et jeta sa dague en l’air, loin au-dessus de lui. Aussitôt fait, il infusa tout ce qu’il put de Sève dans ses jambes et fit gonfler ses cuisses comme jamais. Puisant à la limite de ce qu’il pouvait endurer, il souleva un nuage de sciure et bondit dans les airs d’un saut surhomin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Totalement surpris par la nature de l’attaque et partiellement aveuglé par le brouillard de débris, le Matis crut à tort que le Zoraï tentait simplement de s’enfuir. Il comprit trop tard la réalité de la situation lorsque qu’il sentit son épée s’alourdir brusquement sur l’avant. Pü venait d’atterrir sur le plat de la lame et s’élançait tel un funambule en direction de son porteur. Déjà fort déséquilibré, le Matis tenta en vain de se redresser au moment où Pü prit à nouveau appui sur l’arme pour voltiger. Le jeune guerrier atterrit cette fois-ci sur ses épaules, et se propulsa une derrière fois en direction du ciel, obligeant par la force de ses jambes le Matis à poser un genou au sol. Pü devait se situer à environ quatre mètres du sol, et survolait le nuage de poussière qui commençait à se dissiper. Il n’eut qu’à tendre son bras valide pour attraper la dague qu’il avait précisément jetée quelques secondes auparavant. Écartant les jambes et regardant vers le sol, alors que la gravité commençait à faire effet, il posa ses yeux sur le visage du général. Celui-ci avait perdu son regard terrifiant et ouvrait grand les paupières. Pü y lut de l’admiration. L’enfant effectua à nouveau un lancer parfait et la dague alla se planter droit dans le crâne du Matis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Toujours en l’air, le Zoraï se préparait à se réceptionner correctement, mais ses côtes cassées l’en empêchèrent. Il s’effondra lourdement sur le flanc opposé, non loin du corps du général figé sur les genoux dans une étrange position. Sa tête pendait en arrière, dirigée vers l’astre du jour et sa longue chevelure d’ébène se soulevait légèrement au gré du vent. Pü s’allongea sur le dos et écarta les bras. Terminé. Son calvaire était terminé. Il avait gagné.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{NavChap|[[Chapitre III - Mourir pour renaître]]|[[La Guerre Sacrée#Table des matières|Table des matières]]|[[Chapitre V - La graine du doute]]}}&lt;br /&gt;
{{Portail|La Grande Bibliothèque|Zoraï}}&lt;br /&gt;
[[Catégorie:La Guerre Sacrée]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jadeyn</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Kapitel_IV_-_Sylvan_Exil&amp;diff=34468</id>
		<title>Kapitel IV - Sylvan Exil</title>
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				<updated>2023-02-23T17:52:16Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Jadeyn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{NavChap|[[Chapitre III - Mourir pour renaître]]|[[La Guerre Sacrée#Table des matières|Table des matières]]|[[Chapitre V - La graine du doute]]}}&lt;br /&gt;
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|DE=Kapitel IV - Sylvan Exil|DEs=2&lt;br /&gt;
|EN=Chapter IV - Sylvan Exile|ENs=4&lt;br /&gt;
|ES=&amp;lt;!--Capítulo IV - Exilio en el bosque--&amp;gt;&lt;br /&gt;
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{{Clear}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:purple;font-weight:bold&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''IV - Sylvan Exil'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:purple;font-weight:bold&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''Jahr 2474 von Jena'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Quotation|''Bélénor Nébius, Erzähler'' • ''Cheng Lai'SuKi, Illustratorin''|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[file:Pu deroulait.png|right|400px|alt=… Pü déroulait en silence…|verrichtete Pü schweigend]]&lt;br /&gt;
Auf einem hohen Ast eines großen sylvanischen Baumes sitzend, '''verrichtete Pü schweigend sein tägliches Gebet'''. Über ihm, sogar noch näher, so weit entfernt vom Dschungel und seinem Zenit, war das Tagesgestirn dabei, seinen vollen Glanz zu entfalten, und trotz der dicken Laubschicht, die es vom Himmel trennte, schaffte es das warme Licht, die blaue Haut des jungen Zoraï zu erwärmen. Er hatte jedoch gelernt, Jenas astrale Prägung zu vergessen, und versuchte, sich an die Kälte und das Echo der Abgrundschächte zu erinnern, die sein Dorf unter der Rinde durchzogen und die es Ma-Duk ermöglichten, aus dem Herzen von Atys über ihn und seine Familie zu wachen. Er hatte ohnehin keine Wahl: Die Höhen waren bei weitem der geeignetste Ort für meditative Momente. Am Boden waren Raubtiere und Soldatenpatrouillen eine ständige Störung, die seine Ruhe bedrohten und ihn daran hinderten, sich friedlichen Aktivitäten zu widmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tausend Kilometer entfernt beendeten seine Stammesmitglieder wahrscheinlich auch gerade ihre Gebete. Trotz der Entfernung und der Einsamkeit hatte Pü versucht, seinen Lebensrhythmus beizubehalten, den er vor seiner Abreise gelebt hatte. Mit dem ersten Morgengrauen erwachte das Dorf und bereitete sich auf die Routinearbeiten vor, die für das reibungslose Funktionieren der Gemeinschaft notwendig waren: Instandhaltung, Handwerk, Jagd, Kochen, verschiedene Versammlungen, Empfang der seltenen Gesandten und Händler etc. Das Ziel war es, so viele Aufgaben wie möglich zu erledigen, bevor die lange Morgenlitanei begann. Diese wurde von Pus Mutter Looï geleitet und endete mit einem gemeinsamen Essen im Speisesaal, an dem der ganze Stamm teilnahm. Nach dem Mittagessen übten sich die Zoraï mehrere Stunden lang in der Kunst des Kampfes. Der Unterricht richtete sich an alle, unabhängig von Alter oder Geschlecht, und war sehr vielfältig: Nahkampf, Stichwaffen, Schusswaffen und Magie. Der Stamm war in erster Linie ein Clan von Kämpfern, die früher oder später am Beginn des Heiligen Krieges teilnehmen würden. Wenn das Training beendet war, trafen sich die Familien zu einem gemütlichen Essen und gingen vor dem Schlafengehen verschiedenen persönlichen Aktivitäten nach. Seit jeher besuchte Pü Abendkurse bei seiner Mutter, die ihn in homininer Geschichte, internationalen Beziehungen, anderen Sprachen und Wissenschaft unterrichtete. Gelegentlich wurde er von seinem älteren Bruder Niï begleitet. In den meisten Fällen besuchte dieser jedoch andere Privatstunden bei ihrem Vater, der Schwarzen Maske.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Junge wurde jäh aus seinen Erinnerungen gerissen, als ein trauriges Geräusch die Harmonie des Gesangs der Bäume durchbrach. Über den Baumwipfeln erschütterte das dumpfe Dröhnen eines Karavan-Fluggeräts die Luft und vertrieb die Javings, diese seltsamen Vögel mit den gezackten, grünlichen Flügeln und der langen, schwarzen, glänzenden und mit Widerhaken versehenen Zunge, mit der sie ihre Beute aufspießten. Pü stand schnell auf, überprüfte die Festigkeit seiner Lebenslinie und machte sich daran, die letzten Meter des dicken Baumstamms zu erklimmen, der ihn vom Himmel trennte. Als sein zarter Körper aus dem Blättermeer herausragte, musste er hinter seiner Maske die Augen zusammenkneifen, weil das Tageslicht so grell war. Nicht weit von ihm entfernt verlor die Höllenmaschine immer mehr an Höhe. Die seltsame schwarze Materie, aus der ihre Hülle bestand, reflektierte Jenas helles Astrallicht, als wollte sie ihn verhöhnen. Trotzdem gelang es Pü, die Maschine zu identifizieren. Es war einer der kleinen Transporter, die die Karavan normalerweise benutzte, um die von ihren Hominsklaven gesammelten Ressourcen zu sammeln. Seltsamerweise schien er direkt aus einer der riesigen Himmelswurzeln zu stammen, die das Kronendach bildeten, den unerforschten Teil der Rinde, wie die Bewohner Atys bezeichneten, ihre Welt aus lebendem Holz, das nur aus ständig wachsendem Pflanzenmaterial besteht. Ihre opulenten Täler und üppigen Hügel bestanden aus kolossalen Wurzeln, auf denen die Homins ihre Zivilisationen errichtet hatten. Das Wasser, das die tiefen Wurzelspalten füllte, erweckte ihre Seen, Lagunen und Ozeane zum Leben. Die steilsten Wurzeln bildeten seine Berge und reckten sich in einem langsamen, unaufhaltsamen Aufstieg in den Himmel. Bestimmte Temperaturanomalien führten sogar dazu, dass der Wurzelteppich langsam verglühte und die Wüsten entstanden. Und noch tiefer unter der Rinde befanden sich die Urwurzeln, das geheimnisvollste Ökosystem von Atys nach dem, das man in das Kronendach vermutet. Es bildete ein riesiges Labyrinth aus grünen, feuchten Höhlen, die tief in die Eingeweide der Pflanzenwelt bis in ihr Herz hineinreichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü beobachtete, wie die Karavan-Maschine mit hoher Geschwindigkeit abtauchte. Es war sehr wahrscheinlich, dass wie üblich ein Treffpunkt zwischen der Karavan und ihren Handlangern vereinbart worden war und dass ein Konvoi auf dem Weg war, um Tribut zu liefern. Der junge Zoraï spürte, wie sein Herz raste. Vier. Jetzt fehlten ihm nur noch vier. Vier, und er könnte endlich nach Hause zu seinen Lieben zurückkehren. Das war die perfekte Gelegenheit. Er musste den Konvoi abfangen, bevor er sich mit den Karavan-Agenten treffen konnte. Pü entkam dem nackten Tag, indem er sich ein paar Meter in die Tiefe stürzen ließ, und landete auf dem Ast, auf dem er seine Sachen zurückgelassen hatte. Er sammelte sie zusammen und packte sie hastig ein, bis auf einen würfelförmigen Weidenkorb, den er sorgfältig handhabte. In diesem Korb befanden sich die Früchte monatelanger Bemühungen. Er würde sich niemals verzeihen, wenn er ihn verlieren oder seine Unversehrtheit gefährden würde. Um sicherzugehen, dass er nichts vergessen hatte, überprüfte er noch einmal seinen Klettergurt und tauchte ab. Pü raste durch den grünen Abgrund, bewegte sich geschickt zwischen den Zweigen und löste mit einem fachmännischen Handgriff seine Lebenslinie von den Stiften, die er während des Aufstiegs getrieben hatte. Er durchquerte viele Sekunden lang die bunten Schichten dieses kontinentalen Waldes mit seinen tausend Jahreszeiten und landete schließlich anmutig auf dem belaubten Boden. Die Richtung, in die das Fluggerät flog, deutete darauf hin, dass es wahrscheinlich auf der Lichtung weiter nördlich landen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten Konvois starten in Matia, der Hauptstadt des gleichnamigen Königreichs, und so war es gut möglich, dass der erhoffte den breiten künstlichen Pfad nehmen würde, der den Wald im Westen durchschneidet. Pü war von den Kräften der Botaniker des Matis-Volkes beeindruckt und erschrocken zugleich. Er, der Matias kolossale Wurzelmauer und die riesigen Habitatbaumkomplexe, die sich jenseits der Stadtmauer so weit das Auge reichte, mit eigenen Augen gesehen hatte, war von einer solchen Maßlosigkeit überwältigt gewesen. Doch mit diesem Vorgehen und dem Versuch, die Natur nach seinem Willen zu beugen, versuchte das Volk der Matis, die Absicht der Kamis und damit auch die Absicht von Ma-Duk zu durchkreuzen. Der Große Erzeuger wacht über jedes Stückchen Materie auf Atys. Die Natur zu verändern bedeutet, sein Großes Werk zu verfälschen. Die Geheimnisse der Manipulation von lebender Materie, insbesondere von Pflanzen, waren den Matis von der Karavan übermittelt worden, wie den Zoraïs die Beherrschung des Magnetismus und des Schreibens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während seiner langen Monate im Exil im Königreich Matia war Pü klar geworden, wie attraktiv die heidnischen Sitten der von der Karavan indoktrinierten Völker sein konnten. Bei diesen Gedanken hatte er sich geschämt. Aber es hatte ihm auch geholfen, die Gefährlichkeit dieser Dämonen aus dem Himmel besser zu verstehen. Der junge Zoraï verlor keine Zeit. Er rutschte und sprang über die Wurzeln und Verzweigungen des Waldes und legte die letzten Kilometer bis zum Pfad in kürzester Zeit zurück. Die wenigen Gingos, die versuchten, ihn auf seinem Weg zu verfolgen, hatten keine andere Wahl, als aufzugeben, da er sich so geschickt durch das dichte Gewirr der Natur manövrierte, die frei von jeglicher Matisse-Unterdrückung war. Als er den Weg erreichte, versteckte er sich hinter einem großen Strauch und hielt Ausschau nach der Ankunft des Konvois. Als er gerade aufgeben und woanders nach den Spuren der Matis suchen wollte, hörte er in der Ferne ordentliches Hufgetrappel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü schluckte. Sein Herzschlag begann sich langsam zu beschleunigen. Niemals. Niemals würde er sich an dieses Gefühl gewöhnen. Sein Bruder hatte ihm versichert, dass sein erstes Mal ein Genuss sein würde und dass die Gefühle, die er dabei empfand, ihn für sein ganzes Leben prägen würden. Auf der einen Seite hatte er damit nicht ganz Unrecht. Die blutverschmierten Hände eines Zoraï, der mit elf Jahren ins Exil geschickt wurde, kniete allein vor der noch warmen Leiche seines ersten Opfers: diese Bilder verfolgten ihn wochenlang Tag und Nacht, bis er den Verstand verlor. Doch diese letzte Prüfung kündigte auch das Ende seines schmerzhaften Exils an. Bald würde er wieder in seinem Land, bei seinem Stamm sein und seine Mutter wieder in die Arme schließen können. Dieser freudige Gedanke tröstete ihn und half ihm, seine Kräfte wieder zu sammeln. Der Konvoi zeichnete sich nun am Horizont ab. Bald war er in Sichtweite. In der Mitte befand sich ein solider, schwer beladener Karren, gezogen von zwei Mektoubs, friedfertigen Dickhäutern mit flinken Füßen, die über zwei Meter groß waren, braunes Fell mit grauen Streifen hatten und vor allem an ihren langen, kräftigen Rüsseln und ihren ohrlosen Köpfen zu erkennen waren. Er wurde von einem Tryker geführt, wie viele andere, denen Pü bislang begegnet war. Tatsächlich war es nicht ungewöhnlich, Tryker weit östlich von ihren schwimmenden Städten zu treffen, die im Matis-Land undankbare und schlecht bezahlte Arbeit verrichteten. Ihre Neugier und ihr Freiheitsdrang machten sie zwar zu hervorragenden Entdeckern und Erfindern, doch aufgrund ihrer geringen Größe, ihres kindlichen Aussehens und vor allem ihres friedlichen und gutmütigen Charakters waren die Tryker in den vergangenen Jahrhunderten leider mehrfach von den Matis versklavt worden. Wie Pü aus dem Unterricht seiner Mutter wusste, waren die Tryker zum letzten Mal während des &amp;quot;Aquäduktkriegs&amp;quot; vor nur vierzig Jahren versklavt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2435 entdeckten Fyros-Minenarbeiter im Westen ihrer Wüste unter der Rinde vergrabene Ruinen und bohrten eine Säureader an, die die gesamte Region um die Kaiserstadt Coriolis in Brand setzte. Das wochenlange Feuer breitete sich bis zur Grenze des Königreichs aus und zerschnitt das riesige, von den Matis verhasste Aquädukt. Eben jenes, das die Wüste mit dem Seengebiet verband, das von der Trykoth-Föderation, dem Verbündeten des Fyros-Imperiums, verwaltet wurde. Der Krieg, in den die Allianz und das Königreich seit fast eineinhalb Jahrhunderten verstrickt waren, nahm eine neue Wendung. Der Imperator sah sich gezwungen, seine Truppen von den Seen abzuziehen und sie zur Bekämpfung des Feuers einzusetzen, das sein Volk bedrohte und ihm das Wasser abnahm. Daraufhin nutzte die Matisse-Armee die Gelegenheit und marschierte in das Seengebiet ein, versklavte das Volk der Tryker und eroberte die Stadt Karavia zurück, die das Imperium fast ein Jahrhundert zuvor gestohlen hatte. Karavia, die &amp;quot;Heilige Stadt&amp;quot;, wurde angeblich genau an dem Ort errichtet, an dem Zachini an der Küste des Königreichs, das er später gründete, zum ersten Mal mit der Karavan und der Göttin Jena zusammentraf. Karavia, die &amp;quot;Unheilige Stadt&amp;quot;, für Pü und seinen Stamm der bösartigste Ort auf der Rinde... Und doch wurde hier im Jahr darauf der Vertrag unterzeichnet, der den Aquäduktkrieg beendete und die Tryker von der Herrschaft der Matis befreite. Allerdings hatte diese Episode im Unterbewusstsein des Seenvolkes Spuren hinterlassen, und viele Tryker blieben als Diener im Wald zurück... so wie der Karrenfahrer, der sich offensichtlich dem Dienst des Matis verschrieben hatte, der neben ihm auf der Sitzbank schlummerte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü identifizierte ihn bei seinem Anblick sofort als einen Kleriker der Kirche des Lichts, die Herena genannt wurde. Der Matis war nämlich in seine kirchliche Tracht gekleidet: eine weiße Bernsteinkrone und eine lange Toga, die aus mehreren großen Umhängen bestand, die aus bunten Federn gefertigt und mit Geflechten aus bernsteinfarbenen Schmuckstücken verziert waren. Die Kirche des Lichts, die um den Jena-Kult herum gegründet wurde und unter der Schirmherrschaft der Karavan stand, war heute allmächtig im Königreich Matia und insbesondere in Karavia, das durch den Vertrag, der ihren Namen trägt, an das Königreich zurückgegeben wurde. Unter ihrem Einfluss waren so viele Homins von der dämonischen Natur der Kamis überzeugt worden...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter oben auf dem Karren, auf seiner Planenladung, stand ein Matis mit einem Maschinengewehr und hielt Ausschau nach dem Horizont. Er hatte keinen Helm auf und trug die gewöhnliche Kleidung der Soldaten der regulären Armee: einen weichen, robusten Anzug aus Kaktushaut und darüber Rüstungsteile aus weißem Holz. Ein weiterer schien auf der Rückbank zu sitzen. Die Matis waren ein von Natur aus schlankes Volk mit ausgemergelten Gesichtszügen und perlmuttfarbener Haut. Sie waren Ästheten, raffiniert und aufgrund ihrer Kultur ehrgeizig und erinnerten andere Völker immer wieder an ihre Überlegenheit, selbst wenn sie sich dessen nicht bewusst waren. Um den Karren herum waren fünf berittene Matis, die als Eskorte dienten. Sie ritten stolz auf Caprynis, schlanken Vierbeinern mit dicker, heller und stellenweise blau gestreifter Haut, einem einzigen Geweih und einer langen Schnauze mit einem einzigartigen Ziegenbart. '''Alle Soldaten waren mit einer Rüstung aus solidem weißem Holz ausgestattet''', die mit lilafarbenen Mustern graviert war, sich am Oberkörper wölbte und in der Taille enger wurde. Die Schulterstücke der Rüstung waren ebenso abgerundet wie breit und verliehen den Soldaten ein herrisches Aussehen. Am auffälligsten war jedoch ihr Helm, der aus einer Elfenbeinmaske mit einem azurblauen Schmuckstück auf der Stirn und einer stabilen, imposanten Kopfbedeckung bestand, die mit weißem Bernstein verziert war und deren Enden aus Chitin an den Ohren herabhingen, sodass sie wie Hörner aussahen. Einer der Soldaten unterschied sich von den anderen durch die feinen Verzierungen und Gravuren, die seinen Brustpanzer und Helm schmückten. Bisher hatte Pü noch niemals die Gelegenheit gehabt, solche Verzierungen zu sehen. Der Matis war zweifellos ein hochrangiger Soldat der königlichen Armee, der zusammen mit dem Herena entsandt worden war, um den König vor der Karavan zu vertreten.&lt;br /&gt;
[[file:Tous les soldats.png|right|400px|alt=… Tous les soldats étaient équipés…|Alle Soldaten waren ausgerüstet]]&lt;br /&gt;
Das Kind stellte seinen Korb sorgfältig in die Mitte des Strauches und wartete noch ein paar Sekunden, bis der Konvoi weiterzog. Als er etwa 50 Meter von seiner Position entfernt war, kam er ruhig aus seinem Versteck hervor und stellte sich in die Mitte der Straße. Als der Ausguck auf der Spitze der Ladung ihn entdeckte, gab er das Signal zum Anhalten und der Konvoi stoppte abrupt. Der unerwartete Halt unterbrach den Schlaf des Herena, der beinahe vom Karren gefallen wäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wer sind Sie? Nennen Sie Ihre Identität!&amp;quot;, rief der Ausguck in einem kräftigen, aber dennoch melodischen Tonfall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Antwort trat Pü einige Meter vor, während die Reiter ihre Reittiere ausrichteten und sich vor dem Karren aufstellten. Der Zoraï räusperte sich und nahm seinen schönsten Mateis an. Seine Mutter hatte ihm die von anderen Völkern verwendeten Sprachen beigebracht, wobei sie den Schwerpunkt auf Mateis legte, die international am häufigsten gesprochene Sprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich bin ein Apostel der Kamis, der in die heidnischen Regionen gesandt wurde, um den Verirrten die Existenz des Großen Erzeugers zu offenbaren und einigen Auserwählten die Ewige Vergebung anzubieten. Kinder der Rinde, freut euch zu hören, dass eure Sünden durch mich bereits reingewaschen wurden. In Kürze werden eure Seelen gereinigt und den Schwarzen Kriegern von Ma-Duk übergeben. Durch sie werden sie zu ihrem Kampf für die Erhaltung von Atys beitragen. Und wenn Ma-Duk es will, werden sie Zeuge des Heiligen Krieges und des Beginns der Glücklichen Tage.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz seines guten Willens gelang es dem jungen Homin nicht, Leidenschaft in seine Predigt zu bringen. Nach so vielen Monaten morbider Predigten war dieses Ritual ebenso ermüdend wie schmerzhaft geworden. Pü wusste, dass der Wahnsinn auf ihn lauerte. Die Stimmen in seinem Kopf wurden immer präsenter und er entwickelte Woche für Woche neue Verhaltensstörungen. Wie viele seiner Brüder und Schwestern hatten während ihres Exils den Boden unter den Füßen verloren? Viele von ihnen waren niemals zurückgekehrt. Vor seiner Abreise hatte er lange Zeit hart über sie geurteilt, aber jetzt verstand er sie. Seine Sicht war getrübt, als sich ein starker Kopfschmerz bemerkbar machte. Er musste sich lange konzentrieren, um die ersten mentalen Einflüsterungen auszuschalten. Während dieser langen Sekunden der Abwesenheit hatte sich der Herena zu dem Ausguck auf der Spitze des Karrens gesellt. Er hielt sich rücksichtslos an ihm fest, um nicht zu fallen, und brüllte sie an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ma-Duk? Der große Erzeuger? Was reden Sie denn da für einen Unsinn? Wir wussten zwar, dass die Wilden Ihrer Art die Kami-Dämonen anbeten, aber wir dachten, Sie wären so geistesgegenwärtig, die Existenz unserer aller Mutter, Jena, nicht in Frage zu stellen! Kennen Ihre Schandtaten keine Grenzen? General, ergreifen Sie diesen Ketzer auf der Stelle!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü ging wieder ein paar Schritte nach vorne und massierte sich die Maske.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Dann kann ich Ihnen versichern, dass Min-Cho, sein Rat der Weisen und die gesamte Zoraï-Theokratie, versteckt im Herzen Zorans und hinter ihrer Großen Mauer, immer noch Ihre usurpatorische Göttin anbeten, sagte er mit müdem Blick. Vor vielen Jahrzehnten entschieden sich die Kamis dafür, meinem Stamm die Existenz von Ma-Duk zu offenbaren. Heute sind wir leider die einzigen, die seine Natur als Oberster Kami anerkennen. Aber es gibt noch andere Apostel, die im Dschungel arbeiten. Eines Tages werden unsere Zoraï-Brüder das Ausmaß der Lügen erkennen, die ihnen seit ihrer Kindheit aufgetischt werden, und wenn Ma-Duk es will, werden ihnen ihre Sünden vergeben.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gesicht des Klerikers färbte sich rot, als er durch seine Gestikulationen, die die vielen Umhänge seiner Kleidung verwickelten, fast zu Boden fiel. Zu seinem Glück tat der Ausguck alles, was er konnte, um zu verhindern, dass der Herena sich durch einen Sturz blamierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hören Sie auf mit Ihren Schandtaten, Wilder! Keine Vergebung für Ihre degenerierte Rasse von Dämonenanbetern! Ihre skelettierten Gesichter sind Abscheulichkeiten, eine Beleidigung für die Karavan! Ihr verdient es, ausgerottet zu werden, wie alle Primitiven, die Atys mit Ihrer Anwesenheit beschmutzen! Dieser Wilde soll sofort gefasst werden, das ist ein Befehl!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hoch zu Capryni versuchte der Matis-General einzugreifen, um die wachsende Spannung abzubauen. Doch einer der Reiter befolgte die Aufforderung des Geistlichen und ritt in vollem Tempo los. Pü schüttelte seine Maske ab, um seine letzten Kopfschmerzen wegzuwischen, und konzentrierte sich voll und ganz auf die Situation. Von nun an würde alles sehr schnell gehen. Er musste seine inneren Fragen zum Schweigen bringen. Der Matis hatte bereits die Hälfte der Distanz zwischen ihm und dem Zoraï überwunden. In seiner rechten Hand hielt er einen langen, hohlen Speer, der in einer geflochtenen Bernsteinkragen endete. In der Nähe der horizontalen Stange befand sich ein Hebel, mit dem der Ring, der die Stange abschloss, schnell gelockert oder zusammengedrückt werden konnte. Diese geniale Waffe war in der Regel dazu gedacht, die zukünftigen Reittiere der Matis an der Kehle zu packen, wenn sie noch in der Wildnis waren, wurde aber auch dazu verwendet, Homins zu fixieren und zu unterwerfen, ohne sie zu verletzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Püs Körper schwankte leicht. Es dauerte einige Sekunden, bis er das Schlagen seiner Glieder mit dem Galopp des Reittiers synchronisieren konnte. Als der Angreifer etwa zehn Meter von ihm entfernt war, aktivierte er den Mechanismus seiner Waffe und schwang sie, ohne sein Tempo zu verlangsamen. Die Schlinge öffnete sich weit genug, um den maskierten Kopf des Zoraï zu umschließen. Ohne Zweifel wusste er, wie er mit seinem Instrument umzugehen hatte. Doch der junge Homin war zu flink. Als der Soldat nach rechts schoss, um seine Beute an der Kehle zu packen, tauchte Pü absichtlich in die Richtung des Angriffs und wich ihm aus. Zwischen Waffe und Capryni hindurch gelang es ihm, den Riemen an der Seite des Tieres zu ergreifen, bevor er den Boden berührte. Er hielt sich fest und zog, so gut er konnte, nicht um das Tier zu destabilisieren, sondern um seinen leichten Kinderkörper über das Tier zu schleudern. Er flatterte herum und landete gerade noch auf dem Hinterteil des Capryni, als der Matis hinter seinen Rücken blickte, um zu sehen, was aus dem Zoraï geworden war. Während der Reiter den Blick von Pü kreuzte, der nur durch die Kraft seiner Schenkel das Gleichgewicht auf dem Tier hielt, legte seine Beute, die zum Henker geworden war, schnell ihre Hände um seinen Nacken und brach ihn mit einem kräftigen Schlag. Die Waffe des Matis rutschte aus seiner rechten Hand und zerbrach auf dem Boden. Wenn Pü nicht sicher sein konnte, dass er tot war, war seine Lähmung garantiert. Er ließ den gepanzerten Körper auf sich niedersacken, damit er nicht stürzte, nahm die Zügel, die seine linke Hand hielt, wieder auf, verlangsamte das Tempo und drehte sich um. Als er wieder am Ausgangspunkt angekommen war, brach er seinen Lauf ab und sprang links neben dem Tier zu Boden. Der Körper des Soldaten fiel schwer auf die rechte Seite. Der Helm löste sich durch den Aufprall, sodass der Zoraï in das leblose Gesicht blicken konnte. Der Soldat war eine Homina und damit vielleicht auch eine Mutter. Für den Bruchteil einer Sekunde sah Pü, wie die Maske seiner eigenen das Gesicht der Leiche überlagerte. Er schloss die Augen. Drei. Jetzt fehlten ihm nur noch drei.&lt;br /&gt;
[[file:Le soldat.png|right|400px|alt=… Le soldat était une homine…|Der Soldat war eine Homina]]&lt;br /&gt;
Auf der Spitze des Karrens hatte sich das Gesicht des Klerikers von einer rötlichen Gesichtsfarbe in ein blasses Weiß verwandelt, das viel blasser war als sonst. Die Soldaten reagierten nicht, da sie von der Gewalt, die sie gerade gesehen hatten, schockiert waren. Nur der General behielt die Nerven. Er ließ sein Reittier ein paar Schritte vorwärts reiten und wandte sich dem Konvoi zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Giero, reiten Sie so schnell wie Ihr Capryni kann in Richtung des nächsten Außenpostens! Informieren Sie den Intendanten über die Lage und schicken Sie uns Verstärkung. Unterschätzen Sie die Bedrohung nicht. Be'maty, begeben Sie sich ebenfalls zum Außenposten! Sie werden Giero wegen der Ladung nicht folgen können, aber Ihre Mektoubs sind stark, also schonen Sie sie nicht. Sobald er seine Nachricht überbracht hat, wird Giero Sie auf der Straße treffen. Vicho, bleiben Sie auf dem Karren! Sie werden die Ladung und den Herena mit Ihrem Leben schützen, bis Giero zurückkehrt. Zani, Lichnini, Sivaldo, Sie kommen mit mir! Greifen Sie nicht ein, bis ich es Ihnen befehle&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der selbstbewusste Tonfall des Generals half den Soldaten, aus ihrer Lethargie zu erwachen. Alle führten den Befehl wortlos aus. Der Wachposten sprang vom Karren und legte sein Maschinengewehr an, der Matis auf dem Rücksitz ersetzte ihn auf dem Dach des Karrens, der zu manövrieren begann, um umzukehren. Nur der Kleriker, der gerade erst wieder zu sich kam, wollte protestieren. Doch der neugierige Blick, den der General ihm zuwarf, hielt ihn davon ab, und seine Kreideblässe wurde noch größer. Normalerweise ließ Pü keine Überlebenden zurück, denn nur wenn es keine Zeugen gab, konnte er sicher sein, dass er in diesen Gebieten weiterhin ungehindert operieren konnte. Außerdem vermied er es normalerweise, die reguläre Armee anzugreifen, da jeder vermisste Soldat zu einer Untersuchung führte, und griff stattdessen lieber die fanatischen Stämme oder Banditengruppen an, die das Königreich durchzogen. Doch dieses Mal war alles anders. Wenn die ersten sprechen würden, würde er schon auf dem Rückweg sein. Er beobachtete seine vier zukünftigen Gegner genau, während einer der Reiter mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Südwesten ritt, gefolgt von dem Karren. Er durfte es nicht mit ihnen allen zusammen aufnehmen. Er wartete ein paar Sekunden - genug Zeit, damit der Bote am Horizont verschwand - und begann, sich langsam vorwärts zu bewegen. Beim ersten Schritt schrie der General.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bleiben Sie stehen! Weil Sie sich des Verbrechens des vorsätzlichen Mordes an einem Soldaten des Königreichs Matia schuldig gemacht haben, müssen Sie sich vor dem königlichen Gericht verantworten. Wie es unser Gesetz vorsieht, haben Sie das Recht, sich während des Prozesses zu verteidigen. Bitte kooperieren Sie jetzt, sonst müssen wir Sie gewaltsam festnehmen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü hob die Hände, um Unterwerfung vorzutäuschen, und ging weiter. Er wusste, dass die Matis sich nicht täuschen lassen würden, aber er musste ein paar Meter gutmachen. Momentan war der Maschinengewehrschütze die größte Bedrohung. Er musste ihn zuerst ausschalten. Dennoch durfte er den hochrangigen Soldaten nicht unterschätzen. Unter normalen Umständen hätte er es mit einem einfachen Truppführer zu tun gehabt und nicht mit einem erfahrenen Militär.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich werde mich nicht wiederholen, keine Bewegung mehr!&amp;quot;, schrie der General erneut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zoraï würde es wahrscheinlich nicht schaffen, noch einen weiteren Schritt zu machen, bevor der General zum Angriff blasen würde. Er fuhr mit seiner rechten Hand über seinen Rücken und legte sie auf den kleinen runden Schild, der dort hing. Er durfte sich keinen Fehler erlauben. Wenn er sich jetzt verfehlte, würde der Rest viel unsicherer werden. Er schloss wieder die Augen und ließ seine Sinne sich voll und ganz der Welt öffnen. Die Richtung und Stärke des Windes, die Luftfeuchtigkeit - wichtige Parameter, die es für den perfekten Wurf zu berücksichtigen galt. Er öffnete die Augenlider wieder und richtete seinen Blick auf den Schützen. Er war zwar zu weit weg, um sicher zu sein, aber die Position seiner Arme deutete darauf hin, dass er bereit war, zu schießen. Pü atmete tief durch und machte sich an den Kampf. Schneller als je zuvor hängte er seinen Schild ab und streckte seine Arme wie ein Seil nach hinten. Er brauchte weniger als eine Sekunde, um seine Flugbahn zu bestätigen und seinen Buckler zu werfen. Das Geschoss flog nach links vom Pfad und erweckte den Anschein eines Fehlwurfes. Pü nutzte die allgemeine Verwirrung, um in die andere Richtung zu stürmen. Wie erwartet erhielt der Maschinengewehrschütze den Befehl zum Eingreifen und legte seine Waffe an. '''Mit beiden Füßen fest in der Rinde steckend, begann er, aus allen Rohren auf den Zoraï zu feuern'''. Aufgrund des Rückstoßes war die Waffe jedoch schlecht zu führen, sodass Pü einige Sekunden Zeit hatte, bevor die Treffer ins Schwarze trafen. Der Junge wackelte und hüpfte geschickt und versuchte, dem Maschinengewehrschützen die Arbeit zu erschweren, dessen Schüsse immer präziser wurden. In diesem Moment glaubten die Matis wahrscheinlich, dass sie den Sieg davontragen würden. Doch die Flugbahn des Schildes nahm eine unerwartete Krümmung an. Der Buckler streifte die Bäume, die den Straßenrand markierten, und drehte sich in Richtung des Schützen, der nun mit dem Rücken zu ihm stand. Niemand bemerkte den Plan, außer dem General, der das tödliche Projektil sah, als es gerade auf den Hinterkopf des Maschinengewehrschützen treffen wollte, weil er schlauer war als der Rest seines Trupps. Er schrie etwas und sprang von seinem Capryni. Er rappelte sich schnell auf und ging auf den Soldaten zu. Als Antwort auf den Schrei seines Vorgesetzten drehte sich dieser gerade zu der fliegenden Bedrohung um. Als der General sah, dass er nicht reagierte, versuchte er, ihn zu Boden zu werfen, doch er stieß ihn nur an. Der Schild schnitt tief in das Gesicht des benommenen Matis, der sich herumdrehte und schwer auf den Boden fiel.&lt;br /&gt;
[[file:Les deux pieds.png|right|400px|alt=… Les deux pieds fermement plantés…|Mit beiden Füßen fest steckend]]&lt;br /&gt;
Pü hörte mit dem Gestikulieren auf und holte Luft. Der Maschinengewehrschütze war zwar sicher nicht tot, aber er schien ohnmächtig zu sein und stellte daher im Moment keine Bedrohung dar. Während der General am Krankenbett verweilte, glaubte der junge Zoraï fälschlicherweise, dass er nun Zeit hätte, über seinen nächsten Schritt nachzudenken. Doch die beiden Reiter waren anderer Meinung und spornten sich gegenseitig an, zum Angriff überzugehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;General, bleiben Sie bei Sivaldo, wir kümmern uns um den maskierten Primitiven!, rief der erste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Ja, General! Bisher haben seine feigen Techniken nur funktioniert, weil wir nicht darauf vorbereitet waren, fügte der zweite hinzu. Lassen Sie uns den Tod von Tinailli rächen! Wir versprechen, dass wir ihm Ehre erweisen werden!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl der General protestierte, rasten die beiden Soldaten mit voller Geschwindigkeit auf den Zorai zu, den das nicht zu stören schien. Die letzten paar Dutzend Meter zwischen ihnen wurden in Sekundenschnelle verschlungen. Doch da sie sich an den Tod ihrer ersten Kameradin erinnerten, machten die Matis nicht den Fehler, den jungen Krieger zu überfallen. Sie hielten an, bevor sie auf seiner Höhe waren, sprangen von ihren Reittieren und rückten vor, um ihn in die Zange zu nehmen. Nach ihrem jeweiligen Verhalten zu urteilen, mussten die beiden Matis unerfahrene Soldaten sein. Von Hass und Rachegelüsten geblendet, wussten sie noch nicht, dass sie sich gerade in den Rachen des Gingos gestürzt hatten. In der Ferne hatte der General gerade seine Capryni erreicht, um zu den beiden Unvorsichtigen zu eilen. Allein gegen zwei hatte der junge Krieger noch alle Chancen. Er musste die Sache also so schnell wie möglich hinter sich bringen, bevor der einzige wirklich erfahrene Soldat des Trupps zu ihnen stieß. Der Matis, der sich in seinem Rücken positioniert hatte, hielt mit beiden Händen ein schweres, schön verziertes Bernsteinschwert, während der Matis, der ihm gegenüberstand, mit einer langen Pike bewaffnet war, die von geflochtenem Bernstein gekrönt war. Pü hätte gerne in seinem Gesicht gelesen, aber der mächtige gehörnte Helm, den er trug, verhinderte dies. Die Matis kamen schnell näher. Logischerweise würde der Soldat gegenüber von ihm den ersten Angriff starten und dem Soldaten in seinem Rücken die Gelegenheit geben, einen toten Winkel für einen Angriff zu nutzen. Genau das geschah auch. Der Pikenier schrie und durchbohrte die Luft mit einer präzisen Bewegung, in der Hoffnung, den Zoraï mit einem einzigen Schlag aufzuspießen. Ohne seine Füße zu bewegen, schoss Pü mit seiner rechten Hand gegen die Pike, während er sich drehte und sein Becken auf die gegenüberliegende Seite verlagerte. Der Schutz seines Unterarms kratzte lautstark an den vielen scharfen Spitzen. Er drehte sein Handgelenk abrupt um und griff nach dem langen Griff der Waffe. Anstatt den Angriff abzuwehren, ermutigte er die Bewegung und nutzte den Schwung des Matis, um ihn zu destabilisieren, während er den Impuls seines Angriffs bewahrte. Er lenkte die Richtung des Angriffs leicht ab, ohne seine Füße vom Boden abzuheben, beugte seinen Rücken nach hinten und wich dem horizontalen Schlag aus, den der Schwertkämpfer auf ihn ausüben wollte. Er musste nur dafür sorgen, dass die Pike ihre Geschwindigkeit beibehielt, damit ihre tödlichen Spitzen den linken Oberschenkel des unglücklichen Schwertkämpfers durchbohrten, der unter dem Schock schreiend zusammenbrach. Der Angreifer wurde von der unkontrollierten Bewegung seiner Waffe mitgerissen und fiel beinahe auf den Verletzten. Pü ergriff die Gelegenheit und half ihm. Er zog seinen Dolch mit der freien Hand, während die andere den fest im Fleisch seines Kameraden steckenden Pik losließ, trat einen Schritt zurück, um sein Gleichgewicht wiederzuerlangen, und stieß seine Klinge mit einem präzisen Schlag in das Halsgelenk des Helms des Pikeniers. Ein langer Schwall Blut spritzte heraus, als er seinen Dolch aus der Halsschlagader seines Gegners zog. Wie erwartet geriet der Soldat in Panik und nahm schnell seinen Helm ab, um seine Kehle mit den Kräften des Sap zusammenzudrücken und zu heilen, bevor sein Gehirn nicht mehr mit Blut versorgt wurde. Pü ließ ihm keine Zeit zum Handeln, packte das braune Haar des Matis und versetzte ihm mehrere heftige Dolchstiche in den Hals. Als sich der Kopf des Soldaten schließlich vom Rest seines Körpers trennte, brach der Enthauptete auf die Pike zusammen, die sich noch tiefer in die blutende Wunde des am Boden festgenagelten Homins bohrte. Pü warf einen Blick zurück: Der General würde bald hier sein. Er steckte den blutbefleckten Dolch weg, ließ den Kopf seines Opfers fallen und näherte sich dem schwer verletzten Soldaten, der nun unter der schweren, noch immer pulsierenden Rüstung seines Kameraden eingeklemmt war und nicht mehr in der Lage war, die Pike herauszuziehen, um sein Bein magisch zu heilen. Der Homin nahm seinen Helm ab und begann zu stöhnen. Er war etwa so alt wie Niï, also etwa zehn Jahre älter als Pü.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bitte töten Sie mich nicht!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü hatte aufrichtiges Mitleid. Er hasste es zu töten. Und besonders, wenn seine Gegner nicht darauf vorbereitet waren. Aber er hatte keine Wahl mehr. Er hatte es fast geschafft, er konnte jetzt nicht alles aufgeben. Der junge Zoraï machte seinen Kopf wieder frei und ignorierte die Klage des Matis. Er trat näher an ihn heran, setzte seinen linken Fuß behutsam auf seinen Hals und zerquetschte ihn mit einem Fersenschlag. Er hob das Schwert des nun gelähmten Unglücklichen auf, stieß es ihm in den Hals und verhinderte so jede Regeneration. Eins. Jetzt fehlte ihm nur noch einer. Wenn der ohnmächtige Maschinengewehrschütze ausreichte, würde der Homin, der ihm von nun an gegenüberstand, ihn sicher nicht kampflos an den Verwundeten heranlassen. Der General, der sein Reittier bestiegen hatte, um die Distanz zu dem Zoraï zu überbrücken, es dann aber wieder verließ, ritt nun mit entschlossenen Schritten auf den Krieger zu. Als er nur noch wenige Meter von ihm entfernt war, nahm er seinen Helm ab. Zum ersten Mal seit langem zuckte Pü zurück. Für einen Moment glaubte das Kind, die Maske seines Vaters zu sehen. Der Matis war im besten Alter, wie die wenigen Falten, die die Harmonie seiner Gesichtszüge trübten, und der schwache Glanz seines langen, ebenholzfarbenen Haars zeigten. Vor allem aber waren es die selbstbewussten und intensiven Augen, die sie an ihren Vater erinnerten. Diese stechend blauen Augen waren die eines entschlossenen Homins, der bereit war, alles zu geben, um seinen Willen zu erfüllen. Pü trat einen Schritt zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Es ist nicht nötig, dass wir kämpfen, sagte er mit verwirrter Stimme. Ich habe meine Mission erfüllt. Überlassen Sie mir den Maschinengewehrschützen und gehen Sie nach Hause. Bitte befolgen Sie meinen Rat und gehen Sie zu Ihrer Familie.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der General legte seinen Helm zu seinen Füßen und zog ein langes, breites und fein verziertes Schwert. Er warf ihr einen eisigen Blick zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich werde Ihrer Bitte nicht nachkommen können, mein Junge. Sie allein haben soeben drei meiner Soldaten getötet. Karan Domini, König und Hohepriester des Königreichs Matia, muss wissen, warum die Zoraï-Theokratie Kindersoldaten für Mordmissionen ausbildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Ich sage es Ihnen noch einmal: Mein Stamm und ich sind nicht von der Zoraï-Theokratie abhängig. Bitte gehen Sie weg!&amp;quot;, erwiderte Pü und wich ein zweites Mal zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Matis trat mit entschlossenen Schritten vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hat man Sie gezwungen zu töten? Wenn es normal ist, dass ein Junge in Ihrem Alter das Kämpfen lernt, sollte er nicht so jung Blut vergießen müssen. Und schon gar nicht unter diesen Bedingungen. Ein Junge in Ihrem Alter verbringt Zeit mit seinen Freunden, Brüdern, Schwestern, seinem Vater und seiner Mutter.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Worten des Militärs und der Erwähnung seiner Verwandten bekam der junge Zoraï einen Blutsturz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sprechen Sie nicht über meine Familie! Laufen Sie weg, solange Sie noch Zeit haben!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein kaltes Lächeln erschien auf dem Gesicht des Generals.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich habe wohl einen Nerv getroffen. Sind es vielleicht Ihre Eltern, die Sie so weit aus dem Dschungel geschickt haben, um diese Morde zu begehen? Eine Mutter sollte ihre Kinder die Liebe lehren, nicht den Tod!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein heftiger Kopfschmerz durchbohrte den Schädel des Kindes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;'''Ich verbiete Ihnen, über meine Mutter zu sprechen!'''&amp;quot;&lt;br /&gt;
[[file:Je vous interdis.png|right|400px|alt=… Je vous interdis de parler…|Ich verbiete Ihnen zu sprechen]]&lt;br /&gt;
Als er gegangen war, hatte sie geweint. Und obwohl sie ihn ermahnt hatte, nicht zu töten, um seine eigene Lust zu befriedigen, hatte sie ihn dennoch gebeten, es für Ma-Duk zu tun. Pü liebte Ma-Duk aufrichtig, genauso wie er Jena hasste. Die Kamis beschützten Atys, während die Karavan es zerstörte, indem er seine Ressourcen plünderte. Aber konnte man seine Liebe zu Ma-Duk nicht anders beweisen, als durch Blutvergießen? Durch ihre Worte und ihren Status als Hohepriesterin billigte ihre Mutter die barbarischen Bräuche ihrer Vorfahren. Schlimmer noch, sie gab sie mit Inbrunst weiter. Doch er, der noch vor wenigen Monaten jedes Wort seiner Mutter total begeistert hatte, kotzte sie nun an. Wie lange würde es ihm noch gelingen, seine Verbundenheit mit den Werten seines Stammes vorzutäuschen? Und wenn Ma-Duk, gewarnt durch diesen letzten Gedanken, bereits der Meinung war, dass er ihm nicht mehr treu war, würde er dann jemals zum Schatten der schwarzen Maske werden können? Würde sein Vater ihn hinrichten lassen, wenn Großmutter Bä-Bä ihm die Nachricht überbrachte? Würden sein Bruder und seine Mutter ihn gewähren lassen? Pü stieß an seine Grenzen, sein Gehirn war in Aufruhr. Als der Matis spürte, dass der Zoraï nachgab, stieß er ihn bis zum Äußersten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Herena hatte also Recht: ihr seid nur Tiere! Die Homins Ihres Volkes schwängern ihre Hominas und machen sie zu Leihmüttern, die nur dazu taugen, Kindersoldaten zu produzieren, die auf dem Altar Ihrer hasserfüllten Überzeugungen geopfert werden!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit diesen Worten zog Pü seinen Dolch und sein Kurzschwert und stürmte brüllend auf den Matis zu. Er hatte ihm die Gelegenheit zur Flucht gegeben, und dieser hatte sie nicht genutzt. Wenn er sterben wollte, dann würde Pü ihm dabei helfen, so einfach, wie er es mit seinen Soldaten getan hatte. Es würde nur wenige Sekunden dauern. Bald würde alles vorbei sein. Er würde diesen Schmerz nicht mehr ertragen müssen. So stellte er es sich zumindest vor, wenn er wütend war. Das Schwert des Generals leuchtete auf und der junge Krieger wurde an den Knöcheln gepackt, noch bevor er das Manöver des Militärs verstand. Die Erfahrung des Matis hatte gesprochen, und der Stolz des Zoraï würde ihn teuer zu stehen kommen. Er hatte seinen Gegner unterschätzt und war blindlings losgestürmt, ohne mit dem Einsatz einer magischen Verzauberung zur Fesselung zu rechnen. Wurzeln waren aus der Rinde gesprungen und hinderten ihn völlig an der Bewegung. Durch den Schwung seines Laufs war Pü beinahe nach vorne gestolpert und hatte sich nur mit Mühe auf den Beinen halten können. In Panik versuchte er, sich aus der magischen Falle zu befreien, indem er mit seinen Waffen die Verzweigungen aufschlitzte, die sich nun seine Waden hinaufzogen, und dabei den Zauberer vergaß. Plötzlich, als er seine ganze Aufmerksamkeit auf seine Beine richtete, verdunkelte sich der Himmel. Sein Blut gefror, als er reflexartig den Kopf hob. Über ihm verdeckte die mächtige Rüstung des Matis das Licht der Sonne: Er hatte die Panik des Zoraï ausgenutzt, um in den Nahkampf zu gehen. Das Gegenlicht betonte seinen grimmigen Blick, der Pü von allen Seiten versteinerte. Der General hob sein großes Schwert in eine tiefe Position. Seine weiße Rüstung leuchtete auf, als das Licht durch die veränderte Haltung durchsickerte, und Pü musste wegschauen, um nicht geblendet zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Lassen Sie es geschehen!, sagte der Matis mit ernster Miene. Der Schlag, den ich Ihnen jetzt versetze, wird Ihnen eine kritische Wunde zufügen. Wenn Sie sich bewegen, könnte er für Sie tödlich sein. Ich werde Sie am Leben halten, bis die Verstärkung eintrifft. Danach werden wir Sie nach Matia bringen!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Si le général semblait confiant en sa capacité de l’amener vivant auprès du roi des Matis, Pü préférait mourir mille fois plutôt que de devenir captif des suppôts de la Karavan. Il essaya à nouveau de se débattre, mais les racines enserraient maintenant sa taille et commençaient à remonter sur son ventre. Voilà, c’était ainsi que s’achevait sa courte vie. Finalement, Grand-Mère Bä-Bä avait eu tort. Lui qui avait grandi avec l’idée de devenir l’Ombre du Masque Noir et de périr parmi les siens en protégeant son frère, allait mourir seul et loin de chez lui, avec pour dernière vision l’éblouissante empreinte astrale de Jena. Quelle ironie. Alors que le Zoraï avait tourné son masque sur la gauche pour ne pas avoir à supporter plus longtemps le reflet moqueur de la cuirasse, il aperçut une étrange source lumineuse au-delà de la lisière de la route, sous l’ombre des grands arbres sylvestres. En se concentrant, il put discerner nettement deux sphères de taille identique. Elles étaient d’une blancheur éclatante et luisaient d’autant plus vivement qu’elles étaient environnées d’obscurité. Non, ce n’était pas seulement l’obscurité… Pü distingua une petite silhouette noire parmi les ombres. Son sang se glaça de nouveau. Ce n’étaient pas des sphères, c’étaient des yeux. Ceux du Kami Noir qui lui était apparu deux fois jusqu’alors. Il était là. Ma-Duk le regardait.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Non, il ne pouvait abandonner. Il était un Guerrier Noir de Ma-Duk, forgé par les meilleurs combattants de la Jungle et béni des Kamis. Tant qu’il pourrait se battre, il n’abandonnerait pas. Revigoré, son corps réagit d’instinct lorsque le général abattit son arme sur lui pour lui transpercer la clavicule gauche. Il envoya son bras droit au contact de la lame massive pour se protéger, et si son épée courte ne réussit pas à bloquer le coup, elle permit néanmoins de dévier l’attaque, au prix d’une partie de sa main, qui vola en éclats. L’état d’extrême tension dans lequel se trouvait le jeune guerrier eut pour effet positif de lui faire totalement ignorer la douleur. L’épée l’érafla et se planta lourdement dans le sol. Profitant de la seconde de répit qu’il lui était offerte, Pü lâcha la dague qu’il tenait dans sa main gauche et manipula la Sève alentour pour incanter à deux mains un sortilège. Sa paire d’amplificateurs de magie étant accrochée à sa ceinture désormais enchevêtrée avec les racines, il ne put s’en équiper. Mais pour ce qu’il comptait faire, un sortilège brut devrait suffire. Alors '''il n’hésita pas, et enflamma son corps pour s’évader de sa prison de bois'''. Il réussit à se dégager des racines partiellement consumées au moment où le général arrachait son épée du sol. Alors qu’il lançait son second assaut, Pü réussit à l’éviter de justesse grâce à une roulade. Le Matis enchaîna avec une série de frappes d’estoc et de taille, que le jeune guerrier esquiva à l’aide de diverses acrobaties. Désarmé, il n’était pas en mesure de parer les attaques. S’il était bien plus habile que le général encombré de sa lourde armure, celui-ci semblait bien plus endurant, et n’avait pas encore subi de blessures. Plus inquiétant encore, ses coups se faisaient de plus en plus précis. Pour la première fois de sa vie, Pü combattait un maître d’armes dans un combat à mort. L’expérience du Matis parlait, et il ne lui fallut que peu de temps pour commencer d’anticiper les mouvements du jeune guerrier.&lt;br /&gt;
[[file:Hesita pas.png|right|400px|alt=… il n’hésita pas…|il n’hésita pas]]&lt;br /&gt;
Les secondes défilaient et Pü s’essoufflait à vue d’œil. À plusieurs reprises, le soldat réussit à le frôler, entaillant son corps d’enfant de la pointe de son épée. Pü faisait régulièrement appel aux pouvoirs de la Sève pour panser ses blessures et régénérer partiellement son endurance, mais, à ce rythme, il atteindrait bientôt ses limites. S’il aurait aimé pouvoir passer dans le dos du Matis pour tenter de lui briser la nuque, comme il savait si bien le faire, celui-ci ne lui laissait aucun répit. Sans arme, il n’avait aucun moyen de s’extraire de cette situation perdue d’avance. Alors qu’il cherchait une échappatoire, il aperçut une dague pendant à la taille du soldat, cachée derrière le drap d’apparat ornant sa ceinture. Comment avait-il pu ne pas la voir avant ? Pü se maudit et imagina un plan d’action, entre deux roulades et trois contorsions. Il allait jouer le tout pour le tout. À bout de souffle, le Zoraï attendait le moment idéal pour agir. Soudainement, lui qui ne faisait jusqu’alors que reculer face aux assauts du Matis, profita d’une large frappe de taille pour effectuer une roulade avant et passer sous la lame tranchante. Son mouvement tout juste terminé, il poussa aussi fort qu’il put sur ses jambes, et bondit sur le flanc gauche du soldat. Si le Matis fut décontenancé par la direction de l’esquive, il réagit très vite et rendit un violent coup de pied latéral au jeune guerrier. Le corps de l’enfant craqua sous la lourde botte du soldat et alla s’écraser plus loin sur le sol. Pü se releva péniblement sur un genou et cracha le sang. Son adversaire venait de lui briser plusieurs côtes. Mais derrière son masque, le jeune guerrier souriait : sa main valide était désormais armée. Bien que différente des dagues qu’il avait coutume de manier, celle du Matis ferait parfaitement l’affaire. Le jeune homin inspira un grand coup et leva son masque vers le général. Celui-ci s’était retourné et s’apprêtait à réaliser une percée avec son épée pour retourner au corps-à-corps.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Abandonnez mon garçon ! » dit-il en chargeant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
À nouveau, Pü n’aurait qu’une seule chance. Et jusqu’alors, la chance lui avait souvent souri. Finalement, peut-être que le Kami Noir veillait réellement sur lui.  Alors que le soldat se précipitait dans sa direction, l’épée dirigée vers l’avant, Pü attendit le bon moment et jeta sa dague en l’air, loin au-dessus de lui. Aussitôt fait, il infusa tout ce qu’il put de Sève dans ses jambes et fit gonfler ses cuisses comme jamais. Puisant à la limite de ce qu’il pouvait endurer, il souleva un nuage de sciure et bondit dans les airs d’un saut surhomin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Totalement surpris par la nature de l’attaque et partiellement aveuglé par le brouillard de débris, le Matis crut à tort que le Zoraï tentait simplement de s’enfuir. Il comprit trop tard la réalité de la situation lorsque qu’il sentit son épée s’alourdir brusquement sur l’avant. Pü venait d’atterrir sur le plat de la lame et s’élançait tel un funambule en direction de son porteur. Déjà fort déséquilibré, le Matis tenta en vain de se redresser au moment où Pü prit à nouveau appui sur l’arme pour voltiger. Le jeune guerrier atterrit cette fois-ci sur ses épaules, et se propulsa une derrière fois en direction du ciel, obligeant par la force de ses jambes le Matis à poser un genou au sol. Pü devait se situer à environ quatre mètres du sol, et survolait le nuage de poussière qui commençait à se dissiper. Il n’eut qu’à tendre son bras valide pour attraper la dague qu’il avait précisément jetée quelques secondes auparavant. Écartant les jambes et regardant vers le sol, alors que la gravité commençait à faire effet, il posa ses yeux sur le visage du général. Celui-ci avait perdu son regard terrifiant et ouvrait grand les paupières. Pü y lut de l’admiration. L’enfant effectua à nouveau un lancer parfait et la dague alla se planter droit dans le crâne du Matis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Toujours en l’air, le Zoraï se préparait à se réceptionner correctement, mais ses côtes cassées l’en empêchèrent. Il s’effondra lourdement sur le flanc opposé, non loin du corps du général figé sur les genoux dans une étrange position. Sa tête pendait en arrière, dirigée vers l’astre du jour et sa longue chevelure d’ébène se soulevait légèrement au gré du vent. Pü s’allongea sur le dos et écarta les bras. Terminé. Son calvaire était terminé. Il avait gagné.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
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{{Portail|La Grande Bibliothèque|Zoraï}}&lt;br /&gt;
[[Catégorie:La Guerre Sacrée]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jadeyn</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Kapitel_IV_-_Sylvan_Exil&amp;diff=34467</id>
		<title>Kapitel IV - Sylvan Exil</title>
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				<updated>2023-02-23T17:48:24Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Jadeyn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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|DE=Kapitel IV - Sylvan Exil|DEs=2&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:purple;font-weight:bold&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''Jahr 2474 von Jena'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Quotation|''Bélénor Nébius, Erzähler'' • ''Cheng Lai'SuKi, Illustratorin''|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[file:Pu deroulait.png|right|400px|alt=… Pü déroulait en silence…|verrichtete Pü schweigend]]&lt;br /&gt;
Auf einem hohen Ast eines großen sylvanischen Baumes sitzend, '''verrichtete Pü schweigend sein tägliches Gebet'''. Über ihm, sogar noch näher, so weit entfernt vom Dschungel und seinem Zenit, war das Tagesgestirn dabei, seinen vollen Glanz zu entfalten, und trotz der dicken Laubschicht, die es vom Himmel trennte, schaffte es das warme Licht, die blaue Haut des jungen Zoraï zu erwärmen. Er hatte jedoch gelernt, Jenas astrale Prägung zu vergessen, und versuchte, sich an die Kälte und das Echo der Abgrundschächte zu erinnern, die sein Dorf unter der Rinde durchzogen und die es Ma-Duk ermöglichten, aus dem Herzen von Atys über ihn und seine Familie zu wachen. Er hatte ohnehin keine Wahl: Die Höhen waren bei weitem der geeignetste Ort für meditative Momente. Am Boden waren Raubtiere und Soldatenpatrouillen eine ständige Störung, die seine Ruhe bedrohten und ihn daran hinderten, sich friedlichen Aktivitäten zu widmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tausend Kilometer entfernt beendeten seine Stammesmitglieder wahrscheinlich auch gerade ihre Gebete. Trotz der Entfernung und der Einsamkeit hatte Pü versucht, seinen Lebensrhythmus beizubehalten, den er vor seiner Abreise gelebt hatte. Mit dem ersten Morgengrauen erwachte das Dorf und bereitete sich auf die Routinearbeiten vor, die für das reibungslose Funktionieren der Gemeinschaft notwendig waren: Instandhaltung, Handwerk, Jagd, Kochen, verschiedene Versammlungen, Empfang der seltenen Gesandten und Händler etc. Das Ziel war es, so viele Aufgaben wie möglich zu erledigen, bevor die lange Morgenlitanei begann. Diese wurde von Pus Mutter Looï geleitet und endete mit einem gemeinsamen Essen im Speisesaal, an dem der ganze Stamm teilnahm. Nach dem Mittagessen übten sich die Zoraï mehrere Stunden lang in der Kunst des Kampfes. Der Unterricht richtete sich an alle, unabhängig von Alter oder Geschlecht, und war sehr vielfältig: Nahkampf, Stichwaffen, Schusswaffen und Magie. Der Stamm war in erster Linie ein Clan von Kämpfern, die früher oder später am Beginn des Heiligen Krieges teilnehmen würden. Wenn das Training beendet war, trafen sich die Familien zu einem gemütlichen Essen und gingen vor dem Schlafengehen verschiedenen persönlichen Aktivitäten nach. Seit jeher besuchte Pü Abendkurse bei seiner Mutter, die ihn in homininer Geschichte, internationalen Beziehungen, anderen Sprachen und Wissenschaft unterrichtete. Gelegentlich wurde er von seinem älteren Bruder Niï begleitet. In den meisten Fällen besuchte dieser jedoch andere Privatstunden bei ihrem Vater, der Schwarzen Maske.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Junge wurde jäh aus seinen Erinnerungen gerissen, als ein trauriges Geräusch die Harmonie des Gesangs der Bäume durchbrach. Über den Baumwipfeln erschütterte das dumpfe Dröhnen eines Karavan-Fluggeräts die Luft und vertrieb die Javings, diese seltsamen Vögel mit den gezackten, grünlichen Flügeln und der langen, schwarzen, glänzenden und mit Widerhaken versehenen Zunge, mit der sie ihre Beute aufspießten. Pü stand schnell auf, überprüfte die Festigkeit seiner Lebenslinie und machte sich daran, die letzten Meter des dicken Baumstamms zu erklimmen, der ihn vom Himmel trennte. Als sein zarter Körper aus dem Blättermeer herausragte, musste er hinter seiner Maske die Augen zusammenkneifen, weil das Tageslicht so grell war. Nicht weit von ihm entfernt verlor die Höllenmaschine immer mehr an Höhe. Die seltsame schwarze Materie, aus der ihre Hülle bestand, reflektierte Jenas helles Astrallicht, als wollte sie ihn verhöhnen. Trotzdem gelang es Pü, die Maschine zu identifizieren. Es war einer der kleinen Transporter, die die Karavan normalerweise benutzte, um die von ihren Hominsklaven gesammelten Ressourcen zu sammeln. Seltsamerweise schien er direkt aus einer der riesigen Himmelswurzeln zu stammen, die das Kronendach bildeten, den unerforschten Teil der Rinde, wie die Bewohner Atys bezeichneten, ihre Welt aus lebendem Holz, das nur aus ständig wachsendem Pflanzenmaterial besteht. Ihre opulenten Täler und üppigen Hügel bestanden aus kolossalen Wurzeln, auf denen die Homins ihre Zivilisationen errichtet hatten. Das Wasser, das die tiefen Wurzelspalten füllte, erweckte ihre Seen, Lagunen und Ozeane zum Leben. Die steilsten Wurzeln bildeten seine Berge und reckten sich in einem langsamen, unaufhaltsamen Aufstieg in den Himmel. Bestimmte Temperaturanomalien führten sogar dazu, dass der Wurzelteppich langsam verglühte und die Wüsten entstanden. Und noch tiefer unter der Rinde befanden sich die Urwurzeln, das geheimnisvollste Ökosystem von Atys nach dem, das man in das Kronendach vermutet. Es bildete ein riesiges Labyrinth aus grünen, feuchten Höhlen, die tief in die Eingeweide der Pflanzenwelt bis in ihr Herz hineinreichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü beobachtete, wie die Karavan-Maschine mit hoher Geschwindigkeit abtauchte. Es war sehr wahrscheinlich, dass wie üblich ein Treffpunkt zwischen der Karavan und ihren Handlangern vereinbart worden war und dass ein Konvoi auf dem Weg war, um Tribut zu liefern. Der junge Zoraï spürte, wie sein Herz raste. Vier. Jetzt fehlten ihm nur noch vier. Vier, und er könnte endlich nach Hause zu seinen Lieben zurückkehren. Das war die perfekte Gelegenheit. Er musste den Konvoi abfangen, bevor er sich mit den Karavan-Agenten treffen konnte. Pü entkam dem nackten Tag, indem er sich ein paar Meter in die Tiefe stürzen ließ, und landete auf dem Ast, auf dem er seine Sachen zurückgelassen hatte. Er sammelte sie zusammen und packte sie hastig ein, bis auf einen würfelförmigen Weidenkorb, den er sorgfältig handhabte. In diesem Korb befanden sich die Früchte monatelanger Bemühungen. Er würde sich niemals verzeihen, wenn er ihn verlieren oder seine Unversehrtheit gefährden würde. Um sicherzugehen, dass er nichts vergessen hatte, überprüfte er noch einmal seinen Klettergurt und tauchte ab. Pü raste durch den grünen Abgrund, bewegte sich geschickt zwischen den Zweigen und löste mit einem fachmännischen Handgriff seine Lebenslinie von den Stiften, die er während des Aufstiegs getrieben hatte. Er durchquerte viele Sekunden lang die bunten Schichten dieses kontinentalen Waldes mit seinen tausend Jahreszeiten und landete schließlich anmutig auf dem belaubten Boden. Die Richtung, in die das Fluggerät flog, deutete darauf hin, dass es wahrscheinlich auf der Lichtung weiter nördlich landen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten Konvois starten in Matia, der Hauptstadt des gleichnamigen Königreichs, und so war es gut möglich, dass der erhoffte den breiten künstlichen Pfad nehmen würde, der den Wald im Westen durchschneidet. Pü war von den Kräften der Botaniker des Matis-Volkes beeindruckt und erschrocken zugleich. Er, der Matias kolossale Wurzelmauer und die riesigen Habitatbaumkomplexe, die sich jenseits der Stadtmauer so weit das Auge reichte, mit eigenen Augen gesehen hatte, war von einer solchen Maßlosigkeit überwältigt gewesen. Doch mit diesem Vorgehen und dem Versuch, die Natur nach seinem Willen zu beugen, versuchte das Volk der Matis, die Absicht der Kamis und damit auch die Absicht von Ma-Duk zu durchkreuzen. Der Große Erzeuger wacht über jedes Stückchen Materie auf Atys. Die Natur zu verändern bedeutet, sein Großes Werk zu verfälschen. Die Geheimnisse der Manipulation von lebender Materie, insbesondere von Pflanzen, waren den Matis von der Karavan übermittelt worden, wie den Zoraïs die Beherrschung des Magnetismus und des Schreibens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während seiner langen Monate im Exil im Königreich Matia war Pü klar geworden, wie attraktiv die heidnischen Sitten der von der Karavan indoktrinierten Völker sein konnten. Bei diesen Gedanken hatte er sich geschämt. Aber es hatte ihm auch geholfen, die Gefährlichkeit dieser Dämonen aus dem Himmel besser zu verstehen. Der junge Zoraï verlor keine Zeit. Er rutschte und sprang über die Wurzeln und Verzweigungen des Waldes und legte die letzten Kilometer bis zum Pfad in kürzester Zeit zurück. Die wenigen Gingos, die versuchten, ihn auf seinem Weg zu verfolgen, hatten keine andere Wahl, als aufzugeben, da er sich so geschickt durch das dichte Gewirr der Natur manövrierte, die frei von jeglicher Matisse-Unterdrückung war. Als er den Weg erreichte, versteckte er sich hinter einem großen Strauch und hielt Ausschau nach der Ankunft des Konvois. Als er gerade aufgeben und woanders nach den Spuren der Matis suchen wollte, hörte er in der Ferne ordentliches Hufgetrappel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü schluckte. Sein Herzschlag begann sich langsam zu beschleunigen. Niemals. Niemals würde er sich an dieses Gefühl gewöhnen. Sein Bruder hatte ihm versichert, dass sein erstes Mal ein Genuss sein würde und dass die Gefühle, die er dabei empfand, ihn für sein ganzes Leben prägen würden. Auf der einen Seite hatte er damit nicht ganz Unrecht. Die blutverschmierten Hände eines Zoraï, der mit elf Jahren ins Exil geschickt wurde, kniete allein vor der noch warmen Leiche seines ersten Opfers: diese Bilder verfolgten ihn wochenlang Tag und Nacht, bis er den Verstand verlor. Doch diese letzte Prüfung kündigte auch das Ende seines schmerzhaften Exils an. Bald würde er wieder in seinem Land, bei seinem Stamm sein und seine Mutter wieder in die Arme schließen können. Dieser freudige Gedanke tröstete ihn und half ihm, seine Kräfte wieder zu sammeln. Der Konvoi zeichnete sich nun am Horizont ab. Bald war er in Sichtweite. In der Mitte befand sich ein solider, schwer beladener Karren, gezogen von zwei Mektoubs, friedfertigen Dickhäutern mit flinken Füßen, die über zwei Meter groß waren, braunes Fell mit grauen Streifen hatten und vor allem an ihren langen, kräftigen Rüsseln und ihren ohrlosen Köpfen zu erkennen waren. Er wurde von einem Tryker geführt, wie viele andere, denen Pü bislang begegnet war. Tatsächlich war es nicht ungewöhnlich, Tryker weit östlich von ihren schwimmenden Städten zu treffen, die im Matis-Land undankbare und schlecht bezahlte Arbeit verrichteten. Ihre Neugier und ihr Freiheitsdrang machten sie zwar zu hervorragenden Entdeckern und Erfindern, doch aufgrund ihrer geringen Größe, ihres kindlichen Aussehens und vor allem ihres friedlichen und gutmütigen Charakters waren die Tryker in den vergangenen Jahrhunderten leider mehrfach von den Matis versklavt worden. Wie Pü aus dem Unterricht seiner Mutter wusste, waren die Tryker zum letzten Mal während des &amp;quot;Aquäduktkriegs&amp;quot; vor nur vierzig Jahren versklavt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2435 entdeckten Fyros-Minenarbeiter im Westen ihrer Wüste unter der Rinde vergrabene Ruinen und bohrten eine Säureader an, die die gesamte Region um die Kaiserstadt Coriolis in Brand setzte. Das wochenlange Feuer breitete sich bis zur Grenze des Königreichs aus und zerschnitt das riesige, von den Matis verhasste Aquädukt. Eben jenes, das die Wüste mit dem Seengebiet verband, das von der Trykoth-Föderation, dem Verbündeten des Fyros-Imperiums, verwaltet wurde. Der Krieg, in den die Allianz und das Königreich seit fast eineinhalb Jahrhunderten verstrickt waren, nahm eine neue Wendung. Der Imperator sah sich gezwungen, seine Truppen von den Seen abzuziehen und sie zur Bekämpfung des Feuers einzusetzen, das sein Volk bedrohte und ihm das Wasser abnahm. Daraufhin nutzte die Matisse-Armee die Gelegenheit und marschierte in das Seengebiet ein, versklavte das Volk der Tryker und eroberte die Stadt Karavia zurück, die das Imperium fast ein Jahrhundert zuvor gestohlen hatte. Karavia, die &amp;quot;Heilige Stadt&amp;quot;, wurde angeblich genau an dem Ort errichtet, an dem Zachini an der Küste des Königreichs, das er später gründete, zum ersten Mal mit der Karavan und der Göttin Jena zusammentraf. Karavia, die &amp;quot;Unheilige Stadt&amp;quot;, für Pü und seinen Stamm der bösartigste Ort auf der Rinde... Und doch wurde hier im Jahr darauf der Vertrag unterzeichnet, der den Aquäduktkrieg beendete und die Tryker von der Herrschaft der Matis befreite. Allerdings hatte diese Episode im Unterbewusstsein des Seenvolkes Spuren hinterlassen, und viele Tryker blieben als Diener im Wald zurück... so wie der Karrenfahrer, der sich offensichtlich dem Dienst des Matis verschrieben hatte, der neben ihm auf der Sitzbank schlummerte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü identifizierte ihn bei seinem Anblick sofort als einen Kleriker der Kirche des Lichts, die Herena genannt wurde. Der Matis war nämlich in seine kirchliche Tracht gekleidet: eine weiße Bernsteinkrone und eine lange Toga, die aus mehreren großen Umhängen bestand, die aus bunten Federn gefertigt und mit Geflechten aus bernsteinfarbenen Schmuckstücken verziert waren. Die Kirche des Lichts, die um den Jena-Kult herum gegründet wurde und unter der Schirmherrschaft der Karavan stand, war heute allmächtig im Königreich Matia und insbesondere in Karavia, das durch den Vertrag, der ihren Namen trägt, an das Königreich zurückgegeben wurde. Unter ihrem Einfluss waren so viele Homins von der dämonischen Natur der Kamis überzeugt worden...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter oben auf dem Karren, auf seiner Planenladung, stand ein Matis mit einem Maschinengewehr und hielt Ausschau nach dem Horizont. Er hatte keinen Helm auf und trug die gewöhnliche Kleidung der Soldaten der regulären Armee: einen weichen, robusten Anzug aus Kaktushaut und darüber Rüstungsteile aus weißem Holz. Ein weiterer schien auf der Rückbank zu sitzen. Die Matis waren ein von Natur aus schlankes Volk mit ausgemergelten Gesichtszügen und perlmuttfarbener Haut. Sie waren Ästheten, raffiniert und aufgrund ihrer Kultur ehrgeizig und erinnerten andere Völker immer wieder an ihre Überlegenheit, selbst wenn sie sich dessen nicht bewusst waren. Um den Karren herum waren fünf berittene Matis, die als Eskorte dienten. Sie ritten stolz auf Caprynis, schlanken Vierbeinern mit dicker, heller und stellenweise blau gestreifter Haut, einem einzigen Geweih und einer langen Schnauze mit einem einzigartigen Ziegenbart. '''Alle Soldaten waren mit einer Rüstung aus solidem weißem Holz ausgestattet''', die mit lilafarbenen Mustern graviert war, sich am Oberkörper wölbte und in der Taille enger wurde. Die Schulterstücke der Rüstung waren ebenso abgerundet wie breit und verliehen den Soldaten ein herrisches Aussehen. Am auffälligsten war jedoch ihr Helm, der aus einer Elfenbeinmaske mit einem azurblauen Schmuckstück auf der Stirn und einer stabilen, imposanten Kopfbedeckung bestand, die mit weißem Bernstein verziert war und deren Enden aus Chitin an den Ohren herabhingen, sodass sie wie Hörner aussahen. Einer der Soldaten unterschied sich von den anderen durch die feinen Verzierungen und Gravuren, die seinen Brustpanzer und Helm schmückten. Bisher hatte Pü noch niemals die Gelegenheit gehabt, solche Verzierungen zu sehen. Der Matis war zweifellos ein hochrangiger Soldat der königlichen Armee, der zusammen mit dem Herena entsandt worden war, um den König vor der Karavan zu vertreten.&lt;br /&gt;
[[file:Tous les soldats.png|right|400px|alt=… Tous les soldats étaient équipés…|Alle Soldaten waren ausgerüstet]]&lt;br /&gt;
Das Kind stellte seinen Korb sorgfältig in die Mitte des Strauches und wartete noch ein paar Sekunden, bis der Konvoi weiterzog. Als er etwa 50 Meter von seiner Position entfernt war, kam er ruhig aus seinem Versteck hervor und stellte sich in die Mitte der Straße. Als der Ausguck auf der Spitze der Ladung ihn entdeckte, gab er das Signal zum Anhalten und der Konvoi stoppte abrupt. Der unerwartete Halt unterbrach den Schlaf des Herena, der beinahe vom Karren gefallen wäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wer sind Sie? Nennen Sie Ihre Identität!&amp;quot;, rief der Ausguck in einem kräftigen, aber dennoch melodischen Tonfall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Antwort trat Pü einige Meter vor, während die Reiter ihre Reittiere ausrichteten und sich vor dem Karren aufstellten. Der Zoraï räusperte sich und nahm seinen schönsten Mateis an. Seine Mutter hatte ihm die von anderen Völkern verwendeten Sprachen beigebracht, wobei sie den Schwerpunkt auf Mateis legte, die international am häufigsten gesprochene Sprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich bin ein Apostel der Kamis, der in die heidnischen Regionen gesandt wurde, um den Verirrten die Existenz des Großen Erzeugers zu offenbaren und einigen Auserwählten die Ewige Vergebung anzubieten. Kinder der Rinde, freut euch zu hören, dass eure Sünden durch mich bereits reingewaschen wurden. In Kürze werden eure Seelen gereinigt und den Schwarzen Kriegern von Ma-Duk übergeben. Durch sie werden sie zu ihrem Kampf für die Erhaltung von Atys beitragen. Und wenn Ma-Duk es will, werden sie Zeuge des Heiligen Krieges und des Beginns der Glücklichen Tage.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz seines guten Willens gelang es dem jungen Homin nicht, Leidenschaft in seine Predigt zu bringen. Nach so vielen Monaten morbider Predigten war dieses Ritual ebenso ermüdend wie schmerzhaft geworden. Pü wusste, dass der Wahnsinn auf ihn lauerte. Die Stimmen in seinem Kopf wurden immer präsenter und er entwickelte Woche für Woche neue Verhaltensstörungen. Wie viele seiner Brüder und Schwestern hatten während ihres Exils den Boden unter den Füßen verloren? Viele von ihnen waren niemals zurückgekehrt. Vor seiner Abreise hatte er lange Zeit hart über sie geurteilt, aber jetzt verstand er sie. Seine Sicht war getrübt, als sich ein starker Kopfschmerz bemerkbar machte. Er musste sich lange konzentrieren, um die ersten mentalen Einflüsterungen auszuschalten. Während dieser langen Sekunden der Abwesenheit hatte sich der Herena zu dem Ausguck auf der Spitze des Karrens gesellt. Er hielt sich rücksichtslos an ihm fest, um nicht zu fallen, und brüllte sie an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ma-Duk? Der große Erzeuger? Was reden Sie denn da für einen Unsinn? Wir wussten zwar, dass die Wilden Ihrer Art die Kami-Dämonen anbeten, aber wir dachten, Sie wären so geistesgegenwärtig, die Existenz unserer aller Mutter, Jena, nicht in Frage zu stellen! Kennen Ihre Schandtaten keine Grenzen? General, ergreifen Sie diesen Ketzer auf der Stelle!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü ging wieder ein paar Schritte nach vorne und massierte sich die Maske.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Dann kann ich Ihnen versichern, dass Min-Cho, sein Rat der Weisen und die gesamte Zoraï-Theokratie, versteckt im Herzen Zorans und hinter ihrer Großen Mauer, immer noch Ihre usurpatorische Göttin anbeten, sagte er mit müdem Blick. Vor vielen Jahrzehnten entschieden sich die Kamis dafür, meinem Stamm die Existenz von Ma-Duk zu offenbaren. Heute sind wir leider die einzigen, die seine Natur als Oberster Kami anerkennen. Aber es gibt noch andere Apostel, die im Dschungel arbeiten. Eines Tages werden unsere Zoraï-Brüder das Ausmaß der Lügen erkennen, die ihnen seit ihrer Kindheit aufgetischt werden, und wenn Ma-Duk es will, werden ihnen ihre Sünden vergeben.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gesicht des Klerikers färbte sich rot, als er durch seine Gestikulationen, die die vielen Umhänge seiner Kleidung verwickelten, fast zu Boden fiel. Zu seinem Glück tat der Ausguck alles, was er konnte, um zu verhindern, dass der Herena sich durch einen Sturz blamierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hören Sie auf mit Ihren Schandtaten, Wilder! Keine Vergebung für Ihre degenerierte Rasse von Dämonenanbetern! Ihre skelettierten Gesichter sind Abscheulichkeiten, eine Beleidigung für die Karavan! Ihr verdient es, ausgerottet zu werden, wie alle Primitiven, die Atys mit Ihrer Anwesenheit beschmutzen! Dieser Wilde soll sofort gefasst werden, das ist ein Befehl!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hoch zu Capryni versuchte der Matis-General einzugreifen, um die wachsende Spannung abzubauen. Doch einer der Reiter befolgte die Aufforderung des Geistlichen und ritt in vollem Tempo los. Pü schüttelte seine Maske ab, um seine letzten Kopfschmerzen wegzuwischen, und konzentrierte sich voll und ganz auf die Situation. Von nun an würde alles sehr schnell gehen. Er musste seine inneren Fragen zum Schweigen bringen. Der Matis hatte bereits die Hälfte der Distanz zwischen ihm und dem Zoraï überwunden. In seiner rechten Hand hielt er einen langen, hohlen Speer, der in einer geflochtenen Bernsteinkragen endete. In der Nähe der horizontalen Stange befand sich ein Hebel, mit dem der Ring, der die Stange abschloss, schnell gelockert oder zusammengedrückt werden konnte. Diese geniale Waffe war in der Regel dazu gedacht, die zukünftigen Reittiere der Matis an der Kehle zu packen, wenn sie noch in der Wildnis waren, wurde aber auch dazu verwendet, Homins zu fixieren und zu unterwerfen, ohne sie zu verletzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Püs Körper schwankte leicht. Es dauerte einige Sekunden, bis er das Schlagen seiner Glieder mit dem Galopp des Reittiers synchronisieren konnte. Als der Angreifer etwa zehn Meter von ihm entfernt war, aktivierte er den Mechanismus seiner Waffe und schwang sie, ohne sein Tempo zu verlangsamen. Die Schlinge öffnete sich weit genug, um den maskierten Kopf des Zoraï zu umschließen. Ohne Zweifel wusste er, wie er mit seinem Instrument umzugehen hatte. Doch der junge Homin war zu flink. Als der Soldat nach rechts schoss, um seine Beute an der Kehle zu packen, tauchte Pü absichtlich in die Richtung des Angriffs und wich ihm aus. Zwischen Waffe und Capryni hindurch gelang es ihm, den Riemen an der Seite des Tieres zu ergreifen, bevor er den Boden berührte. Er hielt sich fest und zog, so gut er konnte, nicht um das Tier zu destabilisieren, sondern um seinen leichten Kinderkörper über das Tier zu schleudern. Er flatterte herum und landete gerade noch auf dem Hinterteil des Capryni, als der Matis hinter seinen Rücken blickte, um zu sehen, was aus dem Zoraï geworden war. Während der Reiter den Blick von Pü kreuzte, der nur durch die Kraft seiner Schenkel das Gleichgewicht auf dem Tier hielt, legte seine Beute, die zum Henker geworden war, schnell ihre Hände um seinen Nacken und brach ihn mit einem kräftigen Schlag. Die Waffe des Matis rutschte aus seiner rechten Hand und zerbrach auf dem Boden. Wenn Pü nicht sicher sein konnte, dass er tot war, war seine Lähmung garantiert. Er ließ den gepanzerten Körper auf sich niedersacken, damit er nicht stürzte, nahm die Zügel, die seine linke Hand hielt, wieder auf, verlangsamte das Tempo und drehte sich um. Als er wieder am Ausgangspunkt angekommen war, brach er seinen Lauf ab und sprang links neben dem Tier zu Boden. Der Körper des Soldaten fiel schwer auf die rechte Seite. Der Helm löste sich durch den Aufprall, sodass der Zoraï in das leblose Gesicht blicken konnte. Der Soldat war eine Homina und damit vielleicht auch eine Mutter. Für den Bruchteil einer Sekunde sah Pü, wie die Maske seiner eigenen das Gesicht der Leiche überlagerte. Er schloss die Augen. Drei. Jetzt fehlten ihm nur noch drei.&lt;br /&gt;
[[file:Le soldat.png|right|400px|alt=… Le soldat était une homine…|Der Soldat war eine Homina]]&lt;br /&gt;
Auf der Spitze des Karrens hatte sich das Gesicht des Klerikers von einer rötlichen Gesichtsfarbe in ein blasses Weiß verwandelt, das viel blasser war als sonst. Die Soldaten reagierten nicht, da sie von der Gewalt, die sie gerade gesehen hatten, schockiert waren. Nur der General behielt die Nerven. Er ließ sein Reittier ein paar Schritte vorwärts reiten und wandte sich dem Konvoi zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Giero, reiten Sie so schnell wie Ihr Capryni kann in Richtung des nächsten Außenpostens! Informieren Sie den Intendanten über die Lage und schicken Sie uns Verstärkung. Unterschätzen Sie die Bedrohung nicht. Be'maty, begeben Sie sich ebenfalls zum Außenposten! Sie werden Giero wegen der Ladung nicht folgen können, aber Ihre Mektoubs sind stark, also schonen Sie sie nicht. Sobald er seine Nachricht überbracht hat, wird Giero Sie auf der Straße treffen. Vicho, bleiben Sie auf dem Karren! Sie werden die Ladung und den Herena mit Ihrem Leben schützen, bis Giero zurückkehrt. Zani, Lichnini, Sivaldo, Sie kommen mit mir! Greifen Sie nicht ein, bis ich es Ihnen befehle&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der selbstbewusste Tonfall des Generals half den Soldaten, aus ihrer Lethargie zu erwachen. Alle führten den Befehl wortlos aus. Der Wachposten sprang vom Karren und legte sein Maschinengewehr an, der Matis auf dem Rücksitz ersetzte ihn auf dem Dach des Karrens, der zu manövrieren begann, um umzukehren. Nur der Kleriker, der gerade erst wieder zu sich kam, wollte protestieren. Doch der neugierige Blick, den der General ihm zuwarf, hielt ihn davon ab, und seine Kreideblässe wurde noch größer. Normalerweise ließ Pü keine Überlebenden zurück, denn nur wenn es keine Zeugen gab, konnte er sicher sein, dass er in diesen Gebieten weiterhin ungehindert operieren konnte. Außerdem vermied er es normalerweise, die reguläre Armee anzugreifen, da jeder vermisste Soldat zu einer Untersuchung führte, und griff stattdessen lieber die fanatischen Stämme oder Banditengruppen an, die das Königreich durchzogen. Doch dieses Mal war alles anders. Wenn die ersten sprechen würden, würde er schon auf dem Rückweg sein. Er beobachtete seine vier zukünftigen Gegner genau, während einer der Reiter mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Südwesten ritt, gefolgt von dem Karren. Er durfte es nicht mit ihnen allen zusammen aufnehmen. Er wartete ein paar Sekunden - genug Zeit, damit der Bote am Horizont verschwand - und begann, sich langsam vorwärts zu bewegen. Beim ersten Schritt schrie der General.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bleiben Sie stehen! Weil Sie sich des Verbrechens des vorsätzlichen Mordes an einem Soldaten des Königreichs Matia schuldig gemacht haben, müssen Sie sich vor dem königlichen Gericht verantworten. Wie es unser Gesetz vorsieht, haben Sie das Recht, sich während des Prozesses zu verteidigen. Bitte kooperieren Sie jetzt, sonst müssen wir Sie gewaltsam festnehmen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü hob die Hände, um Unterwerfung vorzutäuschen, und ging weiter. Er wusste, dass die Matis sich nicht täuschen lassen würden, aber er musste ein paar Meter gutmachen. Momentan war der Maschinengewehrschütze die größte Bedrohung. Er musste ihn zuerst ausschalten. Dennoch durfte er den hochrangigen Soldaten nicht unterschätzen. Unter normalen Umständen hätte er es mit einem einfachen Truppführer zu tun gehabt und nicht mit einem erfahrenen Militär.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich werde mich nicht wiederholen, keine Bewegung mehr!&amp;quot;, schrie der General erneut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zoraï würde es wahrscheinlich nicht schaffen, noch einen weiteren Schritt zu machen, bevor der General zum Angriff blasen würde. Er fuhr mit seiner rechten Hand über seinen Rücken und legte sie auf den kleinen runden Schild, der dort hing. Er durfte sich keinen Fehler erlauben. Wenn er sich jetzt verfehlte, würde der Rest viel unsicherer werden. Er schloss wieder die Augen und ließ seine Sinne sich voll und ganz der Welt öffnen. Die Richtung und Stärke des Windes, die Luftfeuchtigkeit - wichtige Parameter, die es für den perfekten Wurf zu berücksichtigen galt. Er öffnete die Augenlider wieder und richtete seinen Blick auf den Schützen. Er war zwar zu weit weg, um sicher zu sein, aber die Position seiner Arme deutete darauf hin, dass er bereit war, zu schießen. Pü atmete tief durch und machte sich an den Kampf. Schneller als je zuvor hängte er seinen Schild ab und streckte seine Arme wie ein Seil nach hinten. Er brauchte weniger als eine Sekunde, um seine Flugbahn zu bestätigen und seinen Buckler zu werfen. Das Geschoss flog nach links vom Pfad und erweckte den Anschein eines Fehlwurfes. Pü nutzte die allgemeine Verwirrung, um in die andere Richtung zu stürmen. Wie erwartet erhielt der Maschinengewehrschütze den Befehl zum Eingreifen und legte seine Waffe an. '''Mit beiden Füßen fest in der Rinde steckend, begann er, aus allen Rohren auf den Zoraï zu feuern'''. Aufgrund des Rückstoßes war die Waffe jedoch schlecht zu führen, sodass Pü einige Sekunden Zeit hatte, bevor die Treffer ins Schwarze trafen. Der Junge wackelte und hüpfte geschickt und versuchte, dem Maschinengewehrschützen die Arbeit zu erschweren, dessen Schüsse immer präziser wurden. In diesem Moment glaubten die Matis wahrscheinlich, dass sie den Sieg davontragen würden. Doch die Flugbahn des Schildes nahm eine unerwartete Krümmung an. Der Buckler streifte die Bäume, die den Straßenrand markierten, und drehte sich in Richtung des Schützen, der nun mit dem Rücken zu ihm stand. Niemand bemerkte den Plan, außer dem General, der das tödliche Projektil sah, als es gerade auf den Hinterkopf des Maschinengewehrschützen treffen wollte, weil er schlauer war als der Rest seines Trupps. Er schrie etwas und sprang von seinem Capryni. Er rappelte sich schnell auf und ging auf den Soldaten zu. Als Antwort auf den Schrei seines Vorgesetzten drehte sich dieser gerade zu der fliegenden Bedrohung um. Als der General sah, dass er nicht reagierte, versuchte er, ihn zu Boden zu werfen, doch er stieß ihn nur an. Der Schild schnitt tief in das Gesicht des benommenen Matis, der sich herumdrehte und schwer auf den Boden fiel.&lt;br /&gt;
[[file:Les deux pieds.png|right|400px|alt=… Les deux pieds fermement plantés…|Mit beiden Füßen fest steckend]]&lt;br /&gt;
Pü hörte mit dem Gestikulieren auf und holte Luft. Der Maschinengewehrschütze war zwar sicher nicht tot, aber er schien ohnmächtig zu sein und stellte daher im Moment keine Bedrohung dar. Während der General am Krankenbett verweilte, glaubte der junge Zoraï fälschlicherweise, dass er nun Zeit hätte, über seinen nächsten Schritt nachzudenken. Doch die beiden Reiter waren anderer Meinung und spornten sich gegenseitig an, zum Angriff überzugehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;General, bleiben Sie bei Sivaldo, wir kümmern uns um den maskierten Primitiven!, rief der erste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Ja, General! Bisher haben seine feigen Techniken nur funktioniert, weil wir nicht darauf vorbereitet waren, fügte der zweite hinzu. Lassen Sie uns den Tod von Tinailli rächen! Wir versprechen, dass wir ihm Ehre erweisen werden!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl der General protestierte, rasten die beiden Soldaten mit voller Geschwindigkeit auf den Zorai zu, den das nicht zu stören schien. Die letzten paar Dutzend Meter zwischen ihnen wurden in Sekundenschnelle verschlungen. Doch da sie sich an den Tod ihrer ersten Kameradin erinnerten, machten die Matis nicht den Fehler, den jungen Krieger zu überfallen. Sie hielten an, bevor sie auf seiner Höhe waren, sprangen von ihren Reittieren und rückten vor, um ihn in die Zange zu nehmen. Nach ihrem jeweiligen Verhalten zu urteilen, mussten die beiden Matis unerfahrene Soldaten sein. Von Hass und Rachegelüsten geblendet, wussten sie noch nicht, dass sie sich gerade in den Rachen des Gingos gestürzt hatten. In der Ferne hatte der General gerade seine Capryni erreicht, um zu den beiden Unvorsichtigen zu eilen. Allein gegen zwei hatte der junge Krieger noch alle Chancen. Er musste die Sache also so schnell wie möglich hinter sich bringen, bevor der einzige wirklich erfahrene Soldat des Trupps zu ihnen stieß. Der Matis, der sich in seinem Rücken positioniert hatte, hielt mit beiden Händen ein schweres, schön verziertes Bernsteinschwert, während der Matis, der ihm gegenüberstand, mit einer langen Pike bewaffnet war, die von geflochtenem Bernstein gekrönt war. Pü hätte gerne in seinem Gesicht gelesen, aber der mächtige gehörnte Helm, den er trug, verhinderte dies. Die Matis kamen schnell näher. Logischerweise würde der Soldat gegenüber von ihm den ersten Angriff starten und dem Soldaten in seinem Rücken die Gelegenheit geben, einen toten Winkel für einen Angriff zu nutzen. Genau das geschah auch. Der Pikenier schrie und durchbohrte die Luft mit einer präzisen Bewegung, in der Hoffnung, den Zoraï mit einem einzigen Schlag aufzuspießen. Ohne seine Füße zu bewegen, schoss Pü mit seiner rechten Hand gegen die Pike, während er sich drehte und sein Becken auf die gegenüberliegende Seite verlagerte. Der Schutz seines Unterarms kratzte lautstark an den vielen scharfen Spitzen. Er drehte sein Handgelenk abrupt um und griff nach dem langen Griff der Waffe. Anstatt den Angriff abzuwehren, ermutigte er die Bewegung und nutzte den Schwung des Matis, um ihn zu destabilisieren, während er den Impuls seines Angriffs bewahrte. Er lenkte die Richtung des Angriffs leicht ab, ohne seine Füße vom Boden abzuheben, beugte seinen Rücken nach hinten und wich dem horizontalen Schlag aus, den der Schwertkämpfer auf ihn ausüben wollte. Er musste nur dafür sorgen, dass die Pike ihre Geschwindigkeit beibehielt, damit ihre tödlichen Spitzen den linken Oberschenkel des unglücklichen Schwertkämpfers durchbohrten, der unter dem Schock schreiend zusammenbrach. Der Angreifer wurde von der unkontrollierten Bewegung seiner Waffe mitgerissen und fiel beinahe auf den Verletzten. Pü ergriff die Gelegenheit und half ihm. Er zog seinen Dolch mit der freien Hand, während die andere den fest im Fleisch seines Kameraden steckenden Pik losließ, trat einen Schritt zurück, um sein Gleichgewicht wiederzuerlangen, und stieß seine Klinge mit einem präzisen Schlag in das Halsgelenk des Helms des Pikeniers. Ein langer Schwall Blut spritzte heraus, als er seinen Dolch aus der Halsschlagader seines Gegners zog. Wie erwartet geriet der Soldat in Panik und nahm schnell seinen Helm ab, um seine Kehle mit den Kräften des Sap zusammenzudrücken und zu heilen, bevor sein Gehirn nicht mehr mit Blut versorgt wurde. Pü ließ ihm keine Zeit zum Handeln, packte das braune Haar des Matis und versetzte ihm mehrere heftige Dolchstiche in den Hals. Als sich der Kopf des Soldaten schließlich vom Rest seines Körpers trennte, brach der Enthauptete auf die Pike zusammen, die sich noch tiefer in die blutende Wunde des am Boden festgenagelten Homins bohrte. Pü warf einen Blick zurück: Der General würde bald hier sein. Er steckte den blutbefleckten Dolch weg, ließ den Kopf seines Opfers fallen und näherte sich dem schwer verletzten Soldaten, der nun unter der schweren, noch immer pulsierenden Rüstung seines Kameraden eingeklemmt war und nicht mehr in der Lage war, die Pike herauszuziehen, um sein Bein magisch zu heilen. Der Homin nahm seinen Helm ab und begann zu stöhnen. Er war etwa so alt wie Niï, also etwa zehn Jahre älter als Pü.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bitte töten Sie mich nicht!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü hatte aufrichtiges Mitleid. Er hasste es zu töten. Und besonders, wenn seine Gegner nicht darauf vorbereitet waren. Aber er hatte keine Wahl mehr. Er hatte es fast geschafft, er konnte jetzt nicht alles aufgeben. Der junge Zoraï machte seinen Kopf wieder frei und ignorierte die Klage des Matis. Er trat näher an ihn heran, setzte seinen linken Fuß behutsam auf seinen Hals und zerquetschte ihn mit einem Fersenschlag. Er hob das Schwert des nun gelähmten Unglücklichen auf, stieß es ihm in den Hals und verhinderte so jede Regeneration. Eins. Jetzt fehlte ihm nur noch einer. Wenn der ohnmächtige Maschinengewehrschütze ausreichte, würde der Homin, der ihm von nun an gegenüberstand, ihn sicher nicht kampflos an den Verwundeten heranlassen. Der General, der sein Reittier bestiegen hatte, um die Distanz zu dem Zoraï zu überbrücken, es dann aber wieder verließ, ritt nun mit entschlossenen Schritten auf den Krieger zu. Als er nur noch wenige Meter von ihm entfernt war, nahm er seinen Helm ab. Zum ersten Mal seit langem zuckte Pü zurück. Für einen Moment glaubte das Kind, die Maske seines Vaters zu sehen. Der Matis war im besten Alter, wie die wenigen Falten, die die Harmonie seiner Gesichtszüge trübten, und der schwache Glanz seines langen, ebenholzfarbenen Haars zeigten. Vor allem aber waren es die selbstbewussten und intensiven Augen, die sie an ihren Vater erinnerten. Diese stechend blauen Augen waren die eines entschlossenen Homins, der bereit war, alles zu geben, um seinen Willen zu erfüllen. Pü trat einen Schritt zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Es ist nicht nötig, dass wir kämpfen, sagte er mit verwirrter Stimme. Ich habe meine Mission erfüllt. Überlassen Sie mir den Maschinengewehrschützen und gehen Sie nach Hause. Bitte befolgen Sie meinen Rat und gehen Sie zu Ihrer Familie.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der General legte seinen Helm zu seinen Füßen und zog ein langes, breites und fein verziertes Schwert. Er warf ihr einen eisigen Blick zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich werde Ihrer Bitte nicht nachkommen können, mein Junge. Sie allein haben soeben drei meiner Soldaten getötet. Karan Domini, König und Hohepriester des Königreichs Matia, muss wissen, warum die Zoraï-Theokratie Kindersoldaten für Mordmissionen ausbildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Ich sage es Ihnen noch einmal: Mein Stamm und ich sind nicht von der Zoraï-Theokratie abhängig. Bitte gehen Sie weg!&amp;quot;, erwiderte Pü und wich ein zweites Mal zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Matis trat mit entschlossenen Schritten vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hat man Sie gezwungen zu töten? Wenn es normal ist, dass ein Junge in Ihrem Alter das Kämpfen lernt, sollte er nicht so jung Blut vergießen müssen. Und schon gar nicht unter diesen Bedingungen. Ein Junge in Ihrem Alter verbringt Zeit mit seinen Freunden, Brüdern, Schwestern, seinem Vater und seiner Mutter.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Worten des Militärs und der Erwähnung seiner Verwandten bekam der junge Zoraï einen Blutsturz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sprechen Sie nicht über meine Familie! Laufen Sie weg, solange Sie noch Zeit haben!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein kaltes Lächeln erschien auf dem Gesicht des Generals.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich habe wohl einen Nerv getroffen. Sind es vielleicht Ihre Eltern, die Sie so weit aus dem Dschungel geschickt haben, um diese Morde zu begehen? Eine Mutter sollte ihre Kinder die Liebe lehren, nicht den Tod!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein heftiger Kopfschmerz durchbohrte den Schädel des Kindes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;'''Ich verbiete Ihnen, über meine Mutter zu sprechen!'''&amp;quot;&lt;br /&gt;
[[file:Je vous interdis.png|right|400px|alt=… Je vous interdis de parler…|Ich verbiete Ihnen zu sprechen]]&lt;br /&gt;
Als er gegangen war, hatte sie geweint. Und obwohl sie ihn ermahnt hatte, nicht zu töten, um seine eigene Lust zu befriedigen, hatte sie ihn dennoch gebeten, es für Ma-Duk zu tun. Pü liebte Ma-Duk aufrichtig, genauso wie er Jena hasste. Die Kamis beschützten Atys, während die Karavan es zerstörte, indem er seine Ressourcen plünderte. Aber konnte man seine Liebe zu Ma-Duk nicht anders beweisen, als durch Blutvergießen? Durch ihre Worte und ihren Status als Hohepriesterin billigte ihre Mutter die barbarischen Bräuche ihrer Vorfahren. Schlimmer noch, sie gab sie mit Inbrunst weiter. Doch er, der noch vor wenigen Monaten jedes Wort seiner Mutter total begeistert hatte, kotzte sie nun an. Wie lange würde es ihm noch gelingen, seine Verbundenheit mit den Werten seines Stammes vorzutäuschen? Und wenn Ma-Duk, gewarnt durch diesen letzten Gedanken, bereits der Meinung war, dass er ihm nicht mehr treu war, würde er dann jemals zum Schatten der schwarzen Maske werden können? Würde sein Vater ihn hinrichten lassen, wenn Großmutter Bä-Bä ihm die Nachricht überbrachte? Würden sein Bruder und seine Mutter ihn gewähren lassen? Pü stieß an seine Grenzen, sein Gehirn war in Aufruhr. Als der Matis spürte, dass der Zoraï nachgab, stieß er ihn bis zum Äußersten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Herena hatte also Recht: ihr seid nur Tiere! Die Homins Ihres Volkes schwängern ihre Hominas und machen sie zu Leihmüttern, die nur dazu taugen, Kindersoldaten zu produzieren, die auf dem Altar Ihrer hasserfüllten Überzeugungen geopfert werden!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit diesen Worten zog Pü seinen Dolch und sein Kurzschwert und stürmte brüllend auf den Matis zu. Er hatte ihm die Gelegenheit zur Flucht gegeben, und dieser hatte sie nicht genutzt. Wenn er sterben wollte, dann würde Pü ihm dabei helfen, so einfach, wie er es mit seinen Soldaten getan hatte. Es würde nur wenige Sekunden dauern. Bald würde alles vorbei sein. Er würde diesen Schmerz nicht mehr ertragen müssen. So stellte er es sich zumindest vor, wenn er wütend war. Das Schwert des Generals leuchtete auf und der junge Krieger wurde an den Knöcheln gepackt, noch bevor er das Manöver des Militärs verstand. Die Erfahrung des Matis hatte gesprochen, und der Stolz des Zoraï würde ihn teuer zu stehen kommen. Er hatte seinen Gegner unterschätzt und war blindlings losgestürmt, ohne mit dem Einsatz einer magischen Verzauberung zur Fesselung zu rechnen. Wurzeln waren aus der Rinde gesprungen und hinderten ihn völlig an der Bewegung. Durch den Schwung seines Laufs war Pü beinahe nach vorne gestolpert und hatte sich nur mit Mühe auf den Beinen halten können. In Panik versuchte er, sich aus der magischen Falle zu befreien, indem er mit seinen Waffen die Verzweigungen aufschlitzte, die sich nun seine Waden hinaufzogen, und dabei den Zauberer vergaß. Plötzlich, als er seine ganze Aufmerksamkeit auf seine Beine richtete, verdunkelte sich der Himmel. Sein Blut gefror, als er reflexartig den Kopf hob. Über ihm verdeckte die mächtige Rüstung des Matis das Licht der Sonne: Er hatte die Panik des Zoraï ausgenutzt, um in den Nahkampf zu gehen. Das Gegenlicht betonte seinen grimmigen Blick, der Pü von allen Seiten versteinerte. Der General hob sein großes Schwert in eine tiefe Position. Seine weiße Rüstung leuchtete auf, als das Licht durch die veränderte Haltung durchsickerte, und Pü musste wegschauen, um nicht geblendet zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Laissez-vous faire ! dit le Matis d’un air grave. Le coup que je vais vous porter va vous infliger une blessure critique. Si vous bougez, il risque de vous être fatal. Je vous maintiendrai en vie jusqu’à ce que les renforts arrivent. Nous vous conduirons ensuite à Matia ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Si le général semblait confiant en sa capacité de l’amener vivant auprès du roi des Matis, Pü préférait mourir mille fois plutôt que de devenir captif des suppôts de la Karavan. Il essaya à nouveau de se débattre, mais les racines enserraient maintenant sa taille et commençaient à remonter sur son ventre. Voilà, c’était ainsi que s’achevait sa courte vie. Finalement, Grand-Mère Bä-Bä avait eu tort. Lui qui avait grandi avec l’idée de devenir l’Ombre du Masque Noir et de périr parmi les siens en protégeant son frère, allait mourir seul et loin de chez lui, avec pour dernière vision l’éblouissante empreinte astrale de Jena. Quelle ironie. Alors que le Zoraï avait tourné son masque sur la gauche pour ne pas avoir à supporter plus longtemps le reflet moqueur de la cuirasse, il aperçut une étrange source lumineuse au-delà de la lisière de la route, sous l’ombre des grands arbres sylvestres. En se concentrant, il put discerner nettement deux sphères de taille identique. Elles étaient d’une blancheur éclatante et luisaient d’autant plus vivement qu’elles étaient environnées d’obscurité. Non, ce n’était pas seulement l’obscurité… Pü distingua une petite silhouette noire parmi les ombres. Son sang se glaça de nouveau. Ce n’étaient pas des sphères, c’étaient des yeux. Ceux du Kami Noir qui lui était apparu deux fois jusqu’alors. Il était là. Ma-Duk le regardait.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Non, il ne pouvait abandonner. Il était un Guerrier Noir de Ma-Duk, forgé par les meilleurs combattants de la Jungle et béni des Kamis. Tant qu’il pourrait se battre, il n’abandonnerait pas. Revigoré, son corps réagit d’instinct lorsque le général abattit son arme sur lui pour lui transpercer la clavicule gauche. Il envoya son bras droit au contact de la lame massive pour se protéger, et si son épée courte ne réussit pas à bloquer le coup, elle permit néanmoins de dévier l’attaque, au prix d’une partie de sa main, qui vola en éclats. L’état d’extrême tension dans lequel se trouvait le jeune guerrier eut pour effet positif de lui faire totalement ignorer la douleur. L’épée l’érafla et se planta lourdement dans le sol. Profitant de la seconde de répit qu’il lui était offerte, Pü lâcha la dague qu’il tenait dans sa main gauche et manipula la Sève alentour pour incanter à deux mains un sortilège. Sa paire d’amplificateurs de magie étant accrochée à sa ceinture désormais enchevêtrée avec les racines, il ne put s’en équiper. Mais pour ce qu’il comptait faire, un sortilège brut devrait suffire. Alors '''il n’hésita pas, et enflamma son corps pour s’évader de sa prison de bois'''. Il réussit à se dégager des racines partiellement consumées au moment où le général arrachait son épée du sol. Alors qu’il lançait son second assaut, Pü réussit à l’éviter de justesse grâce à une roulade. Le Matis enchaîna avec une série de frappes d’estoc et de taille, que le jeune guerrier esquiva à l’aide de diverses acrobaties. Désarmé, il n’était pas en mesure de parer les attaques. S’il était bien plus habile que le général encombré de sa lourde armure, celui-ci semblait bien plus endurant, et n’avait pas encore subi de blessures. Plus inquiétant encore, ses coups se faisaient de plus en plus précis. Pour la première fois de sa vie, Pü combattait un maître d’armes dans un combat à mort. L’expérience du Matis parlait, et il ne lui fallut que peu de temps pour commencer d’anticiper les mouvements du jeune guerrier.&lt;br /&gt;
[[file:Hesita pas.png|right|400px|alt=… il n’hésita pas…|il n’hésita pas]]&lt;br /&gt;
Les secondes défilaient et Pü s’essoufflait à vue d’œil. À plusieurs reprises, le soldat réussit à le frôler, entaillant son corps d’enfant de la pointe de son épée. Pü faisait régulièrement appel aux pouvoirs de la Sève pour panser ses blessures et régénérer partiellement son endurance, mais, à ce rythme, il atteindrait bientôt ses limites. S’il aurait aimé pouvoir passer dans le dos du Matis pour tenter de lui briser la nuque, comme il savait si bien le faire, celui-ci ne lui laissait aucun répit. Sans arme, il n’avait aucun moyen de s’extraire de cette situation perdue d’avance. Alors qu’il cherchait une échappatoire, il aperçut une dague pendant à la taille du soldat, cachée derrière le drap d’apparat ornant sa ceinture. Comment avait-il pu ne pas la voir avant ? Pü se maudit et imagina un plan d’action, entre deux roulades et trois contorsions. Il allait jouer le tout pour le tout. À bout de souffle, le Zoraï attendait le moment idéal pour agir. Soudainement, lui qui ne faisait jusqu’alors que reculer face aux assauts du Matis, profita d’une large frappe de taille pour effectuer une roulade avant et passer sous la lame tranchante. Son mouvement tout juste terminé, il poussa aussi fort qu’il put sur ses jambes, et bondit sur le flanc gauche du soldat. Si le Matis fut décontenancé par la direction de l’esquive, il réagit très vite et rendit un violent coup de pied latéral au jeune guerrier. Le corps de l’enfant craqua sous la lourde botte du soldat et alla s’écraser plus loin sur le sol. Pü se releva péniblement sur un genou et cracha le sang. Son adversaire venait de lui briser plusieurs côtes. Mais derrière son masque, le jeune guerrier souriait : sa main valide était désormais armée. Bien que différente des dagues qu’il avait coutume de manier, celle du Matis ferait parfaitement l’affaire. Le jeune homin inspira un grand coup et leva son masque vers le général. Celui-ci s’était retourné et s’apprêtait à réaliser une percée avec son épée pour retourner au corps-à-corps.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Abandonnez mon garçon ! » dit-il en chargeant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
À nouveau, Pü n’aurait qu’une seule chance. Et jusqu’alors, la chance lui avait souvent souri. Finalement, peut-être que le Kami Noir veillait réellement sur lui.  Alors que le soldat se précipitait dans sa direction, l’épée dirigée vers l’avant, Pü attendit le bon moment et jeta sa dague en l’air, loin au-dessus de lui. Aussitôt fait, il infusa tout ce qu’il put de Sève dans ses jambes et fit gonfler ses cuisses comme jamais. Puisant à la limite de ce qu’il pouvait endurer, il souleva un nuage de sciure et bondit dans les airs d’un saut surhomin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Totalement surpris par la nature de l’attaque et partiellement aveuglé par le brouillard de débris, le Matis crut à tort que le Zoraï tentait simplement de s’enfuir. Il comprit trop tard la réalité de la situation lorsque qu’il sentit son épée s’alourdir brusquement sur l’avant. Pü venait d’atterrir sur le plat de la lame et s’élançait tel un funambule en direction de son porteur. Déjà fort déséquilibré, le Matis tenta en vain de se redresser au moment où Pü prit à nouveau appui sur l’arme pour voltiger. Le jeune guerrier atterrit cette fois-ci sur ses épaules, et se propulsa une derrière fois en direction du ciel, obligeant par la force de ses jambes le Matis à poser un genou au sol. Pü devait se situer à environ quatre mètres du sol, et survolait le nuage de poussière qui commençait à se dissiper. Il n’eut qu’à tendre son bras valide pour attraper la dague qu’il avait précisément jetée quelques secondes auparavant. Écartant les jambes et regardant vers le sol, alors que la gravité commençait à faire effet, il posa ses yeux sur le visage du général. Celui-ci avait perdu son regard terrifiant et ouvrait grand les paupières. Pü y lut de l’admiration. L’enfant effectua à nouveau un lancer parfait et la dague alla se planter droit dans le crâne du Matis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Toujours en l’air, le Zoraï se préparait à se réceptionner correctement, mais ses côtes cassées l’en empêchèrent. Il s’effondra lourdement sur le flanc opposé, non loin du corps du général figé sur les genoux dans une étrange position. Sa tête pendait en arrière, dirigée vers l’astre du jour et sa longue chevelure d’ébène se soulevait légèrement au gré du vent. Pü s’allongea sur le dos et écarta les bras. Terminé. Son calvaire était terminé. Il avait gagné.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
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		<author><name>Jadeyn</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Kapitel_IV_-_Sylvan_Exil&amp;diff=34461</id>
		<title>Kapitel IV - Sylvan Exil</title>
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				<updated>2023-02-22T18:20:41Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Jadeyn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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|DE=Kapitel IV - Sylvan Exil|DEs=2&lt;br /&gt;
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|RU=&amp;lt;!--Глава IV - Изгнание в лес--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|H=1&lt;br /&gt;
|palette=}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:purple;font-weight:bold&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''Jahr 2474 von Jena'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Quotation|''Bélénor Nébius, Erzähler'' • ''Cheng Lai'SuKi, Illustratorin''|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[file:Pu deroulait.png|right|400px|alt=… Pü déroulait en silence…|verrichtete Pü schweigend]]&lt;br /&gt;
Auf einem hohen Ast eines großen sylvanischen Baumes sitzend, '''verrichtete Pü schweigend sein tägliches Gebet'''. Über ihm, sogar noch näher, so weit entfernt vom Dschungel und seinem Zenit, war das Tagesgestirn dabei, seinen vollen Glanz zu entfalten, und trotz der dicken Laubschicht, die es vom Himmel trennte, schaffte es das warme Licht, die blaue Haut des jungen Zoraï zu erwärmen. Er hatte jedoch gelernt, Jenas astrale Prägung zu vergessen, und versuchte, sich an die Kälte und das Echo der Abgrundschächte zu erinnern, die sein Dorf unter der Rinde durchzogen und die es Ma-Duk ermöglichten, aus dem Herzen von Atys über ihn und seine Familie zu wachen. Er hatte ohnehin keine Wahl: Die Höhen waren bei weitem der geeignetste Ort für meditative Momente. Am Boden waren Raubtiere und Soldatenpatrouillen eine ständige Störung, die seine Ruhe bedrohten und ihn daran hinderten, sich friedlichen Aktivitäten zu widmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tausend Kilometer entfernt beendeten seine Stammesmitglieder wahrscheinlich auch gerade ihre Gebete. Trotz der Entfernung und der Einsamkeit hatte Pü versucht, seinen Lebensrhythmus beizubehalten, den er vor seiner Abreise gelebt hatte. Mit dem ersten Morgengrauen erwachte das Dorf und bereitete sich auf die Routinearbeiten vor, die für das reibungslose Funktionieren der Gemeinschaft notwendig waren: Instandhaltung, Handwerk, Jagd, Kochen, verschiedene Versammlungen, Empfang der seltenen Gesandten und Händler etc. Das Ziel war es, so viele Aufgaben wie möglich zu erledigen, bevor die lange Morgenlitanei begann. Diese wurde von Pus Mutter Looï geleitet und endete mit einem gemeinsamen Essen im Speisesaal, an dem der ganze Stamm teilnahm. Nach dem Mittagessen übten sich die Zoraï mehrere Stunden lang in der Kunst des Kampfes. Der Unterricht richtete sich an alle, unabhängig von Alter oder Geschlecht, und war sehr vielfältig: Nahkampf, Stichwaffen, Schusswaffen und Magie. Der Stamm war in erster Linie ein Clan von Kämpfern, die früher oder später am Beginn des Heiligen Krieges teilnehmen würden. Wenn das Training beendet war, trafen sich die Familien zu einem gemütlichen Essen und gingen vor dem Schlafengehen verschiedenen persönlichen Aktivitäten nach. Seit jeher besuchte Pü Abendkurse bei seiner Mutter, die ihn in homininer Geschichte, internationalen Beziehungen, anderen Sprachen und Wissenschaft unterrichtete. Gelegentlich wurde er von seinem älteren Bruder Niï begleitet. In den meisten Fällen besuchte dieser jedoch andere Privatstunden bei ihrem Vater, der Schwarzen Maske.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Junge wurde jäh aus seinen Erinnerungen gerissen, als ein trauriges Geräusch die Harmonie des Gesangs der Bäume durchbrach. Über den Baumwipfeln erschütterte das dumpfe Dröhnen eines Karavan-Fluggeräts die Luft und vertrieb die Javings, diese seltsamen Vögel mit den gezackten, grünlichen Flügeln und der langen, schwarzen, glänzenden und mit Widerhaken versehenen Zunge, mit der sie ihre Beute aufspießten. Pü stand schnell auf, überprüfte die Festigkeit seiner Lebenslinie und machte sich daran, die letzten Meter des dicken Baumstamms zu erklimmen, der ihn vom Himmel trennte. Als sein zarter Körper aus dem Blättermeer herausragte, musste er hinter seiner Maske die Augen zusammenkneifen, weil das Tageslicht so grell war. Nicht weit von ihm entfernt verlor die Höllenmaschine immer mehr an Höhe. Die seltsame schwarze Materie, aus der ihre Hülle bestand, reflektierte Jenas helles Astrallicht, als wollte sie ihn verhöhnen. Trotzdem gelang es Pü, die Maschine zu identifizieren. Es war einer der kleinen Transporter, die die Karavan normalerweise benutzte, um die von ihren Hominsklaven gesammelten Ressourcen zu sammeln. Seltsamerweise schien er direkt aus einer der riesigen Himmelswurzeln zu stammen, die das Kronendach bildeten, den unerforschten Teil der Rinde, wie die Bewohner Atys bezeichneten, ihre Welt aus lebendem Holz, das nur aus ständig wachsendem Pflanzenmaterial besteht. Ihre opulenten Täler und üppigen Hügel bestanden aus kolossalen Wurzeln, auf denen die Homins ihre Zivilisationen errichtet hatten. Das Wasser, das die tiefen Wurzelspalten füllte, erweckte ihre Seen, Lagunen und Ozeane zum Leben. Die steilsten Wurzeln bildeten seine Berge und reckten sich in einem langsamen, unaufhaltsamen Aufstieg in den Himmel. Bestimmte Temperaturanomalien führten sogar dazu, dass der Wurzelteppich langsam verglühte und die Wüsten entstanden. Und noch tiefer unter der Rinde befanden sich die Urwurzeln, das geheimnisvollste Ökosystem von Atys nach dem, das man in das Kronendach vermutet. Es bildete ein riesiges Labyrinth aus grünen, feuchten Höhlen, die tief in die Eingeweide der Pflanzenwelt bis in ihr Herz hineinreichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü beobachtete, wie die Karavan-Maschine mit hoher Geschwindigkeit abtauchte. Es war sehr wahrscheinlich, dass wie üblich ein Treffpunkt zwischen der Karavan und ihren Handlangern vereinbart worden war und dass ein Konvoi auf dem Weg war, um Tribut zu liefern. Der junge Zoraï spürte, wie sein Herz raste. Vier. Jetzt fehlten ihm nur noch vier. Vier, und er könnte endlich nach Hause zu seinen Lieben zurückkehren. Das war die perfekte Gelegenheit. Er musste den Konvoi abfangen, bevor er sich mit den Karavan-Agenten treffen konnte. Pü entkam dem nackten Tag, indem er sich ein paar Meter in die Tiefe stürzen ließ, und landete auf dem Ast, auf dem er seine Sachen zurückgelassen hatte. Er sammelte sie zusammen und packte sie hastig ein, bis auf einen würfelförmigen Weidenkorb, den er sorgfältig handhabte. In diesem Korb befanden sich die Früchte monatelanger Bemühungen. Er würde sich niemals verzeihen, wenn er ihn verlieren oder seine Unversehrtheit gefährden würde. Um sicherzugehen, dass er nichts vergessen hatte, überprüfte er noch einmal seinen Klettergurt und tauchte ab. Pü raste durch den grünen Abgrund, bewegte sich geschickt zwischen den Zweigen und löste mit einem fachmännischen Handgriff seine Lebenslinie von den Stiften, die er während des Aufstiegs getrieben hatte. Er durchquerte viele Sekunden lang die bunten Schichten dieses kontinentalen Waldes mit seinen tausend Jahreszeiten und landete schließlich anmutig auf dem belaubten Boden. Die Richtung, in die das Fluggerät flog, deutete darauf hin, dass es wahrscheinlich auf der Lichtung weiter nördlich landen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten Konvois starten in Matia, der Hauptstadt des gleichnamigen Königreichs, und so war es gut möglich, dass der erhoffte den breiten künstlichen Pfad nehmen würde, der den Wald im Westen durchschneidet. Pü war von den Kräften der Botaniker des Matis-Volkes beeindruckt und erschrocken zugleich. Er, der Matias kolossale Wurzelmauer und die riesigen Habitatbaumkomplexe, die sich jenseits der Stadtmauer so weit das Auge reichte, mit eigenen Augen gesehen hatte, war von einer solchen Maßlosigkeit überwältigt gewesen. Doch mit diesem Vorgehen und dem Versuch, die Natur nach seinem Willen zu beugen, versuchte das Volk der Matis, die Absicht der Kamis und damit auch die Absicht von Ma-Duk zu durchkreuzen. Der Große Erzeuger wacht über jedes Stückchen Materie auf Atys. Die Natur zu verändern bedeutet, sein Großes Werk zu verfälschen. Die Geheimnisse der Manipulation von lebender Materie, insbesondere von Pflanzen, waren den Matis von der Karavan übermittelt worden, wie den Zoraïs die Beherrschung des Magnetismus und des Schreibens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während seiner langen Monate im Exil im Königreich Matia war Pü klar geworden, wie attraktiv die heidnischen Sitten der von der Karavan indoktrinierten Völker sein konnten. Bei diesen Gedanken hatte er sich geschämt. Aber es hatte ihm auch geholfen, die Gefährlichkeit dieser Dämonen aus dem Himmel besser zu verstehen. Der junge Zoraï verlor keine Zeit. Er rutschte und sprang über die Wurzeln und Verzweigungen des Waldes und legte die letzten Kilometer bis zum Pfad in kürzester Zeit zurück. Die wenigen Gingos, die versuchten, ihn auf seinem Weg zu verfolgen, hatten keine andere Wahl, als aufzugeben, da er sich so geschickt durch das dichte Gewirr der Natur manövrierte, die frei von jeglicher Matisse-Unterdrückung war. Als er den Weg erreichte, versteckte er sich hinter einem großen Strauch und hielt Ausschau nach der Ankunft des Konvois. Als er gerade aufgeben und woanders nach den Spuren der Matis suchen wollte, hörte er in der Ferne ordentliches Hufgetrappel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü schluckte. Sein Herzschlag begann sich langsam zu beschleunigen. Niemals. Niemals würde er sich an dieses Gefühl gewöhnen. Sein Bruder hatte ihm versichert, dass sein erstes Mal ein Genuss sein würde und dass die Gefühle, die er dabei empfand, ihn für sein ganzes Leben prägen würden. Auf der einen Seite hatte er damit nicht ganz Unrecht. Die blutverschmierten Hände eines Zoraï, der mit elf Jahren ins Exil geschickt wurde, kniete allein vor der noch warmen Leiche seines ersten Opfers: diese Bilder verfolgten ihn wochenlang Tag und Nacht, bis er den Verstand verlor. Doch diese letzte Prüfung kündigte auch das Ende seines schmerzhaften Exils an. Bald würde er wieder in seinem Land, bei seinem Stamm sein und seine Mutter wieder in die Arme schließen können. Dieser freudige Gedanke tröstete ihn und half ihm, seine Kräfte wieder zu sammeln. Der Konvoi zeichnete sich nun am Horizont ab. Bald war er in Sichtweite. In der Mitte befand sich ein solider, schwer beladener Karren, gezogen von zwei Mektoubs, friedfertigen Dickhäutern mit flinken Füßen, die über zwei Meter groß waren, braunes Fell mit grauen Streifen hatten und vor allem an ihren langen, kräftigen Rüsseln und ihren ohrlosen Köpfen zu erkennen waren. Er wurde von einem Tryker geführt, wie viele andere, denen Pü bislang begegnet war. Tatsächlich war es nicht ungewöhnlich, Tryker weit östlich von ihren schwimmenden Städten zu treffen, die im Matis-Land undankbare und schlecht bezahlte Arbeit verrichteten. Ihre Neugier und ihr Freiheitsdrang machten sie zwar zu hervorragenden Entdeckern und Erfindern, doch aufgrund ihrer geringen Größe, ihres kindlichen Aussehens und vor allem ihres friedlichen und gutmütigen Charakters waren die Tryker in den vergangenen Jahrhunderten leider mehrfach von den Matis versklavt worden. Wie Pü aus dem Unterricht seiner Mutter wusste, waren die Tryker zum letzten Mal während des &amp;quot;Aquäduktkriegs&amp;quot; vor nur vierzig Jahren versklavt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2435 entdeckten Fyros-Minenarbeiter im Westen ihrer Wüste unter der Rinde vergrabene Ruinen und bohrten eine Säureader an, die die gesamte Region um die Kaiserstadt Coriolis in Brand setzte. Das wochenlange Feuer breitete sich bis zur Grenze des Königreichs aus und zerschnitt das riesige, von den Matis verhasste Aquädukt. Eben jenes, das die Wüste mit dem Seengebiet verband, das von der Trykoth-Föderation, dem Verbündeten des Fyros-Imperiums, verwaltet wurde. Der Krieg, in den die Allianz und das Königreich seit fast eineinhalb Jahrhunderten verstrickt waren, nahm eine neue Wendung. Der Imperator sah sich gezwungen, seine Truppen von den Seen abzuziehen und sie zur Bekämpfung des Feuers einzusetzen, das sein Volk bedrohte und ihm das Wasser abnahm. Daraufhin nutzte die Matisse-Armee die Gelegenheit und marschierte in das Seengebiet ein, versklavte das Volk der Tryker und eroberte die Stadt Karavia zurück, die das Imperium fast ein Jahrhundert zuvor gestohlen hatte. Karavia, die &amp;quot;Heilige Stadt&amp;quot;, wurde angeblich genau an dem Ort errichtet, an dem Zachini an der Küste des Königreichs, das er später gründete, zum ersten Mal mit der Karavan und der Göttin Jena zusammentraf. Karavia, die &amp;quot;Unheilige Stadt&amp;quot;, für Pü und seinen Stamm der bösartigste Ort auf der Rinde... Und doch wurde hier im Jahr darauf der Vertrag unterzeichnet, der den Aquäduktkrieg beendete und die Tryker von der Herrschaft der Matis befreite. Allerdings hatte diese Episode im Unterbewusstsein des Seenvolkes Spuren hinterlassen, und viele Tryker blieben als Diener im Wald zurück... so wie der Karrenfahrer, der sich offensichtlich dem Dienst des Matis verschrieben hatte, der neben ihm auf der Sitzbank schlummerte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü identifizierte ihn bei seinem Anblick sofort als einen Kleriker der Kirche des Lichts, die Herena genannt wurde. Der Matis war nämlich in seine kirchliche Tracht gekleidet: eine weiße Bernsteinkrone und eine lange Toga, die aus mehreren großen Umhängen bestand, die aus bunten Federn gefertigt und mit Geflechten aus bernsteinfarbenen Schmuckstücken verziert waren. Die Kirche des Lichts, die um den Jena-Kult herum gegründet wurde und unter der Schirmherrschaft der Karavan stand, war heute allmächtig im Königreich Matia und insbesondere in Karavia, das durch den Vertrag, der ihren Namen trägt, an das Königreich zurückgegeben wurde. Unter ihrem Einfluss waren so viele Homins von der dämonischen Natur der Kamis überzeugt worden...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter oben auf dem Karren, auf seiner Planenladung, stand ein Matis mit einem Maschinengewehr und hielt Ausschau nach dem Horizont. Er hatte keinen Helm auf und trug die gewöhnliche Kleidung der Soldaten der regulären Armee: einen weichen, robusten Anzug aus Kaktushaut und darüber Rüstungsteile aus weißem Holz. Ein weiterer schien auf der Rückbank zu sitzen. Die Matis waren ein von Natur aus schlankes Volk mit ausgemergelten Gesichtszügen und perlmuttfarbener Haut. Sie waren Ästheten, raffiniert und aufgrund ihrer Kultur ehrgeizig und erinnerten andere Völker immer wieder an ihre Überlegenheit, selbst wenn sie sich dessen nicht bewusst waren. Um den Karren herum waren fünf berittene Matis, die als Eskorte dienten. Sie ritten stolz auf Caprynis, schlanken Vierbeinern mit dicker, heller und stellenweise blau gestreifter Haut, einem einzigen Geweih und einer langen Schnauze mit einem einzigartigen Ziegenbart. '''Alle Soldaten waren mit einer Rüstung aus solidem weißem Holz ausgestattet''', die mit lilafarbenen Mustern graviert war, sich am Oberkörper wölbte und in der Taille enger wurde. Die Schulterstücke der Rüstung waren ebenso abgerundet wie breit und verliehen den Soldaten ein herrisches Aussehen. Am auffälligsten war jedoch ihr Helm, der aus einer Elfenbeinmaske mit einem azurblauen Schmuckstück auf der Stirn und einer stabilen, imposanten Kopfbedeckung bestand, die mit weißem Bernstein verziert war und deren Enden aus Chitin an den Ohren herabhingen, sodass sie wie Hörner aussahen. Einer der Soldaten unterschied sich von den anderen durch die feinen Verzierungen und Gravuren, die seinen Brustpanzer und Helm schmückten. Bisher hatte Pü noch niemals die Gelegenheit gehabt, solche Verzierungen zu sehen. Der Matis war zweifellos ein hochrangiger Soldat der königlichen Armee, der zusammen mit dem Herena entsandt worden war, um den König vor der Karavan zu vertreten.&lt;br /&gt;
[[file:Tous les soldats.png|right|400px|alt=… Tous les soldats étaient équipés…|Alle Soldaten waren ausgerüstet]]&lt;br /&gt;
Das Kind stellte seinen Korb sorgfältig in die Mitte des Strauches und wartete noch ein paar Sekunden, bis der Konvoi weiterzog. Als er etwa 50 Meter von seiner Position entfernt war, kam er ruhig aus seinem Versteck hervor und stellte sich in die Mitte der Straße. Als der Ausguck auf der Spitze der Ladung ihn entdeckte, gab er das Signal zum Anhalten und der Konvoi stoppte abrupt. Der unerwartete Halt unterbrach den Schlaf des Herena, der beinahe vom Karren gefallen wäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wer sind Sie? Nennen Sie Ihre Identität!&amp;quot;, rief der Ausguck in einem kräftigen, aber dennoch melodischen Tonfall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Antwort trat Pü einige Meter vor, während die Reiter ihre Reittiere ausrichteten und sich vor dem Karren aufstellten. Der Zoraï räusperte sich und nahm seinen schönsten Mateis an. Seine Mutter hatte ihm die von anderen Völkern verwendeten Sprachen beigebracht, wobei sie den Schwerpunkt auf Mateis legte, die international am häufigsten gesprochene Sprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich bin ein Apostel der Kamis, der in die heidnischen Regionen gesandt wurde, um den Verirrten die Existenz des Großen Erzeugers zu offenbaren und einigen Auserwählten die Ewige Vergebung anzubieten. Kinder der Rinde, freut euch zu hören, dass eure Sünden durch mich bereits reingewaschen wurden. In Kürze werden eure Seelen gereinigt und den Schwarzen Kriegern von Ma-Duk übergeben. Durch sie werden sie zu ihrem Kampf für die Erhaltung von Atys beitragen. Und wenn Ma-Duk es will, werden sie Zeuge des Heiligen Krieges und des Beginns der Glücklichen Tage.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz seines guten Willens gelang es dem jungen Homin nicht, Leidenschaft in seine Predigt zu bringen. Nach so vielen Monaten morbider Predigten war dieses Ritual ebenso ermüdend wie schmerzhaft geworden. Pü wusste, dass der Wahnsinn auf ihn lauerte. Die Stimmen in seinem Kopf wurden immer präsenter und er entwickelte Woche für Woche neue Verhaltensstörungen. Wie viele seiner Brüder und Schwestern hatten während ihres Exils den Boden unter den Füßen verloren? Viele von ihnen waren niemals zurückgekehrt. Vor seiner Abreise hatte er lange Zeit hart über sie geurteilt, aber jetzt verstand er sie. Seine Sicht war getrübt, als sich ein starker Kopfschmerz bemerkbar machte. Er musste sich lange konzentrieren, um die ersten mentalen Einflüsterungen auszuschalten. Während dieser langen Sekunden der Abwesenheit hatte sich der Herena zu dem Ausguck auf der Spitze des Karrens gesellt. Er hielt sich rücksichtslos an ihm fest, um nicht zu fallen, und brüllte sie an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ma-Duk? Der große Erzeuger? Was reden Sie denn da für einen Unsinn? Wir wussten zwar, dass die Wilden Ihrer Art die Kami-Dämonen anbeten, aber wir dachten, Sie wären so geistesgegenwärtig, die Existenz unserer aller Mutter, Jena, nicht in Frage zu stellen! Kennen Ihre Schandtaten keine Grenzen? General, ergreifen Sie diesen Ketzer auf der Stelle!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü ging wieder ein paar Schritte nach vorne und massierte sich die Maske.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Dann kann ich Ihnen versichern, dass Min-Cho, sein Rat der Weisen und die gesamte Zoraï-Theokratie, versteckt im Herzen Zorans und hinter ihrer Großen Mauer, immer noch Ihre usurpatorische Göttin anbeten, sagte er mit müdem Blick. Vor vielen Jahrzehnten entschieden sich die Kamis dafür, meinem Stamm die Existenz von Ma-Duk zu offenbaren. Heute sind wir leider die einzigen, die seine Natur als Oberster Kami anerkennen. Aber es gibt noch andere Apostel, die im Dschungel arbeiten. Eines Tages werden unsere Zoraï-Brüder das Ausmaß der Lügen erkennen, die ihnen seit ihrer Kindheit aufgetischt werden, und wenn Ma-Duk es will, werden ihnen ihre Sünden vergeben.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gesicht des Klerikers färbte sich rot, als er durch seine Gestikulationen, die die vielen Umhänge seiner Kleidung verwickelten, fast zu Boden fiel. Zu seinem Glück tat der Ausguck alles, was er konnte, um zu verhindern, dass der Herena sich durch einen Sturz blamierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hören Sie auf mit Ihren Schandtaten, Wilder! Keine Vergebung für Ihre degenerierte Rasse von Dämonenanbetern! Ihre skelettierten Gesichter sind Abscheulichkeiten, eine Beleidigung für die Karavan! Ihr verdient es, ausgerottet zu werden, wie alle Primitiven, die Atys mit Ihrer Anwesenheit beschmutzen! Dieser Wilde soll sofort gefasst werden, das ist ein Befehl!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hoch zu Capryni versuchte der Matis-General einzugreifen, um die wachsende Spannung abzubauen. Doch einer der Reiter befolgte die Aufforderung des Geistlichen und ritt in vollem Tempo los. Pü schüttelte seine Maske ab, um seine letzten Kopfschmerzen wegzuwischen, und konzentrierte sich voll und ganz auf die Situation. Von nun an würde alles sehr schnell gehen. Er musste seine inneren Fragen zum Schweigen bringen. Der Matis hatte bereits die Hälfte der Distanz zwischen ihm und dem Zoraï überwunden. In seiner rechten Hand hielt er einen langen, hohlen Speer, der in einer geflochtenen Bernsteinkragen endete. In der Nähe der horizontalen Stange befand sich ein Hebel, mit dem der Ring, der die Stange abschloss, schnell gelockert oder zusammengedrückt werden konnte. Diese geniale Waffe war in der Regel dazu gedacht, die zukünftigen Reittiere der Matis an der Kehle zu packen, wenn sie noch in der Wildnis waren, wurde aber auch dazu verwendet, Homins zu fixieren und zu unterwerfen, ohne sie zu verletzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Püs Körper schwankte leicht. Es dauerte einige Sekunden, bis er das Schlagen seiner Glieder mit dem Galopp des Reittiers synchronisieren konnte. Als der Angreifer etwa zehn Meter von ihm entfernt war, aktivierte er den Mechanismus seiner Waffe und schwang sie, ohne sein Tempo zu verlangsamen. Die Schlinge öffnete sich weit genug, um den maskierten Kopf des Zoraï zu umschließen. Ohne Zweifel wusste er, wie er mit seinem Instrument umzugehen hatte. Doch der junge Homin war zu flink. Als der Soldat nach rechts schoss, um seine Beute an der Kehle zu packen, tauchte Pü absichtlich in die Richtung des Angriffs und wich ihm aus. Zwischen Waffe und Capryni hindurch gelang es ihm, den Riemen an der Seite des Tieres zu ergreifen, bevor er den Boden berührte. Er hielt sich fest und zog, so gut er konnte, nicht um das Tier zu destabilisieren, sondern um seinen leichten Kinderkörper über das Tier zu schleudern. Er flatterte herum und landete gerade noch auf dem Hinterteil des Capryni, als der Matis hinter seinen Rücken blickte, um zu sehen, was aus dem Zoraï geworden war. Während der Reiter den Blick von Pü kreuzte, der nur durch die Kraft seiner Schenkel das Gleichgewicht auf dem Tier hielt, legte seine Beute, die zum Henker geworden war, schnell ihre Hände um seinen Nacken und brach ihn mit einem kräftigen Schlag. Die Waffe des Matis rutschte aus seiner rechten Hand und zerbrach auf dem Boden. Wenn Pü nicht sicher sein konnte, dass er tot war, war seine Lähmung garantiert. Er ließ den gepanzerten Körper auf sich niedersacken, damit er nicht stürzte, nahm die Zügel, die seine linke Hand hielt, wieder auf, verlangsamte das Tempo und drehte sich um. Als er wieder am Ausgangspunkt angekommen war, brach er seinen Lauf ab und sprang links neben dem Tier zu Boden. Der Körper des Soldaten fiel schwer auf die rechte Seite. Der Helm löste sich durch den Aufprall, sodass der Zoraï in das leblose Gesicht blicken konnte. Der Soldat war eine Homina und damit vielleicht auch eine Mutter. Für den Bruchteil einer Sekunde sah Pü, wie die Maske seiner eigenen das Gesicht der Leiche überlagerte. Er schloss die Augen. Drei. Jetzt fehlten ihm nur noch drei.&lt;br /&gt;
[[file:Le soldat.png|right|400px|alt=… Le soldat était une homine…|Der Soldat war eine Homina]]&lt;br /&gt;
Auf der Spitze des Karrens hatte sich das Gesicht des Klerikers von einer rötlichen Gesichtsfarbe in ein blasses Weiß verwandelt, das viel blasser war als sonst. Die Soldaten reagierten nicht, da sie von der Gewalt, die sie gerade gesehen hatten, schockiert waren. Nur der General behielt die Nerven. Er ließ sein Reittier ein paar Schritte vorwärts reiten und wandte sich dem Konvoi zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Giero, reiten Sie so schnell wie Ihr Capryni kann in Richtung des nächsten Außenpostens! Informieren Sie den Intendanten über die Lage und schicken Sie uns Verstärkung. Unterschätzen Sie die Bedrohung nicht. Be'maty, begeben Sie sich ebenfalls zum Außenposten! Sie werden Giero wegen der Ladung nicht folgen können, aber Ihre Mektoubs sind stark, also schonen Sie sie nicht. Sobald er seine Nachricht überbracht hat, wird Giero Sie auf der Straße treffen. Vicho, bleiben Sie auf dem Karren! Sie werden die Ladung und den Herena mit Ihrem Leben schützen, bis Giero zurückkehrt. Zani, Lichnini, Sivaldo, Sie kommen mit mir! Greifen Sie nicht ein, bis ich es Ihnen befehle&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der selbstbewusste Tonfall des Generals half den Soldaten, aus ihrer Lethargie zu erwachen. Alle führten den Befehl wortlos aus. Der Wachposten sprang vom Karren und legte sein Maschinengewehr an, der Matis auf dem Rücksitz ersetzte ihn auf dem Dach des Karrens, der zu manövrieren begann, um umzukehren. Nur der Kleriker, der gerade erst wieder zu sich kam, wollte protestieren. Doch der neugierige Blick, den der General ihm zuwarf, hielt ihn davon ab, und seine Kreideblässe wurde noch größer. Normalerweise ließ Pü keine Überlebenden zurück, denn nur wenn es keine Zeugen gab, konnte er sicher sein, dass er in diesen Gebieten weiterhin ungehindert operieren konnte. Außerdem vermied er es normalerweise, die reguläre Armee anzugreifen, da jeder vermisste Soldat zu einer Untersuchung führte, und griff stattdessen lieber die fanatischen Stämme oder Banditengruppen an, die das Königreich durchzogen. Doch dieses Mal war alles anders. Wenn die ersten sprechen würden, würde er schon auf dem Rückweg sein. Er beobachtete seine vier zukünftigen Gegner genau, während einer der Reiter mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Südwesten ritt, gefolgt von dem Karren. Er durfte es nicht mit ihnen allen zusammen aufnehmen. Er wartete ein paar Sekunden - genug Zeit, damit der Bote am Horizont verschwand - und begann, sich langsam vorwärts zu bewegen. Beim ersten Schritt schrie der General.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bleiben Sie stehen! Weil Sie sich des Verbrechens des vorsätzlichen Mordes an einem Soldaten des Königreichs Matia schuldig gemacht haben, müssen Sie sich vor dem königlichen Gericht verantworten. Wie es unser Gesetz vorsieht, haben Sie das Recht, sich während des Prozesses zu verteidigen. Bitte kooperieren Sie jetzt, sonst müssen wir Sie gewaltsam festnehmen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü hob die Hände, um Unterwerfung vorzutäuschen, und ging weiter. Er wusste, dass die Matis sich nicht täuschen lassen würden, aber er musste ein paar Meter gutmachen. Momentan war der Maschinengewehrschütze die größte Bedrohung. Er musste ihn zuerst ausschalten. Dennoch durfte er den hochrangigen Soldaten nicht unterschätzen. Unter normalen Umständen hätte er es mit einem einfachen Truppführer zu tun gehabt und nicht mit einem erfahrenen Militär.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich werde mich nicht wiederholen, keine Bewegung mehr!&amp;quot;, schrie der General erneut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zoraï würde es wahrscheinlich nicht schaffen, noch einen weiteren Schritt zu machen, bevor der General zum Angriff blasen würde. Er fuhr mit seiner rechten Hand über seinen Rücken und legte sie auf den kleinen runden Schild, der dort hing. Er durfte sich keinen Fehler erlauben. Wenn er sich jetzt verfehlte, würde der Rest viel unsicherer werden. Er schloss wieder die Augen und ließ seine Sinne sich voll und ganz der Welt öffnen. Die Richtung und Stärke des Windes, die Luftfeuchtigkeit - wichtige Parameter, die es für den perfekten Wurf zu berücksichtigen galt. Er öffnete die Augenlider wieder und richtete seinen Blick auf den Schützen. Er war zwar zu weit weg, um sicher zu sein, aber die Position seiner Arme deutete darauf hin, dass er bereit war, zu schießen. Pü atmete tief durch und machte sich an den Kampf. Schneller als je zuvor hängte er seinen Schild ab und streckte seine Arme wie ein Seil nach hinten. Er brauchte weniger als eine Sekunde, um seine Flugbahn zu bestätigen und seinen Buckler zu werfen. Das Geschoss flog nach links vom Pfad und erweckte den Anschein eines Fehlwurfes. Pü nutzte die allgemeine Verwirrung, um in die andere Richtung zu stürmen. Wie erwartet erhielt der Maschinengewehrschütze den Befehl zum Eingreifen und legte seine Waffe an. '''Mit beiden Füßen fest in der Rinde steckend, begann er, aus allen Rohren auf den Zoraï zu feuern'''. Aufgrund des Rückstoßes war die Waffe jedoch schlecht zu führen, sodass Pü einige Sekunden Zeit hatte, bevor die Treffer ins Schwarze trafen. Der Junge wackelte und hüpfte geschickt und versuchte, dem Maschinengewehrschützen die Arbeit zu erschweren, dessen Schüsse immer präziser wurden. In diesem Moment glaubten die Matis wahrscheinlich, dass sie den Sieg davontragen würden. Doch die Flugbahn des Schildes nahm eine unerwartete Krümmung an. Der Buckler streifte die Bäume, die den Straßenrand markierten, und drehte sich in Richtung des Schützen, der nun mit dem Rücken zu ihm stand. Niemand bemerkte den Plan, außer dem General, der das tödliche Projektil sah, als es gerade auf den Hinterkopf des Maschinengewehrschützen treffen wollte, weil er schlauer war als der Rest seines Trupps. Er schrie etwas und sprang von seinem Capryni. Er rappelte sich schnell auf und ging auf den Soldaten zu. Als Antwort auf den Schrei seines Vorgesetzten drehte sich dieser gerade zu der fliegenden Bedrohung um. Als der General sah, dass er nicht reagierte, versuchte er, ihn zu Boden zu werfen, doch er stieß ihn nur an. Der Schild schnitt tief in das Gesicht des benommenen Matis, der sich herumdrehte und schwer auf den Boden fiel.&lt;br /&gt;
[[file:Les deux pieds.png|right|400px|alt=… Les deux pieds fermement plantés…|Mit beiden Füßen fest steckend]]&lt;br /&gt;
Pü hörte mit dem Gestikulieren auf und holte Luft. Der Maschinengewehrschütze war zwar sicher nicht tot, aber er schien ohnmächtig zu sein und stellte daher im Moment keine Bedrohung dar. Während der General am Krankenbett verweilte, glaubte der junge Zoraï fälschlicherweise, dass er nun Zeit hätte, über seinen nächsten Schritt nachzudenken. Doch die beiden Reiter waren anderer Meinung und spornten sich gegenseitig an, zum Angriff überzugehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;General, bleiben Sie bei Sivaldo, wir kümmern uns um den maskierten Primitiven!, rief der erste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Ja, General! Bisher haben seine feigen Techniken nur funktioniert, weil wir nicht darauf vorbereitet waren, fügte der zweite hinzu. Lassen Sie uns den Tod von Tinailli rächen! Wir versprechen, dass wir ihm Ehre erweisen werden!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl der General protestierte, rasten die beiden Soldaten mit voller Geschwindigkeit auf den Zorai zu, den das nicht zu stören schien. Die letzten paar Dutzend Meter zwischen ihnen wurden in Sekundenschnelle verschlungen. Doch da sie sich an den Tod ihrer ersten Kameradin erinnerten, machten die Matis nicht den Fehler, den jungen Krieger zu überfallen. Sie hielten an, bevor sie auf seiner Höhe waren, sprangen von ihren Reittieren und rückten vor, um ihn in die Zange zu nehmen. Nach ihrem jeweiligen Verhalten zu urteilen, mussten die beiden Matis unerfahrene Soldaten sein. Von Hass und Rachegelüsten geblendet, wussten sie noch nicht, dass sie sich gerade in den Rachen des Gingos gestürzt hatten. In der Ferne hatte der General gerade seine Capryni erreicht, um zu den beiden Unvorsichtigen zu eilen. Allein gegen zwei hatte der junge Krieger noch alle Chancen. Er musste die Sache also so schnell wie möglich hinter sich bringen, bevor der einzige wirklich erfahrene Soldat des Trupps zu ihnen stieß. Der Matis, der sich in seinem Rücken positioniert hatte, hielt mit beiden Händen ein schweres, schön verziertes Bernsteinschwert, während der Matis, der ihm gegenüberstand, mit einer langen Pike bewaffnet war, die von geflochtenem Bernstein gekrönt war. Pü hätte gerne in seinem Gesicht gelesen, aber der mächtige gehörnte Helm, den er trug, verhinderte dies. Die Matis kamen schnell näher. Logischerweise würde der Soldat gegenüber von ihm den ersten Angriff starten und dem Soldaten in seinem Rücken die Gelegenheit geben, einen toten Winkel für einen Angriff zu nutzen. Genau das geschah auch. Der Pikenier schrie und durchbohrte die Luft mit einer präzisen Bewegung, in der Hoffnung, den Zoraï mit einem einzigen Schlag aufzuspießen. Ohne seine Füße zu bewegen, schoss Pü mit seiner rechten Hand gegen die Pike, während er sich drehte und sein Becken auf die gegenüberliegende Seite verlagerte. Der Schutz seines Unterarms kratzte lautstark an den vielen scharfen Spitzen. Er drehte sein Handgelenk abrupt um und griff nach dem langen Griff der Waffe. Anstatt den Angriff abzuwehren, ermutigte er die Bewegung und nutzte den Schwung des Matis, um ihn zu destabilisieren, während er den Impuls seines Angriffs bewahrte. Er lenkte die Richtung des Angriffs leicht ab, ohne seine Füße vom Boden abzuheben, beugte seinen Rücken nach hinten und wich dem horizontalen Schlag aus, den der Schwertkämpfer auf ihn ausüben wollte. Er musste nur dafür sorgen, dass die Pike ihre Geschwindigkeit beibehielt, damit ihre tödlichen Spitzen den linken Oberschenkel des unglücklichen Schwertkämpfers durchbohrten, der unter dem Schock schreiend zusammenbrach. Der Angreifer wurde von der unkontrollierten Bewegung seiner Waffe mitgerissen und fiel beinahe auf den Verletzten. Pü ergriff die Gelegenheit und half ihm. Er zog seinen Dolch mit der freien Hand, während die andere den fest im Fleisch seines Kameraden steckenden Pik losließ, trat einen Schritt zurück, um sein Gleichgewicht wiederzuerlangen, und stieß seine Klinge mit einem präzisen Schlag in das Halsgelenk des Helms des Pikeniers. Ein langer Schwall Blut spritzte heraus, als er seinen Dolch aus der Halsschlagader seines Gegners zog. Wie erwartet geriet der Soldat in Panik und nahm schnell seinen Helm ab, um seine Kehle mit den Kräften des Sap zusammenzudrücken und zu heilen, bevor sein Gehirn nicht mehr mit Blut versorgt wurde. Pü ließ ihm keine Zeit zum Handeln, packte das braune Haar des Matis und versetzte ihm mehrere heftige Dolchstiche in den Hals. Als sich der Kopf des Soldaten schließlich vom Rest seines Körpers trennte, brach der Enthauptete auf die Pike zusammen, die sich noch tiefer in die blutende Wunde des am Boden festgenagelten Homins bohrte. Pü warf einen Blick zurück: Der General würde bald hier sein. Er steckte den blutbefleckten Dolch weg, ließ den Kopf seines Opfers fallen und näherte sich dem schwer verletzten Soldaten, der nun unter der schweren, noch immer pulsierenden Rüstung seines Kameraden eingeklemmt war und nicht mehr in der Lage war, die Pike herauszuziehen, um sein Bein magisch zu heilen. Der Homin nahm seinen Helm ab und begann zu stöhnen. Er war etwa so alt wie Niï, also etwa zehn Jahre älter als Pü.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bitte töten Sie mich nicht!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü hatte aufrichtiges Mitleid. Er hasste es zu töten. Und besonders, wenn seine Gegner nicht darauf vorbereitet waren. Aber er hatte keine Wahl mehr. Er hatte es fast geschafft, er konnte jetzt nicht alles aufgeben. Der junge Zoraï machte seinen Kopf wieder frei und ignorierte die Klage des Matis. Er trat näher an ihn heran, setzte seinen linken Fuß behutsam auf seinen Hals und zerquetschte ihn mit einem Fersenschlag. Er hob das Schwert des nun gelähmten Unglücklichen auf, stieß es ihm in den Hals und verhinderte so jede Regeneration. Eins. Jetzt fehlte ihm nur noch einer. Wenn der ohnmächtige Maschinengewehrschütze ausreichte, würde der Homin, der ihm von nun an gegenüberstand, ihn sicher nicht kampflos an den Verwundeten heranlassen. Der General, der sein Reittier bestiegen hatte, um die Distanz zu dem Zoraï zu überbrücken, es dann aber wieder verließ, ritt nun mit entschlossenen Schritten auf den Krieger zu. Als er nur noch wenige Meter von ihm entfernt war, nahm er seinen Helm ab. Zum ersten Mal seit langem zuckte Pü zurück. Für einen Moment glaubte das Kind, die Maske seines Vaters zu sehen. Der Matis war im besten Alter, wie die wenigen Falten, die die Harmonie seiner Gesichtszüge trübten, und der schwache Glanz seines langen, ebenholzfarbenen Haars zeigten. Vor allem aber waren es die selbstbewussten und intensiven Augen, die sie an ihren Vater erinnerten. Diese stechend blauen Augen waren die eines entschlossenen Homins, der bereit war, alles zu geben, um seinen Willen zu erfüllen. Pü trat einen Schritt zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Es ist nicht nötig, dass wir kämpfen, sagte er mit verwirrter Stimme. Ich habe meine Mission erfüllt. Überlassen Sie mir den Maschinengewehrschützen und gehen Sie nach Hause. Bitte befolgen Sie meinen Rat und gehen Sie zu Ihrer Familie.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der General legte seinen Helm zu seinen Füßen und zog ein langes, breites und fein verziertes Schwert. Er warf ihr einen eisigen Blick zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich werde Ihrer Bitte nicht nachkommen können, mein Junge. Sie allein haben soeben drei meiner Soldaten getötet. Karan Domini, König und Hohepriester des Königreichs Matia, muss wissen, warum die Zoraï-Theokratie Kindersoldaten für Mordmissionen ausbildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Ich sage es Ihnen noch einmal: Mein Stamm und ich sind nicht von der Zoraï-Theokratie abhängig. Bitte gehen Sie weg!&amp;quot;, erwiderte Pü und wich ein zweites Mal zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Matis trat mit entschlossenen Schritten vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hat man Sie gezwungen zu töten? Wenn es normal ist, dass ein Junge in Ihrem Alter das Kämpfen lernt, sollte er nicht so jung Blut vergießen müssen. Und schon gar nicht unter diesen Bedingungen. Ein Junge in Ihrem Alter verbringt Zeit mit seinen Freunden, Brüdern, Schwestern, seinem Vater und seiner Mutter.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Worten des Militärs und der Erwähnung seiner Verwandten bekam der junge Zoraï einen Blutsturz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sprechen Sie nicht über meine Familie! Laufen Sie weg, solange Sie noch Zeit haben!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein kaltes Lächeln erschien auf dem Gesicht des Generals.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich habe wohl einen Nerv getroffen. Sind es vielleicht Ihre Eltern, die Sie so weit aus dem Dschungel geschickt haben, um diese Morde zu begehen? Eine Mutter sollte ihre Kinder die Liebe lehren, nicht den Tod!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein heftiger Kopfschmerz durchbohrte den Schädel des Kindes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;'''Ich verbiete Ihnen, über meine Mutter zu sprechen!'''&amp;quot;&lt;br /&gt;
[[file:Je vous interdis.png|right|400px|alt=… Je vous interdis de parler…|Ich verbiete Ihnen zu sprechen]]&lt;br /&gt;
Als er gegangen war, hatte sie geweint. Und obwohl sie ihn ermahnt hatte, nicht zu töten, um seine eigene Lust zu befriedigen, hatte sie ihn dennoch gebeten, es für Ma-Duk zu tun. Pü liebte Ma-Duk aufrichtig, genauso wie er Jena hasste. Die Kamis beschützten Atys, während die Karavan es zerstörte, indem er seine Ressourcen plünderte. Aber konnte man seine Liebe zu Ma-Duk nicht anders beweisen, als durch Blutvergießen? Durch ihre Worte und ihren Status als Hohepriesterin billigte ihre Mutter die barbarischen Bräuche ihrer Vorfahren. Schlimmer noch, sie gab sie mit Inbrunst weiter. Doch er, der noch vor wenigen Monaten jedes Wort seiner Mutter total begeistert hatte, kotzte sie nun an. Wie lange würde es ihm noch gelingen, seine Verbundenheit mit den Werten seines Stammes vorzutäuschen? Und wenn Ma-Duk, gewarnt durch diesen letzten Gedanken, bereits der Meinung war, dass er ihm nicht mehr treu war, würde er dann jemals zum Schatten der schwarzen Maske werden können? Würde sein Vater ihn hinrichten lassen, wenn Großmutter Bä-Bä ihm die Nachricht überbrachte? Würden sein Bruder und seine Mutter ihn gewähren lassen? Pü stieß an seine Grenzen, sein Gehirn war in Aufruhr. Als der Matis spürte, dass der Zoraï nachgab, stieß er ihn bis zum Äußersten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Herena hatte also Recht: ihr seid nur Tiere! Die Homins Ihres Volkes schwängern ihre Hominas und machen sie zu Leihmüttern, die nur dazu taugen, Kindersoldaten zu produzieren, die auf dem Altar Ihrer hasserfüllten Überzeugungen geopfert werden!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sur ces mots, Pü dégaina sa dague et son épée courte et s’élança vers le Matis en hurlant. Il lui avait laissé l’opportunité de fuir, et celui-ci ne l’avait pas saisie. S’il désirait mourir, alors Pü l’y aiderait, aussi simplement qu’il l’avait fait pour ses soldats. Cela ne prendrait que quelques secondes. Tout serait terminé, bientôt. Il n’aurait plus à supporter cette douleur. C’est en tout cas ce qu’il imagina sous le coup de la fureur. L’épée du général s’illumina et le jeune guerrier fut saisi aux chevilles avant même de comprendre la manœuvre du militaire. L’expérience du Matis avait parlé, et l’orgueil du Zoraï allait lui coûter cher. Il avait sous-estimé son adversaire et s’était précipité aveuglément, sans anticiper l’utilisation d’un enchantement magique d’entrave. Des racines avaient jailli de l’écorce et l’empêchaient totalement de bouger. Étant donné l’élan de sa course, Pü avait manqué trébucher en avant, et ce n’était que de justesse qu’il avait réussi à se maintenir debout. Pris de panique, il tenta de s’extraire du piège magique en tailladant à l’aide de ses armes les ramifications qui montaient maintenant le long de ses mollets, oubliant par là même le lanceur du sortilège. Soudainement, alors que toute son attention était portée sur ses jambes, le ciel s’assombrit. Son sang se glaça lorsqu’il leva la tête par réflexe. Au-dessus de lui, l’imposante armure du Matis masquait la lumière de l’astre du jour : il avait profité de l’affolement du Zoraï pour arriver au corps-à-corps. Le contre-jour accentuait son regard féroce, qui pétrifia Pü de toute part. Le général leva sa grande épée en position plongeante. Son armure blanche s’illumina lorsque la lumière filtra suite au changement de posture, et Pü dut détourner les yeux pour ne pas être aveuglé.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Laissez-vous faire ! dit le Matis d’un air grave. Le coup que je vais vous porter va vous infliger une blessure critique. Si vous bougez, il risque de vous être fatal. Je vous maintiendrai en vie jusqu’à ce que les renforts arrivent. Nous vous conduirons ensuite à Matia ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Si le général semblait confiant en sa capacité de l’amener vivant auprès du roi des Matis, Pü préférait mourir mille fois plutôt que de devenir captif des suppôts de la Karavan. Il essaya à nouveau de se débattre, mais les racines enserraient maintenant sa taille et commençaient à remonter sur son ventre. Voilà, c’était ainsi que s’achevait sa courte vie. Finalement, Grand-Mère Bä-Bä avait eu tort. Lui qui avait grandi avec l’idée de devenir l’Ombre du Masque Noir et de périr parmi les siens en protégeant son frère, allait mourir seul et loin de chez lui, avec pour dernière vision l’éblouissante empreinte astrale de Jena. Quelle ironie. Alors que le Zoraï avait tourné son masque sur la gauche pour ne pas avoir à supporter plus longtemps le reflet moqueur de la cuirasse, il aperçut une étrange source lumineuse au-delà de la lisière de la route, sous l’ombre des grands arbres sylvestres. En se concentrant, il put discerner nettement deux sphères de taille identique. Elles étaient d’une blancheur éclatante et luisaient d’autant plus vivement qu’elles étaient environnées d’obscurité. Non, ce n’était pas seulement l’obscurité… Pü distingua une petite silhouette noire parmi les ombres. Son sang se glaça de nouveau. Ce n’étaient pas des sphères, c’étaient des yeux. Ceux du Kami Noir qui lui était apparu deux fois jusqu’alors. Il était là. Ma-Duk le regardait.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Non, il ne pouvait abandonner. Il était un Guerrier Noir de Ma-Duk, forgé par les meilleurs combattants de la Jungle et béni des Kamis. Tant qu’il pourrait se battre, il n’abandonnerait pas. Revigoré, son corps réagit d’instinct lorsque le général abattit son arme sur lui pour lui transpercer la clavicule gauche. Il envoya son bras droit au contact de la lame massive pour se protéger, et si son épée courte ne réussit pas à bloquer le coup, elle permit néanmoins de dévier l’attaque, au prix d’une partie de sa main, qui vola en éclats. L’état d’extrême tension dans lequel se trouvait le jeune guerrier eut pour effet positif de lui faire totalement ignorer la douleur. L’épée l’érafla et se planta lourdement dans le sol. Profitant de la seconde de répit qu’il lui était offerte, Pü lâcha la dague qu’il tenait dans sa main gauche et manipula la Sève alentour pour incanter à deux mains un sortilège. Sa paire d’amplificateurs de magie étant accrochée à sa ceinture désormais enchevêtrée avec les racines, il ne put s’en équiper. Mais pour ce qu’il comptait faire, un sortilège brut devrait suffire. Alors '''il n’hésita pas, et enflamma son corps pour s’évader de sa prison de bois'''. Il réussit à se dégager des racines partiellement consumées au moment où le général arrachait son épée du sol. Alors qu’il lançait son second assaut, Pü réussit à l’éviter de justesse grâce à une roulade. Le Matis enchaîna avec une série de frappes d’estoc et de taille, que le jeune guerrier esquiva à l’aide de diverses acrobaties. Désarmé, il n’était pas en mesure de parer les attaques. S’il était bien plus habile que le général encombré de sa lourde armure, celui-ci semblait bien plus endurant, et n’avait pas encore subi de blessures. Plus inquiétant encore, ses coups se faisaient de plus en plus précis. Pour la première fois de sa vie, Pü combattait un maître d’armes dans un combat à mort. L’expérience du Matis parlait, et il ne lui fallut que peu de temps pour commencer d’anticiper les mouvements du jeune guerrier.&lt;br /&gt;
[[file:Hesita pas.png|right|400px|alt=… il n’hésita pas…|il n’hésita pas]]&lt;br /&gt;
Les secondes défilaient et Pü s’essoufflait à vue d’œil. À plusieurs reprises, le soldat réussit à le frôler, entaillant son corps d’enfant de la pointe de son épée. Pü faisait régulièrement appel aux pouvoirs de la Sève pour panser ses blessures et régénérer partiellement son endurance, mais, à ce rythme, il atteindrait bientôt ses limites. S’il aurait aimé pouvoir passer dans le dos du Matis pour tenter de lui briser la nuque, comme il savait si bien le faire, celui-ci ne lui laissait aucun répit. Sans arme, il n’avait aucun moyen de s’extraire de cette situation perdue d’avance. Alors qu’il cherchait une échappatoire, il aperçut une dague pendant à la taille du soldat, cachée derrière le drap d’apparat ornant sa ceinture. Comment avait-il pu ne pas la voir avant ? Pü se maudit et imagina un plan d’action, entre deux roulades et trois contorsions. Il allait jouer le tout pour le tout. À bout de souffle, le Zoraï attendait le moment idéal pour agir. Soudainement, lui qui ne faisait jusqu’alors que reculer face aux assauts du Matis, profita d’une large frappe de taille pour effectuer une roulade avant et passer sous la lame tranchante. Son mouvement tout juste terminé, il poussa aussi fort qu’il put sur ses jambes, et bondit sur le flanc gauche du soldat. Si le Matis fut décontenancé par la direction de l’esquive, il réagit très vite et rendit un violent coup de pied latéral au jeune guerrier. Le corps de l’enfant craqua sous la lourde botte du soldat et alla s’écraser plus loin sur le sol. Pü se releva péniblement sur un genou et cracha le sang. Son adversaire venait de lui briser plusieurs côtes. Mais derrière son masque, le jeune guerrier souriait : sa main valide était désormais armée. Bien que différente des dagues qu’il avait coutume de manier, celle du Matis ferait parfaitement l’affaire. Le jeune homin inspira un grand coup et leva son masque vers le général. Celui-ci s’était retourné et s’apprêtait à réaliser une percée avec son épée pour retourner au corps-à-corps.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Abandonnez mon garçon ! » dit-il en chargeant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
À nouveau, Pü n’aurait qu’une seule chance. Et jusqu’alors, la chance lui avait souvent souri. Finalement, peut-être que le Kami Noir veillait réellement sur lui.  Alors que le soldat se précipitait dans sa direction, l’épée dirigée vers l’avant, Pü attendit le bon moment et jeta sa dague en l’air, loin au-dessus de lui. Aussitôt fait, il infusa tout ce qu’il put de Sève dans ses jambes et fit gonfler ses cuisses comme jamais. Puisant à la limite de ce qu’il pouvait endurer, il souleva un nuage de sciure et bondit dans les airs d’un saut surhomin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Totalement surpris par la nature de l’attaque et partiellement aveuglé par le brouillard de débris, le Matis crut à tort que le Zoraï tentait simplement de s’enfuir. Il comprit trop tard la réalité de la situation lorsque qu’il sentit son épée s’alourdir brusquement sur l’avant. Pü venait d’atterrir sur le plat de la lame et s’élançait tel un funambule en direction de son porteur. Déjà fort déséquilibré, le Matis tenta en vain de se redresser au moment où Pü prit à nouveau appui sur l’arme pour voltiger. Le jeune guerrier atterrit cette fois-ci sur ses épaules, et se propulsa une derrière fois en direction du ciel, obligeant par la force de ses jambes le Matis à poser un genou au sol. Pü devait se situer à environ quatre mètres du sol, et survolait le nuage de poussière qui commençait à se dissiper. Il n’eut qu’à tendre son bras valide pour attraper la dague qu’il avait précisément jetée quelques secondes auparavant. Écartant les jambes et regardant vers le sol, alors que la gravité commençait à faire effet, il posa ses yeux sur le visage du général. Celui-ci avait perdu son regard terrifiant et ouvrait grand les paupières. Pü y lut de l’admiration. L’enfant effectua à nouveau un lancer parfait et la dague alla se planter droit dans le crâne du Matis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Toujours en l’air, le Zoraï se préparait à se réceptionner correctement, mais ses côtes cassées l’en empêchèrent. Il s’effondra lourdement sur le flanc opposé, non loin du corps du général figé sur les genoux dans une étrange position. Sa tête pendait en arrière, dirigée vers l’astre du jour et sa longue chevelure d’ébène se soulevait légèrement au gré du vent. Pü s’allongea sur le dos et écarta les bras. Terminé. Son calvaire était terminé. Il avait gagné.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
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[[Catégorie:La Guerre Sacrée]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jadeyn</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Kapitel_IV_-_Sylvan_Exil&amp;diff=34460</id>
		<title>Kapitel IV - Sylvan Exil</title>
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				<updated>2023-02-22T17:52:40Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Jadeyn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Trad&lt;br /&gt;
|DE=Kapitel IV - Sylvan Exil|DEs=2&lt;br /&gt;
|EN=Chapter IV - Sylvan Exile|ENs=4&lt;br /&gt;
|ES=&amp;lt;!--Capítulo IV - Exilio en el bosque--&amp;gt;&lt;br /&gt;
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{{Clear}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:purple;font-weight:bold&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''IV - Sylvan Exil'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:purple;font-weight:bold&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''Jahr 2474 von Jena'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Quotation|''Bélénor Nébius, Erzähler'' • ''Cheng Lai'SuKi, Illustratorin''|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[file:Pu deroulait.png|right|400px|alt=… Pü déroulait en silence…|verrichtete Pü schweigend]]&lt;br /&gt;
Auf einem hohen Ast eines großen sylvanischen Baumes sitzend, '''verrichtete Pü schweigend sein tägliches Gebet'''. Über ihm, sogar noch näher, so weit entfernt vom Dschungel und seinem Zenit, war das Tagesgestirn dabei, seinen vollen Glanz zu entfalten, und trotz der dicken Laubschicht, die es vom Himmel trennte, schaffte es das warme Licht, die blaue Haut des jungen Zoraï zu erwärmen. Er hatte jedoch gelernt, Jenas astrale Prägung zu vergessen, und versuchte, sich an die Kälte und das Echo der Abgrundschächte zu erinnern, die sein Dorf unter der Rinde durchzogen und die es Ma-Duk ermöglichten, aus dem Herzen von Atys über ihn und seine Familie zu wachen. Er hatte ohnehin keine Wahl: Die Höhen waren bei weitem der geeignetste Ort für meditative Momente. Am Boden waren Raubtiere und Soldatenpatrouillen eine ständige Störung, die seine Ruhe bedrohten und ihn daran hinderten, sich friedlichen Aktivitäten zu widmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tausend Kilometer entfernt beendeten seine Stammesmitglieder wahrscheinlich auch gerade ihre Gebete. Trotz der Entfernung und der Einsamkeit hatte Pü versucht, seinen Lebensrhythmus beizubehalten, den er vor seiner Abreise gelebt hatte. Mit dem ersten Morgengrauen erwachte das Dorf und bereitete sich auf die Routinearbeiten vor, die für das reibungslose Funktionieren der Gemeinschaft notwendig waren: Instandhaltung, Handwerk, Jagd, Kochen, verschiedene Versammlungen, Empfang der seltenen Gesandten und Händler etc. Das Ziel war es, so viele Aufgaben wie möglich zu erledigen, bevor die lange Morgenlitanei begann. Diese wurde von Pus Mutter Looï geleitet und endete mit einem gemeinsamen Essen im Speisesaal, an dem der ganze Stamm teilnahm. Nach dem Mittagessen übten sich die Zoraï mehrere Stunden lang in der Kunst des Kampfes. Der Unterricht richtete sich an alle, unabhängig von Alter oder Geschlecht, und war sehr vielfältig: Nahkampf, Stichwaffen, Schusswaffen und Magie. Der Stamm war in erster Linie ein Clan von Kämpfern, die früher oder später am Beginn des Heiligen Krieges teilnehmen würden. Wenn das Training beendet war, trafen sich die Familien zu einem gemütlichen Essen und gingen vor dem Schlafengehen verschiedenen persönlichen Aktivitäten nach. Seit jeher besuchte Pü Abendkurse bei seiner Mutter, die ihn in homininer Geschichte, internationalen Beziehungen, anderen Sprachen und Wissenschaft unterrichtete. Gelegentlich wurde er von seinem älteren Bruder Niï begleitet. In den meisten Fällen besuchte dieser jedoch andere Privatstunden bei ihrem Vater, der Schwarzen Maske.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Junge wurde jäh aus seinen Erinnerungen gerissen, als ein trauriges Geräusch die Harmonie des Gesangs der Bäume durchbrach. Über den Baumwipfeln erschütterte das dumpfe Dröhnen eines Karavan-Fluggeräts die Luft und vertrieb die Javings, diese seltsamen Vögel mit den gezackten, grünlichen Flügeln und der langen, schwarzen, glänzenden und mit Widerhaken versehenen Zunge, mit der sie ihre Beute aufspießten. Pü stand schnell auf, überprüfte die Festigkeit seiner Lebenslinie und machte sich daran, die letzten Meter des dicken Baumstamms zu erklimmen, der ihn vom Himmel trennte. Als sein zarter Körper aus dem Blättermeer herausragte, musste er hinter seiner Maske die Augen zusammenkneifen, weil das Tageslicht so grell war. Nicht weit von ihm entfernt verlor die Höllenmaschine immer mehr an Höhe. Die seltsame schwarze Materie, aus der ihre Hülle bestand, reflektierte Jenas helles Astrallicht, als wollte sie ihn verhöhnen. Trotzdem gelang es Pü, die Maschine zu identifizieren. Es war einer der kleinen Transporter, die die Karavan normalerweise benutzte, um die von ihren Hominsklaven gesammelten Ressourcen zu sammeln. Seltsamerweise schien er direkt aus einer der riesigen Himmelswurzeln zu stammen, die das Kronendach bildeten, den unerforschten Teil der Rinde, wie die Bewohner Atys bezeichneten, ihre Welt aus lebendem Holz, das nur aus ständig wachsendem Pflanzenmaterial besteht. Ihre opulenten Täler und üppigen Hügel bestanden aus kolossalen Wurzeln, auf denen die Homins ihre Zivilisationen errichtet hatten. Das Wasser, das die tiefen Wurzelspalten füllte, erweckte ihre Seen, Lagunen und Ozeane zum Leben. Die steilsten Wurzeln bildeten seine Berge und reckten sich in einem langsamen, unaufhaltsamen Aufstieg in den Himmel. Bestimmte Temperaturanomalien führten sogar dazu, dass der Wurzelteppich langsam verglühte und die Wüsten entstanden. Und noch tiefer unter der Rinde befanden sich die Urwurzeln, das geheimnisvollste Ökosystem von Atys nach dem, das man in das Kronendach vermutet. Es bildete ein riesiges Labyrinth aus grünen, feuchten Höhlen, die tief in die Eingeweide der Pflanzenwelt bis in ihr Herz hineinreichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü beobachtete, wie die Karavan-Maschine mit hoher Geschwindigkeit abtauchte. Es war sehr wahrscheinlich, dass wie üblich ein Treffpunkt zwischen der Karavan und ihren Handlangern vereinbart worden war und dass ein Konvoi auf dem Weg war, um Tribut zu liefern. Der junge Zoraï spürte, wie sein Herz raste. Vier. Jetzt fehlten ihm nur noch vier. Vier, und er könnte endlich nach Hause zu seinen Lieben zurückkehren. Das war die perfekte Gelegenheit. Er musste den Konvoi abfangen, bevor er sich mit den Karavan-Agenten treffen konnte. Pü entkam dem nackten Tag, indem er sich ein paar Meter in die Tiefe stürzen ließ, und landete auf dem Ast, auf dem er seine Sachen zurückgelassen hatte. Er sammelte sie zusammen und packte sie hastig ein, bis auf einen würfelförmigen Weidenkorb, den er sorgfältig handhabte. In diesem Korb befanden sich die Früchte monatelanger Bemühungen. Er würde sich niemals verzeihen, wenn er ihn verlieren oder seine Unversehrtheit gefährden würde. Um sicherzugehen, dass er nichts vergessen hatte, überprüfte er noch einmal seinen Klettergurt und tauchte ab. Pü raste durch den grünen Abgrund, bewegte sich geschickt zwischen den Zweigen und löste mit einem fachmännischen Handgriff seine Lebenslinie von den Stiften, die er während des Aufstiegs getrieben hatte. Er durchquerte viele Sekunden lang die bunten Schichten dieses kontinentalen Waldes mit seinen tausend Jahreszeiten und landete schließlich anmutig auf dem belaubten Boden. Die Richtung, in die das Fluggerät flog, deutete darauf hin, dass es wahrscheinlich auf der Lichtung weiter nördlich landen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten Konvois starten in Matia, der Hauptstadt des gleichnamigen Königreichs, und so war es gut möglich, dass der erhoffte den breiten künstlichen Pfad nehmen würde, der den Wald im Westen durchschneidet. Pü war von den Kräften der Botaniker des Matis-Volkes beeindruckt und erschrocken zugleich. Er, der Matias kolossale Wurzelmauer und die riesigen Habitatbaumkomplexe, die sich jenseits der Stadtmauer so weit das Auge reichte, mit eigenen Augen gesehen hatte, war von einer solchen Maßlosigkeit überwältigt gewesen. Doch mit diesem Vorgehen und dem Versuch, die Natur nach seinem Willen zu beugen, versuchte das Volk der Matis, die Absicht der Kamis und damit auch die Absicht von Ma-Duk zu durchkreuzen. Der Große Erzeuger wacht über jedes Stückchen Materie auf Atys. Die Natur zu verändern bedeutet, sein Großes Werk zu verfälschen. Die Geheimnisse der Manipulation von lebender Materie, insbesondere von Pflanzen, waren den Matis von der Karavan übermittelt worden, wie den Zoraïs die Beherrschung des Magnetismus und des Schreibens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während seiner langen Monate im Exil im Königreich Matia war Pü klar geworden, wie attraktiv die heidnischen Sitten der von der Karavan indoktrinierten Völker sein konnten. Bei diesen Gedanken hatte er sich geschämt. Aber es hatte ihm auch geholfen, die Gefährlichkeit dieser Dämonen aus dem Himmel besser zu verstehen. Der junge Zoraï verlor keine Zeit. Er rutschte und sprang über die Wurzeln und Verzweigungen des Waldes und legte die letzten Kilometer bis zum Pfad in kürzester Zeit zurück. Die wenigen Gingos, die versuchten, ihn auf seinem Weg zu verfolgen, hatten keine andere Wahl, als aufzugeben, da er sich so geschickt durch das dichte Gewirr der Natur manövrierte, die frei von jeglicher Matisse-Unterdrückung war. Als er den Weg erreichte, versteckte er sich hinter einem großen Strauch und hielt Ausschau nach der Ankunft des Konvois. Als er gerade aufgeben und woanders nach den Spuren der Matis suchen wollte, hörte er in der Ferne ordentliches Hufgetrappel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü schluckte. Sein Herzschlag begann sich langsam zu beschleunigen. Niemals. Niemals würde er sich an dieses Gefühl gewöhnen. Sein Bruder hatte ihm versichert, dass sein erstes Mal ein Genuss sein würde und dass die Gefühle, die er dabei empfand, ihn für sein ganzes Leben prägen würden. Auf der einen Seite hatte er damit nicht ganz Unrecht. Die blutverschmierten Hände eines Zoraï, der mit elf Jahren ins Exil geschickt wurde, kniete allein vor der noch warmen Leiche seines ersten Opfers: diese Bilder verfolgten ihn wochenlang Tag und Nacht, bis er den Verstand verlor. Doch diese letzte Prüfung kündigte auch das Ende seines schmerzhaften Exils an. Bald würde er wieder in seinem Land, bei seinem Stamm sein und seine Mutter wieder in die Arme schließen können. Dieser freudige Gedanke tröstete ihn und half ihm, seine Kräfte wieder zu sammeln. Der Konvoi zeichnete sich nun am Horizont ab. Bald war er in Sichtweite. In der Mitte befand sich ein solider, schwer beladener Karren, gezogen von zwei Mektoubs, friedfertigen Dickhäutern mit flinken Füßen, die über zwei Meter groß waren, braunes Fell mit grauen Streifen hatten und vor allem an ihren langen, kräftigen Rüsseln und ihren ohrlosen Köpfen zu erkennen waren. Er wurde von einem Tryker geführt, wie viele andere, denen Pü bislang begegnet war. Tatsächlich war es nicht ungewöhnlich, Tryker weit östlich von ihren schwimmenden Städten zu treffen, die im Matis-Land undankbare und schlecht bezahlte Arbeit verrichteten. Ihre Neugier und ihr Freiheitsdrang machten sie zwar zu hervorragenden Entdeckern und Erfindern, doch aufgrund ihrer geringen Größe, ihres kindlichen Aussehens und vor allem ihres friedlichen und gutmütigen Charakters waren die Tryker in den vergangenen Jahrhunderten leider mehrfach von den Matis versklavt worden. Wie Pü aus dem Unterricht seiner Mutter wusste, waren die Tryker zum letzten Mal während des &amp;quot;Aquäduktkriegs&amp;quot; vor nur vierzig Jahren versklavt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2435 entdeckten Fyros-Minenarbeiter im Westen ihrer Wüste unter der Rinde vergrabene Ruinen und bohrten eine Säureader an, die die gesamte Region um die Kaiserstadt Coriolis in Brand setzte. Das wochenlange Feuer breitete sich bis zur Grenze des Königreichs aus und zerschnitt das riesige, von den Matis verhasste Aquädukt. Eben jenes, das die Wüste mit dem Seengebiet verband, das von der Trykoth-Föderation, dem Verbündeten des Fyros-Imperiums, verwaltet wurde. Der Krieg, in den die Allianz und das Königreich seit fast eineinhalb Jahrhunderten verstrickt waren, nahm eine neue Wendung. Der Imperator sah sich gezwungen, seine Truppen von den Seen abzuziehen und sie zur Bekämpfung des Feuers einzusetzen, das sein Volk bedrohte und ihm das Wasser abnahm. Daraufhin nutzte die Matisse-Armee die Gelegenheit und marschierte in das Seengebiet ein, versklavte das Volk der Tryker und eroberte die Stadt Karavia zurück, die das Imperium fast ein Jahrhundert zuvor gestohlen hatte. Karavia, die &amp;quot;Heilige Stadt&amp;quot;, wurde angeblich genau an dem Ort errichtet, an dem Zachini an der Küste des Königreichs, das er später gründete, zum ersten Mal mit der Karavan und der Göttin Jena zusammentraf. Karavia, die &amp;quot;Unheilige Stadt&amp;quot;, für Pü und seinen Stamm der bösartigste Ort auf der Rinde... Und doch wurde hier im Jahr darauf der Vertrag unterzeichnet, der den Aquäduktkrieg beendete und die Tryker von der Herrschaft der Matis befreite. Allerdings hatte diese Episode im Unterbewusstsein des Seenvolkes Spuren hinterlassen, und viele Tryker blieben als Diener im Wald zurück... so wie der Karrenfahrer, der sich offensichtlich dem Dienst des Matis verschrieben hatte, der neben ihm auf der Sitzbank schlummerte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü identifizierte ihn bei seinem Anblick sofort als einen Kleriker der Kirche des Lichts, die Herena genannt wurde. Der Matis war nämlich in seine kirchliche Tracht gekleidet: eine weiße Bernsteinkrone und eine lange Toga, die aus mehreren großen Umhängen bestand, die aus bunten Federn gefertigt und mit Geflechten aus bernsteinfarbenen Schmuckstücken verziert waren. Die Kirche des Lichts, die um den Jena-Kult herum gegründet wurde und unter der Schirmherrschaft der Karavan stand, war heute allmächtig im Königreich Matia und insbesondere in Karavia, das durch den Vertrag, der ihren Namen trägt, an das Königreich zurückgegeben wurde. Unter ihrem Einfluss waren so viele Homins von der dämonischen Natur der Kamis überzeugt worden...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter oben auf dem Karren, auf seiner Planenladung, stand ein Matis mit einem Maschinengewehr und hielt Ausschau nach dem Horizont. Er hatte keinen Helm auf und trug die gewöhnliche Kleidung der Soldaten der regulären Armee: einen weichen, robusten Anzug aus Kaktushaut und darüber Rüstungsteile aus weißem Holz. Ein weiterer schien auf der Rückbank zu sitzen. Die Matis waren ein von Natur aus schlankes Volk mit ausgemergelten Gesichtszügen und perlmuttfarbener Haut. Sie waren Ästheten, raffiniert und aufgrund ihrer Kultur ehrgeizig und erinnerten andere Völker immer wieder an ihre Überlegenheit, selbst wenn sie sich dessen nicht bewusst waren. Um den Karren herum waren fünf berittene Matis, die als Eskorte dienten. Sie ritten stolz auf Caprynis, schlanken Vierbeinern mit dicker, heller und stellenweise blau gestreifter Haut, einem einzigen Geweih und einer langen Schnauze mit einem einzigartigen Ziegenbart. '''Alle Soldaten waren mit einer Rüstung aus solidem weißem Holz ausgestattet''', die mit lilafarbenen Mustern graviert war, sich am Oberkörper wölbte und in der Taille enger wurde. Die Schulterstücke der Rüstung waren ebenso abgerundet wie breit und verliehen den Soldaten ein herrisches Aussehen. Am auffälligsten war jedoch ihr Helm, der aus einer Elfenbeinmaske mit einem azurblauen Schmuckstück auf der Stirn und einer stabilen, imposanten Kopfbedeckung bestand, die mit weißem Bernstein verziert war und deren Enden aus Chitin an den Ohren herabhingen, sodass sie wie Hörner aussahen. Einer der Soldaten unterschied sich von den anderen durch die feinen Verzierungen und Gravuren, die seinen Brustpanzer und Helm schmückten. Bisher hatte Pü noch niemals die Gelegenheit gehabt, solche Verzierungen zu sehen. Der Matis war zweifellos ein hochrangiger Soldat der königlichen Armee, der zusammen mit dem Herena entsandt worden war, um den König vor der Karavan zu vertreten.&lt;br /&gt;
[[file:Tous les soldats.png|right|400px|alt=… Tous les soldats étaient équipés…|Alle Soldaten waren ausgerüstet]]&lt;br /&gt;
Das Kind stellte seinen Korb sorgfältig in die Mitte des Strauches und wartete noch ein paar Sekunden, bis der Konvoi weiterzog. Als er etwa 50 Meter von seiner Position entfernt war, kam er ruhig aus seinem Versteck hervor und stellte sich in die Mitte der Straße. Als der Ausguck auf der Spitze der Ladung ihn entdeckte, gab er das Signal zum Anhalten und der Konvoi stoppte abrupt. Der unerwartete Halt unterbrach den Schlaf des Herena, der beinahe vom Karren gefallen wäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wer sind Sie? Nennen Sie Ihre Identität!&amp;quot;, rief der Ausguck in einem kräftigen, aber dennoch melodischen Tonfall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Antwort trat Pü einige Meter vor, während die Reiter ihre Reittiere ausrichteten und sich vor dem Karren aufstellten. Der Zoraï räusperte sich und nahm seinen schönsten Mateis an. Seine Mutter hatte ihm die von anderen Völkern verwendeten Sprachen beigebracht, wobei sie den Schwerpunkt auf Mateis legte, die international am häufigsten gesprochene Sprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich bin ein Apostel der Kamis, der in die heidnischen Regionen gesandt wurde, um den Verirrten die Existenz des Großen Erzeugers zu offenbaren und einigen Auserwählten die Ewige Vergebung anzubieten. Kinder der Rinde, freut euch zu hören, dass eure Sünden durch mich bereits reingewaschen wurden. In Kürze werden eure Seelen gereinigt und den Schwarzen Kriegern von Ma-Duk übergeben. Durch sie werden sie zu ihrem Kampf für die Erhaltung von Atys beitragen. Und wenn Ma-Duk es will, werden sie Zeuge des Heiligen Krieges und des Beginns der Glücklichen Tage.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz seines guten Willens gelang es dem jungen Homin nicht, Leidenschaft in seine Predigt zu bringen. Nach so vielen Monaten morbider Predigten war dieses Ritual ebenso ermüdend wie schmerzhaft geworden. Pü wusste, dass der Wahnsinn auf ihn lauerte. Die Stimmen in seinem Kopf wurden immer präsenter und er entwickelte Woche für Woche neue Verhaltensstörungen. Wie viele seiner Brüder und Schwestern hatten während ihres Exils den Boden unter den Füßen verloren? Viele von ihnen waren niemals zurückgekehrt. Vor seiner Abreise hatte er lange Zeit hart über sie geurteilt, aber jetzt verstand er sie. Seine Sicht war getrübt, als sich ein starker Kopfschmerz bemerkbar machte. Er musste sich lange konzentrieren, um die ersten mentalen Einflüsterungen auszuschalten. Während dieser langen Sekunden der Abwesenheit hatte sich der Herena zu dem Ausguck auf der Spitze des Karrens gesellt. Er hielt sich rücksichtslos an ihm fest, um nicht zu fallen, und brüllte sie an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ma-Duk? Der große Erzeuger? Was reden Sie denn da für einen Unsinn? Wir wussten zwar, dass die Wilden Ihrer Art die Kami-Dämonen anbeten, aber wir dachten, Sie wären so geistesgegenwärtig, die Existenz unserer aller Mutter, Jena, nicht in Frage zu stellen! Kennen Ihre Schandtaten keine Grenzen? General, ergreifen Sie diesen Ketzer auf der Stelle!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü ging wieder ein paar Schritte nach vorne und massierte sich die Maske.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Dann kann ich Ihnen versichern, dass Min-Cho, sein Rat der Weisen und die gesamte Zoraï-Theokratie, versteckt im Herzen Zorans und hinter ihrer Großen Mauer, immer noch Ihre usurpatorische Göttin anbeten, sagte er mit müdem Blick. Vor vielen Jahrzehnten entschieden sich die Kamis dafür, meinem Stamm die Existenz von Ma-Duk zu offenbaren. Heute sind wir leider die einzigen, die seine Natur als Oberster Kami anerkennen. Aber es gibt noch andere Apostel, die im Dschungel arbeiten. Eines Tages werden unsere Zoraï-Brüder das Ausmaß der Lügen erkennen, die ihnen seit ihrer Kindheit aufgetischt werden, und wenn Ma-Duk es will, werden ihnen ihre Sünden vergeben.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gesicht des Klerikers färbte sich rot, als er durch seine Gestikulationen, die die vielen Umhänge seiner Kleidung verwickelten, fast zu Boden fiel. Zu seinem Glück tat der Ausguck alles, was er konnte, um zu verhindern, dass der Herena sich durch einen Sturz blamierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hören Sie auf mit Ihren Schandtaten, Wilder! Keine Vergebung für Ihre degenerierte Rasse von Dämonenanbetern! Ihre skelettierten Gesichter sind Abscheulichkeiten, eine Beleidigung für die Karavan! Ihr verdient es, ausgerottet zu werden, wie alle Primitiven, die Atys mit Ihrer Anwesenheit beschmutzen! Dieser Wilde soll sofort gefasst werden, das ist ein Befehl!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hoch zu Capryni versuchte der Matis-General einzugreifen, um die wachsende Spannung abzubauen. Doch einer der Reiter befolgte die Aufforderung des Geistlichen und ritt in vollem Tempo los. Pü schüttelte seine Maske ab, um seine letzten Kopfschmerzen wegzuwischen, und konzentrierte sich voll und ganz auf die Situation. Von nun an würde alles sehr schnell gehen. Er musste seine inneren Fragen zum Schweigen bringen. Der Matis hatte bereits die Hälfte der Distanz zwischen ihm und dem Zoraï überwunden. In seiner rechten Hand hielt er einen langen, hohlen Speer, der in einer geflochtenen Bernsteinkragen endete. In der Nähe der horizontalen Stange befand sich ein Hebel, mit dem der Ring, der die Stange abschloss, schnell gelockert oder zusammengedrückt werden konnte. Diese geniale Waffe war in der Regel dazu gedacht, die zukünftigen Reittiere der Matis an der Kehle zu packen, wenn sie noch in der Wildnis waren, wurde aber auch dazu verwendet, Homins zu fixieren und zu unterwerfen, ohne sie zu verletzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Püs Körper schwankte leicht. Es dauerte einige Sekunden, bis er das Schlagen seiner Glieder mit dem Galopp des Reittiers synchronisieren konnte. Als der Angreifer etwa zehn Meter von ihm entfernt war, aktivierte er den Mechanismus seiner Waffe und schwang sie, ohne sein Tempo zu verlangsamen. Die Schlinge öffnete sich weit genug, um den maskierten Kopf des Zoraï zu umschließen. Ohne Zweifel wusste er, wie er mit seinem Instrument umzugehen hatte. Doch der junge Homin war zu flink. Als der Soldat nach rechts schoss, um seine Beute an der Kehle zu packen, tauchte Pü absichtlich in die Richtung des Angriffs und wich ihm aus. Zwischen Waffe und Capryni hindurch gelang es ihm, den Riemen an der Seite des Tieres zu ergreifen, bevor er den Boden berührte. Er hielt sich fest und zog, so gut er konnte, nicht um das Tier zu destabilisieren, sondern um seinen leichten Kinderkörper über das Tier zu schleudern. Er flatterte herum und landete gerade noch auf dem Hinterteil des Capryni, als der Matis hinter seinen Rücken blickte, um zu sehen, was aus dem Zoraï geworden war. Während der Reiter den Blick von Pü kreuzte, der nur durch die Kraft seiner Schenkel das Gleichgewicht auf dem Tier hielt, legte seine Beute, die zum Henker geworden war, schnell ihre Hände um seinen Nacken und brach ihn mit einem kräftigen Schlag. Die Waffe des Matis rutschte aus seiner rechten Hand und zerbrach auf dem Boden. Wenn Pü nicht sicher sein konnte, dass er tot war, war seine Lähmung garantiert. Er ließ den gepanzerten Körper auf sich niedersacken, damit er nicht stürzte, nahm die Zügel, die seine linke Hand hielt, wieder auf, verlangsamte das Tempo und drehte sich um. Als er wieder am Ausgangspunkt angekommen war, brach er seinen Lauf ab und sprang links neben dem Tier zu Boden. Der Körper des Soldaten fiel schwer auf die rechte Seite. Der Helm löste sich durch den Aufprall, sodass der Zoraï in das leblose Gesicht blicken konnte. Der Soldat war eine Homina und damit vielleicht auch eine Mutter. Für den Bruchteil einer Sekunde sah Pü, wie die Maske seiner eigenen das Gesicht der Leiche überlagerte. Er schloss die Augen. Drei. Jetzt fehlten ihm nur noch drei.&lt;br /&gt;
[[file:Le soldat.png|right|400px|alt=… Le soldat était une homine…|Der Soldat war eine Homina]]&lt;br /&gt;
Auf der Spitze des Karrens hatte sich das Gesicht des Klerikers von einer rötlichen Gesichtsfarbe in ein blasses Weiß verwandelt, das viel blasser war als sonst. Die Soldaten reagierten nicht, da sie von der Gewalt, die sie gerade gesehen hatten, schockiert waren. Nur der General behielt die Nerven. Er ließ sein Reittier ein paar Schritte vorwärts reiten und wandte sich dem Konvoi zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Giero, reiten Sie so schnell wie Ihr Capryni kann in Richtung des nächsten Außenpostens! Informieren Sie den Intendanten über die Lage und schicken Sie uns Verstärkung. Unterschätzen Sie die Bedrohung nicht. Be'maty, begeben Sie sich ebenfalls zum Außenposten! Sie werden Giero wegen der Ladung nicht folgen können, aber Ihre Mektoubs sind stark, also schonen Sie sie nicht. Sobald er seine Nachricht überbracht hat, wird Giero Sie auf der Straße treffen. Vicho, bleiben Sie auf dem Karren! Sie werden die Ladung und den Herena mit Ihrem Leben schützen, bis Giero zurückkehrt. Zani, Lichnini, Sivaldo, Sie kommen mit mir! Greifen Sie nicht ein, bis ich es Ihnen befehle&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der selbstbewusste Tonfall des Generals half den Soldaten, aus ihrer Lethargie zu erwachen. Alle führten den Befehl wortlos aus. Der Wachposten sprang vom Karren und legte sein Maschinengewehr an, der Matis auf dem Rücksitz ersetzte ihn auf dem Dach des Karrens, der zu manövrieren begann, um umzukehren. Nur der Kleriker, der gerade erst wieder zu sich kam, wollte protestieren. Doch der neugierige Blick, den der General ihm zuwarf, hielt ihn davon ab, und seine Kreideblässe wurde noch größer. Normalerweise ließ Pü keine Überlebenden zurück, denn nur wenn es keine Zeugen gab, konnte er sicher sein, dass er in diesen Gebieten weiterhin ungehindert operieren konnte. Außerdem vermied er es normalerweise, die reguläre Armee anzugreifen, da jeder vermisste Soldat zu einer Untersuchung führte, und griff stattdessen lieber die fanatischen Stämme oder Banditengruppen an, die das Königreich durchzogen. Doch dieses Mal war alles anders. Wenn die ersten sprechen würden, würde er schon auf dem Rückweg sein. Er beobachtete seine vier zukünftigen Gegner genau, während einer der Reiter mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Südwesten ritt, gefolgt von dem Karren. Er durfte es nicht mit ihnen allen zusammen aufnehmen. Er wartete ein paar Sekunden - genug Zeit, damit der Bote am Horizont verschwand - und begann, sich langsam vorwärts zu bewegen. Beim ersten Schritt schrie der General.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bleiben Sie stehen! Weil Sie sich des Verbrechens des vorsätzlichen Mordes an einem Soldaten des Königreichs Matia schuldig gemacht haben, müssen Sie sich vor dem königlichen Gericht verantworten. Wie es unser Gesetz vorsieht, haben Sie das Recht, sich während des Prozesses zu verteidigen. Bitte kooperieren Sie jetzt, sonst müssen wir Sie gewaltsam festnehmen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü hob die Hände, um Unterwerfung vorzutäuschen, und ging weiter. Er wusste, dass die Matis sich nicht täuschen lassen würden, aber er musste ein paar Meter gutmachen. Momentan war der Maschinengewehrschütze die größte Bedrohung. Er musste ihn zuerst ausschalten. Dennoch durfte er den hochrangigen Soldaten nicht unterschätzen. Unter normalen Umständen hätte er es mit einem einfachen Truppführer zu tun gehabt und nicht mit einem erfahrenen Militär.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich werde mich nicht wiederholen, keine Bewegung mehr!&amp;quot;, schrie der General erneut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zoraï würde es wahrscheinlich nicht schaffen, noch einen weiteren Schritt zu machen, bevor der General zum Angriff blasen würde. Er fuhr mit seiner rechten Hand über seinen Rücken und legte sie auf den kleinen runden Schild, der dort hing. Er durfte sich keinen Fehler erlauben. Wenn er sich jetzt verfehlte, würde der Rest viel unsicherer werden. Er schloss wieder die Augen und ließ seine Sinne sich voll und ganz der Welt öffnen. Die Richtung und Stärke des Windes, die Luftfeuchtigkeit - wichtige Parameter, die es für den perfekten Wurf zu berücksichtigen galt. Er öffnete die Augenlider wieder und richtete seinen Blick auf den Schützen. Er war zwar zu weit weg, um sicher zu sein, aber die Position seiner Arme deutete darauf hin, dass er bereit war, zu schießen. Pü atmete tief durch und machte sich an den Kampf. Schneller als je zuvor hängte er seinen Schild ab und streckte seine Arme wie ein Seil nach hinten. Er brauchte weniger als eine Sekunde, um seine Flugbahn zu bestätigen und seinen Buckler zu werfen. Das Geschoss flog nach links vom Pfad und erweckte den Anschein eines Fehlwurfes. Pü nutzte die allgemeine Verwirrung, um in die andere Richtung zu stürmen. Wie erwartet erhielt der Maschinengewehrschütze den Befehl zum Eingreifen und legte seine Waffe an. '''Mit beiden Füßen fest in der Rinde steckend, begann er, aus allen Rohren auf den Zoraï zu feuern'''. Aufgrund des Rückstoßes war die Waffe jedoch schlecht zu führen, sodass Pü einige Sekunden Zeit hatte, bevor die Treffer ins Schwarze trafen. Der Junge wackelte und hüpfte geschickt und versuchte, dem Maschinengewehrschützen die Arbeit zu erschweren, dessen Schüsse immer präziser wurden. In diesem Moment glaubten die Matis wahrscheinlich, dass sie den Sieg davontragen würden. Doch die Flugbahn des Schildes nahm eine unerwartete Krümmung an. Der Buckler streifte die Bäume, die den Straßenrand markierten, und drehte sich in Richtung des Schützen, der nun mit dem Rücken zu ihm stand. Niemand bemerkte den Plan, außer dem General, der das tödliche Projektil sah, als es gerade auf den Hinterkopf des Maschinengewehrschützen treffen wollte, weil er schlauer war als der Rest seines Trupps. Er schrie etwas und sprang von seinem Capryni. Er rappelte sich schnell auf und ging auf den Soldaten zu. Als Antwort auf den Schrei seines Vorgesetzten drehte sich dieser gerade zu der fliegenden Bedrohung um. Als der General sah, dass er nicht reagierte, versuchte er, ihn zu Boden zu werfen, doch er stieß ihn nur an. Der Schild schnitt tief in das Gesicht des benommenen Matis, der sich herumdrehte und schwer auf den Boden fiel.&lt;br /&gt;
[[file:Les deux pieds.png|right|400px|alt=… Les deux pieds fermement plantés…|Mit beiden Füßen fest steckend]]&lt;br /&gt;
Pü hörte mit dem Gestikulieren auf und holte Luft. Der Maschinengewehrschütze war zwar sicher nicht tot, aber er schien ohnmächtig zu sein und stellte daher im Moment keine Bedrohung dar. Während der General am Krankenbett verweilte, glaubte der junge Zoraï fälschlicherweise, dass er nun Zeit hätte, über seinen nächsten Schritt nachzudenken. Doch die beiden Reiter waren anderer Meinung und spornten sich gegenseitig an, zum Angriff überzugehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;General, bleiben Sie bei Sivaldo, wir kümmern uns um den maskierten Primitiven!, rief der erste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Ja, General! Bisher haben seine feigen Techniken nur funktioniert, weil wir nicht darauf vorbereitet waren, fügte der zweite hinzu. Lassen Sie uns den Tod von Tinailli rächen! Wir versprechen, dass wir ihm Ehre erweisen werden!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl der General protestierte, rasten die beiden Soldaten mit voller Geschwindigkeit auf den Zorai zu, den das nicht zu stören schien. Die letzten paar Dutzend Meter zwischen ihnen wurden in Sekundenschnelle verschlungen. Doch da sie sich an den Tod ihrer ersten Kameradin erinnerten, machten die Matis nicht den Fehler, den jungen Krieger zu überfallen. Sie hielten an, bevor sie auf seiner Höhe waren, sprangen von ihren Reittieren und rückten vor, um ihn in die Zange zu nehmen. Nach ihrem jeweiligen Verhalten zu urteilen, mussten die beiden Matis unerfahrene Soldaten sein. Von Hass und Rachegelüsten geblendet, wussten sie noch nicht, dass sie sich gerade in den Rachen des Gingos gestürzt hatten. In der Ferne hatte der General gerade seine Capryni erreicht, um zu den beiden Unvorsichtigen zu eilen. Allein gegen zwei hatte der junge Krieger noch alle Chancen. Er musste die Sache also so schnell wie möglich hinter sich bringen, bevor der einzige wirklich erfahrene Soldat des Trupps zu ihnen stieß. Der Matis, der sich in seinem Rücken positioniert hatte, hielt mit beiden Händen ein schweres, schön verziertes Bernsteinschwert, während der Matis, der ihm gegenüberstand, mit einer langen Pike bewaffnet war, die von geflochtenem Bernstein gekrönt war. Pü hätte gerne in seinem Gesicht gelesen, aber der mächtige gehörnte Helm, den er trug, verhinderte dies. Die Matis kamen schnell näher. Logischerweise würde der Soldat gegenüber von ihm den ersten Angriff starten und dem Soldaten in seinem Rücken die Gelegenheit geben, einen toten Winkel für einen Angriff zu nutzen. Genau das geschah auch. Der Pikenier schrie und durchbohrte die Luft mit einer präzisen Bewegung, in der Hoffnung, den Zoraï mit einem einzigen Schlag aufzuspießen. Ohne seine Füße zu bewegen, schoss Pü mit seiner rechten Hand gegen die Pike, während er sich drehte und sein Becken auf die gegenüberliegende Seite verlagerte. Der Schutz seines Unterarms kratzte lautstark an den vielen scharfen Spitzen. Er drehte sein Handgelenk abrupt um und griff nach dem langen Griff der Waffe. Anstatt den Angriff abzuwehren, ermutigte er die Bewegung und nutzte den Schwung des Matis, um ihn zu destabilisieren, während er den Impuls seines Angriffs bewahrte. Er lenkte die Richtung des Angriffs leicht ab, ohne seine Füße vom Boden abzuheben, beugte seinen Rücken nach hinten und wich dem horizontalen Schlag aus, den der Schwertkämpfer auf ihn ausüben wollte. Er musste nur dafür sorgen, dass die Pike ihre Geschwindigkeit beibehielt, damit ihre tödlichen Spitzen den linken Oberschenkel des unglücklichen Schwertkämpfers durchbohrten, der unter dem Schock schreiend zusammenbrach. Der Angreifer wurde von der unkontrollierten Bewegung seiner Waffe mitgerissen und fiel beinahe auf den Verletzten. Pü ergriff die Gelegenheit und half ihm. Er zog seinen Dolch mit der freien Hand, während die andere den fest im Fleisch seines Kameraden steckenden Pik losließ, trat einen Schritt zurück, um sein Gleichgewicht wiederzuerlangen, und stieß seine Klinge mit einem präzisen Schlag in das Halsgelenk des Helms des Pikeniers. Ein langer Schwall Blut spritzte heraus, als er seinen Dolch aus der Halsschlagader seines Gegners zog. Wie erwartet geriet der Soldat in Panik und nahm schnell seinen Helm ab, um seine Kehle mit den Kräften des Sap zusammenzudrücken und zu heilen, bevor sein Gehirn nicht mehr mit Blut versorgt wurde. Pü ließ ihm keine Zeit zum Handeln, packte das braune Haar des Matis und versetzte ihm mehrere heftige Dolchstiche in den Hals. Als sich der Kopf des Soldaten schließlich vom Rest seines Körpers trennte, brach der Enthauptete auf die Pike zusammen, die sich noch tiefer in die blutende Wunde des am Boden festgenagelten Homins bohrte. Pü warf einen Blick zurück: Der General würde bald hier sein. Er steckte den blutbefleckten Dolch weg, ließ den Kopf seines Opfers fallen und näherte sich dem schwer verletzten Soldaten, der nun unter der schweren, noch immer pulsierenden Rüstung seines Kameraden eingeklemmt war und nicht mehr in der Lage war, die Pike herauszuziehen, um sein Bein magisch zu heilen. Der Homin nahm seinen Helm ab und begann zu stöhnen. Er war etwa so alt wie Niï, also etwa zehn Jahre älter als Pü.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bitte töten Sie mich nicht!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü hatte aufrichtiges Mitleid. Er hasste es zu töten. Und besonders, wenn seine Gegner nicht darauf vorbereitet waren. Aber er hatte keine Wahl mehr. Er hatte es fast geschafft, er konnte jetzt nicht alles aufgeben. Der junge Zoraï machte seinen Kopf wieder frei und ignorierte die Klage des Matis. Er trat näher an ihn heran, setzte seinen linken Fuß behutsam auf seinen Hals und zerquetschte ihn mit einem Fersenschlag. Er hob das Schwert des nun gelähmten Unglücklichen auf, stieß es ihm in den Hals und verhinderte so jede Regeneration. Eins. Jetzt fehlte ihm nur noch einer. Wenn der ohnmächtige Maschinengewehrschütze ausreichte, würde der Homin, der ihm von nun an gegenüberstand, ihn sicher nicht kampflos an den Verwundeten heranlassen. Der General, der sein Reittier bestiegen hatte, um die Distanz zu dem Zoraï zu überbrücken, es dann aber wieder verließ, ritt nun mit entschlossenen Schritten auf den Krieger zu. Als er nur noch wenige Meter von ihm entfernt war, nahm er seinen Helm ab. Zum ersten Mal seit langem zuckte Pü zurück. Für einen Moment glaubte das Kind, die Maske seines Vaters zu sehen. Der Matis war im besten Alter, wie die wenigen Falten, die die Harmonie seiner Gesichtszüge trübten, und der schwache Glanz seines langen, ebenholzfarbenen Haars zeigten. Vor allem aber waren es die selbstbewussten und intensiven Augen, die sie an ihren Vater erinnerten. Diese stechend blauen Augen waren die eines entschlossenen Homins, der bereit war, alles zu geben, um seinen Willen zu erfüllen. Pü trat einen Schritt zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Es ist nicht nötig, dass wir kämpfen, sagte er mit verwirrter Stimme. Ich habe meine Mission erfüllt. Überlassen Sie mir den Maschinengewehrschützen und gehen Sie nach Hause. Bitte befolgen Sie meinen Rat und gehen Sie zu Ihrer Familie.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der General legte seinen Helm zu seinen Füßen und zog ein langes, breites und fein verziertes Schwert. Er warf ihr einen eisigen Blick zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich werde Ihrer Bitte nicht nachkommen können, mein Junge. Sie allein haben soeben drei meiner Soldaten getötet. Karan Domini, König und Hohepriester des Königreichs Matia, muss wissen, warum die Zoraï-Theokratie Kindersoldaten für Mordmissionen ausbildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Ich sage es Ihnen noch einmal: Mein Stamm und ich sind nicht von der Zoraï-Theokratie abhängig. Bitte gehen Sie weg!&amp;quot;, erwiderte Pü und wich ein zweites Mal zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Matis trat mit entschlossenen Schritten vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hat man Sie gezwungen zu töten? Wenn es normal ist, dass ein Junge in Ihrem Alter das Kämpfen lernt, sollte er nicht so jung Blut vergießen müssen. Und schon gar nicht unter diesen Bedingungen. Ein Junge in Ihrem Alter verbringt Zeit mit seinen Freunden, Brüdern, Schwestern, seinem Vater und seiner Mutter.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Worten des Militärs und der Erwähnung seiner Verwandten bekam der junge Zoraï einen Blutsturz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sprechen Sie nicht über meine Familie! Laufen Sie weg, solange Sie noch Zeit haben!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein kaltes Lächeln erschien auf dem Gesicht des Generals.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich habe wohl einen Nerv getroffen. Sind es vielleicht Ihre Eltern, die Sie so weit aus dem Dschungel geschickt haben, um diese Morde zu begehen? Eine Mutter sollte ihre Kinder die Liebe lehren, nicht den Tod!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein heftiger Kopfschmerz durchbohrte den Schädel des Kindes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;'''Ich verbiete Ihnen, über meine Mutter zu sprechen!'''&amp;quot;&lt;br /&gt;
[[file:Je vous interdis.png|right|400px|alt=… Je vous interdis de parler…|Ich verbiete Ihnen zu sprechen]]&lt;br /&gt;
À son départ, elle avait pleuré. Et si elle l’avait exhorté de ne pas tuer pour assouvir son propre plaisir, elle lui avait malgré tout demandé de le faire pour Ma-Duk. Pü aimait sincèrement Ma-Duk, autant qu’il détestait Jena. Les Kamis protégeaient Atys, quand la Karavan la détruisait en pillant ses ressources. Mais ne pouvait-on prouver son amour à Ma-Duk autrement qu’en répandant le sang ? Par ses propos, et son statut de Grande Prêtresse, sa mère approuvait les coutumes barbares de leurs ancêtres. Pire, elle les transmettait avec ferveur. Mais lui, qui buvait il y a encore quelques mois chacune des paroles de sa mère, les vomissait désormais. Combien de temps encore réussirait-il à feindre son attachement aux valeurs de sa tribu ? Et si, averti de cette dernière pensée, Ma-Duk considérait déjà qu’il ne lui était plus fidèle, pourrait-il jamais devenir l’Ombre du Masque Noir ? Son père l’exécuterait-il lorsque Grand-Mère Bä-Bä lui apprendrait la nouvelle ? Son frère et sa mère le laisseraient-il faire ? Pü atteignait ses limites, son cerveau était en ébullition. Sentant le Zoraï flancher, le Matis le poussa à bout.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Ainsi l’Herena avait donc raison : vous n’êtes que des animaux ! Les homins de votre peuple engrossent leurs homines et les transforment en mères pondeuses, juste bonnes à produire des enfants-soldats qui seront sacrifiés sur l’autel de vos croyances haineuses ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sur ces mots, Pü dégaina sa dague et son épée courte et s’élança vers le Matis en hurlant. Il lui avait laissé l’opportunité de fuir, et celui-ci ne l’avait pas saisie. S’il désirait mourir, alors Pü l’y aiderait, aussi simplement qu’il l’avait fait pour ses soldats. Cela ne prendrait que quelques secondes. Tout serait terminé, bientôt. Il n’aurait plus à supporter cette douleur. C’est en tout cas ce qu’il imagina sous le coup de la fureur. L’épée du général s’illumina et le jeune guerrier fut saisi aux chevilles avant même de comprendre la manœuvre du militaire. L’expérience du Matis avait parlé, et l’orgueil du Zoraï allait lui coûter cher. Il avait sous-estimé son adversaire et s’était précipité aveuglément, sans anticiper l’utilisation d’un enchantement magique d’entrave. Des racines avaient jailli de l’écorce et l’empêchaient totalement de bouger. Étant donné l’élan de sa course, Pü avait manqué trébucher en avant, et ce n’était que de justesse qu’il avait réussi à se maintenir debout. Pris de panique, il tenta de s’extraire du piège magique en tailladant à l’aide de ses armes les ramifications qui montaient maintenant le long de ses mollets, oubliant par là même le lanceur du sortilège. Soudainement, alors que toute son attention était portée sur ses jambes, le ciel s’assombrit. Son sang se glaça lorsqu’il leva la tête par réflexe. Au-dessus de lui, l’imposante armure du Matis masquait la lumière de l’astre du jour : il avait profité de l’affolement du Zoraï pour arriver au corps-à-corps. Le contre-jour accentuait son regard féroce, qui pétrifia Pü de toute part. Le général leva sa grande épée en position plongeante. Son armure blanche s’illumina lorsque la lumière filtra suite au changement de posture, et Pü dut détourner les yeux pour ne pas être aveuglé.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Laissez-vous faire ! dit le Matis d’un air grave. Le coup que je vais vous porter va vous infliger une blessure critique. Si vous bougez, il risque de vous être fatal. Je vous maintiendrai en vie jusqu’à ce que les renforts arrivent. Nous vous conduirons ensuite à Matia ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Si le général semblait confiant en sa capacité de l’amener vivant auprès du roi des Matis, Pü préférait mourir mille fois plutôt que de devenir captif des suppôts de la Karavan. Il essaya à nouveau de se débattre, mais les racines enserraient maintenant sa taille et commençaient à remonter sur son ventre. Voilà, c’était ainsi que s’achevait sa courte vie. Finalement, Grand-Mère Bä-Bä avait eu tort. Lui qui avait grandi avec l’idée de devenir l’Ombre du Masque Noir et de périr parmi les siens en protégeant son frère, allait mourir seul et loin de chez lui, avec pour dernière vision l’éblouissante empreinte astrale de Jena. Quelle ironie. Alors que le Zoraï avait tourné son masque sur la gauche pour ne pas avoir à supporter plus longtemps le reflet moqueur de la cuirasse, il aperçut une étrange source lumineuse au-delà de la lisière de la route, sous l’ombre des grands arbres sylvestres. En se concentrant, il put discerner nettement deux sphères de taille identique. Elles étaient d’une blancheur éclatante et luisaient d’autant plus vivement qu’elles étaient environnées d’obscurité. Non, ce n’était pas seulement l’obscurité… Pü distingua une petite silhouette noire parmi les ombres. Son sang se glaça de nouveau. Ce n’étaient pas des sphères, c’étaient des yeux. Ceux du Kami Noir qui lui était apparu deux fois jusqu’alors. Il était là. Ma-Duk le regardait.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Non, il ne pouvait abandonner. Il était un Guerrier Noir de Ma-Duk, forgé par les meilleurs combattants de la Jungle et béni des Kamis. Tant qu’il pourrait se battre, il n’abandonnerait pas. Revigoré, son corps réagit d’instinct lorsque le général abattit son arme sur lui pour lui transpercer la clavicule gauche. Il envoya son bras droit au contact de la lame massive pour se protéger, et si son épée courte ne réussit pas à bloquer le coup, elle permit néanmoins de dévier l’attaque, au prix d’une partie de sa main, qui vola en éclats. L’état d’extrême tension dans lequel se trouvait le jeune guerrier eut pour effet positif de lui faire totalement ignorer la douleur. L’épée l’érafla et se planta lourdement dans le sol. Profitant de la seconde de répit qu’il lui était offerte, Pü lâcha la dague qu’il tenait dans sa main gauche et manipula la Sève alentour pour incanter à deux mains un sortilège. Sa paire d’amplificateurs de magie étant accrochée à sa ceinture désormais enchevêtrée avec les racines, il ne put s’en équiper. Mais pour ce qu’il comptait faire, un sortilège brut devrait suffire. Alors '''il n’hésita pas, et enflamma son corps pour s’évader de sa prison de bois'''. Il réussit à se dégager des racines partiellement consumées au moment où le général arrachait son épée du sol. Alors qu’il lançait son second assaut, Pü réussit à l’éviter de justesse grâce à une roulade. Le Matis enchaîna avec une série de frappes d’estoc et de taille, que le jeune guerrier esquiva à l’aide de diverses acrobaties. Désarmé, il n’était pas en mesure de parer les attaques. S’il était bien plus habile que le général encombré de sa lourde armure, celui-ci semblait bien plus endurant, et n’avait pas encore subi de blessures. Plus inquiétant encore, ses coups se faisaient de plus en plus précis. Pour la première fois de sa vie, Pü combattait un maître d’armes dans un combat à mort. L’expérience du Matis parlait, et il ne lui fallut que peu de temps pour commencer d’anticiper les mouvements du jeune guerrier.&lt;br /&gt;
[[file:Hesita pas.png|right|400px|alt=… il n’hésita pas…|il n’hésita pas]]&lt;br /&gt;
Les secondes défilaient et Pü s’essoufflait à vue d’œil. À plusieurs reprises, le soldat réussit à le frôler, entaillant son corps d’enfant de la pointe de son épée. Pü faisait régulièrement appel aux pouvoirs de la Sève pour panser ses blessures et régénérer partiellement son endurance, mais, à ce rythme, il atteindrait bientôt ses limites. S’il aurait aimé pouvoir passer dans le dos du Matis pour tenter de lui briser la nuque, comme il savait si bien le faire, celui-ci ne lui laissait aucun répit. Sans arme, il n’avait aucun moyen de s’extraire de cette situation perdue d’avance. Alors qu’il cherchait une échappatoire, il aperçut une dague pendant à la taille du soldat, cachée derrière le drap d’apparat ornant sa ceinture. Comment avait-il pu ne pas la voir avant ? Pü se maudit et imagina un plan d’action, entre deux roulades et trois contorsions. Il allait jouer le tout pour le tout. À bout de souffle, le Zoraï attendait le moment idéal pour agir. Soudainement, lui qui ne faisait jusqu’alors que reculer face aux assauts du Matis, profita d’une large frappe de taille pour effectuer une roulade avant et passer sous la lame tranchante. Son mouvement tout juste terminé, il poussa aussi fort qu’il put sur ses jambes, et bondit sur le flanc gauche du soldat. Si le Matis fut décontenancé par la direction de l’esquive, il réagit très vite et rendit un violent coup de pied latéral au jeune guerrier. Le corps de l’enfant craqua sous la lourde botte du soldat et alla s’écraser plus loin sur le sol. Pü se releva péniblement sur un genou et cracha le sang. Son adversaire venait de lui briser plusieurs côtes. Mais derrière son masque, le jeune guerrier souriait : sa main valide était désormais armée. Bien que différente des dagues qu’il avait coutume de manier, celle du Matis ferait parfaitement l’affaire. Le jeune homin inspira un grand coup et leva son masque vers le général. Celui-ci s’était retourné et s’apprêtait à réaliser une percée avec son épée pour retourner au corps-à-corps.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Abandonnez mon garçon ! » dit-il en chargeant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
À nouveau, Pü n’aurait qu’une seule chance. Et jusqu’alors, la chance lui avait souvent souri. Finalement, peut-être que le Kami Noir veillait réellement sur lui.  Alors que le soldat se précipitait dans sa direction, l’épée dirigée vers l’avant, Pü attendit le bon moment et jeta sa dague en l’air, loin au-dessus de lui. Aussitôt fait, il infusa tout ce qu’il put de Sève dans ses jambes et fit gonfler ses cuisses comme jamais. Puisant à la limite de ce qu’il pouvait endurer, il souleva un nuage de sciure et bondit dans les airs d’un saut surhomin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Totalement surpris par la nature de l’attaque et partiellement aveuglé par le brouillard de débris, le Matis crut à tort que le Zoraï tentait simplement de s’enfuir. Il comprit trop tard la réalité de la situation lorsque qu’il sentit son épée s’alourdir brusquement sur l’avant. Pü venait d’atterrir sur le plat de la lame et s’élançait tel un funambule en direction de son porteur. Déjà fort déséquilibré, le Matis tenta en vain de se redresser au moment où Pü prit à nouveau appui sur l’arme pour voltiger. Le jeune guerrier atterrit cette fois-ci sur ses épaules, et se propulsa une derrière fois en direction du ciel, obligeant par la force de ses jambes le Matis à poser un genou au sol. Pü devait se situer à environ quatre mètres du sol, et survolait le nuage de poussière qui commençait à se dissiper. Il n’eut qu’à tendre son bras valide pour attraper la dague qu’il avait précisément jetée quelques secondes auparavant. Écartant les jambes et regardant vers le sol, alors que la gravité commençait à faire effet, il posa ses yeux sur le visage du général. Celui-ci avait perdu son regard terrifiant et ouvrait grand les paupières. Pü y lut de l’admiration. L’enfant effectua à nouveau un lancer parfait et la dague alla se planter droit dans le crâne du Matis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Toujours en l’air, le Zoraï se préparait à se réceptionner correctement, mais ses côtes cassées l’en empêchèrent. Il s’effondra lourdement sur le flanc opposé, non loin du corps du général figé sur les genoux dans une étrange position. Sa tête pendait en arrière, dirigée vers l’astre du jour et sa longue chevelure d’ébène se soulevait légèrement au gré du vent. Pü s’allongea sur le dos et écarta les bras. Terminé. Son calvaire était terminé. Il avait gagné.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
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[[Catégorie:La Guerre Sacrée]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jadeyn</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Kapitel_IV_-_Sylvan_Exil&amp;diff=34459</id>
		<title>Kapitel IV - Sylvan Exil</title>
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				<updated>2023-02-22T17:24:05Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Jadeyn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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|EN=Chapter IV - Sylvan Exile|ENs=4&lt;br /&gt;
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{{Clear}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:purple;font-weight:bold&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''IV - Sylvan Exil'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:purple;font-weight:bold&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''Jahr 2474 von Jena'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Quotation|''Bélénor Nébius, Erzähler'' • ''Cheng Lai'SuKi, Illustratorin''|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[file:Pu deroulait.png|right|400px|alt=… Pü déroulait en silence…|verrichtete Pü schweigend]]&lt;br /&gt;
Auf einem hohen Ast eines großen sylvanischen Baumes sitzend, '''verrichtete Pü schweigend sein tägliches Gebet'''. Über ihm, sogar noch näher, so weit entfernt vom Dschungel und seinem Zenit, war das Tagesgestirn dabei, seinen vollen Glanz zu entfalten, und trotz der dicken Laubschicht, die es vom Himmel trennte, schaffte es das warme Licht, die blaue Haut des jungen Zoraï zu erwärmen. Er hatte jedoch gelernt, Jenas astrale Prägung zu vergessen, und versuchte, sich an die Kälte und das Echo der Abgrundschächte zu erinnern, die sein Dorf unter der Rinde durchzogen und die es Ma-Duk ermöglichten, aus dem Herzen von Atys über ihn und seine Familie zu wachen. Er hatte ohnehin keine Wahl: Die Höhen waren bei weitem der geeignetste Ort für meditative Momente. Am Boden waren Raubtiere und Soldatenpatrouillen eine ständige Störung, die seine Ruhe bedrohten und ihn daran hinderten, sich friedlichen Aktivitäten zu widmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tausend Kilometer entfernt beendeten seine Stammesmitglieder wahrscheinlich auch gerade ihre Gebete. Trotz der Entfernung und der Einsamkeit hatte Pü versucht, seinen Lebensrhythmus beizubehalten, den er vor seiner Abreise gelebt hatte. Mit dem ersten Morgengrauen erwachte das Dorf und bereitete sich auf die Routinearbeiten vor, die für das reibungslose Funktionieren der Gemeinschaft notwendig waren: Instandhaltung, Handwerk, Jagd, Kochen, verschiedene Versammlungen, Empfang der seltenen Gesandten und Händler etc. Das Ziel war es, so viele Aufgaben wie möglich zu erledigen, bevor die lange Morgenlitanei begann. Diese wurde von Pus Mutter Looï geleitet und endete mit einem gemeinsamen Essen im Speisesaal, an dem der ganze Stamm teilnahm. Nach dem Mittagessen übten sich die Zoraï mehrere Stunden lang in der Kunst des Kampfes. Der Unterricht richtete sich an alle, unabhängig von Alter oder Geschlecht, und war sehr vielfältig: Nahkampf, Stichwaffen, Schusswaffen und Magie. Der Stamm war in erster Linie ein Clan von Kämpfern, die früher oder später am Beginn des Heiligen Krieges teilnehmen würden. Wenn das Training beendet war, trafen sich die Familien zu einem gemütlichen Essen und gingen vor dem Schlafengehen verschiedenen persönlichen Aktivitäten nach. Seit jeher besuchte Pü Abendkurse bei seiner Mutter, die ihn in homininer Geschichte, internationalen Beziehungen, anderen Sprachen und Wissenschaft unterrichtete. Gelegentlich wurde er von seinem älteren Bruder Niï begleitet. In den meisten Fällen besuchte dieser jedoch andere Privatstunden bei ihrem Vater, der Schwarzen Maske.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Junge wurde jäh aus seinen Erinnerungen gerissen, als ein trauriges Geräusch die Harmonie des Gesangs der Bäume durchbrach. Über den Baumwipfeln erschütterte das dumpfe Dröhnen eines Karavan-Fluggeräts die Luft und vertrieb die Javings, diese seltsamen Vögel mit den gezackten, grünlichen Flügeln und der langen, schwarzen, glänzenden und mit Widerhaken versehenen Zunge, mit der sie ihre Beute aufspießten. Pü stand schnell auf, überprüfte die Festigkeit seiner Lebenslinie und machte sich daran, die letzten Meter des dicken Baumstamms zu erklimmen, der ihn vom Himmel trennte. Als sein zarter Körper aus dem Blättermeer herausragte, musste er hinter seiner Maske die Augen zusammenkneifen, weil das Tageslicht so grell war. Nicht weit von ihm entfernt verlor die Höllenmaschine immer mehr an Höhe. Die seltsame schwarze Materie, aus der ihre Hülle bestand, reflektierte Jenas helles Astrallicht, als wollte sie ihn verhöhnen. Trotzdem gelang es Pü, die Maschine zu identifizieren. Es war einer der kleinen Transporter, die die Karavan normalerweise benutzte, um die von ihren Hominsklaven gesammelten Ressourcen zu sammeln. Seltsamerweise schien er direkt aus einer der riesigen Himmelswurzeln zu stammen, die das Kronendach bildeten, den unerforschten Teil der Rinde, wie die Bewohner Atys bezeichneten, ihre Welt aus lebendem Holz, das nur aus ständig wachsendem Pflanzenmaterial besteht. Ihre opulenten Täler und üppigen Hügel bestanden aus kolossalen Wurzeln, auf denen die Homins ihre Zivilisationen errichtet hatten. Das Wasser, das die tiefen Wurzelspalten füllte, erweckte ihre Seen, Lagunen und Ozeane zum Leben. Die steilsten Wurzeln bildeten seine Berge und reckten sich in einem langsamen, unaufhaltsamen Aufstieg in den Himmel. Bestimmte Temperaturanomalien führten sogar dazu, dass der Wurzelteppich langsam verglühte und die Wüsten entstanden. Und noch tiefer unter der Rinde befanden sich die Urwurzeln, das geheimnisvollste Ökosystem von Atys nach dem, das man in das Kronendach vermutet. Es bildete ein riesiges Labyrinth aus grünen, feuchten Höhlen, die tief in die Eingeweide der Pflanzenwelt bis in ihr Herz hineinreichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü beobachtete, wie die Karavan-Maschine mit hoher Geschwindigkeit abtauchte. Es war sehr wahrscheinlich, dass wie üblich ein Treffpunkt zwischen der Karavan und ihren Handlangern vereinbart worden war und dass ein Konvoi auf dem Weg war, um Tribut zu liefern. Der junge Zoraï spürte, wie sein Herz raste. Vier. Jetzt fehlten ihm nur noch vier. Vier, und er könnte endlich nach Hause zu seinen Lieben zurückkehren. Das war die perfekte Gelegenheit. Er musste den Konvoi abfangen, bevor er sich mit den Karavan-Agenten treffen konnte. Pü entkam dem nackten Tag, indem er sich ein paar Meter in die Tiefe stürzen ließ, und landete auf dem Ast, auf dem er seine Sachen zurückgelassen hatte. Er sammelte sie zusammen und packte sie hastig ein, bis auf einen würfelförmigen Weidenkorb, den er sorgfältig handhabte. In diesem Korb befanden sich die Früchte monatelanger Bemühungen. Er würde sich niemals verzeihen, wenn er ihn verlieren oder seine Unversehrtheit gefährden würde. Um sicherzugehen, dass er nichts vergessen hatte, überprüfte er noch einmal seinen Klettergurt und tauchte ab. Pü raste durch den grünen Abgrund, bewegte sich geschickt zwischen den Zweigen und löste mit einem fachmännischen Handgriff seine Lebenslinie von den Stiften, die er während des Aufstiegs getrieben hatte. Er durchquerte viele Sekunden lang die bunten Schichten dieses kontinentalen Waldes mit seinen tausend Jahreszeiten und landete schließlich anmutig auf dem belaubten Boden. Die Richtung, in die das Fluggerät flog, deutete darauf hin, dass es wahrscheinlich auf der Lichtung weiter nördlich landen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten Konvois starten in Matia, der Hauptstadt des gleichnamigen Königreichs, und so war es gut möglich, dass der erhoffte den breiten künstlichen Pfad nehmen würde, der den Wald im Westen durchschneidet. Pü war von den Kräften der Botaniker des Matis-Volkes beeindruckt und erschrocken zugleich. Er, der Matias kolossale Wurzelmauer und die riesigen Habitatbaumkomplexe, die sich jenseits der Stadtmauer so weit das Auge reichte, mit eigenen Augen gesehen hatte, war von einer solchen Maßlosigkeit überwältigt gewesen. Doch mit diesem Vorgehen und dem Versuch, die Natur nach seinem Willen zu beugen, versuchte das Volk der Matis, die Absicht der Kamis und damit auch die Absicht von Ma-Duk zu durchkreuzen. Der Große Erzeuger wacht über jedes Stückchen Materie auf Atys. Die Natur zu verändern bedeutet, sein Großes Werk zu verfälschen. Die Geheimnisse der Manipulation von lebender Materie, insbesondere von Pflanzen, waren den Matis von der Karavan übermittelt worden, wie den Zoraïs die Beherrschung des Magnetismus und des Schreibens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während seiner langen Monate im Exil im Königreich Matia war Pü klar geworden, wie attraktiv die heidnischen Sitten der von der Karavan indoktrinierten Völker sein konnten. Bei diesen Gedanken hatte er sich geschämt. Aber es hatte ihm auch geholfen, die Gefährlichkeit dieser Dämonen aus dem Himmel besser zu verstehen. Der junge Zoraï verlor keine Zeit. Er rutschte und sprang über die Wurzeln und Verzweigungen des Waldes und legte die letzten Kilometer bis zum Pfad in kürzester Zeit zurück. Die wenigen Gingos, die versuchten, ihn auf seinem Weg zu verfolgen, hatten keine andere Wahl, als aufzugeben, da er sich so geschickt durch das dichte Gewirr der Natur manövrierte, die frei von jeglicher Matisse-Unterdrückung war. Als er den Weg erreichte, versteckte er sich hinter einem großen Strauch und hielt Ausschau nach der Ankunft des Konvois. Als er gerade aufgeben und woanders nach den Spuren der Matis suchen wollte, hörte er in der Ferne ordentliches Hufgetrappel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü schluckte. Sein Herzschlag begann sich langsam zu beschleunigen. Niemals. Niemals würde er sich an dieses Gefühl gewöhnen. Sein Bruder hatte ihm versichert, dass sein erstes Mal ein Genuss sein würde und dass die Gefühle, die er dabei empfand, ihn für sein ganzes Leben prägen würden. Auf der einen Seite hatte er damit nicht ganz Unrecht. Die blutverschmierten Hände eines Zoraï, der mit elf Jahren ins Exil geschickt wurde, kniete allein vor der noch warmen Leiche seines ersten Opfers: diese Bilder verfolgten ihn wochenlang Tag und Nacht, bis er den Verstand verlor. Doch diese letzte Prüfung kündigte auch das Ende seines schmerzhaften Exils an. Bald würde er wieder in seinem Land, bei seinem Stamm sein und seine Mutter wieder in die Arme schließen können. Dieser freudige Gedanke tröstete ihn und half ihm, seine Kräfte wieder zu sammeln. Der Konvoi zeichnete sich nun am Horizont ab. Bald war er in Sichtweite. In der Mitte befand sich ein solider, schwer beladener Karren, gezogen von zwei Mektoubs, friedfertigen Dickhäutern mit flinken Füßen, die über zwei Meter groß waren, braunes Fell mit grauen Streifen hatten und vor allem an ihren langen, kräftigen Rüsseln und ihren ohrlosen Köpfen zu erkennen waren. Er wurde von einem Tryker geführt, wie viele andere, denen Pü bislang begegnet war. Tatsächlich war es nicht ungewöhnlich, Tryker weit östlich von ihren schwimmenden Städten zu treffen, die im Matis-Land undankbare und schlecht bezahlte Arbeit verrichteten. Ihre Neugier und ihr Freiheitsdrang machten sie zwar zu hervorragenden Entdeckern und Erfindern, doch aufgrund ihrer geringen Größe, ihres kindlichen Aussehens und vor allem ihres friedlichen und gutmütigen Charakters waren die Tryker in den vergangenen Jahrhunderten leider mehrfach von den Matis versklavt worden. Wie Pü aus dem Unterricht seiner Mutter wusste, waren die Tryker zum letzten Mal während des &amp;quot;Aquäduktkriegs&amp;quot; vor nur vierzig Jahren versklavt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2435 entdeckten Fyros-Minenarbeiter im Westen ihrer Wüste unter der Rinde vergrabene Ruinen und bohrten eine Säureader an, die die gesamte Region um die Kaiserstadt Coriolis in Brand setzte. Das wochenlange Feuer breitete sich bis zur Grenze des Königreichs aus und zerschnitt das riesige, von den Matis verhasste Aquädukt. Eben jenes, das die Wüste mit dem Seengebiet verband, das von der Trykoth-Föderation, dem Verbündeten des Fyros-Imperiums, verwaltet wurde. Der Krieg, in den die Allianz und das Königreich seit fast eineinhalb Jahrhunderten verstrickt waren, nahm eine neue Wendung. Der Imperator sah sich gezwungen, seine Truppen von den Seen abzuziehen und sie zur Bekämpfung des Feuers einzusetzen, das sein Volk bedrohte und ihm das Wasser abnahm. Daraufhin nutzte die Matisse-Armee die Gelegenheit und marschierte in das Seengebiet ein, versklavte das Volk der Tryker und eroberte die Stadt Karavia zurück, die das Imperium fast ein Jahrhundert zuvor gestohlen hatte. Karavia, die &amp;quot;Heilige Stadt&amp;quot;, wurde angeblich genau an dem Ort errichtet, an dem Zachini an der Küste des Königreichs, das er später gründete, zum ersten Mal mit der Karavan und der Göttin Jena zusammentraf. Karavia, die &amp;quot;Unheilige Stadt&amp;quot;, für Pü und seinen Stamm der bösartigste Ort auf der Rinde... Und doch wurde hier im Jahr darauf der Vertrag unterzeichnet, der den Aquäduktkrieg beendete und die Tryker von der Herrschaft der Matis befreite. Allerdings hatte diese Episode im Unterbewusstsein des Seenvolkes Spuren hinterlassen, und viele Tryker blieben als Diener im Wald zurück... so wie der Karrenfahrer, der sich offensichtlich dem Dienst des Matis verschrieben hatte, der neben ihm auf der Sitzbank schlummerte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü identifizierte ihn bei seinem Anblick sofort als einen Kleriker der Kirche des Lichts, die Herena genannt wurde. Der Matis war nämlich in seine kirchliche Tracht gekleidet: eine weiße Bernsteinkrone und eine lange Toga, die aus mehreren großen Umhängen bestand, die aus bunten Federn gefertigt und mit Geflechten aus bernsteinfarbenen Schmuckstücken verziert waren. Die Kirche des Lichts, die um den Jena-Kult herum gegründet wurde und unter der Schirmherrschaft der Karavan stand, war heute allmächtig im Königreich Matia und insbesondere in Karavia, das durch den Vertrag, der ihren Namen trägt, an das Königreich zurückgegeben wurde. Unter ihrem Einfluss waren so viele Homins von der dämonischen Natur der Kamis überzeugt worden...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter oben auf dem Karren, auf seiner Planenladung, stand ein Matis mit einem Maschinengewehr und hielt Ausschau nach dem Horizont. Er hatte keinen Helm auf und trug die gewöhnliche Kleidung der Soldaten der regulären Armee: einen weichen, robusten Anzug aus Kaktushaut und darüber Rüstungsteile aus weißem Holz. Ein weiterer schien auf der Rückbank zu sitzen. Die Matis waren ein von Natur aus schlankes Volk mit ausgemergelten Gesichtszügen und perlmuttfarbener Haut. Sie waren Ästheten, raffiniert und aufgrund ihrer Kultur ehrgeizig und erinnerten andere Völker immer wieder an ihre Überlegenheit, selbst wenn sie sich dessen nicht bewusst waren. Um den Karren herum waren fünf berittene Matis, die als Eskorte dienten. Sie ritten stolz auf Caprynis, schlanken Vierbeinern mit dicker, heller und stellenweise blau gestreifter Haut, einem einzigen Geweih und einer langen Schnauze mit einem einzigartigen Ziegenbart. '''Alle Soldaten waren mit einer Rüstung aus solidem weißem Holz ausgestattet''', die mit lilafarbenen Mustern graviert war, sich am Oberkörper wölbte und in der Taille enger wurde. Die Schulterstücke der Rüstung waren ebenso abgerundet wie breit und verliehen den Soldaten ein herrisches Aussehen. Am auffälligsten war jedoch ihr Helm, der aus einer Elfenbeinmaske mit einem azurblauen Schmuckstück auf der Stirn und einer stabilen, imposanten Kopfbedeckung bestand, die mit weißem Bernstein verziert war und deren Enden aus Chitin an den Ohren herabhingen, sodass sie wie Hörner aussahen. Einer der Soldaten unterschied sich von den anderen durch die feinen Verzierungen und Gravuren, die seinen Brustpanzer und Helm schmückten. Bisher hatte Pü noch niemals die Gelegenheit gehabt, solche Verzierungen zu sehen. Der Matis war zweifellos ein hochrangiger Soldat der königlichen Armee, der zusammen mit dem Herena entsandt worden war, um den König vor der Karavan zu vertreten.&lt;br /&gt;
[[file:Tous les soldats.png|right|400px|alt=… Tous les soldats étaient équipés…|Alle Soldaten waren ausgerüstet]]&lt;br /&gt;
Das Kind stellte seinen Korb sorgfältig in die Mitte des Strauches und wartete noch ein paar Sekunden, bis der Konvoi weiterzog. Als er etwa 50 Meter von seiner Position entfernt war, kam er ruhig aus seinem Versteck hervor und stellte sich in die Mitte der Straße. Als der Ausguck auf der Spitze der Ladung ihn entdeckte, gab er das Signal zum Anhalten und der Konvoi stoppte abrupt. Der unerwartete Halt unterbrach den Schlaf des Herena, der beinahe vom Karren gefallen wäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wer sind Sie? Nennen Sie Ihre Identität!&amp;quot;, rief der Ausguck in einem kräftigen, aber dennoch melodischen Tonfall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Antwort trat Pü einige Meter vor, während die Reiter ihre Reittiere ausrichteten und sich vor dem Karren aufstellten. Der Zoraï räusperte sich und nahm seinen schönsten Mateis an. Seine Mutter hatte ihm die von anderen Völkern verwendeten Sprachen beigebracht, wobei sie den Schwerpunkt auf Mateis legte, die international am häufigsten gesprochene Sprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich bin ein Apostel der Kamis, der in die heidnischen Regionen gesandt wurde, um den Verirrten die Existenz des Großen Erzeugers zu offenbaren und einigen Auserwählten die Ewige Vergebung anzubieten. Kinder der Rinde, freut euch zu hören, dass eure Sünden durch mich bereits reingewaschen wurden. In Kürze werden eure Seelen gereinigt und den Schwarzen Kriegern von Ma-Duk übergeben. Durch sie werden sie zu ihrem Kampf für die Erhaltung von Atys beitragen. Und wenn Ma-Duk es will, werden sie Zeuge des Heiligen Krieges und des Beginns der Glücklichen Tage.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz seines guten Willens gelang es dem jungen Homin nicht, Leidenschaft in seine Predigt zu bringen. Nach so vielen Monaten morbider Predigten war dieses Ritual ebenso ermüdend wie schmerzhaft geworden. Pü wusste, dass der Wahnsinn auf ihn lauerte. Die Stimmen in seinem Kopf wurden immer präsenter und er entwickelte Woche für Woche neue Verhaltensstörungen. Wie viele seiner Brüder und Schwestern hatten während ihres Exils den Boden unter den Füßen verloren? Viele von ihnen waren niemals zurückgekehrt. Vor seiner Abreise hatte er lange Zeit hart über sie geurteilt, aber jetzt verstand er sie. Seine Sicht war getrübt, als sich ein starker Kopfschmerz bemerkbar machte. Er musste sich lange konzentrieren, um die ersten mentalen Einflüsterungen auszuschalten. Während dieser langen Sekunden der Abwesenheit hatte sich der Herena zu dem Ausguck auf der Spitze des Karrens gesellt. Er hielt sich rücksichtslos an ihm fest, um nicht zu fallen, und brüllte sie an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ma-Duk? Der große Erzeuger? Was reden Sie denn da für einen Unsinn? Wir wussten zwar, dass die Wilden Ihrer Art die Kami-Dämonen anbeten, aber wir dachten, Sie wären so geistesgegenwärtig, die Existenz unserer aller Mutter, Jena, nicht in Frage zu stellen! Kennen Ihre Schandtaten keine Grenzen? General, ergreifen Sie diesen Ketzer auf der Stelle!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü ging wieder ein paar Schritte nach vorne und massierte sich die Maske.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Dann kann ich Ihnen versichern, dass Min-Cho, sein Rat der Weisen und die gesamte Zoraï-Theokratie, versteckt im Herzen Zorans und hinter ihrer Großen Mauer, immer noch Ihre usurpatorische Göttin anbeten, sagte er mit müdem Blick. Vor vielen Jahrzehnten entschieden sich die Kamis dafür, meinem Stamm die Existenz von Ma-Duk zu offenbaren. Heute sind wir leider die einzigen, die seine Natur als Oberster Kami anerkennen. Aber es gibt noch andere Apostel, die im Dschungel arbeiten. Eines Tages werden unsere Zoraï-Brüder das Ausmaß der Lügen erkennen, die ihnen seit ihrer Kindheit aufgetischt werden, und wenn Ma-Duk es will, werden ihnen ihre Sünden vergeben.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gesicht des Klerikers färbte sich rot, als er durch seine Gestikulationen, die die vielen Umhänge seiner Kleidung verwickelten, fast zu Boden fiel. Zu seinem Glück tat der Ausguck alles, was er konnte, um zu verhindern, dass der Herena sich durch einen Sturz blamierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hören Sie auf mit Ihren Schandtaten, Wilder! Keine Vergebung für Ihre degenerierte Rasse von Dämonenanbetern! Ihre skelettierten Gesichter sind Abscheulichkeiten, eine Beleidigung für die Karavan! Ihr verdient es, ausgerottet zu werden, wie alle Primitiven, die Atys mit Ihrer Anwesenheit beschmutzen! Dieser Wilde soll sofort gefasst werden, das ist ein Befehl!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hoch zu Capryni versuchte der Matis-General einzugreifen, um die wachsende Spannung abzubauen. Doch einer der Reiter befolgte die Aufforderung des Geistlichen und ritt in vollem Tempo los. Pü schüttelte seine Maske ab, um seine letzten Kopfschmerzen wegzuwischen, und konzentrierte sich voll und ganz auf die Situation. Von nun an würde alles sehr schnell gehen. Er musste seine inneren Fragen zum Schweigen bringen. Der Matis hatte bereits die Hälfte der Distanz zwischen ihm und dem Zoraï überwunden. In seiner rechten Hand hielt er einen langen, hohlen Speer, der in einer geflochtenen Bernsteinkragen endete. In der Nähe der horizontalen Stange befand sich ein Hebel, mit dem der Ring, der die Stange abschloss, schnell gelockert oder zusammengedrückt werden konnte. Diese geniale Waffe war in der Regel dazu gedacht, die zukünftigen Reittiere der Matis an der Kehle zu packen, wenn sie noch in der Wildnis waren, wurde aber auch dazu verwendet, Homins zu fixieren und zu unterwerfen, ohne sie zu verletzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Püs Körper schwankte leicht. Es dauerte einige Sekunden, bis er das Schlagen seiner Glieder mit dem Galopp des Reittiers synchronisieren konnte. Als der Angreifer etwa zehn Meter von ihm entfernt war, aktivierte er den Mechanismus seiner Waffe und schwang sie, ohne sein Tempo zu verlangsamen. Die Schlinge öffnete sich weit genug, um den maskierten Kopf des Zoraï zu umschließen. Ohne Zweifel wusste er, wie er mit seinem Instrument umzugehen hatte. Doch der junge Homin war zu flink. Als der Soldat nach rechts schoss, um seine Beute an der Kehle zu packen, tauchte Pü absichtlich in die Richtung des Angriffs und wich ihm aus. Zwischen Waffe und Capryni hindurch gelang es ihm, den Riemen an der Seite des Tieres zu ergreifen, bevor er den Boden berührte. Er hielt sich fest und zog, so gut er konnte, nicht um das Tier zu destabilisieren, sondern um seinen leichten Kinderkörper über das Tier zu schleudern. Er flatterte herum und landete gerade noch auf dem Hinterteil des Capryni, als der Matis hinter seinen Rücken blickte, um zu sehen, was aus dem Zoraï geworden war. Während der Reiter den Blick von Pü kreuzte, der nur durch die Kraft seiner Schenkel das Gleichgewicht auf dem Tier hielt, legte seine Beute, die zum Henker geworden war, schnell ihre Hände um seinen Nacken und brach ihn mit einem kräftigen Schlag. Die Waffe des Matis rutschte aus seiner rechten Hand und zerbrach auf dem Boden. Wenn Pü nicht sicher sein konnte, dass er tot war, war seine Lähmung garantiert. Er ließ den gepanzerten Körper auf sich niedersacken, damit er nicht stürzte, nahm die Zügel, die seine linke Hand hielt, wieder auf, verlangsamte das Tempo und drehte sich um. Als er wieder am Ausgangspunkt angekommen war, brach er seinen Lauf ab und sprang links neben dem Tier zu Boden. Der Körper des Soldaten fiel schwer auf die rechte Seite. Der Helm löste sich durch den Aufprall, sodass der Zoraï in das leblose Gesicht blicken konnte. Der Soldat war eine Homina und damit vielleicht auch eine Mutter. Für den Bruchteil einer Sekunde sah Pü, wie die Maske seiner eigenen das Gesicht der Leiche überlagerte. Er schloss die Augen. Drei. Jetzt fehlten ihm nur noch drei.&lt;br /&gt;
[[file:Le soldat.png|right|400px|alt=… Le soldat était une homine…|Der Soldat war eine Homina]]&lt;br /&gt;
Auf der Spitze des Karrens hatte sich das Gesicht des Klerikers von einer rötlichen Gesichtsfarbe in ein blasses Weiß verwandelt, das viel blasser war als sonst. Die Soldaten reagierten nicht, da sie von der Gewalt, die sie gerade gesehen hatten, schockiert waren. Nur der General behielt die Nerven. Er ließ sein Reittier ein paar Schritte vorwärts reiten und wandte sich dem Konvoi zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Giero, reiten Sie so schnell wie Ihr Capryni kann in Richtung des nächsten Außenpostens! Informieren Sie den Intendanten über die Lage und schicken Sie uns Verstärkung. Unterschätzen Sie die Bedrohung nicht. Be'maty, begeben Sie sich ebenfalls zum Außenposten! Sie werden Giero wegen der Ladung nicht folgen können, aber Ihre Mektoubs sind stark, also schonen Sie sie nicht. Sobald er seine Nachricht überbracht hat, wird Giero Sie auf der Straße treffen. Vicho, bleiben Sie auf dem Karren! Sie werden die Ladung und den Herena mit Ihrem Leben schützen, bis Giero zurückkehrt. Zani, Lichnini, Sivaldo, Sie kommen mit mir! Greifen Sie nicht ein, bis ich es Ihnen befehle&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der selbstbewusste Tonfall des Generals half den Soldaten, aus ihrer Lethargie zu erwachen. Alle führten den Befehl wortlos aus. Der Wachposten sprang vom Karren und legte sein Maschinengewehr an, der Matis auf dem Rücksitz ersetzte ihn auf dem Dach des Karrens, der zu manövrieren begann, um umzukehren. Nur der Kleriker, der gerade erst wieder zu sich kam, wollte protestieren. Doch der neugierige Blick, den der General ihm zuwarf, hielt ihn davon ab, und seine Kreideblässe wurde noch größer. Normalerweise ließ Pü keine Überlebenden zurück, denn nur wenn es keine Zeugen gab, konnte er sicher sein, dass er in diesen Gebieten weiterhin ungehindert operieren konnte. Außerdem vermied er es normalerweise, die reguläre Armee anzugreifen, da jeder vermisste Soldat zu einer Untersuchung führte, und griff stattdessen lieber die fanatischen Stämme oder Banditengruppen an, die das Königreich durchzogen. Doch dieses Mal war alles anders. Wenn die ersten sprechen würden, würde er schon auf dem Rückweg sein. Er beobachtete seine vier zukünftigen Gegner genau, während einer der Reiter mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Südwesten ritt, gefolgt von dem Karren. Er durfte es nicht mit ihnen allen zusammen aufnehmen. Er wartete ein paar Sekunden - genug Zeit, damit der Bote am Horizont verschwand - und begann, sich langsam vorwärts zu bewegen. Beim ersten Schritt schrie der General.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bleiben Sie stehen! Weil Sie sich des Verbrechens des vorsätzlichen Mordes an einem Soldaten des Königreichs Matia schuldig gemacht haben, müssen Sie sich vor dem königlichen Gericht verantworten. Wie es unser Gesetz vorsieht, haben Sie das Recht, sich während des Prozesses zu verteidigen. Bitte kooperieren Sie jetzt, sonst müssen wir Sie gewaltsam festnehmen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü hob die Hände, um Unterwerfung vorzutäuschen, und ging weiter. Er wusste, dass die Matis sich nicht täuschen lassen würden, aber er musste ein paar Meter gutmachen. Momentan war der Maschinengewehrschütze die größte Bedrohung. Er musste ihn zuerst ausschalten. Dennoch durfte er den hochrangigen Soldaten nicht unterschätzen. Unter normalen Umständen hätte er es mit einem einfachen Truppführer zu tun gehabt und nicht mit einem erfahrenen Militär.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich werde mich nicht wiederholen, keine Bewegung mehr!&amp;quot;, schrie der General erneut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zoraï würde es wahrscheinlich nicht schaffen, noch einen weiteren Schritt zu machen, bevor der General zum Angriff blasen würde. Er fuhr mit seiner rechten Hand über seinen Rücken und legte sie auf den kleinen runden Schild, der dort hing. Er durfte sich keinen Fehler erlauben. Wenn er sich jetzt verfehlte, würde der Rest viel unsicherer werden. Er schloss wieder die Augen und ließ seine Sinne sich voll und ganz der Welt öffnen. Die Richtung und Stärke des Windes, die Luftfeuchtigkeit - wichtige Parameter, die es für den perfekten Wurf zu berücksichtigen galt. Er öffnete die Augenlider wieder und richtete seinen Blick auf den Schützen. Er war zwar zu weit weg, um sicher zu sein, aber die Position seiner Arme deutete darauf hin, dass er bereit war, zu schießen. Pü atmete tief durch und machte sich an den Kampf. Schneller als je zuvor hängte er seinen Schild ab und streckte seine Arme wie ein Seil nach hinten. Er brauchte weniger als eine Sekunde, um seine Flugbahn zu bestätigen und seinen Buckler zu werfen. Das Geschoss flog nach links vom Pfad und erweckte den Anschein eines Fehlwurfes. Pü nutzte die allgemeine Verwirrung, um in die andere Richtung zu stürmen. Wie erwartet erhielt der Maschinengewehrschütze den Befehl zum Eingreifen und legte seine Waffe an. '''Mit beiden Füßen fest in der Rinde steckend, begann er, aus allen Rohren auf den Zoraï zu feuern'''. Aufgrund des Rückstoßes war die Waffe jedoch schlecht zu führen, sodass Pü einige Sekunden Zeit hatte, bevor die Treffer ins Schwarze trafen. Der Junge wackelte und hüpfte geschickt und versuchte, dem Maschinengewehrschützen die Arbeit zu erschweren, dessen Schüsse immer präziser wurden. In diesem Moment glaubten die Matis wahrscheinlich, dass sie den Sieg davontragen würden. Doch die Flugbahn des Schildes nahm eine unerwartete Krümmung an. Der Buckler streifte die Bäume, die den Straßenrand markierten, und drehte sich in Richtung des Schützen, der nun mit dem Rücken zu ihm stand. Niemand bemerkte den Plan, außer dem General, der das tödliche Projektil sah, als es gerade auf den Hinterkopf des Maschinengewehrschützen treffen wollte, weil er schlauer war als der Rest seines Trupps. Er schrie etwas und sprang von seinem Capryni. Er rappelte sich schnell auf und ging auf den Soldaten zu. Als Antwort auf den Schrei seines Vorgesetzten drehte sich dieser gerade zu der fliegenden Bedrohung um. Als der General sah, dass er nicht reagierte, versuchte er, ihn zu Boden zu werfen, doch er stieß ihn nur an. Der Schild schnitt tief in das Gesicht des benommenen Matis, der sich herumdrehte und schwer auf den Boden fiel.&lt;br /&gt;
[[file:Les deux pieds.png|right|400px|alt=… Les deux pieds fermement plantés…|Mit beiden Füßen fest steckend]]&lt;br /&gt;
Pü hörte mit dem Gestikulieren auf und holte Luft. Der Maschinengewehrschütze war zwar sicher nicht tot, aber er schien ohnmächtig zu sein und stellte daher im Moment keine Bedrohung dar. Während der General am Krankenbett verweilte, glaubte der junge Zoraï fälschlicherweise, dass er nun Zeit hätte, über seinen nächsten Schritt nachzudenken. Doch die beiden Reiter waren anderer Meinung und spornten sich gegenseitig an, zum Angriff überzugehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;General, bleiben Sie bei Sivaldo, wir kümmern uns um den maskierten Primitiven!, rief der erste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Ja, General! Bisher haben seine feigen Techniken nur funktioniert, weil wir nicht darauf vorbereitet waren, fügte der zweite hinzu. Lassen Sie uns den Tod von Tinailli rächen! Wir versprechen, dass wir ihm Ehre erweisen werden!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl der General protestierte, rasten die beiden Soldaten mit voller Geschwindigkeit auf den Zorai zu, den das nicht zu stören schien. Die letzten paar Dutzend Meter zwischen ihnen wurden in Sekundenschnelle verschlungen. Doch da sie sich an den Tod ihrer ersten Kameradin erinnerten, machten die Matis nicht den Fehler, den jungen Krieger zu überfallen. Sie hielten an, bevor sie auf seiner Höhe waren, sprangen von ihren Reittieren und rückten vor, um ihn in die Zange zu nehmen. Nach ihrem jeweiligen Verhalten zu urteilen, mussten die beiden Matis unerfahrene Soldaten sein. Von Hass und Rachegelüsten geblendet, wussten sie noch nicht, dass sie sich gerade in den Rachen des Gingos gestürzt hatten. In der Ferne hatte der General gerade seine Capryni erreicht, um zu den beiden Unvorsichtigen zu eilen. Allein gegen zwei hatte der junge Krieger noch alle Chancen. Er musste die Sache also so schnell wie möglich hinter sich bringen, bevor der einzige wirklich erfahrene Soldat des Trupps zu ihnen stieß. Der Matis, der sich in seinem Rücken positioniert hatte, hielt mit beiden Händen ein schweres, schön verziertes Bernsteinschwert, während der Matis, der ihm gegenüberstand, mit einer langen Pike bewaffnet war, die von geflochtenem Bernstein gekrönt war. Pü hätte gerne in seinem Gesicht gelesen, aber der mächtige gehörnte Helm, den er trug, verhinderte dies. Die Matis kamen schnell näher. Logischerweise würde der Soldat gegenüber von ihm den ersten Angriff starten und dem Soldaten in seinem Rücken die Gelegenheit geben, einen toten Winkel für einen Angriff zu nutzen. Genau das geschah auch. Der Pikenier schrie und durchbohrte die Luft mit einer präzisen Bewegung, in der Hoffnung, den Zoraï mit einem einzigen Schlag aufzuspießen. Ohne seine Füße zu bewegen, schoss Pü mit seiner rechten Hand gegen die Pike, während er sich drehte und sein Becken auf die gegenüberliegende Seite verlagerte. Der Schutz seines Unterarms kratzte lautstark an den vielen scharfen Spitzen. Er drehte sein Handgelenk abrupt um und griff nach dem langen Griff der Waffe. Anstatt den Angriff abzuwehren, ermutigte er die Bewegung und nutzte den Schwung des Matis, um ihn zu destabilisieren, während er den Impuls seines Angriffs bewahrte. Er lenkte die Richtung des Angriffs leicht ab, ohne seine Füße vom Boden abzuheben, beugte seinen Rücken nach hinten und wich dem horizontalen Schlag aus, den der Schwertkämpfer auf ihn ausüben wollte. Er musste nur dafür sorgen, dass die Pike ihre Geschwindigkeit beibehielt, damit ihre tödlichen Spitzen den linken Oberschenkel des unglücklichen Schwertkämpfers durchbohrten, der unter dem Schock schreiend zusammenbrach. Der Angreifer wurde von der unkontrollierten Bewegung seiner Waffe mitgerissen und fiel beinahe auf den Verletzten. Pü ergriff die Gelegenheit und half ihm. Er zog seinen Dolch mit der freien Hand, während die andere den fest im Fleisch seines Kameraden steckenden Pik losließ, trat einen Schritt zurück, um sein Gleichgewicht wiederzuerlangen, und stieß seine Klinge mit einem präzisen Schlag in das Halsgelenk des Helms des Pikeniers. Ein langer Schwall Blut spritzte heraus, als er seinen Dolch aus der Halsschlagader seines Gegners zog. Wie erwartet geriet der Soldat in Panik und nahm schnell seinen Helm ab, um seine Kehle mit den Kräften des Sap zusammenzudrücken und zu heilen, bevor sein Gehirn nicht mehr mit Blut versorgt wurde. Pü ließ ihm keine Zeit zum Handeln, packte das braune Haar des Matis und versetzte ihm mehrere heftige Dolchstiche in den Hals. Als sich der Kopf des Soldaten schließlich vom Rest seines Körpers trennte, brach der Enthauptete auf die Pike zusammen, die sich noch tiefer in die blutende Wunde des am Boden festgenagelten Homins bohrte. Pü warf einen Blick zurück: Der General würde bald hier sein. Er steckte den blutbefleckten Dolch weg, ließ den Kopf seines Opfers fallen und näherte sich dem schwer verletzten Soldaten, der nun unter der schweren, noch immer pulsierenden Rüstung seines Kameraden eingeklemmt war und nicht mehr in der Lage war, die Pike herauszuziehen, um sein Bein magisch zu heilen. Der Homin nahm seinen Helm ab und begann zu stöhnen. Er war etwa so alt wie Niï, also etwa zehn Jahre älter als Pü.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bitte töten Sie mich nicht!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü hatte aufrichtiges Mitleid. Er hasste es zu töten. Und besonders, wenn seine Gegner nicht darauf vorbereitet waren. Aber er hatte keine Wahl mehr. Er hatte es fast geschafft, er konnte jetzt nicht alles aufgeben. Der junge Zoraï machte seinen Kopf wieder frei und ignorierte die Klage des Matis. Er trat näher an ihn heran, setzte seinen linken Fuß behutsam auf seinen Hals und zerquetschte ihn mit einem Fersenschlag. Er hob das Schwert des nun gelähmten Unglücklichen auf, stieß es ihm in den Hals und verhinderte so jede Regeneration. Eins. Jetzt fehlte ihm nur noch einer. Wenn der ohnmächtige Maschinengewehrschütze ausreichte, würde der Homin, der ihm von nun an gegenüberstand, ihn sicher nicht kampflos an den Verwundeten heranlassen. Der General, der sein Reittier bestiegen hatte, um die Distanz zu dem Zoraï zu überbrücken, es dann aber wieder verließ, ritt nun mit entschlossenen Schritten auf den Krieger zu. Als er nur noch wenige Meter von ihm entfernt war, nahm er seinen Helm ab. Zum ersten Mal seit langem zuckte Pü zurück. Für einen Moment glaubte das Kind, die Maske seines Vaters zu sehen. Der Matis war im besten Alter, wie die wenigen Falten, die die Harmonie seiner Gesichtszüge trübten, und der schwache Glanz seines langen, ebenholzfarbenen Haars zeigten. Vor allem aber waren es die selbstbewussten und intensiven Augen, die sie an ihren Vater erinnerten. Diese stechend blauen Augen waren die eines entschlossenen Homins, der bereit war, alles zu geben, um seinen Willen zu erfüllen. Pü trat einen Schritt zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Il n’est pas nécessaire que nous combattions, dit-il d’une voix troublée. J’ai accompli ma mission. Laissez-moi le mitrailleur et rentrez chez vous. S’il vous plaît, suivez mon conseil, et rejoignez votre famille. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Le général posa son casque à ses pieds et dégaina une longue et large épée finement décorée. Il lui jeta un regard glacial.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Je ne vais pas pouvoir accéder à votre requête, mon garçon. Vous venez à vous seul de tuer trois de mes soldats. Le Karan Domini, Roi et Grand Prêtre du Royaume de Matia, doit savoir pourquoi la Théocratie Zoraï forme des enfants-soldats à des missions d’assassinat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Je vous le redis : ma tribu et moi ne dépendons pas de la Théocratie Zoraï. Je vous en prie, éloignez-vous ! » répliqua Pü en reculant une seconde fois.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Le Matis s’avança d’un pas déterminé.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Vous a-t-on forcé à tuer ? S’il est normal qu’un garçon de votre âge apprenne à combattre, il ne devrait pas avoir à faire couler le sang si jeune. Et sûrement pas dans ces conditions. Un garçon de votre âge passe du temps avec ses amis, ses frères, ses sœurs, son père et sa mère. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
À l’écoute des paroles du militaire, et à l’évocation de ses proches, le jeune Zoraï fut pris d’un coup de sang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Ne parlez pas de ma famille ! Fuyez, tant qu’il en est encore temps ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Un sourire froid s’afficha alors sur le visage du général.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Il semble que j’aie touché la corde sensible. Seraient-ce vos parents qui vous ont envoyé si loin de la Jungle pour commettre ces meurtres ? Une mère est censée enseigner l’amour à ses enfants, non la mort ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Une violente céphalée transperça le crâne de l’enfant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« '''Je vous interdis de parler de ma mère !''' »&lt;br /&gt;
[[file:Je vous interdis.png|right|400px|alt=… Je vous interdis de parler…|Je vous interdis de parler]]&lt;br /&gt;
À son départ, elle avait pleuré. Et si elle l’avait exhorté de ne pas tuer pour assouvir son propre plaisir, elle lui avait malgré tout demandé de le faire pour Ma-Duk. Pü aimait sincèrement Ma-Duk, autant qu’il détestait Jena. Les Kamis protégeaient Atys, quand la Karavan la détruisait en pillant ses ressources. Mais ne pouvait-on prouver son amour à Ma-Duk autrement qu’en répandant le sang ? Par ses propos, et son statut de Grande Prêtresse, sa mère approuvait les coutumes barbares de leurs ancêtres. Pire, elle les transmettait avec ferveur. Mais lui, qui buvait il y a encore quelques mois chacune des paroles de sa mère, les vomissait désormais. Combien de temps encore réussirait-il à feindre son attachement aux valeurs de sa tribu ? Et si, averti de cette dernière pensée, Ma-Duk considérait déjà qu’il ne lui était plus fidèle, pourrait-il jamais devenir l’Ombre du Masque Noir ? Son père l’exécuterait-il lorsque Grand-Mère Bä-Bä lui apprendrait la nouvelle ? Son frère et sa mère le laisseraient-il faire ? Pü atteignait ses limites, son cerveau était en ébullition. Sentant le Zoraï flancher, le Matis le poussa à bout.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Ainsi l’Herena avait donc raison : vous n’êtes que des animaux ! Les homins de votre peuple engrossent leurs homines et les transforment en mères pondeuses, juste bonnes à produire des enfants-soldats qui seront sacrifiés sur l’autel de vos croyances haineuses ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sur ces mots, Pü dégaina sa dague et son épée courte et s’élança vers le Matis en hurlant. Il lui avait laissé l’opportunité de fuir, et celui-ci ne l’avait pas saisie. S’il désirait mourir, alors Pü l’y aiderait, aussi simplement qu’il l’avait fait pour ses soldats. Cela ne prendrait que quelques secondes. Tout serait terminé, bientôt. Il n’aurait plus à supporter cette douleur. C’est en tout cas ce qu’il imagina sous le coup de la fureur. L’épée du général s’illumina et le jeune guerrier fut saisi aux chevilles avant même de comprendre la manœuvre du militaire. L’expérience du Matis avait parlé, et l’orgueil du Zoraï allait lui coûter cher. Il avait sous-estimé son adversaire et s’était précipité aveuglément, sans anticiper l’utilisation d’un enchantement magique d’entrave. Des racines avaient jailli de l’écorce et l’empêchaient totalement de bouger. Étant donné l’élan de sa course, Pü avait manqué trébucher en avant, et ce n’était que de justesse qu’il avait réussi à se maintenir debout. Pris de panique, il tenta de s’extraire du piège magique en tailladant à l’aide de ses armes les ramifications qui montaient maintenant le long de ses mollets, oubliant par là même le lanceur du sortilège. Soudainement, alors que toute son attention était portée sur ses jambes, le ciel s’assombrit. Son sang se glaça lorsqu’il leva la tête par réflexe. Au-dessus de lui, l’imposante armure du Matis masquait la lumière de l’astre du jour : il avait profité de l’affolement du Zoraï pour arriver au corps-à-corps. Le contre-jour accentuait son regard féroce, qui pétrifia Pü de toute part. Le général leva sa grande épée en position plongeante. Son armure blanche s’illumina lorsque la lumière filtra suite au changement de posture, et Pü dut détourner les yeux pour ne pas être aveuglé.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Laissez-vous faire ! dit le Matis d’un air grave. Le coup que je vais vous porter va vous infliger une blessure critique. Si vous bougez, il risque de vous être fatal. Je vous maintiendrai en vie jusqu’à ce que les renforts arrivent. Nous vous conduirons ensuite à Matia ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Si le général semblait confiant en sa capacité de l’amener vivant auprès du roi des Matis, Pü préférait mourir mille fois plutôt que de devenir captif des suppôts de la Karavan. Il essaya à nouveau de se débattre, mais les racines enserraient maintenant sa taille et commençaient à remonter sur son ventre. Voilà, c’était ainsi que s’achevait sa courte vie. Finalement, Grand-Mère Bä-Bä avait eu tort. Lui qui avait grandi avec l’idée de devenir l’Ombre du Masque Noir et de périr parmi les siens en protégeant son frère, allait mourir seul et loin de chez lui, avec pour dernière vision l’éblouissante empreinte astrale de Jena. Quelle ironie. Alors que le Zoraï avait tourné son masque sur la gauche pour ne pas avoir à supporter plus longtemps le reflet moqueur de la cuirasse, il aperçut une étrange source lumineuse au-delà de la lisière de la route, sous l’ombre des grands arbres sylvestres. En se concentrant, il put discerner nettement deux sphères de taille identique. Elles étaient d’une blancheur éclatante et luisaient d’autant plus vivement qu’elles étaient environnées d’obscurité. Non, ce n’était pas seulement l’obscurité… Pü distingua une petite silhouette noire parmi les ombres. Son sang se glaça de nouveau. Ce n’étaient pas des sphères, c’étaient des yeux. Ceux du Kami Noir qui lui était apparu deux fois jusqu’alors. Il était là. Ma-Duk le regardait.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Non, il ne pouvait abandonner. Il était un Guerrier Noir de Ma-Duk, forgé par les meilleurs combattants de la Jungle et béni des Kamis. Tant qu’il pourrait se battre, il n’abandonnerait pas. Revigoré, son corps réagit d’instinct lorsque le général abattit son arme sur lui pour lui transpercer la clavicule gauche. Il envoya son bras droit au contact de la lame massive pour se protéger, et si son épée courte ne réussit pas à bloquer le coup, elle permit néanmoins de dévier l’attaque, au prix d’une partie de sa main, qui vola en éclats. L’état d’extrême tension dans lequel se trouvait le jeune guerrier eut pour effet positif de lui faire totalement ignorer la douleur. L’épée l’érafla et se planta lourdement dans le sol. Profitant de la seconde de répit qu’il lui était offerte, Pü lâcha la dague qu’il tenait dans sa main gauche et manipula la Sève alentour pour incanter à deux mains un sortilège. Sa paire d’amplificateurs de magie étant accrochée à sa ceinture désormais enchevêtrée avec les racines, il ne put s’en équiper. Mais pour ce qu’il comptait faire, un sortilège brut devrait suffire. Alors '''il n’hésita pas, et enflamma son corps pour s’évader de sa prison de bois'''. Il réussit à se dégager des racines partiellement consumées au moment où le général arrachait son épée du sol. Alors qu’il lançait son second assaut, Pü réussit à l’éviter de justesse grâce à une roulade. Le Matis enchaîna avec une série de frappes d’estoc et de taille, que le jeune guerrier esquiva à l’aide de diverses acrobaties. Désarmé, il n’était pas en mesure de parer les attaques. S’il était bien plus habile que le général encombré de sa lourde armure, celui-ci semblait bien plus endurant, et n’avait pas encore subi de blessures. Plus inquiétant encore, ses coups se faisaient de plus en plus précis. Pour la première fois de sa vie, Pü combattait un maître d’armes dans un combat à mort. L’expérience du Matis parlait, et il ne lui fallut que peu de temps pour commencer d’anticiper les mouvements du jeune guerrier.&lt;br /&gt;
[[file:Hesita pas.png|right|400px|alt=… il n’hésita pas…|il n’hésita pas]]&lt;br /&gt;
Les secondes défilaient et Pü s’essoufflait à vue d’œil. À plusieurs reprises, le soldat réussit à le frôler, entaillant son corps d’enfant de la pointe de son épée. Pü faisait régulièrement appel aux pouvoirs de la Sève pour panser ses blessures et régénérer partiellement son endurance, mais, à ce rythme, il atteindrait bientôt ses limites. S’il aurait aimé pouvoir passer dans le dos du Matis pour tenter de lui briser la nuque, comme il savait si bien le faire, celui-ci ne lui laissait aucun répit. Sans arme, il n’avait aucun moyen de s’extraire de cette situation perdue d’avance. Alors qu’il cherchait une échappatoire, il aperçut une dague pendant à la taille du soldat, cachée derrière le drap d’apparat ornant sa ceinture. Comment avait-il pu ne pas la voir avant ? Pü se maudit et imagina un plan d’action, entre deux roulades et trois contorsions. Il allait jouer le tout pour le tout. À bout de souffle, le Zoraï attendait le moment idéal pour agir. Soudainement, lui qui ne faisait jusqu’alors que reculer face aux assauts du Matis, profita d’une large frappe de taille pour effectuer une roulade avant et passer sous la lame tranchante. Son mouvement tout juste terminé, il poussa aussi fort qu’il put sur ses jambes, et bondit sur le flanc gauche du soldat. Si le Matis fut décontenancé par la direction de l’esquive, il réagit très vite et rendit un violent coup de pied latéral au jeune guerrier. Le corps de l’enfant craqua sous la lourde botte du soldat et alla s’écraser plus loin sur le sol. Pü se releva péniblement sur un genou et cracha le sang. Son adversaire venait de lui briser plusieurs côtes. Mais derrière son masque, le jeune guerrier souriait : sa main valide était désormais armée. Bien que différente des dagues qu’il avait coutume de manier, celle du Matis ferait parfaitement l’affaire. Le jeune homin inspira un grand coup et leva son masque vers le général. Celui-ci s’était retourné et s’apprêtait à réaliser une percée avec son épée pour retourner au corps-à-corps.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Abandonnez mon garçon ! » dit-il en chargeant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
À nouveau, Pü n’aurait qu’une seule chance. Et jusqu’alors, la chance lui avait souvent souri. Finalement, peut-être que le Kami Noir veillait réellement sur lui.  Alors que le soldat se précipitait dans sa direction, l’épée dirigée vers l’avant, Pü attendit le bon moment et jeta sa dague en l’air, loin au-dessus de lui. Aussitôt fait, il infusa tout ce qu’il put de Sève dans ses jambes et fit gonfler ses cuisses comme jamais. Puisant à la limite de ce qu’il pouvait endurer, il souleva un nuage de sciure et bondit dans les airs d’un saut surhomin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Totalement surpris par la nature de l’attaque et partiellement aveuglé par le brouillard de débris, le Matis crut à tort que le Zoraï tentait simplement de s’enfuir. Il comprit trop tard la réalité de la situation lorsque qu’il sentit son épée s’alourdir brusquement sur l’avant. Pü venait d’atterrir sur le plat de la lame et s’élançait tel un funambule en direction de son porteur. Déjà fort déséquilibré, le Matis tenta en vain de se redresser au moment où Pü prit à nouveau appui sur l’arme pour voltiger. Le jeune guerrier atterrit cette fois-ci sur ses épaules, et se propulsa une derrière fois en direction du ciel, obligeant par la force de ses jambes le Matis à poser un genou au sol. Pü devait se situer à environ quatre mètres du sol, et survolait le nuage de poussière qui commençait à se dissiper. Il n’eut qu’à tendre son bras valide pour attraper la dague qu’il avait précisément jetée quelques secondes auparavant. Écartant les jambes et regardant vers le sol, alors que la gravité commençait à faire effet, il posa ses yeux sur le visage du général. Celui-ci avait perdu son regard terrifiant et ouvrait grand les paupières. Pü y lut de l’admiration. L’enfant effectua à nouveau un lancer parfait et la dague alla se planter droit dans le crâne du Matis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Toujours en l’air, le Zoraï se préparait à se réceptionner correctement, mais ses côtes cassées l’en empêchèrent. Il s’effondra lourdement sur le flanc opposé, non loin du corps du général figé sur les genoux dans une étrange position. Sa tête pendait en arrière, dirigée vers l’astre du jour et sa longue chevelure d’ébène se soulevait légèrement au gré du vent. Pü s’allongea sur le dos et écarta les bras. Terminé. Son calvaire était terminé. Il avait gagné.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{NavChap|[[Chapitre III - Mourir pour renaître]]|[[La Guerre Sacrée#Table des matières|Table des matières]]|[[Chapitre V - La graine du doute]]}}&lt;br /&gt;
{{Portail|La Grande Bibliothèque|Zoraï}}&lt;br /&gt;
[[Catégorie:La Guerre Sacrée]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jadeyn</name></author>	</entry>

	<entry>
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		<title>Kapitel IV - Sylvan Exil</title>
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				<updated>2023-02-22T15:59:39Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Jadeyn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{NavChap|[[Chapitre III - Mourir pour renaître]]|[[La Guerre Sacrée#Table des matières|Table des matières]]|[[Chapitre V - La graine du doute]]}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Trad&lt;br /&gt;
|DE=Kapitel IV - Sylvan Exil|DEs=2&lt;br /&gt;
|EN=Chapter IV - Sylvan Exile|ENs=4&lt;br /&gt;
|ES=&amp;lt;!--Capítulo IV - Exilio en el bosque--&amp;gt;&lt;br /&gt;
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{{Clear}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:purple;font-weight:bold&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''IV - Sylvan Exil'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:purple;font-weight:bold&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''Jahr 2474 von Jena'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Quotation|''Bélénor Nébius, Erzähler'' • ''Cheng Lai'SuKi, Illustratorin''|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[file:Pu deroulait.png|right|400px|alt=… Pü déroulait en silence…|verrichtete Pü schweigend]]&lt;br /&gt;
Auf einem hohen Ast eines großen sylvanischen Baumes sitzend, '''verrichtete Pü schweigend sein tägliches Gebet'''. Über ihm, sogar noch näher, so weit entfernt vom Dschungel und seinem Zenit, war das Tagesgestirn dabei, seinen vollen Glanz zu entfalten, und trotz der dicken Laubschicht, die es vom Himmel trennte, schaffte es das warme Licht, die blaue Haut des jungen Zoraï zu erwärmen. Er hatte jedoch gelernt, Jenas astrale Prägung zu vergessen, und versuchte, sich an die Kälte und das Echo der Abgrundschächte zu erinnern, die sein Dorf unter der Rinde durchzogen und die es Ma-Duk ermöglichten, aus dem Herzen von Atys über ihn und seine Familie zu wachen. Er hatte ohnehin keine Wahl: Die Höhen waren bei weitem der geeignetste Ort für meditative Momente. Am Boden waren Raubtiere und Soldatenpatrouillen eine ständige Störung, die seine Ruhe bedrohten und ihn daran hinderten, sich friedlichen Aktivitäten zu widmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tausend Kilometer entfernt beendeten seine Stammesmitglieder wahrscheinlich auch gerade ihre Gebete. Trotz der Entfernung und der Einsamkeit hatte Pü versucht, seinen Lebensrhythmus beizubehalten, den er vor seiner Abreise gelebt hatte. Mit dem ersten Morgengrauen erwachte das Dorf und bereitete sich auf die Routinearbeiten vor, die für das reibungslose Funktionieren der Gemeinschaft notwendig waren: Instandhaltung, Handwerk, Jagd, Kochen, verschiedene Versammlungen, Empfang der seltenen Gesandten und Händler etc. Das Ziel war es, so viele Aufgaben wie möglich zu erledigen, bevor die lange Morgenlitanei begann. Diese wurde von Pus Mutter Looï geleitet und endete mit einem gemeinsamen Essen im Speisesaal, an dem der ganze Stamm teilnahm. Nach dem Mittagessen übten sich die Zoraï mehrere Stunden lang in der Kunst des Kampfes. Der Unterricht richtete sich an alle, unabhängig von Alter oder Geschlecht, und war sehr vielfältig: Nahkampf, Stichwaffen, Schusswaffen und Magie. Der Stamm war in erster Linie ein Clan von Kämpfern, die früher oder später am Beginn des Heiligen Krieges teilnehmen würden. Wenn das Training beendet war, trafen sich die Familien zu einem gemütlichen Essen und gingen vor dem Schlafengehen verschiedenen persönlichen Aktivitäten nach. Seit jeher besuchte Pü Abendkurse bei seiner Mutter, die ihn in homininer Geschichte, internationalen Beziehungen, anderen Sprachen und Wissenschaft unterrichtete. Gelegentlich wurde er von seinem älteren Bruder Niï begleitet. In den meisten Fällen besuchte dieser jedoch andere Privatstunden bei ihrem Vater, der Schwarzen Maske.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Junge wurde jäh aus seinen Erinnerungen gerissen, als ein trauriges Geräusch die Harmonie des Gesangs der Bäume durchbrach. Über den Baumwipfeln erschütterte das dumpfe Dröhnen eines Karavan-Fluggeräts die Luft und vertrieb die Javings, diese seltsamen Vögel mit den gezackten, grünlichen Flügeln und der langen, schwarzen, glänzenden und mit Widerhaken versehenen Zunge, mit der sie ihre Beute aufspießten. Pü stand schnell auf, überprüfte die Festigkeit seiner Lebenslinie und machte sich daran, die letzten Meter des dicken Baumstamms zu erklimmen, der ihn vom Himmel trennte. Als sein zarter Körper aus dem Blättermeer herausragte, musste er hinter seiner Maske die Augen zusammenkneifen, weil das Tageslicht so grell war. Nicht weit von ihm entfernt verlor die Höllenmaschine immer mehr an Höhe. Die seltsame schwarze Materie, aus der ihre Hülle bestand, reflektierte Jenas helles Astrallicht, als wollte sie ihn verhöhnen. Trotzdem gelang es Pü, die Maschine zu identifizieren. Es war einer der kleinen Transporter, die die Karavan normalerweise benutzte, um die von ihren Hominsklaven gesammelten Ressourcen zu sammeln. Seltsamerweise schien er direkt aus einer der riesigen Himmelswurzeln zu stammen, die das Kronendach bildeten, den unerforschten Teil der Rinde, wie die Bewohner Atys bezeichneten, ihre Welt aus lebendem Holz, das nur aus ständig wachsendem Pflanzenmaterial besteht. Ihre opulenten Täler und üppigen Hügel bestanden aus kolossalen Wurzeln, auf denen die Homins ihre Zivilisationen errichtet hatten. Das Wasser, das die tiefen Wurzelspalten füllte, erweckte ihre Seen, Lagunen und Ozeane zum Leben. Die steilsten Wurzeln bildeten seine Berge und reckten sich in einem langsamen, unaufhaltsamen Aufstieg in den Himmel. Bestimmte Temperaturanomalien führten sogar dazu, dass der Wurzelteppich langsam verglühte und die Wüsten entstanden. Und noch tiefer unter der Rinde befanden sich die Urwurzeln, das geheimnisvollste Ökosystem von Atys nach dem, das man in das Kronendach vermutet. Es bildete ein riesiges Labyrinth aus grünen, feuchten Höhlen, die tief in die Eingeweide der Pflanzenwelt bis in ihr Herz hineinreichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü beobachtete, wie die Karavan-Maschine mit hoher Geschwindigkeit abtauchte. Es war sehr wahrscheinlich, dass wie üblich ein Treffpunkt zwischen der Karavan und ihren Handlangern vereinbart worden war und dass ein Konvoi auf dem Weg war, um Tribut zu liefern. Der junge Zoraï spürte, wie sein Herz raste. Vier. Jetzt fehlten ihm nur noch vier. Vier, und er könnte endlich nach Hause zu seinen Lieben zurückkehren. Das war die perfekte Gelegenheit. Er musste den Konvoi abfangen, bevor er sich mit den Karavan-Agenten treffen konnte. Pü entkam dem nackten Tag, indem er sich ein paar Meter in die Tiefe stürzen ließ, und landete auf dem Ast, auf dem er seine Sachen zurückgelassen hatte. Er sammelte sie zusammen und packte sie hastig ein, bis auf einen würfelförmigen Weidenkorb, den er sorgfältig handhabte. In diesem Korb befanden sich die Früchte monatelanger Bemühungen. Er würde sich niemals verzeihen, wenn er ihn verlieren oder seine Unversehrtheit gefährden würde. Um sicherzugehen, dass er nichts vergessen hatte, überprüfte er noch einmal seinen Klettergurt und tauchte ab. Pü raste durch den grünen Abgrund, bewegte sich geschickt zwischen den Zweigen und löste mit einem fachmännischen Handgriff seine Lebenslinie von den Stiften, die er während des Aufstiegs getrieben hatte. Er durchquerte viele Sekunden lang die bunten Schichten dieses kontinentalen Waldes mit seinen tausend Jahreszeiten und landete schließlich anmutig auf dem belaubten Boden. Die Richtung, in die das Fluggerät flog, deutete darauf hin, dass es wahrscheinlich auf der Lichtung weiter nördlich landen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten Konvois starten in Matia, der Hauptstadt des gleichnamigen Königreichs, und so war es gut möglich, dass der erhoffte den breiten künstlichen Pfad nehmen würde, der den Wald im Westen durchschneidet. Pü war von den Kräften der Botaniker des Matis-Volkes beeindruckt und erschrocken zugleich. Er, der Matias kolossale Wurzelmauer und die riesigen Habitatbaumkomplexe, die sich jenseits der Stadtmauer so weit das Auge reichte, mit eigenen Augen gesehen hatte, war von einer solchen Maßlosigkeit überwältigt gewesen. Doch mit diesem Vorgehen und dem Versuch, die Natur nach seinem Willen zu beugen, versuchte das Volk der Matis, die Absicht der Kamis und damit auch die Absicht von Ma-Duk zu durchkreuzen. Der Große Erzeuger wacht über jedes Stückchen Materie auf Atys. Die Natur zu verändern bedeutet, sein Großes Werk zu verfälschen. Die Geheimnisse der Manipulation von lebender Materie, insbesondere von Pflanzen, waren den Matis von der Karavan übermittelt worden, wie den Zoraïs die Beherrschung des Magnetismus und des Schreibens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während seiner langen Monate im Exil im Königreich Matia war Pü klar geworden, wie attraktiv die heidnischen Sitten der von der Karavan indoktrinierten Völker sein konnten. Bei diesen Gedanken hatte er sich geschämt. Aber es hatte ihm auch geholfen, die Gefährlichkeit dieser Dämonen aus dem Himmel besser zu verstehen. Der junge Zoraï verlor keine Zeit. Er rutschte und sprang über die Wurzeln und Verzweigungen des Waldes und legte die letzten Kilometer bis zum Pfad in kürzester Zeit zurück. Die wenigen Gingos, die versuchten, ihn auf seinem Weg zu verfolgen, hatten keine andere Wahl, als aufzugeben, da er sich so geschickt durch das dichte Gewirr der Natur manövrierte, die frei von jeglicher Matisse-Unterdrückung war. Als er den Weg erreichte, versteckte er sich hinter einem großen Strauch und hielt Ausschau nach der Ankunft des Konvois. Als er gerade aufgeben und woanders nach den Spuren der Matis suchen wollte, hörte er in der Ferne ordentliches Hufgetrappel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü schluckte. Sein Herzschlag begann sich langsam zu beschleunigen. Niemals. Niemals würde er sich an dieses Gefühl gewöhnen. Sein Bruder hatte ihm versichert, dass sein erstes Mal ein Genuss sein würde und dass die Gefühle, die er dabei empfand, ihn für sein ganzes Leben prägen würden. Auf der einen Seite hatte er damit nicht ganz Unrecht. Die blutverschmierten Hände eines Zoraï, der mit elf Jahren ins Exil geschickt wurde, kniete allein vor der noch warmen Leiche seines ersten Opfers: diese Bilder verfolgten ihn wochenlang Tag und Nacht, bis er den Verstand verlor. Doch diese letzte Prüfung kündigte auch das Ende seines schmerzhaften Exils an. Bald würde er wieder in seinem Land, bei seinem Stamm sein und seine Mutter wieder in die Arme schließen können. Dieser freudige Gedanke tröstete ihn und half ihm, seine Kräfte wieder zu sammeln. Der Konvoi zeichnete sich nun am Horizont ab. Bald war er in Sichtweite. In der Mitte befand sich ein solider, schwer beladener Karren, gezogen von zwei Mektoubs, friedfertigen Dickhäutern mit flinken Füßen, die über zwei Meter groß waren, braunes Fell mit grauen Streifen hatten und vor allem an ihren langen, kräftigen Rüsseln und ihren ohrlosen Köpfen zu erkennen waren. Er wurde von einem Tryker geführt, wie viele andere, denen Pü bislang begegnet war. Tatsächlich war es nicht ungewöhnlich, Tryker weit östlich von ihren schwimmenden Städten zu treffen, die im Matis-Land undankbare und schlecht bezahlte Arbeit verrichteten. Ihre Neugier und ihr Freiheitsdrang machten sie zwar zu hervorragenden Entdeckern und Erfindern, doch aufgrund ihrer geringen Größe, ihres kindlichen Aussehens und vor allem ihres friedlichen und gutmütigen Charakters waren die Tryker in den vergangenen Jahrhunderten leider mehrfach von den Matis versklavt worden. Wie Pü aus dem Unterricht seiner Mutter wusste, waren die Tryker zum letzten Mal während des &amp;quot;Aquäduktkriegs&amp;quot; vor nur vierzig Jahren versklavt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2435 entdeckten Fyros-Minenarbeiter im Westen ihrer Wüste unter der Rinde vergrabene Ruinen und bohrten eine Säureader an, die die gesamte Region um die Kaiserstadt Coriolis in Brand setzte. Das wochenlange Feuer breitete sich bis zur Grenze des Königreichs aus und zerschnitt das riesige, von den Matis verhasste Aquädukt. Eben jenes, das die Wüste mit dem Seengebiet verband, das von der Trykoth-Föderation, dem Verbündeten des Fyros-Imperiums, verwaltet wurde. Der Krieg, in den die Allianz und das Königreich seit fast eineinhalb Jahrhunderten verstrickt waren, nahm eine neue Wendung. Der Imperator sah sich gezwungen, seine Truppen von den Seen abzuziehen und sie zur Bekämpfung des Feuers einzusetzen, das sein Volk bedrohte und ihm das Wasser abnahm. Daraufhin nutzte die Matisse-Armee die Gelegenheit und marschierte in das Seengebiet ein, versklavte das Volk der Tryker und eroberte die Stadt Karavia zurück, die das Imperium fast ein Jahrhundert zuvor gestohlen hatte. Karavia, die &amp;quot;Heilige Stadt&amp;quot;, wurde angeblich genau an dem Ort errichtet, an dem Zachini an der Küste des Königreichs, das er später gründete, zum ersten Mal mit der Karavan und der Göttin Jena zusammentraf. Karavia, die &amp;quot;Unheilige Stadt&amp;quot;, für Pü und seinen Stamm der bösartigste Ort auf der Rinde... Und doch wurde hier im Jahr darauf der Vertrag unterzeichnet, der den Aquäduktkrieg beendete und die Tryker von der Herrschaft der Matis befreite. Allerdings hatte diese Episode im Unterbewusstsein des Seenvolkes Spuren hinterlassen, und viele Tryker blieben als Diener im Wald zurück... so wie der Karrenfahrer, der sich offensichtlich dem Dienst des Matis verschrieben hatte, der neben ihm auf der Sitzbank schlummerte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü identifizierte ihn bei seinem Anblick sofort als einen Kleriker der Kirche des Lichts, die Herena genannt wurde. Der Matis war nämlich in seine kirchliche Tracht gekleidet: eine weiße Bernsteinkrone und eine lange Toga, die aus mehreren großen Umhängen bestand, die aus bunten Federn gefertigt und mit Geflechten aus bernsteinfarbenen Schmuckstücken verziert waren. Die Kirche des Lichts, die um den Jena-Kult herum gegründet wurde und unter der Schirmherrschaft der Karavan stand, war heute allmächtig im Königreich Matia und insbesondere in Karavia, das durch den Vertrag, der ihren Namen trägt, an das Königreich zurückgegeben wurde. Unter ihrem Einfluss waren so viele Homins von der dämonischen Natur der Kamis überzeugt worden...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter oben auf dem Karren, auf seiner Planenladung, stand ein Matis mit einem Maschinengewehr und hielt Ausschau nach dem Horizont. Er hatte keinen Helm auf und trug die gewöhnliche Kleidung der Soldaten der regulären Armee: einen weichen, robusten Anzug aus Kaktushaut und darüber Rüstungsteile aus weißem Holz. Ein weiterer schien auf der Rückbank zu sitzen. Die Matis waren ein von Natur aus schlankes Volk mit ausgemergelten Gesichtszügen und perlmuttfarbener Haut. Sie waren Ästheten, raffiniert und aufgrund ihrer Kultur ehrgeizig und erinnerten andere Völker immer wieder an ihre Überlegenheit, selbst wenn sie sich dessen nicht bewusst waren. Um den Karren herum waren fünf berittene Matis, die als Eskorte dienten. Sie ritten stolz auf Caprynis, schlanken Vierbeinern mit dicker, heller und stellenweise blau gestreifter Haut, einem einzigen Geweih und einer langen Schnauze mit einem einzigartigen Ziegenbart. '''Alle Soldaten waren mit einer Rüstung aus solidem weißem Holz ausgestattet''', die mit lilafarbenen Mustern graviert war, sich am Oberkörper wölbte und in der Taille enger wurde. Die Schulterstücke der Rüstung waren ebenso abgerundet wie breit und verliehen den Soldaten ein herrisches Aussehen. Am auffälligsten war jedoch ihr Helm, der aus einer Elfenbeinmaske mit einem azurblauen Schmuckstück auf der Stirn und einer stabilen, imposanten Kopfbedeckung bestand, die mit weißem Bernstein verziert war und deren Enden aus Chitin an den Ohren herabhingen, sodass sie wie Hörner aussahen. Einer der Soldaten unterschied sich von den anderen durch die feinen Verzierungen und Gravuren, die seinen Brustpanzer und Helm schmückten. Bisher hatte Pü noch niemals die Gelegenheit gehabt, solche Verzierungen zu sehen. Der Matis war zweifellos ein hochrangiger Soldat der königlichen Armee, der zusammen mit dem Herena entsandt worden war, um den König vor der Karavan zu vertreten.&lt;br /&gt;
[[file:Tous les soldats.png|right|400px|alt=… Tous les soldats étaient équipés…|Alle Soldaten waren ausgerüstet]]&lt;br /&gt;
Das Kind stellte seinen Korb sorgfältig in die Mitte des Strauches und wartete noch ein paar Sekunden, bis der Konvoi weiterzog. Als er etwa 50 Meter von seiner Position entfernt war, kam er ruhig aus seinem Versteck hervor und stellte sich in die Mitte der Straße. Als der Ausguck auf der Spitze der Ladung ihn entdeckte, gab er das Signal zum Anhalten und der Konvoi stoppte abrupt. Der unerwartete Halt unterbrach den Schlaf des Herena, der beinahe vom Karren gefallen wäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wer sind Sie? Nennen Sie Ihre Identität!&amp;quot;, rief der Ausguck in einem kräftigen, aber dennoch melodischen Tonfall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Antwort trat Pü einige Meter vor, während die Reiter ihre Reittiere ausrichteten und sich vor dem Karren aufstellten. Der Zoraï räusperte sich und nahm seinen schönsten Mateis an. Seine Mutter hatte ihm die von anderen Völkern verwendeten Sprachen beigebracht, wobei sie den Schwerpunkt auf Mateis legte, die international am häufigsten gesprochene Sprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich bin ein Apostel der Kamis, der in die heidnischen Regionen gesandt wurde, um den Verirrten die Existenz des Großen Erzeugers zu offenbaren und einigen Auserwählten die Ewige Vergebung anzubieten. Kinder der Rinde, freut euch zu hören, dass eure Sünden durch mich bereits reingewaschen wurden. In Kürze werden eure Seelen gereinigt und den Schwarzen Kriegern von Ma-Duk übergeben. Durch sie werden sie zu ihrem Kampf für die Erhaltung von Atys beitragen. Und wenn Ma-Duk es will, werden sie Zeuge des Heiligen Krieges und des Beginns der Glücklichen Tage.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz seines guten Willens gelang es dem jungen Homin nicht, Leidenschaft in seine Predigt zu bringen. Nach so vielen Monaten morbider Predigten war dieses Ritual ebenso ermüdend wie schmerzhaft geworden. Pü wusste, dass der Wahnsinn auf ihn lauerte. Die Stimmen in seinem Kopf wurden immer präsenter und er entwickelte Woche für Woche neue Verhaltensstörungen. Wie viele seiner Brüder und Schwestern hatten während ihres Exils den Boden unter den Füßen verloren? Viele von ihnen waren niemals zurückgekehrt. Vor seiner Abreise hatte er lange Zeit hart über sie geurteilt, aber jetzt verstand er sie. Seine Sicht war getrübt, als sich ein starker Kopfschmerz bemerkbar machte. Er musste sich lange konzentrieren, um die ersten mentalen Einflüsterungen auszuschalten. Während dieser langen Sekunden der Abwesenheit hatte sich der Herena zu dem Ausguck auf der Spitze des Karrens gesellt. Er hielt sich rücksichtslos an ihm fest, um nicht zu fallen, und brüllte sie an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ma-Duk? Der große Erzeuger? Was reden Sie denn da für einen Unsinn? Wir wussten zwar, dass die Wilden Ihrer Art die Kami-Dämonen anbeten, aber wir dachten, Sie wären so geistesgegenwärtig, die Existenz unserer aller Mutter, Jena, nicht in Frage zu stellen! Kennen Ihre Schandtaten keine Grenzen? General, ergreifen Sie diesen Ketzer auf der Stelle!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü ging wieder ein paar Schritte nach vorne und massierte sich die Maske.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Dann kann ich Ihnen versichern, dass Min-Cho, sein Rat der Weisen und die gesamte Zoraï-Theokratie, versteckt im Herzen Zorans und hinter ihrer Großen Mauer, immer noch Ihre usurpatorische Göttin anbeten, sagte er mit müdem Blick. Vor vielen Jahrzehnten entschieden sich die Kamis dafür, meinem Stamm die Existenz von Ma-Duk zu offenbaren. Heute sind wir leider die einzigen, die seine Natur als Oberster Kami anerkennen. Aber es gibt noch andere Apostel, die im Dschungel arbeiten. Eines Tages werden unsere Zoraï-Brüder das Ausmaß der Lügen erkennen, die ihnen seit ihrer Kindheit aufgetischt werden, und wenn Ma-Duk es will, werden ihnen ihre Sünden vergeben.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gesicht des Klerikers färbte sich rot, als er durch seine Gestikulationen, die die vielen Umhänge seiner Kleidung verwickelten, fast zu Boden fiel. Zu seinem Glück tat der Ausguck alles, was er konnte, um zu verhindern, dass der Herena sich durch einen Sturz blamierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hören Sie auf mit Ihren Schandtaten, Wilder! Keine Vergebung für Ihre degenerierte Rasse von Dämonenanbetern! Ihre skelettierten Gesichter sind Abscheulichkeiten, eine Beleidigung für die Karavan! Ihr verdient es, ausgerottet zu werden, wie alle Primitiven, die Atys mit Ihrer Anwesenheit beschmutzen! Dieser Wilde soll sofort gefasst werden, das ist ein Befehl!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hoch zu Capryni versuchte der Matis-General einzugreifen, um die wachsende Spannung abzubauen. Doch einer der Reiter befolgte die Aufforderung des Geistlichen und ritt in vollem Tempo los. Pü schüttelte seine Maske ab, um seine letzten Kopfschmerzen wegzuwischen, und konzentrierte sich voll und ganz auf die Situation. Von nun an würde alles sehr schnell gehen. Er musste seine inneren Fragen zum Schweigen bringen. Der Matis hatte bereits die Hälfte der Distanz zwischen ihm und dem Zoraï überwunden. In seiner rechten Hand hielt er einen langen, hohlen Speer, der in einer geflochtenen Bernsteinkragen endete. In der Nähe der horizontalen Stange befand sich ein Hebel, mit dem der Ring, der die Stange abschloss, schnell gelockert oder zusammengedrückt werden konnte. Diese geniale Waffe war in der Regel dazu gedacht, die zukünftigen Reittiere der Matis an der Kehle zu packen, wenn sie noch in der Wildnis waren, wurde aber auch dazu verwendet, Homins zu fixieren und zu unterwerfen, ohne sie zu verletzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Püs Körper schwankte leicht. Es dauerte einige Sekunden, bis er das Schlagen seiner Glieder mit dem Galopp des Reittiers synchronisieren konnte. Als der Angreifer etwa zehn Meter von ihm entfernt war, aktivierte er den Mechanismus seiner Waffe und schwang sie, ohne sein Tempo zu verlangsamen. Die Schlinge öffnete sich weit genug, um den maskierten Kopf des Zoraï zu umschließen. Ohne Zweifel wusste er, wie er mit seinem Instrument umzugehen hatte. Doch der junge Homin war zu flink. Als der Soldat nach rechts schoss, um seine Beute an der Kehle zu packen, tauchte Pü absichtlich in die Richtung des Angriffs und wich ihm aus. Zwischen Waffe und Capryni hindurch gelang es ihm, den Riemen an der Seite des Tieres zu ergreifen, bevor er den Boden berührte. Er hielt sich fest und zog, so gut er konnte, nicht um das Tier zu destabilisieren, sondern um seinen leichten Kinderkörper über das Tier zu schleudern. Er flatterte herum und landete gerade noch auf dem Hinterteil des Capryni, als der Matis hinter seinen Rücken blickte, um zu sehen, was aus dem Zoraï geworden war. Während der Reiter den Blick von Pü kreuzte, der nur durch die Kraft seiner Schenkel das Gleichgewicht auf dem Tier hielt, legte seine Beute, die zum Henker geworden war, schnell ihre Hände um seinen Nacken und brach ihn mit einem kräftigen Schlag. Die Waffe des Matis rutschte aus seiner rechten Hand und zerbrach auf dem Boden. Wenn Pü nicht sicher sein konnte, dass er tot war, war seine Lähmung garantiert. Er ließ den gepanzerten Körper auf sich niedersacken, damit er nicht stürzte, nahm die Zügel, die seine linke Hand hielt, wieder auf, verlangsamte das Tempo und drehte sich um. Als er wieder am Ausgangspunkt angekommen war, brach er seinen Lauf ab und sprang links neben dem Tier zu Boden. Der Körper des Soldaten fiel schwer auf die rechte Seite. Der Helm löste sich durch den Aufprall, sodass der Zoraï in das leblose Gesicht blicken konnte. Der Soldat war eine Homina und damit vielleicht auch eine Mutter. Für den Bruchteil einer Sekunde sah Pü, wie die Maske seiner eigenen das Gesicht der Leiche überlagerte. Er schloss die Augen. Drei. Jetzt fehlten ihm nur noch drei.&lt;br /&gt;
[[file:Le soldat.png|right|400px|alt=… Le soldat était une homine…|Der Soldat war eine Homina]]&lt;br /&gt;
Auf der Spitze des Karrens hatte sich das Gesicht des Klerikers von einer rötlichen Gesichtsfarbe in ein blasses Weiß verwandelt, das viel blasser war als sonst. Die Soldaten reagierten nicht, da sie von der Gewalt, die sie gerade gesehen hatten, schockiert waren. Nur der General behielt die Nerven. Er ließ sein Reittier ein paar Schritte vorwärts reiten und wandte sich dem Konvoi zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Giero, reiten Sie so schnell wie Ihr Capryni kann in Richtung des nächsten Außenpostens! Informieren Sie den Intendanten über die Lage und schicken Sie uns Verstärkung. Unterschätzen Sie die Bedrohung nicht. Be'maty, begeben Sie sich ebenfalls zum Außenposten! Sie werden Giero wegen der Ladung nicht folgen können, aber Ihre Mektoubs sind stark, also schonen Sie sie nicht. Sobald er seine Nachricht überbracht hat, wird Giero Sie auf der Straße treffen. Vicho, bleiben Sie auf dem Karren! Sie werden die Ladung und den Herena mit Ihrem Leben schützen, bis Giero zurückkehrt. Zani, Lichnini, Sivaldo, Sie kommen mit mir! Greifen Sie nicht ein, bis ich es Ihnen befehle&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der selbstbewusste Tonfall des Generals half den Soldaten, aus ihrer Lethargie zu erwachen. Alle führten den Befehl wortlos aus. Der Wachposten sprang vom Karren und legte sein Maschinengewehr an, der Matis auf dem Rücksitz ersetzte ihn auf dem Dach des Karrens, der zu manövrieren begann, um umzukehren. Nur der Kleriker, der gerade erst wieder zu sich kam, wollte protestieren. Doch der neugierige Blick, den der General ihm zuwarf, hielt ihn davon ab, und seine Kreideblässe wurde noch größer. Normalerweise ließ Pü keine Überlebenden zurück, denn nur wenn es keine Zeugen gab, konnte er sicher sein, dass er in diesen Gebieten weiterhin ungehindert operieren konnte. Außerdem vermied er es normalerweise, die reguläre Armee anzugreifen, da jeder vermisste Soldat zu einer Untersuchung führte, und griff stattdessen lieber die fanatischen Stämme oder Banditengruppen an, die das Königreich durchzogen. Doch dieses Mal war alles anders. Wenn die ersten sprechen würden, würde er schon auf dem Rückweg sein. Er beobachtete seine vier zukünftigen Gegner genau, während einer der Reiter mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Südwesten ritt, gefolgt von dem Karren. Er durfte es nicht mit ihnen allen zusammen aufnehmen. Er wartete ein paar Sekunden - genug Zeit, damit der Bote am Horizont verschwand - und begann, sich langsam vorwärts zu bewegen. Beim ersten Schritt schrie der General.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bleiben Sie stehen! Weil Sie sich des Verbrechens des vorsätzlichen Mordes an einem Soldaten des Königreichs Matia schuldig gemacht haben, müssen Sie sich vor dem königlichen Gericht verantworten. Wie es unser Gesetz vorsieht, haben Sie das Recht, sich während des Prozesses zu verteidigen. Bitte kooperieren Sie jetzt, sonst müssen wir Sie gewaltsam festnehmen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü hob die Hände, um Unterwerfung vorzutäuschen, und ging weiter. Er wusste, dass die Matis sich nicht täuschen lassen würden, aber er musste ein paar Meter gutmachen. Momentan war der Maschinengewehrschütze die größte Bedrohung. Er musste ihn zuerst ausschalten. Dennoch durfte er den hochrangigen Soldaten nicht unterschätzen. Unter normalen Umständen hätte er es mit einem einfachen Truppführer zu tun gehabt und nicht mit einem erfahrenen Militär.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich werde mich nicht wiederholen, keine Bewegung mehr!&amp;quot;, schrie der General erneut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zoraï würde es wahrscheinlich nicht schaffen, noch einen weiteren Schritt zu machen, bevor der General zum Angriff blasen würde. Er fuhr mit seiner rechten Hand über seinen Rücken und legte sie auf den kleinen runden Schild, der dort hing. Er durfte sich keinen Fehler erlauben. Wenn er sich jetzt verfehlte, würde der Rest viel unsicherer werden. Er schloss wieder die Augen und ließ seine Sinne sich voll und ganz der Welt öffnen. Die Richtung und Stärke des Windes, die Luftfeuchtigkeit - wichtige Parameter, die es für den perfekten Wurf zu berücksichtigen galt. Er öffnete die Augenlider wieder und richtete seinen Blick auf den Schützen. Er war zwar zu weit weg, um sicher zu sein, aber die Position seiner Arme deutete darauf hin, dass er bereit war, zu schießen. Pü atmete tief durch und machte sich an den Kampf. Schneller als je zuvor hängte er seinen Schild ab und streckte seine Arme wie ein Seil nach hinten. Er brauchte weniger als eine Sekunde, um seine Flugbahn zu bestätigen und seinen Buckler zu werfen. Das Geschoss flog nach links vom Pfad und erweckte den Anschein eines Fehlwurfes. Pü nutzte die allgemeine Verwirrung, um in die andere Richtung zu stürmen. Wie erwartet erhielt der Maschinengewehrschütze den Befehl zum Eingreifen und legte seine Waffe an. '''Mit beiden Füßen fest in der Rinde steckend, begann er, aus allen Rohren auf den Zoraï zu feuern'''. Aufgrund des Rückstoßes war die Waffe jedoch schlecht zu führen, sodass Pü einige Sekunden Zeit hatte, bevor die Treffer ins Schwarze trafen. Der Junge wackelte und hüpfte geschickt und versuchte, dem Maschinengewehrschützen die Arbeit zu erschweren, dessen Schüsse immer präziser wurden. In diesem Moment glaubten die Matis wahrscheinlich, dass sie den Sieg davontragen würden. Doch die Flugbahn des Schildes nahm eine unerwartete Krümmung an. Der Buckler streifte die Bäume, die den Straßenrand markierten, und drehte sich in Richtung des Schützen, der nun mit dem Rücken zu ihm stand. Niemand bemerkte den Plan, außer dem General, der das tödliche Projektil sah, als es gerade auf den Hinterkopf des Maschinengewehrschützen treffen wollte, weil er schlauer war als der Rest seines Trupps. Er schrie etwas und sprang von seinem Capryni. Er rappelte sich schnell auf und ging auf den Soldaten zu. Als Antwort auf den Schrei seines Vorgesetzten drehte sich dieser gerade zu der fliegenden Bedrohung um. Als der General sah, dass er nicht reagierte, versuchte er, ihn zu Boden zu werfen, doch er stieß ihn nur an. Der Schild schnitt tief in das Gesicht des benommenen Matis, der sich herumdrehte und schwer auf den Boden fiel.&lt;br /&gt;
[[file:Les deux pieds.png|right|400px|alt=… Les deux pieds fermement plantés…|Mit beiden Füßen fest steckend]]&lt;br /&gt;
Pü hörte mit dem Gestikulieren auf und holte Luft. Der Maschinengewehrschütze war zwar sicher nicht tot, aber er schien ohnmächtig zu sein und stellte daher im Moment keine Bedrohung dar. Während der General am Krankenbett verweilte, glaubte der junge Zoraï fälschlicherweise, dass er nun Zeit hätte, über seinen nächsten Schritt nachzudenken. Doch die beiden Reiter waren anderer Meinung und spornten sich gegenseitig an, zum Angriff überzugehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;General, bleiben Sie bei Sivaldo, wir kümmern uns um den maskierten Primitiven!, rief der erste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Ja, General! Bisher haben seine feigen Techniken nur funktioniert, weil wir nicht darauf vorbereitet waren, fügte der zweite hinzu. Lassen Sie uns den Tod von Tinailli rächen! Wir versprechen, dass wir ihm Ehre erweisen werden!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl der General protestierte, rasten die beiden Soldaten mit voller Geschwindigkeit auf den Zorai zu, den das nicht zu stören schien. Die letzten paar Dutzend Meter zwischen ihnen wurden in Sekundenschnelle verschlungen. Doch da sie sich an den Tod ihrer ersten Kameradin erinnerten, machten die Matis nicht den Fehler, den jungen Krieger zu überfallen. Sie hielten an, bevor sie auf seiner Höhe waren, sprangen von ihren Reittieren und rückten vor, um ihn in die Zange zu nehmen. Nach ihrem jeweiligen Verhalten zu urteilen, mussten die beiden Matis unerfahrene Soldaten sein. Von Hass und Rachegelüsten geblendet, wussten sie noch nicht, dass sie sich gerade in den Rachen des Gingos gestürzt hatten. In der Ferne hatte der General gerade seine Capryni erreicht, um zu den beiden Unvorsichtigen zu eilen. Allein gegen zwei hatte der junge Krieger noch alle Chancen. Er musste die Sache also so schnell wie möglich hinter sich bringen, bevor der einzige wirklich erfahrene Soldat des Trupps zu ihnen stieß. Der Matis, der sich in seinem Rücken positioniert hatte, hielt mit beiden Händen ein schweres, schön verziertes Bernsteinschwert, während der Matis, der ihm gegenüberstand, mit einer langen Pike bewaffnet war, die von geflochtenem Bernstein gekrönt war. Pü hätte gerne in seinem Gesicht gelesen, aber der mächtige gehörnte Helm, den er trug, verhinderte dies. Die Matis kamen schnell näher. Logischerweise würde der Soldat gegenüber von ihm den ersten Angriff starten und dem Soldaten in seinem Rücken die Gelegenheit geben, einen toten Winkel für einen Angriff zu nutzen. Genau das geschah auch. Der Pikenier schrie und durchbohrte die Luft mit einer präzisen Bewegung, in der Hoffnung, den Zoraï mit einem einzigen Schlag aufzuspießen. Ohne seine Füße zu bewegen, schoss Pü mit seiner rechten Hand gegen die Pike, während er sich drehte und sein Becken auf die gegenüberliegende Seite verlagerte. Der Schutz seines Unterarms kratzte lautstark an den vielen scharfen Spitzen. Er drehte sein Handgelenk abrupt um und griff nach dem langen Griff der Waffe. Anstatt den Angriff abzuwehren, ermutigte er die Bewegung und nutzte den Schwung des Matis, um ihn zu destabilisieren, während er den Impuls seines Angriffs bewahrte. Er lenkte die Richtung des Angriffs leicht ab, ohne seine Füße vom Boden abzuheben, beugte seinen Rücken nach hinten und wich dem horizontalen Schlag aus, den der Schwertkämpfer auf ihn ausüben wollte. Er musste nur dafür sorgen, dass die Pike ihre Geschwindigkeit beibehielt, damit ihre tödlichen Spitzen den linken Oberschenkel des unglücklichen Schwertkämpfers durchbohrten, der unter dem Schock schreiend zusammenbrach. Der Angreifer wurde von der unkontrollierten Bewegung seiner Waffe mitgerissen und fiel beinahe auf den Verletzten. Pü ergriff die Gelegenheit und half ihm. Er zog seinen Dolch mit der freien Hand, während die andere den fest im Fleisch seines Kameraden steckenden Pik losließ, trat einen Schritt zurück, um sein Gleichgewicht wiederzuerlangen, und stieß seine Klinge mit einem präzisen Schlag in das Halsgelenk des Helms des Pikeniers. Ein langer Schwall Blut spritzte heraus, als er seinen Dolch aus der Halsschlagader seines Gegners zog. Wie erwartet geriet der Soldat in Panik und nahm schnell seinen Helm ab, um seine Kehle mit den Kräften des Sap zusammenzudrücken und zu heilen, bevor sein Gehirn nicht mehr mit Blut versorgt wurde. Pü ließ ihm keine Zeit zum Handeln, packte das braune Haar des Matis und versetzte ihm mehrere heftige Dolchstiche in den Hals. Als sich der Kopf des Soldaten schließlich vom Rest seines Körpers trennte, brach der Enthauptete auf die Pike zusammen, die sich noch tiefer in die blutende Wunde des am Boden festgenagelten Homins bohrte. Pü warf einen Blick zurück: Der General würde bald hier sein. Er steckte den blutbefleckten Dolch weg, ließ den Kopf seines Opfers fallen und näherte sich dem schwer verletzten Soldaten, der nun unter der schweren, noch immer pulsierenden Rüstung seines Kameraden eingeklemmt war und nicht mehr in der Lage war, die Pike herauszuziehen, um sein Bein magisch zu heilen. Der Homin nahm seinen Helm ab und begann zu stöhnen. Er war etwa so alt wie Niï, also etwa zehn Jahre älter als Pü.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bitte töten Sie mich nicht!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü avait sincèrement pitié. Il détestait tuer. Et particulièrement quand ses adversaires n’y étaient pas préparés. Mais il n’avait plus le choix. Il y était presque, il ne pouvait pas tout abandonner maintenant. Le jeune Zoraï fit à nouveau le vide dans sa tête et ignora la plainte du Matis. Il se rapprocha de lui, posa délicatement son pied gauche sur son cou, et lui broya d’un coup de talon. Ramassant l’épée du malheureux désormais paralysé, il lui planta dans la gorge, empêchant ainsi toute régénération. Un. Il ne lui manquait plus qu’un. Si le mitrailleur évanoui suffisait, l’homin qui lui faisait face dorénavant ne le laisserait sûrement pas approcher le blessé sans combattre. Le général, qui avait en effet enfourché sa monture pour combler la distance qui se séparait du Zoraï, avant de la quitter une seconde fois, se dirigeait désormais vers le guerrier d’un pas décidé. Arrivé à quelques mètres de lui, il ôta son casque. Pour la première fois depuis longtemps, Pü eut un mouvement de recul. Durant un instant, l’enfant crut voir le masque de son père. Le Matis était dans la force de l’âge, comme l’indiquaient les quelques rides qui venaient troubler l’harmonie des traits de son visage et le faible éclat de sa longue chevelure d’ébène. Mais par-dessus tout, c’est l’assurance et l’intensité de son regard qui lui rappelèrent son père. Ces yeux bleus perçants étaient ceux d’un homin déterminé, prêt à tout donner pour accomplir sa volonté. Pü recula d’un pas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Il n’est pas nécessaire que nous combattions, dit-il d’une voix troublée. J’ai accompli ma mission. Laissez-moi le mitrailleur et rentrez chez vous. S’il vous plaît, suivez mon conseil, et rejoignez votre famille. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Le général posa son casque à ses pieds et dégaina une longue et large épée finement décorée. Il lui jeta un regard glacial.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Je ne vais pas pouvoir accéder à votre requête, mon garçon. Vous venez à vous seul de tuer trois de mes soldats. Le Karan Domini, Roi et Grand Prêtre du Royaume de Matia, doit savoir pourquoi la Théocratie Zoraï forme des enfants-soldats à des missions d’assassinat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Je vous le redis : ma tribu et moi ne dépendons pas de la Théocratie Zoraï. Je vous en prie, éloignez-vous ! » répliqua Pü en reculant une seconde fois.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Le Matis s’avança d’un pas déterminé.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Vous a-t-on forcé à tuer ? S’il est normal qu’un garçon de votre âge apprenne à combattre, il ne devrait pas avoir à faire couler le sang si jeune. Et sûrement pas dans ces conditions. Un garçon de votre âge passe du temps avec ses amis, ses frères, ses sœurs, son père et sa mère. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
À l’écoute des paroles du militaire, et à l’évocation de ses proches, le jeune Zoraï fut pris d’un coup de sang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Ne parlez pas de ma famille ! Fuyez, tant qu’il en est encore temps ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Un sourire froid s’afficha alors sur le visage du général.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Il semble que j’aie touché la corde sensible. Seraient-ce vos parents qui vous ont envoyé si loin de la Jungle pour commettre ces meurtres ? Une mère est censée enseigner l’amour à ses enfants, non la mort ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Une violente céphalée transperça le crâne de l’enfant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« '''Je vous interdis de parler de ma mère !''' »&lt;br /&gt;
[[file:Je vous interdis.png|right|400px|alt=… Je vous interdis de parler…|Je vous interdis de parler]]&lt;br /&gt;
À son départ, elle avait pleuré. Et si elle l’avait exhorté de ne pas tuer pour assouvir son propre plaisir, elle lui avait malgré tout demandé de le faire pour Ma-Duk. Pü aimait sincèrement Ma-Duk, autant qu’il détestait Jena. Les Kamis protégeaient Atys, quand la Karavan la détruisait en pillant ses ressources. Mais ne pouvait-on prouver son amour à Ma-Duk autrement qu’en répandant le sang ? Par ses propos, et son statut de Grande Prêtresse, sa mère approuvait les coutumes barbares de leurs ancêtres. Pire, elle les transmettait avec ferveur. Mais lui, qui buvait il y a encore quelques mois chacune des paroles de sa mère, les vomissait désormais. Combien de temps encore réussirait-il à feindre son attachement aux valeurs de sa tribu ? Et si, averti de cette dernière pensée, Ma-Duk considérait déjà qu’il ne lui était plus fidèle, pourrait-il jamais devenir l’Ombre du Masque Noir ? Son père l’exécuterait-il lorsque Grand-Mère Bä-Bä lui apprendrait la nouvelle ? Son frère et sa mère le laisseraient-il faire ? Pü atteignait ses limites, son cerveau était en ébullition. Sentant le Zoraï flancher, le Matis le poussa à bout.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Ainsi l’Herena avait donc raison : vous n’êtes que des animaux ! Les homins de votre peuple engrossent leurs homines et les transforment en mères pondeuses, juste bonnes à produire des enfants-soldats qui seront sacrifiés sur l’autel de vos croyances haineuses ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sur ces mots, Pü dégaina sa dague et son épée courte et s’élança vers le Matis en hurlant. Il lui avait laissé l’opportunité de fuir, et celui-ci ne l’avait pas saisie. S’il désirait mourir, alors Pü l’y aiderait, aussi simplement qu’il l’avait fait pour ses soldats. Cela ne prendrait que quelques secondes. Tout serait terminé, bientôt. Il n’aurait plus à supporter cette douleur. C’est en tout cas ce qu’il imagina sous le coup de la fureur. L’épée du général s’illumina et le jeune guerrier fut saisi aux chevilles avant même de comprendre la manœuvre du militaire. L’expérience du Matis avait parlé, et l’orgueil du Zoraï allait lui coûter cher. Il avait sous-estimé son adversaire et s’était précipité aveuglément, sans anticiper l’utilisation d’un enchantement magique d’entrave. Des racines avaient jailli de l’écorce et l’empêchaient totalement de bouger. Étant donné l’élan de sa course, Pü avait manqué trébucher en avant, et ce n’était que de justesse qu’il avait réussi à se maintenir debout. Pris de panique, il tenta de s’extraire du piège magique en tailladant à l’aide de ses armes les ramifications qui montaient maintenant le long de ses mollets, oubliant par là même le lanceur du sortilège. Soudainement, alors que toute son attention était portée sur ses jambes, le ciel s’assombrit. Son sang se glaça lorsqu’il leva la tête par réflexe. Au-dessus de lui, l’imposante armure du Matis masquait la lumière de l’astre du jour : il avait profité de l’affolement du Zoraï pour arriver au corps-à-corps. Le contre-jour accentuait son regard féroce, qui pétrifia Pü de toute part. Le général leva sa grande épée en position plongeante. Son armure blanche s’illumina lorsque la lumière filtra suite au changement de posture, et Pü dut détourner les yeux pour ne pas être aveuglé.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Laissez-vous faire ! dit le Matis d’un air grave. Le coup que je vais vous porter va vous infliger une blessure critique. Si vous bougez, il risque de vous être fatal. Je vous maintiendrai en vie jusqu’à ce que les renforts arrivent. Nous vous conduirons ensuite à Matia ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Si le général semblait confiant en sa capacité de l’amener vivant auprès du roi des Matis, Pü préférait mourir mille fois plutôt que de devenir captif des suppôts de la Karavan. Il essaya à nouveau de se débattre, mais les racines enserraient maintenant sa taille et commençaient à remonter sur son ventre. Voilà, c’était ainsi que s’achevait sa courte vie. Finalement, Grand-Mère Bä-Bä avait eu tort. Lui qui avait grandi avec l’idée de devenir l’Ombre du Masque Noir et de périr parmi les siens en protégeant son frère, allait mourir seul et loin de chez lui, avec pour dernière vision l’éblouissante empreinte astrale de Jena. Quelle ironie. Alors que le Zoraï avait tourné son masque sur la gauche pour ne pas avoir à supporter plus longtemps le reflet moqueur de la cuirasse, il aperçut une étrange source lumineuse au-delà de la lisière de la route, sous l’ombre des grands arbres sylvestres. En se concentrant, il put discerner nettement deux sphères de taille identique. Elles étaient d’une blancheur éclatante et luisaient d’autant plus vivement qu’elles étaient environnées d’obscurité. Non, ce n’était pas seulement l’obscurité… Pü distingua une petite silhouette noire parmi les ombres. Son sang se glaça de nouveau. Ce n’étaient pas des sphères, c’étaient des yeux. Ceux du Kami Noir qui lui était apparu deux fois jusqu’alors. Il était là. Ma-Duk le regardait.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Non, il ne pouvait abandonner. Il était un Guerrier Noir de Ma-Duk, forgé par les meilleurs combattants de la Jungle et béni des Kamis. Tant qu’il pourrait se battre, il n’abandonnerait pas. Revigoré, son corps réagit d’instinct lorsque le général abattit son arme sur lui pour lui transpercer la clavicule gauche. Il envoya son bras droit au contact de la lame massive pour se protéger, et si son épée courte ne réussit pas à bloquer le coup, elle permit néanmoins de dévier l’attaque, au prix d’une partie de sa main, qui vola en éclats. L’état d’extrême tension dans lequel se trouvait le jeune guerrier eut pour effet positif de lui faire totalement ignorer la douleur. L’épée l’érafla et se planta lourdement dans le sol. Profitant de la seconde de répit qu’il lui était offerte, Pü lâcha la dague qu’il tenait dans sa main gauche et manipula la Sève alentour pour incanter à deux mains un sortilège. Sa paire d’amplificateurs de magie étant accrochée à sa ceinture désormais enchevêtrée avec les racines, il ne put s’en équiper. Mais pour ce qu’il comptait faire, un sortilège brut devrait suffire. Alors '''il n’hésita pas, et enflamma son corps pour s’évader de sa prison de bois'''. Il réussit à se dégager des racines partiellement consumées au moment où le général arrachait son épée du sol. Alors qu’il lançait son second assaut, Pü réussit à l’éviter de justesse grâce à une roulade. Le Matis enchaîna avec une série de frappes d’estoc et de taille, que le jeune guerrier esquiva à l’aide de diverses acrobaties. Désarmé, il n’était pas en mesure de parer les attaques. S’il était bien plus habile que le général encombré de sa lourde armure, celui-ci semblait bien plus endurant, et n’avait pas encore subi de blessures. Plus inquiétant encore, ses coups se faisaient de plus en plus précis. Pour la première fois de sa vie, Pü combattait un maître d’armes dans un combat à mort. L’expérience du Matis parlait, et il ne lui fallut que peu de temps pour commencer d’anticiper les mouvements du jeune guerrier.&lt;br /&gt;
[[file:Hesita pas.png|right|400px|alt=… il n’hésita pas…|il n’hésita pas]]&lt;br /&gt;
Les secondes défilaient et Pü s’essoufflait à vue d’œil. À plusieurs reprises, le soldat réussit à le frôler, entaillant son corps d’enfant de la pointe de son épée. Pü faisait régulièrement appel aux pouvoirs de la Sève pour panser ses blessures et régénérer partiellement son endurance, mais, à ce rythme, il atteindrait bientôt ses limites. S’il aurait aimé pouvoir passer dans le dos du Matis pour tenter de lui briser la nuque, comme il savait si bien le faire, celui-ci ne lui laissait aucun répit. Sans arme, il n’avait aucun moyen de s’extraire de cette situation perdue d’avance. Alors qu’il cherchait une échappatoire, il aperçut une dague pendant à la taille du soldat, cachée derrière le drap d’apparat ornant sa ceinture. Comment avait-il pu ne pas la voir avant ? Pü se maudit et imagina un plan d’action, entre deux roulades et trois contorsions. Il allait jouer le tout pour le tout. À bout de souffle, le Zoraï attendait le moment idéal pour agir. Soudainement, lui qui ne faisait jusqu’alors que reculer face aux assauts du Matis, profita d’une large frappe de taille pour effectuer une roulade avant et passer sous la lame tranchante. Son mouvement tout juste terminé, il poussa aussi fort qu’il put sur ses jambes, et bondit sur le flanc gauche du soldat. Si le Matis fut décontenancé par la direction de l’esquive, il réagit très vite et rendit un violent coup de pied latéral au jeune guerrier. Le corps de l’enfant craqua sous la lourde botte du soldat et alla s’écraser plus loin sur le sol. Pü se releva péniblement sur un genou et cracha le sang. Son adversaire venait de lui briser plusieurs côtes. Mais derrière son masque, le jeune guerrier souriait : sa main valide était désormais armée. Bien que différente des dagues qu’il avait coutume de manier, celle du Matis ferait parfaitement l’affaire. Le jeune homin inspira un grand coup et leva son masque vers le général. Celui-ci s’était retourné et s’apprêtait à réaliser une percée avec son épée pour retourner au corps-à-corps.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Abandonnez mon garçon ! » dit-il en chargeant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
À nouveau, Pü n’aurait qu’une seule chance. Et jusqu’alors, la chance lui avait souvent souri. Finalement, peut-être que le Kami Noir veillait réellement sur lui.  Alors que le soldat se précipitait dans sa direction, l’épée dirigée vers l’avant, Pü attendit le bon moment et jeta sa dague en l’air, loin au-dessus de lui. Aussitôt fait, il infusa tout ce qu’il put de Sève dans ses jambes et fit gonfler ses cuisses comme jamais. Puisant à la limite de ce qu’il pouvait endurer, il souleva un nuage de sciure et bondit dans les airs d’un saut surhomin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Totalement surpris par la nature de l’attaque et partiellement aveuglé par le brouillard de débris, le Matis crut à tort que le Zoraï tentait simplement de s’enfuir. Il comprit trop tard la réalité de la situation lorsque qu’il sentit son épée s’alourdir brusquement sur l’avant. Pü venait d’atterrir sur le plat de la lame et s’élançait tel un funambule en direction de son porteur. Déjà fort déséquilibré, le Matis tenta en vain de se redresser au moment où Pü prit à nouveau appui sur l’arme pour voltiger. Le jeune guerrier atterrit cette fois-ci sur ses épaules, et se propulsa une derrière fois en direction du ciel, obligeant par la force de ses jambes le Matis à poser un genou au sol. Pü devait se situer à environ quatre mètres du sol, et survolait le nuage de poussière qui commençait à se dissiper. Il n’eut qu’à tendre son bras valide pour attraper la dague qu’il avait précisément jetée quelques secondes auparavant. Écartant les jambes et regardant vers le sol, alors que la gravité commençait à faire effet, il posa ses yeux sur le visage du général. Celui-ci avait perdu son regard terrifiant et ouvrait grand les paupières. Pü y lut de l’admiration. L’enfant effectua à nouveau un lancer parfait et la dague alla se planter droit dans le crâne du Matis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Toujours en l’air, le Zoraï se préparait à se réceptionner correctement, mais ses côtes cassées l’en empêchèrent. Il s’effondra lourdement sur le flanc opposé, non loin du corps du général figé sur les genoux dans une étrange position. Sa tête pendait en arrière, dirigée vers l’astre du jour et sa longue chevelure d’ébène se soulevait légèrement au gré du vent. Pü s’allongea sur le dos et écarta les bras. Terminé. Son calvaire était terminé. Il avait gagné.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
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{{Portail|La Grande Bibliothèque|Zoraï}}&lt;br /&gt;
[[Catégorie:La Guerre Sacrée]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jadeyn</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Kapitel_IV_-_Sylvan_Exil&amp;diff=34457</id>
		<title>Kapitel IV - Sylvan Exil</title>
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				<updated>2023-02-22T15:25:33Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Jadeyn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{NavChap|[[Chapitre III - Mourir pour renaître]]|[[La Guerre Sacrée#Table des matières|Table des matières]]|[[Chapitre V - La graine du doute]]}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Trad&lt;br /&gt;
|DE=Kapitel IV - Sylvan Exil|DEs=2&lt;br /&gt;
|EN=Chapter IV - Sylvan Exile|ENs=4&lt;br /&gt;
|ES=&amp;lt;!--Capítulo IV - Exilio en el bosque--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|FR=Chapitre IV - Exil sylvestre|FRs=0&lt;br /&gt;
|RU=&amp;lt;!--Глава IV - Изгнание в лес--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|H=1&lt;br /&gt;
|palette=}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:purple;font-weight:bold&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''Jahr 2474 von Jena'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Quotation|''Bélénor Nébius, Erzähler'' • ''Cheng Lai'SuKi, Illustratorin''|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[file:Pu deroulait.png|right|400px|alt=… Pü déroulait en silence…|verrichtete Pü schweigend]]&lt;br /&gt;
Auf einem hohen Ast eines großen sylvanischen Baumes sitzend, '''verrichtete Pü schweigend sein tägliches Gebet'''. Über ihm, sogar noch näher, so weit entfernt vom Dschungel und seinem Zenit, war das Tagesgestirn dabei, seinen vollen Glanz zu entfalten, und trotz der dicken Laubschicht, die es vom Himmel trennte, schaffte es das warme Licht, die blaue Haut des jungen Zoraï zu erwärmen. Er hatte jedoch gelernt, Jenas astrale Prägung zu vergessen, und versuchte, sich an die Kälte und das Echo der Abgrundschächte zu erinnern, die sein Dorf unter der Rinde durchzogen und die es Ma-Duk ermöglichten, aus dem Herzen von Atys über ihn und seine Familie zu wachen. Er hatte ohnehin keine Wahl: Die Höhen waren bei weitem der geeignetste Ort für meditative Momente. Am Boden waren Raubtiere und Soldatenpatrouillen eine ständige Störung, die seine Ruhe bedrohten und ihn daran hinderten, sich friedlichen Aktivitäten zu widmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tausend Kilometer entfernt beendeten seine Stammesmitglieder wahrscheinlich auch gerade ihre Gebete. Trotz der Entfernung und der Einsamkeit hatte Pü versucht, seinen Lebensrhythmus beizubehalten, den er vor seiner Abreise gelebt hatte. Mit dem ersten Morgengrauen erwachte das Dorf und bereitete sich auf die Routinearbeiten vor, die für das reibungslose Funktionieren der Gemeinschaft notwendig waren: Instandhaltung, Handwerk, Jagd, Kochen, verschiedene Versammlungen, Empfang der seltenen Gesandten und Händler etc. Das Ziel war es, so viele Aufgaben wie möglich zu erledigen, bevor die lange Morgenlitanei begann. Diese wurde von Pus Mutter Looï geleitet und endete mit einem gemeinsamen Essen im Speisesaal, an dem der ganze Stamm teilnahm. Nach dem Mittagessen übten sich die Zoraï mehrere Stunden lang in der Kunst des Kampfes. Der Unterricht richtete sich an alle, unabhängig von Alter oder Geschlecht, und war sehr vielfältig: Nahkampf, Stichwaffen, Schusswaffen und Magie. Der Stamm war in erster Linie ein Clan von Kämpfern, die früher oder später am Beginn des Heiligen Krieges teilnehmen würden. Wenn das Training beendet war, trafen sich die Familien zu einem gemütlichen Essen und gingen vor dem Schlafengehen verschiedenen persönlichen Aktivitäten nach. Seit jeher besuchte Pü Abendkurse bei seiner Mutter, die ihn in homininer Geschichte, internationalen Beziehungen, anderen Sprachen und Wissenschaft unterrichtete. Gelegentlich wurde er von seinem älteren Bruder Niï begleitet. In den meisten Fällen besuchte dieser jedoch andere Privatstunden bei ihrem Vater, der Schwarzen Maske.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Junge wurde jäh aus seinen Erinnerungen gerissen, als ein trauriges Geräusch die Harmonie des Gesangs der Bäume durchbrach. Über den Baumwipfeln erschütterte das dumpfe Dröhnen eines Karavan-Fluggeräts die Luft und vertrieb die Javings, diese seltsamen Vögel mit den gezackten, grünlichen Flügeln und der langen, schwarzen, glänzenden und mit Widerhaken versehenen Zunge, mit der sie ihre Beute aufspießten. Pü stand schnell auf, überprüfte die Festigkeit seiner Lebenslinie und machte sich daran, die letzten Meter des dicken Baumstamms zu erklimmen, der ihn vom Himmel trennte. Als sein zarter Körper aus dem Blättermeer herausragte, musste er hinter seiner Maske die Augen zusammenkneifen, weil das Tageslicht so grell war. Nicht weit von ihm entfernt verlor die Höllenmaschine immer mehr an Höhe. Die seltsame schwarze Materie, aus der ihre Hülle bestand, reflektierte Jenas helles Astrallicht, als wollte sie ihn verhöhnen. Trotzdem gelang es Pü, die Maschine zu identifizieren. Es war einer der kleinen Transporter, die die Karavan normalerweise benutzte, um die von ihren Hominsklaven gesammelten Ressourcen zu sammeln. Seltsamerweise schien er direkt aus einer der riesigen Himmelswurzeln zu stammen, die das Kronendach bildeten, den unerforschten Teil der Rinde, wie die Bewohner Atys bezeichneten, ihre Welt aus lebendem Holz, das nur aus ständig wachsendem Pflanzenmaterial besteht. Ihre opulenten Täler und üppigen Hügel bestanden aus kolossalen Wurzeln, auf denen die Homins ihre Zivilisationen errichtet hatten. Das Wasser, das die tiefen Wurzelspalten füllte, erweckte ihre Seen, Lagunen und Ozeane zum Leben. Die steilsten Wurzeln bildeten seine Berge und reckten sich in einem langsamen, unaufhaltsamen Aufstieg in den Himmel. Bestimmte Temperaturanomalien führten sogar dazu, dass der Wurzelteppich langsam verglühte und die Wüsten entstanden. Und noch tiefer unter der Rinde befanden sich die Urwurzeln, das geheimnisvollste Ökosystem von Atys nach dem, das man in das Kronendach vermutet. Es bildete ein riesiges Labyrinth aus grünen, feuchten Höhlen, die tief in die Eingeweide der Pflanzenwelt bis in ihr Herz hineinreichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü beobachtete, wie die Karavan-Maschine mit hoher Geschwindigkeit abtauchte. Es war sehr wahrscheinlich, dass wie üblich ein Treffpunkt zwischen der Karavan und ihren Handlangern vereinbart worden war und dass ein Konvoi auf dem Weg war, um Tribut zu liefern. Der junge Zoraï spürte, wie sein Herz raste. Vier. Jetzt fehlten ihm nur noch vier. Vier, und er könnte endlich nach Hause zu seinen Lieben zurückkehren. Das war die perfekte Gelegenheit. Er musste den Konvoi abfangen, bevor er sich mit den Karavan-Agenten treffen konnte. Pü entkam dem nackten Tag, indem er sich ein paar Meter in die Tiefe stürzen ließ, und landete auf dem Ast, auf dem er seine Sachen zurückgelassen hatte. Er sammelte sie zusammen und packte sie hastig ein, bis auf einen würfelförmigen Weidenkorb, den er sorgfältig handhabte. In diesem Korb befanden sich die Früchte monatelanger Bemühungen. Er würde sich niemals verzeihen, wenn er ihn verlieren oder seine Unversehrtheit gefährden würde. Um sicherzugehen, dass er nichts vergessen hatte, überprüfte er noch einmal seinen Klettergurt und tauchte ab. Pü raste durch den grünen Abgrund, bewegte sich geschickt zwischen den Zweigen und löste mit einem fachmännischen Handgriff seine Lebenslinie von den Stiften, die er während des Aufstiegs getrieben hatte. Er durchquerte viele Sekunden lang die bunten Schichten dieses kontinentalen Waldes mit seinen tausend Jahreszeiten und landete schließlich anmutig auf dem belaubten Boden. Die Richtung, in die das Fluggerät flog, deutete darauf hin, dass es wahrscheinlich auf der Lichtung weiter nördlich landen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten Konvois starten in Matia, der Hauptstadt des gleichnamigen Königreichs, und so war es gut möglich, dass der erhoffte den breiten künstlichen Pfad nehmen würde, der den Wald im Westen durchschneidet. Pü war von den Kräften der Botaniker des Matis-Volkes beeindruckt und erschrocken zugleich. Er, der Matias kolossale Wurzelmauer und die riesigen Habitatbaumkomplexe, die sich jenseits der Stadtmauer so weit das Auge reichte, mit eigenen Augen gesehen hatte, war von einer solchen Maßlosigkeit überwältigt gewesen. Doch mit diesem Vorgehen und dem Versuch, die Natur nach seinem Willen zu beugen, versuchte das Volk der Matis, die Absicht der Kamis und damit auch die Absicht von Ma-Duk zu durchkreuzen. Der Große Erzeuger wacht über jedes Stückchen Materie auf Atys. Die Natur zu verändern bedeutet, sein Großes Werk zu verfälschen. Die Geheimnisse der Manipulation von lebender Materie, insbesondere von Pflanzen, waren den Matis von der Karavan übermittelt worden, wie den Zoraïs die Beherrschung des Magnetismus und des Schreibens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während seiner langen Monate im Exil im Königreich Matia war Pü klar geworden, wie attraktiv die heidnischen Sitten der von der Karavan indoktrinierten Völker sein konnten. Bei diesen Gedanken hatte er sich geschämt. Aber es hatte ihm auch geholfen, die Gefährlichkeit dieser Dämonen aus dem Himmel besser zu verstehen. Der junge Zoraï verlor keine Zeit. Er rutschte und sprang über die Wurzeln und Verzweigungen des Waldes und legte die letzten Kilometer bis zum Pfad in kürzester Zeit zurück. Die wenigen Gingos, die versuchten, ihn auf seinem Weg zu verfolgen, hatten keine andere Wahl, als aufzugeben, da er sich so geschickt durch das dichte Gewirr der Natur manövrierte, die frei von jeglicher Matisse-Unterdrückung war. Als er den Weg erreichte, versteckte er sich hinter einem großen Strauch und hielt Ausschau nach der Ankunft des Konvois. Als er gerade aufgeben und woanders nach den Spuren der Matis suchen wollte, hörte er in der Ferne ordentliches Hufgetrappel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü schluckte. Sein Herzschlag begann sich langsam zu beschleunigen. Niemals. Niemals würde er sich an dieses Gefühl gewöhnen. Sein Bruder hatte ihm versichert, dass sein erstes Mal ein Genuss sein würde und dass die Gefühle, die er dabei empfand, ihn für sein ganzes Leben prägen würden. Auf der einen Seite hatte er damit nicht ganz Unrecht. Die blutverschmierten Hände eines Zoraï, der mit elf Jahren ins Exil geschickt wurde, kniete allein vor der noch warmen Leiche seines ersten Opfers: diese Bilder verfolgten ihn wochenlang Tag und Nacht, bis er den Verstand verlor. Doch diese letzte Prüfung kündigte auch das Ende seines schmerzhaften Exils an. Bald würde er wieder in seinem Land, bei seinem Stamm sein und seine Mutter wieder in die Arme schließen können. Dieser freudige Gedanke tröstete ihn und half ihm, seine Kräfte wieder zu sammeln. Der Konvoi zeichnete sich nun am Horizont ab. Bald war er in Sichtweite. In der Mitte befand sich ein solider, schwer beladener Karren, gezogen von zwei Mektoubs, friedfertigen Dickhäutern mit flinken Füßen, die über zwei Meter groß waren, braunes Fell mit grauen Streifen hatten und vor allem an ihren langen, kräftigen Rüsseln und ihren ohrlosen Köpfen zu erkennen waren. Er wurde von einem Tryker geführt, wie viele andere, denen Pü bislang begegnet war. Tatsächlich war es nicht ungewöhnlich, Tryker weit östlich von ihren schwimmenden Städten zu treffen, die im Matis-Land undankbare und schlecht bezahlte Arbeit verrichteten. Ihre Neugier und ihr Freiheitsdrang machten sie zwar zu hervorragenden Entdeckern und Erfindern, doch aufgrund ihrer geringen Größe, ihres kindlichen Aussehens und vor allem ihres friedlichen und gutmütigen Charakters waren die Tryker in den vergangenen Jahrhunderten leider mehrfach von den Matis versklavt worden. Wie Pü aus dem Unterricht seiner Mutter wusste, waren die Tryker zum letzten Mal während des &amp;quot;Aquäduktkriegs&amp;quot; vor nur vierzig Jahren versklavt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2435 entdeckten Fyros-Minenarbeiter im Westen ihrer Wüste unter der Rinde vergrabene Ruinen und bohrten eine Säureader an, die die gesamte Region um die Kaiserstadt Coriolis in Brand setzte. Das wochenlange Feuer breitete sich bis zur Grenze des Königreichs aus und zerschnitt das riesige, von den Matis verhasste Aquädukt. Eben jenes, das die Wüste mit dem Seengebiet verband, das von der Trykoth-Föderation, dem Verbündeten des Fyros-Imperiums, verwaltet wurde. Der Krieg, in den die Allianz und das Königreich seit fast eineinhalb Jahrhunderten verstrickt waren, nahm eine neue Wendung. Der Imperator sah sich gezwungen, seine Truppen von den Seen abzuziehen und sie zur Bekämpfung des Feuers einzusetzen, das sein Volk bedrohte und ihm das Wasser abnahm. Daraufhin nutzte die Matisse-Armee die Gelegenheit und marschierte in das Seengebiet ein, versklavte das Volk der Tryker und eroberte die Stadt Karavia zurück, die das Imperium fast ein Jahrhundert zuvor gestohlen hatte. Karavia, die &amp;quot;Heilige Stadt&amp;quot;, wurde angeblich genau an dem Ort errichtet, an dem Zachini an der Küste des Königreichs, das er später gründete, zum ersten Mal mit der Karavan und der Göttin Jena zusammentraf. Karavia, die &amp;quot;Unheilige Stadt&amp;quot;, für Pü und seinen Stamm der bösartigste Ort auf der Rinde... Und doch wurde hier im Jahr darauf der Vertrag unterzeichnet, der den Aquäduktkrieg beendete und die Tryker von der Herrschaft der Matis befreite. Allerdings hatte diese Episode im Unterbewusstsein des Seenvolkes Spuren hinterlassen, und viele Tryker blieben als Diener im Wald zurück... so wie der Karrenfahrer, der sich offensichtlich dem Dienst des Matis verschrieben hatte, der neben ihm auf der Sitzbank schlummerte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü identifizierte ihn bei seinem Anblick sofort als einen Kleriker der Kirche des Lichts, die Herena genannt wurde. Der Matis war nämlich in seine kirchliche Tracht gekleidet: eine weiße Bernsteinkrone und eine lange Toga, die aus mehreren großen Umhängen bestand, die aus bunten Federn gefertigt und mit Geflechten aus bernsteinfarbenen Schmuckstücken verziert waren. Die Kirche des Lichts, die um den Jena-Kult herum gegründet wurde und unter der Schirmherrschaft der Karavan stand, war heute allmächtig im Königreich Matia und insbesondere in Karavia, das durch den Vertrag, der ihren Namen trägt, an das Königreich zurückgegeben wurde. Unter ihrem Einfluss waren so viele Homins von der dämonischen Natur der Kamis überzeugt worden...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter oben auf dem Karren, auf seiner Planenladung, stand ein Matis mit einem Maschinengewehr und hielt Ausschau nach dem Horizont. Er hatte keinen Helm auf und trug die gewöhnliche Kleidung der Soldaten der regulären Armee: einen weichen, robusten Anzug aus Kaktushaut und darüber Rüstungsteile aus weißem Holz. Ein weiterer schien auf der Rückbank zu sitzen. Die Matis waren ein von Natur aus schlankes Volk mit ausgemergelten Gesichtszügen und perlmuttfarbener Haut. Sie waren Ästheten, raffiniert und aufgrund ihrer Kultur ehrgeizig und erinnerten andere Völker immer wieder an ihre Überlegenheit, selbst wenn sie sich dessen nicht bewusst waren. Um den Karren herum waren fünf berittene Matis, die als Eskorte dienten. Sie ritten stolz auf Caprynis, schlanken Vierbeinern mit dicker, heller und stellenweise blau gestreifter Haut, einem einzigen Geweih und einer langen Schnauze mit einem einzigartigen Ziegenbart. '''Alle Soldaten waren mit einer Rüstung aus solidem weißem Holz ausgestattet''', die mit lilafarbenen Mustern graviert war, sich am Oberkörper wölbte und in der Taille enger wurde. Die Schulterstücke der Rüstung waren ebenso abgerundet wie breit und verliehen den Soldaten ein herrisches Aussehen. Am auffälligsten war jedoch ihr Helm, der aus einer Elfenbeinmaske mit einem azurblauen Schmuckstück auf der Stirn und einer stabilen, imposanten Kopfbedeckung bestand, die mit weißem Bernstein verziert war und deren Enden aus Chitin an den Ohren herabhingen, sodass sie wie Hörner aussahen. Einer der Soldaten unterschied sich von den anderen durch die feinen Verzierungen und Gravuren, die seinen Brustpanzer und Helm schmückten. Bisher hatte Pü noch niemals die Gelegenheit gehabt, solche Verzierungen zu sehen. Der Matis war zweifellos ein hochrangiger Soldat der königlichen Armee, der zusammen mit dem Herena entsandt worden war, um den König vor der Karavan zu vertreten.&lt;br /&gt;
[[file:Tous les soldats.png|right|400px|alt=… Tous les soldats étaient équipés…|Alle Soldaten waren ausgerüstet]]&lt;br /&gt;
Das Kind stellte seinen Korb sorgfältig in die Mitte des Strauches und wartete noch ein paar Sekunden, bis der Konvoi weiterzog. Als er etwa 50 Meter von seiner Position entfernt war, kam er ruhig aus seinem Versteck hervor und stellte sich in die Mitte der Straße. Als der Ausguck auf der Spitze der Ladung ihn entdeckte, gab er das Signal zum Anhalten und der Konvoi stoppte abrupt. Der unerwartete Halt unterbrach den Schlaf des Herena, der beinahe vom Karren gefallen wäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wer sind Sie? Nennen Sie Ihre Identität!&amp;quot;, rief der Ausguck in einem kräftigen, aber dennoch melodischen Tonfall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Antwort trat Pü einige Meter vor, während die Reiter ihre Reittiere ausrichteten und sich vor dem Karren aufstellten. Der Zoraï räusperte sich und nahm seinen schönsten Mateis an. Seine Mutter hatte ihm die von anderen Völkern verwendeten Sprachen beigebracht, wobei sie den Schwerpunkt auf Mateis legte, die international am häufigsten gesprochene Sprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich bin ein Apostel der Kamis, der in die heidnischen Regionen gesandt wurde, um den Verirrten die Existenz des Großen Erzeugers zu offenbaren und einigen Auserwählten die Ewige Vergebung anzubieten. Kinder der Rinde, freut euch zu hören, dass eure Sünden durch mich bereits reingewaschen wurden. In Kürze werden eure Seelen gereinigt und den Schwarzen Kriegern von Ma-Duk übergeben. Durch sie werden sie zu ihrem Kampf für die Erhaltung von Atys beitragen. Und wenn Ma-Duk es will, werden sie Zeuge des Heiligen Krieges und des Beginns der Glücklichen Tage.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz seines guten Willens gelang es dem jungen Homin nicht, Leidenschaft in seine Predigt zu bringen. Nach so vielen Monaten morbider Predigten war dieses Ritual ebenso ermüdend wie schmerzhaft geworden. Pü wusste, dass der Wahnsinn auf ihn lauerte. Die Stimmen in seinem Kopf wurden immer präsenter und er entwickelte Woche für Woche neue Verhaltensstörungen. Wie viele seiner Brüder und Schwestern hatten während ihres Exils den Boden unter den Füßen verloren? Viele von ihnen waren niemals zurückgekehrt. Vor seiner Abreise hatte er lange Zeit hart über sie geurteilt, aber jetzt verstand er sie. Seine Sicht war getrübt, als sich ein starker Kopfschmerz bemerkbar machte. Er musste sich lange konzentrieren, um die ersten mentalen Einflüsterungen auszuschalten. Während dieser langen Sekunden der Abwesenheit hatte sich der Herena zu dem Ausguck auf der Spitze des Karrens gesellt. Er hielt sich rücksichtslos an ihm fest, um nicht zu fallen, und brüllte sie an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ma-Duk? Der große Erzeuger? Was reden Sie denn da für einen Unsinn? Wir wussten zwar, dass die Wilden Ihrer Art die Kami-Dämonen anbeten, aber wir dachten, Sie wären so geistesgegenwärtig, die Existenz unserer aller Mutter, Jena, nicht in Frage zu stellen! Kennen Ihre Schandtaten keine Grenzen? General, ergreifen Sie diesen Ketzer auf der Stelle!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü ging wieder ein paar Schritte nach vorne und massierte sich die Maske.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Dann kann ich Ihnen versichern, dass Min-Cho, sein Rat der Weisen und die gesamte Zoraï-Theokratie, versteckt im Herzen Zorans und hinter ihrer Großen Mauer, immer noch Ihre usurpatorische Göttin anbeten, sagte er mit müdem Blick. Vor vielen Jahrzehnten entschieden sich die Kamis dafür, meinem Stamm die Existenz von Ma-Duk zu offenbaren. Heute sind wir leider die einzigen, die seine Natur als Oberster Kami anerkennen. Aber es gibt noch andere Apostel, die im Dschungel arbeiten. Eines Tages werden unsere Zoraï-Brüder das Ausmaß der Lügen erkennen, die ihnen seit ihrer Kindheit aufgetischt werden, und wenn Ma-Duk es will, werden ihnen ihre Sünden vergeben.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gesicht des Klerikers färbte sich rot, als er durch seine Gestikulationen, die die vielen Umhänge seiner Kleidung verwickelten, fast zu Boden fiel. Zu seinem Glück tat der Ausguck alles, was er konnte, um zu verhindern, dass der Herena sich durch einen Sturz blamierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hören Sie auf mit Ihren Schandtaten, Wilder! Keine Vergebung für Ihre degenerierte Rasse von Dämonenanbetern! Ihre skelettierten Gesichter sind Abscheulichkeiten, eine Beleidigung für die Karavan! Ihr verdient es, ausgerottet zu werden, wie alle Primitiven, die Atys mit Ihrer Anwesenheit beschmutzen! Dieser Wilde soll sofort gefasst werden, das ist ein Befehl!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hoch zu Capryni versuchte der Matis-General einzugreifen, um die wachsende Spannung abzubauen. Doch einer der Reiter befolgte die Aufforderung des Geistlichen und ritt in vollem Tempo los. Pü schüttelte seine Maske ab, um seine letzten Kopfschmerzen wegzuwischen, und konzentrierte sich voll und ganz auf die Situation. Von nun an würde alles sehr schnell gehen. Er musste seine inneren Fragen zum Schweigen bringen. Der Matis hatte bereits die Hälfte der Distanz zwischen ihm und dem Zoraï überwunden. In seiner rechten Hand hielt er einen langen, hohlen Speer, der in einer geflochtenen Bernsteinkragen endete. In der Nähe der horizontalen Stange befand sich ein Hebel, mit dem der Ring, der die Stange abschloss, schnell gelockert oder zusammengedrückt werden konnte. Diese geniale Waffe war in der Regel dazu gedacht, die zukünftigen Reittiere der Matis an der Kehle zu packen, wenn sie noch in der Wildnis waren, wurde aber auch dazu verwendet, Homins zu fixieren und zu unterwerfen, ohne sie zu verletzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Püs Körper schwankte leicht. Es dauerte einige Sekunden, bis er das Schlagen seiner Glieder mit dem Galopp des Reittiers synchronisieren konnte. Als der Angreifer etwa zehn Meter von ihm entfernt war, aktivierte er den Mechanismus seiner Waffe und schwang sie, ohne sein Tempo zu verlangsamen. Die Schlinge öffnete sich weit genug, um den maskierten Kopf des Zoraï zu umschließen. Ohne Zweifel wusste er, wie er mit seinem Instrument umzugehen hatte. Doch der junge Homin war zu flink. Als der Soldat nach rechts schoss, um seine Beute an der Kehle zu packen, tauchte Pü absichtlich in die Richtung des Angriffs und wich ihm aus. Zwischen Waffe und Capryni hindurch gelang es ihm, den Riemen an der Seite des Tieres zu ergreifen, bevor er den Boden berührte. Er hielt sich fest und zog, so gut er konnte, nicht um das Tier zu destabilisieren, sondern um seinen leichten Kinderkörper über das Tier zu schleudern. Er flatterte herum und landete gerade noch auf dem Hinterteil des Capryni, als der Matis hinter seinen Rücken blickte, um zu sehen, was aus dem Zoraï geworden war. Während der Reiter den Blick von Pü kreuzte, der nur durch die Kraft seiner Schenkel das Gleichgewicht auf dem Tier hielt, legte seine Beute, die zum Henker geworden war, schnell ihre Hände um seinen Nacken und brach ihn mit einem kräftigen Schlag. Die Waffe des Matis rutschte aus seiner rechten Hand und zerbrach auf dem Boden. Wenn Pü nicht sicher sein konnte, dass er tot war, war seine Lähmung garantiert. Er ließ den gepanzerten Körper auf sich niedersacken, damit er nicht stürzte, nahm die Zügel, die seine linke Hand hielt, wieder auf, verlangsamte das Tempo und drehte sich um. Als er wieder am Ausgangspunkt angekommen war, brach er seinen Lauf ab und sprang links neben dem Tier zu Boden. Der Körper des Soldaten fiel schwer auf die rechte Seite. Der Helm löste sich durch den Aufprall, sodass der Zoraï in das leblose Gesicht blicken konnte. Der Soldat war eine Homina und damit vielleicht auch eine Mutter. Für den Bruchteil einer Sekunde sah Pü, wie die Maske seiner eigenen das Gesicht der Leiche überlagerte. Er schloss die Augen. Drei. Jetzt fehlten ihm nur noch drei.&lt;br /&gt;
[[file:Le soldat.png|right|400px|alt=… Le soldat était une homine…|Der Soldat war eine Homina]]&lt;br /&gt;
Auf der Spitze des Karrens hatte sich das Gesicht des Klerikers von einer rötlichen Gesichtsfarbe in ein blasses Weiß verwandelt, das viel blasser war als sonst. Die Soldaten reagierten nicht, da sie von der Gewalt, die sie gerade gesehen hatten, schockiert waren. Nur der General behielt die Nerven. Er ließ sein Reittier ein paar Schritte vorwärts reiten und wandte sich dem Konvoi zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Giero, reiten Sie so schnell wie Ihr Capryni kann in Richtung des nächsten Außenpostens! Informieren Sie den Intendanten über die Lage und schicken Sie uns Verstärkung. Unterschätzen Sie die Bedrohung nicht. Be'maty, begeben Sie sich ebenfalls zum Außenposten! Sie werden Giero wegen der Ladung nicht folgen können, aber Ihre Mektoubs sind stark, also schonen Sie sie nicht. Sobald er seine Nachricht überbracht hat, wird Giero Sie auf der Straße treffen. Vicho, bleiben Sie auf dem Karren! Sie werden die Ladung und den Herena mit Ihrem Leben schützen, bis Giero zurückkehrt. Zani, Lichnini, Sivaldo, Sie kommen mit mir! Greifen Sie nicht ein, bis ich es Ihnen befehle&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der selbstbewusste Tonfall des Generals half den Soldaten, aus ihrer Lethargie zu erwachen. Alle führten den Befehl wortlos aus. Der Wachposten sprang vom Karren und legte sein Maschinengewehr an, der Matis auf dem Rücksitz ersetzte ihn auf dem Dach des Karrens, der zu manövrieren begann, um umzukehren. Nur der Kleriker, der gerade erst wieder zu sich kam, wollte protestieren. Doch der neugierige Blick, den der General ihm zuwarf, hielt ihn davon ab, und seine Kreideblässe wurde noch größer. Normalerweise ließ Pü keine Überlebenden zurück, denn nur wenn es keine Zeugen gab, konnte er sicher sein, dass er in diesen Gebieten weiterhin ungehindert operieren konnte. Außerdem vermied er es normalerweise, die reguläre Armee anzugreifen, da jeder vermisste Soldat zu einer Untersuchung führte, und griff stattdessen lieber die fanatischen Stämme oder Banditengruppen an, die das Königreich durchzogen. Doch dieses Mal war alles anders. Wenn die ersten sprechen würden, würde er schon auf dem Rückweg sein. Er beobachtete seine vier zukünftigen Gegner genau, während einer der Reiter mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Südwesten ritt, gefolgt von dem Karren. Er durfte es nicht mit ihnen allen zusammen aufnehmen. Er wartete ein paar Sekunden - genug Zeit, damit der Bote am Horizont verschwand - und begann, sich langsam vorwärts zu bewegen. Beim ersten Schritt schrie der General.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bleiben Sie stehen! Weil Sie sich des Verbrechens des vorsätzlichen Mordes an einem Soldaten des Königreichs Matia schuldig gemacht haben, müssen Sie sich vor dem königlichen Gericht verantworten. Wie es unser Gesetz vorsieht, haben Sie das Recht, sich während des Prozesses zu verteidigen. Bitte kooperieren Sie jetzt, sonst müssen wir Sie gewaltsam festnehmen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü hob die Hände, um Unterwerfung vorzutäuschen, und ging weiter. Er wusste, dass die Matis sich nicht täuschen lassen würden, aber er musste ein paar Meter gutmachen. Momentan war der Maschinengewehrschütze die größte Bedrohung. Er musste ihn zuerst ausschalten. Dennoch durfte er den hochrangigen Soldaten nicht unterschätzen. Unter normalen Umständen hätte er es mit einem einfachen Truppführer zu tun gehabt und nicht mit einem erfahrenen Militär.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich werde mich nicht wiederholen, keine Bewegung mehr!&amp;quot;, schrie der General erneut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zoraï würde es wahrscheinlich nicht schaffen, noch einen weiteren Schritt zu machen, bevor der General zum Angriff blasen würde. Er fuhr mit seiner rechten Hand über seinen Rücken und legte sie auf den kleinen runden Schild, der dort hing. Er durfte sich keinen Fehler erlauben. Wenn er sich jetzt verfehlte, würde der Rest viel unsicherer werden. Er schloss wieder die Augen und ließ seine Sinne sich voll und ganz der Welt öffnen. Die Richtung und Stärke des Windes, die Luftfeuchtigkeit - wichtige Parameter, die es für den perfekten Wurf zu berücksichtigen galt. Er öffnete die Augenlider wieder und richtete seinen Blick auf den Schützen. Er war zwar zu weit weg, um sicher zu sein, aber die Position seiner Arme deutete darauf hin, dass er bereit war, zu schießen. Pü atmete tief durch und machte sich an den Kampf. Schneller als je zuvor hängte er seinen Schild ab und streckte seine Arme wie ein Seil nach hinten. Er brauchte weniger als eine Sekunde, um seine Flugbahn zu bestätigen und seinen Buckler zu werfen. Das Geschoss flog nach links vom Pfad und erweckte den Anschein eines Fehlwurfes. Pü nutzte die allgemeine Verwirrung, um in die andere Richtung zu stürmen. Wie erwartet erhielt der Maschinengewehrschütze den Befehl zum Eingreifen und legte seine Waffe an. '''Mit beiden Füßen fest in der Rinde steckend, begann er, aus allen Rohren auf den Zoraï zu feuern'''. Aufgrund des Rückstoßes war die Waffe jedoch schlecht zu führen, sodass Pü einige Sekunden Zeit hatte, bevor die Treffer ins Schwarze trafen. Der Junge wackelte und hüpfte geschickt und versuchte, dem Maschinengewehrschützen die Arbeit zu erschweren, dessen Schüsse immer präziser wurden. In diesem Moment glaubten die Matis wahrscheinlich, dass sie den Sieg davontragen würden. Doch die Flugbahn des Schildes nahm eine unerwartete Krümmung an. Der Buckler streifte die Bäume, die den Straßenrand markierten, und drehte sich in Richtung des Schützen, der nun mit dem Rücken zu ihm stand. Niemand bemerkte den Plan, außer dem General, der das tödliche Projektil sah, als es gerade auf den Hinterkopf des Maschinengewehrschützen treffen wollte, weil er schlauer war als der Rest seines Trupps. Er schrie etwas und sprang von seinem Capryni. Er rappelte sich schnell auf und ging auf den Soldaten zu. Als Antwort auf den Schrei seines Vorgesetzten drehte sich dieser gerade zu der fliegenden Bedrohung um. Als der General sah, dass er nicht reagierte, versuchte er, ihn zu Boden zu werfen, doch er stieß ihn nur an. Der Schild schnitt tief in das Gesicht des benommenen Matis, der sich herumdrehte und schwer auf den Boden fiel.&lt;br /&gt;
[[file:Les deux pieds.png|right|400px|alt=… Les deux pieds fermement plantés…|Mit beiden Füßen fest steckend]]&lt;br /&gt;
Pü hörte mit dem Gestikulieren auf und holte Luft. Der Maschinengewehrschütze war zwar sicher nicht tot, aber er schien ohnmächtig zu sein und stellte daher im Moment keine Bedrohung dar. Während der General am Krankenbett verweilte, glaubte der junge Zoraï fälschlicherweise, dass er nun Zeit hätte, über seinen nächsten Schritt nachzudenken. Doch die beiden Reiter waren anderer Meinung und spornten sich gegenseitig an, zum Angriff überzugehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;General, bleiben Sie bei Sivaldo, wir kümmern uns um den maskierten Primitiven!, rief der erste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Ja, General! Bisher haben seine feigen Techniken nur funktioniert, weil wir nicht darauf vorbereitet waren, fügte der zweite hinzu. Lassen Sie uns den Tod von Tinailli rächen! Wir versprechen, dass wir ihm Ehre erweisen werden!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl der General protestierte, rasten die beiden Soldaten mit voller Geschwindigkeit auf den Zorai zu, den das nicht zu stören schien. Die letzten paar Dutzend Meter zwischen ihnen wurden in Sekundenschnelle verschlungen. Doch da sie sich an den Tod ihrer ersten Kameradin erinnerten, machten die Matis nicht den Fehler, den jungen Krieger zu überfallen. Sie hielten an, bevor sie auf seiner Höhe waren, sprangen von ihren Reittieren und rückten vor, um ihn in die Zange zu nehmen. Nach ihrem jeweiligen Verhalten zu urteilen, mussten die beiden Matis unerfahrene Soldaten sein. Von Hass und Rachegelüsten geblendet, wussten sie noch nicht, dass sie sich gerade in den Rachen des Gingos gestürzt hatten. In der Ferne hatte der General gerade seine Capryni erreicht, um zu den beiden Unvorsichtigen zu eilen. Allein gegen zwei hatte der junge Krieger noch alle Chancen. Er musste die Sache also so schnell wie möglich hinter sich bringen, bevor der einzige wirklich erfahrene Soldat des Trupps zu ihnen stieß. Der Matis, der sich in seinem Rücken positioniert hatte, hielt mit beiden Händen ein schweres, schön verziertes Bernsteinschwert, während der Matis, der ihm gegenüberstand, mit einer langen Pike bewaffnet war, die von geflochtenem Bernstein gekrönt war. Pü hätte gerne in seinem Gesicht gelesen, aber der mächtige gehörnte Helm, den er trug, verhinderte dies. Die Matis kamen schnell näher. Logischerweise würde der Soldat gegenüber von ihm den ersten Angriff starten und dem Soldaten in seinem Rücken die Gelegenheit geben, einen toten Winkel für einen Angriff zu nutzen. Genau das geschah auch. Der Pikenier schrie und durchbohrte die Luft mit einer präzisen Bewegung, in der Hoffnung, den Zoraï mit einem einzigen Schlag aufzuspießen. Ohne seine Füße zu bewegen, schoss Pü mit seiner rechten Hand gegen die Pike, während er sich drehte und sein Becken auf die gegenüberliegende Seite verlagerte. Der Schutz seines Unterarms kratzte lautstark an den vielen scharfen Spitzen. Er drehte sein Handgelenk abrupt um und griff nach dem langen Griff der Waffe. Anstatt den Angriff abzuwehren, ermutigte er die Bewegung und nutzte den Schwung des Matis, um ihn zu destabilisieren, während er den Impuls seines Angriffs bewahrte. Er lenkte die Richtung des Angriffs leicht ab, ohne seine Füße vom Boden abzuheben, beugte seinen Rücken nach hinten und wich dem horizontalen Schlag aus, den der Schwertkämpfer auf ihn ausüben wollte. Er musste nur dafür sorgen, dass die Pike ihre Geschwindigkeit beibehielt, damit ihre tödlichen Spitzen den linken Oberschenkel des unglücklichen Schwertkämpfers durchbohrten, der unter dem Schock schreiend zusammenbrach. Der Angreifer wurde von der unkontrollierten Bewegung seiner Waffe mitgerissen und fiel beinahe auf den Verletzten. Pü ergriff die Gelegenheit und half ihm. Er zog seinen Dolch mit der freien Hand, während die andere den fest im Fleisch seines Kameraden steckenden Pik losließ, trat einen Schritt zurück, um sein Gleichgewicht wiederzuerlangen, und stieß seine Klinge mit einem präzisen Schlag in das Halsgelenk des Helms des Pikeniers. Ein langer Schwall Blut spritzte heraus, als er seinen Dolch aus der Halsschlagader seines Gegners zog. Comme il s’y attendait, le soldat paniqua et retira son casque en vitesse pour comprimer et soigner sa gorge à l’aide des pouvoirs de la Sève, et avant que son cerveau ne cesse d’être irrigué en sang. Ne lui laissant pas le temps d’agir, Pü attrapa la chevelure brune du Matis et lui asséna plusieurs violents coups de dague dans la gorge. Lorsque la tête du soldat se sépara finalement du reste de son corps, le décapité s’effondra sur la pique qui s’enfonça encore plus profondément dans la plaie sanguinolente de l’homin cloué au sol. Pü jeta un coup d’œil en arrière : le général serait bientôt là. Il rangea la dague maculée de sang, laissa tomber la tête de sa victime, et s’approcha du soldat gravement blessé qui, désormais coincé sous la lourde armure encore palpitante de son camarade, n’était plus capable d’extraire la pique pour soigner magiquement sa jambe. L’homin ôta son casque et se mit à gémir. Il devait avoir l’âge de Niï, soit environ dix ans de plus que Pü.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Pitié, ne me tuez pas ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü avait sincèrement pitié. Il détestait tuer. Et particulièrement quand ses adversaires n’y étaient pas préparés. Mais il n’avait plus le choix. Il y était presque, il ne pouvait pas tout abandonner maintenant. Le jeune Zoraï fit à nouveau le vide dans sa tête et ignora la plainte du Matis. Il se rapprocha de lui, posa délicatement son pied gauche sur son cou, et lui broya d’un coup de talon. Ramassant l’épée du malheureux désormais paralysé, il lui planta dans la gorge, empêchant ainsi toute régénération. Un. Il ne lui manquait plus qu’un. Si le mitrailleur évanoui suffisait, l’homin qui lui faisait face dorénavant ne le laisserait sûrement pas approcher le blessé sans combattre. Le général, qui avait en effet enfourché sa monture pour combler la distance qui se séparait du Zoraï, avant de la quitter une seconde fois, se dirigeait désormais vers le guerrier d’un pas décidé. Arrivé à quelques mètres de lui, il ôta son casque. Pour la première fois depuis longtemps, Pü eut un mouvement de recul. Durant un instant, l’enfant crut voir le masque de son père. Le Matis était dans la force de l’âge, comme l’indiquaient les quelques rides qui venaient troubler l’harmonie des traits de son visage et le faible éclat de sa longue chevelure d’ébène. Mais par-dessus tout, c’est l’assurance et l’intensité de son regard qui lui rappelèrent son père. Ces yeux bleus perçants étaient ceux d’un homin déterminé, prêt à tout donner pour accomplir sa volonté. Pü recula d’un pas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Il n’est pas nécessaire que nous combattions, dit-il d’une voix troublée. J’ai accompli ma mission. Laissez-moi le mitrailleur et rentrez chez vous. S’il vous plaît, suivez mon conseil, et rejoignez votre famille. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Le général posa son casque à ses pieds et dégaina une longue et large épée finement décorée. Il lui jeta un regard glacial.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Je ne vais pas pouvoir accéder à votre requête, mon garçon. Vous venez à vous seul de tuer trois de mes soldats. Le Karan Domini, Roi et Grand Prêtre du Royaume de Matia, doit savoir pourquoi la Théocratie Zoraï forme des enfants-soldats à des missions d’assassinat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Je vous le redis : ma tribu et moi ne dépendons pas de la Théocratie Zoraï. Je vous en prie, éloignez-vous ! » répliqua Pü en reculant une seconde fois.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Le Matis s’avança d’un pas déterminé.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Vous a-t-on forcé à tuer ? S’il est normal qu’un garçon de votre âge apprenne à combattre, il ne devrait pas avoir à faire couler le sang si jeune. Et sûrement pas dans ces conditions. Un garçon de votre âge passe du temps avec ses amis, ses frères, ses sœurs, son père et sa mère. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
À l’écoute des paroles du militaire, et à l’évocation de ses proches, le jeune Zoraï fut pris d’un coup de sang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Ne parlez pas de ma famille ! Fuyez, tant qu’il en est encore temps ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Un sourire froid s’afficha alors sur le visage du général.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Il semble que j’aie touché la corde sensible. Seraient-ce vos parents qui vous ont envoyé si loin de la Jungle pour commettre ces meurtres ? Une mère est censée enseigner l’amour à ses enfants, non la mort ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Une violente céphalée transperça le crâne de l’enfant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« '''Je vous interdis de parler de ma mère !''' »&lt;br /&gt;
[[file:Je vous interdis.png|right|400px|alt=… Je vous interdis de parler…|Je vous interdis de parler]]&lt;br /&gt;
À son départ, elle avait pleuré. Et si elle l’avait exhorté de ne pas tuer pour assouvir son propre plaisir, elle lui avait malgré tout demandé de le faire pour Ma-Duk. Pü aimait sincèrement Ma-Duk, autant qu’il détestait Jena. Les Kamis protégeaient Atys, quand la Karavan la détruisait en pillant ses ressources. Mais ne pouvait-on prouver son amour à Ma-Duk autrement qu’en répandant le sang ? Par ses propos, et son statut de Grande Prêtresse, sa mère approuvait les coutumes barbares de leurs ancêtres. Pire, elle les transmettait avec ferveur. Mais lui, qui buvait il y a encore quelques mois chacune des paroles de sa mère, les vomissait désormais. Combien de temps encore réussirait-il à feindre son attachement aux valeurs de sa tribu ? Et si, averti de cette dernière pensée, Ma-Duk considérait déjà qu’il ne lui était plus fidèle, pourrait-il jamais devenir l’Ombre du Masque Noir ? Son père l’exécuterait-il lorsque Grand-Mère Bä-Bä lui apprendrait la nouvelle ? Son frère et sa mère le laisseraient-il faire ? Pü atteignait ses limites, son cerveau était en ébullition. Sentant le Zoraï flancher, le Matis le poussa à bout.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Ainsi l’Herena avait donc raison : vous n’êtes que des animaux ! Les homins de votre peuple engrossent leurs homines et les transforment en mères pondeuses, juste bonnes à produire des enfants-soldats qui seront sacrifiés sur l’autel de vos croyances haineuses ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sur ces mots, Pü dégaina sa dague et son épée courte et s’élança vers le Matis en hurlant. Il lui avait laissé l’opportunité de fuir, et celui-ci ne l’avait pas saisie. S’il désirait mourir, alors Pü l’y aiderait, aussi simplement qu’il l’avait fait pour ses soldats. Cela ne prendrait que quelques secondes. Tout serait terminé, bientôt. Il n’aurait plus à supporter cette douleur. C’est en tout cas ce qu’il imagina sous le coup de la fureur. L’épée du général s’illumina et le jeune guerrier fut saisi aux chevilles avant même de comprendre la manœuvre du militaire. L’expérience du Matis avait parlé, et l’orgueil du Zoraï allait lui coûter cher. Il avait sous-estimé son adversaire et s’était précipité aveuglément, sans anticiper l’utilisation d’un enchantement magique d’entrave. Des racines avaient jailli de l’écorce et l’empêchaient totalement de bouger. Étant donné l’élan de sa course, Pü avait manqué trébucher en avant, et ce n’était que de justesse qu’il avait réussi à se maintenir debout. Pris de panique, il tenta de s’extraire du piège magique en tailladant à l’aide de ses armes les ramifications qui montaient maintenant le long de ses mollets, oubliant par là même le lanceur du sortilège. Soudainement, alors que toute son attention était portée sur ses jambes, le ciel s’assombrit. Son sang se glaça lorsqu’il leva la tête par réflexe. Au-dessus de lui, l’imposante armure du Matis masquait la lumière de l’astre du jour : il avait profité de l’affolement du Zoraï pour arriver au corps-à-corps. Le contre-jour accentuait son regard féroce, qui pétrifia Pü de toute part. Le général leva sa grande épée en position plongeante. Son armure blanche s’illumina lorsque la lumière filtra suite au changement de posture, et Pü dut détourner les yeux pour ne pas être aveuglé.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Laissez-vous faire ! dit le Matis d’un air grave. Le coup que je vais vous porter va vous infliger une blessure critique. Si vous bougez, il risque de vous être fatal. Je vous maintiendrai en vie jusqu’à ce que les renforts arrivent. Nous vous conduirons ensuite à Matia ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Si le général semblait confiant en sa capacité de l’amener vivant auprès du roi des Matis, Pü préférait mourir mille fois plutôt que de devenir captif des suppôts de la Karavan. Il essaya à nouveau de se débattre, mais les racines enserraient maintenant sa taille et commençaient à remonter sur son ventre. Voilà, c’était ainsi que s’achevait sa courte vie. Finalement, Grand-Mère Bä-Bä avait eu tort. Lui qui avait grandi avec l’idée de devenir l’Ombre du Masque Noir et de périr parmi les siens en protégeant son frère, allait mourir seul et loin de chez lui, avec pour dernière vision l’éblouissante empreinte astrale de Jena. Quelle ironie. Alors que le Zoraï avait tourné son masque sur la gauche pour ne pas avoir à supporter plus longtemps le reflet moqueur de la cuirasse, il aperçut une étrange source lumineuse au-delà de la lisière de la route, sous l’ombre des grands arbres sylvestres. En se concentrant, il put discerner nettement deux sphères de taille identique. Elles étaient d’une blancheur éclatante et luisaient d’autant plus vivement qu’elles étaient environnées d’obscurité. Non, ce n’était pas seulement l’obscurité… Pü distingua une petite silhouette noire parmi les ombres. Son sang se glaça de nouveau. Ce n’étaient pas des sphères, c’étaient des yeux. Ceux du Kami Noir qui lui était apparu deux fois jusqu’alors. Il était là. Ma-Duk le regardait.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Non, il ne pouvait abandonner. Il était un Guerrier Noir de Ma-Duk, forgé par les meilleurs combattants de la Jungle et béni des Kamis. Tant qu’il pourrait se battre, il n’abandonnerait pas. Revigoré, son corps réagit d’instinct lorsque le général abattit son arme sur lui pour lui transpercer la clavicule gauche. Il envoya son bras droit au contact de la lame massive pour se protéger, et si son épée courte ne réussit pas à bloquer le coup, elle permit néanmoins de dévier l’attaque, au prix d’une partie de sa main, qui vola en éclats. L’état d’extrême tension dans lequel se trouvait le jeune guerrier eut pour effet positif de lui faire totalement ignorer la douleur. L’épée l’érafla et se planta lourdement dans le sol. Profitant de la seconde de répit qu’il lui était offerte, Pü lâcha la dague qu’il tenait dans sa main gauche et manipula la Sève alentour pour incanter à deux mains un sortilège. Sa paire d’amplificateurs de magie étant accrochée à sa ceinture désormais enchevêtrée avec les racines, il ne put s’en équiper. Mais pour ce qu’il comptait faire, un sortilège brut devrait suffire. Alors '''il n’hésita pas, et enflamma son corps pour s’évader de sa prison de bois'''. Il réussit à se dégager des racines partiellement consumées au moment où le général arrachait son épée du sol. Alors qu’il lançait son second assaut, Pü réussit à l’éviter de justesse grâce à une roulade. Le Matis enchaîna avec une série de frappes d’estoc et de taille, que le jeune guerrier esquiva à l’aide de diverses acrobaties. Désarmé, il n’était pas en mesure de parer les attaques. S’il était bien plus habile que le général encombré de sa lourde armure, celui-ci semblait bien plus endurant, et n’avait pas encore subi de blessures. Plus inquiétant encore, ses coups se faisaient de plus en plus précis. Pour la première fois de sa vie, Pü combattait un maître d’armes dans un combat à mort. L’expérience du Matis parlait, et il ne lui fallut que peu de temps pour commencer d’anticiper les mouvements du jeune guerrier.&lt;br /&gt;
[[file:Hesita pas.png|right|400px|alt=… il n’hésita pas…|il n’hésita pas]]&lt;br /&gt;
Les secondes défilaient et Pü s’essoufflait à vue d’œil. À plusieurs reprises, le soldat réussit à le frôler, entaillant son corps d’enfant de la pointe de son épée. Pü faisait régulièrement appel aux pouvoirs de la Sève pour panser ses blessures et régénérer partiellement son endurance, mais, à ce rythme, il atteindrait bientôt ses limites. S’il aurait aimé pouvoir passer dans le dos du Matis pour tenter de lui briser la nuque, comme il savait si bien le faire, celui-ci ne lui laissait aucun répit. Sans arme, il n’avait aucun moyen de s’extraire de cette situation perdue d’avance. Alors qu’il cherchait une échappatoire, il aperçut une dague pendant à la taille du soldat, cachée derrière le drap d’apparat ornant sa ceinture. Comment avait-il pu ne pas la voir avant ? Pü se maudit et imagina un plan d’action, entre deux roulades et trois contorsions. Il allait jouer le tout pour le tout. À bout de souffle, le Zoraï attendait le moment idéal pour agir. Soudainement, lui qui ne faisait jusqu’alors que reculer face aux assauts du Matis, profita d’une large frappe de taille pour effectuer une roulade avant et passer sous la lame tranchante. Son mouvement tout juste terminé, il poussa aussi fort qu’il put sur ses jambes, et bondit sur le flanc gauche du soldat. Si le Matis fut décontenancé par la direction de l’esquive, il réagit très vite et rendit un violent coup de pied latéral au jeune guerrier. Le corps de l’enfant craqua sous la lourde botte du soldat et alla s’écraser plus loin sur le sol. Pü se releva péniblement sur un genou et cracha le sang. Son adversaire venait de lui briser plusieurs côtes. Mais derrière son masque, le jeune guerrier souriait : sa main valide était désormais armée. Bien que différente des dagues qu’il avait coutume de manier, celle du Matis ferait parfaitement l’affaire. Le jeune homin inspira un grand coup et leva son masque vers le général. Celui-ci s’était retourné et s’apprêtait à réaliser une percée avec son épée pour retourner au corps-à-corps.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Abandonnez mon garçon ! » dit-il en chargeant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
À nouveau, Pü n’aurait qu’une seule chance. Et jusqu’alors, la chance lui avait souvent souri. Finalement, peut-être que le Kami Noir veillait réellement sur lui.  Alors que le soldat se précipitait dans sa direction, l’épée dirigée vers l’avant, Pü attendit le bon moment et jeta sa dague en l’air, loin au-dessus de lui. Aussitôt fait, il infusa tout ce qu’il put de Sève dans ses jambes et fit gonfler ses cuisses comme jamais. Puisant à la limite de ce qu’il pouvait endurer, il souleva un nuage de sciure et bondit dans les airs d’un saut surhomin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Totalement surpris par la nature de l’attaque et partiellement aveuglé par le brouillard de débris, le Matis crut à tort que le Zoraï tentait simplement de s’enfuir. Il comprit trop tard la réalité de la situation lorsque qu’il sentit son épée s’alourdir brusquement sur l’avant. Pü venait d’atterrir sur le plat de la lame et s’élançait tel un funambule en direction de son porteur. Déjà fort déséquilibré, le Matis tenta en vain de se redresser au moment où Pü prit à nouveau appui sur l’arme pour voltiger. Le jeune guerrier atterrit cette fois-ci sur ses épaules, et se propulsa une derrière fois en direction du ciel, obligeant par la force de ses jambes le Matis à poser un genou au sol. Pü devait se situer à environ quatre mètres du sol, et survolait le nuage de poussière qui commençait à se dissiper. Il n’eut qu’à tendre son bras valide pour attraper la dague qu’il avait précisément jetée quelques secondes auparavant. Écartant les jambes et regardant vers le sol, alors que la gravité commençait à faire effet, il posa ses yeux sur le visage du général. Celui-ci avait perdu son regard terrifiant et ouvrait grand les paupières. Pü y lut de l’admiration. L’enfant effectua à nouveau un lancer parfait et la dague alla se planter droit dans le crâne du Matis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Toujours en l’air, le Zoraï se préparait à se réceptionner correctement, mais ses côtes cassées l’en empêchèrent. Il s’effondra lourdement sur le flanc opposé, non loin du corps du général figé sur les genoux dans une étrange position. Sa tête pendait en arrière, dirigée vers l’astre du jour et sa longue chevelure d’ébène se soulevait légèrement au gré du vent. Pü s’allongea sur le dos et écarta les bras. Terminé. Son calvaire était terminé. Il avait gagné.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
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[[Catégorie:La Guerre Sacrée]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jadeyn</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Kapitel_IV_-_Sylvan_Exil&amp;diff=34456</id>
		<title>Kapitel IV - Sylvan Exil</title>
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				<updated>2023-02-22T09:29:07Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Jadeyn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Trad&lt;br /&gt;
|DE=Kapitel IV - Sylvan Exil|DEs=2&lt;br /&gt;
|EN=Chapter IV - Sylvan Exile|ENs=4&lt;br /&gt;
|ES=&amp;lt;!--Capítulo IV - Exilio en el bosque--&amp;gt;&lt;br /&gt;
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|H=1&lt;br /&gt;
|palette=}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Clear}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:purple;font-weight:bold&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''IV - Sylvan Exil'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:purple;font-weight:bold&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''Jahr 2474 von Jena'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Quotation|''Bélénor Nébius, Erzähler'' • ''Cheng Lai'SuKi, Illustratorin''|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[file:Pu deroulait.png|right|400px|alt=… Pü déroulait en silence…|verrichtete Pü schweigend]]&lt;br /&gt;
Auf einem hohen Ast eines großen sylvanischen Baumes sitzend, '''verrichtete Pü schweigend sein tägliches Gebet'''. Über ihm, sogar noch näher, so weit entfernt vom Dschungel und seinem Zenit, war das Tagesgestirn dabei, seinen vollen Glanz zu entfalten, und trotz der dicken Laubschicht, die es vom Himmel trennte, schaffte es das warme Licht, die blaue Haut des jungen Zoraï zu erwärmen. Er hatte jedoch gelernt, Jenas astrale Prägung zu vergessen, und versuchte, sich an die Kälte und das Echo der Abgrundschächte zu erinnern, die sein Dorf unter der Rinde durchzogen und die es Ma-Duk ermöglichten, aus dem Herzen von Atys über ihn und seine Familie zu wachen. Er hatte ohnehin keine Wahl: Die Höhen waren bei weitem der geeignetste Ort für meditative Momente. Am Boden waren Raubtiere und Soldatenpatrouillen eine ständige Störung, die seine Ruhe bedrohten und ihn daran hinderten, sich friedlichen Aktivitäten zu widmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tausend Kilometer entfernt beendeten seine Stammesmitglieder wahrscheinlich auch gerade ihre Gebete. Trotz der Entfernung und der Einsamkeit hatte Pü versucht, seinen Lebensrhythmus beizubehalten, den er vor seiner Abreise gelebt hatte. Mit dem ersten Morgengrauen erwachte das Dorf und bereitete sich auf die Routinearbeiten vor, die für das reibungslose Funktionieren der Gemeinschaft notwendig waren: Instandhaltung, Handwerk, Jagd, Kochen, verschiedene Versammlungen, Empfang der seltenen Gesandten und Händler etc. Das Ziel war es, so viele Aufgaben wie möglich zu erledigen, bevor die lange Morgenlitanei begann. Diese wurde von Pus Mutter Looï geleitet und endete mit einem gemeinsamen Essen im Speisesaal, an dem der ganze Stamm teilnahm. Nach dem Mittagessen übten sich die Zoraï mehrere Stunden lang in der Kunst des Kampfes. Der Unterricht richtete sich an alle, unabhängig von Alter oder Geschlecht, und war sehr vielfältig: Nahkampf, Stichwaffen, Schusswaffen und Magie. Der Stamm war in erster Linie ein Clan von Kämpfern, die früher oder später am Beginn des Heiligen Krieges teilnehmen würden. Wenn das Training beendet war, trafen sich die Familien zu einem gemütlichen Essen und gingen vor dem Schlafengehen verschiedenen persönlichen Aktivitäten nach. Seit jeher besuchte Pü Abendkurse bei seiner Mutter, die ihn in homininer Geschichte, internationalen Beziehungen, anderen Sprachen und Wissenschaft unterrichtete. Gelegentlich wurde er von seinem älteren Bruder Niï begleitet. In den meisten Fällen besuchte dieser jedoch andere Privatstunden bei ihrem Vater, der Schwarzen Maske.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Junge wurde jäh aus seinen Erinnerungen gerissen, als ein trauriges Geräusch die Harmonie des Gesangs der Bäume durchbrach. Über den Baumwipfeln erschütterte das dumpfe Dröhnen eines Karavan-Fluggeräts die Luft und vertrieb die Javings, diese seltsamen Vögel mit den gezackten, grünlichen Flügeln und der langen, schwarzen, glänzenden und mit Widerhaken versehenen Zunge, mit der sie ihre Beute aufspießten. Pü stand schnell auf, überprüfte die Festigkeit seiner Lebenslinie und machte sich daran, die letzten Meter des dicken Baumstamms zu erklimmen, der ihn vom Himmel trennte. Als sein zarter Körper aus dem Blättermeer herausragte, musste er hinter seiner Maske die Augen zusammenkneifen, weil das Tageslicht so grell war. Nicht weit von ihm entfernt verlor die Höllenmaschine immer mehr an Höhe. Die seltsame schwarze Materie, aus der ihre Hülle bestand, reflektierte Jenas helles Astrallicht, als wollte sie ihn verhöhnen. Trotzdem gelang es Pü, die Maschine zu identifizieren. Es war einer der kleinen Transporter, die die Karavan normalerweise benutzte, um die von ihren Hominsklaven gesammelten Ressourcen zu sammeln. Seltsamerweise schien er direkt aus einer der riesigen Himmelswurzeln zu stammen, die das Kronendach bildeten, den unerforschten Teil der Rinde, wie die Bewohner Atys bezeichneten, ihre Welt aus lebendem Holz, das nur aus ständig wachsendem Pflanzenmaterial besteht. Ihre opulenten Täler und üppigen Hügel bestanden aus kolossalen Wurzeln, auf denen die Homins ihre Zivilisationen errichtet hatten. Das Wasser, das die tiefen Wurzelspalten füllte, erweckte ihre Seen, Lagunen und Ozeane zum Leben. Die steilsten Wurzeln bildeten seine Berge und reckten sich in einem langsamen, unaufhaltsamen Aufstieg in den Himmel. Bestimmte Temperaturanomalien führten sogar dazu, dass der Wurzelteppich langsam verglühte und die Wüsten entstanden. Und noch tiefer unter der Rinde befanden sich die Urwurzeln, das geheimnisvollste Ökosystem von Atys nach dem, das man in das Kronendach vermutet. Es bildete ein riesiges Labyrinth aus grünen, feuchten Höhlen, die tief in die Eingeweide der Pflanzenwelt bis in ihr Herz hineinreichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü beobachtete, wie die Karavan-Maschine mit hoher Geschwindigkeit abtauchte. Es war sehr wahrscheinlich, dass wie üblich ein Treffpunkt zwischen der Karavan und ihren Handlangern vereinbart worden war und dass ein Konvoi auf dem Weg war, um Tribut zu liefern. Der junge Zoraï spürte, wie sein Herz raste. Vier. Jetzt fehlten ihm nur noch vier. Vier, und er könnte endlich nach Hause zu seinen Lieben zurückkehren. Das war die perfekte Gelegenheit. Er musste den Konvoi abfangen, bevor er sich mit den Karavan-Agenten treffen konnte. Pü entkam dem nackten Tag, indem er sich ein paar Meter in die Tiefe stürzen ließ, und landete auf dem Ast, auf dem er seine Sachen zurückgelassen hatte. Er sammelte sie zusammen und packte sie hastig ein, bis auf einen würfelförmigen Weidenkorb, den er sorgfältig handhabte. In diesem Korb befanden sich die Früchte monatelanger Bemühungen. Er würde sich niemals verzeihen, wenn er ihn verlieren oder seine Unversehrtheit gefährden würde. Um sicherzugehen, dass er nichts vergessen hatte, überprüfte er noch einmal seinen Klettergurt und tauchte ab. Pü raste durch den grünen Abgrund, bewegte sich geschickt zwischen den Zweigen und löste mit einem fachmännischen Handgriff seine Lebenslinie von den Stiften, die er während des Aufstiegs getrieben hatte. Er durchquerte viele Sekunden lang die bunten Schichten dieses kontinentalen Waldes mit seinen tausend Jahreszeiten und landete schließlich anmutig auf dem belaubten Boden. Die Richtung, in die das Fluggerät flog, deutete darauf hin, dass es wahrscheinlich auf der Lichtung weiter nördlich landen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten Konvois starten in Matia, der Hauptstadt des gleichnamigen Königreichs, und so war es gut möglich, dass der erhoffte den breiten künstlichen Pfad nehmen würde, der den Wald im Westen durchschneidet. Pü war von den Kräften der Botaniker des Matis-Volkes beeindruckt und erschrocken zugleich. Er, der Matias kolossale Wurzelmauer und die riesigen Habitatbaumkomplexe, die sich jenseits der Stadtmauer so weit das Auge reichte, mit eigenen Augen gesehen hatte, war von einer solchen Maßlosigkeit überwältigt gewesen. Doch mit diesem Vorgehen und dem Versuch, die Natur nach seinem Willen zu beugen, versuchte das Volk der Matis, die Absicht der Kamis und damit auch die Absicht von Ma-Duk zu durchkreuzen. Der Große Erzeuger wacht über jedes Stückchen Materie auf Atys. Die Natur zu verändern bedeutet, sein Großes Werk zu verfälschen. Die Geheimnisse der Manipulation von lebender Materie, insbesondere von Pflanzen, waren den Matis von der Karavan übermittelt worden, wie den Zoraïs die Beherrschung des Magnetismus und des Schreibens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während seiner langen Monate im Exil im Königreich Matia war Pü klar geworden, wie attraktiv die heidnischen Sitten der von der Karavan indoktrinierten Völker sein konnten. Bei diesen Gedanken hatte er sich geschämt. Aber es hatte ihm auch geholfen, die Gefährlichkeit dieser Dämonen aus dem Himmel besser zu verstehen. Der junge Zoraï verlor keine Zeit. Er rutschte und sprang über die Wurzeln und Verzweigungen des Waldes und legte die letzten Kilometer bis zum Pfad in kürzester Zeit zurück. Die wenigen Gingos, die versuchten, ihn auf seinem Weg zu verfolgen, hatten keine andere Wahl, als aufzugeben, da er sich so geschickt durch das dichte Gewirr der Natur manövrierte, die frei von jeglicher Matisse-Unterdrückung war. Als er den Weg erreichte, versteckte er sich hinter einem großen Strauch und hielt Ausschau nach der Ankunft des Konvois. Als er gerade aufgeben und woanders nach den Spuren der Matis suchen wollte, hörte er in der Ferne ordentliches Hufgetrappel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü schluckte. Sein Herzschlag begann sich langsam zu beschleunigen. Niemals. Niemals würde er sich an dieses Gefühl gewöhnen. Sein Bruder hatte ihm versichert, dass sein erstes Mal ein Genuss sein würde und dass die Gefühle, die er dabei empfand, ihn für sein ganzes Leben prägen würden. Auf der einen Seite hatte er damit nicht ganz Unrecht. Die blutverschmierten Hände eines Zoraï, der mit elf Jahren ins Exil geschickt wurde, kniete allein vor der noch warmen Leiche seines ersten Opfers: diese Bilder verfolgten ihn wochenlang Tag und Nacht, bis er den Verstand verlor. Doch diese letzte Prüfung kündigte auch das Ende seines schmerzhaften Exils an. Bald würde er wieder in seinem Land, bei seinem Stamm sein und seine Mutter wieder in die Arme schließen können. Dieser freudige Gedanke tröstete ihn und half ihm, seine Kräfte wieder zu sammeln. Der Konvoi zeichnete sich nun am Horizont ab. Bald war er in Sichtweite. In der Mitte befand sich ein solider, schwer beladener Karren, gezogen von zwei Mektoubs, friedfertigen Dickhäutern mit flinken Füßen, die über zwei Meter groß waren, braunes Fell mit grauen Streifen hatten und vor allem an ihren langen, kräftigen Rüsseln und ihren ohrlosen Köpfen zu erkennen waren. Er wurde von einem Tryker geführt, wie viele andere, denen Pü bislang begegnet war. Tatsächlich war es nicht ungewöhnlich, Tryker weit östlich von ihren schwimmenden Städten zu treffen, die im Matis-Land undankbare und schlecht bezahlte Arbeit verrichteten. Ihre Neugier und ihr Freiheitsdrang machten sie zwar zu hervorragenden Entdeckern und Erfindern, doch aufgrund ihrer geringen Größe, ihres kindlichen Aussehens und vor allem ihres friedlichen und gutmütigen Charakters waren die Tryker in den vergangenen Jahrhunderten leider mehrfach von den Matis versklavt worden. Wie Pü aus dem Unterricht seiner Mutter wusste, waren die Tryker zum letzten Mal während des &amp;quot;Aquäduktkriegs&amp;quot; vor nur vierzig Jahren versklavt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2435 entdeckten Fyros-Minenarbeiter im Westen ihrer Wüste unter der Rinde vergrabene Ruinen und bohrten eine Säureader an, die die gesamte Region um die Kaiserstadt Coriolis in Brand setzte. Das wochenlange Feuer breitete sich bis zur Grenze des Königreichs aus und zerschnitt das riesige, von den Matis verhasste Aquädukt. Eben jenes, das die Wüste mit dem Seengebiet verband, das von der Trykoth-Föderation, dem Verbündeten des Fyros-Imperiums, verwaltet wurde. Der Krieg, in den die Allianz und das Königreich seit fast eineinhalb Jahrhunderten verstrickt waren, nahm eine neue Wendung. Der Imperator sah sich gezwungen, seine Truppen von den Seen abzuziehen und sie zur Bekämpfung des Feuers einzusetzen, das sein Volk bedrohte und ihm das Wasser abnahm. Daraufhin nutzte die Matisse-Armee die Gelegenheit und marschierte in das Seengebiet ein, versklavte das Volk der Tryker und eroberte die Stadt Karavia zurück, die das Imperium fast ein Jahrhundert zuvor gestohlen hatte. Karavia, die &amp;quot;Heilige Stadt&amp;quot;, wurde angeblich genau an dem Ort errichtet, an dem Zachini an der Küste des Königreichs, das er später gründete, zum ersten Mal mit der Karavan und der Göttin Jena zusammentraf. Karavia, die &amp;quot;Unheilige Stadt&amp;quot;, für Pü und seinen Stamm der bösartigste Ort auf der Rinde... Und doch wurde hier im Jahr darauf der Vertrag unterzeichnet, der den Aquäduktkrieg beendete und die Tryker von der Herrschaft der Matis befreite. Allerdings hatte diese Episode im Unterbewusstsein des Seenvolkes Spuren hinterlassen, und viele Tryker blieben als Diener im Wald zurück... so wie der Karrenfahrer, der sich offensichtlich dem Dienst des Matis verschrieben hatte, der neben ihm auf der Sitzbank schlummerte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü identifizierte ihn bei seinem Anblick sofort als einen Kleriker der Kirche des Lichts, die Herena genannt wurde. Der Matis war nämlich in seine kirchliche Tracht gekleidet: eine weiße Bernsteinkrone und eine lange Toga, die aus mehreren großen Umhängen bestand, die aus bunten Federn gefertigt und mit Geflechten aus bernsteinfarbenen Schmuckstücken verziert waren. Die Kirche des Lichts, die um den Jena-Kult herum gegründet wurde und unter der Schirmherrschaft der Karavan stand, war heute allmächtig im Königreich Matia und insbesondere in Karavia, das durch den Vertrag, der ihren Namen trägt, an das Königreich zurückgegeben wurde. Unter ihrem Einfluss waren so viele Homins von der dämonischen Natur der Kamis überzeugt worden...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter oben auf dem Karren, auf seiner Planenladung, stand ein Matis mit einem Maschinengewehr und hielt Ausschau nach dem Horizont. Er hatte keinen Helm auf und trug die gewöhnliche Kleidung der Soldaten der regulären Armee: einen weichen, robusten Anzug aus Kaktushaut und darüber Rüstungsteile aus weißem Holz. Ein weiterer schien auf der Rückbank zu sitzen. Die Matis waren ein von Natur aus schlankes Volk mit ausgemergelten Gesichtszügen und perlmuttfarbener Haut. Sie waren Ästheten, raffiniert und aufgrund ihrer Kultur ehrgeizig und erinnerten andere Völker immer wieder an ihre Überlegenheit, selbst wenn sie sich dessen nicht bewusst waren. Um den Karren herum waren fünf berittene Matis, die als Eskorte dienten. Sie ritten stolz auf Caprynis, schlanken Vierbeinern mit dicker, heller und stellenweise blau gestreifter Haut, einem einzigen Geweih und einer langen Schnauze mit einem einzigartigen Ziegenbart. '''Alle Soldaten waren mit einer Rüstung aus solidem weißem Holz ausgestattet''', die mit lilafarbenen Mustern graviert war, sich am Oberkörper wölbte und in der Taille enger wurde. Die Schulterstücke der Rüstung waren ebenso abgerundet wie breit und verliehen den Soldaten ein herrisches Aussehen. Am auffälligsten war jedoch ihr Helm, der aus einer Elfenbeinmaske mit einem azurblauen Schmuckstück auf der Stirn und einer stabilen, imposanten Kopfbedeckung bestand, die mit weißem Bernstein verziert war und deren Enden aus Chitin an den Ohren herabhingen, sodass sie wie Hörner aussahen. Einer der Soldaten unterschied sich von den anderen durch die feinen Verzierungen und Gravuren, die seinen Brustpanzer und Helm schmückten. Bisher hatte Pü noch niemals die Gelegenheit gehabt, solche Verzierungen zu sehen. Der Matis war zweifellos ein hochrangiger Soldat der königlichen Armee, der zusammen mit dem Herena entsandt worden war, um den König vor der Karavan zu vertreten.&lt;br /&gt;
[[file:Tous les soldats.png|right|400px|alt=… Tous les soldats étaient équipés…|Alle Soldaten waren ausgerüstet]]&lt;br /&gt;
Das Kind stellte seinen Korb sorgfältig in die Mitte des Strauches und wartete noch ein paar Sekunden, bis der Konvoi weiterzog. Als er etwa 50 Meter von seiner Position entfernt war, kam er ruhig aus seinem Versteck hervor und stellte sich in die Mitte der Straße. Als der Ausguck auf der Spitze der Ladung ihn entdeckte, gab er das Signal zum Anhalten und der Konvoi stoppte abrupt. Der unerwartete Halt unterbrach den Schlaf des Herena, der beinahe vom Karren gefallen wäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wer sind Sie? Nennen Sie Ihre Identität!&amp;quot;, rief der Ausguck in einem kräftigen, aber dennoch melodischen Tonfall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Antwort trat Pü einige Meter vor, während die Reiter ihre Reittiere ausrichteten und sich vor dem Karren aufstellten. Der Zoraï räusperte sich und nahm seinen schönsten Mateis an. Seine Mutter hatte ihm die von anderen Völkern verwendeten Sprachen beigebracht, wobei sie den Schwerpunkt auf Mateis legte, die international am häufigsten gesprochene Sprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich bin ein Apostel der Kamis, der in die heidnischen Regionen gesandt wurde, um den Verirrten die Existenz des Großen Erzeugers zu offenbaren und einigen Auserwählten die Ewige Vergebung anzubieten. Kinder der Rinde, freut euch zu hören, dass eure Sünden durch mich bereits reingewaschen wurden. In Kürze werden eure Seelen gereinigt und den Schwarzen Kriegern von Ma-Duk übergeben. Durch sie werden sie zu ihrem Kampf für die Erhaltung von Atys beitragen. Und wenn Ma-Duk es will, werden sie Zeuge des Heiligen Krieges und des Beginns der Glücklichen Tage.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz seines guten Willens gelang es dem jungen Homin nicht, Leidenschaft in seine Predigt zu bringen. Nach so vielen Monaten morbider Predigten war dieses Ritual ebenso ermüdend wie schmerzhaft geworden. Pü wusste, dass der Wahnsinn auf ihn lauerte. Die Stimmen in seinem Kopf wurden immer präsenter und er entwickelte Woche für Woche neue Verhaltensstörungen. Wie viele seiner Brüder und Schwestern hatten während ihres Exils den Boden unter den Füßen verloren? Viele von ihnen waren niemals zurückgekehrt. Vor seiner Abreise hatte er lange Zeit hart über sie geurteilt, aber jetzt verstand er sie. Seine Sicht war getrübt, als sich ein starker Kopfschmerz bemerkbar machte. Er musste sich lange konzentrieren, um die ersten mentalen Einflüsterungen auszuschalten. Während dieser langen Sekunden der Abwesenheit hatte sich der Herena zu dem Ausguck auf der Spitze des Karrens gesellt. Er hielt sich rücksichtslos an ihm fest, um nicht zu fallen, und brüllte sie an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ma-Duk? Der große Erzeuger? Was reden Sie denn da für einen Unsinn? Wir wussten zwar, dass die Wilden Ihrer Art die Kami-Dämonen anbeten, aber wir dachten, Sie wären so geistesgegenwärtig, die Existenz unserer aller Mutter, Jena, nicht in Frage zu stellen! Kennen Ihre Schandtaten keine Grenzen? General, ergreifen Sie diesen Ketzer auf der Stelle!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü ging wieder ein paar Schritte nach vorne und massierte sich die Maske.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Dann kann ich Ihnen versichern, dass Min-Cho, sein Rat der Weisen und die gesamte Zoraï-Theokratie, versteckt im Herzen Zorans und hinter ihrer Großen Mauer, immer noch Ihre usurpatorische Göttin anbeten, sagte er mit müdem Blick. Vor vielen Jahrzehnten entschieden sich die Kamis dafür, meinem Stamm die Existenz von Ma-Duk zu offenbaren. Heute sind wir leider die einzigen, die seine Natur als Oberster Kami anerkennen. Aber es gibt noch andere Apostel, die im Dschungel arbeiten. Eines Tages werden unsere Zoraï-Brüder das Ausmaß der Lügen erkennen, die ihnen seit ihrer Kindheit aufgetischt werden, und wenn Ma-Duk es will, werden ihnen ihre Sünden vergeben.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gesicht des Klerikers färbte sich rot, als er durch seine Gestikulationen, die die vielen Umhänge seiner Kleidung verwickelten, fast zu Boden fiel. Zu seinem Glück tat der Ausguck alles, was er konnte, um zu verhindern, dass der Herena sich durch einen Sturz blamierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hören Sie auf mit Ihren Schandtaten, Wilder! Keine Vergebung für Ihre degenerierte Rasse von Dämonenanbetern! Ihre skelettierten Gesichter sind Abscheulichkeiten, eine Beleidigung für die Karavan! Ihr verdient es, ausgerottet zu werden, wie alle Primitiven, die Atys mit Ihrer Anwesenheit beschmutzen! Dieser Wilde soll sofort gefasst werden, das ist ein Befehl!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hoch zu Capryni versuchte der Matis-General einzugreifen, um die wachsende Spannung abzubauen. Doch einer der Reiter befolgte die Aufforderung des Geistlichen und ritt in vollem Tempo los. Pü schüttelte seine Maske ab, um seine letzten Kopfschmerzen wegzuwischen, und konzentrierte sich voll und ganz auf die Situation. Von nun an würde alles sehr schnell gehen. Er musste seine inneren Fragen zum Schweigen bringen. Der Matis hatte bereits die Hälfte der Distanz zwischen ihm und dem Zoraï überwunden. In seiner rechten Hand hielt er einen langen, hohlen Speer, der in einer geflochtenen Bernsteinkragen endete. In der Nähe der horizontalen Stange befand sich ein Hebel, mit dem der Ring, der die Stange abschloss, schnell gelockert oder zusammengedrückt werden konnte. Diese geniale Waffe war in der Regel dazu gedacht, die zukünftigen Reittiere der Matis an der Kehle zu packen, wenn sie noch in der Wildnis waren, wurde aber auch dazu verwendet, Homins zu fixieren und zu unterwerfen, ohne sie zu verletzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Püs Körper schwankte leicht. Es dauerte einige Sekunden, bis er das Schlagen seiner Glieder mit dem Galopp des Reittiers synchronisieren konnte. Als der Angreifer etwa zehn Meter von ihm entfernt war, aktivierte er den Mechanismus seiner Waffe und schwang sie, ohne sein Tempo zu verlangsamen. Die Schlinge öffnete sich weit genug, um den maskierten Kopf des Zoraï zu umschließen. Ohne Zweifel wusste er, wie er mit seinem Instrument umzugehen hatte. Doch der junge Homin war zu flink. Als der Soldat nach rechts schoss, um seine Beute an der Kehle zu packen, tauchte Pü absichtlich in die Richtung des Angriffs und wich ihm aus. Zwischen Waffe und Capryni hindurch gelang es ihm, den Riemen an der Seite des Tieres zu ergreifen, bevor er den Boden berührte. Er hielt sich fest und zog, so gut er konnte, nicht um das Tier zu destabilisieren, sondern um seinen leichten Kinderkörper über das Tier zu schleudern. Er flatterte herum und landete gerade noch auf dem Hinterteil des Capryni, als der Matis hinter seinen Rücken blickte, um zu sehen, was aus dem Zoraï geworden war. Während der Reiter den Blick von Pü kreuzte, der nur durch die Kraft seiner Schenkel das Gleichgewicht auf dem Tier hielt, legte seine Beute, die zum Henker geworden war, schnell ihre Hände um seinen Nacken und brach ihn mit einem kräftigen Schlag. Die Waffe des Matis rutschte aus seiner rechten Hand und zerbrach auf dem Boden. Wenn Pü nicht sicher sein konnte, dass er tot war, war seine Lähmung garantiert. Er ließ den gepanzerten Körper auf sich niedersacken, damit er nicht stürzte, nahm die Zügel, die seine linke Hand hielt, wieder auf, verlangsamte das Tempo und drehte sich um. Als er wieder am Ausgangspunkt angekommen war, brach er seinen Lauf ab und sprang links neben dem Tier zu Boden. Der Körper des Soldaten fiel schwer auf die rechte Seite. Der Helm löste sich durch den Aufprall, sodass der Zoraï in das leblose Gesicht blicken konnte. Der Soldat war eine Homina und damit vielleicht auch eine Mutter. Für den Bruchteil einer Sekunde sah Pü, wie die Maske seiner eigenen das Gesicht der Leiche überlagerte. Er schloss die Augen. Drei. Jetzt fehlten ihm nur noch drei.&lt;br /&gt;
[[file:Le soldat.png|right|400px|alt=… Le soldat était une homine…|Der Soldat war eine Homina]]&lt;br /&gt;
Auf der Spitze des Karrens hatte sich das Gesicht des Klerikers von einer rötlichen Gesichtsfarbe in ein blasses Weiß verwandelt, das viel blasser war als sonst. Die Soldaten reagierten nicht, da sie von der Gewalt, die sie gerade gesehen hatten, schockiert waren. Nur der General behielt die Nerven. Er ließ sein Reittier ein paar Schritte vorwärts reiten und wandte sich dem Konvoi zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Giero, reiten Sie so schnell wie Ihr Capryni kann in Richtung des nächsten Außenpostens! Informieren Sie den Intendanten über die Lage und schicken Sie uns Verstärkung. Unterschätzen Sie die Bedrohung nicht. Be'maty, begeben Sie sich ebenfalls zum Außenposten! Sie werden Giero wegen der Ladung nicht folgen können, aber Ihre Mektoubs sind stark, also schonen Sie sie nicht. Sobald er seine Nachricht überbracht hat, wird Giero Sie auf der Straße treffen. Vicho, bleiben Sie auf dem Karren! Sie werden die Ladung und den Herena mit Ihrem Leben schützen, bis Giero zurückkehrt. Zani, Lichnini, Sivaldo, Sie kommen mit mir! Greifen Sie nicht ein, bis ich es Ihnen befehle&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der selbstbewusste Tonfall des Generals half den Soldaten, aus ihrer Lethargie zu erwachen. Alle führten den Befehl wortlos aus. Der Wachposten sprang vom Karren und legte sein Maschinengewehr an, der Matis auf dem Rücksitz ersetzte ihn auf dem Dach des Karrens, der zu manövrieren begann, um umzukehren. Nur der Kleriker, der gerade erst wieder zu sich kam, wollte protestieren. Doch der neugierige Blick, den der General ihm zuwarf, hielt ihn davon ab, und seine Kreideblässe wurde noch größer. Normalerweise ließ Pü keine Überlebenden zurück, denn nur wenn es keine Zeugen gab, konnte er sicher sein, dass er in diesen Gebieten weiterhin ungehindert operieren konnte. Außerdem vermied er es normalerweise, die reguläre Armee anzugreifen, da jeder vermisste Soldat zu einer Untersuchung führte, und griff stattdessen lieber die fanatischen Stämme oder Banditengruppen an, die das Königreich durchzogen. Doch dieses Mal war alles anders. Wenn die ersten sprechen würden, würde er schon auf dem Rückweg sein. Er beobachtete seine vier zukünftigen Gegner genau, während einer der Reiter mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Südwesten ritt, gefolgt von dem Karren. Er durfte es nicht mit ihnen allen zusammen aufnehmen. Er wartete ein paar Sekunden - genug Zeit, damit der Bote am Horizont verschwand - und begann, sich langsam vorwärts zu bewegen. Beim ersten Schritt schrie der General.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bleiben Sie stehen! Weil Sie sich des Verbrechens des vorsätzlichen Mordes an einem Soldaten des Königreichs Matia schuldig gemacht haben, müssen Sie sich vor dem königlichen Gericht verantworten. Wie es unser Gesetz vorsieht, haben Sie das Recht, sich während des Prozesses zu verteidigen. Bitte kooperieren Sie jetzt, sonst müssen wir Sie gewaltsam festnehmen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü hob die Hände, um Unterwerfung vorzutäuschen, und ging weiter. Er wusste, dass die Matis sich nicht täuschen lassen würden, aber er musste ein paar Meter gutmachen. Momentan war der Maschinengewehrschütze die größte Bedrohung. Er musste ihn zuerst ausschalten. Dennoch durfte er den hochrangigen Soldaten nicht unterschätzen. Unter normalen Umständen hätte er es mit einem einfachen Truppführer zu tun gehabt und nicht mit einem erfahrenen Militär.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich werde mich nicht wiederholen, keine Bewegung mehr!&amp;quot;, schrie der General erneut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zoraï würde es wahrscheinlich nicht schaffen, noch einen weiteren Schritt zu machen, bevor der General zum Angriff blasen würde. Er fuhr mit seiner rechten Hand über seinen Rücken und legte sie auf den kleinen runden Schild, der dort hing. Er durfte sich keinen Fehler erlauben. Wenn er sich jetzt verfehlte, würde der Rest viel unsicherer werden. Er schloss wieder die Augen und ließ seine Sinne sich voll und ganz der Welt öffnen. Die Richtung und Stärke des Windes, die Luftfeuchtigkeit - wichtige Parameter, die es für den perfekten Wurf zu berücksichtigen galt. Er öffnete die Augenlider wieder und richtete seinen Blick auf den Schützen. Er war zwar zu weit weg, um sicher zu sein, aber die Position seiner Arme deutete darauf hin, dass er bereit war, zu schießen. Pü atmete tief durch und machte sich an den Kampf. Schneller als je zuvor hängte er seinen Schild ab und streckte seine Arme wie ein Seil nach hinten. Er brauchte weniger als eine Sekunde, um seine Flugbahn zu bestätigen und seinen Buckler zu werfen. Das Geschoss flog nach links vom Pfad und erweckte den Anschein eines Fehlwurfes. Pü nutzte die allgemeine Verwirrung, um in die andere Richtung zu stürmen. Wie erwartet erhielt der Maschinengewehrschütze den Befehl zum Eingreifen und legte seine Waffe an. '''Mit beiden Füßen fest in der Rinde steckend, begann er, aus allen Rohren auf den Zoraï zu feuern'''. Aufgrund des Rückstoßes war die Waffe jedoch schlecht zu führen, sodass Pü einige Sekunden Zeit hatte, bevor die Treffer ins Schwarze trafen. Der Junge wackelte und hüpfte geschickt und versuchte, dem Maschinengewehrschützen die Arbeit zu erschweren, dessen Schüsse immer präziser wurden. In diesem Moment glaubten die Matis wahrscheinlich, dass sie den Sieg davontragen würden. Doch die Flugbahn des Schildes nahm eine unerwartete Krümmung an. Der Buckler streifte die Bäume, die den Straßenrand markierten, und drehte sich in Richtung des Schützen, der nun mit dem Rücken zu ihm stand. Niemand bemerkte den Plan, außer dem General, der das tödliche Projektil sah, als es gerade auf den Hinterkopf des Maschinengewehrschützen treffen wollte, weil er schlauer war als der Rest seines Trupps. Er schrie etwas und sprang von seinem Capryni. Er rappelte sich schnell auf und ging auf den Soldaten zu. Als Antwort auf den Schrei seines Vorgesetzten drehte sich dieser gerade zu der fliegenden Bedrohung um. Als der General sah, dass er nicht reagierte, versuchte er, ihn zu Boden zu werfen, doch er stieß ihn nur an. Der Schild schnitt tief in das Gesicht des benommenen Matis, der sich herumdrehte und schwer auf den Boden fiel.&lt;br /&gt;
[[file:Les deux pieds.png|right|400px|alt=… Les deux pieds fermement plantés…|Mit beiden Füßen fest steckend]]&lt;br /&gt;
Pü hörte mit dem Gestikulieren auf und holte Luft. Der Maschinengewehrschütze war zwar sicher nicht tot, aber er schien ohnmächtig zu sein und stellte daher im Moment keine Bedrohung dar. Während der General am Krankenbett verweilte, glaubte der junge Zoraï fälschlicherweise, dass er nun Zeit hätte, über seinen nächsten Schritt nachzudenken. Doch die beiden Reiter waren anderer Meinung und spornten sich gegenseitig an, zum Angriff überzugehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;General, bleiben Sie bei Sivaldo, wir kümmern uns um den maskierten Primitiven!, rief der erste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Ja, General! Bisher haben seine feigen Techniken nur funktioniert, weil wir nicht darauf vorbereitet waren, fügte der zweite hinzu. Lassen Sie uns den Tod von Tinailli rächen! Wir versprechen, dass wir ihm Ehre erweisen werden!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Le général eut beau protester, les deux soldats s’élancèrent à pleine vitesse en direction du Zoraï, qui ne semblait pas s’en inquiéter. Les dernières dizaines de mètres qui les séparaient furent englouties en quelques secondes. Mais se souvenant de la mort de leur première camarade, les Matis ne firent pas l’erreur de charger le jeune guerrier. Ils s’arrêtèrent avant d’arriver à son niveau, sautèrent de leur monture et s’avancèrent pour le prendre en tenaille. Au vu de leur comportement respectif, les deux Matis devaient être des soldats inexpérimentés. Aveuglés par la haine et le désir de vengeance, ils ne savaient pas encore qu’ils venaient de se jeter dans la gueule du gingo. Au loin, le général venait à peine d’atteindre son capryni pour rejoindre en urgence les deux imprudents. Seul contre deux, le jeune guerrier avait toutes ses chances. Il fallait donc qu’il en termine au plus vite avant que le seul militaire réellement expérimenté de l’escouade ne les rejoigne. Le Matis qui s’était positionné dans son dos tenait à deux mains une lourde épée d’ambre joliment ornementée, alors que celui qui lui faisait face était armé d’une longue pique couronnée d’ambre tressé. Pü aurait aimé lire sur son visage, mais l’imposant casque cornu qu’il portait l’en empêchait. Rapidement, les Matis se rapprochèrent. En toute logique, le soldat situé face à lui lancerait le premier assaut, laissant ainsi l’opportunité à celui positionné dans son dos d’utiliser un angle mort pour attaquer. C’est exactement ce qui se passa. Le piquier cria et perfora l’air d’un geste précis, espérant empaler le Zoraï d’un seul coup. Sans même bouger ses pieds, Pü envoya sa main droite au contact de la pique tout en pivotant et décalant son bassin du côté opposé. La protection de son avant-bras érafla bruyamment les multiples pointes aiguisées. Retournant brusquement son poignet, il attrapa le long manche de l’arme. Au lieu de repousser l’offensive, il encouragea le mouvement, et se servit de l’élan du Matis pour le déstabiliser tout en préservant l’impulsion de son assaut. Déviant légèrement la direction de l’attaque, et toujours sans décoller les pieds du sol, il courba son dos en arrière, et esquiva le coup horizontal que l’épéiste tenta de lui asséner. Il n’eut alors qu’à faire en sorte que la pique conserve sa vélocité pour que ses pointes mortelles transpercent la cuisse gauche du malheureux à l’épée, qui s’écroula sous le choc en hurlant. Emporté par le mouvement non contrôlé de son arme, l’assaillant manqua de tomber sur le blessé. Pü saisit l’opportunité et l’y aida. Dégainant sa dague de sa main libre alors que l’autre lâchait la pique fermement enfoncée dans la chair de son camarade, il fit un pas en arrière pour reprendre son équilibre et enfonça d’un coup précis sa lame dans la jointure cervicale du casque du piquier. Une longue gerbe de sang gicla lorsqu’il retira sa dague de la carotide de son adversaire. Comme il s’y attendait, le soldat paniqua et retira son casque en vitesse pour comprimer et soigner sa gorge à l’aide des pouvoirs de la Sève, et avant que son cerveau ne cesse d’être irrigué en sang. Ne lui laissant pas le temps d’agir, Pü attrapa la chevelure brune du Matis et lui asséna plusieurs violents coups de dague dans la gorge. Lorsque la tête du soldat se sépara finalement du reste de son corps, le décapité s’effondra sur la pique qui s’enfonça encore plus profondément dans la plaie sanguinolente de l’homin cloué au sol. Pü jeta un coup d’œil en arrière : le général serait bientôt là. Il rangea la dague maculée de sang, laissa tomber la tête de sa victime, et s’approcha du soldat gravement blessé qui, désormais coincé sous la lourde armure encore palpitante de son camarade, n’était plus capable d’extraire la pique pour soigner magiquement sa jambe. L’homin ôta son casque et se mit à gémir. Il devait avoir l’âge de Niï, soit environ dix ans de plus que Pü.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Pitié, ne me tuez pas ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü avait sincèrement pitié. Il détestait tuer. Et particulièrement quand ses adversaires n’y étaient pas préparés. Mais il n’avait plus le choix. Il y était presque, il ne pouvait pas tout abandonner maintenant. Le jeune Zoraï fit à nouveau le vide dans sa tête et ignora la plainte du Matis. Il se rapprocha de lui, posa délicatement son pied gauche sur son cou, et lui broya d’un coup de talon. Ramassant l’épée du malheureux désormais paralysé, il lui planta dans la gorge, empêchant ainsi toute régénération. Un. Il ne lui manquait plus qu’un. Si le mitrailleur évanoui suffisait, l’homin qui lui faisait face dorénavant ne le laisserait sûrement pas approcher le blessé sans combattre. Le général, qui avait en effet enfourché sa monture pour combler la distance qui se séparait du Zoraï, avant de la quitter une seconde fois, se dirigeait désormais vers le guerrier d’un pas décidé. Arrivé à quelques mètres de lui, il ôta son casque. Pour la première fois depuis longtemps, Pü eut un mouvement de recul. Durant un instant, l’enfant crut voir le masque de son père. Le Matis était dans la force de l’âge, comme l’indiquaient les quelques rides qui venaient troubler l’harmonie des traits de son visage et le faible éclat de sa longue chevelure d’ébène. Mais par-dessus tout, c’est l’assurance et l’intensité de son regard qui lui rappelèrent son père. Ces yeux bleus perçants étaient ceux d’un homin déterminé, prêt à tout donner pour accomplir sa volonté. Pü recula d’un pas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Il n’est pas nécessaire que nous combattions, dit-il d’une voix troublée. J’ai accompli ma mission. Laissez-moi le mitrailleur et rentrez chez vous. S’il vous plaît, suivez mon conseil, et rejoignez votre famille. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Le général posa son casque à ses pieds et dégaina une longue et large épée finement décorée. Il lui jeta un regard glacial.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Je ne vais pas pouvoir accéder à votre requête, mon garçon. Vous venez à vous seul de tuer trois de mes soldats. Le Karan Domini, Roi et Grand Prêtre du Royaume de Matia, doit savoir pourquoi la Théocratie Zoraï forme des enfants-soldats à des missions d’assassinat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Je vous le redis : ma tribu et moi ne dépendons pas de la Théocratie Zoraï. Je vous en prie, éloignez-vous ! » répliqua Pü en reculant une seconde fois.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Le Matis s’avança d’un pas déterminé.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Vous a-t-on forcé à tuer ? S’il est normal qu’un garçon de votre âge apprenne à combattre, il ne devrait pas avoir à faire couler le sang si jeune. Et sûrement pas dans ces conditions. Un garçon de votre âge passe du temps avec ses amis, ses frères, ses sœurs, son père et sa mère. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
À l’écoute des paroles du militaire, et à l’évocation de ses proches, le jeune Zoraï fut pris d’un coup de sang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Ne parlez pas de ma famille ! Fuyez, tant qu’il en est encore temps ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Un sourire froid s’afficha alors sur le visage du général.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Il semble que j’aie touché la corde sensible. Seraient-ce vos parents qui vous ont envoyé si loin de la Jungle pour commettre ces meurtres ? Une mère est censée enseigner l’amour à ses enfants, non la mort ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Une violente céphalée transperça le crâne de l’enfant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« '''Je vous interdis de parler de ma mère !''' »&lt;br /&gt;
[[file:Je vous interdis.png|right|400px|alt=… Je vous interdis de parler…|Je vous interdis de parler]]&lt;br /&gt;
À son départ, elle avait pleuré. Et si elle l’avait exhorté de ne pas tuer pour assouvir son propre plaisir, elle lui avait malgré tout demandé de le faire pour Ma-Duk. Pü aimait sincèrement Ma-Duk, autant qu’il détestait Jena. Les Kamis protégeaient Atys, quand la Karavan la détruisait en pillant ses ressources. Mais ne pouvait-on prouver son amour à Ma-Duk autrement qu’en répandant le sang ? Par ses propos, et son statut de Grande Prêtresse, sa mère approuvait les coutumes barbares de leurs ancêtres. Pire, elle les transmettait avec ferveur. Mais lui, qui buvait il y a encore quelques mois chacune des paroles de sa mère, les vomissait désormais. Combien de temps encore réussirait-il à feindre son attachement aux valeurs de sa tribu ? Et si, averti de cette dernière pensée, Ma-Duk considérait déjà qu’il ne lui était plus fidèle, pourrait-il jamais devenir l’Ombre du Masque Noir ? Son père l’exécuterait-il lorsque Grand-Mère Bä-Bä lui apprendrait la nouvelle ? Son frère et sa mère le laisseraient-il faire ? Pü atteignait ses limites, son cerveau était en ébullition. Sentant le Zoraï flancher, le Matis le poussa à bout.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Ainsi l’Herena avait donc raison : vous n’êtes que des animaux ! Les homins de votre peuple engrossent leurs homines et les transforment en mères pondeuses, juste bonnes à produire des enfants-soldats qui seront sacrifiés sur l’autel de vos croyances haineuses ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sur ces mots, Pü dégaina sa dague et son épée courte et s’élança vers le Matis en hurlant. Il lui avait laissé l’opportunité de fuir, et celui-ci ne l’avait pas saisie. S’il désirait mourir, alors Pü l’y aiderait, aussi simplement qu’il l’avait fait pour ses soldats. Cela ne prendrait que quelques secondes. Tout serait terminé, bientôt. Il n’aurait plus à supporter cette douleur. C’est en tout cas ce qu’il imagina sous le coup de la fureur. L’épée du général s’illumina et le jeune guerrier fut saisi aux chevilles avant même de comprendre la manœuvre du militaire. L’expérience du Matis avait parlé, et l’orgueil du Zoraï allait lui coûter cher. Il avait sous-estimé son adversaire et s’était précipité aveuglément, sans anticiper l’utilisation d’un enchantement magique d’entrave. Des racines avaient jailli de l’écorce et l’empêchaient totalement de bouger. Étant donné l’élan de sa course, Pü avait manqué trébucher en avant, et ce n’était que de justesse qu’il avait réussi à se maintenir debout. Pris de panique, il tenta de s’extraire du piège magique en tailladant à l’aide de ses armes les ramifications qui montaient maintenant le long de ses mollets, oubliant par là même le lanceur du sortilège. Soudainement, alors que toute son attention était portée sur ses jambes, le ciel s’assombrit. Son sang se glaça lorsqu’il leva la tête par réflexe. Au-dessus de lui, l’imposante armure du Matis masquait la lumière de l’astre du jour : il avait profité de l’affolement du Zoraï pour arriver au corps-à-corps. Le contre-jour accentuait son regard féroce, qui pétrifia Pü de toute part. Le général leva sa grande épée en position plongeante. Son armure blanche s’illumina lorsque la lumière filtra suite au changement de posture, et Pü dut détourner les yeux pour ne pas être aveuglé.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Laissez-vous faire ! dit le Matis d’un air grave. Le coup que je vais vous porter va vous infliger une blessure critique. Si vous bougez, il risque de vous être fatal. Je vous maintiendrai en vie jusqu’à ce que les renforts arrivent. Nous vous conduirons ensuite à Matia ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Si le général semblait confiant en sa capacité de l’amener vivant auprès du roi des Matis, Pü préférait mourir mille fois plutôt que de devenir captif des suppôts de la Karavan. Il essaya à nouveau de se débattre, mais les racines enserraient maintenant sa taille et commençaient à remonter sur son ventre. Voilà, c’était ainsi que s’achevait sa courte vie. Finalement, Grand-Mère Bä-Bä avait eu tort. Lui qui avait grandi avec l’idée de devenir l’Ombre du Masque Noir et de périr parmi les siens en protégeant son frère, allait mourir seul et loin de chez lui, avec pour dernière vision l’éblouissante empreinte astrale de Jena. Quelle ironie. Alors que le Zoraï avait tourné son masque sur la gauche pour ne pas avoir à supporter plus longtemps le reflet moqueur de la cuirasse, il aperçut une étrange source lumineuse au-delà de la lisière de la route, sous l’ombre des grands arbres sylvestres. En se concentrant, il put discerner nettement deux sphères de taille identique. Elles étaient d’une blancheur éclatante et luisaient d’autant plus vivement qu’elles étaient environnées d’obscurité. Non, ce n’était pas seulement l’obscurité… Pü distingua une petite silhouette noire parmi les ombres. Son sang se glaça de nouveau. Ce n’étaient pas des sphères, c’étaient des yeux. Ceux du Kami Noir qui lui était apparu deux fois jusqu’alors. Il était là. Ma-Duk le regardait.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Non, il ne pouvait abandonner. Il était un Guerrier Noir de Ma-Duk, forgé par les meilleurs combattants de la Jungle et béni des Kamis. Tant qu’il pourrait se battre, il n’abandonnerait pas. Revigoré, son corps réagit d’instinct lorsque le général abattit son arme sur lui pour lui transpercer la clavicule gauche. Il envoya son bras droit au contact de la lame massive pour se protéger, et si son épée courte ne réussit pas à bloquer le coup, elle permit néanmoins de dévier l’attaque, au prix d’une partie de sa main, qui vola en éclats. L’état d’extrême tension dans lequel se trouvait le jeune guerrier eut pour effet positif de lui faire totalement ignorer la douleur. L’épée l’érafla et se planta lourdement dans le sol. Profitant de la seconde de répit qu’il lui était offerte, Pü lâcha la dague qu’il tenait dans sa main gauche et manipula la Sève alentour pour incanter à deux mains un sortilège. Sa paire d’amplificateurs de magie étant accrochée à sa ceinture désormais enchevêtrée avec les racines, il ne put s’en équiper. Mais pour ce qu’il comptait faire, un sortilège brut devrait suffire. Alors '''il n’hésita pas, et enflamma son corps pour s’évader de sa prison de bois'''. Il réussit à se dégager des racines partiellement consumées au moment où le général arrachait son épée du sol. Alors qu’il lançait son second assaut, Pü réussit à l’éviter de justesse grâce à une roulade. Le Matis enchaîna avec une série de frappes d’estoc et de taille, que le jeune guerrier esquiva à l’aide de diverses acrobaties. Désarmé, il n’était pas en mesure de parer les attaques. S’il était bien plus habile que le général encombré de sa lourde armure, celui-ci semblait bien plus endurant, et n’avait pas encore subi de blessures. Plus inquiétant encore, ses coups se faisaient de plus en plus précis. Pour la première fois de sa vie, Pü combattait un maître d’armes dans un combat à mort. L’expérience du Matis parlait, et il ne lui fallut que peu de temps pour commencer d’anticiper les mouvements du jeune guerrier.&lt;br /&gt;
[[file:Hesita pas.png|right|400px|alt=… il n’hésita pas…|il n’hésita pas]]&lt;br /&gt;
Les secondes défilaient et Pü s’essoufflait à vue d’œil. À plusieurs reprises, le soldat réussit à le frôler, entaillant son corps d’enfant de la pointe de son épée. Pü faisait régulièrement appel aux pouvoirs de la Sève pour panser ses blessures et régénérer partiellement son endurance, mais, à ce rythme, il atteindrait bientôt ses limites. S’il aurait aimé pouvoir passer dans le dos du Matis pour tenter de lui briser la nuque, comme il savait si bien le faire, celui-ci ne lui laissait aucun répit. Sans arme, il n’avait aucun moyen de s’extraire de cette situation perdue d’avance. Alors qu’il cherchait une échappatoire, il aperçut une dague pendant à la taille du soldat, cachée derrière le drap d’apparat ornant sa ceinture. Comment avait-il pu ne pas la voir avant ? Pü se maudit et imagina un plan d’action, entre deux roulades et trois contorsions. Il allait jouer le tout pour le tout. À bout de souffle, le Zoraï attendait le moment idéal pour agir. Soudainement, lui qui ne faisait jusqu’alors que reculer face aux assauts du Matis, profita d’une large frappe de taille pour effectuer une roulade avant et passer sous la lame tranchante. Son mouvement tout juste terminé, il poussa aussi fort qu’il put sur ses jambes, et bondit sur le flanc gauche du soldat. Si le Matis fut décontenancé par la direction de l’esquive, il réagit très vite et rendit un violent coup de pied latéral au jeune guerrier. Le corps de l’enfant craqua sous la lourde botte du soldat et alla s’écraser plus loin sur le sol. Pü se releva péniblement sur un genou et cracha le sang. Son adversaire venait de lui briser plusieurs côtes. Mais derrière son masque, le jeune guerrier souriait : sa main valide était désormais armée. Bien que différente des dagues qu’il avait coutume de manier, celle du Matis ferait parfaitement l’affaire. Le jeune homin inspira un grand coup et leva son masque vers le général. Celui-ci s’était retourné et s’apprêtait à réaliser une percée avec son épée pour retourner au corps-à-corps.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Abandonnez mon garçon ! » dit-il en chargeant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
À nouveau, Pü n’aurait qu’une seule chance. Et jusqu’alors, la chance lui avait souvent souri. Finalement, peut-être que le Kami Noir veillait réellement sur lui.  Alors que le soldat se précipitait dans sa direction, l’épée dirigée vers l’avant, Pü attendit le bon moment et jeta sa dague en l’air, loin au-dessus de lui. Aussitôt fait, il infusa tout ce qu’il put de Sève dans ses jambes et fit gonfler ses cuisses comme jamais. Puisant à la limite de ce qu’il pouvait endurer, il souleva un nuage de sciure et bondit dans les airs d’un saut surhomin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Totalement surpris par la nature de l’attaque et partiellement aveuglé par le brouillard de débris, le Matis crut à tort que le Zoraï tentait simplement de s’enfuir. Il comprit trop tard la réalité de la situation lorsque qu’il sentit son épée s’alourdir brusquement sur l’avant. Pü venait d’atterrir sur le plat de la lame et s’élançait tel un funambule en direction de son porteur. Déjà fort déséquilibré, le Matis tenta en vain de se redresser au moment où Pü prit à nouveau appui sur l’arme pour voltiger. Le jeune guerrier atterrit cette fois-ci sur ses épaules, et se propulsa une derrière fois en direction du ciel, obligeant par la force de ses jambes le Matis à poser un genou au sol. Pü devait se situer à environ quatre mètres du sol, et survolait le nuage de poussière qui commençait à se dissiper. Il n’eut qu’à tendre son bras valide pour attraper la dague qu’il avait précisément jetée quelques secondes auparavant. Écartant les jambes et regardant vers le sol, alors que la gravité commençait à faire effet, il posa ses yeux sur le visage du général. Celui-ci avait perdu son regard terrifiant et ouvrait grand les paupières. Pü y lut de l’admiration. L’enfant effectua à nouveau un lancer parfait et la dague alla se planter droit dans le crâne du Matis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Toujours en l’air, le Zoraï se préparait à se réceptionner correctement, mais ses côtes cassées l’en empêchèrent. Il s’effondra lourdement sur le flanc opposé, non loin du corps du général figé sur les genoux dans une étrange position. Sa tête pendait en arrière, dirigée vers l’astre du jour et sa longue chevelure d’ébène se soulevait légèrement au gré du vent. Pü s’allongea sur le dos et écarta les bras. Terminé. Son calvaire était terminé. Il avait gagné.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
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[[Catégorie:La Guerre Sacrée]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jadeyn</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Kapitel_IV_-_Sylvan_Exil&amp;diff=34365</id>
		<title>Kapitel IV - Sylvan Exil</title>
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				<updated>2023-02-17T12:37:56Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Jadeyn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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|EN=Chapter IV - Sylvan Exile|ENs=4&lt;br /&gt;
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{{Clear}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:purple;font-weight:bold&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''IV - Sylvan Exil'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:purple;font-weight:bold&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''Jahr 2474 von Jena'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Quotation|''Bélénor Nébius, Erzähler'' • ''Cheng Lai'SuKi, Illustratorin''|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[file:Pu deroulait.png|right|400px|alt=… Pü déroulait en silence…|verrichtete Pü schweigend]]&lt;br /&gt;
Auf einem hohen Ast eines großen sylvanischen Baumes sitzend, '''verrichtete Pü schweigend sein tägliches Gebet'''. Über ihm, sogar noch näher, so weit entfernt vom Dschungel und seinem Zenit, war das Tagesgestirn dabei, seinen vollen Glanz zu entfalten, und trotz der dicken Laubschicht, die es vom Himmel trennte, schaffte es das warme Licht, die blaue Haut des jungen Zoraï zu erwärmen. Er hatte jedoch gelernt, Jenas astrale Prägung zu vergessen, und versuchte, sich an die Kälte und das Echo der Abgrundschächte zu erinnern, die sein Dorf unter der Rinde durchzogen und die es Ma-Duk ermöglichten, aus dem Herzen von Atys über ihn und seine Familie zu wachen. Er hatte ohnehin keine Wahl: Die Höhen waren bei weitem der geeignetste Ort für meditative Momente. Am Boden waren Raubtiere und Soldatenpatrouillen eine ständige Störung, die seine Ruhe bedrohten und ihn daran hinderten, sich friedlichen Aktivitäten zu widmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tausend Kilometer entfernt beendeten seine Stammesmitglieder wahrscheinlich auch gerade ihre Gebete. Trotz der Entfernung und der Einsamkeit hatte Pü versucht, seinen Lebensrhythmus beizubehalten, den er vor seiner Abreise gelebt hatte. Mit dem ersten Morgengrauen erwachte das Dorf und bereitete sich auf die Routinearbeiten vor, die für das reibungslose Funktionieren der Gemeinschaft notwendig waren: Instandhaltung, Handwerk, Jagd, Kochen, verschiedene Versammlungen, Empfang der seltenen Gesandten und Händler etc. Das Ziel war es, so viele Aufgaben wie möglich zu erledigen, bevor die lange Morgenlitanei begann. Diese wurde von Pus Mutter Looï geleitet und endete mit einem gemeinsamen Essen im Speisesaal, an dem der ganze Stamm teilnahm. Nach dem Mittagessen übten sich die Zoraï mehrere Stunden lang in der Kunst des Kampfes. Der Unterricht richtete sich an alle, unabhängig von Alter oder Geschlecht, und war sehr vielfältig: Nahkampf, Stichwaffen, Schusswaffen und Magie. Der Stamm war in erster Linie ein Clan von Kämpfern, die früher oder später am Beginn des Heiligen Krieges teilnehmen würden. Wenn das Training beendet war, trafen sich die Familien zu einem gemütlichen Essen und gingen vor dem Schlafengehen verschiedenen persönlichen Aktivitäten nach. Seit jeher besuchte Pü Abendkurse bei seiner Mutter, die ihn in homininer Geschichte, internationalen Beziehungen, anderen Sprachen und Wissenschaft unterrichtete. Gelegentlich wurde er von seinem älteren Bruder Niï begleitet. In den meisten Fällen besuchte dieser jedoch andere Privatstunden bei ihrem Vater, der Schwarzen Maske.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Junge wurde jäh aus seinen Erinnerungen gerissen, als ein trauriges Geräusch die Harmonie des Gesangs der Bäume durchbrach. Über den Baumwipfeln erschütterte das dumpfe Dröhnen eines Karavan-Fluggeräts die Luft und vertrieb die Javings, diese seltsamen Vögel mit den gezackten, grünlichen Flügeln und der langen, schwarzen, glänzenden und mit Widerhaken versehenen Zunge, mit der sie ihre Beute aufspießten. Pü stand schnell auf, überprüfte die Festigkeit seiner Lebenslinie und machte sich daran, die letzten Meter des dicken Baumstamms zu erklimmen, der ihn vom Himmel trennte. Als sein zarter Körper aus dem Blättermeer herausragte, musste er hinter seiner Maske die Augen zusammenkneifen, weil das Tageslicht so grell war. Nicht weit von ihm entfernt verlor die Höllenmaschine immer mehr an Höhe. Die seltsame schwarze Materie, aus der ihre Hülle bestand, reflektierte Jenas helles Astrallicht, als wollte sie ihn verhöhnen. Trotzdem gelang es Pü, die Maschine zu identifizieren. Es war einer der kleinen Transporter, die die Karavan normalerweise benutzte, um die von ihren Hominsklaven gesammelten Ressourcen zu sammeln. Seltsamerweise schien er direkt aus einer der riesigen Himmelswurzeln zu stammen, die das Kronendach bildeten, den unerforschten Teil der Rinde, wie die Bewohner Atys bezeichneten, ihre Welt aus lebendem Holz, das nur aus ständig wachsendem Pflanzenmaterial besteht. Ihre opulenten Täler und üppigen Hügel bestanden aus kolossalen Wurzeln, auf denen die Homins ihre Zivilisationen errichtet hatten. Das Wasser, das die tiefen Wurzelspalten füllte, erweckte ihre Seen, Lagunen und Ozeane zum Leben. Die steilsten Wurzeln bildeten seine Berge und reckten sich in einem langsamen, unaufhaltsamen Aufstieg in den Himmel. Bestimmte Temperaturanomalien führten sogar dazu, dass der Wurzelteppich langsam verglühte und die Wüsten entstanden. Und noch tiefer unter der Rinde befanden sich die Urwurzeln, das geheimnisvollste Ökosystem von Atys nach dem, das man in das Kronendach vermutet. Es bildete ein riesiges Labyrinth aus grünen, feuchten Höhlen, die tief in die Eingeweide der Pflanzenwelt bis in ihr Herz hineinreichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü beobachtete, wie die Karavan-Maschine mit hoher Geschwindigkeit abtauchte. Es war sehr wahrscheinlich, dass wie üblich ein Treffpunkt zwischen der Karavan und ihren Handlangern vereinbart worden war und dass ein Konvoi auf dem Weg war, um Tribut zu liefern. Der junge Zoraï spürte, wie sein Herz raste. Vier. Jetzt fehlten ihm nur noch vier. Vier, und er könnte endlich nach Hause zu seinen Lieben zurückkehren. Das war die perfekte Gelegenheit. Er musste den Konvoi abfangen, bevor er sich mit den Karavan-Agenten treffen konnte. Pü entkam dem nackten Tag, indem er sich ein paar Meter in die Tiefe stürzen ließ, und landete auf dem Ast, auf dem er seine Sachen zurückgelassen hatte. Er sammelte sie zusammen und packte sie hastig ein, bis auf einen würfelförmigen Weidenkorb, den er sorgfältig handhabte. In diesem Korb befanden sich die Früchte monatelanger Bemühungen. Er würde sich niemals verzeihen, wenn er ihn verlieren oder seine Unversehrtheit gefährden würde. Um sicherzugehen, dass er nichts vergessen hatte, überprüfte er noch einmal seinen Klettergurt und tauchte ab. Pü raste durch den grünen Abgrund, bewegte sich geschickt zwischen den Zweigen und löste mit einem fachmännischen Handgriff seine Lebenslinie von den Stiften, die er während des Aufstiegs getrieben hatte. Er durchquerte viele Sekunden lang die bunten Schichten dieses kontinentalen Waldes mit seinen tausend Jahreszeiten und landete schließlich anmutig auf dem belaubten Boden. Die Richtung, in die das Fluggerät flog, deutete darauf hin, dass es wahrscheinlich auf der Lichtung weiter nördlich landen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten Konvois starten in Matia, der Hauptstadt des gleichnamigen Königreichs, und so war es gut möglich, dass der erhoffte den breiten künstlichen Pfad nehmen würde, der den Wald im Westen durchschneidet. Pü war von den Kräften der Botaniker des Matis-Volkes beeindruckt und erschrocken zugleich. Er, der Matias kolossale Wurzelmauer und die riesigen Habitatbaumkomplexe, die sich jenseits der Stadtmauer so weit das Auge reichte, mit eigenen Augen gesehen hatte, war von einer solchen Maßlosigkeit überwältigt gewesen. Doch mit diesem Vorgehen und dem Versuch, die Natur nach seinem Willen zu beugen, versuchte das Volk der Matis, die Absicht der Kamis und damit auch die Absicht von Ma-Duk zu durchkreuzen. Der Große Erzeuger wacht über jedes Stückchen Materie auf Atys. Die Natur zu verändern bedeutet, sein Großes Werk zu verfälschen. Die Geheimnisse der Manipulation von lebender Materie, insbesondere von Pflanzen, waren den Matis von der Karavan übermittelt worden, wie den Zoraïs die Beherrschung des Magnetismus und des Schreibens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während seiner langen Monate im Exil im Königreich Matia war Pü klar geworden, wie attraktiv die heidnischen Sitten der von der Karavan indoktrinierten Völker sein konnten. Bei diesen Gedanken hatte er sich geschämt. Aber es hatte ihm auch geholfen, die Gefährlichkeit dieser Dämonen aus dem Himmel besser zu verstehen. Der junge Zoraï verlor keine Zeit. Er rutschte und sprang über die Wurzeln und Verzweigungen des Waldes und legte die letzten Kilometer bis zum Pfad in kürzester Zeit zurück. Die wenigen Gingos, die versuchten, ihn auf seinem Weg zu verfolgen, hatten keine andere Wahl, als aufzugeben, da er sich so geschickt durch das dichte Gewirr der Natur manövrierte, die frei von jeglicher Matisse-Unterdrückung war. Als er den Weg erreichte, versteckte er sich hinter einem großen Strauch und hielt Ausschau nach der Ankunft des Konvois. Als er gerade aufgeben und woanders nach den Spuren der Matis suchen wollte, hörte er in der Ferne ordentliches Hufgetrappel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü schluckte. Sein Herzschlag begann sich langsam zu beschleunigen. Niemals. Niemals würde er sich an dieses Gefühl gewöhnen. Sein Bruder hatte ihm versichert, dass sein erstes Mal ein Genuss sein würde und dass die Gefühle, die er dabei empfand, ihn für sein ganzes Leben prägen würden. Auf der einen Seite hatte er damit nicht ganz Unrecht. Die blutverschmierten Hände eines Zoraï, der mit elf Jahren ins Exil geschickt wurde, kniete allein vor der noch warmen Leiche seines ersten Opfers: diese Bilder verfolgten ihn wochenlang Tag und Nacht, bis er den Verstand verlor. Doch diese letzte Prüfung kündigte auch das Ende seines schmerzhaften Exils an. Bald würde er wieder in seinem Land, bei seinem Stamm sein und seine Mutter wieder in die Arme schließen können. Dieser freudige Gedanke tröstete ihn und half ihm, seine Kräfte wieder zu sammeln. Der Konvoi zeichnete sich nun am Horizont ab. Bald war er in Sichtweite. In der Mitte befand sich ein solider, schwer beladener Karren, gezogen von zwei Mektoubs, friedfertigen Dickhäutern mit flinken Füßen, die über zwei Meter groß waren, braunes Fell mit grauen Streifen hatten und vor allem an ihren langen, kräftigen Rüsseln und ihren ohrlosen Köpfen zu erkennen waren. Er wurde von einem Tryker geführt, wie viele andere, denen Pü bislang begegnet war. Tatsächlich war es nicht ungewöhnlich, Tryker weit östlich von ihren schwimmenden Städten zu treffen, die im Matis-Land undankbare und schlecht bezahlte Arbeit verrichteten. Ihre Neugier und ihr Freiheitsdrang machten sie zwar zu hervorragenden Entdeckern und Erfindern, doch aufgrund ihrer geringen Größe, ihres kindlichen Aussehens und vor allem ihres friedlichen und gutmütigen Charakters waren die Tryker in den vergangenen Jahrhunderten leider mehrfach von den Matis versklavt worden. Wie Pü aus dem Unterricht seiner Mutter wusste, waren die Tryker zum letzten Mal während des &amp;quot;Aquäduktkriegs&amp;quot; vor nur vierzig Jahren versklavt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2435 entdeckten Fyros-Minenarbeiter im Westen ihrer Wüste unter der Rinde vergrabene Ruinen und bohrten eine Säureader an, die die gesamte Region um die Kaiserstadt Coriolis in Brand setzte. Das wochenlange Feuer breitete sich bis zur Grenze des Königreichs aus und zerschnitt das riesige, von den Matis verhasste Aquädukt. Eben jenes, das die Wüste mit dem Seengebiet verband, das von der Trykoth-Föderation, dem Verbündeten des Fyros-Imperiums, verwaltet wurde. Der Krieg, in den die Allianz und das Königreich seit fast eineinhalb Jahrhunderten verstrickt waren, nahm eine neue Wendung. Der Imperator sah sich gezwungen, seine Truppen von den Seen abzuziehen und sie zur Bekämpfung des Feuers einzusetzen, das sein Volk bedrohte und ihm das Wasser abnahm. Daraufhin nutzte die Matisse-Armee die Gelegenheit und marschierte in das Seengebiet ein, versklavte das Volk der Tryker und eroberte die Stadt Karavia zurück, die das Imperium fast ein Jahrhundert zuvor gestohlen hatte. Karavia, die &amp;quot;Heilige Stadt&amp;quot;, wurde angeblich genau an dem Ort errichtet, an dem Zachini an der Küste des Königreichs, das er später gründete, zum ersten Mal mit der Karavan und der Göttin Jena zusammentraf. Karavia, die &amp;quot;Unheilige Stadt&amp;quot;, für Pü und seinen Stamm der bösartigste Ort auf der Rinde... Und doch wurde hier im Jahr darauf der Vertrag unterzeichnet, der den Aquäduktkrieg beendete und die Tryker von der Herrschaft der Matis befreite. Allerdings hatte diese Episode im Unterbewusstsein des Seenvolkes Spuren hinterlassen, und viele Tryker blieben als Diener im Wald zurück... so wie der Karrenfahrer, der sich offensichtlich dem Dienst des Matis verschrieben hatte, der neben ihm auf der Sitzbank schlummerte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü identifizierte ihn bei seinem Anblick sofort als einen Kleriker der Kirche des Lichts, die Herena genannt wurde. Der Matis war nämlich in seine kirchliche Tracht gekleidet: eine weiße Bernsteinkrone und eine lange Toga, die aus mehreren großen Umhängen bestand, die aus bunten Federn gefertigt und mit Geflechten aus bernsteinfarbenen Schmuckstücken verziert waren. Die Kirche des Lichts, die um den Jena-Kult herum gegründet wurde und unter der Schirmherrschaft der Karavan stand, war heute allmächtig im Königreich Matia und insbesondere in Karavia, das durch den Vertrag, der ihren Namen trägt, an das Königreich zurückgegeben wurde. Unter ihrem Einfluss waren so viele Homins von der dämonischen Natur der Kamis überzeugt worden...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter oben auf dem Karren, auf seiner Planenladung, stand ein Matis mit einem Maschinengewehr und hielt Ausschau nach dem Horizont. Er hatte keinen Helm auf und trug die gewöhnliche Kleidung der Soldaten der regulären Armee: einen weichen, robusten Anzug aus Kaktushaut und darüber Rüstungsteile aus weißem Holz. Ein weiterer schien auf der Rückbank zu sitzen. Die Matis waren ein von Natur aus schlankes Volk mit ausgemergelten Gesichtszügen und perlmuttfarbener Haut. Sie waren Ästheten, raffiniert und aufgrund ihrer Kultur ehrgeizig und erinnerten andere Völker immer wieder an ihre Überlegenheit, selbst wenn sie sich dessen nicht bewusst waren. Um den Karren herum waren fünf berittene Matis, die als Eskorte dienten. Sie ritten stolz auf Caprynis, schlanken Vierbeinern mit dicker, heller und stellenweise blau gestreifter Haut, einem einzigen Geweih und einer langen Schnauze mit einem einzigartigen Ziegenbart. '''Alle Soldaten waren mit einer Rüstung aus solidem weißem Holz ausgestattet''', die mit lilafarbenen Mustern graviert war, sich am Oberkörper wölbte und in der Taille enger wurde. Die Schulterstücke der Rüstung waren ebenso abgerundet wie breit und verliehen den Soldaten ein herrisches Aussehen. Am auffälligsten war jedoch ihr Helm, der aus einer Elfenbeinmaske mit einem azurblauen Schmuckstück auf der Stirn und einer stabilen, imposanten Kopfbedeckung bestand, die mit weißem Bernstein verziert war und deren Enden aus Chitin an den Ohren herabhingen, sodass sie wie Hörner aussahen. Einer der Soldaten unterschied sich von den anderen durch die feinen Verzierungen und Gravuren, die seinen Brustpanzer und Helm schmückten. Bisher hatte Pü noch niemals die Gelegenheit gehabt, solche Verzierungen zu sehen. Der Matis war zweifellos ein hochrangiger Soldat der königlichen Armee, der zusammen mit dem Herena entsandt worden war, um den König vor der Karavan zu vertreten.&lt;br /&gt;
[[file:Tous les soldats.png|right|400px|alt=… Tous les soldats étaient équipés…|Alle Soldaten waren ausgerüstet]]&lt;br /&gt;
Das Kind stellte seinen Korb sorgfältig in die Mitte des Strauches und wartete noch ein paar Sekunden, bis der Konvoi weiterzog. Als er etwa 50 Meter von seiner Position entfernt war, kam er ruhig aus seinem Versteck hervor und stellte sich in die Mitte der Straße. Als der Ausguck auf der Spitze der Ladung ihn entdeckte, gab er das Signal zum Anhalten und der Konvoi stoppte abrupt. Der unerwartete Halt unterbrach den Schlaf des Herena, der beinahe vom Karren gefallen wäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wer sind Sie? Nennen Sie Ihre Identität!&amp;quot;, rief der Ausguck in einem kräftigen, aber dennoch melodischen Tonfall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Antwort trat Pü einige Meter vor, während die Reiter ihre Reittiere ausrichteten und sich vor dem Karren aufstellten. Der Zoraï räusperte sich und nahm seinen schönsten Mateis an. Seine Mutter hatte ihm die von anderen Völkern verwendeten Sprachen beigebracht, wobei sie den Schwerpunkt auf Mateis legte, die international am häufigsten gesprochene Sprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich bin ein Apostel der Kamis, der in die heidnischen Regionen gesandt wurde, um den Verirrten die Existenz des Großen Erzeugers zu offenbaren und einigen Auserwählten die Ewige Vergebung anzubieten. Kinder der Rinde, freut euch zu hören, dass eure Sünden durch mich bereits reingewaschen wurden. In Kürze werden eure Seelen gereinigt und den Schwarzen Kriegern von Ma-Duk übergeben. Durch sie werden sie zu ihrem Kampf für die Erhaltung von Atys beitragen. Und wenn Ma-Duk es will, werden sie Zeuge des Heiligen Krieges und des Beginns der Glücklichen Tage.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz seines guten Willens gelang es dem jungen Homin nicht, Leidenschaft in seine Predigt zu bringen. Nach so vielen Monaten morbider Predigten war dieses Ritual ebenso ermüdend wie schmerzhaft geworden. Pü wusste, dass der Wahnsinn auf ihn lauerte. Die Stimmen in seinem Kopf wurden immer präsenter und er entwickelte Woche für Woche neue Verhaltensstörungen. Wie viele seiner Brüder und Schwestern hatten während ihres Exils den Boden unter den Füßen verloren? Viele von ihnen waren niemals zurückgekehrt. Vor seiner Abreise hatte er lange Zeit hart über sie geurteilt, aber jetzt verstand er sie. Seine Sicht war getrübt, als sich ein starker Kopfschmerz bemerkbar machte. Er musste sich lange konzentrieren, um die ersten mentalen Einflüsterungen auszuschalten. Während dieser langen Sekunden der Abwesenheit hatte sich der Herena zu dem Ausguck auf der Spitze des Karrens gesellt. Er hielt sich rücksichtslos an ihm fest, um nicht zu fallen, und brüllte sie an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ma-Duk? Der große Erzeuger? Was reden Sie denn da für einen Unsinn? Wir wussten zwar, dass die Wilden Ihrer Art die Kami-Dämonen anbeten, aber wir dachten, Sie wären so geistesgegenwärtig, die Existenz unserer aller Mutter, Jena, nicht in Frage zu stellen! Kennen Ihre Schandtaten keine Grenzen? General, ergreifen Sie diesen Ketzer auf der Stelle!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü ging wieder ein paar Schritte nach vorne und massierte sich die Maske.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Dann kann ich Ihnen versichern, dass Min-Cho, sein Rat der Weisen und die gesamte Zoraï-Theokratie, versteckt im Herzen Zorans und hinter ihrer Großen Mauer, immer noch Ihre usurpatorische Göttin anbeten, sagte er mit müdem Blick. Vor vielen Jahrzehnten entschieden sich die Kamis dafür, meinem Stamm die Existenz von Ma-Duk zu offenbaren. Heute sind wir leider die einzigen, die seine Natur als Oberster Kami anerkennen. Aber es gibt noch andere Apostel, die im Dschungel arbeiten. Eines Tages werden unsere Zoraï-Brüder das Ausmaß der Lügen erkennen, die ihnen seit ihrer Kindheit aufgetischt werden, und wenn Ma-Duk es will, werden ihnen ihre Sünden vergeben.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gesicht des Klerikers färbte sich rot, als er durch seine Gestikulationen, die die vielen Umhänge seiner Kleidung verwickelten, fast zu Boden fiel. Zu seinem Glück tat der Ausguck alles, was er konnte, um zu verhindern, dass der Herena sich durch einen Sturz blamierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hören Sie auf mit Ihren Schandtaten, Wilder! Keine Vergebung für Ihre degenerierte Rasse von Dämonenanbetern! Ihre skelettierten Gesichter sind Abscheulichkeiten, eine Beleidigung für die Karavan! Ihr verdient es, ausgerottet zu werden, wie alle Primitiven, die Atys mit Ihrer Anwesenheit beschmutzen! Dieser Wilde soll sofort gefasst werden, das ist ein Befehl!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hoch zu Capryni versuchte der Matis-General einzugreifen, um die wachsende Spannung abzubauen. Doch einer der Reiter befolgte die Aufforderung des Geistlichen und ritt in vollem Tempo los. Pü schüttelte seine Maske ab, um seine letzten Kopfschmerzen wegzuwischen, und konzentrierte sich voll und ganz auf die Situation. Von nun an würde alles sehr schnell gehen. Er musste seine inneren Fragen zum Schweigen bringen. Der Matis hatte bereits die Hälfte der Distanz zwischen ihm und dem Zoraï überwunden. In seiner rechten Hand hielt er einen langen, hohlen Speer, der in einer geflochtenen Bernsteinkragen endete. In der Nähe der horizontalen Stange befand sich ein Hebel, mit dem der Ring, der die Stange abschloss, schnell gelockert oder zusammengedrückt werden konnte. Diese geniale Waffe war in der Regel dazu gedacht, die zukünftigen Reittiere der Matis an der Kehle zu packen, wenn sie noch in der Wildnis waren, wurde aber auch dazu verwendet, Homins zu fixieren und zu unterwerfen, ohne sie zu verletzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Püs Körper schwankte leicht. Es dauerte einige Sekunden, bis er das Schlagen seiner Glieder mit dem Galopp des Reittiers synchronisieren konnte. Als der Angreifer etwa zehn Meter von ihm entfernt war, aktivierte er den Mechanismus seiner Waffe und schwang sie, ohne sein Tempo zu verlangsamen. Die Schlinge öffnete sich weit genug, um den maskierten Kopf des Zoraï zu umschließen. Ohne Zweifel wusste er, wie er mit seinem Instrument umzugehen hatte. Doch der junge Homin war zu flink. Als der Soldat nach rechts schoss, um seine Beute an der Kehle zu packen, tauchte Pü absichtlich in die Richtung des Angriffs und wich ihm aus. Zwischen Waffe und Capryni hindurch gelang es ihm, den Riemen an der Seite des Tieres zu ergreifen, bevor er den Boden berührte. Er hielt sich fest und zog, so gut er konnte, nicht um das Tier zu destabilisieren, sondern um seinen leichten Kinderkörper über das Tier zu schleudern. Er flatterte herum und landete gerade noch auf dem Hinterteil des Capryni, als der Matis hinter seinen Rücken blickte, um zu sehen, was aus dem Zoraï geworden war. Während der Reiter den Blick von Pü kreuzte, der nur durch die Kraft seiner Schenkel das Gleichgewicht auf dem Tier hielt, legte seine Beute, die zum Henker geworden war, schnell ihre Hände um seinen Nacken und brach ihn mit einem kräftigen Schlag. Die Waffe des Matis rutschte aus seiner rechten Hand und zerbrach auf dem Boden. Wenn Pü nicht sicher sein konnte, dass er tot war, war seine Lähmung garantiert. Er ließ den gepanzerten Körper auf sich niedersacken, damit er nicht stürzte, nahm die Zügel, die seine linke Hand hielt, wieder auf, verlangsamte das Tempo und drehte sich um. Als er wieder am Ausgangspunkt angekommen war, brach er seinen Lauf ab und sprang links neben dem Tier zu Boden. Der Körper des Soldaten fiel schwer auf die rechte Seite. Der Helm löste sich durch den Aufprall, sodass der Zoraï in das leblose Gesicht blicken konnte. Der Soldat war eine Homina und damit vielleicht auch eine Mutter. Für den Bruchteil einer Sekunde sah Pü, wie die Maske seiner eigenen das Gesicht der Leiche überlagerte. Er schloss die Augen. Drei. Jetzt fehlten ihm nur noch drei.&lt;br /&gt;
[[file:Le soldat.png|right|400px|alt=… Le soldat était une homine…|Der Soldat war eine Homina]]&lt;br /&gt;
Auf der Spitze des Karrens hatte sich das Gesicht des Klerikers von einer rötlichen Gesichtsfarbe in ein blasses Weiß verwandelt, das viel blasser war als sonst. Die Soldaten reagierten nicht, da sie von der Gewalt, die sie gerade gesehen hatten, schockiert waren. Nur der General behielt die Nerven. Er ließ sein Reittier ein paar Schritte vorwärts reiten und wandte sich dem Konvoi zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Giero, reiten Sie so schnell wie Ihr Capryni kann in Richtung des nächsten Außenpostens! Informieren Sie den Intendanten über die Lage und schicken Sie uns Verstärkung. Unterschätzen Sie die Bedrohung nicht. Be'maty, begeben Sie sich ebenfalls zum Außenposten! Sie werden Giero wegen der Ladung nicht folgen können, aber Ihre Mektoubs sind stark, also schonen Sie sie nicht. Sobald er seine Nachricht überbracht hat, wird Giero Sie auf der Straße treffen. Vicho, bleiben Sie auf dem Karren! Sie werden die Ladung und den Herena mit Ihrem Leben schützen, bis Giero zurückkehrt. Zani, Lichnini, Sivaldo, Sie kommen mit mir! Greifen Sie nicht ein, bis ich es Ihnen befehle&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der selbstbewusste Tonfall des Generals half den Soldaten, aus ihrer Lethargie zu erwachen. Alle führten den Befehl wortlos aus. Der Wachposten sprang vom Karren und legte sein Maschinengewehr an, der Matis auf dem Rücksitz ersetzte ihn auf dem Dach des Karrens, der zu manövrieren begann, um umzukehren. Nur der Kleriker, der gerade erst wieder zu sich kam, wollte protestieren. Doch der neugierige Blick, den der General ihm zuwarf, hielt ihn davon ab, und seine Kreideblässe wurde noch größer. Normalerweise ließ Pü keine Überlebenden zurück, denn nur wenn es keine Zeugen gab, konnte er sicher sein, dass er in diesen Gebieten weiterhin ungehindert operieren konnte. Außerdem vermied er es normalerweise, die reguläre Armee anzugreifen, da jeder vermisste Soldat zu einer Untersuchung führte, und griff stattdessen lieber die fanatischen Stämme oder Banditengruppen an, die das Königreich durchzogen. Doch dieses Mal war alles anders. Wenn die ersten sprechen würden, würde er schon auf dem Rückweg sein. Er beobachtete seine vier zukünftigen Gegner genau, während einer der Reiter mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Südwesten ritt, gefolgt von dem Karren. Er durfte es nicht mit ihnen allen zusammen aufnehmen. Er wartete ein paar Sekunden - genug Zeit, damit der Bote am Horizont verschwand - und begann, sich langsam vorwärts zu bewegen. Beim ersten Schritt schrie der General.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bleiben Sie stehen! Weil Sie sich des Verbrechens des vorsätzlichen Mordes an einem Soldaten des Königreichs Matia schuldig gemacht haben, müssen Sie sich vor dem königlichen Gericht verantworten. Wie es unser Gesetz vorsieht, haben Sie das Recht, sich während des Prozesses zu verteidigen. Bitte kooperieren Sie jetzt, sonst müssen wir Sie gewaltsam festnehmen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü hob die Hände, um Unterwerfung vorzutäuschen, und ging weiter. Er wusste, dass die Matis sich nicht täuschen lassen würden, aber er musste ein paar Meter gutmachen. Momentan war der Maschinengewehrschütze die größte Bedrohung. Er musste ihn zuerst ausschalten. Dennoch durfte er den hochrangigen Soldaten nicht unterschätzen. Unter normalen Umständen hätte er es mit einem einfachen Truppführer zu tun gehabt und nicht mit einem erfahrenen Militär.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich werde mich nicht wiederholen, keine Bewegung mehr!&amp;quot;, schrie der General erneut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zoraï würde es wahrscheinlich nicht schaffen, noch einen weiteren Schritt zu machen, bevor der General zum Angriff blasen würde. Er fuhr mit seiner rechten Hand über seinen Rücken und legte sie auf den kleinen runden Schild, der dort hing. Er durfte sich keinen Fehler erlauben. Wenn er sich jetzt verfehlte, würde der Rest viel unsicherer werden. Er schloss wieder die Augen und ließ seine Sinne sich voll und ganz der Welt öffnen. Die Richtung und Stärke des Windes, die Luftfeuchtigkeit - wichtige Parameter, die es für den perfekten Wurf zu berücksichtigen galt. Er öffnete die Augenlider wieder und richtete seinen Blick auf den Schützen. Er war zwar zu weit weg, um sicher zu sein, aber die Position seiner Arme deutete darauf hin, dass er bereit war, zu schießen. Pü atmete tief durch und machte sich an den Kampf. Schneller als je zuvor hängte er seinen Schild ab und streckte seine Arme wie ein Seil nach hinten. Er brauchte weniger als eine Sekunde, um seine Flugbahn zu bestätigen und seinen Buckler zu werfen. Das Geschoss flog nach links vom Pfad und erweckte den Anschein eines Fehlwurfes. Pü nutzte die allgemeine Verwirrung, um in die andere Richtung zu stürmen. Wie erwartet erhielt der Maschinengewehrschütze den Befehl zum Eingreifen und legte seine Waffe an. '''Mit beiden Füßen fest in der Rinde steckend, begann er, aus allen Rohren auf den Zoraï zu feuern'''. Aufgrund des Rückstoßes war die Waffe jedoch schlecht zu führen, sodass Pü einige Sekunden Zeit hatte, bevor die Treffer ins Schwarze trafen. Der Junge wackelte und hüpfte geschickt und versuchte, dem Maschinengewehrschützen die Arbeit zu erschweren, dessen Schüsse immer präziser wurden. In diesem Moment glaubten die Matis wahrscheinlich, dass sie den Sieg davontragen würden. Doch die Flugbahn des Schildes nahm eine unerwartete Krümmung an. Der Buckler streifte die Bäume, die den Straßenrand markierten, und drehte sich in Richtung des Schützen, der nun mit dem Rücken zu ihm stand. Niemand bemerkte den Plan, außer dem General, der das tödliche Projektil sah, als es gerade auf den Hinterkopf des Maschinengewehrschützen treffen wollte, weil er schlauer war als der Rest seines Trupps. Er schrie etwas und sprang von seinem Capryni. Er rappelte sich schnell auf und ging auf den Soldaten zu. Als Antwort auf den Schrei seines Vorgesetzten drehte sich dieser gerade zu der fliegenden Bedrohung um. Als der General sah, dass er nicht reagierte, versuchte er, ihn zu Boden zu werfen, doch er stieß ihn nur an. Der Schild schnitt tief in das Gesicht des benommenen Matis, der sich herumdrehte und schwer auf den Boden fiel.&lt;br /&gt;
[[file:Les deux pieds.png|right|400px|alt=… Les deux pieds fermement plantés…|Mit beiden Füßen fest steckend]]&lt;br /&gt;
Pü cessa ses gesticulations et reprit son souffle. Si le mitrailleur n’était certainement pas mort, il semblait être évanoui, et ne représentait donc plus une menace pour le moment. Alors que le général s'attardait au chevet du malheureux, le jeune Zoraï crut à tort qu’il aurait le temps de réfléchir à son prochain mouvement. Mais les deux capryniers ne l’entendaient pas de cette oreille, et s’incitèrent mutuellement à passer à l’attaque.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Général, restez avec Sivaldo, nous nous occupons du primitif masqué ! cria le premier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Oui général ! Jusqu’alors, ses techniques de lâche ont fonctionné uniquement parce que nous n’y étions pas préparés, renchérit le second. Laissez-nous venger la mort de Tinailli ! Nous vous promettons de lui faire honneur ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Le général eut beau protester, les deux soldats s’élancèrent à pleine vitesse en direction du Zoraï, qui ne semblait pas s’en inquiéter. Les dernières dizaines de mètres qui les séparaient furent englouties en quelques secondes. Mais se souvenant de la mort de leur première camarade, les Matis ne firent pas l’erreur de charger le jeune guerrier. Ils s’arrêtèrent avant d’arriver à son niveau, sautèrent de leur monture et s’avancèrent pour le prendre en tenaille. Au vu de leur comportement respectif, les deux Matis devaient être des soldats inexpérimentés. Aveuglés par la haine et le désir de vengeance, ils ne savaient pas encore qu’ils venaient de se jeter dans la gueule du gingo. Au loin, le général venait à peine d’atteindre son capryni pour rejoindre en urgence les deux imprudents. Seul contre deux, le jeune guerrier avait toutes ses chances. Il fallait donc qu’il en termine au plus vite avant que le seul militaire réellement expérimenté de l’escouade ne les rejoigne. Le Matis qui s’était positionné dans son dos tenait à deux mains une lourde épée d’ambre joliment ornementée, alors que celui qui lui faisait face était armé d’une longue pique couronnée d’ambre tressé. Pü aurait aimé lire sur son visage, mais l’imposant casque cornu qu’il portait l’en empêchait. Rapidement, les Matis se rapprochèrent. En toute logique, le soldat situé face à lui lancerait le premier assaut, laissant ainsi l’opportunité à celui positionné dans son dos d’utiliser un angle mort pour attaquer. C’est exactement ce qui se passa. Le piquier cria et perfora l’air d’un geste précis, espérant empaler le Zoraï d’un seul coup. Sans même bouger ses pieds, Pü envoya sa main droite au contact de la pique tout en pivotant et décalant son bassin du côté opposé. La protection de son avant-bras érafla bruyamment les multiples pointes aiguisées. Retournant brusquement son poignet, il attrapa le long manche de l’arme. Au lieu de repousser l’offensive, il encouragea le mouvement, et se servit de l’élan du Matis pour le déstabiliser tout en préservant l’impulsion de son assaut. Déviant légèrement la direction de l’attaque, et toujours sans décoller les pieds du sol, il courba son dos en arrière, et esquiva le coup horizontal que l’épéiste tenta de lui asséner. Il n’eut alors qu’à faire en sorte que la pique conserve sa vélocité pour que ses pointes mortelles transpercent la cuisse gauche du malheureux à l’épée, qui s’écroula sous le choc en hurlant. Emporté par le mouvement non contrôlé de son arme, l’assaillant manqua de tomber sur le blessé. Pü saisit l’opportunité et l’y aida. Dégainant sa dague de sa main libre alors que l’autre lâchait la pique fermement enfoncée dans la chair de son camarade, il fit un pas en arrière pour reprendre son équilibre et enfonça d’un coup précis sa lame dans la jointure cervicale du casque du piquier. Une longue gerbe de sang gicla lorsqu’il retira sa dague de la carotide de son adversaire. Comme il s’y attendait, le soldat paniqua et retira son casque en vitesse pour comprimer et soigner sa gorge à l’aide des pouvoirs de la Sève, et avant que son cerveau ne cesse d’être irrigué en sang. Ne lui laissant pas le temps d’agir, Pü attrapa la chevelure brune du Matis et lui asséna plusieurs violents coups de dague dans la gorge. Lorsque la tête du soldat se sépara finalement du reste de son corps, le décapité s’effondra sur la pique qui s’enfonça encore plus profondément dans la plaie sanguinolente de l’homin cloué au sol. Pü jeta un coup d’œil en arrière : le général serait bientôt là. Il rangea la dague maculée de sang, laissa tomber la tête de sa victime, et s’approcha du soldat gravement blessé qui, désormais coincé sous la lourde armure encore palpitante de son camarade, n’était plus capable d’extraire la pique pour soigner magiquement sa jambe. L’homin ôta son casque et se mit à gémir. Il devait avoir l’âge de Niï, soit environ dix ans de plus que Pü.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Pitié, ne me tuez pas ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü avait sincèrement pitié. Il détestait tuer. Et particulièrement quand ses adversaires n’y étaient pas préparés. Mais il n’avait plus le choix. Il y était presque, il ne pouvait pas tout abandonner maintenant. Le jeune Zoraï fit à nouveau le vide dans sa tête et ignora la plainte du Matis. Il se rapprocha de lui, posa délicatement son pied gauche sur son cou, et lui broya d’un coup de talon. Ramassant l’épée du malheureux désormais paralysé, il lui planta dans la gorge, empêchant ainsi toute régénération. Un. Il ne lui manquait plus qu’un. Si le mitrailleur évanoui suffisait, l’homin qui lui faisait face dorénavant ne le laisserait sûrement pas approcher le blessé sans combattre. Le général, qui avait en effet enfourché sa monture pour combler la distance qui se séparait du Zoraï, avant de la quitter une seconde fois, se dirigeait désormais vers le guerrier d’un pas décidé. Arrivé à quelques mètres de lui, il ôta son casque. Pour la première fois depuis longtemps, Pü eut un mouvement de recul. Durant un instant, l’enfant crut voir le masque de son père. Le Matis était dans la force de l’âge, comme l’indiquaient les quelques rides qui venaient troubler l’harmonie des traits de son visage et le faible éclat de sa longue chevelure d’ébène. Mais par-dessus tout, c’est l’assurance et l’intensité de son regard qui lui rappelèrent son père. Ces yeux bleus perçants étaient ceux d’un homin déterminé, prêt à tout donner pour accomplir sa volonté. Pü recula d’un pas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Il n’est pas nécessaire que nous combattions, dit-il d’une voix troublée. J’ai accompli ma mission. Laissez-moi le mitrailleur et rentrez chez vous. S’il vous plaît, suivez mon conseil, et rejoignez votre famille. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Le général posa son casque à ses pieds et dégaina une longue et large épée finement décorée. Il lui jeta un regard glacial.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Je ne vais pas pouvoir accéder à votre requête, mon garçon. Vous venez à vous seul de tuer trois de mes soldats. Le Karan Domini, Roi et Grand Prêtre du Royaume de Matia, doit savoir pourquoi la Théocratie Zoraï forme des enfants-soldats à des missions d’assassinat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Je vous le redis : ma tribu et moi ne dépendons pas de la Théocratie Zoraï. Je vous en prie, éloignez-vous ! » répliqua Pü en reculant une seconde fois.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Le Matis s’avança d’un pas déterminé.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Vous a-t-on forcé à tuer ? S’il est normal qu’un garçon de votre âge apprenne à combattre, il ne devrait pas avoir à faire couler le sang si jeune. Et sûrement pas dans ces conditions. Un garçon de votre âge passe du temps avec ses amis, ses frères, ses sœurs, son père et sa mère. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
À l’écoute des paroles du militaire, et à l’évocation de ses proches, le jeune Zoraï fut pris d’un coup de sang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Ne parlez pas de ma famille ! Fuyez, tant qu’il en est encore temps ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Un sourire froid s’afficha alors sur le visage du général.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Il semble que j’aie touché la corde sensible. Seraient-ce vos parents qui vous ont envoyé si loin de la Jungle pour commettre ces meurtres ? Une mère est censée enseigner l’amour à ses enfants, non la mort ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Une violente céphalée transperça le crâne de l’enfant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« '''Je vous interdis de parler de ma mère !''' »&lt;br /&gt;
[[file:Je vous interdis.png|right|400px|alt=… Je vous interdis de parler…|Je vous interdis de parler]]&lt;br /&gt;
À son départ, elle avait pleuré. Et si elle l’avait exhorté de ne pas tuer pour assouvir son propre plaisir, elle lui avait malgré tout demandé de le faire pour Ma-Duk. Pü aimait sincèrement Ma-Duk, autant qu’il détestait Jena. Les Kamis protégeaient Atys, quand la Karavan la détruisait en pillant ses ressources. Mais ne pouvait-on prouver son amour à Ma-Duk autrement qu’en répandant le sang ? Par ses propos, et son statut de Grande Prêtresse, sa mère approuvait les coutumes barbares de leurs ancêtres. Pire, elle les transmettait avec ferveur. Mais lui, qui buvait il y a encore quelques mois chacune des paroles de sa mère, les vomissait désormais. Combien de temps encore réussirait-il à feindre son attachement aux valeurs de sa tribu ? Et si, averti de cette dernière pensée, Ma-Duk considérait déjà qu’il ne lui était plus fidèle, pourrait-il jamais devenir l’Ombre du Masque Noir ? Son père l’exécuterait-il lorsque Grand-Mère Bä-Bä lui apprendrait la nouvelle ? Son frère et sa mère le laisseraient-il faire ? Pü atteignait ses limites, son cerveau était en ébullition. Sentant le Zoraï flancher, le Matis le poussa à bout.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Ainsi l’Herena avait donc raison : vous n’êtes que des animaux ! Les homins de votre peuple engrossent leurs homines et les transforment en mères pondeuses, juste bonnes à produire des enfants-soldats qui seront sacrifiés sur l’autel de vos croyances haineuses ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sur ces mots, Pü dégaina sa dague et son épée courte et s’élança vers le Matis en hurlant. Il lui avait laissé l’opportunité de fuir, et celui-ci ne l’avait pas saisie. S’il désirait mourir, alors Pü l’y aiderait, aussi simplement qu’il l’avait fait pour ses soldats. Cela ne prendrait que quelques secondes. Tout serait terminé, bientôt. Il n’aurait plus à supporter cette douleur. C’est en tout cas ce qu’il imagina sous le coup de la fureur. L’épée du général s’illumina et le jeune guerrier fut saisi aux chevilles avant même de comprendre la manœuvre du militaire. L’expérience du Matis avait parlé, et l’orgueil du Zoraï allait lui coûter cher. Il avait sous-estimé son adversaire et s’était précipité aveuglément, sans anticiper l’utilisation d’un enchantement magique d’entrave. Des racines avaient jailli de l’écorce et l’empêchaient totalement de bouger. Étant donné l’élan de sa course, Pü avait manqué trébucher en avant, et ce n’était que de justesse qu’il avait réussi à se maintenir debout. Pris de panique, il tenta de s’extraire du piège magique en tailladant à l’aide de ses armes les ramifications qui montaient maintenant le long de ses mollets, oubliant par là même le lanceur du sortilège. Soudainement, alors que toute son attention était portée sur ses jambes, le ciel s’assombrit. Son sang se glaça lorsqu’il leva la tête par réflexe. Au-dessus de lui, l’imposante armure du Matis masquait la lumière de l’astre du jour : il avait profité de l’affolement du Zoraï pour arriver au corps-à-corps. Le contre-jour accentuait son regard féroce, qui pétrifia Pü de toute part. Le général leva sa grande épée en position plongeante. Son armure blanche s’illumina lorsque la lumière filtra suite au changement de posture, et Pü dut détourner les yeux pour ne pas être aveuglé.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Laissez-vous faire ! dit le Matis d’un air grave. Le coup que je vais vous porter va vous infliger une blessure critique. Si vous bougez, il risque de vous être fatal. Je vous maintiendrai en vie jusqu’à ce que les renforts arrivent. Nous vous conduirons ensuite à Matia ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Si le général semblait confiant en sa capacité de l’amener vivant auprès du roi des Matis, Pü préférait mourir mille fois plutôt que de devenir captif des suppôts de la Karavan. Il essaya à nouveau de se débattre, mais les racines enserraient maintenant sa taille et commençaient à remonter sur son ventre. Voilà, c’était ainsi que s’achevait sa courte vie. Finalement, Grand-Mère Bä-Bä avait eu tort. Lui qui avait grandi avec l’idée de devenir l’Ombre du Masque Noir et de périr parmi les siens en protégeant son frère, allait mourir seul et loin de chez lui, avec pour dernière vision l’éblouissante empreinte astrale de Jena. Quelle ironie. Alors que le Zoraï avait tourné son masque sur la gauche pour ne pas avoir à supporter plus longtemps le reflet moqueur de la cuirasse, il aperçut une étrange source lumineuse au-delà de la lisière de la route, sous l’ombre des grands arbres sylvestres. En se concentrant, il put discerner nettement deux sphères de taille identique. Elles étaient d’une blancheur éclatante et luisaient d’autant plus vivement qu’elles étaient environnées d’obscurité. Non, ce n’était pas seulement l’obscurité… Pü distingua une petite silhouette noire parmi les ombres. Son sang se glaça de nouveau. Ce n’étaient pas des sphères, c’étaient des yeux. Ceux du Kami Noir qui lui était apparu deux fois jusqu’alors. Il était là. Ma-Duk le regardait.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Non, il ne pouvait abandonner. Il était un Guerrier Noir de Ma-Duk, forgé par les meilleurs combattants de la Jungle et béni des Kamis. Tant qu’il pourrait se battre, il n’abandonnerait pas. Revigoré, son corps réagit d’instinct lorsque le général abattit son arme sur lui pour lui transpercer la clavicule gauche. Il envoya son bras droit au contact de la lame massive pour se protéger, et si son épée courte ne réussit pas à bloquer le coup, elle permit néanmoins de dévier l’attaque, au prix d’une partie de sa main, qui vola en éclats. L’état d’extrême tension dans lequel se trouvait le jeune guerrier eut pour effet positif de lui faire totalement ignorer la douleur. L’épée l’érafla et se planta lourdement dans le sol. Profitant de la seconde de répit qu’il lui était offerte, Pü lâcha la dague qu’il tenait dans sa main gauche et manipula la Sève alentour pour incanter à deux mains un sortilège. Sa paire d’amplificateurs de magie étant accrochée à sa ceinture désormais enchevêtrée avec les racines, il ne put s’en équiper. Mais pour ce qu’il comptait faire, un sortilège brut devrait suffire. Alors '''il n’hésita pas, et enflamma son corps pour s’évader de sa prison de bois'''. Il réussit à se dégager des racines partiellement consumées au moment où le général arrachait son épée du sol. Alors qu’il lançait son second assaut, Pü réussit à l’éviter de justesse grâce à une roulade. Le Matis enchaîna avec une série de frappes d’estoc et de taille, que le jeune guerrier esquiva à l’aide de diverses acrobaties. Désarmé, il n’était pas en mesure de parer les attaques. S’il était bien plus habile que le général encombré de sa lourde armure, celui-ci semblait bien plus endurant, et n’avait pas encore subi de blessures. Plus inquiétant encore, ses coups se faisaient de plus en plus précis. Pour la première fois de sa vie, Pü combattait un maître d’armes dans un combat à mort. L’expérience du Matis parlait, et il ne lui fallut que peu de temps pour commencer d’anticiper les mouvements du jeune guerrier.&lt;br /&gt;
[[file:Hesita pas.png|right|400px|alt=… il n’hésita pas…|il n’hésita pas]]&lt;br /&gt;
Les secondes défilaient et Pü s’essoufflait à vue d’œil. À plusieurs reprises, le soldat réussit à le frôler, entaillant son corps d’enfant de la pointe de son épée. Pü faisait régulièrement appel aux pouvoirs de la Sève pour panser ses blessures et régénérer partiellement son endurance, mais, à ce rythme, il atteindrait bientôt ses limites. S’il aurait aimé pouvoir passer dans le dos du Matis pour tenter de lui briser la nuque, comme il savait si bien le faire, celui-ci ne lui laissait aucun répit. Sans arme, il n’avait aucun moyen de s’extraire de cette situation perdue d’avance. Alors qu’il cherchait une échappatoire, il aperçut une dague pendant à la taille du soldat, cachée derrière le drap d’apparat ornant sa ceinture. Comment avait-il pu ne pas la voir avant ? Pü se maudit et imagina un plan d’action, entre deux roulades et trois contorsions. Il allait jouer le tout pour le tout. À bout de souffle, le Zoraï attendait le moment idéal pour agir. Soudainement, lui qui ne faisait jusqu’alors que reculer face aux assauts du Matis, profita d’une large frappe de taille pour effectuer une roulade avant et passer sous la lame tranchante. Son mouvement tout juste terminé, il poussa aussi fort qu’il put sur ses jambes, et bondit sur le flanc gauche du soldat. Si le Matis fut décontenancé par la direction de l’esquive, il réagit très vite et rendit un violent coup de pied latéral au jeune guerrier. Le corps de l’enfant craqua sous la lourde botte du soldat et alla s’écraser plus loin sur le sol. Pü se releva péniblement sur un genou et cracha le sang. Son adversaire venait de lui briser plusieurs côtes. Mais derrière son masque, le jeune guerrier souriait : sa main valide était désormais armée. Bien que différente des dagues qu’il avait coutume de manier, celle du Matis ferait parfaitement l’affaire. Le jeune homin inspira un grand coup et leva son masque vers le général. Celui-ci s’était retourné et s’apprêtait à réaliser une percée avec son épée pour retourner au corps-à-corps.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Abandonnez mon garçon ! » dit-il en chargeant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
À nouveau, Pü n’aurait qu’une seule chance. Et jusqu’alors, la chance lui avait souvent souri. Finalement, peut-être que le Kami Noir veillait réellement sur lui.  Alors que le soldat se précipitait dans sa direction, l’épée dirigée vers l’avant, Pü attendit le bon moment et jeta sa dague en l’air, loin au-dessus de lui. Aussitôt fait, il infusa tout ce qu’il put de Sève dans ses jambes et fit gonfler ses cuisses comme jamais. Puisant à la limite de ce qu’il pouvait endurer, il souleva un nuage de sciure et bondit dans les airs d’un saut surhomin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Totalement surpris par la nature de l’attaque et partiellement aveuglé par le brouillard de débris, le Matis crut à tort que le Zoraï tentait simplement de s’enfuir. Il comprit trop tard la réalité de la situation lorsque qu’il sentit son épée s’alourdir brusquement sur l’avant. Pü venait d’atterrir sur le plat de la lame et s’élançait tel un funambule en direction de son porteur. Déjà fort déséquilibré, le Matis tenta en vain de se redresser au moment où Pü prit à nouveau appui sur l’arme pour voltiger. Le jeune guerrier atterrit cette fois-ci sur ses épaules, et se propulsa une derrière fois en direction du ciel, obligeant par la force de ses jambes le Matis à poser un genou au sol. Pü devait se situer à environ quatre mètres du sol, et survolait le nuage de poussière qui commençait à se dissiper. Il n’eut qu’à tendre son bras valide pour attraper la dague qu’il avait précisément jetée quelques secondes auparavant. Écartant les jambes et regardant vers le sol, alors que la gravité commençait à faire effet, il posa ses yeux sur le visage du général. Celui-ci avait perdu son regard terrifiant et ouvrait grand les paupières. Pü y lut de l’admiration. L’enfant effectua à nouveau un lancer parfait et la dague alla se planter droit dans le crâne du Matis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Toujours en l’air, le Zoraï se préparait à se réceptionner correctement, mais ses côtes cassées l’en empêchèrent. Il s’effondra lourdement sur le flanc opposé, non loin du corps du général figé sur les genoux dans une étrange position. Sa tête pendait en arrière, dirigée vers l’astre du jour et sa longue chevelure d’ébène se soulevait légèrement au gré du vent. Pü s’allongea sur le dos et écarta les bras. Terminé. Son calvaire était terminé. Il avait gagné.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{NavChap|[[Chapitre III - Mourir pour renaître]]|[[La Guerre Sacrée#Table des matières|Table des matières]]|[[Chapitre V - La graine du doute]]}}&lt;br /&gt;
{{Portail|La Grande Bibliothèque|Zoraï}}&lt;br /&gt;
[[Catégorie:La Guerre Sacrée]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jadeyn</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Kapitel_IV_-_Sylvan_Exil&amp;diff=34363</id>
		<title>Kapitel IV - Sylvan Exil</title>
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				<updated>2023-02-17T12:17:29Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Jadeyn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{NavChap|[[Chapitre III - Mourir pour renaître]]|[[La Guerre Sacrée#Table des matières|Table des matières]]|[[Chapitre V - La graine du doute]]}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Trad&lt;br /&gt;
|DE=Kapitel IV - Sylvan Exil|DEs=2&lt;br /&gt;
|EN=Chapter IV - Sylvan Exile|ENs=4&lt;br /&gt;
|ES=&amp;lt;!--Capítulo IV - Exilio en el bosque--&amp;gt;&lt;br /&gt;
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|palette=}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Clear}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:purple;font-weight:bold&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''IV - Sylvan Exil'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:purple;font-weight:bold&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''Jahr 2474 von Jena'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Quotation|''Bélénor Nébius, Erzähler'' • ''Cheng Lai'SuKi, Illustratorin''|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[file:Pu deroulait.png|right|400px|alt=… Pü déroulait en silence…|verrichtete Pü schweigend]]&lt;br /&gt;
Auf einem hohen Ast eines großen sylvanischen Baumes sitzend, '''verrichtete Pü schweigend sein tägliches Gebet'''. Über ihm, sogar noch näher, so weit entfernt vom Dschungel und seinem Zenit, war das Tagesgestirn dabei, seinen vollen Glanz zu entfalten, und trotz der dicken Laubschicht, die es vom Himmel trennte, schaffte es das warme Licht, die blaue Haut des jungen Zoraï zu erwärmen. Er hatte jedoch gelernt, Jenas astrale Prägung zu vergessen, und versuchte, sich an die Kälte und das Echo der Abgrundschächte zu erinnern, die sein Dorf unter der Rinde durchzogen und die es Ma-Duk ermöglichten, aus dem Herzen von Atys über ihn und seine Familie zu wachen. Er hatte ohnehin keine Wahl: Die Höhen waren bei weitem der geeignetste Ort für meditative Momente. Am Boden waren Raubtiere und Soldatenpatrouillen eine ständige Störung, die seine Ruhe bedrohten und ihn daran hinderten, sich friedlichen Aktivitäten zu widmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tausend Kilometer entfernt beendeten seine Stammesmitglieder wahrscheinlich auch gerade ihre Gebete. Trotz der Entfernung und der Einsamkeit hatte Pü versucht, seinen Lebensrhythmus beizubehalten, den er vor seiner Abreise gelebt hatte. Mit dem ersten Morgengrauen erwachte das Dorf und bereitete sich auf die Routinearbeiten vor, die für das reibungslose Funktionieren der Gemeinschaft notwendig waren: Instandhaltung, Handwerk, Jagd, Kochen, verschiedene Versammlungen, Empfang der seltenen Gesandten und Händler etc. Das Ziel war es, so viele Aufgaben wie möglich zu erledigen, bevor die lange Morgenlitanei begann. Diese wurde von Pus Mutter Looï geleitet und endete mit einem gemeinsamen Essen im Speisesaal, an dem der ganze Stamm teilnahm. Nach dem Mittagessen übten sich die Zoraï mehrere Stunden lang in der Kunst des Kampfes. Der Unterricht richtete sich an alle, unabhängig von Alter oder Geschlecht, und war sehr vielfältig: Nahkampf, Stichwaffen, Schusswaffen und Magie. Der Stamm war in erster Linie ein Clan von Kämpfern, die früher oder später am Beginn des Heiligen Krieges teilnehmen würden. Wenn das Training beendet war, trafen sich die Familien zu einem gemütlichen Essen und gingen vor dem Schlafengehen verschiedenen persönlichen Aktivitäten nach. Seit jeher besuchte Pü Abendkurse bei seiner Mutter, die ihn in homininer Geschichte, internationalen Beziehungen, anderen Sprachen und Wissenschaft unterrichtete. Gelegentlich wurde er von seinem älteren Bruder Niï begleitet. In den meisten Fällen besuchte dieser jedoch andere Privatstunden bei ihrem Vater, der Schwarzen Maske.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Junge wurde jäh aus seinen Erinnerungen gerissen, als ein trauriges Geräusch die Harmonie des Gesangs der Bäume durchbrach. Über den Baumwipfeln erschütterte das dumpfe Dröhnen eines Karavan-Fluggeräts die Luft und vertrieb die Javings, diese seltsamen Vögel mit den gezackten, grünlichen Flügeln und der langen, schwarzen, glänzenden und mit Widerhaken versehenen Zunge, mit der sie ihre Beute aufspießten. Pü stand schnell auf, überprüfte die Festigkeit seiner Lebenslinie und machte sich daran, die letzten Meter des dicken Baumstamms zu erklimmen, der ihn vom Himmel trennte. Als sein zarter Körper aus dem Blättermeer herausragte, musste er hinter seiner Maske die Augen zusammenkneifen, weil das Tageslicht so grell war. Nicht weit von ihm entfernt verlor die Höllenmaschine immer mehr an Höhe. Die seltsame schwarze Materie, aus der ihre Hülle bestand, reflektierte Jenas helles Astrallicht, als wollte sie ihn verhöhnen. Trotzdem gelang es Pü, die Maschine zu identifizieren. Es war einer der kleinen Transporter, die die Karavan normalerweise benutzte, um die von ihren Hominsklaven gesammelten Ressourcen zu sammeln. Seltsamerweise schien er direkt aus einer der riesigen Himmelswurzeln zu stammen, die das Kronendach bildeten, den unerforschten Teil der Rinde, wie die Bewohner Atys bezeichneten, ihre Welt aus lebendem Holz, das nur aus ständig wachsendem Pflanzenmaterial besteht. Ihre opulenten Täler und üppigen Hügel bestanden aus kolossalen Wurzeln, auf denen die Homins ihre Zivilisationen errichtet hatten. Das Wasser, das die tiefen Wurzelspalten füllte, erweckte ihre Seen, Lagunen und Ozeane zum Leben. Die steilsten Wurzeln bildeten seine Berge und reckten sich in einem langsamen, unaufhaltsamen Aufstieg in den Himmel. Bestimmte Temperaturanomalien führten sogar dazu, dass der Wurzelteppich langsam verglühte und die Wüsten entstanden. Und noch tiefer unter der Rinde befanden sich die Urwurzeln, das geheimnisvollste Ökosystem von Atys nach dem, das man in das Kronendach vermutet. Es bildete ein riesiges Labyrinth aus grünen, feuchten Höhlen, die tief in die Eingeweide der Pflanzenwelt bis in ihr Herz hineinreichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü beobachtete, wie die Karavan-Maschine mit hoher Geschwindigkeit abtauchte. Es war sehr wahrscheinlich, dass wie üblich ein Treffpunkt zwischen der Karavan und ihren Handlangern vereinbart worden war und dass ein Konvoi auf dem Weg war, um Tribut zu liefern. Der junge Zoraï spürte, wie sein Herz raste. Vier. Jetzt fehlten ihm nur noch vier. Vier, und er könnte endlich nach Hause zu seinen Lieben zurückkehren. Das war die perfekte Gelegenheit. Er musste den Konvoi abfangen, bevor er sich mit den Karavan-Agenten treffen konnte. Pü entkam dem nackten Tag, indem er sich ein paar Meter in die Tiefe stürzen ließ, und landete auf dem Ast, auf dem er seine Sachen zurückgelassen hatte. Er sammelte sie zusammen und packte sie hastig ein, bis auf einen würfelförmigen Weidenkorb, den er sorgfältig handhabte. In diesem Korb befanden sich die Früchte monatelanger Bemühungen. Er würde sich niemals verzeihen, wenn er ihn verlieren oder seine Unversehrtheit gefährden würde. Um sicherzugehen, dass er nichts vergessen hatte, überprüfte er noch einmal seinen Klettergurt und tauchte ab. Pü raste durch den grünen Abgrund, bewegte sich geschickt zwischen den Zweigen und löste mit einem fachmännischen Handgriff seine Lebenslinie von den Stiften, die er während des Aufstiegs getrieben hatte. Er durchquerte viele Sekunden lang die bunten Schichten dieses kontinentalen Waldes mit seinen tausend Jahreszeiten und landete schließlich anmutig auf dem belaubten Boden. Die Richtung, in die das Fluggerät flog, deutete darauf hin, dass es wahrscheinlich auf der Lichtung weiter nördlich landen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten Konvois starten in Matia, der Hauptstadt des gleichnamigen Königreichs, und so war es gut möglich, dass der erhoffte den breiten künstlichen Pfad nehmen würde, der den Wald im Westen durchschneidet. Pü war von den Kräften der Botaniker des Matis-Volkes beeindruckt und erschrocken zugleich. Er, der Matias kolossale Wurzelmauer und die riesigen Habitatbaumkomplexe, die sich jenseits der Stadtmauer so weit das Auge reichte, mit eigenen Augen gesehen hatte, war von einer solchen Maßlosigkeit überwältigt gewesen. Doch mit diesem Vorgehen und dem Versuch, die Natur nach seinem Willen zu beugen, versuchte das Volk der Matis, die Absicht der Kamis und damit auch die Absicht von Ma-Duk zu durchkreuzen. Der Große Erzeuger wacht über jedes Stückchen Materie auf Atys. Die Natur zu verändern bedeutet, sein Großes Werk zu verfälschen. Die Geheimnisse der Manipulation von lebender Materie, insbesondere von Pflanzen, waren den Matis von der Karavan übermittelt worden, wie den Zoraïs die Beherrschung des Magnetismus und des Schreibens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während seiner langen Monate im Exil im Königreich Matia war Pü klar geworden, wie attraktiv die heidnischen Sitten der von der Karavan indoktrinierten Völker sein konnten. Bei diesen Gedanken hatte er sich geschämt. Aber es hatte ihm auch geholfen, die Gefährlichkeit dieser Dämonen aus dem Himmel besser zu verstehen. Der junge Zoraï verlor keine Zeit. Er rutschte und sprang über die Wurzeln und Verzweigungen des Waldes und legte die letzten Kilometer bis zum Pfad in kürzester Zeit zurück. Die wenigen Gingos, die versuchten, ihn auf seinem Weg zu verfolgen, hatten keine andere Wahl, als aufzugeben, da er sich so geschickt durch das dichte Gewirr der Natur manövrierte, die frei von jeglicher Matisse-Unterdrückung war. Als er den Weg erreichte, versteckte er sich hinter einem großen Strauch und hielt Ausschau nach der Ankunft des Konvois. Als er gerade aufgeben und woanders nach den Spuren der Matis suchen wollte, hörte er in der Ferne ordentliches Hufgetrappel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü schluckte. Sein Herzschlag begann sich langsam zu beschleunigen. Niemals. Niemals würde er sich an dieses Gefühl gewöhnen. Sein Bruder hatte ihm versichert, dass sein erstes Mal ein Genuss sein würde und dass die Gefühle, die er dabei empfand, ihn für sein ganzes Leben prägen würden. Auf der einen Seite hatte er damit nicht ganz Unrecht. Die blutverschmierten Hände eines Zoraï, der mit elf Jahren ins Exil geschickt wurde, kniete allein vor der noch warmen Leiche seines ersten Opfers: diese Bilder verfolgten ihn wochenlang Tag und Nacht, bis er den Verstand verlor. Doch diese letzte Prüfung kündigte auch das Ende seines schmerzhaften Exils an. Bald würde er wieder in seinem Land, bei seinem Stamm sein und seine Mutter wieder in die Arme schließen können. Dieser freudige Gedanke tröstete ihn und half ihm, seine Kräfte wieder zu sammeln. Der Konvoi zeichnete sich nun am Horizont ab. Bald war er in Sichtweite. In der Mitte befand sich ein solider, schwer beladener Karren, gezogen von zwei Mektoubs, friedfertigen Dickhäutern mit flinken Füßen, die über zwei Meter groß waren, braunes Fell mit grauen Streifen hatten und vor allem an ihren langen, kräftigen Rüsseln und ihren ohrlosen Köpfen zu erkennen waren. Er wurde von einem Tryker geführt, wie viele andere, denen Pü bislang begegnet war. Tatsächlich war es nicht ungewöhnlich, Tryker weit östlich von ihren schwimmenden Städten zu treffen, die im Matis-Land undankbare und schlecht bezahlte Arbeit verrichteten. Ihre Neugier und ihr Freiheitsdrang machten sie zwar zu hervorragenden Entdeckern und Erfindern, doch aufgrund ihrer geringen Größe, ihres kindlichen Aussehens und vor allem ihres friedlichen und gutmütigen Charakters waren die Tryker in den vergangenen Jahrhunderten leider mehrfach von den Matis versklavt worden. Wie Pü aus dem Unterricht seiner Mutter wusste, waren die Tryker zum letzten Mal während des &amp;quot;Aquäduktkriegs&amp;quot; vor nur vierzig Jahren versklavt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2435 entdeckten Fyros-Minenarbeiter im Westen ihrer Wüste unter der Rinde vergrabene Ruinen und bohrten eine Säureader an, die die gesamte Region um die Kaiserstadt Coriolis in Brand setzte. Das wochenlange Feuer breitete sich bis zur Grenze des Königreichs aus und zerschnitt das riesige, von den Matis verhasste Aquädukt. Eben jenes, das die Wüste mit dem Seengebiet verband, das von der Trykoth-Föderation, dem Verbündeten des Fyros-Imperiums, verwaltet wurde. Der Krieg, in den die Allianz und das Königreich seit fast eineinhalb Jahrhunderten verstrickt waren, nahm eine neue Wendung. Der Imperator sah sich gezwungen, seine Truppen von den Seen abzuziehen und sie zur Bekämpfung des Feuers einzusetzen, das sein Volk bedrohte und ihm das Wasser abnahm. Daraufhin nutzte die Matisse-Armee die Gelegenheit und marschierte in das Seengebiet ein, versklavte das Volk der Tryker und eroberte die Stadt Karavia zurück, die das Imperium fast ein Jahrhundert zuvor gestohlen hatte. Karavia, die &amp;quot;Heilige Stadt&amp;quot;, wurde angeblich genau an dem Ort errichtet, an dem Zachini an der Küste des Königreichs, das er später gründete, zum ersten Mal mit der Karavan und der Göttin Jena zusammentraf. Karavia, die &amp;quot;Unheilige Stadt&amp;quot;, für Pü und seinen Stamm der bösartigste Ort auf der Rinde... Und doch wurde hier im Jahr darauf der Vertrag unterzeichnet, der den Aquäduktkrieg beendete und die Tryker von der Herrschaft der Matis befreite. Allerdings hatte diese Episode im Unterbewusstsein des Seenvolkes Spuren hinterlassen, und viele Tryker blieben als Diener im Wald zurück... so wie der Karrenfahrer, der sich offensichtlich dem Dienst des Matis verschrieben hatte, der neben ihm auf der Sitzbank schlummerte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü identifizierte ihn bei seinem Anblick sofort als einen Kleriker der Kirche des Lichts, die Herena genannt wurde. Der Matis war nämlich in seine kirchliche Tracht gekleidet: eine weiße Bernsteinkrone und eine lange Toga, die aus mehreren großen Umhängen bestand, die aus bunten Federn gefertigt und mit Geflechten aus bernsteinfarbenen Schmuckstücken verziert waren. Die Kirche des Lichts, die um den Jena-Kult herum gegründet wurde und unter der Schirmherrschaft der Karavan stand, war heute allmächtig im Königreich Matia und insbesondere in Karavia, das durch den Vertrag, der ihren Namen trägt, an das Königreich zurückgegeben wurde. Unter ihrem Einfluss waren so viele Homins von der dämonischen Natur der Kamis überzeugt worden...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter oben auf dem Karren, auf seiner Planenladung, stand ein Matis mit einem Maschinengewehr und hielt Ausschau nach dem Horizont. Er hatte keinen Helm auf und trug die gewöhnliche Kleidung der Soldaten der regulären Armee: einen weichen, robusten Anzug aus Kaktushaut und darüber Rüstungsteile aus weißem Holz. Ein weiterer schien auf der Rückbank zu sitzen. Die Matis waren ein von Natur aus schlankes Volk mit ausgemergelten Gesichtszügen und perlmuttfarbener Haut. Sie waren Ästheten, raffiniert und aufgrund ihrer Kultur ehrgeizig und erinnerten andere Völker immer wieder an ihre Überlegenheit, selbst wenn sie sich dessen nicht bewusst waren. Um den Karren herum waren fünf berittene Matis, die als Eskorte dienten. Sie ritten stolz auf Caprynis, schlanken Vierbeinern mit dicker, heller und stellenweise blau gestreifter Haut, einem einzigen Geweih und einer langen Schnauze mit einem einzigartigen Ziegenbart. '''Alle Soldaten waren mit einer Rüstung aus solidem weißem Holz ausgestattet''', die mit lilafarbenen Mustern graviert war, sich am Oberkörper wölbte und in der Taille enger wurde. Die Schulterstücke der Rüstung waren ebenso abgerundet wie breit und verliehen den Soldaten ein herrisches Aussehen. Am auffälligsten war jedoch ihr Helm, der aus einer Elfenbeinmaske mit einem azurblauen Schmuckstück auf der Stirn und einer stabilen, imposanten Kopfbedeckung bestand, die mit weißem Bernstein verziert war und deren Enden aus Chitin an den Ohren herabhingen, sodass sie wie Hörner aussahen. Einer der Soldaten unterschied sich von den anderen durch die feinen Verzierungen und Gravuren, die seinen Brustpanzer und Helm schmückten. Bisher hatte Pü noch niemals die Gelegenheit gehabt, solche Verzierungen zu sehen. Der Matis war zweifellos ein hochrangiger Soldat der königlichen Armee, der zusammen mit dem Herena entsandt worden war, um den König vor der Karavan zu vertreten.&lt;br /&gt;
[[file:Tous les soldats.png|right|400px|alt=… Tous les soldats étaient équipés…|Alle Soldaten waren ausgerüstet]]&lt;br /&gt;
Das Kind stellte seinen Korb sorgfältig in die Mitte des Strauches und wartete noch ein paar Sekunden, bis der Konvoi weiterzog. Als er etwa 50 Meter von seiner Position entfernt war, kam er ruhig aus seinem Versteck hervor und stellte sich in die Mitte der Straße. Als der Ausguck auf der Spitze der Ladung ihn entdeckte, gab er das Signal zum Anhalten und der Konvoi stoppte abrupt. Der unerwartete Halt unterbrach den Schlaf des Herena, der beinahe vom Karren gefallen wäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wer sind Sie? Nennen Sie Ihre Identität!&amp;quot;, rief der Ausguck in einem kräftigen, aber dennoch melodischen Tonfall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Antwort trat Pü einige Meter vor, während die Reiter ihre Reittiere ausrichteten und sich vor dem Karren aufstellten. Der Zoraï räusperte sich und nahm seinen schönsten Mateis an. Seine Mutter hatte ihm die von anderen Völkern verwendeten Sprachen beigebracht, wobei sie den Schwerpunkt auf Mateis legte, die international am häufigsten gesprochene Sprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich bin ein Apostel der Kamis, der in die heidnischen Regionen gesandt wurde, um den Verirrten die Existenz des Großen Erzeugers zu offenbaren und einigen Auserwählten die Ewige Vergebung anzubieten. Kinder der Rinde, freut euch zu hören, dass eure Sünden durch mich bereits reingewaschen wurden. In Kürze werden eure Seelen gereinigt und den Schwarzen Kriegern von Ma-Duk übergeben. Durch sie werden sie zu ihrem Kampf für die Erhaltung von Atys beitragen. Und wenn Ma-Duk es will, werden sie Zeuge des Heiligen Krieges und des Beginns der Glücklichen Tage.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz seines guten Willens gelang es dem jungen Homin nicht, Leidenschaft in seine Predigt zu bringen. Nach so vielen Monaten morbider Predigten war dieses Ritual ebenso ermüdend wie schmerzhaft geworden. Pü wusste, dass der Wahnsinn auf ihn lauerte. Die Stimmen in seinem Kopf wurden immer präsenter und er entwickelte Woche für Woche neue Verhaltensstörungen. Wie viele seiner Brüder und Schwestern hatten während ihres Exils den Boden unter den Füßen verloren? Viele von ihnen waren niemals zurückgekehrt. Vor seiner Abreise hatte er lange Zeit hart über sie geurteilt, aber jetzt verstand er sie. Seine Sicht war getrübt, als sich ein starker Kopfschmerz bemerkbar machte. Er musste sich lange konzentrieren, um die ersten mentalen Einflüsterungen auszuschalten. Während dieser langen Sekunden der Abwesenheit hatte sich der Herena zu dem Ausguck auf der Spitze des Karrens gesellt. Er hielt sich rücksichtslos an ihm fest, um nicht zu fallen, und brüllte sie an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ma-Duk? Der große Erzeuger? Was reden Sie denn da für einen Unsinn? Wir wussten zwar, dass die Wilden Ihrer Art die Kami-Dämonen anbeten, aber wir dachten, Sie wären so geistesgegenwärtig, die Existenz unserer aller Mutter, Jena, nicht in Frage zu stellen! Kennen Ihre Schandtaten keine Grenzen? General, ergreifen Sie diesen Ketzer auf der Stelle!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü ging wieder ein paar Schritte nach vorne und massierte sich die Maske.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Dann kann ich Ihnen versichern, dass Min-Cho, sein Rat der Weisen und die gesamte Zoraï-Theokratie, versteckt im Herzen Zorans und hinter ihrer Großen Mauer, immer noch Ihre usurpatorische Göttin anbeten, sagte er mit müdem Blick. Vor vielen Jahrzehnten entschieden sich die Kamis dafür, meinem Stamm die Existenz von Ma-Duk zu offenbaren. Heute sind wir leider die einzigen, die seine Natur als Oberster Kami anerkennen. Aber es gibt noch andere Apostel, die im Dschungel arbeiten. Eines Tages werden unsere Zoraï-Brüder das Ausmaß der Lügen erkennen, die ihnen seit ihrer Kindheit aufgetischt werden, und wenn Ma-Duk es will, werden ihnen ihre Sünden vergeben.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gesicht des Klerikers färbte sich rot, als er durch seine Gestikulationen, die die vielen Umhänge seiner Kleidung verwickelten, fast zu Boden fiel. Zu seinem Glück tat der Ausguck alles, was er konnte, um zu verhindern, dass der Herena sich durch einen Sturz blamierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hören Sie auf mit Ihren Schandtaten, Wilder! Keine Vergebung für Ihre degenerierte Rasse von Dämonenanbetern! Ihre skelettierten Gesichter sind Abscheulichkeiten, eine Beleidigung für die Karavan! Ihr verdient es, ausgerottet zu werden, wie alle Primitiven, die Atys mit Ihrer Anwesenheit beschmutzen! Dieser Wilde soll sofort gefasst werden, das ist ein Befehl!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hoch zu Capryni versuchte der Matis-General einzugreifen, um die wachsende Spannung abzubauen. Doch einer der Reiter befolgte die Aufforderung des Geistlichen und ritt in vollem Tempo los. Pü schüttelte seine Maske ab, um seine letzten Kopfschmerzen wegzuwischen, und konzentrierte sich voll und ganz auf die Situation. Von nun an würde alles sehr schnell gehen. Er musste seine inneren Fragen zum Schweigen bringen. Der Matis hatte bereits die Hälfte der Distanz zwischen ihm und dem Zoraï überwunden. In seiner rechten Hand hielt er einen langen, hohlen Speer, der in einer geflochtenen Bernsteinkragen endete. In der Nähe der horizontalen Stange befand sich ein Hebel, mit dem der Ring, der die Stange abschloss, schnell gelockert oder zusammengedrückt werden konnte. Diese geniale Waffe war in der Regel dazu gedacht, die zukünftigen Reittiere der Matis an der Kehle zu packen, wenn sie noch in der Wildnis waren, wurde aber auch dazu verwendet, Homins zu fixieren und zu unterwerfen, ohne sie zu verletzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Püs Körper schwankte leicht. Es dauerte einige Sekunden, bis er das Schlagen seiner Glieder mit dem Galopp des Reittiers synchronisieren konnte. Als der Angreifer etwa zehn Meter von ihm entfernt war, aktivierte er den Mechanismus seiner Waffe und schwang sie, ohne sein Tempo zu verlangsamen. Die Schlinge öffnete sich weit genug, um den maskierten Kopf des Zoraï zu umschließen. Ohne Zweifel wusste er, wie er mit seinem Instrument umzugehen hatte. Doch der junge Homin war zu flink. Als der Soldat nach rechts schoss, um seine Beute an der Kehle zu packen, tauchte Pü absichtlich in die Richtung des Angriffs und wich ihm aus. Zwischen Waffe und Capryni hindurch gelang es ihm, den Riemen an der Seite des Tieres zu ergreifen, bevor er den Boden berührte. Er hielt sich fest und zog, so gut er konnte, nicht um das Tier zu destabilisieren, sondern um seinen leichten Kinderkörper über das Tier zu schleudern. Er flatterte herum und landete gerade noch auf dem Hinterteil des Capryni, als der Matis hinter seinen Rücken blickte, um zu sehen, was aus dem Zoraï geworden war. Während der Reiter den Blick von Pü kreuzte, der nur durch die Kraft seiner Schenkel das Gleichgewicht auf dem Tier hielt, legte seine Beute, die zum Henker geworden war, schnell ihre Hände um seinen Nacken und brach ihn mit einem kräftigen Schlag. Die Waffe des Matis rutschte aus seiner rechten Hand und zerbrach auf dem Boden. Wenn Pü nicht sicher sein konnte, dass er tot war, war seine Lähmung garantiert. Er ließ den gepanzerten Körper auf sich niedersacken, damit er nicht stürzte, nahm die Zügel, die seine linke Hand hielt, wieder auf, verlangsamte das Tempo und drehte sich um. Als er wieder am Ausgangspunkt angekommen war, brach er seinen Lauf ab und sprang links neben dem Tier zu Boden. Der Körper des Soldaten fiel schwer auf die rechte Seite. Der Helm löste sich durch den Aufprall, sodass der Zoraï in das leblose Gesicht blicken konnte. Der Soldat war eine Homina und damit vielleicht auch eine Mutter. Für den Bruchteil einer Sekunde sah Pü, wie die Maske seiner eigenen das Gesicht der Leiche überlagerte. Er schloss die Augen. Drei. Jetzt fehlten ihm nur noch drei.&lt;br /&gt;
[[file:Le soldat.png|right|400px|alt=… Le soldat était une homine…|Der Soldat war eine Homina]]&lt;br /&gt;
Auf der Spitze des Karrens hatte sich das Gesicht des Klerikers von einer rötlichen Gesichtsfarbe in ein blasses Weiß verwandelt, das viel blasser war als sonst. Die Soldaten reagierten nicht, da sie von der Gewalt, die sie gerade gesehen hatten, schockiert waren. Nur der General behielt die Nerven. Er ließ sein Reittier ein paar Schritte vorwärts reiten und wandte sich dem Konvoi zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Giero, reiten Sie so schnell wie Ihr Capryni kann in Richtung des nächsten Außenpostens! Informieren Sie den Intendanten über die Lage und schicken Sie uns Verstärkung. Unterschätzen Sie die Bedrohung nicht. Be'maty, begeben Sie sich ebenfalls zum Außenposten! Sie werden Giero wegen der Ladung nicht folgen können, aber Ihre Mektoubs sind stark, also schonen Sie sie nicht. Sobald er seine Nachricht überbracht hat, wird Giero Sie auf der Straße treffen. Vicho, bleiben Sie auf dem Karren! Sie werden die Ladung und den Herena mit Ihrem Leben schützen, bis Giero zurückkehrt. Zani, Lichnini, Sivaldo, Sie kommen mit mir! Greifen Sie nicht ein, bis ich es Ihnen befehle&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der selbstbewusste Tonfall des Generals half den Soldaten, aus ihrer Lethargie zu erwachen. Alle führten den Befehl wortlos aus. Der Wachposten sprang vom Karren und legte sein Maschinengewehr an, der Matis auf dem Rücksitz ersetzte ihn auf dem Dach des Karrens, der zu manövrieren begann, um umzukehren. Nur der Kleriker, der gerade erst wieder zu sich kam, wollte protestieren. Doch der neugierige Blick, den der General ihm zuwarf, hielt ihn davon ab, und seine Kreideblässe wurde noch größer. Normalerweise ließ Pü keine Überlebenden zurück, denn nur wenn es keine Zeugen gab, konnte er sicher sein, dass er in diesen Gebieten weiterhin ungehindert operieren konnte. Außerdem vermied er es normalerweise, die reguläre Armee anzugreifen, da jeder vermisste Soldat zu einer Untersuchung führte, und griff stattdessen lieber die fanatischen Stämme oder Banditengruppen an, die das Königreich durchzogen. Doch dieses Mal war alles anders. Wenn die ersten sprechen würden, würde er schon auf dem Rückweg sein. Er beobachtete seine vier zukünftigen Gegner genau, während einer der Reiter mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Südwesten ritt, gefolgt von dem Karren. Er durfte es nicht mit ihnen allen zusammen aufnehmen. Er wartete ein paar Sekunden - genug Zeit, damit der Bote am Horizont verschwand - und begann, sich langsam vorwärts zu bewegen. Beim ersten Schritt schrie der General.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bleiben Sie stehen! Weil Sie sich des Verbrechens des vorsätzlichen Mordes an einem Soldaten des Königreichs Matia schuldig gemacht haben, müssen Sie sich vor dem königlichen Gericht verantworten. Wie es unser Gesetz vorsieht, haben Sie das Recht, sich während des Prozesses zu verteidigen. Bitte kooperieren Sie jetzt, sonst müssen wir Sie gewaltsam festnehmen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü hob die Hände, um Unterwerfung vorzutäuschen, und ging weiter. Er wusste, dass die Matis sich nicht täuschen lassen würden, aber er musste ein paar Meter gutmachen. Momentan war der Maschinengewehrschütze die größte Bedrohung. Er musste ihn zuerst ausschalten. Dennoch durfte er den hochrangigen Soldaten nicht unterschätzen. Unter normalen Umständen hätte er es mit einem einfachen Truppführer zu tun gehabt und nicht mit einem erfahrenen Militär.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich werde mich nicht wiederholen, keine Bewegung mehr!&amp;quot;, schrie der General erneut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zoraï würde es wahrscheinlich nicht schaffen, noch einen weiteren Schritt zu machen, bevor der General zum Angriff blasen würde. Er fuhr mit seiner rechten Hand über seinen Rücken und legte sie auf den kleinen runden Schild, der dort hing. Er durfte sich keinen Fehler erlauben. Wenn er sich jetzt verfehlte, würde der Rest viel unsicherer werden. Er schloss wieder die Augen und ließ seine Sinne sich voll und ganz der Welt öffnen. Die Richtung und Stärke des Windes, die Luftfeuchtigkeit - wichtige Parameter, die es für den perfekten Wurf zu berücksichtigen galt. Er öffnete die Augenlider wieder und richtete seinen Blick auf den Schützen. Er war zwar zu weit weg, um sicher zu sein, aber die Position seiner Arme deutete darauf hin, dass er bereit war, zu schießen. Pü atmete tief durch und machte sich an den Kampf. Schneller als je zuvor hängte er seinen Schild ab und streckte seine Arme wie ein Seil nach hinten. Er brauchte weniger als eine Sekunde, um seine Flugbahn zu bestätigen und seinen Buckler zu werfen. Das Geschoss flog nach links vom Pfad und erweckte den Anschein eines Fehlwurfes. Pü nutzte die allgemeine Verwirrung, um in die andere Richtung zu stürmen. Wie erwartet erhielt der Maschinengewehrschütze den Befehl zum Eingreifen und legte seine Waffe an. '''Mit beiden Füßen fest in der Rinde steckend, begann er, aus allen Rohren auf den Zoraï zu feuern'''. Aufgrund des Rückstoßes war die Waffe jedoch schlecht zu führen, sodass Pü einige Sekunden Zeit hatte, bevor die Treffer ins Schwarze trafen. Der Junge wackelte und hüpfte geschickt und versuchte, dem Maschinengewehrschützen die Arbeit zu erschweren, dessen Schüsse immer präziser wurden. À ce moment-là, les Matis crurent probablement qu’ils allaient l’emporter. C’était compter sans la courbure impromptue que prit la trajectoire du bouclier. Frôlant les arbres qui marquaient le bord de la route, la rondache dévia en direction du tireur qui était maintenant positionné dos à elle. Personne ne remarqua la manigance, hormis le général qui, plus avisé que le reste de son escouade, aperçut le projectile mortel alors qu’il s’apprêtait à percuter l’arrière du crâne du mitrailleur. Il hurla quelque chose et sauta de son capryni. Se relevant en vitesse, il fonça vers le soldat. En réponse au cri de son supérieur, celui-ci venait de se retourner vers la menace volante. Ne le voyant pas réagir, le général tenta de le plaquer, mais ne réussit qu'à le bousculer. Le bouclier fendit profondément le visage du Matis hébété qui virevolta et s’écroula lourdement sur le sol.&lt;br /&gt;
[[file:Les deux pieds.png|right|400px|alt=… Les deux pieds fermement plantés…|Mit beiden Füßen fest steckend]]&lt;br /&gt;
Pü cessa ses gesticulations et reprit son souffle. Si le mitrailleur n’était certainement pas mort, il semblait être évanoui, et ne représentait donc plus une menace pour le moment. Alors que le général s'attardait au chevet du malheureux, le jeune Zoraï crut à tort qu’il aurait le temps de réfléchir à son prochain mouvement. Mais les deux capryniers ne l’entendaient pas de cette oreille, et s’incitèrent mutuellement à passer à l’attaque.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Général, restez avec Sivaldo, nous nous occupons du primitif masqué ! cria le premier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Oui général ! Jusqu’alors, ses techniques de lâche ont fonctionné uniquement parce que nous n’y étions pas préparés, renchérit le second. Laissez-nous venger la mort de Tinailli ! Nous vous promettons de lui faire honneur ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Le général eut beau protester, les deux soldats s’élancèrent à pleine vitesse en direction du Zoraï, qui ne semblait pas s’en inquiéter. Les dernières dizaines de mètres qui les séparaient furent englouties en quelques secondes. Mais se souvenant de la mort de leur première camarade, les Matis ne firent pas l’erreur de charger le jeune guerrier. Ils s’arrêtèrent avant d’arriver à son niveau, sautèrent de leur monture et s’avancèrent pour le prendre en tenaille. Au vu de leur comportement respectif, les deux Matis devaient être des soldats inexpérimentés. Aveuglés par la haine et le désir de vengeance, ils ne savaient pas encore qu’ils venaient de se jeter dans la gueule du gingo. Au loin, le général venait à peine d’atteindre son capryni pour rejoindre en urgence les deux imprudents. Seul contre deux, le jeune guerrier avait toutes ses chances. Il fallait donc qu’il en termine au plus vite avant que le seul militaire réellement expérimenté de l’escouade ne les rejoigne. Le Matis qui s’était positionné dans son dos tenait à deux mains une lourde épée d’ambre joliment ornementée, alors que celui qui lui faisait face était armé d’une longue pique couronnée d’ambre tressé. Pü aurait aimé lire sur son visage, mais l’imposant casque cornu qu’il portait l’en empêchait. Rapidement, les Matis se rapprochèrent. En toute logique, le soldat situé face à lui lancerait le premier assaut, laissant ainsi l’opportunité à celui positionné dans son dos d’utiliser un angle mort pour attaquer. C’est exactement ce qui se passa. Le piquier cria et perfora l’air d’un geste précis, espérant empaler le Zoraï d’un seul coup. Sans même bouger ses pieds, Pü envoya sa main droite au contact de la pique tout en pivotant et décalant son bassin du côté opposé. La protection de son avant-bras érafla bruyamment les multiples pointes aiguisées. Retournant brusquement son poignet, il attrapa le long manche de l’arme. Au lieu de repousser l’offensive, il encouragea le mouvement, et se servit de l’élan du Matis pour le déstabiliser tout en préservant l’impulsion de son assaut. Déviant légèrement la direction de l’attaque, et toujours sans décoller les pieds du sol, il courba son dos en arrière, et esquiva le coup horizontal que l’épéiste tenta de lui asséner. Il n’eut alors qu’à faire en sorte que la pique conserve sa vélocité pour que ses pointes mortelles transpercent la cuisse gauche du malheureux à l’épée, qui s’écroula sous le choc en hurlant. Emporté par le mouvement non contrôlé de son arme, l’assaillant manqua de tomber sur le blessé. Pü saisit l’opportunité et l’y aida. Dégainant sa dague de sa main libre alors que l’autre lâchait la pique fermement enfoncée dans la chair de son camarade, il fit un pas en arrière pour reprendre son équilibre et enfonça d’un coup précis sa lame dans la jointure cervicale du casque du piquier. Une longue gerbe de sang gicla lorsqu’il retira sa dague de la carotide de son adversaire. Comme il s’y attendait, le soldat paniqua et retira son casque en vitesse pour comprimer et soigner sa gorge à l’aide des pouvoirs de la Sève, et avant que son cerveau ne cesse d’être irrigué en sang. Ne lui laissant pas le temps d’agir, Pü attrapa la chevelure brune du Matis et lui asséna plusieurs violents coups de dague dans la gorge. Lorsque la tête du soldat se sépara finalement du reste de son corps, le décapité s’effondra sur la pique qui s’enfonça encore plus profondément dans la plaie sanguinolente de l’homin cloué au sol. Pü jeta un coup d’œil en arrière : le général serait bientôt là. Il rangea la dague maculée de sang, laissa tomber la tête de sa victime, et s’approcha du soldat gravement blessé qui, désormais coincé sous la lourde armure encore palpitante de son camarade, n’était plus capable d’extraire la pique pour soigner magiquement sa jambe. L’homin ôta son casque et se mit à gémir. Il devait avoir l’âge de Niï, soit environ dix ans de plus que Pü.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Pitié, ne me tuez pas ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü avait sincèrement pitié. Il détestait tuer. Et particulièrement quand ses adversaires n’y étaient pas préparés. Mais il n’avait plus le choix. Il y était presque, il ne pouvait pas tout abandonner maintenant. Le jeune Zoraï fit à nouveau le vide dans sa tête et ignora la plainte du Matis. Il se rapprocha de lui, posa délicatement son pied gauche sur son cou, et lui broya d’un coup de talon. Ramassant l’épée du malheureux désormais paralysé, il lui planta dans la gorge, empêchant ainsi toute régénération. Un. Il ne lui manquait plus qu’un. Si le mitrailleur évanoui suffisait, l’homin qui lui faisait face dorénavant ne le laisserait sûrement pas approcher le blessé sans combattre. Le général, qui avait en effet enfourché sa monture pour combler la distance qui se séparait du Zoraï, avant de la quitter une seconde fois, se dirigeait désormais vers le guerrier d’un pas décidé. Arrivé à quelques mètres de lui, il ôta son casque. Pour la première fois depuis longtemps, Pü eut un mouvement de recul. Durant un instant, l’enfant crut voir le masque de son père. Le Matis était dans la force de l’âge, comme l’indiquaient les quelques rides qui venaient troubler l’harmonie des traits de son visage et le faible éclat de sa longue chevelure d’ébène. Mais par-dessus tout, c’est l’assurance et l’intensité de son regard qui lui rappelèrent son père. Ces yeux bleus perçants étaient ceux d’un homin déterminé, prêt à tout donner pour accomplir sa volonté. Pü recula d’un pas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Il n’est pas nécessaire que nous combattions, dit-il d’une voix troublée. J’ai accompli ma mission. Laissez-moi le mitrailleur et rentrez chez vous. S’il vous plaît, suivez mon conseil, et rejoignez votre famille. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Le général posa son casque à ses pieds et dégaina une longue et large épée finement décorée. Il lui jeta un regard glacial.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Je ne vais pas pouvoir accéder à votre requête, mon garçon. Vous venez à vous seul de tuer trois de mes soldats. Le Karan Domini, Roi et Grand Prêtre du Royaume de Matia, doit savoir pourquoi la Théocratie Zoraï forme des enfants-soldats à des missions d’assassinat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Je vous le redis : ma tribu et moi ne dépendons pas de la Théocratie Zoraï. Je vous en prie, éloignez-vous ! » répliqua Pü en reculant une seconde fois.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Le Matis s’avança d’un pas déterminé.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Vous a-t-on forcé à tuer ? S’il est normal qu’un garçon de votre âge apprenne à combattre, il ne devrait pas avoir à faire couler le sang si jeune. Et sûrement pas dans ces conditions. Un garçon de votre âge passe du temps avec ses amis, ses frères, ses sœurs, son père et sa mère. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
À l’écoute des paroles du militaire, et à l’évocation de ses proches, le jeune Zoraï fut pris d’un coup de sang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Ne parlez pas de ma famille ! Fuyez, tant qu’il en est encore temps ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Un sourire froid s’afficha alors sur le visage du général.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Il semble que j’aie touché la corde sensible. Seraient-ce vos parents qui vous ont envoyé si loin de la Jungle pour commettre ces meurtres ? Une mère est censée enseigner l’amour à ses enfants, non la mort ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Une violente céphalée transperça le crâne de l’enfant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« '''Je vous interdis de parler de ma mère !''' »&lt;br /&gt;
[[file:Je vous interdis.png|right|400px|alt=… Je vous interdis de parler…|Je vous interdis de parler]]&lt;br /&gt;
À son départ, elle avait pleuré. Et si elle l’avait exhorté de ne pas tuer pour assouvir son propre plaisir, elle lui avait malgré tout demandé de le faire pour Ma-Duk. Pü aimait sincèrement Ma-Duk, autant qu’il détestait Jena. Les Kamis protégeaient Atys, quand la Karavan la détruisait en pillant ses ressources. Mais ne pouvait-on prouver son amour à Ma-Duk autrement qu’en répandant le sang ? Par ses propos, et son statut de Grande Prêtresse, sa mère approuvait les coutumes barbares de leurs ancêtres. Pire, elle les transmettait avec ferveur. Mais lui, qui buvait il y a encore quelques mois chacune des paroles de sa mère, les vomissait désormais. Combien de temps encore réussirait-il à feindre son attachement aux valeurs de sa tribu ? Et si, averti de cette dernière pensée, Ma-Duk considérait déjà qu’il ne lui était plus fidèle, pourrait-il jamais devenir l’Ombre du Masque Noir ? Son père l’exécuterait-il lorsque Grand-Mère Bä-Bä lui apprendrait la nouvelle ? Son frère et sa mère le laisseraient-il faire ? Pü atteignait ses limites, son cerveau était en ébullition. Sentant le Zoraï flancher, le Matis le poussa à bout.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Ainsi l’Herena avait donc raison : vous n’êtes que des animaux ! Les homins de votre peuple engrossent leurs homines et les transforment en mères pondeuses, juste bonnes à produire des enfants-soldats qui seront sacrifiés sur l’autel de vos croyances haineuses ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sur ces mots, Pü dégaina sa dague et son épée courte et s’élança vers le Matis en hurlant. Il lui avait laissé l’opportunité de fuir, et celui-ci ne l’avait pas saisie. S’il désirait mourir, alors Pü l’y aiderait, aussi simplement qu’il l’avait fait pour ses soldats. Cela ne prendrait que quelques secondes. Tout serait terminé, bientôt. Il n’aurait plus à supporter cette douleur. C’est en tout cas ce qu’il imagina sous le coup de la fureur. L’épée du général s’illumina et le jeune guerrier fut saisi aux chevilles avant même de comprendre la manœuvre du militaire. L’expérience du Matis avait parlé, et l’orgueil du Zoraï allait lui coûter cher. Il avait sous-estimé son adversaire et s’était précipité aveuglément, sans anticiper l’utilisation d’un enchantement magique d’entrave. Des racines avaient jailli de l’écorce et l’empêchaient totalement de bouger. Étant donné l’élan de sa course, Pü avait manqué trébucher en avant, et ce n’était que de justesse qu’il avait réussi à se maintenir debout. Pris de panique, il tenta de s’extraire du piège magique en tailladant à l’aide de ses armes les ramifications qui montaient maintenant le long de ses mollets, oubliant par là même le lanceur du sortilège. Soudainement, alors que toute son attention était portée sur ses jambes, le ciel s’assombrit. Son sang se glaça lorsqu’il leva la tête par réflexe. Au-dessus de lui, l’imposante armure du Matis masquait la lumière de l’astre du jour : il avait profité de l’affolement du Zoraï pour arriver au corps-à-corps. Le contre-jour accentuait son regard féroce, qui pétrifia Pü de toute part. Le général leva sa grande épée en position plongeante. Son armure blanche s’illumina lorsque la lumière filtra suite au changement de posture, et Pü dut détourner les yeux pour ne pas être aveuglé.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Laissez-vous faire ! dit le Matis d’un air grave. Le coup que je vais vous porter va vous infliger une blessure critique. Si vous bougez, il risque de vous être fatal. Je vous maintiendrai en vie jusqu’à ce que les renforts arrivent. Nous vous conduirons ensuite à Matia ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Si le général semblait confiant en sa capacité de l’amener vivant auprès du roi des Matis, Pü préférait mourir mille fois plutôt que de devenir captif des suppôts de la Karavan. Il essaya à nouveau de se débattre, mais les racines enserraient maintenant sa taille et commençaient à remonter sur son ventre. Voilà, c’était ainsi que s’achevait sa courte vie. Finalement, Grand-Mère Bä-Bä avait eu tort. Lui qui avait grandi avec l’idée de devenir l’Ombre du Masque Noir et de périr parmi les siens en protégeant son frère, allait mourir seul et loin de chez lui, avec pour dernière vision l’éblouissante empreinte astrale de Jena. Quelle ironie. Alors que le Zoraï avait tourné son masque sur la gauche pour ne pas avoir à supporter plus longtemps le reflet moqueur de la cuirasse, il aperçut une étrange source lumineuse au-delà de la lisière de la route, sous l’ombre des grands arbres sylvestres. En se concentrant, il put discerner nettement deux sphères de taille identique. Elles étaient d’une blancheur éclatante et luisaient d’autant plus vivement qu’elles étaient environnées d’obscurité. Non, ce n’était pas seulement l’obscurité… Pü distingua une petite silhouette noire parmi les ombres. Son sang se glaça de nouveau. Ce n’étaient pas des sphères, c’étaient des yeux. Ceux du Kami Noir qui lui était apparu deux fois jusqu’alors. Il était là. Ma-Duk le regardait.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Non, il ne pouvait abandonner. Il était un Guerrier Noir de Ma-Duk, forgé par les meilleurs combattants de la Jungle et béni des Kamis. Tant qu’il pourrait se battre, il n’abandonnerait pas. Revigoré, son corps réagit d’instinct lorsque le général abattit son arme sur lui pour lui transpercer la clavicule gauche. Il envoya son bras droit au contact de la lame massive pour se protéger, et si son épée courte ne réussit pas à bloquer le coup, elle permit néanmoins de dévier l’attaque, au prix d’une partie de sa main, qui vola en éclats. L’état d’extrême tension dans lequel se trouvait le jeune guerrier eut pour effet positif de lui faire totalement ignorer la douleur. L’épée l’érafla et se planta lourdement dans le sol. Profitant de la seconde de répit qu’il lui était offerte, Pü lâcha la dague qu’il tenait dans sa main gauche et manipula la Sève alentour pour incanter à deux mains un sortilège. Sa paire d’amplificateurs de magie étant accrochée à sa ceinture désormais enchevêtrée avec les racines, il ne put s’en équiper. Mais pour ce qu’il comptait faire, un sortilège brut devrait suffire. Alors '''il n’hésita pas, et enflamma son corps pour s’évader de sa prison de bois'''. Il réussit à se dégager des racines partiellement consumées au moment où le général arrachait son épée du sol. Alors qu’il lançait son second assaut, Pü réussit à l’éviter de justesse grâce à une roulade. Le Matis enchaîna avec une série de frappes d’estoc et de taille, que le jeune guerrier esquiva à l’aide de diverses acrobaties. Désarmé, il n’était pas en mesure de parer les attaques. S’il était bien plus habile que le général encombré de sa lourde armure, celui-ci semblait bien plus endurant, et n’avait pas encore subi de blessures. Plus inquiétant encore, ses coups se faisaient de plus en plus précis. Pour la première fois de sa vie, Pü combattait un maître d’armes dans un combat à mort. L’expérience du Matis parlait, et il ne lui fallut que peu de temps pour commencer d’anticiper les mouvements du jeune guerrier.&lt;br /&gt;
[[file:Hesita pas.png|right|400px|alt=… il n’hésita pas…|il n’hésita pas]]&lt;br /&gt;
Les secondes défilaient et Pü s’essoufflait à vue d’œil. À plusieurs reprises, le soldat réussit à le frôler, entaillant son corps d’enfant de la pointe de son épée. Pü faisait régulièrement appel aux pouvoirs de la Sève pour panser ses blessures et régénérer partiellement son endurance, mais, à ce rythme, il atteindrait bientôt ses limites. S’il aurait aimé pouvoir passer dans le dos du Matis pour tenter de lui briser la nuque, comme il savait si bien le faire, celui-ci ne lui laissait aucun répit. Sans arme, il n’avait aucun moyen de s’extraire de cette situation perdue d’avance. Alors qu’il cherchait une échappatoire, il aperçut une dague pendant à la taille du soldat, cachée derrière le drap d’apparat ornant sa ceinture. Comment avait-il pu ne pas la voir avant ? Pü se maudit et imagina un plan d’action, entre deux roulades et trois contorsions. Il allait jouer le tout pour le tout. À bout de souffle, le Zoraï attendait le moment idéal pour agir. Soudainement, lui qui ne faisait jusqu’alors que reculer face aux assauts du Matis, profita d’une large frappe de taille pour effectuer une roulade avant et passer sous la lame tranchante. Son mouvement tout juste terminé, il poussa aussi fort qu’il put sur ses jambes, et bondit sur le flanc gauche du soldat. Si le Matis fut décontenancé par la direction de l’esquive, il réagit très vite et rendit un violent coup de pied latéral au jeune guerrier. Le corps de l’enfant craqua sous la lourde botte du soldat et alla s’écraser plus loin sur le sol. Pü se releva péniblement sur un genou et cracha le sang. Son adversaire venait de lui briser plusieurs côtes. Mais derrière son masque, le jeune guerrier souriait : sa main valide était désormais armée. Bien que différente des dagues qu’il avait coutume de manier, celle du Matis ferait parfaitement l’affaire. Le jeune homin inspira un grand coup et leva son masque vers le général. Celui-ci s’était retourné et s’apprêtait à réaliser une percée avec son épée pour retourner au corps-à-corps.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Abandonnez mon garçon ! » dit-il en chargeant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
À nouveau, Pü n’aurait qu’une seule chance. Et jusqu’alors, la chance lui avait souvent souri. Finalement, peut-être que le Kami Noir veillait réellement sur lui.  Alors que le soldat se précipitait dans sa direction, l’épée dirigée vers l’avant, Pü attendit le bon moment et jeta sa dague en l’air, loin au-dessus de lui. Aussitôt fait, il infusa tout ce qu’il put de Sève dans ses jambes et fit gonfler ses cuisses comme jamais. Puisant à la limite de ce qu’il pouvait endurer, il souleva un nuage de sciure et bondit dans les airs d’un saut surhomin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Totalement surpris par la nature de l’attaque et partiellement aveuglé par le brouillard de débris, le Matis crut à tort que le Zoraï tentait simplement de s’enfuir. Il comprit trop tard la réalité de la situation lorsque qu’il sentit son épée s’alourdir brusquement sur l’avant. Pü venait d’atterrir sur le plat de la lame et s’élançait tel un funambule en direction de son porteur. Déjà fort déséquilibré, le Matis tenta en vain de se redresser au moment où Pü prit à nouveau appui sur l’arme pour voltiger. Le jeune guerrier atterrit cette fois-ci sur ses épaules, et se propulsa une derrière fois en direction du ciel, obligeant par la force de ses jambes le Matis à poser un genou au sol. Pü devait se situer à environ quatre mètres du sol, et survolait le nuage de poussière qui commençait à se dissiper. Il n’eut qu’à tendre son bras valide pour attraper la dague qu’il avait précisément jetée quelques secondes auparavant. Écartant les jambes et regardant vers le sol, alors que la gravité commençait à faire effet, il posa ses yeux sur le visage du général. Celui-ci avait perdu son regard terrifiant et ouvrait grand les paupières. Pü y lut de l’admiration. L’enfant effectua à nouveau un lancer parfait et la dague alla se planter droit dans le crâne du Matis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Toujours en l’air, le Zoraï se préparait à se réceptionner correctement, mais ses côtes cassées l’en empêchèrent. Il s’effondra lourdement sur le flanc opposé, non loin du corps du général figé sur les genoux dans une étrange position. Sa tête pendait en arrière, dirigée vers l’astre du jour et sa longue chevelure d’ébène se soulevait légèrement au gré du vent. Pü s’allongea sur le dos et écarta les bras. Terminé. Son calvaire était terminé. Il avait gagné.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{NavChap|[[Chapitre III - Mourir pour renaître]]|[[La Guerre Sacrée#Table des matières|Table des matières]]|[[Chapitre V - La graine du doute]]}}&lt;br /&gt;
{{Portail|La Grande Bibliothèque|Zoraï}}&lt;br /&gt;
[[Catégorie:La Guerre Sacrée]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jadeyn</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Kapitel_IV_-_Sylvan_Exil&amp;diff=34362</id>
		<title>Kapitel IV - Sylvan Exil</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Kapitel_IV_-_Sylvan_Exil&amp;diff=34362"/>
				<updated>2023-02-17T12:10:12Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Jadeyn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{NavChap|[[Chapitre III - Mourir pour renaître]]|[[La Guerre Sacrée#Table des matières|Table des matières]]|[[Chapitre V - La graine du doute]]}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Trad&lt;br /&gt;
|DE=Kapitel IV - Sylvan Exil|DEs=2&lt;br /&gt;
|EN=Chapter IV - Sylvan Exile|ENs=4&lt;br /&gt;
|ES=&amp;lt;!--Capítulo IV - Exilio en el bosque--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|FR=Chapitre IV - Exil sylvestre|FRs=0&lt;br /&gt;
|RU=&amp;lt;!--Глава IV - Изгнание в лес--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|H=1&lt;br /&gt;
|palette=}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Clear}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:purple;font-weight:bold&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''IV - Sylvan Exil'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:purple;font-weight:bold&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''Jahr 2474 von Jena'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Quotation|''Bélénor Nébius, Erzähler'' • ''Cheng Lai'SuKi, Illustratorin''|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[file:Pu deroulait.png|right|400px|alt=… Pü déroulait en silence…|verrichtete Pü schweigend]]&lt;br /&gt;
Auf einem hohen Ast eines großen sylvanischen Baumes sitzend, '''verrichtete Pü schweigend sein tägliches Gebet'''. Über ihm, sogar noch näher, so weit entfernt vom Dschungel und seinem Zenit, war das Tagesgestirn dabei, seinen vollen Glanz zu entfalten, und trotz der dicken Laubschicht, die es vom Himmel trennte, schaffte es das warme Licht, die blaue Haut des jungen Zoraï zu erwärmen. Er hatte jedoch gelernt, Jenas astrale Prägung zu vergessen, und versuchte, sich an die Kälte und das Echo der Abgrundschächte zu erinnern, die sein Dorf unter der Rinde durchzogen und die es Ma-Duk ermöglichten, aus dem Herzen von Atys über ihn und seine Familie zu wachen. Er hatte ohnehin keine Wahl: Die Höhen waren bei weitem der geeignetste Ort für meditative Momente. Am Boden waren Raubtiere und Soldatenpatrouillen eine ständige Störung, die seine Ruhe bedrohten und ihn daran hinderten, sich friedlichen Aktivitäten zu widmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tausend Kilometer entfernt beendeten seine Stammesmitglieder wahrscheinlich auch gerade ihre Gebete. Trotz der Entfernung und der Einsamkeit hatte Pü versucht, seinen Lebensrhythmus beizubehalten, den er vor seiner Abreise gelebt hatte. Mit dem ersten Morgengrauen erwachte das Dorf und bereitete sich auf die Routinearbeiten vor, die für das reibungslose Funktionieren der Gemeinschaft notwendig waren: Instandhaltung, Handwerk, Jagd, Kochen, verschiedene Versammlungen, Empfang der seltenen Gesandten und Händler etc. Das Ziel war es, so viele Aufgaben wie möglich zu erledigen, bevor die lange Morgenlitanei begann. Diese wurde von Pus Mutter Looï geleitet und endete mit einem gemeinsamen Essen im Speisesaal, an dem der ganze Stamm teilnahm. Nach dem Mittagessen übten sich die Zoraï mehrere Stunden lang in der Kunst des Kampfes. Der Unterricht richtete sich an alle, unabhängig von Alter oder Geschlecht, und war sehr vielfältig: Nahkampf, Stichwaffen, Schusswaffen und Magie. Der Stamm war in erster Linie ein Clan von Kämpfern, die früher oder später am Beginn des Heiligen Krieges teilnehmen würden. Wenn das Training beendet war, trafen sich die Familien zu einem gemütlichen Essen und gingen vor dem Schlafengehen verschiedenen persönlichen Aktivitäten nach. Seit jeher besuchte Pü Abendkurse bei seiner Mutter, die ihn in homininer Geschichte, internationalen Beziehungen, anderen Sprachen und Wissenschaft unterrichtete. Gelegentlich wurde er von seinem älteren Bruder Niï begleitet. In den meisten Fällen besuchte dieser jedoch andere Privatstunden bei ihrem Vater, der Schwarzen Maske.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Junge wurde jäh aus seinen Erinnerungen gerissen, als ein trauriges Geräusch die Harmonie des Gesangs der Bäume durchbrach. Über den Baumwipfeln erschütterte das dumpfe Dröhnen eines Karavan-Fluggeräts die Luft und vertrieb die Javings, diese seltsamen Vögel mit den gezackten, grünlichen Flügeln und der langen, schwarzen, glänzenden und mit Widerhaken versehenen Zunge, mit der sie ihre Beute aufspießten. Pü stand schnell auf, überprüfte die Festigkeit seiner Lebenslinie und machte sich daran, die letzten Meter des dicken Baumstamms zu erklimmen, der ihn vom Himmel trennte. Als sein zarter Körper aus dem Blättermeer herausragte, musste er hinter seiner Maske die Augen zusammenkneifen, weil das Tageslicht so grell war. Nicht weit von ihm entfernt verlor die Höllenmaschine immer mehr an Höhe. Die seltsame schwarze Materie, aus der ihre Hülle bestand, reflektierte Jenas helles Astrallicht, als wollte sie ihn verhöhnen. Trotzdem gelang es Pü, die Maschine zu identifizieren. Es war einer der kleinen Transporter, die die Karavan normalerweise benutzte, um die von ihren Hominsklaven gesammelten Ressourcen zu sammeln. Seltsamerweise schien er direkt aus einer der riesigen Himmelswurzeln zu stammen, die das Kronendach bildeten, den unerforschten Teil der Rinde, wie die Bewohner Atys bezeichneten, ihre Welt aus lebendem Holz, das nur aus ständig wachsendem Pflanzenmaterial besteht. Ihre opulenten Täler und üppigen Hügel bestanden aus kolossalen Wurzeln, auf denen die Homins ihre Zivilisationen errichtet hatten. Das Wasser, das die tiefen Wurzelspalten füllte, erweckte ihre Seen, Lagunen und Ozeane zum Leben. Die steilsten Wurzeln bildeten seine Berge und reckten sich in einem langsamen, unaufhaltsamen Aufstieg in den Himmel. Bestimmte Temperaturanomalien führten sogar dazu, dass der Wurzelteppich langsam verglühte und die Wüsten entstanden. Und noch tiefer unter der Rinde befanden sich die Urwurzeln, das geheimnisvollste Ökosystem von Atys nach dem, das man in das Kronendach vermutet. Es bildete ein riesiges Labyrinth aus grünen, feuchten Höhlen, die tief in die Eingeweide der Pflanzenwelt bis in ihr Herz hineinreichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü beobachtete, wie die Karavan-Maschine mit hoher Geschwindigkeit abtauchte. Es war sehr wahrscheinlich, dass wie üblich ein Treffpunkt zwischen der Karavan und ihren Handlangern vereinbart worden war und dass ein Konvoi auf dem Weg war, um Tribut zu liefern. Der junge Zoraï spürte, wie sein Herz raste. Vier. Jetzt fehlten ihm nur noch vier. Vier, und er könnte endlich nach Hause zu seinen Lieben zurückkehren. Das war die perfekte Gelegenheit. Er musste den Konvoi abfangen, bevor er sich mit den Karavan-Agenten treffen konnte. Pü entkam dem nackten Tag, indem er sich ein paar Meter in die Tiefe stürzen ließ, und landete auf dem Ast, auf dem er seine Sachen zurückgelassen hatte. Er sammelte sie zusammen und packte sie hastig ein, bis auf einen würfelförmigen Weidenkorb, den er sorgfältig handhabte. In diesem Korb befanden sich die Früchte monatelanger Bemühungen. Er würde sich niemals verzeihen, wenn er ihn verlieren oder seine Unversehrtheit gefährden würde. Um sicherzugehen, dass er nichts vergessen hatte, überprüfte er noch einmal seinen Klettergurt und tauchte ab. Pü raste durch den grünen Abgrund, bewegte sich geschickt zwischen den Zweigen und löste mit einem fachmännischen Handgriff seine Lebenslinie von den Stiften, die er während des Aufstiegs getrieben hatte. Er durchquerte viele Sekunden lang die bunten Schichten dieses kontinentalen Waldes mit seinen tausend Jahreszeiten und landete schließlich anmutig auf dem belaubten Boden. Die Richtung, in die das Fluggerät flog, deutete darauf hin, dass es wahrscheinlich auf der Lichtung weiter nördlich landen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten Konvois starten in Matia, der Hauptstadt des gleichnamigen Königreichs, und so war es gut möglich, dass der erhoffte den breiten künstlichen Pfad nehmen würde, der den Wald im Westen durchschneidet. Pü war von den Kräften der Botaniker des Matis-Volkes beeindruckt und erschrocken zugleich. Er, der Matias kolossale Wurzelmauer und die riesigen Habitatbaumkomplexe, die sich jenseits der Stadtmauer so weit das Auge reichte, mit eigenen Augen gesehen hatte, war von einer solchen Maßlosigkeit überwältigt gewesen. Doch mit diesem Vorgehen und dem Versuch, die Natur nach seinem Willen zu beugen, versuchte das Volk der Matis, die Absicht der Kamis und damit auch die Absicht von Ma-Duk zu durchkreuzen. Der Große Erzeuger wacht über jedes Stückchen Materie auf Atys. Die Natur zu verändern bedeutet, sein Großes Werk zu verfälschen. Die Geheimnisse der Manipulation von lebender Materie, insbesondere von Pflanzen, waren den Matis von der Karavan übermittelt worden, wie den Zoraïs die Beherrschung des Magnetismus und des Schreibens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während seiner langen Monate im Exil im Königreich Matia war Pü klar geworden, wie attraktiv die heidnischen Sitten der von der Karavan indoktrinierten Völker sein konnten. Bei diesen Gedanken hatte er sich geschämt. Aber es hatte ihm auch geholfen, die Gefährlichkeit dieser Dämonen aus dem Himmel besser zu verstehen. Der junge Zoraï verlor keine Zeit. Er rutschte und sprang über die Wurzeln und Verzweigungen des Waldes und legte die letzten Kilometer bis zum Pfad in kürzester Zeit zurück. Die wenigen Gingos, die versuchten, ihn auf seinem Weg zu verfolgen, hatten keine andere Wahl, als aufzugeben, da er sich so geschickt durch das dichte Gewirr der Natur manövrierte, die frei von jeglicher Matisse-Unterdrückung war. Als er den Weg erreichte, versteckte er sich hinter einem großen Strauch und hielt Ausschau nach der Ankunft des Konvois. Als er gerade aufgeben und woanders nach den Spuren der Matis suchen wollte, hörte er in der Ferne ordentliches Hufgetrappel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü schluckte. Sein Herzschlag begann sich langsam zu beschleunigen. Niemals. Niemals würde er sich an dieses Gefühl gewöhnen. Sein Bruder hatte ihm versichert, dass sein erstes Mal ein Genuss sein würde und dass die Gefühle, die er dabei empfand, ihn für sein ganzes Leben prägen würden. Auf der einen Seite hatte er damit nicht ganz Unrecht. Die blutverschmierten Hände eines Zoraï, der mit elf Jahren ins Exil geschickt wurde, kniete allein vor der noch warmen Leiche seines ersten Opfers: diese Bilder verfolgten ihn wochenlang Tag und Nacht, bis er den Verstand verlor. Doch diese letzte Prüfung kündigte auch das Ende seines schmerzhaften Exils an. Bald würde er wieder in seinem Land, bei seinem Stamm sein und seine Mutter wieder in die Arme schließen können. Dieser freudige Gedanke tröstete ihn und half ihm, seine Kräfte wieder zu sammeln. Der Konvoi zeichnete sich nun am Horizont ab. Bald war er in Sichtweite. In der Mitte befand sich ein solider, schwer beladener Karren, gezogen von zwei Mektoubs, friedfertigen Dickhäutern mit flinken Füßen, die über zwei Meter groß waren, braunes Fell mit grauen Streifen hatten und vor allem an ihren langen, kräftigen Rüsseln und ihren ohrlosen Köpfen zu erkennen waren. Er wurde von einem Tryker geführt, wie viele andere, denen Pü bislang begegnet war. Tatsächlich war es nicht ungewöhnlich, Tryker weit östlich von ihren schwimmenden Städten zu treffen, die im Matis-Land undankbare und schlecht bezahlte Arbeit verrichteten. Ihre Neugier und ihr Freiheitsdrang machten sie zwar zu hervorragenden Entdeckern und Erfindern, doch aufgrund ihrer geringen Größe, ihres kindlichen Aussehens und vor allem ihres friedlichen und gutmütigen Charakters waren die Tryker in den vergangenen Jahrhunderten leider mehrfach von den Matis versklavt worden. Wie Pü aus dem Unterricht seiner Mutter wusste, waren die Tryker zum letzten Mal während des &amp;quot;Aquäduktkriegs&amp;quot; vor nur vierzig Jahren versklavt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2435 entdeckten Fyros-Minenarbeiter im Westen ihrer Wüste unter der Rinde vergrabene Ruinen und bohrten eine Säureader an, die die gesamte Region um die Kaiserstadt Coriolis in Brand setzte. Das wochenlange Feuer breitete sich bis zur Grenze des Königreichs aus und zerschnitt das riesige, von den Matis verhasste Aquädukt. Eben jenes, das die Wüste mit dem Seengebiet verband, das von der Trykoth-Föderation, dem Verbündeten des Fyros-Imperiums, verwaltet wurde. Der Krieg, in den die Allianz und das Königreich seit fast eineinhalb Jahrhunderten verstrickt waren, nahm eine neue Wendung. Der Imperator sah sich gezwungen, seine Truppen von den Seen abzuziehen und sie zur Bekämpfung des Feuers einzusetzen, das sein Volk bedrohte und ihm das Wasser abnahm. Daraufhin nutzte die Matisse-Armee die Gelegenheit und marschierte in das Seengebiet ein, versklavte das Volk der Tryker und eroberte die Stadt Karavia zurück, die das Imperium fast ein Jahrhundert zuvor gestohlen hatte. Karavia, die &amp;quot;Heilige Stadt&amp;quot;, wurde angeblich genau an dem Ort errichtet, an dem Zachini an der Küste des Königreichs, das er später gründete, zum ersten Mal mit der Karavan und der Göttin Jena zusammentraf. Karavia, die &amp;quot;Unheilige Stadt&amp;quot;, für Pü und seinen Stamm der bösartigste Ort auf der Rinde... Und doch wurde hier im Jahr darauf der Vertrag unterzeichnet, der den Aquäduktkrieg beendete und die Tryker von der Herrschaft der Matis befreite. Allerdings hatte diese Episode im Unterbewusstsein des Seenvolkes Spuren hinterlassen, und viele Tryker blieben als Diener im Wald zurück... so wie der Karrenfahrer, der sich offensichtlich dem Dienst des Matis verschrieben hatte, der neben ihm auf der Sitzbank schlummerte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü identifizierte ihn bei seinem Anblick sofort als einen Kleriker der Kirche des Lichts, die Herena genannt wurde. Der Matis war nämlich in seine kirchliche Tracht gekleidet: eine weiße Bernsteinkrone und eine lange Toga, die aus mehreren großen Umhängen bestand, die aus bunten Federn gefertigt und mit Geflechten aus bernsteinfarbenen Schmuckstücken verziert waren. Die Kirche des Lichts, die um den Jena-Kult herum gegründet wurde und unter der Schirmherrschaft der Karavan stand, war heute allmächtig im Königreich Matia und insbesondere in Karavia, das durch den Vertrag, der ihren Namen trägt, an das Königreich zurückgegeben wurde. Unter ihrem Einfluss waren so viele Homins von der dämonischen Natur der Kamis überzeugt worden...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter oben auf dem Karren, auf seiner Planenladung, stand ein Matis mit einem Maschinengewehr und hielt Ausschau nach dem Horizont. Er hatte keinen Helm auf und trug die gewöhnliche Kleidung der Soldaten der regulären Armee: einen weichen, robusten Anzug aus Kaktushaut und darüber Rüstungsteile aus weißem Holz. Ein weiterer schien auf der Rückbank zu sitzen. Die Matis waren ein von Natur aus schlankes Volk mit ausgemergelten Gesichtszügen und perlmuttfarbener Haut. Sie waren Ästheten, raffiniert und aufgrund ihrer Kultur ehrgeizig und erinnerten andere Völker immer wieder an ihre Überlegenheit, selbst wenn sie sich dessen nicht bewusst waren. Um den Karren herum waren fünf berittene Matis, die als Eskorte dienten. Sie ritten stolz auf Caprynis, schlanken Vierbeinern mit dicker, heller und stellenweise blau gestreifter Haut, einem einzigen Geweih und einer langen Schnauze mit einem einzigartigen Ziegenbart. '''Alle Soldaten waren mit einer Rüstung aus solidem weißem Holz ausgestattet''', die mit lilafarbenen Mustern graviert war, sich am Oberkörper wölbte und in der Taille enger wurde. Die Schulterstücke der Rüstung waren ebenso abgerundet wie breit und verliehen den Soldaten ein herrisches Aussehen. Am auffälligsten war jedoch ihr Helm, der aus einer Elfenbeinmaske mit einem azurblauen Schmuckstück auf der Stirn und einer stabilen, imposanten Kopfbedeckung bestand, die mit weißem Bernstein verziert war und deren Enden aus Chitin an den Ohren herabhingen, sodass sie wie Hörner aussahen. Einer der Soldaten unterschied sich von den anderen durch die feinen Verzierungen und Gravuren, die seinen Brustpanzer und Helm schmückten. Bisher hatte Pü noch niemals die Gelegenheit gehabt, solche Verzierungen zu sehen. Der Matis war zweifellos ein hochrangiger Soldat der königlichen Armee, der zusammen mit dem Herena entsandt worden war, um den König vor der Karavan zu vertreten.&lt;br /&gt;
[[file:Tous les soldats.png|right|400px|alt=… Tous les soldats étaient équipés…|Alle Soldaten waren ausgerüstet]]&lt;br /&gt;
Das Kind stellte seinen Korb sorgfältig in die Mitte des Strauches und wartete noch ein paar Sekunden, bis der Konvoi weiterzog. Als er etwa 50 Meter von seiner Position entfernt war, kam er ruhig aus seinem Versteck hervor und stellte sich in die Mitte der Straße. Als der Ausguck auf der Spitze der Ladung ihn entdeckte, gab er das Signal zum Anhalten und der Konvoi stoppte abrupt. Der unerwartete Halt unterbrach den Schlaf des Herena, der beinahe vom Karren gefallen wäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wer sind Sie? Nennen Sie Ihre Identität!&amp;quot;, rief der Ausguck in einem kräftigen, aber dennoch melodischen Tonfall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Antwort trat Pü einige Meter vor, während die Reiter ihre Reittiere ausrichteten und sich vor dem Karren aufstellten. Der Zoraï räusperte sich und nahm seinen schönsten Mateis an. Seine Mutter hatte ihm die von anderen Völkern verwendeten Sprachen beigebracht, wobei sie den Schwerpunkt auf Mateis legte, die international am häufigsten gesprochene Sprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich bin ein Apostel der Kamis, der in die heidnischen Regionen gesandt wurde, um den Verirrten die Existenz des Großen Erzeugers zu offenbaren und einigen Auserwählten die Ewige Vergebung anzubieten. Kinder der Rinde, freut euch zu hören, dass eure Sünden durch mich bereits reingewaschen wurden. In Kürze werden eure Seelen gereinigt und den Schwarzen Kriegern von Ma-Duk übergeben. Durch sie werden sie zu ihrem Kampf für die Erhaltung von Atys beitragen. Und wenn Ma-Duk es will, werden sie Zeuge des Heiligen Krieges und des Beginns der Glücklichen Tage.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz seines guten Willens gelang es dem jungen Homin nicht, Leidenschaft in seine Predigt zu bringen. Nach so vielen Monaten morbider Predigten war dieses Ritual ebenso ermüdend wie schmerzhaft geworden. Pü wusste, dass der Wahnsinn auf ihn lauerte. Die Stimmen in seinem Kopf wurden immer präsenter und er entwickelte Woche für Woche neue Verhaltensstörungen. Wie viele seiner Brüder und Schwestern hatten während ihres Exils den Boden unter den Füßen verloren? Viele von ihnen waren niemals zurückgekehrt. Vor seiner Abreise hatte er lange Zeit hart über sie geurteilt, aber jetzt verstand er sie. Seine Sicht war getrübt, als sich ein starker Kopfschmerz bemerkbar machte. Er musste sich lange konzentrieren, um die ersten mentalen Einflüsterungen auszuschalten. Während dieser langen Sekunden der Abwesenheit hatte sich der Herena zu dem Ausguck auf der Spitze des Karrens gesellt. Er hielt sich rücksichtslos an ihm fest, um nicht zu fallen, und brüllte sie an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ma-Duk? Der große Erzeuger? Was reden Sie denn da für einen Unsinn? Wir wussten zwar, dass die Wilden Ihrer Art die Kami-Dämonen anbeten, aber wir dachten, Sie wären so geistesgegenwärtig, die Existenz unserer aller Mutter, Jena, nicht in Frage zu stellen! Kennen Ihre Schandtaten keine Grenzen? General, ergreifen Sie diesen Ketzer auf der Stelle!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü ging wieder ein paar Schritte nach vorne und massierte sich die Maske.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Dann kann ich Ihnen versichern, dass Min-Cho, sein Rat der Weisen und die gesamte Zoraï-Theokratie, versteckt im Herzen Zorans und hinter ihrer Großen Mauer, immer noch Ihre usurpatorische Göttin anbeten, sagte er mit müdem Blick. Vor vielen Jahrzehnten entschieden sich die Kamis dafür, meinem Stamm die Existenz von Ma-Duk zu offenbaren. Heute sind wir leider die einzigen, die seine Natur als Oberster Kami anerkennen. Aber es gibt noch andere Apostel, die im Dschungel arbeiten. Eines Tages werden unsere Zoraï-Brüder das Ausmaß der Lügen erkennen, die ihnen seit ihrer Kindheit aufgetischt werden, und wenn Ma-Duk es will, werden ihnen ihre Sünden vergeben.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gesicht des Klerikers färbte sich rot, als er durch seine Gestikulationen, die die vielen Umhänge seiner Kleidung verwickelten, fast zu Boden fiel. Zu seinem Glück tat der Ausguck alles, was er konnte, um zu verhindern, dass der Herena sich durch einen Sturz blamierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hören Sie auf mit Ihren Schandtaten, Wilder! Keine Vergebung für Ihre degenerierte Rasse von Dämonenanbetern! Ihre skelettierten Gesichter sind Abscheulichkeiten, eine Beleidigung für die Karavan! Ihr verdient es, ausgerottet zu werden, wie alle Primitiven, die Atys mit Ihrer Anwesenheit beschmutzen! Dieser Wilde soll sofort gefasst werden, das ist ein Befehl!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hoch zu Capryni versuchte der Matis-General einzugreifen, um die wachsende Spannung abzubauen. Doch einer der Reiter befolgte die Aufforderung des Geistlichen und ritt in vollem Tempo los. Pü schüttelte seine Maske ab, um seine letzten Kopfschmerzen wegzuwischen, und konzentrierte sich voll und ganz auf die Situation. Von nun an würde alles sehr schnell gehen. Er musste seine inneren Fragen zum Schweigen bringen. Der Matis hatte bereits die Hälfte der Distanz zwischen ihm und dem Zoraï überwunden. In seiner rechten Hand hielt er einen langen, hohlen Speer, der in einer geflochtenen Bernsteinkragen endete. In der Nähe der horizontalen Stange befand sich ein Hebel, mit dem der Ring, der die Stange abschloss, schnell gelockert oder zusammengedrückt werden konnte. Diese geniale Waffe war in der Regel dazu gedacht, die zukünftigen Reittiere der Matis an der Kehle zu packen, wenn sie noch in der Wildnis waren, wurde aber auch dazu verwendet, Homins zu fixieren und zu unterwerfen, ohne sie zu verletzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Püs Körper schwankte leicht. Es dauerte einige Sekunden, bis er das Schlagen seiner Glieder mit dem Galopp des Reittiers synchronisieren konnte. Als der Angreifer etwa zehn Meter von ihm entfernt war, aktivierte er den Mechanismus seiner Waffe und schwang sie, ohne sein Tempo zu verlangsamen. Die Schlinge öffnete sich weit genug, um den maskierten Kopf des Zoraï zu umschließen. Ohne Zweifel wusste er, wie er mit seinem Instrument umzugehen hatte. Doch der junge Homin war zu flink. Als der Soldat nach rechts schoss, um seine Beute an der Kehle zu packen, tauchte Pü absichtlich in die Richtung des Angriffs und wich ihm aus. Zwischen Waffe und Capryni hindurch gelang es ihm, den Riemen an der Seite des Tieres zu ergreifen, bevor er den Boden berührte. Er hielt sich fest und zog, so gut er konnte, nicht um das Tier zu destabilisieren, sondern um seinen leichten Kinderkörper über das Tier zu schleudern. Er flatterte herum und landete gerade noch auf dem Hinterteil des Capryni, als der Matis hinter seinen Rücken blickte, um zu sehen, was aus dem Zoraï geworden war. Während der Reiter den Blick von Pü kreuzte, der nur durch die Kraft seiner Schenkel das Gleichgewicht auf dem Tier hielt, legte seine Beute, die zum Henker geworden war, schnell ihre Hände um seinen Nacken und brach ihn mit einem kräftigen Schlag. Die Waffe des Matis rutschte aus seiner rechten Hand und zerbrach auf dem Boden. Wenn Pü nicht sicher sein konnte, dass er tot war, war seine Lähmung garantiert. Er ließ den gepanzerten Körper auf sich niedersacken, damit er nicht stürzte, nahm die Zügel, die seine linke Hand hielt, wieder auf, verlangsamte das Tempo und drehte sich um. Als er wieder am Ausgangspunkt angekommen war, brach er seinen Lauf ab und sprang links neben dem Tier zu Boden. Der Körper des Soldaten fiel schwer auf die rechte Seite. Der Helm löste sich durch den Aufprall, sodass der Zoraï in das leblose Gesicht blicken konnte. Der Soldat war eine Homina und damit vielleicht auch eine Mutter. Für den Bruchteil einer Sekunde sah Pü, wie die Maske seiner eigenen das Gesicht der Leiche überlagerte. Er schloss die Augen. Drei. Jetzt fehlten ihm nur noch drei.&lt;br /&gt;
[[file:Le soldat.png|right|400px|alt=… Le soldat était une homine…|Der Soldat war eine Homina]]&lt;br /&gt;
Auf der Spitze des Karrens hatte sich das Gesicht des Klerikers von einer rötlichen Gesichtsfarbe in ein blasses Weiß verwandelt, das viel blasser war als sonst. Die Soldaten reagierten nicht, da sie von der Gewalt, die sie gerade gesehen hatten, schockiert waren. Nur der General behielt die Nerven. Er ließ sein Reittier ein paar Schritte vorwärts reiten und wandte sich dem Konvoi zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Giero, reiten Sie so schnell wie Ihr Capryni kann in Richtung des nächsten Außenpostens! Informieren Sie den Intendanten über die Lage und schicken Sie uns Verstärkung. Unterschätzen Sie die Bedrohung nicht. Be'maty, begeben Sie sich ebenfalls zum Außenposten! Sie werden Giero wegen der Ladung nicht folgen können, aber Ihre Mektoubs sind stark, also schonen Sie sie nicht. Sobald er seine Nachricht überbracht hat, wird Giero Sie auf der Straße treffen. Vicho, bleiben Sie auf dem Karren! Sie werden die Ladung und den Herena mit Ihrem Leben schützen, bis Giero zurückkehrt. Zani, Lichnini, Sivaldo, Sie kommen mit mir! Greifen Sie nicht ein, bis ich es Ihnen befehle&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der selbstbewusste Tonfall des Generals half den Soldaten, aus ihrer Lethargie zu erwachen. Alle führten den Befehl wortlos aus. Der Wachposten sprang vom Karren und legte sein Maschinengewehr an, der Matis auf dem Rücksitz ersetzte ihn auf dem Dach des Karrens, der zu manövrieren begann, um umzukehren. Nur der Kleriker, der gerade erst wieder zu sich kam, wollte protestieren. Doch der neugierige Blick, den der General ihm zuwarf, hielt ihn davon ab, und seine Kreideblässe wurde noch größer. Normalerweise ließ Pü keine Überlebenden zurück, denn nur wenn es keine Zeugen gab, konnte er sicher sein, dass er in diesen Gebieten weiterhin ungehindert operieren konnte. Außerdem vermied er es normalerweise, die reguläre Armee anzugreifen, da jeder vermisste Soldat zu einer Untersuchung führte, und griff stattdessen lieber die fanatischen Stämme oder Banditengruppen an, die das Königreich durchzogen. Doch dieses Mal war alles anders. Wenn die ersten sprechen würden, würde er schon auf dem Rückweg sein. Er beobachtete seine vier zukünftigen Gegner genau, während einer der Reiter mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Südwesten ritt, gefolgt von dem Karren. Er durfte es nicht mit ihnen allen zusammen aufnehmen. Er wartete ein paar Sekunden - genug Zeit, damit der Bote am Horizont verschwand - und begann, sich langsam vorwärts zu bewegen. Beim ersten Schritt schrie der General.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bleiben Sie stehen! Weil Sie sich des Verbrechens des vorsätzlichen Mordes an einem Soldaten des Königreichs Matia schuldig gemacht haben, müssen Sie sich vor dem königlichen Gericht verantworten. Wie es unser Gesetz vorsieht, haben Sie das Recht, sich während des Prozesses zu verteidigen. Bitte kooperieren Sie jetzt, sonst müssen wir Sie gewaltsam festnehmen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü hob die Hände, um Unterwerfung vorzutäuschen, und ging weiter. Er wusste, dass die Matis sich nicht täuschen lassen würden, aber er musste ein paar Meter gutmachen. Momentan war der Maschinengewehrschütze die größte Bedrohung. Er musste ihn zuerst ausschalten. Dennoch durfte er den hochrangigen Soldaten nicht unterschätzen. Unter normalen Umständen hätte er es mit einem einfachen Truppführer zu tun gehabt und nicht mit einem erfahrenen Militär.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich werde mich nicht wiederholen, keine Bewegung mehr!&amp;quot;, schrie der General erneut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zoraï würde es wahrscheinlich nicht schaffen, noch einen weiteren Schritt zu machen, bevor der General zum Angriff blasen würde. Er fuhr mit seiner rechten Hand über seinen Rücken und legte sie auf den kleinen runden Schild, der dort hing. Er durfte sich keinen Fehler erlauben. Wenn er sich jetzt verfehlte, würde der Rest viel unsicherer werden. Er schloss wieder die Augen und ließ seine Sinne sich voll und ganz der Welt öffnen. Die Richtung und Stärke des Windes, die Luftfeuchtigkeit - wichtige Parameter, die es für den perfekten Wurf zu berücksichtigen galt. Er öffnete die Augenlider wieder und richtete seinen Blick auf den Schützen. Er war zwar zu weit weg, um sicher zu sein, aber die Position seiner Arme deutete darauf hin, dass er bereit war, zu schießen. Pü atmete tief durch und machte sich an den Kampf. Schneller als je zuvor hängte er seinen Schild ab und streckte seine Arme wie ein Seil nach hinten. Er brauchte weniger als eine Sekunde, um seine Flugbahn zu bestätigen und seinen Buckler zu werfen. Das Geschoss flog nach links vom Pfad und erweckte den Anschein eines Fehlwurfes. Pü nutzte die allgemeine Verwirrung, um in die andere Richtung zu stürmen. Wie erwartet erhielt der Maschinengewehrschütze den Befehl zum Eingreifen und legte seine Waffe an. Mit beiden Füßen fest in der Rinde steckend, begann er, aus allen Rohren auf den Zoraï zu feuern. Aufgrund des Rückstoßes war die Waffe jedoch schlecht zu führen, sodass Pü einige Sekunden Zeit hatte, bevor die Treffer ins Schwarze trafen. Der Junge wackelte und hüpfte geschickt und versuchte, dem Maschinengewehrschützen die Arbeit zu erschweren, dessen Schüsse immer präziser wurden. À ce moment-là, les Matis crurent probablement qu’ils allaient l’emporter. C’était compter sans la courbure impromptue que prit la trajectoire du bouclier. Frôlant les arbres qui marquaient le bord de la route, la rondache dévia en direction du tireur qui était maintenant positionné dos à elle. Personne ne remarqua la manigance, hormis le général qui, plus avisé que le reste de son escouade, aperçut le projectile mortel alors qu’il s’apprêtait à percuter l’arrière du crâne du mitrailleur. Il hurla quelque chose et sauta de son capryni. Se relevant en vitesse, il fonça vers le soldat. En réponse au cri de son supérieur, celui-ci venait de se retourner vers la menace volante. Ne le voyant pas réagir, le général tenta de le plaquer, mais ne réussit qu'à le bousculer. Le bouclier fendit profondément le visage du Matis hébété qui virevolta et s’écroula lourdement sur le sol.&lt;br /&gt;
[[file:Les deux pieds.png|right|400px|alt=… Les deux pieds fermement plantés…|Les deux pieds fermement plantés]]&lt;br /&gt;
Pü cessa ses gesticulations et reprit son souffle. Si le mitrailleur n’était certainement pas mort, il semblait être évanoui, et ne représentait donc plus une menace pour le moment. Alors que le général s'attardait au chevet du malheureux, le jeune Zoraï crut à tort qu’il aurait le temps de réfléchir à son prochain mouvement. Mais les deux capryniers ne l’entendaient pas de cette oreille, et s’incitèrent mutuellement à passer à l’attaque.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Général, restez avec Sivaldo, nous nous occupons du primitif masqué ! cria le premier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Oui général ! Jusqu’alors, ses techniques de lâche ont fonctionné uniquement parce que nous n’y étions pas préparés, renchérit le second. Laissez-nous venger la mort de Tinailli ! Nous vous promettons de lui faire honneur ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Le général eut beau protester, les deux soldats s’élancèrent à pleine vitesse en direction du Zoraï, qui ne semblait pas s’en inquiéter. Les dernières dizaines de mètres qui les séparaient furent englouties en quelques secondes. Mais se souvenant de la mort de leur première camarade, les Matis ne firent pas l’erreur de charger le jeune guerrier. Ils s’arrêtèrent avant d’arriver à son niveau, sautèrent de leur monture et s’avancèrent pour le prendre en tenaille. Au vu de leur comportement respectif, les deux Matis devaient être des soldats inexpérimentés. Aveuglés par la haine et le désir de vengeance, ils ne savaient pas encore qu’ils venaient de se jeter dans la gueule du gingo. Au loin, le général venait à peine d’atteindre son capryni pour rejoindre en urgence les deux imprudents. Seul contre deux, le jeune guerrier avait toutes ses chances. Il fallait donc qu’il en termine au plus vite avant que le seul militaire réellement expérimenté de l’escouade ne les rejoigne. Le Matis qui s’était positionné dans son dos tenait à deux mains une lourde épée d’ambre joliment ornementée, alors que celui qui lui faisait face était armé d’une longue pique couronnée d’ambre tressé. Pü aurait aimé lire sur son visage, mais l’imposant casque cornu qu’il portait l’en empêchait. Rapidement, les Matis se rapprochèrent. En toute logique, le soldat situé face à lui lancerait le premier assaut, laissant ainsi l’opportunité à celui positionné dans son dos d’utiliser un angle mort pour attaquer. C’est exactement ce qui se passa. Le piquier cria et perfora l’air d’un geste précis, espérant empaler le Zoraï d’un seul coup. Sans même bouger ses pieds, Pü envoya sa main droite au contact de la pique tout en pivotant et décalant son bassin du côté opposé. La protection de son avant-bras érafla bruyamment les multiples pointes aiguisées. Retournant brusquement son poignet, il attrapa le long manche de l’arme. Au lieu de repousser l’offensive, il encouragea le mouvement, et se servit de l’élan du Matis pour le déstabiliser tout en préservant l’impulsion de son assaut. Déviant légèrement la direction de l’attaque, et toujours sans décoller les pieds du sol, il courba son dos en arrière, et esquiva le coup horizontal que l’épéiste tenta de lui asséner. Il n’eut alors qu’à faire en sorte que la pique conserve sa vélocité pour que ses pointes mortelles transpercent la cuisse gauche du malheureux à l’épée, qui s’écroula sous le choc en hurlant. Emporté par le mouvement non contrôlé de son arme, l’assaillant manqua de tomber sur le blessé. Pü saisit l’opportunité et l’y aida. Dégainant sa dague de sa main libre alors que l’autre lâchait la pique fermement enfoncée dans la chair de son camarade, il fit un pas en arrière pour reprendre son équilibre et enfonça d’un coup précis sa lame dans la jointure cervicale du casque du piquier. Une longue gerbe de sang gicla lorsqu’il retira sa dague de la carotide de son adversaire. Comme il s’y attendait, le soldat paniqua et retira son casque en vitesse pour comprimer et soigner sa gorge à l’aide des pouvoirs de la Sève, et avant que son cerveau ne cesse d’être irrigué en sang. Ne lui laissant pas le temps d’agir, Pü attrapa la chevelure brune du Matis et lui asséna plusieurs violents coups de dague dans la gorge. Lorsque la tête du soldat se sépara finalement du reste de son corps, le décapité s’effondra sur la pique qui s’enfonça encore plus profondément dans la plaie sanguinolente de l’homin cloué au sol. Pü jeta un coup d’œil en arrière : le général serait bientôt là. Il rangea la dague maculée de sang, laissa tomber la tête de sa victime, et s’approcha du soldat gravement blessé qui, désormais coincé sous la lourde armure encore palpitante de son camarade, n’était plus capable d’extraire la pique pour soigner magiquement sa jambe. L’homin ôta son casque et se mit à gémir. Il devait avoir l’âge de Niï, soit environ dix ans de plus que Pü.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Pitié, ne me tuez pas ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü avait sincèrement pitié. Il détestait tuer. Et particulièrement quand ses adversaires n’y étaient pas préparés. Mais il n’avait plus le choix. Il y était presque, il ne pouvait pas tout abandonner maintenant. Le jeune Zoraï fit à nouveau le vide dans sa tête et ignora la plainte du Matis. Il se rapprocha de lui, posa délicatement son pied gauche sur son cou, et lui broya d’un coup de talon. Ramassant l’épée du malheureux désormais paralysé, il lui planta dans la gorge, empêchant ainsi toute régénération. Un. Il ne lui manquait plus qu’un. Si le mitrailleur évanoui suffisait, l’homin qui lui faisait face dorénavant ne le laisserait sûrement pas approcher le blessé sans combattre. Le général, qui avait en effet enfourché sa monture pour combler la distance qui se séparait du Zoraï, avant de la quitter une seconde fois, se dirigeait désormais vers le guerrier d’un pas décidé. Arrivé à quelques mètres de lui, il ôta son casque. Pour la première fois depuis longtemps, Pü eut un mouvement de recul. Durant un instant, l’enfant crut voir le masque de son père. Le Matis était dans la force de l’âge, comme l’indiquaient les quelques rides qui venaient troubler l’harmonie des traits de son visage et le faible éclat de sa longue chevelure d’ébène. Mais par-dessus tout, c’est l’assurance et l’intensité de son regard qui lui rappelèrent son père. Ces yeux bleus perçants étaient ceux d’un homin déterminé, prêt à tout donner pour accomplir sa volonté. Pü recula d’un pas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Il n’est pas nécessaire que nous combattions, dit-il d’une voix troublée. J’ai accompli ma mission. Laissez-moi le mitrailleur et rentrez chez vous. S’il vous plaît, suivez mon conseil, et rejoignez votre famille. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Le général posa son casque à ses pieds et dégaina une longue et large épée finement décorée. Il lui jeta un regard glacial.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Je ne vais pas pouvoir accéder à votre requête, mon garçon. Vous venez à vous seul de tuer trois de mes soldats. Le Karan Domini, Roi et Grand Prêtre du Royaume de Matia, doit savoir pourquoi la Théocratie Zoraï forme des enfants-soldats à des missions d’assassinat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Je vous le redis : ma tribu et moi ne dépendons pas de la Théocratie Zoraï. Je vous en prie, éloignez-vous ! » répliqua Pü en reculant une seconde fois.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Le Matis s’avança d’un pas déterminé.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Vous a-t-on forcé à tuer ? S’il est normal qu’un garçon de votre âge apprenne à combattre, il ne devrait pas avoir à faire couler le sang si jeune. Et sûrement pas dans ces conditions. Un garçon de votre âge passe du temps avec ses amis, ses frères, ses sœurs, son père et sa mère. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
À l’écoute des paroles du militaire, et à l’évocation de ses proches, le jeune Zoraï fut pris d’un coup de sang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Ne parlez pas de ma famille ! Fuyez, tant qu’il en est encore temps ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Un sourire froid s’afficha alors sur le visage du général.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Il semble que j’aie touché la corde sensible. Seraient-ce vos parents qui vous ont envoyé si loin de la Jungle pour commettre ces meurtres ? Une mère est censée enseigner l’amour à ses enfants, non la mort ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Une violente céphalée transperça le crâne de l’enfant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« '''Je vous interdis de parler de ma mère !''' »&lt;br /&gt;
[[file:Je vous interdis.png|right|400px|alt=… Je vous interdis de parler…|Je vous interdis de parler]]&lt;br /&gt;
À son départ, elle avait pleuré. Et si elle l’avait exhorté de ne pas tuer pour assouvir son propre plaisir, elle lui avait malgré tout demandé de le faire pour Ma-Duk. Pü aimait sincèrement Ma-Duk, autant qu’il détestait Jena. Les Kamis protégeaient Atys, quand la Karavan la détruisait en pillant ses ressources. Mais ne pouvait-on prouver son amour à Ma-Duk autrement qu’en répandant le sang ? Par ses propos, et son statut de Grande Prêtresse, sa mère approuvait les coutumes barbares de leurs ancêtres. Pire, elle les transmettait avec ferveur. Mais lui, qui buvait il y a encore quelques mois chacune des paroles de sa mère, les vomissait désormais. Combien de temps encore réussirait-il à feindre son attachement aux valeurs de sa tribu ? Et si, averti de cette dernière pensée, Ma-Duk considérait déjà qu’il ne lui était plus fidèle, pourrait-il jamais devenir l’Ombre du Masque Noir ? Son père l’exécuterait-il lorsque Grand-Mère Bä-Bä lui apprendrait la nouvelle ? Son frère et sa mère le laisseraient-il faire ? Pü atteignait ses limites, son cerveau était en ébullition. Sentant le Zoraï flancher, le Matis le poussa à bout.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Ainsi l’Herena avait donc raison : vous n’êtes que des animaux ! Les homins de votre peuple engrossent leurs homines et les transforment en mères pondeuses, juste bonnes à produire des enfants-soldats qui seront sacrifiés sur l’autel de vos croyances haineuses ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sur ces mots, Pü dégaina sa dague et son épée courte et s’élança vers le Matis en hurlant. Il lui avait laissé l’opportunité de fuir, et celui-ci ne l’avait pas saisie. S’il désirait mourir, alors Pü l’y aiderait, aussi simplement qu’il l’avait fait pour ses soldats. Cela ne prendrait que quelques secondes. Tout serait terminé, bientôt. Il n’aurait plus à supporter cette douleur. C’est en tout cas ce qu’il imagina sous le coup de la fureur. L’épée du général s’illumina et le jeune guerrier fut saisi aux chevilles avant même de comprendre la manœuvre du militaire. L’expérience du Matis avait parlé, et l’orgueil du Zoraï allait lui coûter cher. Il avait sous-estimé son adversaire et s’était précipité aveuglément, sans anticiper l’utilisation d’un enchantement magique d’entrave. Des racines avaient jailli de l’écorce et l’empêchaient totalement de bouger. Étant donné l’élan de sa course, Pü avait manqué trébucher en avant, et ce n’était que de justesse qu’il avait réussi à se maintenir debout. Pris de panique, il tenta de s’extraire du piège magique en tailladant à l’aide de ses armes les ramifications qui montaient maintenant le long de ses mollets, oubliant par là même le lanceur du sortilège. Soudainement, alors que toute son attention était portée sur ses jambes, le ciel s’assombrit. Son sang se glaça lorsqu’il leva la tête par réflexe. Au-dessus de lui, l’imposante armure du Matis masquait la lumière de l’astre du jour : il avait profité de l’affolement du Zoraï pour arriver au corps-à-corps. Le contre-jour accentuait son regard féroce, qui pétrifia Pü de toute part. Le général leva sa grande épée en position plongeante. Son armure blanche s’illumina lorsque la lumière filtra suite au changement de posture, et Pü dut détourner les yeux pour ne pas être aveuglé.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Laissez-vous faire ! dit le Matis d’un air grave. Le coup que je vais vous porter va vous infliger une blessure critique. Si vous bougez, il risque de vous être fatal. Je vous maintiendrai en vie jusqu’à ce que les renforts arrivent. Nous vous conduirons ensuite à Matia ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Si le général semblait confiant en sa capacité de l’amener vivant auprès du roi des Matis, Pü préférait mourir mille fois plutôt que de devenir captif des suppôts de la Karavan. Il essaya à nouveau de se débattre, mais les racines enserraient maintenant sa taille et commençaient à remonter sur son ventre. Voilà, c’était ainsi que s’achevait sa courte vie. Finalement, Grand-Mère Bä-Bä avait eu tort. Lui qui avait grandi avec l’idée de devenir l’Ombre du Masque Noir et de périr parmi les siens en protégeant son frère, allait mourir seul et loin de chez lui, avec pour dernière vision l’éblouissante empreinte astrale de Jena. Quelle ironie. Alors que le Zoraï avait tourné son masque sur la gauche pour ne pas avoir à supporter plus longtemps le reflet moqueur de la cuirasse, il aperçut une étrange source lumineuse au-delà de la lisière de la route, sous l’ombre des grands arbres sylvestres. En se concentrant, il put discerner nettement deux sphères de taille identique. Elles étaient d’une blancheur éclatante et luisaient d’autant plus vivement qu’elles étaient environnées d’obscurité. Non, ce n’était pas seulement l’obscurité… Pü distingua une petite silhouette noire parmi les ombres. Son sang se glaça de nouveau. Ce n’étaient pas des sphères, c’étaient des yeux. Ceux du Kami Noir qui lui était apparu deux fois jusqu’alors. Il était là. Ma-Duk le regardait.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Non, il ne pouvait abandonner. Il était un Guerrier Noir de Ma-Duk, forgé par les meilleurs combattants de la Jungle et béni des Kamis. Tant qu’il pourrait se battre, il n’abandonnerait pas. Revigoré, son corps réagit d’instinct lorsque le général abattit son arme sur lui pour lui transpercer la clavicule gauche. Il envoya son bras droit au contact de la lame massive pour se protéger, et si son épée courte ne réussit pas à bloquer le coup, elle permit néanmoins de dévier l’attaque, au prix d’une partie de sa main, qui vola en éclats. L’état d’extrême tension dans lequel se trouvait le jeune guerrier eut pour effet positif de lui faire totalement ignorer la douleur. L’épée l’érafla et se planta lourdement dans le sol. Profitant de la seconde de répit qu’il lui était offerte, Pü lâcha la dague qu’il tenait dans sa main gauche et manipula la Sève alentour pour incanter à deux mains un sortilège. Sa paire d’amplificateurs de magie étant accrochée à sa ceinture désormais enchevêtrée avec les racines, il ne put s’en équiper. Mais pour ce qu’il comptait faire, un sortilège brut devrait suffire. Alors '''il n’hésita pas, et enflamma son corps pour s’évader de sa prison de bois'''. Il réussit à se dégager des racines partiellement consumées au moment où le général arrachait son épée du sol. Alors qu’il lançait son second assaut, Pü réussit à l’éviter de justesse grâce à une roulade. Le Matis enchaîna avec une série de frappes d’estoc et de taille, que le jeune guerrier esquiva à l’aide de diverses acrobaties. Désarmé, il n’était pas en mesure de parer les attaques. S’il était bien plus habile que le général encombré de sa lourde armure, celui-ci semblait bien plus endurant, et n’avait pas encore subi de blessures. Plus inquiétant encore, ses coups se faisaient de plus en plus précis. Pour la première fois de sa vie, Pü combattait un maître d’armes dans un combat à mort. L’expérience du Matis parlait, et il ne lui fallut que peu de temps pour commencer d’anticiper les mouvements du jeune guerrier.&lt;br /&gt;
[[file:Hesita pas.png|right|400px|alt=… il n’hésita pas…|il n’hésita pas]]&lt;br /&gt;
Les secondes défilaient et Pü s’essoufflait à vue d’œil. À plusieurs reprises, le soldat réussit à le frôler, entaillant son corps d’enfant de la pointe de son épée. Pü faisait régulièrement appel aux pouvoirs de la Sève pour panser ses blessures et régénérer partiellement son endurance, mais, à ce rythme, il atteindrait bientôt ses limites. S’il aurait aimé pouvoir passer dans le dos du Matis pour tenter de lui briser la nuque, comme il savait si bien le faire, celui-ci ne lui laissait aucun répit. Sans arme, il n’avait aucun moyen de s’extraire de cette situation perdue d’avance. Alors qu’il cherchait une échappatoire, il aperçut une dague pendant à la taille du soldat, cachée derrière le drap d’apparat ornant sa ceinture. Comment avait-il pu ne pas la voir avant ? Pü se maudit et imagina un plan d’action, entre deux roulades et trois contorsions. Il allait jouer le tout pour le tout. À bout de souffle, le Zoraï attendait le moment idéal pour agir. Soudainement, lui qui ne faisait jusqu’alors que reculer face aux assauts du Matis, profita d’une large frappe de taille pour effectuer une roulade avant et passer sous la lame tranchante. Son mouvement tout juste terminé, il poussa aussi fort qu’il put sur ses jambes, et bondit sur le flanc gauche du soldat. Si le Matis fut décontenancé par la direction de l’esquive, il réagit très vite et rendit un violent coup de pied latéral au jeune guerrier. Le corps de l’enfant craqua sous la lourde botte du soldat et alla s’écraser plus loin sur le sol. Pü se releva péniblement sur un genou et cracha le sang. Son adversaire venait de lui briser plusieurs côtes. Mais derrière son masque, le jeune guerrier souriait : sa main valide était désormais armée. Bien que différente des dagues qu’il avait coutume de manier, celle du Matis ferait parfaitement l’affaire. Le jeune homin inspira un grand coup et leva son masque vers le général. Celui-ci s’était retourné et s’apprêtait à réaliser une percée avec son épée pour retourner au corps-à-corps.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Abandonnez mon garçon ! » dit-il en chargeant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
À nouveau, Pü n’aurait qu’une seule chance. Et jusqu’alors, la chance lui avait souvent souri. Finalement, peut-être que le Kami Noir veillait réellement sur lui.  Alors que le soldat se précipitait dans sa direction, l’épée dirigée vers l’avant, Pü attendit le bon moment et jeta sa dague en l’air, loin au-dessus de lui. Aussitôt fait, il infusa tout ce qu’il put de Sève dans ses jambes et fit gonfler ses cuisses comme jamais. Puisant à la limite de ce qu’il pouvait endurer, il souleva un nuage de sciure et bondit dans les airs d’un saut surhomin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Totalement surpris par la nature de l’attaque et partiellement aveuglé par le brouillard de débris, le Matis crut à tort que le Zoraï tentait simplement de s’enfuir. Il comprit trop tard la réalité de la situation lorsque qu’il sentit son épée s’alourdir brusquement sur l’avant. Pü venait d’atterrir sur le plat de la lame et s’élançait tel un funambule en direction de son porteur. Déjà fort déséquilibré, le Matis tenta en vain de se redresser au moment où Pü prit à nouveau appui sur l’arme pour voltiger. Le jeune guerrier atterrit cette fois-ci sur ses épaules, et se propulsa une derrière fois en direction du ciel, obligeant par la force de ses jambes le Matis à poser un genou au sol. Pü devait se situer à environ quatre mètres du sol, et survolait le nuage de poussière qui commençait à se dissiper. Il n’eut qu’à tendre son bras valide pour attraper la dague qu’il avait précisément jetée quelques secondes auparavant. Écartant les jambes et regardant vers le sol, alors que la gravité commençait à faire effet, il posa ses yeux sur le visage du général. Celui-ci avait perdu son regard terrifiant et ouvrait grand les paupières. Pü y lut de l’admiration. L’enfant effectua à nouveau un lancer parfait et la dague alla se planter droit dans le crâne du Matis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Toujours en l’air, le Zoraï se préparait à se réceptionner correctement, mais ses côtes cassées l’en empêchèrent. Il s’effondra lourdement sur le flanc opposé, non loin du corps du général figé sur les genoux dans une étrange position. Sa tête pendait en arrière, dirigée vers l’astre du jour et sa longue chevelure d’ébène se soulevait légèrement au gré du vent. Pü s’allongea sur le dos et écarta les bras. Terminé. Son calvaire était terminé. Il avait gagné.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{NavChap|[[Chapitre III - Mourir pour renaître]]|[[La Guerre Sacrée#Table des matières|Table des matières]]|[[Chapitre V - La graine du doute]]}}&lt;br /&gt;
{{Portail|La Grande Bibliothèque|Zoraï}}&lt;br /&gt;
[[Catégorie:La Guerre Sacrée]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jadeyn</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Kapitel_IV_-_Sylvan_Exil&amp;diff=34287</id>
		<title>Kapitel IV - Sylvan Exil</title>
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				<updated>2023-02-10T19:28:04Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Jadeyn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{NavChap|[[Chapitre III - Mourir pour renaître]]|[[La Guerre Sacrée#Table des matières|Table des matières]]|[[Chapitre V - La graine du doute]]}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Trad&lt;br /&gt;
|DE=Kapitel IV - Sylvan Exil|DEs=2&lt;br /&gt;
|EN=Chapter IV - Sylvan Exile|ENs=4&lt;br /&gt;
|ES=&amp;lt;!--Capítulo IV - Exilio en el bosque--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|FR=Chapitre IV - Exil sylvestre|FRs=0&lt;br /&gt;
|RU=&amp;lt;!--Глава IV - Изгнание в лес--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|H=1&lt;br /&gt;
|palette=}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Clear}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:purple;font-weight:bold&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''IV - Sylvan Exil'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:purple;font-weight:bold&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''Jahr 2474 von Jena'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Quotation|''Bélénor Nébius, Erzähler'' • ''Cheng Lai'SuKi, Illustratorin''|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[file:Pu deroulait.png|right|400px|alt=… Pü déroulait en silence…|verrichtete Pü schweigend]]&lt;br /&gt;
Auf einem hohen Ast eines großen sylvanischen Baumes sitzend, '''verrichtete Pü schweigend sein tägliches Gebet'''. Über ihm, sogar noch näher, so weit entfernt vom Dschungel und seinem Zenit, war das Tagesgestirn dabei, seinen vollen Glanz zu entfalten, und trotz der dicken Laubschicht, die es vom Himmel trennte, schaffte es das warme Licht, die blaue Haut des jungen Zoraï zu erwärmen. Er hatte jedoch gelernt, Jenas astrale Prägung zu vergessen, und versuchte, sich an die Kälte und das Echo der Abgrundschächte zu erinnern, die sein Dorf unter der Rinde durchzogen und die es Ma-Duk ermöglichten, aus dem Herzen von Atys über ihn und seine Familie zu wachen. Er hatte ohnehin keine Wahl: Die Höhen waren bei weitem der geeignetste Ort für meditative Momente. Am Boden waren Raubtiere und Soldatenpatrouillen eine ständige Störung, die seine Ruhe bedrohten und ihn daran hinderten, sich friedlichen Aktivitäten zu widmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tausend Kilometer entfernt beendeten seine Stammesmitglieder wahrscheinlich auch gerade ihre Gebete. Trotz der Entfernung und der Einsamkeit hatte Pü versucht, seinen Lebensrhythmus beizubehalten, den er vor seiner Abreise gelebt hatte. Mit dem ersten Morgengrauen erwachte das Dorf und bereitete sich auf die Routinearbeiten vor, die für das reibungslose Funktionieren der Gemeinschaft notwendig waren: Instandhaltung, Handwerk, Jagd, Kochen, verschiedene Versammlungen, Empfang der seltenen Gesandten und Händler etc. Das Ziel war es, so viele Aufgaben wie möglich zu erledigen, bevor die lange Morgenlitanei begann. Diese wurde von Pus Mutter Looï geleitet und endete mit einem gemeinsamen Essen im Speisesaal, an dem der ganze Stamm teilnahm. Nach dem Mittagessen übten sich die Zoraï mehrere Stunden lang in der Kunst des Kampfes. Der Unterricht richtete sich an alle, unabhängig von Alter oder Geschlecht, und war sehr vielfältig: Nahkampf, Stichwaffen, Schusswaffen und Magie. Der Stamm war in erster Linie ein Clan von Kämpfern, die früher oder später am Beginn des Heiligen Krieges teilnehmen würden. Wenn das Training beendet war, trafen sich die Familien zu einem gemütlichen Essen und gingen vor dem Schlafengehen verschiedenen persönlichen Aktivitäten nach. Seit jeher besuchte Pü Abendkurse bei seiner Mutter, die ihn in homininer Geschichte, internationalen Beziehungen, anderen Sprachen und Wissenschaft unterrichtete. Gelegentlich wurde er von seinem älteren Bruder Niï begleitet. In den meisten Fällen besuchte dieser jedoch andere Privatstunden bei ihrem Vater, der Schwarzen Maske.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Junge wurde jäh aus seinen Erinnerungen gerissen, als ein trauriges Geräusch die Harmonie des Gesangs der Bäume durchbrach. Über den Baumwipfeln erschütterte das dumpfe Dröhnen eines Karavan-Fluggeräts die Luft und vertrieb die Javings, diese seltsamen Vögel mit den gezackten, grünlichen Flügeln und der langen, schwarzen, glänzenden und mit Widerhaken versehenen Zunge, mit der sie ihre Beute aufspießten. Pü stand schnell auf, überprüfte die Festigkeit seiner Lebenslinie und machte sich daran, die letzten Meter des dicken Baumstamms zu erklimmen, der ihn vom Himmel trennte. Als sein zarter Körper aus dem Blättermeer herausragte, musste er hinter seiner Maske die Augen zusammenkneifen, weil das Tageslicht so grell war. Nicht weit von ihm entfernt verlor die Höllenmaschine immer mehr an Höhe. Die seltsame schwarze Materie, aus der ihre Hülle bestand, reflektierte Jenas helles Astrallicht, als wollte sie ihn verhöhnen. Trotzdem gelang es Pü, die Maschine zu identifizieren. Es war einer der kleinen Transporter, die die Karavan normalerweise benutzte, um die von ihren Hominsklaven gesammelten Ressourcen zu sammeln. Seltsamerweise schien er direkt aus einer der riesigen Himmelswurzeln zu stammen, die das Kronendach bildeten, den unerforschten Teil der Rinde, wie die Bewohner Atys bezeichneten, ihre Welt aus lebendem Holz, das nur aus ständig wachsendem Pflanzenmaterial besteht. Ihre opulenten Täler und üppigen Hügel bestanden aus kolossalen Wurzeln, auf denen die Homins ihre Zivilisationen errichtet hatten. Das Wasser, das die tiefen Wurzelspalten füllte, erweckte ihre Seen, Lagunen und Ozeane zum Leben. Die steilsten Wurzeln bildeten seine Berge und reckten sich in einem langsamen, unaufhaltsamen Aufstieg in den Himmel. Bestimmte Temperaturanomalien führten sogar dazu, dass der Wurzelteppich langsam verglühte und die Wüsten entstanden. Und noch tiefer unter der Rinde befanden sich die Urwurzeln, das geheimnisvollste Ökosystem von Atys nach dem, das man in das Kronendach vermutet. Es bildete ein riesiges Labyrinth aus grünen, feuchten Höhlen, die tief in die Eingeweide der Pflanzenwelt bis in ihr Herz hineinreichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü beobachtete, wie die Karavan-Maschine mit hoher Geschwindigkeit abtauchte. Es war sehr wahrscheinlich, dass wie üblich ein Treffpunkt zwischen der Karavan und ihren Handlangern vereinbart worden war und dass ein Konvoi auf dem Weg war, um Tribut zu liefern. Der junge Zoraï spürte, wie sein Herz raste. Vier. Jetzt fehlten ihm nur noch vier. Vier, und er könnte endlich nach Hause zu seinen Lieben zurückkehren. Das war die perfekte Gelegenheit. Er musste den Konvoi abfangen, bevor er sich mit den Karavan-Agenten treffen konnte. Pü entkam dem nackten Tag, indem er sich ein paar Meter in die Tiefe stürzen ließ, und landete auf dem Ast, auf dem er seine Sachen zurückgelassen hatte. Er sammelte sie zusammen und packte sie hastig ein, bis auf einen würfelförmigen Weidenkorb, den er sorgfältig handhabte. In diesem Korb befanden sich die Früchte monatelanger Bemühungen. Er würde sich niemals verzeihen, wenn er ihn verlieren oder seine Unversehrtheit gefährden würde. Um sicherzugehen, dass er nichts vergessen hatte, überprüfte er noch einmal seinen Klettergurt und tauchte ab. Pü raste durch den grünen Abgrund, bewegte sich geschickt zwischen den Zweigen und löste mit einem fachmännischen Handgriff seine Lebenslinie von den Stiften, die er während des Aufstiegs getrieben hatte. Er durchquerte viele Sekunden lang die bunten Schichten dieses kontinentalen Waldes mit seinen tausend Jahreszeiten und landete schließlich anmutig auf dem belaubten Boden. Die Richtung, in die das Fluggerät flog, deutete darauf hin, dass es wahrscheinlich auf der Lichtung weiter nördlich landen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten Konvois starten in Matia, der Hauptstadt des gleichnamigen Königreichs, und so war es gut möglich, dass der erhoffte den breiten künstlichen Pfad nehmen würde, der den Wald im Westen durchschneidet. Pü war von den Kräften der Botaniker des Matis-Volkes beeindruckt und erschrocken zugleich. Er, der Matias kolossale Wurzelmauer und die riesigen Habitatbaumkomplexe, die sich jenseits der Stadtmauer so weit das Auge reichte, mit eigenen Augen gesehen hatte, war von einer solchen Maßlosigkeit überwältigt gewesen. Doch mit diesem Vorgehen und dem Versuch, die Natur nach seinem Willen zu beugen, versuchte das Volk der Matis, die Absicht der Kamis und damit auch die Absicht von Ma-Duk zu durchkreuzen. Der Große Erzeuger wacht über jedes Stückchen Materie auf Atys. Die Natur zu verändern bedeutet, sein Großes Werk zu verfälschen. Die Geheimnisse der Manipulation von lebender Materie, insbesondere von Pflanzen, waren den Matis von der Karavan übermittelt worden, wie den Zoraïs die Beherrschung des Magnetismus und des Schreibens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während seiner langen Monate im Exil im Königreich Matia war Pü klar geworden, wie attraktiv die heidnischen Sitten der von der Karavan indoktrinierten Völker sein konnten. Bei diesen Gedanken hatte er sich geschämt. Aber es hatte ihm auch geholfen, die Gefährlichkeit dieser Dämonen aus dem Himmel besser zu verstehen. Der junge Zoraï verlor keine Zeit. Er rutschte und sprang über die Wurzeln und Verzweigungen des Waldes und legte die letzten Kilometer bis zum Pfad in kürzester Zeit zurück. Die wenigen Gingos, die versuchten, ihn auf seinem Weg zu verfolgen, hatten keine andere Wahl, als aufzugeben, da er sich so geschickt durch das dichte Gewirr der Natur manövrierte, die frei von jeglicher Matisse-Unterdrückung war. Als er den Weg erreichte, versteckte er sich hinter einem großen Strauch und hielt Ausschau nach der Ankunft des Konvois. Als er gerade aufgeben und woanders nach den Spuren der Matis suchen wollte, hörte er in der Ferne ordentliches Hufgetrappel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü schluckte. Sein Herzschlag begann sich langsam zu beschleunigen. Niemals. Niemals würde er sich an dieses Gefühl gewöhnen. Sein Bruder hatte ihm versichert, dass sein erstes Mal ein Genuss sein würde und dass die Gefühle, die er dabei empfand, ihn für sein ganzes Leben prägen würden. Auf der einen Seite hatte er damit nicht ganz Unrecht. Die blutverschmierten Hände eines Zoraï, der mit elf Jahren ins Exil geschickt wurde, kniete allein vor der noch warmen Leiche seines ersten Opfers: diese Bilder verfolgten ihn wochenlang Tag und Nacht, bis er den Verstand verlor. Doch diese letzte Prüfung kündigte auch das Ende seines schmerzhaften Exils an. Bald würde er wieder in seinem Land, bei seinem Stamm sein und seine Mutter wieder in die Arme schließen können. Dieser freudige Gedanke tröstete ihn und half ihm, seine Kräfte wieder zu sammeln. Der Konvoi zeichnete sich nun am Horizont ab. Bald war er in Sichtweite. In der Mitte befand sich ein solider, schwer beladener Karren, gezogen von zwei Mektoubs, friedfertigen Dickhäutern mit flinken Füßen, die über zwei Meter groß waren, braunes Fell mit grauen Streifen hatten und vor allem an ihren langen, kräftigen Rüsseln und ihren ohrlosen Köpfen zu erkennen waren. Er wurde von einem Tryker geführt, wie viele andere, denen Pü bislang begegnet war. Tatsächlich war es nicht ungewöhnlich, Tryker weit östlich von ihren schwimmenden Städten zu treffen, die im Matis-Land undankbare und schlecht bezahlte Arbeit verrichteten. Ihre Neugier und ihr Freiheitsdrang machten sie zwar zu hervorragenden Entdeckern und Erfindern, doch aufgrund ihrer geringen Größe, ihres kindlichen Aussehens und vor allem ihres friedlichen und gutmütigen Charakters waren die Tryker in den vergangenen Jahrhunderten leider mehrfach von den Matis versklavt worden. Wie Pü aus dem Unterricht seiner Mutter wusste, waren die Tryker zum letzten Mal während des &amp;quot;Aquäduktkriegs&amp;quot; vor nur vierzig Jahren versklavt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2435 entdeckten Fyros-Minenarbeiter im Westen ihrer Wüste unter der Rinde vergrabene Ruinen und bohrten eine Säureader an, die die gesamte Region um die Kaiserstadt Coriolis in Brand setzte. Das wochenlange Feuer breitete sich bis zur Grenze des Königreichs aus und zerschnitt das riesige, von den Matis verhasste Aquädukt. Eben jenes, das die Wüste mit dem Seengebiet verband, das von der Trykoth-Föderation, dem Verbündeten des Fyros-Imperiums, verwaltet wurde. Der Krieg, in den die Allianz und das Königreich seit fast eineinhalb Jahrhunderten verstrickt waren, nahm eine neue Wendung. Der Imperator sah sich gezwungen, seine Truppen von den Seen abzuziehen und sie zur Bekämpfung des Feuers einzusetzen, das sein Volk bedrohte und ihm das Wasser abnahm. Daraufhin nutzte die Matisse-Armee die Gelegenheit und marschierte in das Seengebiet ein, versklavte das Volk der Tryker und eroberte die Stadt Karavia zurück, die das Imperium fast ein Jahrhundert zuvor gestohlen hatte. Karavia, die &amp;quot;Heilige Stadt&amp;quot;, wurde angeblich genau an dem Ort errichtet, an dem Zachini an der Küste des Königreichs, das er später gründete, zum ersten Mal mit der Karavan und der Göttin Jena zusammentraf. Karavia, die &amp;quot;Unheilige Stadt&amp;quot;, für Pü und seinen Stamm der bösartigste Ort auf der Rinde... Und doch wurde hier im Jahr darauf der Vertrag unterzeichnet, der den Aquäduktkrieg beendete und die Tryker von der Herrschaft der Matis befreite. Allerdings hatte diese Episode im Unterbewusstsein des Seenvolkes Spuren hinterlassen, und viele Tryker blieben als Diener im Wald zurück... so wie der Karrenfahrer, der sich offensichtlich dem Dienst des Matis verschrieben hatte, der neben ihm auf der Sitzbank schlummerte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü identifizierte ihn bei seinem Anblick sofort als einen Kleriker der Kirche des Lichts, die Herena genannt wurde. Der Matis war nämlich in seine kirchliche Tracht gekleidet: eine weiße Bernsteinkrone und eine lange Toga, die aus mehreren großen Umhängen bestand, die aus bunten Federn gefertigt und mit Geflechten aus bernsteinfarbenen Schmuckstücken verziert waren. Die Kirche des Lichts, die um den Jena-Kult herum gegründet wurde und unter der Schirmherrschaft der Karavan stand, war heute allmächtig im Königreich Matia und insbesondere in Karavia, das durch den Vertrag, der ihren Namen trägt, an das Königreich zurückgegeben wurde. Unter ihrem Einfluss waren so viele Homins von der dämonischen Natur der Kamis überzeugt worden...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter oben auf dem Karren, auf seiner Planenladung, stand ein Matis mit einem Maschinengewehr und hielt Ausschau nach dem Horizont. Er hatte keinen Helm auf und trug die gewöhnliche Kleidung der Soldaten der regulären Armee: einen weichen, robusten Anzug aus Kaktushaut und darüber Rüstungsteile aus weißem Holz. Ein weiterer schien auf der Rückbank zu sitzen. Die Matis waren ein von Natur aus schlankes Volk mit ausgemergelten Gesichtszügen und perlmuttfarbener Haut. Sie waren Ästheten, raffiniert und aufgrund ihrer Kultur ehrgeizig und erinnerten andere Völker immer wieder an ihre Überlegenheit, selbst wenn sie sich dessen nicht bewusst waren. Um den Karren herum waren fünf berittene Matis, die als Eskorte dienten. Sie ritten stolz auf Caprynis, schlanken Vierbeinern mit dicker, heller und stellenweise blau gestreifter Haut, einem einzigen Geweih und einer langen Schnauze mit einem einzigartigen Ziegenbart. '''Alle Soldaten waren mit einer Rüstung aus solidem weißem Holz ausgestattet''', die mit lilafarbenen Mustern graviert war, sich am Oberkörper wölbte und in der Taille enger wurde. Die Schulterstücke der Rüstung waren ebenso abgerundet wie breit und verliehen den Soldaten ein herrisches Aussehen. Am auffälligsten war jedoch ihr Helm, der aus einer Elfenbeinmaske mit einem azurblauen Schmuckstück auf der Stirn und einer stabilen, imposanten Kopfbedeckung bestand, die mit weißem Bernstein verziert war und deren Enden aus Chitin an den Ohren herabhingen, sodass sie wie Hörner aussahen. Einer der Soldaten unterschied sich von den anderen durch die feinen Verzierungen und Gravuren, die seinen Brustpanzer und Helm schmückten. Bisher hatte Pü noch niemals die Gelegenheit gehabt, solche Verzierungen zu sehen. Der Matis war zweifellos ein hochrangiger Soldat der königlichen Armee, der zusammen mit dem Herena entsandt worden war, um den König vor der Karavan zu vertreten.&lt;br /&gt;
[[file:Tous les soldats.png|right|400px|alt=… Tous les soldats étaient équipés…|Alle Soldaten waren ausgerüstet]]&lt;br /&gt;
Das Kind stellte seinen Korb sorgfältig in die Mitte des Strauches und wartete noch ein paar Sekunden, bis der Konvoi weiterzog. Als er etwa 50 Meter von seiner Position entfernt war, kam er ruhig aus seinem Versteck hervor und stellte sich in die Mitte der Straße. Als der Ausguck auf der Spitze der Ladung ihn entdeckte, gab er das Signal zum Anhalten und der Konvoi stoppte abrupt. Der unerwartete Halt unterbrach den Schlaf des Herena, der beinahe vom Karren gefallen wäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wer sind Sie? Nennen Sie Ihre Identität!&amp;quot;, rief der Ausguck in einem kräftigen, aber dennoch melodischen Tonfall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Antwort trat Pü einige Meter vor, während die Reiter ihre Reittiere ausrichteten und sich vor dem Karren aufstellten. Der Zoraï räusperte sich und nahm seinen schönsten Mateis an. Seine Mutter hatte ihm die von anderen Völkern verwendeten Sprachen beigebracht, wobei sie den Schwerpunkt auf Mateis legte, die international am häufigsten gesprochene Sprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich bin ein Apostel der Kamis, der in die heidnischen Regionen gesandt wurde, um den Verirrten die Existenz des Großen Erzeugers zu offenbaren und einigen Auserwählten die Ewige Vergebung anzubieten. Kinder der Rinde, freut euch zu hören, dass eure Sünden durch mich bereits reingewaschen wurden. In Kürze werden eure Seelen gereinigt und den Schwarzen Kriegern von Ma-Duk übergeben. Durch sie werden sie zu ihrem Kampf für die Erhaltung von Atys beitragen. Und wenn Ma-Duk es will, werden sie Zeuge des Heiligen Krieges und des Beginns der Glücklichen Tage.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz seines guten Willens gelang es dem jungen Homin nicht, Leidenschaft in seine Predigt zu bringen. Nach so vielen Monaten morbider Predigten war dieses Ritual ebenso ermüdend wie schmerzhaft geworden. Pü wusste, dass der Wahnsinn auf ihn lauerte. Die Stimmen in seinem Kopf wurden immer präsenter und er entwickelte Woche für Woche neue Verhaltensstörungen. Wie viele seiner Brüder und Schwestern hatten während ihres Exils den Boden unter den Füßen verloren? Viele von ihnen waren niemals zurückgekehrt. Vor seiner Abreise hatte er lange Zeit hart über sie geurteilt, aber jetzt verstand er sie. Seine Sicht war getrübt, als sich ein starker Kopfschmerz bemerkbar machte. Er musste sich lange konzentrieren, um die ersten mentalen Einflüsterungen auszuschalten. Während dieser langen Sekunden der Abwesenheit hatte sich der Herena zu dem Ausguck auf der Spitze des Karrens gesellt. Er hielt sich rücksichtslos an ihm fest, um nicht zu fallen, und brüllte sie an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ma-Duk? Der große Erzeuger? Was reden Sie denn da für einen Unsinn? Wir wussten zwar, dass die Wilden Ihrer Art die Kami-Dämonen anbeten, aber wir dachten, Sie wären so geistesgegenwärtig, die Existenz unserer aller Mutter, Jena, nicht in Frage zu stellen! Kennen Ihre Schandtaten keine Grenzen? General, ergreifen Sie diesen Ketzer auf der Stelle!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü ging wieder ein paar Schritte nach vorne und massierte sich die Maske.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Dann kann ich Ihnen versichern, dass Min-Cho, sein Rat der Weisen und die gesamte Zoraï-Theokratie, versteckt im Herzen Zorans und hinter ihrer Großen Mauer, immer noch Ihre usurpatorische Göttin anbeten, sagte er mit müdem Blick. Vor vielen Jahrzehnten entschieden sich die Kamis dafür, meinem Stamm die Existenz von Ma-Duk zu offenbaren. Heute sind wir leider die einzigen, die seine Natur als Oberster Kami anerkennen. Aber es gibt noch andere Apostel, die im Dschungel arbeiten. Eines Tages werden unsere Zoraï-Brüder das Ausmaß der Lügen erkennen, die ihnen seit ihrer Kindheit aufgetischt werden, und wenn Ma-Duk es will, werden ihnen ihre Sünden vergeben.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gesicht des Klerikers färbte sich rot, als er durch seine Gestikulationen, die die vielen Umhänge seiner Kleidung verwickelten, fast zu Boden fiel. Zu seinem Glück tat der Ausguck alles, was er konnte, um zu verhindern, dass der Herena sich durch einen Sturz blamierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hören Sie auf mit Ihren Schandtaten, Wilder! Keine Vergebung für Ihre degenerierte Rasse von Dämonenanbetern! Ihre skelettierten Gesichter sind Abscheulichkeiten, eine Beleidigung für die Karavan! Ihr verdient es, ausgerottet zu werden, wie alle Primitiven, die Atys mit Ihrer Anwesenheit beschmutzen! Dieser Wilde soll sofort gefasst werden, das ist ein Befehl!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hoch zu Capryni versuchte der Matis-General einzugreifen, um die wachsende Spannung abzubauen. Doch einer der Reiter befolgte die Aufforderung des Geistlichen und ritt in vollem Tempo los. Pü schüttelte seine Maske ab, um seine letzten Kopfschmerzen wegzuwischen, und konzentrierte sich voll und ganz auf die Situation. Von nun an würde alles sehr schnell gehen. Er musste seine inneren Fragen zum Schweigen bringen. Der Matis hatte bereits die Hälfte der Distanz zwischen ihm und dem Zoraï überwunden. In seiner rechten Hand hielt er einen langen, hohlen Speer, der in einer geflochtenen Bernsteinkragen endete. In der Nähe der horizontalen Stange befand sich ein Hebel, mit dem der Ring, der die Stange abschloss, schnell gelockert oder zusammengedrückt werden konnte. Diese geniale Waffe war in der Regel dazu gedacht, die zukünftigen Reittiere der Matis an der Kehle zu packen, wenn sie noch in der Wildnis waren, wurde aber auch dazu verwendet, Homins zu fixieren und zu unterwerfen, ohne sie zu verletzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Püs Körper schwankte leicht. Es dauerte einige Sekunden, bis er das Schlagen seiner Glieder mit dem Galopp des Reittiers synchronisieren konnte. Als der Angreifer etwa zehn Meter von ihm entfernt war, aktivierte er den Mechanismus seiner Waffe und schwang sie, ohne sein Tempo zu verlangsamen. Die Schlinge öffnete sich weit genug, um den maskierten Kopf des Zoraï zu umschließen. Ohne Zweifel wusste er, wie er mit seinem Instrument umzugehen hatte. Doch der junge Homin war zu flink. Als der Soldat nach rechts schoss, um seine Beute an der Kehle zu packen, tauchte Pü absichtlich in die Richtung des Angriffs und wich ihm aus. Zwischen Waffe und Capryni hindurch gelang es ihm, den Riemen an der Seite des Tieres zu ergreifen, bevor er den Boden berührte. Er hielt sich fest und zog, so gut er konnte, nicht um das Tier zu destabilisieren, sondern um seinen leichten Kinderkörper über das Tier zu schleudern. Er flatterte herum und landete gerade noch auf dem Hinterteil des Capryni, als der Matis hinter seinen Rücken blickte, um zu sehen, was aus dem Zoraï geworden war. Während der Reiter den Blick von Pü kreuzte, der nur durch die Kraft seiner Schenkel das Gleichgewicht auf dem Tier hielt, legte seine Beute, die zum Henker geworden war, schnell ihre Hände um seinen Nacken und brach ihn mit einem kräftigen Schlag. Die Waffe des Matis rutschte aus seiner rechten Hand und zerbrach auf dem Boden. Wenn Pü nicht sicher sein konnte, dass er tot war, war seine Lähmung garantiert. Er ließ den gepanzerten Körper auf sich niedersacken, damit er nicht stürzte, nahm die Zügel, die seine linke Hand hielt, wieder auf, verlangsamte das Tempo und drehte sich um. Als er wieder am Ausgangspunkt angekommen war, brach er seinen Lauf ab und sprang links neben dem Tier zu Boden. Der Körper des Soldaten fiel schwer auf die rechte Seite. Der Helm löste sich durch den Aufprall, sodass der Zoraï in das leblose Gesicht blicken konnte. Der Soldat war eine Homina und damit vielleicht auch eine Mutter. Für den Bruchteil einer Sekunde sah Pü, wie die Maske seiner eigenen das Gesicht der Leiche überlagerte. Er schloss die Augen. Drei. Jetzt fehlten ihm nur noch drei.&lt;br /&gt;
[[file:Le soldat.png|right|400px|alt=… Le soldat était une homine…|Der Soldat war eine Homina]]&lt;br /&gt;
Auf der Spitze des Karrens hatte sich das Gesicht des Klerikers von einer rötlichen Gesichtsfarbe in ein blasses Weiß verwandelt, das viel blasser war als sonst. Die Soldaten reagierten nicht, da sie von der Gewalt, die sie gerade gesehen hatten, schockiert waren. Nur der General behielt die Nerven. Er ließ sein Reittier ein paar Schritte vorwärts reiten und wandte sich dem Konvoi zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Giero, reiten Sie so schnell wie Ihr Capryni kann in Richtung des nächsten Außenpostens! Informieren Sie den Intendanten über die Lage und schicken Sie uns Verstärkung. Unterschätzen Sie die Bedrohung nicht. Be'maty, begeben Sie sich ebenfalls zum Außenposten! Sie werden Giero wegen der Ladung nicht folgen können, aber Ihre Mektoubs sind stark, also schonen Sie sie nicht. Sobald er seine Nachricht überbracht hat, wird Giero Sie auf der Straße treffen. Vicho, bleiben Sie auf dem Karren! Sie werden die Ladung und den Herena mit Ihrem Leben schützen, bis Giero zurückkehrt. Zani, Lichnini, Sivaldo, Sie kommen mit mir! Greifen Sie nicht ein, bis ich es Ihnen befehle&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der selbstbewusste Tonfall des Generals half den Soldaten, aus ihrer Lethargie zu erwachen. Alle führten den Befehl wortlos aus. Der Wachposten sprang vom Karren und legte sein Maschinengewehr an, der Matis auf dem Rücksitz ersetzte ihn auf dem Dach des Karrens, der zu manövrieren begann, um umzukehren. Nur der Kleriker, der gerade erst wieder zu sich kam, wollte protestieren. Doch der neugierige Blick, den der General ihm zuwarf, hielt ihn davon ab, und seine Kreideblässe wurde noch größer. Normalerweise ließ Pü keine Überlebenden zurück, denn nur wenn es keine Zeugen gab, konnte er sicher sein, dass er in diesen Gebieten weiterhin ungehindert operieren konnte. Außerdem vermied er es normalerweise, die reguläre Armee anzugreifen, da jeder vermisste Soldat zu einer Untersuchung führte, und griff stattdessen lieber die fanatischen Stämme oder Banditengruppen an, die das Königreich durchzogen. Doch dieses Mal war alles anders. Wenn die ersten sprechen würden, würde er schon auf dem Rückweg sein. Er beobachtete seine vier zukünftigen Gegner genau, während einer der Reiter mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Südwesten ritt, gefolgt von dem Karren. Er durfte es nicht mit ihnen allen zusammen aufnehmen. Er wartete ein paar Sekunden - genug Zeit, damit der Bote am Horizont verschwand - und begann, sich langsam vorwärts zu bewegen. Beim ersten Schritt schrie der General.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bleiben Sie stehen! Weil Sie sich des Verbrechens des vorsätzlichen Mordes an einem Soldaten des Königreichs Matia schuldig gemacht haben, müssen Sie sich vor dem königlichen Gericht verantworten. Wie es unser Gesetz vorsieht, haben Sie das Recht, sich während des Prozesses zu verteidigen. Bitte kooperieren Sie jetzt, sonst müssen wir Sie gewaltsam festnehmen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü hob die Hände, um Unterwerfung vorzutäuschen, und ging weiter. Er wusste, dass die Matis sich nicht täuschen lassen würden, aber er musste ein paar Meter gutmachen. Momentan war der Maschinengewehrschütze die größte Bedrohung. Er musste ihn zuerst ausschalten. Dennoch durfte er den hochrangigen Soldaten nicht unterschätzen. Unter normalen Umständen hätte er es mit einem einfachen Truppführer zu tun gehabt und nicht mit einem erfahrenen Militär.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich werde mich nicht wiederholen, keine Bewegung mehr!&amp;quot;, schrie der General erneut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zoraï würde es wahrscheinlich nicht schaffen, noch einen weiteren Schritt zu machen, bevor der General zum Angriff blasen würde. Er fuhr mit seiner rechten Hand über seinen Rücken und legte sie auf den kleinen runden Schild, der dort hing. Er durfte sich keinen Fehler erlauben. Wenn er sich jetzt verfehlte, würde der Rest viel unsicherer werden. Er schloss wieder die Augen und ließ seine Sinne sich voll und ganz der Welt öffnen. Die Richtung und Stärke des Windes, die Luftfeuchtigkeit - wichtige Parameter, die es für den perfekten Wurf zu berücksichtigen galt. Er öffnete die Augenlider wieder und richtete seinen Blick auf den Schützen. Er war zwar zu weit weg, um sicher zu sein, aber die Position seiner Arme deutete darauf hin, dass er bereit war, zu schießen. Pü atmete tief durch und machte sich an die Arbeit. Schneller als je zuvor hängte er seinen Schild ab und band seine Arme wie ein Seil nach hinten. Er brauchte weniger als eine Sekunde, um seine Flugbahn zu bestätigen und seinen Buckler zu werfen. Das Geschoss flog nach links vom Pfad und erweckte den Anschein eines Fehlwurfes. Pü nutzte die allgemeine Verwirrung, um in die andere Richtung zu stürmen. Wie erwartet erhielt der Maschinengewehrschütze den Befehl zum Eingreifen und legte seine Waffe an. Mit beiden Füßen fest in der Rinde steckend, begann er, aus allen Rohren auf den Zoraï zu feuern. Aufgrund des Rückstoßes war die Waffe jedoch schlecht zu führen, sodass Pü einige Sekunden Zeit hatte, bevor die Treffer ins Schwarze trafen. Der Junge wackelte und hüpfte geschickt und versuchte, dem Maschinengewehrschützen die Arbeit zu erschweren, dessen Schüsse immer präziser wurden. À ce moment-là, les Matis crurent probablement qu’ils allaient l’emporter. C’était compter sans la courbure impromptue que prit la trajectoire du bouclier. Frôlant les arbres qui marquaient le bord de la route, la rondache dévia en direction du tireur qui était maintenant positionné dos à elle. Personne ne remarqua la manigance, hormis le général qui, plus avisé que le reste de son escouade, aperçut le projectile mortel alors qu’il s’apprêtait à percuter l’arrière du crâne du mitrailleur. Il hurla quelque chose et sauta de son capryni. Se relevant en vitesse, il fonça vers le soldat. En réponse au cri de son supérieur, celui-ci venait de se retourner vers la menace volante. Ne le voyant pas réagir, le général tenta de le plaquer, mais ne réussit qu'à le bousculer. Le bouclier fendit profondément le visage du Matis hébété qui virevolta et s’écroula lourdement sur le sol.&lt;br /&gt;
[[file:Les deux pieds.png|right|400px|alt=… Les deux pieds fermement plantés…|Les deux pieds fermement plantés]]&lt;br /&gt;
Pü cessa ses gesticulations et reprit son souffle. Si le mitrailleur n’était certainement pas mort, il semblait être évanoui, et ne représentait donc plus une menace pour le moment. Alors que le général s'attardait au chevet du malheureux, le jeune Zoraï crut à tort qu’il aurait le temps de réfléchir à son prochain mouvement. Mais les deux capryniers ne l’entendaient pas de cette oreille, et s’incitèrent mutuellement à passer à l’attaque.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Général, restez avec Sivaldo, nous nous occupons du primitif masqué ! cria le premier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Oui général ! Jusqu’alors, ses techniques de lâche ont fonctionné uniquement parce que nous n’y étions pas préparés, renchérit le second. Laissez-nous venger la mort de Tinailli ! Nous vous promettons de lui faire honneur ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Le général eut beau protester, les deux soldats s’élancèrent à pleine vitesse en direction du Zoraï, qui ne semblait pas s’en inquiéter. Les dernières dizaines de mètres qui les séparaient furent englouties en quelques secondes. Mais se souvenant de la mort de leur première camarade, les Matis ne firent pas l’erreur de charger le jeune guerrier. Ils s’arrêtèrent avant d’arriver à son niveau, sautèrent de leur monture et s’avancèrent pour le prendre en tenaille. Au vu de leur comportement respectif, les deux Matis devaient être des soldats inexpérimentés. Aveuglés par la haine et le désir de vengeance, ils ne savaient pas encore qu’ils venaient de se jeter dans la gueule du gingo. Au loin, le général venait à peine d’atteindre son capryni pour rejoindre en urgence les deux imprudents. Seul contre deux, le jeune guerrier avait toutes ses chances. Il fallait donc qu’il en termine au plus vite avant que le seul militaire réellement expérimenté de l’escouade ne les rejoigne. Le Matis qui s’était positionné dans son dos tenait à deux mains une lourde épée d’ambre joliment ornementée, alors que celui qui lui faisait face était armé d’une longue pique couronnée d’ambre tressé. Pü aurait aimé lire sur son visage, mais l’imposant casque cornu qu’il portait l’en empêchait. Rapidement, les Matis se rapprochèrent. En toute logique, le soldat situé face à lui lancerait le premier assaut, laissant ainsi l’opportunité à celui positionné dans son dos d’utiliser un angle mort pour attaquer. C’est exactement ce qui se passa. Le piquier cria et perfora l’air d’un geste précis, espérant empaler le Zoraï d’un seul coup. Sans même bouger ses pieds, Pü envoya sa main droite au contact de la pique tout en pivotant et décalant son bassin du côté opposé. La protection de son avant-bras érafla bruyamment les multiples pointes aiguisées. Retournant brusquement son poignet, il attrapa le long manche de l’arme. Au lieu de repousser l’offensive, il encouragea le mouvement, et se servit de l’élan du Matis pour le déstabiliser tout en préservant l’impulsion de son assaut. Déviant légèrement la direction de l’attaque, et toujours sans décoller les pieds du sol, il courba son dos en arrière, et esquiva le coup horizontal que l’épéiste tenta de lui asséner. Il n’eut alors qu’à faire en sorte que la pique conserve sa vélocité pour que ses pointes mortelles transpercent la cuisse gauche du malheureux à l’épée, qui s’écroula sous le choc en hurlant. Emporté par le mouvement non contrôlé de son arme, l’assaillant manqua de tomber sur le blessé. Pü saisit l’opportunité et l’y aida. Dégainant sa dague de sa main libre alors que l’autre lâchait la pique fermement enfoncée dans la chair de son camarade, il fit un pas en arrière pour reprendre son équilibre et enfonça d’un coup précis sa lame dans la jointure cervicale du casque du piquier. Une longue gerbe de sang gicla lorsqu’il retira sa dague de la carotide de son adversaire. Comme il s’y attendait, le soldat paniqua et retira son casque en vitesse pour comprimer et soigner sa gorge à l’aide des pouvoirs de la Sève, et avant que son cerveau ne cesse d’être irrigué en sang. Ne lui laissant pas le temps d’agir, Pü attrapa la chevelure brune du Matis et lui asséna plusieurs violents coups de dague dans la gorge. Lorsque la tête du soldat se sépara finalement du reste de son corps, le décapité s’effondra sur la pique qui s’enfonça encore plus profondément dans la plaie sanguinolente de l’homin cloué au sol. Pü jeta un coup d’œil en arrière : le général serait bientôt là. Il rangea la dague maculée de sang, laissa tomber la tête de sa victime, et s’approcha du soldat gravement blessé qui, désormais coincé sous la lourde armure encore palpitante de son camarade, n’était plus capable d’extraire la pique pour soigner magiquement sa jambe. L’homin ôta son casque et se mit à gémir. Il devait avoir l’âge de Niï, soit environ dix ans de plus que Pü.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Pitié, ne me tuez pas ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü avait sincèrement pitié. Il détestait tuer. Et particulièrement quand ses adversaires n’y étaient pas préparés. Mais il n’avait plus le choix. Il y était presque, il ne pouvait pas tout abandonner maintenant. Le jeune Zoraï fit à nouveau le vide dans sa tête et ignora la plainte du Matis. Il se rapprocha de lui, posa délicatement son pied gauche sur son cou, et lui broya d’un coup de talon. Ramassant l’épée du malheureux désormais paralysé, il lui planta dans la gorge, empêchant ainsi toute régénération. Un. Il ne lui manquait plus qu’un. Si le mitrailleur évanoui suffisait, l’homin qui lui faisait face dorénavant ne le laisserait sûrement pas approcher le blessé sans combattre. Le général, qui avait en effet enfourché sa monture pour combler la distance qui se séparait du Zoraï, avant de la quitter une seconde fois, se dirigeait désormais vers le guerrier d’un pas décidé. Arrivé à quelques mètres de lui, il ôta son casque. Pour la première fois depuis longtemps, Pü eut un mouvement de recul. Durant un instant, l’enfant crut voir le masque de son père. Le Matis était dans la force de l’âge, comme l’indiquaient les quelques rides qui venaient troubler l’harmonie des traits de son visage et le faible éclat de sa longue chevelure d’ébène. Mais par-dessus tout, c’est l’assurance et l’intensité de son regard qui lui rappelèrent son père. Ces yeux bleus perçants étaient ceux d’un homin déterminé, prêt à tout donner pour accomplir sa volonté. Pü recula d’un pas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Il n’est pas nécessaire que nous combattions, dit-il d’une voix troublée. J’ai accompli ma mission. Laissez-moi le mitrailleur et rentrez chez vous. S’il vous plaît, suivez mon conseil, et rejoignez votre famille. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Le général posa son casque à ses pieds et dégaina une longue et large épée finement décorée. Il lui jeta un regard glacial.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Je ne vais pas pouvoir accéder à votre requête, mon garçon. Vous venez à vous seul de tuer trois de mes soldats. Le Karan Domini, Roi et Grand Prêtre du Royaume de Matia, doit savoir pourquoi la Théocratie Zoraï forme des enfants-soldats à des missions d’assassinat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Je vous le redis : ma tribu et moi ne dépendons pas de la Théocratie Zoraï. Je vous en prie, éloignez-vous ! » répliqua Pü en reculant une seconde fois.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Le Matis s’avança d’un pas déterminé.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Vous a-t-on forcé à tuer ? S’il est normal qu’un garçon de votre âge apprenne à combattre, il ne devrait pas avoir à faire couler le sang si jeune. Et sûrement pas dans ces conditions. Un garçon de votre âge passe du temps avec ses amis, ses frères, ses sœurs, son père et sa mère. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
À l’écoute des paroles du militaire, et à l’évocation de ses proches, le jeune Zoraï fut pris d’un coup de sang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Ne parlez pas de ma famille ! Fuyez, tant qu’il en est encore temps ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Un sourire froid s’afficha alors sur le visage du général.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Il semble que j’aie touché la corde sensible. Seraient-ce vos parents qui vous ont envoyé si loin de la Jungle pour commettre ces meurtres ? Une mère est censée enseigner l’amour à ses enfants, non la mort ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Une violente céphalée transperça le crâne de l’enfant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« '''Je vous interdis de parler de ma mère !''' »&lt;br /&gt;
[[file:Je vous interdis.png|right|400px|alt=… Je vous interdis de parler…|Je vous interdis de parler]]&lt;br /&gt;
À son départ, elle avait pleuré. Et si elle l’avait exhorté de ne pas tuer pour assouvir son propre plaisir, elle lui avait malgré tout demandé de le faire pour Ma-Duk. Pü aimait sincèrement Ma-Duk, autant qu’il détestait Jena. Les Kamis protégeaient Atys, quand la Karavan la détruisait en pillant ses ressources. Mais ne pouvait-on prouver son amour à Ma-Duk autrement qu’en répandant le sang ? Par ses propos, et son statut de Grande Prêtresse, sa mère approuvait les coutumes barbares de leurs ancêtres. Pire, elle les transmettait avec ferveur. Mais lui, qui buvait il y a encore quelques mois chacune des paroles de sa mère, les vomissait désormais. Combien de temps encore réussirait-il à feindre son attachement aux valeurs de sa tribu ? Et si, averti de cette dernière pensée, Ma-Duk considérait déjà qu’il ne lui était plus fidèle, pourrait-il jamais devenir l’Ombre du Masque Noir ? Son père l’exécuterait-il lorsque Grand-Mère Bä-Bä lui apprendrait la nouvelle ? Son frère et sa mère le laisseraient-il faire ? Pü atteignait ses limites, son cerveau était en ébullition. Sentant le Zoraï flancher, le Matis le poussa à bout.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Ainsi l’Herena avait donc raison : vous n’êtes que des animaux ! Les homins de votre peuple engrossent leurs homines et les transforment en mères pondeuses, juste bonnes à produire des enfants-soldats qui seront sacrifiés sur l’autel de vos croyances haineuses ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sur ces mots, Pü dégaina sa dague et son épée courte et s’élança vers le Matis en hurlant. Il lui avait laissé l’opportunité de fuir, et celui-ci ne l’avait pas saisie. S’il désirait mourir, alors Pü l’y aiderait, aussi simplement qu’il l’avait fait pour ses soldats. Cela ne prendrait que quelques secondes. Tout serait terminé, bientôt. Il n’aurait plus à supporter cette douleur. C’est en tout cas ce qu’il imagina sous le coup de la fureur. L’épée du général s’illumina et le jeune guerrier fut saisi aux chevilles avant même de comprendre la manœuvre du militaire. L’expérience du Matis avait parlé, et l’orgueil du Zoraï allait lui coûter cher. Il avait sous-estimé son adversaire et s’était précipité aveuglément, sans anticiper l’utilisation d’un enchantement magique d’entrave. Des racines avaient jailli de l’écorce et l’empêchaient totalement de bouger. Étant donné l’élan de sa course, Pü avait manqué trébucher en avant, et ce n’était que de justesse qu’il avait réussi à se maintenir debout. Pris de panique, il tenta de s’extraire du piège magique en tailladant à l’aide de ses armes les ramifications qui montaient maintenant le long de ses mollets, oubliant par là même le lanceur du sortilège. Soudainement, alors que toute son attention était portée sur ses jambes, le ciel s’assombrit. Son sang se glaça lorsqu’il leva la tête par réflexe. Au-dessus de lui, l’imposante armure du Matis masquait la lumière de l’astre du jour : il avait profité de l’affolement du Zoraï pour arriver au corps-à-corps. Le contre-jour accentuait son regard féroce, qui pétrifia Pü de toute part. Le général leva sa grande épée en position plongeante. Son armure blanche s’illumina lorsque la lumière filtra suite au changement de posture, et Pü dut détourner les yeux pour ne pas être aveuglé.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Laissez-vous faire ! dit le Matis d’un air grave. Le coup que je vais vous porter va vous infliger une blessure critique. Si vous bougez, il risque de vous être fatal. Je vous maintiendrai en vie jusqu’à ce que les renforts arrivent. Nous vous conduirons ensuite à Matia ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Si le général semblait confiant en sa capacité de l’amener vivant auprès du roi des Matis, Pü préférait mourir mille fois plutôt que de devenir captif des suppôts de la Karavan. Il essaya à nouveau de se débattre, mais les racines enserraient maintenant sa taille et commençaient à remonter sur son ventre. Voilà, c’était ainsi que s’achevait sa courte vie. Finalement, Grand-Mère Bä-Bä avait eu tort. Lui qui avait grandi avec l’idée de devenir l’Ombre du Masque Noir et de périr parmi les siens en protégeant son frère, allait mourir seul et loin de chez lui, avec pour dernière vision l’éblouissante empreinte astrale de Jena. Quelle ironie. Alors que le Zoraï avait tourné son masque sur la gauche pour ne pas avoir à supporter plus longtemps le reflet moqueur de la cuirasse, il aperçut une étrange source lumineuse au-delà de la lisière de la route, sous l’ombre des grands arbres sylvestres. En se concentrant, il put discerner nettement deux sphères de taille identique. Elles étaient d’une blancheur éclatante et luisaient d’autant plus vivement qu’elles étaient environnées d’obscurité. Non, ce n’était pas seulement l’obscurité… Pü distingua une petite silhouette noire parmi les ombres. Son sang se glaça de nouveau. Ce n’étaient pas des sphères, c’étaient des yeux. Ceux du Kami Noir qui lui était apparu deux fois jusqu’alors. Il était là. Ma-Duk le regardait.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Non, il ne pouvait abandonner. Il était un Guerrier Noir de Ma-Duk, forgé par les meilleurs combattants de la Jungle et béni des Kamis. Tant qu’il pourrait se battre, il n’abandonnerait pas. Revigoré, son corps réagit d’instinct lorsque le général abattit son arme sur lui pour lui transpercer la clavicule gauche. Il envoya son bras droit au contact de la lame massive pour se protéger, et si son épée courte ne réussit pas à bloquer le coup, elle permit néanmoins de dévier l’attaque, au prix d’une partie de sa main, qui vola en éclats. L’état d’extrême tension dans lequel se trouvait le jeune guerrier eut pour effet positif de lui faire totalement ignorer la douleur. L’épée l’érafla et se planta lourdement dans le sol. Profitant de la seconde de répit qu’il lui était offerte, Pü lâcha la dague qu’il tenait dans sa main gauche et manipula la Sève alentour pour incanter à deux mains un sortilège. Sa paire d’amplificateurs de magie étant accrochée à sa ceinture désormais enchevêtrée avec les racines, il ne put s’en équiper. Mais pour ce qu’il comptait faire, un sortilège brut devrait suffire. Alors '''il n’hésita pas, et enflamma son corps pour s’évader de sa prison de bois'''. Il réussit à se dégager des racines partiellement consumées au moment où le général arrachait son épée du sol. Alors qu’il lançait son second assaut, Pü réussit à l’éviter de justesse grâce à une roulade. Le Matis enchaîna avec une série de frappes d’estoc et de taille, que le jeune guerrier esquiva à l’aide de diverses acrobaties. Désarmé, il n’était pas en mesure de parer les attaques. S’il était bien plus habile que le général encombré de sa lourde armure, celui-ci semblait bien plus endurant, et n’avait pas encore subi de blessures. Plus inquiétant encore, ses coups se faisaient de plus en plus précis. Pour la première fois de sa vie, Pü combattait un maître d’armes dans un combat à mort. L’expérience du Matis parlait, et il ne lui fallut que peu de temps pour commencer d’anticiper les mouvements du jeune guerrier.&lt;br /&gt;
[[file:Hesita pas.png|right|400px|alt=… il n’hésita pas…|il n’hésita pas]]&lt;br /&gt;
Les secondes défilaient et Pü s’essoufflait à vue d’œil. À plusieurs reprises, le soldat réussit à le frôler, entaillant son corps d’enfant de la pointe de son épée. Pü faisait régulièrement appel aux pouvoirs de la Sève pour panser ses blessures et régénérer partiellement son endurance, mais, à ce rythme, il atteindrait bientôt ses limites. S’il aurait aimé pouvoir passer dans le dos du Matis pour tenter de lui briser la nuque, comme il savait si bien le faire, celui-ci ne lui laissait aucun répit. Sans arme, il n’avait aucun moyen de s’extraire de cette situation perdue d’avance. Alors qu’il cherchait une échappatoire, il aperçut une dague pendant à la taille du soldat, cachée derrière le drap d’apparat ornant sa ceinture. Comment avait-il pu ne pas la voir avant ? Pü se maudit et imagina un plan d’action, entre deux roulades et trois contorsions. Il allait jouer le tout pour le tout. À bout de souffle, le Zoraï attendait le moment idéal pour agir. Soudainement, lui qui ne faisait jusqu’alors que reculer face aux assauts du Matis, profita d’une large frappe de taille pour effectuer une roulade avant et passer sous la lame tranchante. Son mouvement tout juste terminé, il poussa aussi fort qu’il put sur ses jambes, et bondit sur le flanc gauche du soldat. Si le Matis fut décontenancé par la direction de l’esquive, il réagit très vite et rendit un violent coup de pied latéral au jeune guerrier. Le corps de l’enfant craqua sous la lourde botte du soldat et alla s’écraser plus loin sur le sol. Pü se releva péniblement sur un genou et cracha le sang. Son adversaire venait de lui briser plusieurs côtes. Mais derrière son masque, le jeune guerrier souriait : sa main valide était désormais armée. Bien que différente des dagues qu’il avait coutume de manier, celle du Matis ferait parfaitement l’affaire. Le jeune homin inspira un grand coup et leva son masque vers le général. Celui-ci s’était retourné et s’apprêtait à réaliser une percée avec son épée pour retourner au corps-à-corps.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Abandonnez mon garçon ! » dit-il en chargeant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
À nouveau, Pü n’aurait qu’une seule chance. Et jusqu’alors, la chance lui avait souvent souri. Finalement, peut-être que le Kami Noir veillait réellement sur lui.  Alors que le soldat se précipitait dans sa direction, l’épée dirigée vers l’avant, Pü attendit le bon moment et jeta sa dague en l’air, loin au-dessus de lui. Aussitôt fait, il infusa tout ce qu’il put de Sève dans ses jambes et fit gonfler ses cuisses comme jamais. Puisant à la limite de ce qu’il pouvait endurer, il souleva un nuage de sciure et bondit dans les airs d’un saut surhomin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Totalement surpris par la nature de l’attaque et partiellement aveuglé par le brouillard de débris, le Matis crut à tort que le Zoraï tentait simplement de s’enfuir. Il comprit trop tard la réalité de la situation lorsque qu’il sentit son épée s’alourdir brusquement sur l’avant. Pü venait d’atterrir sur le plat de la lame et s’élançait tel un funambule en direction de son porteur. Déjà fort déséquilibré, le Matis tenta en vain de se redresser au moment où Pü prit à nouveau appui sur l’arme pour voltiger. Le jeune guerrier atterrit cette fois-ci sur ses épaules, et se propulsa une derrière fois en direction du ciel, obligeant par la force de ses jambes le Matis à poser un genou au sol. Pü devait se situer à environ quatre mètres du sol, et survolait le nuage de poussière qui commençait à se dissiper. Il n’eut qu’à tendre son bras valide pour attraper la dague qu’il avait précisément jetée quelques secondes auparavant. Écartant les jambes et regardant vers le sol, alors que la gravité commençait à faire effet, il posa ses yeux sur le visage du général. Celui-ci avait perdu son regard terrifiant et ouvrait grand les paupières. Pü y lut de l’admiration. L’enfant effectua à nouveau un lancer parfait et la dague alla se planter droit dans le crâne du Matis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Toujours en l’air, le Zoraï se préparait à se réceptionner correctement, mais ses côtes cassées l’en empêchèrent. Il s’effondra lourdement sur le flanc opposé, non loin du corps du général figé sur les genoux dans une étrange position. Sa tête pendait en arrière, dirigée vers l’astre du jour et sa longue chevelure d’ébène se soulevait légèrement au gré du vent. Pü s’allongea sur le dos et écarta les bras. Terminé. Son calvaire était terminé. Il avait gagné.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
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[[Catégorie:La Guerre Sacrée]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jadeyn</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Kapitel_IV_-_Sylvan_Exil&amp;diff=34286</id>
		<title>Kapitel IV - Sylvan Exil</title>
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				<updated>2023-02-10T13:56:02Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Jadeyn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Trad&lt;br /&gt;
|DE=Kapitel IV - Sylvan Exil|DEs=2&lt;br /&gt;
|EN=Chapter IV - Sylvan Exile|ENs=4&lt;br /&gt;
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{{Clear}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:purple;font-weight:bold&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''IV - Sylvan Exil'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:purple;font-weight:bold&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''Jahr 2474 von Jena'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Quotation|''Bélénor Nébius, Erzähler'' • ''Cheng Lai'SuKi, Illustratorin''|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[file:Pu deroulait.png|right|400px|alt=… Pü déroulait en silence…|verrichtete Pü schweigend]]&lt;br /&gt;
Auf einem hohen Ast eines großen sylvanischen Baumes sitzend, '''verrichtete Pü schweigend sein tägliches Gebet'''. Über ihm, sogar noch näher, so weit entfernt vom Dschungel und seinem Zenit, war das Tagesgestirn dabei, seinen vollen Glanz zu entfalten, und trotz der dicken Laubschicht, die es vom Himmel trennte, schaffte es das warme Licht, die blaue Haut des jungen Zoraï zu erwärmen. Er hatte jedoch gelernt, Jenas astrale Prägung zu vergessen, und versuchte, sich an die Kälte und das Echo der Abgrundschächte zu erinnern, die sein Dorf unter der Rinde durchzogen und die es Ma-Duk ermöglichten, aus dem Herzen von Atys über ihn und seine Familie zu wachen. Er hatte ohnehin keine Wahl: Die Höhen waren bei weitem der geeignetste Ort für meditative Momente. Am Boden waren Raubtiere und Soldatenpatrouillen eine ständige Störung, die seine Ruhe bedrohten und ihn daran hinderten, sich friedlichen Aktivitäten zu widmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tausend Kilometer entfernt beendeten seine Stammesmitglieder wahrscheinlich auch gerade ihre Gebete. Trotz der Entfernung und der Einsamkeit hatte Pü versucht, seinen Lebensrhythmus beizubehalten, den er vor seiner Abreise gelebt hatte. Mit dem ersten Morgengrauen erwachte das Dorf und bereitete sich auf die Routinearbeiten vor, die für das reibungslose Funktionieren der Gemeinschaft notwendig waren: Instandhaltung, Handwerk, Jagd, Kochen, verschiedene Versammlungen, Empfang der seltenen Gesandten und Händler etc. Das Ziel war es, so viele Aufgaben wie möglich zu erledigen, bevor die lange Morgenlitanei begann. Diese wurde von Pus Mutter Looï geleitet und endete mit einem gemeinsamen Essen im Speisesaal, an dem der ganze Stamm teilnahm. Nach dem Mittagessen übten sich die Zoraï mehrere Stunden lang in der Kunst des Kampfes. Der Unterricht richtete sich an alle, unabhängig von Alter oder Geschlecht, und war sehr vielfältig: Nahkampf, Stichwaffen, Schusswaffen und Magie. Der Stamm war in erster Linie ein Clan von Kämpfern, die früher oder später am Beginn des Heiligen Krieges teilnehmen würden. Wenn das Training beendet war, trafen sich die Familien zu einem gemütlichen Essen und gingen vor dem Schlafengehen verschiedenen persönlichen Aktivitäten nach. Seit jeher besuchte Pü Abendkurse bei seiner Mutter, die ihn in homininer Geschichte, internationalen Beziehungen, anderen Sprachen und Wissenschaft unterrichtete. Gelegentlich wurde er von seinem älteren Bruder Niï begleitet. In den meisten Fällen besuchte dieser jedoch andere Privatstunden bei ihrem Vater, der Schwarzen Maske.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Junge wurde jäh aus seinen Erinnerungen gerissen, als ein trauriges Geräusch die Harmonie des Gesangs der Bäume durchbrach. Über den Baumwipfeln erschütterte das dumpfe Dröhnen eines Karavan-Fluggeräts die Luft und vertrieb die Javings, diese seltsamen Vögel mit den gezackten, grünlichen Flügeln und der langen, schwarzen, glänzenden und mit Widerhaken versehenen Zunge, mit der sie ihre Beute aufspießten. Pü stand schnell auf, überprüfte die Festigkeit seiner Lebenslinie und machte sich daran, die letzten Meter des dicken Baumstamms zu erklimmen, der ihn vom Himmel trennte. Als sein zarter Körper aus dem Blättermeer herausragte, musste er hinter seiner Maske die Augen zusammenkneifen, weil das Tageslicht so grell war. Nicht weit von ihm entfernt verlor die Höllenmaschine immer mehr an Höhe. Die seltsame schwarze Materie, aus der ihre Hülle bestand, reflektierte Jenas helles Astrallicht, als wollte sie ihn verhöhnen. Trotzdem gelang es Pü, die Maschine zu identifizieren. Es war einer der kleinen Transporter, die die Karavan normalerweise benutzte, um die von ihren Hominsklaven gesammelten Ressourcen zu sammeln. Seltsamerweise schien er direkt aus einer der riesigen Himmelswurzeln zu stammen, die das Kronendach bildeten, den unerforschten Teil der Rinde, wie die Bewohner Atys bezeichneten, ihre Welt aus lebendem Holz, das nur aus ständig wachsendem Pflanzenmaterial besteht. Ihre opulenten Täler und üppigen Hügel bestanden aus kolossalen Wurzeln, auf denen die Homins ihre Zivilisationen errichtet hatten. Das Wasser, das die tiefen Wurzelspalten füllte, erweckte ihre Seen, Lagunen und Ozeane zum Leben. Die steilsten Wurzeln bildeten seine Berge und reckten sich in einem langsamen, unaufhaltsamen Aufstieg in den Himmel. Bestimmte Temperaturanomalien führten sogar dazu, dass der Wurzelteppich langsam verglühte und die Wüsten entstanden. Und noch tiefer unter der Rinde befanden sich die Urwurzeln, das geheimnisvollste Ökosystem von Atys nach dem, das man in das Kronendach vermutet. Es bildete ein riesiges Labyrinth aus grünen, feuchten Höhlen, die tief in die Eingeweide der Pflanzenwelt bis in ihr Herz hineinreichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü beobachtete, wie die Karavan-Maschine mit hoher Geschwindigkeit abtauchte. Es war sehr wahrscheinlich, dass wie üblich ein Treffpunkt zwischen der Karavan und ihren Handlangern vereinbart worden war und dass ein Konvoi auf dem Weg war, um Tribut zu liefern. Der junge Zoraï spürte, wie sein Herz raste. Vier. Jetzt fehlten ihm nur noch vier. Vier, und er könnte endlich nach Hause zu seinen Lieben zurückkehren. Das war die perfekte Gelegenheit. Er musste den Konvoi abfangen, bevor er sich mit den Karavan-Agenten treffen konnte. Pü entkam dem nackten Tag, indem er sich ein paar Meter in die Tiefe stürzen ließ, und landete auf dem Ast, auf dem er seine Sachen zurückgelassen hatte. Er sammelte sie zusammen und packte sie hastig ein, bis auf einen würfelförmigen Weidenkorb, den er sorgfältig handhabte. In diesem Korb befanden sich die Früchte monatelanger Bemühungen. Er würde sich niemals verzeihen, wenn er ihn verlieren oder seine Unversehrtheit gefährden würde. Um sicherzugehen, dass er nichts vergessen hatte, überprüfte er noch einmal seinen Klettergurt und tauchte ab. Pü raste durch den grünen Abgrund, bewegte sich geschickt zwischen den Zweigen und löste mit einem fachmännischen Handgriff seine Lebenslinie von den Stiften, die er während des Aufstiegs getrieben hatte. Er durchquerte viele Sekunden lang die bunten Schichten dieses kontinentalen Waldes mit seinen tausend Jahreszeiten und landete schließlich anmutig auf dem belaubten Boden. Die Richtung, in die das Fluggerät flog, deutete darauf hin, dass es wahrscheinlich auf der Lichtung weiter nördlich landen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten Konvois starten in Matia, der Hauptstadt des gleichnamigen Königreichs, und so war es gut möglich, dass der erhoffte den breiten künstlichen Pfad nehmen würde, der den Wald im Westen durchschneidet. Pü war von den Kräften der Botaniker des Matis-Volkes beeindruckt und erschrocken zugleich. Er, der Matias kolossale Wurzelmauer und die riesigen Habitatbaumkomplexe, die sich jenseits der Stadtmauer so weit das Auge reichte, mit eigenen Augen gesehen hatte, war von einer solchen Maßlosigkeit überwältigt gewesen. Doch mit diesem Vorgehen und dem Versuch, die Natur nach seinem Willen zu beugen, versuchte das Volk der Matis, die Absicht der Kamis und damit auch die Absicht von Ma-Duk zu durchkreuzen. Der Große Erzeuger wacht über jedes Stückchen Materie auf Atys. Die Natur zu verändern bedeutet, sein Großes Werk zu verfälschen. Die Geheimnisse der Manipulation von lebender Materie, insbesondere von Pflanzen, waren den Matis von der Karavan übermittelt worden, wie den Zoraïs die Beherrschung des Magnetismus und des Schreibens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während seiner langen Monate im Exil im Königreich Matia war Pü klar geworden, wie attraktiv die heidnischen Sitten der von der Karavan indoktrinierten Völker sein konnten. Bei diesen Gedanken hatte er sich geschämt. Aber es hatte ihm auch geholfen, die Gefährlichkeit dieser Dämonen aus dem Himmel besser zu verstehen. Der junge Zoraï verlor keine Zeit. Er rutschte und sprang über die Wurzeln und Verzweigungen des Waldes und legte die letzten Kilometer bis zum Pfad in kürzester Zeit zurück. Die wenigen Gingos, die versuchten, ihn auf seinem Weg zu verfolgen, hatten keine andere Wahl, als aufzugeben, da er sich so geschickt durch das dichte Gewirr der Natur manövrierte, die frei von jeglicher Matisse-Unterdrückung war. Als er den Weg erreichte, versteckte er sich hinter einem großen Strauch und hielt Ausschau nach der Ankunft des Konvois. Als er gerade aufgeben und woanders nach den Spuren der Matis suchen wollte, hörte er in der Ferne ordentliches Hufgetrappel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü schluckte. Sein Herzschlag begann sich langsam zu beschleunigen. Niemals. Niemals würde er sich an dieses Gefühl gewöhnen. Sein Bruder hatte ihm versichert, dass sein erstes Mal ein Genuss sein würde und dass die Gefühle, die er dabei empfand, ihn für sein ganzes Leben prägen würden. Auf der einen Seite hatte er damit nicht ganz Unrecht. Die blutverschmierten Hände eines Zoraï, der mit elf Jahren ins Exil geschickt wurde, kniete allein vor der noch warmen Leiche seines ersten Opfers: diese Bilder verfolgten ihn wochenlang Tag und Nacht, bis er den Verstand verlor. Doch diese letzte Prüfung kündigte auch das Ende seines schmerzhaften Exils an. Bald würde er wieder in seinem Land, bei seinem Stamm sein und seine Mutter wieder in die Arme schließen können. Dieser freudige Gedanke tröstete ihn und half ihm, seine Kräfte wieder zu sammeln. Der Konvoi zeichnete sich nun am Horizont ab. Bald war er in Sichtweite. In der Mitte befand sich ein solider, schwer beladener Karren, gezogen von zwei Mektoubs, friedfertigen Dickhäutern mit flinken Füßen, die über zwei Meter groß waren, braunes Fell mit grauen Streifen hatten und vor allem an ihren langen, kräftigen Rüsseln und ihren ohrlosen Köpfen zu erkennen waren. Er wurde von einem Tryker geführt, wie viele andere, denen Pü bislang begegnet war. Tatsächlich war es nicht ungewöhnlich, Tryker weit östlich von ihren schwimmenden Städten zu treffen, die im Matis-Land undankbare und schlecht bezahlte Arbeit verrichteten. Ihre Neugier und ihr Freiheitsdrang machten sie zwar zu hervorragenden Entdeckern und Erfindern, doch aufgrund ihrer geringen Größe, ihres kindlichen Aussehens und vor allem ihres friedlichen und gutmütigen Charakters waren die Tryker in den vergangenen Jahrhunderten leider mehrfach von den Matis versklavt worden. Wie Pü aus dem Unterricht seiner Mutter wusste, waren die Tryker zum letzten Mal während des &amp;quot;Aquäduktkriegs&amp;quot; vor nur vierzig Jahren versklavt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2435 entdeckten Fyros-Minenarbeiter im Westen ihrer Wüste unter der Rinde vergrabene Ruinen und bohrten eine Säureader an, die die gesamte Region um die Kaiserstadt Coriolis in Brand setzte. Das wochenlange Feuer breitete sich bis zur Grenze des Königreichs aus und zerschnitt das riesige, von den Matis verhasste Aquädukt. Eben jenes, das die Wüste mit dem Seengebiet verband, das von der Trykoth-Föderation, dem Verbündeten des Fyros-Imperiums, verwaltet wurde. Der Krieg, in den die Allianz und das Königreich seit fast eineinhalb Jahrhunderten verstrickt waren, nahm eine neue Wendung. Der Imperator sah sich gezwungen, seine Truppen von den Seen abzuziehen und sie zur Bekämpfung des Feuers einzusetzen, das sein Volk bedrohte und ihm das Wasser abnahm. Daraufhin nutzte die Matisse-Armee die Gelegenheit und marschierte in das Seengebiet ein, versklavte das Volk der Tryker und eroberte die Stadt Karavia zurück, die das Imperium fast ein Jahrhundert zuvor gestohlen hatte. Karavia, die &amp;quot;Heilige Stadt&amp;quot;, wurde angeblich genau an dem Ort errichtet, an dem Zachini an der Küste des Königreichs, das er später gründete, zum ersten Mal mit der Karavan und der Göttin Jena zusammentraf. Karavia, die &amp;quot;Unheilige Stadt&amp;quot;, für Pü und seinen Stamm der bösartigste Ort auf der Rinde... Und doch wurde hier im Jahr darauf der Vertrag unterzeichnet, der den Aquäduktkrieg beendete und die Tryker von der Herrschaft der Matis befreite. Allerdings hatte diese Episode im Unterbewusstsein des Seenvolkes Spuren hinterlassen, und viele Tryker blieben als Diener im Wald zurück... so wie der Karrenfahrer, der sich offensichtlich dem Dienst des Matis verschrieben hatte, der neben ihm auf der Sitzbank schlummerte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü identifizierte ihn bei seinem Anblick sofort als einen Kleriker der Kirche des Lichts, die Herena genannt wurde. Der Matis war nämlich in seine kirchliche Tracht gekleidet: eine weiße Bernsteinkrone und eine lange Toga, die aus mehreren großen Umhängen bestand, die aus bunten Federn gefertigt und mit Geflechten aus bernsteinfarbenen Schmuckstücken verziert waren. Die Kirche des Lichts, die um den Jena-Kult herum gegründet wurde und unter der Schirmherrschaft der Karavan stand, war heute allmächtig im Königreich Matia und insbesondere in Karavia, das durch den Vertrag, der ihren Namen trägt, an das Königreich zurückgegeben wurde. Unter ihrem Einfluss waren so viele Homins von der dämonischen Natur der Kamis überzeugt worden...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter oben auf dem Karren, auf seiner Planenladung, stand ein Matis mit einem Maschinengewehr und hielt Ausschau nach dem Horizont. Er hatte keinen Helm auf und trug die gewöhnliche Kleidung der Soldaten der regulären Armee: einen weichen, robusten Anzug aus Kaktushaut und darüber Rüstungsteile aus weißem Holz. Ein weiterer schien auf der Rückbank zu sitzen. Die Matis waren ein von Natur aus schlankes Volk mit ausgemergelten Gesichtszügen und perlmuttfarbener Haut. Sie waren Ästheten, raffiniert und aufgrund ihrer Kultur ehrgeizig und erinnerten andere Völker immer wieder an ihre Überlegenheit, selbst wenn sie sich dessen nicht bewusst waren. Um den Karren herum waren fünf berittene Matis, die als Eskorte dienten. Sie ritten stolz auf Caprynis, schlanken Vierbeinern mit dicker, heller und stellenweise blau gestreifter Haut, einem einzigen Geweih und einer langen Schnauze mit einem einzigartigen Ziegenbart. '''Alle Soldaten waren mit einer Rüstung aus solidem weißem Holz ausgestattet''', die mit lilafarbenen Mustern graviert war, sich am Oberkörper wölbte und in der Taille enger wurde. Die Schulterstücke der Rüstung waren ebenso abgerundet wie breit und verliehen den Soldaten ein herrisches Aussehen. Am auffälligsten war jedoch ihr Helm, der aus einer Elfenbeinmaske mit einem azurblauen Schmuckstück auf der Stirn und einer stabilen, imposanten Kopfbedeckung bestand, die mit weißem Bernstein verziert war und deren Enden aus Chitin an den Ohren herabhingen, sodass sie wie Hörner aussahen. Einer der Soldaten unterschied sich von den anderen durch die feinen Verzierungen und Gravuren, die seinen Brustpanzer und Helm schmückten. Bisher hatte Pü noch niemals die Gelegenheit gehabt, solche Verzierungen zu sehen. Der Matis war zweifellos ein hochrangiger Soldat der königlichen Armee, der zusammen mit dem Herena entsandt worden war, um den König vor der Karavan zu vertreten.&lt;br /&gt;
[[file:Tous les soldats.png|right|400px|alt=… Tous les soldats étaient équipés…|Alle Soldaten waren ausgerüstet]]&lt;br /&gt;
Das Kind stellte seinen Korb sorgfältig in die Mitte des Strauches und wartete noch ein paar Sekunden, bis der Konvoi weiterzog. Als er etwa 50 Meter von seiner Position entfernt war, kam er ruhig aus seinem Versteck hervor und stellte sich in die Mitte der Straße. Als der Ausguck auf der Spitze der Ladung ihn entdeckte, gab er das Signal zum Anhalten und der Konvoi stoppte abrupt. Der unerwartete Halt unterbrach den Schlaf des Herena, der beinahe vom Karren gefallen wäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wer sind Sie? Nennen Sie Ihre Identität!&amp;quot;, rief der Ausguck in einem kräftigen, aber dennoch melodischen Tonfall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Antwort trat Pü einige Meter vor, während die Reiter ihre Reittiere ausrichteten und sich vor dem Karren aufstellten. Der Zoraï räusperte sich und nahm seinen schönsten Mateis an. Seine Mutter hatte ihm die von anderen Völkern verwendeten Sprachen beigebracht, wobei sie den Schwerpunkt auf Mateis legte, die international am häufigsten gesprochene Sprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich bin ein Apostel der Kamis, der in die heidnischen Regionen gesandt wurde, um den Verirrten die Existenz des Großen Erzeugers zu offenbaren und einigen Auserwählten die Ewige Vergebung anzubieten. Kinder der Rinde, freut euch zu hören, dass eure Sünden durch mich bereits reingewaschen wurden. In Kürze werden eure Seelen gereinigt und den Schwarzen Kriegern von Ma-Duk übergeben. Durch sie werden sie zu ihrem Kampf für die Erhaltung von Atys beitragen. Und wenn Ma-Duk es will, werden sie Zeuge des Heiligen Krieges und des Beginns der Glücklichen Tage.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz seines guten Willens gelang es dem jungen Homin nicht, Leidenschaft in seine Predigt zu bringen. Nach so vielen Monaten morbider Predigten war dieses Ritual ebenso ermüdend wie schmerzhaft geworden. Pü wusste, dass der Wahnsinn auf ihn lauerte. Die Stimmen in seinem Kopf wurden immer präsenter und er entwickelte Woche für Woche neue Verhaltensstörungen. Wie viele seiner Brüder und Schwestern hatten während ihres Exils den Boden unter den Füßen verloren? Viele von ihnen waren niemals zurückgekehrt. Vor seiner Abreise hatte er lange Zeit hart über sie geurteilt, aber jetzt verstand er sie. Seine Sicht war getrübt, als sich ein starker Kopfschmerz bemerkbar machte. Er musste sich lange konzentrieren, um die ersten mentalen Einflüsterungen auszuschalten. Während dieser langen Sekunden der Abwesenheit hatte sich der Herena zu dem Ausguck auf der Spitze des Karrens gesellt. Er hielt sich rücksichtslos an ihm fest, um nicht zu fallen, und brüllte sie an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ma-Duk? Der große Erzeuger? Was reden Sie denn da für einen Unsinn? Wir wussten zwar, dass die Wilden Ihrer Art die Kami-Dämonen anbeten, aber wir dachten, Sie wären so geistesgegenwärtig, die Existenz unserer aller Mutter, Jena, nicht in Frage zu stellen! Kennen Ihre Schandtaten keine Grenzen? General, ergreifen Sie diesen Ketzer auf der Stelle!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü ging wieder ein paar Schritte nach vorne und massierte sich die Maske.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Dann kann ich Ihnen versichern, dass Min-Cho, sein Rat der Weisen und die gesamte Zoraï-Theokratie, versteckt im Herzen Zorans und hinter ihrer Großen Mauer, immer noch Ihre usurpatorische Göttin anbeten, sagte er mit müdem Blick. Vor vielen Jahrzehnten entschieden sich die Kamis dafür, meinem Stamm die Existenz von Ma-Duk zu offenbaren. Heute sind wir leider die einzigen, die seine Natur als Oberster Kami anerkennen. Aber es gibt noch andere Apostel, die im Dschungel arbeiten. Eines Tages werden unsere Zoraï-Brüder das Ausmaß der Lügen erkennen, die ihnen seit ihrer Kindheit aufgetischt werden, und wenn Ma-Duk es will, werden ihnen ihre Sünden vergeben.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gesicht des Klerikers färbte sich rot, als er durch seine Gestikulationen, die die vielen Umhänge seiner Kleidung verwickelten, fast zu Boden fiel. Zu seinem Glück tat der Ausguck alles, was er konnte, um zu verhindern, dass der Herena sich durch einen Sturz blamierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hören Sie auf mit Ihren Schandtaten, Wilder! Keine Vergebung für Ihre degenerierte Rasse von Dämonenanbetern! Ihre skelettierten Gesichter sind Abscheulichkeiten, eine Beleidigung für die Karavan! Ihr verdient es, ausgerottet zu werden, wie alle Primitiven, die Atys mit Ihrer Anwesenheit beschmutzen! Dieser Wilde soll sofort gefasst werden, das ist ein Befehl!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hoch zu Capryni versuchte der Matis-General einzugreifen, um die wachsende Spannung abzubauen. Doch einer der Reiter befolgte die Aufforderung des Geistlichen und ritt in vollem Tempo los. Pü schüttelte seine Maske ab, um seine letzten Kopfschmerzen wegzuwischen, und konzentrierte sich voll und ganz auf die Situation. Von nun an würde alles sehr schnell gehen. Er musste seine inneren Fragen zum Schweigen bringen. Der Matis hatte bereits die Hälfte der Distanz zwischen ihm und dem Zoraï überwunden. In seiner rechten Hand hielt er einen langen, hohlen Speer, der in einer geflochtenen Bernsteinkragen endete. In der Nähe der horizontalen Stange befand sich ein Hebel, mit dem der Ring, der die Stange abschloss, schnell gelockert oder zusammengedrückt werden konnte. Diese geniale Waffe war in der Regel dazu gedacht, die zukünftigen Reittiere der Matis an der Kehle zu packen, wenn sie noch in der Wildnis waren, wurde aber auch dazu verwendet, Homins zu fixieren und zu unterwerfen, ohne sie zu verletzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Püs Körper schwankte leicht. Es dauerte einige Sekunden, bis er das Schlagen seiner Glieder mit dem Galopp des Reittiers synchronisieren konnte. Als der Angreifer etwa zehn Meter von ihm entfernt war, aktivierte er den Mechanismus seiner Waffe und schwang sie, ohne sein Tempo zu verlangsamen. Die Schlinge öffnete sich weit genug, um den maskierten Kopf des Zoraï zu umschließen. Ohne Zweifel wusste er, wie er mit seinem Instrument umzugehen hatte. Doch der junge Homin war zu flink. Als der Soldat nach rechts schoss, um seine Beute an der Kehle zu packen, tauchte Pü absichtlich in die Richtung des Angriffs und wich ihm aus. Zwischen Waffe und Capryni hindurch gelang es ihm, den Riemen an der Seite des Tieres zu ergreifen, bevor er den Boden berührte. Er hielt sich fest und zog, so gut er konnte, nicht um das Tier zu destabilisieren, sondern um seinen leichten Kinderkörper über das Tier zu schleudern. Er flatterte herum und landete gerade noch auf dem Hinterteil des Capryni, als der Matis hinter seinen Rücken blickte, um zu sehen, was aus dem Zoraï geworden war. Während der Reiter den Blick von Pü kreuzte, der nur durch die Kraft seiner Schenkel das Gleichgewicht auf dem Tier hielt, legte seine Beute, die zum Henker geworden war, schnell ihre Hände um seinen Nacken und brach ihn mit einem kräftigen Schlag. Die Waffe des Matis rutschte aus seiner rechten Hand und zerbrach auf dem Boden. Wenn Pü nicht sicher sein konnte, dass er tot war, war seine Lähmung garantiert. Er ließ den gepanzerten Körper auf sich niedersacken, damit er nicht stürzte, nahm die Zügel, die seine linke Hand hielt, wieder auf, verlangsamte das Tempo und drehte sich um. Als er wieder am Ausgangspunkt angekommen war, brach er seinen Lauf ab und sprang links neben dem Tier zu Boden. Der Körper des Soldaten fiel schwer auf die rechte Seite. Der Helm löste sich durch den Aufprall, sodass der Zoraï in das leblose Gesicht blicken konnte. Der Soldat war eine Homina und damit vielleicht auch eine Mutter. Für den Bruchteil einer Sekunde sah Pü, wie die Maske seiner eigenen das Gesicht der Leiche überlagerte. Er schloss die Augen. Drei. Jetzt fehlten ihm nur noch drei.&lt;br /&gt;
[[file:Le soldat.png|right|400px|alt=… Le soldat était une homine…|Der Soldat war eine Homina]]&lt;br /&gt;
Auf der Spitze des Karrens hatte sich das Gesicht des Klerikers von einer rötlichen Gesichtsfarbe in ein blasses Weiß verwandelt, das viel blasser war als sonst. Die Soldaten reagierten nicht, da sie von der Gewalt, die sie gerade gesehen hatten, schockiert waren. Nur der General behielt die Nerven. Er ließ sein Reittier ein paar Schritte vorwärts reiten und wandte sich dem Konvoi zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Giero, reiten Sie so schnell wie Ihr Capryni kann in Richtung des nächsten Außenpostens! Informieren Sie den Intendanten über die Lage und schicken Sie uns Verstärkung. Unterschätzen Sie die Bedrohung nicht. Be'maty, begeben Sie sich ebenfalls zum Außenposten! Sie werden Giero wegen der Ladung nicht folgen können, aber Ihre Mektoubs sind stark, also schonen Sie sie nicht. Sobald er seine Nachricht überbracht hat, wird Giero Sie auf der Straße treffen. Vicho, bleiben Sie auf dem Karren! Sie werden die Ladung und den Herena mit Ihrem Leben schützen, bis Giero zurückkehrt. Zani, Lichnini, Sivaldo, Sie kommen mit mir! Greifen Sie nicht ein, bis ich es Ihnen befehle&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der selbstbewusste Tonfall des Generals half den Soldaten, aus ihrer Lethargie zu erwachen. Alle führten den Befehl wortlos aus. Der Wachposten sprang vom Karren und legte sein Maschinengewehr an, der Matis auf dem Rücksitz ersetzte ihn auf dem Dach des Karrens, der zu manövrieren begann, um umzukehren. Nur der Kleriker, der gerade erst wieder zu sich kam, wollte protestieren. Doch der neugierige Blick, den der General ihm zuwarf, hielt ihn davon ab, und seine Kreideblässe wurde noch größer. Normalerweise ließ Pü keine Überlebenden zurück, denn nur wenn es keine Zeugen gab, konnte er sicher sein, dass er in diesen Gebieten weiterhin ungehindert operieren konnte. Außerdem vermied er es normalerweise, die reguläre Armee anzugreifen, da jeder vermisste Soldat zu einer Untersuchung führte, und griff stattdessen lieber die fanatischen Stämme oder Banditengruppen an, die das Königreich durchzogen. Doch dieses Mal war alles anders. Wenn die ersten sprechen würden, würde er schon auf dem Rückweg sein. Er beobachtete seine vier zukünftigen Gegner genau, während einer der Reiter mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Südwesten ritt, gefolgt von dem Karren. Er durfte es nicht mit ihnen allen zusammen aufnehmen. Er wartete ein paar Sekunden - genug Zeit, damit der Bote am Horizont verschwand - und begann, sich langsam vorwärts zu bewegen. Beim ersten Schritt schrie der General.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bleiben Sie stehen! Weil Sie sich des Verbrechens des vorsätzlichen Mordes an einem Soldaten des Königreichs Matia schuldig gemacht haben, müssen Sie sich vor dem königlichen Gericht verantworten. Wie es unser Gesetz vorsieht, haben Sie das Recht, sich während des Prozesses zu verteidigen. Bitte kooperieren Sie jetzt, sonst müssen wir Sie gewaltsam festnehmen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü hob die Hände, um Unterwerfung vorzutäuschen, und ging weiter. Er wusste, dass die Matis sich nicht täuschen lassen würden, aber er musste ein paar Meter gutmachen. Momentan war der Maschinengewehrschütze die größte Bedrohung. Er musste ihn zuerst ausschalten. Dennoch durfte er den hochrangigen Soldaten nicht unterschätzen. Unter normalen Umständen hätte er es mit einem einfachen Truppführer zu tun gehabt und nicht mit einem erfahrenen Militär.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich werde mich nicht wiederholen, keine Bewegung mehr!&amp;quot;, schrie der General erneut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Le Zoraï ne réussirait probablement pas à faire un pas de plus avant que le général ne sonne l’assaut. Il passa sa main droite dans son dos et la posa sur le petit bouclier rond qui y était accroché. Il n’avait pas droit à l’erreur. S’il se manquait maintenant, la suite serait beaucoup plus incertaine. Il ferma à nouveau les yeux et laissa pleinement ses sens s’ouvrir au monde. La direction et la force du vent, l’humidité de l’air : importants paramètres à prendre en compte pour réaliser le lancer parfait. Rouvrant les paupières, il posa son regard sur le tireur. S’il était trop loin pour en être certain, la position de ses bras indiquait qu’il était prêt à faire feu. Pü inspira un grand coup et se mit en action. Plus rapide que jamais, il décrocha son bouclier et banda ses bras en arrière comme une corde. Il lui fallut moins d’une seconde pour valider sa trajectoire et propulser sa rondache. Le projectile vola vers la gauche du sentier, donnant l’illusion d’un lancer manqué. Pü profita de l’incompréhension générale pour foncer dans l’autre direction. Comme prévu, le mitrailleur reçut l’ordre d’intervenir et enclencha son arme. '''Les deux pieds fermement plantés dans l’écorce, il se mit à tirer à feu nourri en direction du Zoraï'''. Mais, vu son recul, l’arme était malaisée à diriger, ce qui laissait à Pü quelques secondes avant que les impacts ne fassent mouche. L’enfant se déhanchait et sautillait habilement, s'efforçant de compliquer la tâche du mitrailleur, dont les tirs se faisaient de plus en plus précis. À ce moment-là, les Matis crurent probablement qu’ils allaient l’emporter. C’était compter sans la courbure impromptue que prit la trajectoire du bouclier. Frôlant les arbres qui marquaient le bord de la route, la rondache dévia en direction du tireur qui était maintenant positionné dos à elle. Personne ne remarqua la manigance, hormis le général qui, plus avisé que le reste de son escouade, aperçut le projectile mortel alors qu’il s’apprêtait à percuter l’arrière du crâne du mitrailleur. Il hurla quelque chose et sauta de son capryni. Se relevant en vitesse, il fonça vers le soldat. En réponse au cri de son supérieur, celui-ci venait de se retourner vers la menace volante. Ne le voyant pas réagir, le général tenta de le plaquer, mais ne réussit qu'à le bousculer. Le bouclier fendit profondément le visage du Matis hébété qui virevolta et s’écroula lourdement sur le sol.&lt;br /&gt;
[[file:Les deux pieds.png|right|400px|alt=… Les deux pieds fermement plantés…|Les deux pieds fermement plantés]]&lt;br /&gt;
Pü cessa ses gesticulations et reprit son souffle. Si le mitrailleur n’était certainement pas mort, il semblait être évanoui, et ne représentait donc plus une menace pour le moment. Alors que le général s'attardait au chevet du malheureux, le jeune Zoraï crut à tort qu’il aurait le temps de réfléchir à son prochain mouvement. Mais les deux capryniers ne l’entendaient pas de cette oreille, et s’incitèrent mutuellement à passer à l’attaque.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Général, restez avec Sivaldo, nous nous occupons du primitif masqué ! cria le premier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Oui général ! Jusqu’alors, ses techniques de lâche ont fonctionné uniquement parce que nous n’y étions pas préparés, renchérit le second. Laissez-nous venger la mort de Tinailli ! Nous vous promettons de lui faire honneur ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Le général eut beau protester, les deux soldats s’élancèrent à pleine vitesse en direction du Zoraï, qui ne semblait pas s’en inquiéter. Les dernières dizaines de mètres qui les séparaient furent englouties en quelques secondes. Mais se souvenant de la mort de leur première camarade, les Matis ne firent pas l’erreur de charger le jeune guerrier. Ils s’arrêtèrent avant d’arriver à son niveau, sautèrent de leur monture et s’avancèrent pour le prendre en tenaille. Au vu de leur comportement respectif, les deux Matis devaient être des soldats inexpérimentés. Aveuglés par la haine et le désir de vengeance, ils ne savaient pas encore qu’ils venaient de se jeter dans la gueule du gingo. Au loin, le général venait à peine d’atteindre son capryni pour rejoindre en urgence les deux imprudents. Seul contre deux, le jeune guerrier avait toutes ses chances. Il fallait donc qu’il en termine au plus vite avant que le seul militaire réellement expérimenté de l’escouade ne les rejoigne. Le Matis qui s’était positionné dans son dos tenait à deux mains une lourde épée d’ambre joliment ornementée, alors que celui qui lui faisait face était armé d’une longue pique couronnée d’ambre tressé. Pü aurait aimé lire sur son visage, mais l’imposant casque cornu qu’il portait l’en empêchait. Rapidement, les Matis se rapprochèrent. En toute logique, le soldat situé face à lui lancerait le premier assaut, laissant ainsi l’opportunité à celui positionné dans son dos d’utiliser un angle mort pour attaquer. C’est exactement ce qui se passa. Le piquier cria et perfora l’air d’un geste précis, espérant empaler le Zoraï d’un seul coup. Sans même bouger ses pieds, Pü envoya sa main droite au contact de la pique tout en pivotant et décalant son bassin du côté opposé. La protection de son avant-bras érafla bruyamment les multiples pointes aiguisées. Retournant brusquement son poignet, il attrapa le long manche de l’arme. Au lieu de repousser l’offensive, il encouragea le mouvement, et se servit de l’élan du Matis pour le déstabiliser tout en préservant l’impulsion de son assaut. Déviant légèrement la direction de l’attaque, et toujours sans décoller les pieds du sol, il courba son dos en arrière, et esquiva le coup horizontal que l’épéiste tenta de lui asséner. Il n’eut alors qu’à faire en sorte que la pique conserve sa vélocité pour que ses pointes mortelles transpercent la cuisse gauche du malheureux à l’épée, qui s’écroula sous le choc en hurlant. Emporté par le mouvement non contrôlé de son arme, l’assaillant manqua de tomber sur le blessé. Pü saisit l’opportunité et l’y aida. Dégainant sa dague de sa main libre alors que l’autre lâchait la pique fermement enfoncée dans la chair de son camarade, il fit un pas en arrière pour reprendre son équilibre et enfonça d’un coup précis sa lame dans la jointure cervicale du casque du piquier. Une longue gerbe de sang gicla lorsqu’il retira sa dague de la carotide de son adversaire. Comme il s’y attendait, le soldat paniqua et retira son casque en vitesse pour comprimer et soigner sa gorge à l’aide des pouvoirs de la Sève, et avant que son cerveau ne cesse d’être irrigué en sang. Ne lui laissant pas le temps d’agir, Pü attrapa la chevelure brune du Matis et lui asséna plusieurs violents coups de dague dans la gorge. Lorsque la tête du soldat se sépara finalement du reste de son corps, le décapité s’effondra sur la pique qui s’enfonça encore plus profondément dans la plaie sanguinolente de l’homin cloué au sol. Pü jeta un coup d’œil en arrière : le général serait bientôt là. Il rangea la dague maculée de sang, laissa tomber la tête de sa victime, et s’approcha du soldat gravement blessé qui, désormais coincé sous la lourde armure encore palpitante de son camarade, n’était plus capable d’extraire la pique pour soigner magiquement sa jambe. L’homin ôta son casque et se mit à gémir. Il devait avoir l’âge de Niï, soit environ dix ans de plus que Pü.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Pitié, ne me tuez pas ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü avait sincèrement pitié. Il détestait tuer. Et particulièrement quand ses adversaires n’y étaient pas préparés. Mais il n’avait plus le choix. Il y était presque, il ne pouvait pas tout abandonner maintenant. Le jeune Zoraï fit à nouveau le vide dans sa tête et ignora la plainte du Matis. Il se rapprocha de lui, posa délicatement son pied gauche sur son cou, et lui broya d’un coup de talon. Ramassant l’épée du malheureux désormais paralysé, il lui planta dans la gorge, empêchant ainsi toute régénération. Un. Il ne lui manquait plus qu’un. Si le mitrailleur évanoui suffisait, l’homin qui lui faisait face dorénavant ne le laisserait sûrement pas approcher le blessé sans combattre. Le général, qui avait en effet enfourché sa monture pour combler la distance qui se séparait du Zoraï, avant de la quitter une seconde fois, se dirigeait désormais vers le guerrier d’un pas décidé. Arrivé à quelques mètres de lui, il ôta son casque. Pour la première fois depuis longtemps, Pü eut un mouvement de recul. Durant un instant, l’enfant crut voir le masque de son père. Le Matis était dans la force de l’âge, comme l’indiquaient les quelques rides qui venaient troubler l’harmonie des traits de son visage et le faible éclat de sa longue chevelure d’ébène. Mais par-dessus tout, c’est l’assurance et l’intensité de son regard qui lui rappelèrent son père. Ces yeux bleus perçants étaient ceux d’un homin déterminé, prêt à tout donner pour accomplir sa volonté. Pü recula d’un pas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Il n’est pas nécessaire que nous combattions, dit-il d’une voix troublée. J’ai accompli ma mission. Laissez-moi le mitrailleur et rentrez chez vous. S’il vous plaît, suivez mon conseil, et rejoignez votre famille. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Le général posa son casque à ses pieds et dégaina une longue et large épée finement décorée. Il lui jeta un regard glacial.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Je ne vais pas pouvoir accéder à votre requête, mon garçon. Vous venez à vous seul de tuer trois de mes soldats. Le Karan Domini, Roi et Grand Prêtre du Royaume de Matia, doit savoir pourquoi la Théocratie Zoraï forme des enfants-soldats à des missions d’assassinat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Je vous le redis : ma tribu et moi ne dépendons pas de la Théocratie Zoraï. Je vous en prie, éloignez-vous ! » répliqua Pü en reculant une seconde fois.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Le Matis s’avança d’un pas déterminé.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Vous a-t-on forcé à tuer ? S’il est normal qu’un garçon de votre âge apprenne à combattre, il ne devrait pas avoir à faire couler le sang si jeune. Et sûrement pas dans ces conditions. Un garçon de votre âge passe du temps avec ses amis, ses frères, ses sœurs, son père et sa mère. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
À l’écoute des paroles du militaire, et à l’évocation de ses proches, le jeune Zoraï fut pris d’un coup de sang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Ne parlez pas de ma famille ! Fuyez, tant qu’il en est encore temps ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Un sourire froid s’afficha alors sur le visage du général.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Il semble que j’aie touché la corde sensible. Seraient-ce vos parents qui vous ont envoyé si loin de la Jungle pour commettre ces meurtres ? Une mère est censée enseigner l’amour à ses enfants, non la mort ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Une violente céphalée transperça le crâne de l’enfant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« '''Je vous interdis de parler de ma mère !''' »&lt;br /&gt;
[[file:Je vous interdis.png|right|400px|alt=… Je vous interdis de parler…|Je vous interdis de parler]]&lt;br /&gt;
À son départ, elle avait pleuré. Et si elle l’avait exhorté de ne pas tuer pour assouvir son propre plaisir, elle lui avait malgré tout demandé de le faire pour Ma-Duk. Pü aimait sincèrement Ma-Duk, autant qu’il détestait Jena. Les Kamis protégeaient Atys, quand la Karavan la détruisait en pillant ses ressources. Mais ne pouvait-on prouver son amour à Ma-Duk autrement qu’en répandant le sang ? Par ses propos, et son statut de Grande Prêtresse, sa mère approuvait les coutumes barbares de leurs ancêtres. Pire, elle les transmettait avec ferveur. Mais lui, qui buvait il y a encore quelques mois chacune des paroles de sa mère, les vomissait désormais. Combien de temps encore réussirait-il à feindre son attachement aux valeurs de sa tribu ? Et si, averti de cette dernière pensée, Ma-Duk considérait déjà qu’il ne lui était plus fidèle, pourrait-il jamais devenir l’Ombre du Masque Noir ? Son père l’exécuterait-il lorsque Grand-Mère Bä-Bä lui apprendrait la nouvelle ? Son frère et sa mère le laisseraient-il faire ? Pü atteignait ses limites, son cerveau était en ébullition. Sentant le Zoraï flancher, le Matis le poussa à bout.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Ainsi l’Herena avait donc raison : vous n’êtes que des animaux ! Les homins de votre peuple engrossent leurs homines et les transforment en mères pondeuses, juste bonnes à produire des enfants-soldats qui seront sacrifiés sur l’autel de vos croyances haineuses ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sur ces mots, Pü dégaina sa dague et son épée courte et s’élança vers le Matis en hurlant. Il lui avait laissé l’opportunité de fuir, et celui-ci ne l’avait pas saisie. S’il désirait mourir, alors Pü l’y aiderait, aussi simplement qu’il l’avait fait pour ses soldats. Cela ne prendrait que quelques secondes. Tout serait terminé, bientôt. Il n’aurait plus à supporter cette douleur. C’est en tout cas ce qu’il imagina sous le coup de la fureur. L’épée du général s’illumina et le jeune guerrier fut saisi aux chevilles avant même de comprendre la manœuvre du militaire. L’expérience du Matis avait parlé, et l’orgueil du Zoraï allait lui coûter cher. Il avait sous-estimé son adversaire et s’était précipité aveuglément, sans anticiper l’utilisation d’un enchantement magique d’entrave. Des racines avaient jailli de l’écorce et l’empêchaient totalement de bouger. Étant donné l’élan de sa course, Pü avait manqué trébucher en avant, et ce n’était que de justesse qu’il avait réussi à se maintenir debout. Pris de panique, il tenta de s’extraire du piège magique en tailladant à l’aide de ses armes les ramifications qui montaient maintenant le long de ses mollets, oubliant par là même le lanceur du sortilège. Soudainement, alors que toute son attention était portée sur ses jambes, le ciel s’assombrit. Son sang se glaça lorsqu’il leva la tête par réflexe. Au-dessus de lui, l’imposante armure du Matis masquait la lumière de l’astre du jour : il avait profité de l’affolement du Zoraï pour arriver au corps-à-corps. Le contre-jour accentuait son regard féroce, qui pétrifia Pü de toute part. Le général leva sa grande épée en position plongeante. Son armure blanche s’illumina lorsque la lumière filtra suite au changement de posture, et Pü dut détourner les yeux pour ne pas être aveuglé.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Laissez-vous faire ! dit le Matis d’un air grave. Le coup que je vais vous porter va vous infliger une blessure critique. Si vous bougez, il risque de vous être fatal. Je vous maintiendrai en vie jusqu’à ce que les renforts arrivent. Nous vous conduirons ensuite à Matia ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Si le général semblait confiant en sa capacité de l’amener vivant auprès du roi des Matis, Pü préférait mourir mille fois plutôt que de devenir captif des suppôts de la Karavan. Il essaya à nouveau de se débattre, mais les racines enserraient maintenant sa taille et commençaient à remonter sur son ventre. Voilà, c’était ainsi que s’achevait sa courte vie. Finalement, Grand-Mère Bä-Bä avait eu tort. Lui qui avait grandi avec l’idée de devenir l’Ombre du Masque Noir et de périr parmi les siens en protégeant son frère, allait mourir seul et loin de chez lui, avec pour dernière vision l’éblouissante empreinte astrale de Jena. Quelle ironie. Alors que le Zoraï avait tourné son masque sur la gauche pour ne pas avoir à supporter plus longtemps le reflet moqueur de la cuirasse, il aperçut une étrange source lumineuse au-delà de la lisière de la route, sous l’ombre des grands arbres sylvestres. En se concentrant, il put discerner nettement deux sphères de taille identique. Elles étaient d’une blancheur éclatante et luisaient d’autant plus vivement qu’elles étaient environnées d’obscurité. Non, ce n’était pas seulement l’obscurité… Pü distingua une petite silhouette noire parmi les ombres. Son sang se glaça de nouveau. Ce n’étaient pas des sphères, c’étaient des yeux. Ceux du Kami Noir qui lui était apparu deux fois jusqu’alors. Il était là. Ma-Duk le regardait.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Non, il ne pouvait abandonner. Il était un Guerrier Noir de Ma-Duk, forgé par les meilleurs combattants de la Jungle et béni des Kamis. Tant qu’il pourrait se battre, il n’abandonnerait pas. Revigoré, son corps réagit d’instinct lorsque le général abattit son arme sur lui pour lui transpercer la clavicule gauche. Il envoya son bras droit au contact de la lame massive pour se protéger, et si son épée courte ne réussit pas à bloquer le coup, elle permit néanmoins de dévier l’attaque, au prix d’une partie de sa main, qui vola en éclats. L’état d’extrême tension dans lequel se trouvait le jeune guerrier eut pour effet positif de lui faire totalement ignorer la douleur. L’épée l’érafla et se planta lourdement dans le sol. Profitant de la seconde de répit qu’il lui était offerte, Pü lâcha la dague qu’il tenait dans sa main gauche et manipula la Sève alentour pour incanter à deux mains un sortilège. Sa paire d’amplificateurs de magie étant accrochée à sa ceinture désormais enchevêtrée avec les racines, il ne put s’en équiper. Mais pour ce qu’il comptait faire, un sortilège brut devrait suffire. Alors '''il n’hésita pas, et enflamma son corps pour s’évader de sa prison de bois'''. Il réussit à se dégager des racines partiellement consumées au moment où le général arrachait son épée du sol. Alors qu’il lançait son second assaut, Pü réussit à l’éviter de justesse grâce à une roulade. Le Matis enchaîna avec une série de frappes d’estoc et de taille, que le jeune guerrier esquiva à l’aide de diverses acrobaties. Désarmé, il n’était pas en mesure de parer les attaques. S’il était bien plus habile que le général encombré de sa lourde armure, celui-ci semblait bien plus endurant, et n’avait pas encore subi de blessures. Plus inquiétant encore, ses coups se faisaient de plus en plus précis. Pour la première fois de sa vie, Pü combattait un maître d’armes dans un combat à mort. L’expérience du Matis parlait, et il ne lui fallut que peu de temps pour commencer d’anticiper les mouvements du jeune guerrier.&lt;br /&gt;
[[file:Hesita pas.png|right|400px|alt=… il n’hésita pas…|il n’hésita pas]]&lt;br /&gt;
Les secondes défilaient et Pü s’essoufflait à vue d’œil. À plusieurs reprises, le soldat réussit à le frôler, entaillant son corps d’enfant de la pointe de son épée. Pü faisait régulièrement appel aux pouvoirs de la Sève pour panser ses blessures et régénérer partiellement son endurance, mais, à ce rythme, il atteindrait bientôt ses limites. S’il aurait aimé pouvoir passer dans le dos du Matis pour tenter de lui briser la nuque, comme il savait si bien le faire, celui-ci ne lui laissait aucun répit. Sans arme, il n’avait aucun moyen de s’extraire de cette situation perdue d’avance. Alors qu’il cherchait une échappatoire, il aperçut une dague pendant à la taille du soldat, cachée derrière le drap d’apparat ornant sa ceinture. Comment avait-il pu ne pas la voir avant ? Pü se maudit et imagina un plan d’action, entre deux roulades et trois contorsions. Il allait jouer le tout pour le tout. À bout de souffle, le Zoraï attendait le moment idéal pour agir. Soudainement, lui qui ne faisait jusqu’alors que reculer face aux assauts du Matis, profita d’une large frappe de taille pour effectuer une roulade avant et passer sous la lame tranchante. Son mouvement tout juste terminé, il poussa aussi fort qu’il put sur ses jambes, et bondit sur le flanc gauche du soldat. Si le Matis fut décontenancé par la direction de l’esquive, il réagit très vite et rendit un violent coup de pied latéral au jeune guerrier. Le corps de l’enfant craqua sous la lourde botte du soldat et alla s’écraser plus loin sur le sol. Pü se releva péniblement sur un genou et cracha le sang. Son adversaire venait de lui briser plusieurs côtes. Mais derrière son masque, le jeune guerrier souriait : sa main valide était désormais armée. Bien que différente des dagues qu’il avait coutume de manier, celle du Matis ferait parfaitement l’affaire. Le jeune homin inspira un grand coup et leva son masque vers le général. Celui-ci s’était retourné et s’apprêtait à réaliser une percée avec son épée pour retourner au corps-à-corps.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Abandonnez mon garçon ! » dit-il en chargeant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
À nouveau, Pü n’aurait qu’une seule chance. Et jusqu’alors, la chance lui avait souvent souri. Finalement, peut-être que le Kami Noir veillait réellement sur lui.  Alors que le soldat se précipitait dans sa direction, l’épée dirigée vers l’avant, Pü attendit le bon moment et jeta sa dague en l’air, loin au-dessus de lui. Aussitôt fait, il infusa tout ce qu’il put de Sève dans ses jambes et fit gonfler ses cuisses comme jamais. Puisant à la limite de ce qu’il pouvait endurer, il souleva un nuage de sciure et bondit dans les airs d’un saut surhomin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Totalement surpris par la nature de l’attaque et partiellement aveuglé par le brouillard de débris, le Matis crut à tort que le Zoraï tentait simplement de s’enfuir. Il comprit trop tard la réalité de la situation lorsque qu’il sentit son épée s’alourdir brusquement sur l’avant. Pü venait d’atterrir sur le plat de la lame et s’élançait tel un funambule en direction de son porteur. Déjà fort déséquilibré, le Matis tenta en vain de se redresser au moment où Pü prit à nouveau appui sur l’arme pour voltiger. Le jeune guerrier atterrit cette fois-ci sur ses épaules, et se propulsa une derrière fois en direction du ciel, obligeant par la force de ses jambes le Matis à poser un genou au sol. Pü devait se situer à environ quatre mètres du sol, et survolait le nuage de poussière qui commençait à se dissiper. Il n’eut qu’à tendre son bras valide pour attraper la dague qu’il avait précisément jetée quelques secondes auparavant. Écartant les jambes et regardant vers le sol, alors que la gravité commençait à faire effet, il posa ses yeux sur le visage du général. Celui-ci avait perdu son regard terrifiant et ouvrait grand les paupières. Pü y lut de l’admiration. L’enfant effectua à nouveau un lancer parfait et la dague alla se planter droit dans le crâne du Matis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Toujours en l’air, le Zoraï se préparait à se réceptionner correctement, mais ses côtes cassées l’en empêchèrent. Il s’effondra lourdement sur le flanc opposé, non loin du corps du général figé sur les genoux dans une étrange position. Sa tête pendait en arrière, dirigée vers l’astre du jour et sa longue chevelure d’ébène se soulevait légèrement au gré du vent. Pü s’allongea sur le dos et écarta les bras. Terminé. Son calvaire était terminé. Il avait gagné.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{NavChap|[[Chapitre III - Mourir pour renaître]]|[[La Guerre Sacrée#Table des matières|Table des matières]]|[[Chapitre V - La graine du doute]]}}&lt;br /&gt;
{{Portail|La Grande Bibliothèque|Zoraï}}&lt;br /&gt;
[[Catégorie:La Guerre Sacrée]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jadeyn</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Stammes%C3%BCbersicht&amp;diff=33442</id>
		<title>Stammesübersicht</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Stammes%C3%BCbersicht&amp;diff=33442"/>
				<updated>2023-01-17T08:16:35Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Jadeyn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Trad&lt;br /&gt;
|DE = Stammesübersicht |DEs= 4&lt;br /&gt;
|EN = Tribes of Atys |ENs= 4&lt;br /&gt;
|ES = Tribus de Atys |ESs= 5&lt;br /&gt;
|FR = Vue d'ensemble des Tribus |FRs=4&lt;br /&gt;
|RU = Обзор племен |RUs= 5&lt;br /&gt;
|H  = &lt;br /&gt;
|palette= &lt;br /&gt;
|ref=&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Dies ist eine detaillierte Aufstellung aller Stämme auf Atys nach Kontinenten. Für die einfache alphabetische Auflistung aller Stämme, siehe [[:Kategorie:Stämme]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen Leitfaden zum Stammesruhm siehe [[Stammes-Ruhm]]. Außerdem gibt es die Liste der [[Banditen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nach Hauptregionen ==&lt;br /&gt;
=== Stämme von Aeden Aqueous ===&lt;br /&gt;
Die Seenlande von [[Aeden Aqueous]] haben die geringste Anzahl an Stämmen von allen Hauptkontinenten der [[Neue Lande|Neuen Lande]]. Fast jede [[Region]] beherbergt nur einen einzigen Stamm, der seine Region somit ganz für sich allein hat. Dies hält die Politik meist einfach, und die [[Tryker]]-Föderation hat nur mit wenigen feindlichen Stämmen zu tun. Die [[Sklaventreiber]] und die [[Lagunenbrüder]] machen ihnen jedoch immer noch zu schaffen, da sie die Tryker in den Regionen, die die Seenlandschaft mit den anderen Kontinenten verbinden, ausplündern. In den sichereren Regionen leben die [[Korsaren]] und die [[Lehmbildhauer]], Stämme von Trykern, die enge Verbündete der Föderation sind. Und in den Ecken von Aeden Aqueous leben ein paar friedliche Stämme, die von der Tryker-Regierung geduldet werden und es vorziehen, in Ruhe gelassen zu werden: die [[Schmuggler]], die [[Gischtläufer]]  und der Stamm der intelligenten [[Cute|Cutes]], bekannt als die [[Cuzane]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;10&amp;quot; border=&amp;quot;0&amp;quot;&lt;br /&gt;
| {{Infobox Tribe || Tribename=[[Korsaren]] || races=[[Tryker]] || cult=[[Kami]] || location=[[See der Freiheit]] || image=corsairscamp.jpg || maplink=http://ballisticmystix.net/?p=map;keywords;Korsaren%20Stamm}}&lt;br /&gt;
| {{Infobox Tribe || Tribename=[[Lehmbildhauer]] || races=[[Tryker]] || cult=[[Karavan]] || location=[[Winde der Musen]] || image=siltsculptorscamp.jpg || maplink=http://ballisticmystix.net/?p=map;keywords;Lehmbildhauer%20Stamm}}&lt;br /&gt;
| {{Infobox Tribe || Tribename=[[Schmuggler]] || races=[[Fyros]], [[Matis]], [[Tryker]] || cult=[[Marodeur]] || location=[[Ursprung]] || image=smugglerscamp.jpg || maplink=http://ballisticmystix.net/?p=map;keywords;Schmuggler%20Stamm}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| {{Infobox Tribe || Tribename=[[Gischtläufer]] || races=[[Tryker]], [[Zoraï]] || cult=[[Kami]] || location=[[Verzauberte Insel]] || image=beachcomberscamp.jpg || maplink=http://ballisticmystix.net/?p=map;keywords;Gischtläufer%20Stamm}}&lt;br /&gt;
| {{Infobox Tribe || Tribename=[[Sklaventreiber]] || races=[[Fyros]], [[Matis]] || cult=[[Karavan]] || location=[[Strände des Überflusses]] || image=slaverscamp.jpg || maplink=http://ballisticmystix.net/?p=map;keywords;Sklaventreiber%20Stamm}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| {{Infobox Tribe || Tribename=[[Lagunenbrüder]] || races=[[Tryker]] || cult=[[Kami]] || location=[[Lagunen von Loria]] || image=lagoonbrotherscamp.jpg || maplink=http://ballisticmystix.net/?p=map;keywords;Lagunenbrüder%20Stamm}}&lt;br /&gt;
| {{Infobox Tribe || Tribename=[[Cuzane]] || races=[[Cute]] || cult=[[Karavan]] || location=[[Lagunen von Loria]] || image=cuzanscamp.jpg || maplink=http://ballisticmystix.net/?p=map;keywords;Cuzane%20Stamm}}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stämme in der Brennenden Wüste ===&lt;br /&gt;
Die [[Brennende Wüste]] ist relativ spärlich mit Stämmen besiedelt. Mit Ausnahme des Sengenden Schlucht ist in jeder [[Region]] nur ein Stamm angesiedelt, so dass die meisten Stämme die vollständige Vorherrschaft über ihre Region haben. Die Art dieser Stämme hängt davon ab, wie weit sie von [[Pyr]] entfernt sind. In den Regionen, die die Hauptstadt der [[Fyros]] umgeben, sind die Stämme friedlich und entweder treue oder zumindest unliebsame Verbündete der Fyros. Die [[Zöllner]], [[Wasserbrecher]], [[Frahar-Jäger]], [[Rindengräber]] und [[Aufpasser]] werden den meisten Reisenden ihre Lager als Zufluchtsorte anbieten. Weiter draußen in der Wüste siedeln jedoch die Stämme, die dem Fyros-Imperium offen feindlich gesinnt sind. Die Dünenreiter und die Abtrünnigen sind Ausgestoßene der Fyros, die andere Fyros bei Sichtkontakt angreifen, während die [[Gesetzlose|Gesetzlosen]] und die [[Enthäutete|Enthäuteten]] kaum besser als gewöhnliche Banditen sind und jeden Homin angreifen, egal welcher Rasse. Im hintersten Winkel der Wüste versucht der intelligente Stamm der [[Frahar]], der als [[Fraiders]] bekannt ist, eine friedliche Koexistenz mit den Homins inmitten der Wildnis zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;10&amp;quot; border=&amp;quot;0&amp;quot;&lt;br /&gt;
| {{Infobox Tribe || Tribename=[[Zöllner]] || races=[[Fyros]] || cult=[[Kami]] || location=[[Imperiale Dünen]] || image=levierscamp.jpg  || maplink=http://ballisticmystix.net/?p=map;keywords;Zöllner%20Stamm}}&lt;br /&gt;
|{{Infobox Tribe || Tribename=[[Wasserbrecher]] || races=[[Fyros]], [[Matis]] || cult=[[Kami]] || location=[[Oflovaks Oase]] || image=waterbreakerscamp.jpg  || maplink=http://ballisticmystix.net/?p=map;keywords;Wasserbrecher%20Stamm}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|{{Infobox Tribe || Tribename=[[Frahar-Jäger]] || races=[[Fyros]] || cult=[[Kami]] || location=[[Frahar-Türme]] || image=fraharhunterscamp.jpg  || maplink=http://ballisticmystix.net/?p=map;keywords;Frahar-Jäger%20Stamm}}&lt;br /&gt;
| {{Infobox Tribe || Tribename=[[Rindengräber]] || races=[[Fyros]] || cult=[[Karavan]] || location=[[Sägemehlminen]] || image=barkerscamp.jpg  || maplink=http://ballisticmystix.net/?p=map;keywords;Rindengräber%20Stamm}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| {{Infobox Tribe || Tribename=[[Abtrünnige]] || races=[[Fyros]] || cult=[[Karavan]] || location=[[Dünen der Verbannung]] || image=renegadescamp.jpg || maplink=http://ballisticmystix.net/?p=map;keywords;Abtrünnige%20Stamm}}&lt;br /&gt;
| {{Infobox Tribe || Tribename=[[Dünenreiter]] || races=[[Fyros]] || cult=[[Kami]] || location=[[Wilde Dünen]] || image=duneriderscamp.jpg || maplink=http://ballisticmystix.net/?p=map;keywords;Dünenreiter%20Stamm}}&lt;br /&gt;
| {{Infobox Tribe || Tribename=[[Gesetzlose]] || races=All || cult=[[Marodeur]] || location=[[Canyon der Gesetzlosen]] || image=lawlesscamp.jpg || maplink=http://ballisticmystix.net/?p=map;keywords;Gesetzlose%20Stamm}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| {{Infobox Tribe || Tribename=[[Aufpasser]] || races=[[Fyros]] || cult=[[Kami]] || location=[[Sengende Schlucht]] || image=watcherscamp.jpg || maplink=http://ballisticmystix.net/?p=map;keywords;Aufpasser%20Stamm}}&lt;br /&gt;
| {{Infobox Tribe || Tribename=[[Enthäutete]] || races=All || cult=[[Karavan]] || location=[[Sengende Schlucht]] || image=scorcherscamp.jpg || maplink=http://ballisticmystix.net/?p=map;keywords;Enthäutete%20Stamm}}&lt;br /&gt;
| {{Infobox Tribe || Tribename=[[Fraiders]] || races=[[Frahar]] || cult=[[Karavan]] || location=[[Sengende Schlucht]] || image=fraiderscamp.jpg || maplink=http://ballisticmystix.net/?p=map;keywords;Fraiders%20Stamm}}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stämme der Grünen Anhöhen ===&lt;br /&gt;
Die [[Grüne Anhöhen|Grünen Anhöhen]] sind eine Brutstätte von Stammesaktivitäten und Konflikten. Unter den Bäumen der Wälder finden Sie mehr Stämme als auf jedem anderen Sub-Kontinent der [[Neue Lande|Neuen Lande]], und auch mehr Stammesfeindschaft als irgendwo sonst. Die Regierung der [[Matis]] muss ein ständiges, sorgfältig ausbalanciertes politisches Spiel betreiben, um alle feindlichen Stämme in Schach zu halten, aber zu ihrem Glück haben sie auch einige verbündete Stämme, die sie in dieser Angelegenheit unterstützen. Obwohl die Region, in der sich die Städte der Matis befinden, sicher ist und nur von der friedlichen [[Grüne Samen|Grünen Samen]] bevölkert wird, erwarten feindliche Stämme die Matis gleich hinter den Grenzen der Region in beiden Richtungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den nördlichen Grünen Anhöhen kämpfen die Stämme, die gegen das Matis-Königreich sind, gegen die Stämme, die mit den Matis verbündet sind. Die [[Erste Deserteure|Ersten Deserteure]] gegen die [[Matisianische Grenzwächter|Matiasianischen Grenzwächter]], die [[Wüstenplünderer]] gegen [[Dörre Matis]] und die [[Alte Dryaden|Alten Dryaden]] gegen die [[Sapsklaven|Sapsklaven]]. Nur der Stamm der [[Brunnengräber]] in der äußersten nordwestlichen Ecke der Grüne Anhöhen hält sich aus allen Kämpfen heraus und koexistiert friedlich mit den Matis und den anderen Stämmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die südlichen Grüne Anhöhen sind zwar nicht so direkt im Konflikt, beherbergen aber immer noch verschiedene gefährliche Stämme, von denen die meisten die Matis bekämpfen. Die [[Geschwister der Pflanzen]] stellen sich ihnen nur friedlich entgegen, aber [[Heiliger Sap]], die [[Ökokrieger]] und die [[Scharlachrote Söldner|Scharlachroten Söldner]] sind dafür bekannt, dass sie die Matis bei Sichtkontakt angreifen. Der einzige Stamm, der mit den Matis verbündet ist, ist [[Verdunkelnder Sap]] in der äußersten südöstlichen Ecke der Grüne Anhöhen. Sie sind gefährliche Fanatiker, die dafür bekannt sind, dass sie stattdessen Nicht-Matis angreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;10&amp;quot; border=&amp;quot;0&amp;quot;&lt;br /&gt;
| {{Infobox Tribe || Tribename=[[Grüne Samen]] || races=[[Matis]], [[Tryker]] || cult=[[Karavan]] || location=[[Majestätischer Garten]] || image=greenseedcamp.jpg || maplink=http://ballisticmystix.net/?p=map;keywords;Grüne%20Samen%20Stamm}}&lt;br /&gt;
| {{Infobox Tribe || Tribename=[[Geschwister der Pflanzen]] || races=[[Zoraï]] || cult=[[Kami]] || location=[[Vergänglicher Garten]] || image=siblingsoftheweedscamp.jpg || maplink=http://ballisticmystix.net/?p=map;keywords;Geschwister%20der%20Pflanzen%20Stamm}}&lt;br /&gt;
| {{Infobox Tribe || Tribename=[[Heiliger Sap]] || races=[[Zoraï]] || cult=[[Kami]] || location=[[Vergänglicher Garten]] || image=sacredsapcamp.jpg || maplink=http://ballisticmystix.net/?p=map;keywords;Heiliger%20Sap%20Stamm}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| {{Infobox Tribe || Tribename=[[Matisianische Grenzwächter]] || races=[[Matis]] || cult=[[Karavan]] || location=[[Hügel der Abtrünnigen]] || image=borderguardscamp.jpg || maplink=http://ballisticmystix.net/?p=map;keywords;Matisianische%20Grenzwächter%20Stamm}}&lt;br /&gt;
| {{Infobox Tribe || Tribename=[[Erste Deserteure]] || races=[[Matis]] || cult=[[Marodeur]] || location=[[Hügel der Abtrünnigen]] || image=firstdeserterscamp.jpg || maplink=http://ballisticmystix.net/?p=map;keywords;Erste%20Deserteure%20Stamm}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| {{Infobox Tribe || Tribename=[[Dörre Matis]] || races=[[Matis]] || cult=[[Karavan]] || location=[[Versteckte Quelle]] || image=aridmatiscamp.jpg || maplink=http://ballisticmystix.net/?p=map;keywords;Dörre%20Matis%20Stamm}}&lt;br /&gt;
| {{Infobox Tribe || Tribename=[[Brunnengräber]] || races=[[Fyros]] || cult=[[Karavan]] || location=[[Versteckte Quelle]] || image=oasisdiggerscamp.jpg || maplink=http://ballisticmystix.net/?p=map;keywords;Brunnengräber%20Stamm}}&lt;br /&gt;
| {{Infobox Tribe || Tribename=[[Wüstenplünderer]] || races=[[Fyros]] || cult=[[Kami]] || location=[[Versteckte Quelle]] || image=wovenbridlescamp.jpg || maplink=http://ballisticmystix.net/?p=map;keywords;Wüstenplünderer%20Stamm}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| {{Infobox Tribe || Tribename=[[Ökokrieger]] || races=[[Tryker]] || cult=[[Kami]] || location=[[Oberer Sumpf]] || image=ecowarriorscamp.jpg || maplink=http://ballisticmystix.net/?p=map;keywords;Ökokrieger%20Stamm}}&lt;br /&gt;
| {{Infobox Tribe || Tribename=[[Scharlachrote Söldner]] || races=All || cult=[[Karavan]] || location=[[Oberer Sumpf]] || image=slashandburncamp.jpg || maplink=http://ballisticmystix.net/?p=map;keywords;Scharlachrote%20Söldner%20Stamm}}&lt;br /&gt;
| {{Infobox Tribe || Tribename=[[Verdunkelnder Sap]] || races=[[Matis]] || cult=[[Karavan]] || location=[[Ketzers Hütte]] || image=darkeningsapcamp.jpg || maplink=http://ballisticmystix.net/?p=map;keywords;Verdunkelnder%20Sap%20Stamm}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| {{Infobox Tribe || Tribename=[[Sapsklaven]] || races=[[Matis]] || cult=[[Karavan]] || location=[[Hain der Verwirrung]] || image=sapslavescamp.jpg || maplink=http://ballisticmystix.net/?p=map;keywords;Sapsklaven%20Stamm}}&lt;br /&gt;
| {{Infobox Tribe || Tribename=[[Alte Dryaden]] || races=All || cult=[[Kami]] || location=[[Hain der Verwirrung]] || image=ancientdryadscamp.jpg || maplink=http://ballisticmystix.net/?p=map;keywords;Alte%20Dryaden%20Stamm}}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stämme der Verdorrenden Lande ===&lt;br /&gt;
Die [[Verdorrende Lande|Verdorrenden Lande]] haben eine moderate Anzahl an Stämmen. In den meisten [[Region|Regionen]] des Dschungels leben zwei Stämme, die sich die Region teilen müssen, aber anders als in den [[Grüne Anhöhen|Grünen Anhöhen]] schaffen es die meisten dieser Stämme tatsächlich, die Region friedlich zu teilen und keine dieser Stämme befinden sich direkt im Krieg miteinander. Es gibt jedoch immer noch einen starken Kontrast zwischen der zentralen Region und den abgelegenen Regionen. Die zentralen Regionen sind die Heimat der [[Ikonenschnitzer]], der [[Hamazans|Hamazaner der Toten Saat]], der [[Schattenschmuggler]], der [[Tutoren]] und der [[Gemeinschaft des Ewigen Baumes]]. Stämme, die sich zwar in ihren Zielen und Mitteln stark unterscheiden, aber zumindest alle den Kami folgen und mit den Zoraï im Gespräch sind. In den abgelegenen Regionen leben jedoch hauptsächlich Stämme, die den Karavan folgen, von denen viele auch das [[Goo]] studieren. Die [[Antikami|Antikami]], die [[Erleuchtete des Goo|Erleuchteten des Goo]], der [[Schwarzer Kreis|Schwarze Kreis]] und die [[Meister des Goo]] sind allesamt finstere Fanatiker, die der [[Zoraï]]-Nation offen feindlich gesinnt sind. Tatsächlich muß sich keine andere Regierung gegen so viele gefährliche Stämme wehren wie die der Zoraï. Schließlich verstecken sich auch die intelligenten [[Gibbaï]] des Stammes der [[Gibads]] tief im Dschungel und leben dort friedlich, solange sie nicht provoziert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;10&amp;quot; border=&amp;quot;0&amp;quot;&lt;br /&gt;
| {{Infobox Tribe || Tribename=[[Ikonenschnitzer]] || races=[[Zoraï]] || cult=[[Kami]] || location=[[Städte der Einsicht]] || image=iconworshipperscamp.jpg || maplink=http://ballisticmystix.net/?p=map;keywords;Ikonenschnitzer%20Stamm}}&lt;br /&gt;
| {{Infobox Tribe || Tribename=[[Hamazans]] || races=[[Matis]] (female) || cult=[[Kami]] || location=[[Jungfräuliches Wäldchen]] || image=hamazanscamp.jpg || maplink=http://ballisticmystix.net/?p=map;keywords;Hamazans%20Stamm}}&lt;br /&gt;
| {{Infobox Tribe || Tribename=[[Schattenschmuggler]] || races=[[Tryker]] (male) || cult=[[Kami]] || location=[[Jungfräuliches Wäldchen]] || image=shadowrunnerscamp.jpg || maplink=http://ballisticmystix.net/?p=map;keywords;Schattenschmuggler%20Stamm}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| {{Infobox Tribe || Tribename=[[Gemeinschaft des Ewigen Baumes]] || races=All || cult=[[Kami]] || location=[[Hafen der Reinheit]] || image=companytreecamp.jpg || maplink=http://ballisticmystix.net/?p=map;keywords;Gemeinschaft%20des%20Ewigen%20Baumes%20Stamm}}&lt;br /&gt;
| {{Infobox Tribe || Tribename=[[Tutoren]] || races=All || cult=[[Kami]] || location=[[Hafen der Reinheit]] || image=tutorscamp.jpg || maplink=http://ballisticmystix.net/?p=map;keywords;Tutoren%20Stamm}}&lt;br /&gt;
| {{Infobox Tribe || Tribename=[[Erleuchtete des Goo]] || races=All || cult=[[Karavan]] || location=[[Knoten der Demenz]] || image=gooheadscamp.jpg || maplink=http://ballisticmystix.net/?p=map;keywords;Erleuchtete%20des%20Goo%20Stamm}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| {{Infobox Tribe || Tribename=[[Antikami]] || races=[[Zoraï]] || cult=[[Karavan]] || location=[[Hain von Umbra]] || image=antikamiscamp.jpg || maplink=http://ballisticmystix.net/?p=map;keywords;Antikami%20Stamm}}&lt;br /&gt;
| {{Infobox Tribe || Tribename=[[Schwarzer Kreis]] || races=All || cult=[[Karavan]] || location=[[Hain von Umbra]] || image=blackcirclecamp.jpg || maplink=http://ballisticmystix.net/?p=map;keywords;Schwarzer%20Kreis%20Stamm}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| {{Infobox Tribe || Tribename=[[Meister des Goo]] || races=[[Zoraï]] || cult=[[Marodeur]] || location=[[Nichts]] || image=masterofthegoocamp.jpg || maplink=http://ballisticmystix.net/?p=map;keywords;Meister%20des%20Goo%20Stamm}}&lt;br /&gt;
| {{Infobox Tribe || Tribename=[[Gibads]] || races=[[Gibbaï]] || cult=[[Kami]] || location=[[Nichts]] || image=gibads.jpg || maplink=http://ballisticmystix.net/?p=map;keywords;Gibads%20Stamm}}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stämme des Nexus ===&lt;br /&gt;
[[Nexus]], das bewaldete Hochplateau im Zentrum der [[Neue Lande|Neuen Lande]], ist auch das Herz des Konflikts zwischen den Homin-Anhängern der Höheren Mächte. Die Karavan-Loyalisten der Kuilde und die Kami-Loyalisten der Gemeinschaft des Ewigen Baumes, die beiden Stämme, die von ihren jeweiligen Höheren Mächten am meisten bevorzugt werden, haben Lager auf gegenüberliegenden Seiten des Schicksalsendes errichtet und wetteifern um die Kontrolle über die ressourcenreiche Region. Es ist vielleicht ein ungleicher Kampf, da die Kuilde auch mit den Recyclern konkurrieren muss, einem Stamm von Zoraï-Kami-Anbetern, die ebenfalls ein Lager in der Region aufgeschlagen haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;10&amp;quot; border=&amp;quot;0&amp;quot;&lt;br /&gt;
| {{Infobox Tribe || Tribename=[[Kuilde]] || races=All || cult=[[Karavan]] || location=[[Nexus]] || image=kuildcamp.jpg || maplink=http://ballisticmystix.net/?p=map;keywords;Kuild%20Stamm}}&lt;br /&gt;
| {{Infobox Tribe || Tribename=[[Gemeinschaft des Ewigen Baumes]] || races=All || cult=[[Kami]] || location=[[Nexus]] || image=companytreenexuscamp.jpg || maplink=http://ballisticmystix.net/?p=map;keywords;Gemeinschaft%20des%20Ewigen%20Baumes%20Stamm}}&lt;br /&gt;
| {{Infobox Tribe || Tribename=[[Recycler]] || races=[[Zoraï]] || cult=[[Kami]] || location=[[Nexus]] || image=recovererscamp.jpg || maplink=http://ballisticmystix.net/?p=map;keywords;Recycler%20Stamm}}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stämme der Urwurzeln ===&lt;br /&gt;
Selbst die gefährlichen unterirdischen Hallen der [[Urwurzeln]] werden von zahlreichen Stämmen bewohnt, obwohl Sie nicht mehr als einen pro Region finden werden. Ein Stamm muß schon einen sehr guten Grund haben, um sich an diesem abgelegenen Ort niederzulassen, und die meisten, die das tun, wollen entweder der Zivilisation entkommen oder haben etwas Bestimmtes, das sie dort unten suchen. Was auch immer es ist, es gibt einige Stämme in den Urwurzeln, die nicht wollen, daß sich Oberflächenbewohner in ihre Angelegenheiten einmischen, also würden die meisten Homins am besten die Lager der [[Chlorogoos]], [[Sapsammler]] oder [[Kakerlaken]] meiden. Glücklicherweise heißen die meisten Stämme immer noch Besucher willkommen, und die Lager der [[Nachtwender]], [[Kitin-Jäger]], [[Erinnerer]] und [[Heißsporne]] sind willkommene Zufluchtsorte in ihren jeweiligen Teilen der Urwurzeln. Und ein paar Stämme, wie die [[Feuermagierinnen]] und die [[Unterwasserwurzel-Extrahierer]], schaffen es sogar noch, Allianzen mit einigen der Oberflächennationen aufrechtzuerhalten, während sie unter der Erde leben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;10&amp;quot; border=&amp;quot;0&amp;quot;&lt;br /&gt;
| {{Infobox Tribe || Tribename=[[Nachtwender]] || races=[[Fyros]] || cult=[[Karavan]] || location=[[Pforte des Sturms]] || image=nightturnerscamp.jpg || maplink=http://ballisticmystix.net/?p=map;keywords;Nachtwender%20Stamm}}&lt;br /&gt;
| {{Infobox Tribe || Tribename=[[Chlorogoos]] || races=[[Tryker]] || cult=[[Karavan]] || location=[[Tor der Dunkelheit]] || image=chlorogooscamp.jpg || maplink=http://ballisticmystix.net/?p=map;keywords;Cholorogoos%20Stamm}}&lt;br /&gt;
| {{Infobox Tribe || Tribename=[[Kitin-Jäger]] || races=Alle || cult=[[Karavan]] || location=[[Unergründlicher Wald]] || image=kitingathererscamp.jpg || maplink=http://ballisticmystix.net/?p=map;keywords;Kitin-Jäger%20Stamm}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| {{Infobox Tribe || Tribename=[[Feuermagierinnen]] || races=[[Fyros]] || cult=[[Kami]] || location=[[Graben der Heimsuchung]] || image=pyromancerscamp.jpg || maplink=http://ballisticmystix.net/?p=map;keywords;Feuermagierinnen%20Stamm}}&lt;br /&gt;
| {{Infobox Tribe || Tribename=[[Sapsammler]] || races=[[Zoraï]] || cult=[[Kami]] || location=[[Abgrund von Ichor]] || image=sapgleanerscamp.jpg || maplink=http://ballisticmystix.net/?p=map;keywords;Sapsammler%20Stamm}}&lt;br /&gt;
| {{Infobox Tribe || Tribename=[[Unterwasserwurzel-Extrahierer]] || races=[[Fyros]], [[Tryker]] || cult=[[Karavan]] || location=[[Verbotene Quellen]] || image=roottapperscamp.jpg || maplink=http://ballisticmystix.net/?p=map;keywords;Unterwasserwurzel-Extrahierer%20Stamm}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| {{Infobox Tribe || Tribename=[[Erinnerer]] || races=Alle || cult=[[Kami]] || location=[[Land der Kontinuität]] || image=keeperscamp.jpg || maplink=http://ballisticmystix.net/?p=map;keywords;Erinnerer%20Stamm}}&lt;br /&gt;
| {{Infobox Tribe || Tribename=[[Kakerlaken]] || races=[[Tryker]] || cult=[[Kami]] || location=[[Versunkene Stadt]] || image=cockroachescamp.jpg || maplink=http://ballisticmystix.net/?p=map;keywords;Kakerlaken%20Stamm}}&lt;br /&gt;
| {{Infobox Tribe || Tribename=[[Heißsporne]] || races=[[Fyros]] || cult=[[Karavan]] || location=[[Verbotene Tiefen]] || image=firebrandscamp.jpg || maplink=http://ballisticmystix.net/?p=map;keywords;Heißsporne%20Stamm}}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Die Stämme nach ihrer Zugehörigkeit =&lt;br /&gt;
* {{In Category|Primitive Stämme}}&lt;br /&gt;
* {{In Category|Kami-Stämme}}&lt;br /&gt;
* {{In Category|Karavan-Stämme}}&lt;br /&gt;
* {{In Category|Stämme der Marodeure}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Alte Seite: [[Die Stämme]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;[[Benutzer:Leda|Leda]] ([[Benutzer Diskussion:Leda|Diskussion]]) 16:24, 7. Dez. 2021 (CET)&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt;{{last version link|Stammesübersicht}}&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Portal|Stämme}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stämme]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jadeyn</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Kapitel_IV_-_Sylvan_Exil&amp;diff=33173</id>
		<title>Kapitel IV - Sylvan Exil</title>
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				<updated>2022-12-19T10:00:37Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Jadeyn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{NavChap|[[Chapitre III - Mourir pour renaître]]|[[La Guerre Sacrée#Table des matières|Table des matières]]|[[Chapitre V - La graine du doute]]}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Trad&lt;br /&gt;
|DE=Kapitel IV - Sylvan Exil|DEs=2&lt;br /&gt;
|EN=Chapter IV - Sylvan Exile|ENs=4&lt;br /&gt;
|ES=&amp;lt;!--Capítulo IV - Exilio en el bosque--&amp;gt;&lt;br /&gt;
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|RU=&amp;lt;!--Глава IV - Изгнание в лес--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|H=1&lt;br /&gt;
|palette=}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Clear}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:purple;font-weight:bold&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''IV - Sylvan Exil'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:purple;font-weight:bold&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''Jahr 2474 von Jena'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Quotation|''Bélénor Nébius, Erzähler'' • ''Cheng Lai'SuKi, Illustratorin''|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[file:Pu deroulait.png|right|400px|alt=… Pü déroulait en silence…|verrichtete Pü schweigend]]&lt;br /&gt;
Auf einem hohen Ast eines großen sylvanischen Baumes sitzend, '''verrichtete Pü schweigend sein tägliches Gebet'''. Über ihm, sogar noch näher, so weit entfernt vom Dschungel und seinem Zenit, war das Tagesgestirn dabei, seinen vollen Glanz zu entfalten, und trotz der dicken Laubschicht, die es vom Himmel trennte, schaffte es das warme Licht, die blaue Haut des jungen Zoraï zu erwärmen. Er hatte jedoch gelernt, Jenas astrale Prägung zu vergessen, und versuchte, sich an die Kälte und das Echo der Abgrundschächte zu erinnern, die sein Dorf unter der Rinde durchzogen und die es Ma-Duk ermöglichten, aus dem Herzen von Atys über ihn und seine Familie zu wachen. Er hatte ohnehin keine Wahl: Die Höhen waren bei weitem der geeignetste Ort für meditative Momente. Am Boden waren Raubtiere und Soldatenpatrouillen eine ständige Störung, die seine Ruhe bedrohten und ihn daran hinderten, sich friedlichen Aktivitäten zu widmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tausend Kilometer entfernt beendeten seine Stammesmitglieder wahrscheinlich auch gerade ihre Gebete. Trotz der Entfernung und der Einsamkeit hatte Pü versucht, seinen Lebensrhythmus beizubehalten, den er vor seiner Abreise gelebt hatte. Mit dem ersten Morgengrauen erwachte das Dorf und bereitete sich auf die Routinearbeiten vor, die für das reibungslose Funktionieren der Gemeinschaft notwendig waren: Instandhaltung, Handwerk, Jagd, Kochen, verschiedene Versammlungen, Empfang der seltenen Gesandten und Händler etc. Das Ziel war es, so viele Aufgaben wie möglich zu erledigen, bevor die lange Morgenlitanei begann. Diese wurde von Pus Mutter Looï geleitet und endete mit einem gemeinsamen Essen im Speisesaal, an dem der ganze Stamm teilnahm. Nach dem Mittagessen übten sich die Zoraï mehrere Stunden lang in der Kunst des Kampfes. Der Unterricht richtete sich an alle, unabhängig von Alter oder Geschlecht, und war sehr vielfältig: Nahkampf, Stichwaffen, Schusswaffen und Magie. Der Stamm war in erster Linie ein Clan von Kämpfern, die früher oder später am Beginn des Heiligen Krieges teilnehmen würden. Wenn das Training beendet war, trafen sich die Familien zu einem gemütlichen Essen und gingen vor dem Schlafengehen verschiedenen persönlichen Aktivitäten nach. Seit jeher besuchte Pü Abendkurse bei seiner Mutter, die ihn in homininer Geschichte, internationalen Beziehungen, anderen Sprachen und Wissenschaft unterrichtete. Gelegentlich wurde er von seinem älteren Bruder Niï begleitet. In den meisten Fällen besuchte dieser jedoch andere Privatstunden bei ihrem Vater, der Schwarzen Maske.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Junge wurde jäh aus seinen Erinnerungen gerissen, als ein trauriges Geräusch die Harmonie des Gesangs der Bäume durchbrach. Über den Baumwipfeln erschütterte das dumpfe Dröhnen eines Karavan-Fluggeräts die Luft und vertrieb die Javings, diese seltsamen Vögel mit den gezackten, grünlichen Flügeln und der langen, schwarzen, glänzenden und mit Widerhaken versehenen Zunge, mit der sie ihre Beute aufspießten. Pü stand schnell auf, überprüfte die Festigkeit seiner Lebenslinie und machte sich daran, die letzten Meter des dicken Baumstamms zu erklimmen, der ihn vom Himmel trennte. Als sein zarter Körper aus dem Blättermeer herausragte, musste er hinter seiner Maske die Augen zusammenkneifen, weil das Tageslicht so grell war. Nicht weit von ihm entfernt verlor die Höllenmaschine immer mehr an Höhe. Die seltsame schwarze Materie, aus der ihre Hülle bestand, reflektierte Jenas helles Astrallicht, als wollte sie ihn verhöhnen. Trotzdem gelang es Pü, die Maschine zu identifizieren. Es war einer der kleinen Transporter, die die Karavan normalerweise benutzte, um die von ihren Hominsklaven gesammelten Ressourcen zu sammeln. Seltsamerweise schien er direkt aus einer der riesigen Himmelswurzeln zu stammen, die das Kronendach bildeten, den unerforschten Teil der Rinde, wie die Bewohner Atys bezeichneten, ihre Welt aus lebendem Holz, das nur aus ständig wachsendem Pflanzenmaterial besteht. Ihre opulenten Täler und üppigen Hügel bestanden aus kolossalen Wurzeln, auf denen die Homins ihre Zivilisationen errichtet hatten. Das Wasser, das die tiefen Wurzelspalten füllte, erweckte ihre Seen, Lagunen und Ozeane zum Leben. Die steilsten Wurzeln bildeten seine Berge und reckten sich in einem langsamen, unaufhaltsamen Aufstieg in den Himmel. Bestimmte Temperaturanomalien führten sogar dazu, dass der Wurzelteppich langsam verglühte und die Wüsten entstanden. Und noch tiefer unter der Rinde befanden sich die Urwurzeln, das geheimnisvollste Ökosystem von Atys nach dem, das man in das Kronendach vermutet. Es bildete ein riesiges Labyrinth aus grünen, feuchten Höhlen, die tief in die Eingeweide der Pflanzenwelt bis in ihr Herz hineinreichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü beobachtete, wie die Karavan-Maschine mit hoher Geschwindigkeit abtauchte. Es war sehr wahrscheinlich, dass wie üblich ein Treffpunkt zwischen der Karavan und ihren Handlangern vereinbart worden war und dass ein Konvoi auf dem Weg war, um Tribut zu liefern. Der junge Zoraï spürte, wie sein Herz raste. Vier. Jetzt fehlten ihm nur noch vier. Vier, und er könnte endlich nach Hause zu seinen Lieben zurückkehren. Das war die perfekte Gelegenheit. Er musste den Konvoi abfangen, bevor er sich mit den Karavan-Agenten treffen konnte. Pü entkam dem nackten Tag, indem er sich ein paar Meter in die Tiefe stürzen ließ, und landete auf dem Ast, auf dem er seine Sachen zurückgelassen hatte. Er sammelte sie zusammen und packte sie hastig ein, bis auf einen würfelförmigen Weidenkorb, den er sorgfältig handhabte. In diesem Korb befanden sich die Früchte monatelanger Bemühungen. Er würde sich niemals verzeihen, wenn er ihn verlieren oder seine Unversehrtheit gefährden würde. Um sicherzugehen, dass er nichts vergessen hatte, überprüfte er noch einmal seinen Klettergurt und tauchte ab. Pü raste durch den grünen Abgrund, bewegte sich geschickt zwischen den Zweigen und löste mit einem fachmännischen Handgriff seine Lebenslinie von den Stiften, die er während des Aufstiegs getrieben hatte. Er durchquerte viele Sekunden lang die bunten Schichten dieses kontinentalen Waldes mit seinen tausend Jahreszeiten und landete schließlich anmutig auf dem belaubten Boden. Die Richtung, in die das Fluggerät flog, deutete darauf hin, dass es wahrscheinlich auf der Lichtung weiter nördlich landen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten Konvois starten in Matia, der Hauptstadt des gleichnamigen Königreichs, und so war es gut möglich, dass der erhoffte den breiten künstlichen Pfad nehmen würde, der den Wald im Westen durchschneidet. Pü war von den Kräften der Botaniker des Matis-Volkes beeindruckt und erschrocken zugleich. Er, der Matias kolossale Wurzelmauer und die riesigen Habitatbaumkomplexe, die sich jenseits der Stadtmauer so weit das Auge reichte, mit eigenen Augen gesehen hatte, war von einer solchen Maßlosigkeit überwältigt gewesen. Doch mit diesem Vorgehen und dem Versuch, die Natur nach seinem Willen zu beugen, versuchte das Volk der Matis, die Absicht der Kamis und damit auch die Absicht von Ma-Duk zu durchkreuzen. Der Große Erzeuger wacht über jedes Stückchen Materie auf Atys. Die Natur zu verändern bedeutet, sein Großes Werk zu verfälschen. Die Geheimnisse der Manipulation von lebender Materie, insbesondere von Pflanzen, waren den Matis von der Karavan übermittelt worden, wie den Zoraïs die Beherrschung des Magnetismus und des Schreibens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während seiner langen Monate im Exil im Königreich Matia war Pü klar geworden, wie attraktiv die heidnischen Sitten der von der Karavan indoktrinierten Völker sein konnten. Bei diesen Gedanken hatte er sich geschämt. Aber es hatte ihm auch geholfen, die Gefährlichkeit dieser Dämonen aus dem Himmel besser zu verstehen. Der junge Zoraï verlor keine Zeit. Er rutschte und sprang über die Wurzeln und Verzweigungen des Waldes und legte die letzten Kilometer bis zum Pfad in kürzester Zeit zurück. Die wenigen Gingos, die versuchten, ihn auf seinem Weg zu verfolgen, hatten keine andere Wahl, als aufzugeben, da er sich so geschickt durch das dichte Gewirr der Natur manövrierte, die frei von jeglicher Matisse-Unterdrückung war. Als er den Weg erreichte, versteckte er sich hinter einem großen Strauch und hielt Ausschau nach der Ankunft des Konvois. Als er gerade aufgeben und woanders nach den Spuren der Matis suchen wollte, hörte er in der Ferne ordentliches Hufgetrappel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü schluckte. Sein Herzschlag begann sich langsam zu beschleunigen. Niemals. Niemals würde er sich an dieses Gefühl gewöhnen. Sein Bruder hatte ihm versichert, dass sein erstes Mal ein Genuss sein würde und dass die Gefühle, die er dabei empfand, ihn für sein ganzes Leben prägen würden. Auf der einen Seite hatte er damit nicht ganz Unrecht. Die blutverschmierten Hände eines Zoraï, der mit elf Jahren ins Exil geschickt wurde, kniete allein vor der noch warmen Leiche seines ersten Opfers: diese Bilder verfolgten ihn wochenlang Tag und Nacht, bis er den Verstand verlor. Doch diese letzte Prüfung kündigte auch das Ende seines schmerzhaften Exils an. Bald würde er wieder in seinem Land, bei seinem Stamm sein und seine Mutter wieder in die Arme schließen können. Dieser freudige Gedanke tröstete ihn und half ihm, seine Kräfte wieder zu sammeln. Der Konvoi zeichnete sich nun am Horizont ab. Bald war er in Sichtweite. In der Mitte befand sich ein solider, schwer beladener Karren, gezogen von zwei Mektoubs, friedfertigen Dickhäutern mit flinken Füßen, die über zwei Meter groß waren, braunes Fell mit grauen Streifen hatten und vor allem an ihren langen, kräftigen Rüsseln und ihren ohrlosen Köpfen zu erkennen waren. Er wurde von einem Tryker geführt, wie viele andere, denen Pü bislang begegnet war. Tatsächlich war es nicht ungewöhnlich, Tryker weit östlich von ihren schwimmenden Städten zu treffen, die im Matis-Land undankbare und schlecht bezahlte Arbeit verrichteten. Ihre Neugier und ihr Freiheitsdrang machten sie zwar zu hervorragenden Entdeckern und Erfindern, doch aufgrund ihrer geringen Größe, ihres kindlichen Aussehens und vor allem ihres friedlichen und gutmütigen Charakters waren die Tryker in den vergangenen Jahrhunderten leider mehrfach von den Matis versklavt worden. Wie Pü aus dem Unterricht seiner Mutter wusste, waren die Tryker zum letzten Mal während des &amp;quot;Aquäduktkriegs&amp;quot; vor nur vierzig Jahren versklavt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2435 entdeckten Fyros-Minenarbeiter im Westen ihrer Wüste unter der Rinde vergrabene Ruinen und bohrten eine Säureader an, die die gesamte Region um die Kaiserstadt Coriolis in Brand setzte. Das wochenlange Feuer breitete sich bis zur Grenze des Königreichs aus und zerschnitt das riesige, von den Matis verhasste Aquädukt. Eben jenes, das die Wüste mit dem Seengebiet verband, das von der Trykoth-Föderation, dem Verbündeten des Fyros-Imperiums, verwaltet wurde. Der Krieg, in den die Allianz und das Königreich seit fast eineinhalb Jahrhunderten verstrickt waren, nahm eine neue Wendung. Der Imperator sah sich gezwungen, seine Truppen von den Seen abzuziehen und sie zur Bekämpfung des Feuers einzusetzen, das sein Volk bedrohte und ihm das Wasser abnahm. Daraufhin nutzte die Matisse-Armee die Gelegenheit und marschierte in das Seengebiet ein, versklavte das Volk der Tryker und eroberte die Stadt Karavia zurück, die das Imperium fast ein Jahrhundert zuvor gestohlen hatte. Karavia, die &amp;quot;Heilige Stadt&amp;quot;, wurde angeblich genau an dem Ort errichtet, an dem Zachini an der Küste des Königreichs, das er später gründete, zum ersten Mal mit der Karavan und der Göttin Jena zusammentraf. Karavia, die &amp;quot;Unheilige Stadt&amp;quot;, für Pü und seinen Stamm der bösartigste Ort auf der Rinde... Und doch wurde hier im Jahr darauf der Vertrag unterzeichnet, der den Aquäduktkrieg beendete und die Tryker von der Herrschaft der Matis befreite. Allerdings hatte diese Episode im Unterbewusstsein des Seenvolkes Spuren hinterlassen, und viele Tryker blieben als Diener im Wald zurück... so wie der Karrenfahrer, der sich offensichtlich dem Dienst des Matis verschrieben hatte, der neben ihm auf der Sitzbank schlummerte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü identifizierte ihn bei seinem Anblick sofort als einen Kleriker der Kirche des Lichts, die Herena genannt wurde. Der Matis war nämlich in seine kirchliche Tracht gekleidet: eine weiße Bernsteinkrone und eine lange Toga, die aus mehreren großen Umhängen bestand, die aus bunten Federn gefertigt und mit Geflechten aus bernsteinfarbenen Schmuckstücken verziert waren. Die Kirche des Lichts, die um den Jena-Kult herum gegründet wurde und unter der Schirmherrschaft der Karavan stand, war heute allmächtig im Königreich Matia und insbesondere in Karavia, das durch den Vertrag, der ihren Namen trägt, an das Königreich zurückgegeben wurde. Unter ihrem Einfluss waren so viele Homins von der dämonischen Natur der Kamis überzeugt worden...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter oben auf dem Karren, auf seiner Planenladung, stand ein Matis mit einem Maschinengewehr und hielt Ausschau nach dem Horizont. Er hatte keinen Helm auf und trug die gewöhnliche Kleidung der Soldaten der regulären Armee: einen weichen, robusten Anzug aus Kaktushaut und darüber Rüstungsteile aus weißem Holz. Ein weiterer schien auf der Rückbank zu sitzen. Die Matis waren ein von Natur aus schlankes Volk mit ausgemergelten Gesichtszügen und perlmuttfarbener Haut. Sie waren Ästheten, raffiniert und aufgrund ihrer Kultur ehrgeizig und erinnerten andere Völker immer wieder an ihre Überlegenheit, selbst wenn sie sich dessen nicht bewusst waren. Um den Karren herum waren fünf berittene Matis, die als Eskorte dienten. Sie ritten stolz auf Caprynis, schlanken Vierbeinern mit dicker, heller und stellenweise blau gestreifter Haut, einem einzigen Geweih und einer langen Schnauze mit einem einzigartigen Ziegenbart. '''Alle Soldaten waren mit einer Rüstung aus solidem weißem Holz ausgestattet''', die mit lilafarbenen Mustern graviert war, sich am Oberkörper wölbte und in der Taille enger wurde. Die Schulterstücke der Rüstung waren ebenso abgerundet wie breit und verliehen den Soldaten ein herrisches Aussehen. Am auffälligsten war jedoch ihr Helm, der aus einer Elfenbeinmaske mit einem azurblauen Schmuckstück auf der Stirn und einer stabilen, imposanten Kopfbedeckung bestand, die mit weißem Bernstein verziert war und deren Enden aus Chitin an den Ohren herabhingen, sodass sie wie Hörner aussahen. Einer der Soldaten unterschied sich von den anderen durch die feinen Verzierungen und Gravuren, die seinen Brustpanzer und Helm schmückten. Bisher hatte Pü noch niemals die Gelegenheit gehabt, solche Verzierungen zu sehen. Der Matis war zweifellos ein hochrangiger Soldat der königlichen Armee, der zusammen mit dem Herena entsandt worden war, um den König vor der Karavan zu vertreten.&lt;br /&gt;
[[file:Tous les soldats.png|right|400px|alt=… Tous les soldats étaient équipés…|Alle Soldaten waren ausgerüstet]]&lt;br /&gt;
Das Kind stellte seinen Korb sorgfältig in die Mitte des Strauches und wartete noch ein paar Sekunden, bis der Konvoi weiterzog. Als er etwa 50 Meter von seiner Position entfernt war, kam er ruhig aus seinem Versteck hervor und stellte sich in die Mitte der Straße. Als der Ausguck auf der Spitze der Ladung ihn entdeckte, gab er das Signal zum Anhalten und der Konvoi stoppte abrupt. Der unerwartete Halt unterbrach den Schlaf des Herena, der beinahe vom Karren gefallen wäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wer sind Sie? Nennen Sie Ihre Identität!&amp;quot;, rief der Ausguck in einem kräftigen, aber dennoch melodischen Tonfall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Antwort trat Pü einige Meter vor, während die Reiter ihre Reittiere ausrichteten und sich vor dem Karren aufstellten. Der Zoraï räusperte sich und nahm seinen schönsten Mateis an. Seine Mutter hatte ihm die von anderen Völkern verwendeten Sprachen beigebracht, wobei sie den Schwerpunkt auf Mateis legte, die international am häufigsten gesprochene Sprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich bin ein Apostel der Kamis, der in die heidnischen Regionen gesandt wurde, um den Verirrten die Existenz des Großen Erzeugers zu offenbaren und einigen Auserwählten die Ewige Vergebung anzubieten. Kinder der Rinde, freut euch zu hören, dass eure Sünden durch mich bereits reingewaschen wurden. In Kürze werden eure Seelen gereinigt und den Schwarzen Kriegern von Ma-Duk übergeben. Durch sie werden sie zu ihrem Kampf für die Erhaltung von Atys beitragen. Und wenn Ma-Duk es will, werden sie Zeuge des Heiligen Krieges und des Beginns der Glücklichen Tage.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz seines guten Willens gelang es dem jungen Homin nicht, Leidenschaft in seine Predigt zu bringen. Nach so vielen Monaten morbider Predigten war dieses Ritual ebenso ermüdend wie schmerzhaft geworden. Pü wusste, dass der Wahnsinn auf ihn lauerte. Die Stimmen in seinem Kopf wurden immer präsenter und er entwickelte Woche für Woche neue Verhaltensstörungen. Wie viele seiner Brüder und Schwestern hatten während ihres Exils den Boden unter den Füßen verloren? Viele von ihnen waren niemals zurückgekehrt. Vor seiner Abreise hatte er lange Zeit hart über sie geurteilt, aber jetzt verstand er sie. Seine Sicht war getrübt, als sich ein starker Kopfschmerz bemerkbar machte. Er musste sich lange konzentrieren, um die ersten mentalen Einflüsterungen auszuschalten. Während dieser langen Sekunden der Abwesenheit hatte sich der Herena zu dem Ausguck auf der Spitze des Karrens gesellt. Er hielt sich rücksichtslos an ihm fest, um nicht zu fallen, und brüllte sie an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ma-Duk? Der große Erzeuger? Was reden Sie denn da für einen Unsinn? Wir wussten zwar, dass die Wilden Ihrer Art die Kami-Dämonen anbeten, aber wir dachten, Sie wären so geistesgegenwärtig, die Existenz unserer aller Mutter, Jena, nicht in Frage zu stellen! Kennen Ihre Schandtaten keine Grenzen? General, ergreifen Sie diesen Ketzer auf der Stelle!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü ging wieder ein paar Schritte nach vorne und massierte sich die Maske.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Dann kann ich Ihnen versichern, dass Min-Cho, sein Rat der Weisen und die gesamte Zoraï-Theokratie, versteckt im Herzen Zorans und hinter ihrer Großen Mauer, immer noch Ihre usurpatorische Göttin anbeten, sagte er mit müdem Blick. Vor vielen Jahrzehnten entschieden sich die Kamis dafür, meinem Stamm die Existenz von Ma-Duk zu offenbaren. Heute sind wir leider die einzigen, die seine Natur als Oberster Kami anerkennen. Aber es gibt noch andere Apostel, die im Dschungel arbeiten. Eines Tages werden unsere Zoraï-Brüder das Ausmaß der Lügen erkennen, die ihnen seit ihrer Kindheit aufgetischt werden, und wenn Ma-Duk es will, werden ihnen ihre Sünden vergeben.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gesicht des Klerikers färbte sich rot, als er durch seine Gestikulationen, die die vielen Umhänge seiner Kleidung verwickelten, fast zu Boden fiel. Zu seinem Glück tat der Ausguck alles, was er konnte, um zu verhindern, dass der Herena sich durch einen Sturz blamierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hören Sie auf mit Ihren Schandtaten, Wilder! Keine Vergebung für Ihre degenerierte Rasse von Dämonenanbetern! Ihre skelettierten Gesichter sind Abscheulichkeiten, eine Beleidigung für die Karavan! Ihr verdient es, ausgerottet zu werden, wie alle Primitiven, die Atys mit Ihrer Anwesenheit beschmutzen! Dieser Wilde soll sofort gefasst werden, das ist ein Befehl!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hoch zu Capryni versuchte der Matis-General einzugreifen, um die wachsende Spannung abzubauen. Doch einer der Reiter befolgte die Aufforderung des Geistlichen und ritt in vollem Tempo los. Pü schüttelte seine Maske ab, um seine letzten Kopfschmerzen wegzuwischen, und konzentrierte sich voll und ganz auf die Situation. Von nun an würde alles sehr schnell gehen. Er musste seine inneren Fragen zum Schweigen bringen. Der Matis hatte bereits die Hälfte der Distanz zwischen ihm und dem Zoraï überwunden. In seiner rechten Hand hielt er einen langen, hohlen Speer, der in einer geflochtenen Bernsteinkragen endete. In der Nähe der horizontalen Stange befand sich ein Hebel, mit dem der Ring, der die Stange abschloss, schnell gelockert oder zusammengedrückt werden konnte. Diese geniale Waffe war in der Regel dazu gedacht, die zukünftigen Reittiere der Matis an der Kehle zu packen, wenn sie noch in der Wildnis waren, wurde aber auch dazu verwendet, Homins zu fixieren und zu unterwerfen, ohne sie zu verletzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Püs Körper schwankte leicht. Es dauerte einige Sekunden, bis er das Schlagen seiner Glieder mit dem Galopp des Reittiers synchronisieren konnte. Als der Angreifer etwa zehn Meter von ihm entfernt war, aktivierte er den Mechanismus seiner Waffe und schwang sie, ohne sein Tempo zu verlangsamen. Die Schlinge öffnete sich weit genug, um den maskierten Kopf des Zoraï zu umschließen. Ohne Zweifel wusste er, wie er mit seinem Instrument umzugehen hatte. Doch der junge Homin war zu flink. Als der Soldat nach rechts schoss, um seine Beute an der Kehle zu packen, tauchte Pü absichtlich in die Richtung des Angriffs und wich ihm aus. Zwischen Waffe und Capryni hindurch gelang es ihm, den Riemen an der Seite des Tieres zu ergreifen, bevor er den Boden berührte. Er hielt sich fest und zog, so gut er konnte, nicht um das Tier zu destabilisieren, sondern um seinen leichten Kinderkörper über das Tier zu schleudern. Er flatterte herum und landete gerade noch auf dem Hinterteil des Capryni, als der Matis hinter seinen Rücken blickte, um zu sehen, was aus dem Zoraï geworden war. Während der Reiter den Blick von Pü kreuzte, der nur durch die Kraft seiner Schenkel das Gleichgewicht auf dem Tier hielt, legte seine Beute, die zum Henker geworden war, schnell ihre Hände um seinen Nacken und brach ihn mit einem kräftigen Schlag. Die Waffe des Matis rutschte aus seiner rechten Hand und zerbrach auf dem Boden. Wenn Pü nicht sicher sein konnte, dass er tot war, war seine Lähmung garantiert. Er ließ den gepanzerten Körper auf sich niedersacken, damit er nicht stürzte, nahm die Zügel, die seine linke Hand hielt, wieder auf, verlangsamte das Tempo und drehte sich um. Als er wieder am Ausgangspunkt angekommen war, brach er seinen Lauf ab und sprang links neben dem Tier zu Boden. Der Körper des Soldaten fiel schwer auf die rechte Seite. Der Helm löste sich durch den Aufprall, sodass der Zoraï in das leblose Gesicht blicken konnte. Der Soldat war eine Homina und damit vielleicht auch eine Mutter. Für den Bruchteil einer Sekunde sah Pü, wie die Maske seiner eigenen das Gesicht der Leiche überlagerte. Er schloss die Augen. Drei. Jetzt fehlten ihm nur noch drei.&lt;br /&gt;
[[file:Le soldat.png|right|400px|alt=… Le soldat était une homine…|Der Soldat war eine Homina]]&lt;br /&gt;
Auf der Spitze des Karrens hatte sich das Gesicht des Klerikers von einer rötlichen Gesichtsfarbe in ein blasses Weiß verwandelt, das viel blasser war als sonst. Die Soldaten reagierten nicht, da sie von der Gewalt, die sie gerade gesehen hatten, schockiert waren. Nur der General behielt die Nerven. Er ließ sein Reittier ein paar Schritte vorwärts reiten und wandte sich dem Konvoi zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Giero, reiten Sie so schnell wie Ihr Capryni kann in Richtung des nächsten Außenpostens! Informieren Sie den Intendanten über die Lage und schicken Sie uns Verstärkung. Unterschätzen Sie die Bedrohung nicht. Be'maty, begeben Sie sich ebenfalls zum Außenposten! Sie werden Giero wegen der Ladung nicht folgen können, aber Ihre Mektoubs sind stark, also schonen Sie sie nicht. Sobald er seine Nachricht überbracht hat, wird Giero Sie auf der Straße treffen. Vicho, bleiben Sie auf dem Karren! Sie werden die Ladung und den Herena mit Ihrem Leben schützen, bis Giero zurückkehrt. Zani, Lichnini, Sivaldo, Sie kommen mit mir! Greifen Sie nicht ein, bis ich es Ihnen befehle&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der selbstbewusste Tonfall des Generals half den Soldaten, aus ihrer Lethargie zu erwachen. Alle führten den Befehl wortlos aus. Der Wachposten sprang vom Karren und legte sein Maschinengewehr an, der Matis auf dem Rücksitz ersetzte ihn auf dem Dach des Karrens, der zu manövrieren begann, um umzukehren. Nur der Kleriker, der gerade erst wieder zu sich kam, wollte protestieren. Doch der neugierige Blick, den der General ihm zuwarf, hielt ihn davon ab, und seine Kreideblässe wurde noch größer. Normalerweise ließ Pü keine Überlebenden zurück, denn nur wenn es keine Zeugen gab, konnte er sicher sein, dass er in diesen Gebieten weiterhin ungehindert operieren konnte. Außerdem vermied er es normalerweise, die reguläre Armee anzugreifen, da jeder vermisste Soldat zu einer Untersuchung führte, und griff stattdessen lieber die fanatischen Stämme oder Banditengruppen an, die das Königreich durchzogen. Doch dieses Mal war alles anders. Wenn die ersten sprechen würden, würde er schon auf dem Rückweg sein. Er beobachtete seine vier zukünftigen Gegner genau, während einer der Reiter mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Südwesten ritt, gefolgt von dem Karren. Er durfte es nicht mit ihnen allen zusammen aufnehmen. Er wartete ein paar Sekunden - genug Zeit, damit der Bote am Horizont verschwand - und begann, sich langsam vorwärts zu bewegen. Beim ersten Schritt schrie der General.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« N’avancez plus ! Pour vous être rendu coupable du crime d’homicide volontaire sur un soldat du Royaume de Matia, vous devez comparaître devant la justice royale. Comme le veut notre loi, vous aurez le droit de vous défendre durant votre jugement. Maintenant, coopérez, ou nous serons dans l’obligation de vous appréhender par la force. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü leva les mains pour feindre la soumission et continua d’avancer. Il savait que les Matis ne seraient pas dupes, mais il devait gagner quelques mètres. Actuellement, la plus grande menace était le mitrailleur. Il devait l’éliminer en premier. Pour autant, il ne devait pas sous-estimer le haut gradé. En temps normal, il aurait eu à faire à un simple chef d’escouade, et non pas à un militaire expérimenté.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Je ne me répéterai pas, plus un geste ! » cria à nouveau le général.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Le Zoraï ne réussirait probablement pas à faire un pas de plus avant que le général ne sonne l’assaut. Il passa sa main droite dans son dos et la posa sur le petit bouclier rond qui y était accroché. Il n’avait pas droit à l’erreur. S’il se manquait maintenant, la suite serait beaucoup plus incertaine. Il ferma à nouveau les yeux et laissa pleinement ses sens s’ouvrir au monde. La direction et la force du vent, l’humidité de l’air : importants paramètres à prendre en compte pour réaliser le lancer parfait. Rouvrant les paupières, il posa son regard sur le tireur. S’il était trop loin pour en être certain, la position de ses bras indiquait qu’il était prêt à faire feu. Pü inspira un grand coup et se mit en action. Plus rapide que jamais, il décrocha son bouclier et banda ses bras en arrière comme une corde. Il lui fallut moins d’une seconde pour valider sa trajectoire et propulser sa rondache. Le projectile vola vers la gauche du sentier, donnant l’illusion d’un lancer manqué. Pü profita de l’incompréhension générale pour foncer dans l’autre direction. Comme prévu, le mitrailleur reçut l’ordre d’intervenir et enclencha son arme. '''Les deux pieds fermement plantés dans l’écorce, il se mit à tirer à feu nourri en direction du Zoraï'''. Mais, vu son recul, l’arme était malaisée à diriger, ce qui laissait à Pü quelques secondes avant que les impacts ne fassent mouche. L’enfant se déhanchait et sautillait habilement, s'efforçant de compliquer la tâche du mitrailleur, dont les tirs se faisaient de plus en plus précis. À ce moment-là, les Matis crurent probablement qu’ils allaient l’emporter. C’était compter sans la courbure impromptue que prit la trajectoire du bouclier. Frôlant les arbres qui marquaient le bord de la route, la rondache dévia en direction du tireur qui était maintenant positionné dos à elle. Personne ne remarqua la manigance, hormis le général qui, plus avisé que le reste de son escouade, aperçut le projectile mortel alors qu’il s’apprêtait à percuter l’arrière du crâne du mitrailleur. Il hurla quelque chose et sauta de son capryni. Se relevant en vitesse, il fonça vers le soldat. En réponse au cri de son supérieur, celui-ci venait de se retourner vers la menace volante. Ne le voyant pas réagir, le général tenta de le plaquer, mais ne réussit qu'à le bousculer. Le bouclier fendit profondément le visage du Matis hébété qui virevolta et s’écroula lourdement sur le sol.&lt;br /&gt;
[[file:Les deux pieds.png|right|400px|alt=… Les deux pieds fermement plantés…|Les deux pieds fermement plantés]]&lt;br /&gt;
Pü cessa ses gesticulations et reprit son souffle. Si le mitrailleur n’était certainement pas mort, il semblait être évanoui, et ne représentait donc plus une menace pour le moment. Alors que le général s'attardait au chevet du malheureux, le jeune Zoraï crut à tort qu’il aurait le temps de réfléchir à son prochain mouvement. Mais les deux capryniers ne l’entendaient pas de cette oreille, et s’incitèrent mutuellement à passer à l’attaque.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Général, restez avec Sivaldo, nous nous occupons du primitif masqué ! cria le premier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Oui général ! Jusqu’alors, ses techniques de lâche ont fonctionné uniquement parce que nous n’y étions pas préparés, renchérit le second. Laissez-nous venger la mort de Tinailli ! Nous vous promettons de lui faire honneur ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Le général eut beau protester, les deux soldats s’élancèrent à pleine vitesse en direction du Zoraï, qui ne semblait pas s’en inquiéter. Les dernières dizaines de mètres qui les séparaient furent englouties en quelques secondes. Mais se souvenant de la mort de leur première camarade, les Matis ne firent pas l’erreur de charger le jeune guerrier. Ils s’arrêtèrent avant d’arriver à son niveau, sautèrent de leur monture et s’avancèrent pour le prendre en tenaille. Au vu de leur comportement respectif, les deux Matis devaient être des soldats inexpérimentés. Aveuglés par la haine et le désir de vengeance, ils ne savaient pas encore qu’ils venaient de se jeter dans la gueule du gingo. Au loin, le général venait à peine d’atteindre son capryni pour rejoindre en urgence les deux imprudents. Seul contre deux, le jeune guerrier avait toutes ses chances. Il fallait donc qu’il en termine au plus vite avant que le seul militaire réellement expérimenté de l’escouade ne les rejoigne. Le Matis qui s’était positionné dans son dos tenait à deux mains une lourde épée d’ambre joliment ornementée, alors que celui qui lui faisait face était armé d’une longue pique couronnée d’ambre tressé. Pü aurait aimé lire sur son visage, mais l’imposant casque cornu qu’il portait l’en empêchait. Rapidement, les Matis se rapprochèrent. En toute logique, le soldat situé face à lui lancerait le premier assaut, laissant ainsi l’opportunité à celui positionné dans son dos d’utiliser un angle mort pour attaquer. C’est exactement ce qui se passa. Le piquier cria et perfora l’air d’un geste précis, espérant empaler le Zoraï d’un seul coup. Sans même bouger ses pieds, Pü envoya sa main droite au contact de la pique tout en pivotant et décalant son bassin du côté opposé. La protection de son avant-bras érafla bruyamment les multiples pointes aiguisées. Retournant brusquement son poignet, il attrapa le long manche de l’arme. Au lieu de repousser l’offensive, il encouragea le mouvement, et se servit de l’élan du Matis pour le déstabiliser tout en préservant l’impulsion de son assaut. Déviant légèrement la direction de l’attaque, et toujours sans décoller les pieds du sol, il courba son dos en arrière, et esquiva le coup horizontal que l’épéiste tenta de lui asséner. Il n’eut alors qu’à faire en sorte que la pique conserve sa vélocité pour que ses pointes mortelles transpercent la cuisse gauche du malheureux à l’épée, qui s’écroula sous le choc en hurlant. Emporté par le mouvement non contrôlé de son arme, l’assaillant manqua de tomber sur le blessé. Pü saisit l’opportunité et l’y aida. Dégainant sa dague de sa main libre alors que l’autre lâchait la pique fermement enfoncée dans la chair de son camarade, il fit un pas en arrière pour reprendre son équilibre et enfonça d’un coup précis sa lame dans la jointure cervicale du casque du piquier. Une longue gerbe de sang gicla lorsqu’il retira sa dague de la carotide de son adversaire. Comme il s’y attendait, le soldat paniqua et retira son casque en vitesse pour comprimer et soigner sa gorge à l’aide des pouvoirs de la Sève, et avant que son cerveau ne cesse d’être irrigué en sang. Ne lui laissant pas le temps d’agir, Pü attrapa la chevelure brune du Matis et lui asséna plusieurs violents coups de dague dans la gorge. Lorsque la tête du soldat se sépara finalement du reste de son corps, le décapité s’effondra sur la pique qui s’enfonça encore plus profondément dans la plaie sanguinolente de l’homin cloué au sol. Pü jeta un coup d’œil en arrière : le général serait bientôt là. Il rangea la dague maculée de sang, laissa tomber la tête de sa victime, et s’approcha du soldat gravement blessé qui, désormais coincé sous la lourde armure encore palpitante de son camarade, n’était plus capable d’extraire la pique pour soigner magiquement sa jambe. L’homin ôta son casque et se mit à gémir. Il devait avoir l’âge de Niï, soit environ dix ans de plus que Pü.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Pitié, ne me tuez pas ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü avait sincèrement pitié. Il détestait tuer. Et particulièrement quand ses adversaires n’y étaient pas préparés. Mais il n’avait plus le choix. Il y était presque, il ne pouvait pas tout abandonner maintenant. Le jeune Zoraï fit à nouveau le vide dans sa tête et ignora la plainte du Matis. Il se rapprocha de lui, posa délicatement son pied gauche sur son cou, et lui broya d’un coup de talon. Ramassant l’épée du malheureux désormais paralysé, il lui planta dans la gorge, empêchant ainsi toute régénération. Un. Il ne lui manquait plus qu’un. Si le mitrailleur évanoui suffisait, l’homin qui lui faisait face dorénavant ne le laisserait sûrement pas approcher le blessé sans combattre. Le général, qui avait en effet enfourché sa monture pour combler la distance qui se séparait du Zoraï, avant de la quitter une seconde fois, se dirigeait désormais vers le guerrier d’un pas décidé. Arrivé à quelques mètres de lui, il ôta son casque. Pour la première fois depuis longtemps, Pü eut un mouvement de recul. Durant un instant, l’enfant crut voir le masque de son père. Le Matis était dans la force de l’âge, comme l’indiquaient les quelques rides qui venaient troubler l’harmonie des traits de son visage et le faible éclat de sa longue chevelure d’ébène. Mais par-dessus tout, c’est l’assurance et l’intensité de son regard qui lui rappelèrent son père. Ces yeux bleus perçants étaient ceux d’un homin déterminé, prêt à tout donner pour accomplir sa volonté. Pü recula d’un pas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Il n’est pas nécessaire que nous combattions, dit-il d’une voix troublée. J’ai accompli ma mission. Laissez-moi le mitrailleur et rentrez chez vous. S’il vous plaît, suivez mon conseil, et rejoignez votre famille. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Le général posa son casque à ses pieds et dégaina une longue et large épée finement décorée. Il lui jeta un regard glacial.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Je ne vais pas pouvoir accéder à votre requête, mon garçon. Vous venez à vous seul de tuer trois de mes soldats. Le Karan Domini, Roi et Grand Prêtre du Royaume de Matia, doit savoir pourquoi la Théocratie Zoraï forme des enfants-soldats à des missions d’assassinat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Je vous le redis : ma tribu et moi ne dépendons pas de la Théocratie Zoraï. Je vous en prie, éloignez-vous ! » répliqua Pü en reculant une seconde fois.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Le Matis s’avança d’un pas déterminé.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Vous a-t-on forcé à tuer ? S’il est normal qu’un garçon de votre âge apprenne à combattre, il ne devrait pas avoir à faire couler le sang si jeune. Et sûrement pas dans ces conditions. Un garçon de votre âge passe du temps avec ses amis, ses frères, ses sœurs, son père et sa mère. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
À l’écoute des paroles du militaire, et à l’évocation de ses proches, le jeune Zoraï fut pris d’un coup de sang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Ne parlez pas de ma famille ! Fuyez, tant qu’il en est encore temps ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Un sourire froid s’afficha alors sur le visage du général.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Il semble que j’aie touché la corde sensible. Seraient-ce vos parents qui vous ont envoyé si loin de la Jungle pour commettre ces meurtres ? Une mère est censée enseigner l’amour à ses enfants, non la mort ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Une violente céphalée transperça le crâne de l’enfant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« '''Je vous interdis de parler de ma mère !''' »&lt;br /&gt;
[[file:Je vous interdis.png|right|400px|alt=… Je vous interdis de parler…|Je vous interdis de parler]]&lt;br /&gt;
À son départ, elle avait pleuré. Et si elle l’avait exhorté de ne pas tuer pour assouvir son propre plaisir, elle lui avait malgré tout demandé de le faire pour Ma-Duk. Pü aimait sincèrement Ma-Duk, autant qu’il détestait Jena. Les Kamis protégeaient Atys, quand la Karavan la détruisait en pillant ses ressources. Mais ne pouvait-on prouver son amour à Ma-Duk autrement qu’en répandant le sang ? Par ses propos, et son statut de Grande Prêtresse, sa mère approuvait les coutumes barbares de leurs ancêtres. Pire, elle les transmettait avec ferveur. Mais lui, qui buvait il y a encore quelques mois chacune des paroles de sa mère, les vomissait désormais. Combien de temps encore réussirait-il à feindre son attachement aux valeurs de sa tribu ? Et si, averti de cette dernière pensée, Ma-Duk considérait déjà qu’il ne lui était plus fidèle, pourrait-il jamais devenir l’Ombre du Masque Noir ? Son père l’exécuterait-il lorsque Grand-Mère Bä-Bä lui apprendrait la nouvelle ? Son frère et sa mère le laisseraient-il faire ? Pü atteignait ses limites, son cerveau était en ébullition. Sentant le Zoraï flancher, le Matis le poussa à bout.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Ainsi l’Herena avait donc raison : vous n’êtes que des animaux ! Les homins de votre peuple engrossent leurs homines et les transforment en mères pondeuses, juste bonnes à produire des enfants-soldats qui seront sacrifiés sur l’autel de vos croyances haineuses ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sur ces mots, Pü dégaina sa dague et son épée courte et s’élança vers le Matis en hurlant. Il lui avait laissé l’opportunité de fuir, et celui-ci ne l’avait pas saisie. S’il désirait mourir, alors Pü l’y aiderait, aussi simplement qu’il l’avait fait pour ses soldats. Cela ne prendrait que quelques secondes. Tout serait terminé, bientôt. Il n’aurait plus à supporter cette douleur. C’est en tout cas ce qu’il imagina sous le coup de la fureur. L’épée du général s’illumina et le jeune guerrier fut saisi aux chevilles avant même de comprendre la manœuvre du militaire. L’expérience du Matis avait parlé, et l’orgueil du Zoraï allait lui coûter cher. Il avait sous-estimé son adversaire et s’était précipité aveuglément, sans anticiper l’utilisation d’un enchantement magique d’entrave. Des racines avaient jailli de l’écorce et l’empêchaient totalement de bouger. Étant donné l’élan de sa course, Pü avait manqué trébucher en avant, et ce n’était que de justesse qu’il avait réussi à se maintenir debout. Pris de panique, il tenta de s’extraire du piège magique en tailladant à l’aide de ses armes les ramifications qui montaient maintenant le long de ses mollets, oubliant par là même le lanceur du sortilège. Soudainement, alors que toute son attention était portée sur ses jambes, le ciel s’assombrit. Son sang se glaça lorsqu’il leva la tête par réflexe. Au-dessus de lui, l’imposante armure du Matis masquait la lumière de l’astre du jour : il avait profité de l’affolement du Zoraï pour arriver au corps-à-corps. Le contre-jour accentuait son regard féroce, qui pétrifia Pü de toute part. Le général leva sa grande épée en position plongeante. Son armure blanche s’illumina lorsque la lumière filtra suite au changement de posture, et Pü dut détourner les yeux pour ne pas être aveuglé.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Laissez-vous faire ! dit le Matis d’un air grave. Le coup que je vais vous porter va vous infliger une blessure critique. Si vous bougez, il risque de vous être fatal. Je vous maintiendrai en vie jusqu’à ce que les renforts arrivent. Nous vous conduirons ensuite à Matia ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Si le général semblait confiant en sa capacité de l’amener vivant auprès du roi des Matis, Pü préférait mourir mille fois plutôt que de devenir captif des suppôts de la Karavan. Il essaya à nouveau de se débattre, mais les racines enserraient maintenant sa taille et commençaient à remonter sur son ventre. Voilà, c’était ainsi que s’achevait sa courte vie. Finalement, Grand-Mère Bä-Bä avait eu tort. Lui qui avait grandi avec l’idée de devenir l’Ombre du Masque Noir et de périr parmi les siens en protégeant son frère, allait mourir seul et loin de chez lui, avec pour dernière vision l’éblouissante empreinte astrale de Jena. Quelle ironie. Alors que le Zoraï avait tourné son masque sur la gauche pour ne pas avoir à supporter plus longtemps le reflet moqueur de la cuirasse, il aperçut une étrange source lumineuse au-delà de la lisière de la route, sous l’ombre des grands arbres sylvestres. En se concentrant, il put discerner nettement deux sphères de taille identique. Elles étaient d’une blancheur éclatante et luisaient d’autant plus vivement qu’elles étaient environnées d’obscurité. Non, ce n’était pas seulement l’obscurité… Pü distingua une petite silhouette noire parmi les ombres. Son sang se glaça de nouveau. Ce n’étaient pas des sphères, c’étaient des yeux. Ceux du Kami Noir qui lui était apparu deux fois jusqu’alors. Il était là. Ma-Duk le regardait.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Non, il ne pouvait abandonner. Il était un Guerrier Noir de Ma-Duk, forgé par les meilleurs combattants de la Jungle et béni des Kamis. Tant qu’il pourrait se battre, il n’abandonnerait pas. Revigoré, son corps réagit d’instinct lorsque le général abattit son arme sur lui pour lui transpercer la clavicule gauche. Il envoya son bras droit au contact de la lame massive pour se protéger, et si son épée courte ne réussit pas à bloquer le coup, elle permit néanmoins de dévier l’attaque, au prix d’une partie de sa main, qui vola en éclats. L’état d’extrême tension dans lequel se trouvait le jeune guerrier eut pour effet positif de lui faire totalement ignorer la douleur. L’épée l’érafla et se planta lourdement dans le sol. Profitant de la seconde de répit qu’il lui était offerte, Pü lâcha la dague qu’il tenait dans sa main gauche et manipula la Sève alentour pour incanter à deux mains un sortilège. Sa paire d’amplificateurs de magie étant accrochée à sa ceinture désormais enchevêtrée avec les racines, il ne put s’en équiper. Mais pour ce qu’il comptait faire, un sortilège brut devrait suffire. Alors '''il n’hésita pas, et enflamma son corps pour s’évader de sa prison de bois'''. Il réussit à se dégager des racines partiellement consumées au moment où le général arrachait son épée du sol. Alors qu’il lançait son second assaut, Pü réussit à l’éviter de justesse grâce à une roulade. Le Matis enchaîna avec une série de frappes d’estoc et de taille, que le jeune guerrier esquiva à l’aide de diverses acrobaties. Désarmé, il n’était pas en mesure de parer les attaques. S’il était bien plus habile que le général encombré de sa lourde armure, celui-ci semblait bien plus endurant, et n’avait pas encore subi de blessures. Plus inquiétant encore, ses coups se faisaient de plus en plus précis. Pour la première fois de sa vie, Pü combattait un maître d’armes dans un combat à mort. L’expérience du Matis parlait, et il ne lui fallut que peu de temps pour commencer d’anticiper les mouvements du jeune guerrier.&lt;br /&gt;
[[file:Hesita pas.png|right|400px|alt=… il n’hésita pas…|il n’hésita pas]]&lt;br /&gt;
Les secondes défilaient et Pü s’essoufflait à vue d’œil. À plusieurs reprises, le soldat réussit à le frôler, entaillant son corps d’enfant de la pointe de son épée. Pü faisait régulièrement appel aux pouvoirs de la Sève pour panser ses blessures et régénérer partiellement son endurance, mais, à ce rythme, il atteindrait bientôt ses limites. S’il aurait aimé pouvoir passer dans le dos du Matis pour tenter de lui briser la nuque, comme il savait si bien le faire, celui-ci ne lui laissait aucun répit. Sans arme, il n’avait aucun moyen de s’extraire de cette situation perdue d’avance. Alors qu’il cherchait une échappatoire, il aperçut une dague pendant à la taille du soldat, cachée derrière le drap d’apparat ornant sa ceinture. Comment avait-il pu ne pas la voir avant ? Pü se maudit et imagina un plan d’action, entre deux roulades et trois contorsions. Il allait jouer le tout pour le tout. À bout de souffle, le Zoraï attendait le moment idéal pour agir. Soudainement, lui qui ne faisait jusqu’alors que reculer face aux assauts du Matis, profita d’une large frappe de taille pour effectuer une roulade avant et passer sous la lame tranchante. Son mouvement tout juste terminé, il poussa aussi fort qu’il put sur ses jambes, et bondit sur le flanc gauche du soldat. Si le Matis fut décontenancé par la direction de l’esquive, il réagit très vite et rendit un violent coup de pied latéral au jeune guerrier. Le corps de l’enfant craqua sous la lourde botte du soldat et alla s’écraser plus loin sur le sol. Pü se releva péniblement sur un genou et cracha le sang. Son adversaire venait de lui briser plusieurs côtes. Mais derrière son masque, le jeune guerrier souriait : sa main valide était désormais armée. Bien que différente des dagues qu’il avait coutume de manier, celle du Matis ferait parfaitement l’affaire. Le jeune homin inspira un grand coup et leva son masque vers le général. Celui-ci s’était retourné et s’apprêtait à réaliser une percée avec son épée pour retourner au corps-à-corps.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Abandonnez mon garçon ! » dit-il en chargeant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
À nouveau, Pü n’aurait qu’une seule chance. Et jusqu’alors, la chance lui avait souvent souri. Finalement, peut-être que le Kami Noir veillait réellement sur lui.  Alors que le soldat se précipitait dans sa direction, l’épée dirigée vers l’avant, Pü attendit le bon moment et jeta sa dague en l’air, loin au-dessus de lui. Aussitôt fait, il infusa tout ce qu’il put de Sève dans ses jambes et fit gonfler ses cuisses comme jamais. Puisant à la limite de ce qu’il pouvait endurer, il souleva un nuage de sciure et bondit dans les airs d’un saut surhomin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Totalement surpris par la nature de l’attaque et partiellement aveuglé par le brouillard de débris, le Matis crut à tort que le Zoraï tentait simplement de s’enfuir. Il comprit trop tard la réalité de la situation lorsque qu’il sentit son épée s’alourdir brusquement sur l’avant. Pü venait d’atterrir sur le plat de la lame et s’élançait tel un funambule en direction de son porteur. Déjà fort déséquilibré, le Matis tenta en vain de se redresser au moment où Pü prit à nouveau appui sur l’arme pour voltiger. Le jeune guerrier atterrit cette fois-ci sur ses épaules, et se propulsa une derrière fois en direction du ciel, obligeant par la force de ses jambes le Matis à poser un genou au sol. Pü devait se situer à environ quatre mètres du sol, et survolait le nuage de poussière qui commençait à se dissiper. Il n’eut qu’à tendre son bras valide pour attraper la dague qu’il avait précisément jetée quelques secondes auparavant. Écartant les jambes et regardant vers le sol, alors que la gravité commençait à faire effet, il posa ses yeux sur le visage du général. Celui-ci avait perdu son regard terrifiant et ouvrait grand les paupières. Pü y lut de l’admiration. L’enfant effectua à nouveau un lancer parfait et la dague alla se planter droit dans le crâne du Matis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Toujours en l’air, le Zoraï se préparait à se réceptionner correctement, mais ses côtes cassées l’en empêchèrent. Il s’effondra lourdement sur le flanc opposé, non loin du corps du général figé sur les genoux dans une étrange position. Sa tête pendait en arrière, dirigée vers l’astre du jour et sa longue chevelure d’ébène se soulevait légèrement au gré du vent. Pü s’allongea sur le dos et écarta les bras. Terminé. Son calvaire était terminé. Il avait gagné.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{NavChap|[[Chapitre III - Mourir pour renaître]]|[[La Guerre Sacrée#Table des matières|Table des matières]]|[[Chapitre V - La graine du doute]]}}&lt;br /&gt;
{{Portail|La Grande Bibliothèque|Zoraï}}&lt;br /&gt;
[[Catégorie:La Guerre Sacrée]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jadeyn</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Kapitel_IV_-_Sylvan_Exil&amp;diff=33167</id>
		<title>Kapitel IV - Sylvan Exil</title>
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				<updated>2022-12-19T09:35:01Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Jadeyn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{NavChap|[[Chapitre III - Mourir pour renaître]]|[[La Guerre Sacrée#Table des matières|Table des matières]]|[[Chapitre V - La graine du doute]]}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Trad&lt;br /&gt;
|DE=Kapitel IV - Sylvan Exil|DEs=2&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:purple;font-weight:bold&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''Jahr 2474 von Jena'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Quotation|''Bélénor Nébius, Erzähler'' • ''Cheng Lai'SuKi, Illustratorin''|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[file:Pu deroulait.png|right|400px|alt=… Pü déroulait en silence…|verrichtete Pü schweigend]]&lt;br /&gt;
Auf einem hohen Ast eines großen sylvanischen Baumes sitzend, '''verrichtete Pü schweigend sein tägliches Gebet'''. Über ihm, sogar noch näher, so weit entfernt vom Dschungel und seinem Zenit, war das Tagesgestirn dabei, seinen vollen Glanz zu entfalten, und trotz der dicken Laubschicht, die es vom Himmel trennte, schaffte es das warme Licht, die blaue Haut des jungen Zoraï zu erwärmen. Er hatte jedoch gelernt, Jenas astrale Prägung zu vergessen, und versuchte, sich an die Kälte und das Echo der Abgrundschächte zu erinnern, die sein Dorf unter der Rinde durchzogen und die es Ma-Duk ermöglichten, aus dem Herzen von Atys über ihn und seine Familie zu wachen. Er hatte ohnehin keine Wahl: Die Höhen waren bei weitem der geeignetste Ort für meditative Momente. Am Boden waren Raubtiere und Soldatenpatrouillen eine ständige Störung, die seine Ruhe bedrohten und ihn daran hinderten, sich friedlichen Aktivitäten zu widmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tausend Kilometer entfernt beendeten seine Stammesmitglieder wahrscheinlich auch gerade ihre Gebete. Trotz der Entfernung und der Einsamkeit hatte Pü versucht, seinen Lebensrhythmus beizubehalten, den er vor seiner Abreise gelebt hatte. Mit dem ersten Morgengrauen erwachte das Dorf und bereitete sich auf die Routinearbeiten vor, die für das reibungslose Funktionieren der Gemeinschaft notwendig waren: Instandhaltung, Handwerk, Jagd, Kochen, verschiedene Versammlungen, Empfang der seltenen Gesandten und Händler etc. Das Ziel war es, so viele Aufgaben wie möglich zu erledigen, bevor die lange Morgenlitanei begann. Diese wurde von Pus Mutter Looï geleitet und endete mit einem gemeinsamen Essen im Speisesaal, an dem der ganze Stamm teilnahm. Nach dem Mittagessen übten sich die Zoraï mehrere Stunden lang in der Kunst des Kampfes. Der Unterricht richtete sich an alle, unabhängig von Alter oder Geschlecht, und war sehr vielfältig: Nahkampf, Stichwaffen, Schusswaffen und Magie. Der Stamm war in erster Linie ein Clan von Kämpfern, die früher oder später am Beginn des Heiligen Krieges teilnehmen würden. Wenn das Training beendet war, trafen sich die Familien zu einem gemütlichen Essen und gingen vor dem Schlafengehen verschiedenen persönlichen Aktivitäten nach. Seit jeher besuchte Pü Abendkurse bei seiner Mutter, die ihn in homininer Geschichte, internationalen Beziehungen, anderen Sprachen und Wissenschaft unterrichtete. Gelegentlich wurde er von seinem älteren Bruder Niï begleitet. In den meisten Fällen besuchte dieser jedoch andere Privatstunden bei ihrem Vater, der Schwarzen Maske.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Junge wurde jäh aus seinen Erinnerungen gerissen, als ein trauriges Geräusch die Harmonie des Gesangs der Bäume durchbrach. Über den Baumwipfeln erschütterte das dumpfe Dröhnen eines Karavan-Fluggeräts die Luft und vertrieb die Javings, diese seltsamen Vögel mit den gezackten, grünlichen Flügeln und der langen, schwarzen, glänzenden und mit Widerhaken versehenen Zunge, mit der sie ihre Beute aufspießten. Pü stand schnell auf, überprüfte die Festigkeit seiner Lebenslinie und machte sich daran, die letzten Meter des dicken Baumstamms zu erklimmen, der ihn vom Himmel trennte. Als sein zarter Körper aus dem Blättermeer herausragte, musste er hinter seiner Maske die Augen zusammenkneifen, weil das Tageslicht so grell war. Nicht weit von ihm entfernt verlor die Höllenmaschine immer mehr an Höhe. Die seltsame schwarze Materie, aus der ihre Hülle bestand, reflektierte Jenas helles Astrallicht, als wollte sie ihn verhöhnen. Trotzdem gelang es Pü, die Maschine zu identifizieren. Es war einer der kleinen Transporter, die die Karavan normalerweise benutzte, um die von ihren Hominsklaven gesammelten Ressourcen zu sammeln. Seltsamerweise schien er direkt aus einer der riesigen Himmelswurzeln zu stammen, die das Kronendach bildeten, den unerforschten Teil der Rinde, wie die Bewohner Atys bezeichneten, ihre Welt aus lebendem Holz, das nur aus ständig wachsendem Pflanzenmaterial besteht. Ihre opulenten Täler und üppigen Hügel bestanden aus kolossalen Wurzeln, auf denen die Homins ihre Zivilisationen errichtet hatten. Das Wasser, das die tiefen Wurzelspalten füllte, erweckte ihre Seen, Lagunen und Ozeane zum Leben. Die steilsten Wurzeln bildeten seine Berge und reckten sich in einem langsamen, unaufhaltsamen Aufstieg in den Himmel. Bestimmte Temperaturanomalien führten sogar dazu, dass der Wurzelteppich langsam verglühte und die Wüsten entstanden. Und noch tiefer unter der Rinde befanden sich die Urwurzeln, das geheimnisvollste Ökosystem von Atys nach dem, das man in das Kronendach vermutet. Es bildete ein riesiges Labyrinth aus grünen, feuchten Höhlen, die tief in die Eingeweide der Pflanzenwelt bis in ihr Herz hineinreichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü beobachtete, wie die Karavan-Maschine mit hoher Geschwindigkeit abtauchte. Es war sehr wahrscheinlich, dass wie üblich ein Treffpunkt zwischen der Karavan und ihren Handlangern vereinbart worden war und dass ein Konvoi auf dem Weg war, um Tribut zu liefern. Der junge Zoraï spürte, wie sein Herz raste. Vier. Jetzt fehlten ihm nur noch vier. Vier, und er könnte endlich nach Hause zu seinen Lieben zurückkehren. Das war die perfekte Gelegenheit. Er musste den Konvoi abfangen, bevor er sich mit den Karavan-Agenten treffen konnte. Pü entkam dem nackten Tag, indem er sich ein paar Meter in die Tiefe stürzen ließ, und landete auf dem Ast, auf dem er seine Sachen zurückgelassen hatte. Er sammelte sie zusammen und packte sie hastig ein, bis auf einen würfelförmigen Weidenkorb, den er sorgfältig handhabte. In diesem Korb befanden sich die Früchte monatelanger Bemühungen. Er würde sich niemals verzeihen, wenn er ihn verlieren oder seine Unversehrtheit gefährden würde. Um sicherzugehen, dass er nichts vergessen hatte, überprüfte er noch einmal seinen Klettergurt und tauchte ab. Pü raste durch den grünen Abgrund, bewegte sich geschickt zwischen den Zweigen und löste mit einem fachmännischen Handgriff seine Lebenslinie von den Stiften, die er während des Aufstiegs getrieben hatte. Er durchquerte viele Sekunden lang die bunten Schichten dieses kontinentalen Waldes mit seinen tausend Jahreszeiten und landete schließlich anmutig auf dem belaubten Boden. Die Richtung, in die das Fluggerät flog, deutete darauf hin, dass es wahrscheinlich auf der Lichtung weiter nördlich landen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten Konvois starten in Matia, der Hauptstadt des gleichnamigen Königreichs, und so war es gut möglich, dass der erhoffte den breiten künstlichen Pfad nehmen würde, der den Wald im Westen durchschneidet. Pü war von den Kräften der Botaniker des Matis-Volkes beeindruckt und erschrocken zugleich. Er, der Matias kolossale Wurzelmauer und die riesigen Habitatbaumkomplexe, die sich jenseits der Stadtmauer so weit das Auge reichte, mit eigenen Augen gesehen hatte, war von einer solchen Maßlosigkeit überwältigt gewesen. Doch mit diesem Vorgehen und dem Versuch, die Natur nach seinem Willen zu beugen, versuchte das Volk der Matis, die Absicht der Kamis und damit auch die Absicht von Ma-Duk zu durchkreuzen. Der Große Erzeuger wacht über jedes Stückchen Materie auf Atys. Die Natur zu verändern bedeutet, sein Großes Werk zu verfälschen. Die Geheimnisse der Manipulation von lebender Materie, insbesondere von Pflanzen, waren den Matis von der Karavan übermittelt worden, wie den Zoraïs die Beherrschung des Magnetismus und des Schreibens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während seiner langen Monate im Exil im Königreich Matia war Pü klar geworden, wie attraktiv die heidnischen Sitten der von der Karavan indoktrinierten Völker sein konnten. Bei diesen Gedanken hatte er sich geschämt. Aber es hatte ihm auch geholfen, die Gefährlichkeit dieser Dämonen aus dem Himmel besser zu verstehen. Der junge Zoraï verlor keine Zeit. Er rutschte und sprang über die Wurzeln und Verzweigungen des Waldes und legte die letzten Kilometer bis zum Pfad in kürzester Zeit zurück. Die wenigen Gingos, die versuchten, ihn auf seinem Weg zu verfolgen, hatten keine andere Wahl, als aufzugeben, da er sich so geschickt durch das dichte Gewirr der Natur manövrierte, die frei von jeglicher Matisse-Unterdrückung war. Als er den Weg erreichte, versteckte er sich hinter einem großen Strauch und hielt Ausschau nach der Ankunft des Konvois. Als er gerade aufgeben und woanders nach den Spuren der Matis suchen wollte, hörte er in der Ferne ordentliches Hufgetrappel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü schluckte. Sein Herzschlag begann sich langsam zu beschleunigen. Niemals. Niemals würde er sich an dieses Gefühl gewöhnen. Sein Bruder hatte ihm versichert, dass sein erstes Mal ein Genuss sein würde und dass die Gefühle, die er dabei empfand, ihn für sein ganzes Leben prägen würden. Auf der einen Seite hatte er damit nicht ganz Unrecht. Die blutverschmierten Hände eines Zoraï, der mit elf Jahren ins Exil geschickt wurde, kniete allein vor der noch warmen Leiche seines ersten Opfers: diese Bilder verfolgten ihn wochenlang Tag und Nacht, bis er den Verstand verlor. Doch diese letzte Prüfung kündigte auch das Ende seines schmerzhaften Exils an. Bald würde er wieder in seinem Land, bei seinem Stamm sein und seine Mutter wieder in die Arme schließen können. Dieser freudige Gedanke tröstete ihn und half ihm, seine Kräfte wieder zu sammeln. Der Konvoi zeichnete sich nun am Horizont ab. Bald war er in Sichtweite. In der Mitte befand sich ein solider, schwer beladener Karren, gezogen von zwei Mektoubs, friedfertigen Dickhäutern mit flinken Füßen, die über zwei Meter groß waren, braunes Fell mit grauen Streifen hatten und vor allem an ihren langen, kräftigen Rüsseln und ihren ohrlosen Köpfen zu erkennen waren. Er wurde von einem Tryker geführt, wie viele andere, denen Pü bislang begegnet war. Tatsächlich war es nicht ungewöhnlich, Tryker weit östlich von ihren schwimmenden Städten zu treffen, die im Matis-Land undankbare und schlecht bezahlte Arbeit verrichteten. Ihre Neugier und ihr Freiheitsdrang machten sie zwar zu hervorragenden Entdeckern und Erfindern, doch aufgrund ihrer geringen Größe, ihres kindlichen Aussehens und vor allem ihres friedlichen und gutmütigen Charakters waren die Tryker in den vergangenen Jahrhunderten leider mehrfach von den Matis versklavt worden. Wie Pü aus dem Unterricht seiner Mutter wusste, waren die Tryker zum letzten Mal während des &amp;quot;Aquäduktkriegs&amp;quot; vor nur vierzig Jahren versklavt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2435 entdeckten Fyros-Minenarbeiter im Westen ihrer Wüste unter der Rinde vergrabene Ruinen und bohrten eine Säureader an, die die gesamte Region um die Kaiserstadt Coriolis in Brand setzte. Das wochenlange Feuer breitete sich bis zur Grenze des Königreichs aus und zerschnitt das riesige, von den Matis verhasste Aquädukt. Eben jenes, das die Wüste mit dem Seengebiet verband, das von der Trykoth-Föderation, dem Verbündeten des Fyros-Imperiums, verwaltet wurde. Der Krieg, in den die Allianz und das Königreich seit fast eineinhalb Jahrhunderten verstrickt waren, nahm eine neue Wendung. Der Imperator sah sich gezwungen, seine Truppen von den Seen abzuziehen und sie zur Bekämpfung des Feuers einzusetzen, das sein Volk bedrohte und ihm das Wasser abnahm. Daraufhin nutzte die Matisse-Armee die Gelegenheit und marschierte in das Seengebiet ein, versklavte das Volk der Tryker und eroberte die Stadt Karavia zurück, die das Imperium fast ein Jahrhundert zuvor gestohlen hatte. Karavia, die &amp;quot;Heilige Stadt&amp;quot;, wurde angeblich genau an dem Ort errichtet, an dem Zachini an der Küste des Königreichs, das er später gründete, zum ersten Mal mit der Karavan und der Göttin Jena zusammentraf. Karavia, die &amp;quot;Unheilige Stadt&amp;quot;, für Pü und seinen Stamm der bösartigste Ort auf der Rinde... Und doch wurde hier im Jahr darauf der Vertrag unterzeichnet, der den Aquäduktkrieg beendete und die Tryker von der Herrschaft der Matis befreite. Allerdings hatte diese Episode im Unterbewusstsein des Seenvolkes Spuren hinterlassen, und viele Tryker blieben als Diener im Wald zurück... so wie der Karrenfahrer, der sich offensichtlich dem Dienst des Matis verschrieben hatte, der neben ihm auf der Sitzbank schlummerte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü identifizierte ihn bei seinem Anblick sofort als einen Kleriker der Kirche des Lichts, die Herena genannt wurde. Der Matis war nämlich in seine kirchliche Tracht gekleidet: eine weiße Bernsteinkrone und eine lange Toga, die aus mehreren großen Umhängen bestand, die aus bunten Federn gefertigt und mit Geflechten aus bernsteinfarbenen Schmuckstücken verziert waren. Die Kirche des Lichts, die um den Jena-Kult herum gegründet wurde und unter der Schirmherrschaft der Karavan stand, war heute allmächtig im Königreich Matia und insbesondere in Karavia, das durch den Vertrag, der ihren Namen trägt, an das Königreich zurückgegeben wurde. Unter ihrem Einfluss waren so viele Homins von der dämonischen Natur der Kamis überzeugt worden...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter oben auf dem Karren, auf seiner Planenladung, stand ein Matis mit einem Maschinengewehr und hielt Ausschau nach dem Horizont. Er hatte keinen Helm auf und trug die gewöhnliche Kleidung der Soldaten der regulären Armee: einen weichen, robusten Anzug aus Kaktushaut und darüber Rüstungsteile aus weißem Holz. Ein weiterer schien auf der Rückbank zu sitzen. Die Matis waren ein von Natur aus schlankes Volk mit ausgemergelten Gesichtszügen und perlmuttfarbener Haut. Sie waren Ästheten, raffiniert und aufgrund ihrer Kultur ehrgeizig und erinnerten andere Völker immer wieder an ihre Überlegenheit, selbst wenn sie sich dessen nicht bewusst waren. Um den Karren herum waren fünf berittene Matis, die als Eskorte dienten. Sie ritten stolz auf Caprynis, schlanken Vierbeinern mit dicker, heller und stellenweise blau gestreifter Haut, einem einzigen Geweih und einer langen Schnauze mit einem einzigartigen Ziegenbart. '''Alle Soldaten waren mit einer Rüstung aus solidem weißem Holz ausgestattet''', die mit lilafarbenen Mustern graviert war, sich am Oberkörper wölbte und in der Taille enger wurde. Die Schulterstücke der Rüstung waren ebenso abgerundet wie breit und verliehen den Soldaten ein herrisches Aussehen. Am auffälligsten war jedoch ihr Helm, der aus einer Elfenbeinmaske mit einem azurblauen Schmuckstück auf der Stirn und einer stabilen, imposanten Kopfbedeckung bestand, die mit weißem Bernstein verziert war und deren Enden aus Chitin an den Ohren herabhingen, sodass sie wie Hörner aussahen. Einer der Soldaten unterschied sich von den anderen durch die feinen Verzierungen und Gravuren, die seinen Brustpanzer und Helm schmückten. Bisher hatte Pü noch niemals die Gelegenheit gehabt, solche Verzierungen zu sehen. Der Matis war zweifellos ein hochrangiger Soldat der königlichen Armee, der zusammen mit dem Herena entsandt worden war, um den König vor der Karavan zu vertreten.&lt;br /&gt;
[[file:Tous les soldats.png|right|400px|alt=… Tous les soldats étaient équipés…|Alle Soldaten waren ausgerüstet]]&lt;br /&gt;
Das Kind stellte seinen Korb sorgfältig in die Mitte des Strauches und wartete noch ein paar Sekunden, bis der Konvoi weiterzog. Als er etwa 50 Meter von seiner Position entfernt war, kam er ruhig aus seinem Versteck hervor und stellte sich in die Mitte der Straße. Als der Ausguck auf der Spitze der Ladung ihn entdeckte, gab er das Signal zum Anhalten und der Konvoi stoppte abrupt. Der unerwartete Halt unterbrach den Schlaf des Herena, der beinahe vom Karren gefallen wäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wer sind Sie? Nennen Sie Ihre Identität!&amp;quot;, rief der Ausguck in einem kräftigen, aber dennoch melodischen Tonfall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Antwort trat Pü einige Meter vor, während die Reiter ihre Reittiere ausrichteten und sich vor dem Karren aufstellten. Der Zoraï räusperte sich und nahm seinen schönsten Mateis an. Seine Mutter hatte ihm die von anderen Völkern verwendeten Sprachen beigebracht, wobei sie den Schwerpunkt auf Mateis legte, die international am häufigsten gesprochene Sprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich bin ein Apostel der Kamis, der in die heidnischen Regionen gesandt wurde, um den Verirrten die Existenz des Großen Erzeugers zu offenbaren und einigen Auserwählten die Ewige Vergebung anzubieten. Kinder der Rinde, freut euch zu hören, dass eure Sünden durch mich bereits reingewaschen wurden. In Kürze werden eure Seelen gereinigt und den Schwarzen Kriegern von Ma-Duk übergeben. Durch sie werden sie zu ihrem Kampf für die Erhaltung von Atys beitragen. Und wenn Ma-Duk es will, werden sie Zeuge des Heiligen Krieges und des Beginns der Glücklichen Tage.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz seines guten Willens gelang es dem jungen Homin nicht, Leidenschaft in seine Predigt zu bringen. Nach so vielen Monaten morbider Predigten war dieses Ritual ebenso ermüdend wie schmerzhaft geworden. Pü wusste, dass der Wahnsinn auf ihn lauerte. Die Stimmen in seinem Kopf wurden immer präsenter und er entwickelte Woche für Woche neue Verhaltensstörungen. Wie viele seiner Brüder und Schwestern hatten während ihres Exils den Boden unter den Füßen verloren? Viele von ihnen waren niemals zurückgekehrt. Vor seiner Abreise hatte er lange Zeit hart über sie geurteilt, aber jetzt verstand er sie. Seine Sicht war getrübt, als sich ein starker Kopfschmerz bemerkbar machte. Er musste sich lange konzentrieren, um die ersten mentalen Einflüsterungen auszuschalten. Während dieser langen Sekunden der Abwesenheit hatte sich der Herena zu dem Ausguck auf der Spitze des Karrens gesellt. Er hielt sich rücksichtslos an ihm fest, um nicht zu fallen, und brüllte sie an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ma-Duk? Der große Erzeuger? Was reden Sie denn da für einen Unsinn? Wir wussten zwar, dass die Wilden Ihrer Art die Kami-Dämonen anbeten, aber wir dachten, Sie wären so geistesgegenwärtig, die Existenz unserer aller Mutter, Jena, nicht in Frage zu stellen! Kennen Ihre Schandtaten keine Grenzen? General, ergreifen Sie diesen Ketzer auf der Stelle!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü ging wieder ein paar Schritte nach vorne und massierte sich die Maske.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Dann kann ich Ihnen versichern, dass Min-Cho, sein Rat der Weisen und die gesamte Zoraï-Theokratie, versteckt im Herzen Zorans und hinter ihrer Großen Mauer, immer noch Ihre usurpatorische Göttin anbeten, sagte er mit müdem Blick. Vor vielen Jahrzehnten entschieden sich die Kamis dafür, meinem Stamm die Existenz von Ma-Duk zu offenbaren. Heute sind wir leider die einzigen, die seine Natur als Oberster Kami anerkennen. Aber es gibt noch andere Apostel, die im Dschungel arbeiten. Eines Tages werden unsere Zoraï-Brüder das Ausmaß der Lügen erkennen, die ihnen seit ihrer Kindheit aufgetischt werden, und wenn Ma-Duk es will, werden ihnen ihre Sünden vergeben.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gesicht des Klerikers färbte sich rot, als er durch seine Gestikulationen, die die vielen Umhänge seiner Kleidung verwickelten, fast zu Boden fiel. Zu seinem Glück tat der Ausguck alles, was er konnte, um zu verhindern, dass der Herena sich durch einen Sturz blamierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hören Sie auf mit Ihren Schandtaten, Wilder! Keine Vergebung für Ihre degenerierte Rasse von Dämonenanbetern! Ihre skelettierten Gesichter sind Abscheulichkeiten, eine Beleidigung für die Karavan! Ihr verdient es, ausgerottet zu werden, wie alle Primitiven, die Atys mit Ihrer Anwesenheit beschmutzen! Dieser Wilde soll sofort gefasst werden, das ist ein Befehl!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hoch zu Capryni versuchte der Matis-General einzugreifen, um die wachsende Spannung abzubauen. Doch einer der Reiter befolgte die Aufforderung des Geistlichen und ritt in vollem Tempo los. Pü schüttelte seine Maske ab, um seine letzten Kopfschmerzen wegzuwischen, und konzentrierte sich voll und ganz auf die Situation. Von nun an würde alles sehr schnell gehen. Er musste seine inneren Fragen zum Schweigen bringen. Der Matis hatte bereits die Hälfte der Distanz zwischen ihm und dem Zoraï überwunden. In seiner rechten Hand hielt er einen langen, hohlen Speer, der in einer geflochtenen Bernsteinkragen endete. In der Nähe der horizontalen Stange befand sich ein Hebel, mit dem der Ring, der die Stange abschloss, schnell gelockert oder zusammengedrückt werden konnte. Diese geniale Waffe war in der Regel dazu gedacht, die zukünftigen Reittiere der Matis an der Kehle zu packen, wenn sie noch in der Wildnis waren, wurde aber auch dazu verwendet, Homins zu fixieren und zu unterwerfen, ohne sie zu verletzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Püs Körper schwankte leicht. Es dauerte einige Sekunden, bis er das Schlagen seiner Glieder mit dem Galopp des Reittiers synchronisieren konnte. Als der Angreifer etwa zehn Meter von ihm entfernt war, aktivierte er den Mechanismus seiner Waffe und schwang sie, ohne sein Tempo zu verlangsamen. Die Schlinge öffnete sich weit genug, um den maskierten Kopf des Zoraï zu umschließen. Ohne Zweifel wusste er, wie er mit seinem Instrument umzugehen hatte. Doch der junge Homin war zu flink. Als der Soldat nach rechts schoss, um seine Beute an der Kehle zu packen, tauchte Pü absichtlich in die Richtung des Angriffs und wich ihm aus. Zwischen Waffe und Capryni hindurch gelang es ihm, den Riemen an der Seite des Tieres zu ergreifen, bevor er den Boden berührte. Er hielt sich fest und zog, so gut er konnte, nicht um das Tier zu destabilisieren, sondern um seinen leichten Kinderkörper über das Tier zu schleudern. Er flatterte herum und landete gerade noch auf dem Hinterteil des Capryni, als der Matis hinter seinen Rücken blickte, um zu sehen, was aus dem Zoraï geworden war. Während der Reiter den Blick von Pü kreuzte, der nur durch die Kraft seiner Schenkel das Gleichgewicht auf dem Tier hielt, legte seine Beute, die zum Henker geworden war, schnell ihre Hände um seinen Nacken und brach ihn mit einem kräftigen Schlag. Die Waffe des Matis rutschte aus seiner rechten Hand und zerbrach auf dem Boden. Wenn Pü nicht sicher sein konnte, dass er tot war, war seine Lähmung garantiert. Er ließ den gepanzerten Körper auf sich niedersacken, damit er nicht stürzte, nahm die Zügel, die seine linke Hand hielt, wieder auf, verlangsamte das Tempo und drehte sich um. Als er wieder am Ausgangspunkt angekommen war, brach er seinen Lauf ab und sprang links neben dem Tier zu Boden. Der Körper des Soldaten fiel schwer auf die rechte Seite. Der Helm löste sich durch den Aufprall, sodass der Zoraï in das leblose Gesicht blicken konnte. Der Soldat war eine Homina und damit vielleicht auch eine Mutter. Für den Bruchteil einer Sekunde sah Pü, wie die Maske seiner eigenen das Gesicht der Leiche überlagerte. Er schloss die Augen. Drei. Jetzt fehlten ihm nur noch drei.&lt;br /&gt;
[[file:Le soldat.png|right|400px|alt=… Le soldat était une homine…|Der Soldat war eine Homina]]&lt;br /&gt;
Auf der Spitze des Karrens hatte sich das Gesicht des Klerikers von einer rötlichen Gesichtsfarbe in ein blasses Weiß verwandelt, das viel blasser war als sonst. Die Soldaten reagierten nicht, da sie von der Gewalt, die sie gerade gesehen hatten, schockiert waren. Nur der General behielt die Nerven. Er ließ sein Reittier ein paar Schritte vorwärts reiten und wandte sich dem Konvoi zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Giero, reiten Sie so schnell wie Ihr Capryni kann in Richtung des nächsten Außenpostens! Informieren Sie den Intendanten über die Lage und schicken Sie uns Verstärkung. Unterschätzen Sie die Bedrohung nicht. Be'maty, begeben Sie sich ebenfalls zum Außenposten! Sie werden Giero wegen der Ladung nicht folgen können, aber Ihre Mektoubs sind stark, also schonen Sie sie nicht. Sobald er seine Nachricht überbracht hat, wird Giero Sie auf der Straße treffen. Vicho, bleiben Sie auf dem Karren! Sie werden die Ladung und den Herena mit Ihrem Leben schützen, bis Giero zurückkehrt. Zani, Lichnini, Sivaldo, Sie kommen mit mir! Greifen Sie nicht ein, bis ich es Ihnen befehle&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Le ton assuré du général aida les soldats à sortir de leur léthargie. Tous s’exécutèrent sans dire mot. La sentinelle sauta de la charrette et arma son fusil-mitrailleur, le Matis assis à l’arrière du véhicule le remplaça au faîte de la charrette, qui commença à manœuvrer pour faire demi-tour. Seul le clerc, qui reprenait à peine ses esprits, manifesta l’intention de protester. Mais le regard inquisiteur que lui jeta alors le général le dissuada, et sa pâleur de craie s’accentua. D’ordinaire, Pü ne laissait pas de survivants, car seule l'absence de témoins l’assurait de pouvoir continuer d’opérer sans encombre dans ces régions. D’ailleurs, il évitait généralement de s’en prendre à l’armée régulière, dont chaque soldat disparu donnait lieu à enquête, et préférait s’attaquer aux tribus de fanatiques ou aux groupes de bandits qui parsemaient le royaume. Mais cette fois-ci, tout était différent. Quand les premiers parleraient, lui serait déjà sur la route du retour. Il observa scrupuleusement ses quatre futurs adversaires, tandis que l’un des capryniers s’élançait à toute vitesse en direction du sud-ouest, suivi par la charrette. Il devait éviter de les affronter tous ensemble. Il patienta quelques secondes, assez de temps pour que le messager disparaisse à l’horizon, et se mit à avancer doucement. Au premier pas, le général cria.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« N’avancez plus ! Pour vous être rendu coupable du crime d’homicide volontaire sur un soldat du Royaume de Matia, vous devez comparaître devant la justice royale. Comme le veut notre loi, vous aurez le droit de vous défendre durant votre jugement. Maintenant, coopérez, ou nous serons dans l’obligation de vous appréhender par la force. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü leva les mains pour feindre la soumission et continua d’avancer. Il savait que les Matis ne seraient pas dupes, mais il devait gagner quelques mètres. Actuellement, la plus grande menace était le mitrailleur. Il devait l’éliminer en premier. Pour autant, il ne devait pas sous-estimer le haut gradé. En temps normal, il aurait eu à faire à un simple chef d’escouade, et non pas à un militaire expérimenté.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Je ne me répéterai pas, plus un geste ! » cria à nouveau le général.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Le Zoraï ne réussirait probablement pas à faire un pas de plus avant que le général ne sonne l’assaut. Il passa sa main droite dans son dos et la posa sur le petit bouclier rond qui y était accroché. Il n’avait pas droit à l’erreur. S’il se manquait maintenant, la suite serait beaucoup plus incertaine. Il ferma à nouveau les yeux et laissa pleinement ses sens s’ouvrir au monde. La direction et la force du vent, l’humidité de l’air : importants paramètres à prendre en compte pour réaliser le lancer parfait. Rouvrant les paupières, il posa son regard sur le tireur. S’il était trop loin pour en être certain, la position de ses bras indiquait qu’il était prêt à faire feu. Pü inspira un grand coup et se mit en action. Plus rapide que jamais, il décrocha son bouclier et banda ses bras en arrière comme une corde. Il lui fallut moins d’une seconde pour valider sa trajectoire et propulser sa rondache. Le projectile vola vers la gauche du sentier, donnant l’illusion d’un lancer manqué. Pü profita de l’incompréhension générale pour foncer dans l’autre direction. Comme prévu, le mitrailleur reçut l’ordre d’intervenir et enclencha son arme. '''Les deux pieds fermement plantés dans l’écorce, il se mit à tirer à feu nourri en direction du Zoraï'''. Mais, vu son recul, l’arme était malaisée à diriger, ce qui laissait à Pü quelques secondes avant que les impacts ne fassent mouche. L’enfant se déhanchait et sautillait habilement, s'efforçant de compliquer la tâche du mitrailleur, dont les tirs se faisaient de plus en plus précis. À ce moment-là, les Matis crurent probablement qu’ils allaient l’emporter. C’était compter sans la courbure impromptue que prit la trajectoire du bouclier. Frôlant les arbres qui marquaient le bord de la route, la rondache dévia en direction du tireur qui était maintenant positionné dos à elle. Personne ne remarqua la manigance, hormis le général qui, plus avisé que le reste de son escouade, aperçut le projectile mortel alors qu’il s’apprêtait à percuter l’arrière du crâne du mitrailleur. Il hurla quelque chose et sauta de son capryni. Se relevant en vitesse, il fonça vers le soldat. En réponse au cri de son supérieur, celui-ci venait de se retourner vers la menace volante. Ne le voyant pas réagir, le général tenta de le plaquer, mais ne réussit qu'à le bousculer. Le bouclier fendit profondément le visage du Matis hébété qui virevolta et s’écroula lourdement sur le sol.&lt;br /&gt;
[[file:Les deux pieds.png|right|400px|alt=… Les deux pieds fermement plantés…|Les deux pieds fermement plantés]]&lt;br /&gt;
Pü cessa ses gesticulations et reprit son souffle. Si le mitrailleur n’était certainement pas mort, il semblait être évanoui, et ne représentait donc plus une menace pour le moment. Alors que le général s'attardait au chevet du malheureux, le jeune Zoraï crut à tort qu’il aurait le temps de réfléchir à son prochain mouvement. Mais les deux capryniers ne l’entendaient pas de cette oreille, et s’incitèrent mutuellement à passer à l’attaque.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Général, restez avec Sivaldo, nous nous occupons du primitif masqué ! cria le premier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Oui général ! Jusqu’alors, ses techniques de lâche ont fonctionné uniquement parce que nous n’y étions pas préparés, renchérit le second. Laissez-nous venger la mort de Tinailli ! Nous vous promettons de lui faire honneur ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Le général eut beau protester, les deux soldats s’élancèrent à pleine vitesse en direction du Zoraï, qui ne semblait pas s’en inquiéter. Les dernières dizaines de mètres qui les séparaient furent englouties en quelques secondes. Mais se souvenant de la mort de leur première camarade, les Matis ne firent pas l’erreur de charger le jeune guerrier. Ils s’arrêtèrent avant d’arriver à son niveau, sautèrent de leur monture et s’avancèrent pour le prendre en tenaille. Au vu de leur comportement respectif, les deux Matis devaient être des soldats inexpérimentés. Aveuglés par la haine et le désir de vengeance, ils ne savaient pas encore qu’ils venaient de se jeter dans la gueule du gingo. Au loin, le général venait à peine d’atteindre son capryni pour rejoindre en urgence les deux imprudents. Seul contre deux, le jeune guerrier avait toutes ses chances. Il fallait donc qu’il en termine au plus vite avant que le seul militaire réellement expérimenté de l’escouade ne les rejoigne. Le Matis qui s’était positionné dans son dos tenait à deux mains une lourde épée d’ambre joliment ornementée, alors que celui qui lui faisait face était armé d’une longue pique couronnée d’ambre tressé. Pü aurait aimé lire sur son visage, mais l’imposant casque cornu qu’il portait l’en empêchait. Rapidement, les Matis se rapprochèrent. En toute logique, le soldat situé face à lui lancerait le premier assaut, laissant ainsi l’opportunité à celui positionné dans son dos d’utiliser un angle mort pour attaquer. C’est exactement ce qui se passa. Le piquier cria et perfora l’air d’un geste précis, espérant empaler le Zoraï d’un seul coup. Sans même bouger ses pieds, Pü envoya sa main droite au contact de la pique tout en pivotant et décalant son bassin du côté opposé. La protection de son avant-bras érafla bruyamment les multiples pointes aiguisées. Retournant brusquement son poignet, il attrapa le long manche de l’arme. Au lieu de repousser l’offensive, il encouragea le mouvement, et se servit de l’élan du Matis pour le déstabiliser tout en préservant l’impulsion de son assaut. Déviant légèrement la direction de l’attaque, et toujours sans décoller les pieds du sol, il courba son dos en arrière, et esquiva le coup horizontal que l’épéiste tenta de lui asséner. Il n’eut alors qu’à faire en sorte que la pique conserve sa vélocité pour que ses pointes mortelles transpercent la cuisse gauche du malheureux à l’épée, qui s’écroula sous le choc en hurlant. Emporté par le mouvement non contrôlé de son arme, l’assaillant manqua de tomber sur le blessé. Pü saisit l’opportunité et l’y aida. Dégainant sa dague de sa main libre alors que l’autre lâchait la pique fermement enfoncée dans la chair de son camarade, il fit un pas en arrière pour reprendre son équilibre et enfonça d’un coup précis sa lame dans la jointure cervicale du casque du piquier. Une longue gerbe de sang gicla lorsqu’il retira sa dague de la carotide de son adversaire. Comme il s’y attendait, le soldat paniqua et retira son casque en vitesse pour comprimer et soigner sa gorge à l’aide des pouvoirs de la Sève, et avant que son cerveau ne cesse d’être irrigué en sang. Ne lui laissant pas le temps d’agir, Pü attrapa la chevelure brune du Matis et lui asséna plusieurs violents coups de dague dans la gorge. Lorsque la tête du soldat se sépara finalement du reste de son corps, le décapité s’effondra sur la pique qui s’enfonça encore plus profondément dans la plaie sanguinolente de l’homin cloué au sol. Pü jeta un coup d’œil en arrière : le général serait bientôt là. Il rangea la dague maculée de sang, laissa tomber la tête de sa victime, et s’approcha du soldat gravement blessé qui, désormais coincé sous la lourde armure encore palpitante de son camarade, n’était plus capable d’extraire la pique pour soigner magiquement sa jambe. L’homin ôta son casque et se mit à gémir. Il devait avoir l’âge de Niï, soit environ dix ans de plus que Pü.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Pitié, ne me tuez pas ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü avait sincèrement pitié. Il détestait tuer. Et particulièrement quand ses adversaires n’y étaient pas préparés. Mais il n’avait plus le choix. Il y était presque, il ne pouvait pas tout abandonner maintenant. Le jeune Zoraï fit à nouveau le vide dans sa tête et ignora la plainte du Matis. Il se rapprocha de lui, posa délicatement son pied gauche sur son cou, et lui broya d’un coup de talon. Ramassant l’épée du malheureux désormais paralysé, il lui planta dans la gorge, empêchant ainsi toute régénération. Un. Il ne lui manquait plus qu’un. Si le mitrailleur évanoui suffisait, l’homin qui lui faisait face dorénavant ne le laisserait sûrement pas approcher le blessé sans combattre. Le général, qui avait en effet enfourché sa monture pour combler la distance qui se séparait du Zoraï, avant de la quitter une seconde fois, se dirigeait désormais vers le guerrier d’un pas décidé. Arrivé à quelques mètres de lui, il ôta son casque. Pour la première fois depuis longtemps, Pü eut un mouvement de recul. Durant un instant, l’enfant crut voir le masque de son père. Le Matis était dans la force de l’âge, comme l’indiquaient les quelques rides qui venaient troubler l’harmonie des traits de son visage et le faible éclat de sa longue chevelure d’ébène. Mais par-dessus tout, c’est l’assurance et l’intensité de son regard qui lui rappelèrent son père. Ces yeux bleus perçants étaient ceux d’un homin déterminé, prêt à tout donner pour accomplir sa volonté. Pü recula d’un pas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Il n’est pas nécessaire que nous combattions, dit-il d’une voix troublée. J’ai accompli ma mission. Laissez-moi le mitrailleur et rentrez chez vous. S’il vous plaît, suivez mon conseil, et rejoignez votre famille. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Le général posa son casque à ses pieds et dégaina une longue et large épée finement décorée. Il lui jeta un regard glacial.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Je ne vais pas pouvoir accéder à votre requête, mon garçon. Vous venez à vous seul de tuer trois de mes soldats. Le Karan Domini, Roi et Grand Prêtre du Royaume de Matia, doit savoir pourquoi la Théocratie Zoraï forme des enfants-soldats à des missions d’assassinat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Je vous le redis : ma tribu et moi ne dépendons pas de la Théocratie Zoraï. Je vous en prie, éloignez-vous ! » répliqua Pü en reculant une seconde fois.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Le Matis s’avança d’un pas déterminé.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Vous a-t-on forcé à tuer ? S’il est normal qu’un garçon de votre âge apprenne à combattre, il ne devrait pas avoir à faire couler le sang si jeune. Et sûrement pas dans ces conditions. Un garçon de votre âge passe du temps avec ses amis, ses frères, ses sœurs, son père et sa mère. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
À l’écoute des paroles du militaire, et à l’évocation de ses proches, le jeune Zoraï fut pris d’un coup de sang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Ne parlez pas de ma famille ! Fuyez, tant qu’il en est encore temps ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Un sourire froid s’afficha alors sur le visage du général.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Il semble que j’aie touché la corde sensible. Seraient-ce vos parents qui vous ont envoyé si loin de la Jungle pour commettre ces meurtres ? Une mère est censée enseigner l’amour à ses enfants, non la mort ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Une violente céphalée transperça le crâne de l’enfant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« '''Je vous interdis de parler de ma mère !''' »&lt;br /&gt;
[[file:Je vous interdis.png|right|400px|alt=… Je vous interdis de parler…|Je vous interdis de parler]]&lt;br /&gt;
À son départ, elle avait pleuré. Et si elle l’avait exhorté de ne pas tuer pour assouvir son propre plaisir, elle lui avait malgré tout demandé de le faire pour Ma-Duk. Pü aimait sincèrement Ma-Duk, autant qu’il détestait Jena. Les Kamis protégeaient Atys, quand la Karavan la détruisait en pillant ses ressources. Mais ne pouvait-on prouver son amour à Ma-Duk autrement qu’en répandant le sang ? Par ses propos, et son statut de Grande Prêtresse, sa mère approuvait les coutumes barbares de leurs ancêtres. Pire, elle les transmettait avec ferveur. Mais lui, qui buvait il y a encore quelques mois chacune des paroles de sa mère, les vomissait désormais. Combien de temps encore réussirait-il à feindre son attachement aux valeurs de sa tribu ? Et si, averti de cette dernière pensée, Ma-Duk considérait déjà qu’il ne lui était plus fidèle, pourrait-il jamais devenir l’Ombre du Masque Noir ? Son père l’exécuterait-il lorsque Grand-Mère Bä-Bä lui apprendrait la nouvelle ? Son frère et sa mère le laisseraient-il faire ? Pü atteignait ses limites, son cerveau était en ébullition. Sentant le Zoraï flancher, le Matis le poussa à bout.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Ainsi l’Herena avait donc raison : vous n’êtes que des animaux ! Les homins de votre peuple engrossent leurs homines et les transforment en mères pondeuses, juste bonnes à produire des enfants-soldats qui seront sacrifiés sur l’autel de vos croyances haineuses ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sur ces mots, Pü dégaina sa dague et son épée courte et s’élança vers le Matis en hurlant. Il lui avait laissé l’opportunité de fuir, et celui-ci ne l’avait pas saisie. S’il désirait mourir, alors Pü l’y aiderait, aussi simplement qu’il l’avait fait pour ses soldats. Cela ne prendrait que quelques secondes. Tout serait terminé, bientôt. Il n’aurait plus à supporter cette douleur. C’est en tout cas ce qu’il imagina sous le coup de la fureur. L’épée du général s’illumina et le jeune guerrier fut saisi aux chevilles avant même de comprendre la manœuvre du militaire. L’expérience du Matis avait parlé, et l’orgueil du Zoraï allait lui coûter cher. Il avait sous-estimé son adversaire et s’était précipité aveuglément, sans anticiper l’utilisation d’un enchantement magique d’entrave. Des racines avaient jailli de l’écorce et l’empêchaient totalement de bouger. Étant donné l’élan de sa course, Pü avait manqué trébucher en avant, et ce n’était que de justesse qu’il avait réussi à se maintenir debout. Pris de panique, il tenta de s’extraire du piège magique en tailladant à l’aide de ses armes les ramifications qui montaient maintenant le long de ses mollets, oubliant par là même le lanceur du sortilège. Soudainement, alors que toute son attention était portée sur ses jambes, le ciel s’assombrit. Son sang se glaça lorsqu’il leva la tête par réflexe. Au-dessus de lui, l’imposante armure du Matis masquait la lumière de l’astre du jour : il avait profité de l’affolement du Zoraï pour arriver au corps-à-corps. Le contre-jour accentuait son regard féroce, qui pétrifia Pü de toute part. Le général leva sa grande épée en position plongeante. Son armure blanche s’illumina lorsque la lumière filtra suite au changement de posture, et Pü dut détourner les yeux pour ne pas être aveuglé.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Laissez-vous faire ! dit le Matis d’un air grave. Le coup que je vais vous porter va vous infliger une blessure critique. Si vous bougez, il risque de vous être fatal. Je vous maintiendrai en vie jusqu’à ce que les renforts arrivent. Nous vous conduirons ensuite à Matia ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Si le général semblait confiant en sa capacité de l’amener vivant auprès du roi des Matis, Pü préférait mourir mille fois plutôt que de devenir captif des suppôts de la Karavan. Il essaya à nouveau de se débattre, mais les racines enserraient maintenant sa taille et commençaient à remonter sur son ventre. Voilà, c’était ainsi que s’achevait sa courte vie. Finalement, Grand-Mère Bä-Bä avait eu tort. Lui qui avait grandi avec l’idée de devenir l’Ombre du Masque Noir et de périr parmi les siens en protégeant son frère, allait mourir seul et loin de chez lui, avec pour dernière vision l’éblouissante empreinte astrale de Jena. Quelle ironie. Alors que le Zoraï avait tourné son masque sur la gauche pour ne pas avoir à supporter plus longtemps le reflet moqueur de la cuirasse, il aperçut une étrange source lumineuse au-delà de la lisière de la route, sous l’ombre des grands arbres sylvestres. En se concentrant, il put discerner nettement deux sphères de taille identique. Elles étaient d’une blancheur éclatante et luisaient d’autant plus vivement qu’elles étaient environnées d’obscurité. Non, ce n’était pas seulement l’obscurité… Pü distingua une petite silhouette noire parmi les ombres. Son sang se glaça de nouveau. Ce n’étaient pas des sphères, c’étaient des yeux. Ceux du Kami Noir qui lui était apparu deux fois jusqu’alors. Il était là. Ma-Duk le regardait.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Non, il ne pouvait abandonner. Il était un Guerrier Noir de Ma-Duk, forgé par les meilleurs combattants de la Jungle et béni des Kamis. Tant qu’il pourrait se battre, il n’abandonnerait pas. Revigoré, son corps réagit d’instinct lorsque le général abattit son arme sur lui pour lui transpercer la clavicule gauche. Il envoya son bras droit au contact de la lame massive pour se protéger, et si son épée courte ne réussit pas à bloquer le coup, elle permit néanmoins de dévier l’attaque, au prix d’une partie de sa main, qui vola en éclats. L’état d’extrême tension dans lequel se trouvait le jeune guerrier eut pour effet positif de lui faire totalement ignorer la douleur. L’épée l’érafla et se planta lourdement dans le sol. Profitant de la seconde de répit qu’il lui était offerte, Pü lâcha la dague qu’il tenait dans sa main gauche et manipula la Sève alentour pour incanter à deux mains un sortilège. Sa paire d’amplificateurs de magie étant accrochée à sa ceinture désormais enchevêtrée avec les racines, il ne put s’en équiper. Mais pour ce qu’il comptait faire, un sortilège brut devrait suffire. Alors '''il n’hésita pas, et enflamma son corps pour s’évader de sa prison de bois'''. Il réussit à se dégager des racines partiellement consumées au moment où le général arrachait son épée du sol. Alors qu’il lançait son second assaut, Pü réussit à l’éviter de justesse grâce à une roulade. Le Matis enchaîna avec une série de frappes d’estoc et de taille, que le jeune guerrier esquiva à l’aide de diverses acrobaties. Désarmé, il n’était pas en mesure de parer les attaques. S’il était bien plus habile que le général encombré de sa lourde armure, celui-ci semblait bien plus endurant, et n’avait pas encore subi de blessures. Plus inquiétant encore, ses coups se faisaient de plus en plus précis. Pour la première fois de sa vie, Pü combattait un maître d’armes dans un combat à mort. L’expérience du Matis parlait, et il ne lui fallut que peu de temps pour commencer d’anticiper les mouvements du jeune guerrier.&lt;br /&gt;
[[file:Hesita pas.png|right|400px|alt=… il n’hésita pas…|il n’hésita pas]]&lt;br /&gt;
Les secondes défilaient et Pü s’essoufflait à vue d’œil. À plusieurs reprises, le soldat réussit à le frôler, entaillant son corps d’enfant de la pointe de son épée. Pü faisait régulièrement appel aux pouvoirs de la Sève pour panser ses blessures et régénérer partiellement son endurance, mais, à ce rythme, il atteindrait bientôt ses limites. S’il aurait aimé pouvoir passer dans le dos du Matis pour tenter de lui briser la nuque, comme il savait si bien le faire, celui-ci ne lui laissait aucun répit. Sans arme, il n’avait aucun moyen de s’extraire de cette situation perdue d’avance. Alors qu’il cherchait une échappatoire, il aperçut une dague pendant à la taille du soldat, cachée derrière le drap d’apparat ornant sa ceinture. Comment avait-il pu ne pas la voir avant ? Pü se maudit et imagina un plan d’action, entre deux roulades et trois contorsions. Il allait jouer le tout pour le tout. À bout de souffle, le Zoraï attendait le moment idéal pour agir. Soudainement, lui qui ne faisait jusqu’alors que reculer face aux assauts du Matis, profita d’une large frappe de taille pour effectuer une roulade avant et passer sous la lame tranchante. Son mouvement tout juste terminé, il poussa aussi fort qu’il put sur ses jambes, et bondit sur le flanc gauche du soldat. Si le Matis fut décontenancé par la direction de l’esquive, il réagit très vite et rendit un violent coup de pied latéral au jeune guerrier. Le corps de l’enfant craqua sous la lourde botte du soldat et alla s’écraser plus loin sur le sol. Pü se releva péniblement sur un genou et cracha le sang. Son adversaire venait de lui briser plusieurs côtes. Mais derrière son masque, le jeune guerrier souriait : sa main valide était désormais armée. Bien que différente des dagues qu’il avait coutume de manier, celle du Matis ferait parfaitement l’affaire. Le jeune homin inspira un grand coup et leva son masque vers le général. Celui-ci s’était retourné et s’apprêtait à réaliser une percée avec son épée pour retourner au corps-à-corps.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Abandonnez mon garçon ! » dit-il en chargeant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
À nouveau, Pü n’aurait qu’une seule chance. Et jusqu’alors, la chance lui avait souvent souri. Finalement, peut-être que le Kami Noir veillait réellement sur lui.  Alors que le soldat se précipitait dans sa direction, l’épée dirigée vers l’avant, Pü attendit le bon moment et jeta sa dague en l’air, loin au-dessus de lui. Aussitôt fait, il infusa tout ce qu’il put de Sève dans ses jambes et fit gonfler ses cuisses comme jamais. Puisant à la limite de ce qu’il pouvait endurer, il souleva un nuage de sciure et bondit dans les airs d’un saut surhomin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Totalement surpris par la nature de l’attaque et partiellement aveuglé par le brouillard de débris, le Matis crut à tort que le Zoraï tentait simplement de s’enfuir. Il comprit trop tard la réalité de la situation lorsque qu’il sentit son épée s’alourdir brusquement sur l’avant. Pü venait d’atterrir sur le plat de la lame et s’élançait tel un funambule en direction de son porteur. Déjà fort déséquilibré, le Matis tenta en vain de se redresser au moment où Pü prit à nouveau appui sur l’arme pour voltiger. Le jeune guerrier atterrit cette fois-ci sur ses épaules, et se propulsa une derrière fois en direction du ciel, obligeant par la force de ses jambes le Matis à poser un genou au sol. Pü devait se situer à environ quatre mètres du sol, et survolait le nuage de poussière qui commençait à se dissiper. Il n’eut qu’à tendre son bras valide pour attraper la dague qu’il avait précisément jetée quelques secondes auparavant. Écartant les jambes et regardant vers le sol, alors que la gravité commençait à faire effet, il posa ses yeux sur le visage du général. Celui-ci avait perdu son regard terrifiant et ouvrait grand les paupières. Pü y lut de l’admiration. L’enfant effectua à nouveau un lancer parfait et la dague alla se planter droit dans le crâne du Matis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Toujours en l’air, le Zoraï se préparait à se réceptionner correctement, mais ses côtes cassées l’en empêchèrent. Il s’effondra lourdement sur le flanc opposé, non loin du corps du général figé sur les genoux dans une étrange position. Sa tête pendait en arrière, dirigée vers l’astre du jour et sa longue chevelure d’ébène se soulevait légèrement au gré du vent. Pü s’allongea sur le dos et écarta les bras. Terminé. Son calvaire était terminé. Il avait gagné.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{NavChap|[[Chapitre III - Mourir pour renaître]]|[[La Guerre Sacrée#Table des matières|Table des matières]]|[[Chapitre V - La graine du doute]]}}&lt;br /&gt;
{{Portail|La Grande Bibliothèque|Zoraï}}&lt;br /&gt;
[[Catégorie:La Guerre Sacrée]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jadeyn</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Kapitel_IV_-_Sylvan_Exil&amp;diff=33031</id>
		<title>Kapitel IV - Sylvan Exil</title>
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				<updated>2022-12-02T10:25:44Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Jadeyn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{NavChap|[[Chapitre III - Mourir pour renaître]]|[[La Guerre Sacrée#Table des matières|Table des matières]]|[[Chapitre V - La graine du doute]]}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Trad&lt;br /&gt;
|DE=Kapitel IV - Sylvan Exil|DEs=2&lt;br /&gt;
|EN=Chapter IV - Sylvan Exile|ENs=4&lt;br /&gt;
|ES=&amp;lt;!--Capítulo IV - Exilio en el bosque--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|FR=Chapitre IV - Exil sylvestre|FRs=0&lt;br /&gt;
|RU=&amp;lt;!--Глава IV - Изгнание в лес--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|H=1&lt;br /&gt;
|palette=}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Clear}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:purple;font-weight:bold&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''IV - Sylvan Exil'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:purple;font-weight:bold&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''Jahr 2474 von Jena'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Quotation|''Bélénor Nébius, Erzähler'' • ''Cheng Lai'SuKi, Illustratorin''|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[file:Pu deroulait.png|right|400px|alt=… Pü déroulait en silence…|verrichtete Pü schweigend]]&lt;br /&gt;
Auf einem hohen Ast eines großen sylvanischen Baumes sitzend, '''verrichtete Pü schweigend sein tägliches Gebet'''. Über ihm, sogar noch näher, so weit entfernt vom Dschungel und seinem Zenit, war das Tagesgestirn dabei, seinen vollen Glanz zu entfalten, und trotz der dicken Laubschicht, die es vom Himmel trennte, schaffte es das warme Licht, die blaue Haut des jungen Zoraï zu erwärmen. Er hatte jedoch gelernt, Jenas astrale Prägung zu vergessen, und versuchte, sich an die Kälte und das Echo der Abgrundschächte zu erinnern, die sein Dorf unter der Rinde durchzogen und die es Ma-Duk ermöglichten, aus dem Herzen von Atys über ihn und seine Familie zu wachen. Er hatte ohnehin keine Wahl: Die Höhen waren bei weitem der geeignetste Ort für meditative Momente. Am Boden waren Raubtiere und Soldatenpatrouillen eine ständige Störung, die seine Ruhe bedrohten und ihn daran hinderten, sich friedlichen Aktivitäten zu widmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tausend Kilometer entfernt beendeten seine Stammesmitglieder wahrscheinlich auch gerade ihre Gebete. Trotz der Entfernung und der Einsamkeit hatte Pü versucht, seinen Lebensrhythmus beizubehalten, den er vor seiner Abreise gelebt hatte. Mit dem ersten Morgengrauen erwachte das Dorf und bereitete sich auf die Routinearbeiten vor, die für das reibungslose Funktionieren der Gemeinschaft notwendig waren: Instandhaltung, Handwerk, Jagd, Kochen, verschiedene Versammlungen, Empfang der seltenen Gesandten und Händler etc. Das Ziel war es, so viele Aufgaben wie möglich zu erledigen, bevor die lange Morgenlitanei begann. Diese wurde von Pus Mutter Looï geleitet und endete mit einem gemeinsamen Essen im Speisesaal, an dem der ganze Stamm teilnahm. Nach dem Mittagessen übten sich die Zoraï mehrere Stunden lang in der Kunst des Kampfes. Der Unterricht richtete sich an alle, unabhängig von Alter oder Geschlecht, und war sehr vielfältig: Nahkampf, Stichwaffen, Schusswaffen und Magie. Der Stamm war in erster Linie ein Clan von Kämpfern, die früher oder später am Beginn des Heiligen Krieges teilnehmen würden. Wenn das Training beendet war, trafen sich die Familien zu einem gemütlichen Essen und gingen vor dem Schlafengehen verschiedenen persönlichen Aktivitäten nach. Seit jeher besuchte Pü Abendkurse bei seiner Mutter, die ihn in homininer Geschichte, internationalen Beziehungen, anderen Sprachen und Wissenschaft unterrichtete. Gelegentlich wurde er von seinem älteren Bruder Niï begleitet. In den meisten Fällen besuchte dieser jedoch andere Privatstunden bei ihrem Vater, der Schwarzen Maske.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Junge wurde jäh aus seinen Erinnerungen gerissen, als ein trauriges Geräusch die Harmonie des Gesangs der Bäume durchbrach. Über den Baumwipfeln erschütterte das dumpfe Dröhnen eines Karavan-Fluggeräts die Luft und vertrieb die Javings, diese seltsamen Vögel mit den gezackten, grünlichen Flügeln und der langen, schwarzen, glänzenden und mit Widerhaken versehenen Zunge, mit der sie ihre Beute aufspießten. Pü stand schnell auf, überprüfte die Festigkeit seiner Lebenslinie und machte sich daran, die letzten Meter des dicken Baumstamms zu erklimmen, der ihn vom Himmel trennte. Als sein zarter Körper aus dem Blättermeer herausragte, musste er hinter seiner Maske die Augen zusammenkneifen, weil das Tageslicht so grell war. Nicht weit von ihm entfernt verlor die Höllenmaschine immer mehr an Höhe. Die seltsame schwarze Materie, aus der ihre Hülle bestand, reflektierte Jenas helles Astrallicht, als wollte sie ihn verhöhnen. Trotzdem gelang es Pü, die Maschine zu identifizieren. Es war einer der kleinen Transporter, die die Karavan normalerweise benutzte, um die von ihren Hominsklaven gesammelten Ressourcen zu sammeln. Seltsamerweise schien er direkt aus einer der riesigen Himmelswurzeln zu stammen, die das Kronendach bildeten, den unerforschten Teil der Rinde, wie die Bewohner Atys bezeichneten, ihre Welt aus lebendem Holz, das nur aus ständig wachsendem Pflanzenmaterial besteht. Ihre opulenten Täler und üppigen Hügel bestanden aus kolossalen Wurzeln, auf denen die Homins ihre Zivilisationen errichtet hatten. Das Wasser, das die tiefen Wurzelspalten füllte, erweckte ihre Seen, Lagunen und Ozeane zum Leben. Die steilsten Wurzeln bildeten seine Berge und reckten sich in einem langsamen, unaufhaltsamen Aufstieg in den Himmel. Bestimmte Temperaturanomalien führten sogar dazu, dass der Wurzelteppich langsam verglühte und die Wüsten entstanden. Und noch tiefer unter der Rinde befanden sich die Urwurzeln, das geheimnisvollste Ökosystem von Atys nach dem, das man in das Kronendach vermutet. Es bildete ein riesiges Labyrinth aus grünen, feuchten Höhlen, die tief in die Eingeweide der Pflanzenwelt bis in ihr Herz hineinreichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü beobachtete, wie die Karavan-Maschine mit hoher Geschwindigkeit abtauchte. Es war sehr wahrscheinlich, dass wie üblich ein Treffpunkt zwischen der Karavan und ihren Handlangern vereinbart worden war und dass ein Konvoi auf dem Weg war, um Tribut zu liefern. Der junge Zoraï spürte, wie sein Herz raste. Vier. Jetzt fehlten ihm nur noch vier. Vier, und er könnte endlich nach Hause zu seinen Lieben zurückkehren. Das war die perfekte Gelegenheit. Er musste den Konvoi abfangen, bevor er sich mit den Karavan-Agenten treffen konnte. Pü entkam dem nackten Tag, indem er sich ein paar Meter in die Tiefe stürzen ließ, und landete auf dem Ast, auf dem er seine Sachen zurückgelassen hatte. Er sammelte sie zusammen und packte sie hastig ein, bis auf einen würfelförmigen Weidenkorb, den er sorgfältig handhabte. In diesem Korb befanden sich die Früchte monatelanger Bemühungen. Er würde sich niemals verzeihen, wenn er ihn verlieren oder seine Unversehrtheit gefährden würde. Um sicherzugehen, dass er nichts vergessen hatte, überprüfte er noch einmal seinen Klettergurt und tauchte ab. Pü raste durch den grünen Abgrund, bewegte sich geschickt zwischen den Zweigen und löste mit einem fachmännischen Handgriff seine Lebenslinie von den Stiften, die er während des Aufstiegs getrieben hatte. Er durchquerte viele Sekunden lang die bunten Schichten dieses kontinentalen Waldes mit seinen tausend Jahreszeiten und landete schließlich anmutig auf dem belaubten Boden. Die Richtung, in die das Fluggerät flog, deutete darauf hin, dass es wahrscheinlich auf der Lichtung weiter nördlich landen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten Konvois starten in Matia, der Hauptstadt des gleichnamigen Königreichs, und so war es gut möglich, dass der erhoffte den breiten künstlichen Pfad nehmen würde, der den Wald im Westen durchschneidet. Pü war von den Kräften der Botaniker des Matis-Volkes beeindruckt und erschrocken zugleich. Er, der Matias kolossale Wurzelmauer und die riesigen Habitatbaumkomplexe, die sich jenseits der Stadtmauer so weit das Auge reichte, mit eigenen Augen gesehen hatte, war von einer solchen Maßlosigkeit überwältigt gewesen. Doch mit diesem Vorgehen und dem Versuch, die Natur nach seinem Willen zu beugen, versuchte das Volk der Matis, die Absicht der Kamis und damit auch die Absicht von Ma-Duk zu durchkreuzen. Der Große Erzeuger wacht über jedes Stückchen Materie auf Atys. Die Natur zu verändern bedeutet, sein Großes Werk zu verfälschen. Die Geheimnisse der Manipulation von lebender Materie, insbesondere von Pflanzen, waren den Matis von der Karavan übermittelt worden, wie den Zoraïs die Beherrschung des Magnetismus und des Schreibens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während seiner langen Monate im Exil im Königreich Matia war Pü klar geworden, wie attraktiv die heidnischen Sitten der von der Karavan indoktrinierten Völker sein konnten. Bei diesen Gedanken hatte er sich geschämt. Aber es hatte ihm auch geholfen, die Gefährlichkeit dieser Dämonen aus dem Himmel besser zu verstehen. Der junge Zoraï verlor keine Zeit. Er rutschte und sprang über die Wurzeln und Verzweigungen des Waldes und legte die letzten Kilometer bis zum Pfad in kürzester Zeit zurück. Die wenigen Gingos, die versuchten, ihn auf seinem Weg zu verfolgen, hatten keine andere Wahl, als aufzugeben, da er sich so geschickt durch das dichte Gewirr der Natur manövrierte, die frei von jeglicher Matisse-Unterdrückung war. Als er den Weg erreichte, versteckte er sich hinter einem großen Strauch und hielt Ausschau nach der Ankunft des Konvois. Als er gerade aufgeben und woanders nach den Spuren der Matis suchen wollte, hörte er in der Ferne ordentliches Hufgetrappel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü schluckte. Sein Herzschlag begann sich langsam zu beschleunigen. Niemals. Niemals würde er sich an dieses Gefühl gewöhnen. Sein Bruder hatte ihm versichert, dass sein erstes Mal ein Genuss sein würde und dass die Gefühle, die er dabei empfand, ihn für sein ganzes Leben prägen würden. Auf der einen Seite hatte er damit nicht ganz Unrecht. Die blutverschmierten Hände eines Zoraï, der mit elf Jahren ins Exil geschickt wurde, kniete allein vor der noch warmen Leiche seines ersten Opfers: diese Bilder verfolgten ihn wochenlang Tag und Nacht, bis er den Verstand verlor. Doch diese letzte Prüfung kündigte auch das Ende seines schmerzhaften Exils an. Bald würde er wieder in seinem Land, bei seinem Stamm sein und seine Mutter wieder in die Arme schließen können. Dieser freudige Gedanke tröstete ihn und half ihm, seine Kräfte wieder zu sammeln. Der Konvoi zeichnete sich nun am Horizont ab. Bald war er in Sichtweite. In der Mitte befand sich ein solider, schwer beladener Karren, gezogen von zwei Mektoubs, friedfertigen Dickhäutern mit flinken Füßen, die über zwei Meter groß waren, braunes Fell mit grauen Streifen hatten und vor allem an ihren langen, kräftigen Rüsseln und ihren ohrlosen Köpfen zu erkennen waren. Er wurde von einem Tryker geführt, wie viele andere, denen Pü bislang begegnet war. Tatsächlich war es nicht ungewöhnlich, Tryker weit östlich von ihren schwimmenden Städten zu treffen, die im Matis-Land undankbare und schlecht bezahlte Arbeit verrichteten. Ihre Neugier und ihr Freiheitsdrang machten sie zwar zu hervorragenden Entdeckern und Erfindern, doch aufgrund ihrer geringen Größe, ihres kindlichen Aussehens und vor allem ihres friedlichen und gutmütigen Charakters waren die Tryker in den vergangenen Jahrhunderten leider mehrfach von den Matis versklavt worden. Wie Pü aus dem Unterricht seiner Mutter wusste, waren die Tryker zum letzten Mal während des &amp;quot;Aquäduktkriegs&amp;quot; vor nur vierzig Jahren versklavt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2435 entdeckten Fyros-Minenarbeiter im Westen ihrer Wüste unter der Rinde vergrabene Ruinen und bohrten eine Säureader an, die die gesamte Region um die Kaiserstadt Coriolis in Brand setzte. Das wochenlange Feuer breitete sich bis zur Grenze des Königreichs aus und zerschnitt das riesige, von den Matis verhasste Aquädukt. Eben jenes, das die Wüste mit dem Seengebiet verband, das von der Trykoth-Föderation, dem Verbündeten des Fyros-Imperiums, verwaltet wurde. Der Krieg, in den die Allianz und das Königreich seit fast eineinhalb Jahrhunderten verstrickt waren, nahm eine neue Wendung. Der Imperator sah sich gezwungen, seine Truppen von den Seen abzuziehen und sie zur Bekämpfung des Feuers einzusetzen, das sein Volk bedrohte und ihm das Wasser abnahm. Daraufhin nutzte die Matisse-Armee die Gelegenheit und marschierte in das Seengebiet ein, versklavte das Volk der Tryker und eroberte die Stadt Karavia zurück, die das Imperium fast ein Jahrhundert zuvor gestohlen hatte. Karavia, die &amp;quot;Heilige Stadt&amp;quot;, wurde angeblich genau an dem Ort errichtet, an dem Zachini an der Küste des Königreichs, das er später gründete, zum ersten Mal mit der Karavan und der Göttin Jena zusammentraf. Karavia, die &amp;quot;Unheilige Stadt&amp;quot;, für Pü und seinen Stamm der bösartigste Ort auf der Rinde... Und doch wurde hier im Jahr darauf der Vertrag unterzeichnet, der den Aquäduktkrieg beendete und die Tryker von der Herrschaft der Matis befreite. Allerdings hatte diese Episode im Unterbewusstsein des Seenvolkes Spuren hinterlassen, und viele Tryker blieben als Diener im Wald zurück... so wie der Karrenfahrer, der sich offensichtlich dem Dienst des Matis verschrieben hatte, der neben ihm auf der Sitzbank schlummerte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü identifizierte ihn bei seinem Anblick sofort als einen Kleriker der Kirche des Lichts, die Herena genannt wurde. Der Matis war nämlich in seine kirchliche Tracht gekleidet: eine weiße Bernsteinkrone und eine lange Toga, die aus mehreren großen Umhängen bestand, die aus bunten Federn gefertigt und mit Geflechten aus bernsteinfarbenen Schmuckstücken verziert waren. Die Kirche des Lichts, die um den Jena-Kult herum gegründet wurde und unter der Schirmherrschaft der Karavan stand, war heute allmächtig im Königreich Matia und insbesondere in Karavia, das durch den Vertrag, der ihren Namen trägt, an das Königreich zurückgegeben wurde. Unter ihrem Einfluss waren so viele Homins von der dämonischen Natur der Kamis überzeugt worden...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter oben auf dem Karren, auf seiner Planenladung, stand ein Matis mit einem Maschinengewehr und hielt Ausschau nach dem Horizont. Er hatte keinen Helm auf und trug die gewöhnliche Kleidung der Soldaten der regulären Armee: einen weichen, robusten Anzug aus Kaktushaut und darüber Rüstungsteile aus weißem Holz. Ein weiterer schien auf der Rückbank zu sitzen. Die Matis waren ein von Natur aus schlankes Volk mit ausgemergelten Gesichtszügen und perlmuttfarbener Haut. Sie waren Ästheten, raffiniert und aufgrund ihrer Kultur ehrgeizig und erinnerten andere Völker immer wieder an ihre Überlegenheit, selbst wenn sie sich dessen nicht bewusst waren. Um den Karren herum waren fünf berittene Matis, die als Eskorte dienten. Sie ritten stolz auf Caprynis, schlanken Vierbeinern mit dicker, heller und stellenweise blau gestreifter Haut, einem einzigen Geweih und einer langen Schnauze mit einem einzigartigen Ziegenbart. '''Alle Soldaten waren mit einer Rüstung aus solidem weißem Holz ausgestattet''', die mit lilafarbenen Mustern graviert war, sich am Oberkörper wölbte und in der Taille enger wurde. Die Schulterstücke der Rüstung waren ebenso abgerundet wie breit und verliehen den Soldaten ein herrisches Aussehen. Am auffälligsten war jedoch ihr Helm, der aus einer Elfenbeinmaske mit einem azurblauen Schmuckstück auf der Stirn und einer stabilen, imposanten Kopfbedeckung bestand, die mit weißem Bernstein verziert war und deren Enden aus Chitin an den Ohren herabhingen, sodass sie wie Hörner aussahen. Einer der Soldaten unterschied sich von den anderen durch die feinen Verzierungen und Gravuren, die seinen Brustpanzer und Helm schmückten. Bisher hatte Pü noch niemals die Gelegenheit gehabt, solche Verzierungen zu sehen. Der Matis war zweifellos ein hochrangiger Soldat der königlichen Armee, der zusammen mit dem Herena entsandt worden war, um den König vor der Karavan zu vertreten.&lt;br /&gt;
[[file:Tous les soldats.png|right|400px|alt=… Tous les soldats étaient équipés…|Alle Soldaten waren ausgerüstet]]&lt;br /&gt;
Das Kind stellte seinen Korb sorgfältig in die Mitte des Strauches und wartete noch ein paar Sekunden, bis der Konvoi weiterzog. Als er etwa 50 Meter von seiner Position entfernt war, kam er ruhig aus seinem Versteck hervor und stellte sich in die Mitte der Straße. Als der Ausguck auf der Spitze der Ladung ihn entdeckte, gab er das Signal zum Anhalten und der Konvoi stoppte abrupt. Der unerwartete Halt unterbrach den Schlaf des Herena, der beinahe vom Karren gefallen wäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wer sind Sie? Nennen Sie Ihre Identität!&amp;quot;, rief der Ausguck in einem kräftigen, aber dennoch melodischen Tonfall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Antwort trat Pü einige Meter vor, während die Reiter ihre Reittiere ausrichteten und sich vor dem Karren aufstellten. Der Zoraï räusperte sich und nahm seinen schönsten Mateis an. Seine Mutter hatte ihm die von anderen Völkern verwendeten Sprachen beigebracht, wobei sie den Schwerpunkt auf Mateis legte, die international am häufigsten gesprochene Sprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich bin ein Apostel der Kamis, der in die heidnischen Regionen gesandt wurde, um den Verirrten die Existenz des Großen Erzeugers zu offenbaren und einigen Auserwählten die Ewige Vergebung anzubieten. Kinder der Rinde, freut euch zu hören, dass eure Sünden durch mich bereits reingewaschen wurden. In Kürze werden eure Seelen gereinigt und den Schwarzen Kriegern von Ma-Duk übergeben. Durch sie werden sie zu ihrem Kampf für die Erhaltung von Atys beitragen. Und wenn Ma-Duk es will, werden sie Zeuge des Heiligen Krieges und des Beginns der Glücklichen Tage.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz seines guten Willens gelang es dem jungen Homin nicht, Leidenschaft in seine Predigt zu bringen. Nach so vielen Monaten morbider Predigten war dieses Ritual ebenso ermüdend wie schmerzhaft geworden. Pü wusste, dass der Wahnsinn auf ihn lauerte. Die Stimmen in seinem Kopf wurden immer präsenter und er entwickelte Woche für Woche neue Verhaltensstörungen. Wie viele seiner Brüder und Schwestern hatten während ihres Exils den Boden unter den Füßen verloren? Viele von ihnen waren niemals zurückgekehrt. Vor seiner Abreise hatte er lange Zeit hart über sie geurteilt, aber jetzt verstand er sie. Seine Sicht war getrübt, als sich ein starker Kopfschmerz bemerkbar machte. Er musste sich lange konzentrieren, um die ersten mentalen Einflüsterungen auszuschalten. Während dieser langen Sekunden der Abwesenheit hatte sich der Herena zu dem Ausguck auf der Spitze des Karrens gesellt. Er hielt sich rücksichtslos an ihm fest, um nicht zu fallen, und brüllte sie an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ma-Duk? Der große Erzeuger? Was reden Sie denn da für einen Unsinn? Wir wussten zwar, dass die Wilden Ihrer Art die Kami-Dämonen anbeten, aber wir dachten, Sie wären so geistesgegenwärtig, die Existenz unserer aller Mutter, Jena, nicht in Frage zu stellen! Kennen Ihre Schandtaten keine Grenzen? General, ergreifen Sie diesen Ketzer auf der Stelle!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü ging wieder ein paar Schritte nach vorne und massierte sich die Maske.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Dann kann ich Ihnen versichern, dass Min-Cho, sein Rat der Weisen und die gesamte Zoraï-Theokratie, versteckt im Herzen Zorans und hinter ihrer Großen Mauer, immer noch Ihre usurpatorische Göttin anbeten, sagte er mit müdem Blick. Vor vielen Jahrzehnten entschieden sich die Kamis dafür, meinem Stamm die Existenz von Ma-Duk zu offenbaren. Heute sind wir leider die einzigen, die seine Natur als Oberster Kami anerkennen. Aber es gibt noch andere Apostel, die im Dschungel arbeiten. Eines Tages werden unsere Zoraï-Brüder das Ausmaß der Lügen erkennen, die ihnen seit ihrer Kindheit aufgetischt werden, und wenn Ma-Duk es will, werden ihnen ihre Sünden vergeben.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gesicht des Klerikers färbte sich rot, als er durch seine Gestikulationen, die die vielen Umhänge seiner Kleidung verwickelten, fast zu Boden fiel. Zu seinem Glück tat der Ausguck alles, was er konnte, um zu verhindern, dass der Herena sich durch einen Sturz blamierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hören Sie auf mit Ihren Schandtaten, Wilder! Keine Vergebung für Ihre degenerierte Rasse von Dämonenanbetern! Ihre skelettierten Gesichter sind Abscheulichkeiten, eine Beleidigung für die Karavan! Ihr verdient es, ausgerottet zu werden, wie alle Primitiven, die Atys mit Ihrer Anwesenheit beschmutzen! Dieser Wilde soll sofort gefasst werden, das ist ein Befehl!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hoch zu Capryni versuchte der Matis-General einzugreifen, um die wachsende Spannung abzubauen. Doch einer der Reiter befolgte die Aufforderung des Geistlichen und ritt in vollem Tempo los. Pü schüttelte seine Maske ab, um seine letzten Kopfschmerzen wegzuwischen, und konzentrierte sich voll und ganz auf die Situation. Von nun an würde alles sehr schnell gehen. Er musste seine inneren Fragen zum Schweigen bringen. Der Matis hatte bereits die Hälfte der Distanz zwischen ihm und dem Zoraï überwunden. In seiner rechten Hand hielt er einen langen, hohlen Speer, der in einer geflochtenen Bernsteinkragen endete. In der Nähe der horizontalen Stange befand sich ein Hebel, mit dem der Ring, der die Stange abschloss, schnell gelockert oder zusammengedrückt werden konnte. Diese geniale Waffe war in der Regel dazu gedacht, die zukünftigen Reittiere der Matis an der Kehle zu packen, wenn sie noch in der Wildnis waren, wurde aber auch dazu verwendet, Homins zu fixieren und zu unterwerfen, ohne sie zu verletzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Püs Körper schwankte leicht. Es dauerte einige Sekunden, bis er das Schlagen seiner Glieder mit dem Galopp des Reittiers synchronisieren konnte. Als der Angreifer etwa zehn Meter von ihm entfernt war, aktivierte er den Mechanismus seiner Waffe und schwang sie, ohne sein Tempo zu verlangsamen. Die Schlinge öffnete sich weit genug, um den maskierten Kopf des Zoraï zu umschließen. Ohne Zweifel wusste er, wie er mit seinem Instrument umzugehen hatte. Doch der junge Homin war zu flink. Als der Soldat nach rechts schoss, um seine Beute an der Kehle zu packen, tauchte Pü absichtlich in die Richtung des Angriffs und wich ihm aus. Zwischen Waffe und Capryni hindurch gelang es ihm, den Riemen an der Seite des Tieres zu ergreifen, bevor er den Boden berührte. Er hielt sich fest und zog, so gut er konnte, nicht um das Tier zu destabilisieren, sondern um seinen leichten Kinderkörper über das Tier zu schleudern. Er flatterte herum und landete gerade noch auf dem Hinterteil des Capryni, als der Matis hinter seinen Rücken blickte, um zu sehen, was aus dem Zoraï geworden war. Während der Reiter den Blick von Pü kreuzte, der nur durch die Kraft seiner Schenkel das Gleichgewicht auf dem Tier hielt, legte seine Beute, die zum Henker geworden war, schnell ihre Hände um seinen Nacken und brach ihn mit einem kräftigen Schlag. Die Waffe des Matis rutschte aus seiner rechten Hand und zerbrach auf dem Boden. Wenn Pü nicht sicher sein konnte, dass er tot war, war seine Lähmung garantiert. Er ließ den gepanzerten Körper auf sich niedersacken, damit er nicht stürzte, nahm die Zügel, die seine linke Hand hielt, wieder auf, verlangsamte das Tempo und drehte sich um. Als er wieder am Ausgangspunkt angekommen war, brach er seinen Lauf ab und sprang links neben dem Tier zu Boden. Der Körper des Soldaten fiel schwer auf die rechte Seite. Der Helm löste sich durch den Aufprall, sodass der Zoraï in das leblose Gesicht blicken konnte. Der Soldat war eine Homina und damit vielleicht auch eine Mutter. Für den Bruchteil einer Sekunde sah Pü, wie die Maske seiner eigenen das Gesicht der Leiche überlagerte. Er schloss die Augen. Drei. Jetzt fehlten ihm nur noch drei.&lt;br /&gt;
[[file:Le soldat.png|right|400px|alt=… Le soldat était une homine…|Der Soldat war eine Homina]]&lt;br /&gt;
Au sommet de la charrette, le visage du clerc était passé d’un teint rougeâtre à un blanc bien plus livide qu’à l’accoutumée. Quant aux soldats, aucun ne réagit, choqués qu’ils étaient par la violence de la scène à laquelle ils venaient d’assister. Seul le général avait su garder son sang-froid. Il fit avancer sa monture de quelques pas et se retourna vers le convoi.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Giero, filez aussi vite que votre capryni le peut en direction de l’avant-poste le plus proche ! Mettez au courant l’intendant de la situation et envoyez-nous des renforts. Ne sous-estimez pas la menace. Be’maty, rendez-vous aussi à l’avant-poste ! Vous n’arriverez pas à suivre Giero à cause du chargement, mais vos mektoubs sont forts, ne les ménagez pas. Dès qu’il aura transmis son message, Giero vous rejoindra sur la route. Vicho, restez dans la charrette ! Vous protégerez le chargement et le Herena au prix de votre vie en attendant le retour de Giero. Zani, Lichnini, Sivaldo, avec moi ! N’intervenez pas tant que je ne vous en donne pas l’ordre. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Le ton assuré du général aida les soldats à sortir de leur léthargie. Tous s’exécutèrent sans dire mot. La sentinelle sauta de la charrette et arma son fusil-mitrailleur, le Matis assis à l’arrière du véhicule le remplaça au faîte de la charrette, qui commença à manœuvrer pour faire demi-tour. Seul le clerc, qui reprenait à peine ses esprits, manifesta l’intention de protester. Mais le regard inquisiteur que lui jeta alors le général le dissuada, et sa pâleur de craie s’accentua. D’ordinaire, Pü ne laissait pas de survivants, car seule l'absence de témoins l’assurait de pouvoir continuer d’opérer sans encombre dans ces régions. D’ailleurs, il évitait généralement de s’en prendre à l’armée régulière, dont chaque soldat disparu donnait lieu à enquête, et préférait s’attaquer aux tribus de fanatiques ou aux groupes de bandits qui parsemaient le royaume. Mais cette fois-ci, tout était différent. Quand les premiers parleraient, lui serait déjà sur la route du retour. Il observa scrupuleusement ses quatre futurs adversaires, tandis que l’un des capryniers s’élançait à toute vitesse en direction du sud-ouest, suivi par la charrette. Il devait éviter de les affronter tous ensemble. Il patienta quelques secondes, assez de temps pour que le messager disparaisse à l’horizon, et se mit à avancer doucement. Au premier pas, le général cria.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« N’avancez plus ! Pour vous être rendu coupable du crime d’homicide volontaire sur un soldat du Royaume de Matia, vous devez comparaître devant la justice royale. Comme le veut notre loi, vous aurez le droit de vous défendre durant votre jugement. Maintenant, coopérez, ou nous serons dans l’obligation de vous appréhender par la force. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü leva les mains pour feindre la soumission et continua d’avancer. Il savait que les Matis ne seraient pas dupes, mais il devait gagner quelques mètres. Actuellement, la plus grande menace était le mitrailleur. Il devait l’éliminer en premier. Pour autant, il ne devait pas sous-estimer le haut gradé. En temps normal, il aurait eu à faire à un simple chef d’escouade, et non pas à un militaire expérimenté.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Je ne me répéterai pas, plus un geste ! » cria à nouveau le général.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Le Zoraï ne réussirait probablement pas à faire un pas de plus avant que le général ne sonne l’assaut. Il passa sa main droite dans son dos et la posa sur le petit bouclier rond qui y était accroché. Il n’avait pas droit à l’erreur. S’il se manquait maintenant, la suite serait beaucoup plus incertaine. Il ferma à nouveau les yeux et laissa pleinement ses sens s’ouvrir au monde. La direction et la force du vent, l’humidité de l’air : importants paramètres à prendre en compte pour réaliser le lancer parfait. Rouvrant les paupières, il posa son regard sur le tireur. S’il était trop loin pour en être certain, la position de ses bras indiquait qu’il était prêt à faire feu. Pü inspira un grand coup et se mit en action. Plus rapide que jamais, il décrocha son bouclier et banda ses bras en arrière comme une corde. Il lui fallut moins d’une seconde pour valider sa trajectoire et propulser sa rondache. Le projectile vola vers la gauche du sentier, donnant l’illusion d’un lancer manqué. Pü profita de l’incompréhension générale pour foncer dans l’autre direction. Comme prévu, le mitrailleur reçut l’ordre d’intervenir et enclencha son arme. '''Les deux pieds fermement plantés dans l’écorce, il se mit à tirer à feu nourri en direction du Zoraï'''. Mais, vu son recul, l’arme était malaisée à diriger, ce qui laissait à Pü quelques secondes avant que les impacts ne fassent mouche. L’enfant se déhanchait et sautillait habilement, s'efforçant de compliquer la tâche du mitrailleur, dont les tirs se faisaient de plus en plus précis. À ce moment-là, les Matis crurent probablement qu’ils allaient l’emporter. C’était compter sans la courbure impromptue que prit la trajectoire du bouclier. Frôlant les arbres qui marquaient le bord de la route, la rondache dévia en direction du tireur qui était maintenant positionné dos à elle. Personne ne remarqua la manigance, hormis le général qui, plus avisé que le reste de son escouade, aperçut le projectile mortel alors qu’il s’apprêtait à percuter l’arrière du crâne du mitrailleur. Il hurla quelque chose et sauta de son capryni. Se relevant en vitesse, il fonça vers le soldat. En réponse au cri de son supérieur, celui-ci venait de se retourner vers la menace volante. Ne le voyant pas réagir, le général tenta de le plaquer, mais ne réussit qu'à le bousculer. Le bouclier fendit profondément le visage du Matis hébété qui virevolta et s’écroula lourdement sur le sol.&lt;br /&gt;
[[file:Les deux pieds.png|right|400px|alt=… Les deux pieds fermement plantés…|Les deux pieds fermement plantés]]&lt;br /&gt;
Pü cessa ses gesticulations et reprit son souffle. Si le mitrailleur n’était certainement pas mort, il semblait être évanoui, et ne représentait donc plus une menace pour le moment. Alors que le général s'attardait au chevet du malheureux, le jeune Zoraï crut à tort qu’il aurait le temps de réfléchir à son prochain mouvement. Mais les deux capryniers ne l’entendaient pas de cette oreille, et s’incitèrent mutuellement à passer à l’attaque.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Général, restez avec Sivaldo, nous nous occupons du primitif masqué ! cria le premier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Oui général ! Jusqu’alors, ses techniques de lâche ont fonctionné uniquement parce que nous n’y étions pas préparés, renchérit le second. Laissez-nous venger la mort de Tinailli ! Nous vous promettons de lui faire honneur ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Le général eut beau protester, les deux soldats s’élancèrent à pleine vitesse en direction du Zoraï, qui ne semblait pas s’en inquiéter. Les dernières dizaines de mètres qui les séparaient furent englouties en quelques secondes. Mais se souvenant de la mort de leur première camarade, les Matis ne firent pas l’erreur de charger le jeune guerrier. Ils s’arrêtèrent avant d’arriver à son niveau, sautèrent de leur monture et s’avancèrent pour le prendre en tenaille. Au vu de leur comportement respectif, les deux Matis devaient être des soldats inexpérimentés. Aveuglés par la haine et le désir de vengeance, ils ne savaient pas encore qu’ils venaient de se jeter dans la gueule du gingo. Au loin, le général venait à peine d’atteindre son capryni pour rejoindre en urgence les deux imprudents. Seul contre deux, le jeune guerrier avait toutes ses chances. Il fallait donc qu’il en termine au plus vite avant que le seul militaire réellement expérimenté de l’escouade ne les rejoigne. Le Matis qui s’était positionné dans son dos tenait à deux mains une lourde épée d’ambre joliment ornementée, alors que celui qui lui faisait face était armé d’une longue pique couronnée d’ambre tressé. Pü aurait aimé lire sur son visage, mais l’imposant casque cornu qu’il portait l’en empêchait. Rapidement, les Matis se rapprochèrent. En toute logique, le soldat situé face à lui lancerait le premier assaut, laissant ainsi l’opportunité à celui positionné dans son dos d’utiliser un angle mort pour attaquer. C’est exactement ce qui se passa. Le piquier cria et perfora l’air d’un geste précis, espérant empaler le Zoraï d’un seul coup. Sans même bouger ses pieds, Pü envoya sa main droite au contact de la pique tout en pivotant et décalant son bassin du côté opposé. La protection de son avant-bras érafla bruyamment les multiples pointes aiguisées. Retournant brusquement son poignet, il attrapa le long manche de l’arme. Au lieu de repousser l’offensive, il encouragea le mouvement, et se servit de l’élan du Matis pour le déstabiliser tout en préservant l’impulsion de son assaut. Déviant légèrement la direction de l’attaque, et toujours sans décoller les pieds du sol, il courba son dos en arrière, et esquiva le coup horizontal que l’épéiste tenta de lui asséner. Il n’eut alors qu’à faire en sorte que la pique conserve sa vélocité pour que ses pointes mortelles transpercent la cuisse gauche du malheureux à l’épée, qui s’écroula sous le choc en hurlant. Emporté par le mouvement non contrôlé de son arme, l’assaillant manqua de tomber sur le blessé. Pü saisit l’opportunité et l’y aida. Dégainant sa dague de sa main libre alors que l’autre lâchait la pique fermement enfoncée dans la chair de son camarade, il fit un pas en arrière pour reprendre son équilibre et enfonça d’un coup précis sa lame dans la jointure cervicale du casque du piquier. Une longue gerbe de sang gicla lorsqu’il retira sa dague de la carotide de son adversaire. Comme il s’y attendait, le soldat paniqua et retira son casque en vitesse pour comprimer et soigner sa gorge à l’aide des pouvoirs de la Sève, et avant que son cerveau ne cesse d’être irrigué en sang. Ne lui laissant pas le temps d’agir, Pü attrapa la chevelure brune du Matis et lui asséna plusieurs violents coups de dague dans la gorge. Lorsque la tête du soldat se sépara finalement du reste de son corps, le décapité s’effondra sur la pique qui s’enfonça encore plus profondément dans la plaie sanguinolente de l’homin cloué au sol. Pü jeta un coup d’œil en arrière : le général serait bientôt là. Il rangea la dague maculée de sang, laissa tomber la tête de sa victime, et s’approcha du soldat gravement blessé qui, désormais coincé sous la lourde armure encore palpitante de son camarade, n’était plus capable d’extraire la pique pour soigner magiquement sa jambe. L’homin ôta son casque et se mit à gémir. Il devait avoir l’âge de Niï, soit environ dix ans de plus que Pü.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Pitié, ne me tuez pas ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü avait sincèrement pitié. Il détestait tuer. Et particulièrement quand ses adversaires n’y étaient pas préparés. Mais il n’avait plus le choix. Il y était presque, il ne pouvait pas tout abandonner maintenant. Le jeune Zoraï fit à nouveau le vide dans sa tête et ignora la plainte du Matis. Il se rapprocha de lui, posa délicatement son pied gauche sur son cou, et lui broya d’un coup de talon. Ramassant l’épée du malheureux désormais paralysé, il lui planta dans la gorge, empêchant ainsi toute régénération. Un. Il ne lui manquait plus qu’un. Si le mitrailleur évanoui suffisait, l’homin qui lui faisait face dorénavant ne le laisserait sûrement pas approcher le blessé sans combattre. Le général, qui avait en effet enfourché sa monture pour combler la distance qui se séparait du Zoraï, avant de la quitter une seconde fois, se dirigeait désormais vers le guerrier d’un pas décidé. Arrivé à quelques mètres de lui, il ôta son casque. Pour la première fois depuis longtemps, Pü eut un mouvement de recul. Durant un instant, l’enfant crut voir le masque de son père. Le Matis était dans la force de l’âge, comme l’indiquaient les quelques rides qui venaient troubler l’harmonie des traits de son visage et le faible éclat de sa longue chevelure d’ébène. Mais par-dessus tout, c’est l’assurance et l’intensité de son regard qui lui rappelèrent son père. Ces yeux bleus perçants étaient ceux d’un homin déterminé, prêt à tout donner pour accomplir sa volonté. Pü recula d’un pas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Il n’est pas nécessaire que nous combattions, dit-il d’une voix troublée. J’ai accompli ma mission. Laissez-moi le mitrailleur et rentrez chez vous. S’il vous plaît, suivez mon conseil, et rejoignez votre famille. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Le général posa son casque à ses pieds et dégaina une longue et large épée finement décorée. Il lui jeta un regard glacial.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Je ne vais pas pouvoir accéder à votre requête, mon garçon. Vous venez à vous seul de tuer trois de mes soldats. Le Karan Domini, Roi et Grand Prêtre du Royaume de Matia, doit savoir pourquoi la Théocratie Zoraï forme des enfants-soldats à des missions d’assassinat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Je vous le redis : ma tribu et moi ne dépendons pas de la Théocratie Zoraï. Je vous en prie, éloignez-vous ! » répliqua Pü en reculant une seconde fois.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Le Matis s’avança d’un pas déterminé.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Vous a-t-on forcé à tuer ? S’il est normal qu’un garçon de votre âge apprenne à combattre, il ne devrait pas avoir à faire couler le sang si jeune. Et sûrement pas dans ces conditions. Un garçon de votre âge passe du temps avec ses amis, ses frères, ses sœurs, son père et sa mère. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
À l’écoute des paroles du militaire, et à l’évocation de ses proches, le jeune Zoraï fut pris d’un coup de sang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Ne parlez pas de ma famille ! Fuyez, tant qu’il en est encore temps ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Un sourire froid s’afficha alors sur le visage du général.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Il semble que j’aie touché la corde sensible. Seraient-ce vos parents qui vous ont envoyé si loin de la Jungle pour commettre ces meurtres ? Une mère est censée enseigner l’amour à ses enfants, non la mort ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Une violente céphalée transperça le crâne de l’enfant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« '''Je vous interdis de parler de ma mère !''' »&lt;br /&gt;
[[file:Je vous interdis.png|right|400px|alt=… Je vous interdis de parler…|Je vous interdis de parler]]&lt;br /&gt;
À son départ, elle avait pleuré. Et si elle l’avait exhorté de ne pas tuer pour assouvir son propre plaisir, elle lui avait malgré tout demandé de le faire pour Ma-Duk. Pü aimait sincèrement Ma-Duk, autant qu’il détestait Jena. Les Kamis protégeaient Atys, quand la Karavan la détruisait en pillant ses ressources. Mais ne pouvait-on prouver son amour à Ma-Duk autrement qu’en répandant le sang ? Par ses propos, et son statut de Grande Prêtresse, sa mère approuvait les coutumes barbares de leurs ancêtres. Pire, elle les transmettait avec ferveur. Mais lui, qui buvait il y a encore quelques mois chacune des paroles de sa mère, les vomissait désormais. Combien de temps encore réussirait-il à feindre son attachement aux valeurs de sa tribu ? Et si, averti de cette dernière pensée, Ma-Duk considérait déjà qu’il ne lui était plus fidèle, pourrait-il jamais devenir l’Ombre du Masque Noir ? Son père l’exécuterait-il lorsque Grand-Mère Bä-Bä lui apprendrait la nouvelle ? Son frère et sa mère le laisseraient-il faire ? Pü atteignait ses limites, son cerveau était en ébullition. Sentant le Zoraï flancher, le Matis le poussa à bout.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Ainsi l’Herena avait donc raison : vous n’êtes que des animaux ! Les homins de votre peuple engrossent leurs homines et les transforment en mères pondeuses, juste bonnes à produire des enfants-soldats qui seront sacrifiés sur l’autel de vos croyances haineuses ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sur ces mots, Pü dégaina sa dague et son épée courte et s’élança vers le Matis en hurlant. Il lui avait laissé l’opportunité de fuir, et celui-ci ne l’avait pas saisie. S’il désirait mourir, alors Pü l’y aiderait, aussi simplement qu’il l’avait fait pour ses soldats. Cela ne prendrait que quelques secondes. Tout serait terminé, bientôt. Il n’aurait plus à supporter cette douleur. C’est en tout cas ce qu’il imagina sous le coup de la fureur. L’épée du général s’illumina et le jeune guerrier fut saisi aux chevilles avant même de comprendre la manœuvre du militaire. L’expérience du Matis avait parlé, et l’orgueil du Zoraï allait lui coûter cher. Il avait sous-estimé son adversaire et s’était précipité aveuglément, sans anticiper l’utilisation d’un enchantement magique d’entrave. Des racines avaient jailli de l’écorce et l’empêchaient totalement de bouger. Étant donné l’élan de sa course, Pü avait manqué trébucher en avant, et ce n’était que de justesse qu’il avait réussi à se maintenir debout. Pris de panique, il tenta de s’extraire du piège magique en tailladant à l’aide de ses armes les ramifications qui montaient maintenant le long de ses mollets, oubliant par là même le lanceur du sortilège. Soudainement, alors que toute son attention était portée sur ses jambes, le ciel s’assombrit. Son sang se glaça lorsqu’il leva la tête par réflexe. Au-dessus de lui, l’imposante armure du Matis masquait la lumière de l’astre du jour : il avait profité de l’affolement du Zoraï pour arriver au corps-à-corps. Le contre-jour accentuait son regard féroce, qui pétrifia Pü de toute part. Le général leva sa grande épée en position plongeante. Son armure blanche s’illumina lorsque la lumière filtra suite au changement de posture, et Pü dut détourner les yeux pour ne pas être aveuglé.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Laissez-vous faire ! dit le Matis d’un air grave. Le coup que je vais vous porter va vous infliger une blessure critique. Si vous bougez, il risque de vous être fatal. Je vous maintiendrai en vie jusqu’à ce que les renforts arrivent. Nous vous conduirons ensuite à Matia ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Si le général semblait confiant en sa capacité de l’amener vivant auprès du roi des Matis, Pü préférait mourir mille fois plutôt que de devenir captif des suppôts de la Karavan. Il essaya à nouveau de se débattre, mais les racines enserraient maintenant sa taille et commençaient à remonter sur son ventre. Voilà, c’était ainsi que s’achevait sa courte vie. Finalement, Grand-Mère Bä-Bä avait eu tort. Lui qui avait grandi avec l’idée de devenir l’Ombre du Masque Noir et de périr parmi les siens en protégeant son frère, allait mourir seul et loin de chez lui, avec pour dernière vision l’éblouissante empreinte astrale de Jena. Quelle ironie. Alors que le Zoraï avait tourné son masque sur la gauche pour ne pas avoir à supporter plus longtemps le reflet moqueur de la cuirasse, il aperçut une étrange source lumineuse au-delà de la lisière de la route, sous l’ombre des grands arbres sylvestres. En se concentrant, il put discerner nettement deux sphères de taille identique. Elles étaient d’une blancheur éclatante et luisaient d’autant plus vivement qu’elles étaient environnées d’obscurité. Non, ce n’était pas seulement l’obscurité… Pü distingua une petite silhouette noire parmi les ombres. Son sang se glaça de nouveau. Ce n’étaient pas des sphères, c’étaient des yeux. Ceux du Kami Noir qui lui était apparu deux fois jusqu’alors. Il était là. Ma-Duk le regardait.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Non, il ne pouvait abandonner. Il était un Guerrier Noir de Ma-Duk, forgé par les meilleurs combattants de la Jungle et béni des Kamis. Tant qu’il pourrait se battre, il n’abandonnerait pas. Revigoré, son corps réagit d’instinct lorsque le général abattit son arme sur lui pour lui transpercer la clavicule gauche. Il envoya son bras droit au contact de la lame massive pour se protéger, et si son épée courte ne réussit pas à bloquer le coup, elle permit néanmoins de dévier l’attaque, au prix d’une partie de sa main, qui vola en éclats. L’état d’extrême tension dans lequel se trouvait le jeune guerrier eut pour effet positif de lui faire totalement ignorer la douleur. L’épée l’érafla et se planta lourdement dans le sol. Profitant de la seconde de répit qu’il lui était offerte, Pü lâcha la dague qu’il tenait dans sa main gauche et manipula la Sève alentour pour incanter à deux mains un sortilège. Sa paire d’amplificateurs de magie étant accrochée à sa ceinture désormais enchevêtrée avec les racines, il ne put s’en équiper. Mais pour ce qu’il comptait faire, un sortilège brut devrait suffire. Alors '''il n’hésita pas, et enflamma son corps pour s’évader de sa prison de bois'''. Il réussit à se dégager des racines partiellement consumées au moment où le général arrachait son épée du sol. Alors qu’il lançait son second assaut, Pü réussit à l’éviter de justesse grâce à une roulade. Le Matis enchaîna avec une série de frappes d’estoc et de taille, que le jeune guerrier esquiva à l’aide de diverses acrobaties. Désarmé, il n’était pas en mesure de parer les attaques. S’il était bien plus habile que le général encombré de sa lourde armure, celui-ci semblait bien plus endurant, et n’avait pas encore subi de blessures. Plus inquiétant encore, ses coups se faisaient de plus en plus précis. Pour la première fois de sa vie, Pü combattait un maître d’armes dans un combat à mort. L’expérience du Matis parlait, et il ne lui fallut que peu de temps pour commencer d’anticiper les mouvements du jeune guerrier.&lt;br /&gt;
[[file:Hesita pas.png|right|400px|alt=… il n’hésita pas…|il n’hésita pas]]&lt;br /&gt;
Les secondes défilaient et Pü s’essoufflait à vue d’œil. À plusieurs reprises, le soldat réussit à le frôler, entaillant son corps d’enfant de la pointe de son épée. Pü faisait régulièrement appel aux pouvoirs de la Sève pour panser ses blessures et régénérer partiellement son endurance, mais, à ce rythme, il atteindrait bientôt ses limites. S’il aurait aimé pouvoir passer dans le dos du Matis pour tenter de lui briser la nuque, comme il savait si bien le faire, celui-ci ne lui laissait aucun répit. Sans arme, il n’avait aucun moyen de s’extraire de cette situation perdue d’avance. Alors qu’il cherchait une échappatoire, il aperçut une dague pendant à la taille du soldat, cachée derrière le drap d’apparat ornant sa ceinture. Comment avait-il pu ne pas la voir avant ? Pü se maudit et imagina un plan d’action, entre deux roulades et trois contorsions. Il allait jouer le tout pour le tout. À bout de souffle, le Zoraï attendait le moment idéal pour agir. Soudainement, lui qui ne faisait jusqu’alors que reculer face aux assauts du Matis, profita d’une large frappe de taille pour effectuer une roulade avant et passer sous la lame tranchante. Son mouvement tout juste terminé, il poussa aussi fort qu’il put sur ses jambes, et bondit sur le flanc gauche du soldat. Si le Matis fut décontenancé par la direction de l’esquive, il réagit très vite et rendit un violent coup de pied latéral au jeune guerrier. Le corps de l’enfant craqua sous la lourde botte du soldat et alla s’écraser plus loin sur le sol. Pü se releva péniblement sur un genou et cracha le sang. Son adversaire venait de lui briser plusieurs côtes. Mais derrière son masque, le jeune guerrier souriait : sa main valide était désormais armée. Bien que différente des dagues qu’il avait coutume de manier, celle du Matis ferait parfaitement l’affaire. Le jeune homin inspira un grand coup et leva son masque vers le général. Celui-ci s’était retourné et s’apprêtait à réaliser une percée avec son épée pour retourner au corps-à-corps.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Abandonnez mon garçon ! » dit-il en chargeant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
À nouveau, Pü n’aurait qu’une seule chance. Et jusqu’alors, la chance lui avait souvent souri. Finalement, peut-être que le Kami Noir veillait réellement sur lui.  Alors que le soldat se précipitait dans sa direction, l’épée dirigée vers l’avant, Pü attendit le bon moment et jeta sa dague en l’air, loin au-dessus de lui. Aussitôt fait, il infusa tout ce qu’il put de Sève dans ses jambes et fit gonfler ses cuisses comme jamais. Puisant à la limite de ce qu’il pouvait endurer, il souleva un nuage de sciure et bondit dans les airs d’un saut surhomin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Totalement surpris par la nature de l’attaque et partiellement aveuglé par le brouillard de débris, le Matis crut à tort que le Zoraï tentait simplement de s’enfuir. Il comprit trop tard la réalité de la situation lorsque qu’il sentit son épée s’alourdir brusquement sur l’avant. Pü venait d’atterrir sur le plat de la lame et s’élançait tel un funambule en direction de son porteur. Déjà fort déséquilibré, le Matis tenta en vain de se redresser au moment où Pü prit à nouveau appui sur l’arme pour voltiger. Le jeune guerrier atterrit cette fois-ci sur ses épaules, et se propulsa une derrière fois en direction du ciel, obligeant par la force de ses jambes le Matis à poser un genou au sol. Pü devait se situer à environ quatre mètres du sol, et survolait le nuage de poussière qui commençait à se dissiper. Il n’eut qu’à tendre son bras valide pour attraper la dague qu’il avait précisément jetée quelques secondes auparavant. Écartant les jambes et regardant vers le sol, alors que la gravité commençait à faire effet, il posa ses yeux sur le visage du général. Celui-ci avait perdu son regard terrifiant et ouvrait grand les paupières. Pü y lut de l’admiration. L’enfant effectua à nouveau un lancer parfait et la dague alla se planter droit dans le crâne du Matis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Toujours en l’air, le Zoraï se préparait à se réceptionner correctement, mais ses côtes cassées l’en empêchèrent. Il s’effondra lourdement sur le flanc opposé, non loin du corps du général figé sur les genoux dans une étrange position. Sa tête pendait en arrière, dirigée vers l’astre du jour et sa longue chevelure d’ébène se soulevait légèrement au gré du vent. Pü s’allongea sur le dos et écarta les bras. Terminé. Son calvaire était terminé. Il avait gagné.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
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[[Catégorie:La Guerre Sacrée]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jadeyn</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Kapitel_IV_-_Sylvan_Exil&amp;diff=33030</id>
		<title>Kapitel IV - Sylvan Exil</title>
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				<updated>2022-12-02T09:02:36Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Jadeyn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Trad&lt;br /&gt;
|DE=Kapitel IV - Sylvan Exil|DEs=2&lt;br /&gt;
|EN=Chapter IV - Sylvan Exile|ENs=4&lt;br /&gt;
|ES=&amp;lt;!--Capítulo IV - Exilio en el bosque--&amp;gt;&lt;br /&gt;
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|H=1&lt;br /&gt;
|palette=}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Clear}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:purple;font-weight:bold&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''IV - Sylvan Exil'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:purple;font-weight:bold&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''Jahr 2474 von Jena'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Quotation|''Bélénor Nébius, Erzähler'' • ''Cheng Lai'SuKi, Illustratorin''|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[file:Pu deroulait.png|right|400px|alt=… Pü déroulait en silence…|verrichtete Pü schweigend]]&lt;br /&gt;
Auf einem hohen Ast eines großen sylvanischen Baumes sitzend, '''verrichtete Pü schweigend sein tägliches Gebet'''. Über ihm, sogar noch näher, so weit entfernt vom Dschungel und seinem Zenit, war das Tagesgestirn dabei, seinen vollen Glanz zu entfalten, und trotz der dicken Laubschicht, die es vom Himmel trennte, schaffte es das warme Licht, die blaue Haut des jungen Zoraï zu erwärmen. Er hatte jedoch gelernt, Jenas astrale Prägung zu vergessen, und versuchte, sich an die Kälte und das Echo der Abgrundschächte zu erinnern, die sein Dorf unter der Rinde durchzogen und die es Ma-Duk ermöglichten, aus dem Herzen von Atys über ihn und seine Familie zu wachen. Er hatte ohnehin keine Wahl: Die Höhen waren bei weitem der geeignetste Ort für meditative Momente. Am Boden waren Raubtiere und Soldatenpatrouillen eine ständige Störung, die seine Ruhe bedrohten und ihn daran hinderten, sich friedlichen Aktivitäten zu widmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tausend Kilometer entfernt beendeten seine Stammesmitglieder wahrscheinlich auch gerade ihre Gebete. Trotz der Entfernung und der Einsamkeit hatte Pü versucht, seinen Lebensrhythmus beizubehalten, den er vor seiner Abreise gelebt hatte. Mit dem ersten Morgengrauen erwachte das Dorf und bereitete sich auf die Routinearbeiten vor, die für das reibungslose Funktionieren der Gemeinschaft notwendig waren: Instandhaltung, Handwerk, Jagd, Kochen, verschiedene Versammlungen, Empfang der seltenen Gesandten und Händler etc. Das Ziel war es, so viele Aufgaben wie möglich zu erledigen, bevor die lange Morgenlitanei begann. Diese wurde von Pus Mutter Looï geleitet und endete mit einem gemeinsamen Essen im Speisesaal, an dem der ganze Stamm teilnahm. Nach dem Mittagessen übten sich die Zoraï mehrere Stunden lang in der Kunst des Kampfes. Der Unterricht richtete sich an alle, unabhängig von Alter oder Geschlecht, und war sehr vielfältig: Nahkampf, Stichwaffen, Schusswaffen und Magie. Der Stamm war in erster Linie ein Clan von Kämpfern, die früher oder später am Beginn des Heiligen Krieges teilnehmen würden. Wenn das Training beendet war, trafen sich die Familien zu einem gemütlichen Essen und gingen vor dem Schlafengehen verschiedenen persönlichen Aktivitäten nach. Seit jeher besuchte Pü Abendkurse bei seiner Mutter, die ihn in homininer Geschichte, internationalen Beziehungen, anderen Sprachen und Wissenschaft unterrichtete. Gelegentlich wurde er von seinem älteren Bruder Niï begleitet. In den meisten Fällen besuchte dieser jedoch andere Privatstunden bei ihrem Vater, der Schwarzen Maske.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Junge wurde jäh aus seinen Erinnerungen gerissen, als ein trauriges Geräusch die Harmonie des Gesangs der Bäume durchbrach. Über den Baumwipfeln erschütterte das dumpfe Dröhnen eines Karavan-Fluggeräts die Luft und vertrieb die Javings, diese seltsamen Vögel mit den gezackten, grünlichen Flügeln und der langen, schwarzen, glänzenden und mit Widerhaken versehenen Zunge, mit der sie ihre Beute aufspießten. Pü stand schnell auf, überprüfte die Festigkeit seiner Lebenslinie und machte sich daran, die letzten Meter des dicken Baumstamms zu erklimmen, der ihn vom Himmel trennte. Als sein zarter Körper aus dem Blättermeer herausragte, musste er hinter seiner Maske die Augen zusammenkneifen, weil das Tageslicht so grell war. Nicht weit von ihm entfernt verlor die Höllenmaschine immer mehr an Höhe. Die seltsame schwarze Materie, aus der ihre Hülle bestand, reflektierte Jenas helles Astrallicht, als wollte sie ihn verhöhnen. Trotzdem gelang es Pü, die Maschine zu identifizieren. Es war einer der kleinen Transporter, die die Karavan normalerweise benutzte, um die von ihren Hominsklaven gesammelten Ressourcen zu sammeln. Seltsamerweise schien er direkt aus einer der riesigen Himmelswurzeln zu stammen, die das Kronendach bildeten, den unerforschten Teil der Rinde, wie die Bewohner Atys bezeichneten, ihre Welt aus lebendem Holz, das nur aus ständig wachsendem Pflanzenmaterial besteht. Ihre opulenten Täler und üppigen Hügel bestanden aus kolossalen Wurzeln, auf denen die Homins ihre Zivilisationen errichtet hatten. Das Wasser, das die tiefen Wurzelspalten füllte, erweckte ihre Seen, Lagunen und Ozeane zum Leben. Die steilsten Wurzeln bildeten seine Berge und reckten sich in einem langsamen, unaufhaltsamen Aufstieg in den Himmel. Bestimmte Temperaturanomalien führten sogar dazu, dass der Wurzelteppich langsam verglühte und die Wüsten entstanden. Und noch tiefer unter der Rinde befanden sich die Urwurzeln, das geheimnisvollste Ökosystem von Atys nach dem, das man in das Kronendach vermutet. Es bildete ein riesiges Labyrinth aus grünen, feuchten Höhlen, die tief in die Eingeweide der Pflanzenwelt bis in ihr Herz hineinreichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü beobachtete, wie die Karavan-Maschine mit hoher Geschwindigkeit abtauchte. Es war sehr wahrscheinlich, dass wie üblich ein Treffpunkt zwischen der Karavan und ihren Handlangern vereinbart worden war und dass ein Konvoi auf dem Weg war, um Tribut zu liefern. Der junge Zoraï spürte, wie sein Herz raste. Vier. Jetzt fehlten ihm nur noch vier. Vier, und er könnte endlich nach Hause zu seinen Lieben zurückkehren. Das war die perfekte Gelegenheit. Er musste den Konvoi abfangen, bevor er sich mit den Karavan-Agenten treffen konnte. Pü entkam dem nackten Tag, indem er sich ein paar Meter in die Tiefe stürzen ließ, und landete auf dem Ast, auf dem er seine Sachen zurückgelassen hatte. Er sammelte sie zusammen und packte sie hastig ein, bis auf einen würfelförmigen Weidenkorb, den er sorgfältig handhabte. In diesem Korb befanden sich die Früchte monatelanger Bemühungen. Er würde sich niemals verzeihen, wenn er ihn verlieren oder seine Unversehrtheit gefährden würde. Um sicherzugehen, dass er nichts vergessen hatte, überprüfte er noch einmal seinen Klettergurt und tauchte ab. Pü raste durch den grünen Abgrund, bewegte sich geschickt zwischen den Zweigen und löste mit einem fachmännischen Handgriff seine Lebenslinie von den Stiften, die er während des Aufstiegs getrieben hatte. Er durchquerte viele Sekunden lang die bunten Schichten dieses kontinentalen Waldes mit seinen tausend Jahreszeiten und landete schließlich anmutig auf dem belaubten Boden. Die Richtung, in die das Fluggerät flog, deutete darauf hin, dass es wahrscheinlich auf der Lichtung weiter nördlich landen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten Konvois starten in Matia, der Hauptstadt des gleichnamigen Königreichs, und so war es gut möglich, dass der erhoffte den breiten künstlichen Pfad nehmen würde, der den Wald im Westen durchschneidet. Pü war von den Kräften der Botaniker des Matis-Volkes beeindruckt und erschrocken zugleich. Er, der Matias kolossale Wurzelmauer und die riesigen Habitatbaumkomplexe, die sich jenseits der Stadtmauer so weit das Auge reichte, mit eigenen Augen gesehen hatte, war von einer solchen Maßlosigkeit überwältigt gewesen. Doch mit diesem Vorgehen und dem Versuch, die Natur nach seinem Willen zu beugen, versuchte das Volk der Matis, die Absicht der Kamis und damit auch die Absicht von Ma-Duk zu durchkreuzen. Der Große Erzeuger wacht über jedes Stückchen Materie auf Atys. Die Natur zu verändern bedeutet, sein Großes Werk zu verfälschen. Die Geheimnisse der Manipulation von lebender Materie, insbesondere von Pflanzen, waren den Matis von der Karavan übermittelt worden, wie den Zoraïs die Beherrschung des Magnetismus und des Schreibens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während seiner langen Monate im Exil im Königreich Matia war Pü klar geworden, wie attraktiv die heidnischen Sitten der von der Karavan indoktrinierten Völker sein konnten. Bei diesen Gedanken hatte er sich geschämt. Aber es hatte ihm auch geholfen, die Gefährlichkeit dieser Dämonen aus dem Himmel besser zu verstehen. Der junge Zoraï verlor keine Zeit. Er rutschte und sprang über die Wurzeln und Verzweigungen des Waldes und legte die letzten Kilometer bis zum Pfad in kürzester Zeit zurück. Die wenigen Gingos, die versuchten, ihn auf seinem Weg zu verfolgen, hatten keine andere Wahl, als aufzugeben, da er sich so geschickt durch das dichte Gewirr der Natur manövrierte, die frei von jeglicher Matisse-Unterdrückung war. Als er den Weg erreichte, versteckte er sich hinter einem großen Strauch und hielt Ausschau nach der Ankunft des Konvois. Als er gerade aufgeben und woanders nach den Spuren der Matis suchen wollte, hörte er in der Ferne ordentliches Hufgetrappel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü schluckte. Sein Herzschlag begann sich langsam zu beschleunigen. Niemals. Niemals würde er sich an dieses Gefühl gewöhnen. Sein Bruder hatte ihm versichert, dass sein erstes Mal ein Genuss sein würde und dass die Gefühle, die er dabei empfand, ihn für sein ganzes Leben prägen würden. Auf der einen Seite hatte er damit nicht ganz Unrecht. Die blutverschmierten Hände eines Zoraï, der mit elf Jahren ins Exil geschickt wurde, kniete allein vor der noch warmen Leiche seines ersten Opfers: diese Bilder verfolgten ihn wochenlang Tag und Nacht, bis er den Verstand verlor. Doch diese letzte Prüfung kündigte auch das Ende seines schmerzhaften Exils an. Bald würde er wieder in seinem Land, bei seinem Stamm sein und seine Mutter wieder in die Arme schließen können. Dieser freudige Gedanke tröstete ihn und half ihm, seine Kräfte wieder zu sammeln. Der Konvoi zeichnete sich nun am Horizont ab. Bald war er in Sichtweite. In der Mitte befand sich ein solider, schwer beladener Karren, gezogen von zwei Mektoubs, friedfertigen Dickhäutern mit flinken Füßen, die über zwei Meter groß waren, braunes Fell mit grauen Streifen hatten und vor allem an ihren langen, kräftigen Rüsseln und ihren ohrlosen Köpfen zu erkennen waren. Er wurde von einem Tryker geführt, wie viele andere, denen Pü bislang begegnet war. Tatsächlich war es nicht ungewöhnlich, Tryker weit östlich von ihren schwimmenden Städten zu treffen, die im Matis-Land undankbare und schlecht bezahlte Arbeit verrichteten. Ihre Neugier und ihr Freiheitsdrang machten sie zwar zu hervorragenden Entdeckern und Erfindern, doch aufgrund ihrer geringen Größe, ihres kindlichen Aussehens und vor allem ihres friedlichen und gutmütigen Charakters waren die Tryker in den vergangenen Jahrhunderten leider mehrfach von den Matis versklavt worden. Wie Pü aus dem Unterricht seiner Mutter wusste, waren die Tryker zum letzten Mal während des &amp;quot;Aquäduktkriegs&amp;quot; vor nur vierzig Jahren versklavt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2435 entdeckten Fyros-Minenarbeiter im Westen ihrer Wüste unter der Rinde vergrabene Ruinen und bohrten eine Säureader an, die die gesamte Region um die Kaiserstadt Coriolis in Brand setzte. Das wochenlange Feuer breitete sich bis zur Grenze des Königreichs aus und zerschnitt das riesige, von den Matis verhasste Aquädukt. Eben jenes, das die Wüste mit dem Seengebiet verband, das von der Trykoth-Föderation, dem Verbündeten des Fyros-Imperiums, verwaltet wurde. Der Krieg, in den die Allianz und das Königreich seit fast eineinhalb Jahrhunderten verstrickt waren, nahm eine neue Wendung. Der Imperator sah sich gezwungen, seine Truppen von den Seen abzuziehen und sie zur Bekämpfung des Feuers einzusetzen, das sein Volk bedrohte und ihm das Wasser abnahm. Daraufhin nutzte die Matisse-Armee die Gelegenheit und marschierte in das Seengebiet ein, versklavte das Volk der Tryker und eroberte die Stadt Karavia zurück, die das Imperium fast ein Jahrhundert zuvor gestohlen hatte. Karavia, die &amp;quot;Heilige Stadt&amp;quot;, wurde angeblich genau an dem Ort errichtet, an dem Zachini an der Küste des Königreichs, das er später gründete, zum ersten Mal mit der Karavan und der Göttin Jena zusammentraf. Karavia, die &amp;quot;Unheilige Stadt&amp;quot;, für Pü und seinen Stamm der bösartigste Ort auf der Rinde... Und doch wurde hier im Jahr darauf der Vertrag unterzeichnet, der den Aquäduktkrieg beendete und die Tryker von der Herrschaft der Matis befreite. Allerdings hatte diese Episode im Unterbewusstsein des Seenvolkes Spuren hinterlassen, und viele Tryker blieben als Diener im Wald zurück... so wie der Karrenfahrer, der sich offensichtlich dem Dienst des Matis verschrieben hatte, der neben ihm auf der Sitzbank schlummerte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü identifizierte ihn bei seinem Anblick sofort als einen Kleriker der Kirche des Lichts, die Herena genannt wurde. Der Matis war nämlich in seine kirchliche Tracht gekleidet: eine weiße Bernsteinkrone und eine lange Toga, die aus mehreren großen Umhängen bestand, die aus bunten Federn gefertigt und mit Geflechten aus bernsteinfarbenen Schmuckstücken verziert waren. Die Kirche des Lichts, die um den Jena-Kult herum gegründet wurde und unter der Schirmherrschaft der Karavan stand, war heute allmächtig im Königreich Matia und insbesondere in Karavia, das durch den Vertrag, der ihren Namen trägt, an das Königreich zurückgegeben wurde. Unter ihrem Einfluss waren so viele Homins von der dämonischen Natur der Kamis überzeugt worden...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter oben auf dem Karren, auf seiner Planenladung, stand ein Matis mit einem Maschinengewehr und hielt Ausschau nach dem Horizont. Er hatte keinen Helm auf und trug die gewöhnliche Kleidung der Soldaten der regulären Armee: einen weichen, robusten Anzug aus Kaktushaut und darüber Rüstungsteile aus weißem Holz. Ein weiterer schien auf der Rückbank zu sitzen. Die Matis waren ein von Natur aus schlankes Volk mit ausgemergelten Gesichtszügen und perlmuttfarbener Haut. Sie waren Ästheten, raffiniert und aufgrund ihrer Kultur ehrgeizig und erinnerten andere Völker immer wieder an ihre Überlegenheit, selbst wenn sie sich dessen nicht bewusst waren. Um den Karren herum waren fünf berittene Matis, die als Eskorte dienten. Sie ritten stolz auf Caprynis, schlanken Vierbeinern mit dicker, heller und stellenweise blau gestreifter Haut, einem einzigen Geweih und einer langen Schnauze mit einem einzigartigen Ziegenbart. '''Alle Soldaten waren mit einer Rüstung aus solidem weißem Holz ausgestattet''', die mit lilafarbenen Mustern graviert war, sich am Oberkörper wölbte und in der Taille enger wurde. Die Schulterstücke der Rüstung waren ebenso abgerundet wie breit und verliehen den Soldaten ein herrisches Aussehen. Am auffälligsten war jedoch ihr Helm, der aus einer Elfenbeinmaske mit einem azurblauen Schmuckstück auf der Stirn und einer stabilen, imposanten Kopfbedeckung bestand, die mit weißem Bernstein verziert war und deren Enden aus Chitin an den Ohren herabhingen, sodass sie wie Hörner aussahen. Einer der Soldaten unterschied sich von den anderen durch die feinen Verzierungen und Gravuren, die seinen Brustpanzer und Helm schmückten. Bisher hatte Pü noch niemals die Gelegenheit gehabt, solche Verzierungen zu sehen. Der Matis war zweifellos ein hochrangiger Soldat der königlichen Armee, der zusammen mit dem Herena entsandt worden war, um den König vor der Karavan zu vertreten.&lt;br /&gt;
[[file:Tous les soldats.png|right|400px|alt=… Tous les soldats étaient équipés…|Alle Soldaten waren ausgerüstet]]&lt;br /&gt;
Das Kind stellte seinen Korb sorgfältig in die Mitte des Strauches und wartete noch ein paar Sekunden, bis der Konvoi weiterzog. Als er etwa 50 Meter von seiner Position entfernt war, kam er ruhig aus seinem Versteck hervor und stellte sich in die Mitte der Straße. Als der Ausguck auf der Spitze der Ladung ihn entdeckte, gab er das Signal zum Anhalten und der Konvoi stoppte abrupt. Der unerwartete Halt unterbrach den Schlaf des Herena, der beinahe vom Karren gefallen wäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wer sind Sie? Nennen Sie Ihre Identität!&amp;quot;, rief der Ausguck in einem kräftigen, aber dennoch melodischen Tonfall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Antwort trat Pü einige Meter vor, während die Reiter ihre Reittiere ausrichteten und sich vor dem Karren aufstellten. Der Zoraï räusperte sich und nahm seinen schönsten Mateis an. Seine Mutter hatte ihm die von anderen Völkern verwendeten Sprachen beigebracht, wobei sie den Schwerpunkt auf Mateis legte, die international am häufigsten gesprochene Sprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich bin ein Apostel der Kamis, der in die heidnischen Regionen gesandt wurde, um den Verirrten die Existenz des Großen Erzeugers zu offenbaren und einigen Auserwählten die Ewige Vergebung anzubieten. Kinder der Rinde, freut euch zu hören, dass eure Sünden durch mich bereits reingewaschen wurden. In Kürze werden eure Seelen gereinigt und den Schwarzen Kriegern von Ma-Duk übergeben. Durch sie werden sie zu ihrem Kampf für die Erhaltung von Atys beitragen. Und wenn Ma-Duk es will, werden sie Zeuge des Heiligen Krieges und des Beginns der Glücklichen Tage.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz seines guten Willens gelang es dem jungen Homin nicht, Leidenschaft in seine Predigt zu bringen. Nach so vielen Monaten morbider Predigten war dieses Ritual ebenso ermüdend wie schmerzhaft geworden. Pü wusste, dass der Wahnsinn auf ihn lauerte. Die Stimmen in seinem Kopf wurden immer präsenter und er entwickelte Woche für Woche neue Verhaltensstörungen. Wie viele seiner Brüder und Schwestern hatten während ihres Exils den Boden unter den Füßen verloren? Viele von ihnen waren niemals zurückgekehrt. Vor seiner Abreise hatte er lange Zeit hart über sie geurteilt, aber jetzt verstand er sie. Seine Sicht war getrübt, als sich ein starker Kopfschmerz bemerkbar machte. Er musste sich lange konzentrieren, um die ersten mentalen Einflüsterungen auszuschalten. Während dieser langen Sekunden der Abwesenheit hatte sich der Herena zu dem Ausguck auf der Spitze des Karrens gesellt. Er hielt sich rücksichtslos an ihm fest, um nicht zu fallen, und brüllte sie an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ma-Duk? Der große Erzeuger? Was reden Sie denn da für einen Unsinn? Wir wussten zwar, dass die Wilden Ihrer Art die Kami-Dämonen anbeten, aber wir dachten, Sie wären so geistesgegenwärtig, die Existenz unserer aller Mutter, Jena, nicht in Frage zu stellen! Kennen Ihre Schandtaten keine Grenzen? General, ergreifen Sie diesen Ketzer auf der Stelle!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü ging wieder ein paar Schritte nach vorne und massierte sich die Maske.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Dann kann ich Ihnen versichern, dass Min-Cho, sein Rat der Weisen und die gesamte Zoraï-Theokratie, versteckt im Herzen Zorans und hinter ihrer Großen Mauer, immer noch Ihre usurpatorische Göttin anbeten, sagte er mit müdem Blick. Vor vielen Jahrzehnten entschieden sich die Kamis dafür, meinem Stamm die Existenz von Ma-Duk zu offenbaren. Heute sind wir leider die einzigen, die seine Natur als Oberster Kami anerkennen. Aber es gibt noch andere Apostel, die im Dschungel arbeiten. Eines Tages werden unsere Zoraï-Brüder das Ausmaß der Lügen erkennen, die ihnen seit ihrer Kindheit aufgetischt werden, und wenn Ma-Duk es will, werden ihnen ihre Sünden vergeben.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gesicht des Klerikers färbte sich rot, als er durch seine Gestikulationen, die die vielen Umhänge seiner Kleidung verwickelten, fast zu Boden fiel. Zu seinem Glück tat der Ausguck alles, was er konnte, um zu verhindern, dass der Herena sich durch einen Sturz blamierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hören Sie auf mit Ihren Schandtaten, Wilder! Keine Vergebung für Ihre degenerierte Rasse von Dämonenanbetern! Ihre skelettierten Gesichter sind Abscheulichkeiten, eine Beleidigung für die Karavan! Ihr verdient es, ausgerottet zu werden, wie alle Primitiven, die Atys mit Ihrer Anwesenheit beschmutzen! Dieser Wilde soll sofort gefasst werden, das ist ein Befehl!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hoch zu Capryni versuchte der Matis-General einzugreifen, um die wachsende Spannung abzubauen. Doch einer der Reiter befolgte die Aufforderung des Geistlichen und ritt in vollem Tempo los. Pü schüttelte seine Maske ab, um seine letzten Kopfschmerzen wegzuwischen, und konzentrierte sich voll und ganz auf die Situation. Von nun an würde alles sehr schnell gehen. Er musste seine inneren Fragen zum Schweigen bringen. Der Matis hatte bereits die Hälfte der Distanz zwischen ihm und dem Zoraï überwunden. In seiner rechten Hand hielt er einen langen, hohlen Speer, der in einer geflochtenen Bernsteinkragen endete. In der Nähe der horizontalen Stange befand sich ein Hebel, mit dem der Ring, der die Stange abschloss, schnell gelockert oder zusammengedrückt werden konnte. Diese geniale Waffe war in der Regel dazu gedacht, die zukünftigen Reittiere der Matis an der Kehle zu packen, wenn sie noch in der Wildnis waren, wurde aber auch dazu verwendet, Homins zu fixieren und zu unterwerfen, ohne sie zu verletzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Le corps de Pü oscillait légèrement. Il lui fallut quelques secondes supplémentaires pour synchroniser le battement de ses membres avec le galop de la monture. Arrivé à une dizaine de mètres de lui, l'assaillant activa le mécanisme de son arme et la brandit, sans ralentir l’allure. Le collier s’ouvrit assez largement pour réussir à enserrer la tête masquée du Zoraï. À n’en pas douter, il savait parfaitement se servir de son instrument. C’était compter sans l’agilité du jeune homin. Alors que le soldat fendait l’air sur sa droite pour saisir sa proie à la gorge, Pü plongea volontairement en direction de l’attaque tout en l’esquivant. Passant entre l’arme et le capryni, il réussit à attraper la sangle située au flanc de l’animal avant même de toucher le sol. Fermement agrippé, il tira autant qu’il put, non pas pour déstabiliser la bête lancée à toute vitesse, mais pour projeter son corps léger d’enfant par-dessus l’animal. Il voltigea et atterrit de justesse sur l’arrière-train du capryni, au moment où le Matis jetait un coup d’œil dans son dos pour chercher ce qu’il était advenu du Zoraï. Alors que le caprynier croisait le regard de Pü, qui se maintenait en équilibre sur l’animal uniquement par force de ses cuisses, sa proie, devenue bourreau, passa rapidement ses mains autour de sa nuque, et la rompit d’un coup sec. L’arme du Matis glissa de sa main droite et se brisa au sol. Si Pü ne pouvait s’assurer de son décès, sa paralysie était garantie. Il laissa le corps en armure s’affaisser sur lui pour ne pas qu’il chute, récupéra les rênes tenues par sa main gauche, ralentit la cadence et fit demi-tour. Revenu à son point de départ, il interrompit sa course et sauta au sol, à gauche de l’animal. Le corps du soldat s’écroula lourdement sur la droite. Le casque se décrocha sous le choc, ce qui permit au Zoraï d’observer son visage inerte. '''Le soldat était une homine, et de ce fait, peut-être une mère'''. Durant une fraction de seconde, Pü vit le masque de la sienne se superposer au visage du cadavre. Il ferma les yeux. Trois. Il ne lui en manquait plus que trois.&lt;br /&gt;
[[file:Le soldat.png|right|400px|alt=… Le soldat était une homine…|Le soldat était une homine]]&lt;br /&gt;
Au sommet de la charrette, le visage du clerc était passé d’un teint rougeâtre à un blanc bien plus livide qu’à l’accoutumée. Quant aux soldats, aucun ne réagit, choqués qu’ils étaient par la violence de la scène à laquelle ils venaient d’assister. Seul le général avait su garder son sang-froid. Il fit avancer sa monture de quelques pas et se retourna vers le convoi.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Giero, filez aussi vite que votre capryni le peut en direction de l’avant-poste le plus proche ! Mettez au courant l’intendant de la situation et envoyez-nous des renforts. Ne sous-estimez pas la menace. Be’maty, rendez-vous aussi à l’avant-poste ! Vous n’arriverez pas à suivre Giero à cause du chargement, mais vos mektoubs sont forts, ne les ménagez pas. Dès qu’il aura transmis son message, Giero vous rejoindra sur la route. Vicho, restez dans la charrette ! Vous protégerez le chargement et le Herena au prix de votre vie en attendant le retour de Giero. Zani, Lichnini, Sivaldo, avec moi ! N’intervenez pas tant que je ne vous en donne pas l’ordre. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Le ton assuré du général aida les soldats à sortir de leur léthargie. Tous s’exécutèrent sans dire mot. La sentinelle sauta de la charrette et arma son fusil-mitrailleur, le Matis assis à l’arrière du véhicule le remplaça au faîte de la charrette, qui commença à manœuvrer pour faire demi-tour. Seul le clerc, qui reprenait à peine ses esprits, manifesta l’intention de protester. Mais le regard inquisiteur que lui jeta alors le général le dissuada, et sa pâleur de craie s’accentua. D’ordinaire, Pü ne laissait pas de survivants, car seule l'absence de témoins l’assurait de pouvoir continuer d’opérer sans encombre dans ces régions. D’ailleurs, il évitait généralement de s’en prendre à l’armée régulière, dont chaque soldat disparu donnait lieu à enquête, et préférait s’attaquer aux tribus de fanatiques ou aux groupes de bandits qui parsemaient le royaume. Mais cette fois-ci, tout était différent. Quand les premiers parleraient, lui serait déjà sur la route du retour. Il observa scrupuleusement ses quatre futurs adversaires, tandis que l’un des capryniers s’élançait à toute vitesse en direction du sud-ouest, suivi par la charrette. Il devait éviter de les affronter tous ensemble. Il patienta quelques secondes, assez de temps pour que le messager disparaisse à l’horizon, et se mit à avancer doucement. Au premier pas, le général cria.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« N’avancez plus ! Pour vous être rendu coupable du crime d’homicide volontaire sur un soldat du Royaume de Matia, vous devez comparaître devant la justice royale. Comme le veut notre loi, vous aurez le droit de vous défendre durant votre jugement. Maintenant, coopérez, ou nous serons dans l’obligation de vous appréhender par la force. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü leva les mains pour feindre la soumission et continua d’avancer. Il savait que les Matis ne seraient pas dupes, mais il devait gagner quelques mètres. Actuellement, la plus grande menace était le mitrailleur. Il devait l’éliminer en premier. Pour autant, il ne devait pas sous-estimer le haut gradé. En temps normal, il aurait eu à faire à un simple chef d’escouade, et non pas à un militaire expérimenté.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Je ne me répéterai pas, plus un geste ! » cria à nouveau le général.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Le Zoraï ne réussirait probablement pas à faire un pas de plus avant que le général ne sonne l’assaut. Il passa sa main droite dans son dos et la posa sur le petit bouclier rond qui y était accroché. Il n’avait pas droit à l’erreur. S’il se manquait maintenant, la suite serait beaucoup plus incertaine. Il ferma à nouveau les yeux et laissa pleinement ses sens s’ouvrir au monde. La direction et la force du vent, l’humidité de l’air : importants paramètres à prendre en compte pour réaliser le lancer parfait. Rouvrant les paupières, il posa son regard sur le tireur. S’il était trop loin pour en être certain, la position de ses bras indiquait qu’il était prêt à faire feu. Pü inspira un grand coup et se mit en action. Plus rapide que jamais, il décrocha son bouclier et banda ses bras en arrière comme une corde. Il lui fallut moins d’une seconde pour valider sa trajectoire et propulser sa rondache. Le projectile vola vers la gauche du sentier, donnant l’illusion d’un lancer manqué. Pü profita de l’incompréhension générale pour foncer dans l’autre direction. Comme prévu, le mitrailleur reçut l’ordre d’intervenir et enclencha son arme. '''Les deux pieds fermement plantés dans l’écorce, il se mit à tirer à feu nourri en direction du Zoraï'''. Mais, vu son recul, l’arme était malaisée à diriger, ce qui laissait à Pü quelques secondes avant que les impacts ne fassent mouche. L’enfant se déhanchait et sautillait habilement, s'efforçant de compliquer la tâche du mitrailleur, dont les tirs se faisaient de plus en plus précis. À ce moment-là, les Matis crurent probablement qu’ils allaient l’emporter. C’était compter sans la courbure impromptue que prit la trajectoire du bouclier. Frôlant les arbres qui marquaient le bord de la route, la rondache dévia en direction du tireur qui était maintenant positionné dos à elle. Personne ne remarqua la manigance, hormis le général qui, plus avisé que le reste de son escouade, aperçut le projectile mortel alors qu’il s’apprêtait à percuter l’arrière du crâne du mitrailleur. Il hurla quelque chose et sauta de son capryni. Se relevant en vitesse, il fonça vers le soldat. En réponse au cri de son supérieur, celui-ci venait de se retourner vers la menace volante. Ne le voyant pas réagir, le général tenta de le plaquer, mais ne réussit qu'à le bousculer. Le bouclier fendit profondément le visage du Matis hébété qui virevolta et s’écroula lourdement sur le sol.&lt;br /&gt;
[[file:Les deux pieds.png|right|400px|alt=… Les deux pieds fermement plantés…|Les deux pieds fermement plantés]]&lt;br /&gt;
Pü cessa ses gesticulations et reprit son souffle. Si le mitrailleur n’était certainement pas mort, il semblait être évanoui, et ne représentait donc plus une menace pour le moment. Alors que le général s'attardait au chevet du malheureux, le jeune Zoraï crut à tort qu’il aurait le temps de réfléchir à son prochain mouvement. Mais les deux capryniers ne l’entendaient pas de cette oreille, et s’incitèrent mutuellement à passer à l’attaque.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Général, restez avec Sivaldo, nous nous occupons du primitif masqué ! cria le premier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Oui général ! Jusqu’alors, ses techniques de lâche ont fonctionné uniquement parce que nous n’y étions pas préparés, renchérit le second. Laissez-nous venger la mort de Tinailli ! Nous vous promettons de lui faire honneur ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Le général eut beau protester, les deux soldats s’élancèrent à pleine vitesse en direction du Zoraï, qui ne semblait pas s’en inquiéter. Les dernières dizaines de mètres qui les séparaient furent englouties en quelques secondes. Mais se souvenant de la mort de leur première camarade, les Matis ne firent pas l’erreur de charger le jeune guerrier. Ils s’arrêtèrent avant d’arriver à son niveau, sautèrent de leur monture et s’avancèrent pour le prendre en tenaille. Au vu de leur comportement respectif, les deux Matis devaient être des soldats inexpérimentés. Aveuglés par la haine et le désir de vengeance, ils ne savaient pas encore qu’ils venaient de se jeter dans la gueule du gingo. Au loin, le général venait à peine d’atteindre son capryni pour rejoindre en urgence les deux imprudents. Seul contre deux, le jeune guerrier avait toutes ses chances. Il fallait donc qu’il en termine au plus vite avant que le seul militaire réellement expérimenté de l’escouade ne les rejoigne. Le Matis qui s’était positionné dans son dos tenait à deux mains une lourde épée d’ambre joliment ornementée, alors que celui qui lui faisait face était armé d’une longue pique couronnée d’ambre tressé. Pü aurait aimé lire sur son visage, mais l’imposant casque cornu qu’il portait l’en empêchait. Rapidement, les Matis se rapprochèrent. En toute logique, le soldat situé face à lui lancerait le premier assaut, laissant ainsi l’opportunité à celui positionné dans son dos d’utiliser un angle mort pour attaquer. C’est exactement ce qui se passa. Le piquier cria et perfora l’air d’un geste précis, espérant empaler le Zoraï d’un seul coup. Sans même bouger ses pieds, Pü envoya sa main droite au contact de la pique tout en pivotant et décalant son bassin du côté opposé. La protection de son avant-bras érafla bruyamment les multiples pointes aiguisées. Retournant brusquement son poignet, il attrapa le long manche de l’arme. Au lieu de repousser l’offensive, il encouragea le mouvement, et se servit de l’élan du Matis pour le déstabiliser tout en préservant l’impulsion de son assaut. Déviant légèrement la direction de l’attaque, et toujours sans décoller les pieds du sol, il courba son dos en arrière, et esquiva le coup horizontal que l’épéiste tenta de lui asséner. Il n’eut alors qu’à faire en sorte que la pique conserve sa vélocité pour que ses pointes mortelles transpercent la cuisse gauche du malheureux à l’épée, qui s’écroula sous le choc en hurlant. Emporté par le mouvement non contrôlé de son arme, l’assaillant manqua de tomber sur le blessé. Pü saisit l’opportunité et l’y aida. Dégainant sa dague de sa main libre alors que l’autre lâchait la pique fermement enfoncée dans la chair de son camarade, il fit un pas en arrière pour reprendre son équilibre et enfonça d’un coup précis sa lame dans la jointure cervicale du casque du piquier. Une longue gerbe de sang gicla lorsqu’il retira sa dague de la carotide de son adversaire. Comme il s’y attendait, le soldat paniqua et retira son casque en vitesse pour comprimer et soigner sa gorge à l’aide des pouvoirs de la Sève, et avant que son cerveau ne cesse d’être irrigué en sang. Ne lui laissant pas le temps d’agir, Pü attrapa la chevelure brune du Matis et lui asséna plusieurs violents coups de dague dans la gorge. Lorsque la tête du soldat se sépara finalement du reste de son corps, le décapité s’effondra sur la pique qui s’enfonça encore plus profondément dans la plaie sanguinolente de l’homin cloué au sol. Pü jeta un coup d’œil en arrière : le général serait bientôt là. Il rangea la dague maculée de sang, laissa tomber la tête de sa victime, et s’approcha du soldat gravement blessé qui, désormais coincé sous la lourde armure encore palpitante de son camarade, n’était plus capable d’extraire la pique pour soigner magiquement sa jambe. L’homin ôta son casque et se mit à gémir. Il devait avoir l’âge de Niï, soit environ dix ans de plus que Pü.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Pitié, ne me tuez pas ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü avait sincèrement pitié. Il détestait tuer. Et particulièrement quand ses adversaires n’y étaient pas préparés. Mais il n’avait plus le choix. Il y était presque, il ne pouvait pas tout abandonner maintenant. Le jeune Zoraï fit à nouveau le vide dans sa tête et ignora la plainte du Matis. Il se rapprocha de lui, posa délicatement son pied gauche sur son cou, et lui broya d’un coup de talon. Ramassant l’épée du malheureux désormais paralysé, il lui planta dans la gorge, empêchant ainsi toute régénération. Un. Il ne lui manquait plus qu’un. Si le mitrailleur évanoui suffisait, l’homin qui lui faisait face dorénavant ne le laisserait sûrement pas approcher le blessé sans combattre. Le général, qui avait en effet enfourché sa monture pour combler la distance qui se séparait du Zoraï, avant de la quitter une seconde fois, se dirigeait désormais vers le guerrier d’un pas décidé. Arrivé à quelques mètres de lui, il ôta son casque. Pour la première fois depuis longtemps, Pü eut un mouvement de recul. Durant un instant, l’enfant crut voir le masque de son père. Le Matis était dans la force de l’âge, comme l’indiquaient les quelques rides qui venaient troubler l’harmonie des traits de son visage et le faible éclat de sa longue chevelure d’ébène. Mais par-dessus tout, c’est l’assurance et l’intensité de son regard qui lui rappelèrent son père. Ces yeux bleus perçants étaient ceux d’un homin déterminé, prêt à tout donner pour accomplir sa volonté. Pü recula d’un pas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Il n’est pas nécessaire que nous combattions, dit-il d’une voix troublée. J’ai accompli ma mission. Laissez-moi le mitrailleur et rentrez chez vous. S’il vous plaît, suivez mon conseil, et rejoignez votre famille. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Le général posa son casque à ses pieds et dégaina une longue et large épée finement décorée. Il lui jeta un regard glacial.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Je ne vais pas pouvoir accéder à votre requête, mon garçon. Vous venez à vous seul de tuer trois de mes soldats. Le Karan Domini, Roi et Grand Prêtre du Royaume de Matia, doit savoir pourquoi la Théocratie Zoraï forme des enfants-soldats à des missions d’assassinat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Je vous le redis : ma tribu et moi ne dépendons pas de la Théocratie Zoraï. Je vous en prie, éloignez-vous ! » répliqua Pü en reculant une seconde fois.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Le Matis s’avança d’un pas déterminé.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Vous a-t-on forcé à tuer ? S’il est normal qu’un garçon de votre âge apprenne à combattre, il ne devrait pas avoir à faire couler le sang si jeune. Et sûrement pas dans ces conditions. Un garçon de votre âge passe du temps avec ses amis, ses frères, ses sœurs, son père et sa mère. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
À l’écoute des paroles du militaire, et à l’évocation de ses proches, le jeune Zoraï fut pris d’un coup de sang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Ne parlez pas de ma famille ! Fuyez, tant qu’il en est encore temps ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Un sourire froid s’afficha alors sur le visage du général.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Il semble que j’aie touché la corde sensible. Seraient-ce vos parents qui vous ont envoyé si loin de la Jungle pour commettre ces meurtres ? Une mère est censée enseigner l’amour à ses enfants, non la mort ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Une violente céphalée transperça le crâne de l’enfant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« '''Je vous interdis de parler de ma mère !''' »&lt;br /&gt;
[[file:Je vous interdis.png|right|400px|alt=… Je vous interdis de parler…|Je vous interdis de parler]]&lt;br /&gt;
À son départ, elle avait pleuré. Et si elle l’avait exhorté de ne pas tuer pour assouvir son propre plaisir, elle lui avait malgré tout demandé de le faire pour Ma-Duk. Pü aimait sincèrement Ma-Duk, autant qu’il détestait Jena. Les Kamis protégeaient Atys, quand la Karavan la détruisait en pillant ses ressources. Mais ne pouvait-on prouver son amour à Ma-Duk autrement qu’en répandant le sang ? Par ses propos, et son statut de Grande Prêtresse, sa mère approuvait les coutumes barbares de leurs ancêtres. Pire, elle les transmettait avec ferveur. Mais lui, qui buvait il y a encore quelques mois chacune des paroles de sa mère, les vomissait désormais. Combien de temps encore réussirait-il à feindre son attachement aux valeurs de sa tribu ? Et si, averti de cette dernière pensée, Ma-Duk considérait déjà qu’il ne lui était plus fidèle, pourrait-il jamais devenir l’Ombre du Masque Noir ? Son père l’exécuterait-il lorsque Grand-Mère Bä-Bä lui apprendrait la nouvelle ? Son frère et sa mère le laisseraient-il faire ? Pü atteignait ses limites, son cerveau était en ébullition. Sentant le Zoraï flancher, le Matis le poussa à bout.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Ainsi l’Herena avait donc raison : vous n’êtes que des animaux ! Les homins de votre peuple engrossent leurs homines et les transforment en mères pondeuses, juste bonnes à produire des enfants-soldats qui seront sacrifiés sur l’autel de vos croyances haineuses ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sur ces mots, Pü dégaina sa dague et son épée courte et s’élança vers le Matis en hurlant. Il lui avait laissé l’opportunité de fuir, et celui-ci ne l’avait pas saisie. S’il désirait mourir, alors Pü l’y aiderait, aussi simplement qu’il l’avait fait pour ses soldats. Cela ne prendrait que quelques secondes. Tout serait terminé, bientôt. Il n’aurait plus à supporter cette douleur. C’est en tout cas ce qu’il imagina sous le coup de la fureur. L’épée du général s’illumina et le jeune guerrier fut saisi aux chevilles avant même de comprendre la manœuvre du militaire. L’expérience du Matis avait parlé, et l’orgueil du Zoraï allait lui coûter cher. Il avait sous-estimé son adversaire et s’était précipité aveuglément, sans anticiper l’utilisation d’un enchantement magique d’entrave. Des racines avaient jailli de l’écorce et l’empêchaient totalement de bouger. Étant donné l’élan de sa course, Pü avait manqué trébucher en avant, et ce n’était que de justesse qu’il avait réussi à se maintenir debout. Pris de panique, il tenta de s’extraire du piège magique en tailladant à l’aide de ses armes les ramifications qui montaient maintenant le long de ses mollets, oubliant par là même le lanceur du sortilège. Soudainement, alors que toute son attention était portée sur ses jambes, le ciel s’assombrit. Son sang se glaça lorsqu’il leva la tête par réflexe. Au-dessus de lui, l’imposante armure du Matis masquait la lumière de l’astre du jour : il avait profité de l’affolement du Zoraï pour arriver au corps-à-corps. Le contre-jour accentuait son regard féroce, qui pétrifia Pü de toute part. Le général leva sa grande épée en position plongeante. Son armure blanche s’illumina lorsque la lumière filtra suite au changement de posture, et Pü dut détourner les yeux pour ne pas être aveuglé.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Laissez-vous faire ! dit le Matis d’un air grave. Le coup que je vais vous porter va vous infliger une blessure critique. Si vous bougez, il risque de vous être fatal. Je vous maintiendrai en vie jusqu’à ce que les renforts arrivent. Nous vous conduirons ensuite à Matia ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Si le général semblait confiant en sa capacité de l’amener vivant auprès du roi des Matis, Pü préférait mourir mille fois plutôt que de devenir captif des suppôts de la Karavan. Il essaya à nouveau de se débattre, mais les racines enserraient maintenant sa taille et commençaient à remonter sur son ventre. Voilà, c’était ainsi que s’achevait sa courte vie. Finalement, Grand-Mère Bä-Bä avait eu tort. Lui qui avait grandi avec l’idée de devenir l’Ombre du Masque Noir et de périr parmi les siens en protégeant son frère, allait mourir seul et loin de chez lui, avec pour dernière vision l’éblouissante empreinte astrale de Jena. Quelle ironie. Alors que le Zoraï avait tourné son masque sur la gauche pour ne pas avoir à supporter plus longtemps le reflet moqueur de la cuirasse, il aperçut une étrange source lumineuse au-delà de la lisière de la route, sous l’ombre des grands arbres sylvestres. En se concentrant, il put discerner nettement deux sphères de taille identique. Elles étaient d’une blancheur éclatante et luisaient d’autant plus vivement qu’elles étaient environnées d’obscurité. Non, ce n’était pas seulement l’obscurité… Pü distingua une petite silhouette noire parmi les ombres. Son sang se glaça de nouveau. Ce n’étaient pas des sphères, c’étaient des yeux. Ceux du Kami Noir qui lui était apparu deux fois jusqu’alors. Il était là. Ma-Duk le regardait.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Non, il ne pouvait abandonner. Il était un Guerrier Noir de Ma-Duk, forgé par les meilleurs combattants de la Jungle et béni des Kamis. Tant qu’il pourrait se battre, il n’abandonnerait pas. Revigoré, son corps réagit d’instinct lorsque le général abattit son arme sur lui pour lui transpercer la clavicule gauche. Il envoya son bras droit au contact de la lame massive pour se protéger, et si son épée courte ne réussit pas à bloquer le coup, elle permit néanmoins de dévier l’attaque, au prix d’une partie de sa main, qui vola en éclats. L’état d’extrême tension dans lequel se trouvait le jeune guerrier eut pour effet positif de lui faire totalement ignorer la douleur. L’épée l’érafla et se planta lourdement dans le sol. Profitant de la seconde de répit qu’il lui était offerte, Pü lâcha la dague qu’il tenait dans sa main gauche et manipula la Sève alentour pour incanter à deux mains un sortilège. Sa paire d’amplificateurs de magie étant accrochée à sa ceinture désormais enchevêtrée avec les racines, il ne put s’en équiper. Mais pour ce qu’il comptait faire, un sortilège brut devrait suffire. Alors '''il n’hésita pas, et enflamma son corps pour s’évader de sa prison de bois'''. Il réussit à se dégager des racines partiellement consumées au moment où le général arrachait son épée du sol. Alors qu’il lançait son second assaut, Pü réussit à l’éviter de justesse grâce à une roulade. Le Matis enchaîna avec une série de frappes d’estoc et de taille, que le jeune guerrier esquiva à l’aide de diverses acrobaties. Désarmé, il n’était pas en mesure de parer les attaques. S’il était bien plus habile que le général encombré de sa lourde armure, celui-ci semblait bien plus endurant, et n’avait pas encore subi de blessures. Plus inquiétant encore, ses coups se faisaient de plus en plus précis. Pour la première fois de sa vie, Pü combattait un maître d’armes dans un combat à mort. L’expérience du Matis parlait, et il ne lui fallut que peu de temps pour commencer d’anticiper les mouvements du jeune guerrier.&lt;br /&gt;
[[file:Hesita pas.png|right|400px|alt=… il n’hésita pas…|il n’hésita pas]]&lt;br /&gt;
Les secondes défilaient et Pü s’essoufflait à vue d’œil. À plusieurs reprises, le soldat réussit à le frôler, entaillant son corps d’enfant de la pointe de son épée. Pü faisait régulièrement appel aux pouvoirs de la Sève pour panser ses blessures et régénérer partiellement son endurance, mais, à ce rythme, il atteindrait bientôt ses limites. S’il aurait aimé pouvoir passer dans le dos du Matis pour tenter de lui briser la nuque, comme il savait si bien le faire, celui-ci ne lui laissait aucun répit. Sans arme, il n’avait aucun moyen de s’extraire de cette situation perdue d’avance. Alors qu’il cherchait une échappatoire, il aperçut une dague pendant à la taille du soldat, cachée derrière le drap d’apparat ornant sa ceinture. Comment avait-il pu ne pas la voir avant ? Pü se maudit et imagina un plan d’action, entre deux roulades et trois contorsions. Il allait jouer le tout pour le tout. À bout de souffle, le Zoraï attendait le moment idéal pour agir. Soudainement, lui qui ne faisait jusqu’alors que reculer face aux assauts du Matis, profita d’une large frappe de taille pour effectuer une roulade avant et passer sous la lame tranchante. Son mouvement tout juste terminé, il poussa aussi fort qu’il put sur ses jambes, et bondit sur le flanc gauche du soldat. Si le Matis fut décontenancé par la direction de l’esquive, il réagit très vite et rendit un violent coup de pied latéral au jeune guerrier. Le corps de l’enfant craqua sous la lourde botte du soldat et alla s’écraser plus loin sur le sol. Pü se releva péniblement sur un genou et cracha le sang. Son adversaire venait de lui briser plusieurs côtes. Mais derrière son masque, le jeune guerrier souriait : sa main valide était désormais armée. Bien que différente des dagues qu’il avait coutume de manier, celle du Matis ferait parfaitement l’affaire. Le jeune homin inspira un grand coup et leva son masque vers le général. Celui-ci s’était retourné et s’apprêtait à réaliser une percée avec son épée pour retourner au corps-à-corps.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Abandonnez mon garçon ! » dit-il en chargeant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
À nouveau, Pü n’aurait qu’une seule chance. Et jusqu’alors, la chance lui avait souvent souri. Finalement, peut-être que le Kami Noir veillait réellement sur lui.  Alors que le soldat se précipitait dans sa direction, l’épée dirigée vers l’avant, Pü attendit le bon moment et jeta sa dague en l’air, loin au-dessus de lui. Aussitôt fait, il infusa tout ce qu’il put de Sève dans ses jambes et fit gonfler ses cuisses comme jamais. Puisant à la limite de ce qu’il pouvait endurer, il souleva un nuage de sciure et bondit dans les airs d’un saut surhomin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Totalement surpris par la nature de l’attaque et partiellement aveuglé par le brouillard de débris, le Matis crut à tort que le Zoraï tentait simplement de s’enfuir. Il comprit trop tard la réalité de la situation lorsque qu’il sentit son épée s’alourdir brusquement sur l’avant. Pü venait d’atterrir sur le plat de la lame et s’élançait tel un funambule en direction de son porteur. Déjà fort déséquilibré, le Matis tenta en vain de se redresser au moment où Pü prit à nouveau appui sur l’arme pour voltiger. Le jeune guerrier atterrit cette fois-ci sur ses épaules, et se propulsa une derrière fois en direction du ciel, obligeant par la force de ses jambes le Matis à poser un genou au sol. Pü devait se situer à environ quatre mètres du sol, et survolait le nuage de poussière qui commençait à se dissiper. Il n’eut qu’à tendre son bras valide pour attraper la dague qu’il avait précisément jetée quelques secondes auparavant. Écartant les jambes et regardant vers le sol, alors que la gravité commençait à faire effet, il posa ses yeux sur le visage du général. Celui-ci avait perdu son regard terrifiant et ouvrait grand les paupières. Pü y lut de l’admiration. L’enfant effectua à nouveau un lancer parfait et la dague alla se planter droit dans le crâne du Matis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Toujours en l’air, le Zoraï se préparait à se réceptionner correctement, mais ses côtes cassées l’en empêchèrent. Il s’effondra lourdement sur le flanc opposé, non loin du corps du général figé sur les genoux dans une étrange position. Sa tête pendait en arrière, dirigée vers l’astre du jour et sa longue chevelure d’ébène se soulevait légèrement au gré du vent. Pü s’allongea sur le dos et écarta les bras. Terminé. Son calvaire était terminé. Il avait gagné.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
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[[Catégorie:La Guerre Sacrée]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jadeyn</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Kapitel_IV_-_Sylvan_Exil&amp;diff=32986</id>
		<title>Kapitel IV - Sylvan Exil</title>
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				<updated>2022-11-05T17:22:49Z</updated>
		
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&lt;hr /&gt;
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|EN=Chapter IV - Sylvan Exile|ENs=4&lt;br /&gt;
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{{Clear}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:purple;font-weight:bold&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''IV - Sylvan Exil'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:purple;font-weight:bold&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''Jahr 2474 von Jena'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Quotation|''Bélénor Nébius, Erzähler'' • ''Cheng Lai'SuKi, Illustratorin''|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[file:Pu deroulait.png|right|400px|alt=… Pü déroulait en silence…|verrichtete Pü schweigend]]&lt;br /&gt;
Auf einem hohen Ast eines großen sylvanischen Baumes sitzend, '''verrichtete Pü schweigend sein tägliches Gebet'''. Über ihm, sogar noch näher, so weit entfernt vom Dschungel und seinem Zenit, war das Tagesgestirn dabei, seinen vollen Glanz zu entfalten, und trotz der dicken Laubschicht, die es vom Himmel trennte, schaffte es das warme Licht, die blaue Haut des jungen Zoraï zu erwärmen. Er hatte jedoch gelernt, Jenas astrale Prägung zu vergessen, und versuchte, sich an die Kälte und das Echo der Abgrundschächte zu erinnern, die sein Dorf unter der Rinde durchzogen und die es Ma-Duk ermöglichten, aus dem Herzen von Atys über ihn und seine Familie zu wachen. Er hatte ohnehin keine Wahl: Die Höhen waren bei weitem der geeignetste Ort für meditative Momente. Am Boden waren Raubtiere und Soldatenpatrouillen eine ständige Störung, die seine Ruhe bedrohten und ihn daran hinderten, sich friedlichen Aktivitäten zu widmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tausend Kilometer entfernt beendeten seine Stammesmitglieder wahrscheinlich auch gerade ihre Gebete. Trotz der Entfernung und der Einsamkeit hatte Pü versucht, seinen Lebensrhythmus beizubehalten, den er vor seiner Abreise gelebt hatte. Mit dem ersten Morgengrauen erwachte das Dorf und bereitete sich auf die Routinearbeiten vor, die für das reibungslose Funktionieren der Gemeinschaft notwendig waren: Instandhaltung, Handwerk, Jagd, Kochen, verschiedene Versammlungen, Empfang der seltenen Gesandten und Händler etc. Das Ziel war es, so viele Aufgaben wie möglich zu erledigen, bevor die lange Morgenlitanei begann. Diese wurde von Pus Mutter Looï geleitet und endete mit einem gemeinsamen Essen im Speisesaal, an dem der ganze Stamm teilnahm. Nach dem Mittagessen übten sich die Zoraï mehrere Stunden lang in der Kunst des Kampfes. Der Unterricht richtete sich an alle, unabhängig von Alter oder Geschlecht, und war sehr vielfältig: Nahkampf, Stichwaffen, Schusswaffen und Magie. Der Stamm war in erster Linie ein Clan von Kämpfern, die früher oder später am Beginn des Heiligen Krieges teilnehmen würden. Wenn das Training beendet war, trafen sich die Familien zu einem gemütlichen Essen und gingen vor dem Schlafengehen verschiedenen persönlichen Aktivitäten nach. Seit jeher besuchte Pü Abendkurse bei seiner Mutter, die ihn in homininer Geschichte, internationalen Beziehungen, anderen Sprachen und Wissenschaft unterrichtete. Gelegentlich wurde er von seinem älteren Bruder Niï begleitet. In den meisten Fällen besuchte dieser jedoch andere Privatstunden bei ihrem Vater, der Schwarzen Maske.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Junge wurde jäh aus seinen Erinnerungen gerissen, als ein trauriges Geräusch die Harmonie des Gesangs der Bäume durchbrach. Über den Baumwipfeln erschütterte das dumpfe Dröhnen eines Karavan-Fluggeräts die Luft und vertrieb die Javings, diese seltsamen Vögel mit den gezackten, grünlichen Flügeln und der langen, schwarzen, glänzenden und mit Widerhaken versehenen Zunge, mit der sie ihre Beute aufspießten. Pü stand schnell auf, überprüfte die Festigkeit seiner Lebenslinie und machte sich daran, die letzten Meter des dicken Baumstamms zu erklimmen, der ihn vom Himmel trennte. Als sein zarter Körper aus dem Blättermeer herausragte, musste er hinter seiner Maske die Augen zusammenkneifen, weil das Tageslicht so grell war. Nicht weit von ihm entfernt verlor die Höllenmaschine immer mehr an Höhe. Die seltsame schwarze Materie, aus der ihre Hülle bestand, reflektierte Jenas helles Astrallicht, als wollte sie ihn verhöhnen. Trotzdem gelang es Pü, die Maschine zu identifizieren. Es war einer der kleinen Transporter, die die Karavan normalerweise benutzte, um die von ihren Hominsklaven gesammelten Ressourcen zu sammeln. Seltsamerweise schien er direkt aus einer der riesigen Himmelswurzeln zu stammen, die das Kronendach bildeten, den unerforschten Teil der Rinde, wie die Bewohner Atys bezeichneten, ihre Welt aus lebendem Holz, das nur aus ständig wachsendem Pflanzenmaterial besteht. Ihre opulenten Täler und üppigen Hügel bestanden aus kolossalen Wurzeln, auf denen die Homins ihre Zivilisationen errichtet hatten. Das Wasser, das die tiefen Wurzelspalten füllte, erweckte ihre Seen, Lagunen und Ozeane zum Leben. Die steilsten Wurzeln bildeten seine Berge und reckten sich in einem langsamen, unaufhaltsamen Aufstieg in den Himmel. Bestimmte Temperaturanomalien führten sogar dazu, dass der Wurzelteppich langsam verglühte und die Wüsten entstanden. Und noch tiefer unter der Rinde befanden sich die Urwurzeln, das geheimnisvollste Ökosystem von Atys nach dem, das man in das Kronendach vermutet. Es bildete ein riesiges Labyrinth aus grünen, feuchten Höhlen, die tief in die Eingeweide der Pflanzenwelt bis in ihr Herz hineinreichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü beobachtete, wie die Karavan-Maschine mit hoher Geschwindigkeit abtauchte. Es war sehr wahrscheinlich, dass wie üblich ein Treffpunkt zwischen der Karavan und ihren Handlangern vereinbart worden war und dass ein Konvoi auf dem Weg war, um Tribut zu liefern. Der junge Zoraï spürte, wie sein Herz raste. Vier. Jetzt fehlten ihm nur noch vier. Vier, und er könnte endlich nach Hause zu seinen Lieben zurückkehren. Das war die perfekte Gelegenheit. Er musste den Konvoi abfangen, bevor er sich mit den Karavan-Agenten treffen konnte. Pü entkam dem nackten Tag, indem er sich ein paar Meter in die Tiefe stürzen ließ, und landete auf dem Ast, auf dem er seine Sachen zurückgelassen hatte. Er sammelte sie zusammen und packte sie hastig ein, bis auf einen würfelförmigen Weidenkorb, den er sorgfältig handhabte. In diesem Korb befanden sich die Früchte monatelanger Bemühungen. Er würde sich niemals verzeihen, wenn er ihn verlieren oder seine Unversehrtheit gefährden würde. Um sicherzugehen, dass er nichts vergessen hatte, überprüfte er noch einmal seinen Klettergurt und tauchte ab. Pü raste durch den grünen Abgrund, bewegte sich geschickt zwischen den Zweigen und löste mit einem fachmännischen Handgriff seine Lebenslinie von den Stiften, die er während des Aufstiegs getrieben hatte. Er durchquerte viele Sekunden lang die bunten Schichten dieses kontinentalen Waldes mit seinen tausend Jahreszeiten und landete schließlich anmutig auf dem belaubten Boden. Die Richtung, in die das Fluggerät flog, deutete darauf hin, dass es wahrscheinlich auf der Lichtung weiter nördlich landen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten Konvois starten in Matia, der Hauptstadt des gleichnamigen Königreichs, und so war es gut möglich, dass der erhoffte den breiten künstlichen Pfad nehmen würde, der den Wald im Westen durchschneidet. Pü war von den Kräften der Botaniker des Matis-Volkes beeindruckt und erschrocken zugleich. Er, der Matias kolossale Wurzelmauer und die riesigen Habitatbaumkomplexe, die sich jenseits der Stadtmauer so weit das Auge reichte, mit eigenen Augen gesehen hatte, war von einer solchen Maßlosigkeit überwältigt gewesen. Doch mit diesem Vorgehen und dem Versuch, die Natur nach seinem Willen zu beugen, versuchte das Volk der Matis, die Absicht der Kamis und damit auch die Absicht von Ma-Duk zu durchkreuzen. Der Große Erzeuger wacht über jedes Stückchen Materie auf Atys. Die Natur zu verändern bedeutet, sein Großes Werk zu verfälschen. Die Geheimnisse der Manipulation von lebender Materie, insbesondere von Pflanzen, waren den Matis von der Karavan übermittelt worden, wie den Zoraïs die Beherrschung des Magnetismus und des Schreibens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während seiner langen Monate im Exil im Königreich Matia war Pü klar geworden, wie attraktiv die heidnischen Sitten der von der Karavan indoktrinierten Völker sein konnten. Bei diesen Gedanken hatte er sich geschämt. Aber es hatte ihm auch geholfen, die Gefährlichkeit dieser Dämonen aus dem Himmel besser zu verstehen. Der junge Zoraï verlor keine Zeit. Er rutschte und sprang über die Wurzeln und Verzweigungen des Waldes und legte die letzten Kilometer bis zum Pfad in kürzester Zeit zurück. Die wenigen Gingos, die versuchten, ihn auf seinem Weg zu verfolgen, hatten keine andere Wahl, als aufzugeben, da er sich so geschickt durch das dichte Gewirr der Natur manövrierte, die frei von jeglicher Matisse-Unterdrückung war. Als er den Weg erreichte, versteckte er sich hinter einem großen Strauch und hielt Ausschau nach der Ankunft des Konvois. Als er gerade aufgeben und woanders nach den Spuren der Matis suchen wollte, hörte er in der Ferne ordentliches Hufgetrappel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü schluckte. Sein Herzschlag begann sich langsam zu beschleunigen. Niemals. Niemals würde er sich an dieses Gefühl gewöhnen. Sein Bruder hatte ihm versichert, dass sein erstes Mal ein Genuss sein würde und dass die Gefühle, die er dabei empfand, ihn für sein ganzes Leben prägen würden. Auf der einen Seite hatte er damit nicht ganz Unrecht. Die blutverschmierten Hände eines Zoraï, der mit elf Jahren ins Exil geschickt wurde, kniete allein vor der noch warmen Leiche seines ersten Opfers: diese Bilder verfolgten ihn wochenlang Tag und Nacht, bis er den Verstand verlor. Doch diese letzte Prüfung kündigte auch das Ende seines schmerzhaften Exils an. Bald würde er wieder in seinem Land, bei seinem Stamm sein und seine Mutter wieder in die Arme schließen können. Dieser freudige Gedanke tröstete ihn und half ihm, seine Kräfte wieder zu sammeln. Der Konvoi zeichnete sich nun am Horizont ab. Bald war er in Sichtweite. In der Mitte befand sich ein solider, schwer beladener Karren, gezogen von zwei Mektoubs, friedfertigen Dickhäutern mit flinken Füßen, die über zwei Meter groß waren, braunes Fell mit grauen Streifen hatten und vor allem an ihren langen, kräftigen Rüsseln und ihren ohrlosen Köpfen zu erkennen waren. Er wurde von einem Tryker geführt, wie viele andere, denen Pü bislang begegnet war. Tatsächlich war es nicht ungewöhnlich, Tryker weit östlich von ihren schwimmenden Städten zu treffen, die im Matis-Land undankbare und schlecht bezahlte Arbeit verrichteten. Ihre Neugier und ihr Freiheitsdrang machten sie zwar zu hervorragenden Entdeckern und Erfindern, doch aufgrund ihrer geringen Größe, ihres kindlichen Aussehens und vor allem ihres friedlichen und gutmütigen Charakters waren die Tryker in den vergangenen Jahrhunderten leider mehrfach von den Matis versklavt worden. Wie Pü aus dem Unterricht seiner Mutter wusste, waren die Tryker zum letzten Mal während des &amp;quot;Aquäduktkriegs&amp;quot; vor nur vierzig Jahren versklavt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2435 entdeckten Fyros-Minenarbeiter im Westen ihrer Wüste unter der Rinde vergrabene Ruinen und bohrten eine Säureader an, die die gesamte Region um die Kaiserstadt Coriolis in Brand setzte. Das wochenlange Feuer breitete sich bis zur Grenze des Königreichs aus und zerschnitt das riesige, von den Matis verhasste Aquädukt. Eben jenes, das die Wüste mit dem Seengebiet verband, das von der Trykoth-Föderation, dem Verbündeten des Fyros-Imperiums, verwaltet wurde. Der Krieg, in den die Allianz und das Königreich seit fast eineinhalb Jahrhunderten verstrickt waren, nahm eine neue Wendung. Der Imperator sah sich gezwungen, seine Truppen von den Seen abzuziehen und sie zur Bekämpfung des Feuers einzusetzen, das sein Volk bedrohte und ihm das Wasser abnahm. Daraufhin nutzte die Matisse-Armee die Gelegenheit und marschierte in das Seengebiet ein, versklavte das Volk der Tryker und eroberte die Stadt Karavia zurück, die das Imperium fast ein Jahrhundert zuvor gestohlen hatte. Karavia, die &amp;quot;Heilige Stadt&amp;quot;, wurde angeblich genau an dem Ort errichtet, an dem Zachini an der Küste des Königreichs, das er später gründete, zum ersten Mal mit der Karavan und der Göttin Jena zusammentraf. Karavia, die &amp;quot;Unheilige Stadt&amp;quot;, für Pü und seinen Stamm der bösartigste Ort auf der Rinde... Und doch wurde hier im Jahr darauf der Vertrag unterzeichnet, der den Aquäduktkrieg beendete und die Tryker von der Herrschaft der Matis befreite. Allerdings hatte diese Episode im Unterbewusstsein des Seenvolkes Spuren hinterlassen, und viele Tryker blieben als Diener im Wald zurück... so wie der Karrenfahrer, der sich offensichtlich dem Dienst des Matis verschrieben hatte, der neben ihm auf der Sitzbank schlummerte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü identifizierte ihn bei seinem Anblick sofort als einen Kleriker der Kirche des Lichts, die Herena genannt wurde. Der Matis war nämlich in seine kirchliche Tracht gekleidet: eine weiße Bernsteinkrone und eine lange Toga, die aus mehreren großen Umhängen bestand, die aus bunten Federn gefertigt und mit Geflechten aus bernsteinfarbenen Schmuckstücken verziert waren. Die Kirche des Lichts, die um den Jena-Kult herum gegründet wurde und unter der Schirmherrschaft der Karavan stand, war heute allmächtig im Königreich Matia und insbesondere in Karavia, das durch den Vertrag, der ihren Namen trägt, an das Königreich zurückgegeben wurde. Unter ihrem Einfluss waren so viele Homins von der dämonischen Natur der Kamis überzeugt worden...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter oben auf dem Karren, auf seiner Planenladung, stand ein Matis mit einem Maschinengewehr und hielt Ausschau nach dem Horizont. Er hatte keinen Helm auf und trug die gewöhnliche Kleidung der Soldaten der regulären Armee: einen weichen, robusten Anzug aus Kaktushaut und darüber Rüstungsteile aus weißem Holz. Ein weiterer schien auf der Rückbank zu sitzen. Die Matis waren ein von Natur aus schlankes Volk mit ausgemergelten Gesichtszügen und perlmuttfarbener Haut. Sie waren Ästheten, raffiniert und aufgrund ihrer Kultur ehrgeizig und erinnerten andere Völker immer wieder an ihre Überlegenheit, selbst wenn sie sich dessen nicht bewusst waren. Um den Karren herum waren fünf berittene Matis, die als Eskorte dienten. Sie ritten stolz auf Caprynis, schlanken Vierbeinern mit dicker, heller und stellenweise blau gestreifter Haut, einem einzigen Geweih und einer langen Schnauze mit einem einzigartigen Ziegenbart. '''Alle Soldaten waren mit einer Rüstung aus solidem weißem Holz ausgestattet''', die mit lilafarbenen Mustern graviert war, sich am Oberkörper wölbte und in der Taille enger wurde. Die Schulterstücke der Rüstung waren ebenso abgerundet wie breit und verliehen den Soldaten ein herrisches Aussehen. Am auffälligsten war jedoch ihr Helm, der aus einer Elfenbeinmaske mit einem azurblauen Schmuckstück auf der Stirn und einer stabilen, imposanten Kopfbedeckung bestand, die mit weißem Bernstein verziert war und deren Enden aus Chitin an den Ohren herabhingen, sodass sie wie Hörner aussahen. Einer der Soldaten unterschied sich von den anderen durch die feinen Verzierungen und Gravuren, die seinen Brustpanzer und Helm schmückten. Bisher hatte Pü noch niemals die Gelegenheit gehabt, solche Verzierungen zu sehen. Der Matis war zweifellos ein hochrangiger Soldat der königlichen Armee, der zusammen mit dem Herena entsandt worden war, um den König vor der Karavan zu vertreten.&lt;br /&gt;
[[file:Tous les soldats.png|right|400px|alt=… Tous les soldats étaient équipés…|Alle Soldaten waren ausgerüstet]]&lt;br /&gt;
Das Kind stellte seinen Korb sorgfältig in die Mitte des Strauches und wartete noch ein paar Sekunden, bis der Konvoi weiterzog. Als er etwa 50 Meter von seiner Position entfernt war, kam er ruhig aus seinem Versteck hervor und stellte sich in die Mitte der Straße. Als der Ausguck auf der Spitze der Ladung ihn entdeckte, gab er das Signal zum Anhalten und der Konvoi stoppte abrupt. Der unerwartete Halt unterbrach den Schlaf des Herena, der beinahe vom Karren gefallen wäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wer sind Sie? Nennen Sie Ihre Identität!&amp;quot;, rief der Ausguck in einem kräftigen, aber dennoch melodischen Tonfall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Antwort trat Pü einige Meter vor, während die Reiter ihre Reittiere ausrichteten und sich vor dem Karren aufstellten. Der Zoraï räusperte sich und nahm seinen schönsten Mateis an. Seine Mutter hatte ihm die von anderen Völkern verwendeten Sprachen beigebracht, wobei sie den Schwerpunkt auf Mateis legte, die international am häufigsten gesprochene Sprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich bin ein Apostel der Kamis, der in die heidnischen Regionen gesandt wurde, um den Verirrten die Existenz des Großen Erzeugers zu offenbaren und einigen Auserwählten die Ewige Vergebung anzubieten. Kinder der Rinde, freut euch zu hören, dass eure Sünden durch mich bereits reingewaschen wurden. In Kürze werden eure Seelen gereinigt und den Schwarzen Kriegern von Ma-Duk übergeben. Durch sie werden sie zu ihrem Kampf für die Erhaltung von Atys beitragen. Und wenn Ma-Duk es will, werden sie Zeuge des Heiligen Krieges und des Beginns der Glücklichen Tage.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz seines guten Willens gelang es dem jungen Homin nicht, Leidenschaft in seine Predigt zu bringen. Nach so vielen Monaten morbider Predigten war dieses Ritual ebenso ermüdend wie schmerzhaft geworden. Pü wusste, dass der Wahnsinn auf ihn lauerte. Die Stimmen in seinem Kopf wurden immer präsenter und er entwickelte Woche für Woche neue Verhaltensstörungen. Wie viele seiner Brüder und Schwestern hatten während ihres Exils den Boden unter den Füßen verloren? Viele von ihnen waren niemals zurückgekehrt. Vor seiner Abreise hatte er lange Zeit hart über sie geurteilt, aber jetzt verstand er sie. Seine Sicht war getrübt, als sich ein starker Kopfschmerz bemerkbar machte. Er musste sich lange konzentrieren, um die ersten mentalen Einflüsterungen auszuschalten. Während dieser langen Sekunden der Abwesenheit hatte sich der Herena zu dem Ausguck auf der Spitze des Karrens gesellt. Er hielt sich rücksichtslos an ihm fest, um nicht zu fallen, und brüllte sie an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ma-Duk? Der große Erzeuger? Was reden Sie denn da für einen Unsinn? Wir wussten zwar, dass die Wilden Ihrer Art die Kami-Dämonen anbeten, aber wir dachten, Sie wären so geistesgegenwärtig, die Existenz unserer aller Mutter, Jena, nicht in Frage zu stellen! Kennen Ihre Schandtaten keine Grenzen? General, ergreifen Sie diesen Ketzer auf der Stelle!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü ging wieder ein paar Schritte nach vorne und massierte sich die Maske.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Dann kann ich Ihnen versichern, dass Min-Cho, sein Rat der Weisen und die gesamte Zoraï-Theokratie, versteckt im Herzen Zorans und hinter ihrer Großen Mauer, immer noch Ihre usurpatorische Göttin anbeten, sagte er mit müdem Blick. Vor vielen Jahrzehnten entschieden sich die Kamis dafür, meinem Stamm die Existenz von Ma-Duk zu offenbaren. Heute sind wir leider die einzigen, die seine Natur als Oberster Kami anerkennen. Aber es gibt noch andere Apostel, die im Dschungel arbeiten. Eines Tages werden unsere Zoraï-Brüder das Ausmaß der Lügen erkennen, die ihnen seit ihrer Kindheit aufgetischt werden, und wenn Ma-Duk es will, werden ihnen ihre Sünden vergeben.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gesicht des Klerikers färbte sich rot, als er durch seine Gestikulationen, die die vielen Umhänge seiner Kleidung verwickelten, fast zu Boden fiel. Zu seinem Glück tat der Ausguck alles, was er konnte, um zu verhindern, dass der Herena sich durch einen Sturz blamierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hören Sie auf mit Ihren Schandtaten, Wilder! Keine Vergebung für Ihre degenerierte Rasse von Dämonenanbetern! Ihre skelettierten Gesichter sind Abscheulichkeiten, eine Beleidigung für die Karavan! Ihr verdient es, ausgerottet zu werden, wie alle Primitiven, die Atys mit Ihrer Anwesenheit beschmutzen! Dieser Wilde soll sofort gefasst werden, das ist ein Befehl!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hoch zu Capryni versuchte der Matis-General einzugreifen, um die wachsende Spannung abzubauen. Doch einer der Reiter befolgte die Aufforderung des Geistlichen und ritt in vollem Tempo los. Pü schüttelte seine Maske ab, um seine letzten Kopfschmerzen wegzuwischen, und konzentrierte sich voll und ganz auf die Situation. Von nun an würde alles sehr schnell gehen. Er musste seine inneren Fragen zum Schweigen bringen. Der Matis hatte bereits die Hälfte der Distanz zwischen ihm und dem Zoraï überwunden. In seiner rechten Hand hielt er einen langen, hohlen Speer, der in einer geflochtenen Bernsteinkette endete. In der Nähe der horizontalen Stange befand sich ein Hebel, mit dem der Ring, der die Stange abschloss, schnell gelockert oder zusammengedrückt werden konnte. Diese geniale Waffe war in der Regel dazu gedacht, die zukünftigen Reittiere der Matis an der Kehle zu packen, wenn sie noch in der Wildnis waren, wurde aber auch dazu verwendet, Homins zu fixieren und zu unterwerfen, ohne sie zu verletzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Le corps de Pü oscillait légèrement. Il lui fallut quelques secondes supplémentaires pour synchroniser le battement de ses membres avec le galop de la monture. Arrivé à une dizaine de mètres de lui, l'assaillant activa le mécanisme de son arme et la brandit, sans ralentir l’allure. Le collier s’ouvrit assez largement pour réussir à enserrer la tête masquée du Zoraï. À n’en pas douter, il savait parfaitement se servir de son instrument. C’était compter sans l’agilité du jeune homin. Alors que le soldat fendait l’air sur sa droite pour saisir sa proie à la gorge, Pü plongea volontairement en direction de l’attaque tout en l’esquivant. Passant entre l’arme et le capryni, il réussit à attraper la sangle située au flanc de l’animal avant même de toucher le sol. Fermement agrippé, il tira autant qu’il put, non pas pour déstabiliser la bête lancée à toute vitesse, mais pour projeter son corps léger d’enfant par-dessus l’animal. Il voltigea et atterrit de justesse sur l’arrière-train du capryni, au moment où le Matis jetait un coup d’œil dans son dos pour chercher ce qu’il était advenu du Zoraï. Alors que le caprynier croisait le regard de Pü, qui se maintenait en équilibre sur l’animal uniquement par force de ses cuisses, sa proie, devenue bourreau, passa rapidement ses mains autour de sa nuque, et la rompit d’un coup sec. L’arme du Matis glissa de sa main droite et se brisa au sol. Si Pü ne pouvait s’assurer de son décès, sa paralysie était garantie. Il laissa le corps en armure s’affaisser sur lui pour ne pas qu’il chute, récupéra les rênes tenues par sa main gauche, ralentit la cadence et fit demi-tour. Revenu à son point de départ, il interrompit sa course et sauta au sol, à gauche de l’animal. Le corps du soldat s’écroula lourdement sur la droite. Le casque se décrocha sous le choc, ce qui permit au Zoraï d’observer son visage inerte. '''Le soldat était une homine, et de ce fait, peut-être une mère'''. Durant une fraction de seconde, Pü vit le masque de la sienne se superposer au visage du cadavre. Il ferma les yeux. Trois. Il ne lui en manquait plus que trois.&lt;br /&gt;
[[file:Le soldat.png|right|400px|alt=… Le soldat était une homine…|Le soldat était une homine]]&lt;br /&gt;
Au sommet de la charrette, le visage du clerc était passé d’un teint rougeâtre à un blanc bien plus livide qu’à l’accoutumée. Quant aux soldats, aucun ne réagit, choqués qu’ils étaient par la violence de la scène à laquelle ils venaient d’assister. Seul le général avait su garder son sang-froid. Il fit avancer sa monture de quelques pas et se retourna vers le convoi.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Giero, filez aussi vite que votre capryni le peut en direction de l’avant-poste le plus proche ! Mettez au courant l’intendant de la situation et envoyez-nous des renforts. Ne sous-estimez pas la menace. Be’maty, rendez-vous aussi à l’avant-poste ! Vous n’arriverez pas à suivre Giero à cause du chargement, mais vos mektoubs sont forts, ne les ménagez pas. Dès qu’il aura transmis son message, Giero vous rejoindra sur la route. Vicho, restez dans la charrette ! Vous protégerez le chargement et le Herena au prix de votre vie en attendant le retour de Giero. Zani, Lichnini, Sivaldo, avec moi ! N’intervenez pas tant que je ne vous en donne pas l’ordre. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Le ton assuré du général aida les soldats à sortir de leur léthargie. Tous s’exécutèrent sans dire mot. La sentinelle sauta de la charrette et arma son fusil-mitrailleur, le Matis assis à l’arrière du véhicule le remplaça au faîte de la charrette, qui commença à manœuvrer pour faire demi-tour. Seul le clerc, qui reprenait à peine ses esprits, manifesta l’intention de protester. Mais le regard inquisiteur que lui jeta alors le général le dissuada, et sa pâleur de craie s’accentua. D’ordinaire, Pü ne laissait pas de survivants, car seule l'absence de témoins l’assurait de pouvoir continuer d’opérer sans encombre dans ces régions. D’ailleurs, il évitait généralement de s’en prendre à l’armée régulière, dont chaque soldat disparu donnait lieu à enquête, et préférait s’attaquer aux tribus de fanatiques ou aux groupes de bandits qui parsemaient le royaume. Mais cette fois-ci, tout était différent. Quand les premiers parleraient, lui serait déjà sur la route du retour. Il observa scrupuleusement ses quatre futurs adversaires, tandis que l’un des capryniers s’élançait à toute vitesse en direction du sud-ouest, suivi par la charrette. Il devait éviter de les affronter tous ensemble. Il patienta quelques secondes, assez de temps pour que le messager disparaisse à l’horizon, et se mit à avancer doucement. Au premier pas, le général cria.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« N’avancez plus ! Pour vous être rendu coupable du crime d’homicide volontaire sur un soldat du Royaume de Matia, vous devez comparaître devant la justice royale. Comme le veut notre loi, vous aurez le droit de vous défendre durant votre jugement. Maintenant, coopérez, ou nous serons dans l’obligation de vous appréhender par la force. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü leva les mains pour feindre la soumission et continua d’avancer. Il savait que les Matis ne seraient pas dupes, mais il devait gagner quelques mètres. Actuellement, la plus grande menace était le mitrailleur. Il devait l’éliminer en premier. Pour autant, il ne devait pas sous-estimer le haut gradé. En temps normal, il aurait eu à faire à un simple chef d’escouade, et non pas à un militaire expérimenté.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Je ne me répéterai pas, plus un geste ! » cria à nouveau le général.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Le Zoraï ne réussirait probablement pas à faire un pas de plus avant que le général ne sonne l’assaut. Il passa sa main droite dans son dos et la posa sur le petit bouclier rond qui y était accroché. Il n’avait pas droit à l’erreur. S’il se manquait maintenant, la suite serait beaucoup plus incertaine. Il ferma à nouveau les yeux et laissa pleinement ses sens s’ouvrir au monde. La direction et la force du vent, l’humidité de l’air : importants paramètres à prendre en compte pour réaliser le lancer parfait. Rouvrant les paupières, il posa son regard sur le tireur. S’il était trop loin pour en être certain, la position de ses bras indiquait qu’il était prêt à faire feu. Pü inspira un grand coup et se mit en action. Plus rapide que jamais, il décrocha son bouclier et banda ses bras en arrière comme une corde. Il lui fallut moins d’une seconde pour valider sa trajectoire et propulser sa rondache. Le projectile vola vers la gauche du sentier, donnant l’illusion d’un lancer manqué. Pü profita de l’incompréhension générale pour foncer dans l’autre direction. Comme prévu, le mitrailleur reçut l’ordre d’intervenir et enclencha son arme. '''Les deux pieds fermement plantés dans l’écorce, il se mit à tirer à feu nourri en direction du Zoraï'''. Mais, vu son recul, l’arme était malaisée à diriger, ce qui laissait à Pü quelques secondes avant que les impacts ne fassent mouche. L’enfant se déhanchait et sautillait habilement, s'efforçant de compliquer la tâche du mitrailleur, dont les tirs se faisaient de plus en plus précis. À ce moment-là, les Matis crurent probablement qu’ils allaient l’emporter. C’était compter sans la courbure impromptue que prit la trajectoire du bouclier. Frôlant les arbres qui marquaient le bord de la route, la rondache dévia en direction du tireur qui était maintenant positionné dos à elle. Personne ne remarqua la manigance, hormis le général qui, plus avisé que le reste de son escouade, aperçut le projectile mortel alors qu’il s’apprêtait à percuter l’arrière du crâne du mitrailleur. Il hurla quelque chose et sauta de son capryni. Se relevant en vitesse, il fonça vers le soldat. En réponse au cri de son supérieur, celui-ci venait de se retourner vers la menace volante. Ne le voyant pas réagir, le général tenta de le plaquer, mais ne réussit qu'à le bousculer. Le bouclier fendit profondément le visage du Matis hébété qui virevolta et s’écroula lourdement sur le sol.&lt;br /&gt;
[[file:Les deux pieds.png|right|400px|alt=… Les deux pieds fermement plantés…|Les deux pieds fermement plantés]]&lt;br /&gt;
Pü cessa ses gesticulations et reprit son souffle. Si le mitrailleur n’était certainement pas mort, il semblait être évanoui, et ne représentait donc plus une menace pour le moment. Alors que le général s'attardait au chevet du malheureux, le jeune Zoraï crut à tort qu’il aurait le temps de réfléchir à son prochain mouvement. Mais les deux capryniers ne l’entendaient pas de cette oreille, et s’incitèrent mutuellement à passer à l’attaque.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Général, restez avec Sivaldo, nous nous occupons du primitif masqué ! cria le premier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Oui général ! Jusqu’alors, ses techniques de lâche ont fonctionné uniquement parce que nous n’y étions pas préparés, renchérit le second. Laissez-nous venger la mort de Tinailli ! Nous vous promettons de lui faire honneur ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Le général eut beau protester, les deux soldats s’élancèrent à pleine vitesse en direction du Zoraï, qui ne semblait pas s’en inquiéter. Les dernières dizaines de mètres qui les séparaient furent englouties en quelques secondes. Mais se souvenant de la mort de leur première camarade, les Matis ne firent pas l’erreur de charger le jeune guerrier. Ils s’arrêtèrent avant d’arriver à son niveau, sautèrent de leur monture et s’avancèrent pour le prendre en tenaille. Au vu de leur comportement respectif, les deux Matis devaient être des soldats inexpérimentés. Aveuglés par la haine et le désir de vengeance, ils ne savaient pas encore qu’ils venaient de se jeter dans la gueule du gingo. Au loin, le général venait à peine d’atteindre son capryni pour rejoindre en urgence les deux imprudents. Seul contre deux, le jeune guerrier avait toutes ses chances. Il fallait donc qu’il en termine au plus vite avant que le seul militaire réellement expérimenté de l’escouade ne les rejoigne. Le Matis qui s’était positionné dans son dos tenait à deux mains une lourde épée d’ambre joliment ornementée, alors que celui qui lui faisait face était armé d’une longue pique couronnée d’ambre tressé. Pü aurait aimé lire sur son visage, mais l’imposant casque cornu qu’il portait l’en empêchait. Rapidement, les Matis se rapprochèrent. En toute logique, le soldat situé face à lui lancerait le premier assaut, laissant ainsi l’opportunité à celui positionné dans son dos d’utiliser un angle mort pour attaquer. C’est exactement ce qui se passa. Le piquier cria et perfora l’air d’un geste précis, espérant empaler le Zoraï d’un seul coup. Sans même bouger ses pieds, Pü envoya sa main droite au contact de la pique tout en pivotant et décalant son bassin du côté opposé. La protection de son avant-bras érafla bruyamment les multiples pointes aiguisées. Retournant brusquement son poignet, il attrapa le long manche de l’arme. Au lieu de repousser l’offensive, il encouragea le mouvement, et se servit de l’élan du Matis pour le déstabiliser tout en préservant l’impulsion de son assaut. Déviant légèrement la direction de l’attaque, et toujours sans décoller les pieds du sol, il courba son dos en arrière, et esquiva le coup horizontal que l’épéiste tenta de lui asséner. Il n’eut alors qu’à faire en sorte que la pique conserve sa vélocité pour que ses pointes mortelles transpercent la cuisse gauche du malheureux à l’épée, qui s’écroula sous le choc en hurlant. Emporté par le mouvement non contrôlé de son arme, l’assaillant manqua de tomber sur le blessé. Pü saisit l’opportunité et l’y aida. Dégainant sa dague de sa main libre alors que l’autre lâchait la pique fermement enfoncée dans la chair de son camarade, il fit un pas en arrière pour reprendre son équilibre et enfonça d’un coup précis sa lame dans la jointure cervicale du casque du piquier. Une longue gerbe de sang gicla lorsqu’il retira sa dague de la carotide de son adversaire. Comme il s’y attendait, le soldat paniqua et retira son casque en vitesse pour comprimer et soigner sa gorge à l’aide des pouvoirs de la Sève, et avant que son cerveau ne cesse d’être irrigué en sang. Ne lui laissant pas le temps d’agir, Pü attrapa la chevelure brune du Matis et lui asséna plusieurs violents coups de dague dans la gorge. Lorsque la tête du soldat se sépara finalement du reste de son corps, le décapité s’effondra sur la pique qui s’enfonça encore plus profondément dans la plaie sanguinolente de l’homin cloué au sol. Pü jeta un coup d’œil en arrière : le général serait bientôt là. Il rangea la dague maculée de sang, laissa tomber la tête de sa victime, et s’approcha du soldat gravement blessé qui, désormais coincé sous la lourde armure encore palpitante de son camarade, n’était plus capable d’extraire la pique pour soigner magiquement sa jambe. L’homin ôta son casque et se mit à gémir. Il devait avoir l’âge de Niï, soit environ dix ans de plus que Pü.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Pitié, ne me tuez pas ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü avait sincèrement pitié. Il détestait tuer. Et particulièrement quand ses adversaires n’y étaient pas préparés. Mais il n’avait plus le choix. Il y était presque, il ne pouvait pas tout abandonner maintenant. Le jeune Zoraï fit à nouveau le vide dans sa tête et ignora la plainte du Matis. Il se rapprocha de lui, posa délicatement son pied gauche sur son cou, et lui broya d’un coup de talon. Ramassant l’épée du malheureux désormais paralysé, il lui planta dans la gorge, empêchant ainsi toute régénération. Un. Il ne lui manquait plus qu’un. Si le mitrailleur évanoui suffisait, l’homin qui lui faisait face dorénavant ne le laisserait sûrement pas approcher le blessé sans combattre. Le général, qui avait en effet enfourché sa monture pour combler la distance qui se séparait du Zoraï, avant de la quitter une seconde fois, se dirigeait désormais vers le guerrier d’un pas décidé. Arrivé à quelques mètres de lui, il ôta son casque. Pour la première fois depuis longtemps, Pü eut un mouvement de recul. Durant un instant, l’enfant crut voir le masque de son père. Le Matis était dans la force de l’âge, comme l’indiquaient les quelques rides qui venaient troubler l’harmonie des traits de son visage et le faible éclat de sa longue chevelure d’ébène. Mais par-dessus tout, c’est l’assurance et l’intensité de son regard qui lui rappelèrent son père. Ces yeux bleus perçants étaient ceux d’un homin déterminé, prêt à tout donner pour accomplir sa volonté. Pü recula d’un pas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Il n’est pas nécessaire que nous combattions, dit-il d’une voix troublée. J’ai accompli ma mission. Laissez-moi le mitrailleur et rentrez chez vous. S’il vous plaît, suivez mon conseil, et rejoignez votre famille. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Le général posa son casque à ses pieds et dégaina une longue et large épée finement décorée. Il lui jeta un regard glacial.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Je ne vais pas pouvoir accéder à votre requête, mon garçon. Vous venez à vous seul de tuer trois de mes soldats. Le Karan Domini, Roi et Grand Prêtre du Royaume de Matia, doit savoir pourquoi la Théocratie Zoraï forme des enfants-soldats à des missions d’assassinat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Je vous le redis : ma tribu et moi ne dépendons pas de la Théocratie Zoraï. Je vous en prie, éloignez-vous ! » répliqua Pü en reculant une seconde fois.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Le Matis s’avança d’un pas déterminé.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Vous a-t-on forcé à tuer ? S’il est normal qu’un garçon de votre âge apprenne à combattre, il ne devrait pas avoir à faire couler le sang si jeune. Et sûrement pas dans ces conditions. Un garçon de votre âge passe du temps avec ses amis, ses frères, ses sœurs, son père et sa mère. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
À l’écoute des paroles du militaire, et à l’évocation de ses proches, le jeune Zoraï fut pris d’un coup de sang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Ne parlez pas de ma famille ! Fuyez, tant qu’il en est encore temps ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Un sourire froid s’afficha alors sur le visage du général.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Il semble que j’aie touché la corde sensible. Seraient-ce vos parents qui vous ont envoyé si loin de la Jungle pour commettre ces meurtres ? Une mère est censée enseigner l’amour à ses enfants, non la mort ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Une violente céphalée transperça le crâne de l’enfant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« '''Je vous interdis de parler de ma mère !''' »&lt;br /&gt;
[[file:Je vous interdis.png|right|400px|alt=… Je vous interdis de parler…|Je vous interdis de parler]]&lt;br /&gt;
À son départ, elle avait pleuré. Et si elle l’avait exhorté de ne pas tuer pour assouvir son propre plaisir, elle lui avait malgré tout demandé de le faire pour Ma-Duk. Pü aimait sincèrement Ma-Duk, autant qu’il détestait Jena. Les Kamis protégeaient Atys, quand la Karavan la détruisait en pillant ses ressources. Mais ne pouvait-on prouver son amour à Ma-Duk autrement qu’en répandant le sang ? Par ses propos, et son statut de Grande Prêtresse, sa mère approuvait les coutumes barbares de leurs ancêtres. Pire, elle les transmettait avec ferveur. Mais lui, qui buvait il y a encore quelques mois chacune des paroles de sa mère, les vomissait désormais. Combien de temps encore réussirait-il à feindre son attachement aux valeurs de sa tribu ? Et si, averti de cette dernière pensée, Ma-Duk considérait déjà qu’il ne lui était plus fidèle, pourrait-il jamais devenir l’Ombre du Masque Noir ? Son père l’exécuterait-il lorsque Grand-Mère Bä-Bä lui apprendrait la nouvelle ? Son frère et sa mère le laisseraient-il faire ? Pü atteignait ses limites, son cerveau était en ébullition. Sentant le Zoraï flancher, le Matis le poussa à bout.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Ainsi l’Herena avait donc raison : vous n’êtes que des animaux ! Les homins de votre peuple engrossent leurs homines et les transforment en mères pondeuses, juste bonnes à produire des enfants-soldats qui seront sacrifiés sur l’autel de vos croyances haineuses ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sur ces mots, Pü dégaina sa dague et son épée courte et s’élança vers le Matis en hurlant. Il lui avait laissé l’opportunité de fuir, et celui-ci ne l’avait pas saisie. S’il désirait mourir, alors Pü l’y aiderait, aussi simplement qu’il l’avait fait pour ses soldats. Cela ne prendrait que quelques secondes. Tout serait terminé, bientôt. Il n’aurait plus à supporter cette douleur. C’est en tout cas ce qu’il imagina sous le coup de la fureur. L’épée du général s’illumina et le jeune guerrier fut saisi aux chevilles avant même de comprendre la manœuvre du militaire. L’expérience du Matis avait parlé, et l’orgueil du Zoraï allait lui coûter cher. Il avait sous-estimé son adversaire et s’était précipité aveuglément, sans anticiper l’utilisation d’un enchantement magique d’entrave. Des racines avaient jailli de l’écorce et l’empêchaient totalement de bouger. Étant donné l’élan de sa course, Pü avait manqué trébucher en avant, et ce n’était que de justesse qu’il avait réussi à se maintenir debout. Pris de panique, il tenta de s’extraire du piège magique en tailladant à l’aide de ses armes les ramifications qui montaient maintenant le long de ses mollets, oubliant par là même le lanceur du sortilège. Soudainement, alors que toute son attention était portée sur ses jambes, le ciel s’assombrit. Son sang se glaça lorsqu’il leva la tête par réflexe. Au-dessus de lui, l’imposante armure du Matis masquait la lumière de l’astre du jour : il avait profité de l’affolement du Zoraï pour arriver au corps-à-corps. Le contre-jour accentuait son regard féroce, qui pétrifia Pü de toute part. Le général leva sa grande épée en position plongeante. Son armure blanche s’illumina lorsque la lumière filtra suite au changement de posture, et Pü dut détourner les yeux pour ne pas être aveuglé.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Laissez-vous faire ! dit le Matis d’un air grave. Le coup que je vais vous porter va vous infliger une blessure critique. Si vous bougez, il risque de vous être fatal. Je vous maintiendrai en vie jusqu’à ce que les renforts arrivent. Nous vous conduirons ensuite à Matia ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Si le général semblait confiant en sa capacité de l’amener vivant auprès du roi des Matis, Pü préférait mourir mille fois plutôt que de devenir captif des suppôts de la Karavan. Il essaya à nouveau de se débattre, mais les racines enserraient maintenant sa taille et commençaient à remonter sur son ventre. Voilà, c’était ainsi que s’achevait sa courte vie. Finalement, Grand-Mère Bä-Bä avait eu tort. Lui qui avait grandi avec l’idée de devenir l’Ombre du Masque Noir et de périr parmi les siens en protégeant son frère, allait mourir seul et loin de chez lui, avec pour dernière vision l’éblouissante empreinte astrale de Jena. Quelle ironie. Alors que le Zoraï avait tourné son masque sur la gauche pour ne pas avoir à supporter plus longtemps le reflet moqueur de la cuirasse, il aperçut une étrange source lumineuse au-delà de la lisière de la route, sous l’ombre des grands arbres sylvestres. En se concentrant, il put discerner nettement deux sphères de taille identique. Elles étaient d’une blancheur éclatante et luisaient d’autant plus vivement qu’elles étaient environnées d’obscurité. Non, ce n’était pas seulement l’obscurité… Pü distingua une petite silhouette noire parmi les ombres. Son sang se glaça de nouveau. Ce n’étaient pas des sphères, c’étaient des yeux. Ceux du Kami Noir qui lui était apparu deux fois jusqu’alors. Il était là. Ma-Duk le regardait.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Non, il ne pouvait abandonner. Il était un Guerrier Noir de Ma-Duk, forgé par les meilleurs combattants de la Jungle et béni des Kamis. Tant qu’il pourrait se battre, il n’abandonnerait pas. Revigoré, son corps réagit d’instinct lorsque le général abattit son arme sur lui pour lui transpercer la clavicule gauche. Il envoya son bras droit au contact de la lame massive pour se protéger, et si son épée courte ne réussit pas à bloquer le coup, elle permit néanmoins de dévier l’attaque, au prix d’une partie de sa main, qui vola en éclats. L’état d’extrême tension dans lequel se trouvait le jeune guerrier eut pour effet positif de lui faire totalement ignorer la douleur. L’épée l’érafla et se planta lourdement dans le sol. Profitant de la seconde de répit qu’il lui était offerte, Pü lâcha la dague qu’il tenait dans sa main gauche et manipula la Sève alentour pour incanter à deux mains un sortilège. Sa paire d’amplificateurs de magie étant accrochée à sa ceinture désormais enchevêtrée avec les racines, il ne put s’en équiper. Mais pour ce qu’il comptait faire, un sortilège brut devrait suffire. Alors '''il n’hésita pas, et enflamma son corps pour s’évader de sa prison de bois'''. Il réussit à se dégager des racines partiellement consumées au moment où le général arrachait son épée du sol. Alors qu’il lançait son second assaut, Pü réussit à l’éviter de justesse grâce à une roulade. Le Matis enchaîna avec une série de frappes d’estoc et de taille, que le jeune guerrier esquiva à l’aide de diverses acrobaties. Désarmé, il n’était pas en mesure de parer les attaques. S’il était bien plus habile que le général encombré de sa lourde armure, celui-ci semblait bien plus endurant, et n’avait pas encore subi de blessures. Plus inquiétant encore, ses coups se faisaient de plus en plus précis. Pour la première fois de sa vie, Pü combattait un maître d’armes dans un combat à mort. L’expérience du Matis parlait, et il ne lui fallut que peu de temps pour commencer d’anticiper les mouvements du jeune guerrier.&lt;br /&gt;
[[file:Hesita pas.png|right|400px|alt=… il n’hésita pas…|il n’hésita pas]]&lt;br /&gt;
Les secondes défilaient et Pü s’essoufflait à vue d’œil. À plusieurs reprises, le soldat réussit à le frôler, entaillant son corps d’enfant de la pointe de son épée. Pü faisait régulièrement appel aux pouvoirs de la Sève pour panser ses blessures et régénérer partiellement son endurance, mais, à ce rythme, il atteindrait bientôt ses limites. S’il aurait aimé pouvoir passer dans le dos du Matis pour tenter de lui briser la nuque, comme il savait si bien le faire, celui-ci ne lui laissait aucun répit. Sans arme, il n’avait aucun moyen de s’extraire de cette situation perdue d’avance. Alors qu’il cherchait une échappatoire, il aperçut une dague pendant à la taille du soldat, cachée derrière le drap d’apparat ornant sa ceinture. Comment avait-il pu ne pas la voir avant ? Pü se maudit et imagina un plan d’action, entre deux roulades et trois contorsions. Il allait jouer le tout pour le tout. À bout de souffle, le Zoraï attendait le moment idéal pour agir. Soudainement, lui qui ne faisait jusqu’alors que reculer face aux assauts du Matis, profita d’une large frappe de taille pour effectuer une roulade avant et passer sous la lame tranchante. Son mouvement tout juste terminé, il poussa aussi fort qu’il put sur ses jambes, et bondit sur le flanc gauche du soldat. Si le Matis fut décontenancé par la direction de l’esquive, il réagit très vite et rendit un violent coup de pied latéral au jeune guerrier. Le corps de l’enfant craqua sous la lourde botte du soldat et alla s’écraser plus loin sur le sol. Pü se releva péniblement sur un genou et cracha le sang. Son adversaire venait de lui briser plusieurs côtes. Mais derrière son masque, le jeune guerrier souriait : sa main valide était désormais armée. Bien que différente des dagues qu’il avait coutume de manier, celle du Matis ferait parfaitement l’affaire. Le jeune homin inspira un grand coup et leva son masque vers le général. Celui-ci s’était retourné et s’apprêtait à réaliser une percée avec son épée pour retourner au corps-à-corps.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Abandonnez mon garçon ! » dit-il en chargeant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
À nouveau, Pü n’aurait qu’une seule chance. Et jusqu’alors, la chance lui avait souvent souri. Finalement, peut-être que le Kami Noir veillait réellement sur lui.  Alors que le soldat se précipitait dans sa direction, l’épée dirigée vers l’avant, Pü attendit le bon moment et jeta sa dague en l’air, loin au-dessus de lui. Aussitôt fait, il infusa tout ce qu’il put de Sève dans ses jambes et fit gonfler ses cuisses comme jamais. Puisant à la limite de ce qu’il pouvait endurer, il souleva un nuage de sciure et bondit dans les airs d’un saut surhomin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Totalement surpris par la nature de l’attaque et partiellement aveuglé par le brouillard de débris, le Matis crut à tort que le Zoraï tentait simplement de s’enfuir. Il comprit trop tard la réalité de la situation lorsque qu’il sentit son épée s’alourdir brusquement sur l’avant. Pü venait d’atterrir sur le plat de la lame et s’élançait tel un funambule en direction de son porteur. Déjà fort déséquilibré, le Matis tenta en vain de se redresser au moment où Pü prit à nouveau appui sur l’arme pour voltiger. Le jeune guerrier atterrit cette fois-ci sur ses épaules, et se propulsa une derrière fois en direction du ciel, obligeant par la force de ses jambes le Matis à poser un genou au sol. Pü devait se situer à environ quatre mètres du sol, et survolait le nuage de poussière qui commençait à se dissiper. Il n’eut qu’à tendre son bras valide pour attraper la dague qu’il avait précisément jetée quelques secondes auparavant. Écartant les jambes et regardant vers le sol, alors que la gravité commençait à faire effet, il posa ses yeux sur le visage du général. Celui-ci avait perdu son regard terrifiant et ouvrait grand les paupières. Pü y lut de l’admiration. L’enfant effectua à nouveau un lancer parfait et la dague alla se planter droit dans le crâne du Matis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Toujours en l’air, le Zoraï se préparait à se réceptionner correctement, mais ses côtes cassées l’en empêchèrent. Il s’effondra lourdement sur le flanc opposé, non loin du corps du général figé sur les genoux dans une étrange position. Sa tête pendait en arrière, dirigée vers l’astre du jour et sa longue chevelure d’ébène se soulevait légèrement au gré du vent. Pü s’allongea sur le dos et écarta les bras. Terminé. Son calvaire était terminé. Il avait gagné.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{NavChap|[[Chapitre III - Mourir pour renaître]]|[[La Guerre Sacrée#Table des matières|Table des matières]]|[[Chapitre V - La graine du doute]]}}&lt;br /&gt;
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		<author><name>Jadeyn</name></author>	</entry>

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		<title>Kapitel IV - Sylvan Exil</title>
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				<updated>2022-09-28T13:27:45Z</updated>
		
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&lt;hr /&gt;
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|DE=Kapitel IV - Sylvan Exil|DEs=2&lt;br /&gt;
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{{Clear}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:purple;font-weight:bold&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''IV - Sylvan Exil'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:purple;font-weight:bold&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''Jahr 2474 von Jena'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Quotation|''Bélénor Nébius, Erzähler'' • ''Cheng Lai'SuKi, Illustratorin''|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[file:Pu deroulait.png|right|400px|alt=… Pü déroulait en silence…|verrichtete Pü schweigend]]&lt;br /&gt;
Auf einem hohen Ast eines großen sylvanischen Baumes sitzend, '''verrichtete Pü schweigend sein tägliches Gebet'''. Über ihm, sogar noch näher, so weit entfernt vom Dschungel und seinem Zenit, war das Tagesgestirn dabei, seinen vollen Glanz zu entfalten, und trotz der dicken Laubschicht, die es vom Himmel trennte, schaffte es das warme Licht, die blaue Haut des jungen Zoraï zu erwärmen. Er hatte jedoch gelernt, Jenas astrale Prägung zu vergessen, und versuchte, sich an die Kälte und das Echo der Abgrundschächte zu erinnern, die sein Dorf unter der Rinde durchzogen und die es Ma-Duk ermöglichten, aus dem Herzen von Atys über ihn und seine Familie zu wachen. Er hatte ohnehin keine Wahl: Die Höhen waren bei weitem der geeignetste Ort für meditative Momente. Am Boden waren Raubtiere und Soldatenpatrouillen eine ständige Störung, die seine Ruhe bedrohten und ihn daran hinderten, sich friedlichen Aktivitäten zu widmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tausend Kilometer entfernt beendeten seine Stammesmitglieder wahrscheinlich auch gerade ihre Gebete. Trotz der Entfernung und der Einsamkeit hatte Pü versucht, seinen Lebensrhythmus beizubehalten, den er vor seiner Abreise gelebt hatte. Mit dem ersten Morgengrauen erwachte das Dorf und bereitete sich auf die Routinearbeiten vor, die für das reibungslose Funktionieren der Gemeinschaft notwendig waren: Instandhaltung, Handwerk, Jagd, Kochen, verschiedene Versammlungen, Empfang der seltenen Gesandten und Händler etc. Das Ziel war es, so viele Aufgaben wie möglich zu erledigen, bevor die lange Morgenlitanei begann. Diese wurde von Pus Mutter Looï geleitet und endete mit einem gemeinsamen Essen im Speisesaal, an dem der ganze Stamm teilnahm. Nach dem Mittagessen übten sich die Zoraï mehrere Stunden lang in der Kunst des Kampfes. Der Unterricht richtete sich an alle, unabhängig von Alter oder Geschlecht, und war sehr vielfältig: Nahkampf, Stichwaffen, Schusswaffen und Magie. Der Stamm war in erster Linie ein Clan von Kämpfern, die früher oder später am Beginn des Heiligen Krieges teilnehmen würden. Wenn das Training beendet war, trafen sich die Familien zu einem gemütlichen Essen und gingen vor dem Schlafengehen verschiedenen persönlichen Aktivitäten nach. Seit jeher besuchte Pü Abendkurse bei seiner Mutter, die ihn in homininer Geschichte, internationalen Beziehungen, anderen Sprachen und Wissenschaft unterrichtete. Gelegentlich wurde er von seinem älteren Bruder Niï begleitet. In den meisten Fällen besuchte dieser jedoch andere Privatstunden bei ihrem Vater, der Schwarzen Maske.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Junge wurde jäh aus seinen Erinnerungen gerissen, als ein trauriges Geräusch die Harmonie des Gesangs der Bäume durchbrach. Über den Baumwipfeln erschütterte das dumpfe Dröhnen eines Karavan-Fluggeräts die Luft und vertrieb die Javings, diese seltsamen Vögel mit den gezackten, grünlichen Flügeln und der langen, schwarzen, glänzenden und mit Widerhaken versehenen Zunge, mit der sie ihre Beute aufspießten. Pü stand schnell auf, überprüfte die Festigkeit seiner Lebenslinie und machte sich daran, die letzten Meter des dicken Baumstamms zu erklimmen, der ihn vom Himmel trennte. Als sein zarter Körper aus dem Blättermeer herausragte, musste er hinter seiner Maske die Augen zusammenkneifen, weil das Tageslicht so grell war. Nicht weit von ihm entfernt verlor die Höllenmaschine immer mehr an Höhe. Die seltsame schwarze Materie, aus der ihre Hülle bestand, reflektierte Jenas helles Astrallicht, als wollte sie ihn verhöhnen. Trotzdem gelang es Pü, die Maschine zu identifizieren. Es war einer der kleinen Transporter, die die Karavan normalerweise benutzte, um die von ihren Hominsklaven gesammelten Ressourcen zu sammeln. Seltsamerweise schien er direkt aus einer der riesigen Himmelswurzeln zu stammen, die das Kronendach bildeten, den unerforschten Teil der Rinde, wie die Bewohner Atys bezeichneten, ihre Welt aus lebendem Holz, das nur aus ständig wachsendem Pflanzenmaterial besteht. Ihre opulenten Täler und üppigen Hügel bestanden aus kolossalen Wurzeln, auf denen die Homins ihre Zivilisationen errichtet hatten. Das Wasser, das die tiefen Wurzelspalten füllte, erweckte ihre Seen, Lagunen und Ozeane zum Leben. Die steilsten Wurzeln bildeten seine Berge und reckten sich in einem langsamen, unaufhaltsamen Aufstieg in den Himmel. Bestimmte Temperaturanomalien führten sogar dazu, dass der Wurzelteppich langsam verglühte und die Wüsten entstanden. Und noch tiefer unter der Rinde befanden sich die Urwurzeln, das geheimnisvollste Ökosystem von Atys nach dem, das man in das Kronendach vermutet. Es bildete ein riesiges Labyrinth aus grünen, feuchten Höhlen, die tief in die Eingeweide der Pflanzenwelt bis in ihr Herz hineinreichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü beobachtete, wie die Karavan-Maschine mit hoher Geschwindigkeit abtauchte. Es war sehr wahrscheinlich, dass wie üblich ein Treffpunkt zwischen der Karavan und ihren Handlangern vereinbart worden war und dass ein Konvoi auf dem Weg war, um Tribut zu liefern. Der junge Zoraï spürte, wie sein Herz raste. Vier. Jetzt fehlten ihm nur noch vier. Vier, und er könnte endlich nach Hause zu seinen Lieben zurückkehren. Das war die perfekte Gelegenheit. Er musste den Konvoi abfangen, bevor er sich mit den Karavan-Agenten treffen konnte. Pü entkam dem nackten Tag, indem er sich ein paar Meter in die Tiefe stürzen ließ, und landete auf dem Ast, auf dem er seine Sachen zurückgelassen hatte. Er sammelte sie zusammen und packte sie hastig ein, bis auf einen würfelförmigen Weidenkorb, den er sorgfältig handhabte. In diesem Korb befanden sich die Früchte monatelanger Bemühungen. Er würde sich niemals verzeihen, wenn er ihn verlieren oder seine Unversehrtheit gefährden würde. Um sicherzugehen, dass er nichts vergessen hatte, überprüfte er noch einmal seinen Klettergurt und tauchte ab. Pü raste durch den grünen Abgrund, bewegte sich geschickt zwischen den Zweigen und löste mit einem fachmännischen Handgriff seine Lebenslinie von den Stiften, die er während des Aufstiegs getrieben hatte. Er durchquerte viele Sekunden lang die bunten Schichten dieses kontinentalen Waldes mit seinen tausend Jahreszeiten und landete schließlich anmutig auf dem belaubten Boden. Die Richtung, in die das Fluggerät flog, deutete darauf hin, dass es wahrscheinlich auf der Lichtung weiter nördlich landen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten Konvois starten in Matia, der Hauptstadt des gleichnamigen Königreichs, und so war es gut möglich, dass der erhoffte den breiten künstlichen Pfad nehmen würde, der den Wald im Westen durchschneidet. Pü war von den Kräften der Botaniker des Matis-Volkes beeindruckt und erschrocken zugleich. Er, der Matias kolossale Wurzelmauer und die riesigen Habitatbaumkomplexe, die sich jenseits der Stadtmauer so weit das Auge reichte, mit eigenen Augen gesehen hatte, war von einer solchen Maßlosigkeit überwältigt gewesen. Doch mit diesem Vorgehen und dem Versuch, die Natur nach seinem Willen zu beugen, versuchte das Volk der Matis, die Absicht der Kamis und damit auch die Absicht von Ma-Duk zu durchkreuzen. Der Große Erzeuger wacht über jedes Stückchen Materie auf Atys. Die Natur zu verändern bedeutet, sein Großes Werk zu verfälschen. Die Geheimnisse der Manipulation von lebender Materie, insbesondere von Pflanzen, waren den Matis von der Karavan übermittelt worden, wie den Zoraïs die Beherrschung des Magnetismus und des Schreibens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während seiner langen Monate im Exil im Königreich Matia war Pü klar geworden, wie attraktiv die heidnischen Sitten der von der Karavan indoktrinierten Völker sein konnten. Bei diesen Gedanken hatte er sich geschämt. Aber es hatte ihm auch geholfen, die Gefährlichkeit dieser Dämonen aus dem Himmel besser zu verstehen. Der junge Zoraï verlor keine Zeit. Er rutschte und sprang über die Wurzeln und Verzweigungen des Waldes und legte die letzten Kilometer bis zum Pfad in kürzester Zeit zurück. Die wenigen Gingos, die versuchten, ihn auf seinem Weg zu verfolgen, hatten keine andere Wahl, als aufzugeben, da er sich so geschickt durch das dichte Gewirr der Natur manövrierte, die frei von jeglicher Matisse-Unterdrückung war. Als er den Weg erreichte, versteckte er sich hinter einem großen Strauch und hielt Ausschau nach der Ankunft des Konvois. Als er gerade aufgeben und woanders nach den Spuren der Matis suchen wollte, hörte er in der Ferne ordentliches Hufgetrappel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü schluckte. Sein Herzschlag begann sich langsam zu beschleunigen. Niemals. Niemals würde er sich an dieses Gefühl gewöhnen. Sein Bruder hatte ihm versichert, dass sein erstes Mal ein Genuss sein würde und dass die Gefühle, die er dabei empfand, ihn für sein ganzes Leben prägen würden. Auf der einen Seite hatte er damit nicht ganz Unrecht. Die blutverschmierten Hände eines Zoraï, der mit elf Jahren ins Exil geschickt wurde, kniete allein vor der noch warmen Leiche seines ersten Opfers: diese Bilder verfolgten ihn wochenlang Tag und Nacht, bis er den Verstand verlor. Doch diese letzte Prüfung kündigte auch das Ende seines schmerzhaften Exils an. Bald würde er wieder in seinem Land, bei seinem Stamm sein und seine Mutter wieder in die Arme schließen können. Dieser freudige Gedanke tröstete ihn und half ihm, seine Kräfte wieder zu sammeln. Der Konvoi zeichnete sich nun am Horizont ab. Bald war er in Sichtweite. In der Mitte befand sich ein solider, schwer beladener Karren, gezogen von zwei Mektoubs, friedfertigen Dickhäutern mit flinken Füßen, die über zwei Meter groß waren, braunes Fell mit grauen Streifen hatten und vor allem an ihren langen, kräftigen Rüsseln und ihren ohrlosen Köpfen zu erkennen waren. Er wurde von einem Tryker geführt, wie viele andere, denen Pü bislang begegnet war. Tatsächlich war es nicht ungewöhnlich, Tryker weit östlich von ihren schwimmenden Städten zu treffen, die im Matis-Land undankbare und schlecht bezahlte Arbeit verrichteten. Ihre Neugier und ihr Freiheitsdrang machten sie zwar zu hervorragenden Entdeckern und Erfindern, doch aufgrund ihrer geringen Größe, ihres kindlichen Aussehens und vor allem ihres friedlichen und gutmütigen Charakters waren die Tryker in den vergangenen Jahrhunderten leider mehrfach von den Matis versklavt worden. Wie Pü aus dem Unterricht seiner Mutter wusste, waren die Tryker zum letzten Mal während des &amp;quot;Aquäduktkriegs&amp;quot; vor nur vierzig Jahren versklavt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2435 entdeckten Fyros-Minenarbeiter im Westen ihrer Wüste unter der Rinde vergrabene Ruinen und bohrten eine Säureader an, die die gesamte Region um die Kaiserstadt Coriolis in Brand setzte. Das wochenlange Feuer breitete sich bis zur Grenze des Königreichs aus und zerschnitt das riesige, von den Matis verhasste Aquädukt. Eben jenes, das die Wüste mit dem Seengebiet verband, das von der Trykoth-Föderation, dem Verbündeten des Fyros-Imperiums, verwaltet wurde. Der Krieg, in den die Allianz und das Königreich seit fast eineinhalb Jahrhunderten verstrickt waren, nahm eine neue Wendung. Der Imperator sah sich gezwungen, seine Truppen von den Seen abzuziehen und sie zur Bekämpfung des Feuers einzusetzen, das sein Volk bedrohte und ihm das Wasser abnahm. Daraufhin nutzte die Matisse-Armee die Gelegenheit und marschierte in das Seengebiet ein, versklavte das Volk der Tryker und eroberte die Stadt Karavia zurück, die das Imperium fast ein Jahrhundert zuvor gestohlen hatte. Karavia, die &amp;quot;Heilige Stadt&amp;quot;, wurde angeblich genau an dem Ort errichtet, an dem Zachini an der Küste des Königreichs, das er später gründete, zum ersten Mal mit der Karavan und der Göttin Jena zusammentraf. Karavia, die &amp;quot;Unheilige Stadt&amp;quot;, für Pü und seinen Stamm der bösartigste Ort auf der Rinde... Und doch wurde hier im Jahr darauf der Vertrag unterzeichnet, der den Aquäduktkrieg beendete und die Tryker von der Herrschaft der Matis befreite. Allerdings hatte diese Episode im Unterbewusstsein des Seenvolkes Spuren hinterlassen, und viele Tryker blieben als Diener im Wald zurück... so wie der Karrenfahrer, der sich offensichtlich dem Dienst des Matis verschrieben hatte, der neben ihm auf der Sitzbank schlummerte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü identifizierte ihn bei seinem Anblick sofort als einen Kleriker der Kirche des Lichts, die Herena genannt wurde. Der Matis war nämlich in seine kirchliche Tracht gekleidet: eine weiße Bernsteinkrone und eine lange Toga, die aus mehreren großen Umhängen bestand, die aus bunten Federn gefertigt und mit Geflechten aus bernsteinfarbenen Schmuckstücken verziert waren. Die Kirche des Lichts, die um den Jena-Kult herum gegründet wurde und unter der Schirmherrschaft der Karavan stand, war heute allmächtig im Königreich Matia und insbesondere in Karavia, das durch den Vertrag, der ihren Namen trägt, an das Königreich zurückgegeben wurde. Unter ihrem Einfluss waren so viele Homins von der dämonischen Natur der Kamis überzeugt worden...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter oben auf dem Karren, auf seiner Planenladung, stand ein Matis mit einem Maschinengewehr und hielt Ausschau nach dem Horizont. Er hatte keinen Helm auf und trug die gewöhnliche Kleidung der Soldaten der regulären Armee: einen weichen, robusten Anzug aus Kaktushaut und darüber Rüstungsteile aus weißem Holz. Ein weiterer schien auf der Rückbank zu sitzen. Die Matis waren ein von Natur aus schlankes Volk mit ausgemergelten Gesichtszügen und perlmuttfarbener Haut. Sie waren Ästheten, raffiniert und aufgrund ihrer Kultur ehrgeizig und erinnerten andere Völker immer wieder an ihre Überlegenheit, selbst wenn sie sich dessen nicht bewusst waren. Um den Karren herum waren fünf berittene Matis, die als Eskorte dienten. Sie ritten stolz auf Caprynis, schlanken Vierbeinern mit dicker, heller und stellenweise blau gestreifter Haut, einem einzigen Geweih und einer langen Schnauze mit einem einzigartigen Ziegenbart. '''Alle Soldaten waren mit einer Rüstung aus solidem weißem Holz ausgestattet''', die mit lilafarbenen Mustern graviert war, sich am Oberkörper wölbte und in der Taille enger wurde. Die Schulterstücke der Rüstung waren ebenso abgerundet wie breit und verliehen den Soldaten ein herrisches Aussehen. Am auffälligsten war jedoch ihr Helm, der aus einer Elfenbeinmaske mit einem azurblauen Schmuckstück auf der Stirn und einer stabilen, imposanten Kopfbedeckung bestand, die mit weißem Bernstein verziert war und deren Enden aus Chitin an den Ohren herabhingen, sodass sie wie Hörner aussahen. Einer der Soldaten unterschied sich von den anderen durch die feinen Verzierungen und Gravuren, die seinen Brustpanzer und Helm schmückten. Bisher hatte Pü noch niemals die Gelegenheit gehabt, solche Verzierungen zu sehen. Der Matis war zweifellos ein hochrangiger Soldat der königlichen Armee, der zusammen mit dem Herena entsandt worden war, um den König vor der Karavan zu vertreten.&lt;br /&gt;
[[file:Tous les soldats.png|right|400px|alt=… Tous les soldats étaient équipés…|Alle Soldaten waren ausgerüstet]]&lt;br /&gt;
Das Kind stellte seinen Korb sorgfältig in die Mitte des Strauches und wartete noch ein paar Sekunden, bis der Konvoi weiterzog. Als er etwa 50 Meter von seiner Position entfernt war, kam er ruhig aus seinem Versteck hervor und stellte sich in die Mitte der Straße. Als der Ausguck auf der Spitze der Ladung ihn entdeckte, gab er das Signal zum Anhalten und der Konvoi stoppte abrupt. Der unerwartete Halt unterbrach den Schlaf des Herena, der beinahe vom Karren gefallen wäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wer sind Sie? Nennen Sie Ihre Identität!&amp;quot;, rief der Ausguck in einem kräftigen, aber dennoch melodischen Tonfall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Antwort trat Pü einige Meter vor, während die Reiter ihre Reittiere ausrichteten und sich vor dem Karren aufstellten. Der Zoraï räusperte sich und nahm seinen schönsten Mateis an. Seine Mutter hatte ihm die von anderen Völkern verwendeten Sprachen beigebracht, wobei sie den Schwerpunkt auf Mateis legte, die international am häufigsten gesprochene Sprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich bin ein Apostel der Kamis, der in die heidnischen Regionen gesandt wurde, um den Verirrten die Existenz des Großen Erzeugers zu offenbaren und einigen Auserwählten die Ewige Vergebung anzubieten. Kinder der Rinde, freut euch zu hören, dass eure Sünden durch mich bereits reingewaschen wurden. In Kürze werden eure Seelen gereinigt und den Schwarzen Kriegern von Ma-Duk übergeben. Durch sie werden sie zu ihrem Kampf für die Erhaltung von Atys beitragen. Und wenn Ma-Duk es will, werden sie Zeuge des Heiligen Krieges und des Beginns der Glücklichen Tage.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz seines guten Willens gelang es dem jungen Homin nicht, Leidenschaft in seine Predigt zu bringen. Nach so vielen Monaten morbider Predigten war dieses Ritual ebenso ermüdend wie schmerzhaft geworden. Pü wusste, dass der Wahnsinn auf ihn lauerte. Die Stimmen in seinem Kopf wurden immer präsenter und er entwickelte Woche für Woche neue Verhaltensstörungen. Wie viele seiner Brüder und Schwestern hatten während ihres Exils den Boden unter den Füßen verloren? Viele von ihnen waren niemals zurückgekehrt. Vor seiner Abreise hatte er lange Zeit hart über sie geurteilt, aber jetzt verstand er sie. Seine Sicht war getrübt, als sich ein starker Kopfschmerz bemerkbar machte. Er musste sich lange konzentrieren, um die ersten mentalen Einflüsterungen auszuschalten. Während dieser langen Sekunden der Abwesenheit hatte sich der Herena zu dem Ausguck auf der Spitze des Karrens gesellt. Er hielt sich rücksichtslos an ihm fest, um nicht zu fallen, und brüllte sie an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ma-Duk? Der große Erzeuger? Was reden Sie denn da für einen Unsinn? Wir wussten zwar, dass die Wilden Ihrer Art die Kami-Dämonen anbeten, aber wir dachten, Sie wären so geistesgegenwärtig, die Existenz unserer aller Mutter, Jena, nicht in Frage zu stellen! Kennen Ihre Schandtaten keine Grenzen? General, ergreifen Sie diesen Ketzer auf der Stelle!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü ging wieder ein paar Schritte nach vorne und massierte sich die Maske.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Dann kann ich Ihnen versichern, dass Min-Cho, sein Rat der Weisen und die gesamte Zoraï-Theokratie, versteckt im Herzen Zorans und hinter ihrer Großen Mauer, immer noch Ihre usurpatorische Göttin anbeten, sagte er mit müdem Blick. Vor vielen Jahrzehnten entschieden sich die Kamis dafür, meinem Stamm die Existenz von Ma-Duk zu offenbaren. Heute sind wir leider die einzigen, die seine Natur als Oberster Kami anerkennen. Aber es gibt noch andere Apostel, die im Dschungel arbeiten. Eines Tages werden unsere Zoraï-Brüder das Ausmaß der Lügen erkennen, die ihnen seit ihrer Kindheit aufgetischt werden, und wenn Ma-Duk es will, werden ihnen ihre Sünden vergeben.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gesicht des Klerikers färbte sich rot, als er durch seine Gestikulationen, die die vielen Umhänge seiner Kleidung verwickelten, fast zu Boden fiel. Zu seinem Glück tat der Ausguck alles, was er konnte, um zu verhindern, dass der Herena sich durch einen Sturz blamierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hören Sie auf mit Ihren Schandtaten, Wilder! Keine Vergebung für Ihre degenerierte Rasse von Dämonenanbetern! Ihre skelettierten Gesichter sind Abscheulichkeiten, eine Beleidigung für die Karavan! Ihr verdient es, ausgerottet zu werden, wie alle Primitiven, die Atys mit Ihrer Anwesenheit beschmutzen! Dieser Wilde soll sofort gefasst werden, das ist ein Befehl!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Juché haut sur son capryni, le général matis tenta d’intervenir pour apaiser la tension grandissante. C’était compter sans la fougue de l’un des capryniers, qui obéit à l’exhortation du religieux en s’élançant à toute vitesse. Pü secoua son masque pour balayer ses derniers maux de tête et se concentra pleinement sur la situation. À partir de maintenant, tout allait s’enchaîner très vite. Il devait faire taire ses questionnements intérieurs. Déjà, le Matis avait franchi la moitié de la distance qui le séparait du Zoraï. Il tenait dans sa main droite une longue lance creuse qui s’achevait par un collet d’ambre tressé. Près de la barre horizontale, une manette permettait rapidement de desserrer ou de comprimer l’anneau qui la terminait. Cette arme ingénieuse était généralement destinée à attraper à la gorge les futures montures des Matis, lorsqu’elles étaient encore à l’état sauvage, mais était aussi déclinée pour immobiliser et soumettre les homins sans les blesser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Le corps de Pü oscillait légèrement. Il lui fallut quelques secondes supplémentaires pour synchroniser le battement de ses membres avec le galop de la monture. Arrivé à une dizaine de mètres de lui, l'assaillant activa le mécanisme de son arme et la brandit, sans ralentir l’allure. Le collier s’ouvrit assez largement pour réussir à enserrer la tête masquée du Zoraï. À n’en pas douter, il savait parfaitement se servir de son instrument. C’était compter sans l’agilité du jeune homin. Alors que le soldat fendait l’air sur sa droite pour saisir sa proie à la gorge, Pü plongea volontairement en direction de l’attaque tout en l’esquivant. Passant entre l’arme et le capryni, il réussit à attraper la sangle située au flanc de l’animal avant même de toucher le sol. Fermement agrippé, il tira autant qu’il put, non pas pour déstabiliser la bête lancée à toute vitesse, mais pour projeter son corps léger d’enfant par-dessus l’animal. Il voltigea et atterrit de justesse sur l’arrière-train du capryni, au moment où le Matis jetait un coup d’œil dans son dos pour chercher ce qu’il était advenu du Zoraï. Alors que le caprynier croisait le regard de Pü, qui se maintenait en équilibre sur l’animal uniquement par force de ses cuisses, sa proie, devenue bourreau, passa rapidement ses mains autour de sa nuque, et la rompit d’un coup sec. L’arme du Matis glissa de sa main droite et se brisa au sol. Si Pü ne pouvait s’assurer de son décès, sa paralysie était garantie. Il laissa le corps en armure s’affaisser sur lui pour ne pas qu’il chute, récupéra les rênes tenues par sa main gauche, ralentit la cadence et fit demi-tour. Revenu à son point de départ, il interrompit sa course et sauta au sol, à gauche de l’animal. Le corps du soldat s’écroula lourdement sur la droite. Le casque se décrocha sous le choc, ce qui permit au Zoraï d’observer son visage inerte. '''Le soldat était une homine, et de ce fait, peut-être une mère'''. Durant une fraction de seconde, Pü vit le masque de la sienne se superposer au visage du cadavre. Il ferma les yeux. Trois. Il ne lui en manquait plus que trois.&lt;br /&gt;
[[file:Le soldat.png|right|400px|alt=… Le soldat était une homine…|Le soldat était une homine]]&lt;br /&gt;
Au sommet de la charrette, le visage du clerc était passé d’un teint rougeâtre à un blanc bien plus livide qu’à l’accoutumée. Quant aux soldats, aucun ne réagit, choqués qu’ils étaient par la violence de la scène à laquelle ils venaient d’assister. Seul le général avait su garder son sang-froid. Il fit avancer sa monture de quelques pas et se retourna vers le convoi.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Giero, filez aussi vite que votre capryni le peut en direction de l’avant-poste le plus proche ! Mettez au courant l’intendant de la situation et envoyez-nous des renforts. Ne sous-estimez pas la menace. Be’maty, rendez-vous aussi à l’avant-poste ! Vous n’arriverez pas à suivre Giero à cause du chargement, mais vos mektoubs sont forts, ne les ménagez pas. Dès qu’il aura transmis son message, Giero vous rejoindra sur la route. Vicho, restez dans la charrette ! Vous protégerez le chargement et le Herena au prix de votre vie en attendant le retour de Giero. Zani, Lichnini, Sivaldo, avec moi ! N’intervenez pas tant que je ne vous en donne pas l’ordre. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Le ton assuré du général aida les soldats à sortir de leur léthargie. Tous s’exécutèrent sans dire mot. La sentinelle sauta de la charrette et arma son fusil-mitrailleur, le Matis assis à l’arrière du véhicule le remplaça au faîte de la charrette, qui commença à manœuvrer pour faire demi-tour. Seul le clerc, qui reprenait à peine ses esprits, manifesta l’intention de protester. Mais le regard inquisiteur que lui jeta alors le général le dissuada, et sa pâleur de craie s’accentua. D’ordinaire, Pü ne laissait pas de survivants, car seule l'absence de témoins l’assurait de pouvoir continuer d’opérer sans encombre dans ces régions. D’ailleurs, il évitait généralement de s’en prendre à l’armée régulière, dont chaque soldat disparu donnait lieu à enquête, et préférait s’attaquer aux tribus de fanatiques ou aux groupes de bandits qui parsemaient le royaume. Mais cette fois-ci, tout était différent. Quand les premiers parleraient, lui serait déjà sur la route du retour. Il observa scrupuleusement ses quatre futurs adversaires, tandis que l’un des capryniers s’élançait à toute vitesse en direction du sud-ouest, suivi par la charrette. Il devait éviter de les affronter tous ensemble. Il patienta quelques secondes, assez de temps pour que le messager disparaisse à l’horizon, et se mit à avancer doucement. Au premier pas, le général cria.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« N’avancez plus ! Pour vous être rendu coupable du crime d’homicide volontaire sur un soldat du Royaume de Matia, vous devez comparaître devant la justice royale. Comme le veut notre loi, vous aurez le droit de vous défendre durant votre jugement. Maintenant, coopérez, ou nous serons dans l’obligation de vous appréhender par la force. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü leva les mains pour feindre la soumission et continua d’avancer. Il savait que les Matis ne seraient pas dupes, mais il devait gagner quelques mètres. Actuellement, la plus grande menace était le mitrailleur. Il devait l’éliminer en premier. Pour autant, il ne devait pas sous-estimer le haut gradé. En temps normal, il aurait eu à faire à un simple chef d’escouade, et non pas à un militaire expérimenté.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Je ne me répéterai pas, plus un geste ! » cria à nouveau le général.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Le Zoraï ne réussirait probablement pas à faire un pas de plus avant que le général ne sonne l’assaut. Il passa sa main droite dans son dos et la posa sur le petit bouclier rond qui y était accroché. Il n’avait pas droit à l’erreur. S’il se manquait maintenant, la suite serait beaucoup plus incertaine. Il ferma à nouveau les yeux et laissa pleinement ses sens s’ouvrir au monde. La direction et la force du vent, l’humidité de l’air : importants paramètres à prendre en compte pour réaliser le lancer parfait. Rouvrant les paupières, il posa son regard sur le tireur. S’il était trop loin pour en être certain, la position de ses bras indiquait qu’il était prêt à faire feu. Pü inspira un grand coup et se mit en action. Plus rapide que jamais, il décrocha son bouclier et banda ses bras en arrière comme une corde. Il lui fallut moins d’une seconde pour valider sa trajectoire et propulser sa rondache. Le projectile vola vers la gauche du sentier, donnant l’illusion d’un lancer manqué. Pü profita de l’incompréhension générale pour foncer dans l’autre direction. Comme prévu, le mitrailleur reçut l’ordre d’intervenir et enclencha son arme. '''Les deux pieds fermement plantés dans l’écorce, il se mit à tirer à feu nourri en direction du Zoraï'''. Mais, vu son recul, l’arme était malaisée à diriger, ce qui laissait à Pü quelques secondes avant que les impacts ne fassent mouche. L’enfant se déhanchait et sautillait habilement, s'efforçant de compliquer la tâche du mitrailleur, dont les tirs se faisaient de plus en plus précis. À ce moment-là, les Matis crurent probablement qu’ils allaient l’emporter. C’était compter sans la courbure impromptue que prit la trajectoire du bouclier. Frôlant les arbres qui marquaient le bord de la route, la rondache dévia en direction du tireur qui était maintenant positionné dos à elle. Personne ne remarqua la manigance, hormis le général qui, plus avisé que le reste de son escouade, aperçut le projectile mortel alors qu’il s’apprêtait à percuter l’arrière du crâne du mitrailleur. Il hurla quelque chose et sauta de son capryni. Se relevant en vitesse, il fonça vers le soldat. En réponse au cri de son supérieur, celui-ci venait de se retourner vers la menace volante. Ne le voyant pas réagir, le général tenta de le plaquer, mais ne réussit qu'à le bousculer. Le bouclier fendit profondément le visage du Matis hébété qui virevolta et s’écroula lourdement sur le sol.&lt;br /&gt;
[[file:Les deux pieds.png|right|400px|alt=… Les deux pieds fermement plantés…|Les deux pieds fermement plantés]]&lt;br /&gt;
Pü cessa ses gesticulations et reprit son souffle. Si le mitrailleur n’était certainement pas mort, il semblait être évanoui, et ne représentait donc plus une menace pour le moment. Alors que le général s'attardait au chevet du malheureux, le jeune Zoraï crut à tort qu’il aurait le temps de réfléchir à son prochain mouvement. Mais les deux capryniers ne l’entendaient pas de cette oreille, et s’incitèrent mutuellement à passer à l’attaque.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Général, restez avec Sivaldo, nous nous occupons du primitif masqué ! cria le premier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Oui général ! Jusqu’alors, ses techniques de lâche ont fonctionné uniquement parce que nous n’y étions pas préparés, renchérit le second. Laissez-nous venger la mort de Tinailli ! Nous vous promettons de lui faire honneur ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Le général eut beau protester, les deux soldats s’élancèrent à pleine vitesse en direction du Zoraï, qui ne semblait pas s’en inquiéter. Les dernières dizaines de mètres qui les séparaient furent englouties en quelques secondes. Mais se souvenant de la mort de leur première camarade, les Matis ne firent pas l’erreur de charger le jeune guerrier. Ils s’arrêtèrent avant d’arriver à son niveau, sautèrent de leur monture et s’avancèrent pour le prendre en tenaille. Au vu de leur comportement respectif, les deux Matis devaient être des soldats inexpérimentés. Aveuglés par la haine et le désir de vengeance, ils ne savaient pas encore qu’ils venaient de se jeter dans la gueule du gingo. Au loin, le général venait à peine d’atteindre son capryni pour rejoindre en urgence les deux imprudents. Seul contre deux, le jeune guerrier avait toutes ses chances. Il fallait donc qu’il en termine au plus vite avant que le seul militaire réellement expérimenté de l’escouade ne les rejoigne. Le Matis qui s’était positionné dans son dos tenait à deux mains une lourde épée d’ambre joliment ornementée, alors que celui qui lui faisait face était armé d’une longue pique couronnée d’ambre tressé. Pü aurait aimé lire sur son visage, mais l’imposant casque cornu qu’il portait l’en empêchait. Rapidement, les Matis se rapprochèrent. En toute logique, le soldat situé face à lui lancerait le premier assaut, laissant ainsi l’opportunité à celui positionné dans son dos d’utiliser un angle mort pour attaquer. C’est exactement ce qui se passa. Le piquier cria et perfora l’air d’un geste précis, espérant empaler le Zoraï d’un seul coup. Sans même bouger ses pieds, Pü envoya sa main droite au contact de la pique tout en pivotant et décalant son bassin du côté opposé. La protection de son avant-bras érafla bruyamment les multiples pointes aiguisées. Retournant brusquement son poignet, il attrapa le long manche de l’arme. Au lieu de repousser l’offensive, il encouragea le mouvement, et se servit de l’élan du Matis pour le déstabiliser tout en préservant l’impulsion de son assaut. Déviant légèrement la direction de l’attaque, et toujours sans décoller les pieds du sol, il courba son dos en arrière, et esquiva le coup horizontal que l’épéiste tenta de lui asséner. Il n’eut alors qu’à faire en sorte que la pique conserve sa vélocité pour que ses pointes mortelles transpercent la cuisse gauche du malheureux à l’épée, qui s’écroula sous le choc en hurlant. Emporté par le mouvement non contrôlé de son arme, l’assaillant manqua de tomber sur le blessé. Pü saisit l’opportunité et l’y aida. Dégainant sa dague de sa main libre alors que l’autre lâchait la pique fermement enfoncée dans la chair de son camarade, il fit un pas en arrière pour reprendre son équilibre et enfonça d’un coup précis sa lame dans la jointure cervicale du casque du piquier. Une longue gerbe de sang gicla lorsqu’il retira sa dague de la carotide de son adversaire. Comme il s’y attendait, le soldat paniqua et retira son casque en vitesse pour comprimer et soigner sa gorge à l’aide des pouvoirs de la Sève, et avant que son cerveau ne cesse d’être irrigué en sang. Ne lui laissant pas le temps d’agir, Pü attrapa la chevelure brune du Matis et lui asséna plusieurs violents coups de dague dans la gorge. Lorsque la tête du soldat se sépara finalement du reste de son corps, le décapité s’effondra sur la pique qui s’enfonça encore plus profondément dans la plaie sanguinolente de l’homin cloué au sol. Pü jeta un coup d’œil en arrière : le général serait bientôt là. Il rangea la dague maculée de sang, laissa tomber la tête de sa victime, et s’approcha du soldat gravement blessé qui, désormais coincé sous la lourde armure encore palpitante de son camarade, n’était plus capable d’extraire la pique pour soigner magiquement sa jambe. L’homin ôta son casque et se mit à gémir. Il devait avoir l’âge de Niï, soit environ dix ans de plus que Pü.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Pitié, ne me tuez pas ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü avait sincèrement pitié. Il détestait tuer. Et particulièrement quand ses adversaires n’y étaient pas préparés. Mais il n’avait plus le choix. Il y était presque, il ne pouvait pas tout abandonner maintenant. Le jeune Zoraï fit à nouveau le vide dans sa tête et ignora la plainte du Matis. Il se rapprocha de lui, posa délicatement son pied gauche sur son cou, et lui broya d’un coup de talon. Ramassant l’épée du malheureux désormais paralysé, il lui planta dans la gorge, empêchant ainsi toute régénération. Un. Il ne lui manquait plus qu’un. Si le mitrailleur évanoui suffisait, l’homin qui lui faisait face dorénavant ne le laisserait sûrement pas approcher le blessé sans combattre. Le général, qui avait en effet enfourché sa monture pour combler la distance qui se séparait du Zoraï, avant de la quitter une seconde fois, se dirigeait désormais vers le guerrier d’un pas décidé. Arrivé à quelques mètres de lui, il ôta son casque. Pour la première fois depuis longtemps, Pü eut un mouvement de recul. Durant un instant, l’enfant crut voir le masque de son père. Le Matis était dans la force de l’âge, comme l’indiquaient les quelques rides qui venaient troubler l’harmonie des traits de son visage et le faible éclat de sa longue chevelure d’ébène. Mais par-dessus tout, c’est l’assurance et l’intensité de son regard qui lui rappelèrent son père. Ces yeux bleus perçants étaient ceux d’un homin déterminé, prêt à tout donner pour accomplir sa volonté. Pü recula d’un pas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Il n’est pas nécessaire que nous combattions, dit-il d’une voix troublée. J’ai accompli ma mission. Laissez-moi le mitrailleur et rentrez chez vous. S’il vous plaît, suivez mon conseil, et rejoignez votre famille. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Le général posa son casque à ses pieds et dégaina une longue et large épée finement décorée. Il lui jeta un regard glacial.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Je ne vais pas pouvoir accéder à votre requête, mon garçon. Vous venez à vous seul de tuer trois de mes soldats. Le Karan Domini, Roi et Grand Prêtre du Royaume de Matia, doit savoir pourquoi la Théocratie Zoraï forme des enfants-soldats à des missions d’assassinat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Je vous le redis : ma tribu et moi ne dépendons pas de la Théocratie Zoraï. Je vous en prie, éloignez-vous ! » répliqua Pü en reculant une seconde fois.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Le Matis s’avança d’un pas déterminé.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Vous a-t-on forcé à tuer ? S’il est normal qu’un garçon de votre âge apprenne à combattre, il ne devrait pas avoir à faire couler le sang si jeune. Et sûrement pas dans ces conditions. Un garçon de votre âge passe du temps avec ses amis, ses frères, ses sœurs, son père et sa mère. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
À l’écoute des paroles du militaire, et à l’évocation de ses proches, le jeune Zoraï fut pris d’un coup de sang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Ne parlez pas de ma famille ! Fuyez, tant qu’il en est encore temps ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Un sourire froid s’afficha alors sur le visage du général.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Il semble que j’aie touché la corde sensible. Seraient-ce vos parents qui vous ont envoyé si loin de la Jungle pour commettre ces meurtres ? Une mère est censée enseigner l’amour à ses enfants, non la mort ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Une violente céphalée transperça le crâne de l’enfant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« '''Je vous interdis de parler de ma mère !''' »&lt;br /&gt;
[[file:Je vous interdis.png|right|400px|alt=… Je vous interdis de parler…|Je vous interdis de parler]]&lt;br /&gt;
À son départ, elle avait pleuré. Et si elle l’avait exhorté de ne pas tuer pour assouvir son propre plaisir, elle lui avait malgré tout demandé de le faire pour Ma-Duk. Pü aimait sincèrement Ma-Duk, autant qu’il détestait Jena. Les Kamis protégeaient Atys, quand la Karavan la détruisait en pillant ses ressources. Mais ne pouvait-on prouver son amour à Ma-Duk autrement qu’en répandant le sang ? Par ses propos, et son statut de Grande Prêtresse, sa mère approuvait les coutumes barbares de leurs ancêtres. Pire, elle les transmettait avec ferveur. Mais lui, qui buvait il y a encore quelques mois chacune des paroles de sa mère, les vomissait désormais. Combien de temps encore réussirait-il à feindre son attachement aux valeurs de sa tribu ? Et si, averti de cette dernière pensée, Ma-Duk considérait déjà qu’il ne lui était plus fidèle, pourrait-il jamais devenir l’Ombre du Masque Noir ? Son père l’exécuterait-il lorsque Grand-Mère Bä-Bä lui apprendrait la nouvelle ? Son frère et sa mère le laisseraient-il faire ? Pü atteignait ses limites, son cerveau était en ébullition. Sentant le Zoraï flancher, le Matis le poussa à bout.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Ainsi l’Herena avait donc raison : vous n’êtes que des animaux ! Les homins de votre peuple engrossent leurs homines et les transforment en mères pondeuses, juste bonnes à produire des enfants-soldats qui seront sacrifiés sur l’autel de vos croyances haineuses ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sur ces mots, Pü dégaina sa dague et son épée courte et s’élança vers le Matis en hurlant. Il lui avait laissé l’opportunité de fuir, et celui-ci ne l’avait pas saisie. S’il désirait mourir, alors Pü l’y aiderait, aussi simplement qu’il l’avait fait pour ses soldats. Cela ne prendrait que quelques secondes. Tout serait terminé, bientôt. Il n’aurait plus à supporter cette douleur. C’est en tout cas ce qu’il imagina sous le coup de la fureur. L’épée du général s’illumina et le jeune guerrier fut saisi aux chevilles avant même de comprendre la manœuvre du militaire. L’expérience du Matis avait parlé, et l’orgueil du Zoraï allait lui coûter cher. Il avait sous-estimé son adversaire et s’était précipité aveuglément, sans anticiper l’utilisation d’un enchantement magique d’entrave. Des racines avaient jailli de l’écorce et l’empêchaient totalement de bouger. Étant donné l’élan de sa course, Pü avait manqué trébucher en avant, et ce n’était que de justesse qu’il avait réussi à se maintenir debout. Pris de panique, il tenta de s’extraire du piège magique en tailladant à l’aide de ses armes les ramifications qui montaient maintenant le long de ses mollets, oubliant par là même le lanceur du sortilège. Soudainement, alors que toute son attention était portée sur ses jambes, le ciel s’assombrit. Son sang se glaça lorsqu’il leva la tête par réflexe. Au-dessus de lui, l’imposante armure du Matis masquait la lumière de l’astre du jour : il avait profité de l’affolement du Zoraï pour arriver au corps-à-corps. Le contre-jour accentuait son regard féroce, qui pétrifia Pü de toute part. Le général leva sa grande épée en position plongeante. Son armure blanche s’illumina lorsque la lumière filtra suite au changement de posture, et Pü dut détourner les yeux pour ne pas être aveuglé.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Laissez-vous faire ! dit le Matis d’un air grave. Le coup que je vais vous porter va vous infliger une blessure critique. Si vous bougez, il risque de vous être fatal. Je vous maintiendrai en vie jusqu’à ce que les renforts arrivent. Nous vous conduirons ensuite à Matia ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Si le général semblait confiant en sa capacité de l’amener vivant auprès du roi des Matis, Pü préférait mourir mille fois plutôt que de devenir captif des suppôts de la Karavan. Il essaya à nouveau de se débattre, mais les racines enserraient maintenant sa taille et commençaient à remonter sur son ventre. Voilà, c’était ainsi que s’achevait sa courte vie. Finalement, Grand-Mère Bä-Bä avait eu tort. Lui qui avait grandi avec l’idée de devenir l’Ombre du Masque Noir et de périr parmi les siens en protégeant son frère, allait mourir seul et loin de chez lui, avec pour dernière vision l’éblouissante empreinte astrale de Jena. Quelle ironie. Alors que le Zoraï avait tourné son masque sur la gauche pour ne pas avoir à supporter plus longtemps le reflet moqueur de la cuirasse, il aperçut une étrange source lumineuse au-delà de la lisière de la route, sous l’ombre des grands arbres sylvestres. En se concentrant, il put discerner nettement deux sphères de taille identique. Elles étaient d’une blancheur éclatante et luisaient d’autant plus vivement qu’elles étaient environnées d’obscurité. Non, ce n’était pas seulement l’obscurité… Pü distingua une petite silhouette noire parmi les ombres. Son sang se glaça de nouveau. Ce n’étaient pas des sphères, c’étaient des yeux. Ceux du Kami Noir qui lui était apparu deux fois jusqu’alors. Il était là. Ma-Duk le regardait.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Non, il ne pouvait abandonner. Il était un Guerrier Noir de Ma-Duk, forgé par les meilleurs combattants de la Jungle et béni des Kamis. Tant qu’il pourrait se battre, il n’abandonnerait pas. Revigoré, son corps réagit d’instinct lorsque le général abattit son arme sur lui pour lui transpercer la clavicule gauche. Il envoya son bras droit au contact de la lame massive pour se protéger, et si son épée courte ne réussit pas à bloquer le coup, elle permit néanmoins de dévier l’attaque, au prix d’une partie de sa main, qui vola en éclats. L’état d’extrême tension dans lequel se trouvait le jeune guerrier eut pour effet positif de lui faire totalement ignorer la douleur. L’épée l’érafla et se planta lourdement dans le sol. Profitant de la seconde de répit qu’il lui était offerte, Pü lâcha la dague qu’il tenait dans sa main gauche et manipula la Sève alentour pour incanter à deux mains un sortilège. Sa paire d’amplificateurs de magie étant accrochée à sa ceinture désormais enchevêtrée avec les racines, il ne put s’en équiper. Mais pour ce qu’il comptait faire, un sortilège brut devrait suffire. Alors '''il n’hésita pas, et enflamma son corps pour s’évader de sa prison de bois'''. Il réussit à se dégager des racines partiellement consumées au moment où le général arrachait son épée du sol. Alors qu’il lançait son second assaut, Pü réussit à l’éviter de justesse grâce à une roulade. Le Matis enchaîna avec une série de frappes d’estoc et de taille, que le jeune guerrier esquiva à l’aide de diverses acrobaties. Désarmé, il n’était pas en mesure de parer les attaques. S’il était bien plus habile que le général encombré de sa lourde armure, celui-ci semblait bien plus endurant, et n’avait pas encore subi de blessures. Plus inquiétant encore, ses coups se faisaient de plus en plus précis. Pour la première fois de sa vie, Pü combattait un maître d’armes dans un combat à mort. L’expérience du Matis parlait, et il ne lui fallut que peu de temps pour commencer d’anticiper les mouvements du jeune guerrier.&lt;br /&gt;
[[file:Hesita pas.png|right|400px|alt=… il n’hésita pas…|il n’hésita pas]]&lt;br /&gt;
Les secondes défilaient et Pü s’essoufflait à vue d’œil. À plusieurs reprises, le soldat réussit à le frôler, entaillant son corps d’enfant de la pointe de son épée. Pü faisait régulièrement appel aux pouvoirs de la Sève pour panser ses blessures et régénérer partiellement son endurance, mais, à ce rythme, il atteindrait bientôt ses limites. S’il aurait aimé pouvoir passer dans le dos du Matis pour tenter de lui briser la nuque, comme il savait si bien le faire, celui-ci ne lui laissait aucun répit. Sans arme, il n’avait aucun moyen de s’extraire de cette situation perdue d’avance. Alors qu’il cherchait une échappatoire, il aperçut une dague pendant à la taille du soldat, cachée derrière le drap d’apparat ornant sa ceinture. Comment avait-il pu ne pas la voir avant ? Pü se maudit et imagina un plan d’action, entre deux roulades et trois contorsions. Il allait jouer le tout pour le tout. À bout de souffle, le Zoraï attendait le moment idéal pour agir. Soudainement, lui qui ne faisait jusqu’alors que reculer face aux assauts du Matis, profita d’une large frappe de taille pour effectuer une roulade avant et passer sous la lame tranchante. Son mouvement tout juste terminé, il poussa aussi fort qu’il put sur ses jambes, et bondit sur le flanc gauche du soldat. Si le Matis fut décontenancé par la direction de l’esquive, il réagit très vite et rendit un violent coup de pied latéral au jeune guerrier. Le corps de l’enfant craqua sous la lourde botte du soldat et alla s’écraser plus loin sur le sol. Pü se releva péniblement sur un genou et cracha le sang. Son adversaire venait de lui briser plusieurs côtes. Mais derrière son masque, le jeune guerrier souriait : sa main valide était désormais armée. Bien que différente des dagues qu’il avait coutume de manier, celle du Matis ferait parfaitement l’affaire. Le jeune homin inspira un grand coup et leva son masque vers le général. Celui-ci s’était retourné et s’apprêtait à réaliser une percée avec son épée pour retourner au corps-à-corps.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Abandonnez mon garçon ! » dit-il en chargeant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
À nouveau, Pü n’aurait qu’une seule chance. Et jusqu’alors, la chance lui avait souvent souri. Finalement, peut-être que le Kami Noir veillait réellement sur lui.  Alors que le soldat se précipitait dans sa direction, l’épée dirigée vers l’avant, Pü attendit le bon moment et jeta sa dague en l’air, loin au-dessus de lui. Aussitôt fait, il infusa tout ce qu’il put de Sève dans ses jambes et fit gonfler ses cuisses comme jamais. Puisant à la limite de ce qu’il pouvait endurer, il souleva un nuage de sciure et bondit dans les airs d’un saut surhomin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Totalement surpris par la nature de l’attaque et partiellement aveuglé par le brouillard de débris, le Matis crut à tort que le Zoraï tentait simplement de s’enfuir. Il comprit trop tard la réalité de la situation lorsque qu’il sentit son épée s’alourdir brusquement sur l’avant. Pü venait d’atterrir sur le plat de la lame et s’élançait tel un funambule en direction de son porteur. Déjà fort déséquilibré, le Matis tenta en vain de se redresser au moment où Pü prit à nouveau appui sur l’arme pour voltiger. Le jeune guerrier atterrit cette fois-ci sur ses épaules, et se propulsa une derrière fois en direction du ciel, obligeant par la force de ses jambes le Matis à poser un genou au sol. Pü devait se situer à environ quatre mètres du sol, et survolait le nuage de poussière qui commençait à se dissiper. Il n’eut qu’à tendre son bras valide pour attraper la dague qu’il avait précisément jetée quelques secondes auparavant. Écartant les jambes et regardant vers le sol, alors que la gravité commençait à faire effet, il posa ses yeux sur le visage du général. Celui-ci avait perdu son regard terrifiant et ouvrait grand les paupières. Pü y lut de l’admiration. L’enfant effectua à nouveau un lancer parfait et la dague alla se planter droit dans le crâne du Matis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Toujours en l’air, le Zoraï se préparait à se réceptionner correctement, mais ses côtes cassées l’en empêchèrent. Il s’effondra lourdement sur le flanc opposé, non loin du corps du général figé sur les genoux dans une étrange position. Sa tête pendait en arrière, dirigée vers l’astre du jour et sa longue chevelure d’ébène se soulevait légèrement au gré du vent. Pü s’allongea sur le dos et écarta les bras. Terminé. Son calvaire était terminé. Il avait gagné.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{NavChap|[[Chapitre III - Mourir pour renaître]]|[[La Guerre Sacrée#Table des matières|Table des matières]]|[[Chapitre V - La graine du doute]]}}&lt;br /&gt;
{{Portail|La Grande Bibliothèque|Zoraï}}&lt;br /&gt;
[[Catégorie:La Guerre Sacrée]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jadeyn</name></author>	</entry>

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		<id>https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Kapitel_I_-_Ein_Schicksal_erf%C3%BCllt_mit_Ruhm&amp;diff=32972</id>
		<title>Kapitel I - Ein Schicksal erfüllt mit Ruhm</title>
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				<updated>2022-09-28T13:12:48Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Jadeyn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Trad&lt;br /&gt;
|DE=Kapitel I - Ein Schicksal erfüllt mit Ruhm|DEs=2&lt;br /&gt;
|EN=Chapter I - A Fate Paved with Glory|ENs=4&lt;br /&gt;
|ES=&amp;lt;!--Capítulo I - Un destino pavimentado de gloria--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|FR=Chapitre I - Un destin pavé de gloire|FRs=0&lt;br /&gt;
|RU=Глава I - Судьба, вымощенная славой|RUs=2&lt;br /&gt;
|H=1&lt;br /&gt;
|palette=}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Clear}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:purple;font-weight:bold&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''I - Ein Schicksal erfüllt mit Ruhm'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:purple;font-weight:bold&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''Jahr 2464 von Jena'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Zitat|''Bélénor Nébius, Erzähler'' • ''Cheng Lai'SuKi, Illustratorin''|&lt;br /&gt;
Das Kleinkind öffnete die Augen und begann zu brabbeln. Mit seinen pummeligen Ärmchen suchte es mit seinen ungeschickten Fingerspitzen nach der Stoffpuppe, die seit seiner Geburt seine Nächte geteilt hatte. Als er sie nicht fand, gestikulierte er, um sich aus seinem Kokon aus Bettlaken zu befreien, und griff nach den schützenden Gitterstäben seines Bettchens, um sich aufzurichten. Wie an vielen anderen Morgen fand er sie auf dem Boden liegend vor, wo sie ihn enttäuscht ansah, weil sie wieder einmal aus Versehen aus ihrem warmen und gemütlichen Nest geworfen worden war. Er wollte sich gerade mit etwas Akrobatik zu ihr begeben, als sich der Vorhang des Zimmers, in dem er sich befand, öffnete. Obwohl es immer wieder vorkam, dass seine Mutter am Morgen erschien, konnte er sich niemals an ihrer unglaublichen Schönheit satt sehen. Er vergaß seine Puppe völlig und schlug lachend mit den Armen, weil er es kaum erwarten konnte, diejenige zu finden, die ihm jeden Abend von seinem Vater entrissen wurde. Hinter ihrer tätowierten Maske erwiderte die Zoraï sein Lächeln und ließ ein paar Worte fallen. Wenn er auch ihre Worte nicht verstand, so war ihre Stimme doch die schönste Melodie, die er kannte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Guten Morgen, mein Schatz. Wieder eine unruhige Nacht, wie ich sehe.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie ging zur Wiege, hob die Puppe auf und streckte dann ihre Arme nach ihm aus. Das Kind, das bereits vor Ungeduld stampfte, ahmte ihre Geste nach und lachte laut auf, als seine Mutter es an der Taille packte und abhob. Sie wirbelte ihn einige Sekunden lang durch die Luft, legte ihre knochige Stirn an die noch jungfräuliche ihres Sohnes und drückte ihn dann an ihr Herz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Heute ist ein großer Tag für dich, Pü. Mama glaubt an dich. Wie bei deinem Bruder ist das Schicksal, das dich erwartet, mit Ruhm erfüllt.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kleinkind beruhigte sich sofort, als es die Maske und die blaue Haut seiner Mutter berührte. Sie schmeckte so gut. Sie roch so gut. Sie war so weich. Er öffnete den Mund und fuhr mit der Zunge über das warme Fleisch, um die süßen Ausdünstungen des mütterlichen Schweißes einzufangen. Auf dem Weg in den Hauptraum des Hauses zog die Zoraï eine ihrer großen Brüste aus ihrer Tunika und reichte sie ihrem Sohn. Dieser ließ sich nicht lange bitten und griff mit beiden Händen nach der üppigen Kurve, während sein Mund auf der aufgerichteten Spitze schmolz, die ihn jeden Tag nährte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Zuhause von Pü und seiner Familie bestand aus einer großen Rundhütte, in der sich der Hauptraum befand, und zwei kleinen Hütten, die die große Hütte flankierten und in denen das Elternschlafzimmer, in dem Pü schlief, und das Zimmer seines älteren Bruders untergebracht waren. Das Fundament der Anlage bestand hauptsächlich aus weichem Holz, Lianen und verschiedenen großen Blättern, die wegen ihrer Wasserundurchlässigkeit ausgewählt worden waren. Nach dem Haus von Großmutter Bä-Bä war diese Behausung die imposanteste des Stammes. In der Mitte des Hauptraums befand sich der Familientisch, auf dem eine große Menge an verschiedenen Lebensmitteln stand. Um den Tisch herum saßen Püs Vater und sein Bruder und aßen schweigend zu Frühstück. Pü starrte die beiden Homins nacheinander an, während er an der Brust seiner Mutter saugte.&lt;br /&gt;
[[file:Son grand masque.png|right|400px|alt=Son grand masque noir lui faisait peur…|Seine große schwarze Maske machte ihm Angst…]]&lt;br /&gt;
Er erahnte ein Lächeln unter der Mundkerbe der Maske seines Bruders. Er war es nicht gewohnt, ihn so zu sehen. Bis vor kurzem war sein Gesicht noch nackt und zeigte regelmäßig eigenartige Grimassen, die ihn nur zum Lachen bringen sollten. Doch als er zwölf Jahre alt war, war ihm eine gehörnte Maske gewachsen. Pü mochte seinen Bruder sehr. Er kitzelte ihn, spielte mit ihm und zeigte ihm unglaubliche akrobatische Choreografien, die den kleinen Zoraï in einen Zustand der Übererregung versetzten und ihre Mutter ziemlich nervten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Vater sah ihn nicht an und aß schweigend weiter. Pü wusste nicht, was er von ihm halten sollte. '''Seine große schwarze Maske machte ihm Angst''' und er konnte sich nicht daran erinnern, jemals ein Lächeln dahinter erahnt zu haben. Außerdem hatte er schon gesehen, wie er seinen Bruder hart angegangen war und ihn mit scharfen Gegenständen geschlagen hatte, denen Niï jedoch ausweichen konnte. Er hatte ihn auch schon mehrmals dabei erwischt, wie er seine Mutter im Elternbett misshandelte, indem er ihr Haar fest in den Griff nahm, ihre Handgelenke umklammerte, sie mit seiner starken Muskulatur erdrückte und ihr sogar manchmal auf den Unterkörper schlug, während sie ihre Schreie in den Kissen erstickte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch weder ihr Bruder noch ihre Mutter schienen einen Groll gegen ihn zu hegen. Sein Bruder schien seinen Vater weiterhin als Vorbild zu betrachten, und seine Mutter beendete ihre nächtlichen Streitereien immer mit zärtlichen Streicheleinheiten, auf die Pü schon seit seiner Wiege neidisch war. Entschieden verstand er es nicht. Und weil er misstrauisch war, zog er es vor, dass sein Vater ihn weiterhin ignorierte, während seine Mutter und sein Bruder sich darum kümmerten, ihm Liebe und Lachen zu schenken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Frühstück ging schweigend weiter, bis sein Vater das Wort ergriff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Niï, beende bitte schnell das Frühstück und bereite bitte unsere Festkleidung vor. In der Zwischenzeit wird deine Mutter Pü für die Zeremonie einkleiden. Achte auch darauf, dass unsere Waffen richtig geschärft sind.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der junge Zoraï schnappte sich schnell eine letzte Handvoll Trockenfrüchte, stand auf und verneigte sich vor seinem Vater.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich habe unsere Waffen gestern Abend vor dem Schlafengehen geschärft, Vater. Und ich werde gleich unsere Anzüge vorbereiten.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser antwortete mit einem leichten Nicken und konzentrierte sich wieder auf den Inhalt seines Tellers. Im selben Moment stand die Mutter auf und nahm Pü von ihrer Brust ab. Der Kleine, der bereits gut gesättigt war, verzog keine Miene, sondern knetete weiter die entblößte Brust, um den Kontakt aufrechtzuerhalten. Sie wickelte ihn und tauschte die von der Nacht verschmutzten Windeln gegen ein hübsches, geflochtenes Höschen. Einige Dutzend Minuten vergingen, und die Familie war bereit zum Aufbruch.&lt;br /&gt;
{{Couillard}}&lt;br /&gt;
Pü kniff die Augen zusammen, als seine Mutter aus der Hütte trat. Sein Stamm war zwar in einem riesigen Baumstumpf eines gefallenen Himmelsbaums untergebracht, aber die stark beschädigte Rindendecke ließ zu bestimmten Tageszeiten einige Astralstrahlen durch, von denen eine gerade das Auge des kleinen Zoraï fand, der sich zwischen die Brüste seiner Mutter flüchtete. Ohne himmlisches Licht erhellte sich die Gemeinschaft mit Lampen, die Glühwürmchen enthielten. Obwohl manche die Atmosphäre als düster bezeichnen würden, liebte Pü es, wenn seine Mutter mit ihm durch die steilen, gewundenen Gassen oder über die Hängebrücken, die die verschiedenen Ebenen der kleinen Stadt miteinander verbanden, spazierte. Das Dorf, das viel höher als breit war, war in der Vertikalen gebaut worden. In den höheren Stockwerken befanden sich die Wohnhäuser, während die unteren Schichten den Gemeinschaftsräumen vorbehalten waren, wie z. B. den Geschäften, den Kultstätten, dem Dojo oder dem Speisesaal. Pü liebte den Speisesaal. Die anderen Zoraïs waren sehr nett zu ihm und das Essen war reichlich vorhanden. Doch dieses Mal spürte das Kleinkind, dass der Spaziergang nicht alltäglich war. Die anderen Stammesmitglieder waren in großer Zahl anwesend und bildeten einen Weg, der die Hütte der Familie mit den Höhen des Dorfes verband. Alle trugen ihre schwarze Zeremonialkleidung, die aus einem Lendenschurz aus Pflanzenfasern und einem breiten Gürtel aus geflochtenem Stroh bestand, aber vor allem an den imposanten weißen Bernsteinlinsen zu erkennen war, die jeden Plexus schmückten. Als die Familie unter der Führung von Püs Mutter weiterging, verbeugten sich die Bewohner in Ehrfurcht und schlossen sich der Gruppe an. Das Kleinkind, satt und eingelullt vom Marsch seiner Mutter, fiel in einen leichten Schlaf. Wie diese Szene bereits andeutete, war seine Familie keine gewöhnliche Familie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Looi Fu-Tao, Püs Mutter, war außerhalb des Dorfes als Diplomatin tätig, um die Beziehungen zur Zoraï-Theokratie zu pflegen, dem politischen Regime, das das Land seit fast drei Jahrhunderten regierte und seinen Sitz in der Hauptstadt Zoran hatte. Seit etwa vierzig Jahren stellte der Große Weise Min-Cho die höchste homine Autorität der Theokratie dar, die, unterstützt vom Rat der Weisen, den Dschungel, die Heimat des Zoraï-Volkes, regierte. Zwar hofften die Weisen, dass die Mitglieder des &amp;quot;Stammes des Verfluchten Baumstumpfes&amp;quot; - wie sie ihn gerne nannten - die Autorität der Theokratie irgendwann akzeptieren würden, doch es half alles nichts. Es war nun schon mehrere Generationen her, dass sich die Abspaltung des Stammes vollzogen hatte, und es sah nicht so aus, als würden sich die Dinge bald ändern. Looï war jedoch nicht nur eine Diplomatin. Im Dorf war sie vor allem die Hohepriesterin des Schwarzen Kults von Ma-Duk, die die religiöse Autorität innehatte.&lt;br /&gt;
[[file:Sang Fu-Tao etait.png|left|400px|alt=Sang Fu-Tao était le Masque Noir|Sang Fu-Tao war die Schwarze Maske]]&lt;br /&gt;
Ihr Ehemann '''Sang Fu-Tao war die Schwarze Maske''', der Erste Krieger, der militärische Führer des Stammes. Einige Monate nach seiner Geburt war Niï, ihrem ältesten Sohn, von Großmutter Bä-Bä, der Hexe und Seherin des Dorfes, ein großes Schicksal versprochen worden. Der Prophezeiung zufolge würde Niï Fu-Tao eines Tages die Nachfolge seines Vaters als Schwarze Maske antreten und vor allem der Heilige Krieger werden. Von Ma-Duk, dem Großen Erzeuger, auserwählt, würde Niï Fu-Tao die Welt umrunden, Irregeleitete zum Wahren Glauben bekehren, Atheisten unterwerfen und Ketzer ausrotten. Für die Zoraï-Theokratie war diese Prophezeiung eine Ketzerei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn der Konflikt zwischen dem Stamm und dem Rest des Landes war in erster Linie ein religiöser Konflikt. Alle Zoraïs verehrten die Kami, mysteriöse spirituelle Wesenheiten, die die Ökosysteme schützen. Diese göttlichen Wächter, die ihre Gestalt nach Belieben verändern und ohne körperliche Einschränkungen reisen können, sorgten dafür, dass niemand das empfindliche Gleichgewicht von Atys, der Pflanzenwelt, in der alle leben, gefährdet. Obwohl sie diskret waren, unterhielten sie enge Beziehungen zu den Homins, solange diese sich respektvoll gegenüber der Natur verhielten. Unter den verschiedenen Homin-Völkern waren die Zoraïs bei weitem am empfänglichsten für die Magie der Kami. Sie waren bereits groß und blauhäutig, was sie vom Rest der Hominheit unterschied, und in ihrer Jugend wuchs ihnen eine knochige, gehörnte Maske aus der Stirn über das Gesicht. Diese Maske repräsentierte die wahre Seele ihres Trägers und zeugte von seiner einzigartigen Verbindung zu den Kami. Doch obwohl jeder Zoraï die Kamis verehrte, waren sich nicht alle über die Identität des Obersten Kami einig. Für die Mehrheit der Zoraïs dienten die Kami Jena, der Göttin des Tagsterns und der Mutter der Menschheit. Für den dissidenten Stamm war Jena eine usurpatorische Göttin, die vom Himmel kam, Atys fremd war und ihm Böses wollte. Ihrer Ansicht nach war der einzige Oberste Kami Ma-Duk, was in der Sprache der Zoraï &amp;quot;Große Maske&amp;quot; bedeutet. Er war der Große Erzeuger, der in den Tiefen von Atys schlief. Ein Gott, den niemand außer ihnen erkannte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch die Disharmonie ging noch weiter. Die Zoraï-Theokratie, die im letzten Jahrhundert besonders isolationistisch geworden war, hatte die Große Mauer errichtet, ein gigantisches Bauwerk, das die Grenzen des Dschungels vor jeglichem Kontakt mit Fremden schützte. Die Große Mauer hatte die Theokratie jedoch nie davon abgehalten, ihre Beziehungen zur Karavan aufrechtzuerhalten, einer seltsamen Gruppe von Hominoiden, die von Kopf bis Fuß in erstaunliche schwarze Rüstungen gekleidet waren und wundersame Instrumente bedienten. Diese seltsamen Wesen, deren wahre Natur niemand kannte, lebten im Himmel von Atys. Sie waren mit einer unbekannten Technologie ausgestattet und reisten mit seltsamen Fahrzeugen, die die Schwerkraft überwinden konnten, durch den Himmel, um das Wort zu verbreiten und den Interessen der Göttin Jena zu dienen. Als Gegenleistung für ihre Loyalität hatte die Karavan die Zoraïs in die Geheimnisse des Magnetismus und der elektrostatischen Eigenschaften eingeweiht und sie auch das Schreiben gelehrt. Obwohl die Kami die Karavan verabscheuten und dies auch den Homins mitteilten, hatte dies den Rat der Weisen niemals davon abgehalten, ihre Geschenke anzunehmen und das Wissen der Karavan noch heute zu nutzen, um die Gebäude von Zoran schweben zu lassen. Für den dissidenten Stamm, als Apostel der von den Kami verabscheuten Jena, mussten die Karavan als ernsthafte Bedrohung angesehen und entsprechend bekämpft werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier lagen die Differenzen. Differenzen, die den Geist des Großen Weisen Min-Cho und seiner Berater erhitzten, die unfähig waren, ideologische Kritik zu akzeptieren, und die den Dissidentenstamm mit dem Wunsch nach einem heiligen Krieg erfüllten. Anstatt den Stamm frontal anzugreifen, weil sie die Fähigkeiten seiner Soldaten und die geheimnisvollen Kräfte von Großmutter Bä-Bä fürchteten, ließ die Zoraï-Theokratie den Stamm bei den Dschungelvölkern als gewöhnliche heidnische Sekte erscheinen. Dies hatte bis dahin recht gut funktioniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Pü Fu-Tao, den Jüngsten, den das Echo eines Vogelschreis aus der Ferne geweckt hatte, ergab das alles noch keinen Sinn. Und doch blickte er mit seinen großen schwarzen Augen erstaunt auf die Dorfbewohner und war sich bewusst, dass heute etwas anders zu sein schien. Vielleicht wusste er tief in seinem Inneren, dass etwas Wichtiges passieren würde. Als er die Gassen zwischen den Hütten erkannte und wusste, dass sie auf dem Weg zu Großmutter Bä-Bä waren, begann sein Herz zu rasen. Er mochte die alte Frau nicht. Ihre hagere Maske machte ihm Angst, ihr Geruch stach ihm in die Nase und ihre Anwesenheit wurde mit Krankheit in Verbindung gebracht. Großmutter Bä-Bä war nämlich auch die Heilerin des Dorfes, die man aufsuchte, um eine Lösung für seine Probleme zu finden. Während das Ehepaar Fu-Tao die Autorität innerhalb des Stammes darstellte, wusste jeder, dass Großmutter Bä-Bä in Wirklichkeit die zentrale Säule der Gemeinschaft war. Man erzählte sich, dass sie älter als der älteste Zoraï im Land war und jedem Stammesmitglied bei der Geburt geholfen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die Prozession vor der riesigen Hütte von Großmutter Bä-Bä am höchsten Punkt des Dorfes ankam, spürte Pü, wie ihm die Tränen kamen, und er griff fest nach der Tunika seiner Mutter. Looï legte ihre Stirn an seine, was ihn beruhigte, und ging mit ihrem Sohn auf dem Arm auf die große Hütte zu. Pü konnte gerade noch einen Blick zurückwerfen und sehen, wie sein Bruder ihm aufmunternde Zeichen gab, bevor große Vorhänge seine Sicht versperrten und ihm der typische Geruch der Behausung in die Nase stieg. Im hinteren Teil des Hauptraums arbeitete Großmutter Bä-Bä über einem Topf aus Bernstein. Trotz ihres hohen Alters war sie ausgesprochen flink und wendig und zog in Windeseile verschiedene Pflanzen und Wurzeln aus den vielen Taschen, die ihre Schürze bildeten. Nichts deutete jedoch auf ihre Vitalität hin, denn ihr blasser, knochiger und trockener Körper war von tiefen Falten durchzogen. Großmutter Bä-Bä schob den Tod immer weiter hinaus, und jeder wusste, dass sie dies ihren kamischen Kräften verdankte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Komm her, meine Tochter, sagte sie mit hohler Stimme, ohne ihre Gäste anzusehen. Leg deinen Sohn auf den Altar, ich bin gleich fertig.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gehorsam trat Looi auf einen schön behauenen Baumstumpf zu. Als sie ihren Sohn sanft auf die feste Oberfläche legte und damit den mütterlichen Kontakt unterbrach, begann er zu weinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Tröste ihn nicht, meine Tochter. Tränen nähren die Vorhersagen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der junge Zoraï verstand nicht. So sehr er auch Warnsignale aussendete, seine Mutter reagierte nicht, sondern sah ihn mit einem seltsamen Blick an, während sie sich über ihn beugte. Als Pü seine Arme ausstreckte und versuchte, nach den langen Zöpfen seiner Mutter zu greifen, unterbrach die hässliche Maske der alten Frau den Blickkontakt. Sein Weinen verdoppelte sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Halte ihn gut fest und gerate nicht in Panik wie bei deinem ersten Sohn. Alles wird gut werden.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Großmutter Bä-Bä zog einen Dolch mit einer fein gravierten schwarzen Klinge aus ihrer Schürze und griff vorsichtig nach der Hand des jungen Zoraï. Als Pü die rissige Haut berührte, erschauerte er und begann sich zu wehren. Zu seinem Pech ließ seine Mutter ihn nicht gewähren und hielt ihn fest. Was hatte er falsch gemacht? Warum musste er das alles durchmachen? Als er sich bereits am Boden fühlte, geschah das Schlimmste. Die alte Frau legte die Schneide der Waffe auf seine Handfläche und schloss seine kleinen Finger einen nach dem anderen um die Klinge. Dann drückte sie mit einem kräftigen Ruck zu. Der Schmerz elektrisierte Pü und er begann zu schreien, während seine Mutter ihn mit einem ausdruckslosen Blick ansah, während sie seine Haltung erzwang. Er, der sie so sehr liebte, hatte geglaubt, dass ihre Liebe erwidert würde. Aber ohne dass er wusste, warum, überließ sie ihn der Gnade der Hexe und nahm an seinem Martyrium teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Es ist bald vorbei, ich muss nur noch die kostbare Flüssigkeit einsammeln. Versuche nicht, ihn zu beruhigen, der Schmerz verleiht dem Blut Kraft.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die alte Frau legte den Dolch auf den Altar und holte einen kleinen Lederbeutel aus ihrer Schürze. Nacheinander holte sie sieben seltsame orangefarbene Würfel heraus und strich sie über die blutige Klinge. Nachdem sie das letzte Relikt mit Blut gesegnet hatte, beschwor sie eine Formel. Daraufhin absorbierten die seltsamen Symbole auf den Bernsteinseiten der Würfel das Licht und erwachten zum Leben. Pü hatte völlig aufgehört zu weinen und war wie hypnotisiert von dem schrecklichen Schauspiel, das sich vor seinen Augen entfaltete. Die Hexe warf die Würfel schnell und ohne Unterbrechung auf den Altar, der rötliche, animierte Fresken an die Wände warf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü sah einen Reigen aus Homins und Kamis. Ein Reigen, der auf den runden Wänden der Hütte tanzte. Er konnte sie fast singen hören. Als die Kami plötzlich stehen blieben, verwandelten sie sich in riesige Mäuler und verschlangen einen Großteil der Homins, die sich vergeblich wehrten. Die Szene konzentrierte sich nun auf die Überlebenden des Totentanzes, die unter der Führung eines Zoraï einen Berg aus Leichen erklommen. Obwohl der Hang mit jedem Schritt steiler wurde, schlossen sich immer mehr Homins der Truppe an und halfen beim Aufstieg. Als der Krieger schließlich den Gipfel erreichte, schwang er sein Schwert in den Himmel und zerschmetterte das Gestirn, das dort thronte. Im selben Moment erloschen die Würfel und gaben der Hütte das Licht zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Großmutter Bä-Bä sah Looï lange und stumm an. Die Zoraï beugte sich über ihren Sohn und packte ihn sanft. Pü, der völlig neben sich zu stehen schien, nahm in dem Moment wieder Kontakt zur Realität auf, als seine Mutter ihn an ihre Brust drückte. Sein Martyrium war vorbei, sie liebte ihn noch immer. Er schlief sofort ein.&lt;br /&gt;
[[file:Evita soigneusement.png|right|400px|alt=… évita soigneusement de croiser le regard de son époux,…|vermied es sorgfältig, dem Blick ihres Mannes zu begegnen]]&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du weißt, was du ihnen sagen musst, meine Tochter&amp;quot;, sagte die alte Frau schließlich, ohne Looï aus den Augen zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie ging ein paar Schritte weiter und legte einen Finger auf die verstümmelte Hand des Kindes. Die Wunde schloss sich sofort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Von heute an hängt die Zukunft deines Sohnes und vielleicht sogar die Zukunft der gesamten Menschheit von deiner Lüge ab. Sie ist ein notwendiges Übel. Vergiss es niemals.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Ich weiß, Oma... Danke für alles&amp;quot;, flüsterte sie mit zitternder Stimme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fieberhaft küsste Looï ihn auf die Wange und ging zum Ausgang der Hütte, wobei sie ihren Sohn an ihr Herz drückte. Im Schlaf konnte Pü spüren, wie es heftig schlug. Sie schob die Vorhänge zur Seite, als sie nach vorne trat, und stand ihrem ganzen Volk gegenüber. Jedes Stammesmitglied starrte sie mit schweren Augen an und wartete auf das Urteil. Sie '''vermied es sorgfältig, den Blicken ihres Mannes''' und vor allem ihres ersten Sohnes zu begegnen. Dann räusperte sie sich und ergriff das Wort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Großmutter Bä-Bä hat die Würfel geworfen! Ich habe die große Ehre, heute die Vorhersagen zu verkünden, die sie für den ersten Geburtstag meines zweiten Sohnes, Pü Fu-Tao, gemacht hat. Während Niï, die zukünftige Schwarze Maske, zum Heiligen Krieger wird, der bis in den Himmel reicht, um die Karavan und Jena zu vernichten, wird Pü ihm auf seiner Reise zur Seite stehen! Er wird sein Schatten sein, der ihn jederzeit berät und nicht zögern wird, sein Leben zu opfern, um ihn zu beschützen! Gelobt seien meine Söhne! Gelobt sei Ma-Duk! Heute Abend werden wir zum Ruhm des Heiligen Krieges und der bevorstehenden Ankunft der Glücklichen Tage feiern!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein unvergleichlicher Jubel ging durch die Versammlung. Als Pü aufwachte, ließ er seinen Blick über die Menge schweifen. Sein Blick blieb an der schwarzen Maske seines Vaters hängen. Der kleine Zoraï öffnete erstaunt die Augen, denn zum ersten Mal konnte er ein Lächeln erahnen.}}&lt;br /&gt;
{{NavChap|[[La Guerre Sacrée]]|[[La Guerre Sacrée#Table des matières|Table des matières]]|[[Chapitre II - Fraternité]]}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Portal|Die Große Bibliothek|Zoraï}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Der Heilige Krieg]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jadeyn</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://de.wiki.ryzom.com/w/index.php?title=Kapitel_IV_-_Sylvan_Exil&amp;diff=32971</id>
		<title>Kapitel IV - Sylvan Exil</title>
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				<updated>2022-09-28T13:12:17Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Jadeyn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{NavChap|[[Chapitre III - Mourir pour renaître]]|[[La Guerre Sacrée#Table des matières|Table des matières]]|[[Chapitre V - La graine du doute]]}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;{{Trad&lt;br /&gt;
|DE=Kapitel IV - Sylvan Exil|DEs=2&lt;br /&gt;
|EN=Chapter IV - Sylvan Exile|ENs=4&lt;br /&gt;
|ES=&amp;lt;!--Capítulo IV - Exilio en el bosque--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|FR=Chapitre IV - Exil sylvestre|FRs=0&lt;br /&gt;
|RU=&amp;lt;!--Глава IV - Изгнание в лес--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|H=1&lt;br /&gt;
|palette=}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Clear}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:purple;font-weight:bold&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''IV - Sylvan Exil'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:purple;font-weight:bold&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''Jahr 2474 von Jena'''&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Quotation|''Bélénor Nébius, Erzähler'' • ''Cheng Lai'SuKi, Illustratorin''|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[file:Pu deroulait.png|right|400px|alt=… Pü déroulait en silence…|verrichtete Pü schweigend]]&lt;br /&gt;
Auf einem hohen Ast eines großen sylvanischen Baumes sitzend, '''verrichtete Pü schweigend sein tägliches Gebet'''. Über ihm, sogar noch näher, so weit entfernt vom Dschungel und seinem Zenit, war das Tagesgestirn dabei, seinen vollen Glanz zu entfalten, und trotz der dicken Laubschicht, die es vom Himmel trennte, schaffte es das warme Licht, die blaue Haut des jungen Zoraï zu erwärmen. Er hatte jedoch gelernt, Jenas astrale Prägung zu vergessen, und versuchte, sich an die Kälte und das Echo der Abgrundschächte zu erinnern, die sein Dorf unter der Rinde durchzogen und die es Ma-Duk ermöglichten, aus dem Herzen von Atys über ihn und seine Familie zu wachen. Er hatte ohnehin keine Wahl: Die Höhen waren bei weitem der geeignetste Ort für meditative Momente. Am Boden waren Raubtiere und Soldatenpatrouillen eine ständige Störung, die seine Ruhe bedrohten und ihn daran hinderten, sich friedlichen Aktivitäten zu widmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tausend Kilometer entfernt beendeten seine Stammesmitglieder wahrscheinlich auch gerade ihre Gebete. Trotz der Entfernung und der Einsamkeit hatte Pü versucht, seinen Lebensrhythmus beizubehalten, den er vor seiner Abreise gelebt hatte. Mit dem ersten Morgengrauen erwachte das Dorf und bereitete sich auf die Routinearbeiten vor, die für das reibungslose Funktionieren der Gemeinschaft notwendig waren: Instandhaltung, Handwerk, Jagd, Kochen, verschiedene Versammlungen, Empfang der seltenen Gesandten und Händler etc. Das Ziel war es, so viele Aufgaben wie möglich zu erledigen, bevor die lange Morgenlitanei begann. Diese wurde von Pus Mutter Looï geleitet und endete mit einem gemeinsamen Essen im Speisesaal, an dem der ganze Stamm teilnahm. Nach dem Mittagessen übten sich die Zoraï mehrere Stunden lang in der Kunst des Kampfes. Der Unterricht richtete sich an alle, unabhängig von Alter oder Geschlecht, und war sehr vielfältig: Nahkampf, Stichwaffen, Schusswaffen und Magie. Der Stamm war in erster Linie ein Clan von Kämpfern, die früher oder später am Beginn des Heiligen Krieges teilnehmen würden. Wenn das Training beendet war, trafen sich die Familien zu einem gemütlichen Essen und gingen vor dem Schlafengehen verschiedenen persönlichen Aktivitäten nach. Seit jeher besuchte Pü Abendkurse bei seiner Mutter, die ihn in homininer Geschichte, internationalen Beziehungen, anderen Sprachen und Wissenschaft unterrichtete. Gelegentlich wurde er von seinem älteren Bruder Niï begleitet. In den meisten Fällen besuchte dieser jedoch andere Privatstunden bei ihrem Vater, der Schwarzen Maske.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Junge wurde jäh aus seinen Erinnerungen gerissen, als ein trauriges Geräusch die Harmonie des Gesangs der Bäume durchbrach. Über den Baumwipfeln erschütterte das dumpfe Dröhnen eines Karavan-Fluggeräts die Luft und vertrieb die Javings, diese seltsamen Vögel mit den gezackten, grünlichen Flügeln und der langen, schwarzen, glänzenden und mit Widerhaken versehenen Zunge, mit der sie ihre Beute aufspießten. Pü stand schnell auf, überprüfte die Festigkeit seiner Lebenslinie und machte sich daran, die letzten Meter des dicken Baumstamms zu erklimmen, der ihn vom Himmel trennte. Als sein zarter Körper aus dem Blättermeer herausragte, musste er hinter seiner Maske die Augen zusammenkneifen, weil das Tageslicht so grell war. Nicht weit von ihm entfernt verlor die Höllenmaschine immer mehr an Höhe. Die seltsame schwarze Materie, aus der ihre Hülle bestand, reflektierte Jenas helles Astrallicht, als wollte sie ihn verhöhnen. Trotzdem gelang es Pü, die Maschine zu identifizieren. Es war einer der kleinen Transporter, die die Karavan normalerweise benutzte, um die von ihren Hominsklaven gesammelten Ressourcen zu sammeln. Seltsamerweise schien er direkt aus einer der riesigen Himmelswurzeln zu stammen, die das Kronendach bildeten, den unerforschten Teil der Rinde, wie die Bewohner Atys bezeichneten, ihre Welt aus lebendem Holz, das nur aus ständig wachsendem Pflanzenmaterial besteht. Ihre opulenten Täler und üppigen Hügel bestanden aus kolossalen Wurzeln, auf denen die Homins ihre Zivilisationen errichtet hatten. Das Wasser, das die tiefen Wurzelspalten füllte, erweckte ihre Seen, Lagunen und Ozeane zum Leben. Die steilsten Wurzeln bildeten seine Berge und reckten sich in einem langsamen, unaufhaltsamen Aufstieg in den Himmel. Bestimmte Temperaturanomalien führten sogar dazu, dass der Wurzelteppich langsam verglühte und die Wüsten entstanden. Und noch tiefer unter der Rinde befanden sich die Urwurzeln, das geheimnisvollste Ökosystem von Atys nach dem, das man in das Kronendach vermutet. Es bildete ein riesiges Labyrinth aus grünen, feuchten Höhlen, die tief in die Eingeweide der Pflanzenwelt bis in ihr Herz hineinreichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü beobachtete, wie die Karavan-Maschine mit hoher Geschwindigkeit abtauchte. Es war sehr wahrscheinlich, dass wie üblich ein Treffpunkt zwischen der Karavan und ihren Handlangern vereinbart worden war und dass ein Konvoi auf dem Weg war, um Tribut zu liefern. Der junge Zoraï spürte, wie sein Herz raste. Vier. Jetzt fehlten ihm nur noch vier. Vier, und er könnte endlich nach Hause zu seinen Lieben zurückkehren. Das war die perfekte Gelegenheit. Er musste den Konvoi abfangen, bevor er sich mit den Karavan-Agenten treffen konnte. Pü entkam dem nackten Tag, indem er sich ein paar Meter in die Tiefe stürzen ließ, und landete auf dem Ast, auf dem er seine Sachen zurückgelassen hatte. Er sammelte sie zusammen und packte sie hastig ein, bis auf einen würfelförmigen Weidenkorb, den er sorgfältig handhabte. In diesem Korb befanden sich die Früchte monatelanger Bemühungen. Er würde sich niemals verzeihen, wenn er ihn verlieren oder seine Unversehrtheit gefährden würde. Um sicherzugehen, dass er nichts vergessen hatte, überprüfte er noch einmal seinen Klettergurt und tauchte ab. Pü raste durch den grünen Abgrund, bewegte sich geschickt zwischen den Zweigen und löste mit einem fachmännischen Handgriff seine Lebenslinie von den Stiften, die er während des Aufstiegs getrieben hatte. Er durchquerte viele Sekunden lang die bunten Schichten dieses kontinentalen Waldes mit seinen tausend Jahreszeiten und landete schließlich anmutig auf dem belaubten Boden. Die Richtung, in die das Fluggerät flog, deutete darauf hin, dass es wahrscheinlich auf der Lichtung weiter nördlich landen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten Konvois starten in Matia, der Hauptstadt des gleichnamigen Königreichs, und so war es gut möglich, dass der erhoffte den breiten künstlichen Pfad nehmen würde, der den Wald im Westen durchschneidet. Pü war von den Kräften der Botaniker des Matis-Volkes beeindruckt und erschrocken zugleich. Er, der Matias kolossale Wurzelmauer und die riesigen Habitatbaumkomplexe, die sich jenseits der Stadtmauer so weit das Auge reichte, mit eigenen Augen gesehen hatte, war von einer solchen Maßlosigkeit überwältigt gewesen. Doch mit diesem Vorgehen und dem Versuch, die Natur nach seinem Willen zu beugen, versuchte das Volk der Matis, die Absicht der Kamis und damit auch die Absicht von Ma-Duk zu durchkreuzen. Der Große Erzeuger wacht über jedes Stückchen Materie auf Atys. Die Natur zu verändern bedeutet, sein Großes Werk zu verfälschen. Die Geheimnisse der Manipulation von lebender Materie, insbesondere von Pflanzen, waren den Matis von der Karavan übermittelt worden, wie den Zoraïs die Beherrschung des Magnetismus und des Schreibens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während seiner langen Monate im Exil im Königreich Matia war Pü klar geworden, wie attraktiv die heidnischen Sitten der von der Karavan indoktrinierten Völker sein konnten. Bei diesen Gedanken hatte er sich geschämt. Aber es hatte ihm auch geholfen, die Gefährlichkeit dieser Dämonen aus dem Himmel besser zu verstehen. Der junge Zoraï verlor keine Zeit. Er rutschte und sprang über die Wurzeln und Verzweigungen des Waldes und legte die letzten Kilometer bis zum Pfad in kürzester Zeit zurück. Die wenigen Gingos, die versuchten, ihn auf seinem Weg zu verfolgen, hatten keine andere Wahl, als aufzugeben, da er sich so geschickt durch das dichte Gewirr der Natur manövrierte, die frei von jeglicher Matisse-Unterdrückung war. Als er den Weg erreichte, versteckte er sich hinter einem großen Strauch und hielt Ausschau nach der Ankunft des Konvois. Als er gerade aufgeben und woanders nach den Spuren der Matis suchen wollte, hörte er in der Ferne ordentliches Hufgetrappel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü schluckte. Sein Herzschlag begann sich langsam zu beschleunigen. Niemals. Niemals würde er sich an dieses Gefühl gewöhnen. Sein Bruder hatte ihm versichert, dass sein erstes Mal ein Genuss sein würde und dass die Gefühle, die er dabei empfand, ihn für sein ganzes Leben prägen würden. Auf der einen Seite hatte er damit nicht ganz Unrecht. Die blutverschmierten Hände eines Zoraï, der mit elf Jahren ins Exil geschickt wurde, kniete allein vor der noch warmen Leiche seines ersten Opfers: diese Bilder verfolgten ihn wochenlang Tag und Nacht, bis er den Verstand verlor. Doch diese letzte Prüfung kündigte auch das Ende seines schmerzhaften Exils an. Bald würde er wieder in seinem Land, bei seinem Stamm sein und seine Mutter wieder in die Arme schließen können. Dieser freudige Gedanke tröstete ihn und half ihm, seine Kräfte wieder zu sammeln. Der Konvoi zeichnete sich nun am Horizont ab. Bald war er in Sichtweite. In der Mitte befand sich ein solider, schwer beladener Karren, gezogen von zwei Mektoubs, friedfertigen Dickhäutern mit flinken Füßen, die über zwei Meter groß waren, braunes Fell mit grauen Streifen hatten und vor allem an ihren langen, kräftigen Rüsseln und ihren ohrlosen Köpfen zu erkennen waren. Er wurde von einem Tryker geführt, wie viele andere, denen Pü bislang begegnet war. Tatsächlich war es nicht ungewöhnlich, Tryker weit östlich von ihren schwimmenden Städten zu treffen, die im Matis-Land undankbare und schlecht bezahlte Arbeit verrichteten. Ihre Neugier und ihr Freiheitsdrang machten sie zwar zu hervorragenden Entdeckern und Erfindern, doch aufgrund ihrer geringen Größe, ihres kindlichen Aussehens und vor allem ihres friedlichen und gutmütigen Charakters waren die Tryker in den vergangenen Jahrhunderten leider mehrfach von den Matis versklavt worden. Wie Pü aus dem Unterricht seiner Mutter wusste, waren die Tryker zum letzten Mal während des &amp;quot;Aquäduktkriegs&amp;quot; vor nur vierzig Jahren versklavt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2435 entdeckten Fyros-Minenarbeiter im Westen ihrer Wüste unter der Rinde vergrabene Ruinen und bohrten eine Säureader an, die die gesamte Region um die Kaiserstadt Coriolis in Brand setzte. Das wochenlange Feuer breitete sich bis zur Grenze des Königreichs aus und zerschnitt das riesige, von den Matis verhasste Aquädukt. Eben jenes, das die Wüste mit dem Seengebiet verband, das von der Trykoth-Föderation, dem Verbündeten des Fyros-Imperiums, verwaltet wurde. Der Krieg, in den die Allianz und das Königreich seit fast eineinhalb Jahrhunderten verstrickt waren, nahm eine neue Wendung. Der Imperator sah sich gezwungen, seine Truppen von den Seen abzuziehen und sie zur Bekämpfung des Feuers einzusetzen, das sein Volk bedrohte und ihm das Wasser abnahm. Daraufhin nutzte die Matisse-Armee die Gelegenheit und marschierte in das Seengebiet ein, versklavte das Volk der Tryker und eroberte die Stadt Karavia zurück, die das Imperium fast ein Jahrhundert zuvor gestohlen hatte. Karavia, die &amp;quot;Heilige Stadt&amp;quot;, wurde angeblich genau an dem Ort errichtet, an dem Zachini an der Küste des Königreichs, das er später gründete, zum ersten Mal mit der Karavan und der Göttin Jena zusammentraf. Karavia, die &amp;quot;Unheilige Stadt&amp;quot;, für Pü und seinen Stamm der bösartigste Ort auf der Rinde... Und doch wurde hier im Jahr darauf der Vertrag unterzeichnet, der den Aquäduktkrieg beendete und die Tryker von der Herrschaft der Matis befreite. Allerdings hatte diese Episode im Unterbewusstsein des Seenvolkes Spuren hinterlassen, und viele Tryker blieben als Diener im Wald zurück... so wie der Karrenfahrer, der sich offensichtlich dem Dienst des Matis verschrieben hatte, der neben ihm auf der Sitzbank schlummerte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü identifizierte ihn bei seinem Anblick sofort als einen Kleriker der Kirche des Lichts, die Herena genannt wurde. Der Matis war nämlich in seine kirchliche Tracht gekleidet: eine weiße Bernsteinkrone und eine lange Toga, die aus mehreren großen Umhängen bestand, die aus bunten Federn gefertigt und mit Geflechten aus bernsteinfarbenen Schmuckstücken verziert waren. Die Kirche des Lichts, die um den Jena-Kult herum gegründet wurde und unter der Schirmherrschaft der Karavan stand, war heute allmächtig im Königreich Matia und insbesondere in Karavia, das durch den Vertrag, der ihren Namen trägt, an das Königreich zurückgegeben wurde. Unter ihrem Einfluss waren so viele Homins von der dämonischen Natur der Kamis überzeugt worden...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter oben auf dem Karren, auf seiner Planenladung, stand ein Matis mit einem Maschinengewehr und hielt Ausschau nach dem Horizont. Er hatte keinen Helm auf und trug die gewöhnliche Kleidung der Soldaten der regulären Armee: einen weichen, robusten Anzug aus Kaktushaut und darüber Rüstungsteile aus weißem Holz. Ein weiterer schien auf der Rückbank zu sitzen. Die Matis waren ein von Natur aus schlankes Volk mit ausgemergelten Gesichtszügen und perlmuttfarbener Haut. Sie waren Ästheten, raffiniert und aufgrund ihrer Kultur ehrgeizig und erinnerten andere Völker immer wieder an ihre Überlegenheit, selbst wenn sie sich dessen nicht bewusst waren. Um den Karren herum waren fünf berittene Matis, die als Eskorte dienten. Sie ritten stolz auf Caprynis, schlanken Vierbeinern mit dicker, heller und stellenweise blau gestreifter Haut, einem einzigen Geweih und einer langen Schnauze mit einem einzigartigen Ziegenbart. '''Alle Soldaten waren mit einer Rüstung aus solidem weißem Holz ausgestattet''', die mit lilafarbenen Mustern graviert war, sich am Oberkörper wölbte und in der Taille enger wurde. Die Schulterstücke der Rüstung waren ebenso abgerundet wie breit und verliehen den Soldaten ein herrisches Aussehen. Am auffälligsten war jedoch ihr Helm, der aus einer Elfenbeinmaske mit einem azurblauen Schmuckstück auf der Stirn und einer stabilen, imposanten Kopfbedeckung bestand, die mit weißem Bernstein verziert war und deren Enden aus Chitin an den Ohren herabhingen, sodass sie wie Hörner aussahen. Einer der Soldaten unterschied sich von den anderen durch die feinen Verzierungen und Gravuren, die seinen Brustpanzer und Helm schmückten. Bisher hatte Pü noch niemals die Gelegenheit gehabt, solche Verzierungen zu sehen. Der Matis war zweifellos ein hochrangiger Soldat der königlichen Armee, der zusammen mit dem Herena entsandt worden war, um den König vor der Karavan zu vertreten.&lt;br /&gt;
[[file:Tous les soldats.png|right|400px|alt=… Tous les soldats étaient équipés…|Alle Soldaten waren ausgerüstet]]&lt;br /&gt;
Das Kind stellte seinen Korb sorgfältig in die Mitte des Strauches und wartete noch ein paar Sekunden, bis der Konvoi weiterzog. Als er etwa 50 Meter von seiner Position entfernt war, kam er ruhig aus seinem Versteck hervor und stellte sich in die Mitte der Straße. Als der Ausguck auf der Spitze der Ladung ihn entdeckte, gab er das Signal zum Anhalten und der Konvoi stoppte abrupt. Der unerwartete Halt unterbrach den Schlaf des Herena, der beinahe vom Karren gefallen wäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wer sind Sie? Nennen Sie Ihre Identität!&amp;quot;, rief der Ausguck in einem kräftigen, aber dennoch melodischen Tonfall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Antwort trat Pü einige Meter vor, während die Reiter ihre Reittiere ausrichteten und sich vor dem Karren aufstellten. Der Zoraï räusperte sich und nahm seinen schönsten Mateis an. Seine Mutter hatte ihm die von anderen Völkern verwendeten Sprachen beigebracht, wobei sie den Schwerpunkt auf Mateis legte, die international am häufigsten gesprochene Sprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich bin ein Apostel der Kamis, der in die heidnischen Regionen gesandt wurde, um den Verirrten die Existenz des Großen Erzeugers zu offenbaren und einigen Auserwählten die Ewige Vergebung anzubieten. Kinder der Rinde, freut euch zu hören, dass eure Sünden durch mich bereits reingewaschen wurden. In Kürze werden eure Seelen gereinigt und den Schwarzen Kriegern von Ma-Duk übergeben. Durch sie werden sie zu ihrem Kampf für die Erhaltung von Atys beitragen. Und wenn Ma-Duk es will, werden sie Zeuge des Heiligen Krieges und des Beginns der Glücklichen Tage.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz seines guten Willens gelang es dem jungen Homin nicht, Leidenschaft in seine Predigt zu bringen. Nach so vielen Monaten morbider Predigten war dieses Ritual ebenso ermüdend wie schmerzhaft geworden. Pü wusste, dass der Wahnsinn auf ihn lauerte. Die Stimmen in seinem Kopf wurden immer präsenter und er entwickelte Woche für Woche neue Verhaltensstörungen. Wie viele seiner Brüder und Schwestern hatten während ihres Exils den Boden unter den Füßen verloren? Viele von ihnen waren niemals zurückgekehrt. Vor seiner Abreise hatte er lange Zeit hart über sie geurteilt, aber jetzt verstand er sie. Seine Sicht war getrübt, als sich ein starker Kopfschmerz bemerkbar machte. Er musste sich lange konzentrieren, um die ersten mentalen Einflüsterungen auszuschalten. Während dieser langen Sekunden der Abwesenheit hatte sich der Herena zu dem Ausguck auf der Spitze des Karrens gesellt. Er hielt sich rücksichtslos an ihm fest, um nicht zu fallen, und brüllte sie an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ma-Duk? Der große Erzeuger? Was reden Sie denn da für einen Unsinn? Wir wussten zwar, dass die Wilden Ihrer Art die Kami-Dämonen anbeten, aber wir dachten, Sie wären so geistesgegenwärtig, die Existenz unserer aller Mutter, Jena, nicht in Frage zu stellen! Kennen Ihre Schandtaten keine Grenzen? General, ergreifen Sie diesen Ketzer auf der Stelle!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü ging wieder ein paar Schritte nach vorne und massierte sich die Maske.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Dann kann ich Ihnen versichern, dass Min-Cho, sein Rat der Weisen und die gesamte Zoraï-Theokratie, versteckt im Herzen Zorans und hinter ihrer Großen Mauer, immer noch Ihre usurpatorische Göttin anbeten, sagte er mit müdem Blick. Vor vielen Jahrzehnten entschieden sich die Kamis dafür, meinem Stamm die Existenz von Ma-Duk zu offenbaren. Heute sind wir leider die einzigen, die seine Natur als Oberster Kami anerkennen. Aber es gibt noch andere Apostel, die im Dschungel arbeiten. Eines Tages werden unsere Zoraï-Brüder das Ausmaß der Lügen erkennen, die ihnen seit ihrer Kindheit aufgetischt werden, und wenn Ma-Duk es will, werden ihnen ihre Sünden vergeben.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Le visage du clerc se teinta de rouge alors qu’il manquait de tomber par l’effet de ses gesticulations, qui emmêlaient les multiples capes de sa tenue. Heureusement pour lui, la vigie faisait tout son possible pour éviter que l’Herena ne s’humilie en chutant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Cessez vos infamies, sauvage ! Aucun pardon pour votre race de dégénérés adorateurs des Démons ! Vos visages squelettiques sont des abominations, une offense à la Karavan ! Vous méritez d’être exterminés comme tous les primitifs qui souillent Atys de leur présence ! Qu’on m’attrape ce sauvage sans attendre, c’est un ordre ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Juché haut sur son capryni, le général matis tenta d’intervenir pour apaiser la tension grandissante. C’était compter sans la fougue de l’un des capryniers, qui obéit à l’exhortation du religieux en s’élançant à toute vitesse. Pü secoua son masque pour balayer ses derniers maux de tête et se concentra pleinement sur la situation. À partir de maintenant, tout allait s’enchaîner très vite. Il devait faire taire ses questionnements intérieurs. Déjà, le Matis avait franchi la moitié de la distance qui le séparait du Zoraï. Il tenait dans sa main droite une longue lance creuse qui s’achevait par un collet d’ambre tressé. Près de la barre horizontale, une manette permettait rapidement de desserrer ou de comprimer l’anneau qui la terminait. Cette arme ingénieuse était généralement destinée à attraper à la gorge les futures montures des Matis, lorsqu’elles étaient encore à l’état sauvage, mais était aussi déclinée pour immobiliser et soumettre les homins sans les blesser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Le corps de Pü oscillait légèrement. Il lui fallut quelques secondes supplémentaires pour synchroniser le battement de ses membres avec le galop de la monture. Arrivé à une dizaine de mètres de lui, l'assaillant activa le mécanisme de son arme et la brandit, sans ralentir l’allure. Le collier s’ouvrit assez largement pour réussir à enserrer la tête masquée du Zoraï. À n’en pas douter, il savait parfaitement se servir de son instrument. C’était compter sans l’agilité du jeune homin. Alors que le soldat fendait l’air sur sa droite pour saisir sa proie à la gorge, Pü plongea volontairement en direction de l’attaque tout en l’esquivant. Passant entre l’arme et le capryni, il réussit à attraper la sangle située au flanc de l’animal avant même de toucher le sol. Fermement agrippé, il tira autant qu’il put, non pas pour déstabiliser la bête lancée à toute vitesse, mais pour projeter son corps léger d’enfant par-dessus l’animal. Il voltigea et atterrit de justesse sur l’arrière-train du capryni, au moment où le Matis jetait un coup d’œil dans son dos pour chercher ce qu’il était advenu du Zoraï. Alors que le caprynier croisait le regard de Pü, qui se maintenait en équilibre sur l’animal uniquement par force de ses cuisses, sa proie, devenue bourreau, passa rapidement ses mains autour de sa nuque, et la rompit d’un coup sec. L’arme du Matis glissa de sa main droite et se brisa au sol. Si Pü ne pouvait s’assurer de son décès, sa paralysie était garantie. Il laissa le corps en armure s’affaisser sur lui pour ne pas qu’il chute, récupéra les rênes tenues par sa main gauche, ralentit la cadence et fit demi-tour. Revenu à son point de départ, il interrompit sa course et sauta au sol, à gauche de l’animal. Le corps du soldat s’écroula lourdement sur la droite. Le casque se décrocha sous le choc, ce qui permit au Zoraï d’observer son visage inerte. '''Le soldat était une homine, et de ce fait, peut-être une mère'''. Durant une fraction de seconde, Pü vit le masque de la sienne se superposer au visage du cadavre. Il ferma les yeux. Trois. Il ne lui en manquait plus que trois.&lt;br /&gt;
[[file:Le soldat.png|right|400px|alt=… Le soldat était une homine…|Le soldat était une homine]]&lt;br /&gt;
Au sommet de la charrette, le visage du clerc était passé d’un teint rougeâtre à un blanc bien plus livide qu’à l’accoutumée. Quant aux soldats, aucun ne réagit, choqués qu’ils étaient par la violence de la scène à laquelle ils venaient d’assister. Seul le général avait su garder son sang-froid. Il fit avancer sa monture de quelques pas et se retourna vers le convoi.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Giero, filez aussi vite que votre capryni le peut en direction de l’avant-poste le plus proche ! Mettez au courant l’intendant de la situation et envoyez-nous des renforts. Ne sous-estimez pas la menace. Be’maty, rendez-vous aussi à l’avant-poste ! Vous n’arriverez pas à suivre Giero à cause du chargement, mais vos mektoubs sont forts, ne les ménagez pas. Dès qu’il aura transmis son message, Giero vous rejoindra sur la route. Vicho, restez dans la charrette ! Vous protégerez le chargement et le Herena au prix de votre vie en attendant le retour de Giero. Zani, Lichnini, Sivaldo, avec moi ! N’intervenez pas tant que je ne vous en donne pas l’ordre. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Le ton assuré du général aida les soldats à sortir de leur léthargie. Tous s’exécutèrent sans dire mot. La sentinelle sauta de la charrette et arma son fusil-mitrailleur, le Matis assis à l’arrière du véhicule le remplaça au faîte de la charrette, qui commença à manœuvrer pour faire demi-tour. Seul le clerc, qui reprenait à peine ses esprits, manifesta l’intention de protester. Mais le regard inquisiteur que lui jeta alors le général le dissuada, et sa pâleur de craie s’accentua. D’ordinaire, Pü ne laissait pas de survivants, car seule l'absence de témoins l’assurait de pouvoir continuer d’opérer sans encombre dans ces régions. D’ailleurs, il évitait généralement de s’en prendre à l’armée régulière, dont chaque soldat disparu donnait lieu à enquête, et préférait s’attaquer aux tribus de fanatiques ou aux groupes de bandits qui parsemaient le royaume. Mais cette fois-ci, tout était différent. Quand les premiers parleraient, lui serait déjà sur la route du retour. Il observa scrupuleusement ses quatre futurs adversaires, tandis que l’un des capryniers s’élançait à toute vitesse en direction du sud-ouest, suivi par la charrette. Il devait éviter de les affronter tous ensemble. Il patienta quelques secondes, assez de temps pour que le messager disparaisse à l’horizon, et se mit à avancer doucement. Au premier pas, le général cria.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« N’avancez plus ! Pour vous être rendu coupable du crime d’homicide volontaire sur un soldat du Royaume de Matia, vous devez comparaître devant la justice royale. Comme le veut notre loi, vous aurez le droit de vous défendre durant votre jugement. Maintenant, coopérez, ou nous serons dans l’obligation de vous appréhender par la force. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü leva les mains pour feindre la soumission et continua d’avancer. Il savait que les Matis ne seraient pas dupes, mais il devait gagner quelques mètres. Actuellement, la plus grande menace était le mitrailleur. Il devait l’éliminer en premier. Pour autant, il ne devait pas sous-estimer le haut gradé. En temps normal, il aurait eu à faire à un simple chef d’escouade, et non pas à un militaire expérimenté.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Je ne me répéterai pas, plus un geste ! » cria à nouveau le général.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Le Zoraï ne réussirait probablement pas à faire un pas de plus avant que le général ne sonne l’assaut. Il passa sa main droite dans son dos et la posa sur le petit bouclier rond qui y était accroché. Il n’avait pas droit à l’erreur. S’il se manquait maintenant, la suite serait beaucoup plus incertaine. Il ferma à nouveau les yeux et laissa pleinement ses sens s’ouvrir au monde. La direction et la force du vent, l’humidité de l’air : importants paramètres à prendre en compte pour réaliser le lancer parfait. Rouvrant les paupières, il posa son regard sur le tireur. S’il était trop loin pour en être certain, la position de ses bras indiquait qu’il était prêt à faire feu. Pü inspira un grand coup et se mit en action. Plus rapide que jamais, il décrocha son bouclier et banda ses bras en arrière comme une corde. Il lui fallut moins d’une seconde pour valider sa trajectoire et propulser sa rondache. Le projectile vola vers la gauche du sentier, donnant l’illusion d’un lancer manqué. Pü profita de l’incompréhension générale pour foncer dans l’autre direction. Comme prévu, le mitrailleur reçut l’ordre d’intervenir et enclencha son arme. '''Les deux pieds fermement plantés dans l’écorce, il se mit à tirer à feu nourri en direction du Zoraï'''. Mais, vu son recul, l’arme était malaisée à diriger, ce qui laissait à Pü quelques secondes avant que les impacts ne fassent mouche. L’enfant se déhanchait et sautillait habilement, s'efforçant de compliquer la tâche du mitrailleur, dont les tirs se faisaient de plus en plus précis. À ce moment-là, les Matis crurent probablement qu’ils allaient l’emporter. C’était compter sans la courbure impromptue que prit la trajectoire du bouclier. Frôlant les arbres qui marquaient le bord de la route, la rondache dévia en direction du tireur qui était maintenant positionné dos à elle. Personne ne remarqua la manigance, hormis le général qui, plus avisé que le reste de son escouade, aperçut le projectile mortel alors qu’il s’apprêtait à percuter l’arrière du crâne du mitrailleur. Il hurla quelque chose et sauta de son capryni. Se relevant en vitesse, il fonça vers le soldat. En réponse au cri de son supérieur, celui-ci venait de se retourner vers la menace volante. Ne le voyant pas réagir, le général tenta de le plaquer, mais ne réussit qu'à le bousculer. Le bouclier fendit profondément le visage du Matis hébété qui virevolta et s’écroula lourdement sur le sol.&lt;br /&gt;
[[file:Les deux pieds.png|right|400px|alt=… Les deux pieds fermement plantés…|Les deux pieds fermement plantés]]&lt;br /&gt;
Pü cessa ses gesticulations et reprit son souffle. Si le mitrailleur n’était certainement pas mort, il semblait être évanoui, et ne représentait donc plus une menace pour le moment. Alors que le général s'attardait au chevet du malheureux, le jeune Zoraï crut à tort qu’il aurait le temps de réfléchir à son prochain mouvement. Mais les deux capryniers ne l’entendaient pas de cette oreille, et s’incitèrent mutuellement à passer à l’attaque.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Général, restez avec Sivaldo, nous nous occupons du primitif masqué ! cria le premier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Oui général ! Jusqu’alors, ses techniques de lâche ont fonctionné uniquement parce que nous n’y étions pas préparés, renchérit le second. Laissez-nous venger la mort de Tinailli ! Nous vous promettons de lui faire honneur ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Le général eut beau protester, les deux soldats s’élancèrent à pleine vitesse en direction du Zoraï, qui ne semblait pas s’en inquiéter. Les dernières dizaines de mètres qui les séparaient furent englouties en quelques secondes. Mais se souvenant de la mort de leur première camarade, les Matis ne firent pas l’erreur de charger le jeune guerrier. Ils s’arrêtèrent avant d’arriver à son niveau, sautèrent de leur monture et s’avancèrent pour le prendre en tenaille. Au vu de leur comportement respectif, les deux Matis devaient être des soldats inexpérimentés. Aveuglés par la haine et le désir de vengeance, ils ne savaient pas encore qu’ils venaient de se jeter dans la gueule du gingo. Au loin, le général venait à peine d’atteindre son capryni pour rejoindre en urgence les deux imprudents. Seul contre deux, le jeune guerrier avait toutes ses chances. Il fallait donc qu’il en termine au plus vite avant que le seul militaire réellement expérimenté de l’escouade ne les rejoigne. Le Matis qui s’était positionné dans son dos tenait à deux mains une lourde épée d’ambre joliment ornementée, alors que celui qui lui faisait face était armé d’une longue pique couronnée d’ambre tressé. Pü aurait aimé lire sur son visage, mais l’imposant casque cornu qu’il portait l’en empêchait. Rapidement, les Matis se rapprochèrent. En toute logique, le soldat situé face à lui lancerait le premier assaut, laissant ainsi l’opportunité à celui positionné dans son dos d’utiliser un angle mort pour attaquer. C’est exactement ce qui se passa. Le piquier cria et perfora l’air d’un geste précis, espérant empaler le Zoraï d’un seul coup. Sans même bouger ses pieds, Pü envoya sa main droite au contact de la pique tout en pivotant et décalant son bassin du côté opposé. La protection de son avant-bras érafla bruyamment les multiples pointes aiguisées. Retournant brusquement son poignet, il attrapa le long manche de l’arme. Au lieu de repousser l’offensive, il encouragea le mouvement, et se servit de l’élan du Matis pour le déstabiliser tout en préservant l’impulsion de son assaut. Déviant légèrement la direction de l’attaque, et toujours sans décoller les pieds du sol, il courba son dos en arrière, et esquiva le coup horizontal que l’épéiste tenta de lui asséner. Il n’eut alors qu’à faire en sorte que la pique conserve sa vélocité pour que ses pointes mortelles transpercent la cuisse gauche du malheureux à l’épée, qui s’écroula sous le choc en hurlant. Emporté par le mouvement non contrôlé de son arme, l’assaillant manqua de tomber sur le blessé. Pü saisit l’opportunité et l’y aida. Dégainant sa dague de sa main libre alors que l’autre lâchait la pique fermement enfoncée dans la chair de son camarade, il fit un pas en arrière pour reprendre son équilibre et enfonça d’un coup précis sa lame dans la jointure cervicale du casque du piquier. Une longue gerbe de sang gicla lorsqu’il retira sa dague de la carotide de son adversaire. Comme il s’y attendait, le soldat paniqua et retira son casque en vitesse pour comprimer et soigner sa gorge à l’aide des pouvoirs de la Sève, et avant que son cerveau ne cesse d’être irrigué en sang. Ne lui laissant pas le temps d’agir, Pü attrapa la chevelure brune du Matis et lui asséna plusieurs violents coups de dague dans la gorge. Lorsque la tête du soldat se sépara finalement du reste de son corps, le décapité s’effondra sur la pique qui s’enfonça encore plus profondément dans la plaie sanguinolente de l’homin cloué au sol. Pü jeta un coup d’œil en arrière : le général serait bientôt là. Il rangea la dague maculée de sang, laissa tomber la tête de sa victime, et s’approcha du soldat gravement blessé qui, désormais coincé sous la lourde armure encore palpitante de son camarade, n’était plus capable d’extraire la pique pour soigner magiquement sa jambe. L’homin ôta son casque et se mit à gémir. Il devait avoir l’âge de Niï, soit environ dix ans de plus que Pü.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Pitié, ne me tuez pas ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pü avait sincèrement pitié. Il détestait tuer. Et particulièrement quand ses adversaires n’y étaient pas préparés. Mais il n’avait plus le choix. Il y était presque, il ne pouvait pas tout abandonner maintenant. Le jeune Zoraï fit à nouveau le vide dans sa tête et ignora la plainte du Matis. Il se rapprocha de lui, posa délicatement son pied gauche sur son cou, et lui broya d’un coup de talon. Ramassant l’épée du malheureux désormais paralysé, il lui planta dans la gorge, empêchant ainsi toute régénération. Un. Il ne lui manquait plus qu’un. Si le mitrailleur évanoui suffisait, l’homin qui lui faisait face dorénavant ne le laisserait sûrement pas approcher le blessé sans combattre. Le général, qui avait en effet enfourché sa monture pour combler la distance qui se séparait du Zoraï, avant de la quitter une seconde fois, se dirigeait désormais vers le guerrier d’un pas décidé. Arrivé à quelques mètres de lui, il ôta son casque. Pour la première fois depuis longtemps, Pü eut un mouvement de recul. Durant un instant, l’enfant crut voir le masque de son père. Le Matis était dans la force de l’âge, comme l’indiquaient les quelques rides qui venaient troubler l’harmonie des traits de son visage et le faible éclat de sa longue chevelure d’ébène. Mais par-dessus tout, c’est l’assurance et l’intensité de son regard qui lui rappelèrent son père. Ces yeux bleus perçants étaient ceux d’un homin déterminé, prêt à tout donner pour accomplir sa volonté. Pü recula d’un pas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Il n’est pas nécessaire que nous combattions, dit-il d’une voix troublée. J’ai accompli ma mission. Laissez-moi le mitrailleur et rentrez chez vous. S’il vous plaît, suivez mon conseil, et rejoignez votre famille. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Le général posa son casque à ses pieds et dégaina une longue et large épée finement décorée. Il lui jeta un regard glacial.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Je ne vais pas pouvoir accéder à votre requête, mon garçon. Vous venez à vous seul de tuer trois de mes soldats. Le Karan Domini, Roi et Grand Prêtre du Royaume de Matia, doit savoir pourquoi la Théocratie Zoraï forme des enfants-soldats à des missions d’assassinat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
— Je vous le redis : ma tribu et moi ne dépendons pas de la Théocratie Zoraï. Je vous en prie, éloignez-vous ! » répliqua Pü en reculant une seconde fois.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Le Matis s’avança d’un pas déterminé.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Vous a-t-on forcé à tuer ? S’il est normal qu’un garçon de votre âge apprenne à combattre, il ne devrait pas avoir à faire couler le sang si jeune. Et sûrement pas dans ces conditions. Un garçon de votre âge passe du temps avec ses amis, ses frères, ses sœurs, son père et sa mère. »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
À l’écoute des paroles du militaire, et à l’évocation de ses proches, le jeune Zoraï fut pris d’un coup de sang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Ne parlez pas de ma famille ! Fuyez, tant qu’il en est encore temps ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Un sourire froid s’afficha alors sur le visage du général.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Il semble que j’aie touché la corde sensible. Seraient-ce vos parents qui vous ont envoyé si loin de la Jungle pour commettre ces meurtres ? Une mère est censée enseigner l’amour à ses enfants, non la mort ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Une violente céphalée transperça le crâne de l’enfant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« '''Je vous interdis de parler de ma mère !''' »&lt;br /&gt;
[[file:Je vous interdis.png|right|400px|alt=… Je vous interdis de parler…|Je vous interdis de parler]]&lt;br /&gt;
À son départ, elle avait pleuré. Et si elle l’avait exhorté de ne pas tuer pour assouvir son propre plaisir, elle lui avait malgré tout demandé de le faire pour Ma-Duk. Pü aimait sincèrement Ma-Duk, autant qu’il détestait Jena. Les Kamis protégeaient Atys, quand la Karavan la détruisait en pillant ses ressources. Mais ne pouvait-on prouver son amour à Ma-Duk autrement qu’en répandant le sang ? Par ses propos, et son statut de Grande Prêtresse, sa mère approuvait les coutumes barbares de leurs ancêtres. Pire, elle les transmettait avec ferveur. Mais lui, qui buvait il y a encore quelques mois chacune des paroles de sa mère, les vomissait désormais. Combien de temps encore réussirait-il à feindre son attachement aux valeurs de sa tribu ? Et si, averti de cette dernière pensée, Ma-Duk considérait déjà qu’il ne lui était plus fidèle, pourrait-il jamais devenir l’Ombre du Masque Noir ? Son père l’exécuterait-il lorsque Grand-Mère Bä-Bä lui apprendrait la nouvelle ? Son frère et sa mère le laisseraient-il faire ? Pü atteignait ses limites, son cerveau était en ébullition. Sentant le Zoraï flancher, le Matis le poussa à bout.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Ainsi l’Herena avait donc raison : vous n’êtes que des animaux ! Les homins de votre peuple engrossent leurs homines et les transforment en mères pondeuses, juste bonnes à produire des enfants-soldats qui seront sacrifiés sur l’autel de vos croyances haineuses ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sur ces mots, Pü dégaina sa dague et son épée courte et s’élança vers le Matis en hurlant. Il lui avait laissé l’opportunité de fuir, et celui-ci ne l’avait pas saisie. S’il désirait mourir, alors Pü l’y aiderait, aussi simplement qu’il l’avait fait pour ses soldats. Cela ne prendrait que quelques secondes. Tout serait terminé, bientôt. Il n’aurait plus à supporter cette douleur. C’est en tout cas ce qu’il imagina sous le coup de la fureur. L’épée du général s’illumina et le jeune guerrier fut saisi aux chevilles avant même de comprendre la manœuvre du militaire. L’expérience du Matis avait parlé, et l’orgueil du Zoraï allait lui coûter cher. Il avait sous-estimé son adversaire et s’était précipité aveuglément, sans anticiper l’utilisation d’un enchantement magique d’entrave. Des racines avaient jailli de l’écorce et l’empêchaient totalement de bouger. Étant donné l’élan de sa course, Pü avait manqué trébucher en avant, et ce n’était que de justesse qu’il avait réussi à se maintenir debout. Pris de panique, il tenta de s’extraire du piège magique en tailladant à l’aide de ses armes les ramifications qui montaient maintenant le long de ses mollets, oubliant par là même le lanceur du sortilège. Soudainement, alors que toute son attention était portée sur ses jambes, le ciel s’assombrit. Son sang se glaça lorsqu’il leva la tête par réflexe. Au-dessus de lui, l’imposante armure du Matis masquait la lumière de l’astre du jour : il avait profité de l’affolement du Zoraï pour arriver au corps-à-corps. Le contre-jour accentuait son regard féroce, qui pétrifia Pü de toute part. Le général leva sa grande épée en position plongeante. Son armure blanche s’illumina lorsque la lumière filtra suite au changement de posture, et Pü dut détourner les yeux pour ne pas être aveuglé.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Laissez-vous faire ! dit le Matis d’un air grave. Le coup que je vais vous porter va vous infliger une blessure critique. Si vous bougez, il risque de vous être fatal. Je vous maintiendrai en vie jusqu’à ce que les renforts arrivent. Nous vous conduirons ensuite à Matia ! »&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Si le général semblait confiant en sa capacité de l’amener vivant auprès du roi des Matis, Pü préférait mourir mille fois plutôt que de devenir captif des suppôts de la Karavan. Il essaya à nouveau de se débattre, mais les racines enserraient maintenant sa taille et commençaient à remonter sur son ventre. Voilà, c’était ainsi que s’achevait sa courte vie. Finalement, Grand-Mère Bä-Bä avait eu tort. Lui qui avait grandi avec l’idée de devenir l’Ombre du Masque Noir et de périr parmi les siens en protégeant son frère, allait mourir seul et loin de chez lui, avec pour dernière vision l’éblouissante empreinte astrale de Jena. Quelle ironie. Alors que le Zoraï avait tourné son masque sur la gauche pour ne pas avoir à supporter plus longtemps le reflet moqueur de la cuirasse, il aperçut une étrange source lumineuse au-delà de la lisière de la route, sous l’ombre des grands arbres sylvestres. En se concentrant, il put discerner nettement deux sphères de taille identique. Elles étaient d’une blancheur éclatante et luisaient d’autant plus vivement qu’elles étaient environnées d’obscurité. Non, ce n’était pas seulement l’obscurité… Pü distingua une petite silhouette noire parmi les ombres. Son sang se glaça de nouveau. Ce n’étaient pas des sphères, c’étaient des yeux. Ceux du Kami Noir qui lui était apparu deux fois jusqu’alors. Il était là. Ma-Duk le regardait.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Non, il ne pouvait abandonner. Il était un Guerrier Noir de Ma-Duk, forgé par les meilleurs combattants de la Jungle et béni des Kamis. Tant qu’il pourrait se battre, il n’abandonnerait pas. Revigoré, son corps réagit d’instinct lorsque le général abattit son arme sur lui pour lui transpercer la clavicule gauche. Il envoya son bras droit au contact de la lame massive pour se protéger, et si son épée courte ne réussit pas à bloquer le coup, elle permit néanmoins de dévier l’attaque, au prix d’une partie de sa main, qui vola en éclats. L’état d’extrême tension dans lequel se trouvait le jeune guerrier eut pour effet positif de lui faire totalement ignorer la douleur. L’épée l’érafla et se planta lourdement dans le sol. Profitant de la seconde de répit qu’il lui était offerte, Pü lâcha la dague qu’il tenait dans sa main gauche et manipula la Sève alentour pour incanter à deux mains un sortilège. Sa paire d’amplificateurs de magie étant accrochée à sa ceinture désormais enchevêtrée avec les racines, il ne put s’en équiper. Mais pour ce qu’il comptait faire, un sortilège brut devrait suffire. Alors '''il n’hésita pas, et enflamma son corps pour s’évader de sa prison de bois'''. Il réussit à se dégager des racines partiellement consumées au moment où le général arrachait son épée du sol. Alors qu’il lançait son second assaut, Pü réussit à l’éviter de justesse grâce à une roulade. Le Matis enchaîna avec une série de frappes d’estoc et de taille, que le jeune guerrier esquiva à l’aide de diverses acrobaties. Désarmé, il n’était pas en mesure de parer les attaques. S’il était bien plus habile que le général encombré de sa lourde armure, celui-ci semblait bien plus endurant, et n’avait pas encore subi de blessures. Plus inquiétant encore, ses coups se faisaient de plus en plus précis. Pour la première fois de sa vie, Pü combattait un maître d’armes dans un combat à mort. L’expérience du Matis parlait, et il ne lui fallut que peu de temps pour commencer d’anticiper les mouvements du jeune guerrier.&lt;br /&gt;
[[file:Hesita pas.png|right|400px|alt=… il n’hésita pas…|il n’hésita pas]]&lt;br /&gt;
Les secondes défilaient et Pü s’essoufflait à vue d’œil. À plusieurs reprises, le soldat réussit à le frôler, entaillant son corps d’enfant de la pointe de son épée. Pü faisait régulièrement appel aux pouvoirs de la Sève pour panser ses blessures et régénérer partiellement son endurance, mais, à ce rythme, il atteindrait bientôt ses limites. S’il aurait aimé pouvoir passer dans le dos du Matis pour tenter de lui briser la nuque, comme il savait si bien le faire, celui-ci ne lui laissait aucun répit. Sans arme, il n’avait aucun moyen de s’extraire de cette situation perdue d’avance. Alors qu’il cherchait une échappatoire, il aperçut une dague pendant à la taille du soldat, cachée derrière le drap d’apparat ornant sa ceinture. Comment avait-il pu ne pas la voir avant ? Pü se maudit et imagina un plan d’action, entre deux roulades et trois contorsions. Il allait jouer le tout pour le tout. À bout de souffle, le Zoraï attendait le moment idéal pour agir. Soudainement, lui qui ne faisait jusqu’alors que reculer face aux assauts du Matis, profita d’une large frappe de taille pour effectuer une roulade avant et passer sous la lame tranchante. Son mouvement tout juste terminé, il poussa aussi fort qu’il put sur ses jambes, et bondit sur le flanc gauche du soldat. Si le Matis fut décontenancé par la direction de l’esquive, il réagit très vite et rendit un violent coup de pied latéral au jeune guerrier. Le corps de l’enfant craqua sous la lourde botte du soldat et alla s’écraser plus loin sur le sol. Pü se releva péniblement sur un genou et cracha le sang. Son adversaire venait de lui briser plusieurs côtes. Mais derrière son masque, le jeune guerrier souriait : sa main valide était désormais armée. Bien que différente des dagues qu’il avait coutume de manier, celle du Matis ferait parfaitement l’affaire. Le jeune homin inspira un grand coup et leva son masque vers le général. Celui-ci s’était retourné et s’apprêtait à réaliser une percée avec son épée pour retourner au corps-à-corps.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Abandonnez mon garçon ! » dit-il en chargeant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
À nouveau, Pü n’aurait qu’une seule chance. Et jusqu’alors, la chance lui avait souvent souri. Finalement, peut-être que le Kami Noir veillait réellement sur lui.  Alors que le soldat se précipitait dans sa direction, l’épée dirigée vers l’avant, Pü attendit le bon moment et jeta sa dague en l’air, loin au-dessus de lui. Aussitôt fait, il infusa tout ce qu’il put de Sève dans ses jambes et fit gonfler ses cuisses comme jamais. Puisant à la limite de ce qu’il pouvait endurer, il souleva un nuage de sciure et bondit dans les airs d’un saut surhomin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Totalement surpris par la nature de l’attaque et partiellement aveuglé par le brouillard de débris, le Matis crut à tort que le Zoraï tentait simplement de s’enfuir. Il comprit trop tard la réalité de la situation lorsque qu’il sentit son épée s’alourdir brusquement sur l’avant. Pü venait d’atterrir sur le plat de la lame et s’élançait tel un funambule en direction de son porteur. Déjà fort déséquilibré, le Matis tenta en vain de se redresser au moment où Pü prit à nouveau appui sur l’arme pour voltiger. Le jeune guerrier atterrit cette fois-ci sur ses épaules, et se propulsa une derrière fois en direction du ciel, obligeant par la force de ses jambes le Matis à poser un genou au sol. Pü devait se situer à environ quatre mètres du sol, et survolait le nuage de poussière qui commençait à se dissiper. Il n’eut qu’à tendre son bras valide pour attraper la dague qu’il avait précisément jetée quelques secondes auparavant. Écartant les jambes et regardant vers le sol, alors que la gravité commençait à faire effet, il posa ses yeux sur le visage du général. Celui-ci avait perdu son regard terrifiant et ouvrait grand les paupières. Pü y lut de l’admiration. L’enfant effectua à nouveau un lancer parfait et la dague alla se planter droit dans le crâne du Matis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Toujours en l’air, le Zoraï se préparait à se réceptionner correctement, mais ses côtes cassées l’en empêchèrent. Il s’effondra lourdement sur le flanc opposé, non loin du corps du général figé sur les genoux dans une étrange position. Sa tête pendait en arrière, dirigée vers l’astre du jour et sa longue chevelure d’ébène se soulevait légèrement au gré du vent. Pü s’allongea sur le dos et écarta les bras. Terminé. Son calvaire était terminé. Il avait gagné.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{NavChap|[[Chapitre III - Mourir pour renaître]]|[[La Guerre Sacrée#Table des matières|Table des matières]]|[[Chapitre V - La graine du doute]]}}&lt;br /&gt;
{{Portail|La Grande Bibliothèque|Zoraï}}&lt;br /&gt;
[[Catégorie:La Guerre Sacrée]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jadeyn</name></author>	</entry>

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